Kantone BL und BS
Fundorte
Vorkommen in den Kantonen Basel-Stadt und Basellandschaft
Galerien: Zeglingen
Bild: Zeglingen, ehem. Gipsgrube Weissbrunn. Gips 10 mm
001_BL / Arlesheim, Homburgrai (ehem. Steinbruch), Meiertum
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Arlesheim, Koord. (ca.): 2'614’406 / 1'261’152
Der ehemalige Steinbruch Homburgrai, früher auch unter Meiertum bekannt, dient heute teilweise als Anbaugebiet für Reben und als Naturschutzgebiet. Entsprechend sind kaum noch Funde von Mineralien möglich. Ausser Sphalerit und Calcit sind aus diesem Steinbruch keine weiteren Mineralien bekannt geworden.
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Arlesheim, Koord. (ca.): 2'614’406 / 1'261’152
Der ehemalige Steinbruch Homburgrai, früher auch unter Meiertum bekannt, dient heute teilweise als Anbaugebiet für Reben und als Naturschutzgebiet. Entsprechend sind kaum noch Funde von Mineralien möglich. Ausser Sphalerit und Calcit sind aus diesem Steinbruch keine weiteren Mineralien bekannt geworden.
- Calcit:
- Sphalerit:
- Sphalerit:
002_BL / Allschwil, Binningen, Lättenlöcher, Dorenbach
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Allschwil, Koord. (ca.): 2'608’364 / 1'265’230
Literatur:
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 81
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 236
Im Tobel bei den Lättenlöcher konnten ca. 100 Meter unterhalb der Steinbrücke aus dem Dorenbach kleine Goldflitterchen bis maximal 0.1 mm Grösse gewaschen werden. Der Aufwand dafür ist aber erheblich. Aus 100 kg Waschgut resultieren etwa 0.1 mg Gold. Waschmöglichkeiten bieten sich bei der Lokalität Lättenlöcher. Im Tongemisch des Lösslehms der ehemaligen Tongube der Ziegelei bei der Lokalität Paradies sind Chlorit (geringer Anteil im Tongemisch), das Schichtsilikate Illit und Mineralien der Smektitgruppe (bestehend hauptsächlich aus Schichtsilikaten sowie Montmorillonit, Quarz- und Calcitstaub) vorhanden. Das heute überbaute Gelände zeigt keine Spuren mehr der ehemaligen Abbautätigkeiten.
- Chlorit:
- Gold: aus dem Dornebach Goldflitterchen bis maximal 0.1 mm Grösse.
- Illit:
- Montmorillonit:
- Gold: aus dem Dornebach Goldflitterchen bis maximal 0.1 mm Grösse.
- Illit:
- Montmorillonit:
003_BL / Bretzwil, Deigsberg, Dürrenberg, Edlisberg, Egg, First, Hollen, Lauwil, Liedertswil, Meltingen, Ober Hauenstein, Oberdorf, Titterten, Trummeten, Waldenburg, Wintenberg, Zullwil
Literatur:
- Merki, Paul; Eclogae Geologicae Helvetiae, Band (Jahr): 54 (1961) Heft 1; Seite 138 - 227; Der Obere Muschelkalk im östlichen Schweizer Jura
Profile nach Merki:
Profil 4: Meltingen 2'611’400 / 1'248’550 (verlassener Steinbruch): - Trigonodusdolomit, 12,70 m aufgeschlossen.
- Plattenkalk. 2,20 m aufgeschlossen.
- Nicht durchgehend aufgeschlossen, ist darunter die Schichtfolge bis zum mittleren Trochitenkalk zu beobachten.
Profil 5: Zullwil 2'612’500 / 1'248’775 (Steinbruch):
- Lettenkohle, 2,60 m aufgeschlossen
- Trigonodusdolomit, Gesamtmächtigkeit 20,00 m.
- Plattenkalk, Gesamtmächtigkeit 21,90 m.
- Trochitenkalk. 3,50 m aufgeschlossen.
Profil 6: Hollen, S Bretzwil 2'615’950 / 1'249’050 (Strassenbord):
- Plattenkalk, 3,30 m aufgeschlossen.
- Trochitenkalk, 21,90 m aufgeschlossen.
Profil 7: First, N Lauwil 2'617’875 / 1'249’100 (Steinbruch):
- Plattenkalk, 7,70 m aufgeschlossen.
- Trochitenkalk, 22,70 m aufgeschlossen.
Profil 8: Deigsberg, E Lauwil 2'618’475 / 1'248’975 (verlassene Grube):
- Basale Schichten des Gipskeupers.
- Lettenkohle, Gesamtmächtigkeit 4,50 m.
- Trigonodusdolomit, 17,45 m aufgeschlossen.
Profil 9: Egg, S Titterten 2'620’700 / 1'249’625 (Grube):
- Trigonodusdolomit, 17,80 m aufgeschlossen.
- Plattenkalk, 1,50 m aufgeschlossen.
Profil 10: S Liedertswil 2'620’975 / 1'248’525 (Bachtobel):
- Plattenkalk, 17,90 m aufgeschlossen
- Trochitenkalk, Gesamtmächtigkeit 22,70 m
- Anhydritdolomit, 1,10 m aufgeschlossen.
Profil 11: Wintenberg, W Oberdorf 2'622’525 / 1'249’025 (Strassenbord):
- Plattenkalk, 16.80 m aufgeschlossen.
- Trochitenkalk, 22,10 m aufgeschlossen.
Profil 12: Trummeten, W Oberdorf 2'622’850 / 1'249’500 (Baugrube)
- Basale Schichten des Gipskeupers.
- Lettenkohle, Gesamtmächtigkeit 3,60 m.
- Trigonodusdolomit, 0,80 m aufgeschlossen.
Profil 13: Edlisberg, Waldenburg 2'623’525 / 1'248’450 (verlassener Steinbruch):
- Plattenkalk, 4,55 m aufgeschlossen.
Profil 14: Edlisberg, Waldenburg 623.750 / 248.650 (verlassene Gipsgrube):
- Trochitenkalk, 4,40 m aufgeschlossen.
- Anhydritdolomit, Gesamtmächtigkeit 10,10 m Hauptanhydritgruppe, ca. 10 m aufgeschlossen.
In der verlassenen Gipsgrube E Bad Waldenburg (Profil 14) folgt über fein gebänderten Gipsbänken der Hauptanhydritgruppe ca. 1 m fetter, bituminöser, schwarzer Ton. Im Hangenden setzt dann der 10 m mächtige Anhydritdolomit mit dünn gebankten, tonigen Dolomiten ein. Gegen oben nimmt der Tongehalt ab, während sich Rauhwackebänder und vereinzelte Gipslinsen einschalten. Im mittleren Abschnitt der Serie sind die für den Anhydritdolomit charakteristischen, dunkelbraunen bis schwarzen, gebänderten Silexlagen zu beobachten. Über dem Silexhorizont folgen zunächst 3 m dick gebankte, mittelkörnige, beige Dolomite, in denen eine Lage mit Schalenresten einer arten- und individuenarmen Zwergfauna beobachtet werden konnte. Profil 15: W Dürrenberg, Ober Hauenstein 623.300 / 245.500 (Bachrunse):
- Lettenkohle, 3,40 m aufgeschlossen.
- Trigonodusdolomit, Gesamtmächtigkeit 19.40 m.
- Plattenkalk, Gesamtmächtigkeit 16,00 m.
- Trochitenkalk, 24,00 m aufgeschlossen.
- Lettenkohle, 3,40 m aufgeschlossen.
- Trigonodusdolomit, Gesamtmächtigkeit 19.40 m.
- Plattenkalk, Gesamtmächtigkeit 16,00 m.
- Trochitenkalk, 24,00 m aufgeschlossen.
Plattenkalk: Silexkonkretionen, wie wir sie aus dem Plattenkalk des Weissenstein-Gebietes vorkommen, sind in den entsprechenden Schichten im Raume Meltingen-Waldenburg nur vereinzelt anzutreffen.
Trigonodusdolomit: die Untergrenze des Trigonodusdolomits, markiert durch den Einsatz des für diese Formation typischen, undeutlich und höckerig gebankten Dolomits mit den Calcitdrusen, ist eine reine Faziesgrenze und kann nur über kurze Distanzen als synchron angesehen werden. Die Mächtigkeit der Serie beträgt im Gebiet Meltingen-Waldenburg und am Ober Hauenstein 19-21 m. Die obersten 3-5 m des Trigonodusdolomits setzen sich aus beigen, gut gebankten Dolomiten zusammen, die massenhaft gebänderte, graue Silexlagen enthalten. Dieser Horizont mit den Silexbändern stellt ein zuverlässiges Leitniveau dar, das im obersten Trigonodusdolomit des Faltenjura vom Weissenstein bis zur Staffelegg verfolgt werden kann.
- Silex:
Trigonodusdolomit: die Untergrenze des Trigonodusdolomits, markiert durch den Einsatz des für diese Formation typischen, undeutlich und höckerig gebankten Dolomits mit den Calcitdrusen, ist eine reine Faziesgrenze und kann nur über kurze Distanzen als synchron angesehen werden. Die Mächtigkeit der Serie beträgt im Gebiet Meltingen-Waldenburg und am Ober Hauenstein 19-21 m. Die obersten 3-5 m des Trigonodusdolomits setzen sich aus beigen, gut gebankten Dolomiten zusammen, die massenhaft gebänderte, graue Silexlagen enthalten. Dieser Horizont mit den Silexbändern stellt ein zuverlässiges Leitniveau dar, das im obersten Trigonodusdolomit des Faltenjura vom Weissenstein bis zur Staffelegg verfolgt werden kann.
- Silex:
004_BL / Allschwil, Rothaus, Schweizerhalle;(Bohrung)
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Allschwil, Koord. (ca.): 2'616’980 / 1'264’940
Literatur:
- Fehlmann, Hans: Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 297-300
Literatur:
- Fehlmann, Hans: Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 297-300
Das Steinsalz der Nordschweiz wurde am 16. Juli 1835 beim Rothaus, östlich von Basel in einer Tiefe von 126 m und einer Mächtigkeit von 10 m erbohrt. In der Salzzone von Basel bis Zurzach sind auf Schweizergebiet bis heute (1919) 56 Bohrungen in einer Gesamtlänge von 10’500 m ausgeführt worden, von denen 43 das Salz in Tiefen von 80-463 m angefahren haben, während 13 erfolglos waren. Diese Bohrungen haben festgestellt, dass sich das Steinsalz der Anhydritgruppe auf der ganzen 150 km langen Strecke von Donaueschingen über Zurzach, Rheinfelden, Schweizerhalle bis Pruntrut überall 60-70 m unter der unteren Grenze des Hauptmuschelkalkes befindet. Da die Entwicklung der das Salz Überlagernden Sedimente ebenso wie deren Tektonik vom Randen im Kt. Schaffhausen bis Basel hinlänglich bekannt sind, kann für jede auf dieser Strecke auszuführende Bohrung mit genügender Sicherheit und Genauigkeit angegeben werden, in welcher Tiefe sich das zu suchende Salzlager befinden muss.
Spuren von Erdöl.
Innerhalb des ca. 15 m mächtigen Süsswasserkalkes (297,00-311,7 m) zeigten sich in mehreren Horizonten, nämlich bei - 302,80-303,90 - 305,05-305,15 und 305,70-306,00 m, Imprägnationen eines schwarzen Bitumens, das nach Art von dickem Erdöl oder Asphalt fleckenartig die cavernösen blendendweissen Sässwasserkalke durchzieht, häufig in der Nähe der Planorben sich ansammelnd. Etwa 10 kg dieses bitumenführenden Kalkes wurden in der Prüfungsanstalt für Brennstoffe in Zürich untersucht. Der auf Erbsengrösse zerschlagene Kalk wurde längere Zeit mit kaltem Aether behandelt, so dass er vollständig bitumenfrei wurde; die dabei erzielte Ausbeute an Bitumen beträgt 0,35 Gewichtsprozente. Das Bitumen ist bei Zimmertemperatur kaum fliessbar. Das Bitumen ist eine mit den Asphalten von Trinidad, Val de Travers etc. vergleichbare Substanz.
- Asphalt:
- Erdöl:
- Salz:
- Erdöl:
- Salz:
005_BL / Arlesheim, Armeholz, Hornichopf, Spitzacker (Gempen)
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Arlesheim, Koord. (ca.): 2'615’758 / 1'259’773
Literatur:
- Pyrit: klein, leicht angelaufen.
- Sphalerit: schwärzlich, auf dem Calcit, klein.
006_BL / Muttenz, Chlosterchöpfli, Sulzchopf, Wartenberg (ehem. Steinbrüche)
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Muttenz, Koord. (ca.): 2'616’087 / 1'261’507
Literatur:
2. Muttenz, Sulzchopf: 2'616'770 / 1'261'413, 556 m ü. M.
3. Muttenz, Burgruine Hintere Wartenberg: 2'616'264 / 1'263'238, 431 m ü. M.
4. Muttenz, Burgruine Vordere Wartenberg: 2'616'572 / 1'263'499, 398 m ü. M.
Die Kalksteine der Gruben waren früher begehrte Bausteine und kamen in Basel bei zahlreichen Bauten zur Anwendung. Für den Abtransport der Sulzchopfsteine wurde eine Seilbahn erstellt deren Trassee im Gelände noch heute gut sichtbar ist. Anfang des 20. Jahrhunderts verdrängte Beton als Baustoff die Steinblöcke, was 1918 zur Stilllegung der Sulzsteingrube führte. In den folgenden Jahren entwickelte sich im ehemaligen Abbaugebiet ein ausserordentlicher Artenreichtum. Seit 1972 steht die Grube unter kantonalem Schutz. Muttenz ist als Fundort vor allem wegen seinen Fluoritvorkommen bekannt geworden. Diese liegen alle im unteren Hauptrogenstein in fossilen Hohlräumen der Nerinéenbank.
- Calcit: die Hohlräume auskleidend, teils auf dem Fluorit aufgewachsen. Calcit ist, wie auch der Fluorit, an allen Fundorten 1 - 4 vertreten.
- Fluorit: würfelförmig, dunkelgelb, bis zu 30 mm Kantenlänge, immer Aggregate bildend zusammen mit Calcit im Innern von Korallenstöcken. Die Korallenbank liegt stets mehrere Meter über der Zone, in welcher die zinkblendeführenden Calcitdrusen vorkommen. Fluorit und Sphalerit treten im Hauptrogenstein nie zusammen auf. Im ultravioletten Licht zeigt der gelb- bis braunfarbige Fluorit eine elfenbeinfarbige Fluoreszenz. Die ersten dokumentierten Fluoritfunde vom Wartenberg gehen auf das Jahr 1839 zurück und stammen aus dem Hauptrogenstein des obersten Steinbruchs am Wartenberg. In den Bereich des Hauptrogensteins fallen die beiden Abbaue bei "Burgruine Hintere Wartenberg" und"Burgruine Vordere Wartenberg". Kenngott (1866) erwähnt zudem dunkelweingelbe bis bräunliche durchsichtige hexaedrische Kristalle in Calcitdrusen vom Schlosshügel bei Muttenz. Hier aus dem obersten, Nerinea Bruckmanni (fossile Meeresschnecken) enthaltenen Hauptrogenstein. Vermutlich handelt es sich bei dieser Fundortbeschreibung um den Wartenberg mit seinen drei Ruinen. Vom Wartenberg selbst führt er gräulichgelbe Fluorithexaeder in Klüften des Hauptrogensteins auf.
- Gips: nur vom Sulzchopf bekannt, ziemlich grosse und lange Kristalle (Kenngott schreibt von mehreren Zoll), grauliche und halbdurchsichtige Zwillinge.
- Sphalerit: vom Sulzchopf- und vom Chlosterchöpfli-Steinbruch in rhombendodekaedrischem Habitus, dunkelbraunschwarz, wild strukturiert, zusammen mit Calcit. Aggregate erreichen Dimensionen bis 2 cm. Sphalerit kann in verschiedenen Farbvarietäten auftreten, wobei das Spektrum von fast farblos über hellgelb - grün - braun bis zu völligem Schwarz gehen kann. Im Allgemeinen wird der schwarze Farbton durch höhere FeS-Konzentrationen bewirkt.
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Arlesheim, Koord. (ca.): 2'615’758 / 1'259’773
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Im Osten von Arlesheim trifft man zwischen Hornichopf (2'615'758 / 1'259'773, 555 m ü. M.) und Armeholz (2'616’250 / 1'259'630, 586 m ü. M.) auf ein sich gegen Stollenhäuser hinaufziehendes Tälchen, welches vollkommen im Hauptrogenstein liegt. Die Literatur erwähnt aus dem oberen Talbereich Funde von Sphalerit, Calcit und Pyrit. Die sphaleritführende Zone, welche unterhalb der Nerinéenbank liegt, beschränkt sich ausschliesslich auf diesen Talabschnitt, welcher von Stollenmätteli (Gempen) über einen Feldweg in Richtung Spitzacker gut zu erreichen ist. Bei der äussersten Waldspitze verlässt man den Feldweg und steigt ca. 70 Meter durch wegloses Gelände das grabenähnliche und stark überwucherte Tälchen hinunter. Da kaum Gesteinsbrocken herumliegen sind Funde eine absolute Rarität. Der Fundort ist mineralogisch eher unbedeutend.
- Calcit: abgestumpfte Skalenoeder, gelblichweiss, bis 1 cm, die bis faustgrossen Drusen auskleidend. Im Osten von Arlesheim trifft man zwischen Hornichopf (2'615'758 / 1'259'773, 555 m ü. M.) und Armeholz (2'616’250 / 1'259'630, 586 m ü. M.) auf ein sich gegen Stollenhäuser hinaufziehendes Tälchen, welches vollkommen im Hauptrogenstein liegt. Die Literatur erwähnt aus dem oberen Talbereich Funde von Sphalerit, Calcit und Pyrit. Die sphaleritführende Zone, welche unterhalb der Nerinéenbank liegt, beschränkt sich ausschliesslich auf diesen Talabschnitt, welcher von Stollenmätteli (Gempen) über einen Feldweg in Richtung Spitzacker gut zu erreichen ist. Bei der äussersten Waldspitze verlässt man den Feldweg und steigt ca. 70 Meter durch wegloses Gelände das grabenähnliche und stark überwucherte Tälchen hinunter. Da kaum Gesteinsbrocken herumliegen sind Funde eine absolute Rarität. Der Fundort ist mineralogisch eher unbedeutend.
- Pyrit: klein, leicht angelaufen.
- Sphalerit: schwärzlich, auf dem Calcit, klein.
006_BL / Muttenz, Chlosterchöpfli, Sulzchopf, Wartenberg (ehem. Steinbrüche)
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Muttenz, Koord. (ca.): 2'616’087 / 1'261’507
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
- Bericht über die Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel vom August 1838 bis Juli 1840;1840; IV; Seite 81
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 335, 350
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 364, 365
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 278
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 205
1. Muttenz, Chlosterchöpfli, Lachenköpfli: 2'616'087 / 1'261'507, 441 m ü. M. 2. Muttenz, Sulzchopf: 2'616'770 / 1'261'413, 556 m ü. M.
3. Muttenz, Burgruine Hintere Wartenberg: 2'616'264 / 1'263'238, 431 m ü. M.
4. Muttenz, Burgruine Vordere Wartenberg: 2'616'572 / 1'263'499, 398 m ü. M.
Die Kalksteine der Gruben waren früher begehrte Bausteine und kamen in Basel bei zahlreichen Bauten zur Anwendung. Für den Abtransport der Sulzchopfsteine wurde eine Seilbahn erstellt deren Trassee im Gelände noch heute gut sichtbar ist. Anfang des 20. Jahrhunderts verdrängte Beton als Baustoff die Steinblöcke, was 1918 zur Stilllegung der Sulzsteingrube führte. In den folgenden Jahren entwickelte sich im ehemaligen Abbaugebiet ein ausserordentlicher Artenreichtum. Seit 1972 steht die Grube unter kantonalem Schutz. Muttenz ist als Fundort vor allem wegen seinen Fluoritvorkommen bekannt geworden. Diese liegen alle im unteren Hauptrogenstein in fossilen Hohlräumen der Nerinéenbank.
- Calcit: die Hohlräume auskleidend, teils auf dem Fluorit aufgewachsen. Calcit ist, wie auch der Fluorit, an allen Fundorten 1 - 4 vertreten.
- Fluorit: würfelförmig, dunkelgelb, bis zu 30 mm Kantenlänge, immer Aggregate bildend zusammen mit Calcit im Innern von Korallenstöcken. Die Korallenbank liegt stets mehrere Meter über der Zone, in welcher die zinkblendeführenden Calcitdrusen vorkommen. Fluorit und Sphalerit treten im Hauptrogenstein nie zusammen auf. Im ultravioletten Licht zeigt der gelb- bis braunfarbige Fluorit eine elfenbeinfarbige Fluoreszenz. Die ersten dokumentierten Fluoritfunde vom Wartenberg gehen auf das Jahr 1839 zurück und stammen aus dem Hauptrogenstein des obersten Steinbruchs am Wartenberg. In den Bereich des Hauptrogensteins fallen die beiden Abbaue bei "Burgruine Hintere Wartenberg" und"Burgruine Vordere Wartenberg". Kenngott (1866) erwähnt zudem dunkelweingelbe bis bräunliche durchsichtige hexaedrische Kristalle in Calcitdrusen vom Schlosshügel bei Muttenz. Hier aus dem obersten, Nerinea Bruckmanni (fossile Meeresschnecken) enthaltenen Hauptrogenstein. Vermutlich handelt es sich bei dieser Fundortbeschreibung um den Wartenberg mit seinen drei Ruinen. Vom Wartenberg selbst führt er gräulichgelbe Fluorithexaeder in Klüften des Hauptrogensteins auf.
- Gips: nur vom Sulzchopf bekannt, ziemlich grosse und lange Kristalle (Kenngott schreibt von mehreren Zoll), grauliche und halbdurchsichtige Zwillinge.
- Sphalerit: vom Sulzchopf- und vom Chlosterchöpfli-Steinbruch in rhombendodekaedrischem Habitus, dunkelbraunschwarz, wild strukturiert, zusammen mit Calcit. Aggregate erreichen Dimensionen bis 2 cm. Sphalerit kann in verschiedenen Farbvarietäten auftreten, wobei das Spektrum von fast farblos über hellgelb - grün - braun bis zu völligem Schwarz gehen kann. Im Allgemeinen wird der schwarze Farbton durch höhere FeS-Konzentrationen bewirkt.
007_BL / Muttenz, Fuchslöcher
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Muttenz, Koord. (ca.): 2'616’705 / 1'265’303
Beim Abbau von Muschelkalkquadern für den Bau des Auhafens stiess man in den 1940-er Jahren auf zwei kleine Manganerzlager. Die Linsen erreichten Ausdehnungen von 180 x 20 cm und 100 x 2 cm. Die Analyse des Manganmulms ergab einen MnO2-Anteil von bis zu 44%. Wie Untersuchungen zeigten, scheinen Bakterien, die die Bildung von MnO2 veranlassen, für die Entstehung des Manganlagers verantwortlich zu sein. Das Gebiet ist heute überbaut.
- Manganerz:
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Muttenz, Koord. (ca.): 2'616’705 / 1'265’303
Beim Abbau von Muschelkalkquadern für den Bau des Auhafens stiess man in den 1940-er Jahren auf zwei kleine Manganerzlager. Die Linsen erreichten Ausdehnungen von 180 x 20 cm und 100 x 2 cm. Die Analyse des Manganmulms ergab einen MnO2-Anteil von bis zu 44%. Wie Untersuchungen zeigten, scheinen Bakterien, die die Bildung von MnO2 veranlassen, für die Entstehung des Manganlagers verantwortlich zu sein. Das Gebiet ist heute überbaut.
- Manganerz:
008_BL / Muttenz, Salinen
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Muttenz
Beim Roten Haus in Muttenz begann mit der Bohrung vom 30. Mai 1836 die Erfolgsgeschichte der Salzgewinnung in der Nordwestschweiz. In einer Tiefe von 107 m stiess man im triassischen Muschelkalk auf die erhoffte Salzschicht mit einer Mächtigkeit von 60 Meter. In den Folgejahren fanden gegen Osten weitere erfolgreiche Bohrungen statt, was zur Gründung weiterer Salinen führte. Diese konkurrenzierten sich, bis sie sich 1874 zu den Vereinigten Schweizerischen Rheinsalinen AG zusammenschlossen (Riburg, Rheinfelden und Kaiseraugst). 1909 fusionierten die Aargauer Salinen mit der Saline Schweizerhalle zur heutigen Schweizerischen Rheinsaline. Heute (2023) werden aus 25 Bohrlöchern (bei Wartenberg, Sulz und Grosszinggibrunn) ca. 900 Tonnen Salz abgebaut und für die Industrie, Haushalte und Landwirtschaft aufbereitet.
- Anhydrit: in den Salzlagerstätten.
- Gips: als Ablagerungen an Wänden von auf Rohren und Balken.
- Halit: meist nur in pulveriger Form. Grössere Salzkristalle direkt aus der Salzschicht sind auf Grund der Abbauweise nicht möglich. Kristalle bilden sich vereinzelt auch in den Salzlagerhallen.
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Muttenz
Beim Roten Haus in Muttenz begann mit der Bohrung vom 30. Mai 1836 die Erfolgsgeschichte der Salzgewinnung in der Nordwestschweiz. In einer Tiefe von 107 m stiess man im triassischen Muschelkalk auf die erhoffte Salzschicht mit einer Mächtigkeit von 60 Meter. In den Folgejahren fanden gegen Osten weitere erfolgreiche Bohrungen statt, was zur Gründung weiterer Salinen führte. Diese konkurrenzierten sich, bis sie sich 1874 zu den Vereinigten Schweizerischen Rheinsalinen AG zusammenschlossen (Riburg, Rheinfelden und Kaiseraugst). 1909 fusionierten die Aargauer Salinen mit der Saline Schweizerhalle zur heutigen Schweizerischen Rheinsaline. Heute (2023) werden aus 25 Bohrlöchern (bei Wartenberg, Sulz und Grosszinggibrunn) ca. 900 Tonnen Salz abgebaut und für die Industrie, Haushalte und Landwirtschaft aufbereitet.
- Anhydrit: in den Salzlagerstätten.
- Gips: als Ablagerungen an Wänden von auf Rohren und Balken.
- Halit: meist nur in pulveriger Form. Grössere Salzkristalle direkt aus der Salzschicht sind auf Grund der Abbauweise nicht möglich. Kristalle bilden sich vereinzelt auch in den Salzlagerhallen.
009_BL / Münchenstein, Asp, Asprain (Muttenz)
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Münchenstein, Koord. (ca.): 2'614’225 / 1'263’056
- Gips: vermutlich aus dem Gipskeuper zwischen Asp (2'614'225 / 1'263'056, 325 m ü. M.), Rotrutsch und Bruckguet, anstehend bei Rotrutsch (2'613'903 / 1'263'081, 326 m ü. M.).
- Mirabilit: das Vorkommen von Mirabilit (auch als Glaubersalz bezeichnet) im Keupergips der ehemaligen Grube bei Asp ist seit mindesten 1822 bekannt. Heute ist die Grube nicht mehr zu erkennen.
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Münchenstein, Koord. (ca.): 2'614’225 / 1'263’056
- Gips: vermutlich aus dem Gipskeuper zwischen Asp (2'614'225 / 1'263'056, 325 m ü. M.), Rotrutsch und Bruckguet, anstehend bei Rotrutsch (2'613'903 / 1'263'081, 326 m ü. M.).
- Mirabilit: das Vorkommen von Mirabilit (auch als Glaubersalz bezeichnet) im Keupergips der ehemaligen Grube bei Asp ist seit mindesten 1822 bekannt. Heute ist die Grube nicht mehr zu erkennen.
010_BL / Münchenstein, Birs (Fluss)
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Münchenstein
Beim Fund von kleinen Goldaggregaten aus der Birs im Jahre 1774 handelt es sich um einen Einzelfall. Die Aggregate erreichen ein geschätztes Gewicht von ca. 0.8 Gramm. Bis jetzt sind keine weiteren Vorkommen von Goldaggregaten aus der Juragegend bekannt. Die Stufe wird heute im Naturhistorischen Museum in Basel aufbewahrt. Goldflitterchen wurden ebenfalls in der Baugrube der Schleusenkammer beim Kraftwerk Birsfelden gefunden. Wegen Uferverbauungen bestehen heute im Raum Basel kaum noch Möglichkeiten Rheingold zu waschen. Die Flitterchen werden durch den langen Transportweg immer mehr abgerieben und schwinden bis an das Rheinknie auf winzige 0.5 mm.
- Gold, gediegen: winziges Aggregat von weniger als 1 g Gewicht.
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Münchenstein
Beim Fund von kleinen Goldaggregaten aus der Birs im Jahre 1774 handelt es sich um einen Einzelfall. Die Aggregate erreichen ein geschätztes Gewicht von ca. 0.8 Gramm. Bis jetzt sind keine weiteren Vorkommen von Goldaggregaten aus der Juragegend bekannt. Die Stufe wird heute im Naturhistorischen Museum in Basel aufbewahrt. Goldflitterchen wurden ebenfalls in der Baugrube der Schleusenkammer beim Kraftwerk Birsfelden gefunden. Wegen Uferverbauungen bestehen heute im Raum Basel kaum noch Möglichkeiten Rheingold zu waschen. Die Flitterchen werden durch den langen Transportweg immer mehr abgerieben und schwinden bis an das Rheinknie auf winzige 0.5 mm.
- Gold, gediegen: winziges Aggregat von weniger als 1 g Gewicht.
011_BL / Münchenstein, Neuewelt, Neue Welt
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Münchenstein, Koord. (ca.): 2'613’585 / 1'264’224
Literatur:
- Blätterkohle: Schieferton steht an bei der Neuewelt, wird hier aber grösstenteils vom Birsschotter bedeckt und kommt nur bei Niedrigwasser zum Vorschein. Neben Pflanzenresten kommen noch in geringer Menge Steinkohle, Pechkohle, Blätterkohle und Faserkohle vor. Funde sind heute nur noch bei Grabungsarbeiten möglich, das Gebiet ist weitgehend überbaut.
- Calcit: weiss bis gelblichweiss, in hervorragender Qualität, spitzförmig, in Gruppen, Kristalle bis ca. 30 cm. Fast weisse Fluoreszenz bei kurzwelligem UV-Licht. Calcite von dieser Lokalität haben in zahlreichen Sammlungen einen Platz erhalten.
- Faserkohle: siehe unter Blätterkohle.
- Markasit: zusammen mit Pyrit in den blauen Letten, welche heute nur noch bei Grabungen zum Vorschein kommen dürften.
- Pechkohle: siehe unter Blätterkohle.
- Pyrit: im Schilfsandstein des Mittleren Keuper. Die grauen Letten sind schon seit langem wegen ihren schönen Pflanzenresten bekannt.
- Steinkohle: siehe unter Blätterkohle.
- Waschgold: aus der Birs südöstlich der Lokalität Neuewelt aus dem Bachabschnitt zwischen Elektra Birseck und Rütihard (ca. 2'613'792 / 1'263'824). Hier sind im Deckenschotter bei einer Grabungstiefe von ca. 30-40 cm, Flitterchen bis 3 mm möglich (Pfander & Jans, 2001). Eine weitere Stelle für Waschgold liegt weiter unten bei der Birsmündung in den Rhein. Die Herkunft dieses Goldes ist nicht eindeutig geklärt.
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Münchenstein, Koord. (ca.): 2'613’585 / 1'264’224
Literatur:
- Bericht über die Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel vom August 1834 bis Juli 1835;1835;I;Seite 38
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 417, 421
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1940
- Pfander, P. / Jans, V. (2001): Gold in der Schweiz, 2001, 3. Auflage, S. 81-82
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Stange, Karl; Annalen der Physik; 1823; 74. Band; Seite 107-111; Neues Vorkommen des Bernsteins unweit Basels
Schieferton steht an bei der Neuewelt, wird hier aber grösstenteils vom Birsschotter bedeckt und kommt nur bei Niedrigwasser zum Vorschein. Neben Pflanzenresten kommen noch in geringer Menge Steinkohle, Pechkohle, Blätterkohle und Faserkohle vor. Funde sind heute nur noch bei Grabungsarbeiten möglich, das Gebiet ist weitgehend überbaut.
- Bernstein: bernsteinartiges, fossiles Harz, Fund von 1823 (liegt im NHM in Basel). Die Bernsteine sind als kleine Punkte im dunklen Schieferton eingesprengt. Teils erreichen die völlig durchsichtigen runden Körner einen Durchmesser bis 2.5 mm (andere Angaben erwähnen 8 mm Durchmesser). Die Farbe bewegt sich von gelb über honiggelb bis zu bräunlich. Das Alter dieser Bernsteine wird mit 230 - 200 Mio. Jahre angegeben. Schieferton steht an bei der Neuewelt, wird hier aber grösstenteils vom Birsschotter bedeckt und kommt nur bei Niedrigwasser zum Vorschein. Neben Pflanzenresten kommen noch in geringer Menge Steinkohle, Pechkohle, Blätterkohle und Faserkohle vor. Funde sind heute nur noch bei Grabungsarbeiten möglich, das Gebiet ist weitgehend überbaut.
- Blätterkohle: Schieferton steht an bei der Neuewelt, wird hier aber grösstenteils vom Birsschotter bedeckt und kommt nur bei Niedrigwasser zum Vorschein. Neben Pflanzenresten kommen noch in geringer Menge Steinkohle, Pechkohle, Blätterkohle und Faserkohle vor. Funde sind heute nur noch bei Grabungsarbeiten möglich, das Gebiet ist weitgehend überbaut.
- Calcit: weiss bis gelblichweiss, in hervorragender Qualität, spitzförmig, in Gruppen, Kristalle bis ca. 30 cm. Fast weisse Fluoreszenz bei kurzwelligem UV-Licht. Calcite von dieser Lokalität haben in zahlreichen Sammlungen einen Platz erhalten.
- Faserkohle: siehe unter Blätterkohle.
- Markasit: zusammen mit Pyrit in den blauen Letten, welche heute nur noch bei Grabungen zum Vorschein kommen dürften.
- Pechkohle: siehe unter Blätterkohle.
- Pyrit: im Schilfsandstein des Mittleren Keuper. Die grauen Letten sind schon seit langem wegen ihren schönen Pflanzenresten bekannt.
- Steinkohle: siehe unter Blätterkohle.
- Waschgold: aus der Birs südöstlich der Lokalität Neuewelt aus dem Bachabschnitt zwischen Elektra Birseck und Rütihard (ca. 2'613'792 / 1'263'824). Hier sind im Deckenschotter bei einer Grabungstiefe von ca. 30-40 cm, Flitterchen bis 3 mm möglich (Pfander & Jans, 2001). Eine weitere Stelle für Waschgold liegt weiter unten bei der Birsmündung in den Rhein. Die Herkunft dieses Goldes ist nicht eindeutig geklärt.
012_BL / Münchenstein, Schweissberg (ehem. Steinbruch)
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Münchenstein, Koord. (ca.): 2'613’952 / 1'262’260
In den 1970-er Jahren existierten östlich von Münchenstein zwei Steingruben der Zementwarenfabrik, eingeteilt in eine obere und eine untere Grube. Die obere, bei der Lokalität Gipfli, ist heute zugeschüttet, die untere (Schweissberg) in ein Naturschutzgebiet umgewandelt. Neben Calcit und Kalksinter haben vor allem die schönen Limonitstufen den Weg in die Sammlungen gefunden. Mit Malachit belegtes Gestein stammt aus dem unteren Abbau. Bei der Felswand besteht erhebliche Steinschlaggefahr - Betreten verboten.
- Calcit:
- Kalksinter:
- Limonit: schöne Stufen.
- Malachit:
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Münchenstein, Koord. (ca.): 2'613’952 / 1'262’260
In den 1970-er Jahren existierten östlich von Münchenstein zwei Steingruben der Zementwarenfabrik, eingeteilt in eine obere und eine untere Grube. Die obere, bei der Lokalität Gipfli, ist heute zugeschüttet, die untere (Schweissberg) in ein Naturschutzgebiet umgewandelt. Neben Calcit und Kalksinter haben vor allem die schönen Limonitstufen den Weg in die Sammlungen gefunden. Mit Malachit belegtes Gestein stammt aus dem unteren Abbau. Bei der Felswand besteht erhebliche Steinschlaggefahr - Betreten verboten.
- Calcit:
- Kalksinter:
- Limonit: schöne Stufen.
- Malachit:
013_BL / Münchenstein, Schänzli (ehem. Steinbruch)
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Münchenstein, Koord. (ca.): 2'614’057 / 1'265’209
Literatur:
- Fluorit: weingelb bis honiggelb, bis 3 cm, durchscheinend, teils fleckig (vor allem grössere Exemplare), braungrau, opak und mit elfenbeinfarbiger Fluoreszenz im UV-Licht.
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Münchenstein, Koord. (ca.): 2'614’057 / 1'265’209
Literatur:
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 364
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 322
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 166
Im Unteren Hauptrogenstein, das heisst unmittelbar unter der Nerinéenbank, hier in ausgelaugten Korallenstöcken, in einer korallenreichen Lage des unteren Teils des unteren Hauptrogensteins. Der Steinbruch ist heute nicht mehr sichtbar, galt aber um 1900 als Fundort für vorzügliche Calcitkristalle. Das Vorkommen wurde damals wie folgt beschrieben: "Der erste Aufschluss befindet sich am Abhang des Schänzli bei St. Jakob Abszisse 110 mm Ordinate 207 mm, Siegfriedblatt No. 8 Muttenz. Hier, in der Steingrube des Herrn Hirzel ist der gesamte Untere Hauptrogenstein, von den Blagdeni-Schichten bis zu den Mergeln der Acuminata-Schichten aufgeschlossen. Das Auftreten von Calcitdrusen, sowie von weingelbem Fluorit in dieser Schicht ist in der Literatur bereits bekannt."
- Calcit: verschieden gestaltete Kristalle im Hauptrogenstein. Im Unteren Hauptrogenstein, das heisst unmittelbar unter der Nerinéenbank, hier in ausgelaugten Korallenstöcken, in einer korallenreichen Lage des unteren Teils des unteren Hauptrogensteins. Der Steinbruch ist heute nicht mehr sichtbar, galt aber um 1900 als Fundort für vorzügliche Calcitkristalle. Das Vorkommen wurde damals wie folgt beschrieben: "Der erste Aufschluss befindet sich am Abhang des Schänzli bei St. Jakob Abszisse 110 mm Ordinate 207 mm, Siegfriedblatt No. 8 Muttenz. Hier, in der Steingrube des Herrn Hirzel ist der gesamte Untere Hauptrogenstein, von den Blagdeni-Schichten bis zu den Mergeln der Acuminata-Schichten aufgeschlossen. Das Auftreten von Calcitdrusen, sowie von weingelbem Fluorit in dieser Schicht ist in der Literatur bereits bekannt."
- Fluorit: weingelb bis honiggelb, bis 3 cm, durchscheinend, teils fleckig (vor allem grössere Exemplare), braungrau, opak und mit elfenbeinfarbiger Fluoreszenz im UV-Licht.
014_BL / Pfeffingen, Bielgraben, Obere Klus
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Pfeffingen
Bezirk Arlesheim / Gemeinde Pfeffingen
Eine um 1848 im NHM Basel eingelagerte Stufe zeigt eine ca. 5 cm grosse, mit Quarzkristallen belegte Platte mit der Fundortbezeichnung: Pfeffingen, gegen die obere Klus. Im Graben unterhalb dieser Lokalität tritt auf kurze Distanz der Oxford-Mergel zu Tage. Der Fund dürfte aus diesem Bereich stammen. Gleichartige Quarzvorkommen im Oxford-Mergel sind bereits von anderen Stellen beschrieben worden (Nuglar, Grellingen, Beinwil, etc.).
- Quarz:
- Quarz:
Bezirk Basel
015_BS / Basel, Bettingen, Riehen
Bezirk Basel / Gemeinde Basel
Bezirk Basel / Gemeinde Basel
Literatur:
- Kenngott, A. (1866): Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten
Die geologischen Begebenheiten des ganzen Kanton Basel-Stadt lassen kaum auf grössere Vorkommen von Mineralien hoffen. Mineralienarmer Terassenschotter liegt entlang des Rheins sowie der Wiese bis nach Riehen. In den höheren Lagen wird dieser durch Löss und Lösslehm abgelöst und erst im Gebiet Bettingen erscheinen Trigonodusdolomit (Buechholz, Im Kaiser und In der Stellien) und Hauptmuschelkalk. Überall wo Trigonodusdolomit ansteht, sind Hornsteine oder Chalcedonknollen zu beobachten. Calcit und feinkristalliner gesteinsbildender Quarz in Form von Chalcedon und Silex sind dann auch die wenigen nennenswerten Mineralien. Auf die mannigfaltig vorkommenden Rheingerölle verschiedenster Herkunft und Beschaffenheit wird hier, mit einer Ausnahme (Amethyst, Kleinhüningen), nicht weiter eingegangen. Beim Bau der Johanniter- und der Wettsteinbrücke sind einige recht attraktive Pyritstufen geborgen worden. Die näheren Umstände der Funde sind allerdings nicht dokumentiert.
- Amethyst: der Fund stammt aus einer Baugrube in Kleinhüningen. Der 11 cm grosse Geröllbrocken, welcher bei Aushubarbeiten in Kleinhüningen zum Vorschein kam, dürfte aus Geschiebe aus den Vogesen oder dem Schwarzwald stammen. Die Hohlräume präsentieren schön auskristallisierte amethystfarbige Kristalle.
- Brushit: als sekundäre Bildung auf Knochen, festgestellt bei Ausgrabungen im Basler Münster.
