Kanton BE, Kreis Interlaken-Oberhasli, Region Grimsel
Fundorte > Bern
Kanton Bern, Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli
Region: Grimsel
Bild: Grimsel, Grosses Sidelhorn. Morionstufe 30 x 17 cm
55 Beschreibungen
LNr | 001. |
Fundort | BE / Grimsel, Bächligletscher, Bächigletscher |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'663’400 / 1'159’000 |
Literatur | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 63 etc. - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 89 |
Bemerkungen | In einem kleinen Gebiet südlich des Bächligletschers (zwischen dem Juchlistock und dem Bächlistock) sind schon seit langem gute Funde gemacht worden. Evtl. liegt die Fundstelle näher beim Juchlistock. |
Mineralien | - Quarz: hell, mit grünlichem oder violettem Kern und dieser wiederum mit einem intensiven rosaroten Zentrum, lebhaftem Glanz (was für diese Region eher die Ausnahme ist). - Rauchquarz: bis 75 kg. - Rosafluorit: in verschiedener Färbung, zum Teil sehr schön, kuboktaedrisch. Der genaue Fundort des Rosafluorites ist nicht bekannt gegeben worden. Evtl. könnte er auch weiter östlich als hier beschrieben liegen. |
LNr | 002. |
Fundort | BE / Grimsel, Alpligletscher, Älplihübel, Älplistock, Älpligletscher |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'670’500 / 1'164’250 |
Literatur | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 63 |
Bemerkungen | Älplihübel, Älplistock, Älpligletscher: alte oder nicht mehr gebräuchliche Namen für Alpligletscher. Dieser Gletscher liegt unterhalb des Tieralplistock und oberhalb des Gelmersees. Das Fundgebiet ist recht steil. |
Mineralien | - Gwindel: - Rauchquarz: mässig dunkel. - Rosafluorit: in Oktaedern mit 2 - 3 cm Kantenlänge. |
LNr | 003. |
Fundort | BE / Grimsel, Bächlistock |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'661’370 / 1'159’790 |
Literatur | - Toroni, Aldo; Lapis; 1983; Heft 2; Seite 27 |
Bemerkungen | Die Fundortangabe ist nur sehr allgemein gehalten. Woher die Funde stammen ist nicht näher beschrieben. |
Mineralien | - Albit: - Amethyst: - Anatas: schwarz, gelb, rot. - Beryll: - Muskovit: - Pyrit: - Rutil: - Sagenit: - Zepterquarz: |
LNr | 004. |
Fundort | BE / Grimsel, Bäregg (Nordseite) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'664’620 / 1'155’90 |
Literatur | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 107 - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 437 - Stalder, Hans Anton; Petrographische und mineralogische Untersuchungen im Grimselgebiet, Inauguraldissertation; 1964; Seite 306 |
Bemerkungen | 1) Auf 2470 Mm ü. M. im Biotitschiefer. 2) 100 Meter oberhalb der Hütte. Die Koordinaten zeigen auf die Bäregghütte. 3) Stalder (1964): Auf der Nordseite der Bäregg im Biotitschiefer der Gneis-Schiefer-Zwischenzone. Die Koordinaten zeigen genau auf den Fundpunkt 3). Ob es sich bei 1) und 3) um denselben Fundpunkt handelt, kann nicht mit Bestimmtheit gesagt werden. 3) stammt aus der Inauguraldissertation von H.A. Stalder, 1964. |
Mineralien | - Chlorit: - Heulandit: viel, bis 8 mm, in der Gneis-Schiefer-Zwischenzone. 3) reichlich, nur mm-gross, glasglänzend, durchsichtig bis durchscheinend. - Hämatit: unter anderem auch bei 3). - Muskovit: auch bei 3). - Quarz: auch bei 3). - Rutil: auch bei 3) klein, braungelb, büschelig. - Stilbit: - Xenotim-(Y): aus der Gegend Bäregg. |
LNr | 005. |
Fundort | BE / Grimsel, Bäregg (unterhalb der Strasse) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'664’250 / 1'155’300 |
Literatur | / |
Bemerkungen | / |
Mineralien | - Fluorit: grünliche Oktaeder, bis 1 cm, selten aufgewachsen auf Muttergestein. - Monazit-(La): |
LNr | 006. |
Fundort | BE / Grimsel, Bäregghütte |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'664’800 / 1'155’700 |
Literatur | - Graeser, St.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 158-171; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten II - Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz |
Bemerkungen | Etwas südlich dieser Hütte in der Gneis-Schiefer-Zwischenzone des Altkristallin des Aarmassivs.- Adular: Von der Bäregg (ohne genauere Angaben) wurden Adulare verschliffen (4.2 ct). Ausgestellt im Naturhistorischen Museum in Bern. |
Mineralien | - Edel- oder Schmuckstein (Schweiz): - Kainosit-(Y): honiggelb, durchscheinend, in Individuen von 5 x 7 mm (bis 15 mm), dicktafelig, sehr frische Erscheinung, kleinere Kristalle sind oft angewittert. |
LNr | 007. |
Fundort | BE / Grimsel, Druckschacht KW Oberaar |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'668’450 / 1'157’990 |
Literatur | - Beck, Gottfried; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1954; Band 34; Heft 1; Seite 188 - 189; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz; Über Funde von Monazit, Xenotim, Autunit und Bazzit an der Grimsel - Graeser, Stefan; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1971; Band 51; Heft 2 - 3; Seite 415 - 442; Mineralogisch-geochemische Untersuchungen an Bleiglanz und Zinkblende - Graeser, Stefan & Hager, Oskar; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1961; Band 41; Heft 2; Seite 481 - 488; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz; Über einige neue Fundstellen seltener Mineralien - Stalder, H.A., Petrographische und mineralogische Untersuchungen im Grimselgebiet, Inauguraldissertation; 1964; Seite 288, 293, 304 |
Bemerkungen | 1) Bei Meter 582: Molybdänit. Molybdänglanz-Flitter durchsetzen mm- bis cm-weit das Gestein (parallel zur Kluftoberfläche). 2) Druckschacht, Meter 565 (entgültige Vermessung 630 Meter), Koordinaten: 2'668’450 / 1'157’990, 1770 m ü. M. unter Tag, im Aplit. Aus dem Grimsel-Granodiorit aus einem Kluftsystem mit mehreren Räumen. Das System erstreckt sich im Schacht von Meter 1336.5 bis Meter 1350 und besitzt auch im Nebenstollen noch einige Nebenklüfte. Die ganze Lagerstätte beansprucht einen Raum von einigen Qubikmetern. Im Druckschacht liegen zwei grössere Klüfte (bei Meter 1338 und bei Meter 1345). Koordinaten 2'668’220 / 1'157’450, 2062 m ü. M. (unter Tag). 3) Mineralien aus den grösseren Klüften und zum Teil auch grössere Kristalle. 4) Ca. 300 Meter unterhalb der grossen Karbonat-Zinkblendekluft ist eine Kluft mit viel Ankerit angeschossen worden. Koordinaten 668.30/157.66, 1890 M ü. M. (Unter Tag). 5) bei Meter 1012: Auf den Schutthalden der Fenster II und III hegen viele bis 15 kg schwere Blöcke eines stark porösen Granits, auf dem sich viel Ankerit in kugehgen Aggregaten abgesetzt hat, daneben viel Rutil, Anatas und Brookit und etwas Zinkblende. Einige Stufen sind übersät mit modelhaften, flächenreichen glasklaren Apatiten mit bis 2 mm Durchmesser in Form runder, flacher Scheibchenhabitus mit rhombischem Querschnitt und z. T. schönen Endflächen, z. T. sind sie tafelig ausgebildet und verzwillingt. |
Mineralien | - Anatas: 3) und aus den kleineren Klüften: klein, keine schöne Stufen, selten, bis 6 mm, mit ausgeprägter Riefung was zu einer Einschnürung in der Mitte des Kristalls führte, schwarz, halbmetallisch glänzend, im Durchlicht braun erscheinend, als kleine, bis ein mm-grosse Kristalle im und auf dem Calcit zu finden. - Ankerit: 3) und aus den kleineren Klüftchen: in grossen Mengen, dünne bis cm-dicke Lagen mit grosser Ausdehnung, auch halbkugelige Aggregate, rhomboedrische Ausbildung, in verschiedener Färbung von elfenbeinfarbig - bräunlichgelb - rotorange - orangerot - rostfarben. 4) reichlich. - Apatit: 3) aus den kleineren Klüftchen: stellenweise häufig, klein, bis 6 mm Durchmesser, kurzprismatisch. - Bastnäsit: 3) - Brookit: 3) aus den kleineren Klüftchen: klein, keine schönenen Stufen, dünntafelig, bis max. 4mm, grüngelb bis graugelb, matt. - Calcit: 2) Basistafeln, durchsichtig, bis 1 cm, auch als verkrümmte Blättchen ohne kristallografisch definierte Flächen. 3) kommt in zwei verschiedenen Trachten vor: Rhomboeder, Skalenoeder mit meist stark korrodierter Spitze, bis 15 mm, gräulich oder grünlichgrau durchscheinend, an der Basis verzwillingt. 4) 5) - Chlorit: 3) als sehr feinkörnige Ueberzüge aud den Mineralien, ohne ätzend gewirkt zu haben. 5) - Fluorit: 2) Oktaeder, violett-bläulich, bis 4 cm. 3) sehr selten und konnte nur aus einem Hohlraum geborgen werden, Würfel mit Kantenlänge bis 1 cm, weiss bis graugrünlich, zum Teil auf dem Ankerit sitzend. - Gadolinit: 3) monoklin, durchsichtig, hellviolett, 0.75 mm klein. - Galenit: 3) als Würfel, Oktaeder und Rhombendodekaeder. Druckschacht KW Oberaar bei Meter 1340: würfelige, frische Kristalle ohne Sekundär Mineralien, umwachsen von Ankerit, Begleitmineralien: Quarz, Ankerit, Siderit, Calcit, Muskowit, Zinkblende, Rutil, Brookit, Anatas. - Hämatit: 2) kleine unscheinbare Aggregate auf Quarz und zersetztem Nebengestein. - Ilmenit: 3) aus den kleineren Klüftchen: kleine Flitter und Rosettchen sind häufig, bis 1 mm, evtl handelt es sich bei den cm-grosse Einschlüssen im Quarz ebenfalls um Ilmenit (oder Hämatit?). - Milarit: 3) - Molybdänit: 1) - Monazit: 3) aus den kleineren Klüftchen: ist recht häufig und konnte lange Zeit auch noch auf der Deponie des Fenster I gesammelt werden. Kristalle von über 2 mm sind selten, in der Regel erreichen sie eine Grösse von 0.5 bis 2 mm, häufig als Agglomerate verschiedener Subindividuen und ohne schöne Begrenzungsflächen, honiggelb, fast immer mit opaken Einschlüssen, selten rotorange, gut durchscheinend bis durchsichtig, glasglänzend, gestreckt nach der b-Achse. Aus dem Schutt: neu für die Grimsel wurden 30 Monazitkristalle von 2-6 mm Länge und bis 3 mm Durchmesser gefunden. Sie sind durchscheinend bis klar durchsichtig, honiggelb gefärbt, haben prismatischen Habitus mit rhombischem Querschnitt und z. T. schönen Endflächen, z. T. sind sie tafelig ausgebildet und verzwillingt. - Muskovit: 3) häufig und im ganzen Kluftsystem, scharf hexagonal begrenzte Täfelchen bis 2 mm Durchmesser und 1 mm Dicke, auch sandartig. Aus den kleineren Klüftchen: in grossen Mengen. 4) - Pyrit: 2) klein, würfelig. 3) selten, in Ankerit ein- oder auf diesem aufgewachsen. - Quarz: 2) klein, flächenreich, grosse x-Flächen. 3) bis 25 cm, die grösseren Quarze mit krustenartiger Ankeritüberwachsung, in der Regel, hell, durchsichtig, an der Spitze mit leicht bräunlicher Färbung, mit fehlenden x- und s-Flächen. 4) 5) - Rutil: 3) aus den kleineren Klüften. Klein, keine schönenen Stufen, helle, haarförmige, wirre Büschel, bis 3 mm, überall verstreut, auch mm-grosse Sagenitgitter können vorkommen. - Siderit: 3) gelbbraun bis braun, stets stark gekrümmte Rhomboeder, halbkugelförmige Aggregate, auch kugelige Erscheinung, Durchmesser bis 25 mm. - Sphalerit: 3) in schönen Oktaedern, fast ausschliesslich auf Ankerit vorhanden, selten auf Quarz, im auffallenden Licht schwarz erscheinend, im durchscheinenden Licht von braunrot bis gelbbraun bis gelbgrün, grösste Kantenlänge 20 mm. 4) im Ankerit, cm-gross, mit komplexer Form, braun bis grün. Druckschacht des KW Oberaar bei 1340 m, scheinbar holoedrische Kristalle mit zwei gleich grossen Tetraedern, Deltoiddodekaeder, Tristetraeder. Dunkelbraun gefärbt, vereinzelt hellgrüne bis farblose Randpartien, zusammen mit Quarz, Ankerit, Siderit, Rutil, Brookit, Anatas. - Synchisit: 3) - Xenotim: 3) aus den kleineren Klüftchen: bis 1 mm, gestreckt nach der c-Achse, Fett- bis Glasglanz, hell weingelb, durchscheinend. - Zepterquarz: 3) klein. - Zirkon: 3) aus den kleineren Klüftchen: im zersetzten Nebengestein, bis 0.3 mm, hellviolett, durchscheinend bis durchsichtig, glas- bis diamantglänzend, stängelig bis kurzprismatisch. Es handelt sich hier nicht um ein Zerrkluftmineral. |
