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Kanton NE - Fundorte von Mineralien in der Schweiz

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Kanton NE

Fundorte

Vorkommen im Kanton Neuenburg


Bild: NE / Noiraigue, Carrière souterrin, Coelestin, Kristalle bis 7 mm


001_NE / Boudry
Region: Bezirk Littoral / Gemeinde Boudry, Koordinaten ca.: 554300 / 200000
Literatur:
- Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 1990; Seite 389; Gipsrosen aus dem Jura
In der Unteren Süsswassermolasse.
- Gips:
002_NE / Feurtilles, Baulmes (östlich), Areuse-Schluchten, Gorges de l'Areuse
Region: Bezirk Littoral / Gemeinde Boudry, Koordinaten ca.: 552250 / 201174
Literatur:
- Heim, 1919
Heim, 1919, erwähnt aus dem bituminösen Purbeckien von Feurtilles bei Baulmes/VD, östlich der Ortschaft, den Gorges de l'Areuse/NE, Baryt. Die Koordinaten zeigen auf einen Punkt in der Areuse-Schlucht.
- Baryt:

003_NE / Val de Travers, Colombier, Cortaillod, Boudry, Areuse, Gorge de l'Areuse;(Waschgold)
Region: Bezirk Littoral / Gemeinde Boudry, Koordinaten ca.: 554990 / 200470
Literatur:
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 83,118.
Zwischen Colombier und Cortaillod aus der Areuse und der Gorge de l'Areuse. Da bis jetzt erst wenig Prospektionsarbeit geleistet wurde, sind auch entsprechend wenig Fundorte bekannt. Aus der Areuse zudem siderolitischer Hämatit und Nephrit, gelegentlich im groben Kies (Gonet, 1978).
Hinweis: Die Neuenburger Kantonsregierung hat entschieden, das Goldwaschen zu verbieten. Diese Entscheidung gilt für alle Gewässer im Kanton. (Schweizer Strahler; 2008; Heft 2; Seite 44).
- Gold, gediegen: Häufig Goldflitterchen in grobem Kies.
- Hämatit: Siderolitischer Hämatit.
- Nephrit:

004_NE / Cornaux (franz.) (Steinbruch Roc), Curnaux (dt.) (Steinbruch Roc)
Region: Bezirk Littoral / Gemeinde Cornaux, Koordinaten ca.: 567170 / 209920
Literatur:
- Andermatt, P.J.; Lapis; 1999; Heft 2; Seite 15
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2023; Heft 4; Seite 18-21; Die 2Epitaxie" der Markasit-Kristalle auf Pyrit im Westschweizer Jura
- Krieger, Patrick; Schweizer Strahler; 2017; Heft 2; Seite 22 - 23; Meine Funde in Cornaux: Calcit, Fluorit, Coelestin, Pyrit
- Rykart, R.; Lapis; 1984; Heft 6; Seite 35
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 92,118,268,391
- Graeser, Stefan, Andermatt, Paul; Schweizer Strahler; 2010; Heft 2; Seite 14-22 (Calcium-Mangan-Oxid- ein mineralogisches Rätsel)
Im Portlandien des oberen Malm.
- Baryt:
Als Kruste auf Fluorit, auch tafelig, weiss, bis 8 mm.
- Calcit: Skalenoeder, auch vielflächig, schön durchsichtig, bis 8 cm, Zwillinge, selten mit Phantombildung.
- Calcium-Mangan-Oxid: Dieses Mineral wurde hier in den Jahren 1973/1974 gefunden, konnte aber wegen der fehlenden Möglichkeiten nicht näher bestimmt werden. Erst rund 40 Jahre später konnte die Zusammensetzung, dank besserem Material aus dem Passwanggebiet, bestimmt werden.
- Coelestin: Blau, durchsichtig, dicktafelig bis kurzprismatisch, bis 2 cm.
- Fluorit: Im Berriasien der Untersten Kreide, honiggelb, würfelig, bis 8 mm, teils aggregiert (bis 2 cm) und fast rasenartig, leichte hellgelbe Fluoreszenz im UV-Licht.
- Malachit: Büschelig, 1 mm, einmaliger Haldenfund.- Markasit: Prismatisch, tafelig-rhomboedrisch, auch als Zwillinge, bis 4 mm.
- Pyrit: Bis 8 mm, parkettiert, auch als Einschluss im Calcit.
- Quarz: Authigen, radialstrahlig und Einzelkristalle, im Gestein, Doppelender, bis 1 mm.
- Smythit: Dünntafelig, hexagonal, broncefarbig glänzend, einmaliger Fund.
- Strontianit: Dichte Füllungen bestehend aus feinsten, spiessigen Strontianitnädelchen, Aggregate bis 1 cm Durchmesser.

