Kanton LU
Fundorte
Vorkommen im Kanton Luzern
001_LU / Entlebuch, Risetenstock, Risetestock, Riesetenstock (Nord- und Südabhang), Wissiflue
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Entlebuch, Koordinaten ca.: 654000 / 201000
Literatur:
- Bischofberger,J.; Schweizer Strahler; 1983;; Seite 229-240; Calcitzwillinge aus dem Entlebuch
Der Risetenstock bildet den westlichsten Teil der Pilatuskette. Funde sind in den Drusbergschichten gemacht worden. Die Koordinaten zeigen auf die Region des Gipfels. Die Wissifluh (Wissenfluh) fehlt heute auf der Karte. Sie befindets sich südöstlich des Risetestocks.
- Calcit: Zwillinge, bis 4.5 cm.
002_LU / Fischbach
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Fischbach, Koordinaten ca.: 635580 / 222850
Literatur:
- Hofmann, Beda & Soom, Michael & Kürsteiner, Peter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler;2014; Heft 4; Seite 23 - 34; Wenig bekannte Tonmineralien: Neufunde von Dickit, Palygorskit und Rectorit aus der Schweiz
In der Nagelfluh der Oberen Meeresmolasse. Die Koordinaten zeigen auf das Dorf Fischbach (es gibt im Kanton Luzern noch weiter Oertlichkeiten Fischbach).
- Palygorskit: Kluftbeläge in Störungszonen von Rutschharnischen.
003_LU / Flüelen, Ober-Ricki, Axenberg, Munggenwand, Munggenbalm
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Flüelen, Koordinaten ca.: 692820 / 197720
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 324
Die Koordinaten zeigen auf Ober Ricki. Als Axenberg wurde früher der Hang um das heutige Ober Frimseli bezeichnet. Bei Munggenwand und Munggenbalm dürfte es sich um lokale Bezeichnungen handeln. Auf der Karte fehlen diese Einträge.
- Calcit: Weisse bis graue fasrige stalaktische traubige Überzüge.
004_LU / Schimberg, Schimbergkette (SW-Ende), Chrageberg, Kragenberg, Flüehli, Bleiken, Bleikenalp, Kessiloch;(Erzabbau)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Flühli, Koordinaten ca.: 645891 / 191070
Literatur:
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Epprecht. W.: 1589 grub Jost Pfyffer von Luzern am Schimberg einer Eisenschicht nach. Schnyder von Wartensee bestätigt 200 Jahre später dieses Vorkommen und spricht von einer ziemlich seltsamen Eisenmine in einem grünlichen, wohl kupferhaltigen Gestein. Ebenso beschreibt er ein am SW-Ende der Schirmbergkette gelegenes Erzloch mit Pyrit. Dieser Fundort liegt am Kragenberg bei Flüehli. Die Erwähnung dieser Fundorte deutet auf einen ehemaligen Bergbauversuch hin. Möglicherweise handelt es sich dabei um den bereits 1580 erwähnten Abbau von Kupfer und Silber am Schimberg. Ein weiteres Eisenerzvorkommen war von Bleiken bei Flüehli bekannt. Von einem Abbau an diesem Ort ist aber nirgends etwas geschrieben. Die geologische Stellung der Fundorte ist nach Epprecht mangels genauer Ortsbezeichnung sehr fraglich, liegt doch die Bleikenalp fast völlig im Schlierenflysch, der keine auffallend eisenreiche Gesteine enthält. Beim Kessiloch (evtl. handelt es sich hier um das oben erwähnte Erzloch) ziehen die stark glaukonitischen Altmannschichten durch, welche am Schimberg pyritreich sind. Vielleicht handelt es sich bei dieser Schicht auch um das 'kupferhaltige' Gestein vom Schimberg, ist es doch im frischen Zustand grünlichgrau gefärbt. Beim Vorkommen von Bleiken muss es sich aber um etwas anderes gehandelt haben, erwähnt Gruner doch ein 'lichtgraues Eisenerz' von dort. Die Koordinaten zeigen auf Bleiken.
- Eisenerz:
- Pyrit:
005_LU / Sörenberg, Schwandgraben, Schwendibach
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Flühli, Koordinaten ca.: 644620 / 185350
Literatur:
- Rykart, Rudolf & Haverkamp, Franz; Schweizer Strahler; 1983; Seite 321-335; Kugelförmige Barytkonkretionen aus dem Wildflysch
- Soder, Pierre A.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1949; Band 42; Heft 1; Seite 35 - 109; Geologische Untersuchungen und des südlich anschliessenden Teiles der Habkern-Mulde (Kt. Luzern)
Rykart: Im dunklen Mergelschiefer auf 1400 Metern bei Punkt 1383.
Soder: Aufschlüsse im Schwendibach (bei Sörenberg). Gute Aufschlüsse und fossilführende Gesteine, finden wir an verschiedenen Punkten im Schwendibach. In dessen Längsprofil treffen wir von unten nach oben: 1. Ca. 5 m mächtig aufgeschlossene Serie von dunklen, grauen bis grünlichen Mergelschiefern mit zwischengelagertem, feinkörnigem, z. T. etwas kohligem Siltstein. 2. und 3. Ähnliche dunkle Mergelschiefer und Siltsteine wie in 1. Im Gebiet zwischen den Aufschlüssen 3 und 4 liegen im Schwendibach zahlreiche, bis 4 m3 grosse Blöcke von Siltstein, von Habkerngranit, von Breccien mit granitischen Komponenten und von Konglomeraten mit Dolomit, braunen Kalken und Habkerngranit. 4. Ca 3 m mächtige Siltsteinbank, die sich im oberen Teil in schiefrige Platten und dunkle Mergel auflöst. Eine 10 cm mächtige Mergellage besteht vorwiegend aus Crinoidentrümmem. 5. Graue bis grünliche, vorwiegend schiefrig ausgebildete Leimernschichten, am linken Ufer einen grösseren Aufschluss bildend. 6. Siltstein und helle, dünnplattige Kalke und Schiefer mit Fucoiden. 7. Dunkle Mergelschiefer mit bis über 1 m mächtigen, linsenartigen Einlagerungen von grünlichen und rötlichen Breccien mit sedimentären und granitischen Komponenten, deren Durchmesser 3 cm erreicht. 8. Im untern Teil der hier aufgeschlossenen Serie finden wir bis 1,8 m mächtige Sandsteinbänke, die unten mit schon ziemlich feinen, quarzreichen Lagen beginnen und sich oben in dünnplattige Schiefer und Mergelschiefer mit Kohlenschmitzchen auflösen. Das Gestein zeigt deutliche Spuren von tektonischer Durchbewegung. 9. Grobes Konglomerat, ähnlich dem aus 8. beschriebenen. 10. Dunkle Mergelschiefer mit Einlagerungen von polygenen Breccien, ähnlich den in 8. beschriebenen. In den Breccien finden wir Rotaliden, kleine Nummuliten, Diseocyclinen, Asterocyclinen, Lithothamnien, Bryozoen und Dentalium, eine Faunengemeinschaft, die auf Obereocaen hindeutet. 11. Helle, schiefrige und kalkige Leimernsehichten. 12. Fein- bis grobkörnige Sandsteine, fossilleer, lokal in helle, dichte, sterile Kalke übergehend. In ihrem oberen Teil enthalten die unter 10. beschriebenen Mergelschiefer wenige cm mächtige bituminöse Lagen mit reichlichen, erbsengrossen Pyritkonkretionen und besonders merkwürdigen Barytkugeln, deren Durchmesser bis 11 cm betragen kann. Solche Kugeln wurden schon von der Riedernalp und aus dem Gebiet der Giswiler Klippen beschrieben.
- Baryt: Barytkugeln bis 11 cm Durchmesser, vermengt mit Tonsubstanz, Pyrit, Calcit; radialstrahlig, auch in Schwundrissen, dann graubräunlich, rekristallisiert, durch Wegsäuren des Calcites kommen tafelige, prismatische, nach der c-Achse gestreckte Kristalle zum Vorschein.
