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Kanton TI, Locarno, Vallemaggia (Erze etc.) - Fundorte von Mineralien in der Schweiz

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Kanton TI, Locarno, Vallemaggia (Erze etc.)

Fundorte > Tessin
Vorkommen im Kanton Tessin, Region Vallemaggia (Erze)

001_TI / Malcantone, Astano, Sessa, Curio, Alla Costa, Alle Bolle, Alle Balle, Sceree, Sceretto, Riva Sole, Monteggio, Val Tresa, Polenstrasse;(Erzabbau)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Alto Malcantone, Koordinaten ca.: 709850 / 95350
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40; Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin); Seite 23-31, 35
- Krähenbühl, Hans; Il Maglio del Malcantone (Sonderheft)
- Krähenbühl, Hans; Minaria Helvetica; 1985; Heft 5; Seite 13 – 16
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1981/1; Heft 15; Seite 2-9; Der frühere Erzabbau im Malcantone
- Oppizzi, Paolo & Zanetti, Beppe; Minaria Helvetica; 2008; Heft 28; Seite 3 - 16; Le Miniere di Sessa e Astano: oltre 200 anni di storia mineraria.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 255 etc.
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 137
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 193
Koordinaten auf dem Dorf Astano. Zwischen 1785 und 1961 aus verschiedenen Explorations- und Abbautätigkeiten. Der als Sceree (früher Sceretto) bezeichnete Hügel zwischen Astano und Sessa gehört zur Monte -Lema - Scholle, die im E durch die mächtige Lisora-Pazzo-Mugena-Strömung begrenzt wird. An diesen Bruch sind die Vererzungen von Costa und Alle Bolle gebunden. Hauptabbau zwischen 1855 und 1961 aus mehreren Stollen: goldhaltiges Gestein. Totale Stollenlänge ca. 1500 Meter. Abbau: ca. 1000 Tonnen Erz. In verschiedenen Erzkörpern entlang des Bergrückens von Costa bei Astano.
Minen: Bolle (Eingang heute zugemauert) und Costa.
Costa: Stollenlänge ca. 250-300 Meter, von den beiden Eingängen ist der untere verstürzt, der obere noch begehbar. allerdings steht er teilweise unter Wasser und Stiefel sind notwendig.
Der Mineralinhalt kann wie folgt beschrieben werden: Quarz, Ankerit, Calcit, Serizit, Chlorit, Turmalin, Apatit und Graphit.
An Erzmineralien sind nachgewiesen: Pyrit, Arsenopyrit, Zinkblende, Galenit, Gold, Pyrrhotin, Chalkopyrit, Markasit, Rutil.
Bei Astano im Val Tresa, nahe der Schweizergrenze, wurden in zwei Minen "Alle Bolle" und "Alla Costa" bis 2 m mächtige N 30° W streichende Gänge abgebaut. Die Erze sind Arsenopyrit und Pyrit mit Antimonglanz, Zinkblende und Galenit. Die in piemontesischen Mühlen amalgamierten Erze ergaben 30 bis 60 Gramm Gold pro Tonne.
Bemerkenswert ist die Parallelität der goldhaltigen Gänge von Novaggio und Astano mit denjenigen von Formazzola und Gondo. Beide verlaufen SSE-NNW, d. h. senkrecht zum alpinen Streichen. Weitere Erzvorkommen auf dem Sceree inkl. Pegmatitbildungen finden wir bei Riva Sole in einem dünnlagigen Biotitgneis. Neben den schon an den verschiedenen Vererzungsstellen bekannten Mineralien finden wir hier zusätzlich Titanit, Biotit, Apatit, Zirkon, Granat. Im Pegmatit zwischen Luino und Riva Sole tritt vor allem Apatit lokal in beträchtlichen Mengen auf, nebst den überall mehr oder weniger vorhandenen Erzen. Das gleiche gilt auch für den Pegmatit in Monteggio. Pegmatitische Schlieren an der Polenstrasse auf dem Sceree, Koordinaten: 705750 /096600. Hier finden sich kleine, dezimetermächtige konkordante pegmatitische Schlieren, bestehend aus serizitisiertem Plagioklas, Quarz und Chlorit.
- Ankerit: Gangmineral. Tritt in untergeordneten Mengen auf.
- Antimonit:
- Apatit:
Gangmineral.
- Arsenopyrit: Erzmineral. Tritt in grösseren Mengen auf.
- Calcit: Gangmineral. Wenig verbreitet bis selten.
- Chalkopyrit: Erzmineral. Tritt selten bis sehr selten auf.
- Chlorit: Gangmineral. Wenig verbreitet bis selten
- Galenit: Erzmineral. Tritt in untergeordneten Mengen auf.
- Gold, gediegen: Erzmineral. Mindestens ein Teil des Goldes wurde zusammen mit der Blende gebildet wie die Goldeinschlüsse im gleichzeitig gebildeten Pyrit beweisen.
- Graphit: Gangmineral. Im veränderten Nebengestein.
- Jamesonit: Erzmineral. Unsicher, als Einschluss im Galenit
- Kalifeldspat: Als Gangart wurde Kalifeldspat nur auf dem Sceree beobachtet.
- Markasit: Erzmineral. Tritt selten bis sehr selten auf.
- Pyrit: Erzmineral. Tritt in grösseren Mengen auf.
- Pyrrhotin: Erzmineral. Tritt selten bis sehr selten auf.
- Quarz: Gangmineral. Tritt in grösseren Mengen auf und in zwei Generationen.
- Rutil: Im Nebengestein.
- Sericit: Gangmineral. Im veränderten Nebengestein.
- Sphalerit: Erzmineral.
- Turmalin: Gangmineral. Tritt selten bis sehr selten auf.

002_TI / Malcantone, Breno (oberhalb), Torri di Breno (unterhalb);(Erzabbau)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Alto Malcantone, Koordinaten ca.: 710760 / 98880
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40;Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin); Seite 20
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1981/1; Heft 15; Seite 2-9; Der frühere Erzabbau im Malcantone
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 24,126,160,290,297,390,393,410
Die Koordinaten zeigen auf Breno.
1. Torri, SE des Torrigipfels: Gänge mit Pyrit, Arsenopyrit und wechselnden Mengen von Chalkopyrit und Pyrrhotin, wichtigste Gangart ist Quarz; Turmalin, Chlorit und Ankerit können lokal in grösseren Mengen auftreten. Das Nebengestein weist eine intensive Chloritisierung auf. Die Seritizisierung und Ankeritisierung spielen keine wesentliche Rolle. Im Gebiet von Pirocca-Torri-Firinescio sind Quarzgänge mit wechselnden Mengen von Arsenopyrit, Pyrit, Chalkopyrit und Pyrrhotin besonders häufig. Dieser Gang gleicht in jeder Beziehung demjenigen im Val Pirocca auf 900 m Höhe, nur die Mengenverhältnisse sind hier etwas verschieden. SE des Torrigipfels befindet sich im kalifeldspatführenden Biotit-Andesingneis ein etwa 1m mächtiger, senkrechter Quarzgang mit Pyrit, Arsenopyrit und Chalkopyrit, der an eine unbedeutende Störungszone gebunden ist. Die sechs übereinander liegenden kurzen Stollen sind noch gut begehbar.
2. Malcantone, Breno (oberhalb), Torri di Breno (unterhalb): Oberhalb der Lokalität Breno in Schlacken eines alten Bergbaus. Eine Lokalität Torri die Breno kann auf der Karte nicht gefunden werden. Die Koordinaten zeigen auf Breno. Breno WNW, 1020 m ü. M.: Im Gebiet von Pirocca-Torri-Firinescio sind Quarzgänge mit wechselnden Mengen von Arsenopyrit, Pyrit, Chalkopyrit und Pyrrhotin besonders häufig. Von den wichtigeren Vorkommen dürfte das südlichste dieses Typs im Vallone, WNW Breno, auf etwa 1020 m Höhe gelegen sein. Nach J. Burford (1933) befindet sich zwischen Breno und der Magliasina in der Umgebung von Lem (Prada) eine an den Romanino-Novaggio-Bruch (oder einem Parallelbruch) gebundene, schwache Vererzung mit Arsenopyrit, Pyrit, Zinkblende und Galenit mit etwa 2 g/T Au. In der leichen Störung soll das Vorkommen von Tinevalle! (SE Miglieglia) liegen, welches Arsenopyrit, Pyrit und Zinkblende enthält.
- Agardit-(La): Grün, auf Goethit, mm-gross.
- Arsenopyrit: Gangmineral SE Torrigipfel: tritt in grösseren Mengen auf.
- Bismutit: Gangmineral SE Torrigipfel: wenig verbreitet bis selten ist.
- Chalkopyrit: Gangmineral SE Torrigipfel: tritt in untergeordneten Mengen auf.
- Chlorit: Gangmineral SE Torrigipfel: tritt in untergeordneten Mengen auf.
- Cristobalit: Farblos, pseudohexagonal, pseudomorph nach Tridymit, unter einem mm, evtl. handelt es sich hier nicht um ein natürlich entstandenes Mineral, dieses wurde eher durch Erhitzung gebildet (Meisser, 1994).
- Fayalit: In den Schlacken einer Erzverhüttung, prismatisch, braun, bis 1 mm (Meisser, 1994).
- Goethit:
- Olivenit:
In Röstschlacken, kleine Kügelchen, olivgrün (Meisser, 1994).
- Parasymplesit: Winzig klein, olivgrün, radialstrahlig (Meisser, 1994).
- Pyrit: Gangmineral SE Torrigipfel: tritt in grösseren Mengen auf.
- Quarz: Gangmineral SE Torrigipfel: tritt in grösseren Mengen auf.
- Serizit: Gangmineral SE Torrigipfel: im veränderten Nebengestein.
- Strashimirit: Halbkugelig, apfelgrün, radialstrahlig, unter einem mm (Meisser, 1994).
- Symplesit: In Röstschlacken, grün, radialstrahlig ausgebildete Halbkugeln, unter einem mm (Meisser, 1994).
- Tooeleit: Schwefelgelb, halkugelig aggregiert, unter einem mm (Meisser, 1994).
- Turmalin: Gangmineral SE Torrigipfel: im veränderten Nebengestein.

003_TI / Malcantone, Curio, Vallone di Cantine, Val delle Cantine, Tobel der Molgé
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Alto Malcantone, Koordinaten ca.: 710000 / 94800
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40; Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin); Seite 45-46
- Krähenbühl, Hans; Il Maglio del Malcantone (Sonderheft)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 202
Nach der Karte von P. Kelterborn (1923) finden sich in diesem Gebiet vier Erzvorkommen. Zwei davon liegen nördlich von Val delle Cantine in derselben Störungszone. Der eine Aufschluss ist an der Strasse, der andere im Tobel der Molgé, wo auf der Karte ein alter Anhau eingetragen ist; diese Stelle konnte nicht mehr aufgefunden werden. Ein weiteres, heute nicht mehr auffindbares Vorkommen soll sich im Bachbett von Val delle Cantine direkt bei der Brücke der neuen Strasse befunden haben. Das vierte Vorkommen endlich befindet sich 50 m östlich der Brücke an der neuen Strasse und kann auch im Erdgeschoss eines zerfallenen Hauses bei der obern Brücke beobachtet werden.
Die Koordinaten der Aufschlüsse:
Vorkommen nördlich der Brücke: 710,100 / 095,070
Vorkommen östlich der Brücke: 710,150 / 094,880
Derselbe Gang bei der alten Brücke: 710,100 / 94,850.
J. Burford (1933) erwähnt einen pyritführenden Quarzgang zwischen Pura und Curio mit etwas Antimonit und Zinkblende.
- Antimon, gediegen:
- Antimonit: Ganginhalt. Tritt in untergeordneten Mengen auf.
- Arsenopyrit: Ganginhalt. Tritt in untergeordneten Mengen auf.
- Baryt: Ganginhalt. Wenig verbreitet bis selten.
- Calcit: Ganginhalt. Wenig verbreitet bis selten.
- Chalkopyrit: Ganginhalt. Tritt selten bis sehr selten auf. im Antimonit.
- Gudmundit: Strahlige Aggregate von winziger Ausbildung, eingesprengt in silifizierte Nebengesteine (Köppel, 1966). Die Einzelkristalle erreichen eine Länge von etwa 0,05-0,1 mm, die Aggregate 0,15 mm.
- Kermesit: Ganginhalt. Tritt in grösseren Mengen auf. Umwandlungsprdukt von Antimonit.
- Pyrit: Ganginhalt. Tritt in grösseren Mengen auf
- Pyrrhotin: Ganginhalt. Wenig verbreitet bis selten. Er bildet kleine Stengel von der Grösse des Gudmundits.
- Quarz: Ganginhalt. Tritt in grösseren Mengen auf.
- Serizit: Ganginhalt. Im veränderten Nebengestein.
- Sphalerit: Ganginhalt. Tritt in untergeordneten Mengen auf. im Nebengestein.
- Stibium: Auch in gediegener Form zu finden.
- Stibnit:

004_TI / Malcantone, Monte Mondini (NE-Hang), Oree, Foggia, Val Artessa und Artessa, Busciorina, Molgé, Val Artessa
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Alto Malcantone, Koordinaten ca.: 710190 / 93810
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40; Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin); Seite 41-43
- Krähenbühl, Hans; Il Maglio del Malcantone (Sonderheft)
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1981/1; Heft 15; Seite 2-9; Der frühere Erzabbau im Malcantone
In den Bachrunsen dieser Gegend sind zahlreiche kleinere Vererzungen zu finden. Sie liefern die üblichen, in dieser Gegend vorkommenden Mineralien. Ob alle aufgeführten Mineralien zu finden ist nicht klar. Die Angaben richten sich nach den unter 'Malcantone, Monte Mondini, Pura, Purasca' erwähnten Vorkommen.
Westlich Pura: Quarz-Ankerit-Galenit-Paragenese mit Fahlerz, Chalkopyrit und etwas Zinkblende. Oree liegt wenig südlich, das Val Artessa wenig nördlich von Foggia. Die Koordinaten zeigen auf Foggia.
- Ankerit: Tritt in grösseren Mengen auf.
- Arsenopyrit:
- Baryt:
- Bournonit:
In der Monte -Rocchetta-Selva-Störung, westlich Pura. Wenig verbreitet bis selten, bildet Einschlüsse im Galenit.
- Chalkopyrit: Tritt in untergeordneten Mengen auf.
- Fahlerz: Tritt in untergeordneten Mengen auf.$
- Galenit: Tritt in grösseren Mengen auf.; bildet meist grössere Aggregate.
- Gold, gediegen:
- Markasit: Markasit tritt sowohl als primäres als auch als sekundäres Sulfid, entstanden bei der Umwandlung von Pyrrhotin, auf. Primärer Markasit ist eher selten.
- Pyrit: Tritt in untergeordneten Mengen auf.
- Quarz: Tritt in grösseren Mengen auf. Fein- oder grobkörnig.
- Sericit: Im veränderten Nebengestein.
- Sphalerit: Tritt in untergeordneten Mengen auf. Bildet Blasten im veränderten Nebengestein.
- Turmalin:
- Valleriit:
Valleriit ist im Chalkopyrit sehr selten und findet sich nur in kleinen Chalkopyriteinschlüssen im Pyrrhotin. Etwas häufiger findet er sich in den Chalkopyritentmischungen des Fahlerzes von Miglieglia. Selten beobachtet man in diesem Fahlerz auch selbständige Valleriitsternchen.

