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Kanton GR, Bezirk Surselva, Teil 2 - Fundorte von Mineralien in der Schweiz

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Kanton GR, Bezirk Surselva, Teil 2

Fundorte > Graubünden
Vorkommen im Kanton Graubünden, Bezirk Surselva, Teil 2

Bild: Val Lumnezia, Piz Regina_Quarz, 70x50x40

001_GR / Val Medel, Curaglia, Soliva, Val dal Sfrac
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 709250 / 170650
Literatur: - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 102
Auf der Karte nicht gefunden. Die Koordinate liegt über Soliva.
- Adular:
- Anatas:
- Calcit:
- Chlorit:
- Hämatit:
- Quarz:
In schönen Gruppen.
002_GR / Val Medel, Curaglia
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 708600 / 170010
Literatur:
- Bächtiger,K.; Urner Mineralienfreund; 1989; Heft 4; Seite 60
- Graeser, St. & Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1974; Seite 265-277; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 102 etc.
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998;
Goldwaschen im Rhein Medel 1: Im eingezeichneten Flussbereich des Rhein Medel sowie im Val Platta kann überall Gold gewaschen werden. Das Gold das hier gefunden wird, hat sehr unterschiedliche Formen, oft sind auch schöne kristalline Facetten erkennbar. Bild Goldwaschen im Rhein Medel 2: Grosse Steine, Grundfelspartien und Goldfunde sind darauf eingezeichnet. Links unten befindet sich der Campingplatz Fontanivas mit dem Badesee, rechts oben ist die steinschlag-gefährliche Stelle eingangs Lukmanierschlucht. In diesem Flussabschnitt hat die Goldwäscherei der jüngsten Zeit begonnen. Ab 1986 wurde und wird hier am meisten Gold heraus gewaschen.
- Chloritoid: Im Quartenschiefer (Sericitphyllit), Porphyroblasten bis 0.6 mm, quer zur Schieferung, auch sternförmig aggregiert.
- Covellin:
- Digenit: Stark in Malachit umgewandelt.
- Gold, gediegen: Zwischen den beiden Orten Disentis und Curaglia (Gemeinde Medel).
- Malachit:

003_GR / Val Medel, Glatscher dil Lai Blau
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 702600 / 162250
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 117
Der Gletscher liegt östlich der grossen Staumauer im Val Medels gegen den Piz Lai Blau hin. Die Funde stammen vorwiegend vom unteren Ende des Gletschers. Es ist möglich, dass die Lokalität noch tiefer liegt als die angegebenen 2600 Meter.
- Epidot: Blassgelb.
- Prehnit: In guter Kristallisation, halbkugelig.
- Titanit: Gelbbraun.

004_GR / Val Medel, Medelserthal, Medelsertal, Medels, Alp Stgegia, Alpe Stgegia
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 705000 / 160700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 195
- Rykart, R.; Schweizer Strahler; 1971; Seite 229-276; Die Feldspatmineralien
- Stalder, H.A. & Wagner, A. & Graeser, St. & Stuker, P.; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 104,131,169,441
- Weibel, Max; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1962; Band 42; Heft 1; Seite 275 - 276; Adularfunde aus dem Val Medel
Unter anderem sind am Nordende der grossen Galerie der Lukmanierstrasse (1)
und an diversen Stellen in der Umgebung dieser Alp (2)
Funde gemacht worden. Weitere Funde während des Kraftwerkbaus um 1965 (3).
...beim Bau der neuen Lukmanierstrasse in der Nähe vo Stgegia (4).
- Adular: 2). 4). geflecktes Aussehen, scharfkantig, eher klein.
- Apatit: 1).
- Calcit: 1). 4).
- Chabasit: 3) bis 1 cm, gelbbraun, auf Quarz.
- Chlorit: 1) und 2).
- Danburit: Aus einigen Oberflächenklüften, langgestreckt.
- Ferroaxinit:
- Fluorit:
3) rosa, klein, teilweise neben Axinit.
- Periklin: 1) und 2) weiss.
- Quarz: 1), 2) und 3). 4). Skelettquarz, das heisst völlig zerfressene Kristalle mit noch kaum erkennbaren Flächen.
- Titanit: 2) in schöner Ausbildung, bis 3 cm, gestreckt nach der b-Achse, bräunlich, Spitzen mit kräftigerer Farbe, durchscheinend bis vollkommen durchsichtig, meistens als Zwillinge ausgebildet.
- Turmalin: 1) langnadelig, grünbraun, durchscheinend.
- Zirkon:

005_GR / Val Medel, Piz Miez
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 706800 / 159300
Literatur:
- Eggenberger, Ueli & Audétat, Andreas; Schweizer Strahler; 2024, Heft 4; Seite 25-27; Bavenit vom Piz Miez (Val Medel)
- Parker, R.L.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1950; Band 30; Heft 1; Seite 192 - 199; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz
- Rykart, R.; Schweizer Strahler; 1971; Seite 229-276; Die Feldspatmineralien
- Stalder, H.A. & Wagner, A. & Graeser, St. & Stuker, P.; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 151
Eine nähere Bezeichnung des Danburitfundortes fehlt leider.
- Adular: Zwillinge, Viellinge, auch in ganzen Gruppen.
- Albit: Nach dem Karlsbader-Gesetz, weiss, periklinartig, reichlich, zum Teil sehr schön ausgebildet.
- Apatit:
- Bavenit:
Verfilzte Aggregate aus durchsichtigen Nädelchen. Zusammen mit diversen anderen Mineralien.
- Chlorit:
- Danburit:
Die Danburitkristalle sind farblos und durchsichtig, morphologisch jedoch oft etwas mangelhaft ausgebildet.
- Epidot:
- Klinozoisit:
- Periklin:
- Quarz:
- Titanit:
Rötlichbraun.

006_GR / Val Medel, Piz Miez (Nordgrat), Pizzo Mezzogiorno (Nordgrat)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 706800 / 159450
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 182
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 197
Beim beschriebenen Axinitkristall handelt es sich um einen Einzelfund auf dem Nordgrat.
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
- Calcit:
In Form von Skalenoeder und Rhomboeder.
- Chlorit:
- Eisendolomit:
- Ferroaxinit:
- Hämatit:
- Pyrit:
- Quarz:
Mit Tessinerhabitus.
- Rutil: Als dicke Nadeln, zum Teil in Bündeln und als Sagenit.
- Sagenit: Einige Quarze werden durch den Sagenit durchtrennt.

007_GR / Val Medel, Piz Miez (Ostseite), Pizzo Mezzogiorno (Ostseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 707050 / 159150
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 182
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 193
Gute Mineralienfunde werden unter anderem auch vom oberen Teil der Ostseite dieses Berges und vom talauswärts vorgeschobenen Westnordwestgrat erwähnt. Hier aus zahlreichen Klüften.
- Adular:
- Albit:
Sehr schön, Zwillinge, Viellinge, weiss, oft mit Chloritüberzug.
- Apatit: In schöner Kristallisation.
- Calcit:
- Chlorit:
- Ferroaxinit:
- Rauchquarz:
Goss, dunkel.
- Titanit:

008_GR / Val Medel, Piz Miez (Südostseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 706800 / 159300
Literatur:
- Huber, H.M.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1943; Band 23; Heft 2; Seite 475 - 537; Die Kluftminerallagerstätten im südöstlichen Gotthardmassiv
Sehr schon ist die Ausscheidungsfolge in einer apatitreichen Kluft auf der Sudostseite des Piz Miez bestimmbar. Der Mineralbestand ist Rauchquarz, Adular, Calcit, Apatit, Epidot, Chlorit. Koordinaten auf Gipfel Piz Miez.
- Adular:
- Apatit:
Auf Tafelspat aufgewachsen und im Chlorit begraben.
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
Als grobe Stengel im Quarzband eingesprengt.
- Rauchquarz:

009_GR / Val Medel, Piz Miez (Südwestseite), Pizzo Mezzogiorno (Südwestseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 706500 / 159150
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 193
- Adular:
- Anatas:
Klein, allerdings wurden einige tausend kleiner Kriställchen gefunden.
- Brookit:
- Chlorit:
- Ilmenit:
- Monazit:
- Muskovit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Rutil:
- Turmalin:
- Xenotim:


010_GR / Val Medel, Piz Miez (Nordwestgrat), Piz Miez (Westgrat), Pizzo Mezzogiorno (Nordwestgrat), Pizzo Mezzogiorno-Westgrat
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 706550 / 159370
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 118 etc. Dieser Berg erhebt sich östlich des Stausees 'Lai da Sontga Maria' im Val Medel. Die zahlreichen Funde sind an den Cristallinagranit gebunden.
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
- Quarz:
- Titanit:


011_GR / Val Medel, Piz Muraun
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 712300 / 170040
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 103,111
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 152,164
- vom Rath,G.; Geognostisch-mineralogische Beobachtungen im Duellgebiete des Rheins (Abdruck a. d. Zeitschr. d. deutschen geologischen Gesellschaft Jahrg. 1862.); 1862; Seite 415
- Weibel, Max / Köppel, Victor; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1962; Band 42; Heft 2; Seite 579 - 581; Boulangerit und Jamesonit als alpine Kluftmineralien
- Wiser,D.F.; Neues Jahrbuch Mineralogie, Geologie und Paläntologie; 1865; Seite 725
Der Gipfel liegt ca. 3.5 km östlich der im untersten Val Medel gelegenen Ortschaft Curaglia.
- Adular: Sehr klein, graulichweiss, durchscheinend.
- Anatas: D.F. Wiser: Die sehr kleinen, eisenschwarzen, heim Durchsehen dunkelblauen, glänzenden Krystalle, zeigen die Combination P . OP und sind begleitet von kleinen, graulichweissen, durchsichtigen Bergkrystallen, sehr kleinen, graulichweissen, durchscheinenden Adular-Krystallen , und kleinen, undeutlichen, trüben, graulichweissen Krystallen von Kalkspath.
- Antimonit: Freie Antimonaggregate auf Quarzgruppen.
- Boulangerit: Reichlich, (evtl. ist die Stufe auch falsch etikettiert worden). Die Identität dieser Stufen ist offenbar nie angezweifelt worden. Tatsächlich handelt es sich aber teils um Boulangerit, Pb5Sb4Sn, teils um Jamesonit, Pb4 FeSb6 S14. Antimonit kommt als Kluftmineral in diesem Gebiet anscheinend nicht vor. Die Ausbildung der beiden Mineralien ist etwas unterschiedlich. Bei dem Vorkommen, das in der Literatur als Piz Muraun (südöstlich von Disentis) verzeichnet ist, treten locker verfilzte, sehr feinstrahlige Aggregate eines Erzminerals auf. Röntgenographisch erweisen sich diese Nadeln als Boulangerit. Die untersuchte Stufe ist auch in Parker (1954, Tafel 19 gegenüber S. 113) abgebildet und fälschlich als Antimonit beschrieben. Spektralanalytisch lassen sich Pb und Sb, jedoch kein Fe erkennen.
- Calcit: Klein, undeutlich, trüb, graulichweiss.
- Epidot: D.F. Wiser: Epidot in ganz kleinen, aber schönen, flächenreichen, graulich- bis olivengrünen, durchscheinenden bis halbdurchsichtigen Krystallen, die begleitet von verwittertem Chlorit ? auf einem Aggregat von ganz kleinen, graulichweissen, durchscheinenden Adular-Krystallen aufgewachsen sind, vom Piz Muraun östlich von Curaglia im Medelser-Thale.
- Jamesonit:?, (Evtl. ist die Stufe auch falsch etikettiert worden).
- Quarz:
- Rutil:
In Nadeln bis 4 cm. Schwarz.
- Siderit: Verwittert, teils zusammen mit Rutil.

012_GR / Val Medel, Piz Vallatscha
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 706800 / 159890
Literatur:
- Huber, H.M.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1943; Band 23; Heft 2; Seite 475 - 537; Die Kluftminerallagerstätten im südöstlichen Gotthardmassiv
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 114 etc.
Es wird von zahlreichen Vorkommen aus dem Gebiet dieses Berges, östlich oberhalb des Stausees Lai da Sontga Maria, berichtet.
- Adular:
- Albit:
- Anatas:
- Apatit:
- Chlorit:
- Hämatit:
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Titanit:


013_GR / Val Medel, Piz Vallatscha (Nordgrat)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 706950 / 160100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 114 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 195
- Parker, R.L. & Quervain, F. de & Weber, F.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1939;Band 19; Heft 2; Seite 293-306; Über einige neue und seltene Mineralien der Schweizeralpen
Weitere gute Funde von diesem Berg stammen aus dem nördlich gegen den Piz Garviel verlaufenden Grat.
- Adular: Grosse und auch ausgezeichnete Kristalle.
- Albit: Im Periklin-Habitus.
- Apatit: Tafelig, schön, sehr flächenreich, weiss - blassviolett.
- Calcit: Eher selten.
- Chlorit:
- Datolith:
2. Motta des Giufgletschers entdeckt Weitere Funde des Minerals blieben bis 1934 aus, als Ambrosi Caveng eine neue, weit ergiebigere Fundstelle am Nordgrat des Piz Valatscha im Cristallinagranit entdeckte. Als Begleitmineralien in der Kluft gibt Caveng Adular, Quarz, Apatit, Calcit und Chlorit an. Auf einer Probe liegt der Datolith zwischen mehreren zu einer kleinen Gruppe vereinigten lichtbraunen Quarzkristallen eingestreut. Der Datolith trat, wenn auch nur ganz lokal, in einiger Menge auf und zwar in Form von grobkörnigen kristallinen Aggregaten, die sich durch eine ausserordentlich mürbe Beschaffenheit auszeichneten. Beim blossen Berühren zerfallen sie in unregelmässige Körner.
- Ferroaxinit: Dunkles Braun mit Stich ins Violette, zum Teil wurden ergiebige Klüfte ausgebeutet, erstmals beschrieben bereits 1833.
- Rauchquarz: Zum Teil recht grosse Exemplare.
- Titanit:
- Turmalin:


014_GR / Val Medel, Piz Vallatscha (Nordwestgrat)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 706450 / 159900
Literatur:
- Huber, H.M.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1943; Band 23; Heft 2; Seite 487; Die Kluftminerallagerstätten im südöstlichen Gotthardmassiv
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 114 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 195 etc.
Funde stammen aus der Südwestwand des Nordwestgrates des Piz Vallatscha. Die Stelle wird als klassischer Fundort des Danburits bezeichnet. Kennzeichnend für viele Lagerstätten des Nordwestgrates von Piz Vallatscha ist ein ziemlich umfangreiches, stark verzweigtes System von Quarzbändern. Diese stehen fast senkrecht zur Schieferung und liegen flach um 10- 40 ° (ausnahmsweise auch steiler) nach Süden geneigt. Sie streichen ungefähr Nordost, also quer zur Bundnerschiefergrenze und zur Bankung des Granites.
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
Massig.
- Crossit: In Schiefern, Amphiboliten und Eklogiten, blaue Amphibolvarietät.
- Danburit: Reichlich, bis 8 mm, teils in Chlorit liegend und mit Epidoteinschluss.
- Epidot:
- Ferroaxinit: Violett bis rötlichviolett.
- Glaukophan: In Schiefern, Amphiboliten und Eklogiten, blaue Amphibolvarietät.
- Muskovit:
- Rauchquarz: Reichlich.
- Titanit: Hellgelb.

015_GR / Val Medel, Piz Vallatscha (Südwestwand, Südgrat)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 706700 / 159700
Literatur:
- Huber, H.M.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1943; Band 23; Heft 2; Seite 486; Die Kluftminerallagerstätten im südöstlichen Gotthardmassiv
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 114 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 195
In dieser Wand sind grosse, ausgebeutete Klüfte zu finden die vor allem gute Apatitkristalle geliefert haben. Huber erwähnt von der bekannten Axinit-Funstelle schon 1943 "heute völlig ausgebeutet ". Am Südgrat des Piz Vallatscha sind in einer Kluft neben Albit, Adular, Axinit, Chlorit auch Titanit und Muskovit gefunden worden.
- Adular: Am Süd- und Südwestgrat.
- Albit: Am Süd- und Nordgrat.
- Apatit: Am Südwestgrat.In hervorragender Qualität.
- Axinit: Am Süd- und Südwestgrat. In ergiebigen Axinitklüften.
- Chlorit: Am Süd- und Südwestgrat.
- Muskovit: Am Südgrat.
- Quarz: Am Süd- und Südwestgrat.
- Titanit: Am Südgrat.
- Turmalin: Am Südwestgrat.

016_GR / Val Medel, Piz Vallatscha (Westseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 706799 / 159898
Literatur:
- Eggenberger, Ueli; Schweizer Strahler; 1998; Heft 2; Seite 229 - 232; Axinit vom Piz Vallatscha (GR)
Auf der Westseite. In diesem Gebiet wurde vor allem um 1950 intensiv nach dem Mineral Axinit gesucht. In den folgenden Jahren waren bedeutende Funde aber eher Seltenheit.
- Adular: Bis 15 cm.
- Apatit: Violett.
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Ferroaxinit
: Hoher Glanz, zum Teil chloritisiert, bis 6 cm, Aggregate bis 8 cm, teilweise auf Adular aufgewachsen.
- Periklin:
- Rauchquarz:


017_GR / Val Medel, Piz Vallatscha, Valletta, Vallatschagletscher
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 706800 / 159600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 138
- Wachtler Michael;Lapis; 2012; Heft 9; Seite 22-30; Die Klüfte der Tomaschetts im Val Cristallina. Kristalle aus dem Gletschereis
Diese lokale Bezeichnung (Valletta) fehlt auf der Karte. Es handelt sich dabei aber um eine kleine Felsschlucht am Vallatschagletscher, die zum Südgrat des Berges reicht. Michael Wachteler beschreibt in seinem Bericht Funde im Gletschereis ohne genauere Angaben.
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
- Chlorit:
- Danburit:
- Epidot:
- Ferroaxinit:
In violetten Farbtönen.
- Muskovit:
- Rauchquarz:
Mehrere fast 100 Kg schwere Stufen.
- Titanit: Gelb, in schlechter Ausbildung.

018_GR / Val Medel, Platta
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 705500 / 168400
Literatur:
- Arsenopyrit:

010_GR / Val Medel, Val Rondadura
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 704000 / 160000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 259,269
- Mimetesit:

020_GR / Val_Plattas;(Kernbohrung)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Medel, Koordinaten ca.: 710043 / 168896
Literatur:
- Pfander, Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 153
- Weibel, Max; Urner Mineralienfreund; 1992; Heft 1; Seite 1-5
1986 entdeckten Geologen eine Mineralisationszone im Val Plattas, vier Kilometer südlich der Vererzungen, die in der Lukmanierschlucht angeschnitten sind (siehe Fundort: Lukmanierschlucht, Gold). Das mittlere Val Plattas war 1991 Ziel einer Sondierbohrung. Es wurde eine Abteufung in einer Schräglage- und Vertikalbohrung von 200 Meter vorgenommen. Der gefundene Goldgehalt bewegte sich zwischen 0.5 und 1.5 Gramm/Tonne. Untersuchungen zeigten, dass sich eine ca. 2 km breite und ca. 15 km lange goldverdächtige Zone sich von Sedrun bis Trun erstreckt. Der Goldgehalt bewegt sich dabei zwischen 0.7 bis 3 Gramm Gold pro Tonne Gestein. Ausnahmsweise bis 8 Gramm/Tonne. Einmalig konnten in einer Probe gar 17 Gramm/Tonne Gold festgestellt werden. Eine 400 Meter tiefe Bohrung im Val Plattas konnte in einer Vererzung 2-7 Gramm/Tonne Gold festgestellt werden.
- Gold, gediegen: Aus Tiefenbohrungen.

