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Kanton VS, Siders, Sitten, Raron W und Ö - Fundorte von Mineralien in der Schweiz

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Kanton VS, Siders, Sitten, Raron W und Ö

Fundorte > Wallis
Vorkommen im Kanton Wallis, Bezirke Siders, Sitten, Raron West und Raron Ost

001_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, Bella Tola
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers, Koordinaten ca.: 616596 / 120871
Literatur:
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 2006; Heft 3; Seite 40-41; Der Cleusonit - ein radioaktives Mineral
Im Jahre 2003 entdeckte St. Ansermet unweit des Gipfels des 3025 Meter hohen Bella Tolla das Mineral Cleusonit (2. Fundstelle in der Schweiz). Die Koordinaten zeigen auf den Gipfel.
- Chalkopyrit:
- Cinnabarit:
- Cleusonit:
In Vergesellschaftung mit Uranit, Chalkopyrit, Tennantit und Zinnober.
- Tennantit:
- Uranit:

002_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, Bella Tola, Alp Tignausa (Mine de fer); (Erzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers, Koordinaten ca.: 616590 / 120870 Literatur:
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Abgebaut wurde ein Eisenerzvorkommen mit Pyrit und Magnetit. Beide sind heute noch erkennbar. Die alten Stollen hingegen sind verfallen. Geschichtlich scheint von der Grube nicht viel oder gar nichts bekannt zu sein. Die Koordinaten zeigen auf 'Bella Tola'.
- Eisenerz:

003_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, Colliau (wie Baicolliou ?)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 257 etc.
Die Lokalität Colliau ist auf der Karte nicht eingezeichnet.
- Bismuthinit: Als mikroskopischer Gemengteil.
- Cerussit: Als Oxidationsmineral von Bleiglanz.
- Cuprit: Auf dem Kupfererzvorkommen.
- Galenit:
- Wulfenit:
In schönen Kristallen.

004_VS / Val de Moiry, Col de la Lé
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers, Koordinaten ca.: 612703 / 105861
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 329 Auf dem Abstiegsweg vom Col de la Lé ins Val de Mory.
- Albit:
- Bornit:
- Calcit:
- Chalkopyrit:
Auf dem Markt sind künstlich irisierte Chalkopyrite mit dieser falschen Fundortbezeichnung angeboten worden. Manchmal auch als Bornit angeschrieben.
- Quarz:

005_VS / Val de Moiry, Moirygletscher, Glacier de Moiry, Garde du Bordon, Alpe Feta d'Août, Alpe Sombayna, Col du Zaté, Col de Bréonna, Col de la Pigne, Col de Ia Lex; (Asbestabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers, Koordinaten ca.: 610190 / 110000
Literatur:
- Fehlmann, Hans: Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 221-223
Die Koordinaten zeigen auf des Val Moiry, unterhalb der Staumauer. Im Val Moiry, einem Seitental des Val d'Anniviers sind folgende Chrysotilasbestvorkommen festgestellt:
1. am Ende des SW Grates der Garde du Bordon auf der Alpe Feta d'Août, 2640 m hoch;
2. am Gletscherrande des Glacier de Moiry, 2360 m hoch;
3. nördlich der Alpe Sombayna, 2450 m hoch;
4. zwischen Col du Zaté und Col de Bréonna westlich der Zunge des Glacier de Moiry, höchster Punkt 2984 m.
Das Anstehende ist in den Steilhängen nicht zugänglich, doch ist der Serpentin in den Schutthalden vorhanden und die Ausbisse sind infolge der dunkelgrünen Farbe auch von weitem gut erkennbar. Die Serpentinmassen sind nicht einheitlich, sondern in Einzellinsen von teilweise bedeutender Masse aufgelöst. Einschaltungen von Chlorit-Epidotschiefer, Epidosit und Schistes-lustrés sind stellenweise reichlich vorhanden. Überall sind ausgeprägte Druckwirkungen am Serpentin sichtbar. Das Gestein ist meistens stark zerkIüftet. In diesen Klüften findet sich der kurzfaserige (5-20 mm Länge) Asbest, und zwar senkrecht zu den Kluftwänden stehend. Das unter 1 genannte Vorkommen ist ganz unbedeutend, da die Asbestzone höchstens 2-3 dm Mächtigkeit besitzt. Von den übrigen Vorkommen scheint am reichsten an Asbestadern das Gebiet am Kamm vom Col du Zaté bis Col de Bréonna zu sein.
- Asbest:

006_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, Chandoline, St. Luc, Bourimonts (Mine, Galerien), La Barma (Grube), Collioux (Grube), Gosau Grube); (Kupfererzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Chandoline), Koordinaten ca.: 611780 / 122300
Literatur:
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Im Val d'Hérens bei Prats Jean finden sich auf der rechten Talseite die Minen "La Barma", auf der linken diejenigen von "Comtesse" und "Maison VieilIe". Am westlichen Berghang des Annivierstales liegt südlich von St. Luc die Grube" Bourimont" und zwischen St, Luc und Chandolin treffen wir eine Anzahl alter Baue. Bei den "Moulins von St. Luc" ist ein 1-2 m mächtiger Schwerspatgang mit Fahlerz, Bleiglanz, Kupferkies und Zinkblende aufgeschlossen. Beiderseits des Weges von St. Luc nach Chandolin sind in den alten Bauen La Barma, Collioux, Gosau und Termino Quarzitbänke mit Fahlerz, Bleiglanz, Kupferkies und Zinkblende angefahren. Die Grube Collioux enthält Neubildungen von Wulfenit. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist auf diesen Gruben nicht mehr gearbeitet worden. Die Koordinaten zeigen auf Chandolin.
- Chalkopyrit:
- Fahlerz:
- Galenit:
- Sphalerit:

007_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, Chandoline, Waschsee (Mine, Galerie); (Kupfererzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Chandoline), Koordinaten ca.: 614050 / 123125
Literatur:
- Cuchet, Stephan; Minaria Helvetica; 2003; Heft 23b; Seite 5 ff (ganzes Heft)
- Guénette-Beck, Barbera; Minaria Helvetica; 2003; Heft 23b; Seite 78
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 249
Nordöstlich von St. Luc. 3 Meter lange Schürfungen und eine ca. 10 Meter lange Galerie in der Siviez-Mischabel-Zone.
- Chalkopyrit:
- Fahlerz:
- Galenit:
In Ganggestein aus Quarz und Karbonat.
- Kupfererz:
- Langit:
Sagenitähnliche Verwachsungen von Lamellen mit zweiter Wachstumsgeneration von fraglichem Posnjakit.
- Pyrit:

008_VS / Ayer, Val de Zinal, Grimentz (franz.), Grimensi (dt.), Navigenzetal, Gougratal, Pointe de Zirouc, Baicolliou (Mine), Zirouc (Mine), Biolec (Mine), Pétolliou (Mine); (Kupfer-Silber-Wismuterzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Grimentz), Koordinaten ca.: 612420 / 111800
Literatur:
- Fehlmann, Hans: Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 253-258
- Halm, Eduard; 1945; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, 22. Lieferung; Seite 62-66; Die Kupfer-Wismut-Lagerstätten im obern Val d'Anniviers (Wallis). Die Mine Biolec.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 267,278- de Rivaz, B.; Schweizer Strahler; 1970; Seite 65-67; Les mines du Val d'Anniviers
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Biolec: Alter Bergbau südlich von Grimentz. Die aufgeführte Höhenangabe ist unterschiedlich zur Koordinatenhöhe (2050). Ein Übertrag aus einer alten Karte ergibt ca. folgende Koordinaten: 612.350 / 111.750, 2280 m ü. M.
Die bedeutendste Grube ist diejenige von "Baicolliou", südlich ob Grimentz, auf 1950 m Höhe. Der erzreichste Lagergang ist hier auf die Länge von 600 m im Streichen und 200 m im Fallen durch Descenderien, streichende Galerien und Querschläge aufgeschlossen worden. Die Erze enthalten bis 7% Cu und bis 2% Bi. In der Mitte des 19. Jahrhunderts und ferner von 1901 bis 1903 wurden "Kupfererze" abgebaut und zuletzt im Jahre 1910 wurden Versuche gemacht, mittels des Elmore- Verfahrens das Wismuth zu gewinnen. In demselben Fahlband sind die Gruben: Zirouc, Biolec und Pétolliou angelegt (Stand 1915). Die Koordinaten zeigen auf Grimentz.
Baryt wurde in Biolee nicht gefunden.
- Ankerit:
- Baryt:
Gangmasse.
- Bismuthinit:
- Chalkopyrit:
Abgebaut
- Erythrin:
- Fahlerz:
Abgebaut.
- Limonit: Gangmasse.
- Linneit:
- Malachit:
- Pyrit:
Pyrit ist nicht nur ein wesentlicher Bestandteil der Lagerstätte selbst, sondern er findet sich auch in feiner Verteilung oder in dünnen Zügen im Nebengestein und ganz besonders auf den sogenannten Pyritbändern.
- Quarz: Gangmasse.
- Rionit: Das ausgezeichnet polierbare Fahlerz ist eine wismutreiche Varietät und wurde früher Rionit genannt.
- Tetraedrit: (Wismutfahlerz).

009_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, Grimentz (franz.), Grimensi (dt.)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Grimentz), Koordinaten ca.: 610500 / 114200
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 266
- Azurit:
- Chalkopyrit:
- Malachit:

010_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, Grimentz (franz.), Grimensi (dt.), Alpe de l'Allée (Mine, Schürfe); (Erzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Grimentz)
Literatur:
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Schiefrige Diabase, die im Hintergrund des Val d'Anniviers in Kalkschiefern mächtige Einlagerungen bilden, enthalten auf 'Alpe de l'Allée' Quarz- und Calcitlinsen mit Kupferkies. Ein gleichartiges Vorkommen ist westlich davon, im Val de Moiry, bei Zattelet Praz bekannt geworden. 'Alpe de l'Allée' ist auf der Karte nicht eingezeichnet.
- Chalkopyrit:

011_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, Grimentz (franz.), Grimensi (dt.), Col des Aiguilles (Schürfe); (Specksteinabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Grimentz), Koordinaten ca.: 612350 / 105400
Literatur:
- Cuchet, Stephan; Minaria Helvetica; 2003; Heft 23b; Seite 25
- Speckstein:

012_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, Grimentz (franz.), Grimensi (dt.), Maret (Schürfe); (Kupfererzschurf)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Grimentz)
Literatur:
- Cuchet, Stephan; Minaria Helvetica; 2003; Heft 23b; Seite 25 Nähere Angaben fehlen. Maret ist auf der Karte nicht eingezeichnet.
- Kupfererz:

013_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, Grimentz (franz.), Grimensi (dt.), Mine Baicolliou (Mine), Gougrafälle; (Kupfer-Silber-Wismuterzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Grimentz), Koordinaten ca.: 610500 / 112570
Literatur:
- Fehlmann, Hans; Der schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919
- de Rivaz, B.; Schweizer Strahler; 1970; Seite 65-67; Les mines du Val d’Anniviers
- Halm, Eduard; 1945; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, 22. Lieferung; Seite 40-61; Die Kupfer-Wismut-Lagerstätten im obern Val d'Anniviers (Wallis). Die Mine Baicolliou.
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 107,127,133,255
Alter Bergbau (1836 - 1945) im vorderen Teil des Tales, westlich unterhalb des Pointe de Tsirouc. Letzter Abbau in den Jahren 1940 1945. Ein Übertrag aus einer alten Karte ergibt für den Stolleneingang ca. folgende Koordinaten: 610.500 / 112.550, 1964 m ü. M. In der Gegend sind mehrere Stolleneingänge zu finden. In der Nähe der Gougrafälle oberhalb Grimentz (Koord. 609 900/111 900) tritt ein vorerst hauptsächlich Pyrit führender Erzgang zutage, dem sich bald zwei weitere parallele gesellen. Als weithin sichtbare, gelb und rostbraun an witternde Bänder, streckenweise überdeckt von Gehängeschutt und Wald, können sie bis zur heutigen Mine verfolgt werden. Das mittlere nimmt rasch die Form eines 2-3 cm mächtigen Ganges von linsenartiger Beschaffenheit an; malachitische Überzüge, Kupferkies- und Fahlerzeinsprengungen werden häufig. Das obere führt, wenigstens makroskopisch betrachtet, weiterhin nur Pyrit und selten kleine Karbonatlinsen, enthält aber um so mehr Quarzzüge und -knollen. Verschiedenenorts wurden kleine Sondiersprengungen ausgeführt, doch ist der Zusammenhang dieser Erzlagen infolge der streckenweise schlechten Aufschlüsse nicht ganz klar.
- Albit: Albit ist makroskopisch nur ausnahmsweise mit Sicherheit feststellbar.
- Ankerit: Die chemische Analyse der rötlichbraunen Komponente ergab, dass es sich um uni Ankerit handelt. Ankerit ist wohl das älteste Mineral auf dieser Lagerstätten. Er wird von allen andern Gemengteilen angelöst und verdrängt. Sekundäre Umwandlung in Limonit ist häufig.
- Apatit: In allen grösseren Quarz- und Feldspatpartien ist auch Apatit in wechselnder Menge vertreten
- Azurit:
- Baryt:
Schwerspat wurde in wesentlichen Mengen nur im äussersten Ostbau (Galerie 16 Ost) und im nördlichen Westbau (Galerie 10) angefahren. In den andern Gebieten tritt er sehr selten auf und kann nur im Dünnschliff in Gestalt verstreuter, kleiner Körner nachgewiesen werden.
- Bismuthinit: Die Diagnose dieses Erzes, welche vorerst nur auf optische Daten abstellte, konnte nachträglich durch das Auffinden eines grössern Blättchens mikrochemisch bestätigt werden. Wismutglanz ist sonst nur selten makroskopisch in weissen, stark metallisch glänzenden Flitterehen erkennbar.
- Bornit: Bornit konnte im Allgemeinen nur selten und als typisch sekundäres Mineral, in unscheinbar kleinen rundlichen Formen in Pyrit eingeschlossen beobachtet werden. Ganz vereinzelt lassen sich Neubildungen von Bornit feststellen; es sind schmale, wurmförmige Gebilde, die den Grenzen von Kupferkieskristallen entlang wuchern und wahrscheinlich durch Hertransport von Cu2S aus Chalkopyrit entstanden sind.
- Calcit:
- Chalkopyrit:
Kupferkies ist das häufigste Erz auf Baicolliou. Er verhält sich ausgesprochen zementativ gegenüber Pyrit, Karbonat und Quarz. Er rundet die ursprünglich wohl gut idiomorphen Pyritkristalle ab, dringt auf Rissen in sie ein und greift sie oft auf breiter Front an.
- Chalkosin:
- Chlorit:
Die Chloritgruppe ist durch ein dem Pennin nahestehendes Mineral vertreten. Es findet sich meist in den Serizitzügen als kleine Fetzen oder in grössern Aggregaten, die wahrscheinlich z. T. vom Nebengestein in die Gangmasse hineingeschleppt wurden.
- Covellin: Fast in jedem Anschliff beobachtet man auf Rissen der primären Kupfererze zweiseitig symmetrisch gebaute Bänder, deren Zonen von aussen nach innen aus Chalkosin, strahlig oder dentritisch ausgebildetem Covellin oder Limonit bestehen.
- Erythrin: Wichtig für die lagerstättenkundliche Stellung des Vorkommens ist das allerdings äusserst seltene Auftreten von Kobaltblüten (Erythrin), welche auf einen genetischen Zusammenhang mit den hauptsächlich Nickel und Kobalt führenden Erzgängen von Grand Praz-Gollyre und Kaltenberg hinweisen. Ihre reine Rosafarbe lässt auf 10 - 20 % Kobalt und 1-2 % Nickel schliessen.
- Fahlerz: Das ausgezeichnet polierbare Fahlerz ist eine wismutreiche Varietät und wurde früher Rionit genannt. Es hat einen wenig entschiedenen Farbton zwischen grau-weiss und ein verhältnismässig hohes Reflexionsvermögen.
- Hämatit: Mikroskopisch klein.
- Limonit: Fast in jedem Anschliff beobachtet man auf Rissen der primären Kupfererze zweiseitig symmetrisch gebaute Bänder, deren Zonen von aussen nach innen aus Chalkosin, strahlig oder dentritisch ausgebildetem Covellin oder Limonit bestehen.
- Malachit:
- Pyrit:
Pyrit ist nicht nur ein wesentlicher Bestandteil der Lagerstätte selbst, sondern er findet sich auch in feiner Verteilung oder in dünnen Zügen im Nebengestein und ganz besonders auf den sogenannten Pyritbändern.
- Quarz: Quarz ist ein mengenmässig wichtiger Bestandteil der Gänge und Pyritbänder.
- Rutil: Rutil reichert sich hauptsächlich auf Serizitzügen an. Er bildet kleine rundliche, insekteneierartige oder nadelige Formen von gelblicher bis bräunlicher Farbe, die sich gelegentlich zu grössern Putzen zusammenballen. Knie- und herzförmige Zwillinge sind sehr verbreitet. Selten aber sind die Kristalle terminal begrenzt.
- Turmalin: Turmalin findet sich bezeichnenderweise mit Vorliebe an der Grenze zwischen dem intensiv durchbewegten Nebengestein und spätigen Linsen stark angereichert. Auf Serizitzügen tritt er stets in Gesellschaft von Rutil auf, von dem er oft Einschlüsse enthält.
- Zirkon: Selten findet man rundliche Zirkonmikrolithen, die in der fein verwachsenen Gangmasse leicht übersehen werden. Besondere Eigenschaften konnten nicht festgestellt werden.

014_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, St. Luc (Region)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (St-Luc), Koordinaten ca.: 612270 / 118750
Literatur:
- Redaktion Strahler; Schweizer Strahler; 1995; Heft 4; Seite a26; Camérolaite
Nebst den herkömmlichen Mineralien sind folgende beide Mineralien aus dieser Gegend für die Schweiz das erste Mal beschrieben worden:
- Azurit:
- Brochantit:
- Caledonit:
In Cu-Lagerstätten, nadelig, büschelig, grünlichblau. Caledonit wurde fälschlicherweise mit Cornubit angegeben, hochglänzend, nadelig, leistenförmig, bis 1 mm. Wird allgemein als 'aus der Umgebung St. Luc' angegeben.
- Camerolait: Aggregiert, blau, klar, blätterig, in kleinen Hohlräumen eines Quarzganges, unter einem mm. Neufund für die Schweiz. Nebst Cap Caronne/F ist dies weltweit das zweite Vorkommen dieses Minerals (inzwischen auch von der Grube Clara/Schwarzwald beschrieben).
- Cerussit:
- Chalkophyllit:
- Malachit:
- Mimetesit:
- Tirolit:
- Wallkilldellit-(Mn): Erstfund für die Schweiz, weltweit ein sehr seltenes Mineral.
- Wulfenit:

015_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, St. Luc, Bella Tola, Mine de la Garboula, Garboula (Mine, Galerie); (Kupfer-Eisenerzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (St-Luc), Koordinaten ca.: 615240 / 120700
Literatur:
- Cuchet,Stephan; Minaria Helvetica; 2003; Heft 23b; Seite 5 ff
- de Rivaz,B.; Schweizer Strahler; 1970; Seite 65-67; Les mines du Val d’Anniviers
- Epprecht, W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Alter Bergbau östlich des 'Bella Tola'. Abgebaut wurde ein Eisenerzvorkommen mit Pyrit, Ankerit und Chalkopyrit in zum Teil limonitisierter Form. Die alten Stollen sind verfallen. Geschichtlich scheint von der Grube nicht viel oder gar nichts bekannt zu sein.
- Ankerit:
- Azurit:
- Chalkanthit:
Auf den Felswänden des Grubeneingangs.
- Chalkophyllit: Blaugrün, smaragdgrün, durchsichtig bis undurchsichtig, Plättchen bis 3 mm.
- Chalkopyrit: Abgebaut.
- Malachit:
- Pyrit:
Abgebaut.
- Quarz:

016_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, St. Luc, Bella Tola, Tignousa-supérieure (Mine), Mine de Fer; (Erzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (St-Luc), Koordinaten ca.: 613500 / 119730
Literatur:
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 108
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 85,109,116,143,213,223,431 Cu-Fe-Mine nordöstlich von St. Luc.
Die ehemalig Abbaustelle für Kupfer befindet sich ca. 100 Meter südlich der Bella-Tola-Hütte in der Nähe von St-Luc. Die Vererzung befindet sich in einer schmalen Quarzader welche durch einen Chlorit-Muskovit-Schiefer läuft. Fast an der gleichen Stelle befindet sich die Mine 'Mine Tignousa inférieur' (Kobaltabbau).
- Bornit: Viel.
- Brochantit: Selten, nadelige Kristalle (Cuchet, 1995).
- Chalkopyrit:
- Chalkosin:
- Chrysokoll:
- Clausthalit:
Längliche, xenomorphe Einschlüsse in Kupfersulfiden, winzig klein.
- Cleusonit: Als gelegentliche Beimengung im Erz.
- Covellin:
- Duhamelit:
Wurde bereits 1980 bei dieser Lokalität gefunden aber erst 1981 als neues Mineral bestimmt (Erstfund Arizona), einzige Fundstelle in der Schweiz, linsenförmig.
- Gold, gediegen: Gold in der Form kleiner Einsprenglinge am Rande von Kupfermineralien, bis 1 mm. Erstmalige Erwähnung von Gold 1984 durch Schmutz.
- Hessit: Als mikroskopisch kleine Einschlüsse in Kupfersulfiden.
- Hämatit:
- Idait:
Nicht ganz sicher nachgewiesen, als Entmischungsprodukt von Bornit.
- Magnetit:
- Malachit:
- Molybdänit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Roxbyit: Anilit-Roxbyit.
- Spionkopit:
- Wittichenit:
Silberarm, rundliche bis längliche Einschlüsse in Kupfersulfiden.
- Yarrowit:

017_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, St. Luc, Fang, Collioux inférieur (Mine, Galerien); (Cobalt-Wismuterzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (St-Luc), Koordinaten ca.: 611600 / 120460
Literatur:
- Ansermet, Stefan & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 2025; Heft 1; Seite 32-35; Mineralogische Neuheiten aus der Schweiz
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 4; Seite 591 - 608; Mineraltopgraphie der Schweiz und der umliegenden Länder: Beschreibung kürzlich entdeckter seltener oder erstgefundener Mineralien
- de Rivaz,B.; Schweizer Strahler; 1970; Seite 65-67; Les mines du Val d’Anniviers
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 56,79,177,180,257,297,300,375,430
Alter Bergbau (1854 - 1867) zwischen Fang und Vissoie, ca. 1 km nach Fang beim Collioux du Loton.
- Annabergit:
- Arsenopyrit:
- Atelestit:
Grau, scharfkantig, tafelig, hoher Glanz, unter einem mm, vergesellschaftet mit Preisingerit und Mixit. Erstfund für die Schweiz für alle diese drei Mineralien.
- Azurit:
- Bismuthinit:
Abgebaut (es handelt sich nicht wie zum Teil in der Literatur beschrieben um Bismuthinit sondern um Pekoit).
- Bismutit: Pseudomorph nach Bismuthinit, stängelig.
- Chalkopyrit:
- Cobaltit:
Gesteinsbildend, abgebaut.- Epsomit: Weisse Ausblühungen, beige Krusten.
- Erythrin:
- Galenobismutit: In einer Bi-Co-As-Vererzung, als bleigraue Masse, mm-gross, teilweise umgewandelt in Bismuthinit.
- Gersdorffit: Gesteinsbildend.
- Lagalyit: Samtige, rötlichbraune Pompons unter 1 mm.
- Löllingit:
- Malachit:
- Mixit: Grün, kugelige Aggregate bestehend aus radialstrahlig angeordneten Kriställchen, unter einem mm, Erstfund für die Schweiz (frühere Funde erwiesen sich als Agardit-Y).
- Parasymplesit: In zwei Ausbildungsformen: blaugrün, rosettenartig, bis 5 mm; freistehend, violettähnlich, winzig, direkt im Zusammenhang mit der Verwitterung der Bi-Co-Ni-Vererzung.
- Pekoit: Vermutlich Pekoit und nicht Bismuthinit.
- Pharmakosiderit: Hellgelb, winzige Kriställchen, bis 0.5 mm, Überzüge bildend, neben Parasymplesit.
- Preisingerit: Grünlichgelb, kugelig, unter einem mm, zusammen mit Arsenopyrit, Wismut (gediegen) und Bismuthinit.
- Quarz:
- Skorodit:
Grasgrün, feinkristallin, Krusten bis 1 cm.
- Symplesit: Häufig vorkommend und direkt mit der Mineralisation verbunden.
- Wiserit: Gediegen, in langgezogenen Erzlinsen von einigen cm, schichtartig aufgebaute Einzelkristalle, bis 1 cm.
- Wismut: Einzelkristalle mit schichtartigem Aufbau, bis 1 cm, auch Linsen bis einigen cm gross.
- Wulfenit:
- Yukonit:
Erstmals in der Schweiz nachgewiesen.

