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Kantone BL und BS - Fundorte von Mineralien in der Schweiz

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Kantone BL und BS

Fundorte > Basel-Land, Baselstadt
Vorkommen in den beiden Basler Kantonen
Bezirke Arlesheim, Basel, Laufen, Liestal, Waldenburg

Galerien: Zeglingen

Bild: Zeglingen, ehem. Gipsgrube Weissbrunn. Gips 10 mm

Die Koordinaten sind mit der Karte von Swisstopo verlinkt.

78 Beschreibungen
LNr
001.
Fundort
BL / Arlesheim, Homburgrai (ehem. Steinbruch), Meiertum
Region
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Arlesheim
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Der ehemalige Steinbruch Homburgrai, früher auch unter Meiertum bekannt, dient heute teilweise als Anbaugebiet für Reben und als Naturschutzgebiet. Entsprechend sind kaum noch Funde von Mineralien möglich. Ausser Sphalerit und Calcit sind aus diesem Steinbruch keine weiteren Mineralien bekannt geworden.
Mineralien
- Calcit:
- Sphalerit:
LNr
002.
Fundort
BL / Allschwil, Binningen, Lättenlöcher, Dorenbach
Region
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Allschwil
Koordinaten, ca.
Literatur
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 81
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 236
Bemerkungen
Im Tobel bei den Lättenlöcher konnten ca. 100 Meter unterhalb der Steinbrücke aus dem Dorenbach kleine Goldflitterchen bis maximal 0.1 mm Grösse gewaschen werden. Der Aufwand dafür ist aber erheblich. Aus 100 kg Waschgut resultieren etwa 0.1 mg Gold. Waschmöglichkeiten bieten sich bei der Lokalität Lättenlöcher. Im Tongemisch des Lösslehms der ehemaligen Tongube der Ziegelei bei der Lokalität Paradies sind Chlorit (geringer Anteil im Tongemisch), das Schichtsilikate Illit und Mineralien der Smektitgruppe (bestehend hauptsächlich aus Schichtsilikaten sowie Montmorillonit, Quarz- und Calcitstaub) vorhanden. Das heute überbaute Gelände zeigt keine Spuren mehr der ehemaligen Abbautätigkeiten.
Mineralien
- Chlorit:
- Gold: aus dem Dornebach Goldflitterchen bis maximal 0.1 mm Grösse.
- Illit:
- Montmorillonit:
LNr
003.
Fundort
BL / Bretzwil, Deigsberg, Dürrenberg, Edlisberg, Egg, First, Hollen, Lauwil, Liedertswil, Meltingen, Ober Hauenstein, Oberdorf, Titterten, Trummeten, Waldenburg, Wintenberg, Zullwil
Region
Baselland
Koordinaten, ca.
0
Literatur
- Merki, Paul; Eclogae Geologicae Helvetiae, Band (Jahr): 54 (1961) Heft 1; Seite 138 - 227; Der Obere Muschelkalk im östlichen Schweizer Jura
Bemerkungen
Profile nach Merki:
Profil 4: Meltingen 2'611’400 / 1'248’550 (verlassener Steinbruch):
 - Trigonodusdolomit, 12,70 m aufgeschlossen.
 - Plattenkalk. 2,20 m aufgeschlossen.
 - Nicht durchgehend aufgeschlossen, ist darunter die Schichtfolge bis zum mittleren Trochitenkalk zu beobachten.
Profil 5: Zullwil 2'612’500 / 1'248’775 (Steinbruch):
 - Lettenkohle, 2,60 m aufgeschlossen
 - Trigonodusdolomit, Gesamtmächtigkeit 20,00 m.
 - Plattenkalk, Gesamtmächtigkeit 21,90 m.
 - Trochitenkalk. 3,50 m aufgeschlossen.
Profil 6: Hollen, S Bretzwil 2'615’950 / 1'249’050 (Strassenbord):
 - Plattenkalk, 3,30 m aufgeschlossen.
 - Trochitenkalk, 21,90 m aufgeschlossen.
Profil 7: First, N Lauwil 2'617’875 / 1'249’100 (Steinbruch):
 - Plattenkalk, 7,70 m aufgeschlossen.
 - Trochitenkalk, 22,70 m aufgeschlossen.
Profil 8: Deigsberg, E Lauwil 2'618’475 / 1'248’975 (verlassene Grube):
 - Basale Schichten des Gipskeupers.
 - Lettenkohle, Gesamtmächtigkeit 4,50 m.
 - Trigonodusdolomit, 17,45 m aufgeschlossen.
Profil 9: Egg, S Titterten 2'620’700 / 1'249’625 (Grube):
 - Trigonodusdolomit, 17,80 m aufgeschlossen.
 - Plattenkalk, 1,50 m aufgeschlossen.
Profil 10: S Liedertswil 2'620’975 / 1'248’525 (Bachtobel):
 - Plattenkalk, 17,90 m aufgeschlossen
- Trochitenkalk, Gesamtmächtigkeit 22,70 m
 - Anhydritdolomit, 1,10 m aufgeschlossen.
Profil 11: Wintenberg, W Oberdorf 2'622’525 / 1'249’025 (Strassenbord):
 - Plattenkalk, 16.80 m aufgeschlossen.
 - Trochitenkalk, 22,10 m aufgeschlossen.
Profil 12: Trummeten, W Oberdorf 2'622’850 / 1'249’500 (Baugrube)
 - Basale Schichten des Gipskeupers.
 - Lettenkohle, Gesamtmächtigkeit 3,60 m.
 - Trigonodusdolomit, 0,80 m aufgeschlossen.
Profil 13: Edlisberg, Waldenburg 2'623’525 / 1'248’450 (verlassener Steinbruch):
 - Plattenkalk, 4,55 m aufgeschlossen.
Profil 14: Edlisberg, Waldenburg 623.750 / 248.650 (verlassene Gipsgrube):
 - Trochitenkalk, 4,40 m aufgeschlossen.
 - Anhydritdolomit, Gesamtmächtigkeit 10,10 m Hauptanhydritgruppe, ca. 10 m aufgeschlossen.
In der verlassenen Gipsgrube E Bad Waldenburg (Profil 14) folgt über fein gebänderten Gipsbänken der Hauptanhydritgruppe ca. 1 m fetter, bituminöser, schwarzer Ton. Im Hangenden setzt dann der 10 m mächtige Anhydritdolomit mit dünn gebankten, tonigen Dolomiten ein. Gegen oben nimmt der Tongehalt ab, während sich Rauhwackebänder und vereinzelte Gipslinsen einschalten. Im mittleren Abschnitt der Serie sind die für den Anhydritdolomit charakteristischen, dunkelbraunen bis schwarzen, gebänderten Silexlagen zu beobachten. Über dem Silexhorizont folgen zunächst 3 m dick gebankte, mittelkörnige, beige Dolomite, in denen eine Lage mit Schalenresten einer arten- und individuenarmen Zwergfauna beobachtet werden konnte. Profil 15: W Dürrenberg, Ober Hauenstein 623.300 / 245.500 (Bachrunse):
  - Lettenkohle, 3,40 m aufgeschlossen.
  - Trigonodusdolomit, Gesamtmächtigkeit 19.40 m.
  - Plattenkalk, Gesamtmächtigkeit 16,00 m.
  - Trochitenkalk, 24,00 m aufgeschlossen.
Plattenkalk: Silexkonkretionen, wie wir sie aus dem Plattenkalk des Weissenstein-Gebietes vorkommen, sind in den entsprechenden Schichten im Raume Meltingen-Waldenburg nur vereinzelt anzutreffen.
Trigonodusdolomit: die Untergrenze des Trigonodusdolomits, markiert durch den Einsatz des für diese Formation typischen, undeutlich und höckerig gebankten Dolomits mit den Calcitdrusen, ist eine reine Faziesgrenze und kann nur über kurze Distanzen als synchron angesehen werden. Die Mächtigkeit der Serie beträgt im Gebiet Meltingen-Waldenburg und am Ober Hauenstein 19-21 m. Die obersten 3-5 m des Trigonodusdolomits setzen sich aus beigen, gut gebankten Dolomiten zusammen, die massenhaft gebänderte, graue Silexlagen enthalten. Dieser Horizont mit den Silexbändern stellt ein zuverlässiges Leitniveau dar, das im obersten Trigonodusdolomit des Faltenjura vom Weissenstein bis zur Staffelegg verfolgt werden kann.
Mineralien
- Silex:
LNr
004.
Fundort
BL / Allschwil, Rothaus, Schweizerhalle (Bohrung)
Region
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Allschwil
Koordinaten, ca.
2'616’980 / 1'264’940
Literatur
- Fehlmann, Hans: Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 297-300
Bemerkungen
Das Steinsalz der Nordschweiz wurde am 16. Juli 1835 beim Rothaus, östlich von Basel in einer Tiefe von 126 m und einer Mächtigkeit von 10 m erbohrt. In der Salzzone von Basel bis Zurzach sind auf Schweizergebiet bis heute (1919) 56 Bohrungen in einer Gesamtlänge von 10’500 m ausgeführt worden, von denen 43 das Salz in Tiefen von 80-463 m angefahren haben, während 13 erfolglos waren. Diese Bohrungen haben festgestellt, dass sich das Steinsalz der Anhydritgruppe auf der ganzen 150 km langen Strecke von Donaueschingen über Zurzach, Rheinfelden, Schweizerhalle bis Pruntrut überall 60-70 m unter der unteren Grenze des Hauptmuschelkalkes befindet. Da die Entwicklung der das Salz Überlagernden Sedimente ebenso wie deren Tektonik vom Randen im Kt. Schaffhausen bis Basel hinlänglich bekannt sind, kann für jede auf dieser Strecke auszuführende Bohrung mit genügender Sicherheit und Genauigkeit angegeben werden, in welcher Tiefe sich das zu suchende Salzlager befinden muss.
Spuren von Erdöl.
Innerhalb des ca. 15 m mächtigen Süsswasserkalkes (297,00-311,7 m) zeigten sich in mehreren Horizonten, nämlich bei - 302,80-303,90 - 305,05-305,15 und 305,70-306,00 m, Imprägnationen eines schwarzen Bitumens, das nach Art von dickem Erdöl oder Asphalt fleckenartig die cavernösen blendendweissen Sässwasserkalke durchzieht, häufig in der Nähe der Planorben sich ansammelnd. Etwa 10 kg dieses bitumenführenden Kalkes wurden in der Prüfungsanstalt für Brennstoffe in Zürich untersucht. Der auf Erbsengrösse zerschlagene Kalk wurde längere Zeit mit kaltem Aether behandelt, so dass er vollständig bitumenfrei wurde; die dabei erzielte Ausbeute an Bitumen beträgt 0,35 Gewichtsprozente. Das Bitumen ist bei Zimmertemperatur kaum fliessbar. Das Bitumen ist eine mit den Asphalten von Trinidad, Val de Travers etc. vergleichbare Substanz.
Mineralien
- Asphalt:
- Erdöl:
- Salz:
LNr
005.
Fundort
BL / Arlesheim, Armeholz, Hornichopf, Spitzacker (Gempen)
Region
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Arlesheim
Koordinaten, ca.
Literatur
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
Im Osten von Arlesheim trifft man zwischen Hornichopf (2'615'758 / 1'259'773, 555 m ü. M.) und Armeholz (2'616’250 / 1'259'630, 586 m ü. M.) auf ein sich gegen Stollenhäuser hinaufziehendes Tälchen, welches vollkommen im Hauptrogenstein liegt. Die Literatur erwähnt aus dem oberen Talbereich Funde von Sphalerit, Calcit und Pyrit. Die sphaleritführende Zone, welche unterhalb der Nerinéenbank liegt, beschränkt sich ausschliesslich auf diesen Talabschnitt, welcher von Stollenmätteli (Gempen) über einen Feldweg in Richtung Spitzacker gut zu erreichen ist. Bei der äussersten Waldspitze verlässt man den Feldweg und steigt ca. 70 Meter durch wegloses Gelände das grabenähnliche und stark überwucherte Tälchen hinunter. Da kaum Gesteinsbrocken herumliegen sind Funde eine absolute Rarität. Der Fundort ist mineralogisch eher unbedeutend.
Mineralien
- Calcit: abgestumpfte Skalenoeder, gelblichweiss, bis 1 cm, die bis faustgrossen Drusen auskleidend.
- Pyrit: klein, leicht angelaufen.
- Sphalerit: schwärzlich, auf dem Calcit, klein.
LNr
006.
Fundort
BL / Muttenz, Chlosterchöpfli, Sulzchopf, Wartenberg (ehem. Steinbrüche)
Region
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Muttenz
Koordinaten, ca.
Literatur
- Andermatt, Paul J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
- Bericht über die Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel vom August 1838 bis Juli 1840;1840; IV; Seite 81
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 335, 350
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 364, 365
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 278
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 205
Bemerkungen
1. Muttenz, Chlosterchöpfli, Lachenköpfli: 2'616'087 / 1'261'507, 441 m ü. M.
2. Muttenz, Sulzchopf: 2'616'770 / 1'261'413, 556 m ü. M.
3. Muttenz, Burgruine Hintere Wartenberg: 2'616'264 / 1'263'238, 431 m ü. M.
4. Muttenz, Burgruine Vordere Wartenberg: 2'616'572 / 1'263'499, 398 m ü. M.
Die Kalksteine der Gruben waren früher begehrte Bausteine und kamen in Basel bei zahlreichen Bauten zur Anwendung. Für den Abtransport der Sulzchopfsteine wurde eine Seilbahn erstellt deren Trassee im Gelände noch heute gut sichtbar ist. Anfang des 20. Jahrhunderts verdrängte Beton als Baustoff die Steinblöcke, was 1918 zur Stilllegung der Sulzsteingrube führte. In den folgenden Jahren entwickelte sich im ehemaligen Abbaugebiet ein ausserordentlicher Artenreichtum. Seit 1972 steht die Grube unter kantonalem Schutz. Muttenz ist als Fundort vor allem wegen seinen Fluoritvorkommen bekannt geworden. Diese liegen alle im unteren Hauptrogenstein in fossilen Hohlräumen der Nerinéenbank.
Mineralien
- Calcit: die Hohlräume auskleidend, teils auf dem Fluorit aufgewachsen. Calcit ist, wie auch der Fluorit, an allen Fundorten 1 - 4 vertreten.
- Fluorit: würfelförmig, dunkelgelb, bis zu 30 mm Kantenlänge, immer Aggregate bildend zusammen mit Calcit im Innern von Korallenstöcken. Die Korallenbank liegt stets mehrere Meter über der Zone, in welcher die zinkblendeführenden Calcitdrusen vorkommen. Fluorit und Sphalerit treten im Hauptrogenstein nie zusammen auf. Im ultravioletten Licht zeigt der gelb- bis braunfarbige Fluorit eine elfenbeinfarbige Fluoreszenz. Die ersten dokumentierten Fluoritfunde vom Wartenberg gehen auf das Jahr 1839 zurück und stammen aus dem Hauptrogenstein des obersten Steinbruchs am Wartenberg. In den Bereich des Hauptrogensteins fallen die beiden Abbaue bei "Burgruine Hintere Wartenberg" und"Burgruine Vordere Wartenberg". Kenngott (1866) erwähnt zudem dunkelweingelbe bis bräunliche durchsichtige hexaedrische Kristalle in Calcitdrusen vom Schlosshügel bei Muttenz. Hier aus dem obersten, Nerinea Bruckmanni (fossile Meeresschnecken) enthaltenen Hauptrogenstein. Vermutlich handelt es sich bei dieser Fundortbeschreibung um den Wartenberg mit seinen drei Ruinen. Vom Wartenberg selbst führt er gräulichgelbe Fluorithexaeder in Klüften des Hauptrogensteins auf.
- Gips: nur vom Sulzchopf bekannt, ziemlich grosse und lange Kristalle (Kenngott schreibt von mehreren Zoll), grauliche und halbdurchsichtige Zwillinge.
- Sphalerit: vom Sulzchopf- und vom Chlosterchöpfli-Steinbruch in rhombendodekaedrischem Habitus, dunkelbraunschwarz, wild strukturiert, zusammen mit Calcit. Aggregate erreichen Dimensionen bis 2 cm. Sphalerit kann in verschiedenen Farbvarietäten auftreten, wobei das Spektrum von fast farblos über hellgelb - grün - braun bis zu völligem Schwarz gehen kann. Im Allgemeinen wird der schwarze Farbton durch höhere FeS-Konzentrationen bewirkt.
