Kantone AI & AR ohne Alpsteingebiet
Fundorte > Appenzell (AR und AI)
Vorkommen in den Kantonen Appenzell-Innerrhoden und Appenzell-Ausserrhoden
(ohne Alpsteingebiet)
Bild: AI / Schwende-Rüte, Dürrschrennen, 100 x 80 x 20 mm
Die Koordinaten sind mit der Karte von Swisstopo verlinkt.
40 Beschreibungen
LNr | 001. |
Fundort | AI / Appenzell, Kauwald |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'747’530 / 1'243’700 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 225 |
Bemerkungen | Auf einer in der Sammlung des Gymnasiums St. Antonius in Appenzell befindlichen Stufe wird die Fundorthöhe mit 'Kaustrasse, 896 M' angegeben. |
Mineralien | - Pyrit: Aggregate, bestehend aus zahlreichen kleinen Pyritwürfelchen und Oktaedern mit Kantenlängen bis 6 mm. |
LNr | 002. |
Fundort | AI / Appenzell, Münz (Steinbruch) |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'748’000 / 1'244’850 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 225 |
Bemerkungen | / |
Mineralien | - Baryt: pseudorhomboedrisch, durchsichtig, bis 1 mm, dem Sandstein aufgewachsen. - Calcit: in der Form des sogenannten Fingernagelcalcites, bis 4 mm, farblos oder weiss. - Pyrit: im Gestein als Auffüllung fossiler Hohlräume. |
LNr | 003. |
Fundort | AI / Aulenbach (Brücke - südlich) |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'752’050 / 1'241’210 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 209 |
Bemerkungen | Etwas nördlich des linken Brückenpfeilers am oberen Ende einer steilen Bachrunse. Hier in grossen Blöcken aus glaukonitischen Sandkalken. Die pyritisierten Muscheln konnten wenige Meter südwestlich des linken Brückenpfeilers gefunden werden. |
Mineralien | - Calcit: Rhomboederkombinationen bis 15 mm, weiss bis durchscheinend, matt - Pyrit:. in der Form von pyritisierten Muscheln, bis 4 cm lang. |
LNr | 004. |
Fundort | AI / Aulenbach (Brücke) |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'752’050 / 1'241’210 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 208 |
Bemerkungen | Die Lokalität wird nur mit Aulenbachbrücke erwähnt. Annahme: Beim Aulenbach handelt es sich um den Bach, welcher an Aulen vorbei, zwischen Weissbad und Brülisau in den Brüelbach fliesst. Die Brücke steht bei der Lokalität 'Chlus'. |
Mineralien | - Calcit: Skalenoeder bis 0.5 mm, bräunlich. - Gips: als rezente Ablagerung auf Pyrit, weiss, kugelig oder stängelig, bis 1 mm. - Pyrit: Konkretionen, rundlich, traubig, nierenförmig, abgeplattet, bis 7 cm. - Quarz: bis 1.5 mm, teils mit Erdöleinschlüssen. |
LNr | 005. |
Fundort | AI / Brülisau, Chapf |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'753’340 / 1'241’570 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 210 |
Bemerkungen | Die Funde stammen aus der steilen Wiesenböschung südwestlich der Lokalität 'Chapf'. |
Mineralien | - Hämatit: gesteinsbildend oder schuppig, glänzend, aggregiert. |
LNr | 006. |
Fundort | AI / Brülisau, Gfell |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'753’140 / 1'240’150 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 208 |
Bemerkungen | Aus einer im Bachlauf anstehenden Nummuliten führenden glaukonitischem Sandkalk. |
Mineralien | - Calcit: derb, farblos, weiss. - Hämatit: rötlich, glänzend, schuppig, in Adern. |
LNr | 007. |
Fundort | AI / Brülisau, Mällis, Hämmeren, Fähneren, Fäneren, Fähnern |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'753’160 / 1'242’440 (Link) |
Literatur | - Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 420 - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 210 |
Bemerkungen | Nördlich der Lokalität Mällis. Früher wurde die Lokalität Mällis mit Hämmeren bezeichnet. Kenngott erwähnt Asphalt am nördlöstlichen Abhang der Fähnern. |
Mineralien | - Asphalt: gemäss Kenngott, 1866. - Pyrit: würfelig, oxidiert, bis 4 mm. |
LNr | 008. |
Fundort | AI / Brülisau, Rossmad, Melchuelis |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'752’170 / 1'239’440 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 208 |