005_TI / Lugano (ital.), Lauis (dt.), Malcantone, Curio Novaggio, Monte Pellegrino, Ponte d'Arolla, Breno, Miglieglia, Camaré (Mine), La Monda, Stollen Dubois, Galerie la Monde, Schurf Maselli, Baglioni (Mine), Gattino (Mine), Gattin (Mine), Franzi (Mine), Fränzi (Mine), Tinevalle (Mine), Ciüs (Mine), Casé (Mine), Ponte Aranno (Mine), Ciüs (Grube), Inent, Nenti, Case, Casè, Cima Bedeglia;(Erzabbau)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Aranno, Koordinaten ca.: 709900 / 97950
Literatur:
- Bachmann, Albin & Eichin, Rolf & Rüegg, H.-R. & Schmutz, L. & Vogel, C.; Schweizer Strahler; 1986; Seite 249- Broschüre MT Malcantone Turismo; Sentiero delle meraviglie. Auf Entdeckung von Trockenmauern, Mühlen, Hammerschmiede, Burgruinen, Brennöfen und Erzminen
- Fehlmann, Hans; Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 275-276- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40; Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin); Seite 56-58
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1981/1; Heft 15; Seite 2-9; Der frühere Erzabbau im Malcantone
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1994/3; Heft 69; Seite 24-27; "Sentiero delle meraviglie" Malcantone TI
- Krähenbühl, Hans; Il Maglio del Malcantone (Sonderheft)
- Krähenbühl, Hans; Minaria Helvetica; 1985; Heft 5; Seite 13 - 17; Erzabbau im Malcantone
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 271,278
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 138
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 193,216
- von Arx, Rolf; Bergknappe; 1983/2; Heft 24; Seite 19-22; Gustav Weinmann - ein unbekannter Bergwerksunternehmer
Die Koordinaten zeigen auf Miglieglia. Es handelt sich hier unter anderem um eine antimonhaltige Lagerstätte (Stollen und Halden) südöstlich von Miglieglia. In Quarz-Ankerit-Gängen. Unter anderem werden auch Mineralien aus einer Eisen-Arsenlagerstätte erwähnt. In dieser Gegend konnten in kleinen Erzgängen Goldgehalte bis 226 Gramm/Tonne nachgewiesen werden. Das Gold ist mikroskopisch im Gestein verteilt. Es wird angenommen, dass die Goldschurfe in dieser Gegend bis ins 14. Jh. zurückgehen. Folgende Schurfe sind heute noch sichtbar:
- Tinevalle: Auch diese in 1917 vorgenommene Schürfung hatte die Suche nach metallhaltigen Adern zum Zwecke. Die Schürfung erfolgte in einem Gebiet mit Quarzadern, die Arsenopyrit, Sphalerit und Galenit (Bleiglanz). Letzterer ist silber- und goldhaltig. Das Mineral war jedoch in so geringen Mengen vorhanden, dass die Arbeiten 1919 eingestellt wurden. Das Gebiet war seit langer Zeit bekannt, und dem Verzeichnis der Entdeckungen und der Erzminen des Kantons Tessin können wir folgende Eintragungen entnehmen:
Mine: goldhaltig mit Blei und Silber Lage der Mine: Sassato im Tignaval-Tobel. Die üppige Vegetation und kleine Erdrutsche haben die Mine verschüttet.
- Camaré-Baglioni: an einem rechten Seitenbach der Magliasana ca. 450 Meter südöstlich von Miglieglia: westlicher Hauptstollen um 60 Meter verlängert; 1917.
Die Baglioni- und Franzimine: Entlang des von Miglieglia herabfliessenden Gattino Baches finden wir die Baglioni- und Franzimine. Diese Minen folgen zwei von Nordwest nach Südost verlaufenden Adern. Es herrschen Arsenopyrit und Quarz vor. Im Arsenopyrit sind geringe Mengen Gold und Silber enthalten. Von Burford (1933) durchgeführte Analysen ergeben folgende Resultate: Arsen 27% des Minerals Gold 12 g pro Tonne Mineral Silber 38 g pro Tonne Mineral Die Adern verlaufen in grau-braunem Glimmerschiefer. Man folge dieser Ader auf der rechten Seite des Baches, also talseitig, für ca. 90 m: dies ist die Franzi-Mine. Etwa 62 m vom Eingang entfernt befindet sich eine zweite metallhaltige Ader, die die Hauptader kreuzt. Von dem gleichen Stollen ausgehend, folge man dieser zweiten Ader bis zur Erreichung, der Oberfläche durch einen vertikalen Schacht, der weiter oben auf der linken Seite des Baches austritt. Einige Meter bergauf, auf der Höhe eines kleinen Wasserfalls, stossen wir auf die Baglioni-Mine.
Die Mine "La Monda" Unmittelbar unterhalb der Hammerschmiede, bei der Einmündung des Baches in die Magliasina, befindet sich die Mine "La Monda". Der Inhalt der Grube besteht aus Zinkblende, Antimonit und Baryt. Zwischen 1915 und 1920 entdeckte der Mineningenieur Maselli nur wenige Meter vom Schacht entfernt eine Sphaleritader von einiger Bedeutung.
In den 19-achtziger Jahren wurden durch die Universität Basel (Prof. Stefan Graeser) in dieser Gegend neue mineralogische Untersuchungen vorgenommen, bei denen mehr als 30 verschiedene Mineralien entdeckt wurden. Es handelt sich jedoch um Kleinmineralien (Sekundärmineralien) ohne jede industrielle Bedeutung, aber wissenschaftlich bemerkenswert.
- Der Maselli - Schacht ist heute nicht mehr sichtbar, da er mit Material aufgefüllt wurde. In den achtziger Jahren wurden in dieser Gegend neue mineralogische Nachforschungen angestellt, und es wurden ca. 30 verschiedene Mineralien entdeckt. Es handelt sich hierbei um Mineralien ohne jedes industrielle Interesse, hingegen sind sie vom mineralogischen Standpunkt aus bemerkenswert. Diese Mineralien bilden winzige Kristalle, die kleiner als ein Millimetern sein können.
- Die Mine von Ponte Aranno (Gemeinde von Novaggio) Auch in dieser Mine wurde lediglich in den Jahren 1857-59 geschürft. Dieser silber- und goldhaltige Bleiglanz wurde von Lavizzari anlässlich seiner Exkursion vom 18. Oktober 1859 erwähnt. Der Schacht, der der erwähnten Ader folgte, erreichte eine Länge von 60 m. Während des Ersten Weltkrieges wurden die Arbeiten wieder aufgenommen. 25 m vom Eingang entfernt wurde ein Seitenschacht mit einer Länge von 9 m ausgehoben, der einer mineralisierten Ader in senkrechter Linie zur ersten Ader folgte. Die Ader weist folgende Mineralien auf: gold- und silberhaltiger Bleiglanz, Schwerspat (Baryt) und Sphalerit. Zweitrangig jedoch von einem gewissen wissenschaftlichen Interesse sind die Mineralien Tennanti und Aurichalzit. Diese Mine wurde ebenfalls durch Baglioni ausgebeutet, er hatte sie von Dr. Visconti aus Curio übernommen. Der Eingang dieser Mine ist eingestürzt und befindet sich unter der Einsenkung entlang dem Weg, ca. 50 m nach der Brücke. Ankerit-Quarz-Baryt-Sulfid-Paragenese Am Zusammenfluss der Vinera und der Magliasina, bei Ponte Aranno, befindet sich ein N 30 W/70 N verlaufender Gang, der aus einem Netzwerk von Quarz-Baryt-Ankerit-Äderchen mit Sulfiden und sulfidfreien Ankeritadern in verändertem Nebengestein besteht. Die Gesamtmächtigkeit des Ganges beträgt maximal etwa 4m.
- Ciüs; alte Grube 'Ciüs' (in einem bei Ponte Aranno einmündenden Seitental): alter Stollen auf der Nordseite des Baches auf 30 Meter verlängert, auf der Bachsüdseite neue Schürfungen um 1917.
- Casé: am Westufer der Magliasana 1200 Meter nordöstlich von Novaggio: neue Schürfung 1918.
- Gattino: Südlich Miglieglia, auf ca. 680 m ü. M., wurde der heute zugeschüttete Stollen 'Gattino' vorangetrieben. Die Koordinaten 710.150 / 096.980 zeigen auf den Monte Pellegrino.
Ähnliche Beschreibung: Die Arsenkies-Fahlerz-Paragenese SE Miglieglia zeichnen sich auch im Zusammenhang mit dem Auftreten verschiedener Sb-Sulfide durch einen erhöhten Ag-Au-Gehalt aus. Dazu gesellen sich etwas Bleiglanz und Zinkblende. Ein Schurf bei der Oertlichkeit Tinevalle, etwa 300 m nördlich des Mte. Pellegrino (Pt. 601.9) folgte einer verquarzten arsenkiesführenden Zone in nordwestlicher Richtung.
Südlich Miglieglia, auf etwa 680 m Höhe, wurde der Stollen Gattino in nordwestlicher Richtung vorgetrieben. Der Stolleneingang ist jetzt zugeschüttet und nicht mehr auffindbar. Am selben Bach befinden sich die Stollen Baglioni und Fraenzi, die wahrscheinlich zwei nordwestlichsüdöstlich streichende Gänge verfolgt haben. In diesen Stollen wurde vorwiegend Quarz-Ankerit- Arsenkies-Pyrit- Fahlerz- Jamesonit und etwas Bleiglanz Zinkblende- Miagyrit-Pyrargyrit- Gold - Antimon und Silber gefunden. Die Ankerit-Quarz-Baryt-Sulfid-Paragenese finden wir am Zusammenfluss der Vinera und der Magliasina, bei Ponte Aranno, wo ein Stollen, dessen Eingang jetzt aber verstürzt ist, ausgebeutet wurde. Die Antimonit- und Jamesonit-Paragenese treffen wir vor allem im Dreieck Novaggio-Aranno-Miglieglia an.
Ein Stolleneingang befindet sich am Monte Pellegrino, etwa 130 m N Pt. 601.9 NNW Aranno. Am Stollenmundloch eines Zinkblendeganges sind einige Jamesonitäderchen aufgeschlossen. Diese Vererzungen liegen in einem Biotit- Andesin- Gneis. Zinkblende-Quarz-Baryt-Paragenese; diese treffen wir bei Inent (Nenti) 400 m NNO der Cima Bedeglia auf 540 m Höhe an der Magliasina am rechten Ufer auf ca. 460 m Höhe in einer Mylonitzone, westlich Aranno in einem kleinen Stollen schwach vererzt, sowie NNW Aranno einen Zinkblendegang mit einem 15 bis 20 m langen Stollen mit guten Aufschlüssen an der Flanke einer Bachrunse. Nördlich von Prelongo befindet sich ein weiterer Stollen. Fehlmann (1919): Nördlich der Tresa und des Luganersees besteht das Massiv des Monte Lema im Wesentlichen aus SW-NE streichenden Gneisen und Glimmerschiefern, in welchen kleinere Granitmassive und Porphyrgänge aufsetzen. Auf der geologischen Karte (Blatt XXIV) ist ostwärts Curio Novaggio ein Granitstock verzeichnet. Derselbe erstreckt sich weiter über Arranno bis zum Magliasinafluss und zeigt porphyrische Randfacies. Porphyrgänge durchsetzen die Gneise auch bei Miglieglia. In den kristallinen Schiefern finden sich Gänge und Fahlbänder, die Bleiglanz, Zinkblende, Magnetkies, Pyrit und Arsenkies führen.
Die wesentlichsten Fundorte liegen:
1). Auf der rechten Seite des Magliasinaflusses, nordöstlich von Novaggio ist bei Ponte d'Arolla in N 10° W streichendem Gneis ein alter Stollen in südöstlicher Richtung aufgefahren. Dieser Stollen wurde 1917 auf 60 m Länge aufgewältigt; bei ca. 25 m ab Mundloch ist auf 9 m Länge ein Seitenstollen im Streichen eröffnet, der den Spuren eines Fahlbandes folgte.
2). In einem bei Ponte d'Arolla einmündenden Seitental liegt die alte Grube Ciüs. Ein alter Stollen auf der Nordseite des Baches ist auf 30 m Länge gangbar gemacht worden (1917). Der Stollen folgt in der Richtung gegen N 20° W einer Fahlbandzone. In grobkristalliner, pegmatitischer Gangart mit Eisenspat ist Bleiglanz und Zinkblende eingesprengt. Auf der Südseite des Baches wurde durch eine neue Schüfung die Fahlbandzone Ponte d'Arolla-Grube Ciüs angehauen.
3). In einem kleinen westlichen Seitental der Magliasina, nördlich des Monte Pellegrino (Pt. 603) befindet sich die neue Schürfung Tinevalle. In N 40° E streichenden, NW einfallenden Gneisen wurden quarzige Lagen mit Arsenkies und Zinkblende angeschürft (1917).
4). Am Westufer der Magliasina, 1200 m nordöstlich von Novaggio, liegt die neue Schürfung Casé (1918). Hier werden die NS streichenden Gneise durch eine EW streichende, seigere Kluftzone von 10-15 cm Mächtigkeit durchsetzt, in welcher eingesprengte Kiese auftreten.
5). 450 m südöstlich von Miglieglia liegen an einem rechten Seitenbach der Magliasina die alten Gruben Camaré-Baglioni, wo in N 35° E streichenden und 400 N fallenden Glimmerschiefern zwei ca. 4 m voneinander entfernte Paralleingänge aufsetzen, die durchschnittlich N 25° W streichen und fast seiger stehen. Der westliche Hauptgang wurde auf 610 m ü. M. durch die 90 m lange Galerie "Franzi" im Streichen verfolgt. Der Gang ist am Mundloch 30 cm mächtig. Zuerst ist er auf 32 m erzführend, zum Teil allerdings nur wenige Zentimeter mächtig, dann folgt eine 25 m lange, NS verlaufende taube Strecke. Hierauf setzt die Erzführung auf 10 m Länge bis zum Schacht wieder mit 5 cm Mächtigkeit ein. Fünf Meter vor dem Schacht wurde im Stollen auch der parallel streichende, östliche Nebengang angetroffen, der hier steil nach Westen einfällt. Er wurde vom Stollen aus tonnlagig bis zu Tage verfolgt und ferner etwas nördlich oberhalb davon, auf der östlichen Bachseite, mit dem kurzen Stollen "Baglioni" angefahren. Die gesammelten Erzproben sind fast ausschliesslich Arsenkies und sehr wenig Pyrit, die in einem weissen, fast dichten Quarz im Glimmerschiefer eingesprengt auftreten. Die Erzführung ist arm. Die Gänge der Grube Camaré-Baglioni sollen 1878 aufgefunden worden sein; sie wurden einige Jahre lang abgebaut. Das Erz soll pro Tonne 5 kg Silber und 80 g Gold ergeben haben. Die Galerie "Franzi" ist 1917 auf ca. 60 m Länge aufgewältigt worden. Die Erzführung war derart schwach, dass die Arbeiten eingestellt wurden.
6). Unmittelbar südlich von Miglieglia wurde ein alter Stollen "Gattin" aufgefunden und hergerichtet, der in NS streichenden Gneisen auf 9 m Länge gegen NW führt. Eine nennenswerte Erzführung ist nicht vorhanden.
Sämtliche Arbeiten sind im Frühling 1919 vollständig eingestellt worden.
- Akanthit: Selten, büschelig, fein, blätterig, auf Boulangerit.
- Anatas: Selten im veränderten Nebengestein, Ponte Aranno.
- Ankerit:
- Antimonit:
Monte Pellegrino: verbreitet, nadelig, bleigrau, bis cm-grosse, dickstängelige Kristalle, zum Teil mit Endflächen, auch radialstrahlige Aggregate.
- Arsenopyrit: Wenig, mit Goldgehalt, abgebaut.
- Baryt: Selten.
- Bindheimit: Selten, gelb-braun, erdig, derb (ob es sich hier um Bindheimit handelt gilt nicht als ganz sicher) (Bachmann et al., 1986).
- Bismuthinit: In goldhaltigen Gängen.
- Boulangerit: Selten, dunkelgrau, metallisch glänzende Nadeln, aggregiert, spröde.
- Bournonit: ?, grau.
- Cerussit: Selten.
- Cervantit: Klein, büschelig, nadelig, bis 1 mm, faserig, filzig bis erdig, Krusten bildend.
- Chalkopyrit: Selten.
- Coronguit: Silberhaltiger Bindheimit.
- Fahlerz:
- Galenit
: Selten. Die Korngrösse des Galenits variiert von einigen Millimetern bis zu etwa 0,05 mm.
- Gips: Selten.
- Goethit: Wenig.
- Gold, gediegen:
- Hydrozinkit: Selten.
- Hörnesit: Aggregate in grauer bis grünlichgrauer Erscheinung, radialstrahlig (Graeser et al., 1979).
- Jamesonit: Selten, grauschwarz. Monte Pellegrino: Am Stollenmundloch eines Sphaleritganges sind einige Jamesonitäderchen aufgeschlossen.
- Kermesit: Monte Pellegrino: Selten, dunkelrot, intensiv kirschrot, in feinen Rissen, langprismatisch bis spiessig oder nadelig.
- Linarit: Selten.
- Markasit: Selten. Markasit tritt sowohl als primäres als auch als sekundäres Sulfid auf
- Metastibnit: Monte Pellegtino: selten, rot, krustenförmig, glasartiges Aussehen, muscheliger Bruch.
- Miargyrit: Selten, dunkelrot, schwer zu unterscheiden von Pyrargyrit (dunkler als Miargyrit), ein- und aufgewachsen, bis 1 mm (Köppel, 1986).
- Ordonezit: ?, braun.
- Pyrargyrit: Selten, dunkelrot, selten in Kristallen, bis 0.5 mm, meistens derbe Massen, opak-silbrig-schwarz, mit wenig Metallglanz, aus den goldhaltigen Gangvorkommen, stets neben Tetraedrit.
- Pyrit: Wenig.
- Pyrrhotin: Monte Pellegrino: selten.
- Quarz: Verbreitet.
- Schwefel: Selten.
- Sericit: Ponte Aranno: Als eigentliche Gangart ist Serizit selten. Meist handelt es sich um Relikte von serizitisierten Nebengesteinspartien, die bei der nachfolgenden Silifizierung verändert wurden. Als Gangbildung wurde sehr feinschuppiger Serizit (0,01 mm) nur bei Ponte Aranno in deutlichen Mengen beobachtet, wo er als mehrere Millimeter breite Spaltenfüllung zusammen mit Quarz oder allein auftritt. Seine Identität als Serizit wurde röntgenographisch festgestellt (Pulveraufnahme).
- Serpierit: Selten.
- Silber: Auch in gediegener Form zu finden.
- Smithsonit: Selten.
- Sphalerit: Wenig.
- Stibiconit: Selten, blassgelb, erdig, derb, pulverig, ein sicherer Nachweis fehlt aber.
- Stibium:
- Tetraedrit:
Wenig, stahlgrau bis schwarz, meistens derb.
- Tripuhyit: Selten, schmutzig, grünlichgelb, in erdigen Massen.
- Valentinit: Monte Pellegrino: Selten, beige, oft in Rissen, spätige Massen, Rosetten mit radialstrahligen Strukturen, bis 5 mm Durchmesser, auch in guten Kristallen, dann meistens fächerförmig, strahlig aggregiert.
- Valleriit: Ponte Aranno: Valleriit ist im Chalkopyrit sehr selten und findet sich nur in kleinen Chalkopyriteinschlüssen im Pyrrhotin. Selten beobachtet man in diesem Fahlerz auch selbständige Valleriitsternchen.