018_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, St. Luc, Fang, Collioux supérieur (Mine, Galerie); (Kupfer-Silber-Bleierzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (St-Luc), Koordinaten ca.: 611650 / 120520
Literatur:
- de Rivaz, B.; Schweizer Strahler; 1970; Seite 65-67; Les mines du Val d’Anniviers
- Guénette-Beck, Barbera; Minaria Helvetica; 2003; Heft 23b; Seite 76
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 277
Alter Bergbau (1865) zwischen Fang und Vissoie, ca. 1 km nach Fang beim Collioux du Loton. Das Bergwerk ist durch den Bau der neuen Strasse von St. Luc nach Chandolin vollkommen zerstört worden. Man sieht noch einige Halden und Überreste von Holzkonstruktionen. Nach Anfangsproblemen wurde das Bergwerk im Jahre 1865 betrieben (Cuchet, 1995). Abgebaut wurde eine ca. 100 bis 150 cm mächtige Vererzung.
- Aurichalcit: Rosettenartige Aggregate, als Überzug, immer zusammen mit Hydrozinkit.
- Azurit:
- Bornit:
- Chalkopyrit:
- Covellin:
- Cuprit:
- Fahlerz:
Silberhaltig.
- Galenit: Abgebaut.
- Hydrozinkit:
- Hämatit:
- Limonit:
- Malachit:
- Mimetesit
: Büschelige Aggregate mit Einzelnadeln unter einem mm.
- Pyrit:
- Quarz:
- Silber:
Silbergehalt: 1.8 bis 3 % Ag im Tetraedrit, 55 % Pb und 0.16 bis 0.36 % Ag im Erz.
- Sphalerit: Abgebaut.
- Wulfenit: Die Grube Collioux enthält Neubildungen von Wulfenit. Ob es sich um diese Mine oder um Collioux inférieur handelt, geht aus der Literaturangabe nicht klar hervor.

019_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, St. Luc, Fang, La grande Combe, La Barma (Mine, Galerien); (Erzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (St-Luc), Koordinaten ca.: 611325 / 119950
Literatur:
- de Rivaz,B.; Schweizer Strahler; 1970; Seite 65-67; Les mines du Val d’Anniviers
La Barma, Val d'Anniviers: Zwei Eingänge sind in einer Felswand sichtbar und unzugänglich (Cuchet, 1995). Die Galerie erstreckt sich auf einer Länge von ca. 50 Meter. Sie liegt in der Siviez-Mischabel-Zone. Die Grube kann mit der gleichnamigen Grube im Val d'Hérense in Verwechslung gebracht werden. Dort wurden ebenfalls Beierze abgebaut. Die Koordinaten der Kupfer-Nichelerz-Galerie Fang sind nicht bekannt.
- Annabergit:
- Arsenopyrit:
- Azurit:
- Bismuthinit:
- Bornit:
- Chalkopyrit:
- Chalkosin:
- Covellin:
- Erythrin:
- Fahlerz:
- Galenit:
Abgebaut.
- Limonit:
- Malachit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Tennantit:

020_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, St. Luc, Fang, Le Fougzet, Gaussan, Gosan (Mine / Galerien); (Kupfer-Silber-Bleierzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (St-Luc), Koordinaten ca.: 612020 / 121080
Literatur:
- Cuchet, Stéphane & Brugger, Joël; Schweizer Strahler; 2016; Heft 4; Seite 20 - 27; Eine einzigartige chemische Zonierung im Zinkolivenit von Gosan, Val d'Anniviers
- Cuchet, Stéphane; Minaria Helvetica; 2003; Heft 23b; Seite 5 ff (ganzes Heft)
- Guénette-Beck, Barbera; Minaria Helvetica; 2003; Heft 23b; Seite 77
- de Rivaz,B.; Schweizer Strahler; 1970; Seite 65-67; Les mines du Val d’Anniviers
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 19,107,277,405,429
Cu-Ag-Pb-Mine. Abgesehen von der obersten Galerie sind alle anderen eingestürzt und unzugänglich. Im Gelände sind mehrere Halden, Pingen und Schürfungen sichtbar. Das Bergwerk wurde von 1836 - 1838 und von 1856 - 1858 von je 3-5 Bergleuten betrieben. Nach Gerlach (1859) waren schon 1859 fast alle Stollen eingestürzt. Die Erzstelle liegt in Glimmerschiefer, Karbonatschiefer und schwarzen Schiefer der Siviez-Mischabel-Decke. 2 Fahlbänder von 10-15 cm Mächtigkeit lieferten lokal vor allem Galenit und Sphalerit.
- (Sb)-Clarait:
- Adamit:
MM-gross, kugelig, radialstrahlig, olivgrün, kupferhaltig, auf Quarz, selten.
- Azurit:
- Brochantit:
Selten, in nadeligen Krusten.
- Camerolait: Weltweit erst der zweite Fundort für dieses Mineral (1. Fundort: Cap Caronne/F), blau, garbig, unter einem mm, zusammen mit Brochantit auf Fahlerz, kugelig, hellblaugrün.
- Cerussit:
- Chalkophyllit:
Blaugrün - durchsichtig; smaragdgrün - undurchsichtig, Plättchen, bis 3 mm Durchmesser.
- Chalkopyrit:
- Cleusonit:
Als gelegentliche Beimengung im Erz.
- Covellin:
- Cualstibit-1M:
- Cuprit:
- Erz:
Das Erz weist einen Cu-Anteil von 5-10 % und eine Ag-Anteil von 2-3 % auf.
- Fahlerz: Abgebaut.
- Galenit: Abgebaut.
- Goethit: - Hämatit:
- Kittatinnyit:
Mischkristall Wallkilldellit - Kittatinnyit, neben Adamin, Überzug, feinkristallin, gelb bis ockerfarbig
- Limonit:
- Linarit:
- Malachit:
- Mimetesit:
Büschelige Aggregate mit Einzelnadeln unter einem mm
- Molybdofornacit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Siderit:
- Silber:
Anteil im Erz zwischen 2-3 %.
- Sphalerit:
- Tennantit
: Als Teil des Fahlerzes.
- Tetraedrit: Als Teil des Fahlerzes.
- Tirolit: Radialstrahlig aggregiert, bis 2 mm Durchmesser.
- Tyrolit:
- Wallkilldellit-(Mn):
Mischkristall Wallkilldellit
- Kittatinnyit, neben Adamin, Überzug, feinkristallin, gelb bis ockerfarbig. Auch rundliche Büschel von braunen mikrokristallinischen Blättchen (wenn zusammen mit Zinkolivenit).
- Wulfenit:
- Zinkolivenit:
Kleine, durchscheinende, millimetergrosse Kugel. Assoziiert mit Wallkilldellit.

021_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, St. Luc, Fang, Le Fougzet, Termino (Mine / Galerie); (Kupfer-Silber-Bleierzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (St-Luc), Koordinaten ca.: 611620 / 120970
Literatur:
- de Rivaz,B.; Schweizer Strahler; 1970; Seite 65-67; Les mines du Val d’Anniviers
- Guénette-Beck, Barbera; Minaria Helvetica; 2003; Heft 23b; Seite 77
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 40,57,69,84,277,401
Alter Bergbau. Obwohl das Bergwerk zum Teil eingestürzt ist, ist es auf ca. 30 Meter begehbar. 1879 wurde das Bergwerk, das sich im Schiefer (Glimmerschiefer, Karbonatschiefer, schwarze Schiefer) der Siviez-Mischabel-Decke befindet, erstmals erwähnt. 2 Fahlbänder, mit ca. 10 bis 15 cm Mächtigkeit weisen lokal Galenit und Sphalerit auf.
- Anglesit: Sehr schöne Kristalle, farblos bis milchig, wenige mm gross.
- Aurichalcit: Rosettenartige Aggregate, als Überzug, immer zusammen mit Hydrozinkit.
- Azurit:
- Bayldonit:
Leicht verwechselbar mit Malachit, krustig, grün, antimonhaltig.
- Brochantit: Selten, in nadeligen Krusten.
- Chalkopyrit:
- Covellin:
- Fahlerz:
Abgebaut.
- Galenit:
Abgebaut.
- Hydrozinkit:
- Limonit:
- Malachit:
- Mimetesit:
Büschelig aggregiert, Einzelnadeln unter einem mm.
- Pyrit:
- Quarz:
- Theisit:
Flache Rosetten, blaugrün, hell, auf Quarz.

022_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, St. Luc, La Barma (Mine, Galerien); (Kupfer-Silber-Wismuterzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (St-Luc), Koordinaten ca.: 611325 / 119950
Literatur:
- Cuchet,Stephan; Minaria Helvetica; 2003; Heft 23b; Seite 5 ff
- Guénette-Beck,Barbera; Minaria Helvetica; 2003; Heft 23b; Seite 77
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 431
La Barma, Val d'Anniviers: Zwei Eingänge sind in einer Felswand sichtbar und unzugänglich (Cuchet, 1995). Die Galerie erstreckt sich auf einer Länge von ca. 50 Meter. Sie liegt in der Siviez-Mischabel-Zone. Die Grube kann mit der gleichnamigen Grube im Val d'Hérense in Verwechslung gebracht werden. Ein weiterer Eingang befindet sich bei den Koordinaten 611.325 / 119.875 auf 1470 m ü. M. Ob der beschriebene Wittichenit aus dieser Grube oder aus dem Val d'Hérens stammt, geht aus der Literatur nicht klar hervor.
- Chalkopyrit:
- Covellin:
In Ganggestein aus Quarz und Karbonaten (Cuchet, 1995).
- Fahlerz:
- Galenit:
- Pyrit:
- Sphalerit:
- Wittichenit:
Bis 7.9% Silberanteil, lamellenförmige Einschlüsse im Bornit.

023_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, St. Luc, Le Rotsé, Tignausa-inférieur (Mine, Galerie), Garbulaz, Garboula; (Kobalterzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (St-Luc), Koordinaten ca.: 613650 / 120100
Literatur:
- Bachmann, Isidor; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; 1873; Heft 812-827, Seite 105 - 118; Die neuern Vermehrungen der mineralogischen Sammlung des Berner Stadtmuseums
- Cuchet, Stephan; Minaria Helvetica; 2003; Heft 23b; Seite 25
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 4; Seite 591 - 608; Mineraltopgraphie der Schweiz und der umliegenden Länder: Beschreibung kürzlich entdeckter seltener oder erstgefundener Mineralien
- de Rivaz,B.; Schweizer Strahler; 1970; Seite 65-67; Les mines du Val d’Anniviers
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 180,213,255
Alter Bergbau (Co-Ni-Mine) im Südabhang des 'Le Rotsé'. Der Erzpunkt liegt auf der Alp gleichen Namens, östlich von St. Luc und ca. 1 Stunde über der Holzgrenze. derselbe wurde 1849 aufgeschlossen und mit einer abfallenden Galerie ca. 12 Meter verfolgt. Die Gangmasse war auch hier Braunspat (Limonit), in der Weissnickelkies und am Tag Cobaltblüten vorkamen.
- Albit: Automorph.
- Bornit:
- Calcit:
Cobalthaltig.
- Chalkopyrit:
- Chalkosin:
- Clausthalit:
Winzig klein, länglich, als xenomorphe Einschlüsse in Kupfersulfiden.
- Cobaltit: Länglich, bis 1.5 mm, sternförmiger Querschnitt, aggregiert, metallisch grau, in eisenhaltigem Dolomit eingeschlossen, gesteinsbildend.
- Covellin:
- Erythrin:
- Gersdorffit:
Gesteinsbildend.
- Heterogenit: Hier relativ verbreitet, schwarz, als glaskopfähnliche Überzüge, bis 1 cm, verwechselbar mit Goethit.
- Hämatit:
- Limonit:
- Magnetit:
- Malachit:
Malachit in Quarz aus der Grube Garbulaz.
- Pyrit: Abgebaut.
- Quarz: - Rutil:
- Siegenit:
Weiss, würfel- und oktaederförmig (das Mineral musste aus einem eisenhaltigen Dolomit herausgelöst werden), Haldenfunde.

024_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, St. Luc, Mine de Fusette, Fusey (Mine, Galerie); (Kupfer-Silber-Bleierzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (St-Luc), Koordinaten ca.: 611825 / 120700
Literatur:
- Cuchet,Stephan; Minaria Helvetica; 2003; Heft 23b; Seite 5 ff (ganzes Heft)
- Guénette-Beck,Barbera; Minaria Helvetica; 2003; Heft 23b; Seite 75
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 57,80
Ca. 10 Meter unterhalb der asphaltierten Strasse befindet sich eine 52 Meter lange Galerie, die noch in gutem Zustand ist. Das Bergwerk, welches im Glimmerschiefer der Siviez-Mischabel-Decke liegt, wurde auf Cu-Ag-Pb abgebaut und im Jahre 1854 betrieben. Abgebaut wurden 2 Fahlbänder von 10-15 cm Mächtigkeit. In Ganggestein aus Quarz und Karbonaten sind die aufgeführten Mineralien zu finden.
- Aurichalcit: Rosettenartige Aggregate, als Überzug, immer zusammen mit Hydrozinkit.
- Bismutit: Pseudomorph nach Krupkait (nicht sicher nachgewiesen), auch krustig, grün.
- Chalkopyrit:
- Covellin:
- Fahlerz:
- Galenit:
- Hydrozinkit:
- Pyrit:
- Silber:
Mit einem Anteil im Erz von 2%.
- Sphalerit:

025_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, St. Luc, Mine du Toûno, Mine du Tounô, Touno, Tounô; (Nickelerzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (St-Luc), Koordinaten ca.: 614800 / 117800
Literatur:
- Cuchet,Stephan; Minaria Helvetica; 2003; Heft 23b; Seite 5 ff
- Cuchet,Stephan; Minaria Helvetica; 2003; Heft 23b; Seite 25
Auf dem Plateau de la Montagne du Toûno südöstlich von Vissoye in der oberen Holzgrenze. Dieser Erzpunkt wurde bei der Anlage einer Wasserleitung gefunden und seit 1850 weiter aufgeschlossen. Das Erz war ganz in Nickelblüte zersetzt und wurde 20 bis 30 Meter mit einer Galerie verfolgt. Die Gangmasse bestand aus Braunspat (Limonit) in der auch Kupferkies eingesprengt vorkam. Die Erzgewinnung war unbedeutend. Koordinaten genau.
- Ankerit:
- Nickelerz:

026_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, St. Luc, Ombrintses
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (St-Luc), Koordinaten ca.: 614500 / 121250
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 165
Nordöstlich von St. Luc, in Fahlbändern der Bergkette der Ombrintses. Die Koordinaten zeigen auf den Grat.
- Fibroferrit: Weisse Ausblühungen, ohne Vergesellschaftung mit anderen Sulfaten.

027_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, St. Luc, Rochet, Forêt du Rocher
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (St-Luc), Koordinaten ca.: 612500 / 119500
Literatur:
- Meisser, Nicolas & Frey, Alfred; Schweizer Strahler; 1996; Heft 2; Seite a26; Halotrichit von der Tour de la Molière (FR) und Stolzit an der Tête Noire (VS)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 121,349,350,352
Aus einer Vererzung im Wald des Rochet. Die Koordinaten zeigen auf das erwähnte Waldgebiet.
- Copiapit: Derbe Massen, kaugummiähnlich, cm-gross, gelb.
- Halotrichit: Weiss, farblos, nadelig, wirr, unter einem mm lang, äusserst dünn.
- Melanterit:
- Rhomboklas:
Flockig, mikrokristallin, weiss, unter einem mm.
- Rozenit: Pulverige Krusten, dm-gross.
- Römerit: Kugelige Aggregate bestehend aus mm-grossen Kriställchen, rosarot.

028_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, St. Luc, Tsampetroz (Schurf); (Kupfererzschurf)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (St-Luc), Koordinaten ca.: 611250 / 119275
Literatur:
- Cuchet,Stephan; Minaria Helvetica; 2003; Heft 23b; Seite 25 - Kobalterz:
Fraglich, ob auch nach Kobalterzen geschürft wurde.
- Kupfererz:

029_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, Vissoie (franz.), Esso (dt.), Pinsec (Mine, Galerie); (Kobalterzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Vissoie), Koordinaten ca.: 610190 / 118860
Literatur:
- Cuchet,Stephan; Minaria Helvetica; 2003; Heft 23b; Seite 5 ff
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 252
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 180
Woher die Mineralien stammen ist leider nicht genauer erwähnt. Es kann aber angenommen werden, dass es sich um die alte Galerie (Erz-Schürfe) handelt. Für die Grube Pinsec wird eine Abbauperiode von 1848 bis 1856 erwähnt. Die Koordinaten zeigen auf Pinsec.
- Aikinit:
- Arsenopyrit:
- Chloanthit:
- Cobaltin:
- Cobaltit:
Gesteinsbildend.
- Gersdorffit: Gesteinsbildend.
- Nadelerz:

030_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, Vissoie (franz.), Esso (dt.), Torrent des Moulins, St. Luc, Les Moulins de St. Luc (Mine, Galerien): (Kupfer-Silber-Bleierzabbau
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Vissoie), Koordinaten ca.: 612600 / 118200
Literatur:
- de Rivaz, B.; Schweizer Strahler; 1970; Seite 65-67; Les mines du Val d’Anniviers
- Dreier, Friedrich; Lapis; 2000; Seite 67-72- Guénette-Beck, Barbera; Minaria Helvetica; 2003; Heft 23b; Seite 76
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 351
Die vier wiedergefundenen Galerien sind gut erhalten und mehrere hundert Meter lang. Die unterste Galerie ist auf zwei Etagen gebaut. Das Bergwerk war von 1853 bis 1859 ununterbrochen in Betrieb. Die letzte und intensivste Tätigkeit fand im Jahre 1865 statt. beschäftigt waren 2 bis 4 Mann. Weitere Höhenangaben 1590 m ü. M. und 1620 m ü. M. Der ausführlichste Bericht stammt von F. Dreier. Er beschreibt klar die Mineralien der Mine Moulins, Vissoie.
- Albit: Derb, gesteinsbildend. Milchigweisse Körner in Gängen, bis 10 mm Durchmesser, auch im Nebengestein vorzufinden.
- Allophan: Auf dem Nebengestein, gelartig, als Kruste oder Überzug, hellblau, transparent bis 10 mm Dicke.
- Anatas: Metallisch glänzend, blau, plattig, bis 0.5 mm.
- Anglesit: Dicktafelig, hochglänzend, glasklar, bis 2 mm, teilweise mit grünlichem Farbstich.
- Ankerit: Derb, braungelbe Gangart.
- Aragonit: Belag- oder krustenartig, faserig, weiss kugelig, bis 3 mm Durchmesser.
- Arsenopyrit: Isometrische Kristalle bis 1 mm, silberig, hochglänzend, eher untergeordnet vorkommend.
- Aurichalcit: Himmelbalu, traubig, bis 1 mm dicke Krusten und Überzüge bildend.
- Azurit: Radialstrahlige bis kugelige Aggregate bis 2 mm Durchmesser.
- Baryt: Eine der Hauptgangarten, gesteinsbildend, blätterig-derb, weiss, durchscheinend, glänzend.
- Biotit: Gesteinsbildend, bräunliche Blättchen bis 2 mm Grösse.
- Bleierz: Siehe unter Galenit.
- Boulangerit: Konnte in hervorragenden Stufen im mittleren Stollenteil gefunden werden. Nadelig, wirrstrahlig, stahlwatte-ähnlich. Weitere Funde stammen vom Stollenende. Hier bis 8 mm.
- Brochantit: Dunkelgrün, smaragdgrün, krustenartige Aggregate, Überzüge bildend. Einzelne Kriställchen bis 0.3 mm auf Devillin.
- Calcit: Ein Gangmineral, welches gesteinsbildend und in skalenoedrischen und durchsichtigen Einzelkristallen bis 4 mm beobachtet werden kann.
- Caledonit: Sehr selten, hell grünlichblau, durchscheinend, nadelig, bis 1 mm grosse Aggregate bildend, in Drusen der Blei-Kupfer-Vererzung.
- Cerussit: Sehr schöne Einzelkristalle und Aggregate bis 8 mm. Milchigweiss, graubeige, dickstengelig, teils mit gerieften Flächen. Kommt Kupfer ins Spiel erhalten die Kristalle einen Blaustich.
- Chalkopyrit:
- Chlorit:
Als grüne Massen, in anatashaltigen Klüften auch braunfarbig und kugelig bis 0.45 mm Durchmesser.
- Covellin: Dünne, bläuliche Blättchen und Überzüge bis 0.5 mm Dicke.
- Cubanit: Kleine Lamellen, eingeschlossen im Galenit.
- Cuprit: Klein, messing- bis bronzefarbig, lamellenartig, in Galenit.
- Cyanotrichit: Himmelblau, teilweise als filzige Krusten oder kompakte Überzüge. bis 1 mm, verwechselbar mit Aurichalcit oder Devillin.
- Devillin: Nesterartig, faserig, filzig, Nädelchen bis 2 mm, längsgestreift, himmelblau, hellgrün.
- Fahlerz: Silberhaltig. Mischkristalle von Tennantit-Tetraedrit. Optisch erkennbar an der muscheligen, metallischen, silbrig-schwarz-glänzenden Bruchfläche.
- Galenit: Abgebaut.Silberhaltig (mit Freibergit?). Schnüre und Massen bis einige cm Dicke bildend. In den Hohlräumen des Galenits können sehr schöne, aber auch sehr kleine Mineralien wie Anglesit, Cerussit und Wulfenit beobachtet werden.
- Gips: In schöner Ausbildung, bis 2 cm, Schwalbenschwanzzwilinge, durchsichtig bis leicht trübe, durch Lehm verursachte Phantombildungen.
- Goethit: Glaskopfartig oder in lockerer, rotbrauner, pulveriger Limonitmasse.
- Graphit: Derb, gesteinsbildend. Kleine Linsen im Nebengestein, selten.
- Hemimorphit: Selten, farblos, durchscheinend, radialstrahlige oder fächerartige Aggregate bildend. Bis 5 mm grosse Aggregate.
- Hornblende: Gesteinsbildend oder im Gangmaterial Baryt. Dunkelgrün, leistenförmig, durchscheinend, faserig.
- Hydromagnesit: Weiss, kugelige Aggregat bis 0.5 mm Durchmesser (Bestimmung durch Prof. St.Graeser mittels Röntgendiffraktometrie).
- Hydrozinkit: Krustige weisse Massen und Beläge bis 1 mm Durchmesser.
- Kupfererz:
- Langit:
Hell- bis dunkelblau, tafelig, bis 0.5 mm. Teilweise verwachsen mit Posnjakit. Sehr selten zu finden.
- Lepidokrokit: Leicht rot schimmernd, blättchenartig, bis 0.5 mm
- Limonit:
- Linarit: Langprismatisch tafelig, in sehr schöner Ausbildung, kleine Aggregate bis 3 mm Durchmesser bildend. Gefunden wurde das Mineral vor allem aus dem mittleren Teil des Stollen.
- Magnetit: Derb, gesteinsbildend. Untergeordnet im Nebengestein, Oktaeder bis 1 mm.
- Malachit: In unterschiedlichster Ausbildung: krustenartig, radialstrahlige Aggregate, lockenförmig (bis 0.2 mm).
- Mimetesit: Leuchtend gelb, winzige Aggregate bis 0.5 mm Durchmesser, selten auch als weisse Büschelchen.
- Muskovit: Derb, gesteinsbildend, als feinschuppige Einschlüsse.
- Posnjakit: Hell- bis dunkelblau, leistenförmig, vereinzelt auch kurzprismatische Kristalle bis 0.5 mm. sehr selten zu finden.
- Pyrit: Derb, gesteinsbildend, formenvielfältig (Würfel, Pentagondodekaeder), bis 2 mm.
- Pyrrhotin: Derb, gesteinsbildend. Bronzefarbig, metallisch, im Gang und im Nebengestein.
- Quarz: Eines der hauptsächlichen Gangmineralien. In Klüften können Kristalle bis cm-Länge gefunden werden. Auch Phantombildungen sind vorhanden.
- Rosasit: Hellblau bis grünlich, radialstrahlige Kugeln bis 2 mm Durchmesser.
- Schwefel: Gediegen. Rundlich bis kugelig, klein, in Galenitdrusen, bis 0.3 mm.
- Serpierit: Himmelblau, aggregiert, vereinzelt auch feine Nadeln, bis 0.8 mm.
- Silber: Silbergehalt: 1.8 bis 3 % Ag im Tetraedrit, 55 % Pb und 0.16 bis 0.36 % Ag im Erz.
- Skorodit: Bis 0.5 mm, milchigweiss bis hellbraun, radialstrahlige Aggregate können Krusten bilden.
- Smithsonit: Gelartige Krusten und Aggregate bis 1 mm Durchmesser. Massig mit rauher Oberfläche, mattglänzend, beigeweiss.
- Sphalerit: Abgebaut. Massiv, in Galenit eingesprengt, honiggelb, dunkelbraun, häufig.
- Stilpnomelan: Braun, schuppig, Blättchen bis 1 mm, gesteinsbildend im Nebengestein aber auch im Erzgang vorkommend.
- Titanit: Hellbräunlich, milchigweiss, recht klein, unter 1 mm, in den Anatasklüftchen.
- Wulfenit: Tafelig, stumpfpyramidal, in schöner Ausbildung, gelb, durchscheinend, oft mit einer feinen Cerussitschicht überzogen.

