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Kanton TI, Locarno, Vallemaggia (ohne Erze etc.) - Fundorte von Mineralien in der Schweiz

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Kanton TI, Locarno, Vallemaggia (ohne Erze etc.)

Fundorte > Tessin
Vorkommen im Kanton Tessin, Region Vallemaggia (ohne Erze)

001_TI / Malcantone, Beride
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Alto Malcantone, Koordinaten ca.: 708000 / 95372
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40; Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin); Seite 20-22
Die Koordinaten zeigen nicht genau auf den Erzgang. Zwischen dem Romanino-Novaggio-Bruch und der Lisora-Pazzo-Mugena-Störung finden sich nur unbedeutende Vererzungen, so z. B. östlich Beride mit Pyrit, Arsenkies, sehr wenig Galenit und Chalkopyrit. Gangarten sind Quarz, Ankerit, Calcit und Graphit. Der Gang zeigt Zeichen einer starken mechanischen Beanspruchung.
- Ankerit: Gangart.
- Arsenopyrit:
- Calcit:
Gangart. Calcit ist nicht besonders verbreitet. Lokal tritt er in grösseren Mengen in den Vorkommen von, Astano und Beride auf.
- Chalkopyrit:
- Galenit:
- Graphit:
Gangart.
- Pyrit:
- Quarz:
Gangart.

002_TI / Malcantone, Cima Bedeglia, Inent, Inet, Nenti
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Alto Malcantone, Koordinaten ca.: 709497 / 97503
Literatur:
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1981/1; Heft 15; Seite 2-9; Der frühere Erzabbau im Malcantone
- Krähenbühl, Hans; Il Maglio del Malcantone (Sonderheft)
Chalkopyrit-Quarz-Baryt-Paragenese sind bei Inent (Nenti) 400 Meter nordnordwestlich der Cima Bedeglia anzutreffen. Bei Aranno gibt es zwei Lokalitäten Inent (keine Lokalität Nenti und keine Cima Bedeglia). Koordinaten Inent (westlich von Aranno): 097.503 / 709.497, 680 m ü. M. Koordinaten Inent (südlich von Aranno): 096.121 / 710.919, 460 m ü. M.
- Baryt:
- Quarz:
- Sphalerit:


003_TI / Malcantone, Laghetto, Pezzaccie, Pezzasce
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Alto Malcantone, Koordinaten ca.: 706000 / 96550
Literatur:
- Köppel, Viktor; 1966; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 40; Die Vererzungen im insubrischen Kristallin des Malcantone (Tessin); Seite 35
J. BURFORD (1933) erwähnt eine kleine pegmatitische Ader mit Quarz, Feldspat, wenig Pyrit und Arsenopyrit in einem Amphibolit am Fussweg zwischen Laghetto und Pezzaccie.
- Arsenopyrit:
- Feldspat:
- Pyrit:
- Quarz:


004_TI / Malcantone, Lisora, Magliasina, Astano;(Waschgold)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Alto Malcantone, Koordinaten ca.: 706735 / 96567
Literatur:
- Krähenbühl, Hans; Il Maglio del Malcantone (Sonderheft)
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 140
Auf 460 m ü. M. am rechten Ufer der Magliasina in einer Mylonitzone liegt in einer Sphalerit-Quarz-Baryt-Paragenese ein ehemaliger Stollen.
Gold: Beide Flüsse (Lisora und Magliasina) führen Goldflitterchen im Geschiebe. Lisora: Goldflitterchen unterhalb der Goldminen von Astano. Magliasina: Goldflitterchen zum Teil in erstaunlicher Grösse (bis 5mm).
- Baryt:
- Gold, gediegen: Als Waschgold.
- Quarz:
- Sphalerit:


005_TI / Malcantone, Aranno, Hammerschmiede, Campedei, Vallone
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Aranno, Koordinaten ca.: 711030 / 98200
Literatur:
- Weiss, Stefan; Lapis; 2001; Heft 11; Seite 36-37
Weiss beschreibt den Fundort wie folgt: "Nördlich der Hammerschmiede querten wir bei Campedei einige hundert Meter nach Westen hinein ins untere Vallone". Die Koordinaten zeigen ins Vallone.
- Waschgold: Flitterchen und ein Mininugget von 2.5 mm.

006_TI / Valle del Vedeggio, Bioggio;(Waschgold)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Bioggio, Koordinaten ca.: 714385 / 96672
Literatur:
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 142
Der Fluss Vedeggio fliesst durch das Val d'Isone, durch das Val d'Agno und bei Agno in den in den See. Ein Valle del Vedeggio ist auf der Karte nicht eingetragen. Die Koordinaten zeigen auf Boggio (Flussufer).
- Gold, gediegen: Als Waschgold.

007_TI / Brissago (ital.), Brisa (dt.)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Brissago, Koordinaten ca.: 698300 / 108500
Literatur:
- Nyffeler, Martin; Schweizer Strahler; 1980; Seite 213-220; Der Schweizer Strahler sieht sich um
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 183 etc.
- Weiss,Stefan & Vignola,Pietro & Diella,Valeria & Meisser,Nicolas & Oppizzi,Pyolo & Grundmann,Günther; Lapis; 2004; Heft 03; Seite 24-38
In der Umgebung dieses Ortes kommen mehrere Pegmatite, anstehend und in Blöcken, vor. Unter der allgemeinen Fundortbezeichnung 'Brissago' werden alle aus der Region bekannt gewordene, aber nicht eindeutig einem Fundort zugewiesene Mineralien, aufgelistet. Die Angaben beruhen auf der Liste von Stefan Weiss im Lapis 2004/03, Seite 38.
- Foitit: Primäres Pegmatitmineral. Derb.
- Gummit: Ein undefiniertes Gemenge sekundärer Uranylphosphate und
-Silikate.
- Jarosit: Derb, sehr selten, rezente Verwitterungsbildung.
- Manganomelan: Siehe unter Wad.
- Oligoklas: Derb, primäres Pegmatitmineral, eingewachsen im Nebengestein.
- Phosphosiderit: Selten, derb, sekundärhydrothermales Pegmatitmineral.
- Tschermigit: Derb, sehr selten, rezente Verwitterungsbildung.
- Wad: Derb, rezente Verwitterungsbildung.

008_TI / Brissago (ital.), Brisa (dt.), Fonte Vittoria
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Brissago, Koordinaten ca.: 698440 / 108383
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 215
Ein Eintrag 'Fonte Vittoria' konnte auf der Karte nicht gefunden werden. Die Koordinaten zeigen auf Brissago.
- Hexahydrit: Auf Pickeringit, schneeweiss, kleine Kriställchen (Meisser, Ansermet, 1994).
- Pickeringit: Weiss, feinfaserig (Meisser, 1994).

009_TI / Brissago (ital.), Brisa (dt.), Mergugno (westlich)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Brissago, Koordinaten ca.: 696300 / 109140
Literatur:
- Weiss, Stefan; Lapis; 1982; Heft 7-8; Seite 48-52; Brissago
- Apatit: Grünlich bis wachsgelb, säulig, bis 9 mm.
- Muskovit:
- Turmalin:
Mit Endflächen.

010_TI / Brissago (ital.), Brisa (dt.), Monte Gridone, Finero, Monte Limidario, Felices Vorkommen, Sankt Anna
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Brissago, Koordinaten ca.: 693500 / 108710
Literatur:
- Girlanda, Fabio, Antognini, Marco; Schweizer Strahler; 2010; Heft 1; Seite 2-9, in Erinnerung an Felice Guerra. (Aussergewöhnliche Zirkone aus dem Centovalli)
- Girlanda, Fabio & Antognini, Marco & Antognini, Verscio; Lapis; 2007; Heft 10; Seite 13 - 23; Riesenkristalle: Zirkon aus Nephelinpegmatiten im Peridotit Finero-Centovalli (Schweiz)
- Weiss, Stefan; Lapis; 2007; Heft 10; Seite 24 - 30; Zirkonführende Nephelinpegmatite im Centovalli, Südschweiz: Struktur, Mineralogie und Kristallisationsfolge
Die Koordinaten zeigen auf den Monte Gridone. Ein Fund eines 3 cm grossen Zirkons erweckte das Interesse die Herkunftsstelle zu suchen. Am Monte Gridone (Nordseite) gelang dies dann auch und zwar in einer überraschenden Grösse dieses Minerals. Gefunden wurden nach intensivem Absuchen zwei Aufschlüsse mit Zirkonkristallen. Der erste Aufschluss erhielt den Namen Felices Vorkommen (in Erinnerung an Felice Guerra, der bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Er war der Cousin von Fabio Girlanda und hatte ihm jeden Winkel des Centovalli gezeigt). Eine zweite Pegmatitader enthielt Zirkone in einem weissen Gestein und erhielt den Namen 'Sankt Anna', getauft nach der Namenspatronin des Entdeckungstages.
Die untere Pegmatitzone No 1: diese liegt in einer steinschlaggefährdeten Steilrinne. Das Nebengestein ist ein vollständig vergruster, gelblich verwitterter Peridotit mit grünen Serpentinadern und von Letten gefüllten Scherzonen. Zirkone bis 9 cm. Der obere grosse Pegmatit No 2: 200 Meter östlich des Pegmatis No 1. Zirkone bis 7 cm.
- Albit: Teilweise den Zirkon umhüllend. Gesteinsbildend. Grobe, blockig-spätige Kristalle bis 30 cm Kantenlänge.
- Annit: Eisenreicher schwarzer Glimmer. Mikroskopisch im Gestein, im selben Pegmatit wie der Zirkon vorkommt. Gesteinsbildend.
- Apatit: Bildet grobe, fettglänzende, grünlichgraue bis lichtgrüne Stengel von 0.5 x 5 cm in Nephelin.
- Biotit: Teilweise den Zirkon umhüllend.
- Cancrinit: Cancrinit wurde für die Schweiz von hier das erste mal im selben Pegmatit wie der Zirkon gefunden. Nur in mikroskopischen Spuren.
- Chalkopyrit: Aus demselben Pegmatit wie der Zirkon stammt.
- Corindon: Aus demselben Pegmatit wie der Zirkon stammt.
- Euxenit-(Y): Aus demselben Pegmatit wie der Zirkon stammt. Als winzige schwarze Körnchen unter 0.1 mm im Siderophyllit.
- Ferrocolumbit: Aus demselben Pegmatit wie der Zirkon stammt. Niobreiche Ferrocolumbit alslängsgeriefte Tafel von 6 mm.
- Hercynit: Aus demselben Pegmatit wie der Zirkon stammt. In grauem Nephelin als bräunlichschwarze Körner unter 5 mm.
- Hydroxylapatit: Aus demselben Pegmatit wie der Zirkon stammt. Mit mikroskopisch kleinen Einschlüssen von Monazit-(Ce).
- Korund: Grobe blaue Säulen bis 4 mm in Nephelin. Einzelfund.
- Magnetit: Aus demselben Pegmatit wie der Zirkon stammt. In Albit als eckige schwarze Körner oder linsenförmige Massen bis 5 x 3.5 cm.
- Monazit-(Ce): Als mikroskopisch kleine Einschlüsse in Hydroxylapatit.
- Nephelin: Farblos, milchigweiss, tief rauchbraun, orange. Gesteinsbildend, zusammen mit Albit, Zirkonkristalle enthaltend. Linsen bis 50 und mehr cm. Zeichnet sich durch eine ungewöhnlich schwarzweisse Deformationsstreifung aus. Es handelt sich hier um den zweiten Nephelin-Fund in der Schweiz (erster Fund: im Basalt von Ramsen).
- Paragonit: Aus demselben Pegmatit wie der Zirkon stamm.
- Phlogopit: Magnesiumreicher schwarzer Glimmer. Mikroskopisch im Gestein, im selben Pegmatit wie der Zirkon vorkommt. Gesteinsbildend.
- Pyrrhotin: Aus demselben Pegmatit wie der Zirkon stammt. Rundliche-linsenförmige Körner bis 5 cm Grösse. Wurde teilweise auch verschliffen.
- Siderophyllit: Aus demselben Pegmatit wie der Zirkon stammt.
- Sodalith: Sodalith wurde für die Schweiz von hier das erste Mal im selben Pegmatit wie der Zirkon gefunden. Bläulich, im Gestein.
- Vermiculit: Aus demselben Pegmatit wie der Zirkon stammt. Umgewandelter Biotit. Braunschwarz bis goldbraun.
- Violarit: Aus demselben Pegmatit wie der Zirkon stammt.
- Zirkon: In aussergewöhnlicher Grösse (und die grössten der Schweiz), bis 9 cm, im Durchschnitt etwa 2 cm lang. Braunrot bis dunkelrot, intensive gelbe Fluoreszenz, im Gestein sehr zahlreich vorhanden. Die schönsten Exemplare sind von Biotit umhüllt.

011_TI / Brissago (ital.), Brisa (dt.), Valle della Madonna, Valle di Ponte, Monte Guidone, Monte Limidario
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Brissago, Koordinaten ca.: 693480 / 108710
Literatur:
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1997; Seite 38 - 44; Neues zur Mineralogie der Pegmatite des Valle di Ponte, Brissago (TI)brissago
- Nyffeler, Martin; Schweizer Strahler; 1972; Seite 312-313; Die Pegmatite der Region Brissago
- Nyffeler, Martin.; Schweizer Strahler; 1970; Seite 75-79; Turmalin aus der Valle Della Madonna bei Brissago
- Nyffeler, Martin; Urner Mineralienfreund; 1973; Heft 1-2; Seite 9-14
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Redaktion; Lapis; 2002; Heft 12; Seite 8
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 395,413
- Weiss, Stefan; Lapis; 1985; Heft 04; Seite 23
- Weiss, Stefan; Lapis; 1982; Heft 07-08; Seite 48
- Weiss, Stefan; Lapis; 1989; Heft 06; Seite 34
- Weiss, Stefan & Vignola, Pietro & Diella, Valeria & Meisser, Nicolas & Oppizzi, Pyolo & Grundmann, Günther; Lapis; 2004; Heft 03; Seite 24-38
Ca. 1 km südwestlich von Brissago. Das Tal liegt gleich bei der bekannten Tabakfabrik. Die seit langem bekannten Pegmatite (Blöcke und anstehend) finden sich im unteren Valle di Ponte (=Valle della Madonna) im Bacheinschnitt. Sie sind als schneeweisse, gerundete Blöcke recht gut erkennbar. Interessant sind die sehr grobkörnigen, oft phosphatführenden Pegmatitblöcke mit den faustgrossen Granatknollen, den armdicken schwarzen Turmalinen und den handgrossen Glimmerplatten. Bei der sichtbaren, schneeweissen Felswand mit einem Ausmass von ca. 40 Meter Höhe und ca. 6 Meter Breite handelt es sich um einen relativ feinkörnigen Aplitgang ohne nennenswerte Mineralien. Zahlreiche weitere Felspartien in der Gegend zwischen 650 und 1250 m ü. M. erweisen sich als linsenförmige Körper aus Albitgranit oder Aplit. Die Muskovitpakete erreichen hier nur die bescheidenen Ausmasse von 1 bis 2 cm. Der Granat erreicht Durchmesser bis 2 mm. Turmalin ist nur in Spuren zu finden. Auch bei den hellen, 3-4 Meter mächtigen und ca. 20 Meter langen Gesteinen in 880 Meter Höhe nahe Cortidone handelt es sich nur um einen feinkörnigen, granatführenden Zweiglimmergneis. Bei einer der zahlreichen Begehungen dieses Gebietes entdeckte der unermüdlich wirkende Stefan Weiss (München) einen äusserst interessanten, grobkörnigen Pegmatitblock. Er beschreibt den Fund wie folgt: ".Aus rund 500 Meter Höhe steige ich über die Sciresa-Flanke ins Valle di Ponte zur 'Grossen Felsklippe' ab, von wo mich ein schmaler und recht verwunschener Höhenpfad zurück nach Pidina führen soll. Gleich südlich der Klippe liegen in 450-460 m ü. M., weit oberhalb des Bachlaufes, im hier mindestens 10-20 Meter mächtigen Hangschutt und in eiszeitlichen Fliesserden einige 1-2 Meter grosse, grobkörnige Muskovit-Pegmatitblöcke. Keine 20 Meter unterhalb der Route erkenne ich im Steilhang zwischen riesigen, dunklen Glimmerschieferblöcken und flachgelegten Baumstämmen eine etwas heller Felspartie". Bei der entdeckten Felspartie handelte es sich um einen groben Feldspat der einige interessante Mineralien enthielt und vom Finder als ZPU-Block bezeichnet wurde (ZPU steht für Zirkon, Phosphate, Uraninit). Dieser für Brissago mineralogisch bisher reichhaltigste Pegmatitblock enthielt derart interessantes Material, dass dieser in Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum Lugano und in Teamarbeit mit etlichen Sammlerfreunden fast vollständig abgebaut wurde. Der Block stammte ursprünglich vermutlich aus dem Hangschutt (Koordinaten: 697.075 / 107.900, ca. 420 m ü. M.). Brauchbares Material (Sturzmaterial) findet sich bereits im Tal auf einer Höhe zwischen 200 bis 400 m ü. M. Ein Sulfidpegmatitgang verläuft 700 Meter westlich des Ortes Incella im mittleren Valle di Ponte über rund 200 Meter in braunen Glimmerschiefern. Gut aufgeschlossen ist dieser Gang am nördlichen Bachufer (Koordinaten: 697.95 / 108.025 auf ca. 440 m ü. M.),
- Adular: Farblos. Auf Rissen im Uraninit.
- Albit: ZPU-Block: grobspätig, K-frei, Ca-arm.
- Almandin: Als Mangan-Almandin, Ikositetraeder, bis 2.5 cm, meistens aber nur bis 0.5 cm, rotbraun bis schockoladebraun, auch hellrosa, mit Vorliebe in der Nähe von Muskovitanreicherungen, zum Teil aggregiert, schlecht ausgebildet und flachverzerrt, Aggregate bis 12 cm Durchmesser und umgeben von ölgrünem Quarz. ZPU-Block: Körnig, rot, im Amphibolit.
- Ammonalaun: Bestimmt (Cavalli, 1984).
- Andalusit: Aus Blöcken die nicht den Pegmatitbildungen entstammen (vermutlich aus dem obersten Valle di Vantarone), lachsrosa bis intensiv rosa, bis 4 cm Durchmesser, quadratischem Querschnitt, mit Ansatz zu kurzsäuligen Kristallen.
- Apatit: Gelblich - gräulich, grünlichgrau, langsäulig, oft zusammen mit Graftonit, beige - grünlichgraue Schlieren und Kornaggregate bis 3 cm, einzeln auch als gelblichgraue Körner bis 2 mm. ZPU-Block: ölgrün, glasig, kurzprismatisch, oft gebrochen, bis 25 x 15 mm.
- Arrojadit: Cavalli, 1984, S. 95/97; Block M), feinkörnig.
- Bassetit: ZPU-Block: als ockergelber Überzug in einem mm-breiten Riss in einem Uraninitkristall. Feinschuppige, glimmerartige Blättchen, unter 0.03 mm. Blassgrüne Basetitadern zeigen sich nach einigen Wochen gelblich bis blassbraun.
- Beraunit: Sehr dünn, nadelig, strohgelb-olivgrün, einige mm-grosse Aggregate.
- Beryll: Kurzsäulig, bläulichweiss, 1.8 cm, Doppelender (Fund: Franco Vanini, 1995), sonst kurzprismatisch, milchigweiss bis bläulich, bis 6x4 mm. Eingeschlossen im Quarz: 20x7 mm.
- Biotit: In der Nähe von Pegmatitkontakten, tiefschwarze Blättchen, bis 5 mm, eingeschlossen auch bräunlichschwarz bis 1 cm.
- Boltwoodit: ZPU-Block: Erstnachweis für die Schweiz. Nachgewiesen mittels EDX- und Röntgenanalysen.
- Brannerit: ?, stark radioaktiv, schwarz, körnig, bis 0.5 mm, bräunlichschwarzer Strich.
- Chalkopyrit: Körnig, bis 0.5 mm, goldgelb.
- Chamosit: ZPU-Block: (Vignola et al., 2004).
- Cheralith: Winzig, prismatisch, kräftig hellgrün, oft zerbrochen, verwechselbar mit Xenotim.
- Coquimbit:
- Dumortierit:
Bis 5 mm, nadelig, azurblau.
- Fairfieldit: Weiss, zusammen mit gelblichweissem Messelit, fächerartig aggregiert, meistens auf Glimmer oder Quarz aufgewachsen.
- Ferrisicklerit: Braunrot bis grün, als dünnste Krusten, Verwitterungsprodukt.
- Ferrocolumbit: Längsstreifig, tafelig, bis 2.5 cm lang und 0.2 cm dich (Weiss, 1989).
- Ferrohagendorfit: ZPU-Block: magnesiumreich, in feinstkörniger Verwachsung (Vignola et al., 2004).
- Ferroniobit: Eisenschwarz, metallisch glänzend, geriefte Tafeln, 2.5 x 1.5 x 0.2 cm, tektonisch verbogen oder gebrochen.
- Ferrotapiolit:
- Fluorapatit:
ZPU-Block: mit deutlichen Hydroxyl-Gehalten.
- Gahnit: Erstfund 1991. Bis 1 mm, blaugrün, körnig (Meisser, Vanini, 1997).
- Gips: Sekundär.
- Goethit:
- Graftonit:
Dunkelbraun, rötlichbeige, gelblich bis weiss, gebunden an Zonen mit grossen Granatknollen mit ölgrünem Granat oder Feldspatblöcken, zusammen mit tiefblauem Vivianit, fleischrosafarbig bis lachsrot, Kornaggregate bis 15 mm (auch bis 10 x 6 x3 cm), mit Vivianitsaum, angewittert: tiefbraun, umgewandelt ergibt das Mineral zellig-faserige bis pulverige weisse Massen (Sekundärphosphate). ZPU-Block: eisenreich, derb, in dezimetergrossen Phosphatlinsen, graubraun - rosabraun - lachsrosa-farben.
- Granat: Hellrosa, oft plattig verzerrt, resp. wachstumsbehindert, bis 2.5 cm. ZPU-Block: Als manganhaltiger Almandin, als netzartige, körnige Schlieren von b is 15 cm Länge. Auch als Ikositetraeder, bis 4 mm Durchmesser, dunkelrot oder als Knollen bis 8 x 5 x 3 cm, rosarot bis bräunlichrot, in den Randpartien zum groben Schriftgranit.
- Graphit: ?
- Halotrichit: Als Umwandlungsprodukt des Pyrites.
- Heterosit: Violettbraun, dünnste Krusten, Körner bis 0.1 mm, Verwitterungsprodukt, in zersetztem Graftonit (Cavalli, 1984).
- Hureaulith: Durchsichtig bis trüb, rosafarben, krustig oder pulverig, auch ähnlich dem Graftonit und pseudomorph nach diesem, neben und auf Vivianit (Cavalli, 1984).
- Hydroxylapatit: ZPU-Block: kleinkörnig, sehr flächenreich (Vignola et al., 2004).
- Hypersthen: Bestandteil der Norite.
- Hämatit: Bläulichgrau.
- Jahnsit: Orange, krustenbildend zusammen mit Mitridatit und Apatit, feinkristalline Überzüge auf Graftonit und Rockbridgeit, bräunliche Verwachsungen mit Vivianit, harzglänzende Kristalle, Schweizer Neufund.
- Jahnsit-(CaMnFe): ZPU-Block: dunkelbraun, in feinstkörniger Verwachsung (Vignola et al., 2004).
- Jahnsit-(CaMnMn): ZPU-Block: in feinstkörniger Verwachsung (Vignola et al., 2004).
- Karpholith: ?, beige - strohgelb, blättrig-strahlig, Krusten (nicht ganz sicher, evtl. handelt es sich um Wavellit).
- Keckit: Orangefarbig, prismatisch bis körnig, bis 1 mm.
- Klino-Strengit: Weiss bis pfirsichgelb, feinkristallin, in gelben Krusten oder als dendritische Aggregate, bis 5 mm, zusammen mit Strunzit, Schweizer Neufund.
- Klinochlor:
- Landesit: In Kristallen (= Oxid-Reddingit), bis 0.7 mm, flachprismatisch - tafelig, gelb-braun-durchsichtig, in kleinen Drusen und Spalten, in der Nähe von Apatit, Graftonit und Granat (Cavalli, 1984).
- Limonit:
- Lipscombit:
Dunkelgrün - grünlichschwarz, blaugrün, als kleine Krusten bis 2 x 5 mm auf Quarz und in Hohlräumen von Feldspat, vermutlich ein Zersetzungsprodukt von Vivianit oder Rockbridgeit, zusammen mit Strunzit, Schweizer Neufund (Cavalli, 1984).
- Ludlamit: ZPU-Block: magnesiumreich.
- Maghagendorfit: ZPU-Block: feinkörnig.
- Markasit: - 5 mm, grünlichgelb bis dunkelgrünlichgrau, knollig, schalig.
- Messelit: Winzige Kristalle, gelblichweiss (beige), zusammen mit weissem Fairfieldit, fächerartig aggregiert, meistens auf Glimmer oder Quarz aufgewachsen.
- Meta-Autunit: Grün, quadratische, tafelige Kristalle, bis 1 mm, fluoreszierend.
- Metatorbernit: (Cavalli, 1984).
- Mikroklin: Kalifeldspat, Einzelkristalle bis 60 cm, verzwillingt nach dem Bavenogesetz.
- Mitridatit: Resp. Robertsit-Mitridatit, selten, bräunlichgrün, derb, traubig-nierig, Krusten mit schaligem Aufbau, in hydrothermalen Auslaugungshohlräumen bis 10 mm in zersetztem gelbbraunem Granat. ZPU-Block: sekundäre Entstehung, manganreiche Mischkristalle mit Robertsit, krustenartig, olivgrün bis gelbgrün.
- Molybdänit-3R: Metallisch blau glänzend.
- Muskovit: Grünlich, silbrig glänzend, in quarzreichen Pegmatitpartien, bis 15 cm grosse Pakete. ZPU-Block: grobblätterig, wobei die grössten Exemplare Dimensionen von 13 x 7 cm und 21 x 11 cm erreichten.
- Pechblende:
- Phlogopit:
Schwarzbraun, Schichten bis 2 cm, feinkörnig bis grobblättrig-massig.
- Phosphuranylit: ZPU-Block: Erstnachweis für die Schweiz. Nachgewiesen mittels EDX- und Röntgenanalysen. Alas sekundärer Uranglimmer auf Muskovit recht verbreitet. Nicht selten, verwecjselbar mit dem fast gleichfarbigen Uranophan. Die einzelnen langtafeligen Kriställchen erreichen eine Länge von 0.1 mm. Im kurz- und langwelligen UV-Licht zeigt sich eine schwache gelblich Fluoreszenz.
- Plagioklas: In Einzelindividuen bis 50 cm und mehr.
- Purpurit: Nur im Dünnschliff zu erkennen, 0.1 mm, ähnelt den dunkelbraunen Limonitüberzügen.
- Pyrit: Messinggelb, bis 1 mm, oktaedrisch zum Teil von hydrothermaler Bildung. In der südlichen Gangpartie des westlich von Incella gelegenen Pegmatitgangs: Pentagondodekaeder, bis 5 mm.
- Pyrrhotin: In Schlieren, bis 12 mm, broncefarbig.
- Quarz: ZPU-Block: feinkörnig, oft rauchig.
- Rockbridgeit: Grünlichschwarz glänzend, zusammen mit Vivianit, Apatit und weiteren Phosphaten, meistens schwarze bis dunkelgrüne Krusten, radialstrahlig, mm-dick, Schweizer Neufund. ZPU-Block: - Rozenit: In graftonitführenden Pegmatiten, auch büschelige Aggregate bei einige mm, feinnadelig (Cavakki, 1984).
- Rutil: Bis 6 mm, schwarz, in Glimmerschiefern eingewachsen.
- Römerit:
- Salmonsit:
Als Oxidationsprodukt von Huréaulith, braunrote, harzglänzende Krusten, auf Rockbridgeit.
- Schwefel: Sekundär (Markasit).
- Schörl: ZPU-Block: Kurzstengelig, cm-gross, gut ausgebildet.
- Sericit:
- Siderotil:
- Sillimanit: Aus Blöcken die nicht den Pegmatitbildungen entstammen (vermutlich aus dem obersten Valle di Vantarone), dünnstengelig, farblos - weiss, bis 7 cm.
- Skolezit: Als tiefblaue Krusten, begleitet von Gahnit, Neufund für die Schweiz (Hofmann, 1995).
- Spessartin:
- Sphalerit:
- Strunzit:
Faserig, lang, weiss, strahlig, bis 7 mm, oft in Quarzrissen, zum Teil in Phosphosiderit übergehend, Schweizer Neufund (Cavalli, 1984).
- Strüverit: Entgegen den Angaben im Lapisheft 1982/7-8,48 (Brissago) handelt es sich hier nicht um Strüverit sondern um Zirkon mit relativ hohem Anteil an Hafnium und Uran und Yttrium. Dieser dunkel- bis rötlichbraun gefärbte Zirkon ist nicht wie üblich gelborange fluoreszierend.
- Szomolnokit:
- Tapiolit:
(Ferro-Tapiolit) idiomorph ausgebildet, Einzelkristall 2.5 x 3.5 mm, sonst nur körnig, bis 4.5 mm, verwachsen mit lachsrosfarbenem Graftonit und vor allem mit broncebraunem, zum Teil in Markasit umgewandelten Pyrrhotin, Bruch muschelig, pechartiger Metallglanz, Strich dunkel- bis rötlichbraun bis schokoladebraun.
- Todorokit:
- Torbernit:
Grünlich, nicht fluoreszierend.
- Triphylin: Mikroskopisch klein, bis 0.3 mm, breite und flache Entmischungslamellen im Graftonit, wandelt sich leicht in Ferri-Sicklerit oder direkt in violetten Heterosit um. ZPU-Block: graurosa bis graugrün.
- Triplit: Es handelt sich hier nicht wie angenommen um Triplit sondern um Triphylin-Entmischungslamellen, in Graftonit (Mineralienlexikon 1998, Seite 413).
- Turmalin: Schwarz, bis 30 cm lang und 5 cm dick, eingewachsen und meisten oder gar immer mit schlechter Flächenbeschaffenheit, durchsetzt von feinblättrigem Muskovit. Gute Kristalle sind selten anzutreffen und in der Regel nur ca. 5.5 x 1.5 cm gross. Die Ausbildung kann auch sonnenartig oder feinnadelig gelagert sein. Teil in Begleitung von Uranmineralien. ZPU-Block: Als Einsprenglinge, kantig, kohlenschwarz, bis 14 x 8 cm, selten bis 20 cm. Mischkristalle Schörl-Foitit.
- Uraninit: Mit orangeroter - zitronengelber Verwitterungsrinde, zusammen mit Tapiolit, als verzerrte Oktaeder bis 3 mm, sowie als traubige Anreicherung von Pechblende in rauchgrauem Quarz mit Graftonit und Pyrrothin Schlieren, in turmalinfreien Partien des Pegmatites, körnig, unter einem mm, schwarzglänzend, relativ schwach radioaktiv in Begleitung violetter Zirkone bis 3 mm. Auch grauschwarz. Die mit 6.5 mm grössten Uraninitkristalle der Alpen stammen aus der Umgebung von Brissago (evtl. von dieser Fundstelle).
- Uranophan: ZPU-Block: körnig, grünlichgelb, blassgelb, beigeweiss, bis 2 mm, pseudomorph nach Uraninit.
- Vivianit: Blau, als Belag, ist immer mit Primärphosphaten assoziiert, wie zum Beispiel Graftonit und Apatit, dunkelblau, pulverig, Einlagerungen oder Schlieren bis 1.5 cm, auch als glasiger und blassblauer Überzug auf Muskovit oder fein in Plagioklas, körnig äusserst selten, indigioblau bis 4 mm. ZPU-Block: manganhaltig.
- Wavellit: ?, beige - strohgelb, blättrig-strahlig, Krusten (nicht ganz sicher, evtl. handelt es sich um Karpolith).
- Whitmoreit: Halbkugelig aggregiert, büschelig, honiggelb, orange, bis 1 mm, auf Mitridatit.
- Xenotim-(Y): Ein Einzelkristall in einem Zirkon eingeschlossen. Vermutlich handelt es sich dabei um Xenotim-(Y).
- Zirkon: Bis 6 mm, meistens bis 0.3 mm, tetragonal Dipyramiden, kurzsäulig, dunkelbraun, violett, blassviolett, blassorangegelb, schwach fluoreszierend, in Graftonit. ZPU-Block: reichlich, bis 2 cm grosse Cluster. Dieser Block enthielt die bislang reichste Zirkonmineralisation von Brissago (mehrere Dutzend Kristalle). Bis 15 x 10 mm, dunkel lilabraun bis violettbraun, kantendurchscheinend, oft plattig verzerrt, teils in Muskovit eingeschlossen.