- Chalcedon: vereinzelt sind weissbläuliche Chalcedonbrocken bis Kopfgrösse gefunden worden, so zum Beispiel im ehemaligen Steinbruch "im Kaiser" oberhalb des Zollhauses bei Bettingen (2'617'546 / 1'268'763, 470 m ü. M.). Wegen der kraftlosen Farbe eignet sich das Material kaum als Schleifware. Weitere Chalcedonfunde sind aus dem Horngraben, vom Schafrain (beide Bettingen) sowie aus der Mergelgrube im Hörnliwald (Riehen) bestätigt. Erwähnt wird zudem auch die rote Chalcedonvarietät Karneol. Funde sind heute im stark überwucherten Gebiet eine Ausnahme.
- Gips: Kenngott, A. (1866) führt in "Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten" zu Gips von Basel sternförmige oder unregelmässige Gruppen grauer durchscheinender blättrigstrahliger Kristalloide, eingewachsen in hellgrauem Gipston auf.
- Gold: in Form von kleinen Flitterchen, ursprünglich ausgewaschen aus goldhaltigen Gesteinsschichten der Rheinzuflüsse. Der lange Transportweg lässt die ohnehin schon kleinen Goldklümpchen noch kleiner werden, so, dass bei Basel nur noch winzige Körnchen und Flitterchen, welche von blossem Auge im ungewaschenen Sand kaum feststellbar sind, gewaschen werden können.
- Karneol:
- Pyrit: aus zahlreichen kugelförmigen Pyritaggregaten aufgebaute Stufen ohne deutlich erkennbare Kristallformen. Die folgend abgebildeten Pyritstufen stammen aus dem Baugrubenmaterial der Johanniter- und der Wettsteinbrücke.
- Quarz: winzige, weisse bis wasserklare Kriställchen belegen rasenartig die Riss- und Spaltflächen der Chalcedonknollen.
- Kenngott, A. (1866): Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten
Die geologischen Begebenheiten des ganzen Kanton Basel-Stadt lassen kaum auf grössere Vorkommen von Mineralien hoffen. Mineralienarmer Terassenschotter liegt entlang des Rheins sowie der Wiese bis nach Riehen. In den höheren Lagen wird dieser durch Löss und Lösslehm abgelöst und erst im Gebiet Bettingen erscheinen Trigonodusdolomit (Buechholz, Im Kaiser und In der Stellien) und Hauptmuschelkalk. Überall wo Trigonodusdolomit ansteht, sind Hornsteine oder Chalcedonknollen zu beobachten. Calcit und feinkristalliner gesteinsbildender Quarz in Form von Chalcedon und Silex sind dann auch die wenigen nennenswerten Mineralien. Auf die mannigfaltig vorkommenden Rheingerölle verschiedenster Herkunft und Beschaffenheit wird hier, mit einer Ausnahme (Amethyst, Kleinhüningen), nicht weiter eingegangen. Beim Bau der Johanniter- und der Wettsteinbrücke sind einige recht attraktive Pyritstufen geborgen worden. Die näheren Umstände der Funde sind allerdings nicht dokumentiert.
- Amethyst: der Fund stammt aus einer Baugrube in Kleinhüningen. Der 11 cm grosse Geröllbrocken, welcher bei Aushubarbeiten in Kleinhüningen zum Vorschein kam, dürfte aus Geschiebe aus den Vogesen oder dem Schwarzwald stammen. Die Hohlräume präsentieren schön auskristallisierte amethystfarbige Kristalle.
- Brushit: als sekundäre Bildung auf Knochen, festgestellt bei Ausgrabungen im Basler Münster.
- Chalcedon: vereinzelt sind weissbläuliche Chalcedonbrocken bis Kopfgrösse gefunden worden, so zum Beispiel im ehemaligen Steinbruch "im Kaiser" oberhalb des Zollhauses bei Bettingen (2'617'546 / 1'268'763, 470 m ü. M.). Wegen der kraftlosen Farbe eignet sich das Material kaum als Schleifware. Weitere Chalcedonfunde sind aus dem Horngraben, vom Schafrain (beide Bettingen) sowie aus der Mergelgrube im Hörnliwald (Riehen) bestätigt. Erwähnt wird zudem auch die rote Chalcedonvarietät Karneol. Funde sind heute im stark überwucherten Gebiet eine Ausnahme.
- Gips: Kenngott, A. (1866) führt in "Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten" zu Gips von Basel sternförmige oder unregelmässige Gruppen grauer durchscheinender blättrigstrahliger Kristalloide, eingewachsen in hellgrauem Gipston auf.
- Gold: in Form von kleinen Flitterchen, ursprünglich ausgewaschen aus goldhaltigen Gesteinsschichten der Rheinzuflüsse. Der lange Transportweg lässt die ohnehin schon kleinen Goldklümpchen noch kleiner werden, so, dass bei Basel nur noch winzige Körnchen und Flitterchen, welche von blossem Auge im ungewaschenen Sand kaum feststellbar sind, gewaschen werden können.
- Karneol:
- Pyrit: aus zahlreichen kugelförmigen Pyritaggregaten aufgebaute Stufen ohne deutlich erkennbare Kristallformen. Die folgend abgebildeten Pyritstufen stammen aus dem Baugrubenmaterial der Johanniter- und der Wettsteinbrücke.
- Quarz: winzige, weisse bis wasserklare Kriställchen belegen rasenartig die Riss- und Spaltflächen der Chalcedonknollen.
016_BL / Basel, Rütihard, Birseck;(Waschgold)
Bezirk Basel / Gemeinde Basel, Koord. (ca.): 2'614’346 / 1'260’012
Literatur:
Bezirk Basel / Gemeinde Basel, Koord. (ca.): 2'614’346 / 1'260’012
Literatur:
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 81.
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
wischen Elektra Birseck und Rüttihard Im Deckenschotter, teils verwittert. Grabungstiefe ca. 30-40 cm. Auch beschrieben von der Birsmündung in den Rhein.
- Gold:
- Waschgold: kleine Flitterchen bis 1.5 mm.
017_BS / Basel;(Waschgold)
Bezirk Basel / Gemeinde Basel, Koord. (ca.): 2'611’380 / 1'266’350
Aus dem Rhein.
- Waschgold:
Bezirk Basel / Gemeinde Basel, Koord. (ca.): 2'611’380 / 1'266’350
Aus dem Rhein.
- Waschgold:
018_BS / Bettingen, Kaiser, Im Kaiser (Steinbruch)
Bezirk Basel / Gemeinde Bettingen, Koord. (ca.): 2'617’540 / 1'268’730
Literatur:
1970: Steinbruch 2 und Steinbruch 1 bei Koordinaten 617.390 / 268.910, 420 m ü. M.,
2000: Steinbruch 1. Steinbruch 2 wurde renaturiert.
- Chalcedon: über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
Bezirk Basel / Gemeinde Bettingen, Koord. (ca.): 2'617’540 / 1'268’730
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Aus einem ehemaligen Steinbruch bei Bettingen. Es existierten 2 Steinbrüche:
1950: Steinbruch 1 bei Koordinaten 617.540 / 268.730, 420 m ü. M., 1970: Steinbruch 2 und Steinbruch 1 bei Koordinaten 617.390 / 268.910, 420 m ü. M.,
2000: Steinbruch 1. Steinbruch 2 wurde renaturiert.
- Chalcedon: über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
019_BS / Riehen, Im Rippel, Horngraben
Bezirk Basel / Gemeinde Riehen, Koord. (ca.): 2'615’650 / 1'267’840
Literatur:
Bezirk Basel / Gemeinde Riehen, Koord. (ca.): 2'615’650 / 1'267’840
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Chalcedon: ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Bern.
- Chalcedon: ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Bern.
Bezirk Laufen
020_BL / Zwingen, Blauen, Chleiblauen, Strängelfeld, Strengenfeld
Bezirk Laufen / Gemeinde Blauen, Koord. (ca.): 2'607’759 / 1'255’190
Literatur:
- Holenweg,H.; Schweizer Strahler; 1969; Seite 303
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bezirk Laufen / Gemeinde Blauen, Koord. (ca.): 2'607’759 / 1'255’190
Literatur:
- Holenweg,H.; Schweizer Strahler; 1969; Seite 303
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Kleinblauen: 2'607'759 / 1'255'190, 444 m ü. M.
Strängelfeld: 2'607'000 / 1'255'000, 520 m ü. M
Holenweg: - Calcit: an der Strasse zwischen diesen beiden Orten im Unteren Malm im Oolith rauracienne in Gesteinshohlräumen.Strängelfeld: 2'607'000 / 1'255'000, 520 m ü. M
Puschnig:
- Calcit, Chleiblauen, ehemaliger Steinbruch.
- Calcit, Strängenfeld. Puschnig:
Über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
- Dolomit:
- Calcit, Chleiblauen, ehemaliger Steinbruch.
- Calcit, Strängenfeld. Puschnig:
Über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
- Dolomit:
021_BL / Dittingen, Feisternau, Schachental, Schachlete
Bezirk Laufen / Gemeinde Dittingen, Koord. (ca.): 2'615’758 / 1'259’773
- Mineralfundstelle Feisternau: 2'603'502 / 1'254'866, 553 m ü. M.
- Grube Schachlete: 2'615'758 / 1'259'773, 555 m ü. M.
Swisstopo markiert südöstlich des Burgkopf im Gebiet Feisternau eine Mineralfundstelle ohne nähere Angaben um welches Mineral es sich handelt. Bei einer Begehung konnten im Abgesuchten Gelände, ausser etwas Calcit, weder im Anstehenden noch im Geröll erwähnenswerte Mineralien festgestellt werden. Ein Besuch dieses Vorkommens lohnt sich nicht. Weltberühmt ist der Dittinger-Steinbruch Schachlete, nicht für seine Mineralien, sondern für den "Laufener Kalkstein". Der Steinbruch befindet sich im Schachental, einem Seitental zwischen Dittinger-Rank und Laufen. Grosse Bauten wie z.B. der Völkerbundpalast in Genf, diverse Verwaltungsgebäude in Basel, New York etc. sind mit diesem Jura-Marmor verkleidet. Trotz der Grösse des Steinbruchs, er misst in seiner grössten Ausdehnung ca. 800 Meter, sind ausser Calcit keine weiteren Mineralien bekannt geworden.
- Calcit:
Bezirk Laufen / Gemeinde Dittingen, Koord. (ca.): 2'615’758 / 1'259’773
- Mineralfundstelle Feisternau: 2'603'502 / 1'254'866, 553 m ü. M.
- Grube Schachlete: 2'615'758 / 1'259'773, 555 m ü. M.
Swisstopo markiert südöstlich des Burgkopf im Gebiet Feisternau eine Mineralfundstelle ohne nähere Angaben um welches Mineral es sich handelt. Bei einer Begehung konnten im Abgesuchten Gelände, ausser etwas Calcit, weder im Anstehenden noch im Geröll erwähnenswerte Mineralien festgestellt werden. Ein Besuch dieses Vorkommens lohnt sich nicht. Weltberühmt ist der Dittinger-Steinbruch Schachlete, nicht für seine Mineralien, sondern für den "Laufener Kalkstein". Der Steinbruch befindet sich im Schachental, einem Seitental zwischen Dittinger-Rank und Laufen. Grosse Bauten wie z.B. der Völkerbundpalast in Genf, diverse Verwaltungsgebäude in Basel, New York etc. sind mit diesem Jura-Marmor verkleidet. Trotz der Grösse des Steinbruchs, er misst in seiner grössten Ausdehnung ca. 800 Meter, sind ausser Calcit keine weiteren Mineralien bekannt geworden.
- Calcit:
022_BL / Grellingen, Bergmatte, Chastelbach
Bezirk Laufen / Gemeinde Grellingen, Koord. (ca.): 2'610’546 / 1'253’260
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bezirk Laufen / Gemeinde Grellingen, Koord. (ca.): 2'610’546 / 1'253’260
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel; Zweiter Theil; Viertes Heft; 1860; Seite 397
Bergmatte: 2'612'697 / 1'254'837, 421 m ü. M.
Chastelbach: 2'610'546 / 1'253'260, 446 m ü. M. Grellingen ist besonders für die beiden Vorkommen von Amethyst und Fluorit interessant, sind beide Mineralien bei Sammlern doch sehr begehrt. Leider sind sowohl für den Fluorit, wie auch für den Amethyst keine genaueren Fundortangaben notiert. Im Chastelbach sind die bis kopfgrossen Konkretionen der Terrain à chailles anstehend und gut sichtbar. Die typisch ovalen und sehr harten Knauer weisen, ohne jegliche äussere Anzeichen, im Innern selten quarz- und calcithaltige Schwundrisse auf. Die Stelle am Chastelbach ist über einen Fussweg gut zu erreichen.
- Amethyst: aus der Terrain à chailles in den graublauen Knauern, hellviolette artischockenartige Aggregate bis 15 mm, umwachsen von Calcit und muss herausgelöst werden. Begleitet werden die Aggregate von winzigen Pyritkriställchen und Calcit. Der Fundort liegt im Chastelbach, südwestlich von Grellingen. Die Knauer enthaltende Zone ist schwer zu bearbeiten. Schwundrisse sind selten. Ein Belegstück mit Amethyst liegt in der Mineralogischen Sammlung der ETH in Zürich. Grellingen und Maisprach gehören im Kanton Baselland zu den einzigen bekannten Vorkommen für Amethyst.
- Calcit: milchigweisse bis hellbräunliche abgestumpfte Skalenoeder, zusammen mit Fluorit oder einzeln in Drusen des Hauptrogensteins. Die Kristalle erreichen mehrere Centimeter Grösse.
- Fluorit: aus dem Hauptrogenstein, gelbbraun, würfelig, zusammen mit Calcit. Das Mineral entspricht in Farbe und Ausbildung den anderen bekannten Fluoritvorkommen im Hauptrogenstein (Muttenz, Pratteln und Nuglar). Dieser steht bei Grellingen nördlich und südlich der Birs an. Ein von Dr. Erich Offermann angefertigtes Bild einer Fluorit-Calcit-Stufe trägt lediglich die Fundortbezeichnung "Grellingen" und kann deshalb nicht genauer zugeordnet werden.
- Kalksinter: in der Region Bergmatten, gebildet durch Ausfällung von Wasser.
- Limonit: im Hauptrogenstein als Umhüllungs-Pseudomorphosen von faserigem Limonit nach Calcitskalenoedern die an einigen Exemplaren noch vorhanden, an andern bis auf einen mehr oder weniger aufgelösten Rest verschwunden sind.
- Pyrit: kleine Kriställchen eingeschlossen in Quarz oder Calcit.
- Quarz: klar, farblos, in den graublauen Konkretionen der Terrain à chailles, als Einzelkristalle im mm-Bereich oder als Aggregate bis 30 mm und in dem für den Jura üblichen kurzprismatisch-pyramidalen Habitus. Vereinzelt müssen die Kristalle herausgelöst werden.
Chastelbach: 2'610'546 / 1'253'260, 446 m ü. M. Grellingen ist besonders für die beiden Vorkommen von Amethyst und Fluorit interessant, sind beide Mineralien bei Sammlern doch sehr begehrt. Leider sind sowohl für den Fluorit, wie auch für den Amethyst keine genaueren Fundortangaben notiert. Im Chastelbach sind die bis kopfgrossen Konkretionen der Terrain à chailles anstehend und gut sichtbar. Die typisch ovalen und sehr harten Knauer weisen, ohne jegliche äussere Anzeichen, im Innern selten quarz- und calcithaltige Schwundrisse auf. Die Stelle am Chastelbach ist über einen Fussweg gut zu erreichen.
- Amethyst: aus der Terrain à chailles in den graublauen Knauern, hellviolette artischockenartige Aggregate bis 15 mm, umwachsen von Calcit und muss herausgelöst werden. Begleitet werden die Aggregate von winzigen Pyritkriställchen und Calcit. Der Fundort liegt im Chastelbach, südwestlich von Grellingen. Die Knauer enthaltende Zone ist schwer zu bearbeiten. Schwundrisse sind selten. Ein Belegstück mit Amethyst liegt in der Mineralogischen Sammlung der ETH in Zürich. Grellingen und Maisprach gehören im Kanton Baselland zu den einzigen bekannten Vorkommen für Amethyst.
- Calcit: milchigweisse bis hellbräunliche abgestumpfte Skalenoeder, zusammen mit Fluorit oder einzeln in Drusen des Hauptrogensteins. Die Kristalle erreichen mehrere Centimeter Grösse.
- Fluorit: aus dem Hauptrogenstein, gelbbraun, würfelig, zusammen mit Calcit. Das Mineral entspricht in Farbe und Ausbildung den anderen bekannten Fluoritvorkommen im Hauptrogenstein (Muttenz, Pratteln und Nuglar). Dieser steht bei Grellingen nördlich und südlich der Birs an. Ein von Dr. Erich Offermann angefertigtes Bild einer Fluorit-Calcit-Stufe trägt lediglich die Fundortbezeichnung "Grellingen" und kann deshalb nicht genauer zugeordnet werden.
- Kalksinter: in der Region Bergmatten, gebildet durch Ausfällung von Wasser.
- Limonit: im Hauptrogenstein als Umhüllungs-Pseudomorphosen von faserigem Limonit nach Calcitskalenoedern die an einigen Exemplaren noch vorhanden, an andern bis auf einen mehr oder weniger aufgelösten Rest verschwunden sind.
- Pyrit: kleine Kriställchen eingeschlossen in Quarz oder Calcit.
- Quarz: klar, farblos, in den graublauen Konkretionen der Terrain à chailles, als Einzelkristalle im mm-Bereich oder als Aggregate bis 30 mm und in dem für den Jura üblichen kurzprismatisch-pyramidalen Habitus. Vereinzelt müssen die Kristalle herausgelöst werden.
023_BL / Laufen Bezirk Laufen / Gemeinde Laufen, Koord. (ca.): 2'604’217 / 1'251’274
Literatur:
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 236
- Wagner, Albert; Schweizer Strahler; 2008; Heft 4; Seite 17-18
- Weiherweg: 2'605'422 / 1'252'291, 371 m ü. M., Bohnerz, heute überbaut
- Kantonsspital: 2'604'947 / 1'252'735, 367 m ü. M., Bohnerz, heute überbaut
- Lützelstrasse, oberhalb: 2'604'217 / 1'251'274, 386 m ü. M., Bohnerz
- Uf Saal, Saalfeldgrube: 2'604'947 / 1'251'093, 384 m ü. M., Bohnerz, ehemalige Grube
- Gehre (Tongrube): 2'604'317 / 1'251'236, 377 m ü. M., ehemalige Grube
- Buechloch (an der Strasse): 2'603'235 / 1'249'752, 474 m ü. M., Bohnerz
1). In Tongemischen (Septarienton) um Laufen.
2). Wagner beschreibt einen Steinbruch an der Strasse bei Laufen ohne genauere Bezeichnung.
Laufen bietet Mineraliensammlern heute nur noch wenig Interessantes, abgesehen von einigen Bohnerzvorkommen und einer aufgelassenen Tongrube. Die Erzvorkommen am Weiherweg und beim Kantonsspital sind verbaut, nur dasjenige oberhalb der Lützelstrasse liegt in freiem Gelände, liefert aber keine Mineralien. Dasselbe trifft auch auf die mit Arsen belasteten und rot gefärbten Böden um Laufen herum zu. Die Rotfärbung der Böden dürfte auf eozäne Bohnerzformationvorkommen zurückzuführen sein. Das im NHM Basel deponierte Bohnerz-Belegstück stammt angeblich aus dem Saalfeldgelände, obwohl die geologische Karte hier keine entsprechenden Vorkommen ausweist. In der zirka 250 m langen und 120 m breiten Grube von Saalfeld wurde durch die Tonwarenfabrik Laufen AG Septarienton abgebaut sowie Huppererde ausgebeutet. Dabei kamen fossile Blattabdrücke und Pyritknollen zum Vor-schein. Auf den Knauern fanden sich häufig krusten- und warzenförmige, fein kristalline Pyritkonkretionen, welche die Grösse einer Handfläche erreichen können. Heute ist das Gebiet eingeebnet. Aus der Tongrube im Gebiet Gehren, stammen ausser den üblichen Tonmineralien (Kaolinit, Illit, Smekit, Chlorit) auch speziell ausgebildete, gelbliche bis wasserklare Calcitkristalle bis etwas über 1 cm Grösse.
- Bohnerz:
- Calcit: 2) in spezieller Ausbildung, bis 1 cm (und grösser), gelblich bis wasserklar.
- Chlorit: 1) als geringer Gemengteil im Tongemisch.
- Illit: 1) im Tongemisch.
- Kaolinit: 1) ein Tongemisch mit Anteil von Kaolinit, Illit, Smekit, Chlorit.
- Pyrit:
- Smektit:
Literatur:
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 236
- Wagner, Albert; Schweizer Strahler; 2008; Heft 4; Seite 17-18
- Weiherweg: 2'605'422 / 1'252'291, 371 m ü. M., Bohnerz, heute überbaut
- Kantonsspital: 2'604'947 / 1'252'735, 367 m ü. M., Bohnerz, heute überbaut
- Lützelstrasse, oberhalb: 2'604'217 / 1'251'274, 386 m ü. M., Bohnerz
- Uf Saal, Saalfeldgrube: 2'604'947 / 1'251'093, 384 m ü. M., Bohnerz, ehemalige Grube
- Gehre (Tongrube): 2'604'317 / 1'251'236, 377 m ü. M., ehemalige Grube
- Buechloch (an der Strasse): 2'603'235 / 1'249'752, 474 m ü. M., Bohnerz
1). In Tongemischen (Septarienton) um Laufen.
2). Wagner beschreibt einen Steinbruch an der Strasse bei Laufen ohne genauere Bezeichnung.
Laufen bietet Mineraliensammlern heute nur noch wenig Interessantes, abgesehen von einigen Bohnerzvorkommen und einer aufgelassenen Tongrube. Die Erzvorkommen am Weiherweg und beim Kantonsspital sind verbaut, nur dasjenige oberhalb der Lützelstrasse liegt in freiem Gelände, liefert aber keine Mineralien. Dasselbe trifft auch auf die mit Arsen belasteten und rot gefärbten Böden um Laufen herum zu. Die Rotfärbung der Böden dürfte auf eozäne Bohnerzformationvorkommen zurückzuführen sein. Das im NHM Basel deponierte Bohnerz-Belegstück stammt angeblich aus dem Saalfeldgelände, obwohl die geologische Karte hier keine entsprechenden Vorkommen ausweist. In der zirka 250 m langen und 120 m breiten Grube von Saalfeld wurde durch die Tonwarenfabrik Laufen AG Septarienton abgebaut sowie Huppererde ausgebeutet. Dabei kamen fossile Blattabdrücke und Pyritknollen zum Vor-schein. Auf den Knauern fanden sich häufig krusten- und warzenförmige, fein kristalline Pyritkonkretionen, welche die Grösse einer Handfläche erreichen können. Heute ist das Gebiet eingeebnet. Aus der Tongrube im Gebiet Gehren, stammen ausser den üblichen Tonmineralien (Kaolinit, Illit, Smekit, Chlorit) auch speziell ausgebildete, gelbliche bis wasserklare Calcitkristalle bis etwas über 1 cm Grösse.
- Bohnerz:
- Calcit: 2) in spezieller Ausbildung, bis 1 cm (und grösser), gelblich bis wasserklar.
- Chlorit: 1) als geringer Gemengteil im Tongemisch.
- Illit: 1) im Tongemisch.
- Kaolinit: 1) ein Tongemisch mit Anteil von Kaolinit, Illit, Smekit, Chlorit.
- Pyrit:
- Smektit:
024_BL / Laufen, Schachtele, Schachlete, Uf Sal, Saalfeld (ehem. Grube) Bezirk Laufen / Gemeinde Laufen, Koord. (ca.): 2'604’760 / 1'250’850
Bohnerz wird von der Lokalität Uf Sal erwähnt, Koordinaten: 2'604'760 / 1'250'850, 400 m ü. M. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
- Bohnerz: Uf Sal. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
- Calcit: Schachlete. Im ehemaligen Steinbruch.
Bohnerz wird von der Lokalität Uf Sal erwähnt, Koordinaten: 2'604'760 / 1'250'850, 400 m ü. M. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
- Bohnerz: Uf Sal. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
- Calcit: Schachlete. Im ehemaligen Steinbruch.
025_BL / Liesberg, Grube Amtil (Andil, Am Thil) (südwestlich von Liesberg) Bezirk Laufen / Gemeinde Liesberg, Koord. (ca.): 2'598’767 / 1'250’085
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 4
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1974;; Seite 217
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302-308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363, 365
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
In der Liesberger Grube Amtil wurde von 1934 bis 1980 Ton abgebaut. Der vordere Grubenteil steht heute unter Naturschutz, da er aufgrund seiner Pflanzen- und Tiervielfalt als bedeutendes Naturobjekt gilt. Der hintere Grubenteil ist frei zugänglich. Im Renggeriton, der hier ansteht, können noch pyritisierte Ammoniten gefunden werden. Der Renggeriton geht allmählich in die knauerigen Schichten des Terrain à chailles über, die den ganzen rechten Grubenteil einnehmen. Es ist ratsam bei Nässe vorsichtig zu sein, da so mancher Stiefel im schlammigen Ton schon stecken geblieben ist. Weiterer Ton (Callovienton) mit pyritisierten Ammoniten befindet sich links des hinteren Grubenteils. Callovienton: vorwiegend dunkelgraue tonige Mergel mit reichlichen Pyriteinschlüssen. Renggeriton: dunkelgraue, fette, tonige Mergel, welche sich durch einen grossen Fossilreichtum auszeichnen. Die Kleinfossilien im Renggeri-Member sind vorwiegend Ammoniten. Beinahe alle Ammoniten in diesem Member sind zwergwüchsig und zum grössten Teil als Steinkerne aus Eisensulfid erhalten geblieben (Pyrit, Markasit oder eine feinkörnige Durchwachsung von diesen beiden Mineralien). Terrain à chailles: Wechsellagerung von grauen Mergeln und Kalkknollen- (Chaillen-) Lagen mit ausserordentlichem Fossilreichtum.
- Gips: meistens nur in losen Kristallen und als Schwalbenschwanzzwillinge mit mehr oder weniger Toneinschlüssen, selten glasklar.
- Pyrit:
- Pyritisierter Ammonit:
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 4
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1974;; Seite 217
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302-308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363, 365
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
In der Liesberger Grube Amtil wurde von 1934 bis 1980 Ton abgebaut. Der vordere Grubenteil steht heute unter Naturschutz, da er aufgrund seiner Pflanzen- und Tiervielfalt als bedeutendes Naturobjekt gilt. Der hintere Grubenteil ist frei zugänglich. Im Renggeriton, der hier ansteht, können noch pyritisierte Ammoniten gefunden werden. Der Renggeriton geht allmählich in die knauerigen Schichten des Terrain à chailles über, die den ganzen rechten Grubenteil einnehmen. Es ist ratsam bei Nässe vorsichtig zu sein, da so mancher Stiefel im schlammigen Ton schon stecken geblieben ist. Weiterer Ton (Callovienton) mit pyritisierten Ammoniten befindet sich links des hinteren Grubenteils. Callovienton: vorwiegend dunkelgraue tonige Mergel mit reichlichen Pyriteinschlüssen. Renggeriton: dunkelgraue, fette, tonige Mergel, welche sich durch einen grossen Fossilreichtum auszeichnen. Die Kleinfossilien im Renggeri-Member sind vorwiegend Ammoniten. Beinahe alle Ammoniten in diesem Member sind zwergwüchsig und zum grössten Teil als Steinkerne aus Eisensulfid erhalten geblieben (Pyrit, Markasit oder eine feinkörnige Durchwachsung von diesen beiden Mineralien). Terrain à chailles: Wechsellagerung von grauen Mergeln und Kalkknollen- (Chaillen-) Lagen mit ausserordentlichem Fossilreichtum.
- Gips: meistens nur in losen Kristallen und als Schwalbenschwanzzwillinge mit mehr oder weniger Toneinschlüssen, selten glasklar.
- Pyrit:
- Pyritisierter Ammonit:
026_BL / Liesberg, Grube Chestel, Chastel (südlich Liesberg) Bezirk Laufen / Gemeinde Liesberg, Koord. (ca.): 2'599’442 / 1'249’658
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 4
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1974;; Seite 217
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302-308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363, 365
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 4
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1974;; Seite 217
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302-308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363, 365
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Im Unteren Malm in Liesberg-Schichten in fossilen Hohlräumen.
- Calcit:
- Chalcedon: blau, am Licht verblassend.
- Coelestin:
- Fringelit:
- Gips: meistens nur in losen Kristallen und als Schwalbenschwanzzwillinge mit mehr oder weniger Toneinschlüssen, selten glasklar.
- Markasit:
- Pyrit:
- Sphalerit:
- Calcit:
- Chalcedon: blau, am Licht verblassend.
- Coelestin:
- Fringelit:
- Gips: meistens nur in losen Kristallen und als Schwalbenschwanzzwillinge mit mehr oder weniger Toneinschlüssen, selten glasklar.
- Markasit:
- Pyrit:
- Sphalerit:
027_BL / Liesberg, Grube Liesbergmüli (unterer Teil der Grube Chestel) Bezirk Laufen / Gemeinde Liesberg, Koord. (ca.): 2'599’729 / 1'249’495
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 4
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1974;; Seite 217
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302-308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363, 365
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 4
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1974;; Seite 217
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302-308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363, 365
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Calcit: aus dem oberen Malm in den hellen, dichten Kalken, durchsichtig, verblüffende Ähnlichkeit mit dem Quarz, mit langem Prisma (hexagonales Prisma 1. Stellung), Spitze gebildet zusammen aus positivem Rhomboeder, positivem steilem Rhomboeder und negativem flachem Rhomboeder. Als weitere Mineralien sind noch Pyrit und Sphalerit zu erwähnen.
- Pyrit:
- Sphalerit:
- Pyrit:
- Sphalerit:
028_BL / Liesberg, Grube Rainrod, Cholplatz (östlich Liesberg Station), Löffelberg Bezirk Laufen / Gemeinde Liesberg, Koord. (ca.): 2'600’785 / 1'250’165
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 4
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1974;; Seite 217
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302-308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363, 365
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 4
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1974;; Seite 217
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302-308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363, 365
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Der Steinbruch Rainrod diente zahlreichen Zementfabriken, die sich in Liesberg Station niederliessen, als Kalksteinlieferant. Die ersten Abbautätigkeiten dürften bis ins Jahr 1872 zurückgehen. Der Abbau in grossem Masse begann, als die Portland Cementfabrik Laufen (Gründung 1886) im Jahre 1922 sich in Liesberg niederliess. Anfangs der 1980-er Jahre stellte die Portland den Abbau in Liesberg ein. Im Jahre 1985 verpachtete die Gemeinde den Steinbruch an die gesteinsverarbeitende Firma René Müller AG, Liesberg. Unter Sammlern daher auch bekannt unter "Steinbruch Müller". Über vorkommende Mineralien ist wenig bekannt - einzig Calcit wird in der Literatur erwähnt. Bekannt sind die auch die Fundmöglichkeiten von Baryt in Schichten des Oxfordien (heute Bärschwil-Formation) von Liesberg. Auf der Ostseite des Löffelbergs erstreckt sich auf einer durchschnittlichen Höhe von 560 m ü. M. eine ca. 700 Meter lange Bohnerz-haltige Zone, welche fast in der ganzen Länge über einen Wanderweg begangen werden kann.
- Baryt:
- Bohnerz:
- Calcit:
- Baryt:
- Bohnerz:
- Calcit:
029_BL / Liesberg, Steinbruch Greifel (Grube Thomann) Bezirk Laufen / Gemeinde Liesberg, Koord. (ca.): 2’601’552 / 1'250’209
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 4
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1974;; Seite 217
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302-308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363, 365
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 4
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1974;; Seite 217
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302-308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363, 365
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Der wohl bekannteste Fundort für Calcitzwillinge und unter Sammlern eher bekannt als die Grube Thomann. Vor allem der westliche Grubenteil liefert immer wieder prachtvolle mit zahlreichen Calcitzwillingen und Calcitkombinationen übersäte Stufen. Phantombildungen sind möglich. Im östlichen Grubenteil werden die Drusen weniger, die Kristalle aber tenden ziell grösser. Die Eisenlösung der Boluseinschwemmung verleiht dem Gestein eine attraktive rötliche Farbe. Puschnig (2010) führt in seinem Inventar auch Funde von Quarz auf. 2014 gelang im rechten Grubenteil der Fund eines Ca-Mn-Minerals, welches dem Aussehen nach dem Calcium-Mangan-Oxid Lagalyit aus dem Passwanggebiet sehr nahekommt. Zur genauen Bestimmung erstellte Prof. Dr. Graeser am Mineralogischen Institut in Basel ein Röntgen-Diffraktogramm. Ergebnis gemäss Prof. Dr. Graeser in Brief vom 5. März 2015:
"In dem Röntgendiagramm des Minerals ist die Zehnerlinie zwar vorhanden (9.67 Å) aber - im Unterschied zu dem Passwang-Mineral, das exakt gleich aussieht(!), - ist die 7.5-Linie völlig abwesend! Wir können also auswählen zwischen Buserit (unsichere Mineralart) oder Ca-Buserit (wäre vermutlich neue Art), Ranciéit kommt sicher nicht in Fragen. Ich plane an und für sich eine Fortsetzung zu meiner ersten Publikation...".
Leider konnte dieser Plan nicht verwirklicht werden, es bleibt also offen um welches Mineral.
- Calcit: in gewissen Zonen sind Calcitzwillinge (Schwalbenschwanz) reichlich vertreten. Grösse bis 2 cm und teils auch mehr.
- Liesberger Kalkstein:
- Liesberger Kalkstein Beige:
- Liesberger Kalkstein Rot-Gelb:
"In dem Röntgendiagramm des Minerals ist die Zehnerlinie zwar vorhanden (9.67 Å) aber - im Unterschied zu dem Passwang-Mineral, das exakt gleich aussieht(!), - ist die 7.5-Linie völlig abwesend! Wir können also auswählen zwischen Buserit (unsichere Mineralart) oder Ca-Buserit (wäre vermutlich neue Art), Ranciéit kommt sicher nicht in Fragen. Ich plane an und für sich eine Fortsetzung zu meiner ersten Publikation...".
Leider konnte dieser Plan nicht verwirklicht werden, es bleibt also offen um welches Mineral.
- Calcit: in gewissen Zonen sind Calcitzwillinge (Schwalbenschwanz) reichlich vertreten. Grösse bis 2 cm und teils auch mehr.
- Liesberger Kalkstein:
- Liesberger Kalkstein Beige:
- Liesberger Kalkstein Rot-Gelb:
030_BL / Röschenz, Redelsflue, Roti Gruebe Bezirk Laufen / Gemeinde Röschenz, Koord. (ca.): 2’593’221 / 1’253’109
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; Urner Mineralienfreund; 2003; Heft 1; Seite 1-7
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 92
Das heute unter Naturschutz stehende Gebiet der Redelsflue weist in grossem Masse Boluseinschwemmungen auf, deren Eisenlösungen den Kalk ziegelrot verfärbten und teilweise völlig in Roteisenstein (Rötel) umwandelten. Auftretende dicke Lagen sind durchsetzt mit calcitischen Drusen, Nestern und Klüften. Die Grube Redelsflue, auch bekannt als "Roti Gruebe" oder "Roter Steinbruch", leuchtet im Sonnenlicht kräftig rot und wirkt für den Besucher mystisch schön. Nirgendwo in der Nordwestschweiz ist die Rotfärbung derart ausgeprägt wie hier. Die Farbenpracht verbirgt jedoch auch eine nicht unbedenkliche Gefahr. Bei zwei Proben aus dem Steinbruch Redelsflue wurden mit 880, respektive 1200 mg/kg, Arsen ausserordentlich hohe Werte gemessen. In Abhängigkeit der Oxidationsstufe von Arsen ist dieses bereits in einer geringen Dosis für Menschen sehr giftig. Die Aufnahme in den Körper geschieht oral, das heisst vor allem beim Ausgraben und Bearbeiten des Gesteins. Für Kinder besteht eine erhebliche gesundheitliche Gefährdung (BAFU: ab Böden mit 80 mg/kg Arsen). Hinweistafeln machen auf die Gefahr aufmerksam. In Sammlungen vorhandene Stufen sollten vorsichtig behandelt werden. Jedes Hantieren löst As-haltige Staubpartikel von der Stufe und gelangen beim Einatmen in den Körper. Aus der Gegend Röschenz werden auch autigener Quarz und Coelestin erwähnt, allerdings ohne genauere Fundortangaben.
- Calcit: durch Eisenoxid (Eisenhydroxid) an der Oberfläche rot gefärbt, mit steilem Rhomboeder (positives, steiles Rhomboeder), bis 2 cm.
- Hämatit: graue, mehrere cm-grosse Einlagerungen in Hohlräumen.
- Limonit:
- Roteisenstein:
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; Urner Mineralienfreund; 2003; Heft 1; Seite 1-7
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 92
Das heute unter Naturschutz stehende Gebiet der Redelsflue weist in grossem Masse Boluseinschwemmungen auf, deren Eisenlösungen den Kalk ziegelrot verfärbten und teilweise völlig in Roteisenstein (Rötel) umwandelten. Auftretende dicke Lagen sind durchsetzt mit calcitischen Drusen, Nestern und Klüften. Die Grube Redelsflue, auch bekannt als "Roti Gruebe" oder "Roter Steinbruch", leuchtet im Sonnenlicht kräftig rot und wirkt für den Besucher mystisch schön. Nirgendwo in der Nordwestschweiz ist die Rotfärbung derart ausgeprägt wie hier. Die Farbenpracht verbirgt jedoch auch eine nicht unbedenkliche Gefahr. Bei zwei Proben aus dem Steinbruch Redelsflue wurden mit 880, respektive 1200 mg/kg, Arsen ausserordentlich hohe Werte gemessen. In Abhängigkeit der Oxidationsstufe von Arsen ist dieses bereits in einer geringen Dosis für Menschen sehr giftig. Die Aufnahme in den Körper geschieht oral, das heisst vor allem beim Ausgraben und Bearbeiten des Gesteins. Für Kinder besteht eine erhebliche gesundheitliche Gefährdung (BAFU: ab Böden mit 80 mg/kg Arsen). Hinweistafeln machen auf die Gefahr aufmerksam. In Sammlungen vorhandene Stufen sollten vorsichtig behandelt werden. Jedes Hantieren löst As-haltige Staubpartikel von der Stufe und gelangen beim Einatmen in den Körper. Aus der Gegend Röschenz werden auch autigener Quarz und Coelestin erwähnt, allerdings ohne genauere Fundortangaben.
- Calcit: durch Eisenoxid (Eisenhydroxid) an der Oberfläche rot gefärbt, mit steilem Rhomboeder (positives, steiles Rhomboeder), bis 2 cm.
- Hämatit: graue, mehrere cm-grosse Einlagerungen in Hohlräumen.
- Limonit:
- Roteisenstein:
Bezirk Liestal
031_BL / Arisdorf, Alphof, Bärstel, Berstel, Erlimatt Bezirk Liestal / Gemeinde Arisdorf, Koord. (ca.): 2'624’810 / 1'260’630
Literatur: - Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302-308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Holenweg, Hans & Stehlin, Hanspeter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1972; Heft 6; Seite 297-299; Kupferkies und Malachit aus dem Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 365
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bei Aushubarbeiten für die A2 (1960-er Jahre) wurden bei den Lokalitäten Alphof und Erlimatt fossilienhaltige Schichten freigelegt. Die Hohlräume der Fossilen beherbergten folgende Mineralien:
- Alphof (ca. 2’624’810 / 1’260’630, 412 m ü. M.): Calcit, Dolomit und Sphalerit,
- Erlimatt (ca. 2’624’380 / 1’261’370, 387 m ü. M.): Calcit, Chalkopyrit als glänzende Kristalle bis 1. 5 mm, Malachit, Sphalerit braungelb, derb, häufig zusammen mit Korallen und Calcit sowie bei anderweitigen Grabungsarbeiten im gleichen Gebiet noch Coelestin, Dolomit, Gips, Goethit, Hämatit (nicht sicher bestimmt), Malachit, Pyrit und Strontianit,
- Berstel (ca. 2’625’010 / 1’260’450, 420 m ü. M.): ein weiterer Lokalname für Mineralienvorkommen erscheint im Zusammenhang mit dem Bau der A2. Die Lokalität Berstel liegt ca. 300 m östlich des Alphofs. Evtl. handelt es sich bei den Funden um dasselbe Aushubmaterial wie beim Alphof. Von dieser Lokalität: Sphalerit. Chalkopyrit: wurde östlich der Autobahnüberführung Erlimatt aus dem Aushubmaterial für eine Drainageleitung in Hohlräumen von Arieten, Brachiopoden, Gryphaeen und Muscheln gefunden. Begleitmineralien sind Calcit, Coelestin, Dolomit, Gips, Hämatit, Pyrit, Sphalerit und Strontianit. Glänzende Chalkopyritkristalle bis 1.5 mm wurden entdeckt. Als Besonderheit gelten sicher die beiden Mineralien Malachit und Chalkopyrit. Bisher war Malachit lediglich von wenigen Jura-Fundstellen beschrieben worden, Chalkopyrit noch gar nicht. Heute (2023) sind für beide Mineralien mehrere Fundstellen im Jura bekannt. Die Funde von der Autobahnbaustelle stammen von mehreren Sammlern allerdings mit unterschiedlichen Fundortangaben. Heute ist alles überwachsen, Funde sind kaum noch möglich.
- Calcit: Fundstellen: Alphof, Erlimatt. Perimorph nach Dolomit, Skalenoeder, bis 2 cm.
- Chalkopyrit: östlich der Autobahnüberführung Erlimatt beim Aushub für eine Drainageleitung in Hohlräumen von Arieten, Brachoipoden, Gryphaeen und Muscheln. Begleitet von diversen Mineralien. Einige mm gross, im Arietenkalk zu finden, mit frischem Messingglanz, bedeckt mit Malachit.