031_VS / Ayer, Val de Zinal, Glacier de Zinal (Westseite)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Zinal), Koordinaten ca.: 615110 / 101360
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 329
In den Moränenblöcken auf der Westseite des Gletschers in kleinen Klüften.
- Albit: Nur in kleiner Ausbildung.
- Calcit:
- Quarz:

032_VS / Ayer, Val de Zinal, Gollyre (Mine, Galerien), Guillère; (Kobalterzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Zinal), Koordinaten ca.: 613700 / 113750
Literatur:
- Fehlmann, Hans; Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 277-279
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1994; Heft 2; Seite 53 - 60; Mineraltopographie der Schweiz und der umliegenden Länder: Beschreibung kürzlich entdeckter seltener oder erstgefundener Mineralien
- de Rivaz, B.; Schweizer Strahler; 1970;; Seite 65
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 31,180,255,257
Co-Mine. Alter Bergbau nur ca. 750 Meter (nach Meisser 900 Meter) südöstlich von Ayer. Ein zweiter Stollen bei Koordinate 613.700 / 113.750 (1750 m ü. M.). Eine andere Koordinatenangabe zeigt auf 613.42 / 113.750. (Nach Nicolas Meisser: 613.420 / 113.750 / 1630 m; 613.440 / 113.770 / 1660 m). Zwei Nickelerzgänge durchsetzen die flach nordfallenden Glimmerschiefer des Annivierstales südlich von Ayer.
- Allophan: In Fahlbändern von Vererzungen, zum Teil in stalaktischer Erscheinung.
- Ankerit:
- Annabergit:
(Nickelblüte).
- Brochantit: In schwach vererzten Calcitadern, zum Teil bedeckt mit Malachit.
- Calcit:
- Chabasit:
- Chloanthit:
- Cobaltit: Gesteinsbildend.
- Erythrin: (Kobaltblüte).
- Gersdorffit: Gesteinsbildend.
- Heulandit:
- Illit:
- Klinochlor:
- Limonit:
Als Gangmasse.
- Linneit: Kleine Partikel, bis 0.2 mm, vergesellschaftet mit Cobaltit, Violarit und Magnetit.
- Löllingit: Als untergeordneter Bestandteil in den Erzen.
- Magnetit:
- Malachit:
- Nickelerz:
- Pararammelsbergit:
Schön verflochten, prismatisch, klein, bis 0.1 mm, aggregiert in kompakten metallgrauen Massen bis cm-Grösse.
- Pyrit:
- Quarz:
- Skutterudit:
Wurde abgebaut.
- Stellerit: Strahlige Gruppen, längliche und tafelige Kristalle, farblos, bis 1 mm.
- Vermiculit: Ein hellockerfarbiges Gemenge zusammen mit Illit und Klinochlor, in Zeolithklüften der Umgebung (Meisser, Ansermet, 1994).
- Violarit:

033_VS / Ayer, Val de Zinal, Gollyre (Umgebung), Guillère
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Zinal), Koordinaten ca.: 613420 / 113750
Literatur:
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1994; Heft 2; Seite 53 - 60; Mineraltopographie der Schweiz und der umliegenden Länder: Beschreibung kürzlich entdeckter seltener oder erstgefundener Mineralien
In der Nähe des Bergwerkes in Zeolithklüften im Amphibolit. Die Koordinaten zeigen ungefähr auf die ehemalige Mine.
- Calcit:
- Chabasit:
- Heulandit:
- Klinochlor:
- Stellerit: Strahlig aggregiert, längliche, tafelige Kristalle, bis mm-Grösse, farblos, Erstfund für die Schweiz 1990 (Meisser, 1990a).
- Vermiculit: Hellockerfarbene Gemenge auf der Obefläche der Zeolithklüfte.

034_VS / Ayer, Val de Zinal, Grand Praz, Grand-Praz (Mine, Galerien); (Kobalterzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Zinal), Koordinaten ca.: 613500 / 113450
Literatur:
- Fehlmann, Hans; Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 277-279
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1994; Heft 2; Seite 53 - 60; Mineraltopographie der Schweiz und der umliegenden Länder: Beschreibung kürzlich entdeckter seltener oder erstgefundener Mineralien
- de Rivaz, B.; Schweizer Strahler; 1970; Seite 65-67; Les mines du Val d'Anniviers
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 31,79,121,147,161,180,205,257,276,300,345,359,378,459
Niveau 1: 140 Meter Galerie.
Niveau 2: 324 Meter Galerie. Eingang: 613.500 / 113.315 / 1605 m ü. M.
Niveau 3: Eingang: 613.505 / 113.355 / 1630 m ü. M.
Niveau 4:
Niveau 5: 1650 m ü. M.
Niveau 6: 613.535 / 113.440 / 1675 m ü. M.
Niveau 7: 613.570 / 113.460 / 1710 m ü. M.
Alter Bergbau (bis 1858) ca. 1 km südöstlich von Ayer. Abgebaut unter anderem auf Nickel-Kobalt. Die Höhe wird mit 1580 - 1710 angegeben. Die südliche Grube "Grand Praz" ist das bedeutendste alte Bergwerk des Annivierstales. Ein Braunspatgang ist in mächtigen Tagebauen und 6 Stollen mit 1500 m totaler Länge angehauen. In den Jahren 1849 bis 1858 wurden 3283 Ztr. Erze mit einem Gehalt von 16% Nickel und 8% Kobalt gewonnen. In tieferem Niveau ist der Gang ein ca. 30 cm mächtiger Braunspatgang mit Kupferkies. Eine andere Koordinatenangebe zeigt auf 613.560 / 113.250. Seit 1858 hat kein nennenswerter Abbau mehr stattgefunden.
- Allophan: In Fahlbändern von Vererzungen, zum Teil in stalaktischer Erscheinung.
- Ankerit:
- Annabergit:
- Arsenopyrit:
- Azurit:
- Bismuthinit:
Nur mikroskopisch oder sehr klein.
- Bornit:
- Brochantit:
In den Fahlbändern nachgewiesen.
- Calcit:
- Chalkopyrit:
- Chloanthit:
- Cobaltit:
Gesteinsbildend.
- Devillin: Klein, glimmerartig, blättrige Aggregate, brüchig, blassbläulich bis weisslich.
- Dolomit:
- Dravit
: Schörl
- Eclarit: Klein, stahlgrau, nadelig, bis 0.2 mm, freigelegt durch heraussäuren, evtl. handelt es sich um Kobellit.
- Epsomit:
- Erythrin:
- Ferrarisit: Winzig, abgeflachte Kristalle, bis 0.1 mm, farblos-glasig, in kleinen Aggregaten.
- Fibroferrit: Nadelig, weiss bis beige, parallele Ausrichtung, zusammen mit Magnesiocopiapit.
- Gersdorffit: Gesteinsbildend.
- Gips: - Goethit:
- Guérinit:
Weiss, perlmuttglänzend, dünnprismatische schlanke Kristalle, Lamellen in Fächerstellung, filzige Kugeln, bis 1 mm.
- Haidingerit: Nur ein Fund, weiss, pulverig, infolge Wasserverlust entstanden aus dem Pharmakolith, auf und in Pharmakolith.
- Hexahydrit: Kleine traubige, weisse Massen, zusammen mit Melanterit.
- Hämatit:
- Hörnesit:
Erdige, pulverige, weisse Massen, bis 1 cm, kugelige Aggregate, häufigstes Arseniat dieser Mine, selten kleine Kristallspitzen an Kugeln erkennbar, apfelgrün (Ni-haltig, Mischkristall mit Annabergit), blassrosa (= Mischkristall mit Erythrin).
- Jarosit:
- Klinochlor:
- Langit:
- Löllingit:
Als untergeordneter Bestandteil in den Erzen.
- Magnesiocopiapit: Winzige gelbe tafelige Kristalle, aggregiert.
- Magnetit:
- Malachit:
- Melanterit:
- Millerit:
Bis 1 mm, neben Gersdorffit, auch als Einschluss im Pyrit oder Dolomit.
- Nickelin:
- Pararammelsbergit:
Schön verflochten prismatisch, klein, bis 0.1mm, aggregiert in kompakten metallgrauen Massen bis cm-Grösse.
- Pharmakolith: Farblose, prismatische, blättchenförmige Kristalle, bis 1 mm, rosettenartig.
- Pickeringit: Nadelig, weiss bis beige, asbestähnliche Aggregate bis 1 cm.
- Picropharmakolith: Nadelförmig, weiss, igelartige Gebilde bis 1 cm, charakteristisches Mineral dieser Mine.
- Posnjakit: Krustig, schlechte Kristalle, abgeflacht, hellblau, unter einem mm, oft vermengt mit Langit, begleitet von Brochantit und Devillin.
- Quarz:
- Rammelsbergit:
Von hier nachgewiesen worden.
- Rutil:
- Safflorit:
Mikroskopisch klein, als Gemengteil in den hydrothermalen Kobalt-Nickel-Erzen, immer neben Skutterudit, sehr selten.
- Sainfeldit: Garben blättriger Kristalle, bis 2 mm grosse Beläge, milchigweiss, farblos, sehr selten (ein Fund), verwechselbar mit Pharmakolit, zusammen mit Calcit, Guérinit, Pikropharmakolit.
- Skutterudit: Abgebaut.
- Smolyaninovit: Feinfaserig, graugelb bis beige, bis einige mm lang, vergesellschaftet mit Pikropharmakolith und dem sehr seltenen Weilit, Smoljaninowit von hier zeichnet sich durch das Fehlen von Kobalt und Aluminium aus, enthält an dieser Stelle aber Magnesium, Calcium sowie Mangan.
- Sphalerit:
- Symplesit:
Selten. In späten Klüften, die die Mineralisation durchqueren.
- Tetraedrit:
- Tucekit:
Schlechte Kristalle, bis mm grosse Aggregate, schlecht ausgebildete Kristalle, broncefarbig, eingeschlossen in Dolomit.
- Violarit:
- Weilit:
Durch Wasserverlust entstanden aus Pharmakolit, milchigweiss, unter einem mm, erst ein Fund.
- Wismut:

035_VS / Ayer, Val de Zinal, Laulosses (Erz-Schürfe); (Kupfer-Zinkerzschurf)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Zinal), Koordinaten ca.: 613263 / 108350
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 381
In den Ophiolithen der Combine-Zone aus einer neu entdeckten Cu-Zn-Ag-Au-Lagerstätte. Es gibt nur einen Bach 'Torrent de Laulosses' nicht aber eine Lokalität Laulosses. Die Koordinaten zeigen auf den Bach.
- Chalkopyrit:
- Sphalerit:

036_VS / Ayer, Val de Zinal, Le Vichiesso, La Lé (Mine, Galerien):(Kupfererzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Zinal), Koordinaten ca.: 614850 / 106150
Literatur:
- de Rivaz, B.; Schweizer Strahler; 1970; Seite 65-67; Les mines du Val d'Anniviers
Andere Koordinatenangaben lauten auf 105.920 / 614.900. Es sind Fälschungen, welche mit der Fundortbezeichnung 'Val de Zinal, Mine de la Lé' versehen sind, in Umlauf gekommen. Dabei handelt es sich um künstlich irisierende Cholkopyrite sowie Bornit. Die Mine befindet sich am Weg zur "Cabanne du Petit-Mountet" und sie ist ein Besuch wert. Sie kann nach einem eineinhalbstündigen Fussmarsch erreichen (der Weg ist leicht zu bewältigen, auch für Familien mit Kindern).
- Azurit:
- Chalkopyrit:
Abgebaut.
- Malachit:
- Pyrit:
Abgebaut.
- Quarz:

037_VS / Ayer, Val de Zinal, Les Bourimonts (Mine, Galerien), Les Bourrimonts (Mine, Galerien); (Kupfer-Silber-Wismuterzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Zinal), Koordinaten ca.: 614050 / 113150
Literatur:
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1994; Heft 2; Seite 53 - 60; Mineraltopographie der Schweiz und der umliegenden Länder: Beschreibung kürzlich entdeckter seltener oder erstgefundener Mineralien
- de Rivaz, B.; Schweizer Strahler; 1970; Seite 65-67; Les mines du Val d'Anniviers
- Halm, Eduard; 1945; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, 22. Lieferung; Seite 69; Die Kupfer-Wismut-Lagerstätten im obern Val d'Anniviers (Wallis). Die Minen Bourimont und Lapine rousse.
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 79
Alter Bergbau südöstlich von Ayer. Die aufgeführte Höhenangabe ist unterschiedlich zur Koordinatenhöhe. Evtl. könnte der ehemalige Stollen auch in der Nähe der Koordinaten 614.1 / 113.500 liegen. Halm (1945): Koordinaten: 614 050 /113 150. Die Grube Bourimont liegt auf der Ostseite des Val de Zinal oberhalb den Mayens de Bourimont auf etwa 2050 m Höhe im Gemeindewald von Ayer. Die Baue sind inzwischen vollständig verschüttet und selbst die Eingänge sind kaum mehr zu finden. Auch der Ausbiss des Erzlagers ist von Gehängeschutt verdeckt
- Ankerit:
- Azurit:
- Bismuthinit:
Nur mikroskopisch oder sehr klein.
- Brochantit: In verwittertem Kupfererz.
- Calcit:
- Chalkopyrit:
Wurde abgebaut.
- Crichtonit: In einem Chloritschiefer, schwarze rhomboedrische Kristalle, schlierenbildend im Muttergestein gesteinsbildend, über die Grössenangabe existieren unterschiedliche Angaben (1 mm, 1 cm), es dürfte sich aber um Kristalle bis 1 mm handeln.
- Emplektit:
- Malachit:
- Quarz:

038_VS / Ayer, Val de Zinal, Pont de Bois, Pont du Bois (Mine, Galerie); (Blei-Kupfererzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Zinal), Koordinaten ca.: 613100 / 112820
Literatur:
- Guénette-Beck, Barbera; Minaria Helvetica; 2003; Heft 23b; Seite 76.
Zwei kurze Galerien zur Prospektion von Blei und Kupfer.
- Bleierz:
- Chalkopyrit:
- Galenit:
- Kupfererz:
- Pyrit:
- Pyrrhotin:
- Sphalerit:
In Quarz.

039_VS / Ayer, Val de Zinal, Pont de Bois, Pont du Bois, Navisence, Lapine Rousse (Erz-Schürfe); (Kupfer-Silber-Wismuterzschürfe)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Zinal), Koordinaten ca.: 613790 / 112540
Literatur:
- de Rivaz, B.; Schweizer Strahler; 1970; Seite 65-67; Les mines du Val d'Anniviers
- Halm, Eduard; 1945; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, 22. Lieferung; Seite 69; Die Kupfer-Wismut-Lagerstätten im obern Val d'Anniviers (Wallis). Die Minen Bourimont und Lapine rousse.
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 109.
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 270 Alter Bergbau. Die aufgeführte Höhenangabe ist unterschiedlich zur Koordinatenhöhe (1640). Die Mineralien stammen aus einer schwachen Kupfervererzung. Lapine Rousse fehlt auf der Landkarte. Die ehemalig Abbaustelle liegt 2km südwestlich von Ayer am rechten Ufer der Navisence auf einer Höhe von 1800 m ü. M. Lagerstätte Ende 19. Jh. entdeckt und in zwei kurzen Stollen ausgebeutet. Ausbeute 6 Tonnen Erz mit 13% Kupferanteil. Aus der Navisence Einige Goldflitterchen sowie wenig Sperrylit.
Halm (1945): Koordinaten: 613 800/112 500. Die auf ältern Karten noch vermerkte "Ancienne usine de cuivre" unten an der Navicenze diente einst wohl zur Aufbereitung dieser Erze.
- Aikinit: Wenig, zum Teil nur mikroskopisch.
- Ankerit:
- Azurit:
- Bismut:
- Bismuthinit:
Abgebaut.
- Bornit: Wenig, zum Teil nur mikroskopisch.
- Calcit:
- Chalkopyrit:
Abgebaut.
- Chromit: Wenig, zum Teil nur mikroskopisch.
- Cobaltin: Wenig, zum Teil nur mikroskopisch.
- Cosalit: Wenig, zum Teil nur mikroskopisch.
- Cubanit: Wenig, zum Teil nur mikroskopisch.
- Cuprobismutit: Wenig, zum Teil nur mikroskopisch.
- Emplektit: Wenig, zum Teil nur mikroskopisch.
- Fahlerz:
- Goethit:
Wenig, zum Teil nur mikroskopisch.
- Gold, gediegen: Gold im Gestein enthalten und auch als Waschgold aus der Navisence.
- Hexastannit: Wenig, zum Teil nur mikroskopisch.
- Idait: Wenig, zum Teil nur mikroskopisch.
- Kassiterit:
- Kobellit:
Wenig, zum Teil nur mikroskopisch.
- Kovellit: Wenig, zum Teil nur mikroskopisch.
- Kupfer, gediegen:
- Magnetit: Wenig, zum Teil nur mikroskopisch.
- Malachit:
- Mawsonit:
- Molybdänit:
Wenig, zum Teil nur mikroskopisch.
- Pyrit:
- Quarz:
- Sperrylith:
- Stannoidit: Mikroskopisch kleine Einschlüsse in Pyrit.
- Tennantit:
- Tennantit:
- Zinn:

040_VS / Ayer, Val de Zinal, Pétolliou (Mine, Galerie), Petolliou, Pétolliou; (Kupfer-Silber-Wismuterzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Zinal), Koordinaten ca.: 612780 / 111560
Literatur:
- de Rivaz, B.; Schweizer Strahler; 1970; Seite 65-67; Les mines du Val d'Anniviers
- Halm, Eduard; 1945; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, 22. Lieferung; Seite 66-69; Die Kupfer-Wismut-Lagerstätten im obern Val d'Anniviers (Wallis).
Die Mine Pétolliou. Alter Bergbau südlich von Ayer im Wald und etwas östlich des Gebietes Tsirouc. (Koord. 612 850 / 111 470.) In Pétolliou wird wahrscheinlich die direkte Fortsetzung des Erzganges von Biolec an zwei verschiedenen Stellen angehauen, welche unter Tag nicht miteinander verbunden wurden. Während die nördlichen Baue nur kurze Sondierungsarbeiten darstellen, wurde im südlichen Teil in geringem Umfang Erz abgebaut. Sämtliche Stollen führen im Erz. Verwerfungen sind selten und das Gestein ist so widerstandsfähig, dass die Galerien trotz fehlendem Holzeinbau heute (1944) noch gut erhalten sind. Mit gewöhnlichen Mitteln ist es fast unmöglich, gute Handstücke aus dem harten Fels zu schlagen, doch enthalten die umfangreichen Halden reichlich Erzbrocken. Die Art des Auftretens ist im Allgemeinen die gleiche wie in Biolec und Baicolliou, doch finden sich hier wieder grössere karbonatreiche Anschwellungen. Eine Linse von 1,8 m Dicke wurde am Eingang des südlichen Abbauortes angefahren. Sie enthält hauptsächlich grobspätiges Karbonat, Quarz, Nebengesteinsfetzen und nur sehr wenig Erz, d. h. vorwiegend idiomorphe Pyrit- und Kupferkieskristalle. Das Nebengestein innerhalb und ausserhalb der Linse ist auffallend wenig ausgebleicht, aber stark geschiefert. Die Kobaltblüte ist hier stark mit grüner Nickelblüte vermischt.
- Ankerit:
- Azurit:
- Bismuthinit:
Als mikroskopischer Gemengteil.
- Calcit:
- Chalkopyrit:
Wurde abgebaut.
- Fahlerz: Wurde abgebaut.
- Linneit: Untergeordneter Bestandteil des Erzvorkommens.
- Malachit:
- Pyrit:
- Quarz:

041_VS / Ayer, Val de Zinal, Rousson; (Kobalterzschurf)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Zinal), Koordinaten ca.: 613100 / 113240
Literatur:
- Fehlmann, Hans; Der schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919
Eine Vererzung, die noch nicht weiter beschrieben ist.
- Erz:

042_VS / Ayer, Val de Zinal, Vernecs sur Pralong, Pra Long (Erz-Schürfe); (Blei-Zinkerzschurf)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Zinal), Koordinaten ca.: 613920 / 110350
Literatur:
- Guénette-Beck, Barbera; Minaria Helvetica; 2003; Heft 23b; Seite 77
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 176
In den Ophiolithen der Siviez-Mischabel-Decke. In einer neu entdeckten Galenit-Sphalerit-Vererzung. Die Vererzung wurde 1980 beim Erstellen eines Sondiergrabens im Zusammenhang mit dem UROMINE-Projekt gefunden. Nebst den aufgeführten Erzmineralien konnten auch noch andere Schwefel-Arsenmineralien bestimmt werden.- Chalkopyrit:
- Galenit:
- Pyrit:
- Pyrrhotin:
- Silber:
In der Galenit-Sphalerit-Vererzung.
- Sphalerit:

043_VS / Ayer, Val de Zinal, Zinal, Alp Sorebois
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Zinal), Koordinaten ca.: 612380 / 110410
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 329
Nordwestlich von Zinal auf ca. 2150 m ü. M. Eine 'Alp Sorebois' konnte auf der Karte nicht gefunden werden. Lediglich eine Region namens 'Sorebois', allerdings auf 2450 m ü. M.
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:

044_VS / Ayer, Val de Zinal, Zirouc, Tsirouc (Mine, Galerie); (Kupfer-Silber-Wismuterzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Zinal), Koordinaten ca.: 610495 / 112580
Literatur:
- Fehlmann, Hans; Der schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919
- de Rivaz, B.; Schweizer Strahler; 1970; Seite 65-67; Les mines du Val d'Anniviers
- Halm, Eduard; 1945; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, 22. Lieferung; Seite 61-62; Die Kupfer-Wismut-Lagerstätten im obern Val d'Anniviers (Wallis).
Die Mine Zirouc. Alter Bergbau im vorderen Teil des Tales am Nordostabhang des Corne de Sorebois. Ein Übertrag aus einer alten Karte ergibt für den Stolleneingang ca. folgende Koordinaten: 611.325 / 113.225, 2050 m ü. M.. Koordinaten: 612 380/ 111 780 (gemäss Halm). Diese Grube ist im Gelände nicht leicht aufzufinden. Am besten steigt man von Grimentz aus, auf dem verhältnismässig guten Waldweg über den Nordhang des Gebirgssporns gegen die Mayens de Zirouc hinauf. Noch etwa eine Viertelstunde unterhalb dieser Alphütten erreicht man den ersten Brunnen in einer steilen, teils mit Gesteinsblöcken, teils mit dichtem Gebüsch bedeckten Waldschneise. In dieser, etwa 80 m in südlicher Richtung über dem Brunnen, liegen die alten Baue der Mine de Zirouc, die man im dichten Unterholz oft auch bei guter Ortskenntnis erst nach mühevollem Suchen entdeckt. Zwar sind noch Spuren eines einstigen Pfades vorhanden, die sich aber bald verlieren. In zwei benachbarten, heute fast gänzlich verschütteten horizontalen Stollen wurde hier ein Erzgang getroffen, der demjenigen von Baicolliou weitgehend entspricht. Unter Tag sind nur noch wenige, stark verrutschte Gangbruchstücke zu sehen, dagegen findet man vor den Mundlöchern unter der jungen Moosbedeckung ganze Mauern von sortiertem Material. Es handelt sich fast ausschliesslich um mittelkörniges Mischerz das einen etwa 3-8 cm mächtigen Gang gebildet haben muss. Es stimmt in jeder Beziehung mit dem entsprechenden von Baicolliou erwähnten Typ überein. Das ganze Gebiet, in dem die Mine Zirouc liegt, ist stark verrutscht und weitere Schürfungen dürften hier wenig Erfolg haben. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Grube Zirouc in der unmittelbaren Fortsetzung des Erzganges von Baicolliou liegt.
- Ankerit:
- Azurit:
- Baryt:
- Bismuthinit:
- Bornit:
- Calcit:
- Chalkopyrit:
Wurde abgebaut.
- Chalkosin:
- Covellin:
- Erythrin:
- Fahlerz:
Wurde abgebaut.
- Malachit:
- Pyrit:
- Quarz:

045_VS / Val d'Anniviers (franz.), Eifischtal (dt.), Einfischthal, Zinal, Crête de Milon
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Zinal), Koordinaten ca.: 618830 / 106920
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 329
Südöstlich von Zinal gelegen.
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:

046_VS / Zinal, Montagne de la Lé, La Lée, Alpe de la Lex; (Kupfererzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Anniviers (Zinal), Koordinaten ca.: 614475 / 106100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 266
Koordinaten genau. Ab Zinal erreicht man die Kupfermine von La Lée in einem gut stündigen Fussmarsch. Die Mine liegt oberhalb von Zinal, am linken Ufer der Navizence, auf 1920 Metern Höhe. Mit historischen, sozialen und technischen Aspekten richtet sie sich an ein breites Publikum: hier bekommt man die Geschichte des Bergbaus mit, die spannenden Abenteur der Bergarbeiter in den Alpen. Die Galerien erstrecken sich auf einer Länge von 500 Metern im Berginnern. Informationstafeln und Puppen stellen den Beruf des Bergarbeiters vor und erklären unter anderem die Entstehung der Alpen.
- Chalkopyrit:
- Kupfererz:

047_VS / Chalais, Vercorin, Crouja
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Chalais (Vercorin), Koordinaten ca.: 608400 / 122700
Literatur:
- Jäckli, Rudolf; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1950; Band 43; Heft 1; Seite 31 - 93; Geologische Untersuchungen in der Stirnzone der Mischabeldecke zwischen Réchy, Val d'Anniviers und Visp (Wallis)
In der oberen Crouja (1,5 km SE Vercorin) wurden bis 6 mm grosse, idiomorphe Quarzkristalle im Gips gefunden.
- Quarz: Bis 6 mm, im Gips.

048_VS / Chippis (franz.), Zippis (dt.), Chiareggio
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Chippis, Koordinaten ca.: 607970 / 125350
Literatur:
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 236
Aus der Umgebung von Chippis. Die genaue Lokalität ist nicht bekannt. Eine Lokalität Chiareggio gibt es in Italien, nahe zum Bergell, aber nicht bei Chippis. Die Koordinaten zeigen auf Chippis.
- Kalicinit: Typlokalität (1865), über die Fundumstände ist nichts Näheres bekannt, ebenso über die Entstehung (evtl. Waldbrand).

049_VS / Chippis (franz.), Zippis (dt.), Chyppis, Chaley, Niouc (Naters?), Blasec, Blessec (Galerien); (Erzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Chippis, Koordinaten ca.: 608220 / 124600
Literatur:
- Cuchet, Stephan; Minaria Helvetica; 2003; Heft 23b; Seite 25
Die Mine von Chippis figuriert in der älteren Literatur auch unter dem Namen 'Blasec'. Die grösste Arbeit wurde unten an der Navisenze gemacht. Man hat hier mit einer Galerie von 45 Meter Länge eine Quarzbank verfolgt, in der hie und da etwas Schwefelkies und einige Bleierzfunken vorkamen (Gerlach, 1859). Unter anderem wurde für die Grube auch die Bezeichnung 'Chyppis' und 'Chaley' verwendet Pb-Zn-Cu-Abbau.
- Erz:

050_VS / Chippis (franz.), Zippis (dt.), La Baraque (Mine); (Erzabbau)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Chippis, Koordinaten ca.: 608220 / 124600
Literatur:
- Guénette-Beck,Barbera; Minaria Helvetica; 2003; Heft 23b; Seite 75.
Das Bergwerk befindet sich in einem steilen und schwierig begehbaren Hang am Talausgang des Val d'Anniviers. In zwei Galerien wurde um 1850 Erz abgebaut, drei weitere wurden am Ende des 19. Jh. für Prospektionszwecke gegraben (Gerlach,1883). Das Umgebungsgestein besteht aus Glimmerschiefer, Konglomeratschiefer und Cesannaschiefer des Permokarbonischen Sockels der Pontis-Decke (Escher, 1953). Die Mineralien kommen in Ganggestein aus Quarz und seltener auch in Calcit vor. Nach Gerlach (1883): 56% Pb und 1450 g/T Silber im herkömmlichen Erz, 73% Pb und 1820 g/T in gewaschenem Erz.
- Chalkopyrit:
- Galenit:
- Pyrit:
- Silber:
- Sphalerit:

051_VS / Chippis; (ehemaliger Steinbruch)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Chippis, Koordinaten ca.: 608220 / 124700
Literatur:
- Wehrli, Leo; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1922; Band 2; Heft 1-2; Seite 150-158; Gipsquarzit von Chippis im Wallis
Die Koordinaten zeigen ungefähr auf das Vorkommen. Zwei grössere Quarz-Steinbrüche (Stand 1922) geben am linken Ufer der Navigenze gute Terrainaufschlüsse. Sie wurden während des Krieges einige Jahre ausgebeutet.
- Chalkopyrit: Oberer (südlicher) Bruch: als kleine Kriställchen.
- Gipssericit:
- Malachit:
Oberer (südlicher) Bruch: als Anflüge.
- Pyrit: Oberer (südlicher) Bruch: Rost aus zersetztem Pyrit.
- Turmalin: Oberer (südlicher) Bruch: bis 1 mm Durchmesser, Auf Kluftflächen, gelegentlich ist eine dreieckige Gestalt zu erkennen.

052_VS / Crans-Montana
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Crans Montana, Koordinaten ca.: 603380 / 128950
Im September 2011 fand ein Tourist im Bachlauf der Tièche ein Goldnugget mit 128.5 gr. Es handelt sich hier um das grösste bis jetzt in der Schweiz gefundene Nugget. Nähere Angaben zum Fund will der Finder nicht preisgeben. Die Koordinaten zeigen auf Montana.
- Goldnugget: Das Goldnugget misst 7 x 3.5 cm und hat ein Gewicht von 128.5 gr.

053_VS / Sierre, Lens, La Plâtrière (Steinbruch), Grotte Vaas
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Sierre, Koordinaten ca.: 601100 / 124100
Literatur:
- Ansermet, Stefan; Meisser Nicolas; Cuchet Stephan; Schweizer Strahler, 2011, Heft 1, Seite 2-17
Die Koordinaten zeigen auf Vaas. Interessante Mineralien kamen 2010 bei Erweiterungsarbeiten in der Nähe vom Gipssteinbruch RIGIPS AG zum Vorschein. Die Funde stammen von ausserhalb des Steinbruches, von einer Abraumhalde am Rande eines Feldweges, welcher durch den Rebberg führt. Die Stelle wurde zugeschüttet und ist heute nicht mehr zugänglich. Für den Zugang zum Steinbruch ist eine Bewilligung der RIGIPS AG notwendig. Die angetroffene Paragenes ist für Schweizer Verhältnisse sehr interessant, ähnelt sie doch derjenigen der Carrera-Marmorsteinbrüche in der Toscana sehr. Für die Schweiz konnten 3 neue Mineralien gefunden werden - Moëloit, Guettardit und Nekrasovit. Die recht komplexe Geologie dieses Gebietes wird im Heft detaillierter beschrieben. Die interessanten Mineralien sind im Dolomitkalk, ein hellgraues, von dichten Adern durchzogenes Gestein, zu finden. Im Schwarzschiefer sind Tennantit, Pyrit sowie Kupfer- und Arsenmineralien zu finden. Grauschiefer, welcher eher selten zu finden ist, ist schwefel- und wurtzitreich und enthält Quarz und Calcit. Im kohlenhaltigen Schiefer, welcher durch zahlreiche anthrazitfarbige und fleckige Einschlüsse auffällt, sind kleine Pyrite sowie Jarosit und Copiapit entstanden. Im Quarzit, einem blassgrünen Gestein, sind körniger Quarz, Glimmer, wenig Pyrit, Muskovit, körniger Chalkopyrit und schwarzer Diorit zugegen. Im Gips, er erscheint als weisse Blöcke, ist gelegentlich Pyrit zu erkennen. Der Fundort war bereits früher untersucht worden:
- 1954: Frey; Dolomit, Quarz, Albit, Anhydrit, Hämatit, Gips, Calcit, Dolomit und Coelestin.
- 2002: Cuchet und Taccini: Clarait, Devillin, Lavendulan, Olivenit, Parnauit und Strashimerit. Aus der Vaan-Grotte, unweit des Steinbruches.
- 2006: Mumenthaler: in Malachit umgewandelte Kupfersulfid.- Albit: Omnipräsent in den schwefelhaltigen Ader. Erscheint erst nach dem Herauslösen des Calcites. Zahlreich, klein, bis 2 mm, farblos, gerne durchsichtig.
- Anhydrit: Farblose Anreicherungen, bis 1 cm, gut zu erkennen an der rechtwinkligen Spaltbarkeit, glasiger Glanz.
- Azurit: Im schwarzen Schiefer als Verwitterungsprodukt des Tennantits, plattig, bis einige mm Dicke, selten auch kleine Büschelchen.
- Calcit: Recht häufig, zusammen mit Schwefel und Pyrit. Zu finden im grauen Dolomit und im schwarzen Schiefer. Teils bis 40 cm mächtige Gänge und automorphen Pyrit enthaltend. In schwefelhaltigen Adern zusammen mit anderen weissen Mineralien wie Quarz, Dolomit, Albit, Coelestin, Anhydrit und Gips vorkommend. Der Calcit muss aber zuerst weggelöst werden. Durch das Weglösen können Mineralien wie Moëloit, Guettarit, Colussit; Nekrasovit, Wurtzit oder Kesseterit entdeckt werden. Der Calcit kann auch vo Hämatitschichten durchzogen sein. Der Calcit erhält dadurch eine bräunliche Farbe.
- Chalkopyrit: Kleine Körner im Quarzit, selten mehr als 1 mm.
- Clarait: Wurde 2002 von Cuchet und Taccini beschrieben. Nähere Angben fehlen.
- Coelestin: Tritt sporadisch in farbloser, nadeliger Form bis 5 mm auf. Der Strontiumanteil überwiegt gegenüber dem Bariumanteil.
- Colusit: Silbrig-bronzig, meistens isoliert, eingeschlossen in Calcit. Ist dank seiner Kristallform (oktaedrisch oder tetraedrisch, mit abgeschnittenen Spitzen) und seiner Farbe gut zu bestimmen. Bis 3 mm.
- Copiapit: Durch die Zersetzung von Pyrit entstand eine kleine Menge blassgelber Copiapit. Füllt kleine Hohlräume im Quarzit aus. Das Mineral wurde röntgendiffraktometrisch und mit einer quantitativen chemischen Analyse nachgewiesen.
- Devillin: Wurde 2002 von Cuchet und Taccini beschrieben. Nähere Angben fehlen.
- Dolomit: Dolomit ist das Hauptmineral des Dolomitgesteins. Die kleinen, milchigweissen bis grauen Kristalle werden erst nach dem Weglösen des Calcits sichtbar.
- Dravit: Schwarz, sehr selten, eingewachsen im Quarzit, bis 1 mm. Für die Bestimmung ist eine quantitative, chemische Analyse notwendig.
- Enargit: Konnte nur ein einziges mal bestimmt werden. Schwarz, metallisch, bis 1 mm, eingeschlossen im Calcit. Bestimmt durch eine chemische Analyse und mittels Diffraktionsanalyse.- Fuchsit: Fuchsit, die chromhaltige Varietät des Muskovits kommt im Quarzit eher häufig vor. Bis cm-grosse Aggregate in schönem Grünton, vergesellschaftet mit Chalkopyrit.
- Galenit: Eher selten in Zwischenräumen des Calcits zu finden. Anreicherungen bis 3 mm bildend und erkennbar an der charakteristischen vollkommenen Spaltbarkeit. Eine kristalline Form konnte nicht beobachtet werden, nur ausgefranste und unförmige Umrisse.
- Geokronit: Siehe unter Jordanit.
- Gips: Kommt in massiven Blöcken und zusammen mit Pyrit und Schwefel in Adern vor. Hier als feine und durchsichtige Plättchen, Hohlräume im Calcit ausfüllend. Cm-grosse, perfekt durchsichtige Massen, welche teilweise Markasit oder Moëlitkristalle enthalten, sind ebenfalls zu finden. Aus Gesteinsblöcken aus Dolomit, Quarzit und schwarzem Schiefer konnten bis 5 cm grosse, monokline, transparente und gelbliche Kristalle geborgen werden.
- Guettardit: Gefunden wurde nur ein einziges Exemplar. Die Bestimmung erfolgte mittels Röntgenstrahlenanalyse. Das Mineral bildet eine anhäufung metallisch dunkelgrauer, haarfeiner, bis 2 mm langer Kristalle, aufgewachsen auf einer Quarzfläche. Es ist dies der erste Fund dieses Mineral in der Schweiz.
- Hämatit: Vergesellschaftet mit dezimetergrossen beigen Massen von Calcit. Hier bildet der Hämatit verschachtelte Platten bis 10 cm mit nur schwachem schwärzlichen Metallglanz. Die Bestimmung erfolgte durch eine chemische Analyse.
- Jarosit: Häufig als orange bis blassgelbe, dezimetergrosse Plättchen zwischen den Karbonschieferschichten. Das Mineral wurde durch eine quantitative chemische Analyse bestimmt. Es handelt sich um einen Jarosit mit weniger als 10% Natrojarosit.
- Jordanit: Jordanit-Geokronit. Gedrungen, langsgestreift, bläulich metallisch, unebener Bruch, bis 3 mm. Zu finden in den mit Schwefel nagereicherten Adern und nach Auflösung des Calcits. Die röntgenografischen Analysen können das Mineral nicht eindeutig von Geokronit unterscheiden. Dies gelang erst mit der quantitativen chemischen Analyse. Bei einer Probe war aber mehr Antimon als Arsen vorhanden, was auf Geokronit hinweist.
- Kesterit: Abgeflacht, mm-gross, schwarz metallisch, sher selten. Auch als mikroskopisch kleine Einschlüsse im Colusit und Nekrasovit. Es handelt sich hier um den zweiten Fund in der Schweiz (erster Fund im Binntal).
- Lavendulan: Wurde 2002 von Cuchet und Taccini beschrieben. Nähere Angaben fehlen.
- Malachit: Häufig als Belag und Verwittrungskruste im Tennantit der Schwarzschiefer und im Chalkopyrit der Quarzite.
- Markasit: Im Calcit und muss aus diesem herausgelöst werden. Linsen- oder scheibenförmige Kristalle mit abgerundeten Kanten bildend. Durchmesser bis 1 mm, fas vollständig schwarz.
- Moeloit: Ein sonst seltenes Sulfosalz, welches hier aber in den schwefelhaltigen Adern recht oft zu finden ist. Feine und teils gebogene Nadeln als Anhäufungen in transparentem, gediegenem Schwefel, bis 5 mm. selten auch als Einschluss im Calcit. Das Mineral ist stets mit gediegenem Schwefel vergesellschaftet. Selten tritt das Mineral auch als Begleiter von Colusit oder Pyrit auf. Moëlosit wurde weltweit erst zweimal nachgewiesen, von hier das erste mal für die Schweiz. Der Erstfund aus dem Jahre 2002 stammt aus den Marmorsteinbrüchen in der Region Carrera.
- Nekrasovit: Zu finden in mit gediegenem Schwefel gefüllten Klüftchen, bis 3 mm, nicht sehr gut auskristallisiert, grau-schwarz-metallisch und ungleichmässiger Bruch. Das Mineral tritt stets alleine auf. Auf der Welt sind erst fünf Vorkommen bekannt, für die Schweiz ist es ein Neufund.
- Olivenit: Wurde 2002 von Cuchet und Taccini beschrieben. Nähere Angaben fehlen.
- Parnauit: Wurde 2002 von Cuchet und Taccini beschrieben. Nähere Angaben fehlen.
- Pyrit: Häufig auftretend, in 40-cm mächtigen Calcitadern sind Exemplare bis 5 cm bekannt geworden. In vor Verwitterung geschützten Adern konnte der Pyrit seinen goldenen Glanz bewahren. Pyritkristalle treten fast immer als Pentagondodekaeder auf, wobei grössere Exemplar verzerrt und mit Haarrissen auftreten. Gerne tritt Pyrit auch in gediegenen Schwefel versetzten Adern im Dolomitgestein auf. Er erreicht Grössen bis 5 mm und tritt in den Formen Dodekaedern und Oktaeder auf. Ebenfalls ist Pyrit in durchsichtigem gediegenem Schwefel sowie im grauen und schwarzen Schiefer und im Quarzit entdeckt worden.
- Quarz: In grösseren Blöcken tritt Quarz als Masse auf. Prismatische Kristalle bis 10 mm stammen aus den querenden, gediegenen Schwefel enthaltenden Adern des grauen Dolomit und Schiefer. Grösser Quarze neigen zur Trübung, kleinere sind klar. Aus dem Calit konnten Fadenquarze bis 3 mm herausgelöst werden. Eine Besonderheit lieferte ein Quarz mit Flüssigkeitseinschluss und darin schwimmendem Schwefelkristall.
- Richelsdorfit: Selten. Konnte in einigen Klüftchen des Schwarzschiefers entdeckt werden. Das Mineral tritt in zahlreichen mm-grossen, türkisblauen Einschlüssen im durch Kupfer bläulich eingefärbten Gips auf.
- Rutil: Untersuchungen an einigen kleinen, rötlich-schwarzen, mm-grossen Körnern, belegen die Existenz dieses Minerals.
- Schwefel: Vor allem innerhalb der grauen Dolomite, der grauen Schiefer und den massigen Gipsvorkommen sehr häufig anzutreffen. Hier tritt das Mineral in gediegener Form, durchscheinende bis durchsichtige massige Kluftfüllung von schöner gelber Farbe auf. Begleitmineralien sind Calcit, Gips, Quarz, Dolomit und Albit. Spektakulär ist auch ein Fund einer halben Quadratmeter grossen, mit Schwefel überzogenen Fläche. Ein faustgrosser Klumpen von gediegenem Schwefel gehört zu den Grössten bisher in der Schweiz gefunden. Brauner Schwefel, welcher als bis 5 mm grosse Aureolen innerhalb des normalen Schwefels auftritt, enthält feinste Einschlüsse von Moëloit. Klüfte ohne Schwefel liefern keine besonderen Mineralienarten.
- Sphalerit: Konnte in einem Calcit röngenografisch nachgewiesen werden.
- Stibnit: Nur ein bekannter Fund als radialstrahlige Ausbildung in einem Handstück mit gediegenem Schwefel.
- Strashimirit: Wurde 2002 von Cuchet und Taccini beschrieben. Nähere Angben fehlen.
- Strontiopharmacosiderit: Beige Masse ohne erkennbare Kristallform, als Verwitterungsprodukt einer Kupfermineralisation und Tennantit. Ein neues, strontiumhaltiges Mineral der Pharmacosideritgruppe (noch keine offizielle Beschreibung).
- Tennantit: Kommt nur in senkrecht querenden Klüftchen im Schwarzschiefer vor und bildet cm-grosse, teils verwitterte Aggregate, welche dann zur Bildung der Sekundärmineralien Malachit, Azurit, Richelsdorfit und 'Strontiopharmacosiderit' führte. Schöne cm-grosse Tennantite konnten aus einem Schieferblock mit weissem Calcit herausgelöst werden.
- Wurtzit: Konnte durch Röngenanalyse bestimmt werden. Tritt besonders häufig in den mit gediegenem Schwefel gefüllten Klüftchen im grauen Dolomit und im Schiefer auf. Aus einem Block konnten mehrere hundert Kristalle als Kluftfüllung geborgen werden. Das Mineral bildet amorphe kristalline Einschlüsse im Calcit. Die häufigste auftretende Form ist ein pyramidales Prisma. Gelb- oder caramelfarbige Kristalle sind trichterförmig, kastanienbraune Exemplare treten als pyramidale Prismen auf und die braunschwarzen Individuen zeigen eine tonnen- oder plättchenartige Form.

