Kanton TI, Bezirk Leventina
Fundorte > Tessin
Vorkommen im Kanton Tessin, Region Leventina, Val Bedretto
36 Beschreibungen
001. TI / Bedretto, La Crosin, Valleggia, Val Piana
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 681400 / 149450
Literatur: - Burckhardt, Carl Eduard; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1942; Band 22; Heft 1; Seite 293-306; Geologie und Petrographie des Basodino-Gebietes (nordwestliches Tessin) Koordnaten genau. Bündnerschiefer, die makroskopisch erkennbar Staurolith und Disthen führen, fand ich nur an einer Stelle (N La Crosin auf dem Kamm zwischen Valleggia und Val Piana auf 2100m Höhe; 681,400/ 149,450). Dort liegt zwischen kalkreichen Bündnerschiefern ein dünnschiefriges, graues, silbrig glänzendes Gestein, aus welchem rotbraune, 5 mm grosse Rhombendodekaeder von Granat und bis 1 1/2 cm lange hellblaue Disthenstengel und rotbraune Staurolithzwillinge herauswittern.
- Granat: Rotbraun, bis 5 mm grosse Rhombendodekaeder.
- Kyanit: Hellblau, bis 1.5 cm.
- Staurolith: Rotbraun.
002. TI / Val Bedretto (hinteres)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 679550 / 148920
Literatur:
- Amacher, Peter; Schweizer Strahler; 2013; Heft 4; Seite 9-16
Die Koordinaten zeigen auf All' Acqua im hinteren Bedrettotal. Amacher erwähnt, ohne genauere Beschreibung, einige Mineralien aus dem hinteren Bedrettotal. Zwischen den Gesteinen der Nufenen-Zone und dem Rotondo-Granit liegen einige unterschiedliche Gneise und Amphibolite aufgeschlossen. Im ganzen Gebiet ist die starke tektonische Beanspruchung sichtbar. Bei den aufgeschlossenen Gesteinen handelt es sich vorwiegend um helle, feinstreifige Glimmer-Alkalifeldspatgneise sowie um Glimmer-Plagioklasgneise und Schiefer. Die vorzufindenen Klüfte sind eher von kleinerem Ausmasse (60 X 30 X 20 cm).
- Anatas: In bipyramidaler Form bis 1 mm, Aggregate bis 3 mm.- Klinochlor: In den meisten Klüften vorherrschendes Mineral. Kugelig bis 1.5 cm Durchmesser und mit hohem Glanz.
- Muskovit: Bis 0.5 cm grosse Blättchen, aufgewachsen auf Quarz, Periklin und/oder Klinochlor.
- Periklin: In schneeweisser Farbe, hochglänzend, bis 9 mm Grösse.
- Quarz: Nicht sehr häufig, in unterschiedlichem Habitus, bis max. 9 cm, eher aber klein (2 cm).
- Rutil: In den meisten Klüften vorhanden. Goldfarbige Nadeln bis 2 cm Länge. Teils im Quarz eingewachsen.
- Sagenit: Goldfarbene Sagenitgitter bis 4 cm Durchmesser.
- Turmalin: Schwarz, klein (bis 1.5 mm), mit eindeutiger Längsstreifung und erkennbaren Endfläche.
- Xenotim: Sehr klein, gelbbraun.
003. TI / Val Bedretto, Alpe Paltano, Paltone
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 677400 / 147350
Literatur:
- Buck, Fritz & Rykart, Rudolf & Schumacher, Karl; Schweizer Strahler; 1976; Seite 127-129; Japaner-Zwilling von der Windgällenhütte-UR
- Cruse, Balko; der Aufschluss; 1986; Heft 12; Seite 389-394
- Fritzsche, Hermann; Urner Mineralienfeund; 2002; Heft 1; Seite 5-7
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1979; Seite 141-154; Mineralneufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten IV
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1979; Heft 3; Seite 114 - 115; Igelförmige Quarzaggregate
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1972; Seite 380-381; Japaner-Zwillinge von der Nadelquarzfundstelle im hinteren Val Bedretto TI
- Weibel, Max; Urner Mineralienfreund; 1993; Heft 1; Seite 16-21
Im hinteren Bedrettotal. Unter diesen Begriff fällt die nadelquarzreiche Gegend von Paltone bis San Giacomo. Die Koordinate zeigt auf Paltone. Koordinate der Nadelquarzgrube: 677.95 / 147.05, 2000 m ü. M. Sie wurde 1969 von Marco Pacciorini entdeckt und liefert seither schönste Nadelquarzstufen.
- Calcit: Skalenoedrisch.
- Chalkopyrit:
- Fluorit:
- Japaner-Zwilling: Bambauerquarze mit Schenkellängen bis 30 mm.
- Kaolinit:
- Limonit:
- Malachit: Nadelig.
- Nadelquarz:
- Prehnit: Nicht ganz sicher.
- Pyrit:
- Quarz: Nadelquarz, Artischockenquarz, weiss, milchig, klar, in schönster Ausbildung. Unzählige Stufen mit Nadelquarz abgebaut.
- Zeolith:
004. TI / Val Bedretto, Alpe Paltone, Alpe Paltano, Cava Paccorini, Cava Pacciorini
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 677400 / 147300
Literatur:
- Buck, Fritz & Rykart, Rudolf & Schumacher, Karl; Schweizer Strahler; 1976; Seite 127-129; Japaner-Zwilling von der Windgällenhütte-UR
- Japaner-Zwilling: Schenkellänge bis 1 cm
- Quarz: Zum Teil ausgebildet als aussergwöhnlich dünnstängelige Individuen. Das Längen - Dicke Verhältnis liegt bis zu 50 : 1.
005. TI / Val Bedretto, Alpe San Giacomo, Alpe San Giacomo di Maniò
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 678050 / 146650
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 248- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1977; Seite 229-245; Sprossenquarze Im hinteren Val Bedretto, unmittelbar an der italienischen Grenze. Verwiesen wird auch auf Sturzblöcke südöstlich der Alpe San Giacomo di Maniò.
- Calcit: Rasenartig, teilweise auch grössere Individuen.
- Hellglimmer: Rosettenförmige Aggregate.
- Quarz: Auch als Artischockenquarz oder Tessiner-Habitus.
- Rutil: Vereinzelte Nadeln und nur selten Büschel.
006. TI / Val Bedretto, Alpe di Cristallina
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 684900 / 149700
Literatur:
- Amacher, Peter; Lapis; 1982; Heft 7-8; Seite 39-41; Kluftanzeichen um die Alpe Cristallina
Die kluftreichen Zonen liegen in den Schiefern der penninischen Decke, zum Teil in grosser Ausdehnung (Meterbereich). Das Quarzband, sowie die Einschnürung des Schiefers gelten als wichtige Hinweise für eine verborgene Kluft. Ausgelaugtes Gestein sowie der 'Satz' fehlen. Die Quarzlinse muss am Anfang parallel zum Schiefer ziehen, gegen Ende aber fast rechtwinklig abbiegen.
- Albit:
- Calcit:
- Eisendolomit:
- Muskovit:
- Quarz: Im Tessiner-Habitus, wegen der starken tektonischen Beanspruchung oft mit Störungen und Einschlüssen versehen.
- Turmalin:
007. TI / Val Bedretto, Alpe di Cristallina - Val Torta
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 685160 / 148480
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 341
In den Bündnerschiefern.
- Albit:
- Hellglimmer:
- Quarz: Bis 20 cm, selten auch etwas grösser, meist abgebrochen in der Kluft liegend.
- Rutil:
- Turmalin:
008. TI / Val Bedretto, Alpe di Cristallina, Madone
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 685400 / 149800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 248
Alp südlich des Dorfes Ossasco im Val Bedretto. Funde stammen von den Nordausläufern des Madone hinunter zur erwähnten Alp.
- Chlorit:
- Quarz: In grösseren und klaren Exemplaren, mit Einschlüssen verschiedener Mineralien.
