Kanton TI, Bezirk Leventina
Fundorte > Tessin
Vorkommen im Kanton Tessin, Region Leventina
Bild: TI / Rodi-Fiesso, Campolungo, Tremolit, Grammatit 87 x 55 x 25 mm
169 Beschreibungen
001. TI / Gotthard Basistunnel (Südportal 9500 Meter)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airol, Koordinaten ca.: 689188 / 153712
Literatur:
- Antognini, Marco & Bremer, Christian; Schweizer Strahler; 2007; Heft 1; Seite 2-4; Ein ungewöhnlicher, grüner rhombendodekaedrischer Fluorit aus dem Gotthard-Basistunnel
Fund aus dem Abschnitt im Einspurtunnel West, 9.5 km hinter dem Südportal in Bodio aus einer ca. 15 cm grossen Spalte. Die Koordinaten zeigen auf das Südportal.
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airol, Koordinaten ca.: 689188 / 153712
Literatur:
- Antognini, Marco & Bremer, Christian; Schweizer Strahler; 2007; Heft 1; Seite 2-4; Ein ungewöhnlicher, grüner rhombendodekaedrischer Fluorit aus dem Gotthard-Basistunnel
Fund aus dem Abschnitt im Einspurtunnel West, 9.5 km hinter dem Südportal in Bodio aus einer ca. 15 cm grossen Spalte. Die Koordinaten zeigen auf das Südportal.
- Fluorit: In der sehr seltenen Form des Rhombendodekaeders, transparent, leicht grünliche Färbung, vielflächig, unter UV-Licht blau-violett strahlend.
002. TI / Airolo (ital.) (weitere Umgebung), Eriels (dt.) (weitere Umgebung)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 689720 / 153770
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 240
Stalder: Die ungenaue Fundortbeschreibung lautet lediglich auf die weitere Umgebung von Airolo.
- Granat: Kenngott: vorzüglich schön ist der granatreiche Hornblendeschiefer bei Airolo.
- Klinochlor: Stalder: Eisenreicher Klinochlor, welcher früher noch unter der Bezeichnung Rhipidolith geführt wurde.
003. TI / Airolo (ital.), Eriels (dt.), Comesnè
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 689790 / 153770
Literatur:
- Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1967; Seite 53-58; Goethit und Lepidokrokit in den Zerrklüften der Schweizer Alpen
Comesnè liegt recht weit entfernt von Airolo entfernt (liegt oberhalb Faido). Oberhalb Airolo (bei Lago Ritom) liegt Camoghè, evtl. handelt es sich hier um eine Verwechslung. Die Koordinaten zeigen auf Airolo.
- Albit:
- Anatas:
- Goethit: Aus Pyrit entstanden.
- Muskovit:
004. TI / Airolo (ital.), Eriels (dt.), Madrano, Brugnasco
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 693270 / 153090
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 252 Beim Bau der Strasse von Madrano nach Brugnasco sind bei der ersten Kehre unmittelbar ausserhalb des Dorfes einige modellhafte Mineralien gefunden worden.
- Albit:
- Ankerit: Stark verrostet.
- Aragonit: Rezent oder subrezent gebildet, zum Teil die anderen Mineralien überkrustend.
- Muskovit:
- Quarz: Teils mit Turmalineinschlüssen.
- Rutil:
- Siderit:
- Turmalin: Modellhaft schön, zum Teil dunkelgrün durchscheinend, mit flachrhomboedrischer Endbegrenzung, bis 6.5 cm Länge und 3.5 cm Durchmesser, kleinere Kristalle sind vollständig im Quarz eingewachsen.
005. TI / Airolo (ital.), Eriels (dt.), Scipsius, Schipsius, Scinfüs, Schisius, Alpe Scimfuss, Alpe di Pontino, Poncione di Lötia del Pizzo
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 690500 / 155300
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 143
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 204
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 37
Ein Karteneintrag ist nicht zu finden. Die Alp befindet sich nordöstlich von Airolo und südlich der Alpe di Pontino. Ein Vorkommen wird den gegen Airolo hin abfallenden Hängen zugeordnet, ein weiteres weiter westlich gegen einen kleinen See (Laghetto). Die oft verwendete Fundortbezeichnung 'Alpe Scimfuss' bezieht sich einerseits auf die steilen Hänge unterhalb der Alpe di Pontino, andererseits auf die Felspartien über dieser Alp gegen den Poncione di Lötia del Pizzo hin.
- Albit:
- Amethyst: In ausgezeichneter Qualität.
- Amianth:
- Anatas: Reichlich, hellgelb bis braun, spitzpyramidal.
- Aragonit:
- Chlorit:
- Periklin:
- Quarz: Mit verschiedenen Einschlüssen.
- Rutil:
- Synchisit:
- Turmalin: Braun bis schwarz.
006. TI / Airolo (ital.), Eriels (dt.), Scipsius, Schipsius, Scinfüs, Schisius, Laghetto di Scimfuss, Cava Jori
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 689700 / 155900
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Toroni, A.; Schweizer Strahler; 1987; Seite 427-431; Quarzkristalle vom Gotthardgebiet mit Muzo-Habitus bildender trigonaler Streifung
- Toroni, A.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 119-123; Ein flächenreicher Pyrit von der Scinfüs TI
- Toroni, A.; Lapis; 1983; Heft 2; Seite 25
Die ganze Region 'Scinfüs-See ' ist hier zusammengefasst. Eine Fundstelle liegt im Abhang, dort, wo der Bach den See verlässt und im Zusammenhang mit Lawinenverbauungen unzugänglich geworden ist. Funde sind auch beim Anlegen der Lawinenverbauungen getätigt worden. Die 'Cava Jori' (Grube Jori) liegt nahe des Seeleins in Richtung Scinfüs. Der Name beruht auf den Entdecker (Giovanni Jori) einer Anatasfundstelle. Weiter sind dabei Quarz mit Amianteinschlüssen, Rutileinschlüssen, Sagenitgitter, Albit und Chloritrosetten gefunden worden. Kenngott erwähnt Titanit vom Schisius ohne genauere Fundortangaben.
- Albit: Weiss, undurchsichtig, als Periklin.
- Amethyst: Zum Teil zepterartig.
- Anatas: Honiggelb bis braun, zum Teil mit Rutilnadeln durchsetzt, gestreckte Bipyramiden, flächenreich, hochglänzend, bis 2 mm.
- Aragonit: Als Kruste auf anderen Mineralien, stängelig.
- Byssolith: Im Quarz, biegsam, haarförmig, grün (Hornblendeasbest), zum Teil dicht büschelig.
- Calcit: Rhombisch, zum Teil stark verbogen.
- Chlorit: Auch im Quarz und/oder zusammen mit Byssolith schwärzliche Massen bildend.
- Pyrit: Bis 4 cm, glänzend, limonitisiert, flächenarm, kubisch, oktaedrisch, einmaliger Fund mit 9 verschiedenen Kristallformen an einem einzigen Kristall (Würfel, Pentagondodekaeder, Oktaeder, Deltoidikositetraeder, Triakisoktaeder (selten), Diakisdodekaeder(selten) )!, oberhalb des Seeleins schöne Oktaeder.
- Quarz: Mit Muzo-Habitus bis 4 mm, sonst bis 70 cm (Lawinenverbauung), mit Einschlüssen von Byssolith.
- Rutil: Reichlich, nadelig, sagenitisch, bis einige cm.
- Siderit:
- Titanit: Toroni: Kenngott: rötlichbraun halbdurchsichtige Kristalle, goldgelbe Rutilnadeln als Einschluss enthaltend, mit Bergkristall.
- Xenotim:
- Zepterquarz: Bis 8 cm Durchmesser, mit Einschlüssen von Byssolith und Rutil sowie 'Libellen'.
007. TI / Airolo (ital.), Eriels (dt.), Scipsius, Schipsius, Scinfüs, Schisius, Ovi di Scimfuss (Lucendro-KW Zulaufstollen)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 688500 / 155750
Literatur:
- Graeser, St. & Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1974; Seite 265-277; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten
Im Aushubmaterial dieses Stollens der unterhalb der Lokalität 'Ovi di Scimfüs' liegt.
- Bastnäsit-(Ce): Bis 3 mm, hexagonale Prismen, braun, an den Enden fast durchsichtig, sonst getrübt, nicht syntaktisch verwachsen mit Synchisit.
008. TI / Airolo (ital.), Eriels (dt.), Scipsius, Schipsius, Scinfüs, Schisius, Scimfuss, Alpe di Pontino
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 688800 / 154700
Literatur:
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1985; Seite 143-148; Neue Fluoritfunde auf der Südseite des Gotthardmassivs
Während den Aushubarbeiten für das Wasserkraftwerk konnte folgende bemerkenswerte Paragenese gefunden werden:
- Adular:
- Apatit: Klein, rund bis tafelig, klar.- Chlorit: Dunkelgrün.- Fluorit: Grün, oktaedrisch, bis 2.5 cm.
- Hämatit: Auf dem Fluorit aufsitzend, glänzend, auf- und eingewachsen.
- Muskovit:
- Pyrit: Auf dem Fluorit aufsitzend, limonitisiert.
- Quarz:
- Rosafluorit: Oktaedrisch, glänzend, schönes Rosa, bis 4 mm.
- Titanit: Gelbgrün, bis 2 mm, auch blaue Kristalle bis 1 cm.
009. TI / Airolo (ital.), Eriels (dt.), Stalvedrastollen (KW Airolo)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 689800 / 153800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 256
In diesem, grösstenteils im Paraschiefer verlaufenden Stollen (gebaut 1966/1967), östlich von Airolo, konnten unter anderem folgende Mineralien geborgen werden:
- Adular:
- Ankerit:
- Chlorit:
- Dolomit:
- Epidot:
- Ferro-Magnesit:
- Magnesit:
- Muskovit:
- Periklin: Schneeweiss.
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil: Oft als dichter Filz und zum Teil auch sagenitisch.
- Siderit:
- Sphalerit:
- Turmalin: Schwarz, stengelig, vereinzelt.
010. TI / Airolo, Riale di Berri, Riale di Nelva
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 691180 / 154940
Literatur:
- Preiswerk, H.; Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel; Band XXVI; 1915; Seite 186-187
Riale di Berri heisst heute Riale di Nelva. Die Koordinaten zeigen auf diesen Bach. Der Fundort liegt mitten in mesozoischen Sedimenten im nördlichen, überkippten Schenkel der Pioramulde. Das Nebengestein sind quarzige biotit- und muscovitführende, braungelbe Glimmerkalk- resp. Dolomitschiefer im stratigraphisch höchsten Teil des Triaskomplexes. Diese Schiefer können etwa zu der Gruppe gerechnet werden, die von Niggli und Staub im Gotthardgebiet als Quartenschiefer aufgefasst werden.
- Skapolith: Das Auftreten des Skapolith ist dem von Valle durchaus ähnlich. Es sind quer zur Schieferung laufende Klüfte, die mit eisenschüssigem Calcit, Museovit und kreuz und quer liegenden Prismenvon Skapolith erfüllt sind. Auch Rutilnadeln finden sich in der Füllmasse. Das gewonnene Material ist dürftig. Es genügt eben zum Nachweis von Skapolith, nicht aber zu weiterer Bearbeitung.
011. TI / Alpe Cadagno
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 697220 / 156230
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 144
Die Koordinaten zeigen auf das Seeufer des Lago Cadagno.
- Anatas:
012. TI / Amsteg, Amstäg (NEAT Zugangsstollen - Kabelstollen - Bahntunnel)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo
Literatur:
- Amacher, Peter; Lapis; 2005; Heft 9; Seite 28-33
- Amacher, Peter; Urner Mineralienfreund; 2004; Heft 3; Seite 2-10
- Amacher, Peter; Urner Mineralienfreund; 2005; Heft 1; Seite 18-20
- Amacher, Peter; Urner Mineralienfreund; 2005; Heft 3; Seite 9-10
- Bolli, Thomas; Schweizer Strahler; 2010; Heft 4; Seite 2-11; Das waren alles Notbergungen
- Bürgi, Willi; Schweizer Strahler; 2000; Heft 4; Seite 145-153; Der Schatz aus der Tiefe des Berges
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 267,276,318
- Weiss,Stefan & Amacher,Peter; Lapis; 2000; Heft 11; Seite 22-29
NEAT = Neue Eisenbahn Alpine Transversale. Einige Bemerkungen zu diesem Vorhaben: Auf der Gotthardlinie sollen 4 Tunnel entstehen (zwei weitere sind geplant): Zimmerberg und Hirzeltunnel zwischen Zürich und Arth-Goldau (zusammen ca. 25 km), Gotthard-Basistunnel (57 km) und Ceneri-Basistunnel vor Lugano (15.6 km).
Beschäftigt sind bis 2500 Arbeiter, die Kosten belaufen sich auf ca. 13.6 Milliarden CHF. An Aushubmaterial fallen ca. 24 Millionen Tonnen Gestein an, was ca. 20000 vollbeladenen Güterzügen entspricht. Beim Aufeinandertreffen der Vortriebe aus Norden und Süden wird eine Abweichung von 20 cm erwartet. Der neue Gotthard-Eisenbahntunnel wird der längste Eisenbahntunnel der Welt.
Eine Herausforderung der ganz besonderen Art stellte die berüchtigte 'Pioramulde' dar. Um sie zu Erkunden wurde ein 5 km langer Sondierstollen angelegt. Beim Nähern zur völlig mürben Piora-Dolomitzone sank die Temperatur von 35° auf 16 ° hinunter. Nur durch grosses Glück forderte der Durchbruch keine Todesopfer; während die Arbeiter im Wochenende weilten, drückte das angebohrte Dolomit-Gemisch mit einem gewaltigen Druck von 300 Atmosphären das Bohrgestänge in den Tunnel.
Es handelt sich hier erst um eine Teilaufzählung der Mineralien. Die interessanten Tunnelabschnitte (z.Z. im Erstfeldergranit) folgen erst im Chlorit-Sericit-Schiefer/Gneis. Interessant dürfte auch der Abschnitt unter dem Etzlital und die Inschi-Tobel-Paragenese sein. Der Tunnel beginnt im Kanton Uri bei Erstfeld und endet nach 56.8 km bei Bodio im Kanton Tessin. Eröffnung 2012.
Bis 2010 konnten aus dem Tunnel 53 verschiedene Mineralien geborgen werden.
- Adular:
- Aktinolith:
- Albit: Rasenartig.
- Amianth: Bis 8 cm lange 'Haare'.
- Anatas:
- Anhydrit: Kurzsäulig, gestuft mit chloritisierter Endfläche, teils mit Hämatit besetzt, Länge bis 12 cm, auch flachprismatische Exemplare, alle mit leichtem lila Farbton. Lilafarbig, wasserklar, bis 8 cm lang und 5 cm dick, überzuckert mit Hämatit, Stilbit und Chlorit.
- Ankerit: Kugelig, schneeweiss, aggregiert, bis 1.5 cm Durchmesser, auf Quarz oder Muttergestein.
- Apatit:
- Apophyllit: Als Belag.
- Aragonit:
- Arsenopyrit:
- Asbest: Als sogenanntes Bergleder.
- Bavenit:
- Beryll:
- Bismuthinit:
- Brookit:
- Calcit: Rhomboeder auf Quarz. Als Papierspat.
- Chabasit:
- Chalcedon:
- Chalkopyrit:
- Chamosit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Fadenquarz:
- Fluorit: Bis 5 mm, würfelig, schwach bläulich.
- Galenit:
- Gips:
- Goethit:
- Graphit:
- Gwindel: Handgross.
- Heulandit:
- Hämatit: Flitterchen.
- Ilmenit:
- Klinozoisit:
- Laumontit: Schneeweiss.
- Limonit:
- Markasit:
- Milarit:
- Monazit:
- Muskovit:
- Opal:
- Pyrit:
- Pyrop:
- Pyrrhotin: Aus verschiedenen Klüften. Bis 15 mm lang, vergesellschaftet mit Pyrit. Bis 6.5 cm, sehr schön gewachsen. Bis 11 cm Durchmesser, plattig, goldglänzende Stufen. Sie zählen zu den besten je in der Schweiz gefunden Pyrrhotinkristallen.
- Quarz: Aus verschiedenen Klüften. Zusammen mit Ankerit, Quarzkristalle bis 40 kg, klar. Hell, teils überzogen mit Calcitrhomboedern. Bis 10 cm lang und 5 cm dick. Zusammen mit Pyrit.
- Rutil:
- Schwefel: Von der Tessinerseite in Form von kleinen gelben Flecken auf dem Dolomitmarmor.
- Siderit:
- Skolezit:
- Sphalerit: Tetraeder bis 15 mm. Bis 1 cm, aufgewachsen auf Quarz.
- Stilbit: Zuckerartig auf dem Anhydrit.
- Synchisit:
- Titanit: Honiggelb, bis 3 mm. Bis 1 cm, blassbraun.
- Turmalin: Auf der Tessinerseite. Bis 3 cm, zusammen mit Ankerit und Rutil.
- Wulfenit:
- Zirkon:
013. TI / Gotthard, Airolo (ital.), Eriels (dt.), Albinasca, Ri d'Albinasca
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 687160 / 153330
Literatur:
- Hoefs, J. / Stalder, H.A.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1977; Band 57; Heft 3; Seite 329 - 347; Die C-Isotopenzusammensetzung von CO2-haltigen Flüssigkeitseinschlüssen in Kluftquarzen der Zentralalpen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 203
Nebst der Fundstelle im Ri d'Albinasca ist eine weitere zwischen hier und der Strasse bekannt geworden. Hoefs (1977): Ri d'Albinasca: Kordinaten: 687.1/153.4. Im Amphibolith aus der Tremolaserie: Quarz, Chlorit, Muskovit, Adular, Aktinolith u.a.m.
- Adular:
- Aktinolith:
- Albit:
- Anatas: Schwarz, rot, gelbbraun, klein.
- Calcit:
- Chlorit: Wulstig, dunkelgrün, grobblätterig.
- Muskovit:
- Pyrit:
- Quarz: Gross, mit Amiant-, Aktinolith- und Chloriteinschlüssen, grosse Stufen stammen von der Fundstelle oberhalb der Strasse Albinasca.
- Rutil: Rote und schwarze Nadeln, auch mit dünnsten, dicht zusammenhängenden, roten Sagenitplättchen.
- Sagenit:
- Titanit:
- Turmalin:
- Zepterquarz:
014. TI / Gotthard, Airolo (ital.), Eriels (dt.), Lago di Piora (Zuleitungsstollen)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 689500 / 153400
Literatur:
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1989;; Seite 263
Im Wasserzuleitungsstollen von der Unteralpreuss zum 'Lago di Piora', 190 Meter vom Südportal.
- Ankerit:
- Bertrandit: Viele, sehr klein, bis ca. 1 mm, auf Ankerit, Zwillinge.
- Chlorit:
015. TI / Gotthard, Alpe di Lucendro, Lucendrobrücke
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 683500 / 156600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 186
- Schweizer, Hans; Schweizer Strahler; 1980; Seite 187-200; Alte und neue Phenakitfunde aus den Schweizer Alpen
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 2; Seite 22 - 38; Vom Lucendro zur Fibbia: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz
Nebst der Lucendrobrücke verweist Parker auf einen Fund zwischen der Brücke und der Staumauer. Interessant scheint hier der reichliche Phenakitfund zu sein.
- Adular:
- Apatit:
- Biotit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Eisenrose:
- Epidot:
- Phenakit: Einzelkristall 3 x 1.5 cm, ein anderer Fund brachte ca. 100 Kristalle bis 25 mm Länge und 6 mm Durchmesser zum Vorschein, milchig, teils von Chlorit durchwachsen.
- Stilbit:
- Titanit:
016. TI / Gotthard, Berg Sella
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 691410 / 157870
Literatur:
- Kenngott, Adolf, Die Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten, 1866
Ein Berg Namens Sella ist auf der Karte nicht zu finden. Vermutlich handelt es sich um einen der Berge um den Passo Sella. Die Koordinaten zeigen auf den Passo Sella.
- Adular:
- Chlorit:
- Gwindel: Kenngott beschreibt: ..solche gedrehten Krystelle zeigen sich am Bergkrystall vom Berge Sella am St. Gotthard..
- Quarz:
- Titanit: Am Berge Sella, grosse, in der Richtung der Querachse bis 2 Zoll messende, mehr oder weniger dick tafelartige, spitzsechsseitige Kristalle, Kreuzzwillinge und einzelne, auch rhombische, mit noch verschiedenen anderen untergeordneten Gestalten, von Chlorit durchdrungen und bewachsen, daher an der Oberfläche rauh und grubig, an sich gelblichgrün, durch den Chlorit aber dunkelgrün gefärbt, halbdurchsichtig bis kantendurchscheinend, wahrscheinlich aus Nester ausfüllenden Chloritmassen, bisweilen mit kleinen Adularkristallen bewachsen.
017. TI / Gotthard, Blauberg, Greno di Prosa
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 687300 / 159550
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 82
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 117,144
Einige Funde stammen aus der Gipfelregion dieses Berges. Ein Karteneintrag fehlt. Der Blauberg liegt südlich von Hospental auf der Westseite der Gotthardstrasse. Die Spitze liegt östlich des Blauberges. Die Koordinate zeigt auf den Blauberg. Kenngott erwähnt als Titanitfundort nur Berg Prosa.
- Adular:
- Albit: Kenngott: Weisse Kristalle, auch basische Zwillinge in Drusenräumen des Gneisgranits vom kleinen See am Blauberg, zwischen Sella und Guspis.
- Calcit:
- Chlorit:
- Quarz:
- Siderit:
- Titanit: Parker: Grün - gelb. Kenngott: schöne grüne und gelbe Zwillinge in Drusen von Glimmerschiefer und Gneis, mit Chlorit, Adular, Glimer, Talk und Bergkristall, zum Teil in diesem als Einschluss.
018. TI / Gotthard, Cima di Canariscio
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 690320 / 156190
Literatur:
- Wagner, Albert; Urner Mineralienfreund; 1973; Heft 4; Seite 50 Auf der Karte ist nur der Pizzo Canarisco und das Vel Canarisco eingetragen. Die Koordinaten zeigen auf das Val Canarisco.
- Anatas:
- Calcit:
- Limonit:
- Periklin:
- Pyrit: Pseudomorph nach Ilmenit. Teils sagenitisch.
- Quarz:
- Rutil:
019. TI / Gotthard, Fibbia, Fibia
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 685050 / 155200
Literatur:
- Brughera, Franco; Schweizer Strahler; 1984; Seite 405-411; Ein aussergewöhnlicher Apatit von der Fibbia
- Dittli, Josef; Schweizer Strahler; 1990; Seite 314-320; Der dritte beryllium-Mineralfund und die Schweizer Armee
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 196, 197
- Handschin, Ch.; Schweizer Strahler; 2006; Seite 14-21; Bruno Schaub der Eisenrosenstrahler vom Steinerberg
- Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 1978; Seite 374-384; Alte und neue Mineralfunde aus dem Wallis
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 2; Seite 22 - 38; Vom Lucendro zur Fibbia: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 4; Seite 21-35; Von der Fibbia zum Sella: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1984; Seite 453-460; Chabasit-Funde im Tessin
Nur ungenaue Fundortbezeichnung, südwestlich des Gotthardpasses.
- Adular:
- Aeschynit-(Y):
- Albit:
- Apatit: In aussergewöhnlicher Grösse: 7 cm (grösste Diagonale), 31 mm dick, Glasglanz, violett.
- Bazzit: Unter einem mm, farblos bis gelblich, stengelig.
- Bertrandit: Fund 1862, auf und neben Eisenrosen, sehr klein, farblos bis bläulich, Zwillinge. Der erste schweizerische Fund von Bertrandit erfolgte im Jahre 1862, als A. Kenngott auf Gottharder Eisenrosen eine spärliche Schar von Kriställchen einer unbekannten Mineralspezies entdeckte, die er Hessenbergit taufte.
- Biotit:
- Chabasit: Bis 7 mm Kantenlänge, glasglänzend, undurchsichtig, grau-weisslich bis gelblich.
- Chlorit:
- Eisenrose:
- Hämatit:
- Muskovit:
- Phenakit: Auch aufgewachsen auf Rauchquarz, bis 28 mm, meistens mit Chloriteinschluss.
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil: Im Quarz.
- Wiserin: Nach Kenngott: auf Klüften im feldspatreichen granitischen Gestein mit und auf kristallisiertem Adular, ausserdem begleitet von Hämatit, Quarz, Albit, Muskovit, Chlorit und Rutil, den Hämatit auch oft als Einschluss enthaltend. Die Kristalle bilden die Kombination des quadratischen Prisma mit der stumpfen quadratischen Pyramide, sind wein- bis honiggelb, auch graulichgelb, selten ölgrün, durchsichtig bis durchscheinend, glänzen glasartig, auf den fein horizontal gestreiften Prismenflächen in Perlmutterglanz neigend und haben die Härte 5. Selten finden sich langgestreckte bis stängelige, gegen das Ende verdickte Kristalle, die zum Teil etwas gebogen und mit einander verwachsen sind, an gewissen Epidot erinnernd.
- Xenotim: 1 - 2 cm, mit sehr kleinem Prisma.
020. TI / Gotthard, Fibbia, Fibia, Laghi Scuri
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 685611 / 154574
Literatur:
- Amacher, Peter; Lapis; 1982; Heft 7-8; Seite 28-31; Die Fibbia
- Amacher, Peter; Schweizer Strahler; 2012; Seite 5; Titanit aus dem Furkagebiet
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 2; Seite 22 - 38; Vom Lucendro zur Fibbia: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 4; Seite 21-35; Von der Fibbia zum Sella: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz
Im mittleren Teil der südlichen Fibbia. Der Titanitfund stammt aus der Region über dem Laghi Scuri.
- Adular: In nicht sehr guter Qualität, Parallelverwachsungen mit milchigem Faden.
- Eisenrose: Mit hexagonalen Plättchen, wenige Kristalle bilden eine Rose, auf ausgelaugtem Gestein oder Adular.
- Hämatit:
- Quarz: Nur wenig.
- Titanit: Bis 3 mm, aufgewachsen auf Eisenrosen.
- Xenotim: Gelbgrün, auf ausgelaugtem Gestein, bis 2 cm (?), tetragonale Prismen, selten.
021. TI / Gotthard, Fibbia, Fibia, Piano di Peccia (Tunnel)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 689950 / 141000
Literatur:
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1984; Seite 453-460; Chabasit-Funde im Tessin
Die Koordinaten zeigen auf Piano di Peccia. Ein Tunnel konnte auf der Karte nicht gefunden werden.
- Chabasit:
022. TI / Gotthard, Forno dei Camosci
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 694710 / 159030
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 133
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 192
Es handelt sich hier um eine bekannte Fundstelle welche bereits ca. 1890 ausgebeutet wurde. Auf der Karte ist kein Eintrag 'Forno dei Camosci' vorhanden. Ein Eintrag findet sich östlich des Gotthard mit der Bezeichnung 'Löita dei Camosci'. Die Koordinaten zeigen auf dieses Gebiet.
- Adular: Reichlich, als dünne Kruste, bestehend aus kleinen Einzelindividuen.
- Albit:
- Anatas:
- Apatit: In schöner Ausbildung, reichlich, dicktafelig, klar, durchsichtig, selten schwach violett.
- Epidot:
- Laumontit:
- Muskovit: Reichlich vorhanden.
- Pyrit:
- Rauchquarz:
- Stilbit:
023. TI / Gotthard, Ghiacciaio di Lucendro, Lucendrogletscher, Piz Lucendro (nördlich), Poncionetto-Grat (nördlich)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 682886 / 155127
Literatur:
- Amacher, Peter; Urner Mineralienfreund; 1987; Heft 2; Seite 25
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 2; Seite 22 - 38; Vom Lucendro zur Fibbia: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 4; Seite 21-35; Von der Fibbia zum Sella: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz
Auf der Nordseite des Pizzo Lucendro. Im Urnerheft 1987-2 ist die Fundgegend sowie einige Mineralien aus dieser Gegend abgebildet.- Adular:
- Calcit: Bis 5 cm.
- Chabasit: Bis 2 cm, zum Teil reichlich, oft mit einer scharfen Chloritgrenze belegt.
- Chlorit:
- Eisenrose:
- Hämatit:
- Muskovit:
- Phenakit: Bis 3 cm, zum Teil vollständig transparent und guten Endflächen.
- Rauchquarz: Mit Übergangshabitus.
- Titanit: Gelb.
024. TI / Gotthard, Ghiacciaio di Lucendro, Lucendrogletscher, Piz Lucendro (östlich)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 683000 / 155350
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 129,134
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 185
An diesem Gletscher (unterhalb), östlich des Pizzo Lucendro, sind zahlreiche und bedeutende Funde gemacht worden.
- Apatit: Gross, tafelig, amethystfarbig selten auch rosafarbig.
- Brookit: Selten, klein.
- Chlorit:
025. TI / Gotthard, La Fibbia, Fibia (Ost- und Südseite)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 685220 / 155200
Literatur:
- Amacher, Peter; Lapis; 1982; Heft 7-8; Seite 28-31; Die Fibbia
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 114 etc.
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 2; Seite 22 - 38; Vom Lucendr zur Fibbia: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz (I)
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 4; Seite 21-35; Von der Fibbia zum Sella: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz (II)
Dieser Berg liegt südwestlich des Gotthardpasses und hat wegen seinen hervorragenden Hämatit- und Adularkristallen grosse Berühmtheit erlangt. Die kluftreichen Zonen sind an der Ost- und der Südseite (Südwestflanke) zu finden sowie in der Flanke die sich vom Gipfel der Fibbia und der Valetta zum Hospiz hin zieht. Die Koordinaten verweisen auf den Gipfel.
- Adular: Häufigstes Mineral und in hervorragenden Kristallen, oft vorkommend an der Süd- und der Ostseite, bis recht grosse Individuen, Zwillings- und Vierlingsbildungen, Bavenozwillinge, oft reihenförmig aggregiert, durchscheinend bis milchig, selten chloritisiert, Chlorit lediglich beim seitlichen Pinakoid, Basisfläche ohne Einschlüsse und deshalb glänzend.
- Albit: Reichlich vorhanden.- Anatas: Honiggelb bis grünlich, guter Glanz.
- Anhydrit: Bis 10 cm.
- Apatit: Apatite von hier gehören zu den besten der Schweiz, häufig sehr flächenreich, relativ gross, mit unterschiedlichem Habitus, oft tafelig, längliche Kristalle können mit Phenakit verwechselt werden, durchsichtig, farblos bis violett (am Tageslicht verblassend), rosafarbene Exemplare an der Südseite der Fibbia, gute Funde sind weitgehend an die Hämatitfundstellen gebunden.
- Bazzit:
- Bertrandit:
- Chabasit: Spärlich, rund um die Fibbia anzutreffen.
- Chlorit:
- Eisenrose: In sehr schönen Exemplaren, dicktafelig, kompakter Bau, mit geschlossenem oder halboffenem Habitus, auch Aggregate mit mehreren Rosen, zum Teil mit aufgewachsenem Rutil, auch feinblätterige Ausbildung.
- Glimmer:
- Heulandit: Rund um die Fibbia anzutreffen.
- Hämatit:
- Phenakit:
- Quarz: Hell bis leicht rauchig, selten bis Morionqualität, eher als Einzelkristalle und selten in Gruppen, Doppelender (abgebrochen und verheilt), Normalhabitus und nur auf der Südseite in den Tessiner-Habitus übergehend.
- Rutil: Faserig oder büschelig, kein Sagenit, goldig bis rötlich.
- Stilbit: Kugelig oder in Garben.
- Titanit: Honiggelb.
- Xenotim:
026. TI / Gotthard, La Fibbia, Fibia (Ostflanke)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 686020 / 155240
Literatur:
- Wagner, Albert; Schweizer Strahler; 2009; Heft 1; Seite 21-22
Südlich der Gotthard-Passhöhe vor dem Anfang der Galerie Richtung Süd im Gotthardgranit mit Einlagerungen von Aplit- und Quarzgängen. Diese Tour ist nur für Kletterer mit entsprechnder Ausrüstung zu empfehlen. Kluftanzeichen sind vorhanden, aber eher klein und selten. Das Gelände ist recht schwierig und sollte nicht alleine begangen werden. Beim Bau der Strasse auf der Gotthardpasshöhe wurden in der Zone der südlichen Galerie gute Fundstellen bei Sprengungen freigelegt. Gefunden wurden damals: dichte, mehr oder weniger parallel ausgerichtete Rutilnadeln in Quarz, Phenakit, uam. An der Passhöhe, vor dem Banchiweg, eine Apatitstufe mit ca. 100 bis 200 bis 2mm grossen Apatikristallen zusammen mit wenig Quarz und Muskovit.
- Adular: Oft mehrfach verzwillingt.
- Eisenrose: Klein und kompakt.
- Klinochlor: Nur wenig.
- Phenakit:
- Quarz: Leicht rauchig.
027. TI / Gotthard, Lago della Sella (östlich)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 689950 / 157850
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 123,135
- Adular:
- Albit:
- Anatas: Nur in kleiner Ausbildung.
- Apatit: Kurzsäulig, flächenreich, zum Teil mit violetter Färbung, bis 37 mm breit und 12 mm dick.
- Chabasit: Klein, würfelig.
- Chlorit: Braun.
- Hämatit: In grösseren Blättern.
- Pyrit: Limonitisiert.
- Rauchquarz: Lichtbraun.
- Rutil: Selten.
- Siderit:
- Stilbit: Nur spärlich auftretend.
- Titanit: Selten vorkommend.
028. TI / Gotthard, Lago della Sella, Glockenthürmli, Glockentürmli, Gloggentümli, Guspisthal, Gucpistal, Baluberg
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 688700 / 158700
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 265-266
Zwischen dem Sella-See und dem Guspistale über dem kleinen Gletscher.- Adular: - Albit: Vom kleinen See am Blauberg, zw. Sella und Guspis, Im Fortuneithal auf Glimmerschiefer, besonders aber auf Amphibolitzwischenlagen desselben.
- Anatas: Zwischen dem Sella-Se und dem Guspistale über dem kleinen Gletscher: licht ölgrüne durchsichtige Kristalle, in Lücken lockerer verwachsener Aggregate von Kristallen des Calcits, Adular, Bergkristall, Chlorit und Pyrit. Braune, schwarze bis indigoblaue Kristalle mit Calcit, Adular, Quarz und tafelförmigem Hämatit auf Glimmerschiefer. Am Glockentürmli zwischen Sella und Guspis, braune bis fast farblose oder schwarze Kristalle mit Calcit, Adular, Quarz, Hämatit, Pyrit und Albit.
- Calcit:
- Chlorit:
- Hämatit:
- Pyrit:
- Quarz:
029. TI / Gotthard, Lago della Sella, Posmeda, Pos Meda, Pusmeda, Alpe della Sella
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 690350 / 156650
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 129 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 186
- Wagner, Albert; Urner Mineralienfreund; 1973; Heft 4; Seite 50
1) Diese Fundortbezeichnung trifft allgemein auf den östlich des Gotthardpasses und des Lago della Sella gelegenen Berggipfel zu. Funde werden den Hängen des Berges zugeschrieben.
2) Mineralien zu Pos Meda.
- Adular: 1) sehr gross, korrodiert, trüb.
- Albit: 1).
- Anatas: 1) sehr klein, farblos bis hellgelb. 2).
- Apatit: 1).
- Calcit: 2).
- Chlorit: 1).
- Eisenrose: 1) in dicken, schlecht ausgebildeten Rosetten.
- Ilmenit: 2).
- Limonit: 2).
- Muskovit: 1).
- Periklin: 2).
- Pyrit: 1) & 2)
- Quarz: 1) Milchig weiss. 2).
- Rutil: 2) pseudomorph nach Ilmenit. Teils sagenitisch.