054_VS / Granges (Steinbruch) (franz.), Gradetsch (Steinbruch) (dt.)
Region: Bezirk Siders / Gemeinde Sierre (Granges), Koordinaten ca.: 602000 / 123000
Literatur:
- Bickel, Benoît; Schweizer Strahler; 1967; Seite 88-89; Kristalle des Mittelwallis
- Frei, A.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1954; Band 34; Heft 2; Seite 280 299; Die Mineralien der schweizerischen Gips- und Anhydritlagerstätten
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 233,253
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 352
- Wehrli, Leo; Das produktive Karbon der Schweizeralpen. I. Teil, Übersicht und Geschichte des Bergbaues von seinen Anfängen bis Mitte 1917 mit besonderer Berücksichtigung der Anthrazite des Wallis; 1925
Die Funde stammen aus einem alten Gipssteinbruch der Firma Gips-Union AG. Die triassischen Gips-Anhydrit-Lager sind intensiv mit dunklen Phylliten verfaltet und werden dem Karbon zugeschrieben. In diesen und auch im Gipsgestein sind Klüfte mit Mineralien vorhanden. Evtl. sind heute keine Funde mehr möglich. Die genaue Lage des Bruches wird nicht erwähnt.
- Albit: Zerrklüftchen: Häufig. Nicht über 5 mm gross. Farblos durchsichtig, oft leicht gelblich durch Limonitanflug. Unverzwillingte Einzelindividuen, meist aber Zwillinge nach dem Albitgesetz.
- Anhydrit: Zerrklüftchen: Ein einziger Fund dünn- und langprismatischer Kristalle von rhombischem Querschnitt durchspiessen Quarz- und Gipskristalle. Das fragliche Mineral ist z. T. farblos durchsichtig, meist aber weiss und trüb und einzelne Individuen sind bis auf kleine Reste zerfressen und aufgelöst.
- Aragonit: In kleinen Gängen.
- Calcit: Im Gipsstein: Selten. 2- 3 mm grosse Skalenoeder, nach (0001) verzwillingt. Weisslich mit Stich ins Grünliche, undurchsichtig. Starke Ätzspuren zeigend. Als Einzelindividuen auf der Kluftwand sitzend, auch in Gruppen auf Dolomit.- Coelestin: Im Gipsstein: Sehr selten. Wohl kristallisierte Einzelindividuen und gebündelte Gruppen. Grösse bis über 1 cm. Farblos durchsichtig mit starkem Glasglanz. Die schlanken säuligen Kristalle zeigen, nach der Basis abgeflacht, die seltene Streckung nach der b-Achse.
- Dolomit: Gangart: weiss, spätig. Zerrklüftchen: Häufig. Meist derbkörnige, durch Zertrümmerung aufgelockerte Aggregate von gelber bis limonitisch brauner Farbe. Sehr häufig aber auch wohlausgebildete Kristalle bis 2 cm Grösse.
- Gips: In feinen Zerklüftungen: In den Gängchen haben sich sekundär farblose Kriställchen von Gips von linsenförmigem Habitus angesiedelt. Im Gipsstein: Seine Kristalle sind die jüngsten Bildungen der Paragenese. In der Nähe der Coelestinkristalle nimmt er an einzelnen Individuen insofern eine dem Coelestinhabitus ähnliche Gestalt an. Die Kristalle sind farblos durchsichtig; teils fehlt aber der übliche Glanz.
- Hämatit: Zerrklüftchen: Sehr selten. Winzige, sechsseitige dünne Täfelchen auf Quarz. Glänzend dunkelbraun, z. T. auffallend leuchtend smaragdgrün angelaufen.
- Limonit: Zerrklüftchen: aus Pyrit entstanden. Rot- bis dunkelbraun. In kugeligen Aggregaten, erdigen und krustigen Massen und auch als Anflug.
- Pyrit:
Mineralgang: Z. T. in frischen Farben, z. T. bunt angelaufen. Habitus pentagondodekaedrisch, oft mit Anklängen dyakisdodekaedrischer Formen. Grösse maximal 1 cm (Frei). Zerrklüftchen: Weniger häufig. Kristalle, maximal 2 mm gross, Pentagondodekaeder, manchmal mit dem Würfel kombiniert. Bunt angelaufen, sehr oft aber völlig in Limonitkügelchen umgewandelt. Von ihm stammt ohne Zweifel die Limonitfärbung der Drusen.
- Quarz: Gangart: Grau, massig. Zedrrklüftchen: Als Bergkristall. Sehr häufig. Habitus kurz- bis langsäulig. - Grössere Kristalle: maximale Grösse 3 cm. Flächenarm, meist nur die gemeine Kombination.- Kleinere Kristalle: Zur Formenkombination treten häufig, manchmal recht gross entwickelt, die trigonalen Bipyramiden, seltener (rechte) Trapezoeder. Farblos durchsichtig.
- Schwefel: Fund um 1954. Mehr in Form von Spuren. In der Schweiz ist dies nach Leissigen und Granges das 3. Vorkommen von Schwefel.

Sitten

055_VS / Sion (franz.), Sitten (dt.), Arbaz
Region: Bezirk Sitten / Gemeinde Arbaz, Koordinaten ca.: 595940 / 124720
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 370
Nördlich von Sion in schwarzen Aalénien-Schiefern. Hier in Konkretionen die aufgeführten Mineralien zusammen mit Phyllosilikaten.
- Ankerit:
- Apatit:
- Calcit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Siderit: Zum Teil reichlich.

056_VS / Arpelistock, Tsanfleuron, Zanfleuron
Region: Bezirk Sitten / Gemeinde Savièse, Koordinaten ca.: 589330 / 130200
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 349
Aus den Schutthalden zwischen dem Arpelistock und Tsanfleuron. Die Koordinaten zeigen auf Tsanfleuron.
- Quarz: Evtl. mit Fensterung.

057_VS / Sanetschpass, Diablerets, Lapiés de Tsanfleuron, Lapis de Tsanfleuron, Tête Ronde ou La Houille;(Bohnerzabbau)
Region: Bezirk Sitten / Gemeinde Savièse, Koordinaten ca.: 586519 / 129907
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2- Schmidt,C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917 Bohnerz des Eocäns. Sanetschpass - Diablerets. In den Urgonkalken der Lapiés de Tsanfleuron (Lapis de Tsanfleuron) sind Bohnerztaschen verbreitet. Südlich des Gipfels der Diablerets an der "Tête Ronde ou La Houille" liegt zwischen kohlenführendem Eocän und Urgonkalken ein Eisensandstein mit 15% Eisengehalt in 20 m Mächtigkeit. Die Koordinaten zeigen auf Lapiés de Tsanfleuron (Lapis de Tsanfleuron).
- Bohnerz:

058_VS / Sion (franz.), Sitten (dt.), Arbaz
Region: Bezirk Sitten / Gemeinde Arbaz, Koordinaten ca.: 595940 / 124720
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 370
Nördlich von Sion in schwarzen Aalénien-Schiefern. Hier in Konkretionen die aufgeführten Mineralien zusammen mit Phyllosilikaten.
- Ankerit:
- Apatit:
- Calcit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Siderit:
Zum Teil reichlich (Massaad, 1973).

059_VS / Arpelistock, Tsanfleuron, Zanfleuron
Region: Bezirk Sitten / Gemeinde Savièse, Koordinaten ca.: 589330 / 130200
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 349
Aus den Schutthalden zwischen dem Arpelistock und Tsanfleuron. Die Koordinaten zeigen auf Tsanfleuron.
- Quarz: Evtl. mit Fensterung.

060_VS / Sion (franz.), Sitten (dt.), Chandoline
Region: Bezirk Sitten / Gemeinde Sitten, Koordinaten ca.: 590730 / 121862
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 362
- Quarz:
- Scarbroit:
Porzellanweiss, radialstrahlige Aggregate, zerbrechlich, auf Quarz.

061_VS / Sion (franz.), Sitten (dt.), Chandoline, Savièse (franz.), Safiesch (dt.)
Region: Bezirk Sitten / Gemeinde Sitten, Koordinaten ca.: 590600 / 122369
Literatur:
- Bickel, Benoît; Schweizer Strahler; 1967; Seite 88-89; Kristalle des Mittelwallis
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 328
Im Jurakalk unweit der Kapelle von Chandolin am Berührungspunkt von Lias und Dogger.
- Calcit: Als Papierspat.
- Limonit:
- Quarz:
Klein, sehr durchsichtig.

062_VS / Sion (franz.), Sitten (dt.), Chandoline, Vallorcine-Châtelard (evtl. 2 Fundorte)
Region: Bezirk Sitten / Gemeinde Sitten, Koordinaten ca.: 590730 / 121870
Literatur:
- Bickel, Benoît; Schweizer Strahler; 1967; Seite 88-89; Kristalle des Mittelwallis
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 336
Chandolin liegt direkt gegenüber Sitten. Im Karbonschiefer in der Gegend der früheren Anthrazit-Minen von Chandoline in der Nähe von Sion.
- Anatas: Blau, gelb, klein.
- Brookit: Gelb-braun mit typischer schwarzer Bänderung, bis 1.5 cm.
- Quarz:

063_VS / Sion (franz.), Sitten (dt.), Son et Lumière
Region: Bezirk Sitten / Gemeinde Sitten, Koordinaten ca.: 593890 / 119580
Literatur:
- Bickel, Benoît; Schweizer Strahler; 1967; Seite 88-89; Kristalle des Mittelwallis
Im Trias, beim Bau von Strassen und Unterständen für ‘Son et Lumière’.
- Quarz: In Tafeln mit recht grossen Kristallen, leicht weisslich, Spitze klar.

064_VS / Sion (franz.), Sitten (dt.), Thyon
Region: Bezirk Sitten / Gemeinde Sitten, Koordinaten ca.: 594810 / 114260
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 161 Südlich von Sitten.
- Fergusonit-(Y): Opake Körner, unter 1 mm (Meisser, 1995).  

065_VS / Sion (franz.), Sitten (dt.), Valère
Region: Bezirk Sitten / Gemeinde Sitten, Koordinaten ca.: 594460 / 120300
Literatur:
- Bickel, Benoît; Schweizer Strahler; 1967; Seite 88-89; Kristalle des Mittelwallis
Im Trias beim Hügel von Valère.
- Quarz: Quarzit.

Raron Westlich

066_VS / Ausserberg
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Ausserberg, Koordinaten ca.: 631620 / 129160
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 21
- Wagner, Albert; Urner Mineralienfreund; 1973; Heft 4; Seite 50
1) Aus dem Altkristallin dieser Gegend.
2) Wagner erwähnt aus dieser Gegend eine Pseudomorphose von Rutil nach Ilmenit. Genaue Angaben fehlen.
- Adular: 1) Bis 5 cm und grösser, oft Mehrfachzwillinge, porzellanweiss, durchsichtig, im Triasdolomit mit extrem sattelförmiger Ausbildung. 2)
- Limonit: 2)
- Muskovit: 2)
- Pyrit: 2)
- Quarz: 2)
- Rutil: Pseudomorph nach Ilmenit.

067_VS / Ausserberg, Dornen (südöstlich), Dorna (südöstlich)
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Ausserberg, Koordinaten ca.: 631140 / 128860
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 129
Beim Bau der Strasse vom Rhonetal nach Ausserberg, konnte südöstlich von Dornen ein interessantes Mineralienvorkommen entdeckt werden. Dornen ist heut auf der Karte unter 'Dorna' zu finden. Die Koordinaten weisen auf diesen Punkt.
- Adular: Klein, krustenartig.- Baryt: Tafelig, manchmal überkrustet von feinstem Adular.
- Calcit: Skalenoeder.
- Dolomit:
- Fluorit:
Blaugrün, würfelig, auch in Kombination mit stark entwickelten Rhombendodekaedern.

068_VS / Ausserberg, St. German, Grosstrog, Trogdorf
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Ausserberg, Koordinaten ca.: 631760 / 129300
Literatur:
- von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Grosstrog dann Trogdorf und heute Teil von Ausserberg. Grosstrog am Ausserberg. In Adern und Nestern von Quarz und Kalkspat tritt, mit Braunspat vergesellschaftet, in einem unregelmässigen Gangzuge von quarziger Gangart, unterhalb des Dorfes Grosstrog am Ausserberg, östlich von St. German, ein Erz auf, welches die chemische Analyse als eine neue, Varietät eines Fahlerzes bestimmt hat. Das Erz hat dunkle Eisenfarbe, ist auswendig schwarz angewittert, mit Ausblühung, grüner Kupfersalze, in frischem Bruch lebhaft glänzend, milde und leicht zerreiblich, Strich schwarz, Härte 2,5-2,7. Specifisches Gewicht 4,657 bei 5° R. in gepulvertem und sorgfältig getrocknetem Zustande. Dieses Erz wurde von meinem Vater sel. analysiert und zu Ehren des damals noch lebenden Nestors der schweizerischen Geologie Studerit benannt. Mit dem Studerit findet sich häufig als Anflug auf Quarz Kupfergrün und dunkelblaue Kupferlasur.
- Azurit: Als Anflug auf dem Studerit (Tetraedrit).
- Chrysokoll: Als Anflug auf dem Studerit (Tetraedrit).
- Studerit:

069_VS / Lötschental, Blatten, Anungletscher
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Blatten, Koordinaten ca.: 637000 / 148000
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 374
Der Anungletscher zieht sich vom Grosshorn und vom Mittaghorn gegen den Langgletscher hinunter (3800 - 2800 m ü. M.). Am rechten Gletscherufer liegt auch der bekannte Fundort Jägichnubel.
- Skolezit: Weiss, radialstrahlige Aggregate, Einzelkristalle bis 2 cm.

070_VS / Lötschental, Blatten, Beichpass, Schinhorn
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Blatten, Koordinaten ca.: 636900 / 142750
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 25
Die beiden Lokalitäten liegen ca. 2 km auseinander. Die Koordinaten gehören zum Beichpass. Koordinaten des Schinhorn lauten 144.6 / 639.05, Karte 1269, Höhe 3796 m ü. M.
- Aktinolith: Fein- bis grobfaserig, zum Teil borstenartig, auch asbestförmig.

071_VS / Lötschental, Blatten, Burstspitzen, Burstspitza (Südflanke)
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Blatten, Koordinaten ca.: 633725 / 145340
Literatur:
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
In einer aplitisch-pegmatitischen Linse im Serizit-Schiefer, eine ca. 0.5 - 1.5 cm mächtige, ca. 1.3 Meter lange Scheelitader. Die Koordinaten zeigen auf die südliche Spitze der Brustspitza.
- Scheelit: Bis mm bis cm-grosse Scheelitkörner, im Anstehenden bis 20 cm mächtige Bänder mit Scheelitvererzung.

072_VS / Lötschental, Blatten, Distelgletscher (alt), Distelberggletscher, Dischliggletscher
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Blatten, Koordinaten ca.: 2634992 / 1142760
Literatur:
- Schroeter, Joachim; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1938; Band 18; Heft 2; Seite 461-472; Über neuere Mineralvorkommen im oberen Lötschental (Kanton Wallis) und ihre Paragenesis
- Steck, Albrecht & Hügi, Theodor; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 2; Seite 257 - 276; Das Auftreten des Molybdänglanzes im westlichen Aarmassiv und Molybdängehalte von Gesteinen der gleichen Region
- von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Die Koordinaten zeigen auf den Distelgletscher. Molybdänglanz kommt nach Fellenberg in blättrigen Aggregaten im grünen Sericitgneis unter dem Moränenmaterial des Distelgletschers vor. Galenit tritt in einer Gneiskluft am Krummen Rücken auf, ausserdem ist ein Vorkommen aus dem Distelgletscher-Gebiet erwähnenswert, wo sich ein grosser Quarzblock mit einer reichlichen Menge von kristallisiertem Bleiglanz fand.
- Asbest: Fellenberg, 1893: Asbest (Bergkork, Amphibolasbest). In Blöcken auf der Moräne des Distelberggletschers.
- Galenit:
- Molybdänit:
Die blättrigen Aggregate durchsetzen das Gestein glimmerartig. von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir, 1893: Molybdänaglanz. In feinen Blättern und blättrigen Aggregaten in einem grünen Sericitgneiss, durch das ganze Gestein glimmerartig eingewachsen. Block auf der Moräne des Distelgletschers.

073_VS / Lötschental, Blatten, Faflertal, Fafleralp
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Blatten, Koordinaten ca.: 631000 / 142000
Literatur:
- Speca, Biagio; Schweizer Strahler; 1987; Seite 517-522; Ein Wunsch geht in Erfüllung
In einer Runse zwischen den beiden Orten Blatten und Fafleralp aus dem anstehenden Fels.
- Adular: Vereinzelt, perlmutterfarbig, bis 3 cm, Maderanerhabitus.
- Amianth: Filzig, milchigweiss bis grünlich, bis 1 cm.
- Calcit: Tafelig, weiss, bis 13 x 17 cm.
- Chlorit: Grün.
- Epidot: Grünlichbraun, verbreitet, - 5 cm, oft mit guten Endflächen.
- Fadenquarz:
- Phantomquarz:
Mit Amiant-Einschlüssen.
- Quarz: Bis 6 cm, wasserklar, oft mit Einschlüssen von Epidot und Amiant.

074_VS / Lötschental, Blatten, Faflertal, Fafleralp
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Blatten, Koordinaten ca.: 632000 / 142600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 59 Beim Bau der Strasse unterhalb der Fafleralp.
- Titanit:

075_VS / Lötschental, Blatten, Faflertal, Fafleralp, Gletscherstaffel, Chrindelspitza, Krindelspitze, Grindelspitzen, Grindelalp, Burstspitzen, Burstspitza, Tellispitzen
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Blatten, Koordinaten ca.: 631500 / 144400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Schroeter, Joachim; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1938; Band 18; Heft 2; Seite 461 - 472; Über neuere Mineralvorkommen im oberen Lötschental (Kanton Wallis) und ihre Paragenesis
Die Fafleralp liegt am Ende der befahrbaren Strasse im Lötschental. In dieser Region, das heisst am Abhang der Chrindelspitza, sind einige Funde gemacht worden. Schroeter, 1938, Auszug: Mineralfundstellen des Bezirkes um Fafleralp. Grindelspitzen, Burstspitzen, inneres und äusseres Faflertal. In diesem Bezirk sind die Träger von Mineralklüften vorab Albitgneise und besonders Sericitgneise und -schiefer, im äusseren und inneren Faflertal kommen noch gewisse Pegmatite hinzu. Schon gleich oberhalb der höchsten Alphütten der Fafleralp sind die Sericitgneise mineralreich, die Kluftdichte ist mittelgross. Die Mineralien kommen in meist recht kleinen Klüften und Hohlräumen vor, es überwiegt Quarz (mitunter sehr klar und relativ gross), daneben kommen z.T. auch ansehnlich grosse Adulare der üblichen einfachen Tracht vor, jedoch auch oft verzwillingt (häufig Manebacher Zwilling). Der jüngere Chlorit findet sich als Überzug speziell auf dem Adular, auf dessen Flächen er sich gewöhnlich ganz gleichmässig verteilt. Bemerkenswert ist ein hübscher Fund von Albit, bei dem dieses Mineral auf Orthoklas aufgewachsen ist. Klüfte mit ganz gleichem Mineralbestand haben wir bei Gletscherstaffel und in einer ganzen Zone der Sericitgneise und -schiefer von den Tellispitzen bis zu den Burstspitzen, den grössten Mineralreichtum beherbergen vielleicht die Grindelspitzen. Hier und am Jägiknubel kommen die grössten Quarzkristalle von allen Fundpunkten des oberen Lötschentales vor, Kristalle von 3 - 5 cm Länge sind keine Seltenheit. Auf der Grindelalp (Nähe des P. 2285 des Topogr. Atlas, Bl. 492) steht ein partienweise grobkörniger Albitgneis an. Das Gestein ist charakterisiert durch stark gefüllte grosse Albite, die meist sericitische Umrahmung zeigen und wechselnden Anteil des Quarzes. Wenig Orthoklas. Muskowit, etwas Turmalin. Bemerkenswert ist ein Einzelfund von grossen Pyriten (durchschnittlich 1 cm Kantenlänge) der Kombination (100), (111). Sie sind fast vollständig in Limonit umgewandelt. Nach dem Ausser- und weniger auch nach dem Innerfaflertal zu treffen wir z. T. ähnliche karbonathaltige Schiefer wie am Jägiknubel, auch hornblendeführende Gesteine und Pegmatite an. Im äusseren Tal sind Pegmatite (u. d. M.: Quarz, Orthoklas, Sericit und Muskowit) vielfach mit schönen Mineralien entwickelt. Die Muskowite sind oft sehr gross, gehen aber nicht in die Kluft. Biotit ist seltener. Im Innerfaflertal treten die gleichen Pegmatite auf. Über das Auftreten der Erze Pyrit und Bleiglanz im oberen Lötschental wurde schon gesprochen. Ersteren als schön entwickeltes Kluftmineral kennen wir aus dem Albitgneis der Grindelalp und mehr untergeordnet aus den Vorkommen vom Jägiknubel, akzessorisch (lokal sehr reichlich) aus den verschiedenen Sericitgneisen (sedimentogenen und typischen Orthogesteinen) und schliesslich aus den quarzdioritischen Gesteinen der Beichgratzone.
- Albit: In guter Kristallisation.
- Erz:
- Magnetit:
- Pyrit:
- Quarz:

076_VS / Lötschental, Blatten, Guggisee
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Blatten, Koordinaten ca.: 634000 / 143800
Der Fundort wird mit Guggisee angegeben (stammt evtl. aus den nördlich davon gelegenen Felsen).
- Quarz: Wasserklar, mehrere cm Länge, schöne Stufen.

077_VS / Lötschental, Blatten, Jägiknubel, Jegiknubel, Jegichnubel
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Blatten, Koordinaten ca.: 636350 / 146500
Literatur:
- Bachmann, J.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; 1879; Heft 962 - 997; Neue Vermehrungen der mineralogischen Sammlung des städtischen Museums
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 39
- Schroeter, Joachim; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1938; Band 18; Heft 2; Seite 461-472; Über neuere Mineralvorkommen im oberen Lötschental (Kanton Wallis) und ihre Paragenesis
- von Fellenberg, Edmund & Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Im obersten Lötschental. Die mineralienreiche Zone liegt unter dem Grateinstieg südlich des Hauptgipfels und zieht sich bis unter den Westgrat. Schroeter, 1938, Auszug: Am Jägiknubel ist eine ganze schmale Zone mineralreich, sie beginnt etwa 50 bis 100 m unter dem Grateinstieg südlich bis südöstlich vom Hauptgipfel und zieht sich bis unter den Westgrat des Berges hin, wo heute (1938) die schönsten Vorkommen liegen. Nach den Beobachtungen des Verfassers sind es besonders zwei Gesteinstypen, die als Träger der Kluftmineralien anzusehen sind, es sind einmal Albitchloritschiefer, in erster Linie aber quarzreiche Karbonatsericitschiefer, beide Schiefertypen sind durch relativ hohe Kluftdichte ausgezeichnet. Im Albitchloritschiefer erweisen sich u. d. M. Chlorit und Albit (mit viel Sericit als Zersetzungsprodukt) als Hauptgemengteile. Früher hat hier ein sehr albitreiches Gestein vorgelegen. Viel Quarz, ausserdem Leukoxen. Wenig Zirkon, gelegentlich in Limonit umgewandelte Pyrite. Die Karbonatsericitschiefer sind im Ganzen ein viel chloritärmeres Gestein. Sehr viel Sericit, auch Quarz. Calcit wechselnd, aber noch reichlich vorhanden. Ausser Plagioklas (wenig reiner Albit!) ist auch Orthoklas anwesend. In beiden Gesteinen ist Hornblende kaum oder gar nicht vorhanden, es gibt allerdings auch hornblendereichere Partien, auf Zerrklüften findet sich dann Amianth, meist in Vergesellschaftung mit Epidot und etwas Quarz und Adular. Im Jägiknubel-Gebiet haben offenbar amphibolitische Einlagerungen nur untergeordnete Bedeutung. Jedenfalls liegen zur Zeit auch kaum Aufschlüsse vor, daher findet man heute wenig Amianth und Epidot. Die früheren Fundstellen sind entweder verschüttet oder wegerodiert oder vielleicht noch nicht wiedergefunden. Dicht unter dem Anstehenden des Westgrates (in einer Höhe von 2600-2700 m) findet man an Lawinenblöcken die am besten entwickelten Mineralien, leider sind im Anstehenden selbst keine Klüfte bekannt geworden, obwohl es recht ansehnliche mineralführende Hohlräume geben muss (bis 1 m Länge und sicher oft weit mehr). Eine ganze Reihe von Quarzbändern verläuft in den Gratwänden sehr flach von SW nach NE. Über das Auftreten der Erze Pyrit und Bleiglanz im oberen Lötschental wurde schon gesprochen. Ersteren als schön entwickeltes Kluftmineral kennen wir aus dem Albitgneis der Grindelalp und mehr untergeordnet aus den Vorkommen vom Jägiknubel, akzessorisch (lokal sehr reichlich) aus den verschiedenen Sericitgneisen (sedimentogenen und typischen Orthogesteinen) und schliesslich aus den quarzdioritischen Gesteinen der Beichgratzone.
- Adular: Auffallend ist in der Sukzession, dass neben älteren grösseren Adularen oft noch eine Adular-Generation angetroffen wird, die jünger als der Quarz ist und gleichzeitig mit dem Chlorit ausgeschieden wurde. Die grossen Adulare stehen nach Grösse und Schönheit im Lötschental an erster Stelle, die grössten Kristalle haben Kantenlängen bis zu 2 cm, cm, die Formenentwicklung ist durch Vorwalten von (110), (001) und (101) eine sehr einfache.
- Amianth:
- Asbest:
von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir, 1893: - Asbest (Bergseide, Amphibolasbest, Amianth). In 25-30 Centimeter langen, feinen, seidenartigen, glänzendweissen Fasern und büschelförmigen Partien, weich und biegsam wie Seide. In Nestern des Amphibolits. Aus einem Block im oberen Seethal.
- Asbest (Bergleder, Bergkork). In Schnüren, Nestern, und filzartigen Partien, mit Bergkrystall in abgerundeten und formlos gewordenen, weisslichgrauen Krystallen und Eindrücken der Letzteren im Bergkork. Aus dem grünen Schiefer am Jägiknubel nördlich des Langengletschers.
- Calcit: Eigenartig sind die Calcite, bei denen es sich um flachrhomboedrische, oft durch (0001) taflige Hochtemperaturbildungen handelt. Später wurden sie zumeist wieder hinweggelöst und haben so flache "Lösungsrinnen" hinterlassen.
- Chlorit:
- Epidot:
In ausgezeichneter Qualität, heute nur noch selten zu finden. von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir, 1893: Epidot (Pistazit). In Bergleder und Bergflachs (Asbest) eingewachsen. Jägiknubel am Langengletscher. Bachmann (1879): Eine ausgezeichnete, neue Lokalität wurde auf dem Jägiknubel am Langengletscher im Hintergrunde des Lötschenthals entdeckt. Auch diese liegt in der Zone der grünen Schiefer. Sie ist vor allem durch prachtvollen Epidot charakterisirt. Die quer verlängerten Krystalle sind verhältnismässig einfache oder dann sehr komplizierte Kombinationen; bei sämtlichen unverletzten sind die orthodiagonalen Enden vorzüglich und zum Teil eigentümlich ausgebildet.
- Limonit:
- Pyrit:
Die meist nur oberflächlich in Limonit umgewandelten Pyrite stellen die jüngste Kluftbildung dar. (100) ist die häufigste Form und erscheint meist kombiniert mit (111), wobei letztere auch dominieren kann.
- Quarz: Besonders am Quarz resultieren durch die Weglösung des Calcites hübsche "Pseudoflächen", die Drucklamellierungen zeigen, oft entstanden treppenförmig unterbrochene Pyramiden u. a. m. von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir, 1893: In sehr schönen, grösseren, wasserhellen Krystallen und aufgewachsenen Gruppen in den oberen Partien des Jägiknubels und am Ahnengrat.
 