- Coelestin: Fundstelle: Erlimatt.
- Dolomit: Fundstellen: Alphof, Erlimatt. In Hohlräumen von Korallen, Muscheln und Terebrateln.
- Gips: Fundstelle: Erlimatt.
- Goethit: Fundstelle: Erlimatt. Pseudomorph nach Pyrit.
- Hämatit: Fundstelle: Erlimatt.
- Malachit: Fundstelle: Erlimatt.
- Pyrit: Fundstelle: Erlimatt.
- Sphalerit: Fundstellen: Alphof, Erlimatt, Berstel. Braungelbe derbe Zinkblende mit Calcit, häufig zusammen mit Korallen.
- Strontianit: Fundstelle: Erlimatt.
- Holenweg, Hans & Stehlin, Hanspeter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1972; Heft 6; Seite 297-299; Kupferkies und Malachit aus dem Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 365
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bei Aushubarbeiten für die A2 (1960-er Jahre) wurden bei den Lokalitäten Alphof und Erlimatt fossilienhaltige Schichten freigelegt. Die Hohlräume der Fossilen beherbergten folgende Mineralien:
- Alphof (ca. 2’624’810 / 1’260’630, 412 m ü. M.): Calcit, Dolomit und Sphalerit,
- Erlimatt (ca. 2’624’380 / 1’261’370, 387 m ü. M.): Calcit, Chalkopyrit als glänzende Kristalle bis 1. 5 mm, Malachit, Sphalerit braungelb, derb, häufig zusammen mit Korallen und Calcit sowie bei anderweitigen Grabungsarbeiten im gleichen Gebiet noch Coelestin, Dolomit, Gips, Goethit, Hämatit (nicht sicher bestimmt), Malachit, Pyrit und Strontianit,
- Berstel (ca. 2’625’010 / 1’260’450, 420 m ü. M.): ein weiterer Lokalname für Mineralienvorkommen erscheint im Zusammenhang mit dem Bau der A2. Die Lokalität Berstel liegt ca. 300 m östlich des Alphofs. Evtl. handelt es sich bei den Funden um dasselbe Aushubmaterial wie beim Alphof. Von dieser Lokalität: Sphalerit. Chalkopyrit: wurde östlich der Autobahnüberführung Erlimatt aus dem Aushubmaterial für eine Drainageleitung in Hohlräumen von Arieten, Brachiopoden, Gryphaeen und Muscheln gefunden. Begleitmineralien sind Calcit, Coelestin, Dolomit, Gips, Hämatit, Pyrit, Sphalerit und Strontianit. Glänzende Chalkopyritkristalle bis 1.5 mm wurden entdeckt. Als Besonderheit gelten sicher die beiden Mineralien Malachit und Chalkopyrit. Bisher war Malachit lediglich von wenigen Jura-Fundstellen beschrieben worden, Chalkopyrit noch gar nicht. Heute (2023) sind für beide Mineralien mehrere Fundstellen im Jura bekannt. Die Funde von der Autobahnbaustelle stammen von mehreren Sammlern allerdings mit unterschiedlichen Fundortangaben. Heute ist alles überwachsen, Funde sind kaum noch möglich.
- Calcit: Fundstellen: Alphof, Erlimatt. Perimorph nach Dolomit, Skalenoeder, bis 2 cm.
- Chalkopyrit: östlich der Autobahnüberführung Erlimatt beim Aushub für eine Drainageleitung in Hohlräumen von Arieten, Brachoipoden, Gryphaeen und Muscheln. Begleitet von diversen Mineralien. Einige mm gross, im Arietenkalk zu finden, mit frischem Messingglanz, bedeckt mit Malachit.
- Coelestin: Fundstelle: Erlimatt.
- Dolomit: Fundstellen: Alphof, Erlimatt. In Hohlräumen von Korallen, Muscheln und Terebrateln.
- Gips: Fundstelle: Erlimatt.
- Goethit: Fundstelle: Erlimatt. Pseudomorph nach Pyrit.
- Hämatit: Fundstelle: Erlimatt.
- Malachit: Fundstelle: Erlimatt.
- Pyrit: Fundstelle: Erlimatt.
- Sphalerit: Fundstellen: Alphof, Erlimatt, Berstel. Braungelbe derbe Zinkblende mit Calcit, häufig zusammen mit Korallen.
- Strontianit: Fundstelle: Erlimatt.
032_BL / Arisdorf, Hauptstrasse Arisdorf - Liestal Bezirk Liestal / Gemeinde Arisdorf, Koord. (ca.): 2'624’973 / 1'260’155
Bei der Verbreiterung der Kantonsstrasse Liestal-Arisdorf in den Jahren 1970/71 wurde bei den aufgeführten Koordinaten der Hauptrogenstein freigelegt. Das weggesprengte Gestein enthielt drusenhaltige Korallenstöcke, welche sich vom übrigen Gestein durch ihre dunklere Farbe und meist strahlartige Gesteinstruktur gut unterscheiden liessen. Die mit skalenoedrischem Calcit belegten Drusen enthielten vereinzelt auch Fluoritkristalle deren Würfelform meistens nur undeutlich erkennbar ist. Die Fundstelle kann heute wegen der Nähe zur Hauptstrasse nicht mehr bearbeitet werden. Einige Fluoritstufen in der Sammlung des NHM in Basel sind mit der Fundortbezeichnung "Arisdorf, Männlisloch" abgelegt. Es dürfte sich hier ebenfalls um Funde aus dem Hauptrogenstein entlang der Hauptstrasse handeln. Im eigentlichen Gebiet Männlisloch steht der Hauptrogenstein nicht an.
- Calcit: Skalenoeder, milchigweiss bis glasklar, bis 2 cm, selten mit aufgewachsenem Fluorit. Calcitdrusen ohne Fluoritkristalle treten relativ häufig auf.
- Dolomit: selten, bis 2 mm, braun, in typisch sattelförmiger Ausbildung in einem Korallenstock
- Fluorit: tritt stets in einer korallenreichen Schicht des unteren Hauptrogensteins zusammen mit Calcit auf. Die honigfarbigen, schlecht ausgebildeten Kristalle erreichen maximal 7 mm Grösse. Fluorit tritt auch als krustenartiges Aggregat auf den Septen und zusammen mit Kalksinter auf Gesteinsflächen auf. Unter dem UV-Licht erscheint das Fluor-haltige Gestein in einem hellen Gelbton.
Bei der Verbreiterung der Kantonsstrasse Liestal-Arisdorf in den Jahren 1970/71 wurde bei den aufgeführten Koordinaten der Hauptrogenstein freigelegt. Das weggesprengte Gestein enthielt drusenhaltige Korallenstöcke, welche sich vom übrigen Gestein durch ihre dunklere Farbe und meist strahlartige Gesteinstruktur gut unterscheiden liessen. Die mit skalenoedrischem Calcit belegten Drusen enthielten vereinzelt auch Fluoritkristalle deren Würfelform meistens nur undeutlich erkennbar ist. Die Fundstelle kann heute wegen der Nähe zur Hauptstrasse nicht mehr bearbeitet werden. Einige Fluoritstufen in der Sammlung des NHM in Basel sind mit der Fundortbezeichnung "Arisdorf, Männlisloch" abgelegt. Es dürfte sich hier ebenfalls um Funde aus dem Hauptrogenstein entlang der Hauptstrasse handeln. Im eigentlichen Gebiet Männlisloch steht der Hauptrogenstein nicht an.
- Calcit: Skalenoeder, milchigweiss bis glasklar, bis 2 cm, selten mit aufgewachsenem Fluorit. Calcitdrusen ohne Fluoritkristalle treten relativ häufig auf.
- Dolomit: selten, bis 2 mm, braun, in typisch sattelförmiger Ausbildung in einem Korallenstock
- Fluorit: tritt stets in einer korallenreichen Schicht des unteren Hauptrogensteins zusammen mit Calcit auf. Die honigfarbigen, schlecht ausgebildeten Kristalle erreichen maximal 7 mm Grösse. Fluorit tritt auch als krustenartiges Aggregat auf den Septen und zusammen mit Kalksinter auf Gesteinsflächen auf. Unter dem UV-Licht erscheint das Fluor-haltige Gestein in einem hellen Gelbton.
033_BL / Arisdorf, Vorder Birch Bezirk Liestal / Gemeinde Arisdorf, Koord. (ca.): 2'623’180 / 1'262’910 Der Fundort liegt westlich unterhalb Vorder Birch, dort wo drei kleine Bächlein zusammenfliessen. In den Bachgräben lässt sich allerlei Geröll finden, wobei vor allem die weniger interessanten grauen und rötlichen Mergel der Klettgau-Formation auffallen. Weniger auffällig sind die auf langer Strecke verteilten dunkelbraungrauen bis 15 cm dicken Platten, welche sich gerne mit fossilen Spuren belegt zeigen. Vorhandene Hohlräume, nicht nur diejenigen von Fossilien, enthalten eine überraschende Anzahl verschiedener Mineralien. Beim Gestein dürfte es sich um Geschiebe aus der höher liegenden Staffelegg-Formation handeln.
- Aragonit: als 0.5 mm messende weisse, sternförmige Büschel oder als dichte Aggregate.
- Barytocoelestin: mm-grosse Mischkristalle der Reihe Baryt-Coelestin.
- Calcit: kleine, mattdurchsichtige Kristalle in unterschiedlicher Ausbildung.
- Chalkopyrit: selten, teils mit starkem Glanz und kaum mehr als 1 mm gross.
- Dolomit: dieses typisch sattelförmig aufgebaute Mineral erscheint weiss, leuchtend orange oder dunkelbraun als Einzelkristall oder in Aggregaten bis 5 mm und ist öfters mit feinsten Pyritkriställchen belegt.
- Malachit: bei Anwesenheit von Chalkopyrit treten selten auch mikroskopisch kleine, grüne büschelige Aggregate des Sekundärminerals Malachit auf.
- Pyrit: formenvielfältig von würfelig, oktaedrisch, stengelig bis fast kugelig. Gerne mit Anlauffarben oder mit starkem Glanz und eingewachsen im Calcit. Die weniger als 0.3 mm messenden Kristalle sind erst unter dem Mikroskop gut erkennbar.
- Sphalerit: dunkelbraune, schwach durchscheinende tafelige Kristalle bis 2 mm Grösse und dem Calcit aufgewachsen. Überraschend ist die tafelige Ausbildung, eine bisher aus dem Jura kaum bekannte Form.
- Aragonit: als 0.5 mm messende weisse, sternförmige Büschel oder als dichte Aggregate.
- Barytocoelestin: mm-grosse Mischkristalle der Reihe Baryt-Coelestin.
- Calcit: kleine, mattdurchsichtige Kristalle in unterschiedlicher Ausbildung.
- Chalkopyrit: selten, teils mit starkem Glanz und kaum mehr als 1 mm gross.
- Dolomit: dieses typisch sattelförmig aufgebaute Mineral erscheint weiss, leuchtend orange oder dunkelbraun als Einzelkristall oder in Aggregaten bis 5 mm und ist öfters mit feinsten Pyritkriställchen belegt.
- Malachit: bei Anwesenheit von Chalkopyrit treten selten auch mikroskopisch kleine, grüne büschelige Aggregate des Sekundärminerals Malachit auf.
- Pyrit: formenvielfältig von würfelig, oktaedrisch, stengelig bis fast kugelig. Gerne mit Anlauffarben oder mit starkem Glanz und eingewachsen im Calcit. Die weniger als 0.3 mm messenden Kristalle sind erst unter dem Mikroskop gut erkennbar.
- Sphalerit: dunkelbraune, schwach durchscheinende tafelige Kristalle bis 2 mm Grösse und dem Calcit aufgewachsen. Überraschend ist die tafelige Ausbildung, eine bisher aus dem Jura kaum bekannte Form.
034_BL / Augst Bezirk Liestal / Gemeinde Augst, Koord. (ca.): 2'620’719 / 1'264’819
Literatur:
- Schmidt,C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Literatur:
- Schmidt,C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Auf aargauischem? Gebiet wurde bei Augst nahe dem Ausgehenden der Anhydritgruppe ein untiefes Salzlager in den Jahren 1841 und 1867-1872 angebohrt und von 1843 bis 1846 zum ersten, von 1869-1907 zum zweiten Male ausgebeutet. Die Errichtung des Stauwehres von Augst bedingte die Schliessung der Saline (Stand 1915).
- Salz:
- Salz:
035_BL / Bubendorf (Umgebung) Bezirk Liestal / Gemeinde Bubendorf, Koord. (ca.): 2'623’263 / 1'256’442
Literatur:
- von Huene, F. (1900): Geologische Beschreibung der Gegend von Liestal im Schweizer Tafeljura; Verh. der NFG Basel, 1900, Band 12, S. 295-371
Literatur:
- von Huene, F. (1900): Geologische Beschreibung der Gegend von Liestal im Schweizer Tafeljura; Verh. der NFG Basel, 1900, Band 12, S. 295-371
Bad Bubendorf: kleine schalige Brauneisensteinkügelchen im tonigen, oft sandig, graubraun oder rotbraun aussehenden Eisenrogenstein. Diese Oolithe sind nicht selten so reich an Eisenerz, dass sie früher an mehreren Orten, unter anderem beim Bubendörferbad, zur Eisengewinnung ausgebeutet wurden. Grube bei 2'623'263 / 1'256'442, 388 m ü. M. Bleihalde: etwas nördlich von Engelsburg, 2'622'160 / 1'255'737, 438 m ü. M. Im Gebiet der Bleihalde befindet sich oberhalb der Strasse ein alter Steinbruch mit einer 0,60 - 0,70 cm mächtigen Korallenbank, fast nur aus Korallen bestehend, kieselig, überaus hart und mit grossen Calcitdrusen. Die bis 15 mm grossen skalenoedrischen Kristalle sind weisslich, matt und kleiden den ganzen Hohlraum aus. Blomd: (Huene, 1900) bei P. 484 südwestlich von Engelsburg bei Bubendorf stehen graue Tone an, die zum Oxford zu rechnen sind. Die untere Partie ist reich an kleineren Fossilien wie Belemniten, die obere Partie wird eisenschüssig und reich an Pyritknollen. Nach der heutigen Einteilung liegen diese Tone in der Wildegg-Formation, welche ab Blomd, 2'620'931 / 1'255'270, 475 m ü. M., in südwestlicher Richtung bis Bloond anzutreffen ist. Engelsburg: eine alte und wenig bekannte Fundstelle liegt südwestlich bei Engelsburg, 2'621'920 / 1'255'455, 486 m ü. M. Dort stehen graue Tone an, welche in der oberen Partie reich an Pyritknollen sind. Im grasbewachsenen Gelände sind heute die grauen Tone schwer auszumachen. Landschache: 2'624'086 / 1'256'141, 498 m ü. M. Angrenzend an die bekannte Huppergrube in Lausen, finden wir östlich von Bubenberg bei Landschachen eine weitere Bohnerz-haltige Zone. Ein Teil der Huppergrube liegt auf dem Gemeindegebiet Bubendorf, die Mineralien dieser Grube werden unter Lausen aufgeführt. Murenbergabhang, westlicher, (Häuli): 2'622'698 / 1'254'290, 500 m ü. M., östlich von Bubendorf beim Gehöft Schneggenberg, führt auf ca. 500 m ü. M. ein Fahrweg in südlicher Richtung. Auf ca. 800 m Länge durchstreicht dieser Weg eine geringmächtige Boluszone die Murenberg-Westseite. Hier liegen schaligstruierte Bohnerze in hartem gelbem Lehm mit grauen Jaspiskugeln konkordant auf Malm. Im Häuli südlich des Hofs Schneggenberg, Koord. 2’622.715 / 1’254.460, existiert ein Stollen, der vermutlich im 19. Jahrhundert - zum Abbau von Bohnerz durch die Balsthal-Formation in das Siderolithikumvorkommen am Murenberg vorgetrieben wurde. Öschberg, Bolzeried: 2'621'169 / 1'254'406, 488 m ü. M. bei Bolzeried, östlich des Öschberg, liegt eine weitere Bolusschicht mit einer nordöstlicher - südwestlicher Ausdehnung von über 500 Meter. Auf gleicher Höhe und etwas westlich davon, bei Chrützholz, 2'620'760 / 1'254'220, 520 m ü. M., dann noch ein drittes Bolusfeld in der Umgebung von Bubendorf. Anzeichen von möglichem Erzabbau sind vereinzelte Gruppen von Pingen. Solche sind in der nordöstlichen Verlängerung der Huppergrube Lausen (2’624’750 / 1’256’895), oberhalb des Hofs Schneggenberg bei Bubendorf (2’622’860 / 1’254’690) und im Chrützholz südwestlich von Bubendorf (2’620’775 / 1’254’410) zu finden.
- Bohnerz: Fundstellen: Landschachen, westlicher Murenbergabhang (Häuli).
- Bolus: Fundstellen: Bolzeried, Chrützholz.
- Calcit: Fundstelle: Bleihalde. Skalenoeder bis 15 mm, matt. - Jaspis: Fundstelle: westlicher Murenbergabhang (Häuli).
- Limonit: Fundstelle: Bad Bubendorf.
- Pyrit: Fundstellen: Blomd, Engelsburg. In Knollen.
- Bohnerz: Fundstellen: Landschachen, westlicher Murenbergabhang (Häuli).
- Bolus: Fundstellen: Bolzeried, Chrützholz.
- Calcit: Fundstelle: Bleihalde. Skalenoeder bis 15 mm, matt. - Jaspis: Fundstelle: westlicher Murenbergabhang (Häuli).
- Limonit: Fundstelle: Bad Bubendorf.
- Pyrit: Fundstellen: Blomd, Engelsburg. In Knollen.
036_BL / Frenkendorf, Schauenburger Schloss Bezirk Liestal / Gemeinde Frenkendorf, Koord. (ca.): 2'618’355 / 1'261’117
Literatur:
- Müller, A. (1884): Geologische Skizze des Kantons Basel und der angrenzenden Gebiete; Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz 1, 1884, 2. Auflage
Müller (1884): hübsche Gipskristalle in den Letten, so zum Beispiel beim Schauenburger Schloss. Diese sogenannten Oxfordletten beginnen gerade dagegen Westen sich einzustellen, wo darüber das Terrain à Chailles und der sogenannte Korallenkalk sich zu entfalten anfängt. Ein Schauenburger Schloss gibt es nicht. Oxford Mergel liegen 100 Meter nördlich und 100 Meter nordwestlich der Ruine Schauenburg. Evtl. handelt es sich bei Müllers Angaben um diese Oxfordletten.
- Gips:
Literatur:
- Müller, A. (1884): Geologische Skizze des Kantons Basel und der angrenzenden Gebiete; Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz 1, 1884, 2. Auflage
Müller (1884): hübsche Gipskristalle in den Letten, so zum Beispiel beim Schauenburger Schloss. Diese sogenannten Oxfordletten beginnen gerade dagegen Westen sich einzustellen, wo darüber das Terrain à Chailles und der sogenannte Korallenkalk sich zu entfalten anfängt. Ein Schauenburger Schloss gibt es nicht. Oxford Mergel liegen 100 Meter nördlich und 100 Meter nordwestlich der Ruine Schauenburg. Evtl. handelt es sich bei Müllers Angaben um diese Oxfordletten.
- Gips:
037_BL / Füllinsdorf, Niederschönthal, Schönthal Bezirk Liestal / Gemeinde Füllinsdorf, Koord. (ca.): 2'621’652 / 1'261’709
Literatur:
- Bericht über die Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel vom August 1850 bis Juni 1852;1852;X;Seite 103-104
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1-95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Holenweg, Hans & Stehlin, Hanspeter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1972; Heft 6; Seite 297-299; Kupferkies und Malachit aus dem Schweizer Jura
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 329
- Offermann, Erich; Schweizer Strahler; 1986; Seite 386
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363,365
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Literatur:
- Bericht über die Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel vom August 1850 bis Juni 1852;1852;X;Seite 103-104
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1-95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Holenweg, Hans & Stehlin, Hanspeter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1972; Heft 6; Seite 297-299; Kupferkies und Malachit aus dem Schweizer Jura
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 329
- Offermann, Erich; Schweizer Strahler; 1986; Seite 386
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363,365
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Niederschönthal: 2'621'652 / 1'261'709, 288 m ü. M. Die Keuper- und Liasfundstelle von Niederschönthal bei Füllinsdorf zählt zu den bekanntesten Mineralienfundorten im Basler-Jura. Erste Mitteilungen über Fossilienfunde vom "Nidern Schönthale" finden sich schon bei Daniel Bruckner im Jahre 1754. Namhafte Paläontologen und andere Naturwissenschaftler veröffentlichten in den Folgejahren zahlreiche Abhandlungen über die Knochenfunde der fossilreichen Bänke in der Ergolz. 1973 unterzog das Kantonale Tiefbauamt diesen Abschnitt einer Sanierung. Die Umleitung der Ergolz über den Kanal der "Zwirnerei Niederschönthal AG" führte dann dazu, dass der Aufschluss unbehindert untersucht werden konnte. Heute ist der Aufschluss durch Betonmauern und Granitblöcke abgedeckt. Sämtliche Mineralien in Schönthal kristallisierten fast ausschliesslich in Hohlräumen von Brachiopoden und Mollusken, die für das ungehinderte Wachstum der Kristalle eine ideale Voraussetzung bildeten. Diese Fossilien stammen aus dem Arieten- oder Gryphitenkalk und der Cardinienbank.
- Ankerit:
- Calcit: skalenoedrisch und in allen Hohlräumen zugegen.
- Chalkopyrit: bis 5 mm, mit rauer Oberfläche und charakteristischer Flächenriefung, braunschwarz, in frischem Zustand messingglänzend mit Stich ins Grünliche. Oft mit Malachit bedeckt.
- Coelestin: blaue, klare Kristalle von tafeligem bis isometrischem Habitus sowie radialstrahlige Aggregate von rötlichen, leistenförmigen Kristallen in Ammonitenkammern. Das Sammelinteresse galt vor allem diesen vorzüglichen, tafelig oder isometrisch ausgebildeten Coelestinkristallen. Begleitmineralien sind Calcit, Chalkopyrit, Dolomit, Hämatit, Pyrit und Sphalerit.
- Dolomit: ist neben Calcit der häufigste Vertreter. In rhomboedrischer Ausbildung mit typischer sattelförmiger Krümmung, undurchsichtig, weisslich bis ockerfarbig, leicht eisenhaltig. Die Gelbtönung gibt keinen Rückschluss auf den Eisengehalt, sondern nur auf den Grad der Verwitterung.
- Gips: zusammen mit Dolomit und Sphalerit, klar, faserig bis stengelig.
- Goethit: selten. Das Vorkommen ist nicht sicher nachgewiesen.
- Hämatit: relativ häufig als kleine braune bis schwarze Kügelchen von fast 1 mm Durchmesser auf Calcit und ab und zu auch auf Dolomit.
- Malachit: oft auf Chalkopyrit oder nach Umwandlung des Chalkopyrits als kleinste Kristallaggregate auf Calcit.
- Markasit: klein und ein sehr sporadisches Glied der Mineralgesellschaft.
- Pyrit: bekannt geworden wegen seiner morphologischen Vielfältigkeit (6-flächige Hexaeder bis 24-flächige Diploeder). Bis 2 mm mit lebhaftem Glanz, auf Steinkernen oder in Abdrücken kleiner Arieten. Als Begleitmineral kommt angewitteter Coelestin vor.
- Quarz: selten. Das Vorkommen ist nicht sicher nachgewiesen.
- Sphalerit: braunschwarz, als verzerrte Kristalle oder als einfache Tetraeder oder flächenreiche Rhombendodekaeder. Kristalle bis 7 mm, umgeben von milchigweissem bis gelblichem Dolomit oder farblosem Calcit. Die Dunkelfärbung entsteht auf Grund der enthaltenen Spurenelemente Mangan und Eisen.
- Strontianit:
- Ankerit:
- Calcit: skalenoedrisch und in allen Hohlräumen zugegen.
- Chalkopyrit: bis 5 mm, mit rauer Oberfläche und charakteristischer Flächenriefung, braunschwarz, in frischem Zustand messingglänzend mit Stich ins Grünliche. Oft mit Malachit bedeckt.
- Coelestin: blaue, klare Kristalle von tafeligem bis isometrischem Habitus sowie radialstrahlige Aggregate von rötlichen, leistenförmigen Kristallen in Ammonitenkammern. Das Sammelinteresse galt vor allem diesen vorzüglichen, tafelig oder isometrisch ausgebildeten Coelestinkristallen. Begleitmineralien sind Calcit, Chalkopyrit, Dolomit, Hämatit, Pyrit und Sphalerit.
- Dolomit: ist neben Calcit der häufigste Vertreter. In rhomboedrischer Ausbildung mit typischer sattelförmiger Krümmung, undurchsichtig, weisslich bis ockerfarbig, leicht eisenhaltig. Die Gelbtönung gibt keinen Rückschluss auf den Eisengehalt, sondern nur auf den Grad der Verwitterung.
- Gips: zusammen mit Dolomit und Sphalerit, klar, faserig bis stengelig.
- Goethit: selten. Das Vorkommen ist nicht sicher nachgewiesen.
- Hämatit: relativ häufig als kleine braune bis schwarze Kügelchen von fast 1 mm Durchmesser auf Calcit und ab und zu auch auf Dolomit.
- Malachit: oft auf Chalkopyrit oder nach Umwandlung des Chalkopyrits als kleinste Kristallaggregate auf Calcit.
- Markasit: klein und ein sehr sporadisches Glied der Mineralgesellschaft.
- Pyrit: bekannt geworden wegen seiner morphologischen Vielfältigkeit (6-flächige Hexaeder bis 24-flächige Diploeder). Bis 2 mm mit lebhaftem Glanz, auf Steinkernen oder in Abdrücken kleiner Arieten. Als Begleitmineral kommt angewitteter Coelestin vor.
- Quarz: selten. Das Vorkommen ist nicht sicher nachgewiesen.
- Sphalerit: braunschwarz, als verzerrte Kristalle oder als einfache Tetraeder oder flächenreiche Rhombendodekaeder. Kristalle bis 7 mm, umgeben von milchigweissem bis gelblichem Dolomit oder farblosem Calcit. Die Dunkelfärbung entsteht auf Grund der enthaltenen Spurenelemente Mangan und Eisen.
- Strontianit:
038_BL / Giebenach Bezirk Liestal / Gemeinde Giebenach
Pyrit und Markasit in kugeliger Ausbildung oder als unförmige Aggregate sind aus der Umgebung von Giebenach bekannt geworden, so z.B. aus dem Opalinuston beim Bau der Autobahn und aus dem Aushubmaterial beim Häuserbau. Der von Olsberg herkommende Violenbach führt in seinen Gesteinen sporadisch Goldflitterchen bis max. 1.5 mm Grösse mit.
- Markasit: kugelig bis 30 mm.
- Pyrit: kugelig bis 30 mm.
- Waschgold: Flitterchen bis max. 1.5 mm Grösse.
Pyrit und Markasit in kugeliger Ausbildung oder als unförmige Aggregate sind aus der Umgebung von Giebenach bekannt geworden, so z.B. aus dem Opalinuston beim Bau der Autobahn und aus dem Aushubmaterial beim Häuserbau. Der von Olsberg herkommende Violenbach führt in seinen Gesteinen sporadisch Goldflitterchen bis max. 1.5 mm Grösse mit.
- Markasit: kugelig bis 30 mm.
- Pyrit: kugelig bis 30 mm.
- Waschgold: Flitterchen bis max. 1.5 mm Grösse.
039_BL / Lausen, Bahnhof (ehem. Steinbruch) Bezirk Liestal / Gemeinde Lausen, Koord. (ca.): 2'624’820 / 1'257’620
Literatur:
- Leuthardt, F. (1926): Der Boden von Liestal; Tätigkeitsb. der NFG Ges. Baselland, 1926-1930, Bd. 8, S. 150-189 (1931): Die Mineralien des Basler Jura; Ein Beitrag zur Heimatkunde von Baselland. Separatabdruck Basellandschaftliche Zeitung, Juli 1931
1). Hinter dem Tonwerk in einem alten Steinbruch (stillgelegt) in fossilen Hohlräumen.
2). Bohnerzhaltiger, gelber Kalk mit gerundeten Quarzkörnern (Eozän). Eine weitere und heute ebenfalls aufgelassene Grube befindet sich ca. 500 Meter östlich des Bahnhofs von Lausen. Der Grubengrund liegt die Passwang-Formation entsprechend können in diesem Bereich Fossilien erwartet werden. Dies wird mit einem Eintrag auf der Geologischen Karte von Swisstopo auch bestätigt (2'624'860 / 1'257'627, 346 m). Dem Grund aufliegend folgt eine bis 3 Meter mächtige tonartige Zone mit vereinzelten Holraum-enthaltenden Fossilien. Diese kleinen Hohlräume enthalten immer kleine skalenoedrische, farblose Calcitkristalle und vereinzelt auch glasklare, stark glänzende Quarzkristalle im einfachen Habitus. Dolomit ist selten vorhanden. Die bereits angewitterten Kriställchen erscheinen in bräunlichem Farbton und sind an der sattelförmigen Ausbildung gut zu erkennen. Leuthard (1926): In unmittelbarer Nähe der Station Lausen, am Fusse der Stockhalden, werden seit einer Reihe von Jahren Blagdeni-Schichten zur Fabrikation von Portlandzement im Grossen abgebaut. Hierdurch ist ein Aufschluss geschaffen worden, welcher den Aufbau dieses Schichtkomplexes fast in voller Mächtigkeit, namentlich den Übergang in den Hauptrogenstein zeigt. Der Kontakt mit den darunterliegenden Humphriesi-Schichten ist leider nicht aufgeschlossen, da die Fundierungen für die schweren Steinbrechmaschinen der Fabrik noch in den Blagdeni-Schichten stehen. Im Ganzen sind die Blagdeni-Schichten ein recht monotones Gebilde, indem sie von unten bis oben aus einer regelmässigen Wechsellagerung von Tonkalkbänken und dünneren, mehr mergeligen Zwischenlagern bestehen. Eine Eigentümlichkeit nicht nur der Lausener Exemplare, sondern aller Blagdeni-Ammoniten, die ich (Leuthard) daraufhin untersucht habe, bildet der Umstand, dass die innersten Windungen jeweilig eine Druse von glasglänzenden Quarzkristallen enthalten, wodurch die Kieselhaltigkeit des Gesteines offensichtlich zum Ausdruck kommt. Der Quarzreichtum der Blagdeni-Schichten äussert sich auch bei den Belemniten in der Weise, dass der untere Teil der Alveole in bläulichen Chalcedon verwandelt ist und eine prachtvolle Erhaltung aller Details, namentlich des wandständigen Siphos zeigt.
- Baryt: 2). Tafelige, durchsichtige Kristalle.
- Calcit: 1). Bis 3 mm gross.
- Chalcedon: 1). Als kleinste, weisse Kügelchen.
- Dolomit: in bräunlichem Farbton und in sattelförmigen Ausbildung bis wenige mm Grösse.
- Quarz: glasklare, stark glänzende Kristalle im einfachen Habitus bis 4 mm.
Literatur:
- Leuthardt, F. (1926): Der Boden von Liestal; Tätigkeitsb. der NFG Ges. Baselland, 1926-1930, Bd. 8, S. 150-189 (1931): Die Mineralien des Basler Jura; Ein Beitrag zur Heimatkunde von Baselland. Separatabdruck Basellandschaftliche Zeitung, Juli 1931
1). Hinter dem Tonwerk in einem alten Steinbruch (stillgelegt) in fossilen Hohlräumen.
2). Bohnerzhaltiger, gelber Kalk mit gerundeten Quarzkörnern (Eozän). Eine weitere und heute ebenfalls aufgelassene Grube befindet sich ca. 500 Meter östlich des Bahnhofs von Lausen. Der Grubengrund liegt die Passwang-Formation entsprechend können in diesem Bereich Fossilien erwartet werden. Dies wird mit einem Eintrag auf der Geologischen Karte von Swisstopo auch bestätigt (2'624'860 / 1'257'627, 346 m). Dem Grund aufliegend folgt eine bis 3 Meter mächtige tonartige Zone mit vereinzelten Holraum-enthaltenden Fossilien. Diese kleinen Hohlräume enthalten immer kleine skalenoedrische, farblose Calcitkristalle und vereinzelt auch glasklare, stark glänzende Quarzkristalle im einfachen Habitus. Dolomit ist selten vorhanden. Die bereits angewitterten Kriställchen erscheinen in bräunlichem Farbton und sind an der sattelförmigen Ausbildung gut zu erkennen. Leuthard (1926): In unmittelbarer Nähe der Station Lausen, am Fusse der Stockhalden, werden seit einer Reihe von Jahren Blagdeni-Schichten zur Fabrikation von Portlandzement im Grossen abgebaut. Hierdurch ist ein Aufschluss geschaffen worden, welcher den Aufbau dieses Schichtkomplexes fast in voller Mächtigkeit, namentlich den Übergang in den Hauptrogenstein zeigt. Der Kontakt mit den darunterliegenden Humphriesi-Schichten ist leider nicht aufgeschlossen, da die Fundierungen für die schweren Steinbrechmaschinen der Fabrik noch in den Blagdeni-Schichten stehen. Im Ganzen sind die Blagdeni-Schichten ein recht monotones Gebilde, indem sie von unten bis oben aus einer regelmässigen Wechsellagerung von Tonkalkbänken und dünneren, mehr mergeligen Zwischenlagern bestehen. Eine Eigentümlichkeit nicht nur der Lausener Exemplare, sondern aller Blagdeni-Ammoniten, die ich (Leuthard) daraufhin untersucht habe, bildet der Umstand, dass die innersten Windungen jeweilig eine Druse von glasglänzenden Quarzkristallen enthalten, wodurch die Kieselhaltigkeit des Gesteines offensichtlich zum Ausdruck kommt. Der Quarzreichtum der Blagdeni-Schichten äussert sich auch bei den Belemniten in der Weise, dass der untere Teil der Alveole in bläulichen Chalcedon verwandelt ist und eine prachtvolle Erhaltung aller Details, namentlich des wandständigen Siphos zeigt.
- Baryt: 2). Tafelige, durchsichtige Kristalle.
- Calcit: 1). Bis 3 mm gross.
- Chalcedon: 1). Als kleinste, weisse Kügelchen.
- Dolomit: in bräunlichem Farbton und in sattelförmigen Ausbildung bis wenige mm Grösse.
- Quarz: glasklare, stark glänzende Kristalle im einfachen Habitus bis 4 mm.
040_BL / Lausen, Bubendorf, Landschachen, Wasserschöpfi, Huppergrube, Murenberg, BIK-Grube, Tonwerk-Grube, Kohlholz (Grube) Bezirk Liestal / Gemeinde Lausen, Koord. (ca.): 2'624’200 / 1'256’270
Literatur:
- Leuthardt, Fr.; Eclogae Geologicae Helvetia; 1906-1907; Band 9; Heft 1; Seite 145 - 147; Beiträge zur Kenntnis der Hupperablagerungen im Basler Jura.
- Senn, A.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1928; Band 21; Heft 1; Seite 163-180; Über die Huppererde von Lausen und das geologische Alter der Zeininger Bruchzone (Basler Tafeljura)
In Lausen spielte die Verwendung verschiedenster Gesteine seit jeher eine bedeutende Rolle. Den wichtigsten Abbauort stellen dabei die Huppergruben dar. Sie befinden sich südlich von Lausen im Gebiet Wasserschöpfi auf rund 500 Meter über Meer. Das Grubenareal befindet sich im Besitz der Bürgergemeinde Lausen und gliedert sich in die nordöstliche BIK-Grube und die südwestliche Tonwerk-Grube. Die nordöstliche BIK-Grube bietet einen besonders schönen Einblick in die erdgeschichtliche Vergangenheit. An der nordwestlichen, sechs bis zehn Meter hohen Grubenwand zeigen sich oft kreuzweise geschichtete Sequankalke, die 158 Millionen Jahre alt sind. Zudem sind eindrückliche Karsterscheinungen, wie beispielsweise eine trichterförmige Doline mit Karstschlot sichtbar. Einmalig ist der Hupperaufschluss in der südwestlichen Tonwerkgrube. In den Hupper eingestreut findet man Bohnerzknollen aus Eisen oder stösst auch auf faustgrosse Hornsteinknollen. Über den Quarzsanden folgt eine rund einen Meter mächtige, orange Tonschicht. Aus geologischer Sicht gelten die Huppergruben in Lausen als einzigartig. Sie enthalten Dokumente über die erdgeschichtliche Vergangenheit des Baselbiets. Fachleute messen Aufschlüssen sogar nationale Bedeutung bei, da Huppervorkommen in solchem Umfange nur noch in Lausen zu beobachten sind. Leuthardt (1906/1907): Am lehrreichsten ist in dieser Beziehung die Huppergrube « Kohlholz » bei Lausen ; ihre geologischen Verhältnisse sollen in Folgendem kurz dargestellt werden. Dieselbe liegt zirka 2 Km. südlich von Lausen auf einer Höhe von 500 M. über Meer und gehört einem System von Hupper- und Bolustaschen an, welches sich längs einer Verwerfung von Effingerschichten gegen mittleres und oberes Sequan in südwestlicher Richtung in einer Längenerstreckung von 4-5 Km. nach dem Murenberg bei Bubendorf zieht. Die besagte Huppertasche zeigt von unten nach oben folgendes Profil:
5. Kalkfreier Hupper, felsartig, mit verschiedenem Quarzgehalt, mit fossilführenden, bis kopfgrossen Hornsteinknollen und in Quarz verwandelten, fossilführenden Kalkblöcken (« Katzenköpfen »). Abgebaut zirka 7 Meter.
4. Grauweisser und rotgefleckter, ungeschichteter sehr quarzhaltiger Kalk, mit zentnerschweren Blöcken von eocänem Planorbenkalk. Die Blöcke zeigen eine verkieselte Rinde. 4,6 Meter.
3. Weisser, quarzarmer, feinkörniger, brockig zerfallender Kalk mit kleinen Geschieben und oolithischen Körnern, oft Rutschflächen zeigend, ohne Fossilien. 1 Meter.
2. Bolus m. Brauneisenstein u. Hornsteinknollen. 5 Meter.
1. Gehängeschutt; Sequan und Argovientrümmer, 50 Cm. bis 1,50 Meter. Die Kieselblöcke und Hornsteinknollen enthalten eine ziemlich reiche Fauna. Die Planorbenblöcke nehmen einen bestimmten Horizont, zirka 2 M. unter dem roten Bolus ein und zeigen eine verkieselte, oft bis 10 cm dicke, mit Bolus imprägnierte Rinde. Sie schliessen zahllose Exemplare von Planorbis pseudammonius, Schi., sowie einige seltenere Süsswasser- und Landgastropoden ein (Glandina, Helix) sowie Pflanzensamen (Celtis) ein. Die interessantesten Vorkommnisse sind eigentümliche, gelbbraune Schalenreste, die am meisten Ähnlichkeit mit den Eierschalen grosser Wasservögel haben.
- Bohnerz: unter anderem vom Murenberg bei Bubendorf.
- Brauneisenstein:
- Hornstein: bis faustgrosse Knollen.
- Huppererde: abgebaut.
- Katzenkopf:
Literatur:
- Leuthardt, Fr.; Eclogae Geologicae Helvetia; 1906-1907; Band 9; Heft 1; Seite 145 - 147; Beiträge zur Kenntnis der Hupperablagerungen im Basler Jura.
- Senn, A.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1928; Band 21; Heft 1; Seite 163-180; Über die Huppererde von Lausen und das geologische Alter der Zeininger Bruchzone (Basler Tafeljura)
In Lausen spielte die Verwendung verschiedenster Gesteine seit jeher eine bedeutende Rolle. Den wichtigsten Abbauort stellen dabei die Huppergruben dar. Sie befinden sich südlich von Lausen im Gebiet Wasserschöpfi auf rund 500 Meter über Meer. Das Grubenareal befindet sich im Besitz der Bürgergemeinde Lausen und gliedert sich in die nordöstliche BIK-Grube und die südwestliche Tonwerk-Grube. Die nordöstliche BIK-Grube bietet einen besonders schönen Einblick in die erdgeschichtliche Vergangenheit. An der nordwestlichen, sechs bis zehn Meter hohen Grubenwand zeigen sich oft kreuzweise geschichtete Sequankalke, die 158 Millionen Jahre alt sind. Zudem sind eindrückliche Karsterscheinungen, wie beispielsweise eine trichterförmige Doline mit Karstschlot sichtbar. Einmalig ist der Hupperaufschluss in der südwestlichen Tonwerkgrube. In den Hupper eingestreut findet man Bohnerzknollen aus Eisen oder stösst auch auf faustgrosse Hornsteinknollen. Über den Quarzsanden folgt eine rund einen Meter mächtige, orange Tonschicht. Aus geologischer Sicht gelten die Huppergruben in Lausen als einzigartig. Sie enthalten Dokumente über die erdgeschichtliche Vergangenheit des Baselbiets. Fachleute messen Aufschlüssen sogar nationale Bedeutung bei, da Huppervorkommen in solchem Umfange nur noch in Lausen zu beobachten sind. Leuthardt (1906/1907): Am lehrreichsten ist in dieser Beziehung die Huppergrube « Kohlholz » bei Lausen ; ihre geologischen Verhältnisse sollen in Folgendem kurz dargestellt werden. Dieselbe liegt zirka 2 Km. südlich von Lausen auf einer Höhe von 500 M. über Meer und gehört einem System von Hupper- und Bolustaschen an, welches sich längs einer Verwerfung von Effingerschichten gegen mittleres und oberes Sequan in südwestlicher Richtung in einer Längenerstreckung von 4-5 Km. nach dem Murenberg bei Bubendorf zieht. Die besagte Huppertasche zeigt von unten nach oben folgendes Profil:
5. Kalkfreier Hupper, felsartig, mit verschiedenem Quarzgehalt, mit fossilführenden, bis kopfgrossen Hornsteinknollen und in Quarz verwandelten, fossilführenden Kalkblöcken (« Katzenköpfen »). Abgebaut zirka 7 Meter.
