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Kanton GR, Bezirk Maloja, Bergell, Bregaglia - Fundorte von Mineralien in der Schweiz

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Kanton GR, Bezirk Maloja, Bergell, Bregaglia

Fundorte > Graubünden
Vorkommen im Kanton Graubünden, Bezirk Maloja, Bergell, Bregaglia

Gebiet:
001_GR / Bergellergebiet
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Mikroskopisch in den Amphiboliten, im Tonalit und im Gabbro im Bergellergranit. Die Koordinaten zeigen auf das Bergell. Die Pegmatite kommen nicht nur im Bergeller Massiv vor, sondern auch in den kristallinen Schiefern auf der Westseite des Massivs. Die Mächtigkeit der Pegmatite beträgt 1 bis 7 Meter, die Gänge können bis 90 Meter lang sein. 3 Arten von Pegmatiten können unterschieden werden: 1. Feinkörnige Pegmatite. Es sind keine seltenen Mineralien zu erkennen. 2. Einfache Pegmatite. Die Gänge sind teils mächtig, sie bestehen aus grossen Individuen von Kalifeldspat, Quarz und Muskovit. Vereinzelt treten Turmalin (Schörl), Granat (Spesartin/Almandin) und auch blassblauer, trüber und rissiger Beryll auf. 3. Differenzierte Pegmatite. Von aussen nach innen weisen die Gänge einen deutlichen Zonarbau auf: Die schmale Kontaktzone ist aus schuppigem, resp. feinkörnigem Muskovit, Quarz und Feldspat aufgebaut. Die Aussenzone besteht im Wesentlichen aus einer schriftgranitischen Verwachsung von Quarz und Feldspat. Die Innenzone mit leicht bräunlichem Quarz enthält die schönsten Kristalle von Beryll und Turmalin. Meist ist auch ein feinkristallines Band von Granat vorhanden. Zuweilen treten in dieser Zone auch Columbit, Bismuthinit, Hämatit und Magnetit auf.
Koordinaten, ca.:
766000 / 135000
Literatur:
- Lareida, Silvio; Lapis; 1977; Heft 5; Seite 24-31; Die Mineralienfundgebiete im Bergell
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
Mineralien:
- Edenit:
- Mesolith: Am Ostrand des Bergellergranits, als sphärolitische Bildung.
- Tschermakit:
Gebiet:
002_GR / Bregaglia, Piz dal Sasc
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:

Koordinaten, ca.:
770600 / 142050
Literatur:
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
Mineralien:
- Augit: Giftiggrüner Aegirin-Augit, in den Kontaktmarmoren der Margna-Decke.
- Magnesioriebeckit: In den Alkaliamphibolitschiefern, radialstrahlig, büschelig, nadelig, dunkelblau bis dunkelgrün, Mischkristalle mit Riebeckit und Richterit.
Gebiet:
003_GR / Bregaglia, Piz dal Sass, Piz dal Sasc (Ostgrat)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:

Koordinaten, ca.:
770750 / 142300
Literatur:
- Volker, Dietrich; Die sulfidischen Vererzungen in den Oberhalbsteiner Serpentiniten, Beiträge zur Geologie der Schweiz, Lieferung 49; Seite 80
Mineralien:
- Diopsid: Weisser Diopsid, max. 30 cm lange, zum Teil verbogene Aggregate von porzellanartigen Tafeln, als Kluftfüllung im Serpentinit.
Gebiet:
004_GR / Bregaglia, Pizzo Cengalo
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Die Mineralien sind im Anstehenden gefunden worden.
Koordinaten, ca.:
766684 / 129358
Literatur:
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 160
Mineralien:
- Allanit-(Ce): Selten.
- Beryll: Schön entwickelt, im Gestein, bis 10 cm, milchigblau - grünlich, die besten Kristalle sind aber tiefblau und durchsichtig, manchmal radial aggregiert. Funde vom Westgrat.
- Biotit:
- Granat: Als Rhombendodekaeder oder Deltoidikositetraeder.
- Hämatit:
- Molybdänit: Selten.
- Quarz: Dunkel, rauchgrau.
- Turmalin:
Gebiet:
005_GR / Castasegna, Dair, Leira
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
In herumliegenden Blöcken bei Leira, oberhalb von Dair (nördlich von Castasegna) gelegen.
Koordinaten, ca.:
759180 / 135880
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 252
Mineralien:
- Lazulith: Ultramarinblaue Knoten in phengithaltigem Quarzit, bis 1 cm Durchmesser.
- Quarz: Klein, zusammen mit dem Lazulith.
Gebiet:
006_GR / Dair, Valun dal Luver
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Die Koordinaten- und Höhenangaben beziehen sich auf den Ort Dair und nicht auf den genauen Fundpunkt. Das Val Luver liegt zwischen Castasegne und Dair, wobei die rechte Talseite auf Schweizerboden und die linke Talseite auf italienischem Gebiet liegt.
Koordinaten, ca.:
759640 / 135300
Literatur:
- Maurizio,R. & Lareida,S.; Urner Mineralienfreund; 1975; Heft 6; Seite 73-74 Im Gneis des Valun dal Luver bei Dair.
Mineralien:
- Adular:
- Chlorit:
- Periklin:
- Quarz:
- Titanit:
Gelblich bis olivfarbig, teils lose im Chloritsand liegend, teils auf Adular oder Periklin angewachsen, Durchkreuzungszwillinge, bis 25 mm, meistens von Chlorit bedeckt.
Gebiet:
007_GR / Engiadin'Ota (rätorom.), Oberengadin (dt.), Maloja, Blaunca
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Nordöstlich von Maloja, auf den Bruchflächen der vererzten Serpentiniten. Spuren eines Stollens befinden sich ca. 200 m nordöstlich von B1aunca auf ca. 2030 m. Der Stollen ist knapp mannshoch, 2 bis 3 m breit und heute etwa 7 m tief zugänglich. Nordöstlich des Weilers Blaunca in Kieselschiefern Mangan-Anreicherungen als schwarze Bändchen.
Koordinaten, ca.:
774400 / 143450
Literatur:
- Gröbner, Joachim; Bergknappe; 2017/2; Heft 131; Seite 25-30; Eine Bestandsaufnahme des Mineralbestandes zweier Bergbaue bei Segl/Sils im Oberengadin und ein Fund von Skorodit vom Val Minor
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
- Philipp, Reto; Bergknappe; 1983/4; Heft 26; Seite 20-23; Die Kupfervererzung von Blaunca, Sils-Oberengadin
Mineralien:
- Brochantit: An den Wänden eines etwa 2 auf 5 Meter grossen, mannstiefen Abbaus steht ein Erzband aus hauptsächlich Kupferkies mit blauen Langit und grünen Brochantit-Überzügen an.
- Chalkanthit:
- Chalkopyrit: In Erzäderchen von bis 5 mm Breite.
- Chromspinell: Erzmikroskopisch.
- Covellin: Erzmikroskopisch.
- Epsomit:
- Heazlewoodit: In den Serpentiniten der weiteren Umgebung von Grevasalvas - Blaunca Plaun Grand.
- Hexahydrit: Als Ausblühungen.
- Langit: An den Wänden eines etwa 2 auf 5 Meter grossen, mannstiefen Abbaus steht ein Erzband aus hauptsächlich Kupferkies mit blauen Langit und grünen Brochantit-Überzügen an.
- Magnetit: In Erzäederchen von bis 5 mm Breite.
- Malachit: Grüne erdige Beläge.
- Melanterit: Hellblau bis farblos.
- Pentlandit: Erzmikroskopisch.
- Pyrit: In Erzäderchen von bis 5 mm Breite.
- Pyrrhotin: Erzmikroskopisch.
- Rozenit: Hellblau bis farblos.
- Rutil: Erzmikroskopisch.
Gebiet:
008_GR / Engiadin'Ota (rätorom.), Oberengadin (dt.), Val Fedoz
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Im Talkgestein.
Koordinaten, ca.:
778000 / 140000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 233
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1992; Heft 4; Seite 412 - 414; 'Spargelstein' im Talk von Fornei oberhalb Val Carassina, Val Blenio TI
Mineralien:
- Apatit: Als sogenannter Spargelstein, bis 2 cm lang, lichtgrün, gelblich, flächenarm, teilweise schleifwürdig. Cabochons bis 1.5 ct. Die schönsten Belege von diesen Apatiten können in der Ciäsa Granda in Stampa, Bergell, bewundert werden.
- Talk:
Gebiet:
009_GR / Engiadin'Ota (rätorom.), Oberengadin (dt.), Val Fedoz (vorderes)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:

Koordinaten, ca.:
778000 / 140370
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 64,263
Mineralien:
- Barroisit: Die vorkommenden Epidot-Amphibole bestehen zum Teil aus Barroisit .
- Magnesiohornblende:
Gebiet:
010_GR / Piz Badile (am Fusse), Vadrec dal Cengal
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Bedogné führt die Mineralienvorkommen sehr allgemein auf. Ob alle aufgeführten Mineralien auch tatsächlich vorkommen geht aus den Angaben nicht hervor. Ein Piz Badile ist auch aus der Gegend des Oberalppasses bekannt.
Koordinaten, ca.:
765600 / 130000
Literatur:
- Bedogné, F. & Sciesa, S. & Sciesa, E.; Lapis; 1996; Heft 10; Seite 16
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 105
Mineralien:
- Calcit:
- Chabasit: Bis einige mm gross (Bedogné et al., 1995).
- Epidot:
- Heulandit:
- Krupkait
: Auf einer Moräne, als mm-grosse Beläge in feinen Rissen.
- Laumontit:
- Stilbit: Bis 25 mm.
- Tetradymit: Bis 0.2 mm, als längliche Einschlüsse, blättrige Spaltbarkeit, im Krupkait .
- Uranophan:
Gebiet:
011_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Albigna (Stollen KW)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Aus zahlreichen Klüften im Stollen. Dessen Verlauf ist aber nicht weiter beschrieben. Die Koordinaten zeigen auf die Staumauer des Lägh da l'Albigna. Siehe auch unter dem Fundort 'Bergell, Albignagebiet'.
Koordinaten, ca.:
770000 / 134400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 228
Mineralien:
- Chabasit: Zusammen mit Uranophan.
- Uranophan: Zitronengelb bis blass schwefelgelb, sehr feinkristallin, begleitet von Zeolithmineralien, diese oft überdeckend oder die Zwischenräume füllend.
Gebiet:
012_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Albigna, Löbbia (KW-Stollen)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Bedogné führt die Mineralienvorkommen sehr allgemein auf. Ob alle aufgeführten Mineralien auch tatsächlich vorkommen geht aus den Angaben nicht hervor.
Koordinaten, ca.:
770960 / 138540
Literatur:
- Bedogné, F. & Sciesa, S. & Sciesa, E.; Lapis; 1996; Heft 10; Seite 16
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 105
Mineralien:
- Calcit:
- Chabasit: Bis einige mm, (Bedogné, 1995).
- Epidot:
- Heulandit:
- Laumontit:
- Stilbit:
Bis 25 mm.
- Uranophan:
Gebiet:
013_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Albigna, Vadrec dal Cantun
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Siehe auch unter dem Fundort 'Bergell, Albignagebiet' und 'Bergellergebiet'.
Koordinaten, ca.:
772500 / 132500
Literatur:
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 163
Mineralien:
- Beryll:
- Granat:
- Manganocolumbit:
Relativ klein, bis einige mm, tafelig langgestreckt, prismatisch, vielflächig, im muskovitreichen Pegmatit.
- Muskovit:
- Turmalin:
Gebiet:
014_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Albignagebiet
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Mit der ungenauen Bezeichnung Albignagebiet wird ein Fund von Tantalit erwähnt. Die Koordinaten zeigen auf die Gletscherzunge. Das Tal bedeckt ein grosser Stausee, in den die flache Zunge des Albignagletschers eintaucht. Das Gebiet ist von der Malojastrasse (Postauto-Haltestelle Pranzaira) mit der Schwebebahn erreichbar. Diese führt bis unter die Staumauer. Von dieser aus kann man dem Weg folgen, der zum Übergang ins Val Bondasca führt. Nach wenig mehr als einer Stunde erreicht man ein grosses Geröllfeld mit einer bescheidenen Mineralisation. Von der Blockmoräne stammen vereinzelte, schöne Funde mit Aquamarin.
Koordinaten, ca.:
777000 / 131000
Literatur:
- Weibel, Max und andere; Die Mineralien der Schweiz; Ausgabe 5; 1990; Seite 69
Mineralien:
- Tantalit:
Gebiet:
015_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Albignagletscher (rechte Moräne), Vadrecc dall'Albigna (rechte Moräne), Vadrec da l’Albigna (rechte Moräne)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Auf der rechten Moräne des Albignagletschers, auf einer Höhe von 2420 m ü. M. Paragenese: Orthoklas, Albit, Chlorit, Quarz, Biotit und Titanit. Siehe auch unter dem Fundort 'Bergell, Albignagebiet'.
Koordinaten, ca.:
772280 / 136260
Literatur:
- Maurizio, Remo; Urner Mineralienfreund; 1997; Heft 4; Seite 3-5
Mineralien:
- Albit: Bis 8 mm, weiss.
- Biotit:
- Chlorit:
- Orthoklas:
Weiss bis farblos, eher gedrungen, bis 3 cm und in guter Kristallform.
- Quarz: Graue, nicht idiomorphe Quarzpartien.
- Titanit: Klein, gelb.
Gebiet:
016_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Albignagletscher, Vadrecc dall'Albigna, Vadrec da l’Albigna
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Siehe auch unter dem Fundort 'Bergellergebiet'. Im Strahler August 1993, Seite 541 ist der Gletscher abgebildet. Mineralienfunde dem Gletscher unmittelbar nach dem Uebergang über den Bach unterhalb der Albignahütte aus einem Sturzblock. Im Strahler 1996, Heft 3, Seite 454, ist das hintere Albignatal mit dem Cima di Cantone und Cima di Castello, dem Passo di Zocca und Pizzo di Zocca, abgebildet. Monistier schreibt unter Albigna: Von den Blockmoräne stammen schöne Einzelfunde von Aquamarin (aus dem Pegmatit). Auf dem Weg ins Val Bondasca trifft man nach ca. einer Stunde auf ein grosses Geröllfeld. Dieses bietet nur eine bescheidene Mineralisation, das heisst, ab und zu sind kleine blaue oder durchsichtige Berylle zu finden. Anzeichen für Beryll: Man muss auf die Zusammensetzung der Pegmatitadern achten. Eine Mineralgesellschaft aus hellem Feldspat (Orthoklaskristalle, meist unvollständig ausgebildet), zusammen mir rauchigem, grauem Quarz und Muskovit ist ein gutes Anzeichen. Je grösser diese Mineralien ausgebildet sind, desto grösser sind auch die Fundmöglichkeiten für gute Stufen. Biotitführende Pegmatite enthalten höchst selten sammelwürdige Mineralien. Die von Monistier im Bergellergebiet gefundenen Mineralien sind allgemein unter dem Fundort 'Alpe Rossascio' beschrieben. Siehe auch unter dem Fundort 'Bergell, Albignagebiet'.
Koordinaten, ca.:
770500 / 130250
Literatur:
- Bedogné, F. & Sciesa, S. & Sciesa, E.; Lapis; 1996; Heft 10; Seite 16
- Frey, Alfred; Schweizer Strahler; 1972; Seite 311-313; Chrysoberyll aus dem Albignagebiet
- Hirschi, H.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1924; Band 4; Heft 1; Seite 368; Ein Pechblendevorkommen in der Schweiz
- Lareida, Silvio; Schweizer Strahler; 1984; Seite 501-502; Apophyllit, Bavenit und Bertrandit vom Bergell
- Maurizio, Remo; Schweizer Strahler; 1996; Heft 3; Seite 450 - 459; Die Mineralien- und Gesteinssammlung im Bergeller Talmuseum Ciäsa Granda, Stampa (GR)
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
- Monistier, Gualtiero; Lapis; 2006; Heft 1; Seite 20 ff.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 159,160
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 231
- Redaktion; Schweizer Strahler; 1997; Heft 3; Seite a13; Albigna-Gletscher, Bergell, Graubünden
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 80,282,306
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
Mineralien:
- Allanit-(Ce): Bis 1 cm, in aus Biotit bestehenden Schlieren, schwarzglänzend.
- Bavenit: Winzig, haarförmig, weisslich.
- Bertrandit: Aus einem Pegmatitgang des Sturzblockes und pfeilspitzenförmig, bis 0.25 mm winzig, gelblich, stark glänzend, Zwillinge.
- Beryll: Schön entwickelt, im Gestein, bis 10 cm, milchigblau - grünlich, die besten Kristalle sind aber tiefblau und durchsichtig, manchmal radial aggregiert.
- Beyerit: Radialfaserig, lamellar, aggregiert, bis 1 mm, strohgelb, mit feinstem Wulfenit durchsetzt, entstanden nach der Oxidation von Wismutsulfosalzen.
- Biotit:
- Bismuthinit: Auf der Seitenmoräne, nadelig, bis 3 cm.
- Bismutit:
- Bornit:
- Brochantit:
Bis 0.1 mm kugelige Aggregate, tiefgrün.
- Cerussit: Winzig, weiss, dünn, dipyramidal, milchigweiss bis farblos, bis 0.8 mm, als Umwandlungsprodukt des Friedrichits.
- Chabasit: Auf den Wänden der durch die Auflösung der Sulfide entstandenen Hohlräume.
- Chalkopyrit: Zum Teil nur mikroskopisch.- Chrysoberyll: 9 x 3 mm, hellgrün, schlecht ausgebildet, langprismatisch, durchscheinend bis durchsichtig, ein Exemplar, Fund auf der Ostseite des Sees, unterhalb der erwähnten Hütte (Frey, Nungässer, 1973).
- Cosalit: Grau - gelblichgrün, in aussergewöhnlich grossem Ausmass von bis zu 10 cm Länge und bis zu 4 cm Dicke, in grobkristallinem Quarz, in Gesellschaft mit Chalkopyrit und Bornit, mit Einschlüssen von gediegenem Gold.
- Covellin: Mikroskopisch winzig, blättrig, blau.
- Digenit: Xenomorph, graublau, mikroskopisch klein, eingeschlossen, im Friedrichit.
- Epsomit: Auf der Moräne, nadelförmig, dünn, schwarz, bis ca. 1 cm, als Einschlüsse im Feldspat eines Pegmatites.
- Friedrichit: Mm- bis cm-grosse intergranulare Ausscheidungen, stahlgrau, im feinkörnigen Granodiorit.
- Gladit: Prismatisch, bis 10 mm, stahlgrau, verdreht erscheinend, zum Teil mit gelbem Bismutit bedeckt oder zusammen mit Beyerit, Pekoit, Molybdänit und Kupferkies.
- Glimmer:
- Gold, gediegen: Gediegen in Cosalit, zum Teil nur mikroskopisch.
- Granat: Als Rhombendodekaeder oder Deltoidikositetraeder.
- Hämatit:
- Idait: Nicht ganz sicher nachgewiesen, mikroskopisch, als Umsetzungsprodukt des Bornits, assoziiert mit Chalkopyrit, orangefarbig (Maurizio, Meisser, 1993).
- Ilmenit: Ist aus dem Albignagebiet auch als gesteinsbildendes Pegmatitmineral gefunden worden, bis 3 cm Durchmesser.
- Jamesonit: Als Butzen im Kontakt zu Granodiorit, auch nadelig, bis 3 cm, neben Scheelit, Chalkopyrit und anderen Mineralien, in rauchigem Gangquarz.
- Japaner-Zwilling: Klein.
- Joséit-A: Mikroskopisch, als xenomorpher Einschluss von Krupkait.
- Kalifeldspat:
- Krupkait: Stahlgrau, bläulichgrau, prismatisch, aus Hydrothermalgängen, über 1 cm, freistehend.
- Linarit: Azurblau, bis 0.2 mm, in Rissen des umgesetzten Friedrichits.
- Molybdänit: Winzig, gelblich, fettglänzend, pseudooktaedrisch, in Hohlräumen von Quarz. Zum Teil nur mikroskopisch.
- Mottramit: Glasartige Krusten, grün, zusammen mit Friedrichit, Bismutit und Wulfenit.
- Orthoklas:
- Pechblende: Fund 1921 von H. Hirschi, Spiez. Die Pechblende (ein Stückchen von nahezu 1 cm Durchmesser) ist, wo nicht zersetzt, sehr rein, tiefschwarz, muschlig brechend und pechglänzend. Aussen ist die Pechblende umhüllt von einer prächtig zitronen- bis schwefelgelben Kruste umgewandelter Pechblende, welche auch das Innere der Pechblende netzartig durchsetzt. Neben dem Erz liegen merkwürdig blass-rötliche Glimmer, ferner Kalifeldspat und etwas weisser Quarz. Es handelt sich hier um das erste schweizerische Pechblendeerz.
- Pekoit:
- Powellit: Wurde mehrfach gefunden, auf Blöcken mit einer Manganvererzung, winzig, gelblich, fettglänzend, pseudooktaedrisch, in Hohlformen von Quarz.
- Quarz: Weiss.
- Rauchquarz:
- Scheelit: Als Einsprenglinge, stark hellblau fluoreszierend.
- Tetradymit: Im Friedrichit, als Einschlüsse bis 0.2 mm, länglich, hoher silberweisser Metallglanz, auch als Einschlüsse im Gladit und öfters noch in Friedrichit.
- Titanit: Zum Teil nur mikroskopisch.
- Turmalin:
- Uraninit: Zum Teil sehr rein, tiefschwarz, pechglänzend, zitronen- bis schwefelgelbe Krusten.
- Wismut: Gediegen, gelblichweiss, sehr hoher Metallglanz, eingeschlossen, als Ausblühungen im Friedrichit, sehr klein.
- Wismutocker: Zum Teil nur mikroskopisch.
- Wulfenit: Prismatische Kristalle, winzig, bis 0.8 mm, orange, quadratischer Querschnitt auch nadelig, bis 1,5 mm, gelblich-beige.
Gebiet:
017_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Casaccia, Mota Farun, Motta Farun;(Erzabbau)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
«Vor einigen Jahren zeigte mir ein Mädchen aus Casaccia Steine, welche es in Mota Farun gefunden hatte. Ich liess mir den genauen Ort angeben. Die alten Leute von Casaccia erzählten, dass Mota Farun der Hügel der Pharaonen sei. Ich erfuhr ausserdem, dass das Wasser aus einer Quelle am Fusse des Hügels Eisenoxyde enthielt. Bei meiner Nachforschung fand ich unzählige Stücke von braun-schwarzer Schlakcke. Sie war teilweise mit Hohlräumen voller Bläschen und porös. Bei einem Haufen solcher Stücke war auch eine Grube von ca. 1 m2. Unter einer Schicht von Erde fand ich Bruchstücke von Schlacken und auch Kohlenteile. Darunter erschien eine dünne Schicht wie Asche und dann die gewöhnliche graue Erde voll von Steinblöcken wie überall in der Umgebung. Es muss sich jedoch um eine sehr alte Ausbeutung handeln, andernfalls könnten sich die alten Leute daran erinnern. Sicher dürfte es vor mehr als hundert Jahren gewesen sein». Man fand Schlackenstücke unter Tannen, die mehr als 70 Jahrringe aufweisen. Den Funden zufolge ist es nicht auszuschliessen, dass in der Nähe von Mota Farun ein Erzabbau stattgefunden hat. Mota Farun konnte auf der Karte nicht gefunden werden, die Koordinaten zeigen auf Casaccia.
Koordinaten, ca.:
773380 / 141100
Literatur:
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1980; Heft 13, 3; Seite 14, Metallhaltige Mineralien im Oberengadin und Bergell
Mineralien:
- Erz:
Gebiet:
018_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Casaccia, Piz Lizun, Val Parossa, Val Perossa, Bosch da Nambrun, Roticcio (Nordwesten), Sasc da la stria;(Erzabbau)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Die Familie Vertemate-Franchi soll im Tal unterhalb des Piz Lizun kleine Mengen Goldes gefunden haben. Wahrscheinlich enthält das Gestein im Val Parossa (rote Steine) Kupfer. Spuren von Malachit kann man überall in dieser Gegend finden. Einzelne poröse Schlackenstücke wie in Mota Farun, wurden auch in Bosch da Nambrun im Nordwesten von Roticcio (Sasc da la stria) gefunden. Eine Beziehung zu Mota Farun ist nicht ausgeschlossen.
Koordinaten, ca.:
769313 / 138630
Literatur:
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1980; Heft 13, 3; Seite 14, Metallhaltige Mineralien im Oberengadin und BergelI
Mineralien:
- Kupfererz:
- Malachit:
Gebiet:
019_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Chiavenna, Alpe Rossascio, Passo del Conco
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Die Fundstelle liegt nicht mehr auf Schweizer Gebiet, sondern bereits im benachbarten Italien. Der Autor, Monistier, Gualtiero, beschreibt im Lapisheft die Beryllfundmöglichkeiten im Bergellergebiet. Die Koordinaten zeigen auf das Valle del Conco/I. Für Details siehe unter den entsprechenden Orten (1-6). Beschrieben sind 6 Fundstellen. 1-3 liegen in der Schweiz, 4-6 in Italien (weiteres siehe unter diesen Fundorten).