021_GR / Obersaxen
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Obersaxen, Koordinaten ca.: 724750 / 177750
Literatur:
- Alig-Rohner, Gaudenz; Minaria Helvetica; 1997; Heft 17b; Seite 7 - 10; Die Bergwerke in Obersaxen
- Amacher, Peter & Weibel, Max; Lapis; 1980; Heft 12; Seite 13
- Graeser, St.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 441-452; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten III
Genauere Angaben fehlen.
- Brochantit: Auf Kupfervorkommen.
- Ferroaxinit:
- Langit:
Flächenarm, quaderförmig, bis tafelig, auf Erzlagerstätten (alte Kupfergruben), isolierte Kristalle, auch Verwachsungen mit Posnjakit; epitaktische Verwachsungen parallelliegender Lamellen, sagenitähnlich (Schmutz, et al., 1982).

022_GR / Obersaxen, Affeier, Afeiar, Viver, St. Peter (Mine), Cava da Mattel (Mine), Pifal, Platenga;(Kupfererzabbau)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Obersaxen, Koordinaten ca.: 728400 / 179730
Literatur:
- Alig-Rohner, Gaudenz; Minaria Helvetica; 1997; Heft 17b; Seite 7-10; Die Bergwerke in Obersaxen
- Bächtiger, Kurt; Bergknappe; 1981/1; Heft 15; Seite 14 - 18; Erzvorkommen und erster urgeschichtlicher Bergbau im Bündner Oberland
- Redaktion; Bergknappe; 1985; Heft 32, 2; Seite 2-10
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 58,106,107,159
- Staub, Thomas; 1983; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 62; Die Fahlerz- und Uranvorkommen bei Affeier (Vorderrheintal, Graubünden
- Staub,Thomas; Minaria Helvetica; 1997; Heft 17b; Seite 11-36; Die Fahlerz- und Uranvorkommen bei Affeier im Vorderrheintal
- Staub,Thomas; Bergknappe; 1985/2; Heft 32; Seite 2-10; Der Bergbau im Bündner Oberland: Die Erzgruben von Obersaxen - Affeier – Vivér
- von Arx, Rolf; Bergknappe; 1983; Heft 24, 2; Seite 19-22
- www.obersaxen.ch
Ausgebeutet wurden hier silberhaltige Kupfererze im Verrucano-Gestein. Die Gruben befinden sich innerhalb einer steil abfallenden Felswand und sind entsprechend schwer zugänglich. Die Stollen befinden sich im oberen Teil einer 80 Meter hohen Felswand. Der durch das Auswurfmaterial entstandene Schuttkegel ist heute überwachsen, vererzte Stücke sind kaum zu finden. Den Zugang zur alten Cava da Mettal erreicht man am besten, indem man von Punkt 1255 am Meliorationssträsschen unterhalb Affeier ausgehend ungefähr der Höhenkurve auf 1250 Meter westwärts folgt. In ca. 250 Meter gelangt man so zum Rand der Felsflanken, von wo aus man über ein leicht absinkendes, schmales Grasbändchen von ca. 20 Meter Länge zum Einstiegsschacht der Grube gelangt. Die Stollenlänge beträgt doch einige 100 Meter. Es wird vermutet, dass die Erzlagerstätte bereits seit dem 8 Jh. abgebaut worden ist. Erwähnt wird die Grube aber erst 1345. Die Mächtigkeit des Erzgängchens beträgt ca. 5 cm (heutige Sicht) und könnte früher durchaus grösser gewesen sein.
 
Uranvererzung: Die drei stärksten Vererzungen befinden sich östlich der Fahlerzgrube auf einem markanten Felsvorsprung und nördlich davon, am Fusse der hohen Felswand, in der die Stollen von Affeier liegen. Von hier aus ist die vererzte Zone ENE-wärts bis über den Valaterbach hinaus zu verfolgen.
- 200 Meter östlich des Grubeneingangs der Grube Affeier,
- auf der gegenüberliegenden Talseite bei Andiast und Waltensburg (Uranindikationen),
- eine vererzte Zone unterhalb des Bergwerkes von Affeier.
Schürfungen nach Kupfererzen auch bei den alten Gruben 'Pifal' und 'Platenga'. Die Uranmineralien sind verteilt im Gestein und bilden zum Teil linsenförmige Anreicherungen. Als einziges Uranmineral kann Pechblende erwähnt werden. Die Uranvererzung konnte erst 1958 durch Prof. Dr. E.Niggli und Dr. A.Fehr entdeckt werden. Die Mineralien Brannerit, Pyrit und Uraninit konnten im Dünnschliff nachgewiesen werden.
Mikrothermometrische Untersuchungen: Für diese Untersuchungen wurden 5 Quarzproben verwendet:
- Gangquarz aus der Vererzung von Affeier
- Quarz aus einem reinen Quarzgang aus den Stollen von Affeier
-3 Kluftquarze aus drei verschiedenen Klüften der nächsten Umgebung der Vererzung.
Der milchige Gangquarz ist sehr reich an Einschlüssen, die meist etwa 4 bis 10, selten 15 bis zu 30 Mikron gross sind.
- Fadenquarz: Er stammt aus einer kleinen Kluft im Ilanzer-Verrucano aus der Nähe der Vererzung, etwa 3 km östlich Affeier. Koordinaten 730 600/180 980.
- Übrige Kluftquarze: Sie stammen aus zwei kleinen Klüftchen mit Quarz und Carbonaten aus dem Horizont der Konglomerate mit vulkanischen Komponenten. Koordinaten 730 550/181 740.
- Albit: Die Albite sind polysynthetisch verzwillingt, die Zwillingslamellen oft verbogen.
- Anorthit: Die Anorthit-Gehalte liegen nach optischen Daten zwischen 5 und 10% Anorthit.
- Azurit: Zusammen mit Malachit. An einigen Stellen findet man sekundäre Kupfermineralien als Hohlraumfüllungen in kleinen Klüftchen und als krustige Überzüge an Orten, wo Grubenwasser zirkuliert. Röntgenographische Untersuchungen lassen auf Azurit, Malachit und Chalkanthit schliessen.
- Baryt: Baryt liegt in idiomorphen, leistenförmigen Individuen von bis zu 3 Millimeter Länge vor. Er zeigt keine Deformationserscheinungen, was darauf hinweist, dass es sich dabei um eine späte Mineralbildung handelt. Nur vereinzelt zu beobachten.
- Brannerit:
- Chalkanthit:
(Staub, 1983). An einigen Stellen findet man sekundäre Kupfermineralien als Hohlraumfüllungen in kleinen Klüftchen und als krustige Überzüge an Orten, wo Grubenwasser zirkuliert. Röntgenographische Untersuchungen lassen auf Azurit, Malachit und Chalkanthit schliessen.
- Chalkopyrit: (Staub, 1983). Kupferkies bildet kleine, rundliche Einschlüsse im Fahlerz. Dabei könnte es sich eventuell um Reliktstrukturen handeln.
- Devillin: (Graeser et al., 1979).
- Fahlerz: Aufgrund röntgenographischer Untersuchungen konnte das Fahlerz als eines dem reinen Tetraedrit (Antimon-Fahlerz) nahestehendes Mischglied der Tetraedrit-Tennantit-Mischreihe identifiziert werden. Im Fahlerz konnte nach Strukturätzung ein nahezu isometrisches, polygonales Korngefüge mit schwacher Tendenz zu idiomorphen Formen nachgewiesen werden. Bei Korngrössen von 0.05 bis 0.5 Millimetern sind die Körner von gedrungener Form, selten länglich. Zahlreiche kleine Risse und ausgeprägte Kataklasstrukturen setzen sich durch Korngrenzen hindurch fort. Demzufolge sind sie jünger als die Re.kristallisation des Erzes. Das heisst also, dass der Gang nach der Rekristallisation des Fahlerzes tektonisch beansprucht wurde.
- Feldspat: Nur vereinzelt zu beobachten.- Goethit: Goethit konnte als Umwandlungsprodukt in Spalten von Pyrit bestimmt werden.
- Hellglimmer: Die Hellglimmer sind spiessig zwischen Erzkörnern eingewachsen, füllen kleine Nester und Zwickel aus. Nur vereinzelt zu beobachten.
- Kupfererz:
- Malachit: Krusten und Faserbündel, bis 2 mm, teilweise auf Quarz aufsitzend. An einigen Stellen findet man sekundäre Kupfermineralien als Hohlraumfüllungen in kleinen Klüftchen und als krustige Überzüge an Orten, wo Grubenwasser zirkuliert. Röntgenographische Untersuchungen lassen auf Azurit, Malachit und Chalkanthit schliessen.
- Pechblende:
- Pyrit: Der Pyrit hat ausgesprochen idiomorphe Kornformen. Umgeben von Fahlerz ist er meist zerbrochen. Die Pyrite haben sich je nach ihrer Umgebung während der Deformation des Ganges sehr unterschiedlich verhalten. Während Pyritkörner in der Gangart geschont wurden, sind von Fahlerz umgebene Pyrite meist in mehrere Teile zerbrochen und auseinandergedriftet. Das sie umgebende Fahlerz weist das normale polygonale Rekristallisationsgefüge. auf. Die Beanspruchung der Pyrite erfolgte demnach vor der Rekristallisation des Haupterzes.
- Quarz: Der Quarz macht über 90% der Gangart aus. Der Gangquarz ist ein weisser Milchquarz, zuweilen durch Verunreinigungen bräunlich verfärbt. Mikroskopisch ist Quarz die wichtigste Komponente der Gangart. Er bildet ein ungleichkörniges Mosaik von teils glatt, teils extrem undulierend auslöschenden Individuen. Gegen das Salband hin wird er oft etwas feinkörniger. In Verwachsung mit Fahlerz ist starke Tendenz zu idiomorphen Kornformen zu beobachten. Manchmal auch mit aufgewachsenem Malachit.
- Tetraedrit: Mit etwas Chalkopyrit.
- Uraninit: Sehr feinkörnig.

023_GR / Obersaxen, Eggen, Egga, Vivér, Flond, Truns, Garveramulde, St. Johann am Rhein (Mine), St. Peter (Mine), Sul Rhein;(Erzabbau)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Obersaxen, Koordinaten ca.: 728871 / 179927
Literatur:
- Alig-Rohner, Gaudenz; Minaria Helvetica; 1997; Heft 17b; Seite 7 - 10; Die Bergwerke in Obersaxen
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1985/3; Heft 33; Seite 2 - 9; Der Bergbau im Bündner Oberland: Die Erzgruben von Obersaxen und Val Schmuer
- Rehm, Jann; Bergknappe; 2016/1; Heft 128; Seite 27-30; Die Cava Sul Rhein, bei Rueun/Ilanz
Auch aus einer Lokalität zwischen Obersaxen und Truns, von wo 'ein grauer, kieseliger Talkschiefer mit Eisenoktaedern' abgebaut wurde, der kaum 5% Eisen aufwies. Ein Vorkommen wird von Eggen (Obersaxen), Koordinaten: 728.871 / 179.927, beschrieben, wo im Kalkstein grosse Nester von Brauneisenstein liegen, die bis 1836 abgebaut und nach Truns gebracht wurden. Auch bei Flond (731.870 / 181.037) wurde ein poröser Limonit abgebaut, der Lager und Nester in einem Tonschiefer und einem im Verrucano liegenden dolomitischen Kalkstein bildet. Das Vorkommen steht evtl. mit dem Fahlerz von Vivér derselben Zone in Beziehung. Beim Talkschiefer muss aber ein anderes Vorkommen vorliegen. Möglicherweise handelt es sich dabei um Magnetit-Anreicherungen im Bündnerschiefer nahe am Triaskontakt, vielleicht aber auch um den in der Garveramulde vorkommenden Zug der Magnetitphyllite. Abbauperiode Flond-Egga: 1836 bis 1841.
Sul Rhein: Hier sind Bleiglanz, Kupferkies und Zinkblende (Sphalerit) zu finden. Argentit und Fahlerz können im Bleiglanz (Galenit) eingeschlossen sein. Gruben (nach Christian Gadmer, 1588) :- 'St. Johann' am Rhein- 'St. Peter'
- Argentit:
- Bleierz:
- Chalkopyrit:
- Eisenerz:
- Fahlerz:
- Zinkerz
:

024_GR / Obersaxen, Platenga (westlich), Platenga Tobel, Valatabach;(Erzabbau, Schaubergwerk)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Obersaxen, Koordinaten ca.: 728854 / 179438
Literatur:
- Alig-Rohner, Gaudenz; Minaria Helvetica; 1997; Heft 17b; Seite 7 - 10; Die Bergwerke in Obersaxen- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1985/3; Heft 33; Seite 2 - 9; Der Bergbau im Bündner Oberland: Die Erzgruben von Obersaxen und Val Schmuer - www.obersaxen.ch In der Region Platenga fand in früheren Jahren (nachgewiesen ab 1841) ein Erzabbau oder ein Erzabbauversuch auf Hämatit und/oder Magnetit statt. Der Abbau soll, gemäss historischen Urkunden, bereits zwischen 1806 und 1813 begonnen haben. Abgebaut wurden Kupfer- und Eisenerze, welche zur Verhüttung nach Truns gebracht wurden. Der letzte Abbauversuch geht auf das Jahr 1870 zurück. In der Gemeinde Obersaxen wurden einst zwei Bergwerke betrieben. Es sind dies die Silbergrube von Affeier und das Eisenbergwerk im Platenga Tobel. Das letztere ist heute touristisch erschlossen, das heisst, es können 240 Meter Stollenbau besucht werden. Der Verkehrsverein Obersaxen vermittelt während der Sommerzeit Führungen zum Schaubergwerk.
- Eisenerz: Hämatit und/oder Magnetit.
- Kupfererz:

025_GR / Ilanz (dt.), Glion (rätor.), Piz Mundaun
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Obersaxen Mundaun, Koordinaten ca.: 731570 / 178280 Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 37 Nähere Angaben fehlen. Die Koordinaten zeigen auf den Piz Mundaun.
- Chlorit:
- Zepterquarz:
Mit Chlorit bekleidet.

026_GR / Safiental, Savienthal, Saviental, Safnischthal, Safnischtal, Acla, Rütenenwald, Rütiwald
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Safiental, Koordinaten ca.: 744050 / 173170
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 223
An der Strasse zwischen Acla und dem Rütenenwald, sowie in diesem selbst, in Adern. Rütenenwald fehlt auf der Karte, evtl. handelt es sich aber um den Rütiwald nördlich von Safien.
- Albit: Gelegentlich gross, durchscheinend.
- Calcit: Gerundete Rhomboeder.
- Limonit:
- Quarz:


027_GR / Safiental, Savienthal, Saviental, Safnischthal, Safnischtal, Aclatobel
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Safiental, Koordinaten ca.: 745480 / 180950
Literatur:
- Peretti,Adolf; Urner Mineralienfreund; 1981; Heft 1; Seite 23.
An der Strasse von Versam nach Safien im Bereich des Aclatobels durchziehen dünnste Calcit- und Quarzbänder das tonige, graphitreiche und weiche Gestein. Über der Strasse des Aclatobels konnten einige Kluftspalten gefunden werden.
- Calcit: Bis 5 cm grosse Fingernagelcalcite, teils mit Phantombildung.
- Fadenquarz:
- Quarz:


028_GR / Safiental, Savienthal, Saviental, Safnischthal, Safnischtal, Bruschghorn
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Safiental, Koordinaten ca.: 743030 / 166140
Literatur:
- Jäckli, Heinrich; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1941; Band 34; Heft 3; Seite 17 - 105; Geologische Untersuchungen im nördlichen Westschams (Graubünden) Kommentar aus einem Tourenbericht: " Jäckli: Auffallend schöne und reichhaltige Stufen der Dolomit-Quarz-Kalzit-Albit-Paragenese liefern die Triashorizonte der Bruschghorn-Schuppe. Muttergestein ist entweder der massige Dolomit oder die braun-weiss gebänderten Marmore. Der Übergang vom Gestein zur Kluft ist gegeben durch eine derbe, zellig struierte, aus Quarz und Dolomit bis Siderit bestehende Gesteinsanlage, aus der dann die eigentlichen Kluftmineralien herauswachsen. Als Unterlage schied sich zuerst eine Generation von undeutlich spätigem Dolomit aus. Darauf bildete sich Quarz, einzeln oder in kleineren Gruppen, Kalzit in skalenoëdrischer Tracht und grosse, tafelige Albite.
- Albit: Tafeliger Habitus nach < 010 >. Auffallend durchsichtig, nicht milchig. Häufig grosser Flächenreichtum. Deutlich hervortretende Zwillingsbildungen, meistens nach dem Albitgesetz. Daneben kann es sich wohl auch um ähnliche Zwillingsbildungen handeln, wie sie von B. Krebs von Material von der Alp Rischuna beschrieben wurden. Auf den Albitkristallen liegt manchmal ein feiner, graubrauner Überzug von chloritisch-serizitischer Substanz. Grösse der Tafeln bis 5 cm.
- Calcit: Vorwiegend skalenoedrische Trachten, flächenarme Formen. Farbe meistens müchig-weiss. Zeigt auf regenexponierten Fundstellen dunkeln, schwach limonitischen Überzug. Bis 5 cm gross.
- Dolomit: Rhomboëdrische Trachten, häufig helmartig gekrümmte Kanten, gelbbraun gefärbt, dadurch deutlich vom weissen Kalzit unterscheidbar. Grösse bis 3 cm.
- Fadenquarz: Bis 3 cm, recht klar, im dunkelgauen Schiefer.
- Quarz: Langsäulige, meistens flächenarme Formen. Trapezoeder sehr selten. Immer farblos, Rauchquarze oder Amethyste nie beobachtet. Oft durch oberflächliche Ätzung etwas matt. Bis 10 cm lang.

029_GR / Safiental, Savienthal, Saviental, Safnischthal, Safnischtal, Bruschghorn, Piz Tuv
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Safiental, Koordinaten ca.: 744050 / 166360
Literatur:
- Allemann, Matthias / Allemann, Andrea; Schweizer Strahler; 2015; Heft 2; Seite 36-37; Fotografische Eindrücke einer Strahlertour im Bündnerland
Als Fundort wird die Region zwischen Bruschghorn und Piz Tuv angegeben.
- Albit:
- Quarz:
In schöner Ausbildung.

030_GR / Safiental, Savienthal, Saviental, Safnischthal, Safnischtal, Gelbhorn, Piz Mellen
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Safiental, Koordinaten ca.: 743030 / 165080
Literatur:
- Peretti, Adolf; Urner Mineralienfreund; 1981; Heft 1; Seite 24-25
Der Fundort befindet sich auf der Talseite gegen das Gelbhorn, wo in tonreichen Schiefern Klüfte vorkommen. Die Koordinaten- und Höhenangaben beziehen sich auf das Gelbhorn und nicht auf den genauen Fundpunkt.
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:
Mit schwarz verfärbter Oberfläche.