030. TI / Gotthard, Lago della Sella, Sellasee (Staumauer)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 688650 / 157000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen, 1954, Seite 123,135
- Adular: Relativ gross und blassgrün.
- Albit: In schöner Ausbildung.
- Anatas: Gelblichgrau, durchscheinend, spitzpyramidal.
- Apatit: Weiss, matt, rar, tafelig, bis 18 mm, zusammen mit Adular, auch flächenreiche und rundlich-kurzsäulige Kristalle, dabei auch Exemplare mit leicht violetter Verfärbung.
- Calcit:
- Chlorit:
- Fluorit: Bis 8 cm, vollkommene Oktaeder, blassgrün.
- Hämatit:
- Muskovit: Manchmal reichlich vorhanden.
- Rosafluorit: Bis 2 cm, oktaedrisch, unvollständig ausgebildet, stark korridiert.
- Rutil: Dicknadelig.
- Siderit: Limonitisiert.
- Titanit: Orange - braun, durchsichtig.
031. TI / Gotthard, Lucendro (Staumauer)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 685190 / 157510
Literatur:
- Amacher, Peter; Urner Mineralienfreund; 1973; Heft 3; Seite 25-27
Die Fundstelle liegt nördlich der Lucendrostaumauer, etwa 15 Minuten oberhalb dem Weg, welcher zur Alpe Lucendro führt.
- Albit: Mit schönem Glanz wenn auf Quarz aufgewachsen, sonst matt.
- Apatit: Bis 2 mm, grünlich, zahlreiche Kristalle konzentriert auf ein Handstück.
- Chlorit: Viel Chloritsand im unteren Teil der Kluft.
- Muskovit: Dunkel, bis 5 mm.
- Quarz: Nur Einzelstücke, keine Gruppen, bis 7.5 cm.
- Titanit: Aufgewachsen auf kleinen Quarzen oder direkt an der Kluftdecke zusammen mit Albit. Honiggelb, mit vorzüglichem Glanz bei kleineren Kristallen. Grössere Exemplare (5 mm) wirken matt. Oft zu Zwillingen verwachsen.
032. TI / Gotthard, Lucendrobach, Reuss
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 686040 / 157080
Literatur:
- Wagner, Albert; Urner Mineralienfreund; 1976; Heft 1-2; Seite 20
Ein Phenakitfund konnte im Lucendrobach, ca. 300 Meter unterhalb der Staumauer getätigt werden. Richtigerweise handelt es sich beim Lucendrobach um die Reuss. Die Koordinaten zeigen ungefähr auf die Fundstelle.
- Phenakit:
033. TI / Gotthard, Lucendrogebiet
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 682900 / 154750
Literatur:
- Gmür, Sepp; Schweizer Strahler; 1977; Seite 334-336; Erlebnisse auf einer Strahlertour
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1973;; Seite 265
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 224
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 2; Seite 22 - 38; Vom Lucendro zur Fibbia: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 689720 / 153770
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 240
Stalder: Die ungenaue Fundortbeschreibung lautet lediglich auf die weitere Umgebung von Airolo.
- Granat: Kenngott: vorzüglich schön ist der granatreiche Hornblendeschiefer bei Airolo.
- Klinochlor: Stalder: Eisenreicher Klinochlor, welcher früher noch unter der Bezeichnung Rhipidolith geführt wurde.
003. TI / Airolo (ital.), Eriels (dt.), Comesnè
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 689790 / 153770
Literatur:
- Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1967; Seite 53-58; Goethit und Lepidokrokit in den Zerrklüften der Schweizer Alpen
Comesnè liegt recht weit entfernt von Airolo entfernt (liegt oberhalb Faido). Oberhalb Airolo (bei Lago Ritom) liegt Camoghè, evtl. handelt es sich hier um eine Verwechslung. Die Koordinaten zeigen auf Airolo.
- Albit:
- Anatas:
- Goethit: Aus Pyrit entstanden.
- Muskovit:
004. TI / Airolo (ital.), Eriels (dt.), Madrano, Brugnasco
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 693270 / 153090
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 252 Beim Bau der Strasse von Madrano nach Brugnasco sind bei der ersten Kehre unmittelbar ausserhalb des Dorfes einige modellhafte Mineralien gefunden worden.
- Albit:
- Ankerit: Stark verrostet.
- Aragonit: Rezent oder subrezent gebildet, zum Teil die anderen Mineralien überkrustend.
- Muskovit:
- Quarz: Teils mit Turmalineinschlüssen.
- Rutil:
- Siderit:
- Turmalin: Modellhaft schön, zum Teil dunkelgrün durchscheinend, mit flachrhomboedrischer Endbegrenzung, bis 6.5 cm Länge und 3.5 cm Durchmesser, kleinere Kristalle sind vollständig im Quarz eingewachsen.
005. TI / Airolo (ital.), Eriels (dt.), Scipsius, Schipsius, Scinfüs, Schisius, Alpe Scimfuss, Alpe di Pontino, Poncione di Lötia del Pizzo
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 690500 / 155300
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 143
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 204
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 37
Ein Karteneintrag ist nicht zu finden. Die Alp befindet sich nordöstlich von Airolo und südlich der Alpe di Pontino. Ein Vorkommen wird den gegen Airolo hin abfallenden Hängen zugeordnet, ein weiteres weiter westlich gegen einen kleinen See (Laghetto). Die oft verwendete Fundortbezeichnung 'Alpe Scimfuss' bezieht sich einerseits auf die steilen Hänge unterhalb der Alpe di Pontino, andererseits auf die Felspartien über dieser Alp gegen den Poncione di Lötia del Pizzo hin.
- Albit:
- Amethyst: In ausgezeichneter Qualität.
- Amianth:
- Anatas: Reichlich, hellgelb bis braun, spitzpyramidal.
- Aragonit:
- Chlorit:
- Periklin:
- Quarz: Mit verschiedenen Einschlüssen.
- Rutil:
- Synchisit:
- Turmalin: Braun bis schwarz.
006. TI / Airolo (ital.), Eriels (dt.), Scipsius, Schipsius, Scinfüs, Schisius, Laghetto di Scimfuss, Cava Jori
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 689700 / 155900
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Toroni, A.; Schweizer Strahler; 1987; Seite 427-431; Quarzkristalle vom Gotthardgebiet mit Muzo-Habitus bildender trigonaler Streifung
- Toroni, A.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 119-123; Ein flächenreicher Pyrit von der Scinfüs TI
- Toroni, A.; Lapis; 1983; Heft 2; Seite 25
Die ganze Region 'Scinfüs-See ' ist hier zusammengefasst. Eine Fundstelle liegt im Abhang, dort, wo der Bach den See verlässt und im Zusammenhang mit Lawinenverbauungen unzugänglich geworden ist. Funde sind auch beim Anlegen der Lawinenverbauungen getätigt worden. Die 'Cava Jori' (Grube Jori) liegt nahe des Seeleins in Richtung Scinfüs. Der Name beruht auf den Entdecker (Giovanni Jori) einer Anatasfundstelle. Weiter sind dabei Quarz mit Amianteinschlüssen, Rutileinschlüssen, Sagenitgitter, Albit und Chloritrosetten gefunden worden. Kenngott erwähnt Titanit vom Schisius ohne genauere Fundortangaben.
- Albit: Weiss, undurchsichtig, als Periklin.
- Amethyst: Zum Teil zepterartig.
- Anatas: Honiggelb bis braun, zum Teil mit Rutilnadeln durchsetzt, gestreckte Bipyramiden, flächenreich, hochglänzend, bis 2 mm.
- Aragonit: Als Kruste auf anderen Mineralien, stängelig.
- Byssolith: Im Quarz, biegsam, haarförmig, grün (Hornblendeasbest), zum Teil dicht büschelig.
- Calcit: Rhombisch, zum Teil stark verbogen.
- Chlorit: Auch im Quarz und/oder zusammen mit Byssolith schwärzliche Massen bildend.
- Pyrit: Bis 4 cm, glänzend, limonitisiert, flächenarm, kubisch, oktaedrisch, einmaliger Fund mit 9 verschiedenen Kristallformen an einem einzigen Kristall (Würfel, Pentagondodekaeder, Oktaeder, Deltoidikositetraeder, Triakisoktaeder (selten), Diakisdodekaeder(selten) )!, oberhalb des Seeleins schöne Oktaeder.
- Quarz: Mit Muzo-Habitus bis 4 mm, sonst bis 70 cm (Lawinenverbauung), mit Einschlüssen von Byssolith.
- Rutil: Reichlich, nadelig, sagenitisch, bis einige cm.
- Siderit:
- Titanit: Toroni: Kenngott: rötlichbraun halbdurchsichtige Kristalle, goldgelbe Rutilnadeln als Einschluss enthaltend, mit Bergkristall.
- Xenotim:
- Zepterquarz: Bis 8 cm Durchmesser, mit Einschlüssen von Byssolith und Rutil sowie 'Libellen'.
007. TI / Airolo (ital.), Eriels (dt.), Scipsius, Schipsius, Scinfüs, Schisius, Ovi di Scimfuss (Lucendro-KW Zulaufstollen)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 688500 / 155750
Literatur:
- Graeser, St. & Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1974; Seite 265-277; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten
Im Aushubmaterial dieses Stollens der unterhalb der Lokalität 'Ovi di Scimfüs' liegt.
- Bastnäsit-(Ce): Bis 3 mm, hexagonale Prismen, braun, an den Enden fast durchsichtig, sonst getrübt, nicht syntaktisch verwachsen mit Synchisit.
008. TI / Airolo (ital.), Eriels (dt.), Scipsius, Schipsius, Scinfüs, Schisius, Scimfuss, Alpe di Pontino
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 688800 / 154700
Literatur:
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1985; Seite 143-148; Neue Fluoritfunde auf der Südseite des Gotthardmassivs
Während den Aushubarbeiten für das Wasserkraftwerk konnte folgende bemerkenswerte Paragenese gefunden werden:
- Adular:
- Apatit: Klein, rund bis tafelig, klar.- Chlorit: Dunkelgrün.- Fluorit: Grün, oktaedrisch, bis 2.5 cm.
- Hämatit: Auf dem Fluorit aufsitzend, glänzend, auf- und eingewachsen.
- Muskovit:
- Pyrit: Auf dem Fluorit aufsitzend, limonitisiert.
- Quarz:
- Rosafluorit: Oktaedrisch, glänzend, schönes Rosa, bis 4 mm.
- Titanit: Gelbgrün, bis 2 mm, auch blaue Kristalle bis 1 cm.
009. TI / Airolo (ital.), Eriels (dt.), Stalvedrastollen (KW Airolo)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 689800 / 153800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 256
In diesem, grösstenteils im Paraschiefer verlaufenden Stollen (gebaut 1966/1967), östlich von Airolo, konnten unter anderem folgende Mineralien geborgen werden:
- Adular:
- Ankerit:
- Chlorit:
- Dolomit:
- Epidot:
- Ferro-Magnesit:
- Magnesit:
- Muskovit:
- Periklin: Schneeweiss.
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil: Oft als dichter Filz und zum Teil auch sagenitisch.
- Siderit:
- Sphalerit:
- Turmalin: Schwarz, stengelig, vereinzelt.
010. TI / Airolo, Riale di Berri, Riale di Nelva
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 691180 / 154940
Literatur:
- Preiswerk, H.; Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel; Band XXVI; 1915; Seite 186-187
Riale di Berri heisst heute Riale di Nelva. Die Koordinaten zeigen auf diesen Bach. Der Fundort liegt mitten in mesozoischen Sedimenten im nördlichen, überkippten Schenkel der Pioramulde. Das Nebengestein sind quarzige biotit- und muscovitführende, braungelbe Glimmerkalk- resp. Dolomitschiefer im stratigraphisch höchsten Teil des Triaskomplexes. Diese Schiefer können etwa zu der Gruppe gerechnet werden, die von Niggli und Staub im Gotthardgebiet als Quartenschiefer aufgefasst werden.
- Skapolith: Das Auftreten des Skapolith ist dem von Valle durchaus ähnlich. Es sind quer zur Schieferung laufende Klüfte, die mit eisenschüssigem Calcit, Museovit und kreuz und quer liegenden Prismenvon Skapolith erfüllt sind. Auch Rutilnadeln finden sich in der Füllmasse. Das gewonnene Material ist dürftig. Es genügt eben zum Nachweis von Skapolith, nicht aber zu weiterer Bearbeitung.
011. TI / Alpe Cadagno
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 697220 / 156230
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 144
Die Koordinaten zeigen auf das Seeufer des Lago Cadagno.
- Anatas:
012. TI / Amsteg, Amstäg (NEAT Zugangsstollen - Kabelstollen - Bahntunnel)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo
Literatur:
- Amacher, Peter; Lapis; 2005; Heft 9; Seite 28-33
- Amacher, Peter; Urner Mineralienfreund; 2004; Heft 3; Seite 2-10
- Amacher, Peter; Urner Mineralienfreund; 2005; Heft 1; Seite 18-20
- Amacher, Peter; Urner Mineralienfreund; 2005; Heft 3; Seite 9-10
- Bolli, Thomas; Schweizer Strahler; 2010; Heft 4; Seite 2-11; Das waren alles Notbergungen
- Bürgi, Willi; Schweizer Strahler; 2000; Heft 4; Seite 145-153; Der Schatz aus der Tiefe des Berges
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 267,276,318
- Weiss,Stefan & Amacher,Peter; Lapis; 2000; Heft 11; Seite 22-29
NEAT = Neue Eisenbahn Alpine Transversale. Einige Bemerkungen zu diesem Vorhaben: Auf der Gotthardlinie sollen 4 Tunnel entstehen (zwei weitere sind geplant): Zimmerberg und Hirzeltunnel zwischen Zürich und Arth-Goldau (zusammen ca. 25 km), Gotthard-Basistunnel (57 km) und Ceneri-Basistunnel vor Lugano (15.6 km).
Beschäftigt sind bis 2500 Arbeiter, die Kosten belaufen sich auf ca. 13.6 Milliarden CHF. An Aushubmaterial fallen ca. 24 Millionen Tonnen Gestein an, was ca. 20000 vollbeladenen Güterzügen entspricht. Beim Aufeinandertreffen der Vortriebe aus Norden und Süden wird eine Abweichung von 20 cm erwartet. Der neue Gotthard-Eisenbahntunnel wird der längste Eisenbahntunnel der Welt.
Eine Herausforderung der ganz besonderen Art stellte die berüchtigte 'Pioramulde' dar. Um sie zu Erkunden wurde ein 5 km langer Sondierstollen angelegt. Beim Nähern zur völlig mürben Piora-Dolomitzone sank die Temperatur von 35° auf 16 ° hinunter. Nur durch grosses Glück forderte der Durchbruch keine Todesopfer; während die Arbeiter im Wochenende weilten, drückte das angebohrte Dolomit-Gemisch mit einem gewaltigen Druck von 300 Atmosphären das Bohrgestänge in den Tunnel.
Es handelt sich hier erst um eine Teilaufzählung der Mineralien. Die interessanten Tunnelabschnitte (z.Z. im Erstfeldergranit) folgen erst im Chlorit-Sericit-Schiefer/Gneis. Interessant dürfte auch der Abschnitt unter dem Etzlital und die Inschi-Tobel-Paragenese sein. Der Tunnel beginnt im Kanton Uri bei Erstfeld und endet nach 56.8 km bei Bodio im Kanton Tessin. Eröffnung 2012.
Bis 2010 konnten aus dem Tunnel 53 verschiedene Mineralien geborgen werden.
- Adular:
- Aktinolith:
- Albit: Rasenartig.
- Amianth: Bis 8 cm lange 'Haare'.
- Anatas:
- Anhydrit: Kurzsäulig, gestuft mit chloritisierter Endfläche, teils mit Hämatit besetzt, Länge bis 12 cm, auch flachprismatische Exemplare, alle mit leichtem lila Farbton. Lilafarbig, wasserklar, bis 8 cm lang und 5 cm dick, überzuckert mit Hämatit, Stilbit und Chlorit.
- Ankerit: Kugelig, schneeweiss, aggregiert, bis 1.5 cm Durchmesser, auf Quarz oder Muttergestein.
- Apatit:
- Apophyllit: Als Belag.
- Aragonit:
- Arsenopyrit:
- Asbest: Als sogenanntes Bergleder.
- Bavenit:
- Beryll:
- Bismuthinit:
- Brookit:
- Calcit: Rhomboeder auf Quarz. Als Papierspat.
- Chabasit:
- Chalcedon:
- Chalkopyrit:
- Chamosit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Fadenquarz:
- Fluorit: Bis 5 mm, würfelig, schwach bläulich.
- Galenit:
- Gips:
- Goethit:
- Graphit:
- Gwindel: Handgross.
- Heulandit:
- Hämatit: Flitterchen.
- Ilmenit:
- Klinozoisit:
- Laumontit: Schneeweiss.
- Limonit:
- Markasit:
- Milarit:
- Monazit:
- Muskovit:
- Opal:
- Pyrit:
- Pyrop:
- Pyrrhotin: Aus verschiedenen Klüften. Bis 15 mm lang, vergesellschaftet mit Pyrit. Bis 6.5 cm, sehr schön gewachsen. Bis 11 cm Durchmesser, plattig, goldglänzende Stufen. Sie zählen zu den besten je in der Schweiz gefunden Pyrrhotinkristallen.
- Quarz: Aus verschiedenen Klüften. Zusammen mit Ankerit, Quarzkristalle bis 40 kg, klar. Hell, teils überzogen mit Calcitrhomboedern. Bis 10 cm lang und 5 cm dick. Zusammen mit Pyrit.
- Rutil:
- Schwefel: Von der Tessinerseite in Form von kleinen gelben Flecken auf dem Dolomitmarmor.
- Siderit:
- Skolezit:
- Sphalerit: Tetraeder bis 15 mm. Bis 1 cm, aufgewachsen auf Quarz.
- Stilbit: Zuckerartig auf dem Anhydrit.
- Synchisit:
- Titanit: Honiggelb, bis 3 mm. Bis 1 cm, blassbraun.
- Turmalin: Auf der Tessinerseite. Bis 3 cm, zusammen mit Ankerit und Rutil.
- Wulfenit:
- Zirkon:
013. TI / Gotthard, Airolo (ital.), Eriels (dt.), Albinasca, Ri d'Albinasca
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 687160 / 153330
Literatur:
- Hoefs, J. / Stalder, H.A.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1977; Band 57; Heft 3; Seite 329 - 347; Die C-Isotopenzusammensetzung von CO2-haltigen Flüssigkeitseinschlüssen in Kluftquarzen der Zentralalpen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 203
Nebst der Fundstelle im Ri d'Albinasca ist eine weitere zwischen hier und der Strasse bekannt geworden. Hoefs (1977): Ri d'Albinasca: Kordinaten: 687.1/153.4. Im Amphibolith aus der Tremolaserie: Quarz, Chlorit, Muskovit, Adular, Aktinolith u.a.m.
- Adular:
- Aktinolith:
- Albit:
- Anatas: Schwarz, rot, gelbbraun, klein.
- Calcit:
- Chlorit: Wulstig, dunkelgrün, grobblätterig.
- Muskovit:
- Pyrit:
- Quarz: Gross, mit Amiant-, Aktinolith- und Chloriteinschlüssen, grosse Stufen stammen von der Fundstelle oberhalb der Strasse Albinasca.
- Rutil: Rote und schwarze Nadeln, auch mit dünnsten, dicht zusammenhängenden, roten Sagenitplättchen.
- Sagenit:
- Titanit:
- Turmalin:
- Zepterquarz:
014. TI / Gotthard, Airolo (ital.), Eriels (dt.), Lago di Piora (Zuleitungsstollen)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 689500 / 153400
Literatur:
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1989;; Seite 263
Im Wasserzuleitungsstollen von der Unteralpreuss zum 'Lago di Piora', 190 Meter vom Südportal.
- Ankerit:
- Bertrandit: Viele, sehr klein, bis ca. 1 mm, auf Ankerit, Zwillinge.
- Chlorit:
015. TI / Gotthard, Alpe di Lucendro, Lucendrobrücke
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 683500 / 156600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 186
- Schweizer, Hans; Schweizer Strahler; 1980; Seite 187-200; Alte und neue Phenakitfunde aus den Schweizer Alpen
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 2; Seite 22 - 38; Vom Lucendro zur Fibbia: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz
Nebst der Lucendrobrücke verweist Parker auf einen Fund zwischen der Brücke und der Staumauer. Interessant scheint hier der reichliche Phenakitfund zu sein.
- Adular:
- Apatit:
- Biotit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Eisenrose:
- Epidot:
- Phenakit: Einzelkristall 3 x 1.5 cm, ein anderer Fund brachte ca. 100 Kristalle bis 25 mm Länge und 6 mm Durchmesser zum Vorschein, milchig, teils von Chlorit durchwachsen.
- Stilbit:
- Titanit:
016. TI / Gotthard, Berg Sella
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 691410 / 157870
Literatur:
- Kenngott, Adolf, Die Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten, 1866
Ein Berg Namens Sella ist auf der Karte nicht zu finden. Vermutlich handelt es sich um einen der Berge um den Passo Sella. Die Koordinaten zeigen auf den Passo Sella.
- Adular:
- Chlorit:
- Gwindel: Kenngott beschreibt: ..solche gedrehten Krystelle zeigen sich am Bergkrystall vom Berge Sella am St. Gotthard..
- Quarz:
- Titanit: Am Berge Sella, grosse, in der Richtung der Querachse bis 2 Zoll messende, mehr oder weniger dick tafelartige, spitzsechsseitige Kristalle, Kreuzzwillinge und einzelne, auch rhombische, mit noch verschiedenen anderen untergeordneten Gestalten, von Chlorit durchdrungen und bewachsen, daher an der Oberfläche rauh und grubig, an sich gelblichgrün, durch den Chlorit aber dunkelgrün gefärbt, halbdurchsichtig bis kantendurchscheinend, wahrscheinlich aus Nester ausfüllenden Chloritmassen, bisweilen mit kleinen Adularkristallen bewachsen.
017. TI / Gotthard, Blauberg, Greno di Prosa
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 687300 / 159550
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 82
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 117,144
Einige Funde stammen aus der Gipfelregion dieses Berges. Ein Karteneintrag fehlt. Der Blauberg liegt südlich von Hospental auf der Westseite der Gotthardstrasse. Die Spitze liegt östlich des Blauberges. Die Koordinate zeigt auf den Blauberg. Kenngott erwähnt als Titanitfundort nur Berg Prosa.
- Adular:
- Albit: Kenngott: Weisse Kristalle, auch basische Zwillinge in Drusenräumen des Gneisgranits vom kleinen See am Blauberg, zwischen Sella und Guspis.
- Calcit:
- Chlorit:
- Quarz:
- Siderit:
- Titanit: Parker: Grün - gelb. Kenngott: schöne grüne und gelbe Zwillinge in Drusen von Glimmerschiefer und Gneis, mit Chlorit, Adular, Glimer, Talk und Bergkristall, zum Teil in diesem als Einschluss.
018. TI / Gotthard, Cima di Canariscio
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 690320 / 156190
Literatur:
- Wagner, Albert; Urner Mineralienfreund; 1973; Heft 4; Seite 50 Auf der Karte ist nur der Pizzo Canarisco und das Vel Canarisco eingetragen. Die Koordinaten zeigen auf das Val Canarisco.
- Anatas:
- Calcit:
- Limonit:
- Periklin:
- Pyrit: Pseudomorph nach Ilmenit. Teils sagenitisch.
- Quarz:
- Rutil:
019. TI / Gotthard, Fibbia, Fibia
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 685050 / 155200
Literatur:
- Brughera, Franco; Schweizer Strahler; 1984; Seite 405-411; Ein aussergewöhnlicher Apatit von der Fibbia
- Dittli, Josef; Schweizer Strahler; 1990; Seite 314-320; Der dritte beryllium-Mineralfund und die Schweizer Armee
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 196, 197
- Handschin, Ch.; Schweizer Strahler; 2006; Seite 14-21; Bruno Schaub der Eisenrosenstrahler vom Steinerberg
- Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 1978; Seite 374-384; Alte und neue Mineralfunde aus dem Wallis
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 2; Seite 22 - 38; Vom Lucendro zur Fibbia: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 4; Seite 21-35; Von der Fibbia zum Sella: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1984; Seite 453-460; Chabasit-Funde im Tessin
Nur ungenaue Fundortbezeichnung, südwestlich des Gotthardpasses.
- Adular:
- Aeschynit-(Y):
- Albit:
- Apatit: In aussergewöhnlicher Grösse: 7 cm (grösste Diagonale), 31 mm dick, Glasglanz, violett.
- Bazzit: Unter einem mm, farblos bis gelblich, stengelig.
- Bertrandit: Fund 1862, auf und neben Eisenrosen, sehr klein, farblos bis bläulich, Zwillinge. Der erste schweizerische Fund von Bertrandit erfolgte im Jahre 1862, als A. Kenngott auf Gottharder Eisenrosen eine spärliche Schar von Kriställchen einer unbekannten Mineralspezies entdeckte, die er Hessenbergit taufte.
- Biotit:
- Chabasit: Bis 7 mm Kantenlänge, glasglänzend, undurchsichtig, grau-weisslich bis gelblich.
- Chlorit:
- Eisenrose:
- Hämatit:
- Muskovit:
- Phenakit: Auch aufgewachsen auf Rauchquarz, bis 28 mm, meistens mit Chloriteinschluss.
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil: Im Quarz.
- Wiserin: Nach Kenngott: auf Klüften im feldspatreichen granitischen Gestein mit und auf kristallisiertem Adular, ausserdem begleitet von Hämatit, Quarz, Albit, Muskovit, Chlorit und Rutil, den Hämatit auch oft als Einschluss enthaltend. Die Kristalle bilden die Kombination des quadratischen Prisma mit der stumpfen quadratischen Pyramide, sind wein- bis honiggelb, auch graulichgelb, selten ölgrün, durchsichtig bis durchscheinend, glänzen glasartig, auf den fein horizontal gestreiften Prismenflächen in Perlmutterglanz neigend und haben die Härte 5. Selten finden sich langgestreckte bis stängelige, gegen das Ende verdickte Kristalle, die zum Teil etwas gebogen und mit einander verwachsen sind, an gewissen Epidot erinnernd.
- Xenotim: 1 - 2 cm, mit sehr kleinem Prisma.
020. TI / Gotthard, Fibbia, Fibia, Laghi Scuri
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 685611 / 154574
Literatur:
- Amacher, Peter; Lapis; 1982; Heft 7-8; Seite 28-31; Die Fibbia
- Amacher, Peter; Schweizer Strahler; 2012; Seite 5; Titanit aus dem Furkagebiet
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 2; Seite 22 - 38; Vom Lucendro zur Fibbia: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 4; Seite 21-35; Von der Fibbia zum Sella: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz
Im mittleren Teil der südlichen Fibbia. Der Titanitfund stammt aus der Region über dem Laghi Scuri.
- Adular: In nicht sehr guter Qualität, Parallelverwachsungen mit milchigem Faden.
- Eisenrose: Mit hexagonalen Plättchen, wenige Kristalle bilden eine Rose, auf ausgelaugtem Gestein oder Adular.
- Hämatit:
- Quarz: Nur wenig.
- Titanit: Bis 3 mm, aufgewachsen auf Eisenrosen.
- Xenotim: Gelbgrün, auf ausgelaugtem Gestein, bis 2 cm (?), tetragonale Prismen, selten.
021. TI / Gotthard, Fibbia, Fibia, Piano di Peccia (Tunnel)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 689950 / 141000
Literatur:
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1984; Seite 453-460; Chabasit-Funde im Tessin
Die Koordinaten zeigen auf Piano di Peccia. Ein Tunnel konnte auf der Karte nicht gefunden werden.
- Chabasit:
022. TI / Gotthard, Forno dei Camosci
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 694710 / 159030
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 133
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 192
Es handelt sich hier um eine bekannte Fundstelle welche bereits ca. 1890 ausgebeutet wurde. Auf der Karte ist kein Eintrag 'Forno dei Camosci' vorhanden. Ein Eintrag findet sich östlich des Gotthard mit der Bezeichnung 'Löita dei Camosci'. Die Koordinaten zeigen auf dieses Gebiet.
- Adular: Reichlich, als dünne Kruste, bestehend aus kleinen Einzelindividuen.
- Albit:
- Anatas:
- Apatit: In schöner Ausbildung, reichlich, dicktafelig, klar, durchsichtig, selten schwach violett.
- Epidot:
- Laumontit:
- Muskovit: Reichlich vorhanden.
- Pyrit:
- Rauchquarz:
- Stilbit:
023. TI / Gotthard, Ghiacciaio di Lucendro, Lucendrogletscher, Piz Lucendro (nördlich), Poncionetto-Grat (nördlich)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 682886 / 155127
Literatur:
- Amacher, Peter; Urner Mineralienfreund; 1987; Heft 2; Seite 25
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 2; Seite 22 - 38; Vom Lucendro zur Fibbia: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 4; Seite 21-35; Von der Fibbia zum Sella: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz
Auf der Nordseite des Pizzo Lucendro. Im Urnerheft 1987-2 ist die Fundgegend sowie einige Mineralien aus dieser Gegend abgebildet.- Adular:
- Calcit: Bis 5 cm.
- Chabasit: Bis 2 cm, zum Teil reichlich, oft mit einer scharfen Chloritgrenze belegt.
- Chlorit:
- Eisenrose:
- Hämatit:
- Muskovit:
- Phenakit: Bis 3 cm, zum Teil vollständig transparent und guten Endflächen.
- Rauchquarz: Mit Übergangshabitus.
- Titanit: Gelb.
024. TI / Gotthard, Ghiacciaio di Lucendro, Lucendrogletscher, Piz Lucendro (östlich)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 683000 / 155350
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 129,134
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 185
An diesem Gletscher (unterhalb), östlich des Pizzo Lucendro, sind zahlreiche und bedeutende Funde gemacht worden.
- Apatit: Gross, tafelig, amethystfarbig selten auch rosafarbig.
- Brookit: Selten, klein.
- Chlorit:
025. TI / Gotthard, La Fibbia, Fibia (Ost- und Südseite)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 685220 / 155200
Literatur:
- Amacher, Peter; Lapis; 1982; Heft 7-8; Seite 28-31; Die Fibbia
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 114 etc.
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 2; Seite 22 - 38; Vom Lucendr zur Fibbia: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz (I)
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 4; Seite 21-35; Von der Fibbia zum Sella: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz (II)
Dieser Berg liegt südwestlich des Gotthardpasses und hat wegen seinen hervorragenden Hämatit- und Adularkristallen grosse Berühmtheit erlangt. Die kluftreichen Zonen sind an der Ost- und der Südseite (Südwestflanke) zu finden sowie in der Flanke die sich vom Gipfel der Fibbia und der Valetta zum Hospiz hin zieht. Die Koordinaten verweisen auf den Gipfel.
- Adular: Häufigstes Mineral und in hervorragenden Kristallen, oft vorkommend an der Süd- und der Ostseite, bis recht grosse Individuen, Zwillings- und Vierlingsbildungen, Bavenozwillinge, oft reihenförmig aggregiert, durchscheinend bis milchig, selten chloritisiert, Chlorit lediglich beim seitlichen Pinakoid, Basisfläche ohne Einschlüsse und deshalb glänzend.
- Albit: Reichlich vorhanden.- Anatas: Honiggelb bis grünlich, guter Glanz.
- Anhydrit: Bis 10 cm.
- Apatit: Apatite von hier gehören zu den besten der Schweiz, häufig sehr flächenreich, relativ gross, mit unterschiedlichem Habitus, oft tafelig, längliche Kristalle können mit Phenakit verwechselt werden, durchsichtig, farblos bis violett (am Tageslicht verblassend), rosafarbene Exemplare an der Südseite der Fibbia, gute Funde sind weitgehend an die Hämatitfundstellen gebunden.
- Bazzit:
- Bertrandit:
- Chabasit: Spärlich, rund um die Fibbia anzutreffen.
- Chlorit:
- Eisenrose: In sehr schönen Exemplaren, dicktafelig, kompakter Bau, mit geschlossenem oder halboffenem Habitus, auch Aggregate mit mehreren Rosen, zum Teil mit aufgewachsenem Rutil, auch feinblätterige Ausbildung.
- Glimmer:
- Heulandit: Rund um die Fibbia anzutreffen.
- Hämatit:
- Phenakit:
- Quarz: Hell bis leicht rauchig, selten bis Morionqualität, eher als Einzelkristalle und selten in Gruppen, Doppelender (abgebrochen und verheilt), Normalhabitus und nur auf der Südseite in den Tessiner-Habitus übergehend.
- Rutil: Faserig oder büschelig, kein Sagenit, goldig bis rötlich.
- Stilbit: Kugelig oder in Garben.
- Titanit: Honiggelb.
- Xenotim:
026. TI / Gotthard, La Fibbia, Fibia (Ostflanke)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 686020 / 155240
Literatur:
- Wagner, Albert; Schweizer Strahler; 2009; Heft 1; Seite 21-22
Südlich der Gotthard-Passhöhe vor dem Anfang der Galerie Richtung Süd im Gotthardgranit mit Einlagerungen von Aplit- und Quarzgängen. Diese Tour ist nur für Kletterer mit entsprechnder Ausrüstung zu empfehlen. Kluftanzeichen sind vorhanden, aber eher klein und selten. Das Gelände ist recht schwierig und sollte nicht alleine begangen werden. Beim Bau der Strasse auf der Gotthardpasshöhe wurden in der Zone der südlichen Galerie gute Fundstellen bei Sprengungen freigelegt. Gefunden wurden damals: dichte, mehr oder weniger parallel ausgerichtete Rutilnadeln in Quarz, Phenakit, uam. An der Passhöhe, vor dem Banchiweg, eine Apatitstufe mit ca. 100 bis 200 bis 2mm grossen Apatikristallen zusammen mit wenig Quarz und Muskovit.
- Adular: Oft mehrfach verzwillingt.
- Eisenrose: Klein und kompakt.
- Klinochlor: Nur wenig.
- Phenakit:
- Quarz: Leicht rauchig.
027. TI / Gotthard, Lago della Sella (östlich)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 689950 / 157850
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 123,135
- Zanelli, Remo & Meisser, Nicolas & Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2020; Heft 3; Seite 2 - 8; Rhaptophan-(La) und Hingganit-(Y) - zwei neue Kluftmineralien vom Gotthard
Eine Fundzone liegt im quarzreichen Zweiglimmergneis (Sellagneis) östlich des Sellasees. Die Koordinate deutet auf die erste Erhebung östlich des Sees.Aus dem Gebiet Sella wurde ein Fund von Hingganit-(Y) bekannt. Genauere Angaben fehlen.
- Albit:
- Anatas: Nur in kleiner Ausbildung.
- Apatit: Kurzsäulig, flächenreich, zum Teil mit violetter Färbung, bis 37 mm breit und 12 mm dick.
- Chabasit: Klein, würfelig.
- Chlorit: Braun.
- Hämatit: In grösseren Blättern.
- Hingganit-(Y): Zusammen mit Adular und Quarz. Kleine, graugrüne Kristalle bis 1 mm.
- Muskovit:- Pyrit: Limonitisiert.
- Rauchquarz: Lichtbraun.
- Rutil: Selten.
- Siderit:
- Stilbit: Nur spärlich auftretend.
- Titanit: Selten vorkommend.
028. TI / Gotthard, Lago della Sella, Glockenthürmli, Glockentürmli, Gloggentümli, Guspisthal, Gucpistal, Baluberg
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 688700 / 158700
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 265-266
Zwischen dem Sella-See und dem Guspistale über dem kleinen Gletscher.- Adular: - Albit: Vom kleinen See am Blauberg, zw. Sella und Guspis, Im Fortuneithal auf Glimmerschiefer, besonders aber auf Amphibolitzwischenlagen desselben.