LNr
007.
Fundort
BL / Muttenz, Fuchslöcher
Region
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Muttenz
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Beim Abbau von Muschelkalkquadern für den Bau des Auhafens stiess man in den 1940-er Jahren auf zwei kleine Manganerzlager. Die Linsen erreichten Ausdehnungen von 180 x 20 cm und 100 x 2 cm. Die Analyse des Manganmulms ergab einen MnO2-Anteil von bis zu 44%. Wie Untersuchungen zeigten, scheinen Bakterien, die die Bildung von MnO2 veranlassen, für die Entstehung des Manganlagers verantwortlich zu sein. Das Gebiet ist heute überbaut.
Mineralien
- Manganerz:
LNr
008.
Fundort
BL / Muttenz, Salinen
Region
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Muttenz
Koordinaten, ca.
0
Literatur
/
Bemerkungen
Beim Roten Haus in Muttenz begann mit der Bohrung vom 30. Mai 1836 die Erfolgsgeschichte der Salzgewinnung in der Nordwestschweiz. In einer Tiefe von 107 m stiess man im triassischen Muschelkalk auf die erhoffte Salzschicht mit einer Mächtigkeit von 60 Meter. In den Folgejahren fanden gegen Osten weitere erfolgreiche Bohrungen statt, was zur Gründung weiterer Salinen führte. Diese konkurrenzierten sich, bis sie sich 1874 zu den Vereinigten Schweizerischen Rheinsalinen AG zusammenschlossen (Riburg, Rheinfelden und Kaiseraugst). 1909 fusionierten die Aargauer Salinen mit der Saline Schweizerhalle zur heutigen Schweizerischen Rheinsaline. Heute (2023) werden aus 25 Bohrlöchern (bei Wartenberg, Sulz und Grosszinggibrunn) ca. 900 Tonnen Salz abgebaut und für die Industrie, Haushalte und Landwirtschaft aufbereitet.
Mineralien
- Anhydrit: in den Salzlagerstätten.
- Gips: als Ablagerungen an Wänden von auf Rohren und Balken.
- Halit: meist nur in pulveriger Form. Grössere Salzkristalle direkt aus der Salzschicht sind auf Grund der Abbauweise nicht möglich. Kristalle bilden sich vereinzelt auch in den Salzlagerhallen.
LNr
009.
Fundort
BL / Münchenstein, Asp, Asprain (Muttenz)
Region
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Münchenstein
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
/
Mineralien
- Gips: vermutlich aus dem Gipskeuper zwischen Asp (2'614'225 / 1'263'056, 325 m ü. M.), Rotrutsch und Bruckguet, anstehend bei Rotrutsch (2'613'903 / 1'263'081, 326 m ü. M.).
- Mirabilit: das Vorkommen von Mirabilit (auch als Glaubersalz bezeichnet) im Keupergips der ehemaligen Grube bei Asp ist seit mindesten 1822 bekannt. Heute ist die Grube nicht mehr zu erkennen.
LNr
010.
Fundort
BL / Münchenstein, Birs (Fluss)
Region
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Münchenstein
Koordinaten, ca.
0
Literatur
/
Bemerkungen
Beim Fund von kleinen Goldaggregaten aus der Birs im Jahre 1774 handelt es sich um einen Einzelfall. Die Aggregate erreichen ein geschätztes Gewicht von ca. 0.8 Gramm. Bis jetzt sind keine weiteren Vorkommen von Goldaggregaten aus der Juragegend bekannt. Die Stufe wird heute im Naturhistorischen Museum in Basel aufbewahrt. Goldflitterchen wurden ebenfalls in der Baugrube der Schleusenkammer beim Kraftwerk Birsfelden gefunden. Wegen Uferverbauungen bestehen heute im Raum Basel kaum noch Möglichkeiten Rheingold zu waschen. Die Flitterchen werden durch den langen Transportweg immer mehr abgerieben und schwinden bis an das Rheinknie auf winzige 0.5 mm.
Mineralien
- Gold, gediegen: winziges Aggregat von weniger als 1 g Gewicht.
LNr
011.
Fundort
BL / Münchenstein, Neuewelt, Neue Welt
Region
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Münchenstein
Koordinaten, ca.
Literatur
- Bericht über die Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel vom August 1834 bis Juli 1835;1835;I;Seite 38
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 417, 421
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1940
- Pfander, P. / Jans, V. (2001): Gold in der Schweiz, 2001, 3. Auflage, S. 81-82
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Stange, Karl; Annalen der Physik; 1823; 74. Band; Seite 107-111; Neues Vorkommen des Bernsteins unweit Basels
Bemerkungen
Schieferton steht an bei der Neuewelt, wird hier aber grösstenteils vom Birsschotter bedeckt und kommt nur bei Niedrigwasser zum Vorschein. Neben Pflanzenresten kommen noch in geringer Menge Steinkohle, Pechkohle, Blätterkohle und Faserkohle vor. Funde sind heute nur noch bei Grabungsarbeiten möglich, das Gebiet ist weitgehend überbaut.
Mineralien
- Bernstein: bernsteinartiges, fossiles Harz, Fund von 1823 (liegt im NHM in Basel). Die Bernsteine sind als kleine Punkte im dunklen Schieferton eingesprengt. Teils erreichen die völlig durchsichtigen runden Körner einen Durchmesser bis 2.5 mm (andere Angaben erwähnen 8 mm Durchmesser). Die Farbe bewegt sich von gelb über honiggelb bis zu bräunlich. Das Alter dieser Bernsteine wird mit 230 - 200 Mio. Jahre angegeben.
- Blätterkohle: Schieferton steht an bei der Neuewelt, wird hier aber grösstenteils vom Birsschotter bedeckt und kommt nur bei Niedrigwasser zum Vorschein. Neben Pflanzenresten kommen noch in geringer Menge Steinkohle, Pechkohle, Blätterkohle und Faserkohle vor. Funde sind heute nur noch bei Grabungsarbeiten möglich, das Gebiet ist weitgehend überbaut.
- Calcit: weiss bis gelblichweiss, in hervorragender Qualität, spitzförmig, in Gruppen, Kristalle bis ca. 30 cm. Fast weisse Fluoreszenz bei kurzwelligem UV-Licht. Calcite von dieser Lokalität haben in zahlreichen Sammlungen einen Platz erhalten.
- Faserkohle: siehe unter Blätterkohle.
- Markasit: zusammen mit Pyrit in den blauen Letten, welche heute nur noch bei Grabungen zum Vorschein kommen dürften.
- Pechkohle: siehe unter Blätterkohle.
- Pyrit: im Schilfsandstein des Mittleren Keuper. Die grauen Letten sind schon seit langem wegen ihren schönen Pflanzenresten bekannt.
- Steinkohle: siehe unter Blätterkohle.
- Waschgold: aus der Birs südöstlich der Lokalität Neuewelt aus dem Bachabschnitt zwischen Elektra Birseck und Rütihard (ca. 2'613'792 / 1'263'824). Hier sind im Deckenschotter bei einer Grabungstiefe von ca. 30-40 cm, Flitterchen bis 3 mm möglich (Pfander & Jans, 2001). Eine weitere Stelle für Waschgold liegt weiter unten bei der Birsmündung in den Rhein. Die Herkunft dieses Goldes ist nicht eindeutig geklärt.
LNr
012.
Fundort
BL / Münchenstein, Schweissberg (ehem. Steinbruch)
Region
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Münchenstein
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
In den 1970-er Jahren existierten östlich von Münchenstein zwei Steingruben der Zementwarenfabrik, eingeteilt in eine obere und eine untere Grube. Die obere, bei der Lokalität Gipfli, ist heute zugeschüttet, die untere (Schweissberg) in ein Naturschutzgebiet umgewandelt. Neben Calcit und Kalksinter haben vor allem die schönen Limonitstufen den Weg in die Sammlungen gefunden. Mit Malachit belegtes Gestein stammt aus dem unteren Abbau. Bei der Felswand besteht erhebliche Steinschlaggefahr - Betreten verboten.
Mineralien
- Calcit:
- Kalksinter:
- Limonit:
schöne Stufen.
- Malachit:
LNr
013.
Fundort
BL / Münchenstein, Schänzli (ehem. Steinbruch)
Region
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Münchenstein
Koordinaten, ca.
Literatur
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 364
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 322
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 166
Bemerkungen
Im Unteren Hauptrogenstein, das heisst unmittelbar unter der Nerinéenbank, hier in ausgelaugten Korallenstöcken, in einer korallenreichen Lage des unteren Teils des unteren Hauptrogensteins. Der Steinbruch ist heute nicht mehr sichtbar, galt aber um 1900 als Fundort für vorzügliche Calcitkristalle. Das Vorkommen wurde damals wie folgt beschrieben: "Der erste Aufschluss befindet sich am Abhang des Schänzli bei St. Jakob Abszisse 110 mm Ordinate 207 mm, Siegfriedblatt No. 8 Muttenz. Hier, in der Steingrube des Herrn Hirzel ist der gesamte Untere Hauptrogenstein, von den Blagdeni-Schichten bis zu den Mergeln der Acuminata-Schichten aufgeschlossen. Das Auftreten von Calcitdrusen, sowie von weingelbem Fluorit in dieser Schicht ist in der Literatur bereits bekannt."
Mineralien
- Calcit: verschieden gestaltete Kristalle im Hauptrogenstein.
- Fluorit: weingelb bis honiggelb, bis 3 cm, durchscheinend, teils fleckig (vor allem grössere Exemplare), braungrau, opak und mit elfenbeinfarbiger Fluoreszenz im UV-Licht.
LNr
014.
Fundort
BL / Pfeffingen, Bielgraben, Obere Klus
Region
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Pfeffingen
Koordinaten, ca.
0
Literatur
/
Bemerkungen
Eine um 1848 im NHM Basel eingelagerte Stufe zeigt eine ca. 5 cm grosse, mit Quarzkristallen belegte Platte mit der Fundortbezeichnung: Pfeffingen, gegen die obere Klus. Im Graben unterhalb dieser Lokalität tritt auf kurze Distanz der Oxford-Mergel zu Tage. Der Fund dürfte aus diesem Bereich stammen. Gleichartige Quarzvorkommen im Oxford-Mergel sind bereits von anderen Stellen beschrieben worden (Nuglar, Grellingen, Beinwil, etc.).
Mineralien
- Quarz:
LNr
015.
Fundort
BS / Basel, Bettingen, Riehen
Region
Bezirk Basel / Gemeinde Basel
Koordinaten, ca.
0
Literatur
- Kenngott, A. (1866): Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten
Bemerkungen
Die geologischen Begebenheiten des ganzen Kanton Basel-Stadt lassen kaum auf grössere Vorkommen von Mineralien hoffen. Mineralienarmer Terassenschotter liegt entlang des Rheins sowie der Wiese bis nach Riehen. In den höheren Lagen wird dieser durch Löss und Lösslehm abgelöst und erst im Gebiet Bettingen erscheinen Trigonodusdolomit (Buechholz, Im Kaiser und In der Stellien) und Hauptmuschelkalk. Überall wo Trigonodusdolomit ansteht, sind Hornsteine oder Chalcedonknollen zu beobachten. Calcit und feinkristalliner gesteinsbildender Quarz in Form von Chalcedon und Silex sind dann auch die wenigen nennenswerten Mineralien. Auf die mannigfaltig vorkommenden Rheingerölle verschiedenster Herkunft und Beschaffenheit wird hier, mit einer Ausnahme (Amethyst, Kleinhüningen), nicht weiter eingegangen. Beim Bau der Johanniter- und der Wettsteinbrücke sind einige recht attraktive Pyritstufen geborgen worden. Die näheren Umstände der Funde sind allerdings nicht dokumentiert.
Mineralien
- Amethyst: der Fund stammt aus einer Baugrube in Kleinhüningen. Der 11 cm grosse Geröllbrocken, welcher bei Aushubarbeiten in Kleinhüningen zum Vorschein kam, dürfte aus Geschiebe aus den Vogesen oder dem Schwarzwald stammen. Die Hohlräume präsentieren schön auskristallisierte amethystfarbige Kristalle.
- Brushit: als sekundäre Bildung auf Knochen, festgestellt bei Ausgrabungen im Basler Münster.
- Chalcedon: vereinzelt sind weissbläuliche Chalcedonbrocken bis Kopfgrösse gefunden worden, so zum Beispiel im ehemaligen Steinbruch "im Kaiser" oberhalb des Zollhauses bei Bettingen (2'617'546 / 1'268'763, 470 m ü. M.). Wegen der kraftlosen Farbe eignet sich das Material kaum als Schleifware. Weitere Chalcedonfunde sind aus dem Horngraben, vom Schafrain (beide Bettingen) sowie aus der Mergelgrube im Hörnliwald (Riehen) bestätigt. Erwähnt wird zudem auch die rote Chalcedonvarietät Karneol. Funde sind heute im stark überwucherten Gebiet eine Ausnahme.
- Gips: Kenngott, A. (1866) führt in "Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten" zu Gips von Basel sternförmige oder unregelmässige Gruppen grauer durchscheinender blättrigstrahliger Kristalloide, eingewachsen in hellgrauem Gipston auf.
- Gold: in Form von kleinen Flitterchen, ursprünglich ausgewaschen aus goldhaltigen Gesteinsschichten der Rheinzuflüsse. Der lange Transportweg lässt die ohnehin schon kleinen Goldklümpchen noch kleiner werden, so, dass bei Basel nur noch winzige Körnchen und Flitterchen, welche von blossem Auge im ungewaschenen Sand kaum feststellbar sind, gewaschen werden können.
- Karneol:
- Pyrit:
aus zahlreichen kugelförmigen Pyritaggregaten aufgebaute Stufen ohne deutlich erkennbare Kristallformen. Die folgend abgebildeten Pyritstufen stammen aus dem Baugrubenmaterial der Johanniter- und der Wettsteinbrücke.
- Quarz: winzige, weisse bis wasserklare Kriställchen belegen rasenartig die Riss- und Spaltflächen der Chalcedonknollen.
LNr
016.
Fundort
BS / Basel, Rütihard, Birseck (Waschgold)
Region
Bezirk Basel / Gemeinde Basel
Koordinaten, ca.
Literatur
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 81.
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
Zwischen Elektra Birseck und Rüttihard Im Deckenschotter, teils verwittert. Grabungstiefe ca. 30-40 cm. Auch beschrieben von der Birsmündung in den Rhein.
Mineralien
- Gold:
- Waschgold: kleine Flitterchen bis 1.5 mm.
LNr
017.
Fundort
BS / Basel (Waschgold)
Region
Bezirk Basel / Gemeinde Basel
Koordinaten, ca.
0
Literatur
/
Bemerkungen
Aus dem Rhein, diverse Stellen.
Mineralien
- Waschgold:
LNr
018.
Fundort
BS / Bettingen, Kaiser, Im Kaiser (Steinbruch)
Region
Bezirk Basel / Gemeinde Bettingen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
Aus einem ehemaligen Steinbruch bei Bettingen. Es existierten 2 Steinbrüche:
1950: Steinbruch 1 bei Koordinaten 617.540 / 268.730, 420 m ü. M.,
1970: Steinbruch 2 und Steinbruch 1 bei Koordinaten 617.390 / 268.910, 420 m ü. M.,
2000: Steinbruch 1. Steinbruch 2 wurde renaturiert.
Mineralien
- Chalcedon: über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
LNr
019.
Fundort
BS / Riehen, Im Rippel, Horngraben
Region
Bezirk Basel / Gemeinde Riehen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
/
Mineralien
- Chalcedon: ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Bern.
LNr
020.
Fundort
BL / Zwingen, Blauen, Chleiblauen, Strängelfeld, Strengenfeld
Region
Bezirk Laufen / Gemeinde Blauen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Holenweg, H.; Schweizer Strahler; 1969; Seite 303
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
Kleinblauen: 2'607'759 / 1'255'190, 444 m ü. M.
Strängelfeld: 2'607'000 / 1'255'000, 520 m ü. M
Mineralien
Holenweg: - Calcit: an der Strasse zwischen diesen beiden Orten im Unteren Malm im Oolith rauracienne in Gesteinshohlräumen.