4. Grauweisser und rotgefleckter, ungeschichteter sehr quarzhaltiger Kalk, mit zentnerschweren Blöcken von eocänem Planorbenkalk. Die Blöcke zeigen eine verkieselte Rinde. 4,6 Meter.
3. Weisser, quarzarmer, feinkörniger, brockig zerfallender Kalk mit kleinen Geschieben und oolithischen Körnern, oft Rutschflächen zeigend, ohne Fossilien. 1 Meter.
2. Bolus m. Brauneisenstein u. Hornsteinknollen. 5 Meter.
1. Gehängeschutt; Sequan und Argovientrümmer, 50 Cm. bis 1,50 Meter. Die Kieselblöcke und Hornsteinknollen enthalten eine ziemlich reiche Fauna. Die Planorbenblöcke nehmen einen bestimmten Horizont, zirka 2 M. unter dem roten Bolus ein und zeigen eine verkieselte, oft bis 10 cm dicke, mit Bolus imprägnierte Rinde. Sie schliessen zahllose Exemplare von Planorbis pseudammonius, Schi., sowie einige seltenere Süsswasser- und Landgastropoden ein (Glandina, Helix) sowie Pflanzensamen (Celtis) ein. Die interessantesten Vorkommnisse sind eigentümliche, gelbbraune Schalenreste, die am meisten Ähnlichkeit mit den Eierschalen grosser Wasservögel haben.
- Bohnerz: unter anderem vom Murenberg bei Bubendorf.
- Brauneisenstein:
- Hornstein: bis faustgrosse Knollen.
- Huppererde: abgebaut.
- Katzenkopf:
041_BL / Lausen, Buechholde Bezirk Liestal / Gemeinde Lausen, Koord. (ca.): 2'625’137 / 1'256’527
Literatur
- von Huene, F. (1900): Geologische Beschreibung der Gegend von Liestal im Schweizer Tafeljura; Verh. der NFG Basel, 1900, Band 12, S. 295-371
Huene (1900): Im Bachriss des oberen Weissbrunnentales (Buechholde) ist eine Verwerfung direkt aufgeschlossen. In der unteren Partie des Tales befinden sich am Bach mehrere Fundorte in den Humphriesi-Schichten, die Fossilien zeichnen sich hier durch besonders schöne Erhaltung aus. (Die Aussage von Huene kann bestätigt werden.) Bei der neu angelegten Strasse stehen auf der linken Seite fossilienhaltige Schichten an. Einiges an Material liegt auch im Bord und im Bachbett unterhalb der Strasse. Die wenigen Hohlräume enthalten Mineralien (Calcit, Coelestin) bis 5 mm Grösse.
- Calcit:
- Coelestin:
Literatur
- von Huene, F. (1900): Geologische Beschreibung der Gegend von Liestal im Schweizer Tafeljura; Verh. der NFG Basel, 1900, Band 12, S. 295-371
Huene (1900): Im Bachriss des oberen Weissbrunnentales (Buechholde) ist eine Verwerfung direkt aufgeschlossen. In der unteren Partie des Tales befinden sich am Bach mehrere Fundorte in den Humphriesi-Schichten, die Fossilien zeichnen sich hier durch besonders schöne Erhaltung aus. (Die Aussage von Huene kann bestätigt werden.) Bei der neu angelegten Strasse stehen auf der linken Seite fossilienhaltige Schichten an. Einiges an Material liegt auch im Bord und im Bachbett unterhalb der Strasse. Die wenigen Hohlräume enthalten Mineralien (Calcit, Coelestin) bis 5 mm Grösse.
- Calcit:
- Coelestin:
042_BL / Lausen, Chueftel, Kufthalgraben Bezirk Liestal / Gemeinde Lausen, Koord. (ca.): 2'625’890 / 1'259’130
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Im obersten Teil des Chueftelgrabens durchschneidet der Waldweg die wenig mächtige Murchisonae-Schicht. Diese wurde bei der Wegaufbereitung abgetragen und in Richtung das Bächleins deponiert. Vereinzelt sind in diesem Geröll Fossilien zu finden. Die mit Calcit belegten Hohlräume in den Fossilien enthalten oft kleine, bis 3 mm grosse und wasserklare Quarzkristalle im einfachen Habitus. Grössere Hohlräume können mit Dutzenden dieser Quarze belegt sein. Selten sind auch kleine korrodierte Pyritaggregate sowie glänzende Chalkopyritkristalle zugegen.
- Calcit:
- Chalkopyrit: klein, teils stark glänzend.
- Pyrit: kleine korrodierte Pyritaggregate.
- Quarz: bis 3 mm gross, wasserklar, im einfachen Habitus.
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Im obersten Teil des Chueftelgrabens durchschneidet der Waldweg die wenig mächtige Murchisonae-Schicht. Diese wurde bei der Wegaufbereitung abgetragen und in Richtung das Bächleins deponiert. Vereinzelt sind in diesem Geröll Fossilien zu finden. Die mit Calcit belegten Hohlräume in den Fossilien enthalten oft kleine, bis 3 mm grosse und wasserklare Quarzkristalle im einfachen Habitus. Grössere Hohlräume können mit Dutzenden dieser Quarze belegt sein. Selten sind auch kleine korrodierte Pyritaggregate sowie glänzende Chalkopyritkristalle zugegen.
- Calcit:
- Chalkopyrit: klein, teils stark glänzend.
- Pyrit: kleine korrodierte Pyritaggregate.
- Quarz: bis 3 mm gross, wasserklar, im einfachen Habitus.
043_BL / Lausen, Huppergrube, Wasserschöpfli Bezirk Liestal / Gemeinde Lausen, Koord. (ca.): 2'624’176 / 1'256’271
Literatur:
- Leuthardt, Fr.; Eclogae Geologicae Helvetia; 1906-1907; Band 9; Heft 1; Seite 145 - 147; Beiträge zur Kenntnis der Hupperablagerungen im Basler Jura.
- Senn, A.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1928; Band 21; Heft 1; Seite 163-180; Über die Huppererde von Lausen und das geologische Alter der Zeininger Bruchzone (Basler Tafeljura)
Literatur:
- Leuthardt, Fr.; Eclogae Geologicae Helvetia; 1906-1907; Band 9; Heft 1; Seite 145 - 147; Beiträge zur Kenntnis der Hupperablagerungen im Basler Jura.
- Senn, A.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1928; Band 21; Heft 1; Seite 163-180; Über die Huppererde von Lausen und das geologische Alter der Zeininger Bruchzone (Basler Tafeljura)
Südlich von Lausen liegen zwei Huppergruben, welche von 1872 bis 1996 industriell abgebaut wurden. Eine unterhalb des Ächerlichopf, 2'624'480 / 1'256'594, 498 m (Betrieb bis 1974), die andere beim Wasserschöpfli, 2'624'480 / 1'256'594, 499 m. Bei dieser konnte 1955 ein Stolleneingang (2’624’170 / 1’256’250) mit Resten des Holzverbaus freigelegt werden. 1996 endete der Abbau. Beide Gruben dienten den Tonwerken Lausen als Lieferanten von Bolustonen für die die Herstellung diverser Tonprodukte. Der Abbau gab früher einen faszinierenden Blick auf die Gesteinsschichten. Auch heute sind diese im ganzen Abbaugebiet noch deutlich erkennbar. Die besondere Bodenbeschaffenheit bietet heute ca. 200 Pflanzenarten ideale Bedingungen. Das ganze Grubenareal ist unter Naturschutz gestellt. Das Sammeln von Mineralien reduziert sich deshalb auf Lesesteine (Hornsteinknollen). Leuthardt (1907) beschrieb die Gesteinsschichten wie folgt (von oben nach unten):
- kalkfreier Hupper, felsartig, fossilführend, bis kopfgrosse Hornsteinknollen und in Quarz verwandelte, fossilführende Kalkblöcke (auch als sogenannte Katzenköpfe bekannt). Mächtigkeit bis 7 Meter.
- grauweisser und rotgefleckter, ungeschichteter sehr quarzhaltiger Kalk in zentnerschweren Blöcken. Die Blöcke zeigen eine verkieselte Rinde. Mächtigkeit bis 4,6 Meter.
- weisser, quarzarmer, feinkörniger, brockig zerfallender Kalk mit kleinen Geschieben und oolithischen Körnern, oft Rutschflächen zeigend, ohne Fossilien. Mächtigkeit bis 1 m.
- Bolus mit Brauneisenstein und Hornsteinknollen. Mächtigkeit bis 5 Meter.
- Gehängeschutt. Mächtigkeit bis 1.50 Meter. Heute sind diese Schichten teilweise verschüttet. Hinweis: erhöhte Vanadiumkonzentrationen wurden in Bohnerzproben aus der Huppergrube in Lausen gemessen. Vanadium kommt in Bohnerzen als natürliches Begleitelement von Eisen vor.
- Baryt: als tafelige, durchsichtige Kristalle im bohnerzhaltigen, gelben Kalk mit gerundeten Quarzkörnern zusammen mit Calcit.
- Bohnerz: an verschiedenen Stellen im ganzen Areal als dunkelbraune Kügelchen oder bohnenartige Gebilde zu finden.
- Bolus: - Calcit: bräunlichweiss, oft mit Auflösungserscheinungen, nur in mm-Grösse.
- Chalcedon: eine klare Unterscheidung zwischen Chalcedon und Hornstein kann nicht vorgenom-men werden. Chalcedon erscheint eher in Grau-, selten im Weiss- oder Blauton, Hornsteine im Braunton.
- Goethit: mehrere mm-grosse, schwarze Aggregate auf Calcit.
- Hornstein: tritt in kopfgrossen Knollen auf, die von einer bis zu 10 mm dicken, beigen bis hellbraunen Verwitterungsschicht umgeben sind. Geschnittene Hornsteine weisen schalenartige oder unregelmässig angeordnete Strukturen auf, meist in beigebräunlichen Farbtönen. Nur selten enthalten die Hornsteinbrocken drusige Hohlräume, die mit winzigen Quarzkristallen bedeckt sind.
- Katzenkopf: kalkfreier Hupper, felsartig, mit verschiedenem Quarzgehalt, mit fossilführenden, bis kopfgrossen Hornsteinknollen und in Quarz verwandelten, fossilführenden Kalkblöcken.
- Limonit: grössere, braune und gerundete Brocken täuschen Bohnerz vor. Hier handelt es sich meistens um Gesteinsbrocken mit einem dünnen Limonitüberzug.
- Quarz: tritt nur als kleinste, durchsichtige Kriställchen im Chalcedon oder Hornstein auf sowie in Hohlräumen von Fossilien.
- kalkfreier Hupper, felsartig, fossilführend, bis kopfgrosse Hornsteinknollen und in Quarz verwandelte, fossilführende Kalkblöcke (auch als sogenannte Katzenköpfe bekannt). Mächtigkeit bis 7 Meter.
- grauweisser und rotgefleckter, ungeschichteter sehr quarzhaltiger Kalk in zentnerschweren Blöcken. Die Blöcke zeigen eine verkieselte Rinde. Mächtigkeit bis 4,6 Meter.
- weisser, quarzarmer, feinkörniger, brockig zerfallender Kalk mit kleinen Geschieben und oolithischen Körnern, oft Rutschflächen zeigend, ohne Fossilien. Mächtigkeit bis 1 m.
- Bolus mit Brauneisenstein und Hornsteinknollen. Mächtigkeit bis 5 Meter.
- Gehängeschutt. Mächtigkeit bis 1.50 Meter. Heute sind diese Schichten teilweise verschüttet. Hinweis: erhöhte Vanadiumkonzentrationen wurden in Bohnerzproben aus der Huppergrube in Lausen gemessen. Vanadium kommt in Bohnerzen als natürliches Begleitelement von Eisen vor.
- Baryt: als tafelige, durchsichtige Kristalle im bohnerzhaltigen, gelben Kalk mit gerundeten Quarzkörnern zusammen mit Calcit.
- Bohnerz: an verschiedenen Stellen im ganzen Areal als dunkelbraune Kügelchen oder bohnenartige Gebilde zu finden.
- Bolus: - Calcit: bräunlichweiss, oft mit Auflösungserscheinungen, nur in mm-Grösse.
- Chalcedon: eine klare Unterscheidung zwischen Chalcedon und Hornstein kann nicht vorgenom-men werden. Chalcedon erscheint eher in Grau-, selten im Weiss- oder Blauton, Hornsteine im Braunton.
- Goethit: mehrere mm-grosse, schwarze Aggregate auf Calcit.
- Hornstein: tritt in kopfgrossen Knollen auf, die von einer bis zu 10 mm dicken, beigen bis hellbraunen Verwitterungsschicht umgeben sind. Geschnittene Hornsteine weisen schalenartige oder unregelmässig angeordnete Strukturen auf, meist in beigebräunlichen Farbtönen. Nur selten enthalten die Hornsteinbrocken drusige Hohlräume, die mit winzigen Quarzkristallen bedeckt sind.
- Katzenkopf: kalkfreier Hupper, felsartig, mit verschiedenem Quarzgehalt, mit fossilführenden, bis kopfgrossen Hornsteinknollen und in Quarz verwandelten, fossilführenden Kalkblöcken.
- Limonit: grössere, braune und gerundete Brocken täuschen Bohnerz vor. Hier handelt es sich meistens um Gesteinsbrocken mit einem dünnen Limonitüberzug.
- Quarz: tritt nur als kleinste, durchsichtige Kriställchen im Chalcedon oder Hornstein auf sowie in Hohlräumen von Fossilien.
044_BL / Liestal, Bad Schauenburg Bezirk Liestal-Gemeinde Liestal, Koord. (ca.): 2'618’273 / 1'260’544
Literatur:
Literatur:
- Leuthardt, F. (1931): Der Boden von Liestal; Tätigkeitsb. der NFG Ges. Baselland, 1926-1930, Bd. 8, S. 150-189 (1931): Die Mineralien des Basler Jura; Ein Beitrag zur Heimatkunde von Baselland. Separatabdruck Basellandschaftliche Zeitung, Juli 1931
Leuthardt (1931): Hart hinter dem Hauptgebäude Bad Schauenburg (2'618'273 / 1'260'544, 480 m ü. M.) konnte man einst bei Grabarbeiten für eine Obstanlage die charakteristischen pyritisierten Ammoniten der Renggeritone sammeln.
- Pyritisierter Ammonit:
045_BL / Liestal, Burghalden Bezirk Liestal / Gemeinde Liestal, Koord. (ca.): 2'622’551 / 1'260’584
Grosse Calcitdrusen auf Burghalden (ca. 2'622'551 / 1'260'584, 441 m ü. M.) in einem feinoolithischen, zum Teil fast dichten, graugelblichen Kalk.
- Calcit: grosse Drusen.
Grosse Calcitdrusen auf Burghalden (ca. 2'622'551 / 1'260'584, 441 m ü. M.) in einem feinoolithischen, zum Teil fast dichten, graugelblichen Kalk.
- Calcit: grosse Drusen.
046_BL / Liestal, Goldbrunnen, Glattweg Bezirk Liestal / Gemeinde Liestal, Koord. (ca.): 2'620’120 / 1'260’140
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
- Leuthardt, F. (1931): Der Boden von Liestal; Tätigkeitsb. der NFG Ges. Baselland, 1926-1930, Bd. 8, S. 150-189 (1931): Die Mineralien des Basler Jura; Ein Beitrag zur Heimatkunde von Baselland. Separatabdruck Basellandschaftliche Zeitung, Juli 1931
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 364
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
- Leuthardt, F. (1931): Der Boden von Liestal; Tätigkeitsb. der NFG Ges. Baselland, 1926-1930, Bd. 8, S. 150-189 (1931): Die Mineralien des Basler Jura; Ein Beitrag zur Heimatkunde von Baselland. Separatabdruck Basellandschaftliche Zeitung, Juli 1931
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 364
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Leuthardt (1931) beschreibt aus der Gegend Goldbrunnen / Glattweg einen Quarzfund wie folgt: Quarz: klein, glasglänzend, wenige mm gross, nur in pyramidenförmiger Ausbildung. Durch Erweiterung der Weganlage wurde anfangs der 1890-er-Jahre ein Aufschluss in den Humphriesi-Blagdeni-Schichten bis in den unteren Hauptrogenstein geschaffen, der wegen seiner reichen Fossilführung vielfach aufgesucht wurde. Die Humphriesi-Schichten bestehen, wenn angewittert, aus einem schmutzigbraunen, eisenoolithführenden Tonkalk, der nach unten in einen eigentlichen Eisenoolith übergeht. Dank den Einträgen auf der geologischen Karte von Swisstopo kann das in Frage kommende Fundgebiet eingeschränkt werden (siehe Karte). Südlich von Goldbrunnen, vom Goldbrunnenwald bis zu der westlicher gelegenen Grundhalden, tritt auf ca. 400 m Höhe vereinzelt das Passwang-Member mit den in der Regel Fossilien-reichen Blagdeni- und Humphriesi-Schichten zu Tage. Das folgende Bild zeigt den Verlauf des Passwang-Members (gelb), der Blagdeni-Schichten (blau) sowie der Humphriesi-Schichten (rot). Es darf angenommen werden, dass der Quarzfund aus den aufgeführten Schichten südwestlich von Goldbrunnen stammt. Weiter westlich im Röserental, bei 2'618'298 / 1'259'873, 432 m ü. M., kann eine weitere, ebenfalls an das Passwang-Member gebundene, Fossilfundstelle angetroffen werden. Der auf der Karte eingezeichnete Fundort für Fossilien liegt bereits im Hauptrogenstein.
- Quarz: klein, glasglänzend, wenige mm gross, nur in pyramidenförmiger Ausbildung.
- Quarz: klein, glasglänzend, wenige mm gross, nur in pyramidenförmiger Ausbildung.
047_BL / Liestal, Grammet, Grammont, Rütihof Bezirk Liestal / Gemeinde Liestal, Koord. (ca.): 2'625’069 / 1'258’369
Grammont: 2'625'069 / 1'258'369, 404 m ü. M.
Rütihof: 2'624'176 / 1'256'271, 500 m ü. M.
Der Calcitfund dürfe aus dem südwestlichen Fuss des Grammont stammen. Der Bereich von Edlete bis zum Rütihof. Oberhalb des Hofes findet sich dann die Bärschwil-Formation aufgeschlossen. Diese verrät sich durch das Vorhandensein von pyritisierten Ammoniten, welche gelegentlich als Lesesteine gefunden werden können.
- Calcit:
- Pyritisierter Ammonit:
Grammont: 2'625'069 / 1'258'369, 404 m ü. M.
Rütihof: 2'624'176 / 1'256'271, 500 m ü. M.
Der Calcitfund dürfe aus dem südwestlichen Fuss des Grammont stammen. Der Bereich von Edlete bis zum Rütihof. Oberhalb des Hofes findet sich dann die Bärschwil-Formation aufgeschlossen. Diese verrät sich durch das Vorhandensein von pyritisierten Ammoniten, welche gelegentlich als Lesesteine gefunden werden können.
- Calcit:
- Pyritisierter Ammonit:
048_BL / Liestal, Sichteren (ehem. Steinbruch) Bezirk Liestal / Gemeinde Liestal, Koord. (ca.): 2'621’200 / 1'259’184
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 364
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Auf halber Strecke zwischen Liestal und dem Sichterenhof wurde um die 1950-er Jahre ein im Hauptrogenstein liegender Steinbruch betrieben. Heute ist vom ehemaligen Abbau nichts mehr zu sehen. Besonderes Interesse erlangte dieser Abbau wegen dem Vorkommen von braunem bis honiggelbbraunem Fluorit, ähnlich, wie dieser später unweit von dieser Stelle unterhalb von Nuglar (Lusenberg) angetroffen wurde. Als weitere Mineralien aus der ehemaligen Grube werden Quarz, Sphalerit und Calcit aufgeführt.
- Calcit:
- Fluorit: braun bis honiggelbbraun.
- Quarz:
- Sphalerit:
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 364
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Auf halber Strecke zwischen Liestal und dem Sichterenhof wurde um die 1950-er Jahre ein im Hauptrogenstein liegender Steinbruch betrieben. Heute ist vom ehemaligen Abbau nichts mehr zu sehen. Besonderes Interesse erlangte dieser Abbau wegen dem Vorkommen von braunem bis honiggelbbraunem Fluorit, ähnlich, wie dieser später unweit von dieser Stelle unterhalb von Nuglar (Lusenberg) angetroffen wurde. Als weitere Mineralien aus der ehemaligen Grube werden Quarz, Sphalerit und Calcit aufgeführt.
- Calcit:
- Fluorit: braun bis honiggelbbraun.
- Quarz:
- Sphalerit:
049_BL / Liestal, Weisse Fluh (ehem. Steinbruch) Bezirk Liestal / Gemeinde Liestal, Koord. (ca.): 2'622’284 / 1'260’124
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Diese, am nordwestlichen Ausläufer des Schleifenberg gelegene Grube wird seit längerer Zeit nicht mehr betrieben. Die Abbaustellen sind heute aber noch gut sichtbar, wenn auch stark überwuchert. Kaum bekannt dürfte das Vorkommen von Fluorit aus diesem Teil des Juras sein. Neben Fluorit tritt nur noch Calcit auf.
- Calcit:
- Fluorit: ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
- Calcit:
- Fluorit: ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
050_BL / Lupsingen, Kleckenberg (ehem. Grube) Bezirk Liestal / Gemeinde Lupsingen, Koord. (ca.): 2'619’325 / 1'254’393
Kleckenberg (ehem. Grube): 2'619'325 / 1'254'393, 590 m ü. M. Eine kleine, aufgelassene Grube im Sequan-Kalk am Kleckenberg beschied etwas weissen Dolomit (ca. 5-cm grosses Belegstück im NHM Basel).
- Dolomit: weiss.
Kleckenberg (ehem. Grube): 2'619'325 / 1'254'393, 590 m ü. M. Eine kleine, aufgelassene Grube im Sequan-Kalk am Kleckenberg beschied etwas weissen Dolomit (ca. 5-cm grosses Belegstück im NHM Basel).
- Dolomit: weiss.
051_BL / Pratteln, Adlerberg (Nordsporn), Adler (ehemalige Grube), Chäppeli Bezirk Liestal / Gemeinde Pratteln, Koord. (ca.): 2'619’660 / 1'262’428
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1-95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969;; Seite 306
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363-365
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 382
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis gegen das Ende des letzten Jahrhunderts wurde im Adler ein Steinbruch ausgebeutet. In einer ganz bestimmten Zone (blau markiert) enthalten die Calcitdrusen schwarze, eisenreiche Sphaleritkristalle und -aggregate. Das Mineral ist im mittleren Abschnitt an zahlreichen, zum Teil weit auseinanderliegenden Fundpunkten nachgewiesen worden und keineswegs selten. Die Fluorit-haltige Zone (siehe Galerie Adlerberg) rot markiert) liegt im obersten Bereich der Grube, wenig unterhalb der Oberfläche und kommt nie in Kontakt mit der Sphaleritzone.
- Ankerit: selten.
- Baryt: radialstrahliges Aggregat aus leistenförmigen, korrodierten und durch Eisenhydroxid rot gefärbten Kristallen in Ammonitenkammer. Aus dem Grauen Arietenkalk (unterer Lias). Genauere Angaben fehlen.
- Calcit: Gesteinshohlräume auskleidend, skalenoedrisch.
- Coelestobaryt: aus dem Grauen Arietenkalk (unterer Lias). Genauere Angaben fehlen.
- Dolomit: selten.
- Fluorit: 1) weingelb bis honiggelb, bis 3 cm, durchscheinend, teils fleckig (vor allem grössere Exemplare), braungrau, opak, elfenbeinfarbige Fluoreszenz.
- Goethit:
- Markasit:
- Pyrit:
- Sphalerit: aus dem Arietenkalk. Reiches Vorkommen in einem bestimmten Horizont des unteren Hauptrogensteins in korallenführenden, bräunlichweissen Kalken. Bis nussgrosse Kristalle mit rhomboedrischem Habitus in bis kopfgrossen Gesteinshohlräumen. Grünlichgrau bis schwarzbraun, stets matt.
- Strontianit: aus dem Grauen Arietenkalk (unterer Lias). Genauere Angaben fehlen.
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1-95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969;; Seite 306
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363-365
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 382
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis gegen das Ende des letzten Jahrhunderts wurde im Adler ein Steinbruch ausgebeutet. In einer ganz bestimmten Zone (blau markiert) enthalten die Calcitdrusen schwarze, eisenreiche Sphaleritkristalle und -aggregate. Das Mineral ist im mittleren Abschnitt an zahlreichen, zum Teil weit auseinanderliegenden Fundpunkten nachgewiesen worden und keineswegs selten. Die Fluorit-haltige Zone (siehe Galerie Adlerberg) rot markiert) liegt im obersten Bereich der Grube, wenig unterhalb der Oberfläche und kommt nie in Kontakt mit der Sphaleritzone.
- Ankerit: selten.
- Baryt: radialstrahliges Aggregat aus leistenförmigen, korrodierten und durch Eisenhydroxid rot gefärbten Kristallen in Ammonitenkammer. Aus dem Grauen Arietenkalk (unterer Lias). Genauere Angaben fehlen.
- Calcit: Gesteinshohlräume auskleidend, skalenoedrisch.
- Coelestobaryt: aus dem Grauen Arietenkalk (unterer Lias). Genauere Angaben fehlen.
- Dolomit: selten.
- Fluorit: 1) weingelb bis honiggelb, bis 3 cm, durchscheinend, teils fleckig (vor allem grössere Exemplare), braungrau, opak, elfenbeinfarbige Fluoreszenz.
- Goethit:
- Markasit:
- Pyrit:
- Sphalerit: aus dem Arietenkalk. Reiches Vorkommen in einem bestimmten Horizont des unteren Hauptrogensteins in korallenführenden, bräunlichweissen Kalken. Bis nussgrosse Kristalle mit rhomboedrischem Habitus in bis kopfgrossen Gesteinshohlräumen. Grünlichgrau bis schwarzbraun, stets matt.
- Strontianit: aus dem Grauen Arietenkalk (unterer Lias). Genauere Angaben fehlen.
052_BL / Pratteln, Bergreben Bezirk Liestal / Gemeinde Pratteln, Koord. (ca.): 2'618’760 / 1'262’500
Auf dem Plateau der Bergreben bis in den Zunftacher liegen zahlreiche Fossilien (viele Austern), welche gelegentlich Hohlräume enthalten. Die Mineralien, Calcit, Dolomit, Pyrit und Sphalerit sind nur von geringer Grösse, das heisst im mm-Bereich. Wie so oft, sind auch hier die Hohlräume mit Calcit ausgekleidet. Begleitet wird er von schneeweissem bis braunem Dolomit und kleinen Pyritkriställchen. Sphalerit erscheint, eingewachsen im Calcit, als braunschwarze Kristalle bis 3.5 mm.
- Calcit:
- Dolomit: schneeweiss bis braun, klein.
- Pyrit: klein.
- Sphalerit: erscheint, eingewachsen im Calcit, als braunschwarze Kristalle bis 3.5 mm.
- Calcit:
- Dolomit: schneeweiss bis braun, klein.
- Pyrit: klein.
- Sphalerit: erscheint, eingewachsen im Calcit, als braunschwarze Kristalle bis 3.5 mm.
053_BL / Pratteln, Eglisgraben Bezirk Liestal / Gemeinde Pratteln, Koord. (ca.): 2'617’765 / 1'262’220
Wenige Meter südlich des Restaurants Egglisgraben liegt ein ca. 60 Meter breites Liasband, welches sich gegen Osten hinzieht. Mit den grossflächigen künstlichen Aufschüttungen in den 1970-Jahren wurde der westliche Teil der Schichten überdeckt und somit auch die zugänglichen Aufschlüsse. Gefunden wurden Calcit und Goethit.
- Calcit:
- Goethit:
Wenige Meter südlich des Restaurants Egglisgraben liegt ein ca. 60 Meter breites Liasband, welches sich gegen Osten hinzieht. Mit den grossflächigen künstlichen Aufschüttungen in den 1970-Jahren wurde der westliche Teil der Schichten überdeckt und somit auch die zugänglichen Aufschlüsse. Gefunden wurden Calcit und Goethit.
- Calcit:
- Goethit:
054_BL / Pratteln, Erlimatt (Schulhaus) Bezirk Liestal / Gemeinde Pratteln, Koord. (ca.): 2'619’890 / 1'262’810
In der Baugrube (1974) des Schulhauses Erlimatt in Pratteln konnten aus der angefahrenen grauen Arietenschicht (Unterer Lias) neben grossen Pyritnestern auch Fossilien mit mineralienhaltigen Hohlräumen geborgen werden. Bei der Baugrube handelt es sich um einen künstlichen und nur vorübergehenden Aufschluss, welcher heute keine Fundmöglichkeiten mehr bietet.
- Calcit: rasenartig und in üblicher skalenoedrischer Ausbildung.
- Dolomit: weiss, in typischer, sattelförmiger Ausbildung. Teils belegt mit feinstem Pyrit.
- Gips: klar oder durch Eisenhydroxid rosa gefärbt.
- Goethit: das wohl interessanteste Mineral dieser Fundstelle. Ausgebildet als garbenförmige Aggregate mit dunkler Basis und goldfarbenem Ende.
- Pyrit: als Nester im grauen Kalk.
In der Baugrube (1974) des Schulhauses Erlimatt in Pratteln konnten aus der angefahrenen grauen Arietenschicht (Unterer Lias) neben grossen Pyritnestern auch Fossilien mit mineralienhaltigen Hohlräumen geborgen werden. Bei der Baugrube handelt es sich um einen künstlichen und nur vorübergehenden Aufschluss, welcher heute keine Fundmöglichkeiten mehr bietet.
- Calcit: rasenartig und in üblicher skalenoedrischer Ausbildung.
- Dolomit: weiss, in typischer, sattelförmiger Ausbildung. Teils belegt mit feinstem Pyrit.
- Gips: klar oder durch Eisenhydroxid rosa gefärbt.
- Goethit: das wohl interessanteste Mineral dieser Fundstelle. Ausgebildet als garbenförmige Aggregate mit dunkler Basis und goldfarbenem Ende.
- Pyrit: als Nester im grauen Kalk.
055_BL / Pratteln, Halde Bezirk Liestal / Gemeinde Pratteln, Koord. (ca.): 2'619’675 / 1'262’875
Das Gebiet Halde, nördlich des bekannten Adlerbergs gelegen, schneidet die fossilienreichen Schichten der Passwang-Formation, welche wegen des relativ flachen Geländes kaum aufgeschlossen angetroffen werden kann. Das Vorkommen wird nur durch die vereinzelt herumliegenden Gesteinsbrocken angezeigt. Die Hohlräume der hier im grauen Arietenkalk vorkommenden Ammoniten enthalten unter anderem die aufgeführten Mineralien. Südwestlich der Lokalität Halde führt ein Waldweg bis unter die Ruine Madeln. Fast auf der ganzen Wegstrecke verlaufen ungefähr parallel zu diesem die interessanten Humphriesi-Schichten, welche aber auch hier kaum aufgeschlossen sind.
- Baryt: mit Übergang zu Coelestobaryt.
- Calcit: rasenartig und in skalenoedrischer Ausbildung.
- Coelestobaryt: radialstrahlige Aggregate gebildet aus leistenförmigen, korrodierten und durch Eisenhydroxid rot gefärbten Kristallen.
- Strontianit:
Das Gebiet Halde, nördlich des bekannten Adlerbergs gelegen, schneidet die fossilienreichen Schichten der Passwang-Formation, welche wegen des relativ flachen Geländes kaum aufgeschlossen angetroffen werden kann. Das Vorkommen wird nur durch die vereinzelt herumliegenden Gesteinsbrocken angezeigt. Die Hohlräume der hier im grauen Arietenkalk vorkommenden Ammoniten enthalten unter anderem die aufgeführten Mineralien. Südwestlich der Lokalität Halde führt ein Waldweg bis unter die Ruine Madeln. Fast auf der ganzen Wegstrecke verlaufen ungefähr parallel zu diesem die interessanten Humphriesi-Schichten, welche aber auch hier kaum aufgeschlossen sind.
- Baryt: mit Übergang zu Coelestobaryt.
- Calcit: rasenartig und in skalenoedrischer Ausbildung.
- Coelestobaryt: radialstrahlige Aggregate gebildet aus leistenförmigen, korrodierten und durch Eisenhydroxid rot gefärbten Kristallen.
- Strontianit:
056_BL / Seltisberg, Galmshübel, Brunnhof, Riedbächli, Weid, Sonnhalde Bezirk Liestal / Gemeinde Seltisberg
Literatur:
- von Huene, F. (1900): Geologische Beschreibung der Gegend von Liestal im Schweizer Tafeljura; Verh. der NFG Basel, 1900, Band 12, S. 295-371
Huene, F. (1900): Auf der Passhöhe zwischen Weid und vorderer Sonnhalde (445 m) befinden sich alte Lettengruben, in denen nach Aussage der Bauern früher, als sie noch in Betrieb waren, verkieste Ammoniten gefunden wurden. Es sind wohl die Lamberti-Schichten (Callovien, Ifenthal-Formation), denn in einem wenig tieferen Niveau nur einige Schritte von da fand ich (von Huene) einmal bei günstiger Gelegenheit zahlreiche Fossilien der Athleta- und Macrocephalus-Schichten. Von Höhenkurve 450 bis 490 stehen dunkle Tone an, in denen nach oben sich häufende grosse Chailles enthalten sind. Diese Informationen könnte eine Erklärung für den Quarzfund in einer Septarie aus dem Riedbächli sein. Das NHM Basel besitzt eine ca. 5 cm breite Quarzstufe mit folgendem Vermerk: "Quarz, Calcit in Septarie, Riedbächli bei Seltisberg". Beidseits des Riedbächlis ist auf mehreren Abschnitten in höheren Lagen das Callovien (Ifenthal-Formation) und das Oxfordien (Bärschwil-Formation mit) vorhanden. Das Callovien ist mehrfach, z. B. Im Bachriss beim Brunnhof aufgeschlossen. Von hier an aufwärts bis zur Spitze (521 m) folgen die hellen Kalke der unteren Effinger-Schichten, deren Fossilreichtum von diesem Punkte bekannt ist.
Literatur:
- von Huene, F. (1900): Geologische Beschreibung der Gegend von Liestal im Schweizer Tafeljura; Verh. der NFG Basel, 1900, Band 12, S. 295-371
Huene, F. (1900): Auf der Passhöhe zwischen Weid und vorderer Sonnhalde (445 m) befinden sich alte Lettengruben, in denen nach Aussage der Bauern früher, als sie noch in Betrieb waren, verkieste Ammoniten gefunden wurden. Es sind wohl die Lamberti-Schichten (Callovien, Ifenthal-Formation), denn in einem wenig tieferen Niveau nur einige Schritte von da fand ich (von Huene) einmal bei günstiger Gelegenheit zahlreiche Fossilien der Athleta- und Macrocephalus-Schichten. Von Höhenkurve 450 bis 490 stehen dunkle Tone an, in denen nach oben sich häufende grosse Chailles enthalten sind. Diese Informationen könnte eine Erklärung für den Quarzfund in einer Septarie aus dem Riedbächli sein. Das NHM Basel besitzt eine ca. 5 cm breite Quarzstufe mit folgendem Vermerk: "Quarz, Calcit in Septarie, Riedbächli bei Seltisberg". Beidseits des Riedbächlis ist auf mehreren Abschnitten in höheren Lagen das Callovien (Ifenthal-Formation) und das Oxfordien (Bärschwil-Formation mit) vorhanden. Das Callovien ist mehrfach, z. B. Im Bachriss beim Brunnhof aufgeschlossen. Von hier an aufwärts bis zur Spitze (521 m) folgen die hellen Kalke der unteren Effinger-Schichten, deren Fossilreichtum von diesem Punkte bekannt ist.
- Calcit:
- Quarz:
- Quarz:
057_BL / Seltisberg, Orismühle (Hauptstrasse) Bezirk Liestal / Gemeinde Seltisberg
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Beim Bau der Hauptstrasse von der Orismühle nach Seltisberg sind im Bereich der beiden Haarnadelkurven fluorithaltige Schichten des Hauptrogensteins angeschnitten worden.
- Calcit:
- Fluorit:
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Beim Bau der Hauptstrasse von der Orismühle nach Seltisberg sind im Bereich der beiden Haarnadelkurven fluorithaltige Schichten des Hauptrogensteins angeschnitten worden.
- Calcit:
- Fluorit:
058_BL / Seltisberg, Orismühle (ehem. Steinbruch) Bezirk Liestal / Gemeinde Seltisberg, Koord. (ca.): 2'619’850 / 1'256’730
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Die Fundortbezeichnung "Orismühle" ist heute auf vielen Fluorit- und Sphaleritstufen zu finden. Die meisten dieser Stufen stammen aber aus der weiter nördlich liegenden Grube am Lusenberg unterhalb von Nuglar. In beiden Gruben wurde der Hauptrogenstein abgebaut und auch dieselben Mineralien, vor allem Calcit, Fluorit und Sphalerit gefunden. Hemimorphitfunde mit Fundortangabe "Orismühle" stammen aus dem Steinbruch Lusenberg. Beim abgebildeten Sphalerit handelt es ich um eine Stufe aus dem Jahr 1914. Zu diesem Zeitpunkt war nur die Grube bei der Orismühle aktiv. Diese steht heute unter Naturschutz.
- Calcit:
- Fluorit:
- Sphalerit:
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Die Fundortbezeichnung "Orismühle" ist heute auf vielen Fluorit- und Sphaleritstufen zu finden. Die meisten dieser Stufen stammen aber aus der weiter nördlich liegenden Grube am Lusenberg unterhalb von Nuglar. In beiden Gruben wurde der Hauptrogenstein abgebaut und auch dieselben Mineralien, vor allem Calcit, Fluorit und Sphalerit gefunden. Hemimorphitfunde mit Fundortangabe "Orismühle" stammen aus dem Steinbruch Lusenberg. Beim abgebildeten Sphalerit handelt es ich um eine Stufe aus dem Jahr 1914. Zu diesem Zeitpunkt war nur die Grube bei der Orismühle aktiv. Diese steht heute unter Naturschutz.
- Calcit:
- Fluorit:
- Sphalerit:
059_BL / Ziefen Bezirk Liestal / Gemeinde Ziefen, Koord. (ca.): 2'619’275 / 1'253’405
Literatur:
- Mühleberg, F. (1882): Zinkblende im Rogenstein des Aargauer Jura; Mitt. der Aarg. NFG, 1882, Heft 3, S. 181-183
Bolusschichten:
Öschberg, Bolzeried: 2'621'135 / 1'254'370, 493 m ü. M.
Chrützholz: 2'620'765 / 1'254'255, 523 m ü. M.
Ebnet: 2'618'845 / 1'253'460, 563 m ü. M.
Fossilien: von Huene (1900): bei Rebhalden, am Südende des Blomd (Waldrand Rebhalden), sind östlich die Crenularis-Schichten (Oxfordien bei 2'619'710 / 1'253'644) gut aufgeschlossen und sehr fossilreich. Funde sind in den Schichten von Rebhalden und von dem ca. 300 m nördlich gelegenen Punkt am Waldrande bei Blomatt möglich.
Mineralien: in der Baugrube zum Altersheim Holdenweid (Holde, 2'619'275 / 1'253'405, 491 m ü. M) sind unter Effinger-Schichten noch die zum Oxfordien gehörenden blauen Tone mit pyritisierten Ammoniten festgestellt worden.
- Mühlberg, F. (1892): an der Holzenbergstrasse, 2'618'085 / 1'251'779, 609 m ü. M. bei Punkt 616 (heute 609) auf der Passhöhe an der Strasse von Seewen nach Ziefen liegen die Renggeri-Tone mit einzelnen verkiesten Ammoniten und Gips-Kriställchen. Die Schichten des Oxfordien, vor allem die selten aufgeschlossenen Renggeri-Tone, sind bekannt für ihre pyritisierten Ammoniten.
- Gips:
- Pyritisierter Ammonit:
Literatur:
- Mühleberg, F. (1882): Zinkblende im Rogenstein des Aargauer Jura; Mitt. der Aarg. NFG, 1882, Heft 3, S. 181-183
Bolusschichten:
Öschberg, Bolzeried: 2'621'135 / 1'254'370, 493 m ü. M.
Chrützholz: 2'620'765 / 1'254'255, 523 m ü. M.
Ebnet: 2'618'845 / 1'253'460, 563 m ü. M.
Fossilien: von Huene (1900): bei Rebhalden, am Südende des Blomd (Waldrand Rebhalden), sind östlich die Crenularis-Schichten (Oxfordien bei 2'619'710 / 1'253'644) gut aufgeschlossen und sehr fossilreich. Funde sind in den Schichten von Rebhalden und von dem ca. 300 m nördlich gelegenen Punkt am Waldrande bei Blomatt möglich.
Mineralien: in der Baugrube zum Altersheim Holdenweid (Holde, 2'619'275 / 1'253'405, 491 m ü. M) sind unter Effinger-Schichten noch die zum Oxfordien gehörenden blauen Tone mit pyritisierten Ammoniten festgestellt worden.
- Mühlberg, F. (1892): an der Holzenbergstrasse, 2'618'085 / 1'251'779, 609 m ü. M. bei Punkt 616 (heute 609) auf der Passhöhe an der Strasse von Seewen nach Ziefen liegen die Renggeri-Tone mit einzelnen verkiesten Ammoniten und Gips-Kriställchen. Die Schichten des Oxfordien, vor allem die selten aufgeschlossenen Renggeri-Tone, sind bekannt für ihre pyritisierten Ammoniten.