LNr | 008. |
Fundort | BE / Grimsel, Gelmergletscher |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'671’000 / 1'163’000 |
Literatur | / |
Bemerkungen | Die Koordinaten weisen auf den Rand des Gelmergletschers. 1961 konnte am Rand des abschmelzenden Gelmergletschers eine weitere Kluft mit Rauchquarz und Rosafluorit geöffnet werden. |
Mineralien | - Rauchquarz: - Rosafluorit: |
LNr | 009. |
Fundort | BE / Grimsel, Gerstenegg (Stollen), Sommerloch (Stollen) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'667’800 / 1'160’350 |
Literatur | - Graeser, St.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 441-452; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten III - Lapis; 1987; Heft 3 - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 292 - Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 1987; Vol. 7; Nr. 10; Seite 433-456; Die geschützte Mineralkluft an der Gerstenegg, Grimsel - Walenta, Kurt; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1972; Band 52; Heft 1; Seite 93 - 108; Grimselit, ein neues Kalium-Natrium-Uranylkarbonat aus dem Grimselgebiet (Oberhasli, Kt. Bern, Schweiz) - Walenta, Kurt; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1976; Band 56; Heft 2; Seite 187 - 194; Baylissit, ein neues Karbonmineral aus den Schweizer Alpen - Weibel, Max; Lapis; 1986; Heft 6; Seite 26 - Weibel, Max & Köppel, Victor;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1963; Band 43; Heft 1; Seite 339 - 343; Bleiglanz von der Grimsel und Zinkblende von Sedrun |
Bemerkungen | Die einmalige, geschützte Kluft 'Gerstenegg' befindet sich im Stollen (1,86 km nach dem Eingang) zur Kraftwerkzentrale 50 Meter unterhalb des Rätrichbodensees. Sie kann nur unter Führung (Kraftwerk) besucht werden. Beim Bau des Kabelstollens Gerstenegg Sommerloch konnten zudem weitere interessante und zum Teil neu Mineralien gefunden werden. Evtl. stammen einige Mineralien von anderen Bauplätzen oder Stollen des Grimselkraftwerkes. Im Strahler Mai, 1987, Seite 441 ist die Kluft abgebildet. |
Mineralien | - Adular: meistens klein, vereinzelt bis 10 cm. - Aeschynit-(Y): aus dem Kabelstollen. - Anatas: klein, in zersetztem Nebengestein. - Ankerit: halbkugelige Aggregate, überkrustend. - Apatit: selten grösser als 1 mm, durchsichtig, zum Teil leichte violette Färbung. - Bastnäsit-(Ce): mit Synchisit syntaktisch verwachsen, selten. - Bayleyit: rezente Bildung aus Stollen. Als lockerer, erdiger Anflug, hellgelb. Das Mineral stammt von der Typlokalität der Mineralarten Grimselit und Baylissit. - Baylissit: rezente Bildung aus Stollen. Farblos, wasserlöslich, Krusten, neue Mineralart (1976), Typlokalität. Der Baylissit tritt krustenförmig auf einer hellen, hauptsächlich aus Quarz und Feldspat bestehenden Unterlage auf. Da er selbst farblos ist, kann man ihn auf diesem Untergrund im Gegensatz zu dem gelb gefärbten Grimselit makroskopisch nicht erkennen, zumal seine Korngrösse gering ist. In der Regel bildet der Baylissit xenomorphe körnige Aggregate. Nur selten sind Ansätze zu idiomorpher Ausbildungsform vorhanden. Es sind in solchen Fällen allerdings meist nur einzelne Kristallkanten undeutlich entwickelt. In einem Fall wurde auch ein unscharf begrenzter, mehr oder minder langprismatisch ausgebildeter Kristall beobachtet. - Biotit: nur als Einschluss im Quarz. - Brookit: klein, im zentralen Nebengestein, bis 2 mm. - Calcit: weiss, dünntafelig, auf Chlorit aufliegend, bis 25 cm Durchmesser, grössere Rhomboeder, kleinere Skalenoeder. - Chlorit: grün, sandig. - Epidot: unter 1 mm. - Fluorit: klein, blassgrün, würfelig, selten. - Galenit: bis 13 mm, stark silberhaltig, im Ankerit eingebettet. - Grimselit: Typlokalität; in Körnern bis 0.1 mm, wasserlöslich, kanariengelb, Begleitmineralien: Quarz, Ankerit, Muskovit, Rutil, Monazit, Schröckingerit (mit intensiver Fluoreszenz), Calcit, Mono-Hydrocalcit, neue Mineralart rezenter Entstehung aus Stollen. - Gwindel: offen und geschlossen (seltener). - Ilmenit: als Einschluss im Quarz. - Milarit: klein, auf dem Chlorit und mit diesem stark durchwachsen. - Monazit-(Ce): 2140 Meter ab Nordportal, klein, rotorange, gelbrosa, dicktafelig, bis 2 mm, selten, mit den Elementen Ce und La (Dollinger, 1990). - Monazit-(La): 2140 Meter ab Nordportal, klein, rotorange, gelbrosa, dicktafelig, bis 2 mm, selten, mit den Elementen Ce und La (Dollinger, 1990). - Monohydrocalcit: als rezente Mineralbildung, bei der Typlokalität des Grimselit (Walenta, 1972). - Muskovit: tonnenförmige Kristalle im zersetzten Nebengestein. - Orthochamosit: schwarzgrün, bis 0.5 mm, sphärolitische Aggregate, in stark verändertem Granit. - Pyrit: hexaedrisch, stark geriefte Würfelflächen, selten. - Quarz: farblos, bis 20 cm. - Rosafluorit: Oktaeder, hellrosa, auf Quarz. - Rutil: feine Fasern im zersetzten Nebengestein und pseudomorph nach Ilmenit. - Schröckingerit: rezente Mineralbildung, entstanden durch Verdunstung uranhaltiger Lösungen, pulverig, starke gelbe Fluoreszenz. - Siderit: auf Ankerit. - Sphalerit: sehr schön, oktaedrisch, auf und im Ankerit. - Synchisit: mit Bastnäsit syntaktisch verwachsen. - Titanit: unter 1 mm. - Xenotim: winzig, im zersetzten Nebengestein. - Zirkon: winzig, rotviolett. |
LNr | 010. |
Fundort | BE / Grimsel, Grimselgebiet |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'669’000 / 1'156’100 |
Literatur | - Graeser, St. & Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1974; Seite 265-277; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 61 etc. - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 402 - Stalder, H. A.; Schweizer Strahler; 1967; Seite 53-58; Goethit und Lepidokrokit in den Zerrklüften der Schweizer Alpen |
Bemerkungen | / |
Mineralien | - Autunit: aus einer Zerrkluft. Nähere Angaben erwähnt Parker nicht. - Bastnäsit-(Ce): als Lamellen in syntaktischer Verwachsung mit Synchisit. - Goethit: kugelig, höchstwahrscheinlich aus feinkristallinen Kugeln von Siderit bestehend (resp. Pistomesit mit eingelagerten Schüppchen von Muskovit und/oder Chlorit). Bei den ‘bekannten’ Chloritkugeln aus dem Grimselgebiet handelt es sich eigentlich um die vorgehend aufgeführte Zusammensetzung. - Thorit: im zentralen Aaregranit, gesteinsbildend. |
LNr | 011. |
Fundort | BE / Grimsel, Grimselhospiz (altes) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'668’870 / 1'156’050 |
Literatur | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 67 |
Bemerkungen | Auf der Grimselpasshöhe. |
Mineralien | - Chlorit: in kugeliger Form bis mehrere cm. - Quarz: |
LNr | 012. |
Fundort | BE / Grimsel, Grimselnollen |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'668’500 / 1'158’500 |
Literatur | - Parker, R. L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 94 - Stalder, H. A., Petrographische und mineralogische Untersuchungen im Grimselgebiet, Inauguraldissertation; 1964 |
Bemerkungen | Zwischen den beiden Staumauern des Grimselsees liegt der Grimselnollen. Dieser hat viele gute Mineralien geliefert. Beim Beginn der Nollenstrasse: Molybdänit. |
Mineralien | - Molybdänit: - Quarz: farblos. - Rosafluorit: |
LNr | 013. |
Fundort | BE / Grimsel, Grimselpass (Umgebung) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'668’934 / 1'157’076 |
Literatur | - Steiner, H.und A.; Urner Mineralienfreund; 1997; Heft 2; Seite 22-24 Aus einer alten, am Wegrand liegenden Kluft. |
Bemerkungen | |
Mineralien | - Amethyst: - Zepteramethyst: bis 22 cm lang und 10 cm dick. Bilder im Urner Mineralienfreund, Seite 23. |
LNr | 014. |
Fundort | BE / Grimsel, Grimselpass (Wasserschloss KW Oberaar) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'668’850 / 1'157’060 |
Literatur | - Beck, Gottfried; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1954; Band 34; Heft 1; Seite 188 - 189; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz; Über Funde von Monazit, Xenotim, Autunit und Bazzit an der Grimsel - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 104 - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 278 - Stalder, H.A.; Petrographische und mineralogische Untersuchungen im Grimselgebiet, Inauguraldissertation; 1964; Seite 302, 305 |
Bemerkungen | 1) Angaben aus Parker und Mineralienlexikon. 2) Funde stammen auch aus dem Stollen bei Koordinaten 668.10 / 1’157.15, 2225 M ü. M. (unter Tag) in Zerr-Rissen mit viel zersetztem Grimsel Granodiorit (Stalder, 1964). 3) Von der Deponie Wasserschloss. Evtl. sind 1) und 3) identisch. |
Mineralien | - Ankerit: 1) 2) krustig, halbkugelig. 3) - Apatit: 1) 2) klein, kugelig. 3) - Bazzit: 1) Haldenfund, nur ein Kristall, klein, blau, auf Ankerit. 3) blau, klein, auf Ankerit, nur ein Kristall. Auf der Halde des Wasserschlosses wurde noch auf Calzit aufsitzend ein prismatischer Bazzit von 2-3 mm Länge von schön himmelblauer Farbe und hexagonalem Querschnitt gefunden. - Calcit: 1) 2) wenig basisverzwillingte Skalenoeder. - Molybdänit: 1) (2H) eine massive Vererzung einer durchziehenden Molybdänschicht bis 1 cm dick. - Muskovit: 1) 2) klein, hexagonale Plättchen. - Pyrit: 1) - Pyrrhotin: 1) 3) - Quarz: 1) 2) hell, teilweise recht gross. - Rutil: 1) 2) klein, teils in sagenitischer Ausbildung, haarig. - Siderit: 1) 2) auf und neben Ankerit, klein, sattelförmig, teils halbkugelig aggregiert. |
