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Kanton AG - Fundorte von Mineralien in der Schweiz

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Kanton AG

Fundorte > Aargau
Vorkommen im Kanton Aargau, Teil 1
Bezirke: Aarau, Baden, Brugg, Laufenburg  


Die Koordinaten sind mit der Karte von Swisstopo verlinkt.

Bild: Steinbruch Auenstein 2020

87 Beschreibungen
LNr
001.
Fundort
AG / Aarau, Distelberg, Distelberghöhe, Gönhard, Gönert
Region
Bezirk Aarau / Gemeinde Aarau
Koordinaten, ca.
Literatur
- Bernoulli, Christoph; Taschenbuch für die Schweizerische Mineralogie, Erstes Bändchen; 1811
- Keltenborn, P.; 1948; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 26, Teil 2; Erdölgeologische Untersuchungen in der Schweiz, II. Teil; 7. Abschnitt. Die Erdölfrage im Molassegebiet von Aarau und Umgebung.; Seite 39-51.
Bemerkungen
Beim Suchen nach Wasser fand man um 1840 im Gönhard, südlich Aarau, weichen Sandstein, der mit Petroleum durchtränkt und braun war. Von den Wassertümpeln im Stollen soll man das Petroleum mit Löffeln in Flaschen abgezogen haben, um es daheim zu brennen.
Mineralien
- Braunkohle: zuweilen wurden kleine Braunkohlenschmitzen und Blattabdrücke beobachtet.
- Ölsand:
LNr
002.
Fundort
AG / Aarau, Dolderstollen, Erlachstollen, Erlinsbach, Hinterstollen, Hungerberg, Küttigen, Lindgraben, Meyerstollen, Meyersche Stollen,
Notstollen, Riederstollen, Rombach, Schenkenberg, Sampelstollen, Tscharnerstollen, Trompeter;(Bohnerzabau)(ehem. Abbau)
Region
Bezirk Aarau / Gemeinde Aarau
Koordinaten, ca.
Literatur
- Bronner, Franz Xaver; Kurze Übersicht der einfachen Mineralien des Kantons Aargau. In: Neujahrsblatt für die aargauische Jugend, herausgegeben von der naturhistorischen Klasse der Gesellschaft für vaterländische Kultur im Aargau, 1819.
- Bronner, Franz Xaver; Historisch-geographisch-statistisches Gemälde der Schweiz. Der Canton Aargau; 1844; Sechzehnter Band. I. Theil; Seite 301, 302, 473.
- Falk Falcone, Bettina & Kündig, Rainer; Minaria Helvetica (Handschriftliche Akten aus dem Staatsarchiv des Kantons Aarau), (Mitte 19 Jh.); 2003; Heft 23a; Seite 3 - 46; Erzstollen am Hungerberg bei Aarau
- Wullschleger, Erwin; Mitteilungen der aargauischen Naturforschenden Gesellschaft; 2005; Band 36; Das Bohnerz von Küttigen: Entstehung, Fossilien- und Mineraliengehalt
Bemerkungen
Aarau, Hungerberg (Gipfel):                   2’644’800 / 1’249’920, 471 m ü. M.
Erlinsbach, Buchebene (östlicher Teil):  2’644’140 / 1'250'830, 510 m ü. M.
Erlinsbach, Trompeter:                           2'643'680 / 1’249’950, 470 m ü. M.
Küttigen, Lindgraben:                             2’645’160 / 1'250'860, 446 m ü. M.
Rombach, Hinterrain:                             2’645’770 / 1'250'700, 420 m ü. M.
Die Koordinaten zeigen auf den höchsten Punkt des Hungerberges. Dieser liegt nordöstlich von Aarau, zwischen Aarau und Erlinsbach. Im Heft 'Minaria Helvetica', Ausgabe 2003, Heft 23a, wird sehr ausführlich auf die Bergbauaktivitäten am Hungerberg eingegangen.
Im Gebiet der Gemeinden Küttigen und Erlinsbach sind mindesten seit dem 15. Jh. Erzvorkommen bekannt. Überwachsene Abraumhalden und Mulden zeugen noch heute von den frühen Erzausbeutungen, so zum Beispiel im oberen Lindgraben, im östlichen Teil der Buchebene, am Trompeter und auch am Hungerberg. Die ab 1740 aktivsten und ergiebigsten Abbauaktivitäten steuerten ab 1820 wegen unprofessionellem Abbauvorgehen dem Ende entgegen. Die letzte erfolglose Abbaukonzession erteilte die Behörde um 1860.
Das oberflächennahe Erz war wegen seines geringen Phosphor- und Schwefelgehaltes sehr geschätzt und wegen des kurzen Transportweges bis zur Aare wirtschaftlich attraktiv. Abgebaut wurde auch in mehreren hundert Meter langen Stollen (Küttigerstollen, Vorsichtstollen, Erlachstollen, Meyerschen Stollen), welche heute aber zerfallen und nicht mehr zugänglich sind. Aufschlüsse von kleinen Ausmassen sind selten aber heute immer noch zu finden, zum Beispiel an Bach- und Wegborten im Gebiet Hinterrain oder in der Buchmatt. Kalkknollen wurden wegen des geringen Erzgehaltes weggeworfen und später als Füllmaterial für die Waldwege verwendet. Funde von Erzbrocken und Bohnerzen sind entlang dieser Wege und der ehemaligen Transportwege ab und zu noch möglich. Auch in Maushaufen, Auswürfen von Fuchs- und Dachsbauten lässt sich in den ehemaligen Abbaugebieten erzhaltiges Material nachweisen.
Die in den Erzbrocken enthaltenen Mineralien erscheinen äusserst klein und zeigen ihre farbliche und strukturelle Schönheit erst unter dem Binokular. Die beschriebenen Mineralien entstammen der Arbeit von Bronner (1819), sind in altertümlicher Sprache und Namensgebung aufgeführt und teilweise heute nicht mehr in Gebrauch.
Ausser Magnetit und Pyrit kommen die oben aufgeführten Mineralien auch im Aufschluss von Biberstein vor. Bei einem Strassenbau im Gebiet Gheld, Biberstein (2'648'540 / 1’712’500, 410 m ü. M.) kam eine Zone von hellen Kalkbrocken mit Erzknollen und eine Bohnerzlage zum Vorschein.
Mineralien
- Amethyst: nur als Einschlüsse im roten Jaspis.
- Bernstein: weingelb, honiggelb, in kleinen Körnern im erdigen bituminösen Mergel am Hungerberg, glänzend wie Wachs, durchscheinend.
- Blauerde: wird schon in alten Beschreibungen von Bohnerzlagern erwähnt. Im Vorkommen von Küttingen erscheint sie in und auf Erzbohnen, als Belag und zusammen mit Ton als kleine, blaue Körner vorab im Kalkspat der Kalkknollen. Ob sie identisch ist mit dem heute Vivianit genannten Mineral, ist unklar.
- Bohnerz: an diversen Stellen am Hungerberg. Die Mächtigkeit der Bohnerzbildung schwankt zwischen 0 und 10 Meter.
- Bol: Rot, braun, ölgrün, graulichgrün, sehr weich, undurchsichtig, glanzlos, wird glänzend, wenn man mit dem Fingernagel darüberstreicht.
- Calcit: Stammt aus der Auslaugung von Kalk und Kalkmergeln und ist später wieder auskristallisiert worden.
- Eisenniere: (Limonit). Als Knollen gelblichbraun bis ockergelb. Besteht aus lauter übereinander gelegten Schalen oder Rinden. Zuweilen schliessen sie einen losen Kern ein, welcher beim Schütteln klappert (Bezeichnung für Klapper- oder Adlerstein).
- Eisenton: Tonvarietät, braun, rötlichbraun, bräunlichrot. In der alten Literatur noch aufgeführt, heute eine ungültige Bezeichnung.
- Feuerstein: in Form von Flintknollen, bestehend aus durchscheinendem Chalcedon oder undurchsichtigem Jaspis. In knolligen Stücken am Hungerberge bei Aarau.
- Goethit: von goldgelber Farbe, nur in sehr kleinen Mengen zu finden.
- Grüne Eisenerde: tritt in ähnlichen Formen auf wie die "Blauerde", ist aber seltener. Im Handstück sind die beiden Erden oft schwierig auseinander zu halten. Das in der alten Literatur als "Grüne Eisenerde" bezeichnete Mineral heisst heute Glaukonit. Dieser ist aber in der Regel eine marine Bildung. Die für dieses Vorkommen aufgeführte "Grünerde" ist wohl nicht mit dem Glaukonit identisch. Lauchgrün, feinerdig und färbt ziemlich stark ab.
- Hornstein: die früher nach dem Bruch bezeichneten Varietäten "Splittriger Hornstein" und "Muschliger Hornstein" laufen heute unter "Hornstein", ein silikatreiches Sediment aus der Gruppe der Kieselgesteine. Hornstein kommt mit schönen, roten, weissen oder rotgelben Farbenzügen am südlichen Abhang des Hungerberges vor. Eine blutrote Abart zeigt sich im Sandstein beim Hungerberg.
- Hämatit: ähnlich wie Limonit bildet er feinerdige bis kompakte Gemenge mit Ton und Quarzstaub, die intensiv dunkel- bis hellrot gefärbt sind. Hämatit findet man auch als eisenschwarze bis bläulichstahlgraue Krusten und Konkretionen.
- Jaspis: die Relikte aus den ausgelaugten Malmkalken bestehen aus durchscheinendem Chalcedon oder undurchsichtigem Jaspis.
- Jaspisartiger Toneisenstein: ein: auf den Feldern bei Erlinsbach findet man hin und wieder einen sehr dunkelrotbraunen und innen schimmernden Tonstein (ein pelitisches Sedimentgestein, Korngrösse kleiner 0,002 mm) und besteht überwiegend aus Tonmineralien (z.B. Montmorillonit, Illit). Weitere Gemengteile sind Quarz, Feldspat und Karbonate.
- Lepidokrokit: dünntafelig, glimmerartig, gelb bis rubinrot. - Limonit: vorab in der Gelberde und im Bolus auftretend. Auch in den Erzbohnen der Kalkknollen ist dieses Gemisch häufig. Das wichtigste Vorkommen ist aber der schwarz bis schwarz braun gefärbte Brauneisenstein. Er bildet die Konkretionen des Bohnerzes.
- Magnetit: gelegentlich als tiefschwarze, erdige Masse mit deutlichem Magnetismus und schwarzer Strichfarbe.
- Markasit: selten als kleine, messinggelbe Aggregate in den die Erzbohnen umfassenden Kalkspatkrusten der Kalkknollen. Haarkies (haarförmige Ausbildung) in der Farbe wie Pyrit, oft taubenfarbig angelaufen, als verworrenes Netz auf Kalkstein. Von gleicher Farbe wie der gemeine Schwefelkies, aber nicht so häufig, kommt der Strahlkies (strahlenförmige, runde Aggregate) vor, besonders bei Thalheim, selten im Jaspis am Hungerberg.
- Natürliches Berlinerblau: nur in kleinen dünnen Lagen kommt es in dem braunen Eisenton, sehr selten auch im Hornstein am Hungerberg vor, es ist schmutzig-dunkelblau und durchsetzt den zerklüfteten Ton, färbt ziemlich stark ab.
- Pyrit: selten als kleine messinggelbe Aggregate in den die Erzbohnen umfassenden Kalkspat krusten der Kalkknollen. Auffällig ist die offenbare Nähe zwischen Pyrit und Blau- bzw. Grünerdevorkommen.
- Pyrolusit: häufig als eisenschwarze, oft glänzende Kruste auf Kalkknollen und Bolusbrocken.
- Quarz: tritt in Form von Flintknollen / Feuerstein auf. Neben Flintknollen aus den Malmkalken findet man Quarzknollen, die als sekundäre Bildungen im Siderolithikum entstanden sind. Sie sind klein bis nussgross, stark limonitbraun gefärbt, ohne Verwitterungskruste, gelegentlich mit Spuren von Vererzung.
- Siderit: kommt zusammen mit Limonit im Krusteneisenerz und als nachträgliche Bildung in Klüften und angewitterten Randzonen vor.
- Ägyptischer Jaspis: (Aegyptenstein), blutrot, bräunlichgrau, braun, mit ästigen Zeichnungen. Völlig glanzlos, geht in den muschligen Hornstein über. Auch im Sandstein in grauer Farbe zu finden. Der braune und blutrote schliesst zuweilen Amethyst oder eine Erde, die der Porzellanerde nahe kommt, oder Toneisenstein ein.
- Ölsand: am NE-Abhang des Hungerberges auf ca. 475 m ü. M.
LNr
003.
Fundort
AG / Densbüren, Denschbüren, Bann  
Region
Bezirk Aarau / Gemeinde Densbüren
Koordinaten, ca.
Literatur
- Bronner, Franz Xaver; Historisch-geographisch-statistisches Gemälde der Schweiz. Der Canton Aargau; 1844; Sechzehnter Band. I. Theil; Seite 301.
- Wullschleger, Erwin; Mitteilungen der aargauischen Naturforschenden Gesellschaft; 1977; Band 29; Seite 7 - 128; Beiträge zur Mineralogie des Aargauer Juras
Bemerkungen
An einem Waldweg im Bann, nordöstlich von Densbüren, sind Gesteine der Birmenstorfer Schichten aufgeschlossen. Dabei sind die folgend aufgeführten Mineralien gefunden worden. Ein kurzer Besuch bei den Koordinaten 2'647'261 / 1'257'110 zeigte ein überwachsenes Wegbord mit vereinzelten verwitterten Ammoniten ohne Hohlkammern. Wegen der Überwucherung sind die Schichten nicht mehr sichtbar, sie müssen mit grösserem Aufwand freigelegt werden.
Mineralien
- Calcit: im Gestein, besonders im Bereich der Schwämme, sind häufig kleine Drusen bis zu 2,5 cm Grösse zu beobachten. Von der Wandung her sind die Hohlräume ganz oder teilweise gefüllt mit farblosem bis weissem Calcit. In der Regel ist er spätig ausgebildet; soweit er frei wachsen konnte, zeigen die Kristalle einen gedrungenen Habitus, wobei komplexe, vielflächige Formen auftreten.
- Glaukonit: bis 0,2 mm grosse, dunkelgrüne, unregelmässig geformte Körner.
- Limonit: entstanden aus verwittertem Pyrit.
- Pyrit: Einzelkristalle bis 4,5 mm und Aggregate im Gestein. Kombinationen des Würfels und des Oktaeders sind zu erkennen. Der Pyrit ist meist angewittert, mehr oder weniger zu Limonit umgewandelt und kommt in den Drusen nur spärlich vor. Frische Kristalle sind kaum zu finden.
- Sphalerit: zusammen mit Calcit, oft auch alleine im Gestein, ist eine beachtliche Menge Sphalerit ausgeschieden worden. In den Drusen als leistenförmige Kristalle/Aggregate rand ständig angeordnet und bis 1 cm gross. Tiefschwarz, in dünnen Schichten hellgelb, teilweise in Calcit eingebettet.
- Splittriger Hornstein: er findet sich im Stinkstein (Gestein mit bituminöser Beimengung) von Densbüren, wo er Platten bildet.
LNr
004.
Fundort
AG / Densbüren, Denschbüren, Staffelegg (ehem. Abbau, Passhöhe)
Region
Bezirk Aarau / Gemeinde Densbüren
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Die Grube liegt unmittelbar an der Strasse von Aarau nach Frick, 150 Meter nördlich der Staffelegghöhe und ist gut zugänglich. Der Abbau ist seit längerer Zeit eingestellt. Die Mineralien sind eher von kleiner Ausbildung, Funde sind selten.
Mineralien
- Baryt: krustenförmig, faserig.
- Barytocoelestin: blaue, tafelige (1. Generation); rötliche, leistenförmige Kristalle (2. Gen.).
- Calcit:
- Coelestin: lose Kristallbruchstücke.
- Hämatit: als kleinste dendritische Gebilde.
- Pyrit: als Knauer bis 30 mm, bestehend aus kleinen Würfeln und Oktaedern, oft oxidiert.
- Sphalerit: nur körnig, gelb bis orangebraun, hochglänzende Bruchflächen.
LNr
005.
Fundort
AG / Küttigen, Asperchlus, Horenbach
Region
Bezirk Aarau / Gemeinde Küttigen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Wullschleger, Erwin; Mitteilungen der aargauischen Naturforschenden Gesellschaft; 1977; Band 29;Seite 7 - 128; Beiträge zur Mineralogie des Aargauer Juras
Bemerkungen
Unmittelbar hinter der Asperchlus sind wenige aus dem Opalinuston stammende Septarien gefunden worden. Zumal es sich um eine «klassische» Fundstelle handelt, ist es eigentlich erstaunlich, dass nicht mehr solche Knauer vorhanden sind. Das kann mit der bereits vor Jahrzehnten erfolgten Verbauung des Baches erklärt werden. Sperren verhindern die Erosion, das Bachbett ist heute völlig mit Kalktuff ausgekleidet. Der Opalinuston ist nicht mehr aufgeschlossen.
Mineralien
- Calcit: bedeckt die Wände der schmalen Risse mit weissen, bis 3 mm grossen, einfachen Kristallen.
- Coelestin: in weissen bis leicht rosa gefärbten, dünntafeligen Kristallen sowie derb in den Schwundrissen.
- Dolomit: in hellgelben, halbkugeligen, bis 1 cm grossen Aggregaten.
- Pyrit: in sehr kleinen Würfeln (0,05 mm).
LNr
006.
Fundort
AG / Küttigen, Bernhalde
Region
Bezirk Aarau / Gemeinde Küttigen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Wullschleger, Erwin; Mitteilungen der aargauischen Naturforschenden Gesellschaft; 1977; Band 29;Seite 7 - 128; Beiträge zur Mineralogie des Aargauer Juras
Bemerkungen
Vom Bänkerjoch führt durch die Bernhalde eine Waldstrasse zum östlich gelegen Herzbergerhof. Nach einer leichten Steigung verläuft der Weg nach ca. 500 wieder abwärts. Von hier aus kann am linken Wegbord auf einer Strecke von ca. 150 Meter der Trigonodusdolomit beobachtet werden. Dabei zeigen einzelne Brocken die für dieses Gebiet typischen blasenartigen Calcitdrusen, welche ab und zu Quarzaggregate in kugeliger oder wilder Form bis 3 cm enthalten.
Mineralien
- Calcit:
- Quarz: Quarzaggregate in kugeliger oder wilder Form bis 3 cm, weiss.
LNr
007.
Fundort
AG / Küttigen, Bänkerchlus, Breitematt (ehem. Abbau)
Region
Bezirk Aarau / Gemeinde Küttigen
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Bänkerchlus, westseitig (Breitematt): 2’644’940 / 1'253'120, 510 m ü. M.
Hinter der Bänkerchlus, Ostseite: 2’645’440 / 1'252'700, 520 m ü. M.
Im Bereich der ehemaligen Tongrube, westlich der Bänkerchlus, treten einige grössere Septarien auf, wie sie aus anderen Zonen des Opalinustones bekannt sind. Im tieferen Bereich des Aufschlusses Bänkerchlus (w) können bis 15 cm grosse, zähe, blaugraue Kalkkonkretionen gefunden werden, die aus vielen kleinen zusammengewachsen sind. Hohlräume sind mit Pyrit, Calcit, Coelestin und weissem Baryt ausgefüllt. Alle Mineralien kommen nur in kleiner Ausbildung vor. Die engen Verhältnisse in der Grube erlaubten bald keinen rentablen Abbau mehr. Zudem befindet sich das Gelände in einer Landschaft von kantonaler und nationaler Bedeutung, kommen hier doch die beiden hochgradig gefährdeten Schmetterlingsarten Grosser und Dunkler Moorbläuling vor. Beide galten im Kanton Aargau als ausgestorben. Die geplante Renaturierung wird bis 2028 abgeschlossen sein. Hinter der Bänkerchlus, auf der Ostseite der Strasse, neben der alten Gipsmühle (Gipsribi) sind im Opalinuston einer alten Grube ebenfalls Septarien mit mineralienhaltigen Schwundrissen gefunden worden.
Mineralien
- Baryt: in den Pyritkonkretionen oder als erdige weisse Masse in Form eines Belages oder als Kruste auf den zahlreichen Klüftchen. Auch im Ton selbst kann Baryt gefunden werden. Schwundrisse sind mit pulvrigem, korrodiertem Baryt ganz oder teilweise gefüllt.
- Barytocoelestin: Mischkristalle bis mehrere cm Länge und von beiger bis rosaroter Farbe.
- Calcit: in den Schwundrissen der Septarien: skalenoedrischer Calcit, meist 1 bis höchstens 4 mm gross. Gelegentlich stark korrodiert und mit einem dünnen Belag von Limonit bedeckt. Dem Calcit aufgewachsen ist reichlich Coelestin und teils auch Eisendolomit.
- Coelestin: dem Calcit aufgewachsen, farblos, weiss, hellrosa, hellblau, in dünn-, z.T. aber auch ausgesprochen dicktafeliger Ausbildung. Vor allem auf der Ostseite der Strasse in grosser Menge in den Rissen der Septarien in unterschiedlichster Ausbildung und Farbe, dünn-, dicktafelig, gestreckt, faserig, strahlig, kugelig aggregiert, weiss, farblos, rosa.
- Dolomit: auf Calcit aufgewachsen.
- Kaolinit: das Mineral liegt randständig in einem mit Calcit gefüllten Riss und ist, umhüllt von einer rotbraunen Haut, rein weiss.
- Limonit:
- Muskovit: es fällt auf, dass die die Pyritknollen umgebenden Tonschichten reich an verhältnismässig grossen Muskovitblättchen sind (bis 0,5 mm).
- Pyrit: kleine flache Konkretionen, feinkristallin, eher selten. In den Mergelkalkkonkretionen oft etwas korrodiert und lässt undeutlich dünntafelige, strahlig angeordnete Aggregate erkennen. Pyrit erscheint in den Schwundrissen der Konkretionen auch fein verteilt in würfeliger Ausbil dung. Im Innern der Konkretionen zeigen sich gelegentlich Risse, die Calcit und Baryt enthalten.
- Sphalerit: in den Pyritkonkretionen. Nahe den Rissen, aber nie in den Hohlräumen selbst, findet sich fast schwarzer Sphalerit. In den Mergelkonzentrationen: in meist schön ausge bildeten Kristallen von hellrosabrauner Färbung. Die Grösse der Kristalle reicht bis 0,7 mm. Zur Seltenheit kann im Baryt eingelagerter Sphalerit beobachtet werden.
- Strontianit: bis 1,5 mm kleine Pusteln radialstrahligerAnordnung, spärlich, nadelförmig, weiss. Kleine, bis 1 mm messende kugelige Aggregate, weiss, nadelig ausgebildet.
LNr
008.
Fundort
AG / Küttigen, Bänkerjoch, Riepel (ehem. Abbau)
Region
Bezirk Aarau / Gemeinde Küttigen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Andermatt, P.J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
- Parker, R. L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 368
Bemerkungen
Etwa in der Mitte der Strecke Küttigen - Bänkerjoch führt nach rechts ein Fahrsträsschen zur aufgelassenen Gipsgrube Riepel. Ungefähr dort, wo der Fischbach überquert wird, durchquert auf der linken Strassenseite der Trigonodusdolomit das Gelände. Ca. 20 Meter ab dem Waldrand liegen, durch entwurzelte Bäume freigelegte Brocken dieser Gesteinsschicht. Die beigefarbenen, sandartigen Brocken, enthalten zahlreiche, für dieses Gestein typische Calcitdrusen bis mehrere cm Grösse. Die rhomboedrischen klaren Kriställchen erreichen nur 2 mm Grösse. Der in diesen Drusen ab und zu vorkommende Quarz konnte hier nicht gefunden werden. Diese Ausbildungsart ist im Trigonodusdolomit des Juragebietes weit verbreitet. Durch die Schaffung von kleinen Gruben in der aufgegeben Gipsgrube, können an feuchten Stellen wieder Gelbbauchunken (wegen seines glockenhellen Rufes auch als Glögglifrosch bekannt) beobachtet werden. Mehrere rufende Tiere ähneln dem Klang eines Glockenspiels. Mineralien im Sinne von Kristallen sind in der Grube kaum noch zu finden, doch ist ein Besuch der Föhren-Orchideenwälder, Felsbänder und Feuchtstellen jedenfalls eine Empfehlung wert. Die ehemalige Gipsgrube Riepel ist seit 2014 in eine Schutzzone eingestuft. Daraus folgte, dass die alten Gebäude abgerissen werden mussten. Einzig die Rutsche soll als eine Art Industriedenkmal im Wald stehen bleiben.
Mineralien
- Alabaster: feinkörnig, weiss bis ziegelrot und gut aufgeschlossen. Wechsellagernd mit verschieden farbigen Tonen, Mergeln und wenig Sandstein sind viele Gipsschichten unter schiedlicher Mächtigkeit vorhanden.
- Galenit: mit Sekundärprodukten überzogene Würfel (Grösse nicht bekannt).
- Gips: als sogenannter Fasergips, selten in Kristallen.
LNr
009.
Fundort
AG / Küttigen, Gross Wolf (Galmet) (ehem. Abbau)
Region
Bezirk Aarau / Gemeinde Küttigen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Wullschleger, Erwin; Mitteilungen der aargauischen Naturforschenden Gesellschaft; 1977; Band 29;Seite 7 - 128; Beiträge zur Mineralogie des Aargauer Juras
Bemerkungen
Grube (G): 2’645’760 / 1'253'350, 650 m ü. M. Westlich (w) 2’645’580 / 1'253'440, 660 m ü. M. Westlich des Gross Wolf finden sich in dichtem Kalk neben Calcit sehr spärlich kleine Aggregate von feinkristallinem Pyrit und Sphalerit. Selten sind auch bis 15 cm grosse Kalkkonkretionen mit mineralienhaltigen Hohlräumen zu finden. In der ehemaligen Grube (heute teilweise renaturiert) sind die tiefsten Schichten des Opalinustones aufgeschlossen worden, die Kalkkonkretionen erreichten hier Grössen bis 30 cm. Die westlich des Gross Wolf beschriebenen Mineralienausbildungen sind mit (w) markiert, die Grubenfunde mit (G). Im Nordteil der Grube wurde durch den Abbau eine lithostratigraphisch und paläontologisch äusserst interessante Lias-Wand freigelegt. Sie birgt zahlreiche Fossilien und ist als geologisches Objekt geschützt.
Mineralien
- Baryt: (w): als erdige weisse Masse in Form eines Belages oder als Kruste auf Klüftchen, ist aber auch im Ton selbst anzutreffen. (G): in Klüften, die die Konkretionen quer durchschlagen und in Schwundrissen ist Baryt auskristallisiert. In den schmalen Rissen bildeten sich milchigweisse faserige Kristalle in strahligen Aggregaten.
- Calcit: weiss, farblos, klein, skalenoedrisch.
- Coelestin: (w) nur farblos und klein. (G): farblos, bläulichweiss, blassrötlich, überwiegend als spätige Kristalle, wobei dünn- bis dicktafelige Formen überwiegen. Selten in rosafarbiger sehr feinfaseriger Ausbildung. Oft sind die Hohlräume völlig mit Coelestin ausgefüllt, freie Kristalle sind deshalb selten.
- Dolomit: (G): hellgelb, schneeweiss, selten. Die Aggregate sitzen dem Calcit auf, teils mit Coelestin überwachsen.
- Gips: (G): tritt sehr selten auf, bis 5 mm, wasserklar, zusammen mit Calcit.
- Goethit: (G): im Calcitrasen liegen mehrere bis 1 cm lange, nur 0,3 mm breite, schlanke Kristalle von Nadeleisenerz (Goethit). Sie sind von rotbrauner Farbe und zeigen starken Glanz. Zum Teil haben sie die Calcitkristallen durchwachsen, vereinzelt liegen sie völlig frei.
- Markasit: (G): in den Hohlräumen als kugelige Aggregate bis 7 mm Durchmesser, strahlige Anordnung der Kristalle.
- Muskovit: (G): in sehr feiner Ausbildung und mit dem Gestein vermischt. In den die Pyritknollen umgebenden Tonschichten erscheinen Muskovitblättchen bis 0,5 mm.
- Pyrit: (w): spärlich, kleine Aggregate, feinkristallin. (G): in sehr feiner Ausbildung und mit dem Gestein vermischt. In den Hohlräumen als dünne Beläge, bestehend aus kleinen würfeligen Pyritkristallen.
- Sphalerit: (w): spärlich, kleine Aggregate, feinkristallin. (G): dunkel, braunrot, mit starkem Glanz bis 1 mm.
LNr
010.
Fundort
AG / Küttigen, Homberg
Region
Bezirk Aarau / Gemeinde Küttigen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Bronner, Franz Xaver; Kurze Übersicht der einfachen Mineralien des Kantons Aargau. In: Neujahrsblatt für die aargauische Jugend, herausgegeben von der naturhistorischen Klasse der Gesellschaft für vaterländische Kultur im Aargau, 1819.
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 329
Bemerkungen
Aus der Gegend Homberg, der nordöstlich von Küttigen liegt, werden schon früh von Bronner (1819) und Kenngott (1878) Coelestin und Strontianit erwähnt.
Mineralien
- Coelestin: faserig, am Bach am Homberg hinter Küttigen.
- Strontianit: blättrig, blasshimmelblau bis blaulichgrau oder milchweiss und wasserklar, auch pfirsichblütenrot am Homberg, in Klüften laibförmiger Mergelknollen, glasig glänzend, durch sichtig, in kleinen sechsseitigen Säulchen, zusammen mit kleinen Calcitpyramiden. Dann strahlig, graulichweiss, rötlichweiss, auf dem Bruche faserig, besonders im Bachbett am Homberg hinter Küttigen. Um welche Stelle es sich genau handelt, kann heute nicht mehr eruiert werden.
LNr
011.
Fundort
AG / Küttigen, Königstein, Egg, Brunnenberg, Wilenbergbach
Region
Bezirk Aarau / Gemeinde Küttigen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Wullschleger, Erwin; Mitteilungen der aargauischen Naturforschenden Gesellschaft; 1977; Band 29;Seite 7 - 128; Beiträge zur Mineralogie des Aargauer Juras
Bemerkungen
Egg, Hinter Königstein: 2’644’340 / 1'252'780, 620 m ü. M.
Mösli (N unterhalb Königstein): 2’644’380 / 1'252'900, 580 m ü. M.
Zusammenfluss Fischbach/Wilenbergbach: 2’645’020 / 1'253'010, 485 m ü. M.
Egg (Nordhalde), Brunnenberg: 2’644’300 / 1'252'770, 640 m ü. M.
Wilenbergbach (Wasserfluebach): 2’644’520 / 1'253'010, 560 m ü. M.
- Die Opalinus-Schichten, welche sich von der Eggmatten gegen die Bänkerchlus ziehen, enthalten im oberen Bereich zahlreiche Septarien verschiedener Grösse. Bei Erdbewegungen am Hinter Königstein sind aus den Opalinus-Schichten zahlreiche Septarien an die Oberfläche gelangt. Ebenfalls sind im Bett des Wasserflue-Baches im Laufe der Zeit Septarien, teils in Grössen bis 40 cm, angereichert worden. Eine Besonderheit der Septarien sind die Risssysteme im Inneren. Je toniger das Gestein und je grösser die Konkretion ist, um so ausgeprägter und ausgedehnter sind die Hohlräume, kleine Septarien enthalten keine Hohlräume. Die Risse werden nach aussen schmaler und enden 1 - 2 cm unter der Oberfläche, deuten sich aber auf der Aussenseite als Nähte oder eingesunkene Teile der Oberfläche an. An solchen Anzeichen ist zu erkennen, dass es sich um eine «kristallhaltige» Septarie handelt. Leider werden die empfindlichen Mineralien durch das Aufschlagen der Septarien gerne zerstört. Der in der Literatur aufgeführte Fischbach lieferte keine Septarien, hingegen erschienen diese am Wilenbergbach in beträchtlicher Grösse und mit reichhaltigen Schwundrissen (Stand März 2021). Funde sind in der ganzen Opalinuszone möglich, allerdings bedeckt die üppige Überwachsung das Gelände.
- In den Opalinus-Schichten an der Nordhalde der Egg (Brunnenberg) liegen neben den meist grossen Knauern, Septarien, auch spärlich Toneisenstein-Geoden, als kleine bis etwa 8 cm messende Knollen. Am frischen Bruch von graubrauner bis graugelber Farbe ist die der Verwitterung ausgesetzte Aussenschicht wegen des meist hohen Eisengehaltes auffällig braunrot gefärbt. Je härter der Toneisenstein ist, umso eher sind darin Mineralien zu finden.
- Die Murchisonae-Schichten, dem Hangenden zu den Opalinustonen, werden im Bereich der Egg (Brunnenberg) von tonigen, etwas sandigen Kalken repräsentiert, auch spätige Kalke und feinkörnige Oolithe kommen vor. Dieses Gestein ist von Tonhäuten und -schlieren durch setzt; die Kalkbänke sind von Mergel- und Tonschichten unterteilt und stark geklüftet. Fossilien finden sich häufig, sie sind aber in der Regel schlecht erhalten. In Klüften oder in Hohlräumen von Fossilien treten interessante Mineralvergesellschaftungen auf.