- Anatas: Zwischen dem Sella-Se und dem Guspistale über dem kleinen Gletscher: licht ölgrüne durchsichtige Kristalle, in Lücken lockerer verwachsener Aggregate von Kristallen des Calcits, Adular, Bergkristall, Chlorit und Pyrit. Braune, schwarze bis indigoblaue Kristalle mit Calcit, Adular, Quarz und tafelförmigem Hämatit auf Glimmerschiefer. Am Glockentürmli zwischen Sella und Guspis, braune bis fast farblose oder schwarze Kristalle mit Calcit, Adular, Quarz, Hämatit, Pyrit und Albit.
- Calcit:
- Chlorit:
- Hämatit:
- Pyrit:
- Quarz:
029. TI / Gotthard, Lago della Sella, Posmeda, Pos Meda, Pusmeda, Alpe della Sella
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 690350 / 156650
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 129 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 186
- Wagner, Albert; Urner Mineralienfreund; 1973; Heft 4; Seite 50
1) Diese Fundortbezeichnung trifft allgemein auf den östlich des Gotthardpasses und des Lago della Sella gelegenen Berggipfel zu. Funde werden den Hängen des Berges zugeschrieben.
2) Mineralien zu Pos Meda.
- Adular: 1) sehr gross, korrodiert, trüb.
- Albit: 1).
- Anatas: 1) sehr klein, farblos bis hellgelb. 2).
- Apatit: 1).
- Calcit: 2).
- Chlorit: 1).
- Eisenrose: 1) in dicken, schlecht ausgebildeten Rosetten.
- Ilmenit: 2).
- Limonit: 2).
- Muskovit: 1).
- Periklin: 2).
- Pyrit: 1) & 2)
- Quarz: 1) Milchig weiss. 2).
- Rutil: 2) pseudomorph nach Ilmenit. Teils sagenitisch.
030. TI / Gotthard, Lago della Sella, Sellasee (Staumauer)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 688650 / 157000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen, 1954, Seite 123,135
- Adular: Relativ gross und blassgrün.
- Albit: In schöner Ausbildung.
- Anatas: Gelblichgrau, durchscheinend, spitzpyramidal.
- Apatit: Weiss, matt, rar, tafelig, bis 18 mm, zusammen mit Adular, auch flächenreiche und rundlich-kurzsäulige Kristalle, dabei auch Exemplare mit leicht violetter Verfärbung.
- Calcit:
- Chlorit:
- Fluorit: Bis 8 cm, vollkommene Oktaeder, blassgrün.
- Hämatit:
- Muskovit: Manchmal reichlich vorhanden.
- Rosafluorit: Bis 2 cm, oktaedrisch, unvollständig ausgebildet, stark korridiert.
- Rutil: Dicknadelig.
- Siderit: Limonitisiert.
- Titanit: Orange - braun, durchsichtig.
031. TI / Gotthard, Lucendro (Staumauer)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 685190 / 157510
Literatur:
- Amacher, Peter; Urner Mineralienfreund; 1973; Heft 3; Seite 25-27
Die Fundstelle liegt nördlich der Lucendrostaumauer, etwa 15 Minuten oberhalb dem Weg, welcher zur Alpe Lucendro führt.
- Albit: Mit schönem Glanz wenn auf Quarz aufgewachsen, sonst matt.
- Apatit: Bis 2 mm, grünlich, zahlreiche Kristalle konzentriert auf ein Handstück.
- Chlorit: Viel Chloritsand im unteren Teil der Kluft.
- Muskovit: Dunkel, bis 5 mm.
- Quarz: Nur Einzelstücke, keine Gruppen, bis 7.5 cm.
- Titanit: Aufgewachsen auf kleinen Quarzen oder direkt an der Kluftdecke zusammen mit Albit. Honiggelb, mit vorzüglichem Glanz bei kleineren Kristallen. Grössere Exemplare (5 mm) wirken matt. Oft zu Zwillingen verwachsen.
032. TI / Gotthard, Lucendrobach, Reuss
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 686040 / 157080
Literatur:
- Wagner, Albert; Urner Mineralienfreund; 1976; Heft 1-2; Seite 20
Ein Phenakitfund konnte im Lucendrobach, ca. 300 Meter unterhalb der Staumauer getätigt werden. Richtigerweise handelt es sich beim Lucendrobach um die Reuss. Die Koordinaten zeigen ungefähr auf die Fundstelle.
- Phenakit:
033. TI / Gotthard, Lucendrogebiet
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 682900 / 154750
Literatur:
- Gmür, Sepp; Schweizer Strahler; 1977; Seite 334-336; Erlebnisse auf einer Strahlertour
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1973;; Seite 265
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 224
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 2; Seite 22 - 38; Vom Lucendro zur Fibbia: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz
Genauere Fundortangaben fehlen. Evtl. handelt es sich um denselben Fundort wie unter 'Gotthard, Pizzo Lucendro, Piz Lucendro, Passo di Lucendro' beschrieben.
- Aeschynit-(Y): Grün fluoreszierend.
- Chlorit:
- Eisenrose:
- Hämatit:
- Ilmenit: Aus der Umgebung des Piz Lucendro, dünntafelig, im Chlorit (Weibel, Bambauer, 1958).
- Xenotim: Aus dieser Region (im Fibbia-Gneis) lassen sich die grössten Xenotimkristalle der Schweizer Alpen finden.
034. TI / Gotthard, Monte Prosa
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 687700 / 157370
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 70
- Zanelli, Remo & Meisser, Nicolas & Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2020; Heft 3; Seite 2 - 8; Rhaptophan-(La) und Hingganit-(Y) - zwei neue Kluftmineralien vom Gotthard
Die Fundstelle für Rhaptophan-(La) liegt im Gotthard-Granit in einem Hohlraum im stark ausgelaugten Gestein.
- Anatas: Bis 3 mm. Als Begleitmineral von Rhaptophan-(La).
- Axinit: Undeutlich ausgebildet, grünlichbraun, an den Kanten durchscheinend, wenig glänzend, doch ziemlichgrosse Kristallle aufweist, welche zum Teil nach der Art des Baryt rosettenförmig aufgewachsene Gruppen bilden und von grünlichem Adular begleitet werden.- Apatit: Als Begleitmineral von Rhaptophan-(La).
- Bazzit: Isometrisch, prismatisch, mit farblosem Überzug, auch Kristalle bis 15 mm, blau.
- Brookit: Als Begleitmineral von Rhaptophan-(La).
- Eisenrose:
- Epidot:- Hämatit: Vielflächig.
- Pyrit: Limonitisiert, als Begleitmineral von Rhaptophan-(La).
- Rauchquarz:- Rhaptophan-(La): In Form kleiner bis 0.5 mm grossen, gelben, hexagonalen Prismen.
- Vermiculit: Als Begleitmineral von Rhaptophan-(La).
- Xenotim:035. TI / Gotthard, Monte Prosa (Ostseite und Gipfel)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 687600 / 157400
Literatur:
- Jakob, Johann; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1925; Band 5; Heft 1; Seite 242; Kleinere Mitteilungen; Über das Auftreten von Beryll am Monte Prosa (St. Gotthard).
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 114 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 208
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 2; Seite 22 - 38; Vom Lucendro zur Fibbia: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz (I)
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 4; Seite 21-35; Von der Fibbia zum Sella: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz (II)
Nordöstlich des Gotthardhospiz. Im neueren Parker (1973) wird der interessante Kluftberyll von der Nordwestseite des Gipfel (höchster Punkt) beschrieben. Jakob (1925): Anlässlich geologisch-petrographischer Exkursionen im Gebiete des Monte Prosa fand der Verfasser das für dieses Gebiet noch unbekannte Mineral Beryll. Nordwestlich der höchsten Spitze, unweit einer von Strahlern ausgebeuteten Kluft von Rauchquarz, fand sich, gut sichtbar, mitten im Granit ein Kristall von dunkelultramarinblauem Beryll, dessen hexagonales Prisma auf etwa 2 cm sichtbar ist, Durchmesser etwa 7 mm. Dieser Fund ist deshalb von Bedeutung, dass er unmittelbar im Granit auftritt und in keiner Weise zu Pegmatiten oder Aplitgängen in Beziehung steht; solche Gänge finden sich in der Umgebung überhaupt keine. Dass bei der Bildung dieses Berylls aber dennoch pneumatolytische Agenzien, wenn auch sehr lokal, wirksam waren, zeigt das Auftreten von etwas grobblättrigem Muskovit. Trotz eifrigem Suchen nach weiteren Stücken konnten keine weiteren Funde gemacht werden. Dieser eigenartige Fund befindet sich in der Schausammlung der Eidg. Technischen Hochschule Zürich.
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
- Beryll: Über 2 cm, dunkelultramarinblau, 7 mm Durchmesser. Zusammen mit grobblättrigem Muskovit.
- Calcit:
- Chlorit:
- Eisenrose: Sehr gross, glänzend.
- Muskovit: Gross, grobblätterig.
- Quarz:
- Rauchquarz:
036. TI / Gotthard, Ovi della Sella
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 689615 / 157490
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 72
- Bertrandit: Teils leicht chloritisiert, v-förmig verzwillingt.
037. TI / Gotthard, Pian Secco
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 687200 / 154000
Literatur:
- Schweizer, Hans; Schweizer Strahler; 1982; Seite 93-99; Tessiner Quarze mit "damaszierenden" Flächen
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 415
Am Hang südlich dieser Lokalität.
- Quarz: Tessinerhabitus, reichlich, bis 30 cm, mit Rutil-, Hämatit- und anderen Einschlüssen.
- Turmalin:
038. TI / Gotthard, Pizzo Canariscio
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 689600 / 156250
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 144
Gipfel südlich des Lago della Sella.
- Albit:
- Chlorit:
- Pyrit: Gross, limonitisiert, stark gestreifte Würfel, manchmal auch Oktaeder.
- Quarz: Mit schönen roten Rutileinschlüssen.
- Rutil:
- Sagenit:
039. TI / Gotthard, Pizzo Canariscio, Lago della Sella
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 689400 / 157700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 203 Zwischen dem Pizzo Canariscio und dem Lago della Sella
.- Apatit: Milchig, weiss.
- Ilmenit:
- Muskovit:
- Periklin: Weiss.
- Rutil:
- Sagenit: Rot, dicht, zum Teil recht gross.
040. TI / Gotthard, Pizzo Giubine (Westflanke), Giübin
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 691700 / 157710
Literatur:
- Bizzozzero, Giorgio; Schweizer Strahler; 1996; Heft 4; Seite 500 - 503; Der Euklas vom Pizzo Giubine (TI)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 155
- Widmer, Ruedi; Schweizer Strahler; 2010; Heft 2; Seite 2-7. Euklas aus der Leventina
Östlich des Gotthardpasses. Der Euklas-Fund stammt von der Halde einer metergrossen alten, auf Quarz ausgebeuteten Kluft auf der Westflanke der Giubine-Gipfelpartie. Auf 2700 bis 2750 m ü. M. sind in den hier mittelsteil nach Norden einfallenden Felsrippen zahlreich flachliegende, quadratmetergrosse Zerrklüfte aufgeschlossen.
- Albit: Als Periklin.
- Euklas: Bis 3 mm, in perfekter Form und Transparenz. Neufund für die Schweiz im Jahre 1988. Aus dem Nordtessin werden auch Kristalle bis 1.5 cm angegeben. Dies sind meist tafelig, wasserklar und scharfkantig.
- Klinochlor: Kugelig.
- Muskovit: Feinblätterige Rosetten, bis 4 m Durchmesser.
- Quarz:
- Siderit:
041. TI / Gotthard, Pizzo Lucendro(Gipfelnähe), Piz Lucendro(Gipfelnähe)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 683100 / 154700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 192
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1985; Seite 143-148; Neue Fluoritfunde auf der Südseite des Gotthardmassivs
200 Meter vom Gipfel in Richtung Lucendropass 1).
Ein Apatitfund wurde auf der Höhe von 2760 m ü. M. getätigt 2).
- Apatit: 2) bis 19 mm Durchmesser, glasklar, stark glänzend, nur 2 Exemplare.
- Fluorit: 1) bis 5 cm, oktaedrisch, leicht gräulich, durchsichtig, verzerrt.
042. TI / Gotthard, Pizzo Lucendro(Südostgrat), Piz Lucendro(Südostgrat)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 683200 / 154600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 128 etc.-
Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 2; Seite 22 - 38; Vom Lucendro zur Fibbia: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz (I)
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 4; Seite 21-35; Von der Fibbia zum Sella: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz (II)
- Adular:
- Albit:
- Anatas: Gelb bis braun, spärlich.
- Anhydrit: Nur wenig.
- Chabasit: Gelb.
- Eisenrose: Gross bis sehr gross.
- Hämatit:
- Muskovit:
- Pyrit: Spärlich.
- Rauchquarz: Klar und sehr langgestreckt.
- Rutil: Klein, auf dem Hämatit.
- Stilbit:
- Xenotim:
043. TI / Gotthard, Pizzo Lucendro(Südwand), Piz Lucendro(Südwand), Pizzo Lucendro (Südwand), Pizzo Lucendro (Ostgrat), Poncionetto
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 682850 / 154600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 128 etc.- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 2; Seite 22 - 38; Vom Lucendr zur Fibbia: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz (I)- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 4; Seite 21-35; Von der Fibbia zum Sella: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz (II) Die Funde stammen zum Teil aus der Nähe des Gipfels und auch der Ostgrat des Pizzo Lucendro, Gebiet Poncionetto.
- Adular:
- Albit:
- Anatas: Nur wenig.
- Anhydrit: Nur wenig.
- Chabasit:
- Eisenrose: Gross bis sehr gross.
- Hämatit:
- Muskovit:
- Pyrit: Nur wenig.- Rauchquarz: Klar und sehr langgestreckt.
- Rutil: Auf Hämatit.
- Stilbit:
- Xenotim:
044. TI / Gotthard, Pizzo Lucendro, Piz Lucendro, Lucendrosee (alter), Lago di Lucendro
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 684410 / 157360
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 172 100 Meter nördlich vom Ausläufer des alten Lucendrosees.
- Albit:
- Chlorit:
- Muskovit:
- Quarz:
- Stilbit: In Einzelkristallen.
- Titanit: Hellgelbbraun.
045. TI / Gotthard, Pizzo Lucendro, Piz Lucendro, Passo di Cavanna
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 681950 / 154370
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 128
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 2; Seite 22 - 38; Vom Lucendor zur Fibbia: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz (I)
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 4; Seite 21-35; Von der Fibbia zum Sella: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz (II)
Nördlich des Dorfes Bedretto des gleichnamigen Tales, ca. 1 km westlich des Pizzo Lucendro trifft man auf diesen Übergang.
- Eisenrose: Dünnblättrig, gross.
- Hämatit: Dünn.
046. TI / Gotthard, Pizzo Lucendro, Piz Lucendro, Passo di Lucendro
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 683950 / 154900
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 128,129
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 185
- Sommerauer, Jürg / Weber, Lothar; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1972; Band 52; Heft 1; Seite 75 - 91; Aeschynit-(Y, Gd, Dy, Er), ein neues Zerrkluftmineral der zentralen Schweizer Alpen
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 2; Seite 22 - 38; Vom Lucendr zur Fibbia: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz (I)
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 4; Seite 21-35; Von der Fibbia zum Sella: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz (II)
Der Übergang liegt östlich des Piz Lucendro. Hier wurde bereits im Jahre 1810 ein ganzes Kluftsystem bearbeitet und ausgebeutet. Ein weiterer Fundpunkt liegt zwischen dem Pass und dem Punkt 2758, nordöstlich des Passes. Der Aeschynitfund stammt aus einer mannsgrossen, grösstenteils verschütteten Kluft, die offensichtlich schon vor etlichen Jahren entdeckt wurde. Diese liegt im granitähnlichen Fibbiagneis nahe dem Kontakt zum Rotondogranit, zwischen Passo di Lucendro und Piz Lucendro, Koordinaten: 683,200 / 154,700.
- Adular: Auch Vierlinge, gross, Baveno-Zwillinge, mit Aeschynit auf dem seitliche Pinakoid.
- Aeschynit-(Y): Auf dem Adular, zahlreich, bis 2 mm, prismatisch, dunkel- bis rötlichbraun, nicht metamikt, Erstfund für die Schweiz (1970).
- Albit:
- Anatas: Selten, gelb bis braun.
- Anhydrit: Nur wenig.
- Chabasit: Gelb.
- Eisenrose: Gross bis sehr gross.
- Hämatit:
- Muskovit: In guter Ausbildung.
- Pyrit: Selten.
- Rauchquarz: Klar und sehr langgestreckt, bis 20 cm, zum Teil mit Anhydritröhren.
- Rutil: Klein, auf dem Hämatit.
- Stilbit:
- Xenotim:
047. TI / Gotthard, Pizzo della Valetta, Pizzo della Valletta
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 684359 / 155745
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 374
Südwestlich des Gotthardpasses. Die Koordinaten zeigen auf den Gipfel des Pizzo della Valletta.
- Skolezit:
048. TI / Gotthard, Poncione della Fibbia (Gipfel)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 685220 / 155200
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 133
Die Funde stammen vor allem aus der Gipfelregion.
- Albit:
- Apatit: Linsenförmig, klar, zum Teil mit violetter Farbe, sehr schön.
- Epidot:
- Muskovit: Reichlich.
- Rauchquarz: Hell.
- Stilbit:
049. TI / Gotthard, Ri della Fibbia, Bianchiweg, Banchiweg
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 686200 / 156050
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 184, 207
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 133
- Quadrio, F.; Urner Mineralienfreund; 1972; Heft 6; Seite 85 – 86
- Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 1967; Seite 12-14; Über neue Mineralfunde aus den Schweizer Alpen
- Wagner, Albert; Schweizer Strahler; 2008; Seite 14-19; Zufallstreffer - oder weisse und graue Zone (Teil 1)
Bei Erweiterungsarbeiten am alten Bianchi-Weg bei den erwähnten Koordinaten in einem relativ kluftreichen Aplitgang. Ein weiterer Fundpunkt (Beryll) beschreibt Parker zwischen der Ri della Fibbia und dem P 2109.3. Wenig oberhalb des Bianchiweges (alte Strasse) liegt die neue Strasse mit einem kleinen Tunnel. Ein Klüftchen 1) wurde etwas oberhalb der neuen Strasse (vom Gotthardpass herkommend) und ein Klüftchen 2) unterhalb des kleinen Tunnels und unterhalb des Bianchiweges gefunden. Wagner beschreibt einen Barytfund am Bianchipfad wie folgt: Sprengung am alten Saumpfad auf dem Gotthardpass in einem breiten Aplitgang im Gotthardgranit (Beryll, Quarz, Hellglimmer).
- Adular:
- Albit:
- Anatas:
- Apatit:
- Beryll: Als alpines Kluftmineral, farblos bis hellblau, sehr schön, bis 25 mm, hunderte von kleinen Kriställchen (bis 6 mm), zum Teil auch in Quarz eingeschlossen. Beschreibung Wagner: ein Fund mit 27 mm Länge, intensiv blau und mit Glasglanz sowi ca 80 feinnadelige Beryllkristalle bis 4 cm Länge und bis 1 mm Durchmesser und blasser grüblauen Färbung
- Brookit:
- Calcit:
- Chlorit: 1) und 2) broncefarbig.
- Epidot:
- Hämatit:
- Muskovit:
- Phenakit: 1) 3 Kristalle, bis ca. 20 mm Länge und 6 mm Durchmesser. Teils mit vorzüglichen Endflächen. Zusammen mit Albit, Apatit, Muskovit, Chlorit und Quarz. 2) ca. 20 Kristalle, bis 12 x 1 mm, zusammen mit Adular, Apatit, Chlorit und Quarz.
- Pyrit:
- Quarz:
- Rosafluorit: Oktaeder, bis 13 mm, als Erstfund für das Gotthardgebiet (1965). Aus der Fibbia sind Rosafluorit-Aggregate geborgen worden.
- Stilbit:
050. TI / Gotthard, Riale della Fibbia
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 685750 / 156050
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 134
Südlich des Gotthardpasses.- Adular: Reichlich, als dünne Kruste kleiner Individuen.
- Anatas:
- Apatit: Reichlich, in vollkommener Entwicklung, dicktafelig, klar, manchmal schwach violett.
- Laumontit:
- Pyrit:
- Stilbit:
051. TI / Gotthard, Sasso Rosso, Stanga, Foppa
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 688070 / 153700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 143
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 204
Von diesem, nördlich von Airolo gelegenen Berg werden einige Mineralvorkommen beschrieben. Ein Eintrag auf der Landeskarte fehlt. In der neueren Auflage des Parkers (1973) wird von einem Felsvorsprung zwischen den beiden Lokalitäten Stanga und Foppa ein Amethystfund erwähnt.
- Amethyst:
- Calcit: Gross.
- Quarz: Auch als Artischockenquarz.
- Rutil: Dicknadelig.
- Sagenit: Auch im Quarz eingewachsen.
- Zepterquarz:
052. TI / Gotthard, Tremola, Tremola-Haupttunnel (grosse Galerie)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 686500 / 155000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 208- Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 1967; Seite 12-14; Über neue Mineralfunde aus den Schweizer Alpen
Im Aplitgneis. Im Tunnel zwischen Val Tremola und Alpe di Fieud.
- Beryll: Als alpines Kluftmineral, farblos, nadelig, bis 12 mm.
- Calcit: Tafelig.
- Chlorit:
- Muskovit:
- Quarz:
053. TI / Gotthard, Val Fortunei, Fortünei
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 686900 / 157950
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 129,135
Dieses Tal beginnt an der Gotthardstrasse, nördlich der Passhöhe und erstreckt sich gegen den Monte Prosa hin. Auf der Karte fehlt die Bezeichnung, hingegen ist der Bach R. di Fortunei eingetragen. Die nähere Bezeichnung des Phenakitfundes ist nicht bekannt.
- Adular:
- Albit: Als Periklin in sehr guten Kristallen.
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Muskovit:
- Phenakit: Lediglich ein Exemplar konnte gefunden werden.
- Quarz:
054. TI / Gotthard, Val Fortunei, Fortünei, Valle delle Rive
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 687150 / 159000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 135
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 193
- Adular:
- Albit:
- Prehnit: Nur spärlich zu finden.
- Quarz:
055. TI / Gotthard, Val Prevat, Lago della Sella (südöstlich)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 689990 / 157000
Literatur:
- Amacher, Peter; Schweizer Strahler; 2012; Heft 1; Seite 5. Titanit aus dem Furkagebiet
Die Koordinaten zeigen auf einen zufällig gewählten Punkt südöstlich des Lago della Sella.
- Titanit: In einem Amphibolithaufschluss. Kristalle bis 2 cm
056. TI / Gotthard, Val Prevat, Loita di Sfen, Alpe della Sella
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 690750 / 158400
Literatur: - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 119- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 173 Tal nordöstlich des Lago della Sella, östlich des Gotthardpasses. Die Bezeichnung fehlt auf der Karte, befindet sich aber zwischen dem Val Torta und dem Val Prevat. Die Koordinate zeigt auf das Val Prevat. Die Funde stammen aus dem metamorphen Lamprophyr (Spessarit).
- Albit: Im Periklin-Habitus.
- Apatit:
- Calcit: Derb, skalenoedrisch, tafelig.
- Chlorit:
- Ilmenit:
- Muskovit:
- Rutil:
- Stilbit:
- Titanit: In sehr schönen Stufen, bis 5 cm, flächenreich, in vielen Farbvarianten (gelb - grün - rot).
- Turmalin:
057. TI / Gotthard, Val Tremola (oberes), Ri della Fibbia
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 686000 / 155850
Literatur:
- Handschin, Ch.; Schweizer Strahler; 2006; Heft 3; Seite 14-21
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 184
- Toroni, A.; Schweizer Strahler; 1985;; Seite 143
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 2; Seite 22 - 38; Vom Lucendro zur Fibbia: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz (I)
Der Fundort liegt zwischen dem Ri della Fibbia und dem Südportal des kleinen Strassentunnels. Funde sind unter anderem bei der Verbreiterung der Strasse 'Strada die Banchi' gemacht worden.
- Adular: Im Fibbia-Habitus.
- Albit:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Eisenrose: Gross, zum Teil mit Desmin belegt.- Muskovit:
- Phenakit: Bis 2 cm, dicksäulig, durchscheinend, zum Teil chloritisiert.
- Quarz: Bis 20 cm, zum Teil mit Rutilnadeln durchsetzt.
- Rauchquarz: Hell, bis 20 cm.
- Rosafluorit: Bis 13 mm.
- Rutil: Rot, schwarz, nadelig, bis 10 cm, meistens im Quarz eingewachsen.
- Stilbit: Auch auf den Eisenrosen aufsitzend.
- Titanit:
058. TI / Gotthard, Val Tremola
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 687000 / 155000
Literatur:
- Annen, Max; Urner Mineralienfreund; 2002; Heft 2; Seite 6-9- Bernoulli, Christoph; Taschenbuch für die Schweizerische Mineralogie, Erstes Bändchen; 1811
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 32,55
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 114 etc.
Eine Fundstelle befindet sich in der Schlucht in der Bachgegend. Anzeichen war hier ein Gneisband das von rechts oben in einem grossen Bogen an das Ende eines senkrechten Quarzbandes führte. Die Kluft befand sich unten rechts, dort wo das Gneisband einbiegt.
- Adular:
- Aeschynit-(Y): Aus alpiner Zerrkluft (Kipfer, 1973/1979).
- Almandin: Teilweise xenomorph, teils rhombendodekaedrisch, bis 4 cm.
- Chlorit:
- Hornblende: Im Glimmerschiefer, in Hornblendit.
- Quarz:
- Titanit: Bis 13 mm, zusammen mit Adular und Chlorit.
- Turmalin: Bernoulli (1811) erwähnt Schwarzen Schörl aus dem Tremolatal, meist in Gneis, mit 6-seitigen gelben Glimmerblättchen.
059. TI / Gotthard, Val Tremola, Alpe Sorescia, Alpe di Sorescia
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 687850 / 155950
Literatur:
- Koenigsberger, Joh., F.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1925;Band 5; Heft 1; Seite 109; Über alpine Minerallagerstätten : Mineralklüfte und Differentiation ihrer Paragenese
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 144
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 355
Es handelt sich hier um die Gegend südöstlich des Gotthardhospiz und südwestlich des Lago della Sella. Die Lokalität hat viele Vorkommen geliefert. Der Fundort von Rutil, Sphen u.s.w. bei Sorescia, zeigt eine Hauptkluft, umgeben von kleineren Rissen. Erstere, die etwa 80 cm breit, 30 cm hoch und mehr als 3 m tief ist, ist grösstenteils von Quarzband ausgefüllt. Wo sie von Band frei ist, enthält sie einzelne Quarzkristalle und stellenweise auch die anderen Mineralien. Die kleinen Risse führen hauptsächlich Albit und die Titanoxyde.
- Albit:
- Chlorit:
- Pyrit: Gross, limonitisiert, stark gestreifte Würfel, manchmal auch Oktaeder.
- Quarz: Kenngott erwähnt noch schönen Quarz aus dem Soresciatal (oberhalb Airolo).
- Rutil: Kräftig blutrot, in derben durchscheinenden Massen, sagenitisch oder als lange Einzelkristalle, hohlzylinderartige Aggregate, teilweise von Titanit überwachsen.
- Sagenit:
- Titanit:
060. TI / Gotthard, Val Tremola, Alpe Sorescia, Alpe di Sorescia, Scara Orella
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 687500 / 155640
Literatur:
- Wewer,Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:
061. TI / Gotthard, Val Tremola, Cantoniera (Bahn-, Strassenwärterhäuschen)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 686800 / 155200
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 114
Der Standort der Cantoneria ist nicht genau bekannt. Das Val Tremola liegt zwischen dem Passo del San Gottardo und Airolo.
- Albit:
- Quarz:
- Rhipidolith:
- Rutil:
062. TI / Gotthard, Valleggia della Piccola Fibbia
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 686580 / 156640
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 184
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 2; Seite 22 - 38; Vom Lucendro zur Fibbia: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz (I)
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 4; Seite 21-35; Von der Fibbia zum Sella: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz (II)
Fundpunkte liegen unter anderem oben in der Runse Vallegia della Piccola Fibbia, welche die Gotthardstrasse bei P 2039 schneidet. Auf der Karte ist ein solcher Eintrag nicht vorhanden. Die Koordinaten zeigen auf das Hospiz.
- Adular:
- Anatas: Rot, durchsichtig, dipyramidal, sehr zahlreich, bis 0.5mm. Selten schwarze oder gelbe Exemplare, wobei schwarzer Anatas auf zersetztem Rutil zu finden ist, honiggelber Anatas auf dem Brookit. Formen: Komb. zweier Dipyramiden unterschiedlicher Stellung.
- Brookit: Gelbbraun, gerieft nach der c-Achse.
- Calciogadolinit:
- Eisenrose: Schöne Exemplare.
- Hämatit:
- Limonit:
- Quarz:
- Rutil:
- Xenotim-(Y): Orientiert mit Zirkon verwachsen. Mikroskopisch klein, das heisst unter 0.025 mm. An Formen sind das tetragonale Prisma und die tetragonale Dipyramide festzustellen. Nur mit dem REM nachweisbar.
- Zirkon: Dem Anatas aufsitzen, sehr klein, bis 0.12mm. Teilweise mit dem Anatas verwachsen. An Formen kann folgendes festgestellt werden: tetragonale Pyramide mit den Flächen einer ditetragonalen Dipyramide und evtl. mit den Flächen eines tetragonalen Prismas.
063. TI / Gotthardpass (dt.), Passo del San Gottardo (ital.)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 686000 / 157000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 129,135
- Weiss, Stefan; Lapis; 1994; Heft 6; Seite 40
Aus schmalen Klüften eines Aplitganges im Fibbiagranitgneis, südlich des Gotthardpasses. Von hier stammen die bis heute (1991) schönsten und grössten Beryllkristalle aus einer alpinen Zerrkluft.
- Beryll:
064. TI / Gotthardpass (dt.), Passo del San Gottardo (ital.), Sella-Hospiz
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 686650 / 156550
Literatur:
- Graeser, St. & Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1974; Seite 265-277; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten
Die Koordinaten zeigen auf das Hospiz.
- Lepidokrokit:
065. TI / Gotthardstrasse (Bau der Strasse), Val Tremola, Ri della Fibbia
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 686210 / 156090
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 184,208
Während des Strassenbaus sind auf den Baustellen im oberen Val Tremola, zwischen dem Ri della Fibbia und dem Südportal des kleinen Strassentunnels, sehr gute und schöne Mineralienfunde gemacht worden. Parker umschreibt mehrere Fundpunkte:
0) allgemein;
1) 100 - 150 Meter strassenaufwärts vom kleinen Tunnel;
2) aussen am Strassentunnel;
3) aus der Umgebung des Strassentunnels (aussen);
4) im kleinen Strassentunnel.
- Adular: 0); 3); 4) Fibbia-Habitus.
- Albit: 0)
- Apatit: 0); 3).
- Beryll: 4) bis 12 mm, nadelig, glasklar.
- Calcit: 0); 2); 3) Normalrhomboeder bis einige cm.
- Chlorit: 0); 2).
- Eisenrose: 0); 4) gross, zum Teil bedeckt mit garbigem Desmin.
- Hämatit: 2); 3).
- Muskovit: 0); 3).
- Phenakit: 0); 3) viel, schlankprismatisch, bis 2 cm, durchscheinend, längsgestreift, mit typischer trigonaler Endbegrenzung, zum Teil chloritisiert.
- Quarz: 0); 1) aussergewöhnlich schöne Kristallgruppen, bis 20 cm lange Kristalle, zum Teil mit Rutil durchsetzte, verheilte und mit feinstem Desmin belegte Bruchflächen. 3).
- Rauchquarz: 0) hell. 3) bis 20 cm, durchsichtig, schön.
- Rosafluorit: 0); 2) es handelt sich hier vor allem um die Verbreiterung des Banchiweges, bis 13 mm.
- Rutil: 0); 1) rot, schwarz, blond, bis 10 cm lange Nadeln im Quarz. 3).
- Stilbit: 0); 4) garbig, auf Eisenrosen.
- Titanit: 0).
066. TI / Sella, Lucendro
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 688360 / 156620
Literatur:
- Kipfer, Alex; Schweizer Strahler; 1975; Seite 370-384; Die Luminiszenz von Mineralien mit dem Element Cer
Mit der Namensbezeichnung 'Sella' könnte es sich um den Bach 'Sella' oder um die allgemeine Bezeichnung rund um den 'Lago di Sella' handeln. Bekannt für gute Mineralien sind beide Lokalitäten.
- Bastnäsit-(Ce): Intensiv flaschengrün fluoreszierend.
067. TI / Unteralp - Val Canaria (SBB-Stollen), Canariathal, Canariatal
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 693150 / 156620
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 141,369
Die Koordinaten zeigen ganz allgemein auf das Val Canaria und nicht auf den Stollen.
- Chlorit: 480 Meter ab Südportal, Pseudomorphosen nach Siderit.
- Dolomit: (Intergand, 1974).
- Siderit: 300 Meter ab Südportal.
068. TI / Unteralp - Val Canaria (Zulaufstollen), Canariathal, Canariatal
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 693150 / 156630
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 100
Auf der Tessinerseite.
- Ankerit:
- Calcit: Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Calcitausbildung in den angetroffenen Klüften jeweils unterschiedlich ist: Kombination von negativen flachen Rhomboedern mit dem hexagonalen Prisma 1. Stellung, wobei bei fehlendem Eisenkarbonat mit dem Basispinakoid und dem hexagonalen Prisma 1. Stellung. Das ergibt ein tafeliges bis säuliges Aussehen. Oft mit feinem Pyrit belegt.
- Pyrit:
- Siderit:
069. TI / Val Canaria, Canariathal, Canariatal
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 693160 / 156630
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 32
- Almandin: Teilweise xenomorph, teils rhombendodekaedrisch, bis 4 cm.
- Anatas: Formenvielfältig, rot.
- Anhydrit: Kristallinisch grobkörnigen, lilafarbigen bis grauen oder weissen aus dem Val Canaria.
070. TI / Val Canaria, Canariathal, Canariatal, Alpe Froda, Stabiellol
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 693900 / 156500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 174,183
- Weiss, Stefan; Lapis; 1994; Heft 6; Seite 39
Felskopf bei Stabiello im Aplitgneis.
- Beryll: Farblos, nadelig.
071. TI / Val Canaria, Canariathal, Canariatal, Grasso di Froda
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 694600 / 157600
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 369,415
- Siderit: Bis einige cm Kantenlänge, teilweise vollständig oxidiert, manche Exemplare mit stark glänzender Oberfläche.
- Turmalin:
072. TI / Val Canaria, Canariathal, Canariatal, Grasso di Froda, Grasso della Froda, Alp Stabiello, Alp Stabbiello
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 694610 / 157580
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 203
- Toroni, Aldo; Lapis; 1983; Heft 2; Seite 27
Zwischen Grasso di Froda (Grasso della Froda) und der Alp.
- Albit:
- Amethyst:
- Anatas: Rot, schwarz, gelbbraun.
- Calcit:
- Chlorit:
- Muskovit:
- Pyrit:
- Quarz: Gross, bis 72.5 cm und 73 kg, zum Teil mit Chlorit überzogen, Tessiner-Habitus.
- Rutil:
073. TI / Val Canaria, Canariathal, Canariatal, Passo Scengion, Passo Giengiun
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 692350 / 157750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 144
Übergang vom Unteralptal ins südlichere Val Canaria.
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:
- Siderit:
- Titanit:
074. TI / Val Canaria, Canariathal, Canariatal, Pizzo Barbarera
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 693500 / 158450
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 144
Gipfel im obersten Val Canaria.
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:
- Siderit:
- Titanit:
075. TI / Val Canaria, Canariathal, Canariatal, Riale di Nelva
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 691400 / 154600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 167
Ort am linken unteren Taleingang des Val Canaria, nordwestlich von Airolo.