031_GR / Safiental, Savienthal, Saviental, Safnischthal, Safnischtal, Piz Tomül (Nordflanke)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Safiental, Koordinaten ca.: 737080 / 165130
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 342
Aus steil verlaufenden Quarzadern in den Ophioliten.
- Anatas: Klein, zusammen mit dem Quarz.
- Brookit: Klein, reichlich, zusammen mit dem Quarz.
- Quarz: Schöne Gruppen, Einzelkristalle bis 10 cm, Normalhabitus, teils eher gedrungen.

032_GR / Safiental, Savienthal, Saviental, Safnischthal, Safnischtal, Safien Platz (nördlich)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Safiental, Koordinaten ca.: 744150 / 173500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 223
Ca. 2 km nördlich von Safien Platz an der Strasse.
- Calcit:
- Quarz:
Grössere Exemplare, durchsichtig.

033_GR / Safiental, Savienthal, Saviental, Safnischthal, Safnischtal, Safien Platz (südlich), Grap Grisch, Bächertobel
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Safiental, Koordinaten ca.: 740000 / 168500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 223
Östlich des Grap Grisch, gegen das Safiental hinunter verlaufend.
- Albit: Durchsichtig.
- Calcit: Rundlich-tafelig, klar.
- Quarz: Nur klein.

034_GR / Safiental, Savienthal, Saviental, Safnischthal, Safnischtal, Thalkirch, Turahus, Turrahus
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Safiental, Koordinaten ca.: 740730 / 165380
Literatur:
- Peretti, Adolf; Urner Mineralienfreund; 1981; Heft 1; Seite 23-24.
Oberhalb des Turrahus haben sich in relativ hartem Bündnerschiefer Klüfte gebildet. Die Koordinaten- und Höhenangaben beziehen sich auf Turrahus und nicht auf den genauen Fundpunkt.
- Adular:
- Albit:
- Chlorit:
- Quarz:
- Zepterquarz:


035_GR / Safiental, Savienthal, Saviental, Safnischthal, Safnischtal, Tomül, Brandegg
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Safiental, Koordinaten ca.: 737028 / 165090
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 150
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 87
Im Mineralienlexikon wird die Brookitfundstelle mit 'Piz Tomül' aufgeführt. Vermutlich handelt es sich dabei um die Lokalität 'Brandegg', sind doch die vorkommenden Mineralien jeweils gleich. Die Koordinaten zeigen auf den Piz Tomül.
- Anatas: Rot.
- Brookit: In Ophiolithklüften, bis 3 mm, rot.
- Quarz: Reichlich.
- Rutil:

036_GR / Safiental, Savienthal, Saviental, Safnischthal, Safnischtal, Tomülpass
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Safiental, Koordinaten ca.: 738100 / 163600
Literatur:
- Rykart,R.; Schweizer Strahler; 1984; Seite 381-386; Angelöste Bambauerquarze vom Tomülpass im Safiental (GR)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 27
Übergang im hintersten Safiental ins westlichere Valsertal.
- Albit: Säulig, verzwillingt nach dem Albit-Gesetz, nach dem seitlichen Pinakoid etwas abgeflacht.
- Quarz: Bambauerquarz, bis 35 cm und 57 cm Umfang, angelöst.

037_GR / Safiental, Savienthal, Saviental, Safnischthal, Safnischtal, Versam, Versamer Tobel
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Safiental, Koordinaten ca.: 745540 / 184160
Literatur:
- Peretti, Adolf; Urner Mineralienfreund; 1981; Heft 1; Seite 21-23.
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 108
Im Vorderrheintal, östlich von Versam im Bündnerschiefer.
- Calcit: Meistens in der Form des Skalenoeders, bis 10 cm. Vereinzelt können auch Phantombildungen beobachtet werden (gebildet durch Goethit).
- Chalkopyrit: Häufiges Auftreten.
- Coelestobaryt: Rosafarbig, bis cm-Grösse.
- Quarz: Im Dauphinéhabitus, als Flachquarz (mit oder ohne Faden).

038_GR / Rabius, Val Marcota, Val Macorta
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Sumvitg, Koordinaten ca.: 715617 / 178461
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 414
Im Val Marcota nördlich von Rabius.
- Turmalin: Asbestförmig.

039_GR / Somvix, Tenigerbad, Crestlianderstobel, Crestlianders, Crest Liandras
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Sumvitg, Koordinaten ca.: 716820 / 172240
Literatur:
- Friedlaender, C.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1929; Band 9; Heft 2; Seite 247 - 264; Der Chloritoid vom Crestlianderstobel
Früher Crestlianders, heute Crest Liandras. In einem Tobel östlich Tenigerbad (Somvixertal, Graubünden) wurde Chloritoid als Kluftmineral in Quarzgängen gefunden.
Friedlaender: Verlassen wir, vom Tenigerbad (Somvixertal) kommend, den nach Alp Nadels führenden Weg bei den Hütten von Crestlianders und gehen wir in das Tobel hinunter, so treffen wir dort, auf einer Höhe von etwa 1500 m, ein interessantes Profil der Sedimentzone. P. Niggli weist in seiner Monographie über die Chloritoidschiefer auf die interessanten Verhältnisse in dieser Schlucht hin; er erwähnt ein "sekundäres Gewölbe im Dolomit" und grüne Gesteine mit grossen Chloritoiden. Der Fundort des untersuchten Sprödglimmers aus Quarzgängen ist der Quartenschiefer auf der Nordseite des Tobels, ca. 6 m über dem Bach (im September 1928), auf etwa 1540 m Höhe. Das Muttergestein des untersuchten Sprödglimmers ist ein hellgrünlicher, auf dem Hauptbruch seidig glänzender Serizitphyllit, der reich ist an Chloritoid-Porphyroblasten.
- Chloritoid: Blättrige Aggregate, zum Teil bis 20 x 5 mm gross.
- Pyrit: Würfel bis 5 mm.

040_GR / Sumvitg (rätorom.), Somvix (dt.), Sumfix, Crest Vaulas
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Sumvitg, Koordinaten ca.: 715340 / 175030
Literatur:
- Wewer,Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:

041_GR / Sumvitg (rätorom.), Somvix (dt.), Sumfix, Surrhein, Puzastg, Puzzastg, Uaul Puzzastg
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Sumvitg, Koordinaten ca.: 714800 / 175100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 112
- Parker, R.L.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1921; Band 1; Heft 1 - 2; Seite 7- 43; Serpentin und Talk von Disentis-Surrhein
- Wewer,Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
Diese Fundortangabe bezieht sich auf eine Lokalität südlich von Somvix im Vorderrheintal. Evtl. stammen die Funde aus den weiter südlich gelegenen Hängen (Uaul Puzzastg). Talk am Talausgang. Parker (1921): Bezüglich der Fundorte ist noch vorauszuschicken, dass die Hauptausbeutungsstellen zwei Stollenvortriebe waren, der eine südlich Disentis, mit einem oberen und einem unteren Stollen, der andere bei Surrhein am Eingang zum Somvixertal. Ausserdem kamen noch die Tagbaugruben in Betracht, diese in der Nähe des Dorfes Surrhein gelegen, deren wichtigste die Grube Puzastg einige 30 Meter über dem Stollen Surrhein gelegen ist.
- Calcit:
- Dolomit:
- Ilmenit:
- Magnetit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
- Serpentin:
- Siderit:
- Talk
:

042_GR / Sumvitg (rätorom.), Somvix (dt.), Sumfix, Surrhein, Puzastg, Puzzastg, Uaul Puzzastg, St. Barbara (Stollen), Craps;(Talkabbau)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Sumvitg, Koordinaten ca.: 714700 / 175070
Literatur:
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1986/2, Heft 36; Seite 6-10; Der Bergbau im Bündner Oberland: Die Talksteingruben von Disentis und Umgebung
- Krähenbühl,Hans; Bergknappe; 1995/2; Heft 72; Seite 20-24; Ein altes Gewerbe neu entdeckt: Lavezstein, Soazza-Misox und Disentis-Oberland
- Parker, Robert L.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1921; Band 1; Heft 1-2; Seite 7-43; Serpentin und Talk von Disentis-Surrhein
Unter dieser Fundortbezeichnungen sind mehrere Talkabbauorte zuammengeführt.
1). Sumvitg (rätorom.), Somvix (dt.), Surrhein (östlich), Craps;(Talkabbau).
2). Sumvitg (rätorom.), Somvix (dt.), Surrhein (östlich);(Talkabbau).
3). Diese liegt 1080 m ü. M., 200 Meter über dem Talboden am Abhang südlich Surrhein und wurde 1916 wiedergröffnet und daraus bis im Sommer 1917 Talksteinmehl ausgebeutet. Der Abbau wurde in Stollen vorgetrieben. Ein Profil durch die Grube lässt grobkörniges Quarz-Serizitgestein mit grüner chloritischer Schieferlage erkennen mit cm-dicken, reinweissen Talkfasern und teilweise flasergneisähnliches Gestein. Der Talkschiefer enthält einzelne Pyritwürfelchen und weisse Adern von Magnesit oder Dolomit mit Quarz.
Lavezstein: Dieser Speckstein besteht vorwiegend aus Talk- Chlorit -Serpentin sowie Asbest, vermischt als Umwandlungsprodukt basischer Eruptivgesteine, eingelagert in kristalline Schiefer und Phyllite der autochtonen wie der überschobenen kristallinen Massive und Decken. Dieser "Lapis ollaris" der Römer lässt sich schneiden und auf der Drehbank zu vielerlei Gefässen, Krügen, Töpfen, Häfen verarbeiten. Er wurde vielfach auch für Specksteinöfen verwendet, die vielerorts noch anzutreffen sind.
Beschreibung nach Fehlmann (1919): Puzastg 250 m südlich der Kirche Surrhein auf Kote 1050-1100. Aufschlüsse bieten die Grube, Kote 1080 und der St. Barbarastollen, Kote 1046.

a) Die Grube zeigt folgendes Profil:
1. 3,5 m grobkörniges Quarz-Serizitgestein mit grünen chloritreichen Schieferlagern.
2. 3,0 m grünliches Talk-Chloritgestein, vorwiegend weich, schiefrig, mit Zentimeter dicker, rein weissen Talkfasern, stark verwittert. (Hat sich für die Herstellung von Talkmehl nicht bewährt.)
3. 0,5 m härtere Bank mit Quarz und Chlorit.
4. 1,9 m grüne, weiche Chlorit - Talkschiefer mit Quarzkörnchen.
5. 3,0 in flasriges, grüngraues, auf dem Querbruch einem Flasergneis ähnliches Gestein aus Talk mit Chlorithäutchen, oben und unten von dünnen Chloritschieferlagern begrenzt, ziemlich viel harte Bestandteile.
6.-7. Chlorittalkgestein mit harten Bestandteilen, teilweise unzugänglich (unbrauchbar).
8. 1,5-2,0 m abgebautes Talkmahlsteinlager. Hellgrünlichgrauer bis weisslicher dünnflasriger Talkschiefer mit Chlorithäutchen, enthält einzelne Pyritwürfelchen und steil stehende, 0,5 - 2 cm dicke weisse Adern von Magnesit oder Dolomit mit Quarz; keilt nach Osten aus. Scharfer Kontakt gegen
9. 2,0 m flasriger Serizitquarzit mit intensiv grünen Schüppchen (Fuchsit), ein festgefügtes Dach der Talksteine bildend. Darüber die gewöhnlichen Serizitschiefer.

b) Die im St. Barbarastollen durchstossenen Gesteine sind:
1. Grünlicher bis grauer Serizitschiefer mit Quarzfasern, beim Eingang 65° S fallend, dann flacher werdend.
2. 0,8-1 m Graphitoidschicht. Schwarzfärbendes, unvollkommen seriziertes, zerbröckelndes, mürbes Gestein, ursprünglich ein feinsandiger, bituminöser Kohlenton mit Quarzfasern und voller schwarzer, spiegelglanzender Rutschflächen.
3. 2 m Serizitschiefer, reich an Quarzbändern und Fasern.
4. 4 m hellgelblich, seidenglänzender, blättriger Serizitschiefer, zäh und schwer zu durchbohren.
5. Ca. 25 m grauer, flasriger Serizitschiefer mit Knötchen, gleicher Typus wie 1, messerscharfer Kontakt gegen
6. talkführendes Intrusivgestein:
a. ca. 1,3 m nasses, verwittertes, unbrauchbares Serpentin-Talkgestein voller Quarzadern, besonders am Kontakt, oben mit Chloritschiefer, 45° SE fallend.
b. 1 m flasriges Talkgestein (als Mahlstein verwendet).
c. Kompaktes, grünes, talkführendes Gestein durchschwärmt von Adern mit rein blaugrünem Sekretionstalk, auch von Karbonat und Quarz (für Heizöfen verwendbar).
d. Grauer Talkmahlstein, vorwiegend flasrig, mit reinen Talklagern, bis 8 m mächtig (im Abbau).
e. 0,6 m Chloritschiefer mit Talkflasern.
f. 4,5 rn Talkgestein voller Quarznester und Adern, besonders oben. Eine Quarzplatte von 2 cm bildet die konkordante Grenze gegen
g) Serizitquarzit, flasrig, grau, hart, gneisartig, 2 m aufgeschlossen.
 
Grube östlich Surrhein. Die Grube östlich Surrhein liegt auf der Ostseite des Somvixer Rheines Kote 960, 80 m über dem Talboden. Sie wurde vor einigen Jahren erneut in Angriff genommen, wird aber infolge Fehlens einer Brücke über den Somvixer Rhein vorläufig nicht abgebaut. Das Material soll besonders "fettig", d. h. talkreich und quarzfrei sein. Der ausgebeutete Talkschiefer ist unregelmässig verdrückt und wechselt zwischen 1/2 und 1 m Mächtigkeit. Darüber liegen 4 m eines brauchbaren grünen Talkofensteines, dann Chloritschiefer mit weissen Talkfasern usw.
Grube auf der rechten Seite des Somvixer Rheins. Die Grube liegt am rechten Ufer des Somvixer Rheins, 1,5 km oberhalb seiner Mündung in den Vorderrhein bei Kote 950 und ist nur bei Niederwasser zugänglich. Sie wird zurzeit nicht ausgebeutet.
Grube auf der linken Seite des Somvixer Rheins. Auf der linken Somvixer Rheinseite, dem eben genannten Vorkommen gegenüber, befindet sich bei Kote 975 eine verschüttete Grube, die anscheinend weder Giltstein noch Talk in abbauwürdiger Mächtigkeit besitzt.
Grube Craps. Craps liegt etwa 950 m hoch, auf der Ostseite des Somvixer Rheins, am Ausgang des Tales. Etwa 50 m über dem Flussbett stehen Serizit- und Kalkphyllite mit Kalkglimmerschiefern an. Daselbst wird gelegentlich Giltstein abgebaut.
- Giltstein:
- Lavezstein:
- Magnesit:
- Pyrit:
Klein, eingelagert im Talkschiefer.
- Talk:

043_GR / Sumvitg (rätorom.), Somvix (dt.), Sumfix, Val Gliems
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Sumvitg, Koordinaten ca.: 712244 / 181392
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Im Val Gliems fand in früheren Jahren ein Erzabbau oder ein Erzabbauversuch statt. Nähere Angaben fehlen. Region Punteglias, Cavardiras.
- Eisenerz: Hämatit und/oder Magnetit.

044_GR / Sumvitg (rätorom.), Somvix (dt.), Sumfix, Vorderrhein, Rein Anteriur;(Waschgold)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Sumvitg, Koordinaten ca.: 747194 / 187380
Literatur:
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 140 Bild
Goldwaschen im Vorderrhein: Im hier abgebildeten Flussbereich des Vorderrheins kann überall Gold gewaschen werden. Weniger gut ist der Abschnitt vom Campingplatz zirka 800 Meter flussaufwärts. Das grösste Nugget wurde im hier abgebildeten Flussbereich des Vorderrheins gefunden. Oberhalb dieses Flussabschnittes bis nach Tschamut wird vereinzelt auch Gold gesucht. Das meiste Gold aus dem Vorderrhein ist kompakt und plattförmig geprägt.
Bild (siehe Buch von Pfander) Goldwaschen im Rhein Sumvitg: Dieser Abschnitt des Rhein Sumvitg ist sehr rau und vielerorts steinschlaggefährlich. Viele Stellen in der Schlucht sind schwer zugänglich, aber in diesen Bereichen sowie im Munibach wird gut Gold gefunden. Die Form des Goldes hat viel Ähnlichkeit mit demjenigen aus dem Rhein Medel. Es ist aber sehr grobkörnig und hat relativ wenig Feinanteile.
- Gold, gediegen: Waschgold.
 

045_GR / Sumvitg (rätorom.), Somvix (dt.), Sumfix;(Talkabbau)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Sumvitg, Koordinaten ca.: 716140 / 175740
Literatur:
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe (Bündner Bergbau; 1986/2, Heft 36; Seite 6-10; Der Bergbau im Bündner Oberland: Die Talksteingruben von Disentis und Umgebung
Talksteingrube:
1). Die Grube liegt unmittelbar auf der rechten Seite des Somvixer Rheins, bei 950 m ü. M. und ist gut zugänglich.
2). Die Grube liegt aus der linken Somvixer Rheinseite, gegenüber der Grube 1). bei 975 m ü. M. und bildet wohl deren Fortsetzung.
- Talk:

046_GR / Val Sumvigt, Portas
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Sumvitg, Koordinaten ca.: 715840 / 174400
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 227
- Jamesonit: Nadelig, dicht mit dem Quarz verwachsen und senkrecht zur Ader verlaufend.