Puschnig: - Calcit, Chleiblauen, ehemaliger Steinbruch.
Puschnig: - Calcit, Strängenfeld. Über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
- Dolomit:
LNr
021.
Fundort
BL / Dittingen, Feisternau, Schachental, Schachlete
Region
Bezirk Laufen / Gemeinde Dittingen
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
- Mineralfundstelle Feisternau: 2'603'502 / 1'254'866, 553 m ü. M.
- Grube Schachlete: 2'615'758 / 1'259'773, 555 m ü. M.
Swisstopo markiert südöstlich des Burgkopf im Gebiet Feisternau eine Mineralfundstelle ohne nähere Angaben um welches Mineral es sich handelt. Bei einer Begehung konnten im Abgesuchten Gelände, ausser etwas Calcit, weder im Anstehenden noch im Geröll erwähnenswerte Mineralien festgestellt werden. Ein Besuch dieses Vorkommens lohnt sich nicht. Weltberühmt ist der Dittinger-Steinbruch Schachlete, nicht für seine Mineralien, sondern für den "Laufener Kalkstein". Der Steinbruch befindet sich im Schachental, einem Seitental zwischen Dittinger-Rank und Laufen. Grosse Bauten wie z.B. der Völkerbundpalast in Genf, diverse Verwaltungsgebäude in Basel, New York etc. sind mit diesem Jura-Marmor verkleidet. Trotz der Grösse des Steinbruchs, er misst in seiner grössten Ausdehnung ca. 800 Meter, sind ausser Calcit keine weiteren Mineralien bekannt geworden.
Mineralien
- Calcit:
LNr
022.
Fundort
BL / Grellingen, Bergmatte, Chastelbach
Region
Bezirk Laufen / Gemeinde Grellingen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel; Zweiter Theil; Viertes Heft; 1860; Seite 397
Bemerkungen
Bergmatte: 2'612'697 / 1'254'837, 421 m ü. M.
Chastelbach: 2'610'546 / 1'253'260, 446 m ü. M. Grellingen ist besonders für die beiden Vorkommen von Amethyst und Fluorit interessant, sind beide Mineralien bei Sammlern doch sehr begehrt. Leider sind sowohl für den Fluorit, wie auch für den Amethyst keine genaueren Fundortangaben notiert. Im Chastelbach sind die bis kopfgrossen Konkretionen der Terrain à chailles anstehend und gut sichtbar. Die typisch ovalen und sehr harten Knauer weisen, ohne jegliche äussere Anzeichen, im Innern selten quarz- und calcithaltige Schwundrisse auf. Die Stelle am Chastelbach ist über einen Fussweg gut zu erreichen.
Mineralien
- Amethyst: aus der Terrain à chailles in den graublauen Knauern, hellviolette artischockenartige Aggregate bis 15 mm, umwachsen von Calcit und muss herausgelöst werden. Begleitet werden die Aggregate von winzigen Pyritkriställchen und Calcit. Der Fundort liegt im Chastelbach, südwestlich von Grellingen. Die Knauer enthaltende Zone ist schwer zu bearbeiten. Schwundrisse sind selten. Ein Belegstück mit Amethyst liegt in der Mineralogischen Sammlung der ETH in Zürich. Grellingen und Maisprach gehören im Kanton Baselland zu den einzigen bekannten Vorkommen für Amethyst.
- Calcit: milchigweisse bis hellbräunliche abgestumpfte Skalenoeder, zusammen mit Fluorit oder einzeln in Drusen des Hauptrogensteins. Die Kristalle erreichen mehrere Centimeter Grösse.
- Fluorit: aus dem Hauptrogenstein, gelbbraun, würfelig, zusammen mit Calcit. Das Mineral entspricht in Farbe und Ausbildung den anderen bekannten Fluoritvorkommen im Hauptrogenstein (Muttenz, Pratteln und Nuglar). Dieser steht bei Grellingen nördlich und südlich der Birs an. Ein von Dr. Erich Offermann angefertigtes Bild einer Fluorit-Calcit-Stufe trägt lediglich die Fundortbezeichnung "Grellingen" und kann deshalb nicht genauer zugeordnet werden.
- Kalksinter: in der Region Bergmatten, gebildet durch Ausfällung von Wasser.
- Limonit: im Hauptrogenstein als Umhüllungs-Pseudomorphosen von faserigem Limonit nach Calcitskalenoedern die an einigen Exemplaren noch vorhanden, an andern bis auf einen mehr oder weniger aufgelösten Rest verschwunden sind.
- Pyrit: kleine Kriställchen eingeschlossen in Quarz oder Calcit.
- Quarz: klar, farblos, in den graublauen Konkretionen der Terrain à chailles, als Einzelkristalle im mm-Bereich oder als Aggregate bis 30 mm und in dem für den Jura üblichen kurzprismatisch-pyramidalen Habitus. Vereinzelt müssen die Kristalle herausgelöst werden.
LNr
023.
Fundort
BL / Laufen
Region
Bezirk Laufen / Gemeinde Laufen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 236
- Wagner, Albert; Schweizer Strahler; 2008; Heft 4; Seite 17-18
Bemerkungen
- Weiherweg: 2'605'422 / 1'252'291, 371 m ü. M., Bohnerz, heute überbaut
- Kantonsspital: 2'604'947 / 1'252'735, 367 m ü. M., Bohnerz, heute überbaut
- Lützelstrasse, oberhalb: 2'604'217 / 1'251'274, 386 m ü. M., Bohnerz
- Uf Saal, Saalfeldgrube: 2'604'947 / 1'251'093, 384 m ü. M., Bohnerz, ehemalige Grube
- Gehre (Tongrube): 2'604'317 / 1'251'236, 377 m ü. M., ehemalige Grube
- Buechloch (an der Strasse): 2'603'235 / 1'249'752, 474 m ü. M., Bohnerz
1). In Tongemischen (Septarienton) um Laufen.
2). Wagner beschreibt einen Steinbruch an der Strasse bei Laufen ohne genauere Bezeichnung.

Laufen bietet Mineraliensammlern heute nur noch wenig Interessantes, abgesehen von einigen Bohnerzvorkommen und einer aufgelassenen Tongrube. Die Erzvorkommen am Weiherweg und beim Kantonsspital sind verbaut, nur dasjenige oberhalb der Lützelstrasse liegt in freiem Gelände, liefert aber keine Mineralien. Dasselbe trifft auch auf die mit Arsen belasteten und rot gefärbten Böden um Laufen herum zu. Die Rotfärbung der Böden dürfte auf eozäne Bohnerzformationvorkommen zurückzuführen sein. Das im NHM Basel deponierte Bohnerz-Belegstück stammt angeblich aus dem Saalfeldgelände, obwohl die geologische Karte hier keine entsprechenden Vorkommen ausweist. In der zirka 250 m langen und 120 m breiten Grube von Saalfeld wurde durch die Tonwarenfabrik Laufen AG Septarienton abgebaut sowie Huppererde ausgebeutet. Dabei kamen fossile Blattabdrücke und Pyritknollen zum Vor-schein. Auf den Knauern fanden sich häufig krusten- und warzenförmige, fein kristalline Pyritkonkretionen, welche die Grösse einer Handfläche erreichen können. Heute ist das Gebiet eingeebnet. Aus der Tongrube im Gebiet Gehren, stammen ausser den üblichen Tonmineralien (Kaolinit, Illit, Smekit, Chlorit) auch speziell ausgebildete, gelbliche bis wasserklare Calcitkristalle bis etwas über 1 cm Grösse.
Mineralien
- Bohnerz:
- Calcit: 2) in spezieller Ausbildung, bis 1 cm (und grösser), gelblich bis wasserklar.
- Chlorit: 1) als geringer Gemengteil im Tongemisch.
- Illit: 1) im Tongemisch.
- Kaolinit: 1) ein Tongemisch mit Anteil von Kaolinit, Illit, Smekit, Chlorit.
- Pyrit:
- Smektit:
LNr
024.
Fundort
BL / Laufen, Schachtele, Schachlete, Uf Sal, Saalfeld (ehem. Grube)
Region
Bezirk Laufen / Gemeinde Laufen
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Bohnerz wird von der Lokalität Uf Sal erwähnt, Koordinaten: 2'604'760 / 1'250'850, 400 m ü. M. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
Mineralien
- Bohnerz: Uf Sal. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
- Calcit: Schachlete. Im ehemaligen Steinbruch.
LNr
025.
Fundort
BL / Liesberg, Grube Amtil (Andil, Am Thil) (südwestlich von Liesberg)
Region
Bezirk Laufen / Gemeinde Liesberg
Koordinaten, ca.
Literatur
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 4
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1974;; Seite 217
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302-308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363, 365
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
In der Liesberger Grube Amtil wurde von 1934 bis 1980 Ton abgebaut. Der vordere Grubenteil steht heute unter Naturschutz, da er aufgrund seiner Pflanzen- und Tiervielfalt als bedeutendes Naturobjekt gilt. Der hintere Grubenteil ist frei zugänglich. Im Renggeriton, der hier ansteht, können noch pyritisierte Ammoniten gefunden werden. Der Renggeriton geht allmählich in die knauerigen Schichten des Terrain à chailles über, die den ganzen rechten Grubenteil einnehmen. Es ist ratsam bei Nässe vorsichtig zu sein, da so mancher Stiefel im schlammigen Ton schon stecken geblieben ist. Weiterer Ton (Callovienton) mit pyritisierten Ammoniten befindet sich links des hinteren Grubenteils. Callovienton: vorwiegend dunkelgraue tonige Mergel mit reichlichen Pyriteinschlüssen. Renggeriton: dunkelgraue, fette, tonige Mergel, welche sich durch einen grossen Fossilreichtum auszeichnen. Die Kleinfossilien im Renggeri-Member sind vorwiegend Ammoniten. Beinahe alle Ammoniten in diesem Member sind zwergwüchsig und zum grössten Teil als Steinkerne aus Eisensulfid erhalten geblieben (Pyrit, Markasit oder eine feinkörnige Durchwachsung von diesen beiden Mineralien). Terrain à chailles: Wechsellagerung von grauen Mergeln und Kalkknollen- (Chaillen-) Lagen mit ausserordentlichem Fossilreichtum.
Mineralien
- Gips: meistens nur in losen Kristallen und als Schwalbenschwanzzwillinge mit mehr oder weniger Toneinschlüssen, selten glasklar.
- Pyrit:
- Pyritisierter Ammonit:
LNr
026.
Fundort
BL / Liesberg, Grube Chestel, Chastel (südlich Liesberg)
Region
Bezirk Laufen / Gemeinde Liesberg
Koordinaten, ca.
Literatur
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 4
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1974;; Seite 217
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302-308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363, 365
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
Im Unteren Malm in Liesberg-Schichten in fossilen Hohlräumen.
Mineralien
- Calcit:
- Chalcedon: blau, am Licht verblassend.
- Coelestin:
- Fringelit:
- Gips:
meistens nur in losen Kristallen und als Schwalbenschwanzzwillinge mit mehr oder weniger Toneinschlüssen, selten glasklar.
- Markasit:
- Pyrit:
- Sphalerit:
LNr
027.
Fundort
BL / Liesberg, Grube Liesbergmüli (unterer Teil der Grube Chestel)
Region
Bezirk Laufen / Gemeinde Liesberg
Koordinaten, ca.
Literatur
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 4
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1974;; Seite 217
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302-308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363, 365
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
/
Mineralien
- Calcit: aus dem oberen Malm in den hellen, dichten Kalken, durchsichtig, verblüffende Ähnlichkeit mit dem Quarz, mit langem Prisma (hexagonales Prisma 1. Stellung), Spitze gebildet zusammen aus positivem Rhomboeder, positivem steilem Rhomboeder und negativem flachem Rhomboeder. Als weitere Mineralien sind noch Pyrit und Sphalerit zu erwähnen.
- Pyrit:
- Sphalerit:
LNr
028.
Fundort
BL / Liesberg, Grube Rainrod, Cholplatz (östlich Liesberg Station), Löffelberg
Region
Bezirk Laufen / Gemeinde Liesberg
Koordinaten, ca.
Literatur
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 4
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1974;; Seite 217
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302-308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363, 365
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
Der Steinbruch Rainrod diente zahlreichen Zementfabriken, die sich in Liesberg Station niederliessen, als Kalksteinlieferant. Die ersten Abbautätigkeiten dürften bis ins Jahr 1872 zurückgehen. Der Abbau in grossem Masse begann, als die Portland Cementfabrik Laufen (Gründung 1886) im Jahre 1922 sich in Liesberg niederliess. Anfangs der 1980-er Jahre stellte die Portland den Abbau in Liesberg ein. Im Jahre 1985 verpachtete die Gemeinde den Steinbruch an die gesteinsverarbeitende Firma René Müller AG, Liesberg. Unter Sammlern daher auch bekannt unter "Steinbruch Müller". Über vorkommende Mineralien ist wenig bekannt - einzig Calcit wird in der Literatur erwähnt. Bekannt sind die auch die Fundmöglichkeiten von Baryt in Schichten des Oxfordien (heute Bärschwil-Formation) von Liesberg. Auf der Ostseite des Löffelbergs erstreckt sich auf einer durchschnittlichen Höhe von 560 m ü. M. eine ca. 700 Meter lange Bohnerz-haltige Zone, welche fast in der ganzen Länge über einen Wanderweg begangen werden kann.
Mineralien
- Baryt:
- Bohnerz:
- Calcit:
LNr
029.
Fundort
BL / Liesberg, Steinbruch Greifel (Grube Thomann)
Region
Bezirk Laufen / Gemeinde Liesberg
Koordinaten, ca.
Literatur
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 4
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1974;; Seite 217
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302-308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363, 365
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
Der wohl bekannteste Fundort für Calcitzwillinge und unter Sammlern eher bekannt als die Grube Thomann. Vor allem der westliche Grubenteil liefert immer wieder prachtvolle mit zahlreichen Calcitzwillingen und Calcitkombinationen übersäte Stufen. Phantombildungen sind möglich. Im östlichen Grubenteil werden die Drusen weniger, die Kristalle aber tendenziell grösser. Die Eisenlösung der Boluseinschwemmung verleiht dem Gestein eine attraktive rötliche Farbe. Puschnig (2010) führt in seinem Inventar auch Funde von Quarz auf. 2014 gelang im rechten Grubenteil der Fund eines Ca-Mn-Minerals, welches dem Aussehen nach dem Calcium-Mangan-Oxid Lagalyit aus dem Passwanggebiet sehr nahekommt. Zur genauen Bestimmung erstellte Prof. Dr. Graeser am Mineralogischen Institut in Basel ein Röntgen-Diffraktogramm. Ergebnis gemäss Prof. Dr. Graeser in Brief vom 5. März 2015:
"In dem Röntgendiagramm des Minerals ist die Zehnerlinie zwar vorhanden (9.67 Å) aber - im Unterschied zu dem Passwang-Mineral, das exakt gleich aussieht(!), - ist die 7.5-Linie völlig abwesend! Wir können also auswählen zwischen Buserit (unsichere Mineralart) oder Ca-Buserit (wäre vermutlich neue Art), Ranciéit kommt sicher nicht in Fragen. Ich plane an und für sich eine Fortsetzung zu meiner ersten Publikation...".
Leider konnte dieser Plan nicht verwirklicht werden, es bleibt also offen um welches Mineral.
Mineralien
- Calcit: in gewissen Zonen sind Calcitzwillinge (Schwalbenschwanz) reichlich vertreten. Grösse bis 2 cm und teils auch mehr.
- Liesberger Kalkstein:
- Liesberger Kalkstein Beige:
- Liesberger Kalkstein Rot-Gelb
:
LNr
030.
Fundort
BL / Röschenz, Redelsflue, Roti Gruebe
Region
Bezirk Laufen / Gemeinde Röschenz
Koordinaten, ca.