009. TI / Val Bedretto, Alpe di Fieud, Alpe di Fieudo, Pomonetto am Fieudo, Poncione di Fieud, Piccolo Fibbia
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 686000 / 153900
Literatur:
- Koenigsberger, Joh., F.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1925;Band 5; Heft 1; Seite 109; Über alpine Minerallagerstätten : Mineralklüfte und Differentiation ihrer Paragenese
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 129 etc.
- Schaub-Gottschalk, Bruno; Schweizer Strahler; 2000; Heft 1; Seite 1 - 7; Die Eisenrose vom Gotthard, ein Jahrhunderfund
- Weber, Leonhard; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1923; Band 3; Heft 3-4; Seite 258-262; Neue Funde von Schweizermineralien
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 2; Seite 22 - 38; Vom Lucendro zur Fibbia: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz (I)
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 4; Seite 21-35; Von der Fibbia zum Sella: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz (II)
Auf diese Lokalität trifft man zwischen dem Bedrettotal und dem Fibbia-Gipfel. Die beschriebenen Eisenrosen dieser Gegend stammen aus dem etwas höher gelegenen Granit und sind im Tremolaschiefer der Alp nicht zu finden. Siehe auch unter Fibbia. Im Strahler 2000/1 wird über einen sensationellen Eisenrosenfund berichtet. In der Kluft im Hornblendeschiefer am Fieudo waren einige wenige grosse von Amianth erfüllte Quarzkristalle auf dem Gestein angewachsen. Einzelne grosse, an beiden Enden ausgebildete Kristalle lagen in einem gelben Lehm, der die Kluft erfüllte. Es waren das von den Wandungen während des Wachstums losgebrochene und liegend zu sog. Zweispitzern ergänzte Kristalle. Nördlich Alpe di Fieud (685,8/154,3) sind dezimetermächtige Lagen von Gesteinen anstehend, die nahezu nur aus aktinolithischer Hornblende bestehen. Serpentin oder Talk konnte hier nicht nachgewiesen werden. Der "Pomonetto am Fieudo" gilt als legendäre Eisenrosenfundstelle des 19. Jh. (Funde 1852). Beim "Pomonetto" handelt es sich den heutigen "Poncione di Fieud", 2695 Mü30; M, der früher auch Piccola Fibbia hiess. Dieser südöstliche Vorberg der Fibbia (2739 m) bildet das eigentliche Zentrum der Eisenrosenzone, die über den Ostgrat zieht und im Val Tremola auskeilt. Die gut zugängliche Fieud-Südostflanke wurde seit den 1960-er Jahren intensiv bearbeitet. Noch heute zeugen Abbauspuren oberhalb der Laghi Scuri von diesen Aktionen.
- Adular: Aus der Fieud-Südwestflanke, bis 15 cm, Kettenadulare bis 20 cm.
- Albit:
- Amethyst: Blass. SMPM, 1923: im Gotthardgebiet, nahe beim Fort Fieudo wurde letzten Sommer schön gefärbter Amethyst von ansehnlicher Dimension gefunden.
- Amianth:
- Anatas:
- Apatit:
- Bazzit:
- Beryll: Auf Zerrklüften in der Tremolaserie (Stalder, 1964).
- Chlorit:
- Eisenrose: Recht häufig, das grösste gefundene Exemplar weist einen Durchmesser von 9cm, bei einem Gewicht von 450 gr. auf. Beidseitig offen. Zusammen mit Adular. Zum Teil mit Rutil durchsetzt.
- Heulandit:
- Hämatit:
- Japaner-Zwilling: Mit oberer Breite von 36 mm.
- Periklin:
- Phenakit:
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Rosafluorit:
- Rutil: Rote und schwarze Nadeln, auch mit dünnsten, dicht zusammenhängenden, roten Sagenitblättchen.
- Sagenit:
- Stilbit-Ca:
- Synchisit:
- Turmalin:
- Xenotim:
- Zepterquarz: Amethystfarbig, auch mit treppenartiger Kopffläche.
010. TI / Val Bedretto, Alpe di Maniò, Alpe di Manio
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 677520 / 148460
Literatur:
- Wewer,Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:
011. TI / Val Bedretto, Alpe di Vinei
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 683900 / 153600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1984; Seite 411-413; Magnetit-Kristalle aus dem Adula-Gebiet
Nördlich der kleinen Ortschaft Ossasco im Val Bedretto.
- Albit:
- Amethyst: Blass.
- Chlorit:
- Magnetit: In einem Talk-Chlorit-Schiefer, schöne Kristalle, Oktaeder.
- Quarz:
- Rutil:
- Sagenit:
- Zepterquarz: Amethystfarbig.
012. TI / Val Bedretto, Bedretto, Ghiacciaio di Vallegia
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 682000 / 147260
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 248,268
Unterhalb des Gletschers.
- Albit:
- Calcit:
- Laumontit: Nur klein.
- Muskovit:
- Pyrit:
- Quarz: In recht grosser Erscheinung, auch nadelig, durchsichtig.
- Titanit: Relativ gross.
013. TI / Val Bedretto, Fontana
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 686100 / 152500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 143,167
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 248
Dörfchen im Val Bedretto zwischen Airolo und Bedretto. Parker (1973) umschreibt die Fundstelle mit 'südlich des Dorfes'.
- Albit:
- Calcit: In sehr schönen Kristallen.
- Chlorit:
- Epidot:
- Glimmer:
- Muskovit:
- Quarz:
- Siderit:
014. TI / Val Bedretto, Fontana, Il Madone
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 686000 / 149550
Literatur:
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1977; Seite 229-245; Sprossenquarze
Südlich von Fontana.
- Adular:
- Albit:
- Dolomit: Sattelförmig.
- Hellglimmer:
- Quarz: Im Tessiner-Habitus.
- Rutil: Tiefrot, nadelig.
- Turmalin: Lose, honiggelb, wasserklar, bis 3 cm Länge und 4 mm Durchmesser, selten mit Endflächen, Bruchfläche verwachsen, umwachsen von Hellglimmer.
015. TI / Val Bedretto, Ghiacciaio di Valleggia (nordwestlich), Valleggia-Gletscher (nordwestlich), Val Piana-Grat (Bereich)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 682060 / 147250
Literatur:
- Weiss, Stefan; Lapis; 2001; Heft 3; Seite 36-37
Im Bereich des Val Piana-Grates, in einem steilen und teils grasbewachsenen Felsschroffengelände.
- Anatas: Äusserst zahlreich (tausende), bis 0.5 mm, orangerot, auf dem Quarz aufsitzend, flächenreich gedrungen.
- Biotit: Teils im Quarz einglagert.
- Calciogadolinit:
- Chlorit: Teils im Quarz einglagert.
- Gadolinit: Sehr klein, bis 0.04 mm, auf dem Quarz.
- Japaner-Zwilling: Mit Schenkellängen von ca. 0.8 cm.
- Nadelquarz: Bis max, 4 cm, wasserhell, langstängelig, Dauphinée-Habitus, teil mit phantomartigen Einschlüssen von Biotit und Chlorit. Zahlreiche orangerote Anatase liegen zuckerartig auf dem Nadelquarz. Ebenfalls sind darauf sind winzige Gadolinit-Stängel, kleinste Xenotime und Zirkone zu finden.
- Xenotim: Sehr klein, bis 0.02 mm, auf dem Quarz.
- Zirkon: Sehr klein, bis 0.12 mm, auf dem Quarz. Es handelt sich hier um das zweite in der Schweiz bekanntgewordene Vorkommen von Kluftzirkon.
016. TI / Val Bedretto, Ghiacciaio di Valleggia (südwestlich), Valleggia-Gletscher (südwestlich)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 682000 / 147200
Literatur:
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1998; Heft 2; Seite 270 - 271; Fund des bis anhin grössten Tessiner-Quarzkristalls, ein Rauchquarz im Übergangs- und Tessinerhabitus
Zwischen dem Pizzo dell'Arzo und dem Cavagnöö-Gletscher.
- Quarz: Leicht rauchig, bis 75 cm, bis 114 kg, Tessinerhabitus.