006_TI / Malcantone, Aranno, Prelongo
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Aranno, Koordinaten ca.: 710665 / 97881
Literatur:
- Krähenbühl, Hans; Il Maglio del Malcantone (Sonderheft)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 381
Nordnordwestlich von Aranno gelegen und heute noch zugängliche Erzgänge. Nördlich von Prolengo eine Sphalerit-Quarz-Baryt-Paragenese. Es gibt zwei Prelongo: Prelongo, Gemeinde Pura, Koordinaten: 710.742 / 92.545. Prelongo, Gemeinde Aranno, Koordinaten: 710.665 / 97.881.
- Sphalerit: Grobspätige, braune Sphaleritvererzung.

007_TI / Malcantone, Breno, Aranno, Hammerschmiede;(Erzabbau)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Aranno, Koordinaten ca.: 710770 / 97170
Literatur:
- Bachmann, Albin & Eichin, Rolf & Rüegg, H.-R. & Schmutz, L. & Vogel, C.; Schweizer Strahler; 1986; Vol. 7; Seite 249-281
- Graeser, St.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 441-452; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten III
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 279
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 38,57,198,213,367,387
- Redaktion; Schweizer Strahler; 2000; Heft 1; Seite 40; Valentinit Sb2O3 (Zeichnung)
- Weiss, Stefan; Lapis; 2001; Heft 11; Seite 36-37
Es handelt sich hier um eine antimonhaltige Lagerstätte (Zink-Antimon-Bergwerk) nordwestlich von Aranno in einer kleinen Bachrunse und auch södöstlich der Hammerschmiede. Die Lagerstätte wird auch wie folgt umschrieben: am linken Steilufer der Magliasina, direkt gegenüber der Hammerschmiede, ca. 1 km nördlich Aranno. Aranno 2 (gediegen Antimon): Erzgang, der direkt am Flussufer der Magliasina liegt und immer wieder von Hochwassern frisch angeschnitten wird. Direkt unter dem engen Seitental, also knapp südlich des kleinen Wasserfalls (nähe Hammerschmiede).
- Andorit: Schlecht ausgebildet, bis 1 mm, zusammen mit Miargyrit.
- Antimonit: Verbreitet, nadelig, bleigrau, bis cm-grosse, dickstängelige Kristalle, zum Teil mit Endflächen, auch radialstrahlige Aggregate. Auch in gediegener Form.
- Arsenopyrit: Selten zu finden.
- Aurichalcit: Dieses Mineral wird aus dem Malcantone von Aranno und Novaggio erwähnt. Vermutlich handelt es sich bei der allgemeinen Bezeichnung um eine der beiden Lokalitäten; rosettenförmige Ausbildung, bläulichgrün.
- Baryt: Wenig – mässig.
- Berthierit: Selten, dunkelgrau, nadelig, bis 1 mm, radialstrahlige Anordnung.
- Boulangerit:
- Bournonit: ?, grau, mikroskopisch klein.
- Cerussit: Selten.
- Cervantit: Wenig, braungelb, gelbliche Krusten, selten in guten Kristallen, bis 1 mm, prismatisch, durchsichtig, guter Glasglanz, mit deutlicher Längsriefung, meistens büschelig, nadelig, faserig, filzig bis erdig, Krusten bildend.
- Chalkopyrit: Selten.
- Digenit: Selten.
- Dioptas: Wurde fälschlicherweise in der Literatur erwähnt. Es handelt sich hier aber um eine neue, noch nicht weiter untersuchte Mineralart.
- Galenit: Wenig.
- Gips: Selten.
- Goethit: Wenig.
- Greenockit: Als pulverige Überzüge auf dem Sphalerit (Meisser, 1994).
- Hemimorphit: Aus der Umgebung von Aranno, meistens farblos aber auch gelblich grün, fächer- oder rosettenartig aggregiert (Köppel, 1966).
- Hydrozinkit: Selten.
- Jamesonit: Selten, grauschwarz, büschelige Aggregate, bis 5 mm (Bachmann et al., 1986).
- Kermesit: Selten, dunkelrot, intensiv kirschrot, in feinen Rissen, langprismatisch bis spiessig oder nadelig, bis 5 mm.
- Linarit: Selten.
- Markasit: Wenig.
- Metastibnit: Wenig, rot, krustenförmig, glasartiges Aussehen, muscheliger Bruch.
- Miargyrit: Ein- und aufgewachsen, sehr klein, bis 1 mm (Meisser, 1994).
- Ordonezit: Ein erdiges Sekundärmineral welches Zink und Antimon enthält, braun (es wird angenommen, dass es sich dabei um Ordenezit handelt).
- Pyrit: Wenig.
- Quarz: Recht verbreitet.
- Schwefel: Selten zu finden.
- Serpierit: Selten, schwach hellblau, hoher Glanz, rosettenartige Anordnung, auch in weisslich trüber Erscheinung (Schmutz et al., 1980).- Smithsonit: Selten zu finden.
- Sphalerit: Recht verbreitet.
- Stibiconit: Selten, blassgelb, erdig, derb, pulverig, ein sicherer Nachweis fehlt aber (Bachmann et al., 1986).
- Stibium: Elementar, selten, in cm-langen Schlieren und dünnen Aederchen, frischer Bruch meistens mit hohem Glanz, teilweise mit dunkler Randzone, welche aus Digenit besteht. Vermutlich einziger Fundort von Antimon in der Schweiz.
- Stibnit: Dickstängelig, bis 1 cm, feinnadelig, radialstrahlige Aggregate.
- Sénarmontit: Selten, farblos, feine Überzüge aus kleinsten Kriställchen, auf Erzschnüren, bis 0.5 mm, Oktaeder, schwach hellblau.
- Tripuhyit: (Ohne genaue Bestimmung), selten, schmutzig, grünlichgelb, in erdigen Massen.
- Valentinit: Wenig, beige, oft in Rissen, spätige Massen, Rosetten mit radialstrahligen Strukturen, auch in guten Kristallen, dann meistens fächerförmig, strahlig aggregiert. Auch büschelig-spiessig, farblos glänzend, bis 0.5 mm.

008_TI / Brione, Pizzo Marcio (Ostabhang), Gerra;(Lavezsteinabbau)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Brione sopra Minusio, Koordinaten ca.: 703959 / 128700
Literatur:
- Bächlin, Rudolf;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1937;Band 17; Heft 1; Seite 1-79; Geologie und Petrographie des M. Tamaro-Gebietes (südliches Tessin)
- Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9 ; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern
- Lage: hier befindet sich auf ca. 1100-1200 m ü. M., eine Serie von grösseren und kleineren Linsen, Koordinaten der wichtigsten 4 Vorkommen ca.
- 703.959 /128.700; 1100 m ü. M.,
- 704.050 /129.100, 1130 m ü. M.,
- 703.950 /129.700, 1200 m ü. M.,
- 703.650 /129.700, ca.1350 m ü. M.
- Grösse: die meisten ca.5 x 10 x 3 m.
- Abbauspuren: Für die meisten der Linsen wird von einem teilweisen bis vollständigen Abbau berichtet, ohne dass der Verwendungszweck angegeben wäre.
- Ausgebeutete Menge und Reserve: siehe Abbauspuren.
- Gestein: Genaue Angaben fehlen, doch dürfte es sich um Talk-Magnesit-Magnesium-Amphibol-Schiefer handeln, wie bei den meisten der Tessiner Vorkommen (Ausnahme Val Peccia). Es handelt sich hier urn eine sehr schwer zugängliche Gegend (stark von Vegetation überwachsen). Es dürft sich jedoch bei diesen Linsen um die bedeutensten Lavez-Vorkommen im Val Verzasca handeln. Marmor vom Valle di Gerra (Im Westen des Untersuchungsgebietes, im Valle di Gerra in 600 m Höhe). Eine etwa 2 m mächtige Marmorbank liegt in einem Biotithornfelsgneis, der Anklänge an den später zu besprechenden Cenerigneis zeigt. Im Innern besteht sie aus reinem Kalzit. Randlich treten bis 10 cm lange Diopsidporphyroblasten auf. Sie sind auf Rutschflächen und oberflächlich in ein schwarz-blaues, faseriges Mineral umgewandelt. Unter dem Mikroskop erkennt man, dass der Diopsid sehr feine Zwillingslamellen nach (100) und (001) besitzt.
- Lavezstein:
- Marmor:


009_TI / Brione, Val Alnasca, Poncione d'Alnasca;(Lavezsteinabbau)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Brione sopra Minusio, Koordinaten ca.: 705100 / 128800
Literatur:
- Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern
- Lage: Kleines steiles Tal das von Alnasca, nördlich von Brione gegen den Poncione d'Alnasca hinaufzieht, ca. 1020-1040m Koordinaten:
1. Linse: 705100/128800, 2. Linse: 705250/128850.
- Grösse: 1.) 15 x 2 x 3 m, z.T. als lose Blöcke, 2.) 30 x 4 x 4 m.
- Abbauspuren: 1.) keine Angaben, 2.) erwähnt von Brauchli (1918/V), aber nicht detailliert
- Ausgebeutete Mengen oder Reserve: keine Angaben.
- Gestein: vermutlich: Talk-Magnesit, z.T. mit Magnesium-Amphibol und Olivin.
- Lavezstein:

010_TI / Tesserete (nördlich), Val di Bogh, Val Meraggia, Val Capriasca, Monte Bigonio, Cima di Lago, Monte Beglio (Ostabhang), Lugaggia
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Capriasca, Koordinaten ca.: 718120 / 102940
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40; Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin); Seite 111
- Krähenbühl, H.; Il Maglio del Malcantone (Sonderheft)
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 142
- Schmidt,C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
In dem Gneisgebiet zwischen Bellinzona und Lugano finden sich Fahlbänder und Gänge, die vorzugsweise kiesige Erze führen. Am Ostabhang des Monte Beglio, 4 km ob Tesserete ist den Gneissen konkordant eine wenig mächtige Linse von Arsenkies und Pyrit eingelagert. Die Koordinaten zeigen auf Tesserete.
Köppel: Koordinaten:
Val di Bogh: 716419 / 104119 660 m ü. M.
Val Meraggia: 716224 / 103870 555 m ü. M. (Tal Val Meraggia liegt S davon)
Val Capriasca Monte Bigonio: 716932 / 105240 1188 m ü. M.
Cima di Lago : 717320 / 106702 1140 m ü. M.
Monte Beglio : wie Cima di Lago?
Lugaggia: 718662 / 102369 500 m ü. M.
H. Huttenlocher (1934) führt auf seiner Karte ein Vorkommen am Monte Beglio (Cima di Lago genannt) an. J. Burford (1933) erwähnt Störungszonen im Val Meraggia (Val di Bogh genannt) SW des Monte Bigonio und NE der Cima di Lago, die etwas Pyrit und Arsenopyrit führen. Der Goldgehalt liegt unter 1 g/T. Eine Probe existiert mit der Herkunftsbezeichnung «Lugaggia bei Tesserete». Da in der Literatur kein Erzvorkommen zwischen Tesserete und Lugaggia erwähnt wird, dieser Name sich aber im obersten Val Capriasca, nördlich Tesserete und östlich der Cima di Lago wieder findet, stammt diese Probe möglicherweise aus dem von H. Huttenlocher erwähnten Vorkommen. Bei den aufgeführten Mineralien handelt es sich um Ganginhalt. Der Mineralbestand und das Gefüge ist sehr ähnlich dem Erz von Astano.
- Arsenopyrit:
- Galenit:
Galenit ist einschlussfrei und verdrängt die übrigen Sulfide.
- Gold, gediegen: Berggold (Pfander,Peter & Jans,Victor).
Köppel: Aus der Beschreibung der Einzelvorkommen geht hervor, dass die Anwesenheit von Gold mikroskopisch in mehreren Vorkommen nachgewiesen werden konnte (Monte Beglio). Aus den Anschliffuntersuchungen geht hervor, dass vor allem zwei Erztypen eine nennenswerte Goldführung aufweisen:
1. Typ von Astano mit Arsenopyrit, Pyrit, Zinkblende und Galenit (derselbe Typ findet sich bei Pradècolo, westlich des Monte Lema und evtl. am Monte Beglio,
2. Typ von Miglieglia mit Arsenopyrit, Ag-Fahlerz und weiteren Ag-Sb-Sulfiden. Daneben können aber auch selten einmal Pyrit-Arsenopyrit-Gänge einen erhöhten Goldgehalt aufweisen (Purasca). Die Verteilung des Goldes in den zwei Typen ist deutlich verschieden voneinander. In den Vorkommen von Monte Beglio wurde das Auftreten von Gold nicht systematisch verfolgt, da das vorliegende Untersuchungsmaterial dazu nicht ausreichte. Im fraglichen Vorkommen von Monte Beglio aber gewinnt man den Eindruck, als sei das Gold vorwiegend an Arsenopyrit gebunden (an Korngrenzen im Arsenopyrit und zwischen Arsenopyrit und Pyrit). Die Korngrösse und Kornform des Goldes ist abhängig von der Art des Auftretens. Einschlüsse im Pyrit, Arsenopyrit usw. zeigen rundliche Formen mit durchschnittlichen Dimensionen von 5-15 µ. Auf Rissen oder an Korngrenzen handelt es sich eher um Bleche von etwa 5µ Breite und etwa 30 p. Länge. Das grösste in Astano beobachtete Korn hat eine grösste Ausdehnung von etwa 0,3 mm. In den goldreichen Proben von Miglieglia erreichen die meist rundlichen Körner maximal 1-2 mm in ihrer grössten Ausdehnung.
- Pyrit: Die Hauptmasse des Pyrites ist älter als Arsenopyrit, dessen Bildung aber noch vor dem Abschluss des Pyritabsatzes einsetzte.
- Pyrrhotin: Als Entmischungen der Blende. Selten beobachtet man auch grössere Pyrrhotintropfen, die kaum als Entmischungen gedeutet werden können.
- Quarz: In zwei Generationen.
- Sericit: Veränderte Nebengesteinsrelikte.
- Sphalerit: Sphalerit verdrängt Pyrit und Arsenopyrit. Sie weist Entmischungen von Pyrrhotin und Chalkopyrit auf, die aber spärlicher und vor allem kleiner sind als in der Blende von Astano. Gleichzeitig gebildete Pyrite sind in der Blende lokal reichlich vorhanden.

