Kanton GR, Bezirk Surselva, Teil 1
Fundorte > Graubünden
Vorkommen im Kanton Graubünden, Bezirk Surselva, Teil 1
Bild: Cristallina, Quarz im Tessinerhabitus, Breite 85 mm
001_GR / Panixerpass (dt.) (nordwestlich), Pass dil Veptga (rätor.)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Breil/Brigels, Koordinaten ca.: 727000 / 190700
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Breil/Brigels, Koordinaten ca.: 727000 / 190700
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 393 Die Koordinaten zeigen auf den Panixerpass.
- Markasit: Kugeln mit hervorragenden Kristallspitzen fanden sich am Panixerpass.
002_GR / Alp Tobelwald, Grossberg, Flums, Panixerpass (Südseite), Ual Schmuèr, Val Schmuer, Val Schmùer, Schmuertobel, Schmuer-Tobel, Schmuèr-Tobel, Schmuèrtobel, Ruis, St. Johann am Rhein bei Ruis (Mine), St. Jakob (Mine), St. Johann (Mine), St. Thomas (Mine), St. Michael (Mine), Andest, Andiast, Andester-Tobel, Andestertobel, Alp Nadils, Alp Nadels, Truns;(Kupfererzabbau)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Breil/Brigels, Koordinaten ca.: 727935 / 182877
Literatur:
- Fehlmann, Hans; Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 262 – 263
- Friedländer, C.; 1930; Beiträge zur Geologie der Schweiz, geotechnische Serie, XVI. Lieferung, Heft 1; Seite 55 63; Die Lagerstätten bei Ruis-Andest
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1985/3; Heft 33; Seite 2 - 9; Der Bergbau im Bündner Oberland: Die Erzgruben von Obersaxen und Val Schmuer
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 261,266
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- von Arx, Rolf; Bergknappe; 1983/2; Heft 24; Seite 19-22; Gustav Weinmann - ein unbekannter Bergwerksunternehmer
Die Koordinaten- und Höhenangaben beziehen sich auf den Ort Andiast und nicht auf den genauen Fundpunkt. Auch weiter östlich (als Mürtschenalp) enthält der Verrucano auf der Alp Tobelwald und am Grossberg bei Flums Kupfererze. Im Verrucano des Bündneroberlandes, auf der Südseite des Panixerpasses, ob Ruis (Rueun) und Andest und ferner auf Alp Nadels, südlich von Truns, finden sich ebenfalls Lager von Kupfererzen. Die alten Gruben von Ruis werden in neuester Zeit wieder erschlossen (Stand 1915). Bei St. Thomas und St. Michael handelt es sich um Gruben im Andester-Tobel. Andest/Ruis:
1.) Gebiet Bahnhof Ruis, 350 Meter südöstlich des Bahnhofs über dem Rhein und wenig über dessen Niveau: einige Stollen von 5 Meter (Blei und Zink): 1916 wurde ein neuer Abbauversuch gestartet (Stollen Sul Rhein). Die Abbautätigkeit musste aber bereits 1918 wegen unbedeutender Ausbeute eingestellt werden. Im Andiaster Tobel finden sich Bleiglanz (Galenit), Kupferkies und Arsenkies, ein wenig Zinkblende (Sphalerit) und Pyrit. Andest heisst heute Andiast.
2.) Schmuèr-Tobel, westlich von Ruis (Rueun): Förderung von 40 Tonnen Kupferkies (Chalkopyrit)/Bleiglanz (Galenit)-Erzbrocken von der alten Halde am rechten Bachufer, Stollen von 46 und 77 Meter sowie Schürfungen: am linken Bachufer einige Stollen (bis 30 Meter); Abbau Beginn Ende 1916 bis Mitte 1917. Aus dem Bachbett konnten Brocken von bis zu 50 kg, bestehend aus Bleiglanz (Galenit), Zinkblende (Sphalerit) und Kupferkies, geborgen werden. Ein weiterer Brocken enthielt Hämatiterz und Pyrit. Die Fahlbänder erreichen eine Mächtigkeit bis 10 cm. Ausblühungen von Gips sind recht verbreitet.
Ruis (Rueun): Gruben (nach Christian Gadmer, 1588):
- St. Johann
- St. Jakob
- St. Thomas
- St. Michael
- St. Johann
1825 begann der Bau einer Vitriolhütte in der Nähe von Ruis. Ausgebeutet wurden die dortigen Kupfererze zur Gewinnung von Kupfervitriol. Das Erzvorkommen von Ruis befindet sich ca. 3 km nordwestlich der Bahnstation Ruis auf ca. 1000 m ü. M. Man kann der Strasse bis auf 900 m ü. M. von Ruis bis Andest entlang folgen bis der Weg westlich in Richtung Andiast abzweigt. Unmittelbar vor der Brücke über die Schmuer zweigt der Weg zu den Stollen ab. Ein unterer Pfad führt zu den weiter hinten im Tobel gelegenen Stollen. Weitere Stollen befinden sich auf der rechten Seite des Tobels in steilem Gelände. Fehlmann (1919): Etwa 500 m östlich Pt. 1164, bei Andest, finden sich im Val Schmuer alte Kupfererzgruben, auf ca. 1000 m ü. M. Die Vorkommen von Kupfer-, Blei- und Zinkerzen im Vorderrheintal zwischen Ilanz und Tarns sind Einlagerungen in gneisähnlichem Verrucano. Der Verrucano bildet zu beiden Seiten des Vorderrheintales zwischen Tavanasa und IIanz am Panixerpass und an den Südhängen des Vorab ein mächtiges Schichtsystem, das flach nach Süden einfällt. Die Gesteine des Verrucano sind quarzreiche, serizitische Porphyr-Protogin-Konglomerate; auch Quarzporphyre treten in inniger Verbindung mit diesen Konglomeraten auf. Die Erzlager finden sich nördlich des Rheins auf Alp Ranasca ob Panix und namentlich zwischen Ruis und Andest, im Val Schmuer (Andestertobel), Südlich des Rheins sind sie bekannt am Rheinufer gegenüber Ruis (siehe unter Bleierzvorkommen, das Vorkommen bei Ruis), bei Egga und Affeier auf Obersaxen und ferner auf Alp de Nadèls, südlich Truns. Die alten bergmännischen Arbeiten. Die Erzgruben liegen auf beiden Seiten der Schlucht des Val Schmuer. Nach Plattner befanden sich auf der östlichen Seite des Tobels (Ruiser Seite) drei Stollen. Durch nordwärts gerichtete Querschläge wurden im Verrucano mehrere, übereinanderliegende, erzführende Strecken verfolgt. Die im Quarz eingesprengten Erze waren Kupferkies, Bleiglanz und braune Zinkblende. Auf der westlichen Seite des Tobels (Andester Seite) soll die analog gelagerte Erzformation reicher gewesen sein. Edlere Geschliche von silberreichem Fahl- und Buntkupfererz, sowie eine eigentümliche Art ausserordentlich reicher Kupferkiese begleiten dort dem Bericht zufolge den gewöhnlichen Bleiglanz. Ausbeissende Talkschiefer mit Schwefelkiesen sollen die Nähe des Lagers von Bleiglanz und brauner Blende anzeigen. Leider stehen keine alten Grubenpläne zur Verfügung, weshalb es schwer ist, die Situation der alten Baue zu erkennen. Eine Anzahl Gruben der Gegend von Ruis-Andest wurden schon in den Jahren 1588 und 1618 ausgebeutet.
Literatur:
- Fehlmann, Hans; Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 262 – 263
- Friedländer, C.; 1930; Beiträge zur Geologie der Schweiz, geotechnische Serie, XVI. Lieferung, Heft 1; Seite 55 63; Die Lagerstätten bei Ruis-Andest
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1985/3; Heft 33; Seite 2 - 9; Der Bergbau im Bündner Oberland: Die Erzgruben von Obersaxen und Val Schmuer
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 261,266
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- von Arx, Rolf; Bergknappe; 1983/2; Heft 24; Seite 19-22; Gustav Weinmann - ein unbekannter Bergwerksunternehmer
Die Koordinaten- und Höhenangaben beziehen sich auf den Ort Andiast und nicht auf den genauen Fundpunkt. Auch weiter östlich (als Mürtschenalp) enthält der Verrucano auf der Alp Tobelwald und am Grossberg bei Flums Kupfererze. Im Verrucano des Bündneroberlandes, auf der Südseite des Panixerpasses, ob Ruis (Rueun) und Andest und ferner auf Alp Nadels, südlich von Truns, finden sich ebenfalls Lager von Kupfererzen. Die alten Gruben von Ruis werden in neuester Zeit wieder erschlossen (Stand 1915). Bei St. Thomas und St. Michael handelt es sich um Gruben im Andester-Tobel. Andest/Ruis:
1.) Gebiet Bahnhof Ruis, 350 Meter südöstlich des Bahnhofs über dem Rhein und wenig über dessen Niveau: einige Stollen von 5 Meter (Blei und Zink): 1916 wurde ein neuer Abbauversuch gestartet (Stollen Sul Rhein). Die Abbautätigkeit musste aber bereits 1918 wegen unbedeutender Ausbeute eingestellt werden. Im Andiaster Tobel finden sich Bleiglanz (Galenit), Kupferkies und Arsenkies, ein wenig Zinkblende (Sphalerit) und Pyrit. Andest heisst heute Andiast.
2.) Schmuèr-Tobel, westlich von Ruis (Rueun): Förderung von 40 Tonnen Kupferkies (Chalkopyrit)/Bleiglanz (Galenit)-Erzbrocken von der alten Halde am rechten Bachufer, Stollen von 46 und 77 Meter sowie Schürfungen: am linken Bachufer einige Stollen (bis 30 Meter); Abbau Beginn Ende 1916 bis Mitte 1917. Aus dem Bachbett konnten Brocken von bis zu 50 kg, bestehend aus Bleiglanz (Galenit), Zinkblende (Sphalerit) und Kupferkies, geborgen werden. Ein weiterer Brocken enthielt Hämatiterz und Pyrit. Die Fahlbänder erreichen eine Mächtigkeit bis 10 cm. Ausblühungen von Gips sind recht verbreitet.
Ruis (Rueun): Gruben (nach Christian Gadmer, 1588):
- St. Johann
- St. Jakob
- St. Thomas
- St. Michael
- St. Johann
1825 begann der Bau einer Vitriolhütte in der Nähe von Ruis. Ausgebeutet wurden die dortigen Kupfererze zur Gewinnung von Kupfervitriol. Das Erzvorkommen von Ruis befindet sich ca. 3 km nordwestlich der Bahnstation Ruis auf ca. 1000 m ü. M. Man kann der Strasse bis auf 900 m ü. M. von Ruis bis Andest entlang folgen bis der Weg westlich in Richtung Andiast abzweigt. Unmittelbar vor der Brücke über die Schmuer zweigt der Weg zu den Stollen ab. Ein unterer Pfad führt zu den weiter hinten im Tobel gelegenen Stollen. Weitere Stollen befinden sich auf der rechten Seite des Tobels in steilem Gelände. Fehlmann (1919): Etwa 500 m östlich Pt. 1164, bei Andest, finden sich im Val Schmuer alte Kupfererzgruben, auf ca. 1000 m ü. M. Die Vorkommen von Kupfer-, Blei- und Zinkerzen im Vorderrheintal zwischen Ilanz und Tarns sind Einlagerungen in gneisähnlichem Verrucano. Der Verrucano bildet zu beiden Seiten des Vorderrheintales zwischen Tavanasa und IIanz am Panixerpass und an den Südhängen des Vorab ein mächtiges Schichtsystem, das flach nach Süden einfällt. Die Gesteine des Verrucano sind quarzreiche, serizitische Porphyr-Protogin-Konglomerate; auch Quarzporphyre treten in inniger Verbindung mit diesen Konglomeraten auf. Die Erzlager finden sich nördlich des Rheins auf Alp Ranasca ob Panix und namentlich zwischen Ruis und Andest, im Val Schmuer (Andestertobel), Südlich des Rheins sind sie bekannt am Rheinufer gegenüber Ruis (siehe unter Bleierzvorkommen, das Vorkommen bei Ruis), bei Egga und Affeier auf Obersaxen und ferner auf Alp de Nadèls, südlich Truns. Die alten bergmännischen Arbeiten. Die Erzgruben liegen auf beiden Seiten der Schlucht des Val Schmuer. Nach Plattner befanden sich auf der östlichen Seite des Tobels (Ruiser Seite) drei Stollen. Durch nordwärts gerichtete Querschläge wurden im Verrucano mehrere, übereinanderliegende, erzführende Strecken verfolgt. Die im Quarz eingesprengten Erze waren Kupferkies, Bleiglanz und braune Zinkblende. Auf der westlichen Seite des Tobels (Andester Seite) soll die analog gelagerte Erzformation reicher gewesen sein. Edlere Geschliche von silberreichem Fahl- und Buntkupfererz, sowie eine eigentümliche Art ausserordentlich reicher Kupferkiese begleiten dort dem Bericht zufolge den gewöhnlichen Bleiglanz. Ausbeissende Talkschiefer mit Schwefelkiesen sollen die Nähe des Lagers von Bleiglanz und brauner Blende anzeigen. Leider stehen keine alten Grubenpläne zur Verfügung, weshalb es schwer ist, die Situation der alten Baue zu erkennen. Eine Anzahl Gruben der Gegend von Ruis-Andest wurden schon in den Jahren 1588 und 1618 ausgebeutet.
Auf der westlichen Seite des Tobels wurde Stollen Nr. 4 auf 77 m und Stollen Nr. 9 auf 45,5 m Länge in westlicher, streichender Richtung vorgetrieben. Ein Erzgang ist nicht angetroffen worden. Auf der östlichen Seite des Tobels konnten unmittelbar gegenüber dem Stollen 9 und 4 nur verstürzte Blockmassen konstatiert werden. In den Blöcken von gewöhnlichem quarzigem Verrucano trifft man häufig fingerdicke Adern von Kupferkies mit Malachit und Kupferlasur und ebenso feinkörnigen Bleiglanz und braune Zinkblende. Diese Erze entsprechen den früher aus den Gruben auf der Ruiser-Seite des Tobels geförderten Erzen.
- Arsenopyrit:
- Chalkopyrit: Im Verrucano.
- Galenit: Als Bleierz.
- Hämatit:
- Pyrit:
- Sphalerit: Im Erz.
003_GR / Breil, Kistenpass (südlich), Kistenstöckli
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Breil/Brigels, Koordinaten ca.: 721210 / 187740
Literatur:
- Niggli, Ernst & Brückner, Werner & Jäger, Emilie; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1956; Band 49; Seite 469 - 480; Über Vorkommen von Stilpnomelan und Alkali-Amphibol als Neubildungen der alpidischen Metamorphose in nordhelvetischen Sedimenten am Ostende des Aarmassivs (östliche Zentralschweiz)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 350
Auf der Südseite des Kistenpasses.
Rhodusit (diskreditiert) = Magnesioriebeckit. Bababudanit (diskreditiert) = Riebeckit.
Niggli: Bei einer Exkursion im Sommer 1936 konnte die westliche Fortsetzung dieser Alkaliamphibol-führenden Schicht im von Arn. Heim (1910) beschriebenen Profil von Faschas zum Kistenstöckli aufgefunden werden. Sie hat dort 1-2 m Dicke, liegt ca. 3 m tiefer als die Untergrenze der Drusbergschichten (Barrémien) und gehört wahrscheinlich zur Basis der «Bildungen zwischen Echinodermenbreccie und Drusbergschichten», die mit der Altmannschicht (Unter-Barrémien) parallelisiert werden können. Die Schicht fand sich ferner auch im Kessel nordöstlich des Kistenstöcklis vor. Ein blauer Alkaliamphibol (in der bisherigen Literatur Glaukophan oder Riebeckit genannt) aggregiert sich zu strahligen Büscheln. Die Stängel erreichen eine maximale Länge von 0,5 mm. Die nähere optische und röntgenographische Untersuchung ergab, dass es sich nicht um eigentlichen Glaukophan, sondern um Rhodusit (=Bababudanit) handelt. Das Mineral Rhodusit nimmt in chemischer Hinsicht eine Zwischenstellung zwischen Glaukophan und Riebeckit ein; es kommt in metamorphen Gesteinen der Epizone nicht selten vor und wird manchmal mit Glaukophan verwechselt oder als Riebeckit bezeichnet. Stilpnomelan und Rhodusit sind in bis 5 mm breiten Bändern im Gestein angereichert, was ihm ein streifiges Aussehen verleiht.
- Riebeckit:
004_GR / Panixerpass, Rueun-Ruis bei lIanz, Andiast, Alp Ranasca, zum heiligen Kreuz (Grube), Gulatsch, Gullatsch, Schmuerbach, Candinas, Gruoba, Prau-Grass, Prau gras, Pigniu, Prada della gruoba, Grap Surtscheins, Gruschs;(Erzabbau)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Breil/Brigels, Koordinaten ca.: 726992 / 190699
Literatur:
- Dermont, Plasch; Bergknappe; 1992/2; Heft 60;Seite 2-7; Die Bergwerke der Gemeinde Rueun-Ruis bei lIanz
- Dermont, Plasch; Bergknappe; 1992/3; Heft 61;Seite 2-6; Die Bergwerke der Gemeinde Rueun-Ruis bei lIanz, Fortsetzung.
- Friedländer,C.;1930;Beiträge zur Geologie der Schweiz, geotechnische Serie, XVI. Lieferung, Heft 1; Seite 67
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1985/3; Heft 33; Seite 2-9; Der Bergbau im Bündner Oberland: Die Erzgruben von Obersaxen und Val Schmuer
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 347
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 166
Gruben (nach Christian Gadmer, 1588): Zum heiligen Kreuz.
Auf der Alp Ranasca sind Kupfererze wie auf der Mürtschenalp anzutreffen. Am Grap Surtscheins, etwa 2300 m ü. M., oberhalb Andest, befindet sich ein kleines Fahlerzvorkommen. Der genauere Ort der ehemaligen Grube zum Hl. Kreuz auf der Alp Runasca, oberhalb Panix, ist in Vergessenheit geraten. Es handelt sich um ein Quarz-Karbonat-Fahlerzvorkommen.
Die Schachteingänge von Ranasca sind heute mit Steinblöcken verschlossen, damit Weidetiere nicht darin verunglücken.
- Arsenopyrit:
- Chalkopyrit: Im Verrucano.
- Galenit: Als Bleierz.
- Hämatit:
- Pyrit:
- Sphalerit: Im Erz.
003_GR / Breil, Kistenpass (südlich), Kistenstöckli
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Breil/Brigels, Koordinaten ca.: 721210 / 187740
Literatur:
- Niggli, Ernst & Brückner, Werner & Jäger, Emilie; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1956; Band 49; Seite 469 - 480; Über Vorkommen von Stilpnomelan und Alkali-Amphibol als Neubildungen der alpidischen Metamorphose in nordhelvetischen Sedimenten am Ostende des Aarmassivs (östliche Zentralschweiz)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 350
Auf der Südseite des Kistenpasses.
Rhodusit (diskreditiert) = Magnesioriebeckit. Bababudanit (diskreditiert) = Riebeckit.
Niggli: Bei einer Exkursion im Sommer 1936 konnte die westliche Fortsetzung dieser Alkaliamphibol-führenden Schicht im von Arn. Heim (1910) beschriebenen Profil von Faschas zum Kistenstöckli aufgefunden werden. Sie hat dort 1-2 m Dicke, liegt ca. 3 m tiefer als die Untergrenze der Drusbergschichten (Barrémien) und gehört wahrscheinlich zur Basis der «Bildungen zwischen Echinodermenbreccie und Drusbergschichten», die mit der Altmannschicht (Unter-Barrémien) parallelisiert werden können. Die Schicht fand sich ferner auch im Kessel nordöstlich des Kistenstöcklis vor. Ein blauer Alkaliamphibol (in der bisherigen Literatur Glaukophan oder Riebeckit genannt) aggregiert sich zu strahligen Büscheln. Die Stängel erreichen eine maximale Länge von 0,5 mm. Die nähere optische und röntgenographische Untersuchung ergab, dass es sich nicht um eigentlichen Glaukophan, sondern um Rhodusit (=Bababudanit) handelt. Das Mineral Rhodusit nimmt in chemischer Hinsicht eine Zwischenstellung zwischen Glaukophan und Riebeckit ein; es kommt in metamorphen Gesteinen der Epizone nicht selten vor und wird manchmal mit Glaukophan verwechselt oder als Riebeckit bezeichnet. Stilpnomelan und Rhodusit sind in bis 5 mm breiten Bändern im Gestein angereichert, was ihm ein streifiges Aussehen verleiht.
- Riebeckit:
004_GR / Panixerpass, Rueun-Ruis bei lIanz, Andiast, Alp Ranasca, zum heiligen Kreuz (Grube), Gulatsch, Gullatsch, Schmuerbach, Candinas, Gruoba, Prau-Grass, Prau gras, Pigniu, Prada della gruoba, Grap Surtscheins, Gruschs;(Erzabbau)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Breil/Brigels, Koordinaten ca.: 726992 / 190699
Literatur:
- Dermont, Plasch; Bergknappe; 1992/2; Heft 60;Seite 2-7; Die Bergwerke der Gemeinde Rueun-Ruis bei lIanz
- Dermont, Plasch; Bergknappe; 1992/3; Heft 61;Seite 2-6; Die Bergwerke der Gemeinde Rueun-Ruis bei lIanz, Fortsetzung.
- Friedländer,C.;1930;Beiträge zur Geologie der Schweiz, geotechnische Serie, XVI. Lieferung, Heft 1; Seite 67
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1985/3; Heft 33; Seite 2-9; Der Bergbau im Bündner Oberland: Die Erzgruben von Obersaxen und Val Schmuer
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 347
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 166
Gruben (nach Christian Gadmer, 1588): Zum heiligen Kreuz.
Auf der Alp Ranasca sind Kupfererze wie auf der Mürtschenalp anzutreffen. Am Grap Surtscheins, etwa 2300 m ü. M., oberhalb Andest, befindet sich ein kleines Fahlerzvorkommen. Der genauere Ort der ehemaligen Grube zum Hl. Kreuz auf der Alp Runasca, oberhalb Panix, ist in Vergessenheit geraten. Es handelt sich um ein Quarz-Karbonat-Fahlerzvorkommen.
Die Schachteingänge von Ranasca sind heute mit Steinblöcken verschlossen, damit Weidetiere nicht darin verunglücken.
Folgende Minen waren damals (1825) in Betrieb:
a) Die zwei Minen jenseits des Rheins. Dort wurde ohne Erfolg gegraben. Diese Stollen befinden sich ausserhalb der Rheinbrücke, einer in der Nähe des Flusses und der andere oberhalb der Strasse. Es ist nicht möglich dort einzudringen. Der Stollenboden ist mit Wasser bedeckt, und niemand weiss, wie tief und wie lang diese Stollen sind.
b) Zwei Minen in Candinas. Diese rentierten nicht, sodass dort kaum gearbeitet wurde.
c) Eine Mine unterhalb von Prau-Grass. Aber auch dort war die Ausbeute gering.
d) Die grösste aller Minen hat man in der Wiese von "Gruoba" unterhalb Prau-Grass gefunden. Dort förderte man Blei und Silbererz.
Die zweitwichtigste Mine ist jene von Gulatsch. Dort fand man einen oberirdischen Bleiklumpen in der Grösse von zwei Öfen. Diese Grube ist heute noch sichtbar. Sie ist ungefähr 40 Meter lang, 1,5 m breit und 1,8 m hoch. Beim Grubeneingang befindet sich ein nach Westen gerichteter Seitenstollen, der mit Steinen zugeschüttet ist. Die Grube selbst verläuft gegen Norden, ist mit Rundholz abgestützt und zugänglich. Schon vor dem Grubeneingang erkennt man rotbraunes Gestein. Es wird auch behauptet, dass hier "Seifenstein" abgebaut wurde. Dieses Material enthält ein Mineral namens "Serpentin". Reibt man diesen Stein, so hat man das Gefühl, Seife in den Händen zu halten. Ein Fussweg führt heute noch daran vorbei und hinauf zum Bergwerk.
Die ergiebigste Mine auf dem Gemeindegebiet war die "Gruoba". Der Fussweg, der zu diesem Stollen führt, ist teilweise eingestürzt. Mit dem Jahr 1831 endete die Existenz der Bergwerksgesellschaft.
- Fluorit: Blaugrün, würfelig, bis 2 cm, am Kontakt Malm/Verrucano (Wyssling, 1950).
- Kupfererz:
- Quarz:
- Seifenstein: Dieses Material enthält ein Mineral namens "Serpentin". Reibt man diesen Stein, so hat man das Gefühl, Seife in den Händen zu halten.
005_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Breil, Brigels, Piz Tumpiv (südöstlich), Alpe Tscheng, Tschegn
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Breil/Brigels, Koordinaten ca.: 720812 / 181614
Literatur:
- vom Rath,G.; Geognostisch-mineralogische Beobachtungen im Duellgebiete des Rheins (Abdruck a. d. Zeitschr. d. deutschen geologischen Gesellschaft Jahrg. 1862.); 1862; Seite 500
Die Koordinaten zeigen auf Tschegn Dadens Sura und nicht auf die Grube (genauer Ort unbekannt). vom Rath erwähnt folgendes: Erzproben aus den seit 1845 verlassenen Gruben von Ponteglias bewahrt die Sammlung der Kantonschule zu Chur: Magneteisen mit Schwefelkies, Magnetkies, dichten Brauneisenstein, welcher nach dem äusseren Ansehen etwa 45 pCt, Eisen enthalten mag. Ausserdem mit Quarz, Epidot und Kalkspath im Talk- und Hornblendeschiefer: Silber-haltiges Grauspiessglanzerz (nach einer beiliegenden Etikette sollen in 27 Pfd. Antimon 1/2 Mark Silber sein), Kupferkies, Malachit, Kupferlasur; Bleiglanz, Weissbleierz, gelbe Blende, welche wohl nicht aus dem Pontegliasthal selbst, sondern östlich desselben aus den gleichfalls verlassenen Gruben der Alpe Tscheng am südöstlichen Fusse des Tumbif stammen. Von dort erhielt ich zu Trons (Anmerk.:heute Trun) ein derbes Stück schwarzer Blende (Alabandin). Auffallend ist, dass diese Gruben nur derbe Erze, keine Krystalle geliefert haben. Es ist unklar, welche Mineralien nun von der ehemaligen Grube Tschengs stammen.
- Alabandin:
006_GR / Brunnigletscher, Brunnigrätli, Schwarzstöckli, Cavardiras
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 704350 / 176790
Literatur:
- Amacher,Peter; Urner Mineralienfreund; 1976; Heft 3; Seite 61-64
Amacher beschreibt einen Fund in der Gegend oberhalb der Cavardirashütte, vom Brunnigletscher in Richtung Schwarzstöckli und einer Kette zwischen dem Brunnigrätli über den Piz Acletta zum Piz Ault. Von oberhalb der Hütte über den Gletscher zu einem sehr brüchigen Fels (F1). Auf dem Grat und Couloir oberhalb des Brunnigletschers (F2). Die Koordinaten zeigen auf das Brunnigrätli.
- Calcit: F1.
- Fluorit: F2.
- Gwindel: F1 und F2.
- Quarz: F2.
- Rauchquarz: F1 und F2.
007_GR / Caverdiras, Caverdiras, Cavreinhütte, Capanna da Cavardiras CAS
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 705120 / 177230
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 36, 104 Bei den Alphütten (Stand 1866).
- Epidot: Bei den Cavreinhütten: gelblichgrüne nette Epidotkristalle.
- Quarz: Zusammen mit ölgrünem Epidot und diesen auch als Einschluss enthaltend.
008_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Alp Run
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 707200 / 175700
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 92
Die Alp liegt nördlich von Disentis. Funde wurden beim Bau des Waldweges zu dieser Alp gemacht.
- Adular:
- Albit:
- Chlorit:
- Hämatit: Untergeordnet, feinschuppig.
- Milarit: Klein, langprismatisch.
- Pyrit: Würfelig.
- Quarz: Oft mit Chloritüberzug.
- Titanit: Gelbbraun.
009_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Alp Soliva, Bova Gronda
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 709900 / 172750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 110,111
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 148
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 227
Es handelt sich hier um ein kleines Tal, welches sich südöstlich von Disentis gegen die Alp Soliva hinzieht.
- Albit:
- Anatas: Rotorange, durchscheinend, zum Teil mit Rutileinschluss, starke horizontale Riefung, bis 6 mm.
- Antimonit: In Quarz eingebettet.
- Boulangerit:
- Calcit:
- Cerussit:
- Jamesonit:
- Monazit: Orangegelb.
- Quarz: Auch mit Rutileinschluss, eher wenig.
- Rutil: Zum Teil als Einschluss im Anatas, auch als feinkörnige Pseudomorphose nach Ilmenit.
010_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Caischavedra
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 711450 / 173360
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
Um Disentis gibt es zwei Lokalitäten 'Caischavedra'.
1) Koordinaten: 705.26 / 173.36 und
2) Koordinaten: 711.45 / 173.36
Es kann nicht gesagt werden um welche der beiden Lokalitäten es sich handelt.
- Talk:
011_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Disla
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 709950 / 174400
Literatur:
- Lapis; 1978; Heft 9 (Themenheft Tavetsch)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 97
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 142,160
In einem alten Steinbruch (an der Strasse) etwas nördlich von Disla sind wenige Mineralien zu Tage gekommen.
- Quarz: Mit Rutileinschlüssen, verzerrt, dünnplattig, zum Teil milchigweiss.
- Rutil: Im Quarz, lose. Hier ist auch eine Stufe zu erwähnen von Disla (bei Disentis). Sie ist etwas unregelmässig begrenzt und zählt auf einer Fläche von ca. 120 cm2 an hundert blutrote Rutilnadeln, die im Mittel 1 1/2 cm lang und ca. 1/2 mm dick sind (ohne Endflächen). Sie finden sich zusammen mit eigentümlich verzerrten Quarzkristallen.
012_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Faltscharidas
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 709000 / 174270
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 97
Etwas nördlich von Disentis liegt dieser kleine Ort. Nördlich davon steht ein Rutilaplit an.