Bergrutsch Königstein.
Für den Mineraliensammler unbedeutend. Lediglich etwas Calcit und zersetzter Pyrit können im Hauptrogenstein gefunden werden. Die Murchisonae-Schichten, dem Hangenden zu den Opalinus-Tonen, enthalten teils stark geklüftete Kalkbänke. Schlecht erhaltene Fossilien mit Mineralien sind zu finden. Mit dem Bergrutsch von 1999 sind die Murchisonae-Schichten teilweise überdeckt worden. Interessant sind die unterhalb des Königstein im Bachbett des Wilenbergbach liegenden Septarien.
Mineralien
- Baryt: Egg (Nordhalde): pulvrig, teils undeutlich strahlig aggregiert, blass-cremefarbe, in den Drusen dem Calcit aufgewachsen.
- Brauner Glaskopf: Egg (Nordhalde): äusserst spärlich vorkommend.
- Calcit:
 - Königstein: skalenoedrisch, bis 4 mm, die Wände der Schwundrisse belegend.
 - Fischbach: farblos oder weiss, spätige Ausbildung, die Schwundrisse ausfüllend.
 - Egg (Nordhalde): in Klüftchen, als kleine, weisse bis rot-braune skalenoedrische Kristalle.
- Coelestin:
 - Königstein: tritt im Bereiche Egg/Brunnenberg auffällig reichlich auf. Schwundrisse enthalten fast immer Coelestin. Ausbildung und Farbe der Coelestinkristalle stehen in einem gewissen Zusammenhang:
   - faserig -> lachsrot-blassrosa,
   - langgestreckt-dünntafelig -> blassrosa-farblos-weiss
   - dünntafelig -> blassrosa-farblos-blassblau (häufig, bis 3 mm dick)
   - dicktafelig-prismatisch -> weiss-grünlichweiss-himmelblau (bis 7 mm dick)
 - Fischbach: farblos bis hellblau, prismatisch oder tafelig.
 - Egg (Nordhalde): weiss, hellblau, rosa, in den Hohlräumen von Fossilien und in Schwund rissen, dem Calcit aufgewachsen, tafelig und strahlig angeordnet; selten faserig.
- Dolomit:
 - Königstein: nur in geringen Mengen vorkommend, kugelige bis dickkrustige Aggregate auf Calcit, hellgelb bis rotbraun. Einzelindividuen zeigen die typischen gekrümmten Flächen.
 - Egg (Nordhalde): tritt an dieser Fundstelle häufig auf und ist oft dem Calcit aufgewachsen.
- Limonit: Egg (Nordhalde): häufig, sei es als verwitterter Pyrit, sei es als erdiges Material in einem schwach oolithischen mergeligen Kalk oder als Kruste und Füllung von Wurmgängen.
- Markasit: Königstein: tafelig, zusammen mit Pyrit dem Calcit aufgewachsen.
- Pyrit:
 - Königstein: spärlich, würfelig, bis 1 mm gross, oft zu Aggregaten verwachsen und zwischen den Calcit- und Coelestinkristallen oder ist ihnen in den äusseren Schichten ein- bzw. aufgewachsen; gelegentlich kommt Pyrit auch in krustiger Form vor. Er tritt nicht nur in den Schwundrissen, sondern auch im Mergelkalk der Septarien auf. Soweit sauerstoffhaltiges Wasser in die Risse einfloss wurde der Pyrit zu Limonit umgewandelt - die Calcitkristalle sind dann mit einem dünnen gelbbraunen Belag versehen.
 - Fischbach: als unregelmässig geformte Aggregate im Gestein oder in den Schwundrissen schichtartig abgesetzt.
 - Egg (Nordhalde): reichlich vertreten in Form von Kluftfüllungen, feinkristallinen Aggregaten im Gestein oder als würfelige oder oktaedrische Einzelkristalle.
- Quarz: Egg (Nordhalde): selten, glasklar, bis 2 mm und als Quarzkristall nicht einfach zu erkennen.
- Sphalerit:
 - Fischbach: findet sich als kleine, tiefschwarze und bis 1 mm messende Flitter im Gestein oder randständig in den Rissen.
 - Egg (Nordhalde): schwarz bis harzfarbig, äusserst selten als leistenförmige Aggregate bis 4 x 0,3 mm im Coelestin oder diesen durchwachsend.
LNr
012.
Fundort
AG / Küttigen, Staffelegg, Stäglimatt (ehem. Gipsgrube)
Region
Bezirk Aarau / Gemeinde Küttigen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Bronner, Franz Xaver; Kurze Übersicht der einfachen Mineralien des Kantons Aargau. In: Neujahrsblatt für die aargauische Jugend, herausgegeben von der naturhistorischen Klasse der Gesellschaft für vaterländische Kultur im Aargau, 1819.
- Bronner, Franz Xaver; Historisch-geographisch-statistisches Gemälde der Schweiz. Der Canton Aargau; 1844; Sechzehnter Band. I. Theil; Seite 473.
- Frei, A.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1954;Band 34; Heft 2; Seite 280 - 299; Die Mineralien der schweizerischen Gips- und Anhydritlagerstätten
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363,365,369
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 119
Bemerkungen
Die stillgelegte Grube liegt ca. 500 Meter südwestlich der Staffelegg, ist heute noch gut sichtbar und über einen Fussweg leicht zu erreichen. Über Jahrhunderte wurde hier ein in Bildhauer kreisen weitum geschätzter Alabaster gewonnen. Taufsteine und Abendmahltische aus dem 17. Jh. sind noch heute in Kirchen zu bewundern, z.B. auf Kirchberg bei Küttigen.
Mineralien
- Alabaster: weiss bis rötlich, meist grau geadert. Bronner: der Alabasterbruch auf der Höhe der Staffelegg lieferte zwar in den Jahren von 1806 bis 1810 sehr schönen rosenrothen, fleischrothen und schneeweissen Alabaster in Blöcken für Bildhauer; allein man fand sie doch für Kunstwerke zu weich, zu salzartig und brüchig. Es war beinahe unmöglich, schöne hohle Vasen für sanfte Nachtbeleuchtungen daraus zu formen, und den Statuen, Reliefs und Basreliefs, welche daraus gebildet wurden, fehlte es an Haltbarkeit.
- Amethyst: bereits 1819 enthält ein weiteres Neujahrsblatt für die aargauische Jugend eine «Kurze Übersicht der einfachen Mineralien des Kantons Aargau». Die Verfasser F.X.Bronner und Andreas Wanger gaben eine detaillierte und umfassende Darstellung. Es sei daraus erwähnt: «Amethystquarz sehr selten, nur in Kammern eines Ammonshornes an der Staffelegg, neben sechsseitigen Kalkpyramiden gefunden.
- Blättriger Braunkalk: eine veraltete Bezeichnung für Ankerit oder Dolomit. Kristallisiert in stark verschobenen Würfeln von rötlichweisser Farbe an der Staffelegg.
- Calcit: im Mergel oder in oder auf Fossilien.
- Coelestin: blau, tafelig, rötlich, leistenförmig, Baryto-Coelestin, aus den Opalinustonen.
- Gips: im Trias (Mittlerer Keuper): Einzelkristalle, faserig, weiss, seidenglänzend. Im Ton eines Keupergips-Aufschlusses: um 1950 sind auf einer kleinen Kluftfläche ausser ordentlich schöner Fasergipse mit hervorragendem Seidenglanz gefunden worden. Die Fasern der noch bergefeuchten Handstücke sind nahezu farblos durchsichtig und erreichen gegen 10 cm Länge. Selten treten wasserhelle und farblose Einzelkristalle bis über 1 cm auf.
- Pyrit: im oberen Lias der Staffelegg.
- Sphalerit: im oberen Lias.
- Strontianit: nesterweise, blättrig, blasshimmelblau, blaulichgrau, milchweiss, wasserklar oder pfirsichblütenrot. Ob es sich hier wirklich um Strontianit handelt, ist fraglich.
- Toneisenstein: nach Bronner (1819): rogenartiger Toneisenstein: an der Staffeleck bricht er mit rötlicher Farbe, äusserst kleine Bohnen und Linsen enthaltend, Ammoniten und andere Versteinerungen enthaltend, wird er sichtbar an der Staffelegg, auf einem Lager, etwa 12 bis 20 Fuss (3.5 - 6 Meter) dick, den Mergel bedeckend, welcher auf Rogenstein liegt.
LNr
013.
Fundort
AG / Küttigen, Wasserflue, Wasserfluh
Region
Bezirk Aarau / Gemeinde Küttigen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Andermatt, P.J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
- Bronner, Franz Xaver; Kurze Übersicht der einfachen Mineralien des Kantons Aargau. In: Neujahrsblatt für die aargauische Jugend, herausgegeben von der naturhistorischen Klasse der Gesellschaft für vaterländische Kultur im Aargau, 1819.
Bemerkungen
Bei der Cheer (Strasse Küttigen - Bänkerjoch) dem Bächlein entlang bis zum Waldrande hinauf. Dort nach links etwas ansteigend, vorbei an "Haltinger’s Quellenweg", einer am Baum befestigten Tafel und einem silberfarbigen Fass am Boden. Von hier noch ca. 100 m weiter bis zu einem kleinen Opaliniston-Rutsch. Die Septarien liegen in den Opalinusschichten und selten, wenn herausgewaschen, im Rutschmaterial. Sie erreichen bis 35 cm Durchmesser und 15 cm Dicke. Die grösseren Exemplare sind durch Druck, Wasser und Eis teils schon aufgesprengt und die enthaltenen Mineralien in schlechtem Zustand. Vor allem der reichlich vorkommende Coelestin kann kaum in Kristallen von über 1 cm geborgen werden. Zu schmal sind die immer mit Calcit belegten engen Schwundrisse. Nebst den bei den erwähnten Mineralien tritt Pyrit in äusserst kleinen, unter 0.5 mm grossen würfeligen Kriställchen auf und dem Calcit und Coelestin goldglänzend ein- oder mattbraun aufgewachsen. Als weiteres, ebenfalls äusserst kleines Mineral zeigte sich Goethit. Die fündige Zone liegt im oberen Drittel des Rutsches.
Mineralien
- Baryt: faserig, schneeweiss.
- Calcit: in skalenoedrischer Ausbildung, klein, weiss bis bräunlich und immer rasenartig in den Rissen.
- Coelestin: durchsichtig, flachtafelig, bis 2 cm, teils mit winzigen Einschlüssen von würfeligem Pyrit.
- Goethit:
- Pyrit: würfelige und glänzende Kristalle im mm-Bereich in und auf Coelestin und Calcit.
- Strontianit: Bronner: blättriger Strontianit: blasshimmelblau, blaulichgrau, milchweiss und wasserklar, auch pfirsichblütenrot in den Tälern und Bächen der Wasserfluh, an der Staffeleck und am Homberg, in Klüften laibförmiger Mergelknollen, glasig glänzend, durchsichtig, in kleinen sechsseitigen Säulchen, zusammen mit kleinen Kalkspatpyramiden.
LNr
014.
Fundort
AG / Baden, Häfeler, Kappeler Höfe, Kappelerhöfe, Wil;(Bohnerzabbau)
Region
Bezirk Baden / Gemeinde Baden
Koordinaten, ca.
Literatur
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19
Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2; Seite 217 - 247; Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisen- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz
- Gruner, G. S. (1775): Versuch eines Verzeichnisses der Mineralien des Schweizerlandes
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Scheuchzer, J. J. (1707): Beschreibung der Naturgeschichte des Schweizerlandes
Bemerkungen
Kappeler Höfe: die Abbaustellen von Bohnerzen werden wohl nie alle eruiert werden können, da in den fraglichen Formationen die oberflächlichen Schürfungen viel zu leicht unkenntlich werden. Zu den bereits bekannten Stellen sei hier nur diejenige der Kappeler Höfe (bei Baden) hinzugefügt, die bereits um 1672 erwähnt werden.
Wil: genauere Angaben werden nicht gemacht (... bei Wyl unterhalb Baden im Canton Aargau...).
Mineralien
- Bohnerz: beim Gut Kappelerhöfe (NW Baden): Abbau nachgewiesen um (1672) 1707.
- Calcit: Calcitdrusen und teilweise auch rundliche Calcit-Silexkonkretionen sind bei Häfeler, W Baden, Koord. 2’663’225 / 1'258'975 (Bachtobel) zu beobachten. Wil: gelber bis weisser fasriger stalaktitischer Kalk mit schaliger Absonderung.
- Goethit: nicht selten als feinnadelige bis faserige Kriställchen in fossilen Hohlräumen des mittleren braunen Jura (Dogger) aufgewachsen.
- Kohle: Lettenkohle mit einer Gesamtmächtigkeit von 2.90 m ist ebenfalls im Bachtobel bei Häfeler vorzufinden. Zudem sind einige Steinkohlenlager bei Baden festgestellt worden, welche aber alle nur eine sehr geringe Mächtigkeit aufweisen.
- Silex:
LNr
015.
Fundort
AG / Degerfelden, Tegerfelden, Iberg, Endingen, Siggental, Regensberg, Lägern, Gebenstorf, Gebensdorf, Brugg, Hungerberg, Erlisbach, Küttigen;(Bohnerzabbau)  
Region
Bezirk Baden / Gemeinde Baden
Koordinaten, ca.
Literatur:
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19
Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Schmidt, C., Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Bemerkungen
Die Koordinaten zeigen auf Degerfelden. (Erzabbau). Bohnerze des Eocäns. Ansammlungen von Bohnerz finden sich auf Malmkalk bei Degerfelden, am Iberg nördlich Siggental, bei Regensberg am Nordostende der Lägern, bei Gebensdorf westlich von Baden, an der Aare oberhalb Brugg etc. Das grösste Vorkommen ist dasjenige auf dem Hungerberge zwischen Erlinsbach und Küttigen, nördlich von Aarau; in den Jahren 1804 bis 1814 wurden hier ca. 1500 Tonnen Erz gefördert. Nachgewiesener Abbau: Gebenstorf-Brugg: (keine Jahreszahlen bekannt). Hungerberg-Küttigen: (1494) 1550 - 1820. Endingen-Siggental: (1672) 1707.
Mineralien
- Bohnerz:
LNr
016.
Fundort
AG / Birmenstorf, Böse Lätte  
Region
Bezirk Baden / Gemeinde Birmenstorf
Koordinaten, ca.
Literatur
- Andermatt, Paul, J., Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 4ff
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 290
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 261,269
Bemerkungen
Die ehemalige Gipsgrube liegt ca. 500 M. nördlich von Birmenstorf auf ca. 430 m ü. M. Erwähnt werden aus diesem Gebiet auch Bitterwasserquellen.
Mineralien
- Epsomit: Auf Adern im Keupergips, verbreitetes Ausblühungssalz verwitternder sulfider Gesteine.
- Goethit: Erscheint nicht selten in Gestalt zierlicher nadelförmiger bis fasriger Kriställchen auf den inneren Wandungen von Petrefakten des mittleren braunen Jura aufgewachsen.
- Mirabilit: Auf den Adern im Keupergips. Stengelig-faserig, grau, halbdurchsichtig.
LNr
017.
Fundort
AG / Gebenstorf, Brunnacher, Erzloch, Unterberg
Region
Bezirk Baden / Gemeinde Gebenstorf
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
/
Mineralien
- Bohnerz: Ansammlungen von Bohnerz finden sich auf Malmkalk bei Gebenstorf bei der Lokalität Erzloch (2'660'828 / 1'258'733) sowie auf dem Buckel des Unterbergs, welcher vom Birchhof (2'660'081 / 1'258'464) in südwestlicher Richtung gegen die Region Gamper hin (2'659'947 / 1'258'406) abfällt.
- Calcit: Calcitdrusen und teilweise auch rundliche Calcit-Silexkonkretionen im Trigonodusdolomit bei Brunnacher, SE Gebenstorf. Hier, nahe der Strasse, zwei alte Steinbrüche bei 2’661’030 / 1'258'470, 460 m ü. M. Vom ehemaligen Abbau ist heute nicht mehr viel zu sehen. In der links gelegenen Grube konnten lediglich bis 3 cm grosse Calcitdrusen angetroffen werden.
- Silex:
LNr
018.
Fundort
AG / Gebenstorf, Reuss  
Region
Bezirk Baden / Gemeinde Gebenstorf
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Im Reusssand finden sich Spuren von Gold, welches aus dem Napfgebiet stammt. Die Bäche des Napfs, sowie die beiden Emmen, fliessen unterhalb der Seen in die Aare oder Reuss und weisen goldhaltige Sande auf. Der Rhein nimmt sein Gold aus dem Gebiet Calanda mit.
Mineralien
- Waschgold:
LNr
019.
Fundort
AG / Oberehrendingen (ehem. Gipsgrube)  
Region
Bezirk Baden / Gemeinde Oberehrendingen
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Die gut zugängliche Gipsgrube liegt südlich des Dorfes und unterhalb des Lägerngrates. Beeindruckend sind die gewölbeartigen Schichtungen der verschiedenen Gipslagen. Grube und Umgebung sind heute ein Naturschutzgebiet. Ausser rotem Alabaster und Fasergips mit schönem Seidenglanz und violetter Fluoreszenz sind von der Grube keine weiteren Mineralien und Varietäten bekannt.
Mineralien
- Alabaster: orangerot.
- Fasergips: mit schönem Seidenglanz und violetter Fluoreszenz unter kurz- und langwelligem UV-Licht.
- Gips:
LNr
020.
Fundort
AG / Oberehrendingen, Hinteri Schürwise  
Region
Bezirk Baden / Gemeinde Oberehrendingen
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
In den bei Oberehrendingen anzutreffenden Opalinustonen vorkommenden Septarien ist Coelestin vertreten. Das Gelände ist heute überwachsen und Septarienfunde, wie sie früher aus dem Gipsbach bekannt geworden sind, sind heute eine Seltenheit. Für die in der näheren Umgebung liegenden Opalinuszonen zeigt sich dasselbe Bild. Im Gelände liegen zahlreiche fossilienhaltige Gesteinsbrocken. Mineralienhaltige Hohlräume sind hier möglich sein.
Mineralien
- Coelestin:
- Septarien:
LNr
021.
Fundort
AG / Untersiggenthal, Grosse Ferch  
Region
Bezirk Baden / Gemeinde Untersiggenthal
Koordinaten, ca.
Literatur:
/
Bemerkungen
/
Mineralien
- Bohnerz: Ansammlungen von Bohnerz finden sich auf Malmkalk nördlich von Untersiggenthal bei der Lokalität Grosse Ferch (2'661'215 / 1'262'760, 509 m ü. M. und südwestlich davon im Graben gegen Schlatt hinunter, so zum Beispiel bei (2’661'000 / 1'262'331, 441 m ü. M.).
- Kohle: Untersiggenthal und Umgebung.
LNr
022.
Fundort
AG / Hägglingen, Maiengrün (Kohleabbau)
Region
Bezirk Bremgarten / Gemeinde Hägglingen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Bronner, Franz Xaver; Historisch-geographisch-statistisches Gemälde der Schweiz. Der Canton Aargau; 1844; Sechzehnter Band. I. Theil; Seite 222
- Kissling, Ernst; 1903; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, I. Lieferung; Seite 74; Die schweizerischen Molassekohlen westlich der Reuss
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Bemerkungen
Das Kohleflöz liegt ca. 200 Meter südwestlich von Maiengrün.
Mineralien
- Kohle: im Jahre 1837 fanden Landarbeiter eine schwache Schicht Steinkohle an dieser Höhe (523 m ü. M.). Ein Bergwerksverständiger trieb einen kleinen Schacht und einen Stollen, um sie auszubeuten.
- Pechkohle: in 10 Meter Tiefe wurde eine 10 cm mächtige Kohlenlage aufgedeckt.
LNr
023.
Fundort
AG / Auenstein, Veltheim, Egg, Heid, Jakobsberg, Oberegg, Steibnitz, Unteregg  
Region
Bezirk Brugg / Gemeinde Auenstein
Koordinaten, ca.
Literatur
- Andermatt, P.J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
- Bättig, Stefan; Schweizer Strahler; 2012; Heft 2; Seite 2-8 (Tiefblauer Coelestin aus den Steinbrüchen des Jura).
- Mühleberg, F.;1882; Mittheilungen der aargauischen naturforschenden Gesellschaft. 3. Heft; 1882; Seite 181-183; Zinkblende im Rogenstein des Aargauer Jura
- Parker, R. L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 365
- Wullschleger, Erwin; Mitteilungen der aargauischen Naturforschenden Gesellschaft; 1977; Band 29;Seite 7 - 128; Beiträge zur Mineralogie des Aargauer Juras
Bemerkungen
Die Gemeindegrenze von Auenstein und Veltheim führt mitten durch den Steinbruch, der allgemein unter Auenstein bekannt ist. Die Grube ist unterteilt in: Egg, Heid, Jakobsberg, Oberegg, Steibnitz, Unteregg. Die Koordinaten zeigen auf Heid. Die von der Firma Jura-Cement-Fabriken AG betriebenen Gruben Jakobsberg, Oberegg und Unteregg liegen auf dem Gemeindegebiet von Auenstein und von Veltheim. Für das Abbaugebiet werden noch Rohstoffvorräte bis ca. 2022 geschätzt. Der im Jahr 1954 erschlossene Teil des Steinbruchs Jakobsberg erfährt bereits wieder eine Renaturierung. Die Oberegg, 1968 eröffnet und einst eine 30 Meter tiefe Grube, wird ebenfalls wieder aufgefüllt, teilweise mit Aushubmaterial aus dem Bözberg- und dem Gubrist-Tunnel. 2030 soll die Wiederauffüllung abgeschlossen sein und die Grube rekultiviert werden.