- Gips:
- Pyritisierter Ammonit:
Bezirk Sissach
060_BL / Anwil Bezirk Sissach / Gemeinde Anwil, Koord. (ca.): 2'638’227 / 1'256’223
Anwil hat weit über die Grenzen hinaus Berühmtheit erlangt wegen seinen erstklassigen Fossilienvorkommen. Die mehrere Meter unter der Oberfläche liegenden fossilienhaltigen Schichten der Anwil-Bank sind nirgends anstehend und kaum zugänglich. Einzig bei Grabungs- und Aushubarbeiten bieten sich noch Fundmöglichkeiten. Die rostbraunen oder beigefarbenen Fossilien sind kompakt und enthalten nur selten mineralienhaltige Hohlräume. Über vorkommende Mineralien in diesen ist wenig bekannt.
Die geologische Karte von Swisstopo führt im Gebiet folgende 6 Fossilfundstellen auf:
- Anwil, Ächtel, Förliacher: 2'638'227 / 1'256'223, 610 m ü. M.
- Anwil, Dorf, Hauptstrasse: 2'638'019 / 1'255'760, 600 m ü. M.
- Anwil, Eggacher: 2'638'807 / 1'255'641, 610 m ü. M.
- Anwil, Reizacher, Birch: 2'638'134 / 1'255'203, 615 m ü. M.
- Anwil, Weierraimet: 2'638'314 / 1'255'742, 610 m ü. M.
- Anwil, Widacher: 2'638'225 / 1'255'635, 596 m ü. M.
- Calcit:
- Glaskopf: schwarz.
Die geologische Karte von Swisstopo führt im Gebiet folgende 6 Fossilfundstellen auf:
- Anwil, Ächtel, Förliacher: 2'638'227 / 1'256'223, 610 m ü. M.
- Anwil, Dorf, Hauptstrasse: 2'638'019 / 1'255'760, 600 m ü. M.
- Anwil, Eggacher: 2'638'807 / 1'255'641, 610 m ü. M.
- Anwil, Reizacher, Birch: 2'638'134 / 1'255'203, 615 m ü. M.
- Anwil, Weierraimet: 2'638'314 / 1'255'742, 610 m ü. M.
- Anwil, Widacher: 2'638'225 / 1'255'635, 596 m ü. M.
- Calcit:
- Glaskopf: schwarz.
061_BL / Anwil;(Kohleabbau) Bezirk Sissach / Gemeinde Anwil, Koord. (ca.): 2'637’250 / 1'255’360
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917, Seite 20
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917, Seite 20
Braunkohlen im Tertiär des Jura. In Anwil, im Baselland, wurde eine Braunkohle ausgebeutet, die in obermiocänem Süsswasserkalk auftritt. Die Lokalität wird mit ARA Anwil angegeben.
- Braunkohle: ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
- Braunkohle: ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
062_BL / Buus, Auf Neu (Waldrand), Auf Acker, Uf Dorn Bezirk Sissach / Gemeinde Buus, Koord. (ca.): 2'632’548 / 1'263’309
Die Ebene Uf Dorn, sowie diejenige zwischen Auf Acker und Auf Neu, beide in der Trigonodusdolomitzone, werden intensiv bewirtschaftet und können von Frühling bis Herbst kaum betreten werden. Vereinzelte Hornsteinsplitter sind auf beiden Ebenen rege vertreten. Mit grösseren Brocken (ab Faustgrösse) kann nicht gerechnet werden.
- Chalcedon: einige wenige Chalcedonknollen.
- Hornstein: nur wenige kompakte Hornsteine, praktisch keine Hohlräume.
Die Ebene Uf Dorn, sowie diejenige zwischen Auf Acker und Auf Neu, beide in der Trigonodusdolomitzone, werden intensiv bewirtschaftet und können von Frühling bis Herbst kaum betreten werden. Vereinzelte Hornsteinsplitter sind auf beiden Ebenen rege vertreten. Mit grösseren Brocken (ab Faustgrösse) kann nicht gerechnet werden.
- Chalcedon: einige wenige Chalcedonknollen.
- Hornstein: nur wenige kompakte Hornsteine, praktisch keine Hohlräume.
063_BL / Buus, Bäumli (Waldrand) Bezirk Sissach / Gemeinde Buus, Koord. (ca.): 2'633’252 / 1'261’700
- Hornstein: nur wenige kompakte Hornsteine, praktisch keine Hohlräume.
- Hornstein: nur wenige kompakte Hornsteine, praktisch keine Hohlräume.
064_BL / Buus, Erzmatt Bezirk Sissach-Gemeinde Buus, Koord. (ca.): 2'631’150 / 1'261’700
Die Erzmatt, westlich von Buus gelegen, ist eine sanft nach Norden abfallende Geländemulde. Der Flurname gibt schon einen Hinweis, dass hier Erz verhüttet worden ist, was die Funde von Schlacke und Holzkohle bestätigen. Bohnerzabbau in dieser Gegend ist bereits um ca. 1400 nachgewiesen. Das Besondere an den hier vorkommenden Bohnerzen ist der hohe Eisen- und Arsengehalt. Schon Anfang des 20. Jh. beobachteten die Pächter der Erzmatt, dass in der Erzmatt das Getreide und die Kartoffeln trotz Düngung auffallend schlecht gedeiht. Um der Ursache auf den Grund zu gehen führte Dr. Ernst Truninger 1922 eine Bodenanalyse mit folgendem Ergebnis durch: 40 - 60 cm unter der Oberfläche liegt eine max. 40 cm dicke Schicht von Brauneisenerz mit einem beeindruckenden Eisengehalt von 41%. Der Gehalt an natürlich vorkommendem giftigem Arsenoxid in der Erzschicht ist mit fast 6% ausserordentlich hoch. Der Nährstoffgehalt des Bodens liegt im normalen Rahmen. Kleintiere fehlen im Boden weitgehend und der Gehalt an lebenden Bakterien ist gering. Die Ursache war somit bekannt. 2013 entdeckte das Amt für Umwelt und Energie des Kantons Basel-Landschaft, dass Böden im Gebiet der Erzmatt in der Gemeinde Buus hohe natürliche Arsen- und Thalliumgehalte aufweisen. Die Konzentrationen reichen bis zu mehreren tausend Milligramm pro Kilogramm. Normalerweise liegen die Gehalte zwischen 0,01 bis 1 Milligramm Thallium pro Kilogramm Boden. Das am Stärksten belastete Gebiet umfasst eine Fläche von ca. 1.5 Hektar und liegt zwischen der Strasse und dem Waldrand der Lokalität Erzmattholde. Die ungewöhnliche Arsen-Thallium-Mineralisation gilt als eine kleine mineralogische Sensation für den Jura. Die interessanten Mineralien sind klein und nur unter dem Mikroskop oder dem Elektronenmikroskop zu sehen. Die Wiese der Erzmatt wird nicht mehr genutzt und ist dicht überwachsen. Fundmöglichkeiten bestehen noch nördlich der Erzmatt, in der Erzmattholde. Mineralien dieser Lokalität sollten wegen der Giftigkeit des Arsens und des Thalliums in Sammlungen sicher und gut verschlossen aufbewahrt werden.
- Avicennit: als sekundäres grauschwarzes Verwitterungsmineral in der Thallium-haltigen Eisensulfid-Vererzung. Massige Aggregate und blättrige Kriställchen bis 0.3 mm. Erstfund für die Schweiz. Funde sind heute noch möglich.
- Bariopharmakosiderit: mikroskopisch. Ein weiteres für die Schweiz sehr seltenes Mineral.
- Bohnerz:
- Dorallcharit: pseudokubische Mischkristalle Jarosit-Dorallcharit. Je nach Thalliumanteil, mehr oder weniger gelb.
- Jarosit: pseudokubische Mischkristalle Jarosit-Dorallcharit. Je nach Thalliumanteil mehr oder weniger gelb.
- Limonit: früher auch als Brauneisenerz bezeichnet.
- Avicennit: als sekundäres grauschwarzes Verwitterungsmineral in der Thallium-haltigen Eisensulfid-Vererzung. Massige Aggregate und blättrige Kriställchen bis 0.3 mm. Erstfund für die Schweiz. Funde sind heute noch möglich.
- Bariopharmakosiderit: mikroskopisch. Ein weiteres für die Schweiz sehr seltenes Mineral.
- Bohnerz:
- Dorallcharit: pseudokubische Mischkristalle Jarosit-Dorallcharit. Je nach Thalliumanteil, mehr oder weniger gelb.
- Jarosit: pseudokubische Mischkristalle Jarosit-Dorallcharit. Je nach Thalliumanteil mehr oder weniger gelb.
- Limonit: früher auch als Brauneisenerz bezeichnet.
065_BL / Buus, Heimeren (Waldrand) Bezirk Sissach / Gemeinde Buus, Koord. (ca.): 2'630’742 / 1'261’881
- Chalcedon: selten.
- Hornstein: nur wenige kompakte Hornsteine, ein einzelner Block mit einer Mächtigkeit von 45 cm, mit nur kleinen, max. 1 cm grossen Hohlräumen.
- Chalcedon: selten.
- Hornstein: nur wenige kompakte Hornsteine, ein einzelner Block mit einer Mächtigkeit von 45 cm, mit nur kleinen, max. 1 cm grossen Hohlräumen.
066_BL / Buus, Ischlag Bezirk Sissach / Gemeinde Buus, Koord. (ca.): 2'630’513 / 1'261’961
Massiger Hornstein mit nur 5 mm grossen Drusen, liegt am Waldrand im Osten der Lokalität Ischlag. Weitere, ebenfalls kaum sammelwürdige Vorkommen mit kleinsten Quarzdrusen sind im Bereich zwischen Lochrüti und dem Mittleren Eigenried zusammen mit Chalcedonzu finden.
- Hornstein:
- Quarz: in kleinen, bis 5 mm grossen, Drusen.
Massiger Hornstein mit nur 5 mm grossen Drusen, liegt am Waldrand im Osten der Lokalität Ischlag. Weitere, ebenfalls kaum sammelwürdige Vorkommen mit kleinsten Quarzdrusen sind im Bereich zwischen Lochrüti und dem Mittleren Eigenried zusammen mit Chalcedonzu finden.
- Hornstein:
- Quarz: in kleinen, bis 5 mm grossen, Drusen.
067_BL / Buus;(Bohnerzabbau) Bezirk Sissach / Gemeinde Buus, Koord. (ca.): 2'632’084 / 1'261’719
Literatur:
- Epprecht, W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19
Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Schaufelberger, F.; Urner Mineralienfreund; 1989; Heft 1; Seite 1; Nachgewiesener Bohnerzabbau um ca. 1400.
Das Besondere dieser Bohnerze ist der hohe Arsengehalt. Prähist. Funde auf der Buuseregg, Verhüttungsplatz für Eisenerz auf der Erzmatt. Gipsabbau im 18. Jh.
- Bohneisenerz: Brauneisenerz mit einem Arsengehalt von mehreren Prozent.
- Gips:
Literatur:
- Epprecht, W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19
Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Schaufelberger, F.; Urner Mineralienfreund; 1989; Heft 1; Seite 1; Nachgewiesener Bohnerzabbau um ca. 1400.
Das Besondere dieser Bohnerze ist der hohe Arsengehalt. Prähist. Funde auf der Buuseregg, Verhüttungsplatz für Eisenerz auf der Erzmatt. Gipsabbau im 18. Jh.
- Bohneisenerz: Brauneisenerz mit einem Arsengehalt von mehreren Prozent.
- Gips:
068_BL / Buus, Umgebung, Hohrüti Bezirk Sissach-Gemeinde Buus, Koord. (ca.): 2'631’435 / 1'261’790
Der Trigonodusdolomit in der Gemeinde Buus erstreckt sich in allen Richtungen über weite Flächen. Entgegen den in der östlichen Nachbargemeinde Zuzgen (Region Bämmich) Hornsteinvorkommen mit Quarzdrusen sind diese auf dem ganzen Gemeindegebiet von Buus kaum zu finden. Einzig bei der Lokalität Hohrüti liegen vereinzelte, zusammengetragene Hornsteinbrocken mit Quarz-haltigen und kaum mehr als 2 cm grossen Drusen. Die im Normalhabitus gewachsenen Kristalle sind wasserklar und enthalten selten auch Einschlüsse von Goethit. Im Trigonodusdolomit selbst sind nesterweise weisse Quarzaggregate eingelagert. Quarz findet sich auch in kleinen, unregelmässigen Hohlräumen. Als Begleitmineral tritt hier rhomboedrisch ausgebildeter braunfarbiger Calcit auf. Massiger Hornstein mit nur 5 mm grossen Drusen, liegt am Waldrand im Osten der Lokalität Ischlag. Weitere, ebenfalls kaum sammelwürdige Vorkommen mit kleinsten Quarzdrusen sind im Bereich zwischen Lochrüti und dem Mittleren Eigenried zusammen mit Chalcedon zu finden. Buus, Bäumli, Waldrand, 2'633'252 / 1'261'700, 547 m ü. M: nur wenige kompakte Hornsteine, praktisch keine Hohlräume. Buus, Auf Neu, Waldrand, 2'632'548 / 1'263'309, 587 m ü. M: nur wenige kompakte Hornsteine, praktisch keine Hohlräume, wenige Chalcedonknollen. Buus, Heimeren, Waldrand, 2'630'742 / 1'261'881, 549 m ü. M: nur wenige kompakte Horn-steine, ein einzelner Block mit einer Mächtigkeit von 45 cm, mit nur kleinen, max. 1 cm grossen Hohlräumen und wenig Chalcedon. Die Ebene Uf Dorn, sowie diejenige zwischen Auf Acker und Auf Neu, beide in der Trigonodusdolomit-Zone, werden intensiv bewirtschaftet und können von Frühling bis Herbst kaum betreten werden. Vereinzelte Hornsteinsplitter sind auf beiden Ebenen gut vertreten. Mit grösseren Brocken (ab Faustgrösse kann nicht gerechnet werden).
- Calcit:
- Chalcedon:
- Goethit:
- Hornstein:
- Quarz:
Der Trigonodusdolomit in der Gemeinde Buus erstreckt sich in allen Richtungen über weite Flächen. Entgegen den in der östlichen Nachbargemeinde Zuzgen (Region Bämmich) Hornsteinvorkommen mit Quarzdrusen sind diese auf dem ganzen Gemeindegebiet von Buus kaum zu finden. Einzig bei der Lokalität Hohrüti liegen vereinzelte, zusammengetragene Hornsteinbrocken mit Quarz-haltigen und kaum mehr als 2 cm grossen Drusen. Die im Normalhabitus gewachsenen Kristalle sind wasserklar und enthalten selten auch Einschlüsse von Goethit. Im Trigonodusdolomit selbst sind nesterweise weisse Quarzaggregate eingelagert. Quarz findet sich auch in kleinen, unregelmässigen Hohlräumen. Als Begleitmineral tritt hier rhomboedrisch ausgebildeter braunfarbiger Calcit auf. Massiger Hornstein mit nur 5 mm grossen Drusen, liegt am Waldrand im Osten der Lokalität Ischlag. Weitere, ebenfalls kaum sammelwürdige Vorkommen mit kleinsten Quarzdrusen sind im Bereich zwischen Lochrüti und dem Mittleren Eigenried zusammen mit Chalcedon zu finden. Buus, Bäumli, Waldrand, 2'633'252 / 1'261'700, 547 m ü. M: nur wenige kompakte Hornsteine, praktisch keine Hohlräume. Buus, Auf Neu, Waldrand, 2'632'548 / 1'263'309, 587 m ü. M: nur wenige kompakte Hornsteine, praktisch keine Hohlräume, wenige Chalcedonknollen. Buus, Heimeren, Waldrand, 2'630'742 / 1'261'881, 549 m ü. M: nur wenige kompakte Horn-steine, ein einzelner Block mit einer Mächtigkeit von 45 cm, mit nur kleinen, max. 1 cm grossen Hohlräumen und wenig Chalcedon. Die Ebene Uf Dorn, sowie diejenige zwischen Auf Acker und Auf Neu, beide in der Trigonodusdolomit-Zone, werden intensiv bewirtschaftet und können von Frühling bis Herbst kaum betreten werden. Vereinzelte Hornsteinsplitter sind auf beiden Ebenen gut vertreten. Mit grösseren Brocken (ab Faustgrösse kann nicht gerechnet werden).
- Calcit:
- Chalcedon:
- Goethit:
- Hornstein:
- Quarz:
069_BL / Böckten, Chienberg, Wisler Bezirk Sissach / Gemeinde Buus, Koord. (ca.): 2'629’950 / 1'258’280
Eine gute Fundstelle für Fossilien liegt am Südhang des Chienbergs nördlich des Wislerhofs. Beim Anlegen eines Nutzweges wurden auf einem kurzen Abschnitt die Murchisonae-Schichten freigelegt. Hohlräume sind selten, zudem hat die Nähe zur Oberfläche den Fossilien teilweise stark zugesetzt. Funde sind noch möglich.
- Fossilien:
Eine gute Fundstelle für Fossilien liegt am Südhang des Chienbergs nördlich des Wislerhofs. Beim Anlegen eines Nutzweges wurden auf einem kurzen Abschnitt die Murchisonae-Schichten freigelegt. Hohlräume sind selten, zudem hat die Nähe zur Oberfläche den Fossilien teilweise stark zugesetzt. Funde sind noch möglich.
- Fossilien:
070_BL / Gelterkinden, Berg, Fluhweg, Mahren, Mületen, Rünenbergerstr., Sonnenhof, Zwei Bezirk Sissach / Gemeinde Gelterkinden, Koord. (ca.): 2'632’490 / 1'257’104
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Hohlkammern von Ammoniten und anderen Fossilien beherbergen öfters ausgezeichnete Mineralvergesellschaftungen. Es liegt daher nahe, die zahlreichen Fossilienvorkommen rund um Gelterkinden näher zu untersuchen. Eine kurze Begehung einiger Stellen zeigte zwar das gesuchte Gestein, Fossilien waren aber nur ansatzweise zu finden. Mit etwas mehr Ausdauer wäre das Ergebnis sicher besser ausgefallen. Fragmente und Bruchstücke von Fossilien können gelegentlich auf den Halden gefunden werden, ganze Exemplare aber höchst selten. Um an die begehrten Fossilien zu gelangen wären grössere Grabungsarbeiten notwendig - Flurschäden und Probleme mit den Besitzern die unangenehmen Folgen. Grabungsarbeiten im Wald wären zudem bewilligungspflichtig.
Hier ein Zusammenzug von Fossilienvorkommen rund um Gelterkinden:
- Berg: 2'631'765 / 1'254'761, 606 m ü. M., Birmenstorfer-Schichten.
- Fluhweg: 2'632'490 / 1'257'104, 506 m ü. M., Passwang-Formation. Hier ist eines der vollständigsten Profile der Murchisonae-Schichten im Schweizer Jura aufgeschlossen. Der S-Abfall ist besser zugänglich als der praktisch senkrecht abfallende N-Teil der Fluh.
- Mahren: 2'631'703 / 1'258'347, 534 m ü. M., Passwang-Formation, nördlich von Gelterkinden mehrere Anschürfe oberhalb des Weges von Flur Mahren nach P. 558 und P. 594
- Mületen: 2'632'840 / 1'255'576, 494 m ü. M., Passwang-Formation. In den Eisenoolithen der Humphriesi-Schichten: Strasse Rünenberg - Mületen.
- Rünenbergerstr.: 2'632'966 / 1'255'344, 489 m ü. M., Passwang-Formation. Sonnenhof: 2'630'628 / 1'257'875, 497 m ü. M., Passwang-Formation. Zwei: 2'632'121 / 1'254'387, 489 m ü. M., Birmenstorfer-Schichten.
- Fossilien:
Hier ein Zusammenzug von Fossilienvorkommen rund um Gelterkinden:
- Berg: 2'631'765 / 1'254'761, 606 m ü. M., Birmenstorfer-Schichten.
- Fluhweg: 2'632'490 / 1'257'104, 506 m ü. M., Passwang-Formation. Hier ist eines der vollständigsten Profile der Murchisonae-Schichten im Schweizer Jura aufgeschlossen. Der S-Abfall ist besser zugänglich als der praktisch senkrecht abfallende N-Teil der Fluh.
- Mahren: 2'631'703 / 1'258'347, 534 m ü. M., Passwang-Formation, nördlich von Gelterkinden mehrere Anschürfe oberhalb des Weges von Flur Mahren nach P. 558 und P. 594
- Mületen: 2'632'840 / 1'255'576, 494 m ü. M., Passwang-Formation. In den Eisenoolithen der Humphriesi-Schichten: Strasse Rünenberg - Mületen.
- Rünenbergerstr.: 2'632'966 / 1'255'344, 489 m ü. M., Passwang-Formation. Sonnenhof: 2'630'628 / 1'257'875, 497 m ü. M., Passwang-Formation. Zwei: 2'632'121 / 1'254'387, 489 m ü. M., Birmenstorfer-Schichten.
- Fossilien:
071_BL / Gelterkinden, Steiholde Bezirk Sissach / Gemeinde Gelterkinden, Koord. (ca.): 2'632’925 / 1'255’250
Unterhalb von Mületen führt ab der Hauptstrasse in südlicher Richtung eine Waldstrasse in den Zangegrabe. Schon nach wenigen Metern zweigt hier nach Osten ein schmaler Weg gegen Steiholde / Zange ab. Beim Anlegen dieses Weges sind Schichten der Passwang-Formation, deren braune Gesteinsbrocken im Gelände gut erkennbar sind, freigelegt worden. Vor allem im oberen Teil, noch vor dem Übergang in den hellen Hauptrogenstein, können vermehrt fossile Zweischaler, teils zahlreich und nesterartig im Gestein vorhanden und mit mehr oder weniger calcit- und quarzgefülltem Inhalt, gefunden werden. Vorhandene Hohlräume enthalten immer Calcit und fast ausnahmslos auch dem Calcit aufgewachsene wasserklare, dipyramidale Quarzkristalle. Einige Muscheln sind vollständig mit Calcit gefüllt, die Quarzkristalle müssen dann mit Säure herausgelöst werden. Die beiden Mineralien sind auch in anderen Fossilien anzutreffen. Die Fossilhohlräume sind meist primär von einem Rasen winzig kleiner, milchigweisser Calcitkriställchen von skalenoedrischem Habitus ausgekleidet. Fast in jedem Hohlraum ist ausserdem, vorzugsweise in Aggregaten, wasserklarer Quarz im kurzprismatisch-pyramidalem Habitus vorhanden.
- Calcit: die Fossilhohlräume sind meist primär mit einem Rasen winzig kleiner, milchigweisser Calcitkriställchen von skalenoedrischem Habitus ausgekleidet.
- Chalcedon: nach dem Weglösen des Kalkes zeigen sich leicht bläuliche chalcedonisierte Schalenreste.
- Glimmer: äusserst kleine, im Gestein eingelagerte und glänzende Blättchen. Nur unter dem Binokular erkennbar.
- Goethit: auch dieses Mineral tritt nur im Miniaturformat auf. Die Kristalle sind dunkelbraun bis schwarz, treten einzeln auf oder bilden kleine Aggregate.
- Hämatit: kleinste schwarze oder braunrote Täfelchen. Gerne vollständig im Calcit eingewachsen.
- Quarz: fast in jedem Hohlraum ist, vorzugsweise in Aggregaten, wasserklarer Quarz im kurzprismatisch-pyramidalem Habitus vorhanden. Aggregate erreichen bis 8 mm Grösse.
Unterhalb von Mületen führt ab der Hauptstrasse in südlicher Richtung eine Waldstrasse in den Zangegrabe. Schon nach wenigen Metern zweigt hier nach Osten ein schmaler Weg gegen Steiholde / Zange ab. Beim Anlegen dieses Weges sind Schichten der Passwang-Formation, deren braune Gesteinsbrocken im Gelände gut erkennbar sind, freigelegt worden. Vor allem im oberen Teil, noch vor dem Übergang in den hellen Hauptrogenstein, können vermehrt fossile Zweischaler, teils zahlreich und nesterartig im Gestein vorhanden und mit mehr oder weniger calcit- und quarzgefülltem Inhalt, gefunden werden. Vorhandene Hohlräume enthalten immer Calcit und fast ausnahmslos auch dem Calcit aufgewachsene wasserklare, dipyramidale Quarzkristalle. Einige Muscheln sind vollständig mit Calcit gefüllt, die Quarzkristalle müssen dann mit Säure herausgelöst werden. Die beiden Mineralien sind auch in anderen Fossilien anzutreffen. Die Fossilhohlräume sind meist primär von einem Rasen winzig kleiner, milchigweisser Calcitkriställchen von skalenoedrischem Habitus ausgekleidet. Fast in jedem Hohlraum ist ausserdem, vorzugsweise in Aggregaten, wasserklarer Quarz im kurzprismatisch-pyramidalem Habitus vorhanden.
- Calcit: die Fossilhohlräume sind meist primär mit einem Rasen winzig kleiner, milchigweisser Calcitkriställchen von skalenoedrischem Habitus ausgekleidet.
- Chalcedon: nach dem Weglösen des Kalkes zeigen sich leicht bläuliche chalcedonisierte Schalenreste.
- Glimmer: äusserst kleine, im Gestein eingelagerte und glänzende Blättchen. Nur unter dem Binokular erkennbar.
- Goethit: auch dieses Mineral tritt nur im Miniaturformat auf. Die Kristalle sind dunkelbraun bis schwarz, treten einzeln auf oder bilden kleine Aggregate.
- Hämatit: kleinste schwarze oder braunrote Täfelchen. Gerne vollständig im Calcit eingewachsen.
- Quarz: fast in jedem Hohlraum ist, vorzugsweise in Aggregaten, wasserklarer Quarz im kurzprismatisch-pyramidalem Habitus vorhanden. Aggregate erreichen bis 8 mm Grösse.
072_BL / Itingen, Brunnenberg, Obere Schweine, Winterholde, Wolfgrabe Bezirk Sissach / Gemeinde Itingen, Koord. (ca.): 2'625’481 / 1'258’078
Brunnenberg: 2'625'481 / 1'258'078, 356 m ü. M., Passwang-Formation. Am S-Ende des Brunnenberg befindet sich eine vielbesuchte Fundstelle der Humphriesi-Schichten und die darunterliegende Felswand am Ergolzufer zeigt ein schönes Profil von den Murchisonae- bis zu den Sauzei-Schichten. Obere Schweine: 2'625'881 / 1'256'048, 561 m ü. M. Die Obere Schweine benannte Waldgegend ist mit einer dünnen Lage Huppererde mit Jaspiskugeln bedeckt. Winterholde: 2'625'436 / 1'257'238, 432 m ü. M. Der Waldweg durch die Winterholde durchquert die Passwang-Formation. Vereinzelt gibt es im Geröll Hohlräume in Fossilien. Der bis jetzt gefundene Inhalt fällt mit kleinem Quarz und Calcit bescheiden aus.
Wolfgrabe: 2'626'203 / 1'255'933, 500 m ü. M. Aus der Gegend Wolfgrabe: strukturlose Brauneisensteinklumpen (Limonit), die häufig Calcit einschliessen.
- Calcit:
- Jaspis:
- Limonit:
- Quarz:
Brunnenberg: 2'625'481 / 1'258'078, 356 m ü. M., Passwang-Formation. Am S-Ende des Brunnenberg befindet sich eine vielbesuchte Fundstelle der Humphriesi-Schichten und die darunterliegende Felswand am Ergolzufer zeigt ein schönes Profil von den Murchisonae- bis zu den Sauzei-Schichten. Obere Schweine: 2'625'881 / 1'256'048, 561 m ü. M. Die Obere Schweine benannte Waldgegend ist mit einer dünnen Lage Huppererde mit Jaspiskugeln bedeckt. Winterholde: 2'625'436 / 1'257'238, 432 m ü. M. Der Waldweg durch die Winterholde durchquert die Passwang-Formation. Vereinzelt gibt es im Geröll Hohlräume in Fossilien. Der bis jetzt gefundene Inhalt fällt mit kleinem Quarz und Calcit bescheiden aus.
Wolfgrabe: 2'626'203 / 1'255'933, 500 m ü. M. Aus der Gegend Wolfgrabe: strukturlose Brauneisensteinklumpen (Limonit), die häufig Calcit einschliessen.
- Calcit:
- Jaspis:
- Limonit:
- Quarz:
073_BL / Läufelfingen, Ghei (Kurve Hauensteinstrasse) Bezirk Sissach / Gemeinde Läufelfingen, Koord. (ca.): 2632660 / 1248980
Literatur:
- Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel; Zweiter Theil; Viertes Heft; 1860; Seite 397
Diese Fundstelle befindet sich direkt an der Strasse am Unteren Hauenstein zwischen Läufelfingen und der Passhöhe des Unteren Hauensteins. Dort, wo eine Strasse nach Wisen abzweigt, steht auf der linken Seite ein brüchiger Steilhang an, welcher wegen ständigem Steinschlag mit einem grünen Drahtgitter abgedeckt ist. Steine lösen sich weiterhin aus der Wand. Diese sammeln sich im unteren Teil des Gitters an oder rutschen unter dem Gitter durch. Bei näherem Hinsehen sind in der Wand die zahlreichen, weiss hervorstechenden Drusen leicht zu erkennen. Diese sind stets mit kleinen und klaren rhomboedrischen Calcitkristallen ausgekleidet und enthalten oft kugel- bis sternenförmige Quarzaggregate. Beim Aufschlagen des Gesteins kann ein leicht bituminöser Geruch wahrgenommen werden. Funde sind an dieser Stelle immer möglich. Gegen links werden die Drusen weniger und bleiben bald vollständig aus. Die Fundstelle befindet sich unmittelbar an der Strasse. Entsprechende Vorsicht ist beim Begehen und beim Bearbeiten der Gesteinsbrocken geboten.
- Calcit: sehr klein, Rhomboeder, hochglänzend, teils wasserklar, teils undurchsichtig und gerne als Überzug auf den Quarzaggregaten. Das Mineral ist in allen Drusenräumen zugegen.
- Chalcedon: Hohlformen, scharf ausgebildet, von Bitterspathrhomboedern (Dolomit) in bläulichem Chalcedon aus dem Muschelkalk bei Läufelfingen.
- Dolomit:
- Hornstein:
- Quarz: weiss bis klar und durchsichtig, aggregiert zu grösseren Gebilden, gerne auch als sternförmige Aggregate bis 1 cm Durchmesser und selten auch grösser. Die Calcitkruste kann mit Säure problemlos weggelöst werden.
Literatur:
- Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel; Zweiter Theil; Viertes Heft; 1860; Seite 397
Diese Fundstelle befindet sich direkt an der Strasse am Unteren Hauenstein zwischen Läufelfingen und der Passhöhe des Unteren Hauensteins. Dort, wo eine Strasse nach Wisen abzweigt, steht auf der linken Seite ein brüchiger Steilhang an, welcher wegen ständigem Steinschlag mit einem grünen Drahtgitter abgedeckt ist. Steine lösen sich weiterhin aus der Wand. Diese sammeln sich im unteren Teil des Gitters an oder rutschen unter dem Gitter durch. Bei näherem Hinsehen sind in der Wand die zahlreichen, weiss hervorstechenden Drusen leicht zu erkennen. Diese sind stets mit kleinen und klaren rhomboedrischen Calcitkristallen ausgekleidet und enthalten oft kugel- bis sternenförmige Quarzaggregate. Beim Aufschlagen des Gesteins kann ein leicht bituminöser Geruch wahrgenommen werden. Funde sind an dieser Stelle immer möglich. Gegen links werden die Drusen weniger und bleiben bald vollständig aus. Die Fundstelle befindet sich unmittelbar an der Strasse. Entsprechende Vorsicht ist beim Begehen und beim Bearbeiten der Gesteinsbrocken geboten.
- Calcit: sehr klein, Rhomboeder, hochglänzend, teils wasserklar, teils undurchsichtig und gerne als Überzug auf den Quarzaggregaten. Das Mineral ist in allen Drusenräumen zugegen.
- Chalcedon: Hohlformen, scharf ausgebildet, von Bitterspathrhomboedern (Dolomit) in bläulichem Chalcedon aus dem Muschelkalk bei Läufelfingen.
- Dolomit:
- Hornstein:
- Quarz: weiss bis klar und durchsichtig, aggregiert zu grösseren Gebilden, gerne auch als sternförmige Aggregate bis 1 cm Durchmesser und selten auch grösser. Die Calcitkruste kann mit Säure problemlos weggelöst werden.
074_BL / Läufelfingen, Hauenstein, Reisen Bezirk Sissach / Gemeinde Läufelfingen, Koord. (ca.): 2'632’425 / 1'248’223
Literatur:
- Müller, A. (1884): Geologische Skizze des Kantons Basel und der angrenzenden Gebiete; Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz 1, 1884, 2. Auflage
Die Fundstelle befindet sich ca. 15 Meter von der Unteren Hauensteinstrasse entfernt und liegt im Horizont des Trigonodusdolomits, welcher sich von der Lokalität Reisen über Pulvisei und Unter Muren bis zum Schmutzberg hinzieht. Die schräg einfallenden Schichten enthalten abwechselnd mit Quarz und Calcit belegte Drusen bis 15 cm Ausdehnung. Funde konnten nur an der Hauensteinstrasse getätigt werden, im westlicheren Teil ist der Trigonodusdolomit kaum anstehend. Wegen der unmittelbaren Nähe zur Strasse, ist ein Abbau bei dieser Fundstelle kaum möglich. Müller (1884): an verschiedenen Stellen, so beim Neuhäusle und bei Murren (Ober Muren, über dem Eisenbahntunnel) ist der Gryphitenkalk in einen ausgezeichneten körnigen Dolomit umgewandelt worden, wobei die Gryphiten ihre Schalen eingebüsst haben. An ihrer Stelle erscheinen vereinzelte Bitterspath- und Quarzkristalle. Früher hatte Dolomit auch die Bezeichnung Bitterspat, er schmeckt jedoch nicht bitter.
- Calcit: braune bis honigbraune Rhomboeder bis 15 mm und meistens mit Auflösungserscheinungen. Die Calcitkristalle dieser Fundstelle sind nicht nur in ihrer Grösse, sondern auch in der Farbe stark abweichend gegenüber anderen Vorkommen im Trigonodusdolomit deren Kristalle kaum mehr als 2 mm erreichen und stets farblos oder milchigweiss sind.
- Dolomit:
- Quarz: weisse sternförmige Aggregate bis 12 mm Durchmesser oder als halbdurchsichtige Einzelkristalle bis 5 mm auf dem Calcit.
Literatur:
- Müller, A. (1884): Geologische Skizze des Kantons Basel und der angrenzenden Gebiete; Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz 1, 1884, 2. Auflage
Die Fundstelle befindet sich ca. 15 Meter von der Unteren Hauensteinstrasse entfernt und liegt im Horizont des Trigonodusdolomits, welcher sich von der Lokalität Reisen über Pulvisei und Unter Muren bis zum Schmutzberg hinzieht. Die schräg einfallenden Schichten enthalten abwechselnd mit Quarz und Calcit belegte Drusen bis 15 cm Ausdehnung. Funde konnten nur an der Hauensteinstrasse getätigt werden, im westlicheren Teil ist der Trigonodusdolomit kaum anstehend. Wegen der unmittelbaren Nähe zur Strasse, ist ein Abbau bei dieser Fundstelle kaum möglich. Müller (1884): an verschiedenen Stellen, so beim Neuhäusle und bei Murren (Ober Muren, über dem Eisenbahntunnel) ist der Gryphitenkalk in einen ausgezeichneten körnigen Dolomit umgewandelt worden, wobei die Gryphiten ihre Schalen eingebüsst haben. An ihrer Stelle erscheinen vereinzelte Bitterspath- und Quarzkristalle. Früher hatte Dolomit auch die Bezeichnung Bitterspat, er schmeckt jedoch nicht bitter.
- Calcit: braune bis honigbraune Rhomboeder bis 15 mm und meistens mit Auflösungserscheinungen. Die Calcitkristalle dieser Fundstelle sind nicht nur in ihrer Grösse, sondern auch in der Farbe stark abweichend gegenüber anderen Vorkommen im Trigonodusdolomit deren Kristalle kaum mehr als 2 mm erreichen und stets farblos oder milchigweiss sind.
- Dolomit:
- Quarz: weisse sternförmige Aggregate bis 12 mm Durchmesser oder als halbdurchsichtige Einzelkristalle bis 5 mm auf dem Calcit.
075_BL / Läufelfingen, Seppenweid, Hauenstein Eisenbahntunnel Bezirk Sissach / Gemeinde Läufelfingen, Koord. (ca.): 2'631’850 / 1'248’450
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Chalcedon: wird ohne genauere Angaben von Läufelfingen erwähnt. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Bern.
- Coelestin: aus dem Eisenbahntunnel, Höhe Seppenweid. Über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Chalcedon: wird ohne genauere Angaben von Läufelfingen erwähnt. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Bern.
- Coelestin: aus dem Eisenbahntunnel, Höhe Seppenweid. Über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
076_BL / Maisprach, Galgerüti, Usseri Röti, Sunnenberg Bezirk Sissach / Gemeinde Maisprach
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Vor Jahren gelangten Amethyststufen mit der Fundortbezeichnung "Maisprach, Sunnenberg" in den Handel. Hier handelt es sich um eine absichtlich falsche Angabe des Fundortes. Interessierte Sammler sollten damit von der eigentlichen Fundstelle, welche in Zeiningen liegt, abgelenkt werden. Das Rotliegende, in welchem der amethystführende Carneolhorizont vorkommt, fehlt am Sunnenberg gänzlich und ist, wie herumliegende Carneolsplitter zeigen, nur in den unteren Lagen der Rebhänge von Maisprach, zwischen Galgerüti und Usseri Röti, ohne Anstehendes, anzutreffen. Die Amethyststufen stammen aus dem Gebiet Bättlerchuchi in Zeiningen und nicht vom Sunnenberg. Eine Begehung der erwähnten Rebhänge von Maisprach ergab nur einige wenige Karneolsplitter und zwei mit Quarzrasen belegte Brocken. Diese dürften aber für den Bau der Stützmauern von anderer Stelle beigezogen worden sein. Anstehendes fehlt im ganzen Rebanbaugebiet.
- Carneol:
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Vor Jahren gelangten Amethyststufen mit der Fundortbezeichnung "Maisprach, Sunnenberg" in den Handel. Hier handelt es sich um eine absichtlich falsche Angabe des Fundortes. Interessierte Sammler sollten damit von der eigentlichen Fundstelle, welche in Zeiningen liegt, abgelenkt werden. Das Rotliegende, in welchem der amethystführende Carneolhorizont vorkommt, fehlt am Sunnenberg gänzlich und ist, wie herumliegende Carneolsplitter zeigen, nur in den unteren Lagen der Rebhänge von Maisprach, zwischen Galgerüti und Usseri Röti, ohne Anstehendes, anzutreffen. Die Amethyststufen stammen aus dem Gebiet Bättlerchuchi in Zeiningen und nicht vom Sunnenberg. Eine Begehung der erwähnten Rebhänge von Maisprach ergab nur einige wenige Karneolsplitter und zwei mit Quarzrasen belegte Brocken. Diese dürften aber für den Bau der Stützmauern von anderer Stelle beigezogen worden sein. Anstehendes fehlt im ganzen Rebanbaugebiet.
- Carneol:
077_BL / Maisprach, Weid Bezirk Sissach / Gemeinde Maisprach, Koord. (ca.): 2'631’090 / 1'262’990
Literatur:
- Holenweg, Hans & Stehlin, Hanspeter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1972; Heft 6; Seite 297-299; Kupferkies und Malachit aus dem Schweizer Jura
- Suter, Rudolf; Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel; Band XXVI; 1915; Seite 9 - 64; Geologie der Umgebung von Maisprach
Die glimmerreichen Sandsteine mit Malachitspuren und die obersten Dolomitlagen enthaltenden Tone des Röts sind in einem kleinen, verlassenen Steinbruch bei Weid südlich Maisprach aufgeschlossen. Zur Abklärung der Mächtigkeit wurde damals auch ein 10 Meter tieferer Schacht erstellt. Ein Abbau erfolgte um 1900. Heute ist das Gelände überwachsen, Funde sind nicht mehr möglich.
- Malachit: für den Jura erstmals von hier erwähnt.
Literatur:
- Holenweg, Hans & Stehlin, Hanspeter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1972; Heft 6; Seite 297-299; Kupferkies und Malachit aus dem Schweizer Jura
- Suter, Rudolf; Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel; Band XXVI; 1915; Seite 9 - 64; Geologie der Umgebung von Maisprach
Die glimmerreichen Sandsteine mit Malachitspuren und die obersten Dolomitlagen enthaltenden Tone des Röts sind in einem kleinen, verlassenen Steinbruch bei Weid südlich Maisprach aufgeschlossen. Zur Abklärung der Mächtigkeit wurde damals auch ein 10 Meter tieferer Schacht erstellt. Ein Abbau erfolgte um 1900. Heute ist das Gelände überwachsen, Funde sind nicht mehr möglich.
- Malachit: für den Jura erstmals von hier erwähnt.
078_BL / Ormalingen, Büelen Bezirk Sissach / Gemeinde Ormalingen, Koord. (ca.): 2'632’624 / 1'257’290
Oberhalb von Büelen (2'632'624 / 1'257'290, 483 m ü. M.) steht im obersten Waldteil die fossilienhaltige Passwang-Formation an. Ein fast 500 Meter langer Abriss, ungefähr entlang der Höhenlinie 530, verlagerte das Gestein in tiefere Regionen. Funde sind also auch unterhalb der Passwang-Formation möglich. Bestätigt sind Calcit und Coelestin. Letzterer erscheint flachtafelig im östlichen Teil der Formation, ca. bei Koord. 2'632'925 / 1'257'150, 522 m ü. M. Mit weiteren Funden darf gerechnet werden.
- Calcit:
- Coelestin: flachtafelig.