- Quarz:
- Rutil: Nadeln bis 3 cm, im Rutilaplit zahlreiche grössere, rote Rutilindividuen
013_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Lukmanierschlucht I;(Waschgold)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 708550 / 171400
Literatur:
- Hofmann, B.A.; Schweizer Strahler; 1999; Heft 4; Seite 588 - 594; Untersuchung zweier Goldnuggets der Gegend von disentis (GR)
- Pfander, Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 148
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 192,378
- Weibel, Max; Urner Mineralienfreund; 1992; Heft 1; Seite 1-5
In alpinen Zerrklüften dieser Region (1) aber auch im Sericitschiefer des Tavetscher-Zwischenmassivs (2). Die bekannten Goldfunde aus der Region Disentis (Nuggets von 123.18 und 48.73 gr) wurden auf ihre Echtheit von Dr. Beda A. Hofmann, Konservator der Abteilung Erdwissenschaften am Naturhistorischen Museum in Bern, eingehend untersucht und als echt, das heisst aus dieser Region, befunden.
Das Goldvorkommen bei Disentis ist eines der reichsten in ganz Europa. Südlich von Disentis fand man ausgedehnte, schichtgebundene Erzzonen innerhalb der herrschenden Sericitschiefer. Das Gold darin ist allerdings nur mikroskopisch erkennbar. Die goldverdächtige Zone der Surselva ist ca. 15 km lang, 500 Meter breit und umfasst nach den bisherigen Befunden drei steilstehende, 100-400 Meter mächtige Horizonte im Tavetscher Zwischenmassiv (Lukmanierschlucht) sowie eine weitere Schicht von 200 Meter Dicke im anschliessenden Nordteil des Gotthardmassivs (Val Plattas). Die Mineralisierung der Sericitschiefer mit goldhaltigen Sulfiden manifestiert sich teils als derbe Pyrit-Arsenopyritlagen von mehreren cm Dicke, teils als fein zersprengte Pyrit- und Arsenopyritkörner in den harten quarzistischen Bänken, die in die Sericitschiefer eingeschlossen sind. An der Oberfläche sind alle Erzkörper intensiv rostbraun angewittert.
Der Geologe David Knopf aus Corsier befasste sich ab 1983 nach einer Literaturdurchsicht mit dem Gebiet rund um Disentis. Er vermutete, dass in den Serizitschiefern beträchtliche Primärlagerstätten mit Gold vorkommen könnten. Er benachrichtigte 1985 den Entdecker des Helmo-Goldes David R. Bell in Kanada. Sofort wurde die Kanadische Bergbaufirma Micham Exploration Inc. informiert. Zusammen mit Karl Naert, dem Direktor der ebenfalls kanadischen Firma Narex, setzte Knopf die Geländeuntersuchungen fort. Die guten Ergebnisse veranlassten zum Weitermachen. In den Jahren 1986 und 1987 teuften Narex und Micham insgesamt 17 Sondierbohrungen mit Tiefen von 200 bis 250 Meter ab. Die Bohrkerne wurden in einem kanadischen Laboratorium untersucht. Die meisten Werte lagen unter 2 Gramm Gold pro Tonne Erz. Im Val Platta wurde aber 1991 eine 80 Zentimeter Breite Zone mit einem Wert von 17 Gramm pro Tonne gefunden.
Trotz vielversprechenden Resultaten wurden sämtliche Untersuchungen eingestellt.
- Gold, gediegen: 1) Auch in gut ausgebildeten Kristallen, als Würfel, Oktaeder (sowie deren Kombinationen) und Tetrakishexaeder, bis 5 mm. 2) In Goldvererzungen mit maximal 7 Gramm pro Tonne Gestein. Nuggetfund von 48.73 g (Desertina Nugget). In der Lukmanierschlucht konnten Goldkristalle mit ebenmässiger, äusserst seltenen Ausbildung geborgen werden. Die Formen umfassen den Pyramidenwürfel und den gewöhnlichen Würfel. Die beiden Formen lösen sich beim Aufbau des Kristalls gegenseitig mehrfach ab. Grösse 2.5mm. Gold mikroskopisch fein in den Vererzungen des Serizitschiefers gediegen in Verbindung mit Quarz, Siderit und Pyrit, selten als kristallisiertes Berggold.
- Pyrit: 1)
- Quarz: 1)
- Siderit: 1)
- Smithsonit: 1) auf Sphalerit.
- Sphalerit: 1)
014_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Lukmanierschlucht II
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 708550 / 171400
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978;Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Eggenberger, P.; Schweizer Strahler; 1977; Seite 348-354; Hervorragende Calcitfunde im Tamina- und Calfeisental
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 102
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 48,108,164
1). Kleine Klüftchen erwähnt P.Eggenberger ca. 2.5 km von Disentis, 50-60 Meter oberhalb der Lukmanierstrasse im Sericitschiefer. Weiteres Material stammt aus den verwitterten Felspartien der Schlucht (1).
2). Burkard erwähnt Baryt von der Lukmanierschlucht ohne genauere Angaben zu machen.
- Albit: 2).
- Apatit: 2).
- Aragonit: 1). Aggregate bis 8 cm Durchmesser, reichlich, spiessig-nadelig, intensiv weiss fluoreszierend (Kurzwellen und Langwellen). 2).
- Arsenopyrit: 1). Ausgebildet in scharfen Kristallen.
- Baryt: Tafelige, farblose Kristalle mit b-Fläche. Zum Teil enthalten sie zonar eingelagerte Flüssigkeitseinschlüsse. Begleitmineralien: Quarz, Albit, Eisenkarbonate, Calcit, Apatit, Rutil, Pyrit, Aragonit, verschiedene Erzmineralien.
- Calcit: 2).
- Chalkopyrit: 1). Grosse Kristalle, bis 5 cm, stark oxidiert.
- Fibroferrit: 1) Helle Ausblühungen, nicht ganz sicher bestimmt.- Pyrit: 1). Klein. 2).
- Quarz: 1). Mit Einschluss von Rutil.
- Rutil: 1). Feinste Nadeln. 2).
- Römerit: 1). Vermutlicher Bestandteil von Ausblühungen pyritreicher Gesteine.
- Sphalerit: 1). In Grössen bis zu 6 cm, schwarz, tetraedrischer Ausbildung.
a) Die zwei Minen jenseits des Rheins. Dort wurde ohne Erfolg gegraben. Diese Stollen befinden sich ausserhalb der Rheinbrücke, einer in der Nähe des Flusses und der andere oberhalb der Strasse. Es ist nicht möglich dort einzudringen. Der Stollenboden ist mit Wasser bedeckt, und niemand weiss, wie tief und wie lang diese Stollen sind.
b) Zwei Minen in Candinas. Diese rentierten nicht, sodass dort kaum gearbeitet wurde.
c) Eine Mine unterhalb von Prau-Grass. Aber auch dort war die Ausbeute gering.
d) Die grösste aller Minen hat man in der Wiese von "Gruoba" unterhalb Prau-Grass gefunden. Dort förderte man Blei und Silbererz.
Die zweitwichtigste Mine ist jene von Gulatsch. Dort fand man einen oberirdischen Bleiklumpen in der Grösse von zwei Öfen. Diese Grube ist heute noch sichtbar. Sie ist ungefähr 40 Meter lang, 1,5 m breit und 1,8 m hoch. Beim Grubeneingang befindet sich ein nach Westen gerichteter Seitenstollen, der mit Steinen zugeschüttet ist. Die Grube selbst verläuft gegen Norden, ist mit Rundholz abgestützt und zugänglich. Schon vor dem Grubeneingang erkennt man rotbraunes Gestein. Es wird auch behauptet, dass hier "Seifenstein" abgebaut wurde. Dieses Material enthält ein Mineral namens "Serpentin". Reibt man diesen Stein, so hat man das Gefühl, Seife in den Händen zu halten. Ein Fussweg führt heute noch daran vorbei und hinauf zum Bergwerk.
Die ergiebigste Mine auf dem Gemeindegebiet war die "Gruoba". Der Fussweg, der zu diesem Stollen führt, ist teilweise eingestürzt. Mit dem Jahr 1831 endete die Existenz der Bergwerksgesellschaft.
- Fluorit: Blaugrün, würfelig, bis 2 cm, am Kontakt Malm/Verrucano (Wyssling, 1950).
- Kupfererz:
- Quarz:
- Seifenstein: Dieses Material enthält ein Mineral namens "Serpentin". Reibt man diesen Stein, so hat man das Gefühl, Seife in den Händen zu halten.
005_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Breil, Brigels, Piz Tumpiv (südöstlich), Alpe Tscheng, Tschegn
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Breil/Brigels, Koordinaten ca.: 720812 / 181614
Literatur:
- vom Rath,G.; Geognostisch-mineralogische Beobachtungen im Duellgebiete des Rheins (Abdruck a. d. Zeitschr. d. deutschen geologischen Gesellschaft Jahrg. 1862.); 1862; Seite 500
Die Koordinaten zeigen auf Tschegn Dadens Sura und nicht auf die Grube (genauer Ort unbekannt). vom Rath erwähnt folgendes: Erzproben aus den seit 1845 verlassenen Gruben von Ponteglias bewahrt die Sammlung der Kantonschule zu Chur: Magneteisen mit Schwefelkies, Magnetkies, dichten Brauneisenstein, welcher nach dem äusseren Ansehen etwa 45 pCt, Eisen enthalten mag. Ausserdem mit Quarz, Epidot und Kalkspath im Talk- und Hornblendeschiefer: Silber-haltiges Grauspiessglanzerz (nach einer beiliegenden Etikette sollen in 27 Pfd. Antimon 1/2 Mark Silber sein), Kupferkies, Malachit, Kupferlasur; Bleiglanz, Weissbleierz, gelbe Blende, welche wohl nicht aus dem Pontegliasthal selbst, sondern östlich desselben aus den gleichfalls verlassenen Gruben der Alpe Tscheng am südöstlichen Fusse des Tumbif stammen. Von dort erhielt ich zu Trons (Anmerk.:heute Trun) ein derbes Stück schwarzer Blende (Alabandin). Auffallend ist, dass diese Gruben nur derbe Erze, keine Krystalle geliefert haben. Es ist unklar, welche Mineralien nun von der ehemaligen Grube Tschengs stammen.
- Alabandin:
006_GR / Brunnigletscher, Brunnigrätli, Schwarzstöckli, Cavardiras
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 704350 / 176790
Literatur:
- Amacher,Peter; Urner Mineralienfreund; 1976; Heft 3; Seite 61-64
Amacher beschreibt einen Fund in der Gegend oberhalb der Cavardirashütte, vom Brunnigletscher in Richtung Schwarzstöckli und einer Kette zwischen dem Brunnigrätli über den Piz Acletta zum Piz Ault. Von oberhalb der Hütte über den Gletscher zu einem sehr brüchigen Fels (F1). Auf dem Grat und Couloir oberhalb des Brunnigletschers (F2). Die Koordinaten zeigen auf das Brunnigrätli.
- Calcit: F1.
- Fluorit: F2.
- Gwindel: F1 und F2.
- Quarz: F2.
- Rauchquarz: F1 und F2.
007_GR / Caverdiras, Caverdiras, Cavreinhütte, Capanna da Cavardiras CAS
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 705120 / 177230
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 36, 104 Bei den Alphütten (Stand 1866).
- Epidot: Bei den Cavreinhütten: gelblichgrüne nette Epidotkristalle.
- Quarz: Zusammen mit ölgrünem Epidot und diesen auch als Einschluss enthaltend.
008_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Alp Run
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 707200 / 175700
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 92
Die Alp liegt nördlich von Disentis. Funde wurden beim Bau des Waldweges zu dieser Alp gemacht.
- Adular:
- Albit:
- Chlorit:
- Hämatit: Untergeordnet, feinschuppig.
- Milarit: Klein, langprismatisch.
- Pyrit: Würfelig.
- Quarz: Oft mit Chloritüberzug.
- Titanit: Gelbbraun.
009_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Alp Soliva, Bova Gronda
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 709900 / 172750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 110,111
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 148
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 227
Es handelt sich hier um ein kleines Tal, welches sich südöstlich von Disentis gegen die Alp Soliva hinzieht.
- Albit:
- Anatas: Rotorange, durchscheinend, zum Teil mit Rutileinschluss, starke horizontale Riefung, bis 6 mm.
- Antimonit: In Quarz eingebettet.
- Boulangerit:
- Calcit:
- Cerussit:
- Jamesonit:
- Monazit: Orangegelb.
- Quarz: Auch mit Rutileinschluss, eher wenig.
- Rutil: Zum Teil als Einschluss im Anatas, auch als feinkörnige Pseudomorphose nach Ilmenit.
010_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Caischavedra
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 711450 / 173360
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
Um Disentis gibt es zwei Lokalitäten 'Caischavedra'.
1) Koordinaten: 705.26 / 173.36 und
2) Koordinaten: 711.45 / 173.36
Es kann nicht gesagt werden um welche der beiden Lokalitäten es sich handelt.
- Talk:
011_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Disla
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 709950 / 174400
Literatur:
- Lapis; 1978; Heft 9 (Themenheft Tavetsch)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 97
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 142,160
In einem alten Steinbruch (an der Strasse) etwas nördlich von Disla sind wenige Mineralien zu Tage gekommen.
- Quarz: Mit Rutileinschlüssen, verzerrt, dünnplattig, zum Teil milchigweiss.
- Rutil: Im Quarz, lose. Hier ist auch eine Stufe zu erwähnen von Disla (bei Disentis). Sie ist etwas unregelmässig begrenzt und zählt auf einer Fläche von ca. 120 cm2 an hundert blutrote Rutilnadeln, die im Mittel 1 1/2 cm lang und ca. 1/2 mm dick sind (ohne Endflächen). Sie finden sich zusammen mit eigentümlich verzerrten Quarzkristallen.
012_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Faltscharidas
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 709000 / 174270
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 97
Etwas nördlich von Disentis liegt dieser kleine Ort. Nördlich davon steht ein Rutilaplit an.
- Quarz:
- Rutil: Nadeln bis 3 cm, im Rutilaplit zahlreiche grössere, rote Rutilindividuen
013_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Lukmanierschlucht I;(Waschgold)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 708550 / 171400
Literatur:
- Hofmann, B.A.; Schweizer Strahler; 1999; Heft 4; Seite 588 - 594; Untersuchung zweier Goldnuggets der Gegend von disentis (GR)
- Pfander, Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 148
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 192,378
- Weibel, Max; Urner Mineralienfreund; 1992; Heft 1; Seite 1-5
In alpinen Zerrklüften dieser Region (1) aber auch im Sericitschiefer des Tavetscher-Zwischenmassivs (2). Die bekannten Goldfunde aus der Region Disentis (Nuggets von 123.18 und 48.73 gr) wurden auf ihre Echtheit von Dr. Beda A. Hofmann, Konservator der Abteilung Erdwissenschaften am Naturhistorischen Museum in Bern, eingehend untersucht und als echt, das heisst aus dieser Region, befunden.
Das Goldvorkommen bei Disentis ist eines der reichsten in ganz Europa. Südlich von Disentis fand man ausgedehnte, schichtgebundene Erzzonen innerhalb der herrschenden Sericitschiefer. Das Gold darin ist allerdings nur mikroskopisch erkennbar. Die goldverdächtige Zone der Surselva ist ca. 15 km lang, 500 Meter breit und umfasst nach den bisherigen Befunden drei steilstehende, 100-400 Meter mächtige Horizonte im Tavetscher Zwischenmassiv (Lukmanierschlucht) sowie eine weitere Schicht von 200 Meter Dicke im anschliessenden Nordteil des Gotthardmassivs (Val Plattas). Die Mineralisierung der Sericitschiefer mit goldhaltigen Sulfiden manifestiert sich teils als derbe Pyrit-Arsenopyritlagen von mehreren cm Dicke, teils als fein zersprengte Pyrit- und Arsenopyritkörner in den harten quarzistischen Bänken, die in die Sericitschiefer eingeschlossen sind. An der Oberfläche sind alle Erzkörper intensiv rostbraun angewittert.
Der Geologe David Knopf aus Corsier befasste sich ab 1983 nach einer Literaturdurchsicht mit dem Gebiet rund um Disentis. Er vermutete, dass in den Serizitschiefern beträchtliche Primärlagerstätten mit Gold vorkommen könnten. Er benachrichtigte 1985 den Entdecker des Helmo-Goldes David R. Bell in Kanada. Sofort wurde die Kanadische Bergbaufirma Micham Exploration Inc. informiert. Zusammen mit Karl Naert, dem Direktor der ebenfalls kanadischen Firma Narex, setzte Knopf die Geländeuntersuchungen fort. Die guten Ergebnisse veranlassten zum Weitermachen. In den Jahren 1986 und 1987 teuften Narex und Micham insgesamt 17 Sondierbohrungen mit Tiefen von 200 bis 250 Meter ab. Die Bohrkerne wurden in einem kanadischen Laboratorium untersucht. Die meisten Werte lagen unter 2 Gramm Gold pro Tonne Erz. Im Val Platta wurde aber 1991 eine 80 Zentimeter Breite Zone mit einem Wert von 17 Gramm pro Tonne gefunden.
Trotz vielversprechenden Resultaten wurden sämtliche Untersuchungen eingestellt.
- Gold, gediegen: 1) Auch in gut ausgebildeten Kristallen, als Würfel, Oktaeder (sowie deren Kombinationen) und Tetrakishexaeder, bis 5 mm. 2) In Goldvererzungen mit maximal 7 Gramm pro Tonne Gestein. Nuggetfund von 48.73 g (Desertina Nugget). In der Lukmanierschlucht konnten Goldkristalle mit ebenmässiger, äusserst seltenen Ausbildung geborgen werden. Die Formen umfassen den Pyramidenwürfel und den gewöhnlichen Würfel. Die beiden Formen lösen sich beim Aufbau des Kristalls gegenseitig mehrfach ab. Grösse 2.5mm. Gold mikroskopisch fein in den Vererzungen des Serizitschiefers gediegen in Verbindung mit Quarz, Siderit und Pyrit, selten als kristallisiertes Berggold.
- Pyrit: 1)
- Quarz: 1)
- Siderit: 1)
- Smithsonit: 1) auf Sphalerit.
- Sphalerit: 1)
014_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Lukmanierschlucht II
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 708550 / 171400
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978;Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Eggenberger, P.; Schweizer Strahler; 1977; Seite 348-354; Hervorragende Calcitfunde im Tamina- und Calfeisental
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 102
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 48,108,164
1). Kleine Klüftchen erwähnt P.Eggenberger ca. 2.5 km von Disentis, 50-60 Meter oberhalb der Lukmanierstrasse im Sericitschiefer. Weiteres Material stammt aus den verwitterten Felspartien der Schlucht (1).
2). Burkard erwähnt Baryt von der Lukmanierschlucht ohne genauere Angaben zu machen.
- Albit: 2).
- Apatit: 2).
- Aragonit: 1). Aggregate bis 8 cm Durchmesser, reichlich, spiessig-nadelig, intensiv weiss fluoreszierend (Kurzwellen und Langwellen). 2).
- Arsenopyrit: 1). Ausgebildet in scharfen Kristallen.
- Baryt: Tafelige, farblose Kristalle mit b-Fläche. Zum Teil enthalten sie zonar eingelagerte Flüssigkeitseinschlüsse. Begleitmineralien: Quarz, Albit, Eisenkarbonate, Calcit, Apatit, Rutil, Pyrit, Aragonit, verschiedene Erzmineralien.
- Calcit: 2).
- Chalkopyrit: 1). Grosse Kristalle, bis 5 cm, stark oxidiert.
- Fibroferrit: 1) Helle Ausblühungen, nicht ganz sicher bestimmt.- Pyrit: 1). Klein. 2).
- Quarz: 1). Mit Einschluss von Rutil.
- Rutil: 1). Feinste Nadeln. 2).
- Römerit: 1). Vermutlicher Bestandteil von Ausblühungen pyritreicher Gesteine.
- Sphalerit: 1). In Grössen bis zu 6 cm, schwarz, tetraedrischer Ausbildung.
0105_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Mompé Tujetsch, Mompe Tujetsch, Mompé Tavetsch
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 706100 / 171350
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 103
Der Ort liegt zwischen den Dörfern Sedrun und Disentis, oberhalb der Oberalpstrasse. Die Funde stammen aus der Umgebung.
- Adular:
- Anatas:
- Apatit:
- Limonit:
- Monazit:
- Rutil:
016_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Mompé Tujetsch, Mompe Tujetsch, Mompé Tavetsch, Val da Begl
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 706650 / 171250
Literatur: - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 152
Östlich von Mompé gelegen.
- Adular:
- Anatas:
- Apatit:
- Limonit:
- Rutil:
017_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Muota Cavrein
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 707320 / 180120
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 45 In den Felspartien um den Muota Cavrein.
- Anatas:
- Brookit:
- Chlorit:
- Ilmenit:
- Monazit:
- Quarz: Mit diversen Einschlüssen.
- Rauchquarz: Auf grossen Platten.
018_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Piz Acletta (Südfuss)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 704290 / 175570
Literatur: - Rösch, O.; Urner Mineralienfreund; 1997; Heft 2; Seite 3-5 Aus einem recht steilen Couloir am Fusse des Piz Aclettas. Die Koordinaten zeigen auf den Südfuss des Piz Aclettas.
- Chlorit:
- Gwindel:
- Rauchquarz:
019_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Plaun Mistral
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 713800 / 174860
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:
020_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Segnes, Segnas
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 706300 / 172400
Literatur:
- Hottinger, Paul; Schweizer Strahler; 1996; Heft 1; Seite a39; Szmikit
Erster Schweizer Alpinfund In der Nähe dieser Ortschaft.
- Quarz:
- Szmikit: Als grauschwarze Masse, Grösse ca. 2 cm. Neufund für den Schweizer Alpenraum (resp. zweiter Fund: erstes Mal bei Mellikon/AG).
021_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Segnes, Segnas, Mompé Tujetsch, Mompé Tavetsch
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 706100 / 171250
Literatur:
- Bächtiger, Kurt; Urner Mineralienfreund; 1989; Heft 4; Seite 60
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 81
Im Strassenstück (Bau von 1976 - 1977) zwischen den beiden letztgenannten Orten. Erzgänge im stark pyritisierten Paraschiefer (umgewandelte ehemalige Sedimentgesteine) mit relativ ergiebigen Boulangeritklüften. Ca. 20 Klüfte.
- Ankerit:
- Boulangerit: Bis 5 cm lang, bis 0.6 mm dick, teils eingeschlossen im Quarz, teilweise lose Häufchen bildend.
- Galenit:
- Gold, gediegen: Mit 22.37 Gew. % Silberanteil (Rykart,Hotz, 1979).
- Pyrit: Würfelig, auf magnesiumreichem Siderit.
- Pyrrhotin:
- Quarz:
- Siderit: Magnesiumreich.
- Sphalerit:
022_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Segnes, Segnas, Oberalpstrasse
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 702300 / 170800
Literatur:
- Bächtiger, Kurt; Urner Mineralienfreund; 1989; Heft 4; Seite 57
- Meisser, Nicolas; Urner Mineralienfreund; 2003; Heft 3; Seite 5-8
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 148
An der Oberalpstrasse konnten 1976 anlässlich einer Strassenverbreiterung 1976, in der Strassenkurve südlich von Segnas gediegenes Gold mit Quarz und Siderit aus einer Pyrit-Goldader gefunden werden.
- Boulangerit: Bis 5 cm lange Fasern.
- Eisendolomit:
- Galenit:
- Gold, gediegen: Blechförmig, mit erkennbaren Kristallformen.
- Pyrit:
- Quarz:
- Siderit:
- Sphalerit:
023_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Segnes, Segnas, Val da Cuoz
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 707300 / 172400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 150
Östlich von Segnes, an einem lokal so benannten Bacheinschnitt.
- Dolomit: Wurde vermutlich ebenfalls hier gefunden.
- Pyrit:
- Quarz:
- Siderit: Grössere Rhomboeder, bedeckt von kleinen irisierenden Pyritkriställchen.
024_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Sontga Gada, Sant'Agata, Sontg Geda
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 707850 / 172490
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 103,112
Diese Kapelle liegt ein Kilometer südlich von Disentis. Hier in der Umgebung.
- Adular: Gedreht, chloritgefüllt.
- Anatas: Blau - bräunlich, spitz- bis stumpfpyramidal.
- Apatit:
- Brookit: Relativ reichlich, honigbraun.
- Calcit:
- Chlorit: Schwarzgrün, schuppig.
- Ilmenit:
- Limonit:
- Magnetit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil: feinhaarig, auch als Einschluss im Quarz
- Serpentin:
- Siderit:
- Talk:
025_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Uldauna
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 712310 / 173870
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:
026_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Cavrein
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 708000 / 180750
Literatur:
- Spycher, A.; Schweizer Strahler; 1995,4 Eine nähere Fundortbezeichnung fehlt. Es dürfte sich aber um die felsigen Talseiten handeln. Die Koordinaten zeigen auf den Talboden.
- Fadenquarz: Mit Klinozoisiteinschlüssen.
027_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Cavrein, Alp Cavrein
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 708800 / 180500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 29 etc.
In der Umgebung dieser Alp in den Felsen. Parker weist dieses Gebiet der nachfolgenden Mineraliengruppe zu. Ob allerdings alle diese aufgeführten Mineralien zu finden sind bleibt hier offen.
- Adular:
- Albit:
- Amianth: Auch als Einschlüsse im Quarz.
- Anatas:
- Andalusit: Als sogenannter Chiastolith (ein Stein, in den ein Kreuz eingelagert ist (dieses ist im Säulenquerschnitt erkennbar).
- Apatit:
- Brookit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot: In hervorragenden Stufen, gross, flächenreich, gelbbraun - dunkelgelbgrün, zum Teil als Einschlüsse im Quarz.
- Ilmenit:
- Prehnit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
028_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Cavrein, Cuolmet (am Fusse)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 709250 / 180500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 34,94 Das Tal liegt einige Kilometer nördlich von Disentis, beginnt bei der Alp Cavrein und erstreckt sich bis zum Gross Düssi. Die Fundstelle liegt am Fusse des am Taleingang gelegenen Piz Cuolmet.
- Amianth: Auch als Einschlüsse im Quarz.
- Anatas:
- Epidot: In hervorragenden Stufen, gross, flächenreich, gelbbraun - dunkelgelbgrün, zum Teil als Einschlüsse im Quarz.
- Prehnit:
- Quarz:
029_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Cavrein, Piz Cuolmet
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 708700 / 181600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 34,94
Am Taleingang des Val Cavrein liegt nördlich der Piz Cuolmet.
- Apatit: In sehr schöner, rosafarbiger Ausbildung.
030_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Cavrein, Val Pintga, Alp Sura
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 709000 / 180000
Literatur:
- Kreiliger, Josef; Schweizer Strahler; 1998; Heft 2; Seite 266 - 267; Scheelit vom Val Cavrein (GR)
Ein unerwarteter, interessanter Fund Oberhalb der Alp Sura auf ca. 1800 m ü. M.
- Adular:
- Amianth:
- Epidot:
- Quarz: Klar.
- Rauchquarz: Leicht rauchig.
- Scheelit: Bis 34 x 32 x 23 mm, 50 gr. schwer, im UV-Licht mit Blauton.
- Titanit:
031_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Gronda da Cavrein
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 707910 / 180860
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 45
- Brookit:
- Epidot:
032_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Gronda da Cavrein - Piz Coulmet, Piz Coulmet
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 708295 / 181253
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 151
In der Region zwischen diesen beiden Orten. Die Koordinaten zeigen auf einen Felsvorsprung unterhalb des Piz Coulmet.
- Epidot: In sehr schöner Ausbildung, gross.
033_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Gronda, Inneralp
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 723080 / 174800
Literatur:
- Fehr, Arthur; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1956;Band 36; Heft 2; Seite 349- 453; Petrographie und Geologie des Gebiets zwischen Val Zavragia-Piz Cavel und Obersaxen-Lumbrein (Gotthardmassiv-Ostende)
Bekannt ist eine Hämatitvererzung von einigen m2 auf der Inneralp. In einem Phengitquarzit winden sich von der s-Fläche unbeeinflusste Schlieren von Eisenglimmer. Dieser läuft aber trotzdem der Gneisverschieferung parallel, wobei auf dem Hauptbruch nicht selten Rutschharnische eingegraben sind. Neben dem Hämatit fällt an seine Gegenwart gebundener Baryt in die Augen.
- Hämatit: Als Vererzung.
034_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Lumpegna, Stalusabrücke
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 710200 / 175600
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1940
Dieses kleine Tal zieht sich ca. 2 km östlich von Disentis gegen Norden hin. Eine Fundstelle wird bei der 'Stalusabrücke' erwähnt. Auf der Karte ist ein solcher Eintrag nicht ersichtlich.
- Fluorit: Grau, derb.
- Quarz:
- Rutil:
035_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Russein
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 710400 / 181600 Literatur: Koordinate bei Alp Russein da Trun. Die Fundortangabe lautet lediglich 'Val Russein'.
- Adular:
- Amianth:
- Anatas: Tiefblau
- Brookit:
- Calcit:
- Epidot: In hell- bis bräunlichgrünen Nadeln.
- Phantomquarz:
- Quarz: Glasklar.
- Rutil:
- Sagenit:
036_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Russein, Alp Alpetta
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 710350 / 177050
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 98
Die Alp Alpetta, welche im Val Russein liegt, existiert heute nicht mehr. Es handelt sich aber um die Westseite, südöstlich unterhalb des Piz Alpetta, des unteren Val Russein und wird nur noch mit Alpetta aufgeführt.
- Fluorit: Farblos - bläulich, krustenförmig auf Quarz.
- Quarz:
037_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Russein, Barcuns Dadens, Barcuns Dadein, Ruseintobel, Russeintobel
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 711500 / 177500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 98
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 136
Ca. 2 km nördlich ab der Hauptstrasse trifft man auf dieses, im unteren Val Russein auf der rechten Talseite liegende Gebiet, welches wegen der schönen Epidotfunde Bekanntheit erlangte;
1) Barcuns: hier aus mehreren Zerrklüften;
2) Barcuns Dadein (weiter nördlich gelegen);
3) südlich von Barcuns. Parker erwähnt vom Ruseintobel (in SMPM 1923)
Gerne zu Kugeln ausgebildet (mitunter von grossen Dimensionen) ist ebenfalls der Desmin vom Riental. Dieses Vorkommnis weist oft eine charakteristische bräunliche Farbe und auch rosa Töne auf; üppig wuchernde Krusten von nebeneinander gescharten Kugeln auf Bergkristall verleihen manchen Stufen ein überaus typisches Gepräge. Chabasit und noch andere Zeolithe begleiten den Desmin.
- Chabasit: 2) Klein, würfelig.
- Chlorit: 1); 2); 3)
- Epidot: 1); 2); 3); Alle drei Orte: grün, dunkel, bis einige cm.
- Heulandit: 2) Bis 1 cm und grösser.
- Quarz: 1); 2); 3)- Rutil: Auch im Quarz eingeschlossen.