Das Gebiet Steibitz liegt zwischen Unteregg und Jakobsberg und ist für einen erweiterten Abbau vorgesehen. Die Erweiterungen sollen in einem Zeitraum von 20 Jahren stattfinden und sollen spätestens im Jahr 2050 enden.
Mineralienfunde in den Gruben Jakobsberg und Oberegg sind wegen ausbleibenden Abbauaktivitäten kaum noch möglich. Interessanter erweist sich das Gebiet Steibitz. Der intensive Abbau liefert immer wieder grössere angeschlagene Ammoniten mit Mineralien belegten Kammern. Die mit milchig-weissem Calcit ausgekleidete Hohlräume werden begleitet von Ankerit, Dolomit, Markasit und/oder Pyrit.
Geologisch befindet man sich am südlichsten Rand des Aargauer Faltenjura auf dem Südschenkel einer Antiklinale mit einem Schichteinfallen von ca. 20° nach SSE. Die jüngsten Gesteine sind im SW-Teil des Jakobsberg aufgeschlossen und werden der Villingen-Formation (oberer Malm) zugeteilt. Es handelt sich dabei hauptsächlich um fossilreiche Kalksteine, z.T. in Wechsellagerung mit Mergel. Gegen Norden bewegt man sich in älteres Gestein. Im Liegenden der Villingen-Formation folgen ebenfalls im Bereich des Jakobsberg, hell- bis dunkelgraue, deutlich gebankte Mergel des Effingen-Members (Effinger Schichten). Nördlich davon, im Durchgang zur Unteregg stehen die Kalk- und Mergelkalk-Bänke des Birmenstorf-Members (Birmenstorfer-Schichten) an. Effingen- und Birmenstorf-Member bilden zusammen die Wildegg-Formation (unterer Malm). In den nördlichen Teilen des Steinbruchs, der Unteregg und Oberegg folgen oolithische, gut gebankte Kalke des oberen Hauptrogensteines. Zwischen Wildegg-Formation und Hauptrogenstein liegt die nur wenige Zentimeter mächtige Schellenbrücke-Bank, einem sogenannten Kondensationshorizont bestehend aus einem fossilreichen, eisenoolithischen Kalkstein. Die Schellenbrücke-Bank wird der Ifenthal-Formation (oberer Dogger) zugeteilt.
Die ältesten Gesteine sind an der nördlichsten Wand des Steinbruchs aufgeschlossen. Es handelt sich dabei um die zur Klingnau-Formation gehörenden Parkinsoni-Schichten.
Die Ammoniten mit ihren schneeweissen, Calcit-bekleideten Hohlräumen, erreichen beachtliche Grössen bis 35 cm Durchmesser. Unbeschädigte Exemplare sind selten. Der Fund stammt aus dem Jahre 2018. Paragenese: Calcit, Dolomit, Ankerit, Pyrit und Markasit (siehe folgende Bilder). Einzig Ankerit und Calcit in cm-Grösse sind gut erkennbar, Dolomit, Pyrit und Markasit überschreiten selten 1 mm und sind nur unter dem Binokular richtig zu bestimmen. Fossile Hohlräume sind meist von einem Rasen kleiner, weisser Calcitkristallen von skalenoedrischem Habitus ausgebildet. Bei den sattelförmig gekrümmten Rhomboedern handelt es sich um Dolomit, beziehungsweise Ankerit, ausgebildet nach Calcit. Der reinweisse Dolomit verfärbt sich mit fortschreitender Verwitterung nach gelb, orangegelb bis rostbraun und kann dann wegen des Eisengehalts eher als Ankerit bezeichnet werden (Dolomit: (CaMg [CO3]2), Ankerit oder auch Eisendolomit genannt: (Ca(Fe,Mg) [CO3]2)).
Mineralien
- Brauner Glaskopf: als Krusten über braungelbem Limonit, massig in Hohlräumen oder mit tiefbraun bis schwarz glänzendem Bruch und feinkörniger Ausbildung. Im Übergang zum Goethit nadeliges Erscheinen, rot-braun, glänzend, nadelig, bis 10 mm in fossilen Hohlräumen.
- Calcit:
 - vom Jakobsberg grobspätig, milchweiss, teils glasklar bis leicht milchig getrübt, schön ausgebildet, bis 1 cm grosse Skalenoeder. In den Ammonitengehäusen dichte Calcitrasen aus skalenoedrischen Kristallen, milchigweiss bis glasklar, bis 7 mm, teils mit bis 0.6 mm grossen aufgewachsenen Pyriten.
 - von der Oberegg mit sehr gedrungenem Habitus, farblos oder weiss, teils mit schwarzen Einlagerungen, teils mit rotgelber Limonitkruste belegt.
 - bei der Unteregg öfters die Kluftwände belegend, in skalenoedrischem Habitus, auch Kombinationen mit Rhomboedern und Zwillingsformen. Die Calcite erreichen Grössen bis zu 2,5 cm, sind farblos, oft weiss, teils leicht gelblich.
 - bei Steibitz in den fossilen Hohlräumen reichlich, skalenoedrisch, bis 5 mm gross. Auch glasklar oder milchigweiss, teilweise belegt mit Dolomit, Pyrit und/oder Markasit.
- Coelestin:
 - von der Unteregg in schönen, fast tintenblauen Kristallen mit unterschiedlichem Habitus, bis 4 cm Länge, teils vergesellschaftet mit Markasit und Calcit, teils matt.
 - vom Jakobsberg bis 3 cm dicke und mehrere Quadratmeter grosse, im Mergel liegende Platten, grau bis graugrün, zeigen nur unter dem Binokular dünntafelige oder prismatische Kristalle. Durch Aufstauchung reaktivierte Klüfte enthalten oft kleine Calcit-Skalenoeder und dünntafelige bis faserige Coelestinkristalle.
- Dolomit: - Eisendolomit ist in der Oberegg nur spärlich, als kleine Kristallgruppen in den Ammonitengehäusen vorhanden. Von hellgelber bis hellbeiger oder gelbbrauner Farbe und teils schon zu Limonit verwittert.- erwähnt wird auf dem Calcit aufgewachsener Eisendolomit vom Jakobsberg als Ausscheidungen in Wurmröhren. Es handelt sich um schön ausgebildete, bis zu 3 mm grosse Kristallgruppen hellgelber Färbung; z.T. sind sie nahezu farblos.- in der Gegend Steibitz selten als Aggregate in fossilen Hohlräumen mit sichtbar gekrümmten Flächen auf dem Calcit aufsitzend.
- Gagat: ist fossiles Holz (bitumensierende Kohle) aus Überresten von Baumstämmen. Im tieferen Teil des Hauptrogensteins bei Steibitz ist ein flaches, etwa 8 x 10 cm grosses Stück Gagatkohle gefunden worden. Die Schwundrisse sind mit Calcit gefüllt. Die Kohle ist strukturlos und zerfällt leicht in kleine Scherben. Es dürfte sich um Schwemmholz handeln. Gagatkohle als Ausscheidungen in Klüften wird auch aus dem Steinbruch Jakobsberg beschrieben.
- Glaukonit: bei Steibitz in den Birmenstorfer-Schichten stellenweise reichlich. Unter dem Binokular sind keine Kristallformen zu beobachten, sondern nur Krusten und Körner.
- Kaolinit: bei Steibitz als weisser dichter Kaolinit, tritt nur spärlich auf.
- Kohle: Siehe unter Gagat.
- Limonit:
 - bei der Oberegg in Hohlräumen von Ammoniten, durch eindringende Feuchtigkeit zu Limonit umgewandelter Pyrit.
 - beim Jakobsberg in reaktivierten Klüften als Umwandlungsprodukt des Pyrites.
 - bei Steibitz als hell- bis dunkelbraune, erdige Masse.
- Markasit: wird nur von der Unteregg erwähnt.
- Pyrit: stecknadelkopf- bis haselnussgrosse Aggregate von Pyritkristallen im Gestein mit gelb glänzender Farbe, meist würfelig ausgebildet, Oktaeder und Pyritoeder sind selten. Teilweise sind die Pyritkristalle auf Calcit aufgewachsen oder befinden sich in Ammonitengehäusen. Vereinzelt findet man auch mikrokristalline Pyritmassen. Oft sind die Pyritkristalle stark angelaufen oder in Limonit umgewandelt.
- Quarz: nur aus dem Hauptrogenstein bei der Oberegg beschrieben als unregelmässig geformte Schliere konkordant zur Schichtung im Oolith. Nur in der Randzone sind Ooide und Quarz miteinander vermischt, in der Mitte nicht. Der Quarz ist völlig undurchsichtig, ohne Struktur, hellgrau, gelblichblau.
- Sphalerit:
 - Oberegg: Kristalle bis 4 x 3 cm, an den Kanten teils durchscheinend. Selten vergesellschaftet mit kugeligen Pyritaggregaten. Gelegentlich bis zu 10 cm grosse Aggregate. Diese liegen meist randständig, in den Drusen auf der Unterseite und wuchsen mit dem Calcit in den Hohlraum hinein. Die Sphaleritmassen sind frisch von dunkelbrauner bis schwarzer Farbe mit einem Stich ins Grünliche, in dünnen Schichten durchscheinend hellbraun. Einzelne Kristalle im Calcit sind hellgelb und klar ausgebildet. Freie Kristalle sind oft korrodiert und matt.
- Unteregg: Der Hauptrogenstein ist teils durchsetzt von Gallen und wurmgangartigen Gebilden aus einer sandig tonigen Masse. Darin liegen oft reichlich Aggregate von Sphaleritkristallen bis 1 cm Grösse. Oft mit Pyrit zusammen).
LNr
024.
Fundort
AG / Bözberg, Egenwil, Gallenkirch, Oberbözberg  
Region
Bezirk Brugg / Gemeinde Bötzberg
Koordinaten, ca.
Literatur
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19
Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1988; Vol. 8; Nr. 3; Seite 137-139; Amethystfarbige Quarzkristalle aus dem Jura
Bemerkungen
Aus dem unteren Callovien, in einer Ammonitenkammer der Gattung Macrocephalites. Ab dem 1. Januar 2013 schlossen sich die Gemeinden Gallenkirch, Linn, Oberbözberg und Unterbözberg durch Fusion zur Gemeinde Bözberg zusammen.
- Amethyst: aus dem unteren Callovien, in einer Ammonitenkammer, blassfarbig, klein. Funde von Amethyst aus der Region Bözberg sind in der Literatur bereits vor 200 Jahren beschrieben worden. Genauere Angaben sowie neuere Funde sind nicht bekannt.
Mineralien
- Bohnerz: Tertiäre Bohnerze. Erwiesener Bohnerzabbau in der Region Bözberg-Villnachern im 18. Jh. Genauere Angaben (Jahr) fehlen. Bohnerzvorkommen in der Umgebung Bözberg:
 Bözberg, Egenwil, Ruedelmatt:      2'652'421 / 1'260'358, 561 m ü. M.
 Bözberg, Gallenkirch, Cholgrueb:  2'651'874 / 1'259'432, 513 m ü. M.
 Bözberg, Gallenkirch, Hinterweid:  2'650’689 / 1'258'605, 510 m ü. M.
 Bözberg, Gallenkirch, Sagemättli:  2'650’930 / 1'258'745, 519 m ü. M.
 Bözberg, Gallenkirch, Stockächer: 2'650’749 / 1'259'107, 547 m ü. M.
 Bözberg, Oberbözberg, Änzacher: 2'653'461 / 1'261'318, 557 m ü. M.
LNr
025.
Fundort
AG / Mandach;(Bohnerz)  
Region
Bezirk Brugg / Gemeinde Mandach
Koordinaten, ca.
Literatur
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19
Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Fehlmann, H., Die Eisenerzlagerstätten der Schweiz mit besonderer Berücksichtigung der Lagerstätte im Fricktal, Mitteilungen der aargauischen Naturforschenden Gesellschaft, 1937, Band 20
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 278
- Weber, Leonhard; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1923; Band 3; Heft 3-4; Seite 258-262;  Neue Funde von Schweizermineralien
Bemerkungen
Nördlich von Aarau gelegen.
Mineralien
- Bohnerz: das Vorkommen erstreckt sich von Wölflinswil bis Mandach. Über der Talsohle befinden sich ca. 1440 ha, davon können ca. 140 ha im Tagebau ausgebeutet werden. Es sind mindestens 80'000'000 Tonnen eisenschüssige Spatkalke vorhanden. Die Mächtigkeit der Schichten beträgt im Mittel 3 - 4 Meter. Der Spatkalk kann wegen seines geringen Eisengehaltes von 13-14% nicht als selbständiges Erz bezeichnet werden.
- Vivianit: in der Umgebung von Mandach in tonigen Ablagerungen kobaltblaue Flecken.
LNr
026.
Fundort
AG / Mülligen, Schämbele
Region
Bezirk Brugg / Gemeinde Mülligen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Merki, Paul; Eclogae Geologicae Helvetiae, Band (Jahr): 54 (1961) Heft 1; Seite 138 - 227; Der Obere Muschelkalk im östlichen Schweizer Jura
Bemerkungen
Bei Schämbele ein natürlicher Anriss bei: 2'659'350 / 1'257'150, 370 m ü. M. (an der Strasse zwischen Mülligen und Windisch).
Schämbele, NW Birmenstorf 659.450/257.200 (verlassener Steinbruch): - Plattenkalk, 14,70 m aufgeschlossen. - Trochitenkalk, 16,90 m aufgeschlossen.
Mineralien
- Calcit: in Drusen und teilweise auch rundliche Calcit-Silexkonkretionen.
- Lettenkohle: Gesamtmächtigkeit 6,20 m.
- Silex: Im 1.20 Meter mächtigen Trigonodusdolomit (im Anstehenden kaum auffindbar).
LNr
027.
Fundort
AG / Mülligen, Windisch  
Region
Bezirk Brugg / Gemeinde Windisch
Koordinaten, ca.
Literatur
- Kenngott, A. (1866): Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten  
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Bemerkungen
Ein alter Gipsstollen befindet sich an der Reuss zwischen Windisch und Mülligen bei den aufgeführten Koordinaten. Der Stollen liegt auf dem Gemeindegebiet Windisch.
Mineralien
- Bittersalz: Bittersalze sind um 1820 in den Gipsgruben von Mülligen bei Windisch im Kanton Aargau entdeckt worden. Technische Bedeutung haben die Vorkommen von Mülligen und von Birmenstorf erlangt. Der Gipskeuper des Gewölbekerns der Lägernkette enthält Adern von Epsomit (Mg S04 + 7 H20) und Mirabilit (Na2S04 + 10 H20). Die bittersalz- und glaubersalzhaltigen Gipse werden zur Gewinnung von "Bitterwasser" ausgelaugt. Die Ausbeutung in Mülligen ist im Jahre 1895 eingestellt worden.
- Brongniardit: Kenngott (1866), erwähnt dieses Mineral aus einem Gipslager bei Mülligen. Der Name wird nicht mehr verwendet und war früher vermutlich die Bezeichnung für Glauberit.
- Glaubersalz: ebenfalls im Gipslager vorhanden und wird heute als Mirabilit bezeichnet.
LNr
028.
Fundort
AG / Riniken;(NAGRA-Bohrung)  
Region
Bezirk Brugg / Gemeinde Riniken
Koordinaten, ca.:
Literatur:
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 289,345,371,379
Bemerkungen
Aus einer Teufe von 816.7 Meter, in konglomeratisch ausgebildetem Bundsandstein, in kleinstem Erz. Die Mineralien stammen aus den Kernen von Reduktionshöfen der Red-Bed-Ablagerungungen des Oberrotliegenden, Perm.
Mineralien:
- Bornit:
- Coffinit:
- Digenit:
- Nickelin:
schwammartige Aggregate, äusserst feinkörnig (1 um).
- Rammelsbergit: Verbreitet als authigenes Erzmineral in den Kernen von Reduktionshöfen der Red-Bed-Ablagerungen.
- Silber: auch in den Kernen von Reduktionshöfen.
- Sobolevskit: Teufe 1639 Meter, mikroskopisch klein.
- Wismut: gediegen, mikroskopisch klein.
LNr
029.
Fundort
AG / Schinznach Bad, Scherzberg, Brudermatt  
Region
Bezirk Brugg / Gemeinde Schinznach
Koordinaten, ca.
Literatur
- Doswald, Cornel;Minaria Helvetica;1992;Heft 12b; Seite 31-38; Bohnerzbergbau am Scherzberg (Kanton Aargau)    
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19
Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Bemerkungen
Erwiesener Bohnerzabbau in der Region des Scherzberges von der 1. Hälfte des 18 Jh. bis 1815. Der Ort ist über einen Fahrweg leicht zu erreichen und schon wenige Meter ab dem Waldweg trifft man auf erzhaltiges Material. Pingen und Fuchslöcher weisen auf den früheren Abbau hin. Entgegen den meisten anderen Bohnerzstellen zeigen sich hier vereinzelte bis faustgrosse harte und erzhaltige Brocken. Ob weitere Mineralien vorkommen, konnte auf Grund der geringen Menge untersuchten Materials nicht geklärt werden - es wird aber angenommen.
Die grosse Nachfrage nach dem Bohnerz setzte erst im späten 17. Jh. ein, als die ersten Hochöfen in Wehr und Albbruck in Betrieb genommen wurden. Diese konnten aus dem Doggererz nur minderwertige Gusseisensorten herstellen (für Schmiedeeisen wurden Phosphor- und Schwefel-arme Bohnerze benötigt). Die meisten der rund 25 Bohnerz-Abbaustellen, die bis jetzt im Kanton Aargau bekannt sind, fallen in diese Epoche. Für etwa ein Dutzend weitere oberflächennahe Vorkommen wird kein Abbau überliefert. Der Scherzberg war die ertragreichste Abbaustelle des bernischen Amtes Königsfelden ("Eigenamt") und enthielt nach dem Hungerberg bei Aarau wahrscheinlich das grösste zugängliche Bohnerzlager des Aargaus.
Der grösste Teil der abgebauten Menge stammte vom Scherzberg (Brugger Stadtwald). Weitere kleinere Abbaustellen liegen beim Lindhof (Gemeinde Windisch) und bei der Mündung des Süssbachs (Gemeinde Brugg). Ein weiterer Abbau im Grubenwald bei Habsburg könnte neueren Datums sein. Schürfungen sind auch bekannt beim Säurai, im Moos, im Oberischlag und im Fuchsenischlag (südlich des bisher ausgebeuteten Gebietes). Fündig wurde man auch, wenn in geringerem Masse, an der Fluh ob dem Leuenbach und am Bruggerkopf ob Schinznach Bad. Nur auf dem Gebiet der Brudermatt wurden zwei Stollen von 60- 80 Meter Länge angelegt.
Mineralien
- Bohnerz:
LNr
030.
Fundort
AG / Schinznach Bad, Schinznach Dorf, Habsburg  
Region
Bezirk Brugg / Gemeinde Schinznach
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Schinznach Dorf, Bözhalden, W Bahnlinie: 2'653'125 / 1'256'550 (ehem. Steinbruch), im Plattenkalk. Schinznach-Dorf, W: 2'652'200 / 1'255'325 (Strassenaufschluss), im Plattenkalk.
Schinznach-Bad: 2'655'000 / 1'256'725 (Bahneinschnitt), im Trigonodusdolomit, Plattenkalk und Anhydritdolomit aufgeschlossen. Am Nordabhang des Raiwald, nordöstlich von Habsburg, bei 2'656'724 / 1'257'453, 451 m ü. M. tritt eine ca. 300 Meter lange Bohnerzlinse hervor.
Mineralien:
- Bohnerz:
- Calcit:
- Silex:
Silex und Silexkonkretionen sowie vereinzelt Calcitdrusen sind von den aufgeführten Lokalitäten bekannt. Bözhalden und Schinznach-Bad können nicht besucht werden. Beide liegen direkt an der Bahnlinie.
FLNr
031.
Fundort
AG / Schinznach Dorf, Eriwis  
Region
Bezirk Brugg / Gemeinde Schinznach
Koordinaten, ca.
Literatur
- Graeser, Stefan; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1971; Band 51; Heft 2 - 3; Seite 415 - 442; Mineralogisch-geochemische Untersuchungen an Bleiglanz und Zinkblende
- Wullschleger, Erwin; Mitteilungen der aargauischen Naturforschenden Gesellschaft; 1977; Band 29;Seite 7 - 128; Beiträge zur Mineralogie des Aargauer Jurasv
Bemerkungen
Von 1932 bis 1998 trugen die Zürcher Ziegeleien wenig südlich des Autobahnportals eine Opalinustonschicht ab. Die anderswo in dieser Schicht vorkommenden Septarien, Ton- und Toneisenstein-Geoden sowie Pyritkonkretionen sind hier eher spärlich vertreten. Die seltenen Septarien bestehen aus einem harten, splittrigen und tonarmen Kalk. Das mag der Grund sein, dass diese Konkretionen kaum Schwundrisse aufweisen und Mineralienbildungen entstehen konnten. Septarien mit grösseren Schwundrissen enthalten die bekannte Mineraliengesellschaft. In den hellgrauen Tongeoden und den Toneisenstein-Konkretionen sowie in Hohlräumen von Fossilien finden sich die unten aufgeführten Mineralien. Das Grubengelände ist heute renaturiert und stark mit Schilf überwachsen. Die vegetationsfreien Grubenhänge bilden ideale Brutstätten für Wildbienen. Ca. 100 Arten, darunter seltene und eine Art, die man für ausgestorben hielt, findet man in der Eriwis
Mineralien
- Ankerit:
- Baryt: weiss, feinschuppig in den Geoden/Toneisenstein-Konretionen.
- Calcit: feinspätig.
- Coelestin: dem Calcit aufgewachsen ist dünntafeliger, strahlig angeordneter, weisser Coelestin. Spärlich vorhanden ist die faserige, rötliche Form.
- Dolomit:
- Goethit:
- Limonit:
randlich ist brauner Limonit in geringer Menge häufig, er stammt aus der Pyritverwitterung. Pyritkonkretionen als flache Knollen und Scheiben.
- Pyrit:
- Sphalerit:
dunkelfarbig zusammen mit Pyrit. Graeser (1971) erwähnt zudem honigbraune Sphalerit-Aggregate aus einem Steinbruch oberhalb des Rebgebietes bei Schinznach. Hier im feinoolithischen Kalk des Oberen Hauptrogensteins, Mittlerer Dogger, zusammen mit Calcit und Dolomit-Ankerit.
LNr
032.
Fundort
AG / Thalheim, Buessge  
Region
Bezirk Brugg / Gemeinde Thalheim
Koordinaten, ca.
Literatur:
- Wullschleger, Erwin; Mitteilungen der aargauischen Naturforschenden Gesellschaft; 1977; Band 29; Seite 7 - 128; Beiträge zur Mineralogie des Aargauer Juras
Bemerkungen
Im Bereiche Chaltenbrunnen - Buessge treten strichweise die Opalinus-Schichten an die Oberfläche. Im Bacheinschnitt bei Buessge liegt der Opalinuston teilweise frei. Wegen dem starken Bewuchs mit Brombeerstauden und Brennnesseln ist das Gelände aber nur schwer begehbar. Die selten vorkommenden Septarien weisen in ihren Schwundrissen reichlich Calcit und Coelestin auf.
Mineralien
- Calcit:
- Coelestin:
- Septarie:
LNr
033.
Fundort
AG / Thalheim, Höllste, Gisliflue  
Region
Bezirk Brugg / Gemeinde Thalheim
Koordinaten, ca.
Literatur
- Wullschleger, Erwin; Mitteilungen der aargauischen Naturforschenden Gesellschaft; 1977; Band 29; Seite 7 - 128; Beiträge zur Mineralogie des Aargauer Juras
Bemerkungen
Wullschleger (1977), dokumentiert in "Beiträge zur Mineralogie des Aargauer Juras" aus dem aufgeschlossenen Boluston im unteren Teil des Hanges unter der Gisliflue an Wegborden im Gebiete Höllste einzelne Quarzkonkretionen und Jaspisknollen. Südlich von Thalheim, im Gebiet Gländ, Koord. 2'649'940 / 1'253'740, 520 m ü. M. kann im Anstehenden des Fahrweges erzhaltiges Gestein beobachtet werden.
Mineralien
- Goethit:
- Jaspis: als Knollen.
- Limonit: als ca. 1 mm dicke braungelbe Kruste auf den Knollen.
- Quarz: in den grösseren Drusen bis 1 mm grosse, schön entwickelte Kristalle. Vereinzelt sind Poren und Höhlungen auch vollständig mit Quarz ausgefüllt.
- Septarie:
LNr
034.
Fundort
AG / Villigen, Beispe, Schnarz, Geissberg (Steinbruch)  
Region
Bezirk Brugg / Gemeinde Villigen
Koordinaten, ca.
Literatur
- Wullschleger, Erwin; Mitteilungen der aargauischen Naturforschenden Gesellschaft; 1977; Band 29; Seite 7 - 128; Beiträge zur Mineralogie des Aargauer Juras
Bemerkungen
Im über 100 Meter mächtigen Bruch treten auf:
a) Effinger- Schichten.
b) Geissberg-, Crenularis- und Wangener-Schichten.
a). Der grosse Steinbruch bietet mineralogisch wenig Interessantes. Für die Effinger-Schichten lautet die Paragenese: Calcit, Coelestin. In den weichen Mergeln findet sich zur Seltenheit ein Netzwerk kleiner Schichtchen oder unregelmässiger Knollen aus Coelestin grüngrauer Farbe.
b). In den Geissberg-Schichten lautet die Paragenese: Calcit, Pyrit, Goethit, Limonit. In der Grenzzone zwischen Effingermergeln und Geissbergkalken enthalten die Mergelkalke oft grosse Ammonitengehäuse (Perisphinctes), teils mit schönen Calcit-Drusen.
Mineralien
- Calcit: a). In kleinen Klüftchen in etwas härteren Mergelkalken. Skalenoedrische Kristalle bis 5 mm Grösse, in der Regel aber derb. b) Skalenoedrische Kristalle bis 10 mm Grösse. Die Wände der Klüftungen sind reichlich mit Calcit belegt, wobei einzelne Kristalle bis 12 mm erreichen.
- Coelestin: a). In Aggregaten von parallel liegenden, dünntafeligen Kristalle ausgebildet, die z. T. mehrere cm2 gross werden können. Er zerfällt leicht in kleine Stückchen. Daneben kommt strahliger, weisser Coelestin als Füllung von Wurmgängen vor.
- Limonit: b). Aus umgewandeltem Pyrit entstanden.
- Pyrit: b). Sehr spärlich und meist zu Limonit umgewandelt und nur noch in Spuren zu finden.
LNr
035.
Fundort
AG / Böztal, Bözen, Effingen; (Bohnerz)  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Böztal
Koordinaten, ca.
Literatur
- Epprecht,W.; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19
Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Bemerkungen
Bis zum 31. Dezember 2021 bildete Bözen eine eigenständige Einwohnergemeinde im Bezirk Brugg, seither ist es eines von vier Dörfern (Bözen, Effingen, Elfingen und Hornussen in der neu entstandenen Gemeinde Böztal im Bezirk Laufenburg. Im Gebiet Bächli (Gemeindegebiet Zeihen) oberhalb der Bözbergtunneleinfahrt der A3, dort wo heute der Abluftkamin der Autobahn steht, sind bohnerzhaltige Schichten und Abbaustellen nachweisbar. Andere Vorkommen von Bohnerz im Bözberggebiet sind im Sagemülitäli (Effingen), bei Gallenkirch und auf dem Adlisberg in Oberbözberg belegt.