Literatur
- Andermatt, Paul J.; Urner Mineralienfreund; 2003; Heft 1; Seite 1-7
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 92
Bemerkungen
Das heute unter Naturschutz stehende Gebiet der Redelsflue weist in grossem Masse Boluseinschwemmungen auf, deren Eisenlösungen den Kalk ziegelrot verfärbten und teilweise völlig in Roteisenstein (Rötel) umwandelten. Auftretende dicke Lagen sind durchsetzt mit calcitischen Drusen, Nestern und Klüften. Die Grube Redelsflue, auch bekannt als "Roti Gruebe" oder "Roter Steinbruch", leuchtet im Sonnenlicht kräftig rot und wirkt für den Besucher mystisch schön. Nirgendwo in der Nordwestschweiz ist die Rotfärbung derart ausgeprägt wie hier. Die Farbenpracht verbirgt jedoch auch eine nicht unbedenkliche Gefahr. Bei zwei Proben aus dem Steinbruch Redelsflue wurden mit 880, respektive 1200 mg/kg, Arsen ausserordentlich hohe Werte gemessen. In Abhängigkeit der Oxidationsstufe von Arsen ist dieses bereits in einer geringen Dosis für Menschen sehr giftig. Die Aufnahme in den Körper geschieht oral, das heisst vor allem beim Ausgraben und Bearbeiten des Gesteins. Für Kinder besteht eine erhebliche gesundheitliche Gefährdung (BAFU: ab Böden mit 80 mg/kg Arsen). Hinweistafeln machen auf die Gefahr aufmerksam. In Sammlungen vorhandene Stufen sollten vorsichtig behandelt werden. Jedes Hantieren löst As-haltige Staubpartikel von der Stufe und gelangen beim Einatmen in den Körper. Aus der Gegend Röschenz werden auch autigener Quarz und Coelestin erwähnt, allerdings ohne genauere Fundortangaben.
Mineralien
- Calcit: durch Eisenoxid (Eisenhydroxid) an der Oberfläche rot gefärbt, mit steilem Rhomboeder (positives, steiles Rhomboeder), bis 2 cm.
- Hämatit: graue, mehrere cm-grosse Einlagerungen in Hohlräumen.
- Limonit:
- Roteisenstein:
LNr
031.
Fundort
BL / Arisdorf, Alphof, Bärstel, Berstel, Erlimatt
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Arisdorf
Koordinaten, ca.
Literatur
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302-308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Holenweg, Hans & Stehlin, Hanspeter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1972; Heft 6; Seite 297-299; Kupferkies und Malachit aus dem Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 365
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
Bei Aushubarbeiten für die A2 (1960-er Jahre) wurden bei den Lokalitäten Alphof und Erlimatt fossilienhaltige Schichten freigelegt. Die Hohlräume der Fossilen beherbergten folgende Mineralien:
Mineralien
- Alphof (ca. 2’624’810 / 1’260’630, 412 m ü. M.): Calcit, Dolomit und Sphalerit,
- Erlimatt (ca. 2’624’380 / 1’261’370, 387 m ü. M.): Calcit, Chalkopyrit als glänzende Kristalle bis 1. 5 mm, Malachit, Sphalerit braungelb, derb, häufig zusammen mit Korallen und Calcit sowie bei anderweitigen Grabungsarbeiten im gleichen Gebiet noch Coelestin, Dolomit, Gips, Goethit, Hämatit (nicht sicher bestimmt), Malachit, Pyrit und Strontianit,
- Berstel (ca. 2’625’010 / 1’260’450, 420 m ü. M.): ein weiterer Lokalname für Mineralienvorkommen erscheint im Zusammenhang mit dem Bau der A2. Die Lokalität Berstel liegt ca. 300 m östlich des Alphofs. Evtl. handelt es sich bei den Funden um dasselbe Aushubmaterial wie beim Alphof. Von dieser Lokalität: Sphalerit. Chalkopyrit: wurde östlich der Autobahnüberführung Erlimatt aus dem Aushubmaterial für eine Drainageleitung in Hohlräumen von Arieten, Brachiopoden, Gryphaeen und Muscheln gefunden. Begleitmineralien sind Calcit, Coelestin, Dolomit, Gips, Hämatit, Pyrit, Sphalerit und Strontianit. Glänzende Chalkopyritkristalle bis 1.5 mm wurden entdeckt. Als Besonderheit gelten sicher die beiden Mineralien Malachit und Chalkopyrit. Bisher war Malachit lediglich von wenigen Jura-Fundstellen beschrieben worden, Chalkopyrit noch gar nicht. Heute (2023) sind für beide Mineralien mehrere Fundstellen im Jura bekannt. Die Funde von der Autobahnbaustelle stammen von mehreren Sammlern allerdings mit unterschiedlichen Fundortangaben. Heute ist alles überwachsen, Funde sind kaum noch möglich.
- Calcit: Fundstellen: Alphof, Erlimatt. Perimorph nach Dolomit, Skalenoeder, bis 2 cm.
- Chalkopyrit: östlich der Autobahnüberführung Erlimatt beim Aushub für eine Drainageleitung in Hohlräumen von Arieten, Brachoipoden, Gryphaeen und Muscheln. Begleitet von diversen Mineralien. Einige mm gross, im Arietenkalk zu finden, mit frischem Messingglanz, bedeckt mit Malachit.
- Coelestin: Fundstelle: Erlimatt.
- Dolomit: Fundstellen: Alphof, Erlimatt. In Hohlräumen von Korallen, Muscheln und Terebrateln.
- Gips: Fundstelle: Erlimatt.
- Goethit: Fundstelle: Erlimatt. Pseudomorph nach Pyrit.
- Hämatit: Fundstelle: Erlimatt.
- Malachit: Fundstelle: Erlimatt.
- Pyrit: Fundstelle: Erlimatt.
- Sphalerit: Fundstellen: Alphof, Erlimatt, Berstel. Braungelbe derbe Zinkblende mit Calcit, häufig zusammen mit Korallen.
- Strontianit: Fundstelle: Erlimatt.
LNr
032.
Fundort
BL / Arisdorf, Hauptstrasse Arisdorf - Liestal
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Arisdorf
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Bei der Verbreiterung der Kantonsstrasse Liestal-Arisdorf in den Jahren 1970/71 wurde bei den aufgeführten Koordinaten der Hauptrogenstein freigelegt. Das weggesprengte Gestein enthielt drusenhaltige Korallenstöcke, welche sich vom übrigen Gestein durch ihre dunklere Farbe und meist strahlartige Gesteinstruktur gut unterscheiden liessen. Die mit skalenoedrischem Calcit belegten Drusen enthielten vereinzelt auch Fluoritkristalle deren Würfelform meistens nur undeutlich erkennbar ist. Die Fundstelle kann heute wegen der Nähe zur Hauptstrasse nicht mehr bearbeitet werden. Einige Fluoritstufen in der Sammlung des NHM in Basel sind mit der Fundortbezeichnung "Arisdorf, Männlisloch" abgelegt. Es dürfte sich hier ebenfalls um Funde aus dem Hauptrogenstein entlang der Hauptstrasse handeln. Im eigentlichen Gebiet Männlisloch steht der Hauptrogenstein nicht an.
Mineralien
- Calcit: Skalenoeder, milchigweiss bis glasklar, bis 2 cm, selten mit aufgewachsenem Fluorit. Calcitdrusen ohne Fluoritkristalle treten relativ häufig auf.
- Dolomit: selten, bis 2 mm, braun, in typisch sattelförmiger Ausbildung in einem Korallenstock
- Fluorit: tritt stets in einer korallenreichen Schicht des unteren Hauptrogensteins zusammen mit Calcit auf. Die honigfarbigen, schlecht ausgebildeten Kristalle erreichen maximal 7 mm Grösse. Fluorit tritt auch als krustenartiges Aggregat auf den Septen und zusammen mit Kalksinter auf Gesteinsflächen auf. Unter dem UV-Licht erscheint das Fluor-haltige Gestein in einem hellen Gelbton.
LNr
033.
Fundort
BL / Arisdorf, Vorder Birch
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Arisdorf
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Der Fundort liegt westlich unterhalb Vorder Birch, dort wo drei kleine Bächlein zusammenfliessen. In den Bachgräben lässt sich allerlei Geröll finden, wobei vor allem die weniger interessanten grauen und rötlichen Mergel der Klettgau-Formation auffallen. Weniger auffällig sind die auf langer Strecke verteilten dunkelbraungrauen bis 15 cm dicken Platten, welche sich gerne mit fossilen Spuren belegt zeigen. Vorhandene Hohlräume, nicht nur diejenigen von Fossilien, enthalten eine überraschende Anzahl verschiedener Mineralien. Beim Gestein dürfte es sich um Geschiebe aus der höher liegenden Staffelegg-Formation handeln.
Mineralien
- Aragonit: als 0.5 mm messende weisse, sternförmige Büschel oder als dichte Aggregate.
- Barytocoelestin: mm-grosse Mischkristalle der Reihe Baryt-Coelestin.
- Calcit: kleine, mattdurchsichtige Kristalle in unterschiedlicher Ausbildung.
- Chalkopyrit: selten, teils mit starkem Glanz und kaum mehr als 1 mm gross.
- Dolomit: dieses typisch sattelförmig aufgebaute Mineral erscheint weiss, leuchtend orange oder dunkelbraun als Einzelkristall oder in Aggregaten bis 5 mm und ist öfters mit feinsten Pyritkriställchen belegt.
- Malachit: bei Anwesenheit von Chalkopyrit treten selten auch mikroskopisch kleine, grüne büschelige Aggregate des Sekundärminerals Malachit auf.
- Pyrit: formenvielfältig von würfelig, oktaedrisch, stengelig bis fast kugelig. Gerne mit Anlauffarben oder mit starkem Glanz und eingewachsen im Calcit. Die weniger als 0.3 mm messenden Kristalle sind erst unter dem Mikroskop gut erkennbar.
- Sphalerit: dunkelbraune, schwach durchscheinende tafelige Kristalle bis 2 mm Grösse und dem Calcit aufgewachsen. Überraschend ist die tafelige Ausbildung, eine bisher aus dem Jura kaum bekannte Form.
LNr
034.
Fundort
BL / Augst
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Augst
Koordinaten, ca.
Literatur
- Schmidt,C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Bemerkungen
Auf aargauischem? Gebiet wurde bei Augst nahe dem Ausgehenden der Anhydritgruppe ein untiefes Salzlager in den Jahren 1841 und 1867-1872 angebohrt und von 1843 bis 1846 zum ersten, von 1869-1907 zum zweiten Male ausgebeutet. Die Errichtung des Stauwehres von Augst bedingte die Schliessung der Saline (Stand 1915).
Mineralien
- Salz:
LNr
035.
Fundort
BL / Bubendorf (Umgebung)
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Bubendorf
Koordinaten, ca.
Literatur
- von Huene, F. (1900): Geologische Beschreibung der Gegend von Liestal im Schweizer Tafeljura; Verh. der NFG Basel, 1900, Band 12, S. 295-371
Bemerkungen
Bad Bubendorf: kleine schalige Brauneisensteinkügelchen im tonigen, oft sandig, graubraun oder rotbraun aussehenden Eisenrogenstein. Diese Oolithe sind nicht selten so reich an Eisenerz, dass sie früher an mehreren Orten, unter anderem beim Bubendörferbad, zur Eisengewinnung ausgebeutet wurden. Grube bei 2'623'263 / 1'256'442, 388 m ü. M. Bleihalde: etwas nördlich von Engelsburg, 2'622'160 / 1'255'737, 438 m ü. M. Im Gebiet der Bleihalde befindet sich oberhalb der Strasse ein alter Steinbruch mit einer 0,60 - 0,70 cm mächtigen Korallenbank, fast nur aus Korallen bestehend, kieselig, überaus hart und mit grossen Calcitdrusen. Die bis 15 mm grossen skalenoedrischen Kristalle sind weisslich, matt und kleiden den ganzen Hohlraum aus. Blomd: (Huene, 1900) bei P. 484 südwestlich von Engelsburg bei Bubendorf stehen graue Tone an, die zum Oxford zu rechnen sind. Die untere Partie ist reich an kleineren Fossilien wie Belemniten, die obere Partie wird eisenschüssig und reich an Pyritknollen. Nach der heutigen Einteilung liegen diese Tone in der Wildegg-Formation, welche ab Blomd, 2'620'931 / 1'255'270, 475 m ü. M., in südwestlicher Richtung bis Bloond anzutreffen ist. Engelsburg: eine alte und wenig bekannte Fundstelle liegt südwestlich bei Engelsburg, 2'621'920 / 1'255'455, 486 m ü. M. Dort stehen graue Tone an, welche in der oberen Partie reich an Pyritknollen sind. Im grasbewachsenen Gelände sind heute die grauen Tone schwer auszumachen. Landschache: 2'624'086 / 1'256'141, 498 m ü. M. Angrenzend an die bekannte Huppergrube in Lausen, finden wir östlich von Bubenberg bei Landschachen eine weitere Bohnerz-haltige Zone. Ein Teil der Huppergrube liegt auf dem Gemeindegebiet Bubendorf, die Mineralien dieser Grube werden unter Lausen aufgeführt. Murenbergabhang, westlicher, (Häuli): 2'622'698 / 1'254'290, 500 m ü. M., östlich von Bubendorf beim Gehöft Schneggenberg, führt auf ca. 500 m ü. M. ein Fahrweg in südlicher Richtung. Auf ca. 800 m Länge durchstreicht dieser Weg eine geringmächtige Boluszone die Murenberg-Westseite. Hier liegen schaligstruierte Bohnerze in hartem gelbem Lehm mit grauen Jaspiskugeln konkordant auf Malm. Im Häuli südlich des Hofs Schneggenberg, Koord. 2’622.715 / 1’254.460, existiert ein Stollen, der vermutlich im 19. Jahrhundert - zum Abbau von Bohnerz durch die Balsthal-Formation in das Siderolithikumvorkommen am Murenberg vorgetrieben wurde. Öschberg, Bolzeried: 2'621'169 / 1'254'406, 488 m ü. M. bei Bolzeried, östlich des Öschberg, liegt eine weitere Bolusschicht mit einer nordöstlicher - südwestlicher Ausdehnung von über 500 Meter. Auf gleicher Höhe und etwas westlich davon, bei Chrützholz, 2'620'760 / 1'254'220, 520 m ü. M., dann noch ein drittes Bolusfeld in der Umgebung von Bubendorf. Anzeichen von möglichem Erzabbau sind vereinzelte Gruppen von Pingen. Solche sind in der nordöstlichen Verlängerung der Huppergrube Lausen (2’624’750 / 1’256’895), oberhalb des Hofs Schneggenberg bei Bubendorf (2’622’860 / 1’254’690) und im Chrützholz südwestlich von Bubendorf (2’620’775 / 1’254’410) zu finden.
Mineralien
- Bohnerz: Fundstellen: Landschachen, westlicher Murenbergabhang (Häuli).
- Bolus: Fundstellen: Bolzeried, Chrützholz.
- Calcit: Fundstelle: Bleihalde. Skalenoeder bis 15 mm, matt. - Jaspis: Fundstelle: westlicher Murenbergabhang (Häuli).
- Limonit: Fundstelle: Bad Bubendorf.
- Pyrit: Fundstellen: Blomd, Engelsburg. In Knollen.
LNr
036.
Fundort
BL / Frenkendorf, Schauenburger Schloss
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Frenkendorf
Koordinaten, ca.
Literatur
- Müller, A. (1884): Geologische Skizze des Kantons Basel und der angrenzenden Gebiete; Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz 1, 1884, 2. Auflage
Bemerkungen
Müller (1884): hübsche Gipskristalle in den Letten, so zum Beispiel beim Schauenburger Schloss. Diese sogenannten Oxfordletten beginnen gerade dagegen Westen sich einzustellen, wo darüber das Terrain à Chailles und der sogenannte Korallenkalk sich zu entfalten anfängt. Ein Schauenburger Schloss gibt es nicht. Oxford Mergel liegen 100 Meter nördlich und 100 Meter nordwestlich der Ruine Schauenburg. Evtl. handelt es sich bei Müllers Angaben um diese Oxfordletten.
Mineralien
- Gips:
LNr
037.
Fundort
BL / Füllinsdorf, Niederschönthal, Schönthal
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Füllinsdorf
Koordinaten, ca.