- Stilbit: In grossen weissen Büscheln.
- Titanit: Gelb - fleischrot.
038_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Russein, Crap Ner
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 712500 / 177850
Literatur:
- Epidot:
- Quarz:
039_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Russein, Russeinbrücke (Hauptstrasse), Roseinbrücke, Roseintobel
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 711450 / 175500
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 98,105
Das Tal liegt auf halbem Weg zwischen Somvix und Disentis und zieht sich gegen Norden. Funde sind beim Bau der Strasse (Brücke) unweit der Einmündung in den Rhein gemacht worden.
- Albit:
- Anatas: Gelb, stumpfpyramidal.
- Apatit:
- Calcit: Rhombisch, skalenoedrisch, scharf entwickelte Kristalle.
- Chlorit: Reichlich, wurmförmig.
- Epidot: Zum Teil reichlich, dunkel braungrün, Zwillinge, schöne Endflächen, manchmal recht gross. Auf und in Rauchquarz, pistaziengrüne Nadeln mit Chlorit, weissem Albit und kleinen weissen Apatitkristallen.
- Fluorit: Grau, kugelig, angeätzt.
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Titanit: Kontaktzwillinge, grasgrün, hell - dunkel, Endflächen braun.
040_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Sogn Placi (Ostseite), Val Sogm Plasi (Ostseite), Val Sogm Plazi (Ostseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 708600 / 175000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 160
- Hämatit:
- Rutil:
041_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Sogn Placi, Val Sogn Plazi, Val Sogm Plasi, Scalinada Pintga
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 708200 / 175500
Literatur:
- Koenigsberger, Joh., F.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1925;Band 5; Heft 1; Seite 109; Über alpine Minerallagerstätten : Mineralklüfte und Differentiation ihrer Paragenese
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 112
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 200
Tal nördlich von Disentis. Die Funde stammen aus der Kontaktzone (östlicher Aaregranit) der Westseite, ca. bei der Talmitte. Unweit der Lokalität Scalinada Pintga (Grossular). Koenigsberger: In den Granodiorit in Val St. Plazi ist ein Block von Kalkstein etwa 30 m hoch, 60 m lang eingesprengt, der randlich zu einem Granathornfels metamorphosiert ist. Schlieren von rotem, gelbem und grünem Granatfels durchziehen an der Kontaktzone den Kalk. Unmittelbar an der Grenze ist der Kalk vom Granodiorit durch einen Streifen von Quarz (mit etwas grünem, stark zersetztem Glimmer) getrennt. Die von G von Rath zuerst beschriebenen Granaten finden sich in der Kontaktzone im Granatgestein auf ganz kleinen Spalten und Höhlungen. In einigen dieser sitzt bisweilen Desmin und Skolezit in flachen, dünnen Büscheln, in der Nähe des Granits auch noch derber Quarz. In einzelnen Hohlräumen findet sich auch Chabasit. In manchen Hohlräumen sind mit und auf dem Granat Quarz mit Desmin und Chabasit gut auskristallisiert. Während die Kontaktzone ebenso wie das Eruptivgestein zertrümmerte Mineralien aufweist, sind die grünen Kalkeisengranaten unverletzt, also nach der Zertrümmerung des Gesteins, die ihrerseits wieder später als der primäre Kontakt ist, in nächster Nähe der Gesteinsgranaten aus- oder umkristallisiert. Die roten und gelben Granaten mit Kristallflächen treten an der Kluftfläche als Fortsetzung gleichgefärbter zertrümmerter Granatmasse im Gestein auf. Im Granodiorit am Kontakt sind in schmalen Rissen Quarz, Chabasit, Desmin auskristallisiert.
- Chabasit:
- Grossular: Bis 1 cm, zahlreich, bräunlich - graugrün, zartgrün, flächenreich, durchscheinend, Rhombendodekaeder mit Beteiligung des Tetrakishexaeders, das Vorkommen ist bereits seit 1880 bekannt.
- Quarz:
- Skolezit: In feinen Nadeln.
- Stilbit: Weiss, kugelig.
- Topazolit: Bis 1 cm, zahlreich, bräunlich - graugrün, durchscheinend (gem. Mineralienlexikon handelt es sich hier nicht um Topazolith (Andradit) sondern um Grossular).
042_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val d'Acletta, Val Acletta
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 705300 / 174550
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 84 Das Tal liegt oberhalb der Ortschaft Acletta (zwischen Sedrun und Disentis).
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:
043_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val da Begl
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 707510 / 172050
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 103 Südöstlich von Disentis, zwischen dem Rhein und Ragisch.
- Adular:
- Anatas:
- Apatit:
- Limonit:
- Monazit:
- Rutil:
044_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val de Cuoz
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 707150 / 172400
Literatur: - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 102
Es handelt sich hier um den Bacheinschnitt westlich von Segnes (bei Disentis) und zwar um den Teil von der Strasse bis zur Einmündung in den Rhein.
- Dolomit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Siderit: In grösseren rhomboedrischen Exemplaren.
045_GR / Fuorcla da Cavardiras, Caverdiras, Caverdiras
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 704900 / 177550
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 78 Übergang vom Val Cavardiras ins östlichere Brunnital. In einem Gneiszug zwischen der nördlichen und südlichen Granitzone.
- Adular:
- Calcit:
- Chlorit:
- Quarz:
- Zeolithe:
046_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Disentis, Alp Gendusas
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 702750 / 173750
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59,102
Nördlich von Sedrun und unterhalb des Piz Gendusas ist diese Alp angesiedelt.
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:
047_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Disentis, Alp Gendusas, Cuolm da Vi, Culm de Vi, Cuolm de Vi
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 702900 / 173150
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 93,102
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 44,308
- vom Rath,G.; Geognostisch-mineralogische Beobachtungen im Duellgebiete des Rheins (Abdruck a. d. Zeitschr. d. deutschen geologischen Gesellschaft Jahrg. 1862.); 1862; Seite 415
Nördlich von Sedrun und etwas oberhalb des Drun Tobels liegen einige Fundstellen. Ebenfalls gegen die Alp Gendusas hin(östlich). In SMPM, 1923 erwähnt Parker für Zeolithvorkommen: Ebenfalls ungenügend ist die Fundortsangabe "Tavetsch", welche für die häufigen Vorkommnisse des südlichen Aarmassivs oft zu finden ist; Cuolm da Vi und Ruseintobel sind zwei der ergiebigsten Lokalitäten aus diesem Gebiet.
- Adular:
- Anatas: Gelb, spitz, oktaedrisch.
- Apatit: Flächenreich, farblos, durchsichtig, kugelig, klein.
- Byssolith:
- Epidot: Durchsichtig, mit Rauchquarz, kleine grüne mit Quarz, Adular und Byssolith auf dioritischem Gestein.
- Prehnit:
- Rauchquarz:
- Rutil: Schwarz. Auch als haariger Einschluss im Quarz.
- Zeolith:
048_GR / Val Cavardira, Caverdiras
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 706700 / 178460
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 28
- Albit:
049_GR / Val Cavrein, Cuolmet da Mustér
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 709220 / 181150
Literatur:
- Rykart, Rudolf & Sicher, Valentin; Mineralienfreund; 1972; Heft 1-2; Seite 16
- Quarz: Teils mit Einschnitten von ursprünglichem Calcit.
050_GR / Val Pintga da Russein, Val Pinga da Russein;(Erzabbau)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 709205 / 183000
Literatur:
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Im Val Pinga de Russein fand in früheren Jahren ein Erzabbau oder ein Erzabbauversuch (Hämatit/Magnetit oder beides) statt. Nähere Angaben fehlen.
- Eisenerz: Hämatit und/oder Magnetit.
051_GR / Val Surplattas, Hinter Stotzig Grat, Tschingelstöck (westlich)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 706714 / 180116
Literatur:
- Isepponi, Franco; Schweizer Strahler; 2000; Seite 25 - 28; Wind und Wetter beim Ilmenitrosen-Fund 1987
In einem Culoir am westlichen Wandfuss der Tschingelstöcke. Die Koordinaten zeigen auf die Tschingelstöck.
- Chlorit: Sandig.
- Eisenrose:
- Ilmenit: Lose und auch auf Quarz, Rosetten bis 35 mm Durchmesser.
- Quarz:
052_GR / Val Surplattas, Tschingelstöck
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 706400 / 180400
Literatur:
- Isepponi, Franco; Schweizer Strahler; 2018; Heft 4; Seite 2 - 9; Ein goldenes Jubiläum - und noch nicht müde
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 47 Isepponi beschreibt Funde von den Tschingelstöck auf ca 2700 m ü. M.
- Anatas: Auf Rauchquarz bis 12 mm Grösse.
- Ilmenit: In Rosen bis 32 mm Durchmesser.
- Rauchquarz: In aussergewöhnlicher Ausbildung. Die grösseren Kristalle lösen sich gegen die Spitze hin in Subindividuen auf. Die Gebilde wurden als 'Babylonquarz' bezeichnet. Bis 12 cm.
053_GR / Bündner Oberland, Rueun (Druckstollen)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Ilanz, Koordinaten ca.: 730740 / 182250
Literatur:
- Schüpbach, Thomas; Schweizer Strahler; 1991; Seite 433
Bei ca. 1.) 1720,
2.) 2530 Meter ab dem Fenster 2 Rueun (Vortriebsstollen),
3.) 4280 (Hauptstollen).
Die Koordinaten- und Höhenangaben beziehen sich auf den Ort Rueun und nicht auf den genauen Fundpunkt.
- Albit: 1.) bis 3 mm, durchscheinend bis durchsichtig. 3.) rasenartig, klein, weiss bis durchscheinend, tafelig, bis 3 mm.
- Anatas: 3.) sehr klein, 0.2 mm, goldgelb bis orange, plattig, selten Dipyramiden.
- Calcit: 1.) bis 3 mm, skalenoedrisch, porzellanweiss, 2.) bis 3 cm, opak bis durchscheinend, oft Zwillinge, 3.) bis 2 cm, interessante Form: steiles Rhomboeder mit Basis.
- Chlorit: 3.) grün, pulverig.- Dolomit: 1.) krustenartig auf Quarz und Albit, milchigweiss.
- Epidot: 3.) feinkristallin.
- Hämatit: 3.) klein, plattig, bis 1 mm.- Pyrit: 1.) sehr klein, 0.1 mm. 2.) stark korridiert bis 1 mm.
- Quarz: 1.) bis 2.5 cm, zum Teil mit Muzohabitus, auch Fadenquarz. 2.) in schlechter Ausbildung. 3.) Dauphinée-Habitus, zum Teil mit Chlorit überzogen, Muzohabitus, Fadenquarze.
054_GR / Ilanz (dt.), Glion (rätor.)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Ilanz, Koordinaten ca.: 735080 / 182010
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 222, 362
An der Strasse nach Disentis im Chloritschiefer. Genauere Angaben fehlen. Die Koordinaten zeigen auf Ilanz.
- Apatit: An der Strasse nach Disentis im Chloritschiefer. Wasserhelle kleine Kristalle zusammen mit Titanit, Quarz und Chlorit.
- Chalkopyrit:
- Chlorit:
- Epsomit: Am Eingang des Lugnezertales.
- Quarz:
- Sphalerit:
- Titanit: Auf Klüften eines Kupferkies und Zinkblende führenden Chloritschiefers, welcher quarzige Ausscheidungen zeigt. De kleinen von Bergkristalle begleiten, zum Teilsehr zahlreich aufgewachsenen Kristalle sind hellbraun bis grünlichbraun, durchsichtig bis stark durchscheinend, stark glänzend und bilden rhombisch oder spitzsechseitg tafelartige Kombinationen, meist Kontaktzwillinge.
055_GR / Ilanz (dt.), Glion (rätor.), Flond
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Ilanz, Koordinaten ca.: 731900 / 181000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 223 Westlich von Ilanz und wenig westlich von Flond im Verrucano.
- Fadenquarz: Klein.
056_GR / Ilanz (dt.), Glion (rätor.), Ravis, Ruis;(Bleierzabbau)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Ilanz, Koordinaten ca.: 730370 / 181820
Literatur:
- Fehlmann,H,: Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 275
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 370 Evtl. handelt es sich bei Ruis um das heutige Rueun. Die Koordinat zweigen auf den Banhof von Rueun. Etwa 350 m südöstlich des Bahnhofes Ruis befindet sich an einer Berglehne, auf der rechten Seite des Rheines, wenig über dessen Niveau, ein Vorkommen von Bleiglanz und Zinkblende (Siegfriedblatt 409). In den N 40° E streichenden, 30° SE einfallenden, gneisartigen, grünlichen, serizitischen Verrucano sind mit den Schichten parallel verlaufende, gewellte, bis mehrere Zentimeter dicke Erzadern eingelagert. Dieselben wurden im Streichen und im Einfallen von der Firma "G. Weinmann in Zürich" auf je etwa 5 m Länge mit Stollen verfolgt. Das Erz besteht aus feinkörnigem Bleiglanz und hellgelber, glänzender, derber Zinkblende, und ist mit quarziger und barytischer Gangmasse eng verwachsen. Die Arbeiten wurden im Dezember 1916 begonnen, aber nach kurzer Zeit wieder eingestellt.
- Baryt: Als Gangmasse.
- Galenit:
- Quarz: Als Gangmasse.
- Sphalerit: Hellgelb, glänzend, derb.
057_GR / Lumbrein
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 729800 / 171650
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
Die Koordinaten zeigen auf Lumbrein und nicht auf den genauen Fundpunkt. Im Trias-Basisarkose (mesozoischer Mantel des Gotthardmassivs), wenige Meter vom Kontakt mit den Gneisen des Gotthardmassivs entfernt. Genauere Angaben fehlen.
- Baryt: Weisse, trübe, tafelige Kristalle. Begleitmineralien: Quarz, Siderit, Dolomit.
- Dolomit:
- Quarz:
- Siderit: Limonitisiert.
058_GR / Lumnezia, Piz Coroi, Pizzo Coroi
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 717560 / 162410
Literatur:
- Wagner, Albert; Schweizer Strahler; 2009; Heft 1; Seite 24
Die Bergspitze liegt auf der Grenze zu Italien. Die Koordinaten zeigen auf den Gipfel.
- Calcit:
- Quarz: Bis 10 cm, wasserklar, teils Daphinée-Habitus.
059_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Greina, Tenigerbad (dt.), Bogn Tenigia (rätor.), Terrihütte, Piz Terri (Nordseite & Westseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 722240 / 162210
Literatur:
- Wagner, Albert; Schweizer Strahler; 2009; Heft 1; Seite 22-23
Die Koordinaten zeigen auf den Piz Terri. Wagner: Auf einer Erkundungstour nach dem Tenigerbad zur Terrihütte auf einem kleinen Sturzgebiet der granitischen, nördlichen Seite des Bachlaufs: kleine Quarze, Ilmenit (zum Teil in wenig Rutil umgewandelt), wenig Titanit, Muskovit , Spuren von Klinochlor. Von dieser Gegend aus in Richtung Piz Terri (3149 m ü. M.) durch das schieferige Geröll: reichliche Hinweise auf zerstörte Klüfte und Kluftmineralien mit nicht sehr guter Qualität. Feststellbar waren Quarz, Calcit, Albit, Muskovit, Chlorit. Piz Terri Nordseite: Nicht optimal für Kluftfunde. Piz Terri Westseite: Die Westseite zeigt viele senkrechte Quarz- und Calcitadern und ist eher erfolgsversprechend. Die Westseite und die steile Wand werden als 'weisses Gebiet' bezeichnet.
- Albit:
- Chlorit:
- Muskovit:
- Quarz:
060_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Länta, Lampertsch Alp, Lampertschalp
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 723670 / 158170
Literatur:
- Koenigsberger, J.; 1917; Über alpine Minerallagerstätten, Erster Teil, Seite 1 - 25- Schmid, Daniel; Schweizer Strahler; 2008; Heft 1; Seite 2 - 8
- Adular:
- Chlorit:
- Quarz:
061_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Länta, Läntahorn, Läntahütte
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 723000 / 155750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 154
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 218
Aus der Umgebung der Hütte sind einige Quarzfunde bekannt geworden.
- Quarz: In klarer Erscheinung.
062_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Länta, Val Nova (Westseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 706100 / 171350
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 103
Der Ort liegt zwischen den Dörfern Sedrun und Disentis, oberhalb der Oberalpstrasse. Die Funde stammen aus der Umgebung.
- Adular:
- Anatas:
- Apatit:
- Limonit:
- Monazit:
- Rutil:
016_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Mompé Tujetsch, Mompe Tujetsch, Mompé Tavetsch, Val da Begl
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 706650 / 171250
Literatur: - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 152
Östlich von Mompé gelegen.
- Adular:
- Anatas:
- Apatit:
- Limonit:
- Rutil:
017_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Muota Cavrein
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 707320 / 180120
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 45 In den Felspartien um den Muota Cavrein.
- Anatas:
- Brookit:
- Chlorit:
- Ilmenit:
- Monazit:
- Quarz: Mit diversen Einschlüssen.
- Rauchquarz: Auf grossen Platten.
018_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Piz Acletta (Südfuss)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 704290 / 175570
Literatur: - Rösch, O.; Urner Mineralienfreund; 1997; Heft 2; Seite 3-5 Aus einem recht steilen Couloir am Fusse des Piz Aclettas. Die Koordinaten zeigen auf den Südfuss des Piz Aclettas.
- Chlorit:
- Gwindel:
- Rauchquarz:
019_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Plaun Mistral
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 713800 / 174860
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:
020_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Segnes, Segnas
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 706300 / 172400
Literatur:
- Hottinger, Paul; Schweizer Strahler; 1996; Heft 1; Seite a39; Szmikit
Erster Schweizer Alpinfund In der Nähe dieser Ortschaft.
- Quarz:
- Szmikit: Als grauschwarze Masse, Grösse ca. 2 cm. Neufund für den Schweizer Alpenraum (resp. zweiter Fund: erstes Mal bei Mellikon/AG).
021_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Segnes, Segnas, Mompé Tujetsch, Mompé Tavetsch
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 706100 / 171250
Literatur:
- Bächtiger, Kurt; Urner Mineralienfreund; 1989; Heft 4; Seite 60
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 81
Im Strassenstück (Bau von 1976 - 1977) zwischen den beiden letztgenannten Orten. Erzgänge im stark pyritisierten Paraschiefer (umgewandelte ehemalige Sedimentgesteine) mit relativ ergiebigen Boulangeritklüften. Ca. 20 Klüfte.
- Ankerit:
- Boulangerit: Bis 5 cm lang, bis 0.6 mm dick, teils eingeschlossen im Quarz, teilweise lose Häufchen bildend.
- Galenit:
- Gold, gediegen: Mit 22.37 Gew. % Silberanteil (Rykart,Hotz, 1979).
- Pyrit: Würfelig, auf magnesiumreichem Siderit.
- Pyrrhotin:
- Quarz:
- Siderit: Magnesiumreich.
- Sphalerit:
022_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Segnes, Segnas, Oberalpstrasse
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 702300 / 170800
Literatur:
- Bächtiger, Kurt; Urner Mineralienfreund; 1989; Heft 4; Seite 57
- Meisser, Nicolas; Urner Mineralienfreund; 2003; Heft 3; Seite 5-8
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 148
An der Oberalpstrasse konnten 1976 anlässlich einer Strassenverbreiterung 1976, in der Strassenkurve südlich von Segnas gediegenes Gold mit Quarz und Siderit aus einer Pyrit-Goldader gefunden werden.
- Boulangerit: Bis 5 cm lange Fasern.
- Eisendolomit:
- Galenit:
- Gold, gediegen: Blechförmig, mit erkennbaren Kristallformen.
- Pyrit:
- Quarz:
- Siderit:
- Sphalerit:
023_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Segnes, Segnas, Val da Cuoz
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 707300 / 172400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 150
Östlich von Segnes, an einem lokal so benannten Bacheinschnitt.
- Dolomit: Wurde vermutlich ebenfalls hier gefunden.
- Pyrit:
- Quarz:
- Siderit: Grössere Rhomboeder, bedeckt von kleinen irisierenden Pyritkriställchen.
024_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Sontga Gada, Sant'Agata, Sontg Geda
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 707850 / 172490
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 103,112
Diese Kapelle liegt ein Kilometer südlich von Disentis. Hier in der Umgebung.
- Adular: Gedreht, chloritgefüllt.
- Anatas: Blau - bräunlich, spitz- bis stumpfpyramidal.
- Apatit:
- Brookit: Relativ reichlich, honigbraun.
- Calcit:
- Chlorit: Schwarzgrün, schuppig.
- Ilmenit:
- Limonit:
- Magnetit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil: feinhaarig, auch als Einschluss im Quarz
- Serpentin:
- Siderit:
- Talk:
025_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Uldauna
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 712310 / 173870
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:
026_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Cavrein
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 708000 / 180750
Literatur:
- Spycher, A.; Schweizer Strahler; 1995,4 Eine nähere Fundortbezeichnung fehlt. Es dürfte sich aber um die felsigen Talseiten handeln. Die Koordinaten zeigen auf den Talboden.
- Fadenquarz: Mit Klinozoisiteinschlüssen.
027_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Cavrein, Alp Cavrein
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 708800 / 180500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 29 etc.
In der Umgebung dieser Alp in den Felsen. Parker weist dieses Gebiet der nachfolgenden Mineraliengruppe zu. Ob allerdings alle diese aufgeführten Mineralien zu finden sind bleibt hier offen.
- Adular:
- Albit:
- Amianth: Auch als Einschlüsse im Quarz.
- Anatas:
- Andalusit: Als sogenannter Chiastolith (ein Stein, in den ein Kreuz eingelagert ist (dieses ist im Säulenquerschnitt erkennbar).
- Apatit:
- Brookit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot: In hervorragenden Stufen, gross, flächenreich, gelbbraun - dunkelgelbgrün, zum Teil als Einschlüsse im Quarz.
- Ilmenit:
- Prehnit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
028_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Cavrein, Cuolmet (am Fusse)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 709250 / 180500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 34,94 Das Tal liegt einige Kilometer nördlich von Disentis, beginnt bei der Alp Cavrein und erstreckt sich bis zum Gross Düssi. Die Fundstelle liegt am Fusse des am Taleingang gelegenen Piz Cuolmet.
- Amianth: Auch als Einschlüsse im Quarz.
- Anatas:
- Epidot: In hervorragenden Stufen, gross, flächenreich, gelbbraun - dunkelgelbgrün, zum Teil als Einschlüsse im Quarz.
- Prehnit:
- Quarz:
029_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Cavrein, Piz Cuolmet
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 708700 / 181600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 34,94
Am Taleingang des Val Cavrein liegt nördlich der Piz Cuolmet.
- Apatit: In sehr schöner, rosafarbiger Ausbildung.
030_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Cavrein, Val Pintga, Alp Sura
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 709000 / 180000
Literatur:
- Kreiliger, Josef; Schweizer Strahler; 1998; Heft 2; Seite 266 - 267; Scheelit vom Val Cavrein (GR)
Ein unerwarteter, interessanter Fund Oberhalb der Alp Sura auf ca. 1800 m ü. M.
- Adular:
- Amianth:
- Epidot:
- Quarz: Klar.
- Rauchquarz: Leicht rauchig.
- Scheelit: Bis 34 x 32 x 23 mm, 50 gr. schwer, im UV-Licht mit Blauton.
- Titanit:
031_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Gronda da Cavrein
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 707910 / 180860
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 45
- Brookit:
- Epidot:
032_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Gronda da Cavrein - Piz Coulmet, Piz Coulmet
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 708295 / 181253
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 151
In der Region zwischen diesen beiden Orten. Die Koordinaten zeigen auf einen Felsvorsprung unterhalb des Piz Coulmet.
- Epidot: In sehr schöner Ausbildung, gross.
033_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Gronda, Inneralp
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 723080 / 174800
Literatur:
- Fehr, Arthur; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1956;Band 36; Heft 2; Seite 349- 453; Petrographie und Geologie des Gebiets zwischen Val Zavragia-Piz Cavel und Obersaxen-Lumbrein (Gotthardmassiv-Ostende)
Bekannt ist eine Hämatitvererzung von einigen m2 auf der Inneralp. In einem Phengitquarzit winden sich von der s-Fläche unbeeinflusste Schlieren von Eisenglimmer. Dieser läuft aber trotzdem der Gneisverschieferung parallel, wobei auf dem Hauptbruch nicht selten Rutschharnische eingegraben sind. Neben dem Hämatit fällt an seine Gegenwart gebundener Baryt in die Augen.
- Hämatit: Als Vererzung.
034_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Lumpegna, Stalusabrücke
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 710200 / 175600
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1940
Dieses kleine Tal zieht sich ca. 2 km östlich von Disentis gegen Norden hin. Eine Fundstelle wird bei der 'Stalusabrücke' erwähnt. Auf der Karte ist ein solcher Eintrag nicht ersichtlich.
- Fluorit: Grau, derb.
- Quarz:
- Rutil:
035_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Russein
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 710400 / 181600 Literatur: Koordinate bei Alp Russein da Trun. Die Fundortangabe lautet lediglich 'Val Russein'.
- Adular:
- Amianth:
- Anatas: Tiefblau
- Brookit:
- Calcit:
- Epidot: In hell- bis bräunlichgrünen Nadeln.
- Phantomquarz:
- Quarz: Glasklar.
- Rutil:
- Sagenit:
036_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Russein, Alp Alpetta
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 710350 / 177050
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 98
Die Alp Alpetta, welche im Val Russein liegt, existiert heute nicht mehr. Es handelt sich aber um die Westseite, südöstlich unterhalb des Piz Alpetta, des unteren Val Russein und wird nur noch mit Alpetta aufgeführt.
- Fluorit: Farblos - bläulich, krustenförmig auf Quarz.
- Quarz:
037_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Russein, Barcuns Dadens, Barcuns Dadein, Ruseintobel, Russeintobel
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 711500 / 177500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 98
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 136
Ca. 2 km nördlich ab der Hauptstrasse trifft man auf dieses, im unteren Val Russein auf der rechten Talseite liegende Gebiet, welches wegen der schönen Epidotfunde Bekanntheit erlangte;
1) Barcuns: hier aus mehreren Zerrklüften;
2) Barcuns Dadein (weiter nördlich gelegen);
3) südlich von Barcuns. Parker erwähnt vom Ruseintobel (in SMPM 1923)
Gerne zu Kugeln ausgebildet (mitunter von grossen Dimensionen) ist ebenfalls der Desmin vom Riental. Dieses Vorkommnis weist oft eine charakteristische bräunliche Farbe und auch rosa Töne auf; üppig wuchernde Krusten von nebeneinander gescharten Kugeln auf Bergkristall verleihen manchen Stufen ein überaus typisches Gepräge. Chabasit und noch andere Zeolithe begleiten den Desmin.
- Chabasit: 2) Klein, würfelig.
- Chlorit: 1); 2); 3)
- Epidot: 1); 2); 3); Alle drei Orte: grün, dunkel, bis einige cm.
- Heulandit: 2) Bis 1 cm und grösser.
- Quarz: 1); 2); 3)- Rutil: Auch im Quarz eingeschlossen.
- Stilbit: In grossen weissen Büscheln.
- Titanit: Gelb - fleischrot.
038_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Russein, Crap Ner
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 712500 / 177850
Literatur:
- Epidot:
- Quarz:
039_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Russein, Russeinbrücke (Hauptstrasse), Roseinbrücke, Roseintobel
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 711450 / 175500
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 98,105
Das Tal liegt auf halbem Weg zwischen Somvix und Disentis und zieht sich gegen Norden. Funde sind beim Bau der Strasse (Brücke) unweit der Einmündung in den Rhein gemacht worden.
- Albit:
- Anatas: Gelb, stumpfpyramidal.
- Apatit:
- Calcit: Rhombisch, skalenoedrisch, scharf entwickelte Kristalle.
- Chlorit: Reichlich, wurmförmig.
- Epidot: Zum Teil reichlich, dunkel braungrün, Zwillinge, schöne Endflächen, manchmal recht gross. Auf und in Rauchquarz, pistaziengrüne Nadeln mit Chlorit, weissem Albit und kleinen weissen Apatitkristallen.
- Fluorit: Grau, kugelig, angeätzt.
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Titanit: Kontaktzwillinge, grasgrün, hell - dunkel, Endflächen braun.
040_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Sogn Placi (Ostseite), Val Sogm Plasi (Ostseite), Val Sogm Plazi (Ostseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 708600 / 175000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 160
- Hämatit:
- Rutil:
041_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Sogn Placi, Val Sogn Plazi, Val Sogm Plasi, Scalinada Pintga
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 708200 / 175500
Literatur:
- Koenigsberger, Joh., F.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1925;Band 5; Heft 1; Seite 109; Über alpine Minerallagerstätten : Mineralklüfte und Differentiation ihrer Paragenese
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 112
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 200
Tal nördlich von Disentis. Die Funde stammen aus der Kontaktzone (östlicher Aaregranit) der Westseite, ca. bei der Talmitte. Unweit der Lokalität Scalinada Pintga (Grossular). Koenigsberger: In den Granodiorit in Val St. Plazi ist ein Block von Kalkstein etwa 30 m hoch, 60 m lang eingesprengt, der randlich zu einem Granathornfels metamorphosiert ist. Schlieren von rotem, gelbem und grünem Granatfels durchziehen an der Kontaktzone den Kalk. Unmittelbar an der Grenze ist der Kalk vom Granodiorit durch einen Streifen von Quarz (mit etwas grünem, stark zersetztem Glimmer) getrennt. Die von G von Rath zuerst beschriebenen Granaten finden sich in der Kontaktzone im Granatgestein auf ganz kleinen Spalten und Höhlungen. In einigen dieser sitzt bisweilen Desmin und Skolezit in flachen, dünnen Büscheln, in der Nähe des Granits auch noch derber Quarz. In einzelnen Hohlräumen findet sich auch Chabasit. In manchen Hohlräumen sind mit und auf dem Granat Quarz mit Desmin und Chabasit gut auskristallisiert. Während die Kontaktzone ebenso wie das Eruptivgestein zertrümmerte Mineralien aufweist, sind die grünen Kalkeisengranaten unverletzt, also nach der Zertrümmerung des Gesteins, die ihrerseits wieder später als der primäre Kontakt ist, in nächster Nähe der Gesteinsgranaten aus- oder umkristallisiert. Die roten und gelben Granaten mit Kristallflächen treten an der Kluftfläche als Fortsetzung gleichgefärbter zertrümmerter Granatmasse im Gestein auf. Im Granodiorit am Kontakt sind in schmalen Rissen Quarz, Chabasit, Desmin auskristallisiert.