047_GR / Val Sumvitg (rätorom.), Val Somvix (dt.), Sumfix, Alp Nadils, Alp Nadels, Alp Nadéls
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Sumvitg, Koordinaten ca.: 7183400 / 174630
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 368, 383, 400
- Antimonit:
- Fahlerz:
- Sphalerit:
- Valentinit:


048_GR / Val Sumvitg (rätorom.), Val Somvix (dt.), Sumfix, Alp Nadils, Alp Nadels, Alp Nadéls, Barcuns;(Erzabbau)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Sumvitg, Koordinaten ca.: 718500 / 174600
Literatur:
- Friedländer,C.;1930; Beiträge zur Geologie der Schweiz, geotechnische Serie, XVI. Lieferung, Heft 1; Seite 37-54; Die Lagerstätte von Alp Nadèls.
- Krähenbühl,Hans: Bergkanppe (Bündner Bergbau); 1986/3; Heft 37; Seite 12-14; Der Bergbau im Bündner Oberland: Verschiedene Abbaustellen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 254 etc.
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 381
Stand 1930: Metamorphe Erzgänge mit hellgelber Zinkblende und Bleiglanz in Gangart von Quarz und Karbonat sind von Alp Nadels südlich Truns bekannt. Übersichtsskizze der Erzvorkommen von Puntaiglas und Alp Nadels. Die Bleiglanz-Zinkblende-Lagerstätten von Alp Nadels liegen südlich von Truns, Vorderrheintal, auf einer Höhe von zirka 1900 m über Meer.
Die Vergesellschaftung der Alp-Nadels-Erzgänge ist im Wesentlichen: Quarz, Karbonat (Chalzedon) Zinkblende, Bleiglanz (Antimonit) (Fahlerz) (Kupferkies, Pvrit, Argentit). Die Erze, besonders die hellgelbe Zinkblende und der Bleiglanz, die im Gesamtbild vorherrschen, zeigen starke Pressungserscheinungen. Bleiglanz ist in der Regel plastisch deformiert, Translationsriefung parallel Würfelkanten ist sehr verbreitet.
- Antimonit: Als Erzvorkommen, makroskopisch.
- Argentit: Mikroskopisch.
- Chalkopyrit: Mikroskopisch. Das Mineral wurde in kleinen, unregelmässig linsigen, begrenzten Partikelchen festgestellt.
- Fahlerz:
- Galenit:
Makroskopisch. Das Auftreten des Galenit ist dem des Sphalerits durchaus analog. Galenit ist jedoch etwas seltener als Sphalerit. Der Galenit von der Alp Nadels enthält silberhaltige Mineralien, Argentit seltener als Silberfahlerzentmischungen.
- Pyrit: Mikroskopisch.
- Sphalerit: Makroskopisch.
- Vesuvian:

049_GR / Val Sumvitg (rätorom.), Val Somvix (dt.), Sumfix, Piz Nadels, Piz Nadéls
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Sumvitg, Koordinaten ca.: 719350 / 172150
Literatur:
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1979; Heft 3; Seite 113; Muzo-Habitus aufweisende Bergkristalle
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1977; Seite 223-225; Neufund alpiner Quarze mit Muzo-Habitus Östlich des Val Sumvitg.
- Quarz: Auch im sogenannten 'Muzohabitus', sehr ungewöhnlich ist, dass vereinzelte Exemplare eine Rauchquarzfärbung aufweisen.

050_GR / Val Sumvitg (rätorom.), Val Somvix (dt.), Val Clavaniev
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Sumvitg, Koordinaten ca.: 716400 / 173900
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 149
Im Bachtobel dieses Tales, kurz vor der Einmündung in den Rein da Sumvitg.
- Aragonit: Bis 2 cm, nadelig, milchigweiss, auf Quarz und Goethit.
- Goethit: Pseudomorph, vermutlich nach Ankerit, belegt mit Aragonit.
- Quarz: Nur einige cm lang, schlank, belegt mit Aragonit.

051_GR / Bündner Tödi (Südseite), Val Punteglias, Val Puntaiglias, Val Punteglas, ;(Kupfererzabbau)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Trun, Koordinaten ca.: 715880 / 181799
Literatur:
- Schmidt,C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Im Val Puntaiglas, auf der Südseite des Tödi, enthält ein Diorit Linsen von Erzen, die als ursprüngliche magmatische, pneumatolytische Ausscheidungen aufzufassen sind. Die mit Silikaten (Turmalin, Hornblende, Epidot etc.) eng verwachsenen Erze sind Kupferkies, Pyrit, Magnetit, Hämatit und deren Zersetzungsprodukte Malachit, Cuprit und Brauneisen. Die Gruben von Puntaiglas wurden zuletzt 1845 ausgebeutet. Die Koordinaten zeigen auf die Punteglias-Hütte und nicht auf die Vererzung.
- Brauneisen:
- Chalkopyrit:
- Cuprit:
- Hämatit:
- Magnetit:
- Malachit:
- Pyrit:


052_GR / Schlans, Val Plaunca, Val Pleunca
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Trun, Koordinaten ca.: 720927 / 180032
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 419
In den untersten Bohrkernen der Prospektionsbohrung. Nordöstlich von Trun und von Schlans. Ein Val Plaunca ist auf der Karte nicht mehr eingetragen. Es handelt es sich um den nördlichen Einschnitt zwischen Schlans und der Lokalität Plaunca. Die Koordinaten zeigen auf den Einschnitt.
- Bornit:
- Covellin:
- Hämatit:
- Torbernit:
Sekundäre Ausbildung.

053_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Trun, Aclas da Reits
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Trun, Koordinaten ca.: 713990 / 175210
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:

054_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Trun, Muot da Munt
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Trun, Koordinaten ca.: 715970 / 180100
Literatur:
- Koenigsberger, J.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1925; Band 5; Heft 1; Seite 239; Kleinere Mitteilungen;
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 139
Nordwestlich von Trun und südöstlich des Piz Ner gelegen, bietet diese Fundstelle vor allem noch einige Funde im Bergschutt genau bei den aufgeführten Koordinaten. Koenigsberger,J (1925).: Nur im Chloritschiefermantel des Diorit bei Muot-Munt, oberhalb Zaniu, liegt noch ein von Weber entdeckter Mineralfundort mit Quarz, Albit, Chlorit, Titanit und Apatit.
- Albit:
- Apatit:
- Chlorit:
Als Einschluss im Quarz.
- Epidot:
- Quarz:
Klar, zum Teil mit schönen und feinen Epidoteinschlüssen.
- Titanit:
- Turmalin:
Schwarz bis graugrün, auch als Einschluss im Quarz.

055_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Trun, Parvials
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Trun, Koordinaten ca.: 718590 / 177360
Literatur:
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1995/2; Heft 72; Seite 20-24; Ein altes Gewerbe neu entdeckt: Lavezstein, Soazza-Misox und Disentis-Oberland
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
Lavezstein: Dieser Speckstein besteht vorwiegend aus Talk- Chlorit -Serpentin sowie Asbest, vermischt als Umwandlungsprodukt basischer Eruptivgesteine, eingelagert in kristalline Schiefer und Phyllite der autochtonen wie der überschobenen kristallinen Massive und Decken. Dieser "Lapis ollaris" der Römer lässt sich schneiden und auf der Drehbank zu vielerlei Gefässen, Krügen, Töpfen, Häfen verarbeiten. Er wurde vielfach auch für Specksteinöfen verwendet, die vielerorts noch anzutreffen sind.
- Lavezstein:
- Talk:


056_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Trun, Schluns, Tiraun, Acla Martin, Dalisch
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Trun, Koordinaten ca.: 719000 / 176250
Literatur:
- Bächtiger, Kurt; Urner Mineralienfreund; 1989; Heft 4; Seite 60
- Kirsch, Helmut; Bergknappe; 1987/4; Heft 42; Seite 11 - 15; Die Entdeckungsgeschichte des Urans und Vorkommen in der Schweiz
- Kramers, J.D.; 1973; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 52; Zur Mineralogie, Entstehung und alpinen Metamorphose der Uranvorkommen bei Trun, Graubünden
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1986/1; Heft 35; Seite 2-5; Der Bergbau im Bündner Oberland: Das Uranvorkommen von Trun und Umgebung
- Redaktion; Bergknappe; 1980/2; Heft 12; Seite 18; «Schweizer Uran» für Atomkraftwerke?
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 83,193,255,418, 419,424
- Staub,Thomas; Minaria Helvetica; 1997; Heft 17b; Seite 11 - 36; Die Fahlerz- und Uranvorkommen bei Affeier im Vorderrheintal
Koordinaten auf die Lokalität 'Dalisch'. Die Verbreitung der Uranmineralisationen in der Umgebung von Trun: Auf der Südseite des Rheins finden sie sich in einer etwa 350 m breiten, in der generellen Streichrichtung verlaufenden Zone, welche über 1,5 km verfolgbar ist, nördlich des Rheins findet sich bei Tiraun vererztes Lockermaterial. Dieses Vorkommen liegt ungefähr in der östlichen streichenden Fortsetzung der oben erwähnten Zone. Die Mineralisationen konzentrieren sich rund um vier Vorkommen:
1. Tiraun: das Vorkommen in einer Sackungsmasse etwa 500 m östlich von Tiraun, an der Linie der Rhätischen Bahn, nördlich des Rheins.
2. Acla Martin: auf 1200-1300 m ü. M. an der Strasse Zignau-Alp Nadèls.
3. Dalisch in der westlichen streichenden Fortsetzung des Vorkommens Acla Martin. Mineralisationen kommen vor in einer ca. 150 Meter mächtigen Zone.
4. Unterhalb Dalisch: der Hang unterhalb Dalisch, in einer Höhe von 1300-1400 m ü. M. Hier treten die Vererzungen über eine Länge von ca. 500 Meter auf.
Die aufgeführten Mineralien konnten nur mikroskopisch festgestellt werden.
1. Tirauns: Das Vorkommen Tiraun liegt in Paraschiefern und Paragneisen. Das erstentdeckte Trunser Vorkommen besteht fast ausschliesslich aus Lockermaterial: die einzige anstehende Mineralisation ist in Paraschiefer-Aufschlüssen an der Rhätischen Bahn vorhanden; ein Scintillometer gibt dort maximal 150 uR/h an. Direkt im Gestein, ohne Gangart, sitzen dort sehr vereinzelt schwarze Punkte (Pechblende, kleiner als 0,5 mm).
Vererzte Proben aus dem Schutt von Tiraun zeigen fast stets gelbe, gelbgrüne, orange oder rote Anflüge von (verwitterungsbedingten) sekundären Uranmineralien.
2. Acla Martin: Koordinaten: 176.880 / 718.830 Die Mineralisation von Acla Martin liegt in mikroklinführenden hellen Muskovitgneisen. Die Mineralisationen selbst treten als schwarze Schmitzen im hellen Muskovitgneis in Erscheinung. Makroskopisch sichtbar sind einige schwarze, unregelmässig geformte, etwa 3 mm grosse Körner in einem Muskovitnest zwischen grossen K-Na-Feldspäten. Nach den Beobachtungen handelt es sich hier um phänokristallinen Uraninit.
3). Dalisch: Mineralisationen kommen vor in einer etwa 150 m mächtigen Zone. Die Mineralisation von Dalisch liegt in mikroklinführenden hellen Muskovitgneisen. Hier liegen gute Aufschlüsse vor. Die Vererzungen treten hier, als schwarze Schmitzen in Erscheinung, meistens einige Millimeter (bis 5 mm) dick und einige Zentimeter (bis etwa 5 cm) in Längenerstreckung. Makroskopisch ist nur Pechblende erkennbar, kein assoziierter Quarz.
4). Unterhalb Dalisch: der Hang unterhalb Dalisch, in einer Höhe von 1300-1400 m; Vererzungen treten über eine Länge von etwa 500 m auf. Das Vorkommen unterhalb Dalisch liegt an der Grenze zwischen Paraschiefern und hellen Muskovitgneisen. Die Aufschlussverhältnisse in Dalisch-unten sind, vor allem in den Schiefern, von Natur aus nicht besonders gut.
In Anflügen vom Vorkommen Tiraun wurden fraglich Autunit und Kasolit gefunden, und mit einiger Sicherheit Vandendriesscheit.
- Brannerit: Feinkörnig eingesprengt.
- Chalkopyrit: 1): Chalkopyrit wurde in gesteinsimprägnierenden Vererzungspartien in Proben in ganz vereinzelten, bis 0,04 mm grossen Körnern angetroffen; er kann vergesellschaftet sein mit Pyrit oder als Einschluss in Magnetit vorkommen. Sphalerit kann ebenfalls vereinzelt vorkommen.
1, 4): In den Vererzungen mit botryoidalen Pechblendestrukturen der Vorkommen Tiraun und unterhalb Dalisch treten Chalkopyrit und Sphalerit schon häufiger zusammen auf und bilden grössere Körner (etwa 100 µ), die allerdings stets völlig xenomorph sind. Galenit ist auch hier noch äusserst selten, hie und da tritt er in bis zu 50 µ grossen Bereichen als Spaltenfüllung in Pechblende auf.
4): In den alpinen Mobilisaten des Schürfstollens ist die Dreierparagenese Chalkopyrit + Sphalerit + Bleiglanz überaus häufig. Die drei Sulfide liegen in Form von bis einige Millimeter grossen, völlig ungestörten aber stets xenomorphen Körnern vor. Vor allem Chalkopyrit und Bleiglanz finden sich häufig in resorbierter Pechblende oder als Zement in kataklastischer Pechblende. Diese beiden Mineralien können im Mobilisat auch als Verdränger von Cobaltit und Linneit auftreten. Chalkopyrit kommt zudem als Einschluss in Pyrit vor.
- Chlorit: Siehe unter Quarz.
- Cobaltit: 1, 2, 3, 4): Die beiden Mineralien Cobaltit und Linneit wurden ausser in den Quarz-Dolomit-Mobilisaten (wo sie aber stets reliktischen Charakter haben) nur in gesteinsimprägnierenden Partien von Vererzungen angetroffen; sie sind typische Vertreter für diese Partien. Cobaltit tritt in vielen Fällen allein auf. Wo er mit Linneit zusammen auftritt, scheint er manchmal, aber nicht immer, von ihm verdrängt zu werden. In alpinen Mobilisaten werden beide Mineralien von Sulfiden verdrängt oder vom Mobilisat resorbiert. Cobaltit findet sich ohne begleitenden Linneit in den gesteinsimprägnierenden Partien der Vererzungen im Schutt von Tiraun, im Vorkommen Acla Martin und (z. T.) im Vorkommen Dalisch. Auch einige Vererzungen unterhalb Dalisch sind reich an Cobaltit und arm an Linneit. Cobaltit tritt meistens in unregelmässigen, bis 0,3 mm grossen Massen auf, die oft nur randlich aus diesem Mineral bestehen, manchmal aber auch «dicht» sind.
4): Unterhalb Dalisch (in einer Vererzung im hellen Muskovitgneis) und in einigen Proben von Tiraun kommen Cobaltit und Linneit nebeneinander, aber nicht miteinander verwachsen vor. Linneit tritt dabei in kleinsten Körnern (Grössenordnung 0,01 mm) auf.
3): In einer Vererzung von Dalisch (gesteinsimprägnierender Typ) wurde Cobaltit in bis 0.1 mm grossen Körnern mit z. T. kristallographischen Umrissen beobachtet.
4): In Paraschiefern unterhalb Dalisch tritt Linneit in bis 0,15 mm grossen, oft oktaedrischen Körnern auf. Diese können unregelmässig geformte Einschlüsse von Cobaltit enthalten. Zudem kommen Cobaltitkörner hier auch einzeln vor; diese zeigen nicht die oben beschriebene «porenfüllende» Erscheinungsform, sondern eine kubische Kristallform. Zusammen mit dieser Paragenese Linneit + Cobaltit kann vereinzelt Freigold auftreten.
- Covellin: 1): Covellin findet sich nur in Oberflächenproben; er bildet manchmal dünne Häutchen um Kupferkies und kann kleine Kupferkieskörner auch ganz verdrängen. Er wird als oberflächliches Verwitterungsprodukt gedeutet, wobei allerdings bemerkt werden muss, dass Kupferkies meistens zu Brauneisen verwittert.
- Eisenhydroxid:
- Galenit: 4): Galenit wurde in einer gesteinsimprägnierenden Vererzungs-Partie in hellen Muskovitgneisen unterhalb Dalisch in äusserst kleinen Körnern (< 20 µ) als Begleitmineral von Cobaltit und Linneit gefunden.-
Gold, gediegen: 1): In einigen Tirauner Mineralisationen treten in den an Cobaltit angereicherten Vererzungspartien kleinste Goldflitterchen auf.
4): In den Vorkommen Tiraun und (z. T.) unterhalb Dalisch findet sich gediegenes Gold in gesteinsimprägnierenden Vererzungspartien, namentlich in Konzentrationen von Cobaltit und Linneit. Es tritt dabei meist in isolierten, bis einige Mikron grossen Flitterchen, selten als Einschluss in Cobaltit, auf. In einer Vererzung mit botryoidalen Strukturen, unterhalb Dalisch, wurden verschiedene (bis 10 Mikron grosse) Goldflitterchen als Einschlüsse in Pyrit, welche mit Pechblende assoziiert auftritt, gefunden.
- Graphit: 3): Graphit wurde nur in einer Probe beobachtet; es handelt sich um bis 0, 1 mm grosse Schuppen, die z. T. verbogen und nie alpin eingeregelt sind. Sein Auftreten ist nicht an vererzte Partien gebunden.
- Hämatit: 4): In einigen Mineralisationen kommt grobblättriger Hämatit (Specularit) sowohl in primärer Verwachsung mit kataklastischer Pechblende als auch Pyrit vor.
- Kasolit: 1): Sekundäre Uranmineralien treten in allen Vorkommen an der Oberfläche auf. Dabei handelt es sich erstens um Pseudomorphosen nach Pechblende und zweitens um dünne gelbe, gelbgrüne, orange oder rote Anflüge. Letztere finden sich vor allem im Schutt von Tiraun.
- Linneit: Begleitet von Cobaltit, Galenit, Gold und Chalkopyrit, teilweise nur noch reliktisch vorhanden, oktaedrische Körnchen in der Grösse von 150 um. In Paraschiefern von Daflisch tritt Linneit oft in oktaedrischen Körnchen auf. Siehe unter Cobaltit.
- Magnetit: Vorkommen 1 und 2).: Magnetit tritt nur in Vererzungspartien mit feinverteilter Pechblende auf. Er liegt in idiomorphen, 20-0,5 mm grossen Körnern vor. Im Vorkommen Tiraun kann er hie und da recht häufig sein. Übrigens kommt auch Kupferkies als Einschluss in Magnetit vor. Vorkommen
4): Unterhalb Dalisch kommt Magnetit nur sehr vereinzelt vor.
- Markasit:
- Molybdänit:
4): Molybdänit wurde nur an einer Stelle (m 69 der streichenden Strecke des Sondierstollens) gefunden. Er kommt in sehr kleinen Mengen, in feinschuppigen Aggregaten, vor. In Paraschiefern, angrenzend an einer Mobilisatmasse, tritt er als Begleiter von Linneit und Cobaltit auf.
- Pechblende: Kommt in Schmitzen oder Boudins im cm-Bereich zusammen mit Uraninit vor. Verbreitet in allen 4 Vorkommen: Botryoidale Pechblende: Die Pechblende liegt in Kugeln und in Krusten vor, welche aus Kugelsegmenten aufgebaut sind. Der Durchmesser von Sphärulithen kann bis etwa 1 mm betragen, die Dicke der Krusten liegt meistens im Bereich zwischen 0,1 und 1 mm, kann aber einerseits sehr gering sein und anderseits bis zu 1 cm betragen.
3): Die Vererzungen treten hier, als schwarze Schmitzen in Erscheinung, meistens einige Millimeter (bis 5 mm) dick und einige Zentimeter (bis etwa 5 cm) in Längenerstreckung. Makroskopisch ist nur Pechblende erkennbar.
- Pyrit: 1, 3, 4): Die Erscheinungsform des Pyrits wechselt mit der Art des Vorkommens. In feinverteilten, gesteinsimprägnierenden Vererzungen tritt er in Form von kleinen (0.005-0.05 mm), vereinzelten Individuen auf; diese sind xenomorph bis hypidiomorph.
1, 2, 4): In Vererzungen mit botryoidalen Strukturen ist der Pyrit würfelig und zum Teil vielleicht dodekaedrisch ausgebildet, mit oft etwas abgerundeten Ecken.
4): In den Paraschiefern tritt Pyrit stellenweise als Gesteinsgemengteil auf. Hier ist er stets streng würfelig idiomorph.
- Quarz:
- Serizit: Siehe unter Quarz.
- Sphalerit:
- Tetraedrit: 2, 3): Im gesteinsimprägnierenden Vererzungstyp wurde Fahlerz vereinzelt in Acla Martin und in Dalisch beobachtet. In Acla Martin wurde es zusätzlich in einer Vererzung mit botryoidalen Pechblendestrukturen gefunden. Es liegt in Form von 0.05 - 0.1 mm grossen Körnern vor und kann mit Cobaltit vergesellschaftet sein. Nach den optischen Eigenschaften (grauweiss, leicht bräunlich, im Öl stark bräunlich, isotrop) und einem Mikrosondentest (nur Cu, Sb, S) handelt es sich um Tetraedrit.
- Uraninit: 2, 4): Uraninit wurde in sehr kleinen Mengen und vereinzelt in einigen Proben mit gesteinsimprägnierender Vererzung gefunden; in diesen Fällen beruht die Bezeichnung auf dem mikroskopischen Aussehen. Solche Vorkommen wurden in Vererzungen von Acla Martin und unterhalb Dalisch beobachtet. Mikroskopisch sind hier einige Zentimeter grosse kataklastische Körner sichtbar, wobei sich würfelige Umrisse vermuten lassen. Nach den beschriebenem röntgenographischem Kriterium handelt es sich um Uraninit.