Bohnerzvorkommen in der Umgebung Bözen, Effingen:
- Effingen, zw. Häxeplatz und Sagerai: 2'650'421 / 1'258'915, 543 m ü. M.
- Effingen, Widräck (S): 2'649'986 / 1'259'140, 558 m ü. M.
- Effingen, Bärtschi:  2'651'958 / 1'261'137, 599 m ü. M.
- Effingen, Rüteli I:   2'651'889 / 1'260'902, 593 m ü. M.
- Effingen, Rüteli II:  2'651'842 / 1'260'803, 595 m ü. M.
Mineralien
- Bohnerz:
Fundort
036.
Fundort
AG / Eiken (Umgebung)  
Fundort
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Eiken
Koordinaten, ca.
Literatur
- Andermatt, P.J.; Urner Mineralienfreund; 1999; Heft 2; Seite 17-19
Bemerkungen
Rund um Eiken, an Acker- und Waldrändern, gibt es zahlreiche, von den Bauern zusammengetragene Steinhaufen, in welchen das quarzhaltige Gestein zu finden ist. In den 1990-er Jahren gelangen auf Hinweis eines Mineraliensammlers in der südwestlichen Gegend von Eiken mehrere Funde von kleinem, wasserklarem Quarz in fossilen Hohlräumen im silexartigen Gestein. Die ausgedehnte Suche zeigte bald, dass sich das Gebiet über mehrere Quadratkilometer erstreckt, immer nur auf eine Höhe von ca. 400 Meter und nie anstehend. Während in Oeschgen der Quarz bei 370 m ü. M. zu finden ist, ist es weiter westlich bei Zuzgen bereits bei ca. 500 m ü. M.. Bis zum Bau der Gasleitung 1997 konnte das Gestein nie anstehend gefunden werden. Erst die Leitungsgraben zeigten, dass es sich um bis 30 Meter lange und bis 50 cm dicke Silexlinsen handelt. Das erklärt die zahlreichen Ackerfunde. Deponien am Waldrand stammen von gesäuberten Äckern. Ausdehnung: Eiken, Hellikon, Kaisten, Münchwilen, Oeschgen, Obermumpf, Zuzgen.
Mineralien
- Azurit: sehr klein, in fossilen Hohlräumen.
- Quarz: klein, durchsichtig, bis 5 mm, häufig.
LNr
037.
Fundort
AG / Eiken, Birch
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Eiken
Koordinaten, ca.
2'640'250 / 1'264'860
Literatur
/
Bemerkungen
An dieser, ca. 700 Meter westlich vom Bollhof liegenden Fundstelle, befinden sich gleich mehrere Steindeponien, welche Hornsteinbrocken mit Hohlräumen bis 8 cm lieferten. Fossile Turmschnecken sind stark vertreten und auch in ihrer Grösse besonders.
Mineralien:
- Chalcedon: Knollen bis 12 cm Durchmesser, weiss bis bläulich und nur selten quarzbelegte Drusen enthaltend.
- Fluorit: würfelig, hell lindengrün, bis 3 mm Kantenlänge auf Quarz.
- Hornstein: Knollen bis 12 cm Durchmesser.
- Quarz: häufig, tritt an allen Fundstellen meisten wasserklar und bis 5 mm Grösse auf.
LNr
038.
Fundort
AG / Eiken, Bollhof  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Eiken
Koordinaten, ca.
2'640’750 / 1'264’750 (Link)
Literatur
Literatur: - Andermatt, P.J.; Urner Mineralienfreund; 1999; Heft 2; Seite 17-19
Bemerkungen
Im Tafeljura findet sich der Horizont mit den Silexbändern im obersten Trigonodusdolomit. Im Raume Augst - Rheinfelden - Kaisten ist der Komplex 1 - 3.5 m mächtig, wird aber stets noch von 1.5 - 5 m eines gut gebankten grobkörnigen, eher rötlichen Dolomits überlagert. Gegen Osten keilen die Schichten im Hangenden des Horizontes mit den Silexlagen bei Laufenburg - Sulz aus. Weiter östlich, in der Gegend von Leibstadt, fehlt dann auch der Silex.
Zahlreiche Funde von Silexbrocken mit fossilem Inhalt und mit Quarz ausgekleideten Hohlräumen zeigen die Anwesenheit des Trigonodusdolomit auf weite Strecken im Gebiet Eiken - Zeiningen. Immer nur auf den Hochplateaus und kaum jemals anstehend. Erst beim Bau einer Gasleitung im Jahr 1997 konnten die bis 50 cm mächtigen Silexschichten beobachtet werden.
Während der Dolomit im Laufe der Zeit verwitterte, hielten die harten Silexgesteine dem Prozess stand und blieben auf der Oberfläche zurück. Von den bisher untersuchten Gebieten erweist sich die Region Eiken als diejenige mit den vielfältigsten Mineralien und den schönsten und grössten fossilen Hohlräumen. Die Hornsteinbrocken sind reichlich, meistens mit schönen, mehr oder weniger grossen Quarzdrusen, die restlichen Mineralien sind selten. Die beiden Mineralien Malachit und Azurit sind in ihrer Ausbildung einzigartig für den Schweizer Jura. Eine weitere Seltenheit ist der Fluorit, von dem aus dieser Gegend (Birch) nur ein Fund bekannt ist. Im ganzen Gebiet unterscheidet sich das Aussehen des Hornsteins kaum: weiss, grau, dunkelbraun bis fast schwarz, gebändert, sehr hart und splittrig.
Hornsteinvorkommen in der Umgebung von Eiken:
- Altegg: 2'640'750 / 1'264'380, 425 m ü. M.
- Aspacher:2'640'500 / 1'264'200, 460 m ü. M.
- Boll:     2'641'000 / 1'264'660, 420 m ü. M.
- Bollhof: 2'640'780 / 1'264'780, 430 m ü. M.
- Broom: 2'640'560 / 1'264'830, 435 m ü. M.
- Chell: 2'640'760 / 1'263'810, 455 m ü. M.
- Chinz 2'642'490 / 1'265'210, 444 m ü. M.
- Grüt:   2'640'750 / 1'264'290, 425 m ü. M.
- Isler:   2'640'550 / 1'264'330, 450 m ü. M.
- Schupfertenberg: 2'640'450 / 1'264'050, 470 m ü. M.
- Unter de Lucke: 2'640'210 / 1'264'160, 480 m ü. M.
Hinweis: Tragen Sie beim Bearbeiten von Gesteinen unbedingt eine Schutzbrille und wenn möglich Handschuhe. Vor allem die Hornsteine sind splittrig und messerscharf.
Mineralien
- Azurit: äusserst selten, bis jetzt erst 3-mal bestätigt (Schupfertenberg).
- Calcit: selten in den Hohlräumen, matt, hellbraun bis 5 mm.
- Chalcedon: weiss bis bläulich, oft von einer feinen Quarzkruste überzogen.
- Chalkopyrit: selten, bis 4 mm, auf dem Quarz zusammen mit Malachit (Boll, Broom).
- Fluorit: Aggregate bis 3 mm, helllindengrün, extrem selten (beim Gebäude zwischen Birch und Unter de Lucke).
- Goethit: als feine, hellbraune bis braune Nadeln im Quarz (Fundorte wie bei Chalkopyrit).
- Malachit: selten, faserig, grün, auf Quarz. Vor allem in der Region Eiken zu beobachten.
- Quarz: häufig, tritt an allen Fundstellen meisten wasserklar und bis 5 mm Grösse auf.
- Silex: weiss, Grautöne bis schwarz, oft mit fossilen Hohlräumen.
- Sphalerit: selten als kleine hellgelbe Kristalle im Gestein eingewachsen (Boll - Brom).
LNr
039.
Fundort
AG / Frick, Cheeslete  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Frick
Koordinaten, ca.:
Literatur:
- Wullschleger, Erwin; Mitteilungen der aargauischen Naturforschenden Gesellschaft; 1977; Band 29;Seite 7 - 128; Beiträge zur Mineralogie des Aargauer Juras
Bemerkungen
1). Hier wurden die Schiefertone der Opalinus-Schichten abgebaut. In der obersten Zone des Tones befinden sich Septarien, bestehend aus einem hellgrauen, zähen, tonigen Kalk, der gelegentlich eine undeutliche, feine Schichtung erkennen lässt. In den Schwundrissen der Septarien sind einige Mineralien anzutreffen: Calcit, Coelestin, Dolomit, Pyrit und Strontianit.