Bemerkungen | Im Wald oberhalb Melchuelis bei einem markanten, ruinenartigen Felskopf. |
Mineralien | - Calcit: reichlich, Skalenoeder, weiss bis durchscheinend, bis 12 mm. - Hämatit: pulverig, erdig, dem glaukonitischen Sandstein eingeschlossen. |
LNr | 009. |
Fundort | AI / Eggerstanden, Aubach |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'754’000 / 1'244’560 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 224 |
Bemerkungen | In der Böschung des Aubaches östlich von Eggerstanden. |
Mineralien | - Calcit: Skalenoeder, bis 8 cm, häufig in der Form von Basiszwillingen, milchigweiss bis dunkelgrau. |
LNr | 010. |
Fundort | AI / Eggerstanden, Aubachtobel, Moosplatz |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'756’000 / 1'245’000 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 219 |
Bemerkungen | Der Aubachtobel ist östlich von Eggerstanden in der Nähe der Lokalität Moosplatz (auf der Karte nicht gefunden) zu finden. Hier in einer Scherzone. |
Mineralien | - Hämatit: schuppig. |
LNr | 011. |
Fundort | AI / Eggerstanden, Chräzerenwald |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'755’320 / 1'245’380 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 219 |
Bemerkungen | Im Chräzerenwald bei Eggerstanden, nahe der Strasse nach Eichberg: hämatitische Calcit-Rutschharnische. |
Mineralien | - Calcit: - Hämatit: |
LNr | 012. |
Fundort | AI / Eggerstanden, Chräzerenwald, Cholloch |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'755’640 / 1'244’620 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 220 |
Bemerkungen | Die Fundstelle liegt im Chräzerenwald, zwischen Eggerstanden und Eichberg. Das Vorkommen wurde anlässlich des Baus einer Waldstrasse angefahren (in den 1960-er Jahren). Der Grösste Hohlraum erreichte eine Dimension von 7 Metern und konnte 1998 ausgebeutet werden. Unbekannt: Im Chräzerenwald bei Eggerstanden sind Sandstein-Schichten der Subalpinen Molasse anstehend. In meist mit Lehm gefüllten Hohlräumen zwischen den schräg gelagerten Sandsteinblöcken konnten wiederholt schöne Calcite gefunden werden. Diese sind durchwegs als Skalenoeder ausgebildet, welche gehäuft an der Basis verzwillingt sind. Die grössten Skalenoeder weisen eine Länge von 21 cm auf; die Basiszwillinge sind bis 21.5 cm lang. Unter kurzwelligem Licht fluoreszieren die meist milchig-weissen Calcite schwach rot, unter langwelligem Licht sind sie stark dunkelrot gefärbt. |
Mineralien | - Calcit: Skalenoeder, häufig nach der Basis verzwillingt. Die grössten Exemplare erreichen 21 cm (Skalenoeder), resp. 21.5 cm (Basiszwillinge), milchigweiss. |
LNr | 013. |
Fundort | AI / Eggerstanden, Chräzerenwald, Waldhus |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'754’440 / 1'244’870 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 222 |
Bemerkungen | Östlich von Eggerstanden im Chräzerenwald, nahe der Lokalität Waldhus unterhalb der Durchgangsstrasse. |
Mineralien | - Calcit: Skalenoeder, bis 11 cm, häufig als Basiszwilling vorzufinden, als solcher bis 13 cm, farblos oder weiss bis hellgrau, mit schönem Glanz. |
LNr | 014. |
Fundort | AI / Eggerstanden, Küenisweid |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'753’370 / 1'244’030 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 212 |
Bemerkungen | Die Funstelle liegt in einem Bachlauf südlich von Eggerstanden. Auffallend sind die vielen, das Gestein durchziehenden Calcitadern, welche teilweise Hohlräume aufweisen. Diese sind klein, in der Regel bis 3 cm gross. Einige Meter oberhalb dieser Fundstelle befindet sich ein weiteres Calcitvorkommen. |
Mineralien | - Calcit: Bachlauf: Rhomboederkombinationen, bis 2 cm, öfters verzwillingt. Selten sind Skalenoeder, bis 1.5 cm. Oft mit schönem Oberflächenglanz. Oberhalb Bachlauf: Rhomboeder, bis 8 cm - Pyrit: als Anflug auf dem Nebengestein. |
LNr | 015. |
Fundort | AI / Eggerstanden, Langwald (westlich), Langweid, Langenweid |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'753’250 / 1'245’100 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 213 |