057_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Trun, Val Zavragia, Val Zafragia, Zavragiatobel, Zafragiatobe
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Trun, Koordinaten ca.: 719600 / 177000
Literatur:
- Koenigsberger, J.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1925; Band 5; Heft 1; Seite 239; Kleinere Mitteilungen;
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 109
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 148
Dieser Tobel liegt südlich der Ortschaft Zignau bei Trun im Vorderrheintal. Goldkörnchen aus einem kleinen Fluss (historische Ueberlieferung von Fortunat Sprecher von Bernegg, 1672). Es wird angenommen, dass es sich hierbei um den Bach im Val Zavragia handelt. Koenigsberger,J.: Südlich des Rheins ist ausser im Zafragiatobel die Gegend von Somvix bis nahe zur Greina und bis Vrin ganz arm an Mineralklüften. Im Zafragiatobel findet sich auf graugrünem Glimmerschiefer des Gotthardmassivs ein Vorkommen, wie es von da bis nach Brig im Wallis für solche Schiefer charakteristisch ist; Quarz und Hämatit. Etwas unterhalb dieses Fundortes: Quarz und Calcit.
- Adular:
- Calcit:
Klein, überzogen von einer hellgelbroten sehr dünnen Kruste eines nicht näher untersuchten Minerals.
- Gold, gediegen:
- Hämatit: Klein, glänzend, in dickeren Tafeln.
- Quarz: Klein.

058_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Trun, Val Punteglias, Val Puntaiglias, Val Punteglas I
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Trun, Koordinaten ca.: 717250 / 180250
Literatur:
- Heule, Patrick; Schweizer Strahler; 2014; Heft 3; Seite 2 - 7; Die schwarzen Anatase vom Val Punteglias
- Schüpbach,Thomas; Schweizer Strahler; 1989; Seite 353-365; Ein interessanter Quarz-Epidotfund aus dem Val Punteglias
Genauere Angaben fehlen. Bekannt ist nur, dass sich die Fundstelle auf ca. 1600 m ü. M. befindet.- Amianth: Meistens in feinen Rissen, kurzborstig, dunkelgrün, auch im Quarz.
- Anatas: Bis 2 mm, schwarz, auf Quarz.
- Blauquarz: Mit der allgemeinen Fundortangabe 'Val Punteglias'.
- Chabasit:
- Chlorit:
- Epidot
: In guter Qualität, flaschengrün bis gelblichgrün, opak, bis 3 cm, mit Endfläche, auch im Quarz.
- Quarz: Bis 15 cm, mit Festeinschlüssen wie Epidot, Amiant, Turmalin, Chlorit. Teilweise als Doppelender und mit bis zu 2 mm grossen Anatasen besetzt.
- Scheelit: Scheelit (bis 17 mm) wurde im Val Punteglias zusammen mit Blauquarz gefunden. Der genaue Fundort ist jedoch nicht erwähnt.
- Turmalin: Oft als Einschluss im Quarz, dort dann büschelige haarförmige Aggregate, grünlich-schwarz bis rötlich-schwarz.

059_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Trun, Val Punteglias, Val Puntaiglias, Val Punteglas II
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Trun, Koordinaten ca.: 717300 / 180300
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 95 etc.
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
Nordwestlich von Trun, gegen den Biferstock verlaufend.
- Magnetit: Derb.
- Scheelit: Auf Punteglias-Granit, derb, als Überzug, weiss fluoreszierend.

060_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Trun, Val Punteglias, Val Puntaiglias, Val Punteglas, Alp Zaniu
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Trun, Koordinaten ca.: 717750 / 179700
Literatur:
- Koenigsberger,J.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1925; Band 5; Heft 1; Seite 239; Kleinere Mitteilungen; Alpine Mineralklüfte in der V. Puntaiglias.
- Parker, R.L.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1935; Band 15; Heft 2; Seite 340 - 349; Über einige Schweizerische Epidotvorkommen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 98
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 160
Die Alp liegt im nördlichen Val Punteglias, ca. 1.7 km von Trun. Funde stammen aus den quarzpophyrischen Randfazies des Hornblendegranits-Granodiorits, sowie aus einem Grüngestein. Koenigsberger (1925): Die Vorkommen alpiner Mineralklüfte in der untern V. Puntaiglias sind schon wegen ihrer relativen Isolierung von Interesse. Nördlich davon, auf der von Dr. Fr. Weber in Zürich geologisch und mineralogisch allein und zeitweise auch in Begleitung eines Kristallsuchers genau durchforschten Südseite der Tödi-Ruseinberge bis hinab nach Alp Puntaiglias, fehlen sie fast völlig. Nur im Chloritschiefermantel des Diorit bei Muot-Munt, oberhalb Zaniu, liegt noch ein von Weber entdeckter Mineralfundort mit Quarz, Albit, Chlorit, Titanit und Apatit.
Oberhalb Truns in V. Puntaiglias, bei Alp Zaniu, im Walde nahe der Waldgrenze, etwa 120 m über der untersten Alphütte nach NW., am Fusse von Felswänden, Fundort 1, findet man nämlich in einem bisher als "Quarzporphyr" kartierten Gestein eine Mineralgesellschaft, die sonst nur in basischen Hornblendegesteinen vorkommt. Quarz, weissgrünen Amianth einschliessend. Auf der Stufe frei aufgewachsen weissgelblicher, kurzer, feinfaseriger Hornblendeamianth, Epidot, klein, braungrün, z. T. in Quarz eingewachsen, stark gestreift, gelber Lehm auf den Mineralien.
Fundort 2. Quarz, z. T. mit Chloriteinschluss. Sphen auf und halb in Quarz, gelbweiss, dünntafelig, rautenformähnlich, oft verzwillingt. Graugrüner, glänzender, feinschuppiger Chlorit. Gelber Lehm. Feinste Epidotnadeln etwa 2-4 mm lang. Fundort 2 liegt 15 m über Fundort 3.
Fundort 3. Quarz, bisweilen nach einer Kante langgestreckt, auch in Reihen dieser Kante. Epidot, hellgrün, lange Nadeln, Habitus ähnlich wie bei Fundort 1, stark gestreift, an und in Quarz festgewachsen. Fundort 3 liegt NW. von 1, etwa 30 m höher. Daneben liegt eine vierte Mineralkluft. Aus Fundort 4 oder dessen Nähe in porphyrischem Granit: Quarz mit steilerem, rauhem Rhomboeder. Adular, klein, klar. Epidot, braungrün, sehr dünne Nadeln, Habitus wie bei Fundort 1. In einem Amphibolit von V. Puntaiglias (bei 4 oder höher): Quarz, Adular, klein, klar, z.T. Amianth einschliessend. Epidot klein, braun. Amianth hellgrüne, kurze, feine Haare. Die fast horizontal liegenden Klüfte obiger Fundorte sind eng, nur 5 cm hoch und in ihrer sichtbaren Längsstreckung etwa 3 m lang. Die andere Dimension der Kluftfläche lässt sich nicht abschätzen. Quarzband fehlt an den Aufschlussstellen im Wald. Der Sphen ist meist verzwillingt. W. Stooss erwähnt noch einen Fundort anderthalb Stunden ob der letzten Alphütte von Puntaiglias am Fuss des Wasserfalls im Syenit: Quarz, Adular, Epidot, Sphen, gelb-grün-dunkelbraun, Durchkreuzungszwillinge. Eine Stunde oberhalb dieser Fundorte über der Waldgrenze liegt eine schwer zugängliche und schwer zu findende, grosse Krystallhöhle im Diorit. Von da kommen dunkelbraune Rutilnadeln in Quarz.
- Adular:
- Amianth
: Auch im Quarz.
- Chlorit: Auch im Quarz.
- Epidot: Hellgrün-braungrün, auch als halbe Quarz-Einschlüsse, zusammen mit Turmalin.
- Hämatit:
- Quarz:
- Rutil:
- Titanit:
Gelbweiss, manchmal auch teilweise im Quarz eingewachsen.
- Turmalin:

061_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Trun, Val Punteglias, Val Puntaiglias, Val Punteglas, Alp da Punteglias
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Trun, Koordinaten ca.: 717250 / 180800
Literatur:
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
- Wehrli, Leo;1896; Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz; Das Dioritgebiet von Schlans bis Disentis im Bündner Oberland; Neue Folge, 6. Lieferung des ganzen Werkes 36 Lieferung; Seite 4 Stalder: In dieser Region, bei einer Blauquarzfundstelle. Wehrli: Etwa 200 Meter unter dem Thalboden der Puntaiglasalp streicht ein 300 bis 400 in mächtiges Lager von geschieferten. Quarzporphyr mit grossen Quarzkrystallen über das Tobel, dann folgt aufwärts ein grobkörniger Diorit.
- Albit:
- Quarz:
Als sogenannter 'Blauquarz' (Tyndall-Effekt verursacht durch feinste Turmalinnadeln).
- Scheelit: Bis 12 mm, gelbbraun, grau, leicht korridiert, zum Teil mit Turmalineinschlüssen.
- Turmalin:

062_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Trun, Val Punteglias, Val Puntaiglias, Val Punteglas, Cavastrau, Cavestrau, Platta Cotschna;(Erzabbau)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Trun, Koordinaten ca.: 716670 / 180520
Literatur:
- Fravi, P.; Bergknappe; 1985; Heft 34; Seite 2-8; Der Bergbau im Bündner Oberland: Der Bergbau von Puntaiglas ob Trun
- Friedländer, C.;1930;Beiträge zur Geologie der Schweiz, geotechnische Serie, XVI. Lieferung, Heft 1; Erzvorkommnisse des Bündner Oberlandes und ihre Begleitgesteine; Seite 6-16; Die Lagerstätte von Puntaiglas.
Die Lagerstätte oberhalb der Alp Punteglias befindet sich auf beiden Talseiten, etwa 2.5 km nördlich von Trun, auf ca. 1627 m ü. M. Zu den beiderseits der Ferrera gelegenen alten Gruben auf ca. 1800 m ü. M., führt teilweise ein Weg. Die Stollen von Platta cotschna liegen auf der westlichen Seite. Von den drei direkt übereinanderliegenden Gruben, liegt die 1. Grube (unterste) auf 1820 m ü. M. und die 3. Grube (oberste) auf ca. 1860 m ü. M. Die oberste Grube ist unter Einhaltung der gebotenen Vorsicht noch auf ca. 40 Metern begehbar. Entgegen dem mageren Vorkommen bei Cavastrau konnte auf Platta cotschna ein Erzstock (ca. 1800 m3) fast vollständig abgebaut werden. Erzmikroskopisch können heute einige Mineralien festgestellt werden. Die Lager von Cavastrau liegen auf der östlichen Seite. Die 5 alten Erzgruben sind nur auf wenigen Metern begehbar. Als hauptsächliche Erze wurden hier Magnetit und Pyrit sowie etwas Kupferkies (Chalkopyrit) abgebaut.
- Azurit:
- Bornit:
Intensiv orange bis rotbraun reflektierend.
- Chalkopyrit: Mit leuchtend gelber Reflexionsfarbe.
- Chalkosin:
- Covellin:
- Eisensulfat:
- Hydrocyanit:
- Hämatit:
- Limonit:
- Magnetit:
In zwei Generationen.- Malachit:
- Pyrit: Mit Einschlüssen von Magnetkies.
- Pyrrhotin:

063_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Trun, Val Punteglias, Val Puntaiglias, Val Punteglas, Crap Ner
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Trun, Koordinaten ca.: 716000 / 180140
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 151
In der Region zwischen Muot da Munt - Metahorn - Crap Ner. Die Koordinaten zeigen auf Muot da Munt.
- Epidot: Freistehend, dunkelgrün, mit Endflächen, teilweise als Einschlüsse im Quarz.
- Quarz: Mit Einschlüssen von Epidot.

064_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Trun, Val Punteglias, Val Puntaiglias, Val Punteglas, Fuorcla da Punteglias
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Trun, Koordinaten ca.: 713990 / 182840
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 347
Aus den Quarzadern im Rötidolomit der Umgebung der Fuorcla di Punteglias.
- Quarz: Klar, bis 5 cm.

065_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Trun, Val Punteglias, Val Puntaiglias, Val Punteglas, Glatscher da Punteglias
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Trun, Koordinaten ca.: 715200 / 184000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 84
Auf der West- und Ostseite des Gletschers in diadoritischem bis granitischem Gestein.
- Adular:
- Quarz:


066_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Trun, Val Punteglias, Val Puntaiglias, Val Punteglas, Grube Tiraun
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Trun, Koordinaten ca.: 719120 / 177110
Literatur:
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1986/1; Heft 35; Seite 2-5; Der Bergbau im Bündner Oberland: Das Uranvorkommen von Trun und Umgebung
- Kramers, Jan D.; Minaria Helvetica; 1997; Heft 17b; Seite 37-46; Die Uranvorkommen bei Trun im Kanton Graubünden
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 418
Ehemalige Uranschürfstelle. Anomalien bei Trun, zuerst im Trasse der Rhätischen Bahn im Hang unterhalb Schlans, gerade 300 Meter östlich des Dorfes Tiraun sowie im hakengeworfenen Hang oberhalb dieses Einschnittes. Die uranvererzte Zone ist etwa 200 Meter breit und im Streichen 3 Kilometer lang verfolgbar. 1968 wurden an einigen Orten im Hang südlich von Trun Oberflächenschürfungen durchgeführt. Die einzelnen Vererzungen sind meist linsenförmig und bilden keine durchgehenden Adern. Wo am meisten kontinuierliche Anomalien vorkamen, an der Grenze zwischen Serizitschiefern und hellen Muskovitgneisen im bewaldeten Hang unterhalb Dalisch wurde ein Schürfstollen angesetzt (90 Meter). In der Region Trun gibt es zwei Tiraun. 1) Tiraun, ca. 1.2 km östlich von Trun, Koordinaten 719.67 / 178.33, und 2) Tiraun, ca. 1.6 km nördlich von Trun im Val Punteglias, Koordinaten 718.15 / 179.65. Bei der hier aufgeführten Fundstelle dürfte es sich um das 1. Tiraun handeln. Die Uranvererzung verläuft unterhalb von Acla Martina und etwas oberhalb des Brückleins (Koordinaten) gegen Westen unterhalb von Dalisch vorbei bis in die Gegend südlich von Barcuns. Die ehemalige Schürfstelle liegt ungefähr bei den Koordinaten 718.260 / 176.610.
- Chalkopyrit:
- Galenit:
- Pyrit:
- Sphalerit:
- Uraninit:


067_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Trun, Val Punteglias, Val Puntaiglias, Val Punteglas, Metahorn, Mettahorn, Metahorns
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Trun, Koordinaten ca.: 716200 / 180400
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 151,414
- vom Rath, G.; Geognostisch-mineralogische Beobachtungen im Duellgebiete des Rheins (Abdruck a. d. Zeitschr. d. deutschen geologischen Gesellschaft Jahrg. 1862.); 1862; Seite 500
In der Region zwischen Muot da Munt - Metahorn - Crap Ner. vom Rath, G.: ...namentlich Bergkrystalle vom Mettahorn, einer Spitze in der Reihe des Piz Ner. Die zum Theil mit Chloritsand bedeckten Krystalle sind theils ihrer Form, theils ihrer Ausbildung wegen merkwürdig. Das sechsseitige Prisma, welches herrscht, ist nämlich an vielen Krystallen nur begrenzt durch das Hauptrhomboëder, ohne eine Spur des Gegenrhomboëders r'. Von andern Flächen findet sich nur noch das Rhomboéder zweiter Ordnung 7 r. Andere Krystalle desselben Fundorts, welche ein vollzähliges Dihexaëder zeigen, sind wohl erkennbare Zwillinge. Die Ausbildung dieser Quarze ist deshalb interessant, weil sie durch zwischenliegenden Chloritsand veranlasste Fortwachsungsschichten tragen, welche meist den Kernkrystall nur theilweise bedecken. Es ist eine unvollendete, theils Kapp-, theils Scepter-Quarzbildung. Diese Bergkrystalle wurden an jenem Horne in sehr beträchtlicher Höhe einer nahe horizontalen Kluft, welche die vertikalen Tafeln des Syenitgneisses durchsetzt, (im Jahre 1861) entnommen.
- Epidot: Freistehend, dunkelgrün, mit Endflächen, teilweise als Einschlüsse im Quarz.
- Kappenquarz:
- Phantomquarz:
- Quarz:
Mit Einschlüssen von Epidot.
- Turmalin: Vom Metahorn, braun-durchsichtig, nadelig, faserig, farblos.
- Zepterquarz:

068_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Trun, Val Punteglias, Val Puntaiglias, Val Punteglas, Muot da Munt
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Trun, Koordinaten ca.: 715950 / 180400
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 151
In der Region zwischen Muot da Munt - Metahorn - Crap Ner. Funde stammen zum Teil aus dem Bodenschutt gleich unterhalb des Gipfels.
- Epidot: Freistehend, dunkelgrün, mit Endflächen, teilweise als Einschlüsse im Quarz.
- Quarz: Mit Einschlüssen von Epidot.

069_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Trun, Val Punteglias, Val Puntaiglias, Val Punteglas, Piz Posta biala, Piz Posta bialla (Ostausläufer)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Trun, Koordinaten ca.: 714300 / 182100
Literatur:
- Hügi, Theodor; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1956;Band 36; Heft 2; Seite 501; Verbreitung des Berylliums und der Berylliummineralien in den Schweizer Alpen
Im Puntegliasgebiet fand Hügi 1949 am Ostausläufer des Piz Posta bialla, bei Koord. 714 300/182 100, Beryll in einem Aplitgranit.
- Beryll: Die hellblauen Beryllnadeln erreichen Längen von 5 - 10 mm, bei einem Querschnitt von einigen mm. Die sich durchkreuzenden Nadeln treten in einem leicht pegmatitisch entwickelten, quarzreichen Nest des Aplitgranites auf.