LNr | 015. |
Fundort | BE / Grimsel, Grosses Sidelhorn (oben), Grosses Sidelnhorn |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2’664950 / 1’154750 |
Literatur | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 107 - Stalder, H.A., Petrographische und mineralogische Untersuchungen im Grimselgebiet, Inauguraldissertation; 1964; Seite 291 |
Bemerkungen | Südlich der Staumauer des Oberaarsees (Parker, 1973). 1) Eigenfund. Die Koordinaten zeigen auf den Eigenfundort. 2) Nordseite, oberhalb der Bäregg, im südlichen Aaregranit, nahe dem Kontakt mit der Gneis-Schiefer-Zwischenzone, Koordinaten: 2'664’920 / 1'155’350, 2600 m ü. M. (Stalder, 1964) |
Mineralien | - Chlorit: 1). Dunkelbraun, manchmal kugelig auf Muttergestein. 2). - Desmin: 2). - Fluorit: 1). Wasserblau, wenig, oktaedrische Ausbildung, bis 1.5 cm, mit schwacher Phantombildung. - Hämatit: 2). - Morion: 1). Reichlich (mehrere hundert Kristalle), teils in hervorragender Qualität, manchmal mit braunem Chlorit überzogen, bis 25 cm, Normalgrösse 6-12 cm. Meistens nur Einzelkristalle, welche vom Berg- und Eisdruck bereits abgelöst waren. Stufen vorwiegend mit kleinen, bis 3 cm langen Kristallen. Die Stelle ist heute zusammengestürzt. - Quarz: - Skolezit: radialstrahlig, büschelig, als Spaltenfüllung neben Quarz. - Stilbit: |
LNr | 016. |
Fundort | BE / Grimsel, Gärstenhörner, Gerstenhörner, Gerstenhorn (Südostabhang), Gerstengletscher |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'670’600 / 1'160’600 |
Literatur | - Graeser, Stefan; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1971; Band 51; Heft 2 - 3; Seite 415 - 442; Mineralogisch-geochemische Untersuchungen an Bleiglanz und Zinkblende - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 66 - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 93,104- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 149,177 - Stalder, Hans Anton, Petrographische und mineralogische Untersuchungen im Grimselgebiet, Inauguraldissertation, H.A. Stalder; 1964; Seite 284 - Weibel, Max & Köppel, Victor; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1963; Band 43; Heft 1; Seite 339 - 343; Bleiglanz von der Grimsel und Zinkblende von Sedrun |
Bemerkungen | 1) Ein grosser Rauchquarzfund konnte 1948 am zurückgehenden Gerstengletscher durch Hans und Alexander von Bergen im Grimsel-Granodiorit getätigt werden. Kluftlänge: 6 Meter. Ausgebeutet wurden ca. 770 kg sehr schöner und dunkler Rauchquarz (teilweise beschädigt). Das schwerste Exemplar wiegt 47.55 kg. 2) In einer Bachrunse konnte 1950 durch Alex und Hans von Bergen eine weitere Rauchquarzkluft entdeckt werden. Sie liegt etwas unterhalb der Kluft aus dem Jahre 1948. Koordinaten: 2'670’320 / 1'160’650, Höhe 2820 m ü. M. Nebengestein ist ebenfalls Grimsel-Granodiorit. 3) Anfangs der 50-er Jahre (1950) konnte in der Gegend durch die beiden Strahler eine dritte Rauchquarzkluft geöffnet werden. 4) Am SE-Abhang des südlichen Gerstenhorns, auf ca. 2770 m ü. M. konnte eine Zerrkluft entdeckt werden. |
Mineralien | - Adular: 1) Nur klein (einige mm), sehr zahlreich (tausende), teilweise auf dem Quarz aufgewachsen (wenig eingewachsen), immer im typischen Adularhabitus. 2) Wenig. - Anglesit: in Hohlräumen des Galenits, klein. 4) als Sekundärmineral auf dem Galenit. - Ankerit: 4) Völlig zersetzt. - Apatit: 1) Nur ca. 20 kleine Apatitkristalle, kugelig, 1-2 mm Durchmesser, flächenreich, nur auf dem Nebengestein anzutreffen. 2) 3-4 mm, bläulich. - Cerussit: in Hohlräumen des Galenits, klein. 4) als Sekundärmineral auf dem Galenit. - Chalkopyrit: 4). - Empressit: 4) Als mikrokleine, 0.01 mm grosse Einschlüsse im Galenit (es wird vermutet, dass es sich um Empressit handelt, liegt dieser doch in der Nähe von gediegenem Tellur (im Galenit) (Weibel, Köppel, 1963)). - Fluorit: Fluorit konnte in dieser Gegend mehrmals gefunden werden. - Galenit: 4) Einige Kilogramm, silber- und wismuthaltig, mit Einschlüssen von kleinsten gediegenem Tellur und evtl. Empressit (Weibel, Köppel, 1963). Würfelige Kristalle, bis zu 6 cm gross, öfters sattelförmig gekrümmte Aggregate zusammen mit Cerussit, Anglesit, Rauchquarz, Ankerit. - Pyrit: 1) Aus einer Nebenkluft ein Würfel, limonitisiert, Kantenlänge ca. 11 cm (Stalder, 1964a).. 2). - Quarz: mit diversen Karbonaten. - Rauchquarz: 2) über 30 Stufen, Kristalle bis 12 cm. 4). - Tellurium: gediegen, klein (ca. 0.02 mm), als Einschlüsse im Galenit und selten auch im Cerussit, Neufund für die Schweiz. |
LNr | 017. |
Fundort | BE / Grimsel, Handegg, Handeck, Alplistock (Nordwestflanke) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'664’620 / 1'160’750 |
Literatur | - Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 237 |
Bemerkungen | Südwestlich der Lokalität Handegg an der Grimselstrasse (Bernerseite). |
Mineralien | - Kasolit: von hier das erste Mal für die Schweiz gefunden worden, gelb, orange, dm-grosse feinkristalline Krusten, zusammen mit kleinem Wulfenit (Stalder, 1987). - Wulfenit: klein. |
LNr | 018. |
Fundort | BE / Grimsel, Handegg, Handeck, KW Oberaar - Sommerloch |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'666’200 / 1'162’570 |
Literatur | - Beck, Gottfried; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1956; Band 36; Heft 2; Seite 604 - 606; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz; Über Kainosit- und Pseudokristallfunde an der Grimsel - Hirschi, H.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1931; Band 11; Heft 1; Seite 173; Beryllvorkommen im Aarmassiv - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 95 - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 99 - Stalder, Hans Anton; Petrographische und mineralogische Untersuchungen im Grimselgebiet, Inauguraldissertation; 1964; Seite 286 - Stalder, Hans Anton; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1964;Band 44; Heft 1; Seite 187 - 399; Petrographische und mineralogische Untersuchungen im Grimselgebiet (mittleres Aarmassiv) |
Bemerkungen | 1). Liftschacht zum Nollen, Fluoritkluft. 2). Seeuferegg - Talsperre, im neuen Bachbeet. 3). Zerrkluftmineralien aus der Kaverne der Schieberkammer (Koord. 2'668'550 / 1'158'570, 1770 m ü. M., unter Tag, im Grimsel-Granodiorit.) In der Schieberkammer der unterirdischen Zentrale Sommerloch sind viele und grosse Quarze gefunden worden (Kristalle von 10-20 cm Länge). Die schönste Kristallgruppe wurde durch Obering. J. Baechtold dem Min.-petr. Institut in Bern geschenkt. 4). Kraftwerk Oberaar, Ablaufstollen Zentrale Sommerloch. . Zerrkluft im Ablaufstollen Sommerloch des KW Oberaar (Koord. 668.65/158.90/1755 m, unter Tag, im Grimsel-Granodiorit.) Die Kluft ist beim Ausweiten des Ablaufstollens angeschossen worden (Frühling 1950). Dank der raschen Meldung des Fundes konnten Huttenlocher und Mitarbeiter sofort - vor der weitern Ausbeutung der Kluft - an Ort und Stelle die Verhältnisse studieren. 5). Baustelle Handegg III. 6). Sonst. 7). Beim Bau des Druckschachtes vom Oberaarstollen nach der Zentrale des Elektrizitätswerkes Sommerloch an der Grimsel stiess man auf interessante Kluftmineralien. Auf den Schutthalden der Fenster II und III liegen viele bis 15 kg schwere Blöcke eines stark porösen Granits, auf dem sich viel Ankerit abgesetzt hat. Daneben viel Rutil, Anatas und Brookit und etwas Zinkblende. Einige Stufen sind übersät mit Apatiten, und als neu für die Grimsel wurden 30 Monazitkristalle gefunden |
Mineralien | - Adular: 1). Chloritisiert. 4). Adulare zeigen die typische Ausbildung, sie sind auf dem zersetzten Gestein gesprossen und sind unbedeutend in Grösse und Menge (grösste Kantenlänge ca. 1 cm). - Anatas: 7). - Ankerit: 7). Viel, in kugeligen Aggregaten. - Apatit: 1). Klein. 4). Sehr kleine (höchstens 3 mm grosse) Apatite machen kaum mehr als 3 g aus. Sie sind flächenreich und kugelig ausgebildet. 7). Modelhaften, flächenreich, glasklar, bis 2 mm Durchmesser in Form runder, flacher Scheibchen. - Autunit: 7). Auf einem ca. 3 kg schweren Granitblock mit einem zusammenhängenden Ankeritüberzug wurden kleine bis knapp 1 mm grosse Autunitkriställchen gefunden, die im UV sehr schön hellgelbgrün fluoreszierten. Sie sitzen nur lose auf dem Ankerit und fallen daher beim Transport grösstenteils ab. Unter dem Mikroskop erkennt man die dünnen rhombischen Plättchen von zeisiggelber Farbe mit grüner Fluoreszenz. - Bazzit: 7). Auf der Halde des Wasserschlosses wurde noch auf CalCit aufsitzend ein prismatischer Bazzit von 2-3 mm Länge von schön himmelblauer Farbe und hexagonalem Querschnitt gefunden. - Beryll: 6). Beim Bau der Standseilbahn von Handeck nach Gelmersee (Grimselstrasse) wurden bedeutende Granitmassen weggesprengt. Diese fielen teilweise in das tiefe Tobel und auf dessen Schuttkegel, südlich der Bahnlinie. In solchem Granitmaterial, einem etwas basischengepressten, ziemlich stark epidotisierten Typus, sind kleinere Linsen und Adern (wenige cm dick und einige dm lang) aus trübem, treilweise schwach bräunlichrotem (rauchigem) Quarz. Darin wurde blauer Beryll angetroffen in garbenförmigem Aggregat (2.5 x 1.5 cm) aus schlanken Prismen und Nadeln. Ein isoliert im Quarz steckender Kristall ist tiefblau gefärbt und klar, mit deutlichen Spaltrissen quer zum Prisma. Andere Mineralien, ausser wenigen Epidotnadeln, sind in den Quarzadern nicht beobachtet worden. Ausbildung und Farbe erinnern an die garbenförmigen Beryllaggregate im Rauchquarz der Pegmatite im Bergeller-Granit. Unter dem Mikroskop zeigen auch noch dünne Nadeln, unter 1 mm Dicke, kräftigen Pleochroismus von himmelblau nach schwach bräunlich. Typisch sind die vielen Gas- und Flüssigkeitseinschlüsse, die oft nach dem Prisma röhrenförmig verlängert sind, und staubförmige Einschlüsse, welche in Adern schief zum Prisma oder parallel den Spaltrissen angereichert sind. - Brookit: 7). - Calcit: 4). Klein, durchsichtig. 