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Kanton AG, Forts. - Fundorte von Mineralien in der Schweiz

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Kanton AG, Forts.

Fundorte > Aargau
Vorkommen im Kanton Aargau, Teil 2

Bezirke: Lenzburg, Rheinfelden, Zofingen, Zurzach


Bild: Herznach (Bergwerk), Goethit, Bildbreite 12 mm
Gebiet:
088 AG / Brunegg;(Bohnerzabbau)  
Bezirk Lenzburg / Gemeinde Brunegg
Beschreibung:
Tertiäre Bohnerze. Erwiesener Bohnerzabbau in der Region Brunegg. Genauere Angaben (Jahr) fehlen. Um welches Brunegg es sich handelt ist nicht klar. Brunegg gibt es in den Kantonen OW, SG, ZG, ZH, TG und AG. Vermutlich handelt es sich um Brunegg im Aargau (bei Mellingen).
Koordinaten, ca.:
2'658’410 / 1'252’290
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19
Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Mineralien:
- Bohnerz:
Gebiet:
089 AG / Egliswil, Schneechasten, Schneekasten, Schlue  
Bezirk Lenzburg / Gemeinde Egliswil
Beschreibung:
Büchi (1958) dokumentiert in seiner Arbeit "Zur Geologie der Molasse zwischen Reuss und Seetal" ein ca. 90 Meter mächtiges Profil an der Waldstrasse E Firmetel, Koordinaten 2’657’750 / 1’245’100, auf. Bei ca. 90 Meter (oberste Schicht) liegt eine 3 Meter mächtige Lage Quarzitnagelfluh, welche einer 40 - 100 cm messenden Sandsteinzone mit Geröllen, Schwemmholz und reichlich Pyrit aufliegt.
Koordinaten, ca.:
2'656’350 / 1'245’350
Literatur:
- Büchi, Ulrich P.: Zur Geologie der Molasse zwischen Reuss und Seetal (Baldegger-/Hallwilersee/Aabach): Eclogae Geologicae Helvetiae; 1958, Band 51
Mineralien:
- Pyrit: bei Strassenarbeiten bei Punkt 517, ca. 1 km nördlich von Egliswil waren im oberen Teil des Burdigalien (Stufe des Miozäns und ca. 18 Mio. Jahre alt) vorübergehend ockerfarbig-, grünlich- und blaugrünlich-gebänderte Mergel aufgeschlossen (Aufschlusshöhe ca. 3 m). Diese Mergelzone führt bis zu 5 cm grosse Pyritknollen.
Gebiet:
090 AG / Holderbank, Chalch-Tal, Chestenberg, Maienrisgrat  
Bezirk Lenzburg / Gemeinde Holderbank
Beschreibung:
- Abbau Chalch: 2'655'730 / 1'253'540, 450 m ü. M.
- Abbau Weid: 2'655'500 / 1'253'370, 400 m ü. M.
Der Schümel war ein 60 Meter hoher Hügel aus Kalkstein. Der Abbau auf den begehrten Rohstoff Kalk begann bereits um 1900. Als die Vorräte Schümel sich dem Ende neigte fand eine Erweiterung des Steinbruchs in Richtung Chestenberg statt. Bis zu 425'000 Tonnen Fels wurde pro Jahr gesprengt und verarbeitet. 1978 endete der Abbau und für Holderbank auch die damit verbundenen Lärm- und Staubbelästigungen. In Tonen des Dogger im Opalinuston um Holderbank.
a) Abbau Chalch: in den Parkinsoni-Schichten im mergelig-sandigem Gestein, sind reichlich bis mehrere Dezimeter grosse knollige Kalkkonkretionen vorhanden. In den Bänken von Mergelkalkbänken sind öfters Klüfte vorhanden. Die darüber liegenden Gesteine enthalten bis an die Erzschicht des unteren Oxfordian nur wenige Mineralbildungen. In der am Maierisligrot etwa 10 bis 30 cm mächtigen Erzschicht des unteren Oxfordian (im Chalch an mehreren Stellen aufgeschlossen) zeigt sich eine vergleichsweise reiche Mineralvergesellschaftung. Kalkmergel, zusammen mit erdigem Limonit und krustigem Hämatit, bilden die Erzschicht.
b) Abbau Weid: liegt unterhalb des Chalch-Bruches in den Effinger-Schichten und zeichnet sich durch das Vorkommen von reichlich und vielfällig ausgebildetem Coelestin aus.
c) Hangschutt in der Mulde zwischen Maierisligrot und dem Chestenberg. Bezüglich der Grösse des Steinbruches fallen die Mineralienvorkommen im Opalinuston eher bescheiden aus.
Koordinaten, ca.:
2'655’730 / 1'253’540
Literatur:
- Andermatt,Paul J.; Schweizer Strahler;2013;Heft 3;Seite 33-34;Calcium-Mangan-Oxid von Holderbank/AG
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 236,399
- Schmidhauser,Hans; Urner Mineralienfreund; 1971; Heft 2; Seite 34
- Wullschleger, Erwin; Mitteilungen der aargauischen Naturforschenden Gesellschaft; 1977; Band 29;Seite 7 - 128; Beiträge zur Mineralogie des Aargauer Juras
Mineralien:
- Baryt: a) Chalch: in fossilen Hohlräumen: in dünntafeligen und strahlig strukturierten, spätigen, farblosen bis weissen, teils grosse (um 3 cm), dicktafeligen, bläulichen und kleinen (bis 6 mm) Kristallen, aufgewachsen auf dem Calcit.
- Brauner Glaskopf: a) Erzschicht des unteren Oxfordian: - dunkelbraune, feinkristalline bis dichte Massen, die z. T. scharf abgegrenzt sind, oft aber auch diffus in das umgebende Gestein auslaufen. Gelegentlich sind kleine Limonit-Ooide eingelagert.- schwarze Krusten und pseudomorphe Bildungen nach Fossilien, erkennbar sind Ammoniten und Muscheln. Die Oberflächen sind entweder glatt und dann meist stark glänzend oder rauh und matt.
- Calcit: bis ca. 1 cm, wasserklar.
a) Chalch: in Hohlräumen von Konkretionen, teils auf dem die Wände auskleidenden Pyrit aufgewachsen. Skalenoedrische Ausbildung. In fossilen Hohlräumen in milchweisser bis gelblicher Farbe. Als dichte Rasen in den Schwundrissen der Bänke. In der Erzschicht als spätiger Calcit in grösseren fossilen Hohlräumen. Zusammen mit feinkristallinem Goethit kann gelegentlich auch schwarzer Calcit festgestellt werden. Im Bereich von Hämatit sind vereinzelt rötlich gefärbte Kristalle zu finden. In den Birmenstorfer-Schichten zeigt sich der in fossilen Hohlräumen vorkommende Calcit gelblichbraun und in skalenoedrischer Ausbildung.
b) in den Schichtungen des Mergels sind bis 10 cm mächtige Bänke von weissem, grobspätigem Calcit anzutreffen. Gelegentliche Begleiter sind Pyrit und weisser, dünntafeliger, oft etwas korrodierter Coelestin. Tongrube: in den Rissen der Septarien, in der Regel massig und nur sehr selten als kleine Skalenoeder. Die Wände der sehr zahlreichen Klüftchen sind durchwegs mit Calcit skalenoedrischer Bildung belegt, meist ist ihm Pyrit aufgewachsen.
- Calcium-Mangan-Oxid: dieses Mineral ist noch nicht eindeutig bestimmt worden. Es handelt sich um ein 2 mm grosses, blättriges Aggregat, dunkelbraun bis schwarz und mit Glanz. Die qualitative chemische Bestimmung ergab Mn-Ca-O und Spuren von C-Si-P-S.
- Coelestin: a) Chalch:
- In fossilen Hohlräumen: dünntafeligen strahlig struiert, spätig, farblosen bis weissen Kristallen. Schwundrisse in den Bänken von Mergelkalk: über dem Calcit folgen dünn- bis dicktafelige, gelegentlich sehr grosse Coelestinkristalle in schön hellblauer Färbung. Die einzelnen Kristalle sind zu strahligen oder fächerförmigen Aggregaten vereinigt.
- In den Mergeln: Klüfte reichlich gefüllt mit Coelestin. Die Kristalle sind weiss bis hellblau gefärbt, langgestreckt und in einer Richtung, z.T. strahlig angeordnet. Ammoniten aus den Varians-Schichten: über dem Calcit liegt dünntafeliger, strahlig angeordneter Coelestin weisser Färbung.
- Erzschicht des unteren Oxfordian: In Klüften und Rissen sowie in Hohlräumen von Fossilien kommt Coelestin für sich allein vor als dünntafelige, blättrige bis faserige, dicht fächerig aggregierte Kristalle von weisser, gelblicher oder rötlicher Färbung oder denn dicktafelig, radialstrahlig angeordnete, weisse bis leicht bläulich gefärbte Kristalle. In einzelnen Drusen - in der Regel solche, die auch Eisendolomit führen - können frei gewachsene Coelestinkristalle von tafeligem Habitus und einfacher Tracht beobachtet werden. Die Einzelkristalle werden bis 8 mm gross, sie sind farblos oder leicht bläulich.
- Im Schwammkalk: vielgestaltige Coelestinknollen, hellgrau.
b) Zwischen den Calcitkristallen kann gelegentlich, vorab in der Nähe des Pyrites, in sehr geringer Menge weisser, dünntafeliger, meist etwas korrodierter Coelestin auftreten.
c) Coelestin-Pyritbildungen im Gestein, die als konkordant zur Schichtung liegende, dünne, aber sehr ausgedehnte Linsen bilden. In flachen Linsen kommen Aggregate von weissem bis hellgrünem, dünntafeligem Coelestin vor. Einzelkristalle sind oft mehrere Quadratzentimeter gross. Bei anderen Vorkommen ist der Coelestin hellgrau bis blassbraun gefärbt und als langgestreckte dünntafelige Kristalle zu strahligen Aggregaten geordnet. Auch im Steinbruch Tal sind mit hellgrauem bis blassblaugrauem Coelestin gefüllte Wurmgänge gefunden worden.
- Tongrube: In den Rissen der Septarien, in der Regel massig. Gelegentlich sind Endflächen zu sehen. Die einzelnen Tafeln erreichen eine Dicke von 0,5 mm, eine Breite von etwa 5 mm, aber eine Länge von bis zu 3 cm. Die Kristalle sind fächerförmig angeordnet und farblos oder weiss bis leicht rosa gefärbt.
- In Klüftchen: - in rosetten- oder fächerartiger Anordnung stehen dünntafelige Coelestin-Kristalle dicht gedrängt. Die Färbung der Kristalle ist ausschliesslich weiss bis hellblau. Weisser, faseriger oder sehr langgestreckt dünntafeliger Coelestin ist radialstrahligangeordnet.
- Dolomit: a) Chalch: In fossilen Hohlräumen, hellgelb, dem Calcit aufgewachsen. In Rissen: weiss bis hellgelb, mattglänzend. In der Erzschicht des unteren Oxfordian: sein Vorkommen ist beschränkt auf kleine Drusen in oolithischem oder Limonit sowie auf Fossilhohlräume. Die Kristalle sind einfache Rhomboeder mit den typischen gekrümmten Flächen.
- Gips: c) örtlich recht reichliches Auftreten in den verbliebenen Hohlräumen / Drusen zwischen dem Calcit und dem Coelestin, wasserklar. Tongrube: In den oberen Lagen des Opalinustones sind im Gestein liegende Kristalle und Aggregate bis 3 cm gefunden worden.
- Goethit: a) Erzschicht des unteren Oxfordian: in Hohlräumen tiefrotbraun bis schwarz, nadelig, durchscheinend, bis 1.5 mm Länge und oft etwas spatelartig geformt. Die Kristalle sind in Bündeln radialstrahlig angeordnet und an der Basis meist dicht ineinander verwachsen.
- Hämatit: a) Erzschicht des unteren Oxfordian: sehr klein, ziegelrote bis rotbraune Massen, meistens aber nur als dünne Krusten und Beläge blutroter Färbung. In Drusen als hauchdünner Belag auf Calcitkristallen abgesetzt.
- Illit: Im Tongemisch.
- Jaspis: c) lediglich ein Bruchstück von mehrfach graubraun und weiss gebändertem Jaspis. - Kaolinit: Ein Tongemisch mit Anteil von Kaolinit, Illit / Smektit und Illit.
a) Erzschicht des unteren Oxfordian: in der Erzschicht des Abbaus Chalch ist Kaolinit nur spärlich zu finden. Rein weiss bis leicht gelblich gefärbt, feinkristallin, zerfällt im Wasser.
- Lagalyit:
- Limonit: a) Erzschicht des unteren Oxfordian: kräftig gelb bis braun, neben strukturlosen erdigen Massen sind auch reichlich Ooide vorhanden.
- Pyrit: a) in Hohlräumen von Konkretionen die Wände auskleidend, würfelige Kristalle bis zu 0,2 mm. Reichlich aggregierter Pyrit in hellblaugrau angewitterten, hellgelbgrau gefärbten Knollen. Fossilien sind vereinzelt pyritifiziert. In fossilen Hohlräumen teils reichlich, krustig, oft deutlich würfelig, staubfein. Im Mergel tritt Pyrit im umgebenden Gestein in kleinen Aggregaten auf. In Ammoniten aus den Varians-Schichten ist sporadisch angewitterter Pyrit eingelagert.
- Im Schwammkalk: spärlich, kleine (bis 1,5 cm), krustenartige Aggregate mit teils deutlich erkennbaren würfeligen Kristallen.
b) feinkristalline Pyritkonkretionen.
c) als sehr fein kristallisierte Masse oder als kleine würfelige Kristalle in Hohlräumen auf Calcit und Coelestin. In der Erzschicht des unteren Oxfordian: sehr selten. Feine Klüfte oder Risse im Mergelkalk zeigen gelegentlich einen Belag aus feinkristallinem Pyrit. In Höhlung sind Kristallformen erkennbar (Würfel, gestrecktes Prisma, Oktaeder). Im Nebengestein ist Pyrit bis 5 mm zu finden. Tongrube: im schieferigen Tongestein bis 8 cm grosse, flache Pyritkonkretionen in feinkristalliner Ausbildung. In Klüftchen ist Pyrit dem Calcit aufgewachsen. Nussgrosse Aggregate liegen im Gestein oder Pyrit bildet die Schalen von Fossilien. Die Aggregate zeigen vorwiegend würfelige und oktaedrische Formen bis zu 5 mm; der übrige Pyrit ist sehr feinkristallin.
- Ranciéit: in Hohlräumen von Rhynchonellen der Erzzone, spärlich, als braune Pusteln, bis 1 mm Durchmesser, teilweise silbriger, halbmetallischer Glanz.
- Smektitgruppe: eigentlich ein Illit/Smektit-Gemisch als Tongemengteil.
- Sphalerit: a) in der Zone des Schwemmkalks teils grosse und fast schwarze Verwachsungen.
c) Selten, in schwarzen in Splittern, hell- bis dunkelbraunen Kristallen oder Aggregaten. Tongrube: im Opalinuston in fossilen Hohlräumen.
- Strontianit: a) Erzschicht des unteren Oxfordian: als feinstrahlige Pusteln auf dem Eisendolomit, weiss, hellgrau bis hellgelb, Nadellänge 0.2 mm.
Gebiet:
091 AG / Hellikon, Dägerfelden, Trigonodusdolomit-Lokalitäten mit möglichen Hornsteinen  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Hellikon
Beschreibung:
- Hellikon, Dägerfeld: die auf dem Acker liegenden grauen, sehr harten und splittrigen Hornsteinknollen sind im Sommer nur schwer zu finden. Bestellte Gras-, Mais- und Kornfelder verhindern die Sicht auf den kahlen Boden. Interessant wird es, wenn die Stein- oder Gerölldeponie, welche sich in der Regel am Waldrand befinden, gefunden werden kann. Auch diese werden durch den dichten Pflanzenwuchs gut verdeckt und sind erst im Spätherbst gut erkennbar. Bei den angegebenen Koordinaten (Dägerfeld: 2’637’030 / 1'263'570, 550 m ü. M.) ist eine solche Deponie angelegt. Funde sind mit entsprechendem Fleiss noch gut möglich. Neben wasserklarem Quarz bis 4 mm finden sich in den bis 40 mm grossen Drusen und fossilen Hohlräumen kaum andere Mineralien. Einzig Goethit unter 1 mm kann ab und zu in oder auf Quarz beobachtet werden.
- Hellikon, Mittsiberg, Altweg, Hulftere, Dellebode: Mittsiberg: 2’635’360 / 1'262'210, 550 m ü. M. In diesem leicht abfallenden Gebiet, oberhalb des Gebäudes bei Altweg, am unteren Rande des Maisfeldes, sind vereinzelte Hornsteine mit kleinen Quarzdrusen zu finden. Wie bei Dägerfeld kann auch hier wegen der Bewirtschaftung der Felder nur eingeschränkt gesucht werden.
- Bei Mittsiberg und Hulftere sind auf den bestellten Feldern in den Sommermonaten kaum Funde möglich. Das gilt bis zum Dellebode. Wasserklarer Quarz bis 3 mm sowie kleine, milchigweisse körnige Kriställchen erscheinen in Drusen bis 40 mm Durchmesser. Brotlaibförmige Chalcedonknollen bis 15 cm sind oft mit einem dünnen braunen, aus zersetztem Pyrit (Limonit) bestehenden Überzug, belegt.
- Hellikon, Styg, beim Sonnenhof: 2’636’330 / 1'261'440, 490 m ü. M. Das auf den nahen Feldern herumliegende Geröll wurde auf der Westseite des Hofes deponiert, wo grössere Brocken mit Hornstein und Chalcedon zu finden sind. Quarzhaltige Drusen sind selten und klein (bis 2 cm, der Quarz erreicht nur mm-Grösse). Pyrit (Limonit) erscheint auch hier nur als zersetzter Anflug.
Bei Styg, Punkt 507: 2’636’300 / 1'261'690, 507 m ü. M. Ebenes Gelände. Wegen Gras und Maisanbau sind Funde im Sommer kaum möglich.
- Hellikon, Uf Zelg (bei Waldhof): 2’635’300 / 1'261'070, 575 m ü. M. Hornsteine sind sehr rar, ein kurzer Besuch lieferte nur 2 Stücke. Chalcedon erscheint massig und brotlaibförmig.
- Hellikon, Winterholde, Acherste: Zwischen Winterholde undAcherste (2’637’450 / 1'262'260, 510 m ü. M.) befindet sich am Waldrand des leicht abfallenden Geländes ein kleiner Steinhaufen mit Material aus der erwähnten Gegend. Interessant ist hier das Erscheinen von fossilen Turmschnecken-Strukturen im Horngestein. Während von einzelnen Fossilien nur die Schalen sichtbar sind und das Innenleben durch Gestein ersetzt ist, sind andere entlang der Innenwände vollständig mit klarem Quarz bis 3 mm belegt. Chalcedon ist hier eher wenig vorzufinden. Die nachfolgenden, in der Trigonodusdolomit-Zone liegenden Lokalitäten sind nicht weiter untersucht worden, bieten aber vermutlich ebenfalls Hornsteinbrocken. Die fruchtbaren Felder sind bewirtschaftet und nicht immer zugänglich.
Hellikon Umgebung:
- Birchte 2’637’130 / 1'262'680, 530 m ü. M.
- Eich 2’637’170 / 1'262'040, 520 m ü. M.
- Feisterigs 2’635’450 / 1'261'030, 560 m ü. M.
- Fürstenhof (ö) 2’635’750 / 1'260'880, 545 m ü. M.
- Heregrund 2’635’590 / 1'262'350, 530 m ü. M.
- Hirsacher 2’637’360 / 1'262'770, 540 m ü. M.
- Hörai 2’637’110 / 1'263'650, 540 m ü. M.
- Lättacher 2’637’720 / 1'262'350, 530 m ü. M.
- Niederalmed 2’634’930 / 1'262'710, 566 m ü. M.
- Oberalmed 2’634’850 / 1'262'370, 590 m ü. M.
- Rinn 2’635’520 / 1'261'950, 540 m ü. M.
- Schnäggestude 2’634’750 / 1'261'790, 630 m ü. M.
- Stierweilis 2’634’960 / 1'261'550, 610 m ü. M.
Koordinaten, ca.:
2’636’302 / 1’261’733
Literatur:

Mineralien:
- Chalcedon:
- Hornstein:
- Quarz:
klein, bis 5mm, klar.
Gebiet:
092 AG / Kaiseraugst, Challere, Hirsrüti;(Bohrung)  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Kaiseraugst
Beschreibung:
Bei Sondierbohrungen für das Kernkraftwerk (1970).
Koordinaten, ca.:
2’623’170 / 1’265’410
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 244
Mineralien:
- Cuprit: zusammen mit gediegenem Kupfer, im Plattensandstein des Oberen Bundsandsteines (Wiener, 1975).
- Kupfer, gediegen: gediegen, im Plattensandstein des Oberen Bundsandsteines, blechartig, bis 1.2 mm dick, bis 15 mm lang (Wiener, 1975).
Gebiet:
093 AG / Mumpf, Bachtale, Fischingertal  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Mumpf
Beschreibung:
Disler (1914), erwähnt einen Aufschluss des Rotliegenden beim Ausgang des Fischingerbachtals. Oberhalb des Aufschlusses, in den höhren Horizonten des Buntsandsteins, ist in einer Grube am Oberrand des Waldes der Karneolhorizont sichtbar. Die Grube ist heute nicht mehr auffindbar. Bei einer Begehung des Geländes, respektive entlang des Weges am Waldrand, konnte keinerlei Karneol gefunden werden. Evtl. liegt der erwähnte Karneolhorizont etwas unterhalb des Waldrandes, zeigen die Kartenstände von 1900 und 2022 doch einen recht unterschiedlichen Abstand zwischen Feldweg und Waldrand. Der Fischingerbach durchfliesst auf einer Länge von ca. 5 km von Schupfart nach Mumpf das Fischingertal und mündet bei Mumpf in den Rhein. Der unterste Teil ist heute auf der Karte mit Bachtale aufgeführt, die Bezeichnung Fischingertal scheint nicht mehr aktuell zu sein. Aus einer Grube bei Bachtale beschreibt Hofmann (1990) das gelb-rosafarbene Selen-haltige Mineral Bohdanowiczit, welches auf Bruchflächen von roten Perm-Sandsteinen beobachtet werden kann. Das seltene und hier in der Schweiz zum ersten Mal gefundene Mineral erscheint mit einem dunklen Kern, umgeben von einem hellgrünen Kreis von mehreren cm Durchmesser. Es kann angenommen werden, dass es sich bei der Grube um den oben erwähnten Aufschluss im Rotliegenden (Perm) handelt.
Koordinaten, ca.:
2’636’433 / 1’265’994
Literatur:
- Disler, C. (1914):  Stratigraphie und Tektonik des Rotliegenden und der Trias beiderseits des Rheines zwischen Rheinfelden und Augst; Verhandlungen der NFG in Basel, Band XXV
- Hofmann, B. (1990): Reduction spheroids from northern Switzerland: Mineralogy, geochemistry and
genetic models; Chemical Geology 81
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Puschnig André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 81
Mineralien:
- Bohdanowiczit:
- Karneol:
Gebiet:
094 AG / Möhlin  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Möhlin

Beschreibung:
Es wird ein Fund aus dem Karneolhorizont des Buntsandsteins bei Möhlin erwähnt. (Hinweis: Der Karneolhorizont steht in Möhlin nicht an.)
Koordinaten, ca.:
2’629’700 / 1’268’000
Literatur:
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1988; Vol. 8; Nr. 3; Seite 137-139; Amethystfarbige Quarzkristalle aus dem Jura
Mineralien:
- Amethyst: blassfarbig, kleiner als 1 cm.
- Karneol:
Gebiet:
095 AG / Obermumpf, Altefore  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Obermumpf
Beschreibung:
Die bei der Lokalität Altefore, zwischen Feldweg und Waldrand angelegte Deponie lieferte als eine der wenigen Fundstellen schwarz korrodierte bis 5 mm grosse Chalkopyrit-Aggregate mit kaum erkennbaren Kristallformen. Mit den in der Gegend ebenfalls vorkommenden braunfarbenen Pyritaggregaten besteht eine Verwechslungsmöglichkeit. Unweit Altefore, oberhalb der Chatzeflue, bei den Koord.: 2’637’710 / 1'265'030, 510 m ü. M., trifft man am steilen Waldbord auf eine weitere Deponie mit Hornsteinbrocken. Wie bei allen Deponien muss auch hier der Steinhaufen durchwühlt werden. Funde von Quarz sind an diesen beiden, leicht zugänglichen Fundstellen gut möglich.
Koordinaten, ca.:
2’638’060 / 1’264’550
Literatur:

Mineralien:
- Chalkopyrit:
- Hornstein:
- Quarz:
Gebiet:
096 AG / Obermumpf, Breitenhof - Stäge  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Obermumpf
Beschreibung:
Auch beim Breitenhof legten die Ackerbesitzer eine Deponie mit den harten, die Landmaschinen beschädigenden, Hornsteinen an. Überraschend ist die Grösse der Blöcke, erreichen diese doch öfters Ausmasse bis 20 cm und sind vollgespickt mit quarzbelegten Hohlräumen ehemaliger Turmschnecken. Ausser Quarz und sehr wenig und kleinwürfeligem Pyrit sind keine weiteren Mineralien zugegen.
Koordinaten, ca.:
2’638’440 / 1’264’140
Literatur:

Mineralien:
- Hornstein:
- Pyrit:
- Quarz:
Gebiet:
097 AG / Obermumpf, Chatzenflue (Acker und Waldrand)  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Obermumpf
Beschreibung:

Koordinaten, ca.:
2’637’750 / 1’265’160
Literatur:

Mineralien:
- Chalkopyrit:
- Malachit: faserig, klein.
- Quarz: klein, bis 5 mm, klar.
Gebiet:
098 AG / Obermumpf, Gmeirüti, Ebnethof  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Obermumpf
Beschreibung:
Nahe des Ebnethofes findet sich am Waldrand eine kleine Deponie der Ackersteine. Die Hornsteinbrocken sind nur etwa faustgross und zeigen vereinzelte mit klarem Quarz ausgekleidete Hohlräume.
Koordinaten, ca.:
2’637’580 / 1’263’290
Literatur:

Mineralien:
- Hornstein:
- Quarz:
Gebiet:
099 AG / Obermumpf, Leim (Waldrand)  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Obermumpf
Beschreibung:

Koordinaten, ca.:
2’638’380 / 1’265’120
Literatur:

Mineralien:
- Quarz: klein, bis 5 mm, klar.
Gebiet:
100 AG / Obermumpf, Noll
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Obermumpf
Beschreibung:
Fährt man vom Zuzgerberg in Richtung Obermumpf, fällt nach der starken Linkskurve linksseitig ein kleiner Graben mit anstehendem Fels auf. Das Begehen zeigt, dass hier in früheren Zeiten Muschelkalk gebrochen wurde. Im Gestein enthaltene Fossilien weisen entlang der ehemaligen Schalen eine Schicht, bestehend aus kleinen, wasserklaren Quarz- und milchigweissen Calcitkristallen auf. Hornsteinbrocken mit Quarzdrusen sind nur unterhalb des Waldweges, Koordinaten: 2’637’060 / 1'264'020, 530 m ü. M. zu finden.
Koordinaten, ca.:
2’637’080 / 1’264’080
Literatur:

Mineralien:
- Calcit:
- Hornstein:
- Quarz:
Gebiet:
101 AG / Olsberg, Talhof  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Olsberg
Beschreibung:
Talhof, ehem. Steinbruch Ziegelhütte. Der heute nicht mehr betriebene Steinbruch liegt direkt an der Strasse Giebenach - Olsberg bei der Lokalität Talhof und ist leicht zu erreichen. Der Trigonodusdolomit, welcher zwischen Talhof und dem Stift Olsberg beidseitig an der Oberfläche erscheint, liefert die typischen Mineralien Quarz und Calcit. In welcher Höhe sich die mineralienhaltige Schicht befindet, konnte in der senkrechten, aus zahlreichen Schichten bestehenden Wand, nicht ermittelt werden. Sie dürfte anhand der Haldenfunde aber in der unteren Hälfte liegen.
Koordinaten, ca.:
2’623’950 / 1’264’024
Literatur:

Mineralien:
- Calcit:
- Quarz:
Gebiet:
102 AG / Olsberg, Violenbach  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Olsberg  
Beschreibung:
Der Violenbach bildet südlich bis westlich von Olsberg die Kantonsgrenze Aargau / Basel Landschaft und fliesst von Olsberg nach Gibenach und dort in den Arisdorferbach. Im Bachgeröll, einer Mischung aus Kalk und alpinem Geschiebe, können sporadisch Goldflitterchen bis maximal 1.5 mm herausgewaschen werden. Das Gold stammt vermutlich aus Moränenmaterial.
Koordinaten, ca.:
2'624’941 / 1'263’692
Literatur:
- Mösch, C. (1867):  Geologische Beschreibung des Aargauer Jura; Beiträge zur geol. Karte der Schweiz, 4. Lief., Bern
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 82
Mineralien:
- Waschgold: Goldflitterchen bis 1.5 mm.
Gebiet:
103 AG / Rheinfelden (Umgebung)  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Rheinfelden
Beschreibung:
Disler (1914), beschreibt in seiner Arbeit über das Rotliegende zwischen Augst und Rheinfelden karneolführende Schichten, welche heute teilweise unter Wasser stehen und deshalb hier nicht vollständig aufgeführt sind.

Profil 1: Schützenhölzli, 2'623'362 / 1'265'861, 267 m ü. M., Rheinufer, westlich von Punkt 297,6 (Siegfriedkarte), ca. 100 m östlich des Eisenbahnüberganges und durch ein Weglein von der Strasse her zugänglich (Stand 1914).
- 0.90 m: grauer, feinkörniger, Sandstein mit Quarz- und Dolomit-haltigen Drusen,
- 1.80 m: graugelber und blaugrauer Sandstein,
- 0.35 m: graublauer, gebankter, feinkörniger Sandstein, reichlich Malachit führend,
- 4.85 m: diverse Schichten im Röth, Oberer Buntsandstein,
- 3.58 m: diverse Schichten im Wellendolomit, Wellengebirge Bei 2'623'960 / 1'266'189 zweigt vom Wanderweg Kaiseraugst - Rheinfelden ein Pfad in Richtung Rheinufer ab, eine der wenigen Möglichkeiten an das Rheinufer zu gelangen. Hier vermischt sich das Röth mit dem Rheinschotter. Von diesem Pfad ausgehend steht in Richtung Kaiseraugst das Bord zwischen Rhein und Wanderweg sehr steil an und kann kaum begangen werden (Stand 2022).

Eine interessantere und weniger gefährliche Möglichkeit bietet sich unterhalb der Autobahnbrücke bei 2'624'082 / 1'266'356, 268 m ü. M. Hier sind, im oberen Teil des Rheinbordes, Karneol-haltige Schichten anstehend. Die Karneoladern erreichen kaum mehr als 15 cm Länge und eine Dicke von 2 cm. Selten sind darin kleine Drusen zu beobachten. Wie bereits Disler erwähnt ist hier Malachit reichlich vertreten. Dieser erscheint kugelig und erreicht kaum 1 mm Grösse. Funde von Malachit, Dolomit, Karneol und wenig Quarz sind hier noch möglich.

Profil 2 (N von Profil 1, ca. bei 2'624'012 / 1'266'248, 275 m ü. M): Rheinufer, W des Eisenbahnüberganges beim "Schützenhölzli" (Unteres Röth, 8.60 m, zum Teil nun unter Wasser).
- 1.60 m: graublauer und roter Sandstein, Unteres Röth, Oberer Buntsandstein,
- 7.00 m: rote Tone, teils mit graublauen Flecken und roten und grauweissen, fein körnigen, glimmerigen Sandsteinbänken mit Adern von faserigem Gips und runden Gipskrusten. Unteres Röth, Oberer Buntsandstein,
- 1.35 m: graublauer Sandstein, grauer Ton, bröckeliger Sandstein. Oberes Röth, Oberer Buntsandstein,
- 0.20 m: blaugrauer Sandstein mit Malachit. Oberes Röth, Oberer Buntsandstein,
- 7.70 m: diverse farbige Ton- / Sandsteinschichten. Ob. Röth, Oberer Buntsandstein.

Etwa in der Mitte zwischen den Punkten 281 und 282 (Siegfriedkarte), an einem von der Höhe des Ufers auf das Rheinniveau hinunterführenden Weglein, erweist sich der Karneolhorizont als sehr reich an Karneol (2'624'133 / 1'266'345, 275 m ü. M.) (Stand 1914).
Koordinaten, ca.:

Literatur:
- Disler, C. (1914):  Stratigraphie und Tektonik des Rotliegenden und der Trias beiderseits des Rheines zwischen Rheinfelden und Augst; Verhandlungen der NFG in Basel, Band XXV
Mineralien:
- Calcit: nur in mikroskopisch kleiner Ausbildung.
- Dolomit: reichlich vertreten und gesteinsbildend. Die würfelähnlichen Kristalle erreichen max. 1 mm und sind klar bis schwach getrübt. Selten zeigen sich auch sattelförmige Aggregate.
- Hämatit: als kleinste Täfelchen (unter 0.1 mm) auf Quarz und Dolomit.
- Karneol: im oberen Teil des Bordes in kräftiger orangeroter Farbe. Im unteren Teil, in der Nähe des Wassers, erscheint der Karneol nur noch pulver- bis sandartig in blassem Gelborange.
- Malachit: das sonst im Karneolbereich seltene Mineral ist hier häufig vertreten aber von blossem Auge kaum zu erkennen. Die kleinen Kügelchen sitzen teilweise auf rotem Karneol, meistens aber in dünnen Rissen und Spalten.
- Quarz: gegenüber anderen Karneolzonen ist hier gut ausgebildeter Quarz kaum vorhanden. Selten sind kleine Quarzkristalle bis 2 mm in Drusen oder dem Karneol aufgewachsen.
Gebiet:
104 AG / Rheinfelden, Riburg, Ryburg, Rheinsaline  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Rheinfelden
Beschreibung:
Die Saline Ryburg wurde im Jahre 1846 konzessioniert, die 6 Bohrlöcher derselben stammen aus den Jahren 1846, 1856, 1869, 1894 und 1908. Bei einer maximalen erbohrten Mächtigkeit des Salzlagers von 46,55 M ist dieselbe noch nicht durchfahren. Die jährliche Produktionsfähigkeit der Saline wird auf 240,000 q gewertet (ca. 1915). Im Juli 1909 sind die drei Salinen vereinigt worden und in den Besitz der Aktiengesellschaft "Vereinigte Schweizerische Rheinsalinen" übergegangen. Im Jahre 1914 wurden 668,180.17 Mz (Mz=Metzen, eine bis ins 19. Jh. gebräuchliches Volumenmass. 1 Mz  entspricht je nach Region etwa 60 Liter) Salz produziert.
Koordinaten, ca.:
2'629’380 / 1'268’670
Literatur:
- Schmidt,C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Mineralien:
- Salz:
Gebiet:
105 AG / Rheinfelden, Underi Rütenen  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Rheinfelden
Beschreibung:

Koordinaten, ca.:
2’629’300 / 1'268’050
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 205
Mineralien:
- Anhydrit:
- Halit: Salzlager im triassischen Muschelkalk in der Region Muttenz bis Rheinfelden, als flache Linsen mit einer Mächtigkeit bis 60 Meter, alle tiefer als 100 Meter.


Gebiet:
106 AG / Rheinfelden, Weiherfeld, Weierfeld;(Bohrung)  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Rheinfelden
Beschreibung:
Aus einem Bohrkern anlässlich einer Kohlebohrung (1875).
Koordinaten, ca.:
2'625’610 / 1'266’620
Literatur:
- Holenweg, Hans & Stehlin, Hanspeter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1972; Heft 6; Seite 297-299; Kupferkies und Malachit aus dem Schweizer Jura
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 29, 57, 76, 126, 194, 241, 244, 282, 288
Mineralien:
- Algodonit: in Kernen von Reduktionshöfen der permischen Red-Bed-Ablagerungen, Teufe 126 Meter.
- Auricuprid: nachgewiesen in Kernen von Reduktionshöfen der permischen Red-Bed-Ablagerungen (Hofmann, 1990).
- Berzelianit: nachgewiesen in Kernen von Reduktionshöfen der permischen Red-Bed-Ablagerungen, Teufe 258 Meter (Hofmann, 1989/1990).
- Clausthalit:
- Crookesit:
diagenetisches Erzmineral in den Reduktionshöfen der Red-Bed-Ablagerungen des Oberrotliegenden, Teufe 258 Meter (Hofmann, 1989, 1990).
- Gold, gediegen: nachgewiesen in Kernen von Reduktionshöfen der permischen Red-Bed-Ablagerungen.
- Klockmannit: in den Kernen von Reduktionshöfen der Red-Bed-Ablagerungen, Perm (Hofmann, 1989, 1990).
- Kupfer, gediegen: gediegen, mikroskopisch klein, in Kernen von Reduktionshöfen der Red Bed-Ablagerung des Oberrotliegenden (Hofmann, 1990).
- Malachit: Holenweg erwähnt einen Malachitfund bei Grabungsarbeiten für eine Kanalisation im nördlichen Weiherfeld.
- Montroseit: bis 70 um, nachgewiesen in Kernen von Reduktionshöfen der permischen Red-Bed-Ablagerungen, Teufe 125.6 Meter (Hofmann, 1990).
- Naumannit: nachgewiesen in Kernen von Reduktionshöfen der permischen Red-Bed-Ablagerungen (Hofmann, 1990).
Gebiet:
107 AG / Stein, Bätzetal, Chatzenacher, Cholberg  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Stein
Beschreibung:
Bätzetal: 2'638'744 / 1'264'925, 425 m ü. M.
Cholberg: 2’638’390 / 1'265'260, 430 m ü. M. Trigonodusdolomit tritt im Bätzetal im oberen rechten Bereich des Grabens auf. Hornsteine sind rar und nur auf dem steinigen Waldweg vereinzelt sichtbar. Im mit Erde bedeckten Hang sind Hornsteinbrocken ebenso wenig zu finden wie im Graben selbst. Weiter westlich, ebenfalls zur Gemeinde Stein gehörend, befinden sich die beiden Graben des Cholbergs. Zwischen diesen liegt ebenfalls Trigonodusdolomit, beidseitig begleitet von Lockergestein (Rezente Alluvion). Die wenigen im Waldgebiet zerstreuten Hornsteinbrocken können keinem Horizont zugeordnet werden, zudem sind diese nur von kleinem Ausmasse mit entsprechend geringen quarzbelegten Hohlräumen. Wie im Bätzetal bieten auch die Gräben, teils mit anstehendem Fels, nicht das gesuchte Material. Dasselbe Bild, ohne Anstehendes, zeigt sich auch im Chatzenacher bei 2'638'608 / 1'265'267, 425 m ü. M. und im oberen Teil des Langholz bei 2'637'921 / 1'265'343, 485 m ü. M.
Koordinaten, ca.:
2’638’281 / 1’265’245
Literatur:

Mineralien:
- Hornstein:
- Quarz:
Gebiet:
108 AG / Wegenstetten, Talmet (ehem. Steinbruch)  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Wegenstetten
Beschreibung:
Der nordwestlich des Dorfausgangs von Wegenstetten ehemalige Steinbruch liegt im Nodosuskalk und lieferte aus einem schmalen Band im dichten rauchgrauen Plattenkalk in zahlreichen, bis dezimetergrossen Hohlräumen, ausgezeichnet kristallisierte Calcitkristalle. Die glasglänzenden Individuen haben skalenoedrischen Habitus und erreichen bis 10 mm Grösse. Heute ist die senkrechte Grubenwand noch sichtbar, das ehemalige Grubengelände ist überbaut, Funde sind somit kaum noch zu erwarten.
Koordinaten, ca.:
2’637’105 / 1’261’510
Literatur:

Mineralien:
- Calcit: glasglänzende Kristalle bis 10 mm und im skalenoedrischen Habitus.
Gebiet:
109 AG / Wegenstetten, Trigonodusdolomit mit möglichen Hornsteinen  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Wegenstetten
Beschreibung:
- Altreben, Leime, Hersberg: 2’637’450 / 1'261'650, 510 m ü. M. Das leicht abfallende Gelände zwischen Alterebe und Leime zeigt hier nach frischem Pflügen vereinzelte Hornstein- und Chalcedonbrocken.
- Einige Hornsteine auch zwischen Alterebe und Hersberg: 2’637’840 / 1'261'570, 540 m ü. M.- Chrumbacher: 2’636’950 / 1'261'300, 450 m ü. M. Ebenes und teilweise verbautes Gelände mit grossem Kornfeld, daher bieten sich kaum Fundmöglichkeiten. Diese sind erst gegeben, wenn das Feld frisch gepflügt worden ist.
- Dischelacher: 2’637’930 / 1'261'810, 530 m ü. M. Nur kleine Hornsteinbrocken mit wenig Quarz.
- Gründelenmatt, unterhalb: 2’638’160 / 1'261'540, 480 m ü. M. Zwischen der Brücke und bis Grund, auf der Südseite des Baches. Das grasbewachsene Weideland bietet kaum Fundmöglichkeiten.
- Mühlihalde, südlich und westlich Chrumbacher: 2’636’750 / 1'261'400, 470 m ü. M. Ebenes Gelände. Nur wenige und kleine Hornsteine und einige Chalcedonknollen mit einem Überzug von zersetztem Pyrit. Drusen nur bis 1 cm Durchmesser, Quarz erscheint glasklar aber nur klein (bis 2 mm). Auch hier muss auf das Umpflügen des Feldes gewartet werden.

Weitere Örtlichkeiten mit Trigonodusdolomit auf dem Gebiet der Gemeinde Wegenstetten (die Aufzählung ist nicht abschliessend):
- Göttichue 2'637'450 / 1'261'310, 465 m ü. M.
- Grund (zw. Grund und Brücke, südlich des Bächleins) 2'638'190 / 1'261'560, 485 m ü. M.
- Holde (östlich und unterhalb) 2'638'330 / 1'261'680, 505 m ü. M.
- Im Loch (westlich) 2'637'935 / 1'262'230, 540 m ü. M.
- Wegenstetten Dorf 2'637'110 / 1'261'045, 445 m ü. M.
- Wiholde 2'637'250 / 1'261'627, 495 m ü. M.
Koordinaten, ca.:
2’637’173 / 1’260’795
Literatur:

Mineralien:
- Chalcedon: brotlaibförmig, bis 12 cm.
- Hornstein:
- Pyrit
: nur als dünner brauner Überzug auf den Chalcedonbrocken oder bis 5 mm grosse, sich zersetzende Halbkugeln.
- Quarz: klein, wasserklar, bis 2 mm, auf kleinen Rissen oder Spalten.
Gebiet:
110 AG / Zeiningen, Bättlerchuchi  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Zeiningen
Beschreibung:
Das Fundgebiet liegt südöstlich von Zeiningen im bewaldeten Gebiet der „Bättlerchuchi". Der dort anstehende Fels wird durch die Weitenau-Formation (Rotliegendes) aufgebaut, welche sich aus einem brecciösen Sandstein mit eckigen Quarz- und Feldspatstücken zusammensetzt. Über dem am Fundort rund 20 m mächtigen Rotliegenden beginnt mit einem Steilbord der Buntsandstein. Für die Mineraliensuche ist dabei vor allem der sogenannte "Karneolhorizont", ein massiver weiss bis violett gefärbter Sandstein, von Bedeutung. Südlich der Bättlerchuchi tritt Rotliegendes ebenfalls zu Tage. Karneol ist an diesen Stellen nicht zugegen. Wegen massiver Abbautätigkeit und zum Schutz des besonderen Karneolhorizontes wurde das Gebiet der "Bättlerchuchi" Ende der 1980-Jahre unter Naturschutz gestellt. Das Aufheben und Suchen von Mineralien ist verboten!

Der eine steile Böschung bildende Karneolhorizont ist am besten S von Zuzgen am Strässchen Zuzgen - Bollhof sowie bei Zeiningen und Maisprach, Lokalität "Eichrebe" zu beobachten.
Koordinaten, ca.:
2’633’115 / 1’264’846
Literatur:
- Andermatt,P.J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
Mineralien:
- Amethyst: violette Varietät des Quarzes, hell- bis dunkelviolett, teils zusammen mit Ankerit und oder Dolomit und oft belegt mit kleinen schwarzen Hämatitkügelchen. Tritt meistens als kleine Stufe mit mehreren Kristallen auf, wobei Einzelindividuen bis 10 mm erreichen.
- Ankerit: siehe bei Dolomit.
- Dolomit: Unterscheidung oft schwierig. Weiss bis gelblich mit der typischen Form des Ankerits und teils auch des Dolomits. Ist selten in schön auskristallisierten Kristallen zu finden.
- Goethit: konnte erst 2025 als mm-grosse Nadeln nachgewiesen werden.
- Hämatit: bis 1 mm, meistens als kleinste schwarze Kügelchen auf dem Quarz bzw. Amethyst.
- Karneol: mikrokristalline Varietät des Quarzes, häufig, gesteinsbildend, von dunkler blutroter und meistens matt wirkender Farbe. Oft sind die Flächen durch Verwitterungseinflüsse matt und dunkelrot. Zum Schleifen ist dieser Stein kaum geeignet.
- Manganoxid: färbt den Karneol oder das Gestein dunkelbraun bis schwarz und ist in Hohlräumen häufig vertreten.
- Quarz: relativ klar, nicht vollkommen durchsichtig, bis 1 cm.
- Rauchquarz: hellbraun bis fast braunschwarz, äusserst selten.
Gebiet:
111 AG / Zuzgen, Bueholde - Chälleracher  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Zuzgen
Beschreibung:
Das flache Gelände zeigt bis in den Wald des Chriesiberg den Trigonodusdolomit (TD) an. Hornsteine sind aber nur in der linken unteren Hälfte des Bildes auf einem gepflügten Acker zu finden. Die Brocken erreichen Faustgrösse und enthalten bis mehrere cm grosse, quarzbelegte Drusen. TD-Gesteinsbrocken bei Bueholde sind durchsetzt mit Hornstein.
Koordinaten, ca.:
2’634’655 / 1’265’152
Literatur:

Mineralien:
- Hornstein:
- Quarz:
Gebiet:
112 AG / Zuzgen, Bämmich  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Zuzgen  
Beschreibung:
Dasselbe Szenario wie bei anderen Fundstellen zeigt sich auch hier. Der weiche Trigonodusdolomit hielt der Verwitterung nicht stand, übrig blieben die über die Felder verstreuten Hornsteinbrocken mit den bereits bekannten Mineralieninhalten. Die Funde sind hier allerdings seltener und der Quarz kleiner als in der Umgebung von Eiken. Die bei der Lokalität "Bämmich" angelegte Deponie dürfte Material aus der näheren Umgebung enthalten.
Koordinaten, ca.:
2’633’440 / 1’262’930
Literatur:

Mineralien:
- Chalcedon: in bis zu 12 cm grossen Brocken, massiv, hellgräulichblau, milchigweiss.
- Goethit: nur ein Einzelfund als Einschluss in Quarz.
- Hornstein:
- Quarz:
klein, weiss bis klar, glänzend, in Hohlräumen des hornsteinigen, grauen Gesteins.
Gebiet:
113 AG / Zuzgen, Hohwart  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Zuzgen
Beschreibung:
Dieser bei der Lokalität Hohwart grössere Steinhaufen mit den weithin sichtbaren Hornsteinbrocken löst unweigerlich Goldgräberstimmung aus - der Blick gilt nur noch den Steinen, das wenige Meter neben der Deponie stehende Bienenhaus wird übersehen. Das Klopfen scheint den Bienenfrieden zu stören, sie beginnen zu attackieren. Diese Fundstelle sollte also nur bei kaltem Wetter besucht werden. Neben Chalcedon ist vor allem Quarz in Drusen bis 5 cm, teils auch in Turmschnecken, zu finden. Mit etwas Grabarbeit sind hier noch gute Funde möglich.
Koordinaten, ca.:
2’636’500 / 1’263’650
Literatur:

Mineralien:
- Chalcedon:
- Hornstein:
- Quarz:
klein, bis 5mm, klar.
Gebiet:
114 AG / Zuzgen, Olstel  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Zuzgen
Beschreibung:
Das flach abfallende, grasbewachsene Gebiet Olstel liegt im Trigonodusdolomit, wie die Steinhaufen aber zeigen, sind nur wenige Hornsteinbrocken vertreten. Die mit wasserklarem Quarz belegten Drusen messen kaum mehr als 2 cm.
Koordinaten, ca.:
2’635’840 / 1’264’780
Literatur:

Mineralien:
- Hornstein:
- Quarz: wasserklare Kristalle bis 5 mm.
Gebiet:
115 AG / Zuzgen, Roterai - Egliste  
Bezirk Rheinfelden / Gemeinde Zuzgen  
Beschreibung:
In Zuzgen tritt von der Eichmet über Raiholde und Egliste bis ins Quartier «Höhle» in einer schmalen Zone das Rotliegende zu Tage. Wie in Maisprach und Zeiningen scheint auch hier der Karneolhorizont des Bundsandsteins direkt dem Rotliegenden zu folgen. An wenigen Stellen sind die fast senkrechten dolomitischen und karneolführenden Schichten anstehend. Im oberen Teil des Horizontes treten durch Manganoxid braun oder schwarz gefärbte Knollen und Streifen auf. Während die weicheren Partien leicht verwittern, zeigen die verkieselten Knollen gegen die Verwitterung grosse Widerstandsfähigkeit und verursachen das Auftreten typischer, höckeriger Gesteinsoberflächen. Mineralienhaltige Hohlräume sind vor allem im harten hellbeigen und mit Karneolbändern durchzogenen Gestein zu finden.
Koordinaten, ca.:
2'634’630 / 1'263’770
Literatur:

Mineralien:
- Achat: Linsen bis 8 cm, mit mehrfach abwechselnder Karneol-Quarzbänderung. Auffallend ist eine äussere weisse, mit roten Karneolkügelchen durchsetzte Lage.
- Amethyst: ein Einzelfund lieferte eine 8 cm grosse mit Amethyst belegte Druse. Hohlräume mit amethystfarbigem Quarz sind selten und in der Regel nur wenige cm gross.
- Dolomit:
- Gips:
strahlige Aggregate bis 20 mm Durchmesser und mit Auflösungserscheinung.
- Hämatit: auf Quarz als kleinste schwarze Kügelchen unter 1 mm. Unter dem Binokular zeigen sich kleine Aggregate mit einer morchelähnlichen Oberflächenstruktur.
- Karneol: schöne hellblutrote Adern und Beläge. Oberflächennahe Karneole weisen eine dunkelrote mattwirkende Farbe auf und sind recht spröde.
- Malachit: büschelige Aggregate bis 4 mm Durchmesser.
- Manganoxid: färbt den Karneol oder das Gestein dunkelbraun bis schwarz und ist in Hohlräumen häufig vertreten.
- Quarz: wasserklar bis milchigweiss, bis 1 cm. Eine kleine Kluft ergab Stufen bis 15 x 11 x 4 cm und mehrere kleine Handstücke. Das Rotliegende hat seine Spuren hinterlassen, die aus zahlreichen Kristallen bestehenden Stufen zeigen einen rötlichen Schimmer und enthalten lange, lattenförmige Hohlräume eines aufgelösten Minerals, bei welchem es sich vermutlich um Gips oder Anhydrit handelte. Die leicht violette Färbung könnte einen schwachen Amethyst vortäuschen.
Gebiet:
116 AG / Murgenthal;(Erdöl)  
Bezirk Zofingen / Gemeinde Murgenthal
Beschreibung:
In ölgetränkten oder imprägnierten Molassesandsteine in der Umgebung von Murgenthal.
Koordinaten, ca.:
2'629’760 / 1'235’010
Literatur:

Mineralien:
- Erdöl:
Gebiet:
117 AG / Oftringen, Heidenloch, Bachthalen  
Bezirk Zofingen / Gemeinde Oftringen
Beschreibung:
Aus dem Steinbruch Heidenloch (heute eingestellt), nordöstlich von Oftringen, am südwestlichen Ausläufer des Engelberges, in den Geissbergschichten (Effinger-Schichten) des Malm in hartem, gelblichem Kalk:
Koordinaten, ca.:
2'636’900 / 1'241’979
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Holenweg, Hans & Stehlin, Hanspeter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1972; Heft 6; Seite 171-177; Neue Funde von Baryt im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363
Mineralien:
- Baryt: das Mineral liegt in Hohlräumen zusammen mit Calcit. Grösse bis 2 cm, dünn- bis dicktafelig, farblos bis blassviolett. Von hier stammen angeblich die wohl schönsten und bedeutendsten Barytkristalle der Schweiz. (Anmerkung: in Metzerlen/SO sind Barytkristalle bis fast 5 cm Grösse gefunden worden. Eine Veröffentlichung dieses Fundes erfolgte nicht.)
- Calcit: in Szepterausbildung. Dieses Vorkommen liegt im graublauen Kalk.
- Limonit: als feiner Überzug.
- Markasit: Wurde nur in Eisensulfid-Knollen der obersten Effinger-Schichten als feinkörniges Gemenge mit Pyrit im Verhältnis von etwa 1 : 1 gefunden.
- Pyrit: Winzig, würfelig, messingfarbig.
Gebiet:
118 AG / Safenwil (Bohrung)  
Bezirk Zofingen / Gemeinde Safenwil
Beschreibung:
Im Oktober 1980 stiess man bei einer Sondierbohrung zur Abklärung der Baugrundverhältnisse in etwa 15 m Tiefe aufein kleines Vorkommen von Erdgas und Erdöl. Die Bohrstelle befindet sich in einem ursprünglich relativ sumpfigen Gelände im Industriegebiet nördlich des Dorfkerns von Safenwil, etwa 75 m nördlich der Autobahn N1 an der Eienstrasse. Die verrohrte Rotationskernbohrung (145 mm) durchstiess nach etwa 1 m Auffüllmaterial ungefähr 14 m vorwiegend lehmige bis sandige Partien, die z.T. organische Reste wie Torfund Holzfasern enthielten. Am 2. Oktober wurde zur Entnahme des Bohrkernes das Gestänge wie gewohnt heraufgezogen. Dabei gab es nach Auskunft des Bohrmeisters plötzlich einen «Chlapf», ein sandiger Lehmpfropf (entsprechend etwa 80 cm im Rohr) flog hinaus, nachfolgendes Gas entzündete sich an einer Zigarette, und es entstand eine zuerst etwa 60 cm hohe Stichflamme, die aber immer kleiner wurde und nach einer Stunde erlosch. Wie die weitere Bohrung ergab, war eine gut 2,5 m mächtige sandig-kiesige Schicht erreicht worden, die unter hohem Druck Gas, Öl und Wasser enthielt. Zuerst stieg das Öl nach Entfernung des Bohrrohres noch von selbst bis zur Oberfläche; später wurde es in Form einer Wasser/Öl-Emulsion abgepumpt. Nach fünf Tagen versiegte diese Ölquelle. Im Ganzen waren 400 bis 500 Liter Öl ausgeflossen bzw. abgepumpt worden.
Koordinaten, ca.:
2'641’100 / 1'241’650
Literatur:
- Rüetschi, Werner; Mitteilungen der aargauischen Naturforschenden Gesellschaft; 1983;Band 30; Kleines Vorkommen von Erdgas und Erdöl in Safenwil
Mineralien:
- Erdgas: Anlässlich einer Bohrung, in kleiner Menge.
- Erdöl: Anlässlich einer Bohrung, in kleiner Menge (400 bis 500 l).
Gebiet:
119 AG / Zofingen, Wigger (Waschgold)  
Bezirk Zofingen / Gemeinde Zofingen
Beschreibung:
Die von den Bächen aus dem Napfgebiet gespiesene Wigger soll nach früheren Beschreibungen bei Zofingen goldhaltig sein.
Koordinaten, ca.:
2'637’720 / 1'236’670
Literatur:

Mineralien:
- Waschgold:
Gebiet:
120 AG / Böttstein, Schmidberg, Länzematt, Erzmatt  
Bezirk Zurzach / Gemeinde Böttstein
Beschreibung:
Der Aufschluss Schmidberg (Länzematt, Erzmatt), eine grosse, heute stillgelegte Tongrube, liegt im Wesentlichen im Opalinuston. Der westliche und südliche Grubenrand zeigt auch die an den Opalinuston unmittelbar anschliessenden, stratigraphisch höher liegenden Schichten des oberen Aalenian. Der Bereich Schmidberg ist stark rutschgefährdet. In der Tongrube des Werkes Döttingen der Zürcher Ziegeleien sind die Opalinus-Schichten über einen grossen Bereich der Schicht-mächtigkeit aufgeschlossen. Das Gestein ist hier, wie anderswo, im frischen Aufschluss ein blau- bis schwarzgrauer Schieferton, der in der oft sehr tief greifenden Verwitterungszone seine Färbung ins Gelbgraue wechselt. In verschiedenen Zonen sind Septarien, Kalkbänke und Kalkschichtchen sowie Tonstein-Geoden eingelagert. Der Opalinuston führt in mindestens zwei Zonen Septarien. In einer oberen Zone im Dach der Opalinus-Schichten liegen bis kopfgrosse Kalkkonkretionen, die sehr ähnlich ausgebildet sind wie die Septarien im Wasserflue-Gebiet; sie führen auch die gleiche Mineralvergesellschaftung.
Koordinaten, ca.:
2'658’850 / 1'266’580
Literatur:
- Wullschleger, Erwin; Mitteilungen der aargauischen Naturforschenden Gesellschaft; 1977; Band 29;Seite 7 - 128; Beiträge zur Mineralogie des Aargauer Juras
Mineralien:
- Baryt: kleine Aggregate bis 1 mm.
- Calcit: in Schwundrissen, als dichter Rasen, bestehend aus skalenoedrischen Kristallen.
- Coelestin: in Schwundrissen, lachsrot, faserig und übergehend in dünntafelige, farblose bis weisse Kristalle. Vereinzelt auch bläulichweisse, bis 2 mm dicke Tafeln.
- Dolomit: vor allem in der unteren Schicht in schönen weissen Aggregaten.
- Gagat: Gagat-Kohle, Einzelfund, 15x7x2 cm.
- Gips: im Opalinuston, Aggregate bis 2 x 2 cm, farblos.
- Limonit:
- Pyrit
: im Gestein sowie an der Oberfläche und im Innern von Septarien vorkommend. 1-2 cm grosse Aggregate, aufgebaut aus würfeligen Kristallen. Fladenförmige Konkretionen sind ebenfalls zu finden. Bemerkenswert im Fundort Schmidberg ist das schichtartige Auftreten solcher Konkretionen: bei einer Dicke von 1 bis 1,5 cm decken sie zusammenhängend oft viele dm2 bis m2. Am Bruch solcher Konkretionen kann meist dichte, oft strahlige Struktur erkannt werden. An der Oberfläche sind die Kristalle beachtlich gross, sie zeigen Kantenlängen bis zu 4 mm.
- Sphalerit: kleine Kriställchen bis 0.3 mm.
- Strontianit: in kugeligen Pusteln bis 5 mm Durchmesser.
Gebiet:
121 AG / Felsenau (Gipsstollen)  
Bezirk Zurzach / Gemeinde Felsenau  
Beschreibung:
Westlich von Koblenz. Das unterirdische Gipsbergwerk liegt im Trias (Mittlerer Muschelkalk), weist eine Stollenlänge von 25 km und ein Stollenvolumen von 450'000 m3 auf, ist heute geschlossen und unter Wasser gesetzt. Der Abbau begann, damals noch Übertage, bereits 1880 und endete erst 1989. Dies entspricht rund 1 Mio. Tonne Gips und Anhydrit, welche hauptsächlich in der Zementindustrie verwendet wurden.
Koordinaten, ca.:
2’657’609 / 1’272’817
Literatur:
- Baumann, Werner & Stucky, Klaus; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1984; Band 77; Heft 3; Seite 511 - 540; Geologische Untersuchungen an Evaporiten der Mittleren Trias in der Nordschweiz am Beispiel des Bergwerks Felsenau
- Frei, A.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1954;Band 34; Heft 2; Seite 280 - 299; Die Mineralien der schweizerischen Gips- und Anhydritlagerstätten
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 262, 275
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 368
- Stalder,H.A.; Schweizer Strahler; 1990;; Seite 389
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 153
Mineralien:
- Anhydrit: wurde in der Grube ab 1975 abgebaut.
- Autigener Quarz: die authigenen Quarzkristalle können mehrere Millimeter gross werden.
- Epsomit: farblos, durchsichtige Massen, an der Luft bildet sich durch Austrocknung ein mehlartiger Ueberzug (Frei, 1954). Epsomit konnte als farblos-durchsichtige derbe Partien als recht seltenes Mineral des Salztons festgestellt werden. An trockener Luft überzieht sich dieses Magnesiumsulfat rasch mit dem weissen Mehl der Verbindung Na2 S04 x 2H20, ein Nachweis des gleichzeitigen Vorhandenseins von Mirabilit (Glaubersalz).
- Fasergips: weisse glanzlose, selten mehr als 1 cm dicke Schnüre von Fasergips durchsetzen unregelmässig den grauen Salzton.
- Fasersteinsalz: ein deutlicher Feuchtigkeitsgrad im Salzton lässt auf einen Gehalt hygroskopischer Salze schliessen. In solchen Partien werden häufig linsenartig Schnüre von Fasersteinsalz angetroffen, die in der feuchten Grubenluft eigenartig unregelmässige Auflösungserscheinungen zeigen. Diese Unregelmässigkeit kommt wohl daher, dass das Fasersteinsalz sehr unterschiedlich mit Fasergips vermengt ist. Zum Unterschied von Fasergips zeigt das Fasersteinsalz mehr einen fettartigen Glasglanz.
- Gips: prismatisch, recht gross. Die schönsten Bildungen von Gipskristallen aber sind die sogenannten "Schichtfugenkristallisationen". Die manchmal grossblättrigen, meist radialstrahlig angeordneten Individuen stellen in der Regel Zwillinge dar. Die Kristalllamellen sind offensichtlich farblos und geben so die Farbe der Gesteinsunterlage wieder. Der Perlmutterglanz der stets in der Schichtfugenfläche liegenden Spaltfläche ist stark und spiegelnd.
- Glauberit: das erstmals im Mai 1949 gefundene Mineral ist vermutlich für die Schweiz neu. Kristalle, teils einzeln, teils in Gruppen auf der Kluftwand aufgewachsen, oft parallel geordnet oder als prächtig fächerförmige Aggregate. Grösse der Individuen bis 1 cm. Farblos oder bräunlich durchsichtig bis durchscheinend. Morphologie: Flachtafelig nach c.
- Mirabilit: als weisses Mehl.
- Quarz: im dichten Gips liegen manchmal hell- bis dunkelbraune, idiomorph ausgebildete Quarzkristalle der Niedertemperaturform. Sie sind höchstens durchscheinend. An wenigen Stellen konnten in der Anhydrit-Schicht idiomorphe bis mehrere Millimeter grosse Quarzkristalle gefunden werden.
- Steinsalz: faserig.
- Thenardit: wo der Salzton durch das Netz der Abbaustrecken von feuchter Grubenluft durchströmt wird, bilden sich bald an Decken, Wänden und Böden interessante Ausblühungen, die manchmal wie Schneeflocken zu Boden schweben. Diese weisslich filzigen Ausblühungen bestehen aus sehr dünnen, klar durchsichtigen Nadeln, mit glasglänzenden Flächen. Bei einer ungefähren Dicke von 0,5 mm können diese Nadeln bis zu 5 cm Länge erreichen. Nach den röntgenographischen Untersuchungen am Mineralogischen Institut der Eidgenössischen Technischen Hochschule erweisen sich diese Nadeln als wasserfreies Natriumsulfat, also Thernardit.
Gebiet:
122 AG / Fisibach  
Bezirk Zurzach / Gemeinde Fisibach
Beschreibung:
Im Fisibach, unterhalb der Hauptstrasse nach der Trassendurchführung. Die oberste nagelfluhartige Schicht muss zuerst aufgebrochen werden. Darunter liegen Kiese und Sande mit Schweremineralien sowie Goldflitterchen bis immerhin 3,5 mm.
Koordinaten, ca.:
2'672’732 / 1'269’449
Literatur:

Mineralien:
- Waschgold: Flitterchen bis 3.5 mm.
Gebiet:
123 AG / Klingnau, Blitzberg  
Bezirk Zurzach / Gemeinde Klingnau  
Beschreibung:
Blitzberg: 2'662'139 / 1'270'252, 495 m ü. M.
Achenberg: 2'661'890 / 1'271'176, 535 m ü. M. Im Mittlerer Dogger, Untere Parkinsoni-Schichten, in fossilen Hohlräumen. Parker (1973) erwähnt in seinem Buch "Die Mineralfunde der Schweiz" mit der Fundortangabe Blitzberg die Mineralien Calcit und Coelestin ohne diese näher zu beschreiben.
Blaue und rosa Coelestinkristalle kommen zusammen mit Dolomit und Calcit in den Kammern der Ammoniten der unteren Parkinsoni-Schichten am Achenberg bei Klingnau vor (Schmassmann, 1944).
Koordinaten, ca.:
2'662’139 / 1'270’252
Literatur:
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363
- Schmassmann, H. (1944): Stratigraphie des mittleren Doggers der Nordschweiz, Tätigkeitsbericht der NFG BL, Band 14
Mineralien:
- Calcit:
- Coelestin:
Gebiet:
124 AG / Leuggern;(NAGRA-Bohrung)  
Bezirk Zurzach / Gemeinde Leuggern
Beschreibung:

Koordinaten, ca.:
2'658’440 / 1'270’320
Literatur:
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 394
Mineralien:
- Synchisit-(Ce): in einer Teufe von 918.4 Meter im Biotitgneis, perfekte hexagonale Täfelchen, bis 25 mü (Peters et al., 1989).
Gebiet:
125 AG / Mellikon (Steinbruch)
Bezirk Zurzach / Gemeinde Mellikon
Beschreibung:
Bereits 1912 begann im südwestlich von Mellikon gelegenen Steinbruch ein Abbau für die Herstellung von Soda.
Koordinaten, ca.:
2'668’400 / 1'268’600
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978;Band 58; Heft 1 - 2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1978;; Seite 441
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 362
Mineralien:
- Ankerit:
- Baryt: Tafelig, bis 2 cm, teils grünlichgrau durch Glaukoniteinschlüsse, rosettenartige Aggregate. Tafelige Kristalle, von weisser trüber Randschicht umgeben. Sie sind teilweise durch Glaukoniteinschlüsse grün gefärbt und häufig zu rosettenartigen Gebilden verwachsen. Baryt ist von Mellikon schon mindestens seit dem Jahr 1930 bekannt.
- Calcit:
- Coquimbit:
- Glaukonit:
in den Birmensdorfer-Schichten, (Malm, Argovien), als grauer Kalk, wechselnd mit Mergelschichten, teilweise mit hohem Glaukonitgehalt in den Tonkalken, durch Verwitterung schuppige Erscheinung. Auch als Einschlüsse im Baryt.
- Ilesit: feinkristallin, als hellrosaroter Ueberzug auf schwarzem Pyrit, Verwitterungsprodukt, 0.1 mm, nach Wasserverlust als Szmikit vorhanden (Oberholzer, Graeser et al., 1978). Neueste Untersuchungen zeigen das Fehlen von Mangan (Meisser, 2004). Es handelt sich um ein Gemisch von Szomolnokit und Coquimbit.
- Markasit:
- Mirabilit:
- Pyrit:
schwarz, feinkörnig.
- Siderit: Rhomboeder, bis 1.5 mm, rotbraun, durchsichtig bis durchscheinend (Holenweg, Stalder, 1968). Angeblich erster Nachweis von Siderit im Schweizer Jura.
- Szmikit: entwässerter Ilesit (evtl. handelt es sich hier um einen Erstfund für die Schweiz), (Graeser et al., 1978).
- Szomolnokit: feinkristallin, als hellrosaroter Ueberzug auf schwarzem Pyrit, Verwitterungsprodukt, 0.1 mm, nach Wasserverlust als Szmikit vorhanden (Oberholzer, Graeser et al., 1978). Neueste Untersuchungen zeigen das Fehlen von Mangan (Meisser, 2004). Es handelt sich um ein Gemisch von Szomolnokit und Coquimbit.
Gebiet:
126 AG / Reckingen, Rekingen;(Erzabbau)  
Bezirk Zurzach / Gemeinde Rekingen  
Beschreibung:
Bronner: Reckingen, ein paritätisches Dorf am Gränzflusse, ein Filial von Zurzach mit einer Capelle, liegt nur eine halbe Wegstunde von der Stiftskirche entfernt. Im vorigen Jahrhundert bestand hier ein Eisenerz-Bergwerk, welches jedoch wegen Theurung des Holzes, obschon es gutes weiches Eisen lieferte, in Abgang gerieth. Eine Fähre unterhält hier die Verbindung mit dem rechten Rheinufer, und die durchführende Strasse vermehrt die Betriebsamkeit der Einwohner.
Koordinaten, ca.:
2'666’460 / 1'269’160
Literatur:
- Bronner, Franz Xaver; Historisch-geographisch-statistisches Gemälde der Schweiz. Der Canton Aargau; 1844; Sechzehnter Band. I. Theil; Seite 222.
Mineralien:
- Eisenerz:
Gebiet:
127 AG / Wislikofen, Tegerbach, Chessel  
Bezirk Zurzach / Gemeinde Wislikofen  
Beschreibung:
Eine weitere Stelle für Goldwaschen trifft man im Tegerbach bei Wislikofen. Kleine Goldflitterchen können mit entsprechendem Aufwand noch recht gut herausgewaschen werden. Weniger erfolgversprechend sind die Stellen gegen den Chessel hin. Diese sind übermässig bearbeitet worden und heute deshalb wenig ertragreich. Das grösste hier gefundene Flitterchen oder Nugget erreicht immerhin 5 mm.
Koordinaten, ca.:
2'669’295 / 1'268’104
Literatur:

Mineralien:
- Waschgold: Flitterchen oder Nuggets bis 5 mm sind gefunden worden.
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