Oberhalb von Büelen (2'632'624 / 1'257'290, 483 m ü. M.) steht im obersten Waldteil die fossilienhaltige Passwang-Formation an. Ein fast 500 Meter langer Abriss, ungefähr entlang der Höhenlinie 530, verlagerte das Gestein in tiefere Regionen. Funde sind also auch unterhalb der Passwang-Formation möglich. Bestätigt sind Calcit und Coelestin. Letzterer erscheint flachtafelig im östlichen Teil der Formation, ca. bei Koord. 2'632'925 / 1'257'150, 522 m ü. M. Mit weiteren Funden darf gerechnet werden.
- Calcit:
- Coelestin: flachtafelig.
079_BL / Ormalingen, Delleren, Wischberg (ehem. Grube) Bezirk Sissach / Gemeinde Ormalingen, Koord. (ca.): 2'633’830 / 1'258’260
Etwas mehr als 100 Meter südlich des Ormalinger Schiessstandes Delleren sind bei Abbau-arbeiten im linken oberen Grubenteil die schön gebankten Blagdeni-Schichten freigelegt worden. Wie bereits von anderen Vorkommen (Wittlinsburg, Liedertswil) bekannt, treten auch hier gelegentlich nesterartige und dicht gedrängte Ansammlungen von Schalenresten und Fossilien (vor allem Bivalven) auf.
- Calcit: füllt die Kammer der Zweischaler vollständig aus oder belegt diese mit milchigweissen skalenoedrischen Kristallen.
- Dolomit: selten und nur in mm-grossen, weissen Kristallen zusammen mit Calcit und Quarz.
- Hämatit: dieses Mineral versteckt sich gerne vollständig im Calcit und wird dann auch erst nach dem Säurebad entdeckt. Vom Calcit ungeschützte Partien zeigen rote Oxidationspuren.
- Quarz: nahezu alle Kammern enthalten wasserklare Einzelkristalle im einfachen Habitus, diese kaum grösser als 3 mm oder als Aggregat bis 7 mm. Einige Kammern sind vollständig mit Calcit gefüllt, die Quarzkristalle müssen mit Säure herausgelöst werden.
Etwas mehr als 100 Meter südlich des Ormalinger Schiessstandes Delleren sind bei Abbau-arbeiten im linken oberen Grubenteil die schön gebankten Blagdeni-Schichten freigelegt worden. Wie bereits von anderen Vorkommen (Wittlinsburg, Liedertswil) bekannt, treten auch hier gelegentlich nesterartige und dicht gedrängte Ansammlungen von Schalenresten und Fossilien (vor allem Bivalven) auf.
- Calcit: füllt die Kammer der Zweischaler vollständig aus oder belegt diese mit milchigweissen skalenoedrischen Kristallen.
- Dolomit: selten und nur in mm-grossen, weissen Kristallen zusammen mit Calcit und Quarz.
- Hämatit: dieses Mineral versteckt sich gerne vollständig im Calcit und wird dann auch erst nach dem Säurebad entdeckt. Vom Calcit ungeschützte Partien zeigen rote Oxidationspuren.
- Quarz: nahezu alle Kammern enthalten wasserklare Einzelkristalle im einfachen Habitus, diese kaum grösser als 3 mm oder als Aggregat bis 7 mm. Einige Kammern sind vollständig mit Calcit gefüllt, die Quarzkristalle müssen mit Säure herausgelöst werden.
080_BL / Ormalingen, Farnsberg (Ostseite) Bezirk Sissach / Gemeinde Ormalingen, Koord. (ca.): 2'632’470 / 1'259’965
Waldweg, Nordosthang. Kleine, wasserklare Quarze aus den Blagdeni-Schichten.
- Calcit:
- Coelestin:
- Quarz: klein, wasserklar.
Waldweg, Nordosthang. Kleine, wasserklare Quarze aus den Blagdeni-Schichten.
- Calcit:
- Coelestin:
- Quarz: klein, wasserklar.
081_BL / Ormalingen, Homberg (Fossilien) Bezirk Sissach / Gemeinde Ormalingen, Koord. (ca.): 2'631’850 / 1'258’900
Mehrere alte Anschürfe (heute überwachsen) entlang der Strasse zwischen Mittlerer Homberg und Oberer Homberg lieferten Fossilien aus den Murchisonae-Schichten. Zum Beispiel am Röthelerweg bei den aufgeführten Koordinaten.
- Fossilien:
Mehrere alte Anschürfe (heute überwachsen) entlang der Strasse zwischen Mittlerer Homberg und Oberer Homberg lieferten Fossilien aus den Murchisonae-Schichten. Zum Beispiel am Röthelerweg bei den aufgeführten Koordinaten.
- Fossilien:
082_BL / Rickenbach, Farnsberg (Westseite) Bezirk Sissach / Gemeinde Rickenbach, Koord. (ca.): 2'631’660 / 1'259’650
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978;Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
Der Farnsberg erstreckt sich auf die Gemeinden Ormalingen, Rickenbach und Buus und in allen drei Gemeinden erscheint mehr oder weniger die Passwang-Formation, wobei diese auf dem Gemeindegebiet Rickenbach seine grösste Ausdehnung erfährt. Obwohl in diesen Gebieten Fossilienvorkommen bekannt sind, fehlen Informationen zu den vorkommenden Mineralien. Lediglich Burkhard (1978) erwähnt ein Vorkommen von dicktafeligen, blauen Coelestinkristallen, welche stark korrodiert oder als farblose klare, leistenförmige Kristalle in radialstrahliger Anordnung auftreten. Als Nebengestein führt Burkhard eisenoolithischer Kalk der Sauzei-Schichten (unterer Dogger) auf. Das Gebiet um den Farnsberg, respektive seine fossilienhaltigen Schichten, haben sicher noch Potential das magere Mineralieninventar aufzubessern.
- Coelestin:
- Fossilien:
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978;Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
Der Farnsberg erstreckt sich auf die Gemeinden Ormalingen, Rickenbach und Buus und in allen drei Gemeinden erscheint mehr oder weniger die Passwang-Formation, wobei diese auf dem Gemeindegebiet Rickenbach seine grösste Ausdehnung erfährt. Obwohl in diesen Gebieten Fossilienvorkommen bekannt sind, fehlen Informationen zu den vorkommenden Mineralien. Lediglich Burkhard (1978) erwähnt ein Vorkommen von dicktafeligen, blauen Coelestinkristallen, welche stark korrodiert oder als farblose klare, leistenförmige Kristalle in radialstrahliger Anordnung auftreten. Als Nebengestein führt Burkhard eisenoolithischer Kalk der Sauzei-Schichten (unterer Dogger) auf. Das Gebiet um den Farnsberg, respektive seine fossilienhaltigen Schichten, haben sicher noch Potential das magere Mineralieninventar aufzubessern.
- Coelestin:
- Fossilien:
083_BL / Rickenbach, Gmeiniacher, Gätterli, Küchliberg, Taubenloch Bezirk Sissach / Gemeinde Rickenbach, Koord. (ca.): 2'631’972 / 1'259’238
Die Fossilienstellen im Raum Rickenbach:
Gmeiniacher:
- Im Wald. 2'631'972 / 1'259'238, 647 m ü. M. Eine erfolgreich besuchte Fossilienstelle liegt nordöstlich des Dubelochs, ca. 50 Meter oberhalb P. 643, an einer auf der Karte nicht eingezeichneten Waldstrasse. Hier liegen vereinzelt Fossilien in den Eisenoolithen der Humphriesi-Schichten.
- Taubenloch: Waldweg. 2'631'873 / 1'259'020, 597 m ü. M. Ein alter Erdschlipf. Murchisonae-Schichten.
- Gätterli: Wiese. 2'630'443 / 1'259'877, 577 m ü. M. Gehänge beim Gätterli (nicht auf der Karte). Es dürfte sich hier um die Fundstelle nordwestlich der Lokalität Höchi handeln (Passwang-Formation). Küchliberg: Wiese. 2'630'485 / 1'259'476, 540 m ü. M. Gehänge beim Küchliberg.
- Fossilien:
Die Fossilienstellen im Raum Rickenbach:
Gmeiniacher:
- Im Wald. 2'631'972 / 1'259'238, 647 m ü. M. Eine erfolgreich besuchte Fossilienstelle liegt nordöstlich des Dubelochs, ca. 50 Meter oberhalb P. 643, an einer auf der Karte nicht eingezeichneten Waldstrasse. Hier liegen vereinzelt Fossilien in den Eisenoolithen der Humphriesi-Schichten.
- Taubenloch: Waldweg. 2'631'873 / 1'259'020, 597 m ü. M. Ein alter Erdschlipf. Murchisonae-Schichten.
- Gätterli: Wiese. 2'630'443 / 1'259'877, 577 m ü. M. Gehänge beim Gätterli (nicht auf der Karte). Es dürfte sich hier um die Fundstelle nordwestlich der Lokalität Höchi handeln (Passwang-Formation). Küchliberg: Wiese. 2'630'485 / 1'259'476, 540 m ü. M. Gehänge beim Küchliberg.
- Fossilien:
084_BL / Rickenbach, Rickenbacher Fluh, Fipplete Bezirk Sissach / Gemeinde Rickenbach, Koord. (ca.): 2'629’783 / 1'259’142
Literatur:
- Holenweg, Hans & Stehlin, Hanspeter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1972; Heft 6; Seite 297-299; Kupferkies und Malachit aus dem Schweizer Jura
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Rickenbacher Fluh (Fipplete, oberhalb des Weges): 2'629'783 / 1'259'142, 680 m ü. M.
- Rickenbacher Fluh (Fipplete, unterhalb des Weges): 2'629'813 / 1'259'182, 651 m ü. M.
Im oberen Teil des Hüenersädel liegt auf der westlichen Seite eine Fossilfundstelle im Gebiet Grütsch, auf der östlichen Seite eine im Gebiet Fipplete, hier unter- und oberhalb des Waldweges. Vor allem bei letzterer Stelle, welche schon seit langem bekannt ist, zeigt sich, dass die anstehende Humphriesi-Schicht (oberhalb des Weges) immer wieder bearbeitet wird. Entsprechend liegen im steilen Gelände dunkelgraue Brocken, welche mit etwas Glück Ammoniten oder Teile davon enthalten. Von allen besuchten Fossilienvorkommen, gehört diese Stelle sicher zu den Interessanteren. Aber auch hier gilt: viel Ausdauer. Hier können Calcit, Dolomit und Goethit geborgen werden. Swisstopo markiert eine Fossilfundstelle unterhalb des Waldweges bei den oben aufgeführten Koordinaten. Hier verbergen sich die Fossilien (Lioceraten, Ludwigien) nicht mehr in der Humphriesi-Schicht, sondern in der Murchisonae-Schicht. Neben dem allgegenwärtigen Calcit, treten hier dann auch Chalkopyrit, Malachit und Siderit auf. Funde aus dem Gebiet Fipplete sind im Handel mit "Rickenbacher Fluh" beschriftet.
- Calcit: in den fossilen Hohlräumen allgegenwärtig in Form rasenartiger Auskleidungen.
- Chalkopyrit: als Bisphenoide in Hohlräumen von Ammoniten bis 4 mm Grösse. In frischem Gestein mit messingfarbigem Aussehen sonst dunkelbraun bis schwarz und ganz, teilweise oder punktartig von smaragdgrünem Malachit überzogen.
- Dolomit: in den fossilen Hohlräumen.
- Goethit:
- Malachit: das seltene Mineral tritt in smaragdgrüner Farbe auf verwitterndem Chalkopyrit. Dieser kann auch restlos aufgelöst sein.
- Quarz: klar bis milchigweiss, teilweise mit einem lichten amethystfarbigen Schimmer.
- Siderit: bis cm-grosse dunkelbraune und kugelartige Aggregate in den Hohlräumen.
Literatur:
- Holenweg, Hans & Stehlin, Hanspeter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1972; Heft 6; Seite 297-299; Kupferkies und Malachit aus dem Schweizer Jura
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Rickenbacher Fluh (Fipplete, oberhalb des Weges): 2'629'783 / 1'259'142, 680 m ü. M.
- Rickenbacher Fluh (Fipplete, unterhalb des Weges): 2'629'813 / 1'259'182, 651 m ü. M.
Im oberen Teil des Hüenersädel liegt auf der westlichen Seite eine Fossilfundstelle im Gebiet Grütsch, auf der östlichen Seite eine im Gebiet Fipplete, hier unter- und oberhalb des Waldweges. Vor allem bei letzterer Stelle, welche schon seit langem bekannt ist, zeigt sich, dass die anstehende Humphriesi-Schicht (oberhalb des Weges) immer wieder bearbeitet wird. Entsprechend liegen im steilen Gelände dunkelgraue Brocken, welche mit etwas Glück Ammoniten oder Teile davon enthalten. Von allen besuchten Fossilienvorkommen, gehört diese Stelle sicher zu den Interessanteren. Aber auch hier gilt: viel Ausdauer. Hier können Calcit, Dolomit und Goethit geborgen werden. Swisstopo markiert eine Fossilfundstelle unterhalb des Waldweges bei den oben aufgeführten Koordinaten. Hier verbergen sich die Fossilien (Lioceraten, Ludwigien) nicht mehr in der Humphriesi-Schicht, sondern in der Murchisonae-Schicht. Neben dem allgegenwärtigen Calcit, treten hier dann auch Chalkopyrit, Malachit und Siderit auf. Funde aus dem Gebiet Fipplete sind im Handel mit "Rickenbacher Fluh" beschriftet.
- Calcit: in den fossilen Hohlräumen allgegenwärtig in Form rasenartiger Auskleidungen.
- Chalkopyrit: als Bisphenoide in Hohlräumen von Ammoniten bis 4 mm Grösse. In frischem Gestein mit messingfarbigem Aussehen sonst dunkelbraun bis schwarz und ganz, teilweise oder punktartig von smaragdgrünem Malachit überzogen.
- Dolomit: in den fossilen Hohlräumen.
- Goethit:
- Malachit: das seltene Mineral tritt in smaragdgrüner Farbe auf verwitterndem Chalkopyrit. Dieser kann auch restlos aufgelöst sein.
- Quarz: klar bis milchigweiss, teilweise mit einem lichten amethystfarbigen Schimmer.
- Siderit: bis cm-grosse dunkelbraune und kugelartige Aggregate in den Hohlräumen.
085_BL / Rothenfluh, Buechholde, Isleteholde, Kählen, Rumstelholde, Vorderi Bannholde Bezirk Sissach / Gemeinde Rothenfluh, Koord. (ca.): 2'637’187 / 1'257’743
Die Fundstelle Flueholde liegt in der Passwang-Formation, welche das Plateau Kai - Bann auf ungefähr gleichbleibendem Niveau gürtelartig einrahmt. Die Annahme, dass in diesem Bereich ähnliche Funde getätigt werden können, wie sie von der Flueholde bekannt sind, bestätigte sich auf dem Waldweg bei der Lokalität Vorderi Bannholde (2'637'187 / 1'257'743). Hier mit Quarz und feinblättrigem Hämatit unter 1 mm und bei der Lokalität Rumstelholde auf dem Hohlwingenwegli (2'636'646 / 1'258'087). Hier mit weniger Quarz und weniger Fossilien. Anstehendes kann bei beiden Funden nicht oder nur minim beobachtet werden, es handelt sich also mehr um Geröllfunde. Auch die Westseite des Plateaus, oberhalb des Hofs Kählen, am Kählenweg, bietet Quarz und Calcit, wenn auch in bescheidenem Rahmen. Westlich von Rothenfluh, im Gebiet Buechholde bis Isleteholde, können gelegentlich farb-lose Quarzkristalle im unteren mm-Bereich gefunden werden. Hohlräume sind selten, der Quarz ist in der Regel vollständig im Calcit eingelagert. Anstehendes fehlt, auch hier muss man sich mit vermoosten Geröllblöcken begnügen.
- Calcit:
- Hämatit:
- Quarz:
Die Fundstelle Flueholde liegt in der Passwang-Formation, welche das Plateau Kai - Bann auf ungefähr gleichbleibendem Niveau gürtelartig einrahmt. Die Annahme, dass in diesem Bereich ähnliche Funde getätigt werden können, wie sie von der Flueholde bekannt sind, bestätigte sich auf dem Waldweg bei der Lokalität Vorderi Bannholde (2'637'187 / 1'257'743). Hier mit Quarz und feinblättrigem Hämatit unter 1 mm und bei der Lokalität Rumstelholde auf dem Hohlwingenwegli (2'636'646 / 1'258'087). Hier mit weniger Quarz und weniger Fossilien. Anstehendes kann bei beiden Funden nicht oder nur minim beobachtet werden, es handelt sich also mehr um Geröllfunde. Auch die Westseite des Plateaus, oberhalb des Hofs Kählen, am Kählenweg, bietet Quarz und Calcit, wenn auch in bescheidenem Rahmen. Westlich von Rothenfluh, im Gebiet Buechholde bis Isleteholde, können gelegentlich farb-lose Quarzkristalle im unteren mm-Bereich gefunden werden. Hohlräume sind selten, der Quarz ist in der Regel vollständig im Calcit eingelagert. Anstehendes fehlt, auch hier muss man sich mit vermoosten Geröllblöcken begnügen.
- Calcit:
- Hämatit:
- Quarz:
086_BL / Rothenfluh, Roti Flue, Flueholde Bezirk Sissach / Gemeinde Rothenfluh, Koord. (ca.): 2'635’830 / 1'257’380
Die Roti Flue besteht aus einer 20 - 25 m mächtigen Abfolge von bräunlich verwitterndem grauem bis braungrauem, siltigem bis sandigem Kalk, der beim Anschlagen oft bituminös riecht, sowie dünnen siltigen Mergelkalkzwischenlagen. Der Kalk tritt als 0.1 0.5 m dicke und bis kopfgrosse Konkretionen führende Bänke auf. Einzelne Brocken sind vollgespickt mit mineralienhaltigen fossilen Zweischalern. Diese sind vollständig gefüllt oder enthalten Hohlräume mit Calcit, selten mit Goethit und Dolomit und fast ausnahmslos mit wasserklaren, dipyramidalen und bis 3 mm grossen Quarzkristallen, welche aggregiert bis 5 mm erreichen. Goethit erscheint nadelig, bis 2 mm und fast schwarz und ist sehr selten vertreten. Mit Calcit vollständig gefüllte Fossilen verbergen ebenfalls Quarzkristalle, welche im Säurebad herausgelöst werden müssen. Zu beachten ist dabei, dass der Quarz immer dem Calcit aufgewachsen ist. Rar in den Hohlräumen sind auch bis 2 mm grosse hellbeige Dolomitkristalle, welche, einmal aus dem Calcit herausgelöst, in schneeweisser Farbe erscheinen.
- Calcit:
- Dolomit:
- Goethit:
- Quarz:
Die Roti Flue besteht aus einer 20 - 25 m mächtigen Abfolge von bräunlich verwitterndem grauem bis braungrauem, siltigem bis sandigem Kalk, der beim Anschlagen oft bituminös riecht, sowie dünnen siltigen Mergelkalkzwischenlagen. Der Kalk tritt als 0.1 0.5 m dicke und bis kopfgrosse Konkretionen führende Bänke auf. Einzelne Brocken sind vollgespickt mit mineralienhaltigen fossilen Zweischalern. Diese sind vollständig gefüllt oder enthalten Hohlräume mit Calcit, selten mit Goethit und Dolomit und fast ausnahmslos mit wasserklaren, dipyramidalen und bis 3 mm grossen Quarzkristallen, welche aggregiert bis 5 mm erreichen. Goethit erscheint nadelig, bis 2 mm und fast schwarz und ist sehr selten vertreten. Mit Calcit vollständig gefüllte Fossilen verbergen ebenfalls Quarzkristalle, welche im Säurebad herausgelöst werden müssen. Zu beachten ist dabei, dass der Quarz immer dem Calcit aufgewachsen ist. Rar in den Hohlräumen sind auch bis 2 mm grosse hellbeige Dolomitkristalle, welche, einmal aus dem Calcit herausgelöst, in schneeweisser Farbe erscheinen.
- Calcit:
- Dolomit:
- Goethit:
- Quarz:
087_BL / Sissach, Brunneberg Bezirk Sissach / Gemeinde Sissach, Koord. (ca.): 2’626’034 / 1’258’805
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Südlich des Brunneberg, ca. 50 Meter unterhalb des Waldweges, befindet sich eine vielbesuchte Humphriesi-Schicht der Passwang-Formation. Anstehendes kommt entlang des Bachlaufs zum Vorschein.
- Calcit:
- Fossilien:
- Pyrit: aus dem Autobahntunnel.
- Calcit:
- Fossilien:
- Pyrit: aus dem Autobahntunnel.
088_BL / Sissach, Burgenrain, Burgerai Bezirk Sissach / Gemeinde Sissach, Koord. (ca.): 2'628’454 / 1'256’566
Zu diesem historischen Limonitfund von 1864 am Burgerai fehlen genauere Angaben zu den Fundumständen.
- Limonit:
Zu diesem historischen Limonitfund von 1864 am Burgerai fehlen genauere Angaben zu den Fundumständen.
- Limonit:
089_BL / Sissach, Limberg (Grube) Bezirk Sissach / Gemeinde Sissach, Koord. (ca.): 2'626’645 / 1'258’397
Literatur:
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Holenweg, Hans; Tätigkeitsbericht der Naturforschenden Gesellschaft Baselland; 1965; Band 25; Seite 135-159; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
Die von weitem sichtbare Grube Limberg, oberhalb von Sissach gelegen, ist heute nur noch Mergellieferant für die Waldwege rund um Sissach. Im rechten Grubenteil, welcher seit längerer Zeit nicht weiterbearbeitet wurde, liegt toniges Material aus welchem durch Regen-wasser gelegentlich rostbraune und mit Gipskristallen belegte Knollen herausgewaschen werden. Die igelartig aufgewachsenen Kristalle sind klar, zeigen wegen beginnender Auflösung keine Endflächen und erreichen höchstens eine Länge von 15 mm. Noch etwas weiter auf der rechten Seite sind an den Felswänden Limonitspuren und im darunterliegenden Geröll Bohnerze erkennbar. Im linken Teil der Grube fallen die Bänke der Blagdeni-Schichten des Rothenfluh-Members auf. Quarzausbildungen in fossilen Hohlräumen oder auf Spaltflächen, wie sie in Rothenfluh (Roti Flue) angetroffen werden, konnten hier bis heute nicht nachgewiesen werden. Die Grube wird renaturiert, die Gipsfundstelle ist davon aber kaum betroffen. - Bohnerz: aus der der rechten Grubenwand.
- Calcit:
- Gips: aus der Grube: igelartige Gebilde mit Gipskristallen bis 1.5 cm.
- Limonit:
Literatur:
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Holenweg, Hans; Tätigkeitsbericht der Naturforschenden Gesellschaft Baselland; 1965; Band 25; Seite 135-159; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
Die von weitem sichtbare Grube Limberg, oberhalb von Sissach gelegen, ist heute nur noch Mergellieferant für die Waldwege rund um Sissach. Im rechten Grubenteil, welcher seit längerer Zeit nicht weiterbearbeitet wurde, liegt toniges Material aus welchem durch Regen-wasser gelegentlich rostbraune und mit Gipskristallen belegte Knollen herausgewaschen werden. Die igelartig aufgewachsenen Kristalle sind klar, zeigen wegen beginnender Auflösung keine Endflächen und erreichen höchstens eine Länge von 15 mm. Noch etwas weiter auf der rechten Seite sind an den Felswänden Limonitspuren und im darunterliegenden Geröll Bohnerze erkennbar. Im linken Teil der Grube fallen die Bänke der Blagdeni-Schichten des Rothenfluh-Members auf. Quarzausbildungen in fossilen Hohlräumen oder auf Spaltflächen, wie sie in Rothenfluh (Roti Flue) angetroffen werden, konnten hier bis heute nicht nachgewiesen werden. Die Grube wird renaturiert, die Gipsfundstelle ist davon aber kaum betroffen. - Bohnerz: aus der der rechten Grubenwand.
- Calcit:
- Gips: aus der Grube: igelartige Gebilde mit Gipskristallen bis 1.5 cm.
- Limonit:
090_BL / Sissach, Ob den Reben Bezirk Sissach / Gemeinde Sissach, Koord. (ca.): 2'627’614 / 1'258’179
Der sogenannte Räbbärg bei Sissach besteht aus Keuper. Oberhalb des Räbbärg bis unterhalb Underi Gust und in östlicher Richtung über Holde bis Schneute und über Sunnewirtshübel liegen fossilienreiche Schichten der Staffelegg-Formation. Fossile Hohlräume sind wegen des porösen Gesteins meistens vollkommen leer oder mit einem bräunlichen Calcitrasen belegt und nur selten enthalten sie eine geringfügige Menge an Mineralien. An Grösse erreichen diese kaum mehr als einige Millimeter. Interessant ist das Vorkommen von Malachit, ein im übrigen Jura seltenes Mineral, sowie Sphalerit. Die ganze Gegend überzeugt durch ihren Fossilienreichtum.
- Baryt: nur in verwitterter, blass gelblich-rötlicher Erscheinung
- Calcit: in jedem intakten Hohlraum vorhanden, gelblich, beige und nur wenige mm gross.
- Chalkopyrit: als typische tetraederähnliche Bisphenoide, schwarz, mit bunten Anlauffarben oder goldfarbig glänzend. Die Kristallgrösse bewegt sich im unteren mm-Bereich. Teils sind mehrere Kristalle aggregiert und mit Malachit belegt.
- Coelestin: tafelig, durchsichtig, in cm-Grösse, meistens gebrochen und eher selten.
- Dolomit: selten reinweiss, in der Regel in diversen Brauntönen, bis 5 mm, teilweise in typischer sattelförmiger Ausbildung.
- Goethit: extrem klein auf Calcit und Chalkopyrit oder als mm-grosse Einzelkristalle.
- Hämatit: als kleinste Kügelchen und auf Coelestin, Calcit und Chalkopyrit.
- Malachit: in intakten Hohlräumen als grüne Anflüge, Krusten oder als kleine fächerartige Aggregate auf Chalkopyrit.
- Pyrit: bis 3 mm und fast immer mit oxidierter Oberfläche.
- Quarz: bis 3 mm, wasserklar und selten.
- Sphalerit: bis 4.5 mm, in glänzender dunkelgrauer Farbe.
Der sogenannte Räbbärg bei Sissach besteht aus Keuper. Oberhalb des Räbbärg bis unterhalb Underi Gust und in östlicher Richtung über Holde bis Schneute und über Sunnewirtshübel liegen fossilienreiche Schichten der Staffelegg-Formation. Fossile Hohlräume sind wegen des porösen Gesteins meistens vollkommen leer oder mit einem bräunlichen Calcitrasen belegt und nur selten enthalten sie eine geringfügige Menge an Mineralien. An Grösse erreichen diese kaum mehr als einige Millimeter. Interessant ist das Vorkommen von Malachit, ein im übrigen Jura seltenes Mineral, sowie Sphalerit. Die ganze Gegend überzeugt durch ihren Fossilienreichtum.
- Baryt: nur in verwitterter, blass gelblich-rötlicher Erscheinung
- Calcit: in jedem intakten Hohlraum vorhanden, gelblich, beige und nur wenige mm gross.
- Chalkopyrit: als typische tetraederähnliche Bisphenoide, schwarz, mit bunten Anlauffarben oder goldfarbig glänzend. Die Kristallgrösse bewegt sich im unteren mm-Bereich. Teils sind mehrere Kristalle aggregiert und mit Malachit belegt.
- Coelestin: tafelig, durchsichtig, in cm-Grösse, meistens gebrochen und eher selten.
- Dolomit: selten reinweiss, in der Regel in diversen Brauntönen, bis 5 mm, teilweise in typischer sattelförmiger Ausbildung.
- Goethit: extrem klein auf Calcit und Chalkopyrit oder als mm-grosse Einzelkristalle.
- Hämatit: als kleinste Kügelchen und auf Coelestin, Calcit und Chalkopyrit.
- Malachit: in intakten Hohlräumen als grüne Anflüge, Krusten oder als kleine fächerartige Aggregate auf Chalkopyrit.
- Pyrit: bis 3 mm und fast immer mit oxidierter Oberfläche.
- Quarz: bis 3 mm, wasserklar und selten.
- Sphalerit: bis 4.5 mm, in glänzender dunkelgrauer Farbe.
091_BL / Sissach, Unter der Fluh, Hinterholde, Underi Gust Bezirk Sissach / Gemeinde Sissach, Koord. (ca.): 2'628’324 / 1'258’879
Literatur:
- Gasser, Patrick; Schweizer Strahler; 2013; Heft 2; Seite 18 - 19; Gips in Ammoniten-Hohlräumen aus dem Basebieter Jura
- von Huene, F. (1900): Geologische Beschreibung der Gegend von Liestal im Schweizer Tafeljura; Verh. der NFG Basel, 1900, Band 12, S. 295-371
Bei der Lokalität Unter der Flue, oberhalb von Sissach und am Waldrande nach Osten, sind gute und in der Literatur öfters erwähnte Fossilienfundstellen in den Humphriesi- und Blagdeni-Schichten. Während aus den Humphriesi-Schichten glasklare Quarzkristalle in Kammerhohlräumen seit längerem bekannt sind, konnten hier innerhalb eines Ammoniten Kristalle in Braun- bis Schwarztönen nachgewiesen werden. Für den Schweizer Jura eine bis dahin nicht bekannte Paragenese. Die harten, graurotbraunen eisenoolithische Mergel und Kalke sind im Gelände gut erkennbar. Aus Rücksicht auf die unter dem Waldrand angrenzende Weide sollte das Anstehende mit entsprechender Vorsicht bearbeitet werden. Im Gegensatz zu den Ammoniten der Humphriesi-Schichten sind diejenigen aus den Blagdeni-Schichten flach und die Hohlräume klein. von Huene (1900) zur Sissacherfluh: "die nördlich und östlich gelegenen Wiesen und steileren Abhänge werden von unterem Dogger gebildet, der an manchen Stellen viele Fossilien liefert, z. B. westlich P. 681 (Sowerbyi- bis Humphriesi-Schichten)." P. 681 (Stand 1900) wird heute auf der Karte nicht mehr geführt. Es handelt sich um das Gebiet Ihegi, nördlich der Bergwirtschaft Sissacherfluh, 2'628'573 / 1'259'116, 676 m ü. M. Fossilienhaltige Gesteinsbrocken sind unterhalb von "Unter der Fluh" im Bereich zwischen Hinterholde und Underi Gust zu finden.
- Calcit: rasenartig die Hohlräume auskleidend.
- Calcium-Mangan-Oxid: kleine, schwarzglänzende Büschel. Bestimmung noch nicht abgeschlossen.
- Coelestin: klar und sehr klein. Kommt vermutlich auch in grösseren Kristallen vor.
- Gips:
- Limonit: kleine Kügelchen in den fossilen Hohlräumen.
- Quarz: klein, einige Millimeter messend, mit kurzprismatisch-pyramidalem Habitus, von glasklar bis hellbraun und schwarz. Die Braunfärbung kann hier auf den unterschiedlichen Eisengehalt zurückgeführt werden und nicht, wie bei den alpinen Braun- bis Schwarzfärbungen, durch den Einfluss radioaktiver Strahlung aus dem Umgebungsgestein.
- Strontianit: in typischer weisser und faserartiger Ausbildung, bis 5 mm.
Literatur:
- Gasser, Patrick; Schweizer Strahler; 2013; Heft 2; Seite 18 - 19; Gips in Ammoniten-Hohlräumen aus dem Basebieter Jura
- von Huene, F. (1900): Geologische Beschreibung der Gegend von Liestal im Schweizer Tafeljura; Verh. der NFG Basel, 1900, Band 12, S. 295-371
Bei der Lokalität Unter der Flue, oberhalb von Sissach und am Waldrande nach Osten, sind gute und in der Literatur öfters erwähnte Fossilienfundstellen in den Humphriesi- und Blagdeni-Schichten. Während aus den Humphriesi-Schichten glasklare Quarzkristalle in Kammerhohlräumen seit längerem bekannt sind, konnten hier innerhalb eines Ammoniten Kristalle in Braun- bis Schwarztönen nachgewiesen werden. Für den Schweizer Jura eine bis dahin nicht bekannte Paragenese. Die harten, graurotbraunen eisenoolithische Mergel und Kalke sind im Gelände gut erkennbar. Aus Rücksicht auf die unter dem Waldrand angrenzende Weide sollte das Anstehende mit entsprechender Vorsicht bearbeitet werden. Im Gegensatz zu den Ammoniten der Humphriesi-Schichten sind diejenigen aus den Blagdeni-Schichten flach und die Hohlräume klein. von Huene (1900) zur Sissacherfluh: "die nördlich und östlich gelegenen Wiesen und steileren Abhänge werden von unterem Dogger gebildet, der an manchen Stellen viele Fossilien liefert, z. B. westlich P. 681 (Sowerbyi- bis Humphriesi-Schichten)." P. 681 (Stand 1900) wird heute auf der Karte nicht mehr geführt. Es handelt sich um das Gebiet Ihegi, nördlich der Bergwirtschaft Sissacherfluh, 2'628'573 / 1'259'116, 676 m ü. M. Fossilienhaltige Gesteinsbrocken sind unterhalb von "Unter der Fluh" im Bereich zwischen Hinterholde und Underi Gust zu finden.
- Calcit: rasenartig die Hohlräume auskleidend.
- Calcium-Mangan-Oxid: kleine, schwarzglänzende Büschel. Bestimmung noch nicht abgeschlossen.
- Coelestin: klar und sehr klein. Kommt vermutlich auch in grösseren Kristallen vor.
- Gips:
- Limonit: kleine Kügelchen in den fossilen Hohlräumen.
- Quarz: klein, einige Millimeter messend, mit kurzprismatisch-pyramidalem Habitus, von glasklar bis hellbraun und schwarz. Die Braunfärbung kann hier auf den unterschiedlichen Eisengehalt zurückgeführt werden und nicht, wie bei den alpinen Braun- bis Schwarzfärbungen, durch den Einfluss radioaktiver Strahlung aus dem Umgebungsgestein.
- Strontianit: in typischer weisser und faserartiger Ausbildung, bis 5 mm.
092_BL / Tenniken, Buelzgrabe Bezirk Sissach / Gemeinde Tenniken, Koord. (ca.): 2'628’440 / 1'253’660
Ein ammonitenreicher Aufschluss (Humphriesi-Schicht) liegt im untersten Teil des Buelzgrabe, südöstlich von Tenniken, auf ca. 490 m ü. M. Ein gefundener Ammonitenteil enthielt in seinen Hohlräumen vor allem Calcit, wenig wasserklaren Quarz und etwas Goethit. Ein Abbau im Bereich des Waldweges sollte aus verständlichen Gründen unterlassen werden. Die fossilienhaltige Schicht kann ebenfalls im Bachbett beobachtet werden. Das miozäne Muschelagglomerat, welches in den Gruben auf der Tennikerfluh zu finden ist, enthält keine Mineralien. Die aus unzähligen kleinen Muscheln gebildeten Gesteinsbrocken dienen höchstens noch der Dekoration. Beim Bau der Autobahn A2 konnten in den 1960er-Jahren bei Tenniken im Abschnitt bei Hägler grosse gelblichweisse Calcitstufen geborgen werden. Die als positive Skalenoeder ausgebildeten Kristalle sind rasenartig aggregiert, mit starkem Glanz und erreichen Grössen von einigen Zentimetern. Heute ist die Fundstelle nicht mehr zugänglich.
- Calcit:
- Fossilien:
- Goethit:
- Quarz:
Ein ammonitenreicher Aufschluss (Humphriesi-Schicht) liegt im untersten Teil des Buelzgrabe, südöstlich von Tenniken, auf ca. 490 m ü. M. Ein gefundener Ammonitenteil enthielt in seinen Hohlräumen vor allem Calcit, wenig wasserklaren Quarz und etwas Goethit. Ein Abbau im Bereich des Waldweges sollte aus verständlichen Gründen unterlassen werden. Die fossilienhaltige Schicht kann ebenfalls im Bachbett beobachtet werden. Das miozäne Muschelagglomerat, welches in den Gruben auf der Tennikerfluh zu finden ist, enthält keine Mineralien. Die aus unzähligen kleinen Muscheln gebildeten Gesteinsbrocken dienen höchstens noch der Dekoration. Beim Bau der Autobahn A2 konnten in den 1960er-Jahren bei Tenniken im Abschnitt bei Hägler grosse gelblichweisse Calcitstufen geborgen werden. Die als positive Skalenoeder ausgebildeten Kristalle sind rasenartig aggregiert, mit starkem Glanz und erreichen Grössen von einigen Zentimetern. Heute ist die Fundstelle nicht mehr zugänglich.
- Calcit:
- Fossilien:
- Goethit:
- Quarz:
093_BL / Tenniken, Hägler (Autobahn) Bezirk Sissach / Gemeinde Tenniken, Koord. (ca.): 2'627’910 / 1'254’000
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 92
Beim Bau der Autobahn A2 konnten in den 1960er-Jahren bei Tenniken im Abschnitt bei Hägler grosse gelblichweisse Calcitstufen geborgen werden. Die als positive Skalenoeder ausgebildeten Kristalle sind rasenartig aggregiert, mit starkem Glanz und erreichen Grössen von einigen Zentimetern. Heute ist die Fundstelle nicht mehr zugänglich.
- Calcit: gross, skalenoedrisch (positives Skalenoeder), rasenartig aggregiert, bis einige cm-grosse Einzelkristalle.
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 92
Beim Bau der Autobahn A2 konnten in den 1960er-Jahren bei Tenniken im Abschnitt bei Hägler grosse gelblichweisse Calcitstufen geborgen werden. Die als positive Skalenoeder ausgebildeten Kristalle sind rasenartig aggregiert, mit starkem Glanz und erreichen Grössen von einigen Zentimetern. Heute ist die Fundstelle nicht mehr zugänglich.
- Calcit: gross, skalenoedrisch (positives Skalenoeder), rasenartig aggregiert, bis einige cm-grosse Einzelkristalle.
094_BL / Thürnen, Grütsch, Brand Bezirk Sissach / Gemeinde Thürnen, Koord. (ca.): 2'629’130 / 1'255’400
Grütsch: 2'629'130 / 1'255'400, 523 m ü. M.
Brand: 2'629'340 / 1'255'185, 514 m ü. M.
Das Gebiet Grütsch ist, wie der Name bereits andeutet, ein immer wieder aktives Rutsch-gebiet. Beim Ereignis von 1758 reichte die Rutschmasse bis fast zur heutigen Hauptstrasse hinunter. Spuren davon sind heute im Gelände noch gut sichtbar. Der letzte Rutsch geht auf die 1990-er Jahre zurück. Bei diesen Erdbewegungen durchmischten sich die verschiedenen Gesteinsschichten dermassen, dass ein fossilienhaltiger Horizont in diesem Bereich nicht mehr ausgemacht werden kann, das Finden von Fossilien beruht also mehr auf Zufall. Interessant sind folgende Bereiche:
- Unterer, südlicher Teil des Grütsch, links des Brandhofs (Brand) im Wald: Fossilien der Murchisonae-Schicht.
- Rechts des Brandhofs (Grütsch) im Wald: Fossilien der Humphriesi-Schicht.
- Südlicher Teil des Grütsch, Sowerbyi-Schichten.
- Nördlicher und südlicher Teil des Grütsch: Blagdeni-Schichten.
- Calcit: meistens als weisse bis farblose kleine Skalenoeder in allen Hohlräumen vertreten.
- Chalkopyrit: bis jetzt nur in der Region Brand nachgewiesen als schwarze kleine Aggregate im mm-Bereich oder als pyramidenförmige Kriställchen. In verwittertem Gestein sind die Chalkopyritkristalle ganz oder teilweise von smaragdgrünem Malachit überzogen.
- Dolomit: braun als sogenannter Eisendolomit.
- Goethit: nur in den Hohlräumen aus dem Gebiet Grütsch. Garbenförmig, schwarz und dem Calcit aufgewachsen.
- Malachit: grün, büschelig bis faserig. Das seltene Sekundärmineral ist meistens dem Chalkopyrit aufgewachsen. Dieser kann aber auch fehlen (bereits aufgelöst).
- Quarz: wasserklare Kristalle im Normalhabitus, als Aggregate oder Einzelkristalle. Auch rauchbraune Kristalle sind im Gebiet Grütsch gefunden worden.
Grütsch: 2'629'130 / 1'255'400, 523 m ü. M.
Brand: 2'629'340 / 1'255'185, 514 m ü. M.
Das Gebiet Grütsch ist, wie der Name bereits andeutet, ein immer wieder aktives Rutsch-gebiet. Beim Ereignis von 1758 reichte die Rutschmasse bis fast zur heutigen Hauptstrasse hinunter. Spuren davon sind heute im Gelände noch gut sichtbar. Der letzte Rutsch geht auf die 1990-er Jahre zurück. Bei diesen Erdbewegungen durchmischten sich die verschiedenen Gesteinsschichten dermassen, dass ein fossilienhaltiger Horizont in diesem Bereich nicht mehr ausgemacht werden kann, das Finden von Fossilien beruht also mehr auf Zufall. Interessant sind folgende Bereiche:
- Unterer, südlicher Teil des Grütsch, links des Brandhofs (Brand) im Wald: Fossilien der Murchisonae-Schicht.
- Rechts des Brandhofs (Grütsch) im Wald: Fossilien der Humphriesi-Schicht.
- Südlicher Teil des Grütsch, Sowerbyi-Schichten.
- Nördlicher und südlicher Teil des Grütsch: Blagdeni-Schichten.
- Calcit: meistens als weisse bis farblose kleine Skalenoeder in allen Hohlräumen vertreten.
- Chalkopyrit: bis jetzt nur in der Region Brand nachgewiesen als schwarze kleine Aggregate im mm-Bereich oder als pyramidenförmige Kriställchen. In verwittertem Gestein sind die Chalkopyritkristalle ganz oder teilweise von smaragdgrünem Malachit überzogen.