012_TI / Brissago (ital.), Brisa (dt.), Valle di Credo, Valle di Crodolo, Valle di Creda
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Brissago, Koordinaten ca.: 698180 / 110540
Literatur:
- Nyffeler, Martin; Schweizer Strahler; 1972; Seite 312-313; Die Pegmatite der Region Brissago
- Nyffeler, M.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1975; Band 55; Heft 1; Seite 31- 33; Cordierit aus einem Pegmatit bei Brissago
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 276
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
Nyffeler: In Pegmatiten des Granat-Biotitgneises. Die Fundstellen liegen teils in der Kinzigitzone, teils in der Kontaktzone zwischen der Kinzigit- und der Jvreazone, im Umkreis von ca. 2 km von Brissago (auch oberhalb des E.Z.Verbano).
Parker: Oberhalb des EW Verano, nördlich von Brissago. Hier in Pegmatiten. 1968 entdeckte Nyffeler in der Valle di Credo bei Brissago Pegmatitbildungen, welche sich durch einen bedeutenden Gehalt an Cordierit auszeichnen. Die Pegmatite wurden bei Koordinaten 698.5/110.2 in der Valle di Credo zwischen Brissago und Ronco entdeckt. Sie sind teils als Folge eines Bergrutsches, teils beim Strassenbau aufgeschlossen worden. Die Pegmatite sind als Gänge und Adern geringer Mächtigkeit (wenige cm Gangbreite) hochmetamorphen kinzigitischen muscovitführenden Sillimanit-Granat-Plagioklas-Schiefergneisen konkordant eingelagert Neben Quarz, Albitoligoklas, Biotit und Muscovit treten dunkelbrauner Granat von 2-3 mm Durchmesser und schwarzer Turmalin von 2-3 cm Länge auf.
- Albit:
- Almandin:
- Apatit:
Apatit tritt in der Valle di Credo in Form sechsseitiger Prismen von bis zu 8 mm Länge und 3,5 mm Durchmesser auf. Die weisslich-gelblichen bis grünlich-gelblichen Apatitkristalle fluoreszieren im UV-KurzWellenbereich gelb-orange.
- Biotit:
- Cordierit:
Als kurze gedrungene Kristalle sowie cm-lange, pseudohexagonale Individuen, teilweise braun und grün, bis 4 cm (Nyffeler,1972a). Bemerkenswert dürfte das Auftreten von Cordierit ((Mg,Fe)2 Al4Si5O18) sein, das Nyffeler 1968 in der Valle di Credo entdeckte. Das Mineral wurde erstmals 1969 von Prof. Dr. W. Epprecht (ETH) optisch und röntgenographisch als Cordierit bestimmt. Die grünen und braunen Cordieritkristalle von bis zu 4 cm Länge und 1,5 cm Breite weisen pseudohexagonalen Habitus auf. Die Prismen sind von Pinakoidflächen {001} begrenzt. Cordierit wurde bisher in der Schweiz erst an einigen wenigen Punkten nachgewiesen. Es dürfte das erste Mal sein, dass Cordierit in der Schweiz als Pegmatitmineral festgestellt wurde. Cordierit ist ein Mineral, welches in den europäischen Pegmatiten selten auftritt.
- Dumortierit: Nadelig, bis 1 cm (Nyffeler,1972a).
- Feldspat:
- Granat:
Dunkelbraun, 2-3 mm Durchmesser.
- Graphit: Im Pegmatit, als schwarze Blättchen oder sphärolitische Kügelchen bis 2 mm Durchmesser.
- Interessantes Gestein: Cordierit.
- Limonit:
- Muskovit:
- Quarz:
- Sillimanit:
Sillimanit durchzieht das Gestein in dm-langen faserigen bis feinstengeligen Garben.
- Spessartin:
- Turmalin:
Schwarz, 2-3 cm Länge.
- Uraninit:
- Zirkon:


013_TI / Brissago (ital.), Brisa (dt.), Valle di Ponte
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Brissago, Koordinaten ca.: 696740 / 108070
Literatur:
- Hottinger, Paul; Schweizer Strahler; 1995; Heft 1; Seite a28; Schweizer Erstfund für Scorzalith
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 122,144
- Weiss, Stefan; Lapis; 1994; Heft 10; Seite 40
1992 fand der italienische Sammler F. Vanini auf einem Pegmatitblock im Valle di Ponte tiefblaue Krusten. Beim Fundort handelt es sich um die wegen ihres schwierigen Zugangs nicht stark besuchte Graftontfundstelle.
- Beusit: Nicht sicher bestimmt, braune Prismen, winzig, auf Graftonit.
- Coquimbit: Nachgewiesen (Cavalli, 1984).
- Gahnit:
- Graftonit
: Lachsrosa, grobkörnig, Aggregate bis 10 x 3 x 6 cm (eher kleiner ausgebildet) meistens umgeben von blauem Vivianit und verwachsen mit Apatit und anderen Mineralien.
- Mitridatit: Grüne Krusten.
- Scorzalit: Tiefblaue Krusten, Neufund für die Schweiz im Jahre 1992.
- Sphalerit: Als flache braunschwarze Erzkörner, bis 5 mm Durchmesser.
- Spinell: Transparent, bläulichgrün, bis 1 mm.

014_TI / Brissago (ital.), Brisa (dt.), Valle di Sacro Monte, Valle del Sacro Monte
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Brissago, Koordinaten ca.: 696400 / 109700
Literatur:
- Graeser, St.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 158-171; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten II
- Nyffeler, Martin; Schweizer Strahler; 1972; Seite 312-313; Die Pegmatite der Region Brissago
- Nyffeler, Martin.; Schweizer Strahler; 1970; Seite 75-79; Turmalin aus der Valle Della Madonna bei Brissago
- Weiss, Stefan; Lapis; 1982; Heft 7-8; Seite 48-52; Brissago
Weiss: In weissen Pegmatitblöcken.
- Albit:
- Almandin:
- Apatit:
- Biotit:
- Feldspat:
- Limonit:
- Markasit:
Grau, verwittert.
- Melanterit: Glasartig, tropfenförmig, durchsichtig (natürliches Eisenvitriol).
- Muskovit:
- Quarz:
- Turmalin:


015_TI / Brissago (ital.), Brisa (dt.), Valle di Vantarone, Cruit, Cortaccio, Monte Gridone
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Brissago, Koordinaten ca.: 696000 / 107600
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 156
- Weiss, Stefan; Lapis; 1982; Heft 7-8; Seite 48-52; Brissago
Koordinaten auf Cortaccio. Interessante Bildungen finden sich im mittleren Valle di Vantarone an der steil abfallenden Nordostflanke des Monte Gridone gegen das Valle di Ponte und zwar zwischen 1000 bis 1300 m ü. M. in den steilen Felswänden nördlich Cortaccio. Dort stehen meterhohe Pegmatitgänge an. Kleinere Gänge sind bis auf 350 m ü. M. hinunter verbreitet. Sie führen meistens nur Muskovit und Turmalin.
- Andalusit: Intensiv rosa, bis 4 cm Durchmesser, mit Ansatz zu kurzsäuligen Kristallen.
- Euxenit-(Y):
- Granat:

- Interessantes Gestein: Andalusit, rosa.
- Korund:
- Phlogopit:
Schwarzbraun, Schichten bis 2 cm, feinkörnig bis grobblättrig-massig.
- Sillimanit: Dünnstengelig, farblos, weiss, bis 7 cm.
- Staurolith:

016_TI / Brissago (ital.), Brisa (dt.), Verbano (E.Z.)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Brissago, Koordinaten ca.: 698900 / 109800
Literatur:
- Nyffeler, Martin; Schweizer Strahler; 1972; Seite 312-313; Die Pegmatite der Region Brissago
- Nyffeler, Martin.; Schweizer Strahler; 1970; Seite 75-79; Turmalin aus der Valle Della Madonna bei Brissago
In den Pegmatiten der Umgebung.
- Apatit:
- Dumortierit:
- Granat:
- Sillimanit:
- Turmalin:
- Zirkon:


017_TI / Caslano, Monte Caslano, Schivanoia, Roccolo, Bettelini (Steinbruch)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Caslano, Koordinaten ca.: 712000 / 92000
Literatur:
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1998/2; Heft 84; Seite 16-18; Bergbau auf Ton am Monte Caslano, Tessin
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 265
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 236
In der Trias des Monte Caslano wurde vor Jahrzehnten ein glimmerartiger Ton in einem Bergwerk ausgebeutet. Dieser wurde in Giessereien und zur Verarbeitung von Wolle verwendet. Aber auch Dolomitgestein wurde für Bauzwecke abgebaut sowie auch Kalk zur Herstellung von Mörtel. Der Abbau auf glimmerhaltigen Ton wurde zuerst im Tagebau und anschliessend im Stollenbau vorgenommen. Bereits mitte des 19. Jh. wurde hier Ton abgebaut und exportiert. 1945 wurde der weisse Ton durch das Eisen- und Stahlwerk Schaffhausen gewonnen. Der einzigartige Ton wurde nach erfolgter Trocknung und Mahlung als Binderton in den verschiedenen Giessereibetrieben verwendet.
- Chlorit: Im Tongemisch, sehr geringer Anteil.
- Gips: Grössere Gipskristalle eingelagert im Ton.

018_TI / Centovalli (allgemein)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Centovalli, Koordinaten ca.: 696000 / 114000
Literatur:
- Girlanda, Fabio / Antognini, Marco / Reusser, Eric / Brack, Peter; Schweizer Strahler; 2015; Heft 2; Seite 2-6; Leuchtend grüner Granat aus dem Centovalli
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 182 etc.
Das Centovalli beginnt oberhalb Locarno, bei 'Ponte Brolla' und zieht sich von dort gegen Westen hin. Das Centovalli bietet ca. 60 verschiedene Mineralien. Dies sind unter anderem: die drei Granat-Varietäten Almandin, Grossular und Hessonit, Beryll, Cr-Diopsid, Magnetit, Talk, Apatit, Tremolit, Olivin, Korund, Zirkon, Polykras-(Y), Brochantit, Lizardit, Allanit-(Ce), Hydroxylapatit, Natrojarosit, Thomsonit-(Ca), nadeliger Vesuvian assoziiert mit winzigen durchsichtigen und äusserst reinen Grossular-Kristallen, Ferrocolumbit, Uraninit und Samarskit-(Y) (siehe Fundort 'Fusio, Pizzo Rüscada, Pizzo Ruscada (Südseite)'). Im Strahler 2006/2, Seite 27 ist eine tektonische Karte des Gebietes Centovalli-Pizzo Ruscada-Onsernone sowie eine Südansicht des Pizzo Ruscada abgebildet. Für Granat: die besten Fundorte scheinen die peridotischen Gesteine der Finerogruppe zu sein.
- Diopsid: Zusammen mit grünem Granat, blassgrün bis farblos, bis 2 mm.
- Granat: Aus dem steilen Gelände des Centovalli (ohne genauere Angaben). Leuchtend grün, bis 1 mm, zusammen mit Diopsid. Der Fund stammt aus grau-grünlichen Adern, die das ultrabasische, rot-bräunliche Gestein durchziehen.
- Sapphirin: Mikroskopisch im Gabbro.

019_TI / Centovalli, Val di Capolo, Valle di Capolo
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Centovalli, Koordinaten ca.: 691340 / 110370
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 244
- Kupfer, gediegen: Gediegen, in mm-dicken Schlieren und Lagen (de Quervain, 1967; Bianconi et al., 1978).

020_TI / Fusio, Pizzo Rüscada, Pizzo Ruscada (Basis Nordwestwand), Fornale, Fornale di Rüscada
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Centovalli, Koordinaten ca.: 696100 / 141000
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 1996; Heft 03; Seite 13-23; Morion im Tessiner Habitus vom Pizzo Rüscada - die besten Funde der Südalpen
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 1996; Heft 03; Seite 24-28; Die Rüscada-Morione: Ihr Nebengestein, ihre Spurenelement und die Ursache ihrer Färbung
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
- Meisser, N. & Girlanda, F. & Antognini, M.; Schweizer Strahler; 2006; Seite 26-30; Zweites Samarskit-(Y)-Vorkommen in der Schweiz am Pizzo Ruscada, Centovalli, Tessin
An der Basis der Nordwand des Felskopfes bei Punkt 2228, zwischen Fornale di Rüscada und Fornale. Die Koordinaten zeigen ungefähr auf die Allanit-Fundstelle. Vom NE-Grat erwähnen Duthaler/Weiss (2002) im Biotit-Paragneis Allanit (Duthaler, 1994).
- Adular: Klein, im Fibbia-Habitus.
- Allanit:
- Anatas:
Blauschwarz, flachpyramidal.
- Chlorit: Blassgrün, pulverig.
- Pyrit: Würfelig, limonitisiert, unter 3 mm.
- Titanit: Bis 2 mm, blaugrau, zusammen mit Chlorit.

021_TI / Fusio, Pizzo Rüscada, Pizzo Ruscada (Fuss Nordwestwand)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Centovalli, Koordinaten ca.: 695370 / 148870
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 1996; Heft 03; Seite 13-23; Morion im Tessiner Habitus vom Pizzo Rüscada - die besten Funde der Südalpen
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 1996; Heft 03; Seite 24-28; Die Rüscada-Morione: Ihr Nebengestein, ihre Spurenelement und die Ursache ihrer Färbung
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
- Meisser, N. & Girlanda, F. & Antognini, M.; Schweizer Strahler; 2006; Seite 26-30; Zweites Samarskit-(Y)-Vorkommen in der Schweiz am Pizzo Ruscada, Centovalli, Tessin
Am Fusse der Nordwestwand auf 2245 m ü. M.
- Fluorit: Einzelfund, flachverzerrt, aggregierte Kuboktaeder, Grösse des Aggregates: 2.7 x 2 x 1.7 cm, innen hellrosa, grünliche Hülle.

022_TI / Fusio, Pizzo Rüscada, Pizzo Ruscada (Nordwestrücken)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Centovalli, Koordinaten ca.: 695370 / 148870
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 1996; Heft 03; Seite 13-23; Morion im Tessiner Habitus vom Pizzo Rüscada - die besten Funde der Südalpen
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 1996; Heft 03; Seite 24-28; Die Rüscada-Morione: Ihr Nebengestein, ihre Spurenelement und die Ursache ihrer Färbung
- Meisser, N. & Girlanda, F. & Antognini, M.; Schweizer Strahler; 2006; Seite 26-30; Zweites Samarskit-(Y)-Vorkommen in der Schweiz am Pizzo Ruscada, Centovalli, Tessin
Nordwestrücken des Pizzo Rüscada.
- Rauchquarz: Bis 3.5 cm.
- Turmalin: Fingerdick.

023_TI / Fusio, Pizzo Rüscada, Pizzo Ruscada (Ostseite)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Centovalli, Koordinaten ca.: 696270 / 140840
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 1996; Heft 03; Seite 13-23; Morion im Tessiner Habitus vom Pizzo Rüscada - die besten Funde der Südalpen
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 1996; Heft 03; Seite 24-28; Die Rüscada-Morione: Ihr Nebengestein, ihre Spurenelement und die Ursache ihrer Färbung
- Meisser, N. & Girlanda, F. & Antognini, M.; Schweizer Strahler; 2006; Seite 26-30; Zweites Samarskit-(Y)-Vorkommen in der Schweiz am Pizzo Ruscada, Centovalli, Tessin
In der Ostflanke des Südgrates in Granitgneisplatten.
- Adular: Weiss, gestreckt nach der a-Achse (Fibbia-Habitus) bis 1.5 cm, verzwillingt nach dem Bavenoer-Gesetz.
- Albit: Im Periklin-Habitus, bis 2 mm.
- Anatas: Blauschwarz, bis 1 mm, bipyramidal, zum Teil häufig.
- Apatit: Weisslich bis blassrosa, bis 3 mm.- Brookit: Bis 1.5 mm, selten, gelb, durchsichtig.
- Chlorit: Blätterig, bis 2 mm.
- Limonit:
- Morion:
Bis 20 cm, nur oberhalb 2300 m ü. M., Tessiner- und Übergangshabitus.
- Muskovit: Bis 2 mm.
- Pyrit: Vollständig limonitisiert, Aggregate bis 10 x 4 x 3 cm bestehend aus Würfeln mit bis zu 7 mm Kantenlänge.
- Rauchquarz:
- Rutil:
Bis 2 mm, schwarze Mittelzone, goldfarbene Enden.
- Sagenit: Goldgelb, klein, bis 1 mm
- Siderit: Linsenförmig aggregiert in Limonit umgewandelt, rosettenförmig, bis 6 cm.
- Titanit: Hellgelbe Kugeln bis 2 mm Durchmesser werden aus einer Morionkluft am Pizzo Rüscada erwähnt. Ob es sich um diese Kluft handelt ist nich klar.
- Turmalin: Zum Teil reichlich, lose, bis 5 cm, schlank, schwarz, bisweilen eingewachsen im Morion, bis 12 mm Durchmesser, zum Teil doppelendig, beschränkt auf die zugängliche Ostseite des Südgrates, den Nordwestrücken und den Gipfelgrat bis zum Kontakt zu den flachliegenden Paragneisen.
- Xenotim: Klar, gelb, gedrungen, tetragonal-pyramidal, bis 0.8 mm.

024_TI / Fusio, Pizzo Rüscada, Pizzo Ruscada (Südseite)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Centovalli, Koordinaten ca.: 695700 / 140590
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 1996; Heft 03; Seite 13-23; Morion im Tessiner Habitus vom Pizzo Rüscada - die besten Funde der Südalpen
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 1996; Heft 03; Seite 24-28; Die Rüscada-Morione: Ihr Nebengestein, ihre Spurenelement und die Ursache ihrer Färbung
- Meisser, N. & Girlanda, F. & Antognini, M.; Schweizer Strahler; 2006; Seite 26-30; Zweites Samarskit-(Y)-Vorkommen in der Schweiz am Pizzo Ruscada, Centovalli, Tessin
Auf der Südseite des Pizzo Ruscada.
- Samarskit-(Y): Aus den pegmatitischen Gängen, die auf der Südseite des Piz Ruscada, wenig oberhalb der Alp Soarée hervortreten. Dabei handelt es sich um kleine Gänge, welche in den Orthogneisen in der Umgebung von Piodra di Crana eingeschlossen sind. Der Einsatz eines Geigerzählers zeigt beim Nähern zu den Pegmatitgängen höhere Werte an. Es handelt sich hier um die zweite Fundstelle dieses Minerals in der Schweiz. Ausbildung: schwärzliche Flecken mit 2-3 mm Durchmesser, vereinzelt in schwarzen, prismatischen Kristallen und mit einem bräunlichen Hof im Gestein. Die gefundene Mineraliensubstanz kommt in amorpher Form vor, was eine eindeutige Bestimmung verunmöglicht. Mit einem technischen Griff, das heisst Erhitzen bis auf 1000° kann der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt und das Mineral eindeutig bestimmt werden. Verwechslungsmöglichkeit besteht mit dem formelgleichen aber orthorhombisch ausgebildeten Yttriumcolumbit-(Y).

025_TI / Fusio, Pizzo Rüscada, Pizzo Ruscada (Südwand)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Centovalli, Koordinaten ca.: 695800 / 140700
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
Im Biotit-Gneis (Duthaler,R., 1991). Koordinaten genau.
- Allanit: Langtafelig, bis 1 mm, rosabraun.- Dravit: Bis 4 mm, honigbraun, kurzprismatisch.
- Titanit: Mit Sanduhr-Effekt, honigbraun, graublau. Blaue Titanite von der Südseite des Pizzo Rüscada zeichnen sich durch einen extrem hohen Aluminiumgehalt ( 5.5 Gew. %), einem hohen Yttrium/Seltenerden-Anteil sowie einem geringen Eisenanteil aus.
- Turmalin:

026_TI / Fusio, Pizzo Rüscada, Pizzo Ruscada, Alpe di Fontana (Moränenblöcke)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Centovalli, Koordinaten ca.: 696460 / 140470
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 1996; Heft 03; Seite 13-23; Morion im Tessiner Habitus vom Pizzo Rüscada - die besten Funde der Südalpen
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 1996; Heft 03; Seite 24-28; Die Rüscada-Morione: Ihr Nebengestein, ihre Spurenelement und die Ursache ihrer Färbung
- Meisser, N. & Girlanda, F. & Antognini, M.; Schweizer Strahler; 2006; Seite 26-30; Zweites Samarskit-(Y)-Vorkommen in der Schweiz am Pizzo Ruscada, Centovalli, Tessin
Alpe di Fontana (in Moränenblöcken unterhalb des Pizzo Rüscada).
- Rauchquarz: Bis 15 cm.
- Turmalin: Bis 1 cm Durchmesser.

027_TI / Fusio, Pizzo Rüscada, Pizzo Ruscada, Bosco di Fontana, Alp Saorée
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Centovalli, Koordinaten ca.: 696720 / 139950
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 1996; Heft 03; Seite 13-23; Morion im Tessiner Habitus vom Pizzo Rüscada - die besten Funde der Südalpen
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 1996; Heft 03; Seite 24-28; Die Rüscada-Morione: Ihr Nebengestein, ihre Spurenelement und die Ursache ihrer Färbung
- Meisser, N. & Girlanda, F. & Antognini, M.; Schweizer Strahler; 2006; Seite 26-30; Zweites Samarskit-(Y)-Vorkommen in der Schweiz am Pizzo Ruscada, Centovalli, Tessin
Bosco di Fontana (am oberen Ende auf ca. 1900 m ü. M., unterhalb des Pizzo Rüscada). Das seltene Mineral Samarskit-(Y) stammt aus den pegmastitischen Gängen, die an der Südseite des Pizzo Ruscada, wenig oberhalb der Alp Saorée zutage treten.
- Muskovit:
- Samarskit-(Y):
Schwarz, prismatisch, bis 4 mm.

028_TI / Testa di Misello (Ostwand), Moneto (oberhalb)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Centovalli, Koordinaten ca.: 691352 / 111719
- Chromit: In den Peridoten befinden sich wichtige Vorkommen von Chromit.

029_TI / Val Onsorne, Val Onsernone, Mosogno, Centovalli, Palagnedra
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Centovalli, Koordinaten ca.: 692700 / 117100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 262
Die Funde stammen aus dem Stollen der Region Centovalli (Palagnedra) - Val Onsernone (Mosogno) der Maggia-Kraftwerke.
- Calcit: Krusten von Epidot und Calcit (Papierspat), teils auch auf grösseren Stufen.
- Epidot: Krusten von Epidot und Calcit (Papierspat), teils auch auf grösseren Stufen.

030_TI / Melezzagebiet (Fluss), Golino
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Centovalli (Intragna), Koordinaten ca.: 2697464 / 1114554
Literatur:
- Nyffeler, Martin; Schweizer Strahler; 1972; Seite 378-379; Magnetit in pegmatitischen Gesteinen des Melezza-Gebietes
Im Bachbett in grossen weissen Blöcken. Die Koordinaten zeigen auf den Fluss Melezze unterhalb von Intragna.
- Feldspat:
- Granat:
In kleinen Körnern.
- Magnetit: Als Oktaeder mit leicht gerundeten Kanten in grosser Menge im Gestein, bis 1 cm.
- Muskovit:
- Quarz:


031_TI / Gambarogno, Ranzo-St. Abbondio
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Gambarogno, Koordinaten ca.: 703450 / 108150
Literatur:
- Bächlin, Rudolf; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1937; Band 17; Heft 1; Seite - 79; Geologie und Petrographie des M. TamaroGebietes (südliches Tessin)
Die Kluftmineralien, die in einer Zerrkluft hinter der Station Ranzo-St Abbondio gefunden wurden, sind auf hydrothermale Lösungen zurückzuführen. Hier ist das Nebengestein in nächster Nähe der etwa 1 cm mächtigen Kluft chloritisiert. Die Kluft selbst ist nur teilweise mit Mineralien angefüllt. Unter diesen herrscht ein zu wurmförmiger bis geldrollenförmiger Anordnung neigender Chlorit vor. Anhand von Pulverpräparaten liessen sie sich als Ripidolit bestimmen. An den Kluftwänden festgewachsen sind bei der Station Ranzo-St. Abbondio ausserdem bis 1 cm grosse Kristalle von milchigweissem Adular und fleischfarbigem Titanit. Der Titanit ist etwas unregelmässig fleckig und zerbricht sehr leicht; er zeigt sehr einfache Formen und ist tafelig nach dem basalen Pinakoid. Die Kanten werden zugeschärft, wahrscheinlich durch ein schiefes Prisma.
- Adular: Milichig weiss, bis 1 cm.
- Ripidolith:
- Titanit:
Fleischfarbig, tafelig.

032_TI / Ponte-Magadino, Magadino-Ponte, Montino
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Gambarogno, Koordinaten ca.: 711270 / 111910
Literatur:
- Bächlin, Rudolf;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1937;Band 17; Heft 1; Seite 1-79; Geologie und Petrographie des M. Tamaro-Gebietes (südliches Tessin)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 278
Die Koordinaten zeigen auf Ponte. Marmor ob Magadino-Ponte (1,8 km östlich von Magadino (oberhalb Magadino-Ponte bei Montino (Montitt?)). Früher wurde die etwa 1,5 m mächtige Bank ausgebeutet. Nun ist der Aufschluss sehr schlecht. Einzelne Partien des Marmors, besonders die randlichen, haben durch die eingelagerten Kalksilikate ein sandiges Aussehen. Neben Kalzit ist Klinozoisit das wichtigste Mineral. Verzwillingung ist häufig, manchmal schachbrettartig. Die Interferenzfarben sind anomal blau bis grellorange. Die Randpartien sind oft etwas eisenreicher als das Zentrum. Diopsid findet sich nur als rundlicher Einschluss in Klinozoisit. Zum Grossteil ist er in aktinolitische Hornblende umgewandelt. Diese hat im Handstück dunkelblauschwarzes, faseriges Aussehen.
- Marmor:
- Uwarowit:
In kleinen Kristallen im Kalksilikatfels.

033_TI / Locarno (ital.), Luggarus (dt.), Gordola
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Gordola, Koordinaten ca.: 709700 / 115700
Literatur:
- Simonetti, Athos; Schweizer Strahler; 1973; Seite 75-78; Beryll, Chrysoberyll, Turmalin, Dumortierit und Granat in Tessiner und Misoxer Pegmatiten
- Beryll:
- Granat:
- Turmalin:
In dieser Umgebung relativ häufig.

034_TI / Val Verzasca, Lavertezzo, Corippo
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Lavertezzo, Koordinaten ca.: 708180 / 121440
Literatur:
- Hügi, Theodor; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1956;Band 36; Heft 2; Seite 500 - 501; Verbreitung des Berylliums und der Berylliummineralien in den Schweizer Alpen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 278
In einem Steinbruch am Flussbett oberhalb der Wasserfassung, zwischen den beiden Ortschaften, in einem beryll- und turmalinführenden Pegmatit. Ein weiterer Fundort für Turmalin wird auch mit 'südlich von Lavertezzo' beschrieben.
Hügi: Valle Verzasca, neuer Steinbruch am Flussbett oberhalb der Wasserfassung zwischen Corippo und Lavertezzo, Koord. 708.45/122.9, Pegmatit reich an klarem, flächenreichem Beryll und Turmalin.
- Beryll: Flächenreich, klar.
- Turmalin:

035_TI / Val Verzasca, Val d'Agro, Val Agro, Lavertezzo, Cognera, Cognora
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Lavertezzo, Koordinaten ca.: 708400 / 124350
Literatur:
- Hügi, Theodor; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1956; Band 36; Heft 2; Seite 500 - 501; Verbreitung des Berylliums und der Berylliummineralien in den Schweizer Alpen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 278
Im Val d'Agro, an der Strasse von Lavertezzo nach Cugnera. Hügii: Val Agro, Strasse Lavertezzo-Cognora, Koord. 708.4/124.35, Pegmatit mit bis 5 cm breiten und 20 cm langem, trübem Beryll und Turmalin.
- Beryll: Bis 20 cm Länge und 5 cm Breite, trüb.
- Turmalin:

036_TI / Locarno (ital.), Luggarus (dt.)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Locarno, Koordinaten ca.: 705000 / 114000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 146 etc. In der Umgebung dieses Ortes.
- Bravoit: Als Übergemengteil in Granat- und Eklogitamphiboliten.
- Cummingtonit: Als Übergemengteil in Amphiboliten.
- Granat: Eher selten.
- Hedenbergit: Aus Eklogitamphiboliten der Umgebung.
- Margarit: Gemengteil in einigen Amphiboliten.