011_TI / Centovalli, Val del Boschetto, Palagnedra, Ri della Serra, Val di Bordei, Val di Front, Val di Capolo, Valle di Capolo, Testa di Misello, Riale del Motto
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Centovalli, Koordinaten ca.: 692650 / 110670
Literatur:
- Friedenreich, Otto; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1956; Band 36; Heft 1; Seite 227 - 243; Die Chrom-Nickelvererzungen des Peridotitstockes von Finero-Centovalli
- Haldemann,Eduard G.;Bergknappe; 1988/4; Heft 46; Seite 11-17; Die Nickelvererzung bei Palagnedra im Centovalli, Tessin
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 182,270
- Quervain, F. de; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1967;Band 47; Heft 2; Seite 633 - 641; Das Nickelerzvorkommen Val Boschetto im Centovalli (Tessin)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 58,113,138,244,261,447
- Weiss,St.; Lapis; 1982; Heft 7-8; Seite 16
Koordinaten genau. Aus einer Nickel-Mineralisation, welche vom italienischen Finero bis ins Val del Boschetto reicht. Aus dieser Nickel-Mineralisation sind die aufgeführten Mineralien festgestellt worden. Erwähnt wird auch der Serpentinit. Die grösste Anreicherung ist im Val Boschetto, südlich der Ortschaft Palagnedra, Nord-Süd-gelagert bei Ri della Serra, zu finden. Die Mineralien stammen zum Teil aus Bohrungen und sind nur unter dem Mikroskop zu erkennen. Eine sehr interessante Nickel-Mineralisation wurde bei Palagnedra im Centovalli gefunden. Dieses Vorkommen ist umso beachtenswerter als im Tessin mit Ausnahme der Goldmine von Astano keine nennenswerten Erzlagerstätten bekannt sind und eine Bergbautradition gar nie existierte. Das Nickelerzvorkommen befindet sich am Schattenhang des Centovalli im Val del Boschetto südlich oberhalb Palagnedra und 2 km nördlich der italienischen Grenze am Monte Gridone, im serpentinisierten Peridotit des Finero Komplexes. Die Fundstelle ist auf der rechten Seite des Ri della Serra in 860 m Höhe aufgeschlossen und ist zugänglich von der Alp Boladee südöstlich von Palagnedra. Nach Palagnedra und bis zu den Ferienhäusern auf Boladee führt heute eine Autostrasse. Vom alten Scheibenstand in der Nähe des letzten Hauses Boladee, wo die Strasse endet, zweigt ein Fussweg nach dem Val del Boschetto ab. Nach etwas weniger als 300m teilt sich dieser Weg. Dem linken Arm des Weges folgend, erreicht man den Ri della Serra in ca. 820 m Höhe. Von hier aus gelangt man zur Fundstelle, indem man in dem von Felsblöcken gefüllten Flussbett etwa 130 m bergwärts steigt. Für jeden mit gutem Schuhwerk versehenen "Rockhound", der ein Handstück eines mit Pentlandit-"Tropfen" gepfefferten, schwarzen Serpentinits sammeln möchte, dürfte sich diese Übung lohnen.
Im Raume Palagnedra wurden viele Vererzungserscheinungen beobachtet. Im Val del Boschetto, Val di Bordei, Val di Front und Val di Capolo wurden über 50 weitere Nickelsulfidvorkommen kartiert.
Das wichtigste Erzmineral des Vorkommens im Val del Boschetto ist das Nickelsulfid Pentlandit. Die durchschnittliche Korngrösse des eingesprengten Pentlandits ist etwa 0,5 mm. Er tritt aber auch in grösseren, kornförmigen Aggregaten auf. Die Gangmineralien sind Serpentin und etwas Magnetit und Spinell. Folgende sulfidische Mineralien wurden ebenfalls festgestellt: Pyrrhotin, Violarit, Heazlewoodit, Chalkopyrit, Chalkosin, Bornit und Covellin. Natürliches Nickeleisen (Awaruit) und gediegen Kupfer gehören ebenfalls zur Paragenese.
Chrom-Nickelvererzung: (Freidenreich): Valle del Boschetto Auf der rechten Seite des Valle del Boschetto trifft man in 780 m am Bach einen schwarzen Peridotit (Koord.: 692'650 / 110'670). In ihm liegt die bedeutendste Nickelerzfundstelle des Peridotitstockes von Finero. Er fügt sich in Form einer besonders stark serpentinisierten Linse in den dunkelgrauen Hornblendeperidotit dieses Tälchens ein. Die Linse, die an dieser Stelle etwa 5 m hoch und 10 m breit ist, zeigt starke tektonische Beanspruchung und Verruschelung. Auf dem schwarzen Hintergrund des Gesteins zeichnen sich schon makroskopisch glänzende Erztropfen ab. Die Erzpartikel sind im Allgemeinen von rundlich-elliptischer Gestalt und messen durchschnittlich 1 - 2 mm in der Länge und knapp 1 mm in der Breite. Grössere Partikel sind meistens von unregelmässiger Form und können in gangförmige Gebilde bis zu 1 cm Länge übergehen.
Valle di Capolo Im hinteren Valle di Capolo, gegen die Testa di Misello hinauf, befindet sich in 1320 m Höhe eine chromerzreiche Stelle (Koord.: 690'950 / 109'300). Sie liegt in dem rostbraun anwitternden, violetten Hornblendeperidotit, der hier relativ dünnbankig und zerklüftet ist und von Ruschelzonen durchzogen wird. Im Allgemeinen ist dieser Peridotit Träger von fein verteiltem, hell glänzendem Erz und Chromit, deren beider Konzentration im Gestein stark wechselt. An oben erwähnter Stelle tritt Chromit lokal angereichert in Schlieren horizontaler Lage auf. Diese Schlieren sind im Mittel 30 - 40 cm lang und lassen sich über mehrere Meter verfolgen.
Riale del Motto Auf der italienischen Seite des Peridotitstockes liegt am Riale del Motto (Valle Vigezzo) in 1180 m Höhe eine chromitreiche Stelle. Sie hat die geographischen Koordinaten 688'830 / 108'690. Der Wirt ist die hellgrüne Peridotitvarietät. Im angewitterten Zustande zeigt das Gestein grobe Bankung und die Zerklüftung ist relativ gering. Es ist feinkörnig und weist keine Serpentinisierungsmerkmale auf. Die bezeichnete Stelle ist wohl die chromitreichste des ganzen Peridotitkomplexes. Der Chromit ist hier in Schlieren und schmalen Bändern angereichert. Letztere können mehrere cm mächtig werden.
Eine weitere Beschreibung von Quervain: Im Val Boschetto S Palagnedra auf ca. 860 m (Koord. 692.625/110.750, Blatt 1312 Locarno) steht, durch den Bach schief zum Streichen angeschnitten, auf ca. 30 m Erstreckung und 8 m Höhe die Hornblende führende, serpentinisierte Varietät des Peridotits an, die in der vererzt ist. Der Serpentin bildet undeutliche 70 bis 80° N-fallende Bänke. In ein und derselben Bank wechselt der durchschnittliche Erzgehalt im Allgemeinen nicht stark. Von Bank zu Bank kann er rasch ändern. Der untere, nördlichere Teil ist etwas erzreicher als der obere. Er ist stark zerklüftet, teilweise sogar verruschelt; im oberen Teil ist der Serpentin kluftärmer, massig, hart und zähe. Der Aufschluss wird von mächtigen Schuttmassen überlagert, so dass keine Beobachtungen über die weitere Erstreckung der Vererzung im Streichen möglich sind. Der sichtbare vererzte Serpentinit besitzt eine Ausdehnung von etwa 250 m2. Das Trägergestein der Vererzung ist ein schwärzlichgrünes Serpentingestein. Eingelagert sind darin Erzkörner oder ,,Tropfen" von zur Hauptsache 0,2 bis über 2 mm grösstem Durchmesser. Im Anschliff zeigen die Erzkörner folgenden Mineralbestand: Hauptgemengteile: Pentlandit und Magnetit. Nebengemengteile: Heazlewoodit, Awaruit, Gediegen Kupfer und vermutlich Valleriit und Millerit.
- Awaruit: Als Teil einer Nickelvererzung (de Quervain, 1967). Die grössten Körner können bis 2 mm im Durchmesser aufweisen.
- Bornit:
- Bravoit:
An einigen Stellen kommt es zu Bravoitbildung.
- Chalkopyrit: Die grössten Körner haben etwa 0,5 mm in ihrer Ausmessung.
- Chalkosin:
- Cobaltit:
Nachgewiesen, mikroskopisch.
- Covellin:
- Cubanit:
An einer Stelle wurde im Kupferkies ein idiomorpher Valleriit von 0,09 mm Länge und ein winziges Korn von Cubanit festgestellt.
- Djerfisherit: Unregelmässige Körner bis 0.1 mm, teils pseudomorph zu Pentlandit (Bianconi et al., 1978).
- Ferro-Chromit: In Kernen von Magnetiten aus den Peridotiten (Quervain, 1967) (eigentlich ist es mehr ein Übergangsglied von Picotit zu Chromit).
- Gersdorffit: Nachgewiesen, mikroskopisch.
- Heazlewoodit:
- Ilmenit: Korngrösse: 0,03 mm im Durchschnitt und kleiner.
- Mackinawit: Nachgewiesen als mikroskopisch kleiner Bestandteil (Bianconi et al., 1978).
- Magnetit: Die grössten beobachteten Körner sind 0,05 mm im Durchmesser.
- Millerit: Vermutlich.
- Nickel: In einer Anreicherung von 0.45 -0.55%.
- Olivin: Serpentinisiert.
- Pentlandit: Als untergeordneter Bestandteil in Serpentinen, einzelne Pentlanditkörner bis 0.6 mm, immer zerbrochen und vereint mit Magnetit.
- Pyrrhotin: Korngrösse bis 1 mm. Er tritt fast ausschliesslich in xenomorphen Kristallen auf.
- Rammelsbergit: Nachgewiesen, mikroskopisch.
- Rutil: Korngrösse: 0,03 mm.
- Spinell: Valle del Boschetto (Friedenreich): In Anschliffen der Nickelfundstelle wurde in Gesellschaft von Pentlandit ein nur hier auftretendes Mineral vorgefunden.
- Valleriit: An einer Stelle wurde im Kupferkies ein idiomorpher Valleriit von 0,09 mm Länge und ein winziges Korn von Cubanit festgestellt.
- Violarit:

012_TI / Casenzano, San Nazzaro
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Gambarogno, Koordinaten ca.: 705410 / 109390
Literatur:
- Bächlin, Rudolf; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1937; Band 17; Heft 1; Seite 1-79; Geologie und Petrographie des M. Tamaro-Gebietes (südliches Tessin)
Marmor von Casenzano (bei Casenzano (300m südlich von San Nazzaro). In ziemlich kompaktem Biotithornfelsgneis liegt eine etwa 6 m mächtige Marmorlinse, die im Streichen nicht zu verfolgen ist. Der Kontakt mit dem Nebengestein im Liegenden und im Hangenden ist nicht mehr primär, sondern wird durch kleine Rutschflächen gebildet. Der mittelkörnige Marmor (Korngrösse 1-3 mm) ist durch einen geringen Graphitgehalt grau gefärbt. Mit den kalzitreichen Partien wechsellagern weisse kompakte Bander und kornige Schlieren aus anderen Mineralien, die der Verwitterung besser standhalten als die Karbonate und deshalb reliefartig herauswittern. Die weissen Bänder bestehen hauptsächlich aus Mikroklin. Quarz ist nur in untergeordneter Menge vertreten und z. T. stark zertrümmert; Zoisit und Diopsid sind selten. Die körnigen Schlieren enthalten nur wenige rundliche, bis 1 mm grosse, grobverzwillingte Mikroklinkörner, die selten kleine Quarzeinschlüsse beherbergen. Häufiger als der Kalifeldspat sind die Mineralien Diopsid und Zoisit. Der Diopsid hat rundliche bis längliche Gestalt. Er schwimmt im Karbonatgefüge und wird vielerorts von Mikroklin umschlossen.
- Marmor: Grau.

013_TI / Val Verzasca, Lavertezzo, Cugnera;(Lavezsteinabbau)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Lavertezzo, Koordinaten ca.: 709050 / 124700
Literatur:
- Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9 ; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern
- Lage: Furt am Bach die nach dem Val Carrechio führt, ca. 600 m ü. M., Koordinaten 709.050/124.700.
- Bemerkungen: An dieser Stelle findet man, wie wohl auch an andem längs dieses Baches, zahlreiche grössere und kleinere Bachschutt-Blöcke von Lavez-und Lavez-Ursprungsgesteinen, die allesammt aus dem hintem Val Agro stammen. Es scheint sinnvoll diese Lokalitat zu erwähnen, da sie die am nächsten einer Siedlung gelegene ist und vermutlich früher auch ausgebeutet wurde (vielleicht auch weitere Blöcke in Lavertezzo unten).
- Lavezstein:

014_TI / Locarno (ital.), Luggarus (dt.), Monte Ceneri, Val del Trodo, Valle del Trodo; (Pyrrhotinabbau)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Locarno, Koordinaten ca.: 714500 / 110950
Literatur:
- Fehlmann,H,: Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 247-248- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 267
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 121
- von Arx, Rolf; Bergknappe; 1983/2; Heft 24; Seite 19-22; Gustav Weinmann - ein unbekannter Bergwerksunternehmer
Südwestlich Magadino aus einer Pyrrhotinvererzung, 200 Meter über dem Bachbett. Talöffnung bei Quartino/Piano di Magadino gegen den Monte Tamaro, geringe Ausbeute; 3 Schürfstellen zum Teil Tagbau und 1 Stollen von 42 Meter. Die Vererzung wurde in den Jahren 1916 - 1918 erschürft.
Val del Trodo. Im Val del Trodo, das sich bei der Ortschaft Quartino (Piano di Magadino) gegen den Monte Tamaro öffnet, befindet sich auf ca. 900 m ü. M., ungefähr 850 m ESE von Pt 1475, Motto Croce, ein Magnetkiesvorkommen. In annähernd NS streichenden, 40° E fallenden Gneisen liegt diskordant eine unregelmässige, auf 7-8 m Höhe und 30 m Länge aufgeschlossene Linse von Magnetkies und Quarz. Derbes Erz tritt unter dem mächtigen eisernen Hut nur spärlich auf, meist erscheint der Magnetkies als Einsprengung im Quarz.
- Copiapit: Sekundär auf Pyrrhotin, Erstfund für die Schweiz (Wenger et al., 1990).
- Pyrrhotin: Abgebaut.

015_TI / Lugano (ital.), Lauis (dt.), Fescoccia, Fescoggia;(Erzabbau)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Lugano, Koordinaten ca.: 711140 / 99760
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40;Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin)
- Schmidt,C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
In dem Gneissgebiet zwischen Bellinzona und Lugano finden sich Fahlbänder und Gänge, die vorzugsweise kiesige Erze führen. Nördlich oberhalb von Fescoccia, nordwestlich von Lugano, steht in ostweststreichenden Gneissen ein N 10° W streichender Quarzgang auf, der Pyrit und Arsenopyrit führt. Der 'Eiserne Hut' ist abgebaut worden. Am südlichen Dorfeingang von Fescoggia findet sich in einem aufgelassenen Steinbruch im kalifeldspatführenden Biotit-Andesingneis eine 20-30 cm breite, pyritisierte Störungszone. Verquarzte und vererzte Störungszonen sind verbreitet westlich Vezio am Weg nach Alp Firinescio, ferner in der Umgebung von Alp Firinescio, wo NS bis EW streichende Gänge mit Arsenopyrit, Pyrit, Pyrrhotin und Chalkopyrit auftreten.
- Arsenopyrit:
- Chalkopyrit:
- Pyrit:
- Pyrrhotin:


016_TI / Orselina, Monte Bré-Bahn
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Orselina, Koordinaten ca.: 703970 / 115810
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40; Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin); Seite 107
Ungeklärt ist die Stellung eines kleinen Galenitvorkommens im Dolomit des Profils der Monte -Bré-Bahn (O. Seltz, 1917). Es findet sich am sehr stark tektonisch gestörten Kontakt Kristallin-Dolomit. Die Koordinaten zeigen auf die Monte Brè-Bahn und nicht auf die Genaue Fundstelle. Diese geht aus der Literatur nicht eindeutig hervor.
- Galenit:

017_TI / Malcantone, Monte Mondini (SW-Hang), Pura, Purasca, Purasca superiore, Barico, Croglio
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Pura, Koordinaten ca.: 709700 / 94280
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40; Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin); Seite 36-39
- Krähenbühl, Hans; Il Maglio del Malcantone (Sonderheft)
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1981/1; Heft 15; Seite 2-9; Der frühere Erzabbau im Malcantone
Dieses Gebiet ist besonders reich an Erzgängen. J. Burford (1933) erwähnt das häufige Auftreten von pyritführenden Quarzgängen zwischen Pura und Purasca. In den Bachrunsen östlich und westlich Purasca superiore und oberhalb Barico und Croglio sind kleine Erzvorkommen verbreitet. Purasca: siehe sep. Fundort.
- Ankerit: Nur in Spuren vorhanden.
- Arsenopyrit:
- Baryt:
- Chalcopyrit:
Das Hauptverbreitungsgebiet von Chalkopyrit fällt zusammen mit der Arsenopyrit-Pyrit-Pyrrhotin-Paragenese. In geringeren Mengen findet er sich auch in den ankeritreichen Gängen mit Galenit, Fahlerz und Zinkblende (westlich Pura, Ponte Aranno). Gänzlich untergeordnet tritt er auch in den Antimonit-, Jamesonitund Zinkblende-Baryt-Gängen auf.
- Fahlerz:
- Galenit:
Galenit ist verbreitet in den Arsenopyrit-Pyrit-Zinkblende-Gängen von Astano , Pradècolo und Cima di Lago und in den reichlich Ankerit führenden Gängen westlich Pura und bei Ponte Aranno.
- Gold, gediegen: Nur in Spuren vorhanden.
- Markasit: Markasit tritt sowohl als primäres als auch als sekundäres Sulfid, entstanden bei der Umwandlung von Pyrrhotin, auf. Primärer Markasit ist eher selten. Am verbreitetsten ist er in einem Vorkommen am Romanino, in sehr geringen Mengen findet er sich auch bei Astano, Ponte Aranno und westlich Pura.
- Pyrit: Pyrit ist eines der verbreitetsten Sulfide, besonders in den Gängen am SW-Hang des Monte Mondini und der Monte Lema-Scholle.
- Pyrrhotin: Pyrrhotin tritt in verschiedenen Typen auf. Er bildet tafelige, idiomorphe Kristalle bis Zentimetergrösse in Gangquarz der Vorkommen am SWHang des Monte Mondini. Er ist jetzt aber vollständig zerfallen in Pyrit und Markasit. Idiomorph ausgebildete Pyrrhotinkristalle sind selten.
- Quarz:
- Turmalin:
Mit Ausnahme eines Ganges in Val Pirocca ist Turmalin als Gangart selten. In geringen Mengen tritt er am SW-Hang des Monte Mondini und in den übrigen Gängen der Monte Lema-Scholle auf.
- Valleriit:

018_TI / Malcantone, Purasca, Purasca superiore, Bario, Pian Laveggio, Romanino
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Pura, Koordinaten ca.: 709430 / 93080
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40; Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin); Seite 37-39
Koordinaten von Schürfungen:
- Purasca superiore an der Strasse nach Barico, Koordinaten: 709,300 / 93,200
- oberhalb der Brücke vor Purasca superiore, Koordinaten: 709,430 / 93,080 (Koordinaten des ganzen Fundortes)
- oberhalb der Brücke vor Purasca superiore, Koordinaten: 709,5000 / 93,130
- im unteren Teil des Grabens, Koordinaten: 709,250 / 92,960.
Es lassen sich drei Typen unterscheiden, die selbstverständlich durch Übergänge miteinander verknüpft sind und auch im selben Gang auftreten können:
a) Gänge mit Quarz I, Pyrit, Arsenopyrit, auch mit Gold; Dieser Gangtyp ist besonders häufig im Graben, der von Pian Laveggio westlich an Purasca inferiore vorbei ins Tresatal hinunterzieht. Ein weiterer, diesmal Gold-führender Gang dieses Typs findet sich westlich Purasca superiore an der Strasse nach Barico (Koordinaten: 709,30/93,20). Der nur Gangmächtigkeit 1 cm.
b) Gänge mit Quarz I, Pyrit, Arsenopyrit, Quarz II, Pyrrhotin und meist mit etwas Chalkopyrit und Ankerit; Pyrrhotin ist besonders häufig in den Vorkommen der Bachrunsen westlich und östlich Purasca superiore. Weiter gegen Westen zu (gegen den Romanino) tritt Pyrrhotin mengenmässig zurück. Das wichtigste dieser Vorkommen finden wir im Bach östlich Purasca superiore, wo auf eine Distanz von etwa 400 m zahlreiche Erzausbisse des Types a, b und c beobachtet werden können.
c) Gänge mit Quarz 1 und II, Pyrit, Arsenopyrit, Chalkopyrit und Ankerit; Pyrrhotin kann fehlen. Chalkopyrit tritt in grösseren Mengen stets zusammen mit Ankerit als Gangart auf, der vor allem die Zwickel der Gangquarz-Il-Äderchen füllt. Chalkopyrit ist jünger als das Karbonat, das von ihm verdrängt wird.
- Ankerit: Ganginhalt. Tritt in untergeordneten Mengen auf.
- Arsenopyrit: Ganginhalt. Tritt in grösseren Mengen auf.
- Baryt: Ganginhalt. Wenig verbreitet bis selten. Das Auftreten von Baryt in deutlichen Mengen beschränkt sich auf ein enges Gebiet westlich und südlich Aranno Ganz untergeordnet (weniger als 0,01 % des Ganginhaltes) findet sich etwas Baryt auch bei Purasca und bei Val delle Cantine.
- Chalcopyrit: Ganginhalt. Tritt in untergeordneten Mengen auf. Gang c: Chalkopyrit tritt in grösseren Mengen stets zusammen mit Ankerit als Gangart auf.
- Fahlerz: Ganginhalt. Tritt selten bis sehr selten auf.
- Galenit: Ganginhalt. Wenig verbreitet bis selten.
- Gold, gediegen: Ganginhalt. Tritt selten bis sehr selten auf. Aus der Beschreibung der Einzelvorkommen geht hervor, dass die Anwesenheit von Gold mikroskopisch in mehreren Vorkommen nachgewiesen werden konnte (Astano, Miglieglia, Purasca, Pradècolo und Monte Beglio). In den meisten Vererzungen des Malcantone lässt sich chemisch etwas Gold nachweisen.
- Markasit: Ganginhalt. Tritt in grösseren Mengen auf. Markasit tritt sowohl als primäres als auch als sekundäres Sulfid, entstanden bei der Umwandlung von Pyrrhotin, auf. Primärer Markasit ist eher selten. Am verbreitetsten ist er in einem Vorkommen am Romanino, in sehr geringen Mengen findet er sich auch bei Astano, Ponte Aranno und westlich Pura.
- Mikroklinperthit: Ganginhalt. Wenig verbreitet bis selten. Zusammen mit jüngerem Gangquarz.
- Muskovit: Ganginhalt. Wenig verbreitet bis selten. Zusammen mit jüngerem Gangquarz.
- Pyrit: Tritt in grösseren Mengen auf.
- Pyrrhotin: Ganginhalt. Tritt in grösseren Mengen auf. Gang b: Tritt makroskopisch in büscheligen Aggregaten oder tafeligen Einzelkristallen von 0,05 bis 10 mm Kantenlänge und 1 mm Dicke auf.
- Quarz: Ganginhalt. Tritt in grösseren Mengen auf. In zwei Generationen.
- Sericit: Ganginhalt. Im veränderten Nebengestein.
- Turmalin: Ganginhalt. Wenig verbreitet bis selten. Zusammen mit jüngerem Gangquarz.

019_TI / Val Verzasca, Val d'Agro, Val Agro, Alpe Lignasc, Alpe Cuorte Nuovo;(Lavezsteinabbau)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Verzasca, Koordinaten ca.: 710300 / 129700
Literatur:
- Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9 ; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen
- Lage: Wo Fussweg von Alpe Cuorte Nuovo kurz vor den untern Alphütten von Lignasc mehrere Bäche überquert, auf 1820 m ü. M. Koordinaten 710300/129700.
- Grösse: 200x50x50m grosse Linse, wovon nur ein paar Prozente Lavez.
- Abbauspuren: An vier Stellen zylindrische und kopfartige Spuren von Topfausbeutung.
- Ausgebeutete Menge: ca. 50 Rohlinge ( 0.5m3).
- Geschätzte Reserve: ca. 50 Rohlinge ( 0.5m3).
- Gestein: An drei Stellen: Magnesium-Amphibol-Talk-Schiefer, an der vierten grüner Chlorit-Schiefer.
- Lavezstein:

020_TI / Val Verzasca, Val d'Agro, Val Agro, Cima di Rierna (südlich), Cadino;(Lavezsteinabbau)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Verzasca, Koordinaten ca.: 709600 / 130400
Literatur:
- Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9 ; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern.
- Lage: Ca. 400 m NNW der Lokalität Cadino, im hintern Val d'Agro, 2000 m ü. M., Koordinaten: 709600/130400.
- Grösse: 100x10x3m, wovon nur wenige Prozent Lavez
.- Abbauspuren: Überall wo randlich der Linse ein paar Dezimeter Lavez ansteht, sind zylindrische Spuren von Topf-Ausbeutung vorhanden.
- Ausgebeutete Mengen: ca. 60 Topf-Rohlinge (0.6m3).
- Geschätzte Reserve: 5-10 Rohlinge (0.5-0.1m3)
- Gestein: Talk-Magnesit-Magnesium-Arnphibol- Schiefer.
- Lavezstein:

021_TI / Val d'Efra, Passo Gagnone, Guglia, Corte di Cima, Val Gagnon, Lavesc;(Lavezsteinabbau)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Verzasca, Koordinaten ca.: 708900 / 132350
Literatur:
- Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9 ; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern.
- Lage: Zwischen der Alphate von Corte de Cima und dem Passo Gagnone, 2160 m ü. M., Koordinaten: 708900/132350.
- Grösse: 60 x 15 x 20 m, wovon nur wenige Prozent Lavez-Gestein.
- Abbauspuren: ca. 1 x 2 x 1 m grosses "Loch" am nördlichen Rand der Linse.
- Ausgebeutete Mengen: ca. 2 m3.
- Reserve: keine.
- Gestein: Talk-Magnesit-Schiefer. In der Nähe treten noch weitere Linsen auf, die eventuell ausgebeutet wurden (gegen das Val Gagnone hinunter wird auf der Karte eine Lokalitat auf 1943 m ü. M. mit "Lavesc" bezeichnet, Koordinaten 709500/132550).
- Lavezstein:

022_TI / Val d'Efra, Passo di Gagnone, Cima di Gagnone;(Lavezsteinabbau)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Verzasca, Koordinaten ca.: 708580 / 131700
Literatur:
- Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern.
- Lage: Am Grat zwischen Punkt 2244m und der Cima di Gagnone, ca. 2280 m ü. M. , Koordinaten:708580/131700.
- Grösse: 20 x 5 x 2 m.
- Abbauspuren: An einer Stelle: zylindrische Muster und Köpfe (Topf-Abbau).
- Ausgebeutete Menge: 3-4 Rohlinge,
- Reserve: keine (Rest ist zu hart).
- Gestein: Talk-Magnesit-Magnesium-Amphibol-Schiefer.
- Lavezstein:

023_TI / Val d'Osola, Alpe Fomaro, P. delle Pecore;(Lavezsteinabbau)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Verzasca, Koordinaten ca.: 696500 / 130750
Literatur:
- Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern.
- Lage: 500 m südlich der Alphütte von Alpe Fomaro, am Fusse des Felsspoms der vom P. delle Pecore hinunterzieht, auf ca. 1800 m ü. M., Koordinaten: 696500/130750.
- Grösse: ca. 10 x 5 x 2 m.
- Abbauspuren: zum grössten Teil ausgebeutet (keine Detailbeschreibungen vorhanden).
- Reserve: Minimal.
- Gestein: keine klaren Angaben vorhanden.
- Lavezstein:

024_TI / Breno, Lem, Prada
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Alto Malcantone, Koordinaten ca.: 711240 / 99270
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40;Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin); Seite 69
Die Koordinaten zeigen auf Prada. Nach J. Burford (1933) befindet sich zwischen Breno und der Magliasina in der Umgebung von Lem (Prada genannt) eine an den Romanino-Novaggio-Bruch (oder einem Parallelbruch) gebundene, schwache Vererzung mit Arsenopyrit, Pyrit, Zinkblende und Galenit mit etwa 2 g/T Au. In der gleichen Störung soll das Vorkommen von Tinevalle (SE Miglieglia) liegen, welches Arsenopyrit, Pyrit und Zinkblende enthält.
- Arsenopyrit:
- Galenit:
- Pyrit:
- Sphalerit:


025_TI / Malcantone, Breno, Pina, Selva
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Alto Malcantone, Koordinaten ca.: 710660 / 99630
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40;Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin)
- Krähenbühl, Hans; Il Maglio del Malcantone (Sonderheft)
Östlich des Monte-Rocchetta-Selva-Bruches finden sich in den Bachgräben von Oree, Foggia, Val Artessa und Artessa und bei Selva einige kleine Erzgänge. Sie liegen alle in den Mischgneisen und Paragneisen; auch im Amphibolit kann man Spuren einer Vererzung feststellen. Da die Aufschlussverhältnisse sehr schlecht sind lässt sich das Streichen und Fallen der Gänge nur selten einwandfrei bestimmen. Bei der Lokalität Selva findet sich noch etwas Galenit auf Klüften. Selva liegt ca. 600 Meter nördlich von Breno.
- Ankerit: Ganginhalt. Im veränderten Nebengestein.
- Arsenopyrit: Ganginhalt. Tritt in grösseren Mengen auf.
- Calcit: Ganginhalt. Wenig verbreitet bis selten.
- Galenit: Ganginhalt. Wenig verbreitet bis selten.
- Markasit: Ganginhalt. Wenig verbreitet bis selten.
- Pyrit: Ganginhalt. Tritt in grösseren Mengen auf.
- Quarz: Ganginhalt. Tritt in grösseren Mengen auf.
- Sericit: Ganginhalt. Im veränderten Nebengestein.

026_TI / Malcantone, Monte Torri (südöstlich);(Erzabbau)
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Alto Malcantone, Koordinaten ca.: 710650 / 100600
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40; Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin); Seite 20
- Meisser, Nicolas, Oppizzi, Paolo, Steiger, Elio, Vanini Franco; Bergknappe; 1998/4; Heft 86; Seite 12-17; Die Eisenverarbeitung im Gebiete des Monte Torri, Kanton Tessin
Die Koordinaten zeigen auf den Torri und stimmen mit den Höhenangaben der Gruben nicht überein. Die Ausbeutung des Erzlagers wurde wegen der geringen Rendite und der schwierigen Extraktion des Erzes aufgegeben. Das sehr poröse und schwere Restmaterial (Abfallmaterial der Röstprozesse) besteht aus Silikaten (Fayalit und Quarz) und einer metallischen, Kupfer und Eisen enthaltenden glasigen Masse. In den Hohlräumen wurden zahlreiche Primärmineralien (Cristobalit, Fayalit, Löllingit, Magnetit, Quarz) und Sekundärmineralien (Brochantit, Cuprit, Goethit, Langit, Olivenit, Symplesit und Parasymplesit, Posnjakit, Strashimirit und Tooeleit) bestimmt. Einige davon sind sehr selten, z.B. der Tooeleit. Es handelt sich dabei um den weltweit zweiten Fund dieses Minerals. Die auf der Südostseite des Monte Torri liegenden Minen bestehen aus 6 oder 7 Stollen, die zwischen 1'180 und 1'260 m.ü.M. übereinander liegen. Heute noch sichtbar und zugänglich sind die 4 untersten Stollen und eine Nische, welche den 5. Stollen oder wahrscheinlicher eine erfolglose und dann aufgegebene Schürfung darstellen könnte. Die übrigen Stollen sind verschüttet.
- Arsenopyrit: Ganginhalt: tritt in grösseren Mengen auf, etwas verbreiteter.
- Beta-Quarz: In Schlackenhohlräumen.
- Bismut: Ganginhalt: wenig verbreitet bis selten.
- Brochantit: Sekundärmineral in Hohlräumen des gerösteten Erzes.
- Chalkopyrit: Ganginhalt: tritt in untergeordneten Mengen auf.
- Chlorit: Ganginhalt: Tritt in untergeordneten Mengen auf.
- Cristobalit: Primärmineral. Pseudomorph in Schlackenhohlräumen. In Hohlräumen des gerösteten Erzes.
- Cuprit: Sekundärmineral in Hohlräumen des gerösteten Erzes. Nadelig.
- Fayalit: Primärmineral. Schlackenmatrix. Mehr oder weniger massig.
- Goethit: Sekundärmineral in Hohlräumen des gerösteten Erzes.
- Langit: Sekundärmineral in Hohlräumen des gerösteten Erzes.
- Löllingit: Primärmineral.
- Magnetit: Primärmineral. In Hohlräumen des gerösteten Erzes.
- Olivenit: Sekundärmineral in Hohlräumen des gerösteten Erzes.
- Parasymplesit: Sekundärmineral in Hohlräumen des gerösteten Erzes.
- Posnjakit: Sekundärmineral in Hohlräumen des gerösteten Erzes.
- Pyrit: Ganginhalt: tritt in grösseren Mengen auf. Pyrit tritt auf Kosten des Quarzes zurück.
- Quarz: Ganginhalt: Tritt in grösseren Mengen auf. Primärmineral. In Hohlräumen des gerösteten Erzes.
- Sericit: Im veränderten Nebengestein.
- Strashimirit: Sekundärmineral in Hohlräumen des gerösteten Erzes.
- Symplesit: Sekundärmineral in Hohlräumen des gerösteten Erzes.
- Tooeleit: Sekundärmineral in Hohlräumen des gerösteten Erzes. Es handelt sich dabei um den weltweit zweiten Fund dieses Minerals.
- Turmalin: Im veränderten Nebengestein.
- Wüstit: Nicht sicher nachgewiesen.