- Dolomit: braun als sogenannter Eisendolomit.
- Goethit: nur in den Hohlräumen aus dem Gebiet Grütsch. Garbenförmig, schwarz und dem Calcit aufgewachsen.
- Malachit: grün, büschelig bis faserig. Das seltene Sekundärmineral ist meistens dem Chalkopyrit aufgewachsen. Dieser kann aber auch fehlen (bereits aufgelöst).
- Quarz: wasserklare Kristalle im Normalhabitus, als Aggregate oder Einzelkristalle. Auch rauchbraune Kristalle sind im Gebiet Grütsch gefunden worden.
095_BL / Wenslingen, Alete Bezirk Sissach / Gemeinde Wenslingen, Koord. (ca.): 2'634’956 / 1'254’903
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
- Andermatt, Paul J.; Urner Mineralienfreund; 2003; Heft 1; Seite 1-7
Diese Fundstelle liegt an der N-Seite der Strasse von Tecknau nach Wenslingen. Es handelt sich um eine schmale Spalte im Unteren Hauptrogenstein. Die Wände sind beidseitig mit einem dichten Rasen von skalenoedrisch ausgebildetem Calcit be-legt und können kaum schadlos entfernt werden. Vereinzelt sind Calcitzwillinge bis 20 mm Breite und Phantombildungen gewachsen. Das Dach der Spalte besteht aus lockerem Gestein. Schon kleinste Erschütterungen können dieses zum Einsturz bringen und einen Steinschlag auslösen. Von einer Bearbeitung dieses Vorkommens ist also dringend abzuraten. Gleich unterhalb der Spalte befindet sich zudem die Hauptstrasse, welche bei einem Abbruch leicht Schaden nehmen könnte.
- Calcit: schöne Zwillinge.
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
- Andermatt, Paul J.; Urner Mineralienfreund; 2003; Heft 1; Seite 1-7
Diese Fundstelle liegt an der N-Seite der Strasse von Tecknau nach Wenslingen. Es handelt sich um eine schmale Spalte im Unteren Hauptrogenstein. Die Wände sind beidseitig mit einem dichten Rasen von skalenoedrisch ausgebildetem Calcit be-legt und können kaum schadlos entfernt werden. Vereinzelt sind Calcitzwillinge bis 20 mm Breite und Phantombildungen gewachsen. Das Dach der Spalte besteht aus lockerem Gestein. Schon kleinste Erschütterungen können dieses zum Einsturz bringen und einen Steinschlag auslösen. Von einer Bearbeitung dieses Vorkommens ist also dringend abzuraten. Gleich unterhalb der Spalte befindet sich zudem die Hauptstrasse, welche bei einem Abbruch leicht Schaden nehmen könnte.
- Calcit: schöne Zwillinge.
096_BL / Wintersingen, Chienberg, Chienisholz, Fipplete, Grütsch, Hüenersädel Bezirk Sissach / Gemeinde Wintersingen, Koord. (ca.): 2'629’704 / 1'259’243
Chienisholz (Fossilien) P595: 2'630'152 / 1'259'504, 595 m ü. M.
Grütsch: 2'629'704 / 1'259'243, 674 m ü. M.
Fipplete (unterhalb Waldweg): 2'629'809 / 1'259'184, 655 m ü. M.
Von der Rickenbacher Höchi führt ein Feldweg in Richtung Hüenersädel, welcher fast auf der ganzen Länge in der Passwang-Formation liegt. Bei Pt. 595 verzweigen sich die Wege Richtung Westen in das Gebiet Chienisholz, resp. nach Südwesten über den Hüenersädelgrat hinauf zu P. 731. 30 Meter unterhalb dieses Punktes zweigt ein Waldweg gegen Süden in Richtung Fipplete ab. Diesem Weg weiterfolgend gelangt man zu der bekannten Fossilienfundstelle "Rickenbacher Fluh" (siehe dort). Unterhalb des Chienisholz informieren Hinweistafeln über die Gefahren des dortigen Rutschgebietes (Rutsch 1992). Die Hangbewegungen sind im Gelände deutlich sichtbar. Aus dieser Zone (im Wegbereich) sind zwei Funde beschrieben worden:
- 150 m W Pt 595, Chienberg, unterhalb Hüenersädel, Calcit und Gips,
- 100 m W Pt 595, Murchisonae-Schichten, Hüenersädel, Coelestin, Dolomit, Calcit. (Pt 595 (Stand 1975) wird auf der aktuellen Karte nicht mehr aufgeführt).
- Calcit:
- Coelestin:
- Dolomit:
- Fossilien:
- Gips:
Chienisholz (Fossilien) P595: 2'630'152 / 1'259'504, 595 m ü. M.
Grütsch: 2'629'704 / 1'259'243, 674 m ü. M.
Fipplete (unterhalb Waldweg): 2'629'809 / 1'259'184, 655 m ü. M.
Von der Rickenbacher Höchi führt ein Feldweg in Richtung Hüenersädel, welcher fast auf der ganzen Länge in der Passwang-Formation liegt. Bei Pt. 595 verzweigen sich die Wege Richtung Westen in das Gebiet Chienisholz, resp. nach Südwesten über den Hüenersädelgrat hinauf zu P. 731. 30 Meter unterhalb dieses Punktes zweigt ein Waldweg gegen Süden in Richtung Fipplete ab. Diesem Weg weiterfolgend gelangt man zu der bekannten Fossilienfundstelle "Rickenbacher Fluh" (siehe dort). Unterhalb des Chienisholz informieren Hinweistafeln über die Gefahren des dortigen Rutschgebietes (Rutsch 1992). Die Hangbewegungen sind im Gelände deutlich sichtbar. Aus dieser Zone (im Wegbereich) sind zwei Funde beschrieben worden:
- 150 m W Pt 595, Chienberg, unterhalb Hüenersädel, Calcit und Gips,
- 100 m W Pt 595, Murchisonae-Schichten, Hüenersädel, Coelestin, Dolomit, Calcit. (Pt 595 (Stand 1975) wird auf der aktuellen Karte nicht mehr aufgeführt).
- Calcit:
- Coelestin:
- Dolomit:
- Fossilien:
- Gips:
097_BL / Wintersingen, Spitzliacher, Sütler, Sumerholde Wüesteräb Bezirk Sissach / Gemeinde Wintersingen, Koord. (ca.): 2'629’706 / 1'260’916
Spitzliacher, Waldrand (Hornstein): 2'629'706 / 1'260'916, 508 m ü. M.
Sütler, Waldrand (Hornstein): 2'630'000 / 1'260'989, 499 m ü. M.
Sumerholde, Waldrand (Hornstein): 2'629'930 / 1'261'315, 528 m ü. M.
Wüesteräb (Hornstein): 2'628'694 / 1'260'218, 455 m ü. M.
Im Westen von Wintersingen, im kleinen Tälchen Wüesteräb, durchziehen meterlange und bis 15 cm mächtige dunkelbraune Hornsteinlagen den Trigonodusdolomit. Der massige Hornstein zeigt kaum Hohlräume, weckt also eher das Interesse der Geologen und weniger jenes der Mineraliensammler. Auf dem gleichen Niveau aber auf der anderen Talseite, liegen vereinzelt recht grosse und massige Chalcedonknollen bis 30 cm Durchmesser. Deren gleichmässiges weiss- bis hellbläuliches Gefüge zeigt keinerlei Struktur und ist als Schleifware kaum geeignet. Östlich des Dorfes, auf der Hochfläche Bünten (Spitzliacher), finden sich am Waldrand vereinzelt graue bis dunkelbraune Hornsteinbrocken. Quarzbelegte Hohlräume sind hier selten, treten aber bis max. 3 cm auf. Als weitere Mineralien konnten Chalkopyrit bis 1 mm und stumpfrhomboedrischer beigefarbener Calcit festgestellt werden. Weiter nordöstlich und auf gleichem Niveau wie Bünten, am Waldrand bei Sütler und Sumerholde, wiederholt sich das aufgeführte Mineralienvorkommen. Funde sind noch möglich, die Kristallisation erreicht aber nicht die Qualität, wie sie zum Beispiel bei den Fundstellen um Eiken anzutreffen ist.
- Chalcedon:
- Chalkopyrit:
- Hornstein:
- Quarz:
Spitzliacher, Waldrand (Hornstein): 2'629'706 / 1'260'916, 508 m ü. M.
Sütler, Waldrand (Hornstein): 2'630'000 / 1'260'989, 499 m ü. M.
Sumerholde, Waldrand (Hornstein): 2'629'930 / 1'261'315, 528 m ü. M.
Wüesteräb (Hornstein): 2'628'694 / 1'260'218, 455 m ü. M.
Im Westen von Wintersingen, im kleinen Tälchen Wüesteräb, durchziehen meterlange und bis 15 cm mächtige dunkelbraune Hornsteinlagen den Trigonodusdolomit. Der massige Hornstein zeigt kaum Hohlräume, weckt also eher das Interesse der Geologen und weniger jenes der Mineraliensammler. Auf dem gleichen Niveau aber auf der anderen Talseite, liegen vereinzelt recht grosse und massige Chalcedonknollen bis 30 cm Durchmesser. Deren gleichmässiges weiss- bis hellbläuliches Gefüge zeigt keinerlei Struktur und ist als Schleifware kaum geeignet. Östlich des Dorfes, auf der Hochfläche Bünten (Spitzliacher), finden sich am Waldrand vereinzelt graue bis dunkelbraune Hornsteinbrocken. Quarzbelegte Hohlräume sind hier selten, treten aber bis max. 3 cm auf. Als weitere Mineralien konnten Chalkopyrit bis 1 mm und stumpfrhomboedrischer beigefarbener Calcit festgestellt werden. Weiter nordöstlich und auf gleichem Niveau wie Bünten, am Waldrand bei Sütler und Sumerholde, wiederholt sich das aufgeführte Mineralienvorkommen. Funde sind noch möglich, die Kristallisation erreicht aber nicht die Qualität, wie sie zum Beispiel bei den Fundstellen um Eiken anzutreffen ist.
- Chalcedon:
- Chalkopyrit:
- Hornstein:
- Quarz:
098_BL / Wintersingen, Staufenhof Bezirk Sissach / Gemeinde Wintersingen, Koord. (ca.): 2'630’534 / 1'260’471
Staufenhof, Bergweg Widrai-Weidli: 2'630'534 / 1'260'471, 597 m ü. M.
Staufenhof, Englete: 2'630'599 / 1'261'163, 594 m ü. M.
Der Bergweg von Widrai nach Weidli führt oberhalb des Hofs Griesbrunne an einer heute aufgeschütteten Grube vorbei, welche am oberen Rand im Kontakt zur Passwang-Formation liegt und in deren fossilienhaltigen Humphriesi-Schicht vereinzelt Ammoniten mit schönen von Mineralien belegte Hohlräume aufweist. Eine ähnliche Situation kann bei der Lokalität Englete angetroffen werden. Hier enthalten die Gesteinsbrocken aber meistens nur kleine Fossilien mit Calcit in den Hohlräumen.
- Calcit:
- Fossilien:
- Goethit: schwarz, büschelig, bis 2 mm.
- Hämatit: kleinste Kügelchen.
- Pyrit: kleinste Würfelchen.
Staufenhof, Bergweg Widrai-Weidli: 2'630'534 / 1'260'471, 597 m ü. M.
Staufenhof, Englete: 2'630'599 / 1'261'163, 594 m ü. M.
Der Bergweg von Widrai nach Weidli führt oberhalb des Hofs Griesbrunne an einer heute aufgeschütteten Grube vorbei, welche am oberen Rand im Kontakt zur Passwang-Formation liegt und in deren fossilienhaltigen Humphriesi-Schicht vereinzelt Ammoniten mit schönen von Mineralien belegte Hohlräume aufweist. Eine ähnliche Situation kann bei der Lokalität Englete angetroffen werden. Hier enthalten die Gesteinsbrocken aber meistens nur kleine Fossilien mit Calcit in den Hohlräumen.
- Calcit:
- Fossilien:
- Goethit: schwarz, büschelig, bis 2 mm.
- Hämatit: kleinste Kügelchen.
- Pyrit: kleinste Würfelchen.
099_BL / Wintersingen;(Bohrung) Bezirk Sissach / Gemeinde Wintersingen, Koord. (ca.): 2'629’080 / 1'260’360
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 116
Aus einem Bohrkern.
- Clausthalit:
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 116
Aus einem Bohrkern.
- Clausthalit:
100_BL / Wittinsburg, Holche Bezirk Sissach / Gemeinde Wittinsburg, Koord. (ca.): 2'630’770 / 1'254’360
Ein Abriss bei der Lokalität Holche, nördlich von Wittinsburg gelegen (Koord.: 2'630'77 / 1'254'360, 444 m ü. M.), legte eine fossilienreiche Schicht der Passwang-Formation frei, welche durch Fossiliensammler ordentlich weiterbearbeitet wurde. Im Hang liegendem Abraum finden sich gelegentlich Reste von Ammoniten mit grösseren Hohlräumen. Meistens sind deren Wände nur mit braun angewittertem Calcit belegt, intakte Kammern sind selten. Haldenfunde sind noch möglich. Die Benennung des Minerals nach dem lateinischen Wort coelestis („himmlisch“) orientiert sich an der himmelblauen Farbe der Kristalle, was hier vollkommen zutrifft. Die obige Aufnahme entstand wenige Stunden nach der Bergung, der Kristall strahlte noch in schönem Himmelblau. Durch Wasserverlust änderte sich die Farbe innerhalb weniger Tage zu blass und gräulichblau. Die Farbe von Coelestin kann neben blau auch farblos, weiss, gelb, rot, grün oder braun sein. Tatsächlich sprechen die verschiedenen Farben von Coelestin für Fehler im Kristallgitterbau oder farbgebende Fremdbeimengungen in den Kristallen, denn die Farbe von reinem Coelestin ist farblos. Durch Abweichungen im Gitterbau entstehen im Coelestin Farbzentren, die dem Kristall seine charakteristische bläuliche Farbe verleihen.
- Calcit: skalenodrisch in allen Hohlräumen zugegen.
- Coelestin: oft noch leicht bläulich, grösstenteils aber wegen fortgeschrittenem Zersetzungsprozess bereits weiss und sehr brüchig, tritt tafelig bis 2 cm auf. Ein Ammonit enthielt in einer Kammer einen etwa 12 x 16 mm grossen Einzelkristall in schöner blauer Farbe.
- Dolomit: dunkelbraune, stark verwitterte Aggregate.
- Fossilien:
- Goethit: schwarz, unter einem mm und erst unter dem Mikroskop erkennbar.
- Manganoxid: dieses äusserst poröse Mineral erscheint als kugelige dunkelgrau glänzende Aggregate und ist nicht näher analysierte worden. Tritt in dieser Form auch andernorts auf.
- Quarz: nur als winzige glasklare Kristalle in fossilen Hohlräumen (nicht in den Ammoniten) und nur unter dem Mikroskop erkennbar.
Ein Abriss bei der Lokalität Holche, nördlich von Wittinsburg gelegen (Koord.: 2'630'77 / 1'254'360, 444 m ü. M.), legte eine fossilienreiche Schicht der Passwang-Formation frei, welche durch Fossiliensammler ordentlich weiterbearbeitet wurde. Im Hang liegendem Abraum finden sich gelegentlich Reste von Ammoniten mit grösseren Hohlräumen. Meistens sind deren Wände nur mit braun angewittertem Calcit belegt, intakte Kammern sind selten. Haldenfunde sind noch möglich. Die Benennung des Minerals nach dem lateinischen Wort coelestis („himmlisch“) orientiert sich an der himmelblauen Farbe der Kristalle, was hier vollkommen zutrifft. Die obige Aufnahme entstand wenige Stunden nach der Bergung, der Kristall strahlte noch in schönem Himmelblau. Durch Wasserverlust änderte sich die Farbe innerhalb weniger Tage zu blass und gräulichblau. Die Farbe von Coelestin kann neben blau auch farblos, weiss, gelb, rot, grün oder braun sein. Tatsächlich sprechen die verschiedenen Farben von Coelestin für Fehler im Kristallgitterbau oder farbgebende Fremdbeimengungen in den Kristallen, denn die Farbe von reinem Coelestin ist farblos. Durch Abweichungen im Gitterbau entstehen im Coelestin Farbzentren, die dem Kristall seine charakteristische bläuliche Farbe verleihen.
- Calcit: skalenodrisch in allen Hohlräumen zugegen.
- Coelestin: oft noch leicht bläulich, grösstenteils aber wegen fortgeschrittenem Zersetzungsprozess bereits weiss und sehr brüchig, tritt tafelig bis 2 cm auf. Ein Ammonit enthielt in einer Kammer einen etwa 12 x 16 mm grossen Einzelkristall in schöner blauer Farbe.
- Dolomit: dunkelbraune, stark verwitterte Aggregate.
- Fossilien:
- Goethit: schwarz, unter einem mm und erst unter dem Mikroskop erkennbar.
- Manganoxid: dieses äusserst poröse Mineral erscheint als kugelige dunkelgrau glänzende Aggregate und ist nicht näher analysierte worden. Tritt in dieser Form auch andernorts auf.
- Quarz: nur als winzige glasklare Kristalle in fossilen Hohlräumen (nicht in den Ammoniten) und nur unter dem Mikroskop erkennbar.
101_BL / Wittinsburg, Schoreberg Bezirk Sissach / Gemeinde Wittinsburg, Koord. (ca.): 2'630’590 / 1'253’640
Direkt an der Hauptstrasse nach Wittinsburg zeigt sich aufgeschlossen in der Passwang-Formation eine Abfolge von knauerigen Bänken der Blagdeni-Schichten. Gelegentlich lösen sich Knollen aus den Bänken und bleiben hinter dem hölzernen Steinschlagschutz liegen, wo sie bequem gesammelt und bearbeitet werden können. Nur wenige dieser Brocken enthalten auch fossile, mit Mineralien ausgekleidete Hohlräume. Teilweise treten Bivalven, deren kleine Kammern mit Calcit und Quarz gefüllt sind, massenhaft auf. Die Kammern sind teilweise oder vollständig ausgefüllt. Mit Salzsäure können die wasserklaren, bipyramidalen und bis 5 mm grossen Quarze aus dem Calcit herausgelöst werden. Sind Hohlräume vorhanden erscheint der milchigweisse bis wasserklare Calcit in der bekannten skalenoedrischen Ausbildung. Weitere Mineralien wie Dolomit, Goethit und Pyrit, sind vollständig mit Calcit umschlossen und zeigen sich erst nach dem Säurebad und unter dem Binokular. Die Kristalle erreichen kaum 0.2 mm Grösse. Nicht zusammen mit den Bivalven aber ebenfalls aus der Blagdeni-Schicht stammen die skalenoedrischen Phantomcalcite, welche kaum 4 mm erreichen und eher selten zu finden sind. Die besten Funde stammen vom unteren Ende der anstehenden Bänke und sind immer noch möglich.
- Calcit:
- Dolomit:
- Fossilien:
- Goethit:
- Pyrit:
- Quarz:
Direkt an der Hauptstrasse nach Wittinsburg zeigt sich aufgeschlossen in der Passwang-Formation eine Abfolge von knauerigen Bänken der Blagdeni-Schichten. Gelegentlich lösen sich Knollen aus den Bänken und bleiben hinter dem hölzernen Steinschlagschutz liegen, wo sie bequem gesammelt und bearbeitet werden können. Nur wenige dieser Brocken enthalten auch fossile, mit Mineralien ausgekleidete Hohlräume. Teilweise treten Bivalven, deren kleine Kammern mit Calcit und Quarz gefüllt sind, massenhaft auf. Die Kammern sind teilweise oder vollständig ausgefüllt. Mit Salzsäure können die wasserklaren, bipyramidalen und bis 5 mm grossen Quarze aus dem Calcit herausgelöst werden. Sind Hohlräume vorhanden erscheint der milchigweisse bis wasserklare Calcit in der bekannten skalenoedrischen Ausbildung. Weitere Mineralien wie Dolomit, Goethit und Pyrit, sind vollständig mit Calcit umschlossen und zeigen sich erst nach dem Säurebad und unter dem Binokular. Die Kristalle erreichen kaum 0.2 mm Grösse. Nicht zusammen mit den Bivalven aber ebenfalls aus der Blagdeni-Schicht stammen die skalenoedrischen Phantomcalcite, welche kaum 4 mm erreichen und eher selten zu finden sind. Die besten Funde stammen vom unteren Ende der anstehenden Bänke und sind immer noch möglich.
- Calcit:
- Dolomit:
- Fossilien:
- Goethit:
- Pyrit:
- Quarz:
102_BL / Zeglingen, Hottenried, Leutschenberg Bezirk Sissach / Gemeinde Zeglingen, Koord. (ca.): 2'635’190 / 1'250’300
Literatur:
- Rykart, Rudolf; Lapis; 1984; Heft 6; Seite 35
Bei Hottenried wurde beim Anlegen eines Waldweges der Trigonodusdolomit freigelegt. Dieser enthält Drusen mit bis 2 cm grossen Quarz-aggregaten, bestehend aus zahlreichen, bis 2 mm grossen, weissen bis farblosen Kriställchen. Wie im Trigonodusdolomit üblich, sind auch hier die Drusen mit kleinen rhomboedrischen Calcitkriställchen ausgekleidet. Die Quarze vom Leutschenberg können nicht genau zugeordnet werden. Diese stammen aus dem Trigonodusdolomit beim Leutschenberg (Zeglingen) oder Leutschenberg (Rohr b. Olten).
- Calcit:
- Quarz: milchigweiss, bis 5 mm.
Literatur:
- Rykart, Rudolf; Lapis; 1984; Heft 6; Seite 35
Bei Hottenried wurde beim Anlegen eines Waldweges der Trigonodusdolomit freigelegt. Dieser enthält Drusen mit bis 2 cm grossen Quarz-aggregaten, bestehend aus zahlreichen, bis 2 mm grossen, weissen bis farblosen Kriställchen. Wie im Trigonodusdolomit üblich, sind auch hier die Drusen mit kleinen rhomboedrischen Calcitkriställchen ausgekleidet. Die Quarze vom Leutschenberg können nicht genau zugeordnet werden. Diese stammen aus dem Trigonodusdolomit beim Leutschenberg (Zeglingen) oder Leutschenberg (Rohr b. Olten).
- Calcit:
- Quarz: milchigweiss, bis 5 mm.
103_BL / Zeglingen, Mapprach (Kohlenabbau) Bezirk Sissach / Gemeinde Zeglingen, Koord. (ca.): 2'634'210 / 1'251'250
- Kohle:
- Kohle:
104_BL / Zeglingen, Melchstel Bezirk Sissach / Gemeinde Zeglingen, Koord. (ca.): 2'636’895 / 1'252’090
Von Zeglingen führt in nordöstlicher Richtung gegen den Fluhberg hin, ein tief eingeschnit-tenes Tälchen. Ab einer Höhe von ca. 670 m ü. M. steht auf der linken Strassenseite auf einer Länge von 450 Meter der Trigonodusdolomit. an. Das steile Bord kann kaum begangen werden, ab und zu fallen aus dem Hang Gesteinsbrocken mit Calcit- und Quarz-haltigen, bis 60 mm grossen Drusen herunter. Die im sandartigen grauen Gestein fast weiss leuchtenden Quarz-Calcitaggregate sind kaum zu übersehen. Der Beginn der Trigonodusdolomitzone fällt zusammen mit dem markanten Steinschlagschutz direkt an der Strasse. Hornsteinlagen sind selten und erreichen kaum mehr als 2 cm Mächtigkeit. Im Gegensatz zu den Hornsteinlagen um Eiken ist hier das Gefüge spröde und ohne quarzhaltige Drusen. Quarz: nur vereinzelt zeigen sich vom schneeweissen Quarz vereinzelte Flächen zwischen den zahlreiche kleinen ebenfalls weissen Calcitkriställchen, welche den Quarz rundum belegen und dadurch zu einem fast kugeligen Gebilde führen. Die Kristalle erreichen nur 3 bis maximal 4 mm Grösse. Calcit: dieses rhomboedrisch ausgebildete Mineral ist allgegenwärtig und belegt die Drusenwände und die Quarzkriställchen rasenartig. Vom Wegsäuren des Calcits wird abgeraten. Vereinzelte Quarzkristalle sind im Calcit eingelagert und sind nicht dem Gestein aufgewachsen und gehen somit verloren. Zudem erscheinen die angeätzten Flächen des Calcits und des Gesteins in einem unnatürlichen fettartigen Glanz.
- Calcit: dieses rhomboedrisch ausgebildete Mineral ist allgegenwärtig und belegt die Drusenwände und die Quarzkriställchen rasenartig. Vom Wegsäuren des Calcits wird abgeraten. Vereinzelte Quarzkristalle sind im Calcit eingelagert und sind nicht dem Gestein aufgewachsen und gehen somit verloren. Zudem erscheinen die angeätzten Flächen des Calcits und des Gesteins in einem unnatürlichen fettartigen Glanz.
- Quarz: nur vereinzelt zeigen sich vom schneeweissen Quarz vereinzelte Flächen zwischen den zahlreichen kleinen und ebenfalls weissen Calcitkriställchen, welche den Quarz rundum belegen und dadurch zu einem fast kugeligen Gebilde führen. Die Kristalle erreichen nur 3 bis maximal 4 mm Grösse.
Von Zeglingen führt in nordöstlicher Richtung gegen den Fluhberg hin, ein tief eingeschnit-tenes Tälchen. Ab einer Höhe von ca. 670 m ü. M. steht auf der linken Strassenseite auf einer Länge von 450 Meter der Trigonodusdolomit. an. Das steile Bord kann kaum begangen werden, ab und zu fallen aus dem Hang Gesteinsbrocken mit Calcit- und Quarz-haltigen, bis 60 mm grossen Drusen herunter. Die im sandartigen grauen Gestein fast weiss leuchtenden Quarz-Calcitaggregate sind kaum zu übersehen. Der Beginn der Trigonodusdolomitzone fällt zusammen mit dem markanten Steinschlagschutz direkt an der Strasse. Hornsteinlagen sind selten und erreichen kaum mehr als 2 cm Mächtigkeit. Im Gegensatz zu den Hornsteinlagen um Eiken ist hier das Gefüge spröde und ohne quarzhaltige Drusen. Quarz: nur vereinzelt zeigen sich vom schneeweissen Quarz vereinzelte Flächen zwischen den zahlreiche kleinen ebenfalls weissen Calcitkriställchen, welche den Quarz rundum belegen und dadurch zu einem fast kugeligen Gebilde führen. Die Kristalle erreichen nur 3 bis maximal 4 mm Grösse. Calcit: dieses rhomboedrisch ausgebildete Mineral ist allgegenwärtig und belegt die Drusenwände und die Quarzkriställchen rasenartig. Vom Wegsäuren des Calcits wird abgeraten. Vereinzelte Quarzkristalle sind im Calcit eingelagert und sind nicht dem Gestein aufgewachsen und gehen somit verloren. Zudem erscheinen die angeätzten Flächen des Calcits und des Gesteins in einem unnatürlichen fettartigen Glanz.
- Calcit: dieses rhomboedrisch ausgebildete Mineral ist allgegenwärtig und belegt die Drusenwände und die Quarzkriställchen rasenartig. Vom Wegsäuren des Calcits wird abgeraten. Vereinzelte Quarzkristalle sind im Calcit eingelagert und sind nicht dem Gestein aufgewachsen und gehen somit verloren. Zudem erscheinen die angeätzten Flächen des Calcits und des Gesteins in einem unnatürlichen fettartigen Glanz.
- Quarz: nur vereinzelt zeigen sich vom schneeweissen Quarz vereinzelte Flächen zwischen den zahlreichen kleinen und ebenfalls weissen Calcitkriställchen, welche den Quarz rundum belegen und dadurch zu einem fast kugeligen Gebilde führen. Die Kristalle erreichen nur 3 bis maximal 4 mm Grösse.
105_BL / Zeglingen, Weissbrunn (ehem. Gipsgrube) Bezirk Sissach / Gemeinde Zeglingen, Koord. (ca.): 2'636’240 / 1'251’130
Literatur:
- Merki, P. (1961): Der Obere Muschelkalk im östlichen Schweizer Jura; Ecl. Geol. Helv., 54/1961, S. 138-227
Gipsabbau in Zeglingen ist bereits seit dem 15. Jahrhundert bekannt. Ab 1904 übernahm die Läufelfinger Gips-Union den Abbau. Nachdem man bis dahin in mühsamer Arbeit mit Pferdefuhrwerken den Gips nach Läufelfingen transportierte, wurde 1910 eine ca. 3.5 km lange Seilbahn eröffnet. Dort wurde das Material auf die Eisenbahn verladen. Gegen Ende des letzten Jahrhunderts neigten sich die Gipsvorräte dem Ende zu, der Abbau musste in den 1980-er Jahren eingestellt werden. In den Folgejahren, das heisst bis zur endgültigen Schliessung der Grube 2003, wurde nur noch Anhydrit gewonnen. Das Grubengelände wurde weitgehend eingeebnet und heute sind nur noch die mächtigen, grauen Felswände Zeugen des früheren Abbaus.
Ein von Merki (1961) aufgezeichnetes Profil zeigt folgende Schichten:
- Trigonodusdolomit, 7,00 m aufgeschlossen,
- Plattenkalk, Gesamtmächtigkeit 16.90 m,
- Trochitenkalk, Gesamtmächtigkeit 21,40 m,
- Anhydritdolomit, Gesamtmächtigkeit 9,60 m,
- Hauptanhydritgruppe, ca. 40 m aufgeschlossen.
Aufgeschlossen ist die Dolomitzone z. B. bei 2’636’540 / 1’251’330, etwas nördlich der Gipsgrube. Unter den Mineraliensammlern hat diese Grube vor allem wegen den hervorragenden Gipskristallen aus dem Anhydritbereich weitum Bekanntheit erlangt. Heute sind Funde in dieser Qualität kaum noch möglich. Vereinzelt lassen sich noch kleine Kristalle im mm-Bereich in schmalen Rissen finden. Waren während den Abbautätigkeiten kaum Hornsteine zu finden liegen heute vermehrt einzelne Brocken, bestehend aus einem verkitteten Gemisch von Anhydrit, Dolomit(?), Calcit, Gips und Quarzvarietäten, unterhalb der grossen Gipswände. Sie stammen vermutlich aus dem Trigonodusdolomit. Die Spalten zwischen dem braunen bis fast schwarzen Chalcedon sind gefüllt mit unzähligen kleinen Quarzkristallen. Diese erreichen nur selten eine Grösse von 3 mm, sind milchigweiss bis klar und teilweise doppelendig.
- Alabaster: orangerot in Lagen bis mehrere cm Mächtigkeit. Alabaster kann heute noch gefunden werden.
- Anhydrit: hellbeigefarbige, im Querschnitt rechteckige Einlagerungen im Gipsgestein sind als Anhydrit bestimmt worden (Analyse durch Thierry Adatte, UNI Lausanne).
- Autigener Quarz: die durch Bitumeneinschlüsse braun gefärbten, meist doppelendigen und pseudohexaedrisch aussehenden idiomorph ausgebildeten Quarzkristalle der Niedertemperaturform erreichen eine Grösse von ca. 1 cm, sind immer im Gestein eingebettet und können lang- oder kurzprismatisch ausgebildet sein und sind flächenarm. Aggregate sind selten.
- Calcit: als kleinste glasklare und glänzende Rhomboeder unter 1 mm auf den gebrochenen Hornsteinflächen.
- Chalcedon: braun bis dunkelbraun und immer gebrochen.
- Gips: in hervorragender, wasserklarer Qualität, auch als Schwalbenschwanzzwillinge, bis ca. 25 cm. - Halit: weisse, unförmige Klumpen, bis 2 cm. Dieses Mineral dürfte nicht in vielen Sammlungen vorhanden sein, löst es sich doch schon beim ersten Kontakt mit Wasser sofort auf.
- Hornstein:
- Pyrit: die Pyritkristalle stammen aus einer alten Sammlung und sind mit "Zeglingen, Gipsgrube" beschriftet. In den letzten Jahren konnte Pyrit nur als rostfarbiger Überzug festgestellt werden.
- Quarz: das Mineral erscheint klar bis milchigweiss und grobsandartig massig in den Spalten der Hornsteinbrüche. Die Kristalle sind unförmig, unter 3 mm Grösse und nur selten sind Doppelender auszumachen. Auf dem Chalcedon sind auch klare Kristalle vertreten. Zahlreiche, schwarze, blätterige bis kugelartige oder dendritenartige Gebilde auf Quarz und Hornstein könnten mit Kohlenstoff gefärbte Quarze sein (Analyse durch Thierry Adatte, UNI Lausanne).
Literatur:
- Merki, P. (1961): Der Obere Muschelkalk im östlichen Schweizer Jura; Ecl. Geol. Helv., 54/1961, S. 138-227
Gipsabbau in Zeglingen ist bereits seit dem 15. Jahrhundert bekannt. Ab 1904 übernahm die Läufelfinger Gips-Union den Abbau. Nachdem man bis dahin in mühsamer Arbeit mit Pferdefuhrwerken den Gips nach Läufelfingen transportierte, wurde 1910 eine ca. 3.5 km lange Seilbahn eröffnet. Dort wurde das Material auf die Eisenbahn verladen. Gegen Ende des letzten Jahrhunderts neigten sich die Gipsvorräte dem Ende zu, der Abbau musste in den 1980-er Jahren eingestellt werden. In den Folgejahren, das heisst bis zur endgültigen Schliessung der Grube 2003, wurde nur noch Anhydrit gewonnen. Das Grubengelände wurde weitgehend eingeebnet und heute sind nur noch die mächtigen, grauen Felswände Zeugen des früheren Abbaus.
Ein von Merki (1961) aufgezeichnetes Profil zeigt folgende Schichten:
- Trigonodusdolomit, 7,00 m aufgeschlossen,
- Plattenkalk, Gesamtmächtigkeit 16.90 m,
- Trochitenkalk, Gesamtmächtigkeit 21,40 m,
- Anhydritdolomit, Gesamtmächtigkeit 9,60 m,
- Hauptanhydritgruppe, ca. 40 m aufgeschlossen.
Aufgeschlossen ist die Dolomitzone z. B. bei 2’636’540 / 1’251’330, etwas nördlich der Gipsgrube. Unter den Mineraliensammlern hat diese Grube vor allem wegen den hervorragenden Gipskristallen aus dem Anhydritbereich weitum Bekanntheit erlangt. Heute sind Funde in dieser Qualität kaum noch möglich. Vereinzelt lassen sich noch kleine Kristalle im mm-Bereich in schmalen Rissen finden. Waren während den Abbautätigkeiten kaum Hornsteine zu finden liegen heute vermehrt einzelne Brocken, bestehend aus einem verkitteten Gemisch von Anhydrit, Dolomit(?), Calcit, Gips und Quarzvarietäten, unterhalb der grossen Gipswände. Sie stammen vermutlich aus dem Trigonodusdolomit. Die Spalten zwischen dem braunen bis fast schwarzen Chalcedon sind gefüllt mit unzähligen kleinen Quarzkristallen. Diese erreichen nur selten eine Grösse von 3 mm, sind milchigweiss bis klar und teilweise doppelendig.
- Alabaster: orangerot in Lagen bis mehrere cm Mächtigkeit. Alabaster kann heute noch gefunden werden.
- Anhydrit: hellbeigefarbige, im Querschnitt rechteckige Einlagerungen im Gipsgestein sind als Anhydrit bestimmt worden (Analyse durch Thierry Adatte, UNI Lausanne).
- Autigener Quarz: die durch Bitumeneinschlüsse braun gefärbten, meist doppelendigen und pseudohexaedrisch aussehenden idiomorph ausgebildeten Quarzkristalle der Niedertemperaturform erreichen eine Grösse von ca. 1 cm, sind immer im Gestein eingebettet und können lang- oder kurzprismatisch ausgebildet sein und sind flächenarm. Aggregate sind selten.
- Calcit: als kleinste glasklare und glänzende Rhomboeder unter 1 mm auf den gebrochenen Hornsteinflächen.
- Chalcedon: braun bis dunkelbraun und immer gebrochen.
- Gips: in hervorragender, wasserklarer Qualität, auch als Schwalbenschwanzzwillinge, bis ca. 25 cm. - Halit: weisse, unförmige Klumpen, bis 2 cm. Dieses Mineral dürfte nicht in vielen Sammlungen vorhanden sein, löst es sich doch schon beim ersten Kontakt mit Wasser sofort auf.
- Hornstein:
- Pyrit: die Pyritkristalle stammen aus einer alten Sammlung und sind mit "Zeglingen, Gipsgrube" beschriftet. In den letzten Jahren konnte Pyrit nur als rostfarbiger Überzug festgestellt werden.
- Quarz: das Mineral erscheint klar bis milchigweiss und grobsandartig massig in den Spalten der Hornsteinbrüche. Die Kristalle sind unförmig, unter 3 mm Grösse und nur selten sind Doppelender auszumachen. Auf dem Chalcedon sind auch klare Kristalle vertreten. Zahlreiche, schwarze, blätterige bis kugelartige oder dendritenartige Gebilde auf Quarz und Hornstein könnten mit Kohlenstoff gefärbte Quarze sein (Analyse durch Thierry Adatte, UNI Lausanne).
106_BL / Zunzgen, Holde (ehem. Grube) Bezirk Sissach / Gemeinde Zunzgen, Koord. (ca.): 2'628’050 / 1'255’940
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Die ehemalige Mergelgrube Holde, welche bis in die 1980-er Jahre betrieben wurde, geht gegen oben durch immer zahlreichere eisenoolithische Mergellagen in die fossilienhaltigen Humphriesi-Schichten über. Diese Schichten lieferten einige gut ausgebildete Mineralien in den Hohlräumen der Fossilien. - Ankerit: klein, in Bivalven zusammen mit Goethit und Calcit.
- Calcit: belegt als kleine Skalenoeder rasenartig die Wände der Hohlräume.
- Goethit: im unteren mm-Bereich, zusammen mit Quarz, in Bivalven und Ammoniten.
- Quarz: auf Calcit in Hohlräumen von Ammoniten, wasserklar und in der für den Jura typischen bipyramidalen und flächenarmen Ausbildung, bis 4 mm. Die Tracht der Kristalle besteht im Wesentlichen nur aus den Normalrhomboedern und verkürzten Prismenzonen.
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Die ehemalige Mergelgrube Holde, welche bis in die 1980-er Jahre betrieben wurde, geht gegen oben durch immer zahlreichere eisenoolithische Mergellagen in die fossilienhaltigen Humphriesi-Schichten über. Diese Schichten lieferten einige gut ausgebildete Mineralien in den Hohlräumen der Fossilien. - Ankerit: klein, in Bivalven zusammen mit Goethit und Calcit.
- Calcit: belegt als kleine Skalenoeder rasenartig die Wände der Hohlräume.
- Goethit: im unteren mm-Bereich, zusammen mit Quarz, in Bivalven und Ammoniten.
- Quarz: auf Calcit in Hohlräumen von Ammoniten, wasserklar und in der für den Jura typischen bipyramidalen und flächenarmen Ausbildung, bis 4 mm. Die Tracht der Kristalle besteht im Wesentlichen nur aus den Normalrhomboedern und verkürzten Prismenzonen.
Bezirk Waldenburg
107_BL / Arboldswil Bezirk Waldenburg / Gemeinde Arboldswil, Koord. (ca.): 2'621’535 / 1'252’210
Strasse Bubendorf-Arboldswil, am Fluebach: 2'621'535 / 1'252'210, 475 m ü. M. Taschen von Bolus mit Nestern von Bohnerz. Die Farbe der Bolustone wechselt vom Weinrot bis zu hellem Rostbraun und Ocker. Der Aufschluss liegt direkt an der Strasse.
- Bohnerz:
- Bohnerz:
108_BL / Bretzwil, Häxeblätz Bezirk Waldenburg / Gemeinde Bretzwil, Koord. (ca.): 2'614’940 / 1'250’260
Literatur:
- Müller, A. (1884): Geologische Skizze des Kantons Basel und der angrenzenden Gebiete; Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz 1, 1884, 2. Auflage
Auf dem Häxeblätz, 2'614'940 / 1'250'260, 800 m ü. M., wächst seit Jahrhunderten kaum mehr als Gras, und selbst dieses wird von Tieren verschmäht. Lange vermuteten Anwohner einen Fluch auf dem Ort, wo Menschen hingerichtet und vermutlich mutmassliche Hexen verbrannt wurden. Eine Untersuchung zeigt nun, dass Gift im Boden für das Phänomen verantwortlich ist. Das Erdreich ist schwer mit Arsen (As) und Thallium (Tl) belastet. Die Analysen ergaben für As einen um Faktor 200 und für Tl einen um Faktor 2500 erhöhten Wert. Eine vergleichbare Bodenbelastung ist im Kanton Baselland nur noch in der Erzmatt (Buus) zu finden. Die Verteilung der erhöhten Gehalte im Boden in Buus und in Bretzwil spricht eher nicht für ein ausgedehntes Vorkommen der Anreicherungen dieser Stoffe. Die hohen Werte von As dürften auf eozäne Bohnerzformationvorkommen, welche in der Umgebung von Bretzwil doch zahlreich vorhanden sind, zurückzuführen sein. Die Stoffe sind also natürlichen Ursprungs. Arsen und Thallium sind in höherer Konzentration nur dann giftig, wenn sie eingenommen werden. Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr und Landwirtschaft wird hier nicht betrieben. Mögliche Mineralienbildungen sind bis heute (2024) nicht bekannt.
Bohnerzvokommen:
- westlich von Bretzwil an der Westseite des Brangbode,
- nordwestlich von Bretzwil im Gebiet der Wanne,
- nördlich von Bretzwil am Ägertehübel.
