Direkt zum Seiteninhalt

Kanton JU - Fundorte von Mineralien in der Schweiz

Menü überspringen
Menü überspringen
Menü überspringen

Kanton JU

Fundorte
Vorkommen im Kanton Jura

Bild: JU / Develier, Bois de Robe, Amethyst, geschliffen, Breite  170 mm

26 Beschreibungen


LNr
001.
Fundort
JU / Berlincourt (Bohnerzabbau)
Region
Berlincourt
Koordinaten, ca.
583669 / 241900
Literatur
- Baumberger, E. (1923): Bohnerz. Beitr. Geol. Schweiz, Geotechn. Serie, 13, Band 1, Kapitel 1/1
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37, Band 37; 1957; Heft 2
Bemerkungen
Tertiäre Bohnerze. Erwiesener Bohnerzabbau in der Region Berlincourt. Genauere Angaben (Jahr) fehlen. Abbau erwiesen.
Mineralien
- Bohnerz:
LNr
002.
Fundort
JU / Haute-Sorne, Bassecourt (franz.), Altdorf (dt.), Les Lavoirs
Region
Bezirk Delémont / Gemeinde Haute-Sorne
Koordinaten, ca.
2'585'310 / 1'242'910
Literatur
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978;Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 118
Bemerkungen
In sideritreichem, bohnerzhaltigem Kalk (Eozän). Lit: L. Rollier (1898), p. 115; Geol. Atlas der Schweiz 1 : 25000 Nr. 1, Blatt 92-95 (1930).
Mineralien
- Baryt: farblos, prismatisch nach der b-Achse gestreckt, bis 1 cm, aus sideritreichem, bohnerzigem Kalk (Burkhard, 1978). Bis 1 cm lange, nach der b-Achse gestreckte prismatische Kristalle, farblos bis leicht gelblich gefärbt. Die an sich vollkommen durchsichtigen Kristalle enthalten zum Teil phantomartige Einschlüsse.
LNr
003.
Fundort
JU / Soyhières (franz.), Saugern (dt.), Rotenburg, Rottenburg, Mettenberg (dt.), Mettembert (franz.), Bourrignon (franz.), Bürkis (dt.), Delsberg (nördlich) (Bohnerzabbau)
Region
Bezirk Delémont / Gemeinde Soyhières
Koordinaten, ca.
585373 / 249568
Literatur
- Baumberger, E. (1923): Bohnerz. Beitr. Geol. Schweiz, Geotechn. Serie, 13, Band 1, Kapitel 1/1
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Bemerkungen
Die Koordinaten zeigen auf Bourrignon. (Erzabbau). Bohnerze des Eocäns. Nördlich von DeIsberg findet sich in der zwischen Rangiers- und Movelierkette von West nach Ost verlaufenden Synklinale, westlich Soyhières, Bohnerz bei Mettenberg und Bourrignon. Erwiesener Bohnerzabbau in der Region Rotenburg-Mettenberg. Genauere Angaben (Jahr) fehlen.
Mineralien
- Bohnerz:
LNr
004.
Fundort
JU / Val Terbi, Vermes
Region
Bezirk Delémont / Gemeinde Val Terbi
Koordinaten, ca.
2'600'820 / 1'241'900
Literatur
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978;Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1993; Seite 470-471; Berichtigung zum Fundort der Gipsrosen im Delsberger Becken
- Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 1990; Seite 389-403; Gipsrosen aus dem Jura
Bemerkungen
Gestein: Grauer, harter Mergelkalk der Liesberg-Schichten (unteres Rauracien).
1. Die Fundstelle liegt am westlichen Ende des Kalksteinbruchs von Vermes, an der Strasse Recolaine-Vermes. Die Gipsrosen stammen aus Aushubmaterial (deponiert in Vermes) von der Stadt Delémont. Die Herkunft der Gipsrosen ist also Delémont und nicht wie oft fälschlicherweise angegeben 'Vermes'.
2. Aus einem Aufschluss im Tiergarten Vermes soll angeblich Baryt stammen (Holenweg, 1975). Bei Aushubarbeiten für den Bau des Einkaufszentrums Pré Guillaume und eines benachbarten Gebäudes in Delémont (1985 und 1986), ca. 150 Meter vom Bahnhof entfernt, musste 8 bis 10 Meter tief gegraben werden. Das Schuttmaterial mit den Gipsrosen wurde auf verschiedene Deponien verfrachtet.
Mineralien
- Baryt: 2. Als schneeweisser Anflug auf Quarz und Calcit. Weisse, tafelige oder stengelige Aggregate, die aus orientiert verwachsenen kugeligen Kristallen bestehen. Baryt und Coelestin kommen nicht direkt nebeneinander vor.
- Calcit: von Fundpunkt 2.
- Coelestin: gelbliche, bläuliche sowie farblose, tafelige Kristalle.
- Gips: 1. Ähnlich den bekannten Sandrosen, rosettenartig, mit flachen braunen Kristallen.
- Pyrit: limonitisiert.
- Quarz: von Fundpunkt 2. Kurzsäulig, häufig Doppelender.
LNr
005.
Fundort
JU / Develier, Bois de Robe, Bois de Raube
Region
Bezirk Delémont-Gemeinde Develier
Koordinaten, ca.
2'586'740 / 1'245'662
Literatur
- Frey, Alfred; Schweizer Strahler; 2006; Seite 2-3; Edelsteine Aaus dem Jura
- Kälin, Daniel; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1997; Band 90; Heft 1; Seite 97-114; Litho- und Biostratigraphie der mittel- bis obermiozänen Bois de Raube-Formation (Nordwestschweiz)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 106
Bemerkungen
Aus dem sogenannten Vogesenschotter. Der Calcedon wurde vor der Verfrachtung ins Delsbergerbecken gebildet. Funde sind fast überall möglich, wo der Vogesenschotter offen liegt. Interessant sind vor allem Bachrunsen. Am ehesten enthalten löchrige, von Eisenoxid gelblich gefärbte und abgerundete Steine den gesuchten Amethyst. Dieses Gestein besteht entweder ganz aus tief gefärbtem Amethyst oder es enthält amethystfarbene Schichten und vereinzelt auch ausgebildete Kristalle. Die Koordinaten zeigen auf Bois de Robe. Spärliche Funde sind auch in den Bächen südlich und südwestlich des Bois de Robe möglich.
Mineralien
- Amethyst:
- Chalcedon:
Als Achat, Karneol, verkieselte Fossilien, Amethyst.
- Quarz:
LNr
006.
Fundort
JU / St. Ursanne, St-Ursanne (Steinbruch)
Region
Ursanne
Koordinaten, ca.
579650 / 245375
Literatur
- Pümpin, Volkmar F. / Woltersdorf, F.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1965; Band 58; Heft 2; Seite 799 - 876; Riffsedimentologische Untersuchungen im Rauracien von St. Ursanne und Umgebung (Zentraler Schweizer Jura)
Bemerkungen
Im Steinbruch von St. Ursanne wurden im Laufe der Ausbeutungsarbeiten mehrere Bioherme angeschnitten. das Bild gibt einen Plan der Stollenanlagen und zeigt, wie die Riffe in den kreidigen Kalken verteilt sind. Die ausgezeichneten Aufschlüsse ergeben gute Möglichkeiten zum Studium der inneren Struktur der Korallengebäude. .Am besten ist diese erkennbar dort, wo die frisch angeschnittenen Riffe der Erosion ausgesetzt waren, d.h. am Eingang zu den Stollenanlagen. Die Bioherme sind resistente, aber sehr poröse Gebilde, die linsen- bis domartig im umgebenden Gestein sitzen und aus riffbildenden Korallenkolonien und Solenoporen bestehen. In ihrem Innern treten ausgedehnte primäre Hohlräume (bis 50 cm Durchmesser) und kleine Löcher auf, die oft von grossen Calcitkristallen ausgefüllt sind.
Mineralien
- Calcit: Die Art der Ausbildung wurde von Pümpin und Woltersdorf nicht näher beschrieben - lediglich mit «gross».
LNr
007.
Fundort
JU / Cornol (franz.), Gundelsdorf (dt.), La Malcôte
Region
Bezirk Porrentruy / Gemeinde Cornol
Koordinaten, ca.
581590 / 249840
Literatur
- Graeser,St.; Schweizer Strahler; 1974; Seite 265-277; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 314
Bemerkungen
Südöstlich von Cornol im Kanton Jura. Erstfund von Pyrolusit in der Schweiz. Die aus dem Berner Jura stammende Probe wurde mittels Röntgenaufnahme (P 599, Min.Petr.Inst.BS) bestimmt.
Mineralien
- Calcit:
- Pyrolusit: Schwarze Aggregate, körnig, stängelig, auf Calcit. Graeser: winzig, metallisch glänzend, in Hohlräumen, aus einem eisenschüssigen Kalk, erstmals für die Schweiz nachgewiesen.
LNr
008.
Fundort
JU / Courgenay (franz.), Jennsdorf (dt.), Tunnel Mont-Terri
Region
Territunnel
Koordinaten, ca.
578'178 / 250'097
Literatur
/
Bemerkungen
Die Koordinaten zeigen auf das Nordportal in der Nähe von Cornol.
Mineralien
- Epsomit: In Form von Ausblühungen.
- Hexahydrit: Im Oberen Muschelkalk, Trigonodus-Dolomit, Ausblühung, hellgrau, glänzend, bis 5 cm, mit Spuren von Epsomit. Von diesem unterscheidet sich das gefundene Material lediglich durch ein Wassermolekül.
LNr
009.
Fundort
JU / Undervelier (franz.), Unterschwiler (dt.), Soulce (franz.), Sulz (dt.), Rebeuvelier (franz.), Rippertswiler (dt.) (Bohnerzabbau)
Region
Undervelier
Koordinaten, ca.
583'810 / 239'160
Literatur
- Baumberger, E. (1923): Bohnerz. Beitr. Geol. Schweiz, Geotechn. Serie, 13, Band 1, Kapitel 1/1
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Bemerkungen
Erwiesener Bohnerzabbau in der Gegend Undervelier-Soulce-Rebeuvelier. Nähere Angaben (Jahr) fehlen. Abbau erwiesen.
Mineralien
- Bohnerz:
LNr
010.
Fundort
JU / Bonfol (franz.), Pumpfel (dt.)
Region
Bonfol
Koordinaten, ca.
578'270 / 258'760
Literatur
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 236
Bemerkungen
Weisses Tongemisch aus der Gegend um Bonfol.
Mineralien
- Chlorit: Sehr geringer Anteil im Tongemisch.
- Illit: Im Tongemisch.
- Kaolinit: Ein Tongemisch mit Anteil von Kaolinit, Illit, Smekit, Chlorit.
- Smektitgruppe: Im Tongemisch.
LNr
011.
Fundort
JU / Delémont (franz.) (Steinbruch Friedli), Delsberg (dt.) (Steinbruch Friedli), Visques, Soyhières (franz.), Saugern (dt.)
Region
Delsberg
Koordinaten, ca.
594'750 / 248'850
Literatur
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1993; Seite 470-472; Berichtigung zum Fundort der Gipsrosen im Delsberger Becken
- Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 1990; Seite 389-403; Gipsrosen aus dem Jura
Bemerkungen
Die Koordinaten weisen auf Soyhières. Es handelt sich hier um weitere Deponieorte des Aushubmaterials von Delsberg welches in Vermes zu Funden von Gipsrosen geführt hat. Evtl. könnten diese Ort hier zu späteren Funden von Gipsrosen führen. Visques (heute überdeckt), Soyhières (heute überdeckt), Steinbruch Friedli in Delémont. Die Koordinate zeigt auf Delemont, dem eigentlichen Herkunftsort des Gipses. Bei Aushubarbeiten für den Bau des Einkaufszentrums Pré Guillaume und eines benachbarten Gebäudes in Delémont (1985 und 1986), ca. 150 Meter vom Bahnhof entfernt, musste 8 bis 10 Meter tief gegraben werden. Das Schuttmaterial mit den Gipsrosen wurde auf verschiedene Deponien verfrachtet.
Mineralien
- Gips: In schönen Gipsrosen.
LNr
012.
Fundort
JU / Delémont (franz.), Delsberg (dt.)
Region
Delsberg
Koordinaten, ca.
593'270 / 245'680
Literatur
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 184 Aus einem Stollen beim Bohnerzabbau unter der Stadt (um 1850).
Bemerkungen
/
Mineralien
- Bohnerz:
- Gips: Rosettenartige Aggregate, bestehend aus einzelnen linsenförmigen Individuen, bis ca. 5 cm Durchmesser.
LNr
013.
Fundort
JU / Delémont (franz.), Delsberg (dt.), Courrendlin (franz.), Rennendorf (dt.)
Region
Delsberg
Koordinaten, ca.
595'079 / 243'172
Literatur
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Bemerkungen
Erwiesener Bohnerzabbau in der Region Courrendlin von 1624 bis 1854.
Mineralien
- Bohnerz:
- Calcit:
- Coelestin:
- Goethit:
Nadelig, auf Quarz, Coelestin oder Calcit aufgewachsen.
- Quarz:
LNr
014.
Fundort
JU / Delémont (franz.), Delsberg (dt.), Creux du Vorbourg
Region
Delsberg
Koordinaten, ca.
248'460 / 592'160
Literatur
- Frei, Adolf, 1952; Die Mineralien des Eisenbergwerks Herznach im Lichte morphogenetischer Untersuchungen (Promotionsarbeit)
Bemerkungen
Wird erwähnt von O. Gruetter: Die Kluft- und Drusenmineralien im Juragebirge. P. Niggli, J. Königsberger, R. L. Parker: Die Mineralien der Schweizeralpen. Basel 1940.
Mineralien
- Coelestin: Über Grösse und Ausbildung ist nichts erwähnt.
LNr
015.
Fundort
JU / Delémont (franz.), Delsberg (dt.), La Blancherie (Schacht) (Bohnerzabbau)
Region
Delsberg
Koordinaten, ca.
592'550 / 245'350
Literatur
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Bemerkungen
Die ehemalige Mine de fer befindet sich beim heutigen Sportplatz, früher auch unter La Blancherie (Schacht) erwähnt.
Mineralien
- Bohnerz:
LNr
016.
Fundort
JU / Glovelier (franz.), Lietingen (dt.)
Region
Glovelier
Koordinaten, ca.
582'324 / 242'657
Literatur
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Seite 2 - 13; Neues aus dem Schweizer Jura
- Waldmeier, Martin; Schweizer Strahler; 2012; Seite 17-21; Mein wieder erwachtes Interesse an den Jura-Mineralien
Bemerkungen
/
Mineralien
- Calcit: Hochglänzend wenn kluftfrisch.
- Gips: In erdiger Form.
LNr
017.
Fundort
JU / Pleigne (franz.), Pleen (dt.), Löwenburg (Hof), Abri, Neumühlefeld;(Silexabbau)
Region
Pleigne
Koordinaten, ca.
590'630 / 253'710
Literatur
- Schmid Elisabeth; Minaria Helvetica; 1981; Heft 1; Seite 29-31; Der Silexabbau bei der Löwenburg (Pleigne, JU)
- Schmid, Elisabeth; Minaria Helvetica; 1982; Heft 2; Seite 3-15; Der Silexabbau bei der Löwenburg (Pleigne, JU) im Rahmen der Feuersteinbergwerke in Europa
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 105
Bemerkungen
Ein uraltes Silexbergwerk, d.h. vor ca. 5000 Jahren betrieben (Schmid, 1992) wurde. Die Fundstelle liegt im 'Neumühlefeld III' des Hofes Löwenburg, Pleigne/JU. Im anstehenden Kalkstein treten im obersten Teil Silexknollen und Silexlagen in unterschiedlicher Qualität auf. Der Abbau dieser Silexlagen fand vor ca. 3000 Jahren statt (Bestimmung durch die C-14-Methode).
Mineralien
- Chalcedon: Als sogenannter Silex.
- Silex:
LNr
018.
Fundort
JU / Court, Moutier (franz.), Münster (dt.), Birs (Waschgold)
Region
Kreis Berner Jura
Koordinaten, ca.