- Andradit: Gesteinsbildend. Für dieses Mineral ist lediglich die Fundortbezeichnung 'Val Canaria' aufgeführt.
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Glimmer:
- Limonit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Skapolith:
076. TI / Val Torta
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 685245 / 148400
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 163,284
Die Koordinatenangaben zeigen auf eine Alp im Val Torta.
- Calcit:
- Ferroaxinit: Durchscheinend, bis 3 cm, teils mit Prehnit.
- Muskovit: Bis 8 cm lange Hohlpseudomorphosen von Hellglimmer nach Adular.
- Prehnit:
- Quarz:
077. TI / Val Torta, Il Madone (Westhang)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 686000 / 149520
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 248 Am Westhang des erwähnten Berges auf einer Höhe von ca 2300 m ü. M. Es handelt sich hier um ein recht steiles Gebiet. Die Koordinaten- und Höhenangabe beziehen sich auf den Il Madone.
- Albit: Kleine Kristalle.
- Muskovit: Pseudomorph nach Orthoklas, respektive nach Adular im Fibbia-Habitus, 8 cm.
- Pyrit: Skelettartig auf ehemaligem Pyrrothin.
- Quarz: Relativ gross, durch die tektonische Beanspruchung zerbrochen und wieder verheilt, vom nördlichen Ausläufer des Madone werden ebenfalls grosse Quarze beschrieben.
- Rutil: Dunkelrot, teilweise als hohle Bündel, mit über ein cm Durchmesser.
078. TI / Ascona (ital.), Aschgunen (dt.)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Ascona, Koordinaten ca.: 703500 / 112500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 265
- Karpholith: Seltener Bestandteil eines Pegmatits bei Ascona (Vermutung gem. Parker).
079. TI / Ascona (ital.), Aschgunen (dt.), San Michele
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Ascona, Koordinaten ca.: 702300 / 112100
Literatur:
- Nyffeler, Martin; Schweizer Strahler; 1974; Seite 241; Graphit als Bestandteil von Tessiner Pegmatiten
- Graphit: Im Pegmatit, bis 3 mm grosse Häufchen.
080. TI / Cornopass, Passo del Corno, Cornogletscher, Ghiacciaio del Corno
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 672502 / 145700
Literatur:
- Oberholzer, Walter; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1955; Band 35; Heft 2; Seite 320 - 409; Geologie und Petrographie des westlichen Gotthardmassivs
Granat-Hornblende-Garbenschiefer. Ca. 50 m nördlich der Rauhwacke am Cornopass (Koord. 145,7/672,3) steht ein ca. 2 m mächtiges Vorkommen eines schönen Hornblende-Garbenschiefers an, der mit grosser Sicherheit dem Quartenschieferniveau zuzurechnen ist. Erstmals wurde das Vorkommen von K. Gebhabt im Sommer 1950 bei seinen Kartierungsarbeiten entdeckt. Die Aufschlussverhältnisse sind leider infolge beträchtlicher Moränenüberdeckung unklar; begleitet wird das Vorkommen von einem sehr feinen Sericit-Chlorit-Phyllit im S und einer schmalen Quarzitbank im N. Dieser Quarzit enthält bis cm-grosse Pyrite und wird weiter nördlich von Granat-Tonschiefern abgelöst.
- Calcit: Häufigstes Mineral.- Pyrit: Beim Cornopass.
- Quarz: Am Cornogletscher konnte vom Autor Quarz im Tessinerhabitus bis 6 cm gefunden werden. Aus dieser Gesteinsformation sind allerdings Quarze mit einer Dimension von über 10 cm gefunden worden (Griesgletscher).
- Rutil: Vereinzelte Nadeln, bis über 1cm Länge und bis 1mm Dicke, blutrot bis rotschwarz, auch von Calcit umgeben oder im Quarz eingewachsen.
081. TI / Gotthard, Fibbia, Fibia (Südseite), Poncione di Fieud
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 685300 / 155000
Literatur:
- Bizzozzero, Giorgio; Schweizer Strahler; 1994; Heft 3; Seite 116 - 117; Der Zoisit der Fibbia
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 74
- Toroni, A.; Schweizer Strahler; 1989; Seite 263
- Bertrandit: Ca. 70 Kristalle, bis 3 mm, auf Quarz, durchsichtig, farblos, mit starkem Glasglanz, gelblich, Zwillinge, tafelig aufgewachsen auf Quarz, überkrustet mit einem Mineral (Goethit?).
- Goethit: Nicht sicher.
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Zoisit: In hervorragender Qualität, Farbe und Durchsichtigkeit, bis 4 mm. Die Beschreibung lautet auf 'Südabhang'. Evtl. liegt die Lokalität also weiter oben oder unten.
082. TI / Gotthard, Pomonetto dell Fibbia (Südostgrat)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 685173 / 155138
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 134
Vom Gipfel der Fibbia ausgehend in Richtung Poncione di Fieud.
- Adular: Gross.
- Albit: Als Periklin, weiss.
- Apatit:
- Muskovit:
- Rauchquarz:
- Stilbit:
083. TI / Nufenenpass (südöstlich), Novena (ital.) (südöstlich)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 672800 / 147800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1940
In der Umgebung.
- Quarz: Nadelquarz, südöstlich der Passhöhe
084. TI / Nufenenpass (östlich), Novena (ital.) (östlich)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 672830 / 147750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 115
Nur wenig östlich des Nufenenpasses sind einige Zerrklüfte gefunden worden.
- Albit:
- Calcit:
- Chlorit: In zwei Generationen.
- Quarz: Klein.
- Rutil: Pseudomorph nach Ilmenit.
- Turmalin: Auch nordöstlich des Nufenenpasses.
085. TI / Nufenenpass, Novena (ital.), Grieshorn, Corno Gries
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 673300 / 144900
Literatur:
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1981; Seite 437-467; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten V
- Titanit: Selten im Bündnerschiefer vorzufinden, bis 1 mm.
086. TI / Val Piumogna, Alpe Gera, Prati Gera
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Dalpe, Koordinaten ca.: 702070 / 145260
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 383
Vermutlich handelt es sich bei der Fundortbezeichnung 'Alpe Gera' um die 'Prati Gera'. Die Koordinaten weisen auf diese Lokalität.
- Staurolith: Scharfkantig, tafelig, bis 2 cm und auch etwas grösser.
087. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Dalpe
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Dalpe, Koordinaten ca.: 702400 / 147700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 181,274
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 251
Aus der Umgebung dieses westlich von Faido gelegenen Dorfes, stammen einige interessante Funde (1). Unter anderem sind auch Funde an der Strasse von Prato nach Dalpe gemacht worden (2).
- Adular: 1).
- Apatit: 1) violett
- Chalkopyrit: 1).
- Muskovit: 2).
- Pyrit: 1).
- Pyrrhotin: 1).
- Quarz: 1).
- Rutil: 2) in Quarz eingewachsen.
- Skapolith: 1) als vereinzelter Gemengteil eines sulfidführenden Quarzganges.
- Turmalin: 2).
088. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Dalpe, Pizzo del Lambro (Ostseite)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Dalpe, Koordinaten ca.: 701070 / 146400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 242
- Reufer, Christian; Schweizer Strahler; 1970; Seite 73-75; Gelber Turmalin aus dem Tessin
Auf der Ostseite des Berges, ca. 450 Meter nordöstlich des Berges in einem Couloir, welches sich Piumogna gegen den Berg hinaufzieht. Die Funde stammen unter anderem aus dem Anstehenden und auch von weiter nördlich.
- Calcit:
- Dolomit:
- Grammatit: Von weiter nördlich, in grüner oder weisser bis grauer Farbe tritt er in Mengen auf.
- Phlogopit: Von weiter nördlich.
- Rutil:
- Turmalin: In der Nähe im Dolomitgestein, schwarz, mit guten Endflächen, auch klein grün oder gelb, durchsichtig, bis 20 mm, Edelsteinqualität, leider oft mit Querrissen, von weiter nördlich auch weisslichgrün.
089. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Dalpe, Val Piumogna, Piumogna
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Dalpe, Koordinaten ca.: 702250 / 146400
Literatur:
- Reufer, Christian; Schweizer Strahler; 1970; Seite 73-75; Gelber Turmalin aus dem Tessin
In einer steilen Geröllhalde oberhalb Piumogna.
- Calcit:
- Dolomit:
- Rutil: Bis 8 mm.
- Turmalin: In den Wänden der Umgebung, Kristalle bis 3 cm in gelber bis schwarzer Farbe.
090. TI / Faido (ital.), (Steinbruch), Pfaid (dt.) (Steinbruch)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 704640 / 148300
Literatur:
- Fritzsche, H.; Urner Mineralienfreund; 1989; Heft 2; Seite 36
- Calcit:
- Muskovit:
- Pennin:
- Synchisit: Synchisit, bis 5 mm, zweiseitig spitz zulaufend, gelb, aus kleinen Pegmatitdrusen zusammen mit Calcit, Pennin, Muskovit.
091. TI / Faido (ital.), Pfaid (dt.)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 704500 / 148350
Literatur:
- Graeser, St. & Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1974; Seite 265-277; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten
- Widmer, Ruedi; Schweizer Strahler; 2010; Heft 2; Seite 2-7; Euklas aus der Leventina
- Albit:
- Amethyst: Zepteramethysr aus dem Orthogneis und Aplit.
- Anatas: Grün-blau, flächenreich, kleinste Kristalle, zum Teil im Quarz eingewachsen.
- Apatit: Formenreich, klar, bis 5 mm.
- Beryll: In Zerrklüften. Bis 4 cm. Durchsichtig bis bläulich, nadelig.
- Euklas: Eine Stufe mit 3 Kristallen (Kluft Bachbett), bis 13 mm.
- Goethit: Pseudomorph nach Eisenkarbonat.- Ilmenit: Eingewachsen im Quarz.
- Monazit:
- Muskovit: Silbergraue Rosetten bis 3 cm Durchmesser.
- Quarz: Tessinerhabitus, bis 15 cm, teils mit Berylleinschluss.
- Rutil: Pseudomorph nach Ilmenit.
092. TI / Faido (ital.), Pfaid (dt.), Piottino, Piano Selva
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 703400 / 147800
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR) In einem Biotit-Paragneis (Delio,Stefana, 1994). Die Koordinaten zeigen ungefähr auf die Fundstelle.
- Allanit: Langtafelig, unter 0.5 mm, rosabraun.
- Titanit:
093. TI / Faido (ital.), Pfaid (dt.), Piottino-Stollen
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 704650 / 148300
Literatur:
- Graeser, St.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 441-452; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten III
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1981; Seite 437-467; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten V
- Parker, Robert L.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1930; Band 10; Heft 2; Seite 363 - 366; Bemerkungen über einige Mineralien des Piottinostollens (Tessin)
Nördlich von Faido (zwischen Rodi und Faido).
- Alabaster:
- Amethyst: Ziemlich intensive Farbe, auch Zepterformen, einmaliger Fund bei 1800 Meter ab Nordportal.
- Anatas:
- Ankerit: 21-31 Mol% FeCO3, als Kruste bis mehrere cm Dicke, rein weiss, lebhaft glänzend, sattelförmig gekrümmte Rhomboeder, eisenreich (Weibel, 1964b).
- Beryll: Wurde in der Literatur irrtümlich als Bazzit aufgeführt.
- Calcit: Ausgebildet als Skalenoeder.
- Eisenrose:
- Ferro-Magnesit: Sehr schöne Exemplare, flachrhomboedrisch, braun, verwachsen mit Ankerit (Weibel, 1964b).
- Hämatit:
- Monazit:
- Pistomesit:
- Pyrit: Klein bis sehr klein, massenhaft, auch linealförmig verzerrte Individuen mit Oktaederflächen an den Enden.
- Quarz: Mitunter recht gross, oft spitze Rhomboeder, auch chloritisiert (bei 1600 Meter ab Nordportal).
- Rutil: Auch sagenitisch, bis 2 cm lange Nadeln, bräunlich, stahlgrau.
- Smythit:
- Sphalerit:
- Titanit:
- Turmalin: Bräunlich.
094. TI / Faido (ital.), Pfaid (dt.), Val Freggio, Valle di Freggio
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 701590 / 150700
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Baryt: Im Leventinagneis. In einer Grundmasse von farblosem bis leicht bläulichem, feinkörnigem Baryt schwimmen vereinzelte weisse, bis 1 cm grosse, stark verbogene Baryttafeln.
- Biotit:
- Pyrit:
- Quarz:
095. TI / Faido (ital.), Pfaid (dt.), Val Pinmogna, Alpe Lago, Alpe del Lago, Lago di Mognola
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 696370 / 142810
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 267
- Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 1967; Seite 12-14; Über neue Mineralfunde aus den Schweizer Alpen
- Wagner, Albert; Urner Mineralienfreund; 1973; Heft 4; Seite 50
Früher Alpe del Lago heute Lago di Mognola.
- Adular:
- Albit:
- Chlorit:
- Muskovit: Feinkörnig.
- Plagioklas:
- Quarz:
- Rutil: Nach Ilmenit, weiss, feinkörnig, bis 6 mm.
- Siderit: Zersetzt.
- Titanit:
- Turmalin:
096. TI / Faido, Monte Campione
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
Kenngott erwähnt als Fundort: Monte Campione bei Faido. Dieser Berg ist auf der Karte nicht eingetragen.
- Granat:
- Kyanit:
- Quarz:
- Staurolith:
- Turmalin: Kleine schwarze Kristalle in dem hellen Glimmerschiefer welcher den Disthen und Staurolith enthält, doch ziemlich selten begleitet von jenem und von Granat, körnigem Quarz und schwarzem Glimmer.
097. TI / Pizzo Campo Tencia (Nordwestgrat)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 698940 / 142890
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 253
- Rutil:
098. TI / Pizzo Campo Tencia, Alpe di Crozlina, Alpe di Croslina, Croslina
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 700250 / 144400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 170,180
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 267
Im Gebiet nordöstlich dieses Berges sind Stufen gesammelt worden, die sehr reich an Disthen waren. Die Alp liegt im hintersten Val Pinmogna, einem Seitental der Leventina (bei Dalpe, Faido). Funde sind auch von oberhalb der Alp, gegen den Pizzo Campo Tencia beschrieben. Zum Teil stammen die Mineralien aus Sturzblöcken.
- Adular:
- Anatas: Nur untergeordnet.
- Chlorit:
- Kyanit: Schön blau, breit, stengelig.
- Muskovit:
- Plagioklas:
- Prehnit: Weisslich, halbkugelig aggregiert.
- Quarz:
- Rutil: Pseudomorph nach Ilmenit, bis 1 cm, weiss.
- Titanit: Hellbraun, gut durchsichtig, bis 8 mm, spatelförmig.
- Turmalin:
099. TI / Pizzo Campo Tencia, Crozlinagletscher, Croslina
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 699450 / 143000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 180
Die Fundstelle liegt östlich oberhalb des Gletschers.
- Apatit: Spärlich, klein, langsäulig, milchigweiss.
- Chlorit: Dunkelgrün, wulstig aggregiert.
- Titanit: Klein, flächenreich, rötlichbraun.
100. TI / Pizzo Campo Tencia, Pizzo Forno (Nordflanke), Val Piumogna
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 703100 / 144200
Literatur:
- Bizzozzero, Giorgio; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 566 - 568; Die nadelförmigen Berylle des Piumogna-Tals- Bizzozzero, Giorgio; Schweizer Strahler; 1996; Heft 4; Seite 513 - 517; Der blaue Titanit von Fiorina (TI)
In der Basispartie der Nordwand im Biotitgneis(?).
- Adular:
- Albit:
- Anatas: Bis 5 mm.
- Beryll: Bis 2 cm, extrem schlank, durchsichtig, seidenglänzend.
- Pennin: Bis 1 cm.
- Quarz:
- Rhipidolith:
- Rutil:
- Sagenit:
- Titanit: Blau, bis 3 mm, relativ häufig.
- Turmalin: Grün.
Literatur:
- Wewer,Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:
061. TI / Gotthard, Val Tremola, Cantoniera (Bahn-, Strassenwärterhäuschen)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 686800 / 155200
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 114
Der Standort der Cantoneria ist nicht genau bekannt. Das Val Tremola liegt zwischen dem Passo del San Gottardo und Airolo.
- Albit:
- Quarz:
- Rhipidolith:
- Rutil:
062. TI / Gotthard, Valleggia della Piccola Fibbia
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 686580 / 156640
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 184
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 2; Seite 22 - 38; Vom Lucendro zur Fibbia: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz (I)
- Weiss, Stefan; Lapis; 2020; Heft 4; Seite 21-35; Von der Fibbia zum Sella: Eisenrosen aus dem Gotthardgebiet, Schweiz (II)
Fundpunkte liegen unter anderem oben in der Runse Vallegia della Piccola Fibbia, welche die Gotthardstrasse bei P 2039 schneidet. Auf der Karte ist ein solcher Eintrag nicht vorhanden. Die Koordinaten zeigen auf das Hospiz.
- Adular:
- Anatas: Rot, durchsichtig, dipyramidal, sehr zahlreich, bis 0.5mm. Selten schwarze oder gelbe Exemplare, wobei schwarzer Anatas auf zersetztem Rutil zu finden ist, honiggelber Anatas auf dem Brookit. Formen: Komb. zweier Dipyramiden unterschiedlicher Stellung.
- Brookit: Gelbbraun, gerieft nach der c-Achse.
- Calciogadolinit:
- Eisenrose: Schöne Exemplare.
- Hämatit:
- Limonit:
- Quarz:
- Rutil:
- Xenotim-(Y): Orientiert mit Zirkon verwachsen. Mikroskopisch klein, das heisst unter 0.025 mm. An Formen sind das tetragonale Prisma und die tetragonale Dipyramide festzustellen. Nur mit dem REM nachweisbar.
- Zirkon: Dem Anatas aufsitzen, sehr klein, bis 0.12mm. Teilweise mit dem Anatas verwachsen. An Formen kann folgendes festgestellt werden: tetragonale Pyramide mit den Flächen einer ditetragonalen Dipyramide und evtl. mit den Flächen eines tetragonalen Prismas.
063. TI / Gotthardpass (dt.), Passo del San Gottardo (ital.)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 686000 / 157000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 129,135
- Weiss, Stefan; Lapis; 1994; Heft 6; Seite 40
Aus schmalen Klüften eines Aplitganges im Fibbiagranitgneis, südlich des Gotthardpasses. Von hier stammen die bis heute (1991) schönsten und grössten Beryllkristalle aus einer alpinen Zerrkluft.
- Beryll:
064. TI / Gotthardpass (dt.), Passo del San Gottardo (ital.), Sella-Hospiz
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 686650 / 156550
Literatur:
- Graeser, St. & Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1974; Seite 265-277; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten
Die Koordinaten zeigen auf das Hospiz.
- Lepidokrokit:
065. TI / Gotthardstrasse (Bau der Strasse), Val Tremola, Ri della Fibbia
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 686210 / 156090
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 184,208
Während des Strassenbaus sind auf den Baustellen im oberen Val Tremola, zwischen dem Ri della Fibbia und dem Südportal des kleinen Strassentunnels, sehr gute und schöne Mineralienfunde gemacht worden. Parker umschreibt mehrere Fundpunkte:
0) allgemein;
1) 100 - 150 Meter strassenaufwärts vom kleinen Tunnel;
2) aussen am Strassentunnel;
3) aus der Umgebung des Strassentunnels (aussen);
4) im kleinen Strassentunnel.
- Adular: 0); 3); 4) Fibbia-Habitus.
- Albit: 0)
- Apatit: 0); 3).
- Beryll: 4) bis 12 mm, nadelig, glasklar.
- Calcit: 0); 2); 3) Normalrhomboeder bis einige cm.
- Chlorit: 0); 2).
- Eisenrose: 0); 4) gross, zum Teil bedeckt mit garbigem Desmin.
- Hämatit: 2); 3).
- Muskovit: 0); 3).
- Phenakit: 0); 3) viel, schlankprismatisch, bis 2 cm, durchscheinend, längsgestreift, mit typischer trigonaler Endbegrenzung, zum Teil chloritisiert.
- Quarz: 0); 1) aussergewöhnlich schöne Kristallgruppen, bis 20 cm lange Kristalle, zum Teil mit Rutil durchsetzte, verheilte und mit feinstem Desmin belegte Bruchflächen. 3).
- Rauchquarz: 0) hell. 3) bis 20 cm, durchsichtig, schön.
- Rosafluorit: 0); 2) es handelt sich hier vor allem um die Verbreiterung des Banchiweges, bis 13 mm.
- Rutil: 0); 1) rot, schwarz, blond, bis 10 cm lange Nadeln im Quarz. 3).
- Stilbit: 0); 4) garbig, auf Eisenrosen.
- Titanit: 0).
066. TI / Sella, Lucendro
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 688360 / 156620
Literatur:
- Kipfer, Alex; Schweizer Strahler; 1975; Seite 370-384; Die Luminiszenz von Mineralien mit dem Element Cer
Mit der Namensbezeichnung 'Sella' könnte es sich um den Bach 'Sella' oder um die allgemeine Bezeichnung rund um den 'Lago di Sella' handeln. Bekannt für gute Mineralien sind beide Lokalitäten.
- Bastnäsit-(Ce): Intensiv flaschengrün fluoreszierend.
067. TI / Unteralp - Val Canaria (SBB-Stollen), Canariathal, Canariatal
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 693150 / 156620
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 141,369
Die Koordinaten zeigen ganz allgemein auf das Val Canaria und nicht auf den Stollen.
- Chlorit: 480 Meter ab Südportal, Pseudomorphosen nach Siderit.
- Dolomit: (Intergand, 1974).
- Siderit: 300 Meter ab Südportal.
068. TI / Unteralp - Val Canaria (Zulaufstollen), Canariathal, Canariatal
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 693150 / 156630
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 100
Auf der Tessinerseite.
- Ankerit:
- Calcit: Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Calcitausbildung in den angetroffenen Klüften jeweils unterschiedlich ist: Kombination von negativen flachen Rhomboedern mit dem hexagonalen Prisma 1. Stellung, wobei bei fehlendem Eisenkarbonat mit dem Basispinakoid und dem hexagonalen Prisma 1. Stellung. Das ergibt ein tafeliges bis säuliges Aussehen. Oft mit feinem Pyrit belegt.
- Pyrit:
- Siderit:
069. TI / Val Canaria, Canariathal, Canariatal
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 693160 / 156630
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 32
- Almandin: Teilweise xenomorph, teils rhombendodekaedrisch, bis 4 cm.
- Anatas: Formenvielfältig, rot.
- Anhydrit: Kristallinisch grobkörnigen, lilafarbigen bis grauen oder weissen aus dem Val Canaria.
070. TI / Val Canaria, Canariathal, Canariatal, Alpe Froda, Stabiellol
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 693900 / 156500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 174,183
- Weiss, Stefan; Lapis; 1994; Heft 6; Seite 39
Felskopf bei Stabiello im Aplitgneis.
- Beryll: Farblos, nadelig.
071. TI / Val Canaria, Canariathal, Canariatal, Grasso di Froda
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 694600 / 157600
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 369,415
- Siderit: Bis einige cm Kantenlänge, teilweise vollständig oxidiert, manche Exemplare mit stark glänzender Oberfläche.
- Turmalin:
072. TI / Val Canaria, Canariathal, Canariatal, Grasso di Froda, Grasso della Froda, Alp Stabiello, Alp Stabbiello
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 694610 / 157580
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 203
- Toroni, Aldo; Lapis; 1983; Heft 2; Seite 27
Zwischen Grasso di Froda (Grasso della Froda) und der Alp.
- Albit:
- Amethyst:
- Anatas: Rot, schwarz, gelbbraun.
- Calcit:
- Chlorit:
- Muskovit:
- Pyrit:
- Quarz: Gross, bis 72.5 cm und 73 kg, zum Teil mit Chlorit überzogen, Tessiner-Habitus.
- Rutil:
073. TI / Val Canaria, Canariathal, Canariatal, Passo Scengion, Passo Giengiun
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 692350 / 157750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 144
Übergang vom Unteralptal ins südlichere Val Canaria.
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:
- Siderit:
- Titanit:
074. TI / Val Canaria, Canariathal, Canariatal, Pizzo Barbarera
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 693500 / 158450
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 144
Gipfel im obersten Val Canaria.
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:
- Siderit:
- Titanit:
075. TI / Val Canaria, Canariathal, Canariatal, Riale di Nelva
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 691400 / 154600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 167
Ort am linken unteren Taleingang des Val Canaria, nordwestlich von Airolo.
- Andradit: Gesteinsbildend. Für dieses Mineral ist lediglich die Fundortbezeichnung 'Val Canaria' aufgeführt.
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Glimmer:
- Limonit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Skapolith:
076. TI / Val Torta
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 685245 / 148400
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 163,284
Die Koordinatenangaben zeigen auf eine Alp im Val Torta.
- Calcit:
- Ferroaxinit: Durchscheinend, bis 3 cm, teils mit Prehnit.
- Muskovit: Bis 8 cm lange Hohlpseudomorphosen von Hellglimmer nach Adular.
- Prehnit:
- Quarz:
077. TI / Val Torta, Il Madone (Westhang)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Airolo, Koordinaten ca.: 686000 / 149520
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 248 Am Westhang des erwähnten Berges auf einer Höhe von ca 2300 m ü. M. Es handelt sich hier um ein recht steiles Gebiet. Die Koordinaten- und Höhenangabe beziehen sich auf den Il Madone.
- Albit: Kleine Kristalle.
- Muskovit: Pseudomorph nach Orthoklas, respektive nach Adular im Fibbia-Habitus, 8 cm.
- Pyrit: Skelettartig auf ehemaligem Pyrrothin.
- Quarz: Relativ gross, durch die tektonische Beanspruchung zerbrochen und wieder verheilt, vom nördlichen Ausläufer des Madone werden ebenfalls grosse Quarze beschrieben.
- Rutil: Dunkelrot, teilweise als hohle Bündel, mit über ein cm Durchmesser.
078. TI / Ascona (ital.), Aschgunen (dt.)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Ascona, Koordinaten ca.: 703500 / 112500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 265
- Karpholith: Seltener Bestandteil eines Pegmatits bei Ascona (Vermutung gem. Parker).
079. TI / Ascona (ital.), Aschgunen (dt.), San Michele
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Ascona, Koordinaten ca.: 702300 / 112100
Literatur:
- Nyffeler, Martin; Schweizer Strahler; 1974; Seite 241; Graphit als Bestandteil von Tessiner Pegmatiten
- Graphit: Im Pegmatit, bis 3 mm grosse Häufchen.
080. TI / Cornopass, Passo del Corno, Cornogletscher, Ghiacciaio del Corno
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 672502 / 145700
Literatur:
- Oberholzer, Walter; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1955; Band 35; Heft 2; Seite 320 - 409; Geologie und Petrographie des westlichen Gotthardmassivs
Granat-Hornblende-Garbenschiefer. Ca. 50 m nördlich der Rauhwacke am Cornopass (Koord. 145,7/672,3) steht ein ca. 2 m mächtiges Vorkommen eines schönen Hornblende-Garbenschiefers an, der mit grosser Sicherheit dem Quartenschieferniveau zuzurechnen ist. Erstmals wurde das Vorkommen von K. Gebhabt im Sommer 1950 bei seinen Kartierungsarbeiten entdeckt. Die Aufschlussverhältnisse sind leider infolge beträchtlicher Moränenüberdeckung unklar; begleitet wird das Vorkommen von einem sehr feinen Sericit-Chlorit-Phyllit im S und einer schmalen Quarzitbank im N. Dieser Quarzit enthält bis cm-grosse Pyrite und wird weiter nördlich von Granat-Tonschiefern abgelöst.
- Calcit: Häufigstes Mineral.- Pyrit: Beim Cornopass.
- Quarz: Am Cornogletscher konnte vom Autor Quarz im Tessinerhabitus bis 6 cm gefunden werden. Aus dieser Gesteinsformation sind allerdings Quarze mit einer Dimension von über 10 cm gefunden worden (Griesgletscher).
- Rutil: Vereinzelte Nadeln, bis über 1cm Länge und bis 1mm Dicke, blutrot bis rotschwarz, auch von Calcit umgeben oder im Quarz eingewachsen.
081. TI / Gotthard, Fibbia, Fibia (Südseite), Poncione di Fieud
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 685300 / 155000
Literatur:
- Bizzozzero, Giorgio; Schweizer Strahler; 1994; Heft 3; Seite 116 - 117; Der Zoisit der Fibbia
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 74
- Toroni, A.; Schweizer Strahler; 1989; Seite 263
- Bertrandit: Ca. 70 Kristalle, bis 3 mm, auf Quarz, durchsichtig, farblos, mit starkem Glasglanz, gelblich, Zwillinge, tafelig aufgewachsen auf Quarz, überkrustet mit einem Mineral (Goethit?).
- Goethit: Nicht sicher.
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Zoisit: In hervorragender Qualität, Farbe und Durchsichtigkeit, bis 4 mm. Die Beschreibung lautet auf 'Südabhang'. Evtl. liegt die Lokalität also weiter oben oder unten.
082. TI / Gotthard, Pomonetto dell Fibbia (Südostgrat)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 685173 / 155138
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 134
Vom Gipfel der Fibbia ausgehend in Richtung Poncione di Fieud.
- Adular: Gross.
- Albit: Als Periklin, weiss.
- Apatit:
- Muskovit:
- Rauchquarz:
- Stilbit:
083. TI / Nufenenpass (südöstlich), Novena (ital.) (südöstlich)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 672800 / 147800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1940
In der Umgebung.
- Quarz: Nadelquarz, südöstlich der Passhöhe
084. TI / Nufenenpass (östlich), Novena (ital.) (östlich)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 672830 / 147750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 115
Nur wenig östlich des Nufenenpasses sind einige Zerrklüfte gefunden worden.
- Albit:
- Calcit:
- Chlorit: In zwei Generationen.
- Quarz: Klein.
- Rutil: Pseudomorph nach Ilmenit.
- Turmalin: Auch nordöstlich des Nufenenpasses.
085. TI / Nufenenpass, Novena (ital.), Grieshorn, Corno Gries
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Bedretto, Koordinaten ca.: 673300 / 144900
Literatur:
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1981; Seite 437-467; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten V
- Titanit: Selten im Bündnerschiefer vorzufinden, bis 1 mm.
086. TI / Val Piumogna, Alpe Gera, Prati Gera
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Dalpe, Koordinaten ca.: 702070 / 145260
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 383
Vermutlich handelt es sich bei der Fundortbezeichnung 'Alpe Gera' um die 'Prati Gera'. Die Koordinaten weisen auf diese Lokalität.
- Staurolith: Scharfkantig, tafelig, bis 2 cm und auch etwas grösser.
087. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Dalpe
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Dalpe, Koordinaten ca.: 702400 / 147700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 181,274
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 251
Aus der Umgebung dieses westlich von Faido gelegenen Dorfes, stammen einige interessante Funde (1). Unter anderem sind auch Funde an der Strasse von Prato nach Dalpe gemacht worden (2).
- Adular: 1).
- Apatit: 1) violett
- Chalkopyrit: 1).
- Muskovit: 2).
- Pyrit: 1).
- Pyrrhotin: 1).
- Quarz: 1).
- Rutil: 2) in Quarz eingewachsen.
- Skapolith: 1) als vereinzelter Gemengteil eines sulfidführenden Quarzganges.
- Turmalin: 2).
088. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Dalpe, Pizzo del Lambro (Ostseite)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Dalpe, Koordinaten ca.: 701070 / 146400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 242
- Reufer, Christian; Schweizer Strahler; 1970; Seite 73-75; Gelber Turmalin aus dem Tessin
Auf der Ostseite des Berges, ca. 450 Meter nordöstlich des Berges in einem Couloir, welches sich Piumogna gegen den Berg hinaufzieht. Die Funde stammen unter anderem aus dem Anstehenden und auch von weiter nördlich.
- Calcit:
- Dolomit:
- Grammatit: Von weiter nördlich, in grüner oder weisser bis grauer Farbe tritt er in Mengen auf.
- Phlogopit: Von weiter nördlich.
- Rutil:
- Turmalin: In der Nähe im Dolomitgestein, schwarz, mit guten Endflächen, auch klein grün oder gelb, durchsichtig, bis 20 mm, Edelsteinqualität, leider oft mit Querrissen, von weiter nördlich auch weisslichgrün.
089. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Dalpe, Val Piumogna, Piumogna
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Dalpe, Koordinaten ca.: 702250 / 146400
Literatur:
- Reufer, Christian; Schweizer Strahler; 1970; Seite 73-75; Gelber Turmalin aus dem Tessin
In einer steilen Geröllhalde oberhalb Piumogna.
- Calcit:
- Dolomit:
- Rutil: Bis 8 mm.
- Turmalin: In den Wänden der Umgebung, Kristalle bis 3 cm in gelber bis schwarzer Farbe.
090. TI / Faido (ital.), (Steinbruch), Pfaid (dt.) (Steinbruch)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 704640 / 148300
Literatur:
- Fritzsche, H.; Urner Mineralienfreund; 1989; Heft 2; Seite 36
- Calcit:
- Muskovit:
- Pennin:
- Synchisit: Synchisit, bis 5 mm, zweiseitig spitz zulaufend, gelb, aus kleinen Pegmatitdrusen zusammen mit Calcit, Pennin, Muskovit.
091. TI / Faido (ital.), Pfaid (dt.)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 704500 / 148350
Literatur:
- Graeser, St. & Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1974; Seite 265-277; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten
- Widmer, Ruedi; Schweizer Strahler; 2010; Heft 2; Seite 2-7; Euklas aus der Leventina
- Albit:
- Amethyst: Zepteramethysr aus dem Orthogneis und Aplit.
- Anatas: Grün-blau, flächenreich, kleinste Kristalle, zum Teil im Quarz eingewachsen.
- Apatit: Formenreich, klar, bis 5 mm.
- Beryll: In Zerrklüften. Bis 4 cm. Durchsichtig bis bläulich, nadelig.
- Euklas: Eine Stufe mit 3 Kristallen (Kluft Bachbett), bis 13 mm.
- Goethit: Pseudomorph nach Eisenkarbonat.- Ilmenit: Eingewachsen im Quarz.
- Monazit:
- Muskovit: Silbergraue Rosetten bis 3 cm Durchmesser.
- Quarz: Tessinerhabitus, bis 15 cm, teils mit Berylleinschluss.
- Rutil: Pseudomorph nach Ilmenit.
092. TI / Faido (ital.), Pfaid (dt.), Piottino, Piano Selva
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 703400 / 147800
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR) In einem Biotit-Paragneis (Delio,Stefana, 1994). Die Koordinaten zeigen ungefähr auf die Fundstelle.
- Allanit: Langtafelig, unter 0.5 mm, rosabraun.
- Titanit:
093. TI / Faido (ital.), Pfaid (dt.), Piottino-Stollen
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 704650 / 148300
Literatur:
- Graeser, St.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 441-452; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten III
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1981; Seite 437-467; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten V
- Parker, Robert L.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1930; Band 10; Heft 2; Seite 363 - 366; Bemerkungen über einige Mineralien des Piottinostollens (Tessin)
Nördlich von Faido (zwischen Rodi und Faido).
- Alabaster:
- Amethyst: Ziemlich intensive Farbe, auch Zepterformen, einmaliger Fund bei 1800 Meter ab Nordportal.
- Anatas:
- Ankerit: 21-31 Mol% FeCO3, als Kruste bis mehrere cm Dicke, rein weiss, lebhaft glänzend, sattelförmig gekrümmte Rhomboeder, eisenreich (Weibel, 1964b).
- Beryll: Wurde in der Literatur irrtümlich als Bazzit aufgeführt.
- Calcit: Ausgebildet als Skalenoeder.