Literatur
- Bericht über die Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel vom August 1850 bis Juni 1852;1852;X;Seite 103-104
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1-95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Holenweg, Hans & Stehlin, Hanspeter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1972; Heft 6; Seite 297-299; Kupferkies und Malachit aus dem Schweizer Jura
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 329
- Offermann, Erich; Schweizer Strahler; 1986; Seite 386
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363,365
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
Niederschönthal: 2'621'652 / 1'261'709, 288 m ü. M. Die Keuper- und Liasfundstelle von Niederschönthal bei Füllinsdorf zählt zu den bekanntesten Mineralienfundorten im Basler-Jura. Erste Mitteilungen über Fossilienfunde vom "Nidern Schönthale" finden sich schon bei Daniel Bruckner im Jahre 1754. Namhafte Paläontologen und andere Naturwissenschaftler veröffentlichten in den Folgejahren zahlreiche Abhandlungen über die Knochenfunde der fossilreichen Bänke in der Ergolz. 1973 unterzog das Kantonale Tiefbauamt diesen Abschnitt einer Sanierung. Die Umleitung der Ergolz über den Kanal der "Zwirnerei Niederschönthal AG" führte dann dazu, dass der Aufschluss unbehindert untersucht werden konnte. Heute ist der Aufschluss durch Betonmauern und Granitblöcke abgedeckt. Sämtliche Mineralien in Schönthal kristallisierten fast ausschliesslich in Hohlräumen von Brachiopoden und Mollusken, die für das ungehinderte Wachstum der Kristalle eine ideale Voraussetzung bildeten. Diese Fossilien stammen aus dem Arieten- oder Gryphitenkalk und der Cardinienbank.
Mineralien
- Ankerit:
- Calcit: skalenoedrisch und in allen Hohlräumen zugegen.
- Chalkopyrit: bis 5 mm, mit rauer Oberfläche und charakteristischer Flächenriefung, braunschwarz, in frischem Zustand messingglänzend mit Stich ins Grünliche. Oft mit Malachit bedeckt.
- Coelestin: blaue, klare Kristalle von tafeligem bis isometrischem Habitus sowie radialstrahlige Aggregate von rötlichen, leistenförmigen Kristallen in Ammonitenkammern. Das Sammelinteresse galt vor allem diesen vorzüglichen, tafelig oder isometrisch ausgebildeten Coelestinkristallen. Begleitmineralien sind Calcit, Chalkopyrit, Dolomit, Hämatit, Pyrit und Sphalerit.
- Dolomit: ist neben Calcit der häufigste Vertreter. In rhomboedrischer Ausbildung mit typischer sattelförmiger Krümmung, undurchsichtig, weisslich bis ockerfarbig, leicht eisenhaltig. Die Gelbtönung gibt keinen Rückschluss auf den Eisengehalt, sondern nur auf den Grad der Verwitterung.
- Gips: zusammen mit Dolomit und Sphalerit, klar, faserig bis stengelig.
- Goethit: selten. Das Vorkommen ist nicht sicher nachgewiesen.
- Hämatit: relativ häufig als kleine braune bis schwarze Kügelchen von fast 1 mm Durchmesser auf Calcit und ab und zu auch auf Dolomit.
- Malachit: oft auf Chalkopyrit oder nach Umwandlung des Chalkopyrits als kleinste Kristallaggregate auf Calcit.
- Markasit: klein und ein sehr sporadisches Glied der Mineralgesellschaft.
- Pyrit: bekannt geworden wegen seiner morphologischen Vielfältigkeit (6-flächige Hexaeder bis 24-flächige Diploeder). Bis 2 mm mit lebhaftem Glanz, auf Steinkernen oder in Abdrücken kleiner Arieten. Als Begleitmineral kommt angewitteter Coelestin vor.
- Quarz: selten. Das Vorkommen ist nicht sicher nachgewiesen.
- Sphalerit: braunschwarz, als verzerrte Kristalle oder als einfache Tetraeder oder flächenreiche Rhombendodekaeder. Kristalle bis 7 mm, umgeben von milchigweissem bis gelblichem Dolomit oder farblosem Calcit. Die Dunkelfärbung entsteht auf Grund der enthaltenen Spurenelemente Mangan und Eisen.
- Strontianit:
LNr
038.
Fundort
BL / Giebenach
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Giebenach
Koordinaten, ca.
0
Literatur
/
Bemerkungen
Pyrit und Markasit in kugeliger Ausbildung oder als unförmige Aggregate sind aus der Umgebung von Giebenach bekannt geworden, so z.B. aus dem Opalinuston beim Bau der Autobahn und aus dem Aushubmaterial beim Häuserbau. Der von Olsberg herkommende Violenbach führt in seinen Gesteinen sporadisch Goldflitterchen bis max. 1.5 mm Grösse mit.
Mineralien
- Markasit: kugelig bis 30 mm.
- Pyrit: kugelig bis 30 mm.
- Waschgold: Flitterchen bis max. 1.5 mm Grösse.
LNr
039.
Fundort
BL / Lausen, Bahnhof (ehem. Steinbruch)
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Lausen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Leuthardt, F. (1926): Der Boden von Liestal; Tätigkeitsb. der NFG Ges. Baselland, 1926-1930, Bd. 8, S. 150-189 (1931): Die Mineralien des Basler Jura; Ein Beitrag zur Heimatkunde von Baselland. Separatabdruck Basellandschaftliche Zeitung, Juli 1931
Bemerkungen
1). Hinter dem Tonwerk in einem alten Steinbruch (stillgelegt) in fossilen Hohlräumen.
2). Bohnerzhaltiger, gelber Kalk mit gerundeten Quarzkörnern (Eozän). Eine weitere und heute ebenfalls aufgelassene Grube befindet sich ca. 500 Meter östlich des Bahnhofs von Lausen. Der Grubengrund liegt die Passwang-Formation entsprechend können in diesem Bereich Fossilien erwartet werden. Dies wird mit einem Eintrag auf der Geologischen Karte von Swisstopo auch bestätigt (2'624'860 / 1'257'627, 346 m). Dem Grund aufliegend folgt eine bis 3 Meter mächtige tonartige Zone mit vereinzelten Holraum-enthaltenden Fossilien. Diese kleinen Hohlräume enthalten immer kleine skalenoedrische, farblose Calcitkristalle und vereinzelt auch glasklare, stark glänzende Quarzkristalle im einfachen Habitus. Dolomit ist selten vorhanden. Die bereits angewitterten Kriställchen erscheinen in bräunlichem Farbton und sind an der sattelförmigen Ausbildung gut zu erkennen. Leuthard (1926): In unmittelbarer Nähe der Station Lausen, am Fusse der Stockhalden, werden seit einer Reihe von Jahren Blagdeni-Schichten zur Fabrikation von Portlandzement im Grossen abgebaut. Hierdurch ist ein Aufschluss geschaffen worden, welcher den Aufbau dieses Schichtkomplexes fast in voller Mächtigkeit, namentlich den Übergang in den Hauptrogenstein zeigt. Der Kontakt mit den darunterliegenden Humphriesi-Schichten ist leider nicht aufgeschlossen, da die Fundierungen für die schweren Steinbrechmaschinen der Fabrik noch in den Blagdeni-Schichten stehen. Im Ganzen sind die Blagdeni-Schichten ein recht monotones Gebilde, indem sie von unten bis oben aus einer regelmässigen Wechsellagerung von Tonkalkbänken und dünneren, mehr mergeligen Zwischenlagern bestehen. Eine Eigentümlichkeit nicht nur der Lausener Exemplare, sondern aller Blagdeni-Ammoniten, die ich (Leuthard) daraufhin untersucht habe, bildet der Umstand, dass die innersten Windungen jeweilig eine Druse von glasglänzenden Quarzkristallen enthalten, wodurch die Kieselhaltigkeit des Gesteines offensichtlich zum Ausdruck kommt. Der Quarzreichtum der Blagdeni-Schichten äussert sich auch bei den Belemniten in der Weise, dass der untere Teil der Alveole in bläulichen Chalcedon verwandelt ist und eine prachtvolle Erhaltung aller Details, namentlich des wandständigen Siphos zeigt.
Mineralien
- Baryt: 2). Tafelige, durchsichtige Kristalle.
- Calcit: 1). Bis 3 mm gross.
- Chalcedon: 1). Als kleinste, weisse Kügelchen.
- Dolomit: in bräunlichem Farbton und in sattelförmigen Ausbildung bis wenige mm Grösse.
- Quarz: glasklare, stark glänzende Kristalle im einfachen Habitus bis 4 mm.
LNr
040.
Fundort
BL / Lausen, Bubendorf, Landschachen, Wasserschöpfi, Huppergrube, Murenberg, BIK-Grube, Tonwerk-Grube, Kohlholz (Grube)
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Lausen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Leuthardt, Fr.; Eclogae Geologicae Helvetia; 1906-1907; Band 9; Heft 1; Seite 145 - 147; Beiträge zur Kenntnis der Hupperablagerungen im Basler Jura.
- Senn, A.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1928; Band 21; Heft 1; Seite 163-180; Über die Huppererde von Lausen und das geologische Alter der Zeininger Bruchzone (Basler Tafeljura)
Bemerkungen
In Lausen spielte die Verwendung verschiedenster Gesteine seit jeher eine bedeutende Rolle. Den wichtigsten Abbauort stellen dabei die Huppergruben dar. Sie befinden sich südlich von Lausen im Gebiet Wasserschöpfi auf rund 500 Meter über Meer. Das Grubenareal befindet sich im Besitz der Bürgergemeinde Lausen und gliedert sich in die nordöstliche BIK-Grube und die südwestliche Tonwerk-Grube. Die nordöstliche BIK-Grube bietet einen besonders schönen Einblick in die erdgeschichtliche Vergangenheit. An der nordwestlichen, sechs bis zehn Meter hohen Grubenwand zeigen sich oft kreuzweise geschichtete Sequankalke, die 158 Millionen Jahre alt sind. Zudem sind eindrückliche Karsterscheinungen, wie beispielsweise eine trichterförmige Doline mit Karstschlot sichtbar. Einmalig ist der Hupperaufschluss in der südwestlichen Tonwerkgrube. In den Hupper eingestreut findet man Bohnerzknollen aus Eisen oder stösst auch auf faustgrosse Hornsteinknollen. Über den Quarzsanden folgt eine rund einen Meter mächtige, orange Tonschicht. Aus geologischer Sicht gelten die Huppergruben in Lausen als einzigartig. Sie enthalten Dokumente über die erdgeschichtliche Vergangenheit des Baselbiets. Fachleute messen Aufschlüssen sogar nationale Bedeutung bei, da Huppervorkommen in solchem Umfange nur noch in Lausen zu beobachten sind. Leuthardt (1906/1907): Am lehrreichsten ist in dieser Beziehung die Huppergrube « Kohlholz » bei Lausen ; ihre geologischen Verhältnisse sollen in Folgendem kurz dargestellt werden. Dieselbe liegt zirka 2 Km. südlich von Lausen auf einer Höhe von 500 M. über Meer und gehört einem System von Hupper- und Bolustaschen an, welches sich längs einer Verwerfung von Effingerschichten gegen mittleres und oberes Sequan in südwestlicher Richtung in einer Längenerstreckung von 4-5 Km. nach dem Murenberg bei Bubendorf zieht. Die besagte Huppertasche zeigt von unten nach oben folgendes Profil:
5. Kalkfreier Hupper, felsartig, mit verschiedenem Quarzgehalt, mit fossilführenden, bis kopfgrossen Hornsteinknollen und in Quarz verwandelten, fossilführenden Kalkblöcken (« Katzenköpfen »). Abgebaut zirka 7 Meter.
4. Grauweisser und rotgefleckter, ungeschichteter sehr quarzhaltiger Kalk, mit zentnerschweren Blöcken von eocänem Planorbenkalk. Die Blöcke zeigen eine verkieselte Rinde. 4,6 Meter.
3. Weisser, quarzarmer, feinkörniger, brockig zerfallender Kalk mit kleinen Geschieben und oolithischen Körnern, oft Rutschflächen zeigend, ohne Fossilien. 1 Meter.
2. Bolus m. Brauneisenstein u. Hornsteinknollen. 5 Meter.
1. Gehängeschutt; Sequan und Argovientrümmer, 50 Cm. bis 1,50 Meter. Die Kieselblöcke und Hornsteinknollen enthalten eine ziemlich reiche Fauna. Die Planorbenblöcke nehmen einen bestimmten Horizont, zirka 2 M. unter dem roten Bolus ein und zeigen eine verkieselte, oft bis 10 cm dicke, mit Bolus imprägnierte Rinde. Sie schliessen zahllose Exemplare von Planorbis pseudammonius, Schi., sowie einige seltenere Süsswasser- und Landgastropoden ein (Glandina, Helix) sowie Pflanzensamen (Celtis) ein. Die interessantesten Vorkommnisse sind eigentümliche, gelbbraune Schalenreste, die am meisten Ähnlichkeit mit den Eierschalen grosser Wasservögel haben.
Mineralien
- Bohnerz: unter anderem vom Murenberg bei Bubendorf.
- Brauneisenstein:
- Hornstein: bis faustgrosse Knollen.
- Huppererde: abgebaut.
- Katzenkopf:
LNr
041.
Fundort
BL / Lausen, Buechholde
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Lausen
Koordinaten, ca.
Literatur
- von Huene, F. (1900): Geologische Beschreibung der Gegend von Liestal im Schweizer Tafeljura; Verh. der NFG Basel, 1900, Band 12, S. 295-371
Bemerkungen
Huene (1900): Im Bachriss des oberen Weissbrunnentales (Buechholde) ist eine Verwerfung direkt aufgeschlossen. In der unteren Partie des Tales befinden sich am Bach mehrere Fundorte in den Humphriesi-Schichten, die Fossilien zeichnen sich hier durch besonders schöne Erhaltung aus. (Die Aussage von Huene kann bestätigt werden.) Bei der neu angelegten Strasse stehen auf der linken Seite fossilienhaltige Schichten an. Einiges an Material liegt auch im Bord und im Bachbett unterhalb der Strasse. Die wenigen Hohlräume enthalten Mineralien (Calcit, Coelestin) bis 5 mm Grösse.
Mineralien
- Calcit:
- Coelestin
:
LNr
042.
Fundort
BL / Lausen, Chueftel, Kufthalgraben
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Lausen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
Im obersten Teil des Chueftelgrabens durchschneidet der Waldweg die wenig mächtige Murchisonae-Schicht. Diese wurde bei der Wegaufbereitung abgetragen und in Richtung das Bächleins deponiert. Vereinzelt sind in diesem Geröll Fossilien zu finden. Die mit Calcit belegten Hohlräume in den Fossilien enthalten oft kleine, bis 3 mm grosse und wasserklare Quarzkristalle im einfachen Habitus. Grössere Hohlräume können mit Dutzenden dieser Quarze belegt sein. Selten sind auch kleine korrodierte Pyritaggregate sowie glänzende Chalkopyritkristalle zugegen.
Mineralien
- Calcit:
- Chalkopyrit: klein, teils stark glänzend.
- Pyrit: kleine korrodierte Pyritaggregate.
- Quarz: bis 3 mm gross, wasserklar, im einfachen Habitus.
LNr
043.
Fundort
BL / Lausen, Huppergrube, Wasserschöpfli
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Lausen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Leuthardt, Fr.; Eclogae Geologicae Helvetia; 1906-1907; Band 9; Heft 1; Seite 145 - 147; Beiträge zur Kenntnis der Hupperablagerungen im Basler Jura.
- Senn, A.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1928; Band 21; Heft 1; Seite 163-180; Über die Huppererde von Lausen und das geologische Alter der Zeininger Bruchzone (Basler Tafeljura)
Bemerkungen
Südlich von Lausen liegen zwei Huppergruben, welche von 1872 bis 1996 industriell abgebaut wurden. Eine unterhalb des Ächerlichopf, 2'624'480 / 1'256'594, 498 m (Betrieb bis 1974), die andere beim Wasserschöpfli, 2'624'480 / 1'256'594, 499 m. Bei dieser konnte 1955 ein Stolleneingang (2’624’170 / 1’256’250) mit Resten des Holzverbaus freigelegt werden. 1996 endete der Abbau. Beide Gruben dienten den Tonwerken Lausen als Lieferanten von Bolustonen für die die Herstellung diverser Tonprodukte. Der Abbau gab früher einen faszinierenden Blick auf die Gesteinsschichten. Auch heute sind diese im ganzen Abbaugebiet noch deutlich erkennbar. Die besondere Bodenbeschaffenheit bietet heute ca. 200 Pflanzenarten ideale Bedingungen. Das ganze Grubenareal ist unter Naturschutz gestellt. Das Sammeln von Mineralien reduziert sich deshalb auf Lesesteine (Hornsteinknollen). Leuthardt (1907) beschrieb die Gesteinsschichten wie folgt (von oben nach unten):
- kalkfreier Hupper, felsartig, fossilführend, bis kopfgrosse Hornsteinknollen und in Quarz verwandelte, fossilführende Kalkblöcke (auch als sogenannte Katzenköpfe bekannt). Mächtigkeit bis 7 Meter.