Bemerkungen | Im Walde östlich der Lokalität Langwald bei Eggerstanden |
Mineralien | - Calcit: Skalenoeder, bis 5 cm, farblos, weiss oder gräulich, selten auch als Basiszwillinge. - Pyrit: winzig, würfelig, stängelig, in und auf dem Calcit. |
LNr | 016. |
Fundort | AI / Eggerstanden, Langwald (östlich) |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'753’250 / 1'245’100 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 213 |
Bemerkungen | Im Langwald, östlich der Lokalität Langwald im Bürgen-Grünsand-Gestein. |
Mineralien | - Calcit: Skalenoeder, rasenartig, bis 2 cm, selten auch Basiszwillinge, vielfach-Verzwillingung, farblos, durchsichtig, selten weiss, mit sehr schönem Oberflächenglanz - Pyrit: pyritisierte Muscheln bis 3 cm. Einzelne Pyritkristalle sind als Pentagondodekaeder ausgebildet. - Quarz: bis 1 mm. Doppelender, oft mit Einschlüssen. - Strontianit: dem Calcit aufgewachsen, sinterartig, büschelartig oder kugelförmig, bis maximal 5 mm Durchmesser, weiss. |
LNr | 017. |
Fundort | AI / Eggerstanden, Waldhus (nördlich) |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'754’440 / 1'244’870 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner, Peter, Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 223 |
Bemerkungen | Nördlich von Waldhaus in Kluftrissen des anstehenden Sandsteins. |
Mineralien | - Calcit: Skalenoeder, oft flachgedrückt, bis 8 cm, weiss und angeäzt. |
LNr | 018. |
Fundort | AI / Eggerstanden, Waldhus (südlich) |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'754’440 / 1'244’870 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 223 |
Bemerkungen | In Sturzblöcken im Wald östlich von Waldhus. |
Mineralien | - Baryt: stängelig, tafelig, weiss, bis 1 cm, in sehr schmalen Kluftrissen zu finden. - Calcit: Skalenoeder, bis 5 mm, leicht durchscheinend bis weiss. |
LNr | 019. |
Fundort | AI / Fähneren, Bildsteinchopf |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'755’550 / 1'242’930 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 215 |
Bemerkungen | Dieser Felsvorsprung befindet sich ca. 1.5 km ostnordost vom Fähnerenspitz und weist eine Felswand von ca. 40 Metern auf. Die fündige Zone befindet sich in der recht steilen Felswand. |
Mineralien | - Calcit: Skalenoeder, bis 9 cm, farblos bis durchsichtig oder milchigweisss. Oft mit Sand- und Toneinschlüssen, was zu einer Graufärbung des Kristalls führt. Häufig sind auch nach der Basis verzwillingte Exemplare zu finden. Parallelverwachsungen sind möglich (rhomboedrische Form). |
LNr | 020. |
Fundort | AI / Fähneren, Boschgeren |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'753’700 / 1'242’760 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 210 |
Bemerkungen | Südwestlich von Boschgeren, Fähneren in einer schmalen Zone. |
Mineralien | - Calcit: Skalenoeder, bis 5 cm, leicht durchscheinend bis weiss. - Hämatit: schuppenartig, dunkelrot. |
LNr | 021. |
Fundort | AI / Fähneren, Chrut, Katzenschwanz |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'753’233 / 1'243’459 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 211 |
Bemerkungen | Bei der Lokalität Katzenschwanz in einer im Walde liegenden Felsrippe. |
Mineralien | - Calcit: In der sogenannten Fingernagel-Form, bis 3 cm, vereinzelt bis 6 cm, flache Rhomboeder, oft mit sinterartigem Belag, teilweise mit schönem Glanz, weiss oder hellgrau. |
LNr | 022. |
Fundort | AI / Fähneren, Fähnerenspitz, Schart |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'754’380 / 1'242’380 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 218 |
Bemerkungen | Nordöstlich des Fähnerenspitz aus einer Kluft im Flyschsandstein. Die Lokalität Schart konnte auf der Karte nicht gefunden werden. Die Koordinaten zeigen auf die Fänerenspitze. |
Mineralien | - Baryt: tafelig, weiss, auf dem Calcit aufgewachsen. - Calcit: Skalenoeder, flach, bis 4 cm, gräulich weiss, Doppelender, oft mit Eisenoxydüberzug. |
LNr | 023. |
Fundort | AI / Haslen an der Sitter |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'745’600 / 1'248’300 (Link) |