- Calcit: Als Beigemenge in den Barytkugeln.
- Pyrit: Kugelige Konkretionen mit einigen cm Durchmesser, an der Oberfläche bis 3 mm grosse Kristalle.
006_LU / Sörenberg, Südelgrabe, Pilatus, Schratteflue
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Flühli, Koordinaten ca.: 643014 / 185743
Literatur:
- Eckert, Hans Ruedi; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1963, Band 56; Heft 2; Seite 1001 - 1084; Die obereozänen Globigerinen-Schiefer (Stadund Schimbergschiefer) zwischen Pilatus und Schrattenfluh
Eckert: dunkelgrauer, rostrot anwitternder, schiefriger Sandstein mit grossen Calcit-Kristallen und reichlich Glimmer, steril (steril in Bezug auf Fossilien). Es geht nicht hervor, was Eckert unter 'gross' versteht.
- Calcit: Gross. Keine weiteren Angaben.
007_LU / Entlebuch, Zinggebrügg, Kleine Emme;(Waschgold)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Hasle, Koordinaten ca.: 645650 / 202450
Literatur:
- Schmid, K.; Beiträge zur Geologie der Schweiz; Kleinere Mitteilungen, Nr. 58 Zwischen Entlebuch und Schüpfheim, ungefähr in der Mitte.
- Gold, gediegen: Als Flussgold oder Waschgold nachgewiesen.
008_LU / Horw, Spissen (Steinbruch)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Horw, Koordinaten ca.: 667520 / 206090
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 344
Es handelt sich hier um einen längst aufgelassenen Steinbruch im Sandstein des Rupélien der subalpinen Molassezone. Beschrieben wurde das Vorkommen von Kaufmann (1860).
- Aragonit:
- Calcit:
- Quarz: Wasserhell, zweiseitig ausgebildet, als sogenannte 'Wasserdiamäntli'.
009_LU / Horw, Vierwaldstättersee, Winkel
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Horw, Koordinaten ca.: 666760 / 207150
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 38
- Calcit:
- Quarz: In kristallinisch-körnigem Kalk und in darin vorkommenden Calcitskalenoedern eingewachsen und in Drusenhohlräumen aufgewachsen, begleitet von anthrazitischer Kohle, welche auf den Absonderungsflächen und zwischen den Calcitkristalloiden zu sehen sind.
010_LU / Pilatus, Rotenfluh, Rotneflue
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Horw, Koordinaten ca.: 663900 / 205660
Literatur:
- Bischofberger, Josef; Schweizer Strahler; 1982; Seite 141-154; Zwillingsformen beim Calcit
Die Koordinaten zeigen auf die Rotenflue.
- Calcit: Zwillinge, bis 2 cm.
011_LU / Unterhorw, Unterhorb
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Horw, Koordinaten ca.: 666040 / 207710
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
Angaben über Grösse und Ausbildungsform des Quarzes sind nicht vorhanden. Die Koordinaten zeigen auf Horw.
- Quarz: Im Molassesandstein.
012_LU / Hergiswil, Chrienbach, Krienbach, Fischerenbach, Fischerenwald;(Erzabbau)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Kriens, Koordinaten ca.: 660090 / 208640
Literatur:
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Koch, Patrick; Minaria Helvetica; 2000; Heft 21a; Seite 3 - 64; Der historische Bergbau in Kriens und das Kohlenbergwerk Sonnenberg
Die Koordinaten zeigen auf den Fischerewald. Epprecht,W: Erwähnt werden Funde von Eisenerz um 1665 aus der Gegend der Einmündung des oberen Krienbaches in den Fischerenbach. Wegen zu geringem Eisengehalt ging der Abbau bereits nach 2 Jahren wieder ein. Die Koordinaten zeigen auf Hergiswil.
- Eisenerz:
013_LU / Kriens, Blattighalde, Hergiswald, Eigraben, Eygraben (früher Erzloch);(Erzabbau)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Kriens, Koordinaten ca.: 660610 / 208200
Literatur:
- Koch, Patrick; Minaria Helvetica; 2000; Heft 21a; Seite 3 - 64; Der historische Bergbau in Kriens und das Kohlenbergwerk Sonnenberg
- Kopp, Joseph; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Luzern; 1972; Band 23; Seite 211 - 223; Die Bodenschätze des Kantons Luzern
Der südwestliche Bereich des Eygrabens trug früher den Namen Erzloch. Der Eygraben erstreckt sich von der Blattighalde bis nach Hergiswald. Dieser Tobelabschnitt im Fischerenwald befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Wallfahrtskirche Hergiswald. Eisenerz soll im Erzloch bei Hergiswald im 17. Jahrhundert ausgebeutet worden sein. Die Ausbeutungsstelle ist nicht bekannt. Das Vorkommen liegt in der untern Süßwassermolasse, welche tiefrote Mergel enthält. Vermutlich sind die Erzkonkretionen in diesen Mergeln gewonnen und dann verhüttet worden.
- Erz:
014_LU / Kriens, Menzingerweid, Sonnenberg-Südhang, Mühlerain, Wolfsschlucht, Erzgrube, Geissrain, Fischerenwald, Eygraben, Blattighalde, Hergiswald;(Erzabbau)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Kriens
Literatur:
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Koch, Patrick; Minaria Helvetica; 2001; Heft 21a; Seite 3 - 64; Der historische Bergbau in Kriens und das Kohlenbergwerk Sonnenberg
- Kopp, Joseph; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Luzern; 1972; Band 23; Seite 211 - 223; Die Bodenschätze des Kantons Luzern Früher Eisenbergbau (1486).
Urkundliche Erwähnungen eines Bergbau in der Gegend um Kriens finden sich bereits ab 1486. Auf der Menzingerweid am Sonnenberg-Südhang, etwa 1 Km WNW von Kriens 'sei im Jahre 1486 ein Schacht der Erzgrub zusammengestürzt (60 Tote). Noch im 17.Jh. seien diese Eisenerzgruben benützt worden'. 1598 wurde der Bau eines Eisenhammers in Kriens bewilligt (ohne Erwähnung einer Verhüttung). 1601 dann ein zweiter Eisenhammer. Auch später soll noch hin und wieder beim Mühlerain und in der Menzingerweid nach Erz gegraben worden sein. So auch noch 1858, allerdings ohne Erfolg. 1616/1617 wurde die Verhüttungsanlage samt Hammerschmiede vom Krienbach weggeschwemmt. Auch am Geissrain muss ein Ofen gestanden haben, in dem die Erze vom Mühlerain verhüttet wurden. Noch heute sollen am Sonnenberg schachtähnliche Höhlen und Bodenformen vorhanden sein, welche den alten Bergbau bestätigen. Noch heute finden wir in der Gegend der Wolfsschlucht - am Südhang des Sonnenbergs gelegen - und insbesondere im Bereich des westlichen Ausgangs derselben, eigenartige seltsame lang gezogene Gräben, die sich über mehrere Meter erstrecken und auf früheren Bergbau hindeuten. Die 300 Meter lange Schlucht, hiess früher Erzgrube. Ein Hotelier nahm die Umtaufe in den romantischen Namen Wolfsschlucht vor. Die Grube ist ein einzigartiges geologisches Gebilde, denn kein Bach kann die Schlucht gebildet haben; an keinem Ende der Schlucht ist eine Abtlussrinne zu erkennen. Die heutige Form der Schlucht wurde wohl durch Menschenhand geschaffen. Sondierungen während des 2. Weltkriegs bestätigten den frühen Bergbau. Selbst in einer Tiefe von 16 Metern stiess man nur auf Auffüllmaterial. Ob Kohlenbergbau, Eisenbergbau oder gar Plattensandsteinabbau betrieben wurde, bleibt ungewiss. Womöglich diente die Grube verschiedenen Zwecken. In den sechziger Jahren des 17. Jahrhunderts wurde im Fischerenwald ein Eisenerz entdeckt. Der südwestliche Bereich des Eygrabens trug früher den Flurnamen Erzloch. Der Eygraben erstreckt sich von der Blattighalde bis nach Hergiswald. Noch auf der Gemeindekarte von 1919, herausgegeben vom Ingenieur- und Geometerbüro Alfred Farner, Luzern, ist das Erzloch verzeichnet. Im Jahre 1858 wurde wiederum nach dem Eisenerz am Sonnenberg gegraben. Doch wurde die Mine bald wieder aufgegeben. Dies war vermutlich der letzte Versuch, die minderwertigen Eisenerzvorkommen in der Region Luzern abzubauen. Beim Renggloch befindet sich die Liegenschaft Stollen, der Name deutet auf einen ehemaligen Bergbau hin. Während des 2. Weltkriegs erstellte die Fuga AG südlich der Liegenschaft einen Sondierschacht, der bis in 14 Meter Tiefe nur auf Felsschutt und Sand traf. Dieses Material könnte von einer früheren Kohlenausbeute herstammen.