078_VS / Lötschental, Blatten, Langgletscher
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Blatten, Koordinaten ca.: 637150 / 144900
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 41
Am hintersten Ende des Lötschentals trifft man auf den Langgletscher. Funde stammen von den Moränen desselben.
- Adular:
- Calcit:
Als sogenannter Papierspat.
- Epidot:
- Quarz:

079_VS / Lötschental, Blatten, Langgletscher, Krummrück, Krumme Rücken, Krummer Rücken
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Blatten, Koordinaten ca.: 638500 / 147000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 41
- Schroeter, Joachim; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1938; Band 18; Heft 2; Seite 461-472; Über neuere Mineralvorkommen im oberen Lötschental (Kanton Wallis) und ihre Paragenesis
Zu finden ist dieser Felsrücken im oberen Teil des Langgletschers im hinteren Lötschental. Aus zum Teil grossen Klüften stammen einige Mineralien. Schroeter, 1938, Auszug: Die Mineralfundpunkte am "Krummen Rücken" und des oberen Langgletscher-Gebietes. Im oberen Teil des Gletschers liegt südwestlich unterhalb des Anengrates der "Krumme Rücken", ein in seinem unteren Teil aus ziemlich steil nach S einfallenden geschieferten Gneisen gebildeter Felsrücken. Hier findet sich auch eine grössere Kluft, deren Ausmasse etwa 120 x 80 X 50 cm betragen, die Ebene ihrer grössten Ausdehnung ist nahezu horizontal. Der Mineralbestand in der Kluft ist Quarz, Chlorit. Adular ist spärlich, ausserdem kommt Bleiglanz vor. Entsprechend der Tendenz zur punktförmigen Differentiation ist die gesamte Bleiglanzmenge an einer einzigen Stelle abgeschieden. Einigen hornblendeführenden Gesteinen der Zone am Krummen Rücken sind gelegentlich feine Adern und auch grössere Partien von hübschem Amianth eingelagert. Auf der Langgletscher-Mittelmoräne sind besonders eisenschüssige Gneise Träger schön entwickelter Kluftmineralien. Es sind Gesteine mit hoher Kluftdichte. Besonders sind Funde von guten Adularkristallen hervorzuheben. Sonst überwiegt Quarz, Chlorit tritt zurück. Calcit fehlt. Ein bemerkenswerter Fund von dieser Moräne ist ein Vorkommen von Graphit in einem sedimentogenen Sericitgneis aussergewöhnlich komplexer Zusammensetzung. Klüfte fehlen hier vollständig. Der auf frischem Bruch blätterige und lebhaft metallglänzende Graphit ist am besten an Rutsch flächen entwickelt. Fellenberg erwähnt ein erdiges Vorkommen in einer senkrechten, konkordant verlaufenden Kluft der grünen Schiefer bei Goltschenried unterhalb Ferden. Bleiglanz tritt in einer Gneiskluft am Krummen Rücken auf, ausserdem ist ein Vorkommen aus dem Distelgletscher-Gebiet erwähnenswert, wo sich ein grosser Quarzblock mit einer reichlichen Menge von kristallisiertem Bleiglanz fand.
- Adular: Einzeln oder aggregiert, in der Regel nur klein, grosse Kristalle sind die Ausnahme.
- Albit: Ist selten zu finden.
- Amianth: Reichlich, hell.
- Calcit: In zwei Generationen, als sogenannter Papierspat, bis 15 cm.
- Chlorit:
- Epidot:
In guten Kristallen bis 4.2 cm.
- Galenit:
- Graphit:
- Heulandit:
- Quarz:
- Titanit:
Klein, flächenreich, gelb- bis rötlichbraun.

080_VS / Lötschental, Blatten, Langgletscher, Schinhorn, Schienhorn, Beichgrat, Beichpass, Sattelhorn
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Blatten, Koordinaten ca.: 639040 / 144600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 42
- Schroeter, Joachim;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1938; Band 18; Heft 2; Seite 461-472; Über neuere Mineralvorkommen im oberen Lötschental (Kanton Wallis) und ihre Paragenesis
- von Fellenberg, Edmund & Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Das Fundgebiet liegt in einer amphibolitischen Zone südwestlich des Schinhorns am Beichgrat. Schroeter, 1938, Auszug: Die Amphibolit-Diorit-Zone zwischen Beichpass und Schienhorn und ihre Mineralklüfte. Diese Gesteine trifft man am Bleichgrat anstehend und in einer ganzen Zone zwischen Beichpass und Schienhorn an. Zum grossen Teil ist auch die mineralreiche linke Mittelmoräne des Langgletschers aus dem gleichen Material zusammengesetzt, das wir auch auf seiner linken Seitenmoräne finden. Vor allem ist aber die massenhafte Verbreitung im Endmoränengebiet hervorzuheben. Es handelt sich hier um die "Feldspatamphibolite".
- Adular:
- Albit
: Findet sich meist in subparallelen Verwachsungen, mitunter rosettenartig.
- Amianth:
- Chlorit: Oft den Quarz und Adular überziehend. Gelegentlich findet man Klüfte von grossen Massen völlig kompakten Chlorits fast gänzlich ausgefüllt.
- Epidot: Epidot tritt besonders an Zerrungsklüften auf, oft in grosser Menge und auch in den amphibolitischen Partien. Das langfaserig ausgebildete Mineral ist stets von Amianth oder Byssolith begleitet. Der Habitus der immer nur kleinen, hellgrünen, aufgewachsenen Kristalle ist sehr einfach und bietet nichts Bemerkenswertes.
- Hämatit: Ist nur lokal reichlich, vorab an stärker verquarzten Stellen.
- Pyrit: Die kleinen Kristalle von Pyrit sind grossenteils noch frisch.
- Quarz: In Exemplaren mit mehr als 40 cm Länge (in nördl. Richtung, aus dem unteren Teil eines Grates). von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir, 1893: In schönen wasserhellen Bergkrystallen, mit Adular und Chlorit überzogen, am Sattelhorn. Herr Professor Dr. K. Schulz, aus Leipzig, Mitglied des S. A. C.).
- Titanit: Gelbgrün, rosafarbig bis grau. Titanit ist zwar als reichlicher Gemengteil vorhanden, tritt aber als Kluftmineral zurück, ein auffallender Befund im Hinblick auf das sonst eigentlich generell zu beobachtende Hineingehen in die Kluft. Noch stärker ist das hier der Fall beim Epidot. Die Klüfte sind meist nur klein und der Mineralbestand wechselt in ihnen etwas.

081_VS / Lötschental, Blatten, Nestgletscher
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Blatten, Koordinaten ca.: 629570 / 138670
Literatur:
- Schroeter, Joachim; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1938; Band 18; Heft 2; Seite 461-472; Über neuere Mineralvorkommen im oberen Lötschental (Kanton Wallis) und ihre Paragenesis
Auch in neuester Zeit (1938) wurden wieder Heulandit und Desmin in aplitischen Gesteinen am Nestgletscher gefunden. Die Koordinaten zeigen in etwa auf die heutige (2010) Gletscherzunge des Nestgletschers.
- Desmin:
- Heulandit:

082_VS / Lötschental, Blatten, Platten, Langgletscher, Annungletscher, Anungletscher, Anengletscher, Annengletscher
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Blatten, Koordinaten ca.: 637320 / 147430
Literatur:
- Bachmann, J.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; 1879; Heft 962 - 997; Neue Vermehrungen der mineralogischen Sammlung des städtischen Museums
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 59
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 214
- von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Der Anengletscher fliesst auf der rechten Seite (also auf der linken Talseite) des Langgletschers in diesen hinein. Ob es sich bei 'Anengletscher' und bei 'Annungletscher' um denselben Gletscher handelt ist nicht ganz klar. Die Koordinaten zeigen auf den Anungletscher (Name nach Swiss Map).
- Adular: Nur wenig zu finden.
- Albit:
- Anatas:
- Asbest:
Fellenberg, 1893:- Asbest (Amphibolasbest, Bergflachs) von weisser und graulichweisser Farbe, fein- und grobfaserig, stellenweise stark verfilzt. In mehrere Zoll breiten Adern und Nestern im grünen Schiefer unter der Kirche zu Blatten. Wurde eine kurze Zeit zu technischen Zwecken ausgebeutet.
- Chlorit:
- Epidot:
von Fellenberg, 1893: Epidot (Pistazit). In ausgezeichneten Krystallen dunkelspinatgrüner Farbe, mit Endflächen, in Gruppen feinstengliger Krystallaggregate und als blättrigstenglige Kluftausfüllung. In Spalten und Adern, aufgewachsen mit Quarz und Asbest in grünem Schiefer, am rechten Ufer des Langegletschers, am Fuss des Jägiknubels. (Von diesem schönen Epidotvorkommen, welches in Farbe und Habitus an das noch viel schönere von Sulzbach, Tyrol, erinnert, wäre gewiss durch systematische Nachforschungen und vermittelst Sprengungen ein schönes Material zu gewinnen.)
- Pyrit:
- Quarz:
In Gruppen bis 20 kg, zum Teil mit schönen Phantombildungen, manchmal chloritisiert, vereinzelt mit Einschnitten von weggelöstem Calcit.
- Skolezit: Schön, radialstrahlig aggregiert, schneeweiss.

083_VS / Lötschental, Blatten, Platten, Wandfluh, Grosse Loibinbach, Stampbach, Chleinem Loibinbach
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Blatten, Koordinaten ca.: 632290 / 142100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 66
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 25
Auf der linken Seite des Lötschentales gelegen. Am Grossen Loibinbach an der Wandfluh (zwischen Stampbach und Chleinem Loibinbach). Hier im Amphibolit. Die beiden Lokalitäten liegen mehr als ein Kilometer auseinander. Beide südlich der Fafleralp.
- Aktinolith: Fein- bis grobfaserig, zum Teil borstenartig, auch asbestförmig.
- Amianth: Zum Teil im Quarz eingeschlossen.
- Calcit: Rhomboeder bis 6 cm, tafelig, dreieckig.
- Epidot: Grün, unscheinbar.
- Quarz: Mit feinfaserigen Amianteinschlüssen.
- Titanit: Klein, glänzend, braun, schwarze Einschlüsse, wenig.

084_VS / Lötschental, Blatten, Schinhorn
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Blatten, Koordinaten ca.: 639050 / 144600
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 374
- Skolezit: Weiss, radialstrahlige Aggregate, Einzelkristalle bis 2 cm.

085_VS / Lötschental, Ferden
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Ferden, Koordinaten ca.: 624700 / 138130
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
Genauere Angaben fehlen. Die Koordinaten zeigen auf Ferden.
- Adular:
- Albit:
Mit orientiert aufgewachsenem Adular.
- Aragonit:
- Baryt:
Dicktafeliger Kristall mit klein ausgebildeter Fläche b, zonar aufgebaut.
- Calcit: Rhombisch.
- Galenit: Kuboktaedrisch.
- Hämatit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Siderit:
Stark limonitisiert.

086_VS / Lötschental, Ferden, Faldumalp
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Ferden, Koordinaten ca.: 623150 / 136350
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 59
Im unteren Lötschental gelegen. An der Strasse unterhalb der erwähnten Alp, auf der Höhe des Marienbildes, sind einige Klüftchen entdeckt worden.
- Chlorit: Reichlich vorhanden.
- Quarz: Zum Teil stark verwachsen.

087_VS / Lötschental, Ferden, Ferdenbach, Färdanbach
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Ferden, Koordinaten ca.: 624000 / 139000
Literatur:
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
Im Bachbett des Ferdenbachs in einer ca. 1.5 Meter langen Kalksilikatlinse.
- Scheelit: In feiner Verteilung.

088_VS / Lötschental, Ferden, Gattenmannlin, Gattunmanndli, Gattomännli, Alp Gatten
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Ferden, Koordinaten ca.: 626020 / 136550
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 60
- von Fellenberg, Edmund & Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Südöstlich von Ferden.
- Adular:
- Amianth:
- Asbest:
- Epidot:
Grün, langstängelig.
- Hornblende: Fellenberg, 1893: In grösseren Partien stänglig-krystallinischer Aggregate bis zu 15 Centimeter Länge, flasrig verwachsen, von grüner und gelblichgrüner Farbe. Bildet eine grössere Einlagerung im Amphibolit am Gattomännli, oberhalb der Alp Gatten.
- Quarz: Leicht rauchig, zum Teil mit langnadeligen Epidoteinschlüssen.

089_VS / Lötschental, Ferden, Lötschenpass, Kaufmannskumme, Kummenalp, Stierstutz
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Ferden, Koordinaten ca.: 2621847 / 1139974
Literatur:
- Schroeter, Joachim; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1938; Band 18; Heft 2; Seite 461-472; Über neuere Mineralvorkommen im oberen Lötschental (Kanton Wallis) und ihre Paragenesis
- von Fellenberg, Edmund & Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Die Lötschentaler Calcite, besonders die berühmt gewordenen grossen Skalenoeder aus dem dolomitischen Kalk von der Kaufmannskumme am Lötschenpass und von verschiedenen Lokalitäten des unteren Tales haben Fellenberg und Bachmann einlässlicher behandelt.
- Calcit: Grosse Skalenoeder aus dem dolomitischen Kalk. von Fellenberg, 1893: Kaufmannskumme oberhalb Kummenalp am Lötschenpass. In einer am Fuss des Stierstutzes aus den Trümmerhalden der Kaufmannskumme senkrecht emporragenden gratförmigen Klippe entdeckte B. Henzen in den 1870er Jahren im gelblichgrauen anstehenden dolomitischen Kalk (Röthidolomit) in einer Kluft Kalkspathkrystalle von skalenoedrischer Form und unrein gelblichweisser Farbe. Nachdem er durch Sprengen der Felsen die Kluft geöffnet hatte, kam eine mit über fusslangen Kalkspathskalenoedern ausgekleidete Höhlung zum Vorschein, welche eine reiche Ausbeute grosser Individuen von gelblichweissen und graulichweissen Kalkspathiskalenoëdern geliefert hat. Es gelang Henzen nach schwerer Arbeit, die im Museum, Bern befindliche grosse Gruppe herauszubrechen und im Winter vermittelst Schlitten zu Thal zu befördern. Diese Gruppe wiegt 3 bis 4 Centner.

090_VS / Lötschental, Ferden, Niwen (Grat), Nivungrat, Einigs Alichji
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Ferden, Koordinaten ca.: 621300 / 134550
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 60
- Brookit:
- Quarz:

091_VS / Lötschental, Ferden, Obers Färda, Ferdenrothorn, Stierstutz, Oberferden, Schafalp
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Ferden, Koordinaten ca.: 620700 / 139750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 341
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 98
Mineralienlexikon: Oberhalb der Lokalität 'Obers Färda'. Parker: unterste Absätze des Ferdenrothorns oberhalb Oberferden und am Fuss des Stierstutzes
- Calcit: Braungrau bis dunkelgrau, Skalenoeder, bis 15 cm, einmaliger Fund einer 150 kg schweren Stufe (heute im Naturhistorischen Museum Bern) (Fellenberg, 1893). von Fellenberg, 1893: Im Ferdenthale oberhalb der Schafalp von Oberferden hat Benedict Henzen in den untersten Absätzen des Ferdenrothhorns eine Kluft entdeckt, die sich anscheinend weit in den Felsen hineinzieht und theilweise erfüllt ist mit einem zähen gelben Lehm. Die Wandungen dieser Kluft sind bekleidet mit prachtvollen Gruppen skalenoëdrischer Kalkspathkrystallen bis zur Länge von 10-12 Centimeter von matt graubrauner und gelblichgrauer Farbe; sämmtliche Krystalle zeigen im Innern einen schwarzen skalenoëdrisch-krystallisirten Kern; die äussere Schicht der Krystalle ist theilweise matt durchschimmernd, die Oberfläche der Individuen rauh und wie corrodirt aussehend.

092_VS / Raron, Bietschhorngipfel
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Raron, Koordinaten ca.: 631700 / 137880
Literatur:
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1988/2; Heft 44; Seite 23-26; Die Molybdänlagerstätte im Baltschiedertal, Kanton Wallis.
- Steck, Albrecht / Hügi, Theodor; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 2; Seite 257 - 276; Das Auftreten des Molybdänglanzes im westlichen Aarmassiv und Molybdängehalte von Gesteinen der gleichen Region
Im Granit des Bietschhorngipfels. Nach Mitteilung von Dr. H. Ledermann (Solothurn) tritt in der porphyrischen Fazies des Zentralen Aaregranites auf dem Bietschhorngipfel Molybdänit auf.
- Molybdänit:

093_VS / Raron, Bietschtal (Steinbruch)
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Raron, Koordinaten ca.: 627800 / 128900
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 341
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 98
- von Fellenberg, Edmund & Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Am Eingang des Bietschtals im Liaskalk.
- Calcit: Rhomboeder, gross, bis 12 cm, graugelb, scharfkantig, schöne Gruppen (Fellenberg, 1893). von Fellenberg, 1893: Bietschschlucht bei Raron. Hier wurden in einer Kluft des körnigkrystallinischen, sericitischen, Liaskalkes (Raronerkalkes) im Steinbruch am Eingang der Bietschschlucht rhomboedrische Kalkspathkrystalle von seltener Schönheit und Grösse gefunden. In tadelloser Formvollendung und Kantenschärfe sitzen die Krystalle des primären Rhomboëders von seltener Reinheit und weisslichgrauer bis perlgrauer Farbe, theilweise kantendurchscheinend und glattfächig, in zierlichster Gruppirung auf dem Liasmarmor; einzelne Krystalle sind zu Durchkreuzungszwillingen verwachsen. Die Grösse der Individuen variirt von 2 bis 12 cm. Von diesem ausgezeichneten Fundort besitzt das Berner Museum eine an Schönheit unübertroffene Gruppe.

094_VS / Raron, Bietschtal, Im Rämi, Reemi
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Raron, Koordinaten ca.: 630820 / 136140
Literatur:
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1988/2; Heft 44; Seite 23-26; Die Molybdänlagerstätte im Baltschiedertal, Kanton Wallis
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
- Steck, Albrecht & Hügi, Theodor; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 2; Seite 257 - 276; Das Auftreten des Molybdänglanzes im westlichen Aarmassiv und Molybdängehalte von Gesteinen der gleichen Region
Auf einem Quarzitgeröll im Bietschtal. Von Fellenberg (1893) erwähnt ein Vorkommen von Molybdänit im Zentralen Aaregranit im Rämi (Bietschtal), leider ohne genaue Fundortangabe.
- Molybdänit: Von Fellenberg (1893) erwähnt ein Vorkommen von Molybdänglanz im Zentralen Aaregranit im Rämi (Bietschtal), leider ohne genaue Fundortangabe.
- Scheelit: In einem Molybdänglanznest, als Linse, bläulich-weiss und gelb-weiss fluoreszierend.

095_VS / Raron, Jolital, Jollital, Ijollital
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Raron, Koordinaten ca.: 628000 / 134010
Literatur:
- Ogi, Hermann; Schweizer Strahler; 1985; Seite 117-122; Synchisit
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 54,66,281
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
- Steck, Albrecht & Hügi, Theodor; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 2; Seite 257 - 276; Das Auftreten des Molybdänglanzes im westlichen Aarmassiv und Molybdängehalte von Gesteinen der gleichen Region
1). Nordwestlich von Raron. Bei der Einmündung des Seetals, Hohtenn.
2). Ijollital: Koordinaten 628.200/134.000
Molybdänit-2 H, Mineralbestand der molybdänglanzführenden Druse: Quarz, Mikroklin.
- Aeschynit-(Y): 1).
- Bastnäsit-(Ce): 1). Syntaktisch verwachsen mit Synchisit(-Ce).
- Mikroklin: 2).
- Molybdänit-2H: 2). 1 cm grosses blätteriges Aggregat von Molybdänit in einer Quarz Mikroklin-Pegmatitschliere in der normalen grobkörnigen Fazies des Zentralen Aaregranites.
- Monazit: 1). Krustenartige Überzüge, plattige kleineste Kriställchen, rosarot.
- Quarz: 2).
- Scheelit: 1). In Form von Imprägnationen auf Scher- und Schieferungsflächen.
- Synchisit-(Ce): 1). Mit Bastnäsitlamellen.

096_VS / Raron, St. German, Lötschberg-Südrampe
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Raron, Koordinaten ca.: 629650 / 129050
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978;Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Graeser, St. & Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1974; Seite 265-277; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten
- Ogi, Hermann; Schweizer Strahler; 1975; Seite 433-440; Mineralienfunde aus der Dolomitzone der Lötschberg-Südrampe (VS)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 129
Bei der Strassenverbreiterung im Jahre 1974 konnten in der Dolomitzone kurz vor dem Dorf St. German folgende interessante Mineralien gefunden werden. Im Parker (1973) wird eine zum Teil übereinstimmende Mineralienparagenese aus der Gegend zwischen St. German und Ausserberg beschrieben. Es wird dort auf den Punkt 815 verwiesen. Es ist nicht klar, ob es sich um zwei verschiedene Fundorte handelt.
- Adular: Häufig, bis 1.5 cm, meistens glasklar.
- Anatas: Bis 3 mm, spitzpyramidal, sehr schöner blauer Farbton, manchmal durchscheinend, manchmal durchwachsen von Phlogopit.
- Apatit: Selten, klein, flach, leicht violette Färbung.
- Azurit: Sehr schön blau, kugelig.
- Baryt: Relativ häufig, formenvielfältig. Tafeliger Kristall; dünntafeliger, flächenarmer Kristall, am Rand durch Flüssigkeitseinschlüsse getrübt; nach der c-Achse gestreckter, flächenarmer Kristall mit trüber weisser Randschicht. Auch nach der b-Achse gestreckte Kristalle wurden gefunden.
- Calcit: In klaren Skalenoedern, manchmal mit einer metallglänzenden Schicht, auch kugelige Aggregate mit fettigem Glanz.
- Dolomit: Sehr schön sattelförmig, weiss, gelblich, dunkelbraun.
- Fahlerz: Schwarz.
- Fluorit: Oft, in sehr schöner Ausbildung, bis 4 cm, Würfel, kombiniert mit Oktaeder und Rhombendodekaedern, glasklar bis grünblau.
- Galenit: In einigen Zonen sehr oft anzutreffen.
- Malachit: Stängelig, kugelig.
- Phlogopit: In kleinen Klüftchen, weiss, feinkörnig, sehr locker.
- Pyrit: Braun oxidierte Würfel, häufig, bis 1 cm.
- Quarz: Normal- oder Tessinerhabitus, bis 4 cm.
- Rutil: Schwarzbraun, feine Büschelchen, sehr klein.
- Sphalerit: Nur in derben Linsen.
- Wulfenit: Sehr selten, flach, rechteckig, orange Aussenkanten, gelb bis gelbbraun, verwechselbar mit Anatas.
- Zepterquarz: Bis 25 mm.