2). Unmittelbar über dem Opalinuston, in der Grenzzone zu den Murchisonaeschichten, liegt eine wenig mächtige Kalkbank, die viele Fossilien einschliesst, u. a. Bruchstücke grosser Ammoniten. Die Fossilien sind in der Regel stark pyritifiziert. Die Mineralparagenese hier enthält: Calcit, Gips, Pyrit und Sphalerit. Funde sind kaum noch möglich. Herumliegende Konkretionen können Mineralien enthalten.
Mineralien:
- Baryt: 1). Selten, in Pyritkonkretionen, reinweiss, klein, dünntafelig, undeutlich bündelig bis strahlig angeordnet. In den Toneisenstein-Geoden, farblos oder reinweiss. Kleine dünntafelige Kristalle, die undeutlich strahlig angeordnet sind. Baryt füllt ausschliesslich Schwundrisse.
- Calcit: 1). Strahlig zwischen Mergelbänken im oberen Teil des Opalinustones. Calcit ist in allen Rissen der Septarien vorhanden. In den Toneisenstein-Geoden in spätiger Ausbildung.
2). Rasenartig in fossilen Hohlräumen, hellbraun, in steiler skalenoedrischer Ausbildung.
- Coelestin: 1). In den Schwundrissen der Septarien, hellrosarote, teils milchweisse, faserige bis nadelige, parallel gebündelte bis radialstrahlige zierliche Verwachsungen.
- Dolomit: 1). Nur als kleine, bis zu 0,5 cm grosse Verwachsungen dunkelgelber Einzelkristalle in den Schwundrissen der Septarien.
- Gips: 1). Dünne Blättchen auf Rissen in stark angewitterten Pyritkonkretionen.
2). In fossilen Hohlräumen aggregiert, klein, weiss bis durchsichtig, dem Calcit aufgewachsen.
- Kohle: nur ein Einzelfund in einer Opalinus-Schicht.
- Limonit: 1). In den Opalinus-Schichten als Umwandlungsprodukt des Pyrits.
- Melanterit: 1). Als weisser pulvriger Anflug auf Spalten oder Bruchflächen.
- Pyrit: 1). In einzelnen Kristallen oder Aggregaten bis zu haselnussgrösse mit Würfel- und Oktaederformen. Verwachsungen und Verzerrungen sind häufig. Die Kantenlängen der Pyritwürfel betragen um 3 mm. Die Pyritkonkretionen sind recht vielgestaltig:
- Konkretionen, die allseits frei im Gestein liegen und ein Ausmass von 4 x 8 x 2,5 cm.
 - Konkretionen, die aber mindestens seitlich mit dem umgebenden Gestein verwachsen sind.
 - Konkretionen, die vollständig im Innern von Kalk oder Toneisenstein liegen.
Der Pyrit ist in diesen Konkretionen in der Regel feinkristallin, die Kantenlängen der einzelnen Kristalle betragen höchstens 0,2 mm. In frischem Zustande ist der Pyrit messingfarben, angewittert sind alle Regenbogenfarben zu sehen. In den Rissen der Septarien nur in sehr kleiner Ausbildung. In den Toneisenstein-Geoden feinkristallin aggregiert als flache Linsen.
2). In den fossilen Hohlräumen: feinkristalline Beläge. Auf den Calcitkristallen der Hohlräume sind gelegentlich kleine, sehr schöne, als vollkommene Würfel, dünne langgestreckte Plättchen oder als eine Kombination beider Formen ausgebildete Pyritkristalle aufgewachsen.
- Septarie: 1). In der obersten Zone des Opalinustones befindet sich ein Lager brotlaibförmiger Konkretionen und Septarien. Die Septarien bestehen aus einem hellgrauen, zähen, etwas tonigem Kalk, der gelegentlich eine undeutliche, feine Schichtung konform derjenigen der umgebenden Tone, erkennen lässt. In den Schwundrissen der Septarien sind folgende Mineralien anzutreffen: Calcit, Pyrit, Dolomit, Coelestin, Strontianit.
- Sphalerit: 1). In den Toneisenstein-Geoden, tiefbraune bis fast schwarze Aggregate, mit undeutlichen Kristallformen, selten als kleine Tetraeder zu beobachten.
2). Sehr selten in den fossilen Hohlräumen.
- Strontianit: 1). Schneeweisse Pusteln und Beläge in Rissen von Septarien, Aggregate aus sehr feinen, bis 0,5 mm langen Nadeln.
LNr
040.
Fundort
AG / Frick, Chornberg, Kornberg, Dachsele  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Frick
Koordinaten, ca.
Literatur
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 365
Bemerkungen
Kornberg: 2'643'750 / 1'259'620, 560 m ü. M.
Dachsele: 2’644’030 / 1'258'090, 550 m ü. M.
Im Wäldchen nordwestlich von Dachsele bei den Koordinaten 2'643'838 / 1'258'584, 540 m ü. M. befindet sich ein alter Steinbruch, in welchem früher der sogenannte Kornbergsandstein abgebaut wurde. Die Entdeckung dieses Sandsteins wird den alten Erzgräbern zugeschrieben. Historische Aufzeichnungen aus dem 18. Jahrhundert weisen auf einen frühen Erzabbau auf dem Pfaffenacker (Ebene der obersten Terrasse) hin. Wie das Bild zeigt, sind heute ausser den Terrassen kaum Abbauspuren zu finden. Anfang bis Mitte des 18. Jahrhunderts gab man die Gruben auf, diese zerfielen und das Gelände wurde für die Nutzung als Ackerland eingeebnet. Auf der Ostseite des Chornbergs finden sich auf weiter Strecke Schalenreste von Muscheln. Selten sind auch intakte, mit Mineralien belegte Hohlräume geblieben. Calcit ist immer anwesend, gelegentlich gesellt sich, als grosse Überraschung, auch Fluorit (bis 5 mm) in der für den Jura typischen Braunfärbung dazu. Dieses Fluoritvorkommen war bis jetzt nicht bekannt und es dürfte der erste Fluoritfund im Kanton Aargau sein.
Mineralien
- Baryt: in hellem, grüngrauem bis gelbgrauem und etwas mergeligem Dolomit, schichtartig angeordnet, weiss bis blass lachsrot, dicht strahlig bis garbenartig und langgestreckt dünntafelig. Ziegelrot, pulverförmig, langgestreckte und dünntafelige Blättchen, in fossilen Hohlräumen, sowie in feinen Rissen.
- Brauner Glaskopf: (Goethit): als dunkelbraune, oft fast schwarze Krusten, meist aber als kleine Kügelchen auf dem Calcit. Die Oberflächen sind entweder glatt und dann hochglänzend oder samtartig und mattglänzend. Im Querschnitt zeigt sich die feine parallelstrahlige nadelige Struktur.
- Calcit:
- Fluorit:
in intakten Hohlräumen von bis 6 cm grossen Muscheln (Plagiostoma sp.), honigbraune Würfel bis 5 mm Kantenlänge, zusammen mit Calcit.
- Sphalerit: wird erwähnt aus den Macrocephalus-Schichen am Chornberg.
LNr
041.
Fundort
AG / Frick, Frickberg (Südseite), Zeindelmatt
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Frick
Koordinaten, ca.
Literatur
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Frei, Ad.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1948;Band 28; Heft 1; Seite 103 - 113; Beitrag zur Mineralogie des Schweizer Juras
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363, 365
Bemerkungen
Hangrutsch: Frei (1948) "Im Frühjahr 1943 wurde anlässlich der Erstellung eines neuen Fahrweges am südlichen Hang des Frickberges ein Aufschluss im Arietenkalk geschaffen, der inzwischen verfallen ist. Das gebrochene Gestein erwies sich teils mehr oder weniger verwittert, teils zeigte der harte, graublaue Kalk keine Anzeichen einer Veränderung. Er war sehr fossilreich, namentlich führte er sehr oft grosse Arieten, in deren Hohlkammern fast immer Mineralien auskristallisiert waren...".
Die Stelle ist heute kaum noch zu finden. Im Wald oberhalb der Zeindelmatt liegt ein kleiner Bereich mit Opalinuston. Oberhalb davon ist ein Hangrutsch erkennbar. Die gelösten Gesteinsbrocken liefern nur wenige mineralienhaltige fossile Hohlräume. Aus dem weiter oben liegenden Eisenoolith sind vereinzelte, bohnerz- und fossilienhaltige Brocken bis in den Hangrutsch hinuntergerollt. Folgt man dem Weg vom Hangrutsch in östlicher Richtung nach Grabööl wird die Eisenoolithzone nochmals durchschritten. Fossilienfunde mit mineralienhaltigen Hohlräumen sind hier im Anstehenden ebenfalls möglich.
1). Aus der Coelestinparagenese im Arietenkalk.
2). Südlicher Hang des Frickberges, ein ehemaliger Aufschluss im Arietenkalk.
3). Funde zwischen Hangrutsch und Grabööl.
Mineralien
- Ankerit: 1). Sattelförmig, hellbraun, bis 12 mm, 2). Klein, reinweiss, perlmutterglänzend.
- Aragonit: 3). Max. 1 mm grosse igelartige Gebilde auf Coelestin.
- Brauner Glaskopf: 2). Klein, als Überkrustung, tiefschwarz glänzend.
- Calcit: 1), 2), 3). Klein, bis 1 mm grosse Skalenoeder, mehr oder weniger farblos.
- Coelestin: 1), 2), 3). Durchsichtig, nach der b-Achse gestreckt, leistenförmig, bis 12 mm.
- Dolomit: 2). Reinweiss, perlmutterglänzend.
- Gips: 2). Am Abhang als kleine, farblose Kristalle von prismatischem bis nadeligem Habitus. 3). Nur wenige mm gross, keine klaren Kristallflächen.
- Hämatit: in schwarzen, blättrigen Kristallen und als feiner roter Überzug auf Coelestin.
- Limonit: 1), 2), 3).
- Pyrit: 2), 3). Klein, messinggelbe und wohlausgebildete Würfel, teils sehr frisch.
- Sphalerit: nur in der Coelestinparagenese.
- Strontianit: 3). Reinweiss, bis 5 mm Durchmesser.
LNr
042.
Fundort
AG / Frick, Gruhalde (ehem. Grube)  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Frick
Koordinaten, ca.
Literatur
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2002; Heft 1; Seite 15 - 20; Unscheinbar und oft verwechselt
- Andermatt, Paul J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
- Bolli, Thomas; Schweizer Strahler; 2029; Heft 4; Seite 29 -31; Die alten Räuber von Frick
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978;Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Haldimann, Karl; Schweizer Strahler; 2011; Heft 1; Seite 19-26; Kaprolithen und andere Spurenfossilien aus Frick
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Holenweg, Hans; Urner Mineralienfreund; 1998; Heft 2; Seite 6-11
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 361, 366
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 399
- Wullschleger, Erwin; Mitteilungen der aargauischen Naturforschenden Gesellschaft; 1977; Band 29;Seite 7 - 128; Beiträge zur Mineralogie des Aargauer Juras
- Wullschleger, Erwin; Urner Mineralienfreund; 1995; Heft 4; Seite 11-13
Bemerkungen
Die Tongrube Gruhalde auf dem Gemeindegebiet von Frick ist heute (2025) nicht mehr in Betrieb. Weltweite Bekanntheit erlangte die Grube wegen der einzigartigen Häufigkeit von Saurierfunden. Nebst Plateosaurier konnten vereinzelt auch Raubsaurier oder Schildkröten geborgen werden. Das 185 Mio. Jahre alte Gestein enthält mindestens 19 unterschiedliche Arten von Versteinerungen, unter anderem auch Ammoniten mit recht grossen, mit hervorragend ausgebildeten Mineralien belegten Hohlräumen.
In der Tongrube ist ein fast 50 m mächtiges Profil aufgeschlossen. Im unteren Teil des Steinbruchs stehen die Gesteine der Klettgau-Formation (späte Trias), das heisst der Gansingen-Dolomit sowie die Bunten Mergel, an. Im oberen Teil sind Gesteine des frühen Juras, der Staffelegg-Formation (Lias) aufgeschlossen.
1.) Jura, Unterer Lias, Angulaten-Schichten, Umgebung von Frick: in fossilen Hohlräumen.
2.) Jura, Unterer Lias, Gryphiten- oder Arietenkalk: in fossilen Hohlräumen. Vermutlich sind hier auch Funde aus der bekannten Tongrube mit einbezogen.
Nach Wullschleger (1977):
1). Eine Dolomitbank im mittleren Teil der oberen Mergelschichten des Keupers führt, eng begrenzt auf ein bestimmtes Niveau und nach flächenmässiger Ausdehnung, eine besondere Mineralparagenese: Baryt, Calcit.
2). Der über der Dolomitbank liegende Mergel enthält, auf einzelne Zonen und Areale beschränkt, fossile Knochen. Die Knochenmasse und der nahe Mergel führt folgende Mineralparagenese: Vivianit, Pyrit, Goethit, Limonit, Malachit.
3). Die Insektenmergel im untersten Lias, als schwarzgraue schieferige Mergel vom liegenden wie hangenden Gestein deutlich abgesetzt, enthalten wenige Mineralien.
4). Die über den Insektenmergeln liegenden Angulaten- \ Arieten-Schichten sind recht fossilreich. Diese Schichten sind stark geklüftet und in diesem Vorkommen, nahe an der Oberfläche liegend, stark angewittert. In den Hohlräumen der Fossilien haben sich eine Anzahl Mineralien gebildet. Die Mineralvergesellschaftung ist sehr vielfältig.
Mineralien
- Ankerit: ein relativ häufiges Mineral, welches durch seine gelbbraune Farbe und die meist sattelförmige Ausbildung gut zu erkennen ist. Je nach Farbe ist das Mineral nicht einfach von Dolomit zu unterscheiden. Ankerit bildet eine Mischreihe mit Dolomit.
- Aragonit: büschelig, Nadeln bis 2 cm, in Ammonitenkammern auf zersetztem Dolomit.
- Baryt: 1). In hellem, grüngrauem bis gelbgrauem und etwas mergeligem Dolomit, schichtartig angeordnet, weiss bis blass lachsrot, dicht strahlig bis garbenartig und langgestreckt dünntafelig.
4). Ziegelrot, pulverförmig, langgestreckte und dünntafelige Blättchen, in fossilen Hohlräumen sowie in feinen Rissen.
- Brauner Glaskopf: 4). Als dunkelbraune, oft fast schwarze Krusten, meist aber als kleine Kügelchen auf dem Calcit. Die Oberflächen sind entweder glatt und dann hochglänzend oder samtartig und matt im Glanz.
- Calcit: 1). Nur als einfache Rhomboeder.
3). In kleinen Hohlräumen, steil skalenoedrische Form, die Spitze mit flachem Rhomboeder und teilweise von feinstem Pyrit belegt.
4). Häufig, farblos, selten weiss, braune oder rotbraune Färbungen sind häufig (Limonit), dunkelgrau bis fast schwarz in der Nähe der Kammerscheidewände, bis 3 mm, in vorwiegend skalenoedrischer Bildungen. Zwillingsbildungen sind selten. Als Erscheinungsform tritt auch das steile Rhomboeder (bis 2 mm) auf.
- Chalcedon: Quarzdrusen in Chalcedongeoden und in Hohlräumen von Terebrateln. Bräunlich gelb als zarter traubiger Überzug, mit gelbem Ocker bedeckt, auf verhärtetem Mergel bei Frick.
- Coelestin: reichlich, weiss bis rosa, langgestreckt dünnblätterig oder dünntafelig, Parallelverwachsung, in fossilen Hohlräumen sowie in feinen Rissen. Auch säulige, tafelige Kristalle bis 5 mm und durchsichtige, nach der b-Achse gestreckte leistenförmige Kristalle sind bekannt. Kommt nicht zusammen mit Baryt vor.
- Dolomit: 1). Bröckelig.
4). In der Regel dem Calcit aufgewachsen. Die Farbe des Eisendolomits ist, je nach Verwitterung, vielfältig: elfenbeinweiss, helllila, hell- bis goldgelb, hellbraun- bis intensiv ockerfarbig und nicht immer einfach von Ankerit zu unterscheiden. Beide Mineralien kristallisieren im trigonalen Kristallsystem und entwickeln vorwiegend rhomboedrische Kristalle.
- Gips: 4). Farblos oder leicht rosa, aggregiert, als Garben oder als langstängelige, flachtafelige und durchsichtige Einzelkristalle. Vereinzelt auch kurz und dickstängelig.
- Goethit: 2).
4). Klein, bis 0.2 mm, hellbraun bis rotbraun, glänzend, gebüschelt und nur auf dem Calcit aufsitzend oder eingewachsen.
- Halotrichit: das unscheinbare weisse, filzartige Mineral wird gerne übersehen. Das Mineral gehört in der Grube zu den Seltenheiten.
- Hämatit: klein, kugelig, auch in Form von kleinen Eisenröschen, deren feinste Blättchen kaum zu erkennen sind. Kommt auch als Einschluss im Calcit vor.
4). Rote bis dunkelrotbraune Krusten auf Calcit, Dolomit sowie auf Quarz. Auch als schwarze, radialfaserige Kügelchen bis 1 mm und dem Calcit aufsitzend.
- Kohle: 4). Nur wenige cm gross. Stammt von ursprünglichem Schwemmholz.
- Limonit: 2). In Rissen als Rostanflüge in dunkel braunrot glänzender Masse.
4). Pulverig oder krustenartig, als Zersetzungsprodukt von Pyrit.
- Malachit: 2). Als sehr feine Anflüge, büschelig-strahlig, in Rissen in der äussersten Zone der harten Knochensubstanz. Die Menge des Malachits ist sehr gering. Sehr selten liegt der Malachit in strahlig angeordneten und lattenförmig ausgebildeten Kristallen bis 3 mm Länge vor.
- Pyrit: 2). Kleine Würfelchen in Rissen.
3). Als Konkretion, meist kleine, flache Scheiben bis 5 cm Durchmesser und 2,5 cm Höhe oder als Belag auf Fossilien. Die Aggregate bestehen aus würfelförmigen Pyritkriställchen.
4). Weit verbreitet, als feinkristalline Aggregate oder diffus verteilt im Gestein, dem Calcit oder Eisendolomit als würfelförmige bis oktaedrische Kristalle aufgewachsen. Die Grösse der einzelnen Kristalle übersteigt kaum 0.1 mm. In Höhlungen von Fossilien haben sich krustige, kugelige oder würfelförmige Aggregate gebildet. Auf Aussenflächen von Fossilien sitzen pustelförmige Aggregate.
- Quarz: bis 1 cm. Auch: Quarzdrusen in Chalcedongeoden und in Hohlräumen von Terebrateln.
4). Sehr selten, zusammen mit Calcit, Goethit und Dolomit, bis 5 mm, farblos.
- Ranciéit: Aggregate, braun, halbkugelig, aufgewachsen auf Calcit oder Ankerit (Wullschleger, 1995), als braune Pusteln, bis 1 mm Durchmesser, teilweise silbriger, halbmetallischer Glanz. Wird für die Schweiz das erste Mal von der Gruhalde beschrieben. In der Schweiz sind bis jetzt (2021) nur 3 weitere Fundorte bekannt, unter anderem auch von der Grube Chalch bei Holderbank/AG.
- Sphalerit: selten und nur in geringer Menge vorkommend, meist in den Dolomit eingewachsen. Es handelt sich um Aggregate z. T. recht grosser Kristalle (bis 10 mm), wobei aber nur sehr selten freigewachsene Flächen sichtbar sind. Das Mineral ist im Bruch hochglänzend schwarz, an Splittern randlich gelbbraun durchscheinend.
- Strontianit: schneeweiss, bis 5 mm, im Hohlraum einer Schlotheimia (aus der Angulatenschicht). Das Mineral tritt in der Grube öfters auf.
4). Weiss bis leicht gelblich, nadelig-faserig, bis zu 0,6 mm, freiliegend oder in halbkugeligen Aggregaten. Strontianit ist dem mit Hämatit bzw. Limonit bestäubten Calcit und dem Dolomit aufgewachsen.
- Vivianit: als Besonderheit dieser Fundstelle tritt Vivianit in sekundärer Ausbildung auf Saurierknochen auf.
2). Nicht kristallisiert, lediglich durch seine dunkel violettblaue oder braunrote Färbung der Knochensubstanz erkennbar.
LNr
043.
Fundort
AG / Gansingen (NW), Kaltmatt, Chaltematt, Steinbruch Röt, Widmatt  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Gansingen
Koordinaten, ca.:
Literatur:
/
Bemerkungen
- Steinbruch Röt: 2'651'590 / 1'266'740, 440 m ü. M. Abbau von rötlichem bis grünlichem Schilfsandstein. Der Name erhielt das Gestein wegen den zahlreichen Pflanzeneinschlüssen. Gut aufgeschlossen sind auch der Dolomit des Gansingen-Members, bekannt als Gansinger-Dolomit. Ausser ungewöhnlich ausgebildeten Calcitkristallen sind keine weiteren Mineralien zu finden.
- Chaltematt, 2'651'230 / 1'266'680, 460 m ü. M.
- 0.30 m: hellgrauer Kalk in Knollen aufgelöst und in gelbe Mergel eingelagert,
- 0.15 m: schwarze, dickschieferige Mergel mit Pyritkristallen,
- 0.10 m: grauschwarze und gelbe, pyritführende Mergel.
- Im Bachbett bei der Widmatt, 2'651'222 / 1'266'676, 463 m ü. M., begleiten mit Fossilienresten durchspickte Blöcke den anstehenden Arietenkalk. Die heute ausgestorbene Muschelgattung Gryphaea ist dominant, vereinzelt treten auch Ammoniten auf. Hohlräume mit intakten Mineralien sind aber selten.
Mineralien:
- Calcit: Steinbruch Röt: in tannenförmiger Ausbildung.
- Calcium-Mangan-Oxid: Widmatt: ein dunkelbraunes, pustelartiges Mineral, welches noch nicht analysiert worden ist.
- Dolomit: Widmatt: Eisendolomit (Ankerit?) bis 4 mm in sattelförmiger Ausbildung.
LNr
044.
Fundort
AG / Gansingen, Grünschholz  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Gansingen
Koordinaten, ca.
2'650’930 / 1'265’730
Literatur
- Braun, L. (1920):  Geologische Beschreibung von Blatt Frick (1:25000) im Aargauer Tafeljura; SA aus Verh. der NFG in Basel, Band XXXI
Bemerkungen
Profilbeschreibung von Braun (1920).
- 5.20 m: hellgraue, etwas glimmerführende Mergel und bräunliche Mergel
- 0.40 m: grauer, pyritreicher, etwas spätiger Kalk
- 0.95 m: Kalke und Mergel- 0.30 m: graue und harte Mergel mit Pyrit
- 0.05 m: schwarzer bis ziegelroter Mergel mit Pyrit und Fasergips
- 0.45 m: graue, teils durch gelbe Mergel ersetzter Kalk
- 0.35 m: graue und gelbe pyritführende Mergel
- 3.28 m: diverse Schichten
- 1.70 m: dunkelgraue Schiefer, Pyrit
- 2.02 m: weitere Schichten Das unterhalb der Waldstrasse aufgenommene Profil erwähnt mehrere Pyrit-haltige Schichten, welche aber nur teilweise ausfindig gemacht werden konnten. Der Bachlauf ist leicht zugänglich.
Mineralien
- Pyrit:
LNr
045.
Fundort
AG / Gipf-Oberfrick, Buhalde, Hohenbüehl, Sespenhof, Talacher  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Gipf-Oberfrick
Koordinaten, ca.
Literatur
- Braun, L. (1920): Geologische Beschreibung von Blatt Frick (1:25000) im Aargauer Tafeljura; SA aus Verh. der NFG in Basel, Band XXXI
Bemerkungen
Buhalde:              2'642'000 / 1'261'750, 430 m ü. M.
Hohenbüehl (Hof): 2'640'841 / 1'261'017, 502 m ü. M.
Sespenhof:          2'640'750 / 1'260'224. 523 m ü. M.
Braun (1920), führt in "Geologische Beschreibung von Blatt Frick" im Raume Sespenhof ein reiches Fossilienvorkommen, welches für Mineraliensammler ebenfalls von Interesse ist, auf. Profil (nach Braun): Murchisonae - Concavus - Sowerbyi-Schichten:- 7-10 m: Schutthalde- 0.20 m rostfarbener, sandig verwitternder Kalk- 0.20 m: hellgelber, spätiger, harter Kalkstein, unverwittert graublau mit schlecht erhaltenen Fossilien- 1.45 m: Fossilien- 0.35 m: schwarzblaue, glimmerige Ton- 0.25 m: hellgelbe, rostfarbene Tone- ca. 5 m: hellgelbe, rostfarbene Tone Gute Fossilpunkte finden sich in unmittelbarer Nähe des beschriebenen Profils von Sespen, längs der Buhalde und oberhalb des Hofes Hohenbuehl. Die ursprünglichen fünf Teilaufschlüsse sind heute nicht mehr zu erkennen. In den Hohlräumen sind die für Fossilien typischen Mineralien Calcit, Dolomit, Coelestin und andere vertreten.
Mineralien
- Calcit:
- Coelestin:
- Dolomit:
LNr
046.
Fundort
AG / Gipf-Oberfrick, Feuerberg, Fürberg  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Gipf-Oberfrick
Koordinaten, ca.
2'642’167 / 1'258’456 (Link)
Literatur
/
Bemerkungen
In der Zeit um 1600 - 1700 wurden bei Gipf-Oberfrick am Fürberg Eisenoolithe (Bohnerz) abgebaut. Die Zone liegt ca. 200 nordwestlich des Hofes Güntlesten.
Mineralien
- Bohnerz:
LNr
047.
Fundort
AG / Gipf-Oberfrick, Märte  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Gipf-Oberfrick
Koordinaten, ca.
2'641'960 / 1'261'770 (Link)
Literatur
- Frei, Adolf, 1952; Die Mineralien des Eisenbergwerks Herznach im Lichte morphogenetischer Untersuchungen (Promotionsarbeit)
- Wullschleger, Erwin; Mitteilungen der aargauischen Naturforschenden Gesellschaft; 1977; Band 29;Seite 7 - 128; Beiträge zur Mineralogie des Aargauer Juras
Bemerkungen
1). In der Märte, einem vom Wolberg gegen Gipf hinunterziehenden Tälchen, in einer alten Grube im Obtususton. Im Ton selbst sind ausser wenigen Pyritkonkretionen und Kohlestücken mit zum Teil gut erhaltener Holzstruktur keine Mineralien zu finden. Der ehemals wohl reichlich vorhandene Pyrit ist in Limonit umgewandelt.
2). In den unmittelbar über dem Obtususton liegenden Kalkbänken der Obliqua-Schichten ist dagegen eine nach Arten recht vielfältige, nach der Menge dagegen folgende spärliche Mineralvergesellschaftung zu beobachten: Calcit, Coelestin, Baryt, Sphalerit, Dolomit, Pyrit, Goethit und Brauner Glaskopf.
3). Im Kalk, besonders in mergeligem Kalk, ist z.T. reichlich Pyrit eingestreut.
4). Der in knauerartigen Platten auftretende, recht zähe, dichte Kalkstein führt stellenweise häufig Belemnitenrostren und Muscheln. Diese Fossilien bestehen aus spätigem, bei den Belemniten radialstrahlig angeordnetem, hell- bis dunkelbraunem Calcit. Von der Lokalität Sunnehof, nordwestlich von Gipf-Oberfrick, etwa bei 2'640'989 / 1'261'965 beschreibt Brändlin (1911), pyritreiche, blaugraue oolithische Kalke in einer 65 cm mächtigen Angulatenschicht.
Mineralien
- Baryt: 2). In pulveriger Form, weiss. - Brauner Glaskopf: 3). Dunkel rotbraun mit stark glänzender Oberfläche und radialstrahliger Anordnung der Kriställchen.
- Calcit: 2). In fossilen Hohlräumen, rasenartig, hellbraun, skalenoedrisch. 3). Rasenartig. 4). Hell- bis dunkelbraun, in den Muscheln grobspätig.
- Coelestin: 2). In fossilen Hohlräumen, auf dem Calcit sitzend, dünntafelig, weiss bis farblos, stark korrodiert. 5). Aus der Kammer eines Arietites sp. (Unterer Lias) ein sehr gut ausgebildeter, relativ grosser, farbloser Einzelkristall von Coelestin.
- Dolomit: 2). In fossilen Hohlräumen, hellgelb.
- Gagat: 4). Als Füllung im Kern der Belemnitenrostren.
- Glaukonit: 4). In den Muscheln tropfenförmig verteilt, körnig, hellgrün gefärbt, Anhäufungen mit bis zu 0.5 mm grossen glänzenden, dunkelgrünen bis schwarzen Körnern.
- Limonit: 1).
- Pyrit: 1). 3). Kleine würfelige Einzelkristalle oderAggregate, die nicht mehr als einige Millimeter Durchmesser erreichen. Teils überkrustet von braunem Glaskopf. 4). Kleine Konkretionen in den Muscheln zusammen mit dem Glaukonit.
- Sphalerit: 2). Schwarz, glänzend, sehr klein.
Fundort
048.
Fundort
AG / Frick, Herznach, Wölfliswil, Wölflinswil, Chornberg, Kornberg, Pfaffenacker (Eisenerzabbau)
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Herznach
Koordinaten, ca.
Literatur
- Ansermet, Stefan; Minaria Helvetica; 2008; Heft 28; Seite 17 - 42; Eisenbergwerk Herznach: Sammlung von Original-Negativen
- Hüsser, Linus; Minaria Helvetica; 2002; Heft 22b; Seite 27 - 36; Notizen zum historischen Eisenerzbergbau im Fricktal
Bemerkungen
1241 wird erstmals die Eisenerzgrube bei Wölflinswil im Fricktal erwähnt. Historischer Eisenerzabbau. Die Koordinaten zeigen auf den Chornberg. Siehe auch unter: Frick, Herznach, Wölflinswil, Rötifeld, Fürberg, Junkholz, Hasli, Geindelhof;(Eisenerzabbau).
Mineralien
- Eisenerz:
LNr
049.
Fundort
AG / Herznach (ehem. Bergwerk)
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Herznach-Ueken
Koordinaten, ca.
Literatur
- Ansermet, Stefan; Minaria Helvetica; 2008; Heft 28; Seite 17 - 42; Eisenbergwerk Herznach: Sammlung von Original-Negativen
- Bitterli-Dreher, Peter; Schweizer Strahler: 2020; Heft 2; Seite 22-31; Geologie und Paläontologie des Bergwerks Herznach Teil 1: Die Erdgeschichte des "Meeresboden"
- Bitterli-Dreher, Peter; Schweizer Strahler: 2021; Heft 4; Seite 22-33; Geologie und Paläontologie des Bergwerks Herznach Teil 2: Die Erdgeschichte des Eisenerzes
- Bodmer, PH.; 1978; Beiträge zur Geologie der Schweiz; Geotechnische Serie XIII. Lieferung, 11. Band; Geophysikalische Untersuchung der Eisenoolithlagerstätte von Herznach-Wölflinswil
- Frei, Adolf; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Geotechnische Serie, XIII. Lieferung, Die Eisen- und Manganerze der Schweiz; 1952
- Frei, Adolf; Promotionsarbeit; 1952; Die Mineralien des Eisenbergwerks Herznach im Lichte morphogenetischer Untersuchungen; 1952
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1975; Seite 363
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 361,365
- Stoecklin, D. & Eichin, Rolf; Schweizer Strahler; 1978; Seite 493
- Mitteilungen aus dem Institut für Geophysik Nr. 209
Bemerkungen
Nach 30-jähriger Abbautätigkeit stellte 1967 das Bergwerk Herznach den Betrieb mangels Rentabilität ein. Während der Abbauzeit sind aus rund 32 km Stollen ca. 1’6300’000 Tonnen Eisenerz mit einem Fe-Anteil von 29% gewonnen worden. Nach der Schliessung erfolgte die Zuschüttung sämtlicher Zugänge mit Beton oder Erde. 2004 bekundete der neu gegründete «Verein Eisen und Bergwerke» (VEB) Interesse, die Geschichte des Erzabbaus in der Region dem breiten Publikum bekannter zu machen und einen Teil des ehemaligen Bergwerks zu sichern und als Schaubergwerk weiterzuführen. Stand März 2022 sind 170 Meter abgesichert und zugänglich.
Bei der Wiederherstellung des Hauptstollens legte fliessendes Wasser den mit unzähligen Fossilien belegten Meeresboden frei. Diese einmalige Ansammlung steht heute unter Schutz und kann im Besucherstollen bewundert werden. Mineralienfunde auf der Halde waren während des Abbaus sehr beschränkt, wurde doch die interessante Cordatus-Schicht in der Mine als tragendes Dach behalten. Die Mineralien stammen aus den Kammerdrusen der bis zu einem Meter messenden Ammoniten und aus Klüften. Heute sind höchstens noch Zufallsfunde möglich.
Mineralien
- Baryt:
 - Birmenstorfer-Schicht: schlecht kristallisiert und unter einem mm.
 - Macrocephalus-Schicht: blau und tafelig.
- Barytocoelestin: rötliche, leistenförmige Kristalle in radialstrahliger Anordnung.
- Calcit:
 - Birmenstorfer-Schicht: nur sporadisch, oft auf Zinkblende aufsitzend, klein, skalenoedrisch, schwach glänzend.
 - Cordatus-Schicht: dichtgewachsene Rasen, trübe bis klare Skalenoeder, bis 3 mm.
 - Mariae-Schicht: rasenartig, bis 3 mm, weiss bis farblos, oft mit Einschüssen von rotem Hämatit.
 - Macrocephalus-Schicht: grosse schöne Kristalle, bis 30 mm, lichtblau, Rotfärbungen, tafelig.
- Coelestin:
 - Birmenstorfer-Schicht: oft zu weissem Pulver zersetzt, sonst nur skelettartige Überreste.
 - Cordatus-Schicht: verbreitet, schöne Kristalle, formenvielfältig, kurzprismatisch, dicktafelig, säulig, durch Hämatit rot gefärbt (evtl. handelt es sich hier um Baryto-Coelestin).
 - Mariae-Schicht: relativ reichlich, in Hohlräumen schöne Kristalle bis 20 mm und zum Teil von kräftigem Blau, mit Einschluss von Hämatit, in Spalten oft rote und stark zerfressene Resten ohne erkennbare Kristallformen.
- Dolomit:
 - Birmenstorfer-Schicht: winzige Rhomboeder, farblos - gelbbraun, wenig gekrümmte Flächen.
 - Cordatus-Schicht: weit verbreitet, oft ganze Kammern ausfüllend, weiss bis gelblich, gekrümmte Rhomboeder, 1 - 3 mm, aggregiert bis 20 mm, auch mit Rotfärbungen.
 - Mariae- und der Macrocephalus-Schicht: mehr oder weniger häufig vorgekommen, sonst wie vorher beschrieben.
- Galenit: sehr selten.
- Gips:
 - Birmenstorfer-Schicht: spärlich, langprismatisch, nadelig, büschelig, zwischen Pyrit und Calcit liegend.
 - Cordatus-Schicht: klare, gut ausgebildete Kristalle bis 10 mm.
- Goethit:
 - Cordatus-Schicht: büschelig, mit Endflächen, in Kammern von Ammoniten.
 - Mariae-Schicht: selten, schwarz, büschelig.
 - Macrocephalus-Schicht: sehr selten.
- Hämatit:
 - Cordatus-Schicht: dichte, schwarze Kugeln.
 - Mariae-Schicht: rotfärbendes Pulver, kugelig bis 1 mm, mattschwarz, aufgewachsen oder als Einschluss.
 - aus der Macrocephalus-Schicht: wie vorher beschrieben.
- Pyrit:
 - Birmenstorfer-Schichten: als Rasen oder Haufen von winzigen Kriställchen (unter einem mm). Als Würfel oder Oktaeder ausgebildet, aggregiert, auch eingewachsen.
 - Cordatus-Schicht: relativ verbreitet, aber jeweils nur in geringen Mengen, bis 1.5 mm, gelbglänzend, würfelig, in Calcit und Coelestin.
- Quarz:
 - Cordatus-Schicht: lichtbraun, in Kammern von Ammoniten, häufig, oft zusammen mit Goethit, formenvielfältig, nadelig, lanzettförmig, pris-matisch, radialstrahlig, mit Endflächen (Prisma), goldfarbig bis schwarz, auch im Quarz.
 - Mariae-Schicht: Quarz ist in dieser Schicht praktisch nicht vertreten.
- Sphalerit:
 - Birmenstorfer-Schicht: relativ verbreitet, tief-schwarz, seiden- bis glasglänzend, auf dem Muttergestein, meistens verzwillingt, oft als fast ideale Oktaeder ausgebildet, auch extrem tafelige Individuen, bis 17 mm.
- Macrocephalus-Schicht: ähnlich wie in der Birmenstorfer-Schicht.
LNr
050.
Fundort
AG / Herznach, Frick, Wölflinswil, Feuerberg, Erlinsbach, Mandach (Eisenerzabbau)  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Herznach-Ueken
Koordinaten, ca.
Literatur
- Ansermet, Stefan; Minaria Helvetica; 2008; Heft 28; Seite 17 - 42; Eisenbergwerk Herznach: Sammlung von Original-Negativen
- Hüsser, Linus; Minaria Helvetica; 2002; Heft 22b; Seite 27 - 36; Notizen zum historischen Eisenerzbergbau im Fricktal
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1989/1; Heft 47; Seite 14 - 20; Der Fricktaler Erzbergbau
Bemerkungen
Im Fricktal wurden bei Wölfliswil am Feuerberg Eisenoolithe des oberen Dogger (Callovien) mit 20% Eisenoxydgehalt ausgebeutet. Belege zeigen, dass das Grubengelände spätestens im 12. Jh. bearbeitet worden sein muss. Das ausgedehnte Lager strich nach Norden unter dem Ackerboden aus und wurde im Bereich des Rötifeldes, mit Pingen, Schächten und einem kurzen Stollen ausgebeutet. Der Eisengehalt des abgebauten Flözes lag bei 30 - 40 %.