Literatur | - Graeser, St.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 441-452; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten III |
Bemerkungen | Südlich von St. Gallen in einer Calcitader des Molassesandsteins. |
Mineralien | - Realgar: kleine Stäbchen, rot, bis 3 mm. |
LNr | 024. |
Fundort | AI / Haslen, Ebni (nördlich) |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'745’170 / 1'248’740 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner,Peter & Soom,Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 228 |
Bemerkungen | In einer Felsrippe am rechtseitigen Ufer der Sitter, nahe bei Ebni. |
Mineralien | - Baryt: stängelig, faserig, auf dem Calcit, bis 3 mm. - Calcit: in der sogenannten Fingernagelform, bis 1 cm, farblos oder hellgräulich. - Realgar: stängelig, blutrot, 3 mm. |
LNr | 025. |
Fundort | AI / Haslen, Ebni (südlich) |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'745’320 / 1'247’900 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner,Peter & Soom,Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 228 |
Bemerkungen | Die Fundortbeschreibung lautet wie folgt: 'In einer Felsrippe am östlichen Ufer der Sitter, etwas südlich des Steges zwischen Stein AR und Haslen'. |
Mineralien | - Calcit: in verschiedenen Ausbildungsformen als Skalenoeder, flache Rhomboeder sowie Kombinationen beider Formen, bis 1 cm, weiss oder farblos. |
LNr | 026. |
Fundort | AI / Steinegg, Ibachtobel |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'751’980 / 1'242’300 (Link) |
Literatur | - Hofmann, Beda & Soom, Michael & Kürsteiner, Peter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 2014; Heft 4; Seite 23 - 34; Wenig bekannte Tonmineralien: Neufunde von Dickit, Palygorskit und Rectorit aus der Schweiz |
Bemerkungen | / |
Mineralien | - Dickit: im Jahr 2009 gelang es Michael Soom und Peter Kürsteiner, im Einzugsgebiet des Ibachs nahe Steinegg das Tonmineral Dickit zu finden. Das Auftreten dieses Schichtsilikates im Alpstein konnte dabei erstmals nachgewiesen werden (Hofmann et al. 2014). Tonmineralien treten in der Regel in submikroskopischen Grössenordnungen auf und werden deshalb vom Sammler kaum beachtet. Anlass für den Fund bildete eine Mineralstufe, welche in der Sammlung des Naturmuseums St. Gallen mit der Bezeichnung 'Calcit und Gips' aufbewahrt wurde, aus dem gleichen Gebiet stammte und röntgenographisch als Dickit (und Calcit) bestimmt worden war. Im Bachbett des Ibachs sind Schiefermergel der Unteren Meeresmolasse mit kleinen Sandsteinbänken aufgeschlossen. Letztere sind von häufig auftretenden Calcitadern durchzogen, deren Hohlräume zuweilen hellbraun-beige, pulverige Massen aus Dickit enthalten. Beim Aufschlagen der Sandsteine entsteht zudem ein Geruch nach Petrol. |
LNr | 027. |
Fundort | AI/AR / Säntis (Gasthaushang), Sentis, Grüenböhl |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'744’130 / 1'234’910 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 142 - Wagenplast,Peter; der Aufschluss; 2001; Heft 6; Seite 321-329 |
Bemerkungen | Im Abhang des alten Gasthauses gegen Grüenböhl konnten in den losen Gesteinsbrocken immer wieder Pyritkugeln gefunden werden. |
Mineralien | - Pyrit: Pyritkonkretionen bis 6 cm Durchmesser. |
LNr | 028. |
Fundort | AI / Säntis (Nordrand), Sentis, Potersalp (Erdöl) |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'743’924 / 1'237’257 (Link) |
Literatur | - Schmidt,C., Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917; - Wagenplast,Peter; der Aufschluss; 2001; Heft 6; Seite 321-329 |
Bemerkungen | Im Gebiete der Potersalp am Nordrande des Säntis wurden in grünlichen Molassesandsteinen Imprägnationen von Erdöl getroffen. |
Mineralien | - Erdöl: |
LNr | 029. |
Fundort | AI / Weissbad (südöstlich), Chlus, Brüelbach |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'751’940 / 1'241’170 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner,Peter & Soom,Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 202 - Wagenplast,Peter; der Aufschluss; 2001; Heft 6; Seite 321-329 |