5). Aus einer grossen Kluftspalte, tafelig, dünn, weiss, bis 20 cm Durchmesser. 7). Der Calcit bei den Vorkommen an der Grimsel zeigt im UV eine schöne anilinrosafarbene Fluoreszenz, das auf einen geringen Mangangehalt zurückzuführen ist. Diese Fluoreszenz fehlt bei den Calciten aus der Kalkzone vollständig. - Chlorit: 4). Der Chlorit ist dunkelgrün, mittelkörnig und dürfte mehr als 10 kg ausmachen Fe-Prochlorit). - Epidot: 1). - Fluorit: 3). Der Hauptkristall ist ein riesiger ca. 4 kg schwerer Fluorit-Einkristall mit Kantenlängen von 11 cm, 12 cm, 14 cm und 17 cm. Er hat ein Quarzaggregat von hellen, durchsichtigen Kristallen überwachsen. Die Oberfläche des Fluorits ist stark strukturiert subparallele Verwachsung). Die Farbe ist grünlich bis weiss, die grüne Farbe wird gegen die Kanten zu ausgeprägter. Im Innern des Kristalls sind schwache rosa Töne zu beobachten. Das Mineral ist durchscheinend und an den Kanten durchsichtig. Es scheint, dass während der Kristallisation ein kompaktes Quarzband am Boden zerrissen und durch Fluorit ausgeheilt worden ist. 4). Violettbläulich. Die vorkommenden Fluorite sind mit dem ausgelaugten Gestein innig verwachsen, sie sind blassrot bis weisslich, wobei der Kern stets etwas dunkler gefärbt ist. Grösste Kantenlänge 4 - 5 cm, Gesamtgewicht aller Fluorite ca. 1000 g. - Galenit: 1). Leicht gebogene Hexaeder, durchwachsen von Quarz. 3). Hexaeder. - Gwindel: 4). Halboffen. - Hämatit: 4). - Kainosit-(Y): 6). Im Kabelstollen Guttannen-Handegg. Ein ca. 1 mm grosser Kainosit auf einer Ankerit-haltigen, durch hydrothermale Tätigkeit umkristallisierten porösen Granitstufe. Es handel sich hier um den dritten Fund im Grimselgebiet. - Lanthanit: 7). Auf einer Stufe wurde in einem Hohlraum ein stark glasglänzender, vollkommen durchsichtiger, tafeliger Kristall von hellwachsgelber Farbe gefunden. Er zeigte im Spektroskop sehr stark die Linien des Neodyms, etwas schwächer die des Praseodyms. Die beiden Elemente bilden komplementär gefärbte Salze, daher die relativ schwache Farbe des Kristalls, zumal auch das stark gelb gefärbte Cerium bei der Umsetzung mit den Karbonat-haltigen Wässern als Komplex über die vierwertige Stufe entfernt worden sein dürfte. Es handelt sich sehr wahrscheinlich um Lanthanit (Lanthancarbonat), der sekundär aus dem vorhandenen Monazit durch die zirkulierenden Karbonat-haltigen Wässer entstanden ist. Die ganze Stufe ist denn auch von Ankerit und Dolomit durchsetzt. - Milarit: 4). Das wichtigste Mineral ist ein Milarit von 11 mm Länge und einem Durchmesser von 6 mm. Dieser Kristall ist glasglänzend, durchsichtig bis durchscheinend und ohne ChloritÜberzug. Der Milarit ist partiell auf kleinen Quarz- und Adularkristallen aufgewachsen. - Monazit: 7). Neu für den Grimsel, 2- 6 mm Länge und bis 3 mm Durchmesser. Sie sind durchscheinend bis klar durchsichtig, honiggelb gefärbt, haben prismatischen Habitus mit rhombischem Querschnitt und z. T. schönen Endflächen, z. T. sind sie tafelig ausgebildet und verzwillingt. - Pyrit: 4). - Quarz: 1). 3). Bis 20 cm. Die Quarzkristalle zeigen einige Risse, die auf bestimmten Rhomboederflächen das Wachstum von schönen Vizinalpyramiden induziert haben. Kleine x- und s-Flächen sind vorhanden. Zwei Stufen mit Bleiglanz stammen aus der gleichen Kluft. Die Hexaeder der Bleiglanze sind leicht verdreht; in ihrem Innern befinden sich korrodierte helle Quarzkristalle. 4). Die Kluft enthielt ca. 30 kg helle Quarzkristalle mit Längen bis zu 14 cm. Es sind relativ kurzprismatische Kristalle mit z. T. ausgesprochener subparalleler Verwachsung, daneben halboffene Gwindel. Die Rhomboederflächen sind meist leicht chloritüberzogen, ebenso die relativ grossen Trapezoederflächen. s-Flächen sind nur sehr kleine vorhanden (~ 2 mm2). 7). Die hier vorkommenden Quarzkristalle sind nur klein, sie sind äusserst flächenreich und zeichnen sich durch grosse x-Flächen aus. - Rauchquarz: 4). Klein - Rosafluorit: 1). Bis 8 cm. 2). 3). Kristall 4 kg mit Kantenlängen von 11 bis 17 cm, grünlich bis weiss, im Innern schwach rosa, stark strukturiert (=subparallele Verwachsung). 4). Oktaedrisch, blassros bis weisslich, verwachsen mit dem Gestein, Total ca. 1 kg, grösste Kantenlänge ca 5 cm. 6). - Rutil: 7). - Sphalerit: 7). - Titanit: 1). - Xenotim: 4). 7). In der Nähe einer kleinen Monazitstufe fand sich nur einmal ein ca. 2 mm langer hellrosa gefärbter Kristall von prismatischem Habitus mit schmaler Kantenfläche; das eine Ende mit Pyramide begrenzt, das andere Ende mit stark ausgebildeter Basis. Auf der kleinen benachbarten Monazitstufe befindet sich ein zweiter ca. 0,5 mm langer Xenotimkristall. Ein weiterer Xenotim von ca. 1 mm Länge zeigte im UV deutliche orangegelbe Fluoreszenz, wie man sie bei Erbiumhaltigen Dysprosiumfraktionen beobachten kann. |
LNr | 019. |
Fundort | BE / Grimsel, Hinterer Tierberg |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'659’370 / 1'155’490 |
Literatur | - Wiser, David Friedrich;Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefakten-Kunde, Dr. K.C. von Leonhard und Dr. H.G.Bronn, Jg. 1844; Beiträge zur topografischen Mineralogie des Schweitzer-Landes. - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 99 - Stalder, Hans Anton; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1964; Band 44; Heft 1; Seite 187 - 399; Petrographische und mineralogische Untersuchungen im Grimselgebiet (mittleres Aarmassiv) |
Bemerkungen | 1). 2). Als Beispiel einer "normalen" alpinen Mineral-Zerrkluft, die neben Quarz keine weitern sammelwürdigen Mineralien geliefert hat, sei ein Fund auf 2910 m Höhe auf der S-Seite des Hintern Tierberges beschrieben (Koord. 2'659’800/ 1'155’300). Die Zerrkluft wurde im Sommer 1958 von H. Rufibach (Guttannen) und Alfr. Wenger (Innertkirchen) ausgebeutet. Die Kluft lag im zentralen Aaregranit, der hier relativ glimmerreich und stark parallel texturiert ist. 3). Eine andere Gesteinsklüftung streicht genau N-S und fällt senkrecht ein. Die scharf durchsetzende Fläche des Kluftbodens "Satz" bildet einen verhältnismässig kleinen Winkel zur Schieferungsklüftung: Streichen N 50° E, Fallen 30° nach SE. Die Zerrkluft besitzt in direktem Kontakt kein Quarzband - erst 10 m davon entfernt ist ein solches sichtbar. Die Zerrkluft ist ca. 1 m breit, die grösste Öffnung Höhe) beträgt 30 cm und die Klufttiefe Ausdehnung in der W-E-Richtung) betrug ca. 4 m. Bei der Entdeckung existierte nur noch die westliche Hälfte der Kluft, die östliche war durch die natürliche Erosion weggesprengt worden. Die Zerrkluft wird oben und unten von einem regelmässigen Auslaugungsband begrenzt. Die Ausbeute mag etwa 100 kg helle und dunkle Quarze umfassen. Neben Quarz fand sich in der Kluft Chlorit, Calcit und Adular. |
Mineralien | - Adular: 3). Nur klein, typischer "Adularhabitus", als Neusprossung im zersetzten Nebengestein. - Calcit: 3). Z. T. korrodiert. - Chlorit: 3). Stark verwittert, braun. - Gwindel: 3). Häufig. - Quarz: 3). Die längsten Kristalle sind etwas länger als 10 cm, die grösseren sind allgemein kurzprismatisch. Halboffene Gwindel - meist stark verwachsen - sind häufig. - Rosafluorit: 1). Über Ausbildung und Qualität sind keine Angaben vorhanden. Wiser: Flussspat, roter vom Hinteren Thierberg, in der Nähe des Triften-Gletschers, nordöstlich von Guttannen im Berner-Oberland. Es ist ein kleines, etwas langgezogenes, aber schön ausgebildetes, halbdurchsichtiges, rosenrotes Rhomben-Dodekaeder von ungefähr 2,5“‘ Durchmesser, das mit sehr kleinen, teilweise durch Chlorit grün gefärbten Bergkristallen auf einem schiefrigen Feldspat-artigen Gestein aufgewachsen ist. Dieser Fundort ist wohl einer der Interessantesten, denn es kommen vier verschiedene Kristallformen des roten Flussspates daselbst vor, nämlich: - das Rhomben-Dodekaeder, - das Cubo-Oktaeder, an dem die Hexaeder-Flächen etwas weniger vorherrschen, - die Kombination des Oktaeders, Dodekaeders, Leuzitoeders und Hexaeders, mit vorherrschenden Oktaeder-Flächen, - die Kombination des Dodekaeders, Leuzitoeders und Hexaeders, mit vorherrschenden Dodekaeder-Flächen. |
LNr | 020. |
Fundort | BE / Grimsel, Husegg, Schwarzer Nollen |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'667’500 / 1'157’000 |
Literatur | - Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1981; Seite 437-467; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten V |
Bemerkungen | Zwischen Husegg und Schwarzer Nollen. Beide Lokalitäten sind wenig westlich des Grimselpasses zu finden. |
Mineralien | - Beryll: dunkelblaue Kriställchen, stängelig. |
LNr | 021. |
Fundort | BE / Grimsel, Juchlistock (Stollen), Jöchli |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'667’000 / 1'158’550 |
Literatur | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 96 |
Bemerkungen | Bei Stollenarbeiten in der südlichen Rippe des Juchlistockes aus zwei grossen Klüften (beide ca. 4 x 6 Meter). |
Mineralien | - Adular: - Albit: - Apatit: bis 5 mm, glänzend. - Calcit: reichlich. - Chlorit: reichlich. - Quarz: reichlich, bis 30 cm, klar (klein) - milchig (gross), zum Teil zusammen mit Rosafluorit, schöne Stufen. - Rosafluorit: bis 2 cm, Oktaeder. |
LNr | 022. |
Fundort | BE / Grimsel, Juchlistock, Im Juchli, Jöchli |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'666’800 / 1'158’750 |
Literatur | - Beck, Gottfried; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1956; Band 36; Heft 2; Seite 604 - 606; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz; Über Kainosit- und Pseudokristallfunde an der Grimsel - Dillen, H. & Gijbels, R. & Stalder, Stalder, Hans Anton; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1984; Band 64; Heft 1-2; Seite 27 - 48; Untersuchung einiger Spurenelemente in alpinen Kluftpyriten mit der Ionenmikrosonde - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 67 - Stalder, Hans Anton; Petrographische und mineralogische Untersuchungen im Grimselgebiet, Inauguraldissertation; 1964; Seite 288 - Stalder, Hans Anton; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1964; Band 44; Heft 1; Seite 187 - 399; Petrographische und mineralogische Untersuchungen im Grimselgebiet (mittleres Aarmassiv) |
