Kanton UR ohne Tunnel, Stollen, Abbaue, Teil1
Fundorte > Uri
Vorkommen im Kanton Uri, Teil 1
001_UR / Amsteg, Amstäg, Bristen, Brüstigness (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 694970 / 176950
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 108-109
Definition der Lokalität nach Ashcroft: Als Brüstigness werden die Felsen oberhalb der vieten Kurve der Bristenstrasse bezeichnet. Es handelt sich um ein kleines und stark bewaldetes Fundgebiet. Beschrieben wird 1 Kluft. Auf der Karte ist kein Eintrag Brüstigness vorhanden. Die Koordinaten zeigen auf Bristen. Evtl. handelt es sich um die Lokalität Bruschti, welche oberhalb der vierten Kurve liegt. Koordinaten: 694.710 / 180.370, 820 m ü. M.
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
- Quarz:
002_UR / Amsteg, Amstäg, Bristenstäfeli, Breitlauibach, Breitlauital, Bristlaui, Grappertal (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 694990 / 179470
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 112-113
Amacher: Bei der ganzen Beschreibung dieses Fundgebietes ist eine Verwechslung in der Namensgebung passiert. Ob Ashcroft in der Ortsangabe getäuscht wurde oder ob er den Urnerdialekt falsch verstanden hat, kann nciht mehr nachvollzogen werden. Ashcroft: Das Grappertal ist eine steile, stark bewaldete Rinne, welche ins Tal hinunterführt, welches mir mit einem falschen Namen angegeben wurde. Die Rinne liegt auf der Nordseite des Tales und beginnt bei den Hütten des Bristenstäfeli auf rund 1350 m ü. M. und trifft auf ca. 960 m ü. M. auf das Breitlauital. Nach meiner Meinung (Amacher) ist der Name Breitlauibach falsch, der richtige Name sollte Bristlaui heissen. Die Koordinaten zeigen auf Bristenstäfeli. Beschrieben wird Kluft 1: (1931). Die Kluft wurde beim Bau einer Wasserleitung zu einem Stall geöffnet.
- Albit:
- Anatas:
- Brookit:
- Chlorit:
- Pyrit:
- Quarz:
003_UR / Amsteg, Amstäg, Bristlaui
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 694050 / 179550
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Genaue Koordinate. Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'.
- Albit:
- Anatas:
- Brookit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Pyrit:
- Quarz:
004_UR / Amsteg, Amstäg, Bristlaui, Bristentobel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 694330 / 180250
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Die Koordinaten zeigen genau auf den Fundort.
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
- Quarz:
005_UR / Amsteg, Amstäg, Bristlaui, Schiltwald, Schildwald
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 694450 / 179950
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Die Koordinaten zeigen auf den Schiltwald.
- Quarz:
006_UR / Amsteg, Amstäg, Bristlaui, Schiltwald, Schildwald (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 694450 / 179950
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 112
Definition nach Ashcroft: Waldgebiet am oberen Ende der Druckleitung. Da Ashcroft sich über die Ausdehnung dieses Gebietes nicht ganz klar war, bezeichnete er nur Stufen aus der Umgebung des Wasserschlosses mit dieser Fundortangabe. Beschrieben wird 1Kluft: Kluft 1: die genaue Lage ist nicht bekannt.
- Chlorit:
- Quarz: Auch Dppelender, ohne Anwachsstellen (Schwimmer), teils mit Chlorit belegt.
007_UR / Amsteg, Amstäg, Bristlaui, der Schilt, der Schild
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 694600 / 180400
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Als Schilt wurde um 1950 die Gegend um das heutige Obsäumli bezeichnet. Die Koordinaten zeigen auf die Region Obsäumli Brüsti.
- Adular:
- Albit:
- Brookit:
- Quarz:
008_UR / Amsteg, Amstäg, Im Riedt, Rieth, Intschi
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 692530 / 179530
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 417
Kenngott erwähnt Mirabilit vom Rieth bei Amsteg sowie von Intschi. Die Koordinaten zeigen auf Intschi. Ried 8resp. Vorder-Ried und Hinter-Ried) liegen etwas östlich von Intschi auf der anderen Seite der Reuss.
- Mirabilit: Auf Klüften im verwitterten Glimmerschiefer vorkommend.
009_UR / Amsteg, Amstäg, Schild (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 694600 / 180400
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 112
Definition nach Ashcroft: Schild ist der Name für das Gebiet um das Wasserschloss zuoberst bei der Druckleitung, welche zum SBB-Kraftwerk nach Amsteg führt. Ashcroft glaubt, dass die Stufen beim Aushub für das Fundament geborgen werden konnten. Die Klüfte müssen also direkt hinter der Schutzmauer liegen. Da Ashcroft zweifelt, ob alle Fundstücke aus derselben Kluft stammen, listete er die 3 Stufen separat auf. Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 113 ein Bild mit einer eingezeichneten Fundstellen im Schild.
- Adular: Stufe 3.
- Albit: Stufe 2.
- Brookit: Stufe 1 und 2.
- Chlorit: Stufe 3.
- Quarz: Stufe 1, 2 und 3.
010_UR / Amsteg-, Amstäg-Meitschligen-Teiftal-Intschi (allgemein)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 692530 / 179530
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Jahrgang 16; Heft 3
Koordinaten auf Intschi. Im erwähnten Separatdruck ist eine Ausführliche Beschreibung der Mineralienfunde aus den Jahren 1920 bis ca. 1935 zu finden. Die Angaben beruhen auf den Angaben von F.N. Ashcroft, welcher im Britischen Museum von London eine bedeutende Mineraliensammlung mit Stufen aus der Gegend Amsteg-Meitschligen-Inschi anlegte. Im Bericht 'Fundpunkte Amsteg-Meitschligen-Teiftal' sind übersichtlich alle Koordinaten der erwähnten Mineralienfundstellen zusammengefasst. Jede Fundstelle ist aber auch separat aufgeführt. Geologie dieser Region (Auszug aus dem Separatdruck): Die ganze Zone liegt im Bereich der nördlichen kristallinen Schiefer des Aarmassivs. Einzig ein Granitkörper im 'Hinter Riedwald' und der mächtige Quarzporphyr, der vom Maderanertal über das Bristenstäfeli bis in die Brislaui hineinzieht, sind (vermutlich) während der herzynischen Gebirgsbildung entstanden. Grünlichgraue bis grauschwarze Schiefer und Gneise, häufig durchzogen von Quarzadern und -linsen, sind die wichtigsten Gesteine der Region. Wesentliche Bestandteile sind Quarz, Sericit und Chlorit, dazu kommen Albit und Kalifeldspat. Gegen Süden werden sie abgelöst durch durch feinkörnige, graue Biotit - Sericit - Gneise, die rotbraun anwittern. Im Reussquerschnitt ist eine etwa 100 Meter mächtige Einschaltung von hellen Schiefern mit starker Pyritführung vorhanden. Ein charakteristisches Gestein bilden die Amphibolitmigmatite im Bereich Meitschligen - Teiftal. Es sind grobgemengte Gesteine mit Schollen von Amphibolit und Hornblendit, in einer granitischen bis aplitischen Grundmasse. Während der alpinen Gebirgsbildung sind die Gesteine der ganzen Region metamorphosiert worden. Dabei erhielten die Gesteine die heutige starke Schieferung, die durchwegs N 70 bis 80° E streicht und steil nach Süden einfällt. Damit sind auch die alpinen Zerrklüfte entstanden, die zur Hauptschieferung ungefähr senkrecht stehen. Hier werden die Mineralien gemäss den von Ashcroft gemachten Notizen wiedergegeben: Aus dem Chlorit-Sericit-Schiefer und dem Biotit-Sericit-Gneis (Parker Fundortgruppe 1a): Quarz, Albit, Adular, Calcit, Chlorit, Brookit, Anatas, Rutil, Apatit, Ilmenit und verschiedene Sulfide aus dem Amphibolith (Migmatit-Amphibolit und anderen basischen Gesteinen:- Quarz, Albit, Adular, Calcit, Chlorit, Amiant, Epidot, Titanit, Prehnit. Erzlagerstätte: In der Region Amsteg-Meitschligen-Bristenstock ist mehrmals Bergbau betrieben worden. Davon zeugen verschiedene, längst aufgelassene Bergwerke zwischen der Talsohle und 2000 m ü. M. Die abgebauten Linsen waren durchwegs klein und erreichten in der Regel nur zwischen 10-20 Meter, bei einer Mächtigkeit von maximal 2 Metern. Die eigentlichen Erzschnüre erreichen dabei nur cm-Dicke. Als wichtigste Erzmineralien sind Galenit, Chalkopyrit, Sphalerit und vereinzelt auch Pyrit, Pyrrhotin, Arsenopyrit und Fahlerz zu nennen. Als Nebengemengteil kommt Stannin dazu. Gewonnen wurden auch Silber, Kupfer und Heyastannin. Die erfolglosen Abbauversuche dauerten bis Ende des 19 Jh.
- Adular: Immer relativ klein, durchsichtig bis milchig im Maderaner-Habitus. Oft sind auch sog. Adularsägen zu beobachten. Sehr verbreitet sind orientiert aufgewachsene Adularkeime auf tafeligen Albitkristallen.
- Albit: Sie sind kleiner als Adular, kommen teilweise aber reichlich vor (ganze Kluftwände bedeckend). Tafelig, milchigweiss oder durchscheinend und nach dem seitlichen Pinakoid ausgebildet. Verzwillingt nach dem Albitgesetz. Kleine, orientiert aufgewachsene Adularkristalle sind vorwiegend auf dem seitlichen Pinakoid zu finden.
- Allanit: Klein, dunkelbraun bis schwarz und flachprismatisch von der Schweinkehle.
- Amianth: Amiant ist an das Vorkommen von Hornblende im Muttergestein gebunden. Faserig, bis 2cm, weiss, hell- oder dunkelgrün.
- Anatas: Blauschwarz, metallisch glänzend, spitzpyramidal. An kleinen kristallen mit Basisfläche was zu einem tonnenförmigen bis plattigen Habitus führen kann. Die Anatase erreichen eine Grösse bis 7 mm.
- Apatit: Wurde in dieser Region in besonders schönen Exemplaren gefunden. Durchmesser bis 4cm und rosafarbig (nicht lichtbeständig). Vielflächig, hexagonal und dicktafelig. Mit bläulichweisser Fluoreszenz unter kurz- und langwelligem UV-Licht.
- Baryt: Selten. Aus dem Riedertobel bis 9mm.
- Brookit: In schönen und grossen Kristallen mit Sanduhr-Effekt. Rotbraun bis goldgelb, dünntafelig nach {100}, nach der c-Achse gestreckte, bis 2cm grosse Kristalle.
- Calcit: Am verbreitetsten als Calcittafeln. Seltener als Normalrhomboeder oder in anderer Form.
- Chalkopyrit:
- Chlorit: Sehr häufig anzutreffen. Tiefgrün, pulverig.
- Epidot: Epidot ist, im Gegensatz zu den Vorkommen in West und Ost, in der Gegend um Meitschligen nur unbedeutend.
- Fadenquarz:
- Ilmenit: In recht unscheinbarer Form. Schwarz, dünntafelig. Nie in Rutil umgewandelt.
- Monazit: Selten. Aus dem Intschialpbachtobel bis 2 mm.
- Orthit: Selten.
- Prehnit: Selten.
- Pyrit:
- Pyrrhotin: In sehr schöner Ausbildung. In Oberflächennähe in Goethit umgewandelt. Kenngott erwähnt Pyrrhotin, mit Sphalerit und Galenit im Amphibolschiefer von der Lokalität Stube im Teuflauital.
- Quarz: Der Quarz erscheint durchwegs farblos, meistens eher klein und im Normalhabitus. Oft mit kleinen s- und x-Flächen. Verbreitet sind plattige, sog. Fadenquarze. Gerne mit Calcit zusammen. Als Einschlüsse im Quarz können Chlorit, Rutil und Anatas beobachtet werden.
- Rutil: Rutil ist nur selten zu finden. Dünnnadelig, schwarz, rot, blondfarbig. Manchmal in Quarz eingeschlossen.
- Sphalerit:
- Titanit: Gestreckt nach der b-Achse, hellbraun, meist verzwillingt, bis 3 cm.
- Zepterquarz: In den zahlreich untersuchten Klüften konnte nur einmal Zepterquarz gefunden werden.
011_UR / Maderanertal, Amsteg, Amstäg, Frentschenberg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 694500 / 181000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 29
Nicht weit nordöstlich von Amsteg liegt dieses Fundgebiet. Parker weist dieses Gebiet der nachfolgenden Mineraliengruppe zu. Ob allerdings alle diese aufgeführten Mineralien zu finden sind bleibt hier offen.
- Adular: - Albit: - Anatas: - Apatit: - Brookit: - Calcit: - Chlorit: - Ilmenit: - Pyrit: - Quarz: - Rutil:
012_UR / Andermatt
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 688500 / 165300
Literatur:
- Graeser,St.; Schweizer Strahler; 1973;; Seite 265
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59 Eine genauere Fundortangabe ist leider nicht gemacht worden.
- Aeschynit-(Y):
- Olivin: Mehr oder weniger serpentinisiert.
013_UR / Andermatt, Altchilch, Chilchenberg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 688600 / 166130
Literatur:
- Graeser, Stefan; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1971; Band 51; Heft 2 - 3; Seite 415 - 442; Mineralogisch-geochemische Untersuchungen an Bleiglanz und Zinkblende
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 87
Bei früheren Steinbrucharbeiten konnten hier im glimmerführenden Marmor Quarz und Calcit gefunden werden. Im Strahler August 1994, Seite 95, ist ein Silikatsteinbruch bei Andermatt abgebildet. Der Chilchenberg befindet sich gleich oberhalb von der Lokalität Altkirch.
- Calcit: In guter Kristallisation, weiss, skalenoedrisch.
- Galenit: Bleiglanz dicht eingesprengt in Quarz, wenig Sekundär-Mineralien, keine weiteren Mineralien.
- Quarz:
014_UR / Andermatt, Bätsberg, Bätzberg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 686750 / 165700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 63
Die guten Kristallfunde wurden vorwiegend bei Strassenarbeiten beim Eingang zur Schöllenen getätigt.
- Adular: In klarer Ausbildung
- Albit:
- Apatit: Erscheint als kleine, flächenreiche und mit hohem Glanz versehene Kristalle oft recht zahlreich. Besonders interessant ist auch die Neigung zum violetten Farbton.
- Calcit: In tafeligen Ausbildungen und zum Teil mit Fluorit zusammen.
- Laumontit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rosafluorit: Zum Teil in grossen Exemplaren, vergesellschaftet mit Apatit und Adular. Dies gilt als Besonderheit dieser Lokalität und wird sonst nur wenig angetroffen.
015_UR / Andermatt, Bühl, Biel, Nasse Kehle (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 688100 / 166430
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 239
Die Koordinaten zeigen auf Bühl. Beim Bau eines unterirdischen Wassereservoirs und einer Leitung für das Fort Biel in den Jahren 1922 bis 1923 wurden Klüfte angeschnitten. Ashcroft verzichtete aus Gründen der Geheimhaltung auf weitere Nachforschungen. Die Mineralien stammen aus dem Graben des Wasserleitungsbaus.
- Albit:
- Heulandit:
- Quarz:
- Titanit:
016_UR / Andermatt, Bühlberg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 688140 / 166500
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 68 Bühlberg wird auf der Karte nicht geführt.
Vermutlich handelt es sich um den Berg oberhalb Biel am Eingang der Schöllenen. Die Koordinatn zeigen auf Biel.
- Bavenit: Feinnadelig, zusammen mit Rosfluorit. Funde sind bereits um 1910 beschrieben worden.
- Rosafluorit:
017_UR / Andermatt, Fort am Bühl, Biel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 688100 / 166430
Literatur:
- Koenigsberger, Joh., F.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1925; Band 5; Heft 1; Seite 92; Über alpine Minerallagerstätten: Mineralklüfte und Differentiation ihrer Paragenese
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 63
Die guten Kristallfunde wurden vorwiegend bei Strassenarbeiten beim Eingang zur Schöllenen getätigt. In den gepressten aplitischen Gesteinen des Fort am Bühl bei Andermatt wurde bei den Arbeiten ein grösseres Kluftsystem angeschnitten. Quarz war teilweise gesondert von Adular und Albit. Der rote Fluorit folgt hier wie überall dem Quarz. Grosser violetter Apatit fand sich da, wo die Quarzkristalle neben den Feldspäten reichlicher auftraten; an den an Adular und Albit reichen Stellen waren die Apatitkristalle meist spärlicher und kleiner.
- Adular: In klarer Ausbildung.
- Albit:
- Apatit: Erscheint als kleine, flächenreiche und mit hohem Glanz versehene Kristalle oft recht zahlreich, Neigung zum violetten Farbton.
- Calcit: In tafeliger Ausbildungen und zum Teil mit Fluorit zusammen.
- Laumontit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rosafluorit: Zum Teil in grossen Exemplaren, vergesellschaftet mit Apatit und Adular. Dies gilt als Besonderheit dieser Lokalität und wird sonst nur wenig angetroffen.
- Turmalin: Als sogenannter Schörl, eingewachsen im Quarz.
018_UR / Andermatt, Gemsstock, Chastelhorn
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 688830 / 161080
Literatur:
- Amacher, Peter; Schweizer Strahler; 2012; Heft 1; Seite 4; Titanit aus dem Furkagebiet
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 171
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
Die Koordinaten zeigen auf das Chastelhorn. Talk: Guspital, Chastelhorn.
- Talk:
- Titanit: Rhombenförmig, tafelig, braun.
019_UR / Andermatt, Gemsstock, Gurschengrat, Gurschenstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 688710 / 163260
Literatur:
- Amacher, Peter; Schweizer Strahler; 2012; Heft 1; Seite 4; Titanit aus dem Furkagebiet
- Ambühl, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1929; Band 9; Heft 1; Seite 265 - 441; Petrographie und Geologie des zentralen Gotthardmassivs südlich Andermatt
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 171
Beim Fundament des Mastest. Die Koordinaten zeigen auf die Seilbahn über dem Gurschengrat. Ambühl: Strahlsteinvorkommen einige Meter nördlich unterhalb des Gurschenstocks.
- Adular:
- Aktinolith: Nördlich unterhalb des Gurschenstocks.
- Apatit:
- Chlorit:
- Muskovit:
- Periklin: Durchscheinend.
- Titanit: Rhombenförmig, tafelig, braun.
020_UR / Andermatt, Hospental, St. Annagletscher (heute St. Annafirn)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 698060 / 162180
Literatur:
- Bernoulli, Christoph; Taschenbuch für die Schweizerische Mineralogie, Erstes Bändchen; 1811
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 173-174
Man beachte, dass Kenngotts Informationen aus dem Jahre 1866 stammen und der St. Annagletscher damals noch weiter ins Tal hinunter reichte.
- Aktinolith:
- Amphibol: Fest bis fast zu dichten Massen mit splittrigem Bruche verwachsen, dabei doch noch die trennbaren Fasern weich und biegsam am St.Annagletscher bei Andermatt, woselbst auch Bergkork und Bergleder genannte Massen vorkommen.
- Bergkork:
- Bergleder:
- Magnetit: Grüner kristallisierter Magnetit in weisslichem Talk am St. Annagletscher bei Hospental.
- Turmalin: Bernoulli (1811) erwähnt schwarzen Schörl vom St. Annagletscher
021_UR / Andermatt, Im Saum
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 688570 / 165300
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 387
In der Gegend von Andermatt von einem 'Im Saum' bezeichneten Fundort. Im Saum ist auf der Karte nicht eingezeichnet. Die Koordinaten zeigen auf Andermatt.- Pyrit: Braune Pyritkristalle in Glimmerschiefer eingewachsen, die mit einer dünnen Schicht dunkelgrünen, zum Teil mit Quarz gemengten Glimmers umgeben sind.
- Quarz:
022_UR / Andermatt, Mettlen, Gurschenbach
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 689600 / 164710
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:
023_UR / Andermatt, Oberalp, Sattelegghubel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 690420 / 165480
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:
024_UR / Andermatt, Oberalpstrasse
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 690160 / 166330
Literatur:
- Kenngott, A.; Neues Jahrbuch Mineralogie, Geologie und Paläntologie; 1867; Seite 202
Die Koordinaten zeigen auf einen zufälligen Punkt der Oberalpstrasse und nich auf den genauen Fundort. Beim Bau der neuen Oberalpstrasse (um 1860) wurde sehr schöner Rutil und als Einschluss in Bergkristall, auf Klüften von Glimmerschiefer getroffen.
- Quarz:
- Rutil:
025_UR / Andermatt, Schöni
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 691000 / 166710
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 64
- Baryt: Meistens derb, vereinzelt Kristalle in Barytgängen im Psammitgneis, bis 20 cm grosse Tafeln, rot bis braun (Eisenoxideinschlüsse), strontiumarm.
026_UR / Andermatt, Urner Loch, Urnerloch
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 688240 / 166620
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59
Nur ca. 1 km nördlich von Andermatt.
- Adular:
- Apatit:
- Chlorit:
- Eisenrose: Tafelig, schöne Ausbildung, flächenreich, recht gross, bis 8 cm (aus dem Tunnel für die Wasserversorgung für Andermatt)
- Quarz: Mit Anhydritröhren.
027_UR / Andermatt, Urner Loch, Urnerloch (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 688240 / 166620
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 238-239
Definition nach Ashcroft: Das Urnerloch (Tunnel) liegt zuoberst in der Schöllenenschlucht, am Eingang zum Urserental. Amacher Peter zeigt in seinem Buch auf Seite 238 ein Bild mit der Position einer Kluft beim Urnerloch. Beschrieben werden Kluft 1: Oberhalb des Südportals sind 3 übereinanderliegende Klüfte erkennbar. Sie liegen ungefähr 30 Meter über dem alten Weg. Beschrieben wird die mittlere Kluft. Königsberger beschreibt aus diesem Gebiet ebenfalls eine Kluft und zwar mit 70 Meter über dem Urnerloch und mehr als 40 Meter südlich des Tunnels. Es könnte sich aber bei beiden Beschreibungen um dieselbe Kluft handeln.
- Eisenrose:
- Hämatit:
028_UR / Oberalp, Grosser Schynstock, Gross Schijen, Schijenstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 691810 / 169260
Literatur:
- Redaktion; Urner Mineralienfreund; 1976; Heft 4; Seite 80
Die Koordinaten zeigen auf den Gross Schijen.
- Chabasit:
029_UR / Oberalppass (dt.), Cuolm d'Ursera (rätorom.), Pazzolabach, Pazolabach
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 692000 / 166820
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 65
Die Fundstelle am Pazolabach liegt in einem Gebiet starker tektonischer Beanspruchung (Pazolaumbiegung der Urserenzone). In den Psammitgneisen des Permokarbons sind, durch Schutt teilweise verdeckt, mehrere Barytgänge eingelagert. Ein grosser Barytgang, der konkordant im Nebengestein liegt, lässt sich auf eine Distanz von über 10 m verfolgen. Er wurde stark mechanisch beansprucht: bei einer Mächtigkeit von über 20 cm ist er stellenweise auf eine Breite von 3 cm ausgewalzt. Der Rand des Ganges ist mit dem Nebengestein verschuppt, ebenso ist Baryt ins Nebengestein eingedrungen. Der Gneis ist in der Umgebung des Barytgangs stark verschiefert und boudiniert. Etwa 1 m von diesem Barytgang entfernt liegt ein weiterer, schmaler Barytgang, der intensiv verfältelt wurde. Der ganze Gneiskomplex ist von einem System von Kluftflächen durchsetzt, die annähernd senkrecht zur Schieferung liegen und entlang denen das Gestein die für Zerrklüfte typische Einschnürung zeigt. An diesen Stellen konnten nahe beim grossen Barytgang zwei kleine übereinanderliegende Klüfte geöffnet werden, die einige Mineralien enthielten.
- Baryt: Der Baryt ist grösstenteils feinkörnig rekristallisiert und enthält Einlagerungen von Magnetit, Limonit, Pyrit und Kupferkies; vereinzelte über 1 cm grosse, verbogene Baryttafeln sind erhalten geblieben. Auch als Kluftmineral. Barytkristalle wurden auf gangförmigem Baryt, in Hohlräumen im Quarz sowie in Spalten im Nebengestein gefunden. Die Baryte sind tafelig ausgebildet und enthalten Einschlüsse, die einen Trachtwechsel im Verlauf der Kristallisation erkennen lassen. Begleitmineralien: Quarz, Pyrit, Siderit, Magnetit, Muskovit, Chalkopyrit,Malachit, Wulfenit, Monazit.
- Chalkopyrit: Im Barytgang und auch als Kluftmineral.
- Limonit: Im Barytgang.
- Magnetit: Im Barytgang. Als Kluftmineral grösstenteils limonitisiert.
- Malachit:
- Monazit:
- Muskovit:
- Pyrit: Im Barytgang und auch als Kluftmineral.
- Quarz: Farblos und rauchig.
- Siderit: Limonitisiert.
- Wulfenit: Wachsgelbe, bipyramidale Kriställchen.
030_UR / Unteralp, Piz Alv
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 695000 / 159410
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 174
An diesem Berg.
- Anatas: Blau, wenig.
- Apatit: Spärlich.
- Calcit:
- Chlorit: In Rosetten.
- Hämatit:
- Muskovit:
- Periklin: Weiss, viel.
- Quarz: Wenig.
- Titanit: Farblos, wenig, oktaedrisch, sehr klein.
031_UR / Unteralp, Pizzo Barbarera (Nordseite), La Rossa (Nordseite) (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 693510 / 158440
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 240
Die Fundgebiete liegen oben im Tal, auf über 2400 m ü. M., nahe der Kantonsgrenze zum Tessin. Der Aktinolithfund (2 Stufen) stammt zum einen aus der Geröllhalde von der Nordseite des Pizzo Barbarera, und zum andern von der Nordseite des La Rossa. Die Koordinaten zeigen auf den Pizzo Barbarera.
- Aktinolith:
032_UR / Unteralp, Pizzo Centrale
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 690160 / 159210
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 171
Im Amphibolitgneis.
- Adular: Manchmal korrodiert.
- Chlorit:
- Epidot: Gelblichgrün, nadelig.
- Laumontit:
- Periklin: Schneeweiss.
- Prehnit: In Plättchen.
- Titanit: Klein, braun.
033_UR / Unteralp, Rossbodenälpetli, Rossälpetli, Rossbosenstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 692680 / 164800
Literatur:
- Ambühl, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1929; Band 9; Heft 1; Seite 265 - 441; Petrographie und Geologie des zentralen Gotthardmassivs südlich Andermatt
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 117
- Quervain, F. de; Vierteljahrsschrift der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich; 1965; Seite 395 - 400; Uraninit führender Turmalin-Sillimanitpegmatit aus dem Gotthardmassiv
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 416
Aus einem Sturzblock aus den felsigen Hängen oberhalb dem Rossbodenälpetli. Die genannte Fundstelle liegt in der nördlichen altkristallinen Paragneiszone (Gurschenzone) des Gotthardmassivs. Schon lange ist bekannt, dass vor allem der Abschnitt zwischen Unteralptal und Val Nalps stellenweise sehr viele Pegmatitgänge enthält, öfters mit reichlicher Turmalinführung. Häufungsstellen dieser Turmalinpegmatite befinden sich im Gebiet Rossbodenstock- Badus (Six Madun) und auf der Nordseite des Piz Mäler östlich Val Curnera. Das beträchtliche Fundmaterial vom Rossbodenälpetli besteht aus zwei Pegmatittypen, beide reich an Turmalin und Muskowit. Ambühl: Östlich vom Rossbodenstock P 2832, auf 2800 m, weist der auf der Schieferungsfläche stark mit Muskovitschuppen besetzte Paragneis grosse, dunkelrote Granate auf, die auf der Anwitterungsfläche als rundliche Knollen hervortreten.
- Aktinolith: Vom Rossbodenstock.
- Albit:
- Granat: Dunkelrot, östlich vom Rossbodenstock.
- Muskovit:
- Quarz:
- Sillimanit:
- Turmalin: Schörl, bis 10 cm lang und 3 cm dick. Kenngott: Ziemlich grosse, schwarze undurchsichtige Kristalle von der Unteralp, welche die Kombinationen beider hexagonalen Prismen zeigen, woran die abwechselnden Flächen durch den Hemimorphismus ungleich breit sind.
- Uraninit:
034_UR / Unteralptal
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 691720 / 164050
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seit 393
Kenngott erwähnt als Fundort lediglich das Unteralptal ohne genauere Hinweise. Die Koordinaten zeigen allgemein auf das Unteraltal.
- Pyrrhotin: Eingesprengt in Gneis.
035_UR / Unteralptal, Gafallengrat
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 691270 / 161970
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:
036_UR / Unteralptal, Lolen Älpetli, Lolen Alp, Lohlen Alp, Alp Lolen, Lolenälpetli, Badus, Baduz, Six Madun, Sixmadun, Sixmadum
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 694100 / 163600
Literatur:
- Bernoulli, Christoph; Taschenbuch für die Schweizerische Mineralogie, Erstes Bändchen; 1811
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 126-127
- Koenigsberger, Joh., F.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1925; Band 5; Heft 1; Seite 93; Über alpine Minerallagerstätten: Mineralklüfte und Differentiation ihrer Paragenese
- Parker, R.L.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1935; Band 15; Heft 2; Seite 340 - 349; Über einige Schweizerische Epidotvorkommen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 124
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 179
Die Alp liegt südwestlich unterhalb des Piz Tagliola. Das Vorkommen ist an eingelagerte Linsen im Kalksilikatgestein des Paragneises gebunden. In dem Sedimentgneis von Alp Lolen sind mehrfach Linsen eines grobkörnigen Pegmatit eingelagert, der überwiegend auffallend frischen Albitoligoklas, selten reinen Oligoklas z. T. ohne Zwrillingslamellierung, daneben auch saussuritisierten basischeren Plagioklas führt. In diesem Pegmatit liegen enge Risse, die z. T. nur Albit mit wenig Rutil und Calcit, z. T. Albit, Quarz, Calcit, Chlorit, Sphen, Rutil führen. Anderorts setzt die Klüfte in den Glimmergneis fort; dann findet sich der Albit der Kluft vorzugsweise auf dem Teil, der den Plagioklaspegmatit durchsetzt. Ambühl: Gewöhnliche Paragneise mit bis zu 1,5 cm grossen, eingesprengten Granaten kommen in geringer Ausdehnung an einigen Stellen vor. Der nie ldioblastische Porphyroblast verleiht dem Gestein stets eine lentikulare Textur. Ca. 250 m östlich vom Badus-Nordgrat, auf 2810 m, und in der Rinne, die sich nördlich vom Piz Tegliola nach dem Lai Maigels zieht, auf 2630 m, stehen solche Gneise an, die oft etwas injiziert sind.
- Adular:
- Aktinolith: Grünschwarz.
- Calcit: Reichlich, in flachen Rhomboedern.
- Chlorit: Feinpulverig, meist zusammen mit Epidot.