- Eisenerz:
015_LU / Napf, Luthern;(Waschgold)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Luthern, Koordinaten ca.: 636888 / 209000
Literatur:
- Villiger, René & Rawyler, H.J.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 33-45; Auf den Spuren der alten Goldwäscher (Teil I)
- Gold, gediegen: Ca. 1 Gramm Gold pro Tonne Geschiebe.
016_LU / Luzern (Tunnelbau)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Luzern, Koordinaten ca.: 666110 / 210870
Literatur:
- Bolli, Thomas; Schweizer Strahler; 2010; Heft 2; Seite 8-13; Die perfekten Calcite aus dem Luzerner Untergrund
Beim Tunnelbau unterhalb dem Luzerner Stadtquartier Hubelmatt konnten aus einer Kluft in der Nagelfluh schöne Calcite geborgen werden. Die Koordinaten zeigen auf Luzern.
- Calcit: Perfekte Form, teils Skalenoeder-Zwillinge nach der Basis und teils mit leichter Rosafärbung. Einzelkristalle bis 10 cm mit leicht ametystfarbigen Aussehen.
017_LU / Malters, Rümligbach, Isleren, Möschfohren, Schachenbrücke;(Erzabbau)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Malters, Koordinaten ca.: 656640 / 209820
Literatur:
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Es sind Berichte über einen Eisenerzbergbau am Rümligbach bei Malters vorhanden. Hier wurden neben Kriens, die wichtigsten Funde gemacht. Bereits 1594 regte Junker Jost Pfyffer von Luzern den Bergbau bei Malters an. Am Rümlig, zwischen Malters und Entlebuch, wurde ein Schmelzofen und andere Anlagen erstellt und zwar vermutlich bei dem rechts vom Bach liegenden Hofe 'Isleren'. Noch vor der Fertigstellung der Anlage wurde diese vom Bach weggerissen. Eine neue Anlage wurde dann 1596, nach einem weiteren Fund eines 'Geäder von Eisenerz' bei Malters, in der 'Möschfohren' oberhalb der Schachenbrücke ein neuer Ofen und Hammer angelegt. Das Bergwerk befand sich vermutlich am linken Rümligufer, wo man 1870 Stollenreste entdeckt haben soll. Bereits nach einem Jahr, also 1597, ging das Bergwerk wieder ein. Vermutlich war der Eisengehalt der Erze aus dieser Gegend so gering, dass auch in den alten Zeiten nur eine unwirtschaftliche Ausbeute möglich war. Frühere Untersuchungen zeigten keine erwähnenswerten Eisenvorkommen in dieser Gegend (Molasse zwischen Rümligbach und Waldemme). Die Koordinaten zeigen auf Malters.
- Eisenerz:
018_LU / Napf, Grosse Fontannen, Dieplischwand;(Waschgold)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Romoos, Koordinaten ca.: 643660 / 203500
Literatur:
- Villiger, René & Rawyler, H.J.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 33-45; Auf den Spuren der alten Goldwäscher (Teil I)
Dieser Ort ist durch den hohen Goldgehalt besonders aufgefallen. Im Vergleich zu andern Punkten weist er den ca. 10-mal höheren Goldgehalt auf.
- Gold, gediegen: 10 und mehr Gramm Gold pro Tonne Geschiebe, in Flitterchen als Waschgold.
019_LU / Napf, Grosse Fontannen;(Waschgold)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Romoos, Koordinaten ca.: 641550 / 202400
Literatur:
- Jans, V.; Lapis; 1988; Heft 12; Seite 20- Maag-Gasser, Robert; Schweizer Strahler; 1995; Heft 3; Seite 255 - 260; Rätselhafte Nuggets in der grossen Fontannen (LU)
- Schmid, K.; Über den Goldgehalt der Flüsse und Sedimente der miozänen Molass des NE-Napfgebietes (Kt.Luzern); Beiträge zur Geologie der Schweiz, Kleinere Mitteilungen, Nr. 58
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 238
Fast auf der ganzen Strecke dieses Baches ist Gold zu finden. Vor allem terassenähnliches Gelände ist eher goldhaltig. Steile Bachabschnitte weniger. Bei Stufengefälle gilt, dass die höchste Konzentration im Oberlauf zu finden ist und zwar gegen das Terassenende, kurz vor dem Steilabfall (viele Sturzblöcke, Grobgeröll und wenig Sand).
- Gold, gediegen: 10 und mehr Gramm Gold pro Tonne Geschiebe, in Flitterchen als Waschgold.
- Kassiterit: In den Goldsanden im Napfgebiet, hier stellvertretend für die anderen -nicht näher beschriebenen- Vorkommen.
- Magnetit: Als beachtlicher Teil der Schwermineralfraktion des Goldsandes (hier stellvertretend für die anderen Bäche aufgeführt).
020_LU / Napf, Kleine Fontannen;(Waschgold)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Romoos, Koordinaten ca.: 642850 / 208631
Literatur:
- Villiger, René & Rawyler, H.J.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 33-45; Auf den Spuren der alten Goldwäscher (Teil I)
- Gold, gediegen: Bis 10 Gramm Gold pro Tonne Geschiebe, in Flitterchen als Waschgold.
021_LU / Napf, Romoos, Goldbach;(Waschgold)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Romoos, Koordinaten ca.: 642000 / 206010
Literatur:
- Jans, V.; Lapis; 1988; Heft 12; Seite 20- Schmid, K.; Über den Goldgehalt der Flüsse und Sedimente der miozänen Molass des NE-Napfgebietes (Kt.Luzern); Beiträge zur Geologie der Schweiz, Kleinere Mitteilungen, Nr. 58
- Gold, gediegen: Ca. 1 Gramm Gold pro Tonne Geschiebe in Flitterchen als Waschgold.
022_LU / Napf, Seeblibach;(Waschgold)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Romoos, Koordinaten ca.: 642550 / 203900
Literatur:
- Villiger, René & Rawyler, H.J.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 33-45; Auf den Spuren der alten Goldwäscher (Teil I)
- Gold, gediegen: Bis 10 Gramm Gold pro Tonne Geschiebe, in Flitterchen als Waschgold.
023_LU / Schüpfheim, Farnern, Stollenhütten, Stollenweidli, Stolenweidli;(Erzabbau)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Schüpfheim, Koordinaten ca.: 645086 / 198488
Literatur:
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Erwähnt wird 1647 ein Eisenbergbauversuch bei den Höfen Stollenhütten, Stollenweidli (Koordinatenangaben) und Stollen. Im 19. Jahrhundert wird aus der Gegend dieser Höfe eine verlassener Eisenbergwerkstollen erwähnt. Ueber das Abbaugut liegen keine Angaben vor. Auch der Schüpfheimer Pfarrer Schnyder von Wartensee berichtet in der zweiten Hälfte des 18. Jh. von Eisenerzvorkommen im Entlebuch. So unter anderem auch von der Lokalität Farnern. Vermutlich war der Eisengehalt der Erze aus dieser Gegend so gering, dass auch in den alten Zeiten nur eine unwirtschaftliche Ausbeute möglich war. Frühere Untersuchungen zeigten keine erwähnenswerten Eisenvorkommen in dieser Gegend (Molasse zwischen Rümligbach und Waldemme). Die Koordinaten zeigen auf Stolenweidli.