- Eisenrose:
- Ferro-Magnesit: Sehr schöne Exemplare, flachrhomboedrisch, braun, verwachsen mit Ankerit (Weibel, 1964b).
- Hämatit:
- Monazit:
- Pistomesit:
- Pyrit: Klein bis sehr klein, massenhaft, auch linealförmig verzerrte Individuen mit Oktaederflächen an den Enden.
- Quarz: Mitunter recht gross, oft spitze Rhomboeder, auch chloritisiert (bei 1600 Meter ab Nordportal).
- Rutil: Auch sagenitisch, bis 2 cm lange Nadeln, bräunlich, stahlgrau.
- Smythit:
- Sphalerit:
- Titanit:
- Turmalin: Bräunlich.
094. TI / Faido (ital.), Pfaid (dt.), Val Freggio, Valle di Freggio
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 701590 / 150700
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Baryt: Im Leventinagneis. In einer Grundmasse von farblosem bis leicht bläulichem, feinkörnigem Baryt schwimmen vereinzelte weisse, bis 1 cm grosse, stark verbogene Baryttafeln.
- Biotit:
- Pyrit:
- Quarz:
095. TI / Faido (ital.), Pfaid (dt.), Val Pinmogna, Alpe Lago, Alpe del Lago, Lago di Mognola
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 696370 / 142810
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 267
- Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 1967; Seite 12-14; Über neue Mineralfunde aus den Schweizer Alpen
- Wagner, Albert; Urner Mineralienfreund; 1973; Heft 4; Seite 50
Früher Alpe del Lago heute Lago di Mognola.
- Adular:
- Albit:
- Chlorit:
- Muskovit: Feinkörnig.
- Plagioklas:
- Quarz:
- Rutil: Nach Ilmenit, weiss, feinkörnig, bis 6 mm.
- Siderit: Zersetzt.
- Titanit:
- Turmalin:
096. TI / Faido, Monte Campione
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
Kenngott erwähnt als Fundort: Monte Campione bei Faido. Dieser Berg ist auf der Karte nicht eingetragen.
- Granat:
- Kyanit:
- Quarz:
- Staurolith:
- Turmalin: Kleine schwarze Kristalle in dem hellen Glimmerschiefer welcher den Disthen und Staurolith enthält, doch ziemlich selten begleitet von jenem und von Granat, körnigem Quarz und schwarzem Glimmer.
097. TI / Pizzo Campo Tencia (Nordwestgrat)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 698940 / 142890
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 253
- Rutil:
098. TI / Pizzo Campo Tencia, Alpe di Crozlina, Alpe di Croslina, Croslina
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 700250 / 144400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 170,180
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 267
Im Gebiet nordöstlich dieses Berges sind Stufen gesammelt worden, die sehr reich an Disthen waren. Die Alp liegt im hintersten Val Pinmogna, einem Seitental der Leventina (bei Dalpe, Faido). Funde sind auch von oberhalb der Alp, gegen den Pizzo Campo Tencia beschrieben. Zum Teil stammen die Mineralien aus Sturzblöcken.
- Adular:
- Anatas: Nur untergeordnet.
- Chlorit:
- Kyanit: Schön blau, breit, stengelig.
- Muskovit:
- Plagioklas:
- Prehnit: Weisslich, halbkugelig aggregiert.
- Quarz:
- Rutil: Pseudomorph nach Ilmenit, bis 1 cm, weiss.
- Titanit: Hellbraun, gut durchsichtig, bis 8 mm, spatelförmig.
- Turmalin:
099. TI / Pizzo Campo Tencia, Crozlinagletscher, Croslina
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 699450 / 143000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 180
Die Fundstelle liegt östlich oberhalb des Gletschers.
- Apatit: Spärlich, klein, langsäulig, milchigweiss.
- Chlorit: Dunkelgrün, wulstig aggregiert.
- Titanit: Klein, flächenreich, rötlichbraun.
100. TI / Pizzo Campo Tencia, Pizzo Forno (Nordflanke), Val Piumogna
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 703100 / 144200
Literatur:
- Bizzozzero, Giorgio; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 566 - 568; Die nadelförmigen Berylle des Piumogna-Tals- Bizzozzero, Giorgio; Schweizer Strahler; 1996; Heft 4; Seite 513 - 517; Der blaue Titanit von Fiorina (TI)
In der Basispartie der Nordwand im Biotitgneis(?).
- Adular:
- Albit:
- Anatas: Bis 5 mm.
- Beryll: Bis 2 cm, extrem schlank, durchsichtig, seidenglänzend.
- Pennin: Bis 1 cm.
- Quarz:
- Rhipidolith:
- Rutil:
- Sagenit:
- Titanit: Blau, bis 3 mm, relativ häufig.
- Turmalin: Grün.
101. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Alpe Cadonighino, Passo Cadonighino (Nordseite), Passo Cadonighino (Südseite), Alpe Campolungo, Passo Campolungo, Campo longo, Campo lungo
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato, Koordinaten ca.: 700050 / 147250
Literatur:
- Bachmann, J.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; 1881; Heft 1; 1004 - 1017; Bericht über die mineralogisch-geologische Sammlung des städtischen Museums der Naturgeschichte in Bern für das Jahr 1880
- Gübelin, E.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1939; Band 19; Heft 2; Seite 325-455; Die Mineralien im Dolomit von Campolungo (Tessin)
Frühere Bezeichnung: Passo Cadonighino, später: Vanett, Vanit, heute: Passo Vanit. Auszug von Gübelin, SMPM, 1939: Die etwa 200 m mächtige Bank metamorphen, dolomitischen Gesteins am Nordhang des Pizzo Campolungo, unterscheidet sich schon dem äusseren Aussehen nach von den sie umgebenden Gesteinsarten. Die schneeweiss Dolomitschichten lassen sich nach ihrer Beschaffenheit und Farbe folgendermassen unterteilen:
- Zuckerkörniger, weisser, lockerer Dolomit.
- Zuckerkörniger, mausgrauer, lockerer Dolomit.
- Feinkörniger, weisser Dolomitmarmor.
- Gelbe, zellige Rauhwacke.
Daneben finden sich grammatit- und phlogopitführende gelbliche Dolomitlagen.
- Die weitaus mächtigste Masse besteht aus schneeweissem, sehr feinkörnigem, lockerem Dolomit, der bei der geringsten mechanischen Beanspruchung und unter den Witterungseinflüssen in blendend weissen, feinen Sand zerfällt. An der Oberfläche ist er meist verwittert und zeigt unter einer schmutziggrauen, stark ausgewaschenen Kruste hellgrüne und lichtrote Verwitterungsfarben. Vereinzelte Zonen wiederum verwittern gelblich; eine Erscheinung, die offenbar mit der Limonitisierung der sehr zahlreich auftretenden Pyrite im Zusammenhang steht.
- Die graue Varietät unterscheidet sich von den andern äusserlich nur durch die Farbe, dank der sie sich aber deutlich vom weissen Dolomit abhebt. Der graue Dolomit ist der Verwitterung ebenfalls sehr unterworfen, sodass die widerstandsfähigen grauen Grammatitbündel oft stachelartig aus dem Gestein herausragen. Am Passo Campolungo kommt er viel massenhafter vor als am gegenüberliegenden Passo Cadonighino und liegt daselbst in verschiedenen, teilweise metermächtigen Lagen durchaus konkordant. Der gröberkörnige, dichte Dolomitmarmor erscheint nur sehr untergeordnet in schmalen Bändern, Adern und Linsen vornehmlich an der Nordseite des Passo Cadonighino und stellenweise in der Alp Campolungo. Er ist den Witterungsangriffen weit weniger zugänglich und zeigt daher auch weniger groteske, ausgefranste Formen. Gegenüber dem weissen, zuckerkörnigen, lockern Dolomit scheint er etwas dunkler, weil er das Licht schwächer reflektiert. Auch ist er bedeutend mineralärmer als die beiden andern Abarten. Die zellig-porösen, tuffartigen und gelblichen Dolomitsteine mit den zahlreichen Hohlräumen zeigen teils winzige Talkschüppchen, was ihnen einen silbernen Hauch verleiht. Calcit, Dolomitpulver, Talkblättchen und der weitaus vorrherrschende Calcit bildet die Zellenwände (Zellenkalke), während die eckigen Zwischenräume - die bei der Verwitterung an der Oberfläche als Hohlräume in Erscheinung treten - im Innern des Gesteins meist mit Dolomitpulver, Talkblättchen, zuckerkörnigem Dolomit ausgefüllt, oder auch mit kleinsten Milchquarzen ausgekleidet sind. Die Mächtigkeit der Rauhwackenlagen liegt zwischen 2 - 20 Meter. Sie treten am Passo Cadonighino viel mächtiger zu Tage als am Passo Campolungo, wo sie beinahe untergetaucht sind.
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato, Koordinaten ca.: 700050 / 147250
Literatur:
- Bachmann, J.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; 1881; Heft 1; 1004 - 1017; Bericht über die mineralogisch-geologische Sammlung des städtischen Museums der Naturgeschichte in Bern für das Jahr 1880
- Gübelin, E.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1939; Band 19; Heft 2; Seite 325-455; Die Mineralien im Dolomit von Campolungo (Tessin)
Frühere Bezeichnung: Passo Cadonighino, später: Vanett, Vanit, heute: Passo Vanit. Auszug von Gübelin, SMPM, 1939: Die etwa 200 m mächtige Bank metamorphen, dolomitischen Gesteins am Nordhang des Pizzo Campolungo, unterscheidet sich schon dem äusseren Aussehen nach von den sie umgebenden Gesteinsarten. Die schneeweiss Dolomitschichten lassen sich nach ihrer Beschaffenheit und Farbe folgendermassen unterteilen:
- Zuckerkörniger, weisser, lockerer Dolomit.
- Zuckerkörniger, mausgrauer, lockerer Dolomit.
- Feinkörniger, weisser Dolomitmarmor.
- Gelbe, zellige Rauhwacke.
Daneben finden sich grammatit- und phlogopitführende gelbliche Dolomitlagen.
- Die weitaus mächtigste Masse besteht aus schneeweissem, sehr feinkörnigem, lockerem Dolomit, der bei der geringsten mechanischen Beanspruchung und unter den Witterungseinflüssen in blendend weissen, feinen Sand zerfällt. An der Oberfläche ist er meist verwittert und zeigt unter einer schmutziggrauen, stark ausgewaschenen Kruste hellgrüne und lichtrote Verwitterungsfarben. Vereinzelte Zonen wiederum verwittern gelblich; eine Erscheinung, die offenbar mit der Limonitisierung der sehr zahlreich auftretenden Pyrite im Zusammenhang steht.
- Die graue Varietät unterscheidet sich von den andern äusserlich nur durch die Farbe, dank der sie sich aber deutlich vom weissen Dolomit abhebt. Der graue Dolomit ist der Verwitterung ebenfalls sehr unterworfen, sodass die widerstandsfähigen grauen Grammatitbündel oft stachelartig aus dem Gestein herausragen. Am Passo Campolungo kommt er viel massenhafter vor als am gegenüberliegenden Passo Cadonighino und liegt daselbst in verschiedenen, teilweise metermächtigen Lagen durchaus konkordant. Der gröberkörnige, dichte Dolomitmarmor erscheint nur sehr untergeordnet in schmalen Bändern, Adern und Linsen vornehmlich an der Nordseite des Passo Cadonighino und stellenweise in der Alp Campolungo. Er ist den Witterungsangriffen weit weniger zugänglich und zeigt daher auch weniger groteske, ausgefranste Formen. Gegenüber dem weissen, zuckerkörnigen, lockern Dolomit scheint er etwas dunkler, weil er das Licht schwächer reflektiert. Auch ist er bedeutend mineralärmer als die beiden andern Abarten. Die zellig-porösen, tuffartigen und gelblichen Dolomitsteine mit den zahlreichen Hohlräumen zeigen teils winzige Talkschüppchen, was ihnen einen silbernen Hauch verleiht. Calcit, Dolomitpulver, Talkblättchen und der weitaus vorrherrschende Calcit bildet die Zellenwände (Zellenkalke), während die eckigen Zwischenräume - die bei der Verwitterung an der Oberfläche als Hohlräume in Erscheinung treten - im Innern des Gesteins meist mit Dolomitpulver, Talkblättchen, zuckerkörnigem Dolomit ausgefüllt, oder auch mit kleinsten Milchquarzen ausgekleidet sind. Die Mächtigkeit der Rauhwackenlagen liegt zwischen 2 - 20 Meter. Sie treten am Passo Cadonighino viel mächtiger zu Tage als am Passo Campolungo, wo sie beinahe untergetaucht sind.
Meistens findet man in den Dolomiten der verschiedenen Massive etwa Dolomitkristalle, Rutilnadeln und Pyrit in kleinen, 1 - 5 cm grossen Hohlräumen. Nur ganz lokal, am Nordhang des Pizzo Campolungo, treten in einem relativ kleinen Teil besondere Mineralien auf.
In den Zerrklüften finden sich namentlich Calcit, Quarz und Pyrit. Alle andern Mineralien sind zum Teil Gesteins-, zum Teil Drusenmineralien. Es lassen sich nach Paragenese, Ausbildung und Häufigkeit folgende Mineralbezirke unterscheiden:
- Alpe Cadonighino, - Passo Cadonighino Nord, - Passo Cadonighino Süd, - Alpe Campolungo, - Passo Campolungo.
Alpe Cadonighino. Sie ist die weitaus mineralreichste Lagerstätte. Mit Ausnahme von Korund, Diaspor, Muskowit, Fuchsit und weissem, radialstrahligem Grammatit werden daselbst alle aus dem Dolomit des Campolungo bekannten Mineralien angetroffen. Die Paragenese ist nach Häufigkeit geordnet: Dolomit, Calcit, Phlogopit, Pyrit, Turmalin, Quarz, Grammatit, Talk, Apatit, Skapolith, Disthen, Labradorit, Rutil und Titanit. Der Dolomit ist weiss, gelblich limonitisiert oder mausgrau, zuckerkörnig und grösstenteils sehr locker.
In den Zerrklüften finden sich namentlich Calcit, Quarz und Pyrit. Alle andern Mineralien sind zum Teil Gesteins-, zum Teil Drusenmineralien. Es lassen sich nach Paragenese, Ausbildung und Häufigkeit folgende Mineralbezirke unterscheiden:
- Alpe Cadonighino, - Passo Cadonighino Nord, - Passo Cadonighino Süd, - Alpe Campolungo, - Passo Campolungo.
Alpe Cadonighino. Sie ist die weitaus mineralreichste Lagerstätte. Mit Ausnahme von Korund, Diaspor, Muskowit, Fuchsit und weissem, radialstrahligem Grammatit werden daselbst alle aus dem Dolomit des Campolungo bekannten Mineralien angetroffen. Die Paragenese ist nach Häufigkeit geordnet: Dolomit, Calcit, Phlogopit, Pyrit, Turmalin, Quarz, Grammatit, Talk, Apatit, Skapolith, Disthen, Labradorit, Rutil und Titanit. Der Dolomit ist weiss, gelblich limonitisiert oder mausgrau, zuckerkörnig und grösstenteils sehr locker.
Die beiden Flanken des Passo Cadonighino sind in ihrer Mineralführung derart verschieden, dass sie als zwei voneinander getrennte Lagerstätten behandelt werden müssen Die berühmtere von beiden ist die Korund-Diaspor-Fundstelle auf der Nordseite. Die Paragenese ist artärmer als die der erstgenannten Lagerstätte. Flanken des Passo Cadonighino (Nordseite) Man trifft folgende Mineralien (nacn Häufigkeit des Auftretens geordnet): Dolomit, Calcit, Pyrit, Grammatit, Muskowit, Talk, roten und blauen Korund, Turmalin, Diaspor, Fuchsit und Chrysoberyll. Darunter sind für diese Fundstelle besonders typisch Korund und Diaspor. Der Dolomit ist weiss, zuckerkörnig, teils locker, teils dicht. Lokal ist er durch starke Limonitisierung leicht gelblich gefärbt. Flanken des Passo Cadonighino (Südseite) (Tafel 2, Abb 2 und Tafel 3, Abb 1)
Die Südflanke des Passes (Passo Cadonighino) ist besonders interessant wegen des Auftretens von Rutil und Titanit. Die Paragenese umfasst Dolomit, Calcit, Phlogopit, Quarz, Grammatit, Rutil, Titanit, Labradorit. Die Fundstelle der beiden Ti-Mineralien liegt im untersten, die Flanke umgebenden, phlogopitführenden Dolomitkranz. Nach oben hin wechseln mehrfach weisser, zuckerkörniger Dolomit mit dunkelgefärbten phlogopit- oder grammatitführenden Lagen. Zuoberst, gerade unter dem Quarzit, wurde eine Stelle mit olivgräulichem Turmalin gefunden.
Alpe Campolungo. Die Lagerstätte der Alpe Campolungo zerfällt in mehrere kleinere Fundstellen. Wandert man von Osten nach Westen, so stösst man zunächst auf die Turmalinfundstelle Nr. 4. Wenige Meter westlich davon befindet sich der Fundort von grünem Grammatit. Er liegt, soweit festzustellen war, in der gleichen Dolomitlage, wie die grünen Grammatit-Vorkommen der Alpe Cadonighino. Die Zahl der Begleitmineralien ist jedoch geringer. Es erscheinen nurmehr Dolomit, Calcit, Quarz, grüner Grammatit, Pyrit und Phlogopit. Noch mehr nach Westen und etwas tiefer gelegen, befindet sich die Lagerstätte der interessanten weissen, dichtgehäuften Grammatitsonnen. Grammatite von dieser einzigartigen schönen Ausbildungsweise werden nur an dieser Stelle gefunden. Der Mineralbestand zeigt noch Dolomit, Calcit, Quarz, weissen Grammatit, kleinste Pyritkörnchen und silbern glänzende Muskowitblättchen. Ein ähnliches Vorkommen trifft man ebenfalls auf gleicher Höhe und offenbar in der gleichen Dolomitzone gelegen, im Felskopf gegenüber der Sennhütte der Alpe Campolungo. Dieser Teil ist zugleich die mineralreichste Stelle der Alp. Es herrschen hier noch Dolomit, Calcit, Quarz und Turmalin. Grammatit, Phlogopit und Pyrit treten stark zurück. In den obern Partien dieses Dolomitfelsens ist der Skapolith ziemlich reichlich vorhanden. Dieser Fundort ist somit wegen des Skapolith- und des sehr reichen Turmalinvorkommens besonders beachtenswert. Der Dolomit ist weiss und zuckerkörnig, etwas weniger locker als die Varietät der Alpe Cadonighino.
Passo Campolungo (Südseite). Desgleichen erscheinen sie in gleicher Abfolge auf der Südseite des Passo Campolungo. Die Mineralführung dieser Lagerstätte ist sehr arm. Paragenese: Dolomit, Calcit, Quarz, Graphit, Phlogopit, grauschwarzer Grammatit und Pyrit. Das bemerkenswerteste dieser Mineralien ist der grauschwarze Grammatit.
- Amethyst: Bachmann: Körnig, aderförmig in Dolomit vom Campolungo.
- Apatit: Kommt im Campolungo-Dolomit nur in mikroskopischen Dimensionen vor.
- Azurit:
- Calcit: In sehr kleiner Ausbildung ist der Calcit im Dolomitlager des Campolungo stark verbreitet. Er findet sich im Dolomit als Gesteinsmineral und in Drusen, deren Wände er häufig, mit Quarz vergesellschaftet, auskleidet. Vielfach bildet er die Unterlage anderer Mineralien, wie z. B. von Turmalin, Korund, Grammatit und anderer mehr.
- Chrysoberyll: Höchst wahrscheinlich entstammt dieses Be-Aluminat der alten, klassischen Mineralfundstelle nördlich vom Passo Cadonighino, wo es gemäss Artini's Angaben den roten und blauen Korund zum unmittelbaren Begleiter hat. Es ist kaum anzunehmen, dass der Chrysoberyll trotz seiner Seltenheit, sich am Cadonighinopasse nur ein einziges Mal und bloss in einem einzigen Kristall gebildet hat. Dass man gegenwärtig keine Chrysoberylle mehr findet, ist angesichts der heutigen Armut jener einst unerschöpflich erschienenen Lagerstätte begreiflich.
- Diaspor: Der Diaspor ist dasjenige Mineral vom Campolungo, das die verschiedenartigste Deutung erfahren hat. In den alten Beschreibungen figuriert er überall unter dem Namen "Farbloser Turmalin", obschon er mit der ditrigonalen Tracht desselben nichts gemein hat. Der Diaspor ist neben dem Chrysoberyll eines der seltensten Mineralien im Dolomit des Campolungo. Auch sein Fundort ist die alte, klassische Fundstelle nördlich vom Passo Cadonighino. Er befindet sich daselbst einzeln oder in relativ grossen Nestern zu mehreren Dutzend zusammen, in kleine Drusenhohlräume hineinragend, im zuckerkörnigen, weissen bis leicht gelblichen Dolomit, begleitet von rotem und blauem Korund, grünem Turmalin, Pyrit, Calcit und silberweissen Muskowitschüppchen. Bemerkenswert ist das Vorkommen des Diaspor auf dem Korund, besonders auf dessen roter Abart. Die Farbe variiert von gräulichweiss über gelblich zu weingelb, selten ist sie blasslila
- Dolomit: Im weissen bis mirabellgelben feinkörnigen Dolomit der Alpe Cadonighino kommen einzeln oder gruppenweise farblose bis weissliche, durchsichtige bis halbdurchscheinende, nahezu idiomorphe Kristalle von Dolomit vor. Sie finden sich entweder im Muttergestein eingewachsen oder in drusigen Hohlräumen. Meist sind sie von beträchtlicher Grösse (einigen Millimeter bis zu mehreren Zentimeter). Selten ringsum gut ausgebildet, die entwickelten Partien sind jedoch scharf umgrenzt und bilden grosse und schöne Flächen. Man findet heute meist nurmehr Kristalle kleinerer Dimensionen.
- Fahlerz: Die obersten Partien der bekannten Eintiefung im Dolomitfelsen der Alpe Cadonighino führen stellenweise knollige Ausbildungen von Fahlerz. Kristallographisch entwickelte Einzelindividuen sind nicht zu erkennen. Das Fahlerz befindet sich in Umwandlung nach etwas Azurit und sehr viel Malachit. Eine von R. L. Parker ausgeführte Mikroanalyse zeigte, dass es sich bei diesem Erz um ein Antimon-reiches Arsen-Cu-Fahlerz handelt.
- Fluorit: Fluorit ist im Dolomit des Campolungogebietes ein sehr seltenes Mineral. Es wird heute kaum mehr in makroskopischer Ausbildung angetroffen. In älteren Sammlungen findet sich gelegentlich Fluorit verschiedener Farbe auf verschiedenen Stufen. Wie aus der Paragenese und dem Aspekt des Muttergesteins zu schliessen ist, stammen alle diese Stufen aus dem weissen und grauen zuckerkörnigen bis kompakten Dolomit der Alpe Cadonighino. Hellgrüne Kristalle, deren Farbe mitunter ins Hellblaue spielt, entstanden in den Grammatitknollen, die mit grünlichem Talk zusammen in dieser Lokalität häufig vorkommen. Sehr schöne, tiefblauviolette Fluoritkristalle bildeten sich am Rande von Gängen und feinen Spalten in weissem Dolomit, begleitet von Calcit, Quarz und Pyrit.
- Fuchsit: Dieser smaragdgrüne sogenannte Chromglimmer darf wohl den Anspruch erheben, das seltenste Mineral im Dolomit des Campolungo zu sein. In Gesellschaft von feinen, silberweissen Muskowitschüppchen, etwas Calcit und braunem Pyrit fand sich ein kleines schuppiges Blättchen von dunkel- bis smaragdgrünem Fuchsit, dem gelblichem Dolomit der Korundfundstelle aufliegend. Es scheint besonders erwähnenswert, dass in nächster Umgebung roter Korund auftrat. Der Dolomit nördlich vom Passo Cadonighino muss demnach Chrom führen; denn sowohl der rote Korund als auch der Fuchsit enthaltenen Chrom, ja verdanken diesem Element z. T. ihre Farbe.
- Grammatit: Das erste in die Literatur über den Campolungo eingegangene Mineral ist der weitverbreitete Grammatit oder Tremolit (veraltet).
Die Südflanke des Passes (Passo Cadonighino) ist besonders interessant wegen des Auftretens von Rutil und Titanit. Die Paragenese umfasst Dolomit, Calcit, Phlogopit, Quarz, Grammatit, Rutil, Titanit, Labradorit. Die Fundstelle der beiden Ti-Mineralien liegt im untersten, die Flanke umgebenden, phlogopitführenden Dolomitkranz. Nach oben hin wechseln mehrfach weisser, zuckerkörniger Dolomit mit dunkelgefärbten phlogopit- oder grammatitführenden Lagen. Zuoberst, gerade unter dem Quarzit, wurde eine Stelle mit olivgräulichem Turmalin gefunden.
Alpe Campolungo. Die Lagerstätte der Alpe Campolungo zerfällt in mehrere kleinere Fundstellen. Wandert man von Osten nach Westen, so stösst man zunächst auf die Turmalinfundstelle Nr. 4. Wenige Meter westlich davon befindet sich der Fundort von grünem Grammatit. Er liegt, soweit festzustellen war, in der gleichen Dolomitlage, wie die grünen Grammatit-Vorkommen der Alpe Cadonighino. Die Zahl der Begleitmineralien ist jedoch geringer. Es erscheinen nurmehr Dolomit, Calcit, Quarz, grüner Grammatit, Pyrit und Phlogopit. Noch mehr nach Westen und etwas tiefer gelegen, befindet sich die Lagerstätte der interessanten weissen, dichtgehäuften Grammatitsonnen. Grammatite von dieser einzigartigen schönen Ausbildungsweise werden nur an dieser Stelle gefunden. Der Mineralbestand zeigt noch Dolomit, Calcit, Quarz, weissen Grammatit, kleinste Pyritkörnchen und silbern glänzende Muskowitblättchen. Ein ähnliches Vorkommen trifft man ebenfalls auf gleicher Höhe und offenbar in der gleichen Dolomitzone gelegen, im Felskopf gegenüber der Sennhütte der Alpe Campolungo. Dieser Teil ist zugleich die mineralreichste Stelle der Alp. Es herrschen hier noch Dolomit, Calcit, Quarz und Turmalin. Grammatit, Phlogopit und Pyrit treten stark zurück. In den obern Partien dieses Dolomitfelsens ist der Skapolith ziemlich reichlich vorhanden. Dieser Fundort ist somit wegen des Skapolith- und des sehr reichen Turmalinvorkommens besonders beachtenswert. Der Dolomit ist weiss und zuckerkörnig, etwas weniger locker als die Varietät der Alpe Cadonighino.
Passo Campolungo (Südseite). Desgleichen erscheinen sie in gleicher Abfolge auf der Südseite des Passo Campolungo. Die Mineralführung dieser Lagerstätte ist sehr arm. Paragenese: Dolomit, Calcit, Quarz, Graphit, Phlogopit, grauschwarzer Grammatit und Pyrit. Das bemerkenswerteste dieser Mineralien ist der grauschwarze Grammatit.
- Amethyst: Bachmann: Körnig, aderförmig in Dolomit vom Campolungo.
- Apatit: Kommt im Campolungo-Dolomit nur in mikroskopischen Dimensionen vor.
- Azurit:
- Calcit: In sehr kleiner Ausbildung ist der Calcit im Dolomitlager des Campolungo stark verbreitet. Er findet sich im Dolomit als Gesteinsmineral und in Drusen, deren Wände er häufig, mit Quarz vergesellschaftet, auskleidet. Vielfach bildet er die Unterlage anderer Mineralien, wie z. B. von Turmalin, Korund, Grammatit und anderer mehr.
- Chrysoberyll: Höchst wahrscheinlich entstammt dieses Be-Aluminat der alten, klassischen Mineralfundstelle nördlich vom Passo Cadonighino, wo es gemäss Artini's Angaben den roten und blauen Korund zum unmittelbaren Begleiter hat. Es ist kaum anzunehmen, dass der Chrysoberyll trotz seiner Seltenheit, sich am Cadonighinopasse nur ein einziges Mal und bloss in einem einzigen Kristall gebildet hat. Dass man gegenwärtig keine Chrysoberylle mehr findet, ist angesichts der heutigen Armut jener einst unerschöpflich erschienenen Lagerstätte begreiflich.
- Diaspor: Der Diaspor ist dasjenige Mineral vom Campolungo, das die verschiedenartigste Deutung erfahren hat. In den alten Beschreibungen figuriert er überall unter dem Namen "Farbloser Turmalin", obschon er mit der ditrigonalen Tracht desselben nichts gemein hat. Der Diaspor ist neben dem Chrysoberyll eines der seltensten Mineralien im Dolomit des Campolungo. Auch sein Fundort ist die alte, klassische Fundstelle nördlich vom Passo Cadonighino. Er befindet sich daselbst einzeln oder in relativ grossen Nestern zu mehreren Dutzend zusammen, in kleine Drusenhohlräume hineinragend, im zuckerkörnigen, weissen bis leicht gelblichen Dolomit, begleitet von rotem und blauem Korund, grünem Turmalin, Pyrit, Calcit und silberweissen Muskowitschüppchen. Bemerkenswert ist das Vorkommen des Diaspor auf dem Korund, besonders auf dessen roter Abart. Die Farbe variiert von gräulichweiss über gelblich zu weingelb, selten ist sie blasslila
- Dolomit: Im weissen bis mirabellgelben feinkörnigen Dolomit der Alpe Cadonighino kommen einzeln oder gruppenweise farblose bis weissliche, durchsichtige bis halbdurchscheinende, nahezu idiomorphe Kristalle von Dolomit vor. Sie finden sich entweder im Muttergestein eingewachsen oder in drusigen Hohlräumen. Meist sind sie von beträchtlicher Grösse (einigen Millimeter bis zu mehreren Zentimeter). Selten ringsum gut ausgebildet, die entwickelten Partien sind jedoch scharf umgrenzt und bilden grosse und schöne Flächen. Man findet heute meist nurmehr Kristalle kleinerer Dimensionen.
- Fahlerz: Die obersten Partien der bekannten Eintiefung im Dolomitfelsen der Alpe Cadonighino führen stellenweise knollige Ausbildungen von Fahlerz. Kristallographisch entwickelte Einzelindividuen sind nicht zu erkennen. Das Fahlerz befindet sich in Umwandlung nach etwas Azurit und sehr viel Malachit. Eine von R. L. Parker ausgeführte Mikroanalyse zeigte, dass es sich bei diesem Erz um ein Antimon-reiches Arsen-Cu-Fahlerz handelt.
- Fluorit: Fluorit ist im Dolomit des Campolungogebietes ein sehr seltenes Mineral. Es wird heute kaum mehr in makroskopischer Ausbildung angetroffen. In älteren Sammlungen findet sich gelegentlich Fluorit verschiedener Farbe auf verschiedenen Stufen. Wie aus der Paragenese und dem Aspekt des Muttergesteins zu schliessen ist, stammen alle diese Stufen aus dem weissen und grauen zuckerkörnigen bis kompakten Dolomit der Alpe Cadonighino. Hellgrüne Kristalle, deren Farbe mitunter ins Hellblaue spielt, entstanden in den Grammatitknollen, die mit grünlichem Talk zusammen in dieser Lokalität häufig vorkommen. Sehr schöne, tiefblauviolette Fluoritkristalle bildeten sich am Rande von Gängen und feinen Spalten in weissem Dolomit, begleitet von Calcit, Quarz und Pyrit.
- Fuchsit: Dieser smaragdgrüne sogenannte Chromglimmer darf wohl den Anspruch erheben, das seltenste Mineral im Dolomit des Campolungo zu sein. In Gesellschaft von feinen, silberweissen Muskowitschüppchen, etwas Calcit und braunem Pyrit fand sich ein kleines schuppiges Blättchen von dunkel- bis smaragdgrünem Fuchsit, dem gelblichem Dolomit der Korundfundstelle aufliegend. Es scheint besonders erwähnenswert, dass in nächster Umgebung roter Korund auftrat. Der Dolomit nördlich vom Passo Cadonighino muss demnach Chrom führen; denn sowohl der rote Korund als auch der Fuchsit enthaltenen Chrom, ja verdanken diesem Element z. T. ihre Farbe.
- Grammatit: Das erste in die Literatur über den Campolungo eingegangene Mineral ist der weitverbreitete Grammatit oder Tremolit (veraltet).
Es scheint zweckmässig, die Grammatite nach den drei Farbvarietäten zu gruppieren und diesen die mannigfachen Vorkommensarten unterzuordnen. Allgemein ist über den Grammatit folgendes zu sagen. Gewisse lockere oder schiefrige, weisse oder graue Lagen des Campolungo-Dolomits führen grosse Mengen von Grammatitkristallen, deren Ausbildungsweise und Farbe nach der Art des Muttergesteins verschieden sind. Auch die Art der Lagerung dieses Minerals ist eine recht mannigfaltige, indem sich breite und langstängelige Individuen in die Richtung der Gesteinsschieferung legen oder regel- und richtungslos im Dolomit zerstreut, manchmal sogar senkrecht zur Schieferung vorkommen. In wieder anderen Fällen bilden die Grammatite dichte Knollen und radialstrahlige Partien, die das Gestein vollständig durchdringen. Etwas seltener bedecken sie als dünner, kaum in die Tiefe dringender Belag die Oberfläche des Dolomitgesteins als seine Kluftabsonderungen.
Weisser Grammatit. Die häufigste Erscheinung dieser Varietät sind breite, leistenförmige Kristalle von weisser bis gräulichweisser Farbe. Sie erreichen oft beträchtliche Dimensionen bis zu 10 cm Länge und 2 cm Breite. Diese Kristalle können auch wasserklar und durchsichtig sein.
Sehr häufig kommen ferner büschel-, bündelförmige und pfropfenartige Aggregate vor. Die Kristalle dieser Ausbildungen sind schmal und sehr langstängelig bis nadelig entwickelt; 20 cm lange Individuen sind keine Seltenheit.
Die Grammatitpfropfen scheinen keine Richtung zu bevorzugen, sie liegen vielmehr kreuz und quer auf- und ineinander und durchdringen das Gestein derart, dass dieses oft nur aus jenen zu bestehen scheint. Die Fundstellen dieser Ausbildungsart beschränken sich namentlich auf die weissen Dolomitmarmore an der Südflanke des Passo Cadonighino.
- Graphit: Er stellt sich teils in regellosen Nestern oder lockerer Verteilung im grauen Dolomit der Alpe Cadonighino und des Passo Campolungo, teils besonders reich in einzelnen Lagen des Gesteins ein. Die deutlich aus dem weissen Dolomit herausstechenden grauen Schichten am Passo Campolungo verdanken ihre Farbe vornehmlich einer sehr starken Anreicherung mikroskopisch kleinster Graphitkörnchen. Diese liegen nicht nur zwischen den einzelnen Dolomitkristallen, sondern bilden dicht gehäufte Einlagerungen in diesen. Auch den grauschwarzen Grammatiten, die in jenen grauen Dolomitlagen sehr zahlreich vorkommen, verleihen ungezählte winzige Graphitkriställchen zum grossen Teil ihre dunkle Färbung.
- Korund: Das berühmteste Mineral aus der Dolomitlagerstätte des Campolungo ist zweifelsohne der Korund. Die Oberfläche des korundführenden Gesteins ist rund 70 X 50 m gross und liegt nördlich von der Passlücke. In dem dort anstehenden weissen bis gelblichgrauen Dolomitmormor findet sich der Korund teils eingewachsen, teils in Nestern oder kleinen Schwärmen dem Gestein aufsitzend, begleitet von Diaspor, grünem Turmalin, oberflächlich limonitisiertem Pyrit, grünlichem Talk, silberweissen feinen Muskowitschüppchen und mitunter von hellblauem Disthen.