- grauweisser und rotgefleckter, ungeschichteter sehr quarzhaltiger Kalk in zentnerschweren Blöcken. Die Blöcke zeigen eine verkieselte Rinde. Mächtigkeit bis 4,6 Meter.
- weisser, quarzarmer, feinkörniger, brockig zerfallender Kalk mit kleinen Geschieben und oolithischen Körnern, oft Rutschflächen zeigend, ohne Fossilien. Mächtigkeit bis 1 m.
- Bolus mit Brauneisenstein und Hornsteinknollen. Mächtigkeit bis 5 Meter.
- Gehängeschutt. Mächtigkeit bis 1.50 Meter. Heute sind diese Schichten teilweise verschüttet. Hinweis: erhöhte Vanadiumkonzentrationen wurden in Bohnerzproben aus der Huppergrube in Lausen gemessen. Vanadium kommt in Bohnerzen als natürliches Begleitelement von Eisen vor.
Mineralien
- Baryt: als tafelige, durchsichtige Kristalle im bohnerzhaltigen, gelben Kalk mit gerundeten Quarzkörnern zusammen mit Calcit.
- Bohnerz: an verschiedenen Stellen im ganzen Areal als dunkelbraune Kügelchen oder bohnenartige Gebilde zu finden.
- Bolus: - Calcit: bräunlichweiss, oft mit Auflösungserscheinungen, nur in mm-Grösse.
- Chalcedon: eine klare Unterscheidung zwischen Chalcedon und Hornstein kann nicht vorgenom-men werden. Chalcedon erscheint eher in Grau-, selten im Weiss- oder Blauton, Hornsteine im Braunton.
- Goethit: mehrere mm-grosse, schwarze Aggregate auf Calcit.
- Hornstein: tritt in kopfgrossen Knollen auf, die von einer bis zu 10 mm dicken, beigen bis hellbraunen Verwitterungsschicht umgeben sind. Geschnittene Hornsteine weisen schalenartige oder unregelmässig angeordnete Strukturen auf, meist in beigebräunlichen Farbtönen. Nur selten enthalten die Hornsteinbrocken drusige Hohlräume, die mit winzigen Quarzkristallen bedeckt sind.
- Katzenkopf: kalkfreier Hupper, felsartig, mit verschiedenem Quarzgehalt, mit fossilführenden, bis kopfgrossen Hornsteinknollen und in Quarz verwandelten, fossilführenden Kalkblöcken.
- Limonit: grössere, braune und gerundete Brocken täuschen Bohnerz vor. Hier handelt es sich meistens um Gesteinsbrocken mit einem dünnen Limonitüberzug.
- Quarz: tritt nur als kleinste, durchsichtige Kriställchen im Chalcedon oder Hornstein auf sowie in Hohlräumen von Fossilien.
LNr
044.
Fundort
BL / Liestal, Bad Schauenburg
Region
Bezirk Liestal-Gemeinde Liestal
Koordinaten, ca.
Literatur
- Leuthardt, F. (1931): Der Boden von Liestal; Tätigkeitsb. der NFG Ges. Baselland, 1926-1930, Bd. 8, S. 150-189 (1931): Die Mineralien des Basler Jura; Ein Beitrag zur Heimatkunde von Baselland. Separatabdruck Basellandschaftliche Zeitung, Juli 1931
Bemerkungen
Leuthardt (1931): Hart hinter dem Hauptgebäude Bad Schauenburg (2'618'273 / 1'260'544, 480 m ü. M.) konnte man einst bei Grabarbeiten für eine Obstanlage die charakteristischen pyritisierten Ammoniten der Renggeritone sammeln.
Mineralien
- Pyritisierter Ammonit:
LNr
045.
Fundort
BL / Liestal, Burghalden
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Liestal
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Grosse Calcitdrusen auf Burghalden (ca. 2'622'551 / 1'260'584, 441 m ü. M.) in einem feinoolithischen, zum Teil fast dichten, graugelblichen Kalk.
Mineralien
- Calcit: grosse Drusen.
LNr
046.
Fundort
BL / Liestal, Goldbrunnen, Glattweg
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Liestal
Koordinaten, ca.
Literatur
- Andermatt, Paul J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
- Leuthardt, F. (1931): Der Boden von Liestal; Tätigkeitsb. der NFG Ges. Baselland, 1926-1930, Bd. 8, S. 150-189 (1931): Die Mineralien des Basler Jura; Ein Beitrag zur Heimatkunde von Baselland. Separatabdruck Basellandschaftliche Zeitung, Juli 1931
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 364
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
Leuthardt (1931) beschreibt aus der Gegend Goldbrunnen / Glattweg einen Quarzfund wie folgt: Quarz: klein, glasglänzend, wenige mm gross, nur in pyramidenförmiger Ausbildung. Durch Erweiterung der Weganlage wurde anfangs der 1890-er-Jahre ein Aufschluss in den Humphriesi-Blagdeni-Schichten bis in den unteren Hauptrogenstein geschaffen, der wegen seiner reichen Fossilführung vielfach aufgesucht wurde. Die Humphriesi-Schichten bestehen, wenn angewittert, aus einem schmutzigbraunen, eisenoolithführenden Tonkalk, der nach unten in einen eigentlichen Eisenoolith übergeht. Dank den Einträgen auf der geologischen Karte von Swisstopo kann das in Frage kommende Fundgebiet eingeschränkt werden (siehe Karte). Südlich von Goldbrunnen, vom Goldbrunnenwald bis zu der westlicher gelegenen Grundhalden, tritt auf ca. 400 m Höhe vereinzelt das Passwang-Member mit den in der Regel Fossilien-reichen Blagdeni- und Humphriesi-Schichten zu Tage. Das folgende Bild zeigt den Verlauf des Passwang-Members (gelb), der Blagdeni-Schichten (blau) sowie der Humphriesi-Schichten (rot). Es darf angenommen werden, dass der Quarzfund aus den aufgeführten Schichten südwestlich von Goldbrunnen stammt. Weiter westlich im Röserental, bei 2'618'298 / 1'259'873, 432 m ü. M., kann eine weitere, ebenfalls an das Passwang-Member gebundene, Fossilfundstelle angetroffen werden. Der auf der Karte eingezeichnete Fundort für Fossilien liegt bereits im Hauptrogenstein.
Mineralien
- Quarz: klein, glasglänzend, wenige mm gross, nur in pyramidenförmiger Ausbildung.
LNr
047.
Fundort
BL / Liestal, Grammet, Grammont, Rütihof
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Liestal
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Grammont: 2'625'069 / 1'258'369, 404 m ü. M.
Rütihof: 2'624'176 / 1'256'271, 500 m ü. M.
Der Calcitfund dürfe aus dem südwestlichen Fuss des Grammont stammen. Der Bereich von Edlete bis zum Rütihof. Oberhalb des Hofes findet sich dann die Bärschwil-Formation aufgeschlossen. Diese verrät sich durch das Vorhandensein von pyritisierten Ammoniten, welche gelegentlich als Lesesteine gefunden werden können.
Mineralien
- Calcit:
- Pyritisierter Ammonit:
LNr
048.
Fundort
BL / Liestal, Sichteren (ehem. Steinbruch)
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Liestal
Koordinaten, ca.
Literatur
- Andermatt, Paul J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 364
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
Auf halber Strecke zwischen Liestal und dem Sichterenhof wurde um die 1950-er Jahre ein im Hauptrogenstein liegender Steinbruch betrieben. Heute ist vom ehemaligen Abbau nichts mehr zu sehen. Besonderes Interesse erlangte dieser Abbau wegen dem Vorkommen von braunem bis honiggelbbraunem Fluorit, ähnlich, wie dieser später unweit von dieser Stelle unterhalb von Nuglar (Lusenberg) angetroffen wurde. Als weitere Mineralien aus der ehemaligen Grube werden Quarz, Sphalerit und Calcit aufgeführt.
Mineralien
- Calcit:
- Fluorit: braun bis honiggelbbraun.
- Quarz:
- Sphalerit:
LNr
049.
Fundort
BL / Liestal, Weisse Fluh (ehem. Steinbruch)
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Liestal
Koordinaten, ca.
Literatur
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
Diese, am nordwestlichen Ausläufer des Schleifenberg gelegene Grube wird seit längerer Zeit nicht mehr betrieben. Die Abbaustellen sind heute aber noch gut sichtbar, wenn auch stark überwuchert. Kaum bekannt dürfte das Vorkommen von Fluorit aus diesem Teil des Juras sein. Neben Fluorit tritt nur noch Calcit auf.
Mineralien
- Calcit:
- Fluorit:
ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
LNr
050.
Fundort
BL / Lupsingen, Kleckenberg (ehem. Grube)
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Lupsingen
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Kleckenberg (ehem. Grube): 2'619'325 / 1'254'393, 590 m ü. M. Eine kleine, aufgelassene Grube im Sequan-Kalk am Kleckenberg beschied etwas weissen Dolomit (ca. 5-cm grosses Belegstück im NHM Basel).
Mineralien
- Dolomit: weiss.
LNr
051.
Fundort
BL / Pratteln, Adlerberg (Nordsporn), Adler (ehemalige Grube), Chäppeli
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Pratteln
Koordinaten, ca.
Literatur
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1-95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969;; Seite 306
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363-365
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 382
Bemerkungen
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis gegen das Ende des letzten Jahrhunderts wurde im Adler ein Steinbruch ausgebeutet. In einer ganz bestimmten Zone (blau markiert) enthalten die Calcitdrusen schwarze, eisenreiche Sphaleritkristalle und -aggregate. Das Mineral ist im mittleren Abschnitt an zahlreichen, zum Teil weit auseinanderliegenden Fundpunkten nachgewiesen worden und keineswegs selten. Die Fluorit-haltige Zone (siehe Galerie Adlerberg) rot markiert) liegt im obersten Bereich der Grube, wenig unterhalb der Oberfläche und kommt nie in Kontakt mit der Sphaleritzone.
Mineralien
- Ankerit: selten.
- Baryt: radialstrahliges Aggregat aus leistenförmigen, korrodierten und durch Eisenhydroxid rot gefärbten Kristallen in Ammonitenkammer. Aus dem Grauen Arietenkalk (unterer Lias). Genauere Angaben fehlen.
- Calcit: Gesteinshohlräume auskleidend, skalenoedrisch.
- Coelestobaryt: aus dem Grauen Arietenkalk (unterer Lias). Genauere Angaben fehlen.
- Dolomit: selten.
- Fluorit: 1) weingelb bis honiggelb, bis 3 cm, durchscheinend, teils fleckig (vor allem grössere Exemplare), braungrau, opak, elfenbeinfarbige Fluoreszenz.
- Goethit:
- Markasit:
- Pyrit:
- Sphalerit:
aus dem Arietenkalk. Reiches Vorkommen in einem bestimmten Horizont des unteren Hauptrogensteins in korallenführenden, bräunlichweissen Kalken. Bis nussgrosse Kristalle mit rhomboedrischem Habitus in bis kopfgrossen Gesteinshohlräumen. Grünlichgrau bis schwarzbraun, stets matt.
- Strontianit: aus dem Grauen Arietenkalk (unterer Lias). Genauere Angaben fehlen.
LNr
052.
Fundort
BL / Pratteln, Bergreben
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Pratteln
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Auf dem Plateau der Bergreben bis in den Zunftacher liegen zahlreiche Fossilien (viele Austern), welche gelegentlich Hohlräume enthalten. Die Mineralien, Calcit, Dolomit, Pyrit und Sphalerit sind nur von geringer Grösse, das heisst im mm-Bereich. Wie so oft, sind auch hier die Hohlräume mit Calcit ausgekleidet. Begleitet wird er von schneeweissem bis braunem Dolomit und kleinen Pyritkriställchen. Sphalerit erscheint, eingewachsen im Calcit, als braunschwarze Kristalle bis 3.5 mm.
Mineralien
- Calcit:
- Dolomit: schneeweiss bis braun, klein.
- Pyrit: klein.
- Sphalerit: erscheint, eingewachsen im Calcit, als braunschwarze Kristalle bis 3.5 mm.
LNr
053.
Fundort
BL / Pratteln, Eglisgraben
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Pratteln
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Wenige Meter südlich des Restaurants Egglisgraben liegt ein ca. 60 Meter breites Liasband, welches sich gegen Osten hinzieht. Mit den grossflächigen künstlichen Aufschüttungen in den 1970-Jahren wurde der westliche Teil der Schichten überdeckt und somit auch die zugänglichen Aufschlüsse. Gefunden wurden Calcit und Goethit.
Mineralien
- Calcit:
- Goethit:
LNr
054.
Fundort
BL / Pratteln, Erlimatt (Schulhaus)
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Pratteln
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
In der Baugrube (1974) des Schulhauses Erlimatt in Pratteln konnten aus der angefahrenen grauen Arietenschicht (Unterer Lias) neben grossen Pyritnestern auch Fossilien mit mineralienhaltigen Hohlräumen geborgen werden. Bei der Baugrube handelt es sich um einen künstlichen und nur vorübergehenden Aufschluss, welcher heute keine Fundmöglichkeiten mehr bietet.
Mineralien
- Calcit: rasenartig und in üblicher skalenoedrischer Ausbildung.
- Dolomit: weiss, in typischer, sattelförmiger Ausbildung. Teils belegt mit feinstem Pyrit.
- Gips: klar oder durch Eisenhydroxid rosa gefärbt.
- Goethit: das wohl interessanteste Mineral dieser Fundstelle. Ausgebildet als garbenförmige Aggregate mit dunkler Basis und goldfarbenem Ende.
- Pyrit: als Nester im grauen Kalk.
LNr
055.
Fundort
BL / Pratteln, Halde
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Pratteln
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Das Gebiet Halde, nördlich des bekannten Adlerbergs gelegen, schneidet die fossilienreichen Schichten der Passwang-Formation, welche wegen des relativ flachen Geländes kaum aufgeschlossen angetroffen werden kann. Das Vorkommen wird nur durch die vereinzelt herumliegenden Gesteinsbrocken angezeigt. Die Hohlräume der hier im grauen Arietenkalk vorkommenden Ammoniten enthalten unter anderem die aufgeführten Mineralien. Südwestlich der Lokalität Halde führt ein Waldweg bis unter die Ruine Madeln. Fast auf der ganzen Wegstrecke verlaufen ungefähr parallel zu diesem die interessanten Humphriesi-Schichten, welche aber auch hier kaum aufgeschlossen sind.
Mineralien
- Baryt: mit Übergang zu Coelestobaryt.
- Calcit: rasenartig und in skalenoedrischer Ausbildung.
- Coelestobaryt: radialstrahlige Aggregate gebildet aus leistenförmigen, korrodierten und durch Eisenhydroxid rot gefärbten Kristallen.
- Strontianit:
LNr
056.
Fundort
BL / Seltisberg, Galmshübel, Brunnhof, Riedbächli, Weid, Sonnhalde
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Seltisberg
Koordinaten, ca.