- Eisenerz:
024_LU / Schüpfheim, Staufe, Staubbach, Waldemme, Klusstalden;(Erzabbau)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Schüpfheim, Koordinaten ca.: 643960 / 196960
Literatur:
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Die Koordinaten zeigen auf die Einmündung des Staubbaches in die Waldemme. Der Schüpfheimer Pfarrer Schnyder von Wartensee berichtet in der zweiten Hälfte des 18. Jh. von Eisenerzvorkommen im Entlebuch. So unter anderem auch von der Lokalität Staufen (Staubbach-Einmündung in die Waldemme hinter Klusstalden). Vermutlich war der Eisengehalt der Erze aus dieser Gegend so gering, dass auch in den alten Zeiten nur eine unwirtschaftliche Ausbeute möglich war. Frühere Untersuchungen zeigten keine erwähnenswerten Eisenvorkommen in dieser Gegend (Molasse zwischen Rümligbach und Waldemme).
- Eisenerz:
025_LU / Weggis, Hertenstein
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Weggis, Koordinaten ca.: 673270 / 208870
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 341
Am Weg nach Weggis. Die Funde stammen aus der subalpinen Molasse und erfolgten bereits 1927. Die Koordinaten zeigen auf Hertenstein.
- Calcit: Skalenoeder, leicht gelblich, milchig, bis 12 cm.
026_LU / Entlebuch, Schachen, Rotenflue
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Werthenstein, Koordinaten ca.: 652946 / 209573
Literatur:
- Hofmann, Beda & Soom, Michael & Kürsteiner, Peter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 2014; Heft 4; Seite 23 - 34; Wenig bekannte Tonmineralien: Neufunde von Dickit, Palygorskit und Rectorit aus der Schweiz
- Peters, Tjerk & Salis, Katharina von; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1965; Band 45; Heft 1; Seite 123 - 130; Palygorskit als Kluftbelag in der tortonen Molasse des Entlebuchs (schweizerisches Mittelland)
- Rykart,R.; Schweizer Strahler; 1980; Seite 246
Die zwei bis jetzt (1964) gefundenen Vorkommen von Palygorskit liegen in der Oberen Süsswassermolasse, und zwar im Torton, etwa 300 m über den Basismergeln. Dieses Torton, das hier eine Gesamtmächtigkeit von über 500 m hat, besteht aus Nagelfluh, Sandsteinen, Mergeln und wenigen Kalkbänken. Das eine Vorkommen (bei der Rotenflue) liegt am Abfall der Brameggantiklinale gegen die Farnbüelsynklinale, das andere (bei Wolhusen) im Grenzbereich der subalpinen und der flachliegenden mittelländischen Molasse. Ein Vorkommen von Palygorskit fand man auf Klüften mit Calcitbelag am Bach südlich der Rotenflue (Koord. 208 520/651 980 / 780 m). Ein schöneres Vorkommen befindet sich bei Wolhusen (siehe dort). In beiden Aufschlüssen streichen die Klüfte Nord-Süd und fallen mit 75-85° gegen Westen ein. Anzeichen von Bewegungen längs der Klüfte konnten nicht gefunden werden.
- Calcit:
- Palygorskit: Der Palygorskit tritt nur als Kluftbelag auf und fehlt in den umgebenden Sedimenten vollständig, so dass eine sedimentäre Entstehung ausgeschlossen werden muss. Unter dem Mikroskop erkennt man blättrige Stengel, deren Achsenebene in der Stengelrichtung senkrecht zur Blattchenebene liegt.
027_LU / Napf, Änziwigger, Enziwigger;(Waschgold)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Willisau, Koordinaten ca.: 639100 / 214100
Literatur:
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 311 - 313; Die Goldgewinnung im Kanton Luzern
- Schmid, K.; Über den Goldgehalt der Flüsse und Sedimente der miozänen Molass des NE-Napfgebietes (Kt.Luzern); Beiträge zur Geologie der Schweiz, Kleinere Mitteilungen, Nr. 58
Gegenüber den beiden Fontannen, führt dieser Bach eher weniger Gold.
- Gold, gediegen: Ca. 1 Gramm Gold pro Tonne Geschiebe.
028_LU / Entlebuch, Wolhusen (Bahntunnel)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Wolhusen, Koordinaten ca.: 649000 / 212000
Literatur:
- Hofmann, Beda & Soom, Michael & Kürsteiner, Peter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 2014; Heft 4; Seite 23 - 34; Wenig bekannte Tonmineralien: Neufunde von Dickit, Palygorskit und Rectorit aus der Schweiz
- Peters, Tjerk & Salis, Katharina von; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1965;Band 45; Heft 1; Seite 123 - 130; Palygorskit als Kluftbelag in der tortonen Molasse des Entlebuchs (schweizerisches Mittelland)
- Rykart,R.; Schweizer Strahler; 1980; Seite 246
Bahntunnel Wohlhusen. Die zwei bis jetzt (1964) gefundenen Vorkommen von Palygorskit liegen in der Oberen Süsswassermolasse, und zwar im Torton, etwa 300 m über den Basi
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Entlebuch, Koordinaten ca.: 654000 / 201000
Literatur:
- Bischofberger,J.; Schweizer Strahler; 1983;; Seite 229-240; Calcitzwillinge aus dem Entlebuch
Der Risetenstock bildet den westlichsten Teil der Pilatuskette. Funde sind in den Drusbergschichten gemacht worden. Die Koordinaten zeigen auf die Region des Gipfels. Die Wissifluh (Wissenfluh) fehlt heute auf der Karte. Sie befindets sich südöstlich des Risetestocks.
- Calcit: Zwillinge, bis 4.5 cm.
002_LU / Fischbach
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Fischbach, Koordinaten ca.: 635580 / 222850
Literatur:
- Hofmann, Beda & Soom, Michael & Kürsteiner, Peter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler;2014; Heft 4; Seite 23 - 34; Wenig bekannte Tonmineralien: Neufunde von Dickit, Palygorskit und Rectorit aus der Schweiz
In der Nagelfluh der Oberen Meeresmolasse. Die Koordinaten zeigen auf das Dorf Fischbach (es gibt im Kanton Luzern noch weiter Oertlichkeiten Fischbach).
- Palygorskit: Kluftbeläge in Störungszonen von Rutschharnischen.
003_LU / Flüelen, Ober-Ricki, Axenberg, Munggenwand, Munggenbalm
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Flüelen, Koordinaten ca.: 692820 / 197720
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 324
Die Koordinaten zeigen auf Ober Ricki. Als Axenberg wurde früher der Hang um das heutige Ober Frimseli bezeichnet. Bei Munggenwand und Munggenbalm dürfte es sich um lokale Bezeichnungen handeln. Auf der Karte fehlen diese Einträge.
- Calcit: Weisse bis graue fasrige stalaktische traubige Überzüge.