- Diopsid:
- Epidot: Reichlich in Nestern und Drusenräumen eines kristallinischen Gemenges, welches aus graulichgrünem oder grünlichgrauem nadelförmigem Amphibol zusammengesetzt ist, auch Quarz und Calcit beigemengt oder in wechselnden Schichten enthält. Die in der Kristallisation günstigen Räumen aufgewachsenen Kristalle des Epidots sind in der Regel mehr grün gefärbt, bis ölgrün, auch grünlichbraun, halbdurchsichtig bis durchsichtig, stark glänzend und zum Teil gut ausgebildet und lassen unter anderem auch Zwillinge erkennen. Sie sind abwechselnd von weissen bis farblosen Quarzkristallen, nadel- bis haarförmigem Strahlstein und Byssolith, gelblichweissen bis farblosen tafelartigen Kalkspathkristallen, gelbroten bis rotbraunen Granatkristallen, seltener von kleinen in Brauneisenerz umgewandelten Pyritkristallen, Adular, Titanit und schuppigem Chlorit begleitet.
- Granat: Ca. 250 m östlich vom Badus-Nordgrat, auf 2810 m. Bis 1, 5 cm. Eingesprengt im Paragneis.
- Grossular: Von besonderem Interesse sind die braunen bis roten Kalktongranate (Grossular) von der Alpe Lolen im Maighelstal am Baduz. Diese waren früher als Hyacinthgranat von Dissentis bekannt, wie bereits Bernoulli angab: "Eine eigene Art lichtroter, fast undurchsichtiger Granate brechen am Sixmadum hinter Dissentis, welche schon lange unter dem Namen Hyacinthgranate bekannt sind. Sie sind keicht schmelzbar, selbst die vollkommensten Kristalle, enthalten aber gewöhnlich im Innern kleine unschmelzbare Quarzkörner. Sie brechen in einem mit kleinen Hyacinthgranaten und Epidot gemengten Quarz". Diese Granate, häufig auch als vom St. Gotthard kommend bezeichnet, zeigen sich in einem kristallinischkörnigen drusigen Gemenge von rötlichbraunem Granat, grauem Epidot, weissem bis grauem Quarz und Calcit und sind in den Drusenräumen teilweise auskristallisiert und aufgewachsen. Das eigentümliche Gemenge erfüllt eine schmale Lagerkluft im Glimmergneis. Ihre Farbe ist bei verschiedener Grösse mehr oder weniger rotbraun bis gelblichrot, sie sind gewöhnlich an den Kanten durchscheinend, doch auch bis halbdurchsichtig, die kleinen stark glänzend, die grösseren wenig glänzend und mit zahlreichen Rissen durchzogen. Sie zeigen Kombinationen des Rhombendodekaeders, welches mehr oder weniger vorherrscht.
- Hyacinth-Granat:
- Klinozoisit:
- Pyrit:
- Quarz: Klar, bis mehrere cm.
- Titanit:
037_UR / Unteralptal, Piz Alv, Alp Portgeren, Alp Portgera, Portgeren Älpetli, Portgerabach
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 694550 / 161700
Literatur:
- Ambühl, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1929; Band 9; Heft 1; Seite 265 - 441; Petrographie und Geologie des zentralen Gotthardmassivs südlich Andermatt
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
Im Unteralptal unterhalb des Portgerenstocks. Die Fundstelle liegt an einem Ausläufer des Piz Alv, oberhalb der Alp Portgeren (Alp Portgera). Ambühl: kleines Strahlsteinvorkommnis an der Unteralp-Reuss links, 20 m hinter Einmündung des Portgerabaches.
- Aktinolith: Bei der Einmündung des Portgerabaches in die Unteralp-Reuss.
- Albit: Als Periklin.
- Apatit: Flächenreich, farblos, klar, öfters angeätzt.
- Chlorit:
- Magnetit: Gut entwickelte Oktaeder, die wenig verzerrt sind, finden sich im Klinochlorschiefer vom Portgèraserpentin.
- Quarz: Ganz schwach bräunlich.
- Stilbit:
038_UR / Unteralptal, Portgerenstock, Piz Purtgera
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 694890 / 161890
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:
039_UR / Unteralptal, Puntanera, Punta Nera
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 117
Ein Unteralptal gibt es auf der Karte nicht. Es gibt nur mehrere Unteralp.
- Quarz: Teil mit Turmalineinschlüssen.
- Turmalin: Grüne nadelförmige Kristalle als Einschluss in Bergkristall von Puntanera im Unteralptal.
04_UR / Unteralptal, Wilden Matten, Wildmatten, Wildmatt, Wilde Matten, Sommermatten, La Froda, La Rossa
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 693400 / 159500
Literatur:
- Ambühl, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1929; Band 9; Heft 1; Seite 265 - 441; Petrographie und Geologie des zentralen Gotthardmassivs südlich Andermatt
- Koenigsberger, Joh., F.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1925;Band 5; Heft 1; Seite 92,93; Über alpine Minerallagerstätten: Mineralklüfte und Differentiation ihrer Paragenese
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
Auf der Strecke von Andermatt zum Oberalppass liegt auf der südlichen Seite das Unteralptal. Hier im hintersten Teil des Tales, unterhalb des Wildenmatten See liegen Fundstellen von Eisenrosen. In dem Gestein des Hämatitfundortes bei Wildmatt im Unteralptal hat man es wahrscheinlich mit einem Ausläufer der Orthogneisinjektion zu tun, die sich auch kundgibt in einigen Nestern von Pegmatit, der aus Albit-Oligoklas, Quarz, Orthoklas, Muskovit besteht. Die Kluft setzt senkrecht zur Schieferung durch. Doch verlaufen einige kleine Risse, die ebenso wie der Rand der Kluft von Quarzband ausgefüllt sind, parallel der Schieferung. Der wasserhelle Albit findet sich vorzugsweise da, wo die Kluft die kleinen Pegmatitlinsen schneidet. Von dem kleinen See bei Wildmatt im Unteralptal, etwas zum Haupttal ansteigend, gelangt man zum oberen Ende eines steil abfallenden Tobels. Die Kluft war etwa 20 cm hoch, 1 bis 2 m im Querschnitt der Wand lang, ist hauptsächlich vom Quarzband erfüllt. Der Hämatit sitzt sowohl auf Band wie Gestein. Die Kluft durchsetzt Glimmergneis und eine kleine unscharf begrenzte dynamometamorphe Plagioklas-Pegmatitlinse. Dort findet sich noch wasserheller Albit und Ilmenit. Ambühl: In den Sommermatten auf 2425 m, 180 m westlich vom Weg und 90 m vom Nordkontakt entfernt, fällt ein graugrünes, im Anschlag ockergelbgrünes Gestein auf, mit einer Ausdehnung von 0,6:1 m. Der Geruch nach Schwefel ist unverkennbar. Auf der angewitterten Oberfläche lassen sich 1 - 2 mm breite Spalten verfolgen, die oft die Tendenz haben, ein System sehr undeutlicher Parallelepipede zu bilden. Wo es gelingt, frische Handstücke zu schlagen, erkennt man das Erz als Arsenkies. Strahlstein im Schutt von La Froda 2400 m oberhalb Wildmatten. Fuchsit.
- Aktinolith: Im Schutt von La Froda.
- Albit:
- Arsenopyrit: In den vorderen Sommermatten, fand sich ein ca. 1 m langer Gang von Misspickel. Das Erz ist zum Teil gut eigengestaltig und zeigt rechteckige Querschnitte. Ab und zu sind die Kristalle von einer Zersetzungsschicht umgeben (Einwirkung der Atmosphärilien). Zwillinge sowie Durchwachsungen liessen sich keine feststellen.
- Eisenrose: Bei der Lokalität Wilde Matten.
- Fuchsit: Von La Froda. Der glänzende, saftgrüne Chromglimmer fand sich in einem quarzitähnlichen Gestein, das im Gehängeschutt zwischen la Froda (südwestlich Piz Alv) und la Rossa auf 2500 m über den Wildmatten lag. Das feinschuppige Mineral war zu klein, um Messungen zu gestatten, schwach hellblau, und gelblichgrün, resp. bläulichgrün.
- Ilmenit: Bei der Lokalität Wilde Matten.
- Interessantes Gestein: Fuchsit, glänzender, saftgrüne Chromglimmer.
- Quarz: Bei der Lokalität Wilde Matten.
041_UR / Urserental, Rothorn
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 689880 / 161010
Literatur:
- Ambühl, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1929; Band 9; Heft 1; Seite 265 - 441; Petrographie und Geologie des zentralen Gotthardmassivs südlich Andermatt
Im Paragneis südlich vom Rothornsüdgrat auf 2915 m.
- Granat: Granaten bis zu 2 cm Grösse enthält ein schwach injizierter Paragneis. Durch Verwitterungseinflüsse gerundet, zeigt in den Maschen Pennin, Chlorit-Biotit und braunen Biotit. In den Spaltrissen kann sich auch Glimmer einlagern.
042_UR / Erstfeld (Steinbruch)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Erstfeld, Koordinaten ca.: 692500 / 186500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 277
- Staub, Walther; Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz; XXXII Lieferung des ganzen Werkes 62. Lieferung; 1911; Geologische Beschreibung der Gebirge zwischen Schächental und Maderanertal im Kanton Uri
- Topas: Als Nebengemengteil. Staub (1911): Pegmatit südlich der Häuser beim Steinbruch von Erstfeld. Während die breiten Adern und Gänge hier alle pegmatitische Ausbildung, vor allem grosse Feldspäte besitzen, zeigen die feinen Ausläufer, welche von diesen Adern ausgehen, alle den Habitus und die Zusammensetzung des Aplits mit der Ausnahme, dass hier der Granat fehlt. Die grösseren Adern zeichnen sich aus durch kleine Anhäufungen von schwarzem Turmalin, welche von einem Kranz gelblicher Topase umgeben werden, welche wiederum in einer Quarzfeldspatgrundmasse eingebettet sind.
- Turmalin: Der Turmalin ist in Säulen ausgebildet und nur mikroskopisch im Gestein.
043_UR / Erstfeldertal, Erstfelder Tal
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Erstfeld, Koordinaten ca.: 690279 / 185699
Literatur:
- Gnos, Edwin & Armbruster, Thomas; Schweizer Strahler; 2007; Heft 1; Seite 13-21; Vesuvian
Aus der Region des Erstfeldertales ist Vesuvian beschrieben worden. Allerdings fehlen nähere Angaben. Die Koordinaten zeigen auf den Talboden und nicht auf die Fundstelle.
- Vesuvian: Fluorhaltige Vesuvian-Kristalle sind im Kalksilikatgesteinen des Altkristallins gefunden worden.
044_UR / Amsteg, Amstäg, Oberes Teiftal
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen,
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3 Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'.
Koordinaten ca.: 693300 / 178250: - Prehnit: (Koordinaten zeigen auf das obere Teiftal.)
Koordinaten ca.: 693050 / 178150: - Amianth: - Quarz: (Koordinaten genau auf den Fundpunkt.)
Koordinaten ca.: 693150 / 177900: - Adular: - Amianth: - Chlorit: - Epidot: - Quarz: - Titanit: (Koordinaten genau auf den Fundpunkt.)
045_UR / Amsteg, Amstäg, Oberes Teiftal, Usweidwald Rutsch
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693150 / 177900
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Ueber die einzelnen Rutsche sind keine näheren Angaben vorhanden. Die Koordinaten zeigen auf Usweid im Teiftal.
- Adular: - Amianth: - Calcit: - Quarz:
- Adular: - Amianth: - Apatit: - Epidot:
- Adular: - Amianth: - Epidot: - Quarz: - Titanit:
- Adular: - Amianth: - Epidot:
UR / Amsteg, Amstäg, Oberes Teiftal, Weisstannenegg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693300 / 178250
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Einen Eintrag 'Weisstannenegg' konnte auf der Karte nicht gefunden werden. Die Koordinaten zeigen auf das obere Teiftal.
- Quarz:
046_UR / Amsteg, Amstäg, Unteres Teiftal 01
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen,
Literatur:
- Planzer, H.; Urner Mineralienfreund; 1993; Heft 4; Seite 19-22
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Die Koordinaten weisen genau auf den Fundpunkt.
Koordinaten ca.: 692650 / 178300: - Adular: - Albit: - Calcit: - Chlorit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692500 / 178450: - Amianth: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692350 / 178450: - Adular: - Albit: - Amianth: - Calcit:
Koordinaten ca.: 692200 / 178450: - Amianth:
047_UR / Fedenalpstock, Fedenstock, Federstock, Federälplerstock, Fedenälpler
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 694500 / 171500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 52,59
Vermutlich handelt es sich um den heutigen Fedenstock. Die Bezeichnung Fedenalpstock fehlt auf der Karte.
- Adular:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Titanit:
- Zeolithe:
048_UR / Fellital (allgemein), Fellinental, Fellinenthaläu
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692500 / 175000
Literatur:
- Weibel, M.; Urner Mineralienfreund; 1993; Heft 1; Seite 1-19
Fellinental, Fellinenthal sind veraltete Bezeichnungen für das Fellital. Im Urner Mineralienfreund, 1993/1 sind die im Fellital vorkommenden Mineralien (ohne genauere Fundortangaben) beschrieben. Weiter ist eine geologische Skizze des Fellitalgebietes vorhanden. Das Fellital liegt, beginnend bei der Reuss am Taleingang bis fast zur Fellilücke im Aaregranit. Erst kurz vor der Fellilücke wird dieser vom Giuvsyenit unterbrochen, um dann wiederum in den Aaregranit über zu gehen. Nach der Fellilücke wechselt das Gestein in Paläozenen Altkristallin. Früher ein Eldorado, heute ist das Gebiet aber stark abgesucht. Die Koordinaten zeigen ungefähr auf die Talmitte, etwas unterhalb der Treschhüte.
- Adular: Vor allem im oberen Talteil im Giuvsyenit zu finden. Neben Einfachkristallen kommen auch Bavenoerzwillinge und sägezahnartige Aggregate vor. Oft an der Oberfläche mit Chlorit verwachsen.
- Albit: In kleinen, farblosen und durchsichtigen Kriställchen als Begleitmineral von Quarz, Hämatit und Fluorit.
- Amethyst: Selten zu finden.
- Amianth: Im Giuvsyenit, grün, kurzhaarig.
- Anglesit: Klein, als Sekundärkristallisation von Galenit.
- Apatit: Als flächenreiche, kleine, abgerundete, durchsichtige und glänzende Kriställchen bis 5mm.
- Apophyllit: Als weisse Krusten, bestehend aus pseudokubischen Kriställchen und oft hydrothermal zersetzt.
- Calcit: Sehr häufig anwesend und als Blätterspat ausgebildet. Selten sind tonnenförmige Kristalle mit Prisma, steilem Rhomboeder und Basis als Hauptform zu finden. Auch als Papierspateinschlüsse im Rauchquarz.
- Cerussit: Klein, als Sekundärkristallisation von Galenit.
- Chabasit: Pseudowürfelige Rhomboeder, bis 2cm, oft verzwillingt, grau, weiss oder bräunlich.
- Eisenrose: Aus dünnblättrigen Hämatitschuppen, hochglänzend, chloritfrei. Frei oder auf Quarz aufsitzend.
- Epidot: Selten, dünnstängelig, klein, gestreckt nach der b-Achse. Eher im Giuvsyenit vorzufinden.
- Fadenquarz: Selten.
- Fluorit: Oft matt und angeätzt, bis 3 cm, grün, graublau, blass und oft in Begleitung von blättrigem Calcit.
- Galenit: Als akzesorisches, nur zerstreut auftretendes Mineral wird Galenit vor allem in Klüften granitischer Gesteine ab und zu angetroffen. Matt, korrodiert, manchmal mit kleinen Cerussit-, Anglesit und Wulfenitkriställchen.
- Gwindel: Dunkel und in hervorragender Qualität aus dem Aaregranit und dem Giuvsyenit.
- Heulandit: Perlmuttglänzend.
- Hämatit: Erscheint in der für das Fellital bekannten dünnblättrigen Form und bildet teilweise hochglänzende, chloritfreie Eisenrosen.
- Laumontit: In Krusten aus spiessig, abgeschrägten Individuen, manchmal mit Chlorit überstäubt.
- Milarit: Es sind nur sporadische Einzelfunde gemacht worden (Aaregranit).
- Milchquarz: Selten und vor allem nur im unteren Teil des Tales zu finden.
- Phenakit: Ein Einzelfund aus dem Jahre 1950 stammt aus dem Aaregranit, Gösse: 23mm.
- Prehnit: Aus dem Giuvsyenit im oberen Fellital.
- Pyrit: Meist oberflächlich angerostet.
- Quarz: Quarz im Normalhabitus ist vor allem in den tieferen Lagen des Tals zu finden. Im Dauphinéehabitus sogar nur unten im Tal aus einer aplitischen Zone. Selten sind auch Einschlüsse von Anhydritnadeln zu beobachten.
- Rauchquarz: Im Normalhabitus und oft mit hervorragendem Glanz. Zu finden sind auch Rauchquarz mit Rutileinschlüssen oder mit durch Calcit ausgelöste Wachstumsbehinderungen. Selten sind auch Einschlüsse von Anhydritnadeln zu beobachten. Eine grosse Kluft brachte ca. 700 Einzelkristalle (bis 11cm) zum Vorschein. Einzelne Quarze waren dabei in der Längsachse bis zu 2° gedreht (gleiches konnte auch an einem Morionfund im Grimselgebiet beobachtet werden, aber mit geringerer Drehung).
- Rosafluorit: Oktaedrisch, himbeerrot, selten bis tiefrot. Oft matt und angeäzt.
- Rutil: Selten, einmalig als Kranzverwachsung auf Hämatit.
- Scheelit: Konnte im Giuvsyenit mehrmals gefunden werden. Fahl, beige, unauffällig, teils zusammen mit Calcit.
- Skolezit: Pseudotetragonale Nadeln, lockerstrahlig aggregiert, weiss, gräulich, manchmal als Überzüge auf dem Quarz.
- Stilbit: Garbenförmig, kugelig, weiss, manchmal durch Rost gelb verfärbt, auch rasenförmige Überzüge.
- Titanit: Abgeflacht und zugespitzt, meist verzwillingt, manchmal an den Enden rot gefärbt. Eher im Giuvsyenit als im Aaregranit zu finden.
- Wulfenit: Klein, als Sekundärkristallisation von Galenit.
049_UR / Fellital, Bristenstock, Ruchen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 694800 / 175520
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 56
Südlich des Bristen(stock).
- Hämatit:
- Quarz: Mit Hämatit belegt.
050_UR / Fellital, Fellinental, Bächenstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691920 / 170450
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 52 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 76
Dieser Berggipfel steht im oberen Fellital, nordöstlich des Rienzenstock. Zahlreiche Klüfte wurden hier am Südgrat des Ostgrates ausgebeutet. Obwohl das Gebiet stark abgesucht ist, gelang dem Strahler Frank Woldert 1997 dank hartnäckigem und ausdauerndem Suchen ein guter Fund von Rauchquarz und Gwindel auf einer Höhe von ca. 2700 m ü. M. Die Kluft konnte mehr zufällig, nach dem Wegräumen von Schuttmaterial gefunden werden.
- Adular:
- Albit:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chabasit: Klein.
- Chlorit:
- Eisenrose:
- Epidot:
- Fluorit: In Oktaedern, grün, rosarot, blau.
- Galenit: Aus der Kluft 'Woldert', 6 x 4 x 4 cm gross, zusammen mit Rauchquarz und bedeckt von grauem Cerussit.
- Hämatit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rauchquarz: Lichte Erscheinung.
- Stilbit: Gelb.
- Titanit:
- Wulfenit: Aus der Kluft 'Woldert', klein, gelblich.
051_UR / Fellital, Fellinental, Bächenstock (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691920 / 170450
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 191-192
Definition nach Ashcroft: Südlichster Gipfel der mit Bächistöcke genannten Bergkette. Der Felsgrat liegt zwischen dem Fellital und dem Reusstal. Der Gipfel liegt wenig nördlich der Rientallücke. Das unter 'Bächenstock' genannte Fundgebiet liegt liegt auf der Ostseite des Bächenstocks sowie an dem ins Fellital hinunterfallenden Ostgrat. Die meisten Funde sind auf der Nordseite des Ostgrates gelungen. Peter Amacher zeigt in seinem Buch auf Seite 191 einen Kartenausschnitt mit den eingezeichneten Positionen der Klüfte. Beschrieben werden 2 Klüfte:
Kluft 1: (1928). Auf der Nordseite des Ostgrates.
Kluft 2: In den nördlichen Felsen des Bächenstocks, Haldenfund.
- Galenit: Kluft 2, resp. Haldenfund.
- Rauchquarz: Kluft 1.
052_UR / Fellital, Fellinental, Fedenlücke, Federlücke, Aelplilücke
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 694520 / 171300
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 54
Übergang vom Fellital ins Val Val.
- Adular:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Gwindel:
- Hämatit:
- Quarz: Mit Anhydritröhren.
- Rauchquarz:
- Zeolithe:
053_UR / Fellital, Fellinental, Fedenstock, Federstock (nach Ashcroft), Piz Sumval, Hinter dem Turm
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 694470 / 171520
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 206-207
Definition nach Ashcroft: Nördlichster Gipfel des Berggrates zwischen der Fellilücke und der Gammertallücke, auf der Ostseite zuoberst im Fellital. Die guten Fundstellen liegen auf der West- und Nordwestseite des Berges. Diese sind stark verwittert und von Geröllhalden bedeckt. Der Fedenstock wird von den Tavetschern auch Piz Sumval genannt. Amacher Peter zeigt in seinem Buch auf Seite 206 ein Bild mit der Position von 3 Klüften am Fedenstock.
Beschrieben werden 5 Klüfte:
Kluft 1: (1923). Die Lage wird mit 'Hinter dem Turm' angegeben.
Kluft 2: (1924). Auf der Westseite, 150 bis 200 Meter unterhalb des Gipfels.
Kluft 3: (1924). Auf der Weseite, nicht unweit unterhalb des Gipfels.
Kluft 4: Ueber die genaue Lage dieser Kluft herrscht Unklarheit.
Kluft 5: (1937). Die Lage wird mit 'Hinter dem Turm' angegeben.
- Adular: Kluft 5.
- Amianth: Kluft 5.
- Apatit: Kluft 5.
- Chabasit: Kluft 1.
- Hämatit: Kluft 3.
- Rauchquarz: Klüfte 1 (hell), 2, 3, 4, 5.
054_UR / Fellital, Fellinental, Fedenstock, Federstock, Piz Sumval, Fedierloch
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 694470 / 171520
Literatur:
- Koenigsberger, Joh., F.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;
1925;
Band 5; Heft 1; Seite 67-124; Über alpine Minerallagerstätten: Mineralklüfte und Differentiation ihrer Paragenese
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 52 etc.
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 208
Im hintersten Val Val, zwischen diesem und dem Fellital befindet sich der Fedenstock. Auf der Südseite liegt die ergiebige Syenitzone. Der Fedenstock wird von den Tavetschern auch Piz Sumval genannt. Koenigsberger beschreibt eine Kluft am Fedenstock wie folgt: Die Hauptkluft ist grösstenteils von Quarzband ausgefüllt, in dessen kleinen Hohlräumen etwas Hämatit auskristallisiert ist. In einem Abstand, etwa 2-5 mal grösser als die Höhe der Kluft, ist das Gestein zersetzt und wird von kleinen, bisweilen sich kreuzenden Rissen durchzogen. In einem derselben findet man z. B. Quarz mit Hämatit, in einem andern nur Hämatit, während ein diesen letzteren kreuzender Riss nur Quarz enthält. Calcit findet sich nur in der grossen Kluft und ist spärlich. Auch Chlorit ist selten. In einer andern Kluft am Fedenstock ist z. B. in einer Kluft Quarz, etwas klarer Albit; in einem Seitenriss viel kleiner Albit, etwas Quarz und an einer Stelle Heulandit. Dies gab beim Losschlagen eine Stufe, deren Paragenese auf beiden Seiten verschieden ist, wie man das auch sonst häufig findet.
- Adular:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Gwindel:
- Hämatit:
- Quarz: Mit Anhydritröhren, gross.
- Rauchquarz:
- Titanit:
- Zeolithe:
055_UR / Fellital, Fellinental, Murmetsbüel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693250 / 171300
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 54
Im hintersten Fellital, westlich unterhalb des Fedenstockes in den Felsen der Umgebung.
- Adular:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Gwindel:
- Hämatit:
- Quarz: Mit Anhydritröhren.
- Rauchquarz:
- Zeolithe:
056_UR / Fellital, Fellinental, Murmetsbüel, Stäfeli (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693250 / 171300
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 191-195
Definition nach Ashcroft: Region nördlich des kleinen Bergsees beim letzten Aufstieg zur Felllücke. Das unter der Bezeichnung 'Murmetsbüel-Stäfeli' vorhandene Fundmaterial wird, beschränkt sich auf das Felsband westlich des Sees. Die Ausdehnung beträgt 400 Meter südlich des Sees und 700 Meter nördlich des Sees. Im ganzen Fundgebiet sind die Felsen stark mit Gras bedeckt. Amacher Peter zeigt in seinem Buch auf Seite 193 ein Bild mit der Position von 2 Klüften. Beschrieben werden 2 Klüfte: Kluft 1: (1923). In den tieferen Felsen, ca. 100 Meter oberhalb der Mauerresten einer alten alten Alphütte.
Kluft 2: (1924). Etwas nördlich der Kluft Nr. 1.
- Hämatit: Klüfte 1, 2.
- Quarz: Klüfte 1, 2.
057_UR / Fellital, Fellinental, Mättenberg, Mettenberg, Mattenberg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 694350 / 174070
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59
Zwischen dem hinteren Fellital und dem Sunnig Wichel.
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Hämatit:
- Quarz:
058_UR / Fellital, Fellinental, Obermatt
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693120 / 172500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 57
Die Angaben im Parker sind relativ ungenau. Der Fundort könnte sich aber in Richtung Fedenstock und Wyssen befinden.
- Rauchquarz: Gross, mit Rutileinschlüssen.
- Rutil:
059_UR / Fellital, Fellinental, Piz Giuv (Westwand), Pez Giuv (Westwand), Schattig Wichel (Westwand)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 695800 / 173000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 78
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
- Weber, Fr.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1948; Band 28; Heft 1; Seite 90-94; Scheelit aus dem Syenit vom Schattig Wichel (Fellital, Uri)
Schattig Wichel ist ein anderer Name für den Piz Giuv 80 Meter unterhalb der Gratlücke, zwischen dem Piz Giuv und dem Rot Wichel, im Giuvsyenit.
- Adular:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit: Prismatisch (hexagonales Prisma 1. Stellung) mit Basispinakoid und teilweise auch noch mit positivem, steilem Rhomboeder.
- Chlorit:
- Epidot:
- Faujasit: Fluorit, welcher irrtümlich als Fluorit (siehe dort) bestimmt wurde.
- Fluorit: Auf dem Bleiglanzkristall finden sich ferner noch kleinste Fluorit-Oktaederchen aufgewachsen, von 0.1, max. 1 mm Kantenlänge, grau bis hell grünlich und violett, teils einzeln und teils zu kleinen Häufchen aggregiert; in ihrer Ausbildung und ihrem z.T. "zeolithartigen" Auftreten erinnern sie an das Vorkommen von Flussspat in der nahen Lücke zwischen Piz Giuf und Rotem Wichel. Dieser Fluorit wurde seinerzeit (1902) als Faujasit angegeben. Leider konnte diese Fehldiagnose erst 40 Jahre später festgestellt und berichtigt werden, womit zugleich auch die irrtümliche Meinung korrigiert wurde, das Fehlen von Fluorit sei für die Mineralklüfte des Syenit charakteristisch gegenüber denen im Granit.
- Galenit: Von etwelchem paragenetischem Interesse ist, dass ganz in der Nähe dieser Scheelitfundstelle in der Schattig Wichel-Wand von J. M. Indergand ungefähr zur gleichen Zeit ein einzelner Galenitkristall mit Wulfenit angetroffen wurde - ein ebenfalls Unikum gebliebener Fund aus dem Giufsyenit.
- Quarz:
- Scheelit: Fund 1904, in aussergewöhnlicher Ausbildung, bis 11 mm, farblos-durchsichtig, verzerrt. Als Fundort dieser Scheelitstufe wurde eine Stelle in der Schattig Wichel-Wand angegeben, die etwa 80 m unter der Gratlücke zwischen Piz Giuf und Rotem Wichel liegt, somit schon ziemlich nahe der Nordgrenze des Syenitzuges gegen den Granit. Das Muttergestein der ca. 3\ 4 cm grossen Stufe hat jedoch eher syenitaplitisches als syenitisches Aussehen, soweit die asbestartig verfilzte Byssolithüberkleidung Teile des Kluftgesteins freilässt.
- Titanit:
- Wulfenit: Auf dem Galenit.
060_UR / Fellital, Fellinental, Rientallücke
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692000 / 170240
Literatur:
- Parker, R.L.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1950; Band 30; Heft 1; Seite 192 - 199; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 82
Die Lücke bildet den Übergang vom Riental (ob. Göschenen) ins Fellital.
- Adular:
- Apatit:
- Chlorit:
- Eisenrose: Bis mehrere cm Durchmesser.
- Hämatit: Glänzend.
- Phenakit: Grösster gefundener Kristall: 23 mm lang mit einem Durchmesser von 2.5 mm, nur ein Exemplar, zum Teil chloritisiert. Fund 1949 von Fritz Zeier.
- Quarz:
061_UR / Fellital, Fellinental, Rienzenstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691520 / 170900
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 55,58
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 82
Zwischen dem Fellital und dem Reusstal.
- Rauchquarz:
062_UR / Fellital, Fellinental, Rienzenstock (nach Ashcroft), Murmetsbüelstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691520 / 170900
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 210-211
Definition nach Ashcroft: Ein Gipfel der Bächistöcke zwischen dem Reusstal und dem Fellital gelegen. Ashcroft unterteilt den Berg in Westwand, Norseite des Westgrates, Südwand. Amacher Peter zeigt in seinem Buch auf Seite 209 einen Kartenausschnit mit der Position einer Kluft am Rienzenstock (ein Bild ist auf der Seite 210 zu finden). Beschrieben werden 3 Klüfte:
Kluft 1: (1925). Aus der Westwand, dort wo der Nord- und Westgrat des Gipfels zusammentreffen.
Kluft 2: (1935). Von der Nordseite des Westgrates.
Kluft 3: (1937). Von der Südseite.
- Chlorit: Kluft 3.
- Rauchquarz: Klüfte 1, 2, 3.
063_UR / Fellital, Fellinental, Rot Wichel (Westseite)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 695600 / 172600
Literatur:
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
- Scheelit: Fund 1980, 12 mm, rauhe Oberfläche, farblos-durchsichtig, mehrere parallel verwachsene Subindividuen.
064_UR / Fellital, Fellinental, Rübenerlücke, Ribener Lücke
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691500 / 172520
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 84
Ca. 1 km nördlich des Rienzenstocks liegt dieser Übergang vom Reusstal ins Fellital.