070_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Trun, Val Punteglias, Val Puntaiglias, Val Punteglas, Tiraun (Mine);(Erzabbau)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Trun, Koordinaten ca.: 718150 / 179650
Literatur:
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Lapis; 1978; Heft 9 (Themenheft Tavetsch)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 264
Nördlich von Trun, aus einem mehrmals betriebenen Bergbau. Nachgewiesener Abbau von 1609 bis 1841. Evtl. handelt es sich um die Grube Tiraun (2413). Die Koordinaten zeigen auf das Val Punteglias. In der Region Trun gibt es zwei Tiraun. 1) Tiraun, ca. 1.2 km östlich von Trun, Koordinaten 719.67 / 178.33, und 2) Tiraun, ca. 1.6 km nördlich von Trun im Val Punteglias, Koordinaten 718.15 / 179.65. Bei der hier aufgeführten Fundstelle dürfte es sich um das 2. Tiraun handeln.
- Magnetit: Trotz des mehrmals wieder in Betrieb genommenen Abbaus konnten nur geringe Mengen Erz abgebaut werden.
- Pyrit:

071_GR / Truns, Aela pleuna (Grube), St. Anna-Kapelle bei Truns;(Talkabbau)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Trun
Literatur:
- Fehlmann, Hans; Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 209
Lokalität auf der Karte nicht gefunden. Die Grube Aela pleuna befindet sich 100 m talabwärts der St. Anna-Kapelle bei Truns 800 m südlich der Rätischen Bahn, auf Kote 1048. In einem mittleren Streichen von N 23° E und 44° S Fallen steht eine Linse von Serpentin im Serizitschiefer an. Der Serpentin ist am südlichen Kontakt in Giltstein und Talk verwandelt, welcher 70-80° nach S einfällt. Die abbaubare Giltsteinmenge ist, soweit aufgeschlossen, unbedeutend. Talk- und Giltstein können nicht im Tagbau gewonnen werden, weil infolge der starken Neigung des Geländes das Hangende leicht nachrutscht. Im Frühjahr, 1918 wurde aus diesem Grunde nach Ausführung einiger Schürfstollen ein Querschlag im Serpentin für den künftigen Abbau angesetzt. Neben einer Schmiede ist ein überdachter Steinhauerplatz zur rohen Bearbeitung der Ofensteine vorhanden. Für den Transport dieser Blöcke zur Station Truns, dient eine 900 m lange, ohne Zwischenstützpunkt ausgeführte Hängebahn, Die Ofensteine werden in der Sägerei Riehen weiter verarbeitet, während die "Schroppen" (Abfälle) und der Talk in Wallenstadt gemahlen werden.
- Giltstein:
- Talk:


072_GR / Truns, Trun, Darvéla, Darvella, Tirauntunnel
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Trun, Koordinaten ca.: 719528 / 178290
Literatur:
- Friedländer, C.;1930;Beiträge zur Geologie der Schweiz, geotechnische Serie, XVI. Lieferung, Heft 1; vorkomisse des Bündner Oberlandes und ihre Begleitgesteine; Seite 17-18; Das Pyrrhotin-Vorkommen von Darvéla.
Im Tirauntunnel der Rhätischen Bahn bei Darvéla (Truns) wurden im Granat-Amphibolit Karbonat-Pyrrhotingänge angetroffen, die etwa 5 cm (bis 10 cm) mächtig sind. Von dem Material finden sich Belegstücke in der Sammlung des Bündner Naturhistorischen Museums in Chur. Die Karbonat-Pyrrhotingänge stehen in dem Granat-Amphibolit von Ringgenberg-Darvéla an. Das kleine Magnetkiesvorkommen vom Tirauntunnel bei Darvelia (östlich Truns) ist in seiner Vergesellschaftung merkwürdig: Magnetkies, Pyrit, Karbonat.
- Pyrit:
- Pyrrhotin:
Das Erz besteht in der Hauptsache aus hellviolettbraunem Pyrrhotin, der braunrot und bunt angelaufen ist, daneben lassen sich makroskopisch Pyrit und Kupferkies feststellen.

073_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Gurnera, Fuorcla Paradies
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 699320 / 162720
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:

074_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Gurnera, Piz Alpetta, Val Aulta
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 697400 / 162160
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:

075_GR / Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Gurnera, Piz Alpetta-Grat
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 696910 / 162040
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:

076_GR / Oberalp, Badus, Baduz, Six Madun (Westseite), Sixmadun, Siarra, Rossbodenälpetli, Rossbodenstock
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 693600 / 164100
Literatur:
- Ambühl, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1929; Band 9; Heft 1; Seite 265 - 441; Petrographie und Geologie des zentralen Gotthardmassivs südlich Andermatt
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 101, 117, 221
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 116,124
Von der Westseite des Berges stammen mehrere Funde. Im Badusgebiet gibt es granatführende Paragneise mit bis zu 1,5 cm grossen Granatporphyroblasten. In einem feinkörnigen, quarzitischen Schiefer aus der gleichen Gegend wird der Granat 1/2 cm gross. Kristallographische Formen fehlen.
- Albit: Zum Teil als Periklin, zum Teil in klarer Ausbildung.
- Epidot: Der hier vorkommende Epidot, welcher auch mit Granat vorkommend bei jener Species erwähnt ist, findet sich hier reichlich in Nestern und Drusenräumen eines kristallinischen Gemenges, welches aus graulichgrünem oder grünlichgrauem stängligem Epidot und hellgrünem bis graulichgrünem nadelförmigen Amphibol (Strahlstein) zusammengesetzt ist, auch Quarz und Calcit beigemengt oder in wechselnden Schichten enthält.
- Granat: Östlich vom Rossbodenstock P 2832, auf 2800 m, weist der auf der Schieferungsfläche stark mit Muskovitschuppen besetzte Paragneis grosse, dunkelrote Granate auf, die auf der Anwitterungsfläche als rundliche Knollen hervortreten.
- Interessantes Gestein: Granatquarzit. Über der Mitte des grossen Siarrasees, auf 2565 m, befindet sich dieses kleine Vorkommnis. Das gelblichweisse Gestein ist feinschiefrig und zeigt einige bis fast 1 cm grosse, nie idioblastische Granaten.
- Rutil: In langen, feinen, roten Nadeln.
- Titanit: Gelb
- rotgelb. Braune bis blass bräunlichgraue, durchscheinende bis halbdurchsichtige, mehr oder weniger dicktafelige Kristalle bildend.
- Turmalin: Am Abhange des Sixmadun, gegen den See von Siarra hin, schwarze nadelförmige bis stenglige Kristalle in Amphibolschiefer.
Ambühl: Turmalinpegmatit (westlich Badusgipfel, Schutt auf Rossbodenälpetli, unter und über dem Tomafirn). Die schwarzen Kristalle sind oft zerbrochen, zwischen den Bruchflächen hat sich Quarz sekretionär (alpin und postalpin) gebildet. Turmalinsonnen zeigen sich besonders westlich von Badus. Muscovit kann vollständig zurücktreten. Der Turmalin kann auch vereinzelt, ohne Quarz oder Glimmer, im Paragneis erscheinen und bildet dort Individuen von 2 - 3 cm Länge.

077_GR / Oberalp, Lai della Siara, Lai Urlan
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695380 / 164610
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 119 Die Fundangabe bezieht sich auf eine Lokalität östlich des Badus und nordöstlich des Lai della Siara. Die Koordinaten zeigen auf den Lai Urlan, die neue Bezeichnung für den Lai della Siara.
- Adular:
- Albit:
Als sogenannter Periklin.
- Chlorit:
- Quarz:


078_GR / Oberalppass (dt.), Cuolm d'Ursera (rätorom.), Canals
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695500 / 167400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 148 Beim Bau des Bahntunnels westlich von 'Canals'.
- Rutil:

079_GR / Oberalppass (dt.), Cuolm d'Ursera (rätorom.), Cuflegl
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 694800 / 167250
Literatur: - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 94 Ca. 1 km südlich des Oberalppasses, auf dem Weg zum Lai Tuma, liegt diese Oertlichkeit.
- Adular: In etwas grösserer Ausbildung, milchig - weiss.
- Amianth:
- Chlorit:
Reichlich vorhanden.
- Pyrit: In limonitisierten Massen.
- Quarz: Spärlich, zum Teil aufgelöst (zerfressen).
- Titanit: Reichlich, trüb, gelbgrün, grün, manchmal durchscheinend und mit rotbraunen Endflächen, Penetrationszwillinge.
- Turmalin:

080_GR / Oberalpstock
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 701700 / 177700
Literatur:
- Amacher, Peter; Schweizer Strahler; 2012; Heft 1; Seite 4; Titanit aus dem Furkagebiet
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 28 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 40,82 Der Berggipfel liegt auf der Grenze zum Kanton Uri. Der Grat zum Piz Ault hat verschiedene Mineralien geliefert. Als Fundort ist der nach Südosten verlaufende Grat unter der Bezeichnung Strehmzähne oder Strehmlücke bekannt (siehe dort).
- Adular:
- Albit:
- Amianth:
Siehe Beschreibung unter Titanit.- Brookit: Die grossen Brookite sind mit dieser Fundortbezeichnung versehen. Die genaue Herkunft ist aber nicht bekannt. Evtl. stammen die Funde aus dem Griesserental. Sehr flächenreich, tafelig, bis 3 cm Länge und 2 cm Breite.
- Calcit:
- Phillipsit:
Als gelbe Kruste auf dem Rauchquarz, in typischer Vierlingsbildung, vom Südostgrat auf ca. 3000 m ü. M.
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Titanit: Aus den südlichen Seitentälern, welche gegen den Oberalpstock hinziehen, sind blassgelbe Titanitkristalle bekannt geworden. Die maximal 1 cm grossen Kristalle zeigen wenig Glanz und eine dunkel gefärbte Spitze. Die Funde halten sich weitgehend an den Amphibolith, in welchem auch der Amianth vorkommt.

081_GR / Pazzola, Cavradi, Val Gierm;(Erzabbau)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 704498 / 168784
Literatur:
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Niggli, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1944; Band 24; Heft 1 - 2; Seite 58-301; Das westliche Tavetscher Zwischenmassiv und der angrenzende Nordrand des Gotthardmassivs: petrographisch-geologische Untersuchungen
In der Region Pazzola-Cavradi-Val Gierm fand in früheren Jahren ein Erzabau statt (Hämatit oder Magnetit oder beides). Genauere Angaben fehlen. Die Koordinaten zeigen auf das Val Gierm. Gute Fundorte für Magnetit sind die "historischen" am Osthang des Val Gierm. Die Koordinaten zeigen auf das Val Gierm.
- Eisenerz: Hämatit und/oder Magnetit.
- Hämatit:
- Magnetit:


082_GR / Tavetsch (dt.) (oberes), Tujetsch (rätorom.) (oberes)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 700000 / 169000
Literatur:
- Weibel, Max; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 12-15; Tavetsch-Mineralien
Leider wird nur diese ungenaue Fundortangabe aufgeführt. Die aufgeführten Koordinaten weisen nur auf das Tavetsch hin.
- Davidit: Selten, schwarz.

083_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Curnera (aufgelassener Steinbruch), Cornera
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 697000 / 164700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 176 Südöstlich des Piz Cavradi gelegen und nur während des Baus der Staumauer Lai da Curnera in Betrieb gewesen. Koordinaten auf den Bach 'Rein da Maighels'.
- Adular:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Fluorit:
Grünlichblau.
- Hämatit: (?)- Kainosit-(Y): Honiggelb, zum Teil chloritisiert, bis fast 2 cm.
- Quarz: Hell, bis 50 cm.
- Rosafluorit:

084_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Curnera-Staubecken, Lai da Curnera, Cornera
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 697580 / 164990
Literatur: - Weibel, Max; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 12-15; Tavetsch-Mineralien
- Lapis; 1995; Heft 12; Seite 10 Heute überschwemmtes Gebiet.
- Apatit:
- Fluorit:

- Kainosit-(Y): Selten, gelbbraun, hellgrüngelb, über 1 cm, langprismatisch, doppelendig.
- Quarz:

085_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Oberalppass (dt.), Cuolm d'Ursera (rätorom.), Calmut
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695400 / 168200
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 101,112
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 148
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
Diese kleine Anhöhe liegt ca. 1 km östlich des Oberalppasses und ist fast ganz mit Gras bedeckt. Von hier werden z.T. ergiebige Funde beschrieben. Unter 'Calmut' wird auch eine Fundstelle westlich der Oberalpstrasse auf ca. 1900 m ü. M., nahe dem Nebenbach des Vorderrheins, erwähnt (Quarz und Rutil).
- Adular:
- Albit:
- Anatas:
- Ilmenit:
- Monazit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
- Scheelit
: 3-4 mm.
- Talk: In faseriger Ausbildung, auf Serpentinit.

086_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Oberalppass (dt.), Cuolm d'Ursera (rätorom.), Calmut, Prau Mulins
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 696520 / 167500
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:

087_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Oberalppass (dt.), Cuolm d'Ursera (rätorom.), Calmut, Rivas
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695450 / 167780
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
In der Gemeinde Tujetsch gibt es zwei Lokalitäten mit der Bezeichnung 'Rivas': 1) Tujetsch, Rivas, Koordinaten: 695.45 / 167.78 und 2) Tujetsch, Rivas, Koordinaten: 697.2 / 168.73.
- Talk:

088_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Oberalppass (dt.), Cuolm d'Ursera (rätorom.), Pazolastock, Piz Nurschallas
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 693500 / 167030
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 94 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 139
Südlich des Oberalpsees. Unbedeutende Funde stammen von der Ostseite des Berges.
- Albit:
- Anatas:
- Chlorit:
- Hämatit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
Auf Hämatit.
- Siderit:

089_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Piz dil Maler
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 699050 / 165500
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 274
Gipfel östlich des Lai da Gurnera.
- Sillimanit: Als Gesteinsgemengteil.

090_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun (NEAT Sondierbohrung - Gotthard Eisenbahntunnel)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 702295 / 170802
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Walker, F.; Urner Mineralienfreund; 1999; Heft 1; Seite 17-19 Aus der Sondierbohrung SB3 in 1600 Meter Tiefe.
Die Koordinaten zeigen allgemein auf Sedrun. NEAT = Neue Eisenbahn Alpine Transversale. Siehe auch Text unter Fundort 'Amsteg (NEAT - Gotthard Eisenbahntunnel).
- Anatas: Klein (bis fast 1mm), blau, scharfkantig, flach-dipyramidal.

091_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun (NEAT Zwischenangriff - Schachtkopf - Gotthard Eisenbahntunnel)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 702290 / 170810
Literatur:
-Schad, H.; Schweizer Strahler; 2006; Heft 4; Seite 24-27 Aus dem Aushubmaterial des NEAT-Zwischenangriffs.
NEAT = Neue Eisenbahn Alpine Transversale. Siehe auch Text unter Fundort 'Amsteg (NEAT - Gotthard Eisenbahntunnel). Die Koordinaten zeigen auf Sedrun.
- Adular: Klar, mit hohem Glanz.
- Calcit: Klar bis trübe, als Rhomboderer und hexagonal tafelig.
- Chlorit: Wurmförmig, grün.
- Hämatit: Hochglänzend, tafelig.
- Meneghinit: Es handelt sich hier um den bisher grössten Meneghinit-Fund in der Schweiz. Einzelkristalle erreichen Grössen bis 45 mm in nicht ganz perfekter Ausbildung (bisherige Funde aus der Schweiz erreichten Dimensionen bis 3mm). Das grösste Aggregat misst 4x6cm. Kristalle oft gebrochen. Auf kleinen Stufen in nadeliger Ausbildung und oft in Quarz oder Calcit eingewachsen.
- Pyrit: Frisches Messinggelb, würfelig, lebhafter Glanz.
- Pyrrhotin: Bronzefarben, leichte Anlauffarben, feinblättrige Rosettenbildung (direkt mit Meneghinit verwachsen).
- Quarz: Klar, Normalhabitus.

092_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun - KW Vorderrhein (Stollen)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 701680 / 170210
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 381
- Weibel, Max & Köppel, Victor; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1963; Band 43; Heft 1; Seite 339 - 343; Bleiglanz von der Grimsel und Zinkblende von Sedrun
Im Gebiet der unterirdischen Zentrale.
- Sphalerit: Faustgrosse Aggregate, grobkristallin, grob kristallisiert, matte Oberfläche, Bruch glänzend, schwarz.



093_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun, Cavorgia, Cavordja
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 702620 / 170360
Literatur:
- Niggli, Ernst;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1944;Band 24; Heft 1-2; Seite 58-301; Das westliche Tavetscher Zwischenmassiv und der angrenzende Nordrand des Gotthardmassivs: petrographisch-geologische Untersuchungen
Kleinste Flitterchen von Gold wurden in einem Quarzgang wenige Meter unterhalb des Weges von Sedrun nach Cavorgia, ca. 170 m vor der Brücke über den Vorderrhein, entdeckt. Koordinaten: 702,62/170,36.
- Gold, gediegen: Kleinste Flitterchen im Quarz.

094_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun, Drun Bugnei, Drun Bugnai
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 703120 / 172400
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 138
Oberhalb Punkt 1895, westlich des Piz las Palas und nördlich von Bugnei, auf ca 1900 m ü. M. Koordinate auf ca. 2100 m ü. M.
- Epidot: Dickstängelig.
- Gwindel:
- Rauchquarz:
Hell.