004_LU / Schimberg, Schimbergkette (SW-Ende), Chrageberg, Kragenberg, Flüehli, Bleiken, Bleikenalp, Kessiloch;(Erzabbau)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Flühli, Koordinaten ca.: 645891 / 191070
Literatur:
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Epprecht. W.: 1589 grub Jost Pfyffer von Luzern am Schimberg einer Eisenschicht nach. Schnyder von Wartensee bestätigt 200 Jahre später dieses Vorkommen und spricht von einer ziemlich seltsamen Eisenmine in einem grünlichen, wohl kupferhaltigen Gestein. Ebenso beschreibt er ein am SW-Ende der Schirmbergkette gelegenes Erzloch mit Pyrit. Dieser Fundort liegt am Kragenberg bei Flüehli. Die Erwähnung dieser Fundorte deutet auf einen ehemaligen Bergbauversuch hin. Möglicherweise handelt es sich dabei um den bereits 1580 erwähnten Abbau von Kupfer und Silber am Schimberg. Ein weiteres Eisenerzvorkommen war von Bleiken bei Flüehli bekannt. Von einem Abbau an diesem Ort ist aber nirgends etwas geschrieben. Die geologische Stellung der Fundorte ist nach Epprecht mangels genauer Ortsbezeichnung sehr fraglich, liegt doch die Bleikenalp fast völlig im Schlierenflysch, der keine auffallend eisenreiche Gesteine enthält. Beim Kessiloch (evtl. handelt es sich hier um das oben erwähnte Erzloch) ziehen die stark glaukonitischen Altmannschichten durch, welche am Schimberg pyritreich sind. Vielleicht handelt es sich bei dieser Schicht auch um das 'kupferhaltige' Gestein vom Schimberg, ist es doch im frischen Zustand grünlichgrau gefärbt. Beim Vorkommen von Bleiken muss es sich aber um etwas anderes gehandelt haben, erwähnt Gruner doch ein 'lichtgraues Eisenerz' von dort. Die Koordinaten zeigen auf Bleiken.
- Eisenerz:
- Pyrit:
005_LU / Sörenberg, Schwandgraben, Schwendibach
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Flühli, Koordinaten ca.: 644620 / 185350
Literatur:
- Rykart, Rudolf & Haverkamp, Franz; Schweizer Strahler; 1983; Seite 321-335; Kugelförmige Barytkonkretionen aus dem Wildflysch
- Soder, Pierre A.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1949; Band 42; Heft 1; Seite 35 - 109; Geologische Untersuchungen und des südlich anschliessenden Teiles der Habkern-Mulde (Kt. Luzern)
Rykart: Im dunklen Mergelschiefer auf 1400 Metern bei Punkt 1383.
Soder: Aufschlüsse im Schwendibach (bei Sörenberg). Gute Aufschlüsse und fossilführende Gesteine, finden wir an verschiedenen Punkten im Schwendibach. In dessen Längsprofil treffen wir von unten nach oben: 1. Ca. 5 m mächtig aufgeschlossene Serie von dunklen, grauen bis grünlichen Mergelschiefern mit zwischengelagertem, feinkörnigem, z. T. etwas kohligem Siltstein. 2. und 3. Ähnliche dunkle Mergelschiefer und Siltsteine wie in 1. Im Gebiet zwischen den Aufschlüssen 3 und 4 liegen im Schwendibach zahlreiche, bis 4 m3 grosse Blöcke von Siltstein, von Habkerngranit, von Breccien mit granitischen Komponenten und von Konglomeraten mit Dolomit, braunen Kalken und Habkerngranit. 4. Ca 3 m mächtige Siltsteinbank, die sich im oberen Teil in schiefrige Platten und dunkle Mergel auflöst. Eine 10 cm mächtige Mergellage besteht vorwiegend aus Crinoidentrümmem. 5. Graue bis grünliche, vorwiegend schiefrig ausgebildete Leimernschichten, am linken Ufer einen grösseren Aufschluss bildend. 6. Siltstein und helle, dünnplattige Kalke und Schiefer mit Fucoiden. 7. Dunkle Mergelschiefer mit bis über 1 m mächtigen, linsenartigen Einlagerungen von grünlichen und rötlichen Breccien mit sedimentären und granitischen Komponenten, deren Durchmesser 3 cm erreicht. 8. Im untern Teil der hier aufgeschlossenen Serie finden wir bis 1,8 m mächtige Sandsteinbänke, die unten mit schon ziemlich feinen, quarzreichen Lagen beginnen und sich oben in dünnplattige Schiefer und Mergelschiefer mit Kohlenschmitzchen auflösen. Das Gestein zeigt deutliche Spuren von tektonischer Durchbewegung. 9. Grobes Konglomerat, ähnlich dem aus 8. beschriebenen. 10. Dunkle Mergelschiefer mit Einlagerungen von polygenen Breccien, ähnlich den in 8. beschriebenen. In den Breccien finden wir Rotaliden, kleine Nummuliten, Diseocyclinen, Asterocyclinen, Lithothamnien, Bryozoen und Dentalium, eine Faunengemeinschaft, die auf Obereocaen hindeutet. 11. Helle, schiefrige und kalkige Leimernsehichten. 12. Fein- bis grobkörnige Sandsteine, fossilleer, lokal in helle, dichte, sterile Kalke übergehend. In ihrem oberen Teil enthalten die unter 10. beschriebenen Mergelschiefer wenige cm mächtige bituminöse Lagen mit reichlichen, erbsengrossen Pyritkonkretionen und besonders merkwürdigen Barytkugeln, deren Durchmesser bis 11 cm betragen kann. Solche Kugeln wurden schon von der Riedernalp und aus dem Gebiet der Giswiler Klippen beschrieben.
- Baryt: Barytkugeln bis 11 cm Durchmesser, vermengt mit Tonsubstanz, Pyrit, Calcit; radialstrahlig, auch in Schwundrissen, dann graubräunlich, rekristallisiert, durch Wegsäuren des Calcites kommen tafelige, prismatische, nach der c-Achse gestreckte Kristalle zum Vorschein.
- Calcit: Als Beigemenge in den Barytkugeln.
- Pyrit: Kugelige Konkretionen mit einigen cm Durchmesser, an der Oberfläche bis 3 mm grosse Kristalle.
006_LU / Sörenberg, Südelgrabe, Pilatus, Schratteflue
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Flühli, Koordinaten ca.: 643014 / 185743
Literatur:
- Eckert, Hans Ruedi; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1963, Band 56; Heft 2; Seite 1001 - 1084; Die obereozänen Globigerinen-Schiefer (Stadund Schimbergschiefer) zwischen Pilatus und Schrattenfluh
Eckert: dunkelgrauer, rostrot anwitternder, schiefriger Sandstein mit grossen Calcit-Kristallen und reichlich Glimmer, steril (steril in Bezug auf Fossilien). Es geht nicht hervor, was Eckert unter 'gross' versteht.
- Calcit: Gross. Keine weiteren Angaben.
007_LU / Entlebuch, Zinggebrügg, Kleine Emme;(Waschgold)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Hasle, Koordinaten ca.: 645650 / 202450
Literatur:
- Schmid, K.; Beiträge zur Geologie der Schweiz; Kleinere Mitteilungen, Nr. 58 Zwischen Entlebuch und Schüpfheim, ungefähr in der Mitte.
- Gold, gediegen: Als Flussgold oder Waschgold nachgewiesen.
008_LU / Horw, Spissen (Steinbruch)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Horw, Koordinaten ca.: 667520 / 206090
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 344
Es handelt sich hier um einen längst aufgelassenen Steinbruch im Sandstein des Rupélien der subalpinen Molassezone. Beschrieben wurde das Vorkommen von Kaufmann (1860).
- Aragonit:
- Calcit:
- Quarz: Wasserhell, zweiseitig ausgebildet, als sogenannte 'Wasserdiamäntli'.
009_LU / Horw, Vierwaldstättersee, Winkel
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Horw, Koordinaten ca.: 666760 / 207150
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 38
- Calcit:
- Quarz: In kristallinisch-körnigem Kalk und in darin vorkommenden Calcitskalenoedern eingewachsen und in Drusenhohlräumen aufgewachsen, begleitet von anthrazitischer Kohle, welche auf den Absonderungsflächen und zwischen den Calcitkristalloiden zu sehen sind.
010_LU / Pilatus, Rotenfluh, Rotneflue
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Horw, Koordinaten ca.: 663900 / 205660
Literatur:
- Bischofberger, Josef; Schweizer Strahler; 1982; Seite 141-154; Zwillingsformen beim Calcit
Die Koordinaten zeigen auf die Rotenflue.