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Hämatit:
- Quarz:
065_UR / Fellital, Fellinental, Schijenstock (Nordwestwand), Schienstock (Nordwestwand) (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692070 / 170020
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 190-191
Definition nach Ashcroft: In der Näher Felllücke. Nördlich des Gipfels liegt die Rientallücke und östlich davon die Fellilücke. Auffällig am Schijenstock ist sein Hahnenkamm-mässiges Aussehen. Ashcroft fasst unter der Bezeichnung 'Schijenstock, Nordwestwand' die Fundstellen auf der Schattenseite des Berges zusammen (zwischen Rientallücke und Vorder Fellilücke). 3 grosse Klüfte liegen in der Nordwestwand. Die Koordinaten zeigen auf den Schjienstock. Beschrieben werden 5 Klüfte:
Kluft 1: (Vor 1914). Die oberste der 3 übereinanderliegenden Klüfte in der Nordwestwand.
Kluft 2: (Vor 1914). Die mittlere der 3 übereinanderliegenden Klüfte in der Nordwestwand.
Kluft 3: (Vor 1914). Die unterste der 3 übereinanderliegenden Klüfte in der Nordwestwand.
Kluft 4: (1926). 10 Meter links der Kluft Nr. 1.
Kluft 5: (1926). Unterhalb der Klüfte 1-3.
- Adular: Kluft 1.
- Chabasit: Klüfte 1, 2, 4.
- Chlorit: Kluft 1.
- Fluorit: Kluft 2 (hellgrün bis farblos), 4 (fast farblos).
- Heulandit: Kluft 2.
- Quarz: Kluft 4.
- Rauchquarz: Klüfte 1, 2, 3.
- Rosafluorit: Kluft 5.
- Stilbit: Klüfte 1 (in grosser Menge), 2 (wenig).
066_UR / Fellital, Fellinental, Schneehühnerstock, Unghürstöckli
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693120 / 169670
Literatur:
- Graeser, Stefan; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1971; Band 51; Heft 2 - 3; Seite 415 - 442; Mineralogisch-geochemische Untersuchungen an Bleiglanz und Zinkblende
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 58,59
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 177
- Worni, Kurt & Roth, Olivier; Schweizer Strahler; 2008; Seite 6-9; Anhydritquarze
Liegt genau nördlich oberhalb dem Oberalpsee und erhebt sich als sehr markanter Berg hervor. Funde stammen unter anderem aus der Ostflanke des Schneehüenerstocks im oberen Fellital (Quarz, Anhydrit). Über das Vorkommen von Hydrocerussit fehlen die näheren Angaben.
- Adular:
- Albit:
- Anglesit:
- Anhydrit: Hohlnadeln bis 1 cm Durchmesser.
- Calcit:
- Cerussit:
- Chlorit:
- Galenit: Grosse Massen, sehr grobspätig, mit Wulfenit überkrustet. Schlecht ausgebildete würfelige Kristalle mit zahlreichen Sekundärminralien wie Cerussit, Anglesit, Wulfenit, Malachit.
- Hydrocerussit: Gemäss Angaben von Nicolas Meisser.
- Malachit:
- Quarz: Bis 20 kg schwere Stufen.
- Wulfenit: Auf dem Galenit, mm-gross, dünn- bis dicktafelig, wachsgelb.
067_UR / Fellital, Fellinental, Standelstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 690820 / 170750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59 Am Grat südwestlich des Rienzenstocks befindet sich der Standelstock.
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:
068_UR / Fellital, Fellinental, Standeltal (nach Ashcroft), Rienzennordgrat
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 690200 / 171200
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 211
Definition nach Ashcroft: Steile Rinne, welche von den Felsen unterhalb des Rienzennordgrates ins Reusstal hinunter zieht. Das Tal beginnt auf ca. 2500 m ü. M., nahe des Standelstäfeli. Der Bach aus dem Tal mündet zwischen Wassen und Göschenen in die Reuss. Beschrieben wird Kluft 1: (1926). Zuoberst im Standeltal. Die Koordinaten zeigen auf Standelstäfeli.
- Rauchquarz: Kluft 1.
069_UR / Fellital, Fellinental, Wyssen, Im Wissen, Wiesenalp
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 694550 / 171020
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 52 etc.
- Steck, Albrecht & Hügi, Theodor; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 2; Seite 257 - 276; Das Auftreten des Molybdänglanzes im westlichen Aarmassiv und Molybdängehalte von Gesteinen der gleichen Region
- Adular:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Molybdänit: Wird von Koenigsberger um 1914 erwähnt.
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Titanit:
- Zeolithe:
070_UR / Gurtnellen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691000 / 177270
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 35 etc.
- Adular:
- Amianth:
- Chlorit:
- Epidot: Beim Schulhaus.
- Quarz: Bei der Mariahilfkapelle (auch Adular und Amiant).
071_UR / Gurtnellen (Dorfkirche)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 690003 / 176997
Literatur:
- Redaktion; Urner Mineralienfreund; 1976; Heft 4; Seite 67
Bei der Kirche Gurtnellen Dorf.
- Prehnit:
072_UR / Gurtnellen (Steinbruch)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691300 / 176400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 35 etc.
Der Steinbruch liegt südöstlich von Gurtnellen auf der gegenüberliegenden Seite dieses Ortes unterhalb des Tag- oder Fellihorns. Der Bruch ist heute kaum mehr als solcher zu erkennen.
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:
073_UR / Gurtnellen, Dangelwald
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691890 / 178000
Literatur:
- Kunz,Ruedi; Urner Mineralienfreund; 2002; Heft 1; Seite 1-4
Der Dangelwald, gegenüber dem Teiftal liegend, gilt unter Strahlern eigentlich als trockenes Gebiet obwohl aus früherer Zeit Funde bekannt waren. 1990 glückte einem Strahler (Ruedi Kunz) ein erneuter Fund. Die Klüfte erreichen eher kleine Ausmasse. Die Koordinaten zeigen auf Dangel.
- Adular:
- Amianth: Bis 4 cm lange Haare.
- Quarz:
074_UR / Gurtnellen, Geissberg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 689750 / 178750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 35
Nordwestlich von Gurtnellen, zwischen diesem Ort und dem Witenstock, befindet sich der steile Geissberg.
- Amianth:
- Epidot:
- Prehnit: In sehr guter Ausbildung.
- Quarz:
075_UR / Gurtnellen, Gornere, Siglisfad
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 687120 / 179110
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 29
Parker weist dieses Gebiet der nachfolgenden Mineraliengruppe zu. Ob allerdings alle diese aufgeführten Mineralien zu finden sind bleibt hier offen.
- Adular:
- Albit:
- Anatas:
- Apatit:
- Brookit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Ilmenit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
076_UR / Gurtnellen, Gorneren
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 686700 / 178600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 255
- Baryt: Derb, in Gängen.
077_UR / Gurtnellen, Pörtlilücke, Börtlilücke
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 695200 / 174920
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59
Südlich des Ruchen (Nähe Bristen(stock)) verläuft ein Grat zum Sunnig Wichel. Ca. in der Mitte davon liegt diese Lücke.
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:
078_UR / Gurtnellen, Reusstal, Meitschligen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692140 / 178260
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 54
Im Reusstal gelegen. Beim Bau der A2, in der Galerie zwischen Meitschligen und dem Teiftal. Detaillierte Angaben über Fundstellen aus den früheren Jahren sieh unter Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal'.
- Adular: Sehr verbreitet, das heisst in ca. 50% aller Klüfte anzutreffen.
- Albit: Überwachsen von Adular.
- Amianth: In mehreren als kleine Risse ausgebildeten Klüften, grün bis schneeweiss, sehr dünnfaserig.
- Asbest: In mehreren als kleine Risse ausgebildeten Klüften, grün bis schneeweiss.
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Galenit:
- Quarz:
079_UR / Gurtnellen, Reusstal, Wiler bei Gurtnellen, Aeschenwald
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 690175 / 174820
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 84
- Gwindel: Recht zahlreich.
080_UR / Gurtnellen, Ried, Langlauital
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693750 / 178800
Literatur:
- Herger, Robert; Urner Mineralienfreund; 2006; Heft 2; Seite 9-10
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 36
Dieses Tal zieht sich von der Reuss bei Vorder-Ried gegen den Bristen hinauf. Ob alle im 'Parker' aufgeführten Mineralien zu finden sind bleibt hier offen. Vor allem im Frühjahr besteht in diesem Tal noch Lawinengefahr.
- Adular:
- Albit:
- Amianth:
- Apatit:
- Brookit: In der Nähe der Einmündung des Langlauibaches in die Reuss: in grossen Stufen mit hervorragender Qualität, bis 2 cm, oft auf Quarz aufgewachsen.
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Fadenquarz:
- Quarz:
- Titanit:
081_UR / Gurtnellen, Ried, Langlauital;(Erzvorkommen)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 178750 / 693850
Literatur:
- Jenni, Jean-Pierre; 1973; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 53; Seite 74; Die Vorkommen von Galenit, Chalkopyrit und Sphalerit des Bristenstocks (Kt. Uri).
Im Langlauital wurde auf 1230 m Höhe ein ganz sehr bescheidenes Erzvorkommen gefunden. Es besteht aus einem 1-2 cm dicken Gänglein, das aus Galenit, Chalkopyrit und Sphalerit besteht. Auch hier scheint die Lagerung des Gängleins scheint konkordant zur Schieferung des Nebengesteins zu sein. Trotzdem diese "Vererzung" sehr stark verwittert ist, liess sich im Felde deutlich erkennen, dass das Erzgänglein beidseits von einer schmalen, grünlichgrauen Chlorit-, bzw. Glimmer-Zone begleitet war, ganz analog wie bei den mächtiger entwickelten Vererzungen dieser Region.
- Chalkopyrit:
- Galenit:
- Sphalerit:
082_UR / Gurtnellen, Ristelli, Gamma (Steinbruch) (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691300 / 176400
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 108
Definition des Steinbruchs 'Ristelli-Gamma' nach Ashcroft: 'Granitsteinbruch in den Felsen, ca. 100 Meter über der Gotthardstrasse gegenüber Gurtnellen'. Hier wurden zu unterschiedlichen Zeiten immer wieder Klüfte geöffnet. Auf der Karte existiert unter den aufgeführten Koordinaten eine Lokalität mit der Bezeichnung 'Steinbruch'.
- Chlorit:
- Quarz:
- Rosafluorit:
083_UR / Gurtnellen, Schönibrücke, Schönisteinbruch
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691400 / 176400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 58
Evtl. handelt es sich hier um den alten Steinbruch zwischen Gurtnellen und Wiler.
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
- Hämatit: In kleinen Rosetten, auch auf dem Quarz aufliegend.
- Muskovit:
- Quarz: Klar.
084_UR / Gurtnellen, Schönibrücke, Schönisteinbruch (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691400 / 176400
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 217-220
Definition nach Ashcroft: Der Steinbruch liegt am Fusse der Felsen auf der Ostseite der Reuss, wenige Meter oberhalb der Schönibrücke. Das Gebiet umfasst den Steinbruch sowie die unmittelbar anliegenden Felsen. Amacher Peter zeigt in seinem Buch auf Seite 219 zwei Bilder mit der Position von 6 Klüften im Schönisteinbruch. Beschrieben werden 6 Klüfte:
Kluft 1: (1934). Direkt in der Wand des Steinbruches. Kluft 2: Kluft 3: Kluft 4: Kluft 5: Kluft 6:
- Adular: Klüfte 1, 3.
- Albit: Klüfte 1, 2, 3, 4, 6.
- Apatit: Kluft 2.
- Chlorit: Klüfte 2, 6.
- Hämatit: Klüfte 1, 2, 3, 4, 5, 6.
- Muskovit: Kluft 3.
- Quarz: Klüfte 1, 2, 4, 5, 6.
- Titanit: Kluft 1.
085_UR / Gurtnellen, Sunnig Wichel, Sonnig Wichel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 695150 / 174250
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59
Nördlich des Schattig Wichel und südlich des Bristen(stock).
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:
086_UR / Gurtnellen, Teiftal, Tieflauital
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693150 / 178200
Literatur:
- Gisler,K.; Urner Mineralienfreund; 1989; Heft 4; Seite 64
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 24 etc.
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 308
Dieses Tal mündet bei Meitschligen (zwischen Gurtnellen und Ried) vom Bristen herkommend in die Reuss ein. In der rechten Talflanke. Aus dem oberen Teiftal.
- Adular:
- Amianth:
- Prehnit:
- Quarz:
087_UR / Gurtnellen, Wilerflüe (unterhalb)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691130 / 175450
Literatur:
- Huttenlocher, H., Hügi, Th., Nowacki, W.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1954; Band 34; Heft 2; Seite 501 - 504; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz; Röntgenographische und spektrographische Untersuchungen an Bazzit
- Parker, R.L. / Quervain, F. de / Weber, F.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1939; Band 19; Heft 2; Seite 293-306; Über einige neue und seltene Mineralien der Schweizeralpen
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 70
Im Walde unter den Wilerflühen östlich der Bahnstation Gurtnellen. Siehe auch unter Witenalpkehle.
- Bazzit:
088_UR / Intschi, Hinterer Riederwald, Hinterried, Dorregg, Schwynkehle, Schwinkehle, Schweinkehle, Schwein Kähle, Schwinkehli (nach Ascroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692850 / 178650
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 113
Definition nach Ashcroft: Lange Rinne, die von den Häusern im Hinterried zum Dorregg hochzieht. Die Kehle endet oben zwischen dem Punkt 1968 und der Lichtung Schniderplätz. Das Fundgebiet Schweinskehle erstreckt sich beidseitig auf die ganze Länge der Rinne. Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 69 und 114 Bilder mit eingezeichneten Fundstellen im Riederwald. Erwähnt werden 2 Klüfte (10 Meter auseinanderliegend).
- Adular: Kluft 1.
- Chlorit: Kluft 1 und 2.
- Quarz: Kluft 1 und 2.
- Titanit: Kluft 1 und 2.
089_UR / Intschi, Hinterer Riederwald, Schwynkehle, Schwinkehle, Schweinkehle, Schwinkehli, Schwein Kähle
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692850 / 178650
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 35
- Parker, R.L. & Quervain, F. de & Weber, F.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1939; Band 19; Heft 2; Seite 293-306; Über einige neue und seltene Mineralien der Schweizeralpen
- Stalder, Hans Anton & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Diese Lokalität liegt am westlichen Ausläufer des Bristen, zwischen dem Teiftal und Hinter-Ried. Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralen vorhanden. Weitere Informationen überdiese Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Ein Eintrag Schweinkehle fehlt auf der Karte. Die Lokalität befindet sich etwas westlich des Schniderplätz auf ca. 1050 m ü. M. Erstfund für die Alpen 1916 (wurde aber erst 1937 als Allanit erkannt). Die Stufe befindet sich in der berühmten Ashcroft-Sammlung.
- Adular:
- Albit:
- Allanit-(Ce): 0.7 mm, flachprismatisch, schwarzbraun. Immer zusammen mit Titanit, für die Schweiz erstmals hier im Jahre 1925 gefunden, bis mehrere mm gross, dunkelbraun, schindelförmig.
Parker, 1939: In einer schon 1916 von Franz Indergand ausgebeuteten Kluft in einem ziemlich feldspatreichen granodioritischen feinkörnigen Hornblendegestein in der Schwinkehle überm Ried ob Amsteg (W-Fuss des Bristenstocks) wurden bei erneuter Durchsuchung des Fundmaterials in 1937 eine Anzahl Stufen angetroffen, die ausser dem von früher her bekannten Titanit etwas Quarz und Chlorit, auch schwarze Kristallenen in kleinen Mengen und äusserst kleinen Individuen tragen. Die Untersuchungen ergaben, dass es sich um Orthit handelt. Als Zerrkluftmineral ist Orthit merkwürdigerweise nie gemeldet worden, so dass das hier beschriebene Vorkommen wohl als erstes Beispiel dieser Art zu gelten hat.
- Chlorit:
- Epidot:
- Orthit: Siehe unter Allanit-(Ce).
- Quarz:
- Titanit: Klein, glänzend, flächenreich, braun, Penetrationszwillinge.
090_UR / Intschi, Intschi Wald (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692350 / 179750
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 36-56
Definition der Lokalität 'Intschi Wald' nach Ashcroft: 'Dieser Wald liegt über den Felsen der nordwestlichen Seite des Reusstals, über dem Weiler Intschi. Die Definition für die Fundortbezeichnung 'Intschi Wald' lautete nach Ashcroft: Der Intschi Wald wird im Süden durch den Intschialpbach, im Norden durch den Leutschachbach begrenzt. Die Untergrenze liegt bei den obersten Häusern von Intschi. Die obere Grenze verläuft auf 960 Meter.' Beschrieben werden 3 Klüfte:
Kluft 1: (1930). Diese Kluft liegt am Weg, welcher gleich hinter dem Restaurant Schäfli beginnt und dann links gegen den Wasserfall abbiegt.
Kluft 2: (1930). Die Lage der Kluft ist nicht ganz klar. Der Finder erklärt, dass die Fundstelle im Intschi Wald, mehr als 40 Meter nordwärts des Wasserfalls, liege. Ashcroft meint, dass sich die Kluft gleich an der Oberkante des Tobels befindet.
Kluft 3: (ca. 1930). Diese Kluft liegt am Weg von Intschi zum Wasserfall, nahe der Kluft 1.
- Albit: Klüfte 2, 3.
- Anatas: Kluft 3.
- Brookit: Klüfte 1, 2.
- Pyrit: Kluft 3 (verwittert).
- Quarz: Klüfte 1 (nur wenig), 3.
091_UR / Intschi, Intschialpbach
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692150 / 179420
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 28
Der Bach fliesst von der östlichen Seite her bei der Ortschaft Intschi in die Reuss.
- Albit:
- Anatas:
- Apatit: In hervorragender Qualität und schönen Stufen, rosafarbig, bis 4 cm Durchmesser.
- Brookit: Hervorragende Stufen.
- Chlorit:
- Quarz:
- Rutil:
- Titanit:
092_UR / Intschi, Intschialpbach-Tobel (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692350 / 179350
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 36-56
Klüfte auf der Westseite der Reuss (nach Ashcrofts Aufzählung).
Definition der Lokalität 'Intschialpbach-Tobel' nach Ashcroft: 'Unter Intschialpbach-Tobel versteht man die Schlucht in den Hängen von Intschi, durch welche der Intschialpbach, der Wasserfall vom Intschialptal her, in die Reuss einmündet. Diese Schlucht ist fast 2.5 km lang und erstreckt sich von den Felsklippen an der Reuss bis auf rund 1400 m ü. M. Das Tobel ist stellenweise sehr eng, mit steilen, teils bewaldeten Flanken. Als Intschitobel versteht man die Fundstellen in den Felsen auf der linken Seite der Reuss (zwischen Reuss und Bahnlinie). Die rechte Seite der Reuss wird als Riedertobel bezeichnet.' Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 36, 38, 41, 56 und 57 Bilder mit den eingezeichneten Fundstellen des Intschialpbach-Tobels.
Beschrieben werden 13 Klüfte:
Kluft 1: (ca. 1921). An der Felswand beim nördlichen Ende der Strassenbrücke, welche über den Intschialpbach führt, ca. 1 Meter über dem Strassenniveau (die Fundortangabe ist fragwürdig).
Kluft 2: (1924). Auf der Südseite des Intschialpbachtobels, etwa 30 Meter höher als die Strasse (mehrer Klüfte).
Kluft 3: (ca. 1924). Die Angabe 'unterhalb der Eisenbahnbrücke' dürfte nicht stimmen. Wahrscheinlicher ist der Intschitobel.
Kluft 4: (1925). Einige Meter von der Strassenbrücke entfernt.
Kluft 5: (Jahr?). Etwa 100 bis 150 Meter über der Strassenbrücke trifft man auf einen ca. 30 Meter hohen Wasserfall. Die Kluft liegt neben dem Wasserfall, auf der Nordseite des Tobels in einer ca. 15 Meter hohen Felswand.
Kluft 6: (1930/31). Die genaue Lage ist nicht bekannt. Beschrieben wird sie als zwischen der Kluft 5 und der Gotthardstrasse auf der Nordseite des Tobels liegend.
Kluft 7: (ca. 1930). Diese Kluft liegt höher als die andern. Es handelt sich um die Felsklippen vis à vis des Graggerberges, auf der Nordseite des Intschialbaches, auf 1200 m ü. M.
Kluft 8: (1930). Diese Kluft liegt 2-3 Meter über der Kluft 5, in der Nähe des Wasserfalls. Von hier stammen die wohl besten Apatite aus dieser Gegend.
Kluft 9: (1931). In der Liegenschaft Dittli, etwa 40 Meter oberhalb des Wasserfalls, im Gut Breitensteg, Intschialpbach (Angaben von Ashcroft, ca.1931). Es handelt sich dabei um die Waldlichtung, die sich über dem Wasserfall, auf der Südseite der Schlucht, befindet.
Kluft 10: (Jahr?). Auf der Nordseite des Tobels, ungefähr vis à vis der Kluft Nummer 4, ca. 5-7 Meter über dem Bach.
Kluft 11: (1936). Die Kluft liegt auf der linken Talseite auf derselben Höhe, wo der Wasserfall beginnt.
Kluft 12: (1936). Hoch oben im Tobel auf der rechten Seite auf Boden, der zum Heimwesen Breitensteg gehört.
Kluft 13: (1936). Die Kluft liegt gleich neben dem Wasserfall, auf der linken Talseite.
- Albit: Klüfte 1, 2 (wenig), 3, 4, 5, 6, 7, 9, 10, 13.
- Anatas: Klüfte 5, 6, 7, 10, 12.
- Apatit: Klüfte 4, 5, 8, 9.
- Brookit: Klüfte 1, 2 (wenig), 3, 4, 5, 10.
- Calcit: Kluft 2.
- Chlorit: Klüfte 2, 7, 10.
- Psilomelan: Kluft 5?.
- Pyrit: Klüfte 2 (derb), 3 (verwittert), 5, 6 (angewittert).
- Quarz: Klüfte 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13.
- Rutil: Kluft 5.
093_UR / Intschi, Intschialpbachtobel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen,
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'.
Koordinaten ca.: 692400 / 179350: - Adular: - Albit: - Brookit: - Goethit: - Pyrit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692180 / 179350: - Albit: - Brookit: - Calcit: - Chlorit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692080 / 179450: - Albit: - Anatas: - Apatit: - Brookit: - Goethit: - Pyrit: - Pyrrhotin: - Quarz: - Rutil:
Koordinaten ca.: 692180 / 179400: - Albit: - Anatas: - Pyrit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 691880 / 179450: - Anatas: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692080 / 179450: - Apatit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692000 / 179400: - Albit: - Apatit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692230 / 179380: - Albit: - Anatas: - Brookit: - Chlorit: - Monazit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692100 / 179500: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692030 / 179440: - Albit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 691600 / 179550: - Adular: - Albit: - Anatas:- Chlorit: - Quarz:
094_UR / Intschi, Intschitobel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692450 / 179300
Literatur:
- Jenni, Jean-Pierre; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 2; Seite 277 - 290; Über das Pickeringit-Vorkommen von Intschi bei Amsteg (Kt. Uri)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 28
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 281,303
Vor allem am linken Ufer der Reuss, bei der Ortschaft Intschi, sind viele und gute Funde gemacht worden.
- Albit:
- Apatit: Sehr schön, gross und flächenreich, rosa - lilafarbig.
- Chalkanthit:
- Chlorit:
- Gips: Gelegentlich als sekundäre Bildung.
- Goethit: Pseudomorph nach Magnetkies und Siderit (Ankerit?).
- Ilmenit:
- Monazit: Gelborange, scharfkantig, durchsichtig, bis 2 mm und auch etwas grösser (Stalder, Sicher, 1978).
- Pickeringit: Aus einer alten Alaungrube, welche in den Jahren 1764 bis 1778 betrieben wurde, Ausblühungen aus pyrithaltigen Sericitschiefern, weisse Kriställchen, locker aggregiert, auch haarig-filzige Rasen sowie verdickte Krusten, noch heute (1999) kann wenig über der Kantonsstrasse noch Pickeringit, teilweise mit Chalkanthit vermischt, gefunden werden (1999). Von der alten Anlage, durch deren Gebiet heute die Kantonsstrasse sowie die Gotthardbahn führt, ist wenig mehr zu sehen. Etwa 10 m über der Strasse (Koord. 692.125/179.125) befindet sich ein letzter begehbarer Teil des früheren Untertagebaues. Grosse Teile des Raumes sind völlig eingestürzt, zahlreiche Holzstempel, die das äusserst gebräche Gestein abstützen sind geknickt.
Pickingerit-Proben:
- vom rechten Reussufer unterhalb dem Südportal des Ried-Autobahntunnels, Koord. 179.295/690.600, 600 m ü. M.
- vom Bristenstäfeli 100 m östl. der Alphütten, Koord. 179.450/695.075, 1550 m ü.M.
- von der Alaun-Grube unterhalb ihrem Eingang, Koord. 179.125/ 692.150, 670 mü. M.
- Pyrit:
- Quarz:
- Titanit:
095_UR / Intschi, Intschitobel (nach Ashcroft), Spitzacher, Nasse Platten
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692450 / 179300
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 81-94
Definition der Lokalität 'Intschitobel' nach Ashcroft: 'Die Bezeichnung gilt nur noch für Klüfte in den Felsen auf der linken Seite der Reuss. Die Abgrenzung ist wie folgt definiert:
- südlich: Linie über die Mitte des Bahntunnels (654 m ü. M.) und quer über die Reuss.
- gegen unten: Quer durch die Reuss und die Mitte des Bahntunnels bei Punkt 633.'
Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 82 und 84 Bilder mit eingezeichneten Fundstellen im Intschitobel. Weitere Lokalnamen bei Intschi:
- Spitzacher: Heimwesen auf der Terasse von Intschi, südlich des Leutschachbaches.
- Kabelhaus Nr. 23 M.: Kleines Gebäude am Rande der Felsklippen direkt an der Bahnlinie.
- Nasse Platten: Felswand nördlich des Kabelhauses gegen die Reuss hin.
- Fruttligaden: Kleiner Stall, der direkt auf den Klippen des Tobels, südlich des Intschialpbach-Tobels steht (zwischen Bahnlinie und Strasse).
- Graggenhofstatt: Liegenschaft, welche zwischen der Bahnlinie und der äusseren Felskante zum Tobel beim Nordportal des Tunnels (645 m ü. M.) steht.
Beschrieben werden 20 Klüfte:
Kluft 1: (ca. 1925). In den stark bewaldeten Felsen unterhalb des Heimwesens Spitzacher, ca. 30 Meter südlich des Leutschachbaches.
Kluft 2a: Hoch oben in den Felsen der Nassen Platten, vermutlich in den ständig feuchten Felswänden, die sich unterhalb der Liegenschaft von Ambroz Zurfluh befinden.
Kluft 2b: wie Kluft 2a.
Kluft 3a - 3g: Intschitobel, in der ca. 100 Meter hohen Felswand direkt unter dem Fruttligaden. Die Klüfte liegen übereinander.
Kluft 3a: Unmittelbar an der Reuss.
Kluft 3b: Etwas höher als Kluft 3 a.
Kluft 3c: Noch etwas höher als Kluft 3b.
Kluft 3d: Noch höher als Kluft 3c.
Kluft 3e:
Kluft 3f: Ganz unten an der Reuss, direkt am Bachbett.
Kluft 3g: Anschliessend an Kluft 3b. Kluft 3h: (1935/1936). Im tieferen Teil der Felsen unterhalb des Fruttligadens.
Kluft 3i: In unmittelbarer Nähe von Kluft 3h.
Kluft 3k: (1935/1936). In den Felsen unterhalb des Fruttligadens, etwas über der Kluft 3d.
Kluft 3m: (1935/1936). Wenige Meter unterhalb der Felsoberkante beim Fruttligaden.
Kluft 3n: Fruttli, nördlich des Baches, Intschi Tobel (Angaben des Strahlers) entspricht der Felswand, nördlich der unter 3 beschriebenen Klüfte.
Kluft 4: Kleine Rinne, die ca. 200 Meter reussaufwärts vom Intschialpbach-Tobel gegen die Reuss abfällt. Die Kluft liegt ca. 70 Meter über der Reuss.
Kluft 6: Diese befindet sich hoch in den Felsen, etwas südlich der Kluft 2a und 2b (Nasse Platten).
Kluft 7: Sie liegt auf den Felsen südwestlich der Graggerhofstatt.
Kluft 8: (1937). In den Felsen direkt unter der Nassen Platte, ca. 10 Meter über der Reuss.
Kluft 9: Sie liegt praktisch im Reussbett, direkt unter der Nassen Platte.
Kluft 10: Direkt unter dem Kabelhaus 23 M.
- Albit: Klüfte 1, 2a, 2b, 3b, 3c, 3e, 3g, 3h, 3i, 3m, 3n, 4, 6, 8, 9.
- Apatit: Klüfte 2a, 3b, 3c, 3e, 3h, 3n, 4, 6, 8, 9.
- Brookit: Klüfte 1, 2b.
- Calcit: Kluft 3g.
- Chlorit: Klüfte 2a, 3a, 3c, 3e, 3g, 3k (wurmartig, mehr als 1 cm gross, stark zersetzt), 3n, 6, 8.
- Gips: Kluft 3i.
- Ilmenit: Klüfte 3c, 4.- Pyrit: Klüfte 3c, 3e (verwittert), 3f (als einziges Mineral dieser Kluft?)
- Quarz: Klüfte 1, 3a, 3b, 3c, 3d, 3e, 3h, 3i, 3m (mit eingeschlossenem Rutil), 3n, 4, 6, 7, 8, 9.
- Rutil: Klüfte 3d, 3m (im Quarz eingewachsen), 8.
096_UR / Intschi, Intschiwald
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen,
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'.
Koordinaten ca.: 692250 / 179450: - Brookit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692250 / 179500: - Albit: - Anatas: - Pyrit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692050 / 179500: - Adular: - Albit: - Brookit: - Rutil:
Koordinaten ca.: 692030 / 179300: - Albit: - Anatas: - Brookit: - Chlorit: - Quarz: - Rutil:
097_UR / Intschi, Meitschligen (Nationalstrasse)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692250 / 178400
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Die Koordinaten zeigen genau auf den Fundort.
- Adular:
- Albit:
- Amianth:
- Quarz:
- Titanit:
098_UR / Intschi, Meitschligen (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692140 / 178270
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 95
Definition der Lokalität 'Meitschligen' nach Ashcroft: 'So nennt man die unmittelbare Umgebung der Strassenbrücke über die Reuss, südlich von Intschi, mit einigen Häusern rechts über dem Bach. Von der Reuss hoch erstreckt sich eine stark bewaldete Flanke, in der unten an der Reuss Felsen von nicht allzugrosser Höhe auftreten. Das Fundgebiet erstreckt sich von der Brücke je 200 Meter bauchaufwärts und bachabwärts und wird gegen die Flanke hoch durch die Oberkante der Felsen begrenzt'. Dies entspricht heute der Höhe der Kantonsstrasse und der Strasse zum Ried. Beschrieben wird Kluft 1: Sie liegt auf der rechten Seite der Reuss etwas unterhalb der Brücke.