017. TI / Val Bedretto, Ghiacciaio di Valleggia, Valleggia-Gletscher
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 682060 / 147250
Literatur:
- Dollinger, Johannes & Mullis, Josef & Stern, Willem; Schweizer Strahler; 1999; Heft 4; Seite 545 - 564; Spezielle Nadelquarzfunde aus dem Val Bedretto (TI) oder: Wenn Nadelquarze einen rötlichen Schimmer aufweisen.
- Donati, Dante & Guerra, Remo & Oppizzi, Nicola & Oppizzi, Paolo; Lapis; 1998; Heft 2; Seite 31-35
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1998; Heft 2; Seite 270 - 271; Fund des bis anhin grössten Tessiner-Quarzkristalls, ein Rauchquarz im Übergangs- und Tessinerhabitus
Zum Teil stammen Funde aus der senkrechten Wand, ca. 100 Meter unterhalb des Gipfels. Der grosse Rauchquarzfund gelang den beiden Strahlern Dante Donati und Remo Guerra im Jahre 1997.
- Adular: Nach dem Maderaner-Habitus ausgebildet (nach dem monoklinen Prisma {110} und dem Pinakoid {110}). Oft klein, selten bis mehrere cm gross.
- Albit: Weiss, den Adular überwachsend, häufig, tafelig, im Albit-Habitus, verzwillingt.
- Biotit: Aus der bekannten Nadelquarzkluft. Als wirr durcheinander wachsende Blättchen.
- Chlorit: In wurmartiger Ausbildung im Nadelquarz eingeschlossen. Frei aufgewachsen als feine, bräunlichgelbe, kleinste Schüppchen auf Kluftwänden.
- Gadolinit-(Y): Mikroskopisch klein. Büschelig bis garbenförmig- Nadelquarz: Dünn, langstängelig, im Dauphinée-Habitus.
- Pyrit: Aus der Nadelquarzkluft: bevorzugt als Aggregate zahlreicher Würfel, oft im Oberflächenbereich zu Limonit zersetzt.
- Quarz: Bis 95 cm (es handelt sich hier um den wohl grössten Quarzkristall des Kanton Tessin), Fund 1997, basisbreite 45 cm, Gewicht 150 kg, Übergangshabitus, teils leicht rauchig. Finder: Remo Guerra und Dante Donati.
018. TI / Val Bedretto, Ossasco
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 684400 / 151800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 167
Die Ortschaft liegt zwischen Airolo und dem Dorfe Bedretto.
- Albit:
- Calcit:
- Epidot: Selten.
- Glimmer:
- Muskovit:
- Quarz:
- Siderit:
019. TI / Val Bedretto, Paltone, Paltano, Bolle di Paltone, Bolle di Paltano
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 676720 / 146750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 268
Südlich von Bolle di Paltone auf rund 2200 m ü. M.
- Quarz: Grosse Quarzpartien, Aggregate von Quarzkristallen, welche sich halbkugelig gruppieren.
020. TI / Val Bedretto, Paltone, Paltano, Ri di San Giacomo
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 678330 / 146780
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 268
Von einer Fundstelle am linken Seitenbach des Ri di San Giacomo, 20 bis 30 Meter oberhalb der Wasserfassung, werden gute Quarzfunde beschrieben. Die Koordinaten zeigen auf den Ri di San Giacomo.
- Quarz: Bis 15 cm, mit milchigen Partien, meistens gut durchsichtig, mit trigonalem oder Windgällen-Habitus oder beiden zusammen, auch Milchquarze und Sprossenquarze.
021. TI / Val Bedretto, Passo Cristallina
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 683600 / 147250
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 170,174
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 383
Übergang vom Val Cassinello oder Val Torta (beides Seitentäler des Val Bedretto) zum südlicheren Lago Sfundau.
- Kyanit: In derbem Quarz.
- Quarz: Derb.
- Staurolith: In derbem Quarz.
022. TI / Val Bedretto, Passo dei Sassi
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 688550 / 150500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 162,167
- Albit:
- Calcit:
- Epidot: Selten.
- Muskovit:
- Quarz:
- Siderit:
023. TI / Val Bedretto, Passo dei Sassi (nordwestlich)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 688600 / 150500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 238
Übergang vom hinteren Val Sambuco ins nördlichere Val Bedretto. Der Pass liegt ungefähr südlich von Airolo. Fuchsit wird aus derm Gegend nordwestlich des Passo dei Sassi erwähnt.
- Fuchsit: In Konglomerat, gesteinsbildend.
024. TI_VS / Val Bedretto, Passo del Corno
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 672500 / 145700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 248
Am östlichen Ende des Sees in engen Kluftspalten. Die vorzufindenden Mineralien sind eher von kleiner Gestalt.
- Adular:
- Chlorit:
- Epidot:
- Quarz:
- Stilbit: Klein, durchsichtig.
- Titanit: Braun, tafelig, bis 1 cm.
- Turmalin: Schwarze Nadeln.
025. TI / Val Bedretto, Passo di Sasso, Poncione di Vespero
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 687700 / 150450
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 248
Bergspitze südwestlich von Airolo. Südlich des Passes, das heisst östlich des Poncione di Vespero.
- Albit:
- Calcit:
- Epidot: Selten.
- Glimmer:
- Quarz: Auch igelförmig.
- Siderit:
026. TI / Val Bedretto, Pizzo Folcra
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 684180 / 148830
Literatur:
- Burckhardt, Carl Eduard; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1942; Band 22; Heft 1; Seite 293-306; Geologie und Petrographie des Basodino-Gebietes (nordwestliches Tessin)
Die Koordinaten zeigen auf den Gipfel. Gelblich-weisse, massige, grobkörnige Marmore, auf N-Seite des Pizzo Folcra. An einzelnen Stellen, z.B. am Pizzo Folcra, erreichen die Granate Grössen von 3,5 cm und mehr.
- Granat: Bis 3.5 cm und grösser.
- Marmor:
027. TI / Val Bedretto, Pizzo Gararesc (südwestlich)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 683550 / 148120
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 266
Südwestlich des erwähnten Berges konnten aus einem herabgestürzten Block einige Mineralien geborgen werden.
- Adular: Im Maderaner-Habitus.
- Anatas: Sehr klein.
- Brookit: Sehr klein.
- Calcit: Tafelig, mit schlechter Begrenzung, als jüngere Generation auch Skalenoeder.
- Chlorit:
- Muskovit:
- Periklin: Schneeweiss, milchig, bis 1 cm.
- Pyrit:
- Quarz: Spitzpyramidal.
- Rutil: Sehr klein.
- Titanit: Klein, gelb, braun, fast farblos.
- Turmalin: Schwarz.
028. TI / Val Bedretto, Pizzo San Giacomo, Canalone del Marchhorn
Literatur: - Burckhardt, Carl Eduard; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1942; Band 22; Heft 1; Seite 293-306; Geologie und Petrographie des Basodino-Gebietes (nordwestliches Tessin) Koordnaten genau. Bündnerschiefer, die makroskopisch erkennbar Staurolith und Disthen führen, fand ich nur an einer Stelle (N La Crosin auf dem Kamm zwischen Valleggia und Val Piana auf 2100m Höhe; 681,400/ 149,450). Dort liegt zwischen kalkreichen Bündnerschiefern ein dünnschiefriges, graues, silbrig glänzendes Gestein, aus welchem rotbraune, 5 mm grosse Rhombendodekaeder von Granat und bis 1 1/2 cm lange hellblaue Disthenstengel und rotbraune Staurolithzwillinge herauswittern.
- Granat: Rotbraun, bis 5 mm grosse Rhombendodekaeder.
- Kyanit: Hellblau, bis 1.5 cm.
- Staurolith: Rotbraun.