- Calcit: Zwillinge, bis 2 cm.
011_LU / Unterhorw, Unterhorb
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Horw, Koordinaten ca.: 666040 / 207710
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
Angaben über Grösse und Ausbildungsform des Quarzes sind nicht vorhanden. Die Koordinaten zeigen auf Horw.
- Quarz: Im Molassesandstein.
012_LU / Hergiswil, Chrienbach, Krienbach, Fischerenbach, Fischerenwald;(Erzabbau)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Kriens, Koordinaten ca.: 660090 / 208640
Literatur:
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Koch, Patrick; Minaria Helvetica; 2000; Heft 21a; Seite 3 - 64; Der historische Bergbau in Kriens und das Kohlenbergwerk Sonnenberg
Die Koordinaten zeigen auf den Fischerewald. Epprecht,W: Erwähnt werden Funde von Eisenerz um 1665 aus der Gegend der Einmündung des oberen Krienbaches in den Fischerenbach. Wegen zu geringem Eisengehalt ging der Abbau bereits nach 2 Jahren wieder ein. Die Koordinaten zeigen auf Hergiswil.
- Eisenerz:
013_LU / Kriens, Blattighalde, Hergiswald, Eigraben, Eygraben (früher Erzloch);(Erzabbau)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Kriens, Koordinaten ca.: 660610 / 208200
Literatur:
- Koch, Patrick; Minaria Helvetica; 2000; Heft 21a; Seite 3 - 64; Der historische Bergbau in Kriens und das Kohlenbergwerk Sonnenberg
- Kopp, Joseph; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Luzern; 1972; Band 23; Seite 211 - 223; Die Bodenschätze des Kantons Luzern
Der südwestliche Bereich des Eygrabens trug früher den Namen Erzloch. Der Eygraben erstreckt sich von der Blattighalde bis nach Hergiswald. Dieser Tobelabschnitt im Fischerenwald befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Wallfahrtskirche Hergiswald. Eisenerz soll im Erzloch bei Hergiswald im 17. Jahrhundert ausgebeutet worden sein. Die Ausbeutungsstelle ist nicht bekannt. Das Vorkommen liegt in der untern Süßwassermolasse, welche tiefrote Mergel enthält. Vermutlich sind die Erzkonkretionen in diesen Mergeln gewonnen und dann verhüttet worden.
- Erz:
014_LU / Kriens, Menzingerweid, Sonnenberg-Südhang, Mühlerain, Wolfsschlucht, Erzgrube, Geissrain, Fischerenwald, Eygraben, Blattighalde, Hergiswald;(Erzabbau)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Kriens
Literatur:
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Koch, Patrick; Minaria Helvetica; 2001; Heft 21a; Seite 3 - 64; Der historische Bergbau in Kriens und das Kohlenbergwerk Sonnenberg
- Kopp, Joseph; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Luzern; 1972; Band 23; Seite 211 - 223; Die Bodenschätze des Kantons Luzern Früher Eisenbergbau (1486).
Urkundliche Erwähnungen eines Bergbau in der Gegend um Kriens finden sich bereits ab 1486. Auf der Menzingerweid am Sonnenberg-Südhang, etwa 1 Km WNW von Kriens 'sei im Jahre 1486 ein Schacht der Erzgrub zusammengestürzt (60 Tote). Noch im 17.Jh. seien diese Eisenerzgruben benützt worden'. 1598 wurde der Bau eines Eisenhammers in Kriens bewilligt (ohne Erwähnung einer Verhüttung). 1601 dann ein zweiter Eisenhammer. Auch später soll noch hin und wieder beim Mühlerain und in der Menzingerweid nach Erz gegraben worden sein. So auch noch 1858, allerdings ohne Erfolg. 1616/1617 wurde die Verhüttungsanlage samt Hammerschmiede vom Krienbach weggeschwemmt. Auch am Geissrain muss ein Ofen gestanden haben, in dem die Erze vom Mühlerain verhüttet wurden. Noch heute sollen am Sonnenberg schachtähnliche Höhlen und Bodenformen vorhanden sein, welche den alten Bergbau bestätigen. Noch heute finden wir in der Gegend der Wolfsschlucht - am Südhang des Sonnenbergs gelegen - und insbesondere im Bereich des westlichen Ausgangs derselben, eigenartige seltsame lang gezogene Gräben, die sich über mehrere Meter erstrecken und auf früheren Bergbau hindeuten. Die 300 Meter lange Schlucht, hiess früher Erzgrube. Ein Hotelier nahm die Umtaufe in den romantischen Namen Wolfsschlucht vor. Die Grube ist ein einzigartiges geologisches Gebilde, denn kein Bach kann die Schlucht gebildet haben; an keinem Ende der Schlucht ist eine Abtlussrinne zu erkennen. Die heutige Form der Schlucht wurde wohl durch Menschenhand geschaffen. Sondierungen während des 2. Weltkriegs bestätigten den frühen Bergbau. Selbst in einer Tiefe von 16 Metern stiess man nur auf Auffüllmaterial. Ob Kohlenbergbau, Eisenbergbau oder gar Plattensandsteinabbau betrieben wurde, bleibt ungewiss. Womöglich diente die Grube verschiedenen Zwecken. In den sechziger Jahren des 17. Jahrhunderts wurde im Fischerenwald ein Eisenerz entdeckt. Der südwestliche Bereich des Eygrabens trug früher den Flurnamen Erzloch. Der Eygraben erstreckt sich von der Blattighalde bis nach Hergiswald. Noch auf der Gemeindekarte von 1919, herausgegeben vom Ingenieur- und Geometerbüro Alfred Farner, Luzern, ist das Erzloch verzeichnet. Im Jahre 1858 wurde wiederum nach dem Eisenerz am Sonnenberg gegraben. Doch wurde die Mine bald wieder aufgegeben. Dies war vermutlich der letzte Versuch, die minderwertigen Eisenerzvorkommen in der Region Luzern abzubauen. Beim Renggloch befindet sich die Liegenschaft Stollen, der Name deutet auf einen ehemaligen Bergbau hin. Während des 2. Weltkriegs erstellte die Fuga AG südlich der Liegenschaft einen Sondierschacht, der bis in 14 Meter Tiefe nur auf Felsschutt und Sand traf. Dieses Material könnte von einer früheren Kohlenausbeute herstammen.
- Eisenerz:
015_LU / Napf, Luthern;(Waschgold)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Luthern, Koordinaten ca.: 636888 / 209000
Literatur:
- Villiger, René & Rawyler, H.J.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 33-45; Auf den Spuren der alten Goldwäscher (Teil I)
- Gold, gediegen: Ca. 1 Gramm Gold pro Tonne Geschiebe.
016_LU / Luzern (Tunnelbau)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Luzern, Koordinaten ca.: 666110 / 210870
Literatur:
- Bolli, Thomas; Schweizer Strahler; 2010; Heft 2; Seite 8-13; Die perfekten Calcite aus dem Luzerner Untergrund
Beim Tunnelbau unterhalb dem Luzerner Stadtquartier Hubelmatt konnten aus einer Kluft in der Nagelfluh schöne Calcite geborgen werden. Die Koordinaten zeigen auf Luzern.
- Calcit: Perfekte Form, teils Skalenoeder-Zwillinge nach der Basis und teils mit leichter Rosafärbung. Einzelkristalle bis 10 cm mit leicht ametystfarbigen Aussehen.