037_TI / Locarno (ital.), Luggarus (dt.), Madonna del Sasso
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Locarno, Koordinaten ca.: 705000 / 114700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 184
Oberhalb Locarno.
- Beryll: Gelblichweiss. Beryllkristalle im Biotitpegmatitgang.
- Fluorit: Farblos.

038_TI / Locarno (ital.), Luggarus (dt.), Ponte Brolla (Bahnbrücke/Steinbruch), Monte Castello
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Locarno, Koordinaten ca.: 701400 / 115950
Literatur:
- Nyffeler, Martin; Schweizer Strahler; 1973; Seite 130-132; Die Pegmatite von Ponte Brolla
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 184 etc.
- Parker, R.L. / Quervain, F. de / Weber, F.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1939;Band 19; Heft 2; Seite 293-306; Über einige neue und seltene Mineralien der Schweizeralpen
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
- Simonetti,A.; Schweizer Strahler; 1973; Seite 76
Die Beryll- und turmalinführenden Pegmatite liegen u.a. am Südhang des 'Monte Castello'. Erwähnt wird auch der Südhang des 'Castello'.
- Beryll:
- Biotit:
In Mengen.
- Columbit-(Fe): Ein einzelner loser Kristall konnte gefunden werden. Ca. 2 cm, tafelig, vermutlich aus dem dortigen Pegmatit.
Parker, 1939: Ein bisher aus schweizerischen Pegmatiten unbekanntes Mineral erhielt die E.T. H.-Sammlung von Dr. E. Kündig in Gestalt eines losen Kristalls, den er 1935 anlässlich seiner petrographischen Feldaufnahmen im Tessin im Schutt eines pegmatitisch stark injizierten Gneises nahe der oberen Bahnbrücke von Ponte Brolla (Valle Maggia) fand.
- Granat:
- Hämatit:
- Ilmenit:
In Pegmatitproben, reichlich, 1.) als dünne, opake Plättchen, bis 1 cm2, bis 1 mm dick. 2.) metallisch glänzend, tafelig, bis mehrere cm2. Ein Gemenge mit viel Hämatit und wenig Ilmenit.
- Magnetit:
- Muskovit:
- Orthoklas:
Dunkelrot fluoreszierend unter kurzwelligem UV-Licht.
- Pyrit:
- Quarz:
- Turmalin:
In Mengen.

039_TI / Locarno (ital.), Luggarus (dt.), Tamaro
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Locarno, Koordinaten ca.: 710364 / 106830
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 37
Südlich von Locarno gelegen. Die Koordinaten zeigen auf den Monte Tamaro.
- Andalusit: Als sogenannter Chiastolith, meistens umgewandelt in Kyanit-Sillimanit-Granataggregate.

040_TI / Lugano (ital.), Lauis (dt.), Arosio
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Lugano, Koordinaten ca.: 713120 / 100630
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 236
Tongemisch im Perm um Arosio.
- Illit: Eigentlich ein Illit/Smektit-Gemisch.

041_TI / Lugano (ital.), Lauis (dt.), Corona
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Lugano, Koordinaten ca.: 716040 / 90611
Literatur:
- Cruse, Balko; Schweizer Strahler; 1998; Heft 4; Seite 377 - 380; Uricit, ein neues Mineral für die Schweiz
Die genauere Lage ist nicht bekannt.
- Uricit: Das Mineral, welches äusserst klein zu finden ist, wurde bereits 1983 von Kipfer beschrieben aber als organische Harnsäure eingestuft. Es handelt ich dabei um den ersten Fund des Minerals in der Schweiz.

042_TI / Lugano (ital.), Lauis (dt.), Noranco
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Lugano, Koordinaten ca.: 2715331 / 1093573
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 187,278
- Schmidt, C.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1906-1907; Band 9; Heft 1; Seite 75 - 76; Vivianit in den Diluvialtonen von Noranco bei Lugano
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 416
Schmidt: Beim Schlemmen der blauen Tone von Noranco wurden eigentümliche scheibenförmige konkretionäre Bildungen isoliert, die als Vivianit sich erwiesen
- Turmalin: Aus den miarolithischen Hohlräumen des Granophyrs, schwarze Prismen, bis einige mm, grünbraune Stängel, weisse, filzige Geflechte (Kipfer, 1983).
- Vivianit: Reichlich, in feinen Nadeln. Die Scheibchen und Stengel sind 1 - 2 mm dick und messen in ihrem längsten Durchmesser 3 - 8 mm, sie sind von blaugrauer Farbe und besitzen eine rauhe mit Tonsubstanz imprägnierte Oberfläche.

043_TI / Lugano (ital.), Lauis (dt.);Meteorit
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Lugano, Koordinaten ca.: 717370 / 96910
Literatur:
- Hugi, E.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern [aus dem Jahre]; - (1929); Seite 34 - 121; Der Meteorit von Ulmiz (Kt. Freiburg)
Der Meteorit von Lugano. Gefallen am 15. März 1826. Die Koordinaten zeigen auf Lugano. Der Stein wurde nicht aufgefunden (Vergl. Taschenbuch für die gesamte Mineralogie von C. Leonhard, 20. Jahrgang, II. Bd. 1826, pag. 263).
- Meteorit:

044_TI / Lugano (ital.), Lauis (dt.), Magliaso
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Magliaso, Koordinaten ca.: 712000 / 93250
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 272
- Pyrit: In Blöcken, derb, in eiszeitlichen Kieselablagerungen.

045_TI / Intragna, Val Onsernone (unteres), Cioss
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Onsernone, Koordinaten ca.: 697047 / 115162
Literatur:
- Kobe, Huldrych W.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1968; Band 48; Heft 2; Seite 459 - 461; Molybdänglanz im Valle Onsernone (Tessin)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 279
Gesteinszug von Cioss. Kobe gibt folgende Koordinaten an: Der Fundort ist mit den Koordinaten 697.000/115.260 in der Schlucht des kleinen Seitenbaches des Isorno einigermassen festgelegt.
- Molybdänit: Disseminiert in einem grünlichen ausgebleichten Chlorit-Plagioklas-Gneis.

046_TI / Val Onsorne, Val Onsernone
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Onsernone, Koordinaten ca.: 698500 / 115000
Literatur:
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1985; Seite 69; Weitere Chabasit-Fundstellen im Tessin: Val Onsernone, Centovalli und Riviera
Östlich von Golino in einem Pegmatit.
- Chabasit: Nur ca. 1 mm gross.

047_TI / Val Onsorne, Val Onsernone I
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Onsernone, Koordinaten ca.: 697000 / 115300
Literatur:
- Nyffeler, Martin; Schweizer Strahler; 1973; Seite 130-132; Die Pegmatite von Ponte Brolla
In einer im Gneis liegenden Molybdänglanz-Pyrit-Kupferkiesvererzung nachgewiesen.
- Molybdänit: Nachgewiesen in einer Molybdänit-Pyrit-Vererzung.

048_TI / Val Onsorne, Val Onsernone, Lago Salei, Passo del Busan
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Onsernone, Koordinaten ca.: 685500 / 119500
Literatur:
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1985; Seite 69; Weitere Chabasit-Fundstellen im Tessin: Val Onsernone, Centovalli und Riviera
Die Fundstelle liegt etwa halbwegs am Aufstieg vom Lago Salei zum Passo del Busan.
- Chabasit: Rhomboeder, bis 2 mm, in einem Pegmatit.
- Stilbit: Zusammen mit Chabasit in einem Pegmatit.

049_TI / Val Onsorne, Val Onsernone, Valle di Vergeletto, Alpe Casone, Alpe del Casone
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Onsernone, Koordinaten ca.: 683300 / 121350
Literatur:
SMPM, Band 43, Heft 1, 1963, Festschrift Robert L. Parker, zu seinem 70. Geburtstag, 1. Mai 1963, Seite 288
Östlich der Alpe del Casone, Vergeletto (Block ob Kalkofen) ein Klinochlor führender Diopsid-Klinohumit-Forsterit-Marmor. Es handelt sich dabei um eine altbekannte Marmorlinse.
- Diopsid:
- Forsterit:
- Klinohumit:
- Marmor:


050_TI / Val Onsorne, Val Onsernone, Valle di Vergeletto, Partüs, Vergeletto (Steinbruch)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Onsernone, Koordinaten ca.: 2683738 / 1121626
Literatur:
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa; Schweizer Strahler; 2023; Heft 2; Seite 2-8; Eine persönliche Begegnung mit der eisigen Welt der Zeolithe von Vergeletto, TI
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 264
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1984; Seite 453-460; Chabasit-Funde im Tessin
Auf der linken Talseite oberhalb Partüs auf Gneis mit reichlich Biotit. Der Steinbruch liegt ca. 3 km westlich von Vergeletto.
- Calcit:
- Chabasit:
Bis 7 mm, einfache Rhomboeder, klar, farblos, weisslich.
- Chlorit:
- Epidot:
In kleiner Ausbildung.
- Heulandit-Ca:
- Laumontit:
- Muskovit:
- Prehnit:
Sehr klein, glasglänzend, leicht grünlich. Teils dem Epidot aufgewachsen.
- Quarz:
- Stellerit-Ca:
Teils auf Epidot und zusammen mit Chabasit.
- Stilbit:

051_TI / Bellinzona (ital.), Bellenz (dt.), Pedemonte
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Pedemonte, Koordinaten ca.: 719800 / 116350
Literatur:
- Gschwind,M. / Brandenberger, E.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1932;Band 12; Heft 2; Seite 445-447; Über zwei neue Zeolithvorkommen im Tessin
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 183
Pedemonte liegt südwestlich von Bellinzona. Auf Spaltflächen im feldspatreichen Gneis des Steinbruchs. Wird hier für die Region Leventina zum ersten Mal festgestellt (um 1931).
- Stilbit: Aggregiert, reichlich, sehr dünne Scheibchen, radialstrahlig.

052_TI / Ponte Tresa (westlich)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Tresa, Koordinaten ca.: 710000 / 92000
Literatur:
- Hofmann, Franz; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Schaffhausen; Band (Jahr): 31 (1977-1980), Seite 149; Untersuchungen über den Goldgehalt tertiärer, eiszeitlicher und rezenter Ablagerungen im Hochrhein und Bodenseegebiet.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 258,272
Die Koordinaten zeigen auf Ponte Tresa.
- Chalcedon: Im Porphyrit.
- Pyrit: In Blöcken, derb, in eiszeitlichen Kieselablagerungen.
- Waschgold: Hofmann: Unter der Brücke der Eisenbahnlinie Lugano - Ponte Tresa über die Magliasina (E Magliasina-Dorf, Koord. 711.780/93.110) wurde ein Gehalt von immerhin 1250 Goldkörnern pro Kubikmeter Kies festgestellt, 500 m flussaufwärts an einer Stelle mit stärkerer Strömung 250 Körner/rrP. Oberhalb der Brücke E Vei d.h. oberhalb des Erzgebietes von Miglieglia wurde in der Magliasina kein Gold mehr gefunden. Das Gold in der Magliasina tritt vorwiegend in Form von Körnern bis 1 mm Durchmesser auf, kaum aber in Form von Füttern, da es wegen des kurzen Transportweges noch nicht ausgewalzt ist.

053_TI / Val Piancascia, Alpe Fümegna
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Verzasca, Koordinaten ca.: 712700 / 128400
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
Im Biotit-Paragneis in Sturzblöcken (Duthaler, R., 1997). Koordinaten vermutlich genau.
- Allanit: Stängelig bis nadelig, unter 1 mm, blassbraun.
- Titanit:

054_TI / Val Verzasca, Cima di Gagnone
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Verzasca, Koordinaten ca.: 708450 / 131560
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 262
Nähere Fundortangaben fehlen.
- Magnesio-Cummingtonit: In schöner Ausbildung, bis 1 cm (Rice et al., 1974).

055_TI / Val Verzasca, Cima di Gagnone (Westseite), Miregn
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Verzasca, Koordinaten ca.: 708450 / 131550
Evtl. handelt es sich hier um 2 Fundorte. Miregn Strecia liegt auf der Ostseite zwischen Gallina und Badra und ist auf der Karte nicht zu finden. Die Koordinaten zeigen auf Cima di Gagnone.
- Cordierit: Klein, als Bestandteil eines Biotitschiefers, eingelagert in einem granitischen Gneis.

056_TI / Val Verzasca, Cima di Gagnone (südlich)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Verzasca, Koordinaten ca.: 708450 / 131550
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 253
Etwas südlich dieser Bergspitze. Die Koordinaten zeigen auf Cima di Gagnone.
- Chlorit:
- Quarz:
Spitzrhomboedrisch, zusammen mit Chlorit.

057_TI / Val Verzasca, Frasco, Serte, Sert
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Verzasca, Koordinaten ca.: 705600 / 132960
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 113
- SMPM, Band 43, Heft 1, 1963, Festschrift Robert L. Parker, zu seinem 70. Geburtstag, 1. Mai 1963, Seite 288
Die genauen Koordinaten lauten gemäss WENK 705.6 / 133.5. Hier befindet sich ein Klinochlor führender Klinohumit-Forsterit-Marmor (altbekannte Marmorlinse).
- Chondrodit: Gesteinsbildend, begleitet von weiteren gesteinsbildenden Mineralien.
- Forsterit: Gesteinsbildend.
- Klinochlor: Gesteinsbildend.
- Klinohumit: Gesteinsbildend.
- Marmor:

058_TI / Val Verzasca, Monte Odro, P. Vogono
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Verzasca, Koordinaten ca.: 709440 / 120170
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 278
Im Pegmatit. Die Koordinaten zeigen auf Vogorno.
- Beryll:

059_TI / Val Verzasca, Pizzo di Mezzodi, Passo Cognora (Ostseite)
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Verzasca, Koordinaten ca.: 706380 / 137500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 182
Funde stammen von der Ostseite des Grates zwischen dem 'Pizzo di Mezzodi' und weiter nordöstlicheren gelegenen 'Cima Bianca'. Von hier sind zahlreiche gute Funde bekannt geworden, besonders vom 'Passo Cognora'.
- Adular:
- Albit:
- Epidot:
Reichlich.
- Heulandit:
- Prehnit
: Graugrün, kugelige Aggregate mit besonderem Grünton.
- Quarz:
- Skolezit:
- Titanit:
Reichlich, klein, flächenreich, rötlichbraun bis farblos.

060_TI / Val Verzasca, Poncione Marcia
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Verzasca, Koordinaten ca.: 702220 / 130190
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
In Granitgneis mit Paragneis-Lagen (Duthaler,R., 1995). Koordinaten genau.
- Allanit: Stängelig, unter 0.5 mm, hellbraun.
- Chlorit:
- Klinochlor:


061_TI / Val Verzasca, Val Redorta, Alpe Mügaia, Cortign
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Verzasca, Koordinaten ca.: 700180 / 134150
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
In einem Biotit-Paragneis (Lage in Granitgneis) in einem Moränenblock bei Cortign (Dellea,V., 1995). Koordinaten genau.
- Adular: Korrodiert.
- Allanit: Dünnstängelig, unter 1 mm, hellbraun.
- Titanit: Zweifarbig: hellbraun, blaugrau.

062_TI / Val Verzasca, Val Redorta, Cortesell
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Verzasca, Koordinaten ca.: 701380 / 135450
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
In einem Muskovit-Paragneis (Lage in Ganggestein mit Amphibolitbändern) (Dellea,V., 1995). Koordinaten genau.
- Adular:
- Allanit:
Nadelig unter 4 mm und hellbraun, tafelig unter 0.7 mm und dunkelrotbraun. Zwei Generationen. Nadelig in Adular.
- Titanit: Zweifarbig: graulila,braun.

063_TI / Val Verzasca, Val Redorta, Lovald
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Verzasca, Koordinaten ca.: 701400 / 135300
Literatur:
- Wenk, Eduard; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1968; Band 48; Heft 2; Seite 455 - 457; Cordierit in Val Verzasca
Eine ca. 10 Meter mächtige Disthen-Glimmerschiefer-Linse. Die Koordinaten zeigen auf den Hang oberhalb der Alp Lovad.
- Cordierit: Erstmals im Tessin nachgewiesen (Fund 1967).Im Gestein, bis 8 mm lange Stängel.

064_TI / Val Verzasca, Val Vegorness, Alpe di Porchier
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Verzasca, Koordinaten ca.: 700270 / 138050
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
In einem Biotit-Paragneis (Lage in Granitgneis) in Blöcken (Duthaler, P., 2001). Koordinaten genau.
- Allanit: Flachstängelig, unter 1.5 mm, blassbraun.
- Dravit: Stängel, unter 4 mm, honigbraun.
- Skapolith: Nadelig.
- Titanit:

065_TI / Val Verzasca, Val d'Agro, Val Agro I
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Verzasca, Koordinaten ca.: 709180 / 128280
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 229
Im hintersten Val Verzasca gelegen.
- Chesterit:
- Jimthompsonit:
Mikroskopisch klein, in ultramafischen Linsen im Lepontin (Nissen et al.,1980).

066_TI / Val Verzasca, Val d'Agro, Val Agro II
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Verzasca, Koordinaten ca.: 708790 / 127720
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
In Hornblendegneisen, am Kontakt zum Biotit-Paragneis (Duthaler,R., 1987, 1994). Koordinaten genau.
- Allanit: Stängelig, unter 7 mm, rotbraun, olivgrün.
- Apatit:
- Ilmenit:
- Titanit:
Rosabraun.
- Zeolithe:

067_TI / Val Verzasca, Vogorno
Region: Bezirk Locarno / Gemeinde Verzasca, Koordinaten ca.: 709550 / 120000
Literatur:
- Simonetti, Athos; Schweizer Strahler; 1973; Seite 75-78; Beryll, Chrysoberyll, Turmalin, Dumortierit und Granat in Tessiner und Misoxer Pegmatiten
Der Ort liegt im vordersten Teil des Tales am Stausee 'Lago di Vogorno'.
- Beryll:

068_TI / Carona (Schwimmbad)
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Carona, Koordinaten ca.: 715700 / 90370
Literatur:
- Graeser, St.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 158-171; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten II
Die interessanten Mineralien kamen bei Aushubarbeiten für das Schwimmbad zum Vorschein. Sie sind in den miarolithischen Hohlräumen des Granophyrs anzutreffen.
- Anatas: Winzig klein.
- Fluorit: Violett.
- Orthoklas:
- Quarz: Farblos.
- Teanolith: Gelb, äusserst feinschuppig, zum Teil in kleinen, tafeligen Aggregaten, reichlich.

069_TI / Carona, Madonna d'Ongera (Steinbruch)
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Carona, Koordinaten ca.: 716000 / 90700
Literatur:
- Graeser, Stefan; Lapis; 2001; Heft 3; Seite 3-32
- Kipfer, Alex; Schweizer Strahler; 1983; Seite 177-228; Die Mineralparagenesen der Granophyre von Carona /TI, CH) und Cuasso al Monte (I)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 342,377
- Wagner, Albert; Schweizer Strahler; 1995; Heft 4
- Wagner, Albert; Urner Mineralienfreund; 1973; Heft 3; Seite 21-25
- Wagner, Albert; Schweizer Strahler; 2008; Heft 2, Seite 12-23
Südlich von Lugano. Dieser längst aufgelassene Quarzporphyr-Steinbruch ist besonders wegen seinen Mineralien in Drusen eines Eruptivgesteins interessant geworden. Die Mineralien stammen auch aus den Steinbrüchen um Carona, insbesondere von 'Madonna d’Ongera' und 'Sta. Maria' (Piscina, Strassenprofile, Aufschlüsse der Umgebung). So zum Beispiel unterhalb der Kapelle von Madonna d'Ongera. Die Grösse der Mineralien bewegt sich im mm-Bereich.
- Aeschynit-(Y): Aeschynit-(Y), erscheint nur untergeordnet, bis 0.5 mm, hellbraun - braun, hellbrauner, pulveriger Überzug, meistens metamikt, auch dicktafelig.
- Albit: Dünntafelig, - 30 mm, farblos - weiss - elfenbeinfarbig, oft mit Orthoklas parallel verwachsen, gesteinsbildend, oft sehr kleine Kristalle, kugelige Aggregate, Ein- oder Kettenkristalle.
- Anatas: Relativ häufig, bis 3 mm, dünntafelig, flachtafelig, spitzpyramidal und weitere Formen (bis extrem stumpf-pyramidal), tiefschwarz, schwarz-blaugrün-flaschengrün.
- Ankerit: Diverse Brauntöne.
- Anthophyllit: Faserigeas und asbestartiges Aggregat, silber- bis gelblichgrau.
- Arsenopyrit: In recht guten Kristallen bis 5 mm Durchmesser, flach, säulig, auch pseudooktaedrisch, zinnweiss, bleigrau mit Anlauffarben, meistens matt, relativ selten.
- Baryt: In guten Kristallen, bis 1.5 mm, durchsichtig, gestreckt.
- Bastnäsit-(Ce): Klein, bis maximal 1 mm, rötlichbraun, ziegelrot, wachsrosa, blass fleischrot, kurzprismatisch-tafelig, dicktafelig, langprismatisch, sattgrün fluoreszierend.
- Bavenit: Nadelig, wasserklar, durchsichtig, radialstrahlige Aggregate bildend, bis 0.7 mm Durchmesser.
- Bertrandit: Selten, büschelig und extrem dünn oder lanzettförmig auch schneeweisse Rasen mit nadeligen Kristallen, schindelartig, farblos, oft miteinander verwachsen, selten Zwillinge (Kipfer, 1983).
- Beryll: Relativ oft vertreten, - 1 mm, zum Teil verzwillingt, sehr flach, aggregiert, farblos, glänzend, vorwiegend im helleren Granophyr.
- Biotit: Verwittert und schuppige Aggregate, klein, gesteinsbildend, dunkelschwarz glänzend, leicht spaltbar.
- Calcit: Bis 5 mm, blaugrau, weissgrau, bis farblos, absolut klar, durchsichtig, oft mit schwarzem Überzug, Skalenoeder, formenvielfältig.
- Chalkopyrit: Sehr selten, meistens zusammen mit Pyrit, grüngoldfarbig, sehr klein, öfters auf Quarz.
- Chlorit: In diversen Grüntönen bis fast farblos, auch zwei Generationen miteinander verwachsen.
- Chrysopal: Nicht sicher bestimmt, Grösse unter 0.1 mm, glänzend, gelb-grüngelb.- Dendriten: Als Mangan- oder Eisendendriten.
- Dolomit: Gelblichweiss, fast farblos-durchsichtig, sattelförmig.
- Doverit: Dünnblättrig, rosettenförmig, sehr fein, bis 0.5 mm, weiss oder gelblich, glanzlos. Doverit in reiner Form konnte bis jetzt noch nicht gefunden werden. Es handelt sich hier um Mischkristalle Synchisit/Doverit.
- Dravit: Sehr dünnprismatisch, grünbraun.
- Epidot:
- Euxenit-(Y):
In einem Gemenge mit Pyrochlor und Samarskit.
- Fluorit: - 8 mm, hauptsächlich würfelig, auch als Kuboktaeder und andere Formen, grün - hellgrün - violett, auch zonare Färbung.
- Gadolinit-(Y): Im feinen Granophyr, tafelig, farblos - matt, glänzend, hellgrün, graugrün, braun, schwarz, durchscheinend bis undurchsichtig, gute Kristalle, bis 3 mm.
- Galenit: Meistens derb, bis 2 mm, kuboktaedrisch.
- Hyalit: Erscheint in zwei Formen: kugelig - 2 mm, spiessig mehrere mm lang, spärlich, nierig - traubig aggregiert, gelförmig, wasserhell-farblos, milchig mit bläulichem Schimmer, unter UV-Licht grünlichweiss.
- Hämatit: Als kugelige Aggregate bis einige mm gross, selten, pulverig.
- Kainosit: Orthorhombisch, grau, bis 0.3 mm, gelbbraun.
- Kaolinit: Pulverig-mehlig, schneeweisse Massen, seidenglänzend, weich.
- Klinochlor:
- Limonit:
Gelförmig, pulverig, körnig, zum Teil als perfekte Pseudomorphosen.
- Löllingit: Selten, schlank, stengelig, orthorhombisch, schwarzgrau, spröde, immer überdeckt von einer weissen weichen Masse.
- Markasit: Aeusserst selten, orthorhombisch.
- Molybdänit: Klein, dünne aber breite Kristalle, extrem biegsam, violett - bleigrau, bis 5 mm, selten, blechartig, schwarz mit Anlauffarben, metallischer Glanz.
- Montmorillonit: Mikroklein, weich, kugelig, bis 0.2 mm, verbreitet, schneeweiss - hellgrünlich, fettiger Glanz.
- Muskovit: - 5 mm, braun, pseudohexagonal.
- Orthoklas: Oft, klein, selten auch grössere Exemplare, nach der a-Achse prismatisch entwickelt, gestreckt nach der c-Achse, lichtrosarot bis ziegelrot, in vielen Rottönen, porzellan- bis cremefarbig, gute Kristallform, Zwillinge nach dem Baveno- und dem Menebach-Gesetz, bis 3 cm und 5 mm dick, vermutlich der einzige Fundort in der Schweiz an dem idiomorphe Orthoklas-Kristalle zu finden sind, scharfkantig, seitliche Pinakoid oft mit farblosen bis milchigen Albittafeln belegt (Kipfer, 1983; Wagner, Stuker, 1994).
- Phenakit: Bis 1.5 mm, nadelig aggregiert, glänzend, im feinen Granophyr, schneeweiss, undurchsichtig, extrem dünn, spröde, flächenarm, ohne Streifung der Prismenflächen, wirr oder strahlenförmig aggregiert, selten.
- Pyrit: Nicht oft anzutreffen, bis 1.5 mm, selten kommen kuboktaedrische und pentagondodektraedrische Formen vor.
- Pyrochlor: In einem Gemenge mit Samarskit und Euxenit.
- Pyrophyllit:
- Quarz:
Oft, klein, nur selten etwas grösser, oft mit limonitischem Überzug, flächenarm, oft angeäzt, mit verschiedenen Einschlüssen (Turmalin = Blauquarz), oft als milchig-bräunlich Zepterquarz (Zepter - 5 cm) oder als normaler, klarer Quarz bis 1.5 cm, selten Doppelender.
- Rutil: Gelbbraun bis schwarz, zusammen mit Orthoklas, Muskovit und Chlorit.
- Samarskit-(Y): In einem Gemenge mit Pyrochlor und Euxenit, ursprünglich schwarz, metamikt, hell- bis sattgelb (evtl. Anflug von U-Mineralien), sehr feinkörnige Oberfläche (Kipfer, 1983), Samarskit-Wiikit, sehr unscheinbar, zu verwechseln mit Chlorit, tafelig, meistens mit schmutzigfarbigem feinpulverigem Überzug nicht näher bestimmter Art. Beim Samarskit-(Y) handelt es sich um einen Erstfund für die Schweiz.
- Samarskit-Wiikit: Die uerscheidung der beiden Mineralien Samarkskit und Wiikit ist wegen der Metamaktisierung (Zerstörung der Kristallstrukturen).
- Scheelit: Relativ häufig, 0.5 - 3 mm, schlecht ausgebildete Kristalle, Kanten gerundet, in diversen. Grautönen.
- Siderit: Diverse Weisstöne, oft bunt schillernd, bis 5 mm, nur selten sind frische Kristalle zu finden.
- Smektit:
- Sphalerit:
Bis 1 mm, kugelig, als stark glänzende sogenannte 'Honigblende', in dieser Form aber selten, auch fettglänzende schmutziggelbe Aggregate ohne gute Kristallfläche, diese Form kann leicht mit Xenotim verwechselt werden.
- Synchisit-(Ce): Kein Synchisit(Y), sondern Synchisit(Ce), zusammen als Mischkristalle, tafelige hexagonale Plättchen, Rosetten, bis 1 mm, in Gelbtönen (es gibt aber auch Synchisit-Ce Mischkristalle, welche reich an Y sind), extrem kurzprismatisch, hauchdünne Blättchen, rosettenförmig aggregiert, schwach rosa, gelblichweiss bis fast ganz farblos und durchsichtig.
- Teanolith: Gelb, ockerfarbig, orange, feinschuppig, sehr weich, aggregiert zu Bällchen.
- Titanit: Gelbweiss, orangebraun, bräunliche Färbung, sehr dünn, flach, tafelig, kugelig aggregiert, nierig, sehr selten, parallel aggregiert, bis 0.5 mm.
- Todorokit: Bis 1 mm, als nadelige-kugelige Aggregate, schwarz, glänzend, sehr selten, feinstfaserig, äusserst spröde, aggregiert, im Bruch graphitglänzend.
- Turmalin: Als Schörl und Dravit, Schörl als sehr feine Nadeln zu Büscheln aggregiert und schwarz glänzend, - 3 mm, Dravit als langprismatische feinnadelige Kristalle -2.5 mm, in gelblichen Farbe.
- Wiikit: Samarskit-Wiikit, sehr unscheinbar, zu verwechseln mit Chlorit, tafelig, meistens mit schmutzigfarbigem feinpulverigem Überzug nicht näher bestimmter Art- Xenotim: Häufig, kurzprismatisch, auch extrem langprismatisch, formenvielfältig, bis 0.5 mm, auch stängelige Kristalle, gelb bis sattgelb, aggregiert, stark glänzend, auch mit Fettglanz.
- Zepterquarz: Bis 5 cm, aus langgezogenen Holräumen (100 cm lang, 15 cm Durchmesser), mit milchiger Basis.
- Zinnwaldit: Muskovit-ähnlich, tafelig, oft leicht säulenförmig, silbergrau, an den Rändern oft ausgefranst, gelblichweiss, lichthellbraun durchsichtig.
- Zirkon: Bis 0.75 mm, rosa-lila.