Bemerkungen | 1). Beim Bearbeiten einer bereits ausgeräumten Kluft zwischen der Spitallammsperre und dem Juchlistock konnte aus einer Nebenkluft 3 bis 4 kg Rosafluorit geborgen werden. 2). Zwischen Sommerloch und Juchlistock. 3). Die Bezeichnung trifft auf den Südostabhang des Juchlistocks (Richtung Grimselsee) zu. 4). Aus einer 1942 bei Bauarbeiten angeschossenen Zerrkluft. 5). Juchlistock, Koordinaten 2'668’300 / 1'158’500. 6). Auf einem Granitblock auf der Schutthalde am Fusse des Juchlistockes gegenüber dem Grimselhospiz. Der ca. 0,5 m grosse helle Block war am einen Ende durch hydrothermale Tätigkeit stark aufgelockert und porös und querdurch von einer 1-2 cm breiten Clacitader durchzogen. |
Mineralien | - Brookit: 6). In den Hohlräumen der porösen Partien fanden sich schöne, dünne, gelbbräunliche Brookite. - Calcit: 1). Viel. 4). / 5). 6). Der Calcit mit schwacher, aber deutlicher Rosafärbung leuchtete unter dem UV stark rot, enthielt also wenige Prozent Manganspat, wie dies beim Calcit vom Grimselpass, ca. 1 km südlicher, schon gefunden wurde. - Fluorit: 2). In geringen Mengen. 4). / 5). - Kainosit-(Y): 6). In den Hohlräumen der porösen Partien fanden sich kleine Grüppchen von helllederbraunen, durchsichtigen Kriställchen von ca. 0,5 mm Grösse, die bei Vergrösserung mit dem Spektroskop deutlich die Linien der Ceriterden, hauptsächlich des Neodyms, erkennen liessen. Es wurden etwa 10 solcher Haufwerke von Kriställchen gefunden. - Milarit: 2). 11 mm, leicht chloritisiert. - Pyrit: 5). Würfel, 15 mm. - Quarz: 2). In geringen Mengen. 3). / 4). / 5). - Rosafluorit: 1). Die vollständige Ausbeute ergab 3 - 4 kg schönen himbeerroten bis violettweissen Fluorit. Z. T. sind die Fluorite gleichmässig rot, z. T. besitzen sie einen roten Kern und scheinen an den Kanten weiss bis blauviolettlich durch. Die Kristalle besitzen Kantenlängen bis 5 cm. Nur wenige sind chloritisiert. Viele Fluorite sind stark mit dem kavernösen Nebengestein verwachsen, dem sie ausnahmslos aufsitzen. 3). Mattrosarot und mit Chloritüberzug. - Titanit: 2). In geringen Mengen. |
LNr | 023. |
Fundort | BE / Grimsel, Kleines Sidelhorn (Nordseite), Kleines Sidelnhorn |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'666’900 / 1'156’250 |
Literatur | - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 102 |
Bemerkungen | Ca. 2 km westlich des Grimselpasses. |
Mineralien | - Amethyst: als Zepterquarz. |
LNr | 024. |
Fundort | BE / Grimsel, Nollen (beim Oberaargletscher) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'656’700 / 1'152’680 |
Literatur | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 67 |
Bemerkungen | Am Ende des Oberaargletschers, linksseitig des Uebergangs Oberaarjoch. |
Mineralien | - Adular: fast immer mit Chloritüberzug. - Apatit: klein, klar, als Begleiter von Fluorit. - Calcit: - Epidot: - Quarz: in sehr schöner Ausbildung. - Rosafluorit: bis 8 cm. - Titanit: |
LNr | 025. |
Fundort | BE / Grimsel, Nägelisgrätli |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'670’850 / 1'159’170 |
Literatur | - Graeser, Stefan; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1971; Band 51; Heft 2 - 3; Seite 415 - 442; Mineralogisch-geochemische Untersuchungen an Bleiglanz und Zinkblende - Hügi, Th. / Röwe, D.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1970;Band 50; Heft 3; Seite 445 - 480; Berylliummineralien und Berylliumgehalte granitischer Gesteine der Alpen - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 67 - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 108 - Rykart ,R.; Schweizer Strahler; 1985;; Seite 105 - Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1967; Seite 53 |
Bemerkungen | Östlich oberhalb des Grimselsees, an der Kantonsgrenze zum Wallis. Funde stammen vorwiegend aus den Nordhängen des Grates (1) und unterhalb dieses Grätlis, im mittleren Teil (2). Ein Phänomen, das allerdings nicht nur im Komplex des südlichen Aaregranits auftritt, bilden die Granitpartien mit viel Calcit. Man erkennt sie im Felde leicht an der rauhen Verwitterungsoberfläche, die infolge der Leichtlöslichkeit des Calcits entsteht. Ich (H.A. Stalder) habe solche Gesteinspartien vor allem im S des Oberaarsees und am Nägelisgrätli (Südl. Randfacies des Grimsel-Granodiorits) angetroffen. Es fällt auf, dass dem calcitführenden Granit weitgehend der Quarz entzogen worden ist, zudem fehlt der Epidot vollständig. Bei der Bildung dieses merkwürdigen Gesteins haben sicher metasomatische Vorgänge eine Rolle gespielt: Verdrängung von Quarz durch Calcit. |
Mineralien | - Amethyst: 2) in Zepterform. - Beryll: im sauren, aplitischen Granit, hellblauer Beryll, Fund A. Squaratti, sowie loses Stück, Quarz + Beryll (tiefblau), Fund Dr. G. Paschei. - Chlorit: 1) - Eisenrose: klein. - Galenit: im Grimsel-Granodiorit: sattelförmig verbogene Kristalle, schlecht ausgebildet. - Hämatit: 1) - Kappenquarz: - Lepidokrokit: 1) rotbraunes, dichtes Pulver, pseudomorph nach Pyrit, scharfkantig, mm-gross (Stalder,1967). - Pyrit: verzerrt, zum Teil in Lepidokrokit umgewandelt. - Quarz: 1) 2) auch als sogenannter Kappenquarze. - Rauchquarz: 1) dunkel. - Rutil: 1) auch im Quarz. - Zepterquarz: 2) zum Teil amethystfarbig. |
LNr | 026. |
Fundort | BE / Grimsel, Oberaar |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'662’000 / 1'155’000 |
Literatur | - Oberholzer, W.F. & Graeser, Stefan & Reusser, E.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1997; Band 77; Heft 2; Seite 233 - 236; Senait, ein weiteres Vorkommen in einer alpinen Zerrkluft - Ruef, Anton; Schweizer Strahler; 1997; Heft 3; Seite 89 - 93; Senait-Krstalle aus dem Oberaargebiet (BE) - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 89 |
Bemerkungen | Gegend des Talkessels beim Oberaarsee. Ein Phänomen, das allerdings nicht nur im Komplex des südlichen Aaregranits auftritt, bilden die Granitpartien mit viel Calcit. Man erkennt sie im Felde leicht an der rauen Verwitterungsoberfläche, die infolge der Leichtlöslichkeit des Calcits entsteht. Ich (H.A. Stalder) habe solche Gesteinspartien vor allem im S des Oberaarsees und am Nägelisgrätli (Südl. Randfacies des Grimsel-Granodiorits) angetroffen. Es fällt auf, dass dem calcitführenden Granit weitgehend der Quarz entzogen worden ist, zudem fehlt der Epidot vollständig. Bei der Bildung dieses merkwürdigen Gesteins haben sicher metasomatische Vorgänge eine Rolle gespielt: Verdrängung von Quarz durch Calcit. |
Mineralien | - Adular: - Apatit: - Brookit: - Crichtonit: auf der linken Talseite, dicktafelig - isometrisch, bis 8 mm Durchmesser, zusammen mit Quarz, Hämatit und weiteren Mineralien. - Eisenrose: - Goethit: pseudomorph nach Pyrit. - Hämatit: - Monazit: - Pyrit: - Quarz: - Rutil: feinhaarig. - Senait: bis 7 mm, schwarz, tafelig, mit grosser Basisfläche, zum Teil mit einspringendem Winkel (keine Zwillinge!). |
LNr | 027. |
Fundort | BE / Grimsel, Oberaar (Kraftwerk Druckstollen) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'664’000 / 1'155’000 |
Literatur | - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 381 - von Weissenfluh, Walter; Schweizer Strahler; 2008; Seite 7-13; Variantenreiche neue Grimselkluft |
Bemerkungen | 1). Bei Meter 1340. Die Koordinaten zeigen auf die Staumauer. Mineralien stammen auch aus dem Druckstollen. 1950 begann die KWO das Kraftwerk Oberaar mit der grossen Staumauer an der Oberaar, dem Zuleitungsstollen zum Grimselpass, dem Druckschacht von hier unter dem alten Grimselstausee durch bis in die Zentrale Sommerloch zu bauen. Beim Bau des Fenstertunnels zum Druckschacht (2073 m ü. M.) wurde im Granodirit ein 20 Meter langes Kluftsystem mit reichlich Ankerit angefahren. 2). In den Jahren 2004-2007 wurde ein neuer, 1200 Meter langer, Druckstollen angelegt. Dabei kamen wiederum einige hervorragende Stufen zum Vorschein. Erwähnenswert ist eine 33 cm hohe, rundum verwachsene Quarzstufe. Der grösste geborgene Einzelkristall erreichte einen Durchmesser von 20 cm und eine Höhe von 30 cm. In den angefahrenen Klüften konnten folgende Mineralien gefunden werden: Pyrit, Galenit, Calcit, Ankerit und Quarz. |
Mineralien | - Anatas: spitzpyramidal, bis 6 mm. - Ankerit: grösstes Ankeritvorkommen in der Schweiz (Tonnenbereich), teilweise reichlich, halbkugelig aggregiert, rasenähnlich überzogen von Siderit, meistens als dünne bis cm-dicke Überzüge. - Apatit: - Bastnäsit-(Ce): Spindelförmig, unter einem mm. - Brookit: Dünntafelig, bis 4 mm. - Calcit: - Chlorit: Selten. - Fluorit: - Gadolinit-(Y): ? - Galenit: Silberreich. - Ilmenit: Schwarze Blättchen, teils umgewandelt in feinkörnigen Rutil. - Milarit: ? - Monazit: Honiggelb, bis einige mm, gestreckt nach der b-Achse. - Muskovit: Reichlich, scharf hexagonal, tafelig, bis 3 mm, auch als graugrüner und feinschuppiger Sand. - Pyrit: wenig. - Quarz: bis 25 cm, ohne spezielle Flächen, meistens mit Ankeritabdrücken. Oft von Ankerit überwachsen. - Rutil: nach Ilmenit, weiss, filzig, faserig. - Siderit: zusammen mit viel Ankerit, gelbbraun, stark gekrümmte Rhomboeder, bis 3 mm, den Ankerit überziehend, auch kugelige Aggregate bis 2.5 cm Durchmesser und verwachsen mit Hellglimmer. - Sphalerit: tief rotbraun, oktaedrische Erscheinung, dem Ankerit auf- und etwas eingewachsen, bis 2 cm. Durch das etwa gleich grosse Auftreten des positiven und des negativen Tetraeders wird ein Oktaeder vorgetäuscht. - Synchisit-(Ce): klein, hellbräunlich gelb, spindelförmig, bis 1.7 mm, mit Bastnäsitlamellen, syntaktisch verwachsen mit diesem. - Xenotim: weingelb, winzig klein. |
LNr | 028. |
Fundort | BE / Grimsel, Oberaar (Kraftwerk Zuleitungsstollen) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | - Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 369,442 - Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 1978; Seite 374-384; Alte und neue Mineralfunde aus dem Wallis |
Literatur | 2'663’500 / 1'155’550 |
Bemerkungen | Aus der Literatur geht nicht hervor um welchen Zuleitungsstollen es sich hier handelt. Evtl. bei der aufgeführten Koordinate(1). Andere Mineralien werden aus dem Kabelstollen (2) erwähnt. Genauer erwähnt ist der Zulaufstollen Oberaar - Grimsel - Passhöhe (3). |
Mineralien | - Ankerit: 3) - Bazzit: 1) - Calcit: 2) - Pyrit: 3) - Quarz: 2) - Rutil: 3) - Siderit: 3) magnesiumreiche und magnesiumarme Siderite, fächerförmig verbogene Aggregate, bis 3 cm (Stalder, 1964a). - Zoisit: 2) in zoisitführenden Mineraladern mit einer Mächtigkeit von 1 bis 5 cm, bis 0.5 mm lange Prismen. |