Bemerkungen | Am Büelbach, beim Ausgang der Chlus in einem schmalen Gesteinsstreifen aus Bürgen-Grünsand sind schmale Calcitbänder mit Hohlräumen zu finden. |
Mineralien | - Calcit: als Rhomboeder bis 1 cm Kantenlänge, weiss. Mit schwarzen Asphaltspuren auf der Oberfläche und mit braunen Erdöleinschlüssen. - Pyrit: feinverteilt im Gestein oder würfelig in Muschelschalen, winzig. - Quarz: bis maximal 2 mm und dem Calcit aufgewachsen. |
LNr | 030. |
Fundort | AI / Weissbad, Brüelisau, Bummes (Steinbruch) |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2’75’1700 / 1'241’340 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner,Peter & Soom,Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 203 - Wagenplast,Peter; der Aufschluss; 2001; Heft 6; Seite 321-329 |
Bemerkungen | Der Steinbruch liegt zwischen Weissbad und Brüelisau und wurde erst 1985 eröffnet. |
Mineralien | - Baryt: rhombenförmig, teils mit zonarem Aufbau, farblos bis grauweiss, bis 1 mm. - Calcit: rhomboedrisch, komplizierte Flächenkombinationen, bis 6 cm, meistens durchscheinend oder weiss, teilweise mit Erdöleinschlüssen. Meisselförmige Zwillinge bis 2 mm. Weiter können Skalenoeder (bis 2 cm) und sogenannter Kanonenspat (bis 1 cm) gefunden werden. - Pyrit: Kugeln bis 7 cm Durchmesser. - Quarz: als sogenannten Öhrli-Diamanten bis 6 mm, oft mit Erdöleinschlüssen. |
LNr | 031. |
Fundort | AI / Weissbad, Brüelisau, Scherneegg (Steinbrüche) |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'751’440 / 1'241’270 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner ,Peter & Soom,Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 201 - Wagenplast, Peter; der Aufschluss; 2001; Heft 6; Seite 321-329 |
Bemerkungen | Bei der Lokalität Scherenegg, zwischen Weissbad und Brülisau gelegen, befinden sich drei aufgelassene Steinbrüche. |
Mineralien | - Calcit: schöne Stufen (mittlerer Steinbruch) mit bis zu 6 cm breiten Rhomboedern, farblos oder hellgrau, mit kompliziert zusammengesetzten Flächen. Die Funde stammen aus der Zeit um 1902. Bis 3 cm (andere Steinbrüche), farblos oder weiss, in ähnlicher Ausbildung wie aus dem mittleren Steinbruch beschrieben. - Pyrit: aus allen drei Steinbrüchen: kugelig, eingebettet im Gestein, bis 5 cm Durchmesser. - Quarz: im Calcit, bis 3 cm. |
LNr | 032. |
Fundort | AR / Säntis (Südwestseite), Sentis |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 743’974 / 234’888 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner,Peter & Soom,Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 140 - Wagenplast,Peter; der Aufschluss; 2001; Heft 6; Seite 321-329 |
Bemerkungen | Funde stammen von der Südwestseite und von der Westseite des Gipfels. Die Pyritkugeln können lose im Gehängeschutt oder im Gestein eingelagert vorkommen. Unbekannt: Vom Säntisgipfel stammen sowohl lose im Geröll vorkommende als auch im Gestein eingewachsene Pyritkugeln mit einem Durchmesser von bis zu 6 cm. Meist sind die radialstrahligen Kugeln an ihrer Oberfläche oxidiert; in frischem oder aufgeschlagenem Zustand sind sie hellgelb, metallisch glänzend. |
Mineralien | - Pyrit: Kugeln bis ca. 6 cm Durchmesser. |
LNr | 033. |
Fundort | AR / Säntis (westlich Gipfel), Sentis |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 743’974 / 234’888 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner,Peter & Soom,Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 140 - Wagenplast,Peter; der Aufschluss; 2001; Heft 6; Seite 321-329 |
Bemerkungen | / |
Mineralien | - Calcit: als gelbliche und weisse Skalenoeder, bis 1 cm - Quarz: bis 4 mm, auf Calcitschichten aufgewachsen. |
LNr | 034. |
Fundort | AR / Alpstein, Weissbad, Scheeregg (Steinbruch), Brülisau |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2’750’900 / 1'241’600 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner,Peter; Schweizer Strahler; 1974; Seite 318-326; Die Mineralfundstellen im Alpsteinmassiv - Wagenplast,Peter; der Aufschluss; 2001; Heft 6; Seite 321-329 |