070_TI / Valle del Vedeggio, Manno, Agno
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Manno, Koordinaten ca.: 713160 / 95000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 254
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 48
- Aragonit: Als Quellsinter, gebändert, wechsellagernd mit Calcit, wurde teilweise abgebaut.
- Calcit: Wechsellagernd mit Aragonit (Reinhard und Bernoulli 1964; Simonetti 1969).

071_TI / Valle Cusello, Sigrino;(Waschgold)
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Mezzovico-Vira, Koordinaten ca.: 712552 / 105331
Literatur:
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 142
Evtl. handelt es sich um den Bach im Valle Cusella. Die Koordinaten zeigen auf diesen.
- Gold, gediegen: Als Waschgold.

072_TI / Morcote
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Morcote, Koordinaten ca.: 714800 / 86880
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 270
- Orthoklas: Als wichtiger Gemengteil der Quarzporphyre, zum Teil leicht herauslösbare Einzelkristalle und Zwillinge.

073_TI / Malcantone, Monte Rocchetta
Region: Bezirk Lugano / Gemeinde Pura, Koordinaten ca.: 710066 / 92843
Literatur:
- Krähenbühl, Hans; Il Maglio del Malcantone (Sonderheft)
Angeblich ist ein Mineral mit dem Namen Boumonit zu finden. Der Name kann nirgends zugewiesen werden. Vermutlich handelt es sich um Bournonit, konnte in der Literatur die Schreibweise Boumonit doch mehrmals gefunden werden obwohl das Mineral Bournonit gemeint war.
- Bournonit:

074_TI / Malcantone, Vei
Region: Bezirk Lugano / Gemeiond Lema (Miglieglia), Koordinaten ca.: 710467 / 97950
Literatur:
- Krähenbühl, Hans; Il Maglio del Malcantone (Sonderheft)
Vei liegt zwischen Miglieglia und Aranno.
- Erz:

075_TI / Lugano (ital.), Lauis (dt.), Agno (ital.) (Ostufer), Eng (dt.) (Ostufer), Montagnola
Region: Bezirk Lugarno / Gemeinde Agno, Koordinaten ca.: 714570 / 93360
Literatur:
- Schmidt,C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Die Glimmerschiefer und Phyllite im Gebiet von Lugano enthalten meist Graphit; so ist z. B. der Glimmerschiefer am Ostufer des Agnoarmes des Luganersees bei Montagnola in einer ca. 100 m breiten Zone relativ reich an Graphit.
- Graphit:

076_TI / Erbonne, Monte Generoso, Breggia;(Waschgold)
Region: Bezirk Mendrisio / Gemeinde Breggia, Koordinaten ca.: 724450 / 87500
Literatur:
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 142
- Gold, gediegen: Als Waschgold.

077_TI / Monte San Giorgio
Region: Bezirk Mendrisio / Gemeinde Mendrisio, Koordinaten ca.: 717250 / 85850
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 256
- Redaktion Strahler; Schweizer Strahler; 1996; Heft 3; Seite a24; Einladung zum Besuch der Fossilien-Grabungen in der Mitteltrias des Monte San Giorgio (TI)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 360
Im Strahler ist eine Skizze über die Lage des Monte San Giorgio, sowie über einige Grabungsstellen (Fossilien) dieser Region.
- Baryt: Als vereinzelte Einschlüsse, auch kugelige Aggregate.
- Sanidin: Nachgewiesen, in vulkanischem Tuff im Triasdolomit.
- Sphalerit: In fossilen Hohlräumen, Aggregate bis 3 cm.

078_TI / Monte San Giorgio, Serpiano
Region: Bezirk Mendrisio / Gemeinde Mendrisio, Koordinaten ca.: 715660 / 85600
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 255,261
Am Südwestende des Luganersees.- Amianth: Kurz- bis langfaserig, hell- bis dunkelgrün.
- Ankerit:
- Apatit: In flächenreicher Ausbildung.
- Baryt: In einem vertikal stehenden Gang, rosafarbig, zusammen mit grünlichem Fluorit, Abbau 1942 - 1944 790 Tonnen. Verbogene und zerbrochene, tafelige Kristalle, durch Hämatiteinschlüsse unterschiedlich rot gefärbt. Begleitmineralien: Fluorit, Chalkopyrit, Malachit, Ankerit (limonitisiert), Calcit, Quarz. Der Barytgang diente als Bewegungsfläche für eine alpine Bruchzone, wodurch die primäre Gangstruktur zerstört wurde.
- Calcit:
- Chalkopyrit:
- Epidot:
- Fluorit:
Als Gangmaterial in grobkristallinen Massen, grünlich, weisslich oder intensiv violett fluoreszierend unter kurz- und langwelligem UV-Licht.
- Malachit:
- Prehnit:
- Quarz:
Mit sehr schönem Einschluss von Amiant.
- Titanit: Blassbraun.
- Wulfenit: In kleinen Kristallen.

079_TI / Val Calanca, Val Grono (Stollen KW)
Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Grono, Koordinaten ca.: 734160 / 121540
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 261
Aus einem Stollen beim Bau des Kraftwerkes.
- Amethyst: Nur schwache Färbung.
- Calcit:
- Prehnit:
- Quarz:
Zum Teil in beachtlicher Grösse.
- Rutil: Pseudomorph nach Ilmenit.

080_TI / Val Riviera, Biasca (ital.), Ablentschen (dt.), Ablasch, Ablentsch, Abiasco
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Biasca, Koordinaten ca.: 718030 / 135500
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten;
1866 Kenngott: Ohne genaue Fundortangabe: am Ausgang des Blegnothales, nahe bei Abiasco. Die Koodinaten zeigen auf Biasca.
- Granat: Rubingranate wurden zur Zeit des Mailänder Herzogs Galezzo Visconti am Ausgang des Blegnothales, nahe bei Abiasco in Menge, seither aber sehr selten gefunden. "In der Nähe von Abiasco finden sich Granaten, welche so schön wie die orientalischen sind und zur Zeit des Galezzo Sforza, Herzogs von Mailand, in Menge gefunden wurden.

081_TI / Val Riviera, Biasca (ital.), Ablentschen (dt.), Ablasch, Ablentsch, Abiasco (südlich)
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Biasca, Koordinaten ca.: 717500 / 135500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 179
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 259
Ablentschen (dt.), Ablasch, Ablentsch, Abiasco: alte oder nicht mehr gebräuchliche Namen für Biasca. Die ungenaue Beschreibung lautet lediglich 'an einer Lokalität südlich dieses Ortes'.
- Albit:
- Amianth:
- Apatit:
Säulig.
- Calcit: Getreppte Individuen.
- Chlorit:
- Epidot:
- Epistilbit:
Selten, in charakteristischer Ausbildung, Kantenlänge bis 4 mm.
- Fluorit:
- Heulandit:
- Laumontit:
Radial struierte Aggregate.
- Prehnit: In wulstförmigen und nierigen Massen bis tafelig, reichlich, oft als Überzug auf Quarz.
- Skolezit: Schön entwickelt, in radialen Gruppen, nadelig.
- Titanit: Fleischrot.

082_TI / Val Riviera, Biasca (ital.), Ablentschen (dt.), Ablasch, Ablentsch, Abiasco, Fragna
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Biasca, Koordinaten ca.: 716500 / 134500
Literatur:
- Graeser, Stefan & Weiss, Stefan; Lapis; 1995; Heft 09, Seite 37; Vanadinit aus der Südschweiz
Ablentschen (dt.), Ablasch, Ablentsch, Abiasco: alte oder nicht mehr gebräuchliche Namen für Biasca. Alter Steinbruch, welcher heute stillgelegt ist. Am 30. Sept. 1513 löste sich ein riesiger Bergsturz von der Westflanke des Pizzo Magn (früher Monte Crenone genannt) oberhalb des Dorfs Biasca und versperrte mit einem über 60 m hohen Damm aus Geröllmassen das Bleniotal und schnitt den Brenno ab. Innert anderthalb Jahren staute sich ein 5 km langer See mit einer Wassermenge von 200 Mio. m3 an, der das Dorf Malvaglia vollständig (bis auf die halbe Höhe des Kirchturms) unter Wasser setzte. Die umliegenden Weiler, Felder und Reben wurden ebenfalls überflutet. Am 20. Mai 1515 brach der Damm. Die sich ins Tal ergiessenden Wassermassen überschwemmten die Region von Bellinzona und die Magadinoebene. Zahlreiche Menschen verloren ihr Leben, und die Schäden waren enorm.
- Adular:
- Albit:
- Allanit:
- Bismuthinit:
- Braunerit:
Braunerit wird erst mit der IMA Nr 2015-123 beschrieben. Evtl. handelt es sich bei den Angaben im Lapisheft (1995) um einen Schreibfehler.
- Brookit:
- Hellglimmer:
- Rosafluorit:
- Scheelit:
- Synchisit:

- Vanadinit: Winzig, gelbrot - orange, büschelig, radialstrahlig, -0,5 mm, im hellen aplitischen Gestein.

083_TI / Val Riviera, Biasca (ital.), Ablentschen (dt.), Ablasch, Ablentsch, Abiasco, Iragna, Lodrino, Blon, Bulgheroni (Steinbruch)
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Biasca, Koordinaten ca.: 717820 / 131300
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
- Graeser, Stefan & Weiss, Stefan; Lapis; 1995; Heft 9; Seite 37; Vanadinit aus der Südschweiz
- Graeser, St.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 158-171; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten II
- Graeser, St. & Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1974; Seite 265-277; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten
- Hottinger, Paul; Schweizer Strahler; 1997; Heft 3; Seite a13; Steinbruch Blon, Iragna, Tessin
- Künzler, Ernst M.; Schweizer Strahler; 1995; Seite 197-199; Titan-Mineralien in Umwandung aus Lodrino TI
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 77,149
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1986; Seite 242-245; Helle und dunkle Rauchquarze mit Tessiner-Habitus
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1985; Seite 69; Weitere Chabasit-Fundstellen im Tessin: Val Onsernone, Centovalli und Riviera
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1984; Seite 473-479; Scheelitkristalle von der Alpe Bovarina (Val di Campo) und Iragna, die schönsten bisher im Tessin gefundenen
- Weiss, Stefan; Lapis; 1982; Heft 7-8; Seite 32-38; Iragna-Lodrino
Ablentschen (dt.), Ablasch, Ablentsch, Abiasco: alte oder nicht mehr gebräuchliche Namen für Biasca. Steinbrüche zwischen Lodrino und Iragna, knapp 1 km südlich von Iragna auf der westlichen Seite des Ticino. Zwei Steinbrüche dieser Gegend wurden Ende der 60-er Jahre stillgelegt. Viele der folgenden Mineralien stammen aus dem mittleren Teil des nördlichen Bruches (westlich Blon). Im Lapisheft 1982 ist ein ausführlicher Bericht über diesen Fundort. In den aufgeführten Skizzen ist die Lage der Fundstellen genauer ersichtlich.
Aufteilung:
A1, A2, B: Pegmatite mit Miarolen und Drusen bis 5 cm Durchmesser.
C1: Zerrklüfte im Granitgneis, bis 3 Meter lang und 60 cm breit, mit relativ einfacher Paragenese.
C2: schmale Kluftspalten bis 3 cm breit und 15 cm lang, in der Felswand des nördlichen Steinbruches. Fast immer ist ein Quarzband anwesend.
C3: schmale Kluftspalten mit Beryll (einmaliger Fund)
D: Spalten bis 2 cm breit, grossflächig, vor allem im nördlichen Steinbruch
E1: in biotitreichen und körnigen Lagen des Leventina-Granitgneises. Grösse 20 x 5 x 4 cm. Quarz fehlt.
- Adular: A2, C1, C2, C3, E1, E2: pseudorhombisch, milchigweiss bis glasig-durchsichtig, oft zersetzt und mit grauem oder beigen Lehm verfärbt, bis 1 cm, in C1 schneeweiss gebleicht, bis 3 cm, in E1 und E2 porzellanweiss bis 7 mm.
- Albit: A1: nur gesteinsbildend in Pegmatiten und Apliten.
- Allanit:
- Allanit-(Ce):
C1,C2,F: Orthit-Klinozoisit-Mischkristall, bräunlich- bis grünlichschwarz, stengelig, nadelig, flach aufgewachsen, bündelig aggregiert, bis 8 mm, neben Brannerit, bei C1 bis 6 mm lange Nadeln, nelkenbraun und auch im Quarz eingewachsen, in C2 dunkelbraun, Garben bis 7 mm, bräunlichschwarz, nadelig.
- Anatas: A1 und A3. In A3 opak, bläulichschwarz, glänzend, bis 1.5 mm, aggregierte Dipyramiden, rundliche Kanten, kleinere Kristalle auch hellbraun-fleckig.
- Andalusit:
- Apatit:
A1. Gesteinsbildend bis 5 mm, körnig.
- Arsenopyrit: Mikroskopisch kleine Körner, eingelagert in den Molybdänpaketen der Pegmatite.
- Beryll: C3: einmaliger Fund, himmelblau, bündelig, bis 5 mm, zusammen mit Quarz, Pennin und Calcit. Ein anderer Bericht erwähnt: in recht grossen Kristallen (?)
- Beyerit: Als Erstfund für die Schweiz (1983), auf Quarz Pseudomorphose nach Bismuthinit, als pastellgelbe und mm-dicke feinpulverige bis glimmerartig Krusten (Steinbruch Blon), strohgelb, pulverig, bis einige mm, zusammen mit Eulytinkügelchen (braun).
- Biotit: A1: nur in Quarzbändern des nördlichen Steinbruches, schwarz, blätterig, bis 5 cm Durchmesser.
- Bismuthinit: Zum Teil überzogen mit einer gelblichen und erdigen Verwitterungssubstanz. D: in feinen Spalten des nördlichen Steinbruches, stäbchenförmig, parallel angeordnet, silbergrau, metallglänzend, bis 2 cm, aufgewachsen.
- Brannerit: Bewirkte vermutlich die Dunkelfärbung der Quarze; A1: Interessantestes Mineral dieses Fundortes. Von hier zum ersten Mal auf der Welt in relativ gut ausgebildeten Kristallen beschrieben. Im nördlichen Steinbruch, pechschwarz glänzend, extrem hohe Radioaktivität, hohes spezifisches Gewicht (7). Harz- und Diamantglanz, muscheliger Bruch, fast völlig opak, dünnste Splitter ziegelrot durchscheinend, kurzprismatisch, bis 10 mm (bis 30 mm ?), vollständig metamikt, flachprismatisch, schwarz bis braunschwarz. Begleitmineralien sind: Rauchquarz, Rutil, Ilmenit, Scheelit, Molybdänit.
- Brookit: A2: rötlich - orange, durchscheinend bis halbdurchsichtig, pseudohexagonal - dünntafelig, bis 1.5 mm, zusammen mit Anatas (nördlicher Steinbruch), im mittleren Steinbruch in einem feinkörnigen Pegmatit: stark glänzend, halbdurchsichtig, 2 x 3 mm, Einzelfund, rotbraun bis braunschwarz (auch bis 5 mm ?).
- Calcit: B2,C1,C3,E2: farblos, weiss, plattig und tafelig, bis 8 cm Durchmesser, teilweise mit 2 Generationen, im kurzwelligen UV-Licht intensiv rot.
- Chabasit: Klein.
- Chalkopyrit: D: nur mikroskopisch klein, in Kontakt zu Pyrrothin.
- Chlorit:
- Cosalit:
- Epidot:
E1,E2: selten, dünnstengelig, bis 1.5 cm, zum Teil mit deutlich zonarer Färbung; Kern dunkelgrün, Hülle blass bis gelblichgrün. E1: flachverzerrt, kurzstängelig, bis 2 mm, flaschengrün bis gelblichgrün, vollkommen durchsichtig. E2: feinstengelig bis nadelig, blass - gelbgrün, bis 12 mm, an den Enden farblos und durchsichtig.
- Eulytin: D: als kleinste Kügelchen auf dem Beyerit, grau, fettglänzend (Steinbruch Blon), gelblich als Verwitterungsprodukt von Bismuthinit.
- Fluorit: C2,F: In unterschiedlicher Färbung. In C1 rosafarbig, seltener farblos oder bläulich, bis 2 mm, selten in grüner oder blaugrüner Farbe, Oktaeder bis 2 cm, Formenkombinationen von Würfel, Rhombendodekaeder und dem Trisoktaeder, Oktaederflächen mattiert, sonst glatt und durchsichtig.- Gold, gediegen:
- Granat:
- Heulandit:
F: farblos, dicktafelig, bis 4 mm, auf einer Rutschharnischfläche zusammen mit farblosem bis bläulichem Fluorit.
- Hornblende: B1: eingewachsen in Quarzbändern, flachstängelig, strahlig, bis 4 cm.
- Hämatit:
- Ilmenit:
B2,E1: tafelig, bis 2.4 cm Durchmesser und 3.5 mm Dicke. E2: dünn, bläulich, blättrig, bis 3 mm Durchmesser.
- Japaner-Zwilling: Mit Schenkellänge bis 7 mm.
- Klinochlor:
- Laumontit
: C1,C2,E1: häufig, bis 2.3 cm, prismatisch, farblos, werden aber an der Luft rasch schneeweiss und zerfallen in stängelige Bruchstücke.
- Limonit:
- Löllingit:
Mikroskopisch klein in Molybdänit.
- Markasit: Mikroskopisch klein in Pyrrothin.
- Mikroklin: Spätig, milchigweisse Massen, bis 10 cm.
- Molybdänit: A1: gebogen auf Flächen liegend, bis 15 cm Durchmesser und 5 cm Dicke. D: als feine Blättchen im Chloritbelag.
- Monazit: E1: fälschlicherweise wird von diesem Fundpunkt ein fluoreszierender Monazit beschrieben. In Wirklichkeit handelt es sich um Prehnit (Weiss,St., Lapis 1982).
- Muskovit: A1,A2,E2: feinschuppig, silbrig, auf Rutil oder Quarz, in den Miarolen als radialblättrige Rosetten oder Kugeln bis 4 mm, gelblich bis rötlich.
- Pennin: A2,C1,C2,C3,E1,E2: Aggregate bis 4 mm Durchmesser, dunkelgrün, durchscheinend bis schwarz, kugelig, bestehend aus blättrigen Einzelindividuen.
- Periklin: E1: farblos, durchsichtig, häufig verzwillingt, plattig, kurzsäulig, bis 2 mm, im Periklinhabitus.
- Powellit: A1: sehr selten, nur im nördlichen Steinbruch, hier blättrige Beläge, zusammen mit rosarotem Limonit, bis 3 cm Durchmesser und einige mm Dicke, fettglänzend, pistaziengrün, intensiv gelb fluoreszierend.
- Prehnit: A2,E2: gelb und krustig, aus dem südlichen Steinbruch. A2: Aggregate bis 0.5 mm, winzig, gelblichbeige. E2: graublau, knollig aggregiert, bis 4 mm, zum Teil andere Mineralien überkrustend, auch quaderförmige Ausbildung, bis 0.5 mm Kantenlänge, auf Skolezit- und Epidotnadeln. Ehemals als Monazit beschriebener Prehnit: pseudotetragonal bis linsenförmig, bis 0.5 mm, intensiv gelb, Stich ins Rötliche, Einzelfund, gestreckt nach der b-Achse, plattig, verzerrt, mit bevorzugter Ausbildung der meist gekrümmten Prismenfläche, gelblichgrün fluoreszierend. Luminiszenz für Prehnit ist eine aussergewöhnliche Erscheinung!
- Pyrit: D: messinggelb, abgeplattete Würfel, bis 1 cm x 3 mm, zum Teil chloritisiert oder in Pyrrothin.
- Pyrrhotin: D: gelbbraun, metallisch glänzend, tafelig, unvollständig entwickelt, bis 1 x 1 x 0.5 cm.
- Quarz: A1,A2,C1,C2,C3: in C1 bis 23 cm, halbdurchsichtig bis milchig, Tessinerhabitus bis Normalhabitus, zum Teil auch eine zweite Generation auf den Prismenflächen, durchschnittliche Grösse 3 cm, dann durchsichtig, wasserhell, Phantombildungen durch Pennineinschlüsse, verzerrte und wachstumsbehinderte Kristalle sind häufig, in C2 meistens dünnstängelig, bis 1.5 cm.
- Rauchquarz: A2: vor allem in der Nähe des stark radioaktiven Brannerits zeigte sich eine rauchbraune Färbung vor allem an der Kristallspitze.
- Rosafluorit: Bis 2 cm, oktaedrisch, rosa (Steinbruch Bulgheroni), in C1 rosafarbig.
- Rutil: A1,A2,B1: häufig, oft verzwillingt, vor allem in schmalen Pegmatitadern des südlichen - und des mittleren Steinbruches, bis 2.8 cm, kurzsäulig und flächenreich, Kniezwillinge, selten Drillinge bis 3 cm, stark metallglänzend, rötlich- bis bräunlichschwarz, teilweise blutrot Kanten durchscheinend, bräunlichgelber Strich, randlich sekundär in Titanit, Anatas oder Brookit übergehend, Kristalle mit 5 tetragonalen (resp. ditetragonalen) Prismen sowie 3 tetragonalen (resp. ditetragonalen) Dipyramiden.
- Scheelit: Verzwillingt, unter dem UV-Licht intensiv weiss fluoreszierend. A1,C2: sehr selten, bis 1.5 cm, flächenreich, spitzpyramidal, pseudooktaedrisch, zusammen mit Quarz, Titanit, Pennin, Harz- oder Glasglanz, honig- bis rötlichgelb, durchscheinend bis partiell halbdurchsichtig. Steinbruch Bulgheroni: bis 18 mm, hellgelb, durchscheinend, glänzend, unregelmässige Oberfläche.
- Sillimanit:
- Skolezit:
E2: sehr selten, weiss - farblos, durchscheinend bis halbdurchsichtig, langsäulig bis dünnstengelig, oft einzeln aufgewachsen, bis 3 cm, bündelige Aggregate, seidiger bis glasiger Glanz.
- Stilbit: Klein.
- Synchisit: A2: vereinzelt, wachsgelb, typische Ausbildung, hochglänzend, spitz zulaufende Stängel, bis1.5 mm.
- Thorogummit: Winzig (bis 0.3 mm), braungelb, wachsartig, tetragonal, prismatisch, meistens auf Albit aufgewachsen, Erstfund für die Schweiz (1978), weltweit der 2. Fund von frei kristallisierten Kristallen.
- Titanit: A1,A2,C1,C2: rötlich- bis rosabraun, pseudorhomboedrisch bis keilförmig, häufig im nördlichen Steinbruch, zum Teil Krusten bildend, bis 7 mm. E1: braun, mit zweiter Titanitgeneration, dunkelbraune Kristalle fluoreszieren.
- Turmalin:
- Vanadinit:
Fundortangabe 'Lodrino', winzig, gelbrot bis orange, hellgelb, büschelig, radialstrahlig, aggregiert, bis 0.5 mm, auf Feldspat, zusammen mit Albit, Adular, Hellglimmer, erste Schweizerische Fundstelle (Graeser, Stalder, 1974).
- Wismutocker:
- Zirkon:
Bis 1 cm.

084_TI / Val Riviera, Biasca (ital.), Ablentschen (dt.), Ablasch, Ablentsch, Abiasco, Monda (Steinbruch)
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Biasca, Koordinaten ca.: 716475 / 134450
Literatur: - Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
Ablentschen (dt.), Ablasch, Ablentsch, Abiasco: alte oder nicht mehr gebräuchliche Namen für Biasca. Im Laventina-Granitgneis (Guerra,R., 1998). Koordinaten genau.
- Allanit: Stängelig, unter 5 mm, schwarzbraun, dunkelbraun, olivgrün.
- Epidot: Fe-reich neben Allanit. Auch Epitaxien Epidot/Allanit.
- Titanit:

085_TI / Val Riviera, Biasca (ital.), Ablentschen (dt.), Ablasch, Ablentsch, Abiasco, Piretta (Steinbruch)
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Biasca, Koordinaten ca.: 716290 / 135050
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
Ablentschen (dt.), Ablasch, Ablentsch, Abiasco: alte oder nicht mehr gebräuchliche Namen für Biasca. Im Laventina-Granitgneis (Duthaler,R., 1994). Koordinaten genau.
- Allanit: Nadelig, bis 0.1 mm, blassgrün. Klinozoisit neben Allenit.
- Apatit:
- Epidot:
- Ilmenit:
- Klinozoisit:
- Titanit:
- Zirkon:
Rötlich.

086_TI / Riviera, Castione
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Riviera, Koordinaten ca.: 724200 / 120800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 184 etc.
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 144
Funde stammen aus den Pegmatitgängen und Kalksilikatfelsen der Marmorsteinbrüche oberhalb des Dorfes. Die Mineralien sind eher klein bis sehr klein.
- Apatit:
- Calcit:
- Diopsid:
In Längen von 10 bis 20 cm.
- Dumortierit: Nadelig, bis 1 cm, in Tonerde-Pegmatiten (Mittelholzer, 1936).
- Feldspat:
- Glimmer:
- Granat:
- Graphit:
- Grossular:
Als Gesteinsgemengteil.
- Hessonit:
- Högbomit:
Selten, in Silikatmarmoren, mikroskopisch klein, körnig (Mittelholzer, 1936).
- Ilmenit: Zusammen mit Rutil und Turmalin in grösseren Körnern im Pegmatit.
- Korund: Mikroskopisch, vereinzelt in Amphiboliten.
- Kyanit:
- Laumontit:
- Muskovit:
In mehreren cm grossen und dicken Tafeln.
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
- Skapolith:
- Skolezit:
- Titanit:
- Turmalin:
Als Gemengteil.
- Zirkon:

087_TI / Riviera, Castione, La Strada (Steinbruch)
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Riviera, Koordinaten ca.: 724250 / 120640
Literatur:
- Hügi, Theodor; Eclogae Geologicae Helvetiae;1958;Band 65; Heft 1; Seite 391 - 401; Disthen- und Sillimanitgehalte einiger Gesteine der Schweizer Alpen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 273
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 371
Ca. 750 Meter nördlich der SBB-Station Castione, stehen unter anderem Biotit-Disthen-Gneise mit Quarznestern an.
Hügi: Biotit-Disthen-Granat-Gneis. Bruch La Strada, nördlich Castione: Der Steinbruch La Strada-Castione befindet sich etwa 750 m nördlich der SBB-Station Castione und zwar unmittelbar östlich der Gotthardstrasse. Der hier abgebaute Kalksilikatfels, der sogenannte «Castione nero» ist teils massig beschaffen, teils grobbankig bis feinlagig; die Bänke zeigen steiles Südfallen (siehe auch Mittelholzer, 1936). Im Castione nero treten verschiedentlich dm- bis mehrere m-breite Gneis-Zwischenlagen auf. Eine solche 2-3 m breite Lage zeigt N 70° E-Streichen und fällt mit 70° gegen SE ein; sie besteht aus einem Biotit-Granat-Disthengneis. Im Gneis erreichen die blauen Disthène bis cm Länge. Zudem treten im Gneis bis cm3 grosse Quarznester auf, um die herum schön blaue, bis 10 cm lange, Disthenstengel vorkommen; den Disthen begleiten meist Turmalin, Muskowit und Feldspat.
- Andalusit: Fleischfarbig, die Ausnahme für dieses Andalusitvorkommen besteht darin, dass dieses Mineral im Tessin sonst nur ab 1400 m ü. M. vorzufinden ist.
- Biotit:
- Castione Nero:
- Feldspat:
- Granat:
- Graphit:
- Kyanit:
Am Rande der Quarznester, bis 10 cm, blau.
- Muskovit:
- Sillimanit: Büschelig, feinste Fasern, weiss, eng verwachsen mit Biotit.
- Turmalin:

088_TI / Riviera, Monti di Gorduno
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Riviera, Koordinaten ca.: 722960 / 119620
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 441
Einen Monti di Gordun gibt es bei der Ortschaft Gorduno nicht. Ebenfalls kann dieser Monti auf der Karte (Swiss Map) nicht gefunden werden. Die Koordinaten zeigen auf das Valle di Gorduno.
- Orthoklas:
- Zirkon:
Bis 6 mm, langprismatisch, flachradialstrahlig, innen braun, aussen grün, verwachsen mit Orthoklas.

089_TI / Riviera, Valle del Molino (Taleingang), Claro
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Riviera, Koordinaten ca.: 723000 / 123870
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 77,213,255
Östlich von Claro aus einer Kobaltvererzung eines Pegmatites am Taleingang des Val del Molino.
- Bieberit: Blassrosa, Farbe wie Pfirsichblüten, krustig, in Rissen von Feldspat (Schatz, 1973/1975).
- Feldspat:
- Heterogenit:
Als häufiges Sekundärmineral in der schwachen Kobaltverzung (Schatz, 1975).
- Linneit: Wird als Primärmineral der schwachen Kobaltvererzung vermutet (Schatz, 1973).

090_TI / Riviera, Valle del Molino, Claro (Kloster Santa Maria, oberhalb), Santa Maria (Kloster)
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Riviera, Koordinaten ca.: 722700 / 123900
Literatur:
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1987; Seite 420; Ein Aquamarin von Claro
- Beryll: Bis 5 cm Länge und 1.9 cm Breite, schöner Glasglanz, auf Quarz, mit Endfläche.

TI / Riviera, Valle del Molino, Claro 01
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Riviera, Koordinaten ca.: 722710 / 123660
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 277
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
Eine nähere Fundortbezeichnung für den interessanten und nicht gerade alltäglichen Beryllfund fehlt.
- Beryll: Bis 20 cm (zu bewundern in der naturwissenschaftlichen Sammlung in Winterthur).

091_TI / Riviera, Valle del Molino, Claro 02
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Riviera, Koordinaten ca.: 722000 / 124000
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 114
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
In einem Granitsteinbruch.
- Beryll: In Kristallen bis zu 20 cm.
- Chrysoberyll:
- Grossular
: In Klüften von Kalksilikatgesteinen.
- Hessonit:
- Klinozoisit
: Im Kalksilikatgestein.
- Vesuvian: Braunrot, weniger gut ausgebildet, in calcitgefüllten Klüften, gestreift.
- Zoisit:

092_TI / Riviera, Valle del Molino, Claro 03
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Riviera, Koordinaten ca.: 722800 / 124000
Literatur:
- Simonetti, Athos; Schweizer Strahler; 1973; Seite 75-78; Beryll, Chrysoberyll, Turmalin, Dumortierit und Granat in Tessiner unD Misoxer Pegmatiten
Um welches Claro es sich handelt ist zur Zeit noch nicht ganz klar. Es wird eine Kluft von Scerri erwähnt.
- Granat: Recht oft vorhanden, bis 12 cm?, dunkelrot, orangerot, grünlich, honiggelb.
- Quarz:
- Turmalin:
Strahlige Aggregate, auch prismatisch gedrungen, manchmal mit Quarz zusammen.