- Chabasit:
- Grossular: Bis 1 cm, zahlreich, bräunlich - graugrün, zartgrün, flächenreich, durchscheinend, Rhombendodekaeder mit Beteiligung des Tetrakishexaeders, das Vorkommen ist bereits seit 1880 bekannt.
- Quarz:
- Skolezit: In feinen Nadeln.
- Stilbit: Weiss, kugelig.
- Topazolit: Bis 1 cm, zahlreich, bräunlich - graugrün, durchscheinend (gem. Mineralienlexikon handelt es sich hier nicht um Topazolith (Andradit) sondern um Grossular).
042_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val d'Acletta, Val Acletta
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 705300 / 174550
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 84 Das Tal liegt oberhalb der Ortschaft Acletta (zwischen Sedrun und Disentis).
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:
043_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val da Begl
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 707510 / 172050
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 103 Südöstlich von Disentis, zwischen dem Rhein und Ragisch.
- Adular:
- Anatas:
- Apatit:
- Limonit:
- Monazit:
- Rutil:
044_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val de Cuoz
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 707150 / 172400
Literatur: - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 102
Es handelt sich hier um den Bacheinschnitt westlich von Segnes (bei Disentis) und zwar um den Teil von der Strasse bis zur Einmündung in den Rhein.
- Dolomit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Siderit: In grösseren rhomboedrischen Exemplaren.
045_GR / Fuorcla da Cavardiras, Caverdiras, Caverdiras
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 704900 / 177550
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 78 Übergang vom Val Cavardiras ins östlichere Brunnital. In einem Gneiszug zwischen der nördlichen und südlichen Granitzone.
- Adular:
- Calcit:
- Chlorit:
- Quarz:
- Zeolithe:
046_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Disentis, Alp Gendusas
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 702750 / 173750
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59,102
Nördlich von Sedrun und unterhalb des Piz Gendusas ist diese Alp angesiedelt.
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:
047_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Disentis, Alp Gendusas, Cuolm da Vi, Culm de Vi, Cuolm de Vi
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 702900 / 173150
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 93,102
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 44,308
- vom Rath,G.; Geognostisch-mineralogische Beobachtungen im Duellgebiete des Rheins (Abdruck a. d. Zeitschr. d. deutschen geologischen Gesellschaft Jahrg. 1862.); 1862; Seite 415
Nördlich von Sedrun und etwas oberhalb des Drun Tobels liegen einige Fundstellen. Ebenfalls gegen die Alp Gendusas hin(östlich). In SMPM, 1923 erwähnt Parker für Zeolithvorkommen: Ebenfalls ungenügend ist die Fundortsangabe "Tavetsch", welche für die häufigen Vorkommnisse des südlichen Aarmassivs oft zu finden ist; Cuolm da Vi und Ruseintobel sind zwei der ergiebigsten Lokalitäten aus diesem Gebiet.
- Adular:
- Anatas: Gelb, spitz, oktaedrisch.
- Apatit: Flächenreich, farblos, durchsichtig, kugelig, klein.
- Byssolith:
- Epidot: Durchsichtig, mit Rauchquarz, kleine grüne mit Quarz, Adular und Byssolith auf dioritischem Gestein.
- Prehnit:
- Rauchquarz:
- Rutil: Schwarz. Auch als haariger Einschluss im Quarz.
- Zeolith:
048_GR / Val Cavardira, Caverdiras
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 706700 / 178460
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 28
- Albit:
049_GR / Val Cavrein, Cuolmet da Mustér
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 709220 / 181150
Literatur:
- Rykart, Rudolf & Sicher, Valentin; Mineralienfreund; 1972; Heft 1-2; Seite 16
- Quarz: Teils mit Einschnitten von ursprünglichem Calcit.
050_GR / Val Pintga da Russein, Val Pinga da Russein;(Erzabbau)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 709205 / 183000
Literatur:
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Im Val Pinga de Russein fand in früheren Jahren ein Erzabbau oder ein Erzabbauversuch (Hämatit/Magnetit oder beides) statt. Nähere Angaben fehlen.
- Eisenerz: Hämatit und/oder Magnetit.
051_GR / Val Surplattas, Hinter Stotzig Grat, Tschingelstöck (westlich)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 706714 / 180116
Literatur:
- Isepponi, Franco; Schweizer Strahler; 2000; Seite 25 - 28; Wind und Wetter beim Ilmenitrosen-Fund 1987
In einem Culoir am westlichen Wandfuss der Tschingelstöcke. Die Koordinaten zeigen auf die Tschingelstöck.
- Chlorit: Sandig.
- Eisenrose:
- Ilmenit: Lose und auch auf Quarz, Rosetten bis 35 mm Durchmesser.
- Quarz:
052_GR / Val Surplattas, Tschingelstöck
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Disentis, Koordinaten ca.: 706400 / 180400
Literatur:
- Isepponi, Franco; Schweizer Strahler; 2018; Heft 4; Seite 2 - 9; Ein goldenes Jubiläum - und noch nicht müde
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 47 Isepponi beschreibt Funde von den Tschingelstöck auf ca 2700 m ü. M.
- Anatas: Auf Rauchquarz bis 12 mm Grösse.
- Ilmenit: In Rosen bis 32 mm Durchmesser.
- Rauchquarz: In aussergewöhnlicher Ausbildung. Die grösseren Kristalle lösen sich gegen die Spitze hin in Subindividuen auf. Die Gebilde wurden als 'Babylonquarz' bezeichnet. Bis 12 cm.
053_GR / Bündner Oberland, Rueun (Druckstollen)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Ilanz, Koordinaten ca.: 730740 / 182250
Literatur:
- Schüpbach, Thomas; Schweizer Strahler; 1991; Seite 433
Bei ca. 1.) 1720,
2.) 2530 Meter ab dem Fenster 2 Rueun (Vortriebsstollen),
3.) 4280 (Hauptstollen).
Die Koordinaten- und Höhenangaben beziehen sich auf den Ort Rueun und nicht auf den genauen Fundpunkt.
- Albit: 1.) bis 3 mm, durchscheinend bis durchsichtig. 3.) rasenartig, klein, weiss bis durchscheinend, tafelig, bis 3 mm.
- Anatas: 3.) sehr klein, 0.2 mm, goldgelb bis orange, plattig, selten Dipyramiden.
- Calcit: 1.) bis 3 mm, skalenoedrisch, porzellanweiss, 2.) bis 3 cm, opak bis durchscheinend, oft Zwillinge, 3.) bis 2 cm, interessante Form: steiles Rhomboeder mit Basis.
- Chlorit: 3.) grün, pulverig.- Dolomit: 1.) krustenartig auf Quarz und Albit, milchigweiss.
- Epidot: 3.) feinkristallin.
- Hämatit: 3.) klein, plattig, bis 1 mm.- Pyrit: 1.) sehr klein, 0.1 mm. 2.) stark korridiert bis 1 mm.
- Quarz: 1.) bis 2.5 cm, zum Teil mit Muzohabitus, auch Fadenquarz. 2.) in schlechter Ausbildung. 3.) Dauphinée-Habitus, zum Teil mit Chlorit überzogen, Muzohabitus, Fadenquarze.
054_GR / Ilanz (dt.), Glion (rätor.)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Ilanz, Koordinaten ca.: 735080 / 182010
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 222, 362
An der Strasse nach Disentis im Chloritschiefer. Genauere Angaben fehlen. Die Koordinaten zeigen auf Ilanz.
- Apatit: An der Strasse nach Disentis im Chloritschiefer. Wasserhelle kleine Kristalle zusammen mit Titanit, Quarz und Chlorit.
- Chalkopyrit:
- Chlorit:
- Epsomit: Am Eingang des Lugnezertales.
- Quarz:
- Sphalerit:
- Titanit: Auf Klüften eines Kupferkies und Zinkblende führenden Chloritschiefers, welcher quarzige Ausscheidungen zeigt. De kleinen von Bergkristalle begleiten, zum Teilsehr zahlreich aufgewachsenen Kristalle sind hellbraun bis grünlichbraun, durchsichtig bis stark durchscheinend, stark glänzend und bilden rhombisch oder spitzsechseitg tafelartige Kombinationen, meist Kontaktzwillinge.
055_GR / Ilanz (dt.), Glion (rätor.), Flond
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Ilanz, Koordinaten ca.: 731900 / 181000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 223 Westlich von Ilanz und wenig westlich von Flond im Verrucano.
- Fadenquarz: Klein.
056_GR / Ilanz (dt.), Glion (rätor.), Ravis, Ruis;(Bleierzabbau)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Ilanz, Koordinaten ca.: 730370 / 181820
Literatur:
- Fehlmann,H,: Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 275
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 370 Evtl. handelt es sich bei Ruis um das heutige Rueun. Die Koordinat zweigen auf den Banhof von Rueun. Etwa 350 m südöstlich des Bahnhofes Ruis befindet sich an einer Berglehne, auf der rechten Seite des Rheines, wenig über dessen Niveau, ein Vorkommen von Bleiglanz und Zinkblende (Siegfriedblatt 409). In den N 40° E streichenden, 30° SE einfallenden, gneisartigen, grünlichen, serizitischen Verrucano sind mit den Schichten parallel verlaufende, gewellte, bis mehrere Zentimeter dicke Erzadern eingelagert. Dieselben wurden im Streichen und im Einfallen von der Firma "G. Weinmann in Zürich" auf je etwa 5 m Länge mit Stollen verfolgt. Das Erz besteht aus feinkörnigem Bleiglanz und hellgelber, glänzender, derber Zinkblende, und ist mit quarziger und barytischer Gangmasse eng verwachsen. Die Arbeiten wurden im Dezember 1916 begonnen, aber nach kurzer Zeit wieder eingestellt.
- Baryt: Als Gangmasse.
- Galenit:
- Quarz: Als Gangmasse.
- Sphalerit: Hellgelb, glänzend, derb.
057_GR / Lumbrein
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 729800 / 171650
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
Die Koordinaten zeigen auf Lumbrein und nicht auf den genauen Fundpunkt. Im Trias-Basisarkose (mesozoischer Mantel des Gotthardmassivs), wenige Meter vom Kontakt mit den Gneisen des Gotthardmassivs entfernt. Genauere Angaben fehlen.
- Baryt: Weisse, trübe, tafelige Kristalle. Begleitmineralien: Quarz, Siderit, Dolomit.
- Dolomit:
- Quarz:
- Siderit: Limonitisiert.
058_GR / Lumnezia, Piz Coroi, Pizzo Coroi
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 717560 / 162410
Literatur:
- Wagner, Albert; Schweizer Strahler; 2009; Heft 1; Seite 24
Die Bergspitze liegt auf der Grenze zu Italien. Die Koordinaten zeigen auf den Gipfel.
- Calcit:
- Quarz: Bis 10 cm, wasserklar, teils Daphinée-Habitus.
059_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Greina, Tenigerbad (dt.), Bogn Tenigia (rätor.), Terrihütte, Piz Terri (Nordseite & Westseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 722240 / 162210
Literatur:
- Wagner, Albert; Schweizer Strahler; 2009; Heft 1; Seite 22-23
Die Koordinaten zeigen auf den Piz Terri. Wagner: Auf einer Erkundungstour nach dem Tenigerbad zur Terrihütte auf einem kleinen Sturzgebiet der granitischen, nördlichen Seite des Bachlaufs: kleine Quarze, Ilmenit (zum Teil in wenig Rutil umgewandelt), wenig Titanit, Muskovit , Spuren von Klinochlor. Von dieser Gegend aus in Richtung Piz Terri (3149 m ü. M.) durch das schieferige Geröll: reichliche Hinweise auf zerstörte Klüfte und Kluftmineralien mit nicht sehr guter Qualität. Feststellbar waren Quarz, Calcit, Albit, Muskovit, Chlorit. Piz Terri Nordseite: Nicht optimal für Kluftfunde. Piz Terri Westseite: Die Westseite zeigt viele senkrechte Quarz- und Calcitadern und ist eher erfolgsversprechend. Die Westseite und die steile Wand werden als 'weisses Gebiet' bezeichnet.
- Albit:
- Chlorit:
- Muskovit:
- Quarz:
060_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Länta, Lampertsch Alp, Lampertschalp
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 723670 / 158170
Literatur:
- Koenigsberger, J.; 1917; Über alpine Minerallagerstätten, Erster Teil, Seite 1 - 25- Schmid, Daniel; Schweizer Strahler; 2008; Heft 1; Seite 2 - 8
- Adular:
- Chlorit:
- Quarz:
061_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Länta, Läntahorn, Läntahütte
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 723000 / 155750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 154
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 218
Aus der Umgebung der Hütte sind einige Quarzfunde bekannt geworden.
- Quarz: In klarer Erscheinung.
062_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Länta, Val Nova (Westseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 722920 / 158800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 151,152
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 217
- Schmid, Daniel; Schweizer Strahler; 2008; Heft 1; Seite 2 - 8
Nördlich über der Lampertsch Alp auf 2400 m ü. M.
- Adular: Als Zwillinge oder Vierlinge. Diagonalen bis 8 cm.
- Chlorit:
- Danburit: Auf Stufen, wasserhell, schlankprismatisch, oft zweispitzig, auch krustig auf dem Quarz.
- Quarz:
063_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Länta, Val Nova
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 756000 / 155320
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 216
- Schmid, Daniel; Schweizer Strahler; 2008; Heft 1; Seite 2 - 8
Eine genauere Fundortbeschreibung fehlt leider (Parker). Funde stammen aus der Nähe des Grates.
- Adular:
- Albit:
- Morion:
- Quarz:
- Rosafluorit:
064_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Länta, Val Nova, Piz Scharboden, Piz Scharboda
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 723600 / 159450
Literatur:
- Koenigsberger, J.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1906-1907; Band 9; Heft 3; Seite 438; Beryll aus dem Valser-Tal
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 152
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 216
Parker: Eine Fundstelle wird mit dem Westabhang des Piz Scharboda, gegen das Val Nova, angegeben (1) eine weitere mit der allgemeinen Bezeichnung 'Piz Scharboda' (2). Die erste Beschreibung erfolgte 1907 durch Koenigsberger.
- Beryll: 1) im Granitaplit, prismatisch, schön hellblau. In dem Adulagneiss am Westabhang des Piz Scharboden gegen die obere Val Nova, etwa eine Stunde nördlich von Lampertschalp hat der Mineraliensucher Peter Stoffel um 1905 in Vals-Platz (Kanton Graubünden) Gesteinsstücke gefunden, auf denen ein hellblaues Kluftmineral aufgewachsen war. Die Untersuchung zeigte, dass Beryll vorliegt, das erste Vorkommen als alpines Kluftmineral. Der Beryll ist mit rauchbraunem Quarz, teilweise auch etwas später als dieser, auf dem gebleichten und zersetzten Adulagneiss der Kluft aufgewachsen.
- Fluorit: Auch violettblaue Individuen.
- Rauchquarz: 1)
- Rosafluorit:
065_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Länta, Val Nova, Piz Scharboden, Piz Scharboda (westlich)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 723500 / 160050
Literatur:
- Koenigsberger, J.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1906-1909; Band 9; Heft 3; Seite 438; Beryll aus dem Valser-Tal
- Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 1967; Seite 12-14; Über neue Mineralfunde aus den Schweizer Alpen
Nördlich der Lampertsch Alp im unteren Läntatal (Valser Rhein).
- Beryll: Als alpines Kluftmineral.
066_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Länta, Val Nova, Torrone di Garzora
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 721985 / 159023
Literatur:
- Weibel, M.; Urner Mineralienfreund; 1992; Heft 3; Seite 7
Knapp jenseits über die Grenze zu Graubünden.
- Adular: Mehrere Funde. Ausbildung nach dem Bavenoer- und Manebacher-Gesetz, mit Fibbia- und Orthoklas-Habitus.
067_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Länta, Val Nova, Torrone di Garzora, Vernokhörner
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 721750 / 158400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
Östlich des Stausees Lago di Luzzone im Adulagneis.
- Eisenrose: Klein.
- Hämatit: Klein, tafelig.
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Rutil: Sehr klein, orangegelbe Prismen.
068_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Länta, Val Nova, Vernokhörner
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 721750 / 158250
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 218
- Adular: Milchigweiss, Zwillinge, Maderaner-Habitus, bis 10 cm gross.
- Anatas: Tafelig, grünlich-durchsichtig, klein.
- Chlorit:
069_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Piz Regina (Gipfelnähe), Péz Regina (Gipfelnähe)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 729995 / 168039
Literatur:
- Bürgi, Willi; Schweizer Strahler; 2004; Heft 1; Seite 10 - 13; Die Strahlen am Piz Regina
- Weibel, Max; Urner Mineralienfreund; 2005; Heft1; Seite 10 – 11
- Weiss, Stefan; Lapis; 2003; Heft 11; Seite 5
Ca. 100 Meter unterhalb des Gipfels, konnte in mehrjähriger Arbeit eine Kluft mit 2 Riesenkristallen und zahlreichen Einzelstufen und Einzelkristallen ausgebeutet werden.
- Quarz: Fund von Flepp Michael im Jahre 2002 (-2003). Quarz bis 82 cm, zum Teil als Doppelender ausgebildet, 2 Riesenstufen mit einem Gewicht von 1140 kg und 950 kg. Teilweise weisen die Kristalle Phantombildungen (Toneinschlüsse) auf. Die Kluft, welche bis zur Entdeckung der Grossstufen bereits ein Ausmass von 15 x 8 Meter besass, lieferte unzählige und dank den dunkelgrauen bis schwarzen Toneinschlüssen speziell schön wirkende Kristalle. Angeblich gelang dem Bruder des Finders unterhalb dieser Kluft ein weiterer Fund der ebenso schöne, wenn auch nicht so grosse Kristalle lieferte.
070_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Piz Setzner (Nordseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 727412 / 174425
Literatur:
- Morelli,K.; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 1-8
Siehe auch Beschreibung unter 'Lugnez (allgemein)'. Auf der Gipfelnordseite in einer Grünschieferzone mehrere Klüfte mit Quarz und Calcit.
- Calcit:
- Quarz: Meistens mit Eisenhydroxid überzogen, auch mit aufsitzenden Calcitrhomboedern. Die grössten Kristalle erreichen 8 cm.
071_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Piz Terri, Alp Scharboda
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 724750 / 162200
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 150 Die Fundstelle wird als zwischen dem Piz Terri und gegen die Alp Scharboda liegend beschrieben.
- Anatas:
- Chlorit:
- Quarz:
- Rutil:
- Sagenit:
072_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Piz Zamour (Westwand)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 720942 / 164585
Literatur:
- Jung, Walter; Eclogae Geologicae Helvetiae;1956;Band 63; Heft 2; Seite 653 - 754; Die mesozoischen Sedimente am Südostrand des Gotthard-Massivs (zwischen Plaun la Greina und Versam)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 225
Östlich des Passo della Greina, in der Westwand des Piz Zamour im zweiten Triaszug. Schöne Quarzstufen barg der zweite Triaszug, zwischen der Puzzatscher und der Zamuor-Schuppe, in der W-Wand des Piz Zamuor. In einer 1 m mächtigen, stark verschuppten Lage von Quartenschiefern und Quarziten lieferte eine 0,4 m hohe Kluft mehrere bis kopfgrosse Stufen mit Quarz und Kalzit. Die späten Bewegungen haben die einzelnen Gruppen vom quarzitischen Muttergestein losgelöst, so dass sie in der Füllmasse der Kluft, in Trümmern von Quartenschiefern eingebettet lagen. Leider trüben zahlreiche Sprünge die Prismen, deren Spitze zudem meistens angeschlagen ist. Die Verzerrungen der Rhomboeder sind weniger stark, dagegen treten lamellenartige, tafelige Formen auf. - Calcit: Bis faustgross, vorwiegend Skalenoeder aber auch Rhomboeder, oft angeätzte Oberfläche und fein limonitisiert. Die Calcite erscheinen direkt neben dem Quarz in bis faustgrossen Individuen, bei denen die Skalenoederform überwiegt. Die Rhomboeder sind eher selten ausgebildet. Die Oberfläche ist häufig leicht angeätzt und mit einer feinen limonitischen Schicht überzogen. Über die ganze Stufe zieht sich eine mm-dicke Kruste von Calcit, bei deren Weglösen neben zahlreichen Limonitnestern einzelne braungelbe Dolomitkristalle erscheinen. Die Oberfläche der ganzen Stufe ist von zahlreichen ca. 3 mm grossen Pyriten übersät.
- Dolomit: Braungelb (erst nach dem Weglösen des Calcites hervorgetreten).
- Limonit: In Knollen.
- Pyrit: Bis 3 mm, über die ganze Quarzstufe verstreut.
- Quarz: Bis 5 cm, mit fahnen- und schlierenbildenden Einschlüssen, oft abgebrochen und wieder verheilt, wobei die erste Generation einen Lamellenaufbau nach Baumbauer aufweist und die zweite Generation normalen Wachstum zeigt, bis kopfgrosse Stufen, wegen der Erdbewegung oft mit Sprüngen.
073_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Piz da Ruinas Neras, Piz Miezdi
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 728310 / 167140
Literatur:
- Guess, Stephan; Schweizer Strahler; 2007; Heft 3; Seite 2 - 7
Auf ca. 2500 m ü. M. in einer Rinne unterhalb des Gipfels. Im Schweizer Strahler, 2007/4, Seite 4, ist ein Bild mit dem eingekreisten Fundort zu sehen.
- Baryt: In perfekter Ausbildung, bis 45 mm Kantenlänge, weiss bis blau, mit Zonierung, zusammen mit Quarz und zum Teil auch auf diesem aufgewachsen.
- Quarz: Wasserklar, zusammen mit Baryt.
074_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Seewis (dt.) i.O., Sevgein (rätorom.), Riein
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 737100 / 178600
Literatur:
- Peretti, Adolf; Urner Mineralienfreund; 1981; Heft 1; Seite 27-28
- Vital, Aninna; Schweizer Strahler; 1974; Seite 310-318; Bergkristalle des vorderen Lugnez
Die kalkigen Bündnerschiefer nordöstlich von Riein sind vor allem gegen die Klüfte hin stark ausgelaugt und mit Eisenhydroxid durchsetzt. Schmalste, durch Schieferung diskordant und senkrecht verlaufende mineraldurchsetzte Spalten sind vollständig mit Eisenhydroxid ausgefüllt.
- Calcit:
- Pyrit: Kleine Würfelchen, schwarz glänzend.
- Quarz: Zum Teil in verzerrten Formen. Bis cm-Länge (Riein).
- Talk:
075_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), St. Martin
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 733300 / 170600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 150
Diese Lokalität ist auf dem Weg ins Valsertal anzutreffen.
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Quarz:
- Rutil:
076_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Uors
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 733550 / 173950
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978;Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
Die Koordinaten zeigen auf Uors und nicht auf den näheren Fundpunkt. Im Tonschiefer der unteren Stgir-Serie (Lias) der Scopi-Zone (Ultrahelvetikum).
- Aragonit:
- Baryt: Tafelige Kristalle mit einer rinnenartigen Vertiefung entlang m(210), die durch Wachstumsbehinderung, vermutlich wegen Einlagerung von Talkschüppchen, gebildet wurde. Begleitmineralien: Quarz, Calcit, Eisenkarbonate (limonitisiert), Aragonit, Talk.
- Calcit:
- Quarz: Flache Ausbildung.
- Talk: Als Kluftfüllung.
077_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Val Gronda, Alpe Nova, Grenerberg, Grener Berg
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 725134 / 172623
Literatur:
- Morelli,K.; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 1-8
Als Grenerberge wird die steinige und felsige Ostseite des Val Gronda westwärts von der Alp Nova bezeichnet.
- Baryt:
- Quarz: Bis 5 cm, mit Barytscheiben.
078_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Val Renastga (Val Serenasca?)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 736888 / 177771
Literatur:
- Luginbühl, H.; Urner Mineralienfreund; 1998; Heft 1; Seite 8-10
- Soom, M. & Stalder, Hans Anton & Armbruster, Th.; SMPM 67;; Seite 396-397
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 48,195,271
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
- Zanelli, Remo & Meyer, Richard & Roth, Philippe & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 2022; Heft 1; Seite 17-23; Überraschungen aus dem Bündnerschiefer
Der erste Topas in den Schweizer Alpen wurde erst 1983 durch H. Luginbühl gefunden. Weitere interessante Mineralien stammen aus einer Kupfer-Blei-Zink-Vererzung (1) in der wilden Schlucht Val Renastga.
- Apatit: Isometrisch, bis 1 mm, farblos.
- Aragonit: Weisse Ueberzüge, teilweise mit schöner Eisenblüte.
- Aurichalcit: (1) Hellblau, zusammen mit Smithsonit
- Azurit: Dicht.
- Baryt: Tafelig, bis 5 mm, weiss, rosa.
- Bornit: Derb.
- Bournonit: Derb, neben Galenit.
- Brianyoungit: (1) Zusammen mit Sphalerit. Ein für die Schweiz sehr seltenes Mineral.
- Brochantit: (1)
- Calcit: Skalenoeder, bis 4 mm, farblos, grau. (1)
- Cerussit: Kugelig, dipyramidal, bis 1mm, farblos. (1)
- Chalkopyrit: Skalenoedrisch, bis 2 mm.
- Coelestin: Säulig, bis 1 mm, farblos.
- Cumengeit: (1) Intensiv blaue bis hellblaue oktaedrische Kristalle unter 1 mm. Erstfund für di Schweiz.
- Dickit: Winzig, weiss, schuppig, auch als Einschluss im Quarz (Soom, 1988), in der Schweiz erst dreimal sicher bestimmt worden, das Mineral ist wegen seiner glimmerartigen Erscheinung nicht leicht als Dickit zu erkennen.
- Dolomit: Sattelförmig, bis 20 mm, farblos, weiss.
- Fadenquarz: (1) Aggregate in Kombination mit Quarz im Normalhabitue und Fadenquarz bis 10 cm. Teils mit weissen, haarförmigen Einschlüssen.
- Fluorit: Würfelig, bis 1 mm, farblos, lila.
- Galenit: Kuboktaedrisch, bis 13 mm. (1) Aggregate bis 5.5 cm.
- Gips: Faserig, bis 3 mm, weiss.
- Goyazit: Bis 1 mm, würfelig, braunorange, pseudokubisch, in topas- und sulfidreichen Zonen im Triasdolomit (Soom et al., 1988).
- Greenockit: (1) Gelb.
- Hydrozinkit: (1)
- Limonit: Dicht. (1) Auf Quarz.
- Linarit: (1) Azurblau.
- Malachit: Dicht, kugelig, bis 1 mm.
- Meneghinit: Erstfund für die Schweiz. Bis 3 mm, nadelig, eingeschlossen in Quarz (Soom et al., 1988). Neben Topas in Quarz eingewachsen.
- Muskovit: Kugelig, bis 2 mm, silberfarbig.
- Pyrit: Pentagondodekaeder, bis 2 mm.
- Quarz: Langprismatisch, bis 3 cm, klar. (1)
- Schwefel: (1) Auf Galenit.
- Smithsonit: (1) Zusammen mit Aurichalcit.
- Sphalerit: Tetraedrisch, honiggelb, bis 10 mm.
- Tetraedrit: Bis 8 mm, metallischgrau.
- Tetraedrit-(Zn): (1) Bis 3 mm.
- Topas: Bis 1.6 cm, farblos bis schwach crèmefarbig, vierkantig, stengelig, im triasischen Dolomit.
079_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 727000 / 168450
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 225
- Peretti, Adolf; Urner Mineralienfreund; 1981; Heft 1; Seite 28
Unterhalb von Vrin. Im Bündnerschiefer werden immer wieder grössere Klüfte mit Quarzen von mehreren Dezimetern gefunden.
- Apatit: Tafelig, bis 3 mm Durchmesser, vielflächig.
- Calcit: Teils stark korrodiert, ähnlich dem sogenannten Kanonenspat.
- Chlorit:
- Pyrit: Klein, würfelig.
- Quarz: Im Windgällen-Habitus, mit vielen Quarzkeimen auf der Wachstumsoberseite. Bis mehrere Dezimeter lang.
- Rutil: Als haarfeine Nadeln bis 5 cm im Quarz eingewachsen.
080_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Alp Diesrut, Alp Ramosa, Alp Zamuor, Artg Diesrut, Aua da Diesrut, Canal, Pass Diesrut, Piz Stgir (Nordflanke), Piz Zamuor (Westgrat), Puzzatsch
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 721400 / 166750
Literatur:
- Beck, Markus; Lapis; 2019; Heft 6; Seite 12 - 16; Lugnez, Schweiz: Schöne Pyrite im Schwarzschiefer
- Jung, Walter; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1963; Band 56; Heft 2; Seite 653 - 754; Die mesozoischen Sedimente am Südostrand des Gotthard-Massivs (zwischen Plaun la Greina und Versam)
- Morelli, Kurt; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 1-8
Die Koordinaten weisen auf die Passhöhe.
Morelli:- Pass Diesrut: Die wichtigsten Fundstellen liegen in der Nordflanke über dem Pass Diesrut.
- Alp Diesrut, Alp Zamuor: Im Bereich dieser Alp aus den Bündnerschieferformationen mit Grünschiefereinlagerungen. Die Alp Diesrut liegt nördöstlich von Zamuor, resp. nördlich des Baches 'Aua da Diesrut'.
- Tobel der Aua da Diesrut: Die meisten fündigen Stellen liegen südlich der Alp Diesrut im Tobel der Aua da Disrut.
- Calcit: Piz Stgir (Nordflanke): Rhomboeder bis 12 cm. Tobel der Aua da Diesrut: rhomboedrisch. Klüfte der oberen Stgir-Serie: Die Kalzite erscheinen direkt neben dem Quarz in bis faustgrossen Individuen, bei denen die Skalenoederform überwiegt. Die Rhomboeder sind eher selten ausgebildet. Die Oberfläche ist häufig leicht angeätzt und mit einer feinen limonitischen Schicht überzogen. Über die ganze Stufe zieht sich eine mm-dicke Kruste von Kalzit, bei deren Weglösen neben zahlreichen Limonitnestern einzelne braungelbe Dolomitkristalle erscheinen.
- Dolomit: Einzelne braungelbe Dolomitkristalle unter Kalzitkrusten aus der oberen Stgir-Serie.
- Limonit: Limonitknollen.
- Pyrit: Tobel der Aua da Diesrut: Mit schwarzglänzender Oxidationsfarbe, auf Quarz. Einzelne Würfel bis 6 cm. Klüfte der oberen Stgir-Serie: Bis 3 mm grosse Kristalle auf Stufen mit ander Minerlien (Calcit, Quarz). Prachtvolle glänzende Pyritstränge bis 32 cm im schwarzen Schiefer (Beck).