002. TI / Val Bedretto (hinteres)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 679550 / 148920
Literatur:
- Amacher, Peter; Schweizer Strahler; 2013; Heft 4; Seite 9-16
Die Koordinaten zeigen auf All' Acqua im hinteren Bedrettotal. Amacher erwähnt, ohne genauere Beschreibung, einige Mineralien aus dem hinteren Bedrettotal. Zwischen den Gesteinen der Nufenen-Zone und dem Rotondo-Granit liegen einige unterschiedliche Gneise und Amphibolite aufgeschlossen. Im ganzen Gebiet ist die starke tektonische Beanspruchung sichtbar. Bei den aufgeschlossenen Gesteinen handelt es sich vorwiegend um helle, feinstreifige Glimmer-Alkalifeldspatgneise sowie um Glimmer-Plagioklasgneise und Schiefer. Die vorzufindenen Klüfte sind eher von kleinerem Ausmasse (60 X 30 X 20 cm).
- Anatas: In bipyramidaler Form bis 1 mm, Aggregate bis 3 mm.- Klinochlor: In den meisten Klüften vorherrschendes Mineral. Kugelig bis 1.5 cm Durchmesser und mit hohem Glanz.
- Muskovit: Bis 0.5 cm grosse Blättchen, aufgewachsen auf Quarz, Periklin und/oder Klinochlor.
- Periklin: In schneeweisser Farbe, hochglänzend, bis 9 mm Grösse.
- Quarz: Nicht sehr häufig, in unterschiedlichem Habitus, bis max. 9 cm, eher aber klein (2 cm).
- Rutil: In den meisten Klüften vorhanden. Goldfarbige Nadeln bis 2 cm Länge. Teils im Quarz eingewachsen.
- Sagenit: Goldfarbene Sagenitgitter bis 4 cm Durchmesser.
- Turmalin: Schwarz, klein (bis 1.5 mm), mit eindeutiger Längsstreifung und erkennbaren Endfläche.
- Xenotim: Sehr klein, gelbbraun.
003. TI / Val Bedretto, Alpe Paltano, Paltone
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 677400 / 147350
Literatur:
- Buck, Fritz & Rykart, Rudolf & Schumacher, Karl; Schweizer Strahler; 1976; Seite 127-129; Japaner-Zwilling von der Windgällenhütte-UR
- Cruse, Balko; der Aufschluss; 1986; Heft 12; Seite 389-394
- Fritzsche, Hermann; Urner Mineralienfeund; 2002; Heft 1; Seite 5-7
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1979; Seite 141-154; Mineralneufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten IV
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1979; Heft 3; Seite 114 - 115; Igelförmige Quarzaggregate
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1972; Seite 380-381; Japaner-Zwillinge von der Nadelquarzfundstelle im hinteren Val Bedretto TI
- Weibel, Max; Urner Mineralienfreund; 1993; Heft 1; Seite 16-21
Im hinteren Bedrettotal. Unter diesen Begriff fällt die nadelquarzreiche Gegend von Paltone bis San Giacomo. Die Koordinate zeigt auf Paltone. Koordinate der Nadelquarzgrube: 677.95 / 147.05, 2000 m ü. M. Sie wurde 1969 von Marco Pacciorini entdeckt und liefert seither schönste Nadelquarzstufen.
- Calcit: Skalenoedrisch.
- Chalkopyrit:
- Fluorit:
- Japaner-Zwilling: Bambauerquarze mit Schenkellängen bis 30 mm.
- Kaolinit:
- Limonit:
- Malachit: Nadelig.
- Nadelquarz:
- Prehnit: Nicht ganz sicher.
- Pyrit:
- Quarz: Nadelquarz, Artischockenquarz, weiss, milchig, klar, in schönster Ausbildung. Unzählige Stufen mit Nadelquarz abgebaut.
- Zeolith:
004. TI / Val Bedretto, Alpe Paltone, Alpe Paltano, Cava Paccorini, Cava Pacciorini
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 677400 / 147300
Literatur:
- Buck, Fritz & Rykart, Rudolf & Schumacher, Karl; Schweizer Strahler; 1976; Seite 127-129; Japaner-Zwilling von der Windgällenhütte-UR
- Japaner-Zwilling: Schenkellänge bis 1 cm
- Quarz: Zum Teil ausgebildet als aussergwöhnlich dünnstängelige Individuen. Das Längen - Dicke Verhältnis liegt bis zu 50 : 1.
005. TI / Val Bedretto, Alpe San Giacomo, Alpe San Giacomo di Maniò
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 678050 / 146650
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 248- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1977; Seite 229-245; Sprossenquarze Im hinteren Val Bedretto, unmittelbar an der italienischen Grenze. Verwiesen wird auch auf Sturzblöcke südöstlich der Alpe San Giacomo di Maniò.
- Calcit: Rasenartig, teilweise auch grössere Individuen.
- Hellglimmer: Rosettenförmige Aggregate.
- Quarz: Auch als Artischockenquarz oder Tessiner-Habitus.
- Rutil: Vereinzelte Nadeln und nur selten Büschel.
006. TI / Val Bedretto, Alpe di Cristallina
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 684900 / 149700
Literatur:
- Amacher, Peter; Lapis; 1982; Heft 7-8; Seite 39-41; Kluftanzeichen um die Alpe Cristallina
Die kluftreichen Zonen liegen in den Schiefern der penninischen Decke, zum Teil in grosser Ausdehnung (Meterbereich). Das Quarzband, sowie die Einschnürung des Schiefers gelten als wichtige Hinweise für eine verborgene Kluft. Ausgelaugtes Gestein sowie der 'Satz' fehlen. Die Quarzlinse muss am Anfang parallel zum Schiefer ziehen, gegen Ende aber fast rechtwinklig abbiegen.
- Albit:
- Calcit:
- Eisendolomit:
- Muskovit:
- Quarz: Im Tessiner-Habitus, wegen der starken tektonischen Beanspruchung oft mit Störungen und Einschlüssen versehen.
- Turmalin:
007. TI / Val Bedretto, Alpe di Cristallina - Val Torta
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 685160 / 148480
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 341
In den Bündnerschiefern.
- Albit:
- Hellglimmer:
- Quarz: Bis 20 cm, selten auch etwas grösser, meist abgebrochen in der Kluft liegend.
- Rutil:
- Turmalin:
008. TI / Val Bedretto, Alpe di Cristallina, Madone
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 685400 / 149800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 248
Alp südlich des Dorfes Ossasco im Val Bedretto. Funde stammen von den Nordausläufern des Madone hinunter zur erwähnten Alp.
- Chlorit:
- Quarz: In grösseren und klaren Exemplaren, mit Einschlüssen verschiedener Mineralien.
009. TI / Val Bedretto, Alpe di Fieud, Alpe di Fieudo, Pomonetto am Fieudo, Poncione di Fieud, Piccolo Fibbia
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 686000 / 153900
Literatur:
- Koenigsberger, Joh., F.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1925;Band 5; Heft 1; Seite 109; Über alpine Minerallagerstätten : Mineralklüfte und Differentiation ihrer Paragenese
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 129 etc.
- Schaub-Gottschalk, Bruno; Schweizer Strahler; 2000; Heft 1; Seite 1 - 7; Die Eisenrose vom Gotthard, ein Jahrhunderfund
- Weber, Leonhard; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1923; Band 3; Heft 3-4; Seite 258-262; Neue Funde von Schweizermineralien
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 2; Seite 22 - 38; Vom Lucendro zur Fibbia: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz (I)
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 4; Seite 21-35; Von der Fibbia zum Sella: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz (II)
Auf diese Lokalität trifft man zwischen dem Bedrettotal und dem Fibbia-Gipfel. Die beschriebenen Eisenrosen dieser Gegend stammen aus dem etwas höher gelegenen Granit und sind im Tremolaschiefer der Alp nicht zu finden. Siehe auch unter Fibbia. Im Strahler 2000/1 wird über einen sensationellen Eisenrosenfund berichtet. In der Kluft im Hornblendeschiefer am Fieudo waren einige wenige grosse von Amianth erfüllte Quarzkristalle auf dem Gestein angewachsen. Einzelne grosse, an beiden Enden ausgebildete Kristalle lagen in einem gelben Lehm, der die Kluft erfüllte. Es waren das von den Wandungen während des Wachstums losgebrochene und liegend zu sog. Zweispitzern ergänzte Kristalle. Nördlich Alpe di Fieud (685,8/154,3) sind dezimetermächtige Lagen von Gesteinen anstehend, die nahezu nur aus aktinolithischer Hornblende bestehen. Serpentin oder Talk konnte hier nicht nachgewiesen werden. Der "Pomonetto am Fieudo" gilt als legendäre Eisenrosenfundstelle des 19. Jh. (Funde 1852). Beim "Pomonetto" handelt es sich den heutigen "Poncione di Fieud", 2695 Mü30; M, der früher auch Piccola Fibbia hiess. Dieser südöstliche Vorberg der Fibbia (2739 m) bildet das eigentliche Zentrum der Eisenrosenzone, die über den Ostgrat zieht und im Val Tremola auskeilt. Die gut zugängliche Fieud-Südostflanke wurde seit den 1960-er Jahren intensiv bearbeitet. Noch heute zeugen Abbauspuren oberhalb der Laghi Scuri von diesen Aktionen.