093_TI / Riviera, Valle del Molino, Claro 04
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Riviera, Koordinaten ca.: 723000 / 123900
Literatur:
- Trommsdorff, Volkmar; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1968; Band 48; Heft 3; Seite 655 - 666; Mineralreaktionen mit Wollastonit und Vesuvian in einem Kalksilikatfels der alpinen Disthenzone (Claro, Tessin)
Unter Mineraliensammlern ist der Kalksilikatfels von Val Molino bei Claro (Koord. 723.0/123.9) seit langem als Fundpunkt von Ca-Granat sowie von Vesuvian und Diopsid bekannt. Weniger bekannt dürfte es sein, dass in diesem Gestein auch Wollastonit vorkommt.
- Diopsid:
- Granat:
Ca-Granat, schön lichtrot.
- Vesuvian:
- Wollastonit:
Im Gestein. Taddei hat schon früher (1937) darauf aufmerksam gemacht, dass Wollastonit aus Claro seit 1878 bekannt ist, und damals von A. D'Achiardi in Pisa bestimmt wurde.

094_TI / Riviera, Valle del Molino, Claro, Maruso 01
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Riviera, Koordinaten ca.: 723440 / 124950
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
Im Laventina-Granitgneis (Duthaler,R., 2001). Koordinaten genau.
- Allanit: Flachstängelig, unter 2.5 mm, hellbraun, farblos.
- Titanit: Nach Ilmenit.

095_TI / Riviera, Valle del Molino, Claro, Maruso 02
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Riviera, Koordinaten ca.: 723540 / 125220
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
In aplitisch überprägtem Drusenpegmatit im Leventina-Granitgneis (Guerra,R., 1996-2001). Die Koordinaten zeigen auf Maruso.- Allanit: Stängelig, unter 4 mm, dunkelbraun.
- Aquamarin:
- Beryll:
Freie Kristalle. Auch in der Qualität Aquamarin.
- Brookit:
- Rutil:
- Titanit:
Blau.

096_TI / Riviera, Valle del Molino, Claro, Medéi
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Riviera, Koordinaten ca.: 724190 / 125040
Literatur:
- Guerra, Remo & Weiss, Stefan; Lapis; 2006; Heft 12; Seite 20-28
Nach dem Ausbau einer Bergstrasse oberhalb von Claro nach Maruso konnten mehrere Pegmatitgänge, welche ungewöhnliche Mikromineralien enthielten, bearbeitet werden. Funde gelangen auch in der dicht bewaldeten Steilflanke nördlich der bekannten Nadelquarzzone. Nordöstlich des Klosterhügels von Claro sind mehrere beryllführende Muskovitpegmatite aufgeschlossen. Die Fundhöhe bewegt sich zwischen 1000 bis 1400 m ü. M. bis in die steilen Felswände oberhalb von Maruso. Der Pegmatitgang zeigt in vetikaler Richtung unterschiedliche Mineralisation. Beim muskovit-/feldspatreichen Pegmatit zeigt sich diese vor allem im Kontakt zu grobkristallinen Quarzpartien folgendermassen: vereinzelt Drusen bis 5 cm mit farblosen bis lichtblauen Beryllkristallen bis ca. 15 mm. Im Feldspat eingewachsene Berylle erreichen eine Länge bis 5 cm. Begleitmineralien sind Ferrotantalit (niobreich), Ferrocolumbit, Zirkon (klein) und radioaktive Oxyde. Im biotitreichen Zweiglimmerpegmatit ist Beryll kaum anzutreffen. Hier zeigen sich vor allem bis 5 cm grosse Biotitleisten. Im quarzreichen und grobkörnigen Pegmatit fehlt Beryll ganz. Zu finden sind in den Quarzhohlräumen korrodierter Orthoklas und Titanit.
- Adular: Rhomboedrisch, farblos, klein, teils verwachsen mit blätterigem Albit.
- Albit: Gesteinsbildend, auch als blätterige Massen (Cleavelandit).
- Allanit-(Ce): Dunkelbraune Kristallgarben, bis 5 mm, selten, zusammen mit Beryll.
- Almandin: Siehe unter Granat.
- Anatas: Selten, winzig, bläulichschwarz, quergerieft, teils versetzte Dipyramiden, unter 0.5 mm.
- Apatit: Flächenreich, kurzprismatisch, bis 2 mm, unter dem UV-Licht mit schwach gelblicher Fluoreszenz.
- Aquamarin: Siehe unter Beryll.
- Beryll: Eingewachsen: blassblau bis grünlich, auch gelblich und milchig trüb, bis 6 cm, in mirolitischen Partien bis 8 cm, grünlichblau, säulig, oft randlich rekristallisiert, in Drusen farblos klar bis aquamarinblau, bis fast 3 cm lang und 1 cm dick mit den Begleitmineralien Chlorit, Muskovit, Quarz (klein), Titanit (braun), Allanit-(Ce) und Polykras.
- Biotit: Gesteinsbildend, bis 7 cm, länglich, teils mit Muskovit belegt, teils auch chloritisiert, selten als Einschluss im Quarz.
- Bismutit: Auf rauchigen Quarzen im Tesinerhabitus, blassbraun, erdig, bis 2 mm zusammen mit Titanit, pseudomorph nach einem stengeligen Wismutmineral.
- Brookit: Braunschwarz, halbdurchsichtig, tafelig, bis 1 mm, selten.
- Chlorit: Feinkörnig, blassgrün, auch grobkörnige und grünlichschwarze Kugeln bis 1 mm Durchmesser.
- Cleavelandit:
- Ferrocolumbit:
Eingewachsen in Rauchquarzpartien, langtafelig, bis 8x18 mm, teils mit Endflächen.
- Gilbertit: Siehe unter Muskovit.
- Granat: Manganhaltiger Almandin. Zusammen mit Schörl und gelblichem Beryll, schlierig, feinkörnig, rundlich, orangerot, bis 1 mm. Selten als bis 6 mm grosse, rote und durchsichtige Rhombendodekaeder.
- Hyalit: Krustenartig, grauweiss bis farblos auf schmalen Rissen, im kurzwelligen UV-Licht mit grüner Fluoreszenz.
- Klinochlor: Siehe unter Chlorit.
- Laumontit: Prismenförmig, perlweiss, bis 3 mm.
- Malachit: Als Spaltenfüllung in derbem Quarz, erdig, grün.
- Manganomelan: Pulverig, schwarz, in Quarzdrusen.
- Markasit: Pseudomorph nach Pyrit, nierig-schalige Massen in Quarzdrusen, zusammen mit Manganomelan.
- Muskovit: Gesteinsbildende Konkretionen bis 4 cm, auch gelblich blätterig in Drusen.
- Opal: Siehe unter Hyalit.
- Orthoklas: Gesteinsbildend oder als blockige, gelblichweisse Kristalle bis 3 cm in Drusen.
- Polykras-(Y): Als winzige Leisten im Rauchquarz, freistehend auf Feldspat, unter 1.5 mm. Uranhaltiger Polykras-(Y), freistehend, bis mm-Länge, dunkelbraun. Feinkörnige Adern erreichen eine Länge bis 4 mm.
- Prehnit: Tafelig, rechteckig, farblos, unter 1 mm.
- Pyrit: Limonitisierte Würfel, bis 5 mm, in feinkörnigem Chlorit.
- Pyrrhotin: Sechseckige Blättchen, winzig, bronzebraun, bis 0.2 mm Durchmesser im Muskovit.
- Quarz: Rauchgrau, matt, teils mit Einschluss von Biotitblättchen oder als klare Kristalle im Tessiner-Habitus bis 2.5 cm, teils mit blauem Titanit belegt.
- Rutil: Selten, gedrungene tetragonale Prismen, schwarzmetallisch, bis 1 mm.
- Schörl: Siehe unter Turmalin.
- Strüverit: Als braune und dünne Lamelle, bis 2 mm oder als 4 mm grosse Tafel im Quarz und Orthoklas.
- Tantalit-(Fe): Tafelig, bis 8 mm, Mischkristall zwischen Ferrocolumbit und Ferroantalit. Eingewachsener Ferroantalit in gedrungener, rechteckiger und tafeliger Ausbildung.
- Titanit: Graublau, aluminiumreich, niobhaltig, auf Quarz, bis 1 mm. Braune Kristalle erreichen eine Grösse bis 3 mm, sind nicht niobhaltig und in sandigem grünem Chlorit zu finden.
- Turmalin: Als schwarze Masse, derb, bis 5 cm, teils zusammen mit Granat.
- Uraninit: Pechschwarz, körnig, radioaktiv, bis 2 mm, selten kuboktaedrisch und verzerrt, zusammen mit blauem Beryll, rauchigem Quarz und Zirkon.
- Uranopolykras: Schwarz, bis 1 mm, auf Albitklüften.
- Wismut: Gediegen, körnig, bis mm-Grösse, in Quarz.
- Zirkon: Verbreitet in der Nähe von Rauchquarz und Beryll, klein, graurosa, wachsgelb, prismatisch, bis 1.5 mm. Olivbraune Zirkone erreichen eine Grösse von 5 mm. Begleitmineralien sind Uraninit und Uranopolykras.

097_TI / Riviera, Valle del Molino, Claro, Santa Maria di Claro
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Riviera, Koordinaten ca.: 723200 / 124150
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 184 etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 269
Das Tal zieht sich westlich von Claro gegen den Madone hin. Unterhalb des Klosters liegen einige Pegmatitadern frei. Sie haben vor allem gute Beryllkristalle geliefert.
- Aktinolith: Gesteinsbildend.
- Anorthit: Zusammen mit Bytownit gesteinsbildende Mischkristalle.
- Apatit: Als Gesteinsgemenge.
- Beryll: Gelbliche bis bläuliche Färbung, in der Regel nur durchscheinend oder gar trüb, bis 7 cm Länge.
- Biotit: Als Gesteinsgemenge.
- Bytownit: Als gesteinsbildender Bytownit-Anorthit Mischkristall.
- Calcit:
- Diopsid:
- Epidot
: Graue bis licht- oder dunkelgrüne Exemplare, hellere Kristalle erscheinen durchsichtig.
- Granat: Leuchtend gelb- bis braunroter Farbton, klare Beschaffenheit, lebhafter Glanz, als Rhombendodekaeder und als Deltoidikositetraeder, bis 2 cm, zählt zu den schönsten schweizerischen Granat- (Hessonit-)Vorkommen.
- Hessonit: Eigentlich Grossular, bis 2 cm, leuchtend gelb- bis braunrot, zum Teil durchscheinend, Rhombendodekaeder und Ikositetraeder.
- Klinozoisit: Ist das am Reichlichsten vertretene Mineral.
- Muskovit:
- Pyrit:
Als Gesteinsgemenge.
- Quarz:
- Turmalin:
Schwarz.
- Vesuvian: Stellenweise reichlich, dunkelbraungrün, in der Regel ohne Terminalflächen, kurzsäulig, bis 2 cm.
- Wollastonit: Gesteinsbildend.
- Zirkon: Als Gesteinsgemenge.

098_TI / Riviera, Valle del Molino, Claro, Scubiago (Steinbruch)
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Riviera, Koordinaten ca.: 722050 / 124660 Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 277
Nördlich von Scubiago aus einem Steinbruch.
- Beryll: Bis 10 cm, blau.

099_TI / Cresciano
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Riviera (Cresciano), Koordinaten ca.: 720720 / 126670
Literatur:
- Graeser, St. & Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1974; Seite 265-277; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 178 etc.
Zwischen Osogna und Cresciano im Laventina-Granitgneis. Niobit-Tantalit als evtl. Mischkristall.
- Galenit:
- Matildit:
- Schapbachit:
Orthorhombisch, im Bleiglanz eingelagert.
- Tapiolit: Ein Tantaloxid, welches in der Schweiz äusserst selten zu finden ist. Selten in grösseren Kristallen.

100_TI / Misox, Cresciano, Pizzo Claro, Pizzo di Claro
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Riviera (Cresciano), Koordinaten ca.: 724550 / 128500
Literatur:
- Kopp, J.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1922-1923; Band 17; Heft 5; Seite 555 - 562; Zur Tektonik des Pizzo di Claro und der Wurzelzone im untern Misox
- Redaktion; Lapis; 2002; Heft 12; Seite 8
- Nyffeler, Martin; Schweizer Strahler; 1973; Seite 69-72; Über neue Mineralien aus dem Pegmatit von Cresciano
Der Fundort wird wie folgt angegeben: ..westlich von Cresciano am nahegelegenen Pizzo Claro.. . Der unter Cresciano aufgeführte Fund von Tapiolit ist evtl. hier einzuordnen. Von der Westseite des Berges wird Columbit erwähnt.
Kopp: Zunächst ist zu bemerken, dass in der Gegend des Pizzo di Claro mehrere stark verfaltete Marmorhorizonte anzutreffen sind. Die mächtigsten und deshalb auch zuerst aufgefundenen Marmorlager finden sich auf Pt. 2724 und Pt. 2670 des Pizzo di Claro. Der Marmor erreicht hier bis 10 m Mächtigkeit und ist grobkristallin ausgebildet, im Anschlag weiss, jedoch von gelblich-bräunlicher Anwitterungsfarbe. Im Kontakt mit dem Marmor trifft man sowohl am Pt. 2724 wie am Pt. 2670 Strahlsteinschieferlagen; an letzterem Orte sind sogar mehrere Grünschieferhorizonte dem Marmor eingelagert.
- Andalusit:
- Beryll:
Auf dem Pizzo di Claro bis 30 cm, oft stark verformt. Pegmatit im Gneis mit Turmalin, Granat und Quarz.
- Calcit:
- Columbit-(Fe):
- Granat:
- Kyanit:
- Tapiolit:
(Ferro-) seltenes Erz, hier für die Schweiz erstmals gefunden im Jahre 1938, bis 1 cm Durchmesser, flachdipyramidal (Casasopra, 1938).
- Turmalin: Besonders reiche Vorkommen in der Region dieses Berges.
- Uraninit:

101_TI / Cresciano, Osogna
Region: Bezirk Riviera / Gemeinde Riviera (Osogna), Koordinaten ca.: 719270 / 130130
Literatur:
- Nyffeler, Martin; Schweizer Strahler; 1973; Seite 69-72; Über neue Mineralien aus dem Pegmatit von Cresciano
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 181,184
Im Steinbruch (u.a. Michele Antonini) nördlich des Dorfes, bei der Bahnstation Osogna gibt es einige grobkörnige Pegmatitadern. Hier und in der Umgebung (beim Strassenbau) sind die aufgeführten Mineralien gefunden worden.
- Adular:
- Apatit:
- Beryll:

- Chalkopyrit: Klein, als Einschlüsse.
- Chlorit:
- Cosalit:
Vermutlich, silbergraue und xenomorphe Gebilde, wenige mm Durchmesser, meistens zusammen mit Zinkblende/Magnetkies.
- Epidot:
- Granat:
- Ilmenit:
Als kleine schwarze Plättchen.
- Laumontit: In sehr scharfer Ausbildung, gross, schneeweiss.
- Muskovit:
- Orthoklas:
In ausgezeichneten Individuen.
- Prehnit:
- Pyrit:
Klein, als Einschlüsse.
- Pyrrhotin:
- Quarz:
- Rutil:
- Sphalerit:
Erstmals in der Schweiz in einem Pegmatit gefunden, tiefschwarze Farbe.
- Tapiolit: In kristallografisch bemerkenswerten Exemplaren.
- Titanit:
- Turmalin:
- Zeolithe:
 
102_TI / Val Bavona, Avegno, San Carlo (nordöstlich)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Avegno, Koordinaten ca.: 683750 / 140250
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 253
Nordöstlich von San Carlo und östlich von Avegno.
- Adular:
- Chlorit:
- Quarz:
Spitzrhomboedrisch.

103_TI / Valle di Campo, Alpe d'Arnàu (Arnau), Fornaci d'Arnàu
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Campo (Vallemaggia), Koordinaten ca.: 683550 / 124370
Literatur:
- SMPM, Band 43, Heft 1, 1963, Festschrift Robert L.Parker, zu seinem 70. Geburtstag, 1. Mai 1963, Seite 288
Bei den aufgeführten Koordinaten befindet sich ein Klinochlor-Tremolit-Diopsid-Forsterit-Klinohumit-Marmor.
- Diopsid:
- Forsterit:
- Klinochlor:
- Klinohumit:
- Marmor:
- Tremolit
:

104_TI / Cevio, Kastelhorn
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 678320 / 141720
Literatur:
- Hügi, Theodor; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1956; Band 36; Heft 2; Seite 497 - 511; Verbreitung des Berylliums und der Berylliummineralien in den Schweizer Alpen
Th. Hügi erwähnt Beryllvorkommen vom Kastelhorn. Nähere Angaben fehlen. Die Koordinaten zeigen auf das Kastelhorn.
- Beryll:

105_TI / Robiei, Basodino, Basòdino
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 681530 / 141570
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 75
- Weiss, Stefan; Lapis; 1995; Heft 6; Seite 25
- Weiss, Stefan; Lapis; 2013; Heft 12; Seite 12-16; Eisenrosen und Bergkristall vom Basodino, Tessin.
Südlich des Höhepunktes 2420, zwischen den beiden Seen der sogenannten 'Seensenke' im Konglomeratengneis. Im Lapisheft 1994/6 ist auf Seite 26 der Fundort abgebildet. Es wird auch die östliche Moräne auf 2435 m ü. M. als Fundort erwähnt. Neuere Funde stammen auch aus höheren Lagen (Südgrat auf über 3000 m ü. M.).
- Adular: Südgrat: bis 10x2,5x4 cm.
- Albit: Als Kruste.- Ankerit: ?, ockergelb, limonitisiert.
- Beryll: Blassblau bis blau, bis 12 mm, sehr spröde, Aggregate bis 1.5 cm (2.5 cm).
- Calcit: Bräunliche Rhomboederkern, mit farblosen skalenoedrischen Aufwachsungen zweiter Generation. Südgrat: bis 5x3,5 cm.
- Eisenrose: Plattig, bis 28 mm Durchmesser.
- Epidot: Südgrat.
- Heulandit: Vom Südgrat.
- Hämatit: Südgrat: bis 30x40x10 mm, in einem chloritisierten Hornblendit.
- Ilmenit: Bis 2.5 cm, schwarzglänzend.
- Muskovit: Silbrig, bis 1.8 cm.
- Quarz: Zum Teil rauchig, im Übergangshabitus, auch mit Rutileinschlüssen.
- Rutil: Bis 1 cm.
- Stellerit:

106_TI / Robiei, Naret, Lago Scuro (östlich)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 687560 / 148150
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 364
In der sog. 'zweiten grossen Apatitkluft'.
- Apatit:
- Chlorit:
- Hydroxylapatit:
- Klinozoisit:
- Quarz:
- Scheelit:
Nur ein einzelnes Exemplar: Fund 1994, 5.4 x 3.3 cm, weiss, durchscheinend, rauhe Oberfläche (Duthaler, 1995).
- Titanit:

107_TI / Robiei, Naret, Pizzo Sasso Nero (Nordgrat), Passo Sasso negro
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 686140 / 146810
Literatur:
- Weiss, Stefan & Hofmann, Beda; Lapis; 2003; Heft 10; Seite 30-31
Aus einer Kluft im Hornblendegneis. Die Koordinatgen zeigen auf diese Bergspitze bei Sasso Nero.
- Prehnit:
- Titanit
: Rotbraun.

108_TI / Robiei, Passo Sasso Nero, Passo Sasso negro
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 686400 / 147100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 183
Passübergang vom Lago Narèt ins südlichere Valle di Peccia.
- Adular:
- Amianth:
- Chlorit:
- Epidot:


109_TI / Robiei, Poncione di Valleggia
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 681450 / 146580
Literatur:
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1998; Heft 2; Seite 271 - 272; Fund eines Morions im Tessiner-Habitus am Poncione di Valleggia (Bedrettotal) TI
In den Hängen, rechts der Cavagnoli-Staumauer, ca. 120 Meter über dieser, am Abhang gegen die Robiei.
- Morion: Bis 6 cm, Tessinerhabitus.

110_TI / San Carlo, Pianche di Basodino, Pianche di Basòdino, Cantèsc
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 682060 / 141420
Literatur:
- Weiss,Stefan; Lapis; 1982; Heft 7-8; Seite 17-25; Das Cavagnoli-Gebiet
Nordwestlich von San Carlo in Felssturzmaterial herkommend vom Pianche di Basodino nach Cantèsc. Hier in kleinen Klüften des Bündnerschiefers am Kontakt zum Kalkmarmor und Dolomit.
- Calcit: Skalenoeder, bis 3.5 cm.
- Markasit: Braun, oxidiert, flächenreiche Aggregate bis 3 mm Durchmesser.
- Muskovit: Silbrig, farblos, pseudohexagonal, Blättchen bis 1.5 cm Durchmesser.
- Pyrit: Würfelig, parkettiert, bis 6 mm.
- Pyrrhotin: Goldbraun, hexagonal-tafelig, magnetisch, bis 5 mm Durchmesser.
- Quarz: Farblos, bis 2.5 cm.
- Rutil: Stängelig, schwarz, blutrot durchscheinend, bis 6 mm.

111_TI / Val Bavona, Campo, Corte grande
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 684830 / 141190
Literatur:
- Burckhardt, Carl Eduard;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1942; Band 22; Heft 1; Seite 293-306; Geologie und Petrographie des Basodino-Gebietes (nordwestliches Tessin)
N von Corte grande bildet er grosse, bis 15 cm lange, fächerförmige Büschel und füllt mit Calcit zusammen das ganze Gestein. Nach den Brechungsindices und der Auslöschungsschiefe der Spaltstücke handelt es sich um einen Tremolit, der ungefähr 1/5 Aktinolith-Substanz enthält. Diese Tremolitbildung hängt mit einem primären lokalen Tongehalt des Dolomits zusammen. bläulichen bis weissen, massigen Marmore ziehen sich von Campo im Val Bavona bis N Corte grande an der Basis der Bündnerschiefer der Teggiolo - Mulde hin. Sie können bis 40 m mächtig werden. Von den weissen, massigen Triasmarmoren sind sie durch eine Quarzitbank getrennt. Im Handstück sind sie von ihnen nicht zu unterscheiden, sodass sich eine weitere Beschreibung erübrigt. Mit derselben Signatur sind weitere Marmorzüge S Pt. 3045 angegeben.
- Marmor: Bläulichweiss.
- Tremolit: Bis 15 cm lange, fächerförmige Büschel.

112_TI / Val Bavona, Cavergno (Steinbruch)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 689870 / 133320
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 260 Nordwestlich von Cavergno liegt ein Steinbruch der einige Mineralien hergegeben hat.
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Quarz:


113_TI / Val Bavona, Lago Nero
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 684610 / 144820
Literatur:
- Günthert, A.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1953; Band 33; Heft 1; Seite 159 - 167; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz; Plagioklase aus Klüften der Tessiner Alpen
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 305
Im oberen Val Bavona gelegen. Günthert: N Lago Nero, Val Bavona (am Pass ins Val Peccia), Koordinaten ca. 684.55 / 145.3: Quarz, Prehnit.
- Andesin: In Hornblendegneis, zonar und unzonar, Albit-Oligoklas, Oligoklas-Andesin, zusammen mit Quarz und Prehnit (Günthert, 1953).
- Prehnit:
- Quarz:


114_TI / Val Bavona, Lago Nero, Cima della Donne
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 684370 / 145500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 181,182
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 305
Unter den Fundstellen in der Robiei muss auch die Region des östlich gelegenen Lago Nero erwähnt werden. Vor allem am nördlichen Berggrat (Cima della Donne) sind mehrere Klüfte ertragreich gewesen.
- Albit:
- Apatit:
- Chlorit:
- Magnetit:
Gesteinsbildend im Chloritschiefer auf dem Weg zu der obigen Lokalität, oktaedrisch oder selten kuboktaedrisch, nur wenige mm gross.
- Muskovit:
- Prehnit:
In Krusten und auf dem Quarz.
- Quarz:
- Titanit:
- Turmalin:


115_TI / Val Bavona, Passo di Lago Nero, Passo del Sasso Nero, Passo Sasso Nero
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 686450 / 147100
Literatur:
- Rizzi, Flavio; Schweizer Strahler; 1988; Seite 168-171; Axinitfund im oberen Maggiatal
In der Literatur wird der 'Passo di Lago Nero' erwähnt. Vermutlich handelt es sich dabei um den 'Passo del Sasso Nero'. Eine Möglichkeit ist aber auch der 'Bochetta del Lago Nero' (Karte 1271, 145.3 / 684.65, 2500 m ü. M.), als Übergang vom Valle di Sasso Nero und dem Lago Nero.
- Adular:
- Ferroaxinit:
- Prehnit
:

116_TI / Val Bavona, Robiei, Alpe Lielpe
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 683650 / 144170
Literatur:
- Lauert, H. Nikolaus; Schweizer Strahler; 1976; Seite 30-32; Über verschiedene Mineralfunde im obersten Val Bavona (TI)
Nur wenig östlich des Stausees Robiei im hintersten Val Bavona.
- Adular: 1 - 2 cm.
- Albit:
- Amianth:
- Apatit:
- Biotit
: Reichlich, in relativ guten Kristallen, belegt mit kleinen Rutilnadeln.
- Calcit: Bis 4 cm, belegt mit Dolomit und Biotit.
- Chabasit: Nur spärlich.
- Chlorit:
- Epidot:
- Fadenquarz:
Nur wenige mm.
- Heulandit: Bis 2.5 cm, häufig, durchsichtig.
- Laumontit:
- Pyrit:
Klein, Pentagondodekaeder, auf dem Heulandit, bis 7 mm.
- Quarz: Spitzrhomboedrisch, bis 8 cm.
- Rutil: Klein.
- Sagenit:
- Stilbit:
Massenweise, auf dem Calcit, bis 3.5 cm grosse Garben.
- Zepterquarz: Nur wenige mm.

117_TI / Val Bavona, Robiei, Alpe Lielpe (südöstlich)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 683650 / 144170
Literatur:
- Günthert, A.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1953; Band 33; Heft 1; Seite 159 - 167; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz; Plagioklase aus Klüften der Tessiner Alpen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 182,183
Südöstlich der Alp ist aufgeführte Paragenese anzutreffen. Günthert: SE Alpe Lielpe, Val Bavona; Kote 2500 m: Quarz, Klinozoisit, Chlorit. Nach Taddei (1937), ferner: Ilmenit, Prehnit.
- Adular:
- Aktinolith:
- Brookit:
Selten.
- Chlorit:
- Ilmenit:
- Klinozoisit:
- Laumontit:
- Pennin:
- Plagioklas:
- Prehnit:
- Quarz:
- Rutil:


118_TI / Val Bavona, Robiei, Arzo, Pianca Rossa
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 681870 / 144200
Literatur:
- Weiss,Stefan; Lapis; 1982; Heft 7-8; Seite 17-25; Das Cavagnoli-Gebiet
Culoir östlich des Arzo und Pianca Rossa, nordwestlich Robiei in spaltenförmigen Klüften bis ca. 0.2 x 1.2 x 2 Meter, in Biotitgneisen bis Glimmerschiefern.
- Chlorit:
- Markasit:
- Muskovit
: Hexagonal - dünnblätterig, subparallele bis rosettenartige Verwachsungen, silbrig, glänzend, gelblichbraun, bis 1.7 cm Durchmesser.
- Periklin:
- Pyrit:
Schwarzglänzend, kuboktaedrisch, zum Teil limonitisiert.
- Quarz: Farblos, extrem spitzrhomboedrisch, Tessiner-Habitus, bis 23 cm, einzelne Prismenflächen oft matt oder chloritisiert.
- Rutil: Nadelig, bis 1.5 cm, auch im Quarz, wurde auch als hohle Kristallbündel gefunden (2.5 x 10 mm).

119_TI / Val Bavona, Robiei, Capanna del Basodino, Capanna del Basòdino
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 682650 / 143690
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 256
Beim Bau der Strasse an einem Felskopf, gegenüber der Basodino-Hütte, auf ca. 1880 m ü. M.
- Ankerit:
- Calcit:
- Chalkopyrit:
Als kleine Bisphenoide.
- Muskovit:
- Pyrit:
- Pyrrhotin:
Begrenzt durch das hexagonale Prisma und durch die Basis.
- Quarz:
- Rutil:
Zum Teil in weissen Blättchen, pseudomorph nach Ilmenit.
- Sphalerit:

120_TI / Val Bavona, Robiei, Cavagnoli, Arzo (Nordflanke)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 681022 / 144677
Literatur:
- Weiss, Stefan; Lapis; 2005; Heft 1; Seite 13-24, 37-39
- Weiss, Stefan; Lapis; 2017; Heft 12; Seite 26 -28; Kugeliger Titanit vom Lago Sambuco, Schweiz
Ein Quarzband, welches unterhalb einer recht eigenartigen Senke in aplitischen, völlig verbogenen und brekziiert aussehenden Gneisen verläuft. Im Lapis, Ausgabe 2005, Heft 01, ab Seite 13 ist ein ausführlicher Bericht über die Lage der Kluft sowie über das vorkommende Gestein, sowie mehreren Skizzen.
- Albit: Selten als zellige Kristallrasen und Skelettkristalle auf zersetztem Nebengestein.
- Anatas: Sehr selten, bläulich-schwarz, bis 0.5 mm.
- Ankerit: Limonitisiert, hellgelb bis graugelb.
- Biotit: Als hauchdünne, goldbraune Blättchen.
- Calcit: Angelöste, pastellgelbe, plattige Aggregate.
- Chlorit: Schwärzlichgrün, kugelig-blätterig.
- Epidot: Nur in Spuren.
- Euklas: Farblos, 16 x 8 x 4 mm, reichlich Kristalle (ca. 1500, wobei ca. 1000 Stück unter 2 mm), Doppelender, auch auf Quarz aufsitzend, in der Grösse von 1 - 12 mm, teilweise mit Rutileinschluss und weisse Nadeln enthaltend. Diese wurden als ein deutlich chlorhaltiges Natrium-Silikat bestimmt, das Calcium nur in Spuren enthält. Eine solche Zusammensetzung besitzen nur chlorreiche Skapolithe, die dem Endglied Marialith sehr nahe kommen.
- Ilmenit: Umgesetzt, bis 5 mm Durchmesser, Aggregate bis 12 mm, nur im Quarz erhalten geblieben sonst umgewandelt in Rutil/Sagenit.
- Klinozoisit: Nur in Spuren.
- Muskovit: Silbrigweiss, feinblätterig.
- Pyrrhotin: Tafelige, mit Chamosit überzogene Pseudomorphosen, bis 26 mm.
- Quarz: Im Tessiner-Habitus, schlank, vollkommen wasserklar, bis 34 cm Länge und 13 cm Durchmesser.
- Rutil: Reichlich, strohgelb, rötlichschwarz, bis 2 mm.
- Sagenit: Bis 15 mm.
- Titanit: Auf der Nordseite am Gletschertraubige, braungelbe Gruppen bis 5 mm, zusammen mit Quarz und reichlich Turmalin.
- Turmalin: Als Schörl-Dravit, braunschwarz, stengelig, bis 4 mm.