- Adular: Kluft 1.
- Amianth: Kluft 1.
- Quarz: Kluft 1.
099_UR / Intschi, Meitschligen, Breitental
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691750 / 178550
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'.
- Chlorit:
- Quarz:
- Titanit:
100_UR / Intschi, Meitschligen, Breitental (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691890 / 178000
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 60-61
Definition der Lokalität 'Breitental' nach Ashcroft: 'Steile, bewaldete Rinne, die sich auf der Westseite der Reuss, zwischen den Häusergruppen von Dangel und dem Fruttli hinunterzieht. Das Ende liegt ungefähr bei der Meitschligen Brücke.' Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 60 ein Bild mit der eingezeichneten Fundstelle im Breitental. Die Koordinaten zeigen auf Dangel. Beschrieben wird Kluft 1: (1926). In einer kleinen Felswand auf der Südseite der Rinne, in einem stark bewaldeten Bereich. Die Kluft liegt ca. 2 Meter höher als die Stromleitung'.
- Chlorit: Kluft 1.
- Quarz: Kluft 1.
- Titanit: Kluft 1.
101_UR / Intschi, Meitschligen, Brüntlifluh (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692140 / 178270
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 109
Definition nach Ashcroft: Lokalname der Felsen oberhalb der Riedstrasse zwischen Meitschligen und Teiftal. Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 109 ein Bild mit einer eingezeichneten Fundstelle in der Brüntlifluh.Die Koordinaten zeigen auf Meitschligen. Beschrieben wird eine Kluft: Kluft 1: (1935 oder 1936).
- Adular:
- Amianth:
- Chlorit:
- Quarz:
- Titanit:
102_UR / Intschi, Meitschligen, Brüntlifluh (oben)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692140 / 178270
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Ein Eintrag 'Brüntlifluh' konnte auf der Karte nicht gefunden werden. Die Koordinaten zeigen auf Meitschligen.
- Quarz:
103_UR / Intschi, Meitschligen, Brüntlifluh (unten)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692140 / 178270
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Ein Eintrag 'Brüntlifluh' konnte auf der Karte nicht gefunden werden. Die Koordinaten zeigen auf Meitschligen.
- Adular:
- Amianth:
104_UR / Intschi, Meitschligen, Dangel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691750 / 178050
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 35
Die Lokalität liegt nordöstlich von Gurtnellen, nur wenige Meter oberhalb der Bahnlinie.
- Adular:
- Amianth:
- Chlorit:
- Quarz:
105_UR / Intschi, Meitschligen, Dangel (nach Ashcroft), Dangelflüh
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691750 / 178050
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 61
Definition der Lokalität 'Dangel' nach Ashcroft: 'Kleine Häusergruppe, westlich der Reuss, ca. 200-300 Meter südlich der Meitschligen Brücke. Die Felsen über den Häusern werden als Dangelflühe genannt. Das Fundgebiet erstreckt sich hier bis auf 1000 m ü. M.' Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 61 ein Bild mit den eingezeichneten Fundstellen im Dangel. Beschrieben werden 2 Klüfte:
Kluft 1: (ca. 1930). Ca. 100 Meter über der langgestreckten Waldlichtung, welcher sich vom ersten Teil des Weges zum Dangel über die SBB-Linie hochzieht.
Kluft 2: (ca. 1930). Wenige Meter oberhalb der Kluft 1.
- Amianth: Kluft 2.
- Chlorit: Kluft 1.
- Quarz: Klüfte 1, 2.
106_UR / Intschi, Meitschligen, Dangelflühe
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691600 / 178050
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3 Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Vermutlich handelt es sich hier um die Fluh oberhalb von Dangel, zwischen Intschi und Gurtnellen.
- Amianth:
- Chlorit:
- Quarz:
107_UR / Intschi, Meitschligen, Hinter Riederwald 01
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693100 / 178770
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'.
- Adular:
- Allanit:
- Chlorit:
- Quarz:
- Titanit:
108_UR / Intschi, Meitschligen, Hinter Riederwald 02
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693100 / 178830
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'.
- Adular:
- Albit:
- Amianth:
- Epidot:
109_UR / Intschi, Meitschligen, Stotzig Wald
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692550 / 178050
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Die Koordinaten zeigen genau auf den Fundort.
- Amianth:
- Epidot:
- Quarz:
110_UR / Intschi, Meitschligen, Unterhalb Brücke
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692030 / 178350
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'.
- Adular:
- Amianth:
- Quarz:
111_UR / Intschi, Meitschligen, Vreniberg, Freniberg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692550 / 177850
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Die Koordinaten zeigen genau auf den Fundort.
- Amianth:
- Epidot:
- Quarz:
112_UR / Intschi, Meitschligen, Vreniberg, Freniberg (nach Ashcroft), Horrenbächli
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692550 / 177850
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 107-108
Definition der Lokalität 'Vreniberg' nach Ashcroft: 'Name für eine kleine Häusergruppe auf der bewirtschafteten Terrassen über den bewaldeten Felsen oberhalb von Meitschligen, ca. auf 1200 m ü. M. Das Gelände ist sehr steil und die Klüfte sind im Wald zu suchen. Das Fundgebiet erstreckt sich in einem Radius von ca. 250 Meter um die Gebäude'. Beschrieben werden 2 Klüfte:
Kluft 1: (1925). Ca. 140 - 150 Meter vom südlichsten Gebäude entfernt im Wald, ca. 70 Meter unter der Felsoberkante, südwestlich des genannten Hauses.
Kluft 2: (1936). Unter dem Vreniberg, Horrenbächli.
- Amianth: Kluft 1.
- Epidot: Kluft 2.
- Quarz: Klüfte 1 (korrodiert), 2.
113_UR / Intschi, Meitschligen, Vreniberg, Freniberg I
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692550 / 177920
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 36
Diese Lokalität liegt oberhalb der Reuss, zwischen Ried und Gurtnellen und zwischen dem Teif- und dem Fellital. Parker weist dieses Gebiet der nachfolgenden Mineraliengruppe zu. Ob allerdings alle diese aufgeführten Mineralien zu finden sind bleibt hier offen.
- Adular:
- Albit:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Quarz:
- Titanit:
114_UR / Intschi, Oberrieth, Riederwald, Riether Grub, Knappere;(Erzabbau)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693250 / 178625
Literatur:
- Amacher, Urs; Minaria Helvetica;1995;Heft 15a; Seite 15-38; Mathias Lavater vor der Naturforschenden Gesellschaft 'Von den Metallen überhaupt und den Urnerbergwerken insbesondere (1748)
- Jenni, Jean-Pierre; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 53, Die Vorkommen von Galenit, Chalkopyrit und Zinkblende des Bristenstocks (Kt. Uri), 1973; Seite 40-51
- Jenni, Jean-Pierre; Urner Mineralienfreund; 1971; Heft 1; Seite 8-14
- Jenni, Jean-Pierre; Urner Mineralienfreund; 1970; Heft 3-4; Seite 1-40
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 384 Koordinaten genau.
Die Grube "Knappere" ist im Riederwald auf einem Felsvorsprung in 1100 m Höhe gelegen. Sie befindet sich ca. 250 m östlich des Weges Ried-Schniderblätz. Ein teilweise eingefallener Schacht, sowie der Flurname "Knappere" (vom deutschen Wort Knappe = Bergmann abgeleitet) weisen auf den getätigten Bergbau hin. Es handelt sich bei dieser Grube um das jüngste Werk dieser Gegend und wurde 1744 eröffnet. Die dichte Waldvegetation in diesem Gebiet erschwerte die geologische Arbeit ausserordentlich. Es fehlte ausserdem an guten und über grössere Strecken zusammenhängenden Aufschlüssen. Die Vererzung befindet sich in einer nur wenige m mächtigen Sericit-Gneiszone, die im Norden von feinkörnigem Granit, im Süden von hornblendeführenden Gesteinen, die in einiger Entfernung an Hornblendefelse bzw. fraglichen Syenit anschliessen, begrenzt wird.
- Albit: Als Gangart.
- Biotit: Als Gangart.
- Chalkopyrit: Nebengemengteil. Chalkopyrit tritt nur vereinzelt und in analoger Weise wie der Galenit auf.
- Chlorit: Als Gangart.
- Galenit: Hauptgemengteil. Galenit tritt vorwiegend in xenomorpher Ausbildung und inniger Verwachsung zusammen mit Sphalerit und Chalkopyrit in sulfidreichen Nestern und Lagen auf.
- Granat: Als Gangart in feiner bis allerfeinster Ausbildung.
- Pyrit: Nebengemengteil. Nur in geringen Mengen, fast immer limonitisiert. Der Pyrit tritt stets in Form unregelmässig begrenzter, nur selten idiomorpher Körner auf, die fast immer limonitisiert sind.
- Pyrrhotin: Nebengemengteil. Nur geringe Mengen.
- Quarz: Als Gangart.
- Sphalerit: Hauptgemengteil. Im Erzgestein ca. 50 % Anteil. Sulfidischer Hauptgemengteil ist Sphalerit der etwa die Hälfte der Erzmineralien ausmacht.
- Stannit: Klein, körnig, unregelmässig geformt, bis 0.1 mm, meistens verwachsen mit Sphalerit oder Chalkopyrit (Jenni, 1973). Sehr selten.
- Stilpnomelan: Als Gangart.
- Zirkon: Als Gangart.
115_UR / Intschi, Reusstobel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693155 / 179670
Literatur:
- Kohn, Walter; Schweizer Strahler; 2011; Heft 3; Seite 6 (Bild)
Was mit dem Reusstobel genau gemeint ist, geht aus der Beschreibung nicht hervor. Die Koordinaten zeigen auf die Schlucht unterhalb von Intschi.
- Fadenquarz: Als Gwindel, wasserklar.
- Gwindel: Wurde als Gwindel bezeichnet. Es handelt sich aber 'lediglich' um einen Fadenquarz.
116_UR / Intschi, Rieder Wald (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693900 / 179100
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 113
Definition nach Ashcroft: Der Rieder Wald bereitet sich im tieferen Tal der nordwestlich gerichteten Felsen des Bristenstockes über den Heimwesen im Hinterried aus. Amacher: Ashcroft selbst weiss nicht, wo die Einheimischen die Grenze machen. Er legte sie daher selbst fest. Das Gebiet erstreckt sich vom Langlauibach bis zur Krete vor dem Teiftal, vertikal bis zur Baumgrenze hinauf. Beschrieben wird Kluft 1: (1933/1934). Im tiefer gelegenen Teil des Waldes, am Rande einer kleinen Rinne.
- Albit:
- Epidot:
117_UR / Intschi, Riedertobel (linkes Reusstal)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3 Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Die Koordinaten zeigen genau auf den Fundort.
Koordinaten ca.: 692820 / 179450: - Adular: - Albit: - Brookit: - Goethit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692920 / 179500: - Albit: - Apatit: - Brookit: - Chlorit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692350 / 179250: - Adular: - Albit: - Anatas: - Apatit: - Calcit: - Chlorit: - Gips: - Ilmenit: - Pyrit: - Pyrrhotin: - Quarz: - Rutil:
Koordinaten ca.: 692300 / 179200: - Albit: - Apatit: - Ilmenit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692700 / 179450: - Albit: - Apatit: - Chlorit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692870 / 179450: - Albit: - Apatit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692770 / 179420: - Albit: - Apatit: - Ilmenit: - Quarz: - Rutil:
Koordinaten ca.: 692940 / 179480: - Albit: - Apatit: - Chlorit: - Quarz: - Rutil:
Koordinaten ca.: 692080 / 178900: - Albit:
Koordinaten ca.: 692800 / 179480: - Brookit:
Koordinaten ca.: 692080 / 178900: - Chlorit:
Koordinaten ca.: 692800 / 179480: - Chlorit:
Koordinaten ca.: 692080 / 178900: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692800 / 179480: - Quarz:
118_UR / Intschi, Riedertobel (rechtes Reusstal)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3 Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Die Koordinaten zeigen genau auf den Fundort.
Koordinaten ca.: 692920 / 179420: - Albit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 693030 / 179450: - Adular: - Albit: - Anatas: - Apatit: - Brookit: - Chlorit: - Pyrit:
- Quarz: - Rutil:
Koordinaten ca.: 692500 / 179250: - Albit: - Anatas: - Apatit: - Calcit: - Chlorit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692400 / 179100: - Adular: - Brookit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 693100 / 179450: - Adular: - Albit: - Aragonit: - Calcit: - Chlorit: - Gips: - Quarz:
Koordinaten ca.: 693200 / 179600: - Adular: - Chlorit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 693020 / 179470: - Adular: - Albit: - Anatas: - Brookit: - Chlorit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692850 / 179400: - Albit: - Anatas: - Pyrit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 693080 / 179450: - Adular: - Apatit: - Chlorit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 693020 / 179470: - Adular: - Albit: - Anatas: - Brookit: - Chlorit: - Pyrit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692850 / 179380: - Albit: - Anatas: - Apatit: - Baryt: - Brookit: - Calcit: - Chlorit: - Galenit: - Quarz: - Rutil:
Koordinaten ca.: 693060 / 179450: - Adular: - Albit: - Anatas: - Apatit: - Brookit: - Calcit: - Chlorit: - Ilmenit: - Pyrit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 694000 / 178250: - Albit: - Apatit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 693500 / 179000: - Albit: - Apatit: - Quarz:
119_UR / Intschi, Riedertobel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693250 / 179800
Literatur:
- Gnos, E.; Urner Mineralienfreund; 1991; Heft 4; Seite 9
- Koenigsberger, Joh., F.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1925; Band 5; Heft 1; Seite 94; Über alpine Minerallagerstätten: Mineralklüfte und Differentiation ihrer Paragenese
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 28
Südwestlich von Amsteg liegt die Ortschaft Vorder-Ried. Dort sind am Ufer der Reuss einige Fundpunkte. Spuren eines alten Bergbaus (1890 letzter Versuch) sind ebenfalls in dieser Region zu finden. Koenigsberger: Die sehr ausgiebigen Fundstellen von Brookit im Tobel der Reuss unter dem Ried bestehen aus einem System kleiner Klüfte und Höhlungen, die nur z. T. senkrecht zur Schieferung stehen, z. T., besonders da, wo sie von Quarzband erfüllt sind, fast parallel zur Schieferung verlaufen. In dem Quarzband findet man in kleinen Höhlungen oft Anatas und grünen Chloritsand, sehr viel seltener noch Brookit. Die zwei oder drei Titanoxyde und Albit u. s. w. sind häufig direkt auf dem Gestein in den Klüften senkrecht zur Schieferung auskristallisiert. Die Kluft ist meist sehr niedrig. Quarz- und Albitkristalle sind fast so gross, wie es die Höhe des Raumes erlaubt. Beide Mineralien stehen hier wie sonst auch mit der Richtung grösster Ausdehnung angenähert (mit Abweichung bis zu ca. 25°) senkrecht zur Kluftfläche, auf der sie angewachsen sind. Aus dieser Richtung musste der grösste Zustrom gelöster Moleküle kommen. Die Höhlungen sind bisweilen von derbem, gelbweissem Calcit ausgefüllt, während grüner und brauner Chlorit, Eisenocker sich vorzugsweise in den Höhlungen des Quarzbandes finden. Nicht selten sind Ober- und Unterseite einer Stufe verschieden; auf einer sieht man Albit, Pyrit, auf der anderen Seite Quarz, Calcit, die zwei parallelen, verschiedenartig ausgefüllten Rissen entsprechen. Die beiden Wandungen desselben Risses zeigen dagegen nahezu die gleiche Paragenese.
- Adular: Wenig, sägezähneartig aggregiert.
- Albit: Oft vorhanden.
- Anatas: Schwarz, klein.
- Ankerit:
- Apatit: Ausgesprochen rosa- oder lilafarbig (nicht lichtbeständig), kurzsäulig, assoziiert mit Fadenquarz.
- Aragonit:
- Baryt: J. Königsberger erwähnt nur sehr spärliche Vorkommen von Baryttäfelchen aus dem Riedertobel.
- Brookit: Gross entwickelt, gute Qualität, bis 2 cm, dünntafelig, mit Sanduhrstruktur.
- Calcit: Flachrhomboedrisch.
- Chlorit:
- Fadenquarz:
- Galenit:
- Gips:
- Ilmenit:
- Muskovit: Feinschuppig.
- Quarz: Zum Teil auch grössere Exemplare, vereinzelt mit Eisenhydroxid überzogen.
- Rutil:
- Silber: In unregelmässig vorhandenen Erzgängen.
- Sphalerit: Selten.
- Zepterquarz: Am unteren Teil des Riedertobels, wobei die 1. Generation überdeckt ist von kleinsten Ankeritkriställchen und dadurch fast eine Schicht bildet.
120_UR / Intschi, Schneckenhalde, Langlauibach, Unter der Höchi, Langlauibachfall, Riedertobel (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693500 / 179000
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 62-81
Definition der Fundregion 'Riedertobel' nach Ashcroft: 'Es handelt sich hier um den rechten Teil der Reusschlucht, begrenzt durch:
- reussaufwärts durch die Linie, welche quer durch die Reuss und durch die Mitte des SBB-Tunnels (auf 654 m ü. M.) geht,
- bachabwärts bei der SBB-Brücke über das Riedertobel (609 m ü. M.),
- gegen unten durch die Reuss,
- gegen oben durch die Oberkante der Felsen unterhalb dem Ried.'
Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 63 ein Bild mit den eingezeichneten Fundstellen in den Felsen des Riedertobels.
Weitere frühere Lokalnamen für Mineralienfunde:
- Schneckenhalde: Flanke bei den Heuschobern über den Felsen des Tobels, auf der Nordseite des Langlauibaches unterhalb der Kapelle.
- Langlauibach: Lawinental zwischen Vorder- und Hinterried.
- Langlauibachfall: Wasserfall des Langlauibaches, der über die Felsen in die Reuss fliesst.
- Unter der Höchi: Rutschgebiet in den bewaldeten Felsköpfen des Riedertobels, etwas bachabwärts gegenüber der Intschialpbachmündung in die Reuss.
Beschrieben werden 19 Klüfte:
Kluft 1: (ca. 1921). An der Reuss, ca. 10 Meter über dem Wasser, ca. 75 Meter oberhalb der Intschialpbachmündung.
Kluft 2: (ca. 1922). In den Felsen, ca. 30 Meter über dem Wasser und ca. 40 Meter südlich des Langlauibachfalls.
Kluft 3: (ca. 1921). 20 Meter höher und 20 Meter bachaufwärts als Kluft Nummer 2.
Kluft 4: (ca. 1921). 20 Meter höher und 20 Meter bachaufwärts als Kluft Nummer 2.
Kluft 5: (ca. 1925). Lokalität nicht ganz klar. a). Angaben des Strahlers: dem Intschialpbach direkt gegenüberliegend, ca. 70 Meter über der Reuss. b) Ashcroft meint: in der grossen Rutschung unter der Höchi.
Kluft 6: (ca. 1923). Fundort nicht ganz klar. a) Strahler: aus dem Stollen 'Goldschacht' gegenüber dem Schwendental, nur wenige Meter über der Reuss. b) ashcroft: sonstwo im Tobel.
Kluft 7a: (1930). In der grossen Rutschung unter der Höchi, fast gegenüber der 'Nassen Platten', etwas nördlich des Intschialpbaches.
Kluft 7b: (1930). Wie Kluft 7a.
Kluft 7c: ?.
Kluft 7d: Auf der nördlichen Seite der Rutschung unter der Höchi, ca. 20 Meter über der Reuss.
Kluft 7e: (1936). In der Rutschung unter der Höchi, ca. 10 Meter über der Reuss.
Kluft 7f: Rechts der Sagenitfundstelle, in einem grossen Rutsch (also rechts von Kluft 7a).
Kluft 8: (ca. 1930). Auf einer Felsklippe unterhalb der Schneckenhalde, unmittelbar unter einem Hochspannungsmasten.
Kluft 9: (ca. 1930). Hoch oben in den Felsen und in grosser Distanz südwestlich des Langlauibaches (entspricht ungefähr den Felsen über dem Autobahnviadukt).
Kluft 10: (1932/1933). An der Felsbasis, ca. 3 Meter über der Reuss und ca. 30 Meter südlich der Stelle, wo der Langlauibach in die Reuss fliesst.
Kluft 11: (1932/1933). 30 Meter über der Reuss und 30 Meter südlich des Langlauibaches. Die Mineralien sind auf mehrere Kleinklüfte verteilt.
Kluft 12: (1934). Gegenüberliegend der Bahnbrücke beim Heimwesen Spitzacher (Bahnbrücke über den Leutschenbach).
Kluft 13: (1935). Zwischen den Bäumen in einem felsigen Gebiet, etwas bachaufwärts von der Rutschung unter der Höchi. Kluft 14: 1935/1936). Direkt unterhalb der Kluft Nummer 11.
- Adular: Klüfte 7a, 8, 10, 11, 13.
- Albit: Klüfte 1, 2, 3, 4, 5, 7a, 7b, 7f, 9, 11, 12.
- Anatas: Klüfte 2, 3, 4, 5, 10, 11, 12, 14.
- Apatit: Klüfte 2, 3, 4, 7b, 7f, 9, 11, 13.
- Aragonit: Kluft 7f.
- Brookit: Klüfte 2, 3, 4, 6, 10, 11, 14.
- Calcit: Klüfte 7a, 7b, 7f.
- Chlorit: Klüfte 2, 3, 4, 5, 7a, 7b, 8, 10, 11, 13.
- Ilmenit: Kluft 11.
- Pyrit: Klüfte 12, 14.
- Quarz: Klüfte 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7a, 7b, 7e, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14.- Rutil: Klüfte 7a, 7b.
- Sagenit: Kluft 7a (selten).
121_UR / Intschi, Teiftal, Schniderbläz
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693100 / 178500
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3 Die Koordinaten weisen genau auf den Fundpunkt. Unter diesem Fundpunkt sind zwei Klüfte mit ähnlichem Inhalt beschrieben. Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'.
- Adular:
- Amianth:
- Chlorit:
- Epidot:
- Quarz:
- Titanit:
122_UR / Meitschligen, Oberes Teiftal (nach Ashcroft), Auswiedbach, Weisstannental, Grosstal, Stubental, In den Brüchen, Auf dem Satz, In den Bändern, Auswiedwald, Auswiedwald-Rutsch, Weisstannenegg, Kühplanke, Kühplanggi, Grosser Stein, Dorregg, Oberer Stafel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 694100 / 177600
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 96-107
Definition der Fundregion 'Oberes Teiftal' nach Ashcroft: 'Gebiet, welches durch den Auswiedbach (mit Wasserfall) hinunter bis zum Hauptbach und von dort dem Hauptbach entlang hoch bis zum Zusammenfluss des Grosstalbaches mit dem Stubentalbach begrenzt wird. Der Auswiedbach zieht zum Hauptbach (Teiftalbach) hinunter und trifft auf diesen auf einer Höhe von ca. 870 m ü. M. Das Grosstal und das Stubental vereinigen sich auf ca. 1560 m ü. M. Nördlich dieser Täler sind keine wichtigen Seitentäler mehr anzutreffen. Die Oberkante der Felsen nördlich des Hauptbaches ist zugleich die nördliche Begenzung des Strahlergebietes Teiftal'.
Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 98 ein Bild mit den eingezeichneten Fundstellen im Teiftal. Ashcroft definiert südlich des Hauptbaches noch folgende Bereiche:
- Auswiedbach: Erster wichtiger Nebenbach auf der Südseitem des Tales.
- Weisstannental: Zweitwichtigste Seitenrinne auf der Südseite des Tales.
- Grosstal: Südliche schmale Rinne, welche auf ca. 1650 m ü. M. mit dem Stubental zusammenfällt und mit diesem dann das Haupttal bildet.
- Stubental: Nördliche schmale Rinne, welche auf ca. 1650 m ü. M. mit dem Grosstal zusammenfällt und mit diesem dann das Haupttal bildet.
- In den Brüchen: Tiefere Bereiche der Felsen zwischen dem Auswiedbach und dem Weisstannentalbach.
- Auf dem Satz: Oberer Teil der Felsen zwischen dem Auswiedbach und dem Weisstannentalbach.
- In den Bändern: Gilt für die Felskrete zwischen den zwei Abzweigungen im oberen Bereich des Auswiedbaches.
- Auswiedwald: Wald zwischen dem Auswiedbach und dem Weistannentalbach.
- Auswiedwald-Rutsch: Rusch, bzw. Abbruch auf der Nordostseite des Auswiedbaches.
- Weisstannenegg: Steile Felsköpfe im schmalen Winkel zwischen dem Weisstannental und einer Rinne, welche zum Hauptbach hinunter zieht.
- Kühplanke, Kühplanggi: Felsige Hänge zwischen dem Stubental und dem Grosstal.
- Grosser Stein: Grosser Findling oder heruntergefallener Block auf dem Felsen zwischen dem Auswiedbach und dem Weisstannentalbach.
- Dorregg: Felsrippe auf der Nordseite des Hauptbaches zwischen dem Punkt 1068 und dem Schniderplätz.
- Oberer Stafel: Die Hütten und deren Umgebung auf der Südwestseite des Auswiedbaches auf ca. 1665 m ü. M. Beschrieben werden 9 Klüfte:
Kluft 1: (ca. 1924). Auf der Südseite des Hauptbaches zwischen dem Auswiedbach und dem Weisstannentalbach.
Kluft 2: (ca. 1925). Etwas unterhalb der Kluft Nummer 1.
Kluft 3: (ca. 1925). In der Nähe der Kluft Nummer 1, ca. 60 bis 70 Meter daneben und in der Rinne etwas tiefer gelegen.
Kluft 4: (ca. 1930). In der Nähe des grossen Steins, vermutlich in den Felsen zwischen dem Auswiedbach und dem Weisstannentalbach.
Kluft 5: (ca. 1932). Im Auswiedwald-Rutsch. Hier wurden 8 oder 9 Klüfte geöffnet. Der Mineralieninhalt ist nur aus einer Kluft erwähnt.
Kluft 6: (ca. 1932 / 1934). Im Auswiedwald-Rutsch, ca. 5-6 Meter von der Kluft Nummer 5 entfernt.
Kluft 7: (ca. 1931). Hinter dem Weisstannenegg (Krete zwischen dem oberen Teil des Hauptbaches und dem Weisstannentalbach. Kluft 8: (1935). Evtl. stammen die Funde aus einer alten Kluft, vermutlich Kluft Nummer 4.
- Adular: Klüfte 1, 2, 4, 6, 8.
- Amianth: Klüfte 1, 2, 4, 8.
- Apatit: Kluft 6.- Calcit: Kluft 5.
- Chlorit: Klüfte 1, 2, 4, 8.
- Epidot: Klüfte 4, 6, 8.
- Quarz: Klüfte 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8.
- Titanit: Klüfte 1, 2, 4, 8.
123_UR / Meitschligen, Unteres Teiftal (nach Ashcroft), Donnerkopf
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692600 / 178250
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 96-107
Definition der Fundregion 'Unteres Teiftal' nach Ashcroft: 'Bereich des Tales, welcher sich von der Reuss hoch bis zum Zusammenfluss des Auswiedbaches mit dem Bach vom Wasserfall, der auch in den Hauptbach einmündet, erstreckt. Im unteren Teiftal sind die südliche und die nördliche Begrenzung durch die Oberkante der Felsen gegeben'. Ashcroft definiert noch folgenden Bereich:
- Donnerkopf: Ein Felstkopf auf der Südseite des unteren Teiftales, ungefähr in der Mitte zwischen der Einmündung in die Reuss und dem Auswiesbach.des Tales. die Fundstelle liegt in einem Felsaufschluss beim Donnerkopf. Beschrieben wird Kluft 1: (ca. 1931). Auf der Südseite des Tales, in einem Felsaufschluss mit dem Namen Donnerkopf.
- Adular: Kluft 1.
- Quarz: Kluft 1.
124_UR / Wassen, Teiftal, Wassner Wald, Wassener Wald (nach Ashcroft), Gamma (Steinbruch)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 690500 / 174500
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 95
Definition der Lokalität 'Wassener Wald' nach Ashcroft: 'Steile und bewaldete rechte Talflanke zwischen dem Teiftal und dem Steinbruch Gamma'. Beschrieben werden 3 Klüfte:
Kluft 1: Sie liegt zwischen der Reuss und der Gotthardstrasse, etwa in der Mitte der Strecke von der Meitschligenbrücke zur Fellibrücke. Gegenüber der Kluft liegt der Bahntunnel zwischen Dangel und Waldi.
Kluft 2: (1935/1936). Sie liegt im Wald über der Kantonsstrasse, ca. 150 Meter nördlich des Pflanzgartens, einer kleinen Aufzucht für Nadelbäume, in der Nähe der Fellibrücke. (Situation nach Ashcroft und heute nicht mehr gültig, da der Pflanzgarten nicht mehr existiert).
Kluft 3: Ca. 30 Meter reussaufwärts der Kluft Nummer 1.
- Adular: Kluft 2.
- Amianth: Klüfte 2, 6.
- Chlorit: Klüfte 1, 3.
- Epidot: Kluft 2.
- Quarz: Kluft 1.
- Titanit: Klüfte 1, 3.
125_UR / Intschi, Intschialpbachtobel 02
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnelleni, Koordinaten ca.: 692220 / 179350
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'.
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
- Brookit:
- Chlorit:
- Quarz:
126_UR / Andermatt, Schöllenen, Tanzenbein
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 687600 / 168000
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 347
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 63,70
- Wiser, D.F.; Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefaktenkunde 1840, Seite 217
Schlucht zwischen Göschenen und Andermatt. Gute Funde sind im unteren Teil, beidseitig der Strasse getätigt worden. Vor allem auch in einem ehemaligen Steinbruch. Wiser: Während dem Bau der Gotthardstrasse wurden beim Sprengen eines Felsens in der Schöllenen, benannt Tanzenbein, auch etliche Stücke von rotem Flusspat in Kalkspat eingewachsen gefunden.
- Apatit: reichlich und in guter Ausbildung
- Calcit:
- Quarz:
- Rauchquarz: hell- Rosafluorit: hellrosa
- Titanit: fleischrot
127_UR / Andermatt, Schöllenen, Teufelstal
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 688250 / 167070
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59
Ob es sich hier um die Schöllenen oder das Usser - oder Inner Teufelstal handelt, geht aus der Literatur nicht klar hervor.
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:
128_UR / Brunnenstock, Schijenstock, Schienstock, Schirstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 692060 / 169920
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 56,58
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 388
Der Berg liegt etwas südlich des Rienzenstocks.
- Adular:
- Albit:
- Alleghanyit: Nachgewiesen.
- Calcit: Dünntafelig, weiss, zum Teil den Quarzwachstum behindernd.
- Chabasit:
- Fadenquarz:
- Fluorit: Weiss - farblos, auch rosarot, oktaedrisch, korrodiert.
- Heulandit:
- Hämatit:
- Rauchquarz: Hell.