017_LU / Malters, Rümligbach, Isleren, Möschfohren, Schachenbrücke;(Erzabbau)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Malters, Koordinaten ca.: 656640 / 209820
Literatur:
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Es sind Berichte über einen Eisenerzbergbau am Rümligbach bei Malters vorhanden. Hier wurden neben Kriens, die wichtigsten Funde gemacht. Bereits 1594 regte Junker Jost Pfyffer von Luzern den Bergbau bei Malters an. Am Rümlig, zwischen Malters und Entlebuch, wurde ein Schmelzofen und andere Anlagen erstellt und zwar vermutlich bei dem rechts vom Bach liegenden Hofe 'Isleren'. Noch vor der Fertigstellung der Anlage wurde diese vom Bach weggerissen. Eine neue Anlage wurde dann 1596, nach einem weiteren Fund eines 'Geäder von Eisenerz' bei Malters, in der 'Möschfohren' oberhalb der Schachenbrücke ein neuer Ofen und Hammer angelegt. Das Bergwerk befand sich vermutlich am linken Rümligufer, wo man 1870 Stollenreste entdeckt haben soll. Bereits nach einem Jahr, also 1597, ging das Bergwerk wieder ein. Vermutlich war der Eisengehalt der Erze aus dieser Gegend so gering, dass auch in den alten Zeiten nur eine unwirtschaftliche Ausbeute möglich war. Frühere Untersuchungen zeigten keine erwähnenswerten Eisenvorkommen in dieser Gegend (Molasse zwischen Rümligbach und Waldemme). Die Koordinaten zeigen auf Malters.
- Eisenerz:
018_LU / Napf, Grosse Fontannen, Dieplischwand;(Waschgold)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Romoos, Koordinaten ca.: 643660 / 203500
Literatur:
- Villiger, René & Rawyler, H.J.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 33-45; Auf den Spuren der alten Goldwäscher (Teil I)
Dieser Ort ist durch den hohen Goldgehalt besonders aufgefallen. Im Vergleich zu andern Punkten weist er den ca. 10-mal höheren Goldgehalt auf.
- Gold, gediegen: 10 und mehr Gramm Gold pro Tonne Geschiebe, in Flitterchen als Waschgold.
019_LU / Napf, Grosse Fontannen;(Waschgold)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Romoos, Koordinaten ca.: 641550 / 202400
Literatur:
- Jans, V.; Lapis; 1988; Heft 12; Seite 20- Maag-Gasser, Robert; Schweizer Strahler; 1995; Heft 3; Seite 255 - 260; Rätselhafte Nuggets in der grossen Fontannen (LU)
- Schmid, K.; Über den Goldgehalt der Flüsse und Sedimente der miozänen Molass des NE-Napfgebietes (Kt.Luzern); Beiträge zur Geologie der Schweiz, Kleinere Mitteilungen, Nr. 58
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 238
Fast auf der ganzen Strecke dieses Baches ist Gold zu finden. Vor allem terassenähnliches Gelände ist eher goldhaltig. Steile Bachabschnitte weniger. Bei Stufengefälle gilt, dass die höchste Konzentration im Oberlauf zu finden ist und zwar gegen das Terassenende, kurz vor dem Steilabfall (viele Sturzblöcke, Grobgeröll und wenig Sand).
- Gold, gediegen: 10 und mehr Gramm Gold pro Tonne Geschiebe, in Flitterchen als Waschgold.
- Kassiterit: In den Goldsanden im Napfgebiet, hier stellvertretend für die anderen -nicht näher beschriebenen- Vorkommen.
- Magnetit: Als beachtlicher Teil der Schwermineralfraktion des Goldsandes (hier stellvertretend für die anderen Bäche aufgeführt).
020_LU / Napf, Kleine Fontannen;(Waschgold)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Romoos, Koordinaten ca.: 642850 / 208631
Literatur:
- Villiger, René & Rawyler, H.J.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 33-45; Auf den Spuren der alten Goldwäscher (Teil I)
- Gold, gediegen: Bis 10 Gramm Gold pro Tonne Geschiebe, in Flitterchen als Waschgold.
021_LU / Napf, Romoos, Goldbach;(Waschgold)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Romoos, Koordinaten ca.: 642000 / 206010
Literatur:
- Jans, V.; Lapis; 1988; Heft 12; Seite 20- Schmid, K.; Über den Goldgehalt der Flüsse und Sedimente der miozänen Molass des NE-Napfgebietes (Kt.Luzern); Beiträge zur Geologie der Schweiz, Kleinere Mitteilungen, Nr. 58
- Gold, gediegen: Ca. 1 Gramm Gold pro Tonne Geschiebe in Flitterchen als Waschgold.
022_LU / Napf, Seeblibach;(Waschgold)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Romoos, Koordinaten ca.: 642550 / 203900
Literatur:
- Villiger, René & Rawyler, H.J.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 33-45; Auf den Spuren der alten Goldwäscher (Teil I)
- Gold, gediegen: Bis 10 Gramm Gold pro Tonne Geschiebe, in Flitterchen als Waschgold.
023_LU / Schüpfheim, Farnern, Stollenhütten, Stollenweidli, Stolenweidli;(Erzabbau)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Schüpfheim, Koordinaten ca.: 645086 / 198488
Literatur:
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Erwähnt wird 1647 ein Eisenbergbauversuch bei den Höfen Stollenhütten, Stollenweidli (Koordinatenangaben) und Stollen. Im 19. Jahrhundert wird aus der Gegend dieser Höfe eine verlassener Eisenbergwerkstollen erwähnt. Ueber das Abbaugut liegen keine Angaben vor. Auch der Schüpfheimer Pfarrer Schnyder von Wartensee berichtet in der zweiten Hälfte des 18. Jh. von Eisenerzvorkommen im Entlebuch. So unter anderem auch von der Lokalität Farnern. Vermutlich war der Eisengehalt der Erze aus dieser Gegend so gering, dass auch in den alten Zeiten nur eine unwirtschaftliche Ausbeute möglich war. Frühere Untersuchungen zeigten keine erwähnenswerten Eisenvorkommen in dieser Gegend (Molasse zwischen Rümligbach und Waldemme). Die Koordinaten zeigen auf Stolenweidli.
- Eisenerz:
024_LU / Schüpfheim, Staufe, Staubbach, Waldemme, Klusstalden;(Erzabbau)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Schüpfheim, Koordinaten ca.: 643960 / 196960
Literatur:
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Die Koordinaten zeigen auf die Einmündung des Staubbaches in die Waldemme. Der Schüpfheimer Pfarrer Schnyder von Wartensee berichtet in der zweiten Hälfte des 18. Jh. von Eisenerzvorkommen im Entlebuch. So unter anderem auch von der Lokalität Staufen (Staubbach-Einmündung in die Waldemme hinter Klusstalden). Vermutlich war der Eisengehalt der Erze aus dieser Gegend so gering, dass auch in den alten Zeiten nur eine unwirtschaftliche Ausbeute möglich war. Frühere Untersuchungen zeigten keine erwähnenswerten Eisenvorkommen in dieser Gegend (Molasse zwischen Rümligbach und Waldemme).
- Eisenerz:
025_LU / Weggis, Hertenstein
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Weggis, Koordinaten ca.: 673270 / 208870
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 341
Am Weg nach Weggis. Die Funde stammen aus der subalpinen Molasse und erfolgten bereits 1927. Die Koordinaten zeigen auf Hertenstein.
- Calcit: Skalenoeder, leicht gelblich, milchig, bis 12 cm.