LNr | 029. |
Fundort | BE / Grimsel, Oberaar (unterhalb Strasse) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'665’500 / 1'156’500 |
Literatur | - Schütz, Beat; Schweizer Strahler; 1992; Heft 4; Seite 389 - 396; Glückliche Grübler |
Bemerkungen | Die Fundstelle liegt unterhalb des Fahrsträsschens vom Grimselpass zum Berghaus Oberaar. Im Strahler 1992, Heft 4, S. 389, wird mittels Skizze die Kluftlage gezeigt. |
Mineralien | - Gwindel: bis 13 cm. - Pyrit: Aggregate bis 11 cm. - Rauchquarz: |
LNr | 030. |
Fundort | BE / Grimsel, Oberaar, Löffelhorn |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'661’250 / 1'153’150 |
Literatur | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 73 - von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte |
Bemerkungen | In der Bergkette südlich des Oberaarsees. |
Mineralien | - Amethyst: dunkelviolettblau, sehr schön (evtl. handelt es sich um eine absichtliche Falschangabe des Fundortes !). Siehe Jahrbuch S. A. C., IX, p. 540. - Quarz: |
LNr | 031. |
Fundort | BE / Grimsel, Oberaar, Oberaargletscher, Fusshorn, Fusshörner (am Fusse) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'643’240 / 1'141’410 |
Literatur | - Krähenbühl,Hans; Bergknappe; 1988/2; Heft 44; Seite 23-26; Die Molybdänlagerstätte im Baltschiedertal, Kanton Wallis. |
Bemerkungen | Am Fusse der Fusshörner (Oberaargletscher). Die Koordinaten zeigen auf die Fusshörner (nicht auf den Fuss der Fusshörner). |
Mineralien | - Molybdänit: |
LNr | 032. |
Fundort | BE / Grimsel, Oberaar, Scheuchzerhorn |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'657’650 / 1'155’050 |
Literatur | - von Bergen, P. & von Bergen, A.; Schweizer Strahler; 1997; Heft 2; Seite 45 - 49; Die Kristallkluft am Scheuchzerhorn (Oberaar BE) - von Bergen, P. & von Bergen, A.; Urner Mineralienfreund; 1996; Heft 2 - Nowacki, W.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 114 - Teige, Beat & Willener, Alexander; Schweizer Strahler; 1996; Heft 3; Seite 417 - 427; Die Gwindelkluft an der Oberaar (BE) oder Strahler 'strahlen' - von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte |
Bemerkungen | In den Jahren 1992 - 1997 wurden in dieser Umgebung gute Funde getätigt. Der Berg reiht sich vom Grimsel aus gegen Westen an die bekannten Gipfel Zinggenstock und Tierberg an. Im Strahler 1996,3, S. 417 ist die Fundregion des Scheuchzerhorn abgebildet. Weitere Abbildungen sind dem Urner Mineralienfreund, 1996/2 zu entnehmen. Die grosse Kluft wurde auf einer Höhe von 3400 M ü. M. entdeckt (von Bergen, A. und P.). |
Mineralien | - Adular: von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir, 1893: Auf dem Gipfel des Scheuchzerhorns: Asbest (grüner Amphibol-Amianth) und hübsche chloritische Adularkrystalle mit gekrümmten, sattelförmigen Flächen. - Amianth: von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir, 1893: Auf dem Gipfel des Scheuchzerhorns: Asbest (grüner Amphibol-Amianth) und hübsche chloritische Adularkrystalle mit gekrümmten, sattelförmigen Flächen. - Ankerit: - Citrin: - Fluorit: in den 80-er Jahren wurde Fluorit mit dieser absichtlichen falschen Fundortbezeichnung auf den Markt gebracht. Die Funde stammten aus dem Grimselgebiet, wo sie verbotenerweise ausgebeutet wurden. - Gwindel: über 150 Exemplare, offene -, halboffene- und geschlossene Ausbildung. Die Gwindel stammen nicht aus der grossen Kluft am Scheuchzerhorn (dort wurden keine gefunden). - Quarz: gelblich, bis 30 cm. Die grösste Stufe erreicht ein Gewicht von 150 kg. - Rauchquarz: leicht rauchig, grosse Gruppen. In den 80-er Jahren wurde Rauchquarz mit dieser absichtlichen falschen Fundortbezeichnung auf den Markt gebracht. Die Funde stammten aus dem Grimselgebiet, wo sie verbotenerweise ausgebeutet wurden. von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir, 1893: Scheuchzerhorn. Oberste Partien des Südgrates und des Südostabsturzes. Im Schutt und lose eingewachsen, dunkelgelbe bis bräunlichgelbe Bergkrystalle (unreine Citrine). - Rutil: in sagenitischer Ausbildung. - Siderit: meist zersetzt. - Sphalerit: bis 1 cm. |
LNr | 033. |
Fundort | BE / Grimsel, Oberaar, Scheuchzerjoch |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'658’230 / 1'155’970 |
Literatur | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 69 |
Bemerkungen | Im hintersten Teil des Oberaar. Vergletscherter Einschnitt zwischen dem Hinteren Tierberg und dem Scheuchzerhorn. |
Mineralien | - Chlorit: kugelig. - Rauchquarz: |
LNr | 034. |
Fundort | BE / Grimsel, Oberaar, Tieralpi (Westende), Tieralp (Westende) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'658’470 / 1'154’150 |
Literatur | - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 69 - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 101 |
Bemerkungen | Felswände zwischen dem Oberaargletscher und dem Scheuchzerhorn. Funde stammen vor allem aus dem oberen Teil. |
Mineralien | - Hämatit: blättrig. - Rauchquarz: |
LNr | 035. |
Fundort | BE / Grimsel, Oberaarstollen |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'668’300 / 1'158’300 |
Literatur | - Amacher,P. & Desax,T.; Urner Mineralienfreund; 1984; Heft 2; Seite 25 |
Bemerkungen | / |
Mineralien | - Kainosit-(Y): |
LNr | 036. |
Fundort | BE / Grimsel, Räterichsboden |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'667’700 / 1'159’900 |
Literatur | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 66,69 - Stalder,H.A.; Petrographische und mineralogische Untersuchungen im Grimselgebiet, Inauguraldissertation; 1964 - Steck, Albrecht / Hügi, Theodor; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1970;Band 50; Heft 2; Seite 257 - 276 |
Bemerkungen | Das Auftreten des Molybdänglanzes im westlichen Aarmassiv und Molybdängehalte von Gesteinen der gleichen Region Erster Stausee an der Grimselstrasse (Bernerseite). Haarnadelkurve am Fusse der Staumauer 50 Meter strassenaufwärts: Molybdänglanz. |
Mineralien | - Apatit: - Calcit: - Fluorit: - Galenit: - Gwindel: - Hämatit: - Molybdänit-2H: mehrere parallele mit MoS2 belegte Klüfte im Zentralen Aaregranit. - Pyrit: - Quarz: flächenreich. |
LNr | 037. |
Fundort | BE / Grimsel, Sidelhorn, Sidelnhorn |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'667’030 / 1'156’070 |
Literatur | - Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 34 - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 67 - von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte |
Bemerkungen | Markanter Gipfel südlich des Berghauses Oberaar am Oberaarsee. |
Mineralien | - Adular: gemäss Fellenberg, 1893. - Beryll: aus der Region Grimselpass - Sidelhorn. - Chlorit: in kugeliger Form bis mehrere cm. - Faserquarz: gemäss Fellenberg, 1893. - Limonit: - Pyrit: gemäss Fellenberg, 1893. - Quarz: - Zepterquarz: gemäss Fellenberg, 1893. |
LNr | 038. |
Fundort | BE / Grimsel, Sommerloch, Summerloch |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'668’900 / 1'159’000 |
Literatur | - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 67 etc. - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 94 |
Bemerkungen | Gegend zwischen dem hintersten Teil des Räterichsbodensee und dem Nägelisgrätli. Gute Funde sind vor allem bei den Bauarbeiten für das Kraftwerk getätigt worden. |
Mineralien | - Adular: - Apatit: - Calcit: - Chlorit: - Galenit: - Gwindel: - Hämatit: - Milarit: bis 3.9 cm (ein Exemplar), grösstenteils von Chlorit belegt. - Pyrit: - Quarz: flächenreich. - Rauchquarz: - Rosafluorit: grösstes Exemplar 16 cm Kantenlänge und leicht violett, grünlich, sonst würfelig oder oktaedrisch. In der Literatur existieren verschiedene Farbangaben ! |
LNr | 039. |
Fundort | BE / Grimsel, Spitalbogen, Spitallamm |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'668’000 / 1'158’500 |
Literatur | - Bolli, Thomas; Schweizer Strahler; 2020; Heft 4; Seite 2 - 7; Bemerkenswerte Quarzfunde auf der Baustelle beim Grimsel-Hospiz - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 66 |
Bemerkungen | 1). Lokalität bei der Staumauer des Grimselsees. 2). Beim Erstellen der neuen Spitallamm-Staumauer wurden bei Arbeiten im felsigen Gestein Klüfte mit teils hervorragenden Quarzgruppen geöffnet. |
Mineralien | - Adular: 2). nur klein. - Apatit: 1). 2). flächenreich, in Schweremineral-Konzentrat. - Biotit: 2). nur als Einschlüsse im Quarz. - Calcit: 1). 2). nur sekundär. - Dickit: 2). bei einem weissen Tonmineral wird vermutet, dass es sich um Dickit handelt. - Epidot: 2). - Fluorit: 1). 2). rosa, oft korrodiert. - Fuchsit: 1). In Konglomeraten nordwestlich des Passes. - Galenit: 1). - Gwindel: 1). 2). wasserklar, in perfekter Ausbildung. - Hämatit: 1). - Klinozoisit: 2). - Pyrit: 1). - Quarz: 1). flächenreich. 2). hervorragende Gruppen bis 250 kg, teils mit zahlreichen Biotiteinschlüssen. - Titanit: 2). - Zirkon: 2). rosa, im Schweremineral-Konsentrat, evtl. aus dem Ndebengestein stammend. |
LNr | 040. |
Fundort | BE / Grimsel, Summerloch, Sommerloch (Staatsstrasse) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'668’800 / 1'158’750 |
Literatur | - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 95 |
Bemerkungen | Direkt unter der Strasse, kurz nach der Abzweigung der Zufahrt zum Sommerloch aus einer Kluft. |
Mineralien | - Adular: wenig. - Epidot: in grösseren Exemplaren, im und neben dem Quarz. - Quarz: - Titanit: wenig. |
LNr | 041. |
Fundort | BE / Grimsel, Tafelgrätli |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'669’750 / 1'161’700 |
Literatur | - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 93 - Stalder,H.A., Petrographische und mineralogische Untersuchungen im Grimselgebiet, Inauguraldissertation; 1964; Seite 285 |
Bemerkungen | Nordöstlich des Räterichbodensees, zu den Gärstenhörnern hin ansteigend. Tafelgrätli = Grat zwischen Gerstengletscher und Gelmer. 1959 glückte Alex und Hans von Bergen am Tafelgrätli (Gelmerseite) (?) ein Fund mit Rauchquarz und Rosafluorit (2 Exemplare). 1. Exemplar 340 Gramm, Kantenlänge ca. 7 cm, 2. Exemplar 200 Gramm, Kantenlängen 5.5 - 6.4 cm, stark strukturierte Oberfläche, chloritfrei. Unweit davon im Jahre 1959 eine weitere Kluft mit Rauchquarz mit Gwindeln bis 10 cm. Ebenfalls vom Tafelgrätli: Quarz mit milchigem, schwach gefärbtem Prisma, gegen die Spitze immer dunkler und durchsichtiger werdend. 1960 eine Kluft mit vielen kleinen hellen und auf Milchquarz aufsitzenden Kristallen. Gruppenweise parallel und stark geneigt zur Anwachsstelle. |
Mineralien | - Adular: klein. - Apatit: - Gwindel: bis 10 cm. - Rauchquarz: schön. - Rosafluorit: himbeerrot. |
LNr | 042. |
Fundort | BE / Grimsel, Triebtenegg |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'665’060 / 1'155’900 |
Literatur | - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 19 |
Bemerkungen | / |
Mineralien | - Adular: durchsichtig, schwach schillernd, Fibbia-Habitus, wurde zum Teil zu Schmuck verarbeitet (facettiert bis 4.2 Karat). 087. BE / Grimsel, Trübtenfenster, Trüebtenfenster Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen Koordinaten ca.: 2'665’650 / 1'156’450 Literatur: - Stalder,H.A., Petrographische und mineralogische Untersuchungen im Grimselgebiet, Inauguraldissertation; 1964; Seite 302 (Unter Tag). Ca. 160 Meter stolleneinwärts im Grimsel-Granodiorit. - Ankerit: krustig, halbkugelig. - Apatit: in kleinen, flächenreichen kugeligen Kristallen. - Baryt: in kleinen schuppigen Kriställchen. - Calcit: mit der besonderen Tracht, indem neben flachen Rhomboedern das Prisma als Hauptbegrenzung auftritt. Durchdringungzwillinge nach der c-Achse können vorkommen. - Muskovit: sehr feinkörnig, ähnlich einem Chloritsand. - Quarz: wasserklar, wenige cm gross. - Rutil: einzeln oder sagenitisch, klein. - Sphalerit: selten, wenige mm klein, aggregiert. |
LNr | 043. |
Fundort | BE / Grimsel, Trübtensee - Grosses Sidelenhorn (Grat), Trüebtensee - Grosses Sidelenhorn (Grat), Gesterlicke |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'665’000 / 1'154’780 |
Literatur | - Baumann, H.; Schweizer Strahler; 1986; Seite 218-229; Träume werden wahr - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 69 |
Bemerkungen | Etwas unterhalb der Lücke. |
Mineralien | - Bazzit: tonnenförmig, nur ein Kristall, dunkelblau, 1 mm. - Beryll: |
LNr | 044. |
Fundort | BE / Grimsel, Trübtensee, Trüebtensee, Triebtenseewli |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'666’000 / 1'156’000 |
Literatur | - Amacher,P. & Desax,T.; Urner Mineralienfreund; 1984; Heft 5; Seite 25 - Baumann, H.; Schweizer Strahler; 1986; Seite 218-229; Träume werden wahr - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 108 - Parker,R.L. / de Quervain, F.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1956; Band 36; Heft 2; Seite 604 - 606; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz; Ein neues Vorkommen von Kainosit in den Schweizer Alpen - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 69 - Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 291,441 - Stalder,H.A., Petrographische und mineralogische Untersuchungen im Grimselgebiet, Inauguraldissertation; 1964; Seite 291 - Weibel,Max; Urner Mineralienfreund; 1990; Heft 3; Seite 41 |
Bemerkungen | Kleiner See nördlich des Sidelhorns, dort in der Umgebung (1), sowie unterhalb des Seeleins (2). Weiter auch östlich (3). (Spaltenbreccie). In der aplitischen Randfacies des Grimsel-Granodiorits konnten um 1955 aus einer Kluft reichlich Hämatit, ausgebildet als Eisenrosen, ausgebeutet werden. Weitere Mineralien waren Quarz, Albit, Apatit, Chlorit und Kainosit. In der Zwischenzeit konnten aus diesem Gebiet noch weitere ähnliche Funde gemacht werden. Aus der 'Nähe des Trübtensees' sind weitere schöne Funde von Eisenrosen gemacht worden. |
Mineralien | - Adular: wasserklar, glasartig, mit einer Lichtbrechung von nur 1.52. - Aeschynit-(Y): 1). Sogenannter Tantal-Aeschynit, dünntafelig, rechteckig, gelbbraun, (linkes Ufer). - Albit: 2). - Apatit: 2). - Chalcedon: 3). Im Verband mit steilstehenden Quarzgängen (Stalder, 1964a). - Chlorit: 2). - Eisenrose: 2). Klein, bis 1 cm, halbkugelig, massenhaft. - Fergusonit-(Y): Erstfund für die Schweiz im Jahre 1994 aus einer alpinen Kluft. Finder: Mischa Crumbach. Grösse 0.7 mm, olivbraun, spitzpyramidal. - Hyalit: 3). Braungrau, auf dünner dunkelgrauer Chalcedonschicht. - Kainosit-(Y): 1). 2). Im Jahre 1955 (oder 1956) zum 2. Mal in der Schweiz gefunden, isomedtrisch, zum Teil pseudotetragonal, bis 5 mm, bräunlich weiss, korrodierte Oberfläche, mit kleinsten eingewachsenen Albiten. - Monazit: 1). Tafelig, gestreckt, doppelendig, orangegelb, durchscheinend. - Pyrit: 2). - Quarz: 1). Hell. 2). - Rauchquarz: 2). Hell - Titanit: - Xenotim: 1). Gelbgrün, weingelb. - Zirkon: |
LNr | 045. |
Fundort | BE / Grimsel, Unteraargletscher (Mittelmoräne) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'658’810 / 1'157’710 |
Literatur | - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 242 |
Bemerkungen | Teilweise stammt das Fundmaterial aus dem Amphibolitvorkommen am Finsteraarhorn. |
Mineralien | - Fuchsit: - Korund: bis 1 cm, eingebettet in Fuchsit (Fund von 1970). |
LNr | 046. |
Fundort | BE / Grimsel, Unteraargletscher, Brünberg, Brunberg |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'665’000 / 1'158’010 |
Literatur | - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 71 - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 101 |
Bemerkungen | Genannt werden Vorkommen aus der Gegend unter dem Brünberg. |
Mineralien | - Apatit: klar, flächenreich. - Fluorit: grün - Pyrit: gross. - Quarz: |
LNr | 047. |
Fundort | BE / Grimsel, Unteraargletscher, Escherhorn |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'658’150 / 1'156’520 |
Literatur | - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 107 - Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1967; Seite 53-58; Goethit und Lepidokrokit in den Zerrklüften der Schweizer Alpen |
Bemerkungen | Nördlich des Scheuchzerhorns. |
Mineralien | - Chlorit: - Goethit: vermutlich aus Siderit entstanden, verwachsen mit Chlorit und/oder Muskovit. - Muskovit: - Quarz: |
LNr | 048. |
Fundort | BE / Grimsel, Vorderer Kessiturm, Chessituren |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'667’3201'157’610 |
Literatur | - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 166 |
Bemerkungen | / |
Mineralien | - Fluorit: gesteinsbildend im grossen Aplitstock (Wüthrich, 1965). |
LNr | 049. |
Fundort | BE / Grimsel, Zinggenlücke, Zinggenlicken |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'661’250 / 1'155’800 |
Literatur | - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 71 - Stalder,H.A., Petrographische und mineralogische Untersuchungen im Grimselgebiet, Inauguraldissertation; 1964; Seite 291 |
Bemerkungen | Übergang vom Unteraar zum Oberaar, zwischen dem Hinteren Zinggenstock und dem Vorderen Tierberg. Ein bekannter Fluoritfund von der Zinggenlücke konnte im Jahre 1948 getätigt werden. 1). Die Zerrkluft konnte im Spätsommer 1951 von H. Streun, sen. (Ägerstein bei Guttannen) und Kaspar Fahner, sen. (Guttannen) nur dank dem starken Zurückschmelzen des kleinen Kargletschers gemacht werden. Der Fundpunkt liegt in der Nähe der Zinggenlücke, am N-Grat des Vordem Tierberges, auf 2810 m ü. M., an der E-Wand des Grates, die bei der Zerrkluft vom Gletscherrand berührt wird (Koord. 2'660’670/1'156’050). Das Nebengestein ist ein unregelmässig verlaufender Aplit in der grossen Linse eines Biotitgneis, die im zentralen Aaregranit drin vorkommt. |
Mineralien | - Calcit: 1). In derben Massen. Er ist stets mehr oder weniger korrodiert und trägt im allgemeinen die Fluorite. - Chlorit: 1). Der Chlorit (Prochlorit) ist feinkörnig und kaum verwittert. - Epidot: 1). Im stark zersetzten Gestein kommen bis 3 cm lange und 1 cm breite Epidote vor. Diese sind jedoch brüchig und ergeben keine sammelwürdigen Stufen. Das Auftreten von Epidot ist bemerkenswert und für einen Aplit ungewöhnlich. - Quarz: 1). Die Zerrkluft hat auch helle Quarzkristalle geliefert. Sie sind aber nur klein, besitzen kleine s-Flächen und bilden keine schönen Stufen. - Rauchquarz: 1). Das Hauptmineral ist himbeerroter Fluorit mit maximalen Kantenlängen von 3,2 cm. Die Gesamtausbeute betrug ca. 5 kg Fluorit. Die Oberflächen sind z. T. chloritisiert und allgemein stark strukturiert, z. T. leicht kavernös. Die Farbe ist recht einheitlich. Die drei schönsten Fluorit-Stufen dieses Fundes sind heute im Besitz des Naturhistorischen Museums in Bern, des Mineralogisch-petr. Instituts Bern und der Kraftwerke Oberhasli in Innertkirchen. - Rosafluorit: - Rutil: 1). Als ziemlich dichter Sagenit dem Nebengestein aufsitzend. |
LNr | 050. |
Fundort | BE / Grimsel, Zinggenstock (Hinterer, südöstlich), Zinkenstock |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'661’500 / 1'156’030 |
Literatur | - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 281,336 |
Bemerkungen | Südöstlich des hinteren Zinggenstocks auf ca. 2720 m ü. M. |
Mineralien | - Monazit: - Rauchquarz: dunkel, gefenstert, oft als Fensterquarz. |
LNr | 051. |
Fundort | BE / Grimsel, Zinggenstock (Vorderer), Zinkenstock |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'662’750 / 1'156’200 |
Literatur | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 100 - Schweizer, Hans; Schweizer Strahler; 1980; Seite 187-200; Alte und neue Phenakitfunde aus den Schweizer Alpen - Stalder, Hans Anton; Petrographische und mineralogische Untersuchungen im Grimselgebiet, Inauguraldissertation; 1964; Seite 289 - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 275 - Werner, Bernhard & Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 1996; Heft 4; Seite 485 - 495; Die Milaritkluft im Grimselgebiet oder: E gschänkte Tag! |
Bemerkungen | Eine riesige Kluft am Vorderen Zinggenstock (sogenannte 'Rufibach-Kluft'), ca. 200 Meter unterhalb des Gipfels. Die Kluft wurde erst in den Jahren um 1979 entdeckt und während vielen Jahren ausgebeutet. Ein weiterer Grossfund am Vorderen Zinggenstock (Nordseite, 2700 m ü. M.) lieferte 1966 ca. 4000 kg Kristalle. Ein sehr ergiebiger Fund stammt aus dem Jahre 1719 durch die Gebrüder Moor von Geissholz bei Meiringen an der N-Seite des Vorderen Zinggenstocks. Koordinaten: 2'663’370 / 1'156’750, 2260 m ü. M. Bis 1737 konnten aus dem Kluftsystem hellgelbe Bergkristalle geborgen werden. Die meisten davon gingen nach Oberitalien. Die Stollenlänge beträgt insgesamt 34 Meter. Die Gesamtausbeute wird auf ca. 50 bis 150 Tonnen geschätzt. Aus der damaligen Ausbeute sind heute noch drei Exemplare im Naturhistorischen Museum in Bern zu bewundern (ca. 30, 45 und 70 kg). 1) Am Vorderen Ziggenstock, wenig nordwestlich unterhalb des Gipfels konnte eine Quarz-Calcit-Fluorit-Kluft ausgebeutet werden. 2) An der S-Flanke am oberen Gletscherende auf 2500 m ü. M. im Schutt einer Runse. Ein Artikel im Strahler (1996) endete mit dem Wortlaut 'Somit scheint festzustehen, dass es sich bei der Milaritspalte um einen einmaligen Sonderfall handelt'. Einige Jahre später gelang dem Strahler Werner Beni an dieser Stelle ein erneuter Fund von Milarit. Gottlieb Sigmund Gruner schrieb in 'Die Eisgebirge des Schweizerlandes. 1760. Octav. 3 Bände', dessen sehr mangelhafte Übersetzung: Histoire naturelle des glaciers de Suisse, traduction libre de l'Allemand de M. Grouner par M. de Kéralio. Paris 1770. Gros Quart. 1 vol. Im I. Abschnitt des 1. Bandes bespricht Gruner die Mineralvorkommnisse und Mineralquellen des Oberlandes, im 11. Abschnitt: die Krystallhöhlen oder Krystallgewölbe der Umgegend der Grimsel, namentlich des Zinkenstocks. Gruner sagt: In diesen Berggegenden sind mir folgende Mineralien bekannt: nach verschiedenen Nachrichten soll Gold daselbst vorhanden sein. Allem Anschein nach ist es aber kein anderes, als das erstgedachte, so die Aare mit sich führt. Ferner soll ein Silbererz daselbst anzutreffen sein. Es ist mir aber kein anderes bekannt, als dasjenige so bei Guttannen mit Bley versetzt ist. Blei, Kupfer, Eisen, Markasiten, Vitriol, Talk, Spath und Quarzadern aber werden daselbst in der Tat an verschiedenen Orten gefunden. Der beträchtlichste Vortheil aber, den das Mineralreich von diesen wilden Gegenden bezieht, sind die reichen Kristallgewölbe und viele zerstreute Kristallen die man hin und her auf diesen Gebirgen findet. Es sind nun bei 40 Jahren, dass man in dem Vorderzinkenstock ein Kristallgewölbe geöffnet hat, welches gläublich das schönste und reichste gewesen, so man jemals in der Schweiz und vielleicht in der ganzen Welt gefunden hat. Der ganze Schatz hielt bei 1000 Zentnern und wurde auf 31'000 Thaler geschätzt. Es befand sich ein Stück unter demselben, welches 8 Zentner, verschiedene die 4 und 5 Zentner und eine Menge, die über einen Zentner gewogen haben und die alle vollkommen rein und ohne Fehler waren. Das Gewölbe oder, wie die Kristallgräber es nennen, der Hafen oder Keller, in welchem dieser Schatz entdeckt worden, befand sich auf der Westseite des Zinkens und hatte bei 20 Klaftern in der Tiefe und bei 3 Klaftern in der Breite , wo er am breitesten war. Der Schatz befand sich zu hinterst in dem Keller, auf dem Grunde desselben aber war ein zarter Lett oder Erde mit vielem Wasser. In dem gleichen Berge sind noch andere Kristallgewölbe, aber von weit geringerem Werte, eröffnet worden und werden daselbst täglich noch mehrere gesucht. Dieser ganze grosse Fels ist, wie die meisten übrigen Angehörende des Grimsels, von grobkörnigem, hartem, quarzartigem, weissgrünem Geissbergerstein. " |
Mineralien | - Adular: bis 2 cm. - Albit: 1). Klein. - Anatas: 1). Klein. - Brookit: 1). Klein. - Calcit: grosse Massen, milchig weiss, durchsichtige Spaltrhomboeder. - Galenit: 2). Stufen mit rein hexaedrischen Exemplaren. - Gwindel: Massenhaft, schön. - Milarit: reichlich in einer Kluft angetroffen, bis 60 Exemplare auf einer Stufe, bis 2 cm, evtl. handelt es sich hier um den im Mineralienlexikon erwähnten ersten Oberflächenfund der Region Grimsel; ca. 500 gr. Milarit. - Phenakit: auf Rauchquarz, in grosser Zahl, prismatisch, bis 4 mm. - Rauchquarz: mehrere Tonnen!, hell. - Rosafluorit: aus mehreren Klüften. 1). Die beiden grössten Fluorite besitzen Kantenlängen von ca. 2,5 cm. Die Fluorite sind im Kern rosa bis rotviolett und aussen blauviolett gefärbt, wobei eine merkwürdige Inhomogenitätszone (radialfaserig, milchig) die beiden Farbzonen trennt. Hauptkristallform ist das Oktaeder, dazu kommen das Rhomboeder (kantenabstumpfend) und das Hexaeder (eckenabstumpfend). |
LNr | 052. |
Fundort | BE / Grimsel, Zinggenstock (südlich), Zinkenstock |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'662’160 / 1'155’920 |
Literatur | - Stalder, Hans Anton; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1964; Band 44; Heft 1; Seite 187 - 399; Petrographische und mineralogische Untersuchungen im Grimselgebiet (mittleres Aarmassiv) |
Bemerkungen | Von der Südflanke der Zinggenstöcke, genauere Angaben sind nicht vorhanden, stammen einige Phantomquarzstufen, bei denen der Quarz nur ganz schwach rauchfarben ist und der Phantomkristall durch eine schwache Chloritbelegung aller r-z-Flächen gezeichnet wird. Die Koordinaten zeigen auf den Grat zwischen Vordre - und Hindre Zinggenstock. |
Mineralien | - Phantomquarz: |
LNr | 053. |
Fundort | BE / Grimsel, Zinggenstock, Zinkenstock |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'662’330 / 1'155’960 |
Literatur | - Boos, Robert; Schweizer Strahler; 1994; Heft 1; Seite 12 - 15; Ein Bijou vom Zinggenstock (BE) - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 71,73 - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 99 - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 282 - Stalder, Hans Anton; Petrographische und mineralogische Untersuchungen im Grimselgebiet, Inauguraldissertation; 1964; Seite 289 |
Bemerkungen | In der Literatur wird lediglich die ungenaue Bezeichnung 'Zinggenstock' erwähnt (Nordabhang auf 2200 m ü. M.?). Die Koordinaten weisen auf einen Punkt zwischen dem 'Vorderen Zinggenstock' und dem 'Hinteren Zinggenstock'. Es wird angenommen, dass aus der Kluft zwischen 1000 - 3000 Zentner Kristalle geborgen wurden. Es dürfte sich um eine der ergiebigsten Klüfte des Alpenraumes handeln. Die Ausbeute erfolgte bereits 1719. Eine genauere Fundortbeschreibung lautet: Am Grat zwischen dem Vorderen und dem Hinteren Zinggenstock, Koordinaten: 662.0 /155.9, 2900 M ü. M., aus Zerrklüften des Zentralen Aaregranits. Aus der Südflanke wird Phantomquarz beschrieben (Stalder, 1964). Aus dem Gebiet der Zinggenstöcke konnten verschiedentlich schöne Limonitkugeln gefunden werden (Stalder, 1964). |
Mineralien | - Amethyst: - Calcit: - Descloizit: krustig, gelb, pulverig, zusammen mit Goethit, auf Quarz. - Fluorit: himbeerrot, oktaedrisch, meist stark mit dem Nebengestein verwachsen. - Goethit: - Gwindel: - Limonit: die Kristalle bestehen aus Goethit, pseudomorph nach Siderit, bis 3 cm Durchmesser. - Phantomquarz: schwach rauchfarbig (Phantom durch schwache Chloritbelegung). - Quarz: in riesiger Menge. - Rauchquarz: in sehr guter Qualität, wegen der guten Qualität auch zu Schmuckstein verarbeitet. |
LNr | 054. |
Fundort | Grimsel, Zinggenstock, Zinkenstock, Amethystkehle |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'662’320 / 1'155’960 |
Literatur | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 103 - Stalder, Hans Anton; Petrographische und mineralogische Untersuchungen im Grimselgebiet, Inauguraldissertation; 1964; Seite 293 - Wagner, Albert; Urner Mineralienfreund; 1973; Heft 4; Seite 50 |
Bemerkungen | Die Koordinaten weisen auf einen Punkt zwischen dem Vorderen Zinggenstock und dem Hinteren Zinggenstock. 1) Nördlich des Oberaarsees. Die Vorkommen liegen im Nordabhang in einem dunklen Ganggestein. Ein Couloir ganz oben am Vorderen Zinggenstock wird unter den Strahlern als Amethystkehle bezeichnet. Unter anderem konnte aus dem Grimsel-Granodioriteine Amethystkluft unter den Koordinaten 2'662’920 / 1'156’250, 2880 m ü. M. ausgebeutet werden (Angaben des Finders K.Fahner). Gruppe mit hellvioletten Amethysten bis 10cm und teilweise mit Zepterbildung (Stalder, 1964). 2) Wagner beschreibt von der Amethystfundstelle auch Rutil pseudomorph nach Ilmenit. Dieses Mineral (sowie Albit, Muskovit und Limonit) fehlen aber bei der Mineralienauflistung von Parker und Stalder. Evtl. handelt es sich auch um eine andere Fundstelle. |
Mineralien | - Albit: 2). - Amethyst: 1) auch in Zepterform, hell- bis dunkelviolett, trüb. - Dickit: Hinterer Zinggenstock: in der Nähe einer ausgebeuteten Amethystkluft kommt Dickit als weisslicher Überzug auf Granit neben oxidierten Eisenkarbonaten und Quarz vor (Hofmann, 1971). - Goethit: 1). - Gwindel: 1). - Kappenquarz: 1). - Muskovit: 2). - Quarz: 1) auch als sogenannter Kappenquarz. 2). - Rauchquarz: 1). - Rutil: 2) pseudomorph nach Ilmenit. - Siderit: 1) limonitisiert. - Titanit: 1) rot. - Zepterquarz: 1) auch als Amethyst ausgebildet. |
LNr | 055. |
Fundort | BE / Grimsel, Zulaufstollen KW Oberaar |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen |
Koordinaten, ca. | 2'667’720 / 1'157’020 |
Literatur | - Stalder,H.A., Petrographische und mineralogische Untersuchungen im Grimselgebiet, Inauguraldissertation; 1964; Seite 291,305,306 |
Bemerkungen | 1) Stalder (1964) erwähnt in seiner Inauguraldissertation von einem Mineralienfund aus einem Zulaufstollen. 2) Stalder (1964) beschreibt aus einem nicht näher beschriebenen Zulaufstollen Milarit. 3) Ein grosser Adularfund erfolgte beim Bau des Zulaufstollen bei Meter 4060. Koordinaten: 667.72 / 1’157.02, ca. 2210 M ü. M. (unter Tag) im Gneis der Gneis-Schiefer-Zwischenzone. |
Mineralien | - Adular: 3) wasserklar, bis 4 cm, kleinere Individuen sind in einer Richtung stark gestreckt und bilden keine Zwillinge (Adularkerzen). - Ankerit: 1). 3) halbkugelig, krustenförmig. - Baryt: 1) tafelig, cm-gross, mit komplexem Bau, neu für das Grimselgebiet, seidenglänzend, rötlich. - Chlorit: 3). - Ilmenit: 3) bis 1 cm grosse blättrige Kristalle. - Milarit: 2) bis 38.5 mm, Diagonale bis 14.5 mm, stark chloritisiert, subparallele Verwachsung. Es ist nicht ganz klar um welchen Zulaufstollen es sich handelt. - Muskovit: 1). - Pistomesit: 1) Neufund aus dem Grimselgebiet, fächerförmig, verbogene Aggregate bis 3 cm bestehend aus kleinsten Rhomboedern, zusammen mit Rutil, Pyrit und Ankerit. - Pyrit: 1). - Quarz: 1). - Rutil: 1) schwarz, nadelig, klein. - Siderit: 1) braun, durchscheinend, bis 4 mm grosse Rhomboeder mit nur schwacher Krümmung, auf weissem Ankerit oder cm-grossen Baryttafeln aufsitzend. |