005_NE / Yverdon, Yverdon-les-Bains (franz.), Iferten (dt.), Estavayer - Yverdon, Neuenburgersee (dt.), Lac de Neuchâtel (franz.)
Region: Bezirk Littoral / Gemeinde Neuchâtel, Koordinaten ca.: 545990 / 184176
Literatur:
- Frey,A.; Schweizer Strahler; 1968; Seite 126-127; Zirkon aus den Strandseifen des Neuenburger-Sees
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 118
In Strandseifen aus dem Sand. Angaben über die genaue Waschstelle existieren nicht. Die Koordinaten zeigen auf das Seeufer zwischen Estavayer und Yverdon.
Hinweis: Die Neuenburger Kantonsregierung hat entschieden, das Goldwaschen zu verbieten. Diese Entscheidung gilt für alle Gewässer im Kanton. (Schweizer Strahler; 2008; Heft 2; Seite 44).
- Gold, gediegen: In kleinsten Flitterchen.
- Granat: In sandiger Form.
- Hämatit: In sandiger Form.
- Magnetit: In sandiger Form.
- Zirkon: In kleinsten Kriställchen und relativ häufig.

006_NE / Rochefort, Chambrelien
Region: Bezirk Littoral / Gemeinde Rochefort, Koordinaten ca.: 552884 / 202317
Jaccard erwähnt 1869 Baryt aus dieser Region.
- Baryt:

007_NE / Chasseral, La Brotheiteri, La Chaux de Fonds, La Chaux-de-Fonds, La Golattc, La Jacoterie, Les Malettes, Mont Jaques, Mont Perreux, Montrueslin, Plain Fayen, Sceut, St-Brais Caquerelle, St. Brais Caquerelle, St-Ursanne St. Ursanne, Souboz, Untervelier, Vue des Alpes, Werdt
Region: Bezirk Montagnes / Gemeinde La Chaux-de-Fonds
Literatur:
- Stäuble, Albert J.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1959;Band 52; Heft 1; Seite 57 - 176; Zur Stratigraphie des Callovian im zentralen Schweizer Jura
Vorkommen von Silex:
- Im Bachbett der Noire Combe, Koordinaten 590.325/235.575, N Plain Fayen (Montagnes de Moutier).
- Beim Hof «La Jacoterie», Koordinaten 583.950/210.500, N Undervelier
- Zwischen Koordinaten 585.520/234.875 und 585.650/234.450, S Souboz
- Koordinaten 581.220/228.820, SE La Golattc;
- Koordinaten 581.100/228.700, W La Brotheiteri;
- Koordinaten 583.950/228.375, Métairie de Werdt
- Métairie du Milieu de Bienne, Koordinaten 573.500/222.080, Chasseral-Antiklinale
- Am Feldweg zum Mont Perreux, Koordinaten 557.090/214.180 E Vue des Alpes
- Im Steinbruch Mont Jaques, Koordinaten 553.575/215.100, S La Chaux-de-Fonds- Längs der Strasse St-Brais Caquerelle, zwischen Sceut und Montrueslin, Koordinaten 581.500/244.400
- An der Strasse, Les Malettes-St-Ursanne, Koordinaten 581.650/248.320
Die mittlere und obere Dalle nacrée von Les Malettes enthält, auf einen Schichtstoss von 10 m Mächtigkeit verteilt, zahlreiche Silexlinsen. Die Silexzonen lassen sich südwärts bis in die Gegend von Sceut verfolgen. Nach W und E keilen sie rasch aus. Sowohl bei Bourrignon als auch im Clos du Doubs und westlich von St-Ursanne wurden nur noch dünne Linsen festgestellt.
- Silex:

008_NE / La Chaux de Fonds, La Chaux-de-Fonds, Jacky (Steinbruch)
Region: Bezirk Montagnes / Gemeinde La Chaux-de-Fonds, Koordinaten ca.: 553555 / 218620
Literatur:
- Bourquin, 1946.
Die Koordinaten zeigen auf La Chaux-de-Fonds, nähere Fundortangaben zur Lage des Steinbruches fehlen.
- Pyrit: Pyritisierte Ammoniten.