Bemerkungen | Der ehemalige Steinbruch liegt an der Strasse zwischen Weissbad und Brülisau. |
Mineralien | - Calcit: klein, grau, vorherrschendes flaches Rhomboeder. |
LNr | 035. |
Fundort | AR / Appenzell, Baschloch, Brülisau, Bühler, Enggenhütten, Engenhütten, Eggli, Gais, Goldachtal, Gonten, Handwiler Höhe, Heiden, Herisau, Katzenschwanz, Klustobel, Neppenegg, ob der Risi, Ruppen, Sitter, Speicher, Teufen, Trogen, Urnäsch, Wald (Schieferkohle, Glanzkohle) |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 0 |
Literatur | - Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 422 - Letsch, Emil; 1899; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, I. Lieferung; Seite 226-229;Die schweizerischen Molassen östlich der Reuss - Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917 (Kohlebergbau). |
Bemerkungen | Untermiocäne und oligocäne Süsswassernagelfluh. 2 km südöstlich Trogen und Engenhütten, 5 km nordwestlich Appenzell. Im Liegenden von Bunter Nagelfluh finden sich in blauen Sandsteinen, reich an Pflanzenresten, Kohlenschiefer sowie dünne Lagen von Glanzkohle und Schwemmholzstücke. Letsch (1899): Zusammenstellung aus diversen schriftlichen Ueberlieferungen. An vielen Orten zeigen sich auch im dichten Sandstein Adern von Steinkohle, Glanzkohle und Blätterkohle, welche zwar in Herisau und Trogen bergmännisch bearbeitet worden sind; aber die Versuche wurden, weil die Adern nicht mächtig genug waren, und anstatt in der Tiefe sich zu verstärken, bald wieder ausgingen und nicht mehr als einzelne Nester im Gestein sich zeigten, nicht fortgesetzt." Aus: Versuche zu einer naturhistorischen Beschreibung etc., zit. von J. G. Schläpfer, pag. 53 "Im Kanton Appenzell sind ebenfalls an vielen Stellen Nester von oft schönen Steinkohlen gefunden worden, aber nirgends aushaltende Flöze." Aus: Bericht der pyrotechnischen Gesellschaft, zit. Zürich 1840. Bei einer Wuhrbaute "im Seien bei Zürchersmühle an der Urnäsch" wurden Kohlen ausgegraben. "Die Gegend von Urnäsch bis Gonten hat kleinere Steinkohlenadern; so ist vor Jahren ein Bauer mit einem Sack voll Steinkohlen zu uns gekommen, die er beim Brunnengraben gewonnen hat und die in unserm Kessel gut brannten." Aus: Brief von Gebrüder Rietmann, Kohlenhandlung, St. Gallen, an die Kohlenkommission. 7. Mai 1896.- "Zwischen Teufen und Bühler, nahe bei einer Mühle, an der Strasse rechter Hand, ist ein zur Erweiterung der Strasse abgeschürfter Hügel aus beinahe perpendikularen Schichten von Mergel und Sandstein bestehend, vorhanden, welche kleine Adern von der Dicke eines Viertelzolles (7,5 mm) von Steinkohle enthalten." - "In der Gemeinde Speicher, im "Eggli" genannt, finden sich ebenfalls in dichtem Sandstein nicht unbedeutende Drusen von Steinkohlen." Aus: Versuche zu einer naturhistorischen Beschreibung etc., zit. von J. G. Schläpfer, pag. 54 "In Trogen wurden durch die Herren Zellweger kostbare Versuche durch kundige Ingenieure angestellt. Man fand zwar im Baschloch (2,5 km ESE Trogen, im Goldachtale) an mehreren Stellen und auf Neppenegg (SW Trogen, 1048 m) in dichtem blauem Quadersandstein Glanzkohlen von 3-9 cm Dicke, jedoch nicht in der Ausdehnung, dass sie mit Nutzen auszubeuten gewesen wären." Aus: Versuche zu einer naturhistorischen Beschreibung etc., zit. von J. G. Schläpfer, pag. 55 Vom noch weiter E gelegenen Ruppen gibt es eine Untersuchung von Herrn Dr. Früh: "Im Sommer 1884 wurde das Gebäude der ehemaligen "Krone" (zirka 935 m) auf dem Ruppen, dem bekannten Bergübergange zwischen Altstätten im Rheintale und Trogen, erweitert und zugleich der Keller vertieft und vergrössert. Hiebei wurden schwärzliche fette Mergel mit Petrefakten angeschürft und kleinere Kohlenflözchen angeschnitten. Die stärkste Schicht, erreichte ca. 5 cm. "Östlich ist die letzte Spur, die ich von Steinkohlen angetroffen habe, an der Landstrasse zwischen Wald und Heiden, im Kayen, an einem kleinen Hügel nahe beim Schulhause, wo sie jedoch in sehr schmalen Adern im Mergelsandstein vorkommt." Aus: Versuche zu einer naturhistorischen Beschreibung etc., zit. von J. G. Schläpfer, pag. 55 Deicke (über das Vorkommen etc., zit. (1856)) erwähnt ebenfalls noch Kohlen vom Westabhang der Handwiler Höhe, sowie vom Ostabhang, dem sogenannten Katzenschwanz (3 km NW Appenzell an der Sitter). Das St. Galler Museum enthält sodann noch: Kohlenschiefer mit Rutschlinsen vom Klustobel bei Brülisau; Kohlen von ob der Risi in Gais; gebänderte Kohle von "hinter dem Himmelsberge" W Appenzell. Mit letzterem Ausdruck könnte Katzenschwanz gemeint sein, oder auch Enggenhütten (1,2 km W Katzenschwanz; an der Strasse nach Hundwil) wo in den 18-Fünfzigerjahren eine Grube in Tätigkeit war, dann aber durch einen Schlipf verschüttet wurde. Fast alle Funde aus diesen Gegenden sind verkohlte Schwemmholzstücke in Mergel, Sandstein oder Nagelfluh. |
Mineralien | - Blätterkohle: - Dopplerit: nach Kenngott vom Gontenbad, in grosser Menge im Torf vorkommend. - Glanzkohle: - Schieferkohle: - Steinkohle: |
LNr | 036. |
Fundort | AR / Appenzell, Herisau |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 0 |
Literatur | - Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 420 |
Bemerkungen | Kenngott erwähnt Asphalt in Kalkstein zwischen Herisau und Teufen. |
Mineralien | - Asphalt: |
LNr | 037. |
Fundort | AR / Blatten, Goldach, Goldachschlucht, Grütli (Steinbruch), Lustmühle, St. Georgen, Schaugenbad, Seelaffen, Sitter, Staad, Steinach, Sturzenegg, Urnäsch, Zweibruggen, Zweibrücken |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 0 |
Literatur | - Büchi, Ulrich / Hofmann, Franz; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1945; Band 38; Heft 1; Seite 195 - 205; Über das Vorkommen kohlig-kieseliger Schichten und verkieselter Baumstämme in der obern marinen Molasse von St. Gallen |
Bemerkungen | Koordinaten Sturzenegg: 2'741’750 / 1'251’240, 740 m ü. M. Koordinaten Urnäsch-Dorf: 739.160 / 242.120, 835 MüM Koordinaten Staad/Seelaffen 2'759’010 / 1'261’010, 430 m ü. M. Aus der oberen marinen Molasse von St. Gallen, zwischen den klassischen Querprofilen der Goldach im E und der Sitter-Urnäsch im W, sind zwei Kohlenflöze bekannt. Stollen Sturzenegg: Schichten von Plattensandstein, Pechkohle und kohlig-kieselige Schichten, etc. Im Gebiete der Urnäsch haben wir ein Nordauskeilen des Flözes mit den kohlig-kieseligen Schichten. In der Gegend von St. Georgen ist das Flöz auf einer Strecke von über 300 m mehrmals aufgeschlossen, so im Stollen des Herrn Brägger (Bäckerei beim Friedhof), an der Steinach bei der Schokoladefabrik Maestrani und beim kleinen Weiher östlich derselben. Das Flöz kann also über 5,5 km verfolgt werden. Die kohlig-kieseligen Schichten: Dieses tiefschwarze matte Gestein wurde oft von früheren Autoren als harter, bituminöser Süsswasserkalk bezeichnet, obwohl schon A. Escher von der Linth in seinen Tagebüchern und später E. Letsch auf seinen kieselig-tonigen Charakter aufmerksam gemacht hat. Die chemische wie die mikroskopische Analyse ergaben, dass das Gestein, abgesehen von höchst seltenen kalkigen Molluskenschalen, ausschliesslich aus Quarz und kohliger Substanz gebildet wird. Parallel der Schichtung bemerken wir einen Wechsel von braunen Fasermassen, in mehr oder weniger dunkler Tönung, mit kleinen Bändchen und Drusen, die von Quarzkriställchen, der Grössenordnung 0.05 - 0,02 mm, erfüllt sind. Wir haben im W an der Urnäsch vier und an der Sitter zwei verschiedene Kalkhorizonte zu unterscheiden. Ein heller und ein dunkler, bituminöser Kalk liegt im unmittelbar Liegenden der kohlig-kieseligen Schichten; 2 m tiefer, an der Urnäsch, tritt ein heller, bituminöser Kalk auf, und endlich begleitet im Stollen von Sturzenegg ein sehr dunkler stark kohliger Kalk das tiefste Kohlenflöz oder vertritt es. Die Kohle, die gegenüber den kohligen und bituminösen Gesteinen zurücktritt, ist meist als glänzende sog. Pechkohle ausgebildet. Die untere Flözgruppe mit kohlig-kieseligen Schichten liegt unmittelbar über dem burdigalen Basiskonglomerat in der tiefen Goldachschlucht bei Schaugenbad. Das obere Flöz ist am rechten Ufer in einem heute noch begehbaren Stollen angefahren worden, während die beiden tieferen Flöze südlich Kasten ob der Nagelfluhwand aufgeschlossen sind.