Die Fricktaler-Erze sind bis zum Jahre 1743 intensiv abgebaut worden, die ausgebeutete Erzmenge wird auf etwa 350'000 Tonnen geschätzt. Systematische Aufschlussarbeiten ergaben eine unverritzte Lagerfläche von 378,8 ha, wovon 18,8 ha im Tagebau abgebaut werden können. Der sicher vorhandene Erzvorrat berechnet sich unter den ungünstigsten Voraussetzungen bei einem mittleren spezifischen Gewicht von 2,6 auf 23'000'000 Tonnen.

Bei Wölfliswil, Wittnau, Frick und Herznach wurden in den Jahren 1596 bis 1743 etwa 60’000 Tonnen Erz gewonnen und nach Laufenburg zur Verhüttung gebracht. Dokumente aus dem 16. und 18. Jahrhundert weisen auch auf Vorkommen am Chornberg der Gemeinde Gipf-Oberfrick, hin. Erlinsbach: die Mächtigkeit der Erzschicht und der Eisengehalt des Erzes sind geringer als im Fricktal. Aufschlussarbeiten schätzen die unverritzte Abbaufläche zu 35 ha und der Erzvorrat bis zu einer Mächtigkeit der Erzschicht von 1.0 m und einem Mindest-Eisengehalt von 25% auf 875'000 Tonnen. Die Erzmenge dieser Lagerstätte ist ökonomisch kaum abbauwürdig. Herznach: Ausbeute während den Kriegsjahren 1941 bis 1945: 654’319 Tonnen. Bei der Erz-lagerstätte Herznach handelt es sich um ein oolithisches Eisenerz des Callovien (Oberer Dogger) mit einem mittleren Fe-Gehalt von 29% und einer Mächtigkeit der Erzschicht von 2.5 - 3 Meter.

Im 20. Jh. waren lediglich die Grube Weichlen und das Bergwerk Herznach (geschlossen 1967) in Betrieb. Der eisenschüssige Spatkalk erstreckt sich von Wölflinswil bis Mandach im Aargau. Über der Talsohle befinden sich ca. 1440 ha, wovon etwa 140 ha im Tagebau ausgebeutet werden können. Schätzungsweise sind mindestens 80'000'000 Tonnen eisenschüssige Spatkalke vorhanden. Die unter der Talsohle anstehenden Schichten sind dabei nicht berücksichtigt. Stratigraphisch ist der rote Spatkalk, wie er auch genannt wird, im Liegenden der Macrocephalus- und Varians-Schichten. Seine Mächtigkeit variiert von 1.5 bis 12.0 m und beträgt im Mittel 3.0 bis 4.0 m.
Mineralien:
- Eisenerz:
LNr
051.
Fundort
AG / Ueken, Weichlen (Grube)  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Herznach-Ueken
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Auf dem Eisenweg Wölflinswil - Ueken - Herznach - Zeihen trifft man in der Gemeinde Ueken bei der Lokalität Weichlen auf einer Klopfstelle Brauneisengesteine, welche Fossilen und Mineralien enthalten können. Ein kurzer Besuch dieser Stelle lieferte ausser Calcit keine weiteren Mineralien.
Mineralien
- Calcit:
LNr
052.
Fundort
AG / Ittenthal, Schinberg  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Kaisten
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Nordwestlich: bei der Lokalität Schützi liegt eine heute noch sichtbare Abbaustelle bei den oben aufgeführten Koordinaten.
Südlich: die Lokalität Luterenboden, die grösste Abbaustelle am Schinberg bei: 2'647'560 / 1'263'260, 540 m ü. M. liegt nicht im Bereich des Trigonodusdolomits, trotzdem sind Hornsteine mit Quarzdrusen zugegen. Nur wenige enthalten bis 2 cm grosse und mit klarem Quarz ausgekleidete Hohlräume. Das für die Renaturierung verwendete Füllmaterial dürfte aus der näheren Umgebung hergeführt worden sein. Unmittelbar in der Nähe, bei der Lokalität Tälenmatte, befinden sich 2 Fossilienfundstellen, ca. bei 2'647'900 / 1'263'075.
Mineralien
- Hornstein:
- Quarz:
LNr
053.
Fundort
AG / Kaisten, Bannrüti, Barüti, Lümberg  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Kaisten
Koordinaten, ca.
Literatur
- Merki, P. (1961):  Der Obere Muschelkalk im östlichen Schweizer Jura; Eclogae Geologicae Helvetiae, Band 54, Heft 1
Bemerkungen
Lümberg (Graben): 2'644'773 / 1'265'401, 386 m ü. M.
Barüti (Graben):      2'644'449 / 1'265'419, 379 m ü. M.

Ein Besuch dieser Fundstellen lieferte selten Silexbrocken mit kleinen, max. 2 cm grossen Quarzdrusen, wenig Pyrit und Calcit. Der Trigonodusdolomit durchquert beide Bacheinschnitte, welche mit gefallenem Holz belegt und von steilen Borden flankiert werden. Unterhalb der Strasse zwischen Lümberg und Barüti ist von oben nach unten folgendes Profil anzutreffen:
- 0.40 m: sandige, hellgelbe, hornsteinreiche Dolomite,
- 0.25 m: braungelbe Dolomite mit Hornsteineinschlüssen, darauf folgen 0.45 m gelbe und graurötliche, fossilreiche Dolomite und 1.32 m diverse Schichten,
- 0.30 m: dunkelgraue und graugelbe Dolomite mit Calcitdrusen und Pyrit, darauf 0.35 m diverse Schichten und 1.70 m hellgraue, sandige Dolomite mit Calcitdrusen
- 2.65 m: weitere Schichten Anstehender Trigonodusdolomit zeigt sich, von unten gesehen, gut sichtbar auf der linken Seite des Barütitälchen. Hornsteineinlagen sind aber sehr selten zu beobachten.
Mineralien
- Calcit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Silex:
LNr
054.
Fundort
AG / Kaisten, Chäsiberg  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Kaisten
Koordinaten, ca.
Literatur
- Merki, P. (1961):  Der Obere Muschelkalk im östlichen Schweizer Jura; Eclogae Geologicae Helvetiae, Band 54, Heft 1
Bemerkungen
Ein verlassener Steinbruch zwischen Kaisten und Ittenthal mit folgendem Profil:
- 0.90 m: Trigonodusdolomit, aufgeschlossen,
- 23.70 m: Plattenkalk,
- 8.40 m: Trochitenkalk, aufgeschlossen,
- 0.30 m: dunkelgraue, kristalline Kalkbank,
- 11.40 m: diverse Schichten,
- 0.25 m: hellgraue, kristalline Kalkbank,
- 3.30 m: diverse Schichten,
- 1.70 m: dunkelgraue, dünnbankige Kalke, rundliche Kieselkonkretionen enthaltend,
- 9.49 m: diverse Schichten,
- 0.20 m: harte grau bis blauschwarze oolithische Kalkbank, pyritführend, fossilreich,
- 3.09 m: diverse Schichten,
- 2.80 m: grauer, dolomitischer Kalk, Calcitdrusen häufig,
- 0.85 m: feinsandiger graugelber Dolomit.
Mineralien
- Calcit:
- Pyrit:
LNr
055.
Fundort
AG / Kaisten, Heuberg, Blauen, Stinkenbrunnenmatt  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Kaisten
Koordinaten, ca.
Literatur
- Hartmann, Ad.;1919; Mitteilungen der aargauischenen naturforschenden Gesellschaft. 15. Heft; 1919; Seite 136 - 148; Zwei Kohlenvorkommnisse im Aargau
Bemerkungen
Bacheinschnitt: 2'647'090 / 1'266'750, 380 m ü. M. Im Bereich des Bächleins, das von der nordwestlichen Abdachung des Heuberggipfels nach der Stinkenbrunnenmatt und durch ein tief eingeschnittenes Tälchen nach Blauen auf der Schotterebene südlich Laufenburg führt, wurden schon vielfach Kohlenstücke gefunden. An eine rationelle Ausbeutung dieser Heubergkohlen ist trotz ihrer guten Qualität leider nicht zu denken, ihre Menge ist viel zu gering. Die lokale Bezeichnung Stinkenbrunnenmatt wird auf der Karte nicht mehr geführt.
- 1.00 m graue, glimmerreiche Schiefer mit Kalkknauern und Pyritknollen,
- 0.60 m: harte, glimmerreiche Mergel mit Kalkknauern, sandiger, eisenschüssiger, Kalk,
- 0.30 m: graue und rostfarbene Mergel mit Kalkknollen und Pyrit,
- 6.60 m: Mergel und Kalke, Limonitkrusten, Kohlenspuren Ein Überraschungsfund (siehe Bild) gelang im Mai 2021 am Abhang auf der Nordwestseite des Mittleren Heuberg.
Mineralien
- Karneol: eingesprengt im Gestein, Quarz und im Calcit.
- Kohle:
- Quarz:
strahlige und artischockenartige Aggregate bestehend aus aussergewöhnlich schneeweissen Kristallen bis 1 cm. Seltener sind klare Kristalle bis 3 mm Länge. An der Basis erscheinen die um einem Karneolkern gewachsenen Kristalle weiss, an der Spitze klar und mehr oder weniger durchsichtig.
LNr
056.
Fundort
AG / Kaisten, Kaistenberg, Keistenberg  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Kaisten
Koordinaten, ca.
Literatur
- Bronner, Franz Xaver; Kurze Übersicht der einfachen Mineralien des Kantons Aargau. In: Neujahrsblatt für die aargauische Jugend, herausgegeben von der naturhistorischen Klasse der Gesellschaft für vaterländische Kultur im Aargau, 1819.
- Bronner, Franz Xaver; Historisch-geographisch-statistisches Gemälde der Schweiz. Der Canton Aargau; 1844; Sechzehnter Band. I. Theil; Seite 302.
Bemerkungen
In älterer Literatur werden mit Fundortangabe "Kaistenberg" Achatjaspis, Gemeiner Chalcedon und Ocher erwähnt. Bei diesen heute nicht mehr gebräuchlichen Bezeichnungen handelt es sich um Hornstein- und Chalcedonbrocken, wie sie an anderer Stelle bereits erwähnt wurden.
Mineralien
- Achatjaspis: grau geflammt, ringförmig gezeichnet, gestreift, auf dem Kaistenberg und bei Kaisten.
- Chalcedon:
- Gemeiner Chalcedon:
bläulichgrau. Auf dem Kaistenberge zwischen Laufenburg und Frick, bräunlichgelb als zarter traubiger Ueberzug, mit Ocher belegt; auch auf Aeckern am Flügelberge.
- Hornstein:
- Ocher:
LNr
057.
Fundort
AG / Kaisten, Keisten (NAGRA-Bohrung)  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Kaisten
Koordinaten, ca.
Literatur
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 32,84,101,116,120,126,171,194,351,371,376
Bemerkungen
In verschiedenen Teufen. In Kernen von Reduktionshöfen der Red-Bed-Ablagerungen.In verschiedenen Teufen. In Kernen von Reduktionshöfen der Red-Bed-Ablagerungen.
Mineralien
- Altait: nur im Anschliff nachgewiesen als diagenetisches Erzmineral, Teufe 208 Meter (Hofmann, 1989).
- Bravoit: in Bohrkernen nachgewiesen:
1. In einem fossilreichen Dolomit im Unteren Muschelkalk, zusammen mit Galenit, Pyrit, Markasit, Teufe 87 Meter.
2. Im Lamprophyr begleitet von Coffinit, Rammelsbergit, Chalkopyrit, Fahlerz, Galenit, Pyrit, Teufe 352 Meter, alle aufgeführten Mineralien gesteinsbildend.
- Cattierit: nur im Anschliff aus dem kristallinen Untergrund nachgewiesen (Hofmann, 1990). - Chalkopyrit: Teufe 352 Meter, gesteinsbildend.
- Clausthalit: in einer Teufe von 208 Meter, als diagenetisches Erzmineral.
- Coffinit: in Teufen zwischen 96 und 356 Metern, ein Vorkommen im Bundsandstein (96 Meter), 5 im Rotliegenden und 3 weitere im Kristallin, in Zentren von Reduktionshöfen der Red-Bed-Ablagerung sowie deren Sockelgesteine, feinkörnig, realativ häufig vorkommend, teils als Anhäufung bis mm-Grösse (Hofmann in Peters et al., 1989, Hofmann, 1990).
- Crookesit: als diagenetisches Erzmineral in Kernen von Reduktionshöfen der Red-Bed-Ablagerungen des Oberrotliegenden (Hofmann, 1989, 1990).
- Fahlerz: Teufe 352 Meter, gesteinsbildend.
- Froodit: Teufe 208.6 Meter / 214.9 Meter, als Einschluss im Clausthalit (Hofmann, 1995).
- Galenit: Teufe 87 und 352 Meter, gesteinsbildend.
- Gold, gediegen: nachgewiesen.
- Kupfer, gediegen: elementar.
- Markasit: Teufe 87 Meter, gesteinsbildend.
- Montroseit:
- Pyrit:
Teufe 87 und 352 Meter, gesteinsbildend.
- Rammelsbergit: Teufe 352 Meter, gesteinsbildend in den Kernen von Reduktionshöfen der Red-Bed-Ablagerungen (Hofmann, 1989, 1990).
- Roscoelith: Teufe 208.7 Meter, in Reduktionshöfen der Red-Bed-Ablagerungen des Oberrotliegenden, kleinste Schuppen (3/100-mm).
- Silber: in einer Teufe von 218 Meter.
- Skutterudit: feinkörnig, unregelmässige Körner, mikroskopisch klein (Hofmann, 1989,1990).
LNr
058.
Fundort
AG / Kaisten, Oberkaisten, Tuttigraben  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Kaisten
Koordinaten, ca.
Literatur
- Merki, P. (1961):  Der Obere Muschelkalk im östlichen Schweizer Jura; Eclogae Geologicae Helvetiae, Band 54, Heft 1
Bemerkungen
Der flache schmale Graben kann bei niedrigem Wasserstand gut durchwatet werden. Silexbrocken mit quarzhaltigen Drusen sind selten und erreichen kaum Faustgrösse. Sie stammen nicht vom Graben selbst sondern von den oberhalb der Bachborde liegenden Ebene Geeren (rechte Seite) und Leim (linke Seite).

Wie die Profile von Brändlin und Merki von unten nach oben zeigen, liegen die Hornsteinlagen einige Meter über dem Bachbett und sind beim Begehen nicht sicht- und nicht erreichbar. Brändlin (1911): Schichten über dem Hauptmuschelkalk im Tuttigraben:
- 4 - 5 m: hellgraue bis hellgelbe, feinkörnige Dolomite,
- 6 - 7 m: graue, gelbliche oder rötliche Dolomite, an der Basis eine harte, rauchgraue Bank,
- 8 - 10 m: graugelbe - rötliche Dolomite mit reicher Fauna und mit Hornsteineinlagen. Fossilien sind in der unteren, Hornsteine in der oberen Hälfte häufiger. Merki (1961) zum Profil im Tuttigraben:
- 4.10 m: Lettenkohle, aufgeschlossen,
- 29.40 m: Trigonodusdolomit,
- 6.20 m: Plattenkalk, aufgeschlossen Bei beiden Profilbeschreibungen ist die genaue Position der Aufnahme nicht bekannt.
Mineralien
- Hornstein:
- Quarz:
- Silex:
LNr
059.
Fundort
AG / Kaisten, Trigonodusdolomit-Lokalitäten mit möglichen Hornsteinen  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Kaisten
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
- Äsplenberg 2'646'290 / 1'266'020, 405 m ü. M.
- Breiten 2’645’830 / 1'265'280, 365 m ü. M.
- 2'643'360 / 1'265'430, 420 m ü. M.
- Chüegrabe 2'646'110 / 1'265'390, 370 m ü. M.
- Endel (ö) 2’645’480 / 1'265'170, 360 m ü. M.
- Endel (w) 2’645’150 / 1'265'190, 380 m ü. M.
- Furt 2’645’900 / 1'264'700 350, m ü. M.
- Geeren 2'646'910 / 1'265'470, 395 m ü. M.
- Gehrenhof 2'646'760 / 1'265'760, 410 m ü. M.
- Gipsmüli 2’645’980 / 1'264'810, 360 m ü. M.
- Gschneit 2’645’830 / 1'264'330, 365 m ü. M.
- Hofmatt 2'646'540 / 1'265'300, 360 m ü. M.
- Igelacher 2'646'780 / 1'265'220, 375 m ü. M.
- Leimhof 2'646'490 / 1'265'710, 405 m ü. M.
- Lümberg 2’645’280 / 1'265'510, 380 m ü. M.
- Ob der Steig 2’645’840 / 1'265'100, 370 m ü. M.
- Rotelhau 2'648'000 / 1'265'310, 455 m ü. M.
- Schappich 2'646'780 / 1'264'430, 440 m ü. M.
- Stinkbrunnen 2'646'650 / 1'266'300, 420 m ü. M.
- Tannmatt 2'647'320 / 1'264'880, 435 m ü. M.
- Usseri Eigenmatt 2’645’590 / 1'264'800, 365 m ü. M.
- Zwangrüti 2'647'590 / 1'265'240, 415 m ü. M.