009_NE / La Chaux de Fonds, La Chaux-de-Fonds, Les Eplatures
Region: Bezirk Montagnes / Gemeinde La Chaux-de-Fonds, Koordinaten ca.: 551700 / 215620
Literatur:
- Lapaire, Jacques; Grandjean, Serge; Schweizer Strahler; 2017; Heft 3; Seite 25 - 29; Die 370 Geoden von Les Eplatures bei La Chaux-de-Fonds 2010 auf der Migros-Baustelle.
Heute überbaut. Les Eplatures ist ein Viertel der Stadt la Chaux-de-Fonds.
- Calcit: In bis 70 cm messenden Geoden, mit skalenoedrischen Calciten, farblos, hellgelb, braun, braunrot. Grössenangabe fehlt.

010_NE / Le Locle
Region: Bezirk Montagnes / Gemeinde Le Locle, Koordinaten ca.: 548575 / 213090
Literatur:
- Hofmann, Franz; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1958; Band 51; Heft 1; Das Bentonitvorkommen von Le Locle (Kanton Neuenburg)
Auf Grund der Angaben von J. Favre konnte Zeit in den überkippten Serien der oberen Süsswassermolasse an der Bahnlinie E Le Locle, am Einschnitt unmittelbar E der Combe du Stand, ca. 5 m über dem Bahntracé, erschürft werden. Es handelt sich um einen echten Bentonit von ca. 20 cm Mächtigkeit, der zwischen seekreideartigen, weichen, z. T. bituminösen Süsswasserkalken liegt und vermutlich sehr stark gequetscht ist, so dass weder über die wirklichen Mächtigkeitsverhältnisse noch über die Ausdehnung des Vorkommens irgendwelche weiteren Angaben möglich sind. Für sämtliche geologischen Daten sei auf die Beschreibungen von Favre (1911, 1934) verwiesen.
- Bentonit:

011_NE / Le Locle (Umgebung)
Region: Bezirk Montagnes / Gemeinde Le Locle, Koordinaten ca.: 547258 / 212035
Literatur:
- Bachmann, Isidor; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; 1877; Heft 923-936; Die neuern Vermehrungen der mineralogischen Sammlungen des städtischen Museums in Bern
- Bernoulli, Christoph; Taschenbuch für die Schweizerische Mineralogie, Erstes Bändchen; 1811
Bernoulli (1811): Unweit Locle findet sich in dicht unter der Dammerde, in einer Schicht eines weisslichen, porösen Stinksteinschiefers, ein fossil, welches dem Menilit von Menilmonta sehr nahe kommt. es findet sich darin teils in zolldicken Schichten, teils knollicht. Bachmann (1877): Zufällig wurde erst in letzter Zeit menilitartiger Halbopal aus dem neogenen Süsswasserkalk von Locle meines Wissens der einzigen schweizerischen Lokalität für dieses Mineral, aufgestellt.
- Menilit: Von leberbrauner Farbe, an der Oberfläche ins Blauliche.
- Opal: Wurde ursprünglich von Auguste Jaccard, 1893, beschrieben. Allerdings fehlen Fundortangaben. Evtl. fällt es in die Region Le Locle, von wo er auch Vivianit beschrieben hat. Bachmann erwähnt 1877 aus dieser Gegend aber lediglich einen menilitartiger Halbopal.
- Vivianit: Aus der Umgebung von Le Locle (Moore) beschrieben (Auguste Jaccard, 1893 und Früh et al), blau gefärbt.

012_NE / Le Locle, Combe Girard
Region: Bezirk Montagnes / Gemeinde Le Locle, Koordinaten ca.: 548920 / 211650
Literatur:
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 377
Südöstlich von Le Locle.
- Montmorillonit: Aus einem Bentonitzug.

013_NE / Val de Ruz (franz.), Rudolfstal (dt.);(Waschgold)
Region: Bezirk Val de Ruz / Gemeinde Val de Ruz, Koordinaten ca.: 561240 / 210739
Literatur:
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 83.
Angeblich soll hier im 17. Jh. Gold gewaschen worden sein, resp. es wurde eine Genehmigung zum Goldwaschen erteilt. Hinweis: Die Neuenburger Kantonsregierung hat entschieden, das Goldwaschen zu verbieten. Diese Entscheidung gilt für alle Gewässer im Kanton. (Schweizer Strahler; 2008; Heft 2; Seite 44).
- Waschgold:

014_NE / Val de Travers, Buttes, La Presta, Le Bois de Croix, Combe Bayon, Grand Champs;(Asphaltmine)
Region: Bezirk Val de Travers / Gemeinde Val de Travers, Koordinaten ca.: 537543 / 196595
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Seite 2-13; Neues aus dem Schweizer Jura
- Frey, Max; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Geotechnische Serie, IX. Lieferung, Die Asphaltlagerstätten im schweizerischen Juragebiet mit besonderer Berücksichtigung des Val de Travers; 1922
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1987/3; Heft 41; Seite 25-27; Bitumen-Asphalt-Verwendung schon vor 5000 Jahren im Zweistromland
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 2004/2; Heft 105; Seite 2 - 7; Asphalt - Bergbau in der Schweiz
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917- Schweizer Strahler; 2006; Heft 4; Seite 47; Die Asphaltminen in besseres Licht gerückt
Die abbauwürdigen Asphaltvorkommen in den Gemeinden Travers und Couvet am Nordabhang des Tales bei Le Bois du Croix-Combe Bayon sowie am Südhang bei La Presta-Grand Champs lagerten in den Schichtfolgen des Aptien und besonders im Ober Urgonien der Mittleren Kreidezeit. Die erstgenannte, 1712 von Eirinis (d’Eyrinys), einem griechischen Arzt, entdeckte und in Angriff genommene Lagerstätte beschränkte sich auf einen NE-SW-verlaufenden, leicht geneigten Streifen Asphalt von ca. 200 m Länge und 25 - 40 m Breite.
Das Hauptvorkommen von La Presta erstreckte sich zwischen den Höfen Belleta und Grand Champs auf 1300 m Länge und 700 m grösster Breite. Die Mächtigkeit des in den Gesteinsschichten eingebetteten, durch Verformungen und Einbrüche in seiner Lage veränderten Asphaltflözes erreichte im Zentrum des Minenbezirkes 9 m und nahm dann gegen E und W an Qualität ab. Das nutzbare Gestein bestand aus reinem, feinporigem Kalk, mit homogener Imprägnation. Der Bitumengehalt variierte zwischen 7% und 12%. Die beste Qualität war dunkelbraun bis schwarz. Beim Anschneiden mit dem Messer bildeten sich Späne. Schon 1559 soll ein Unbekannter beim neuenburgischen Staatsrat um eine Bewilligung zur Suche nach Kohle und Erzen an der Areuse nach gesucht haben, und 1626 sprach man im Zusammenhange eines Städtebauprojektes beim Pont de Thielle von «Harzerde», zweifellos in der Bedeutung von Asphalt. In der Beschreibung des Fürstenhauses Welsch Neuenburg und Valangin, übersetzt von Joh. Bernoulli, liest man von «der Gewinnung von Baukitt und Asphaltöl nordöstlich von Buttes». In der Folge taucht im Jahre 1709 im Waadtland ein fremder Gelehrter auf, seines Namens «Eriny d’Eriny de Rutzin» aus Bassarabien «professeur de grec et docteur en médecine». Auch Scheuchzer kannte den Gelehrten persönlich und bezeichnete ihn als Mann von seltener Gelehrsamkeit und Wissbegierde. Nach der Suche von Steinkohle im Val de Travers stiess Eriny 1711 bei Couvet auf bituminösen Kalkstein, also Asphalt. Zusammen mit einem Geschäftspartner wurde der Abbau bei Bois de Croix an die Hand genommen, aber erst im Jahre 1717 kam die Bewilligung zur Suche nach Metallen, Salz und Steinkohle – bloss der Asphalt fehlte im Dokument. Die Obrigkeit hatte die Bedeutung dieses Rohstoffes noch nicht erkannt. Nebst der Fabrikation von Asphaltkitt für die Verbindung von Bauteilen aus Stein und Holz produzierte der Arzt im «d’Eirinischen Laboratorio» heilkräftige, desinfizierende und schädlingsbekämpfende Öle. Nach weiteren Unternehmen und Gesellschaften, denen jedoch der Erfolg versagt blieb, wurde der Bergbau in der zweiten Hälfte des 18. Jh. aufgelassen. Das Asphaltwerk war nicht unumstritten, beklagten doch Talgemeinden die übermässige Waldnutzung für das Beheizen der unersättlichen Trocknungs-Misch- und Destillations anlagen. H. C. Escher von der Lindt bereiste 1815 und 1816 das Val de Travers und betonte angesichts der verheerenden Geschiebe der Areuse in einem Rapport die Lebensnotwendigkeit intakter Wälder. Anfang des 19. Jahrhunderts stand die Lagerstätte noch unter der Herrschaft König Friedrich III. von Preussen. Nun traten französische Gesellschaften auf den Plan. Aber bereits 1837 gründeten einige Unternehmer die «Société neuchâteloise pour l’application de l’asphalte» mit dem Ziel, durch Lieferverträge den Absatz von Travers-Asphalt in alle Welt zu sichern und zu vermitteln, damit Zimmerer, Steindecker oder Blechner Asphaltarbeiten verrichten können. 