- Stilbit: Als rasenähnlicher Überzug auf anderen Mineralien.
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 108-109
Definition der Lokalität nach Ashcroft: Als Brüstigness werden die Felsen oberhalb der vieten Kurve der Bristenstrasse bezeichnet. Es handelt sich um ein kleines und stark bewaldetes Fundgebiet. Beschrieben wird 1 Kluft. Auf der Karte ist kein Eintrag Brüstigness vorhanden. Die Koordinaten zeigen auf Bristen. Evtl. handelt es sich um die Lokalität Bruschti, welche oberhalb der vierten Kurve liegt. Koordinaten: 694.710 / 180.370, 820 m ü. M.
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
- Quarz:
002_UR / Amsteg, Amstäg, Bristenstäfeli, Breitlauibach, Breitlauital, Bristlaui, Grappertal (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 694990 / 179470
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 112-113
Amacher: Bei der ganzen Beschreibung dieses Fundgebietes ist eine Verwechslung in der Namensgebung passiert. Ob Ashcroft in der Ortsangabe getäuscht wurde oder ob er den Urnerdialekt falsch verstanden hat, kann nciht mehr nachvollzogen werden. Ashcroft: Das Grappertal ist eine steile, stark bewaldete Rinne, welche ins Tal hinunterführt, welches mir mit einem falschen Namen angegeben wurde. Die Rinne liegt auf der Nordseite des Tales und beginnt bei den Hütten des Bristenstäfeli auf rund 1350 m ü. M. und trifft auf ca. 960 m ü. M. auf das Breitlauital. Nach meiner Meinung (Amacher) ist der Name Breitlauibach falsch, der richtige Name sollte Bristlaui heissen. Die Koordinaten zeigen auf Bristenstäfeli. Beschrieben wird Kluft 1: (1931). Die Kluft wurde beim Bau einer Wasserleitung zu einem Stall geöffnet.
- Albit:
- Anatas:
- Brookit:
- Chlorit:
- Pyrit:
- Quarz:
003_UR / Amsteg, Amstäg, Bristlaui
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 694050 / 179550
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Genaue Koordinate. Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'.
- Albit:
- Anatas:
- Brookit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Pyrit:
- Quarz:
004_UR / Amsteg, Amstäg, Bristlaui, Bristentobel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 694330 / 180250
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Die Koordinaten zeigen genau auf den Fundort.
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
- Quarz:
005_UR / Amsteg, Amstäg, Bristlaui, Schiltwald, Schildwald
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 694450 / 179950
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Die Koordinaten zeigen auf den Schiltwald.
- Quarz:
006_UR / Amsteg, Amstäg, Bristlaui, Schiltwald, Schildwald (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 694450 / 179950
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 112
Definition nach Ashcroft: Waldgebiet am oberen Ende der Druckleitung. Da Ashcroft sich über die Ausdehnung dieses Gebietes nicht ganz klar war, bezeichnete er nur Stufen aus der Umgebung des Wasserschlosses mit dieser Fundortangabe. Beschrieben wird 1Kluft: Kluft 1: die genaue Lage ist nicht bekannt.
- Chlorit:
- Quarz: Auch Dppelender, ohne Anwachsstellen (Schwimmer), teils mit Chlorit belegt.
007_UR / Amsteg, Amstäg, Bristlaui, der Schilt, der Schild
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 694600 / 180400
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Als Schilt wurde um 1950 die Gegend um das heutige Obsäumli bezeichnet. Die Koordinaten zeigen auf die Region Obsäumli Brüsti.
- Adular:
- Albit:
- Brookit:
- Quarz:
008_UR / Amsteg, Amstäg, Im Riedt, Rieth, Intschi
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 692530 / 179530
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 417
Kenngott erwähnt Mirabilit vom Rieth bei Amsteg sowie von Intschi. Die Koordinaten zeigen auf Intschi. Ried 8resp. Vorder-Ried und Hinter-Ried) liegen etwas östlich von Intschi auf der anderen Seite der Reuss.
- Mirabilit: Auf Klüften im verwitterten Glimmerschiefer vorkommend.
009_UR / Amsteg, Amstäg, Schild (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 694600 / 180400
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 112
Definition nach Ashcroft: Schild ist der Name für das Gebiet um das Wasserschloss zuoberst bei der Druckleitung, welche zum SBB-Kraftwerk nach Amsteg führt. Ashcroft glaubt, dass die Stufen beim Aushub für das Fundament geborgen werden konnten. Die Klüfte müssen also direkt hinter der Schutzmauer liegen. Da Ashcroft zweifelt, ob alle Fundstücke aus derselben Kluft stammen, listete er die 3 Stufen separat auf. Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 113 ein Bild mit einer eingezeichneten Fundstellen im Schild.
- Adular: Stufe 3.
- Albit: Stufe 2.
- Brookit: Stufe 1 und 2.
- Chlorit: Stufe 3.
- Quarz: Stufe 1, 2 und 3.
010_UR / Amsteg-, Amstäg-Meitschligen-Teiftal-Intschi (allgemein)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 692530 / 179530
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Jahrgang 16; Heft 3
Koordinaten auf Intschi. Im erwähnten Separatdruck ist eine Ausführliche Beschreibung der Mineralienfunde aus den Jahren 1920 bis ca. 1935 zu finden. Die Angaben beruhen auf den Angaben von F.N. Ashcroft, welcher im Britischen Museum von London eine bedeutende Mineraliensammlung mit Stufen aus der Gegend Amsteg-Meitschligen-Inschi anlegte. Im Bericht 'Fundpunkte Amsteg-Meitschligen-Teiftal' sind übersichtlich alle Koordinaten der erwähnten Mineralienfundstellen zusammengefasst. Jede Fundstelle ist aber auch separat aufgeführt. Geologie dieser Region (Auszug aus dem Separatdruck): Die ganze Zone liegt im Bereich der nördlichen kristallinen Schiefer des Aarmassivs. Einzig ein Granitkörper im 'Hinter Riedwald' und der mächtige Quarzporphyr, der vom Maderanertal über das Bristenstäfeli bis in die Brislaui hineinzieht, sind (vermutlich) während der herzynischen Gebirgsbildung entstanden. Grünlichgraue bis grauschwarze Schiefer und Gneise, häufig durchzogen von Quarzadern und -linsen, sind die wichtigsten Gesteine der Region. Wesentliche Bestandteile sind Quarz, Sericit und Chlorit, dazu kommen Albit und Kalifeldspat. Gegen Süden werden sie abgelöst durch durch feinkörnige, graue Biotit - Sericit - Gneise, die rotbraun anwittern. Im Reussquerschnitt ist eine etwa 100 Meter mächtige Einschaltung von hellen Schiefern mit starker Pyritführung vorhanden. Ein charakteristisches Gestein bilden die Amphibolitmigmatite im Bereich Meitschligen - Teiftal. Es sind grobgemengte Gesteine mit Schollen von Amphibolit und Hornblendit, in einer granitischen bis aplitischen Grundmasse. Während der alpinen Gebirgsbildung sind die Gesteine der ganzen Region metamorphosiert worden. Dabei erhielten die Gesteine die heutige starke Schieferung, die durchwegs N 70 bis 80° E streicht und steil nach Süden einfällt. Damit sind auch die alpinen Zerrklüfte entstanden, die zur Hauptschieferung ungefähr senkrecht stehen. Hier werden die Mineralien gemäss den von Ashcroft gemachten Notizen wiedergegeben: Aus dem Chlorit-Sericit-Schiefer und dem Biotit-Sericit-Gneis (Parker Fundortgruppe 1a): Quarz, Albit, Adular, Calcit, Chlorit, Brookit, Anatas, Rutil, Apatit, Ilmenit und verschiedene Sulfide aus dem Amphibolith (Migmatit-Amphibolit und anderen basischen Gesteinen:- Quarz, Albit, Adular, Calcit, Chlorit, Amiant, Epidot, Titanit, Prehnit. Erzlagerstätte: In der Region Amsteg-Meitschligen-Bristenstock ist mehrmals Bergbau betrieben worden. Davon zeugen verschiedene, längst aufgelassene Bergwerke zwischen der Talsohle und 2000 m ü. M. Die abgebauten Linsen waren durchwegs klein und erreichten in der Regel nur zwischen 10-20 Meter, bei einer Mächtigkeit von maximal 2 Metern. Die eigentlichen Erzschnüre erreichen dabei nur cm-Dicke. Als wichtigste Erzmineralien sind Galenit, Chalkopyrit, Sphalerit und vereinzelt auch Pyrit, Pyrrhotin, Arsenopyrit und Fahlerz zu nennen. Als Nebengemengteil kommt Stannin dazu. Gewonnen wurden auch Silber, Kupfer und Heyastannin. Die erfolglosen Abbauversuche dauerten bis Ende des 19 Jh.
- Adular: Immer relativ klein, durchsichtig bis milchig im Maderaner-Habitus. Oft sind auch sog. Adularsägen zu beobachten. Sehr verbreitet sind orientiert aufgewachsene Adularkeime auf tafeligen Albitkristallen.
- Albit: Sie sind kleiner als Adular, kommen teilweise aber reichlich vor (ganze Kluftwände bedeckend). Tafelig, milchigweiss oder durchscheinend und nach dem seitlichen Pinakoid ausgebildet. Verzwillingt nach dem Albitgesetz. Kleine, orientiert aufgewachsene Adularkristalle sind vorwiegend auf dem seitlichen Pinakoid zu finden.
- Allanit: Klein, dunkelbraun bis schwarz und flachprismatisch von der Schweinkehle.
- Amianth: Amiant ist an das Vorkommen von Hornblende im Muttergestein gebunden. Faserig, bis 2cm, weiss, hell- oder dunkelgrün.
- Anatas: Blauschwarz, metallisch glänzend, spitzpyramidal. An kleinen kristallen mit Basisfläche was zu einem tonnenförmigen bis plattigen Habitus führen kann. Die Anatase erreichen eine Grösse bis 7 mm.
- Apatit: Wurde in dieser Region in besonders schönen Exemplaren gefunden. Durchmesser bis 4cm und rosafarbig (nicht lichtbeständig). Vielflächig, hexagonal und dicktafelig. Mit bläulichweisser Fluoreszenz unter kurz- und langwelligem UV-Licht.
- Baryt: Selten. Aus dem Riedertobel bis 9mm.
- Brookit: In schönen und grossen Kristallen mit Sanduhr-Effekt. Rotbraun bis goldgelb, dünntafelig nach {100}, nach der c-Achse gestreckte, bis 2cm grosse Kristalle.
- Calcit: Am verbreitetsten als Calcittafeln. Seltener als Normalrhomboeder oder in anderer Form.
- Chalkopyrit:
- Chlorit: Sehr häufig anzutreffen. Tiefgrün, pulverig.
- Epidot: Epidot ist, im Gegensatz zu den Vorkommen in West und Ost, in der Gegend um Meitschligen nur unbedeutend.
- Fadenquarz:
- Ilmenit: In recht unscheinbarer Form. Schwarz, dünntafelig. Nie in Rutil umgewandelt.
- Monazit: Selten. Aus dem Intschialpbachtobel bis 2 mm.
- Orthit: Selten.
- Prehnit: Selten.
- Pyrit:
- Pyrrhotin: In sehr schöner Ausbildung. In Oberflächennähe in Goethit umgewandelt. Kenngott erwähnt Pyrrhotin, mit Sphalerit und Galenit im Amphibolschiefer von der Lokalität Stube im Teuflauital.
- Quarz: Der Quarz erscheint durchwegs farblos, meistens eher klein und im Normalhabitus. Oft mit kleinen s- und x-Flächen. Verbreitet sind plattige, sog. Fadenquarze. Gerne mit Calcit zusammen. Als Einschlüsse im Quarz können Chlorit, Rutil und Anatas beobachtet werden.
- Rutil: Rutil ist nur selten zu finden. Dünnnadelig, schwarz, rot, blondfarbig. Manchmal in Quarz eingeschlossen.
- Sphalerit:
- Titanit: Gestreckt nach der b-Achse, hellbraun, meist verzwillingt, bis 3 cm.
- Zepterquarz: In den zahlreich untersuchten Klüften konnte nur einmal Zepterquarz gefunden werden.
011_UR / Maderanertal, Amsteg, Amstäg, Frentschenberg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 694500 / 181000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 29
Nicht weit nordöstlich von Amsteg liegt dieses Fundgebiet. Parker weist dieses Gebiet der nachfolgenden Mineraliengruppe zu. Ob allerdings alle diese aufgeführten Mineralien zu finden sind bleibt hier offen.
- Adular: - Albit: - Anatas: - Apatit: - Brookit: - Calcit: - Chlorit: - Ilmenit: - Pyrit: - Quarz: - Rutil:
012_UR / Andermatt
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 688500 / 165300
Literatur:
- Graeser,St.; Schweizer Strahler; 1973;; Seite 265
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59 Eine genauere Fundortangabe ist leider nicht gemacht worden.
- Aeschynit-(Y):
- Olivin: Mehr oder weniger serpentinisiert.
013_UR / Andermatt, Altchilch, Chilchenberg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 688600 / 166130
Literatur:
- Graeser, Stefan; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1971; Band 51; Heft 2 - 3; Seite 415 - 442; Mineralogisch-geochemische Untersuchungen an Bleiglanz und Zinkblende
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 87
Bei früheren Steinbrucharbeiten konnten hier im glimmerführenden Marmor Quarz und Calcit gefunden werden. Im Strahler August 1994, Seite 95, ist ein Silikatsteinbruch bei Andermatt abgebildet. Der Chilchenberg befindet sich gleich oberhalb von der Lokalität Altkirch.
- Calcit: In guter Kristallisation, weiss, skalenoedrisch.
- Galenit: Bleiglanz dicht eingesprengt in Quarz, wenig Sekundär-Mineralien, keine weiteren Mineralien.
- Quarz:
014_UR / Andermatt, Bätsberg, Bätzberg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 686750 / 165700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 63
Die guten Kristallfunde wurden vorwiegend bei Strassenarbeiten beim Eingang zur Schöllenen getätigt.
- Adular: In klarer Ausbildung
- Albit:
- Apatit: Erscheint als kleine, flächenreiche und mit hohem Glanz versehene Kristalle oft recht zahlreich. Besonders interessant ist auch die Neigung zum violetten Farbton.
- Calcit: In tafeligen Ausbildungen und zum Teil mit Fluorit zusammen.
- Laumontit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rosafluorit: Zum Teil in grossen Exemplaren, vergesellschaftet mit Apatit und Adular. Dies gilt als Besonderheit dieser Lokalität und wird sonst nur wenig angetroffen.
015_UR / Andermatt, Bühl, Biel, Nasse Kehle (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 688100 / 166430
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 239
Die Koordinaten zeigen auf Bühl. Beim Bau eines unterirdischen Wassereservoirs und einer Leitung für das Fort Biel in den Jahren 1922 bis 1923 wurden Klüfte angeschnitten. Ashcroft verzichtete aus Gründen der Geheimhaltung auf weitere Nachforschungen. Die Mineralien stammen aus dem Graben des Wasserleitungsbaus.
- Albit:
- Heulandit:
- Quarz:
- Titanit:
016_UR / Andermatt, Bühlberg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 688140 / 166500
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 68 Bühlberg wird auf der Karte nicht geführt.
Vermutlich handelt es sich um den Berg oberhalb Biel am Eingang der Schöllenen. Die Koordinatn zeigen auf Biel.
- Bavenit: Feinnadelig, zusammen mit Rosfluorit. Funde sind bereits um 1910 beschrieben worden.
- Rosafluorit:
017_UR / Andermatt, Fort am Bühl, Biel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 688100 / 166430
Literatur:
- Koenigsberger, Joh., F.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1925; Band 5; Heft 1; Seite 92; Über alpine Minerallagerstätten: Mineralklüfte und Differentiation ihrer Paragenese
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 63
Die guten Kristallfunde wurden vorwiegend bei Strassenarbeiten beim Eingang zur Schöllenen getätigt. In den gepressten aplitischen Gesteinen des Fort am Bühl bei Andermatt wurde bei den Arbeiten ein grösseres Kluftsystem angeschnitten. Quarz war teilweise gesondert von Adular und Albit. Der rote Fluorit folgt hier wie überall dem Quarz. Grosser violetter Apatit fand sich da, wo die Quarzkristalle neben den Feldspäten reichlicher auftraten; an den an Adular und Albit reichen Stellen waren die Apatitkristalle meist spärlicher und kleiner.
- Adular: In klarer Ausbildung.
- Albit:
- Apatit: Erscheint als kleine, flächenreiche und mit hohem Glanz versehene Kristalle oft recht zahlreich, Neigung zum violetten Farbton.
- Calcit: In tafeliger Ausbildungen und zum Teil mit Fluorit zusammen.
- Laumontit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rosafluorit: Zum Teil in grossen Exemplaren, vergesellschaftet mit Apatit und Adular. Dies gilt als Besonderheit dieser Lokalität und wird sonst nur wenig angetroffen.
- Turmalin: Als sogenannter Schörl, eingewachsen im Quarz.
018_UR / Andermatt, Gemsstock, Chastelhorn
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 688830 / 161080
Literatur:
- Amacher, Peter; Schweizer Strahler; 2012; Heft 1; Seite 4; Titanit aus dem Furkagebiet
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 171
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
Die Koordinaten zeigen auf das Chastelhorn. Talk: Guspital, Chastelhorn.
- Talk:
- Titanit: Rhombenförmig, tafelig, braun.
019_UR / Andermatt, Gemsstock, Gurschengrat, Gurschenstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 688710 / 163260
Literatur:
- Amacher, Peter; Schweizer Strahler; 2012; Heft 1; Seite 4; Titanit aus dem Furkagebiet
- Ambühl, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1929; Band 9; Heft 1; Seite 265 - 441; Petrographie und Geologie des zentralen Gotthardmassivs südlich Andermatt
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 171
Beim Fundament des Mastest. Die Koordinaten zeigen auf die Seilbahn über dem Gurschengrat. Ambühl: Strahlsteinvorkommen einige Meter nördlich unterhalb des Gurschenstocks.
- Adular:
- Aktinolith: Nördlich unterhalb des Gurschenstocks.
- Apatit:
- Chlorit:
- Muskovit:
- Periklin: Durchscheinend.
- Titanit: Rhombenförmig, tafelig, braun.
020_UR / Andermatt, Hospental, St. Annagletscher (heute St. Annafirn)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 698060 / 162180
Literatur:
- Bernoulli, Christoph; Taschenbuch für die Schweizerische Mineralogie, Erstes Bändchen; 1811
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 173-174
Man beachte, dass Kenngotts Informationen aus dem Jahre 1866 stammen und der St. Annagletscher damals noch weiter ins Tal hinunter reichte.
- Aktinolith:
- Amphibol: Fest bis fast zu dichten Massen mit splittrigem Bruche verwachsen, dabei doch noch die trennbaren Fasern weich und biegsam am St.Annagletscher bei Andermatt, woselbst auch Bergkork und Bergleder genannte Massen vorkommen.
- Bergkork:
- Bergleder:
- Magnetit: Grüner kristallisierter Magnetit in weisslichem Talk am St. Annagletscher bei Hospental.
- Turmalin: Bernoulli (1811) erwähnt schwarzen Schörl vom St. Annagletscher
021_UR / Andermatt, Im Saum
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 688570 / 165300
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 387
In der Gegend von Andermatt von einem 'Im Saum' bezeichneten Fundort. Im Saum ist auf der Karte nicht eingezeichnet. Die Koordinaten zeigen auf Andermatt.- Pyrit: Braune Pyritkristalle in Glimmerschiefer eingewachsen, die mit einer dünnen Schicht dunkelgrünen, zum Teil mit Quarz gemengten Glimmers umgeben sind.
- Quarz:
022_UR / Andermatt, Mettlen, Gurschenbach
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 689600 / 164710
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:
023_UR / Andermatt, Oberalp, Sattelegghubel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 690420 / 165480
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:
024_UR / Andermatt, Oberalpstrasse
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 690160 / 166330
Literatur:
- Kenngott, A.; Neues Jahrbuch Mineralogie, Geologie und Paläntologie; 1867; Seite 202
Die Koordinaten zeigen auf einen zufälligen Punkt der Oberalpstrasse und nich auf den genauen Fundort. Beim Bau der neuen Oberalpstrasse (um 1860) wurde sehr schöner Rutil und als Einschluss in Bergkristall, auf Klüften von Glimmerschiefer getroffen.
- Quarz:
- Rutil:
025_UR / Andermatt, Schöni
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 691000 / 166710
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 64
- Baryt: Meistens derb, vereinzelt Kristalle in Barytgängen im Psammitgneis, bis 20 cm grosse Tafeln, rot bis braun (Eisenoxideinschlüsse), strontiumarm.
026_UR / Andermatt, Urner Loch, Urnerloch
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 688240 / 166620
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59
Nur ca. 1 km nördlich von Andermatt.
- Adular:
- Apatit:
- Chlorit:
- Eisenrose: Tafelig, schöne Ausbildung, flächenreich, recht gross, bis 8 cm (aus dem Tunnel für die Wasserversorgung für Andermatt)
- Quarz: Mit Anhydritröhren.
027_UR / Andermatt, Urner Loch, Urnerloch (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 688240 / 166620
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 238-239
Definition nach Ashcroft: Das Urnerloch (Tunnel) liegt zuoberst in der Schöllenenschlucht, am Eingang zum Urserental. Amacher Peter zeigt in seinem Buch auf Seite 238 ein Bild mit der Position einer Kluft beim Urnerloch. Beschrieben werden Kluft 1: Oberhalb des Südportals sind 3 übereinanderliegende Klüfte erkennbar. Sie liegen ungefähr 30 Meter über dem alten Weg. Beschrieben wird die mittlere Kluft. Königsberger beschreibt aus diesem Gebiet ebenfalls eine Kluft und zwar mit 70 Meter über dem Urnerloch und mehr als 40 Meter südlich des Tunnels. Es könnte sich aber bei beiden Beschreibungen um dieselbe Kluft handeln.
- Eisenrose:
- Hämatit:
028_UR / Oberalp, Grosser Schynstock, Gross Schijen, Schijenstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 691810 / 169260
Literatur:
- Redaktion; Urner Mineralienfreund; 1976; Heft 4; Seite 80
Die Koordinaten zeigen auf den Gross Schijen.
- Chabasit:
029_UR / Oberalppass (dt.), Cuolm d'Ursera (rätorom.), Pazzolabach, Pazolabach
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 692000 / 166820
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 65
Die Fundstelle am Pazolabach liegt in einem Gebiet starker tektonischer Beanspruchung (Pazolaumbiegung der Urserenzone). In den Psammitgneisen des Permokarbons sind, durch Schutt teilweise verdeckt, mehrere Barytgänge eingelagert. Ein grosser Barytgang, der konkordant im Nebengestein liegt, lässt sich auf eine Distanz von über 10 m verfolgen. Er wurde stark mechanisch beansprucht: bei einer Mächtigkeit von über 20 cm ist er stellenweise auf eine Breite von 3 cm ausgewalzt. Der Rand des Ganges ist mit dem Nebengestein verschuppt, ebenso ist Baryt ins Nebengestein eingedrungen. Der Gneis ist in der Umgebung des Barytgangs stark verschiefert und boudiniert. Etwa 1 m von diesem Barytgang entfernt liegt ein weiterer, schmaler Barytgang, der intensiv verfältelt wurde. Der ganze Gneiskomplex ist von einem System von Kluftflächen durchsetzt, die annähernd senkrecht zur Schieferung liegen und entlang denen das Gestein die für Zerrklüfte typische Einschnürung zeigt. An diesen Stellen konnten nahe beim grossen Barytgang zwei kleine übereinanderliegende Klüfte geöffnet werden, die einige Mineralien enthielten.
- Baryt: Der Baryt ist grösstenteils feinkörnig rekristallisiert und enthält Einlagerungen von Magnetit, Limonit, Pyrit und Kupferkies; vereinzelte über 1 cm grosse, verbogene Baryttafeln sind erhalten geblieben. Auch als Kluftmineral. Barytkristalle wurden auf gangförmigem Baryt, in Hohlräumen im Quarz sowie in Spalten im Nebengestein gefunden. Die Baryte sind tafelig ausgebildet und enthalten Einschlüsse, die einen Trachtwechsel im Verlauf der Kristallisation erkennen lassen. Begleitmineralien: Quarz, Pyrit, Siderit, Magnetit, Muskovit, Chalkopyrit,Malachit, Wulfenit, Monazit.
- Chalkopyrit: Im Barytgang und auch als Kluftmineral.
- Limonit: Im Barytgang.
- Magnetit: Im Barytgang. Als Kluftmineral grösstenteils limonitisiert.
- Malachit:
- Monazit:
- Muskovit:
- Pyrit: Im Barytgang und auch als Kluftmineral.
- Quarz: Farblos und rauchig.
- Siderit: Limonitisiert.
- Wulfenit: Wachsgelbe, bipyramidale Kriställchen.
030_UR / Unteralp, Piz Alv
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 695000 / 159410
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 174
An diesem Berg.
- Anatas: Blau, wenig.
- Apatit: Spärlich.
- Calcit:
- Chlorit: In Rosetten.
- Hämatit:
- Muskovit:
- Periklin: Weiss, viel.
- Quarz: Wenig.
- Titanit: Farblos, wenig, oktaedrisch, sehr klein.
031_UR / Unteralp, Pizzo Barbarera (Nordseite), La Rossa (Nordseite) (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 693510 / 158440
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 240
Die Fundgebiete liegen oben im Tal, auf über 2400 m ü. M., nahe der Kantonsgrenze zum Tessin. Der Aktinolithfund (2 Stufen) stammt zum einen aus der Geröllhalde von der Nordseite des Pizzo Barbarera, und zum andern von der Nordseite des La Rossa. Die Koordinaten zeigen auf den Pizzo Barbarera.
- Aktinolith:
032_UR / Unteralp, Pizzo Centrale
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 690160 / 159210
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 171
Im Amphibolitgneis.
- Adular: Manchmal korrodiert.
- Chlorit:
- Epidot: Gelblichgrün, nadelig.
- Laumontit:
- Periklin: Schneeweiss.
- Prehnit: In Plättchen.
- Titanit: Klein, braun.
033_UR / Unteralp, Rossbodenälpetli, Rossälpetli, Rossbosenstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 692680 / 164800
Literatur:
- Ambühl, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1929; Band 9; Heft 1; Seite 265 - 441; Petrographie und Geologie des zentralen Gotthardmassivs südlich Andermatt
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 117
- Quervain, F. de; Vierteljahrsschrift der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich; 1965; Seite 395 - 400; Uraninit führender Turmalin-Sillimanitpegmatit aus dem Gotthardmassiv
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 416
Aus einem Sturzblock aus den felsigen Hängen oberhalb dem Rossbodenälpetli. Die genannte Fundstelle liegt in der nördlichen altkristallinen Paragneiszone (Gurschenzone) des Gotthardmassivs. Schon lange ist bekannt, dass vor allem der Abschnitt zwischen Unteralptal und Val Nalps stellenweise sehr viele Pegmatitgänge enthält, öfters mit reichlicher Turmalinführung. Häufungsstellen dieser Turmalinpegmatite befinden sich im Gebiet Rossbodenstock- Badus (Six Madun) und auf der Nordseite des Piz Mäler östlich Val Curnera. Das beträchtliche Fundmaterial vom Rossbodenälpetli besteht aus zwei Pegmatittypen, beide reich an Turmalin und Muskowit. Ambühl: Östlich vom Rossbodenstock P 2832, auf 2800 m, weist der auf der Schieferungsfläche stark mit Muskovitschuppen besetzte Paragneis grosse, dunkelrote Granate auf, die auf der Anwitterungsfläche als rundliche Knollen hervortreten.
- Aktinolith: Vom Rossbodenstock.
- Albit:
- Granat: Dunkelrot, östlich vom Rossbodenstock.
- Muskovit:
- Quarz:
- Sillimanit:
- Turmalin: Schörl, bis 10 cm lang und 3 cm dick. Kenngott: Ziemlich grosse, schwarze undurchsichtige Kristalle von der Unteralp, welche die Kombinationen beider hexagonalen Prismen zeigen, woran die abwechselnden Flächen durch den Hemimorphismus ungleich breit sind.
- Uraninit:
034_UR / Unteralptal
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 691720 / 164050
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seit 393
Kenngott erwähnt als Fundort lediglich das Unteralptal ohne genauere Hinweise. Die Koordinaten zeigen allgemein auf das Unteraltal.
- Pyrrhotin: Eingesprengt in Gneis.
035_UR / Unteralptal, Gafallengrat
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 691270 / 161970
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:
036_UR / Unteralptal, Lolen Älpetli, Lolen Alp, Lohlen Alp, Alp Lolen, Lolenälpetli, Badus, Baduz, Six Madun, Sixmadun, Sixmadum
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 694100 / 163600
Literatur:
- Bernoulli, Christoph; Taschenbuch für die Schweizerische Mineralogie, Erstes Bändchen; 1811
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 126-127
- Koenigsberger, Joh., F.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1925; Band 5; Heft 1; Seite 93; Über alpine Minerallagerstätten: Mineralklüfte und Differentiation ihrer Paragenese
- Parker, R.L.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1935; Band 15; Heft 2; Seite 340 - 349; Über einige Schweizerische Epidotvorkommen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 124
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 179
Die Alp liegt südwestlich unterhalb des Piz Tagliola. Das Vorkommen ist an eingelagerte Linsen im Kalksilikatgestein des Paragneises gebunden. In dem Sedimentgneis von Alp Lolen sind mehrfach Linsen eines grobkörnigen Pegmatit eingelagert, der überwiegend auffallend frischen Albitoligoklas, selten reinen Oligoklas z. T. ohne Zwrillingslamellierung, daneben auch saussuritisierten basischeren Plagioklas führt. In diesem Pegmatit liegen enge Risse, die z. T. nur Albit mit wenig Rutil und Calcit, z. T. Albit, Quarz, Calcit, Chlorit, Sphen, Rutil führen. Anderorts setzt die Klüfte in den Glimmergneis fort; dann findet sich der Albit der Kluft vorzugsweise auf dem Teil, der den Plagioklaspegmatit durchsetzt. Ambühl: Gewöhnliche Paragneise mit bis zu 1,5 cm grossen, eingesprengten Granaten kommen in geringer Ausdehnung an einigen Stellen vor. Der nie ldioblastische Porphyroblast verleiht dem Gestein stets eine lentikulare Textur. Ca. 250 m östlich vom Badus-Nordgrat, auf 2810 m, und in der Rinne, die sich nördlich vom Piz Tegliola nach dem Lai Maigels zieht, auf 2630 m, stehen solche Gneise an, die oft etwas injiziert sind.
- Adular:
- Aktinolith: Grünschwarz.
- Calcit: Reichlich, in flachen Rhomboedern.
- Chlorit: Feinpulverig, meist zusammen mit Epidot.
- Diopsid:
- Epidot: Reichlich in Nestern und Drusenräumen eines kristallinischen Gemenges, welches aus graulichgrünem oder grünlichgrauem nadelförmigem Amphibol zusammengesetzt ist, auch Quarz und Calcit beigemengt oder in wechselnden Schichten enthält. Die in der Kristallisation günstigen Räumen aufgewachsenen Kristalle des Epidots sind in der Regel mehr grün gefärbt, bis ölgrün, auch grünlichbraun, halbdurchsichtig bis durchsichtig, stark glänzend und zum Teil gut ausgebildet und lassen unter anderem auch Zwillinge erkennen. Sie sind abwechselnd von weissen bis farblosen Quarzkristallen, nadel- bis haarförmigem Strahlstein und Byssolith, gelblichweissen bis farblosen tafelartigen Kalkspathkristallen, gelbroten bis rotbraunen Granatkristallen, seltener von kleinen in Brauneisenerz umgewandelten Pyritkristallen, Adular, Titanit und schuppigem Chlorit begleitet.
- Granat: Ca. 250 m östlich vom Badus-Nordgrat, auf 2810 m. Bis 1, 5 cm. Eingesprengt im Paragneis.
- Grossular: Von besonderem Interesse sind die braunen bis roten Kalktongranate (Grossular) von der Alpe Lolen im Maighelstal am Baduz. Diese waren früher als Hyacinthgranat von Dissentis bekannt, wie bereits Bernoulli angab: "Eine eigene Art lichtroter, fast undurchsichtiger Granate brechen am Sixmadum hinter Dissentis, welche schon lange unter dem Namen Hyacinthgranate bekannt sind. Sie sind keicht schmelzbar, selbst die vollkommensten Kristalle, enthalten aber gewöhnlich im Innern kleine unschmelzbare Quarzkörner. Sie brechen in einem mit kleinen Hyacinthgranaten und Epidot gemengten Quarz". Diese Granate, häufig auch als vom St. Gotthard kommend bezeichnet, zeigen sich in einem kristallinischkörnigen drusigen Gemenge von rötlichbraunem Granat, grauem Epidot, weissem bis grauem Quarz und Calcit und sind in den Drusenräumen teilweise auskristallisiert und aufgewachsen. Das eigentümliche Gemenge erfüllt eine schmale Lagerkluft im Glimmergneis. Ihre Farbe ist bei verschiedener Grösse mehr oder weniger rotbraun bis gelblichrot, sie sind gewöhnlich an den Kanten durchscheinend, doch auch bis halbdurchsichtig, die kleinen stark glänzend, die grösseren wenig glänzend und mit zahlreichen Rissen durchzogen. Sie zeigen Kombinationen des Rhombendodekaeders, welches mehr oder weniger vorherrscht.
- Hyacinth-Granat:
- Klinozoisit:
- Pyrit:
- Quarz: Klar, bis mehrere cm.
- Titanit:
037_UR / Unteralptal, Piz Alv, Alp Portgeren, Alp Portgera, Portgeren Älpetli, Portgerabach
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 694550 / 161700
Literatur:
- Ambühl, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1929; Band 9; Heft 1; Seite 265 - 441; Petrographie und Geologie des zentralen Gotthardmassivs südlich Andermatt
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
Im Unteralptal unterhalb des Portgerenstocks. Die Fundstelle liegt an einem Ausläufer des Piz Alv, oberhalb der Alp Portgeren (Alp Portgera). Ambühl: kleines Strahlsteinvorkommnis an der Unteralp-Reuss links, 20 m hinter Einmündung des Portgerabaches.
- Aktinolith: Bei der Einmündung des Portgerabaches in die Unteralp-Reuss.
- Albit: Als Periklin.
- Apatit: Flächenreich, farblos, klar, öfters angeätzt.
- Chlorit:
- Magnetit: Gut entwickelte Oktaeder, die wenig verzerrt sind, finden sich im Klinochlorschiefer vom Portgèraserpentin.
- Quarz: Ganz schwach bräunlich.
- Stilbit:
038_UR / Unteralptal, Portgerenstock, Piz Purtgera
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 694890 / 161890
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:
039_UR / Unteralptal, Puntanera, Punta Nera
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 117
Ein Unteralptal gibt es auf der Karte nicht. Es gibt nur mehrere Unteralp.
- Quarz: Teil mit Turmalineinschlüssen.
- Turmalin: Grüne nadelförmige Kristalle als Einschluss in Bergkristall von Puntanera im Unteralptal.
04_UR / Unteralptal, Wilden Matten, Wildmatten, Wildmatt, Wilde Matten, Sommermatten, La Froda, La Rossa
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 693400 / 159500
Literatur:
- Ambühl, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1929; Band 9; Heft 1; Seite 265 - 441; Petrographie und Geologie des zentralen Gotthardmassivs südlich Andermatt
- Koenigsberger, Joh., F.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1925;Band 5; Heft 1; Seite 92,93; Über alpine Minerallagerstätten: Mineralklüfte und Differentiation ihrer Paragenese
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
Auf der Strecke von Andermatt zum Oberalppass liegt auf der südlichen Seite das Unteralptal. Hier im hintersten Teil des Tales, unterhalb des Wildenmatten See liegen Fundstellen von Eisenrosen. In dem Gestein des Hämatitfundortes bei Wildmatt im Unteralptal hat man es wahrscheinlich mit einem Ausläufer der Orthogneisinjektion zu tun, die sich auch kundgibt in einigen Nestern von Pegmatit, der aus Albit-Oligoklas, Quarz, Orthoklas, Muskovit besteht. Die Kluft setzt senkrecht zur Schieferung durch. Doch verlaufen einige kleine Risse, die ebenso wie der Rand der Kluft von Quarzband ausgefüllt sind, parallel der Schieferung. Der wasserhelle Albit findet sich vorzugsweise da, wo die Kluft die kleinen Pegmatitlinsen schneidet. Von dem kleinen See bei Wildmatt im Unteralptal, etwas zum Haupttal ansteigend, gelangt man zum oberen Ende eines steil abfallenden Tobels. Die Kluft war etwa 20 cm hoch, 1 bis 2 m im Querschnitt der Wand lang, ist hauptsächlich vom Quarzband erfüllt. Der Hämatit sitzt sowohl auf Band wie Gestein. Die Kluft durchsetzt Glimmergneis und eine kleine unscharf begrenzte dynamometamorphe Plagioklas-Pegmatitlinse. Dort findet sich noch wasserheller Albit und Ilmenit. Ambühl: In den Sommermatten auf 2425 m, 180 m westlich vom Weg und 90 m vom Nordkontakt entfernt, fällt ein graugrünes, im Anschlag ockergelbgrünes Gestein auf, mit einer Ausdehnung von 0,6:1 m. Der Geruch nach Schwefel ist unverkennbar. Auf der angewitterten Oberfläche lassen sich 1 - 2 mm breite Spalten verfolgen, die oft die Tendenz haben, ein System sehr undeutlicher Parallelepipede zu bilden. Wo es gelingt, frische Handstücke zu schlagen, erkennt man das Erz als Arsenkies. Strahlstein im Schutt von La Froda 2400 m oberhalb Wildmatten. Fuchsit.
- Aktinolith: Im Schutt von La Froda.
- Albit:
- Arsenopyrit: In den vorderen Sommermatten, fand sich ein ca. 1 m langer Gang von Misspickel. Das Erz ist zum Teil gut eigengestaltig und zeigt rechteckige Querschnitte. Ab und zu sind die Kristalle von einer Zersetzungsschicht umgeben (Einwirkung der Atmosphärilien). Zwillinge sowie Durchwachsungen liessen sich keine feststellen.
- Eisenrose: Bei der Lokalität Wilde Matten.
- Fuchsit: Von La Froda. Der glänzende, saftgrüne Chromglimmer fand sich in einem quarzitähnlichen Gestein, das im Gehängeschutt zwischen la Froda (südwestlich Piz Alv) und la Rossa auf 2500 m über den Wildmatten lag. Das feinschuppige Mineral war zu klein, um Messungen zu gestatten, schwach hellblau, und gelblichgrün, resp. bläulichgrün.
- Ilmenit: Bei der Lokalität Wilde Matten.
- Interessantes Gestein: Fuchsit, glänzender, saftgrüne Chromglimmer.
- Quarz: Bei der Lokalität Wilde Matten.
041_UR / Urserental, Rothorn
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Andermatt, Koordinaten ca.: 689880 / 161010
Literatur:
- Ambühl, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1929; Band 9; Heft 1; Seite 265 - 441; Petrographie und Geologie des zentralen Gotthardmassivs südlich Andermatt
Im Paragneis südlich vom Rothornsüdgrat auf 2915 m.
- Granat: Granaten bis zu 2 cm Grösse enthält ein schwach injizierter Paragneis. Durch Verwitterungseinflüsse gerundet, zeigt in den Maschen Pennin, Chlorit-Biotit und braunen Biotit. In den Spaltrissen kann sich auch Glimmer einlagern.
042_UR / Erstfeld (Steinbruch)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Erstfeld, Koordinaten ca.: 692500 / 186500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 277
- Staub, Walther; Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz; XXXII Lieferung des ganzen Werkes 62. Lieferung; 1911; Geologische Beschreibung der Gebirge zwischen Schächental und Maderanertal im Kanton Uri
- Topas: Als Nebengemengteil. Staub (1911): Pegmatit südlich der Häuser beim Steinbruch von Erstfeld. Während die breiten Adern und Gänge hier alle pegmatitische Ausbildung, vor allem grosse Feldspäte besitzen, zeigen die feinen Ausläufer, welche von diesen Adern ausgehen, alle den Habitus und die Zusammensetzung des Aplits mit der Ausnahme, dass hier der Granat fehlt. Die grösseren Adern zeichnen sich aus durch kleine Anhäufungen von schwarzem Turmalin, welche von einem Kranz gelblicher Topase umgeben werden, welche wiederum in einer Quarzfeldspatgrundmasse eingebettet sind.
- Turmalin: Der Turmalin ist in Säulen ausgebildet und nur mikroskopisch im Gestein.
043_UR / Erstfeldertal, Erstfelder Tal
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Erstfeld, Koordinaten ca.: 690279 / 185699
Literatur:
- Gnos, Edwin & Armbruster, Thomas; Schweizer Strahler; 2007; Heft 1; Seite 13-21; Vesuvian
Aus der Region des Erstfeldertales ist Vesuvian beschrieben worden. Allerdings fehlen nähere Angaben. Die Koordinaten zeigen auf den Talboden und nicht auf die Fundstelle.
- Vesuvian: Fluorhaltige Vesuvian-Kristalle sind im Kalksilikatgesteinen des Altkristallins gefunden worden.
044_UR / Amsteg, Amstäg, Oberes Teiftal
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen,
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3 Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'.
Koordinaten ca.: 693300 / 178250: - Prehnit: (Koordinaten zeigen auf das obere Teiftal.)
Koordinaten ca.: 693050 / 178150: - Amianth: - Quarz: (Koordinaten genau auf den Fundpunkt.)
Koordinaten ca.: 693150 / 177900: - Adular: - Amianth: - Chlorit: - Epidot: - Quarz: - Titanit: (Koordinaten genau auf den Fundpunkt.)
045_UR / Amsteg, Amstäg, Oberes Teiftal, Usweidwald Rutsch
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693150 / 177900
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Ueber die einzelnen Rutsche sind keine näheren Angaben vorhanden. Die Koordinaten zeigen auf Usweid im Teiftal.
- Adular: - Amianth: - Calcit: - Quarz:
- Adular: - Amianth: - Apatit: - Epidot:
- Adular: - Amianth: - Epidot: - Quarz: - Titanit:
- Adular: - Amianth: - Epidot:
UR / Amsteg, Amstäg, Oberes Teiftal, Weisstannenegg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693300 / 178250
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Einen Eintrag 'Weisstannenegg' konnte auf der Karte nicht gefunden werden. Die Koordinaten zeigen auf das obere Teiftal.
- Quarz:
046_UR / Amsteg, Amstäg, Unteres Teiftal 01
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen,
Literatur:
- Planzer, H.; Urner Mineralienfreund; 1993; Heft 4; Seite 19-22
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Die Koordinaten weisen genau auf den Fundpunkt.
Koordinaten ca.: 692650 / 178300: - Adular: - Albit: - Calcit: - Chlorit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692500 / 178450: - Amianth: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692350 / 178450: - Adular: - Albit: - Amianth: - Calcit:
Koordinaten ca.: 692200 / 178450: - Amianth:
047_UR / Fedenalpstock, Fedenstock, Federstock, Federälplerstock, Fedenälpler
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 694500 / 171500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 52,59
Vermutlich handelt es sich um den heutigen Fedenstock. Die Bezeichnung Fedenalpstock fehlt auf der Karte.
- Adular:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Titanit:
- Zeolithe:
048_UR / Fellital (allgemein), Fellinental, Fellinenthaläu
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692500 / 175000
Literatur:
- Weibel, M.; Urner Mineralienfreund; 1993; Heft 1; Seite 1-19
Fellinental, Fellinenthal sind veraltete Bezeichnungen für das Fellital. Im Urner Mineralienfreund, 1993/1 sind die im Fellital vorkommenden Mineralien (ohne genauere Fundortangaben) beschrieben. Weiter ist eine geologische Skizze des Fellitalgebietes vorhanden. Das Fellital liegt, beginnend bei der Reuss am Taleingang bis fast zur Fellilücke im Aaregranit. Erst kurz vor der Fellilücke wird dieser vom Giuvsyenit unterbrochen, um dann wiederum in den Aaregranit über zu gehen. Nach der Fellilücke wechselt das Gestein in Paläozenen Altkristallin. Früher ein Eldorado, heute ist das Gebiet aber stark abgesucht. Die Koordinaten zeigen ungefähr auf die Talmitte, etwas unterhalb der Treschhüte.
- Adular: Vor allem im oberen Talteil im Giuvsyenit zu finden. Neben Einfachkristallen kommen auch Bavenoerzwillinge und sägezahnartige Aggregate vor. Oft an der Oberfläche mit Chlorit verwachsen.
- Albit: In kleinen, farblosen und durchsichtigen Kriställchen als Begleitmineral von Quarz, Hämatit und Fluorit.
- Amethyst: Selten zu finden.
- Amianth: Im Giuvsyenit, grün, kurzhaarig.
- Anglesit: Klein, als Sekundärkristallisation von Galenit.
- Apatit: Als flächenreiche, kleine, abgerundete, durchsichtige und glänzende Kriställchen bis 5mm.
- Apophyllit: Als weisse Krusten, bestehend aus pseudokubischen Kriställchen und oft hydrothermal zersetzt.
- Calcit: Sehr häufig anwesend und als Blätterspat ausgebildet. Selten sind tonnenförmige Kristalle mit Prisma, steilem Rhomboeder und Basis als Hauptform zu finden. Auch als Papierspateinschlüsse im Rauchquarz.
- Cerussit: Klein, als Sekundärkristallisation von Galenit.
- Chabasit: Pseudowürfelige Rhomboeder, bis 2cm, oft verzwillingt, grau, weiss oder bräunlich.
- Eisenrose: Aus dünnblättrigen Hämatitschuppen, hochglänzend, chloritfrei. Frei oder auf Quarz aufsitzend.
- Epidot: Selten, dünnstängelig, klein, gestreckt nach der b-Achse. Eher im Giuvsyenit vorzufinden.
- Fadenquarz: Selten.
- Fluorit: Oft matt und angeätzt, bis 3 cm, grün, graublau, blass und oft in Begleitung von blättrigem Calcit.
- Galenit: Als akzesorisches, nur zerstreut auftretendes Mineral wird Galenit vor allem in Klüften granitischer Gesteine ab und zu angetroffen. Matt, korrodiert, manchmal mit kleinen Cerussit-, Anglesit und Wulfenitkriställchen.
- Gwindel: Dunkel und in hervorragender Qualität aus dem Aaregranit und dem Giuvsyenit.
- Heulandit: Perlmuttglänzend.
- Hämatit: Erscheint in der für das Fellital bekannten dünnblättrigen Form und bildet teilweise hochglänzende, chloritfreie Eisenrosen.
- Laumontit: In Krusten aus spiessig, abgeschrägten Individuen, manchmal mit Chlorit überstäubt.
- Milarit: Es sind nur sporadische Einzelfunde gemacht worden (Aaregranit).
- Milchquarz: Selten und vor allem nur im unteren Teil des Tales zu finden.
- Phenakit: Ein Einzelfund aus dem Jahre 1950 stammt aus dem Aaregranit, Gösse: 23mm.
- Prehnit: Aus dem Giuvsyenit im oberen Fellital.
- Pyrit: Meist oberflächlich angerostet.
- Quarz: Quarz im Normalhabitus ist vor allem in den tieferen Lagen des Tals zu finden. Im Dauphinéehabitus sogar nur unten im Tal aus einer aplitischen Zone. Selten sind auch Einschlüsse von Anhydritnadeln zu beobachten.
- Rauchquarz: Im Normalhabitus und oft mit hervorragendem Glanz. Zu finden sind auch Rauchquarz mit Rutileinschlüssen oder mit durch Calcit ausgelöste Wachstumsbehinderungen. Selten sind auch Einschlüsse von Anhydritnadeln zu beobachten. Eine grosse Kluft brachte ca. 700 Einzelkristalle (bis 11cm) zum Vorschein. Einzelne Quarze waren dabei in der Längsachse bis zu 2° gedreht (gleiches konnte auch an einem Morionfund im Grimselgebiet beobachtet werden, aber mit geringerer Drehung).
- Rosafluorit: Oktaedrisch, himbeerrot, selten bis tiefrot. Oft matt und angeäzt.
- Rutil: Selten, einmalig als Kranzverwachsung auf Hämatit.
- Scheelit: Konnte im Giuvsyenit mehrmals gefunden werden. Fahl, beige, unauffällig, teils zusammen mit Calcit.
- Skolezit: Pseudotetragonale Nadeln, lockerstrahlig aggregiert, weiss, gräulich, manchmal als Überzüge auf dem Quarz.
- Stilbit: Garbenförmig, kugelig, weiss, manchmal durch Rost gelb verfärbt, auch rasenförmige Überzüge.
- Titanit: Abgeflacht und zugespitzt, meist verzwillingt, manchmal an den Enden rot gefärbt. Eher im Giuvsyenit als im Aaregranit zu finden.
- Wulfenit: Klein, als Sekundärkristallisation von Galenit.
049_UR / Fellital, Bristenstock, Ruchen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 694800 / 175520
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 56
Südlich des Bristen(stock).
- Hämatit:
- Quarz: Mit Hämatit belegt.
050_UR / Fellital, Fellinental, Bächenstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691920 / 170450
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 52 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 76
Dieser Berggipfel steht im oberen Fellital, nordöstlich des Rienzenstock. Zahlreiche Klüfte wurden hier am Südgrat des Ostgrates ausgebeutet. Obwohl das Gebiet stark abgesucht ist, gelang dem Strahler Frank Woldert 1997 dank hartnäckigem und ausdauerndem Suchen ein guter Fund von Rauchquarz und Gwindel auf einer Höhe von ca. 2700 m ü. M. Die Kluft konnte mehr zufällig, nach dem Wegräumen von Schuttmaterial gefunden werden.
- Adular:
- Albit:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chabasit: Klein.
- Chlorit:
- Eisenrose:
- Epidot:
- Fluorit: In Oktaedern, grün, rosarot, blau.
- Galenit: Aus der Kluft 'Woldert', 6 x 4 x 4 cm gross, zusammen mit Rauchquarz und bedeckt von grauem Cerussit.
- Hämatit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rauchquarz: Lichte Erscheinung.
- Stilbit: Gelb.
- Titanit:
- Wulfenit: Aus der Kluft 'Woldert', klein, gelblich.
051_UR / Fellital, Fellinental, Bächenstock (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691920 / 170450
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 191-192
Definition nach Ashcroft: Südlichster Gipfel der mit Bächistöcke genannten Bergkette. Der Felsgrat liegt zwischen dem Fellital und dem Reusstal. Der Gipfel liegt wenig nördlich der Rientallücke. Das unter 'Bächenstock' genannte Fundgebiet liegt liegt auf der Ostseite des Bächenstocks sowie an dem ins Fellital hinunterfallenden Ostgrat. Die meisten Funde sind auf der Nordseite des Ostgrates gelungen. Peter Amacher zeigt in seinem Buch auf Seite 191 einen Kartenausschnitt mit den eingezeichneten Positionen der Klüfte. Beschrieben werden 2 Klüfte:
Kluft 1: (1928). Auf der Nordseite des Ostgrates.
Kluft 2: In den nördlichen Felsen des Bächenstocks, Haldenfund.
- Galenit: Kluft 2, resp. Haldenfund.
- Rauchquarz: Kluft 1.
052_UR / Fellital, Fellinental, Fedenlücke, Federlücke, Aelplilücke
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 694520 / 171300
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 54
Übergang vom Fellital ins Val Val.
- Adular:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Gwindel:
- Hämatit:
- Quarz: Mit Anhydritröhren.
- Rauchquarz:
- Zeolithe:
053_UR / Fellital, Fellinental, Fedenstock, Federstock (nach Ashcroft), Piz Sumval, Hinter dem Turm
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 694470 / 171520
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 206-207
Definition nach Ashcroft: Nördlichster Gipfel des Berggrates zwischen der Fellilücke und der Gammertallücke, auf der Ostseite zuoberst im Fellital. Die guten Fundstellen liegen auf der West- und Nordwestseite des Berges. Diese sind stark verwittert und von Geröllhalden bedeckt. Der Fedenstock wird von den Tavetschern auch Piz Sumval genannt. Amacher Peter zeigt in seinem Buch auf Seite 206 ein Bild mit der Position von 3 Klüften am Fedenstock.
Beschrieben werden 5 Klüfte:
Kluft 1: (1923). Die Lage wird mit 'Hinter dem Turm' angegeben.
Kluft 2: (1924). Auf der Westseite, 150 bis 200 Meter unterhalb des Gipfels.
Kluft 3: (1924). Auf der Weseite, nicht unweit unterhalb des Gipfels.
Kluft 4: Ueber die genaue Lage dieser Kluft herrscht Unklarheit.
Kluft 5: (1937). Die Lage wird mit 'Hinter dem Turm' angegeben.
- Adular: Kluft 5.
- Amianth: Kluft 5.
- Apatit: Kluft 5.
- Chabasit: Kluft 1.
- Hämatit: Kluft 3.
- Rauchquarz: Klüfte 1 (hell), 2, 3, 4, 5.
054_UR / Fellital, Fellinental, Fedenstock, Federstock, Piz Sumval, Fedierloch
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 694470 / 171520
Literatur:
- Koenigsberger, Joh., F.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;
1925;
Band 5; Heft 1; Seite 67-124; Über alpine Minerallagerstätten: Mineralklüfte und Differentiation ihrer Paragenese
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 52 etc.
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 208
Im hintersten Val Val, zwischen diesem und dem Fellital befindet sich der Fedenstock. Auf der Südseite liegt die ergiebige Syenitzone. Der Fedenstock wird von den Tavetschern auch Piz Sumval genannt. Koenigsberger beschreibt eine Kluft am Fedenstock wie folgt: Die Hauptkluft ist grösstenteils von Quarzband ausgefüllt, in dessen kleinen Hohlräumen etwas Hämatit auskristallisiert ist. In einem Abstand, etwa 2-5 mal grösser als die Höhe der Kluft, ist das Gestein zersetzt und wird von kleinen, bisweilen sich kreuzenden Rissen durchzogen. In einem derselben findet man z. B. Quarz mit Hämatit, in einem andern nur Hämatit, während ein diesen letzteren kreuzender Riss nur Quarz enthält. Calcit findet sich nur in der grossen Kluft und ist spärlich. Auch Chlorit ist selten. In einer andern Kluft am Fedenstock ist z. B. in einer Kluft Quarz, etwas klarer Albit; in einem Seitenriss viel kleiner Albit, etwas Quarz und an einer Stelle Heulandit. Dies gab beim Losschlagen eine Stufe, deren Paragenese auf beiden Seiten verschieden ist, wie man das auch sonst häufig findet.
- Adular:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Gwindel:
- Hämatit:
- Quarz: Mit Anhydritröhren, gross.
- Rauchquarz:
- Titanit:
- Zeolithe:
055_UR / Fellital, Fellinental, Murmetsbüel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693250 / 171300
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 54
Im hintersten Fellital, westlich unterhalb des Fedenstockes in den Felsen der Umgebung.
- Adular:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Gwindel:
- Hämatit:
- Quarz: Mit Anhydritröhren.
- Rauchquarz:
- Zeolithe:
056_UR / Fellital, Fellinental, Murmetsbüel, Stäfeli (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693250 / 171300
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 191-195
Definition nach Ashcroft: Region nördlich des kleinen Bergsees beim letzten Aufstieg zur Felllücke. Das unter der Bezeichnung 'Murmetsbüel-Stäfeli' vorhandene Fundmaterial wird, beschränkt sich auf das Felsband westlich des Sees. Die Ausdehnung beträgt 400 Meter südlich des Sees und 700 Meter nördlich des Sees. Im ganzen Fundgebiet sind die Felsen stark mit Gras bedeckt. Amacher Peter zeigt in seinem Buch auf Seite 193 ein Bild mit der Position von 2 Klüften. Beschrieben werden 2 Klüfte: Kluft 1: (1923). In den tieferen Felsen, ca. 100 Meter oberhalb der Mauerresten einer alten alten Alphütte.
Kluft 2: (1924). Etwas nördlich der Kluft Nr. 1.
- Hämatit: Klüfte 1, 2.
- Quarz: Klüfte 1, 2.
057_UR / Fellital, Fellinental, Mättenberg, Mettenberg, Mattenberg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 694350 / 174070
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59
Zwischen dem hinteren Fellital und dem Sunnig Wichel.
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Hämatit:
- Quarz:
058_UR / Fellital, Fellinental, Obermatt
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693120 / 172500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 57
Die Angaben im Parker sind relativ ungenau. Der Fundort könnte sich aber in Richtung Fedenstock und Wyssen befinden.
- Rauchquarz: Gross, mit Rutileinschlüssen.
- Rutil:
059_UR / Fellital, Fellinental, Piz Giuv (Westwand), Pez Giuv (Westwand), Schattig Wichel (Westwand)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 695800 / 173000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 78
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
- Weber, Fr.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1948; Band 28; Heft 1; Seite 90-94; Scheelit aus dem Syenit vom Schattig Wichel (Fellital, Uri)
Schattig Wichel ist ein anderer Name für den Piz Giuv 80 Meter unterhalb der Gratlücke, zwischen dem Piz Giuv und dem Rot Wichel, im Giuvsyenit.
- Adular:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit: Prismatisch (hexagonales Prisma 1. Stellung) mit Basispinakoid und teilweise auch noch mit positivem, steilem Rhomboeder.
- Chlorit:
- Epidot:
- Faujasit: Fluorit, welcher irrtümlich als Fluorit (siehe dort) bestimmt wurde.
- Fluorit: Auf dem Bleiglanzkristall finden sich ferner noch kleinste Fluorit-Oktaederchen aufgewachsen, von 0.1, max. 1 mm Kantenlänge, grau bis hell grünlich und violett, teils einzeln und teils zu kleinen Häufchen aggregiert; in ihrer Ausbildung und ihrem z.T. "zeolithartigen" Auftreten erinnern sie an das Vorkommen von Flussspat in der nahen Lücke zwischen Piz Giuf und Rotem Wichel. Dieser Fluorit wurde seinerzeit (1902) als Faujasit angegeben. Leider konnte diese Fehldiagnose erst 40 Jahre später festgestellt und berichtigt werden, womit zugleich auch die irrtümliche Meinung korrigiert wurde, das Fehlen von Fluorit sei für die Mineralklüfte des Syenit charakteristisch gegenüber denen im Granit.
- Galenit: Von etwelchem paragenetischem Interesse ist, dass ganz in der Nähe dieser Scheelitfundstelle in der Schattig Wichel-Wand von J. M. Indergand ungefähr zur gleichen Zeit ein einzelner Galenitkristall mit Wulfenit angetroffen wurde - ein ebenfalls Unikum gebliebener Fund aus dem Giufsyenit.
- Quarz:
- Scheelit: Fund 1904, in aussergewöhnlicher Ausbildung, bis 11 mm, farblos-durchsichtig, verzerrt. Als Fundort dieser Scheelitstufe wurde eine Stelle in der Schattig Wichel-Wand angegeben, die etwa 80 m unter der Gratlücke zwischen Piz Giuf und Rotem Wichel liegt, somit schon ziemlich nahe der Nordgrenze des Syenitzuges gegen den Granit. Das Muttergestein der ca. 3\ 4 cm grossen Stufe hat jedoch eher syenitaplitisches als syenitisches Aussehen, soweit die asbestartig verfilzte Byssolithüberkleidung Teile des Kluftgesteins freilässt.
- Titanit:
- Wulfenit: Auf dem Galenit.
060_UR / Fellital, Fellinental, Rientallücke
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692000 / 170240
Literatur:
- Parker, R.L.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1950; Band 30; Heft 1; Seite 192 - 199; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 82
Die Lücke bildet den Übergang vom Riental (ob. Göschenen) ins Fellital.
- Adular:
- Apatit:
- Chlorit:
- Eisenrose: Bis mehrere cm Durchmesser.
- Hämatit: Glänzend.
- Phenakit: Grösster gefundener Kristall: 23 mm lang mit einem Durchmesser von 2.5 mm, nur ein Exemplar, zum Teil chloritisiert. Fund 1949 von Fritz Zeier.
- Quarz:
061_UR / Fellital, Fellinental, Rienzenstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691520 / 170900
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 55,58
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 82
Zwischen dem Fellital und dem Reusstal.
- Rauchquarz:
062_UR / Fellital, Fellinental, Rienzenstock (nach Ashcroft), Murmetsbüelstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691520 / 170900
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 210-211
Definition nach Ashcroft: Ein Gipfel der Bächistöcke zwischen dem Reusstal und dem Fellital gelegen. Ashcroft unterteilt den Berg in Westwand, Norseite des Westgrates, Südwand. Amacher Peter zeigt in seinem Buch auf Seite 209 einen Kartenausschnit mit der Position einer Kluft am Rienzenstock (ein Bild ist auf der Seite 210 zu finden). Beschrieben werden 3 Klüfte:
Kluft 1: (1925). Aus der Westwand, dort wo der Nord- und Westgrat des Gipfels zusammentreffen.
Kluft 2: (1935). Von der Nordseite des Westgrates.
Kluft 3: (1937). Von der Südseite.
- Chlorit: Kluft 3.
- Rauchquarz: Klüfte 1, 2, 3.
063_UR / Fellital, Fellinental, Rot Wichel (Westseite)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 695600 / 172600
Literatur:
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
- Scheelit: Fund 1980, 12 mm, rauhe Oberfläche, farblos-durchsichtig, mehrere parallel verwachsene Subindividuen.
064_UR / Fellital, Fellinental, Rübenerlücke, Ribener Lücke
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691500 / 172520
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 84
Ca. 1 km nördlich des Rienzenstocks liegt dieser Übergang vom Reusstal ins Fellital.