- Adular: Aus der Fieud-Südwestflanke, bis 15 cm, Kettenadulare bis 20 cm.
- Albit:
- Amethyst: Blass. SMPM, 1923: im Gotthardgebiet, nahe beim Fort Fieudo wurde letzten Sommer schön gefärbter Amethyst von ansehnlicher Dimension gefunden.
- Amianth:
- Anatas:
- Apatit:
- Bazzit:
- Beryll: Auf Zerrklüften in der Tremolaserie (Stalder, 1964).
- Chlorit:
- Eisenrose: Recht häufig, das grösste gefundene Exemplar weist einen Durchmesser von 9cm, bei einem Gewicht von 450 gr. auf. Beidseitig offen. Zusammen mit Adular. Zum Teil mit Rutil durchsetzt.
- Heulandit:
- Hämatit:
- Japaner-Zwilling: Mit oberer Breite von 36 mm.
- Periklin:
- Phenakit:
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Rosafluorit:
- Rutil: Rote und schwarze Nadeln, auch mit dünnsten, dicht zusammenhängenden, roten Sagenitblättchen.
- Sagenit:
- Stilbit-Ca:
- Synchisit:
- Turmalin:
- Xenotim:
- Zepterquarz: Amethystfarbig, auch mit treppenartiger Kopffläche.
010. TI / Val Bedretto, Alpe di Maniò, Alpe di Manio
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 677520 / 148460
Literatur:
- Wewer,Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:
011. TI / Val Bedretto, Alpe di Vinei
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 683900 / 153600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1984; Seite 411-413; Magnetit-Kristalle aus dem Adula-Gebiet
Nördlich der kleinen Ortschaft Ossasco im Val Bedretto.
- Albit:
- Amethyst: Blass.
- Chlorit:
- Magnetit: In einem Talk-Chlorit-Schiefer, schöne Kristalle, Oktaeder.
- Quarz:
- Rutil:
- Sagenit:
- Zepterquarz: Amethystfarbig.
012. TI / Val Bedretto, Bedretto, Ghiacciaio di Vallegia
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 682000 / 147260
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 248,268
Unterhalb des Gletschers.
- Albit:
- Calcit:
- Laumontit: Nur klein.
- Muskovit:
- Pyrit:
- Quarz: In recht grosser Erscheinung, auch nadelig, durchsichtig.
- Titanit: Relativ gross.
013. TI / Val Bedretto, Fontana
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 686100 / 152500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 143,167
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 248
Dörfchen im Val Bedretto zwischen Airolo und Bedretto. Parker (1973) umschreibt die Fundstelle mit 'südlich des Dorfes'.
- Albit:
- Calcit: In sehr schönen Kristallen.
- Chlorit:
- Epidot:
- Glimmer:
- Muskovit:
- Quarz:
- Siderit:
014. TI / Val Bedretto, Fontana, Il Madone
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 686000 / 149550
Literatur:
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1977; Seite 229-245; Sprossenquarze
Südlich von Fontana.
- Adular:
- Albit:
- Dolomit: Sattelförmig.
- Hellglimmer:
- Quarz: Im Tessiner-Habitus.
- Rutil: Tiefrot, nadelig.
- Turmalin: Lose, honiggelb, wasserklar, bis 3 cm Länge und 4 mm Durchmesser, selten mit Endflächen, Bruchfläche verwachsen, umwachsen von Hellglimmer.
015. TI / Val Bedretto, Ghiacciaio di Valleggia (nordwestlich), Valleggia-Gletscher (nordwestlich), Val Piana-Grat (Bereich)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 682060 / 147250
Literatur:
- Weiss, Stefan; Lapis; 2001; Heft 3; Seite 36-37
Im Bereich des Val Piana-Grates, in einem steilen und teils grasbewachsenen Felsschroffengelände.
- Anatas: Äusserst zahlreich (tausende), bis 0.5 mm, orangerot, auf dem Quarz aufsitzend, flächenreich gedrungen.
- Biotit: Teils im Quarz einglagert.
- Calciogadolinit:
- Chlorit: Teils im Quarz einglagert.
- Gadolinit: Sehr klein, bis 0.04 mm, auf dem Quarz.
- Japaner-Zwilling: Mit Schenkellängen von ca. 0.8 cm.
- Nadelquarz: Bis max, 4 cm, wasserhell, langstängelig, Dauphinée-Habitus, teil mit phantomartigen Einschlüssen von Biotit und Chlorit. Zahlreiche orangerote Anatase liegen zuckerartig auf dem Nadelquarz. Ebenfalls sind darauf sind winzige Gadolinit-Stängel, kleinste Xenotime und Zirkone zu finden.
- Xenotim: Sehr klein, bis 0.02 mm, auf dem Quarz.
- Zirkon: Sehr klein, bis 0.12 mm, auf dem Quarz. Es handelt sich hier um das zweite in der Schweiz bekanntgewordene Vorkommen von Kluftzirkon.
016. TI / Val Bedretto, Ghiacciaio di Valleggia (südwestlich), Valleggia-Gletscher (südwestlich)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 682000 / 147200
Literatur:
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1998; Heft 2; Seite 270 - 271; Fund des bis anhin grössten Tessiner-Quarzkristalls, ein Rauchquarz im Übergangs- und Tessinerhabitus
Zwischen dem Pizzo dell'Arzo und dem Cavagnöö-Gletscher.
- Quarz: Leicht rauchig, bis 75 cm, bis 114 kg, Tessinerhabitus.
017. TI / Val Bedretto, Ghiacciaio di Valleggia, Valleggia-Gletscher
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 682060 / 147250
Literatur:
- Dollinger, Johannes & Mullis, Josef & Stern, Willem; Schweizer Strahler; 1999; Heft 4; Seite 545 - 564; Spezielle Nadelquarzfunde aus dem Val Bedretto (TI) oder: Wenn Nadelquarze einen rötlichen Schimmer aufweisen.
- Donati, Dante & Guerra, Remo & Oppizzi, Nicola & Oppizzi, Paolo; Lapis; 1998; Heft 2; Seite 31-35
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1998; Heft 2; Seite 270 - 271; Fund des bis anhin grössten Tessiner-Quarzkristalls, ein Rauchquarz im Übergangs- und Tessinerhabitus
Zum Teil stammen Funde aus der senkrechten Wand, ca. 100 Meter unterhalb des Gipfels. Der grosse Rauchquarzfund gelang den beiden Strahlern Dante Donati und Remo Guerra im Jahre 1997.
- Adular: Nach dem Maderaner-Habitus ausgebildet (nach dem monoklinen Prisma {110} und dem Pinakoid {110}). Oft klein, selten bis mehrere cm gross.
- Albit: Weiss, den Adular überwachsend, häufig, tafelig, im Albit-Habitus, verzwillingt.
- Biotit: Aus der bekannten Nadelquarzkluft. Als wirr durcheinander wachsende Blättchen.
- Chlorit: In wurmartiger Ausbildung im Nadelquarz eingeschlossen. Frei aufgewachsen als feine, bräunlichgelbe, kleinste Schüppchen auf Kluftwänden.