Von Eiken aus gesehen werden die Hornsteineinlagen im Dolomit gegen Osten seltener und dünner. Dies mag der Grund sein, warum nicht bei allen Lokalitäten in der Region Kaisten Hornsteine festgestellt werden konnte. Eine intensivere Untersuchung könnte hier noch bessere Ergebnisse liefern. Flache Waldböden und Weiden zeigen kaum Hornsteine.
Mineralien
- Hornstein:
LNr
060.
Fundort
AG / Kaisten, Warthöf (Acker und Waldrand)  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Kaisten
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Ausgehend von den Warthöf liegt eine Trogonodusdolomitschicht in östlicher Richtung über Barüti und Lümberg bis nach Kaisten. Die in diesem Bereich untersuchten Lokalitäten (Barüti und Lümberg, siehe dort) zeigen ein Abschwächen der Hornsteineinlagerungen und der darin vorkommenden Drusen. Die Hornsteine sind bröckelig, mit Calcit durchzogen und der Quarz milchigweiss. Eine bessere Quarzqualität stammt aus dem Gebiet Bänacher (SE Warthöf, Deponie am Waldrand, unweit der Strasse). Drusen erreichen Durchmesser bis 2 cm und enthalten teilweise wasserklare Kristalle. Auffällig ist auch das Auftreten stark korrodierter Anflüge von Pyrit. Interessanter ist die westlich des Hofs gelegene Zone, welche sich bis zum Chinz erstreckt. Entlang dem Waldrand finden sich öfters Hornsteine mit den Quarzdrusen. Diese stammen eigentlich immer aus den wenige Meter entfernten Anbauflächen, welche nach jedem Pflügen auf störende Gesteine abgesucht werden. Dort, wo der Feldweg vor dem Chinz dem Waldrand entlang abbiegt, trifft man auf eine weitere Trigonodusdolomitzone mit festeren und dickeren Hornsteinbrocken. Die Zone endet am Waldrand von Vor Chinz. Die Liste der vorkommenden Mineralien beschränkt sich auf Quarz, Calcit und Pyrit. Das Suchen kann auf den Waldrandbereich eingeschränkt werden. Bei flachen Waldböden fehlt die für die Freilegung der Hornsteine notwendige Dolomitverwitterung. Eine Begehung der Chinzhalde, ein weiterer möglicher Fundort, hat nicht stattgefunden.
Mineralien
- Calcit:
- Hornstein:
- Pyrit:
- Quarz:
klein, bis 5 mm, wasserklar.
- Silex:
LNr
061.
Fundort
AG / Kaisten, nördlicher / südlicher Steinbruch (heute aufgelassen)
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Kaisten
Koordinaten, ca.
Literatur
- Merki, P. (1961):  Der Obere Muschelkalk im östlichen Schweizer Jura; Eclogae Geologicae Helvetiae, Band 54, Heft 1
Bemerkungen
Nördlicher Steinbruch: 2’645’680 / 1'265'720.
Südlicher Steinbruch: 2’645’700 / 1'265'810 Plattenkalk, 13.55 m aufgeschlossen. Calcit-Silexkonkretionen finden sich häufig in den dolomitisierten Partien des Oberen Plattenkalkes. Bei beiden Steinbrüchen können nur noch Funde realisiert werden, wenn entsprechende Bautätigkeiten am Laufen sind.
Mineralien
- Silex:
LNr
062.
Fundort
AG / Laufenburg, Bütz, Egghalden
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Laufenburg
Koordinaten, ca.
Literatur
- Merki, P. (1961):  Der Obere Muschelkalk im östlichen Schweizer Jura; Eclogae Geologicae Helvetiae, Band 54, Heft 1
Bemerkungen
Ein alter Steinbruch nordwestlich von Bütz gelegen. Merki (1961) erwähnt von dieser Lokalität die beiden Schichten:
- Trochitenkalk, 5.00 m, aufgeschlossen und Anhydritdolomit, 5.70 m, aufgeschlossen. Interessant ist die von Brändlin (1911) erwähnte detaillierte Beschreibung der Lagen:
- 0.65 m: Sandig-schiefrige, hellgelbe Dolomite mit Knollen, bis 10 cm dicke Lagen von hellgrauem Quarz der Calcitdrusen einschliesst und Pyrit in Spuren enthält,
- 7.35 m: Dolomitlagen in unterschiedlicher Erscheinung- 0.25 m: dünnplattige Dolomite und dunkelgraue, linsenförmige Hornsteinlagen,
- 1.40 m: hellgraue Dolomit mit kleinen Nestern frischen und zersetzten Pyrits,
- 0.65 m: hellgraue Dolomite mit teils von Calcit duchsetzten Hornsteinlagen,
- 4.8- 6 m: Mergel und Kalke.
Mineralien
- Calcit:
- Hornstein:
- Pyrit:
- Quarz:
LNr
063.
Fundort
AG / Laufenburg, Bütz, Leidikon, Rheinsulz, Sulz
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Laufenburg
Koordinaten, ca.
Literatur
- Merki, P. (1961): Der Obere Muschelkalk im östlichen Schweizer Jura; Eclogae Geologicae Helvetiae, Band 54, Heft 1
Bemerkungen
Trigonodusdolomit-Lokalitäten mit Hornsteinen und Quarz:
- Bütz, Rebmättli 2'649'700 / 1'265'620, 360 m ü. M.
- Leidikon, Deisigrabe (oben) 2'648'320 / 1'265'990, 435 m ü. M.
- Leidikon, Mühlisteig 2'648'930 / 1'266'370, 405 m ü. M.
- Leidikon, Reckeholdere 2'648'680 / 1'266'000, 425 m ü. M.
- Rheinsulz, Geisshalde 2'648'040 / 1'267'070, 460 m ü. M.
- Rheinsulz, Hintere Chalchofe 2'648'380 / 1'266'950, 445 m ü. M.
- Rheinsulz, Ribiwinkelhü?e 2'648'710 / 1'266'870, 425 m ü. M.
- Rheinsulz, Risulzerhalde 2'649'610 / 1'267'460, 415 m ü. M.
- Rheinsulz, Rütenen (Graben) 2'650'070 / 1'267'760, 435 m ü. M.
- Rheinsulz, Schwarzrai (Graben) 2'649'820 / 1'267'630, 430 m ü. M.
- Sulz, Bütz, Nussbaumen 2'650'320 / 1'266'510, 505 m ü. M.
- Sulz, Bütz, Bützerbreite 2'649'720 / 1'266'000, 370 m ü. M.
Wie bekannt, werden die Dolomitzonen mit den Hornsteineinlagen gegen Osten des Aargaus auslaufend und dünner. Quarzdrusen sind hier nur noch selten zu finden. Die aufgeführten Lokalitäten haben keine nähere Untersuchung erfahren.
Mineralien
- Hornstein:
- Quarz:
LNr
064.
Fundort
AG / Laufenburg, Leidikon, Hohlgassrütenen, Im Brüggli  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Laufenburg
Koordinaten, ca.
Literatur
- Brändlin, E. (1911):  Zur Geologie des nördlichen Aargauer Tafeljura zwischen Aare- und Frick-Tal; Verhandlungen der NFG in Basel, Band XXII
- Merki, P. (1961): Der Obere Muschelkalk im östlichen Schweizer Jura; Eclogae Geologicae Helvetiae, Band 54, Heft 1
Bemerkungen
Brändlin (1911) erwähnt einen Steinbruch am Strässchen an der Kapellhalde (heute Chäppelihalde) im Nordosten von Leidikon mit folgendem Profil:
- 1.70 m: graue Kalkbänke,
- 0.20 m dunkelgrauer, oolithischer Kalk, pyritführend, fossilreich, dunkelgraue, harte Dolomite mit Calcitdrusen,
- 2.18 m: diverse Schichten Die genaue Lage kann heute nicht mehr eruiert werden. Das weiter von ihm aufgeführte Profil "im Brüggli" entspricht Merki’s Profilbeschreibung "Hohlgassrütenen":
- 2.62 m: diverse Schichten,
- 0.17 m: dunkelgraue, harte Dolomite mit Calcitdrusen
Merki’s (1961) Profil von der Hohlgassrütenen (Bachtobel: 2'649'675 / 1'266'900), NE von Leidikon, unterscheidet sich in der Mächtigkeit, entspricht also nicht demjenigen von Brändlin:
- 1.20 m: Gipskeuper, aufgeschlossen, gefolgt von 5.80 m Lettenkohle,
- 1.60 m: Trigonodusdolomit, aufgeschlossen, gefolgt von 2.64 m diversen Schichten,
- 0.50 m: gelbe, sandige Dolomite mit Kristalldrusen,
- 2.06 m: diverse Schichten,
- 0.05 m: grauer Dolomit mit Calcitdrusen,
- 0.35 m: graugelbe, zellige Kalke mit Quarzeinschlüssen Funde von Calcitdrusen, ca. bei Koord.: 2'649'700 / 1'266'835, 410 m ü. M. Bescheidene Hornsteinfunde mit Quarzdrusen im Bächlein, ca. bei Koord.: 2'649'855 / 1'266'825, 407 m ü. M.
Mineralien
- Calcit:
- Pyrit:
- Quarz:
LNr
065.
Fundort
AG / Laufenburg, Leidikon, Wolfisgrabe
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Laufenburg
Koordinaten, ca.
Literatur
- Merki, P. (1961): Der Obere Muschelkalk im östlichen Schweizer Jura; Eclogae Geologicae Helvetiae, Band 54, Heft 1
Bemerkungen
Der Graben, welcher vom Trigonodusdolomit durchquert wird, bietet in der Rinne vereinzelte, Quarzdrusen enthaltende Hornsteinsteine. Die starke Überwucherung lässt allerdings in den Sommermonaten nicht viele Funde zu. Bessere Gelegenheiten bieten sich im Frühjahr. Quarz tritt in traubenartigen Aggregaten oder als kleine, wasserklare Einzelkristalle in Drusen bis 3 cm Durchmesser auf.
Mineralien:
- Quarz: Quarz tritt in traubenartigen Aggregaten oder als kleine, wasserklare Einzelkristalle in Drusen bis 3 cm Durchmesser auf.
LNr
066.
Fundort
AG / Laufenburg, Sulz  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Laufenburg
Koordinaten, ca.
Literatur
- Schmassmann, H. (1944): Stratigraphie des mittleren Doggers der Nordschweiz, Tätigkeitsbericht der Naturforschende Gesellschaft Baselland, Band 14
Bemerkungen
Eine dem Muschelkalk entspringende "fons salis" bei Sulz, südlich von Laufenburg, war schon im Jahre 1276 bekannt und im Jahre 1805 wurde das "Salzbergwerk im Sulztale" beschrieben. Die Quelle enthält 5,73 g Na Cl pro Liter. Ob auch Salzkristalle gefunden wurden ist nicht bekannt. Dolomitkristalle fanden sich in den Hohlräumen von Ammoniten der Parians-Schichten beim Geissacker (heute Chilehalde) bei Sulz (Schmassmann (1944). Es dürfte sich hier um die Fossilienfundstelle bei 2'649'983 / 1'265'101, 458 m ü. M. handeln.
Mineralien
- Dolomit: in Hohlräumen von Ammoniten.
- Salz:
LNr
067.
Fundort
AG / Laufenburg, Sulz, Moosmatt
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Laufenburg
Koordinaten, ca.
Literatur
- Brändlin, E. (1911):  Zur Geologie des nördlichen Aargauer Tafeljura zwischen Aare- und Frick-Tal; Verhandlungen der NFG in Basel, Band XXII
Bemerkungen
Osthalde, südwestlich Moosmatt, ehemalige Halde: 2'648'424 / 1'263'915, 572 m ü. M. Brändlin (1911), erwähnt von der ehemaligen Halde bei Moosmatt folgendes Profil:
- 1.00 m: graue, glimmerreiche Schiefer mit Pyritknollen (Opalinusschicht),
- 0.80 m: glimmerartige Mergel, Kalkknauer und eisenschüssiger Kalk,
- 0.30 m graue, rostfarbige Mergel mit Kalkknollen und Pyrit (Murchisonae - Concavus- Schicht),
- 6.60 m: div. Schichten An der Osthalde des Schinbergs trifft man in den untersten der Opalinus-Sowerbyi-Schichten auf graue, glimmerreiche Schiefer mit Kalkknauern und Pyritknollen. Auf diese 1 m mächtige Schicht folgen auf ca. 80 cm glimmerartige Mergel, Kalkknauer und eisenschüssiger Kalk. Die weitere, ca. 30 cm mächtige Schicht zeigt graue - rostfarbene Mergel mit Kalkknollen und Pyrit. Nordwestlich dieser Halde bei 2'648'156 / 1'264'175, 572 m ü. M. tritt der Opalinuston nochmals an die Oberfläche. Wie das folgende Bild zeigt, sollte dieses Gebiet aber nur bei trockenem und windstillem Wetter betreten werden. Zu gross ist die Gefahr von Steinschlag und umstürzenden Bäumen. Der Mineralienreichtum hält sich hier in Grenzen, die begehrten fossilen Hohlräume sind recht selten.
Mineralien
- Ankerit: in typischer braungelber Farbe und sattelförmiger Ausbildung in fossilen Hohlräumen.
- Calcit: als rasenartige Überzüge in den Fossilien oder als Rissfüllungen.
- Coelestin: flachtafelige, klare Kristalle bis 1 cm. Auch als hellblaue massige Ausbildungen zusammen mit Calcit in Rissen. Durch Wasserverlust geht die bläuliche Farbe rasch verloren.
- Pyrit: Aggregate bis 3 cm mit dunkelbrauner Oxidationsschicht. Vereinzelte Kristalle erscheinen in bunten Anlauffarben.
- Sphalerit: konnte als 6 mm grosser Einzelkristall im sandartigen Gestein festgestellt werden.
LNr
068.
Fundort
AG / Laufenburg, Sulz, Mur (ehem. Grube)
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Laufenburg
Koordinaten, ca.
Literatur
/

Die heute nicht mehr betriebene Grube dient nur noch als Deponie. Ein Besuch im Sommer 2021 zeigte bis 1 Meter grosse, von fossilen Ammoniten und zahlreichen Austern durchsetzte Gesteinsblöcke. Das harte Gestein ist schwer zu bearbeiten und enthält wenige und meistens bereits korrodierte Hohlräume. Trotz der zahlreichen Fossilienvorkommen in der Umgebung von Sulz-Obersulz sind in der Literatur keinerlei Informationen über die in den Hohlräumen enthaltenen Mineralien vorhanden. Die Brocken stammen aus einem Aushub bei der Ortschaft Sulzerberg, treten aber auch an anderen Stellen in der Region auf. Hinweis: Swisstopo zeigt unter "Dargestellte Karten", "Geologischer Atlas GA25" die Fossilienfundstellen mit einem * (Stern) an.
Mineralien
- Ankerit: auf Calcit, meistens braun korrodiert, in typischer sattelförmiger Ausbildung.
- Aragonit: spiessige, durchsichtige kleine Nädelchen bis 1 mm.
- Baryt: zusammen mit Calcit, hellgelb, durchsichtig, tafelig, bis 1 cm, durchsetzt und belegt mit Goethitnadeln.
- Calcit: milchigweiss bis klar, klein bis 5 mm.
- Coelestin: vermutlich handelt es sich bei den durchsichtigen flachtafeligen, den Aragonit begleitenden Kristallen um Coelestin.
- Gips: nur als durchsichtige, kleine, massige Füllung eines Hohlraums.
- Goethit: schwarze Nadeln unter 1 mm in und auf Baryt.
- Markasit: goldfarbig glänzend.
LNr
069.
Fundort
AG / Laufenburg, Sulz, Rheinsaline
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Laufenburg
Koordinaten, ca.
Literatur
- Schmidt,C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Bemerkungen
Eine dem Muschelkalk entspringende "fons salis" bei Sulz, südlich von Laufenburg, war schon im Jahre 1276 bekannt und im Jahre 1805 wurde das "Salzbergwerk im Sulztale" beschrieben. Die Quelle enthält 5,73 g Na Cl pro Liter. Nachdem in den Jahren 1819-1825 bei Wimpfen am Untern Neckar, bei Dürrheim am Oberen Neckar und bei Hall in Württemberg das Steinsalz des Muschelkalkes erbohrt worden war, konnte man erwarten auch in der Schweiz in denselben Schichten Steinsalz zu finden. CarI Christian Friedrich Glenck unternahm eine ganze Anzahl von Bohrungen, deren Erfolg die Erschliessung des Salzlagers von Schweizerhalle war. In der Nordschweiz erfolglos ausgeführte Versuchsbohrungen:
1. Schaffhausen:
a) 1823 Dorf Schleitheim 159 m tief (Oberer Muschelkalk bis Granit).
b) 1832 Dorf Beggingen 180 m tief (Keuper bis Anhydritgruppe).
c) 1836/38 Beggingen-Schleitheim 180 m tief (Keuper bis Wellenkalk).
d) 1858 Unter-Hallau 40 m tief (Diluvium bis Lettenkohle).
e) 1851 Siblingen (Keuper).
2. Eglisau 1821. Am linken Rheinufer 210 m, am rechten Rheinufer 240 m tief (Molasse).
3. Basler und Solothurner Jura:
a) 1834-1835 Oberdorf 188 m tief (Muschelkalk und Anhydritgruppe).
b) 1835 Zullwil 25 m tief (Keuper).
c) 1846--47 Adliken 150 m tief (Hauptmuschelkalk, Anhydritformation und Lias).
d) 1849-52 Wisen 180m tief (Muschelkalk und Anhydritgruppe).
e) 1850 Grellingen 471 m tief (Hauptrogenstein bis Keupermergel).
4. Pruntrut: 1828-1835 Cornol 330 m tief (Keuper, Muschelkalk, Dogger, Oxford).
5. Solothurn:
a) 1841 Günsberg (Stollen in Muschelkalk).
b) 1849 Luchern ob Wiedlisbach 188 m tief (Keuper, Muschelkalk, Anhydritgruppe).
6. Biel: 1820 Bözingen 225 m tief (Jurakalk).
7. Unter den nichtfündigen Steinsalzbohrungen ist ferner noch zu erwähnen diejenige von Bettingen, auf dem Plateau des Dinkelberges, im Kanton Baselstadt, die im Jahre 1889 ausgeführt wurde. Die 75,40 m tiefe Bohrung durchsenkte 16 m Hauptmuschelkalk, 52 m Anhydritgruppe und 5,5 m Wellenkalk. Unmittelbar nach Misslingen der Bohrung von Oberdorf begann CarI Christian Friedrich Glenck am 14. August 1835 eine neue Bohrung beim "Rothaus", in der Gemeinde Muttenz am Rheine, östlich von Basel. Am 16. Juli 1836 war von 126,45 m bis 136,25 m die Salzschicht durchfahren worden. "Das Tieferbohren wurde vorläufig eingestellt, da bereits eine hinreichende Masse von Salz vorhanden, um jedes Bedürfnis befriedigen zu können." Die erschlossene Soole wurde während 1.5 Jahren in hölzernen TeicheIn zu den Siedehäusern geleitet. Durch den Erfolg der Bohrung von Rothaus ist tatsächlich das rheinische Salzareal der Kantone Baselland und Aargau erschlossen worden. Auf den Feldern von Schweizerhalle- Kaiseraugst, Rheinfelden-Ryburg und Koblenz- Zurzach haben mehrer Bohrungen das Salzlager angefahren. Auf der badischen Seite des Rheines wurde dasselbe Salzlager bei Wylen und bei Badisch Rheinfelden für die Zwecke chemischer Industrie ausgelaugt (Stand 1915). Die Koordinaten zeigen auf Sulz/AG.
Mineralien
- Salz:
LNr
070.
Fundort
AG / Mettauertal, Etzgen, Schwaderloch, Weidhof (Rheinufer)  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Mettauertal
Koordinaten, ca.
Literatur
- Brändlin, E. (1911):  Zur Geologie des nördlichen Aargauer Tafeljura zwischen Aare- und Frick-Tal; Verhandlungen der NFG in Basel, Band XXII
- Stitzenberger, J. (1893):  Ueber die beim Bahnbau zwischen Koblenz und Stein zu Tage getretenen Triasgesteine; Vierteljahrsschrift der NFG in Zürich, Band XXXVIII, Heft 2
Bemerkungen
In der älteren Literatur (Brändlin, Stitzenberger) werden aus dem Raum Laufenburg - Etzgen - Schwaderloch einige Vorkommen von Mineralien erwähnt, welche durch Verbauungen heute nicht mehr zugänglich sind. Bei Laufenburg sind am Rheinufer pegmatitische und aplitische Gneise (Biotitgneis) zu beobachten, welche sich westlich von Laufenburg bei Schäffige (2'646'132 / 1'267'586, 300 m ü. M.) bis etwas oberhalb der Brücke nach dem badischen Laufenburg hinziehen (2'646'947 / 1'268'166, 301 m ü. M.). Ca. 600 Meter östlich davon, im Bereich der Hauptstrasse, tritt dieses Gestein nochmals zu Tage (2'647'581 / 1'268'006, 310 m ü. M.). Der mit Gängen von Granit durchsetzte Gneis enthält schwarze Turmalinkristalle, rote Granate und Orthit. Bevor die künstliche Aufstauung des Rheins bei Laufenburg erfolgte, war Buntsandstein am linken Ufer direkt nördlich von Weidhof auf einer Strecke von 500-700 Meter langen Strecke sichtbar. Nach früheren Angaben war der Karneolhorizont des oberen Buntsandsteins hier aufgeschlossen. Etwa 1 km unterhalb Schwaderloch wird das Rheinbett von einer harten karneolführenden Sandsteinbank gequert, die Veranlassung zur Bildung einer kleinen Stromschnelle gab. Man beobachtet von unten nach oben im Detail folgendes Profil:
- 0.20 m: rote und grüne Sandmergel,
- 0.20 m: löcherige, grauviolette Sandsteine mit graugrünen und gelben dolomitischen Einlagerungen,
- 0.40 m: weisser bis grauvioletter, harter Quarzsandstein mit Karneol. Stitzenberger erwähnt dazu noch milchfarbiger Quarz und braune Knollen von Manganit (bestimmt von Dr. Schumann, Chemiker in Albruck) Brändlin (1911), S. 59: südlich der Säge von Etzgen (genauer Ort heute nicht bekannt) stehen rötliche Mergel und tonige, glimmerarme, sowie gelbe, Malachit-führende Sandsteine an. Nach J. Stitzenberger waren die gleichen Schichten sichtbar beim Graben des Kellers der Wirtschaft Waldeck (genauer Standort heute nicht bekannt) bei Etzgen, hier reich an Kupferlasur (Azurit).

Das untere Wellengebirge (Name nach den häufigen wellenförmigen Rippen, Rinnen und Wülsten die auf Schichtflächen beobachtet werden können. Der Begriff wird heute nicht mehr verwendet) tritt bei niedrigem Wasserstande im ,,Laufen" (alter Name für den Rhein zwischen Schwaderloch und Laufenburg) 1 km unterhalb Schwaderloch zutage. Profil I gibt die beobachteten Verhältnisse wieder. Interessant ist die Bleiglanz- (Galenit) führende Schicht 5. Profil I. Wellendolomit, "Laufen" im Rhein bei Schwaderloch, Schichten 1-5 von unten nach oben:
- 0.20 m: graue und hellgelbe, dünnplattige Dolomite,
- 0.25 m: graue Steinmergel,
- 0.30 m: harter, grauer, knolliger Dolomit,
- 1.00 m: hellgraue, plattige, kalkige Dolomite,
- 0.60 m: blaugrauer, harter, ruppiger Kalk, löcherig angewittert, Bleiglanz-führend, fossilreich, eine Stromschnelle bildend Stitzenberger (1893): Wellenbildung. Diese beginnt am Fusse der alten Ufermauer bei Schwaderloch im Rheine mit dem oberen Felsbande des Laufens, einer einen Meter dicken schwarzblauen, harten, zuweilen Bleiglanz führenden Dolomitbank, welche von hier, wo sie die Höhe 303.5 m ü. M. erreicht, schwach gegen Osten einfällt, wo sie bald unter dem Rheine verschwindet.
Mineralien
- Azurit:
- Baryt: wurde bei Laufenburg nicht zu häufig und nur in kleinen Mengen gefunden.
- Brauner Glaskopf: Liegt in einem alle auf einer Kluft, kurz oberhalb des Schäffigen, etwa bei (2'646'020 / 1'267'430, 300 MüM).
- Galenit:
- Granat:
- Karneol:
- Malachit:
findet sich auch in verwittertem Biotitgneis (2'651'293 / 1'270'492, 305 MüM) bei der Lokalität Grossmatt als Anflug.
- Manganit:
- Quarz:
- Turmalin:
LNr
071.
Fundort
AG / Mettauertal, Wil, Aureigraben, Etzgerbach, Hubacker, Glünggerhalde  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Mettauertal
Koordinaten, ca.
Literatur
- Brändlin, E. (1911):  Zur Geologie des nördlichen Aargauer Tafeljura zwischen Aare- und Frick-Tal; Verhandlungen der NFG in Basel, Band XXII
Bemerkungen
Brändlin (1911) beschreibt aus der Umgebung Wil einige gut auffindbare Profile mit möglichen Vorkommen von Mineralien. Vor allem Calcitdrusen sollten angetroffen werden. Ein Besuch lieferte, abgesehen von einigen mit Calcitrasen belegten Spalten, an keinem der drei Profile weitere Mineralien. Weder im anstehenden Trigonodusdolomit noch im Bachgeröll zeigten sich Hornsteineinlagerungen oder Hornsteinbrocken.

Profil Aureigraben: 2'654'760 / 1'268'100, 430 m ü. M.:
- 0.16 m: graue, grobporöse Dolomite,
- 0.25 m: grauschwarze, harte Dolomite mit Calcitdrusen,
- ca. 3.30 m: diverse Schichten.

Profil Hubacker, Glünggerhalde: 2’653’270 / 1’268’020, 370 m ü. M.:
- 1.30 m: hellgraue, sandige Dolomite mit Hornsteineinlagen,
- 0.60 m: grauweisser, harter Dolomit mit Hornstein,
- 2.78 m: diverse Schichten,
- 0.60 m: bröckelige Dolomite mit Calcitdrusen,
- 2.20 m: gelbgraue, feinkörnige, klüftige Dolomite mit Calcitdruse,
- 0.30 m: graugelbe, sandige Dolomite oder Mergel, Einlagerungen von Quarz,
- 0.90 m: Mergel und Dolomit.

Das Profil am Etzgerbach (2’653’325 / 1’268’000, 360 m ü. M.) weist unter anderem 5.80 m aufgeschlossenen Trigonodusdolomit auf. Mit der Annahme, dass im Trigonodusdolomit des Mettauertals die Hornsteine ähnliche Mineralien wie sie aus der Region Eiken bekannt sind enthalten, liegt man falsch. Die Untersuchung von zahlreichen Dolomitzonen zeigte, dass Hornsteine in dieser Region äusserst selten eingelagert sind und gegenüber den westlicheren Vorkommen weniger splittriger und ohne nennenswerte Hohlräume auftreten. Dies bestätigt sich in den Gräben der Sandrütihalde und der Rheinsulzhalde. Trigonodusdolomit ist hier anstehend, Hornsteinschichten sind nicht festzustellen.
Mineralien
- Calcit:
- Hornstein:
- Quarz:
LNr
072.
Fundort
AG / Münchwilen, Sichletenhof  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Münchwilen
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Der unweit des Sichletenhofs am Waldrand liegende Geröllhaufen dürfe nicht nur Material aus den umliegenden Äckern enthalten. Vermutlich stammen die aussergewöhnlichen, bis 40 cm mächtigen Brocken aus einem Aushub beim nahegelegenen Bauernhof. Die Blöcke bestehen zweischichtig aus Hornstein und Trigonodusdolomit. Quarz tritt nur kleinkörnig bis sandig und meist bräunlichweiss auf. Münchwilen: weitere Trigonodusdolomit-Lokalitäten mit möglichen Hornsteinbrocken:
- Brandhalde 2'639'134 / 1'265'167 430 m ü. M.
- Chrottenacher 2'639'779 / 1'264'371 480 m ü. M.
- Gmeindrai 2'639'171 / 1'264'606 460 m ü. M.
- Hangestig 2'639'491 / 1'264'589 470 m ü. M.
- Hinterweg 2'639'993 / 1'265'023 415 m ü. M.
- Joshalde 2'638'854 / 1'264'837 450 m ü. M.
- Schürägerte 2'639'713 / 1'264'812 460 m ü. M.
Mineralien
- Calcit: tritt hier relativ häufig auf. Die bräunlichen Skalenoeder und Rhomboeder erreichen max. 8 mm und weisen meistens faserartige Auflösungsspuren auf.
- Chalkopyrit: schwarz korrodiert, Kristalle bis 2 mm, Aggregate bis 1 cm. Grössere Bruchflächen zeigen einen messingfarbigen Glanz. Das Mineral tritt recht selten auf.
- Quarz: bis 5 mm grosse Kristalle. In Drusen auch Aggregate, bestehend aus zahlreichen kleinen hochglänzenden Quarzsternen. Oft treten mehrere bis 15 mm grosse blasenartige Drusen nebeneinander auf. Hohlräume ohne Quarzkristalle gibt es praktisch nicht.
LNr
073.
Fundort
AG / Oberhof, Cholwald  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Oberhof
Koordinaten, ca.:
Literatur
/
Bemerkungen
Anstehend konnten die Schichten bei den aufgeführten Koordinaten, genau dort wo die Strasse das kleine Bächlein (Pilgerbach) überquert, gefunden werden. Das sonst stark überwachsene Gelände bietet sonst kaum Möglichkeiten solcher Ansichten. In den oberflächlichen Opalinus-Schichten treten viele gelbbraune Toneisenstein-Geoden von 2 - 8 cm Durchmesser auf. Die oft stark angewitterten Knollen sind meistens flach und zerfallen in Schalen. Die Geoden können die folgenden Mineralien enthalten:
Mineralien:
- Baryt: reichlich in grösseren Schwundrissen, weiss bis rosa, sehr kleine und langgestreckte Täfelchen oder strahlige Aggregate.
- Calcit: in feinspätiger Form, farblos, weiss, teils fast schwarz.
- Glimmer: bis 0.5 mm, in den äussersten Schichten der Geoden.
- Limonit:
- Pyrit:
nur als feinkristalline Massen im Innern der Geoden und oft zu Limonit umgewandelt.
LNr
074.
Fundort
AG / Oberhof, Egg, Paradies (früher Pilgerhöf)  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Oberhof
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Von Kienberg kommend, fährt man ca. 350 Meter nach der Salhöhe links weg auf einer schmalen geteerten Strasse bis zur Lokalität Egg. Der Strasse weiter folgend erreicht man kurz vor dem Gehöft Bruggacher den Pilgerbach. Die Schichten bei der Egg sind gut sichtbar, Möglichkeiten zum Bearbeiten dieser bestehen aber kaum. Heruntergestürzte Brocken sind mit Moos und Laub bedeckt, was das Finden von interessanten Blöcken erschwert. Beschrieben werden Mineralien in Hohlkammern eines Ammoniten aus den Murchisonae-Schichten.
Mineralien
- Calcit: skalenoedrische Ausbildung, grauweiss bis graugelb, bis 2 mm.
- Coelestin: langgestreckte, dünntafelige Kristalle in radialstrahliger Anordnung.
- Eisendolomit: (Ankerit): hellbraune auf dem Calcit sitzende Aggregate und Einzelkristalle mit sattelförmigen Flächen. Die Aggregate erreichen Grössen bis 15 mm.
- Pyrit: spärlich, klein, würfelig auf dem Calcit aufgewachsen.
LNr
075.
Fundort
AG / Oberhof, Einolte, Rumisholde, Summerholde  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Oberhof
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
- Gipfel Einolte: 2'642'480 / 1'254'110, 708 m ü. M.
- Rumisholde, 2'641'960 / 1'254'000, 620 m ü. M.
- Rumisholde, Grube1: 2'641'510 / 1'253'900, 720 m ü. M.
- Rumisholde, Grube2: 2'641'380 / 1'253'920, 750 m ü. M.
- Einolte, NW: 2'642'280 / 1'254'240, 600 m ü. M.
Einzelne Zonen der von der Rumisholde über Einolte - Summerholde - Bänkerjoch - Bernhalde bis nach Herzberg ziehenden Trigonodusdolomit- / Lettenkohle-Schicht zeigen im gelbgrauen Dolomit reichlich Drusen, meistens belegt mit pulverigem Dolomit, vereinzelt aber mit Calcit und Goethit (teilweise in Limonit umgewandelt). Merki’s Profil zeigt nordwestlich des Einolte auf einen natürlichen Aufschluss mit folgendem Profil: Trigonodusdolomit, ca. 12 m aufgeschlossen und Plattenkalk, 5.70 m aufgeschlossen.
Mineralien
- Calcit: rhomboedrische Ausbildung, klein, bis 1 mm, durchsichtig, farblos bis hellbraun.
- Goethit: teilweise in Limonit umgewandelt.
- Limonit: kleine Aggregate bis 5 mm oder als Krusten.
- Magnesit: weisse, feinkristalline Masse auf Calcit, vor allem im Gebiet Rumisholde.
LNr
076.
Fundort
AG / Oeschgen, Burgacher, Fore (Acker und Waldrand)  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Oeschgen
Koordinaten, ca.:
Literatur
/
Bemerkungen
Hornsteinbrocken liegen in der Gegend Burgacher - Fore auf den Äckern, lose oder deponiert im Walde oder am Waldrand, sind meist von Laub und unterschiedlichem Geröll bedeckt und müssen ausgegraben werden, z.B. bei 2'642'880 / 1'264'520, 400 m ü. M. Die Äcker sind erst ab September, wenn das angepflanzte Gut eingefahren ist, begehbar.
Mineralien
- Hornstein:
- Quarz: wasserklar, bis 5 mm.
LNr
077.
Fundort
AG / Oeschgen, Eiken, Wolfgarten (Acker und Waldrand)  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Oeschgen
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
/
Mineralien
- Quarz:
LNr
078.
Fundort
AG / Oeschgen, Einletboden (Acker)  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Oeschgen
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
/
Mineralien
- Pyrit: klein, würfelig, braun.
- Quarz: klein, wasserklar, bis 5 mm.
LNr
079.
Fundort
AG / Oeschgen, Geere, Geren (Acker, Umgebung)  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Oeschgen
Koordinaten, ca.
2'643’475 / 1'264’330
Literatur
/
Bemerkungen
/
Mineralien
- Quarz: klein, wasserklar.
LNr
080.
Fundort
AG / Oeschgen, Gehrenhof
Region
Laufenburg / Gemeinde Oeschgen
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Nach dem Besuch zahlreicher Trigonodusdolomit-Zonen zwischen Frick und Kaisten, war vorgesehen, die Untersuchungen für den westlichen Teil von Frick mit der Lokalität Gehrenhof (Oeschgen) abzuschliessen. Zeigt sich der Hornstein in allen aufgesuchten Gebieten doch in sehr ähnlicher Ausbildung und mit demselben Mineralieninhalt, nähmlich Quarz und nur äusserst selten mit Calcit, Chalkopyrit, Goethit oder Malachit. Der angetroffene Aufschluss beim Gehrenhof änderte jedoch dieses Vorhaben. Im Bachbett bei Länzestyg kann zwischen den beiden Punkten, Koord. 2'643'070 / 1'264'020 und 2'643'250 / 1'264'150 der Plattenkalk in seiner schönsten Schichtung beobachtet werden. Ab dem oberen Punkt tritt der Trigonodusdolomit auf und fast am Ende des Bachlaufes, auf der Seite des Gehrenhofs, liegt ein kleiner Einschnitt (etwa bei 2'643'475 / 1'264'405). Als Überraschung zeigt sich hier, das erste Mal im ganzen untersuchten Gebiet, eine anstehende, ca. 8 cm mächtige Hornsteinschicht im Trigonodusdolomit. Hornsteinbrocken liegen vereinzelt im Bachlauf, häufig sind sie aber nicht. Das kleine Wäldchen unterhalb des Gehrenhofs bei 2'643'410 / 1'264'170 wartete mit einer weiteren Überraschung. Ein blutroter, mit weissem Quarz durchzogener Brocken von 16 cm Grösse, der eigentlich nicht in dieses Gebiet passt und doch mit dem Chalcedon-Quarz Einzelfund vom Heuberg grosse Ähnlichkeit aufweist. Vermutlich stammt der Brocken aus einem Leitungsaushub direkt nördlich neben dem Wäldchen. Wie bei den anderen Vorkommen sind auch hier, im Gebiet unterhalb des Gehrenhof, die Hohlräume der Hornsteinbrocken mit weissem bis glasklarem Quarz ausgekleidet. Eine Druse enthält aber noch ein weiteres, bis jetzt aus dem Hornstein nicht festgestelltes Mineral, welches als 3 mm grosses, weisslicher bis hellgelbgrünlicher würfeliger Kristall erscheint. Der vorgenommene Säuretest zeigt keine Reaktion, Calcit kann somit ausgeschlossen werden. Form, Spaltfläche und Anätzungen weisen auf Fluorit hin, ein Mineral, das bis jetzt aus dem Aargauer Jura noch nicht nachgewiesen worden ist.
Mineralien
- Chalcedon:
- Fluorit: bis 3 mm grosse, weissliche bis hellgelbgrünliche würfelige Kristalle. Extrem selten.
- Quarz: wasserklar, bis 5 mm
LNr
081.
Fundort
AG / Oeschgen, Hüslimatt (Acker und Waldrand)  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Oeschgen
Koordinaten, ca.
2'642’910 / 1'264’170
Literatur
/
Bemerkungen
/
Mineralien
- Quarz: klein, bis 5 mm, wasserklar.
LNr
082.
Fundort
AG / Laufenburg, Schwaderloch, Breiten Wag, Weidhof (nördlich)  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Schwaderloch
Koordinaten, ca.
Literatur
- Heusser ,Hans;1926;Beiträge zur Geologie des Rheintales zwischen Waldshut und Basel; Neue Folge, 57. Lieferung, II Abteilung, Seite 8
-  Suter, Hans; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1924; Band 4; Heft 1; Seite 89 - 336; Zur Petrographie des Grundgebirges von Laufenburg und Umgebung (Südschwarzwald)
Bemerkungen
Die Koordinaten zeigen auf das Rheinufer bei Weidhof. Bevor die künstliche Aufstauung des Rheins bei Laufenburg erfolgte, war Buntsandstein am linken Ufer direkt N. Weidhof auf einer Strecke von 500-700 Meter langen Strecke sichtbar. Die betreffende Lokalität ist von Stitzenberger* und Brändlin* beschrieben worden. Nach den Angaben derselben war der Carneolhorizont des oberen Buntsandsteins aufgeschlossen:

Etwa 1 km unterhalb Schwaderloch wird das Rheinbett von einer harten carneolführenden Sandsteinbank gequert, die Veranlassung gibt zur Bildung einer kleinen Stromschnelle. Man beobachtet von unten nach oben im Detail folgendes Profil: 1. 0.2 m rote und grüne Sandmergel 2. 0.2 m löchrige, grauviolette Sansteine mit graugrünen und gelben dolomitischen Einlagerungen 3. 0.4 m weisser bis grauvioletter, harter Sandstein, mit Carneol Das bezeichnende Auftreten von Carneol verweist diese Schichten in den untern Teil des obern Buntsandsteins. Ob die Sandsteine und Sandmergel unter dem Carneolhorizont noch zu letzterm gehören oder bereits dem Äquivalent des mittleren Buntsandsteins aufzufassen sind, lässt sich nicht entscheiden. Hingegen kann gesagt werden, dass einerseits die Basis des Buntsandsteins in nur geringer Tiefe unter der carneolführenden Bank liegen muss; denn am Schürlebach, im Tälchen N. Bleiche sowie im Schmitzingertal ruht der Carneolhorizont direkt auf dem Grundgebirge. *Brändlin: Zur Geologie des nördlichen Aargauer Tafeljura zwischen Are- und Fricktal. Inaug.-Diss. Basel 1911. *Stitzenberger: Über die beim Bahnbau zwischen Koblenz und Stein im Aargau zu Tage getretenen Triasgesteine. Sep. Vierteljahresschrift N.G.Zürich, XXXVIII, H.2, 1893.
Mineralien
- Baryt: wurde in Laufenburg nicht zu häufig und nur in kleinen Mengen gefunden.
- Brauner Glaskopf: liegt in einem Falle auf einer Kluft, der entlang eine kleine Transversalverwerfung statthatte, in einem Aplitgang von Schiffswinkel, kurz oberhalb des Schäffigen.
- Karneol:
- Malachit:
findet sich in verwittertem Gneis der Breiten-Wag als Anflug.
LNr
083.
Fundort
AG / Schwaderloch, I de Hueb (ehem. Steinbruch) und Umgebung  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Schwaderloch
Koordinaten, ca.
Literatur
- Brändlin, E. (1911):  Zur Geologie des nördlichen Aargauer Tafeljura zwischen Aare- und Frick-Tal; Verhandlungen der NFG in Basel, Band XXII
Bemerkungen
Brändlin (1911), erwähnt in seiner Arbeit eine harte und pyritführende Bank, welche sich von Mettau bis nach Schwaderloch erstreckt und in der Grube 'I de Hueb’ sichtbar ist. Der schon seit langer Zeit stillgelegte Steinbruch ist heute stark überwuchert, das Anstehende ist kaum sichtbar. Trigonodusdolomit in der Umgebung: Eine Begehung rund um den südlich von Schwaderloch gelegenen Sennhof zeigt auf der westlichen und auf der östlichen Seite den Trigonodusdolomit in bescheidenem Auftreten an. Auf den frisch gepflügten Äckern liegen, im Gegensatz zu denjenigen um Eiken, kaum Gesteinsbrocken auf. Dass östlich von Laufenburg die Hornsteine langsam auslaufen ist bekannt und bestätigt sich hier im ganzen Gebiet. Lediglich bei der Lokalität ‘Usseri Schiltegg’ fallen vereinzelte Hornsteinbrocken, kaum grösser als eine Faust, auf. In bewaldetem Gebiet sind, wie andernorts ebenfalls, in der Regel keine Hornsteinbrocken zu finden. Diese sind im Laufe der Jahrhunderte von zersetztem Laub und Holz überdeckt worden.
Mineralien
- Hornstein:
LNr
084.
Fundort
AG / Wittnau, Faandel, ehem. Grube Müller  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Wittnau
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Im Gebiet Faandel, ca. 1 km nordwestlich von Wittnau gelegen, betrieb ab den 1970-er Jahren die Bauunternehmung Arthur Müller AG eine Mergelgrube, welche bis zur Stilllegung Ende der 1990-er Jahre einige Mineralien in fossilen Hohlräumen lieferte. Heute ist die Grube renaturiert.
Mineralien
- Coelestin:
- Quarz:
LNr
085.
Fundort
AG / Wittnau, Reichberg  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Wittnau
Koordinaten, ca.
Literatur
- Wullschleger, Erwin; 1971; Mitteilungen der aargauischenen Naturforschenden Gesellschaft. 28. Heft; 1971; Seite 258; Bemerkungen zum fossilen Korallenvorkommen Tiersteinberg-Limperg-Keisten
- Wullschleger, Erwin; 1977; Beiträge zur Mineralogie des Aargauer Juras; Mitteilungen der aargauischen Naturforschenden Gesellschaft, Band 29
Bemerkungen
Wullschleger (1977): am Reichberg wurden im Korallenkalk, zusammen mit Calcit, die Mineralien Hämatit und weisser, feinkristalliner Kaolinit beobachtet; das Vorkommen dieser beiden Mineralarten ist eher ungewöhnlich. Das sehr beschränkte Mineralvorkommen befindet sich an der nordwestlichen Hangkante des Reichbergs. An der Böschung eines Waldweges auf dem Reichberg ist Korallenkalk der Mäandrina-Schichten aufgeschlossen. Es handelt sich hier um ein Einzelvorkommen. Am nordwestlich von Wittnau gelegenen Homberg treten dieselben Schichten auf. Mineralienvorkommen sind von hier aber keine bekannt.
Mineralien
- Brauner Glaskopf: spärlich.
- Calcit:
- Hämatit: als dunkelbraunes bis schwarzes Pulver. Neben Limonit lässt sich spärlich brauner Glaskopf sowie das Fe-Oxyd Hämatit feststellen.
- Kaolinit: Eine eng begrenzte Zone (10 x 50 cm), in einem uneinheitlichen Kalk, durchsetzt von Fossilien verschiedener Art, vorab Korallen und Muscheln, enthält Kaolinit als kleine und unregelmässige Klumpen und Linsen mit einer grössten Ausdehnung von etwa 1 cm. Im Innern rein weiss, gegen aussen ist der Kaolinit leicht braun gefärbt.
- Limonit:
LNr
086.
Fundort
AG / Wölflinswil, Geindelhof, Hasli, Junkholz, Rötifeld  
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Wölflinswil
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Das Grubengelände bei Wölflinswil soll bereits im 12. Jh. bearbeitet worden sein. Die Ausbeute bestand aus limonitischem Oolith mit einem Eisengehalt von 30-40 %. Das ausgedehnte Lager strich nach Norden unter dem Ackerboden flächig aus und wurde im Bereich des «Rötifeldes», mit Pingen, Schächten und kurzen Stollen ausgebeutet. Das Bohnerz-Vorkommen erstreckt sich von Wölflinswil bis Mandach.

Ehemalige Gruben und Pingen:
- Geindelhof 2'643'350 / 1'257'620, 500 m ü. M.
- Hasli 2'642'110 / 1'258'000, 500 m ü. M.
- Junkholz 2'643'400 / 1'258'000, 520 m ü. M.
- Rötifeld 2'642'640 / 1'257'650, 540 m ü. M.
Mineralien
- Bohnerz:
LNr
087.
Fundort
AG / Zeihen, Änzweiher, Bächli, Eichwald, Laufacher, Sagemülitäli, Sommerhalde
Region
Bezirk Laufenburg / Gemeinde Zeihen
Koordinaten, ca.
Literatur
/
Bemerkungen
Während im Gebiet Wölflinswil-Herznach oolithische Eisenerze abgebaut wurden, wurden im Raum Zeihen Bohnerze ausgebeutet. Typische Zeichen für den Erzabbau in Zeihen sind trichterförmigen Gruben (Pingen), welche zum Beispiel an der Sommerhalde im Wald noch heute gut sichtbar sind. Aus ihnen stammt das in Lehm eingelagerte Bohnerz, welches im späten 17. und im 18. Jahrhundert in Albbruck und Wehr verhüttet wurde.

Erwiesener Bohnerzabbau auf tertiäre Bohnerze in der Region Zeihen-Bözen-Elfingen von (1324?) 1700 - 1730. Vorkommen von Bohnerz im Bözberggebiet sind auch bei Gallenkirch und auf dem Adlisberg (Änziacher) in Oberbözberg belegt. Weitere Bohnerzgruben befanden sich im Kanton Aargau auf dem Scherzberg bei Scherz, beim Weiler Wallbach in Schinznach[1]Dorf, am Hungerberg bei Aarau und Küttigen, in Tegerfelden, im Gebiet zwischen Reckingen und Mellikon und im Gebiet von Baden.

Ehemalige Gruben und Pingen:
- Zeihen, Alte Kohlegrube 2'649'220 / 1'258'120 545 m ü. M.
- Zeihen, Änzweiher, Enzweier: Änz: frühere Bezeichnung für frisch ausgebeutetes Erz. 2'649'427 / 1'258'096 555 m ü. M.
- Zeihen, Bächli: nachweisbarer Bohnerzabbau ist ebenfalls im Gebiet Bächli zu finden. 2'650'243 / 1'258'592 525 m ü. M.
- Zeihen, Eichwald: hier zeugen noch heute einige muldenförmigen Pingen bis 20 Meter Durchmesser von den früheren Abbautätigkeiten (1690 - 1740). Ab 1940 wurden viele Pingen mit Kehricht gefüllt. 2'649'710 / 1'257'939 550 m ü. M.
- Zeihen, Laufacher: Spuren von Abbautätigkeiten in diesem Gebiet sind heute infolge von Auffüllungen kaum noch zu erkennen. 2'650'068 / 1'258'092 525 m ü. M.
- Effingen, Sagemülitäli: Vorkommen von Bohnerz. 2'650'760 / 1'258'670 477 m ü. M.
- Zeihen, Summerhalde: Bohnerzabbau im 17. und 18. Jh. (aktenkundig um 1731). Die Schürfstellen sind heute noch im Gelände markant sichtbar. 2'649'396 / 1'258'513 555 m ü. M.
- Habsburg, Raiwald 2'656'669 / 1'257'460 455 m ü. M.
- Lupfig, Scherz, Flue 2'655'480 / 1'254'454 475 m ü. M.
- Laufacher 2'650'003 / 1'258'061 527 m ü. M.
Mineralien
- Bohnerz:
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