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Hämatit:
- Quarz:
065_UR / Fellital, Fellinental, Schijenstock (Nordwestwand), Schienstock (Nordwestwand) (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692070 / 170020
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 190-191
Definition nach Ashcroft: In der Näher Felllücke. Nördlich des Gipfels liegt die Rientallücke und östlich davon die Fellilücke. Auffällig am Schijenstock ist sein Hahnenkamm-mässiges Aussehen. Ashcroft fasst unter der Bezeichnung 'Schijenstock, Nordwestwand' die Fundstellen auf der Schattenseite des Berges zusammen (zwischen Rientallücke und Vorder Fellilücke). 3 grosse Klüfte liegen in der Nordwestwand. Die Koordinaten zeigen auf den Schjienstock. Beschrieben werden 5 Klüfte:
Kluft 1: (Vor 1914). Die oberste der 3 übereinanderliegenden Klüfte in der Nordwestwand.
Kluft 2: (Vor 1914). Die mittlere der 3 übereinanderliegenden Klüfte in der Nordwestwand.
Kluft 3: (Vor 1914). Die unterste der 3 übereinanderliegenden Klüfte in der Nordwestwand.
Kluft 4: (1926). 10 Meter links der Kluft Nr. 1.
Kluft 5: (1926). Unterhalb der Klüfte 1-3.
- Adular: Kluft 1.
- Chabasit: Klüfte 1, 2, 4.
- Chlorit: Kluft 1.
- Fluorit: Kluft 2 (hellgrün bis farblos), 4 (fast farblos).
- Heulandit: Kluft 2.
- Quarz: Kluft 4.
- Rauchquarz: Klüfte 1, 2, 3.
- Rosafluorit: Kluft 5.
- Stilbit: Klüfte 1 (in grosser Menge), 2 (wenig).
066_UR / Fellital, Fellinental, Schneehühnerstock, Unghürstöckli
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693120 / 169670
Literatur:
- Graeser, Stefan; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1971; Band 51; Heft 2 - 3; Seite 415 - 442; Mineralogisch-geochemische Untersuchungen an Bleiglanz und Zinkblende
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 58,59
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 177
- Worni, Kurt & Roth, Olivier; Schweizer Strahler; 2008; Seite 6-9; Anhydritquarze
Liegt genau nördlich oberhalb dem Oberalpsee und erhebt sich als sehr markanter Berg hervor. Funde stammen unter anderem aus der Ostflanke des Schneehüenerstocks im oberen Fellital (Quarz, Anhydrit). Über das Vorkommen von Hydrocerussit fehlen die näheren Angaben.
- Adular:
- Albit:
- Anglesit:
- Anhydrit: Hohlnadeln bis 1 cm Durchmesser.
- Calcit:
- Cerussit:
- Chlorit:
- Galenit: Grosse Massen, sehr grobspätig, mit Wulfenit überkrustet. Schlecht ausgebildete würfelige Kristalle mit zahlreichen Sekundärminralien wie Cerussit, Anglesit, Wulfenit, Malachit.
- Hydrocerussit: Gemäss Angaben von Nicolas Meisser.
- Malachit:
- Quarz: Bis 20 kg schwere Stufen.
- Wulfenit: Auf dem Galenit, mm-gross, dünn- bis dicktafelig, wachsgelb.
067_UR / Fellital, Fellinental, Standelstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 690820 / 170750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59 Am Grat südwestlich des Rienzenstocks befindet sich der Standelstock.
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:
068_UR / Fellital, Fellinental, Standeltal (nach Ashcroft), Rienzennordgrat
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 690200 / 171200
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 211
Definition nach Ashcroft: Steile Rinne, welche von den Felsen unterhalb des Rienzennordgrates ins Reusstal hinunter zieht. Das Tal beginnt auf ca. 2500 m ü. M., nahe des Standelstäfeli. Der Bach aus dem Tal mündet zwischen Wassen und Göschenen in die Reuss. Beschrieben wird Kluft 1: (1926). Zuoberst im Standeltal. Die Koordinaten zeigen auf Standelstäfeli.
- Rauchquarz: Kluft 1.
069_UR / Fellital, Fellinental, Wyssen, Im Wissen, Wiesenalp
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 694550 / 171020
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 52 etc.
- Steck, Albrecht & Hügi, Theodor; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 2; Seite 257 - 276; Das Auftreten des Molybdänglanzes im westlichen Aarmassiv und Molybdängehalte von Gesteinen der gleichen Region
- Adular:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Molybdänit: Wird von Koenigsberger um 1914 erwähnt.
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Titanit:
- Zeolithe:
070_UR / Gurtnellen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691000 / 177270
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 35 etc.
- Adular:
- Amianth:
- Chlorit:
- Epidot: Beim Schulhaus.
- Quarz: Bei der Mariahilfkapelle (auch Adular und Amiant).
071_UR / Gurtnellen (Dorfkirche)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 690003 / 176997
Literatur:
- Redaktion; Urner Mineralienfreund; 1976; Heft 4; Seite 67
Bei der Kirche Gurtnellen Dorf.
- Prehnit:
072_UR / Gurtnellen (Steinbruch)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691300 / 176400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 35 etc.
Der Steinbruch liegt südöstlich von Gurtnellen auf der gegenüberliegenden Seite dieses Ortes unterhalb des Tag- oder Fellihorns. Der Bruch ist heute kaum mehr als solcher zu erkennen.
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:
073_UR / Gurtnellen, Dangelwald
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691890 / 178000
Literatur:
- Kunz,Ruedi; Urner Mineralienfreund; 2002; Heft 1; Seite 1-4
Der Dangelwald, gegenüber dem Teiftal liegend, gilt unter Strahlern eigentlich als trockenes Gebiet obwohl aus früherer Zeit Funde bekannt waren. 1990 glückte einem Strahler (Ruedi Kunz) ein erneuter Fund. Die Klüfte erreichen eher kleine Ausmasse. Die Koordinaten zeigen auf Dangel.
- Adular:
- Amianth: Bis 4 cm lange Haare.
- Quarz:
074_UR / Gurtnellen, Geissberg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 689750 / 178750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 35
Nordwestlich von Gurtnellen, zwischen diesem Ort und dem Witenstock, befindet sich der steile Geissberg.
- Amianth:
- Epidot:
- Prehnit: In sehr guter Ausbildung.
- Quarz:
075_UR / Gurtnellen, Gornere, Siglisfad
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 687120 / 179110
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 29
Parker weist dieses Gebiet der nachfolgenden Mineraliengruppe zu. Ob allerdings alle diese aufgeführten Mineralien zu finden sind bleibt hier offen.
- Adular:
- Albit:
- Anatas:
- Apatit:
- Brookit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Ilmenit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
076_UR / Gurtnellen, Gorneren
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 686700 / 178600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 255
- Baryt: Derb, in Gängen.
077_UR / Gurtnellen, Pörtlilücke, Börtlilücke
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 695200 / 174920
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59
Südlich des Ruchen (Nähe Bristen(stock)) verläuft ein Grat zum Sunnig Wichel. Ca. in der Mitte davon liegt diese Lücke.
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:
078_UR / Gurtnellen, Reusstal, Meitschligen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692140 / 178260
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 54
Im Reusstal gelegen. Beim Bau der A2, in der Galerie zwischen Meitschligen und dem Teiftal. Detaillierte Angaben über Fundstellen aus den früheren Jahren sieh unter Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal'.
- Adular: Sehr verbreitet, das heisst in ca. 50% aller Klüfte anzutreffen.
- Albit: Überwachsen von Adular.
- Amianth: In mehreren als kleine Risse ausgebildeten Klüften, grün bis schneeweiss, sehr dünnfaserig.
- Asbest: In mehreren als kleine Risse ausgebildeten Klüften, grün bis schneeweiss.
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Galenit:
- Quarz:
079_UR / Gurtnellen, Reusstal, Wiler bei Gurtnellen, Aeschenwald
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 690175 / 174820
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 84
- Gwindel: Recht zahlreich.
080_UR / Gurtnellen, Ried, Langlauital
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693750 / 178800
Literatur:
- Herger, Robert; Urner Mineralienfreund; 2006; Heft 2; Seite 9-10
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 36
Dieses Tal zieht sich von der Reuss bei Vorder-Ried gegen den Bristen hinauf. Ob alle im 'Parker' aufgeführten Mineralien zu finden sind bleibt hier offen. Vor allem im Frühjahr besteht in diesem Tal noch Lawinengefahr.
- Adular:
- Albit:
- Amianth:
- Apatit:
- Brookit: In der Nähe der Einmündung des Langlauibaches in die Reuss: in grossen Stufen mit hervorragender Qualität, bis 2 cm, oft auf Quarz aufgewachsen.
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Fadenquarz:
- Quarz:
- Titanit:
081_UR / Gurtnellen, Ried, Langlauital;(Erzvorkommen)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 178750 / 693850
Literatur:
- Jenni, Jean-Pierre; 1973; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 53; Seite 74; Die Vorkommen von Galenit, Chalkopyrit und Sphalerit des Bristenstocks (Kt. Uri).
Im Langlauital wurde auf 1230 m Höhe ein ganz sehr bescheidenes Erzvorkommen gefunden. Es besteht aus einem 1-2 cm dicken Gänglein, das aus Galenit, Chalkopyrit und Sphalerit besteht. Auch hier scheint die Lagerung des Gängleins scheint konkordant zur Schieferung des Nebengesteins zu sein. Trotzdem diese "Vererzung" sehr stark verwittert ist, liess sich im Felde deutlich erkennen, dass das Erzgänglein beidseits von einer schmalen, grünlichgrauen Chlorit-, bzw. Glimmer-Zone begleitet war, ganz analog wie bei den mächtiger entwickelten Vererzungen dieser Region.
- Chalkopyrit:
- Galenit:
- Sphalerit:
082_UR / Gurtnellen, Ristelli, Gamma (Steinbruch) (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691300 / 176400
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 108
Definition des Steinbruchs 'Ristelli-Gamma' nach Ashcroft: 'Granitsteinbruch in den Felsen, ca. 100 Meter über der Gotthardstrasse gegenüber Gurtnellen'. Hier wurden zu unterschiedlichen Zeiten immer wieder Klüfte geöffnet. Auf der Karte existiert unter den aufgeführten Koordinaten eine Lokalität mit der Bezeichnung 'Steinbruch'.
- Chlorit:
- Quarz:
- Rosafluorit:
083_UR / Gurtnellen, Schönibrücke, Schönisteinbruch
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691400 / 176400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 58
Evtl. handelt es sich hier um den alten Steinbruch zwischen Gurtnellen und Wiler.
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
- Hämatit: In kleinen Rosetten, auch auf dem Quarz aufliegend.
- Muskovit:
- Quarz: Klar.
084_UR / Gurtnellen, Schönibrücke, Schönisteinbruch (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691400 / 176400
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 217-220
Definition nach Ashcroft: Der Steinbruch liegt am Fusse der Felsen auf der Ostseite der Reuss, wenige Meter oberhalb der Schönibrücke. Das Gebiet umfasst den Steinbruch sowie die unmittelbar anliegenden Felsen. Amacher Peter zeigt in seinem Buch auf Seite 219 zwei Bilder mit der Position von 6 Klüften im Schönisteinbruch. Beschrieben werden 6 Klüfte:
Kluft 1: (1934). Direkt in der Wand des Steinbruches. Kluft 2: Kluft 3: Kluft 4: Kluft 5: Kluft 6:
- Adular: Klüfte 1, 3.
- Albit: Klüfte 1, 2, 3, 4, 6.
- Apatit: Kluft 2.
- Chlorit: Klüfte 2, 6.
- Hämatit: Klüfte 1, 2, 3, 4, 5, 6.
- Muskovit: Kluft 3.
- Quarz: Klüfte 1, 2, 4, 5, 6.
- Titanit: Kluft 1.
085_UR / Gurtnellen, Sunnig Wichel, Sonnig Wichel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 695150 / 174250
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59
Nördlich des Schattig Wichel und südlich des Bristen(stock).
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:
086_UR / Gurtnellen, Teiftal, Tieflauital
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693150 / 178200
Literatur:
- Gisler,K.; Urner Mineralienfreund; 1989; Heft 4; Seite 64
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 24 etc.
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 308
Dieses Tal mündet bei Meitschligen (zwischen Gurtnellen und Ried) vom Bristen herkommend in die Reuss ein. In der rechten Talflanke. Aus dem oberen Teiftal.
- Adular:
- Amianth:
- Prehnit:
- Quarz:
087_UR / Gurtnellen, Wilerflüe (unterhalb)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691130 / 175450
Literatur:
- Huttenlocher, H., Hügi, Th., Nowacki, W.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1954; Band 34; Heft 2; Seite 501 - 504; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz; Röntgenographische und spektrographische Untersuchungen an Bazzit
- Parker, R.L. / Quervain, F. de / Weber, F.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1939; Band 19; Heft 2; Seite 293-306; Über einige neue und seltene Mineralien der Schweizeralpen
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 70
Im Walde unter den Wilerflühen östlich der Bahnstation Gurtnellen. Siehe auch unter Witenalpkehle.
- Bazzit:
088_UR / Intschi, Hinterer Riederwald, Hinterried, Dorregg, Schwynkehle, Schwinkehle, Schweinkehle, Schwein Kähle, Schwinkehli (nach Ascroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692850 / 178650
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 113
Definition nach Ashcroft: Lange Rinne, die von den Häusern im Hinterried zum Dorregg hochzieht. Die Kehle endet oben zwischen dem Punkt 1968 und der Lichtung Schniderplätz. Das Fundgebiet Schweinskehle erstreckt sich beidseitig auf die ganze Länge der Rinne. Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 69 und 114 Bilder mit eingezeichneten Fundstellen im Riederwald. Erwähnt werden 2 Klüfte (10 Meter auseinanderliegend).
- Adular: Kluft 1.
- Chlorit: Kluft 1 und 2.
- Quarz: Kluft 1 und 2.
- Titanit: Kluft 1 und 2.
089_UR / Intschi, Hinterer Riederwald, Schwynkehle, Schwinkehle, Schweinkehle, Schwinkehli, Schwein Kähle
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692850 / 178650
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 35
- Parker, R.L. & Quervain, F. de & Weber, F.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1939; Band 19; Heft 2; Seite 293-306; Über einige neue und seltene Mineralien der Schweizeralpen
- Stalder, Hans Anton & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Diese Lokalität liegt am westlichen Ausläufer des Bristen, zwischen dem Teiftal und Hinter-Ried. Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralen vorhanden. Weitere Informationen überdiese Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Ein Eintrag Schweinkehle fehlt auf der Karte. Die Lokalität befindet sich etwas westlich des Schniderplätz auf ca. 1050 m ü. M. Erstfund für die Alpen 1916 (wurde aber erst 1937 als Allanit erkannt). Die Stufe befindet sich in der berühmten Ashcroft-Sammlung.
- Adular:
- Albit:
- Allanit-(Ce): 0.7 mm, flachprismatisch, schwarzbraun. Immer zusammen mit Titanit, für die Schweiz erstmals hier im Jahre 1925 gefunden, bis mehrere mm gross, dunkelbraun, schindelförmig.
Parker, 1939: In einer schon 1916 von Franz Indergand ausgebeuteten Kluft in einem ziemlich feldspatreichen granodioritischen feinkörnigen Hornblendegestein in der Schwinkehle überm Ried ob Amsteg (W-Fuss des Bristenstocks) wurden bei erneuter Durchsuchung des Fundmaterials in 1937 eine Anzahl Stufen angetroffen, die ausser dem von früher her bekannten Titanit etwas Quarz und Chlorit, auch schwarze Kristallenen in kleinen Mengen und äusserst kleinen Individuen tragen. Die Untersuchungen ergaben, dass es sich um Orthit handelt. Als Zerrkluftmineral ist Orthit merkwürdigerweise nie gemeldet worden, so dass das hier beschriebene Vorkommen wohl als erstes Beispiel dieser Art zu gelten hat.
- Chlorit:
- Epidot:
- Orthit: Siehe unter Allanit-(Ce).
- Quarz:
- Titanit: Klein, glänzend, flächenreich, braun, Penetrationszwillinge.
090_UR / Intschi, Intschi Wald (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692350 / 179750
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 36-56
Definition der Lokalität 'Intschi Wald' nach Ashcroft: 'Dieser Wald liegt über den Felsen der nordwestlichen Seite des Reusstals, über dem Weiler Intschi. Die Definition für die Fundortbezeichnung 'Intschi Wald' lautete nach Ashcroft: Der Intschi Wald wird im Süden durch den Intschialpbach, im Norden durch den Leutschachbach begrenzt. Die Untergrenze liegt bei den obersten Häusern von Intschi. Die obere Grenze verläuft auf 960 Meter.' Beschrieben werden 3 Klüfte:
Kluft 1: (1930). Diese Kluft liegt am Weg, welcher gleich hinter dem Restaurant Schäfli beginnt und dann links gegen den Wasserfall abbiegt.
Kluft 2: (1930). Die Lage der Kluft ist nicht ganz klar. Der Finder erklärt, dass die Fundstelle im Intschi Wald, mehr als 40 Meter nordwärts des Wasserfalls, liege. Ashcroft meint, dass sich die Kluft gleich an der Oberkante des Tobels befindet.
Kluft 3: (ca. 1930). Diese Kluft liegt am Weg von Intschi zum Wasserfall, nahe der Kluft 1.
- Albit: Klüfte 2, 3.
- Anatas: Kluft 3.
- Brookit: Klüfte 1, 2.
- Pyrit: Kluft 3 (verwittert).
- Quarz: Klüfte 1 (nur wenig), 3.
091_UR / Intschi, Intschialpbach
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692150 / 179420
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 28
Der Bach fliesst von der östlichen Seite her bei der Ortschaft Intschi in die Reuss.
- Albit:
- Anatas:
- Apatit: In hervorragender Qualität und schönen Stufen, rosafarbig, bis 4 cm Durchmesser.
- Brookit: Hervorragende Stufen.
- Chlorit:
- Quarz:
- Rutil:
- Titanit:
092_UR / Intschi, Intschialpbach-Tobel (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692350 / 179350
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 36-56
Klüfte auf der Westseite der Reuss (nach Ashcrofts Aufzählung).
Definition der Lokalität 'Intschialpbach-Tobel' nach Ashcroft: 'Unter Intschialpbach-Tobel versteht man die Schlucht in den Hängen von Intschi, durch welche der Intschialpbach, der Wasserfall vom Intschialptal her, in die Reuss einmündet. Diese Schlucht ist fast 2.5 km lang und erstreckt sich von den Felsklippen an der Reuss bis auf rund 1400 m ü. M. Das Tobel ist stellenweise sehr eng, mit steilen, teils bewaldeten Flanken. Als Intschitobel versteht man die Fundstellen in den Felsen auf der linken Seite der Reuss (zwischen Reuss und Bahnlinie). Die rechte Seite der Reuss wird als Riedertobel bezeichnet.' Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 36, 38, 41, 56 und 57 Bilder mit den eingezeichneten Fundstellen des Intschialpbach-Tobels.
Beschrieben werden 13 Klüfte:
Kluft 1: (ca. 1921). An der Felswand beim nördlichen Ende der Strassenbrücke, welche über den Intschialpbach führt, ca. 1 Meter über dem Strassenniveau (die Fundortangabe ist fragwürdig).
Kluft 2: (1924). Auf der Südseite des Intschialpbachtobels, etwa 30 Meter höher als die Strasse (mehrer Klüfte).
Kluft 3: (ca. 1924). Die Angabe 'unterhalb der Eisenbahnbrücke' dürfte nicht stimmen. Wahrscheinlicher ist der Intschitobel.
Kluft 4: (1925). Einige Meter von der Strassenbrücke entfernt.
Kluft 5: (Jahr?). Etwa 100 bis 150 Meter über der Strassenbrücke trifft man auf einen ca. 30 Meter hohen Wasserfall. Die Kluft liegt neben dem Wasserfall, auf der Nordseite des Tobels in einer ca. 15 Meter hohen Felswand.
Kluft 6: (1930/31). Die genaue Lage ist nicht bekannt. Beschrieben wird sie als zwischen der Kluft 5 und der Gotthardstrasse auf der Nordseite des Tobels liegend.
Kluft 7: (ca. 1930). Diese Kluft liegt höher als die andern. Es handelt sich um die Felsklippen vis à vis des Graggerberges, auf der Nordseite des Intschialbaches, auf 1200 m ü. M.
Kluft 8: (1930). Diese Kluft liegt 2-3 Meter über der Kluft 5, in der Nähe des Wasserfalls. Von hier stammen die wohl besten Apatite aus dieser Gegend.
Kluft 9: (1931). In der Liegenschaft Dittli, etwa 40 Meter oberhalb des Wasserfalls, im Gut Breitensteg, Intschialpbach (Angaben von Ashcroft, ca.1931). Es handelt sich dabei um die Waldlichtung, die sich über dem Wasserfall, auf der Südseite der Schlucht, befindet.
Kluft 10: (Jahr?). Auf der Nordseite des Tobels, ungefähr vis à vis der Kluft Nummer 4, ca. 5-7 Meter über dem Bach.
Kluft 11: (1936). Die Kluft liegt auf der linken Talseite auf derselben Höhe, wo der Wasserfall beginnt.
Kluft 12: (1936). Hoch oben im Tobel auf der rechten Seite auf Boden, der zum Heimwesen Breitensteg gehört.
Kluft 13: (1936). Die Kluft liegt gleich neben dem Wasserfall, auf der linken Talseite.
- Albit: Klüfte 1, 2 (wenig), 3, 4, 5, 6, 7, 9, 10, 13.
- Anatas: Klüfte 5, 6, 7, 10, 12.
- Apatit: Klüfte 4, 5, 8, 9.
- Brookit: Klüfte 1, 2 (wenig), 3, 4, 5, 10.
- Calcit: Kluft 2.
- Chlorit: Klüfte 2, 7, 10.
- Psilomelan: Kluft 5?.
- Pyrit: Klüfte 2 (derb), 3 (verwittert), 5, 6 (angewittert).
- Quarz: Klüfte 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13.
- Rutil: Kluft 5.
093_UR / Intschi, Intschialpbachtobel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen,
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'.
Koordinaten ca.: 692400 / 179350: - Adular: - Albit: - Brookit: - Goethit: - Pyrit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692180 / 179350: - Albit: - Brookit: - Calcit: - Chlorit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692080 / 179450: - Albit: - Anatas: - Apatit: - Brookit: - Goethit: - Pyrit: - Pyrrhotin: - Quarz: - Rutil:
Koordinaten ca.: 692180 / 179400: - Albit: - Anatas: - Pyrit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 691880 / 179450: - Anatas: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692080 / 179450: - Apatit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692000 / 179400: - Albit: - Apatit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692230 / 179380: - Albit: - Anatas: - Brookit: - Chlorit: - Monazit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692100 / 179500: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692030 / 179440: - Albit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 691600 / 179550: - Adular: - Albit: - Anatas:- Chlorit: - Quarz:
094_UR / Intschi, Intschitobel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692450 / 179300
Literatur:
- Jenni, Jean-Pierre; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 2; Seite 277 - 290; Über das Pickeringit-Vorkommen von Intschi bei Amsteg (Kt. Uri)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 28
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 281,303
Vor allem am linken Ufer der Reuss, bei der Ortschaft Intschi, sind viele und gute Funde gemacht worden.
- Albit:
- Apatit: Sehr schön, gross und flächenreich, rosa - lilafarbig.
- Chalkanthit:
- Chlorit:
- Gips: Gelegentlich als sekundäre Bildung.
- Goethit: Pseudomorph nach Magnetkies und Siderit (Ankerit?).
- Ilmenit:
- Monazit: Gelborange, scharfkantig, durchsichtig, bis 2 mm und auch etwas grösser (Stalder, Sicher, 1978).
- Pickeringit: Aus einer alten Alaungrube, welche in den Jahren 1764 bis 1778 betrieben wurde, Ausblühungen aus pyrithaltigen Sericitschiefern, weisse Kriställchen, locker aggregiert, auch haarig-filzige Rasen sowie verdickte Krusten, noch heute (1999) kann wenig über der Kantonsstrasse noch Pickeringit, teilweise mit Chalkanthit vermischt, gefunden werden (1999). Von der alten Anlage, durch deren Gebiet heute die Kantonsstrasse sowie die Gotthardbahn führt, ist wenig mehr zu sehen. Etwa 10 m über der Strasse (Koord. 692.125/179.125) befindet sich ein letzter begehbarer Teil des früheren Untertagebaues. Grosse Teile des Raumes sind völlig eingestürzt, zahlreiche Holzstempel, die das äusserst gebräche Gestein abstützen sind geknickt.
Pickingerit-Proben:
- vom rechten Reussufer unterhalb dem Südportal des Ried-Autobahntunnels, Koord. 179.295/690.600, 600 m ü. M.
- vom Bristenstäfeli 100 m östl. der Alphütten, Koord. 179.450/695.075, 1550 m ü.M.
- von der Alaun-Grube unterhalb ihrem Eingang, Koord. 179.125/ 692.150, 670 mü. M.
- Pyrit:
- Quarz:
- Titanit:
095_UR / Intschi, Intschitobel (nach Ashcroft), Spitzacher, Nasse Platten
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692450 / 179300
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 81-94
Definition der Lokalität 'Intschitobel' nach Ashcroft: 'Die Bezeichnung gilt nur noch für Klüfte in den Felsen auf der linken Seite der Reuss. Die Abgrenzung ist wie folgt definiert:
- südlich: Linie über die Mitte des Bahntunnels (654 m ü. M.) und quer über die Reuss.
- gegen unten: Quer durch die Reuss und die Mitte des Bahntunnels bei Punkt 633.'
Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 82 und 84 Bilder mit eingezeichneten Fundstellen im Intschitobel. Weitere Lokalnamen bei Intschi:
- Spitzacher: Heimwesen auf der Terasse von Intschi, südlich des Leutschachbaches.
- Kabelhaus Nr. 23 M.: Kleines Gebäude am Rande der Felsklippen direkt an der Bahnlinie.
- Nasse Platten: Felswand nördlich des Kabelhauses gegen die Reuss hin.
- Fruttligaden: Kleiner Stall, der direkt auf den Klippen des Tobels, südlich des Intschialpbach-Tobels steht (zwischen Bahnlinie und Strasse).
- Graggenhofstatt: Liegenschaft, welche zwischen der Bahnlinie und der äusseren Felskante zum Tobel beim Nordportal des Tunnels (645 m ü. M.) steht.
Beschrieben werden 20 Klüfte:
Kluft 1: (ca. 1925). In den stark bewaldeten Felsen unterhalb des Heimwesens Spitzacher, ca. 30 Meter südlich des Leutschachbaches.
Kluft 2a: Hoch oben in den Felsen der Nassen Platten, vermutlich in den ständig feuchten Felswänden, die sich unterhalb der Liegenschaft von Ambroz Zurfluh befinden.
Kluft 2b: wie Kluft 2a.
Kluft 3a - 3g: Intschitobel, in der ca. 100 Meter hohen Felswand direkt unter dem Fruttligaden. Die Klüfte liegen übereinander.
Kluft 3a: Unmittelbar an der Reuss.
Kluft 3b: Etwas höher als Kluft 3 a.
Kluft 3c: Noch etwas höher als Kluft 3b.
Kluft 3d: Noch höher als Kluft 3c.
Kluft 3e:
Kluft 3f: Ganz unten an der Reuss, direkt am Bachbett.
Kluft 3g: Anschliessend an Kluft 3b. Kluft 3h: (1935/1936). Im tieferen Teil der Felsen unterhalb des Fruttligadens.
Kluft 3i: In unmittelbarer Nähe von Kluft 3h.
Kluft 3k: (1935/1936). In den Felsen unterhalb des Fruttligadens, etwas über der Kluft 3d.
Kluft 3m: (1935/1936). Wenige Meter unterhalb der Felsoberkante beim Fruttligaden.
Kluft 3n: Fruttli, nördlich des Baches, Intschi Tobel (Angaben des Strahlers) entspricht der Felswand, nördlich der unter 3 beschriebenen Klüfte.
Kluft 4: Kleine Rinne, die ca. 200 Meter reussaufwärts vom Intschialpbach-Tobel gegen die Reuss abfällt. Die Kluft liegt ca. 70 Meter über der Reuss.
Kluft 6: Diese befindet sich hoch in den Felsen, etwas südlich der Kluft 2a und 2b (Nasse Platten).
Kluft 7: Sie liegt auf den Felsen südwestlich der Graggerhofstatt.
Kluft 8: (1937). In den Felsen direkt unter der Nassen Platte, ca. 10 Meter über der Reuss.
Kluft 9: Sie liegt praktisch im Reussbett, direkt unter der Nassen Platte.
Kluft 10: Direkt unter dem Kabelhaus 23 M.
- Albit: Klüfte 1, 2a, 2b, 3b, 3c, 3e, 3g, 3h, 3i, 3m, 3n, 4, 6, 8, 9.
- Apatit: Klüfte 2a, 3b, 3c, 3e, 3h, 3n, 4, 6, 8, 9.
- Brookit: Klüfte 1, 2b.
- Calcit: Kluft 3g.
- Chlorit: Klüfte 2a, 3a, 3c, 3e, 3g, 3k (wurmartig, mehr als 1 cm gross, stark zersetzt), 3n, 6, 8.
- Gips: Kluft 3i.
- Ilmenit: Klüfte 3c, 4.- Pyrit: Klüfte 3c, 3e (verwittert), 3f (als einziges Mineral dieser Kluft?)
- Quarz: Klüfte 1, 3a, 3b, 3c, 3d, 3e, 3h, 3i, 3m (mit eingeschlossenem Rutil), 3n, 4, 6, 7, 8, 9.
- Rutil: Klüfte 3d, 3m (im Quarz eingewachsen), 8.
096_UR / Intschi, Intschiwald
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen,
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'.
Koordinaten ca.: 692250 / 179450: - Brookit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692250 / 179500: - Albit: - Anatas: - Pyrit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692050 / 179500: - Adular: - Albit: - Brookit: - Rutil:
Koordinaten ca.: 692030 / 179300: - Albit: - Anatas: - Brookit: - Chlorit: - Quarz: - Rutil:
097_UR / Intschi, Meitschligen (Nationalstrasse)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692250 / 178400
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Die Koordinaten zeigen genau auf den Fundort.
- Adular:
- Albit:
- Amianth:
- Quarz:
- Titanit:
098_UR / Intschi, Meitschligen (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692140 / 178270
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 95
Definition der Lokalität 'Meitschligen' nach Ashcroft: 'So nennt man die unmittelbare Umgebung der Strassenbrücke über die Reuss, südlich von Intschi, mit einigen Häusern rechts über dem Bach. Von der Reuss hoch erstreckt sich eine stark bewaldete Flanke, in der unten an der Reuss Felsen von nicht allzugrosser Höhe auftreten. Das Fundgebiet erstreckt sich von der Brücke je 200 Meter bauchaufwärts und bachabwärts und wird gegen die Flanke hoch durch die Oberkante der Felsen begrenzt'. Dies entspricht heute der Höhe der Kantonsstrasse und der Strasse zum Ried. Beschrieben wird Kluft 1: Sie liegt auf der rechten Seite der Reuss etwas unterhalb der Brücke.