- Pyrrhotin: Vorkommen:
- Alp Diesrut, Alp Zamuor,
- Tobel der Aua da Diesrut, als Einschlüsse im Quarz.
- Quarz: Im Tobel der Aua da Diesrut oft mit s-Fläche.
Artg Diesrut: In den Klüften der Quarzite kann man häufig bis fingerdicke Bergkristalle entdecken
Klüfte der oberen Stgir-Serie: hier treten häufig kleine Bergkristalle auf. Diese dünnen, bis 5 cm langen Kristalle weisen im vorderen Teil weisse Einschlüsse auf, die Fahnen und Schlieren bilden. Vielfach sind die Kristalle abgebrochen und später an beiden Enden weitergewachsen, so dass sie heute zweispitzig erscheinen. Die Individuen sind langstängelig, flächenarm und weisen starke Verzerrungen auf. Die schönsten Quarzstufen barg der zweite Triaszug, zwischen der Puzzatscher- und der Zamuor-Schuppe, in der W-Wand des Piz Zamuor. In einer 1 m mächtigen, stark verschuppten Lage von Quartenschiefern und Quarziten lieferte eine 0,4 m hohe Kluft mehrere bis kopfgrosse Stufen mit Quarz und Kalzit. Die späten Bewegungen haben die einzelnen Gruppen vom quarzitischen Muttergestein losgelöst, so dass sie in der Füllmasse der Kluft, in Trümmern von Quartenschiefern eingebettet lagen. Leider trüben zahlreiche Sprünge die Prismen, deren Spitze zudem meistens angeschlagen ist. Die Verzerrungen der Rhomboeder sind weniger stark, dagegen treten lamellenartige, tafelige Formen auf.
081_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Alp Scharboda
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 725230 / 162200
Literatur:
- Mory, Hans; Schweizer Strahler; 1988; Heft 3; Seite 97-101; Ein langer Tag
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 393
Die Koordinaten weisen auf das Gebiet der Alp Scharboda.
- Adular:
- Anatas:
- Synchisit-(Ce): Rosarot, tonnenförmig, hexagonal, mit Pinakoid, auf einzelnen Stufen reichlich, rasenartig, bis 2 mm (Mory, 1988).
082_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Alp Scharboda (westlich), Crunas
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 723250 / 162200
Literatur:
- Morelli, Kurt; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 1-8
Mehrere kleine Klüfte westlich der Alp Scharboda in den steilen Couloirs der Crunas. Die Klüfte liegen in einem hellen Gneis in einem Umkreis von ca. 200 Meter.
- Prehnit: Zum Teil auf Quarz aufgewachsen.
- Pyrit: Stark oxidiert und von Rost überzogen, würfelig und manchmal auf Quarz sitzend.
- Quarz: Bis 18 cm, manchmal gebogen, mit Limonitüberzug.
- Siderit: Sattelförmig gebogen.
083_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Alp Scharboda, Alp il Culm, Alp il Cuolm (nordwestlich)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 723200 / 163000
Literatur:
- Morelli, Kurt; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 3-8
Aus einem schwer zugänglichen Couloir. Die Koordinaten zeigen auf den ob der Alp liegenden Grat.
- Albit: Grosse, schneeweisse Gruppen bis 25 cm Durchmesser, Einzelkristalle bis 5.5 cm.
- Calcit: Rhomboeder
- Pyrit: Schwarzglänzende Würfel, bis 5mm.
- Quarz: Reichlich, aus einer 5 Meter langen Kluft.
084_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Alp Scharboda, Frunthorn
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 726000 / 161000
Literatur:
- Morelli, Kurt; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 3-8
Die wichtigsten Klüfte liegen im Bereich des Vorgipfels auf der Seite gegen die Alp Scharboda.
- Hämatit: Nur als kleine Häufchen, zum Teil ganze Flächen bedeckend.
- Rauchquarz: Bis18 cm.
085_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Glenner, Glogn
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 727068 / 168055
Literatur:
- Morelli,K.; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 1-8 Südlich vom Dorf, am Glenner (Glon) aus einigen kleinen Klüftchen.
- Calcit:
- Quarz: Zum Teil mit Toneinschlüssen.
086_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Greina, Alpe di Motterascio
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 720000 / 161500
Literatur: - Koenigsberger, J.; 1917; Über alpine Minerallagerstätten, Erster Teil, Seite 1 – 25
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 348
- Wiser, D. F.; Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefaktenkunde 1861, Seite 672
Kenngott erwähnt Mineralienfunde vom Wege von Vrin auf die Greina, die auf Klüften in Glimmerschiefer vorgekommen sind. Diese Angaben sind relativ ungnau. Koenigsberger erwähnt Quarz und Pyrit von der Alpe di Motterascio.
- Fluorit: Kenngott: Blass rosenrote bis fast farblose Oktaeder zusammen mit Rauchquarz und bis 1,5 Zoll Durchmesser mit Hämatit und Glimmerschüppchen als Anflüge. Wiser: Fünf einfache Oktaeder bilden mit 2 Rauchquarzen, welche ebenfalls ungleich gross sind, eine Gruppe von ungefähr 3 1/2" Länge und 2" Breite. Der grösste von den Flussspat-Oktaedern hat 13"' Kantenlänge, das kleinste hingegen nur 4"'. Am ersten ist hie und da ein dünner Anflug von Hämatit wahrnehmbar, und an verschiedenen Stellen der Gruppe sind ganz feine Schuppen von silberweissem Glimmer. Dieser Flussspat ist doppelfarbig, d.h. die Oktaeder zeigen einen rosenroten Kern und eine graulich-weisse Hülle. An dem grössten Kristall lassen sich auch noch stellenweise lichte pflaumenblaue Flecken wahrnehmen.
- Hämatit: Schuppenartig.
- Pyrit: Bis 7 cm von der Alpe di Moterascio.
- Quarz: Klein, von der Alpe di Moterascio.
- Rauchquarz: Wiser: 3" lang und 7"' dick, durchsichtig.
087_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Piz Cavel (Ostende)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 721030 / 168400
Literatur:
- Bächtiger, Kurt; Bergknappe; 1981/1; Heft 15; Seite 19 - 21; Der Bergbau in der Ur- und Frühgeschichte
- Fehr, Arthur; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1956; Band 36; Heft 2; Seite 349- 453; Petrographie und Geologie des Gebiets zwischen Val Zavragia-Piz Cavel und Obersaxen-Lumbrein (Gotthardmassiv-Ostende)
Die Koordinaten zeigen auf den Gipfel des Piz Cavel. 400 m östlich vom E-Ende des Quarzporphyrzuges am Piz Cavel wurden im von den steilen Abstürzen herabfallenden Schutt Stücke von quarzitischem Gneis aufgefunden, die namhafte Mengen von Erzen enthalten. Die Untersuchung mit dem Erzmikroskop ergab in erster Linie Arsenkies, dann in abnehmendem Masse Kupferkies, Magnetkies und Löllingit. Im Kupferkies fand sich überdies ein nicht sicher zu bestimmendes, stengeliges Erz, dessen Härte zwischen Arsenkies und Kupferkies liegt, und dessen Reflexionsvermögen ungefähr demjenigen entspricht. Es ist stark anisotrop, zeigt schwache Farbreflexe und internen lamellenartigen Aufbau. Eventuell handelt es sich um Boulangerit.
- Arsenopyrit: Erzmikroskopisch.
- Boulangerit: Nicht sicheres auftreten.
- Chalkopyrit: Erzmikroskopisch.
- Löllingit: Erzmikroskopisch.
- Pyrrhotin: Erzmikroskopisch.
088_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Piz Stgir - Piz Zamour, Piz Zamour
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 721550 / 165050
Literatur:
- Jung, Walter; Eclogae Geologicae Helvetiae;1956;Band 63; Heft 2; Seite 653 - 754; Die mesozoischen Sedimente am Südostrand des Gotthard-Massivs (zwischen Plaun la Greina und Versam)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 224
An der südlich von Vrin gelegen Bergkette Piz Stgir - Piz Zamour. Die obere Stgir-Serie besteht durchwegs aus braun anwitternden, grauen Quarziten und Kalksandsteinen, die häufig Crinoiden führen. Die massigen Bänke haben eine Mächtigkeit von 0,5-4 m und werden durch dünne Lagen von Kalkschiefern voneinander getrennt. Eine Schieferung der massigen Gesteine ist nur in der Anwitterung sichtbar. Auf den frischen Bruchflächen erkennt man meistens die parallel zur Schichtung orientierten Chloritoidkristalle als feine Flecken. Am NW-Grat des Piz Stgir ist eine Fossilschicht in der Höhe von 2665 m gut zugänglich aufgeschlossen. Die Fossilien erscheinen in zwei handbreiten Horizonten innerhalb der graublauen, 0,5 m mächtigen stark verschieferten Sandkalkbank, die am Piz Stgir unmittelbar unter den massigen gelbbraunen Quarziten der oberen Stgir-Serie liegen. Die trennenden Triaslamellen bestehen hauptsächlich aus Quartenschiefern, Dolomitschiefern, Gipslinsen und Quarziten,. Die Mächtigkeit variiert von 20 m bis hanbreite (hellgrüner Serizitphyllit). Oft treten Perlschnurgebilde auf: Ein ca. 1m breiter Zug von Phylliten und Dolomitschiefern enthält im Abstand von 10 bis 100 m Quarzitblöcke, die einen Durchmesser von bis zu 10 m erreichen können. In den Zerrklüften dieser Blöcke sind Quarzkristalle sehr häufig. In den Klüften der oberen Stgir-Serie treten oft kleine Bergkristalle auf. Diese dünnen, bis 5 cm langen Kristalle weisen im vorderen Teil weisse Einschlüsse auf, die Fahnen und Schlieren bilden. Vielfach sind die Kristalle abgebrochen und später an beiden Enden weitergewachsen, so dass sie heute zweispitzig erscheinen. Die Individuen sind langstengelig, flächenarm und weisen starke Verzerrungen auf.
- Calcit: Ausgebildet als Skalenoeder.
- Quarz: Oft limonitisiert, mit ausgeheilten s-Flächen. Dünn, bis 5 cm lang.
089_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Piz Terri (Nordwand)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 722240 / 162210
Literatur:
- Morelli,K.; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 3-8
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 342 Südlich von Vrin aus der Nordwand des Piz Terri (Steinschlag!).
- Quarz: Bis 30 cm (Morelli, 1994). Gruppen bis 30x18x15 cm.
090_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Piz Vrin (Südgrat), Piz da Vrin, Naun
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 724495 / 167592
Literatur:
- Morelli,K.; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 1-8
Im Tobel westlich von Naun (Südgrat des Piz Vrin) und unterhalb des Gipfels.
- Quarz: Aus dem Tobel Quarz zum Teil in grossen Gruppen und mit Rostüberzug. Unterhalb des Piz Vrin wasserklare Quarze bis 12cm.
091_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Piz da Vrin
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 724100 / 168750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 225
Von diesem Berg, östlich des Dörfchens Vrin, wird ein ausgiebiger Quarzfund beschrieben.
- Calcit: Grau, flach-rhomboedrisch.
- Muskovit: Silbrigweiss.
- Pyrit: In sehr kleinen Kristallen.
- Quarz: In Einzelkristallen, in gedrängter Kristallisation.
092_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Piz da Vrin, Rein pign
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 724150 / 167500
Literatur:
- Mory, Hans; Schweizer Strahler; 1988; Seite 177-181; Geblonde Haare
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 276
Dieses Tobel zieht sich dem Südgrat des Piz da Vrin entlang hinab.
- Calcit:
- Chalkopyrit:
- Chlorit:
- Markasit: Evtl. Markasit anstelle von Pyrit.
- Millerit: Gelb, messingfarbig, teils mit Anlauffarben, nadelig, bis 25 mm (Mory, Schweizer, 1988).
- Pyrit:
- Quarz:
093_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Piz la Capiala
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 724600 / 159800
Literatur:
- Morelli,K.; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 3-8
Auf der Ostseite nahe des Gipfels aus mehreren kleinen Klüftchen. Die Koordinaten weisen auf den Gipfel des Piz la Capiala.
- Adular: Klein.
- Rauchquarz: In hübschen Grüppchen.
094_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Puzzatsch, Alp Ramosa (oberhalb), Piz Tgietschen (östlich)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 721130 / 167300
Literatur:
- Bächtiger, Kurt; Bergknappe; 1981/1; Heft 15; Seite 19 - 21; Der Bergbau in der Ur- und Frühgeschichte
- Fehr, Arthur; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1956; Band 36; Heft 2; Seite 349- 453; Petrographie und Geologie des Gebiets zwischen Val Zavragia-Piz Cavel und Obersaxen-Lumbrein (Gotthardmassiv-Ostende)
Die Koordinaten zeigen auf den Piz Tgietschen. Wenig östlich des Piz Tgietschen (oberhalb der Alp Ramosa.) finden sich im Augengneis einige dem Streichen folgende, von Magnetit imprägnierte Zonen. Die ausgedehnteste ist etwa 4 m breit und ca. 100 m im Streichen verfolgbar. Sie sind relativ scharf begrenzt und teilen sich etwa in subparallele Apophysen auf. Auf den ersten Blick könnte man sie mit eingemuldeten Karbonschiefern verwechseln. Bei näherem Hinsehen erkennt man massenhaft millimetergrosse Magnetitoktaeder und grünlichschwarzen Biotit.
- Magnetit: In einer Mgnetit-Vererzung, massenhaft, millimetergross.
095_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Puzzatsch, Alp Ramosa
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 723500 / 167500
Literatur:
- Bächtiger, Kurt; Bergknappe; 1981/1; Heft 15; Seite 19 - 21; Der Bergbau in der Ur- und Frühgeschichte
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1981; Seite 437-467; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten V
- Morelli, Kurt; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 1-8
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 154
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 223
- Östlich unterhalb des Piz Tgietschen. Von dieser Alp sind einmalig besonders bemerkenswerte Barytkristalle gefunden worden. Der Fund stammte aus dem Quartenschiefer.
- Westlich des Weilers Puzzatsch aus einigen Klüften.
- Baryt: Tafelig, bis 6 cm breit und 1.5 cm dick, farblos, grau-trübe Oberfläche. Fund 1941.
- Cookeit: Gelblich, kugelig, bis 1 mm, aggregiert, Erstfund für die Schweiz 1972. Eine andere Quelle (Mineralienlexikon der Schweiz) erwähnt als ersten Fundort für die Schweiz Wergenstein!
- Quarz: Farblos. Zum Teil mit Toneinschlüssen und Phantombildungen.
096_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Puzzatsch, Alp Ramosa, Piz Cavel (Südostabhang)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 721030 / 168400
Literatur:
- Bächtiger, Kurt; Bergknappe; 1981/1; Heft 15; Seite 19 - 21; Der Bergbau in der Ur- und Frühgeschichte
- Fehr, Arthur; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1956; Band 36; Heft 2; Seite 349- 453; Petrographie und Geologie des Gebiets zwischen Val Zavragia-Piz Cavel und Obersaxen-Lumbrein (Gotthardmassiv-Ostende)
Die Koordinaten zeigen auf den Gipfel des Piz Cavel. Auf der Alp Ramosa durchschlagen sporadisch Calcitklüfte den Granitgneis, in welchen zentral Bleiglanz angeordnet ist. Sie werden von jüngerem Quarz durchsetzt.
- Calcit:
- Galenit:
097_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Sutpurdieni
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia
Literatur:
- Bächtiger, Kurt; Bergknappe; 1981/1; Heft 15; Seite 19 - 21; Der Bergbau in der Ur- und Frühgeschichte
- Bener, P.J.;1930; der Einfluss von Aenderungen der Verkehrsverhältnisse auf die Entwicklung Bündnerischer Gemeinden. II. Folge: Oberhalbstein, Lugnez, Safien. Beiträge zur Hebung der Bündnerischen Volkswirtschaft, 2. Heft.
Bener erwähnt Bleiglanz (Galenit) bei Sutpurdieni. Diese Lokalität ist auf der Karte nicht eingetragen.
- Galenit: Als Erz.
098_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Terrigletscher, Glatscher dil Terri
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 721000 / 162800
Literatur:
- Morelli, K.; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 3-8
Am Gletscherrand auf der Greinaseite. Die Koordinaten weisen auf den Gletscherrand, fast am Seeufer.
- Calcit:
- Quarz: Wasserklar, in Gruppen bis 40x25x14 cm, mit Dauphinée-Habitus und Uebergang zum Tessiner-Habitus.
099_GR / Curaglia (Stollen Curaglia - Surrein), Surrein (Stollen Curaglia - Surrein), Surrheim
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 708880 / 170260
Literatur:
- Wagner,Albert; Urner Mineralienfreund; 1979; Heft 3; Seite 71
Beim Vortrieb des Stollens Curaglia - Surrein ist erstmals Arsenopyrit aus einer Kluft geborgen worden. Es sollen Kristalle bis 2 cm zum Vorschein gekommen sein. Die Koordinaten- und Höhenangaben beziehen sich auf den Stolleneingang bei Curaglia und nicht auf den genauen Fundpunkt im Stollen.
- Arsenopyrit: Bis 2 cm.
100_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Mompé Medel, Mompe Medel, Lukmanierstrasse
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 708250 / 171900
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 105
- Rösch, O.; Urner Mineralienfreund; 1999; Heft 1; Seite 5-8
- Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 1967; Seite 53
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 369
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
Gute Fundmöglichkeiten bestehen in der Gegend der Lukmanier-Strassentunnel, unterhalb der Ortschaft Mompé Medel. Z.B. 172 Meter ab Ostportal.
- Albit: Klein, farblos.
- Anatas: Gelb, stumpfpyramidal.
- Ankerit:
- Apatit: Klein, wasserklar.
- Aragonit: Weiss, nadelig, als rezente Ausbildung.
- Calcit: Als dünne Schicht.
- Dolomit: Gelblich, braun, rhomboedrisch.
- Ferro-Magnesit: Diskusförmig, leicht bräunlich.
- Pyrit:
- Quarz: Zusammen mit den anderen Mineralien schöne Stufen bildend.
- Rutil:
- Siderit: Sattelförmig, in Rhomboederformen, limonitisiert.
- Talk:
- Turmalin:
101_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Mompé Medel, Mompe Medel, Ragisch
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 707800 / 171900
Literatur:
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1979; Seite 141-154; Mineralneufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten IV
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1992; Heft 4; Seite 412 - 414; 'Spargelstein' im Talk von Fornei oberhalb Val Carassina, Val Blenio TI
In der Nähe des Dorfes Ragisch, im Talkgestein (Spargelstein, im Magnesit-Dolomitgestein WNW von Mompé Medel (Annabergit).- Annabergit: In kleinen Drusen des Magnesit-Dolomitgesteins, halbkugelig einige mm Durchmesser auch als Krusten.
- Apatit: Als sogenannter Spargelstein.
- Dolomit: Weiss.
- Ferro-Magnesit: Leicht bräunlich - durchsichtig.
102_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Mompé Medel, Mompe Medel, Ragisch, Sontga Gada (Kapelle), Unter Segnes;(Talksteinabbau)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 707850 / 172490
Literatur:
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1986/2, Heft 36; Seite 6-10; Der Bergbau im Bündner Oberland: Die Talksteingruben von Disentis und Umgebung
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1995/2; Heft 72; Seite 20-24; Ein altes Gewerbe neu entdeckt: Lavezstein, Soazza-Misox und Disentis-Oberland
Die Koordinaten zeigen auf Songa Gada. Talksteinbruch: Im tiefen Einschnitt des Quertalstückes bei Ragisch setzt der Haupttalsteinzug über den Vorderrhein. Auf seiner Westseite befindet sich eine verlassene Ofensteingrube, ghenannt 'Unter Segnes'. Grünes Chlorit-Serpentingestein, reich an weissen und roten Adern von Quarz und Karbonaten und von grobschuppigem, eisblaugrünem Talk. Der Talksteinzug von Ragisch setzt sich nach ENE fort, anscheinend bis zum Steilhang nördlich Mompé Medel, gegenüber der Kapelle St. Gada. Dort, 50 Meter SE des Stoilleneingangs, scheint das Talkgestein plötzlich zu endigen. Dies ist das weitaus wichtigste Vorkommen. In den alten, gänzlich verschütteten Ofensteingruben, findet man lose lose Stücke von rein weissen und grünlichen Talkgesteinen, die sich zu Mahlzwecken von zweiter bis erster Qualität erweisen und alles übrige Material der Schweiz an Reinheit übertreffen. Durch Schürfen ist das Anstehende dieses herrlichen Materials aufgedeckt und zutage früher in Abbau genommen worden. Es liegt 58 Meter SSE des Stolleneingangs bei 1186 m ü. M., ist bis 6 cm mächtig und von bester Qualität. In den 1917 begonnenen, noch unfertigen Stollen gegenüber St. Gada wurden bis zum 36. Meter die gewöhnlichen Sericitschiefer angetroffen, die bei 17 bis 25.6 Meter sehr reichlich fein verteilten Pyrit enthalten. Der mittlere Teil des Intrusivlagerganges ist von Schutt verdeckt, der obere aber SW über dem Stolleneingang wieder aufgeschlossen, massiges grünes Gestein mit Rutschflächen und mehreren kluftartigen Lager von reinem, weissem faserigem Talk von je 20 bis 50 cm Mächtigkeit. Die oberste derselben ist reich an prächtigen Magnetit-Oktaedern, die sich aus dem weichen Gestein vollkommen lösen lassen. Diese reinen Talklager enthalten auch Adern von schuppigem Sekretionskalk und braunem Eisenspat.
- Lavezstein:
- Magnetit: Schöne Oktaeder, eingebettet im weichen Gestein und gut von diesem lösbar.
- Pyrit: Reichlich und fein verteilt im mittleren Stollenabschnitt.
- Talk:
103_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Mompé Medel, Mompe Medel, Scaleglia, Ragisch, Crusch, Sontga Gada
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 708160 / 171400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 103
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 150,165
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 141
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
Die auf der Karte nicht eingetragene Lokalität liegt genau bei den Koordinatenangaben, südlich von Disentis. Parker beschreibt Vorkommen aus den Felshängen zwischen Ragisch (östlich) und Crusch. Im Mineralienlexikon wird auf die Abbaustätte (Ofenstein) von Serpentin und Talkschiefer verwiesen.
- Adular: Gedreht, chloritgefüllt.
- Anatas: Blau - bräunlich, spitz- bis stumpfpyramidal.
- Apatit: - Brookit: Relativ reichlich, honigbraun.- Calcit:
- Chlorit: Schwarzgrün, schuppig.
- Dolomit: In schöner Ausbildung, milchigweiss, grünlich, wasserklar, weiss, Rhomboeder, rötlich fluoreszierend (Kurzwellen und Langwellen).
- Ilmenit:
- Limonit:
- Magnetit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil: Feinhaarig, dicknadelig, auch als Einschluss im Quarz.
- Serpentin:
- Siderit: Braun, gelblich, flachrhomboedrisch-linsenförmig, neben reichlich Dolomit und etwas Calcit (Weibel, 1964b).
- Talk: Lagerstätte, schön grobblättrig, grünlicher Farbton
104_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Mompé Medel, Ragisch
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 707500 / 172100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 166
Westlich des Punktes 1250, oben im Felsanriss und nordwestlich weiter unten, nahe am Vorderrhein.
- Chlorit: Hellgrün.
- Dolomit: Eisenarm, bis 3 cm, weiss bis farblos, durchsichtig.
- Ferro-Magnesit: Bis 8 mm, diskusförmig.
- Quarz:
105_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Mompé Tujetsch, Mompe Tujetsch, Mompé Tavetsch, Ragisch, Unter-Segnes, Mompe Medel;(Talkabbau)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 706050 / 171210
Literatur:
- Fehlmann, Hans; Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 203-205
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe (Bündner Bergbau; 1986/2, Heft 36; Seite 6-10; Der Bergbau im Bündner Oberland: Die Talksteingruben von Disentis und Umgebung
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
Talksteingrube: Zwei verlassene Gruben oberhalb des Dorfes bei etwa 1440 m ü. M. befinden sich in den Sericitschiefern (Talkschiefer), welcher das Tal quert und beim Mompé Medel fortsetzt.
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 151,152
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 217
- Schmid, Daniel; Schweizer Strahler; 2008; Heft 1; Seite 2 - 8
Nördlich über der Lampertsch Alp auf 2400 m ü. M.
- Adular: Als Zwillinge oder Vierlinge. Diagonalen bis 8 cm.
- Chlorit:
- Danburit: Auf Stufen, wasserhell, schlankprismatisch, oft zweispitzig, auch krustig auf dem Quarz.
- Quarz:
063_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Länta, Val Nova
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 756000 / 155320
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 216
- Schmid, Daniel; Schweizer Strahler; 2008; Heft 1; Seite 2 - 8
Eine genauere Fundortbeschreibung fehlt leider (Parker). Funde stammen aus der Nähe des Grates.
- Adular:
- Albit:
- Morion:
- Quarz:
- Rosafluorit:
064_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Länta, Val Nova, Piz Scharboden, Piz Scharboda
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 723600 / 159450
Literatur:
- Koenigsberger, J.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1906-1907; Band 9; Heft 3; Seite 438; Beryll aus dem Valser-Tal
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 152
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 216
Parker: Eine Fundstelle wird mit dem Westabhang des Piz Scharboda, gegen das Val Nova, angegeben (1) eine weitere mit der allgemeinen Bezeichnung 'Piz Scharboda' (2). Die erste Beschreibung erfolgte 1907 durch Koenigsberger.
- Beryll: 1) im Granitaplit, prismatisch, schön hellblau. In dem Adulagneiss am Westabhang des Piz Scharboden gegen die obere Val Nova, etwa eine Stunde nördlich von Lampertschalp hat der Mineraliensucher Peter Stoffel um 1905 in Vals-Platz (Kanton Graubünden) Gesteinsstücke gefunden, auf denen ein hellblaues Kluftmineral aufgewachsen war. Die Untersuchung zeigte, dass Beryll vorliegt, das erste Vorkommen als alpines Kluftmineral. Der Beryll ist mit rauchbraunem Quarz, teilweise auch etwas später als dieser, auf dem gebleichten und zersetzten Adulagneiss der Kluft aufgewachsen.
- Fluorit: Auch violettblaue Individuen.
- Rauchquarz: 1)
- Rosafluorit:
065_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Länta, Val Nova, Piz Scharboden, Piz Scharboda (westlich)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 723500 / 160050
Literatur:
- Koenigsberger, J.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1906-1909; Band 9; Heft 3; Seite 438; Beryll aus dem Valser-Tal
- Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 1967; Seite 12-14; Über neue Mineralfunde aus den Schweizer Alpen
Nördlich der Lampertsch Alp im unteren Läntatal (Valser Rhein).
- Beryll: Als alpines Kluftmineral.
066_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Länta, Val Nova, Torrone di Garzora
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 721985 / 159023
Literatur:
- Weibel, M.; Urner Mineralienfreund; 1992; Heft 3; Seite 7
Knapp jenseits über die Grenze zu Graubünden.
- Adular: Mehrere Funde. Ausbildung nach dem Bavenoer- und Manebacher-Gesetz, mit Fibbia- und Orthoklas-Habitus.
067_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Länta, Val Nova, Torrone di Garzora, Vernokhörner
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 721750 / 158400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
Östlich des Stausees Lago di Luzzone im Adulagneis.
- Eisenrose: Klein.
- Hämatit: Klein, tafelig.
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Rutil: Sehr klein, orangegelbe Prismen.
068_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Länta, Val Nova, Vernokhörner
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 721750 / 158250
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 218
- Adular: Milchigweiss, Zwillinge, Maderaner-Habitus, bis 10 cm gross.
- Anatas: Tafelig, grünlich-durchsichtig, klein.
- Chlorit:
069_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Piz Regina (Gipfelnähe), Péz Regina (Gipfelnähe)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 729995 / 168039
Literatur:
- Bürgi, Willi; Schweizer Strahler; 2004; Heft 1; Seite 10 - 13; Die Strahlen am Piz Regina
- Weibel, Max; Urner Mineralienfreund; 2005; Heft1; Seite 10 – 11
- Weiss, Stefan; Lapis; 2003; Heft 11; Seite 5
Ca. 100 Meter unterhalb des Gipfels, konnte in mehrjähriger Arbeit eine Kluft mit 2 Riesenkristallen und zahlreichen Einzelstufen und Einzelkristallen ausgebeutet werden.
- Quarz: Fund von Flepp Michael im Jahre 2002 (-2003). Quarz bis 82 cm, zum Teil als Doppelender ausgebildet, 2 Riesenstufen mit einem Gewicht von 1140 kg und 950 kg. Teilweise weisen die Kristalle Phantombildungen (Toneinschlüsse) auf. Die Kluft, welche bis zur Entdeckung der Grossstufen bereits ein Ausmass von 15 x 8 Meter besass, lieferte unzählige und dank den dunkelgrauen bis schwarzen Toneinschlüssen speziell schön wirkende Kristalle. Angeblich gelang dem Bruder des Finders unterhalb dieser Kluft ein weiterer Fund der ebenso schöne, wenn auch nicht so grosse Kristalle lieferte.
070_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Piz Setzner (Nordseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 727412 / 174425
Literatur:
- Morelli,K.; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 1-8
Siehe auch Beschreibung unter 'Lugnez (allgemein)'. Auf der Gipfelnordseite in einer Grünschieferzone mehrere Klüfte mit Quarz und Calcit.
- Calcit:
- Quarz: Meistens mit Eisenhydroxid überzogen, auch mit aufsitzenden Calcitrhomboedern. Die grössten Kristalle erreichen 8 cm.
071_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Piz Terri, Alp Scharboda
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 724750 / 162200
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 150 Die Fundstelle wird als zwischen dem Piz Terri und gegen die Alp Scharboda liegend beschrieben.