593'432 / 234'896
Literatur
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 83.
Bemerkungen
Aus der Birs zwischen Court und Moutier. Um fündig zu werden muss hinter grossen Steinen ziemlich tief gegraben werden. Rubin im Schwerekonzentrat des Waschgutes. Hier handelt es sich um Abfallprodukte der alten Uhrenindustrie. Die Koordinaten zeigen auf den Fluss etwas südlich von Moutier.
Mineralien
- Rubin: Klein, Abfallprodukte der alten Uhrenindustrie.
- Waschgold: Mikroskopisch kleine Goldkörnchen, zum Teil mit spezieller Form.
LNr
019.
Fundort
JU / Moutier (franz.), Münster (dt.)
Region
Kreis Berner Jura
Koordinaten, ca.
595'750 / 237'000
Literatur
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 184
- Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 1990; Seite 389-403; Gipsrosen aus dem Jura
Bemerkungen
Beim Bau der SBB (um 1908) konnten mächtige Gruppen von Gipskristallen (und auch Gipsrosen) geborgen werden (zum Teil auch in der Grube 'von Känel’).
Mineralien
- Gips: In Schichten der Unteren Süsswassermolasse, in grossen Kristallen, Aggregate bis 10 cm Durchmesser, rötlich braun.
LNr
020.
Fundort
JU / Mervelier (franz.), Morschwiler (dt.), Glovelier (franz.), Lietingen (dt.), Courrendlin (franz.), Rennendorf (dt.), Châtillon, Vicques (franz.), Wix (dt.), Courroux, Delémont (franz.), Delsberg (dt.), Develier (franz.), Dietwiler (dt.), Séprais, Montafon, Montavon, Blancherie, La Croisée (Bohnerzabbau)
Region
Séprais
Koordinaten, ca.
0
Literatur
- Baumberger, E. (1923): Bohnerz. Beitr. Geol. Schweiz, Geotechn. Serie, 13, Band 1, Kapitel 1/1
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917 (Erzabbau). Bohnerze des Eocäns.
Bemerkungen
Das ausgedehnteste Bohnerzgebiet ist die Mulde zwischen Vellerat- und Rangierskette, das Becken von Delsberg (Delémont), das zwischen Mervelier im Osten und Glovelier im Westen 60 km2 umfasst. Die alten Tagebaue liegen am Südrande des Beckens bei Courrendlin und Châtillon und am Nordrande desselben bei Vicques, Courroux, Delémont, Develier und Séprais. Die an den Berghängen zu Tage tretende Bohnerzschicht wird in der Mulde selbst durch Schächte in Tiefen von 80-130 m aufgeschlossen. Das Gebiet der bei DeIsberg gelegenen Erzgruben umfasst 230 ha. Von 119 gegrabenen Schächten waren 1915 zwei im Betrieb (Blancherie 107 m und La Croisée 80 m). Ein weiterer Schacht wurde nördlich von La Croisée abgeteuft. Der mittlere Erzgehalt pro km2 der ganzen Mulde von 60 km2 Oberfläche beträgt rund 25,000 Tonnen Erz. Unter der Oberfläche von 20 km2 ist das Erz bereits abgebaut, die noch vorhandene Erzmenge kann auf 1 Million Tonnen Bohnerz (entsprechend 400,000 Tonnen Roheisen) geschätzt werden. - In den Jahren 1899 bis 1909 wurden im Delsbergerbecken jährlich 6300 Tonnen Erz gewonnen, was einer ausgebrachten Menge an Roheisen von ca. 2500 Tonnen entspricht. Nachgewiesener Abbau: Develier: 1837 - 1864. Courrendlin: 1624 - 1854. Séprais-Montavon: ? - 1872 Delsberg-Courroux-Vicques: (1705) 1840 – 1945.
Mineralien
- Bohnerz:
LNr
021.
Fundort
JU / Montmelon (südwestlich), Plan du Noyer
Region
Montmelon
Koordinaten, ca.
578'920 / 243'721
Literatur
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 2 - 13, Neues aus dem Schweizer Jura
Bemerkungen
Südwestlich von Montmelon/JU.