- Adular: Kluft 1.
- Amianth: Kluft 1.
- Quarz: Kluft 1.
099_UR / Intschi, Meitschligen, Breitental
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691750 / 178550
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'.
- Chlorit:
- Quarz:
- Titanit:
100_UR / Intschi, Meitschligen, Breitental (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691890 / 178000
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 60-61
Definition der Lokalität 'Breitental' nach Ashcroft: 'Steile, bewaldete Rinne, die sich auf der Westseite der Reuss, zwischen den Häusergruppen von Dangel und dem Fruttli hinunterzieht. Das Ende liegt ungefähr bei der Meitschligen Brücke.' Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 60 ein Bild mit der eingezeichneten Fundstelle im Breitental. Die Koordinaten zeigen auf Dangel. Beschrieben wird Kluft 1: (1926). In einer kleinen Felswand auf der Südseite der Rinne, in einem stark bewaldeten Bereich. Die Kluft liegt ca. 2 Meter höher als die Stromleitung'.
- Chlorit: Kluft 1.
- Quarz: Kluft 1.
- Titanit: Kluft 1.
101_UR / Intschi, Meitschligen, Brüntlifluh (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692140 / 178270
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 109
Definition nach Ashcroft: Lokalname der Felsen oberhalb der Riedstrasse zwischen Meitschligen und Teiftal. Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 109 ein Bild mit einer eingezeichneten Fundstelle in der Brüntlifluh.Die Koordinaten zeigen auf Meitschligen. Beschrieben wird eine Kluft: Kluft 1: (1935 oder 1936).
- Adular:
- Amianth:
- Chlorit:
- Quarz:
- Titanit:
102_UR / Intschi, Meitschligen, Brüntlifluh (oben)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692140 / 178270
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Ein Eintrag 'Brüntlifluh' konnte auf der Karte nicht gefunden werden. Die Koordinaten zeigen auf Meitschligen.
- Quarz:
103_UR / Intschi, Meitschligen, Brüntlifluh (unten)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692140 / 178270
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Ein Eintrag 'Brüntlifluh' konnte auf der Karte nicht gefunden werden. Die Koordinaten zeigen auf Meitschligen.
- Adular:
- Amianth:
104_UR / Intschi, Meitschligen, Dangel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691750 / 178050
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 35
Die Lokalität liegt nordöstlich von Gurtnellen, nur wenige Meter oberhalb der Bahnlinie.
- Adular:
- Amianth:
- Chlorit:
- Quarz:
105_UR / Intschi, Meitschligen, Dangel (nach Ashcroft), Dangelflüh
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691750 / 178050
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 61
Definition der Lokalität 'Dangel' nach Ashcroft: 'Kleine Häusergruppe, westlich der Reuss, ca. 200-300 Meter südlich der Meitschligen Brücke. Die Felsen über den Häusern werden als Dangelflühe genannt. Das Fundgebiet erstreckt sich hier bis auf 1000 m ü. M.' Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 61 ein Bild mit den eingezeichneten Fundstellen im Dangel. Beschrieben werden 2 Klüfte:
Kluft 1: (ca. 1930). Ca. 100 Meter über der langgestreckten Waldlichtung, welcher sich vom ersten Teil des Weges zum Dangel über die SBB-Linie hochzieht.
Kluft 2: (ca. 1930). Wenige Meter oberhalb der Kluft 1.
- Amianth: Kluft 2.
- Chlorit: Kluft 1.
- Quarz: Klüfte 1, 2.
106_UR / Intschi, Meitschligen, Dangelflühe
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 691600 / 178050
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3 Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Vermutlich handelt es sich hier um die Fluh oberhalb von Dangel, zwischen Intschi und Gurtnellen.
- Amianth:
- Chlorit:
- Quarz:
107_UR / Intschi, Meitschligen, Hinter Riederwald 01
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693100 / 178770
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'.
- Adular:
- Allanit:
- Chlorit:
- Quarz:
- Titanit:
108_UR / Intschi, Meitschligen, Hinter Riederwald 02
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693100 / 178830
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'.
- Adular:
- Albit:
- Amianth:
- Epidot:
109_UR / Intschi, Meitschligen, Stotzig Wald
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692550 / 178050
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Die Koordinaten zeigen genau auf den Fundort.
- Amianth:
- Epidot:
- Quarz:
110_UR / Intschi, Meitschligen, Unterhalb Brücke
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692030 / 178350
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'.
- Adular:
- Amianth:
- Quarz:
111_UR / Intschi, Meitschligen, Vreniberg, Freniberg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692550 / 177850
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Die Koordinaten zeigen genau auf den Fundort.
- Amianth:
- Epidot:
- Quarz:
112_UR / Intschi, Meitschligen, Vreniberg, Freniberg (nach Ashcroft), Horrenbächli
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692550 / 177850
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 107-108
Definition der Lokalität 'Vreniberg' nach Ashcroft: 'Name für eine kleine Häusergruppe auf der bewirtschafteten Terrassen über den bewaldeten Felsen oberhalb von Meitschligen, ca. auf 1200 m ü. M. Das Gelände ist sehr steil und die Klüfte sind im Wald zu suchen. Das Fundgebiet erstreckt sich in einem Radius von ca. 250 Meter um die Gebäude'. Beschrieben werden 2 Klüfte:
Kluft 1: (1925). Ca. 140 - 150 Meter vom südlichsten Gebäude entfernt im Wald, ca. 70 Meter unter der Felsoberkante, südwestlich des genannten Hauses.
Kluft 2: (1936). Unter dem Vreniberg, Horrenbächli.
- Amianth: Kluft 1.
- Epidot: Kluft 2.
- Quarz: Klüfte 1 (korrodiert), 2.
113_UR / Intschi, Meitschligen, Vreniberg, Freniberg I
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692550 / 177920
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 36
Diese Lokalität liegt oberhalb der Reuss, zwischen Ried und Gurtnellen und zwischen dem Teif- und dem Fellital. Parker weist dieses Gebiet der nachfolgenden Mineraliengruppe zu. Ob allerdings alle diese aufgeführten Mineralien zu finden sind bleibt hier offen.
- Adular:
- Albit:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Quarz:
- Titanit:
114_UR / Intschi, Oberrieth, Riederwald, Riether Grub, Knappere;(Erzabbau)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693250 / 178625
Literatur:
- Amacher, Urs; Minaria Helvetica;1995;Heft 15a; Seite 15-38; Mathias Lavater vor der Naturforschenden Gesellschaft 'Von den Metallen überhaupt und den Urnerbergwerken insbesondere (1748)
- Jenni, Jean-Pierre; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 53, Die Vorkommen von Galenit, Chalkopyrit und Zinkblende des Bristenstocks (Kt. Uri), 1973; Seite 40-51
- Jenni, Jean-Pierre; Urner Mineralienfreund; 1971; Heft 1; Seite 8-14
- Jenni, Jean-Pierre; Urner Mineralienfreund; 1970; Heft 3-4; Seite 1-40
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 384 Koordinaten genau.
Die Grube "Knappere" ist im Riederwald auf einem Felsvorsprung in 1100 m Höhe gelegen. Sie befindet sich ca. 250 m östlich des Weges Ried-Schniderblätz. Ein teilweise eingefallener Schacht, sowie der Flurname "Knappere" (vom deutschen Wort Knappe = Bergmann abgeleitet) weisen auf den getätigten Bergbau hin. Es handelt sich bei dieser Grube um das jüngste Werk dieser Gegend und wurde 1744 eröffnet. Die dichte Waldvegetation in diesem Gebiet erschwerte die geologische Arbeit ausserordentlich. Es fehlte ausserdem an guten und über grössere Strecken zusammenhängenden Aufschlüssen. Die Vererzung befindet sich in einer nur wenige m mächtigen Sericit-Gneiszone, die im Norden von feinkörnigem Granit, im Süden von hornblendeführenden Gesteinen, die in einiger Entfernung an Hornblendefelse bzw. fraglichen Syenit anschliessen, begrenzt wird.
- Albit: Als Gangart.
- Biotit: Als Gangart.
- Chalkopyrit: Nebengemengteil. Chalkopyrit tritt nur vereinzelt und in analoger Weise wie der Galenit auf.
- Chlorit: Als Gangart.
- Galenit: Hauptgemengteil. Galenit tritt vorwiegend in xenomorpher Ausbildung und inniger Verwachsung zusammen mit Sphalerit und Chalkopyrit in sulfidreichen Nestern und Lagen auf.
- Granat: Als Gangart in feiner bis allerfeinster Ausbildung.
- Pyrit: Nebengemengteil. Nur in geringen Mengen, fast immer limonitisiert. Der Pyrit tritt stets in Form unregelmässig begrenzter, nur selten idiomorpher Körner auf, die fast immer limonitisiert sind.
- Pyrrhotin: Nebengemengteil. Nur geringe Mengen.
- Quarz: Als Gangart.
- Sphalerit: Hauptgemengteil. Im Erzgestein ca. 50 % Anteil. Sulfidischer Hauptgemengteil ist Sphalerit der etwa die Hälfte der Erzmineralien ausmacht.
- Stannit: Klein, körnig, unregelmässig geformt, bis 0.1 mm, meistens verwachsen mit Sphalerit oder Chalkopyrit (Jenni, 1973). Sehr selten.
- Stilpnomelan: Als Gangart.
- Zirkon: Als Gangart.
115_UR / Intschi, Reusstobel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693155 / 179670
Literatur:
- Kohn, Walter; Schweizer Strahler; 2011; Heft 3; Seite 6 (Bild)
Was mit dem Reusstobel genau gemeint ist, geht aus der Beschreibung nicht hervor. Die Koordinaten zeigen auf die Schlucht unterhalb von Intschi.
- Fadenquarz: Als Gwindel, wasserklar.
- Gwindel: Wurde als Gwindel bezeichnet. Es handelt sich aber 'lediglich' um einen Fadenquarz.
116_UR / Intschi, Rieder Wald (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693900 / 179100
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 113
Definition nach Ashcroft: Der Rieder Wald bereitet sich im tieferen Tal der nordwestlich gerichteten Felsen des Bristenstockes über den Heimwesen im Hinterried aus. Amacher: Ashcroft selbst weiss nicht, wo die Einheimischen die Grenze machen. Er legte sie daher selbst fest. Das Gebiet erstreckt sich vom Langlauibach bis zur Krete vor dem Teiftal, vertikal bis zur Baumgrenze hinauf. Beschrieben wird Kluft 1: (1933/1934). Im tiefer gelegenen Teil des Waldes, am Rande einer kleinen Rinne.
- Albit:
- Epidot:
117_UR / Intschi, Riedertobel (linkes Reusstal)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3 Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Die Koordinaten zeigen genau auf den Fundort.
Koordinaten ca.: 692820 / 179450: - Adular: - Albit: - Brookit: - Goethit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692920 / 179500: - Albit: - Apatit: - Brookit: - Chlorit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692350 / 179250: - Adular: - Albit: - Anatas: - Apatit: - Calcit: - Chlorit: - Gips: - Ilmenit: - Pyrit: - Pyrrhotin: - Quarz: - Rutil:
Koordinaten ca.: 692300 / 179200: - Albit: - Apatit: - Ilmenit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692700 / 179450: - Albit: - Apatit: - Chlorit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692870 / 179450: - Albit: - Apatit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692770 / 179420: - Albit: - Apatit: - Ilmenit: - Quarz: - Rutil:
Koordinaten ca.: 692940 / 179480: - Albit: - Apatit: - Chlorit: - Quarz: - Rutil:
Koordinaten ca.: 692080 / 178900: - Albit:
Koordinaten ca.: 692800 / 179480: - Brookit:
Koordinaten ca.: 692080 / 178900: - Chlorit:
Koordinaten ca.: 692800 / 179480: - Chlorit:
Koordinaten ca.: 692080 / 178900: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692800 / 179480: - Quarz:
118_UR / Intschi, Riedertobel (rechtes Reusstal)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3 Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Die Koordinaten zeigen genau auf den Fundort.
Koordinaten ca.: 692920 / 179420: - Albit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 693030 / 179450: - Adular: - Albit: - Anatas: - Apatit: - Brookit: - Chlorit: - Pyrit:
- Quarz: - Rutil:
Koordinaten ca.: 692500 / 179250: - Albit: - Anatas: - Apatit: - Calcit: - Chlorit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692400 / 179100: - Adular: - Brookit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 693100 / 179450: - Adular: - Albit: - Aragonit: - Calcit: - Chlorit: - Gips: - Quarz:
Koordinaten ca.: 693200 / 179600: - Adular: - Chlorit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 693020 / 179470: - Adular: - Albit: - Anatas: - Brookit: - Chlorit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692850 / 179400: - Albit: - Anatas: - Pyrit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 693080 / 179450: - Adular: - Apatit: - Chlorit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 693020 / 179470: - Adular: - Albit: - Anatas: - Brookit: - Chlorit: - Pyrit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 692850 / 179380: - Albit: - Anatas: - Apatit: - Baryt: - Brookit: - Calcit: - Chlorit: - Galenit: - Quarz: - Rutil:
Koordinaten ca.: 693060 / 179450: - Adular: - Albit: - Anatas: - Apatit: - Brookit: - Calcit: - Chlorit: - Ilmenit: - Pyrit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 694000 / 178250: - Albit: - Apatit: - Quarz:
Koordinaten ca.: 693500 / 179000: - Albit: - Apatit: - Quarz:
119_UR / Intschi, Riedertobel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693250 / 179800
Literatur:
- Gnos, E.; Urner Mineralienfreund; 1991; Heft 4; Seite 9
- Koenigsberger, Joh., F.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1925; Band 5; Heft 1; Seite 94; Über alpine Minerallagerstätten: Mineralklüfte und Differentiation ihrer Paragenese
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 28
Südwestlich von Amsteg liegt die Ortschaft Vorder-Ried. Dort sind am Ufer der Reuss einige Fundpunkte. Spuren eines alten Bergbaus (1890 letzter Versuch) sind ebenfalls in dieser Region zu finden. Koenigsberger: Die sehr ausgiebigen Fundstellen von Brookit im Tobel der Reuss unter dem Ried bestehen aus einem System kleiner Klüfte und Höhlungen, die nur z. T. senkrecht zur Schieferung stehen, z. T., besonders da, wo sie von Quarzband erfüllt sind, fast parallel zur Schieferung verlaufen. In dem Quarzband findet man in kleinen Höhlungen oft Anatas und grünen Chloritsand, sehr viel seltener noch Brookit. Die zwei oder drei Titanoxyde und Albit u. s. w. sind häufig direkt auf dem Gestein in den Klüften senkrecht zur Schieferung auskristallisiert. Die Kluft ist meist sehr niedrig. Quarz- und Albitkristalle sind fast so gross, wie es die Höhe des Raumes erlaubt. Beide Mineralien stehen hier wie sonst auch mit der Richtung grösster Ausdehnung angenähert (mit Abweichung bis zu ca. 25°) senkrecht zur Kluftfläche, auf der sie angewachsen sind. Aus dieser Richtung musste der grösste Zustrom gelöster Moleküle kommen. Die Höhlungen sind bisweilen von derbem, gelbweissem Calcit ausgefüllt, während grüner und brauner Chlorit, Eisenocker sich vorzugsweise in den Höhlungen des Quarzbandes finden. Nicht selten sind Ober- und Unterseite einer Stufe verschieden; auf einer sieht man Albit, Pyrit, auf der anderen Seite Quarz, Calcit, die zwei parallelen, verschiedenartig ausgefüllten Rissen entsprechen. Die beiden Wandungen desselben Risses zeigen dagegen nahezu die gleiche Paragenese.
- Adular: Wenig, sägezähneartig aggregiert.
- Albit: Oft vorhanden.
- Anatas: Schwarz, klein.
- Ankerit:
- Apatit: Ausgesprochen rosa- oder lilafarbig (nicht lichtbeständig), kurzsäulig, assoziiert mit Fadenquarz.
- Aragonit:
- Baryt: J. Königsberger erwähnt nur sehr spärliche Vorkommen von Baryttäfelchen aus dem Riedertobel.
- Brookit: Gross entwickelt, gute Qualität, bis 2 cm, dünntafelig, mit Sanduhrstruktur.
- Calcit: Flachrhomboedrisch.
- Chlorit:
- Fadenquarz:
- Galenit:
- Gips:
- Ilmenit:
- Muskovit: Feinschuppig.
- Quarz: Zum Teil auch grössere Exemplare, vereinzelt mit Eisenhydroxid überzogen.
- Rutil:
- Silber: In unregelmässig vorhandenen Erzgängen.
- Sphalerit: Selten.
- Zepterquarz: Am unteren Teil des Riedertobels, wobei die 1. Generation überdeckt ist von kleinsten Ankeritkriställchen und dadurch fast eine Schicht bildet.
120_UR / Intschi, Schneckenhalde, Langlauibach, Unter der Höchi, Langlauibachfall, Riedertobel (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693500 / 179000
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 62-81
Definition der Fundregion 'Riedertobel' nach Ashcroft: 'Es handelt sich hier um den rechten Teil der Reusschlucht, begrenzt durch:
- reussaufwärts durch die Linie, welche quer durch die Reuss und durch die Mitte des SBB-Tunnels (auf 654 m ü. M.) geht,
- bachabwärts bei der SBB-Brücke über das Riedertobel (609 m ü. M.),
- gegen unten durch die Reuss,
- gegen oben durch die Oberkante der Felsen unterhalb dem Ried.'
Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 63 ein Bild mit den eingezeichneten Fundstellen in den Felsen des Riedertobels.
Weitere frühere Lokalnamen für Mineralienfunde:
- Schneckenhalde: Flanke bei den Heuschobern über den Felsen des Tobels, auf der Nordseite des Langlauibaches unterhalb der Kapelle.
- Langlauibach: Lawinental zwischen Vorder- und Hinterried.
- Langlauibachfall: Wasserfall des Langlauibaches, der über die Felsen in die Reuss fliesst.
- Unter der Höchi: Rutschgebiet in den bewaldeten Felsköpfen des Riedertobels, etwas bachabwärts gegenüber der Intschialpbachmündung in die Reuss.
Beschrieben werden 19 Klüfte:
Kluft 1: (ca. 1921). An der Reuss, ca. 10 Meter über dem Wasser, ca. 75 Meter oberhalb der Intschialpbachmündung.
Kluft 2: (ca. 1922). In den Felsen, ca. 30 Meter über dem Wasser und ca. 40 Meter südlich des Langlauibachfalls.
Kluft 3: (ca. 1921). 20 Meter höher und 20 Meter bachaufwärts als Kluft Nummer 2.
Kluft 4: (ca. 1921). 20 Meter höher und 20 Meter bachaufwärts als Kluft Nummer 2.
Kluft 5: (ca. 1925). Lokalität nicht ganz klar. a). Angaben des Strahlers: dem Intschialpbach direkt gegenüberliegend, ca. 70 Meter über der Reuss. b) Ashcroft meint: in der grossen Rutschung unter der Höchi.
Kluft 6: (ca. 1923). Fundort nicht ganz klar. a) Strahler: aus dem Stollen 'Goldschacht' gegenüber dem Schwendental, nur wenige Meter über der Reuss. b) ashcroft: sonstwo im Tobel.
Kluft 7a: (1930). In der grossen Rutschung unter der Höchi, fast gegenüber der 'Nassen Platten', etwas nördlich des Intschialpbaches.
Kluft 7b: (1930). Wie Kluft 7a.
Kluft 7c: ?.
Kluft 7d: Auf der nördlichen Seite der Rutschung unter der Höchi, ca. 20 Meter über der Reuss.
Kluft 7e: (1936). In der Rutschung unter der Höchi, ca. 10 Meter über der Reuss.
Kluft 7f: Rechts der Sagenitfundstelle, in einem grossen Rutsch (also rechts von Kluft 7a).
Kluft 8: (ca. 1930). Auf einer Felsklippe unterhalb der Schneckenhalde, unmittelbar unter einem Hochspannungsmasten.
Kluft 9: (ca. 1930). Hoch oben in den Felsen und in grosser Distanz südwestlich des Langlauibaches (entspricht ungefähr den Felsen über dem Autobahnviadukt).
Kluft 10: (1932/1933). An der Felsbasis, ca. 3 Meter über der Reuss und ca. 30 Meter südlich der Stelle, wo der Langlauibach in die Reuss fliesst.
Kluft 11: (1932/1933). 30 Meter über der Reuss und 30 Meter südlich des Langlauibaches. Die Mineralien sind auf mehrere Kleinklüfte verteilt.
Kluft 12: (1934). Gegenüberliegend der Bahnbrücke beim Heimwesen Spitzacher (Bahnbrücke über den Leutschenbach).
Kluft 13: (1935). Zwischen den Bäumen in einem felsigen Gebiet, etwas bachaufwärts von der Rutschung unter der Höchi. Kluft 14: 1935/1936). Direkt unterhalb der Kluft Nummer 11.
- Adular: Klüfte 7a, 8, 10, 11, 13.
- Albit: Klüfte 1, 2, 3, 4, 5, 7a, 7b, 7f, 9, 11, 12.
- Anatas: Klüfte 2, 3, 4, 5, 10, 11, 12, 14.
- Apatit: Klüfte 2, 3, 4, 7b, 7f, 9, 11, 13.
- Aragonit: Kluft 7f.
- Brookit: Klüfte 2, 3, 4, 6, 10, 11, 14.
- Calcit: Klüfte 7a, 7b, 7f.
- Chlorit: Klüfte 2, 3, 4, 5, 7a, 7b, 8, 10, 11, 13.
- Ilmenit: Kluft 11.
- Pyrit: Klüfte 12, 14.
- Quarz: Klüfte 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7a, 7b, 7e, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14.- Rutil: Klüfte 7a, 7b.
- Sagenit: Kluft 7a (selten).
121_UR / Intschi, Teiftal, Schniderbläz
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693100 / 178500
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3 Die Koordinaten weisen genau auf den Fundpunkt. Unter diesem Fundpunkt sind zwei Klüfte mit ähnlichem Inhalt beschrieben. Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'.
- Adular:
- Amianth:
- Chlorit:
- Epidot:
- Quarz:
- Titanit:
122_UR / Meitschligen, Oberes Teiftal (nach Ashcroft), Auswiedbach, Weisstannental, Grosstal, Stubental, In den Brüchen, Auf dem Satz, In den Bändern, Auswiedwald, Auswiedwald-Rutsch, Weisstannenegg, Kühplanke, Kühplanggi, Grosser Stein, Dorregg, Oberer Stafel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 694100 / 177600
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 96-107
Definition der Fundregion 'Oberes Teiftal' nach Ashcroft: 'Gebiet, welches durch den Auswiedbach (mit Wasserfall) hinunter bis zum Hauptbach und von dort dem Hauptbach entlang hoch bis zum Zusammenfluss des Grosstalbaches mit dem Stubentalbach begrenzt wird. Der Auswiedbach zieht zum Hauptbach (Teiftalbach) hinunter und trifft auf diesen auf einer Höhe von ca. 870 m ü. M. Das Grosstal und das Stubental vereinigen sich auf ca. 1560 m ü. M. Nördlich dieser Täler sind keine wichtigen Seitentäler mehr anzutreffen. Die Oberkante der Felsen nördlich des Hauptbaches ist zugleich die nördliche Begenzung des Strahlergebietes Teiftal'.
Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 98 ein Bild mit den eingezeichneten Fundstellen im Teiftal. Ashcroft definiert südlich des Hauptbaches noch folgende Bereiche:
- Auswiedbach: Erster wichtiger Nebenbach auf der Südseitem des Tales.
- Weisstannental: Zweitwichtigste Seitenrinne auf der Südseite des Tales.
- Grosstal: Südliche schmale Rinne, welche auf ca. 1650 m ü. M. mit dem Stubental zusammenfällt und mit diesem dann das Haupttal bildet.
- Stubental: Nördliche schmale Rinne, welche auf ca. 1650 m ü. M. mit dem Grosstal zusammenfällt und mit diesem dann das Haupttal bildet.
- In den Brüchen: Tiefere Bereiche der Felsen zwischen dem Auswiedbach und dem Weisstannentalbach.
- Auf dem Satz: Oberer Teil der Felsen zwischen dem Auswiedbach und dem Weisstannentalbach.
- In den Bändern: Gilt für die Felskrete zwischen den zwei Abzweigungen im oberen Bereich des Auswiedbaches.
- Auswiedwald: Wald zwischen dem Auswiedbach und dem Weistannentalbach.
- Auswiedwald-Rutsch: Rusch, bzw. Abbruch auf der Nordostseite des Auswiedbaches.
- Weisstannenegg: Steile Felsköpfe im schmalen Winkel zwischen dem Weisstannental und einer Rinne, welche zum Hauptbach hinunter zieht.
- Kühplanke, Kühplanggi: Felsige Hänge zwischen dem Stubental und dem Grosstal.
- Grosser Stein: Grosser Findling oder heruntergefallener Block auf dem Felsen zwischen dem Auswiedbach und dem Weisstannentalbach.
- Dorregg: Felsrippe auf der Nordseite des Hauptbaches zwischen dem Punkt 1068 und dem Schniderplätz.
- Oberer Stafel: Die Hütten und deren Umgebung auf der Südwestseite des Auswiedbaches auf ca. 1665 m ü. M. Beschrieben werden 9 Klüfte:
Kluft 1: (ca. 1924). Auf der Südseite des Hauptbaches zwischen dem Auswiedbach und dem Weisstannentalbach.
Kluft 2: (ca. 1925). Etwas unterhalb der Kluft Nummer 1.
Kluft 3: (ca. 1925). In der Nähe der Kluft Nummer 1, ca. 60 bis 70 Meter daneben und in der Rinne etwas tiefer gelegen.
Kluft 4: (ca. 1930). In der Nähe des grossen Steins, vermutlich in den Felsen zwischen dem Auswiedbach und dem Weisstannentalbach.
Kluft 5: (ca. 1932). Im Auswiedwald-Rutsch. Hier wurden 8 oder 9 Klüfte geöffnet. Der Mineralieninhalt ist nur aus einer Kluft erwähnt.
Kluft 6: (ca. 1932 / 1934). Im Auswiedwald-Rutsch, ca. 5-6 Meter von der Kluft Nummer 5 entfernt.
Kluft 7: (ca. 1931). Hinter dem Weisstannenegg (Krete zwischen dem oberen Teil des Hauptbaches und dem Weisstannentalbach. Kluft 8: (1935). Evtl. stammen die Funde aus einer alten Kluft, vermutlich Kluft Nummer 4.
- Adular: Klüfte 1, 2, 4, 6, 8.
- Amianth: Klüfte 1, 2, 4, 8.
- Apatit: Kluft 6.- Calcit: Kluft 5.
- Chlorit: Klüfte 1, 2, 4, 8.
- Epidot: Klüfte 4, 6, 8.
- Quarz: Klüfte 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8.
- Titanit: Klüfte 1, 2, 4, 8.
123_UR / Meitschligen, Unteres Teiftal (nach Ashcroft), Donnerkopf
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692600 / 178250
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 96-107
Definition der Fundregion 'Unteres Teiftal' nach Ashcroft: 'Bereich des Tales, welcher sich von der Reuss hoch bis zum Zusammenfluss des Auswiedbaches mit dem Bach vom Wasserfall, der auch in den Hauptbach einmündet, erstreckt. Im unteren Teiftal sind die südliche und die nördliche Begrenzung durch die Oberkante der Felsen gegeben'. Ashcroft definiert noch folgenden Bereich:
- Donnerkopf: Ein Felstkopf auf der Südseite des unteren Teiftales, ungefähr in der Mitte zwischen der Einmündung in die Reuss und dem Auswiesbach.des Tales. die Fundstelle liegt in einem Felsaufschluss beim Donnerkopf. Beschrieben wird Kluft 1: (ca. 1931). Auf der Südseite des Tales, in einem Felsaufschluss mit dem Namen Donnerkopf.
- Adular: Kluft 1.
- Quarz: Kluft 1.
124_UR / Wassen, Teiftal, Wassner Wald, Wassener Wald (nach Ashcroft), Gamma (Steinbruch)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 690500 / 174500
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 95
Definition der Lokalität 'Wassener Wald' nach Ashcroft: 'Steile und bewaldete rechte Talflanke zwischen dem Teiftal und dem Steinbruch Gamma'. Beschrieben werden 3 Klüfte:
Kluft 1: Sie liegt zwischen der Reuss und der Gotthardstrasse, etwa in der Mitte der Strecke von der Meitschligenbrücke zur Fellibrücke. Gegenüber der Kluft liegt der Bahntunnel zwischen Dangel und Waldi.
Kluft 2: (1935/1936). Sie liegt im Wald über der Kantonsstrasse, ca. 150 Meter nördlich des Pflanzgartens, einer kleinen Aufzucht für Nadelbäume, in der Nähe der Fellibrücke. (Situation nach Ashcroft und heute nicht mehr gültig, da der Pflanzgarten nicht mehr existiert).
Kluft 3: Ca. 30 Meter reussaufwärts der Kluft Nummer 1.
- Adular: Kluft 2.
- Amianth: Klüfte 2, 6.
- Chlorit: Klüfte 1, 3.
- Epidot: Kluft 2.
- Quarz: Kluft 1.
- Titanit: Klüfte 1, 3.
125_UR / Intschi, Intschialpbachtobel 02
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnelleni, Koordinaten ca.: 692220 / 179350
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'.
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
- Brookit:
- Chlorit:
- Quarz:
126_UR / Andermatt, Schöllenen, Tanzenbein
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 687600 / 168000
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 347
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 63,70
- Wiser, D.F.; Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefaktenkunde 1840, Seite 217
Schlucht zwischen Göschenen und Andermatt. Gute Funde sind im unteren Teil, beidseitig der Strasse getätigt worden. Vor allem auch in einem ehemaligen Steinbruch. Wiser: Während dem Bau der Gotthardstrasse wurden beim Sprengen eines Felsens in der Schöllenen, benannt Tanzenbein, auch etliche Stücke von rotem Flusspat in Kalkspat eingewachsen gefunden.
- Apatit: reichlich und in guter Ausbildung
- Calcit:
- Quarz:
- Rauchquarz: hell- Rosafluorit: hellrosa
- Titanit: fleischrot
127_UR / Andermatt, Schöllenen, Teufelstal
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 688250 / 167070
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59
Ob es sich hier um die Schöllenen oder das Usser - oder Inner Teufelstal handelt, geht aus der Literatur nicht klar hervor.
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:
128_UR / Brunnenstock, Schijenstock, Schienstock, Schirstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 692060 / 169920
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 56,58
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 388
Der Berg liegt etwas südlich des Rienzenstocks.
- Adular:
- Albit:
- Alleghanyit: Nachgewiesen.
- Calcit: Dünntafelig, weiss, zum Teil den Quarzwachstum behindernd.
- Chabasit:
- Fadenquarz:
- Fluorit: Weiss - farblos, auch rosarot, oktaedrisch, korrodiert.
- Heulandit:
- Hämatit:
- Rauchquarz: Hell.
- Stilbit: Als rasenähnlicher Überzug auf anderen Mineralien.