Unterhalb des Hübels liegt die Lokalität Wäsch, ein Relikt der ehemaligen Erzwäscherei. Müller (1884) erwähnt aus den grauen Letten bei Bretzwil Eisenkies (veralteter Name für Pyrit) in Knollen und Drusen in den grauen Letten bei Bretzwil, hier in verschiedenen seltenen Formen, wie:
- Granatoeder (Rhombendodekaeder mit 12 Flächen gleicher Rauten),
- Pyritoeder (12 ungleiche Flächen) mit
- Gegenpyritoeder (Pyramidenwürfel).
Genauere Fundortangaben zu den Pyritvorkommen fehlen leider.
- Bohnerz:
- Pyrit: in verschiedenen seltenen Formen.
Literatur:
- Müller, A. (1884): Geologische Skizze des Kantons Basel und der angrenzenden Gebiete; Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz 1, 1884, 2. Auflage
Auf dem Häxeblätz, 2'614'940 / 1'250'260, 800 m ü. M., wächst seit Jahrhunderten kaum mehr als Gras, und selbst dieses wird von Tieren verschmäht. Lange vermuteten Anwohner einen Fluch auf dem Ort, wo Menschen hingerichtet und vermutlich mutmassliche Hexen verbrannt wurden. Eine Untersuchung zeigt nun, dass Gift im Boden für das Phänomen verantwortlich ist. Das Erdreich ist schwer mit Arsen (As) und Thallium (Tl) belastet. Die Analysen ergaben für As einen um Faktor 200 und für Tl einen um Faktor 2500 erhöhten Wert. Eine vergleichbare Bodenbelastung ist im Kanton Baselland nur noch in der Erzmatt (Buus) zu finden. Die Verteilung der erhöhten Gehalte im Boden in Buus und in Bretzwil spricht eher nicht für ein ausgedehntes Vorkommen der Anreicherungen dieser Stoffe. Die hohen Werte von As dürften auf eozäne Bohnerzformationvorkommen, welche in der Umgebung von Bretzwil doch zahlreich vorhanden sind, zurückzuführen sein. Die Stoffe sind also natürlichen Ursprungs. Arsen und Thallium sind in höherer Konzentration nur dann giftig, wenn sie eingenommen werden. Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr und Landwirtschaft wird hier nicht betrieben. Mögliche Mineralienbildungen sind bis heute (2024) nicht bekannt.
Bohnerzvokommen:
- westlich von Bretzwil an der Westseite des Brangbode,
- nordwestlich von Bretzwil im Gebiet der Wanne,
- nördlich von Bretzwil am Ägertehübel.
Unterhalb des Hübels liegt die Lokalität Wäsch, ein Relikt der ehemaligen Erzwäscherei. Müller (1884) erwähnt aus den grauen Letten bei Bretzwil Eisenkies (veralteter Name für Pyrit) in Knollen und Drusen in den grauen Letten bei Bretzwil, hier in verschiedenen seltenen Formen, wie:
- Granatoeder (Rhombendodekaeder mit 12 Flächen gleicher Rauten),
- Pyritoeder (12 ungleiche Flächen) mit
- Gegenpyritoeder (Pyramidenwürfel).
Genauere Fundortangaben zu den Pyritvorkommen fehlen leider.
- Bohnerz:
- Pyrit: in verschiedenen seltenen Formen.
109_BL / Bretzwil, Ramstein, Sabel, Sandhübel Bezirk Waldenburg / Gemeinde Bretzwil, Koord. (ca.): 2'616’480 / 1'248’830
Literatur:
- Müller, A. (1884): Geologische Skizze des Kantons Basel und der angrenzenden Gebiete; Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz 1, 1884, 2. Auflage
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Ramstein: 2'616'480 / 1'248'830, 790 m ü. M. (zeigt auf den Hof Ramstein), heute ein Naturschutzgebiet.
Sabel: 2'615'050 / 1'249'630, 720 m ü. M. (zeigt auf den Hof Sabel).
Die ehemalige Grube liegt südwestlich des Hügels 'Sand' auch Sandhübel genannt auf Solothurner Boden.
- Blätterkohle: von der Lokalität 'Sandhübel'. Als sogenannte Bretzwyler Kohle. Erwähnt von Müller, 1884.
- Calcit: von Ramstein. Über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
Literatur:
- Müller, A. (1884): Geologische Skizze des Kantons Basel und der angrenzenden Gebiete; Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz 1, 1884, 2. Auflage
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Ramstein: 2'616'480 / 1'248'830, 790 m ü. M. (zeigt auf den Hof Ramstein), heute ein Naturschutzgebiet.
Sabel: 2'615'050 / 1'249'630, 720 m ü. M. (zeigt auf den Hof Sabel).
Die ehemalige Grube liegt südwestlich des Hügels 'Sand' auch Sandhübel genannt auf Solothurner Boden.
- Blätterkohle: von der Lokalität 'Sandhübel'. Als sogenannte Bretzwyler Kohle. Erwähnt von Müller, 1884.
- Calcit: von Ramstein. Über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
110_BL / Bretzwil, Stiereberg Bezirk Waldenburg / Gemeinde Bretzwil, Koord. (ca.): 2'615’640 / 1'248’003
Im Hang westlich der Bergwirtschaft Stierberg erscheinen auf ca. 700 Meter Länge Schichten des Oxfordien. Im Chollochbach, welcher in seinem obersten Teil auf kurzer Strecke die Oxfordien-Schichten durchfliesst, finden sich geteilte Kalkknollen deren Spaltflächen mit Quarzeinzelkristallen oder Aggregaten belegt sind. Einzelkristalle sind wasserklar und erreichen maximal 3 mm. Im Calcit, welcher den Quarz fast vollständig überdeckt, sind vereinzelt kleine, 1 mm-grosse Goethitnadeln eingelagert.
- Calcit:
- Goethit: 1 mm-grosse Nadeln, eigelagert im Quarz.
- Quarz:
Im Hang westlich der Bergwirtschaft Stierberg erscheinen auf ca. 700 Meter Länge Schichten des Oxfordien. Im Chollochbach, welcher in seinem obersten Teil auf kurzer Strecke die Oxfordien-Schichten durchfliesst, finden sich geteilte Kalkknollen deren Spaltflächen mit Quarzeinzelkristallen oder Aggregaten belegt sind. Einzelkristalle sind wasserklar und erreichen maximal 3 mm. Im Calcit, welcher den Quarz fast vollständig überdeckt, sind vereinzelt kleine, 1 mm-grosse Goethitnadeln eingelagert.
- Calcit:
- Goethit: 1 mm-grosse Nadeln, eigelagert im Quarz.
- Quarz:
111_BL / Diegten, Oberdiegten, Ober Diegten, Rotacker, Rotacher, Oberburg Bezirk Waldenburg / Gemeinde Diegten, Koord. (ca.): 2'627’790 / 1'250’340
Literatur:
Literatur:
- Holenweg, Hans & Stehlin, Hanspeter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1972; Heft 6; Seite 171-177; Neue Funde von Baryt im Schweizer Jura
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Im Diegtertal wurde im Raum Diegten an folgenden Stellen Bolus und Bohnerz ausgebeutet:
- Alte Bohnerzabbaue sind bekannt bei den Lokalitäten Schwangen und Strickmatt. Die genaue Lage dieser Vorkommen kann nicht mehr eruiert werden.
- Wenig Abbau erfolgte im Chilchtal bei der Lokalität Rote Härd.
- Lokal befinden sich Bohnerzgruben bei der Erzweid (östlich von Diegten) und nördlich von Hof Giess beim Chlosteracher.
- Das Bolusvorkommen Bauflen liegt auf Effinger-Schichten, ein quarzsandreicher brauner Bolus, in dem das Bohnerz stellenweise angereichert ist. Daneben kommen auch grosse schalige Eisenkonkretionen vor mit eckigen Kalkbruchstücken als Kern. Noch heute lassen sich im Wald von Bauflen die Schutthalden des Abraums gut erkennen. Die besten Aufschlüsse liegen am Weg am Westabhang der Hard bei Bauflen.
- Ein isoliertes Auftreten von dunkelrotem Bolus liegt südwestlich Ober-Diegten in der oberen Gmeiniweid auf 700 m.
- Auf der Westseite des Diegtertals Bolustone beim Hof Hirzen. Diegten,
Mineralien:
- Calcit und Baryt sind bekannt aus dem Callovienkalk und wurden anlässlich des Aushubs für die Nationalstrasse N2 (heute A2) beim Rotacker bei Oberdiegten gefunden. Ein Fund stammt aus dem Jahr 1969 und ist heute im NHM Basel deponiert.
- Baryt: beim Bau der Autobahn um 1969/70 wurde im Gebiet Rotacker das Callovien freigelegt. Unmittelbar unter dem Anceps-Athleta-Eisenoolith steht ein 5 Meter mächtige Schicht ockerfarbener Kalke an. Hier im oberen Teil: Calcitadern mit kleinen Hohlräumen, teils Barytaggregate bis 12 mm enthaltend. Schindelartig übereinandergereiht oder rosettenförmig bis kugelig mit gerundeten Flächen, elfenbeinfarbig bis hellbraun.
- Bohnerz: tertiäre Bohnerze. Erwiesener Bohnerzabbau in der Region Ober Diegten. Genauere Angaben (Jahr) fehlen. Bohnerz könnte aus der Region der Erzweid sein, Koordinaten: 2'629’040 / 1'251’660, 510 m ü. M.
- Calcit: beim Rotacker, teils zusammen mit Baryt.
- Goethit: aus dem Oberburg-Autobahntunnel. Über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel. Als winzige braunrote Kügelchen aus der Kalkschicht im Rotacker.
- Pyrit: im Rotacker: überkrustete Ammoniten aus den fossilreichen Macrocephalus-Schichten, selten gut kristallisiert.
112_BL / Eptingen (südöstlich), Schmutzberg Bezirk Waldenburg / Gemeinde Eptingen, Koord. (ca.): 2'630’385 / 1'247’690
Literatur:
- Leuthardt, F. (1931); Die Mineralien des Basler Jura; Ein Beitrag zur Heimatkunde von Baselland. Separatabdruck Basellandschaftliche Zeitung, Juli 1931
- Müller, A.; Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz, Geognostische Skizze des Kantons Basel und der angrenzenden Gebiete, 1862.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 366
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Literatur:
- Leuthardt, F. (1931); Die Mineralien des Basler Jura; Ein Beitrag zur Heimatkunde von Baselland. Separatabdruck Basellandschaftliche Zeitung, Juli 1931
- Müller, A.; Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz, Geognostische Skizze des Kantons Basel und der angrenzenden Gebiete, 1862.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 366
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Leuthardt 1931: im Dolomit des oberen Muschelkalkes vom Schmutzberg (2'630'385 / 1'247'690) beim Bölchen treten in Hohlräumen, die mit rhomboedrischen Calcitkriställchen ausgekleidet sind, gelegentlich auch milchigweisse Quarzkristalle mit doppelt ausgebildeter Pyramide oder gelartige Quarzaggregate auf.
- Calcit:
- Quarz: aus Hohlräumen des kavernösen Dolomites neben Calcit.
- Calcit:
- Quarz: aus Hohlräumen des kavernösen Dolomites neben Calcit.
113_BL / Eptingen, Chilchzimmersattel, Spitzenflüeli Bezirk Waldenburg / Gemeinde Eptingen, Koord. (ca.): 2'627’375 / 1'246’370
Literatur:
- Andermatt,P.J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
Literatur:
- Andermatt,P.J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler, 2005; Heft 2; Seite 4 ff
Aus dem Wald, südwestlich des Belchen, in fossilen Hohlräumen aus der Murchisonae-Schicht des Unteren Dogger. Diese Fundstelle befindet sich östlich unterhalb des Spitzenflüeli in steilem Gelände, welches schon bei trockenem Wetter mühsam zu begehen ist. Bei Nässe wird es zu einer äusserst rutschigen Angelegenheit. Der Boden bietet dann kaum noch halt. Im obersten Teil des linken Bächleins (von unten betrachtet) stechen die Gesteinsschichten an mehreren Stellen aus dem Hang hervor. Diese markieren auch gleich die Obergrenze des für den Mineraliensammler interessanten Gebiets. In beiden Bächlein sind Septarien zu finden, welche in den Schwundrissen Mineralien enthalten können. Trotz des steilen Geländes wirkt sich die oberflächliche Erosion kaum aus, neu an die Oberfläche beförderte Septarien sind rar. Im unteren Teil, noch bevor die beiden Bächlein zusammenfliessen, finden sich in den Schichten zahlreiche Fossilien aus der Murchisonae-Schicht. Die meisten ohne Hohlräume, einige mit zersetztem faserigem Barytocoelestin, welcher durch die gelbliche bis hellrötlichen Farbe gut zu erkennen ist. Teilweise sind die Schichten vom Hangschutt vollständig überdeckt und nur die herumliegenden Brocken können bearbeitet werden. Fundmöglichkeiten sind noch gegeben.
- Ankerit: in den Fossilien.
- Baryt: bis 5 mm, dünntafelig, rötlich, rosettenartig aggregiert.
- Barytocoelestin: faserig, mit Auflösungserscheinung, gelblich bis hellrötlich.
- Calcit: rasenartig, klein, klar bis milchig.
- Coelestin: weiss, durchsichtig, in den Schwundrissen oft trüb und schmutzigfarbig.
- Dolomit: in den Fossilien.
- Goethit: im und auf Quarz, nadelig, dem Coelestin oder dem Calcit aufgewachsen.
- Pyrit: klein und wenig.
- Quarz: wasserklar, teils mit Einschluss von Goethit, bis 7 mm.
- Ankerit: in den Fossilien.
- Baryt: bis 5 mm, dünntafelig, rötlich, rosettenartig aggregiert.
- Barytocoelestin: faserig, mit Auflösungserscheinung, gelblich bis hellrötlich.
- Calcit: rasenartig, klein, klar bis milchig.
- Coelestin: weiss, durchsichtig, in den Schwundrissen oft trüb und schmutzigfarbig.
- Dolomit: in den Fossilien.
- Goethit: im und auf Quarz, nadelig, dem Coelestin oder dem Calcit aufgewachsen.
- Pyrit: klein und wenig.
- Quarz: wasserklar, teils mit Einschluss von Goethit, bis 7 mm.
114_BL / Eptingen, Dangern Bezirk Waldenburg / Gemeinde Eptingen, Koord. (ca.): 2'628’350 / 1'248’310
Literatur:
- Herzog, Franz; Schweizer Strahler; 1971; Heft 4; Seite 108; Wunderschöne Quarze im Unteren Malm von Eptingen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 366
Literatur:
- Herzog, Franz; Schweizer Strahler; 1971; Heft 4; Seite 108; Wunderschöne Quarze im Unteren Malm von Eptingen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 366
Blagdenischichten (unterer Dogger). Die Fundstelle liegt an der östlichen Seite der Dangern (2'628'350 / 1'248'310) gegenüber den grossen Rutschungen. Der Fundort befindet sich nach Herzog (1971) im unteren Malm und zwar in der argovischen Fazies (heute Effinger-Schichten).
- Calcit: Skalenoeder bis 5 mm.
- Quarz: im Hohlraum einer Muschel, Doppelender, bis 1 cm, mit Prisma und Grundrhomboeder, auf Calcit. An den Kanten farblos, im Innern leicht trüb.
- Calcit: Skalenoeder bis 5 mm.
- Quarz: im Hohlraum einer Muschel, Doppelender, bis 1 cm, mit Prisma und Grundrhomboeder, auf Calcit. An den Kanten farblos, im Innern leicht trüb.
115_BL / Eptingen, Muren, Neuhäusle Bezirk Waldenburg / Gemeinde Eptingen, Koord. (ca.): 2'631’970 / 1'248’180
An verschiedenen Stellen, so beim Neuhäusle und bei Muren (2'631'970 / 1'248'180, über dem Eisenbahntunnel) ist der Gryphitenkalk in einen ausgezeichneten körnigen Dolomit umgewandelt worden, wobei die Gryphiten ihre Schalen eingebüsst haben. An ihrer Stelle erscheinen vereinzelte Dolomit- und Quarzkristalle.
- Dolomit:
- Quarz:
An verschiedenen Stellen, so beim Neuhäusle und bei Muren (2'631'970 / 1'248'180, über dem Eisenbahntunnel) ist der Gryphitenkalk in einen ausgezeichneten körnigen Dolomit umgewandelt worden, wobei die Gryphiten ihre Schalen eingebüsst haben. An ihrer Stelle erscheinen vereinzelte Dolomit- und Quarzkristalle.
- Dolomit:
- Quarz:
116_BL / Eptingen, Oberburgtunnel Bezirk Waldenburg / Gemeinde Eptingen, Koord. (ca.): 2’628’393 / 1'249’468
Literatur:
- Holenweg,H.; Schweizer Strahler; 1968; Seite 154
Literatur:
- Holenweg,H.; Schweizer Strahler; 1968; Seite 154
- Goethit: schwarz, oktaedrisch, pseudomorph nach Pyrit / Markasit.
117_BL / Eptingen, Weisle Bezirk Waldenburg / Gemeinde Eptingen, Koord. (ca.): 2’629’630 / 1’246’790
Fossilfundstelle: 2'629'630 / 1'246'790. In diesem Gebiet stehen die Schichten der Staffelegg-Formation an, sehr ausgeprägt zu sehen, dort wo der von der Chalhöchi herkommende Obertlochbach von der Wiese in den Wald einfliesst. Das Gebiet kann über einen Wanderweg ab Weisle leicht erreicht werden. Auf ca. 800 m ü. M. ändert sich die Farbe der herumliegenden Brocken ins Bräunliche. Hier beginnt die fossilienhaltige untere Lage der Staffelegg-Formation. Ab hier lohnt es sich, die herumliegend Gesteinsbrocken aufzuschlagen und nach mineralienhaltigen Hohlräumen in Fossilien zu suchen. Bei einem ersten Besuch konnten bereits Calcit, Dolomit, Quarz, Sphalerit und Pyrit geborgen werden.
- Calcit:
- Dolomit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Sphalerit:
Fossilfundstelle: 2'629'630 / 1'246'790. In diesem Gebiet stehen die Schichten der Staffelegg-Formation an, sehr ausgeprägt zu sehen, dort wo der von der Chalhöchi herkommende Obertlochbach von der Wiese in den Wald einfliesst. Das Gebiet kann über einen Wanderweg ab Weisle leicht erreicht werden. Auf ca. 800 m ü. M. ändert sich die Farbe der herumliegenden Brocken ins Bräunliche. Hier beginnt die fossilienhaltige untere Lage der Staffelegg-Formation. Ab hier lohnt es sich, die herumliegend Gesteinsbrocken aufzuschlagen und nach mineralienhaltigen Hohlräumen in Fossilien zu suchen. Bei einem ersten Besuch konnten bereits Calcit, Dolomit, Quarz, Sphalerit und Pyrit geborgen werden.
- Calcit:
- Dolomit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Sphalerit:
118_BL / Hölstein, Buebenried, Holdenweid Bezirk Waldenburg / Gemeinde Hölstein, Koord. (ca.): 2'624’633 / 1'254’490
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Buebenried: 2'624'633 / 1'254'490, 412 m ü. M.
Holdenweid: 2'625'695 / 1'253'927, 447 m ü. M.
Unterhalb des Hofes Buebenried musste für eine Neuanlegung (1970-er Jahre) der Kantonsstrasse eine ca. 80 Meter vorspringende Felsnase weggesprengt werden. Dabei wurde ein schöner Schichtkomplex freigelegt, unter anderem auch eine Korallenbank mit zahlreichen Fossilien. In den Hohlräumen konnte neben Calcit noch Goethit entdeckt werden. Sphalerit tritt in der Umgebung Buebenried ebenfalls auf. In einer geringen Mächtigkeit (auf der Karte nicht eingetragen) erscheint beim Hof Holdenweid nordwestlich von Hölstein die Bärschwil-Formation. Hier aus einer Baugrube: blauer Tonstein mit pyritisierten Ammoniten. Die Bärschwil-Formation besteht aus dunkelgrauem, braun anwitterndem kalkigem siltigem Tonstein, der teils pyritisierte Ammoniten, ein Charakteristikum dieser Einheit, Belemniten und Crinoidenstielglieder führt. Sie ist im Gebiet um Sissach sporadisch vorhanden und generell sehr schlecht aufgeschlossen. Beim Anlegen eines Fahrradweges zwischen Bad Bubendorf und Hölstein musste auf einer grösseren Strecke Fels unterschiedlicher Schichten, unter anderem auch solche der Passwang-Formation, abgetragen werden. Die Schichten fallen schräg ein und verschwinden bald im Boden. In einer grauen Schicht steckte ein ca. 25 cm grosser Ammonit, welcher leider nicht vollständig geborgen werden konnte, waren die Bauarbeiten doch noch in vollem Gange. Ein paar Kammern konnten gesichert werden, wenn diese auf den ersten Blick auch nur Calcit enthalten. Unter dem Binokular zeigte sich dann die Überraschung, wenn auch nur in kleiner Dimension. Auf dem skalenoedrischen Calcit sitzt eine 2. Generation dieses Minerals. Eigentlich keine Seltenheit in Klüften und Drusen aber im Hohlraum eines Ammoniten schon.
- Calcit: beim Hof Buebenried. Zwischen Bad Bubendorf und Hölstein in der Passwangformation: mit zweiter Generation.
- Goethit: beim Hof Buebenried. Über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben.
- Pyritisierter Ammonit:
- Sphalerit: Station Lampenberg, Hof Buebenried. Über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben.
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Buebenried: 2'624'633 / 1'254'490, 412 m ü. M.
Holdenweid: 2'625'695 / 1'253'927, 447 m ü. M.
Unterhalb des Hofes Buebenried musste für eine Neuanlegung (1970-er Jahre) der Kantonsstrasse eine ca. 80 Meter vorspringende Felsnase weggesprengt werden. Dabei wurde ein schöner Schichtkomplex freigelegt, unter anderem auch eine Korallenbank mit zahlreichen Fossilien. In den Hohlräumen konnte neben Calcit noch Goethit entdeckt werden. Sphalerit tritt in der Umgebung Buebenried ebenfalls auf. In einer geringen Mächtigkeit (auf der Karte nicht eingetragen) erscheint beim Hof Holdenweid nordwestlich von Hölstein die Bärschwil-Formation. Hier aus einer Baugrube: blauer Tonstein mit pyritisierten Ammoniten. Die Bärschwil-Formation besteht aus dunkelgrauem, braun anwitterndem kalkigem siltigem Tonstein, der teils pyritisierte Ammoniten, ein Charakteristikum dieser Einheit, Belemniten und Crinoidenstielglieder führt. Sie ist im Gebiet um Sissach sporadisch vorhanden und generell sehr schlecht aufgeschlossen. Beim Anlegen eines Fahrradweges zwischen Bad Bubendorf und Hölstein musste auf einer grösseren Strecke Fels unterschiedlicher Schichten, unter anderem auch solche der Passwang-Formation, abgetragen werden. Die Schichten fallen schräg ein und verschwinden bald im Boden. In einer grauen Schicht steckte ein ca. 25 cm grosser Ammonit, welcher leider nicht vollständig geborgen werden konnte, waren die Bauarbeiten doch noch in vollem Gange. Ein paar Kammern konnten gesichert werden, wenn diese auf den ersten Blick auch nur Calcit enthalten. Unter dem Binokular zeigte sich dann die Überraschung, wenn auch nur in kleiner Dimension. Auf dem skalenoedrischen Calcit sitzt eine 2. Generation dieses Minerals. Eigentlich keine Seltenheit in Klüften und Drusen aber im Hohlraum eines Ammoniten schon.
- Calcit: beim Hof Buebenried. Zwischen Bad Bubendorf und Hölstein in der Passwangformation: mit zweiter Generation.
- Goethit: beim Hof Buebenried. Über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben.
- Pyritisierter Ammonit:
- Sphalerit: Station Lampenberg, Hof Buebenried. Über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben.
119_BL / Liedertswil, Gaissrai (Wasserfallenstrasse) Bezirk Waldenburg / Gemeinde Liedertswil, Koord. (ca.): 2'620'521 / 1'248'266
Ab den aufgeführten Koordinaten durchquert die Strasse von Liedertswil nach der Wasserfallen im Gebiet Gaissrai auf einer Strecke von 120 Metern die Blagdeni-Schichten der Passwang-Formation, wo sie sich anschliessend unterhalb der Strasse noch ungefähr 300 Meter weiter in westlicher Richtung ausdehnt. Dieselben Schichten liegen auch gegen Osten, in ungefähr gleicher Höhe, bis zur Schweinibode. Der Waldweg oberhalb der Schwitzermatt führt auf einem längeren Abschnitt mitten durch die Passwang-Formation. Diese tritt, so wie hier, oft unterhalb von Felswänden aus Hauptrogenstein auf und ist deshalb meist von Hangschutt bedeckt.
Eine Begehung entlang der Wasserfallenstrasse lieferte bereits kleine Hohlräume in nesterartig auftretenden Bivalven mit bis 5 mm grossen Quarzaggregaten. Im Waldbereich unterhalb der Strasse sind Funde von Ammoniten selten aber möglich. Steinschlag ist wegen dem weidenden Vieh zu vermeiden.
- Quarz: klein, wasserklar
- Quarz: klein, wasserklar
120_BL / Lampenberg, Spitzberg, Bubenried Bezirk Waldenburg / Gemeinde Lampenberg, Koord. (ca.): 2'624’760 / 1'254’470
Literatur:
Literatur:
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 365
Station Lampenberg BL, Hof Bubenried. Im Mittlerer Dogger, Movelier-Schichten in Hohlräumen von Korallen in einem Strassendurchstich durch den Spitzenberg unterhalb des Hofes Bubenried. Magnetit kommt, entgegen anderer Erwähnung in der Literatur, an dieser Fundstelle nicht vor!
Bolustone und Bohnerze in der Umgebung von Lampenberg:
- Hauptstrasse, N von Lampenberg: 2'623'883 / 1'253'739, 455 m ü. M.
- Ramschtel bis Bolzeweid, N von Lampenberg: 2'623'605 / 1'253'488, 504 m ü. M.
- Allmetweid, W von Lampenberg: 2'623'183 / 1'252'794, 544 m ü. M.
- Vogelsrai: W von Lampenberg: 2'622'768 / 1'252'483, 534 m ü. M.
- Tannebode: W von Lampenberg: 2'622'647 / 1'252'326, 578 m ü. M.
- Bohnerz:
- Calcit:
- Dolomit: sattelförmig gekrümmte, subparallel aggregierte Rhomboeder.
- Dolomit: sattelförmig gekrümmte, subparallel aggregierte Rhomboeder.
- Goethit:
- Pyrit:
- Sphalerit: aus den Movelierschichten. Honigbraune Zinkblende mit Calcit, Dolomit-Ankerit.
- Sphalerit: aus den Movelierschichten. Honigbraune Zinkblende mit Calcit, Dolomit-Ankerit.
121_BL / Langenbruck, Kunisrütti Bezirk Waldenburg / Gemeinde Langenbruck, Koord. (ca.): 2'622’730 / 1'245’450
Diese Fundstelle liegt ungefähr in der Mitte zwischen Kuenisrütti und dem Bilsteinberg auf ca. 970 m ü.M., etwa dort wo die beiden Bächlein zusammenfliessen. Hier im fossilienreichen Kontaktbreich von Staffelegg-Formation und Opalinuston. Letzterer mit einer Mächtigkeit von ca. 70 Metern. Darüber folgt dann die Passwang-Formation. Im steilen Gelände rutschen auf dem Opalinuston die obersten Schichten regelmässig zu Tale, durchmischen die Gesteine der verschiedenen Lagen und legen gelegentlich auch Anstehendes frei.
- Calcit: nur kleine Skalenoeder
- Dolomit: weiss, sehr klein, fast pulverartig
- Pyrit: aus einer anstehenden Bank im linken Bächlein. Der stark glänzende und bergfrische Pyrit durchzieht aderartig das Gestein oder bildet in Hohlräumen und Rissen Aggregate und wird ab und zu von kleinsten Calcitskalenoedern begleitet. Einzelne Partien sind von feinstem Dolomit bedeckt. Anlauffarben treten kaum auf. Swisstopo markiert auf der Karte im Bereich der Staffelegg-Formation eine Fossilfundstelle.
Diese Fundstelle liegt ungefähr in der Mitte zwischen Kuenisrütti und dem Bilsteinberg auf ca. 970 m ü.M., etwa dort wo die beiden Bächlein zusammenfliessen. Hier im fossilienreichen Kontaktbreich von Staffelegg-Formation und Opalinuston. Letzterer mit einer Mächtigkeit von ca. 70 Metern. Darüber folgt dann die Passwang-Formation. Im steilen Gelände rutschen auf dem Opalinuston die obersten Schichten regelmässig zu Tale, durchmischen die Gesteine der verschiedenen Lagen und legen gelegentlich auch Anstehendes frei.
- Calcit: nur kleine Skalenoeder
- Dolomit: weiss, sehr klein, fast pulverartig
- Pyrit: aus einer anstehenden Bank im linken Bächlein. Der stark glänzende und bergfrische Pyrit durchzieht aderartig das Gestein oder bildet in Hohlräumen und Rissen Aggregate und wird ab und zu von kleinsten Calcitskalenoedern begleitet. Einzelne Partien sind von feinstem Dolomit bedeckt. Anlauffarben treten kaum auf. Swisstopo markiert auf der Karte im Bereich der Staffelegg-Formation eine Fossilfundstelle.
122_BL / Langenbruck, Ober Dürrenberg, Erliloch, Weihermatt Bezirk Waldenburg / Gemeinde Langenbruck, Koord. (ca.): 2'623’577 / 1'245’170
Die südlich von Ober Dürrenberg gelegene Fundstelle kann von der Bilsteinstrasse (Abzweigung zwischen Unter Dürrenberg und Ober Dürrenberg) über einen steil ansteigenden Pfad leicht erreicht werden. Bei P. 871 steht eine vernachlässigte Hütte. Hier verlässt man den Pfad und begibt sich, immer ungefähr auf der gleichen Höhe bleibend, gegen Süden in das Gebiet Erliloch. Die oberste Partie des Erliloch wird durch brüchige Schichten der Passwang-Formation abgeschlossen. Steil anstehend folgen darüber die Schichten des Hauptrogensteins. Die ganze Erlilochmulde führt Geröll aus diesen beiden Zonen, wobei vor allem Material aus den fossilienhaltigen Schichten der Passwang-Formation von Interesse sind. Vom südlichen Ende des Erliloch bis zum Hof Weihermatt lösen sich aus dem abfälligen Opalinuston gelegentlich rundliche Kalkkonkretionen, welche im Bereich der Vordere Frenke zum Liegen kommen. Enthalten die Knollen Schwundrisse, sind deren Wände mit Calcitrasen und Coelestin oder Mischkristallen der Reihe Coelestin - Baryt belegt. Funde sind selten.
- Calcit: säulenartig, weiss bis 1 cm im Hohlraum eines Nautilus oder skalenoedrisch zusammen mit Strontianit in fossilem Hohlraum.
- Chalcedon: weisse, gelbliche bis hellbläuliche chalcedonisierte Schalen von Bivalven, welche erst nach dem Säurebad sichtbar werden.
- Dolomit: sattelförmig, gelb, zusammen mit Strontianit, Calcit und wenig Pyrit.
- Hämatit: kleinste Anhäufungen (0.5 mm) feinster Hämatitblättchen. Die Aggregate sind im Calcit eingewachsen und müssen mit Säure herausgelöst werden.
- Pyrit: würfelig in und auf Quarz, stängelartig im Calcit. Die Kristalle erreichen kaum 1 mm.
- Quarz: wasserklar, bis 5 mm, rasenartig im Hohlraum eines Nautilus, zusammen mit Calcit.
- Strontianit: schneeweiss auf Calcit. Aggregate bis 4 mm. Strontianit bildet, wie Aragonit, weisse, spiessige Kriställchen, wobei die Enden beim Strontianit öfters gebogen erscheinen. Beim Aragonit ist dies kaum der Fall.
Die südlich von Ober Dürrenberg gelegene Fundstelle kann von der Bilsteinstrasse (Abzweigung zwischen Unter Dürrenberg und Ober Dürrenberg) über einen steil ansteigenden Pfad leicht erreicht werden. Bei P. 871 steht eine vernachlässigte Hütte. Hier verlässt man den Pfad und begibt sich, immer ungefähr auf der gleichen Höhe bleibend, gegen Süden in das Gebiet Erliloch. Die oberste Partie des Erliloch wird durch brüchige Schichten der Passwang-Formation abgeschlossen. Steil anstehend folgen darüber die Schichten des Hauptrogensteins. Die ganze Erlilochmulde führt Geröll aus diesen beiden Zonen, wobei vor allem Material aus den fossilienhaltigen Schichten der Passwang-Formation von Interesse sind. Vom südlichen Ende des Erliloch bis zum Hof Weihermatt lösen sich aus dem abfälligen Opalinuston gelegentlich rundliche Kalkkonkretionen, welche im Bereich der Vordere Frenke zum Liegen kommen. Enthalten die Knollen Schwundrisse, sind deren Wände mit Calcitrasen und Coelestin oder Mischkristallen der Reihe Coelestin - Baryt belegt. Funde sind selten.
- Calcit: säulenartig, weiss bis 1 cm im Hohlraum eines Nautilus oder skalenoedrisch zusammen mit Strontianit in fossilem Hohlraum.
- Chalcedon: weisse, gelbliche bis hellbläuliche chalcedonisierte Schalen von Bivalven, welche erst nach dem Säurebad sichtbar werden.
- Dolomit: sattelförmig, gelb, zusammen mit Strontianit, Calcit und wenig Pyrit.
- Hämatit: kleinste Anhäufungen (0.5 mm) feinster Hämatitblättchen. Die Aggregate sind im Calcit eingewachsen und müssen mit Säure herausgelöst werden.
- Pyrit: würfelig in und auf Quarz, stängelartig im Calcit. Die Kristalle erreichen kaum 1 mm.
- Quarz: wasserklar, bis 5 mm, rasenartig im Hohlraum eines Nautilus, zusammen mit Calcit.
- Strontianit: schneeweiss auf Calcit. Aggregate bis 4 mm. Strontianit bildet, wie Aragonit, weisse, spiessige Kriställchen, wobei die Enden beim Strontianit öfters gebogen erscheinen. Beim Aragonit ist dies kaum der Fall.
123_BL / Oberdorf, Edlisberg (ehem. Gipsabbau), Talweid Bezirk Waldenburg / Gemeinde Oberdorf, Koord. (ca.): 2'623’720 / 1'248’620
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
In der verlassenen Gipsgrube östlich von Bad Waldenburg folgt über fein gebänderten Gipsbänken der Hauptanhydritgruppe ca. 1 m fetter, bituminöser schwarzer Ton. Im Hangenden setzt dann der 10 m mächtige Anhydritdolomit mit dünn gebankten, tonigen Dolomiten ein. Gegen oben nimmt der Tongehalt ab, während sich in den extrem porösen Dolomit-Calcit-Breccien vereinzelte Gipslinsen einschalten. Im mittleren Abschnitt der Serie sind die für den Anhydritdolomit charakteristischen, dunkelbraunen bis schwarzen, gebänderten Silexlagen zu beobachten. Über dem Silexhorizont folgen 3 m dick gebankte, körnige, beige Dolomite. Das Mineralienvorkommen beschränkt sich auf Silex, Gipsausblühungen und Fasergips. Exkurs: Nach einem Aufsatz von Carl Stocker, Lehrer, in der Basellandschaftlichen Zeitung (BLZ) vom 15. 11. 1912, war die Gipsgrube am Badrain am Westhang des Edlisberges schon im Jahre 1813 bekannt. Den Gipsbrechern verursachte der Transport des Rohmaterials von der Grube bis zur Landstrasse beim Bad viel Mühe. Auf gewöhnlichen Holzschlitten wurden die Steinbrocken den äusserst steilen Badweg, in welchem Rinnen für die Kufen eingeschnitten waren, hinuntergeschlittelt. Die schweren Schlitten waren auf dem Rücken wiederum nach der hochgelegenen Grube zu befördern. Die Grube wurde um 1910 endgültig stilllegte. 03.03.1914: "Zur gleichen Zeit, als der Badwirt Ritter durch einen Stollen oberhalb des Bades (Edlisberg) ein Gipswerk zu erschliessen hoffte, sollten andere Arbeiter Ritters in der Talweid den dortigen bewaldeten Steilhang urbarisieren. Bei den Grabarbeiten stiessen sie auf mächtige Gipsfelsen. Ritter war nun gleich bereit, auch hier einen Stollen in den Berg treiben zu lassen. Da sich massive Gipsfelsen vorfanden, brauchte wenig oder gar nicht gesperrt zu werden und die Arbeit nahm einen guten Verlauf. An einem Samstagabend versorgten die Leute ihr sämtliches Arbeitsgeschirr: Pickel, Karren usw. im Stollen, um am Montag die Arbeit wieder aufnehmen zu können. Während des Sonntags rutschte aber der obere Teil des Hanges ab und eine mächtige Schuttmasse hält bis heute den Stolleneingang verschlossen."
- Gips: als Ausblühungen oder in Form von Fasergips.
- Silex:
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
In der verlassenen Gipsgrube östlich von Bad Waldenburg folgt über fein gebänderten Gipsbänken der Hauptanhydritgruppe ca. 1 m fetter, bituminöser schwarzer Ton. Im Hangenden setzt dann der 10 m mächtige Anhydritdolomit mit dünn gebankten, tonigen Dolomiten ein. Gegen oben nimmt der Tongehalt ab, während sich in den extrem porösen Dolomit-Calcit-Breccien vereinzelte Gipslinsen einschalten. Im mittleren Abschnitt der Serie sind die für den Anhydritdolomit charakteristischen, dunkelbraunen bis schwarzen, gebänderten Silexlagen zu beobachten. Über dem Silexhorizont folgen 3 m dick gebankte, körnige, beige Dolomite. Das Mineralienvorkommen beschränkt sich auf Silex, Gipsausblühungen und Fasergips. Exkurs: Nach einem Aufsatz von Carl Stocker, Lehrer, in der Basellandschaftlichen Zeitung (BLZ) vom 15. 11. 1912, war die Gipsgrube am Badrain am Westhang des Edlisberges schon im Jahre 1813 bekannt. Den Gipsbrechern verursachte der Transport des Rohmaterials von der Grube bis zur Landstrasse beim Bad viel Mühe. Auf gewöhnlichen Holzschlitten wurden die Steinbrocken den äusserst steilen Badweg, in welchem Rinnen für die Kufen eingeschnitten waren, hinuntergeschlittelt. Die schweren Schlitten waren auf dem Rücken wiederum nach der hochgelegenen Grube zu befördern. Die Grube wurde um 1910 endgültig stilllegte. 03.03.1914: "Zur gleichen Zeit, als der Badwirt Ritter durch einen Stollen oberhalb des Bades (Edlisberg) ein Gipswerk zu erschliessen hoffte, sollten andere Arbeiter Ritters in der Talweid den dortigen bewaldeten Steilhang urbarisieren. Bei den Grabarbeiten stiessen sie auf mächtige Gipsfelsen. Ritter war nun gleich bereit, auch hier einen Stollen in den Berg treiben zu lassen. Da sich massive Gipsfelsen vorfanden, brauchte wenig oder gar nicht gesperrt zu werden und die Arbeit nahm einen guten Verlauf. An einem Samstagabend versorgten die Leute ihr sämtliches Arbeitsgeschirr: Pickel, Karren usw. im Stollen, um am Montag die Arbeit wieder aufnehmen zu können. Während des Sonntags rutschte aber der obere Teil des Hanges ab und eine mächtige Schuttmasse hält bis heute den Stolleneingang verschlossen."
- Gips: als Ausblühungen oder in Form von Fasergips.
- Silex:
124_BL / Titterten, Egg (ehem. Grube) Bezirk Waldenburg / Gemeinde Titterten, Koord. (ca.): 2'620’720 / 1'249’650
Dolomit in einer Calcitdruse wird von der Grube Wasenhaus (2'620'720, 1'249'650) bei Titterten erwähnt. Die einzige Grube im Gemeindegebiet liegt südlich des Dorfes bei der Lokalität Egg. Hier kann ein recht guter Aufschluss des Trigonodusdolomits beobachtet werden. Ungeklärt ist, ob es sich hier um die ehemalige Grube Wasenhaus handelt.
- Calcit:
- Dolomit:
125_BL / Waldenburg, Bilstein, Brocheni Flue, Humbel Bezirk Waldenburg / Gemeinde Waldenburg, Koord. (ca.): 2'624’730 / 1'246’990
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 322
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Waldenburg, Bilstein: Calcit, Quarz, Bohnerz, 2'622'700 / 1'246'000, 927 m ü. M. (Mittlerer Bilstein)
Waldenburg, Brocheni Flue: Calcit, 2'621'850 / 1'247'670, 900 m ü. M
Waldenburg, Humbel: Kohle, Bohnerz, Chalcedon, 2'624'730 / 1'246'990, 911 m ü. M. (Hof Humbel).
- Bohnerz: bei Bilstein und Humbel.
- Calcit: schöne gelbliche Skalenoeder. Bei Bilstein und Brocheni Flue. - Chalcedon: bei Humbel.
- Kohle: bei Humbel.
- Quarz: bei Bilstein.
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 322
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Waldenburg, Bilstein: Calcit, Quarz, Bohnerz, 2'622'700 / 1'246'000, 927 m ü. M. (Mittlerer Bilstein)
Waldenburg, Brocheni Flue: Calcit, 2'621'850 / 1'247'670, 900 m ü. M
Waldenburg, Humbel: Kohle, Bohnerz, Chalcedon, 2'624'730 / 1'246'990, 911 m ü. M. (Hof Humbel).
- Bohnerz: bei Bilstein und Humbel.
- Calcit: schöne gelbliche Skalenoeder. Bei Bilstein und Brocheni Flue. - Chalcedon: bei Humbel.
- Kohle: bei Humbel.
- Quarz: bei Bilstein.