097_VS / Lötschental, Steg-Hohtenn, Mittalgrabentunnel
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Steg-Hohtenn, Koordinaten ca.: 624600 / 132750
Literatur:
- Schad, K.H.; Schweizer Strahler; 1989; Seite 334 Der Strassen- und der BLS-Eisenbahn-Tunnel sind zusammengefasst worden. Sofern nichts erwähnt, handelt es sich um Kluftmineralien.
- Adular: Häufig, farblos bis milchig.
- Aeschynit-(Y):
- Aktinolith:
Recht oft anzutreffen, dunkelgrün, kurz bis langprismatisch.
- Albit: Häufig, farblos, weiss.
- Allanit: Braun bis schwarz, lebhafter Glanz.
- Allanit-(Ce):
- Amianth:
Grünlich bis grau, biegsam, haarig, filzig.
- Anatas: Braun, orangerot, schwarz, blau, gelb, in verschiedenen Formen, pyramidenförmig bis extrem flach.
- Apatit: Klein, klar, dicktafelig bis kugelig, vielflächig, glänzend.
- Arsenopyrit: Selten, zinnweiss bis gelb, igelig, sternförmig, bis 1mm.
- Bazzit:
- Biotit:
Gesteinsbildend.
- Brookit: Klein, dünn- bis dicktafelig, hellbraun bis fast schwarz, bis 5 mm.
- Calcit: Häufig, vielfältige Ausbildung, dünn- bis dicktafelig, Rhomboeder.
- Cannizzarit: Recht oft vorkommend, extrem langprismatische und flache Metallbänder, sehr biegsam, nur zusammen mit oktaedrischem Bleiglanz, schwarz, leuchtend metallisch glänzend, oft sind die Kristalle in einem kleinen Hohlraum spiralförmig gerollt und strecken sich dann bis 32 mm.
- Cerussit: Selten, auf Galenit, prismatisch, dunkelgrau.
- Chalkopyrit: Disphenoidische Kristalle, manchmal angelöst, goldgelb, bis 1.4 cm, meistens derb.
- Chlorit: Häufig, wurmförmig bis feinkörnig.
- Cosalit: Extrem langprismatisch, seidenglänzend, mit Anlauffarben.
- Epidot: Langgestreckt, fast rundlich, flach, tafelig, meistens mit Endfläche, farblos bis gelbbraun bis grün.
- Fadenquarz:
- Ferroaxinit: Braunviolett.
- Gadolinit-(Y):
- Galenit: Als Kluftmineral und in Erzader, bis 2 cm, auch feinkörnig, hochglänzend, häufig derb.
- Gips: Weiss, wurmförmig.
- Goethit:
- Granat:
Gesteinsbildend, hellrot bis dunkel, Rhombendodekaedern.
- Graphit: Gesteinsbildend, nur als dünner schwarzer bis grauer, glänzender Belag auf einem schiefrigen Gestein zu finden.
- Hemimorphit: Sehr selten, radialstrahlig auf Quarz, milchigweiss.
- Heyrovskyit: Im Calcit, bis 3 mm, dunkel, grau, metallisch, breitstängelig, nadelig.
- Ilmenit: Recht verbreitet, flächenreich, kurzsäulig, tafelig, dünn- bis dicktafelig, hochglänzend.
- Laumontit:
- Lepidokrokit:
Durch Oberflächenverwitterung des Pyrites.
- Malachit: Büschelig, radialstrahlig, hell- bis dunkelgrün, meistens derb.
- Molybdänit:
- Monazit:
Schöne rosarote Kriställchen, flächenreich.
- Prehnit:
- Pyrit:
Oft als Oktaeder oder Würfel, auch kugelig, stängelig, zum Teil im 90°-Winkel weitergewachsen, auch haarfeine Kristalle.
- Pyromorphit: Sehr klein, grün, prismatisch.
- Pyrrhotin: Derb oder in schönen Kristallen, hexagonal, kurz- bis langprismatisch, dunkel, broncegelb, bis 1.2 cm.
- Quarz: Farblos, Phantombildungen durch Rutil, Anatas, Pyrit, Ilmenit. Auch mit Muzo-Habitus.
- Rutil: Auch als Knierutil, feinfaserig, silbrig, goldgelb, nicht häufig, selten Sagenitgitter bildend, auch pseudomorph nach Anatas, schwarz.
- Saponit: Kleinste runde Aggregate, graugrün, immer auf Quarz.
- Scheelit: Gesteinsbildend.
- Siderit: Selten, leicht transparente rhomboedrische Kristalle mit gelbbrauner Farbe, rhomboedrisch mit Seidenglanz. Feine Kügelchen und wurmförmige Aggregate mit tiefbrauner Farbe und fast ohne Glanz. Auf Galenit, Pyrit und Cannizzarit aufsitzend.
- Sphalerit: Kanten oft abgestumpft lebhafter Glanz, tiefschwarz, auch Skelettkristalle.
- Titanit: Tafelig, scharfe Kanten, Zwillinge, grau-rosa- Todorokit: Selten, feinkörniger schwarzer Überzug vorwiegend auf Calcit, halbkugelig bis kugelig aggregiert, matt-samtartiger Glanz.
- Turmalin: Gesteinsbildend, schwarz.
- Violarit: ?, grünliche und bräunliche Pseudomorphose nach Pyrrhotin.
- Xenotim: Prismatisch, klar bis zartrosa, hoher Glanz, zusammen mit viel Anatas.
- Zirkon: Gesteinsbildend.

098_VS / Unterbäch, Unterbächkessel
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Unterbäch, Koordinaten ca.: 638800 / 138000
Literatur:
- Steck, Albrecht & Hügi, Theodor; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 2; Seite 257 - 276; Das Auftreten des Molybdänglanzes im westlichen Aarmassiv und Molybdängehalte von Gesteinen der gleichen Region
Unterbächkessel, Molybdänit, Koordinaten 638 800/138 000
a) Ein 80 cm grosses annähernd isometrisches Quarznest in der aplitischen Randfazies des Zentralen Aaregranites enthält im Zentrum einzelne bis 2 cm grosse Molybdänglanzschuppen.
b) Eine genaue E-streichende und senkrecht stehende plane Kluft in der aplitischen Randfazies des Zentralen Aaregranites ist mit einer bis 2 mm dicken Molybdänglanzschicht belegt. Unterbächkessel, Molybdänit-2H 639'400 / 138’750 Ein 3 cm mächtiger Quarzganz mit bis 2 cm grossen Molybdänglanzblättern durchsetzt diskordant einen quarzdioritischen Biotitgneiss des Altkristalilins.
- Molybdänit:
- Molybdänit-2H:

099_VS / Lötschental, Wiler, Bietschhornhütte (Umgebung)
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Wiler, Koordinaten ca.: 629100 / 138250
Literatur:
- Bähler, Wilfried; Schweizer Strahler; 1995; Heft 3; Seite 260 - 265; Geglückter Wiedereinstieg oder Sprossenquarze im Lötschental (VS)
- Adular: Weiss, zum Teil durchscheinend, grünlich (Chlorit), überwachsen mit kleinen Quarzen (1-3 mm).
- Quarz: Bis 10 cm, mit perlmutterartigem Glanz der Rhomboederflächen, braunkrustigen Prismenflächen.

100_VS / Lötschental, Wiler, Bätzla
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Wiler, Koordinaten ca.: 626600 / 138000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 59
In einer Runse dieses südlich von Wiler gelegenen Baches.
- Calcit:
- Hornblendeasbest:
- Prehnit: Hellgrün, halbkugelig, klein, im Hornblendeasbest und in Calcit.

101_VS / Lötschental, Wiler, Gattunalp, Gattunmandli
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Wiler, Koordinaten ca.: 626030 / 136550
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 151
- Aktinolith:
- Albit:
- Epidot:
Bis 4 cm, stengelig, flache Aggregate.
- Quarz:

102_VS / Lötschental, Wiler, Gattunalp, Gattustafel
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Wiler, Koordinaten ca.: 626510 / 137590
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 214
In amphibolitischem Nebengestein dieser Alp. Früher war die Bezeichnung Gatunalp nur für die heutige Gattustafel, heute für die Gegend von der Gattunstafel bis zur Bietschhornhütte.
- Heulandit:

103_VS / Lötschental, Wiler, Gattunalp, Tänerra, Tännerbach
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Wiler, Koordinaten ca.: 627900 / 138750
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 374
Zwischen Wiler und der Bietschhornhütte ein Couloir des 'Tännebachs'. Ein Weg führt von Wiler bis an den Rand des Couloirs.
- Skolezit: Weiss, radialstrahlige Aggregate, Einzelkristalle bis 2 cm.

104_VS / Lötschental, Wiler, Gattunalp, Uistrer Wilerrigg
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Wiler, Koordinaten ca.: 627500 / 137350
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 151
Südlich oberhalb von Wiler gelegen. Ein Grat zwischen Wilerhorn und Wilerchnubel.
- Aktinolith:
- Albit:
- Epidot: Bis 4 cm, stengelig, flache Aggregate.
- Quarz:

105_VS / Lötschental, Wiler, Gattunalp, Wilerra, Wilerbach
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Wiler, Koordinaten ca.: 627400 / 138250
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 374,388
Zwischen Wiler und der Bietschhornhütte ein Couloir des 'Wilerbachs'. Ein Weg führt von Wiler bis an den Rand des Couloirs.
- Calcit:
- Heulandit:
- Quarz:
- Skolezit: Weiss, radialstrahlige Aggregate, Einzelkristalle bis 2 cm.
- Stilbit: Gruppen mit garben- bis kugelförmigen Aggregaten.

106_VS / Lötschental, Wiler, Lauchernalp
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Wiler, Koordinaten ca.: 625500 / 140300
Literatur:
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
In einem hell-dunkel gebänderten Hornblende-Biotitgneis in einer schwachen Vererzung.
- Scheelit: Fein verteilt.

107_VS / Lötschental, Wiler, Uistrer Wilerrigg, Aeusserer Wilerrück, Wylerrück
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Wiler, Koordinaten ca.: 627490 / 137330
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 66
- von Fellenberg, Edmund & Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
- Epidot:
- Quarz:
Fellenberg, 1893: Eisenschüssigen Bergkrystalle, sowie graulichweisse, sehr unrein gefärbte, sowie häufig graue und braune Scepterkrystalle am Wylerrück.
- Zepterquarz:

108_VS / Lötschental, Wiler, Wilerhorn (Nordgrat)
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Wiler, Koordinaten ca.: 628810 / 136850
Literatur:
- Schroeter, Joachim; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1938; Band 18; Heft 2; Seite 461-472; Über neuere Mineralvorkommen im oberen Lötschental (Kanton Wallis) und ihre Paragenesis
- Stalder, Hans Anton & Touray, J.C.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen
Sehr grosse Quarze stammen auch vom N.-Grat des Wilerhorns, der Originalfundpunkt ist allerdings nicht bekannt. Die Koordinaten zeigen auf den Nordgrat (Wilerjoch).
- Albit:
- Epidot:
Viel.
- Quarz: Sehr gross. Auch leicht rauchige Quarze sind vom Wilerhorn bekannt geworden.

109_VS / Lötschental, Wiler, Wyler, Tennerrück, Tennera, Tännera, Tenneren, Tennerenalp, Kastelerhorn, Kastlerhorn, Chastlerhorn
Region: Bezirk Westlich Raron / Gemeinde Wiler, Koordinaten ca.: 628135 / 138840
Literatur:
- Bachmann, J.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; 1879; Heft 962 - 997; Neue Vermehrungen der mineralogischen Sammlung des städtischen Museums
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 42
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 65
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 388
- von Fellenberg, Edmund & Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Bachmann (1879): Von den schon früher bekannten Lokalitäten, die sich durch so eigentümliche Kalkspathvarietäten auszeichnen, speziell von der Tennerenalp oberhalb Wyler, am Fusse des Kastelerhoms (Kastlerhorn, Chastlerhorn) auf dem rechten Ufer der Lonza wurden diesmal insbesondere Zeolithe mitgebracht.
- Calcit:
- Chabasit:
Bachmann: gewöhnliche rhomboëdrische Gestalten von ziemlicher Grösse auf einem ockerig zersetzten Gestein.
- Desmin: Bachmann: in radialstrahligen, garbenförmigen und büschelig-knolligen Aggregaten. Die rhombischen Krystallenden sind zum Teil ziemlich gut ausgebildet, zum Teil erscheint die Oberfläche der Knollen eigentümlich glatt, indem die Enden der Stängel wie abgestützt sind, offenbar in Folge irgend eines Hindernisses. Der Desmin sitzt auf Quarz, welcher in linsenartigen Massen die grünen Schiefer durchsetzt und ist mit Bergkrystall begleitet, oder es sind Klüfte und Adern der grünen Schiefer direkt mit dem Mineral überzogen und ausgefüllt.
- Heulandit:
- Quarz:
Fellenberg, 1893:- Bergkrystalle durch Eisenoxydhydrat gelb und braungelb gefärbt (unreiner Citrin), in Drusen und Spalten des Amphibolits am Tennerrück, oberhalb Tenneren, sehr häufig.- Dieselben eisenschüssigen Bergkrystalle, sowie graulichweisse, sehr unrein gefärbte, sowie häufig graue und braune Scepterkrystalle am Wylerrück und Tennerrück oberhalb Tenneren. Am letzteren Fundort kamen auch dieselben gelblichbraunen Krystalle mit tiefen Einschnitten und treppenförmig unterbrochener Pyramide (von erodirtem Kalkspath) vor.
- Skolezit: Bachmann: in feinen Nadeln und Büscheln auf tafelförmigem Kalkspath, mit Bergkrystall.
- Stilbit: Garbenförmig, kugelig, weiss bis gelb. Fellenberg, 1893:- In garbenförmigen Gruppen und kugeligen, concentrisch-strahligen Aggregaten von weisslichgelber Farbe und in Einzelkrystallen. Letztere meist auf Bergkrystall sitzend. Tennerrück oberhalb Tenneren. (Von diesem vorzüglichen Vorkommen des schönen Minerals hatte B. Henzen in den 70er Jahren (1870) einen reichen Fund gemacht, worunter wahre Cabinetsstücke.) - Mit Letzterem an demselben Fundort in hübschen Krystallen und Gruppen und einzeln auf Bergkrystall vorgekommen.
- Zepterquarz:

110_VS / Lötschental, Goppenstein, Goppistein, Gräberen
Region: Bezirk Westlich Raron / Gmd Ferden (Goppenstein), Koordinaten ca.: 624360 / 135250
Literatur:
- von Fellenberg, Edmund & Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte Arsen- und Nickelkies (Weiss- oder Rothnickelkies?) soll nach B. Henzen derb und eingesprengt in einem einen Zoll mächtigen Trum auf den sogen. Gräberen (? ) im unteren Lötschenthal vorgekommen sein. Eine Lokalität Gräberen ist auf der heutigen Karte nicht mehr zu finden. Evtl. handelt es sich um "In steinigen Gräbun", Koordinaten 625.05 / 136.190, 1800 m ü. M. wenig nordöstlich von Goppenstein entfernt. Evtl. sind allgemein die Gräben um Goppenstein gemeint. Die Koordinaten zeigen auf Goppenstein.
- Arsenopyrit: (Arsenkies).
- Millerit: (Nickelkies).
- Quarz: In gelblichgrauen, halb durchscheinenden Krystallen von meistens flachem Habitus. Einzelne Krystallflächen mit einem gelben calcedonartigen Überzug. Aus einer Lettenkluft zu Gräberen unterhalb Goppenstein.

111_VS / Lötschental, Goppenstein, Goppistein, Haselleh, Haselleen, Löchergraben
Region: Bezirk Westlich Raron / Gmd Ferden (Goppenstein), Koordinaten ca.: 623850 / 135860
Literatur:
- von Fellenberg, Edmund & Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Fahlerz und Kupferkies, derb und und ungesprengt im Löchergraben unterhalb Haselleh.
- Chalkopyrit:
- Fahlerz:

112_VS / Lötschental, Goppenstein, Goppistein, Im Jeizel, Im Ieizel, Ijeizel
Region: Bezirk Westlich Raron / Gmd Ferden (Goppenstein), Koordinaten ca.: 2'625’210 / 1'133’558
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 39
- von Fellenberg, Edmund & Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Örtlichkeit ausserhalb südöstlich von Goppenstein. Diese Fundstelle lieferte Kristalle in ausgezeichneter Ausbildung.
- Adular:In sehr schönen, wohlausgebildeten Kristallen und stängligen Kristallgruppen, meist mit Chlorit überzogen. In hübschen, mit Asbest und Bergkristall verwachsenen Kristallen, teils in Asbest eingewachsen und von Letzterem durchsetzt.
- Amianth: Weiss, auch als Einschluss im Quarz.
- Calcit: Grosse Basistafeln (sogenannter Papierspat), bis 20 cm. In blättrigen Massen von weisser und perlgrauer Farbe, stellenweise mürbe und sehr zerbrechlich, perlmutterglänzend, in bis 20 cm grossen, tafelförmigen Kristallen in der Form eines sehr flachen Rhomboeders. In dünnen, schneeweissen Tafeln, in seidenglänzendem Asbest eingehüllt und von diesem durchwachsen.
- Epidot: Einzeln oder aggregiert, auch als Einschluss im Quarz.
- Quarz: Gross, manchmal nadelig oder mit Anhydritröhren.

113_VS / Lötschental, Goppenstein, Goppistein, Lalden, Lötschbergsüdrampe
Region: Bezirk Westlich Raron / Gmd Ferden (Goppenstein), Koordinaten ca.: 635800 / 127750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 119
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1977; Seite 229-245; Sprossenquarze
Zwischen Lalden und Brig.
- Adular:
- Anatas: Klein, braun.
- Chlorit:
- Eisenrose:
- Goethit:
- Hämatit:
- Muskovit:
- Quarz: Mit zum Teil durch Karboneinschlüssen gestörtem Wachstum und mit Anhydritröhren.
- Turmalin: Grünbraun, durchscheinend, stängelig.

114_VS / Lötschental, Goppenstein, Goppistein, Meiggbach, Meiggu, Meigg-Graben, Meiggen, Meiggenalp
Region: Bezirk Westlich Raron / Gmd Ferden (Goppenstein), Koordinaten ca.: 623600 / 134850
Literatur:
- Bachmann, J.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; 1879; Heft 962 - 997; Neue Vermehrungen der mineralogischen Sammlung des städtischen Museums
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1981; Seite 437-467; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten V
- Koenigsberger, Joh., F.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1925; Band 5; Heft 1; Seite 107; Über alpine Minerallagerstätten: Mineralklüfte und Differentiation ihrer Paragenese
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 41
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 63
- Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1967; Seite 53-58; Goethit und Lepidokrokit in den Zerrklüften der Schweizer Alpen
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Unterhalb von 'Meiggen' und westlich von Goppenstein gelegen. Von der Alp 'Oberi Meiggu' fliesst der Bach hinunter bis Goppenstein. Im Zweiglimmergneis des Altkristallin. In einem massigen Amphibolit findet man bei Goppenstein am Lötschberg am unteren Nordeck des Meiggbachtal grössere Klüfte mit schönen Mineralien der Assoziation Calcit, Quarz. Epidot, Adular.
- Adular:
- Albit: Tafelig.
- Allanit: Langtafelig, braunschwarz, bis 1.5 mm, in Lamellen.
- Amianth:
- Anatas
: Blau - durchsichtig, tonnenförmig.
- Calcit: In gut entwickelten Individuen, in rhomboedrischer Form. Meiggbach unterhalb Meiggen: in flachen, tafelförmigen Kristallen eines sehr flachen Rhomboeders, teilweise mit der Basisfläche, in Tafeln bis zu 15 cm Durchmesser. Gehört zu den schönsten Calcitvorkommen der Schweiz.
- Epidot: Klein, büschelig, stängelig.
- Ferroaxinit: Nur klein, nelken- bis rötlichbraun (die Fundortangabe wird allerdings angezweifelt). Fellenberg, 1893: In kleinen, nelkenbraunen und röthlichbraunen Krystallen, mit kleinen stengligen Bergkrystallen und Chlorit auf einem euritischen Gestein. Meiggbach (?).
- Goethit: Becherartig, vermutlich aus Magnetkies entstanden.
- Pyrrhotin: Nur im Quarz eingeschlossen.
- Quarz: Auch als Doppelender, klar - weisslichtrüb, manchmal mit Anatas- oder Pyrrhotineinschlüssen.
- Skolezit: In strahlenförmigen Büscheln und Gruppen feiner Nadeln mit zersetztem Feldspath auf Bergkrystall. Meiggbach.
- Titanit: Fast farblos. Am Meigbach im Lötschenthal wurde ferner eine sehr elegante kleine Gruppe von gelbgrünen, teils durchsichtigen, teils chloritischen Zwillingen von sehr glänzendem Titanit (Sphen) entdeckt.
- Zepterquarz:

115_VS / Lötschental, Goppenstein, Goppistein, Rother Zahn
Region: Bezirk Westlich Raron / Gmd Ferden (Goppenstein), Koordinaten ca.: 624960 / 135360
Literatur:
- von Fellenberg, Edmund & Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Vermutlich in der Gegend vom Roten Berg (624.960 / 135.360), wenig nördlich von Goppenstein. Die Koordinaten zeigen auf den Roten Berg. Arsenikkies. Eingesprengt und in krystallinischen Körnern. Im Rothen Zahn gegenüber Goppistein (?). Axinit. Im Rothen Zahn gegenüber Goppistein (?). Quarz. Stänglige Gruppen verwachsener chloritischer Bergkrystalle, gebogene und gedrehte Krystalle, ferner wasserhelle Krystallgruppen vom Rothen Zahn gegenüber Goppistein. Die hiesigen Vorkommnisse sind denen vorm Meiggbach äusserst ähnlich, und fallen vielleicht theilweise mit Letzteren zusammen (?). Quarz. Gedrehte Krystalle und verwachsene Gruppen krummschaligen Bergkrystalls. Am Rothen Zahn, gegenüber Goppistein.
- Axinit: Im Rothen Zahn gegenüber Goppistein (?).
- Löllingit: (Arsenikkies). Eingesprengt und in krystallinischen Körnern. Im Rothen Zahn gegenüber Goppistein (?).
- Quarz: - Stänglige Gruppen verwachsener chloritischer Bergkristalle, gebogene und gedrehte Kristalle, ferner wasserhelle Kristallgruppen vom Rothen Zahn gegenüber Goppistein. Die hiesigen Vorkommnisse sind denen vom Meiggbach äusserst ähnlich, und fallen vielleicht teilweise mit Letzteren zusammen(?). - Gedrehte Krystalle und verwachsene Gruppen krummschaligen Bergkristalls. Am Rothen Zahn, gegenüber Goppistein.