121_TI / Val Bavona, Robiei, Cavagnoligletscher, Ghiacciaio Cavagnoli, Cavagnöögletscher, Ghiacciaio del Cavagnöö, Cavagnoligebiet
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 680750 / 145130
Literatur:
- Bizzozzero, Giorgio; Schweizer Strahler; 1996; Heft 4; Seite 513 - 517; Der blaue Titanit von Fiorina (TI)
- Hoefs, J. & Stalder, Hans Anton; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1977; Band 57; Heft 3; Seite 329 - 347; Die C-Isotopenzusammensetzung von CO2-haltigen Flüssigkeitseinschlüssen in Kluftquarzen der Zentralalpen-
Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 173
- Weiss, Stefan; Lapis; 1989; Heft 2; Seite 28
- Weiss,Stefan; Lapis; 1982; Heft 7-8; Seite 17-25; Das Cavagnoli-Gebiet
- Weiss, Stefan; Lapis; 2015, Heft 10; Seite 12 - 17; Farbige Turmaline aus dem Cavagnoli-Gebiet, Schweiz
Die Koordinate zeigt auf den Punkt B.
A: Westlich des Punktes 2705, auf der breiten Felszunge zwischen den beiden Gletschern auf 2670 m ü. M.
B: Das Fundgebiet liegt am Ostende des Gletschers (auch als Ghiacciaio del Cavagnöö bezeichnet) und hat zahlreiche Klüfte hergegeben.
C: Cavagnoli oberhalb Punkt 2559, südöstlich Cavagnoli, sowie am Felskopf bei Punkt 2322, Cavagnoli-See. Kluftgrösse bis 0.5 x 2 x 5 Meter. Oft fiederförmig gestaffelte Anordnung der Klüfte. Abbildungen im Lapisheft 1982.
D: Punkt 2529, südöstlich des unteren Cavagnoli-Gletschers (Ghiacciaco del Cavagnöö).
E: Punkt 2561.
F: Unterer Cavagnoligletscher, südöstlich Punkt 2529, in nur 5 cm schmalen Klüftchen.
G: Mittleres Cavagnoligebiet, nordöstlich des Punktes 2705 in mittleren bis grossen Klüften in hellfaserigem Konglomerationsgneis.
H: Unterer Cavagnoligletscher, nordöstlich Punkt 2789, südwestlich des unteren Cavagnoligletschers. Klüfte bis isometrische Hohlräume, in groben Konglomerationsgneisen.
I: Mittleres Cavagnoligebiet zwischen Punkt 2705 und 2561. Unregelmässige Hohlräume und Klüfte am Kontakt oder in der Nähe von Amphibolitlinsen zu hellen Konglomerationsgneisen.
J: Cavagnoli, südöstlich Punkt 2529.
K: Cavagnoli, Punkt 2652. Im Dolomit, am Kontakt zu Biotitgneis, in kleinen Klüften.
L: Cavagnoli-See. Strasse und Geländeaufschlüsse am Felskopf bei Punkt 2322. Bis grosse, scharf begrenzte Klüfte in Faser- und Konglomerationsgneis in Quarzknauern, am Kontakt zu Hellglimmerschiefern und Dolomit. Spalten bis 3 mm Ausmass und mit breiter Auslaugungszone im Nebengestein.
Hoefs (1977): Gh. dei Cavagnöö, Val Bavona, Koordinaten: 680.76/145.30. Im Psammit-Gneis der Lebendun-Decke: Quarz, Adular, Albit, Calcit, Muskovit, Anatas, Pyrit, Ankerit.
Weiss, 2015: auf 2615 m ü. M., 500 Meter südwestlichder Bochetta di Formazzorain einer hellgrau gebänderten, dem Quarzit vorgelagerten Gesteinsrippeeine Kluft mit bis zu 10 cm grossen, teils zerschnitten Bergkristallen und in diesem eingelagerte Turmanlinstengel.
GPS: 679.760 / 145.475. Kluftinhalt: Quarz, Turmalin. Klein: Adular, Rutil, Muskovit, Calcit, Pyrit und Albit.
- Adular: A: kurzprismatisch, gestreckt, bis 2 cm, B: reichlich, bis 6 cm und mehr, kurzsäuliger Habitus, D: milchigweiss, oft verzerrte pseudo-rhomboedrische Kristalle, im Maderaner-Habitus, bis 12 cm, Kantenlänge, bis 7 kg, Parallelverwachsungen von bis zu 2 cm grossen Einzelkristallen zu Aggregaten bis 7 cm, in braunem, faserigem Konglomerationsgneis, E: G: pseudorhomboedrisch, weiss, H: farblos bis weiss, gestreckt, Fibbia-Habitus, bis 12 mm, I: pseudorhomboedrisch, bis 7 mm, porzellanweiss, reihenweise aggregiert bis 3 cm, L: Rhomboeder, milchigweiss, bis 7 cm, zum Teil stark verzerrt, dann mit deutlicher Flächenriefung.
- Albit: A: porzellanweiss.
- Anatas: B: einfache, spitzpyramidale Form, gelbbraun, D: klein, grünlich, orange, rot, dipyramidal, E: orangerot bis rot, dipyramidal, eingewachsen bis 1 mm, G: schwarzglänzend, spitz-dipyramidal, auf Quarz, bis 2 mm.
- Ankerit:
- Brookit:
E: feinblätterig, orangegelb, bis 2 mm, oft auf orangeroten Anataspyramiden aufsitzend.
- Calcit: A: weiss, wenig, I: bis 8 cm, weiss, tafelig, mit aufsitzendem Adular, K: weiss, bis 2 mm, diskusförmig, L: farblos, zum Teil korrodierte Skalenoeder, bis 1 cm, meistens auf Muskovit.
- Chlorit: B: auch im Adular, D: hell- bis blassgrün, feinsandig, E: feinsandig, grün, G: sandig, körnig, dunkelbläulichgrün, I: L: hellgrün, sandig.
- Dravit: Siehe unter Turmalin, Weiss, 2015.- Eisenrose: L: selten, bis 2.5 cm, schwarzglänzend und flachtafelig.
- Epidot: L: sehr selten, oft in Hohlräumen des Nebengesteins, nadelig, fein, blassgrün, bis 2 mm.
- Hämatit: H: in Rosetten, flachtafelig, bläulichschwarz, glänzend, bis 16 mm Durchmesser, zusammen mit Muskovit, L: pseudohexagonal-plattig, zum Teil aggregiert bis 6 mm, selten als Eisenrosen bis 2.5 cm.
- Ilmenit: B: D: als Übergangsmineral von Rutil, blätterig, bläulichschwarz, auch als feinblätteriger Einschluss im Quarz G: dünnblätterig, zum Teil ausgefiedert, bläulichschwarz, im Quarz, bis 15 x 25 mm.
- Limonit: D: rotbraune Verwitterungspseudomorphosen nach Siderit, bis 1 cm grosse Aggregate, flachverzerrt, gekrümmt, rhomboedrisch, K: L:
- Muskovit: A: dünnblätterig, silberglänzend, B: tafelig, sechseckig, reichlich, D: feinblätterig, farblos, klein (3-4 mm), E: bis 5 mm Durchmesser, H: pseudohexagonaltafelig, bis 1.5 cm Durchmesser, I: K: feinblätterig, farblos, bis 7 mm Durchmesser, L: häufig, ganze Flächen bedeckend, silbergrau, tafelig, bis 2.6 cm.
- Periklin: L: porzellanweiss, krustig, bis 5 mm.
- Pyrit: B: E: parkettiert, limonitisiert, würfelig, bis 10 mm K: rot oxidiert, parkettiert, würfelig, bis 2.1 cm.
- Quarz: A: hell, leicht rauchig, Tessiner-Habitus, bis 10 cm, B: klar bis milchig weiss, auch als Artischockenquarz, E: nadelig, oft chloritisiert, klein, bis 1.5 cm, milchig, auch Phantomkristalle, F: farblos bis halbdurchsichtig, bis 4 cm, Nadelquarz bis 2 cm, G: selten rauchig, bis 10 cm, meistens wasserhell und in perfekter Ausbildung, H: farblos, wasserhell, bis 4 cm und mehr, K: bis 1.1 cm, L: farblos bis wasserhell, zum Teil extrem spitzig, im Tessinerhabitus, oft mit verheilten Flächen, bis 10 cm, zum Teil durch Muskovit oder Adular wachstumsbehindert. Weiss, 2015: bis 5 cm, mit Turmalinnadeln.
- Rauchquarz: A: D: blass - rauchbraun, wenig aber dafür oft recht gross, bis 70 cm, Übergangshabitus H: tiefbraun, bis 5 cm und mehr, Tessiner-Habitus.
- Rutil: A: stahlglänzend, längsgerieft, stengelig, bis 22 mm, auch Kniezwillinge (nicht selten), B: auch kleine, dicksäulige Zwillinge, D: grauschwarz, stark metallglänzende Sagenitgitter, bis 3 cm Durchmesser, häufig in lomonitisiertem Siderit, H: blutrot, bis 2 mm, auf dem Hämatit, wenig Anzeichen zur Sagenitbildung, auf Nebengestein orange bis rot, dann als flache radiale Aggregate bis 10 mm Durchmesser, I: L: bis 7 mm, nadelig, orange bis gelbe Sagenitanfangsbildungen
- Sagenit: B:
- Siderit: A: rotbraun bis ockergelb limonitisiert.
- Titanit: Blau, bis 5 mm, I: hellbraun, linsenförmig, bis 3 mm, L: bis 1.5 cm, hellbraun, auf Muskovit.
- Turmalin: B: braun, J: eingewachsen und in Klüften von Quarzknauern innerhalb von braunem Biotitgneis, in der Nähe zum Dolomit und Kalkschiefer, in farblosem Quarz, 1 bis 2 cm, wirrstrahlig, schwarz, oft bläulich angelaufen, auch dunkel- bis schwarzbraun und durchscheinende bis durchsichtige Stängel oder Nadeln, K: schwarzbraun, durchscheinend, nadelig, bis 7 mm, auf und im Quarz. Weiss, 2015: Turmalinstängel bis 1 cm in und auf Quarz, orange, orangebraun, gelbgrün. Lose Einzelkristalle bis 3 x 2 cm.
- Xenotim: A: wachsgrün, dipyramidal, meistens auf Rutil, bis 1.5 mm.

122_TI / Val Bavona, Robiei, Cavagnoligletscher, Ghiacciaio Cavagnoli, Cavagnöögletscher, Ghiacciaio del Cavagnöö, Marchhorn
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 678812 / 144450
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
Im Konglomeratgneis der Lebendun-Decke (Moriggia & Weiss, 1991, 1997). Koordinaten genau.
- Allanit: Stängelig, bis 5 cm, pechschwarz.
- Hydroxylbastnäsit:
- Monazit:
- Morion:
- Rutil:


123_TI / Val Bavona, Robiei, Cavagnoligletscher, Ghiacciaio Cavagnoli, Cavagnöögletscher, Ghiacciaio del Cavagnöö, Pizzo dell'Arzo (nördlich)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 681020 / 144400
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 22
Siehe auch unter Fundort 'Cavagnoli, Cavagnöö (allgemein)'.
- Adular: Milchigweiss, Maderaner-Habitus, verzerrt, bis 7 kg, teils sägeartig aggregiert, Kristalle bis 40 cm.
- Anatas:
- Brookit:
- Chlorit:
- Goethit:
- Ilmenit:
- Muskovit:
- Rauchquarz:
Zum Teil recht gross.
- Rutil:
- Siderit:


124_TI / Val Bavona, Robiei, Cavagnoligletscher, Ghiacciaio Cavagnoli, Cavagnöögletscher, Ghiacciaio del Cavagnöö, Pizzo dell'Arzo, Fianca d’Arzo
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 681010 / 144390
Literatur:
- Weiss, Stefan; Urner Mineralienfreund; 1988; Heft 2; Seite 21
Es handelt sich hier vorwiegend um das klassische Fundgebiet des unteren (südöstlichen) Gletscherteils. Dieser Teil ist auch unter dem Namen 'Fianca d'Arzo' ein Begriff geworden. Interessant ist auch die Zone zwischen dem unteren und oberen Gletscherteil. Im 'Urner' 1988-2, Seite 23: Bild der Fianca d’Arzo und des Pizzo dell'Arzo mit unterem Cavagnoligletscher sowie ein Fundstellenplan und Abbildungen von dort gefunden Mineralien. Siehe auch unter Fundort 'Cavagnoli, Cavagnöö (allgemein)'.
- Adular: In Gruppen, Kantenlänge bis 14 cm.
- Anatas: Auf Adular, klein, bis 2 mm, pyramidal, rot.
- Chlorit: Hellgrün.
- Ilmenit: Meisten als Einlagerung im Quarz.
- Muskovit:
- Pyrit:
In kleinen Würfeln.
- Quarz: Farblos bis rauchig, in ansehnlicher Grösse, bis 35 cm.
- Rutil: Orangerot.
- Sagenit: Stahlgrau, orangerot, blutrot.
- Siderit: Limonitisiert.
- Xenotim: Wachsgrün, dipyramidal, bis 1.5 mm.

125_TI / Val Bavona, Robiei, Cavagnoligletscher, Ghiacciaio Cavagnoli, Cavagnöögletscher, Ghiacciaio del Cavagnöö, Pizzo dell'Arzo, Mezzalingua
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 680500 / 144500
Literatur:
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1986; Seite 242-245; Helle und dunkle Rauchquarze mit Tessiner-Habitus
- Weiss, Stefan; Lapis; 1998; Heft 2; Seite 36-37
Im Bereich zwischen diesen beiden Lokalitäten. 1965 gelang dem Strahler Gilberto Leonardi der aussergwöhnliche Quarzfund am Cavagnoligletscher.
- Adular:
- Quarz: Grosse Kristalle mit folgenden Ausmassen: 75 cm hoch, Basis 60 cm, 114 kg, leicht rauchig, Tessiner-Habitus, 70 cm hoch, Basis 31 cm, 44 kg. In der Kluft befanden sich zudem ca. 500 kg Quarzsplitter.

126_TI / Val Bavona, Robiei, Fiorina
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 679000 / 143000
Literatur:
- Bizzozzero, Giorgio; Schweizer Strahler; 1996; Heft 4; Seite 513 - 517; Der blaue Titanit von Fiorina (TI)
- Weiss, Stefan; Lapis; 1993; Heft 3; Seite 28
Gegend nördlich des Basodinogletschers.
- Adular: Auch in grösserer Menge, gelblich, bis 6 cm.
- Hämatit: Metallisch glänzend, bläulich, stahlgrau bis eisenschwarz, meistens bis 2 cm Durchmesser, bestehend aus dünnblätterigen Einzelkristallen, bis 4 cm.
- Limonit:
- Muskovit:
- Periklin:
- Pyrit:
Bis 5 cm grosse Knollen.- Rauchquarz:
- Rutil: Orangerot bis dunkelrot, bis 3.5 cm.
- Siderit:
- Titanit:
Blau, klein, bis ca. 2 mm.

127_TI / Val Bavona, Robiei, Lag Matörgn
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 680140 / 143828
Literatur:
- Weiss, Stefan; Lapis; 1993; Heft 3; Seite 28
400 Meter nordwestlich des Lago dei Matörgn auf 2650 m ü. M. Die Koordinaten zeigen auf den See. Die Höhenangabe bezieht sich aber auf den Fundpunkt.
- Muskovit:
- Quarz:
Reichlich, Tessiner-Habitus, zum Teil rauchig, bis 35 cm und 10 kg, Abbildungen im Lapisheft.
- Rutil: Im Quarz.

128_TI / Val Bavona, Robiei, Lago Bianco
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 683000 / 145250
Literatur:
- Foradini, Eugenio; Schweizer Strahler; 1997; Heft 2; Seite 52 - 54; Phenakit vom Lago Bianco (Robiei TI)
In der Umgebung.
- Adular:
- Calcit:
- Glimmer:
- Periklin:
- Phenakit:
Bis 3 mm.

129_TI / Val Bavona, Robiei, Lago Bianco (Nordseite)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 683000 / 145700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 172,181
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 259
Der See liegt nur wenig oberhalb der Bergstation Robiei. Reiche Fundstellen sind vor allem nördlich oberhalb des Sees bekannt geworden.
- Adular:
- Albit:
- Amianth:
Faserig, auch in Form von Bergleder.
- Andesin: Ob es sich hier um das Andesitgestein oder um das Mineral Andesit (im Andesingestein) handelt ist nicht ganz klar (bestimmt durch Günthert, 1953).
- Chlorit:
- Epidot:
Lebhaft gelbgrün, auch mit Endflächen.
- Heulandit:
- Laumontit:
- Plagioklas:
- Prehnit:
Reichlich, krustige Aggregate, grau bis zartgrün bis bläulich.
- Quarz: Oft in grösseren Kristallen, meistens schlecht entwickelt.
- Titanit: Hellgelb, auch als Kontaktzwillinge.

130_TI / Val Bavona, Robiei, Lago Bianco (Ostseite)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 683090 / 145310
Literatur:
- Günthert, A.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1953; Band 33; Heft 1; Seite 159 - 167; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz; Plagioklase aus Klüften der Tessiner Alpen
- Weiss, Stefan; Lapis; 1989; Heft 2; Seite 30
Am Ostufer des Lago Bianco aus schwammartigen Sturzblöcken. Auch wenige Meter unterhalb der Strasse zum Cavagnolisee. Das Felsmaterial besteht aus dunkelgrauem Hornblendegneis, durchzogen von kavernösen, beigeweissen Aplitzonen. Das Sturzmaterial stammt vermutlich aus den schwer zugänglichen Felswänden, südwestlich des Punktes 2474 (am Cristallina-Weg).
In 2300 - 2400 m ü. M. Dort ist ein Abriss erkennbar. Im Lapisheft sind Bilder über die Fundregion und einigen Mineralien enthalten.
Günthert: E Lago Bianco, Val Bavona; Koordinaten ca. 685.45 / 145.4: Quarz, Adular, Epidot, Prehnit, Laumontit, Chlorit, Pyrit. Nach Taddei (1937) ferner: Titanit, Amianth, Heulandit.
- Adular: Bis 2.5 cm, weiss getrübt, meistens chloritisiert.
- Amianth:
- Ankerit: Gelblichbraun bis grau, massig, meist stark korrodierte Rhomboeder, bis 0.5 cm.
- Apatit: Sehr selten, bis 5 mm, grünlichweiss, gedrungen, auf Rutil und Phenakit.
- Calcit: Angelöst, skalenoedrisch, bis 5 mm.
- Chlorit:
- Epidot:
- Heulandit:
- Hämatit:
Eisenschwarz, metallglänzend, Rosetten bis 5 mm Durchmesser, auch krustig im Ankerit.
- Laumontit:
- Muskovit
: Auf Adular und Aplitmatrix, silbrig, selten als pseudohexagonale Tafeln, bis 5 mm.
- Phenakit: Hochglänzend, kurzsäulig, sechsseitig, bis 2 mm, im Kern meistens durch Chlorit pastellgrün gefärbt, manchmal von Rutil durchwachsen, zum Teil zahlreich.
- Prehnit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
Orangefarben, sagenitisch, bis 5 mm.
- Titanit:

131_TI / Val Bavona, Robiei, Lago Bianco (Strassenaufschluss)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 683080 / 145300
Literatur:
- Weiss, Stefan; Lapis; 1982; Heft 7-8; Seite 17-25; Das Cavagnoli-Gebiet
Strassenaufschluss knapp östlich des südlichen See-Endes und Felsrinne nordöstlich des Sees zwischen den Punkten 2474 und 2465 (Cristallina-Weg). Klüfte in Rutschungen in Amphiboliten und Gneisen.
- Adular: Pseudo-rhomboedrisch, farblos bis weiss, bis 3 cm, zum Teil wegen des Chlorites mit Zonarbau.
- Amianth: Fein, faserig, filzig, dunkelblaugrünlich, meistens auf Rutschharnischen, auch als sogenanntes Bergleder.
- Chabasit: Pseudohexaedrisch, weiss, bis 1 mm, an Harnischflächen.
- Chlorit: Sandig, dunkelgrün, oft die anderen Mineralien bedeckend.
- Heulandit: Blätterig, farblos bis weiss, bis 18 x 9 mm grosse Aggregate auf Rutschharnischen, bzw. schmalen Kluftspalten.
- Laumontit:
- Prehnit:
Grünlichbeige, stängelig, Garben bis 9 mm, auf Rutschharnischen auch gedrungen, dunkel- bis schwärzlichgrüne Kristalle.
- Quarz: Bis 10 cm, Normal- bis Tessinerhabitus, fehlt in den Rutschharnischen.
- Titanit: Gelb, keilförmig, Kontaktzwillinge, bis 3 mm.

132_TI / Val Bavona, Robiei, Lago Bianco (südlich)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 683100 / 145170
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 172,181
Kleiner See nordöstlich der Robiei (hinterstes Val Bavona). Die Klüfte liegen südlich des Sees und sind an den Glimmerschiefer gebunden. Einige Mineralien sind nur auf der linken Strassenseite zu finden.
- Adular:
- Albit:
- Anatas:
- Brookit:
Selten vorkommend.
- Chlorit:
- Muskovit
: In schönen Rosetten, bis 5 mm.
- Quarz: Zum Teil auch als Milchquarz, das heisst helle Quarze mit einer sehr dünnen Schicht von milchigem Aussehen. Zum Teil sind diese Milchquarzüberzüge wieder abgesplittert.
- Rutil:

133_TI / Val Bavona, Robiei, Lago Bianco, Poncione di Valleggia
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 682950 / 145450
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 172
Ein weiteres Fundgebiet der nachfolgenden Mineralien liegt nördlich des Lago Bianco gegen den Poncione di Vallegia (Karte 1271, Basodino) hin.
Die Koordinate zeigt auf das Nordufer des Sees.
- Adular:
- Albit:
- Chlorit:
- Muskovit:
- Quarz:
Klar, gut entwickelt.
- Rutil:

134_TI / Val Bavona, Robiei, Lago Bianco, Poncione di Valleggia (Ostseite)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 681460 / 146590
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 256
Auf der Ostseite des erwähnten Berges, gegen den Lago Bianco hin.
- Anatas: Braun-durchsichtig, spitzpyramidal.
- Calcit:
- Muskovit:
- Pyrit:
- Quarz
: Mit rotem Eisenkarbonat (evtl. Ankerit).
- Rutil:

135_TI / Val Bavona, Robiei, Lago Sfundau
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 683300 / 146400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 174
Südlich des Passo Cristallina und westlich des Gipfels Cristallina.
- Adular:
- Anatas:
Blau, bis 5 mm, spitzpyramidal.
- Quarz:

136_TI / Val Bavona, Robiei, Lago dei Cavagnöö
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 681800 / 145300
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 266
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 141
Bei der Sperrstelle dieses Sees.
- Adular: Milchigtrüb, teils mit seitlichem Pinakoid, ähnlich dem Fibbia-Habitus.
- Ankerit:
- Calcit:
Stark korrodiert, tafelig, isometrisch.
- Hämatit: Reichlich, klein, dicktafelige und einfache Erscheinung.
- Muskovit: Reichlich, rosettenartig aggregiert, bis 2 cm Durchmesser.
- Quarz:
- Titanit:
Klein, gelbbräunlich, auf Quarz und Adular.

137_TI / Val Bavona, Robiei, Lago di Robiei, Lago del Zött
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 681870 / 143090
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 256
An der Strasse südwestlich des Lago di Robiei, gegen den Logo di Zött hin.
- Albit:
- Ankerit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Hämatit:
- Muskovit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
- Siderit:
- Sphalerit:


138_TI / Val Bavona, Robiei, Pizzo dell'Arzo (Grat)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 681190 / 144530
Literatur:
- Speca, Biagio; Schweizer Strahler; 1987; Seite 517-522; Ein Wunsch geht in Erfüllung
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 208
- Weiss, Stefan; Lapis; 1982; Heft 7-8; Seite 17-25; Das Cavagnoli-Gebiet
- Wolf, U. & Walter, R.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 3; Seite 2-6; Sensationelle Zepterquarze aus dem Tirol
- Wolf, Ueli; Lapis; 2013; Heft 2; Seite 41-42; Turmalin vom Pizzo dell'Arzo, Tessin, Schweiz
Grat zwischen dem Pizzo dell'Arzo und dem Punkt 2652. In Klüften bis zu 3 Metern Ausmass. Auch weiter nordöstlich, nahe der Schutzhütte bei Punkt 2445, Klüfte in braunem Biotitgneis. Siehe auch unter Fundort 'Cavagnoli, Cavagnöö (allgemein)'.
- Anatas: Nicht zusammen mit Titanit, schwarzbraun bis dunkelblau, fleckig bis 6 mm, auch rote Kristalle bis 3 mm.
- Periklin: Milchigweiss, bis 1.5 cm.
- Quarz: Bis 18 cm, farblos, Tessiner-Habitus, auch mit Titanit besetzt.
- Titanit: Dunkelbraun, gestreckt bis keilförmig bis linsenförmig, bis 8 mm (bei Punkt 2445) oder fleckig, hell- bis schwarzbraun, bis 4 mm, ähnlich dem Anatas, starker Glanz, ausgeprägt pseudodipyramidal (bei P .dell'Arzo und P. 2652)
- Turmalin: Erwähnt wird schwarzer Turmalin bis 43mm vom Felsgrat, der sich vom Pizzo dell'Arzo nach Osten bis hinunter ins vordere Arzo-Kar zieht.

139_TI / Val Bavona, Robiei, Pizzo dell'Arzo (Nordseite)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 680600 / 144600
Literatur:
- Hoefs, J. / Stalder, H.A.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1977; Band 57; Heft 3; Seite 329 - 347; Die C-Isotopenzusammensetzung von CO2-haltigen Flüssigkeitseinschlüssen in Kluftquarzen der Zentralalpen
- Speca, Biagio; Schweizer Strahler; 1987; Seite 517-522; Ein Wunsch geht in Erfüllung
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 208
- Weiss, Stefan; Lapis; 1982; Heft 7-8; Seite 17-25; Das Cavagnoli-Gebiet
- Wolf, U. & Walter, R.; Schweizer Strahler; 2005; Seite 2-6; Sensationelle Zepterquarze aus dem Ticino
A: Nordseite (Koordinatenangaben).
B: Grat zwischen dem Pizzo dell'Arzo und dem Punkt 2652. In Klüften bis zu 3 Metern Ausmass. Auch weiter nordöstlich, nahe der Schutzhütte bei Punkt 2445, Klüfte in braunem Biotitgneis.
C: Unterhalb des Pizzo dell'Arzo auf ca. 2600 - 2700 m ü. M. Die Klüfte stehen hier fast immer senkrecht zu Hauptschieferung (NW-SE). Siehe auch unter Fundort 'Cavagnoli, Cavagnöö (allgemein)'.
Hoefs (1977): Pizzo dell Arzo, Val Bavona, Koordinaten: 680 65/144.55. Im Gneis der Lebendun-Decke: Quarz, Adular, Muskovit, Rutil.
- Adular: In Gruppen, Kristalle bis 16 cm (nach der b-Achse).
- Hämatit: Glänzend, in der Form von Eisenrosen, bis 1.5 cm Durchmesser, mit flachen Rutilnadeln.
- Klinochlor: Pseudohexagonal-tafelig, grünlichschwarz, aggregiert, bis 8 mm Durchmesser.
- Muskovit: Auch rosettenartige Erscheinung.
- Prehnit: Selten, klein, gelblichbeige Krusten, bis 0.5 mm, auf Quarz.
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Rutil:
Flach, rot, auf dem Hämatit.
- Turmalin:

140_TI / Val Bavona, Robiei, Pizzo dell'Arzo (unterhalb)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 681020 / 144410
Literatur:
- Speca, Biagio; Schweizer Strahler; 1987; Seite 517-522; Ein Wunsch geht in Erfüllung
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 208
- Weiss, Stefan; Lapis; 1982; Heft 7-8; Seite 17-25; Das Cavagnoli-Gebiet
- Wolf, U. & Walter, R.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 3; Seite 2-6; Sensationelle Zepterquarze aus dem Tirol
Unterhalb des Pizzo dell'Arzo auf ca. 2600 - 2700 m ü. M. Die Koordinaten zeigen auf den Gipfel. Siehe auch unter Fundort 'Cavagnoli, Cavagnöö (allgemein)'.
- Fensterquarz: Fenster-Rauchquarz.
- Rauchquarz: Bis 40 cm im Tessinerhabitus.
- Zepterquarz: Tessinerrauchquarz mit heller, perfekter Zepterkappe, bis 30 cm.

141_TI / Val Bavona, Robiei, Poncione di Braga (Nordseite)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 684850 / 143400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 162 etc.
Von dieser Bergseite sind mehrere Funde mit den nachstehend aufgeführten Mineralien gemacht worden.
- Adular:
- Calcit:
- Laumontit:
- Muskovit:
- Prehnit:
- Quarz:
- Titanit:
Hellgelb.