026_LU / Entlebuch, Schachen, Rotenflue
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Werthenstein, Koordinaten ca.: 652946 / 209573
Literatur:
- Hofmann, Beda & Soom, Michael & Kürsteiner, Peter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 2014; Heft 4; Seite 23 - 34; Wenig bekannte Tonmineralien: Neufunde von Dickit, Palygorskit und Rectorit aus der Schweiz
- Peters, Tjerk & Salis, Katharina von; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1965; Band 45; Heft 1; Seite 123 - 130; Palygorskit als Kluftbelag in der tortonen Molasse des Entlebuchs (schweizerisches Mittelland)
- Rykart,R.; Schweizer Strahler; 1980; Seite 246
Die zwei bis jetzt (1964) gefundenen Vorkommen von Palygorskit liegen in der Oberen Süsswassermolasse, und zwar im Torton, etwa 300 m über den Basismergeln. Dieses Torton, das hier eine Gesamtmächtigkeit von über 500 m hat, besteht aus Nagelfluh, Sandsteinen, Mergeln und wenigen Kalkbänken. Das eine Vorkommen (bei der Rotenflue) liegt am Abfall der Brameggantiklinale gegen die Farnbüelsynklinale, das andere (bei Wolhusen) im Grenzbereich der subalpinen und der flachliegenden mittelländischen Molasse. Ein Vorkommen von Palygorskit fand man auf Klüften mit Calcitbelag am Bach südlich der Rotenflue (Koord. 208 520/651 980 / 780 m). Ein schöneres Vorkommen befindet sich bei Wolhusen (siehe dort). In beiden Aufschlüssen streichen die Klüfte Nord-Süd und fallen mit 75-85° gegen Westen ein. Anzeichen von Bewegungen längs der Klüfte konnten nicht gefunden werden.
- Calcit:
- Palygorskit: Der Palygorskit tritt nur als Kluftbelag auf und fehlt in den umgebenden Sedimenten vollständig, so dass eine sedimentäre Entstehung ausgeschlossen werden muss. Unter dem Mikroskop erkennt man blättrige Stengel, deren Achsenebene in der Stengelrichtung senkrecht zur Blattchenebene liegt.
027_LU / Napf, Änziwigger, Enziwigger;(Waschgold)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Willisau, Koordinaten ca.: 639100 / 214100
Literatur:
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 311 - 313; Die Goldgewinnung im Kanton Luzern
- Schmid, K.; Über den Goldgehalt der Flüsse und Sedimente der miozänen Molass des NE-Napfgebietes (Kt.Luzern); Beiträge zur Geologie der Schweiz, Kleinere Mitteilungen, Nr. 58
Gegenüber den beiden Fontannen, führt dieser Bach eher weniger Gold.
- Gold, gediegen: Ca. 1 Gramm Gold pro Tonne Geschiebe.
028_LU / Entlebuch, Wolhusen (Bahntunnel)
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Wolhusen, Koordinaten ca.: 649000 / 212000
Literatur:
- Hofmann, Beda & Soom, Michael & Kürsteiner, Peter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 2014; Heft 4; Seite 23 - 34; Wenig bekannte Tonmineralien: Neufunde von Dickit, Palygorskit und Rectorit aus der Schweiz
- Peters, Tjerk & Salis, Katharina von; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1965;Band 45; Heft 1; Seite 123 - 130; Palygorskit als Kluftbelag in der tortonen Molasse des Entlebuchs (schweizerisches Mittelland)
- Rykart,R.; Schweizer Strahler; 1980; Seite 246
Bahntunnel Wohlhusen. Die zwei bis jetzt (1964) gefundenen Vorkommen von Palygorskit liegen in der Oberen Süsswassermolasse, und zwar im Torton, etwa 300 m über den Basi
smergeln. Dieses Torton, das hier eine Gesamtmächtigkeit von über 500 m hat, besteht aus Nagelfluh, Sandsteinen, Mergeln und wenigen Kalkbänken. Das eine Vorkommen liegt bei der Rotenflue (siehe dort), das andere (bei Wolhusen) im Grenzbereich der subalpinen und der flachliegenden mittelländischen Molasse. Das schönere Vorkommen befindet sich bei Wolhusen, oberhalb des südlichen Einganges des Bahntunnels (Koord. 211 800/648 100 / 600 m), und wurde bei Bahnarbeiten 1963 freigelegt. In beiden Aufschlüssen streichen die Klüfte Nord-Süd und fallen mit 75—85° gegen Westen ein. Anzeichen von Bewegungen längs der Klüfte konnten nicht gefunden werden.
Wolhusen: Durch die Nagelfluhbank, den Glimmersandstein und die sandigen Mergel ziehen dünne Klüfte, deren eine neben dem normalen Calcitbelag auch Palygorskit führt. Dieser ist zum Teil sehr eng mit dem Calcit verwachsen, zum Teil kann man die ledrigen, bis 50 cm langen Blätter von der Kluftwand ablösen.
- Palygorskit: Der Palygorskit tritt nur als Kluftbelag auf und fehlt in den umgebenden Sedimenten vollständig, so dass eine sedimentäre Entstehung ausgeschlossen werden muss. Unter dem Mikroskop erkennt man blättrige Stengel, deren Achsenebene in der Stengelrichtung senkrecht zur Blättchenebene liegt. Ledrige Kluftbeläge bis 50 cm Länge (Peters & von Salis, 1965).
029_LU / Zell, Kiesgrube Makies AG
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Zell LU, Koordinaten ca.: 636756 / 220723
Literatur:
- Bieri, W. & Eggenberger, U. & Eggimann, M.; Schweizer Strahler; 2006; Heft 4; Seite 32-34
Abschätzungen ergaben, dass der Goldgehalt in einem Profil der Kiesgrube ca. 0.001 und 0.2 Gramm pro Tonne ergaben. Die Koordinaten zeigen auf Zell.
- Waschgold:
Wolhusen: Durch die Nagelfluhbank, den Glimmersandstein und die sandigen Mergel ziehen dünne Klüfte, deren eine neben dem normalen Calcitbelag auch Palygorskit führt. Dieser ist zum Teil sehr eng mit dem Calcit verwachsen, zum Teil kann man die ledrigen, bis 50 cm langen Blätter von der Kluftwand ablösen.
- Palygorskit: Der Palygorskit tritt nur als Kluftbelag auf und fehlt in den umgebenden Sedimenten vollständig, so dass eine sedimentäre Entstehung ausgeschlossen werden muss. Unter dem Mikroskop erkennt man blättrige Stengel, deren Achsenebene in der Stengelrichtung senkrecht zur Blättchenebene liegt. Ledrige Kluftbeläge bis 50 cm Länge (Peters & von Salis, 1965).
029_LU / Zell, Kiesgrube Makies AG
Region: Bezirk Luzern / Gemeinde Zell LU, Koordinaten ca.: 636756 / 220723
Literatur:
- Bieri, W. & Eggenberger, U. & Eggimann, M.; Schweizer Strahler; 2006; Heft 4; Seite 32-34
Abschätzungen ergaben, dass der Goldgehalt in einem Profil der Kiesgrube ca. 0.001 und 0.2 Gramm pro Tonne ergaben. Die Koordinaten zeigen auf Zell.
- Waschgold:
030_LU / Pilatus, Stäfelifluh, Risetenstock, Risetestock, Riesetenstock
Region: Risetestock, Koordinaten ca.: 654550 / 201300
Literatur:
- Rykart, R. & Bischofberger, J.; Schweizer Strahler; 1979; Seite 166-174; Zwei Calcitgenerationen in ungewöhnlicher Verwachsung aus einer Kluft im Pilatusgebiet/LU
Oberhalb des Weges zwischen den beiden Orten Stäfelifluh und Risetenstock. Die Koordinaten zeigen auf die Region zwischen dem Risetenstock und der Stäfelifluh. Diese liegt nordöstlich des Risetenstocks.
- Calcit: Skalenoeder, überwachsen von äusserst steilen Rhomboedern und ein hexagonales Prisma vortäuschend, bis 6 cm, zum Teil 2. Gen
- Rykart, R. & Bischofberger, J.; Schweizer Strahler; 1979; Seite 166-174; Zwei Calcitgenerationen in ungewöhnlicher Verwachsung aus einer Kluft im Pilatusgebiet/LU
Oberhalb des Weges zwischen den beiden Orten Stäfelifluh und Risetenstock. Die Koordinaten zeigen auf die Region zwischen dem Risetenstock und der Stäfelifluh. Diese liegt nordöstlich des Risetenstocks.
- Calcit: Skalenoeder, überwachsen von äusserst steilen Rhomboedern und ein hexagonales Prisma vortäuschend, bis 6 cm, zum Teil 2. Gen