- Anatas:
- Chlorit:
- Quarz:
- Rutil:
- Sagenit:
072_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Piz Zamour (Westwand)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 720942 / 164585
Literatur:
- Jung, Walter; Eclogae Geologicae Helvetiae;1956;Band 63; Heft 2; Seite 653 - 754; Die mesozoischen Sedimente am Südostrand des Gotthard-Massivs (zwischen Plaun la Greina und Versam)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 225
Östlich des Passo della Greina, in der Westwand des Piz Zamour im zweiten Triaszug. Schöne Quarzstufen barg der zweite Triaszug, zwischen der Puzzatscher und der Zamuor-Schuppe, in der W-Wand des Piz Zamuor. In einer 1 m mächtigen, stark verschuppten Lage von Quartenschiefern und Quarziten lieferte eine 0,4 m hohe Kluft mehrere bis kopfgrosse Stufen mit Quarz und Kalzit. Die späten Bewegungen haben die einzelnen Gruppen vom quarzitischen Muttergestein losgelöst, so dass sie in der Füllmasse der Kluft, in Trümmern von Quartenschiefern eingebettet lagen. Leider trüben zahlreiche Sprünge die Prismen, deren Spitze zudem meistens angeschlagen ist. Die Verzerrungen der Rhomboeder sind weniger stark, dagegen treten lamellenartige, tafelige Formen auf. - Calcit: Bis faustgross, vorwiegend Skalenoeder aber auch Rhomboeder, oft angeätzte Oberfläche und fein limonitisiert. Die Calcite erscheinen direkt neben dem Quarz in bis faustgrossen Individuen, bei denen die Skalenoederform überwiegt. Die Rhomboeder sind eher selten ausgebildet. Die Oberfläche ist häufig leicht angeätzt und mit einer feinen limonitischen Schicht überzogen. Über die ganze Stufe zieht sich eine mm-dicke Kruste von Calcit, bei deren Weglösen neben zahlreichen Limonitnestern einzelne braungelbe Dolomitkristalle erscheinen. Die Oberfläche der ganzen Stufe ist von zahlreichen ca. 3 mm grossen Pyriten übersät.
- Dolomit: Braungelb (erst nach dem Weglösen des Calcites hervorgetreten).
- Limonit: In Knollen.
- Pyrit: Bis 3 mm, über die ganze Quarzstufe verstreut.
- Quarz: Bis 5 cm, mit fahnen- und schlierenbildenden Einschlüssen, oft abgebrochen und wieder verheilt, wobei die erste Generation einen Lamellenaufbau nach Baumbauer aufweist und die zweite Generation normalen Wachstum zeigt, bis kopfgrosse Stufen, wegen der Erdbewegung oft mit Sprüngen.
073_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Piz da Ruinas Neras, Piz Miezdi
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 728310 / 167140
Literatur:
- Guess, Stephan; Schweizer Strahler; 2007; Heft 3; Seite 2 - 7
Auf ca. 2500 m ü. M. in einer Rinne unterhalb des Gipfels. Im Schweizer Strahler, 2007/4, Seite 4, ist ein Bild mit dem eingekreisten Fundort zu sehen.
- Baryt: In perfekter Ausbildung, bis 45 mm Kantenlänge, weiss bis blau, mit Zonierung, zusammen mit Quarz und zum Teil auch auf diesem aufgewachsen.
- Quarz: Wasserklar, zusammen mit Baryt.
074_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Seewis (dt.) i.O., Sevgein (rätorom.), Riein
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 737100 / 178600
Literatur:
- Peretti, Adolf; Urner Mineralienfreund; 1981; Heft 1; Seite 27-28
- Vital, Aninna; Schweizer Strahler; 1974; Seite 310-318; Bergkristalle des vorderen Lugnez
Die kalkigen Bündnerschiefer nordöstlich von Riein sind vor allem gegen die Klüfte hin stark ausgelaugt und mit Eisenhydroxid durchsetzt. Schmalste, durch Schieferung diskordant und senkrecht verlaufende mineraldurchsetzte Spalten sind vollständig mit Eisenhydroxid ausgefüllt.
- Calcit:
- Pyrit: Kleine Würfelchen, schwarz glänzend.
- Quarz: Zum Teil in verzerrten Formen. Bis cm-Länge (Riein).
- Talk:
075_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), St. Martin
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 733300 / 170600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 150
Diese Lokalität ist auf dem Weg ins Valsertal anzutreffen.
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Quarz:
- Rutil:
076_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Uors
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 733550 / 173950
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978;Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
Die Koordinaten zeigen auf Uors und nicht auf den näheren Fundpunkt. Im Tonschiefer der unteren Stgir-Serie (Lias) der Scopi-Zone (Ultrahelvetikum).
- Aragonit:
- Baryt: Tafelige Kristalle mit einer rinnenartigen Vertiefung entlang m(210), die durch Wachstumsbehinderung, vermutlich wegen Einlagerung von Talkschüppchen, gebildet wurde. Begleitmineralien: Quarz, Calcit, Eisenkarbonate (limonitisiert), Aragonit, Talk.
- Calcit:
- Quarz: Flache Ausbildung.
- Talk: Als Kluftfüllung.
077_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Val Gronda, Alpe Nova, Grenerberg, Grener Berg
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 725134 / 172623
Literatur:
- Morelli,K.; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 1-8
Als Grenerberge wird die steinige und felsige Ostseite des Val Gronda westwärts von der Alp Nova bezeichnet.
- Baryt:
- Quarz: Bis 5 cm, mit Barytscheiben.
078_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Val Renastga (Val Serenasca?)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 736888 / 177771
Literatur:
- Luginbühl, H.; Urner Mineralienfreund; 1998; Heft 1; Seite 8-10
- Soom, M. & Stalder, Hans Anton & Armbruster, Th.; SMPM 67;; Seite 396-397
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 48,195,271
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
- Zanelli, Remo & Meyer, Richard & Roth, Philippe & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 2022; Heft 1; Seite 17-23; Überraschungen aus dem Bündnerschiefer
Der erste Topas in den Schweizer Alpen wurde erst 1983 durch H. Luginbühl gefunden. Weitere interessante Mineralien stammen aus einer Kupfer-Blei-Zink-Vererzung (1) in der wilden Schlucht Val Renastga.
- Apatit: Isometrisch, bis 1 mm, farblos.
- Aragonit: Weisse Ueberzüge, teilweise mit schöner Eisenblüte.
- Aurichalcit: (1) Hellblau, zusammen mit Smithsonit
- Azurit: Dicht.
- Baryt: Tafelig, bis 5 mm, weiss, rosa.
- Bornit: Derb.
- Bournonit: Derb, neben Galenit.
- Brianyoungit: (1) Zusammen mit Sphalerit. Ein für die Schweiz sehr seltenes Mineral.
- Brochantit: (1)
- Calcit: Skalenoeder, bis 4 mm, farblos, grau. (1)
- Cerussit: Kugelig, dipyramidal, bis 1mm, farblos. (1)
- Chalkopyrit: Skalenoedrisch, bis 2 mm.
- Coelestin: Säulig, bis 1 mm, farblos.
- Cumengeit: (1) Intensiv blaue bis hellblaue oktaedrische Kristalle unter 1 mm. Erstfund für di Schweiz.
- Dickit: Winzig, weiss, schuppig, auch als Einschluss im Quarz (Soom, 1988), in der Schweiz erst dreimal sicher bestimmt worden, das Mineral ist wegen seiner glimmerartigen Erscheinung nicht leicht als Dickit zu erkennen.
- Dolomit: Sattelförmig, bis 20 mm, farblos, weiss.
- Fadenquarz: (1) Aggregate in Kombination mit Quarz im Normalhabitue und Fadenquarz bis 10 cm. Teils mit weissen, haarförmigen Einschlüssen.
- Fluorit: Würfelig, bis 1 mm, farblos, lila.
- Galenit: Kuboktaedrisch, bis 13 mm. (1) Aggregate bis 5.5 cm.
- Gips: Faserig, bis 3 mm, weiss.
- Goyazit: Bis 1 mm, würfelig, braunorange, pseudokubisch, in topas- und sulfidreichen Zonen im Triasdolomit (Soom et al., 1988).
- Greenockit: (1) Gelb.
- Hydrozinkit: (1)
- Limonit: Dicht. (1) Auf Quarz.
- Linarit: (1) Azurblau.
- Malachit: Dicht, kugelig, bis 1 mm.
- Meneghinit: Erstfund für die Schweiz. Bis 3 mm, nadelig, eingeschlossen in Quarz (Soom et al., 1988). Neben Topas in Quarz eingewachsen.
- Muskovit: Kugelig, bis 2 mm, silberfarbig.
- Pyrit: Pentagondodekaeder, bis 2 mm.
- Quarz: Langprismatisch, bis 3 cm, klar. (1)
- Schwefel: (1) Auf Galenit.
- Smithsonit: (1) Zusammen mit Aurichalcit.
- Sphalerit: Tetraedrisch, honiggelb, bis 10 mm.
- Tetraedrit: Bis 8 mm, metallischgrau.
- Tetraedrit-(Zn): (1) Bis 3 mm.
- Topas: Bis 1.6 cm, farblos bis schwach crèmefarbig, vierkantig, stengelig, im triasischen Dolomit.
079_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 727000 / 168450
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 225
- Peretti, Adolf; Urner Mineralienfreund; 1981; Heft 1; Seite 28
Unterhalb von Vrin. Im Bündnerschiefer werden immer wieder grössere Klüfte mit Quarzen von mehreren Dezimetern gefunden.
- Apatit: Tafelig, bis 3 mm Durchmesser, vielflächig.
- Calcit: Teils stark korrodiert, ähnlich dem sogenannten Kanonenspat.
- Chlorit:
- Pyrit: Klein, würfelig.
- Quarz: Im Windgällen-Habitus, mit vielen Quarzkeimen auf der Wachstumsoberseite. Bis mehrere Dezimeter lang.
- Rutil: Als haarfeine Nadeln bis 5 cm im Quarz eingewachsen.
080_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Alp Diesrut, Alp Ramosa, Alp Zamuor, Artg Diesrut, Aua da Diesrut, Canal, Pass Diesrut, Piz Stgir (Nordflanke), Piz Zamuor (Westgrat), Puzzatsch
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 721400 / 166750
Literatur:
- Beck, Markus; Lapis; 2019; Heft 6; Seite 12 - 16; Lugnez, Schweiz: Schöne Pyrite im Schwarzschiefer
- Jung, Walter; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1963; Band 56; Heft 2; Seite 653 - 754; Die mesozoischen Sedimente am Südostrand des Gotthard-Massivs (zwischen Plaun la Greina und Versam)
- Morelli, Kurt; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 1-8
Die Koordinaten weisen auf die Passhöhe.
Morelli:- Pass Diesrut: Die wichtigsten Fundstellen liegen in der Nordflanke über dem Pass Diesrut.
- Alp Diesrut, Alp Zamuor: Im Bereich dieser Alp aus den Bündnerschieferformationen mit Grünschiefereinlagerungen. Die Alp Diesrut liegt nördöstlich von Zamuor, resp. nördlich des Baches 'Aua da Diesrut'.
- Tobel der Aua da Diesrut: Die meisten fündigen Stellen liegen südlich der Alp Diesrut im Tobel der Aua da Disrut.
- Calcit: Piz Stgir (Nordflanke): Rhomboeder bis 12 cm. Tobel der Aua da Diesrut: rhomboedrisch. Klüfte der oberen Stgir-Serie: Die Kalzite erscheinen direkt neben dem Quarz in bis faustgrossen Individuen, bei denen die Skalenoederform überwiegt. Die Rhomboeder sind eher selten ausgebildet. Die Oberfläche ist häufig leicht angeätzt und mit einer feinen limonitischen Schicht überzogen. Über die ganze Stufe zieht sich eine mm-dicke Kruste von Kalzit, bei deren Weglösen neben zahlreichen Limonitnestern einzelne braungelbe Dolomitkristalle erscheinen.
- Dolomit: Einzelne braungelbe Dolomitkristalle unter Kalzitkrusten aus der oberen Stgir-Serie.
- Limonit: Limonitknollen.
- Pyrit: Tobel der Aua da Diesrut: Mit schwarzglänzender Oxidationsfarbe, auf Quarz. Einzelne Würfel bis 6 cm. Klüfte der oberen Stgir-Serie: Bis 3 mm grosse Kristalle auf Stufen mit ander Minerlien (Calcit, Quarz). Prachtvolle glänzende Pyritstränge bis 32 cm im schwarzen Schiefer (Beck).
- Pyrrhotin: Vorkommen:
- Alp Diesrut, Alp Zamuor,
- Tobel der Aua da Diesrut, als Einschlüsse im Quarz.
- Quarz: Im Tobel der Aua da Diesrut oft mit s-Fläche.
Artg Diesrut: In den Klüften der Quarzite kann man häufig bis fingerdicke Bergkristalle entdecken
Klüfte der oberen Stgir-Serie: hier treten häufig kleine Bergkristalle auf. Diese dünnen, bis 5 cm langen Kristalle weisen im vorderen Teil weisse Einschlüsse auf, die Fahnen und Schlieren bilden. Vielfach sind die Kristalle abgebrochen und später an beiden Enden weitergewachsen, so dass sie heute zweispitzig erscheinen. Die Individuen sind langstängelig, flächenarm und weisen starke Verzerrungen auf. Die schönsten Quarzstufen barg der zweite Triaszug, zwischen der Puzzatscher- und der Zamuor-Schuppe, in der W-Wand des Piz Zamuor. In einer 1 m mächtigen, stark verschuppten Lage von Quartenschiefern und Quarziten lieferte eine 0,4 m hohe Kluft mehrere bis kopfgrosse Stufen mit Quarz und Kalzit. Die späten Bewegungen haben die einzelnen Gruppen vom quarzitischen Muttergestein losgelöst, so dass sie in der Füllmasse der Kluft, in Trümmern von Quartenschiefern eingebettet lagen. Leider trüben zahlreiche Sprünge die Prismen, deren Spitze zudem meistens angeschlagen ist. Die Verzerrungen der Rhomboeder sind weniger stark, dagegen treten lamellenartige, tafelige Formen auf.
081_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Alp Scharboda
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 725230 / 162200
Literatur:
- Mory, Hans; Schweizer Strahler; 1988; Heft 3; Seite 97-101; Ein langer Tag
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 393
Die Koordinaten weisen auf das Gebiet der Alp Scharboda.
- Adular:
- Anatas:
- Synchisit-(Ce): Rosarot, tonnenförmig, hexagonal, mit Pinakoid, auf einzelnen Stufen reichlich, rasenartig, bis 2 mm (Mory, 1988).
082_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Alp Scharboda (westlich), Crunas
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 723250 / 162200
Literatur:
- Morelli, Kurt; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 1-8
Mehrere kleine Klüfte westlich der Alp Scharboda in den steilen Couloirs der Crunas. Die Klüfte liegen in einem hellen Gneis in einem Umkreis von ca. 200 Meter.
- Prehnit: Zum Teil auf Quarz aufgewachsen.
- Pyrit: Stark oxidiert und von Rost überzogen, würfelig und manchmal auf Quarz sitzend.
- Quarz: Bis 18 cm, manchmal gebogen, mit Limonitüberzug.
- Siderit: Sattelförmig gebogen.
083_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Alp Scharboda, Alp il Culm, Alp il Cuolm (nordwestlich)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 723200 / 163000
Literatur:
- Morelli, Kurt; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 3-8
Aus einem schwer zugänglichen Couloir. Die Koordinaten zeigen auf den ob der Alp liegenden Grat.
- Albit: Grosse, schneeweisse Gruppen bis 25 cm Durchmesser, Einzelkristalle bis 5.5 cm.
- Calcit: Rhomboeder
- Pyrit: Schwarzglänzende Würfel, bis 5mm.
- Quarz: Reichlich, aus einer 5 Meter langen Kluft.
084_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Alp Scharboda, Frunthorn
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 726000 / 161000
Literatur:
- Morelli, Kurt; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 3-8
Die wichtigsten Klüfte liegen im Bereich des Vorgipfels auf der Seite gegen die Alp Scharboda.
- Hämatit: Nur als kleine Häufchen, zum Teil ganze Flächen bedeckend.
- Rauchquarz: Bis18 cm.
085_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Glenner, Glogn
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 727068 / 168055
Literatur:
- Morelli,K.; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 1-8 Südlich vom Dorf, am Glenner (Glon) aus einigen kleinen Klüftchen.
- Calcit:
- Quarz: Zum Teil mit Toneinschlüssen.
086_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Greina, Alpe di Motterascio
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 720000 / 161500
Literatur: - Koenigsberger, J.; 1917; Über alpine Minerallagerstätten, Erster Teil, Seite 1 – 25
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 348
- Wiser, D. F.; Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefaktenkunde 1861, Seite 672
Kenngott erwähnt Mineralienfunde vom Wege von Vrin auf die Greina, die auf Klüften in Glimmerschiefer vorgekommen sind. Diese Angaben sind relativ ungnau. Koenigsberger erwähnt Quarz und Pyrit von der Alpe di Motterascio.
- Fluorit: Kenngott: Blass rosenrote bis fast farblose Oktaeder zusammen mit Rauchquarz und bis 1,5 Zoll Durchmesser mit Hämatit und Glimmerschüppchen als Anflüge. Wiser: Fünf einfache Oktaeder bilden mit 2 Rauchquarzen, welche ebenfalls ungleich gross sind, eine Gruppe von ungefähr 3 1/2" Länge und 2" Breite. Der grösste von den Flussspat-Oktaedern hat 13"' Kantenlänge, das kleinste hingegen nur 4"'. Am ersten ist hie und da ein dünner Anflug von Hämatit wahrnehmbar, und an verschiedenen Stellen der Gruppe sind ganz feine Schuppen von silberweissem Glimmer. Dieser Flussspat ist doppelfarbig, d.h. die Oktaeder zeigen einen rosenroten Kern und eine graulich-weisse Hülle. An dem grössten Kristall lassen sich auch noch stellenweise lichte pflaumenblaue Flecken wahrnehmen.
- Hämatit: Schuppenartig.
- Pyrit: Bis 7 cm von der Alpe di Moterascio.
- Quarz: Klein, von der Alpe di Moterascio.
- Rauchquarz: Wiser: 3" lang und 7"' dick, durchsichtig.
087_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Piz Cavel (Ostende)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 721030 / 168400
Literatur:
- Bächtiger, Kurt; Bergknappe; 1981/1; Heft 15; Seite 19 - 21; Der Bergbau in der Ur- und Frühgeschichte
- Fehr, Arthur; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1956; Band 36; Heft 2; Seite 349- 453; Petrographie und Geologie des Gebiets zwischen Val Zavragia-Piz Cavel und Obersaxen-Lumbrein (Gotthardmassiv-Ostende)
Die Koordinaten zeigen auf den Gipfel des Piz Cavel. 400 m östlich vom E-Ende des Quarzporphyrzuges am Piz Cavel wurden im von den steilen Abstürzen herabfallenden Schutt Stücke von quarzitischem Gneis aufgefunden, die namhafte Mengen von Erzen enthalten. Die Untersuchung mit dem Erzmikroskop ergab in erster Linie Arsenkies, dann in abnehmendem Masse Kupferkies, Magnetkies und Löllingit. Im Kupferkies fand sich überdies ein nicht sicher zu bestimmendes, stengeliges Erz, dessen Härte zwischen Arsenkies und Kupferkies liegt, und dessen Reflexionsvermögen ungefähr demjenigen entspricht. Es ist stark anisotrop, zeigt schwache Farbreflexe und internen lamellenartigen Aufbau. Eventuell handelt es sich um Boulangerit.
- Arsenopyrit: Erzmikroskopisch.
- Boulangerit: Nicht sicheres auftreten.
- Chalkopyrit: Erzmikroskopisch.
- Löllingit: Erzmikroskopisch.
- Pyrrhotin: Erzmikroskopisch.
088_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Piz Stgir - Piz Zamour, Piz Zamour
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 721550 / 165050
Literatur:
- Jung, Walter; Eclogae Geologicae Helvetiae;1956;Band 63; Heft 2; Seite 653 - 754; Die mesozoischen Sedimente am Südostrand des Gotthard-Massivs (zwischen Plaun la Greina und Versam)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 224
An der südlich von Vrin gelegen Bergkette Piz Stgir - Piz Zamour. Die obere Stgir-Serie besteht durchwegs aus braun anwitternden, grauen Quarziten und Kalksandsteinen, die häufig Crinoiden führen. Die massigen Bänke haben eine Mächtigkeit von 0,5-4 m und werden durch dünne Lagen von Kalkschiefern voneinander getrennt. Eine Schieferung der massigen Gesteine ist nur in der Anwitterung sichtbar. Auf den frischen Bruchflächen erkennt man meistens die parallel zur Schichtung orientierten Chloritoidkristalle als feine Flecken. Am NW-Grat des Piz Stgir ist eine Fossilschicht in der Höhe von 2665 m gut zugänglich aufgeschlossen. Die Fossilien erscheinen in zwei handbreiten Horizonten innerhalb der graublauen, 0,5 m mächtigen stark verschieferten Sandkalkbank, die am Piz Stgir unmittelbar unter den massigen gelbbraunen Quarziten der oberen Stgir-Serie liegen. Die trennenden Triaslamellen bestehen hauptsächlich aus Quartenschiefern, Dolomitschiefern, Gipslinsen und Quarziten,. Die Mächtigkeit variiert von 20 m bis hanbreite (hellgrüner Serizitphyllit). Oft treten Perlschnurgebilde auf: Ein ca. 1m breiter Zug von Phylliten und Dolomitschiefern enthält im Abstand von 10 bis 100 m Quarzitblöcke, die einen Durchmesser von bis zu 10 m erreichen können. In den Zerrklüften dieser Blöcke sind Quarzkristalle sehr häufig. In den Klüften der oberen Stgir-Serie treten oft kleine Bergkristalle auf. Diese dünnen, bis 5 cm langen Kristalle weisen im vorderen Teil weisse Einschlüsse auf, die Fahnen und Schlieren bilden. Vielfach sind die Kristalle abgebrochen und später an beiden Enden weitergewachsen, so dass sie heute zweispitzig erscheinen. Die Individuen sind langstengelig, flächenarm und weisen starke Verzerrungen auf.
- Calcit: Ausgebildet als Skalenoeder.
- Quarz: Oft limonitisiert, mit ausgeheilten s-Flächen. Dünn, bis 5 cm lang.
089_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Piz Terri (Nordwand)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 722240 / 162210
Literatur:
- Morelli,K.; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 3-8
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 342 Südlich von Vrin aus der Nordwand des Piz Terri (Steinschlag!).
- Quarz: Bis 30 cm (Morelli, 1994). Gruppen bis 30x18x15 cm.
090_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Piz Vrin (Südgrat), Piz da Vrin, Naun
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 724495 / 167592
Literatur:
- Morelli,K.; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 1-8
Im Tobel westlich von Naun (Südgrat des Piz Vrin) und unterhalb des Gipfels.
- Quarz: Aus dem Tobel Quarz zum Teil in grossen Gruppen und mit Rostüberzug. Unterhalb des Piz Vrin wasserklare Quarze bis 12cm.
091_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Piz da Vrin
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 724100 / 168750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 225
Von diesem Berg, östlich des Dörfchens Vrin, wird ein ausgiebiger Quarzfund beschrieben.
- Calcit: Grau, flach-rhomboedrisch.
- Muskovit: Silbrigweiss.
- Pyrit: In sehr kleinen Kristallen.
- Quarz: In Einzelkristallen, in gedrängter Kristallisation.
092_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Piz da Vrin, Rein pign
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 724150 / 167500
Literatur:
- Mory, Hans; Schweizer Strahler; 1988; Seite 177-181; Geblonde Haare
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 276
Dieses Tobel zieht sich dem Südgrat des Piz da Vrin entlang hinab.
- Calcit:
- Chalkopyrit:
- Chlorit:
- Markasit: Evtl. Markasit anstelle von Pyrit.
- Millerit: Gelb, messingfarbig, teils mit Anlauffarben, nadelig, bis 25 mm (Mory, Schweizer, 1988).
- Pyrit:
- Quarz:
093_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Piz la Capiala
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 724600 / 159800
Literatur:
- Morelli,K.; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 3-8
Auf der Ostseite nahe des Gipfels aus mehreren kleinen Klüftchen. Die Koordinaten weisen auf den Gipfel des Piz la Capiala.
- Adular: Klein.
- Rauchquarz: In hübschen Grüppchen.
094_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Puzzatsch, Alp Ramosa (oberhalb), Piz Tgietschen (östlich)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 721130 / 167300
Literatur:
- Bächtiger, Kurt; Bergknappe; 1981/1; Heft 15; Seite 19 - 21; Der Bergbau in der Ur- und Frühgeschichte
- Fehr, Arthur; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1956; Band 36; Heft 2; Seite 349- 453; Petrographie und Geologie des Gebiets zwischen Val Zavragia-Piz Cavel und Obersaxen-Lumbrein (Gotthardmassiv-Ostende)
Die Koordinaten zeigen auf den Piz Tgietschen. Wenig östlich des Piz Tgietschen (oberhalb der Alp Ramosa.) finden sich im Augengneis einige dem Streichen folgende, von Magnetit imprägnierte Zonen. Die ausgedehnteste ist etwa 4 m breit und ca. 100 m im Streichen verfolgbar. Sie sind relativ scharf begrenzt und teilen sich etwa in subparallele Apophysen auf. Auf den ersten Blick könnte man sie mit eingemuldeten Karbonschiefern verwechseln. Bei näherem Hinsehen erkennt man massenhaft millimetergrosse Magnetitoktaeder und grünlichschwarzen Biotit.
- Magnetit: In einer Mgnetit-Vererzung, massenhaft, millimetergross.
095_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Puzzatsch, Alp Ramosa
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 723500 / 167500
Literatur:
- Bächtiger, Kurt; Bergknappe; 1981/1; Heft 15; Seite 19 - 21; Der Bergbau in der Ur- und Frühgeschichte
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1981; Seite 437-467; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten V
- Morelli, Kurt; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 1-8
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 154
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 223
- Östlich unterhalb des Piz Tgietschen. Von dieser Alp sind einmalig besonders bemerkenswerte Barytkristalle gefunden worden. Der Fund stammte aus dem Quartenschiefer.
- Westlich des Weilers Puzzatsch aus einigen Klüften.
- Baryt: Tafelig, bis 6 cm breit und 1.5 cm dick, farblos, grau-trübe Oberfläche. Fund 1941.
- Cookeit: Gelblich, kugelig, bis 1 mm, aggregiert, Erstfund für die Schweiz 1972. Eine andere Quelle (Mineralienlexikon der Schweiz) erwähnt als ersten Fundort für die Schweiz Wergenstein!
- Quarz: Farblos. Zum Teil mit Toneinschlüssen und Phantombildungen.
096_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Puzzatsch, Alp Ramosa, Piz Cavel (Südostabhang)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 721030 / 168400
Literatur:
- Bächtiger, Kurt; Bergknappe; 1981/1; Heft 15; Seite 19 - 21; Der Bergbau in der Ur- und Frühgeschichte
- Fehr, Arthur; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1956; Band 36; Heft 2; Seite 349- 453; Petrographie und Geologie des Gebiets zwischen Val Zavragia-Piz Cavel und Obersaxen-Lumbrein (Gotthardmassiv-Ostende)
Die Koordinaten zeigen auf den Gipfel des Piz Cavel. Auf der Alp Ramosa durchschlagen sporadisch Calcitklüfte den Granitgneis, in welchen zentral Bleiglanz angeordnet ist. Sie werden von jüngerem Quarz durchsetzt.
- Calcit:
- Galenit:
097_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Sutpurdieni
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia
Literatur:
- Bächtiger, Kurt; Bergknappe; 1981/1; Heft 15; Seite 19 - 21; Der Bergbau in der Ur- und Frühgeschichte
- Bener, P.J.;1930; der Einfluss von Aenderungen der Verkehrsverhältnisse auf die Entwicklung Bündnerischer Gemeinden. II. Folge: Oberhalbstein, Lugnez, Safien. Beiträge zur Hebung der Bündnerischen Volkswirtschaft, 2. Heft.
Bener erwähnt Bleiglanz (Galenit) bei Sutpurdieni. Diese Lokalität ist auf der Karte nicht eingetragen.
- Galenit: Als Erz.
098_GR / Val Lumnezia (rätorom.), Lugnez (dt.), Vrin, Terrigletscher, Glatscher dil Terri
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Lumnezia, Koordinaten ca.: 721000 / 162800
Literatur:
- Morelli, K.; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 3-8
Am Gletscherrand auf der Greinaseite. Die Koordinaten weisen auf den Gletscherrand, fast am Seeufer.
- Calcit:
- Quarz: Wasserklar, in Gruppen bis 40x25x14 cm, mit Dauphinée-Habitus und Uebergang zum Tessiner-Habitus.
099_GR / Curaglia (Stollen Curaglia - Surrein), Surrein (Stollen Curaglia - Surrein), Surrheim
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 708880 / 170260
Literatur:
- Wagner,Albert; Urner Mineralienfreund; 1979; Heft 3; Seite 71
Beim Vortrieb des Stollens Curaglia - Surrein ist erstmals Arsenopyrit aus einer Kluft geborgen worden. Es sollen Kristalle bis 2 cm zum Vorschein gekommen sein. Die Koordinaten- und Höhenangaben beziehen sich auf den Stolleneingang bei Curaglia und nicht auf den genauen Fundpunkt im Stollen.
- Arsenopyrit: Bis 2 cm.
100_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Mompé Medel, Mompe Medel, Lukmanierstrasse
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 708250 / 171900
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 105
- Rösch, O.; Urner Mineralienfreund; 1999; Heft 1; Seite 5-8
- Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 1967; Seite 53
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 369
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
Gute Fundmöglichkeiten bestehen in der Gegend der Lukmanier-Strassentunnel, unterhalb der Ortschaft Mompé Medel. Z.B. 172 Meter ab Ostportal.
- Albit: Klein, farblos.
- Anatas: Gelb, stumpfpyramidal.
- Ankerit:
- Apatit: Klein, wasserklar.
- Aragonit: Weiss, nadelig, als rezente Ausbildung.
- Calcit: Als dünne Schicht.
- Dolomit: Gelblich, braun, rhomboedrisch.
- Ferro-Magnesit: Diskusförmig, leicht bräunlich.
- Pyrit:
- Quarz: Zusammen mit den anderen Mineralien schöne Stufen bildend.
- Rutil:
- Siderit: Sattelförmig, in Rhomboederformen, limonitisiert.
- Talk:
- Turmalin:
101_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Mompé Medel, Mompe Medel, Ragisch
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 707800 / 171900
Literatur:
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1979; Seite 141-154; Mineralneufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten IV
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1992; Heft 4; Seite 412 - 414; 'Spargelstein' im Talk von Fornei oberhalb Val Carassina, Val Blenio TI
In der Nähe des Dorfes Ragisch, im Talkgestein (Spargelstein, im Magnesit-Dolomitgestein WNW von Mompé Medel (Annabergit).- Annabergit: In kleinen Drusen des Magnesit-Dolomitgesteins, halbkugelig einige mm Durchmesser auch als Krusten.
- Apatit: Als sogenannter Spargelstein.
- Dolomit: Weiss.
- Ferro-Magnesit: Leicht bräunlich - durchsichtig.
102_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Mompé Medel, Mompe Medel, Ragisch, Sontga Gada (Kapelle), Unter Segnes;(Talksteinabbau)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 707850 / 172490
Literatur:
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1986/2, Heft 36; Seite 6-10; Der Bergbau im Bündner Oberland: Die Talksteingruben von Disentis und Umgebung
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1995/2; Heft 72; Seite 20-24; Ein altes Gewerbe neu entdeckt: Lavezstein, Soazza-Misox und Disentis-Oberland
Die Koordinaten zeigen auf Songa Gada. Talksteinbruch: Im tiefen Einschnitt des Quertalstückes bei Ragisch setzt der Haupttalsteinzug über den Vorderrhein. Auf seiner Westseite befindet sich eine verlassene Ofensteingrube, ghenannt 'Unter Segnes'. Grünes Chlorit-Serpentingestein, reich an weissen und roten Adern von Quarz und Karbonaten und von grobschuppigem, eisblaugrünem Talk. Der Talksteinzug von Ragisch setzt sich nach ENE fort, anscheinend bis zum Steilhang nördlich Mompé Medel, gegenüber der Kapelle St. Gada. Dort, 50 Meter SE des Stoilleneingangs, scheint das Talkgestein plötzlich zu endigen. Dies ist das weitaus wichtigste Vorkommen. In den alten, gänzlich verschütteten Ofensteingruben, findet man lose lose Stücke von rein weissen und grünlichen Talkgesteinen, die sich zu Mahlzwecken von zweiter bis erster Qualität erweisen und alles übrige Material der Schweiz an Reinheit übertreffen. Durch Schürfen ist das Anstehende dieses herrlichen Materials aufgedeckt und zutage früher in Abbau genommen worden. Es liegt 58 Meter SSE des Stolleneingangs bei 1186 m ü. M., ist bis 6 cm mächtig und von bester Qualität. In den 1917 begonnenen, noch unfertigen Stollen gegenüber St. Gada wurden bis zum 36. Meter die gewöhnlichen Sericitschiefer angetroffen, die bei 17 bis 25.6 Meter sehr reichlich fein verteilten Pyrit enthalten. Der mittlere Teil des Intrusivlagerganges ist von Schutt verdeckt, der obere aber SW über dem Stolleneingang wieder aufgeschlossen, massiges grünes Gestein mit Rutschflächen und mehreren kluftartigen Lager von reinem, weissem faserigem Talk von je 20 bis 50 cm Mächtigkeit. Die oberste derselben ist reich an prächtigen Magnetit-Oktaedern, die sich aus dem weichen Gestein vollkommen lösen lassen. Diese reinen Talklager enthalten auch Adern von schuppigem Sekretionskalk und braunem Eisenspat.
- Lavezstein:
- Magnetit: Schöne Oktaeder, eingebettet im weichen Gestein und gut von diesem lösbar.
- Pyrit: Reichlich und fein verteilt im mittleren Stollenabschnitt.
- Talk:
103_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Mompé Medel, Mompe Medel, Scaleglia, Ragisch, Crusch, Sontga Gada
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 708160 / 171400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 103
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 150,165
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 141
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
Die auf der Karte nicht eingetragene Lokalität liegt genau bei den Koordinatenangaben, südlich von Disentis. Parker beschreibt Vorkommen aus den Felshängen zwischen Ragisch (östlich) und Crusch. Im Mineralienlexikon wird auf die Abbaustätte (Ofenstein) von Serpentin und Talkschiefer verwiesen.
- Adular: Gedreht, chloritgefüllt.
- Anatas: Blau - bräunlich, spitz- bis stumpfpyramidal.
- Apatit: - Brookit: Relativ reichlich, honigbraun.- Calcit:
- Chlorit: Schwarzgrün, schuppig.
- Dolomit: In schöner Ausbildung, milchigweiss, grünlich, wasserklar, weiss, Rhomboeder, rötlich fluoreszierend (Kurzwellen und Langwellen).
- Ilmenit:
- Limonit:
- Magnetit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil: Feinhaarig, dicknadelig, auch als Einschluss im Quarz.
- Serpentin:
- Siderit: Braun, gelblich, flachrhomboedrisch-linsenförmig, neben reichlich Dolomit und etwas Calcit (Weibel, 1964b).
- Talk: Lagerstätte, schön grobblättrig, grünlicher Farbton
104_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Mompé Medel, Ragisch
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 707500 / 172100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 166
Westlich des Punktes 1250, oben im Felsanriss und nordwestlich weiter unten, nahe am Vorderrhein.
- Chlorit: Hellgrün.
- Dolomit: Eisenarm, bis 3 cm, weiss bis farblos, durchsichtig.
- Ferro-Magnesit: Bis 8 mm, diskusförmig.
- Quarz:
105_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Mompé Tujetsch, Mompe Tujetsch, Mompé Tavetsch, Ragisch, Unter-Segnes, Mompe Medel;(Talkabbau)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 706050 / 171210
Literatur:
- Fehlmann, Hans; Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 203-205
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe (Bündner Bergbau; 1986/2, Heft 36; Seite 6-10; Der Bergbau im Bündner Oberland: Die Talksteingruben von Disentis und Umgebung
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
Talksteingrube: Zwei verlassene Gruben oberhalb des Dorfes bei etwa 1440 m ü. M. befinden sich in den Sericitschiefern (Talkschiefer), welcher das Tal quert und beim Mompé Medel fortsetzt.
Die Vorkommen befinden sich an folgenden Stellen: Mompe Tavetsch: Oberhalb des Dorfes Tavetsch befinden sich zwei verlassene Gruben, etwa bei Kote 1440.
Ragisch: Im tiefsten Einschnitt des Quertalstückes bei Ragisch setzt der Haupttalksteinzug über den Vorderrhein. Auf seiner Westseite befindet sich eine jetzt (1919) verlassene Ofensteingrube "Unter-Segnes" genannt. Mompe Medel: Der Talksteinzug von Ragisch setzt sich nach ENE fort, anscheinend bis zum Steilhang nördlich Mompe Medel, gegenüber der Kapelle St. Gada. Im unteren der beiden im Jahre 1917 angelegten Stollen trifft man ab Portal bis zum 36. Meter die gewöhnlichen Serizitschiefer, die bei 17,0-25,6 m sehr reichlich fein zerteilten Pyrit enthalten und im letzten Meter als ebenflächig spaltender grauer Phyllit, ähnlich Bündner Schiefer, entwickelt sind. Die Grenze gegen das talkführende Gestein ist scharf. Am Kontakt stellen sich Quarzadern ein. Dann folgen 1-2 m von gequetschtem Chlorit Talkschiefer mit dünnen Adern von blaugrünem Sekretionstalk. Von 38 m an wurde wieder massiger grüner Serpentinofenstein getroffen.
Mompe Medel ist in qualitativer Hinsicht das beste Vorkommen im Bündner Oberland und das einzige bei Disentis, welches in letzterer Zeit (1919) auf Talk zu Mahlzwecken abgebaut worden ist.
- Giltstein:
- Talk:
106_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Medel, Las Ruinas
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 708500 / 171800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 102,110
- Redaktion Strahler; Schweizer Strahler; 1996; Heft 3; Seite a20; Grösstes Goldnugget der Schweiz gefunden!
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 388
- Weber, Leonhard.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1922; Band 2; Heft 1 - 2; Seite 69 - 77; Mineralien der Lukmanierschlucht (Bündner Oberland)
Die Ruinas befinden sich am Taleingang gegenüber von Mompé Medel. Es werden 3 Ruinas unterschieden, wobei sich die Koordinate auf die mittlere Ruinas bezieht. Das Gebiet hat viele gute Funde geliefert. Über die Fundorte sagt Königsberger, dass sie "zu beiden Seiten des Rheines gegenüber der 1.- 2. Galerie" liegen, "auch weiter südlich hinter den 3. Ruinas Schutthalden) am Gripalv, wo auf der Karte Ruinas steht, unten und in halber Höhe des Gripalv". Ferner nennt er die "V. Gronda", ein "östliches Seitental der Lukmanierschlucht, der 3. Galerie gegenüber" und die westlichen Felswände unterhalb der Strasse bei derselben Galerie. Anmerkung: die damalige Strasse führte in diesem Teil durch mehrere Tunnel.
- Albit: Klein, farblos.
- Apatit: Klein, wasserklar, auch blassrosa.
- Aragonit: Weiss, nadelig, als rezente Ausbildung.
- Baryt: Tafelig.
- Calcit: Als dünne Schicht.
- Galenit:
- Gold, gediegen: Im Serizitschiefer, Nuggets, grösste Funde: 48.77 g und 20.5 g.
- Pyrit: Limonitisiert, glänzend. Bis kinderfaustgrosse Stufen mit mehreren glänzenden Kristallen, Pentagondodekaeder, an grösseren Individuen ist das Oktaeder gut entwickelt.
- Quarz: Zusammen mit den anderen Mineralien schöne Stufen.
- Rutil:
- Siderit: Sattelförmig, in Rhomboederformen, limonitisiert, bis 2 cm Kantenlänge.
- Sphalerit:
- Stibnit:
- Turmalin:
107_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Medel, Platta, Drual
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 707620 / 168120
Literatur:
- Graeser, Stefan; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1971; Band 51; Heft 2 - 3; Seite 415 - 442; Mineralogisch-geochemische Untersuchungen an Bleiglanz und Zinkblende
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 105
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 164
Im unteren Val Medel, ca. 1.8 km südlich von Curaglia. Bei der Ortschaft Drual liegt nach Osten das kleine, mineralienreiche Tal. Funde sind auch beim Bau der Strasse nach Drual, westlich der Brücke über den Rhein, getätigt worden. Graeser erwähnt ein Bleiglanzvorkommen: Platta, Medel, Koord. 708.150/168.400. Zerrkluft, die beim Bau der Strasse Platta-Drual gefunden wurde. Im Serizit-Schiefer mit ldiomorphen Arsenkies-Kristallen. Kubooktaedrische, angewitterte Kristalle in Zerrkluft, assoziiert mit Cerussit, Goethit, Quarz, verwitterten Eisenkarbonaten.
- Adular: Aufgespiesst auf den feinen Rutilnadeln.
- Anatas:
- Arsenopyrit: Im Talkschiefer, mit typischer Längsriefung entlang der a-Achse, silbergrau, Metallglanz. Bis 8 mm.
- Brookit:
- Cerussit:
- Chlorit:
- Galenit: Auch im Quarz vorkommend.
- Goethit:
- Ilmenit:
- Monazit:
- Muskovit:
- Quarz: Auch im sogenannter 'Muzohabitus', farblos, wasserklar.
- Rutil: In langen Nadeln.
108_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Medel, Val Gronda
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 708800 / 171600
Literatur:
- Eggenberger, Ueli; Schweizer Strahler; 1994; Heft 1; Seite 1 - 5; Goldkristall-Fund in einer Kluft der Lukmanierschlucht (GR)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 102,110
Dieses Tal, gegenüber Mompe Medel liegend, weist gute und zahlreiche Fundstellen auf und ist schon seit langer Zeit sehr produktiv.
- Albit: Klein, farblos.
- Antimonit: Frei auf der Stufe, in und auf dem Quarz.
- Apatit: Klein, wasserklar.
- Aragonit: Weiss, nadelig, als rezente Ausbildung.
- Calcit: Als dünne Schicht.
- Gold, gediegen: Bis 5 mm.
- Pyrit:
- Quarz: Zusammen mit den anderen Mineralien schöne Stufen.
- Rutil:
- Siderit: Sattelförmig, in Rhomboederformen, limonitisert.
- Sphalerit:
- Turmalin:
109_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Medel, Val Gronda, Grepalv
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 708800 / 171750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 102
Es handelt sich hier um einen markanten Felskopf etwas nördlich des Val Gronda. Die Koordinatenangabe trifft genau auf diesen Felsen.
- Albit: Klein, farblos.
- Apatit: Klein, wasserklar.
- Aragonit: Weiss, nadelig, als rezente Ausbildung.
- Calcit: Als dünne Schicht.
- Quarz: Zusammen mit den anderen Mineralien schöne Stufen bildend.
- Rutil:
- Siderit: Sattelförmig, in Rhomboederformen, limonitisert.
- Turmalin:
110_GR / Lukmanier, Santa Maria, Sontga Maria, Scopi
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 704850 / 159700
Literatur:
- Bachmann, J.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; 1882; Heft 2; 1040 - 1056; Bericht über die mineralogisch-geologische Sammlung des städtischen Museums der Naturgeschichte in Bern für das Jahr 1882
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- vom Rath, G.; Geognostisch-mineralogische Beobachtungen im Duellgebiete des Rheins (Abdruck a. d. Zeitschr. d. deutschen geologischen Gesellschaft Jahrg. 1862.); 1862; Seite 409
- Wiser, D.F.; Neues Jahrbuch Mineralogie, Geologie und Paläntologie; 1865; Seite 725
Am Berge Scopi bei Santa Maria am Lukmanier auf der Kantonsgrensze. Als Scopi wird ein Gipfel und eine Region oberhalb des Sees (Lukmanierstrasse) bezeichnet. Die Koordinaten zeigen auf diese Region. Bergkrystall von Citrin-Farbe auf Klüften des Schiefers am Gipfel des Scopi.
- Adular:
- Auripigment: Gegend des Scopi im Casaccia-Tal, einem westlichen Teile des Kristallina-Tales gegen Lago Rhetico. Aus der Gegend des Scopi, Auripigment in derbem Quarz, kristallinisch-blättrige Parteien mit zum Teil unbestimmten Umrissen äusserer Kristallgestalten, woran kleine Partien eines grauen metallischen, im Bruche muschligen an Binnit erinnernden Minerals anhängen, welches Wiser möglicherweise für Molybdänit hält.
- Axinit: Besonders schön, am Ende des Medelsertales. Die Kristalle sitzen auf Kluftflächen und in Drusenräumen eines sehr zerfressenendrusigen oder auch mehr dichten Granits. Der Axinit vom Scopi ist rötlichbraun, zum Teil ins violette fallend und durchsichtig bis halbdurchsichtig, oder graulichgrün aufliegendem schuppigem Chlorit, wodurch sie nur durchscheinend werden und sonst stark glasartig glänzen nur wenig glänzend bis schimmernd sind
- Bementit: Bachmann: Entdeckt am Scopi ca. 1881. Muscheliger Bruch. Vollkommener Glasglanz. Das neu entdeckte Medelser Mineral ist identisch mit dem bis dahin (1882) nur aus Nordamerika, bei Danbury in Connecticut und im Staate New-York bekannten Danburit.
- Chlorit:
- Citrin: G. vom Rath: Bergkrystall von Citrin-Farbe auf Klüften des Schiefers am Gipfel des Scopi.
- Periklin: Periklin auf feinkörnigem oder drusigem glimmerfreien Granit, kleine weisse, mehr oder weniger durchsichtige Kristalle begleitet von Adular, Axinit, Apatit und Chlorit.
- Quarz:
111_GR / Lukmanier, Val Cristallina
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 707950 / 163500
Literatur:
- Rykart, R.; Schweizer Strahler; 1971; Seite 229-276;
Die Feldspatmineralien Koordinaten auf Alp Cristallina.
- Adular: In prächtigen Kristallen bis 25 cm Kantenlänge.
112_GR / Lukmaniergebiet
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 704440 / 157750
Literatur:
- Eggenberger, Ueli; Schweizer Strahler; 1996; Heft 2; Seite 377 - 379; Eisenrosen vom Lukmaniergebiet (GR) die Geschichte zum Titelbild
Im Medelser Granit, unterhalb der Adulahütte im Tal. Fragliche Beschreibung, liegt die Adula-Hütte (719.500 / 150.900) vom Lukmanierpass (704.440 / 157.750) doch einiges entfernt. Die Koordinaten zeigen auf den Lukmanierpass.
- Adular: Mit Rutileinschlüssen, nach dem Fibbia-Habitus.
- Eisenrose: Bis 5.5 cm Durchmesser.
- Rutil:
113_GR / Lukmanierpass (dt.) (Umgebung), Lucmagn (rätorom.) (Umgebung), Lucomagno (ital.) (Umgebung), Ri di Lareccio
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 704450 / 157750
Literatur:
- Hügi, Theodor; Eclogae Geologicae Helvetiae;1958;Band 65; Heft 1; Seite 391 - 401; Disthen- und Sillimanitgehalte einiger Gesteine der Schweizer Alpen
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 245
In Grünschieferfazies in der Umgebung des Passes.
Hügi:
- Biotit-Disthenschiefer, Ri di Lareccio NE ob See bei P. 2179, Koord. 703550 / 154350.
- Biotit-Disthenschiefer kommt im Tal des Ri di Lareccio, NE oberhalb des Seeleins bei P. 2179, vor.
- Biotit-Disthenschiefer, Ri di Lareccio NE ob See bei P. 2179, Koord. 703550 / 154350: reiner Disthen.
- Chloritoid:
- Kyanit: Klein, farblos, neben Chloritoid.
114_GR / Lukmanierschlucht, Curaglia, Biscuolm, Bisculm
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 709750 / 170200
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 316
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 103
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 163
Liegt etwas mehr als 1 km östlich von Curaglia.
- Adular:
- Calcit: Zum Teil an beiden Seiten ausgebildet und begleitet von chlorithaltigem Adular auf grünem talkigem Schiefer.
- Chlorit:
- Hämatit:
- Sphalerit:
115_GR / Lukmanierschlucht, Curaglia, Disentis, Mompé Medel, Surrhein, Tenigerbad (dt.), Bogn Tenigia (rätor.), Somvixer Tal
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 716130 / 172120
Literatur:
- Friedländer, C.;1930;Beiträge zur Geologie der Schweiz, geotechnische Serie, XVI. Lieferung, Heft 1; Seite 19-36; Profil durch das Somvixer Zwischenmassiv an der Lukmanierstrasse zwischen Curaglia und Disentis.
Die Pyrit-Turmalin-Quarzgängchen. Die Koordinaten zeigen auf Tenigerbad (Bogn Tenigia). Zone der permokarbonischen Serizitschiefer des Zwischenmassivs:
a). Serizitschiefer mit Turmalin-Quarzgängchen: Ein etwas gefältelt-schiefriger Serizitphyllit mit Turmalin-Quarzgängchen von bis 1,5 cm Breite steht an der Lukmanierstrasse, kurz nach der Abzweigung der Strasse nach Mompe Medel, an. Die Struktur ist porphyroblastisch, die Textur schiefrig, auch etwa helizitisch. Porphyroblasten von Turmalin liegen in granoblastisch-diablastischem Grundgewebe, das wesentlich aus Quarz, Serizit und Chlorit besteht, und in dem untergeordnet auch Turmalin, Pyrit und Magnetit, Leukoxen, limonitische Substanz, Hämatit, Siderit, Apatit, Epidot, Zirkon beobachtet wurden. Die Turmalin-Porphyroblasten sind oft zerrissen, zerfetzt und von Quarz ausgeheilt. Sie enthalten vielfach Einschlüsse von Quarz, Magnetit, Rutil; etwas seltener Limonit, der selbst wieder Quarzeinschlüsse haben kann. Limonit, pseudomorph nach Siderit, kommt auch als Einschluss in Turmalin-Porphyroblasten vor. Meist sind die Turmalin-Porphyroblasten schlecht begrenzt, idioblastische Entwicklung kommt aber auch vor. Zonarstruktur ist häufig. Der Plechroismus ist stark.
b). Serizitschiefer mit Pyrit, Arsenkies und Feldspatzufuhr: Fundort Lukmanierschlucht E-Seite, zwischen dem achten und neunten Tunnel, etwas tiefer als die Landstrasse, ihr gegenüber. Makroskopisch ist es ein Serizitschiefer mit Pyritkristallen bis zu 3 mm Kantenlänge und makroskopisch sichtbaren Muskovitblättchen. Pyrit tritt neben Arsenkies, der an seiner Reflexionsfarbe kenntlich ist, zurück. Neben Porphyroblasten von Arsenkies und Pyrit sind zahlreiche, gut begrenzte kleine Prismen von Arsenkies und Pyrit zu sehen.
c). Serizitschiefer mit Quarz-Erzinfiltration: Fundort Lukmanierschlucht E-Seite, ungefähr gegenüber dem neunten Tunnel auf Rheinhöhe. Serizitreiche Lagen und Erz bedingen eine schiefrige Textur, die Struktur ist wesentlich porphyroblastisch. In einem Grundgewebe, in dem lagenweise getrennt granoblastischer Quarz und Karbonat vorherrschen, liegen grosse Porphyroblasten von Pyrit mit Hämatit-Limonitumrandung, Magnetkies (meist schlecht begrenzt, gut hexagonal umgrenzte Individuen wurden aber auch beobachtet) und untergeordnet Magnetit. Das Karbonat, wahrscheinlich Siderit, zeigt lamellenweise Pleochroismus, farblos bis blaugrau. Die Lagen bestehen aus einzelnen grossen, in der Schieferungsrichtung lang- gestreckten Individuen, die zwei ausgesprochene Spaltrichtungen zeigen; längs einer derselben ist bei den meisten Limonit eingedrungen. Limonit umgibt als schmale Umwandungshülle den Siderit und ist auch in der lagig-feinkörnigen Quarzmasse verbreitet und stellenweise angereichert.
d). schwarze, Pyrit (Markasit?) führende Schiefer: Fundort Lukmanierstrasse. Makroskopisch sind es dunkle Serizitschiefer, mit kleinen, augenförmigen Quarzlinsen. Quer zur Schieferung sieht man kleine Erzkörnchen, die mit den limonitisch-sulfatischen Ausblühungen in Zusammenhang stehen. Die Erze, hier vorherrschend Arsenkies, sind von wenig limonitisch-chloritischer Substanz begleitet. Der Arsenkies tritt meist idioblastisch auf, Durchwachsungen und Zwillingsbildungen sind häufig. Weniger auffallend sind Pyrit und Markasit (?). Der Markasit zeigt, wo er in grösseren Individuen vorliegt, Zwillingsbildung; meist ist er jedoch in kleinen, rundlichen Körnchen entwickelt und ist dann von Pyrit nicht unterscheidbar.
e). feinkörnige Pyrit-Quarz-Turmalingänge: Das Auftreten dieser Gängchen, in denen makroskopisch Pyritwürfelchen mit bis zu 2 mm Kantenlänge erkennbar sind, wurde schon von R. L. PARKER beschrieben. Das untersuchte Material ist auf dem von der Lukmanierstrasse nach Mompe Medel abzweigenden Weg gesammelt worden. Es stehen da in den Serizitschiefern des Zwischenmassivs bis zu 6 cm breite Gänge an, die wesentlich aus feinkörnigem Pyrit und Quarz bestehen; mit der Lupe lässt sich zuweilen auch Turmalin erkennen. Meist sind die Gängchen stark limonitisiert. Einige von diesen Gängchen gehen in eine hellgraue, stark sauer schmeckende Masse über, in der lediglich Pyritwürfelchen makroskopisch festgestellt werden können. Mit dieser grauen Masse stehen die weissen Ausblühungen in Beziehung, über die weiter unten berichtet wird. Ganz ähnlich treten auch Gängchen auf, in denen der feinkörnige idioblastische Pyrit überwiegt, in denen Turmalin nur ganz untergeordnet auftritt. Solche Pyritgängchen wurden an verschiedenen Stellen der Lakmanierstrasse beobachtet. Auch im Somvixer Tal, auf der Strasse ins Tenigerbad, wurde nahe Surrhein ein solcher Pvritgang festgestellt. Unter dem Mikroskop sehen wir Aggregate von idioblastischem Pyrit in Quarz-Serizit-Albitgewebe.
f). tonige und sulfatische Ausblühungen: Wir können zwei Arten von Ausblühungen unterscheiden:
- tonige Überzüge,
- sulfatische Ausblühungen.
g). Bleiglanz-Pyrit-Sideritgänge: Auf der rechten Seite des Medelser Rheins (E) stehen, zwischen dem neunten und achten Tunnel, der Lukmanierstrasse gegenüber, einige kleine Erzgänge in den Serizitschiefern an, die im Streichen nicht verfolgt werden konnten, im Fallen mit den Serizitschiefern übereinstimmen. Die Vergesellschaftung ist: Quarz, Siderit Magnesit, Dolomit, Limonit, Bleiglanz, Pyrit Rutil. Es handelt sich dabei sowohl um gepresste Erzgänge als auch um Rekristallisation in Querrissen: Zerrkluftmineralisation. Auffallend ist der gelegentlich auftretende Rutil, der in zum Teil sehr grossen Individuen festgestellt wurde. Der Quarz der Erzgänge ist grobkristallin, milchig, meist enthält er sehr zahlreiche mikroskopische opake Einschlüsse.
Im Kontakt zum Bleiglanz sind stellenweise durch partielle Auflösung des Bleiglanzes Hohlräume entstanden, in denen sich klare, gutausgebildete Quarzkristalle gebildet haben, die zum Teil durch Aufnahme von etwas Limonit oder Siderit gelb gefärbt sind. Längs Rissen ist in die derbe Quarzmasse vielfach etwas Siderit-Limonit eingedrungen. Der Siderit, grobkristallin, braun bis rotbraun, ist randlich oft von Limonit begleitet. In den Zerrklüften sind die Aggregate von Sideritrhomboedern mit gebogenen Flächen bemerkenswert. Gelegentlich ist der Siderit von kleinen Pyritwürfeln überkrustet. Neben Siderit kommt auch, seltener, Magnesit als Zerrkluftmineral in der Nähe der Erzgänge vor, in scharfen Rhomboedern, deren ebene Flächen wegen eines dünnen Limonitbelages irisieren. Bleiglanz ist in der Lukmanierschlucht nicht häufig. Ich wurde bei einer Begehung vom Strahler alt Lehrer Pally, Disla, begleitet, bei dem ich erstmals Bleiglanz aus der Lnkmanierschlucht gesehen hatte, und konnte einige typische Stufen sammeln. Der Bleiglanz kommt in den Quarz-Sideritgängen in relativ grossen Individuen (etwa 4 x 2 x 2 cm), die starke Pressungserscheinungen zeigen, vor. Die scharf ausgeprägten Gleitformen nach dem Würfel sind auf Druckwirkungen zurückzuführen. Gleitebenen und Spaltflächen sind nicht durchgehend eben, sondern zeigen vielfach schwache Verbiegung, die ebenfalls auf Pressungen hinweisen. Die meisten Bleiglanzstufen wurden in einem kleinen verquetschten Gang gesammelt, der in einer der steilen, zeitweilig Wasser führenden Rillen ansteht. Die Oberfläche des Bleiglanzes zeigt häufig eine deutliche Anätzung: Mäanderartig treten helle Teile in angeätzt dunklem Untergrund hervor. Nähere Untersuchung ergab, dass die angeätzten matten Stellen mit einem Karbonatüberzug zusammenhängen. Stellenweise sind schwach bis seidig glänzende, gelblich weisse Nädelchen von Cerussit erhalten. Zwei weitere Erscheinungen wurden beobachtet, die mit der Löslichkeit des Bleiglanzes in Beziehung stehen:
a) Nahe dem Kontakt mit Quarz sind durch die Auflösung von Bleiglanz vielfach Hohlräume entstanden, die meist teilweise durch sekundäre Mineralien ausgefüllt sind. Der Bleiglanz ist hier rundlich, buchtig begrenzt und von einer dünnen Karbonatschicht überzogen.
b) Scharf begrenzte Lösungsrillen, die im Querschnitt meist angenähert elliptisch sind, im Längsschnitt gewundene Formen aufweisen. (Im Querschnitt Dimensionen etwa 3 x 2 mm.) Diese Rillen erinnern durchaus an Bohrlöcher in wurmstichigem Holz. Längs den auffallend glatten Wandungen dieser Rillen ist spärlich Karbonat, in feinen Nädelchen, abgesetzt.
Der Pyrit liegt durchgehend derbkristallin vor. Als Zerrkluftmineral hat er meist gute kristallographische Umgrenzung; besondere ungewöhnliche Formen wurden jedoch nicht beobachtet. Meist zeigt der Pyrit grüne bis blaugrüne Anlauffarben. Auffallend ist das Vorkommen und die Art des Auftretens von Rutil. Der Rutil wurde zum Teil in sehr grossen Aggregaten festgestellt (2 x 2 x 0,5 cm). Die kristallographische Umgrenzung ist schlecht, eine undeutliche, fast muschelige Spaltbarkeit verleiht zudem dem Mineral einen brüchigen Charakter. Unter dem Mikroskop ist der Rutil ziemlich rein, wenn auch nicht ganz frei von Einschlüssen. Verwachsungen mit Bleiglanz, in dem gelegentlich grössere Partien Rutil eingeschlossen erscheinen, kommen vor. Rutil in ähnlichen derben, grossen Aggregaten ist aus dem Val Cadlimo bekannt. Die Paragenesis der Lukmanierschlucht ist jedoch äusserst auffallend. Rutil kommt in der Lukmanierschlucht auch in Zerrklüften vor und ist in dieser Art des Vorkommens schon lange bekannt. Sein Habitus ist dann säulignadelig, meist tritt er als Einschluss in Quarz auf. Auf einer kleinen Zerrkluftstufe durchbohren aus dem Quarz herausragende Rutilnadeln kleine Würfel von Pyrit. (Maximale Kantenlänge 1,5 mm.).
- Arsenopyrit:
- Galenit:
- Hämatit:
- Limonit:
- Markasit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
- Siderit:
- Turmalin:
116_GR / Lukmanierschlucht, Mompé Medel
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 708200 / 171750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 151,163
1) Beim Bau des Strassentunnels nach Mompé Medel bei Meter 172 ab der Lukmanierschlucht,
2) zwischen den beiden Strassentunnel, auf der Westseite des Strassenbords,
3) auf der Ostseite der Schlucht,
4) Schluchtmitte, Ostseite Königsberger: Über die Fundorte selber sagt Königsberger, dass sie "zu beiden Seiten des Rheines gegenüber der 1.-2. Galerie" liegen, "auch weiter südlich hinter den 3. Ruinas (=Schutthalden) am Gripalv, wo auf der Karte Ruinas steht, unten und in halber Höhe des Gripalv". Ferner nennt er die "V. Gronda", ein "östliches Seitental der Lukmanierschlucht, der 3. Galerie gegenüber" und die westlichen Felswände unterhalb der Strasse bei derselben Galerie. (J. Königsberger in den Abhandlungen der bayerischen Akademie der Wissenschaften (Bd. XXVIII, Abh. 10, 11 u. 12)).
- Ankerit: 1) und 3).