Mineralien
- Pyrit: Pyritisierte Ammoniten in der Renggeri-Tonschicht.
LNr
022.
Fundort
JU / Asuel (fr.), Hasenburg (dt.)
Region
Porrentruy
Koordinaten, ca.
582'820 / 250'145
Literatur
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe;1987/3; Heft 41; Seite 25-27; Bitumen-Asphalt-Verwendung schon vor 5000 Jahren im Zweistromland.
Bemerkungen
Neu untersucht wurden die bituminösen Posidonienschiefer des Lias im Juragebirge. Besonders die Vorkommen der Mont-Terri-Antiklinale bei Asuel besitzen eine erhebliche Ausdehnung und Mächtigkeit, doch ist ihr durchschnittlicher Bitumengehalt recht gering; zudem sind die Abbauverhältnisse für grössere Mengen relativ ungünstig. Es ist fraglich, ob ihnen je eine praktische Bedeutung zukommen wird.
Mineralien
- Bitumen:
LNr
023.
Fundort
JU / Saulcy
Region
Saulcy
Koordinaten, ca.
578'453 / 238'983
Literatur
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 2 - 13, Neues aus dem Schweizer Jura
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2024; Heft 4; Seite 14-24; Pyrit und Markasit im Schweizer Jura
Bemerkungen
/
Mineralien
- Pyrit: Pyritisierte Ammoniten in der Renggeri-Tonschicht.
- Pyritisierter Ammonit:
LNr
024.
Fundort
JU / Soubey (Waschgold)
Region
Soubey
Koordinaten, ca.
570'500 / 239'770
Literatur
- Pfander, Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 84.
Bemerkungen
Nur sehr wenig Waschgold. Dient mehr als Nachweis.
Mineralien
- Waschgold: Nur mikroskopische Partikel.
LNr
025.
Fundort
Delsbergerbecken, Séprais
Region
Séprais
Koordinaten, ca.
584'100 / 246'270
Literatur
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 106
Bemerkungen
Aus dem sogenannten Vogesenschotter. Der Calcedon wurde vor der Verfrachtung ins Delsbergerbecken gebildet.
Mineralien
- Amethyst:
- Chalcedon: Als Achat, Karneol, verkieselte Fossilien, Amethyst.
LNr
026.
Fundort
JU / Châtillon (franz.), Kastel (dt.), Châtillion, Chatillon
Region
Châtillion
Koordinaten, ca.
577'504 / 243'041
Literatur
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 2 - 13, Neues aus dem Schweizer Jura
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 393
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 314
Bemerkungen
In den Oxfordmergeln des Unteren Malm und in den Opalinustonen des Lias im Delsbergerbecken. Im Jura gibt es zwei Orte 'Châtillon'. Koordinaten: 1) 567.735 / 260.129 und 2) 577.504 / 243.041. Welches Châtillon gemeint ist, geht aus den Literaturangaben nicht klar hervor. Châtillon liegt südlich von Delémont. Châtillon ist seit Jahrzehnten für seinen "Ammonitenbach" bekannt, das Wasser fliesst durch die Oxford-Schichten. Ammoniten Creniceras renggeri aus Châtillon sind seit langem in den regionalen und überregionalen Museen zu sehen. Die Einheimischen sagen gerne, dass es kaum ein Wochenende gibt, ohne dass irgendjemand aus der Schweiz im Bach am Suchen ist. Im Wald oberhalb von Châtillon können pyritisierte Ammoniten gefunden werden.
Mineralien
- Markasit: Kenngott: Markasit findet sich als Vererzungsmittel von Ammoniten, wie im Oxfordton der Juraformation bei Châtillion unweit von Delsberg.
- Pyrit: Pyritisierte Ammoniten in der Renggeri-Tonschicht. Als Versteinerungsmittel einiger Ammoniten und Muscheln.
Zurück zum Seiteninhalt
App-Icon
Fundorte von Mineralien in der Schweiz Installieren Sie diese Website auf Ihrem Startbildschirm für ein besseres Erlebnis
Tippen Sie auf Installationsschaltfläche auf iOS und dann auf „Zu Ihrem Bildschirm hinzufügen“