- Pechkohl: - Verkieseltes Holz: Innerhalb des Burdigalien von St. Gallen wurden an folgenden Orten verkieselte Baumstämme gefunden: Hauptfundstellen: - Im W an der Urnäsch in der unter der obern Kieselflözgruppe liegenden Nagelfluh. - über obiger Nagelfluh am kleinen Weiher E der Schokoladefabrik Maestrani St. Georgen. - Seelaffe Martinsbrücke-Blatten/Staad, kleiner Nebenbach E der Martinsbrücke an der Goldach. - Strandbildung im untersten Burdigalien an der Goldach. Weitere Fundstellen: - Innerhalb der Nagelfluh 90 m tiefer als jene im Liegenden der obern Kohlenflözgruppe an der Urnäsch. - Innerhalb der Ringelbergnagelfluh und darüber im Plattensandstein an der Sitter W Zweibruggen (heute Zweibrücken) und im Räume von St. Georgen. - Steinbruch im Basiskonglomerat an der Strasse St. Gallen-Teufen unterhalb Lustmühle. Spärliche Funde: - in den Plattensandsteinen dicht über der obern Seelaffe im Raume von Rorschach, in der oberen Seelaffe selbst bei Blatten/Staad und in der untern Seelaffe von Rossbüchel bei Wienacht. Einziger Fund aus dem Helvétien: Steinbruch in der oberen Grenznagelfluh bei Grütli (Strasse St. Gallen-Rehtobel). An den Hauptfundstellen treten die Stämme in grösserer Anzahl auf. Stämme von über 10 cm Durchmesser sind häufig. Die grössten Exemplare können 30 cm Durchmesser übersteigen und erreichen eine Länge bis über 10 m. Bei St. Georgen ist neben dem Stamme noch ein Teil des Astwerkes erhalten. In den Fundstellen E Borschach können nur ganz kleine verkieselte Holzstücke gefunden werden, auch treten sie nur sporadisch auf, was auf eine Verschwemmung aus den Hauptfundgebieten schliessen lässt. Mikroskopisch zeigen die Stämme meist eine ausgezeichnete Erhaltung der Holzstruktur. Die grösseren Stammexemplare zeigen meist eine schöne Erhaltung der Jahrringe und im Zentrum eine lockere, kohlige Masse, in die bis über 0,5 mm lange, zweispitzige, idiomorphe Quarzkriställchen eingelagert sind, die meist bituminöse Kerne umschliessen. Oft wird die Holzstruktur von Quarzkriställchen durchspiesst, ohne dass diese zerstört wurde. Aussen werden die Stämme meist von einer mehr oder weniger dicken, nicht verkieselten Kohlenschicht umgeben. Eine stellenweise einseitige Abnützung der Stämme lässt auf einen gewissen Transport schliessen. |
Mineralien | - verkieseltes Holz |
LNr | 038. |
Fundort | AR / Stein, Blindenau, Sitter |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'745’480 / 1'247’150 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner,Peter & Soom,Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 226 |
Bemerkungen | In der steilen Böschung der Sitter bei Blindenau. |
Mineralien | - Calcit: in der sogenannten Fingernagelform, bis 5 cm, weiss bis farblos. |
LNr | 039. |
Fundort | AR / Stein, Mülbach |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'744’660 / 1'247’820 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner,Peter & Soom,Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 227 |
Bemerkungen | Vor allem in der linken Böschung des Mülbachs südöstlich von Stein. |
Mineralien | - Baryt: rhombenförmig, bis 4 mm, glasklar, mit ausgeprägtem Oberflächenglanz. - Calcit: Rhomboederkombinationen, Skalenoeder oder als sogenannter Fingernagelcalcit, bis 4 cm, farblos oder weiss, teilweise mit schönem Oberflächenglanz. |
LNr | 040. |
Fundort | AR / Urnäschtobel, Teufelsmauern |
Region | Appenzell |
Koordinaten, ca. | 2'740’110 / 1'244’310 (Link) |
Literatur | - Kürsteiner, Peter & Soom,Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 229 |
Bemerkungen | Die Teufelsmauern befinden sich in der Flussböschung der Urnäsch, nördliche der Zürchersmühle bei Urnäsch (Kürsteiner, 2007). |
Mineralien | - Calcit: als sogenannter Fingernagelcalcit oder als Skalenoeder bis 3 cm, durchscheinend oder gelblich weiss. |