116_VS / Lötschental, Goppenstein, Goppistein, Rotlaui, Rothenberg, Rotenberg, Rote Bärg, Roterberg, Tiebelstollen, Dahlstollen, Stockgraben, Alp Tenner, Alp Tennern, Inner Wilerrück, Wilerbach, Betzlerlücke, Kleealp, Schönbühl, Luongle, Martinsgraben; (Bleierzabbau)
Region: Bezirk Westlich Raron / Gmd Ferden (Goppenstein), Koordinaten ca.: 625250 / 134960
Literatur:
- Ansermet, Stephan & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1997; Heft 1; Seite 11; Drei neue Vorkommen von gediegen Silber in der Schweiz entdeckt
- Bärtschi, Hanspeter, Bachmann, Albin, Bellwald, Werner, Kuyas, Ferit; Minaria Helvetica; 1994; Heft 14b (ganzes Heft);
- Fehlmann, H,: Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 272-275
- Huttenlocher, Heinrich Ferdinand;1931;Beiträge zur Geologie der Schweiz, geotechnische Serie, XVI. Lieferung, Heft 2;Seite 1-46; Die Blei-Zinklagerstätten von Goppenstein (Wallis)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 42
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 65
- Rüegg, Hans-Rudolf & Klemm, Leonhard; Lapis; 2002; Heft 3; Seite 25-34
- Rüegg, Hans-Rudolf; Bergknappe 2005/2; Heft 107; Seite 2-19; Bleibergwerk am Rotenberg bei Goppenstein
- Rykart, R.; Schweizer Strahler; 1973; Seite 128-130; Der Blei-Zinkerzabbau bei Goppenstein
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Schmutz, Lukas & Bellwald, Werner & Bachmann, Albin; Minaria Helvetica; 1982; Heft 2; Seite 24-47; Das Bleibergwerk Goppenstein; Lagerstättenkunde, Geschichte, Technik
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 64,315,365
- Tschabold, Eduard & Stüssi-lauterburg, Jürg, Goppenstein Bleimine; Schweizer Strahler; 2007; Heft1; Seite 36-37
- von Fellenberg, Edmund & Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Das heute verfallene Bergwerk liegt östlich über Goppenstein. Das Erzlager befindet sich in altkristallinen Schiefern, die in das Aarmassiv eingelagert sind. Eine neuere Kluft konnte 30 Meter oberhalb der Strasse am Talkstolleneingang ausgebeutet werden. Mineralienreich ist auch der untere Stollen der Bleimine.
Schmid: Bei Goppenstein im Lötschental ist in der Zeit von 1900 bis 1907 eine altbekannte, ausgedehnte Bleiglanzlagerstätte wieder abgebaut worden. Am Nordwestabhang des Gebirgskammes: Breithorn, Bietschhorn, Wilerhorn, im Südosten des obern Lötschentales, verfolgen wir die Erzzone von Tennern, südlich von Ried bis Goppenstein auf eine Länge von über 5 km. Nordöstlich von Goppenstein ist, dieselbe zwischen 1200 und 2000 m am Abhang des Roterberges aufgeschlossen. Bei Goppenstein durchquert sie das Tal und ist im Martinsgraben auf der Westseite desselben weiter zu verfolgen in der Richtung gegen Südwesten.
 
Ausdehnung der Lagerstätte: Die horizontale Erstreckung misst rund 6 Kilometer. Dabei können folgende Erzfundorte angetroffen werden: Alp Tennern (2434 m), Inner Wilerrück (2100 m), Wilerbach (2000 M), Betzlerlücke (2100 m), Kleealp (2150 m), Schönbühl (2400 m), Rothenberg (1300 - 2000 m), Martinsgraben (1160 - 1720 m).
- Adular: Rosenartig, klein, säulig, mit 'Faden', bis 15 mm.
- Akanthit: Bleigrau, biegsam, schneidbar, verformbare, schuppige Massen, bis 1.5 cm, im obersten Talteil; fein- bis grobfaserig, zum Teil borstig und auch asbestförmig.
- Albit:
- Amianth:
Auch im Quarz, borstenartig (Vorkommen eher höher gelegen).
- Argentit:
- Argentopyrit:
Winzig, stahlgrau, auf Bleiglanz. Fund auf 1820 m ü. M.
- Asbest:
- Axinit:
- Baryt:
Auf einer Blei-Zink-Lagerstätte, hier allerdings nur in höheren Lagen. Zentimetergrosse, verbogene und teilweise verzwillingte Kristalle, die in Schichten angeordnete Flüssigkeitseinschlüsse enthalten. Sie zeigen ondulöse Auslöschung und einen abweichenden optischen Achsenwinkel.
- Calcit: Auf Quarz, in Rhomboedern, in grossen Tafeln (Talkstolleneingang).
- Cerussit:
- Chabasit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Fadenquarz:
Bis 10 mm, auch gekrümmte Formen möglich.
- Fluorit: Als Gangmaterial in grobkristallinen Massen.
- Galenit: Oktaeder bis 1 cm und mehr
- Gwindel: Klein, durchsichtig, geschlossen.
- Heulandit:
- Hyalophan:
- Ilmenit:
- Phantomquarz: Durch Chlorit.
- Pyrargyrit: Dunkelrot, trigonale Ausbildung, bis 2.5 mm. Fund auf 1820 m ü. M.
- Pyrit:
- Pyromorphit:
Im Mineralienlexikon wird dieses Mineral von der Chammegg beschrieben. Evtl. handelt es sich hier um eine Verwechslung, kennt man doch an der Chammegg und bei Goppenstein eine Lokalität namens 'Rotlaui'. Ein bekanntes Bleiwerk existiert an der Rotlaui bei Goppenstein. Olivgrün bis braun, prismatische Kriställchen, bis 0.5 mm, fächerförmig aggregiert, auf Quarz und Adular (Hofmann, 1994).
- Pyrrhotin:
- Quarz: Sehr schön (Talkstolleneingang), mit Epidot (unterer Bleimine-Stollen).
- Schwefel: Glänzend, gelb, teils mit abgerundeten Kanten.
- Silber: Einige mm, in Lamellen, gediegen, auf Galenit aus dem oberen Grubenbereich, einige mm lang, sehr rein (Meisser, 1995).
- Smythit: Als Einschlüsse im Calcit, bronzefarbig, 6-eckige Plättchen.
- Sphalerit: Auf Erzgängen mit Bleiglanz, als kleine Körner im Galenit, Korngrösse lediglich bis 0.2mm. Braun-schwarze, xenomorphe Zinkblende-Körner in Erzgang, hier nicht als Zerrkluftmineral vorliegend.
- Stephanit: Sehr klein, blaugrau, abgerundet, auf Galenit (Graeser et al., 1978). Fund auf 1820 m ü. M.
- Stilbit: Aggregate bis 9 mm.
- Talk:
- Titanit:
- Zepterquarz
: In schöner Ausbildung, zum Teil leicht blau-violett.

117_VS / Lötschental, Goppenstein, Goppistein, Ruossilauinen
Region: Bezirk Westlich Raron / Gmd Ferden (Goppenstein), Koordinaten ca.: 625250 / 134750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 60,64
Ein Fund bezieht sich auf eine Höhe von 1200 m ü. M. (Parker, 1973). Ich nehme an, dass es sich hier um die 'Roti Loiwina' handelt. Die Koordinaten weisen auf dieses Gebiet, welches wenig südöstlich von Goppenstein liegt.
- Adular:
- Amianth:
- Asbest:
- Calcit:
Rhomboedrisch.
- Ferroaxinit: Braun - durchsichtig, bis 1 cm, starker Glanz.
- Quarz: Klar.

118_VS / Lötschental, Goppenstein, Goppistein, Schrägenbach (nördlich)
Region: Bezirk Westlich Raron / Gmd Ferden (Goppenstein), Koordinaten ca.: 624400 / 135250
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 65
Nördlich des Schrägenbachs. Nicht auf der Landkarte gefunden. Die Koordinaten weisen auf Goppenstein.
- Fadenquarz: Auch auf Stufen.

119_VS / Rhone (dt.), Rhône (franz.), Rotten (dt.), Bettmeralp (Talstation); (Waschgold)
Region: Bezirk Östlich Raron / Gemeinde Bettmeralp, Koordinaten ca.: 649090 / 135720
Literatur:
- Hottinger, Paul; Schweizer Stahler; 2012; Heft 4; Seite 38
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 130
Einige, mittelgrosse Goldflitterchen aus den Kiesbänken der Rotte (Tiefe Grabung notwendig).
- Gold, gediegen: Als Flitterchen.
- Quarz:
- Synchisit:
Bis 5 mm, auf Quarz.

Raron Östlich

120_VS / Aletschgebiet, Marrathal, Massatal?
Region: Bezirk Östlich Raron / Gemeinde Bitsch, Koordinaten ca.: 643400 / 135700
Literatur:
- Nowacki, Werner; Schweizer Strahler; 1976; Seite 107-121; Über einige Mineralien der Region Ried-Mörel (Wallis)
In Quarzbändern im Gneis. Evtl. handelt es sich hier um das Massatal (Massaschlucht). Ein Marrathal ist auf der Karte nicht vorhanden. Die Koordinaten zeigen auf die Staumauer in der Massaschlucht.
- Calcit:
- Cerussit:
- Chalkopyrit:
- Chlorit:
- Galenit:
- Hämatit:
- Quarz:

121_VS / Naters, Bitsch, Bietsch, Elektra Massa (Stollenbau)
Region: Bezirk Östlich Raron / Gemeinde Bitsch, Koordinaten ca.: 643900 / 132100
Literatur:
- Labhart, Toni P.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1969; Band 49; Heft 3; Seite 467 - 505; Die petrologischen, tektonischen und radiometrischen Verhältnisse der Stollen der Electra-Massa (südwestliches Aarmassiv nördlich Brig, Wallis, Schweiz)
- Nowacki, Werner; Schweizer Strahler; 1976; Seite 107-121; Über einige Mineralien der Region Ried-Mörel (Wallis)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 21
Beim Vortrieb des Druckschachtes wurde bei m 257 ein offener Riss mit grossen Quarzkristallen angefahren. Obschon Labhart die Gelegenheit hatte, die Kluft wenige Stunden nach ihrer Entdeckung zu besichtigen, war sie durch die Sprengungen im Stollen und wohl auch durch unsachgemässe Ausbeuteversuche weitgehend zerstört. Zu sehen war ein Hohlraum von 4-6 m3 Inhalt in einem vertikalen, nordoststreichenden Quarzgang von 50 bis 100 cm Mächtigkeit. In der stark verschmutzten Kluft fanden sich neben zerstörten Quarzkristallen und derbem Quarz nur Chloritsand und einige tafelige Calcite.
- Adular: Aus dem Sondierstollen, gross, milchigweiss - durchsichtig, Maderanerhabitus, Mehrfachzwillinge, durchscheinend, mit aufsitzendem Chabasit.
- Amiant: Filzig, weiss.
- Biotit: An drei verschiedenen Stellen (Haupteingangsstollen m 325, Unterwasserstollen m 350 und Druckschacht m 245) wurde in glimmerreichen Gesteinen (Biotit-Schiefer bis -Felse) in subhorizontalen, geschlossenen Klüften ein dichtgepresster Sand finen, ausserordentlich reinen Biotits gefunden.
- Calcit: Auf quadratdezimetergrossen Papierspäten mit ebenen, aber rauen Basisflächen (Kontaktflächen mit Kluftwand oder grossen Quarzen) sind rhomboedrische Kristalle aufgewachsen. Randlich sind die Rhomboeder wulstartig um die tafeligen Anwachsbasen herumgewachsen
- Chabasit: Auf hellem, porösem Gestein (ausgelaugter Granitgneis?) und auf einem ca. 10 cm grossen Adular-Zwillingsstock sind klare, mm-grosse Chabasitwürfelchen und zentimetergrosse, milchige Chabasite mit komplizierteren Formen aufgewachsen.
- Chlorit: Hellgrün.
- Quarz: Bis 1 m, wobei die grössten noch ganzen Kristalle 73 cm, 64 cm und 60 cm messen, zum Teil mit Amianteinschluss. Die Quarzkristalle sind zum Teil wolkig bis durchsichtig, zum Teil von Chlorit überwachsen. Aufgewachsen findet man hellgrünen, feinen Chloritsand, bis zentimetergrosse Adulare und Quarzkriställchen, kleine Titanite und ein filziges Gewebe von weissem Amiant.
- Titanit: Nur klein.
- Turmalin: Eine subhorizontale, offene Zerrkluft im Unterwasserstollen (m 262) enthielt lockeren Turmalinsand.

122_VS / Naters, Bitsch, Bietsch, Massa-Tobel, Massaschlucht
Region: Bezirk Östlich Raron / Gemeinde Bitsch, Koordinaten ca.: 643000 / 133000
Literatur:
- Nowacki, Werner; Schweizer Strahler; 1976; Seite 107-121; Über einige Mineralien der Region Ried-Mörel (Wallis)
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 110 Nördlich von Brig-Naters.
In der Massaschlucht bei Bitsch im Oberwallis setzt in SW-NE streichenden Amphiboliten eine E-W gerichtete Gangkluft auf, die mit drusigem Bergkristall-Chlorit und spärlich Bleiglanz mit Kupferkies enthält. Ums Jahr 1862 wurden einige Ausbeutungsversuche gemacht.
- Calcit:
- Cerussit:
Im Galenit.
- Chalkopyrit: Auf Quarzgängen im Gneis.
- Chlorit:
- Galenit:
Silberhaltig auf Quarzgängen im Gneis.
- Hämatit:
- Quarz:
Im Gneis.

123_VS / Naters, Bitsch, Bietsch, Massaschlucht
Region: Bezirk Östlich Raron / Gemeinde Bitsch, Koordinaten ca.: 643140 / 134840
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 26,205
Die Koordinaten zeigen auf die Massa.
- Periklin:
- Quarz:
Aus der Umgebung von Bietsch sind Bergkristalle mit Einschlüssen (Halit) festgestellt worden.

124_VS / Naters, Bitsch, Bietsch, Massaschlucht (Stollen 1)
Region: Bezirk Östlich Raron / Gemeinde Bitsch, Koordinaten ca.: 643710 / 131490
Literatur:
- Nowacki, Werner; Schweizer Strahler; 1976; Seite 107-121; Über einige Mineralien der Region Ried-Mörel (Wallis)
- Adular: Milchigweiss - durchsichtig, Maderanerhabitus.
- Calcit: Wasserklar, vielflächig, rot fluoreszierend (Langwellen).
- Chabasit: Auf dem Adular aufsitzend, in kleinerer und auch grösserer Ausbildung, farblos.
- Quarz:

125_VS / Naters, Bitsch, Bietsch, Massaschlucht (Stollen 2)
Region: Bezirk Östlich Raron / Gemeinde Bitsch, Koordinaten ca.: 643713 / 131494
Literatur:
- Bachmann, Albin; Schweizer Strahler; 1982; Seite 30-37; Über einen neuen Goldfund vom Südrand des Aarmassivs bei Naters VS
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1982/3; Heft 21; Seite 13-16; Die Bodenschätze des Wallis
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 4; Seite 591 - 608; Mineraltopgraphie der Schweiz und der umliegenden Länder: Beschreibung kürzlich entdeckter seltener oder erstgefundener Mineralien
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 110
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 120
Das Vorkommen des beschriebenen Fundes liegt ca. 1.6 km nordöstlich von Naters, am Ausgang der Massaschlucht auf 700 MüM. In einem Ausgleichs- und Rückhaltestollen der 'Elektra-Massa' am Eingang der Massaschlucht in unmittelbarer Nähe des Kraftwerkes. Im Stollen links der Massa, ca. 35 Meter ab dem Mundloch: Gold. Der Stollen dient der Ausspülung des Bodensatzes des Massastausees. Die Goldvererzung besteht aus uran- und kupferhaltigen Gesteinspartien, durchzogen von einem Quarzband. Diese weist eine Mächtigkeit bis mehrere dm auf und enthält einige seltene Mineralien. Naters: Naters, im schiefrigen Altkristallin des Aarmassivs konnten, wenig über der Talsohle des Rhonetals, auf einer Länge von 1000 Meter zahlreiche Uranvererzungen beobachtet werden (Gehalt: 300 ppm).
- Biotit: Schlecht ausgebildet, tafelig, dunkelgrün.
- Brannerit: Nicht sicher, schwarz, opak, bis 2 mm, in Calcit, nur zusammen mit Gold, stark radioaktiv.
- Calcit: Vielflächig, rot fluoreszierend (LW).
- Coloradoit: Als winziger Einschluss im Djurleit.
- Covellin:
- Djurleit:
Cm-grosse Anhäufungen, blau.
- Galenit: Derb.
- Gold, gediegen: Blechig, körnig, selten als Überzug auf Bornit. Einzelne Goldkörner bis 2mm, in Lammellen bis einige mm (dann im Djurleit enthalten), Freigold von hier ist stark silberhaltig. Goldgehalt bis 19.7 gr/T.
- Hessit: Winzig, bis 0.08 mm, als feine Einschlüsse, xenomorph, abgerundet, oft kranzartig angeordnet, oft eingeschlossen in anderen Mineralien (Djurleit).
- Kyanit: Metallisch, blau, dünne, cm-grosse Anhäufungen.
- Malachit: Faserig, stängelig, bis 5 mm, auch kugelig bis 1 mm, krustig.
- Quarz: Derb.
- Quecksilber:
- Silber:
- Tellurium:
- Turmalin:
Bis 6 mm, dünnprismatisch, gut ausgebildet, dunkelbraun bis schwarz, stark verbogen.
- Uranerz:
- Uraninit:
- Wulfenit:
Bis 2 mm, fast würfelig, schöne wachsgelbe Farbe.

126_VS / Naters, Massakinn, Massakin, Massaki, Massachi, Massaschlucht
Region: Bezirk Östlich Raron / Gemeinde Bitsch, Koordinaten ca.: 643000 / 133000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 127
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 107
Nördlich von Naters auf ca. 1290 MüM. Die Koordinaten zeigen auf die Massaschlucht. Früher wurde für den unteren Teil der Massaschlucht die Bezeichnung Massaki verwendet, später (ca. 1940) Massakin (für die ganze Schlucht. Dann um 1980 Massachi und ab ca. 2005 nur noch Massaschlucht (ab Stausee bis fast nach Bitsch).
- Adular:
- Chalkopyrit:
Derb, teils freistehend, zusammen mit Galenit, Quarz, Chlorit.
- Chlorit:
- Galenit:
Grobkristallin, in grösseren und auch in kleineren Erzlinsen, Silbergehalt ca. 0.75%.
- Quarz: Sehr schön, wasserhell.

127_VS / Goms, Grengiols, Mühlebach, Milibach
Region: Bezirk Östlich Raron / Gemeinde Grengiols, Koordinaten ca.: 651000 / 136000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 114
Östlich des Dorfes im erwähnten Bach. Beim Mühlebach handelt es sich um den heutigen Milibach.
- Amethyst: Als Zepter, relativ dunkel, bis 20 cm.

128_VS / Grengiols, Furggen-Alp, Furggerchäller, Mehlfluh
Region: Bezirk Östlich Raron / Gemeinde Grengiols, Koordinaten ca.: 653350 / 133280
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 325-326
- von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Lokalität auf der Karte nicht gefunden.
von Fellenberg, 1893, erwähnt
- zum Fundort Furggen-Alp: Furggen-Alp. (Zu Grengiols gehörend.) Bergkrystall, Rauchquarz. (Furggen-Alp ist auf der aktuellen Karte nicht eingetragen.)
- zum Fundort Mehlfluh: Grengiols (ausserhalb des Binnerthales, aber nahe an dessen Ausgang, verwandte Bildungen mit Ausserbinn); Feldspath; Chlorit; Talk; Kalkspath; Dolomit; Arragonit in Dolomit; Gyps, Alabaster, Gypsspath an der Mehlfluh; - Pyrit, an der Brücke, in Glimmerschiefer.
- Alabaster:
- Aragonit:
- Chlorit:
- Dolomit:
- Gips:
- Pyrit:
An der Brücke.
- Quarz: Von der Furggen-Alp.
- Rauchquarz: Von der Furggen-Alp.
- Talk:

129_VS / Aletschgebiet, Mörel-Alpen
Region: Bezirk Östlich Raron / Gemeinde Mörel-Filet, Koordinaten ca.: 646600 / 134010
Literatur:
- Nowacki, Werner; Schweizer Strahler; 1976; Seite 107-121; Über einige Mineralien der Region Ried-Mörel (Wallis) Im Gneis.
Vermutlich handelt es sich bei dieser Bezeichnung im Allgemeinen um die Alpen um Mörel herum. Die Koordinaten zeigen auf Mörel.
- Aktinolith:
- Feldspat:
- Glimmer:
- Hornblende:
Oberhalb Mörel.

130_VS / Aletschgletscher, Massa, Mörel (am Hang)
Region: Bezirk Östlich Raron / Gemeinde Mörel-Filet, Koordinaten ca.: 643790 / 134640
Literatur:
- Nowacki, Werner; Schweizer Strahler; 1976; Seite 107-121; Über einige Mineralien der Region Ried-Mörel (Wallis)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 119
In diesem Gebiet gibt es recht viele kleine Zerrklüfte. Die Koordinaten zeigen auf den Hang zwischen der Massa und Mörel.
- Eisenrose: Klein.

131_VS / Mörel, Betten
Region: Bezirk Östlich Raron / Gemeinde Mörel-Filet, Koordinaten ca.: 648500 / 136310
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 393
Nordöstlich von Mörel gelegen.
- Calcit:
- Synchisit-(Ce):
Bis 4mm.

132_VS / Naters, Mörel
Region: Bezirk Östlich Raron / Gemeinde Mörel-Filet, Koordinaten ca.: 646470 / 134040
Literatur:
- Steck, Albrecht & Hügi, Theodor; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 2; Seite 257 - 276; Das Auftreten des Molybdänglanzes im westlichen Aarmassiv und Molybdängehalte von Gesteinen der gleichen Region
Im westlichen Aarmassiv ist Molybdänglanz von Labhart (1967) in einer Uranvererzung festgestellt worden. In einem schwarz anwitternden Epidot-Biotit-Apatit-Schiefer treten im Altkristallin nördlich Naters und Mörel als Erzmineralien Uraninit, Molybdänglanz und Pyrit auf. In einem Handstück sind nachgewiesen worden: 790 ppm Uran, 35 ppm Thorium und 75 ppm Molybdän.
- Molybdänit: Als Erzmineral.
- Pyrit: Als Erzmineral.
- Uraninit: Als Erzmineral.

133_VS / Ried-Mörel (Umgebung)
Region: Bezirk Östlich Raron / Gemeinde Mörel-Filet, Koordinaten ca.: 645750 / 134400
Literatur:
- Stalder, H.A. & Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1980; Seite 320-327; Epidot-Hohlformen in Quarzkristallen
Der Fundort wird lediglich mit 'nahe dem Dorf Ried-Mörel' angegeben.
- Quarz: Mit Epidothohlformen.

134_VS / Ried-Mörel, Krachegge, Grosse Grabu, Grossen Graben
Region: Bezirk Östlich Raron / Gemeinde Mörel-Filet, Koordinaten ca.: 646100 / 134550
Literatur:
- Nowacki, Werner; Schweizer Strahler; 1976; Seite 107-121; Über einige Mineralien der Region Ried-Mörel (Wallis)
Einschnitt zwischen der Riederalp und Mörel, ungefähr zwischen den beiden Luftseilbahnen.
- Adular:
- Aktinolith:
- Albit:
- Calcit:
- Chrysotil:
- Glimmer:
- Hornblende:
- Pyrit:
Schön, flächenreich, im Grünschiefer.
- Quarz:

135_VS / Aletschgebiet, Riederalp
Region: Bezirk Östlich Raron / Gemeinde Riederalp, Koordinaten ca.: 645100 / 136900
Literatur:
- Nowacki, Werner; Schweizer Strahler; 1976; Seite 107-121; Über einige Mineralien der Region Ried-Mörel (Wallis)
Hang nördlich oberhalb der gleichnamigen Ortschaft.
- Feldspat:
- Quarz:
- Rutil:
In Quarz, nadelig, netzförmig.
- Sagenit:

136_VS / Aletschgebiet, Riederhorn (am Fusse)
Region: Bezirk Östlich Raron / Gemeinde Riederalp, Koordinaten ca.: 644500 / 135750
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Nowacki, Werner; Schweizer Strahler; 1976; Seite 107-121; Über einige Mineralien der Region Ried-Mörel (Wallis)
Welche Seite mit der Bezeichnung 'am Fusse' gemeint ist, geht aus der vorhandenen Literatur nicht genauer hervor.
- Chalkopyrit:
- Galenit:
- Pyrit:
- Pyrrhotin:
Mit Galenit und Pyrit auf Quarzgängen im Gneis.
- Quarz:
 
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