- Apatit: 1) rosarot, tafelig.
- Boulangerit: 2) stark glänzend, feinnadelig, bis einige mm. Auch im Strassentunnel nach Mompé Medel.
- Calcit: 1), 3) in flachen Rhomboedern, gelblichbraun.
- Chlorit: 1) auch im Ankerit und im Quarz.
- Ferro-Magnesit: 1)
- Jamesonit: 3) wirrstrahlig, büschelig, haarförmig, bis einige cm, teils auch im Quarz eingewachsen. Auch im Strassentunnel nach Mompé Medel.
- Pyrit: 1) zum Teil verzerrt.
- Pyrrhotin: 2) bis cm-gross, umgeben von Quarz.
- Quarz: 1) bis 5 cm und mehr; 2) milchig bis durchsichtig.
- Rutil: 1) dunkelviolett, bis 1.5 cm.
- Sphalerit: 3) bis 165 gr, schwarz. 4) bis 5 cm.
117_GR / Medel, Gar sotto (am Piz Vial ?)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel
Literatur:
- Wagner, Albert; Schweizer Strahler; 2009; Seite 21-28; Zufallstreffer - oder weisse und graue Zonen (Teil 2)
Gar sotto ist auf der Karte nicht eingetragen.
- Fensterquarz: Fensterzepterquarz, bis 12 cm.
118_GR / Medel, Greina, Piz Vial
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 717200 / 165650
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Wagner, Albert; Schweizer Strahler; 2009; Seite 21-28; Zufallstreffer - oder weisse und graue Zonen (Teil 2)
- Weiss,St.; Lapis; 1993; Heft 3; Seite 28
Funde sind vor allem aus der Gipfelregion bekannt geworden. Wagner: Auf der gegenüberliegenden Seite des Terr, nordöstlich in der granitischen Zone): Quarz hellrauchig, Adular verzwillingt, Titanit klein und verzwillingt, Muskovit, Klinochlor in Spuren.
- Adular:
- Anatas: Spärlich, klein, braun, tafelig.
- Biotit: (Vermutlich), sechseckige Blättchen, intensive Färbung (einmaliger Fund).
- Chlorit:
- Limonit:
- Magnetit: Als untergeordnete Verwachsungen vieler schwarzer Oktaeder.
- Monazit:
- Morion: Mit Anhydritröhren.
- Periklin:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil: Rötlichschwarz, orangerot, nadelig - haarig, auch als Quarzeinschluss, sagenitisch bis 1 cm.
- Siderit:
- Titanit: Klein und verzwillingt.
119_GR / Medelsergletscher, Glatscher da Medel
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 712200 / 164350
Literatur:
- Vifian,Christian, Kuster,Philipp; Schweizer Strahler; 2010; Heft 1; Seite 10-14; Das Pünktchen auf dem i
- Adular: Bis 7 mm, mit sark blauer Färbung (evtl. Baveniteinschlüsse).
- Bavenit: Feinfaserig, watteähnlich, zwischen den Adularen.
- Calcit: Korrodiert, bis wenige cm Grösse.
- Rauchquarz: Stufen, schön hellbraun gefärbt, bis 15 cm.
120_GR / Val Cristallina
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 707950 / 163500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 114 etc.
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
- vom Rath,G.; Geognostisch-mineralogische Beobachtungen im Duellgebiete des Rheins (Abdruck a. d. Zeitschr. d. deutschen geologischen Gesellschaft Jahrg. 1862.); 1862; Seite 409
Koordinate bei der Alp Cristallina. Fundpunkte mit der allgemeinen Bezeichnung 'Val Cristallina'.
- Adular:
- Apatit:
- Chlorit:
- Milarit:
- Opal: Kugelige Aggregate, bis 1 mm Durchmesser, farblos bis hellblau.
- Quarz: G. vom Rath: Bergkrystall von grosser Schönheit, in Begleitung von kleinen gelben Sphenen, findet sich in der V. Cristallina, aus welcher in früherer Zeit eine grosse Menge von Bergkrystallen gewonnen sein soll (für das Grab des h. Carl Borromeo zu Mailand).
- Scheelit: Im Cristallina-Granadorit und Medelser-Granit, in 4 Schwermineralkonzentrationen aus Gesteinsproben bei Koordinaten: 1. 714.660/166.520, 2. 708.720/164.800, 3. 707.600/164.550, Grundablass Lago di Santa Maria. Der Vollständigkeitshalber wurde dieses ‘Vorkommen’ von Scheelit ebenfalls in die Mineralienliste aufgenommen.
121_GR / Val Cristallina (Nähe Val dalla Siara Dadens)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 707490 / 163300
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 191
In einer Runse auf der linken Talseite, ca. 250 Meter südlich des Val dalla Siara Dadens.
- Adular:
- Apatit:
- Chlorit:
- Galenit:
- Quarz:
- Stilbit: Zum Teil auf dem Adular.
- Titanit:
- Turmalin: Zum Teil im Adular.
- Wulfenit: Wachsgelb, spitzpyramidal.
122_GR / Val Cristallina (mittleres)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 708030 / 163100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 191
Ein Fundpunkt im mittleren Val Cristallina, gegenüber der Einmündung des Val dalla Siara Dadens. Hier kann eine alte Kristallkluft festgestellt werden.
Evtl. stammen von dieser Lokalität die Quarze für die Grabstätte Carlo Borromeos im Mailänder Dom (1).
Ein weiterer Fundpunkt liegt auf ca. 2100 m ü. M. über den Alphütten bei P 1623 (2). Koordinate bei Fundpunkt 2).
- Adular: 1); 2)
- Apatit: 2)
- Chlorit: 2)
- Milarit: 2) bis 1 cm, chloritisiert, selten durchscheinend.
- Quarz: 1) gross.
- Rauchquarz: 2) hell.
123_GR / Val Cristallina, Alp Cristallina
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 707950 / 163470
Literatur: - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 276
Auf der rechten Talseite auf ca. 2100 m ü. M.
- Adular:
- Apatit:
- Chlorit:
- Milarit: Erster Fund im Gotthardgebiet im Jahre 1937, bis 10 mm, durchwachsen von Chlorit, sonst scharfkantig, weiss.
- Rauchquarz:
124_GR / Val Cristallina, Alp Cristallina, Val dalla Siara
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 707290 / 163830
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 161
Es gibt zwei Val dalla Siara: Val dalla Siara Dadens, Koordinaten: 707.420 / 163.530 und Val dalla Siara Dado, Koordinaten: 707.290 / 163.830.
- Ferroaxinit:
125_GR / Val Cristallina, Alp Cristallina, Val dalla Siara Dadens
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 707300 / 163450
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 117
Dieses kleine Seitental des Val Cristallina zieht sich bei der Alp Cristallina westlich gegen den Piz Curvet hinauf. Es sind zahlreiche Fundpunkte bekannt geworden.
- Adular:
- Albit:
- Amianth:
- Apatit:
- Chlorit:
- Galenit:
- Stilbit:
- Titanit:
- Turmalin:
- Wulfenit:
126_GR / Val Cristallina, Alp Cristallina, Val dalla Siara Dado
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 707250 / 163820
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954 Dieses kleine Seitental des Val Cristallina zieht sich bei der Alp Cristallina westlich gegen den Piz Curvet hinauf. Es sind zahlreiche Fundpunkte bekannt geworden.
- Adular:
- Albit:
- Amianth:
- Apatit:
- Chlorit:
- Galenit:
- Stilbit:
- Titanit:
- Turmalin:
- Wulfenit:
127_GR / Val Cristallina, Casatscha, Lago di Santa Maria (KW Vorderrhein-Freispiegelstollen)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 709450 / 161209
Literatur:
- Graeser, Stefan; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1971; Band 51; Heft 2 - 3; Seite 415 - 442; Mineralogisch-geochemische Untersuchungen an Bleiglanz und Zinkblende
- Nowacki, W. & Stalder, Hans Anton; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1969; Band 49; Heft 1; Seite 97 - 101; Zwei Wismutsulfosalze von Sta. Maria, Val Medel, Kt. Graubünden, Schweiz
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 200- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 177
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
Koordinatenbereich: 706.700/160.200 bis 709.450/161.209 (Fassung).
- Adular:
- Anatas:
- Calcit:
- Cannizzarit: 3188 Meter ab Sta. Maria, blattförmig, gebogen, verdreht, bis 7 mm lang, bis 1 mm breit, metallischer Glanz, silberweiss, zusammen mit Quarz, Muskovit, Pyrit und Anatas (Nowacki, Stalder, 1969).
- Chlorit:
- Danburit: Es ist von mehreren Funden die Rede.-
Galenit: Bei Meter 3138 ab Sta Maria. Würfeliger Bleiglanz mit oktaedrischer Spaltbarkeit, begleitet von Cannizzarit-B, einem unbekannten Wismut-Sulfosalz, Quarz, Anatas, Calcit, Muskowit, Pyrit, Chlorit.
- Muskovit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Scheelit: Grob- bis feinkörnig, auch als Kluftbelag. Insgesamt mehrmals in diesem Stollen nachgewiesen, so. z.B. 2091 Meter ab Portal Lago di Santa Maria, bei Meter 2375, bei Meter 3020, bei Meter 3267 sowie bei Meter 3854 und 5264.
128_GR / Val Cristallina, Garvielgletscher (Westrand)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 706800 / 161200
Literatur:
- Huber, H.M.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1943;Band 23; Heft 2; Seite 475-537; Die Kluftminerallagerstätten im südöstlichen Gotthardmassiv
Der Garvielgletscher existiert heute nicht mehr. Die Koordinaten zeigen auf den Gipfel. Von A. Caveng wurde im Herbst 1934 am W-Rande des Garvielgletschers eine Kluft ausgebeutet, welche neben den üblichen Mineralien (Quarz, Adular, Calcit, Chlorit) auch grosse Mengen des seltenen Minerals Datolith führte. Die Kluft steht nahezu senkrecht zur Schieferung. Nach Angaben von A Caveng ist hier eine starke Differentiation zu beobachten Der Boden der Kluft wird durch Adularband gebildet. Der Klufthohlraum mit lockeren Massen von Datolith, Calcit und Chlorit war nach aussen durch mürbes, brüchiges Quarzband einigermassen abgeschlossen, konnte aber den Schmelzwassern den Eintritt doch nicht genügend verwehren Dieselben konnten auf den Datolith so stark einwirken, dass er teilweise aufgelöst wurde und keine natürlichen Wachstumsflächen mehr zeigt.
- Adular:
- Calcit:
- Chlorit:
- Datolith:
- Quarz:
129_GR / Val Cristallina, Piz Cristallina, Las Crunas
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 710144 / 164894
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 162
Nördlich des Piz Cristallina.
- Ferroaxinit:
130_GR / Val Cristallina, Piz Cristallina, Piz a Spescha, Piz Spescha
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 710400 / 163350
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 133- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 194
- Vifian,Christian, Kuster,Philipp; Schweizer Strahler; 2010; Heft 1; Seite 10-14; Das Pünktchen auf dem i
An diesem Berg.
- Adular: In grossen Exemplaren.
- Quarz: Teils in schönen, chloritfreien Stufen und guter Qualität.
131_GR / Val Cristallina, Piz Garviel
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 706800 / 161200
Literatur:
- Hoefs, J. & Stalder, H.A.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1977; Band 57; Heft 3; Seite 329 - 347; Die C-Isotopenzusammensetzung von CO2-haltigen Flüssigkeitseinschlüssen in Kluftquarzen der Zentralalpen
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 117, 264
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 117 etc.
- vom Rath,G.; Geognostisch-mineralogische Beobachtungen im Duellgebiete des Rheins (Abdruck a. d. Zeitschr. d. deutschen geologischen Gesellschaft Jahrg. 1862.); 1862; Seite 409
Der Gipfel liegt zwischen dem Val Medel und dem Val Cristallina. Zahlreiche Fundpunkte sind aus den Runsen der Ostseite beschrieben.
Hoefs (1977): Piz Garviel, Val Medel, Koordinaten: 706.900/161.000. Im Cristallina-Granodiorit: Quarz, Chlorit.
- Adular:
- Albit:
- Amianth:
- Anatas: Kenngott: ein Anatasvorkommen auf Bergkristall am Berge Garviel.
- Apatit:
- Axinit: Kenngott: Die Kristalle sitzen auf Kluftflächen und in Drusenräumen eines sehr zerfressenen drusigen oder auch mehr dichten Granits, nach G. vom Rath (Zeitschrift der deutschen geologischen Gesellschaft 1862, 409) auf Klüften des Gneis am Berge Garviel, begleitet von Bergkristall, Rauchwuarz, Chlorit, Albit, Apatit und Adular, auch auf Kristallen des letzteren, zuweilen kristallinische Körnchen dasselben als Einschluss enthaltend, und zeigen eine sehr ausgeprägte Gestalt. Sie bilden nämlich scharfkantige paralleleliptische Kombinationen dreier anorthischen Flächenpaare.
G. vom Rath: Axinit theils durchsichtig und violblau, theils durch viele ein- und aufgewachsene Chloritkörnchen undurchsichtig und grün, in Begleitung von Adular und Periklin, aufgewachsen auf Klüften eines weissen, quarzarmen Gneisses, am Mte. Garviel, dem nördlichen Ausläufer des Scopi zwischen dem oberen Mittelrhein- und dem Cristalliner-Thal. Von diesem Fundorte existiren dicht mit Axinit bedeckte Gneissplatten von 1 Quadratfuss Grösse.
- Chlorit:
- Galenit:
- Quarz:
- Stilbit:
- Titanit:
- Turmalin:
- Wulfenit: Wachsgelb, spitzpyramidal.
132_GR / Val Cristallina, Piz Garviel (Grat Ostseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 706800 / 161000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 117 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 200
Grat zum Piz Vallatscha, das heiss Piz Garviel - Piz Vallatscha, auf der Ostseite dieses Grates.
- Adular:
- Calcit:
- Datolith: Körnig, äusserst mürb, bröckelig, selten Kristalle bis 3 cm.
- Quarz:
133_GR / Val Cristallina, Piz Garviel (Ostflanke)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 706850 / 161200
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 192
In der Ostflanke auf ca. 2600 m ü. M.
- Chlorit:
- Rauchquarz: Reichlich, aus einer Kluft ca. 350 kg.
- Titanit:
134_GR / Val Cristallina, Piz Starlera
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 709130 / 163710
Literatur:
- Stäbler, Hans; Bergknappe; 2015; Heft 126/127; Seite 71-101; Historischer Bergbau im Hinterrhein
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 151
- Epidot: Eingeschlossen in einer Quarzader, bis 7 cm und Grösser, Durchmesser bis 1 cm, dunkelgrün.
135_GR / Val Cristallina, Piz Starlera (Nordseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 709140 / 163720
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 22
Auf der Nordseite des Berges.
- Adular: Gross, verzwillingt.
136_GR / Val Cristallina, Piz Starlera (Westseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 709100 / 163700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 191
- Rykart, R.; Schweizer Strahler; 1971; Seite 229-276; Die Feldspatmineralien
- Weibel, Max; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1962; Band 42; Heft 1; Seite 275 - 276; Adularfunde aus dem Val Medel
Auf der Westseite dieses Berges konnte in den Jahren 1960/61 eine aussergewöhnlich reichhaltige Adularkluft ausgebeutet werden. Sie enthielt ca. 2000 Kg Adularkristalle und hat eine Tiefe von ca 20 Metern.
- Adular: Als Baveno-Zwillinge, Maderaner-Habitus, bis 20 cm, teils chloritisiert, weiss, glänzend, ca. 2000 kg. Eine der grössten und schönsten Gruppen besteht aus 6 verzwillingten, ineinandergewachsenen Einzelindividuen, wiegt 6,5 kg und misst 25 cm.
- Apatit: Violett, kugelig, tafelig, bis 1 cm.
- Calcit: Wenig, intensiv rosa fluoreszierend (Kurzwellen und Langwellen).
137_GR / Val Cristallina, Piz a Spescha, Glatscher da Puzetta, Glatscher da Puzzeta
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 710270 / 163750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 194
Auf ca. 2800 m ü. M., nordöstlich des Piz a Spescha. Evtl. handelt es sich um eine Verwechslung. Während der Gletscher da Puzetta nordwestlich des Piz a Spescha zu finden ist, trifft man nordöstlich davon auf den Glatscher da Medels (Mineralienlexikon: 'nordwestlich des Piz a Spescha'). Die Koordinate zeigt auf den Puzettagletscher.
- Chlorit:
- Milarit: Chloritisiert, bis 3 mm, auf Quarz.
- Quarz:
138_GR / Val Cristallina, Piz dalla Siala
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 710450 / 163800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 198
Östlich des Val Cristallina, etwas nördlich des Piz a Spescha und des Piz Cristallina.
- Adular: Im Maderaner-Habitus.
- Chlorit:
- Ferroaxinit: Klein, oft chloritisiert.
139_GR / Val Cristallina, Santa Maria, Val Uffiern (Wasserstollen)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 705390 / 160110
Literatur:
- Arnold, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1972; Band 52; Heft 3; Seite 537 - 551; Rb-Sr-Untersuchungen an einigen alpinen Zerrklüften des Cristallina-Granodiorites im östlichen Gotthardmassiv
705.390 / 160.110 Kluftparagenese: Quarz, Adular, Chlorit, Biotit, Pyrit, Calcit
706.250 / 160.160 Kluftparagenese: Quarz, Adular, Chlorit, Biotit, Calcit, Albit, Titanit
Aus dem Stollen, welcher den Stausee Sta. Maria mit den Wassern der Val Cristallina und der Val Uffiern im Osten beliefert Die Fundpunkte der Proben liegen im Stollen innerhalb einer Strecke von 2,3 km. Die Höhenangabe bezieht sich auf die Oberfläche der Koordinatenangaben und nicht auf die Höhe des Stollens.
706.270 / 160.160 Kluftparagenese: Quarz, Adular, Biotit, Calcit
707 370 / 160.220 Kluftparagenese: Quarz, Adular, Chlorit, Biotit, Muskovit
706 500 / 160.170 Kluftparagenese: Quarz, Adular, Chlorit, Calcit, Muskovit, Magnetkies
707 710 / 160.240 Kluftparagenese: Quarz, Adular, Chlorit, Calcit, Titanit, Erz
707 730 / 160.240 Kluftparagenese: Quarz, Adular, Chlorit, Muskovit
- Adular:
- Albit:
- Biotit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Muskovit:
- Pyrit:
- Pyrrhotin:
- Quarz:
- Titanit:
140_GR / Val Cristallina, Val Casatscha, Val Casaccia, Cassacciathal, Cassacciatal
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 708100 / 159000
Literatur:
- Graeser,St. & Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1974; Seite 265-277; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten
- Huber, H.M.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1943; Band 23; Heft 2; Seite 475 - 537; Die Kluftminerallagerstätten im südöstlichen Gotthardmassiv
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 44
Huber: Im Medelsergranit des Val Casaccia liegen nahe der Bündnerschiefergrenze drei Klüfte. Hauptmineral ist der Adular.
- Adular: Titt einerseits in wasserklaren, glasglanzenden, nach [001] gestreckten "Pseudorhomboedern" auf, andererseits kann er bei schwacher Chloritbedeckung und rauher Oberfläche Bavenohabitus zeigen. Die fast isometrischen, bis faustgrossen Kristalle tragen oft 1/2 mm dicke Ilmenitblätter.
- Anatas:
- Apatit: Säulig, hellviolett, bis 3 cm, in Edelsteinqualität (genauere Fundortangaben sind nicht bekannt).
- Bavenit:
- Chlorit:
- Ilmenit:
- Limonit:
- Monazit: Im hinteren Val Casaccia.
- Pyrit:
- Quarz:
141_GR / Val Cristallina, Val Casatscha, Val Casaccia, Cassacciathal, Cassacciatal (Ostseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 708600 / 159750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 116 etc.
Dieser hinterste Teil des Val Cristallina weist auf seiner Ostseite nur spärlich Klüfte auf. Sie gleichen aber denjenigen von der westlichen Seite des Tales.
- Adular:
- Albit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Quarz:
- Titanit:
142_GR / Val Cristallina, Val Casatscha, Val Casaccia, Cassacciathal, Cassacciatal (Westseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 708200 / 159000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 116 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 190
Funde sind aus den oberen Teilen des Tales (Westseite) bekannt geworden. Die vorzufindende Paragenese ist sehr interessant. Eine Fundstelle wird talauswärts, zwischen 2100 und 2300 m ü. M. beschrieben (Parker 1973).
- Adular: Weingelb, Vierlinge, Maderaner-Habitus.
- Albit:
- Amianth:
- Anatas: Spitzpyramidal.
- Apatit: Farblos, flächenreich, klein, flächenreich, selten violett, linsenförmig.
- Calcit:
- Chlorit:
- Ilmenit:
- Laumontit:
- Monazit:
- Muskovit:
- Pyrit: Limonitisiert.
- Quarz:
- Rauchquarz: Hell.
- Stilbit:
- Titanit: In verschiedener Ausbildung, hellbraun - rotbraun, grauviolett, Zwillinge.
- Turmalin: Nadelig bis faserig.
143_GR / Val Cristallina, Val Casatscha, Val Casaccia, Cassacciathal, Cassacciatal, Bianca (Gipfelnähe)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 709150 / 159000
Literatur:
- Offermann,E.; Schweizer Strahler; 1981; Seite 395-396; Ungewöhnliche Brookit-Kristalle
- Anatas: Gelb, spitzpyramidal.
- Rutil:
- Sagenit:
144_GR / Val Cristallina, Val Casatscha, Val Casaccia, Cassacciathal, Cassacciatal, Biancagletscher
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 708800 / 158800
Literatur:
- Offermann,E.; Schweizer Strahler; 1981; Seite 395-396; Ungewöhnliche Brookit-Kristalle
- Brookit: In aussergewöhnlicher Ausbildung; dicktafelig, deutlich prismatisch, praktisch ohne Basispinakoid, stattdessen mit Bipyramidenflächen, dunkelbraunschwarz, metallischer Glanz, bis 2 mm.
145_GR / Val Cristallina, Val Casatscha, Val Casaccia, Cassacciathal, Cassacciatal, Cima della Bianca
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 709150 / 158950
Literatur:
- Rykart, R.; Schweizer Strahler; 1971; Seite 229-276; Die Feldspatmineralien
- Adular: Als Menebacher-Zwillinge, grosse Kristalle gestreckt nach der a-Achse und oft mit Chlorit überzogen.
146_GR / Val Cristallina, Val Casatscha, Val Casaccia, Cassacciathal, Cassacciatal, Cima della Bianca (Bleivererzung)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 709180 / 158960
Literatur:
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1998; Heft 3; Seite 327 - 328; Ungewöhnliche Skelett-Kristallbildung bei Bleiglanz
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 77
Aus einer kleinen Bleivererzung in dieser Region.
- Beudantit: Sehr klein, gelb, braun, grün, schuppig, hexagonal, in drusigen Hohlräumen (Venzin et al. 1971).- Galenit: Skelettartige Ausbildung.
147_GR / Val Cristallina, Val Casatscha, Val Casaccia, Cassacciathal, Cassacciatal, Cima della Bianca (Gipfel), La Bianca, Las Tuors
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 709200 / 158980
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 175,195
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
In Gipfelnähe dieses, am rechten Talende gelegenen Berges, wurden Vorkommen mit sehr grossen Adular- und Quarzkristallen gefunden. Weiter wird als Fundort auch die Nordseite des Grates gegen den Lago Retico bis südlich zum Sedimentkontakt erwähnt.
- Adular: Über dem Toursgletscher, gross, klar, durchscheinend, manchmal leicht grünlich, schillernd, Zwillinge, Drillinge, bis 20 cm.
- Albit:
- Anatas: Gelb, spitzpyramidal.
- Apatit: Dünn- bis dicktafelig, bis 3.5 cm, farblos.
- Chlorit:
- Hämatit: Nur vereinzelt, schuppenartig.
- Ilmenit:
- Muskovit:
- Rauchquarz: Gross, flächenreich, recht dunkel, sehr klar.
- Rutil:
- Sagenit:
- Scheelit: Funde 1943 und 1965, grösster Kristall 250 gr, weiss bis grauweiss, durchscheinend bis durchsichtig, matte Oberfläche, zum Teil verwachsen mit Chlorit (in den Hängen von Bianca ins Val Casatscha).
- Synchisit-(Ce): In der Gipfelnähe, bis 5 mm, bräunlichgelb, durchsichtig, säulig (Weibel, 1964a). Die Kristalle treten in schmalen Klüftchen auf, wo sie von Quarz, Adular, Muskowit und Hämatit begleitet sind.
- Turmalin: Wenig, braun bis schwarz, nadelig.
148_GR / Val Cristallina, Val Casatscha, Val Casaccia, Cassacciathal, Cassacciatal, Cima della Bianca, Las Tuors (Westseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 708750 / 158900
Literatur: - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
Dieser Berg ist vor allem wegen seinen aus dem Westhang stammenden ausserordentlichen Apatitfunden bekannt geworden.
- Adular:
- Apatit: Als Belag mit Kristallen bis 3.5 cm, farblos, eher matt bis angeäzt, dünn bis dicktafelig.
- Chlorit:
- Scheelit: Spitzpyramidal.
149_GR / Val Cristallina, Val Casatscha, Val Casaccia, Cassacciathal, Cassacciatal, Glatscher dallas Tuors, Tuorsgletscher
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 709750 / 159400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 174
Östlich des Val Casatscha gelegen. Hier im Gletschergebiet sowie weiter nördlich gegen das Val Uffiern und oberhalb des Gletschers(1).
- Adular: Bis 20 cm, gelblichgrün, durchsichtig bis durchscheinend, mit starkem Schiller, Menebacher Zwillinge und -Drillinge.
- Apatit:
- Chlorit:
- Quarz:
- Stilbit:
- Titanit:
- Turmalin:
150_GR / Val Cristallina, Val Casatscha, Val Casaccia, Cassacciathal, Cassacciatal, Glatscher dellas Tuors, Tuorsgletscher 1
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 709750 / 159350
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
Funde stammen aus dem Gebiet des Gletschers sowie auch weiter nördlich gegen das Val Uffiern. Die Koordinate liegt auf dem Gletscher.
- Adular:
- Apatit:
- Chlorit:
- Quarz:
- Stilbit:
- Titanit:
- Turmalin:
151_GR / Val Cristallina, Val Casatscha, Val Casaccia, Cassacciathal, Cassacciatal, Ils Umens, Bucca digl Uffiern
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 709300 / 161100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 190
Auf der rechten Talseite in einer Runse zwischen diesen beiden Orten auf ca. 2150 m ü. M. (1) und weiter unten in der Runse, welche bei P 2014 in den Hauptbach des Tales übergeht, im hellen, feinkörnigen Gestein (2). Die Koordinatenangaben zeigen auf den Bucca digl Uffiern. Ils Umens liegt wenig südöstlich davon.
- Adular: 1)- Albit: 1); 2)
- Apatit: 1); 2) farblos.
- Bavenit: 1) gelblich, halbkugelig, radialfaserig, bis 1 cm. Zählt zu den besten Bavenitfunden der Schweiz. Es dürfte sich hier um den ersten Bavenitfund für die Schweiz handeln.
- Chlorit: 1) ; 2)
- Epidot: Klein, dunkelbraungrün.
- Periklin:
- Quarz:
- Rosafluorit: 2) klein, Oktaeder, korrodiert.
- Stilbit: 1) garbig.
- Turmalin: 2)
152_GR / Val Cristallina, Val Casatscha, Val Casaccia, Cassacciathal, Cassacciatal, Scantschalas
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 708200 / 159300
Literatur:
- Parker, R.L.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1954; Band 34; Heft 2; Seite 498 - 501; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz; Über Apatit von Val Casatscha
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 135
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 190
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
Mit dieser Fundortbezeichnung sind vor allem Stufen mit hervorragenden Apatitkristallen in die Sammlungen gelangt. Eine nähere Fundortbeschreibung lautet auf die Gegend unterhalb des Punktes 2443 im mittleren Talabschnitt. Ein Apatitfund von 1938 wird mit der Lokalität Scantschalas angegeben.
- Albit:
- Amianth: Haarförmig bis asbestartig.
- Anatas: Spitzpyramidal, blau.
- Apatit: In ausgezeichneter Qualität, bis mehrere cm, die grösseren Kristalle sind öfters amethystfarbig, säulig, flächenreich. Ein Apatitfund mit ungewöhnlich schönen, klaren Kristallen (bis zu 25 mm Länge) von hervorragender Edelsteinqualität glückte 1953 dem Strahler Giusep Venzin im Val Casatscha (die nähere Lokalität ist nicht erwähnt). Die Steine wurden geschliffen und erreichen Grössen bis 21 ct. (Coll. Gübelin).
- Chlorit:
- Muskovit: Kugelig aggregiert.
- Quarz:
- Siderit:
- Turmalin: Langnadelig bis faserig, zum Teil im Quarz.
153_GR / Val Cristallina, Val Casatscha, Val Casaccia, Cassacciathal, Cassacciatal, Scopi, Fuorn del Palü, Glitsche da Casatscha, Casatschagletscher
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 707250 / 158600
Literatur:
- Huber, H.M.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1943; Band 23; Heft 2; Seite 475 - 537; Die Kluftminerallagerstätten im südöstlichen Gotthardmassiv
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 134,138
Im hintersten Val Casatscha, östlich unterhalb des Scopi, Axinitfundstelle: Fuorn del Palü im Cristallinagranodiorit des Piz Vallatscha.
- Ferroaxinit: Wenig, fast farblos, besonders schön kristallisiert.
GR / Val Cristallina, Val Sterla (Westseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 709132 / 163722
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 191 Hier konnte eine Kluft mit aussergewöhnlich viel Adular ausgebeutet werden. Es gibt auf der Karte kein Val Sterla. Die Koordinaten zeigen auf den Piz Sterla.
- Adular: Ca. 2000 kg (Rekord), zum Teil chloritisiert, weissglänzend, Maderaner-Habitus, Gruppen mit Zwillingen bis 25 cm Durchmesser.
- Apatit: Violett, kugelig, bis 1 cm.
- Calcit:
- Chlorit:
154_GR / Val Cristallina, Val Stgira
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 708300 / 164500
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 415
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 138
Östliches, kleines Seitental des Val Cristallina. Aus einigen hier vorkommenden Klüften konnte das seltene Mineral Axinit geborgen werden.
- Adular:
- Apatit:
- Chlorit:
- Ferroaxinit: Klein, bis 3 mm, zum Teil reichlich, blassbraun, oft mit Chloritüberzug.
- Quarz:
- Turmalin: Asbestartig.