0
Literatur
- von Huene, F. (1900): Geologische Beschreibung der Gegend von Liestal im Schweizer Tafeljura; Verh. der NFG Basel, 1900, Band 12, S. 295-371
Bemerkungen
Huene, F. (1900): Auf der Passhöhe zwischen Weid und vorderer Sonnhalde (445 m) befinden sich alte Lettengruben, in denen nach Aussage der Bauern früher, als sie noch in Betrieb waren, verkieste Ammoniten gefunden wurden. Es sind wohl die Lamberti-Schichten (Callovien, Ifenthal-Formation), denn in einem wenig tieferen Niveau nur einige Schritte von da fand ich (von Huene) einmal bei günstiger Gelegenheit zahlreiche Fossilien der Athleta- und Macrocephalus-Schichten. Von Höhenkurve 450 bis 490 stehen dunkle Tone an, in denen nach oben sich häufende grosse Chailles enthalten sind. Diese Informationen könnte eine Erklärung für den Quarzfund in einer Septarie aus dem Riedbächli sein. Das NHM Basel besitzt eine ca. 5 cm breite Quarzstufe mit folgendem Vermerk: "Quarz, Calcit in Septarie, Riedbächli bei Seltisberg". Beidseits des Riedbächlis ist auf mehreren Abschnitten in höheren Lagen das Callovien (Ifenthal-Formation) und das Oxfordien (Bärschwil-Formation mit) vorhanden. Das Callovien ist mehrfach, z. B. Im Bachriss beim Brunnhof aufgeschlossen. Von hier an aufwärts bis zur Spitze (521 m) folgen die hellen Kalke der unteren Effinger-Schichten, deren Fossilreichtum von diesem Punkte bekannt ist.
Mineralien
- Calcit:
- Quarz:
LNr
057.
Fundort
BL / Seltisberg, Orismühle (Hauptstrasse)
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Seltisberg
Koordinaten, ca.
0
Literatur
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
Beim Bau der Hauptstrasse von der Orismühle nach Seltisberg sind im Bereich der beiden Haarnadelkurven fluorithaltige Schichten des Hauptrogensteins angeschnitten worden.
Mineralien
- Calcit:
- Fluorit:
LNr
058.
Fundort
BL / Seltisberg, Orismühle (ehem. Steinbruch)
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Seltisberg
Koordinaten, ca.
Literatur
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
Die Fundortbezeichnung "Orismühle" ist heute auf vielen Fluorit- und Sphaleritstufen zu finden. Die meisten dieser Stufen stammen aber aus der weiter nördlich liegenden Grube am Lusenberg unterhalb von Nuglar. In beiden Gruben wurde der Hauptrogenstein abgebaut und auch dieselben Mineralien, vor allem Calcit, Fluorit und Sphalerit gefunden. Hemimorphitfunde mit Fundortangabe "Orismühle" stammen aus dem Steinbruch Lusenberg. Beim abgebildeten Sphalerit handelt es ich um eine Stufe aus dem Jahr 1914. Zu diesem Zeitpunkt war nur die Grube bei der Orismühle aktiv. Diese steht heute unter Naturschutz.
Mineralien
- Calcit:
- Fluorit:
- Sphalerit:
LNr
059.
Fundort
BL / Ziefen
Region
Bezirk Liestal / Gemeinde Ziefen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Mühleberg, F. (1882): Zinkblende im Rogenstein des Aargauer Jura; Mitt. der Aarg. NFG, 1882, Heft 3, S. 181-183
Bemerkungen
Bolusschichten:
Öschberg, Bolzeried: 2'621'135 / 1'254'370, 493 m ü. M.
Chrützholz: 2'620'765 / 1'254'255, 523 m ü. M.
Ebnet: 2'618'845 / 1'253'460, 563 m ü. M.
Fossilien: von Huene (1900): bei Rebhalden, am Südende des Blomd (Waldrand Rebhalden), sind östlich die Crenularis-Schichten (Oxfordien bei 2'619'710 / 1'253'644) gut aufgeschlossen und sehr fossilreich. Funde sind in den Schichten von Rebhalden und von dem ca. 300 m nördlich gelegenen Punkt am Waldrande bei Blomatt möglich.
Mineralien: in der Baugrube zum Altersheim Holdenweid (Holde, 2'619'275 / 1'253'405, 491 m ü. M) sind unter Effinger-Schichten noch die zum Oxfordien gehörenden blauen Tone mit pyritisierten Ammoniten festgestellt worden.
- Mühlberg, F. (1892): an der Holzenbergstrasse, 2'618'085 / 1'251'779, 609 m ü. M. bei Punkt 616 (heute 609) auf der Passhöhe an der Strasse von Seewen nach Ziefen liegen die Renggeri-Tone mit einzelnen verkiesten Ammoniten und Gips-Kriställchen. Die Schichten des Oxfordien, vor allem die selten aufgeschlossenen Renggeri-Tone, sind bekannt für ihre pyritisierten Ammoniten.
Mineralien
- Gips:
- Pyritisierter Ammonit:
LNr
060.
Fundort
BL / Arboldswil
Region
Bezirk Waldenburg / Gemeinde Arboldswil
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Strasse Bubendorf-Arboldswil, am Fluebach: 2'621'535 / 1'252'210, 475 m ü. M. Taschen von Bolus mit Nestern von Bohnerz. Die Farbe der Bolustone wechselt vom Weinrot bis zu hellem Rostbraun und Ocker. Der Aufschluss liegt direkt an der Strasse.
Mineralien
- Bohnerz:
LNr
061.
Fundort
BL / Bretzwil, Häxeblätz
Region
Bezirk Waldenburg / Gemeinde Bretzwil
Koordinaten, ca.
Literatur
- Müller, A. (1884): Geologische Skizze des Kantons Basel und der angrenzenden Gebiete; Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz 1, 1884, 2. Auflage
Bemerkungen
Auf dem Häxeblätz, 2'614'940 / 1'250'260, 800 m ü. M., wächst seit Jahrhunderten kaum mehr als Gras, und selbst dieses wird von Tieren verschmäht. Lange vermuteten Anwohner einen Fluch auf dem Ort, wo Menschen hingerichtet und vermutlich mutmassliche Hexen verbrannt wurden. Eine Untersuchung zeigt nun, dass Gift im Boden für das Phänomen verantwortlich ist. Das Erdreich ist schwer mit Arsen (As) und Thallium (Tl) belastet. Die Analysen ergaben für As einen um Faktor 200 und für Tl einen um Faktor 2500 erhöhten Wert. Eine vergleichbare Bodenbelastung ist im Kanton Baselland nur noch in der Erzmatt (Buus) zu finden. Die Verteilung der erhöhten Gehalte im Boden in Buus und in Bretzwil spricht eher nicht für ein ausgedehntes Vorkommen der Anreicherungen dieser Stoffe. Die hohen Werte von As dürften auf eozäne Bohnerzformationvorkommen, welche in der Umgebung von Bretzwil doch zahlreich vorhanden sind, zurückzuführen sein. Die Stoffe sind also natürlichen Ursprungs. Arsen und Thallium sind in höherer Konzentration nur dann giftig, wenn sie eingenommen werden. Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr und Landwirtschaft wird hier nicht betrieben. Mögliche Mineralienbildungen sind bis heute (2024) nicht bekannt.

Bohnerzvorkommen:
- westlich von Bretzwil an der Westseite des Brangbode,
- nordwestlich von Bretzwil im Gebiet der Wanne,
- nördlich von Bretzwil am Ägertehübel.

Unterhalb des Hübels liegt die Lokalität Wäsch, ein Relikt der ehemaligen Erzwäscherei. Müller (1884) erwähnt aus den grauen Letten bei Bretzwil Eisenkies (veralteter Name für Pyrit) in Knollen und Drusen in den grauen Letten bei Bretzwil, hier in verschiedenen seltenen Formen, wie:
- Granatoeder (Rhombendodekaeder mit 12 Flächen gleicher Rauten),
- Pyritoeder (12 ungleiche Flächen) mit
- Gegenpyritoeder (Pyramidenwürfel).

Genauere Fundortangaben zu den Pyritvorkommen fehlen leider.
Mineralien
- Bohnerz:
- Pyrit: in verschiedenen seltenen Formen.
LNr
062.
Fundort
BL / Bretzwil, Ramstein, Sabel, Sandhübel
Region
Bezirk Waldenburg / Gemeinde Bretzwil
Koordinaten, ca.
Literatur
- Müller, A. (1884): Geologische Skizze des Kantons Basel und der angrenzenden Gebiete; Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz 1, 1884, 2. Auflage
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
Ramstein: 2'616'480 / 1'248'830, 790 m ü. M. (zeigt auf den Hof Ramstein), heute ein Naturschutzgebiet.
Sabel: 2'615'050 / 1'249'630, 720 m ü. M. (zeigt auf den Hof Sabel).
Die ehemalige Grube liegt südwestlich des Hügels 'Sand' auch Sandhübel genannt auf Solothurner Boden.
Mineralien
- Blätterkohle: von der Lokalität 'Sandhübel'. Als sogenannte Bretzwyler Kohle. Erwähnt von Müller, 1884.
- Calcit: von Ramstein. Über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
LNr
063.
Fundort
BL / Bretzwil, Stiereberg
Region
Bezirk Waldenburg / Gemeinde Bretzwil
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Im Hang westlich der Bergwirtschaft Stierberg erscheinen auf ca. 700 Meter Länge Schichten des Oxfordien. Im Chollochbach, welcher in seinem obersten Teil auf kurzer Strecke die Oxfordien-Schichten durchfliesst, finden sich geteilte Kalkknollen deren Spaltflächen mit Quarzeinzelkristallen oder Aggregaten belegt sind. Einzelkristalle sind wasserklar und erreichen maximal 3 mm. Im Calcit, welcher den Quarz fast vollständig überdeckt, sind vereinzelt kleine, 1 mm-grosse Goethitnadeln eingelagert.
Mineralien
- Calcit:
- Goethit: 1 mm-grosse Nadeln, eigelagert im Quarz.
- Quarz:
LNr
064.
Fundort
BL / Diegten, Oberdiegten, Ober Diegten, Rotacker, Rotacher, Oberburg
Region
Bezirk Waldenburg / Gemeinde Diegten
Koordinaten, ca.
Literatur
- Holenweg, Hans & Stehlin, Hanspeter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1972; Heft 6; Seite 171-177; Neue Funde von Baryt im Schweizer Jura
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
Im Diegtertal wurde im Raum Diegten an folgenden Stellen Bolus und Bohnerz ausgebeutet:
- Alte Bohnerzabbaue sind bekannt bei den Lokalitäten Schwangen und Strickmatt. Die genaue Lage dieser Vorkommen kann nicht mehr eruiert werden.
- Wenig Abbau erfolgte im Chilchtal bei der Lokalität Rote Härd.
- Lokal befinden sich Bohnerzgruben bei der Erzweid (östlich von Diegten) und nördlich von Hof Giess beim Chlosteracher.
- Das Bolusvorkommen Bauflen liegt auf Effinger-Schichten, ein quarzsandreicher brauner Bolus, in dem das Bohnerz stellenweise angereichert ist. Daneben kommen auch grosse schalige Eisenkonkretionen vor mit eckigen Kalkbruchstücken als Kern. Noch heute lassen sich im Wald von Bauflen die Schutthalden des Abraums gut erkennen. Die besten Aufschlüsse liegen am Weg am Westabhang der Hard bei Bauflen.
- Ein isoliertes Auftreten von dunkelrotem Bolus liegt südwestlich Ober-Diegten in der oberen Gmeiniweid auf 700 m.
- Auf der Westseite des Diegtertals Bolustone beim Hof Hirzen. Diegten,
Mineralien:
Mineralien
- Calcit und Baryt sind bekannt aus dem Callovienkalk und wurden anlässlich des Aushubs für die Nationalstrasse N2 (heute A2) beim Rotacker bei Oberdiegten gefunden. Ein Fund stammt aus dem Jahr 1969 und ist heute im NHM Basel deponiert.
- Baryt: beim Bau der Autobahn um 1969/70 wurde im Gebiet Rotacker das Callovien freigelegt. Unmittelbar unter dem Anceps-Athleta-Eisenoolith steht ein 5 Meter mächtige Schicht ockerfarbener Kalke an. Hier im oberen Teil: Calcitadern mit kleinen Hohlräumen, teils Barytaggregate bis 12 mm enthaltend. Schindelartig übereinandergereiht oder rosettenförmig bis kugelig mit gerundeten Flächen, elfenbeinfarbig bis hellbraun.
- Bohnerz: tertiäre Bohnerze. Erwiesener Bohnerzabbau in der Region Ober Diegten. Genauere Angaben (Jahr) fehlen. Bohnerz könnte aus der Region der Erzweid sein, Koordinaten: 2'629’040 / 1'251’660, 510 m ü. M.
- Calcit: beim Rotacker, teils zusammen mit Baryt.
- Goethit: aus dem Oberburg-Autobahntunnel. Über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel. Als winzige braunrote Kügelchen aus der Kalkschicht im Rotacker.
- Pyrit: im Rotacker: überkrustete Ammoniten aus den fossilreichen Macrocephalus-Schichten, selten gut kristallisiert.
LNr
065.
Fundort
BL / Eptingen (südöstlich), Schmutzberg
Region
Bezirk Waldenburg / Gemeinde Eptingen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Leuthardt, F. (1931); Die Mineralien des Basler Jura; Ein Beitrag zur Heimatkunde von Baselland. Separatabdruck Basellandschaftliche Zeitung, Juli 1931
- Müller, A.; Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz, Geognostische Skizze des Kantons Basel und der angrenzenden Gebiete, 1862.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 366
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
Leuthardt 1931: im Dolomit des oberen Muschelkalkes vom Schmutzberg (2'630'385 / 1'247'690) beim Bölchen treten in Hohlräumen, die mit rhomboedrischen Calcitkriställchen ausgekleidet sind, gelegentlich auch milchigweisse Quarzkristalle mit doppelt ausgebildeter Pyramide oder gelartige Quarzaggregate auf.
Mineralien
- Calcit:
- Quarz: aus Hohlräumen des kavernösen Dolomites neben Calcit.
LNr
066.
Fundort
BL / Eptingen, Chilchzimmersattel, Spitzenflüeli
Region
Bezirk Waldenburg / Gemeinde Eptingen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Andermatt,P.J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler, 2005; Heft 2; Seite 4 ff
Bemerkungen
Aus dem Wald, südwestlich des Belchen, in fossilen Hohlräumen aus der Murchisonae-Schicht des Unteren Dogger. Diese Fundstelle befindet sich östlich unterhalb des Spitzenflüeli in steilem Gelände, welches schon bei trockenem Wetter mühsam zu begehen ist. Bei Nässe wird es zu einer äusserst rutschigen Angelegenheit. Der Boden bietet dann kaum noch halt. Im obersten Teil des linken Bächleins (von unten betrachtet) stechen die Gesteinsschichten an mehreren Stellen aus dem Hang hervor. Diese markieren auch gleich die Obergrenze des für den Mineraliensammler interessanten Gebiets. In beiden Bächlein sind Septarien zu finden, welche in den Schwundrissen Mineralien enthalten können. Trotz des steilen Geländes wirkt sich die oberflächliche Erosion kaum aus, neu an die Oberfläche beförderte Septarien sind rar. Im unteren Teil, noch bevor die beiden Bächlein zusammenfliessen, finden sich in den Schichten zahlreiche Fossilien aus der Murchisonae-Schicht. Die meisten ohne Hohlräume, einige mit zersetztem faserigem Barytocoelestin, welcher durch die gelbliche bis hellrötlichen Farbe gut zu erkennen ist. Teilweise sind die Schichten vom Hangschutt vollständig überdeckt und nur die herumliegenden Brocken können bearbeitet werden. Fundmöglichkeiten sind noch gegeben.
Mineralien
- Ankerit: in den Fossilien.
- Baryt: bis 5 mm, dünntafelig, rötlich, rosettenartig aggregiert.
- Barytocoelestin: faserig, mit Auflösungserscheinung, gelblich bis hellrötlich.
- Calcit: rasenartig, klein, klar bis milchig.
- Coelestin: weiss, durchsichtig, in den Schwundrissen oft trüb und schmutzigfarbig.
- Dolomit: in den Fossilien.
- Goethit: im und auf Quarz, nadelig, dem Coelestin oder dem Calcit aufgewachsen.
- Pyrit: klein und wenig.
- Quarz: wasserklar, teils mit Einschluss von Goethit, bis 7 mm.
LNr
067.
Fundort
BL / Eptingen, Dangern
Region
Bezirk Waldenburg / Gemeinde Eptingen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Herzog, Franz; Schweizer Strahler; 1971; Heft 4; Seite 108; Wunderschöne Quarze im Unteren Malm von Eptingen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 366
Bemerkungen
Blagdenischichten (unterer Dogger). Die Fundstelle liegt an der östlichen Seite der Dangern (2'628'350 / 1'248'310) gegenüber den grossen Rutschungen. Der Fundort befindet sich nach Herzog (1971) im unteren Malm und zwar in der argovischen Fazies (heute Effinger-Schichten).
Mineralien
- Calcit: Skalenoeder bis 5 mm.
- Quarz: im Hohlraum einer Muschel, Doppelender, bis 1 cm, mit Prisma und Grundrhomboeder, auf Calcit. An den Kanten farblos, im Innern leicht trüb.
LNr
068.
Fundort
BL / Eptingen, Muren, Neuhäusle
Region
Bezirk Waldenburg / Gemeinde Eptingen
Koordinaten, ca.
Literatur
An verschiedenen Stellen, so beim Neuhäusle und bei Muren (2'631'970 / 1'248'180, über dem Eisenbahntunnel) ist der Gryphitenkalk in einen ausgezeichneten körnigen Dolomit umgewandelt worden, wobei die Gryphiten ihre Schalen eingebüsst haben. An ihrer Stelle erscheinen vereinzelte Dolomit- und Quarzkristalle.
Bemerkungen
/
Mineralien
- Dolomit:
- Quarz:
LNr
069.
Fundort
BL / Eptingen, Oberburgtunnel
Region
Bezirk Waldenburg / Gemeinde Eptingen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Holenweg,H.; Schweizer Strahler; 1968; Seite 154
Bemerkungen
/
Mineralien
- Goethit: schwarz, oktaedrisch, pseudomorph nach Pyrit / Markasit.
LNr
070.
Fundort
BL / Eptingen, Weisle
Region
Bezirk Waldenburg / Gemeinde Eptingen
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Fossilfundstelle: 2'629'630 / 1'246'790. In diesem Gebiet stehen die Schichten der Staffelegg-Formation an, sehr ausgeprägt zu sehen, dort wo der von der Chalhöchi herkommende Obertlochbach von der Wiese in den Wald einfliesst. Das Gebiet kann über einen Wanderweg ab Weisle leicht erreicht werden. Auf ca. 800 m ü. M. ändert sich die Farbe der herumliegenden Brocken ins Bräunliche. Hier beginnt die fossilienhaltige untere Lage der Staffelegg-Formation. Ab hier lohnt es sich, die herumliegend Gesteinsbrocken aufzuschlagen und nach mineralienhaltigen Hohlräumen in Fossilien zu suchen. Bei einem ersten Besuch konnten bereits Calcit, Dolomit, Quarz, Sphalerit und Pyrit geborgen werden.
Mineralien
- Calcit:
- Dolomit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Sphalerit:
LNr
071.
Fundort
BL / Hölstein, Buebenried, Holdenweid
Region
Bezirk Waldenburg / Gemeinde Hölstein
Koordinaten, ca.
Literatur
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
Buebenried: 2'624'633 / 1'254'490, 412 m ü. M.
Holdenweid: 2'625'695 / 1'253'927, 447 m ü. M.
Unterhalb des Hofes Buebenried musste für eine Neuanlegung (1970-er Jahre) der Kantonsstrasse eine ca. 80 Meter vorspringende Felsnase weggesprengt werden. Dabei wurde ein schöner Schichtkomplex freigelegt, unter anderem auch eine Korallenbank mit zahlreichen Fossilien. In den Hohlräumen konnte neben Calcit noch Goethit entdeckt werden. Sphalerit tritt in der Umgebung Buebenried ebenfalls auf. In einer geringen Mächtigkeit (auf der Karte nicht eingetragen) erscheint beim Hof Holdenweid nordwestlich von Hölstein die Bärschwil-Formation. Hier aus einer Baugrube: blauer Tonstein mit pyritisierten Ammoniten. Die Bärschwil-Formation besteht aus dunkelgrauem, braun anwitterndem kalkigem siltigem Tonstein, der teils pyritisierte Ammoniten, ein Charakteristikum dieser Einheit, Belemniten und Crinoidenstielglieder führt. Sie ist im Gebiet um Sissach sporadisch vorhanden und generell sehr schlecht aufgeschlossen. Beim Anlegen eines Fahrradweges zwischen Bad Bubendorf und Hölstein musste auf einer grösseren Strecke Fels unterschiedlicher Schichten, unter anderem auch solche der Passwang-Formation, abgetragen werden. Die Schichten fallen schräg ein und verschwinden bald im Boden. In einer grauen Schicht steckte ein ca. 25 cm grosser Ammonit, welcher leider nicht vollständig geborgen werden konnte, waren die Bauarbeiten doch noch in vollem Gange. Ein paar Kammern konnten gesichert werden, wenn diese auf den ersten Blick auch nur Calcit enthalten. Unter dem Binokular zeigte sich dann die Überraschung, wenn auch nur in kleiner Dimension. Auf dem skalenoedrischen Calcit sitzt eine 2. Generation dieses Minerals. Eigentlich keine Seltenheit in Klüften und Drusen aber im Hohlraum eines Ammoniten schon.
Mineralien
- Calcit: beim Hof Buebenried. Zwischen Bad Bubendorf und Hölstein in der Passwangformation: mit zweiter Generation.
- Goethit: beim Hof Buebenried. Über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben.
- Pyritisierter Ammonit:
- Sphalerit:
Station Lampenberg, Hof Buebenried. Über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben.
LNr
072.
Fundort
BL / Liedertswil, Gaissrai (Wasserfallenstrasse)
Region
Bezirk Waldenburg / Gemeinde Liedertswil
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Ab den aufgeführten Koordinaten durchquert die Strasse von Liedertswil nach der Wasserfallen im Gebiet Gaissrai auf einer Strecke von 120 Metern die Blagdeni-Schichten der Passwang-Formation, wo sie sich anschliessend unterhalb der Strasse noch ungefähr 300 Meter weiter in westlicher Richtung ausdehnt. Dieselben Schichten liegen auch gegen Osten, in ungefähr gleicher Höhe, bis zur Schweinibode. Der Waldweg oberhalb der Schwitzermatt führt auf einem längeren Abschnitt mitten durch die Passwang-Formation. Diese tritt, so wie hier, oft unterhalb von Felswänden aus Hauptrogenstein auf und ist deshalb meist von Hangschutt bedeckt.
Eine Begehung entlang der Wasserfallenstrasse lieferte bereits kleine Hohlräume in nesterartig auftretenden Bivalven mit bis 5 mm grossen Quarzaggregaten. Im Waldbereich unterhalb der Strasse sind Funde von Ammoniten selten aber möglich. Steinschlag ist wegen dem weidenden Vieh zu vermeiden.
Mineralien
- Quarz: klein, wasserklar
LNr
073.
Fundort
BL / Lampenberg, Spitzberg, Bubenried
Region
Bezirk Waldenburg / Gemeinde Lampenberg
Koordinaten, ca.
Literatur
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 365
Bemerkungen
Station Lampenberg BL, Hof Bubenried. Im Mittlerer Dogger, Movelier-Schichten in Hohlräumen von Korallen in einem Strassendurchstich durch den Spitzenberg unterhalb des Hofes Bubenried. Magnetit kommt, entgegen anderer Erwähnung in der Literatur, an dieser Fundstelle nicht vor!
Bolustone und Bohnerze in der Umgebung von Lampenberg:
- Hauptstrasse, N von Lampenberg: 2'623'883 / 1'253'739, 455 m ü. M.
- Ramschtel bis Bolzeweid, N von Lampenberg: 2'623'605 / 1'253'488, 504 m ü. M.
- Allmetweid, W von Lampenberg: 2'623'183 / 1'252'794, 544 m ü. M.
- Vogelsrai: W von Lampenberg: 2'622'768 / 1'252'483, 534 m ü. M.
- Tannebode: W von Lampenberg: 2'622'647 / 1'252'326, 578 m ü. M.
Mineralien
- Bohnerz:
- Calcit:
- Dolomit
: sattelförmig gekrümmte, subparallel aggregierte Rhomboeder.
- Goethit:
- Pyrit:
- Sphalerit:
aus den Movelierschichten. Honigbraune Zinkblende mit Calcit, Dolomit-Ankerit.
LNr
074.
Fundort
BL / Langenbruck, Kunisrütti
Region
Bezirk Waldenburg / Gemeinde Langenbruck
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Diese Fundstelle liegt ungefähr in der Mitte zwischen Kuenisrütti und dem Bilsteinberg auf ca. 970 m ü.M., etwa dort wo die beiden Bächlein zusammenfliessen. Hier im fossilienreichen Kontaktbreich von Staffelegg-Formation und Opalinuston. Letzterer mit einer Mächtigkeit von ca. 70 Metern. Darüber folgt dann die Passwang-Formation. Im steilen Gelände rutschen auf dem Opalinuston die obersten Schichten regelmässig zu Tale, durchmischen die Gesteine der verschiedenen Lagen und legen gelegentlich auch Anstehendes frei.
Mineralien
- Calcit: nur kleine Skalenoeder
- Dolomit: weiss, sehr klein, fast pulverartig
- Pyrit: aus einer anstehenden Bank im linken Bächlein. Der stark glänzende und bergfrische Pyrit durchzieht aderartig das Gestein oder bildet in Hohlräumen und Rissen Aggregate und wird ab und zu von kleinsten Calcitskalenoedern begleitet. Einzelne Partien sind von feinstem Dolomit bedeckt. Anlauffarben treten kaum auf. Swisstopo markiert auf der Karte im Bereich der Staffelegg-Formation eine Fossilfundstelle.
LNr
075.
Fundort
BL / Langenbruck, Ober Dürrenberg, Erliloch, Weihermatt
Region
Bezirk Waldenburg / Gemeinde Langenbruck
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Die südlich von Ober Dürrenberg gelegene Fundstelle kann von der Bilsteinstrasse (Abzweigung zwischen Unter Dürrenberg und Ober Dürrenberg) über einen steil ansteigenden Pfad leicht erreicht werden. Bei P. 871 steht eine vernachlässigte Hütte. Hier verlässt man den Pfad und begibt sich, immer ungefähr auf der gleichen Höhe bleibend, gegen Süden in das Gebiet Erliloch. Die oberste Partie des Erliloch wird durch brüchige Schichten der Passwang-Formation abgeschlossen. Steil anstehend folgen darüber die Schichten des Hauptrogensteins. Die ganze Erlilochmulde führt Geröll aus diesen beiden Zonen, wobei vor allem Material aus den fossilienhaltigen Schichten der Passwang-Formation von Interesse sind. Vom südlichen Ende des Erliloch bis zum Hof Weihermatt lösen sich aus dem abfälligen Opalinuston gelegentlich rundliche Kalkkonkretionen, welche im Bereich der Vordere Frenke zum Liegen kommen. Enthalten die Knollen Schwundrisse, sind deren Wände mit Calcitrasen und Coelestin oder Mischkristallen der Reihe Coelestin - Baryt belegt. Funde sind selten.
Mineralien
- Calcit: säulenartig, weiss bis 1 cm im Hohlraum eines Nautilus oder skalenoedrisch zusammen mit Strontianit in fossilem Hohlraum.
- Chalcedon: weisse, gelbliche bis hellbläuliche chalcedonisierte Schalen von Bivalven, welche erst nach dem Säurebad sichtbar werden.
- Dolomit: sattelförmig, gelb, zusammen mit Strontianit, Calcit und wenig Pyrit.
- Hämatit: kleinste Anhäufungen (0.5 mm) feinster Hämatitblättchen. Die Aggregate sind im Calcit eingewachsen und müssen mit Säure herausgelöst werden.
- Pyrit: würfelig in und auf Quarz, stängelartig im Calcit. Die Kristalle erreichen kaum 1 mm.
- Quarz: wasserklar, bis 5 mm, rasenartig im Hohlraum eines Nautilus, zusammen mit Calcit.
- Strontianit: schneeweiss auf Calcit. Aggregate bis 4 mm. Strontianit bildet, wie Aragonit, weisse, spiessige Kriställchen, wobei die Enden beim Strontianit öfters gebogen erscheinen. Beim Aragonit ist dies kaum der Fall.
LNr
076.
Fundort
BL / Oberdorf, Edlisberg (ehem. Gipsabbau), Talweid
Region
Bezirk Waldenburg / Gemeinde Oberdorf
Koordinaten, ca.
Literatur
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
In der verlassenen Gipsgrube östlich von Bad Waldenburg folgt über fein gebänderten Gipsbänken der Hauptanhydritgruppe ca. 1 m fetter, bituminöser schwarzer Ton. Im Hangenden setzt dann der 10 m mächtige Anhydritdolomit mit dünn gebankten, tonigen Dolomiten ein. Gegen oben nimmt der Tongehalt ab, während sich in den extrem porösen Dolomit-Calcit-Breccien vereinzelte Gipslinsen einschalten. Im mittleren Abschnitt der Serie sind die für den Anhydritdolomit charakteristischen, dunkelbraunen bis schwarzen, gebänderten Silexlagen zu beobachten. Über dem Silexhorizont folgen 3 m dick gebankte, körnige, beige Dolomite. Das Mineralienvorkommen beschränkt sich auf Silex, Gipsausblühungen und Fasergips. Exkurs: Nach einem Aufsatz von Carl Stocker, Lehrer, in der Basellandschaftlichen Zeitung (BLZ) vom 15. 11. 1912, war die Gipsgrube am Badrain am Westhang des Edlisberges schon im Jahre 1813 bekannt. Den Gipsbrechern verursachte der Transport des Rohmaterials von der Grube bis zur Landstrasse beim Bad viel Mühe. Auf gewöhnlichen Holzschlitten wurden die Steinbrocken den äusserst steilen Badweg, in welchem Rinnen für die Kufen eingeschnitten waren, hinuntergeschlittelt. Die schweren Schlitten waren auf dem Rücken wiederum nach der hochgelegenen Grube zu befördern. Die Grube wurde um 1910 endgültig stilllegte. 03.03.1914: "Zur gleichen Zeit, als der Badwirt Ritter durch einen Stollen oberhalb des Bades (Edlisberg) ein Gipswerk zu erschliessen hoffte, sollten andere Arbeiter Ritters in der Talweid den dortigen bewaldeten Steilhang urbarisieren. Bei den Grabarbeiten stiessen sie auf mächtige Gipsfelsen. Ritter war nun gleich bereit, auch hier einen Stollen in den Berg treiben zu lassen. Da sich massive Gipsfelsen vorfanden, brauchte wenig oder gar nicht gesperrt zu werden und die Arbeit nahm einen guten Verlauf. An einem Samstagabend versorgten die Leute ihr sämtliches Arbeitsgeschirr: Pickel, Karren usw. im Stollen, um am Montag die Arbeit wieder aufnehmen zu können. Während des Sonntags rutschte aber der obere Teil des Hanges ab und eine mächtige Schuttmasse hält bis heute den Stolleneingang verschlossen."
Mineralien
- Gips: als Ausblühungen oder in Form von Fasergips.
- Silex:
LNr
077.
Fundort
BL / Titterten, Egg (ehem. Grube)
Region
Bezirk Waldenburg / Gemeinde Titterten
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Dolomit in einer Calcitdruse wird von der Grube Wasenhaus (2'620'720, 1'249'650) bei Titterten erwähnt. Die einzige Grube im Gemeindegebiet liegt südlich des Dorfes bei der Lokalität Egg. Hier kann ein recht guter Aufschluss des Trigonodusdolomits beobachtet werden. Ungeklärt ist, ob es sich hier um die ehemalige Grube Wasenhaus handelt.
Mineralien
- Calcit:
- Dolomit:
LNr
078.
Fundort
BL / Waldenburg, Bilstein, Brocheni Flue, Humbel
Region
Bezirk Waldenburg / Gemeinde Waldenburg
Koordinaten, ca.
Literatur
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 322
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
Waldenburg, Bilstein: Calcit, Quarz, Bohnerz, 2'622'700 / 1'246'000, 927 m ü. M. (Mittlerer Bilstein)

Waldenburg, Brocheni Flue: Calcit, 2'621'850 / 1'247'670, 900 m ü. M

Waldenburg, Humbel: Kohle, Bohnerz, Chalcedon, 2'624'730 / 1'246'990, 911 m ü. M. (Hof Humbel).
Mineralien
- Bohnerz: bei Bilstein und Humbel.
- Calcit: schöne gelbliche Skalenoeder. Bei Bilstein und Brocheni Flue. - Chalcedon: bei Humbel.
- Kohle: bei Humbel.
- Quarz: bei Bilstein.
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