027_TI / Malcantone, Torri (nordwestlich), Alp Firinescio
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Alto Malcantone, Koordinaten ca.: 710600 / 101450
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40;Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin); Seite 20-21
- Krähenbühl, Hans; Il Maglio del Malcantone (Sonderheft)
Unterhalb der Alpe di Mageno auf 1135 m Höhe steht am Weg eine mit Arsenkies vererzte Störung an, welche ebenfalls im Biotit-Plagioklasgneis liegt. Diese unbedeutende Vererzung ist an ein weitgehend chloritisiertes Gestein gebunden, in welchem die Sulfide hauptsächlich als Idioblasten auftreten.
- Ankerit: Gangmineral. Tritt in untergeordneten Mengen auf. Im veränderten Nebengestein.
- Apatit: Gangmineral. Wenig verbreitet bis selten. Idiomorphe, grössere Apatite treten auch im Gangquarz zu Aggregaten vereinigt auf.
- Arsenopyrit: Gangmineral. Tritt in grösseren Mengen auf.
- Bismut: Wenig verbreitet bis selten. Selten sind kleine Tröpfchen von Bismut, selten von etwas Bismuthinit begleitet, im Arsenkies.
- Bismuthinit: Tritt selten bis sehr selten auf
- Calcit: Gangmineral. Tritt in untergeordneten Mengen auf.
- Chalkopyrit: Gangmineral. Wenig verbreitet bis selten ist. Er bildet höchstens einige Millimeter grosse Aggregate im Gangquarz.
- Chlorit: Gangmineral. Tritt in untergeordneten Mengen auf.
- Gold, gediegen: Tritt in sehr kleinen Mengen vor allem im Chalkopyrit, weniger häufig im Arsenopyrit oder Pyrit der Vorkommen von Pirocca-Torri-Firinescio auf.
- Ilmenit: Im veränderten Nebengestein.
- Linneit: Tritt selten bis sehr selten auf.
- Pyrit: Gangmineral. Tritt in grösseren Mengen auf
- Pyrrhotin: Gangmineral. Tritt in untergeordneten Mengen auf. Pyrrhotin bildet grobkörnige, bis mm-grosse Individuen.
- Quarz: Gangmineral. Tritt in grösseren Mengen auf.
- Rutil: Im veränderten Nebengestein. Fehlt zwar in keinem Nebengestein, tritt aber hier bei der intensiven Chloritisierung in deutlicheren Mengen auf. Er bildet nadelige Einschlüsse im Chlorit, oder bildet Aggregate bestehend aus idiomorphen Individuen und tritt auch als Saum um Titanit auf.
- Sericit: Ganginhalt. Im veränderten Nebengestein.
- Turmalin: Gangmineral. Im veränderten Nebengestein.
- Valleriit: Tritt selten bis sehr selten auf.

028_TI / Malcantone, Torri (südwestlich);(Erzabbau)
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Alto Malcantone, Koordinaten ca.: 710650 / 100600
Literatur:
- Krähenbühl, Hans; Il Maglio del Malcantone (Sonderheft)
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1981/1; Heft 15; Seite 2-9; Der frühere Erzabbau im Malcantone
Ein bedeutender Abbau fand SE des Torrigipfels in einem Kalifeldspat führenden Biotit-Andesingneis statt. Die sechs übereinander liegenden kurzen Stollen sind teilweise noch gut begehbar. Der Ganginhalt der Stollen besteht aus Quarz-Chlorit, Serizit-Turmalin-Arsenkies-Pyrit-Kupferkies und Wismut. NW des Torri auf der Alp Firinescio sowie deren Umgebung enthalten verschiedene Aufschlüsse die folgenden Erze und Mineralien: Quarz-Chlorit, Serizit, Ankerit-Turmalin-Apatit-Calcit-Arsenkies-Pyrit-Magnetkies-Kupferkies-Valleriit-Wismut-Wismutglanz-Gold-Linneit-Rutil und Ilmenit, letztere nur in Spuren. Ein eigentlicher grösserer Abbau fand aber vor allem in Astano (Sceree) statt. Die Koordinaten zeigen auf den Gipfel des Torri.
- Arsenopyrit:
- Chalcopyrit:
- Chlorit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Sericit:
- Turmalin:
- Wismut:


029_TI / Malcantone, Torri, Alpe di Mageno (unterhalb);(Erzabbau)
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Alto Malcantone, Koordinaten ca.: 710200 / 100900
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40; Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin);Seite 20
- Krähenbühl, Hans; Il Maglio del Malcantone.
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1981/1; Heft 15; Seite 2-9; Der frühere Erzabbau im Malcantone
Die Koordinaten liegen auf der Alp, die Höhenangabe bezieht sich auf die Fundstelle. Unterhalb der Alpe di Mageno auf 1135 m Höhe steht am Weg eine mit Arsenopyrit vererzte Störung an, welche ebenfalls im Biotit-Plagioklasgneis liegt. Diese unbedeutende Vererzung ist an ein weitgehend chloritisiertes Gestein gebunden, in welchem die Sulfide hauptsächlich als Idioblasten auftreten. Gangquarz ist nur in spärlichen Mengen vorhanden, dafür tritt aber wurmförmiger Chlorit in grösseren Mengen als Gangart auf. Sehr verbreitet ist Chlorit als Umwandlungsprodukt des Biotites und des Plagioklases, der stellenweise aber auch serizitisiert wurde.
- Arsenopyrit: Gangmineral: tritt in grösseren Mengen auf. Idiomorphe Arsenopyritkristalle sind lokal als Einschlüsse im Quarz verbreitet.
- Calcit: Gangmineral: tritt in untergeordneten Mengen auf. Calcit ist nur in erzarmen Gängen verbreitet.
- Chalkopyrit: Wenig verbreitet bis selten.
- Chlorit: Gangmineral: tritt in grösseren Mengen auf.
- Pyrit: Gangmineral: tritt in untergeordneten Mengen auf.
- Quarz: Gangmineral: tritt in untergeordneten Mengen auf. Gangquarz ist nur in spärlichen Mengen vorhanden.
- Sericit: Gangmineral: im veränderten Nebengestein.
- Valleriit: Tritt selten bis sehr selten auf.

030_TI / Malcantone, Torri, Fesoccia;(Erzabbau)
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Alto Malcantone, Koordinaten ca.: 710650 / 100600
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1981/1; Heft 15; Seite 2-9; Der frühere Erzabbau im Malcantone
Nachgewiesener Bergbau in der Region Torri, Fesoccia von 1823 bis 1827. Die Koordinaten zeigen auf den Torri, welcher etwas nordwestlich von Fesoccia liegt.
- Eisenerz:

031_TI / Malcantone, Vezio (westlich), Alp Firinescio
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Alto Malcantone, Koordinaten ca.: 711730 / 100280
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40; Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin);Seite 18-19, 22-23
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 430
Verbreitet westlich Vezio am Weg nach Alp Firinescio. Verquarzte und vererzte Störungszonen sind verbreitet westlich Vezio am Weg nach Alp Firinescio, ferner in der Umgebung von Alp Firinescio, wo NS bis EW streichende Gänge mit Arsenopyrit, Pyrit, Pyrrhotin und Chalkopyrit auftreten. Wenig östlich der Lisora-Pazzo-Mugena-Störung finden sich zahlreiche, schwach vererzte Störungszonen mit etwas Pyrit und Arsenopyrit. Als Gangarten treten Quarz, Chlorit und etwas Ankerit auf. Das Nebengestein wurde hauptsächlich serizitisiert. Zwischen Monte Lema und Monte Rogoria findet sich auf der italienischen Seite ein Chalkopyrit -Pyrit-Vorkommen, das paragenetisch zu dieser besprochenen Gruppe gehört. Der Chalkopyrit ist stark beansprucht und ist längs besonders intensiven Bewegungsbahnen stellenweise feinkörnig rekristallisiert.
- Ankerit: Gangart.
- Arsenopyrit:
- Chalkopyrit:
- Chlorit
: Gangart.
- Pyrit:
- Pyrrhotin:
- Quarz:
Gangart.
- Wismut: (Köppel, 1966).

032_TI / Malcantone, Breno, Val Pirocca
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Alto Malcantone (Breno), Koordinaten ca.: 710030 / 100280
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40; Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin); Seite 18-19
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1981/1; Heft 15; Seite 2-9; Der frühere Erzabbau im Malcantone
- Krähenbühl, Hans; Il Maglio del Malcantone (Sonderheft)
Im Gebiet von Pirocca-Torri-Firinescio sind Quarzgänge mit wechselnden Mengen von Arsenkies, Pyrit, Kupferkies und Magnetkies besonders häufig. Von den wichtigeren Vorkommen dürfte das südlichste dieses Typs im Vallone, WNW Breno, auf etwa 1020 m Höhe gelegen sein.
- Im Val Pirocca, auf etwa 850 m Höhe, wurden im Schutt eines kleinen Bergsturzes Proben eines einige Zentimeter mächtigen Arsenkies-Turmalin-Quarz-Ganges gesammelt. Auf etwa 900 m Höhe steht links und rechts des Baches ein senkrechter, bis 2m mächtiger Quarzgang mit reichlich Pyrit und etwas Kupferkies an. Das Nebengestein ist ein Biotit-Plagioklasgneis.
- Gediegen Wismut tritt in sehr kleinen Mengen vor allem im Kupferkies, weniger häufig im Arsenkies oder Pyrit der Vorkommen von Pirocca-Torri-Firinescio auf.
Wismutglanz ist noch seltener und bildet einen feinen Saum um die spärlichen Wismutkörnchen im Quarz.
- Apatit: Gangmineral Vererzung 900: im veränderten Nebengestein. Apatit ist eher selten und braucht nicht im Zusammenhang mit der Vererzung zu stehen.
- Arsenopyrit: Gangmineral Vererzung 850: Tritt in grösseren Mengen auf. Arsenopyrit ist jünger als Turmalin. Die Arsenopyritidioblasten im Turmalin führen diesen häufig als Einschluss; sie sind bedeutend kleiner als die Arsenopyritindividuen im Quarz, die einige Millimeter Grösse erreichen können. Gangmineral Vererzung 900: tritt in untergeordneten Mengen auf. Arsenopyrit wurde als erstes Sulfid gebildet und tritt gegenüber Pyrit mengenmässig stark zurück.
- Bismuthinit: Gangmineral Vererzung 900: tritt selten bis sehr selten auf. Bismuthinit konnte nur als feinster Saum um Bismutkörner in Gangart festgestellt werden. Das Mineral ist selten und bildet einen feinen Saum um die spärlichen Bismutkörnchen im Quarz
- Bismutit: Gangmineral Vererzung 900: tritt wenig verbreitet bis selten auf.
- Bismutit, gediegen: Gangmineral Vererzung 900: tritt in sehr kleinen Mengen vor allem im Chalkopyrit, weniger häufig im Arsenopyrit oder Pyrit auf.
- Chalkopyrit: Gangmineral Vererzung 900: tritt in untergeordneten Mengen auf. Chalkopyrit ist nur untergeordnet, stellenweise aber angereichert vorhanden.
- Chlorit: Gangmineral Vererzung 850: ist auf das Nebengestein beschränkt, wo er offenbar aus Biotit hervorgegangen ist. Gangmineral Vererzung 900: im veränderten Nebengestein.
- Cubanit: Gangmineral Vererzung 900: nicht sicher bestimmt.
- Plagioklas: Gangmineral Vererzung 850: weitgehend serizitisiert.
- Pyrit: Gangmineral Vererzung 850: tritt in untergeordneten Mengen auf. Pyrit ist stets jünger als Arsenkies. Er bildet xenomorphe Zwickelfüllungen in arsenkiesreichen Partien und zeigt praktisch keine Kataklase im Gegensatz zum Arsenkies, der eine deutliche, aber keine extreme Kataklase zeigt. Gangmineral Vererzung 900: tritt in grösseren Mengen auf. Selten tritt noch ein jüngerer Pyrit auf, der in feinen Äderchen Gangarten durchquert und Arsenopyrit und älteren Pyrit umhüllt.
- Pyrrhotin: Gangmineral Vererzung 850: tritt selten bis sehr selten auf. Pyrrhotin konnte nur als kleine Einschlüsse im Pyrit beobachtet werden.
- Quarz: Gangmineral Vererzung 850: tritt in grösseren Mengen auf. Meist bildet der Quarz hypidiomorphe, undulös auslöschende Individuen, doch konnte nirgends Mörtelquarzbildung beobachtet werden. Gangmineral Vererzung 900: tritt in grösseren Mengen auf.
- Sericit: Gangmineral Vererzung 850: im veränderten Nebengestein. Gangmineral Vererzung 900: im veränderten Nebengestein.
- Turmalin: Gangmineral Vererzung 850: tritt in grösseren Mengen auf. Gangmineral Vererzung 900: im veränderten Nebengestein
 

033_TI / Nerocco (unterhalb), Banco (südwestlich)
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Bedigliora, Koordinaten ca.: 708330 / 96630
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40;Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin); Seite 69
Die Koordinaten zeigeen auf Nerocco. J. Burford erwähnt ein Vorkommen mit Pyrit, Chalkopyrit, Zinkblende, Galenit, Fahlerz, Quarz und Ankerit unterhalb Nerocco, das im Zusammenhang steht mit der östlichen Parallelstörung zur Lisora-Pazzo-Mugena-Störung. Verbreitungsgebiet: Westlich Pura und SW Banco (J. Burford, 1951).
- Ankerit:
- Chalkopyrit:
- Fahlerz:
- Galenit:
- Pyrit:
- Quarz:

- Sphalerit:

034_TI / Breno, Miglieglia (nördlich), Tortoglio
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Breno, Koordinaten ca.: 709830 / 98500
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40;Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin); Seite 69
Mit der Lisora-Pazzo-Mugena-Störung verknüpft ist wahrscheinlich das Vorkommen von Tortoglio, nördlich Miglieglia. Nach J. Burford (1933) enthält der etwa metermächtige Gang wenig Pyrit, Arsenopyrit und 12 g/T Au.
- Arsenopyrit:
- Gold, gediegen:
Bis 12 g/t.
- Pyrit: Wenig.

035_TI / Malcantone, Novaggio, Miglieglia, Vinera, Fiume di Bavòcc
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Lema (Novaggio), Koordinaten ca.: 709770 / 96420
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40; Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin);
- Krähenbühl, Hans; Minaria Helvetica; 1985; Heft 5; Seite 13 - 17; Erzabbau im Malcantone
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 57,77,351,424
- Vanini, Franco & Oppizzi, Paolo & Steiger, Elio; Schweizer Strahler; 1998; Heft 3; Seite 316 - 323; Die Mineralien von Novaggio, Malcantone, Tessin
Miglieglia: In dem Gneissgebiet zwischen Bellinzona und Lugano finden sich Fahlbänder und Gänge, die vorzugsweise kiesige Erze führen. Bei Novaggio und Miglieglia setzen N 30° W streichende, seigere Gänge auf, die in quarziger Gangmasse Arsenkies und Pyrit enthalten. Die Koordinaten 709.880 / 97950 zeigen auf Miglieglia. Novaggio: Nördlich Novaggio, unterhalb der Strasse nach Miglieglia, existiert ein Arsenopyrit-Pyrit-Vorkommen mit etwas Chalkopyrit.