- Kyanit: Der Disthen findet sich im weissen, grauen und gelblichen zuckerkörnigen Dolomit auf der Südseite des Weges von der Alpe Cadonighino bis hinauf zum gleichnamigen Pass. Selten trifft man ihn auch nördlich vom Passeinschnitt in der Korundfundstelle. Der Disthen ist meist von schön blauer bis himmelblauer Farbe und einem weichen, glasartigen Glanz; grünliche Varietäten sind recht selten.
- Labradorit:
- Limonit:
- Malachit:
- Muskovit: Muskovit bildet kleine, teils hexagonale, teils xenomorphe, randlich resorbierte Blättchen bis feinste Sericitschüppchen. Sein Vorkommen ist im Besonderen auf den Dolomit der Korundfundstelle nördlich vom Passo Cadonighino beschränkt; woselbst dieser Glimmer ziemlich zahlreich neben Pyrit, Calcit, Fuchsit, grünem Turmalin und grünlichem Talk, rotem und blauem Korund und Diaspor auftritt.
- Orthoklas: Dieses im Dolomit des Campolungo seltene und dem Aussehen nach eigenartige Mineral wurde ziemlich angereichert nur in einem Handstück aus dem Dolomit der Alpe Cadonighino gefunden. In sehr kompaktem, braunem, kristallisationsschiefrigen Dolomitmarmor besagter Fundstelle findet man den Orthoklas in ziemlich grosser Menge im dunkelbraunen, fast schwarzen, 6-10 mm langen und 3-5 mm breiten, mehr oder weniger regelmässig begrenzten Kristallen. Auf den verwitterten Oberflächen des Dolomits ragt dieses Mineral stark hervor, und man kann beobachten, dass eine gerichtete Anordnung vorhanden ist, indem die Kristalle mit ihrer Längsrichtung parallel zueinander liegen. Die Farbe ist meist dunkelbraun bis fast schwarz.
- Phlogopit: In gewissen Schichten sind die Phlogopitkristalle einzeln, regellos und ziemlich locker zerstreut, in andern durchziehen sie den Dolomit in schmalen Lagen und Bändern, die sich vorzugsweise dem Streichen der Dolomitschichten anpassen, oder aber sie können derart reichlich im Gestein vertreten sein, dass breite vorspringende Bänke nur aus Phlogopit zu bestehen scheinen und schon aus der Ferne durch ihre dunkle, braune Farbe auffallen. Die Farbe der Campolungo-Phlogopite variiert vom hellsten Blond über rotblond, hellbraun, beigebraun, braun, rotbraun zum schönsten Dunkelbraun.
- Pyrit: Pyrit ist ein äussert verbreiteter Gemengteil und zwar in sämtlichen Arten des Dolomites, im weissen, grauen, gelblichen, zuckerkörnigen, lockern oder kompakten, an der Oberfläche des Gesteins sowohl wie im Innern desselben; er fehlt in keiner Paragenese. Die Grösse der Kristalle variiert von den kleinsten, mikroskopischen Ausmassen bis zu 1 cm, wobei die kleineren Pyrite meistenteils viel formenreicher sind als die grossen.
- Quarz: Quarz ist im Dolomit des Campolungo ein recht verbreitetes Mineral. Man findet ihn besonders reichlich in der breiten Felslage der Alpe Cadonighino, im Dolomitband im Süden der Alpe Campolungo und, vornehmlich eng mit Turmalin vergesellschaftet, in dem Felskopf gegenüber der Sennhütte der Alpe Campolungo. Stellenweise beansprucht er bis zu 30 % und mehr vom gesamten Mineraliengehalt des Dolomitgesteins. Nördlich des Passo Cadonighino, in der Korundfundstelle, wurde nirgends Quarz angetroffen. Ausbildung: 1. bis 1 cm gross, farblos, sehr rein, klar und durchsichtig, glasglänzend und den berühmten Carraraqualitäten ebenbürtig. 2. Milchquarz.
- Rutil: Man findet ihn in den Felsen zu beiden Seiten des Weges zwischen der Alp Cadonighino und dem Passo Cadonighino in schneeweissem, grauem und gelblichem zuckerkörnigen bis kompakten Dolomit. Die Kristalle sind entweder einzeln und unregelmässig im Gestein zerstreut und besitzen dann oft ansehnliche Grösse, oder aber sie bilden kleine Nester von sagenitartiger Verwachsung und Durchkreuzung. Die Farbe der Campolungo-Rutile wechselt zwischen rotbraun und grau- bis dunkelschwarz. In starkem Licht (Sonnenlicht) leuchten aus ihrem Innern kräftige braune und rubinrote Innenreflexe.
- Skapolith: Besonders zahlreich tritt er in der Nähe der Turmalin-Fundorte auf. Der Skapolith ist auf dieser Lagerstätte ausgesprochenes Gesteinsmineral, wobei er entweder einzeln zerstreut oder zu Nestern angehäuft vorkommen. Die sich vielfach über grosse Flächen ausdehnenden Nester zeigen in allen Fällen parallele oder fächerförmige Anordnung der Kristalle. Das Mineral wird begleitet von grünem Turmalin, Phlogopit, Pyrit, Grammatit, Quarz, Calcit und Disthen. Die Farbe variiert von milchigweiss bis zu gelblichbraun. Gleicherweise schwankt auch die Grösse, die bei meist geringem Durchmesser der Kristalle bis zu 3 cm erreichen kann. Die Skapolithe des Campolungo-Dolomits sind nie frisch, sondern zermürbt und stark zersetzt.
- Talk: Dieses glimmerähnliche, blätterige bis feinschuppige Mineral wird in den meisten Fällen zusammen mit den früher erwähnten Grammatitbelegen und -büscheln angetroffen. Die Fundstellen sind deshalb: Alpe Cadonighino und beide Flanken im Norden und Süden des gleichnamigen Passes. - Titanit: Im Dolomit vom Campolungo ist der Titanit bloss ein spärlich verbreiteter akzessorischer Gemengteil von gewöhnlich nur mikroskopischer Ausbildung.
- Turmalin: Grüner Turmalin: Eines der interessantesten Mineralien aus dem Dolomit des Campolungo ist der grüne Turmalin. Abgesehen von der guten kristallographischen Ausbildung und Schönheit ist es besonders die hellgrasgrüne bis spargel-apfelgrüne Farbe, welche dieses Mineral und seinen Fundort ausgezeichnet hat. Wenn man Campolungo-Turmaline vor sich hat, ist es nicht schwierig, sie nach ihren Fundstellen auseinander zu halten. Sie unterscheiden sich nicht nur durch ihre Paragenese, sondern auch durch die Farbe und andere Eigentümlichkeiten.
1. Passo Cadonighino. Diese Fundstelle lieferte ein ganzes Jahrhundert lang die grössten und schönsten Turmaline aus dem Campolungo-Dolomitlager. Die Grössen variieren besonders zwischen 3 mm Länge und 1 mm Durchmesser bis zu 15 mm Länge und 5 mm Durchmesser. Die grösseren und grössten unter ihnen sind undurchsichtig bis durchscheinend, selten transparent und haben eine grasgrüne bis hellsmaragdgrüne Farbe, währenddem die kleineren Individuen oft absolut klar sind und von blassem Grasgrün bis zu gelblichgrünen Tönen spielen.
2. Alpe Cadonighino. Hier ist die Mineralienausbeute unvergleichlich mannigfaltiger und das Turmalinvorkommen viel reicher als oben am Passe. Sobald man auf dem Weg in den Dolomitkar einsteigt, kann man in den südlichen Felsen fast bis zur Passlücke hinauf Turmaline finden und - neben turmalinarmen Stellen - besonders im oben erwähnten, schluchtartigen Tälchen Partien treffen, in denen man über hundert Turmaline in einem Raume von 1 dm2 Fläche und 1-2 cm Tiefe findet. Leider kommen diese Turmaline jenen des erstgenannten Vorkommens an Qualität niemals gleich. Sie sind mit einem Höchstdurchmesser von 2 mm selten länger als 4 mm.
3. Alpe Campolungo. In einem weissen, zuckerkörnigen, aber ziemlich festen, reich mit Quarzadern durchzogenen Dolomit haben sich apfelgrüne bis grasgrüne Turmaline gebildet, die in ihrem Aussehen jenen des Passo Cadonighino ähneln. Die Karbonateinschlüsse sind nicht dicht und beschränken sich meist nur auf den innersten Kern, und die gut entwickelten Enden der nicht selten bis 15 mm langen und 3 mm dicken Kristalle sind glasklar und wunderschön grün. Die Quarzadern sind die besten Indikatoren für das Turmalinvorkommen; geht man ihnen nach, so kann man die Turmaline kaum verfehlen; sie sind oft mit Quarz untrennbar verwachsen. Die mittleren Körpermasse schwanken um 6 mm in der Länge und 3,5 mm im Durchmesser. Das Wirtgestein ist weisser, zuckerkörniger, kompakter und mineralarmer Dolomit. In der Paragenese sind nur noch etwas Quarz, Calcit und bräunlichgrauer Phlogopit vorhanden.
Brauner Turmalin: Hellbrauner Turmalin ist bedeutend seltener als grüner und wurde nur an einer einzigen Stelle angetroffen. Die Fundstelle befindet sich im untersten Teile der schon erwähnten Eintiefung in den Dolomitfelsen auf der Ostseite des Passo Cadonighino, sehr nahe der gleichnamigen Alp. Der hellbraune Turmalin befand sich daselbst in einem zum Teil grauen, graphithaltigen, zum Teil bräunlichen, aber kompakten Dolomit mit zahlreichen Calcit- und Quarzknollen. Das grösste Exemplar hat 1 cm Länge und 3 mm Durchmesser.
Für die beiden Hauptlagerstätten: Alpe Cadonighino und Passo Cadonighino lässt sich folgende Ausscheidungsreihe aufstellen: Alpe Cadonighino: Calcit, Quarz, Pyrit - Turmalin, Grammatit, Fluorit, Skapolith?, Disthen?, Fahlerz? - Phlogopit - Titanit, Rutil? - Talk, Limonit, Malachit, Azurit. Calcit und Quarz bilden in den meisten Fällen die Wandung der Drusen, auf der sich Turmalin, Disthen, Fluorit und Grammatit in der zweiten Ausscheidungsperiode gebildet haben. Calcit, Quarz und Pyrit sind häufige Einschlussbestandteile von Turmalin und Grammatit, sie müssen also vor den Wirtmineralien entstanden sein.
Weisser Grammatit. Die häufigste Erscheinung dieser Varietät sind breite, leistenförmige Kristalle von weisser bis gräulichweisser Farbe. Sie erreichen oft beträchtliche Dimensionen bis zu 10 cm Länge und 2 cm Breite. Diese Kristalle können auch wasserklar und durchsichtig sein.
Sehr häufig kommen ferner büschel-, bündelförmige und pfropfenartige Aggregate vor. Die Kristalle dieser Ausbildungen sind schmal und sehr langstängelig bis nadelig entwickelt; 20 cm lange Individuen sind keine Seltenheit.
Die Grammatitpfropfen scheinen keine Richtung zu bevorzugen, sie liegen vielmehr kreuz und quer auf- und ineinander und durchdringen das Gestein derart, dass dieses oft nur aus jenen zu bestehen scheint. Die Fundstellen dieser Ausbildungsart beschränken sich namentlich auf die weissen Dolomitmarmore an der Südflanke des Passo Cadonighino.
- Graphit: Er stellt sich teils in regellosen Nestern oder lockerer Verteilung im grauen Dolomit der Alpe Cadonighino und des Passo Campolungo, teils besonders reich in einzelnen Lagen des Gesteins ein. Die deutlich aus dem weissen Dolomit herausstechenden grauen Schichten am Passo Campolungo verdanken ihre Farbe vornehmlich einer sehr starken Anreicherung mikroskopisch kleinster Graphitkörnchen. Diese liegen nicht nur zwischen den einzelnen Dolomitkristallen, sondern bilden dicht gehäufte Einlagerungen in diesen. Auch den grauschwarzen Grammatiten, die in jenen grauen Dolomitlagen sehr zahlreich vorkommen, verleihen ungezählte winzige Graphitkriställchen zum grossen Teil ihre dunkle Färbung.
- Korund: Das berühmteste Mineral aus der Dolomitlagerstätte des Campolungo ist zweifelsohne der Korund. Die Oberfläche des korundführenden Gesteins ist rund 70 X 50 m gross und liegt nördlich von der Passlücke. In dem dort anstehenden weissen bis gelblichgrauen Dolomitmormor findet sich der Korund teils eingewachsen, teils in Nestern oder kleinen Schwärmen dem Gestein aufsitzend, begleitet von Diaspor, grünem Turmalin, oberflächlich limonitisiertem Pyrit, grünlichem Talk, silberweissen feinen Muskowitschüppchen und mitunter von hellblauem Disthen.
- Kyanit: Der Disthen findet sich im weissen, grauen und gelblichen zuckerkörnigen Dolomit auf der Südseite des Weges von der Alpe Cadonighino bis hinauf zum gleichnamigen Pass. Selten trifft man ihn auch nördlich vom Passeinschnitt in der Korundfundstelle. Der Disthen ist meist von schön blauer bis himmelblauer Farbe und einem weichen, glasartigen Glanz; grünliche Varietäten sind recht selten.
- Labradorit:
- Limonit:
- Malachit:
- Muskovit: Muskovit bildet kleine, teils hexagonale, teils xenomorphe, randlich resorbierte Blättchen bis feinste Sericitschüppchen. Sein Vorkommen ist im Besonderen auf den Dolomit der Korundfundstelle nördlich vom Passo Cadonighino beschränkt; woselbst dieser Glimmer ziemlich zahlreich neben Pyrit, Calcit, Fuchsit, grünem Turmalin und grünlichem Talk, rotem und blauem Korund und Diaspor auftritt.
- Orthoklas: Dieses im Dolomit des Campolungo seltene und dem Aussehen nach eigenartige Mineral wurde ziemlich angereichert nur in einem Handstück aus dem Dolomit der Alpe Cadonighino gefunden. In sehr kompaktem, braunem, kristallisationsschiefrigen Dolomitmarmor besagter Fundstelle findet man den Orthoklas in ziemlich grosser Menge im dunkelbraunen, fast schwarzen, 6-10 mm langen und 3-5 mm breiten, mehr oder weniger regelmässig begrenzten Kristallen. Auf den verwitterten Oberflächen des Dolomits ragt dieses Mineral stark hervor, und man kann beobachten, dass eine gerichtete Anordnung vorhanden ist, indem die Kristalle mit ihrer Längsrichtung parallel zueinander liegen. Die Farbe ist meist dunkelbraun bis fast schwarz.
- Phlogopit: In gewissen Schichten sind die Phlogopitkristalle einzeln, regellos und ziemlich locker zerstreut, in andern durchziehen sie den Dolomit in schmalen Lagen und Bändern, die sich vorzugsweise dem Streichen der Dolomitschichten anpassen, oder aber sie können derart reichlich im Gestein vertreten sein, dass breite vorspringende Bänke nur aus Phlogopit zu bestehen scheinen und schon aus der Ferne durch ihre dunkle, braune Farbe auffallen. Die Farbe der Campolungo-Phlogopite variiert vom hellsten Blond über rotblond, hellbraun, beigebraun, braun, rotbraun zum schönsten Dunkelbraun.
- Pyrit: Pyrit ist ein äussert verbreiteter Gemengteil und zwar in sämtlichen Arten des Dolomites, im weissen, grauen, gelblichen, zuckerkörnigen, lockern oder kompakten, an der Oberfläche des Gesteins sowohl wie im Innern desselben; er fehlt in keiner Paragenese. Die Grösse der Kristalle variiert von den kleinsten, mikroskopischen Ausmassen bis zu 1 cm, wobei die kleineren Pyrite meistenteils viel formenreicher sind als die grossen.
- Quarz: Quarz ist im Dolomit des Campolungo ein recht verbreitetes Mineral. Man findet ihn besonders reichlich in der breiten Felslage der Alpe Cadonighino, im Dolomitband im Süden der Alpe Campolungo und, vornehmlich eng mit Turmalin vergesellschaftet, in dem Felskopf gegenüber der Sennhütte der Alpe Campolungo. Stellenweise beansprucht er bis zu 30 % und mehr vom gesamten Mineraliengehalt des Dolomitgesteins. Nördlich des Passo Cadonighino, in der Korundfundstelle, wurde nirgends Quarz angetroffen. Ausbildung: 1. bis 1 cm gross, farblos, sehr rein, klar und durchsichtig, glasglänzend und den berühmten Carraraqualitäten ebenbürtig. 2. Milchquarz.
- Rutil: Man findet ihn in den Felsen zu beiden Seiten des Weges zwischen der Alp Cadonighino und dem Passo Cadonighino in schneeweissem, grauem und gelblichem zuckerkörnigen bis kompakten Dolomit. Die Kristalle sind entweder einzeln und unregelmässig im Gestein zerstreut und besitzen dann oft ansehnliche Grösse, oder aber sie bilden kleine Nester von sagenitartiger Verwachsung und Durchkreuzung. Die Farbe der Campolungo-Rutile wechselt zwischen rotbraun und grau- bis dunkelschwarz. In starkem Licht (Sonnenlicht) leuchten aus ihrem Innern kräftige braune und rubinrote Innenreflexe.
- Skapolith: Besonders zahlreich tritt er in der Nähe der Turmalin-Fundorte auf. Der Skapolith ist auf dieser Lagerstätte ausgesprochenes Gesteinsmineral, wobei er entweder einzeln zerstreut oder zu Nestern angehäuft vorkommen. Die sich vielfach über grosse Flächen ausdehnenden Nester zeigen in allen Fällen parallele oder fächerförmige Anordnung der Kristalle. Das Mineral wird begleitet von grünem Turmalin, Phlogopit, Pyrit, Grammatit, Quarz, Calcit und Disthen. Die Farbe variiert von milchigweiss bis zu gelblichbraun. Gleicherweise schwankt auch die Grösse, die bei meist geringem Durchmesser der Kristalle bis zu 3 cm erreichen kann. Die Skapolithe des Campolungo-Dolomits sind nie frisch, sondern zermürbt und stark zersetzt.
- Talk: Dieses glimmerähnliche, blätterige bis feinschuppige Mineral wird in den meisten Fällen zusammen mit den früher erwähnten Grammatitbelegen und -büscheln angetroffen. Die Fundstellen sind deshalb: Alpe Cadonighino und beide Flanken im Norden und Süden des gleichnamigen Passes. - Titanit: Im Dolomit vom Campolungo ist der Titanit bloss ein spärlich verbreiteter akzessorischer Gemengteil von gewöhnlich nur mikroskopischer Ausbildung.
- Turmalin: Grüner Turmalin: Eines der interessantesten Mineralien aus dem Dolomit des Campolungo ist der grüne Turmalin. Abgesehen von der guten kristallographischen Ausbildung und Schönheit ist es besonders die hellgrasgrüne bis spargel-apfelgrüne Farbe, welche dieses Mineral und seinen Fundort ausgezeichnet hat. Wenn man Campolungo-Turmaline vor sich hat, ist es nicht schwierig, sie nach ihren Fundstellen auseinander zu halten. Sie unterscheiden sich nicht nur durch ihre Paragenese, sondern auch durch die Farbe und andere Eigentümlichkeiten.
1. Passo Cadonighino. Diese Fundstelle lieferte ein ganzes Jahrhundert lang die grössten und schönsten Turmaline aus dem Campolungo-Dolomitlager. Die Grössen variieren besonders zwischen 3 mm Länge und 1 mm Durchmesser bis zu 15 mm Länge und 5 mm Durchmesser. Die grösseren und grössten unter ihnen sind undurchsichtig bis durchscheinend, selten transparent und haben eine grasgrüne bis hellsmaragdgrüne Farbe, währenddem die kleineren Individuen oft absolut klar sind und von blassem Grasgrün bis zu gelblichgrünen Tönen spielen.
2. Alpe Cadonighino. Hier ist die Mineralienausbeute unvergleichlich mannigfaltiger und das Turmalinvorkommen viel reicher als oben am Passe. Sobald man auf dem Weg in den Dolomitkar einsteigt, kann man in den südlichen Felsen fast bis zur Passlücke hinauf Turmaline finden und - neben turmalinarmen Stellen - besonders im oben erwähnten, schluchtartigen Tälchen Partien treffen, in denen man über hundert Turmaline in einem Raume von 1 dm2 Fläche und 1-2 cm Tiefe findet. Leider kommen diese Turmaline jenen des erstgenannten Vorkommens an Qualität niemals gleich. Sie sind mit einem Höchstdurchmesser von 2 mm selten länger als 4 mm.
3. Alpe Campolungo. In einem weissen, zuckerkörnigen, aber ziemlich festen, reich mit Quarzadern durchzogenen Dolomit haben sich apfelgrüne bis grasgrüne Turmaline gebildet, die in ihrem Aussehen jenen des Passo Cadonighino ähneln. Die Karbonateinschlüsse sind nicht dicht und beschränken sich meist nur auf den innersten Kern, und die gut entwickelten Enden der nicht selten bis 15 mm langen und 3 mm dicken Kristalle sind glasklar und wunderschön grün. Die Quarzadern sind die besten Indikatoren für das Turmalinvorkommen; geht man ihnen nach, so kann man die Turmaline kaum verfehlen; sie sind oft mit Quarz untrennbar verwachsen. Die mittleren Körpermasse schwanken um 6 mm in der Länge und 3,5 mm im Durchmesser. Das Wirtgestein ist weisser, zuckerkörniger, kompakter und mineralarmer Dolomit. In der Paragenese sind nur noch etwas Quarz, Calcit und bräunlichgrauer Phlogopit vorhanden.
Brauner Turmalin: Hellbrauner Turmalin ist bedeutend seltener als grüner und wurde nur an einer einzigen Stelle angetroffen. Die Fundstelle befindet sich im untersten Teile der schon erwähnten Eintiefung in den Dolomitfelsen auf der Ostseite des Passo Cadonighino, sehr nahe der gleichnamigen Alp. Der hellbraune Turmalin befand sich daselbst in einem zum Teil grauen, graphithaltigen, zum Teil bräunlichen, aber kompakten Dolomit mit zahlreichen Calcit- und Quarzknollen. Das grösste Exemplar hat 1 cm Länge und 3 mm Durchmesser.
Für die beiden Hauptlagerstätten: Alpe Cadonighino und Passo Cadonighino lässt sich folgende Ausscheidungsreihe aufstellen: Alpe Cadonighino: Calcit, Quarz, Pyrit - Turmalin, Grammatit, Fluorit, Skapolith?, Disthen?, Fahlerz? - Phlogopit - Titanit, Rutil? - Talk, Limonit, Malachit, Azurit. Calcit und Quarz bilden in den meisten Fällen die Wandung der Drusen, auf der sich Turmalin, Disthen, Fluorit und Grammatit in der zweiten Ausscheidungsperiode gebildet haben. Calcit, Quarz und Pyrit sind häufige Einschlussbestandteile von Turmalin und Grammatit, sie müssen also vor den Wirtmineralien entstanden sein.
102. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Campolungo, Campo longo, Campo lungo, Alpe Cadonighino, Cadonighi, Cadonigo
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato, Koordinaten ca.: 700050 / 147250
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato, Koordinaten ca.: 700050 / 147250
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 163 etc.
Die Alp ist südöstlich des Lago Tremorgio und westlich von Dalpe anzutreffen. Der weisse, mineralienführende Dolomit ist weithin sichtbar.
- Dolomit: Bis mehrere cm, auch eingewachsen im Gestein, oft nach der Basis verzwillingt, völlig durchsichtig.
- Fluorit: Würfelig, selten, farblos aber auch tiefviolette Exemplare.
- Grammatit: Zartes bis lebhaftes Grün, aggregiert, sternförmig, radialstrahlig.
- Quarz: Klein, häufig, gut kristallisiert.
- Rutil: Schwarz bis rotbraun, lebhafter metallischer Glanz, klein.
- Titanit: Im weissen Dolomit.
103. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Campolungo, Campo longo, Campo lungo, Alpe Campolungo, Costello
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato, Koordinaten ca.: 698500 / 147400
Literatur:
- Bianconi, Filippo; Lapis; 1977; Heft 8; Seite 14-18; Campolungo Tessin
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 163 etc.
- Weiss, Stefan; Lapis; 1994; Heft 9; Seite 37
- G. vom Rath; Neues Jahrbuch Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefaktenkunde; 1864; S. 852
Aus dem Bericht geht der genaue Fundort nicht hervor. Vermutlich handelt es sich um eine Zusammenfassung aller in dieser Region gefundenen Mineralien. Die Fundstellen liegen auf 1800 bis 2300 m ü. M. Die Alp Campolungo liegt nur wenig (1 km) südlich des Lago Tremorgio. Die Mineralien sind im weiss-grauen Dolomit zu finden.
G. vom Rath: Ausser Diaspor und Korund finden sich am Campolongo: grüner und farbloser Turmalin, Vesuvian, Grammatit, Talk, Perlglimmer. Bitterspath. Rutil, Eisenkies und Realgar. Die Mineralien kommen in drei Varietäten des Dolomitmarmors vor:
1. weisser, zuckerförmiger Dolomitmarmor der leicht zu einem zuckerartigen Sand zerfällt: weisser und grüner Grammatit, Korund, Diaspor, Skapolith, Disthen, grüner Turmalin, Chrysoberyll, Fluorit.
2. grauer, feinkörniger Dolomitmarmor: grauer Grammatit, brauner Turmalin, Disthen, Rutil.
3. gelblichbrauner Phlogopitdolomitmarmor: Phlogopit, Rutil, Titanit, Orthoklas. Apatit, Skapolith, Titanit und Fluorit treten gesteinsbildend auf. Die Fundstellen erstrecken sich von der Alpe Cadonighino bis zum Passo Campolungo. Bianconi erwähnt 15 Fundstellen welche er in folgende 6 Gruppen einteilt:
- 1. Alpe Cadonighino (1,2,3), Apatit, Calcit, Disthen, Dolomit, Fahlerz, Fluorit, Grammatit, Orthoklas, Plagioklas, Phlogopit, Pyrit, Quarz, Rutil, Skapolith, Talk, Titanit, Turmalin (grün und braun).
- 2. Passo Cadonighino Süd (4,5), Calcit, Dolomit, Fahlerz, Fluorit, Grammatit, Orthoklas, Plagioklas, Phlogopit, Pyrit, Quarz, Rutil, Skapolith, Talk, Titanit, Turmalin (grün).
- 3. Passo Cadonighino Nord (6), Calcit, Chrysoberyll, Diapor, Disthen, Dolomit, Fuchsit, Grammatit, Korund, Phlogopit, Pyrit, Talk, Turmalin (grün).
- 4. Alpe Campolungo (7,8,9,10,11), Calcit, Dolomit, Grammatit, Muskovit, Phlogopit, Pyrit, Quarz, Rutil, Skapolith, Talk, Turmalin (grün).
- 5. Costello (12,13), Calcit, Dolomit, Fluorit, Grammatit, Phlogopit, Pyrit, Quarz, Rutil, Turmalin (braun).
- 6. Passo Campolungo (14,15), Calcit, Disthen, Dolomit, Grammatit, Muskovit, Orthoklas, Plagioklas, Phlogopit, Pyrit, Quarz, Trumalin (braun).
Korund: der Korund-Diaspor liegt etwa 200 Meter östlich des Passo Cadonighino in einem hervorstechenden Sporn aus weissem zuckerkörnigem Dolomitmarmor. Trotz stundenlangem zerkleinern von Dolomitblöcken kann die Suche erfolglos verlaufen.
- Apatit: Eingewachsen.
- Azurit: Pseudomorph nach Fahlerz, eingewachsen.
- Calcit: In Drusen.
- Chrysoberyll: Einzelfund.
- Diaspor: Eingewachsen und auch in Drusen.
- Dolomit: In Drusen.
- Dravit: Siehe Turmalin.
- Fluorit: Eingewachsen.
- Grammatit: Typlokalität (1796), stängelige Kristalle bis 10 cm, eingewachsen, radialstrahlige und nadelige Ausbildung um Quarzknauer (sog. Tremolitsonnen), grün (vanadiumhaltig), weiss, grau (Einschlüsse von Grafit), gelbe bis weisse Fluoreszenz. Alpe Campolungo: zum Teil reichlich vorkommend, radialstrahlig, sternförmig, weiss bis lichtgrau, teils mit seidigem Glanz.
- Graphit: Eingewachsen.
- Korund: Eingewachsen und in Drusen, rosa, blau, rot fluoreszierend.
- Kyanit: Kyanit, weisse Fluoreszenz, flachstengelig, bis 4 cm, himmelblau bis farblos, schlechte Randbegrenzung durch Verwachsung mit Serizit, teilweise von braunem Turmalin (Dravit) begleitet
- Malachit: Pseudomorph nach Fahlerz, eingewachsen.
- Muskovit: Eingewachsen.
- Orthoklas: Eingewachsen.
- Phlogopit: Eingewachsen, gelb fluoreszierend.
- Pyrit: Eingewachsen.
- Quarz: Eingewachsen und in Drusen. Sehr rein, bis 1 cm und nicht im Tessinerhabitus.
- Realgar: Gemäss G. vom Rath, ohne genauere Angaben über Ausbildung und Fundort.
- Rutil: Eingewachsen und in Drusen. Einzelkristalle bis 2 cm.
- Sericit:
- Skapolith: Eingewachsen, weiss. Alpe Campolungo: bräunlich bis schwach gelblich bis weiss.
- Talk: Pseudomorph nach Disthen, weiss fluoreszierend, eingewachsen.
- Tennantit: Eingewachsen.
- Titanit: Eingewachsen.
- Turmalin: Dravit, grün bis braun, gelb fluoreszierend. Alpe Campolungo: er ist anzutreffen an der Grenze vom weissen zum grauen Dolomit, zum Teil in vollkommener Entwicklung, bis mehr als 1 cm, klar, durchsichtig, grünlich.
- Vesuvian: Gemäss G. vom Rath, ohne genauere Angaben über Ausbildung und Fundort.
- Zoisit: Eingewachsen.
104. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Campolungo, Campo longo, Campo lungo, Cadonighino, Cadonighi, Cadonigo, Stüei
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato, Koordinaten ca.: 699620 / 147210
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato, Koordinaten ca.: 699620 / 147210
Literatur:
- Rovetti,.A. & I. & Pacciorini,M.; Lapis; 1994; Heft 9; Seite 35
Im zuckerkörnigen, bräunlichgelben Triasdolomit. Es handelt sich hier nicht um die altbekannte Fundstelle, sondern um eine neue Lokalität 'Stüei', die erst in den Jahren um 1990 entdeckt wurde. Ca. 200 Meter unterhalb der Passhöhe, nach ca. 500 Meter (Luftlinie) südöstlich der klassischen Korundfundstelle. Die korundfündige Stelle ist ca. 70 Meter gross. Am Venett 'Vanit' sind bei entsprechender Ausdauer immer noch Funde möglich. Ein grösserer Fund von Korundkristallen gelang im Jahre 1992. Die neuen Korundfunde sind die wohl am schönsten und grössten der Alpen in diesem Jahrhundert. Im Lapisheft 1994-9 ist die Fundregion abgebildet.
- Korund: Bis 8 cm, Basis 1.3 cm x 1.3 cm, rosafarben bis bläulich, bis über 6 cm, langgestreckt, eingewachsen oder auch freistehend in Drusen, ca. 5 Kristalle pro m3 Gestein (Rovetti et al., 1994).
105. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Campolungo, Campo longo, Campo lungo, Passo Cadonighino (Nordseite), Vanett, Vanit
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato, Koordinaten ca.: 698920 / 147520
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato, Koordinaten ca.: 698920 / 147520
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 163 etc.
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
Entdeckt 1813 von den Brüdern Camossi aus Airolo. Frühere Bezeichnung: Passo Cadonighino, später: Vanett, Vanit, heute: Passo Vanit. Die Mineralienfunde stammen aus dem weissen Dolomit.
- Diaspor: Klein, farblos bis gelblich oder blasslila, schmalstängelig bis tafelig, in kleinen Drusenhohlräumen, bis 1 cm, oft orientiert mit Korund verwachsen, teils nesterartig auftretend, nördlich der Lokalität 'Vanett'.- Dolomit:
- Korund: Rote bis blaue Färbung (Rubin bis Saphir), wobei die blaue Färbung die seltenere ist, klein.
- Quarz: Klein.
- Rubin: Eigentlich roter Korund, schön aber nicht in Edelsteinqualität, orangerot, fluoreszierend.
- Saphir: Eigentlich blauer Korund, schön aber nicht in Edelsteinqualität, grüngelb fluoreszierend.
- Turmalin: Er ist anzutreffen an der Grenze vom weissen zum grauen Dolomit, zum Teil in vollkommener Entwicklung, bis 1.5 cm, klar, durchsichtig, grünlich, grasgrün, hell-smaragdgrün.
106. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Campolungo, Campo longo, Campo lungo, Passo Cadonighino, Venett, Vanit
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato, Koordinaten ca.: 698920 / 147520
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato, Koordinaten ca.: 698920 / 147520
Literatur:
- Graeser, St. & Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1974; Seite 265-277; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten
- Mühlethaler, F.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1922; Band 2; Heft 3-4; Seite 299-306; Neue Mineralfunde aus dem Dolomit des Campolungo
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 163 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 241 Frühere Bezeichnung: Passo Cadonighino, später: Vanett, Vanit, heute: Passo Vanit. Die Mineralienfunde stammen aus dem weissen Dolomit. Angegeben ist die Passhöhe sowie die Region südlich davon. Für Korund wird im Parker (1973) die Nordseite aufgeführt.
1). Mühlethaler: Die angeblich erschöpfte altberühmte Fundstelle von Korund und Diaspor nördlich der Höhe des Cadonighino Passes liegt in einem Dolomit, der nester- oder lagenweise Pyrit in oberflächlich zersetzten, schwärzlichen Kriställchen enthält. Eine weitere, tiefer gegen Alp Cadonighino zu gelegene Fundstelle lieferte eine bemerkenswerte Mineralassoziation. Das hier recht feinkörnige und feste Gestein zeigt stellenweise deutlichen Wechsel hellgrauer und weisser Dolomitlagen, deren Mächtigkeit sich zwischen wenigen Millimetern und einigen Zentimetern bewegt. Es sei auch die schon von frühern Autoren beobachtete leicht wahrnehmbare Tribolumineszenz dieses Dolomits erwähnt. Phlogopit fehlt hier völlig.
- Apatit: Selten.
- Azurit: Selten.
- Beryll: 1). Recht beachtenswert erscheint mir das bisher nicht bekannte Auftreten des Beryll; er kommt als Seltenheit in kleinen langprismatischen, fast klaren Individuen von bläulich-grüner Färbung vor.
- Calcit: Manchmal bläulich schimmernd. 1). Selten.
- Chrysoberyll: Klein, kurzprismatisch, selten, recht klar, dunkelgrün.
- Diaspor:
- Digenit: Körnig, klein, derb.
- Dolomit: Bis mehrere cm. 1).
- Grammatit:
- Graphit:
- Kalifeldspat: Selten.
- Kalifeldspat: Selten.
- Korund: Nur in einem kleinen Bezirk von 50 bis 70 Metern anzutreffen, rot, selten blau, nicht in Edelsteinqualität.
- Kyanit:
- Malachit:
- Muskovit:
- Phlogopit:
- Pyrit: 1). Pyrit tritt vereinzelt mit folgenden Mineralien auf: Korund, rot und blau, eingewachsen, unregelmässig im Dolomit verteilt, zuweilen mit gut ausgebildeten Flächen.
- Muskovit:
- Phlogopit:
- Pyrit: 1). Pyrit tritt vereinzelt mit folgenden Mineralien auf: Korund, rot und blau, eingewachsen, unregelmässig im Dolomit verteilt, zuweilen mit gut ausgebildeten Flächen.