1841 trat der Schokoladefabrikant Suchard als Geschäftsführer auf. Zuerst liess er sein Fabrikdach, ja selbst Rebwege asphaltieren. Auf Geschäftsreisen warb er für Schokolade wie für Asphaltprodukte. Aber bereits 1849 leitete er die Liquidation der Vertriebsgesellschaft ein. Nach einer Betriebsstatistik wurde im 1. Quartal 1846 1 624 500 Pfund Asphaltgesteine gefördert. Aus der Mastixproduktion gelangten 4131 Asphalt-«Brote» im Gewicht von total 19 770 Pfund nach Besançon, Richtung Neuchâtel, in die Schweiz, nach Frankreich und Deutschland. Die durchschnittliche jährliche Fördermenge betrug damals 3,5 Millionen Pfund nach französischem Gewicht. Mit der Loslösung von Preussen (Neuenburgerhandel) im Jahre 1848 erlangte der Kanton Neuen burg die Berghoheit (Bergregal) über die Asphaltminen. Nach verschiedenen Unternehmen interessierte sich 1873 auch eine englische Gesellschaft, die «Neuchâtel Asphalte Company Limited», kurz NACO genannt. Da die Konzessionsgebühren zu hoch waren, gelangte das Unternehmen in Schwierigkeiten und schuldete dem Staat Neuchâtel zuletzt einen Betrag von Fr. 750 000.–. Verliessen zwischen 1890 und 1900 jährlich ca. 25 000 t Asphaltpro dukte das Tal, stieg die Leistung bis 1912 auf 35 000 t und erreich te 1913 mit 53 000 t rohem Asphaltgestein, Asphaltrohmehl, Mastix und Platten einen einmaligen Höhepunkt. Während des Ersten Weltkrieges sank die Produktion der NACO auf 6300 t im Jahre 1918. Die kriegsbedingten Handelsblockaden bekamen auch die ausländischen Vertriebsgesellschaften zu spüren. Nach dem Kriege hatte der Kanton mit der auf 20 Jahre befristeten Konzessionserneuerung vom 1. Januar 1935 auf Grundabgaben verzichtet und seine Ansprüche den wirtschaftlichen Verhältnissen der NACO angepasst. Während des Zweiten Weltkrieges hatte die NACO mit Absatzschwierigkeiten zu kämpfen, während der einheimische Bergbau im Zeichen der kriegswirtschaftlichen Vorsorge eher einen Aufschwung erlebte. Zu dieser Zeit unternahm die nunmehr auf 40 Mann geschrumpfte Belegschaft umfangreiche Erschliessungen neuer Abbaufelder innerhalb des Minenbezirkes. Inzwischen waren immer mehr Kunstasphalt- und Bitumenprodukte auf den Markt gekommen synthetisches Material (Erdöl-Destillationsbitumen), das den Naturasphalt des Val de Travers konkurrenzierte. Aus der traditionsreichen englischen Gesellschaft NACO ging 1984 die «Neuchâtel Asphalte SA» hervor, während die Firma «Navistra SA» sich um die Erhaltung und touristische Erschliessung der noch begehbaren Minenanlagen kümmert. Tausende von Besuchern lassen sich durch ehemalige Bergknappen unter Tag führen und werden mit unvergesslichen Eindrücken von einer wichtigen Epoche schweizerischen Bergbau wesens konfrontiert. Im Laufe von drei Jahrhunderten wurden Gänge und Stollen in einer Gesamtlänge von über 100 km mühsam ausgebrochen und Asphalt in alle Welt exportiert. Anfangs, zur Zeit von Eirinis, wurde der Asphalt vorwiegend im Tagebau gewonnen. 1789 wurde der Gesteinsasphalt mit Keilhacken, teils mit Bohren und Schiessen gewonnen. Mit dem Einzug der englischen Grubenherren im Jahre 1873 begann eine neue Epoche der Bergbautechnik. Es folgte nun der Abbau in Stollen und tonnlägigen Strecken von 3 m Breite und 4,5 m Höhe, und im Laufe der Jahrzehnte frassen sich insgesamt etwa 100 km unterirdische Gänge und Strecken in den 40,2 ha umfassenden Minenbezirk. Anfänglich erfolgte der Vortrieb und Abschlag nach dem System des Kammerpfeilerbaus, wobei man zwischen den Abbaustrecken in Ab ständen von 40 bis 50 m massive Pfeiler aus nutzbarem Gestein zur Stützung der Stollendecke stehen liess. Auf diese Weise wurde nur 35 % des Asphaltgesteins genutzt, was die Bergmannssprache als Raubbau am Flöz bezeichnet. Die Pfeiler vermochten kleinere Verdrücke (Deckeneinbrüche) nie ganz zu verhindern. 