Etwa 50 m vor der Brücke von Novaggio herkommend befand sich unterhalb des Fussweges ein Stollen, dessen Eingang jetzt aber zugestürzt ist. Folgt man der Vinera gegen Westen, so findet man den bei der Brücke nur schlecht aufgeschlossenen Gang auf der rechten Seite wieder. Darauf kreuzt er den Bach und zieht am linken Hang hinauf, wo er auf eine Distanz von etwa 70 m verfolgt werden kann, bevor er unter der Vegetation verschwindet. Nahe von Novaggio führt ein Weg über die Magliasina nach Aranno. Vor der Brücke hält man sich an den Flusslauf bis zur Einmündung des Vinera-Baches. Diesem ca. 100 Meter entlang bis zu einer Flusskrümmung. Ein Erzgang befindet sich längs des Baches Vinera, wobei Spuren früherer Bergbautätigkeiten heute nicht mehr sichtbar sind. Vinera:
Beschreibung 1: beim Zusammenfluss der Vinera und Maglasina, bei Ponte Aranno steht eine Ankerit-Quarz-Pyrit-Sulfid-Paragenese an. Der ehemalige Stollen ist heute verstürzt. Bei der Vinera handelt es sich richtigerweise um den Fiume di Bavòcc.
Beschreibung 2: nahe von Novaggio führt ein Weg über die Magliasina nach Aranno. Vor der Brücke hält man sich an den Flusslauf bis zur Einmündung des Vinera-Baches. Diesem ca. 100 Meter entlang bis zu einer Flusskrümmung. Ein Erzgang befindet sich längs des Baches Vinera, wobei Spuren früherer Bergbautätigkeiten heute nicht mehr sichtbar sind.
- Anglesit: Selten, auf angewittertem Galenit, durchsichtig, flache Kristalle, bis 2 mm, in Begleitung mit Cerussit.
- Ankerit: In bräunlichen Adern, selten schmutzig-gelbe Kristalle in Quarzadern.
- Aragonit: Weiss, nadelig, gestreckte oder gedrungene Ausbildung, mit steilen Endflächen, begleitet von Calcit und Todorokit.
- Arsenopyrit: Miglieglia.
- Aurichalcit: Selten büschelig, glimmerartiges Aussehen, auf Quarz, zusammen mit Hydrozinkit, Hemimorphit und Smithsonit.
- Baryt: Als Gangart, dünne Kristalle, gestreckt, zusammen mit Calcit.
- Bindheimit: Gesicherter Nachweis dieses Minerals, strohgelb, pulverig, kugelig, unter einem mm (Meisser, 1994), abgerundete Kristalle, farblich klar von Malachit und Rosasit abhebend.
- Bournonit: In Knollen bis 10 cm Durchmesser, eingeschlossen in karbonatischen Adern, Metallglanz, keine besondere Spaltrichtung, eingehüllt von Malachit, Cerussit, Rosasit und Bindheimit, bestes Vorkommen für die Schweiz, selten in Galenit eingeschlossen (Weibel, 1990; Meisser, 1993).
- Calcit: Selten in kleinen rhombischen Kristallen auf Quarz, zusammen mit Aragonit, wenn in Begleitung des Sphalerits dann stark rot fluoreszierend.
- Cerussit: Meistens auf Galenit, seltener auf tetraedrit, prismatisch, weisslich, auch Kniezwillinge, auf dem Malachit als durchsichtige, bipyramidale Kristalle.
- Chalkopyrit: Goldfarbig, Rand in Malachit übergehend, sehr selten Kristalle, zusammen mit Galenit und Sphalerit.
- Galenit: Vorwiegendes Sulfid am linken Bachufer, innerhalb von verwitterten Quarz- und Eisenkarbonatvenen, selten in ausgebildeten Kristallen, diese dann mit kleinen Cerussit, Sphalerit oder Chalkopyrit überkrustet.
- Gold, gediegen: Miglieglia. Der Goldgehalt des Erzes wird zu 80 Gramm pro Tonne angegeben. Novaggio-Miglieglia: Der Goldgehalt des Erzes wird zu 80 Gramm pro Tonne angegeben.
- Greenockit: Als gelbe Überzüge auf kompaktem Sphalerit.
- Hemimorphit: In Umwandlungsmineralien von Sphalerit anzutreffen, garbenförmig aggregiert, plattenförmige Kristalle mit 'Meisselspitzen'.
- Hydrozinkit: Kugelige oder faserige Aggregate, weiss, zusammen mit Galenit oder mit Aurichalcit, smithsonit und hemimorphit, weiss-blaue Fluoreszenz.
- Linarit: Prismatisch, abgeflacht, selten, blau, auf Quarz und in Galenitadern.
- Malachit: Überzugsartig oder nadelig auf Chalkopyrit, auch smaragdgrün, prismatische und winzige Kriställchen, zusammen mit Cerussit.
- Minium: Dünne, rote Schichten auf Galenit.
- Pyrit: Miglieglia.
- Quarz: Derb häufig vorkommend, Kristalle bis 1 cm.
- Rosasit: Bournonit-Ader, hellblau, kugelig, bis mm-Grösse (Meisser, 1994), auf Bournonit zusammen mit gelbem Bindheimit, selten, zweites Vorkommen für die Schweiz (1. Vorkommen: Les Trappistes; heute 1998 in der Schweiz ca. 10 Fundstellen).
- Silber: Einzelfund, igelig, schwarz, auf Galenit.
- Smithsonit: Rundliche, weissliche Beläge auf Quarz.
- Sphalerit: Oft nur derb vorzufinden, selten bernsteinfarbene Kristalle bildend, gerne zusammen mit Smithsonit, Hemimorphit, Hydrozinkit und Greenokit.
- Tetraedrit: Selten, zusammen mit Cerussit und Quarz.
- Todorokit: In Halbkugeln mit irisierender Oberfläche, im Innern schwarze Wachstumslinsen, zusammen mit Calcit, Aragonit und Malachit.
- Vanadinit: Verwechselbar mit Pyromorphit oder Apatit, bis 0.5 mm lange Nädelchen, orangefarben, in Gesellschaft von Galenit, 3. Fundstelle dieses Minerals im Tessin.
- Vesuvian: Orange, nadelig, klein, neben verwittertem Bournonit und Rosasit, sekundäre Bildung (Meisser, 1994).
- Wulfenit: Einzelfund, abgeflacht, orangefarben, zwischen verwitterten Mineralien der Bournonit-Knauer.

036_TI / Luganersee (dt.), Lauisersee (dt.), Lago di Ceresio (ital.), Figino, Cernesio
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Lugano (Figino), Koordinaten ca.: 714842 / 90457
Literatur:
- Schmidt,C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Die Porphyre und Porphyrite am Luganersee werden mehrfach von Barytgängen durchsetzt. Nordöstlich von Figino bei Cernesio ist ein N 40° W streichender Barytgang mit Bleiglanz aufgeschlossen.
- Baryt: Derb, als Gangmaterial.
- Galenit:

037_TI / Ceneritunnel (Eisenbahn- und Strassentunnel)
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Monteceneri, Koordinaten ca.: 714600 / 111300
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 180,186
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1984; Seite 453-460; Chabasit-Funde im Tessin
In Zeolithklüften im Gneis sowie Wollastonit aus dem Kalksilikatgestein.
- Apophyllit: Klar, farblos, durchsichtig, klein, auf Laumontit.
- Chabasit: Klar, würfelig, oft zusammen mit Pyrit, selten zusammen mit anderen Zeolithmineralien, teils auf Laumontit, bis 3 mm (Autobahntunnel) (Taddei, 1937; Toroni, 1984a).
- Graphit:
- Heulandit:
- Laumontit:
Schneeweiss, öfters aggregiert zu strahligen Individuen, rasenartig.
- Pyrit: Klein, würfelig.
- Pyrrhotin:
- Stilbit:
Farblos, durchsichtig, tafelig, sehr selten in Garben.
- Wollastonit: Derbfaserig, etwas radialstrahlig aggregiert, weiss, durchsetzt mit schwarzem Grafit.

038_TI / Malcantone, Monte Mondini, I Mundinn (westlich), Romanino (Umgebung), Croglio, Castelrotto
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Tresa, Koordinaten ca.: 708430 / 94470
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40; Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin); Seite 39-41
Früher Monte Mondini, heute I Mundinn. Die Koordinaten zeigen auf Castelrotto. Neben den durch das Auftreten von grobtafeligem Pyrrhotin charakterisierten Gängen finden sich am westlichen Monte Mondini einige unbedeutende Vorkommen, in welchen Pyrrhotin zurücktritt, Galenit und Zinkblende aber in deutlichen Mengen auftreten. Die Vererzung am Romanino auf etwa 360 m Höhe dürfte im Romanino-Novaggio-Bruch liegen. Die kleinen, nesterartigen Vererzungen am neuen Strassenprofil zwischen Croglio und Castelrotto liegen bereits westlich dieses Bruches in der Bedegliora-Breno-Zone.
- Albit: Ganginhalt. Wenig verbreitet bis selten. Er bildet klare, maximal 0,5 bis 1 mm grosse Idioblasten, die oft zu kleinen Aggregaten verbunden sind.
- Ankerit: Im veränderten Nebengestein. Tritt in grösseren Mengen auf. Ankerit ist stellenweise durchspickt von kleinen Galenitfetzen.
- Arsenopyrit: Tritt in grösseren Mengen auf.
- Chalkopyrit: Wenig verbreitet bis selten. Neben kleinen Zwickelfüllungen im Pyrit bildet Chalkopyrit grössere Aggregate (0,5-1 mm) im Ankerit. Chalkopyrit ist einschlussfrei.
- Fahlerz: Tritt selten bis sehr selten auf. Fahlerz ist sehr selten und tritt höchstens in Begleitung von Galenit oder Chalkopyrit in den Pyritzwickeln auf.
- Galenit: Wenig verbreitet bis selten. Galenit ist nicht besonders häufig.
- Markasit: Tritt in untergeordneten Mengen auf. Markasit tritt sowohl als primäres als auch als sekundäres Sulfid, entstanden bei der Umwandlung von Pyrrhotin, auf. Primärer Markasit ist eher selten. Am verbreitetsten ist er in einem Vorkommen am Romanino.
- Pyrit: Tritt in grösseren Mengen auf. Die erste Pyritgeneration ist zugleich auch das älteste Sulfid. Er bildet kompakte Aggregate.
- Pyrrhotin: Tritt in untergeordneten Mengen auf.
- Quarz: Ganginhalt. Tritt in grösseren Mengen auf.
- Sericit: Im veränderten Nebengestein.
- Sphalerit: Wenig verbreitet bis selten. Zinkblende bildet 0,02 bis 0,5 mm grosse, von wenigen Ausnahmen abgesehen, vollkommen xenomorphe Fetzen im Ankerit.
 

039_TI / Malcantone, Riva Sole, Rivassoo;(Erzabbau)
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Tresa (Astano), Koordinaten ca.: 705600 / 96350
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40; Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin); Seite 32-34
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1981/1; Heft 15; Seite 2-9; Der frühere Erzabbau im Malcantone
- Krähenbühl, Hans; Il Maglio del Malcantone (Sonderheft)
- Krähenbühl, Hans; Minaria Helvetica; 1985; Heft 5; Seite 13 - 17; Erzabbau im Malcantone
Weitere Erzvorkommen auf dem Sceree inkl. Pegmatitbildungen finden wir bei Riva Sole in einem dünnlagigen Biotitgneis. Neben den schon an den verschiedenen Vererzungsstellen bekannten Mineralien finden wir hier zusätzlich Titanit, Biotit, Apatit, Zirkon, Granat. Im Pegmatit zwischen Luino und Riva Sole tritt vor allem Apatit lokal in beträchtlichen Mengen auf, nebst den überall mehr oder weniger vorhandenen Erzen. Das gleiche gilt auch für den Pegmatit in Monteggio.
- Albit: Eine Albitisierung fand bei Riva Sole statt.
- Apatit: Im Biotitgneis.
- Arsenopyrit: Erzmineral. Tritt in grösseren Mengen auf. Arsenopyrit ist sehr arm an Einschlüssen; selten beobachtet man kleine Pyrrhotineinschlüsse. Arsenopyrit und Pyrit bilden meist lockere Aggregate, vorzugsweise zwischen dem veränderten Nebengestein und den Quarz-Kalifeldspat-Partien.
- Biotit: Im Biotit- und Zweiglimmergneis.
- Chalkopyrit: Erzmineral. Tritt selten bis sehr selten auf. Chalkopyrit tritt selten in Form von kleinen Aggregaten selbständig auf.
- Chlorit: Gangmineral. Wenig verbreitet bis selten. Das Auftreten von Chlorit als Gangart beschränkt sich zur Hauptsache auf diejenigen Gänge, deren Nebengestein chloritisiert wurde.
- Galenit: Erzmineral. Tritt selten bis sehr selten auf.
- Gold, gediegen: Gold konnte in den Anschliffen nie festgestellt werden, doch Analysen ergaben einen Gehalt von wenigen g/T.
- Granat: Im Biotitgneis.- Kalifeldspat: Gangmineral. Tritt in grösseren Mengen auf. (Tief-Sanidin).
- Markasit: Erzmineral. Wenig verbreitet bis selten. Beim Markasit handelt es sich um eine primäre Bildung.
- Muskovit: Im Biotit- und Zweiglimmergneis.
- Plagioklas: Gangmineral. (3-15% Anteil). Im veränderten Nebengestein. Im Biotit- und Zweiglimmergneis.
- Pyrit: Erzmineral. Tritt in untergeordneten Mengen auf. Pyrit ist jünger als Arsenopyrit, in welchem er als xenomorphe Zwickelfüllungen auftritt.
- Pyrrhotin: Erzmineral. Tritt selten bis sehr selten auf.
- Quarz: Gangmineral. Tritt in grösseren Mengen auf. Im Zweiglimmergneis.
- Rutil: Erzmineral. Im veränderten Nebengestein.
- Titanit: Im Biotitgneis. Gangmineral. Wenig verbreitet bis selten.
- Zirkon: Im Biotitgneis.

040_TI / Malcantone, Suino, Suvino, Riva Sole, Rive Sole, Rivassoo
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Tresa (Suvina), Koordinaten ca.: 705480 / 96010
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40; Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin)
Pegmatit zwischen Suino und Riva Sole. Die Aufschlussverhältnisse sind derart schlecht, dass weder über seine Beziehungen zum Nebengestein noch über seine Mächtigkeit und Streichen und Fallen etwas ausgesagt werden kann. Im Allgemeinen sind die Sulfide nur in untergeordneten Mengen vorhanden, können aber in chloritreichen Partien lokal angereichert sein. Unter ihnen dominiert Pyrit.
- Apatit: Tritt in untergeordneten Mengen auf. Tritt lokal in beträchtlichen Mengen auf und bildet grössere, hypidiomorphe Kristalle.
- Arsenopyrit: Wenig verbreitet bis selten. Idiomorphe Arsenopyritkristalle sind selten; auch sie begleiten stets Pyritanreicherungen.
- Chalkopyrit: Wenig verbreitet bis selten. Chalkopyriteinschlüsse sind eher selten, sind aber in einigen Pyritindividuen stark angereichert. Ansammlungen von kleinen Chalkopyritflitterchen finden sich aber auch hie und da im Plagioklas, und zwar stets in der Nähe von Pyrit.
- Chlorit: Tritt in untergeordneten Mengen auf. Braungrüner Chlorit bildet Zwickelfüllungen.
- Plagioklas: Tritt in grösseren Mengen auf. Der Plagioklas ist stellenweise stark serizitisiert, wobei in einigen Individuen eine deutliche Bevorzugung einer Lamellenschar bei der Serizitisierung beobachtet werden kann.
- Pyrit: Wenig verbreitet bis selten. Er bildet grobkörnige Aggregate und zeigt, sofern er sich im Chlorit befindet, massenhaft orientierte Gangarteinschlüsse.
- Pyrrhotin: Tritt selten bis sehr selten auf. Pyrrhotineinschlüsse sind eher selten, sind aber in einigen Pyritindividuen stark angereichert.
- Quarz: Tritt in grösseren Mengen auf.
- Titanit: Wenig verbreitet bis selten. Findet sich nur untergeordnet und ist meist mit Chlorit vergesellschaftet.

041_TI / Maroggiatal;(Erzabbau)
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Val Mara, Koordinaten ca.: 718792 / 88244
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Über Bergbauaktivitäten im Maroggiatal wurde bereits im 15 Jh. geschrieben. Ob es sich dabei um einen Abbau oder einen Abbauversuch handelte ist nicht bekannt.
- Eisenerz:

042_TI / Val Pontirone, Pizzo di Borgeno, Pizzo di Borsgen;(Lavezsteinabbau)
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Biasca, Koordinaten ca.: 724500 / 139100
Literatur:
- Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9 ; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern
Koordinaten genau. Obwohl nicht im Val Calanca gelegen ist diese Lokalität eventuell auch von dort her ausgebeutet worden. Koordinaten 724500 / 139100, 2050 m ü. M. Nach Röthlisberger (1918) handelt es sich um von der nahen Felswand heruntergestürzte Blöcke, an denen man nicht näher definierte Abbauspuren sieht. Für die genannte Felswand wird Grüngestein angegeben.
- Lavezstein:

043_TI / Val Bavona, Avegno, Val Nocca, Noccatal;(Talkabbau)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Avegno, Koordinaten ca.: 699690 / 117830
Literatur:
- Fehlmann, Hans; Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 212
Am südlichen Abhang des Noccatales westlich von Avegno im Maggiatal liegen etwa auf Kote 550 eine Anzahl Giltsteinblöcke in einem Blockfeld. Das Anstehende derselben konnte bisher nicht gefunden werden. Das Blockfeld ist als Giltsteinvorkommen unbedeutend. Um den dunkelgrauen Ofensteinkern legt sich jeweils eine mehrere Zentimeter starke Schale von eisenschüssigem Talk, Chlorit oder Biotit. Die "Tessiner Talkumwerke A.G. Tegna", welche das Abbaurecht für das Talgebiet besitzen, lassen die Blöcke zerkleinern and mittelst einer Hängebahn nach der Station Avegno der Maggiatal-Bahn führen. Daselbst soll eine Talkaufbereitungsanlage mit Griffinmühle errichtet werden. Für die Unterkunft der Arbeiter im Val Nocca dienen zwei ausgebesserte Hütten bei Streccia.
- Giltstein:

044_TI / Bosco-Gurin, Ferder, Grossalp, Ritzberg Giltstalden;(Lavezsteinabbau)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Bosco Gurin, Koordinaten ca.: 681250 / 130060
Literatur:
- Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern
- Lage: Am östlichen Ende des Dorfes (am besten erkennbar entlang der Strasse, welche an der Pension Edelweiss vorbei zum Dorfteil Ferder führt) befindet sich eine grosse Ansammlung von z.T. haushohen Blöcken, 1500 m ü. M., Koordinaten: 681250/130060.
- Grösse: mehr als ein Dutzend ca.10 x 10 x 5 m kantige Blöcke, z.T. von Humus bedeckt.
- Abbauspuren: An verschiedenen Orten sieht man kantige Nischen, alles ist jedoch stark von Moos überwachsen.
- Ausgebeutete Menge: schwierig abzuschätzen, sicher mehrere 10-er von m3.
- Geschätzte Reserve: mehrere 1000 m3.
- Gestein: Olivin-Talk-Chlorit-Schiefer, ziemlich hart.
- Betriebsdauer: bis ca. 1970. Bei diesen Blöcken handelt es sich offenbar um einen Felssturz von Lavez-Material auf einen Lokalgletscher, der dann später beim Abschmelzen die Ladung bei Bosco deponierte. Das Material muss aus der Gegend von Grossalp-Ritzberg stammen, denn es tritt sonst nirgends in genügender Menge auf. Das Gestein lässt sich seiner Härte wegen nur für Öfen verwenden.
- Lavezstein:

045_TI / Valle di Bosco, Grossalp, Ritzberg, Guriner Furka, Gilt-Turtschi;(Lavezsteinabbau)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Bosco/Gurin, Koordinaten ca.: 678800 / 130020
Literatur:
- Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern
- Lage: Im Dreieck Grossalp, Ritzberg-Guriner Furka sind sieben Fundorte von Lavez bekannt, z.T. anstehend , z.T. in Blöcken. die grösste Fundstelle heisst nach Griitter(1929) "Gilt-Turtschi" (Turco aus Giltstein) und liegt in der flachen Mulde der Grossalp, 2060 m ü. M., Koordinaten:678.800/130.020.
- Weitere Fundorte: siehe Pfeifer und Semeels (1986).
- Grösse: Grösstes Vorkommen (Gilt-Turtschi): 150 x 60 x 20 m, kleinste Linse ca. 20 x 20 x10 m.
- Abbauspuren: z.T. zylindrische Topfabbauspuren, z.T. eckige Nischen von Ofenplatten- Gewinnung.
- Ausgebeutete Menge: ca. 50 Topfrohlinge (0.5 m3) und Material für ca.10 Oefen. Reserve (relativ hartes Material für Ofenherstellung): 1000-2000m3.
- Gestein: Talk-Magnesit-Magnesium-Amphibol-Chlorit , z.T. mit Olivin, Serpentin. Betriebsdauer: vermutlich bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.
- Lavezstein:

046_TI / Valle di Bosco, Schwarzabrunna, Zum Schwarza Brunna;(Lavezsteinabbau)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Bosco/Gurin, Koordinaten ca.: 680600 / 129480
Literatur:
- Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern
- Lage: ca. 400m W vor der Maiensäss "zum schwarza Brunna", auf der rechten Seite der Rovanna, bei der Lokalität "Chrachtschi" liegt ein Block eines Olivin-reichen Gesteins,1510 m ü. M., Koordinaten: 680600/129480. Grater (1929) gibt ca. 500m SSE von Schwarza Brunna eine anstehende Linse an, ca. 1660 m ü. M. Koordinaten: 680.400/129.160.
- Grösse: Block ca. 5 x 2 x 2 m, Linse: 100 x 5 x 2 m.
- Abbauspuren: Block: schlecht zu erkennen.
- Ausgebeutete Menge: keine sichern Angaben möglich- Reserve: mehrere 10-er von m3.
- Gestein: Amphibol-Chlorit-Schiefer.
- Lavezstein:

047_TI / Campo, Corte Nuovo;(Lavezsteinabbau)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Campo (Vallemaggia), Koordinaten ca.: 680850 / 127730
Literatur:
- Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern
- Lage: 60 m hinter den Alphütten von Corte Nuovo, NNE von Campo, 1550 m ü. M., Koordinaten: 680850/127730.
- Grösse: Es handelt sich urn zwei 50 x 100-200 m grosse Blockfelder mit BIöcken von mehrern Metem Kantenlängen.
- Abbauspuren: Wenige, eher rechteckige Ausbruchstellen
- Ausgebeutete Menge: wenige Kubikmeter.
- Reserve: Hunderte von Kubikmetern.
- Gestein: Dunkelgrünes, sehr hartes zähes Olivin-Gestein. Gemäss der ansässigen Bevölkerung, war diese Lokalitä bekannt für eine schlechte Ofenstein-Qualität, d.h. sie wurde doch zeitweise ausgebeutet. Die zahlreichen Türeinfassungen aus schwach grünem Lavez in Campo stammen eventuell von dieser Lokalität.
- Lavezstein:

048_TI / Valle di Campo, Alpe di Magnello;(Lavezsteinabbau)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Campo (Vallemaggia), Koordinaten ca.: 677700 / 126600
Literatur:
- Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern
- Lage: In der nähern und weitem Umgebung der Alphütten von Magnello (auf alten Karten Matignello) finden sich verschiedene grössere Blöcke und Aufschlüsse von Lavez-Gestein.
- Koordinaten: (A) 677.700 / 126.600, 1840 m ü. M.; (B) 677.370 / 126.130, 1930 m ü. M.; (C) 677.240 / 126.250, 1950 m ü. M.; (D) 677.100 / 126.300, 2160 m ü. M.; (E) 676.800 / 126.660, 2200 m ü. M.; (F) 678.380 / 126.550, 1700 m ü. M.;
- Grösse: Die meisten Vorkommen sind max. 10 x 10 x 8 m.
- Abbauspuren: Lokalität (A): Zylindrische Spuren von Topfgewinnung; (B): Zylindrische Spuren, z.T. mit nur halb herausgehauenen Rohlingen, ca. 5 fertige flache Rohlinge und andere zugehauene Fragmente im Schutt, heute im Museo di Valmaggia in Cevio Bei einer der Alphütten von Magnello war ein ca. 1 x 0.5 x 0.5 m grosses Werkstück mit einem zu drei Viertein herausgehauenen Rohling als Eckstein einer Trockenmauer verwendet worden (heute ebenfalls im Museum in Cevio). Bei den übrigen Lokalitäten konnten keine deutlichen Abbauspuren gefunden werden (z.T. stark angewittert und zerfallen).
- Ausgebeutete Mengen: (A) ca. 300-400 Rohlinge (4-5m3), (C) erkennbar ca. 50 überdeckt.
- Geschätzte Reserve: (A) ca. 100-200 Rohlinge (1-2 m3), (C) ca. 5 Rohlinge.
- Inschriften: (A)" Guillemo Pedrazzini, 1899".
- Gestein: (A) Talk-Magnesit-Schiefer, (B) Olivin- Chlorit-Talk-Fels, (C), (D) feinkörniger Talk-Amphibol- Chlorit - Schiefer, spaltet gem entlang den Schieferungsflächen, (E) Talk- Olivin- Magnesit- Serpentin- Schiefer, (F) keine Angaben.
- Betriebsdauer: 1750 bis ca. 1800. Dass die Gegend von Alpe Magnello die wichtigste und grösste Lavez-Abbaustelle der Rovanataler war, zeigt sich nicht nur an den sehr schön erhaltenen, sondern auch an der Tatsache, dass ein historisches Dokument darüber existiert (Mondada, 1967): 1750 wurde die Abbaurechte auf Magnello von der Gemeinde Campo gegen Bezahlung von 40 Mailänder Lire auf 10 Jahre an G.B. Coirata aus Peccia vermietet. Dieser hatte zudem das Recht, Holz zu schlagen und wo es ihm praktisch schien eine Drehwerkstatte einzurichten und das zu drehende Material von den Abbaustellen dorthin zu transportieren. Es muss sich bei diesem Coirata um einen erfahrenen Berufsmann gehandelt haben, der die Lagerstätten von Magnello als wirtschaftlich rentabel einschätzte. Es dürfte sich wohl um den Beginn einer regelmässigen Abbau-Tätigkeit handeln.
- Lavezstein:

049_TI / Valle di Campo, Balm da la Rossa, Pizzo Paina, Piano della Stufa;(Lavezsteinabbau)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Campo (Vallemaggia), Koordinaten ca.: 678700 / 125300
Literatur:
- Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern
- Lage: Am untern Ende der Runse die vom Pizzo Paina gegen Piano della Stufa hinunterzieht, 1420 m ü. M., Koordinaten: 678.700/125.300.
- Grösse: Zwei Blöcke von unbekannten Dimensionen. Es handelt sich entweder um erratische oder heruntergefallenene Blöcke.
- Lavezstein:

050_TI / Valle di Campo, Cimalmotto (westlich), Alpe di Magnello, Moi, Lagared di Mezzo, Fontanella;(Lavezsteinabbau)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Campo (Vallemaggia), Koordinaten ca.: 679440 / 126000
Literatur:
- Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern
- Lage: 80 m unterhalb des Wegs der von Fontanella (Westlich von Cimalmotto) nach Alpe Magnello führt, ca. 300m W von Fontanella, auf der Karte mit "Moi" respektive "Lagared di Mezzo" bezeichnet, 1530 m ü. M., Koordinaten: 679.440/126.000.
- Grösse: Nicht anstehender Block von 8 x 6 x 2 m.
- Abbauspuren: Die ganze Oberfläche zeigt, neben ein paar wenigen zylindrischen Spuren, ein regelmässiges Muster von quadratischen und rechteckigen Nuten sowie Nischen und Spuren wo Holzkeile angesetzt wurden. Sie bezeugen ganz offensichtlich die Gewinnung von Ofenplatten.
- Ausgebeutete Menge: Ca. 20 Topf
-Rohlinge und ca. 18 Ofenplatten mit den Dimensionen 100 x 100 x 15 cm.
- Geschätzte Reserve: ca. 50 Ofenplatten.
- Gestein: relativ harter Talk-Olivin-Schiefer.
- Betriebsdauer: unbekannt (vermutlich bis Anfangs 19. Jh.) Obwohl klein und deshalb eher unbedeutend, ist dies die schönsterhaltene und am einfachsten zugängliche Lavez-Abbaustelle der Vallemaggia-Gegend. Die Härte und Inhomogenität des Gesteins dürfte ein Drehen nicht zugelassen haben, sodass die eher zylindrischen Rohlinge wahrscheinlich von Hand bearbeitet wurden (z.B. für Kastanien-Mörser oder Gersten-Stampfen.
- Lavezstein:

051_TI / Val Calnegia, Val Calneggia, Alpe Formazzöö, Alp Formazzolo
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 680520 / 134280
Literatur:
- Grünenfelder, Marc; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1957; Band 37; Heft 1; Seite 1 - 10; Erzmikroskopische Beobachtungen an den Goldquarzgängen von Gondo (Simplon, Wallis) und Alpe Formazzolo (Val Calneggia, Tessin)
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 142
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 92,126,193
- Calaverit: In einem Goldquarzgang als winzige Körner nachgewiesen (Grünenfelder, 1957).
- Chalkopyrit:
- Cubanit:
Als winzige Körner innerhalb von Chalkopyrit (Grünenfelder, 1957).
- Gold, gediegen: In hydrothermalen Goldquarzgängen.
- Hessit: Erzmikroskopisch nachgewiesen (Grünenfelder, 1957).
- Matildit: Relativ häufig vorkommend (Grünenfelder, 1957).
- Molybdänit: Selten, grössere Tafeln, untergeordnet in Gangquarz
.- Pyrit: Derb.
- Quarz:
- Sphalerit:
Weniger, derb.

052_TI / Val Lavizzara, Valle di Peccia
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 690700 / 140500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 183 etc.
Evtl. handelt es sich hier um das andere Val di Peccia. Es gibt ein Val di Peccia und ein Valle di Peccia, beide im Tessin und nicht weit auseinander gelegen. Die Koordinaten zeigen auf das Val di Peccia. Zudem wird teils für das gleiche Tal auch die beiden Bezeichnungen Val di Peccia und Valle di Peccia verwendet.
- Anthophyllit: Als Gemengteil gewisser Ofengesteine.

053_TI / Val Lavizzara, Valle di Peccia, Gheiba, Ghieiba, Teggiolo (-Mulde)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 689130 / 142540
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 238
Die Funde entstammen aus den Marmoren. Die aufgeführten Mineralien sind gesteinsbildend.
- Cobaltocalcit:
- Fluorit:
- Phlogopit:
- Tremolit:


054_TI / Fusio, Alpe Bena
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizzara (Fusio), Koordinaten ca.: 691800 / 144500 Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 229
Alpe Bena westlich von Fusio, bei Punkt 2085, nordöstlich der Alpe di Röd. Hier in einer ultrabasischen Linse. Früher nur Bena (Alphütte) und heute Piano di Bena oberhalb der ehemaligen Alphütten. Koordinaten auf Bena.
- Anthophyllit:
- Chesterit:
- Entstatit:
- Jimthompsonit:
- Magnesit:
- Talk:


055_TI / Valle Maggia (ital.), Val Maggia, Maggiatal, Maiental (dt.), Someo, Da l'Ovi
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Maggia, Koordinaten ca.: 694000 / 126000
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 113
Südwestlich von Someo im Dolomitmarmor. Im Zusammenhang mit geologischen Aufnahmen für das Maggiawerk fielen Herrn Dr. H. M. Schuppli im Marmorvorkommen südlich Someo (W der Maggia) braune Mineralkörner auf, die sich bei näherer Untersuchung als Forsterit erwiesen.
- Chondrodit: Gesteinsbildend, immer zusammen mit weiteren gesteinsbildenden Mineralien.
- Forsterit: Gesteinsbildend. Der Forsterit tritt im Marmor vorwiegend in gerundeten Körnern auf, meist zwischen 0,1 und 2 mm, vereinzelt grösser (bis über 4 cm), und dann auch z.T. idiomorph. Er ist in Lagen von wenigen mm bis mehreren cm Dicke (bis zu 20% des Gesteins) angereichert.
- Klinochlor: Gesteinsbildend.
- Klinohumit: Gesteinsbildend.

056_TI / Valle Maggia (ital.), Val Maggia, Maggiatal, Maiental (dt.), Val Bavona, Robiei, Cavagnoili (KW Maggia Zuleitungsstollen), Cavagnöö (KW Maggia Zuleitungsstollen)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Maggia, Koordinaten ca.: 681720 / 145380
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 256
Beim Bau des erwähnten Stollens aus kleinen Klüftchen, zum Beispiel ca. 150 Meter nördlich des Stolleneingangs. Die Mineralien sind in der Regel nur von kleiner Ausbildung.
- Adular: Oft rauhe Oberfläche, häufig ein seitliches Pinakoid aufweisend.
- Ankerit: Elfenbeinweiss, aggregiert, kugelig oder halbkugelig, extrem stark verbogene Rhomboeder.
- Calcit: Klein, weiss, flachrhomboedrisch.
- Chlorit:
- Muskovit:
Grünlich, silberglänzend, zum Teil auf den andern Mineralien aufsitzend.
- Pyrit: Auf dem Ankerit, oktaedrisch bis kuboktaedrisch, auch linealförmig verzerrte Individuen mit Oktaederflächen an den Enden.
- Quarz: Spitzrhomboedrisch, mit Einschlüssen von Biotit (?).
- Rutil: Schwarz, auch sagenitisch.
- Siderit: Klein, flachrhomboedrisch, diskusförmig, graubräunlich.

057_TI / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Someo
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Someo, Koordinaten ca.: 694300 / 127000
Literatur:
- Parker, R.L.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1950; Band 30; Heft 1; Seite 192 - 199; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 261,275
Im Zusammenhang mit geologischen Aufnahmen für das Maggiawerk fielen Herrn Dr. H. M. Schuppli im Marmorvorkommen südlich Someo (W der Maggia) braune Mineralkörner auf, die sich bei näherer Untersuchung als Forsterit erwiesen.
- Forsterit: In Marmoren am Kontakt mit dem Beryllgranit. Der Forsterit tritt im Marmor vorwiegend in gerundeten Körnern auf, meist zwischen 0,1 und 2 mm, vereinzelt grösser (bis über 4 cm), und dann auch z.T. idiomorph. Er ist in Lagen von wenigen mm bis mehreren cm Dicke (bis zu 20% des Gesteins) angereichert.
- Spinell: Als untergeordneter Bestandteil einiger Kontaktmarmore.

058_TI / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Someo, Gronda
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Someo, Koordinaten ca.: 695150 / 127500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Galenit: Derb, in Erzgängen.
- Hydrozinkit: Sekundärmineral auf Zinkblende führenden Vorkommen.
- Schwefel: Elementar, hochglänzend, Kanten gerundet, durchsichtig.

059_TI / Val Peccia, Bignasco, Peccia, Pizzo Malara, Al Piano, Stallareccio, Predera, Predora (Grube), Alpe Croso, Alpe Sovenedo;(Talkabbau)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizzara, Koordinaten ca.: 692950 / 140310
Literatur:
- Fehlmann, Hans; Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 210-212
Die Koordinaten zeigen auf Peccia. Nur Bignasco und Peccia konnten auf der Karte gefunden werden. Die Bezeichnungen Val Peccia, Pizzo Malara, Al Piano, Stallareccio, Predora (Grube), Alpe Croso und Alpe Sovenedo können sich seit der Beschreibung von Fehlmann (1919) geändert haben. Im oberen Maggiatal, 9,0 km oberhalb Bignasco, liegt Peccia. Weitere 4,0 km Maggia-aufwärts befindet sich das Dorf Al Piano. Der Topf- oder Lavezstein (Pietra ollare), im Volk Giullia genannt, wurde an folgenden Orten festgestellt (Siegfriedblatt 495):
1. Auf Alpe Sovenedo, einem rechten Seitental des Val Peccia.
 a) 1550 m NEE des Pizzo Malara und 2620 m südlich des Kirchturms von Al Piano auf Kote 2070.
 b) 150 m im Westen von Stallareccio auf Kote 1980.
 c) Predora 2800 m NNE, vom Pizzo Malara und 1130 m SW des Kirchturms von Al Piano auf Kote 1780 und 1850.
2. Auf Alpe Croso im Grat, der dieses Tal von der Alpe Sovenedo trennt, wahrscheinlich mit dem letztgenannten Vorkommen zusammenhängend, auf Kote 1950.
- Giltstein:
- Giulla:
- Lavezstein:
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