- Gadolinit-(Y): Mikroskopisch klein. Büschelig bis garbenförmig- Nadelquarz: Dünn, langstängelig, im Dauphinée-Habitus.
- Pyrit: Aus der Nadelquarzkluft: bevorzugt als Aggregate zahlreicher Würfel, oft im Oberflächenbereich zu Limonit zersetzt.
- Quarz: Bis 95 cm (es handelt sich hier um den wohl grössten Quarzkristall des Kanton Tessin), Fund 1997, basisbreite 45 cm, Gewicht 150 kg, Übergangshabitus, teils leicht rauchig. Finder: Remo Guerra und Dante Donati.
018. TI / Val Bedretto, Ossasco
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 684400 / 151800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 167
Die Ortschaft liegt zwischen Airolo und dem Dorfe Bedretto.
- Albit:
- Calcit:
- Epidot: Selten.
- Glimmer:
- Muskovit:
- Quarz:
- Siderit:
019. TI / Val Bedretto, Paltone, Paltano, Bolle di Paltone, Bolle di Paltano
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 676720 / 146750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 268
Südlich von Bolle di Paltone auf rund 2200 m ü. M.
- Quarz: Grosse Quarzpartien, Aggregate von Quarzkristallen, welche sich halbkugelig gruppieren.
020. TI / Val Bedretto, Paltone, Paltano, Ri di San Giacomo
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 678330 / 146780
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 268
Von einer Fundstelle am linken Seitenbach des Ri di San Giacomo, 20 bis 30 Meter oberhalb der Wasserfassung, werden gute Quarzfunde beschrieben. Die Koordinaten zeigen auf den Ri di San Giacomo.
- Quarz: Bis 15 cm, mit milchigen Partien, meistens gut durchsichtig, mit trigonalem oder Windgällen-Habitus oder beiden zusammen, auch Milchquarze und Sprossenquarze.
021. TI / Val Bedretto, Passo Cristallina
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 683600 / 147250
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 170,174
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 383
Übergang vom Val Cassinello oder Val Torta (beides Seitentäler des Val Bedretto) zum südlicheren Lago Sfundau.
- Kyanit: In derbem Quarz.
- Quarz: Derb.
- Staurolith: In derbem Quarz.
022. TI / Val Bedretto, Passo dei Sassi
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 688550 / 150500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 162,167
- Albit:
- Calcit:
- Epidot: Selten.
- Muskovit:
- Quarz:
- Siderit:
023. TI / Val Bedretto, Passo dei Sassi (nordwestlich)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 688600 / 150500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 238
Übergang vom hinteren Val Sambuco ins nördlichere Val Bedretto. Der Pass liegt ungefähr südlich von Airolo. Fuchsit wird aus derm Gegend nordwestlich des Passo dei Sassi erwähnt.
- Fuchsit: In Konglomerat, gesteinsbildend.
024. TI_VS / Val Bedretto, Passo del Corno
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 672500 / 145700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 248
Am östlichen Ende des Sees in engen Kluftspalten. Die vorzufindenden Mineralien sind eher von kleiner Gestalt.
- Adular:
- Chlorit:
- Epidot:
- Quarz:
- Stilbit: Klein, durchsichtig.
- Titanit: Braun, tafelig, bis 1 cm.
- Turmalin: Schwarze Nadeln.
025. TI / Val Bedretto, Passo di Sasso, Poncione di Vespero
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 687700 / 150450
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 248
Bergspitze südwestlich von Airolo. Südlich des Passes, das heisst östlich des Poncione di Vespero.
- Albit:
- Calcit:
- Epidot: Selten.
- Glimmer:
- Quarz: Auch igelförmig.
- Siderit:
026. TI / Val Bedretto, Pizzo Folcra
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 684180 / 148830
Literatur:
- Burckhardt, Carl Eduard; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1942; Band 22; Heft 1; Seite 293-306; Geologie und Petrographie des Basodino-Gebietes (nordwestliches Tessin)
Die Koordinaten zeigen auf den Gipfel. Gelblich-weisse, massige, grobkörnige Marmore, auf N-Seite des Pizzo Folcra. An einzelnen Stellen, z.B. am Pizzo Folcra, erreichen die Granate Grössen von 3,5 cm und mehr.
- Granat: Bis 3.5 cm und grösser.
- Marmor:
027. TI / Val Bedretto, Pizzo Gararesc (südwestlich)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 683550 / 148120
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 266
Südwestlich des erwähnten Berges konnten aus einem herabgestürzten Block einige Mineralien geborgen werden.
- Adular: Im Maderaner-Habitus.
- Anatas: Sehr klein.
- Brookit: Sehr klein.
- Calcit: Tafelig, mit schlechter Begrenzung, als jüngere Generation auch Skalenoeder.
- Chlorit:
- Muskovit:
- Periklin: Schneeweiss, milchig, bis 1 cm.
- Pyrit:
- Quarz: Spitzpyramidal.
- Rutil: Sehr klein.
- Titanit: Klein, gelb, braun, fast farblos.
- Turmalin: Schwarz.
028. TI / Val Bedretto, Pizzo San Giacomo, Canalone del Marchhorn
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 678680 / 144640
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 248
In den Felspartien südwestlich des Pizzo und oben in der Canalone del Marchhorn in kleinen Klüften in kalkhaltigen Bündnerschiefern. 'Canalone del Marchhorn' konnte nicht gefunden werden. Die Koordinaten weisen auf das 'Marchhorn'.
- Calcit: Rasenartig auftretend, teilweise sind auch grössere Kristalle vorzufinden.
- Hellglimmer: Rosettenartige Aggregate.
- Quarz: Im Tessiner-Habitus.
- Rutil: Nur vereinzelte Nädelchen, selten Bündel.
029. TI / Val Bedretto, Poncione di Maniò, Poncione di Manio
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 676550 / 150000
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 168
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1994; Heft 4; Seite 148-152; Rosafluorit-Kristalle vom Poncione di Manio, Bedrettotal (TI)
1). Berggipfel auf dem Grat zwischen dem Nufenenpass und dem nordöstlich gelegenen Pizzo Rotondo.
- Fluorit: 1). Rosafluorit - 11 cm, flächenreich, Fund 1990.
- Quarz: 1). Im Dauphiné-Habitus.
030. TI / Val Bedretto, Poncione di Maniò, Poncione di Manio (unterhalb)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 676650 / 149400
Literatur:
- Abrecht, J. & Hänni, H.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1979; Band 59; Heft 1-2; Seite 1 - 4; Eine Beryll-Phenakit (Be2SiO4)-Paragenese aus dem Rotondo-Granit
Im Sommer 1976 wurde im Kontaktbereich des Rotondo-Granits unterhalb des Poncione di Manio (676.65/149.40) in einer Blockhalde, die weitgehend aus Gesteinen der aplit-granitischen Randfazies des Rotondo-Granits besteht, ein hellblaues Mineral in aderförmiger Ausbildung gefunden. Die teilweise auch weisslich gefleckte Ader ist etwa 10 cm lang und maximal 1 cm mächtig. Sie findet sich im aplitischen Granit und konnte anstehend nicht entdeckt werden. Dünnschliffuntersuchungen zeigten, dass die Ader nicht monomineralisch ist, sondern weitgehend aus Quarz, Beryll und Phenakit besteht.
- Beryll: Der Beryll kommt in xenomorphen, poikiloblastischen Körnern (0.1-0.5 mm) verwachsen mit Quarz vor.
- Phenakit: Die Phenakitkörner sind zum Teil etwas grösser, jedoch auch xenomorph ausgebildet. Sie sind immer von Beryll umgeben.
- Quarz: Die Quarze sind zum Teil sehr reich an Flüssigkeit-Gas-Einschlüssen.
031. TI / Val Bedretto, San Giacomopass, Passo San Giacomo, Col de Giacomo
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 677900 / 145850
Literatur:
- Hansen, Jörg W.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1952; Band 52; Heft 1; Seite 109 - 153; Zur Geologie, Petrographie und Geochemie der Bündnerschiefer-Serien zwischen Nufenenpass (Schweiz) und Cascata Toce (Italia)
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 143
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1972; Seite 413-415; Habitusänderung bei Quarzen aus dem Val Bedretto TI
Kenngott führt vom Col de Giacomo auch Disthen auf, allerdings ohne nähere Angaben. Im Kalkquarzit: Darin eingebettet finden sich zum Teil grössere Drusen (bis 20 cm Durchmesser) mit Quarzrasen von mm bis cm-Grösse. An einigen Stellen treten Querklüfte auf, die mit Quarzrasen von 1 - 2 cm grossen Kristallen überzogen sind.
- Kyanit:
- Phantomquarz: Wobei zum Teil die Phantomflächen unterschiedlich (nicht parallel) zur äusseren Fläche verlaufen.
- Quarz: Als feine Nadeln und mit Dauphiné-Habitus, dickprismatische Quarze am Fusse des Passes, auch als Artischockenquarz.
032. TI / Val Bedretto, Val Cristallina
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 684950 / 150500
Literatur:
- Rykart, Rudolf & Stuker, Peter; Schweizer Strahler; 1994; Heft 1; Seite 5 - 11; Quarzkristalle mit Anlösungsmerkmalen aus dem Val Cristallina (TI)
- Monazit: Sehr klein, in den Aetzgruben.
- Quarz: Bis 5 cm, mit Anlösungserscheinung.
033. TI / Val Bedretto, Val Ruino
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 686470 / 151240
Literatur:
- Amacher,P.; Urner Mineralienfreund; 1984; Heft 3; Seite 53
Die Fundzone beschränkt sich in diesem Tal auf einen relativ kleinen Bereich. Klüfte sind erst ab einer Höhe von 1480 m ü. M. vorzufinden. Hier dann eine schmale Zone von grauen Hornblendegarbenschiefern mit schlecht entwickelten Granaten. Südlich dieser grauen Zone sind Fundstellen in kalkhaltigen Quarziten und quarzhaltigen Kalkmarmoren anzutreffen. Gut zu unterscheiden vom vorherigen, tieferliegenden, bräunlichen und kluftfreien Kalkglimmerschiefer. Typische Kluftanzeichen sind zur Schieferung abbiegende Quarzbänder. Die Fundzone ist nur ca. 50 Meter breit. Skizze im Urnerheft 1984-3, Seite 60 sowie Landschaftsbild Seite 54. Während die erste Fundzone auf ca. 1550 m ü. M. zu finden ist, kann eine weitere Zone auf ca. 1800 bis 2200 m ü. M. vorgefunden werden (Skizze im Urner 1984-3, Seite 63).
Es sind drei Paragenesen zu unterscheiden:
1.) Quarz, Calcit, Glimmer, Rutil (wenig) und
2.) Calcit, Glimmer, Sagenit, Siderit, Quarz und
3.) Quarz, Pyrit, Hellglimmer
- Calcit: 1.) prismatischer Habitus, grau, bis 4 cm, gute Qualität, 2.) prismatisch, skalanoedrisch, mit Rotbelag, rostig angefärbt.
- Glimmer: Häufig, bis 5 mm grosse, hexagonale Plättchen, rasenartig, im und auf dem Quarz.
- Pyrit: 3.) in ausgezeichneter Qualität, Einzelkristalle und Aggregate bis 10 cm, selten als Pentagondodekaeder, Zwillingsbildungen, schwarz glänzend.
- Quarz: 1.) bis 30 cm, oft zerbrochen, Tessinerhabitus, mit Rutil und Muskovit (im und auf dem Quarz), 2.) wenig, bis 10 cm, sehr klar; 3.) bis 10 cm, mit Rostbelag.
- Rutil: 1.) nur vereinzelt, goldfarbig, im Quarz, sagenitisch, 2.) sagenitisch bis 5 cm, in der Regel aber nur 1 cm gross, meistens im Quarz.
- Siderit: 2.) stark verwittert.
034. TI / Val Bedretto, Villa, Alpe di Cavanna
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 681900 / 152500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 143
Nördlich des Dorfes Bedretto.
- Albit:
- Amethyst: Blass.
- Chlorit:
- Quarz:
- Rutil:
- Sagenit:
- Zepterquarz: Amethystfarbig.
035. TI / Val Bedretto, Villa, Alpe di Cavanna, Alpe di Moniò, Alpe di Monio, Cassina di Viei, Scara Orello, Alpe di Sorescia
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 677630 / 148460
Literatur:
- Hafner, Stefan; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1958; Band 38; Heft 2; Seite 255 - 246; Petrographie des südwestlichen Gotthardmassivs (zwischen St.-Gotthardpass und Nufenenpass).
Die Koordinaten zeigen auf die Alpe di Manio. Detail-Koordinaten siehe im Text. Ähnlich wie andere grosse Paragneiszonen des Gotthardmassivs führt auch die Cavannaserie mehrere Serpentinstöcke. Diese Stöcke sind kleiner als etwa die Vorkommen im Gurschengneis (E. Ambühl, 1929) oder in der Motta-naira-Zone (H. M. Huber, 1943).
Jede der drei bis heute (1958) bekannten Serpentin-Talklinsen liegt in der Pratoserie, allerdings jede in einem anderen Horizont.
Serpentin-Talklinse auf Alpe di Moniò (676,900 / 149,200): Das Vorkommen hat eine Ausdehnung von etwa 80 auf 20 Meter und liegt im nördlichen Teil der mittleren Gneiszone.
Serpentin-Talklinse auf Alpe di Cavanna (Cassina di Viei, 682,500 / 152,900): Die etwa 100 Meter lange und 15 Meter breite Einlagerung liegt im nördlichsten Teil des südlichen Amphibolitzugs.
Serpentin-Talklinse bei Scara Orello, Alpe di Sorescia) (687,300 / 155,600): Das Vorkommen ist grösstenteils durch Schutt und Grasnarbe verdeckt. Seine Ausdehnung ist vermutlich kleiner als diejenige der beschriebenen zwei Linsen.
- Ofenstein:
- Talk:
036. TI / Val Bedretto, Villa, Alpe di Cavanna, Cassina da Viei
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 682530 / 152950
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Wewer,Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
Wewer: erwähnt Talk aus der Gegend von Villa. Kenngott: Quarz von oberhalb Villa.
- Aktinolith:
- Albit: Oberhalb Villa im Bedrettotal.
- Chlorit: Teils im Quarz eingeschlossen.
- Quarz: Quarz mit Strahlstein und Chlorit als Einschluss.
- Talk:
- Zepterquarz:
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 248
In den Felspartien südwestlich des Pizzo und oben in der Canalone del Marchhorn in kleinen Klüften in kalkhaltigen Bündnerschiefern. 'Canalone del Marchhorn' konnte nicht gefunden werden. Die Koordinaten weisen auf das 'Marchhorn'.
- Calcit: Rasenartig auftretend, teilweise sind auch grössere Kristalle vorzufinden.
- Hellglimmer: Rosettenartige Aggregate.
- Quarz: Im Tessiner-Habitus.
- Rutil: Nur vereinzelte Nädelchen, selten Bündel.
029. TI / Val Bedretto, Poncione di Maniò, Poncione di Manio
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 676550 / 150000
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 168
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1994; Heft 4; Seite 148-152; Rosafluorit-Kristalle vom Poncione di Manio, Bedrettotal (TI)
1). Berggipfel auf dem Grat zwischen dem Nufenenpass und dem nordöstlich gelegenen Pizzo Rotondo.
- Fluorit: 1). Rosafluorit - 11 cm, flächenreich, Fund 1990.
- Quarz: 1). Im Dauphiné-Habitus.
030. TI / Val Bedretto, Poncione di Maniò, Poncione di Manio (unterhalb)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 676650 / 149400
Literatur:
- Abrecht, J. & Hänni, H.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1979; Band 59; Heft 1-2; Seite 1 - 4; Eine Beryll-Phenakit (Be2SiO4)-Paragenese aus dem Rotondo-Granit
Im Sommer 1976 wurde im Kontaktbereich des Rotondo-Granits unterhalb des Poncione di Manio (676.65/149.40) in einer Blockhalde, die weitgehend aus Gesteinen der aplit-granitischen Randfazies des Rotondo-Granits besteht, ein hellblaues Mineral in aderförmiger Ausbildung gefunden. Die teilweise auch weisslich gefleckte Ader ist etwa 10 cm lang und maximal 1 cm mächtig. Sie findet sich im aplitischen Granit und konnte anstehend nicht entdeckt werden. Dünnschliffuntersuchungen zeigten, dass die Ader nicht monomineralisch ist, sondern weitgehend aus Quarz, Beryll und Phenakit besteht.
- Beryll: Der Beryll kommt in xenomorphen, poikiloblastischen Körnern (0.1-0.5 mm) verwachsen mit Quarz vor.
- Phenakit: Die Phenakitkörner sind zum Teil etwas grösser, jedoch auch xenomorph ausgebildet. Sie sind immer von Beryll umgeben.
- Quarz: Die Quarze sind zum Teil sehr reich an Flüssigkeit-Gas-Einschlüssen.
031. TI / Val Bedretto, San Giacomopass, Passo San Giacomo, Col de Giacomo
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 677900 / 145850
Literatur:
- Hansen, Jörg W.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1952; Band 52; Heft 1; Seite 109 - 153; Zur Geologie, Petrographie und Geochemie der Bündnerschiefer-Serien zwischen Nufenenpass (Schweiz) und Cascata Toce (Italia)
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 143
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1972; Seite 413-415; Habitusänderung bei Quarzen aus dem Val Bedretto TI
Kenngott führt vom Col de Giacomo auch Disthen auf, allerdings ohne nähere Angaben. Im Kalkquarzit: Darin eingebettet finden sich zum Teil grössere Drusen (bis 20 cm Durchmesser) mit Quarzrasen von mm bis cm-Grösse. An einigen Stellen treten Querklüfte auf, die mit Quarzrasen von 1 - 2 cm grossen Kristallen überzogen sind.
- Kyanit:
- Phantomquarz: Wobei zum Teil die Phantomflächen unterschiedlich (nicht parallel) zur äusseren Fläche verlaufen.
- Quarz: Als feine Nadeln und mit Dauphiné-Habitus, dickprismatische Quarze am Fusse des Passes, auch als Artischockenquarz.
032. TI / Val Bedretto, Val Cristallina
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 684950 / 150500
Literatur:
- Rykart, Rudolf & Stuker, Peter; Schweizer Strahler; 1994; Heft 1; Seite 5 - 11; Quarzkristalle mit Anlösungsmerkmalen aus dem Val Cristallina (TI)
- Monazit: Sehr klein, in den Aetzgruben.
- Quarz: Bis 5 cm, mit Anlösungserscheinung.
033. TI / Val Bedretto, Val Ruino
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 686470 / 151240
Literatur:
- Amacher,P.; Urner Mineralienfreund; 1984; Heft 3; Seite 53
Die Fundzone beschränkt sich in diesem Tal auf einen relativ kleinen Bereich. Klüfte sind erst ab einer Höhe von 1480 m ü. M. vorzufinden. Hier dann eine schmale Zone von grauen Hornblendegarbenschiefern mit schlecht entwickelten Granaten. Südlich dieser grauen Zone sind Fundstellen in kalkhaltigen Quarziten und quarzhaltigen Kalkmarmoren anzutreffen. Gut zu unterscheiden vom vorherigen, tieferliegenden, bräunlichen und kluftfreien Kalkglimmerschiefer. Typische Kluftanzeichen sind zur Schieferung abbiegende Quarzbänder. Die Fundzone ist nur ca. 50 Meter breit. Skizze im Urnerheft 1984-3, Seite 60 sowie Landschaftsbild Seite 54. Während die erste Fundzone auf ca. 1550 m ü. M. zu finden ist, kann eine weitere Zone auf ca. 1800 bis 2200 m ü. M. vorgefunden werden (Skizze im Urner 1984-3, Seite 63).
Es sind drei Paragenesen zu unterscheiden:
1.) Quarz, Calcit, Glimmer, Rutil (wenig) und
2.) Calcit, Glimmer, Sagenit, Siderit, Quarz und
3.) Quarz, Pyrit, Hellglimmer
- Calcit: 1.) prismatischer Habitus, grau, bis 4 cm, gute Qualität, 2.) prismatisch, skalanoedrisch, mit Rotbelag, rostig angefärbt.
- Glimmer: Häufig, bis 5 mm grosse, hexagonale Plättchen, rasenartig, im und auf dem Quarz.
- Pyrit: 3.) in ausgezeichneter Qualität, Einzelkristalle und Aggregate bis 10 cm, selten als Pentagondodekaeder, Zwillingsbildungen, schwarz glänzend.
- Quarz: 1.) bis 30 cm, oft zerbrochen, Tessinerhabitus, mit Rutil und Muskovit (im und auf dem Quarz), 2.) wenig, bis 10 cm, sehr klar; 3.) bis 10 cm, mit Rostbelag.
- Rutil: 1.) nur vereinzelt, goldfarbig, im Quarz, sagenitisch, 2.) sagenitisch bis 5 cm, in der Regel aber nur 1 cm gross, meistens im Quarz.
- Siderit: 2.) stark verwittert.
034. TI / Val Bedretto, Villa, Alpe di Cavanna
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 681900 / 152500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 143
Nördlich des Dorfes Bedretto.
- Albit:
- Amethyst: Blass.
- Chlorit:
- Quarz:
- Rutil:
- Sagenit:
- Zepterquarz: Amethystfarbig.
035. TI / Val Bedretto, Villa, Alpe di Cavanna, Alpe di Moniò, Alpe di Monio, Cassina di Viei, Scara Orello, Alpe di Sorescia
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 677630 / 148460
Literatur:
- Hafner, Stefan; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1958; Band 38; Heft 2; Seite 255 - 246; Petrographie des südwestlichen Gotthardmassivs (zwischen St.-Gotthardpass und Nufenenpass).
Die Koordinaten zeigen auf die Alpe di Manio. Detail-Koordinaten siehe im Text. Ähnlich wie andere grosse Paragneiszonen des Gotthardmassivs führt auch die Cavannaserie mehrere Serpentinstöcke. Diese Stöcke sind kleiner als etwa die Vorkommen im Gurschengneis (E. Ambühl, 1929) oder in der Motta-naira-Zone (H. M. Huber, 1943).
Jede der drei bis heute (1958) bekannten Serpentin-Talklinsen liegt in der Pratoserie, allerdings jede in einem anderen Horizont.
Serpentin-Talklinse auf Alpe di Moniò (676,900 / 149,200): Das Vorkommen hat eine Ausdehnung von etwa 80 auf 20 Meter und liegt im nördlichen Teil der mittleren Gneiszone.
Serpentin-Talklinse auf Alpe di Cavanna (Cassina di Viei, 682,500 / 152,900): Die etwa 100 Meter lange und 15 Meter breite Einlagerung liegt im nördlichsten Teil des südlichen Amphibolitzugs.
Serpentin-Talklinse bei Scara Orello, Alpe di Sorescia) (687,300 / 155,600): Das Vorkommen ist grösstenteils durch Schutt und Grasnarbe verdeckt. Seine Ausdehnung ist vermutlich kleiner als diejenige der beschriebenen zwei Linsen.
- Ofenstein:
- Talk:
036. TI / Val Bedretto, Villa, Alpe di Cavanna, Cassina da Viei
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 682530 / 152950
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Wewer,Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
Wewer: erwähnt Talk aus der Gegend von Villa. Kenngott: Quarz von oberhalb Villa.
- Aktinolith:
- Albit: Oberhalb Villa im Bedrettotal.
- Chlorit: Teils im Quarz eingeschlossen.
- Quarz: Quarz mit Strahlstein und Chlorit als Einschluss.
- Talk:
- Zepterquarz:
