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Kanton GR, Bezirk Surselva, Teil 3 - Fundorte von Mineralien in der Schweiz

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Kanton GR, Bezirk Surselva, Teil 3

Fundorte > Graubünden
Vorkommen im Kanton Graubünden, Bezirk Surselva, Teil 3

Bild: Val Giuv, Crispalt, Heulandit auf Quarz, 58x30x25

001_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Tschamut, Chiamut, Ciamut, Val Surpalits, Val Surpits
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 697800 / 167230
Literatur: - Niggli, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1944; Band 24; Heft 1-2; Seite 58 - 301; Das westliche Tavetscher Zwischenmassiv und der angrenzende Nordrand des Gotthardmassivs : petrographisch-geologische Untersuchungen
Die Vererzungserscheinungen in der Medelserschlucht unterhalb Curaglia hat Friedlaender eingehend beschrieben. Neben schmalen Pyrit-Quarz-Turmalingängchen und Bleiglanz-Pyrit-Sideritgängchen erwähnt dieser Autor Arsenkiesvererzungen in Serizitschiefer. Eine ähnliche Vererzung fand Niggli im westlichen Teil des Untersuchungsgebietes in einem quarzitischen Gestein im Val Surplits. Der nur undeutliche idiomorphe (bis 1,5 mm grosse) Misspickel ist von einem schmalen Rande eines Zersetzungsproduktes umgeben.
- Arsenopyrit:
Vorkommen im Kanton Graubünden, Bezirk Surselva, Teil 3

001_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Tschamut, Chiamut, Ciamut, Val Surpalits, Val Surpits
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 697800 / 167230
Literatur:
- Niggli, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1944; Band 24; Heft 1-2; Seite 58 - 301; Das westliche Tavetscher Zwischenmassiv und der angrenzende Nordrand des Gotthardmassivs : petrographisch-geologische Untersuchungen
Die Vererzungserscheinungen in der Medelserschlucht unterhalb Curaglia hat Friedlaender eingehend beschrieben. Neben schmalen Pyrit-Quarz-Turmalingängchen und Bleiglanz-Pyrit-Sideritgängchen erwähnt dieser Autor Arsenkiesvererzungen in Serizitschiefer. Eine ähnliche Vererzung fand Niggli im westlichen Teil des Untersuchungsgebietes in einem quarzitischen Gestein im Val Surplits. Der nur undeutliche idiomorphe (bis 1,5 mm grosse) Misspickel ist von einem schmalen Rande eines Zersetzungsproduktes umgeben. Wie aus dem Verhalten im Glühröhrchen (Abgabe von Wasser und Schwefel) hervorgeht, handelt es sich hierbei um ein wasserhaltiges Sulfat.
- Arsenopyrit:

002_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Curnera, Cornera, Alp Curnera (nördlich - Steinbruch)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 698000 / 163000
Literatur:
- Amacher, Peter & Desax, Theo; Urner Mineralienfreund; 1984; Heft 2; Seite 25
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 235
In einem Steinbruch nördlich dieser Alp.
- Adular:
- Beryll:
- Calcit:
- Chlorit:
- Kainosit-(Y):
Bis 2 cm, grösster Kainositkristall der Schweiz, matt, leicht angeätzt, prismatisch, honiggelb, teils von Chlorit überzogen.
- Quarz:

003_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Curnera, Cornera, Glatscher da Tuma, Tomagletscher, Tumagletscher, Thioms, Thoma
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 699000 / 163300
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 120,123
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 179
Es handelt sich hier um einen Grat östlich oberhalb des Lai da Curnera, zwischen den Gipfeln Piz Ner und Piz Paradis. Gute Funde wurden am Gletscherrand gemacht.
- Anatas: Sehr klein, klar, flachpyramidal, azurblau.
- Chlorit:
- Hämatit:
- Rauchquarz:
Recht dunkel.

004_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Curnera, Cornera, Passo Veccio
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 697350 / 158800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 136,144
Übergang im hintersten Val Curnera, von diesem ins südlichere Val Cadlimo.
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Muskovit:
- Quarz:


005_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Curnera, Cornera, Piz Blas, Piz Tenelin, Piz Tanelin, Glatscher da Curnera
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 698250 / 158700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 114,121
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 179
Die Örtlichkeit ist im hintersten Val Curnera anzutreffen. Vorkommen werden vom Südwestgrat des Piz Blas gegen den Piz Tanelin hin beschrieben.
- Adular: Gross, langgestreckt.
- Anatas:
- Chlorit:
- Limonit:
- Quarz:
Gross, langgestreckt, Tessiner-Habitus.
- Rauchquarz: Im Normalhabitus.

006_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Curnera, Cornera, Tgatlems, Tgetlems
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695000 / 166630
Literatur:
- Ambühl, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1929; Band 9; Heft 1; Seite 265 - 441; Petrographie und Geologie des zentralen Gotthardmassivs südlich Andermatt
- Lapis; 1978; Heft 9 (Themenheft Tavetsch)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 155
Südlich der Oberalppasshöhe, in der Nähe der Alphütte bei P. 1861 gelegen. Ambühl: eine sehr kleine, nur 15 cm breite Bleiglanzlagerstätte auf 2090 m, ob Tgetlems (ob den Tgetlemshütten). Sie ist nur 5 m vom Kontakt mit dem Somvixerzwischenmassiv entfernt, wurde aber noch im gleichen Jahre, in welchem sie gefunden wurde, durch einen kleinen Erdrutsch verschüttet. Das Erz, das hier gute Eigengestalt hat, ist in einen hellen, feinkörnigen Psammitgneis eingedrungen. Er bringt das Vorkommen mit dem Baryt vom Pazzolabach in Zusammenhang.
- Anatas: Blau.
- Galenit: Angedeutete Würfel.
- Quarz:

007_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Curnera, Val Maighels, Piz Borel
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 696610 / 159750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 121
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 176
Auf der Westseite des hintersten Val Curnera. Funde sind nebst der allgemeinen Bezeichnung 'Piz Borel' besonders von der Westseite (1), der Ostseite (2) und vom Westgrat (3) beschrieben.
- Adular:
- Aktinolith:
3). Borel-Westgrat 2875 m, 40 m südlich Grat.
- Anatas: 2)
- Chlorit:
- Epidot:

- Monazit: 2)
- Rauchquarz: Sehr gross, leicht rauchig.
- Rosafluorit: 1) ca. 100 Meter unterhalb des Gipfels.
- Rutil:
- Sagenit:
- Titanit:
1)
- Xenotim: 2)

008_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Giuv, Val Giuf
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 696900 / 171500
Literatur:
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 49 etc.
Vor allem der oberste Talteil ist ergiebig. Allerdings wird heute in dieser Region fast nur noch mit Sprengstoff gearbeitet! Berühmt geworden ist die Geschichte um die Entstehung des Namens für den Milarit. Obwohl der Erstfund (1856) aus dem Val Giuv stammte, nannte der damalige Finder als Herkunftsort das Val Mila. Daher der Name Milarit. Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:


009_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Giuv, Val Giuf, Brichplanggenstock (nach Ashcroft), Gammertallücke, Brüchplankenstock, Giuvlücke
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 694990 / 172300
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N.Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 204-206
Definition nach Ashcroft: Brichplaggen heissen die durch Steinlawinen und Murgänge stark mit Schutt und Geröll bedeckten Weidehänge am Fuss der festen Felsen. Das Gebiet reicht von der Gammertallücke bis zur Giuvlücke. Amacher Peter zeigt in seinem Buch auf Seite 205 ein Bild mit der Position von 2 Klüften am Brichplanggenstock. Beschrieben werden 2 Klüfte: Kluft 1: (1924). Die Lage der Kluft wird von Ashcroft angezweifelt. Sie wird mit 'Brichplanggenstock' angegeben. Kluft 2: (1930). Zu unterst am Grat, welcher vom Gipfel ins Wicheltal abfällt. Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Chabasit: Kluft 1.
- Chlorit: Kluft 2.
- Rauchquarz: Klüfte 1, 2.

010_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Giuv, Val Giuf, Brichplanggenstock, Brüchplankenstock
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 694990 / 172300
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 54,59
- Steck, Albrecht & Hügi, Theodor; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 2; Seite 257 - 276; Das Auftreten des Molybdänglanzes im westlichen Aarmassiv und Molybdängehalte von Gesteinen der gleichen Region
Im hintersten Val Giuv und Val Val. Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Molybdänit:
Wird von Koenigsberger um 1914 vom Brüchplankenstock erwähnt.

011_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Giuv, Val Giuf, Crispalt, Krispalt, Crispa, Cresta alta
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695650 / 171600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 49 etc.
Höchster Gipfel des Grates welcher sich vom Brichplanggenstock südwärts gegen das Tavetsch hinzieht. Der Grat trennt die beiden Täler Val Giuv und Val Val. Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Adular:
- Amethyst:

- Calcit: Gross, dicktafelig, farblos - bräunlich.
- Chlorit:
- Quarz: Sehr schön.
- Rauchquarz: Zum Teil recht dunkel und mit Anhydritröhren.

012_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Giuv, Val Giuf, Crispalt, Krispalt, Crispaltlücke, Fuorcla da Crispalt
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695550 / 171750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 49 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 74
Einschnitt im Grat südlich des Brichplanggenstocks (etwas nördlich des Crispalt). Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Gwindel:
- Phenakit:
Auch von der Val Val-Seite.
- Rauchquarz:

013_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Giuv, Val Giuf, Crispalt, Krispalt, Crispaltturm, Crispalttürme
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695520 / 171950
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 50
Diese Bezeichnung wird für die letzte, unmittelbar nördlich der Crispaltlücke gelegene Spitze der Giuvstöckli verwendet. Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Adular:
- Amianth:
- Anhydrit:
In Rauchquarz.
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Gwindel:
- Milarit:
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Titanit:
- Zeolithe:


014_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Giuv, Val Giuf, Emprema Motta, Erste Motta, Erste Muotta
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 696070 / 172300
Literatur:
- Huber, Walter; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1948; Band 28; Heft 2; Seite 555 - 643; Petrographisch-mineralogische Untersuchungen im südöstlichen Aarmassiv
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 50 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 75
- Sialm-Bossard, Victor; Lapis; 2004; Heft 05; Seite 20-21
- Sialm, Victor; Urner Mineralienfreund; 2004; Heft 2; Seite 10-13
Im obersten Val Giuv. Gute Milaritfunde stammen aus der Südflanke. Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Adular:
- Amethyst:
- Amianth:
- Anhydrit:
- Apatit:
- Beryll:
Huber: Fundorte von Beryll-führenden Pegmatiten bis Apliten sind in der ersten Muotta, in der Val Giuv im sog. Milaritband, sowie in dem nördlich der Muotta dadeins gelegenen, vom Piz Giuv herabkommenden Südgrat und an verschiedenen Orten von geringerer Bedeutung. Die Beryll-führenden Gänge in der Val Giuv können treffender als Aplite mit pegmatitischer Gangmitte bezeichnet werden.
- Calcit:
- Chlorit:
- Chloritoid:
Im Quartenschiefer (Serizitphyllit).
- Datolith: Zwischen der 1. und der 2. Motta. Datolith wurde um 1900 von A. Jacomet erstmals in der Schweiz einem einzigen Kristall in der "Apatitgrube" an der 2. Motta des Giufgletschers entdeckt und später in einem zweiten Exemplar an der gleichen Fundstelle.
- Epidot:
- Hämatit:
- Milarit:
Die Kristalle stammen aus dem sogenannten Milaritband und erscheinen hier in aussergewöhnlich schöner Ausbildung, zum Teil auch auf Stufen, - 1 cm. 'Urner' 1983-2, Seite 34 Bild mit einem Milarit vom Piz Giuv. Aufgewachsen, scharfkantig, farblos, selten leicht gelblich, bis 3 cm lang, hexagonales Prisma mit Basisfläche und einer Dipyramide welche die Ecken abstumpft, oft mit Chlorit zusammen (ein- und aufgewachsen) und teilweise auch mit Amiantfasern durchzogen. Fund aus der Südflanke 1971. Ein Superfund gelang im Jahre 2000 dem Strahler Conrad Berther. Sein auf Martix perfekt ausgebildeter Milarit erreichte eine Länge von 4.3 cm und einen Durchmesser von 19 mm.
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Scheelit:
- Titanit:
- Zeolithe
:

015_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Giuv, Val Giuf, Erste Motta (unterhalb)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 696070 / 172250
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Rykart, Rudolf & Berther, C.; Schweizer Strahler; 1989; Seite 196-201; Amethystfarbige Zepterquarze, grosse Bergkristalle und Fadenquarzaggregate aus dem Val Giuv, Tavetsch GR
(Neufund) 1). Gemäss Rykart. 2). Burkard erwähnt als Fundort lediglich Val Giuv. Der einzige bekannte Barytfund stammt von der Ersten Muotta. Der genaue Fundort der Stufe ist fraglich. Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Amethyst: 1).
- Apatit: 1). Tafelig, bis 6 mm.
- Baryt: 1). Bis 4 cm, leicht violett, flächenarm. 2). Dickes, 120 g schweres Aggregat ohne eigentliche Kristallform, auch im Innern trüb. Begleitmineralien: Adular, Aktinolith, Hämatit, Calcit.
- Chlorit:
- Fadenquarz:
1). Zum Teil gekrümmt, mit dunkelgrünen Chloritphantomen.
- Limonit:
- Pyrit: 1). Würfelig, oxidiert.
- Zepterquarz: 1). Gross, schön, zum Teil aufgewachsen, Doppelender, leicht rauchig, mehr oder weniger tief amethystfarbig, bis 9 cm.

016_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Giuv, Val Giuf, Giuvlücke, Fuorcla da Giuv
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695570 / 172350
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 74
Schneesattel nördlich der Giuvstöckli. Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Adular:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Gwindel:
- Milarit:
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Titanit:
- Zeolithe:


017_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Giuv, Val Giuf, Giuvstöckli (Ostseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695550 / 172200
Literatur:
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Adular: Weiss, sägeartig aggregiert, Gebilde bis 15 cm.
- Amianth: Nadelig, bis 2.5 cm.
- Apatit: Flächenreich, durchsichtig, manchmal auch leicht lila-farbig, bis 23 mm, auf Adular.
- Laumontit:
- Rauchquarz:
Dunkel, durchsichtig.
- Scheelit: Fund 1985, 36 mm, farblos-durchsichtig, stark glänzend.
- Titanit: Orangebraun, durchsichtig, bis 11 mm.

018_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Giuv, Val Giuf, Giuvstöckli IV (Ostwand)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695500 / 172200
Literatur:
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Chlorit:
- Quarz:
- Scheelit:
Klein, bis 6 mm, farblos-durchsichtig, flächenreich, zum Teil Glasglanz, zum Teil korrodiert.

019_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Giuv, Val Giuf, Hälsigrat
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 696550 / 172250
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 50
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv Bergrücken östlich über dem 'Giuvfirn', der vom 'Piz Giuv' nordöstlich zu 'Hälsistock' führt. Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Adular:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Gwindel:
- Milarit:
- Quarz:
- Rauchquarz:
Zum Teil recht gross.
- Scheelit: Bis 7 mm, Doppelpyramide, bläulich-weisse Fluoreszenz.
- Stilbit:
- Titanit:
- Zeolithe:


020_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Giuv, Val Giuf, Kalkspatlücke
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695470 / 172100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 50,51
Einschnitt zwischen dem 3. und 4. Spitz (von 6) des Giuvstöckli. Der Name stammt vom reichen Calcitvorkommen in dieser Gegend. Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Adular:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit
: Spaltstücke mit Kantenlänge bis 50 cm, durchsichtig, kleinere Calcite in tafeliger Erscheinung, belegt mit Zeolithmineralien.
- Chlorit:
- Epidot:
Reichlich in und unterhalb der Lücke.
- Gwindel:
- Milarit:
- Pyrit:
Gross, schön, limonitisiert.
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Titanit:
- Zeolithe:


021_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Giuv, Val Giuf, Motta dadeins, Giuvgletscher, Giuvstöckli
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695950 / 172300
Literatur:
- Huber, Walter; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1948; Band 28; Heft 2; Seite 555 - 643; Petrographisch-mineralogische Untersuchungen im südöstlichen Aarmassiv
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 50
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 75
Im obersten Val Giuv. Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Adular:
- Amethyst:
- Amianth:
- Apatit:
- Beryll:
Huber: Fundorte von Beryll-führenden Pegmatiten bis Apliten sind in der ersten Muotta, in der Val Giuv im sog. Milaritband, sowie in dem nördlich der Muotta dadeins gelegenen, vom Piz Giuv herabkommenden Südgrat und an verschiedenen Orten von geringerer Bedeutung. Die Beryll-führenden Gänge in der Val Giuv können treffender als Aplite mit pegmatitischer Gangmitte bezeichnet werden.
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Milarit:
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Titanit:
- Zeolithe:


022_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Giuv, Val Giuf, Piz Giuv (Nordostseite), Pez Giuv (Nordostseite), Schattig Wichel (Nordostseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695850 / 172850
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 250
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
Schattig Wichel ist ein anderer Name für den Piz Giuv. Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Adular:
- Amianth:
- Apatit:
- Chlorit:
- Laumontit
: In der Region des Piz Giuv bis zum Schattig Wichel, teils reiche Laumontitführung in Syenitklüften, bis 15 mm, oft andere Mineralien überkrustend.
- Rauchquarz:
- Scheelit:
1. Kristall: 125 gr, 5 cm, 2.Kristall: 112 gr, 4.5 cm beide mit gutem Glasglanz und farblos-durchsichtig.
- Stilbit:

023_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Giuv, Val Giuf, Piz Giuv, Pez Giuv, Schattig Wichel
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695900 / 173050
Literatur:
- Lapis; 1978; Heft 9 (Themenheft Tavetsch)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 50,52
- Sialm-Bossard, Victor; Schweizer Strahler; 1997; Heft 4; Seite 162 - 170; Der grosse Rauchquarzfund im Giuv-Syenit (GR) 1996
- Sialm-Bossard, Victor; Lapis; 1998; Heft 1; Seite 42-45
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
Schattig Wichel ist ein anderer Name für den Piz Giuv. Der nördlichste der drei Gipfel. Im Jahre 1996 gelang den Brüdern Louis und Damian Gurschellas am Piz Giuv aus einer 6 x 2.2 x 1.2 Meter grossen Kluft ein hervorragender Rauchquarzfund. Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Adular:
- Albit:
- Amianth:
- Apatit:
- Chlorit:
- Epidot:
Teils im Quarz eingewachsen.
- Fadenquarz:
- Gwindel:
60 Gwindel in der Kluft von 1996.
- Rauchquarz: In diversen Farbtönen von hell bis dunkel, bis 48 cm, grosse Stufen, hoher Glanz, sehr rein. Die grösste von den Curschellas-Brüdern geborgene Rauchquarzstufe hatte in Gewicht von 350 kg und eine Dimension von 120 x 90 x 50 cm.- Scheelit: Aeusserst feinkörnig, gesteinsbildend, bläulich-weiss fluoreszierend.
- Stilbit: Teilweise massig.
- Titanit: Klein.

024_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Giuv, Val Giuf, Piz Giuv, Pez Giuv, Schattig Wichel, Skolezithkehle
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695850 / 173000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 48 etc.
Schattig Wichel ist ein anderer Name für den Piz Giuv. Auf der Westseite des Piz Giuv. Bekannt geworden ist aus diesem Gebiet vor allem die sogenannte 'Skolezitkehle'. Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Adular:
- Amianth:
- Apatit:
- Apophyllit:
Gerundete Individuen, krustig auf Quarz und Skolezit.
- Calcit: Weingelb.
- Chlorit:
- Epidot:
- Fluorit:
- Heulandit
: Der Amianteinschluss verleiht dem Kristall eine grünliche Farbe, bis 2 cm und mehr, teils gebogene Kristallflächen.
- Hämatit:
- Milarit:
- Quarz:
Auch mit Anhydritröhren.
- Skolezit: Reichlich und schön (vor allem aus der bekannten Skolezitkehle), büschelige Aggregate mit ungewöhnlichen grobnadeligen Einzelkristallen, weiss, gelblich, bis 5 cm.
- Titanit:

025_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Giuv, Val Giuf, Rot Wichel, Roter Wichel
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695750 / 172650
Literatur:
- Huber, Walter; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1948; Band 28; Heft 2; Seite 555 - 643; Petrographisch-mineralogische Untersuchungen im südöstlichen Aarmassiv
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 50 etc.
Westlicher Abhang des Piz Giuv. Viele Mineralien stammen vom nördlichen Teil des Berges. In der Südwand des Roten Wichels besitzen die "Beryllpegmatite"- bis -Aplite in seltenen Fällen kleine Zerrklüfte (oder miarolithische Hohlräume (?)), die freigewachsene Stengelchen von Beryll (deren Unterlage ebenfalls aus himmelblauem Beryll besteht) führen. Als Seltenheit sei noch auf das Auftreten von 2 cm grossen, braunroten briefcouvertförmigen Titaniten in einem Pegmatit bis Aplit vom oberen Ende der ersten Muotta hingewiesen. Der Titanit ist schwach pleochroitisch, mit Quarz lappig verwachsen, im Inneren besitzt er eine eigenartige Schummerung, die wohl auf eine Zwillingsbildung zurückführbar ist. Daneben enthalten die Pegmatite hie und da bis zu 2 cm grosse Muskowitpakete, häufig kleine limomtisierte Pyritwürfel und etwas seltener mit Malachit überzogener Chalkopyrit, sowie sehr spärlich Magnetit. Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Adular:
- Albit:
- Amethyst:
Aus der Südostwand, blassviolett.
- Amianth:
- Apatit:
- Beryll:
Freigewachsene Stengelchen.
- Calcit:
- Chalkopyrit:
Mit Malachit überzogener Chalkopyrit.
- Chlorit:
- Epidot:
- Fluorit:
Hellgrün
.- Galenit: Nördlich des Rot Wichel.
- Gwindel:
- Hämatit:
- Magnetit:
Sehr spärlich.
- Malachit: Mit Malachit überzogener Chalkopyrit.
- Milarit:
- Muskovit:
- Pyrit:
Gross, limonitisiert.
- Quarz: Auch mit Anhydritröhren.
- Rauchquarz: Grosse Kristalle in recht dunkler Farbe.- Titanit: Bis 2 cm, braunrot.
- Zeolithe:

026_/ Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Giuv, Val Giuf, Secunda Motta, Zweite Motta
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695770 / 172050
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 50,51
- Sialm-Bossard, V.; Schweizer Strahler; 2006; Heft 3; Seite 6-13
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 275
Im obersten Val Giuv. Im Strahlerheft 2006-3, Seite 7 ist eine Uebersicht der verschiedenen Lokalitäten des oberen Val Giuvs abgebildet. Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Adular:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chabasit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Fluorit:
Hellgrün.
- Gwindel:
Offene und geschlossene Rauchquarzgwindel.
- Heulandit:
- Milarit:
Typlokalität (1870) von hier stammen vermutlich die ersten Milaritfunde, aufgewachsen, scharfkantig, farblos, selten leicht gelblich, bis 3 cm lang, hexagonales Prisma mit Basisfläche und einer Dipyramide welche die Ecken abstumpft, oft mit Chlorit zusammen (ein- und aufgewachsen) und teilweise auch mit Amiantfasern durchzogen, dieselbe Beschreibung gilt auch für die 1. und 3 Motta.
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Stilbit:
- Titanit:


027_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Giuv, Val Giuf, Streglia
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 696050 / 172450
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 50
Im obersten Val Giuv. Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Adular:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Milarit:
- Quarz:
- Titanit:
- Zeolithe
:

028_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Giuv, Val Giuf, Tiarza Motta, Dritte Motta
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695800 / 172320
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 50
Im obersten Val Giuv. Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Adular:
- Amethyst:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chabasit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Fluorit:
Hellgrün.
- Milarit:
Aufgewachsen, scharfkantig, farblos, selten leicht gelblich, bis 3 cm lang, hexagonales Prisma mit Basisfläche und einer Dipyramide welche die Ecken abstumpft, oft mit Chlorit zusammen (ein- und aufgewachsen) und teilweise auch mit Amiantfasern durchzogen. Erster Fund von hier, datiert auf 1856, wurde vom Finder mit 'Val Mila' angegeben.
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Titanit:
- Zeolithe:


029_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Giuv, Val Giuf, Val de las Plattas, Giuvstöckli
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695640 / 172020
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1940 Zwischen dem 4. und 5. Giuvstöckli. Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Adular:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Milarit:
- Quarz:
- Titanit:
- Zeolithe:


030_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Giuv, Val Giuf, Val dils Milarits, Giuvstöckli
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695570 / 172100
Literatur:
- Huber, Walter; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1946; Band 26; Heft 2; Seite 79 - 84; Über ein neues Vorkommen von Datolith in der Val Giuf, östliches Aarmassiv
- diverse Autoren; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 3-30; Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 49 etc.
Grat vom Brichplanggenstock gegen Süden zum Crispalt. Aus dem sogenannten Val dils Milarits zwischen dem 4. und 5. Giuvstöckli. Im August 1943 wurde in der Val Giuf zwischen dem vierten und fünften Giufstöckli in dem den Strahlern unter dem Namen "Val dils Milarits" bekannten Couloir, in einer Höhe von 2975 m ein neues, grösseres Vorkommen von Datolith gefunden. Es handelt sich dabei um eine alte Kristallhöhle, die wahrscheinlich in den Jahren 1860 - 1870 teilweise ausgebeutet wurde. Die jetzt ausgesprengte Höhle hat eine Höhe von ca. 1,5 m bei einer Breite von 2,0 m und einer Tiefe von ca. 1,5 m. Die vollständig im schwach lagigen bis fluidalen Giufsyenit gelegene Mineralkluft umfasst ein System von sieben Einzelklüften. Datolith wurde lediglich in einer Einzelkluft gefunden, während auf den übrigen Einzelklüften schöne Stufen mit Rauchquarz, Adular, Calcit (Tafelspat), Apatit, Titanit, Amiant, Chlorit und Epidot zu finden waren. Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Adular: Im Calcit.
- Calcit:
- Datolith:
Bis 15 mm, grobkörniges Gemenge, gelblich, stark glänzend, durchsichtig, verwachsen mit derbem Calcit, auch tafelig, flächenreich, grösster Datolithfund des Aarmassivs, auf 2775 m ü. M., zwischen dem 4. Und 5. Stöckli (Huber, 1946).
- Gwindel:
- Rauchquarz:
- Stilbit
: Eingewachsen im Calcit.

031_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Gurnera (oberer Teil)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 697840 / 163300
Literatur:
- Weibel, Max; Urner Mineralienfreund; 1997; Heft 3; Seite 5-6
Reichlich Titanite aus einer alten 4 Meter langen und 150cm x 70cm messenden und schwer erreichbaren Kluft.
- Adular:
- Chlorit:
- Quarz:
- Titanit:
Lose und auf Muttergestein in zwei Ausbildungen:- flach, dünntafelig, selten verzwillingt, frei im Chloritsand schwimmend und oft von diesem durchwachsen, Tafelgrösse bis 5x7 cm. sehr ergiebig, bis einige hundert Exemplare, nie aufgewachsen.- massig, flachstengelig, nach der b-Achse gestreckt, Zwillinge mit einspringenden Winkeln, gelegentlich aufgewachsen, bis 6cm, Enden braunrot, Mitte grün. Auch kleinere Stufen mit gedrungenen, durchsichtigen und rosa gefärbten Titanitkristallen konnte gefunden werden.

032_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Maighels, Fil Ravetscha
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 697050 / 160250
Literatur:
- Ambühl, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1929; Band 9; Heft 1; Seite 265 - 441; Petrographie und Geologie des zentralen Gotthardmassivs südlich Andermatt
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 118
Ambühl: Am Ravetschgrat findet man neben dem grossblätterigen, apfelgrünen Talk auch Asbest, der gern auf ebenfalls grobblätterigem Chloritschiefer aufsitzt. Ferner gibt es faustgrosse Stücke von eisenhaltigem, gelbbraunem Magnesit, vermischt mit wenig Talk. Parker: Hiermit wird der Grat östlich oberhalb des Maighelsgletschers und nördlich des Piz Ravetsch bezeichnet. Ein Vorkommen liegt gemäss Parker im Ofenstein.
- Adular: Gross, porzellanweiss.
- Asbest: Ravetschgrat.
- Calcit:
- Magnesit
: Ravetschgrat. Faustgrosse Stücke, eisenhaltig, gelbbraun, vermischt mit Talk.
- Prehnit: Tafelig.
- Quarz:
- Siderit:
- Talk:
Ravetschgrat.
- Titanit: Sehr gross, bis 9.5 cm, tafelig, gelblich.
- Turmalin:

033_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Maighels, Glatscher da Maighels (Nord), Ravetschgletscher (Nords.)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 696550 / 161500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 118,121
Mineralreich ist das Gebiet nördlich des Gletschers, welcher sich auf der Ostseite des hinteren Val Curneras befindet. Information von 1943: Die Mehrzahl der Klüfte liegt an der grenze von mehreren Metern mächtigen, querstreichenden Quarzgängen und Pegmatiten. (Nicht ganz klar ist, welche Seite des Gletschers dies betrifft).
- Adular:
- Albit:
- Apatit: Klar.
- Chlorit:
- Epidot:
Sehr hell.
- Laumontit: Weiss, auf Adular.
- Muskovit:
- Prehnit
: Klare, sehr scharf entwickelte Kristalle.
- Quarz:
- Stilbit:
- Titanit:
Zum Teil gross, gelbbraun, gut entwickelt.

034_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Maighels, Glatscher da Maighels (West), Ravetschgletscher (Westseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695900 / 161000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 118,121
Östliche Stirnseite des Gletschers. Information von 1943: Die Mehrzahl der Klüfte liegt an der grenze von mehreren Metern mächtigen, querstreichenden Quarzgängen und Pegmatiten. (Nicht ganz klar ist, welche Seite des Gletschers dies betrifft).
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
Klare Kristalle.
- Chlorit:
- Laumontit:
- Prehnit:
Klar.
- Quarz:
- Titanit:
Gelbbraun.

035_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Maighels, Glatscher da Maighels, Ravetschgletscher
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 696950 / 160650
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 173,177
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 374
- Weber, Leonhard; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1923; Band 3; Heft 3-4; Seite 258-262; Neue Funde von Schweizermineralien
Vor allem das Gelände zwischen dem Gletscherende und dem Piz Plaunca Cotschna hat viele gute Mineralienstufen geliefert.
Weber: Aus dem Bündner Oberland sind ebenfalls einige erwähnenswerte Mineralien bekannt geworden. Nahe am Ravetscha-Gletscher (Val Maigels) hat Ad. Caveng von Sedrun einige Quarzdrusen gefunden, die deshalb interessieren, weil sie auf der einen Seite zierliche Baryttäfelchen zeigen. Dieser Fundort von Barytkristallen scheint neu zu sein. Information von 1943: Die Mehrzahl der Klüfte liegt an der Grenze von mehreren Metern mächtigen, querstreichenden Quarzgängen und Pegmatiten. (Nicht ganz klar ist, welche Seite des Gletschers dies betrifft).- Adular: Klein, chloritisiert, auch schneeweiss, Maderaner-Habitus.
- Albit: In der Form des Periklins.
- Anatas:
- Apatit:
Klein, durchsichtig, tafelig.
- Baryt: Klein, tafelig.
- Calcit: Tafelig, zum Teil dick.
- Epidot:
- Fluorit:
Dunkelrot
.- Ilmenit:
- Laumontit
: Weiss, scharfkantig
- Muskovit:
- Quarz:
- Rutil:
- Sagenit:
- Skolezit:
Nur in unbedeutender Menge.
- Stilbit: Leicht garbig, selten Anreicherungen von Kristallen.
- Titanit: Gelbbraun, grünbraun, gelblichgrün, bis 9.5 cm, langgestreckt, tafelig, Penetrationszwillinge.

036_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Maighels, Maighelsseen (westlich), Piz Tagliola
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695000 / 164000
Literatur:
- Gnehm, Gerhard; Schweizer Strahler; 1980; Seite 330-331; Mineralogische Besonderheiten aus den Schweizer Alpen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 179
Nordöstlich unter dem Piz Tagniola, oberhalb der Seen in Kalksilikatlinsen.
- Adular:
- Aktinolith:
- Calcit:
- Chlorit:
- Diopsid:
- Epidot:
- Grossular:
- Hessonit:
Reichlich.
- Klinozoisit: Hellgrau, in interessanter Ausbildung.
- Quarz:
- Salit:
Bis 2.2 mm, tiefgrün, durchsichtig, stets begleitet von Hessonit.
- Titanit:

037_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Maighels, Passo Pian Bornengo
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695400 / 159500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 144
- Toroni, A.; Lapis; 1983; Heft 2; Seite 27
Übergang im hintersten Val Maighels ins südlichere Val Canaria.
- Albit:
- Calcit:
- Pyrit:
Würfelig, bis 3 mm.
- Quarz:
- Siderit:
- Titanit:


038_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Maighels, Piz Nair, Pez Nair, Piz Ner, Schwarzberg
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 694910 / 162750
Literatur:
- Ambühl, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1929; Band 9; Heft 1; Seite 265 - 441; Petrographie und Geologie des zentralen Gotthardmassivs südlich Andermatt
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 57,256
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 143
Auf der Ostseite des Berges wurden viele und gute Funde gemacht. Auch am Grat gegen den Gletscher abfallend in einem Amphibolitzug.
Ambühl: Im Schutt südlich vom Schwarzberg, auf ca. 2550 m, fand ich Quarz und Molybdänglanz.
- Adular: In sehr grossen Exemplaren.
- Albit:
- Apatit:
- Beryll:
- Chlorit:
- Heulandit:
- Hämatit
: Oder Ilmenit (am Fusse).
- Molybdänit: Bildet im Milchquarz einige unter sich parallele Lagen, von denen aber keine mehr als 3 mm dick ist.
- Rauchquarz: Gross.
- Rutil: Auch feinhaarig (am Fusse).
- Stilbit:

039_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Maighels, Piz Plaunca Cotschna
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 696500 / 162650
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 118
Berggipfel zwischen dem hinteren Val Maighels (östlich) und dem hinteren Val Curnera (westlich).
- Adular:
- Albit:

- Apatit: Klar.
- Chlorit:
- Epidot:
Hell.
- Prehnit: Scharf entwickelte Exemplare.
- Quarz:
- Titanit:
Zum Teil gross, gelbbraun, gut entwickelt.

040_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Maighels, Piz Plaunca Cotschna (Westseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 696300 / 162600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 178
Auf der Westseite auf einer Höhe von ca 2700 m ü. M.
- Albit:
- Anatas:
Grün, blau, gelb, fast farblos.
- Apatit:
- Brookit:
- Calcit:
Rhomboeder, flach.
- Ilmenit:
- Monazit:
- Sagenit:


041_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Maighels, Piz Prevot, Ravetschgletscher
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 696500 / 160500
Literatur:
- Rykart, R.; Schweizer Strahler; 1971; Seite 229-276; Die Feldspatmineralien
Diese beiden Einträge sind auf der Karte nicht zu finden. Es gibt einen Piz Ravetsch, östlich des Glatscher da Maighels sowie einen Pizzo Prevat im hintersten Unteralptal/UR. Der Ravetschgletscher heisst eigentlich Glatscher da Maighels. Mit dem Ravetschgletscher ist der Gletscher nördlich des Piz Ravetsch gemeint. Die Koordinaten zeigen auf diesen Teil.
- Adular: Im Granit und Gneis des Gotthardmassivs.

042_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Maighels, Piz Tagliola, Piz Tegliola
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 694820 / 163950
Literatur:
- Niggli, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1944; Band 24; Heft 1-2; Seite 58 - 301; Das westliche Tavetscher Zwischenmassiv und der angrenzende Nordrand des Gotthardmassivs : petrographisch-geologische Untersuchungen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 116,124
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 201
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
Eine bekannt gewordene Fundstelle wird südöstlich vom Badus und nordöstlich unter dem Piz Tagliola erwähnt. Ausser, dass sie im Kalksilikatgestein des Paragneises liegt und viele Mineralien geliefert hat, ist die Zone nicht weiter lokalisiert. Die Stelle ist oberhalb der Seen im Val Maighels gelegen. Die Koordinate zeigt auf den Piz Tagliola.
Berühmt geworden ist vor allem die Kalksilikatlinse des Piz Tegliola im Maigelstal, die in Mineralklüften von alpinem Typus eine schöne und reichhaltige Paragenese (Granat, Epidot, Klinozoisit, Calcit, Quarz, Strahlstein, Chlorit und Adular) führt. Kalksilikatfelse westlich der Baduskette.
Fundorte von "Marmorlinsen mit Kalksilikaten und Hornfelsen": Muttenalp, Unteralp, Alp Lohlen, am Badusstock, Piz Tegliola und Val Maigels an. Kalksilikatfelse im Schutt in einem steilen Tobel in der Nähe von Mundbühl (P. 2139,5), Unteralp auf 1985 m Höhe;
- Adular:
- Aktinolith:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
Durchsichtig, grünlich - braun, fehlt in granatreichen Partien der Linse.
- Granat: Gelb- bis braunrot, selten durchscheinend, als sog. Hessonit, bis 3 cm, teils scharfkantig, mit Flächen des Rhomboeders, des Ikositetraeders und des Hexakisoktaeders.
- Hessonit: Bekannt seit Beginn des 19. Jh.
- Kalksilikat:
- Prehnit:
Grau bis farblos.
- Quarz:
- Titanit:


043_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Mila, Val Milar, Val dils Milarits
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 699300 / 171760
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 51
Zwischen dem 4. und 5. Giuvstöckli. Unter Strahlern wird dieses Couloir als 'Val dils Milarits' bezeichnet.
- Adular: Rein weiss, als Einschlüsse im Calcit.
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit
: Als Hauptmineral, derb, zum Teil tafeliger Ausbildung.
- Chlorit:
- Datolith:
Als grobkörniges Gemenge, gelblich, stark glänzend, durchsichtig, im derben Calcit, bis max. 15 mm grosse Einzelkristalle.
- Epidot:
- Milarit:
- Rauchquarz:
Als Hauptmineral.
- Stilbit: Eingewachsen im Calcit, sehr selten und sehr klein, als gut entwickelte Einzelkristalle.
- Titanit:
- Zeolithe:


044_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Mila, Val Milar, Val dils Milarits I
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 698900 / 172500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 78
Zieht sich von Rueras (Tavetsch) gegen Norden.
- Adular:
- Calcit:
- Chlorit:
- Danburit:
- Heulandit:
Schön, aus dem mittleren Teil des Val Mila.
- Quarz:
- Zeolithe:


045_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Mila, Val Milar, Val dils Milarits, Culmatsch
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 697550 / 171870
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 57,92
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 139
Südlicher Ausläufer des Piz Nair, im vorderen Val Mila, westliche Talseite, unter dem Culmatsch.
- Adular:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Heulandit:
- Rauchquarz:
- Stilbit:


046_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Mila, Val Milar, Val dils Milarits, Culmatsch (Ostausläufer)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 698300 / 171600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 57,92
Am unteren Teil des Ostgrates, dessen südlichen Hänge der Gneiszone zuzuordnen sind, haben namentlich Titanit geliefert (Parker).
- Titanit:

047_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Mila, Val Milar, Val dils Milarits, Inslettas
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 697600 / 172650
Literatur: - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 57 Auf der Westseite des Tales, in den Felsen unterhalb des Piz Nair bei der Lokalität 'Inslettas'.- Quarz: - Stilbit:

048_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps (hinteres)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 700000 / 160000
Literatur:
- Weibel, Max; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 12-15; Tavetsch-Mineralien
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 224
Näheres fehlt leider.
- Fluorit: Bis 12 cm, oktaedrisch, 2-farbig.
- Gadolinit-(Y): Selten, dunkelgrün, bis 4 mm.
- Ilmenit: Aus dem hintersten Val Nalps.
- Synchisit: Selten, orange, wachsgelb, prismatisch bis spitzrhomboedrisch, bis 5 mm. Erstmals wurde Synchysit in den Schweizer Alpen von Parker, de Quervain und Weber (1939) an Stufen aus dem hintersten Val Nalps festgestellt.
- Xenotim:

049_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps (unteres)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 702400 / 168450
Literatur:
- Weibel, Max; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 12-15; Tavetsch-Mineralien
Vermutlich ist hiermit die mineralienreiche Gegend bei der aufgeführten Koordinate gemeint.
- Anatas:
- Jamesonit:
Selten, nadelförmige Einschlüsse im Quarz.
- Monazit: Einige mm, zusammen mit Anatas, in Klüften schieferiger Gesteine.
- Quarz:
- Rutil:


050_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Cuolm Cavorgia, Culm Cavorgia, Cavordja
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 703350 / 168350
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 101
Dieser Gipfel liegt östlich des unteren Val Nalps und westlich des unteren Val Gierm.
- Albit:
- Apatit:
- Monazit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
- Siderit:


051_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Cuolm Nalps, Culm Nalps
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 701621 / 166233
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 184
An der Strasse ins Val Nalps sowie im Überlaufstollen.
- Anatas: Klein.
- Calcit:
- Hämatit:
- Pyrit:
- Quarz:
Bis 8 cm, farblos.

052_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Fuorcla Gannaretsch
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 702900 / 163250
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 117
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 171
Dieser Übergang ist wenige hundert Meter westlich des Piz Gannaretsch zu finden.
- Adular:
- Chlorit:
- Titanit:


053_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Fuorcla Paradis
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 699300 / 162700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 118
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 173
Übergang vom mittleren Val Nalps westwärts ins Val Curnera. Die Lücke trennt die beiden Gipfel Piz Paradies und Piz Fuorcla. Die Zone der alkalisierten Paragneise des Piz Paradis führt nur sporadisch einige Mineralvorkommen.
- Albit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Hämatit:
Auch als Einschluss im Quarz.
- Muskovit:
- Prehnit:
- Quarz:
- Titanit:


054_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Fuorcla dil Lai Blau
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 701470 / 161400
Übergang vom hinteren Val Nalps ins südlicher Val Rondadura. Beim höchsten Punkt des Überganges sind einige Quarze zu finden.
- Quarz: Klein, reichlich, fast artischockenartig, klar bis leicht trüb, lose herumliegend, bis 3 cm Länge und bis 1 cm Durchmesser.

055_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Glatscher da Nalps, Nalpsgletscher
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 699500 / 159200
Literatur:
- Kipfer, Alex; Schweizer Strahler; 1973; Seite 133-168; Alpine Minera-Zerrklüfte mit den seltenen Mineralien Gadolinit, Aeschynit, Synchisit, Bastnäsit und Brannerit
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 120 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 178
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1985; Seite 143-148: Neue Fluoritfunde auf der Südseite des Gotthardmassivs
Die Funde werden den Hängen des Piz Blas zugeordnet, resp. den herausragenden Felsen zwischen Piz Uffiern, Piz Blas und Piz Rondadura. Die Klüfte liegen zwischen 2600 und 2900 m ü. M.
- Adular:
- Albit:
- Anatas:
Oft.
- Apatit:
- Brannerit:
Bis 3.5 mm, flachprismatisch, schwarz.
- Chlorit:
- Fluorit:
Als grosse Rarität des Gotthardmassivs, farblos - graugrün, oktaedrisch, kuboktaedrisch, bis 5 cm.
- Gadolinit-(Y): Tiefgrün, durchsichtig, prismatisch, unter dem Piz Blas, selten, klein, Erstfund für die Schweiz (1934).
- Ilmenit:
- Limonit:
- Monazit:
Unter dem Piz Blas, selten, klein, blassgrün mit schwarzen Einschlüssen.
- Muskovit:
- Quarz
: Sehr gross (bis 65 cm Länge, 100 cm Umfang, 80 kg).
- Synchisit: Wachsgelb, rhomboedrisch, spitz, spindelförmig, bis 5 mm, unter dem Piz Rondadura, Erstfund für die Schweiz (1934).
- Xenotim: Gelbbraun bis gelbgrün, prismatisch, bis 9 mm.

056_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Nacla
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 702500 / 169500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 101- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 148
Dieser Ort befindet sich unmittelbar beim Taleingang des Val Nalps.
- Phantomquarz:
- Quarz:
Mit Rutileinschluss, auch milchig.
- Rutil: Im Quarz.

057_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Nalpstal, Nalpsbach
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 702100 / 168500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 101 etc.
Die Koordinate verweist lediglich auf das Nalpstal und den Bach. Die Funde stammen aus deren Umgebung.
- Aragonit: Nadelförmig, büschelig.
- Pyrit: Würfelig, verwittert.
- Quarz:
- Rutil:
Bis 5 cm, dicknadelig, auch im Quarz und Pyrit, manchmal haarig.
- Siderit: Verwittert.

058_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Pardatsch da Stiarls
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 701800 / 167650
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 104,106
Liegt im unteren Val Nalps. Die Fundstellen ziehen sich westlich das Tal hinauf, wobei gute Funde nur bis ca. 1900 m ü. M. getätigt worden sind (Ost- und Westseite).
- Anatas:
- Apatit:
- Calcit:
- Monazit:
Selten, 3 - 4 mm, in hervorragender Qualität, orangegelb, zum Teil auch als Einschluss im Quarz.
- Muskovit:
- Quarz:
- Rutil:
Häufig.
- Siderit:

059_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Pardatsch da Vaccas
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 702150 / 168400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 104
Die Häusergruppe liegt westlich des Nalpsbaches im unteren Teil des Val Nalps. Gute Funde sind unterhalb der Häuser sowie auf der gegenüberliegenden Bachseite gemacht worden.
- Anatas:
- Apatit:
- Calcit:
- Monazit:
Selten, 3 - 4 mm, in hervorragender Qualität, orangegelb, zum Teil auch als Einschluss im Quarz.
- Muskovit:
- Quarz:
- Rutil:
Häufig.
- Siderit:

060_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Pardatsch, Alp Tgom (östlich), Grep dals Crastals
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 701500 / 168600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 103,111
Die Fundstelle liegt im unteren Val Nalps (westlich des Baches) gleich unter der Alp Tgom (östlich dieser). In der Region Grep dals Crastals sind noch Spuren eines alten Bergbaustollen aus dem Jahre 1679 vorhanden.
- Albit:
- Anatas:
- Apatit:
- Brookit:
- Calcit:
- Galenit:
- Ilmenit:
- Limonit:
- Monazit:
- Pyrit:
- Pyrrhotin:
- Quarz:
- Rutil:
- Siderit:
- Turmalin:



061_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Pardatsch, Alp Tgom, Alp Giom, Palas dal Tgom
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 701200 / 168600
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Niggli, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1944; Band 24; Heft 1-2; Seite 58 – 301; Das westliche Tavetscher Zwischenmassiv und der angrenzende Nordrand des Gotthardmassivs : petrographisch-geologische Untersuchungen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 103,111
- vom Rath, G.; Geognostisch-mineralogische Beobachtungen im Duellgebiete des Rheins (Abdruck a. d. Zeitschr. d. deutschen geologischen Gesellschaft Jahrg. 1862.); 1862; Seite 415
Berg westlich des unteren Val Nalps. Niggli (1944): Ein schöner Pyrrhotingang mit relativ reichlicher Erzführung befindet sich am rechten Ufer des Nalpserrheins, südlich des Brückleins des Fahrweges Sedrun-Perdatsch. Es ist möglich, dass ein erwähnter alter Stollen auf Palas dal Tgom (mit der eingemeisselten Jahreszahl 1679) auf der Suche nach solchen erzführenden Gängen angelegt worden ist, allerdings ohne Erfolg, denn weder im Schutt unterhalb des Stollens noch in diesem selbst sind Spuren von Erz vorhanden.
- Antimonit: Eisenschwarz, teilweise im Quarz eingelagert.
- Dolomit:
- Quarz:
- Rutil:
- Sagenit:
- Siderit:


062_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Pardatsch, Palas dal Tgom, Plaun Palits, Falluns
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 701400 / 168000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 103,104
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973
Es handelt sich um die Hänge westlich von Pardasch im Val Nalps und nördlich des Val Blaua. Diese Gegend fällt vor allem durch die bemerkenswerten Rutilfunde auf.
- Albit:
- Anatas:
- Apatit:
- Brookit:
- Calcit:
- Gold, gediegen:
Klein, bis 0.5 mm.
- Hämatit: Rot, im Quarzband.
- Ilmenit:
- Limonit:
- Monazit:
- Pyrit:
- Pyrrhotin:
- Quarz:
Bis 50 cm Länge.
- Rutil: Goldgelb, fein.
- Siderit:
- Turmalin:
Braun, auch im Quarz.

063_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Pardatsch, Uaut Siaras, Uaul Siaras
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 702000 / 168500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 105
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 153
Es handelt sich hier um die Ostseite des Nalpsbaches im unteren Val Nalps, gegenüber der Lokalität Pardatsch da Vacca.
- Anatas:
- Apatit:
Violett.
- Aragonit:
- Baryt:
Klein, weiss, rhombisch, tafelig.
- Calcit:
- Monazit:
Selten, 3 - 4 mm, in hervorragender Qualität, orangegelb, zum Teil auch als Einschluss im Quarz.
- Muskovit:
- Phantomquarz:
- Pyrit:
- Quarz
: Teils mit Rutileinschlüssen, bis 10 cm.
- Rutil: Häufig, auch im Quarz.
- Siderit:

064_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Piz Blas (Nordostflanke)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 698800 / 159220
Literatur:
- Eggenberger, Uli; Schweizer Strahler; 2007; Heft 1; Seite 10-12; Rauchquarz vom Piz Blas (GR)
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1973;; Seite 265
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1974;; Seite 265
- Parker, R.L. & Quervain, F. de & Brandenberger, F.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1940; Band 20; Heft 1; Seite 11 - 16; Gandolinit aus den Schweizeralpen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 116 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 197
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 55
- Weber, Fr.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1939; Band 19; Heft 2; Seite 443– 448; Mehrfarbiger Fluorit als Kluftmineral im Gotthardmassiv
Der Gipfel erhebt sich auf der westlichen Seite des hintersten Val Nalps und des hintersten Val Curnera. Einige Funde stammen aus der Nordostflanke (Orthogneis) dieses Berges. Besonders ist ein spezieller Quarzfund aus dem Jahre 2006 zu erwähnen, erreicht der grösste Kristall doch eine Länge von 60 cm. Lokale Häufungsstellen von Klüften sind die Felsbuckel NE Piz Blas, die E-Seite von Piz Ufiern und die Gipfelregion des Piz Rondadura. Diese drei Teilräume sind mineralogisch und bezüglich petrographischer Unterlage nahe verwandt.
- Adular:
- Aeschynit-(Y): Der genaue Fundort ist nicht bekannt gegeben worden und könnte daher auch in der Gletscherregion liegen, - 2 mm, goldgrün fluoreszierend, im Mineralienlexikon (1998) werden auch rotbraune nicht metamikte und schwarze metamikte Kristalle beschrieben, bis 2.5 mm.
- Aikinit:
- Albit:
- Anatas:
Reichlich vertreten, in allen Farbvarietäten mit Ausnahme von Rot, stumpfpyramidal.
- Apatit: Kugelig, flächenreich, absolut farblos, klar, als sehr seltene Ausbildung ist der Apatit auch in langnadeliger Form anzutreffen.
- Bastnäsit-(Ce): Als Lamellen in syntaktischer Verwachsung mit Synchisit.
- Biotit:
- Brannerit:
Bis 2.5 mm, deutliche Flächen, scharfe Kanten, sattbraunschwarz, an den Kanten braun durchschimmernd, sehr selten.
- Brookit: Extrem flach, gering bräunlich, absolut durchsichtig klar.
- Calcit:
- Chlorit:
- Ferroaxinit:
- Fluorit:
Vermutlich an dieser Fundstelle ebenfalls gefunden, einfarbig, schwach grau-violett, oktaedrisch, bis 9 mm. Nach einem ersten Fluorit-"Muster", das unerkannt schon 1934 von Caveng am Piz Blas gefunden worden, machten dieser und Curschellas 1937 weitere Funde von losen Spaltstücken eines licht grüngefärbten bis fast wasserhellen Flusspats in einer Mineralkluft im Orthogneis an den Hängen des Piz Blas gegen Val Nalps, sowie von einem ausgezeichneten kubooktaedrischen Kristall von 5 cm Durchmesser und grüner Farbe. Im gleichen Jahr wurden auch etwas nördlich von dieser Fundstelle am Piz Ufiern mehrere Fluoritstücke gefunden.
- Gadolinit-(Y): Bis 4 mm, Stufen mit mehreren Kristallen (schönste Gadolinit-Stufe der Alpen!), dunkelgrün, olivgrün, stark glänzend, gestreckt nach der b-Achse, mit schwarzen Einschlüssen unbekannter Art. Evtl. stammt von hier auch der Erste Fund von Gadolinit in der Schweiz (1937 von Ambrosi Caveng).
- Hämatit:
- Ilmenit:
- Monazit:
Bis 2 mm, gelbrosa - braunrot - feurigrot.
- Muskovit:
- Plagioklas:
- Prehnit:
Grau, in wulstigen Aggregaten.
- Quarz: Bekannt aus diesem Gebiet sind Quarze bis 65 cm, 80 kg Gewicht und einem Umfang von 100 cm. Aus dem Jahr 2006 stammt ein weiterer guter Fund mit Quarz bis 60 cm und einem Gewicht von 35 kg.
- Rauchquarz:
- Rutil: Hellbraun, rotgoldbraun.
- Stilbit:
- Synchisit-(Ce):
Bis 2.4 mm, spizpyramidal, relativ klar aber oft mit leichter Trübung, milchig-weiss bis milchig-rot auch schmutzig-hellbraun, typisch ist die syntaktische Verwachsung mit Bastnäsit(?).
- Titanit: Grauviolett durch hohen Anteil an Aluminium.
- Xenotim: Bis 4 mm, hell-dunkelolivgrün, oft mit Chlorit überzogen, gedrungene Form, Kanten nicht sehr scharf ausgebildet, oft zusammen mit Anatas, Ilmenit und Monazit, selten durchsichtig, meistens trübe, tetragonales Prisma 1. und 2. Stellung, bis 6 mm.
- Zirkon: Bis 2.5 mm, leicht violett.

065_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Piz Blas
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 699000 / 158900
Literatur:
- Graeser, Stefan; Lapis; 2001; Heft 3; Seite 3-32
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1985; Seite 143-148: Neue Fluoritfunde auf der Südseite des Gotthardmassivs
- Weibel, Max; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1960; Band 40; Heft 2; Seite 411- 412; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz, Zweifarbiger Fluorit aus dem Val Nalps
Genauere Angaben fehlen, doch dürfte der Fundort auf der südlichen Seite, resp. im Kanton Tessin liegen. Im hintersten Val Nalps (südliches Seitental des Tavetsch) fand 1959 der Strahler Lucas Monn (Sedrun) einen Fluoritkristall von beachtlicher Grösse und ungewöhnlich schöner Ausbildung. Der oktaedrische Kristall wiegt 850 g, hat eine Kantenlänge von 8 - 9 cm und ist ausser einer kleinen Anwachsfläche allseitig ausgebildet. Der Kern des Kristalls ist rot, die umhüllenden Partien haben einen lichtgrünen Farbton. Diese Zweifarbigkeit wurde schon an früheren Fluoritfunden dieser Gegend beobachtet (Weber, 1939). Die obere Spitze des bemerkenswerten Kristalls ist klar und durchsichtig. Im Gegensatz zum Vorkommen am Piz Rondadura, das Weber beschreibt, sind an dem neu gefundenen Kristall die Kanten scharf und die Flächen stellenweise glänzend. Der Kristall besteht eigentlich aus verschiedenen Einzelindividuen, die angenähert parallel verwachsen zusammen einen einzigen grossen Oktaeder ergeben. Die Flächen dieses Oktaeders weisen einen unregelmässigen Stufenbau auf. Der beschriebene Fund entstammt einer horizontalen Kluft am östlichen Gipfelabhang des Piz Blas. Die Kluft enthielt noch mehrere kleine Fluorite, doch lässt sich keiner davon hinsichtlich der Qualität mit dem grossen Kristall vergleichen. Dieser lag am Boden des Klufthohlraumes unter einer Gesteinsplatte, ohne anscheinend durch die Belastung merklich Schaden genommen zu haben. Begleiter waren nur farbloser Quarz. Das Vorkommen reiht sich an die bisher bekannten Fluoritfunde des Gotthardmassivs an, die alle um das hinterste Val Nalps gruppiert sind (Piz Blas, Piz Uffiern, Piz Fuorcla, Piz Rondadura). Dieses Gebiet ist auch durch das ganz vereinzelte Auftreten sehr seltener Mineralarten bemerkenswert (Synchisit, Gadolinit). Der Fluoritfund am Piz Blas gehört nicht nur zu den grössten, sondern zweifellos auch zu den schönsten Fluoritkristallen, die bisher (1960) aus alpinen Klüften geborgen wurden.
- Fluorit: Bis 9 cm, mit rotem Kern, leuchtend grüne Hülle, am östlichen Gipfelabhang.
- Olivin:
- Quarz:
Farblos.

066_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Piz Fuorcla (Ostseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 699650 / 162100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 118,138
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 173,197
Ca. in der Talmitte liegt westlich der Piz Fuorcla. Einige Funde stammen vom Ostfuss dieses Berges, oberhalb P. 2124.1 und zwischen 2200 und 2400 m ü. M. Es wird angenommen, dass u.a. auch Axinit in dieser Region gefunden wurde.
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
- Calcit:
- Epidot:
- Ferroaxinit:
Klein, hellviolett.
- Fluorit: Fast farblos.
- Prehnit:
- Stilbit:
- Titanit
:

067_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Piz Lai Blau, Motta Neira, Muota Neira, Muota Naira
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 701550 / 161900
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 181
- Rykart, R.; Schweizer Strahler; 1971; Seite 229-276; Die Feldspatmineralien
Bei dieser Bezeichnung (nicht auf der Karte) handelt es sich um eine Lokalität am nordwestlichen Ausläufers des Piz Lai Blau (Ostseite im hinteren Val Nalps). Die Funde liegen im basischen, hornblendereichen Gestein.
- Adular: Im Granit und Gneis des Gotthardmassivs.
- Albit:
- Amianth:
- Apatit:
- Bavenit:
Sehr selten, bräunlich, radialstrahlig, bis 1 cm. Bavenit konnte für die Schweiz erstmals als Kluftmineral vom Val Nalps nachgewiesen werden. Der erste Fund dürfte jedoch vom Piz Uffiern stammen. Das Fundgut ging ausschliesslich nach London in die Ashcroft-Sammlung. Im Austausch mit Fundgut vom Fieschergletscher gelang es Prof. Stalder einen Teil dieses Materials zurückzuerhalten.
- Calcit:
- Chlorit:
- Diopsid:
- Epidot:
Blassgrün, häufig.
- Grossular: Mangan-Grossular, unter anderem Rhombendodekaeder, rot, durchsichtig, bis 1.5 mm zusammen mit Epidot, Mischkristalle von Grossular-Almandin.
- Hornblende:
- Hämatit: Selten.
- Muskovit:
- Prehnit: Farblos, weiss, auch leicht grünlich, halbkugelig, kammartig, in Klüften amphibolitischer Gesteine, am Fusse des Gletschers gegen das Val Medel hin (Fund 1943).
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
- Skolezit: Selten.
- Stilbit:
In weissen Garben.
- Titanit: In hervorragenden Exemplaren, dunkelbraun - klar, grünlich - grau, grünlich-gelber Mittelteil, dunkelbraune Enden, durchscheinend, glänzend, bis 5 cm, äusserst flächenreich, gestreckt nach der b-Achse.
- Turmalin:

068_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Piz Rondadura (Ostwand), Glatscher da Nalps
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 700450 / 159250
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 179- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 122,123
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1985; Seite 143-148: Neue Fluoritfunde auf der Südseite des Gotthardmassivs
- Weber, Fr.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1939; Band 19; Heft 2; Seite 443 448; Mehrfarbiger Fluorit als Kluftmineral im Gotthardmassiv
- Weibel, Max; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1960; Band 40; Heft 2; Seite 411 - 412; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz; Zweifarbiger Fluorit aus dem Val Nalps
Die aufgeführten Mineralien konnten aus der Ostwand des Piz Rondadura gewonnen werden. Weber: Im August 1938 war Curschellas ein spezieller Fund beschieden. Unter der dem Medelsertal zugewandten Gipfelwand des Piz Rondadura stiess er im muskovitreichen Streifengneis auf eine steile Mineralkluft von ca. 3 m Länge und 80 cm Höhe und Breite, die bis auf einen kleinen leeren Raum unterm Dach fast ganz mit einer Chloritmasse erfüllt war; in dieser eingebettet lagen gegen 30 grössere und kleinere Bruchstücke von Fluorit im Gesamtgewicht von ca. 12 kg, deren grösstes gut 2 kg wog, zwei weitere 725 resp. 700 g (dieses letztere konnte für die Mineralogische Sammlung der E.T. H. in Zürich erworben werden, nachdem das Hauptstück in den Besitz des British Museum übergegangen war).
Toroni: Südöstlich des Gipfels auf 2900 Meter Höhe. Lokale Häufungsstellen von Klüften sind die Felsbuckel NE Piz Blas, die E-Seite von Piz Ufiern und die Gipfelregion des Piz Rondadura. Diese drei Teilräume sind mineralogisch und bezüglich petrographischer Unterlage nahe verwandt.
Koenigsberger (1907): Topaskrislalle in der Mineraliensammlung des Bayrischen Staates (München) welche angeblich vom Piz Rondadura (Lukmanier) stammen sind aus Russland, wie ein bei dem Verkauf Beteiligter zugegeben hat.
- Adular: Langprismatisch. Der Adular tritt in eher langprismatischen Kristallen mit schmaler (OlO)-Flache auf, häufig ebenfalls "korrodiert" oder skelettartig entwickelt und die Hohlräume oft mit Laumontit erfüllt. Der milchw eisse Albit bildet meist nur 1 bis wenige mm im Durchmesser haltende, annähernd isometrische Individuen, mitunter mit Tendenz zum Periklinhabitus.
- Albit:
- Apatit:
In rundlichen wasserhellen Kristallen um 1 mm.
- Calcit:
- Chlorit:
Reichlich.
- Fluorit: In der bemerkenswerten Grösse von 15 cm und einem Gewicht von 2 kg. Mit rosarotem bis karminrotem Kern, äussere Schicht grünfarbig, bedeckt von unterschiedlich grün gefärbten Schichten, zum Teil korridiert.
- Gadolinit-(Y): Bis 2 mm.
- Hämatit: In kleinen dünnen Einzellamellen (evtl. Ilmenit).- Laumontit: Reichlich vorhanden.
- Muskovit: Muskovit sitzt bald in feinsten Schuppen oder papierdünnen Blättchen, bald in dickeren (1/2 mm) Kristallen mit glänzenden Vertikalflächen dem Albit, nur selten dagegen den Adular-Quarz-Aggregaten auf.
- Quarz: Eher selten, leicht rauchig, wachstumsbehindert.
- Titanit: Gelb, klein, dünntafelig, zum Teil rosettenartig, grauviolett. Ein fremdartiger Titanit von topasgelber bis blassgelber Farbe in sehr kleinen (um 1 mm Durchmesser), dünnplattigen oder flachlinsigen Kriställchen mit messerscharfen Randkanten, ist oft verbogen und zu kleinen Rosetten gruppiert.

069_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Piz Termine, Piz Scai
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 701500 / 159000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 123
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 178
Dieser Gipfel ist dem Piz Rondadura auf dessen Ostseite vorgelagert. Ein Eintrag auf der Landeskarte fehlt.
- Adular:
- Albit:
- Anatas:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Ilmenit:
- Muskovit:
- Titanit:


070_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Piz Ufiern, Piz dagl Uffiern (Ostseite), Piz Uffiern (Ostseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 699250 / 159750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Weber, Fr.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1939; Band 19; Heft 2; Seite 443– 448; Mehrfarbiger Fluorit als Kluftmineral im Gotthardmassiv
Berg auf der Westseite des hintersten Val Nalps. Die Funde stammen von der Ostseite des Berges. Lokale Häufungsstellen von Klüften sind die Felsbuckel NE Piz Blas, die E-Seite von Piz Ufiern und die Gipfelregion des Piz Rondadura. Diese drei Teilräume sind mineralogisch und bezüglich petrographischer Unterlage nahe verwandt.
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Fluorit:
Im Jahr 1937 wurden etwas nördlich von der Fluoritfundstelle am Piz Blas am Piz Ufiern mehrere Fluoritstücke gefunden.
- Muskovit:
- Prehnit:
- Quarz:
- Titanit:


071_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Piz Vatgira, Piz Vitgira
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 701850 / 162700
Literatur:
- Huber, H.M.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1943; Band 23; Heft 2; Seite 475-537; Die Kluftminerallagerstätten im südöstlichen Gotthardmassiv
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 117,120
Berg auf der Ostseite des mittleren Val Nalps. Funde sind am nordwestlichen Ausläufer des Berges gemacht worden. Zwischen den beiden Häufungsstellen Val Nalps und Val Maighels vermitteln nur wenige Fundpunkte vorwiegend mit Paragenese 87 (Amphibolite, körnige Paragneise mit Titanit als Leitmineral neben Adular, Quarz, Albit, Chlorit), während in der E-Fortsetzung bis an das Ende des Laiblaugletschers der Amphibolitzug noch etwas reichlicher durchklüftet ist (besonders am Sudgrat des Piz Vitgira).
- Adular
- Albit:
Als sogenannter Periklin.
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Prehnit:
- Quarz:
- Titanit:


072_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Piz dagl Uffiern, Ufiern, Piz Uffiern
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 699050 / 160020
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 119,122- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 178
Unter anderem wird als Fundort die Westflanke erwähnt.
- Quarz:

073_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Plaun Schlaus
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 701850 / 167000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 154
In der Strassenkehren ins Val Nalps, südlich der Brücke bei P. 1680.
- Quarz:
- Rutil:


074_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Plaun dallas Cavorgias, Cavordja
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 702920 / 169370
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 101
Liegt östlich des unterern Val Nalps.
- Albit:
- Apatit:
- Monazit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
- Siderit:


075_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Praits Crap, Preits Crap
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 999999 / 999999
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 101
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 148
Es handelt sich bei dieser Angabe um das rechte Ufer des Nalpsbaches im Val Nalps. Die Bezeichnung fehlt auf der Karte. Praits Crap, resp. Preits Crap st auf der Karte nicht eingetragen.
- Albit:
- Apatit:
- Monazit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
Bis 5 cm lang, relativ dickstängelig.
- Siderit:

076_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Rieda, Riada
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 703900 / 169100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 101- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 148
Diese kleine Alp liegt zwischen dem vordersten Val Nalps und dem Val Gierm, unterhalb des Cuolm-Cavorgia.
- Albit:
- Apatit:
- Monazit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
- Siderit:


077_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Rusneta
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 701960 / 167100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 106
Felsiges Ufer am tief eingeschnittenen Nalpsbach, ca. 0.6 km südlich von Pardatsch da Stiarl.
- Anatas: Azurblau.
- Apatit:
- Chlorit:
- Quarz:
Mit Einschluss von Anatas.

0708_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Stavels Secs
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 701340 / 167280
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 103,106- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973 Gebiet südlich von Pardatsch da Stiarls im unteren Val Nalps. Unmittelbar nördlich des Tunnels der Nalpsstrasse konnte ein guter Gwindelfund gemacht werden.
- Anatas: Azurblau.
- Apatit:
- Chlorit:
- Gwindel:
Gross, nur ein Exemplar.
- Quarz: Mit Einschluss von Anatas.

079_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Tuors Paradis (Ostseite, Ostfuss)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 699850 / 162800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 173,186
Oberhalb des P. 2124.1 und zwischen 2200 und 2400 m ü. M. Vor allem stammen von hier gut entwickelte Titanite. Evtl. wird die Fundstelle mit dem Piz Fuorcla verwechselt. Der Grat Tours Paradis liegt etwas nördlicher als der Piz Paradis, welcher sich genau nordwestlich des angegebenen Punktes 2124.1 erhebt. Die Zone der alkalisierten Paragneise des Piz Paradis führt nur sporadisch einige Mineralvorkommen.
- Hämatit: Auch als Einschluss im Rauchquarz.
- Rauchquarz:
- Titanit: Durchsichtig, bräunlichgelb, gestreckt nach der b-Achse.

080_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Uaul Cavorgia, Plaun dallas Cavorgias, Cavordja
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 704000 / 169750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 101- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 148
Es handelt sich hier um eine grössere bewaldete Region, welche sich vom Val Nalps bis über das Val Gierm hinaus zieht und nördlich unterhalb des Cuolm-Cavorgia liegt.
- Albit:
- Apatit:
- Monazit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
- Siderit:


081_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Val Blaua
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 701500 / 167750
Literatur:
- Cabalzar, Walter; Schweizer Strahler; 1989; Seite 231
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 90 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 147
Dieses Tal ist ein kleines Seitental des Val Nalps (südlich Sedrun). Es zieht sich von der Lokalität Pardatsch (1600 M.) westlich gegen Plauns dils Umens Crap hinauf. Die dortigen blauen Phyllite haben dem Tal den Namen gegeben. Das nur ca. 100 Meter entfernte Paralleltal (gegen Süden) hat ebenfalls zahlreiche Mineralien hergegeben.
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
- Calcit:
- Chalkopyrit:
- Chlorit:
- Dolomit:
- Hämatit:
- Ilmenit:
- Malachit:
- Monazit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil: Häufig.
- Siderit:
- Strontianit:


082_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Val Cadlimo, Piz Rondadura (Umgebung)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 700550 / 159150
Literatur:
- Kipfer, Alex; Schweizer Strahler; 1973; Seite 133-168; Alpine Minera-Zerrklüfte mit den seltenen Mineralien Gadolinit, Aeschynit, Synchisit, Bastnäsit und Brannerit
- Parker, R.L. & Quervain, F. de & Weber, F.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1939; Band 19; Heft 2; Seite 293-306; Über einige neue und seltene Mineralien der Schweizeralpen
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 55 Strahler 1996, Heft1, S. 374 zeigt ein Bild mit Blick vom Piz Rondadura ins Val Nalps.
Einige Funde stammen aus der Ostwand.
- Adular:
- Aeschynit-(Y):
Rotbraun: nicht metamikt; schwarz: metamikt, bis 2.5 mm.
- Anatas: Eher selten.
- Apatit: Kugelig, flächenreich, absolut farblos, klar.
- Bastnäsit-(Ce): Evtl. aus der Region des Piz Blas.
- Biotit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Fluorit
: Nicht ganz sicher nachgewiesen, wurde evtl. verwechselt mit der Fundstelle am Piz Blas.
- Gadolinit-(Y): Das Material stammt von der westlichen Bergseite, oberhalb des Gletschers, bis 1.5 mm. Ein Fund ergab massenhaft Kristalle dieses seltenen Minerals, oft als Idealkristalle ausgebildet, sehr hell-grün, kaum vom fast gleichfarbigen Muskovit zu unterscheiden, mit braunen - und schwarzen Einschlüssen.
- Galenit:
- Ilmenit:
Schwarz, dünnblätterig.
- Monazit-(Ce): Unter einem mm, sehr selten.
- Muskovit:
- Plagioklas:
- Quarz:
- Rutil:
Hellbraun, rotgoldbraun.
- Synchisit-(Ce): Wird aus der Ostwand erwähnt. Die zu untersuchenden wachsgelben, durchscheinenden, glasglänzenden Kristalle zeigen einen deutlich rhomboedrischen Habitus und sind augenscheinlich Kombinationen spitzer Rhomboeder mit der Basis. Dabei ist ein sehr ausgeprägter Treppenbau, der auf ein Alternieren verschieden steiler Rhomboeder zurückzuführen ist, ein allverbreitetes Merkmal. In manchen Fällen scheinen die Kristalle nur einseitig mit der Basis versehen zu sein und laufen am anderen Ende ohne diese Fläche in eine Spitze aus. Es handelt sich hier um die erste Beobachtung dieses sehr seltenen Fluorkarbonates seltener Erden als alpines Kluftmineral. Fund des Strahler Ambrosi Caveng im Herbst 1934.
- Wulfenit:
- Xenotim:
Sehr klein, schwefelgelb, durchsichtig, sehr selten. Fund in der Ostwand.
- Zirkon: Unter einem mm, schwach fahl-violett.

083_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Val Caltgera
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 702460 / 168770
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 153 An der neuen Strasse ins Val Nalps, westlich der Brücke des alten Weges in Val Nalps, am Ausgang des Val Caltgera.
- Monazit: Bis 5 mm.
- Muskovit:
- Rutil:
Bis 4 cm.
- Siderit:

084_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Val Curnera, Cornera, Piz Fuorcla (Westflanke)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 699150 / 162100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 178
- Weber, Fr.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1939; Band 19; Heft 2; Seite 443- 448; Mehrfarbiger Fluorit als Kluftmineral im Gotthardmassiv
Zwischen dem Piz Paradis und dem Piz Serengia.
- Fluorit: Im Jahre 1938 wurden am Piz Fuorcla (auf der westlichen Talseite von Val Nalps) aus einer Kluft in aplitischem Gestein eine Stufe gewonnen, auf der eine recht unansehnliche, formlose, schmutziggraue Masse sich als Flusspat erwies.

085_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Val Stretga
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 701800 / 167650
Literatur:
- Bener, P.J.;1930; der Einfluss von Aenderungen der Verkehrsverhältnisse auf die Entwicklung Bündnerischer Gemeinden. II. Folge: Oberhalbstein, Lugnez, Safien. Beiträge zur Hebung der Bündnerischen Volkswirtschaft, 2. Heft
.- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 103 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 155
- Wanner, Richard; Schweizer Strahler; 1974; Seite 248-255; Zepterquarze mit teilweiser Amethystfärbung von der westlichen Talseite des vorderen Val Nalps (Tavetsch)
Südlichere der beiden Runsen westlich von Pardatsch da Stiarl im unteren Val Nalps. Bener erwähnt ein Kupfererze bei Stretga.
- Albit:
- Amethyst:
Li chte Färbung.
- Anatas:
- Apatit:
- Brookit:
- Calcit:
Skalenoeder, bis ca. 2 cm.
- Chlorit: Dunkelgrün, wurmförmig.
- Fensterquarz:
- Hämatit:
Hexagonale Plättchen, stark glänzend, bis 2 mm.
- Malachit:
- Monazit:
Sehr flächenreich, bis 3 mm, starker Glanz, orangebraun.
- Pyrit:
- Quarz
: Teils mit Chloriteinschluss.
- Rutil:
- Siderit:
- Zepterquarz:
Auch mit Libelle.

086_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Nalps, Val Stretga, Tgom, Ruosna da Palits, Palitserloch;(Erzabbau)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 701490 / 168110
Literatur:
- Hendry, T.; Bergknappe; 1992/4; Heft 62; Seite 2-9; «La Ruosna da Palits» eine ehemalige Erzmine im Val Nalps Die Koordinaten zeigen auf das Gebiet oberhalb Plaun Palits und nicht auf den genauen Abbauort. Die einzige noch bekannte Erzabbaustelle im Tavetschertal befindet sich in der Val Nalps, am linken Talabhang des Tgom. Von Pardatsch da Stiarls, unmittelbar vor der Val Blaua, zeigt der Wegweiser Richtung Tgom. Dieser Weg führt auch zur "Ruosna da Palits", der ehemaligen Erzgrube. Nach einem ziemlich anstrengenden Wegstück erreicht man Palits. Dort oben befindet sich ein Brunnen. Man folgt links einem Weg bis zu einer kühlen Quelle, die aus dem Fels sprudelt. Nun noch ein bisschen weiter nordwärts, und direkt vor der Nase befindet sich der Grubeneingang, am Fuss der Val Stretga. Die Mine befindet sich auf 1875 m ü. M. "Palitserloch" - so wird es von den Bewohnern des Tavetsch genannt.
- Bleierz:

087_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Strem
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 701000 / 174000
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
- Gehrig, M.; Urner Mineralienfreund; 1990; Heft 2; Seite 32-40
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1979; Seite 141-154; Mineralneufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten IV
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
Genauere Angaben fehlen. Die Koordinaten zeigen auf die Fundregion. Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Allanit: Flachtafelig, schwarz, bis 3 mm, ohne Titanit (mit welchem er bis jetzt immer vergesellschaftet gefunden wurde).
- Beryll: In Zerrklüften (selten!).
- Rauchquarz:
- Scheelit:
5.6 cm, milchig-weiss.

088_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Strem, Alp Caschlè, Chischlè, Caschle
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 700200 / 172200
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 92 etc.
Nordwestlich von Sedrun, unterhalb des Caschlè trifft man auf die Alp Caschlè.
- Adular:
- Amianth:
- Anatas:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Ilmenit:
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Rutil:
- Stilbit:
Zusammen mit Quarz.
- Titanit:
- Zeolithe:


089_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Strem, Bauns
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 701100 / 173550
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 56 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 147
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 75
Mehrere Funde sind in den West- und Osthängen dieses Tales gemacht worden. Sie liegen auch in der Umgebung (östlich) der Alphütte Bauns.
- Adular:
- Albit:
- Amethyst:
In der Amethystkehle, östlich von Bauns.
- Anatas:
- Apatit:
- Beryll:
In feinen Rissen von Sturzblöcken, dunkelblau, flachstengelig, bis 2.5 cm.
- Brookit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Ilmenit:
- Limonit:
- Monazit:
in ausgezeichneter Ausbildung
- Pyrit:
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Rutil:
- Siderit:
- Turmalin:
- Zepterquarz:
amethystfarbig

090_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Strem, Bauns, Amethystkehle
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 701250 / 173500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 98
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 144
Ein kleines Fundgebiet in den Felsen östlich von Bauns im Val Strem wird als Amethystkehle bezeichnet. Es handelt sich um eine in Strahlerkreisen gebräuchliche Ortsbezeichnung. Die Koordinaten- und Höhenangabe beziehen sich auf Bauns.
- Adular:
- Amethyst:
Manchmal als Zepteramethyst, oft mit unregelmässigen Flächen, meistens nur schwach amethystfarbig, punktuell stärker violett.
- Limonit:
- Rutil:
- Sagenit:
- Siderit:


091_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Strem, Bauns, Plaunca Gion Giachen
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 701700 / 173400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 94,95
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 136
Auf der Ostseite des Val Strems, unterhalb des Piz Pardatschas, liegt im steilen und felsigen Gelände diese Lokalität.
- Adular:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Eisenrose
: In kleinen Rosetten.
- Gwindel: Selten.
- Pyrit:
- Quarz:
Blassbraun, mit Anhydritröhren.
- Titanit: Blassbraun, dicktafelig, klein.

092_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Strem, Calmut - Stremhörner
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 701600 / 176450
Literatur:
- Huttenlocher, H. & Hügi, Th. & Nowacki, W.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1954; Band 34; Heft 2; Seite 501 - 504; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz; Röntgenographische und spektrographische Untersuchungen an Bazzit
- Hänni, Henry A.; Lapis; 1978; Heft 9; Seite 29-30; Bazzit aus dem Tavetsch
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 85
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 49, 56
Calmut liegt südwestlich unterhalb der Stremhörner. Aus dem Blockfeld zwischen dem Calmut und den Stremhörnern im obersten Val Strem. Im Sommer 1952 gelang es Ing. O. Hager an der linken Talseite des oberen Val Strem (Kt. Graubünden) aus einem Block von Zentralem Aaregranit (Herkunft: Stremhörner) eine Stufe mit 34 kleinen Bazzitsäulchen (mm-lang und kleiner) zu isolieren. Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Adular:
- Apatit:
- Bazzit:
Ca. 30 Kristalle, mm-gross, azurblau, vereinzelt auch schon bis 2 cm, langprismatisch. Im 'Urner' 1983-2, Seite 33, ist ein Foto mit Bazzit von den Stremhörnern zu sehen.
- Beryll: Nicht alle Bazzite können der Bezeichnung gerecht werden, durch das fehlende Scandium werden einige Kristalle als Beryll bezeichnet.
- Chlorit:
- Diopsid:
In langen Nadeln.
- Hämatit:
- Milarit:
Bis 3 cm.
- Prehnit: In kleinen Kristallen.
- Quarz: Klein.
- Rosafluorit:
- Titanit:


093_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Strem, Caschlè, Chischlè, Caschle
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 699850 / 173350
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 44 etc.
Westseite des Val Strem (östlich von Bauns), in den Granitfelsen bei dieser Lokalität.
- Adular:
- Chabasit:
- Heulandit:
- Hämatit:
- Prehnit:
- Quarz:
- Skolezit:
Radialstrahlige sowie wirre Anordnung, Einzelkristalle bis 1.5 cm.
- Stilbit:

094_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Strem, Piz Ault, Pez Aul, Bündtnergrat
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 702660 / 176100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 49
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 73
Die Bergspitze liegt auf der Grenze der Kantone GR/UR am oberen östlichen Ende des Val Strem. Als Fundgebiet sind die drei zu diesem Berg führenden Grate bekannt geworden:
1) Grat gegen Nordwesten zum Oberalpstock über die Stremzähne und Stremlücke;
2) Grat südwestlich gegen den Piz Gendusas
3) Grat östlich zum Piz Acletta (sogenannten Bündtnergrat). Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Adular:
- Albit:
- Amianth:
- Calcit:
- Epidot:
- Gwindel:
- Milarit:
Besonders interessant ist ein Fund 250 M. westlich des Gipfels: 13 x 17, 12 x 16 und 12 x 8 mm (Länge x Breite) sind für Milarit eine eher ungewöhnlich Erscheinung, durch Amianteinschlüsse grünlich gefärbt.
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Titanit:


095_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Strem, Piz Gendusas
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 702320 / 175220
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 49,57
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 81
- Parker, R.L. & Quervain, F. de & Weber, F.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1939; Band 19; Heft 2; Seite 293-306; Über einige neue und seltene Mineralien der Schweizeralpen
Der Gipfel liegt vor dem Piz Ault (Strem) in Richtung Val Segnes. Die aufgeführten Mineralien konnten mehrmals gefunden werden. Unter anderem sind auch Funde oberhalb des Gletschers, zwischen Piz Gendusas und Piz Ault, getätigt worden(1). Erwähnt werden Funde vom Südgrat.
- Adular:
- Apatit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Milarit:
Nadelförmig.
- Monazit: (1).
- Quarz:
- Rauchquarz:
(1).
- Rutil: (1).
- Vivianit: Wurde Jahre 1934 als Novum für die Schweiz in einer von Ambrosi Caveng entdeckten Kluft im Granit des Piz Giendusas-Südgrates festgestellt wurde. Es handelt sich um winzige Nadeln von hell- bis dunkelblauer Farbe, die mit feinstsandiger, hellfarbiger chloritischer Erde vermengt auf der Rückseite einer einzigen Stufe in etwelcher Menge zugegen sind

096_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Strem, Plauncas Calmut
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 700980 / 175550
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 26
- Aktinolith: Kurzfaserig.

097_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Strem, Stremlücke, Fuorcla da Strem sut
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 702570 / 176400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 49 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 84
Grat Richtung Oberalpstock. Die aufgeführten Mineralien konnten mehrmals gefunden werden. Siehe auch unter 'Val Giuv, Val Strem; (Lage der Fundstellen)'.
- Apatit:
- Calcit:
Tafelig, reichlich vorhanden.
- Chlorit:
- Epidot:
- Rosafluorit:
Bis 1 cm, eingelagert im Calcit.
- Titanit:

098_GR / Tavetsch (dt.), Tujetsch (rätorom.), Val Val, Telli
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 695200 / 170500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 49 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 76
- Sigl, Franz; Schweizer Strahler; 1969; Seite 244-245; Phenakit aus einer mineralreichen Kluft im Tavetsch
Unter anderem im obersten Val Val. Die ehemals verwendete Bezeichnung 'Telli' bezieht sich auf das Val Val.
- Adular: Sehr schön, 'Urner' 1983-2, Seite 33, Bild mit verzwillingten Adularkristallen aus dem Val Val.
- Amethyst: Meist blass.
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chabasit:
Bis 12 mm Kantenlänge, schön, reichlich.
- Chlorit:
- Datolith
: Reichlich, aus einer Calcitkluft, dichte Aggregate, mit kleinen, tafeligen Kristallen, farblos, relativ flächenreich, aus dem obersten Teil des Tales.
- Epidot: Auch im Quarz.
- Gwindel:
- Hämatit:
- Limonit:
- Milarit:
Dünnprismatisch, bis 19 mm, 150 Exemplare in einer Kluft.
- Phenakit: Im obersten Val Val, bis 20 mm, sehr selten, stengelig, 12 Exemplare in einer Kluft.
- Pyrit:
- Quarz:
Mit Anhydritröhren.
- Rauchquarz: Zum Teil reichlich.
- Stilbit: Sehr schön, kugelig, halbrund, bis 16 mm Durchmesser.
- Zeolithe:

099_GR / Tujetsch, Fil Tuma
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 693800 / 166040
Literatur:
- Spycher, Albert; Schweizer Strahler; 1995; Seite 310 - 322; Strahlen - einmal anders
Oberhalb des Lai de Tuma, Grat über der Badushütte.- Gwindel: Klein, bis 35 x 45 mm.
- Quarz:

100_GR / Tujetsch, Pazzolastock (Ostseite), Pazolastock, Alp Tgatlems (nach Ashcroft), Alp Tgatlems, Tgatlems, Tgetlems
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 693360 / 167010
Literatur:
- Amacher,Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 241
Definition nach Ashcroft: Das unter diesem Namen bekannte Fundgebiet erstreckt sich von der Alp Tgatlems bis auf 2580 m ü. M. Die Fundregion besteht aus Grasflanken mit zahlreichen Felsköpfen. Amacher Peter zeigt in seinem Buch auf Seite 239 ein Bild mit der Position einer Kluft am Pazzolastock. Beschrieben wird 1 Kluft: Kluft 1: (1937).
- Adular:
- Hämatit:
- Quarz:


101_GR / Tujetsch, Piz Gannaretsch, Glatscher da Gannaretsch
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Tujetsch, Koordinaten ca.: 703256 / 163187
Literatur:
- Amacher, P. & Desax, T.; Urner Mineralienfreund; 1984; Heft 2; Seite 25
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 236
Im Mineralienlexikon wird die Fundstelle vom Fusse des 'Glatscher da Gannaretsch' angegeben. Im Urner Mineralienfreund wird auf den Piz Gannaretsch verwiesen. Die Koordinaten zeigen auf die Gipfelregion.
- Kainosit-(Y):

102_GR / Vals, Alp Grava
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 736300 / 167000
Literatur:
- Nabholz, Walther K.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1945; Band 38; S. 79; Geologie der Bündnerschiefergebirge zwischen Rheinwald, Valser- und Safiental.
In Grünschiefern, besonders in darin enthaltenen Chloritnestern, sind oft cm-grosse Pyritwürfel eingesprengt. Die schönsten diesbezüglichen Beobachtungen stammen von der Alp Grava, wo innerhalb der Grünschieferzüge aus der basalen Schuppenzone der Gravaserie oft faustdicke, Pyritwürfel-führende Anreicherungen von reinem Chlorit feststellbar sind.
- Chlorit:
- Pyrit:
Würfelig, in Chloritanreicherungen.

103_GR / Vals, Valserbergpass, Valserberg-Pass (westlich)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 734620 / 157420
Literatur:
- Nabholz, Walther K.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1945; Band 38; S. 79; Geologie der Bündnerschiefergebirge zwischen Rheinwald, Valser- und Safiental.
In einem Prasinitzug westlich des Valserberg-Passes, wenig NE unterhalb der Kuppe P. 2617,9 (Siegfriedkarte P. 2619) eine den Grünschieferzug quer durchsetzende Zerrkluft; die Kluftfüllung bestand zur Hauptsache aus Quarz (meist amorph), in dem einige ansehnliche Adern von Kupferkies mit malachitischer Verwitterungsrinde aufgefallen sind.
- Chalkopyrit: In Adern.
- Malachit: Als Verwitterungsrinde.
- Quarz: Meist amorph.

104_GR / Valser Tal, Alp Bidanätsch, Alp Pedanatsch, Alp Pedanätsch
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 729000 / 162150
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 150,151
- Roothaan, Hans Ph.; Jahresbericht der Naturforschenden Gesellschaft Graubünden; 1918-1919; Band 59; Seite 69 - 151; Petrographische Untersuchungen in den Bergen der Umgebung Vals, Bündner Oberland
Bei dieser im Parker unter der Bezeichnung 'Alp Pedanatsch' aufgeführten Lokalität handelt es sich wahrscheinlich um die obige Bezeichnung, welche südlich unterhalb des Faltschonhorn liegt. Roothaan: Auf der nördlichen Alp Pedanätsch wie auf der Fanellaalp treten mächtige, bis 2 m dicke quarzgefüllte Klüfte auf. Ihre Ausfüllung ist sehr wahrscheinlich hydrothermalen Ursprungs. Sie sind Träger von Bleiglanz und Pyrit, und das frühere Vorkommen von echtem Gold auf der Fanellalp, von dem man wohl noch etwa einen Valser munkeln hört, dürfte mit ihnen in Zusammenhang stehen.
- Eisenrose: In kleiner Ausbildung.
- Galenit:
- Hämatit:
In kleiner Ausbildung.- Monazit: Als feine, gelbbraune Überzüge auf dem Quarz.
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
In sehr kleiner Ausbildung.
- Turmalin:

105_GR / Valser Tal, Alp Guraletsch
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 729660 / 159100
Literatur:
- Schmid, Daniel; Schweizer Strahler; 2008; Heft 1; Seite 2 - 8 Die Fundortangaben sind mit 'Alp Guraletsch' sehr allgemein gehalten. Die Koordinaten zeigen auf das Gebiet Guraletsch.
- Eisenrose:
- Hämatit:
- Quarz:
- Rauchquarz:
Zum Teil belegt mit Eisenröschen.

106_GR / Valser Tal, Blattaberg, Plattenberg, Garenstock
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 722000 / 157350
- Adular:
- Chlorit:
- Quarz:
Recht gross, klar, mit Chloriteinschluss.

107_GR / Valser Tal, Blattaberg, Plattenberg, Garenstock (nördlich)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 722000 / 157500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 217
Nördlich des Garenstockes, unterhalb des Gletschers, welcher vom Plattenberg hinunterzieht.
- Adular:
- Calcit:
- Chlorit:

- Danburit: Reichlich.
- Hämatit: Nur wenig.

108_GR / Valser Tal, Dachberg
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 727550 / 161450
Literatur:
- Meyer, Richard; Schweizer Strahler; 2018; Heft 3; Seite 14 - 21; Hämatitquarz vom Dachberg
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 149
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 217
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 342
Berg, bestehend aus Albulagneis, nur wenig östlich des Frunthorns im Valsertal.
Meyer: aus einem in der Alpwiese liegenden Felsaufschluss. Die Funstelle liegt in einem Phengit- und Augengneis der Aduladecke.
- Chalkopyrit: In einer Vererzung der Kluft mit den Hämatitquarzen.
- Hellglimmer: Feinkristallin, auch auf dem Rauchquarz.
- Hämatit: Als feine Einschlüsse im Quarz sowie als sandartiges Hämatitpulver in der Kluft.
- Hämatitquarz: Meyer: Stufen bis 15 cm, mit feinsten, roten Hämatiteinschlüssen. Doppelender bis 6 cm.
- Monazit: Oft reichlich und manchmal auch grössere Kristalle, flächenreich und mit starkem Glanz.
- Muskovit: Meyer: Als weissliche Beläge auf Quarz.
- Pyrrhotin: In einer Vererzung der Kluft mit den Hämatitquarzen.
- Quarz: Oft mit Einschlüssen von dunkelbraunen Turmalinnadeln.
- Rauchquarz: Aus einem steilstehenden Quarzband konnten 2000 kg Kristalle gewonnen werden (1976), gedrungen, prismatisch, grösste Gruppe 650 kg, oft überstäubt mit feinem Hellglimmer.
- Rutil: Vermutlich. In der Kluft mit Hämatitquarz als nadeliger Einschluss im Quarz.
- Siderit: In einer Vererzung der Kluft mit den Hämatitquarzen.
- Turmalin: Dunkelbraun, zum Teil ausgelaugt und mit kleinen Monazitkristallen belegt.

109_GR / Valser Tal, Faltschonhorn
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 728400 / 163770
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 149
Gipfel südöstlich des etwas bekannteren Piz Aul im Valsertal.
- Calcit: Korrodiert.
- Quarz: Exemplare mit Rutileinschluss sind eher selten.
- Rutil: Haarig.

110_GR / Valser Tal, Frunthorn (Nordwand), Piz Frunt (Nordwand)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 726450 / 160750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 148 etc.
- Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 1967; Seite 12-14; Über neue Mineralfunde aus den Schweizer Alpen
- Weiss, Stefan; Lapis; 2004; Heft 10; Seite 26-31
Die beste Fundstelle für Rosafluorit wird mit 250 Meter unterhalb des Gipfels in der Nordwestwand angegeben. Auch im oberen Bereich der Gratlücke wurden früher gute Funde von Rosafluorit getätigt. Die interessanten Platten erstrecken sich vom Gipfel des Frunthorns noch rund einen Kilometer weiter nach Nordosten in Richtung Dachberg. Ein guter Fund gelang in der Basispartie der steinschlägigen Wand auf knapp 2800 m ü. M. Das Nebengestein der fluoritführenden Rauchquarzklüfte ist ein Granitgneis. Die engen Kluftspalten sind lediglich bis 5 cm breit, bis 50 cm hoch und bis 1.5 Meter lang. Die kluftreichste Zone liegt im Nordostgrat des Frunthorns und weist eine Dimension von 800 Meter Länge, 300 Meter Breite und 250 Meter Dicke auf.
- Adular: Nur klein, bis 3 mm.
- Anatas: Dunkelblau, dipyramiden, bis 1 mm.
- Beryll: Prismatisch, hellblau, das Muttergestein ist ein Granitaplit.
- Calcit: Winzige Rhomboeder.
- Chlorit: Hellgrün.
- Epidot: In schlechter Ausbildung.
- Grossular: Nur klein.
- Hämatit: Nur sehr wenig, auch als Anflug auf dem Rauchquarz.
- Laumontit: Schneeweisse Spuren.
- Limonit: In Massen.
- Morion: Bis 12 cm, hochglänzend. Tiefschwarz, auch helle und mit Uebergang vom Muzo-Habitus zum Cipó-Habitus.
- Rauchquarz: Hell bis sehr dunkel.
- Rosafluorit: Blass bis fast farblos aber auch mit kräftiger Farbe, oktaedrisch bis 6 cm Kantenlänge.
- Siderit: In fluoritfreien Klüften als limonitisierte rostbraune Massen oder sattelförmig gekrümmte Rhomboeder, bis cm-Grösse.

111_GR / Valser Tal, Guraletschhorn (Nordwestgrat), Guralätschhorn (Nordwestgrat), Hennensädel, Weissgrätli
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 731300 / 158450
Literatur:
- Bächtiger, Kurt; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 276 - 289; Die alte Goldmine 'Goldene Sonne' am Calanda (Kt. Graubünden) und der gegenwärtige Stand ihrer Erforschung (2. Fortsetzung)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 112
- Van der Plas, Leendert & Hügi, Theodor & Mladeck, Micael Hiorth & Niggli, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1958; Band 38; Heft 1; Seite 237 - 246; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz; Chloritoid vom Hennensädel südlich Vals (nördliche Aduladecke)
Genaue Koordinaten siehe im Text. Süd-südwestlich von Vals und östlich oberhalb des Zervreilasees gelegen. Im Sommer 1954 fand Leendert van der Plas in der nördlichen Adula am NW-Grat des Guralätschhorns (südsüdwestlich Vals) Chloritoid in bis 2,4cm grossen, dunkelgrünen Kristalltafeln in grobkörniger, relativ einschlussfreier Ausbildung. Der Chloritoid kommt in hellbraunen, quarzitischen Lagen (bis 1,2 m dick) vor, die einem kalkführenden Granatglimmerschiefer eingelagert sind; ferner in lateralsekretionären Quarzadern und Knauern derselben Gesteine. Der Fundort hat die Koordinaten 730.61/159.20 und liegt auf einer Höhe von 2560 m am Nordwest-Grat des Guralätschhorns bei der auf der Landeskarte angegebenen Lokalität ,,Hennensädel", und zwar beim ersten ,,e" dieses Wortes (Landeskarte Blatt 257). Im Jahre 1956 fand R. Müller, cand. min. petr. (Bern), am Weissgrätli, ca. 20 m südwestlich unter dem Gipfel, in Quarzknauern und-lagen ähnlicher Gesteine ebenfalls grosse Chloritoidkristalle (Koordinaten 728.85/157.16).
- Chloritoid: Bis 3 cm (als mineralogische Seltenheit in der Schweiz), tafelig, dunkelgrün, eingelagert in Granatglimmerschiefer.

112_GR / Valser Tal, Leis, Moos
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 731650 / 162900
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen;, 1954; Seite 150,153
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 218
Die fündige Oertlichkeit beschreibt Parker als zwischen Leis und den Alphütten Moos liegend. Bekannt geworden sind aus dieser Gegend vor allem die ausgezeichneten Monazitkristalle.
- Anatas: Dunkel, tafelig, flach.
- Brookit: Eher selten.
- Ilmenit:
- Monazit:
Bis zu 5 mm, auch auf dem Quarz aufsitzend, sehr flächenreich, nach der b- oder der c-Achse gestreckt (Bowmann, 1900).
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
- Turmalin:


113_GR / Valser Tal, Peiltal, Alp Fanella, Fanellalp
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 733000 / 157500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 149
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 218
- Roothaan, Hans Ph.; Jahresbericht der Naturforschenden Gesellschaft Graubünden; 1918-1919; Band 59; Seite 69 - 151; Petrographische Untersuchungen in den Bergen der Umgebung Vals, Bündner Oberland
Roothaan: Auf der nördlichen Alp Pedanätsch wie auf der Fanellaalp treten mächtige, bis 2 m dicke quarzgefüllte Klüfte auf. Ihre Ausfüllung ist sehr wahrscheinlich hydrothermalen Ursprungs. Sie sind Träger von Bleiglanz und Pyrit, und das frühere Vorkommen von echtem Gold auf der Fanellalp, von dem man wohl noch etwa einen Valser munkeln hört, dürfte mit ihnen in Zusammenhang stehen.
- Adular: Mit gedrehten Flächen und dunkelbraunem Kern, oft korrodiert.
- Anatas: Rotbraun, spitzpyramidal.
- Chlorit:
- Galenit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:


114_GR / Valser Tal, Piz Aul (Südseite), Piz Ault (Südseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 729200 / 164850
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 148 etc.
Gipfel westlich des Ortes Vals im Valsertal.
- Calcit:
- Chlorit:
- Pyrit:
- Quarz:


115_GR / Valser Tal, Piz Aul, Fuorcla de Patnaul (Südseite)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 729050 / 164000
Literatur:
- Grubenmann, Ulrich; Neujahrsblatt herausgegeben von der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich auf das Jahr 1899; Über die Rutilnadeln einschliessenden Bergkrystalle vom Piz Aul im Bündneroberland
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 149
Übergang nur wenig östlich des Berges Piz Aul (östlich von Vals). Aus mehreren Klüften, welche zu einem sich horizontal hinziehenden Quarzband gehörten, konnten die nachstehenden Mineralien geborgen werden. Berühmtheit erlangten vor allem die klaren Quarze mit ihren goldfarbigen Rutileinschlüssen.
Im Oktober 1896 wurde vom findigen Krystallsucher oder "Strahler" Johann Peter Stoffel von Vals am dortigen Piz Aul ein Vorkommen entdeckt, das an glänzender Schönheit und Grösse der Stufen alles bisher Bekannte weit übertrifft; neben einer geringeren Zahl grösserer Stücke konnten gegen dreihundert kleinere rutildurchwachsene Bergkrystalle gewonnen werden. Von Vals-Platz im Lugnez ausgehend, nach dreistündigem Aufstiege nördlich der Fourcla de Patnaul (2777 m) in einem Felsenriff am Fusse der ca. 250 m hohen gegen Süden abfallenden Felswand des Piz Aul. Sie bildet in einer Höhe von 2850 m eine Kluft von 6 m Tiefe und durchschnittlich 40 cm Breite. Das dortige Gestein ist ein graugrüner, quarzreicher Glimmerschiefer, der in den Dünnschliffen merkwürdiger Weise keine Rutile auffinden liess; die ganze Felspartie soll aber ein ergiebiger Fundort nicht bloss für Rutile, sondern auch für schöne Anatase und Brookite sein.
- Adular:
- Anatas:
Blau bis blaugrün, recht gross.
- Brookit: Bis 4 cm, braun, teils im Quarz eingewachsen, dicktafelig, rotbraun, mit Sanduhrstruktur, Brookite von hier zählen zu den Schönsten und Grössten der Schweiz (Funde um 1900).
- Calcit: Tafelig.
- Chlorit:
- Hämatit:
Als mm-grosse Blättchen im Quarz.
- Pyrit:
- Quarz:
Oft mit feinen, goldfarbigen Rutileinschlüssen, grösstes Exemplar mit Rutileinschlüssen: 32 cm, Umfang 42 cm, 6.2 kg.
- Rutil: Goldfarbig, haarig, als Quarzeinschluss, bis 20 cm lange Rutilhaare.
- Rutil-Quarz: Der grösste Kristall hat eine Höhe von 32 cm und 42,5 cm Umfang, bei einem Gewichte von 6200 gr. Ein zweites Exemplar der Krystalle hat bei einer Höhe von 20 cm einem Umfang von 32 cm und 2220 gr. Gewicht.

116_GR / Valser Tal, Piz Aul, Piz Ault
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 729150 / 164900
Westlich von Vals vorzufinden.
- Adular:
- Brookit:
Bis 4 cm, flächenarm, braun in der Nähe der berühmten Goldrutile.
- Calcit:
- Chlorit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:


117_GR / Valser Tal, Piz Serenasca
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 730750 / 166100
Literatur:
- Morelli, Kurt; Urner Mineralienfreund; 1994; Heft 3; Seite 3-8
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 150
Berggipfel nordöstlich von Vals. Aus einem steilen Culoir. in der Gneiszone (Morelli).
- Adular:
- Anatas:
Bis 4mm, schwarz (Morelli).
- Chlorit:
- Eisenrose:
In kleinen Rosetten.
- Hämatit: Tafelig.
- Pyrit:
- Quarz:
Mit Rutileinschlüssen.
- Rutil:

118_GR / Valser Tal, Val Sogn Pieder (rätorom.) (südwestlich), Vals (dt.) (südwestlich)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 733400 / 164500
Evtl. handelt es sich hier um das Gebiet von 'Leis'. Koordinaten auf Vals.
- Beryll:

119_GR / Valser Tal, Val Sogn Pieder (rätorom.), Vals (dt.), Alp Moos
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 730850 / 162650
Literatur:
- Heim, Albert; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1899-1900; Band 6; Heft 6; Seite 491 - 493; Die Eisenerze des Avers und die Manganerze von Oberhalbstein
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 220
Parker: Südwestlich von Vals, oberhalb des Valser Rheins.
Heim: Auf dem Grate zwischen Alp Schmorras und Alp Moos, d. h. auf der Wasserscheide von Avers und Oberhalbstein sind die Funde wiederum zahlreich. Das bedeutendste Lager setzt am 2726 Meter hohen Gipfel ein und reicht in steil östlich abfallender Schicht bis 2550 Meter hinab, wo es sich zwischen den Triasdolomiten auskeilt. Es erreicht höchstens 2 Meter Mächtigkeit.
- Aktinolith:
- Epidot:
- Quarz:
- Titanit:


120_GR / Valser Tal, Val Sogn Pieder (rätorom.), Vals (dt.), Alp Rischuna, Bucarischuna (rätorom.), Bucalischö (dt.)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 735300 / 167650
Literatur:
- Nabholz, Walther K.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1945; Band 38; S. 79; Geologie der Bündnerschiefergebirge zwischen Rheinwald, Valser- und Safiental.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 152,153
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 219
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 283
Die Alp liegt ungefähr 3 km nördlich von Vals Platz im Grüngestein. Hier ist der Metabasalt von einigen Klüften durchsetzt, welche grossartige Albite, teils mit Titanit hervorbrachten.
Nabholz: So häufig einerseits die rudimentäre Bildung von Kluftmineralien ist, so selten sind anderseits die Fundorte wirklich schöner und reiner Stufen. Einzig der "Kristallofen" - wie er von den Einheimischen bezeichnet wird - der Alp Rischuna 3,25 km NNE Vals kam in der kristallographisch-mineralogischen Literatur zu etwelcher Bedeutung; sehr oft wird er auch unter dem Namen Bucarischuna aufgeführt. Die heute (1945) völlig ausgeräumte Zerrkluft liegt an der Liegendgrenze eines Prasinitzuges, der den Fuss des Felsbandes 100 m südwestlich des neuen topographischen Signals der Alp Rischuna (P. 1989,8) auf ca. 1880 m Höhe bildet. Unterhalb der Kluft, hinunter gegen den Aufstiegsweg zur Alp Rischuna, hat sich aus dem ausgeräumten Material eine kleine Schutthalde gebildet; doch liessen sich hier wie auch in der Kluft selbst nur noch unansehnliche Stücke von Albit-Quarz-Calcit finden. Die von diesem Fundort in die Sammlungen gelangten Stufen zeichnen sich aus durch eine bemerkenswerte Verwachsung von Albit und Adular, ganz besonders aber durch grosse klare Albitkristalle, denen eine ungewöhnlich reine Zusammensetzung und morphologisch interessante Entwicklungsform zukommt. Sie wurden durch Krebs und andere Autoren untersucht. Amiant ist das wichtigste Begleitmineral dieser Stufen; ferner treten - neben durch Formenreichtum auffallenden Titanitkristallen - Chlorit, Calcit, Quarz, Hämatit, Magnetit wie auch Pyrit auf und schliesslich kleinste, aber flächenreiche Apatitkristalle.
- Adular: Langgestreckt nach der b-Achse, aus dem Albit ragend.
- Albit: Säulig, manchmal recht gross und klar, verzwillingt nach dem Karlsbader-Gesetz (grössere Kristalle) sowie nach dem Albit-Gesetz, nach dem seitlichen Pinakoid etwas abgeflacht.
- Amianth: Feinnadelig.
- Apatit: Sehr klein, flächenreich.
- Calcit: Wachsartig glänzend, skalenoedrisch.
- Chlorit:
- Fuchsit:
Kristalline Schiefer mit grünem Glimmer, wobei Cr > V (mehr Chrom als Vanadium).
- Hämatit: Eher wenig.
- Magnetit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Titanit:
Recht dunkelgrün, glänzend, flächenreich, formenreich, Kontaktzwillinge.

121_GR / Valser Tal, Val Sogn Pieder (rätorom.), Vals (dt.), Leis
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 732200 / 163400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 150 etc.
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
Aus der Umgebung dieses südwestlich von Vals (1.5 km) gelegenen kleinen Dorfes sind einige wenige Funde bekannt geworden.
- Epidot:
- Hessonit:
- Quarz:
- Rosafluorit:


122_GR / Valser Tal, Val Sogn Pieder (rätorom.), Vals (dt.), Lunschania (rätorom.), Lonschane (dt.)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 734040 / 169270
Literatur:
- Peretti,Adolf; Urner Mineralienfreund; 1981; Heft 1; Seite 30
Die Lokalität liegt an der Strasse kurz nach Lunschania in Richtung Vals in einer geologisch komplexen Zone.
- Adular: Rasenartig auf Kluftflächen, bis 4 mm und gesetzmässig mit Albit verwachsen.
- Aktinolith: Mikroskopisch klein, stengelig, vermutlich handelt es sich um Aktinolith.
- Albit: Gesetzmässig verwachsen mit Adular.
- Calcit: Skalenoeder, kanonenspatähnlich, in cm-Grösse.
- Pyrit: Bis 5 mm Kantenlänge, im Nebengestein der Klüfte.
- Quarz: In mm-Grösse.

123_GR / Valser Tal, Val Sogn Pieder (rätorom.), Vals (dt.), Marcheggen, Marchegga
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 733200 / 162300
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 153
Ca. 2 km südlich des Dorfes Vals.
- Adular: Langgestreckt.
- Aktinolith: Grobnadelig.
- Albit: Säulig, manchmal recht gross und klar, Karlsbader-Zwillinge.

124_GR / Valser Tal, Val Sogn Pieder (rätorom.), Vals (dt.), Peilertal, Valè, Valle
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 733470 / 163560
Literatur:
- Nabholz, Walther K.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1959; Band 52; Heft 2; Seite 583 - 590; Geologie des Stollens vom Peilertal (südlich Vals) ins oberste Safiental
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 220
Am Bach bei der Lokalität 'Valè', etwas südlich von Vals gelegen. Von 2600-2930 m durchörtert der Stollen die Trias in der Basis der GravaSerie, die hier aus einer mächtig angeschwollenen Anhydrit masse mit tektonisch eingeschuppten Grünschieferzügen besteht. Diese Strecke zeigte massige Bänke von weissem Anhydrit mit glänzenden Kristallflächen.
- Adular:
- Anhydrit
: Im Stollen.
- Chlorit:
- Epidot
: Graugrün bis gelbgrün, nadelig. Auch aus dem Peiler Tobel.
- Hämatit: Dünne, glänzende Blättchen.
- Quarz:
- Titanit:
Gelblichrot, spatelförmig.

125_GR / Valser Tal, Val Sogn Pieder (rätorom.), Vals (dt.), Valé (südöstlich)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 733140 / 163730
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 23
- Aegirin: Kurzprismatisch, dunkelgrün - schwarz, scharf abgeschnittene Prismen, 1969 erstmals in einer alpinen Zerrkluft gefunden worden, bis 5 mm, zum Teil eingewachsen, stengelig, verbogen, rekristallisiert.
- Albit:
- Quarz:
- Titanit:


126_GR / Valser Tal, Val Sogn Pieder (rätorom.), Vals (dt.), Zervreilasee
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 728430 / 159540
Literatur:
- Armbruster, Thomas / Stalder, Hans Anton / Oberhänsli, Roland; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1984; Band 64; Heft 1-2; Seite 21 - 26; Antimon-reicher Giessenit vom Zervreilasee (Vals, Graubünden)
- Stalder,H.A.; Schweizer Strahler; 1985; Seite 69-77; Ein seltenes Sulfosalz vom Zervreilasee (Vals, Graubünden)
Unweit der Staumauer im verschieferten Gestein (teils unterhalb des normalen Wasserspiegels). Koordinaten 728.430 / 159.540. Kluftanzeichen war ein steiles Quarzband das ungefähr senkrecht zur Schieferung verläuft.
- Adular: In kleiner Ausbildung.
- Chlorit:
- Cosalit: Als Einschlüsse im Quarz, klein, nadelig (Armbruster et al. 1984).
- Giessenit: Die Mineralzerrkluft liegt in verschiefertem Phengitgneis der Adula-Decke (Koord. ca. 728.43/159.54). Kluftanzeichen war ein steiles Quarzband, das ungefähr senkrecht zur Schieferung des Gneises verläuft. Die Kluft enthielt im Wesentlichen Quarz und Chlorit. Als Begleitmineralien konnten kleine Adulare, Ilmenittäfelchen und Giessenit bestimmt werden. Benachbarte Klüfte im massigen Phengitgneis enthalten regelmässig Quarzkristalle mit Hohlnadeln pseudomorph nach Anhydrit und rotem Rutil. Die Giessenit-Fundstelle liegt während des grössten Teils des Jahres unter dem Wasserspiegel des Zervreilasees. Die Sulfosalze sind nur als Einschlüsse im Quarz erhalten geblieben. Alle ausstechenden Nadeln sind an und nahe der Quarzoberfläche in ein weisses Sekundärmineral umgewandelt. Die gleiche Umwandlung ist auch entlang von Rissen, die in den Quarz hineinziehen, festzustellen. Einerseits sind die Sulfosalze äusserst feinfaserig mit Durchmessern von 2 bis 8/1000 mmm, andererseits kommen auch dickere Nadeln vor.
- Ilmenit: Kleine Täfelchen.
- Quarz: Mit Einschlüssen des Sulfosalzes Sb-Giessenit.

127_GR / Valser Tal, Wissensteinhorn, Weissensteinhorn, Weissenstein, Piz Tomül, Grauer Gufer
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 737070 / 165150
Literatur:
- Nabholz, Walther K.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1945; Band 38; S. 79; Geologie der Bündnerschiefergebirge zwischen Rheinwald, Valser- und Safiental.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 150
In der Literatur (Parker) wird diesem Fundort die unten aufgeführte Paragenese zugeordnet. Wahrscheinlich handelt es sich bei der Bezeichnung um das Weissensteinhorn (Piz Tomül). Nabholz: eine schöne Kluft mit grossem Albit, Bergkristall und Calcit, die am Ostrand des "Grauen Gufer", 500 m südlich des Piz Tomül-Gipfels auf ca. 2600 m Höhe aufgefunden werden konnte. Sie liegt in einem Kalkmarmorband innerhalb der Kalkphyllitserie, in naher Nachbarschaft mit einem Prasinitzug
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Quarz:
- Rutil:


128_GR / Valser Tal, Zervreila
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 727500 / 159000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 154
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 182
Aus der dortigen Umgebung sind vor allem beim Bau des Kraftwerkes Quarzfunde getätigt worden. Izoklakeit aus einer Kluft nahe des rechten Widerlagers in einem verschieferten Phengitgneis.
- Adular:
- Chlorit:
- Cosalit:
- Ilmenit:
- Izoklakeit:
Als Einschlüsse im Quarz, feinste Fasern, zuweilen bündelig, dann bis einige cm lang, wurde erst als antimonreicher Giessenit beschrieben.
- Quarz:
- Zippeit:


129_GR / Valser Tal, Zervreila, Läntatal, Lentatal, Plattenberg_1
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 723000 / 155750
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 131
Die Koordinate zeigt auf die Läntahütte. Nördlich des Garenstocks, unterhalb des Gletschers.
- Adular:
- Calcit:
- Chlorit:
- Danburit:
Urner 1983-2, Seite 33, Bild mit Danburitkristallen von Plattenberg.
- Hämatit:

130_GR / Valser Tal, Zervreila, Läntatal, Lentatal, Plattenberg_2
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Vals, Koordinaten ca.: 723000 / 156000
Literatur:
- Graeser, St. & Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1974; Seite 265-277; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten
Koordinaten etwas nördlich der Läntahütte.
- Aeschynit-(Y): Bis 2 mm, grün fluoreszierend.

131_GR / Ilanz (dt.), Glion (rätor.), Waltensburg (dt.), Vuorz (rätor.)
Region: Bezirk Surselva / Gemeinde Waltensburg, Koordinaten ca.: 728320 / 182020
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 420
- Redaktion; Bergknappe; 1980/2; Heft 12; Seite 18; «Schweizer Uran» für Atomkraftwerke?
Bergknappe: Im Gebiet von Waltensburg (Bündtner Oberland) sind Uranvorkommen festgestellt worden. Nähere Angaben fehlen. Die Koordinaten zeigen auf Waltensburg.
Kenngott: Asphalt und Naphta bei Waltensburg unweit Ilanz.
- Asphalt:
- Naphta:
- Uranerz:
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