1889 und 1893 ereigneten sich grossflächige Einstürze, die den gesamten Minenbetrieb gefährdeten. Der Kanton fühlte sich hinsichtlich des Missverhältnisses zwischen möglicher und erbrachter Fördermenge um Abgaben betrogen und warf der NACO Verstösse gegen Grundregeln der Bergwerkstechnik vor. Nun mussten die zu Bruch gegangenen Strecken wieder gangbar gemacht werden, Pfeiler abgebaut und durch Förderberge und Ausmauerungen sowie Holzeinbauten die Gewölbe abgestützt werden. Bereits 1886 waren die Förder- und Abbaustrecken mit Geleisen sowie auch mit einem Telefonnetz versehen. Für den Abtransport des Haufwerkes waren elf Pferde eingesetzt, welche die eine Tonne schweren Förderwagen (Grubenhunde) mit seitlichen Kippvorrichtungen zogen. In den Jahren 1905 und 1908 entstand vom Förderschacht aus ein zirkulär verlaufender Hauptförderstollen. Auf dieser Route gelangte der Asphalt von den Abbauörtern an die Peripherie des alten Ostfeldes. Durch einen Bremsberg stand sie mit den Abbauörtern am Rand des Mittelfeldes in Verbindung. Die Mineure arbeiteten mit offenen Atzetylenlampen, da keine Gasexplosionsgefahr bestand. Während der ersten 35 Jahre des Unter tagebaus erfolgte die Wetterführung oder Stollenbelüftung auf natürliche Weise. Durch zwei Lüftungsstollen und einem Luftschacht wurde ein ständiger Frischluftstrom erzeugt. Erst 1905 löste ein im Nordwestteil der Mine installierter elektrischer Ventilator das alte Bewetterungssystem ab. Die Wasserhaltung oder Entwässerung des Grubensystems war für die NACO stets mit grossem technischen Aufwand und hohen Kosten ver bunden. Die wasserundurchlässigen Asphaltschichten lagen tief unter dem Wasserspiegel der Areuse und waren von mehreren hundert Metern Juragestein überlagert, sodass sich immer wieder angeschnittene Quellen und Bäche ins Grubeninnere ergossen. Anfänglich konnten die Wassermassen mit Dampfpumpen einigermassen bewältigt werden. Später wurden elektrische Pumpen eingesetzt. Jahr für Jahr wurden Millionen Liter in den Fluss der Areuse geleitet. 1866 wurde eine Asphaltfabrikanlage mit einer Tagesleistung von 40 Tonnen Asphaltmastix im 24-Stunden-Betrieb mit allen erforderlichen technischen Anlagen erstellt. Ein Teil des geförderten Gesteins wurde zur Herstellung von Stampf- und Gussasphalt verwendet. Die überwiegende, für Asphaltmehl und Belagsplatten bestimmte Menge wurde nach Qualitäten getrennt auf Halde gelegt. Anschliessend zerkleinerte man das Asphaltgestein zu eigrossen Trümmern mit elektrisch angetriebenen Steinbrechmaschinen. Nachfolgend wurden diese in der Schleudermühle und beim Durchlaufen von Siebanlagen pulverisiert. Alsdann kam das Asphaltrohmehl über Förderbänder zu grossen stationären Kochern, wo es in Formen gegossen wurde. Die Abbauleistung betrug 1969 20000 Tonnen und stieg 1974 auf 24 157 Tonnen. Die NACO konnte aber nur dank dem Anschluss an Partnerunternehmungen und durch Vollmechanisierung der Abbau-Förderund Produktionsmethoden überleben. Die Abbaureserven wurden 1922 auf eine Million Tonnen beziffert. Es dauerte noch bis 1983, bis die Lagerstätte erschöpft war und die Pumpen abgeschaltet wurden, sodass Teile des Stollensystems unter Wasser lagen. Ende 1986 wurde der Betrieb eingestellt. Heute können die Asphaltminen während des ganzen Jahres besichtigt und das «Musée des Mines» besucht werden.
- Asphalt:
- Calcit:
- Gips:
- Pyrit:
- Rosickyit:
Erscheint als monokline Modifikation von Schwefel, farblos, dünntafelig, bis 1 mm, auf Asphaltmatrix. Entdeckt von Meisser Nicolas im ehemaligen Asphalt-Bergwerk von Travers. Weltweit nur von wenigen Fundstellen bekannt. Es dürfte sich hier um das schönste Vorkommen der Welt handeln. Vergesellschaftet mit Calcit, Pyrit, Gips, Rozenit und Schwefel.
- Rozenit: Ausblühungen in Form lockiger Haare, farblos, bräunlichweiss, gelblich, Glasglanz, bis 1 cm, zusammen mit Calcit, Pyrit,Gips, Rosickyit und Schwefel (Meisser, et al., 2000).
- Schwefel: Pseudo-rhomboedrisch, bipyramidal, gelblich, in Paragenese mit Rosickyit.