095_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun, Drun L'Ondadusa, L'Ondadusa
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 700500 / 171400
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 93,97
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 139,143
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1992; Heft 4; Seite 421 - 425; Zwei ungewöhnliche Gwindel aus dem Tavetscher Aarmassiv (Kt. Graubünden)
Tobel nördlich oberhalb von Sedrun. Dort sind aus der steilen Schlucht einige Funde bekannt geworden. Einige Funde stammen aus dem Amphibolitzug im obersten Teil der Schlucht.
- Adular: Bis 8 cm, angeätzt, matt, verzwillingt.
- Albit:
- Anatas:
- Apatit:
- Chlorit:
- Gwindel:
Bis 9 cm, offen und geschlossen, interessante Ausbildung, angeätzt, farblos, mit Rutileinschlüssen an der Oberfläche.
- Hämatit:
- Monazit:
Zusammen mit Rutil.
- Muskovit:
- Pyrit:
Würfel bis 1.5 cm
- Quarz:
- Rutil
: Auch im Quarz, klein, feinnadelig, eingewachsen in der Gwindeloberfläche.
- Titanit:

096_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun, Drun da Bugnei, Drun Bugnai
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 703000 / 171350
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 93,97
Dieser Tobel befindet sich ca. 1 km östlich von Sedrun. Die Fundstellen liegen im Gneis des südlichen Aaremassivs.
- Adular:
- Apatit:
- Calcit:
- Epidot:
Braungrün, auf Kluftflächen, auch im Quarz eingeschlossen.
- Hämatit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
Meistens im Quarz, zum Teil sternförmig - sagenitisch.
- Skolezit:
- Stilbit:
- Titanit:


097_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun, Druntobel, Krützlital, Valtgeva
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 702400 / 172450
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch- Niggli, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1944; Band 24; Heft 1-2; Seite 58 – 301; Das westliche Tavetscher Zwischenmassiv und der angrenzende Nordrand des Gotthardmassivs : petrographisch-geologische Untersuchungen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 93 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 138,150
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 83-85; Phenakit aus dem Druntobel
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 302
Dieser markante, nördlich von Sedrun gelegene Einschnitt, hat schon seit dem 18. Jh. viele ausgezeichnete Mineralien geliefert. Die meisten Funde stammen aus dem amphibolitischen, dioritischem bis verschiefertem granodioritischen Gestein. Vorwiegend aus dem recht grobkörnigen Amphibolit, welcher von Aplitgängen durchsetzt ist.
- Adular:
- Albit:
- Amianth:
- Anatas:
Gleiche Fundstelle wie Wulfenit, braun.
- Apatit: Weiss oder hellviolett. In kleinen, klaren und flächenreichen Kristallen, spärlich.
- Brookit: Gleiche Fundstelle wie Wulfenit.
- Calcit: In prachtvollen Kristallen.
- Chabasit: Kenngott erwähnt Chabasit von Sedrun: blassgelbe durchscheinende und matte Kristalle auf Rauchquarz von Sedrun, begleitet von sehr kleinen farblosen durchsichtigen flächenreichen Apatitkristallen.
- Chalkopyrit:
- Chlorit:
- Epidot:
In kleinen Mengen.
- Galenit:
- Gips:
Sessellift-Endstation
- Gwindel: Hell, im oberen Truntobel.
- Hellglimmer:
- Heulandit:
Oft in braunroter Farbe. Braunrote Färbung verursacht durch einen Pegmatit.
- Laumontit: Mit nur geringen Verwitterungserscheinungen.
- Milarit:
- Monazit:
Nur ein Exemplar.
- Phenakit: Lediglich ein gesicherter Nachweis, Länge 44 mm, Durchmesser 20 mm, fast durchsichtig.
- Pyrit:
- Quarz:
Häufigstes vorkommendes Mineral.
- Rutil: Auch im Quarz eingeschlossen.
- Sphalerit:
- Stilbit:
Weiss.
- Titanit: Typlokalität für den sog. Sphen (Haüy, 1801), bis 5 cm, zum Teil in hervorragenden Kristallen, meistens als Zwillinge, sattgrün, Spitze braun bis rötlich gelb, oft durchscheinend. Der Druntobel gilt als ergiebigste Titanitfundstelle der Schweiz. Dank der starken Erosion sind auch immer wieder Funde zu machen.
- Wulfenit: Von der nordwestlichen Seite, oberhalb der titanitreichen Zone.

098_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun, Kraftwerkzentrale
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 701680 / 170210
Literatur:
- Schweizer Strahler; 2004; Heft 2; Seite 3 - 4; Herausragende Pyrrhotine aus dem Lötschberg-Basistunnel
- Pyrrhotin: Grosse Kristalle, bis 10 x 14 x 3cm, von Pyrit umkrustet.
- Pyrit:

099_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun, Plaun Grond, Bostg, Drun Garmischeras
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 704500 / 171500
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 97
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 143
Östlich von Sedrun und etwas unterhalb des Plaun Grond findet man diese Lokalität. Wenig südlich davon sind zwei mineralienreiche Runsen. Diese werden auch als 'Drun Garmischeras' bezeichnet.
- Adular:
- Albit:
- Anatas:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Hämatit:
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Rutil:
Im Bugnaigranit.

100_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun, Rein Anteriur
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 705463 / 170791
Literatur:
- Hottinger, Paul; Schweizer Strahler; 1997; Heft 4; Seite a16; Grösstes Goldnugget in der Schweiz gefunden
Aus dem Geröll der steilen Uferböschung zwischen Disentis und Sedrun.
- Gold, gediegen: Ein Nugget mit einem Gewicht von 123,1 g. Es handelt sich um das grösste in der Schweiz gefundene Goldnugget. Fund 1997.

101_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun, Rein sut
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 705000 / 170750
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 192
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 103
Es handelt sich hier um das Gebiet zwischen der Oberalpstrasse und dem Rhein, ca. 2.6 km östlich nach Sedrun (Luftlinie).
- Adular:
- Anatas:
- Apatit:
- Limonit:
- Monazit:
- Rutil:

102_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun, Rheinschlucht
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 702800 / 170350
Literatur:
- Weibel, Max; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 12-15; Tavetsch-Mineralien
Schlucht südlich bis südöstlich von Sedrun.
- Gold, gediegen: Selten und unbedeutend.

103_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun, Rueras (Strasse), Ruäras
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 700350 / 170140
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 227
Beim Bau der Strasse.
- Jamesonit:

104_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun, Rueras, Ruäras, Carmihut, Carmiut
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 699250 / 168850
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 106,112
Diese Lokalität ist auf halbem Weg zwischen Rueras und Tschamut zu finden. Die Funde stammen aus dem felsigen Rheinufer.
- Anatas:
- Calcit:
Grauweiss.
- Dolomit:
- Ilmenit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
Auch im Quarz.
- Serpentin:
- Siderit:
- Talk:


105_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun, Rueras, Ruäras, Plaun Miez
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 700100 / 169350
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 95
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 139
Lokalität ca. 700 Meter südlich von Rueras. Funde sind unter anderem vom Sporn, westlich von Plaun Miez, in einem Amphibolitzug unterhalb der Strasse beschrieben worden (Parker, 1973).
- Albit:
- Amianth:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Prehnit:
- Quarz:
- Titanit:
- Turmalin:


106_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun, Rueras, Ruäras, Sontga Brida, Sum Sassi, Santa Brigitta
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 699600 / 168950
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 95 etc.
Kapelle zwischen Rueras und Tschamut, nur wenige Meter neben der Hauptstrasse. Funde stammen von einem Punkt namens Sum Sassi (nicht auf der Karte) zw. der Kapelle und Rueras.
- Albit:
- Amianth:
- Anatas:
Reichlich, in vielen Farbnuancen, auch als Einschluss im Calcit.
- Calcit: Grauweiss.
- Chlorit:
- Epidot:
- Monazit:
Flächenreich, rötlichbraun, grössere Kristalle kammförmig (vom Rath, 1882). Einen kleinen, etwa 1/2 Linie messenden gelben Kristall, sehr flächenreich, gelb, demantglänzend.
- Prehnit:
- Quarz:

- Rutil: Auch im Quarz vorkommend.
- Siderit:
- Xenotim:
Bis 1 mm, braungelb, durchsichtig.

107_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun, Ruinas plaunas
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 702250 / 171750
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 93,94
Nördlich von Sedrun (ca. 900 m). Der Name bezeichnet die südlichen Felsen am Eingang des Drun Tobel.- Adular: Oft mit Chloritüberzug.
- Apatit: Klar, flächenreich, rundlich.
- Calcit:
- Chlorit:
- Heulandit:
- Milarit:
Klein, langprismatisch.
- Quarz: Zum Teil blassbraun.
- Stilbit:

108_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun, Runs
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 707450 / 170250
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 149
Östlich von Sedrun, auf der Nordseite des Vorderrheins.
- Brookit:
- Chlorit:
- Hämatit:
- Quarz:
- Rutil:


109_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun, Segens, Sut Segnes
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 707120 / 171800
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 112
Fast am Rhein gelegen, das heisst zwischen diesem und Segnes.
- Apatit:
- Calcit:
- Ilmenit:
- Magnetit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
- Serpentin:
- Siderit:
- Talk:


110_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun, Surrein, Surrheim, Claus
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 702800 / 170300
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 149,164
- Weibel, Max & Köppel, Victor; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1962; Band 42; Heft 2; Seite 579 - 581; Boulangerit und Jamesonit als alpine Kluftmineralien
Nicht zu verwechseln mit dem fast namensgleichen Val da Claus. Claus liegt nordöstlich von Surrein und betrifft Fundorte nordöstlich dieser Lokalität und auch nordwestlich des Punktes 1319. Hier im feldspatreichen Gneis.
- Anatas: Blau bis fast farblos.
- Boulangerit: Oder Jamesit.
- Calcit: Flach, rhomboedrisch.
- Chalkopyrit:
- Chlorit:
Sehr hell, grünlich.
- Galenit:
- Gold, gediegen: In Quarzgängen.
- Hämatit:
- Jamesonit:
Oder Boulangerit. Ähnliche Nadeln wie die unter Piz Muraun beschriebenen Boulangeritnadeln (siehe unter Piz Muraun) findet man manchmal als metallglänzende Einwachsungen in Quarzkristallen, die zumeist aus der Gegend südlich von Sedrun stammen. Im Val da Claus unterhalb Surrein am Eingang des Val Nalps fand 1961 der Strahler Tumaisch Curschellas wiederum verschiedene derartige Quarze. Der grösste und schönste Kristall befindet sich im Naturhistorischen Museum in Bern, während kleinere Bruchstücke zur Untersuchung überlassen erworben wurden. Die nadeligen Einschlüsse sind hier Jamesonit.
- Magnetit: Lamellenartig bis dicktafelig, zum Teil auch im Quarz.
- Monazit:
- Pyrit:
- Quarz:
Zum Teil mit Rutileinschlüssen, auch flachtafelig verzerrte Exemplare welche mit Phenakit verwechselt werden könnten.
- Rutil:
- Xenotim:


111_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun, Surrein, Surrheim, Sontg Antonio, Sant Antonio, St. Antonioberg, Foppas
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 702750 / 170300
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Lapis; 1978; Heft 9 (Themenheft Tavetsch)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 94 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 138,155
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 148
Diese Bezeichnung bezieht sich auf die Schlucht des Vorderrheins unterhalb Surrein bei Sedrun. Das Gebiet (beidseitig des Rheins) ist sehr mineralienreich.
- Adular:
- Albit:
- Anatas:
- Antimonit:
- Apatit:
- Brookit:
- Calcit:
Auf Siderit.
- Chalkopyrit:
- Chlorit:
- Galenit:
- Gold, gediegen:
Gediegen, auch im Quarz, wurde mehrfach gefunden.
- Limonit:
- Monazit:
- Muskovit:
Auf Siderit.
- Pyrit:
- Pyrrhotin:
Lamellenartig bis dicktafelig.
- Quarz: Nadelförmig.
- Rutil: Rotbraun. Kenngott: Ein besonderes Vorkommen ist das des Rutils am St. Antonioberge im Tavetscher Tale, auf und in zersetztem, zum Teil ganz in braunen Eisenocker umgewandeltem Siderit, der ziemlich grosse, zu Gruppen vereinigte Kristalle bildet und von Calcitkriställchen und Muskovit bekleidet ist, von denen der letztere nette sechsseitige tafelförmige, einzelne und rosettenförmig gruppiert Kriställchen bildet. Der Rutil bildet einzelne rotbraune, halbdurchsichtige bis durchscheinende, starkgestreifte nadeförmige Kristalle, die an den Enden meist undeutlich sind bisweilen noch pyramidale Flächen zeigen, oder die Nadeln sind zu sagenitischen Gruppen verwachsen.
- Sagenit:
- Siderit:
Stark verwittert.
- Titanit:
- Turmalin:


112_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun, Tujetsch (rätorom.), Rueras, Ruäras, Piz Tiarms
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 694490 / 170250
Literatur:
- Bonfà, Hans; Urner Mineralienfreund; 2000; Heft 3; Seite 64-65
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 58
- Chlorit:
- Kappenquarz:
Aus der Gipfelregion.
- Quarz: Chloritisiert.

113_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun, Val Cungieri, Val Custeri, Uaut Nireil, Uaut Niregl, Val Ruinatsch
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 702170 / 171570
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 142
Nördlich von Sedrun gelegene kleine Schlucht. Fündig sind die beiden Bachrunsen Val Ruinatsch (westlichere) und diejenige bei Uaut Nireil (östlichere).
- Albit:
- Anatas:
Selten.
- Chlorit:
- Hämatit:
- Monazit:
Selten.
- Quarz:
- Rutil:
Zum Teil hellgelb.

114_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun, Val Franzosa
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 705450 / 170770
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 103
Ca. 3.1 km Luftlinie östlich von Sedrun stehen direkt oberhalb des Rheins einige kleine Felsen (unterhalb der Hauptstrasse).
- Adular:
- Anatas:
- Apatit:
- Limonit:
- Monazit:
- Rutil:


115_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Sedrun, Val da Claus
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 702800 / 170400
Literatur:
- Böhm, P.; Schweizer Strahler; 2006; Seite 19-23; Vom Rutil aufgespiesst
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 101 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 163
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 438
Dieser Name trifft für den rechtsufrigen Teil des Vorderrheingebietes zwischen der Einmündung des Nalpsbaches und dem Dörfchen Surrein zu. Fundpunkte: wenig südlich der Brücke der Strasse Sedrun - Cavorgia (bei P. 1286) am Westhang sowie in der Umgebung.
- Albit:
- Ankerit:
- Apatit:

- Boulangerit: In Hohlräumen des Milchquarzes, oft als stark gebündelte Fasern.
- Calcit: In stumpfen Rhomboedern. Auch als flache, von Rutil aufgespiesste Rhomboeder.
- Gold, gediegen: Gediegen.
- Jamesonit: Als Einschlüsse im Quarz.
- Monazit:
- Pyrit:
Sehr klein.
- Pyrrhotin:
- Quarz:
Zum Teil von Rutil durchwachsen oder Rutil enthaltend.
- Rutil: Feinhaarig, auf und im Quarz, sehr schöne Stufen. Schwarze, rote und goldfarbige, zu mehreren cm grossen verwachsene Knäuel aus Rutilnadeln. Zum Teil mit kleinen aufgespiessten Calcit- und Quarzkriställchen.
- Siderit: Verwittert.
- Xenotim: Gelbgrün, zum Teil verwachsen mit Rutil, bis 3 mm.

116_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Selva, Las Vals, Funs
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 699000 / 168720
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 106,107 Mit dieser Bezeichnung wird auf das felsige Gebiet des linken Rheinufers östlich von Selva verwiesen. Der Name 'Las Vals' fehlt auf der Karte.
- Anatas:
- Calcit
: Grauweiss.
- Quarz:
- Rutil:
Auch im Quarz eingeschlossen.
- Siderit:

117_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Selva, Uaul Nual, Garves da Nual
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 699060 / 168360
Literatur:
- Niggli, Ernst;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1944;Band 24; Heft 1-2; Seite 58-301; Das westliche Tavetscher Zwischenmassiv und der angrenzende Nordrand des Gotthardmassivs: petrographisch-geologische Untersuchungen
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
Niggli (1944):
1. Andesinlabradorgneise: - Piz Cavradi gegen die Garves da Nual- nördlich des Piz dil Maler- Nordwesthang des Piz Cavradi
2. Sillimanitgneise: im Gebiet der Garves da Nual, Koordinaten 699,00 166,07
Vorkommen Kalksilikatfelslinsen.
Die Fundpunkte decken sich im Allgemeinen mit dem Auftreten der unter 1. und 2. beschriebenen Gesteinsgruppen (basische Gneise und Sillimanitgneise). Am schönsten sind die Aufschlüsse in den schon mehrfach erwähnten Garves da Nual, wo sie zu Dutzenden auftreten. (z.B. bei Koord. 699,08/166,12, wo die Kalksilikatknollen im Sillimanitgneis auftreten.) Etwas weniger häufig sind sie in der westlichen Fortsetzung der Zone am Piz Cavradi. Wieder zahlreicher treten sie noch weiter westlich, ausserhalb des engeren Untersuchungsgebietes, am Six Madun auf, wo sie neuerdings wiederum in gleicher Ausbildung massenhaft gefunden worden sind.
Turmalinpegmatite mit prachtvollen, bis 12 cm langen schwarzen Turmalinkristallen wurden vor allem häufig in den Garves da Nual angetroffen, dann aber auch im Gebirgsstock des Piz Cavradi. Auffällig ist das Gebundensein dieser Pegmatite an die Zone basischer Gneise. Turmaline treten hier auch in den letzten schmalen, oft nur centimeterbreiten Apophysen zusammen mit Quarz als Turmalin-Quarzadern auf, wobei die schwarzen Turmalinstengel oft beinahe die ganze Breite der Ader einnehmen.
- Kalksilikat: Als Kalksilikatknollen.
- Talk: Von Uaul Nual.
- Turmalin: Garves da Nual: Im Gestein, bis 12 cm lang.

118_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Tschamut, Chiamut, Ciamut, Alp Cavradi (Hüttenseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 697400 / 165800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 157
Eine unter Strahlern als 'Hüttenseite' bezeichnete Lokalität liegt auf der Westseite der Schlucht bei der Alphütte auf der Alp Cavradi, bei Punkt 1809.
- Amethyst:
- Zepterquarz:


119_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Tschamut, Chiamut, Ciamut, Alp Mut
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 698400 / 166450
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 103
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 152
Südöstlich von Tschamut und östlich der Cavradischlucht.
- Adular:
- Anatas:
Gelbbraun, blauschwarz.
- Bornit:
- Chlorit:
- Ilmenit:
- Monazit:
- Muskovit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
- Siderit:


120_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Tschamut, Chiamut, Ciamut, Piz Cavradi
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 696260 / 165330
Literatur:
- Niggli, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;
1944; Band 24; Heft 1-2; Seite 58-301; Das westliche Tavetscher Zwischenmassiv und der angrenzende Nordrand des Gotthardmassivs: petrographisch-geologische Untersuchungen Turmalinpegmatite mit prachtvollen, bis 12 cm langen schwarzen Turmalinkristallen wurden vor allem häufig in den Garves da Nual angetroffen, dann aber auch im Gebirgsstock des Piz Cavradi. Granatpegmatite mit hell- bis braunroten, maximal 1/2 cm grossen Granatkristallen sind in schöner Ausbildung in der Gipfelregion des Piz Cavradi aufgeschlossen.
- Granat: Bis 0.5 cm.
- Turmalin: Im Gestein, bis 12 cm Länge.

121_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Tschamut, Chiamut, Ciamut, Rudatsch, Val Runtget
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 697222 / 168199
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 155
Hiermit ist eine Bachrunse direkt östlich Rudatsch gemeint. Oberhalb der Ortschaft Tschamut oder Selva.
- Anatas:
- Brookit:
Selten, sehr dünn, goldgelb.
- Chlorit:
- Hämatit:
- Ilmenit:
- Quarz:
- Turmalin:
In und auf Quarz, bis 1 cm.

122_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Tschamut, Chiamut, Ciamut, Scharinas
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 697000 / 168500
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 92
Breiter grasbewachsener Bergrücken wenige hundert Meter nördlich von Tschamut.
- Adular:
- Chlorit:
- Quarz:
- Titanit:


123_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Tschamut, Chiamut, Ciamut, Selva
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 698100 / 168400
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1979; Seite 141-154; Mineralneufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten IV
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 124
Die Funde stammen aus den amphibolitischen Zügen in der Gegend um diese, unweit von Tschamut gelegenen Lokalität.
- Adular:
- Chlorit:
- Crichtonit:
Nach fast 200 Jahren 1971 wieder in einer alpinen Kluft gefunden, dicktafelig, steil-rhomboedrisch, teils dem Quarz aufgewachsen, teils im Chlorit, halbmetallischer Glanz, begleitet von Adular und braunem Anatas, mit höherem Strontiumanteil (als Blei), bis 25 mm, es handelt sich hier wohl um die Grössten der Schweizer Alpen (Graeser et al., 1979).
- Davidit: Der Fundort wird nur mit Tavetsch-Selva angegeben.
- Quarz:
- Titanit:


124_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Tschamut, Chiamut, Ciamut, Selva, Clavau Sura
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 698100 / 168650
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 102,106
Es handelt sich hier um einen sehr kleinen Einschnitt im Gelände gleich nördlich von Selva.
- Anatas:
- Brookit:
Sehr dünntafelig, goldgelb.
- Calcit:
- Chlorit:
Wurmförmig.
- Ilmenit:
- Quarz:
 
 
125_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Tschamut, Chiamut, Ciamut, Val Curnera, Cornera, Cavradi, Caveradi, Cavaradi, Gaveradj, Cavradischlucht, Adlerfels, Crest Lad, Cugn Graischel, Cugn Lad, Grep dal Tschess, Grep dil Tschers, Iert, Prait Aulta, Val Arschella, Val Aulta, Val Auta, Val d'Arschella, Val de las Plattas
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 697000 / 167000
Literatur:
- Bonanomi, Y.; Schweizer Strahler; 1990; Seite 470
- Fejer, Zsolt; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 24-28; Die Cavradi-Schlucht
- Lieber, Werner; Lapis; 1984; Heft 2; Seite 26-27
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 71,281
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz Literatur zu Cavradischlucht, Val Aulta (3):
- Gurschellas, Damian; Schweizer Strahler; 2017; Heft 3; Seite 2 - 8; Ausgezeichneter Amethyst-Fund in der Cavradischlucht
- Lapis; 1978; Heft 9 (Themenheft Tavetsch)- Lieber, Werner; Lapis; 1984; Heft 2; Seite 26 – 27
- Niggli, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;
1944; Band 24; Heft 1-2; Seite 58-301; Das westliche Tavetscher Zwischenmassiv und der angrenzende Nordrand des Gotthardmassivs: petrographisch-geologische Untersuchungen
- Redaktion Lapis; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 24
- Reith, Patrick & Venzin Theodosis; Lapis; 2016; Heft 7-8; Seite 12 - 34; Strahler und Klüfte der Cavradischlucht, Schweiz
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 157, 163
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1971; Heft 2
- Sialm-Bossard, V.; Schweizer Strahler; 2006; Heft 1; Seite 11-20
- Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 1967; Seite 53
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 71,281

Literatur zu Las Vals, Cugn Lad, Jert, Igl Iert (4):
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1 - 2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 157

Literatur zu Val d'Arschella (5):
- Lapis; 1978; Heft 9 (Themenheft Tavetsch)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 157

Literatur zu Crep dil Tschess / Crest Lad (6 und 7):
- Lapis; 1978; Heft 9 (Themenheft Tavetsch)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973

Literatur zu Cavradi Staumauer (8):
- Desax, T.; Urner Mineralienfreund; 1993; Heft 3; Seite 1

Literatur zu Cavradi (unterer Teil)
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1 - 2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Lapis; 1978; Heft 9; Seite 24 (Cavradi-Schlucht, Tavetsch, Hämatit)
- Lieber, Werner; Lapis; 1984; Heft 2; Seite 26 - 27
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 101 etc.
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 64
 
Die in der Literatur unterschiedlich angewendeten Bezeichnung für die Fundregion in der Cavradischlucht werden hier zusammengefasst. Von S nach Norden liegt von der Staumauer aus gesehen folgende Situation vor:
- von der Staumauer bis zum Val da Mut folgen auf ca. 600 Meter Länge Paragneise, welche relativ arm an Klüften sind,
- vom Val da Mut bis zur Foppa Gronda folgen auf ca. 500 Meter stark verschieferte Gesteine. Zuerst Chloritphyllite (ca. 100 Meter) dann die Hämatit-haltigen Konglomeratgneise (ca. 400 Meter),
- der westliche Bereich wird als 'Hüttenseite' (wegen einer früheren Alphütte auf dieser Seite), oder 'Prait Aulta' bezeichnet,
- der östliche, gegenüber der Alp Cavradi gelegene Teil der Schlucht wird Las Vals genannt. Die steilen Runsen haben von Nord nach Süd gesehen, unterschiedliche Namen wie: Adlerfels, Crest Lad, Cugn Graischel, Cugn Lad, Grep dal Tschess, Grep dil Tschers, Iert,, Val Aulta, Val Auta, Val Arschella, Val d'Arschella, Val de las Plattas,
- vom Foppa Gronda bis zum Talausgang ca. 500 Meter Zweiglimmergneise mit der sogenannten Antas-Zone, Im Lapis, 2016; Heft 7-8; Seite 21 sind die Lokalitäten der Cavradischlucht abgebildet.
Aus dieser Gegend konnten folgende Erzmineralien und ihre Zersetzungsprodukte festgestellt werden (zum Teil nur mikroskopisch klein).
0). Bezeichnung Cavradi und Cavradischlucht
0’ Cavradischlucht:
1). Anatas-Zone (Talausgang), Koordinaten ca. 697.250 / 166.880.
2). Val dils Turnerits, Koordinaten ca. 697.280 / 166.790.
3). Val Aulta, Koordinaten ca. 697.480 / 166.690.
- Vorkommen in den Runsen, Schutthalden und im Anstehenden, auf der West- und der Ostseite des Baches, sowie nicht näher zuzuordnende Fundortangaben.
- Östliche, steile Runse in der Cavradischlucht. Es handelt sich hier um einen lokalen Namen der auf der Karte fehlt. Magnetitphyllite. Am schönsten entwickelt (mit bis 3,5 mm grossen Magnetitoktaedern) sind die Magnetitphyllite im Val Curnera in der Schlucht östlich der Alp Cavradi, am Nordrand der Urseren-Garvera-Mulde. Sie sind dort dermassen auffällig, dass auch die einheimischen Kristallsucher von einer "Magnetitzone" in der "Cavradischlucht" sprechen.
Niggli (1944): Die feldspatreichen Psammit- bis Psephitgneise sind die ausschliesslichen Muttergesteine der weltbekannten, Hämatit-Rutil führenden Mineralklüfte des Val Cornera (in der sogenannten Cavradi-Schlucht), die durch die prachtvollen, flächenreichen Tafelhämatite und die geregelte Verwachsung Hämatit-Rutil ausgezeichnet sind. Ferner erscheint die Gesamtparagenese dieser Klüfte durch das Auf treten von Baryt, Turmalin, Strontianit und Malachit neben Quarz und Adular bemerkenswert. (Fundortgruppe 6e von Parker). Die Fundortgruppe 6e ist vollständig auf die Psammitgneiszone beschränkt, ausserhalb dieser ist bisher keine einzige Kluft im Tavetsch gefunden worden, welche die für diese Paragenese typischen Merkmale besitzen würde.
4). Igl Iert, Koordinaten ca. 697.570 / 166.360. Las Vals, Cugn Lad, Jert, Igl Iert. Auf der Ostseite der Cavradischlucht in den steilen, felsigen Hängen gegenüber der 'Alp Cavradi'. Nach Königsberger liegen die ergiebigsten Fundorte von 'las Vals' im grasüberwachsenen 'Jert' unter 'Cugn Lad'. Alle diese lokalen Namen sind auf der Karte nicht eingetragen.
5). Val d'Arschella, Koordinaten ca. 697.690 / 166.200. Östliche steile Runse in der Cavradischlucht, abwärtsgehend vom P. 2148. Es handelt sich hier um einen lokalen Namen der auf der Karte fehlt.
6). Crest Lad, Koordinaten ca. 697.840 / 165.850.
7). Crep dil Tschess, Koordinaten ca. 697.870 / 165.780. Crest Lad. Es handelt sich um eine Lokalität in der Cavradischlucht südlich von Crest Lad bei P. 1910.
8). Cavradi, Staumauer Beim Bau der Staumauer Cavradi aus dem Ausbruchmaterial Gurnera.
9). Cavradischlucht (unterer Teil) Diese Fundortangabe bezieht sich auf Vorkommen im unteren (nördlichen) Teil der Schlucht. Diese zieht sich bis fast gegen Selva hin.
- Adular: Als Begleitmineral von Quarz und Hämatit in der Hämatitzone, bis 5 cm, grauweiss bis reinweiss, teil als Menbacher-Zwillinge. 3). Milchig bis durchsichtig, manchmal mit gelblichem Farbton, vereinzelt korridiert, erscheint als Zwillinge oder Vierlinge. Oft skelettartig, Vierlinge. 4). Oft skelettartig, Vierlinge, durchsichtig, oft Bavenoer-Zwillinge, glänzend bis korrodiert, im Psammit- bis Konglomaratgneis. 5). Oft skelettartig, Vierlinge. 9). Adulare aus der Cavradi wurden wegen der Klarheit auch verschliffen.- Aeschynit: Aus der Hämatitzone.- Aikinit: 0). Körner bis einige mm, cremefarbig- Albit: 3). / 4). / 5). 9).
- Amethyst: Meist als sogenannte Zepterquarze, teils auch gefenstert, bis 10 cm, selten grösser. Die meisten Kristalle stammen aus dem Südteil der Hämatitzone. 3). Stufen bis 20 cm, Einzelkistalle bis 10,5 cm. 3). / 4). / 5). Vereinzelt und in Zepterform, schwache Färbung. 6./7). Bis 9 cm, besonders an den Polkanten mit violetter Färbung.
- Anatas: In der Hämatitzone selten, kleine, gelblichbraune, kugelartige Kristalle, bis 4 mm. Blauschwarze, spitz-dipyramidale aufgewachsene Kristalle bis 5 mm in der Anataszone. 3). Blau, spitzpyramidisch, - 4 mm, auf Quarz (Ostseite des Baches). 3). / 4). / 5). Auch auf dem Hämatit aufgewachsen, klein, gelblich - braun. 9). Blauschwarze Pyramiden.- Anglesit: Als Sekundärmineral.
- Anhydrit: In der Regel nur als Hohlnadeln im Quarz und ganz selten als Einschlüsse im Quarz, dann nur max. 5 mm lang und mit leichter rosa-lila-Färbung. 3). / 4). / 5). Als Hohlnadeln im Quarz.
- Anilit: Erwähnt werden bis zu faustgrosse grauschwarze bis rötlichschwarze, von Malachit überzogene Erzklumpen 0). Zersetzungsprodukt, bis 2 cm grosse und pseudomorphe Kristalle, in Cu-Vererzungen, als Erzklumpen bis 20 cm Durchmesser, bläulichgrau.
- Ankerit: 0).
- Apatit: 3). Sehr klein, -0,1 mm, hellweingelb. 4). / 5). / 9).
- Aragonit: Selten und leicht mit Strontianit zu verwechseln.
- Arsenpolybasit: 0). MM-grosse, idiomorphe Kristalle in Tennantit. Erstmals für die Schweiz 1990 (Bonanomi), aus einer Kupfervererzung in der Cavradischlucht gefunden.
- Baryt: Tafelig, fächer- oder rosettenartig, weiss, bläulichgrau, gelblich, rosa, bis handgrosse Aggregate. 3). / 4). / 5). Selten, tafelig, fächerförmig aggregiert. 9). Tafelig, Coelesto-Baryt, bläulicher Kern, trübe Randschicht, aufgeblätterte Aggregate (gemäss Mineralienlexikon).
- Bergslagit: Gelblich, transparent, unter 2 mm, pseudotetragonal-stumpfprismatisch. Bildet zusammen mit Herderit Mischkristalle. 3). Funde bereits ab 1977, stumpfprismatisch, pseudotetragonal, gelblich, durchsichtig, durchscheinend, bis 2 mm, mit erheblichem Anteil an Herderit (Mischkristall) (Oberhänsli, 1979). Der offizielle Erstfund stammt aus Langban in Schweden. Das Mineral wurde 1983 von der internationalen "Commission on New Minerals and Mineral names" als neue Mineralart bekannt. Erstfund für die Schweiz also bereits 1977.
- Bornit: 0). 3). Derb, ca. 200 m unterhalb der Staumauer auf der Westseite des Baches.
- Brochantit: 0).
- Brochantit: Als Sekundärmineral.
- Brookit: 3). Bis 5 mm (Ostseite des Baches). 4). / 5). 9). Hellgelb, dünntafelig.
- Calcit: Vor allem in der Hämatitzone häufig, Rasen bildend oder Einzelkristalle bis 5 cm, skalenoedrisch, gelblichweiss bis grauweiss. 3). / 4). / 5). Skalenoeder, gelblich. 6). / 7). Verwittert, unrein. 9).
- Cervelleit: 0). In 10 um (Mü) grossen Körnern, weltweit 2. Fundort dieses Minerals (Bonanomi, 1990).
- Chalkopyrit: 0). / 3). / 4). / 5).
- Chalkosin: Wurde früher von Stalder et al. (1993) von der Cavradi erwähnt, das Mineral scheint aber nicht vorzukommen. 0).
- Coelestobaryt: 4). Im Jert: Bis 250 gr. schwere Kristalle zusammen mit weiteren Mineralien. 9). In einer bestimmten Zone (in der Umgebung des «Iert») zum Teil grosse, bis 250 g schwere Kristalle von Coelestobaryt. Begleitmineralien sind Hämatit mit orientiert aufgewachsenem Rutil, Quarz, Adular, Albit, Calcit, Turmalin, Apatit, Pyrit, verschiedene Kupfersulfide und Strontianit. Besonderheiten dieser Fundstelle sind der hohe Sr-Gehalt (15-30% SrSO4) und der hohe Pb-Gehalt (bis 2000 ppm Pb) im Coelestobaryt sowie das Auftreten von Strontianit, der gewöhnlich auf dem Coelestobaryt aufgewachsen ist und bis über 100 g schwere Aggregate bilden kann.
- Covellin: 0). 3). Selten (Westseite).- Cyanotrichit: Als Sekundärmineral. 0).
- Digenit: 0). Auf Stufen, kuboktaedrisch bis 1 cm, als 6-eckige Täfelchen bis 1 cm, zum Teil mit leichtem Malachitüberzug (Graeser, Stalder, 1974; Bonanomi, 1990).
- Djurleit: Als raue, von malachit oder Brochantit bedeckte Pseudomerphose, Kristalle bis 2 cm. 0). Bis 2 cm (Bonanomi, 1990).
- Eisenrose: 5). Sehr schön. 6. / 7). Eisenrosen von hier gehören zu den schönsten der Welt.
- Fadenquarz: Wurden als klare wie auch als rauchige Kristalle gefunden. 3).
- Fensterquarz: Kommt nur beim Amethyst vor.
- Fluorit: 3). Bis 1,2 mm, wasserklar, oktaedrisch, selten (Westseite).
- Galenit: 0).
- Geerit: Erzmikroskopisch. 0). Himmelblau.- Goethit: 3).
- Gold, gediegen: 0).
- Gwindel: Eher selten zu finden. Bis 10 cm und mehr. 3). / 5).
- Heulandit: 3). / 4). / 5).
- Hämatit: Meistens hochglänzend und tiefschwarz, mit einem Titangehalt bis 5%, oft verwachsen mit Rutil, bis 10 cm (Ausnahme), in der Regel 3-5 cm gross. 0). 3). In ausgezeichneter Qualität. 3). / 4). / 5). In schönster, flächenreicher Ausbildung, tiefschwarz, glänzend, bis mehrere cm gross. 6). / 7).
- Ilmenit: 9).
- Jamesonit:
- Kainosit:
8). Einige Stufen bei der Staumauer.
- Limonit: Aus der Hämatitzone.
- Magnetit: 3). Bis 3.5 cm in Idealkristallen (Schluchteingang, Westseite).
- Malachit: Als Sekundärmineral. 0). / 3). / 4). / 5).
- Monazit-(Ce): Sehr selten in der Hämatitzone, gelblichbraun, tafelig, bis max. 5 mm gross. 3). Scharfkantig, gestreckt nach der b-Achse, bis 4 mm. 9).
- Muskovit: 3). / 4). / 5). / 9).
- Phantomquarz: Sehr selten.- Pyrit: 0). / 4). / 9).
- Pyrrhotin:
- Quarz:
Ausgesprochen schön und zum Teil mit sehr hohem Glanz, in der Regel unter 10 cm, in Ausnahmefällen bis 20 cm. Langprismatisch und weniger flächenreich in der Anataszone. 3). / 4). / 5). Zum Teil recht gross und mit Hämatiteinschluss, auch leicht rauchig. 9).
- Rauchquarz: Recht selten, vor allem die dunkleren Exemplare. In der Regel unter 10 cm, ausnahmsweise bis 15 cm oder grösser. 5). Bis 10 cm.
- Rutil: Einzelkristalle bis 3 cm, zum Teil haarförmig. 3). / 4). / 5). Granatrot - blutrot. 6). / 7). / 9).
- Sagenit: 9). Bis 40 mm Durchmesser, zum Teil mit feinstem Calcit belegt.
- Siderit: 3). / 4). / 5). / 9).
- Silber, gediegen: 0). Bis einige mm lang, gediegen, sehr rein, dickdrahtig, auf Kupfermineralien, teils bedeckt von Malachit (Graeser et al., 1979).
- Sphalerit: 3). Bis 1 cm, schwarz, braune Kruste.
- Spionkopit: Erzmikroskopisch. 0).
- Stromeyerit: 0). Aeusserst selten, äusserst klein bis 10 um (Mü), nur in Aikinit-Galenit-Adern (Bonanomi, 1990). 5). Selten, neben strontiumhaltigem Baryt, büschelig bis kompakt-radialstrahlige Aggregate, bis 5 cm, Einzelkristalle bis 2 cm.
- Strontianit: Büschelige bis kompaktradialstrahlige Gruppen bis 6 cm, gelblichweiss, grünlichgrau, in der Ragel dem Muttergestein aufgewachsen, seltener auf Quarzkristallen. 3). Selten, neben strontiumhaltigem Baryt, büschelig bis kompakt-radialstrahlige Aggregate, bis 5 cm, Einzelkristalle bis 2 cm, es soll sich hier um die am längsten bekannte Fundstelle für Strontianit in der Schweiz sein (Ich bezweifle aber diese Angabe da bereits 1809 (!) in 'Leonhards Taschenbuch für die gesamte Mineralogie' Seite 378 - 382, ein Bericht von F.X.Bronner unter dem Titel 'Strontianit aus der Gegend von Aarau' zu finden ist). 4). Selten. Gewöhnlich auf dem Coelestobaryt aufgewachsen und bis 100 gr schwere Aggregate bildend.
- Tennantit: 0). Bis 5 mm, Oberfläche mit Malachitüberzug.
- Turmalin: Dünnstengelig, schwarz, nur wenige cm lang, auf dem Muttergestein und selten auch auf Quarz. 3). Schwarz, daumengross mit Endflächen. Schwarzbraun, teilweise im Quarz, strahlig. 4). Schwarzbraun, teilweise im Quarz, strahlig. 5). Schwarzbraun, teilweise im Quarz, strahlig.
- Wittichenit: Erzmikroskopisch. 0). Als xenomorphe Körner und Schlieren in Kupferglanz, blassrosabraun.
- Xenotim: 3). / 5).
- Yarrowit: Erzmikroskopisch. 0).
- Zepterquarz: 5).

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