- Quarz: Klein.
- Rutil: Schwarz bis rotbraun, lebhafter metallischer Glanz, klein. 1). Nach Kenngott wurde Rutil in ziemlich grossen, teilweise flächenreichen Kristallen gefunden.
- Skapolith: 1). Endlich ist von derselben Fundstelle ein bisher nicht bestimmtes Mineral zu erwähnen, das nicht allzuselten in kleinen, hellblauen, scheinbar hexagonalen Täfelchen in Hohlräumen aufgewachsen beobachtet wird. Eine besondere Bedeutung darf aber wohl als neu festgestelltes Campolungomineral der Skapolith beanspruchen. Bisher hat sich der Skapolith trotz eingehenden Nachsuchens an einer einzigen eng begrenzten Stelle gefunden.
- Talk:
- Tennantit: Antimonhaltig, selten.
- Titanit: Südseite.
- Turmalin: Er ist anzutreffen an der Grenze vom weissen zum grauen Dolomit, zum Teil in vollkommener Entwicklung, bis mehr als 1 cm, klar, durchsichtig, grünlich, olivgrün bis braun, als grüne Individuen intensiv gelb fluoreszierend (Südseite). 1). Das charakteristische Mineral dieser Fundstelle ist aber der grüne Turmalin. Er findet sich meist in Hohlräumen, an der Grenze zwischen weissem und hellgrauem Dolomit aufsitzend, wobei häufig in der grauen Lage ein weisser Hof den Ansatz des Turmalinkristalls umschliesst. Neben unregelmässigen Aggregaten kommen wohl ausgebildete durchscheinende bis glasklare, tiefgrüne bis olivbraune Kristalle einzeln und gruppenweise vor.
107. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Lago Leit, Lago Leid, Laghetto Campolungo
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato, Koordinaten ca.: 698500 / 146800
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato, Koordinaten ca.: 698500 / 146800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 170
Beim Lago Leid handelt es sich um den heutigen Laghetto Campolungo. Der See befindet sich bei der Cab. Leit. Die Fundstelle liegt südöstlich der Alp, gegen den erwähnten See hin.
- Granat:
- Kyanit:
- Staurolith:
- Turmalin: Schwarz.
- Kyanit:
- Staurolith:
- Turmalin: Schwarz.
108. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Passo Campolungo, Pizzo Campolungo (Nordflanke)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato, Koordinaten ca.: 697400 / 146900
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato, Koordinaten ca.: 697400 / 146900
Literatur:
- Bianconi, Filippo; Lapis; 1977; Heft 8; Seite 14-18; Campolungo Tessin
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 163 etc.
Passo Campolungo: Dieser Pass liegt nordöstlich des Pizzo Campolungo und dient als Übergang von der Leventina (Lago Tremorgio) ins südlichere Val Sambuco.
- Calcit: Manchmal bläulich schimmernd.
- Dolomit: Bis mehrere cm.
- Fluorophlogopit: Bis 1 cm.
- Grammatit: (Tremolit) zum Teil reichlich vertreten, teils recht dunkelgrau aber auch bis zu Weiss übergehend.
- Graphit:
- Meionit: H.Preiswerk erwähn t in "Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel; Band XXVIII; 1917", Seite 166: In den mineralreichen Dolomitschichten des Campolungopasses wurde 1907 von G. Linck Mejonit beobachtet. Nähere Angaben fehlen
- Muskovit:
- Phlogopit:
- Pyrit:
- Talk:
- Pyrit:
- Talk:
109. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Pizzo Campolungo (Nordflanke)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato, Koordinaten ca.: 697870 / 146150
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato, Koordinaten ca.: 697870 / 146150
Literatur:
- Bianconi, Filippo; Lapis; 1977; Heft 8; Seite 14-18; Campolungo Tessin
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 163 etc.
Pizzo Campolungo (Nordflanke): In dieser Flanke, gegen den Lago Tremorgio hin, liegt eine Zone mit zuckerkörnigem Dolomit, der wegen seiner weissen Farbe weithin sichtbar ist und folgende Mineralien hergegeben hat:
- Calcit: Manchmal bläulich schimmernd.
- Chrysoberyll: Alexandritähnlich.
- Dolomit: In Dimensionen bis mehrere cm.
- Grammatit:
- Graphit:
- Muskovit:
- Phlogopit:
- Pyrit:
- Talk:
- Muskovit:
- Phlogopit:
- Pyrit:
- Talk:
110. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Pizzo Campolungo (Nordostseite)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato, Koordinaten ca.: 697400 / 146900
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato, Koordinaten ca.: 697400 / 146900
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 163,170
Im nordöstlichen Hang des Passes liegen grosse Felsblöcke, welche in kleinen Klüftchen folgende Mineralien beinhalten:
- Chlorit: Dunkelgrün, halbkugelig
- Quarz:
- Turmalin: Nadelig, braun.
111. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Lago Tremorgio
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato (Leventina), Koordinaten ca.: 698720 / 148250
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato (Leventina), Koordinaten ca.: 698720 / 148250
Literatur:
- Gnos, Guido; Schweizer Strahler; 1967; Seite 26-28; Der Skapolith-Fund 1966
- Jakob, J. & Parker, Robert L. & Brandenberger, E.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1931; Band 11; Heft 2; Seite 267 - 284; Über einen neuen Skapolithfund im Tessin
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 163 etc.
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1975;; Seite 393
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
- Steiger, E.; Lapis; 1982; Heft 7-8; Seite 47
- Weiss, Stefan; Lapis; 1994; Heft 9; Seite 37
Das Vorkommen liegt im Kalkphyllit und liegt auf Wasserspiegelhöhe. Eine Kluft in dieser Gegend hat reichlich Material geliefert. Vom Ostufer des Sees stammen die zahlreichen Skapolithe. Bei den Abdichtungsarbeiten sind die meisten vom See aus zugänglichen Klüfte zugemauert worden. Jakob, 1931, Auszug: Das Skapolith-Vorkommen befindet sich am E-Ufer des Lago Tremorgio unmittelbar über dem See und ist nur von der Seeseite her leicht zugänglich.
- Albit: Bis 2.5 cm, gut Ausbildung.
- Apatit: Flächenreich, selten, farblos, wasserhell bis halbdurchsichtig, bis 2 mm, hexagonal-kurzsäulig.
- Biotit: Rosetten, gelbbraun bis broncefarbig.
- Calcit: Hauptmineral, weiss, grau, bläulich, hellbraun, limonitisiert, kleine runde, kugelförmige, angeätzte Kristalle, Spaltrhomboeder, manchmal auch in korodierten Massen.
- Chlorit:
- Epidot: Dunkelgrün, selten, eingewachsen im Quarz.
- Hellglimmer:
- Limonit: Vorwiegend erdig.
- Muskovit: Rosetten, gelbbraun bis broncefarbig
- Opal: Nierig-glasige Hyalitkruste auf Skapolith (Frey, 1974).
- Pyrit: Würfelig, oft im Kluftgestein, glänzend bis limonitisiert.
- Quarz: Klein, nicht immer gut entwickelt, vorwiegend aus dem sogenannten 'fornello' (kleiner Kristallofen), zum Teil Doppelender.
- Rutil: Dünnadelig, feinhaarig, gelblich - dunkelrot, auch sagenitisch.
- Skapolith: Klar, durchsichtig, ähnlich dem brasilianischen Edelskapolith, geschliffen zeigt sich der Kristall in lichtbraunem Farbton mit erheblichem Feuer, nadelig, säulig, bis 7 cm, reichlich (600 Exemplare in einer Kluft), blassgelblich, starker Glanz, es sind dies die besten bis jetzt in Europa gefundenen Kristalle, gelbe Kristalle intensiv rot fluoreszierend unter kurzwelligem UV-Licht. Geschliffene Steine bis 4 ct.
112. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Piotta, Valle
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato (Leventina), Koordinaten ca.: 695100 / 153900
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato (Leventina), Koordinaten ca.: 695100 / 153900
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Preiswerk,H.; Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel; Band XXVI; 1915; Seite 185-186
Diese Lokalität liegt genau nördlich oberhalb des Dorfes Piotta und nur wenig (0.5 km) südlich der Staumauer des Lago Ritom. Das Sommerdörflein Valle liegt auf 1700 m, etwa ¼ Stunde südlich vom Ritomsee im Val Piora. Die Skapolithe, die G. Klemm hier entdeckt hat, finden sich in Blöcken östlich von den obersten Häusern des Ortes.
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Glimmer:
- Limonit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Skapolith: Die Schieferungsflächen werden scharf durchschnitten von kleinen Gängen von vorwiegend brauner Farbe. Die Gangart ist hauptsächlich eisenschüssiger Calcit. Die Saalbänder sind mit grobblättrigem Chlorit bekleidet, der zu Rosetten und Kugeln gruppiert in die Gangmasse hineinragt. Die braune Calcitmasse ist nun stellenweise von weissen quadratischen Prismen von einigen Zentimetern Länge, dem Skapolith, kreuz und quer durchspickt. Auch Nadeln von Rutil, sowie Muscovit finden sich da und dort in der Gangmasse. Beachtenswert ist auch hier die Veränderung, die das Nebengestein am Kontakt mit der skapolithführenden Kluft erleidet: der dunkelgraue Biotitgneis ist in einer schmalen Zone (ca. 5 cm) parallel der Kluft grün gefärbt. Die Verfärbung entspricht einer Umwandlung des Biotit.
- Chlorit:
- Epidot:
- Glimmer:
- Limonit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Skapolith: Die Schieferungsflächen werden scharf durchschnitten von kleinen Gängen von vorwiegend brauner Farbe. Die Gangart ist hauptsächlich eisenschüssiger Calcit. Die Saalbänder sind mit grobblättrigem Chlorit bekleidet, der zu Rosetten und Kugeln gruppiert in die Gangmasse hineinragt. Die braune Calcitmasse ist nun stellenweise von weissen quadratischen Prismen von einigen Zentimetern Länge, dem Skapolith, kreuz und quer durchspickt. Auch Nadeln von Rutil, sowie Muscovit finden sich da und dort in der Gangmasse. Beachtenswert ist auch hier die Veränderung, die das Nebengestein am Kontakt mit der skapolithführenden Kluft erleidet: der dunkelgraue Biotitgneis ist in einer schmalen Zone (ca. 5 cm) parallel der Kluft grün gefärbt. Die Verfärbung entspricht einer Umwandlung des Biotit.
113. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Prato, Dazio Grande
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato (Leventina), Koordinaten ca.: 701500 / 149400
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato (Leventina), Koordinaten ca.: 701500 / 149400
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 167
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 243
- Preiswerk, H.; Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel; Band XXVI; 1915; Seite 184-185
Etwa 1 km unterhalb der engen Schlucht (Dazio Grande) an der Gotthardstrasse. Ein Fundpunkt von Skapolith findet sich an der Gotthardstrasse unterhalb der Dazio-Grande-Schlucht, etwa in der Mitte zwischen den beiden Kehrtunneln der Gotthardbahn. Der Ort liegt geologisch mitten in der Masse des Tessinergneises. Dieser hat aber hier nicht seinen normalen Granitgneis-Charakter, sondern es herrscht eine biotitreiche, schiefrige Varietät vor, die mit muscovitreichen, hellen aplitartigen Lagen wechselt, offenbar basische und saure Schlieren, denen Linsen von Quarz sowie auch grobkörnige Calcitaggregate und kalksilikatreiche Gesteine eingelagert sind. Letztere dürften als Einschlüsse von Sedimentresten in der eruptiven Masse aufzufassen sein
- Calcit:
- Muskovit:
- Quarz:
- Skapolith: Der Skapolith findet sich in steilen, ausgeprägten Klüften, die die flachliegenden Schieferungsflächen durchbrechen. Die Ausfüllung der Klüfte besteht aus Quarz und Muscovit, seltener Calcit. Diese Kluftminerale werden stellenweise von groben Skapolithbüscheln verdrängt, die dann nur von feinsten Muscovithäutchen begleitet sind. Die Büschel bestehen aus Stengeln von ca. 1/2 cm Dicke und mehreren Zentimetern Länge. Gutes Material zu gewinnen ist sehr schwer. Doch gelang an frischen Splittern die sichere Bestimmung als Skapolith.
- Muskovit:
- Quarz:
- Skapolith: Der Skapolith findet sich in steilen, ausgeprägten Klüften, die die flachliegenden Schieferungsflächen durchbrechen. Die Ausfüllung der Klüfte besteht aus Quarz und Muscovit, seltener Calcit. Diese Kluftminerale werden stellenweise von groben Skapolithbüscheln verdrängt, die dann nur von feinsten Muscovithäutchen begleitet sind. Die Büschel bestehen aus Stengeln von ca. 1/2 cm Dicke und mehreren Zentimetern Länge. Gutes Material zu gewinnen ist sehr schwer. Doch gelang an frischen Splittern die sichere Bestimmung als Skapolith.
- Vesuvian: Nach Kenngott.
114. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Prato, Monte Piottino
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato (Leventina), Koordinaten ca.: 701500 / 149310
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato (Leventina), Koordinaten ca.: 701500 / 149310
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 167,174
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 243
- Preiswerk, H.; Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel; Band XXVI; 1915; Seite 184
Die Strasse von Prato nach Cornone schneidet mehrfach die Quarzitschicht, die den Tessinergneis des Monte Piottino überdeckt. An der im Bild angemerkten Stelle findet sich der Skapolith in Quarzitklüften, die schief die Parallelstruktur des Gesteins schneiden. Die Klüfte sind ausgekleidet von hellgrünlichem Muscovit, sowie Biotit mit kleinem Achsenwinkel.
- Biotit: Zusammen mit Muskovit die Klüfte auskleidend.
- Chlorit:
- Limonit:
- Muskovit: Hellgrün, grosse Verbreitung, in schöner Ausbildung, bis 2 cm grosse Einzelkristalle.
- Muskovit: Hellgrün, grosse Verbreitung, in schöner Ausbildung, bis 2 cm grosse Einzelkristalle.
- Pyrit: Gross, ausgezeichnete Entwicklung.
- Quarz: Glashell, oft zwischen den büscheligen Skapolithaggregaten eingebettet.- Skapolith: Der Skapolith ist strahlen- bis büschelförmig angeordnet auf der Kluftfläche. Zwischen den einzelnen Stengeln ist häufig glasheller Quarz eingebettet. Auch der Skapolith ist glasig farblos an frischen Teilen, an einigen Stellen dagegen blass rosa gefärbt. Optisch verhält sich der Skapolith dem vom Riale Fog gleich. Im Mineralpulver erhält man infolge von Querklüftung auffallend oft Blättchen nach der Basis mit dem schönen negativen Achsenbild. Das Nebengestein, der Quarzit, ist ebenfalls skapolithhaltig. Der Skapolith findet sich dort in unregelmässigen Massen, den übrigen Gemengteilen Quarz und Muscovit beigemengt. Der Mineralbestand des Quarzit ist recht mannigfaltig. Zwischen den Lagen von reinem Quarz, die schon dem blossen Auge sichtbar sind, finden sich solche, in denen Quarz mit reichlich Muscovit gemengt ist, ferner mit Biotit, Skapolith, Epidot, Klinozoisit, Calcit, Orthoklas mit Mikroklinstruktur und saurem Plagioklas in granophyrischer Verwachsung mit Quarz (Myrmekit), Titanit, Zirkon und Pyrit.
115. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Prato, Riale Foch, Ri di Foch, Riale Fog, Ghèsar, Sconta
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato (Leventina), Koordinaten ca.: 700400 / 148000
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato (Leventina), Koordinaten ca.: 700400 / 148000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 167
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 244
- Preiswerk, H.; Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel; Band XXVI; 1915; Seite 178-184
Angeblich liegt die Fundstelle am Fussweg zwischen 'Ghèsar' (südwestlich Mascengo bei Prato) und 'Sconta' (nördlich unterhalb des Cima del Lambro). Der interessante Skapolithfund stammt aus dem Kalkphyllit in der Nähe des Trias. Preiswerk: Die Fundstelle befindet sich in der Nähe des Dorfes Prato am Monte Piottino. Der Talriegel des Monte Piottino wird zwischen Rodi Fiesse und Faido vom Tessin durchbrochen in der ,,Dazio Grande" genannten Schlucht. Die Gotthardbahn überwindet die Talstufe in zwei Kehrtunneln. Die Schlucht und die Kehrtunnel liegen in der Granitmasse des "Tessinergneis", der die Basis der folgenden Formationen bildet. Auf dem Monte Piottino wird der Tessinergneis 2 Kilometer weit von einer Quarzitschicht bedeckt. Man ist geneigt, diesen Quarzit als ein früh- oder vortriadisches Sediment aufzufassen. Sein Hangendes bilden die Granatglimmerschiefer am Südhang des Monte Piottino. Diese unterteufen ihrerseits die Dolomite und Rauhwacken der Trias, welche den Kirchhügel von Prato aufbauen. Steigt man von Prato über Masoengo dem Riale Fog entlang bergwärts, so trifft man nach Unterbrechung des Anstehenden durch Moränen die dunkeln jurassischen Kalkphyllite der Bedrettomulde in grosser Mächtigkeit. Auf ca. 1300 m Höhe werden diese Kalkphyllitmassen durch eine Antiklinale älterer Gesteine unterbrochen, nämlich sedimentogene quarzreiche Sericitschiefer mit Granat, Disthen und Hornblende. Sie sind den Hornblendegarbenschiefern der Tremolaserie ähnlich, denen sie auch im Alter entsprechen. Von den liegenden und hangenden jurassischen Kalkphylliten sind sie durch reduzierte Lagen von Dolomit oder dolomitisch-chloritischem Malm, als Vertretern der Trias, getrennt. Gegen Westen verschwindet die Antiklinale rasch im hangenden Kalkphyllit. Weiter bergwärts folgen in umgekehrter Lagerung: jurassische Kalkphyllite, Triasdolomit, Quarzit und endlich die prätriadischen Granatglimmerschiefer der über die Bedrettomulde überschobenen Campo-Tencia-Masse. Die Bedrettomulde ist also hier durch eine mediane, isoklinal gelagerte Antiklinale in zwei Teile geteilt. Die Skapolithfundstelle im Riale Fog findet sich nun im Gewölbeschenkel dieser medianen Antiklinale an der Basis der obern Kalkphyllitserie unmittelbar über den verquetschten Triasresten. Die Stelle liegt an dem Fussweg, der von Cheser nach Scontra führt (Blatt 503, Faido 1 : 50 000). Dieser Weg überschreitet den Riale Fog bei Punkt 1272 und steigt dann auf der Westseite empor. In 1400 m Höhe etwa kehrt er wieder auf die Ostseite (rechtes Ufer; des Riale Fog zurück. Kurz vor diesem zweiten Bachübergang schneidet der Weg einen kleinen linken Zufluss des Riale Fog und quert sodann am rechten Ufer dieses Zuflusses einen steilen Felskopf. An diesem findet sich der Skapolith, in Brusthöhe über dem Weg.
- Biotit:
- Calcit:
- Muskovit:
- Plagioklas:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
- Skapolith: Stängelig, bis mehr als 10 cm ?, glasig, matt gelblich, bergfrisch bis angewittert. Das Mineral bedeckte eine blossliegende, etwas herausgewitterte Kluftfläche. Es bildet weissliche, grob quergeklüftete Stengel, von denen einzelne über 1 cm Länge erreichen. Sie sind dem Gestein teilweise eingebettet und lassen nur prismatische Kristallformen erkennen. Das Nebengestein der Mineralklüfte gehört den tiefern Teilen der Kalkphyllitserie an, die der Trias unmittelbar auflagern. Triasgesteine sind wenige Schritte von der Skapolithfundstelle am Fussweg in dem Bette des kleinen linken Zuflusses zum Riale Fog aufgeschlossen. Es sind chloritische Schiefer und dolomitischer Mulm. Die der Trias unmittelbar auflagernden Schichten der Kalkphyllite sind in dieser Begion häufig quarzitisch. Auch die Gesteine der Skapolithfundstelle verdienen kaum mehr den Namen von Phylliten. Es sind eher gneisartig aussehende Kalk- und Kalksilikatgesteine, oft von Hornfelscharakter. Ihre Farbe ist bald heller, bald dunkler bräunlich grau.
- Calcit:
- Muskovit:
- Plagioklas:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
- Skapolith: Stängelig, bis mehr als 10 cm ?, glasig, matt gelblich, bergfrisch bis angewittert. Das Mineral bedeckte eine blossliegende, etwas herausgewitterte Kluftfläche. Es bildet weissliche, grob quergeklüftete Stengel, von denen einzelne über 1 cm Länge erreichen. Sie sind dem Gestein teilweise eingebettet und lassen nur prismatische Kristallformen erkennen. Das Nebengestein der Mineralklüfte gehört den tiefern Teilen der Kalkphyllitserie an, die der Trias unmittelbar auflagern. Triasgesteine sind wenige Schritte von der Skapolithfundstelle am Fussweg in dem Bette des kleinen linken Zuflusses zum Riale Fog aufgeschlossen. Es sind chloritische Schiefer und dolomitischer Mulm. Die der Trias unmittelbar auflagernden Schichten der Kalkphyllite sind in dieser Begion häufig quarzitisch. Auch die Gesteine der Skapolithfundstelle verdienen kaum mehr den Namen von Phylliten. Es sind eher gneisartig aussehende Kalk- und Kalksilikatgesteine, oft von Hornfelscharakter. Ihre Farbe ist bald heller, bald dunkler bräunlich grau.
- Turmalin:
- Zirkon:
- Zoisit:
- Zoisit:
116. TI / Pizzo Taneda (Nordseite)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 696900 / 157120
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 696900 / 157120
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 207
- Monazit:
- Siderit: Limonitisiert, dunkelbraun, flach, rhomboedrisch.
117. TI / Pizzo Taneda (Südwestwand)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 696910 / 157110
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 696910 / 157110
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 205 In einer Runse auf dieser Bergseite.
- Quarz:
- Zepterquarz: Starke Fensterung, Doppelender, 'Libellen'-Einschlüsse.
- Zepterquarz: Starke Fensterung, Doppelender, 'Libellen'-Einschlüsse.
118. TI / Pizzo Taneda, Cadagno di Dentro
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 697200 / 156400
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 697200 / 156400
Literatur:
- Hoefs, J. / Stalder, H.A.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1977; Band 57; Heft 3; Seite 329 - 347; Die C-Isotopenzusammensetzung von CO2-haltigen Flüssigkeitseinschlüssen in Kluftquarzen der Zentralalpen
Hoefs (1977): Cadagno di Dentro, Val Piora, Koordinaten: 697.3/156.8. Kristalline Schiefer aus der Tremolaserie: Quarz, Fensterquarz, Chlorit, Muskovit, Albit, Rutil, Calcit.
- Albit:
- Amethyst: Schwach bis deutlich violett, bis 25 cm.
- Amethyst: Schwach bis deutlich violett, bis 25 cm.
- Aragonit:
- Calcit:
- Fensterquarz:
- Quarz:
- Rutil:
- Siderit:
- Turmalin:
- Zepterquarz:
- Rutil:
- Siderit:
- Turmalin:
- Zepterquarz:
119. TI / Pizzo Taneda, Poncioni Negri (Poncioni Neri) (Ostseite)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 695720 / 157280
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 695720 / 157280
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 144
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 144
- Amethyst: Bis 25 cm, nur die Spitze amethystfarbig.
- Aragonit: Spiessig.
- Calcit: Skalenoeder, bis 12 cm.
- Goethit:
- Quarz:
- Rutil:
- Turmalin: Recht grosse Exemplare. Kenngott: Taneda, östlich des Gotthard, zwischen Val Canaria und Val Piora. Schwarze Turmalinkristalle der gewöhnlichsten Art in weissem oder gelbem derbem Quarz, reiche Gruppen schwarzer nadelfärmiger Kristalle mit Adular, braune Kristalle auf Quarzgängen in Glimmerschiefer.
- Rutil:
- Turmalin: Recht grosse Exemplare. Kenngott: Taneda, östlich des Gotthard, zwischen Val Canaria und Val Piora. Schwarze Turmalinkristalle der gewöhnlichsten Art in weissem oder gelbem derbem Quarz, reiche Gruppen schwarzer nadelfärmiger Kristalle mit Adular, braune Kristalle auf Quarzgängen in Glimmerschiefer.
- Zepterquarz: Sehr schöne Exemplare.
120. TI / Piora (Stazione), Lago Ritom
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 694650 / 153600
Literatur:
- Hügi, Theodor; Eclogae Geologicae Helvetiae;1958;Band 65; Heft 1; Seite 391 - 401; Disthen- und Sillimanitgehalte einiger Gesteine der Schweizer Alpen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 252,274
Beim Bau der Strasse zum Lago Ritom konnten unterhalb der Stazione Piora einige Stufen geborgen werden (1). Ein weiterer Fund gelang ca. 1 km unterhalb der Stazione im Staurolithschiefer (2). Wenig östlich des Tunnels befindet sich eine weitere Fundstelle (3). Sie liegt im metamorphen Quartenschiefer. Hügi:- Biotit-Disthenschiefer, neuer Weg Lago Ritom N, Koord. 697075 / 155600: reiner Disthen.- Biotit-Disthenschiefer, neuer Weg Lago Ritom N, Koord. 697100 / 155600: reiner Disthen. Der Aufschluss liegt am neuen Fahrweg (entlang N-NEUfer), 75 m östlich des Tunnels. Anlässlich eines neuen Besuches im Sommer 1963 wurde eine Verschlechterung des Aufschlusses konstatiert und zwar wegen Zunahme der Verwitterung sowie der Vegetation. Der Biotit-Disthenschiefer führt Granat. Eine Biotit-Disthenschieferprobe stammt von einer Stelle 150 m E des erwähnten Strassentunnels. Der Disthen im Schiefer ist auch hier grauweiss. Blauer Disthen kommt rings um Quarzlinsen vor, die etwa 0,5 m2 Aufschlussfläche aufweisen.
- Albit: 1)
- Apatit: 2) in der Form der sogenannten Spargelsteine
- Chlorit: 1)
- Kyanit: 3) blau, um Quarzlinsen.
- Quarz: 1) spitzrhomboedrisch.
- Rutil: 1) pseudomorph nach Ilmenit.
- Sagenit: 1) als grosse und rote Gitter.
121. TI / Val Cadlimo
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 699000 / 158010
Literatur:
- Parker, R.L.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1950; Band 30; Heft 1; Seite 192 - 199; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 128 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 199
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1985; Seite 143-148; Neue Fluoritfunde auf der Südseite des Gotthardmassivs
Vermutlich handelt es sich hier um die im Parker (1973) wie folgt beschriebene Danburit-Fundstelle: 'oberhalb der Schlucht, am unteren Ende des Val Cadlimo'. Ob die anderen Mineralien auch hier gefunden wurden ist nicht ganz klar.
- Adular: Oft stark aufgelöst.
- Albit:
- Apatit: Weiss bis farblos, rundlich bis dicktafelig, bis 1 cm Durchmesser; weiter in feinkörniger Ausbildung in einem 1 km-langen Biotitschiefer, Mächtigkeit bis 3 cm, gesteinsbildend.
- Danburit: Sehr klein, zum Teil in rechten Mengen auf Stufen, zusammen mit blassbraunem Titanit.
- Galenit: Derb, in Erzgängen.
- Hämatit: Wenig.
- Muskovit:
- Stilbit: Auch in kleinen Garben.
- Titanit: Blassbraun, flächenreich, Kontaktzwillinge.
122. TI / Val Cadlimo, Bochetta di Cadlimo
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 696000 / 158500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 136
Diese Lokalität ist im hintersten Val Cadlimo, südwestlich unterhalb des Piz Curnera zu finden.
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
- Calcit:
- Muskovit:
- Quarz:
- Albit:
- Apatit:
- Calcit:
- Muskovit:
- Quarz:
123. TI / Val Cadlimo, Cadlimohütte
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 696300 / 158550
- Fluorit: Bis 7 cm, hellgräulich, graugrünlich, oktaedrisch. Der Fundort liegt 300 Meter nördlich der Cadlimo-Hütte.
124. TI / Val Cadlimo, Piz Corandoni (Nordabhang), Mine Piombo, Piatto della Miniera, Miniera di Piombo, Lagozze della Miniera, Pizzo dell'Uomo
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 702500 / 155450
Literatur:
- Friedländer,C.;1930;Beiträge zur Geologie der Schweiz, geotechnische Serie, XVI. Lieferung, Heft 1; Seite 67
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 191
- Zweifel,H., Quervain, F. de;; 1954; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 32; Der Biotit-Apatitschiefer des P. Corandoni (Val Cadlimo, Tessin); Seite 17.
In der Nähe dieser alten Mine. Apatitstufen aus dieser Gegend wurden möglicherweise mit der Fundortbezeichnung Pizzo dell'Uomo versehen. Im Val Cadlimo, und zwar auf dem Hochplateau des Coranduni (2662), zwischen Val Piora und Val Cadlimo, setzen, etwa 400 m nördlich der Wasserscheide, zwischen Punkt 2662 und 2640, in etwa 2550 m ü. M., mehrere Quarz-Bleiglanzgänge im Orthogneis auf.
Ich (C. Freidländer) folge hier dem 1905 von H. Preiswerk abgefassten Gutachten, das bei der Geotechnischen Kommission hinterlegt ist. Der Orthogneis streicht N 80° W und füllt mit 45° nach NNE ein. Er weist zahlreiche N 20° W streichende und 75° E fallende Klüfte auf. Die bedeutenderen dieser Klüfte sind oft mit Gangmasse, meist Quarz, gefüllt. In drei von diesen Klüften tritt Bleiglanz auf, und zwar entweder in Begleitung von Quarz oder aber der Bleiglanz bildet allein die Kluftausfüllung. Auf diesen drei Gängen sind Schürfungen ausgeführt worden. Der westlichste der Gänge ist der reichste. Das Bleierz ist durchschnittlich 2 cm mächtig und lässt sich an der Oberfläche etwa 5 m weit verfolgen. Etwa 2 m unter der Oberfläche hat die Schürfung eine linsenförmige Anschwellung blossgelegt, das Bleiglanzlager erreicht dort eine Mächtigkeit von etwa 10 cm. Der Erzgehalt des mittleren der drei Gänge ist spärlich. Der östliche Gang weist nur ganz geringe Spuren von Erz auf. Der Bleiglanz hat einen schwachen Silbergehalt. Zinkblende wird von Preiswerk nicht erwähnt. Zweifel,H.: Am südlichen Abhang des Val Cadlimo liegen am Rande einer flachen Mulde, auf einer Höhe von 2517 m und bei den Koordinaten 699350/157250, drei winzige Seelein, Lagozze della Miniera genannt. Bleiglanzvorkommen im Streifengneis. Etwas östlich der Lagozze della Miniera, auf einer Höhe von 2530 m, befinden sich drei kleine alte Schürf- oder Abbaustellen auf Bleiglanz. Schon früher, und dann wieder während des Ersten Weltkrieges, wurde hier auf Blei geschürft (C. SCHMIDT 1920, E. KÜNDIG und F. DE QUERVAIN 1953). Der Bleiglanz befindet sich auf den N 170° E streichenden Klüften, die fast senkrecht einfallen. Die Kluftflächen sind ziemlich dicht mit Bleiglanz belegt. Außer Quarz ist auch noch Kalzit in diesen Klüften anzutreffen. In den Ausbeutungsschlitzen, die längs den Kluftflächen angelegt sind, ist festzustellen, daß der Gehalt von den reichsten Stellen aus in NS-Richtung rasch wieder abnimmt. Auch scheint die mittlere Schürfung die reichste gewesen zu sein, die weiter östlich und die weiter westlich gelegene sind schon viel ärmer an Bleiglanz. Nach diesen Beobachtungen zu urteilen ist der Bleiglanz örtlich begrenzt. Wie weit er sich noch erstreckt, konnte ich nicht feststellen, da in den geschlossenen Klüften nur durch Schürfungen festgestellt werden kann, ob sie auch Bleiglanz enthalten. Auch in offenen Kluftflächen konnte ich nirgends Erz feststellen, doch kann es dort natürlich aberodiert sein. In anders laufenden Klüften und in den Quarzgängen ist nirgends Bleiglanz zu entdecken. Andere Erze, z. B. Zinkblende, fehlen vollkommen.
- Adular:
- Apatit: Klar, kurzsäulig bis kugelig, sehr flächenreich, zusammen mit Quarz und Adular.
- Apatit: Klar, kurzsäulig bis kugelig, sehr flächenreich, zusammen mit Quarz und Adular.
- Bleierz: Abgebaut.
- Galenit:
- Quarz:
125. TI / Val Cadlimo, Pizzo Taneda
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 696900 / 157100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 136,144
Nördlich des Logo Ritom.
- Albit:
- Calcit:
- Epidot:
- Calcit:
- Epidot:
- Quarz: In einer alten Kluft reichlich vorgekommen.
- Siderit:
- Titanit:
126. TI / Val Cadlimo, Pizzo Taneda (Nordfuss)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 696900 / 157500
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 136,144
Diese Fundstelle liegt im obersten Val Cadlimo und weist am Nordfuss dieses Berges grosse Mineralklüfte auf.
- Adular:
- Monazit:
- Muskovit: Gross.
- Monazit:
- Muskovit: Gross.
- Quarz:
- Siderit: Dunkelbraun, limonitisiert.
127. TI / Val Cadlimo, Punta Negra (Punta Nera)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 695950 / 157550
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 695950 / 157550
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 136,144
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 48
Berggipfel nördlich des Lago Ritom.
- Albit:
- Aragonit: Bis 5 cm.
- Aragonit: Bis 5 cm.
- Calcit:
- Muskovit:
- Quarz:
- Rutil:
- Siderit: Verwittert.
- Quarz:
- Rutil:
- Siderit: Verwittert.
- Titanit:
- Turmalin: Reichlich, schwarz bis grünlich, nadelig, manchmal im Quarz eingeschlossen. Beschrieben werden Exemplare bis 23mm Länge und 5mm Dicke, mit beidseitiger Endfläche.
- Zepterquarz: Zum Teil mit Einschlüssen von Aktinolith.
128. TI / Val Canaria, Canariathal, Canariatal, Froda, Unteralpreuss, Ritomsee (Zulaufstollen SBB)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 694750 / 157750
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 694750 / 157750
Literatur:
- Intergand, Peter.; Schweizer Strahler; 1974; Seite 337-345; Meine Mineralienfunde im Zulaufstollen SBB Unteralpreuss-Ritomsee
- Adular:
- Albit:
- Anatas:
- Ankerit: Kugelförmig.
- Albit:
- Anatas:
- Ankerit: Kugelförmig.
- Apatit:
- Bertrandit: 190 Meter ab Südportal, v-förmig verzwillingt, gelblich, durchsichtig, Glasglanz, farblos, bis 1 mm, auf halbkugeligen Ankeritaggregaten.
- Chalkopyrit:
- Chlorit:
- Galenit:
- Ilmenit:
- Monazit:
- Muskovit:
- Pyrit: Zum Teil stängelig.
- Galenit:
- Ilmenit:
- Monazit:
- Muskovit:
- Pyrit: Zum Teil stängelig.
- Quarz: Bis 15 cm.
- Rutil: Pseudomorph nach Ilmenit.
- Siderit:
- Sphalerit:
- Titanit:
- Turmalin:
- Titanit:
- Turmalin:
129. TI / Val Piora, Alpe di Piora
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 698000 / 155850
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 698000 / 155850
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 114 etc.
Etwas östlich des Lago Ritom.
- Granat: Bräunlichschwarzen gelbbraunen und rötlichbraunen Kristalle auch kleine blutrote Kristalle, welche mit dunkelbraunem Staurolith und grauem Disthen eingewachsen sind.