1) Fornogletscher (Schweiz)
2) Albignagletscher (Schweiz)
3) Bondascagletscher (Schweiz)
4) Val Codera, Passo Trubinasca (Italien)
5) Chiavenna, Alpe Rossascio, Passo del Conco (Italien) (Passo del Conco ist auf der Karte nicht eingezeichnet)
6) Chiavenna, Aurosina, M. Conco (Italien) 5) Chiavenna, Alpe Rossascio, Passo del Conco: Interessant ist das Gebiet des Moränenrund am Fusse des Monte del Conco-Passes. Hier konnten aus den Pegmatiten schöne Stufen geborgen werden. Von diesem Gebiet (zusammen mit dem Val Aurosina und dem Val Codera) stammen die besten Aquamarinstufen. Pegmatite sind am Ende dieses Tales reichlich vorzufinden. Der Aufstieg in dieses, zwischen 2300 und 2700 Meter hoch gelegene Gebiet, führt von Chete oder Canete (700 m ü. M.) aus. Der Weg führt über Pian die Corvi, über Alpweiden zu den Seelein. Vor der Abzweigung nach Foppate geht man rechterhand in Richtung Pian Cantone. Bei den ersten Hütten geht es links in Richtung Alpe Rossascio. Bei den verfallenen Hütten geht's durch das ganze Tal bis an den Fuss der Corna di Droso und dann das steile Tal empor bis Ende des Hochkars, dem Amphitheater. Anzeichen für Beryll: Man muss auf die Zusammensetzung der Pegmatitadern achten. Eine Mineralgesellschaft aus hellem Feldspat (Orthoklaskristalle, meist unvollständig ausgebildet), zusammen mit rauchigem, grauem Quarz und Muskovit ist ein gutes Anzeichen. Je grösser diese Mineralien ausgebildet sind, desto grösser sind auch die Fundmöglichkeiten für gute Stufen. Biotitführende Pegmatite enthalten höchst selten sammelwürdige Mineralien. Siehe auch unter 'Bergellergebiet'.
Koordinaten, ca.:
761132 / 128396
Literatur:
- Monistier, Gualtiero; Lapis; 2006; Heft 1; Seite 20 ff.
Mineralien:
- Aquamarin: Aus dem Moränen- und Felsgelände oberhalb der Alpe Rossascio, Kristalle bis 25 mm und mit Endflächen. Auch als prächtige Stufen.
- Beryll: Blau oder durchsichtig, bis 10 cm Länge. Begehrt sind die farblosen Exemplare. Sind sehr empfindlich und können beim Bergen ab dem Fels leicht zerspringen.
- Biotit: Grüner, dunkler Glimmer. Wo Biotit vorhanden ist, ist an Mineralien kaum viel zu finden.
- Bismuthinit: Langgestreckt, prismatisch, metallgrau, bis 5 cm (vom Rossascio-Kar).
- Chrysoberyll: Sehr selten, gelbgrün, tafelig, in der ganzen Pegmatitzone vorhanden. Die besten Kristalle stammen aus dem Val Aurosina und dem Rossascio-Kar.
- Columbit-(Fe): Tafelig, schwarz, selten.
- Muskovit: Silbrige, blättrig Anhäufungen. Sehr häufig in den Pegmatitgängen und relativ leicht zu erkennen.
- Orthoklas: Bis 10 cm Grösse, eingewachsen im Pegmatit. Da meistens nur ein Teil der Flächen ausgebildet ist, sind diese Kristalle schwer zu bergen.
- Rauchquarz: Häufiger Bestandteil der Pegmatite.
- Schörl: Schlank, prismatisch, schwarz, hochglänzend, bis mehrere cm Länge. Oft zusammen mit Beryll und Granat. Sehr zerbrechlich. Die besten Funde stammen aus dem Val Aurosina und dem Rossascio-Kar.
- Spessartin: Spessartin-Almandin Ikositetraeder, brau-rot-tiefrot. Bis 3 cm.
- Titanit: Eher selten und nur lokal anzutreffen. Gelbbraune Tafeln.
- Zirkon: Sehr selten und nur in mm-Grösse. Graubraun bis graugrün. Tritt Zirkon zusammen mit Beryll auf wird der Beryll durch die Radioaktivität des Zirkons gelblich verfärbt.
Gebiet:
020_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Cima di Vazzeda
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Im Grenzbereich Bergell / Italien. Maurizi beschreibt ein Fund von Hibschit vom Südabhang der Cima di Vadezza zur Val Sissone, 1.5 km von der Schweizer Grenze. Die Koordinaten zeigen auf den Cima di Vazzeda und nicht auf den Südabhang.
Koordinaten, ca.:
776000 / 131230
Literatur:
- Maurizio, Remo & Lareida, Silvio; Urner Mineralienfreund; 1975; Heft 6; Seite 67
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 241,383
Mineralien:
- Hercynit: Scharfkantig bis leicht abgerundet, bis 15mm Durchmesser, verschiedene Grüntöne, auch grau bis schwarz.
- Hibschit: Der Fund stammt von italienischem Gebiet. Dunkel, kastanienbraun, Knollen bis 30 mm Durchmesser.
- Klinohumit: Im spinellführenden Silikat-Dolomitmarmor, durchsichtig, orangerot, unvollkommene Kristalle, abgerundet, bis 3 mm, Aggregate bis 2 cm.
Gebiet:
021_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Fornogebiet
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Der Anmarsch in dieses Gebiet ist sehr abwechslungsreich: Erst die weitläufigen Weideflächen, dann längs des Cavloccio-Sees und dem bewaldeten Fornotal empor zu einer immer kargeren Steinlandschaft. Dann über den Gletscher zur Fornohütte, die auf der linken Seite des Aufstiegs zu finden ist. Die Moränen bestehen aus unterschiedlichen Gesteinen. Auf der orografisch techten Seite stösst man auf Amphibolite, Mamore, Kalkgesteine und Quarzite. Aesthetische Stufen sind selten zu finden, die auftretenden Mineralien sind vielfältig. Auf der gegenüberliegenden Seite des Gletschers liegen granitische Gesteinsblöcke mit Pegmatitadern. Hier können nur vereinzelt Mineralien gefunden werden.
Koordinaten, ca.:
775000 / 134010
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1940
- Lareida, Silvio; Schweizer Strahler; 1973; Seite 37-41; Berylle der Bergeller Pegmatite
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
Mineralien:
- Chondrodit: In Silikatmarmoren.
- Columbit-(Fe):
- Cordierit: Aus dem Fornotal, unterhalb des Gletscherendes, grünlichgrau, weitgehend pinitisiert, d.h. in ein Phyllosilikat umgewandelt.
- Cosalit: In Quarzgängen.
Gebiet:
022_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Fornogebiet, Plancanin, Plan Canin
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Siehe auch unter Fundort 'Bergell, Fornogebiet'.
Koordinaten, ca.:
755110 / 137518
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 438
Mineralien:
- Xenotim: Grau-grünlich, körnig, bis 2 mm.
Gebiet:
023_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Fornogletscher, Pizzi dei Rossi, Monte del Forno
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
In der Region Pizzi dei Rossi / Monte del Forno. Das Fundmaterial stammt unter anderem aus erratischen Blöcken. Lapis 1981; Abbildung des Pizzi dei Rossi. Maurizio R. beschreibt aus dem Westhang (Höhe 2380 m ü. M.) folgende Paragenese: Andradit, Diopsid, Epidot, Titanit, Pyrit, Quarz und Feldspat. Siehe auch unter Fundort 'Bergell, Fornogebiet' und 'Bergellergebiet'. Hugi, Ueber ein schweizerisches Cosalit-Vorkommen (Auszug): Dieser Fund des ersten schweizerischen Cosalitvorkommens wurde von E. Hugi Ende Juli 1930 im Forno-Gebiet (Bergeil) gemacht. Bei der daraufhin erfolgten Durchsicht des Sammlungsmateriales des Mineralogischpetrographischen Institutes der Universität Bern hat sich gezeigt, dass Dr. H. Hirschi schon vor zwei bis drei Jahren Spuren desselben Erzes, denen aber bis dahin keine Beachtung geschenkt worden war, im Albigna-Gebiet aufgefunden hatte. Die Art des Auftretens scheint an beiden Orten dieselbe zu sein. Fundangaben. Am Forno-Gletscher fand sich das Erz eingewachsen in grobkristallinen Rauchquarz, der in Gängen und Adern von wechselnder Mächtigkeit auf einer fein- bis mittelkörnigen aplitischen Ausbildung des Bergeller-Granites aufsetzt. Eine Kluftfläche eines solchen Rauchquarzganges, welche das Erz in reichlicher Verbreitung enthält, hat eine Grösse von 1 m zu 0.5 m. Dieser Platte sind die in ihren Dimensionen stark wechselnden, maximal bis 10 cm langen und 3-4 cm dicken, scharf ausgebildeten prismatischen Erzkristalle in wirrstrahliger Anordnung auf- und eingewachsen, die Plattenoberfläche fast ganz bedeckend. Es handelt sich also hier z. T. um Riesenkristalle dieses sonst so seltenen Erzes. Leider ist aber doch das Untersuchungsmaterial nur spärlich vorhanden; denn meistens ist das Erz aus der Rauchquarzmasse herausgelöst und es sind z. T. nur noch die scharfen Abdrücke der Kristalle übriggeblieben. Nur in den geschützten Winkeln der negativen Kristalle haben sich Reste des ursprünglichen Füllmaterial erhalten und konnten hier mühsam herausgemeisselt werden. Die Abdrücke im Rauchquarz zeigen eine scharf ausgebildete Längsstreifung. Spitzere und stumpfe pyramidale und domatische Endbegrenzungen sind an den Kristallnegativen angedeutet. . Von der erzführenden Quarzkluft aus wird auch das Nebengestein der Quarzgänge, der aplitisch-pegmatitisch ausgebildete Bergeller-Granit, bis in die feinsten Äderchen und Kapillaren vom Erz imprägniert. Die Erzlösungen müssen eine ausserordentliche Beweglichkeit besessen haben. Für die grosse Fluidität der magmatischen Rest schmelzen, denen wohl diese Vererzung zu verdanken ist, spricht ebenfalls die Tatsache, dass das Nebengestein der Rauchquarzgänge an einzelnen Stellen auch ganz von Molybdänglanz durchsetzt wird. Den Verwitterungsagentien gegenüber erweist sich das Erz als recht wenig widerstandsfähig. Überall ist es an der Oberfläche mit einer gelbgrünen (grauliches Pistazitgrün) feinerdigen, leicht zerreiblichen Verwitterungskruste überzogen, die wohl als Wismutocker angesprochen werden darf. Ausser in den gut ausgebildeten Einzelkristallen der Rauchquarzgänge tritt das Erz auch noch in unregelmässig nesterförmig verteilten Körneraggregaten auf, die das Nebengestein der Rauchquarzgänge, den Aplit, durchsetzen. Diese Körner lassen meistens auch eine mehr oder weniger deutliche faserige Struktur erkennen. Als Begleiterz dieser Erzimprägnationen wurde in geringer Menge Chalkopyrit festgestellt. Farbe des frischen Erzes: Graphitgrau bis stahlgrau. Anwitterungsfarbe: Gelbgrünlichgrau. In der Umgebung der Erzkörnchen erscheint das Muttergestein an einigen Stellen auch intensiv grün gefärbt. Diese Oberflächenfärbungen haben ihre Ursache jedenfalls in der Bildung von Wismutocker und Malachit.
Koordinaten, ca.:
775500 / 135000
Literatur:
- Hugi, E.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1931; Band 11; Heft 1; Seite 163-172; Über ein schweizerisches Cosalit-Vorkommen
- Lareida, Silvio; Lapis; 1981; Heft 7-8; Seite 59
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
- Maurizio, Remo & Lareida, Silvio; Urner Mineralienfreund; 1975; Heft 6; Seite 65
- Maurizio, Remo; Urner Mineralienfreund; 1997; Heft 4; Seite 3-5
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 231
- Redaktion; Schweizer Strahler; 1980; Seite 216
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 212,306
Mineralien:
- Allanit-(Ce):
- Andradit: Dunkelbraun, bis 8mm, Rhombendodekaeder, eingebettet in Quarz oder Feldspat. Am Pegmatitrand werden die Kristalle bis pechschwarz und kleiner. Begleitet von graugrünen Diopsidprismen.
- Baryt: Tafelig, weiss, subparallel verwachsen, bis 1 cm, farblose bis fast durchsichtige Exemplare in den Hohlräumen.
- Bertrandit: Gebildet auf Kosten des Berylls, zusammen mit Zeolithen in kleinen Hohlräumen eines Epidot-Quarz-Chlorit-Gemisches.
- Beryll: Schön entwickelt, im Gestein, bis 10 cm, milchigblau - grünlich, die besten Kristalle sind aber tiefblau und durchsichtig, manchmal radial aggregiert. Auch auf den Moränen zu finden.
- Biotit:
- Chalkopyrit: Zum Teil nur mikroskopisch.
- Cosalit: Grau - gelblichgrün, in aussergewöhnlich grossem Ausmass von bis zu 10 cm Länge und bis zu 4 cm Dicke, in grobkristallinem Quarz.
- Danalith: Bis 5 mm, rotbraune Tetraeder, östlich des Berges, die genaue Bestimmung ergab, dass es sich um Helvin handelt.
- Diopsid: Den Andradit begleitend, graugrüne Prismen.
- Epidot: Hellgrün.
- Gold, gediegen: Zum Teil nur mikroskopisch.
- Granat: Als Rhombendodekaeder oder Deltoidikositetraeder, gelborange bis rot, lebhafter Glanz, bis 3 cm.
- Helvin: Bis 5 mm, rotbraune Tetraeder, die genaue Bestimmung ergab, dass es sich um Helvin und nicht um Danalith handelt (resp. um einen Mischkristall mit ca. 54 Mol. % Helvin, 33 Mol % Danalith und 13 Mol % Genthelvin) (Callageri et al., 1990).
- Hämatit:
- Malachit: Nur Anflüge.
- Manganaxinit: In einer schmalen Feldspatader unterhalb des Berges im rötlichen Granit, braun-violett, tafelig, bis 4 mm, zum Teil durchsichtig.
- Molybdänit:
- Powellit: Mehrfach gefunden, auf Blöcken mit einer Manganvererzung, winzig, gelblich, fettglänzend, pseudooktaedrisch, in Hohlformen von Quarz.
- Pyrit: Klein, manchmal verrostet.
- Thulit: Thulit konnte am Fornogletscher und am Monte del Forno gefunden werden. Das Mineral war im Quarz von losen Amphibolitblöcken eingewachsen und meistens geknickt oder zum Teil gebrochen.
- Titanit: Zum Teil nur mikroskopisch. Rotbraun, winzig.
- Turmalin:
- Wismutocker: Zum Teil nur mikroskopisch.
Gebiet:
024_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Löbbia, Ca d'Faret, Lavinair Crusc
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Aus dem blockreichen Schutt am Fusse der Runse, unweit der Zentrale Löbbia (östlich davon) sowie aus einer steilen Runse vom P. Salacina östlich gegen das Val Bregaglia hinunter. Weiter ist auch ein Kalksilikatfels bei Lavinair Crusc östlich von Löbbia erwähnt.
Koordinaten, ca.:
772500 / 138300
Literatur:
- Lareida, Silvio; Schweizer Strahler; 1984; Seite 501-502; Apophyllit, Bavenit und Bertrandit vom Bergell
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 232
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 375,432
Mineralien:
- Apophyllit: Bis 2 mm, Pseudowürfel, weiss, perlmuttartige Oberfläche.
- Goethit:
- Granat: Als Gesteinseinschlüsse.
- Skolezit: Faserig, bis 12 mm, radialstrahlige cm-grosse Rosetten.
- Vesuvian: Als Gesteinseinschlüsse, auch freistehend, bis 2 cm.
- Wollastonit: Seidenglänzend, radialstrahlige Aggregate wobei einzelne Kristalle eine Länge von bis 2 cm erreichen (Maurizio, Weibel, 1982).
Gebiet:
025_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Löbbia, Castasegna (Kraftwerkbau)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Dieser Stollen ist recht lang und führt von Löbbia über mehrere Kilometer durch den Berg bis nach Castasegna. Woher genau die Mineralien stammen geht aus dem Bericht nicht hervor. Die Koordinaten zeigen auf Castasegna.
Koordinaten, ca.:
759930 / 133500
Literatur:
- Maurizio, Remo & Lareida, Silvio; Urner Mineralienfreund; 1975; Heft 6; Seite 65
Mineralien:
- Galenit:
- Pyrit:
- Quarz:
Gebiet:
026_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Löbbia, Maroz (Druckstollen)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Der Druckstollen, dessen Mundloch etwas östlich der Alp Maroz Dora liegt, verläuft vom Val Maroz, westlich der kleinen Ortschaft Casaccia, bis nach Löbbia. Das Wasser wird von der Meira abgeleitet. Die Koordinaten zeigen auf das Mundloch und nicht auf den genuen Fundpunkt.
Koordinaten, ca.:
769880 / 140580
Literatur:
- Maurizio, Remo & Lareida, Silvio; Urner Mineralienfreund; 1975; Heft 6; Seite 65
Mineralien:
- Galenit: Körnige Aggregate.
- Sphalerit:
Gebiet:
027_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Maloja, Lägh da Cavloc, Lago Cavlocc, Cavaloccio
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Unter anderem auch aus einem Pegmatitsturzblock (1).
Koordinaten, ca.:
774300 / 139000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 253,270
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 37,156
Mineralien:
- Allanit-(Ce): Als Kluftmineral, selten.
- Andalusit:
- Euxenit-(Y): 1) Länglich, stark glänzend, 5 mm.
- Ferrocolumbit: 1)
- Monazit: 1)
- Xenotim: 1)
Gebiet:
028_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Malojapass (südlich)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:

Koordinaten, ca.:
773500 / 140950
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 38
Mineralien:
- Demantoid: Mit sogenannten 'Pferdeschwanzeinschlüssen' von Chrysotil (Bergleder, Serpentinasbest).
Gebiet:
029_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Monte del Forno, Monte Forno
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Die Mineralien sind im Anstehenden gefunden worden. Siehe auch unter Fundort 'Bergell, Fornogebiet' und 'Bergellergebiet'.
Koordinaten, ca.:
776000 / 134400
Literatur:
- Lareida, Silvio; Schweizer Strahler; 2013; Heft 1; Seite 28 - 30; Unerwarteter Prehnitfund im Bergell
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 122,127,309,383,425
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
Mineralien:
- Allanit-(Ce): Selten.
- Beryll: Schön entwickelt, im Gestein, bis 10 cm, milchigblau - grünlich, die besten Kristalle sind aber tiefblau und durchsichtig, manchmal radial aggregiert.
- Biotit:
- Brochantit: Aus dem Osthang.
- Bustamit: Nadelig, glasartig, bis 6 mm Breite, weisse bis bräunliche Adern bildend, im orangen Serpentin.
- Cordierit: Gut ausgebildet, pseudohexagonal, bis 15 mm Durchmesser (Maurizio, Weibel, 1982; Bedogné et. al., 1993).
- Cyanotrichit: Aus dem Osthang des Berges, radialstrahlig, nadelig, bis 0.4 mm, neben Brochantit auf Amphibolit (Maurizio, Meisser, 1993).
- Danalith: Rotbraune Tetraeder, bis 5 mm.
- Granat: Als Rhombendodekaeder oder Deltoidikositetraeder, gelborange bis rot, lebhafter Glanz, bis 3 cm.
- Hercynit: Scharfkantig bis leicht abgerundet, bis 15 mm Durchmesser, verschiedene Grüntöne, auch grau bis schwarz (Bedogné et al., 1993, 1995).
- Hessonit:
- Hämatit:
- Molybdänit:
Selten.
- Prehnit: Unscheinbare Krusten, auch schöne Aggregate kugeliger Ausbildung (Maurizio, Weibel, 1982). Apfelgrüner Prehnit konnte unter anderem auf der Ostseite des Monte del Forno gefunden werden (Lareida).
- Quarz: Dunkel, rauchgrau.
- Turmalin:
- Vesuvian: Eingewachsen oder freistehend, bis 2 cm.
Gebiet:
030_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Monte del Forno, Monte Forno, Passo del Muretto, Murettopass, Goldberg
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Passübergang Schweiz/Italien nordöstlich des 'Monte del Forno'. Hier soll eine Goldader gefunden worden sein. Der genaue Ort ist aber nicht bekannt. Der Murettopass wurde deshalb auch 'Goldberg' genannt. Die Angaben gehen auf die Zeit des 16. Jh. zurück. Vermutlich entstand der Name wegen des goldenen Schimmers des Chalkopyrites. Siehe auch unter Fundort 'Bergell, Fornogebiet' und 'Bergellergebiet'.
Koordinaten, ca.:
776700 / 135700
Literatur:
- Maurizio, Remo & Lareida, Silvio; Urner Mineralienfreund; 1975; Heft 6; Seite 65
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 231
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 156
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 37,201,238
Mineralien:
- Andalusit: Gesteinsbildend, in der Kontaktmetamorphose.
- Azurit:
- Cerussit:
- Chalkopyrit:
- Galenit:
Schlecht ausgebildete Würfel bis 10 mm Kantenlänge. Zusammen mit Pyrit und Quarz.
- Grossular:
- Hausmannit: Gesteinsbildend in Manganerzlinsen.
- Hemimorphit: Kleine, blassblaue, strahlige Aggregate, in Kügelchen bis 1 mm.
- Kassiterit: Gelbbraun, dipyramidal,bis 2 mm (Bedogné et al., 1993).
- Manganaxinit: Winzig, bis 0.5 mm, gelb, durchscheinend.
- Pyrit:
- Pyrophanit: In den Manganvererzungen.
- Quarz: Bis 3 cm, Dauphiné-Habitus.
- Rhodonit: Rotviolett, durchsichtig.
- Wismut: Gediegen, als mikroskopische Spuren.
Gebiet:
031_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Motta Giürela (Umgebung)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:

Koordinaten, ca.:
767900 / 135900
Literatur:
- Lareida, Silvio; Schweizer Strahler; 1973; Seite 37-41; Berylle der Bergeller Pegmatite Siehe auch unter Fundort 'Bergellergebiet'.
Mineralien:
- Beryll: Farblos, durchsichtig.
Gebiet:
032_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Pass Cacciabella
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Die Mineralien sind im Anstehenden gefunden worden. Wagner beschreibt die Fundstelle wie folgt: Bergsturz und Geröllhalde unterhalb des Gipfels im Bergellergranit: Uranophan. Siehe auch unter Fundort 'Bergellergebiet'.
Koordinaten, ca.:
768850 / 131850
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 160
- Wagner, Albert; Schweizer Strahler; 2008; Seite 14-19; Zufallstreffer - oder weisse und graue Zone (Teil 1)
Mineralien:
- Allanit-(Ce): Selten.
- Beryll: Oft auffallend schön entwickelt, im Gestein, bis 10 cm, milchigblau - grünlich, die besten Kristalle sind aber tiefblau und durchsichtig, manchmal radial aggregiert.
- Biotit:
- Granat: Als Rhombendodekaeder oder Deltoidikositetraeder.
- Hämatit:
- Molybdänit: Selten.
- Quarz: Dunkel, rauchgrau.
- Turmalin:
- Uranophan: Eine zitronengelbe Überkrustung con ca. 12 cm2 und bis 2 mm Dicke (bestimmt durch die ETH, Zürich).
Gebiet:
033_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Pass Lunghin, Lunghinpass
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:

Koordinaten, ca.:
771100 / 142670
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 425
Mineralien:
- Andradit: Grün.
- Vesuvian: Hellgrün, bis 2 mm, neben Andradit. Feinfaserig, entstanden bei niederigen Bildungstemperaturen.
Gebiet:
034_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Pass Lunghin, Lunghinpass I
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
150 Meter südwestlich des Lunghinpasses liegen neben Ophicalcitlinsen, Alkalihornblende-Stilpnomelanschiefer und Rodingiten auch lokale Erzanreicherungen mit einer maximalen Mächtigkeit von 3 Meter vor. Die Vererzungen sind gekennzeichnet durch braune Goethitkrusten sowie durch Malachitanflüge. Bei 200 Meter südlich Lunghin-Pass: 6-layer Ortho-Chrysotil als Kluftfüllung im Antigorit-Serpentinit. In der Umgebung des Lunghin-Passes: 6-layer Ortho-Chrysotil als hellgrüne dichte, splittrigbrechende (max. 2cm breite) Adern im schwarzen massigen Serpentinit mit Maschenstruktur. Weisse, porzellanartig tafelige Diopsid-Kristalle (max. 2 cm lang) als Kluftfüllung neben Grossular-Andradit und Vesuvian am Kontakt eines Granat-Vesuvianfelses gegen Serpentinit; südwestlich Lunghinpass, bei Koordinaten 770.960 / 142.480. Aufgrund der geschlagenen Proben können drei verschiedene Erztypen ausgeschieden werden:

- Erzproben mit überwiegend Magnetit, meist unregelmässig und schlierig verteilt mit lokalen Anreicherungen von Chalkopyrit, Bornit und Chalkosin;
- gemischtes Erz aus Magnetit und feinverteilten Sulfiden sowie
- erzarme Partien, die nur unregelmässig verteilte Chalkopyritadern enthalten.

Die Grundmasse besteht meist aus feinen Antigoritgittern, die stellenweise mylonitisiert erscheinen. Die Erzanreicherungen, seien es Magnetit- oder Sulfidaggregate, werden von dichten, makroskopisch weissen Adern und Schlieren von Diopsid umgeben.

Die drei verschiedenen Erztypen enthalten:

1. Assoziation: Chromspinell-Magnetit, reinen Magnetit und Ilmenit (z. T. mit Magnetit verwachsen).
2. Assoziation: Heazlewoodit (z. T. fragliche Verwachsungen mit Pentlandit, Awaruit und Millerit).
3. Assoziation: Chalkopyrit mit Cubanitentmischungen, reliktisch (? ) Pyrrhotin, meist in Markasit umgewandelt.
4. Assoziation: Chalkopyrit und Bornit, der in ss-Cu9S (Chalkosin) und Covellin entmischt ist.
5. Assoziation: Umwandlungen von Chalkopyrit in Goethit und Malachit sowie Markasit und Magnetit in Goethit. Die Sulfide sind meistens von Kluft-Antigorit und Diopsid durchsetzt.
Koordinaten, ca.:
770920 / 142560
Literatur:
- Brun, Eduard; Bergknappe; 1983/4; Heft 26; Seite 8-13; 3500 Jahre Bergbau und Verhüttung im Oberhalbstein
- Dietrich, Volker; 1972; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 49; Seite 45; Die sulfidischen Vererzungen in den Oberhalbsteiner Serpentiniten
Mineralien:
- Awaruit:
- Bornit:
- Chalkopyrit:
- Chalkosin:
- Chromspinell:
Verdrängt durch Magnetit.
- Goethit:
- Heazlewoodit: Im diesem Vorkommen konnten innerhalb der serpentinitischen Grundmasse (überwiegend Antigorit) xenomorphe und skelettartige relativ hochreflektierende Mineralien beobachtet werden (Korngrössen < 0,002 bis 0,05 mm). Nach den optischen Daten könnte es sich um das Nickelerz «Heazlewoodit» handeln, das teilweise von Millerit verdrängt wird. Zudem sind wahrscheinlich Spuren von Pentlandit und dem hoch reflektierenden isotropen Awaruit (Ni3Fe) enthalten.
- Ilmenit: Zum Teil mit Magnetit verwachsen.
- Interessantes Gestein: Grossular-Andradit und Vesuvian- Kluft-Antigorit:
- Linneit: Die Linneitmineralien zeigen öfters Oktaeder, treten aber auch xenomorph isoliert oder in Pyrrhotin und Chalkopyrit eingelagert auf. Häufig werden sie entweder durch Pyrrhotin oder durch Chalkopyrit verdrängt. Als Unterscheidungsmerkmale gegen den ebenfalls auftretenden Pentlandit dienten wiederum höhere Reflexionsvermögen, Farbe und völlige Isotropie. Zudem treten die Pentlandite meistens nur reliktisch im Bravoit auf.
- Malachit: Als Anflüge.
- Markasit:
- Millerit:
- Pyrrhotin:
Gebiet:
035_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Pass da Sett, Septimerpass
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Bei 769.08/142.33, südlich Septimer-Pass: schwarzgrüner, massiger Diallag -Serpentinit mit deutlicher Maschenstruktur. Bei 770.04/141.06, südlich Septimerpass: reiner Antigorit-Serpentinit. Bei 770.00/145.38, Plang Nagrin, Eva da Sett: Brucit-Antigorit-Serpentinit, Brucit als feinste rötliche Aggregate, evtl. mit Dolomit vermischt.
Koordinaten, ca.:
767100 / 143100
Literatur:
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
Mineralien:
- Ilvait:
Gebiet:
036_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Passo Vazzeda (in der Nähe)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
In massivem Quarz. Aus einem Aplitgang zwischen Fornogletscher und Passo Vazzeda wird ein Fund von Ferrimolybdit erwähnt.
Koordinaten, ca.:
776120 / 132000
Literatur:
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
- Maurizio, Remo & Lareida, Silvio; Urner Mineralienfreund; 1975; Heft 6; Seite 65
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 122
Mineralien:
- Bismutit:
- Bursait: Metallisch grau, Lamellen, bis 1.5 cm, zum Teil umgewandelt in Bismutit.
- Cordierit: In Knollen bis 5 cm Durchmesser (Maurizio, Weibel, 1982; Bdedogné et al., 1993).
- Ferrimolybdit: Hell- bis dunkelgelb, faserig. Auch als erdiger Anflug. Sekundärbildung aus Molybdänglanz.
- Geikielith: Evtl. liegt der Fundort dieses Minerals bereits auf italienischem Gebiet. Aus der Literatur geht diese Angabe nicht klar hervor. Schwarz, metallisch glänzend, oft rundliche Flächen, gedrungene Prismen. in den Spinell-Lizardit-Marmoren.- Molybdänocker:
- Powellit: Weisse Krusten, zusammen mit Ferrimolybdit.
Gebiet:
037_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Passo del Muretto
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Am Passo del Muretto in einem stark quarzhaltigen Schiefer.
Koordinaten, ca.:
776650 / 135630
Literatur:
- Maurizio, Remo & Lareida, Silvio; Urner Mineralienfreund; 1975; Heft 6; Seite 65
Mineralien:
- Aragonit: Weiss, radialstrahlig, nadelig, aggregiert, Nadeln bis 15 mm. Gefunden wurde Thulit auch südlich des Passo del Muretto auf der italienischen Seite.
- Limonit:
- Quarz:
- Thulit:
Gebiet:
038_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Passo del Trubinasca
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Die Fundstelle liegt 500 Meter ab der Schweizergrenze (Italienische oder Schweizerseite?)
Koordinaten, ca.:
763750 / 130500
Literatur:
- Redaktion Schweizer Strahler; 1980; Seite 216
Mineralien:
- Orthoklas:
- Quarz:
- Triplit:
Dunkelkastanienbraun bis schwarzgrau, in einem rötlichen Granatsaum, als Linse mit einer Grösse von 5 cm.
Gebiet:
039_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Piz Cacciabella (Ostwand)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Bedogné führt die Mineralienvorkommen sehr allgemein auf. Ob alle aufgeführten Mineralien auch tatsächlich vorkommen geht aus den Angaben nicht hervor.
Koordinaten, ca.:
768640 / 132500
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 105
Mineralien:
- Calcit:
- Chabasit: Bis einige mm (Bedogné et al. 1995).
- Epidot:
- Heulandit:
- Laumontit:
- Stilbit
: Bis 25 mm.
- Uranophan:
Gebiet:
040_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Piz Cam
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Ein Manganvorkommen in Piemontit-Spessartin-Quarzschiefer (Metaradiolarite). Nachweis mit der Mikrosonde-Analyse. Koordinaten gem. Wenk/Maurizio: 767.1 / 137.7. 1969 fand Maurizi, R. rosafarbene Mineralien in Quarzitschichten wenige Meter vom Gipfel des Piz Cam. Die Quarzite, die in Chlorit-Muskovit-Klinozoisit-Schiefer und Calcit-Marmor eingebettet sind, sind gefaltet und erstrecken sich über mehrere hundert Meter. Typische metamorphe Indexmineral in den assozierten Gesteinen sind Albit und Chloritoid.
Koordinaten, ca.:
767150 / 138700
Literatur:
- Geiger, T. & Cabalzar, Walter; Schweizer Strahler; 1989; Seite 201-211; Ardennit - ein Neufund von der Alp Parsettens, Val d'Err GR
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
- Wenk, H.R. & Maurizio, Remo; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Seite 97 - 100; Kutnahorite, a rare Mn Mineral from Piz Cam (Bergell Alps).
Mineralien:
- Ardennit: In den Piemontit-Spessartin-Quarzschiefern, bis 0.5 mm.
- Calcit:
- Kutnahorit: Korngrösse bis 1 mm, in Adern im Rhodochrosit. Neufund für die Schweiz. (Wenk und Maurizio, 1978).
- Piemontit: Kirschrot, nadelig, bis 1 cm, eingewachsen in Quarz (Maurizio, Weibel, 1982).
- Rhodochrosit:
- Rhodonit: (Wenk, Maurizio, 1978).
- Spessartin:
Gebiet:
041_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Piz Grand (Umgebung)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Siehe auch unter Fundort 'Bergellergebiet'.
Koordinaten, ca.:
767000 / 132870
Literatur:
- Lareida, Silvio; Schweizer Strahler; 1973; Seite 37-41; Berylle der Bergeller Pegmatite
Mineralien:
- Beryll: Gelb, durchwegs durchsichtig.
Gebiet:
042_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Piz Lizun
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Im Grünschiefer (1); in der Gipfelpartie (2).
Koordinaten, ca.:
769420 / 139600
Literatur:
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
- Redaktion; Schweizer Strahler; 1980;; Seite 216
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 297
Mineralien:
- Bytownit: (Plagioklas), gesteinsbildend.
- Galenit:
- Magnesiohastingsit:
- Malachit: Im Prasinit vom Lizun, zwischen 'Nambrun' und Val Perossa.
- Markasit: Als Knollen, bis 4 cm.
- Pargasit: Amphibol des basaltischen Ganges als Mischkristall von Magnesi-Hastingsit zu Pargasit, gesteinsbildend.
- Pisantit: Wulstig, meerblau, neben Malachit, im Prasinit vom Lizun, zwischen 'Nambrun' und Val Perossa.
- Plagioklas: (Bytownit) gesteinsbildend, basaltischer Gang im Grüngestein, als Einsprenglinge bis ca. 0.5 mm.
- Sphalerit:
Gebiet:
043_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Piz Lizun (unterhalb)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Im Tal unterhalb des Piz Lizun soll die Familie Vertemate-Franchi (Jahr nicht bekannt) kleine Mengen Gold gefunden haben. Die Koordinaten zeigen auf den Fluss Meira, östlich unterhalb des Piz Luzin.
Koordinaten, ca.:
770740 / 139020
Literatur:
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 157
Mineralien:
- Gold, gediegen:
Gebiet:
044_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Piz Lizun (östlich)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
In einem Erzgang.
Koordinaten, ca.:
769650 / 139800
Literatur:
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
Mineralien:
- Anglesit: Dünne, grauweisse Krusten auf Galenit.
- Azurit:
- Chalkopyrit:
- Galenit:
- Malachit:
Gebiet:
045_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Piz Lunghin (Nordseite), Piz Longhin, Piz Greila
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:

Koordinaten, ca.:
771570 / 142340
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 39
Mineralien:
- Andradit:
Gebiet:
046 GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Piz Lunghin (Südhang), Piz Longhin, Piz Greila
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Fellenberg zu Nephritoid: die Lagerstätte des sogenannten Jadeïtes im Bergell hoch oben an den Felswänden des Südabsturzes des Piz Longhin (Pizzo Lunghino, früher auch Piz Greila genannt) liegt, in circa 2450-2500 Meter Meereshöhe. Zahlreiche Blöcke dieses Minérales liegen in den von den Felswänden des Longhin ausgehenden Runsen und Tobeln. .Ist nun das Mineral vom Piz Longhin auch nicht Jadeit, so können wir doch hier mit vollem Recht von einem neuen Nephritoid in archäologischer Beziehung oder in praehistorischem Sinn sprechen.
Koordinaten, ca.:
771580 / 142000
Literatur:
- von Fellenberg, Edmund; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern [aus dem Jahre]; - (1889); Heft 1215-1243; Über ein neues Nephritoïd aus dem Bergell (Ct. Graubünden)
Mineralien:
- Nephritoid:
- Vesuvian: Eingewachsen im Vesuviangestein, Schleifware.
Gebiet:
047_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Piz Lunghin, Piz Longhin, Bleis dal Sacs, Casaccia, Canaleta (Lawinengraben)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Vor allem im erwähnten Lawinengraben sind Aufsehen erregende grüne Blöcke gefunden worden. Das Anstehende befindet sich im Südabfall des Piz Lunghin, oberhalb Bleis dal Sacs. Bei 770.96/142.48, nördlich Piz dal Sacs: Kontaktzone zwischen Antigorit-Serpentinit und Granat-Vesuvian-Fels, weisse 1-5 cm breite Diopsidlagen wechseln mit 1-5mm breiten Antigorit- und Chloritlagen ab.
Koordinaten, ca.:
771700 / 141100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 233
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 425 In Blöcken.
Mineralien:
- Diopsid: Gesteinsbildend.
- Vesuvian: (Californit), dichtes, graugrünes bis grasgrünes Gestein, es handelt sich um ein Vesuvian-Diopsid-Gestein und wurde ursprünglich für Jadeit gehalten, aus Sturzblöcken (1886), feinkörniger Vesuvianfels. Wurde auch unter 'Jade' und 'Falsche Jade' angeboten.
Gebiet:
048_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Piz Lunghin, Piz Longhin, Borge novo, Borgonovo
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Im Anstehenden, nordwestlich von Maloja. Steine aus dieser Gegend wurden auch geschliffen und unter den Namen 'falsche Jade' oder 'Jade' verkauft. Im neuen Jahrbuch für Mineralogie etc. 1889, Bd. I, pag. 103, beschreibt Edm. v. Fellenberg das Vorkommen eines dichten, grünen Gesteines, welches von Borge novo in Graubünden stammen sollte und von F. Berwerth in einer vorläufigen Mittheilung als Jadeit bezeichnet worden war. Nach Fellenberg bildet die betreffende Felsart linsenförmige Einlagerungen und Trümer in den Serpentinen des Piz Longhin (nordwestlich oberhalb Maloja, Bergell). Diese Einlagerungen sind nicht gleichmässig durch die ganze Serpentinmasse vertheilt, sondern finden sich ausschliesslich am Contact mit den liegenden schwarzen Triaskalke. - In einer spätern Arbeit gab F. Berwerth eine eingehende Beschreibung des, wie sich zeigte, fälschlich für Jadeit gehaltenen Gesteines; dasselbe erwies sich nach genauerer chemischer und mikroskopischer Untersuchung als ein Vesuvian-Pyroxen-Fels, und zwar tritt der Vesuvian als ursprünglicher Gemengtheil, der Pyroxen (Salit) als Zersetzungsproduct auf. Vesuvian: Das Mineral wurde im Jahre 1886 zuerst im Bachbett der Ordlegna, ganz in der Nähe des Dorfes Casaccia entdeckt von einem Südtyroler Dionisio Tisi, der Jahr aus Jahr ein in den Alpen Steine sammelte, die sich zum Schleifen und Polieren eignen. Der grüne Stein, den er in der Ordlegna (letztere ist der Ausfluss des Forno-Gletschers, erhält einen Zufluss aus dem romantischen Cavlocciosee und vereinigt sich unterhalb Oasaccia mit dem Hauptfluss des Bergells, der Maira) fand, gefiel ihm seiner Härte und Zähigwegen. Er theilte seinen Fund Herrn Stampa mit, der Stücke davon zum Schleifen nach Winterthur sandte. Die geschliffenen Proben fielen sehr schön aus und ermunterten zu weiteren Nachforschungen. Tisi hielt das Mineral für etwas Neues, was ihm bei seinen jahrelangen Sammelreisen von Schleif-Mineralien nie vorgekommen sei. Im Jahre 1887 wollte Tisi nach dem Bergell zurückkommen, um das Mineral auszubeuten, er starb jedoch nach kurzer Krankheit im Unter-Engadin und nun nahm Herr G. Stampa die Sache in die Hand und sandte die ersten Proben zur Untersuchung an Hrn. Schuchardt nach Görlitz. Oberhalb Casaccia bei der bekannten gothischen Kirchruine St. Gaudentio mündet ein in der Richtung vom Piz Longhin her in ziemlich gerader Linie herkommender Graben: La Ganaletta genannt, die Strasse durchschneidend in die von Westen her fliessende Ordlegna. Das Bachbett derselben, sowie der obige Lawinengraben sind die Fundstelle des Minerales. Dieser Graben gabelt sich oben (man vergl. das Blatt Maloja 520 des Siegfried-Atlasses) in zwei Haupttobel, und der westliche davon wieder in zwei glatte Runsen, durch welche die zerbröckelnden Felstrürnmer des Gipfelgrates des Longhin zu Thale stürzen. Stampa hat nur im mittleren Runs, das heisst im östlichen des westlichen Haupttobels "Jadeit"'-Blöcke gefunden. Weiter oben stehen die hohen Steilwände des Longhin an, wo über krystallinischen Schiefern weisser dolomitischer, dann schwarzer körniger Kalk, und zu oberst angewitterte Serpentinklippen lagern. In Blöcken des Contactes von Serpentin und Kalk wurden Partien eines grauen, dichten, sehr harten, felsitartigen Minerals getroffen, welches Stampa als das Muttergestein des "Jadeits" bezeichnete. Die weitere Untersuchung am Südabsturz des Longliins ergab, dass unser Mineral "an einer einzigen Stelle an den senkrechten Felsen des Gipfelgrates vorkommt, dass dieselbe durch Abbruch von Gestein erst in den letzten Jahren denudirt wurde, so dass das Verbreitungsbezirk des Minerals auf die Ganaletta und das Flussbett der Ordlegna in dessen nächster Nähe des Einflusses der Ganaletta beschränkt ist, und endlich, dass höchst wahrscheinlich das Mineral am Contact von Kalk und Serpentin vorkommt. Der Jadeit des Piz Longhin kommt in derben Massen und linsenförmigen Partien vor in einem graulich-gelben, sehr harten und zähen felsitischen Gestein. Dieses Jadeitmuttergestein enthält häufig hellschwefelgelbe Partien eines zerfetzten, innen noch sehr compakten, Pikrolith ähnlichen Minerals. Die grösseren Massen von Jadeitgestein zeigen alle ohne Ausnahme eine nach aussen abgerundete Form, sie lösen sich offenbar aus dem anstehenden Felsen wie eine Concretion aus einem geschichteten Gestein und zeigen an der Oberfläche vielfach einen häutigen Ueberzug von schiefrigem kalkigen Serpentin. In dem grauen, zähen, harten Grundgestein tritt der Jadeit vielfach fleckenförmig, unregelmässig vertheilt, selten in Trümern oder Adern auf; es gibt keine Jadeitadern oder Gänge, sondern nur Jadeitgesteinslinsen und in denseben eingesprengten edlen Jadeit von gelblich-weisser, grünlich-gelber und grün gebändeter Farbe. Er ist sehr dicht, hat ebenen bis sehr feinkörnigen Bruch, äusserst splittrig und feinklüftig und in den reineren Varietäten kantendurchscheinend. Von hohem Interesse war uns ein in der Ordlegna gefundener kleiner Block, woran die eine Hälfte grauer Kalk ist; der graue Kalk geht sodann in eine weisse und gelbliche, sehr harte und compacte Masse über, die durchsetzt ist von prächtig smaragdgrünen Flecken eines sehr harten und zähen Minerals, welches ganz dieselbe Farbe hat wie der Jadeit von Mongoling in Birma, dessen weisslioh-bläuliche Varietäten mit den smaragdgrünen Flecken bekanntlich als Schmuckstein den höchsten Marktwert haben und unter dem Namen "Jade imperial" in den Handel kommen. Es wird sehr wichtig sein, dieses smaragdgrüne, dichte und harte Mineral im Contact mit dem grauen Kalk und dessen weisse Grundmasse zu analysiren, um dessen Zusammengehörigkeit zum Jadeit zu untersuchen." Die Analyse ergab schliesslich das Mineral Vesuvian.
Koordinaten, ca.:
771580 / 142350
Literatur:
- Gnos, Edwin & Armbruster, Thomas; Schweizer Strahler; 2007; Heft 1; Seite 13 – 21
- Killias; Jahresbericht der Naturforschenden Gesellschaft Graubünden; 1887 - 1888; Band 32; Seite 64 - 75; Der Vesuvian vom Piz Longhin
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
- Schmidt, C.;Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel; Neunter Band; 1893; Seite 327-330; Über ein zweites Vorkommen von dichtem Vesuvian in den Schweizeralpen.
Mineralien:
- Californit: Anstehend.
- Cobaltit: Mikroskopische Körner, in den Serpentiniten.
- Magnesioriebeckit: In den Alkaliamphibolitschiefern, radialstrahlig, büschelig, nadelig, dunkelblau bis dunkelgrün, Mischkristalle mit Riebeckit und Richterit.
- Vesuvian: (Californit -> grüner, dichter Vesuvian). Feinfaserig, entstanden bei niedrigen Bildungstemperaturen.
Gebiet:
049_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Piz Lunghin, Piz Longhin, Lägh
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
In einer Calcitader im Serpentin zwischen Lägh und Piz Lunghin.
Koordinaten, ca.:
771700 / 143100
Literatur:
- Maurizio, Remo & Lareida, Silvio; Urner Mineralienfreund; 1975; Heft 6; Seite 74
Mineralien:
- Calcit:
- Titanit: Lauchgrün, briefcouvertförmig, bis 25 mm, meistens beschädigt, milchigtrüb, undurchsichtig.
Gebiet:
050_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Pizzi dei Moraz (nördlich)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Nördlich der Bergkette.
Koordinaten, ca.:
768400 / 139400
Literatur:
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
Mineralien:
- Ardennit: In den Piemontit-Spessartin-Quarzschiefern, bis 0.5 mm.
Gebiet:
051_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Pizzi dei Rossi (Südosthang), Murettosattel
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Im Kontakt zwischen Amphibolit und Kalksilikatfels am Fusse des Murettosattels beim Südosthang des Pizzi dei Rossi in einer kleinen Kluft.
Koordinaten, ca.:
776160 / 135320
Literatur:
- Maurizio, Remo & Lareida, Silvio; Urner Mineralienfreund; 1975; Heft 6; Seite 65
Mineralien:
- Hornblende:
- Periklin:
- Pyrit: Klein, würfelig.
- Pyrrhotin: Körnig, bis 2 mm.
Gebiet:
052_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Pizzi dei Rossi (Westseite)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregagli
Beschreibung:
Auf der Westseite dieses Berges.
Koordinaten, ca.:
775460 / 135340
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 194
Mineralien:
- Gonnardit: Filzig, aus dem Anstehenden.
Gebiet:
053_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Pizzi dei Rossi
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
In Amphibolitklüften. Lareida fand einen Epidotbüschel der die Farbe von der Basis aus von dunkelgrün nach grüngelb nach rosafarbig durchsichtig wechselte.
Koordinaten, ca.:
775460 / 135350
Literatur:
- Maurizio, Remo & Lareida, Silvio; Urner Mineralienfreund; 1975; Heft 6; Seite 68 ff
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 104,309,375,402
Mineralien:
- Calcit:
- Chabasit: Bis 7 mm.
- Epidot: Hell- bis dunkelgrün.
- Hessonit: Orangefarbig, bis 5 mm, in kombinierten Formen von Rhombendodekaedern, Ikositetraedern und manchmal mit Hexakisoktaedern.
- Hornblende: Als Nadeln, dunkel- bis schwarzgrün.
- Periklin: Weiss, in schöner Ausbildung, bis 12 mm.
- Prehnit: Unscheinbare Krusten, auch Aggregate kugeliger Ausbildung (Maurizio, Weibel, 1982).
- Skolezit: Radialstrahlig, weiss, Aggregate bis 12 mm.
- Thomsonit: Nur wenig (Bedogné, et al., 1995).
- Zeolithe:
Gebiet:
054_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Pizzi di Maroz
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Konnte auf der Karte nicht gefunden werden.
Koordinaten, ca.:
768030 / 139210
Literatur:
- Geiger, T. & Cabalzar, Walter; Schweizer Strahler; 1989;; Seite 205
Mineralien:
- Ardennit: In Piemontit-Spessartin-Quarzschiefer (Metaradiolarite). Nachweis mit der Mikrosonde-Analyse.
Gebiet:
055_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Pizzo Badile
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Ein Piz Badile ist auch aus der Gegend des Oberalppasses bekannt.
Koordinaten, ca.:
765450 / 129350
Literatur:
- Offermann, Erich; Schweizer Strahler; 1988; Seite 141-152; Kleine Morphologie von Granatkristallen aus der Schweiz - Idealbild und Wirklichkeit
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 232
Mineralien:
- Almandin: Ikositetraeder.
- Zirkon: Bis 5 mm, aus der Ostwand.
Gebiet:
056_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Pizzo Trubinasca
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Im Strahler 1996,3, S.458 ist der Trubinasca-Kessel mit dem Piz Balilet, dem Punta Trubinasca und dem Pizzo Trubinasca abgebildet. Siehe auch unter Fundort 'Bergellergebiet'.
Koordinaten, ca.:
764500 / 129650
Literatur:
- Maurizio, Remo; Schweizer Strahler; 1996; Heft 3; Seite 450 - 459; Die Mineralien- und Gesteinssammlung im Bergeller Talmuseum Ciäsa Granda, Stampa (GR)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 160
Mineralien:
- Allanit-(Ce): Selten.
- Beryll: Schön entwickelt, im Gestein, bis 10 cm, milchigblau - grünlich, die besten Kristalle sind aber tiefblau und durchsichtig, manchmal radial aggregiert. Funde vom Westsporn.
- Biotit:
- Granat: Als Rhombendodekaeder oder Deltoidikositetraeder.
- Hämatit:
- Molybdänit: Selten.
- Quarz: Dunkel, rauchgrau.
- Turmalin:
Gebiet:
057_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Pizzo del Ross, Pizzi dei Rossi, Monte Rosso, Cima dei Rossi, Plan Canin, Pian Caning, Muretto, Murettopass, Muretobach, Murettobach, Ordlegna, Orlegna, Monte dell’Oro, Monte del Oro
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Die Koordinaten zeigen auf den Murettopass. Forno: Der Name lässt vermuten, dass eine Beziehung zu Metallschmelzöfen besteht. Auch in anderen Gebieten mit gleichen oder ähnlichen Namen wurden Schmelzöfen und Bergwerke gefunden, z.B. am Ofenpass mit vielen Stollen und sieben Oefen aus der Zeit zwischen dem 13. und 17. Jh. Das Eisenoxyd gab den Bergen um den Monte del Forno die Namen: Pizzi dei Rossi, Monte Rosso und Cima dei Rossi. In der Region Muretto soll eine Goldader gefunden worden sein. Der genaue Ort wurde jedoch nicht bekannt. Fortunat Sprecher von Bernegg (1585 - 1647) nannte den Murettopass "Goldberg". Theobald (1864) sprach von alten Kupfergruben in Plan Canin am Fusse des Muretto. Er meint, dass infolge des goldenen Schimmers des Chalkopyrites der Berg "Goldberg" genannt wurde. Wenn in der Region Forno eine Ausbeutung von Metallen stattgefunden hat, dann bleiben noch viele Fragen offen: Wann fand die Ausbeutung statt? - was fand man? - nur Gold? - wo befinden sich die Stollen? - wo waren die Oefen? Theobald (1864): Bei der Alp Pian Caning (heute Plan Canin) theilt sich das Thal. Der Hauptbach, die eigentliche Ordlegna (heute Orlegna, kommt aus dem Fornogletscher, wir folgen aber dem Muretobach, der zu dem gleichnamigen Passe (heute Passo del Muretto) führt, welchen wir als die Grenze des Berninagebirges ansehen. Auf der rechten Seite setzen sich die Gesteine der Margna fort, der Kalk aber scheint sich ganz ausgekeilt zu haben. Nahe an der Theilungsstelle sind in Casannaschiefer alte Gruben, vor denen man Kupferkies, Malachit u. a: Kupfererze zerstreut findet. Auf der linken Seite besteht das Ende des Monte del Oro (heute Monte dell’Oro) auch noch aus Talkglimmerschiefer und gneissartigem Gestein, dann aber gewinnt der Hornblendeschiefer die Oberhand, woraus die Hauptmasse des Berges (Pizzo del Ross 2981 Met. (heute Pizzi dei Rossi, 3026) und der eigentliche Monte del Oro 3214 Met. (heute Monte dell’Oro, 3153) besteht. Breite fast geradlinige Gänge eines granulitartigen Gesteins durchziehen die schwarze Masse, gegen die sie durch ihre weisse Farbe sonderbar abstechen. Die Moränen (*) bringen von dort schönen Epidot, gelbe Granaten, Schwefel und Kupferkiese. Diese letzteren wurden wahrscheinlich sonst für Gold gehalten und gaben dem Berg seinen Namen. Sie kommen auch nahe an der Passhöhe in einem rostfarbigen, gneissartigen Gestein vor, der zum Casannaschiefer gehört, worin sich auch Malachit findet. Der Hornblendeschiefer setzt stellenweise über das Thal. * Man beachte, dass um das Jahr 1863 der Gletscher im Val Muretto noch bis auf 2100 Meter hinunter reichte. Der Fundort wäre heute also das Val Muretto.
Koordinaten, ca.:
776650 / 135630
Literatur:
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1980; Heft 13, 3; Seite 13 - 14, Metallhaltige Mineralien im Oberengadin und BergelI
- Theobald, G.; Jahresbericht der Naturforschenden Gesellschaft Graubünden; 1863-1864; Band 10; Seite 44,111
Mineralien:
- Chalkopyrit:
- Epidot: Schön.
- Granat: Gelb.
- Kupfererz:
- Malachit:
- Pyrit:
Gebiet:
058_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Plaun Grand
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Evtl. handelt es sich bei dieser Bezeichnung um den Piz Grand. Ein Eintrag 'Plaun Grand' fehlt auf der Karte.
Koordinaten, ca.:
767000 / 132800
Literatur:
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
Mineralien:
- Magnesioriebeckit: Am Kontakt zum Serpentinit, in den Alkaliamphibolitschiefern, radialstrahlig, büschelig, nadelig, dunkelblau bis dunkelgrün, Mischkristalle mit Riebeckit und Richterit.
Gebiet:
059_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Promontogno (Steinbruch)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
In plattigen feinkörnigen Muskovit- bis Zweiglimmerschiefern.
Koordinaten, ca.:
763950 / 134200
Literatur:
- Graeser,St. & Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1974; Seite 265-277; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 227
Mineralien:
- Adular:
- Chlorit:
- Heulandit:
Isoliert bis 1.2 cm.
- Ilmenit: Schwarz, auf Quarz.
- Laumontit: Bis 2 cm.
- Prehnit: Als dünne Kruste, durch Chlorit grünlich gefärbt.
- Quarz: Klein, mit Biotiteinschlüssen.
- Rosafluorit: Bis 4 mm, Oktaeder, überzogen mit einer feinen Prehnitschicht.
- Skolezit: Halbkugelig, weiss, feinnadelig, selten, in kleinen Kristallen, teilweise halbkreisförmige Aggregate, meistens neben Stilbit.
- Stilbit: Flache, radialstrahlige Aggregate, bis 7 cm, teilweise rosettenartig aggregiert.
- Titanit: Bis 2 mm, braungelb, blätterig.
- Turmalin: Asbestförmig, filzig, nadelig.
Gebiet:
060_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Roticcio
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregagli
Beschreibung:
Nordöstlich von Vicosoprano gelegen.
Koordinaten, ca.:
769270 / 136770
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 64
Mineralien:
- Magnesioriebeckit:
- Winchit: In dunklen, feingebänderten Magnetit-Amphibol-Marmoren, im Kern bestehend bis ca. 1mm, gegen den Rand in Magnesioriebeckit übergehend.
Gebiet:
061_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Roticcio (westlich)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Westlich dieser Lokalität.
Koordinaten, ca.:
769000 / 136900
Literatur:
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
Mineralien:
- Crossit: Als Kern in den blauen Nädelchen.
- Magnesioriebeckit: In den mesozoischen Gesteinen, blaue Nädelchen.
Gebiet:
062_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Soglio (Steinbruch)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Im Urner Mineralienfreund ist von einem Steinbruch 'Schumacher' die Rede. Aus diesem sollen exklusive Laumontit-Kristalle stammen.
Koordinaten, ca.:
761750 / 134460
Literatur:
- Maurizi, Remo; Urner Mineralienfreund; 1973; Heft 1; Seite 1-6
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 169,215,375 Unterhalb von Soglio.
Mineralien:
- Adular:
- Chlorit:
- Fluorit:
Oktaedrisch, bis 3 cm, karminrot, zusammen mit Zeolithen (Bedogné et al., 1995).
- Heulandit: (Bedogné et al., 1993). Bis einige cm gross.
- Laumontit: Auf derbem Quarz, bis 35 mm Länge und 8 mm Breite, vereinzelt von feinen Turmalinnadeln durchwachsen.
- Prehnit:
- Quarz:
- Skolezit:
Selten, in kleinen Kristallen, teilweise halbkreisförmige Aggregate, meistens neben Stilbit.
- Stilbit: Bis 7 cm, teilweise rosettenartige Aggregate.
Gebiet:
063_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Soglio (nördlich)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
In den Gneisen der Tomadecke nördlich von Soglio im Bergell.
Koordinaten, ca.:
761750 / 134460
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 356
Mineralien:
- Rutil: Bis 5 cm Länge und 4 mm Dicke, grössere Kristalle mit Querrissen welche bei kleineren Exemplaren durch feinen Titanit ausgeheilt sind.
- Titanit: Stellenweise den Rutil überziehend.
Gebiet:
064_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Soglio
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:

Koordinaten, ca.:
761700 / 134350
Literatur:
- Gnehm, G.; Lapis; 1979; Heft 6; Seite 29
- Lareida, Silvio; Schweizer Strahler; 1968;; Seite 178
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
Mineralien:
- Adular: Klein, sägenartig aggregiert.
- Amethyst: Meistens blass.
- Anatas: Klein, schwarz, dipyramidal.
- Brookit: Im Zweiglimmergneis, bis 2 mm, gelblich, dünntafelig, mit schwarzen Streifen.
- Chlorit:
- Dravit: Aus dem Steinbruch.
- Epidot: Olivgrün, rasenartig.
- Galenit:
- Heulandit: In ansehlichen Kristallen.
- Ilmenit:
- Laumontit: Mit sehr schöner Kristallform.
- Lazulith: In winzigen Kriställchen.
- Monazit: Rosafarben.
- Prehnit:
- Pyrit: Derb, gross, oft zersetzt.
- Quarz: Bis 4.5 cm. oft durch den Bergdruck bereits zerstört, klar.
- Rosafluorit: Bis 2 cm, bis karminrot.
- Skolezit: Sehr schöne Stufen.
- Stilbit: Gross, radialstrahlig, plattig, auch halbkugelig.
- Turmalin: (Schörl), schön kristallisiert, meistens in gebogenen Kristallen, selten mit Endflächen.
Gebiet:
065_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Soglio, Cävi
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregagli
Beschreibung:
In einer Gipslinse bei Cävi, oberhalb Soglio. Nach A. Schorta kommt der Name von "cavia" oder "cavea". So wurden von den Bergwerksleuten die kleinen Schutzhütten am Ausgang der Stollen genannt. Aufgrund der verschiedenen Mineralien wie Siderit, Pyrit und Bleiglanz, die dort vorkommen, ist eine Metallausbeutung auch in der steilen und verlassenen Gegend von Cävi nicht ausgeschlossen.
Koordinaten, ca.:
760100 / 135460
Literatur:
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1980; Heft 13, 3; Seite 14 - 15; Metallhaltige Mineralien im Oberengadin und BergelI
- Maurizio, Remo & Lareida, Silvio; Urner Mineralienfreund; 1975; Heft 6; Seite 73
Mineralien:
- Galenit:
- Gips:
- Magnesit: Körnig, honigbraun, bis 7 mm Durchmesser. An den Bruchflächen stark glänzend.
- Pyrit: Pentagondodekaeder, bis 2 mm, verzerrt, rot angelaufen.
- Siderit:
Gebiet:
066_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Soglio, Tumbler, Parlongh, Tubladel
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Wenige hundert Meter östlich von Tumbler im Paragneis.
Koordinaten, ca.:
763300 / 135000
Literatur:
- Bedogné, F. & Sciesa, S. & Sciesa, E.; Lapis; 1996; Heft 10; Seite 16- Lareida, Silvio; Schweizer Strahler; 2013; Heft 4; Seite 25 - 28; Glasklare Bergkristalle aus dem Bergell
Mineralien:
- Albit:
- Calcit: Als Papierspat.
- Chlorit:
- Laumontit:
- Muskovit:
- Quarz: Bis 24 cm Länge und 12 cm Durchmesser, milchigweiss bis farblos-durchsichtig, Tessiner-Habitus. Lareida: Bergkristall am Tumbler, glasklar.
- Titanit: Schön, flächenreich, rosabraun, oft verzwillingt, bis 12 mm.
- Zeolithe:
Gebiet:
067_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Soglio, Tumbler, Parlongh, Tuzzo, Stampa
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Nordöstlich von Stampa, auf dem Weg, welcher auf der rechten Talseite von Soglio aus nach Parlongh führt, sind in der Gegend von Tumbler im Metagranit von Tuzzo Klüfte zu finden. Koordinaten auf Stampa.
Koordinaten, ca.:
765650 / 134700
Literatur:
- Bedogné, F. & Sciesa, S. & Sciesa, E.; Lapis; 1996; Heft 10; Seite 16
Mineralien:
- Adular:
- Albit:
- Anatas:
Winzig, schwarz, bipyramidal.
- Chlorit:
- Fluorit:
- Monazit-(Ce):
Klar, rosa bis gelblich, prismatischer bis eher tafeliger Habitus, bis 4 mm.
- Muskovit:
- Quarz:
Gebiet:
068_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Torrone Orientale
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Die Mineralien sind im Anstehenden gefunden worden. Siehe auch unter Fundort 'Bergellergebiet'.
Koordinaten, ca.:
774370 / 129100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 160
Mineralien:
- Allanit-(Ce): Selten.
- Beryll: Schön entwickelt, im Gestein, bis 10 cm, milchigblau - grünlich, die besten Kristalle sind aber tiefblau und durchsichtig, manchmal radial aggregiert.
- Biotit:
- Granat: Als Rhombendodekaeder oder Deltoidikositetraeder.
- Hämatit:
- Molybdänit: Selten.
- Turmalin:
Gebiet:
069_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Vadrecc del Forno, Fornogletscher
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia1
Beschreibung:
Im grauweissen - schwach rötlichen, sehr grobkörnigen und oft pyrophrartigen Biotitgranit. Siehe auch unter Fundort 'Bergell, Fornogebiet'.
Koordinaten, ca.:
774000 / 131000
Literatur:
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
- Maurizio, Remo & Lareida, Silvio; Urner Mineralienfreund; 1975; Heft 6; Seite 65 ff
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 159
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 156,178,194
Mineralien:
- Beryll: Auch auf den Moränen zu finden.
- Calcit:
- Cerussit: Nadelig, dünn, weiss, bis 2 mm, im Calcit.
- Diopsid:
- Galenobismutit: Im Kalkschiefer, freie Kristalle, bis 1 cm, starke Riefung, schindelförmig, mit einer Cerussitkruste belegt (Bedogné et al., 1995).
- Gonnardit: Kugelig aggregiert, bis 8 mm Durchmesser, in Diopsidblöcken auf dem Gletscher.
- Lizardit: In einem weissen, körnigenen, Triasmarmor am Fornogletscher. Gelb-grün, selten, als Rissfüllung von 20 - 50 mm Länge.
- Malachit:
- Orthoklas:
- Pyroxmangit
: Nicht sicher bestimmt.
- Rhodochrosit:
- Rhodonit:
- Scheelit:
- Spessartin:
- Tephroit:
Dunkelgraue bis grauschwarze Masse assoziert mit Rhodonit, Rhodochrosit, Pyroxmangit (?), Spessartin, Alkalihornblende und fleckigen Malachiteinlagerungen.
- Thulit: Eingewachsen im Quarz und wegen seiner Rosafärbung erkennbar. Meist geknickt und gebrochen.
- Uranopolykras:
Gebiet:
070_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Vadrecc del Forno, Monte del Forno, Passo da Casnile, Casnilepass, Trubinasca, Torrone Orientale, Punta Pioda, Passo Cacciabella, Cengalo (Westgrat), Pizzo Trubinasca
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Übergang vom Val d'Albigna zum Vadrec del Forno. Es gibt den Pass da Casnil - Nord und - Süd. Koordinaten auf Süd. Die Mineralien sind im Anstehenden gefunden worden. Siehe auch unter Fundort 'Bergell, Fornogebiet' und 'Bergellergebiet'. Staub, 1924, Beryll: Von der Moräne des Albignagletscher: schöne Exemplare, z. T. von wasserklarem Aquamarin. Die Berylle kommen samt und sonders in den Pegmatiten vor. Die feinsten Beryllpegmatite, die äusserlich schon mehr an gröbere Aplite erinnern, fanden sich, oft mit wasserklaren Aquamarinsäulchen, am Casnilepass und am Monte del Forno im feinkörnigen Novatetypus des Bergellergranits; die gröbsten, mit faustgrossen Feldspäten, dunklem, rauchgrauem Quarz und bis gegen dezimeterlangen, oft herrlichen, tiefblauen Aquamarinen auf dem Albignagletscher und in der Bondasca. Im Allgemeinen sind die Berylle nicht als klare Aquamarine, sondern mehr oder weniger milchigblaue, in manchen Fällen auch grünliche Kristalle entwickelt, deren mittlere Grösse im Durchschnitt auf 1-2 cm Länge der Kristalle veranschlagt werden kann. In den Moränen der Bergellergletscher (vom Monte del Forno bis in die Trubinasca).kann bei genauerem Zusehen stets Beryll in ziemlichen Mengen gefunden werden. Anstehenden Beryll ist bekannt vom Monte del Forno, vom Torrone Orientale, vom Passo Casnile, von der Punta Pioda, vom Passo Cacciabella, vom obersten Westgrat des Cengalo und vom Westsporn des Pizzo Trubinasca. Die Vorkommen vom Forno, Casnile und Cacciabellapass finden sich mit feinkörnigen Pegmatiten in den feinen Graniten des Novatetypus, Torrone und Pioda in mittelkörnigen Pegmatiten des normalen Bergellergranits. Das prachtvolle Vorkommen am Cengalo liegt mit groben Pegmatiten im normalen Granit, das der Trubi¬ nasca bisher als einziges im Bergeller Tonalit. Das Anstehende der grossen Berylle in der Bondasca ist in den Wänden des Cengalo und der Scioragruppe zu suchen, wo es nun am Cengalo auch gefunden ist. Die für dieselben in Frage kommenden Fundorte am Casnile- und Cacciabellapass und die der Scioragruppe zeigen alle den feineren Pegmatittypus mit kleineren, nicht über 2 cm langen Beryllen. In den feineren Pegmatiten spielt der Beryll nur die bescheidene Rolle eines rein akzessorischen Bestandteils. Er ist dann meist kristallographisch gut begrenzt, die hexagonalen Säulchen treten gut hervor. In den mittelgroben Pegmatiten häufen sich die Berylle oft zu grösseren Aggregaten zusammen, in denen in der Regel die kristallographische Begrenzung der einzelnen Individuen zurücktritt. Die groben Pegmatite der Bondasca, vom Cengalo und vom Albignagletscher zeigen den Beryll, oft tiefblauen, wasserklaren Aquamarin, als einen integrierenden Hauptbestandteil des Gesteins. Der Beryll bildet in diesen groben Gesteinen oft ganze Sonnen. Diese Beryllsonnen zeigen die schönsten Kristalle. Die hexagonalen Säulen sind herrlich entwickelt, und oft sehen wir die einzelnen Individuen zu prachtvollen Zwillingen verwachsen. Von Einschlüssen sind die Berylle meistens frei, nur hie und da finden sich einzelne Quarzkörner eingesprengt. Zusammen mit dem Beryll erscheinen in den Pegmatiten des Bergells ausser Quarz, Feldspat und Muskovit als Akzessoria in wechselnden Mengen Biotit, Granat, Turmalin, Hämatit, daneben in seltenen Fällen Molybdänglanz und Orthit. Granat, Beryll und Turmalin spielen die Hauptrolle unter diesen Akzessoria.
Koordinaten, ca.:
772900 / 133400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 160
- Staub, Rudolf; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1924; Band 4; Heft 1; Seite 364 - 367; Zur Kenntnis der Bergeller Beryll
Mineralien:
- Allanit-(Ce): Selten.
- Aquamarin: Wasserklar.
- Beryll: Schön entwickelt, im Gestein, bis 10 cm, milchigblau - grünlich, die besten Kristalle sind aber tiefblau und durchsichtig, manchmal radial aggregiert.
- Biotit:
- Granat: Als Rhombendodekaeder oder Deltoidikositetraeder, gross, schön.
- Hämatit:
- Molybdänit: Selten.
- Quarz: Dunkel, rauchgrau.
- Turmalin:
Gebiet:
071_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Val Bondasca (oberes), Bondascagletscher, Passo di Cacciabella (Blockrinne)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Diese Lokalität war lange Zeit ein guter Fundort für Beryll. Im Strahler 1991,4, S. 190 ist ein Bild des Lumbardui, Val Bondasca. Die Koordinaten weisen auf die Capanna di Sciora. Siehe auch unter Fundort 'Bergellergebiet'. Monistier beschreibt unter Bondasca: Ausgangspunkt ist hier die Sciorahütte. Um Zeit zu sparen kann eine gebührenpflichtige Strasse (Schotter) benutzt werden (bis Laret). Die entsprechende Bewilligung kann im Dorfladen (Salis) in Bondo gelöst werden. Heute (2008) kann die Bewilligung (Fr. 12.--) aus einem Automaten direkt am Taleingang bezogen werden. Die Aufstiegszeit bis zur Hütte beträgt dann noch ca. 2 Stunden. Im ganzen oberen Val Bondasca sind Mineralien zu finden, wobei Pegmatitblöcke nicht all zu oft anzutreffen sind. Granat bis cm-Grösse, Aquamarin. Am Fusse der Blockrinne die sich vom Passo di Cacciabella herunterzieht, auf den äusserst steilen Flanken auf der orographisch linken Seite befinden sich Blöcke mit Pegmatitadern. Darin enthalten sind Granat sowie blaue und durchsichtige Berylle in zum Teil beachtlicher Grösse. Anzeichen für Beryll: Man muss auf die Zusammensetzung der Pegmatitadern achten. Eine Mineralgesellschaft aus hellem Feldspat (Orthoklaskristalle, meist unvollständig ausgebildet), zusammen mir rauchigem, grauem Quarz und Muskovit ist ein gutes Anzeichen. Je grösser diese Mineralien ausgebildet sind, desto grösser sind auch die Fundmöglichkeiten für gute Stufen. Biotitführende Pegmatite enthalten höchst selten sammelwürdige Mineralien.
Koordinaten, ca.:
767330 / 131320
Literatur:
- Maurizio, Remo & Lareida, Silvio; Urner Mineralienfreund; 1975; Heft 6; Seite 65 ff- Monistier, Gualtiero; Lapis, 2006; Heft 1; Seite 20 ff.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 159
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 231
Mineralien:
- Apatit: Gelb, fluoreszierend.
- Aquamarin:
- Beryll: Aus einem Pegmatitgang, blau.
- Bismuthinit: Silberglänzend, bis 20 mm, dünnstengelig und zum Teil verbogen, eingebettet im Gestein, umgeben von einem grünlichen Verwitterungshof.
- Bismutit: Als zersetzter Bismuthinit.
- Columbit-(Fe): Fund von Lareida, 1972: tafelig, pechartiger Glanz, bis 2 mm, vorwiegend im Granat von gelb-brauner Farbe eingewachsen.
- Granat:
- Hyalit: Nicht sicher nachgewiesen, giftgrün fluoreszierend.
- Orthoklas: Teils intensiv gelborange oder lichtgrün fluoreszierend unter kurz- und langwelligem UV-Licht.
- Scheelit: Fund Lareida, 1972: winzige Körnchen, orange-gelbe Fluoreszenz.
- Turmalin: Schwarz, bis 2 cm, mit guten Endflächen. Fund Lareida, 1972: bis 15 cm, mit quarzgefüllten Rissen.
- Uranophan-beta: Gelbe Büschelchen, radialstrahlig angeordnet (Graeser, Stalder, 1976).
- Zirkon:
Gebiet:
072_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Val Bondasca, Lombardui, L'Erta, Sasc Furä-Hütte, Sasc Fürä-Hütte
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Beim riesigen Abbruch südöstlich 'Lombardui', beim alten Aufstieg zur 'Sasc Furä-Hütte', genannt l'Erta. Siehe auch unter dem Fundort: 'Bergell, Val Bregaglia, Val Bondasca (oberes), Bondascagletscher, Passo di Cacciabella (Blockrinne)'. Siehe auch unter Fundort 'Bergellergebiet'.
Koordinaten, ca.:
765100 / 131600
Literatur:
- Vital, Annina.; Schweizer Strahler; 1980; Seite 182-186; Ein seltener Fund. I. Teil
Mineralien:
- Beryll:
- Goethit: Unterhalb von Sasc Furä.
- Quarz: Mit der äusserst seltenen schrägen Riefung, klein, Einzelfund.
- Turmalin:
Gebiet:
073_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Val Bondasca, Predacia, Stoveno, Corni Bruciati, Lavartigh, Mot Alta (Ostabhang), Alp Petpreir, Val Fedoz, Val Fex, Iola, Stüvetta, Sils, Bleis dal Fö, Blais dal Fö, Cäva dal Suldan, Piz Lunghin, Piz Longhin, Bivio, Alac, Val Maroz, Grevasalvas, Valle Preda Rossa, Stoveno;(Lavezstein, Asbest)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Die Koordinaten zeigen auf Blais dal Fö. Die Chlorit- und Talkschiefer haltige Serpentinmasse von Chiavenna, die in den Bergen südlich von Piuro (Plurs) aufgeschlossen ist, dehnt sich in auskeilenden Adern bis ins Val Bondasca aus, wo der Lavezstein in den kristallinen Schiefern des Piz Grand (Piz Aelt) (Koordinaten: 766.890 / 132.900, 2327 M.)verschwindet. Es handelt sich um eine nicht sehr talkreiche Varietät, unter dem Namen "Valcondria" bekannt (sicher wegen der Aehnlichkeit mit dem Lavezstein von Valcondria, im SE von Chiavenna). Für die Ausbeutung bevorzugte man die weichsten Schichten. Die ältesten Dokumente, die sich auf die Lavezsteingewinnung im Val Bondasca beziehen, stammen aus dem 17. Jh. Der Lavezsteinabbau im Val Bondasca wurde bald nach 1777 eingestellt. Bei der "Predacia" (Koordinaten: 763.940 / 132.230, 1350 M.), östlich von "Lavartigh'', in einem dichten subalpinen Waldstück, mitten in einem Gewirr von umgestürzten, faulenden Stämmen, einer Masse von Schutt und hohem Gras, kann man den Eingang einer Grube erahnen, der jetzt durch Felssturzmaterial verschlossen ist. Wenige Buchstaben, ein Datum: G M PF 1777 B Es sind dies die Einritzungen von Gaudenzio Molinari die sich hier mit Flechten und Moosen vermischen. Es wäre wohl interessant, den Eingang sorgfältig freizulegen. Etwa auf halbem Weg zwischen den Bauernhäusern der Alp Petpreir (Koordinaten: 777.850 / 141.860, 2100 m.) und dem Gletscher im Val Fedoz, auf 2150 m Höhe (Koordinaten: 778.340 / 137.510), erkennt man am steilen Abhang eine Ader von hellem Talkfelsen, begleitet von Aktinolith- und Magnesitnestern. Der Felsen, der in Isola heute noch "Crep di Lavezz" (Lavezsteinfelsen) genannt wird, hat sicher Stücke zur Herstellung von Gegenständen geliefert, wohl nur für den Gebrauch in der näheren Umgebung. Zwei wenig tiefe Gruben mit Meisselspuren sind eindeutige Zeichen dafür, dass man versucht hat, die Ader auszubeuten. Dass der nachgiebige, weiche Fels Hirten, Aelpler und Jäger dazu verleitet hat, ihre Initialen mit Datum einzuritzen, ist mehr als verständlich. Die folgenden aus der Vielzahl ausgewählten "Inschriften" zeigen, dass die Grube mindestens 150 Jahre alt ist. Dieselbe Ader, oder eine parallele dazu, ist auch bei der Stüvetta (Koordinaten: 779.630 / 139.220, 2350 M.), am Ostabhang der Mot Alta, im Val Fex, aufgeschlossen. An dieser Stelle gewann ein gewisser Soldani aus Soglio, der in Sils wohnte, die "preda da stüvetta", d.h. Lavezsteinplatten für die Ofenverkleidung. Soldani, der später nach Amerika auswanderte, war eine Person voll von Tatendrang. Er öffnete auch eine Asbestgrube östlich von Sils bei "Bleis dal Fö" (Koordinaten: 779.630 / 144.590, 2100 M.), heute noch bekannt unter dem Namen "Cäva dal Suldan" (Gruba von Soldani). Asbest ist eine Serpentinabart, weissliche Fasern, die oft Spalten in Serpentinfelsen füllen. Wenn die Fasern lang und geschmeidig sind, spricht man von Amiant. Dieses Material kann, nachdem es geschlagen worden ist, gesponnen und verwoben werden (feuerfeste Anzüge für die Feuerwehr). Die Asbestfasern der Steinbrüche von Sils erwiesen sich als zu kurz für eine lohnende Verwendung. Aus denselben Gründen wurden auch die Asbestbüschel im Serpentin des Piz Lunghin, nie ausgebeutet. Nur bei Alac, oberhalb Bivio, hat man versucht Asbest zu gewinnen. Ein dem Lavezstein ähnliches Gestein, das man im Val Maroz und bei Grevasalvas finden kann, ist die "Kreide von Maroz". Es gibt keine Anzeichen dafür, dass dieses Gestein für praktische Zwecke ausgebeutet wurde. Knaben schnitzten daraus gerne Pfeifen und kleine Schreibstifte. Bei Gravasalvas (Siegfriedblatt 520) westlich des Silsersees, soll Asbest gefunden worden sein. In Bivio haben die "Schweizerischen Eternitwerke A. G. Niederurnen" im Herbst 1918 kurze Zeit Asbest abgebaut. Die Vorkommen sind wirtschaftlich nicht von Bedeutung. Im Val Bondasca, in der Nähe der Corni Bruciati (Valle Preda Rossa) und in Stoveno (im Stoveno ) waren Talkschiefer die Ausgangsgesteine zur Verarbeitung der «pietra ollare».
Koordinaten, ca.:
780290 / 144590
Literatur:
- Fehlmann, Hans; Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 230
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1995/3; Heft 73; Seite 17 - 23; Ein altes Gewerbe neu entdeckt: Lavezstein im BergeII, Südbünden (Fortsetzung)
- Putschnig, André; Minaria Helvetica; 2000; Heft 20a; Seite 61 - 69; Lavezsteinverarbeitung im Veltlin - einst und jetzt.
Mineralien:
- Asbest:
- Kreide von Maroz:
- Lavezstein:
Gebiet:
074_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Val Bondasca, Punta Pioda
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Die Mineralien sind im Anstehenden gefunden worden. Siehe auch unter dem Fundort: 'Bergell, Val Bregaglia, Val Bondasca (oberes), Bondascagletscher, Passo di Cacciabella (Blockrinne)'. Siehe auch unter Fundort 'Bergellergebiet'.
Koordinaten, ca.:
768620 / 130450
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 160
Mineralien:
- Beryll:
Gebiet:
075_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Val Bondasca, Sciora di Fuori (am Fusse)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Anzeichen für Beryll: Man muss auf die Zusammensetzung der Pegmatitadern achten. Eine Mineralgesellschaft aus hellem Feldspat (Orthoklaskristalle, meist unvollständig ausgebildet), zusammen mir rauchigem, grauem Quarz und Muskovit ist ein gutes Anzeichen. Je grösser diese Mineralien ausgebildet sind, desto grösser sind auch die Fundmöglichkeiten für gute Stufen. Biotitführende Pegmatite enthalten höchst selten sammelwürdige Mineralien. Siehe auch unter Fundort 'Bergellergebiet'. Eine Bezeichnung 'Sciora di Furi' gibt es auf der Karte nicht. Hingegen 'Sciora Dafora' und 'Fort da Sciora'. Die Koordinaten zeigen auf den Westfuss des Sciora di Furi. Die von Monistier im Bergellergebiet gefundenen Mineralien sind allgemein unter dem Fundort 'Alpe Rossascio' beschrieben. Siehe auch unter dem Fundort: 'Bergell, Val Bregaglia, Val Bondasca (oberes), Bondascagletscher, Passo di Cacciabella (Blockrinne)'.
Koordinaten, ca.:
767870 / 130640
Literatur:
- Monistier, Gualtiero; Lapis; 2006; Heft 1; Seite 20 ff
Mineralien:
- Beryll:
Gebiet:
076_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Val Casnaggina
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Im Grenzgebiet zu Italien.
Koordinaten, ca.:
760990 / 131640
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 37
Mineralien:
- Andalusit: Schön, rosarot, schlankprismatisch, bis 25 mm.
Gebiet:
077_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Val Forno
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
1.) In den Kontaktmarmoren der Margna-Decke. 2.) Am Kontakt der Bergeller-Intrusion. 3.) Im Brucitmarmor (Karbongestein mit (Dolomit und Calcit) mit Brucit) 4.) Im Bachgeröll Siehe auch unter Fundort 'Bergell, Fornogebiet'.
Koordinaten, ca.:
775000 / 138000
Literatur:
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 64,87,163
Mineralien:
- Augit: 1.) (Titan-Augit).
- Brucit: 3.) Mit Calcit/Dolomit zusammen farblos, glänzende, - 2 mm grosse Körnchen bildend (Tromsdorff, Schwander, 1969).
- Columbit-(Fe): (Maurizio, Schatz, 1973).
- Crossit: 2.) Die in der Arbeit von Gieré (1985) aufgeführte Analyse entspricht dem Winchit.
- Pargasit: 2.) Umgewandelte Amphibolite.
- Winchit: 2.)
Gebiet:
078_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Val Forno, Cavloc, Orlegna
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Die Koordinaten zeigen genau auf die Fundstelle. Siehe auch unter Fundort 'Bergell, Fornogebiet'.
Koordinaten, ca.:
774800 / 138800
Literatur:
- Bedognè, F. & Maurizio, Remo & Montrasio, A. & Scies, E.; I minerali della Provincia di Sondrio e della Bregaglia Grigiones (CH). Val Bregaglia, Val Masino, Val Codera e Valle Spluga. Stampa: Bettini – Sondrio
- Gyrt, T.; Geologische und Petrografische Untersuchungen am Ostrande des Bergeller Massivs. Mitt. ETH Zürich, N.F.66,125 p.; 1967
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
- Maurizio, Remo & Sciesa, E.; Urner Mineralienfreund; 1995; Heft 3; Seite 19-21
- Perettia, A.; Der Monte-del-Forno-Komplex am Bergell-Ostrand: Seine Lithostratigraphie, alpine Tektonik und Metamorphose. Eclogea geol. Helv., 78; 1985; 23-48.
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 54
- Trommsdorff, V. & Evans, B.W.; Progressive metamorphism of antgorite schists in the Bergell tonalite aureole (Italy). Am.Journ.Sci.; 1972; 272,423-437
- Trommsdorff, V. & Nievergelt, P., 1983; The Bregaglia (Bergell) Iorio intrusive and its field relations. Mem.Soc.Geol. It.,26,55-68.
Mineralien:
- Allophan: Leuchtender, türkisfarbiger Ueberzug auf einem Amphibolitfelsen, kupferhaltig.
- Artinit: Neufund für die Schweiz. Gefunden 1979. Aus einer Spaltenfüllung eines ultrabasischen Gesteins am westlichen Ufer der Orlegna, klein, schneeweiss, fein, nadelig, radialstrahlig aggregiert, Nadeln bis 3mm, in kontaktmetamorphen Ultrabasiten.
Gebiet:
079_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Val Forno, Fornogletscher, Cima di Vazzeda
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
2.5 km westlich des Murettopasses, längs der rechtseitigen Moräne des Fornogletschers in Stücken von diopsidführenden Kalksilikatfelsen. Anzeichen für Beryll: Man muss auf die Zusammensetzung der Pegmatitadern achten. Eine Mineralgesellschaft aus hellem Feldspat (Orthoklaskristalle, meist unvollständig ausgebildet), zusammen mir rauchigem, grauem Quarz und Muskovit ist ein gutes Anzeichen. Je grösser diese Mineralien ausgebildet sind, desto grösser sind auch die Fundmöglichkeiten für gute Stufen. Biotitführende Pegmatite enthalten höchst selten sammelwürdige Mineralien. Siehe auch unter Fundort 'Bergellergebiet'. Fornogletscher (Beryllfunde): Auf der Moräne (orographisch rechte Seite) stösst man auf unterschiedliche Gesteine wie Amphibolite, Marmore, Kalkgesteine und Quarzite welche vom Pizzi die Rossi und dem Monte del Forno stammen. Zu finden sind denn auch recht unterschiedliche Mineralien (1). Auf der gegenüberliegenden Seite liegen granitische Gesteinsblöcke mit Pegmatitadern. Hier sind vereinzelt Mineralienfunde möglich. Der gefundene Epidot stammt von der Cima di Vazzeda. Die Mineralien wirken nicht sehr ästhetisch, sind also kaum sammelwürdig. Die von Monistier im Bergellergebiet gefundenen Mineralien sind allgemein unter dem Fundort 'Alpe Rossascio' beschrieben. Siehe auch unter Fundort 'Bergell, Fornogebiet'.
Koordinaten, ca.:
774300 / 134600
Literatur:
- Bedogné, F. & Sciesa, S. & Sciesa, E.; Lapis; 1996; Heft 10; Seite 16
- Maurizio, Remo & Lareida, Silvio; Urner Mineralienfreund; 1975; Heft 6; Seite 65
- Monistier, Gualtiero; Lapis; 2006; Heft 1; Seite 20 ff.
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 144
Mineralien:
- Beryll:
- Calcit:
- Cerussit:
Nadelig, bis 2 mm, auf dem Galenobismutit.
- Diopsid: Durchsichtig-hellgrün.
- Dumortierit: Faserig, blau, violettblau, als Einschluss im Quarz, nadelig.
- Epidot: 1)- Galenobismutit: Aus einem Kalksilikatfels am Fornogletscher. Langprismatisch bis nadelig, stahlgrau, auf frischer Bruchfläche starker metallischer Glanz, teilweise gebogen, umgeben mit einer weiss-gelblichen Verwitterungsschicht, bis 30 mm. Zusammen mit Calcit, Diopsid, Scheelit.
- Granat: 1)
- Quarz:
- Scheelit: Bei der Fundstelle mit Galenobismutit, eingebettet im Gestein, mit hellblauer Fluoreszenz.
- Spinell: 1) (von der Cima di Vazzeda).
Gebiet:
080_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Val Muretto
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:

Koordinaten, ca.:
775900 / 136470
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 153,314
Mineralien:
- Apatit:
- Epistilbit: Aus einer Amphibolitkluft, garbenförmig, tafelige Kristalle, Aggregate bis 21 mm.
- Ferrocolumbit:
- Kassiterit:
- Mikrolith:
Oktaedrisch, bis 2 mm (Bedogné et al., 1995).
- Uraninit:
Gebiet:
081_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Vallun Trubinasca (unteres), Vallun da la Trubinasca (unteres)
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:

Koordinaten, ca.:
764600 / 132000
Literatur:
- Bedogné, F. & Sciesa, S. & Sciesa, E.; Lapis; 1996; Heft 10; Seite 21
Mineralien:
- Bertrandit: V-förmige Zwillinge.
Gebiet:
082_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Vallun Trubinasca, Vallun da la Trubinasca
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Siehe auch unter Fundort 'Bergellergebiet'.
Koordinaten, ca.:
764000 / 130750
Literatur:
- Maurizio, Remo & Lareida, Silvio; Urner Mineralienfreund; 1975; Heft 6; Seite 65 ff
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 159
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 163
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
Mineralien:
- Allanit-(Ce): Selten.
- Beryll: Schön entwickelt, im Gestein, bis 10 cm, milchigblau - grünlich, die besten Kristalle sind aber tiefblau und durchsichtig, manchmal radial aggregiert.
- Biotit:
- Columbit-(Fe):
- Cordierit: In bläulichen Knollen bis 5 cm.
- Goethit:
- Granat: Als Rhombendodekaeder oder Deltoidikositetraeder. Fund lareida, 1972: rotbraun, schlecht ausgebildet, von Glimmer durchsetzt.
- Hämatit:
- Molybdänit: Selten.
- Quarz: Dunkel, rauchgrau.
- Turmalin: Fund Lareida, 1972: bis 20 mm, mit Endflächen.
Gebiet:
083_GR / Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Vazzeda
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Eine genauere Beschreibung fehlt. Das Gebiet Vazzeda liegt auf der italienischen Seite. Die Koordinaten zeigen auf den schweiz-italienischen Übergang Passo Vazzeda.
Koordinaten, ca.:
776135 / 132000
Literatur:
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
Mineralien:
- Bursait:
- Wismut: Gediegen, gelblichweiss, sehr hoher Metallglanz, eingeschlossen, als Ausblühungen im Bursait.
Gebiet:
084_GR / Vicosoprano, Borge novo, Borgonovo, Durbegia
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
Östlich davon eine ca. 200 Meter breite Bergsturzhalde (Abrisstelle ca. 1600 m ü. M.). Beim Gestein handelt es sich um metamorphen Glimmerschiefer des Surettakristallins.
Koordinaten, ca.:
766290 / 135880
Literatur:
- Lareida, Silvio; Schweizer Strahler; 1978; Seite 397-402; Durbegia im Bergell
- Maurizio, Remo & Lareida, Silvio; Urner Mineralienfreund; 1975; Heft 6; Seite 73
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 365
Mineralien:
- Adular: Bis 10 mm, durchsichtig bis milchigweiss, sägeartige Verwachsungen.
- Ankerit: Bis 5 mm, rhombisch, hellbraun, fast pseudowürfelig, mit abgerundeten Kanten.
- Chlorit: Hellgrün, pulverig.
- Limonit: Pulverig.
- Muskovit: Bis 5 mm, Rosetten, farblos, durchsichtig, perlschnurartig angeordnete Aggregate.
- Pyrit: Bis mehrere mm, in schönen Oktaedern, auch mit Würfelflächen, hochglänzend aber auch angelaufen oder matt, manchmal auch nicht intakte Individuen.
- Pyrrhotin: Mehrere mm dick, bis 7 mm Durchmesser, hexagonal, hochglänzend, leicht magnetisch.
- Quarz: Bis 20 mm, manchmal mit Einschlüssen von Rutil und Chlorit.
- Rutil: In einzelnen Nadeln, bis 15 mm, schwarz bis strohgelb, zum Teil rot durchscheinend, selten, auch Grüppchen, oft mit aufgespiessten Mineralien (Siderit, Ankerit).
- Sagenit: Schwarz, goldgelb, metallischer Glanz, meistens nur in der Kluft liegend.
- Schwefel: Umgewandelte Pyrite, bleigraues Pulver, zum Teil noch die äussere Form des Pyrites aufweisend.
- Siderit: Bis 5 mm, fingernagelförmig, Gebilde wie Sandrosen, seltener als Einkristalle.
Gebiet:
085_GR / Vicosoprano, Vallun dal Largh
Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Bregaglia
Beschreibung:
In Pegmatiten welche Beryll und Ferrocolumbit führen.
Koordinaten, ca.:
771500 / 136500
Literatur:
- Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien)
Mineralien:
- Cosalit: Silberhaltig, kleine massige stahlgraue Aggregate, bis 1 mm, im Quarz, auch mit streifigen, blättrigen Flächen.
- Ferrocolumbit: Prismatisch, schwarz, mm-gross, im Quarz eingeschlossen.
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