015_NE / Val de Travers, Couvet, Anciennes mines d'asphalte;(Asphaltabbau)
Region: Bezirk Val de Travers / Gemeinde Val de Travers, Koordinaten ca.: 540440 / 198040
Literatur:
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Im Barremien. Die Koordinaten zeigen auf eine Anciennes mines d'asphalte. Der griechische Arzt Eyrinis d'Eyrinis entdeckte das Asphaltvorkommen 1711. Zuerst war es nur zu medizinischer Anwendung gedacht: Asphalt galt bis weit ins 18. Jahrhundert hinein als Universalheilmittel. Erst 100 Jahre später, von 1812 an, wurde industriell abgebaut. Aus welcher Mine die Mineralien stammen ist nicht bekannt.
- Calcit:
- Gips:
- Pyrit:
- Rosickyit:
- Rozenit:
Ausblühungen in Form lockiger Haare, farblos, bräunlichweiss, gelblich, Glasglanz, bis 1 cm, zusammen mit Calcit, Pyrit, Gips, Rosickyit und Schwefel (Meisser, et al., 2000).
- Schwefel:

016_NE / Val de Travers, Couvet, Buttes, Côtes-aux-Fées, Auberson, Ste-Croix, Ballaigues, Orbetal, Vallorbe, Lac de Joux (Nordufer);(Brauneisenabbau)
Region: Bezirk Val de Travers / Gemeinde Val de Travers, Koordinaten ca.: 527640 / 191092
Literatur:
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917 Eisenerzflöz der Kreideformation.
Brauneisenabbau. Die zweitunterste Stufe der Kreideformation des westschweizerischen Jura, das Valangien, besteht im wesentlichen aus einem eisenschüssigen Kalk, dem " alcaire roux", aus dessen eisenreicheren Abart, dem "Limonit", durch Schlemmen ein Erz gewonnen wurde, das 45% Fe2 03 enthielt. Die einstigen Ausbeutungsstellen sind Couvet, Buttes, Côtes-aux-Fées im Val de Travers, Auberson bei St. Croix, femer Ballaigues im Orbetal und Nordufer des Lac de Joux. Nachgewiesener Abbau: Lac de Joux, Vallorbe: (1285) 1480 Buttes-Côte aux Fées: 1490 - 1803 Die Koordinaten zeigen auf Côte aux Fées.
- Brauneisen:

017_NE / Val de Travers, Le Furcil, Noiraigue, Le Chable, Le Châble, Couvet, La Brévine Les Sagnettes, St. Sulpice, Trémalmont, Grenchenbergtunnel, Lac de Jux, Les Epoisats
Region: Bezirk Val de Travers / Gemeinde Val de Travers, Koordinaten ca.: 2540367 / 1198602
Literatur:
- Frey, Max; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Geotechnische Serie, IX. Lieferung, Die Asphaltlagerstätten im schweizerischen Juragebiet mit besonderer Berücksichtigung des Val de Travers; 1922
- Heim, Arnold & Hartmann, Adolf; 1919; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, VI. Lieferung; Seite 41-43; Untersuchungen über die petrolführende Molasse der Schweiz
- Rickenbach, E. & Althaus, H.E.;1947; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 26, Teil 1; Erdölgeologische Untersuchungen in der Schweiz, I. Teil; Seite 77-78, Asphaltvorkommen in Malm und Dogger.
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Im Umkreis des Val de Travers fanden sich asphaltische Imprägnationen auch in jurassischen Zementkalken bei Noiraigue, "Une mine d'Asphalt" soll in unterjurassischen Kalken bei Le Chable, drei km nördlich Von Travers vorhanden gewesen sein. Interessant ist es ferner, dass im Grenchenbergtunnel 1 km ab Nordportal in den Portlandkalken des Graitery-Nordschenkels Ausschwitzungen von dickflüssigem Erdpech konstatiert worden sind. - Auch im Nordosten des Lac de Jux wird eine alte Asphaltmine im Untern Jura bei Les Epoisats erwähnt. Die Koordinaten zeigen allgemein auf das Val de Travers. Le Furcil: Die Fundstelle befindet sich etwa 250 m E der Fabrik von Le Furcil. Eine 3m breite, etwa N 70° W streichende Bruchspalte, die sich im Gelände über einen größeren Abstand verfolgen lässt, ist erfüllt von völlig verschieferten und kalzitisierten Echinodermenkalken und Mergeln, die zahlreiche Rutschstreifen aufweisen, die einen Asphaltüberzug besitzen. Die N-Wand der Kluft wird gebildet von Mergeln und teils spätigen Kalkbänken, welche alle dem Komplex der "Marnes du Furcil", also dem obern Batlionien angehören, etwa 20° nach SW einfallen und von einem System von NNW-SSE, streichenden Klüften durchzogen sind, von denen diejenigen in der Nähe des Hauptbruches schwarze Asphaltinfiltrationen zeigen. Auf den sekundären Spalten und Haarrissen finden sich nur noch braune bis schwarze Überzüge von Asphalt, während die Masse der Kalke und Mergel selber nicht bituminös ist. Die S-Wand der Kluft wird von einer dunkelbraunen, massigen, z. T. etwas mergeligen Echinodermenbrekzie gebildet, welche etwa 40° nach S fällt und vermutlich dem "Calcaire roux marneux" an der Basis des Bathonien angehört. Sie zeigt vereinzelte Spuren von Bitumen. Gebiet von Travers-St. Sulpice: Den NW-Hang des Val-de-Travers bildet der SE-Schenkel einer Malmantiklinale, deren Kern im Cirque de St. Sulpice und bei Le Châble-Trémalmont, etwa. 3,5 km N von Couvet, bis auf den obersten Dogger bloßgelegt ist. Bei Le Châble zeigt der untere Teil des Callovien leichte Bitumenimprägnation, während im obern Teil dieser Stufe und im anschließenden Argovien Bitumenhäutehen auf Kluft- und Schichtflächen beobachtet werden können. Die 2,5 km SW von dieser Stelle gelegene, in der Literatur erwähnte Bitumenfundstelle im Argovien ist heute (1947) nicht mehr sichtbar. Bei St. Sulpice ist die Dalle nacrée frei von Asphalt, dagegen wurden im Argovien pyrobituminöse Mergelkalke festgestellt. Eine Fundstelle von Bitumenspuren auf Klüften an der Basis des Kimmeridgien im N-Schenkel der Trémalmont-Antiklinale soll sich nördlich Les Sagnettes an der Strasse Couvet-La Brévine befinden. Asphaltspuren wurden ferner an zwei Stellen im Portlandien gefunden. Im Mai 1917 waren bei Couvet im Traverstal unter anderem folgende Aufschlüsse enthalten: 1. Asphalt, jetzt verdeckt, 2. Ca. 5 m Molassemergel mit Sandstein, darunter olivengrüne, violettgraue und grünblaue weiche Mergel mit Kohleschmitzen. Dann weiter unter anderem 2 Schichten mit Ölsand von 1,15 und 0.65 m Mächtigkeit.
- Asphalt:
- Kohle:
- Ölsand:


018_NE / Val de Travers, Noiraigue
Region: Bezirk Val de Travers / Gemeinde Val de Travers, Koordinaten ca.: 2546170 / 1200530
Literatur:
- Stäuble, Albert J.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1959;Band 52; Heft 1; Seite 57 - 176; Zur Stratigraphie des Callovian im zentralen Schweizer Jura
Aus dem Steinbruch des alten Zementwerkes von Noiraigue. .
- Autigener Quarz: An den Rändern einzelner Quarzinsphärolithen ist die Neubildung von authigenem Quarz zu beobachten (Durchmesser bis 6 mm).
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