142_TI / Val Bavona, Robiei, Poncione di Braga (nordwestlich)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 685200 / 143400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 162 etc.
Südöstlich des Lago di Robiei sind im Biotitschiefer die aufgeführten Mineralien gefunden worden.
- Epidot: Im Biotit-Plagioklasgneis.
- Granat:
- Kyanit:
- Staurolith:
- Turmalin:


143_TI / Val Bavona, San Carlo (Aushubmaterial Zentrale San Carlo)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 683770 / 140280
Literatur:
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 2000; Heft 1; Seite 9 - 20; Schwarze Turmaline aus der Val Bavona (Valle Maggia) (TI) und Quarze, Fluoritkristalle und ein Pyrit Der Fund stammt aus dem Aushubmaterial der Zentrale San Carlo und ist eine neue Lokalität für Fluorit aus dem Penninikum.
- Epidot: Klein.
- Fluorit: Farblos, oktaedrisch, bis 5 mm. Fund von zwei Kristallen. Beide werden von Büscheln kleiner Epidotnädelchen gestützt.
- Pyrit: Bis 2 x 2.3 x 2.8 (cm oder mm?), teils korrodierte Oberfläche, weist Spuren von verschwundenen, gestreiften, länglichen Kristallen auf.
- Zepterquarz: Mit Klinochlor (Ripidolith) in undeutlich ausgebildeten Rosetten.

144_TI / Valle Maggia (ital.), Val Maggia, Maggiatal, Maiental (dt.), Cevio, Rovana, Riveo
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Cevio, Koordinaten ca.: 692000 / 127800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 260
Südwestlich von Cevio, das heisst in Rovana und südöstlich von Cevio, in Riveo, aus mehreren grossen Steinbrüchen:
- Amianth:
- Asbest:
- Epidot:
- Fluorit:
Schön, klein, farblos, Oktaeder.
- Stilbit:
- Titanit:
- Zeolithe:


145_TI / Val Lavizzara, Alpe Arena (östliche Talseite), Alpe di Areno, Alpe Erena
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 695000 / 141400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 170 etc.
Bei der obigen Lokalität sind mehrere Fundstellen ausgebeutet worden (ab 18 Jh.). Interessant ist das Auftreten von Fluorit, im Tessin ein eher selteneres Glied der Paragenese. Die Fundstellen der Alpe Arena befinden sich im östlichen Hang des oberen Val Lavizzara. Von der Strasse Peccia-Fusio erfolgt der Aufstieg zur Fundstelle, wobei in recht steilem Gelände ein Höhenunterschied von ungefähr 400 Meter zu überwinden ist.
- Adular: Bis 2 cm, farblos bis weiss, im sogenannten Maderaner-Habitus.
- Albit: Klein, weiss, farblos, bis 3 mm, vergesellschaftet mit Quarz, Adular, Chlorit, Apatit, Titanit.
- Amianth: Als feine, weisse Fasern.
- Anatas: Nicht sicher, dürfte aus dem benachbarten Paragneis stammen. Cruse erwähnt einen Anatasfund von dieser Stelle wie folgt: bis 6 mm, flächenarm, tetragonale Prismen 1. und 2. Stellung, 3 verschieden steile Pyramiden 1. Stellung, 1 Pyramide 2. Stellung und die Basis.
- Apatit: Klein, flächenreich, bis 1 mm.
- Calcit: Tafelig.
- Chlorit: Dunkel, wulstig.
- Disthen: Cruse erwähnt einen Disthenfund: blassblau, in der Randzone eines Quarz-Feldspat-Knauers, bis 8 cm lang und 1 cm breit.
- Epidot: Bis 2 cm, pistaziengrün.
- Hämatit: Sehr klein, rosettenartig aggregiert.
- Kyanit: Nicht sicher, dürfte aus dem benachbarten Paragneis stammen.
- Magnetit: Teilweise fast farblos, sonst auch gelblich-bräunlich, bis 6 mm.
- Muskovit:
- Prehnit:
Als Kruste von leicht bläulicher Farbe.
- Pyrit: Klein, stark limonitisiert.
- Quarz:
- Rosafluorit:
Als rosenrote Oktaeder, durchscheinend bis farblos.
- Rutil: Einzelkristalle bis 8 mm, meistens in sagenitischer Ausbildung.
- Staurolith:
- Stilbit:
Garbenförmig, bis 3 mm.
- Titanit: In schönen, flächenreichen Kristallen, rotbraun.

146_TI / Val Lavizzara, Alpe Arena, Alpe di Areno, Alpe Erena 1
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 693770 / 141210
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
In einem Biotit-Paragneis-Sturzblock (Della,V., 1995).
- Allanit: Langtafelig, unter 0.5 mm, hellbraun.
- Biotit:
- Titanit:
Zweifarbig: gelbbraun, dunkelbraun.

147_TI / Val Lavizzara, Alpe Arena, Alpe di Areno, Alpe Erena
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 693900 / 141450
Literatur:
- Cruse, Balko; der Aufschluss; 1983; Heft 1; Seite 15-23
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 170 etc.
Die Alp ist nordöstlich des Dorfes Peccia im Val Lavizzara zu finden. Mineralien stammen unter anderem auch aus Bergsturzblöcken. Ob die hier erwähnten Mineralien ebenfalls von der östlichen Talseite stammen ist nicht ganz klar.
- Adular:
- Albit:

- Anatas: Spitz bis stumpf, schwarz.
- Andalusit: Blass rötlich.
- Chlorit: Dunkel, wulstig.
- Kyanit: Blau.
- Muskovit:
- Pyrit:
- Pyrrhotin:
- Quarz:
- Rosafluorit:
Klein, in Oktaedern. Funde sind schon seit 1843 bekannt.
- Titanit: Blau, bis 5 mm, häufig.

148_TI / Val Lavizzara, Alpe Arena, Alpe di Areno, Alpe Erena, Corsgell
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 693170 / 140850
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
Im Biotit-Paragneis mit Quarzknauern eines Sturzblockes (Dellea,V., 1982). Koordinaten genau.
- Allanit: Stängelig, unter 1.5 mm, hellbraun bis schwarzbraun. Scharfkantige Kristalle mit dunklen Spitzen ohne Begleiter auf körnigem Quarz.

149_TI / Val Lavizzara, Cambleo, Camblee
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 693650 / 142100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 180 etc.
Es wird lediglich ein Fund bei dieser Häusergruppe erwähnt.
- Titanit:

150_TI / Val Lavizzara, Monti di San Carlo, Schiedo, Schied, Val di Prato
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 696580 / 138780
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 253
Zwischen Monti di San Carlo und Schiedo im Gneis.
- Muskovit:
- Quarz:
Spitzrhomboedrisch.

151_TI / Val Lavizzara, Val di Prato, Val Prato 01
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 698550 / 141100
Literatur:
- Keller, Franz; Mineralparagenesen und Geologie der Campo Tencia-Pizzo Forno-Gebirgsgruppe; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, Neue Folge, 135. Lieferung; 1968; Seite 43
Die Koordinaten zeigen genau auf eine Stelle mit Quarznauern mit Disthen und Andalusit. Mit Ausnahme von Andalusit sind alle Mineralien der Knauer auch gesteinsbildend. Die Kristalle werden allerdings uni ein -Mehrfaches grösser als jene des Nebengesteins.
- Andalusit:
- Biotit:
- Hellglimmer:
- Kyanit:
- Plagioklas:

- Quarz: Quarz-Feldspatknauer.

152_TI / Val Lavizzara, Val di Prato, Val Prato 02
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 697800 / 142900
Literatur:
- Keller, Franz; Mineralparagenesen und Geologie der Campo Tencia-Pizzo Forno-Gebirgsgruppe; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, Neue Folge, 135. Lieferung; 1968; Seite 43
Die Koordinaten zeigen genau auf eine Stelle mit Quarzknauern mit Disthen und Andalusit. Mit Ausnahme von Andalusit sind alle Mineralien der Knauer auch gesteinsbildend. Die Kristalle werden allerdings um ein Mehrfaches grösser als jene des Nebengesteins.
- Andalusit:
- Biotit:
- Hellglimmer:
- Kyanit:
- Plagioklas:
- Quarz:
Als Quarz-Feldspatknauer.

153_TI / Val Lavizzara, Val di Prato, Val Prato 03
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 697050 / 141850
Literatur:
- Keller, Franz; Mineralparagenesen und Geologie der Campo Tencia-Pizzo Forno-Gebirgsgruppe; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, Neue Folge, 135. Lieferung; 1968; Seite 43
Die Koordinaten zeigen genau auf eine Stelle mit Quarzknauern mit Disthen und Andalusit. Mit Ausnahme von Andalusit sind alle Mineralien der Knauer auch gesteinsbildend. Die Kristalle werden allerdings uni ein -Mehrfaches grösser als jene des Nebengesteins.
- Andalusit:
- Biotit:
- Hellglimmer:
- Kyanit:
- Plagioklas:
- Quarz:
Als Quarz-Feldspatknauer.

154_TI / Val Lavizzara, Val di Prato, Val Prato, Campala (Süd)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 697205 / 139180
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
Im Biotit-Paragneis (Dellea,V. 1980 + 1995). Koordinaten genau.
- Adular:
- Allanit:
Stängelig, bis 6 mm, hellbraun, zum Teil im Adular.
- Titanit: Rosabraun.

155_TI / Val Lavizzara, Val di Prato, Val Prato, Chiepi I
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 695570 / 138720
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
In einem Granitgneis (Rüscada-Gneis) (Duthaler,R., 1994). Koordinaten genau.
- Allanit: Flachstängelig, unter 0.5 mm, blassbraun bis grünlich, stark zonar. Garbenförmige, halbkugelige Aggregate.
- Titanit: Braungelb, kugelig, mit 30 % Al-Anteil. Unter 1,5 mm.

156_TI / Val Lavizzara, Val di Prato, Val Prato, Chiepi II
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 695580 / 138710
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
In einem Granitgneis (Rüscada-Gneis) mit Aplit-Boudins (Duthaler,R., 1994). Koordinaten genau.
- Allanit: Nadelig, unter 10 mm, hellbraun.
- Ilmenit:
- Titanit
: Zweifarbig, blaugrau, braun.

157_TI / Val Lavizzara, Val di Prato, Val Prato, Piatto (südwestlich)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 696670 / 141220
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
In einem Biotit-Paragneis-Sturzblock (Duthaler, R., 1994). Koordinaten genau.
- Allanit: Stängelig, unter 5 mm, hellbraun.
- Turmalin:

158_TI / Val Lavizzara, Val di Prato, Val Prato, Piodisc
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 697310 / 142080
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
In einem Biotit-Paragneis (Duthaler, P., 1996, 1998). Koordinaten genau.
- Allalinit: Dünnstängelig bis nadelig, unter 2.5 mm, hellgelb bis blassgelb, farblos, zonar.
- Dravit: Bis 2 cm.
- Titanit: Pseudomorph nach Ilmenit.
- Xenotim: Kugelig.

159_TI / Val Lavizzara, Val di Prato, Val Prato, Predee
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 696570 / 138470
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
Im Granit-Gneis (Ganna-Gneis) (Duthaler, 1996). Koordinaten genau.
- Allanit: Dünnstängelig, bis 4 mm, dunkelbraun.
- Titanit: Blaugrau.

160_TI / Val Lavizzara, Val di Prato, Val Prato, Ri del Piatto I
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 697270 / 141300
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
Im Biotit-Paragneis (Duthaler, P., 1973, 1998). Koordinaten genau.
- Allanit: Tafelig, unter 1 mm, dunkel, rotbraun.
- Dravit: Skelettkristalle.
- Ilmenit:
- Prehnit:
- Quarz:
Korrodiert.
- Titanit: Honigbraun, schwarzbraun.

161_TI / Val Lavizzara, Val di Prato, Val Prato, Ri del Piatto II
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 697920 / 141050
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
Im Biotitgneis (Duthaler, P., 1984, 2001). Koordinaten genau.
- Allanit: Stängelig, unter 4 mm, hellbraun.
- Biotit: Goldfarbig, korrodiert.
- Dravit: Na-arm.
- Rutil:
- Titanit:


162_TI / Val Lavizzara, Val di Prato, Val Prato, Val Pertusio I
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 697090 / 135650
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
- Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 44-45
In der Kontaktzone vom Granitgneis zum Biotitgneis (Duthaler, P., 1997). Koordinaten genau.
- Adular:
- Albit:
- Allanit:
Stängelig, unter 8 mm, dunkelbraun bis schwarzbraun, blassgrün. Epitaktisch überwachsen von Epidot/Klinozoisit.
- Epidot:
- Klinozoisit:
- Titanit:
Hellbraun, orange, pseudorhomboedrisch, bis 5 mm.

163_TI / Val Lavizzara, Val di Prato, Val Prato, Val Pertusio II
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 697170 / 135450
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
- Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 44-45 Im Granitgneis (Rüscada-Gneis) (Duthaler, P., 1997). Koordinaten genau.
- Adular:
- Albit:
- Allanit:
Leistenförmig, Aggregate, bis 5 mm, hellbraun bis grünlichbraun.
- Apatit:
- Milarit:
Länge 3 mm.
- Quarz: Bis 5 cm, farblos, milchigweiss, matt.
- Rauchquarz: Licht.
- Titanit:

164_TI / Val Lavizzara, Valle di Peccia (oberstes)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 686000 / 144000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 309
Eine genauere Bezeichnung ist in diesem Fall leider nicht vorhanden. In der Literatur werden viele Einzelfunde nordwestlich der Ortschaft erwähnt.
- Albit:
- Apatit:
- Prehnit:
Recht verbreitet.
- Turmalin: Schwarz, dicke Kristalle mit scharfen Endflächen.

165_TI / Val Lavizzara, Valle di Peccia, Agrello
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 693850 / 140150
Literatur:
- Hügi, Theodor; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1958; Band 65; Heft 1; Seite 391 - 401; Disthen- und Sillimanitgehalte einiger Gesteine der Schweizer Alpen
Agrell, resp. Ri d'Agrello (142.600 / 694.530, 130 m ü. M.) liegt ca. 2 km weiter nördlich als die von Hügi angegebenen Koordinaten.
- Biotitschiefer mit Staurolith, Granat, Disthen, Agrello b. Peccia, Koord. 693850 / 140150: mit wenig Staurolith verunreinigt.
- Biotitschiefer mit relativ viel Disthen. Agrello (südl.) bei Peccia, Koord. 693900 / 139850: reiner Disthen.
- Biotitschiefer mit Disthen und Staurolith. Agrello (südl.) bei Peccia, Koord. 693.800 / 140000: mit etwas Biotit und Staurolith verwachsen.
- Granat:
- Kyanit:
- Staurolith:


166_TI / Val Lavizzara, Valle di Peccia, Alpe Froda
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 686950 / 144410
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 174,183
Die Alp ist auf der linken hinteren Talseite zu finden.
- Apatit:
- Prehnit:
- Quarz:
- Titanit:


167_TI / Val Lavizzara, Valle di Peccia, Alpe Masnee, Masnaro
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 686000 / 143050
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 183 Ob es sich um die im Parker erwähnte 'Alp Masnee' handelt ist nicht ganz klar. Die Alp liegt östlich unterhalb des 'Poncione di Braga'.
- Apatit:
- Prehnit:
- Quarz:
- Titanit:


168_TI / Val Lavizzara, Valle di Peccia, Alpe Soveneda, Sovenat
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 689000 / 138500 Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 183
Alp im vorderen linken Talteil, nördlich unterhalb des Pizzo Molare.
- Apatit:
- Prehnit:
- Quarz:
- Titanit:


169_TI / Val Lavizzara, Valle di Peccia, Alpe Srodan
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 685950 / 142250
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR) Im Biotit-Paragneis (Duthaler,R., 1997).
- Allanit: Stängelig bis nadelig, unter 2 mm, blassbraun bis blassgrün, zonar.
- Limonit: Nach Pyrit.
- Titanit:

170_TI / Val Lavizzara, Valle di Peccia, Alpe della Bolla, Lago della Zota
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 687150 / 145900
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 250
Bei dem erwähnten See im Matorellogneis.
- Chlorit:
- Epidot:
- Klinozoisit:
- Muskovit:
- Quarz:


171_TI / Val Lavizzara, Valle di Peccia, Corona della Bolla, Pizzo del Lago Scuro
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 687330 / 147160
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 251 Im obersten Valle di Peccia, nördlich und südöstlich Carona della Boll, unterhalb des Pizzo, im Matorellogneis.
- Adular:
- Chlorit:
- Ferroaxinit:
- Muskovit:
- Quarz:


172_TI / Val Lavizzara, Valle di Peccia, Gheiba, Ghieiba
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 689150 / 142700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 162 etc.
Die Mineralien sind in den Marmoren der Teggiolomulde zu finden.
- Cobaltocalcit:
- Fluorit:
- Grammatit:
- Kämmerit:
Eine Chromvarietät, aus Marmorvarietät dieses Ortes.
- Phlogopit:
- Richterit:
Als Marmorvarietät.

173_TI / Val Lavizzara, Valle di Peccia, Laiozz, Lajozza, Alpe della Bolla
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 686790 / 146100
Literatur:
- Günthert, A.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1953; Band 33; Heft 1; Seite 159 - 167; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz; Plagioklase aus Klüften der Tessiner Alpen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 259
Oberhalb der erwähnten Alp im Amphibolit.
Günthert: - S. Lajozza, V. Peccia; Koordinaten 685.5 / 145.95: Quarz, Klinozoisit, Aktinolith, Chlorit, Prehnit, Laumontit, Rutil, Brookit.
- Lago 2222 (2229), Alpe Bolla, V. Peccia: Druse mit Quarz, Klinozoisit, Muskovit, Chlorit.
- Aktinolith:
- Andesin:
- Brookit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Klinozoisit:
- Laumontit:
- Muskovit:
- Olgioklas:
- Prehnit:
- Quarz:
- Rutil:


174_TI / Val Lavizzara, Valle di Peccia, Peccia
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 692940 / 140300
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 188, 387
Ohne genauere Fundortangaben erwähnt Kenngott von Peccia einige Mineralien.
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Glimmer:
- Prehnit:
Begleitet von Adular, Calcit, Chlorit, Quarz, braunem Titanit, Albit, Apatit, Epidot, Glimmer und Desmin. Er bildet apfelgrüne bis grünlichweisse mehr oder weniger durchscheinende gehäufte tafelförmige Kristalle oder doppelgekelförmige Gruppen, auch kugelförmige Gruppen linsenförmiger Kristalle. An demselben Fundort kam er auch auf dioritischem Gestein vor, gelblich- und grünlichweisse, schwach durchscheinende wulstige Gruppen und Überzüge bildend.
- Pyrit: Braune Kristalle mit Chlorit und kristallisiertem Prehnit auf Klüften in Gneis. Braune Pyritkristalle in Glimmerschiefer eingewachsen, die mit einer dünnen Schicht dunkelgrünen, zum Teil mit Quarz gemengten Glimmers umgeben sind.
- Quarz:
- Stilbit:
Mit Prehnit auf Gneis.
- Titanit: Braun.

175_TI / Val Lavizzara, Valle di Peccia, Peccia, Monte Erena
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 692945 / 140305
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Wiser, David Friedrich;Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefakten-Kunde, Dr. K.C. von Leonhard und Dr. H.G.Bronn, Jg. 1844; Beiträge zur topografischen Mineralogie des Schweitzer-Landes.
- Wiser, D.F.;Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefaktenkunde 1859, Seite 424
Monte Erena kann auf der Karte nicht gefunden werden. Vermutlich handelt es sich um eine heute nicht mehr verwendete Bezeichnung oder um die Alpe Arena, resp, Alpe Erena. Die Gegend nordöstlich oberhalb von Peccia wird mit Piano d'Arena und Piache d'arena bezeichnet, der Berg östlich davon Piz Rüscada. Die Koordinaten zeigen auf Peccia.
- Adular: Adular, weiss auf Gneis sitzend, als Begleiter treten auch Quarz und Rosafluorit auf.
- Albit:
- Anatas:
Am Berge Erena oberhalb Peccia: schwarze Kristalle, auf Klüften feinkörnigen Granites in Begleitung von Albit, Quarz, Glimmer und Pyrit.
- Chlorit:
- Fluorit:
Wasserhelle Kristalle vom Monte Erena oberhalb Peccia im Maggiatal, teils mit graulich-grünen wurmförmigen Chlorit als Einschluss.
Wiser: So viel bekannt ist, ist bis jetzt (1844) dieses Vorkommen von wasserhellem Flussspat, so wie dieser Kristallform des flusssauren Kalkes in den mineralogischen Jahrbüchern noch nicht erwähnt worden. Dagegen berichtet Dr. Ludwig Lavizzari von Mendrisio in seiner Memoria seconda sui minerali della Suizzera italiana p. 23 über das Vorkommen von wasserhellem Flussspat in kleinen, aber schönen Oktaeder ohne weitere Modifikation am Monte Erena oberhalb Peccia.
- Glimmer:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rosafluorit:


176_TI / Val Lavizzara, Valle di Peccia, Pecciatal, Naret
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 687000 / 146010
Literatur:
- Meier, H. & Rizzi, F.; Lapis; 1982; Heft 7-8; Seite 42
In einer Amphibolitkluft. Bei dieser Fundortbezeichnung muss es sich um das oberste Val Peccia handeln. Das Val Peccia geht dort zum Gebiet Naret über. Die Koordinaten weisen auf das oberste Val Peccia.
- Adular:
- Albit:
- Apatit: -
Ferroaxinit:
Amethystbraun, bis 20 mm.
- Hämatit:
- Prehnit:
- Quarz:
- Titanit:


177_TI / Val Lavizzara, Valle di Peccia, Piatto della Froda
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 686950 / 144400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
Diese Alp befindet sich linksseitig im hinteren Valle di Peccia (Seitental des Val Lavizzara). Die Klüfte liegen im Augengneis und im Biotit-Plagioklas-Gneis.- Adular:
- Chlorit:
- Ferroaxinit:
- Muskovit:
- Quarz:


178_TI / Val Lavizzara, Valle di Peccia, Piatto della Froda, Lago della Froda
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 686000 / 143800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 251 In der Umgebung des Sees sowie westlich von Piatto della Froda in Augengneisen und Biotit-Plagioklas-Gneisen.
- Adular:
- Chlorit:
- Muskovit:
- Quarz:


179_TI / Val Lavizzara, Valle di Peccia, San Carlo
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizarra, Koordinaten ca.: 690600 / 140700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 183
Westlich von Peccia, im gleichnamigen Tal, trifft man auf den kleinen Ort San Carlo. Interessant aus dieser Umgebung ist der blassrosafarbige Apatit.
- Apatit: Tafelig, blass rosenrot, selten.
- Calcit:
- Muskovit:
- Prehnit:
- Pyrrhotin:
- Quarz:
- Rutil:
- Titanit:


180_TI / Pizzo Campo Tencia, Gann da Pioda Rossa
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizzara, Koordinaten ca.: 699580 / 142180
Literatur:
- Weiss, Stefan; Lapis; 2013; Heft 6; Seite 39-41; Bergkristalle vom Pizzo Campo Tencia, Südschweiz
Südöstlich des Pizzo Campo Tencia, unweit der Aufstiegsroute.
- Klinochlor:
- Quarz:
Bis 15 cm, im Normal- und Übergangshabitus, leicht rauchig. Doppelender in Fingerlänge.

181_TI / Pizzo di Soveltra (östlich)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizzara, Koordinaten ca.: 700040 / 141600
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 253
- Rutil:

182_TI / Val Sambuco, Alpe Sciresa Ceresa
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizzara, Koordinaten ca.: 691200 / 146550
Literatur:
- Günthert, A.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1953; Band 33; Heft 1; Seite 159 - 167; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz; Plagioklase aus Klüften der Tessiner Alpen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 180
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 267
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 305
Die Alp findet man westlich des Lago Sambuco und etwas südöstlich des Berges Pizzo Sciresa. Funde werden unter anderem auch mit südwestlich des Pizzo Sciresa, auf der Alp Sciresa umschrieben.
- Adular:
- Albit:
- Andesin:
- Chlorit:
- Ferroaxinit:
- Hämatit:
- Olgioklas:
- Periklin:
Wobei es sich bei einigen Proben um Oligoklase oder Andesin handeln könnte.
- Quarz:
- Titanit:
- Turmalin:


183_TI / Val Sambuco, Campo la Torba
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizzara, Koordinaten ca.: 689000 / 148600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 174,180 Campo la Torba ist ein Gebiet, welches sich von der Ostseite des Lago del Naret ca. 3 km nach Osten hinzieht und nordöstlich der drei Seen liegt (Lago Scuro und Laghetti). Die Mineralienvorkommen liegen im Tessinergneis. Hier wurden grosse Klüfte ausgebeutet. Parker erwähnt, dass der hier anzutreffende Name "Forné" (heute Forna) evtl. im Zusammenhang mit "Ofen" (Kristallofen) stehen könnte.
- Adular:
- Apatit:
Milchigweiss.
- Muskovit:
- Quarz:
- Turmalin:
In dünnen Nadeln.

184_TI / Val Sambuco, Campo la Torba, Camane
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizzara, Koordinaten ca.: 689820 / 148380
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
In einer Biotitgneislage im Matorello-Gneis (Duthaler,R., 1995). Koordinaten genau.
- Albit:
- Allanit:
Kurzprismatisch bis plattig, unter 0.5 mm, dunkelbraun, olivgrün.
- Ilmenit:
- Titanit:
Zweifarbig: gelbbraun, dunkelbraun.
- Zirkon: Rosafarbig.

185_TI / Val Sambuco, Lago Sambuco
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizzara, Koordinaten ca.: 693500 / 146010
Literatur:
- Walter, R.; Urner Mineralienfreund; 1988; Heft 3; Seite 58
- Weiss, Stefan; Lapis; 2017; Heft 12; Seite 26 -28; Kugeliger Titanit vom Lago Sambuco, Schweiz
Vor allem im Frühjahr, wenn der Wasserspiegel des Sees tief liegt, bestehen gute Möglichkeiten zum Sammeln. Die Koordinaten weisen auf den vorderen Seeteil.
- Adular: Auch von der Ostseite des Sees, zusammen mit kugeligem Titanit.
- Amethyst:
- Anatas:
- Apatit:
In kubischer Ausbildung.
- Brookit:
- Epidot:
- Fensterquarz:
- Periklin:
Von der Ostseite des Sees, zusammen mit kugeligem Titanit.
- Pyrit:
- Quarz:
Bis zu einer Grösse von 24 cm.
- Rutil:
- Sagenit:
- Titanit:
Kugeliger Titanit vom Ostufer des Sees, bis 1.5 mm, pastellgelb.
- Turmalin:
- Zepterquarz:


186_TI / Val Sambuco, Lago del Naret, Laghetti di Naret
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizzara, Koordinaten ca.: 687000 / 148550
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 174
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 251
In der älteren Literatur (Koenigsberger) werden Funde aus der Gegend neben den Alphütten (1) beim Lago del Naret erwähnt. Diese Angaben können nicht genau nachvollzogen werden. Die Koordinate liegt auf dem nördlichen Ende der Staumauer. Die Mineralien stammen aus dem Disthenglimmergneis. Südwestlich des Sees, nahe beim Punkt 2307 (2), in einem eng begrenzten Fundbezirk, konnten weitere Mineralien geborgen werden.
- Adular: 1)
- Anatas: 1); 2); hellorange, wenig.
- Apatit: 1)
- Chlorit: 2) rosettenförmig aggregiert, auch sandig.
- Epidot: 1)
- Hellglimmer: 1)
- Klinochlor: 1)
- Muskovit: 2)
- Periklin: 1) und 2) weiss.
- Quarz: 1); 2) leicht rauchig, bis 15 cm.
- Rutil: 2) pseudomorph nach Ilmenit, auch undeutliche Anzeichen von Sagenitbildungen.
- Titanit: 1)
- Turmalin: 1); 2) schwarz, in Prismen mit guten Endflächen, bis 4 cm, braun im durchscheinenden Licht.

187_TI / Val Sambuco, Lago di Prato (südlich), Pizzo Massari, Passo del Cane, Passo del Cani, Valle dei Cani, Sambuco, Zotta
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizzara, Koordinaten ca.: 695570 / 147940
Literatur:
- Hasler, Paul; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1949; Band 29; Heft 1; Seite 50- 155; Geologie und Petrographie der Sambuco-Massari-Gebirgsgruppe zwischen der oberen Valle Leventina und Valle Maggia im nördlichen Tessin
Koordinaten:
Lago di Prato: 693.200 / 149.300, 2055 m ü. M.
Passo del Cane, Passo del Cani, Valle dei Cani: 696.470 / 148.310, 2537 m ü. M.
Pizzo Massari: 695.570 / 147.940, 2759 m ü. M.
Zotta: 693.440 7 146.720, 1630 m ü. M.
In den schiefrigen Randpartien des Sambuco-Teillappens tritt der Disthen als himmelblaue, ein bis zwei Zentimeter lange stengelige Kristalle auf. In der Regel findet man ihn aber nur als kleine Schüppchen, die leicht mit einem hellen Glimmer verwechselt werden können. Die wichtigsten Vorkommen befinden sich am Pizzo Massari und in der Gegend des Pso. del Cane (Valle dei Cani), sowie bei den Monti von Zotta E Sambuco. Bei der letztgenannten Fundstelle wurden grössere Disthenaggregate auf Quarzlinsen gefunden, die konkordant in den Paragneisen eingelagert sind. Der Quarz zeigte die senkrecht zur S-Fläche stehende Stängelung, die ihm einen sehr splittrigen Bruch verleiht. Der Disthen ist oft polysynthetisch verzwillingt und von Quarzeinschlüssen skelettartig durchwoben. Prehnit nur auf Klüften in den tektonisch stark beanspruchten Amphibolithen S Lago di Prato.
- Kyanit: Himmelblau, bis 2 cm.
- Prehnit: Nur auf Klüften in den tektonisch stark beanspruchten Amphibolithen südlich des Lago di Prato.

188_TI / Val Sambuco, Naret (P. 2323)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizzara, Koordinaten ca.: 687800 / 148250
Literatur:
- Rizzi, Flavio & Weiss, Stefan; Lapis; 1993; Heft 12; Seite 22 Auf der flachen Felskuppe beim Punkt 2323, im Schuttmaterial einer alten Kluft.
- Apatit: Bis mehrere cm gross, farblos, hexagonal, kurzsäulig, umhüllt von einer milchigweissen Schicht (Hydroxil-Apatit).
- Klinozoisit: Bis 2 cm, blass, graugrün, kurzstengelig.

189_TI / Val Sambuco, Naret, Pizzo del Lago Scuro (Nordflanke)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizzara, Koordinaten ca.: 687330 / 147160
Literatur:
- Rizzi, Flavio & Weiss, Stefan; Lapis; 1993; Heft 12; Seite 21
- Weiss, Stefan & Rizzi, Flavio; Lapis; 2003; Heft 10; Seite 17-29
400 Meter südlich des oberen Laghetti in der Nordflanke des Pizzo del Lago Scuro auf ca. 2300 m ü. M. im goldfaserigen Amphibolit. Die besten Titanitfunde beschränken sich auf ein knapp zwei Quadratkilometer grosses Gebiet südöstlich des Lago Naret. Das Gelände zieht sich über ca. 600 Höhenmeter zwischen Pizzo del Lago Scuro, den Laghetti und dem Poncione dei Laghetti dahin. Die Titanitklüfte sind an die Laghetti-Amphibolitzone gebunden.
- Adular: Weiss, bis 1.5 cm.
- Aktinolith: Dunkelgrün, parallelstrahlig, seidenweiss, wirrstrahlig.
- Albit: Bis 2 mm. Im Periklinhabitus.
- Amianth:
- Apatit:
(Vermutlich Hydroxil-Apatit) sehr gross, trüb, farblos - grünlichgelb - leicht weingelb, durchscheinend, bis 11,5 x 9 x 5 cm und 1230 Gramm, sonst kurzsäulig, auch kantengerundet, plattig, mit Biotit-Einschluss. Riesenkristalle von 2.1und 1.7 kg (gelblichweiss, durchscheinend und partienweise korrodiert), konnten in den Jahren 1997 - 1999 aus der gleichen Zone geborgen werden. Es handelt sich dabei um die grössten Apatitkristalle der Alpen.
- Biotit: Messinggelb bis kupferbraun, bis 3 mm grosse Flitterchen.
- Chlorit: Grober, dunkel graugrüner Sand.
- Epidot: Bis 7.5 mm, hellgrün.
- Fluorapatit:
- Ilmenit:
Als Einschluss im Apatit.
- Laumontit:
- Periklin:
Bis 2.5 cm, chloritisiert.
- Pyrit: Bis 7 x 5.5 x 4 cm, würfelig, mit kupferroter Oxidationsschicht.
- Quarz: Bis 30 cm, meistens chloritisiert, oft 'zerfressen'.
- Rutil: Nadelig, orangerot.
- Stilbit:
- Titanit:
Bis 5.2 cm, tafelig, klar, lichtgelb - braungelb, grüngelb - hellbraun. die grösste Gruppe erreicht 7.2 cm.
- Zirkon: Rosafarbene Stängel, bis 1.5 mm. Die Fundstelle liegt in einem Kluftspaltensystem im Amphibolit, das nahe dem Bach in einer flachen Felspartie knapp 200 Meter SSW des Punktes 2323 im Laghetti-Kar liegt.

190_TI / Val Sambuco, Naret-Region
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizzara, Koordinaten ca.: 687000 / 148000
Literatur:
- Meier, H. & Rizzi, Flavio; Lapis; 1982; Heft 7-8; Seite 42
Im obersten Val Sambuco. Die Bündnerschiefer werden hier immer mehr von Gneisbänken in ostwestlicher Richtung durchzogen. Südlich überwiegen dann die Alkalifeldspatgneise. Klüfte treten vor allem in den Kontakten Bündnerschiefer/Gneis, Gneis/Amphibolit auf und stehen senkrecht. Die Koordinaten zeigen auf das Gebiet Naret (Lago del Naret).
- Adular: Vorwiegend im Amphibolit, Maderaner- und Fibbia-Habitus, bis 10 cm, durchsichtig bis emailweiss bis Mondsteinqualität.
- Albit: Vorwiegend im Amphibolit.
- Amianth: Vorwiegend im Amphibolit.
- Anatas:
- Apatit
: Im Amphibolit bis 50 mm, weniger flächenreich, selten flachprismatisch, Dipyramiden 1. und 2. Stellung, fast immer undurchsichtig bis durchscheinend, weiss bis gelblich, vorwiegend im Chlorit.
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
Vorwiegend im Amphibolit, sehr klein, zusammen mit Pyrit, Laumontit und Stilbit.
- Hämatit:
- Ilmenit:
- Kyanit:
- Laumontit:
- Muskovit:
- Pyrit:
- Quarz:
Bis 20 cm.
- Rutil: Auch sagenitisch uns pseudomorph nach Ilmenit.
- Stilbit:
- Titanit:
Im Amphibolit bis 60 mm, formen- und flächenvielfältig, in Edelsteinqualität, verzwillingt parallel zur Tafelfläche, dunkelbraun bis grünfarbig, honiggelb bis farblos.
- Turmalin:

191_TI / Val Sambuco, Passo di Naret, Passo del Naret
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizzara, Koordinaten ca.: 687000 / 148000
Literatur:
- Meier-Müller, H.; Schweizer Strahler; 1977; Seite 287-290; Mein Lieblingstitanit
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 408
Ca. eine halbe Stunde nach dem Motorradparkplatz, auf dem Weg zum Naret. Der beschriebene Ausgangspunkt ist nicht eindeutig, führt die Strasse doch bis zum Lago del Naret. Das Nebengestein ist ein tiefgreifend umgewandelter Amphibolith.
- Amianth: Filzig, klein.
- Epidot: In kleinen Stängelchen.
- Titanit: In Edelsteinqualität, bis 48 mm, auch Parallelverwachsungen, zum Teil verzwillingt nach (100), vollkommen durchsichtig, gelblich-grün, honigbraun, dünntafelig, einer der grössten Titanite des Kanton Tessin, teilweise verschliffen (bis 16.5 Karat).

192_TI / Val Sambuco, Passo di Naret, Passo del Naret I
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizzara, Koordinaten ca.: 685100 / 148150
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 267
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 163
In der Umgebung dieses Passes, der vom Lago Naret ins nördlicher gelegene Val Torta führt.
- Chlorit: Dunkelgrün, fast schwarz, reichlich.
- Ferroaxinit: Durchscheinend, bis 3 cm, teils mit Prehnit.
- Ilmenit: In grösseren Tafeln.
- Plagioklas: Recht grosse Kristalle, bis über 2 cm.
- Prehnit:
- Quarz:
Klein.
- Titanit: Aufgewachsen auf dem Ilmenit, braun, in der Mitte grünlich, gestreckt nach der b-Achse, tafelig.

193_TI / Val Sambuco, Pizzo di Corno, Monte Coro
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizzara, Koordinaten ca.: 691100 / 149650
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 180
Gipfel nördlich des Lago Sambuco (Einmündung der Maggia in den See). Die Angabe, dass aus dieser Gegend ein Axinitfund stammt, ist nicht ganz sicher. In der alten Literatur wird von einem Fund am Monte Coro gesprochen. Parker überträgt diesen Namen mit Vorbehalt auf den heutigen Pizzo di Corno.
- Ferroaxinit:

194_TI / Val Sambuco, Poncione dei Laghetti (Nordwestflanke), Poncione della Bolla
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizzara, Koordinaten ca.: 688790 / 146800
Literatur:
- Weiss, Stefan & Rizzi, Flavio; Lapis; 2003; Heft 10; Seite 17-29
Im Lapis ausführlich über die Titanitfunde im Tessin nachgelesen werden. Zahlreiche fantastische Bilder runden den umfassenden Bericht ab. Einzelne Titanitfunde sind auch schon unter anderer Fundortangabe aufgeführt.
- Titanit: Sehr schöne Funde wurden in den Jahren 1840 bis 1885 gemacht. Bis über 3 cm Länge und 5 mm dicke Kristalle, leuchtend grüngelb bis honigfarbig. Die Klüfte liegen auf ca. 2300 bis 2500 m ü. M. Es wird heute angenommen, dass die Titanite aus diesen Klüften stammen.

195_TI / Valle Leventina (ital.), Livinen (dt.), Livinental (dt.), Pizzo Gana, Pizzo Ganna, Pizzo Cana
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizzara, Koordinaten ca.: 697660 / 144030
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 266
- Chlorit: Kugelig Aggregate.
- Periklin: Braun.
- Titanit: Rundlich, flach, in einem Epidot-Chlorit-Schiefer.

196_TI / Fusio
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizzara (Fusio), Koordinaten ca.: 694000 / 145000
Literatur:
- Hoefs, J. / Stalder, H.A.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1977; Band 57; Heft 3; Seite 329 - 347; Die C-Isotopenzusammensetzung von CO2-haltigen Flüssigkeitseinschlüssen in Kluftquarzen der Zentralalpen
Hoefs (1977): Fusio, Val Lavizzara, Koordinaten: 694.0/145 0. Im Gneis: Quarz, Adular, Chlorit, Anatas.
- Adular:
- Anatas:
- Chlorit:
- Quarz:


197_TI / Fusio, Pizzo di Röd, Piatto di Ciliegia
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Lavizzara (Fusio), Koordinaten ca.: 690367 / 145725
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 229
Westlich von Fusio bei Punkt 2560, in einer ultrabasischen Linse.
- Anthophyllit: Nur in Randpartien vorkommend, verwachsen mit viel Jimthompsonit und weniger Chesterit (Stoll, 1990).
- Chesterit:
- Chlorit:
- Grammatit:
- Jimthompsonit:
- Magnesit:
- Talk:


198_TI / Valle di Campo, Linescio, Campeia, Cava Maurino, Cava Predazza, Cava Graniti Cresciano, Cava Maggia Graniti, Cava Cerentino
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Linescio, Koordinaten ca.: 687870 / 128700
Literatur:
- Graeser, Stefan & Weiss, Stefan; Lapis; 1995; Heft 9; Seite 38
- Grütter, Otto; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1931; Band 11; Heft 2; Seite 266; Ein Skolezitfund in der Valle Maggia (Tessin)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 261
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 182
- Weiss, Stefan; Lapis; 2015; Heft 11; Seite 26 - 29; Anhydrit, Molybdänit und Thulit: Neufunde aus Linescio, Schweiz
- Weiss, Stefan; Lapis; 2014; Heft 1; Seite 12 - 24; Alpinmineralien aus Linescio, Val Campo, Tessin (CH)
An der Nordflanke des aus penninischen Gneisen aufgebauten Alzasca-Massivs im Steinbruch 'Cava Maurino'.
Grütter: In einem am östlichen Ausgang des Dorfes Linescio ob Cevio (Valle Maggia) gelegenen Steinbruche wurden von Herrn Albino Bronz, Linescio, auf Lagerklüften der dort gebrochenen - von pegmatitischen Lagen und Schnüren durchzogenen - kleinkörnigen epidotführenden Biotitoligoklas- bis Alkalifeldspatgneisen zwei etwa haselnuss- bzw. nussgrosse Stücke eines schneeweissen, divergentstrahligen Mineralaggregates aufgefunden. Herr Alb. Bronz hatte die Freundlichkeit, die beiden Stücke dem naturhistorischen Museum in Basel geschenkweise zu überlassen. Die pyrochemische und optische Untersuchung ergab, dass es sich bei diesem Mineral um das nach der Literatur in der Schweiz bis heute (1931) nur von wenigen Fundstellen (Fiescher Gletscher, Schattiger Wichel) bekannt gewordene Zeolithmineral Skolezit handelt.
Der östliche Steinbruch bei Campeia, 730 - 780 m ü. M., ist unter folgenden Namen bekannt: - Cava Predazza,- Cava Graniti Cresciano, - Cava Maggia Graniti. Der obere Teil, auf 820 -940 m ü. M., wird als Cava Maurino bezeichnet. Die Steinbrüche liegen bereits auf dem Gebiet der Gemeinde Cerentino. Der Steinbruch liegt auf Privatgrund, ein Strahlerpatent ist erforderlich.
- Adular: Milchigweisse Pseudorhomboeder bis 3 cm, selten feinfaseriger Amiant enthaltend.
- Aktinolith: Kristalle über 3 mm.
- Albit: Klein, plattig, milchigweiss. Kristalle über 3 mm.
- Amianth:
- Anhydrit:
Im Ostteil des Steinbruchs, ca 20 Meter unterhalb der Epidotgneislinse, als spätige, lilafarbene Massen bis 2 x 5 x 10 cm. Selten Kristalle bis fast 2 cm.
- Apophyllit: Im oberen Steinbruch, kurzprismatisch-pyramidal bis blockig, farblos mit lichtgrüner Kernpartie, bis 25 x 18 x 13 mm, teilweise mit Kristallen zweiter Generation überkrustet. Gute Stufen.
- Biotit:
- Calcit:
In den Klüften der Pyritwandzone verbreitet als Skalenoeder oder als pseudowürfelige Kristallgruppen bis 4.5 cm. Auf dem Epidot auch als fluoritähnliche Pseudooktaeder oder als sechseckige, apatitähnliche Tafeln bis 1 cm.
- Chabasit: Auf Klüften im Granitgneis neben Epidot selten als glasige milchigweisse Würfelchen bis 5 mm, auch neben Thulit in Klüften der Epidotgneislinse
- Chlorit:
- Epidot: Bis 4 mm, mehrfarbige Kristalle, wobei die Farbgebung durch verschiedene Mineralien entsteht: Epidot - grün, Klinozoisit - farblos, Zoisit der Varietät Thullit - orange, Piemontit - violett-lila, sonst Garben bis 28 mm, grün, teils chloritisiert.
- Epistilbit: Nur auf Klüften im Epidotgneis als glasklare farblose, adularähnliche Rhomboeder bis 3 mm, teils chloritisiert.
- Fluorapatit: Blockig-prismatisch, meist trübe gelblichweisse Kristalle bis 27 x 11 mm aus Chlorittaschen. Kristalle aus Zerrklüften sind wasserklar und flächenreich.
- Fluorit: In sehr kleinen Oktaedern.
- Galenit: Unter 3 mm.
- Gips: Im Ostteil des oberen Steinbruchesa in bis zu 60 cm langen, 40 cm hohen und 20 cm breiten Kluftnetzen als glasige spätige Kluftfüllungen bis 12 cm Breite.- Hessonit: Unter 3 mm.
- Heulandit: Auf Klüften in Epidotgneisen als klare, blockige perlmuttglänzende Kristalle bis 1 cm.
- Hämatit: Nur ein Einzelfund einer flachtafeligen Eisenrose mit 15 mm Durchmesser auf stark zersetztem Hornblendegneis.
- Klinozoisit: Im oberen Steinbruch erreichen langgestreckte, hell gelblichgrüne bis fast farblose Kristallgruppen in Klüften aplitischer Streifengneise oder der Randpartie der thulitführenden Epidotgneislinse Längen von 25 - 30 mm. Oft begleitet von Prehnit. Auch zonare, farblose bis grünlichgelbe und rosafarbene bis rote Mischkristalle mit Epidot und Piemontit. Bis 1 cm.
- Laumontit: Kristalle über 3 mm.
- Limonit: Derb.
- Magnetit: Derb, unter 3 mm.
- Molybdänit: Im oberen Steinbruch als scharfkantige hexagonale Täfelchen bis 18 mm Durchmesser eingewachsen in dm-dicken Quarzlinsen mit grobblättrigem schwarzem Biotit. In erzreichen Partien mit schlierigem Pyrit und Magnetkies führen bis zu 11 mm grosse Molybdänit-Kristalle. Nur sehr selten frei kristallisiert, bis 8 mm Durchmesser, in schmalen Chloritspalten des unteren Steinbruches.
- Piemontit: Gut kristallisierte roasarote Thulit/Piemontitkristalle. Bis 7 mm lange Kristalle, rosarot, Garben bis 12 mm.
- Prehnit: Reichlich, beige - blassrosa, halbkugelig, aggregiert. Gruppen 12 mm, teils auf Klinozoisitgarben.
- Pyrit: Bedeckt im Bereich der Pyritwandzone quadratmetergrosse Gangflächen. Frei kristallisierte Kristalle erreichen Kantenlängen bis 4 cm. Frische Pentagondodekaeder aus calcitführenden Kluftspalten erreichen bis 14 mm Durchmesser.
- Pyrrhotin: Derb.
- Quarz: Spitzrhomboedrisch. Im Bereich der Pyritwandzone bis 10 cm im Übergnagshabitus. Das grösste Exemplar erreicht eine Länge von 24 cm bei einer Basis von nur 34 mm.
- Scheelit: Im unteren Steinbruch im Liegendbereich der Pyritwandzone, gebunden an Nord-Süd-verlaufende Quarzadern von bis 10 cm Dicke. Flache, harzglänzende, gelblichweisse Butzen bis 2,5 cm, lokal bis 10 cm Grösse. Selten sitzen gelblichweisse Pyramiden bis 7 mm Kantenlänge in derbem Pyrit oder rekristallierte klare Gruppen bis 5 mm in Quarzdrusen. Intensive blauweisse Fluoreszenz.
- Skolezit: Auf Klüften im Granitgneis neben Epidot, auf Klüften in der Epidotgneislinse neben Calcit und Thulit. Nadelig, schneeweiss. Nester bis 1.5 cm, gut ausgebildet.
- Stilbit-Ca: Perlweisse Stilbit-Ca Garben und radiale Gruppen bis 2.7 cm Grösse. Im oberen Steinbruch.
- Thulit: Gut kristallisierte roasarote Thulit/Piemontitkristalle. Bis 7 mm lange Kristalle, rosarot, Garben bis 12 mm.
- Titanit: Keilförmige tafelige gelbe Kristalle bis 4 mm in Klüften des Biotitgneises und der Pyritwandzone, recht verbreitet, selten zweifarbig (grünlichgelb mit rötlichbraunen Spitzen). Diese erreichen Grössen bis 12 mm.
- Vanadinit: Nadelig, gelb, - 0.5 mm, auf hydrothermal zersetztem Epidotgneis, wirrstrahlig, büschelig, krustig, schwach senfgelb luminiszierend (Cuchet, 1995).
- Zoisit: Derb, sehr gute Stufen.

199_TI / Maggiakraftwerk, Bedrettostollen (Stollen San Carlo - Piano di Peccia), San Carlo - Piano di Peccia (Stollen)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Maggia, Koordinaten ca.: 689890 / 140980
Literatur:
- Meier, H.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 453-455; Beinahe selbst gefunden
Evtl. handelt es sich hier um den im Parker unter 'Maggia-Kraftwerke' aufgeführten Stollen von San Carlo (Val Bavona) nach Piano di Peccia. Hier wurde eine Kluft mit hervorragenden Pyritkristallen angefahren. Die beiden Orte Piano di Peccia und san Carlo liegen praktisch nebeneinander. Evtl. ist der Stollen ab dieser Region gemeint. Die Koordinaten zeigen auf Piano di Peccia.
- Pyrit: Würfelig, mit mehreren cm Kantenlänge, sehr starker Glanz, schöne Gruppen, bis 615 Gramm.

200_TI / Valle Maggia (ital.) (oberes), Val Maggia (oberes), Maggiatal (oberes), Maiental (dt.) (oberes)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Maggia
Literatur: - Rizzi, Flavio; Schweizer Strahler; 1988; Seite 168-171; Axinitfund im oberen Maggiatal
Genauere Angaben über den Fundort fehlen leider.
- Adular:
- Apatit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Ferroaxinit
: Bis 20 mm, Stufen, braunviolett, keilförmig, teilweise mit Prehnit überwachsen.
- Laumontit:
- Prehnit:
- Titanit:


201_TI / Valle Maggia (ital.), Val Maggia, Maggiatal, Maiental (dt.), Poncione Alzasca (Nordflanke)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Maggia, Koordinaten ca.: 687450 / 125780
Literatur:
- Weiss, Stefan; Lapis; 1986; Heft 3; Seite 34
An der Nordflanke des Berges.
- Piemontit: Zusammen mit Thulit. Diese eigenartig und schichtartig aufgebauten Kristalle setzten sich aus mehreren Mineralien zusammen. Die Schichten sehen von innen nach aussen betrachtet ungefähr wie folgt aus:
- Kern: 1a) Epidot, dunkelgrün, eisenreich, 1b) Epidot, hellgrün, eisenarm,
- Schale/Hülle: 2a) Klinozoisit (alpha), blassgrün bis farblos, eisenreich, 2b) Klinozoisit (beta), farblos, eisenarm, in 2a eingelagert, 3) (pseudo)-Zoisit (alpha), farblos bis blassrosa, eisenreich,
- Übergang vom monoklinen zum orthorhombischen System, 4) Thulit (beta) (Mangan-Zoisit, eisenarm) dunkelrosa,
- wieder Übergang zur monoklinen Struktur 5) Mangan-Klinozoisit, rosa, 6) Piemontit (Mangan-Epidot), karminrot, gelborange. Grösse der Kristalle bis 2 mm.
- Thulit: Siehe bei Piemontit.

202_TI / Valle Maggia (ital.), Val Maggia, Maggiatal, Maiental (dt.), Poncione Alzasca (Nordteil), Poncione d'Alzasca
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Maggia, Koordinaten ca.: 706730 / 127690
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 152
- Weiss, Stefan; Lapis; 1982; Heft 7-8; Seite 55-58; Piemontit vom Poncione Alzasca
Im Orthogneis in einer hellgrün gefärbten Epidotgneislinse, welche ausgelaugt und gelblich- bis grünlichgrau verwittert ist. Die Länge der Linse misst ca. 20 Meter bei einer Mächtigkeit von 1 Meter.
- Adular: Bis 1 cm, weiss, meistens verzerrt, durchscheinend bis halbdurchsichtig, fast immer geriefte und mattierte Prismen- und Pinakoidflächen.
- Albit: Farblos bis durchsichtig, meist plattig verzerrt, Periklinhabitus, glatt, glänzend, bis 2 mm.
- Calcit: Skalenoeder, stark verzerrt, matt, deutlich gerieft, bis 8 mm, Kombination von Skalenoeder und Rhomboeder.
- Chabasit: Pseudohexaedrisch, farblos bis reinweiss und halbdurchsichtig, Glasglanz, bis 4 mm, mit typischer Rautenstreifung.
- Chlorit: Pulverig, hellgrün, blassgrün, auch schuppig.
- Heulandit: Plattig, perlmuttglänzend, bis 4 mm, farblos bis Stich ins Gelbliche, blätterige Absonderungen.
- Laumontit: Weiss, prismatisch, bis 10 mm, an der Luft wegen des Wasserverlustes rasch zerbröckelnd.
- Prehnit: Traubige bis knollige Aggregate, nie als gut entwickelte Kristalle, bis 8 mm Durchmesser oder als apfelgrüne Krusten bis 2 cm Dicke, auch halbkugelig bis 1 mm, rosafarbig mit Stich ins Bläuliche.
- Skolezit: Farblos bis durchsichtig, nadelig, radialstrahlig, seidenweiss, büschelig, bis 8 mm.
- Stilbit: Farblos bis halbdurchsichtig, bis 4 mm lang, blätterig aggregierte Bündel, meistens zusammen mit Skolezit.

203_TI / Valle Maggia (ital.), Val Maggia, Maggiatal, Maiental (dt.), Riveo (Steinbruch)
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Maggia, Koordinaten ca.: 692200 / 127950
Literatur:
- Lapis; 1993; Heft 6
- Graeser, St. & Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1974; Seite 265-277; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten
Zwischen Someo und Cevio im Valle Maggia. Die Mineralien stammen aus mehreren Steinbrüchen bei diesem Dorfe. Im Lapisheft 1992/6 ist eine Skizze mit der genauen Lage der Steinbrüche. Ebenso sind mehrere hierhergehörende Mineralien abgebildet.
- Adular: Gut entwickelt, Maderanerhabitus, trübweiss - grünlichweiss, bis 1.5 cm Kantenlänge, auch halbdurchsichtige Exemplare.
- Aktinolith: Nicht allzu selten, eingewachsen, flachstängelig bis plattig, bis 3 x 5 cm, grünlichschwarz.
- Albit: Weiss, flachverzerrt, mit Lösungslamellen (Calcit ?), milchigweiss, plattig, bis über 2.5 cm, mattglänzend, limonitisiert, aggregiert.
- Andesin: Gut ausgebildet, sehr selten, mit gelblicher, glasglänzender Kernpartie, plattig, bis 2 cm, mit pechschwarzer, partienweise ölgrün durchscheinender Aussenzone, umstrukturierte, wie angeschmolzene Oberfläche, in broncefarbenen Pyrrothinlinsen, auch kurzsäulige und sechseckige Kristalle.
- Apatit: Sehr selten, bis 9 x 9 mm, kurzsäulig, Doppelender, meistens nur mit Prismen- und Basisfläche, bräunlichweiss, getrübt, auch Kristalle mit Pyramidenflächen, wasserhell und hochglänzend, mit Ilmeniteinschlüssen.
- Apophyllit: Selten, gut ausgebildet, tafelig, farblos bis milchigweiss, quadratische Täfelchen, bis 8 mm, an der Luft zerfallend.
- Biotit:
- Calcit:
Wenig verbreitet, rhombisch, trübweiss, überkrustet von Epidot, bis 2 cm, auch flächenreiche Aggregate, farblos, bis cm-Grösse, verwachsen mit Klinozoisit.
- Chabasit: Bis 2 mm, klar, zum Teil verzwillingt.
- Chlorit:
- Epidot:
Gut ausgebildet, dunkelgrün bis gelbgrün, meistens durchscheinend, garbenförmig, selten alleine, Garben bis 2.8 cm, lose in der Kluft.
- Fluorit: Selten, scharfkantig, wasserhell, glänzend, Oktaeder, bis 3.5 mm, mit gebogen erscheinenden Flächen parallelverwachsener Kristalle, auf Periklin und Epidot.
- Heulandit: Wenig verbreitet, gestreckt, dicktafelig, farblos bis weiss, halbdurchsichtig, bis 8 mm, dem Chabasit ähnlich jedoch auf gross entwickelten Flächen immer mit typischem Perlmuttglanz.
- Ilmenit: Selten, als Einlagerungen bis 1.5 cm, Aussenzone in Titanit umgewandelt, selten auch in Apatit.
- Klinozoisit:
- Laumontit:
Schneeweiss, bis 7 mm, stengelig, zerbröckelt an der Luft ziemlich rasch.
- Limonit:
- Magnetit:
Wenig verbreitet, eisenschwarz, Oktaeder, bis 8 mm.
- Molybdänit: Selten in Blättchen, gut ausgebildet, selten, licht bleigrau, bis 3.5 mm, vereinzelnd in den Quarzlagen sitzend, mit hochglänzender Basisfläche und gerieften und gross entwickelten Pyramidenflächen.
- Periklin: Wenig verbreitet, gut ausgebildet, flächenreich, porzellanweiss, plattig bis kurzsäulig, bis cm-Länge.
- Prehnit: Wenig verbreitet, winzig, beigefarbig bis bläulichgrau, als Kruste auf dem Quarz, Perklin, Epidot und Fluorit, Täfelchen bis mm-gross.
- Pyrit: Krustig, dünn, Würfel bis 2 cm, auch extrem verzerrte und flächenreiche Kristalle.
- Pyrrhotin: Linsenartig eingeschlossen, selten.
- Quarz: Seidenweiss, Glasglanz, nur selten gute Kristalle, meistens milchig getrübt, tektonisch zerbrochen, Normal- bis Tessiner-Habitus, Doppelender, mattiert, bis 8.5 x 4 cm, zum Teil chloritisiert.
- Stilbit: Gut ausgebildet, wenig verbreitet, garbenförmig, zusammen mit Pyrit, Heulandit, Laumontit, porzellanweiss, keulenförmig, gestreckt, Doppelender, bis 1.7 cm.
- Titanit: Dicktafelig, wachs- bis honiggelb, gut ausgebildet, wenig verbreitet, plattig, bis 3.5 x 2.5 x 1 cm, gesteinsbildend eingelagert, oft tektonisch gebrochen und mit Quarz durchsetzt, auch intensiv rosafarbene Kristalle bis 4 mm oder hellbraune, freie, spröde Tafeln bis 1.5 cm.

204_TI / Valle Maggia (ital.), Val Maggia, Maggiatal, Maiental (dt.), Val Bavona, San Carlo, Olmo
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Maggia, Koordinaten ca.: 683250 / 140000
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
Im Zweiglimmer-Granitgneis der Antigorio-Decke (Zambernard,P. & Della,V., 1995). Koordinaten genau.
- Adular:
- Allanit: Flachstängelig, unter 1 mm, grünlichbraun, zum Teil im Adular eingewachsen.
- Pyrit:
- Titanit:
- Turmalin:


205_TI / Valle Maggia (ital.), Val Maggia, Maggiatal, Maiental (dt.), Val Bavona, San Carlo, Olmo, Antabia-Bach, Ri d'Antabia
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Maggia, Koordinaten ca.: 683301 / 140167
Literatur:
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 2000; Heft 1; Seite 9 - 20; Schwarze Turmaline aus der Val Bavona (Valle Maggia) (TI) und Quarze, Fluoritkristalle und ein Pyrit
Die Funde stammen aus der Umgebung von San Carlo, genauer von der Lokalität Como. Diese befindet sich 10 Gehminuten am Weg, der bei der Brücke von San Carlo abzweigt. Es handelt sich um einen ca. 100 X 100 Meter grossen Aufschluss in der Nähe des Antabia-Baches, ganz von Wald umschlossen und auf 1100 m ü. M. gelegen.
- Adular:
- Anatas:
Klein, gelb, bis 3mm.
- Chlorit:
- Quarz:
Im Tessiner-Habitus, bis 5 cm.
- Titanium: Klein, gelb, bis 3 mm.
- Turmalin: Schwarz, teils sehr dünn und fein. Einige nadelförmige Exemplare tragen an der Spitze kleinste Adularkriställchen oder kleine Quarze im Tessiner-Habitus. Auch den Adular durchdringend. Kristalle bis 4 cm Länge und 6 mm Dicke.

206_TI / Valle Maggia (ital.), Val Maggia, Maggiatal, Maiental (dt.), Val Bavona, San Carlo, Sgruscia-Rinne
Region: Bezirk Vallemaggia / Gemeinde Maggia, Koordinaten ca.: 684300 / 140830
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
Im Zweiglimmer-Granitgneis der Antigorio-Decke (Duthaler, P., Weiss, Stefan, 1998). Koordinaten genau.
- Allanit: Nadelig, dünnstängelig, unter 7 mm, hellbraun, grün, zum Teil im Quarz.
- Epidot: Epitaxie frei aufsitzend.
- Quarz:
- Titanit:

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