- Kyanit:
- Staurolith: Staurolith, welcher in einem hell- bis dunkelgrauen Glimmerschiefer eingewachsen und von grauem nadelförmig strahligem, seltener blaulichgrünem Disthen, bräunlichschwarzem, braunem, roten bis rosenroten, undurchsichtigem bis durchscheinendem Granat und von schwarzem Turmalin begleitet wird.
- Turmalin: Im Glimmerschiefer.
130. TI / Val Piora, Bassa del Cristallo
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 697750 / 154250
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 697750 / 154250
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
Pass südwestlich des Lago Ritom. Er dient als Übergang ins südlichere Valle Leventina (Quinto).
- Albit: Farblos bis weiss, Zwillingslamellen.
- Muskovit:
- Quarz:
- Rutil: Auch im Quarz eingewachsen.
- Rutil: Auch im Quarz eingewachsen.
- Sagenit:
- Turmalin:
131. TI / Val Piora, Lago Cadagno, Cadagno di dentro, Lago dello Stabbio
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 698300 / 156750
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 698300 / 156750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 144
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 203
Ein im Parker 1973 beschriebener Fundort von Amethyst liegt am Anstehenden oberhalb des von Nordwesten her in den See fliessenden Baches. Vor allem die Grösse ist beeindruckend. Weiter wird als Amethystfundstelle auch die Felspartie unterhalb des Baches vom Lago dello Stabbio zum Lago Cadagno erwähnt. Allgemein heisst es nur nordöstlich des Seeleins (Lago Cadogne).
- Albit:
- Amethyst: Schön, stark gefärbt, gute Durchsichtigkeit, von der Fundstelle am Bach (nordwestlich): bis 30 cm, starke Fensterung, nur an der Spitze amethystfarbig, auch als Zepterquarz.
- Amethyst: Schön, stark gefärbt, gute Durchsichtigkeit, von der Fundstelle am Bach (nordwestlich): bis 30 cm, starke Fensterung, nur an der Spitze amethystfarbig, auch als Zepterquarz.
- Calcit:
- Muskovit:
- Rutil:
- Sagenit:
- Zepterquarz: Aus einem Sturzblock.
- Rutil:
- Sagenit:
- Zepterquarz: Aus einem Sturzblock.
132. TI / Val Piora, Lago Ritom, Ritomsee
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 696000 / 154700
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 696000 / 154700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 144,164
Im Parker wird diese Fundortbezeichnung relativ ungenau behandelt. Dazu heisst es: 'Im Val Piora: 3 Fundstellen südlich des Sees in penninischem Paragneis, 2 Fundstellen ca. 100 m über dem See'. In der Nähe des Lago Ritom sind aber noch zwei weitere Seen. Es wird aber angenommen, dass sich die Bezeichnung auf den Lago Ritom bezieht.
- Albit: Farblos bis weiss.
- Muskovit:
- Quarz:
- Rutil: Pseudomorph nach Ilmenit.
- Sagenit:
- Turmalin:
133. TI / Val Piora, Piz Corandoni
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 698870 / 156750
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 698870 / 156750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 128,133
Dieser steile Berg liegt zwischen dem Val Cadlimo und dem Val Piora (östlich des Lago Ritom). Die aufgeführten Mineralien wurden vorwiegend in der Gipfelregion gefunden.
- Hämatit: Im und auf dem Quarz.
- Quarz:
134. TI / Val Piora, Pizzo dell'Uomo (Südseite)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 702500 / 155400
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 702500 / 155400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 133 etc.
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
- Calcit:
- Quarz:
- Siderit:
- Titanit:
- Apatit:
- Calcit:
- Quarz:
- Siderit:
- Titanit:
135. TI / Val Piora, Val Cadlimo
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 700500 / 158543
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 700500 / 158543
Literatur:
- Schmidt,C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Nördlich von Val Piora, im Val Cadlimo, auf 2650 m Höhe, sind im Jahre 1906 drei N 20° W streichende bleiglanzführende Quarzgänge angeschürft worden. Die Koordinaten zeigen nicht genau auf den Fundort. Die Höhenangabe trifft aber zu.
- Galenit:
- Quarz: Derb, als Gangmaterial.
136. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Piotta (KW Ritom)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 2695010 / 1152552
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 2695010 / 1152552
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 253
Östlich und westlich der heutigen Kraftwerkzentrale aus kleinen, für den Kraftwerkbau betriebenen, Steinbrüchen.
- Chlorit:
- Muskovit:
- Periklin: Kleine Stufen.
137. TI / Pizzo Campo Tencia, Pizzo Penca (Ostgrat)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 699900 / 142650Literatur:
- Keller,Franz; Mineralparagenesen und Geologie der Campo Tencia-Pizzo Forno-Gebirgsgruppe; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, Neue Folge, 135. Lieferung; 1968; Seite 45
Ein Fund setzt sich beinahe ausschliesslich aus sehr feinschuppigem Glimmer mit etwas Disthen und Spuren von Staurolith zusammen. Die fast dichte Glimmermasse hat bläuliche Farbe und fühlt sich fettig an.
- Glimmer: Feinschuppig.
- Kyanit:
- Staurolith: Nur in Spuren.
138. TI / Pizzo Penca (Ostgrat)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 699900 / 142650
Literatur:
- Keller,Franz; Mineralparagenesen und Geologie der Campo Tencia-Pizzo Forno-Gebirgsgruppe; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, Neue Folge, 135. Lieferung; Seite 45
Die Koordinaten zeigen recht genau auf die Fundstelle.
- Glimmer: Feinschuppig. Die fast dichte Glimmermasse hat bläuliche Farbe und fühlt sich fettig an.
- Kyanit: Wenig.
- Staurolith: In Spuren.
139. TI / Poncione dal Laghetto (nördlich)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 702000 / 143100
Literatur:
- Keller,Franz; Mineralparagenesen und Geologie der Campo Tencia-Pizzo Forno-Gebirgsgruppe; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, Neue Folge, 135. Lieferung; Seite 45 Die Koordinaten zeigen recht genau auf den Fundort.
- Glimmer: Weiss.
- Kyanit:
- Quarz: In Knauern.
140. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Chiggiogna, Sanengo, Lovorgo
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 707100 / 145900
Literatur:
- Weiss, Stefan; Lapis; 1994; Heft 6; Seite 39
Steinbruch zwischen Sanengo und Lovorgo.
- Beryll: Farblos bis blau, 5 cm und grösser.
141. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Faido (ital.), Pfaid (dt.), Bosco Traseccio
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 703500 / 148520
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1940 Diese Lokalität ist westlich von Faido im bewaldeten Gelände zu finden. Von hier wird ein ausgiebiger Quarzfund beschrieben.
- Muskovit:
- Quarz: Aggregiert zu grossen Gruppen, klar, plattig, zepterartig.
- Rutil:
- Siderit: Limonitisiert und von Rutil durchwachsen.
- Zepterquarz:
142. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Faido (ital.), Pfaid (dt.), Molare,
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 706860 / 146260
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 253
Ca. 300 Meter oberhalb des Dorfes Molare.
- Chlorit:
- Periklin:
- Quarz: Milchig, gross.
- Turmalin:
143. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Faido (ital.), Pfaid (dt.), Molare, Ribassengo, Ri Bassengo
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 706447 / 150097
Literatur:
- Martin, Beat; Schweizer Strahler; 1982; Seite 121; Disthen - einmal nicht vom Pizzo Forno
Im Glimmerschiefer. Die Koordinaten zeigen auf die Brücke über den Ri Bassengo bei Cari (Molare) und nicht genau auf die Fundstelle.
- Kyanit: Bläulich.
144. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Faido, Pizzo Molare
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 688420 / 137570
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 171
Zahlreiche Fundstellen mit der nachfolgenden Paragenese sind hier aufgedeckt worden.
- Granat:
- Kyanit:
- Magnetit:
- Staurolith:
- Turmalin:
145. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Val Chironico, Valle di Chironico I
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 706000 / 141300
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 170 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 260
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
Die Literatur erwähnt lediglich Funde in den unteren Hängen dieses Tales. Es könnte sich hier um die steilen Hänge oberhalb (nördlich) der Fahrstrasse handeln.
- Adular:
- Anatas:
- Apatit:
- Epidot:
- Kyanit: In Sturzblöcken aus dem Geröll von der Alpe Sponda.
- Muskovit:
- Pennin:
- Prehnit: Mit vielseitiger Ausbildung.
- Quarz: Klar bis milchig.
- Rutil:
- Sagenit:
- Titanit: Rosarot bis gelblich.
146. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Val Chironico, Valle di Chironico II
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 705690 / 141050
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
In einem Biotit-Paragneis (Duthaler,P., 1994). Koordinaten genau.
- Allanit: Stängelig bis nadelig, unter 2 mm, blassbraun.
- Titanit:
147. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Val Chironico, Valle di Chironico, Biaschina
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 709150 / 142140
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 40
Anlässlich einer Tiefenbohrung in den obersten 450 Metern in Knauern und Schmitzen.
- Anhydrit: Von dieser Fundstelle nachgewiesen.
148. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Val Chironico, Valle di Chironico, Monte Campione, Alpe Sponda
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 703750 / 141300
Literatur:
- Keller,Franz; Mineralparagenesen und Geologie der Campo Tencia-Pizzo Forno-Gebirgsgruppe; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, Neue Folge, 135. Lieferung; 1968; Seite 46
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; 135
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 170,181
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 261
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 245,417
- Weiss, Stefan; Lapis; 2014; Heft 9; Seite 12 - 25; Disthen von der Alpe Sponda, Tessin, Schweiz
Diese bekannte Alp liegt südlich unterhalb des Pizzo Forno im oberen Val Chironico. Unterhalb der Alpe Sponda enthielt eine offene Kluft wundervolle Muskovitrosetten sowie Chloritkugeln auf Quarz. In der Quarzmasse fanden sich Disthene von blassblauer bis blauer Farbe. Sie ragten zwar nirgends in den Hohlraum hinein, befinden sich aber zwischen den Quarzkristallen.
Kenngott zu Monte Campione: Nach der Mitteilung des Herrn Professor B. Studer müsste als genauer Fundort der schönen Staurolithkristalle von da die Alpe Sponda auf der Südseite des Pizzo Forno oberhalb Giornico angegeben werden. Chironico liegt noch etwas höher als Giornico, daher beide, wie Faido die benachbarte Gegend anzeigen. Wahrscheinlich kommen in dem Schiefer, der in der Kette zwischen dem Laventiner und Lavizzaratal lagert, an mehreren Punkten Staurolithe vor.
Weiss, St.: die besten Fundstellen liegen im Dreieck zwischen dem Pizzo Penca im Westen, dem Pizzo Forno im Osten und der Alpe Spond im Süden. Sie sind generell an die braunen Glimmerschiefer gebunden.
- Chlorit:
- Cordierit: Zusammen mit Kyanit, grünlichblau, klein.
- Heulandit: Bis 1 cm, in klaren und gut ausgebildeten Kristallen, zusmmen mit Quarz und Chlorit.
- Kyanit: Im Anstehenden, scharfkantig, mit dunkelblauer Kernpartie und farblosem Rand, oft zusammen mit Staurolith, teilweise zu Schmucksteinen weiterverarbeitet worden.
- Quarz:
- Staurolith:
- Turmalin: In metamorphen Gesteinen des kyanitführenden Glimmerschiefers, scharfkantig, braunschwarz, bis 5 cm.
149. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Val Chironico, Valle di Chironico, Pizzo Barone (Ostseite)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 700500 / 140500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 179
Berg im obersten Val Chironico. Beschrieben ist eine Fundstelle auf der Ostseite des Berges.
- Adular:
- Chlorit: Reichlich, wulstig aggregiert.
- Titanit: Leicht rötlichbraun, klein, zum Teil flächenreich.
150. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Val Chironico, Valle di Chironico, Pizzo Forno (Ostgrat)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 703450 / 143200
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 261 Die nachfolgenden Mineralien sind vor allem Funden aus dem Ostgrat des Berges zuzuordnen.
- Adular: In Menebacher Zwillingen.
- Albit:
- Epidot: Dunkelgrün, in undeutlich begrenzten Aggregaten.
- Heulandit: Wird vom Pizzo Forno erwähnt.
- Quarz:
- Titanit: Gelbbraun.
151. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Val Chironico, Valle di Chironico, Pizzo Forno, Alpe Sponda 01
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 703400 / 141800
Literatur:
- Keller, Franz; Mineralparagenesen und Geologie der Campo Tencia-Pizzo Forno-Gebirgsgruppe; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, Neue Folge, 135. Lieferung; 1968; Seite 42
Die Koordinaten zeigen genau auf eine Stelle mit Quarznauern mit Disthen und Staurolith. Quarzknauer mit Disthen, Staurolith, «Paragonit" nördlich der A. Sponda. Mit Ausnahme von Andalusit sind alle Mineralien der Knauer auch gesteinsbildend. Die Kristalle werden allerdings um ein -Mehrfaches grösser als jene des Nebengesteins. Der Mineralbestand der Knauer ist sehr mannigfaltig. Neben reinen Quarzknauern treten hauptsächlich folgende Paragenesen auf: Quarz-Feldspat mit: - Andalusit - Disthen- Disthen - Muskovit- Andalusit - Disthen - Muskovit- Muskovit - Paragonit - Disthen - Staurolith Dazu kommen akzessorisch Turmalin und Chlorit, letzterer vorwiegend in Knauern mit Andalusit. Seltener sind folgende Paragenesen: Quarz mit: Rutil (bis daumengrosse Kristalle) Ilmenit (Plättchen bis 5 cm Durchmesser) Turmalin Rutil, Turmalin, Hellglimmer und Ilmenit. In den Sammlungen findet sich oft die irreführende Fundortangahe «Monte Campione». Alle derartig bezeichneten Proben stammen in Wirklichkeit aus dem A. Sponda-P. Forno-Gebiet.
- Andalusit:
- Chlorit:
- Hellglimmer:
- Ilmenit: Plättchen bis 5 ein Durchmesser.
- Kyanit:
- Muskovit:
- Paragonit:
- Quarz: In Knauern.
- Rutil: Bis daumengrosse Kristalle.
- Staurolith:
- Turmalin:
152. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Val Chironico, Valle di Chironico, Pizzo Forno, Alpe Sponda 02
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 703100 / 141950
Literatur:
- Keller, Franz; Mineralparagenesen und Geologie der Campo Tencia-Pizzo Forno-Gebirgsgruppe; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, Neue Folge, 135. Lieferung; 1968; Seite 42
Die Koordinaten zeigen genau auf eine Stelle mit Quarznauern mit Disthen und Staurolith. Quarzknauer mit Disthen, Staurolith, «Paragonit * nördlich der A. Sponda. Mit Ausnahme von Andalusit sind alle Mineralien der Knauer auch gesteinsbildend. Die Kristalle werden allerdings uni ein -Mehrfaches grösser als jene des Nebengesteins. Der Mineralbestand der Knauer ist sehr mannigfaltig. Neben reinen Quarzknauern treten hauptsächlich folgende Paragenesen auf: Quarz-Feldspat mit: - Andalusit - Disthen- Disthen - Muskovit- Andalusit - Disthen - Muskovit- Muskovit - Paragonit - Disthen - Staurolith Dazu kommen akzessorisch Turmalin und Chlorit, letzterer vorwiegend in Knauern mit Andalusit. Seltener sind folgende Paragenesen: Quarz mit: Rutil (bis daumengrosse Kristalle) Ilmenit (Plättchen bis 5 ein Durchmesser) Turmalin Rutil, Turmalin, Hellglimmer und Ilmenit. In den Sammlungen findet sich oft die irreführende Fundortangahe «Monte Campione». Alle derartig bezeichneten Proben stammen in Wirklichkeit aus dem A. Sponda-P. Forno-Gebiet.
- Andalusit:
- Chlorit:
- Hellglimmer:
- Ilmenit: Plättchen bis 5 ein Durchmesser.
- Kyanit:
- Muskovit:
- Paragonit:
- Quarz: In Knauern.
- Rutil: Bis daumengrosse Kristalle.
- Staurolith:
- Turmalin:
153. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Val Chironico, Valle di Chironico, Pizzo Forno, Alpe Sponda 03
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 703050 / 142025
Literatur:
- Keller, Franz; Mineralparagenesen und Geologie der Campo Tencia-Pizzo Forno-Gebirgsgruppe; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, Neue Folge, 135. Lieferung; 1968; Seite 42
Die Koordinaten zeigen genau auf eine Stelle mit Quarznauern mit Disthen und Staurolith. Quarzknauer mit Disthen, Staurolith, «Paragonit * nördlich der A. Sponda. Mit Ausnahme von Andalusit sind alle Mineralien der Knauer auch gesteinsbildend. Die Kristalle werden allerdings uni ein -Mehrfaches grösser als jene des Nebengesteins. Der Mineralbestand der Knauer ist sehr mannigfaltig. Neben reinen Quarzknauern treten hauptsächlich folgende Paragenesen auf: Quarz-Feldspat mit: - Andalusit - Disthen- Disthen - Muskovit- Andalusit - Disthen - Muskovit- Muskovit - Paragonit - Disthen - Staurolith Dazu kommen akzessorisch Turmalin und Chlorit, letzterer vorwiegend in Knauern mit Andalusit. Seltener sind folgende Paragenesen: Quarz mit: Rutil (bis daumengrosse Kristalle) Ilmenit (Plättchen bis 5 ein Durchmesser) Turmalin Rutil, Turmalin, Hellglimmer und Ilmenit. In den Sammlungen findet sich oft die irreführende Fundortangahe «Monte Campione». Alle derartig bezeichneten Proben stammen in Wirklichkeit aus dem A. Sponda-P. Forno-Gebiet.
- Andalusit:
- Chlorit:
- Hellglimmer:
- Ilmenit: Plättchen bis 5 cm Durchmesser.
- Kyanit:
- Muskovit:
- Paragonit:
- Quarz: In Knauern.
- Rutil: Bis daumengrosse Kristalle.
- Staurolith:
- Turmalin:
154. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Val Chironico, Valle di Chironico, Pizzo Forno, Alpe Sponda, Cava dei Ingegneri
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 703750 / 141300
Literatur:
- Hügi, Theodor; Eclogae Geologicae Helvetiae;1958; Band 65; Heft 1; Seite 391 - 401; Disthen- und Sillimanitgehalte einiger Gesteine der Schweizer Alpen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 171
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
- Weiss, Stefan; Lapis; 2014; Heft 9; Seite 12 - 25; Disthen von der Alpe Sponda, Tessin, Schweiz
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 703750 / 141300
Literatur:
- Hügi, Theodor; Eclogae Geologicae Helvetiae;1958; Band 65; Heft 1; Seite 391 - 401; Disthen- und Sillimanitgehalte einiger Gesteine der Schweizer Alpen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 171
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
- Weiss, Stefan; Lapis; 2014; Heft 9; Seite 12 - 25; Disthen von der Alpe Sponda, Tessin, Schweiz
Dieser nördlich des Val Chironico gelegene Berg ist wegen seiner Disthen - Staurolith - Paragenese bekannt geworden. Das Vorkommen liegt am Südabhang bei der Alpe Sponda. Die besten Fundstellen befinden sich nördlich über der Alp. Es wird angenommen, dass die Fundstellen bei 'Cava dei Ingegneri' (nicht auf der Karte) bereits 1800 ausgebeutet wurde.
Hügi erwähnt aus dem Pizzo Forno-Gebiet: Disthenanreicherungen treten an zahlreichen, örtlich mehr oder weniger begrenzten, Stellen zwischen Alpe Sponda und dem Grat Pizzo Forno-Pizzo Campo Tencia auf. Nach den gemachten Beobachtungen treten disthenreiche Gesteine in unmittelbarer Nachbarschaft von Quarz-Knauern, -Adern, -Nestern oder 'Wülsten auf. Die N 120-130° E orientierten, mit 30-35° gegen SW einfallenden Schiefer variieren in ihrer Mächtigkeit meist zwischen cm und 30 cm. Über rund 25 m lassen sich hier disthenreiche Partien, in Form langgezogener, aneinander gereihter Linsen, verfolgen. Es handelt sich dabei um Schiefer, die vor allem Disthen und hellen Glimmer (vorwiegend Paragonit) enthalten, begleitet von Staurolith sowie Quarz, Biotit und stellenweise Feldspat. Der Disthen zeigt deutlich blaue Farbe; die Stengel sind meist 5-10 cm lang. Das umgebende Gestein ist ein Biotitschiefer, welcher mehr Staurolith und weniger Disthen führt. Die disthenreichen Linsen werden von mehr oder weniger parallel ver laufenden Quarzknauern begleitet.
- Disthen-Staurolith-Paragonitschiefer, 5 m westlich der Hütte P. 1981 westlich Alpe Spnda: reiner Disthen.
- Disthen-Paragonitschiefer, 5 m westlich der Hütte P. 1981 westlich Alpe Spnda: mit etwas Staurolith. Der Aufschluss befindet sich 5 m westlich der Hütte bei P. 1981 oberhalb Alpe Sponda.
- Disthen-Staurolith-Paragonitschiefer, Felsen in ca. 2500 m Höhe, zwischen Bacharmen, SE See P. 2580, südliche P. del Laghetto, Koord. 700850/142500: reiner Disthen, bläulich.
- Biotit-Granatschiefer mit Disthen und Granat-Biotitschiefer. Direkt NE der Hütte P. 1981, westlich Alpe Sponda: reiner Disthen.
- Biotit-Staurolith-Disthenschiefer, NW ob Alpe Sponda (2130 m, Koord. 703200 / 141750: mit etwas Staurolith, Erz, Turmalin.
- Biotitschiefer mit Staurolith und Disthen, südl. P.Forno, etwas ob 2440 m, Koord. 702750/142500 : mit etwas Staurolith, Erz, Turmalin.
Weiss, St.: die besten Fundstellen liegen im Dreieck zwischen dem Pizzo Penca im Westen, dem Pizzo Forno im Osten und der Alpe Spond im Süden. Sie sind generell an die braunen Glimmerschiefer gebunden.
- Albit:
- Granat: Klein, gelbrot.
- Kyanit: Gross, bis 20 cm, sehr schön, saphir- bis grünlichblau, selten farblos - gelblich - rötlich, dicksäulig, mit dunkelblauer Kernpartie und farblosem Rand, oft zusammen mit Staurolith (Keller, 1968), teilweise zu Schmucksteinen weiterverarbeitet worden.
- Paragonit:
- Staurolith:
- Turmalin: In metamorphen Gesteinen des kyanitführenden Glimmerschiefers, scharfkantig, braunschwarz, bis 5 cm, lebhaft glänzend.
155. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Val Chironico, Valle di Chironico, Pizzo Forno, Poncione del Laghetto
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 702000 / 143100
Literatur:
- Keller, Franz; Mineralparagenesen und Geologie der Campo Tencia-Pizzo Forno-Gebirgsgruppe; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, Neue Folge, 135. Lieferung; 1968; Seite 45
Ein Fund von hier unterscheidet sich dem Ansehen nach nicht von anderenì Stufen mit seidenglänzendem weissem Glimmer und Disthen. Er führt Quarz, aber keinen Plagioklas.
- Glimmer:
- Kyanit:
- Quarz:
156. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Val d'Usedi, Cognora
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido, Koordinaten ca.: 706370 / 137930
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
In einem Biotit-Paragneis (Lage in Granitgneis) (Duthaler,P., 1978). Koordninaten genau.
- Allanit: Stängelig, unter 2 mm, dunkelbraun.
- Titanit:
157. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Lavorgo, Chiggiogna, Chiggogna (Steinbruch Fadoggio)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido (Chiggiogna), Koordinaten ca.: 706310 / 147210
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 260
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 393
- Wagner, Albert; Schweizer Strahler; 2008; Seite 14-19; Zufallstreffer - oder weisse und graue Zone (Teil 1)
- Weiss, Stefan; Lapis; 2011; Heft 4; Seite 20-23; Drei Jahre nach dem Bergsturz: Aktuelles aus Arvigo, Graubünden und Erstfunde von Datolith und Phenakit
- Weiss, Stefan; Lapis; 2007, Heft 2; Seite 30; Datolith aus dem Tessin
- Zwissig, Bruno; Urner Mineralienfreund; 2001; Heft 4; Seite 7-12: Ein Mineralienparadies wird zugeschüttet
Aus dem Steinbruch Fadoggio, welcher auf der linken Talseite zwischen den beiden Orten Lavorgo und Chiggiogna liegt.
1). Die Mineralien konnten im Gneis gefunden werden.
2). Weiter werden auch Funde aus einem Steinbruch bei Chiggiogna beschrieben. Ob alle von Zwyssig aufgeführten Mineralien aus dem Steinbruch Chiggiona stammen geht aus seinen Angaben nicht klar hervor. Evtl. handelt es sich auch um eine Vermischung mit den Mineralien aus dem Steinbruch Lavorge, welchen er in seinem Bericht ebenfalls erwähnt. 3). Wagner beschreibt die Fundstelle (Steinbruch) wie folgt: Kantonsstrasse zwischen Biasca und Airolo im Leventina Gneis. (Es wird nicht erwähnt um welchen Steinbruch es sich genau handelt).
- Apatit: 2) tafelige bis isometrische Formen, farblos, violett, bis 9 mm.
- Bazzit: 2) sechsseitige Prismen mit Basis, hell- bis dunkelhimmelblau, bis 6 mm.
- Beryll: 2) säulig, nadelig, wirre Anordnung, auch in der Qualität Aquamarin, bis 11 mm. 3) feinnadelig, büschelig, hellblau.
- Biotit: Auch in 3).
- Calcit: 2) skalenoedrisch,rhomboedrisch, dicktafelig sowie formenreiche Varianten. Bis 5 cm. 3).
- Chlorit: 2).
- Datolith: Aus dem Steinbruch, Fund 1992. Wurde ursprünglich für Calcit gehalten. Dickförmige farblose bis milchigweisse Kristalle und zählt mit 6.5 x 5.5 x 3 cm zu den besten Datolith-Stufen der Schweiz.
- Epidot: 2) Garbenförmige Aggregate, bis 4 mm lang.
- Fluorit: 2) Oktaeder bis 3 cm, weiss, grün, violett. 3).
- Granodiorit:
- Hämatit: 1) wenig, 2). Rosetten bis 3 cm Durchmesser, Einzelkristalle bis 5 cm, teils mit hohem Glanz.
- Ilmenit: 3)
- Klinochlor: Auch in 3)
- Laumontit: 2) kurzprismatisch als Rasen auf Quarz und Fluorit, weiss, bis 10 mm.
- Magnetit:
- Molybdänit: 3)
- Muskovit: 2) blätterig, feinschuppig, grün, grau, gelb, farblos, bis 7 mm. 3).
- Phenakit: Ende der 1980-er Jahre gefunden, farblos, tonnenförmig, starker Glanz, längsgestreiftes Prisma, sechsseitiger Querschnitt, Grösse bis 3,5x2,5 mm.
- Pyrit: 2) vielflächig, würfelig, bis 3 cm. 3).
- Quarz: 1) klar, prismatisch, 2) klein, spitzpyramidal, ein vermessener Kristall wies dabei 99 verschiedene Rhomboeder und 20 verschiedene Trapezoeder auf. Steilrhomboedrisch, bis 14 cm. 3).
- Rutil: 2) dünnfaserig, selten langprismatisch, bis 8 mm, gelb, rotbraun. Selten Sagenitbildung.
- Synchisit-(Ce): 2) klein, tonnenfömig, langprismatisch oder spitz, wachsgelb, bis 6 mm. Auch auf Hämatit aufgewachsen. 3).
- Titanit: Blass braungelb, tafelig, bis 3 mm.
- Turmalin: Auch in 3).
- Wulfenit: 2) tafelig, pyramidal, bis 3 mm.
158. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Lavorgo
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Faido (Lavorgo), Koordinaten ca.: 707700 / 144400
Literatur:
- Fritzsche,H.; Urner Mineralienfreund; 1989; Heft 2; Seite 37
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 181
Funde werden aus der Umgebung beschrieben. Die Mineralien sind durchwegs von bescheidenem Ausmass.
- Adular: Bis 7 mm.
- Amethyst: Als Zepterquarz, bis 12 mm, am Licht verblassend.
- Anatas: Gelb, schwarz, bis 2 mm.
- Apatit: Bis 7 mm.
- Azurit: Bis 0.2 mm.
- Beryll: Bis 6 mm, blau.
- Biotit: Bis 20 mm.
- Brookit: Bis 2 mm.
- Calcit: Als Rhomboeder und Skalenoeder, bis 20 mm.
- Chlorit:
- Eisenrose: Bis 7 mm.
- Epidot:
- Fluorit: Bis 6 mm, oktaedrisch, farblos, blau.
- Gold, gediegen: Äusserst selten, gediegen.
- Graphit:
- Hessonit: Bis 2 mm.
- Heulandit:
- Hämatit: Plattig bis rosettenartig, bis 1 cm.
- Laumontit: Bis 10 mm.
- Magnetit: Bis 2 mm.
- Muskovit: Bis 7 mm.
- Pennin: Bis 4 mm.
- Periklin: Bis 6 mm.- Prehnit:
- Pyrit: Bis 13 mm.
- Quarz: Bis 6 cm.
- Rutil: Bis 8 mm.
- Sagenit: Bis 4 mm.
- Skolezit:
- Stilbit:
- Synchisit-(Ce): Bis 5 mm, gelb, doppelendig, spitz.
- Titanit: Bis 3 mm.
- Turmalin: Bis 8 mm.
- Wulfenit: Bis 1 mm.
159. TI / Bodio, Alp Cramosina, Alp Cramosino
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Giornico, Koordinaten ca.: 708236 / 136770
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 230
Westlich von Bodio. Die Koordinaten zeigen auf die Alp Cramosino.
- Anthophyllit:
- Chesterit:
- Entstatit: (Grobéty, 1996).
- Jimthompsonit:
- Talk:
160. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Bodio
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Giornico, Koordinaten ca.: 713500 / 137400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 179,183
- Albit:
- Beryll:
- Epidot: Zusammen mit Ilmenit.
- Granat:
- Ilmenit: In einem epidotführenden Pegmatit, in mehreren cm-grossen Tafeln, gut ausgebildet, eigentlich handelt es sich um eine Mischung von Ilmenit und Magnetit.
- Muskovit:
- Orthoklas:
- Quarz:
- Turmalin:
161. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Bodio (Steinbruch)$l
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Giornico, Koordinaten ca.: 713840 / 137090
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 259
- Weiss, Stefan; Lapis; 2001; Heft 5; Seite 36
Aus einem Steinbruch auf der linken Talseite, östlich von Bodio. Aus einem Gesteinsbrocken, direkt neben der Fahrstrasse zum Bruch gelang 1998 Rudi Duthaler ein schöner Epidotfund. Die Garben erreichten eine Grösse von 38 mm und zählen damit zu den grössten des Tessins.
- Epidot: Garben bis 38 mm.
- Heulandit: Bis 1 cm.
- Hämatit: Oder Ilmenit.
- Ilmenit: Oder Hämatit.
- Laumontit:
- Prehnit:
- Quarz:
- Titanit: Blassgelb, bis 2 mm.
162. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Bodio, Bidesco
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Giornico, Koordinaten ca.: 714150 / 137900
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 179
Bei Bidesco handelt es sich um eine Häusergruppe oberhalb von Bodio. Funde sind vom Wege nach diesen Häusern bekannt geworden.
- Adular:
- Apatit: In kleiner Ausbildung.
- Calcit:
- Chlorit:
- Eisenrose: In recht grossen Rosetten.
- Epidot:
- Fluorit: Klein, oktaedrisch, farblos.
- Heulandit:
- Prehnit:
- Rutil:
- Skolezit:
- Stilbit:
- Titanit:
- Turmalin: Bräunlich.
163. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Giornico (ital.), Irnis (dt.), Monti Osadigo, Mun
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Giornico, Koordinaten ca.: 707350 / 140500
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 171
Einige Funde stammen aus der Nähe der nördlichsten der drei Häusergruppen. Vor allem Andalusit war reichlich vertreten. Früher Monti Osadigo, heute Mun. Die Koordinaten zeigen auf Mun. Kenngott führt von Ciornico nur Staurolith auf, während Parker nur Disthen erwähnt.
- Andalusit:
- Kyanit:
- Muskovit:
- Staurolith:
164. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), La Vall Cramosina
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Giornico, Koordinaten ca.: 709500 / 137400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 170
Westliches Seitental der Leventina. Funde stammen aus dem oberen Teil des Tales.
- Andalusit: In stark seritisiertem Zustand.
- Kyanit: In Proben von grobkristallinem Schiefer.
- Staurolith: In Proben von grobkristallinem Schiefer.
165. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Personico (Steinbruch)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Personico, Koordinaten ca.: 714580 / 135910
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
Im Laventina-Granitgneis (Duthaler,R., 1998). Koordinaten genau.
- Allanit: Stängelig, unter 3 mm, hellbraun, blassgrün.
- Epistilbit:
- Prehnit:
- Titanit:
166. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Personico, Val d'Ambra, Miregn
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Personico, Koordinaten ca.: 711030 / 132420
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 429
- Wagnerit: Als gesteinsbildenden Komponente von Phlogopit-Schiefern, körnig, bis 3 mm Durchmesser, rotbraun, mit einem Apatitsaum umgeben (Irouschek, Armbruster, 1985).
167. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Alpe Cadonico
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato, Koordinaten ca.: 700850 / 147150
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 165
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 241
Südöstlich des Lago Tremorgio. Nicht zu verwechseln mit der weiter westlich liegenden Alpe Cadonighino. Im Parker (19739 wird der Fluoritfund der Alpe Cadonighino zugeschrieben.
- Fluorit: Würfelig, selten, farblos aber auch tiefviolette Exemplare.
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Giornico, Koordinaten ca.: 709500 / 137400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 170
Westliches Seitental der Leventina. Funde stammen aus dem oberen Teil des Tales.
- Andalusit: In stark seritisiertem Zustand.
- Kyanit: In Proben von grobkristallinem Schiefer.
- Staurolith: In Proben von grobkristallinem Schiefer.
165. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Personico (Steinbruch)
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Personico, Koordinaten ca.: 714580 / 135910
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
Im Laventina-Granitgneis (Duthaler,R., 1998). Koordinaten genau.
- Allanit: Stängelig, unter 3 mm, hellbraun, blassgrün.
- Epistilbit:
- Prehnit:
- Titanit:
166. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Personico, Val d'Ambra, Miregn
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Personico, Koordinaten ca.: 711030 / 132420
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 429
- Wagnerit: Als gesteinsbildenden Komponente von Phlogopit-Schiefern, körnig, bis 3 mm Durchmesser, rotbraun, mit einem Apatitsaum umgeben (Irouschek, Armbruster, 1985).
167. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Alpe Cadonico
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Prato, Koordinaten ca.: 700850 / 147150
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 165
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 241
Südöstlich des Lago Tremorgio. Nicht zu verwechseln mit der weiter westlich liegenden Alpe Cadonighino. Im Parker (19739 wird der Fluoritfund der Alpe Cadonighino zugeschrieben.
- Fluorit: Würfelig, selten, farblos aber auch tiefviolette Exemplare.
168. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Piotta, Piora
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 694650 / 153650
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 694650 / 153650
1 km südlich der Bahnstation in einem Staurolith-Schiefer.
- Apatit: Als sogenannter Spargelstein.
169. TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Pizzo Sole, Pizzo Lucomagno
Region: Bezirk Leventina / Gemeinde Quinto, Koordinaten ca.: 702000 / 153500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 171
Berggipfel nördlich von Faido im Valle Leventina. Von hier bis zum weiter südöstlicher gelegenen Pizzo Molare (Blatt 1253, Olivone) sind zahlreiche Fundstellen mit der nachfolgenden Paragenese aufgedeckt worden.
- Granat:
- Kyanit:
- Staurolith:
- Turmalin:
- Staurolith:
- Turmalin:
