Kanton SO
Fundorte
Vorkommen im Kanton Solothurn
Bild: Nuglar, Lusenberg (Steinbruch), Fluorit, Calcit, Stufe 42 mm
001_SO / Büren, Sternenberg
Bezirk Dorneck / Gemeinde Büren, Koord. (ca.): 2'618’000 / 1'256’026
Sternenberg, Waldpfad: 2'618'000 / 1’256'026, 645 m ü. M. Nordöstlich von Büren, ab dem oberen Kalkofenweg, führt unterhalb des Sternenberg / Schlimmberg ein schmaler Waldpfad in nordöslicher Richtung bis an die Gemeindegrenze von Nuglar-St. Pantaleon. Die ganze Strecke durchquert den Oxford-Mergel mit seinen typischen Kalknauern. Selten enthalten diese Risse mit rasenartiger Quarzauskleidung.
- Quarz: in Schwundrissen von Kalkknauern.
Sternenberg, Waldpfad: 2'618'000 / 1’256'026, 645 m ü. M. Nordöstlich von Büren, ab dem oberen Kalkofenweg, führt unterhalb des Sternenberg / Schlimmberg ein schmaler Waldpfad in nordöslicher Richtung bis an die Gemeindegrenze von Nuglar-St. Pantaleon. Die ganze Strecke durchquert den Oxford-Mergel mit seinen typischen Kalknauern. Selten enthalten diese Risse mit rasenartiger Quarzauskleidung.
- Quarz: in Schwundrissen von Kalkknauern.
002_SO / Gempen, Hochwald (Kristallhöhle, Glitzersteinhöhle)
Bezirk Dorneck / Gemeinde Gempen, Koord. (ca.): 2'614’953 / 1'257’123
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Die nordwestlich von Hochwald gelegene Kristallhöhle (2'614'953 / 1’257'123, 645 m ü. M.) wurde erst 1972 entdeckt. Die nahezu horizontale Karsthöhle mit einer Länge von 151 m wies schöne, mit Sinter dekorierte Gänge auf. Trotz eines am Eingang montierten Gitters gab es mehrere Einbrüche und Vandalismus. Die Höhle ist heute vom Natur- und Heimatschutz des Kantons Solothurn unter Naturschutz gestellt und der Eingang durch ein Panzertor verschlossen. Kristalle wurden in der Höhle keine gefunden. Auch die Glitzersteinhöhle bei Gempen birgt keine Kristalle. Die Höhle erhielt den Namen wegen den im Licht der Taschenlampe glitzernden Tropfsteine. Für das Betreten der verschlossenen Höhle ist eine Bewilligung der Gemeinde notwendig.
- Calcit:
- Kalksinter:
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Die nordwestlich von Hochwald gelegene Kristallhöhle (2'614'953 / 1’257'123, 645 m ü. M.) wurde erst 1972 entdeckt. Die nahezu horizontale Karsthöhle mit einer Länge von 151 m wies schöne, mit Sinter dekorierte Gänge auf. Trotz eines am Eingang montierten Gitters gab es mehrere Einbrüche und Vandalismus. Die Höhle ist heute vom Natur- und Heimatschutz des Kantons Solothurn unter Naturschutz gestellt und der Eingang durch ein Panzertor verschlossen. Kristalle wurden in der Höhle keine gefunden. Auch die Glitzersteinhöhle bei Gempen birgt keine Kristalle. Die Höhle erhielt den Namen wegen den im Licht der Taschenlampe glitzernden Tropfsteine. Für das Betreten der verschlossenen Höhle ist eine Bewilligung der Gemeinde notwendig.
- Calcit:
- Kalksinter:
.
003_SO / Metzerlen, Uf Ried, Riedmatten
Bezirk Dorneck / Gemeinde Metzerlen, Koord. (ca.): 2'601’767 / 1'256’093
Literatur:
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
Holenweg (Schweizer Strahler, 1969, Heft 4) erwähnt in seinem Artikel fast farblosen bis braunen bis braunschwarzen Quarz in fossilen Hohlräumen aus den Humphriesi-Schichten des Unteren Dogger bei der Lokalität Riedmatten. Es dürfe sich um die Gegend südlich des Gebietes "Uf Ried" handeln. Hier durchquert der Waldweg auf einer Länge von einem Kilometer die Schichten der Passwang-Formation. Grössere Barytkristalle kamen bei einem Aushub für ein Einfamilienhaus zu Tage. Die genaue Position des Fundes ist leider nicht bekannt.
- Baryt: Aggregate bis 5 cm und mehr.
- Calcit:
- Chalcedon:
- Limonit:
- Quarz: fast farblos bis braun bis braunschwarz.
Bezirk Dorneck / Gemeinde Metzerlen, Koord. (ca.): 2'601’767 / 1'256’093
Literatur:
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
Holenweg (Schweizer Strahler, 1969, Heft 4) erwähnt in seinem Artikel fast farblosen bis braunen bis braunschwarzen Quarz in fossilen Hohlräumen aus den Humphriesi-Schichten des Unteren Dogger bei der Lokalität Riedmatten. Es dürfe sich um die Gegend südlich des Gebietes "Uf Ried" handeln. Hier durchquert der Waldweg auf einer Länge von einem Kilometer die Schichten der Passwang-Formation. Grössere Barytkristalle kamen bei einem Aushub für ein Einfamilienhaus zu Tage. Die genaue Position des Fundes ist leider nicht bekannt.
- Baryt: Aggregate bis 5 cm und mehr.
- Calcit:
- Chalcedon:
- Limonit:
- Quarz: fast farblos bis braun bis braunschwarz.
.
004_SO / Nuglar, Lusenberg (Steinbruch)
Bezirk Dorneck / Gemeinde Nuglar, Koord. (ca.): 2'619’700 / 1'257’250
Literatur:
- Graeser, Stefan & Offermann, Erich & Gabriel, Walter; Schweizer Strahler; 1979; Heft 3; Seite 108 - 110; 'Gepfropfte Calcite'
- Offermann, Erich; Schweizer Strahler; 1987; Seite 418
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Strübin, K.; Tätigkeitsbericht der Naturforschenden Gesellschaft Baselland; 1911-1916; Band 5; Seite 121; Ueber das Vorkommen von Zinkblende im Hauptrogenstein des Basler Jura
Die direkt an der Hauptstrasse nach Nuglar liegende Grube stellte 2017, auf Druck der Bewohner von Nuglar, den Abbau auf Hauptrogenstein vollständig ein. Grund: für das Dorf sei die Wunde in der Natur und die Gefahr von Fehlsprengungen zu gross und die Abbaudynamik im Steinbruch besorgniserregend. Heute wird in der Grube nur noch angeliefertes Material weiterverarbeitet. Mineralienfunde sind nicht mehr möglich. Während der Abbauzeit erlangte die Grube weitum Berühmtheit wegen den exzellenten honigbraunen Fluoritstufen in Museumsqualität. Im Handel werden diese oft mit der Fundortbezeichnung "Liestal, Orismühle" angeboten, was nicht zutreffend ist. Die Grube am Lusenberg liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Nuglar/SO. Zwei ältere, längst aufgegebene Gruben, liegen 500 Meter, resp. 800 Meter weiter südlich. Aus einer dieser Gruben sind hervorragende Fluorit- und Sphaleritkristalle bekannt geworden (siehe unter Seltisberg, Orismühle). In den 1980-er bis 1990-er Jahren gelangen neben Fluorit und Calcit auch Funde der seltenen Mineralien Baryt, Hemimorphit und Smythit. Trotz intensivem Besuch der Grube durch mehrere Mineraliensammler blieben weitere Erfolge dieser, mit blossem Auge kaum erkennbaren, Raritäten aus. Das Interesse galt vor allem den Korallenstöcken mit ihren attraktiven, honigfarbigen Fluoritstufen.
- Baryt: farblose, nur wenige Zehntelmillimeter grosse, rechteckige und tafelige Kriställchen auf Fluorit. Der Fund stammt aus den 1980-er Jahren und dürfte einmalig gewesen sein.
- Calcit: vorwiegend als Skalenoeder, weiss, grau, wasserklar bis durchsichtig, teilweise als grossflächige Rasen in Spalten und Drusen, selten auch mit 2. Generation (Skalenoeder auf Prisma oder Skalenoeder), bis 3 cm und ebenfalls selten in filigraner skelettartiger Ausbildung.
- Dolomit: im mm-Bereich, sattelförmig, hellbraun, zusammen mit Calcit. Sehr selten. Das Mineral konnte nur wenige Male festgestellt werden.
- Fluorit: prächtige, bis kopfgrosse Stufen, belegt mit honigfarbenen, würfeligen Kristallen bis 2 cm Kantenlänge. Der Fluorit tritt meistens zusammen mit stumpfskalenoedrischem Calcit auf und ist vor allem in den Korallenstöcken vorhanden, welche im Gestein gut erkennbar sind. Als Besonderheit sei erwähnt, dass der honiggelbe Fluorit im langwelligen UV-Licht intensiv elfenbeinfarbig aufleuchtet, während bekanntlich alle anderen, unabhängig von ihrer Farbe, hellblau fluoreszieren.
- Gips: tritt gelegentlich als farblose, bis 1 cm grosse Kristalle zusammen mit Calcit auf.
- Goethit: die braunen, kleinen und unförmigen Kristalle zeigen deutliche Auflösungserscheinungen. Eine Kristallform ist nur noch schwach erkennbar.
- Hemimorphit: nur zwei Funde, honigbraune, kugelige Kristalle bis 1.5 mm Durchmesser dem Calcit aufgewachsen. Sphalerit kann ebenfalls anwesend sein.
- Pyrit: winzige, glänzende Kriställchen auf Sphalerit und/oder Calcit. In der Grube eine Rarität.
- Smythit: kleine bronzefarbene, metallisch glänzende Täfelchen auf Calcit. Einzelfund.
- Sphalerit: dunkelbraune bis fast schwarze Aggregate mit bis 2 cm Kantenlänge. Der Sphalerit ist an das hellfarbige, fast weisse, groboolihtische Gestein gebunden. Wie bereits aus anderen Gruben in der Region bekannt ist (Pratteln, Adlerberg), treten auch hier Fluorit und Sphalerit nie zusammen auf. Die Sphaleritzone liegt unterhalb der Zone des Fluorits.
Bezirk Dorneck / Gemeinde Nuglar, Koord. (ca.): 2'619’700 / 1'257’250
Literatur:
- Graeser, Stefan & Offermann, Erich & Gabriel, Walter; Schweizer Strahler; 1979; Heft 3; Seite 108 - 110; 'Gepfropfte Calcite'
- Offermann, Erich; Schweizer Strahler; 1987; Seite 418
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Strübin, K.; Tätigkeitsbericht der Naturforschenden Gesellschaft Baselland; 1911-1916; Band 5; Seite 121; Ueber das Vorkommen von Zinkblende im Hauptrogenstein des Basler Jura
Die direkt an der Hauptstrasse nach Nuglar liegende Grube stellte 2017, auf Druck der Bewohner von Nuglar, den Abbau auf Hauptrogenstein vollständig ein. Grund: für das Dorf sei die Wunde in der Natur und die Gefahr von Fehlsprengungen zu gross und die Abbaudynamik im Steinbruch besorgniserregend. Heute wird in der Grube nur noch angeliefertes Material weiterverarbeitet. Mineralienfunde sind nicht mehr möglich. Während der Abbauzeit erlangte die Grube weitum Berühmtheit wegen den exzellenten honigbraunen Fluoritstufen in Museumsqualität. Im Handel werden diese oft mit der Fundortbezeichnung "Liestal, Orismühle" angeboten, was nicht zutreffend ist. Die Grube am Lusenberg liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Nuglar/SO. Zwei ältere, längst aufgegebene Gruben, liegen 500 Meter, resp. 800 Meter weiter südlich. Aus einer dieser Gruben sind hervorragende Fluorit- und Sphaleritkristalle bekannt geworden (siehe unter Seltisberg, Orismühle). In den 1980-er bis 1990-er Jahren gelangen neben Fluorit und Calcit auch Funde der seltenen Mineralien Baryt, Hemimorphit und Smythit. Trotz intensivem Besuch der Grube durch mehrere Mineraliensammler blieben weitere Erfolge dieser, mit blossem Auge kaum erkennbaren, Raritäten aus. Das Interesse galt vor allem den Korallenstöcken mit ihren attraktiven, honigfarbigen Fluoritstufen.
- Baryt: farblose, nur wenige Zehntelmillimeter grosse, rechteckige und tafelige Kriställchen auf Fluorit. Der Fund stammt aus den 1980-er Jahren und dürfte einmalig gewesen sein.
- Calcit: vorwiegend als Skalenoeder, weiss, grau, wasserklar bis durchsichtig, teilweise als grossflächige Rasen in Spalten und Drusen, selten auch mit 2. Generation (Skalenoeder auf Prisma oder Skalenoeder), bis 3 cm und ebenfalls selten in filigraner skelettartiger Ausbildung.
- Dolomit: im mm-Bereich, sattelförmig, hellbraun, zusammen mit Calcit. Sehr selten. Das Mineral konnte nur wenige Male festgestellt werden.
- Fluorit: prächtige, bis kopfgrosse Stufen, belegt mit honigfarbenen, würfeligen Kristallen bis 2 cm Kantenlänge. Der Fluorit tritt meistens zusammen mit stumpfskalenoedrischem Calcit auf und ist vor allem in den Korallenstöcken vorhanden, welche im Gestein gut erkennbar sind. Als Besonderheit sei erwähnt, dass der honiggelbe Fluorit im langwelligen UV-Licht intensiv elfenbeinfarbig aufleuchtet, während bekanntlich alle anderen, unabhängig von ihrer Farbe, hellblau fluoreszieren.
- Gips: tritt gelegentlich als farblose, bis 1 cm grosse Kristalle zusammen mit Calcit auf.
- Goethit: die braunen, kleinen und unförmigen Kristalle zeigen deutliche Auflösungserscheinungen. Eine Kristallform ist nur noch schwach erkennbar.
- Hemimorphit: nur zwei Funde, honigbraune, kugelige Kristalle bis 1.5 mm Durchmesser dem Calcit aufgewachsen. Sphalerit kann ebenfalls anwesend sein.
- Pyrit: winzige, glänzende Kriställchen auf Sphalerit und/oder Calcit. In der Grube eine Rarität.
- Smythit: kleine bronzefarbene, metallisch glänzende Täfelchen auf Calcit. Einzelfund.
- Sphalerit: dunkelbraune bis fast schwarze Aggregate mit bis 2 cm Kantenlänge. Der Sphalerit ist an das hellfarbige, fast weisse, groboolihtische Gestein gebunden. Wie bereits aus anderen Gruben in der Region bekannt ist (Pratteln, Adlerberg), treten auch hier Fluorit und Sphalerit nie zusammen auf. Die Sphaleritzone liegt unterhalb der Zone des Fluorits.
.
005_SO / Nuglar, Munni
Bezirk Dorneck / Gemeinde Nuglar, Koord. (ca.): 2'618’220 / 1'258’940
Wie Belegstücke aus der Sammlung des NHM Basel zeigen, sind Calcit, Dolomit, Malachit und Sphalerit auch im heute überwachsenen Gebiet Munifeld (Munni, 2'618'220 / 1’258'940, 580 m ü. M.) gefunden worden. Das Material dürfte ebenfalls aus dem Oxford-Mergel stammen.
- Calcit:
- Dolomit:
- Malachit:
- Sphalerit:
Bezirk Dorneck / Gemeinde Nuglar, Koord. (ca.): 2'618’220 / 1'258’940
Wie Belegstücke aus der Sammlung des NHM Basel zeigen, sind Calcit, Dolomit, Malachit und Sphalerit auch im heute überwachsenen Gebiet Munifeld (Munni, 2'618'220 / 1’258'940, 580 m ü. M.) gefunden worden. Das Material dürfte ebenfalls aus dem Oxford-Mergel stammen.
- Calcit:
- Dolomit:
- Malachit:
- Sphalerit:
.
006_SO / Nuglar, Röselen, Röselenberg
Bezirk Dorneck / Gemeinde Nuglar, Koord. (ca.): 2'617’469 / 1'258’947
Nordwestlich von Nuglar, bei der Lokalität Abtsholz, startet in westlicher Richtung eine Waldstrasse, welche bis in das Gebiet Röselen führt. Die ganze Strecke liegt im Oxfordmergel, welcher im flachen und überwachsenen Gelände aber kaum auszumachen ist. Erst vor Röselen, dort wo linksseitig der Weg nach Röselenberg abzweigt, können vereinzelte Hornsteinknollen und Kalkknauer (Chailles) festgestellt werden. Diese dürften aus den höher liegenden Abbruchstellen stammen.
- Calcit:
- Goethit: bis 2 mm.
- Hornstein: mit typischer weisser Schale, im innern mit wenig Struktur und in gelbbrauner Färbung.
- Malachit: kleiner als 1 mm.
- Quarz: Chailles: trotz fehlenden äusserlichen Anzeichen können die Knauer im Innern mit Quarz und Calcit belegte dünne, handflächengrosse Hohlräume aufweisen. Quarz bis 3 mm.
Bezirk Dorneck / Gemeinde Nuglar, Koord. (ca.): 2'617’469 / 1'258’947
Nordwestlich von Nuglar, bei der Lokalität Abtsholz, startet in westlicher Richtung eine Waldstrasse, welche bis in das Gebiet Röselen führt. Die ganze Strecke liegt im Oxfordmergel, welcher im flachen und überwachsenen Gelände aber kaum auszumachen ist. Erst vor Röselen, dort wo linksseitig der Weg nach Röselenberg abzweigt, können vereinzelte Hornsteinknollen und Kalkknauer (Chailles) festgestellt werden. Diese dürften aus den höher liegenden Abbruchstellen stammen.
- Calcit:
- Goethit: bis 2 mm.
- Hornstein: mit typischer weisser Schale, im innern mit wenig Struktur und in gelbbrauner Färbung.
- Malachit: kleiner als 1 mm.
- Quarz: Chailles: trotz fehlenden äusserlichen Anzeichen können die Knauer im Innern mit Quarz und Calcit belegte dünne, handflächengrosse Hohlräume aufweisen. Quarz bis 3 mm.
.
007_SO / Nuglar, St. Pantaleon, Hollen
Bezirk Dorneck / Gemeinde Nuglar, Koord. (ca.): 2'618’360 / 1'257’740
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme Aus einem Steinbruch.
Evtl. handelt es sich um denselben Steinbruch wie unter 'Liestal, Nuglar, Orismühle (Steinbruch)' aufgeführt. Nähere Angaben sind nicht vorhanden, die Koordinaten zeigen auf das Gebiet Hollen.
Über Grösse und Ausbildung der Mineralien ist nichts beschrieben. Exemplare dieser befinden sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Bern.
- Calcit:
- Fluorit:
- Sphalerit:
Bezirk Dorneck / Gemeinde Nuglar, Koord. (ca.): 2'618’360 / 1'257’740
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme Aus einem Steinbruch.
Evtl. handelt es sich um denselben Steinbruch wie unter 'Liestal, Nuglar, Orismühle (Steinbruch)' aufgeführt. Nähere Angaben sind nicht vorhanden, die Koordinaten zeigen auf das Gebiet Hollen.
Über Grösse und Ausbildung der Mineralien ist nichts beschrieben. Exemplare dieser befinden sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Bern.
- Calcit:
- Fluorit:
- Sphalerit:
.
008_SO / Seewen, Rechtenberg (Nordosthang) (ehem. Grube)
Bezirk Dorneck / Gemeinde Seewen, Koord. (ca.): 2'616’891 / 1'252’193
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978;Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 392
- Holenweg, Hans & Stehlin, Hanspeter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1972; Heft 6; Seite 171-177; Neue Funde von Baryt im Schweizer Jura
- Geol. Atlas der Schweiz 1 : 25000 Nr. 3, Blatt 96-99 (1936)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Am Nordostabhang des Rechtenberges, südlich von Seewen gelegen, baute die Tonwarenfabrik Laufen AG Opalinustone für die Ziegelherstellung ab. Im oberen Teil der graublauen Tone sind brotlaibförmige, harte, von Rissen und Spalten durchzogene Kalkknauer eingelagert. Die Hohlräume sind rasenartig mit kleinsten Calcitskalenoedern ausgekleidet. Kenngott (1866) erwähnt Markasit von den Kurfürsten bis nach Seewen, ohne genauere Fundortangaben.
- Baryt: auf den Calcitrasen sitzen kugelige, rosarote Barytaggregate von radialblätterigem Aufbau, welche einen Durchmesser bis 2 mm erreichen. Ab und zu tritt der Baryt auch kreidigweiss und von lamellarfaseriger Beschaffenheit auf. Begleitmineralien sind Pyrit, Coelestin und eisenhaltiger Dolomit. - Barytocoelestin: rotfarbige Kugeln aus parallel angeordneten faserigen Kristallen zweiter Generation auf radialstrahligen, bläulichen oder rötlichen Aggregaten erster Generation.
- Calcit: kleine Skalenoeder in den Schwundrissen der Kalkknauer. Dunkelbraun oder glasklar.
- Coelestin: tafelige Ausbildung und zum Teil stark korrodiert. Grösstenteils bereits aufgelöst.
- Coelestobaryt: kugelige Kristalle sowie als weisser, krustiger Überzug.
- Dolomit: durch den Eisengehalt braun gefärbt. Kristalle bis 2 mm.
- Markasit:
- Pyrit: mikroskopisch klein eingelagert in den Fasern des Barytocoelestin.
Bezirk Dorneck / Gemeinde Seewen, Koord. (ca.): 2'616’891 / 1'252’193
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978;Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 392
- Holenweg, Hans & Stehlin, Hanspeter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1972; Heft 6; Seite 171-177; Neue Funde von Baryt im Schweizer Jura
- Geol. Atlas der Schweiz 1 : 25000 Nr. 3, Blatt 96-99 (1936)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Am Nordostabhang des Rechtenberges, südlich von Seewen gelegen, baute die Tonwarenfabrik Laufen AG Opalinustone für die Ziegelherstellung ab. Im oberen Teil der graublauen Tone sind brotlaibförmige, harte, von Rissen und Spalten durchzogene Kalkknauer eingelagert. Die Hohlräume sind rasenartig mit kleinsten Calcitskalenoedern ausgekleidet. Kenngott (1866) erwähnt Markasit von den Kurfürsten bis nach Seewen, ohne genauere Fundortangaben.
- Baryt: auf den Calcitrasen sitzen kugelige, rosarote Barytaggregate von radialblätterigem Aufbau, welche einen Durchmesser bis 2 mm erreichen. Ab und zu tritt der Baryt auch kreidigweiss und von lamellarfaseriger Beschaffenheit auf. Begleitmineralien sind Pyrit, Coelestin und eisenhaltiger Dolomit. - Barytocoelestin: rotfarbige Kugeln aus parallel angeordneten faserigen Kristallen zweiter Generation auf radialstrahligen, bläulichen oder rötlichen Aggregaten erster Generation.
- Calcit: kleine Skalenoeder in den Schwundrissen der Kalkknauer. Dunkelbraun oder glasklar.
- Coelestin: tafelige Ausbildung und zum Teil stark korrodiert. Grösstenteils bereits aufgelöst.
- Coelestobaryt: kugelige Kristalle sowie als weisser, krustiger Überzug.
- Dolomit: durch den Eisengehalt braun gefärbt. Kristalle bis 2 mm.
- Markasit:
- Pyrit: mikroskopisch klein eingelagert in den Fasern des Barytocoelestin.
.
009_SO / Seewen;(Bohnerzabbau)
Bezirk Dorneck / Gemeinde Seewen, Koord. (ca.): 2'616’615 / 1'253’789
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Tertiäre Bohnerze.
Erwiesener Bohnerzabbau in der Region Seewen. Genauere Angaben (Jahr) fehlen.
- Bohnerz:
Bezirk Dorneck / Gemeinde Seewen, Koord. (ca.): 2'616’615 / 1'253’789
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Tertiäre Bohnerze.
Erwiesener Bohnerzabbau in der Region Seewen. Genauere Angaben (Jahr) fehlen.
- Bohnerz:
.
010_SO / Witterswil, Witterswiler
Berg Bezirk Dorneck / Gemeinde Witterswil, Koord. (ca.): 2'606’526 / 1'258’841
Einst gelegentliches Ausbeuten von Bohnerz und Hupper erfolgte südlich von Witterswil am Witterswiler Berg.
- Bohnerz:
Berg Bezirk Dorneck / Gemeinde Witterswil, Koord. (ca.): 2'606’526 / 1'258’841
Einst gelegentliches Ausbeuten von Bohnerz und Hupper erfolgte südlich von Witterswil am Witterswiler Berg.
- Bohnerz:
.
011_SO / Oensingen, Oberbuchsiten, Egerkingen, Härkingen
Bezirk Gäu / Gemeinde Oensingen
Literatur:
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 361, 363, 367
Dieser Abschnitt des Jura-Südfusses kann nur mit einigen wenigen Fossilienvorkommen und mehreren alten Bohnerzabbaustellen aufwarten. Mineralien aus dieser Gegend sind selten und in der Literatur kaum erwähnt. Einzig die weithin sichtbare und heute (2023) noch bescheiden betriebene Kalksteingrube "Vorberg" oberhalb von Egerkingen lieferte den allgegenwärtigen Calcit, Gipskristalle und etwas Pyrit. Diesen allerdings nur im mm-Bereich. Am Bord der zur Grube führenden Strasse können weisse Silexknollen gefunden werden, welche geschliffen und poliert recht dekorativ wirken. Erwähnenswert von Härkingen, aber nicht als Mineralienvorkommen zu bezeichnen, ist die ehemalige Deponie des Ausbruchmaterials für die Autobahn aus dem Belchentunnel. Es sind die folgenden Mineralien bestimmt worden. Im 19. Jahrhundert wurden zwischen Oensingen und Egerkingen an verschiedenen Stellen insgesamt ca. 1180 Tonnen Bohnerze ausgebeutet und im Hochofen von Klus-Balsthal verarbeitet. Spuren der Abbautätigkeiten wie Erdhaufen, Löcher und Stollen sind heute im Gelände kaum noch wahrzunehmen. Bohnerztone und Huppererde können heute noch am besten am Süd- bis Südwesthang des Vorberg bei Egerkingen beobachtet werden.
Egerkingen, Grube Oberbuchsiten, Abbau: 1824 - 1846, Fördermenge: 757 t (Bohnerz: Tagebau und Stollen)
Egerkingen, Grube Egerkingen, Abbau: 1824 - 1846, Fördermenge: 420 t (Bohnerz: Tagebau)
Oensingen, Grube Ravellen, Abbau: 1858 - 1862, Fördermenge: 3.4 t (Bohnerz: Tagebau und Stollen)
- Anhydrit: in schöner orangeroter Färbung.
- Barytocoelestin: leistenförmig, weisser Kern und rote Umhüllung, bis 5 cm und grösser.
- Calcit:
- Coelestin: hellblau bis farblos, teils mit einem bräunlichen Überzug, leistenförmig, weisser Kern und rote Umhüllung, bis 5 cm und grösser, aus dem Keuper- und Opolinuston.
- Dolomit: beige bis braun (Eisendolomit). Früher wurde der Begriff auch für Ankerit angewendet.
- Eisenkiesel: siehe unter Quarz. Meistens entstehen Eisenkiesel sekundär in Meeresablagerungen. Im Ablagerungsgestein zirkulieren salzige, basische Flüssigkeiten. Bei hohem Druck und der dadurch steigenden Temperatur (bis 200°C) werden kieselsäurehaltige Stoffe aufgelöst, die an anderer Stelle auskristallisieren. Selten entsteht Eisenkiesel primär aus hydrothermalen Lösungen in Erzgängen. Eisen ist das farbgebende Element des Eisenkiesels. Daraus und aus dem alten Synonym für Quarz = Kiesel resultiert sein Name.
- Gips:
- Pyrit: mehrere cm-grosse kugelige Aggregate.
- Quarz: rosarot, als sogenannter Eisenkiesel. In einer Ammonitenkammer eine recht vielfältige Kombination, mit zonarem Bau, aussen grobstrahlig, überzogen von Chalcedon, leicht rauchig, Doppelender.
- Sphalerit:
. Bezirk Gäu / Gemeinde Oensingen
Literatur:
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 361, 363, 367
Dieser Abschnitt des Jura-Südfusses kann nur mit einigen wenigen Fossilienvorkommen und mehreren alten Bohnerzabbaustellen aufwarten. Mineralien aus dieser Gegend sind selten und in der Literatur kaum erwähnt. Einzig die weithin sichtbare und heute (2023) noch bescheiden betriebene Kalksteingrube "Vorberg" oberhalb von Egerkingen lieferte den allgegenwärtigen Calcit, Gipskristalle und etwas Pyrit. Diesen allerdings nur im mm-Bereich. Am Bord der zur Grube führenden Strasse können weisse Silexknollen gefunden werden, welche geschliffen und poliert recht dekorativ wirken. Erwähnenswert von Härkingen, aber nicht als Mineralienvorkommen zu bezeichnen, ist die ehemalige Deponie des Ausbruchmaterials für die Autobahn aus dem Belchentunnel. Es sind die folgenden Mineralien bestimmt worden. Im 19. Jahrhundert wurden zwischen Oensingen und Egerkingen an verschiedenen Stellen insgesamt ca. 1180 Tonnen Bohnerze ausgebeutet und im Hochofen von Klus-Balsthal verarbeitet. Spuren der Abbautätigkeiten wie Erdhaufen, Löcher und Stollen sind heute im Gelände kaum noch wahrzunehmen. Bohnerztone und Huppererde können heute noch am besten am Süd- bis Südwesthang des Vorberg bei Egerkingen beobachtet werden.
Egerkingen, Grube Oberbuchsiten, Abbau: 1824 - 1846, Fördermenge: 757 t (Bohnerz: Tagebau und Stollen)
Egerkingen, Grube Egerkingen, Abbau: 1824 - 1846, Fördermenge: 420 t (Bohnerz: Tagebau)
Oensingen, Grube Ravellen, Abbau: 1858 - 1862, Fördermenge: 3.4 t (Bohnerz: Tagebau und Stollen)
- Anhydrit: in schöner orangeroter Färbung.
- Barytocoelestin: leistenförmig, weisser Kern und rote Umhüllung, bis 5 cm und grösser.
- Calcit:
- Coelestin: hellblau bis farblos, teils mit einem bräunlichen Überzug, leistenförmig, weisser Kern und rote Umhüllung, bis 5 cm und grösser, aus dem Keuper- und Opolinuston.
- Dolomit: beige bis braun (Eisendolomit). Früher wurde der Begriff auch für Ankerit angewendet.
- Eisenkiesel: siehe unter Quarz. Meistens entstehen Eisenkiesel sekundär in Meeresablagerungen. Im Ablagerungsgestein zirkulieren salzige, basische Flüssigkeiten. Bei hohem Druck und der dadurch steigenden Temperatur (bis 200°C) werden kieselsäurehaltige Stoffe aufgelöst, die an anderer Stelle auskristallisieren. Selten entsteht Eisenkiesel primär aus hydrothermalen Lösungen in Erzgängen. Eisen ist das farbgebende Element des Eisenkiesels. Daraus und aus dem alten Synonym für Quarz = Kiesel resultiert sein Name.
- Gips:
- Pyrit: mehrere cm-grosse kugelige Aggregate.
- Quarz: rosarot, als sogenannter Eisenkiesel. In einer Ammonitenkammer eine recht vielfältige Kombination, mit zonarem Bau, aussen grobstrahlig, überzogen von Chalcedon, leicht rauchig, Doppelender.
- Sphalerit:
012_SO / Erlinsbach, Gugen (Steinbruch)
Bezirk Gösgen / Erlinsbach, Koord. (ca.): 2'641’879 / 1'250’416
Literatur:
- Andermatt,P.J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
- Mühleberg,F.;1882;Mittheilungen der aargauischenen naturforschenden Gesellschaft. 3. Heft; 1882; Seite 181-183;Zinkblende im Rogenstein des Aargauer Jura
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 365 Mühleberg:
Die Hälfte einer Druse erhielt das Museum im Jahr 1880 von dem damaligen Kantonsschüler August Rothpletz zum Geschenk. Nach seiner Angabe soll dieses Stück aus dem Steinbruch am Gugen bei Erlinsbach stammen. Bei diesem Stück befinden sich die Zinkblende sowohl als die begleitenden Kalkspathkrystalle (hier Combinationen des stumpfen Rhomboëders mit dem Prisma) nicht etwa auf einer Kluftfläche, sondern im Innern des "gewachsenen" Steines selbst, als Auskleidung einer birnförmigen Höhle von etwa 2 Decimeter Länge und 1 Decimeter Breite. Die späthige braune Blende füllt, durch Kalkspath unterbrochen, am breiten Ende etwa 1/5 der Höhle aus. Ausser von den schon erwähnten schönen Kalkspathkrystallen ist die Innenwand mit braunem Eisenocker ausgekleidet. Rings um die Höhle, etwa in einem Abstand von 1-3 Centimeter von ihrer Innenfläche, wird der dieselbe zunächst begrenzende Rogenstein wie es scheint ringsum durch eine dünne Ockerschicht von der übrigen Steinmasse abgegrenzt. Im Sommer 1881 wurde ich endlich durch Herrn Gerichtschreiber Rothpletz in Aarau auf einen ebenfalls von braunem Ocker umgebenen Knollen von Zinkblende in Rogensteinblöcken aufmerksam gemacht, welche auf dem Rain dahier als Baumaterial benutzt wurden und wahrscheinlich vom Gugen stammten.
- Calcit:
- Sphalerit:
.Bezirk Gösgen / Erlinsbach, Koord. (ca.): 2'641’879 / 1'250’416
Literatur:
- Andermatt,P.J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
- Mühleberg,F.;1882;Mittheilungen der aargauischenen naturforschenden Gesellschaft. 3. Heft; 1882; Seite 181-183;Zinkblende im Rogenstein des Aargauer Jura
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 365 Mühleberg:
Die Hälfte einer Druse erhielt das Museum im Jahr 1880 von dem damaligen Kantonsschüler August Rothpletz zum Geschenk. Nach seiner Angabe soll dieses Stück aus dem Steinbruch am Gugen bei Erlinsbach stammen. Bei diesem Stück befinden sich die Zinkblende sowohl als die begleitenden Kalkspathkrystalle (hier Combinationen des stumpfen Rhomboëders mit dem Prisma) nicht etwa auf einer Kluftfläche, sondern im Innern des "gewachsenen" Steines selbst, als Auskleidung einer birnförmigen Höhle von etwa 2 Decimeter Länge und 1 Decimeter Breite. Die späthige braune Blende füllt, durch Kalkspath unterbrochen, am breiten Ende etwa 1/5 der Höhle aus. Ausser von den schon erwähnten schönen Kalkspathkrystallen ist die Innenwand mit braunem Eisenocker ausgekleidet. Rings um die Höhle, etwa in einem Abstand von 1-3 Centimeter von ihrer Innenfläche, wird der dieselbe zunächst begrenzende Rogenstein wie es scheint ringsum durch eine dünne Ockerschicht von der übrigen Steinmasse abgegrenzt. Im Sommer 1881 wurde ich endlich durch Herrn Gerichtschreiber Rothpletz in Aarau auf einen ebenfalls von braunem Ocker umgebenen Knollen von Zinkblende in Rogensteinblöcken aufmerksam gemacht, welche auf dem Rain dahier als Baumaterial benutzt wurden und wahrscheinlich vom Gugen stammten.
- Calcit:
- Sphalerit:
013_SO / Hauenstein-Ifenthal, Erlifluh, Unter-Erli
Bezirk Gösgen / Gemeinde Hauenstein-Ifenthal, Koord. (ca.): 2'631’180 / 1'246’110
Literatur:
- Ottiger, Ronald; Schweizer Strahler; 2016; Heft 4; Seite 2 - 10; Die Unter-Erli-Bank im nördlichen Jura Literatur:
Die Fossilien mit den Mineralien stammen aus der Schicht Unter-Erli-Bank.
- Baryt: weiss, bis 1 cm, fast rechteckig ausgebildet.
- Calcit: in fossilen Hohlräumen.
- Markasit:
- Pyrit:
- Quarz: in fossilen Hohlräumen.
. Bezirk Gösgen / Gemeinde Hauenstein-Ifenthal, Koord. (ca.): 2'631’180 / 1'246’110
Literatur:
- Ottiger, Ronald; Schweizer Strahler; 2016; Heft 4; Seite 2 - 10; Die Unter-Erli-Bank im nördlichen Jura Literatur:
Die Fossilien mit den Mineralien stammen aus der Schicht Unter-Erli-Bank.
- Baryt: weiss, bis 1 cm, fast rechteckig ausgebildet.
- Calcit: in fossilen Hohlräumen.
- Markasit:
- Pyrit:
- Quarz: in fossilen Hohlräumen.
014_SO / Hauenstein-Ifenthal, Horn, Hornflue, Hansenboden, Hänsenboden
Bezirk Gösgen / Gemeinde Hauenstein-Ifenthal, Koord. (ca.): 2'631’608 / 1'245’637
Am Nordhang der Hornflue, auch unter der Bezeichnung "Hansenboden" bekannt, liegen auf einem ca. 400 Meter langen Abschnitt die fossilienreichen Sowerbyi- und Sauzei-Schichten der Passwang-Formation. Goldschmid (1964) bezeichnet in seinem Tätigkeitsbericht der Naturforschenden Ges. BL die beste Fundstelle bei Punkt 2’631’700 / 1’245’675, ca. 370 m südwestlich Horn. Diese Stelle liegt mitten in der Wiese. Eventuell handelt es sich bei dieser Angabe nur um heruntergerolltes Gestein. Ca. 100 Meter weiter in derselben Richtung, etwa in der Mitte der ganzen Formation, zeigen unzählige faustgrosse graue Brocken an, dass hier vor längerer Zeit nach Fossilien gegraben wurde. Die Schichten sind geringmächtig und nur an wenigen Stellen sichtbar aber auch dort nicht sicher anstehend. Neuere Abbauspuren fehlen. Vereinzelt können in diesem Gebiet noch Hohlräume enthaltende Fossilienfragmente geborgen werden. Im westlichen Teil der Formation sind praktisch keine Fossilien zu finden. Zugang zum Gebiet: vom Parkplatz unterhalb der Erlifluh in 30 Minuten über den Weg von den Stallungen Horn (P. 745) nach dem Hügel Horn (P. 846). Hier linksseitig durch eines der beiden Gatter über die Wiese in das Fundgebiet.
- Calcit: in der üblichen skalenoedrischen Form in den Hohlräumen allgegenwärtig.
- Coelestin: garbenartig oder tafelig, weiss bis hellblau. Teils bildet er in den hohlen Kammern tafelförmige Kristalle oder füllt dieselben als einheitliche Masse vollständig aus.
- Dolomit: braun, sattelförmig aggregiert.
- Goethit: schwarze, feinste Nädelchen bis 2 mm Länge.
. Bezirk Gösgen / Gemeinde Hauenstein-Ifenthal, Koord. (ca.): 2'631’608 / 1'245’637
Am Nordhang der Hornflue, auch unter der Bezeichnung "Hansenboden" bekannt, liegen auf einem ca. 400 Meter langen Abschnitt die fossilienreichen Sowerbyi- und Sauzei-Schichten der Passwang-Formation. Goldschmid (1964) bezeichnet in seinem Tätigkeitsbericht der Naturforschenden Ges. BL die beste Fundstelle bei Punkt 2’631’700 / 1’245’675, ca. 370 m südwestlich Horn. Diese Stelle liegt mitten in der Wiese. Eventuell handelt es sich bei dieser Angabe nur um heruntergerolltes Gestein. Ca. 100 Meter weiter in derselben Richtung, etwa in der Mitte der ganzen Formation, zeigen unzählige faustgrosse graue Brocken an, dass hier vor längerer Zeit nach Fossilien gegraben wurde. Die Schichten sind geringmächtig und nur an wenigen Stellen sichtbar aber auch dort nicht sicher anstehend. Neuere Abbauspuren fehlen. Vereinzelt können in diesem Gebiet noch Hohlräume enthaltende Fossilienfragmente geborgen werden. Im westlichen Teil der Formation sind praktisch keine Fossilien zu finden. Zugang zum Gebiet: vom Parkplatz unterhalb der Erlifluh in 30 Minuten über den Weg von den Stallungen Horn (P. 745) nach dem Hügel Horn (P. 846). Hier linksseitig durch eines der beiden Gatter über die Wiese in das Fundgebiet.
- Calcit: in der üblichen skalenoedrischen Form in den Hohlräumen allgegenwärtig.
- Coelestin: garbenartig oder tafelig, weiss bis hellblau. Teils bildet er in den hohlen Kammern tafelförmige Kristalle oder füllt dieselben als einheitliche Masse vollständig aus.
- Dolomit: braun, sattelförmig aggregiert.
- Goethit: schwarze, feinste Nädelchen bis 2 mm Länge.
015_SO / Hauenstein-Ifenthal, Hornstrasse unterhalb Erlifluh
Bezirk Gösgen / Gemeinde Hauenstein-Ifenthal, Koord. (ca.): 2'631’205 / 1'246’060
Die Herkunft dieses an der Hornstrasse, in der engen Kurve unterhalb der Erlifluh, deponierte Material kann nicht genau zugeordnet werden, dürfte aber aus der unmittelbaren Nähe stammen. Das Gebiet liegt in der Passwang-Formation, welche sich über eine kurze Distanz unterhalb der Erlifluh erstreckt. Die mit zahlreichen fest eingebackenen Fossilien versehenen Blöcke enthalten nur wenige drusenartige Hohlräume und keine in den Fossilien. Die Mineralien verbergen sich in den Spalten und Rissen, erreichen nur wenige mm Grösse und erscheinen in bergfrischem Zustand.
- Baryt: selten als kleine tafelige, weisse oder durchsichtige Kristalle bis 5 mm Kantenlänge. Zusammen mit Calcit und Markasit.
- Calcit: fingernagelartige Kristalle mit unebener Oberfläche, so, als wäre eine 2. Generation zahlreicher kleiner Calcite dem Mutterkristall aufgewachsen.
- Markasit: als Aggregate in unterschiedlichsten Ausbildungen wie fächerartig, igelförmig oder kugelig. Goldglänzend oder mit bunten Anlauffarben oder matt und grau.
- Pyrit: würfelig und selten auch stängelig.
. Bezirk Gösgen / Gemeinde Hauenstein-Ifenthal, Koord. (ca.): 2'631’205 / 1'246’060
Die Herkunft dieses an der Hornstrasse, in der engen Kurve unterhalb der Erlifluh, deponierte Material kann nicht genau zugeordnet werden, dürfte aber aus der unmittelbaren Nähe stammen. Das Gebiet liegt in der Passwang-Formation, welche sich über eine kurze Distanz unterhalb der Erlifluh erstreckt. Die mit zahlreichen fest eingebackenen Fossilien versehenen Blöcke enthalten nur wenige drusenartige Hohlräume und keine in den Fossilien. Die Mineralien verbergen sich in den Spalten und Rissen, erreichen nur wenige mm Grösse und erscheinen in bergfrischem Zustand.
- Baryt: selten als kleine tafelige, weisse oder durchsichtige Kristalle bis 5 mm Kantenlänge. Zusammen mit Calcit und Markasit.
- Calcit: fingernagelartige Kristalle mit unebener Oberfläche, so, als wäre eine 2. Generation zahlreicher kleiner Calcite dem Mutterkristall aufgewachsen.
- Markasit: als Aggregate in unterschiedlichsten Ausbildungen wie fächerartig, igelförmig oder kugelig. Goldglänzend oder mit bunten Anlauffarben oder matt und grau.
- Pyrit: würfelig und selten auch stängelig.
016_SO / Hauenstein-Ifenthal, Weid (ehem. Tongrube)
Bezirk Gösgen / Gemeinde Hauenstein-Ifenthal, Koord. (ca.): 2'633’021 / 1'248’109
Literatur:
- Bühler, R.; Schweizer Strahler; 1972;; Heft 4
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978;Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Rykart,Rudolf; Lapis; 1984; Heft 6; Seite 35
Die Tongrube Weid, welche bis 1999 betrieben wurde, ist bald nur noch Geschichte. In zügigem Tempo wird die in eine Deponie umgewandelte Grube mit Bauschutt aufgefüllt. Der pyrit- und fossilienhaltige linke Grubenbereich ist bereits fast vollständig zugedeckt. Die rechte Grubenseite mit den mineralienhaltigen Kalkknauern und den fossilienhaltigen Schichten liegt in einem höheren Niveau und bleibt eventuell unbedeckt.
- Baryt: in Schwundrissen von ovalrunden, bis kopfgrossen Knollen, radialstrahlig zusammen mit Calcit. Weisse, undeutlich ausgebildete, winzige Kristalle im Opalinuston.
- Barytocoelestin: radialstrahlig angeordnete, leistenförmige rosarote Kristalle.
- Calcit: in Ammonitenkammern und Spalten des oberen Lias.
- Coelestin: tafelige, durchsichtige, weisse, bläuliche oder rötliche Kristalle.
- Pyrit: in Ammonitenkammern und als unförmige Konkretionen bis einige cm Grösse, bestehend aus zahlreichen Pyritkristallen, im Ton eingelagert. Vereinzelt auch als kugelige oder würfelige Aggregate bis 1.5 cm Durchmesser. Sehr schön wirken die mit Pyrit belegten Belemniten oder dieser bedeckt in dünnen Schichten grössere Gesteinspartien bis 40 cm, ist dabei aber sehr brüchig. Teils auch absolut bergfrisch und mit hellem und hohem Glanz.
- Quarz: authigen in fossilen Hohlräumen.
- Smythit: kleine 6-eckige Täfelchen goldgelb bis schwarz und unter 1 mm Grösse.
- Sphalerit: in Hohlräume von Fossilien zusammen mit verwittertem Calcit oder Coelestin.
- Strontianit: bis 0.8 mm, weiss, kugelig bis strahlig, in Hohlräumen von fossilen Ammoniten dem Calcit aufgewachsen.
- Stängelpyrit: nadelig dünn, goldgelb, bis 2 mm, mit mehrfacher Änderung der Wachstumsrichtung, wobei der Änderungswinkel immer 90° beträgt. Der Stängelpyrit entspringt immer einem kubischen Basispyrit.
. Bezirk Gösgen / Gemeinde Hauenstein-Ifenthal, Koord. (ca.): 2'633’021 / 1'248’109
Literatur:
- Bühler, R.; Schweizer Strahler; 1972;; Heft 4
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978;Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Rykart,Rudolf; Lapis; 1984; Heft 6; Seite 35
Die Tongrube Weid, welche bis 1999 betrieben wurde, ist bald nur noch Geschichte. In zügigem Tempo wird die in eine Deponie umgewandelte Grube mit Bauschutt aufgefüllt. Der pyrit- und fossilienhaltige linke Grubenbereich ist bereits fast vollständig zugedeckt. Die rechte Grubenseite mit den mineralienhaltigen Kalkknauern und den fossilienhaltigen Schichten liegt in einem höheren Niveau und bleibt eventuell unbedeckt.
- Baryt: in Schwundrissen von ovalrunden, bis kopfgrossen Knollen, radialstrahlig zusammen mit Calcit. Weisse, undeutlich ausgebildete, winzige Kristalle im Opalinuston.
- Barytocoelestin: radialstrahlig angeordnete, leistenförmige rosarote Kristalle.
- Calcit: in Ammonitenkammern und Spalten des oberen Lias.
- Coelestin: tafelige, durchsichtige, weisse, bläuliche oder rötliche Kristalle.
- Pyrit: in Ammonitenkammern und als unförmige Konkretionen bis einige cm Grösse, bestehend aus zahlreichen Pyritkristallen, im Ton eingelagert. Vereinzelt auch als kugelige oder würfelige Aggregate bis 1.5 cm Durchmesser. Sehr schön wirken die mit Pyrit belegten Belemniten oder dieser bedeckt in dünnen Schichten grössere Gesteinspartien bis 40 cm, ist dabei aber sehr brüchig. Teils auch absolut bergfrisch und mit hellem und hohem Glanz.
- Quarz: authigen in fossilen Hohlräumen.
- Smythit: kleine 6-eckige Täfelchen goldgelb bis schwarz und unter 1 mm Grösse.
- Sphalerit: in Hohlräume von Fossilien zusammen mit verwittertem Calcit oder Coelestin.
- Strontianit: bis 0.8 mm, weiss, kugelig bis strahlig, in Hohlräumen von fossilen Ammoniten dem Calcit aufgewachsen.
- Stängelpyrit: nadelig dünn, goldgelb, bis 2 mm, mit mehrfacher Änderung der Wachstumsrichtung, wobei der Änderungswinkel immer 90° beträgt. Der Stängelpyrit entspringt immer einem kubischen Basispyrit.
017_SO / Kienberg (ehem. Gipsgrube)
Bezirk Gösgen / Gemeinde Kienberg, Koord. (ca.): 2'640’000 / 1’25’3995
Literatur:
- Frei, A.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1954;Band 34; Heft 2; Seite 280 - 299; Die Mineralien der schweizerischen Gips- und Anhydritlagerstätten
- Frey, Alfred; Schweizer Strahler; 1969; Heft 3; Seite 270 - 272; Interessante Mineralfunde im Jura
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 368
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 185
- Thommen, Erich; Schweizer Strahler; 1969; heft 4; Seite 310; Ergänzung zum Artikel über den Quarzfund von Kienberg (SO)
Von 1844 bis 1976 wurde in der ca. 7 Hektaren grossen Grube Gips abgebaut. Das Gebiet der ehemaligen Gipsgrube ist heute auf Grund der besonderen Bodenbeschaffenheit eine Trockenwiese und -weide von nationaler Bedeutung und steht seit 2010 unter Naturschutz. Die Grube liegt im gleichen Schichtenzug wie die Abbaue von Zeglingen, lieferte aber nie dieselbe Qualität und Quantität an Gipskristallen, wie sie in Zeglingen gefunden wurden.
- Autigen Quarz: bis ca. 13 mm grosse, im Gipsgestein eingebettete Kristalle. Bitumeneinschlüsse verursachten die Braunfärbung, welche auch beim Erhitzen bestehen bleibt, was bei den ebenfalls braunen Rauchquarzen aus alpinen Gebieten nicht der Fall ist.
- Calcit: in Klüften des Gipsgesteins sind vor Jahren gelbbraune Kristallrasen von Calcit in steilen Rhomboedern ausgelesen worden.
- Gips: in einem Stollen konnten durchsichtige und farblose säulige Gipskristalle bis 5 cm Länge und schwachem Limonitüberzug geborgen werden. Neben Einzelkristallen traten ebenso häufig Kontaktzwillinge und vereinzelt auch Penetrationszwillinge sowie ganze Gruppen auf. Auch hervorragend schöne und grosse Kristallneubildungen (Porphyroblasten) in dichter Grundmasse sind bekannt geworden. Dabei sind die Gipskristalle dicht aneinandergedrängt und wirr durcheinander im Ton eingebettet. Durch die Oberflächenverwitterung erfuhren die farblosen Kristalle treppenartige Auflösungserscheinungen mit auffallend schönem seidenartigem Perlmutterglanz.
- Mirabilit: Ausblühungen von Glaubersalz sind hier mancherorts in der Umwandlungszone Andryhit/Gips in mehreren millimeterdicken Krusten beobachtet worden.
- Quarz: der Quarz stammt aus dem Muschelkalk, braun, bis 13 mm, mit Bitumeneinschlüssen.
Bezirk Gösgen / Gemeinde Kienberg, Koord. (ca.): 2'640’000 / 1’25’3995
Literatur:
- Frei, A.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1954;Band 34; Heft 2; Seite 280 - 299; Die Mineralien der schweizerischen Gips- und Anhydritlagerstätten
- Frey, Alfred; Schweizer Strahler; 1969; Heft 3; Seite 270 - 272; Interessante Mineralfunde im Jura
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 368
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 185
- Thommen, Erich; Schweizer Strahler; 1969; heft 4; Seite 310; Ergänzung zum Artikel über den Quarzfund von Kienberg (SO)
Von 1844 bis 1976 wurde in der ca. 7 Hektaren grossen Grube Gips abgebaut. Das Gebiet der ehemaligen Gipsgrube ist heute auf Grund der besonderen Bodenbeschaffenheit eine Trockenwiese und -weide von nationaler Bedeutung und steht seit 2010 unter Naturschutz. Die Grube liegt im gleichen Schichtenzug wie die Abbaue von Zeglingen, lieferte aber nie dieselbe Qualität und Quantität an Gipskristallen, wie sie in Zeglingen gefunden wurden.
- Autigen Quarz: bis ca. 13 mm grosse, im Gipsgestein eingebettete Kristalle. Bitumeneinschlüsse verursachten die Braunfärbung, welche auch beim Erhitzen bestehen bleibt, was bei den ebenfalls braunen Rauchquarzen aus alpinen Gebieten nicht der Fall ist.
- Calcit: in Klüften des Gipsgesteins sind vor Jahren gelbbraune Kristallrasen von Calcit in steilen Rhomboedern ausgelesen worden.
- Gips: in einem Stollen konnten durchsichtige und farblose säulige Gipskristalle bis 5 cm Länge und schwachem Limonitüberzug geborgen werden. Neben Einzelkristallen traten ebenso häufig Kontaktzwillinge und vereinzelt auch Penetrationszwillinge sowie ganze Gruppen auf. Auch hervorragend schöne und grosse Kristallneubildungen (Porphyroblasten) in dichter Grundmasse sind bekannt geworden. Dabei sind die Gipskristalle dicht aneinandergedrängt und wirr durcheinander im Ton eingebettet. Durch die Oberflächenverwitterung erfuhren die farblosen Kristalle treppenartige Auflösungserscheinungen mit auffallend schönem seidenartigem Perlmutterglanz.
- Mirabilit: Ausblühungen von Glaubersalz sind hier mancherorts in der Umwandlungszone Andryhit/Gips in mehreren millimeterdicken Krusten beobachtet worden.
- Quarz: der Quarz stammt aus dem Muschelkalk, braun, bis 13 mm, mit Bitumeneinschlüssen.
.
018_SO / Lostorf
Bezirk Gösgen / Gemeinde Lostorf, Koord. (ca.): 2'637’163 / 1'248’780
Honigfarbiger Fluorit zusammen mit Calcit aus der Gegend Lostorf darf sicher als Besonderheit bezeichnet werden. Vorkommen dieser Art sind sonst nur aus der Region Liestal, Pratteln und Muttenz bekannt. Während im Baslerjura der Calcit als steile Skalenoeder ausgebildet ist, erschein er hier flach und knopfartig. Zum Fundort: südlich unterhalb des Schloss Wartenfels, am Ende der Schlosstrasse führt in westlicher Richtung eine Waldstrasse gegen den Dottenberg. Die Strasse durchquert in den untersten 200 Meter die fossilienhaltige Ifenthal-Formation, welche vom Hauptrogenstein überlagert und teilweise durch dessen Geröll auch bedeckt wird. In diesem untersten Abschnitt sind Funde von Ammoniten und Mineralien (Calcit, Fluorit) möglich. Das Gelände ist stark überwachsen.
- Calcit:
- Fluorit: honigfarbig, zusammen mit Calcit.
.
Bezirk Gösgen / Gemeinde Lostorf, Koord. (ca.): 2'637’163 / 1'248’780
Honigfarbiger Fluorit zusammen mit Calcit aus der Gegend Lostorf darf sicher als Besonderheit bezeichnet werden. Vorkommen dieser Art sind sonst nur aus der Region Liestal, Pratteln und Muttenz bekannt. Während im Baslerjura der Calcit als steile Skalenoeder ausgebildet ist, erschein er hier flach und knopfartig. Zum Fundort: südlich unterhalb des Schloss Wartenfels, am Ende der Schlosstrasse führt in westlicher Richtung eine Waldstrasse gegen den Dottenberg. Die Strasse durchquert in den untersten 200 Meter die fossilienhaltige Ifenthal-Formation, welche vom Hauptrogenstein überlagert und teilweise durch dessen Geröll auch bedeckt wird. In diesem untersten Abschnitt sind Funde von Ammoniten und Mineralien (Calcit, Fluorit) möglich. Das Gelände ist stark überwachsen.
- Calcit:
- Fluorit: honigfarbig, zusammen mit Calcit.
.
019_SO / Trimbach, Froburg
Bezirk Gösgen / Gemeinde Trimbach, Koord. (ca.): 2'634’270 / 1'248’190 Literatur:
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Im Unteren Dogger, im Opalinus-Ton in Septarien.
- Calcit: über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
- Coelestin: am 18. Okt. 1854 legt Herr Heinr. Merian-Von der Mühll Exemplare von Coelestin vor, welcher westlich von Frohburg, Kant. Solothurn gefunden worden sind. Sie kommen daselbst in Kalkknauern im obern Lias vor, ganz auf ähnliche Weise wie am bekannten Fundort an der Staffelegg bei Aarau.
- Dolomit:
- Gips:
- Pyrit:
- Sphalerit:
.Bezirk Gösgen / Gemeinde Trimbach, Koord. (ca.): 2'634’270 / 1'248’190 Literatur:
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Im Unteren Dogger, im Opalinus-Ton in Septarien.
- Calcit: über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
- Coelestin: am 18. Okt. 1854 legt Herr Heinr. Merian-Von der Mühll Exemplare von Coelestin vor, welcher westlich von Frohburg, Kant. Solothurn gefunden worden sind. Sie kommen daselbst in Kalkknauern im obern Lias vor, ganz auf ähnliche Weise wie am bekannten Fundort an der Staffelegg bei Aarau.
- Dolomit:
- Gips:
- Pyrit:
- Sphalerit:
020_SO / Trimbach, Miesern
Bezirk Gösgen / Gemeinde Trimbach, Koord. (ca.): 2'632’255 / 1'245’006
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
Dieses Vorkommen liegt am Osthang des Fridlistolz und ca. 220 Meter vom Hof Miesern entfernt. Anstehende, fossilienhaltige Schichten der Passwang-Formation unterbrechen hier auf gut 50 Meter Länge den Hangschutt. Die Lufträume der seltenen Fossilien (Murchisonae Ludw.) enthalten neben Calcit auch weisse, strahlige Strontianitkugeln und Aggregate bis 7 mm Durchmesser sowie schwarze Goethitbüschel im mm-Bereich und kleine wasserklare Quarzkristalle bis 2 mm. Vereinzelt können im Quarz eingewachsene Goethitnadeln beobachtet werden.
- Calcit:
- Strontianit: weiss, büschelig, Aggregate bis mm-Grösse.
Bezirk Gösgen / Gemeinde Trimbach, Koord. (ca.): 2'632’255 / 1'245’006
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
Dieses Vorkommen liegt am Osthang des Fridlistolz und ca. 220 Meter vom Hof Miesern entfernt. Anstehende, fossilienhaltige Schichten der Passwang-Formation unterbrechen hier auf gut 50 Meter Länge den Hangschutt. Die Lufträume der seltenen Fossilien (Murchisonae Ludw.) enthalten neben Calcit auch weisse, strahlige Strontianitkugeln und Aggregate bis 7 mm Durchmesser sowie schwarze Goethitbüschel im mm-Bereich und kleine wasserklare Quarzkristalle bis 2 mm. Vereinzelt können im Quarz eingewachsene Goethitnadeln beobachtet werden.
- Calcit:
- Strontianit: weiss, büschelig, Aggregate bis mm-Grösse.
.
021_SO / Trimbach, Wannental, Unter Erlimoos (ehem. Grube)
Bezirk Gösgen / Gemeinde Trimbach, Koord. (ca.): 2'633’361 / 1'247’083
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2002; Heft 1; Seite 15 - 20; Unscheinbar und oft verwechselt
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 4 ff
- Bachmann, Albin; Schweizer Strahler; 1979; Heft 3; Seite 120 - 133; Eine interessante Mineralfundstelle im Schweizer Jura: Die Grube Unter Erlimoos
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1 - 2; Seite 1- 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Holenweg, Hans; Urner Mineralienfreund; 2006; Heft 4; Seite 24-26
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
In der Tongrube der Ziegelei Hägendorf wurden ab 1976 durch den Abbau des Opalinustones frische Aufschlüsse im obersten Lias geschaffen. Die oberste, etwa 20 cm mächtige Bank besteht aus grauem Kalk, der viel Pyrit und Glaukonit enthält und sehr fossilreich und erdölhaltig ist. In den tonigen Zwischenlagen und in den Ammonitenkammern findet man eine leichtbewegliche, ölige Flüssigkeit, deren leichtflüchtige Bestandteile rasch verdampfen und eine gelbe, schmierfettartige Masse zurücklassen. In den fossilreichen Schichten treten in Hohlkammern von Ammoniten oder in den Klüften der Kalkbank verschiedene Mineralien auf, unter anderem das seltene Sulfid Smythit. Das Gebiet Unter Erlimoos hat auch wegen seinen Fossilvorkommen Bekanntheit erlangt.
- Baryt: in Spalten und Rissen blaugrün, leicht gewölbt bis 2 mm, milchigtrüb, undurchsichtig bis 1 cm. Dicktafelige, gelbe Kristalle auf Kluftfläche, zum Teil mit einer weissen Randschicht umgeben. In Ammonitenkammern selten, bis 2 mm, milchig-trüb, gelb, dicktafelig, farblos bis blau, mit feinen und einschlussreichen Zonen, lockere oder krustige Aggregate und oft stark verwittert. Der Baryt bildet dicktafelige gelbe sowie dünntafelige blaue Kristalle. Stark verwitterte, radialstrahlige Aggregate von Baryt sind vermutlich durch selektives Herauslösen des Sr aus Barytocoelestin entstanden.
- Barytocoelestin: leistenförmige, nach der b-Achse gestreckte und radialstrahlig angeordnete Kristalle. Der Barytocoelestin bildet die typischen leistenförmigen bis faserigen, nach der b-Achse gestreckten und radialstrahlig angeordneten Kristalle.
- Calcit: in Spalten und Rissen häufig, krustenartig, rasenartig, rhomboedrisch, bis 1 cm, zum Teil mit grünem Farbton (unter UV-Licht rot). Die Rhomboederkristalle sind auf der Spitze des Skalenoeders aufgewachsen.
- Coelestin: flachtafelige, meisselartige, farblose bis blaue, leicht nach der b-Achse gestreckte Kristalle bis 2 cm. Häufig mit starken Auflösungserscheinungen.
- Coelestobaryt: sehr kleine, farblos klare oder weiss getrübte Kristalle mit pseudorhomboedrischem Habitus.
- Dolomit: meistens als aggregierte Massen, auch Einzelkristalle, porzellanweiss, Perlmutterglanz.
- Erdöl: die gesamte Schicht ist erdölhaltig: sowohl in den tonigen Zwischenlagen als auch in Fossilhohlräumen tritt eine niedrigviskose ölige Flüssigkeit auf, die durch Entweichen der leichtflüchtigen Bestandteile in eine gelbe, schmierfettartige Masse übergeht.
- Gips: glasklare Kristalle bis 2 cm.
- Markasit: als lange, dünne Blättchen bis 1 cm auf Rissen und Spalten, hochglänzend und speerkiesartig bis 5 mm in Ammonitenhohlräumen.
- Pyrit: auf Rissen und Spalten recht häufig, kugelige glaskopfartige Massen, auch als Oktaeder. In Fossilhohlräumen bis 5 mm, hochglänzend, würfelig, auch als Stängelpyrit oder glaskopfartig.
- Pyrrhotin:
- Quarz: über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben.
- Smythit: ist häufig auf und in Calcit (nur auf skalenoedrisch ausgebildetem) gewachsen als 6-eckige dünne Blättchen. Die Kristalle werden bis 0.5 mm gross und glänzen in frischem Zustand bronzefarbig, geht aber bei Verwitterung in braune Eisenhydroxide über.
- Sphalerit: bis 1 cm, sehr schön, schwarz und metallisch glänzend.
- Strontianit: tritt in Rissen und Spalten recht selten auf. In Ammoniten weiss, farblos, nadelig, bis 3 mm und gerne kugelig aggregiert.
Bezirk Gösgen / Gemeinde Trimbach, Koord. (ca.): 2'633’361 / 1'247’083
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2002; Heft 1; Seite 15 - 20; Unscheinbar und oft verwechselt
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 4 ff
- Bachmann, Albin; Schweizer Strahler; 1979; Heft 3; Seite 120 - 133; Eine interessante Mineralfundstelle im Schweizer Jura: Die Grube Unter Erlimoos
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1 - 2; Seite 1- 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Holenweg, Hans; Urner Mineralienfreund; 2006; Heft 4; Seite 24-26
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
In der Tongrube der Ziegelei Hägendorf wurden ab 1976 durch den Abbau des Opalinustones frische Aufschlüsse im obersten Lias geschaffen. Die oberste, etwa 20 cm mächtige Bank besteht aus grauem Kalk, der viel Pyrit und Glaukonit enthält und sehr fossilreich und erdölhaltig ist. In den tonigen Zwischenlagen und in den Ammonitenkammern findet man eine leichtbewegliche, ölige Flüssigkeit, deren leichtflüchtige Bestandteile rasch verdampfen und eine gelbe, schmierfettartige Masse zurücklassen. In den fossilreichen Schichten treten in Hohlkammern von Ammoniten oder in den Klüften der Kalkbank verschiedene Mineralien auf, unter anderem das seltene Sulfid Smythit. Das Gebiet Unter Erlimoos hat auch wegen seinen Fossilvorkommen Bekanntheit erlangt.
- Baryt: in Spalten und Rissen blaugrün, leicht gewölbt bis 2 mm, milchigtrüb, undurchsichtig bis 1 cm. Dicktafelige, gelbe Kristalle auf Kluftfläche, zum Teil mit einer weissen Randschicht umgeben. In Ammonitenkammern selten, bis 2 mm, milchig-trüb, gelb, dicktafelig, farblos bis blau, mit feinen und einschlussreichen Zonen, lockere oder krustige Aggregate und oft stark verwittert. Der Baryt bildet dicktafelige gelbe sowie dünntafelige blaue Kristalle. Stark verwitterte, radialstrahlige Aggregate von Baryt sind vermutlich durch selektives Herauslösen des Sr aus Barytocoelestin entstanden.
- Barytocoelestin: leistenförmige, nach der b-Achse gestreckte und radialstrahlig angeordnete Kristalle. Der Barytocoelestin bildet die typischen leistenförmigen bis faserigen, nach der b-Achse gestreckten und radialstrahlig angeordneten Kristalle.
- Calcit: in Spalten und Rissen häufig, krustenartig, rasenartig, rhomboedrisch, bis 1 cm, zum Teil mit grünem Farbton (unter UV-Licht rot). Die Rhomboederkristalle sind auf der Spitze des Skalenoeders aufgewachsen.
- Coelestin: flachtafelige, meisselartige, farblose bis blaue, leicht nach der b-Achse gestreckte Kristalle bis 2 cm. Häufig mit starken Auflösungserscheinungen.
- Coelestobaryt: sehr kleine, farblos klare oder weiss getrübte Kristalle mit pseudorhomboedrischem Habitus.
- Dolomit: meistens als aggregierte Massen, auch Einzelkristalle, porzellanweiss, Perlmutterglanz.
- Erdöl: die gesamte Schicht ist erdölhaltig: sowohl in den tonigen Zwischenlagen als auch in Fossilhohlräumen tritt eine niedrigviskose ölige Flüssigkeit auf, die durch Entweichen der leichtflüchtigen Bestandteile in eine gelbe, schmierfettartige Masse übergeht.
- Gips: glasklare Kristalle bis 2 cm.
- Markasit: als lange, dünne Blättchen bis 1 cm auf Rissen und Spalten, hochglänzend und speerkiesartig bis 5 mm in Ammonitenhohlräumen.
- Pyrit: auf Rissen und Spalten recht häufig, kugelige glaskopfartige Massen, auch als Oktaeder. In Fossilhohlräumen bis 5 mm, hochglänzend, würfelig, auch als Stängelpyrit oder glaskopfartig.
- Pyrrhotin:
- Quarz: über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben.
- Smythit: ist häufig auf und in Calcit (nur auf skalenoedrisch ausgebildetem) gewachsen als 6-eckige dünne Blättchen. Die Kristalle werden bis 0.5 mm gross und glänzen in frischem Zustand bronzefarbig, geht aber bei Verwitterung in braune Eisenhydroxide über.
- Sphalerit: bis 1 cm, sehr schön, schwarz und metallisch glänzend.
- Strontianit: tritt in Rissen und Spalten recht selten auf. In Ammoniten weiss, farblos, nadelig, bis 3 mm und gerne kugelig aggregiert.
.
022_SO / Wisen, Wisenbach, Talacker, Mülacker
Bezirk Gösgen / Gemeinde Wisen, Koord. (ca.): 2'634’525 / 1'249’820
- Mülacker: 2'634'525 / 1’249'820, 658 m ü. M.
- Wisenbach: 2'634'330 / 1’249'635, 643 m ü. M.
Auf dem Gemeindegebiet von Wisen kann anstehender Trigonodusdolomit besonders schön im Mülacker und etwas westlich davon im Wisenbach beobachtet werden. Hornsteinschichten mit Quarzdrusen, wie sie zum Beispiel in Eiken vorhanden sind, treten hier nicht mehr oder nur in sehr dünnen Lagen auf. Die beiden neu entdeckten Stellen Mülacker und Wisenbach lagern im dolomitischen Gestein zahlreiche bis faustgrosse blasenartige Hohlräume ein, deren Wände mit einer dunkelbraunen bituminösen Schicht ausgekleidet sind. Die Hohlräume enthalten massig milchigweissen oder leicht klaren Quarz, welcher gerne von Calcit überdeckt wird.
Mülacker: runde, blasenartige Hohlräume mit mehreren sternförmigen Quarzaggregaten. Wildförmige Gebilde treten etwas zurück. Die weissen, bis 18 mm messenden Sternquarze heben sich vom dunklen Untergrund kontrastreich ab. Sternquarze von dieser Fundstelle zählen zu den schönsten aus dem ganzen Schweizer Jura.
Wisenbach: bis 10 cm grosse, unförmige Hohlräume und wildförmige Quarzaggregate enthaltend. Sternförmige Gebilde sind seltener. Von hier stammen die grössten Hohlräume und die grössten Quarzaggregate. Wie bereits bei anderen, ähnlich gelagerten Vorkommen, fällt auch bei diesen beiden Fundorten das massenhafte Auftreten von quarzbelegten Hohlräumen auf.
Bezirk Gösgen / Gemeinde Wisen, Koord. (ca.): 2'634’525 / 1'249’820
- Mülacker: 2'634'525 / 1’249'820, 658 m ü. M.
- Wisenbach: 2'634'330 / 1’249'635, 643 m ü. M.
Auf dem Gemeindegebiet von Wisen kann anstehender Trigonodusdolomit besonders schön im Mülacker und etwas westlich davon im Wisenbach beobachtet werden. Hornsteinschichten mit Quarzdrusen, wie sie zum Beispiel in Eiken vorhanden sind, treten hier nicht mehr oder nur in sehr dünnen Lagen auf. Die beiden neu entdeckten Stellen Mülacker und Wisenbach lagern im dolomitischen Gestein zahlreiche bis faustgrosse blasenartige Hohlräume ein, deren Wände mit einer dunkelbraunen bituminösen Schicht ausgekleidet sind. Die Hohlräume enthalten massig milchigweissen oder leicht klaren Quarz, welcher gerne von Calcit überdeckt wird.
Mülacker: runde, blasenartige Hohlräume mit mehreren sternförmigen Quarzaggregaten. Wildförmige Gebilde treten etwas zurück. Die weissen, bis 18 mm messenden Sternquarze heben sich vom dunklen Untergrund kontrastreich ab. Sternquarze von dieser Fundstelle zählen zu den schönsten aus dem ganzen Schweizer Jura.
Wisenbach: bis 10 cm grosse, unförmige Hohlräume und wildförmige Quarzaggregate enthaltend. Sternförmige Gebilde sind seltener. Von hier stammen die grössten Hohlräume und die grössten Quarzaggregate. Wie bereits bei anderen, ähnlich gelagerten Vorkommen, fällt auch bei diesen beiden Fundorten das massenhafte Auftreten von quarzbelegten Hohlräumen auf.
Übrigens: im Goldloch ob dem Dorf Wisen haben die Wismer um 1804 tatsächlich nach Gold gegraben. Fündig wurden sie nie der Name blieb aber erhalten.
- Calcit: klein, bräunlich-beige, rasenartig den Quarz bedeckend.
- Quarz: reichlich vorhanden, weiss, im mm-Bereich, meistens mit Calcit belegt, in Drusen bis 10 cm Grösse.
. - Calcit: klein, bräunlich-beige, rasenartig den Quarz bedeckend.
- Quarz: reichlich vorhanden, weiss, im mm-Bereich, meistens mit Calcit belegt, in Drusen bis 10 cm Grösse.
023_SO / Balm bei Günsberg, Mittlerer Balmberg, Röti
Bezirk Lebern / Gemeinde Balm bei Günsberg, Koord. (ca.): 2'606’874 / 1'234’122
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2002; Heft 1; Seite 15 - 20; Unscheinbar und oft verwechselt
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Holenweg, Hans; Urner Mineralienfreund; 1974; Heft 5; Seite 67-76
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1988; Vol. 8; Nr. 3; Seite 137-139; Amethystfarbige Quarzkristalle aus dem Jura
Rötifluh (unterhalb): 2'606'874 / 1’234'122, 1308 m ü. M.
Rutschgebiet: 2'607'416 / 1’234'286, 1099 m ü. M.
Am Balmberg (Mittlerer Balmberg bis Röti) können zwei Vorkommen unterschieden werden: Vorkommen 1: Mineralien in fossilen Hohlräumen aus den Humphriesi-Schichten. Diese ziehen sich von unterhalb der Wannenfluh über den Balmberg weiter bis unterhalb des Röti hin. Vorkommende Mineralien sind Baryt, Calcit, Goethit, Limonit, Strontianit.
Vorkommen 2: dieser Fundpunkt liegt am Wanderweg, der vom Kurhaus Balmberg zur Rötifluh führt, und zwar unmittelbar unterhalb des bei Fossiliensammlern bestens bekannten Aufschlusses in einer steilen Runse, die zu Rutschungen neigt. Unterhalb dieses Weges stehen die typischen, pastellfarbigen Mergel des mittleren Keupers (Gansinger Dolomit) an. In der steilen Runse stösst man auf grössere, unförmige, Gesteinsbrocken, welche keiner Schicht zugeordnet werden können, sondern aus ihrer ursprünglichen Lage verrutscht erscheinen. Vorkommende Mineralien sind Amethyst, Azurit, Calcit, Chalkopyrit, Coelestin, Dolomit, Goethit, Limonit, Malachit, Pyrit, Quarz und Strontianit. Sie treten im gelblichgrauen, durch Glaukonit fleckenweise grünlich gefärbten, dolomitführenden, leicht sandigen oder im dunkelgrauen, stark sandigen und quarzführenden Gestein auf. Die Klüftchen und Hohlräume sind recht zahlreich, oft aber nur mit einem Calcitrasen belegt. Starke Regenfälle im ersten Halbjahr 2024 lösten am Wanderweg von Oberbalmberg nach Röti, ungefähr bei 2'607'386 / 1’234'406, einen geringmächtigen Hangrutsch aus. Dabei wurde die graurote Gansinger-Schicht freigelegt. Dolomitische Gesteinbrocken dieser Schicht enthalten öfters schmale Risse und kleine Hohlräume mit interessanten Mineralien. So auch bei diesem ca. 80 m2 grossen Rutsch. An Mineralien konnten hier unter anderem Calcit, Chalkopyrit, Coelestin, Dolomit, Malachit und Strontianit, alle nur klein, geborgen werden.
- Amethyst: 2) blassfarbig, kleiner als 1 cm. In Hohlräumen im Hauptmergelstein des oberen Keuper, östlich des Weissenstein.
- Azurit: winzig, blau, zusammen mit Malachit auf dem stark verwitterten Chalkopyrit. Aus dem Jura ist Azurit von hier zum ersten Mal nachgewiesen worden. Ein späterer Fund konnte in der Region Eiken gemacht werden.
- Baryt: milchigweiss, oberflächlich matt, undurchsichtig bis durchscheinend, bis 8 mm, tafelig, flächenarm, an den Kanten mit einem milchigtrüben Saum. Oft fächerartig aggregiert. Baryt kann auch flechtartig und weiss vorkommen. Tafelige Kristalle sowie weisse, krustenförmige Gebilde. Baryt und Coelestin kommen nicht direkt nebeneinander vor.
- Calcit: in den Hohlräumen spitzskalanoedrisch, durch Oberflächenwasser oft angeätzt, bis 3 cm, auch Doppelender sind möglich, trüb und undurchsichtig.
- Chalkopyrit: als mehr oder weniger verzerrte tetragonale Bisphenoide, rauhe Fläche, teils gerieft, bis 5 mm, braun, oberflächlich matt, malachitfrei. In stark verwittertem Zustand ganz von Malachit überzogen.
- Coelestin: reichlich, bis 3 cm Kantenlänge, dicktafelig, intensiv himmelblau oder schlankprismatisch, farblos, bis 8 mm. Oft mit angeätzter Oberfläche. Bläuliche, durchsichtige Kristalle, grösstenteils von Strontianit überwachsen (Umwandlungsprodukt des Coelestins). Baryt und Coelestin kommen nicht direkt nebeneinander vor.
- Dolomit: einfache Rhomboeder, sattelförmig gebogene Flächen, leicht eisenhaltig und dadurch oft gelb bis gelbbraun gefärbt, meist kugelig aggregiert (bis 15 mm Durchmesser) oder subparallel gruppiert und verdreht.
- Glaukonit: nur glimmerartig.
- Goethit: schwarz, hochglänzend, Aggregate bis 1 mm Durchmesser, pseudomorph nach Pyrit, die Form des Pyrits täuschend nachbildend. Nadeliger Goethit, bis 2 mm.
- Limonit:
- Malachit: auf verwitterndem Chalkopyrit.
- Pyrit: in Klüftchen mit Quarz, winzig, würfelig, oktaedrisch oder kuboktaedrisch, bis 1 mm, in der Regel stark verwittert, mit bräunlichschwarzer Kruste, meistens handelt es sich bereits um Pseudomorphosen von Goethit nach Pyrit.
- Quarz: reichlich, farblos, hochglänzend, Doppelender, bis 10 mm, selten bis 25 mm Durchmesser, mit einfachem Habitus.
- Siderit: dunkelbraun, gekrümmt.
- Strontianit: weisse Beläge, dicht aggregierte Kriställchen, bis 6 mm, kugelige Aggregate bis 15 mm Durchmesser, schneeweiss, vorzugsweise mit Quarz vergesellschaftet.
.
Bezirk Lebern / Gemeinde Balm bei Günsberg, Koord. (ca.): 2'606’874 / 1'234’122
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2002; Heft 1; Seite 15 - 20; Unscheinbar und oft verwechselt
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Holenweg, Hans; Urner Mineralienfreund; 1974; Heft 5; Seite 67-76
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1988; Vol. 8; Nr. 3; Seite 137-139; Amethystfarbige Quarzkristalle aus dem Jura
Rötifluh (unterhalb): 2'606'874 / 1’234'122, 1308 m ü. M.
Rutschgebiet: 2'607'416 / 1’234'286, 1099 m ü. M.
Am Balmberg (Mittlerer Balmberg bis Röti) können zwei Vorkommen unterschieden werden: Vorkommen 1: Mineralien in fossilen Hohlräumen aus den Humphriesi-Schichten. Diese ziehen sich von unterhalb der Wannenfluh über den Balmberg weiter bis unterhalb des Röti hin. Vorkommende Mineralien sind Baryt, Calcit, Goethit, Limonit, Strontianit.
Vorkommen 2: dieser Fundpunkt liegt am Wanderweg, der vom Kurhaus Balmberg zur Rötifluh führt, und zwar unmittelbar unterhalb des bei Fossiliensammlern bestens bekannten Aufschlusses in einer steilen Runse, die zu Rutschungen neigt. Unterhalb dieses Weges stehen die typischen, pastellfarbigen Mergel des mittleren Keupers (Gansinger Dolomit) an. In der steilen Runse stösst man auf grössere, unförmige, Gesteinsbrocken, welche keiner Schicht zugeordnet werden können, sondern aus ihrer ursprünglichen Lage verrutscht erscheinen. Vorkommende Mineralien sind Amethyst, Azurit, Calcit, Chalkopyrit, Coelestin, Dolomit, Goethit, Limonit, Malachit, Pyrit, Quarz und Strontianit. Sie treten im gelblichgrauen, durch Glaukonit fleckenweise grünlich gefärbten, dolomitführenden, leicht sandigen oder im dunkelgrauen, stark sandigen und quarzführenden Gestein auf. Die Klüftchen und Hohlräume sind recht zahlreich, oft aber nur mit einem Calcitrasen belegt. Starke Regenfälle im ersten Halbjahr 2024 lösten am Wanderweg von Oberbalmberg nach Röti, ungefähr bei 2'607'386 / 1’234'406, einen geringmächtigen Hangrutsch aus. Dabei wurde die graurote Gansinger-Schicht freigelegt. Dolomitische Gesteinbrocken dieser Schicht enthalten öfters schmale Risse und kleine Hohlräume mit interessanten Mineralien. So auch bei diesem ca. 80 m2 grossen Rutsch. An Mineralien konnten hier unter anderem Calcit, Chalkopyrit, Coelestin, Dolomit, Malachit und Strontianit, alle nur klein, geborgen werden.
- Amethyst: 2) blassfarbig, kleiner als 1 cm. In Hohlräumen im Hauptmergelstein des oberen Keuper, östlich des Weissenstein.
- Azurit: winzig, blau, zusammen mit Malachit auf dem stark verwitterten Chalkopyrit. Aus dem Jura ist Azurit von hier zum ersten Mal nachgewiesen worden. Ein späterer Fund konnte in der Region Eiken gemacht werden.
- Baryt: milchigweiss, oberflächlich matt, undurchsichtig bis durchscheinend, bis 8 mm, tafelig, flächenarm, an den Kanten mit einem milchigtrüben Saum. Oft fächerartig aggregiert. Baryt kann auch flechtartig und weiss vorkommen. Tafelige Kristalle sowie weisse, krustenförmige Gebilde. Baryt und Coelestin kommen nicht direkt nebeneinander vor.
- Calcit: in den Hohlräumen spitzskalanoedrisch, durch Oberflächenwasser oft angeätzt, bis 3 cm, auch Doppelender sind möglich, trüb und undurchsichtig.
- Chalkopyrit: als mehr oder weniger verzerrte tetragonale Bisphenoide, rauhe Fläche, teils gerieft, bis 5 mm, braun, oberflächlich matt, malachitfrei. In stark verwittertem Zustand ganz von Malachit überzogen.
- Coelestin: reichlich, bis 3 cm Kantenlänge, dicktafelig, intensiv himmelblau oder schlankprismatisch, farblos, bis 8 mm. Oft mit angeätzter Oberfläche. Bläuliche, durchsichtige Kristalle, grösstenteils von Strontianit überwachsen (Umwandlungsprodukt des Coelestins). Baryt und Coelestin kommen nicht direkt nebeneinander vor.
- Dolomit: einfache Rhomboeder, sattelförmig gebogene Flächen, leicht eisenhaltig und dadurch oft gelb bis gelbbraun gefärbt, meist kugelig aggregiert (bis 15 mm Durchmesser) oder subparallel gruppiert und verdreht.
- Glaukonit: nur glimmerartig.
- Goethit: schwarz, hochglänzend, Aggregate bis 1 mm Durchmesser, pseudomorph nach Pyrit, die Form des Pyrits täuschend nachbildend. Nadeliger Goethit, bis 2 mm.
- Limonit:
- Malachit: auf verwitterndem Chalkopyrit.
- Pyrit: in Klüftchen mit Quarz, winzig, würfelig, oktaedrisch oder kuboktaedrisch, bis 1 mm, in der Regel stark verwittert, mit bräunlichschwarzer Kruste, meistens handelt es sich bereits um Pseudomorphosen von Goethit nach Pyrit.
- Quarz: reichlich, farblos, hochglänzend, Doppelender, bis 10 mm, selten bis 25 mm Durchmesser, mit einfachem Habitus.
- Siderit: dunkelbraun, gekrümmt.
- Strontianit: weisse Beläge, dicht aggregierte Kriställchen, bis 6 mm, kugelige Aggregate bis 15 mm Durchmesser, schneeweiss, vorzugsweise mit Quarz vergesellschaftet.
.
024_SO / Balm bei Günsberg, Schofgraben
Bezirk Lebern / Gemeinde Balm bei Günsberg, Koord. (ca.): 2'606’230 / 1'234’240
Schofgraben (unten): 2'607'075 / 1’235'340, 868 m ü. M. Schofgraben (oben): 2'606'230 / 1’234'240, 1143 m ü. M. Diese wenig bekannte Fundstelle liegt östlich des Balmberges und zieht sich auf einer Länge von ca. 1000 Meter, ausgehend von den unteren Koordinaten, dem Bach entlang bis zu den oberen Koordinaten. Das Begehen des Bachbetts ist bei niedrigem Wasserstand gut möglich, einzig umgestürzte Bäume müssen gelegentlich überstiegen werden. Im Bachbett liegen unzählige Kalkknauer bis fussballgrösse. Selten enthalten diese quarzbelegten Spalten, welche aber äusserlich nicht oder höchstens durch eine dünne Ader erkennbar sind. Ab und zu sind diese durch die winterlichen Temperaturen oder durch starke Schläge bereits aufgesprengt und dann gut an den glasig glänzenden Flächen zu erkennen. Funde sind rar, sind aber in der gesamten Länge zwischen den beiden aufgeführten Koordinaten noch möglich. Swisstop markiert auf der Karte im obersten Bereich des Schofgraben eine Fossilfundstelle (Seesterne). Das Graben an dieser Stelle ist aber nicht erlaubt. - Amethyst: nur ganz selten zeigt sich der Quarz deutlich amethystfarbig. Es sind Knollen bis gut 35 cm Durchmesser bekannt, deren Spaltflächen vollständig mit Amethyst, teils in gut ausgebildeten Kristallen, belegt sind. Es dürfte sich hier um das spektaktulärste Vorkommen dieser Quarzvarietät im Schweizer Jura handeln.
- Calcit: in den Spalten, skalenoedrisch, milchigweiss, bis 1 cm, dem Quarz oder direkt dem Gestein aufgewachsen.
- Goethit: vereinzelt sind in den Quarzkristallen feine, braunrote bis schwarze, wirr angeordnete Goethitnadeln bis 0.5 mm Länge eingewachsen. Schwarze, flachtafelige Kristalle bis 1.5 mm können auch dem Quarz aufgewachsen sein.
- Quarz: in den schmalen Spalten erreichen die Kristalle kaum mehr als 10 mm. Sie bekleiden in der Regel zusammen mit Calcit rasenartig die ganzen Spaltenwände. Neben wasserklaren Kristallen können diese auch einen Hauch amethystfarbig erscheinen.
. Bezirk Lebern / Gemeinde Balm bei Günsberg, Koord. (ca.): 2'606’230 / 1'234’240
Schofgraben (unten): 2'607'075 / 1’235'340, 868 m ü. M. Schofgraben (oben): 2'606'230 / 1’234'240, 1143 m ü. M. Diese wenig bekannte Fundstelle liegt östlich des Balmberges und zieht sich auf einer Länge von ca. 1000 Meter, ausgehend von den unteren Koordinaten, dem Bach entlang bis zu den oberen Koordinaten. Das Begehen des Bachbetts ist bei niedrigem Wasserstand gut möglich, einzig umgestürzte Bäume müssen gelegentlich überstiegen werden. Im Bachbett liegen unzählige Kalkknauer bis fussballgrösse. Selten enthalten diese quarzbelegten Spalten, welche aber äusserlich nicht oder höchstens durch eine dünne Ader erkennbar sind. Ab und zu sind diese durch die winterlichen Temperaturen oder durch starke Schläge bereits aufgesprengt und dann gut an den glasig glänzenden Flächen zu erkennen. Funde sind rar, sind aber in der gesamten Länge zwischen den beiden aufgeführten Koordinaten noch möglich. Swisstop markiert auf der Karte im obersten Bereich des Schofgraben eine Fossilfundstelle (Seesterne). Das Graben an dieser Stelle ist aber nicht erlaubt. - Amethyst: nur ganz selten zeigt sich der Quarz deutlich amethystfarbig. Es sind Knollen bis gut 35 cm Durchmesser bekannt, deren Spaltflächen vollständig mit Amethyst, teils in gut ausgebildeten Kristallen, belegt sind. Es dürfte sich hier um das spektaktulärste Vorkommen dieser Quarzvarietät im Schweizer Jura handeln.
- Calcit: in den Spalten, skalenoedrisch, milchigweiss, bis 1 cm, dem Quarz oder direkt dem Gestein aufgewachsen.
- Goethit: vereinzelt sind in den Quarzkristallen feine, braunrote bis schwarze, wirr angeordnete Goethitnadeln bis 0.5 mm Länge eingewachsen. Schwarze, flachtafelige Kristalle bis 1.5 mm können auch dem Quarz aufgewachsen sein.
- Quarz: in den schmalen Spalten erreichen die Kristalle kaum mehr als 10 mm. Sie bekleiden in der Regel zusammen mit Calcit rasenartig die ganzen Spaltenwände. Neben wasserklaren Kristallen können diese auch einen Hauch amethystfarbig erscheinen.
025_SO / Günsberg, Bergli, Hoggenrain
Bezirk Lebern / Gemeinde Günsberg, Koord. (ca.): 2'610’615 / 1'235’040
Fundgebiet: dieses liegt ca. 1200 Meter nördliche von Günsberg, im Gebiet der Bachrunse oberhalb des Hofs Bergli (2'610'615 / 1’235'040, 763 m ü. M.). Bereits ca. 80 Meter nach dem Hof erscheinen linksseitig Fundstellen des unteren Lias. Ab hier folgt man dem Bachlauf bis an die Basis des unteren Hauptrogensteins auf ca. 875 m ü. M. Von Hoggenrain bis zum Bachlauf reduziert sich die Passwang-Formation von 90 auf 20 Meter Mächtigkeit.
Fundmöglichkeiten:
- Septarien und Fossilien des unteren Dogers, im Bachbett und am Bachbord ab Hof Bergli, sowie im Gelände allgemein. Die bis 35 cm grossen Septarien enthalten in den Schwundrissen unter anderem die aufgeführten Mineralien.
- Greifmuscheln Gryphaea arcuata, 50 m westlich des Bachbetts bei 2’610’500 / 1’235’125, 810 m ü. M.,
- Fossilien der verstürzten Murchisonae-Schichten im Bachbett und am Bachbord ab Höhe 790 bis 875 m ü. M.,
- anstehende Murchisonae-Schichten westlich des Baches bis ins Bachbett (ca. 880 m ü. M.). Die Hohlkammern der Ammoniten sind hier auskristallisiert mit Calcit, Coelestin, Ankerit, Goethit und selten mit Quarz.
- ab hier (859 m ü. M.) sehr steil im Bachbett aufgeschlossen: Sauzei-Schichten, Humphriesi-Schichten bis zu den Blagdeni-Schichten an der Basis des Hauptrogenstein.
- Aragonit: mm-grosse schneeweisse Kügelchen bestehend aus radialstrahlig angeordneten feinsten Nädelchen.
- Calcit: milchigweisse, kleine Skalenoeder.
- Coelestin: in unterschiedlichen Zuständen. Hellblaue Coelestinkristalle zeigen ihre Farbe nur noch ansatzweise und sind bereits stark zersetzt. Langgestreckte, dünntafelige und durchsichtige Kristalle in wirrer Anordnung erreichen 2 cm Länge.
- Coelestobaryt: dünnstrahlige Kristalle bis 5 cm mit schwacher Rosafärbung.
- Dolomit: hellbraun im mm-Bereich sowie kleine, schneeweisse Kristalle auf dem Calcit aufgewachsen.
- Siderit: im Jura ein selten vertretenes Mineral. Die dunkelbraunen und lackartig glänzende Aggregate zieren die Wände der Schwundrisse oder sind dem Calcit oder Coelestin aufgewachsen. Einzelkristalle messen kaum mehr als 1 mm.
. Bezirk Lebern / Gemeinde Günsberg, Koord. (ca.): 2'610’615 / 1'235’040
Fundgebiet: dieses liegt ca. 1200 Meter nördliche von Günsberg, im Gebiet der Bachrunse oberhalb des Hofs Bergli (2'610'615 / 1’235'040, 763 m ü. M.). Bereits ca. 80 Meter nach dem Hof erscheinen linksseitig Fundstellen des unteren Lias. Ab hier folgt man dem Bachlauf bis an die Basis des unteren Hauptrogensteins auf ca. 875 m ü. M. Von Hoggenrain bis zum Bachlauf reduziert sich die Passwang-Formation von 90 auf 20 Meter Mächtigkeit.
Fundmöglichkeiten:
- Septarien und Fossilien des unteren Dogers, im Bachbett und am Bachbord ab Hof Bergli, sowie im Gelände allgemein. Die bis 35 cm grossen Septarien enthalten in den Schwundrissen unter anderem die aufgeführten Mineralien.
- Greifmuscheln Gryphaea arcuata, 50 m westlich des Bachbetts bei 2’610’500 / 1’235’125, 810 m ü. M.,
- Fossilien der verstürzten Murchisonae-Schichten im Bachbett und am Bachbord ab Höhe 790 bis 875 m ü. M.,
- anstehende Murchisonae-Schichten westlich des Baches bis ins Bachbett (ca. 880 m ü. M.). Die Hohlkammern der Ammoniten sind hier auskristallisiert mit Calcit, Coelestin, Ankerit, Goethit und selten mit Quarz.
- ab hier (859 m ü. M.) sehr steil im Bachbett aufgeschlossen: Sauzei-Schichten, Humphriesi-Schichten bis zu den Blagdeni-Schichten an der Basis des Hauptrogenstein.
- Aragonit: mm-grosse schneeweisse Kügelchen bestehend aus radialstrahlig angeordneten feinsten Nädelchen.
- Calcit: milchigweisse, kleine Skalenoeder.
- Coelestin: in unterschiedlichen Zuständen. Hellblaue Coelestinkristalle zeigen ihre Farbe nur noch ansatzweise und sind bereits stark zersetzt. Langgestreckte, dünntafelige und durchsichtige Kristalle in wirrer Anordnung erreichen 2 cm Länge.
- Coelestobaryt: dünnstrahlige Kristalle bis 5 cm mit schwacher Rosafärbung.
- Dolomit: hellbraun im mm-Bereich sowie kleine, schneeweisse Kristalle auf dem Calcit aufgewachsen.
- Siderit: im Jura ein selten vertretenes Mineral. Die dunkelbraunen und lackartig glänzende Aggregate zieren die Wände der Schwundrisse oder sind dem Calcit oder Coelestin aufgewachsen. Einzelkristalle messen kaum mehr als 1 mm.
026_SO / Günsberg, Gips- und Alabastergruben (ehemalige)
Bezirk Lebern / Gemeinde Günsberg, Koord. (ca.): 2'609’064 / 1'234’630
Literatur:
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
Ehemalige Gipsgrube bei Chnublen: 2'609'064 / 1’234'630, 917 m ü. M.
- 1633 baute man an der Balmfluh (Gemeinde Balm bei Günsberg) bis hin zur Teuffelen (Attiswil / BE) an diversen Stellen Alabaster ab.
- von 1552 bis 1890 wurden in Günsberg Gipsgruben ausgebeutet. Das Gestein wurde vom Bergli mittels einer Drahtseilbahn in die 7 Gipsmühlen von Niederwil transportiert und dort zu Dünger verarbeitet. Der Abbau erreichte 1836 seinen Höhepunkt. Im Gelände sind die Abbauspuren heute höchstens noch oberhalb der Lokalität Chnublen zu erkennen. Aus welcher der Gipsgrube die folgend aufgeführten Mineralien stammen ist nicht bekannt.
- Calcit: günliche durchscheinende stumpfe Skalenoeder mit blauen Cölestin im tonigen Mergel der Gipsgruben bei Günsberg.
- Coelestin: begleitet von blass fleischrotem Quarz- und grünlichen Calcitkristallen, oblongtafelartige und domatische Kristalle, farblos, grau, blaulichweiss, blassgrau, stellenweise auch fleischrot und mehr oder weniger durchsichtig.
- Quarz: rosarot, als sogenannter Eisenkiesel.
. Bezirk Lebern / Gemeinde Günsberg, Koord. (ca.): 2'609’064 / 1'234’630
Literatur:
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
Ehemalige Gipsgrube bei Chnublen: 2'609'064 / 1’234'630, 917 m ü. M.
- 1633 baute man an der Balmfluh (Gemeinde Balm bei Günsberg) bis hin zur Teuffelen (Attiswil / BE) an diversen Stellen Alabaster ab.
- von 1552 bis 1890 wurden in Günsberg Gipsgruben ausgebeutet. Das Gestein wurde vom Bergli mittels einer Drahtseilbahn in die 7 Gipsmühlen von Niederwil transportiert und dort zu Dünger verarbeitet. Der Abbau erreichte 1836 seinen Höhepunkt. Im Gelände sind die Abbauspuren heute höchstens noch oberhalb der Lokalität Chnublen zu erkennen. Aus welcher der Gipsgrube die folgend aufgeführten Mineralien stammen ist nicht bekannt.
- Calcit: günliche durchscheinende stumpfe Skalenoeder mit blauen Cölestin im tonigen Mergel der Gipsgruben bei Günsberg.
- Coelestin: begleitet von blass fleischrotem Quarz- und grünlichen Calcitkristallen, oblongtafelartige und domatische Kristalle, farblos, grau, blaulichweiss, blassgrau, stellenweise auch fleischrot und mehr oder weniger durchsichtig.
- Quarz: rosarot, als sogenannter Eisenkiesel.
027_SO / Günsberg, Glutzenberg, Längmatt
Bezirk Lebern / Gemeinde Günsberg, Koord. (ca.): 2'609’255 / 1'234’770
Literatur:
- Merki, Paul; Eclogae Geologicae Helvetiae, Band (Jahr): 54 (1961) Heft 1; Seite 138 - 227; Der Obere Muschelkalk im östlichen Schweizer Jura
Wie beim mineralienhaltigen Mittleren Balmberg treten östlich des Hofs Glutzenberg Untere und Obere Bunte Mergel des mittleren Keupers an mehreren Stellen zu Tage, so zum Beispiel 100 Meter unterhalb des Hofs Längmatt sowie in den Bachgräben bei 2'609'280 / 1’234'770, bei 2'609'565 / 1’234'840 und im Bereich zwischen Chnublen und dem Hof Weidli. Das interessante Gestein im Bachgraben unterhalb der Längmatt stammt vorwiegend aus dem Hang rechtsseitig des Baches. Anstehendes gibt es kaum, die wenigen herumliegenden Geröllblöcke dürften im Laufe der Zeit aus dem Hang herausgelöst worden sein. Dicke Moospolster, sinterartige Beläge sowie die mit Wurzeln belegten Spalten und Risse zeigen, dass die Blöcke schon seit längerer Zeit der Verwitterung ausgesetzt sind. Umstände, welche für die Mineralien nicht unbedingt förderlich waren.
Profil nach Merki: Längmatt am Balmberg 2'608'775 / 1’234'650 (Strassenaufschluss):
- Trigonodusdolomit, 8,60 m aufgeschlossen.
- Plattenkalk, Gesamtmächtigkeit 14,90 m.
- Trochitenkalk, Gesamtmächtigkeit 19,20 m.
- Anhydritdolomit, 5,50 m aufgeschlossen.
- Amethyst: einzelne massige Quarzpartien erscheinen in hellvioletter Färbung. Kristallflächen sind erkennbar, gut ausgebildete Kristalle sind kaum vorhanden.
- Calcit: hell- oderdunkelbraune Rasen bestehend aus mm-grossen Calcitskalenoedern. In kleinen Hohlräumen gesellt sich gerne wasserklarer Quarz dazu.
- Coelestin: sehr selten, kleine langtafelige Kristalle mit Auflösungserscheinungen. Ein hervorragender Fund dieses Minerals wird von einem Sammler "im Wäldchen unterhalb Glutzberg" angegeben. Nicht klar ist, ob es sich um die hier erwähnte Fundstelle handelt.
- Dolomit: nur in senfgelbem Farbton und mengenmässig nicht oft vertreten. Der Zersetzungsprozess ist bereits weit fortgeschritten, die Kristallgrösse liegt im unteren mm-Bereich.
- Goethit: kleinste schwarze Kristalle und nur unter dem Mikroskop erkannbar.
- Pyrit: kleinste Kristalle und nur unter dem Mikroskop erkannbar. Glänzende Flächen sind kaum zu beobachten
- Quarz: ca. 2-3 cm mächtige Quarzadern in calcitbelegten Spalten im graubraunen dolomitischen Gestein. Die Adern sind vom Gestein bereits abgelöst. Nur selten sind die bis 15 mm grossen, milchigweissen Kristalle noch fest auf dem Muttergestein aufgewachsen. Zudem weist der Quarz öfters, durch mechanische Beanspruchung oder durch Frost entstandene, feinste Risse auf.
- Silex: im Trigonodusdolomit.
. Bezirk Lebern / Gemeinde Günsberg, Koord. (ca.): 2'609’255 / 1'234’770
Literatur:
- Merki, Paul; Eclogae Geologicae Helvetiae, Band (Jahr): 54 (1961) Heft 1; Seite 138 - 227; Der Obere Muschelkalk im östlichen Schweizer Jura
Wie beim mineralienhaltigen Mittleren Balmberg treten östlich des Hofs Glutzenberg Untere und Obere Bunte Mergel des mittleren Keupers an mehreren Stellen zu Tage, so zum Beispiel 100 Meter unterhalb des Hofs Längmatt sowie in den Bachgräben bei 2'609'280 / 1’234'770, bei 2'609'565 / 1’234'840 und im Bereich zwischen Chnublen und dem Hof Weidli. Das interessante Gestein im Bachgraben unterhalb der Längmatt stammt vorwiegend aus dem Hang rechtsseitig des Baches. Anstehendes gibt es kaum, die wenigen herumliegenden Geröllblöcke dürften im Laufe der Zeit aus dem Hang herausgelöst worden sein. Dicke Moospolster, sinterartige Beläge sowie die mit Wurzeln belegten Spalten und Risse zeigen, dass die Blöcke schon seit längerer Zeit der Verwitterung ausgesetzt sind. Umstände, welche für die Mineralien nicht unbedingt förderlich waren.
Profil nach Merki: Längmatt am Balmberg 2'608'775 / 1’234'650 (Strassenaufschluss):
- Trigonodusdolomit, 8,60 m aufgeschlossen.
- Plattenkalk, Gesamtmächtigkeit 14,90 m.
- Trochitenkalk, Gesamtmächtigkeit 19,20 m.
- Anhydritdolomit, 5,50 m aufgeschlossen.
- Amethyst: einzelne massige Quarzpartien erscheinen in hellvioletter Färbung. Kristallflächen sind erkennbar, gut ausgebildete Kristalle sind kaum vorhanden.
- Calcit: hell- oderdunkelbraune Rasen bestehend aus mm-grossen Calcitskalenoedern. In kleinen Hohlräumen gesellt sich gerne wasserklarer Quarz dazu.
- Coelestin: sehr selten, kleine langtafelige Kristalle mit Auflösungserscheinungen. Ein hervorragender Fund dieses Minerals wird von einem Sammler "im Wäldchen unterhalb Glutzberg" angegeben. Nicht klar ist, ob es sich um die hier erwähnte Fundstelle handelt.
- Dolomit: nur in senfgelbem Farbton und mengenmässig nicht oft vertreten. Der Zersetzungsprozess ist bereits weit fortgeschritten, die Kristallgrösse liegt im unteren mm-Bereich.
- Goethit: kleinste schwarze Kristalle und nur unter dem Mikroskop erkannbar.
- Pyrit: kleinste Kristalle und nur unter dem Mikroskop erkannbar. Glänzende Flächen sind kaum zu beobachten
- Quarz: ca. 2-3 cm mächtige Quarzadern in calcitbelegten Spalten im graubraunen dolomitischen Gestein. Die Adern sind vom Gestein bereits abgelöst. Nur selten sind die bis 15 mm grossen, milchigweissen Kristalle noch fest auf dem Muttergestein aufgewachsen. Zudem weist der Quarz öfters, durch mechanische Beanspruchung oder durch Frost entstandene, feinste Risse auf.
- Silex: im Trigonodusdolomit.
028_SO / Günsberg, Lissersbergli
Bezirk Lebern / Gemeinde Günsberg, Koord. (ca.): 2'610’575 / 1'235’050
Literatur:
- Merki, Paul; Eclogae Geologicae Helvetiae, Band (Jahr): 54 (1961) Heft 1; Seite 138 - 227; Der Obere Muschelkalk im östlichen Schweizer Jura
Nach Merki: Lissersbergli, N Günsberg 2'610'575 / 1’235'050 (alte Grube), 800 m ü. M. Plattenkalk: Den Abschluss des Plattenkalkes bilden beige, 10-90 cm dick gebankte, dolomitische Kalke bis kalkige Dolomite, die zahlreiche rundliche bis fladenförmige Calcit-Silexkonkretionen führen. Lettenkohle: Die Grenze zum liegenden Trigonodusdolomit ist markant. Eine braunschwarze, hämatitisch-limonitische Kruste mit reichem Bonebed und Silexgeröllen des obersten Trigonodusdolomits lässt einen Sedimentationsunterbruch erkennen. Trigonodusdolomit: Es folgen, jedoch nicht zusammenhängend aufgeschlossen, noch gegen 10 m Trigonodusdolomit. Trochitenkalk: Der Trochitenkalk wird im Weissenstein-Gebiet 19-20 m mächtig und kann zweigeteilt werden. Über den dünnplattigen Dolomiten der obersten Anhydritgruppe folgen zunächst, absolut konkordant und ohne Anzeichen einer grösseren Sedimentationslücke, 7-8 m grobkörnige, beige, 30-120 cm dick gebankte, lagenweise leicht kalkige Dolomite. In der oberen Hälfte dieses Dolomitkomplexes schalten sich gebänderter Silex ein. In der unteren Hälfte der Formation sind vorwiegend körnige, beige Dolomite mit rundlichen Calcit-Silexkonkretionen zu beobachten. Zwischenlagen von Schill führenden Dolomiten sind keine Seltenheit. Im oberen Teil führen die höckerig und vielfach undeutlich gebankten Dolomite in vermehrtem Masse oft lagig angeordnete, kleinste bis faustgrosse Calcitdrusen, während Silexknollen und Schillzwischenlagen fehlen. Die obersten 2-3 m des Trigonodusdolomits bestehen aus gut gebankten, hellbeigen Dolomiten. In diesem Horizont treten als besonderes Merkmal schichtparallel gelagerte, bis 10 cm starke, weisse und schwarze, gebänderte Silexplatten auf. Anhydritdolomit: Die Dolomite der obersten Anhydritgruppe sind dadurch charakterisiert, dass sie stets ausgeprägt gebankt sind. Auffällig ist vor allem die oft sehr dünnplattige Ausbildung, wobei die Dicke der einzelnen Bänke von Bruchteilen von cm bis zu einigen cm variiert. Die einförmige Serie von beigem, weisslich anwitterndem Dolomit wird durch Zwischenlagen von Rauhwacken etwas aufgelockert. Bemerkenswert ist ein 1-1,5 m mächtiger Horizont nahe der Untergrenze des Hauptmuschelkalkes, in dem sich gebänderte, dunkelbraune Silexlagen beobachten lassen. Die Silex sind 0,5-3 cm dick und können Flächen bis zu einem Quadratmeter einnehmen.
- Silex:
.
Bezirk Lebern / Gemeinde Günsberg, Koord. (ca.): 2'610’575 / 1'235’050
Literatur:
- Merki, Paul; Eclogae Geologicae Helvetiae, Band (Jahr): 54 (1961) Heft 1; Seite 138 - 227; Der Obere Muschelkalk im östlichen Schweizer Jura
Nach Merki: Lissersbergli, N Günsberg 2'610'575 / 1’235'050 (alte Grube), 800 m ü. M. Plattenkalk: Den Abschluss des Plattenkalkes bilden beige, 10-90 cm dick gebankte, dolomitische Kalke bis kalkige Dolomite, die zahlreiche rundliche bis fladenförmige Calcit-Silexkonkretionen führen. Lettenkohle: Die Grenze zum liegenden Trigonodusdolomit ist markant. Eine braunschwarze, hämatitisch-limonitische Kruste mit reichem Bonebed und Silexgeröllen des obersten Trigonodusdolomits lässt einen Sedimentationsunterbruch erkennen. Trigonodusdolomit: Es folgen, jedoch nicht zusammenhängend aufgeschlossen, noch gegen 10 m Trigonodusdolomit. Trochitenkalk: Der Trochitenkalk wird im Weissenstein-Gebiet 19-20 m mächtig und kann zweigeteilt werden. Über den dünnplattigen Dolomiten der obersten Anhydritgruppe folgen zunächst, absolut konkordant und ohne Anzeichen einer grösseren Sedimentationslücke, 7-8 m grobkörnige, beige, 30-120 cm dick gebankte, lagenweise leicht kalkige Dolomite. In der oberen Hälfte dieses Dolomitkomplexes schalten sich gebänderter Silex ein. In der unteren Hälfte der Formation sind vorwiegend körnige, beige Dolomite mit rundlichen Calcit-Silexkonkretionen zu beobachten. Zwischenlagen von Schill führenden Dolomiten sind keine Seltenheit. Im oberen Teil führen die höckerig und vielfach undeutlich gebankten Dolomite in vermehrtem Masse oft lagig angeordnete, kleinste bis faustgrosse Calcitdrusen, während Silexknollen und Schillzwischenlagen fehlen. Die obersten 2-3 m des Trigonodusdolomits bestehen aus gut gebankten, hellbeigen Dolomiten. In diesem Horizont treten als besonderes Merkmal schichtparallel gelagerte, bis 10 cm starke, weisse und schwarze, gebänderte Silexplatten auf. Anhydritdolomit: Die Dolomite der obersten Anhydritgruppe sind dadurch charakterisiert, dass sie stets ausgeprägt gebankt sind. Auffällig ist vor allem die oft sehr dünnplattige Ausbildung, wobei die Dicke der einzelnen Bänke von Bruchteilen von cm bis zu einigen cm variiert. Die einförmige Serie von beigem, weisslich anwitterndem Dolomit wird durch Zwischenlagen von Rauhwacken etwas aufgelockert. Bemerkenswert ist ein 1-1,5 m mächtiger Horizont nahe der Untergrenze des Hauptmuschelkalkes, in dem sich gebänderte, dunkelbraune Silexlagen beobachten lassen. Die Silex sind 0,5-3 cm dick und können Flächen bis zu einem Quadratmeter einnehmen.
- Silex:
.
029_SO / Lommiswil, Steingrueben
Bezirk Lebern / Gemeinde Lommiswil, Koord. (ca.): 2'602’671 / 1'231’686
Literatur:
- Graeser,St.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 441; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten
Die Grube liegt nördlich des Dorfes im Steingraben, weitum bekannt wegen den zahlreichen Saurierspuren in der steilen Felswand. Das Betreten dieses Bereichs des Steinbruchs oder das Überschreiten der Absperrungen ist strengstens verboten, kommen doch immer wieder Steine die Felswand herunter, welche bei diesem Gefälle zu schweren Verletzungen führen.
- Calcit: in Hohlräumen von Ammoniten.
- Smythit: messinggelbe hexagonale Plättchen auf Calcit im Hohlraum eines Ammoniten (bestimmt durch Prof. Dr. Graeser). Die Fundortbezeichnung lautet lediglich "Lommiswil".
. Bezirk Lebern / Gemeinde Lommiswil, Koord. (ca.): 2'602’671 / 1'231’686
Literatur:
- Graeser,St.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 441; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten
Die Grube liegt nördlich des Dorfes im Steingraben, weitum bekannt wegen den zahlreichen Saurierspuren in der steilen Felswand. Das Betreten dieses Bereichs des Steinbruchs oder das Überschreiten der Absperrungen ist strengstens verboten, kommen doch immer wieder Steine die Felswand herunter, welche bei diesem Gefälle zu schweren Verletzungen führen.
- Calcit: in Hohlräumen von Ammoniten.
- Smythit: messinggelbe hexagonale Plättchen auf Calcit im Hohlraum eines Ammoniten (bestimmt durch Prof. Dr. Graeser). Die Fundortbezeichnung lautet lediglich "Lommiswil".
030_SO / Oberdorf, Fikigraben
Bezirk Lebern / Gemeinde Oberdorf, Koord. (ca.): 2'604’506 / 1'232’770
An der Weissensteinstrasse führt ab der Lokalität Nesselboden in westlicher Richtung über Gartenmatt ein Feldweg in das Gebiet des für seinen Fossilienreichtum bekannten Fikigraben. Etwa 50 Meter vor dem Graben wechselt der helle Hauptrogenstein zu den dunkleren, gut erkennbaren Schichten der Passwang-Formation. Erst im Bereich der Bachrunse erwecken die rotbraunen Humphriesi-Schichten mit ihren Fossilien das Interesse. Einzelne fossilhaltige Brocken, und vor allem Anstehendes, können im Grabenbereich oberhalb des Weges beobachtet werden, geschobenes Material auch unterhalb des Weges bis gegen die Station Oberdorf hinunter. Ein aus dem oberen Grabenbereich stammender Ammonit mit 53 cm Durchmesser kann im Museum Solothurn bestaunt werden. Die Hohlräume der Fossilen können Ankerit, Calcit, Coelestin, Goethit, Pyrit und Strontianit enthalten. Neben reichlich Calcit beherbergen die Hohlräume öfters Goethit und Coelestin. Funde sind im Bereich der Bachrunse noch möglich, das Graben im Gelände ist nicht erlaubt.
- Ankerit:
- Calcit:
- Coelestin: bläulich bis weiss oder farblos, füllt ganze Kammern oder bildet flachtafelige Kristalle, welche wasserklar bis milchigweiss sind und teils bereits Auflösungserscheinungen zeigen.
- Goethit: bis 2 mm grossen Nadeln, büschelig angeordnet oder freistehend.
- Pyrit:
- Strontianit:
.Bezirk Lebern / Gemeinde Oberdorf, Koord. (ca.): 2'604’506 / 1'232’770
An der Weissensteinstrasse führt ab der Lokalität Nesselboden in westlicher Richtung über Gartenmatt ein Feldweg in das Gebiet des für seinen Fossilienreichtum bekannten Fikigraben. Etwa 50 Meter vor dem Graben wechselt der helle Hauptrogenstein zu den dunkleren, gut erkennbaren Schichten der Passwang-Formation. Erst im Bereich der Bachrunse erwecken die rotbraunen Humphriesi-Schichten mit ihren Fossilien das Interesse. Einzelne fossilhaltige Brocken, und vor allem Anstehendes, können im Grabenbereich oberhalb des Weges beobachtet werden, geschobenes Material auch unterhalb des Weges bis gegen die Station Oberdorf hinunter. Ein aus dem oberen Grabenbereich stammender Ammonit mit 53 cm Durchmesser kann im Museum Solothurn bestaunt werden. Die Hohlräume der Fossilen können Ankerit, Calcit, Coelestin, Goethit, Pyrit und Strontianit enthalten. Neben reichlich Calcit beherbergen die Hohlräume öfters Goethit und Coelestin. Funde sind im Bereich der Bachrunse noch möglich, das Graben im Gelände ist nicht erlaubt.
- Ankerit:
- Calcit:
- Coelestin: bläulich bis weiss oder farblos, füllt ganze Kammern oder bildet flachtafelige Kristalle, welche wasserklar bis milchigweiss sind und teils bereits Auflösungserscheinungen zeigen.
- Goethit: bis 2 mm grossen Nadeln, büschelig angeordnet oder freistehend.
- Pyrit:
- Strontianit:
031_SO / Oberdorf, Rüschgraben, Gross-Chessel (Ost)
Bezirk Lebern / Gemeinde Oberdorf, Koord. (ca.): 2'601’878 / 1'233’076
Gross-Chessel, Ost 1 (Fossilien: Swisstopo, Sammler): 2'601'878 / 1’233'076, 1005 m ü. M.
Gross-Chessel, Ost 2 (Fossilien: Sammler): 2'602'092 / 1’233'144, 1080 m ü. M.
Für die beiden Stellen an der Ostseite des Grabens gilt das gleiche Mineralienvorkommen wie auf der Westseite, nämlich Ankerit, Baryt, Calcit, Coelestin, Goethit, Pyrit und Strontianit. Es ist ratsam, die Fundstellen vor dem Einsetzen der Vegetation, das heisst im Frühling, zu besuchen.
- Ankerit:
- Baryt:
- Calcit:
- Coelestin:
- Goethit:
- Pyrit:
- Strontianit:
. Bezirk Lebern / Gemeinde Oberdorf, Koord. (ca.): 2'601’878 / 1'233’076
Gross-Chessel, Ost 1 (Fossilien: Swisstopo, Sammler): 2'601'878 / 1’233'076, 1005 m ü. M.
Gross-Chessel, Ost 2 (Fossilien: Sammler): 2'602'092 / 1’233'144, 1080 m ü. M.
Für die beiden Stellen an der Ostseite des Grabens gilt das gleiche Mineralienvorkommen wie auf der Westseite, nämlich Ankerit, Baryt, Calcit, Coelestin, Goethit, Pyrit und Strontianit. Es ist ratsam, die Fundstellen vor dem Einsetzen der Vegetation, das heisst im Frühling, zu besuchen.
- Ankerit:
- Baryt:
- Calcit:
- Coelestin:
- Goethit:
- Pyrit:
- Strontianit:
032_SO / Oberdorf, Rüschgraben, Gross-Chessel (West)
Bezirk Lebern / Gemeinde Oberdorf, Koord. (ca.): 2'601’464 / 1'233’326
Gross-Chessel, West (Fossilien: Swisstopo): 2'601'464 / 1’233'326, 1053 m ü. M.
Gross-Chessel, West (Fossilien: Sammler): 2'604'506 / 1’232'770, 1090 m ü. M.
Swisstopo zeigt auf der Westseite des Rüschgraben auf eine Fossilfundstelle. Bei einer Begehung konnten in diesem Bereich höchstens schlecht erhaltene Fossilien im Hauptrogenstein festgestellt werden. Ein ortskundiger Sammler verweist auf eine andere, ca. 120 Meter entfernte Fossilfundstelle in den Murchisonae-Schichten. In Hohlräumen von Ammoniten sind Vorkommen von Ankerit, Baryt, Calcit, Coelestin, Goethit, Pyrit und Strontianit möglich.
- Ankerit:
- Baryt:
- Calcit:
- Coelestin:
- Goethit:
- Pyrit:
- Strontianit:
. Bezirk Lebern / Gemeinde Oberdorf, Koord. (ca.): 2'601’464 / 1'233’326
Gross-Chessel, West (Fossilien: Swisstopo): 2'601'464 / 1’233'326, 1053 m ü. M.
Gross-Chessel, West (Fossilien: Sammler): 2'604'506 / 1’232'770, 1090 m ü. M.
Swisstopo zeigt auf der Westseite des Rüschgraben auf eine Fossilfundstelle. Bei einer Begehung konnten in diesem Bereich höchstens schlecht erhaltene Fossilien im Hauptrogenstein festgestellt werden. Ein ortskundiger Sammler verweist auf eine andere, ca. 120 Meter entfernte Fossilfundstelle in den Murchisonae-Schichten. In Hohlräumen von Ammoniten sind Vorkommen von Ankerit, Baryt, Calcit, Coelestin, Goethit, Pyrit und Strontianit möglich.
- Ankerit:
- Baryt:
- Calcit:
- Coelestin:
- Goethit:
- Pyrit:
- Strontianit:
033_SO / Oberdorf, Weissensteintunnel (Südportal)
Bezirk Lebern / Gemeinde Oberdorf, Koord. (ca.): 2'604’183 / 1'231’745
Literatur:
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363
Im Unterer Dogger, Sowerbyi-Schichten in Gesteinshohlräumen. Die Koordinaten zeigen auf das Südportal des Tunnels. Nach fast 3-jähriger Bauzeit erfolgte 1906 der Durchschlag des Weissensteintunnels. In den Gesteinshohlräumen der Sowerbyi-Schichten (Unterer Dogger) konnten die Mineralien Baryt, Calcit, Coelestin, Gips und Pyrit festgestellt werden. Informationen zu Form und Ausbildung der Kristalle fehlen. Am Südeingang des Weissensteintunnels wurde eine 8 cm mächtige Schicht von Papierkohle (Dysodil) mit etwas Braunkohle in Süsswasserschichten erschlossen. Die Papierkohle, die reich an Fischresten ist, enthält ca. 25 % kohlige Substanz.
- Baryt:
- Braunkohle:
- Calcit:
- Coelestin:
- Gips:
- Papierkohle:
- Pyrit:
. Bezirk Lebern / Gemeinde Oberdorf, Koord. (ca.): 2'604’183 / 1'231’745
Literatur:
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363
Im Unterer Dogger, Sowerbyi-Schichten in Gesteinshohlräumen. Die Koordinaten zeigen auf das Südportal des Tunnels. Nach fast 3-jähriger Bauzeit erfolgte 1906 der Durchschlag des Weissensteintunnels. In den Gesteinshohlräumen der Sowerbyi-Schichten (Unterer Dogger) konnten die Mineralien Baryt, Calcit, Coelestin, Gips und Pyrit festgestellt werden. Informationen zu Form und Ausbildung der Kristalle fehlen. Am Südeingang des Weissensteintunnels wurde eine 8 cm mächtige Schicht von Papierkohle (Dysodil) mit etwas Braunkohle in Süsswasserschichten erschlossen. Die Papierkohle, die reich an Fischresten ist, enthält ca. 25 % kohlige Substanz.
- Baryt:
- Braunkohle:
- Calcit:
- Coelestin:
- Gips:
- Papierkohle:
- Pyrit:
034_SO / Rüttenen, Steingruben
Bezirk Lebern / Gemeinde Rüttenen
Südlich von Rüttenen, am Stadtrand von Solothurn, wurde ab dem 17. Jh. und bis ins frühe 20. Jh. in zahlreichen Gruben Kalkstein, der sog. Solothurner Stein, auch Solothurner Marmor genannt, ein in der Verenakette auffindbarer weisser Kalkstein, abgebaut. Der Stein wurde zu grossen Teilen in der historischen Altstadt verbaut, aber auch exportiert. Ihre wirtschaftliche Blütezeit hatte die Steinindustrie zwischen 1860 und 1880, als schweizweit zahlreiche Eisenbahnbrücken und -tunnel gebaut wurden. Damals sollen in und um Solothurn über 300 Arbeiter in den elf Gruben tätig gewesen sein. Zu Beginn des 20. Jh. verlor der Abbau unter anderem wegen der abnehmenden Qualität und der aufkommenden Uhrenindustrie an Bedeutung. Mitte des 20. Jh. schlossen die letzten Gruben den Betrieb.
Über vorkommende Mineralien ist wenig bekannt. Zwei Belegstufen mit schönen, vollkommen ausgebildeten Markasitkristallen und mit der Fundortbezeichnung Weissenstein, Rüttenen, befinden sich in der Sammlung des NHM Basel.
- Markasit:
- Solothurner Kalkstein:
- Solothurner Marmor:
Bezirk Lebern / Gemeinde Rüttenen
Südlich von Rüttenen, am Stadtrand von Solothurn, wurde ab dem 17. Jh. und bis ins frühe 20. Jh. in zahlreichen Gruben Kalkstein, der sog. Solothurner Stein, auch Solothurner Marmor genannt, ein in der Verenakette auffindbarer weisser Kalkstein, abgebaut. Der Stein wurde zu grossen Teilen in der historischen Altstadt verbaut, aber auch exportiert. Ihre wirtschaftliche Blütezeit hatte die Steinindustrie zwischen 1860 und 1880, als schweizweit zahlreiche Eisenbahnbrücken und -tunnel gebaut wurden. Damals sollen in und um Solothurn über 300 Arbeiter in den elf Gruben tätig gewesen sein. Zu Beginn des 20. Jh. verlor der Abbau unter anderem wegen der abnehmenden Qualität und der aufkommenden Uhrenindustrie an Bedeutung. Mitte des 20. Jh. schlossen die letzten Gruben den Betrieb.
Über vorkommende Mineralien ist wenig bekannt. Zwei Belegstufen mit schönen, vollkommen ausgebildeten Markasitkristallen und mit der Fundortbezeichnung Weissenstein, Rüttenen, befinden sich in der Sammlung des NHM Basel.
- Markasit:
- Solothurner Kalkstein:
- Solothurner Marmor:
.
035_SO / Selzach, Stallflue
Bezirk Lebern-Gemeinde Selzach, Koord. (ca.): 2'600’217 / 1'232’125
Schauenburg, oberhalb (Anceps-Athleta-Schicht): 2'600'217 / 1’232'125, 1258 m ü. M. Schauenburgschwang, oberhalb (Anceps-Athleta-Schicht): 2'599'700 / 1’231'725, 1145 m ü. M.
Die folgende Stufe ist lediglich mit "Stallfluh, Macrocephalus, Callovien, ob. Dogger" beschriftet. Unter Einbezug der geologischen Karte von Swisstopo und der geologischen Zeitskala, kann ein mögliches Fundgebiet herauskristallisiert werden.
- Die Stallfluh (1409 m ü. M.) liegt im Hauptrogenstein, ist also älter als die Macrocephalus-Schichten, die Fundstelle muss demzufolge weiter unten liegen.
- Die nächste in Frage kommende Schicht unterhalb der Stallfluh ist auf der nordwestlichen, wie auf der südöstlichen Seite, die Anceps-Athleta-Schicht (eine Geringmächtige, eisenoolithreiche Wechsellagerung aus ockerfarbenem Mergelkalk und blauschwarzem Mergel mit Mergelkalkknollen).
- Während der nordwestliche Hang in diesem Schichtbereich mit wenig Neigung verläuft, fällt die südwestliche Seite durch die steilen Felswände und viel Geröll auf. Als mögliches Fundgebiet für die Fossilien kann also die südöstliche Gegend der Stallfluh, das heisst oberhalb der Schauenburg und der Schauenburgschwang, in Betracht gezogen werden. Dabei ist zu beachten, dass im Laufe der Jahre durch Felsabbrüche des obenliegenden Hauptrogensteins tiefer liegende Schichten überdeckt worden sind. Das bewaldete und steile Gelände ist schwierig zu begehen, das Anstehende ohne Kletterhilf kaum zu erreichen. Weitere Funde von der Stallfluh konnten in den Sammlungen der kantonalen Museen nicht ausgemacht werden, es dürfte sich bei der folgenden Stufe um einen Einzelfund handeln.
- Pyrit:
- Sphalerit:
. Bezirk Lebern-Gemeinde Selzach, Koord. (ca.): 2'600’217 / 1'232’125
Schauenburg, oberhalb (Anceps-Athleta-Schicht): 2'600'217 / 1’232'125, 1258 m ü. M. Schauenburgschwang, oberhalb (Anceps-Athleta-Schicht): 2'599'700 / 1’231'725, 1145 m ü. M.
Die folgende Stufe ist lediglich mit "Stallfluh, Macrocephalus, Callovien, ob. Dogger" beschriftet. Unter Einbezug der geologischen Karte von Swisstopo und der geologischen Zeitskala, kann ein mögliches Fundgebiet herauskristallisiert werden.
- Die Stallfluh (1409 m ü. M.) liegt im Hauptrogenstein, ist also älter als die Macrocephalus-Schichten, die Fundstelle muss demzufolge weiter unten liegen.
- Die nächste in Frage kommende Schicht unterhalb der Stallfluh ist auf der nordwestlichen, wie auf der südöstlichen Seite, die Anceps-Athleta-Schicht (eine Geringmächtige, eisenoolithreiche Wechsellagerung aus ockerfarbenem Mergelkalk und blauschwarzem Mergel mit Mergelkalkknollen).
- Während der nordwestliche Hang in diesem Schichtbereich mit wenig Neigung verläuft, fällt die südwestliche Seite durch die steilen Felswände und viel Geröll auf. Als mögliches Fundgebiet für die Fossilien kann also die südöstliche Gegend der Stallfluh, das heisst oberhalb der Schauenburg und der Schauenburgschwang, in Betracht gezogen werden. Dabei ist zu beachten, dass im Laufe der Jahre durch Felsabbrüche des obenliegenden Hauptrogensteins tiefer liegende Schichten überdeckt worden sind. Das bewaldete und steile Gelände ist schwierig zu begehen, das Anstehende ohne Kletterhilf kaum zu erreichen. Weitere Funde von der Stallfluh konnten in den Sammlungen der kantonalen Museen nicht ausgemacht werden, es dürfte sich bei der folgenden Stufe um einen Einzelfund handeln.
- Pyrit:
- Sphalerit:
036_SO / Hägendorf, Balm
Bezirk Olten / Gemeinde Hägendorf, Koord. (ca.): 2'630’140 / 1'244’340
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Aus der mineralogischen Sammlung des NHM Bern stammt farbloser bis grünblauer Vivianit. Dieser tritt auf Verwerfungsflächen in den Malmkalken beim Südportal des Belchentunnels bei Balm (Härkingen) auf (siehe Puschnig, 2010).
- Vivianit: über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Bern.
.
Bezirk Olten / Gemeinde Hägendorf, Koord. (ca.): 2'630’140 / 1'244’340
Literatur:
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Aus der mineralogischen Sammlung des NHM Bern stammt farbloser bis grünblauer Vivianit. Dieser tritt auf Verwerfungsflächen in den Malmkalken beim Südportal des Belchentunnels bei Balm (Härkingen) auf (siehe Puschnig, 2010).
- Vivianit: über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Bern.
.
037_SO / Hägendorf, Fasiswald
Bezirk Olten / Gemeinde Hägendorf, Koord. (ca.): 2'628’903 / 1'245’324
Literatur:
- Andermatt, Paul.J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 4 ff
- Andermatt, Paul J.; Urner Mineralienfreund; 2001; Heft 4; Seite 17-22
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Um das Jahr 2000 endete der Abbau des Opalinustones in der Grube Fasiswald. Ab 2016 wurde sie mit Aushubmaterial (Gipskeuper) von der dritten Belchentunnelröhre verfüllt, heute (2023) ist die Grube renaturiert. Damit ging auch ein wichtiger Aufschluss in den Schichten des Opalinustons und des Lias verloren. Diese geologischen Schichten zeichnen sich durch ihren Fossilien- und Mineralienreichtum aus. Bevor die geologisch bedeutsame Tongrube Fasiswald mit dem Ausbruchmaterial aufgefüllt wurde, sorgte eine Grabung für die Sicherung des Schichten-Profils. Ein geschützter schmaler Streifen am rechten Grubenrand (rot eingekreist) zeugt noch vom reichen Fossilienvorkommen (hier vor allem gryphaea obliqua).
- Anhydrit: aus dem Tunnelmaterial.
- Ankerit: faserig, fächerförmig auch mm-grosse und sattelförmig gekrümmte Rhomboeder.
- Baryt: stängelig, bis 2 mm, verwachsen mit Pyrit oder faserig, weiss-gräulich, fächerförmig. Auch roströtlich.
- Calcit: Skalenoeder, bis 2 mm, milchig. Auf der Südseite der Grube bis 4 mm.
- Coelestin: Garben, milchig weiss oder tafelige bläuliche Kristalle bis 1 cm.
- Dolomit: sattelförmige Aggregate aus weissen bis bräunlichen Rhomboedern bis 5 mm bestehend.
- Gips: tafelig, durchsichtig, bis 5 mm.
- Goethit: nadelig, selten, bis 1 mm.
- Markasit:
- Millerit: bronzefarbige nadelige Kristalle bis 1 mm, einmaliger Fund.
- Pyrit: würfelig und auch verzerrt, bis 2 mm.
- Pyrrhotin: nachgewiesen bis 2 mm, broncefarbig, sehr dünne Plättchen.
- Smythit: sehr dünne, hexagonale Plättchen, bis 2 mm, oft in Limonit umgewandelt.
- Sphalerit: schwarze, tafelige Kristalle bis 5 mm.
- Strontianit: radialstrahlige Aggregate, bis 2 mm, hellbeigefarbig.
. Bezirk Olten / Gemeinde Hägendorf, Koord. (ca.): 2'628’903 / 1'245’324
Literatur:
- Andermatt, Paul.J.; MINERALIEN-Welt; 1998; Heft 2; Seite 49
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 4 ff
- Andermatt, Paul J.; Urner Mineralienfreund; 2001; Heft 4; Seite 17-22
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
Um das Jahr 2000 endete der Abbau des Opalinustones in der Grube Fasiswald. Ab 2016 wurde sie mit Aushubmaterial (Gipskeuper) von der dritten Belchentunnelröhre verfüllt, heute (2023) ist die Grube renaturiert. Damit ging auch ein wichtiger Aufschluss in den Schichten des Opalinustons und des Lias verloren. Diese geologischen Schichten zeichnen sich durch ihren Fossilien- und Mineralienreichtum aus. Bevor die geologisch bedeutsame Tongrube Fasiswald mit dem Ausbruchmaterial aufgefüllt wurde, sorgte eine Grabung für die Sicherung des Schichten-Profils. Ein geschützter schmaler Streifen am rechten Grubenrand (rot eingekreist) zeugt noch vom reichen Fossilienvorkommen (hier vor allem gryphaea obliqua).
- Anhydrit: aus dem Tunnelmaterial.
- Ankerit: faserig, fächerförmig auch mm-grosse und sattelförmig gekrümmte Rhomboeder.
- Baryt: stängelig, bis 2 mm, verwachsen mit Pyrit oder faserig, weiss-gräulich, fächerförmig. Auch roströtlich.
- Calcit: Skalenoeder, bis 2 mm, milchig. Auf der Südseite der Grube bis 4 mm.
- Coelestin: Garben, milchig weiss oder tafelige bläuliche Kristalle bis 1 cm.
- Dolomit: sattelförmige Aggregate aus weissen bis bräunlichen Rhomboedern bis 5 mm bestehend.
- Gips: tafelig, durchsichtig, bis 5 mm.
- Goethit: nadelig, selten, bis 1 mm.
- Markasit:
- Millerit: bronzefarbige nadelige Kristalle bis 1 mm, einmaliger Fund.
- Pyrit: würfelig und auch verzerrt, bis 2 mm.
- Pyrrhotin: nachgewiesen bis 2 mm, broncefarbig, sehr dünne Plättchen.
- Smythit: sehr dünne, hexagonale Plättchen, bis 2 mm, oft in Limonit umgewandelt.
- Sphalerit: schwarze, tafelige Kristalle bis 5 mm.
- Strontianit: radialstrahlige Aggregate, bis 2 mm, hellbeigefarbig.
038_SO / Kappel, Untere Rainban (ehem. Zementsteinbruch)
Bezirk Olten / Gemeinde Kappel, Koord. (ca.): 2'632’493 / 1'240’259
Der direkt an der Autobahn liegende Steinbruch ist völlig überwuchert und seit längerem nicht mehr in Betrieb. Das Areal kann höchstens noch vom darüber liegenden Waldweg her aufgesucht werden.
- Silex:
.
Bezirk Olten / Gemeinde Kappel, Koord. (ca.): 2'632’493 / 1'240’259
Der direkt an der Autobahn liegende Steinbruch ist völlig überwuchert und seit längerem nicht mehr in Betrieb. Das Areal kann höchstens noch vom darüber liegenden Waldweg her aufgesucht werden.
- Silex:
.
039_SO / Olten, Aare, Hardflue, Hardkopf, Säliwald
Bezirk Olten / Gemeinde Olten, Koord. (ca.): 2'635’640 / 1'244’990
In der Gegend von Olten und Solothurn, am Ufer der Aare, wurde früher Gold gewaschen. Die erste Genehmigung wurde 1457 einem gewissen Bendicht Blumenberg erteilt. Der Goldgehalt der Anschwemmungen der Aare ist nicht bekannt. Die Tatsache aber, dass es zu Streitigkeiten zwischen den Goldwäschern kam und dass die Behörden 1523 ihren Anspruch auf die Überwachung sämtlicher Goldfunde bekräftigten, lässt darauf schliessen, dass diese keinesfalls unbedeutend waren. Gegen 1820 stellte ein gewisser Frei aus Olten 60 Arbeiter an, die in einer grossen Wäscherei beschäftigt wurden. Über den Ertrag ist nichts bekannt. Die letzte Genehmigung zum Goldsuchen wurde in Solothurn im Jahre 1862 erteilt. Bei Grabungsarbeiten beim Hardkopf (Hardflue), ca. bei 2'635'640 / 1’244'990, 447 m ü. M., konnten mit Pyrit belegte Fossilien geborgen werden. Ob die Grabung im Zusammenhang mit dem Schulhausbau oder der naheliegenden Fossilfundstelle (2'635'560 / 1’244'915) steht, ist nicht dokumentiert. In der Sammlung des Museums Olten lagert ein rötlicher Bandjaspis mit der Fundortbezeichnung Säliwald (ca. 2'636'040 / 1’243'160, 505 m ü. M.). Eine Begehung des Waldes lieferte keinerlei Anzeichen weiterer Jaspisvorkommen. Es handelt sich hier eher um einen Einzelfund, welcher auch aus dem für den Waldweg zugeführten Schottermaterial stammen könnte.
- Bandjaspis:
- Pyrit:
- Waschgold:
.
Bezirk Olten / Gemeinde Olten, Koord. (ca.): 2'635’640 / 1'244’990
In der Gegend von Olten und Solothurn, am Ufer der Aare, wurde früher Gold gewaschen. Die erste Genehmigung wurde 1457 einem gewissen Bendicht Blumenberg erteilt. Der Goldgehalt der Anschwemmungen der Aare ist nicht bekannt. Die Tatsache aber, dass es zu Streitigkeiten zwischen den Goldwäschern kam und dass die Behörden 1523 ihren Anspruch auf die Überwachung sämtlicher Goldfunde bekräftigten, lässt darauf schliessen, dass diese keinesfalls unbedeutend waren. Gegen 1820 stellte ein gewisser Frei aus Olten 60 Arbeiter an, die in einer grossen Wäscherei beschäftigt wurden. Über den Ertrag ist nichts bekannt. Die letzte Genehmigung zum Goldsuchen wurde in Solothurn im Jahre 1862 erteilt. Bei Grabungsarbeiten beim Hardkopf (Hardflue), ca. bei 2'635'640 / 1’244'990, 447 m ü. M., konnten mit Pyrit belegte Fossilien geborgen werden. Ob die Grabung im Zusammenhang mit dem Schulhausbau oder der naheliegenden Fossilfundstelle (2'635'560 / 1’244'915) steht, ist nicht dokumentiert. In der Sammlung des Museums Olten lagert ein rötlicher Bandjaspis mit der Fundortbezeichnung Säliwald (ca. 2'636'040 / 1’243'160, 505 m ü. M.). Eine Begehung des Waldes lieferte keinerlei Anzeichen weiterer Jaspisvorkommen. Es handelt sich hier eher um einen Einzelfund, welcher auch aus dem für den Waldweg zugeführten Schottermaterial stammen könnte.
- Bandjaspis:
- Pyrit:
- Waschgold:
.
040_SO / Wangen bei Olten, Born (ehem. Steinbruch), Bornflühe
Bezirk Olten / Gemeinde Wangen, Koord. (ca.): 2'634’000 / 1'242’400
Literatur:
- Holenweg, Hans & Stehlin, Hanspeter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1972; Heft 6; Seite 171-177; Neue Funde von Baryt im Schweizer Jura
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 105
Die Paragenese liegt im gleichen Horizont wie Heidenloch bei Oftringen (Barytfundstelle). Der von 1924 bis 1997 intensiv betriebene Steinbruch Born lieferte ungefähr 6,4 Millionen Kubikmeter Kalkstein und Mergel an die Zementfabrik Olten. Damit die langfristige Sicherheit der Felswände gewährleistet ist, wird die Grube mit einem Volumen von 500’000 Kubikmetern sauberen und unverschmutzten Aushubmaterials gesichert. Im Verhältnis zur Grösse des Steinbruchs sind die Mineralienvorkommen sehr bescheiden ausgefallen. Bornflühe: Die Geissberg-Schichten zeichnen sich hauptsächlich durch ihren Reichtum an Fossilien aus. In ihrem unteren Drittel lässt sich in den Bornflühen deutlich eine etwa 2 - 3 m mächtige Brachiopodenbank erkennen, welche aber nicht auf mögliche Vorkommen von Mineralien untersucht wurde.
- Baryt: einige mm-grosse Täfelchen auf Calcit. Tafelige, durch Einschlüsse teilweise getrübte Kristalle in den harten, gelblichen Kalken der Geissbergschichten (Oxfordien).
- Calcit:
- Chalcedon: als Silex, bis 40 cm Durchmesser, zu finden im Kimmeridge-Kalk.
- Silex: massenhaft auf der rechten Seite des Bruches und an der weissen Schale gut zu erkennen.
. Bezirk Olten / Gemeinde Wangen, Koord. (ca.): 2'634’000 / 1'242’400
Literatur:
- Holenweg, Hans & Stehlin, Hanspeter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1972; Heft 6; Seite 171-177; Neue Funde von Baryt im Schweizer Jura
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 105
Die Paragenese liegt im gleichen Horizont wie Heidenloch bei Oftringen (Barytfundstelle). Der von 1924 bis 1997 intensiv betriebene Steinbruch Born lieferte ungefähr 6,4 Millionen Kubikmeter Kalkstein und Mergel an die Zementfabrik Olten. Damit die langfristige Sicherheit der Felswände gewährleistet ist, wird die Grube mit einem Volumen von 500’000 Kubikmetern sauberen und unverschmutzten Aushubmaterials gesichert. Im Verhältnis zur Grösse des Steinbruchs sind die Mineralienvorkommen sehr bescheiden ausgefallen. Bornflühe: Die Geissberg-Schichten zeichnen sich hauptsächlich durch ihren Reichtum an Fossilien aus. In ihrem unteren Drittel lässt sich in den Bornflühen deutlich eine etwa 2 - 3 m mächtige Brachiopodenbank erkennen, welche aber nicht auf mögliche Vorkommen von Mineralien untersucht wurde.
- Baryt: einige mm-grosse Täfelchen auf Calcit. Tafelige, durch Einschlüsse teilweise getrübte Kristalle in den harten, gelblichen Kalken der Geissbergschichten (Oxfordien).
- Calcit:
- Chalcedon: als Silex, bis 40 cm Durchmesser, zu finden im Kimmeridge-Kalk.
- Silex: massenhaft auf der rechten Seite des Bruches und an der weissen Schale gut zu erkennen.
041_SO / Wangen bei Olten, Chalchofen, Kalkofen; (Silex-Bergbau)
Bezirk Olten / Gemeinde Wangen, Koord. (ca.): 2'633’670 / 1'244’110
Beim Aushub für einen Garagenbau, im Jahr 2010, gegenüber der Bethlehem-Kapelle und nahe beim Wohnheim Bethlehem, stiess man auf ein komplexes Silex-Bergwerk. Das innerhalb von etwa 2 Monaten von rund 7 Archäologen freigelegte Bergwerk befindet sich oberhalb der Durchgangsstrasse an der Gemeindegrenze Olten/Wangen im Gebiet "Chalchofen" (Kalchofen). Das Gebiet ist seit langem als steinzeitliche Fundstätte bekannt. Bereits vor rund 5000 Jahren wurde in der Umgebung von Wangen bei Olten nach den Silexknollen gegraben. Anfänglich genügte das Abtragen der obersten 1 bis 2 Meter mächtigen Erdschicht um an die Gesteinsschicht mit den begehrten Knollen zu gelangen. Wie Ausgrabungen zeigten, wurden später wegen der grossen Nachfrage für die Bergung auch mehrere Schächte und Stollen angelegt. Von den ehemaligen nördlich von Wangen bei Olten betrieben Gruben (siehe folgende Liste) sind noch Abbauspuren erkennbar. Silexknollen mit ihrer markanten weissen bis gelblichen Patina können im ganzen Waldgebiet noch gefunden werden. Während früher der Name "Feuerstein" oft als Überbegriff für unterschiedliche Kieselgesteine verwendet wurde, wird heute hingegen Feuerstein (Flint) als eine spezielle Form des Gesteins bzw. Überbegriffs "Hornstein" angesehen und der "Hornstein-Gruppe" zugeordnet.
Hubel: 2'633'090 / 1’244'250, 444 m ü. M.
Kalchofen: 2'633'440 / 1’244'310, 450 m ü. M. (steinzeitliches Bergwerk)
Kalchofen: 2'633'670 / 1’244'160, 424 m ü. M. (steinzeitliches Bergwerk)
Fornewald: 2'633'970 / 1’244'750, 451 m ü. M.
Fornewald: 2'633'840 / 1’244'480, 445 m ü. M.
Fornewald: 2'634'040 / 1’244'870, 461 m ü. M.
Hochrüti: 2'633'020 / 1’244'980, 546 m ü. M.
Bannwald: 2'633'320 / 1’245'370, 579 m ü. M.
Bannwald: 2'633'560 / 1’245'390, 547 m ü. M.
- Silex:
. Bezirk Olten / Gemeinde Wangen, Koord. (ca.): 2'633’670 / 1'244’110
Beim Aushub für einen Garagenbau, im Jahr 2010, gegenüber der Bethlehem-Kapelle und nahe beim Wohnheim Bethlehem, stiess man auf ein komplexes Silex-Bergwerk. Das innerhalb von etwa 2 Monaten von rund 7 Archäologen freigelegte Bergwerk befindet sich oberhalb der Durchgangsstrasse an der Gemeindegrenze Olten/Wangen im Gebiet "Chalchofen" (Kalchofen). Das Gebiet ist seit langem als steinzeitliche Fundstätte bekannt. Bereits vor rund 5000 Jahren wurde in der Umgebung von Wangen bei Olten nach den Silexknollen gegraben. Anfänglich genügte das Abtragen der obersten 1 bis 2 Meter mächtigen Erdschicht um an die Gesteinsschicht mit den begehrten Knollen zu gelangen. Wie Ausgrabungen zeigten, wurden später wegen der grossen Nachfrage für die Bergung auch mehrere Schächte und Stollen angelegt. Von den ehemaligen nördlich von Wangen bei Olten betrieben Gruben (siehe folgende Liste) sind noch Abbauspuren erkennbar. Silexknollen mit ihrer markanten weissen bis gelblichen Patina können im ganzen Waldgebiet noch gefunden werden. Während früher der Name "Feuerstein" oft als Überbegriff für unterschiedliche Kieselgesteine verwendet wurde, wird heute hingegen Feuerstein (Flint) als eine spezielle Form des Gesteins bzw. Überbegriffs "Hornstein" angesehen und der "Hornstein-Gruppe" zugeordnet.
Hubel: 2'633'090 / 1’244'250, 444 m ü. M.
Kalchofen: 2'633'440 / 1’244'310, 450 m ü. M. (steinzeitliches Bergwerk)
Kalchofen: 2'633'670 / 1’244'160, 424 m ü. M. (steinzeitliches Bergwerk)
Fornewald: 2'633'970 / 1’244'750, 451 m ü. M.
Fornewald: 2'633'840 / 1’244'480, 445 m ü. M.
Fornewald: 2'634'040 / 1’244'870, 461 m ü. M.
Hochrüti: 2'633'020 / 1’244'980, 546 m ü. M.
Bannwald: 2'633'320 / 1’245'370, 579 m ü. M.
Bannwald: 2'633'560 / 1’245'390, 547 m ü. M.
- Silex:
042_SO / Wöschnau (alter Steinbruch)
Bezirk Olten / Gemeinde Wöschnau, Koord. (ca.): 2'645’330 / 1'248’440
Literatur:
- Bronner, Franz Xaver; Historisch-geographisch-statistisches Gemälde der Schweiz. Der Canton Aargau; 1844; Sechzehnter Band. I. Theil;
Im dichten Kalk des Steinbruches unweit des Dorfes Wöschnau bricht er in graulichweiss halbdurchsichtigen dünnen Stängelchen, die sich in spiessige, zarte Crystalle mit Glasglanz endigen. (Der Steinbruch liegt auf Aarauer-Gemeindegebiet).
- Aragonit: im dichten Kalk des Steinbruches unweit des Dorfes Wöschnau bricht er in graulichweiss halbdurchsichtigen dünnen Stängelchen , die sich in spiessige, zarte Kristalle mit Glasglanz endigen.
.
Bezirk Olten / Gemeinde Wöschnau, Koord. (ca.): 2'645’330 / 1'248’440
Literatur:
- Bronner, Franz Xaver; Historisch-geographisch-statistisches Gemälde der Schweiz. Der Canton Aargau; 1844; Sechzehnter Band. I. Theil;
Im dichten Kalk des Steinbruches unweit des Dorfes Wöschnau bricht er in graulichweiss halbdurchsichtigen dünnen Stängelchen, die sich in spiessige, zarte Crystalle mit Glasglanz endigen. (Der Steinbruch liegt auf Aarauer-Gemeindegebiet).
- Aragonit: im dichten Kalk des Steinbruches unweit des Dorfes Wöschnau bricht er in graulichweiss halbdurchsichtigen dünnen Stängelchen , die sich in spiessige, zarte Kristalle mit Glasglanz endigen.
.
043_SO / Aedermannsdorf;(Bohnerz)
Bezirk Thal / Gemeinde Aedermannsdorf, Koord. (ca.): 2'612’960 / 1'239’340
Literatur:
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 268
Abbau von Bohnerzen im Bezirk Thal: das Dünnerntal erreichte im 19. Jh. grosse Beachtung wegen seinen zahlreichen Bohnerzvorkommen, welche von Balsthal bis Gänsbrunnen ausgebeutet wurden. Vereinzelt sind im Gelände noch heute Spuren der einstigen Abbautätigkeiten wahrzunehmen.
Aedermannsdorf:
- Erzgrube Schmelzi, 3 Stollen: 2'612'504 / 1’238'158, 520 m ü. M.
- Eisenhammer: 2'613'214 / 1’238'291, 523 m ü. M. Abbau: 1830-1837, 30 t gewaschenes Erz. 6 Tagebauschürfungen und 4 Stollen (z. B. bei 2'613'164 / 1’238'350, 510 m ü. M.).
- Bohnerz:
- Calcit:
- Gips:
- Markasit:
- Pyrit: oft treppenförmig.
.
Bezirk Thal / Gemeinde Aedermannsdorf, Koord. (ca.): 2'612’960 / 1'239’340
Literatur:
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 268
Abbau von Bohnerzen im Bezirk Thal: das Dünnerntal erreichte im 19. Jh. grosse Beachtung wegen seinen zahlreichen Bohnerzvorkommen, welche von Balsthal bis Gänsbrunnen ausgebeutet wurden. Vereinzelt sind im Gelände noch heute Spuren der einstigen Abbautätigkeiten wahrzunehmen.
Aedermannsdorf:
- Erzgrube Schmelzi, 3 Stollen: 2'612'504 / 1’238'158, 520 m ü. M.
- Eisenhammer: 2'613'214 / 1’238'291, 523 m ü. M. Abbau: 1830-1837, 30 t gewaschenes Erz. 6 Tagebauschürfungen und 4 Stollen (z. B. bei 2'613'164 / 1’238'350, 510 m ü. M.).
- Bohnerz:
- Calcit:
- Gips:
- Markasit:
- Pyrit: oft treppenförmig.
.
044_SO / Balsthal;(Bohnerz)
Bezirk Thal / Gemeinde Balsthal, Koord. (ca.): 2'620’073 / 1'239’770 Literatur:
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 268
Abbau von Bohnerzen im Bezirk Thal: das Dünnerntal erreichte im 19. Jh. grosse Beachtung wegen seinen zahlreichen Bohnerzvorkommen, welche von Balsthal bis Gänsbrunnen ausgebeutet wurden. Vereinzelt sind im Gelände noch heute Spuren der einstigen Abbautätigkeiten wahrzunehmen.
Balsthal:
- Erzgrube Erzmatt: 2'620'073 / 1’239'770, 617 m ü. M. Abbau: 1799-1849, 9536 t Bohnerz. Tagebauschlitze, Schürfungen, mehrere Schächte und Stollen und ca. 150 Pingen.
- Erzgrube Haulen: 2'618'716 / 1’241'186, 660 m ü. M. Abbau: 1839-1842, Umfang der Bohnerzausbeute nicht bekannt. Halden, Stollen und Schacht, beide verstürzt.
- Goleten: 2'617'529 / 1’239'104, 518 m ü. M. Abbau: 1826 - 1830, 34 t. Schürflöcher und Bolushaufen.
- Bohnerz:
.
Bezirk Thal / Gemeinde Balsthal, Koord. (ca.): 2'620’073 / 1'239’770 Literatur:
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 268
Abbau von Bohnerzen im Bezirk Thal: das Dünnerntal erreichte im 19. Jh. grosse Beachtung wegen seinen zahlreichen Bohnerzvorkommen, welche von Balsthal bis Gänsbrunnen ausgebeutet wurden. Vereinzelt sind im Gelände noch heute Spuren der einstigen Abbautätigkeiten wahrzunehmen.
Balsthal:
- Erzgrube Erzmatt: 2'620'073 / 1’239'770, 617 m ü. M. Abbau: 1799-1849, 9536 t Bohnerz. Tagebauschlitze, Schürfungen, mehrere Schächte und Stollen und ca. 150 Pingen.
- Erzgrube Haulen: 2'618'716 / 1’241'186, 660 m ü. M. Abbau: 1839-1842, Umfang der Bohnerzausbeute nicht bekannt. Halden, Stollen und Schacht, beide verstürzt.
- Goleten: 2'617'529 / 1’239'104, 518 m ü. M. Abbau: 1826 - 1830, 34 t. Schürflöcher und Bolushaufen.
- Bohnerz:
.
045_SO / Gänsbrunnen, Müliberg
Bezirk Thal / Gemeinde Gänsbrunnen, Koord. (ca.): 2'604’575 / 1'236’669
Literatur:
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 268
Aus dem Steinbruch sind ausser Pyrit und Calcit keine weiteren Mineralien bekannt. Bohnerz: Das Dünnerntal erreichte im 19. Jh. grosse Beachtung wegen seinen zahlreichen Bohnerzvorkommen, welche von Balsthal bis Gänsbrunnen ausgebeutet wurden. Vereinzelt sind im Gelände noch heute Spuren der einstigen Abbautätigkeiten wahrzunehmen.
Gänsbrunnen:
- Obere Malsen: 2'604'575 / 1’236'669, 834 m ü. M. Abb.: 1838-1842, 690 t Bohnerz.
- Am Malsenbach. Erzwäsche, Tagebauschürfung, Stollen.
- Im heute (2024) noch aktiven Steinbruch bei Gänsbrunnen, Koord.: 2'602'190 / 1’234'850, wird hochwertiger Kalkstein für kommunale und private Zwecke abgebaut. Ausser klarem bis braunem, fingernagelähnlichem Calcit und etwas Pyrit sind aus der Grube keine weiteren Mineralien bekannt.
- Bohnerz:
- Calcit:
- Pyrit:
.
Bezirk Thal / Gemeinde Gänsbrunnen, Koord. (ca.): 2'604’575 / 1'236’669
Literatur:
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 268
Aus dem Steinbruch sind ausser Pyrit und Calcit keine weiteren Mineralien bekannt. Bohnerz: Das Dünnerntal erreichte im 19. Jh. grosse Beachtung wegen seinen zahlreichen Bohnerzvorkommen, welche von Balsthal bis Gänsbrunnen ausgebeutet wurden. Vereinzelt sind im Gelände noch heute Spuren der einstigen Abbautätigkeiten wahrzunehmen.
Gänsbrunnen:
- Obere Malsen: 2'604'575 / 1’236'669, 834 m ü. M. Abb.: 1838-1842, 690 t Bohnerz.
- Am Malsenbach. Erzwäsche, Tagebauschürfung, Stollen.
- Im heute (2024) noch aktiven Steinbruch bei Gänsbrunnen, Koord.: 2'602'190 / 1’234'850, wird hochwertiger Kalkstein für kommunale und private Zwecke abgebaut. Ausser klarem bis braunem, fingernagelähnlichem Calcit und etwas Pyrit sind aus der Grube keine weiteren Mineralien bekannt.
- Bohnerz:
- Calcit:
- Pyrit:
.
046_SO / Herbetswil;(Bohnerz)
Bezirk Thal / Gemeinde Herbetswil, Koord. (ca.): 2'611’943 / 1'237’946
Literatur:
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 268
Abbau von Bohnerzen im Bezirk Thal: Das Dünnerntal erreichte im 19. Jh. grosse Beachtung wegen seinen zahlreichen Bohnerzvorkommen, welche von Balsthal bis Gänsbrunnen ausgebeutet wurden. Vereinzelt sind im Gelände noch heute Spuren der einstigen Abbautätigkeiten wahrzunehmen.
Herbetswil:
- Erzgruben: 2'611'943 / 1’237'946, 543 m ü. M. und 2'611'477 / 1’237'607, 666 m ü. M. (Stollen). Abbau: 1830-1837, 279 t Bohnerz.
- Am Nordabhang vom Rüttelhorn. Stollen mit 15 m Länge, sowie Querschläge und Schürfungen.
- Bohnerz:
.
Bezirk Thal / Gemeinde Herbetswil, Koord. (ca.): 2'611’943 / 1'237’946
Literatur:
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 268
Abbau von Bohnerzen im Bezirk Thal: Das Dünnerntal erreichte im 19. Jh. grosse Beachtung wegen seinen zahlreichen Bohnerzvorkommen, welche von Balsthal bis Gänsbrunnen ausgebeutet wurden. Vereinzelt sind im Gelände noch heute Spuren der einstigen Abbautätigkeiten wahrzunehmen.
Herbetswil:
- Erzgruben: 2'611'943 / 1’237'946, 543 m ü. M. und 2'611'477 / 1’237'607, 666 m ü. M. (Stollen). Abbau: 1830-1837, 279 t Bohnerz.
- Am Nordabhang vom Rüttelhorn. Stollen mit 15 m Länge, sowie Querschläge und Schürfungen.
- Bohnerz:
.
047_SO / Laupersdorf;(Bohnerz)
Bezirk Thal / Gemeinde Laupersdorf, Koord. (ca.): 2'615’824 / 1'241’431
Literatur:
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 268
Abbau von Bohnerzen im Bezirk Thal: Das Dünnerntal erreichte im 19. Jh. grosse Beachtung wegen seinen zahlreichen Bohnerzvorkommen, welche von Balsthal bis Gänsbrunnen ausgebeutet wurden. Vereinzelt sind im Gelände noch heute Spuren der einstigen Abbautätigkeiten wahrzunehmen.
Laupersdorf:
- Erzgrube Bachtalen: 2'615'824 / 1’241'431, 587 m ü. M. (Stollen). Abbau: 1841-1862, 12592 t Bohnerz. Tagebauschürfungen und Stollen am S-Abhang des Laupersdörfer Stierenberg und unterhalb der Lokalität Schad.
- Erzgrube Bärenmatt: 2'614'677 / 1’241'431, 735 m ü. M. Abbau: 1838-1846, 2885 t Bohnerz (auch mit Grube Wengi). Schacht und Stollen am S-Abhang des Laupersdörfer Stierenberg.
- Erzgrube Goleten: 2'617'523 / 1’239'089, 525 m ü. M. Abbau: 1826-1830, 34 t Bohnerz. Tagebauschürfungen.
- Erzgrube Schadenboden: 2'615'908 / 1’241'076, 549 m ü. M. Abbau: 1851-1876, 13360 t Bohnerz. Am S-Abhang des Laupersdörfer Stierenberg. 95 m tiefer Schacht, 266 m langer Förderstollen und 3 Abbauteufen. Total 658 m Stollen. Grösstes Bergwerk im Dünnerntal.
- Im Hof, Grube Faichlen (Im Hohl): 2'615'512 / 1’241'542, 587 m ü. M. Abbau: 1825-1846, 7377 t Bohnerz. Tagebauschürfe und 2 Stollen (u.a. bei 2'615'520 / 1’241'540) am S-Abhang des Laupersdörfer Stierenberg.
- Bohnerz:
.
Bezirk Thal / Gemeinde Laupersdorf, Koord. (ca.): 2'615’824 / 1'241’431
Literatur:
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 268
Abbau von Bohnerzen im Bezirk Thal: Das Dünnerntal erreichte im 19. Jh. grosse Beachtung wegen seinen zahlreichen Bohnerzvorkommen, welche von Balsthal bis Gänsbrunnen ausgebeutet wurden. Vereinzelt sind im Gelände noch heute Spuren der einstigen Abbautätigkeiten wahrzunehmen.
Laupersdorf:
- Erzgrube Bachtalen: 2'615'824 / 1’241'431, 587 m ü. M. (Stollen). Abbau: 1841-1862, 12592 t Bohnerz. Tagebauschürfungen und Stollen am S-Abhang des Laupersdörfer Stierenberg und unterhalb der Lokalität Schad.
- Erzgrube Bärenmatt: 2'614'677 / 1’241'431, 735 m ü. M. Abbau: 1838-1846, 2885 t Bohnerz (auch mit Grube Wengi). Schacht und Stollen am S-Abhang des Laupersdörfer Stierenberg.
- Erzgrube Goleten: 2'617'523 / 1’239'089, 525 m ü. M. Abbau: 1826-1830, 34 t Bohnerz. Tagebauschürfungen.
- Erzgrube Schadenboden: 2'615'908 / 1’241'076, 549 m ü. M. Abbau: 1851-1876, 13360 t Bohnerz. Am S-Abhang des Laupersdörfer Stierenberg. 95 m tiefer Schacht, 266 m langer Förderstollen und 3 Abbauteufen. Total 658 m Stollen. Grösstes Bergwerk im Dünnerntal.
- Im Hof, Grube Faichlen (Im Hohl): 2'615'512 / 1’241'542, 587 m ü. M. Abbau: 1825-1846, 7377 t Bohnerz. Tagebauschürfe und 2 Stollen (u.a. bei 2'615'520 / 1’241'540) am S-Abhang des Laupersdörfer Stierenberg.
- Bohnerz:
.
048_SO / Matzendorf;(Bohnerz)
Bezirk Thal / Gemeinde Matzendorf, Koord. (ca.): 2'613’578 / 1'238’323
Literatur:
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 268
Das Dünnerntal erreichte im 19. Jh. grosse Beachtung wegen seinen zahlreichen Bohnerzvorkommen, welche von Balsthal bis Gänsbrunnen ausgebeutet wurden. Vereinzelt sind im Gelände noch heute Spuren der einstigen Abbautätigkeiten wahrzunehmen.
Matzendorf:
- Erzgrube Breitrüti: 2'613'578 / 1’238'323, 531 m ü. M. Abbau: 1839-1849, 36 t Bohnerz. Oberhalb der Lokalität Eisenhammer. Tagebauschürfung.
- Erzgrube Kalkofen: 2'614'028 / 1’238'383, 525 m ü. M. Abbau: 1839-1849, 129 t Bohnerz. Am N-Hang des Hällchöpfli. Tagebauschürfungen, 15 m Stollen, Erzwäsche.
- Erzgrube Mühlefeld: 2'615'252 / 1’238'390, 572 m ü. M. Abbau bis 1842, 2.8 t Bohnerz. Tagebauschürfungen am Nordabhang des Hällchöpfli. Genaue Abbauzeit unbekannt.
- Herzimatt: 2'614'192 / 1’240'709, 655 m ü. M., Stollen verstürzt. 1836-1846, 883 t Bohnerz.
- Bohnerz:
. Bezirk Thal / Gemeinde Matzendorf, Koord. (ca.): 2'613’578 / 1'238’323
Literatur:
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 268
Das Dünnerntal erreichte im 19. Jh. grosse Beachtung wegen seinen zahlreichen Bohnerzvorkommen, welche von Balsthal bis Gänsbrunnen ausgebeutet wurden. Vereinzelt sind im Gelände noch heute Spuren der einstigen Abbautätigkeiten wahrzunehmen.
Matzendorf:
- Erzgrube Breitrüti: 2'613'578 / 1’238'323, 531 m ü. M. Abbau: 1839-1849, 36 t Bohnerz. Oberhalb der Lokalität Eisenhammer. Tagebauschürfung.
- Erzgrube Kalkofen: 2'614'028 / 1’238'383, 525 m ü. M. Abbau: 1839-1849, 129 t Bohnerz. Am N-Hang des Hällchöpfli. Tagebauschürfungen, 15 m Stollen, Erzwäsche.
- Erzgrube Mühlefeld: 2'615'252 / 1’238'390, 572 m ü. M. Abbau bis 1842, 2.8 t Bohnerz. Tagebauschürfungen am Nordabhang des Hällchöpfli. Genaue Abbauzeit unbekannt.
- Herzimatt: 2'614'192 / 1’240'709, 655 m ü. M., Stollen verstürzt. 1836-1846, 883 t Bohnerz.
- Bohnerz:
049_SO / Mümliswil, Stierenberg, Hohe Winde, Hohewinde, Guldentalbach;(Waschgold)
Bezirk Thal / Gemeinde Mümliswil-Ramiswil, Koord. (ca.): 2'612’789 / 1'243’371
Literatur:
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 82.
Aus dem Guldentalbach aus einer Mischung von Kalk und wenig Quarzsand.
- Waschgold: Goldpartikel, mikroskopisch klein.
.
Bezirk Thal / Gemeinde Mümliswil-Ramiswil, Koord. (ca.): 2'612’789 / 1'243’371
Literatur:
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 82.
Aus dem Guldentalbach aus einer Mischung von Kalk und wenig Quarzsand.
- Waschgold: Goldpartikel, mikroskopisch klein.
.
050_SO / Mümliswil-Ramiswil, Limmern, Hinter Erzberg, Vorder Erzberg
Bezirk Thal / Gemeinde Mümliswil-Ramiswil, Koord. (ca.): 2'619’258 / 1'245’104
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 268
Das Dünnerntal erreichte im 19. Jh. grosse Beachtung wegen seinen zahlreichen Bohnerzvorkommen, welche von Balsthal bis Gänsbrunnen ausgebeutet wurden. Vereinzelt sind im Gelände noch heute Spuren der einstigen Abbautätigkeiten wahrzunehmen.
Mümliswil-Ramiswil: Bohnerzabbau aus der Region Scheltenpass-Erzberg nachgewiesen.
- Erzgrube Hard, Heiterberg, Höllloch: 2'619'258 / 1’245'104, 720 m ü. M. Bohnerzabbau. Umfang der Ausbeute und der Abbauzeit sind unbekannt. Schürfungen im Höllloch-Wald.
- Grube am Gassberg N-Abhang: 2'617'139 / 1’243'604, 664 m ü. M. Abbau: 1824-1848, 3302 t Bohnerz. Am Nordabhang vom Gassberg. Tagebauschürfungen und 2 Stollen (verstürzt).
Bezirk Thal / Gemeinde Mümliswil-Ramiswil, Koord. (ca.): 2'619’258 / 1'245’104
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 268
Das Dünnerntal erreichte im 19. Jh. grosse Beachtung wegen seinen zahlreichen Bohnerzvorkommen, welche von Balsthal bis Gänsbrunnen ausgebeutet wurden. Vereinzelt sind im Gelände noch heute Spuren der einstigen Abbautätigkeiten wahrzunehmen.
Mümliswil-Ramiswil: Bohnerzabbau aus der Region Scheltenpass-Erzberg nachgewiesen.
- Erzgrube Hard, Heiterberg, Höllloch: 2'619'258 / 1’245'104, 720 m ü. M. Bohnerzabbau. Umfang der Ausbeute und der Abbauzeit sind unbekannt. Schürfungen im Höllloch-Wald.
- Grube am Gassberg N-Abhang: 2'617'139 / 1’243'604, 664 m ü. M. Abbau: 1824-1848, 3302 t Bohnerz. Am Nordabhang vom Gassberg. Tagebauschürfungen und 2 Stollen (verstürzt).
Phosphorit ist die Bezeichnung für ein sedimentäres Apatitgestein. In den Sammlungen des Naturhistorischen Museums Bern befinden sich braune kugeligknollige Gebilde von mehreren Zentimetern Durchmesser. Ihr Fundort wird mit Limmeren (Mümliswil, SO) angegeben; die Knollen stammen aus den Keuperschichten (Rhät) oder aus den Phosphatknollen führenden tonigen Schichten des mittleren Lias.
Ein Sphaleritfund stammt aus der Gegend Ramiswil, Schwänglenweid. Hier dürfte es sich um das bolusreiche Gebiet am Nordabhang des Gassberges handeln.
Quarz (Eisenkiesel) im Keuper (Klettgau-Formation) wird nördlich von Mümliswil erwähnt. Diese Formation liegt südlich der Wasserfallen im Bereich Limmern bis Ramisgraben.
- Bohnerz:
- Eisenkiesel:
- Phosphorit: braune kugeligknollige Gebilde bis mehrere cm Durchmesser.
- Quarz: als Eisenkiesel.
- Sphalerit:
.
Ein Sphaleritfund stammt aus der Gegend Ramiswil, Schwänglenweid. Hier dürfte es sich um das bolusreiche Gebiet am Nordabhang des Gassberges handeln.
Quarz (Eisenkiesel) im Keuper (Klettgau-Formation) wird nördlich von Mümliswil erwähnt. Diese Formation liegt südlich der Wasserfallen im Bereich Limmern bis Ramisgraben.
- Bohnerz:
- Eisenkiesel:
- Phosphorit: braune kugeligknollige Gebilde bis mehrere cm Durchmesser.
- Quarz: als Eisenkiesel.
- Sphalerit:
.
051_SO / Welschenrohr;(Bohnerz)
Bezirk Thal / Gemeinde Welschenrohr, Koord. (ca.): 2'603’816 / 1'235’839
Literatur:
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 268
Das Dünnerntal erreichte im 19. Jh. grosse Beachtung wegen seinen zahlreichen Bohnerzvorkommen, welche von Balsthal bis Gänsbrunnen ausgebeutet wurden. Vereinzelt sind im Gelände noch heute Spuren der einstigen Abbautätigkeiten wahrzunehmen.
Welschenrohr:
- Füegenhof: 2'603'816 / 1’235'839, 780 m ü. M. (Stollen). Abbau: 1831-1844, 669 t Bohnerz. Tagebauschürfungen und Stollen. 1844 Aufgabe der Grube wegen Wassereinbruch.
- Kohlholz: 2'607'506 / 1’237'071, 799 m ü. M. Abb.: 1835-1837, 139 t. Erztaschen.
- Mühlebach und Weide: 2'605'807 / 1’237'287, 797 m ü. M. (St.1), 2'605'519 / 1’237'167, 852 m ü. M. (St.2), 2'605'597 / 1’237'093, 828 m ü. M. (St.3). Abbau: 1805-1845, 2671 t Bohnerz.
- Am Mülibach. Erzwäsche, Tagebauschürfungen und 3 Stollen. Der beste heute noch zugängliche Aufschluss in siderolithischen Bildungen befindet sich bei der Lokalität Hintere Malsen westlich von Welschenrohr (Koord. 2’604’585 / 1’236’660). Boluston wurde hauptsächlich bei der Gewinnung der zum Teil darin enthaltenen Limonitkonkretionen abgebaut. Die Grubenaktivitäten bei der Hinteren Malsen, oberhalb von Welschenrohr gelegen, endeten in den 1990-er Jahren. Weitere gute Aufschlüsse befinden sich entlang der Strasse von Herbetswil auf die Schmiedenmatt (Koord. ca. 2’609’230 / 1’236’390).
- Bohnerz:
- Bolus:
.
Bezirk Thal / Gemeinde Welschenrohr, Koord. (ca.): 2'603’816 / 1'235’839
Literatur:
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 268
Das Dünnerntal erreichte im 19. Jh. grosse Beachtung wegen seinen zahlreichen Bohnerzvorkommen, welche von Balsthal bis Gänsbrunnen ausgebeutet wurden. Vereinzelt sind im Gelände noch heute Spuren der einstigen Abbautätigkeiten wahrzunehmen.
Welschenrohr:
- Füegenhof: 2'603'816 / 1’235'839, 780 m ü. M. (Stollen). Abbau: 1831-1844, 669 t Bohnerz. Tagebauschürfungen und Stollen. 1844 Aufgabe der Grube wegen Wassereinbruch.
- Kohlholz: 2'607'506 / 1’237'071, 799 m ü. M. Abb.: 1835-1837, 139 t. Erztaschen.
- Mühlebach und Weide: 2'605'807 / 1’237'287, 797 m ü. M. (St.1), 2'605'519 / 1’237'167, 852 m ü. M. (St.2), 2'605'597 / 1’237'093, 828 m ü. M. (St.3). Abbau: 1805-1845, 2671 t Bohnerz.
- Am Mülibach. Erzwäsche, Tagebauschürfungen und 3 Stollen. Der beste heute noch zugängliche Aufschluss in siderolithischen Bildungen befindet sich bei der Lokalität Hintere Malsen westlich von Welschenrohr (Koord. 2’604’585 / 1’236’660). Boluston wurde hauptsächlich bei der Gewinnung der zum Teil darin enthaltenen Limonitkonkretionen abgebaut. Die Grubenaktivitäten bei der Hinteren Malsen, oberhalb von Welschenrohr gelegen, endeten in den 1990-er Jahren. Weitere gute Aufschlüsse befinden sich entlang der Strasse von Herbetswil auf die Schmiedenmatt (Koord. ca. 2’609’230 / 1’236’390).
- Bohnerz:
- Bolus:
.
052_SO / Beinwil, Beibelberg, Chratten
Bezirk Thierstein / Gemeinde Beinwil, Koord. (ca.): 2'614’057 / 1'244’668
Nordwestlich des Chratten, parallel zum Oxfordien, liegen Blagdeni- und Varians-Schichten. Aus den ersten Schichten sind vor allem im Gebiet Buchenberg, dort wo die beiden Bäche zusammenfliessen, gut sichtbare Fossiliengrabungen erkennbar. Gegen Westen fehlen Anzeichen von Fossilien. Gelegentlich liegen Brocken mit deutlichen Schalenresten von Bivalven im Gelände. Es lohnt sich diese Brocken aufzuschlagen, zeigen sich im Innern doch zahlreiche quarzbestückte Hohlräume der etwa 1 cm grossen Muscheln. Die Art des Vorkommens ist typisch für die Blagdeni-Schichten. Die klaren Quarze im einfachen Habitus sind in der Regel im Calcit eingebettet und müssen mit Säure herausgelöst werden. Kleinste Pyritkriställchen sind die einzigen Begleiter des Quarzes.
- Amethyst: aus der Gegend Chratten stammt eine für den Jura aussergewöhnliche ca. 33 cm grosse Amethyststufe. Die eine Hälfte dieser Stufe (sie wurde durch die Finder zweigeteilt) kann heute im Museum Laufental in Laufen bewundert werden.
.
Bezirk Thierstein / Gemeinde Beinwil, Koord. (ca.): 2'614’057 / 1'244’668
Nordwestlich des Chratten, parallel zum Oxfordien, liegen Blagdeni- und Varians-Schichten. Aus den ersten Schichten sind vor allem im Gebiet Buchenberg, dort wo die beiden Bäche zusammenfliessen, gut sichtbare Fossiliengrabungen erkennbar. Gegen Westen fehlen Anzeichen von Fossilien. Gelegentlich liegen Brocken mit deutlichen Schalenresten von Bivalven im Gelände. Es lohnt sich diese Brocken aufzuschlagen, zeigen sich im Innern doch zahlreiche quarzbestückte Hohlräume der etwa 1 cm grossen Muscheln. Die Art des Vorkommens ist typisch für die Blagdeni-Schichten. Die klaren Quarze im einfachen Habitus sind in der Regel im Calcit eingebettet und müssen mit Säure herausgelöst werden. Kleinste Pyritkriställchen sind die einzigen Begleiter des Quarzes.
- Amethyst: aus der Gegend Chratten stammt eine für den Jura aussergewöhnliche ca. 33 cm grosse Amethyststufe. Die eine Hälfte dieser Stufe (sie wurde durch die Finder zweigeteilt) kann heute im Museum Laufental in Laufen bewundert werden.
.
053_SO / Beinwil, Beibelberg, Erzberg
Bezirk Thierstein / Gemeinde Beinwil, Koord. (ca.): 2'614’770 / 1'244’905
Beibelberg (Bachrunse): 2'614'770 / 1’244'905, 888 m ü. M.
Vorder Erzberg (Bachrunse): 2'612'280 / 1’243'595, 927 m ü. M.
Südwestlich des Passwang, etwa ab dem Hof Hinter Beibelberg, beginnt nach Südwesten eine ca. 6 km lange Zone des Oxfordien, welche in einigen Bereichen durch kleinere Bächlein durchschnitten wird. In diesen Wasserläufen liegen rundliche Kalkknauer, welche gelegentlich auf den Wänden der Schwundrisse mit Quarz und Calcit belegt sind. Äusserlich zeigen die Knollen keinerlei Anzeichen von Adern oder feinen Rissen. Zu finden sind also nur bereits aufgesprengte Knollen. Funde stammen vom Beibelberg und vom Vorder Erzberg. Erzabbau in der Gegend des Erzberges ist bereits 1428 urkundlich erwähnt. Der Name Erzberg, dann an Ort die ca. 1 km lange Reihe von Gruben auf dem Ausgehenden der steilstehenden Schichten und hohe Schlackenhaufen zeigen die alten, lange andauernden und öfters wieder aufgenommenen Grabungen und Verhüttung an Ort und Stelle.
- Calcit: lange Liegezeiten in Wassernähe haben mit Grünbewuchs dem Calcit stark zugesetzt. Auch nach dessen Entfernung erscheinen die Calcitkristalle immer noch unattraktiv und nicht sammelwürdig. Der nach dem Quarz ausgeschiedene Calcit kann somit weggelöst werden.
- Goethit: dieser kann im Quarz oder Calcit ein- oder aufgewachsen sein. Die bis 3 mm grossen, fast schwarzen Kristalle sind flachtafelig und gestreckt und zeigen sich nur als säulige Aggregate. Durch Umwelteinflüsse sind die ursprünglich oberflächlich vorhanden nadeligen Kristalle weggebrochen. Erst nach dem Entfernen des Calcits im Säurebad kommen die feinen Goethitkristalle zum Vorschein.
- Pyrit: selten vertreten und nur in mikroskopisch kleinen Kristallen in und auf dem Quarz.
- Quarz: handflächengrosse Quarzrasen mit wasserklaren Kristallen im einfachen Habitus sind keine Seltenheit. Teilweise sind dem Quarz skalenoedrische Calcite aufgewachsen.
.
Bezirk Thierstein / Gemeinde Beinwil, Koord. (ca.): 2'614’770 / 1'244’905
Beibelberg (Bachrunse): 2'614'770 / 1’244'905, 888 m ü. M.
Vorder Erzberg (Bachrunse): 2'612'280 / 1’243'595, 927 m ü. M.
Südwestlich des Passwang, etwa ab dem Hof Hinter Beibelberg, beginnt nach Südwesten eine ca. 6 km lange Zone des Oxfordien, welche in einigen Bereichen durch kleinere Bächlein durchschnitten wird. In diesen Wasserläufen liegen rundliche Kalkknauer, welche gelegentlich auf den Wänden der Schwundrisse mit Quarz und Calcit belegt sind. Äusserlich zeigen die Knollen keinerlei Anzeichen von Adern oder feinen Rissen. Zu finden sind also nur bereits aufgesprengte Knollen. Funde stammen vom Beibelberg und vom Vorder Erzberg. Erzabbau in der Gegend des Erzberges ist bereits 1428 urkundlich erwähnt. Der Name Erzberg, dann an Ort die ca. 1 km lange Reihe von Gruben auf dem Ausgehenden der steilstehenden Schichten und hohe Schlackenhaufen zeigen die alten, lange andauernden und öfters wieder aufgenommenen Grabungen und Verhüttung an Ort und Stelle.
- Calcit: lange Liegezeiten in Wassernähe haben mit Grünbewuchs dem Calcit stark zugesetzt. Auch nach dessen Entfernung erscheinen die Calcitkristalle immer noch unattraktiv und nicht sammelwürdig. Der nach dem Quarz ausgeschiedene Calcit kann somit weggelöst werden.
- Goethit: dieser kann im Quarz oder Calcit ein- oder aufgewachsen sein. Die bis 3 mm grossen, fast schwarzen Kristalle sind flachtafelig und gestreckt und zeigen sich nur als säulige Aggregate. Durch Umwelteinflüsse sind die ursprünglich oberflächlich vorhanden nadeligen Kristalle weggebrochen. Erst nach dem Entfernen des Calcits im Säurebad kommen die feinen Goethitkristalle zum Vorschein.
- Pyrit: selten vertreten und nur in mikroskopisch kleinen Kristallen in und auf dem Quarz.
- Quarz: handflächengrosse Quarzrasen mit wasserklaren Kristallen im einfachen Habitus sind keine Seltenheit. Teilweise sind dem Quarz skalenoedrische Calcite aufgewachsen.
.
054_SO / Beinwil, Oberbuchen (Region)
Bezirk Thierstein / Gemeinde Beinwil, Koord. (ca.): 2'615’000 / 1'245’600
Literatur:
- Graeser,Stefan, Andermatt,Paul; Schweizer Strahler; 2010; Heft 2; Seite 14-22; Calcium-Mangan-Oxid- ein mineralogisches Rätsel
Bezirk Thierstein / Gemeinde Beinwil, Koord. (ca.): 2'615’000 / 1'245’600
Literatur:
- Graeser,Stefan, Andermatt,Paul; Schweizer Strahler; 2010; Heft 2; Seite 14-22; Calcium-Mangan-Oxid- ein mineralogisches Rätsel
Oberbuchen ist auf der Karte nicht eingetragen, hingegen gibt es einen Hof Obere Buchen. Die Koordinaten zeigen auf diesen. Von diesem Fundort konnte ein Calcium-Mangan-Oxid gefunden werden, welches einige mineralogische Rätsel aufgab. Die Proben stammen aus einem Fund von Gottfried Günther, Bärschwil im Jahre 1979. Weitere Fundorte dieses Minerals sind:
- Grube in Corneaux/NE,
- Falotta, Oberhalbstein/GR,
- Holderbank/AG.
- Calcium-Mangan-Oxid:
.
- Grube in Corneaux/NE,
- Falotta, Oberhalbstein/GR,
- Holderbank/AG.
- Calcium-Mangan-Oxid:
.
055_SO / Beinwil, Rots Gritt
Bezirk Thierstein / Gemeinde Beinwil, Koord. (ca.): 2'614’020 / 1'244’840
Ein spezieller Fund gelang im Gebiet Rots Gritt, nördlich unterhalb des Hofs Chratten. Im Hangschuttmaterial, vermutlich aus den Varians-Schichten, lag ein Bruchstück eines grösseren Fossils. In dessen Innern präsentierte sich nach dem Aufschlagen eine ca. 10 x 6 cm Quarzkonzentration mit einem ca. 25 x 25 mm grossen Hohlraum in ihrem Zentrum. Der Quarz der ca. 2 cm starken Wände sowie die in den Hohlraum ragenden Kristalle sind glasig und wasserklar. Ein auf dem Quarz aufgewachsener, etwa 2 cm grosser Calcitkristall ist beim Bearbeiten weggebrochen. Äusserlich zeigte der Brocken keinerlei Anzeichen von möglichen Hohlräumen. Weitere Anzeichen von Fossilien konnten in der näheren Umgebung nicht mehr festgestellt werden.
- Quarz: recht selten. Ein Einzelfund lieferte einen mit einer 1.5 cm dicken Quarzschicht belegten Hohlraum.
.
Bezirk Thierstein / Gemeinde Beinwil, Koord. (ca.): 2'614’020 / 1'244’840
Ein spezieller Fund gelang im Gebiet Rots Gritt, nördlich unterhalb des Hofs Chratten. Im Hangschuttmaterial, vermutlich aus den Varians-Schichten, lag ein Bruchstück eines grösseren Fossils. In dessen Innern präsentierte sich nach dem Aufschlagen eine ca. 10 x 6 cm Quarzkonzentration mit einem ca. 25 x 25 mm grossen Hohlraum in ihrem Zentrum. Der Quarz der ca. 2 cm starken Wände sowie die in den Hohlraum ragenden Kristalle sind glasig und wasserklar. Ein auf dem Quarz aufgewachsener, etwa 2 cm grosser Calcitkristall ist beim Bearbeiten weggebrochen. Äusserlich zeigte der Brocken keinerlei Anzeichen von möglichen Hohlräumen. Weitere Anzeichen von Fossilien konnten in der näheren Umgebung nicht mehr festgestellt werden.
- Quarz: recht selten. Ein Einzelfund lieferte einen mit einer 1.5 cm dicken Quarzschicht belegten Hohlraum.
.
056_SO / Bärschwil, Fringeli, Vögelirutsch
Bezirk Thierstein / Gemeinde Bärschwil, Koord. (ca.): 2'601’538 / 1'246’755
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978;Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Kauffungen, Friedrich; Schweizer Strahler; 2013; Heft 1; Seite 2-6; Fringelit - oder das Wunder eines Farbstoffs
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 261- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 364
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 106
300 Meter östlich des Vögelirutsches (2'601'538 / 1’246'755, 850 m ü. M.), bei den Koordinaten 2'601'833 / 1’246'664, 830 m ü. M., befindet sich eine auf der Karte von Swisstopo eingetragene Fundstelle für Fossilien. Beide Stellen liegen in der Bärschwil-Formation (früher Unterer Oxfordien), wobei ein Teil dieser Formation beim sogenannten "Vögelirutsch" abgerutscht ist. Im ganzen Bereich zwischen den beiden Punkten sind Haldenfunde der aufgeführten Mineralien noch möglich. Das steile Fundgebiet oberhalb des Hofes Vögeli ist mit grosser Vorsicht zu begehen. Herumliegende Brocken zeigen den gefürchteten Steinschlag, zudem können unvorsichtige Tritte Steinschlag auslösen. Als bekannteste Mineralienvarietät aus dieser Gegend kann der Fringelit erwähnt werden.
- Baryt: sehr kleine trübe, tafelige Kristalle, vorwiegend im grauen Mergelkalk.
- Calcit: recht häufig als milchigweisse bis halbdurchsichtige Skalenoeder. Meistens in cm grossen und matten Kristallen.
- Chalcedon: weiss bis bläulich, nierenförmige Krusten, teilweise von weissem Chalcedon der 2. Generation überwachsen. Besonders schön ist die Kombination weisse Kügelchen auf blauer Kruste, wie sie als Seltenheit im Gebiet Fringeli angetroffen werden können.
- Coelestin:
- Coelestobaryt: dünne skelettartige, miteinander orientiert verwachsene Tafeln.
- Fluorit: wie von den bekannten Fluoritfundstellen im Basler-Jura, sind auch hier in der Region "Vögeli" Korallenstöcke anzutreffen. Eine Stufe mit Fluorit befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
- Fringelit: hier handelt es sich um fossile Seelilien-Wurzelstöcke (Echinodermen (Stachelhäuter), Stamm, zu dem unter anderem auch die Seeigel, Seelilien und die Seesterne gehören) mit besonderen Farbstoffen (Chinonen). Die auffällige und intensive hell- bis dunkelviolette Färbung kann auf Bruchstücken besonders bei nasser Witterung gut erkannt werden. Die ständigen Geröllbewegungen im Steilhang fördern immer wieder Wurzelstöcke mit bis 15 cm Durchmesser an die Oberfläche. Funde sind immer noch möglich.
- Quarz:
- Sphalerit:
.
Bezirk Thierstein / Gemeinde Bärschwil, Koord. (ca.): 2'601’538 / 1'246’755
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978;Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Kauffungen, Friedrich; Schweizer Strahler; 2013; Heft 1; Seite 2-6; Fringelit - oder das Wunder eines Farbstoffs
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 261- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 364
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 106
300 Meter östlich des Vögelirutsches (2'601'538 / 1’246'755, 850 m ü. M.), bei den Koordinaten 2'601'833 / 1’246'664, 830 m ü. M., befindet sich eine auf der Karte von Swisstopo eingetragene Fundstelle für Fossilien. Beide Stellen liegen in der Bärschwil-Formation (früher Unterer Oxfordien), wobei ein Teil dieser Formation beim sogenannten "Vögelirutsch" abgerutscht ist. Im ganzen Bereich zwischen den beiden Punkten sind Haldenfunde der aufgeführten Mineralien noch möglich. Das steile Fundgebiet oberhalb des Hofes Vögeli ist mit grosser Vorsicht zu begehen. Herumliegende Brocken zeigen den gefürchteten Steinschlag, zudem können unvorsichtige Tritte Steinschlag auslösen. Als bekannteste Mineralienvarietät aus dieser Gegend kann der Fringelit erwähnt werden.
- Baryt: sehr kleine trübe, tafelige Kristalle, vorwiegend im grauen Mergelkalk.
- Calcit: recht häufig als milchigweisse bis halbdurchsichtige Skalenoeder. Meistens in cm grossen und matten Kristallen.
- Chalcedon: weiss bis bläulich, nierenförmige Krusten, teilweise von weissem Chalcedon der 2. Generation überwachsen. Besonders schön ist die Kombination weisse Kügelchen auf blauer Kruste, wie sie als Seltenheit im Gebiet Fringeli angetroffen werden können.
- Coelestin:
- Coelestobaryt: dünne skelettartige, miteinander orientiert verwachsene Tafeln.
- Fluorit: wie von den bekannten Fluoritfundstellen im Basler-Jura, sind auch hier in der Region "Vögeli" Korallenstöcke anzutreffen. Eine Stufe mit Fluorit befindet sich in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Basel.
- Fringelit: hier handelt es sich um fossile Seelilien-Wurzelstöcke (Echinodermen (Stachelhäuter), Stamm, zu dem unter anderem auch die Seeigel, Seelilien und die Seesterne gehören) mit besonderen Farbstoffen (Chinonen). Die auffällige und intensive hell- bis dunkelviolette Färbung kann auf Bruchstücken besonders bei nasser Witterung gut erkannt werden. Die ständigen Geröllbewegungen im Steilhang fördern immer wieder Wurzelstöcke mit bis 15 cm Durchmesser an die Oberfläche. Funde sind immer noch möglich.
- Quarz:
- Sphalerit:
.
057_SO / Bärschwil, Kirchacker, Gupf; (Bergbau)
Bezirk Thierstein / Gemeinde Bärschwil, Koord. (ca.): 2'602’970 / 1'247’960
Literatur:
- Fürstenberger, Michael / Jordan, Peter / Pfirter, Urs; Mitteilungen / Naturforschende Gesellschaft des Kantons Solothurn; 1999; Band 38; Seite 112 - 136; Geologische Wanderung Bärschwil;Rütenen: 2'601'742 / 1'249'465, 516 m ü. M.
Bezirk Thierstein / Gemeinde Bärschwil, Koord. (ca.): 2'602’970 / 1'247’960
Literatur:
- Fürstenberger, Michael / Jordan, Peter / Pfirter, Urs; Mitteilungen / Naturforschende Gesellschaft des Kantons Solothurn; 1999; Band 38; Seite 112 - 136; Geologische Wanderung Bärschwil;Rütenen: 2'601'742 / 1'249'465, 516 m ü. M.
Bohnerze stemmen aus der näheren Umgebung von Rütenen, so z.B. von:
- Hingeri Böden (2'601'183 / 1'249'920) in südöstlicher Richtung,
- Hinterwiler (2'602'322 / 1'249'831),
- N Harzenrain (2'600'492 / 1'249'625),
- Osthang des Löffelbergs (2'600'229 / 1'249'125) und
- Nordhang des Landsbergs (2'601'410 / 1'249'055).
.
- Hingeri Böden (2'601'183 / 1'249'920) in südöstlicher Richtung,
- Hinterwiler (2'602'322 / 1'249'831),
- N Harzenrain (2'600'492 / 1'249'625),
- Osthang des Löffelbergs (2'600'229 / 1'249'125) und
- Nordhang des Landsbergs (2'601'410 / 1'249'055).
.
Ein wenig Geschichte zum Bergbaubetrieb bei Bärschwil:
Bei Rütenen können Eisenschlacken auf einer Fläche von etwa 200 auf 150 m gefunden werden. Der Fundplatz liegt in Agrarland, was diese weite Fundstreuung erklärt. Die erste optische Beurteilung der Schlacken vor Ort weist dieselben klar als Abfall des Verhüttungsvorgangs aus. Die meisten Schlacken sprechen für ein direktes Verhüttungsverfahren in einem Rennofen. Diese Beurteilung wird auch durch die topographische Situation des Fundplatzes gestützt. Eine endgültige Einordnung ist jedoch nur nach der Durchführung von chemischen Analysen möglich. Es lassen sich auch Stücke finden, die einem Hochofenbetrieb zugewiesen werden könnten, insbesondere ein glasiertes Stück Lehmziegel. Im Kanton Jura gibt es vergleichbare Objekte von einem Verhüttungsplatz mit Hochofen.
Im Jahre 1675 wurde erstmals die «Schmelzi» erwähnt. Ihr Standort war da, wo heute das Restaurant Bad steht. Erbauer war der solothurnische Ratsherr Urs Buch, der auch Teilhaber einer Eisenschmelze in Kleinlützel war. Die anderen Teilhaber waren Basler Textilindustrielle. Aus dieser Tatsache kann geschlossen werden, dass die Initiative zur Eisenproduktion in Bärschwil und Kleinlützel von Basel her kam. Die Verbindung mit Urs Buch kam nur zum Zwecke der Erlangung der Konzession von der solothurnischen Regierung zustande. Urs Buch erhielt neben den Wasserrechten zu Erblehen auch die Gerichtsbarkeit für Wort und Schlaghändel, «Blutrunss» ausgenommen, wohl in der Erwägung, dass er für seinen Betrieb eine grössere Anzahl ausländischer Arbeiter eingestellt hatte, mit deren Händel sich der Solothurnische Rat nicht abgeben wollte. Darauf deutet auch ein pauschales Umgeld auf Wein von 15 Pfund Stebler (Basler Münze), die Buch dem Vogt zu Thierstein jährlich zu entrichten hatte, weil er vermutlich mit seinen Arbeitsleuten eine «grosse Anzahl Weins» verbrauchen werde. Urs Buch liess das Eisenwerk durch einen BergVerwalter betreiben, und letzterer erhielt im Jahre 1678 vom Kloster Beinwil die Erlaubnis zur Wiedereröffnung des Bergwerkes in Erschwil. Dass die Eisenhütte von Bärschwil später nicht mehr erwähnt wurde, lässt vermuten, dass sie bald wegen Holzmangels ausser Betrieb gesetzt wurde. 1703 wurde erwähnt, dass dem Waffenschmied Urs Borer gestattet wird, in Bärschwil eine Schmiede und Schleiferei zu errichten. In den 1820er Jahren bewarb sich der Basler Eisenindustrielle Stähelin um eine Konzession zum Eisenerz Abbau in Bärschwil. Das Erz sollte auf Solothurner Boden lediglich gewaschen, über Seewen, Büren und Liestal transportiert und im Hochofen von Niederschöntal geschmolzen werden. Das Eisenerz wurde im Taichen des Dietlisbaches (Löffelbach), der die Grenze zwischen Bärschwil und Liesberg bildet, gewonnen. Wahrscheinlich befand sich der Stolleneingang bei einer noch sichtbaren Geländemulde. Die letzten Schürfpatente wurden 1852 an Johann Roth von Welschenrohr und Peter Köhler auf seinem eigenen Grund und Boden erteilt. In der Gemeindeversammlung vom 11. April 1858 verlangt Peter Köhler, Müller, eine Fichte für ein Wasserrad. Im 19. Jahrhundert wurde Eisenerz auf den «Unteren Böden» im Hinter Wiler abgebaut, was an den heutigen Geländeformen noch gut erkennbar ist. Nach dem Eisenarchäologen Ludwig Eschenlohr wurde das Bohnerz mittels Stollen gewonnen. Gewaschen wurde dieses Erz bei der Schmelzi, wo später das «Rybeli» gebaut Wurde. (Affolter, 1951; Schwab, 1927). Gipsabbau Abbau am Gupf Die Ausbeutung der Rohsteine erfolgte vorerst oberirdisch im Tagbau, nachher durch Stollen unterirdisch. Der Stolleneingang befand sich hinter der Kirche, wo heute die Grüngutmulde des Friedhofes steht. Der Hauptstollen führte bis vis-à-vis der Wendelinskapeile, wo sich eine zweite Öffnung befand. Die Arbeiter hatten keine spezielle Ausbildung und verHessen sich auf ihren gesunden Menschenverstand. «Mir göh i d Gruebe», hiess es. Zuerst wurden mit Schubkarren der Schutt und die Gipssteine aus dem Tunnel hinausgeschafft. Durch den Einsatz von kleinen Rollwagen, die auf Schienen liefen, wurde der Hinaustransport des Gesteins erleichtert. Oft wagten sich Knaben am Sonntag ins Innere des Berges, um sich mit den Rollwagen zu vergnügen. Sie setzten sich hinein. Einer sorgte dafür, dass das Gefährt in Bewegung kam. Vorsichtshalber wurde am Ausgang des Tunnels ein Knebel oder ein abgebrochener Pickelstiel quer über die Geleise gelegt, um die Wägelchen zu stoppen. Die Knaben waren sprungbereit für den Fall, dass der Wagen umkippen sollte. Die schmutzigen Kleider verrieten der Mutter, welchen Zeitvertreib sich die Kinder geleistet hatten. In den 18-neunziger Jahren entschlossen sich die Besitzer der Grube, das Geleise bis zur Birs hinab zu verlängern. Die Steine brauchten so nicht mehr beim Tunneleingang auf die Fuhrwerke umgeladen zu werden. Wer ins Innere des Gupfs vorstiess, musste sich darauf gefasst machen, dass er hin und wieder den Kopf an der Decke anstiess. Unaufhörlich tropfte Wasser, was zu einem schlammigen Boden führte. Dadurch konnte es passiel'en, dass die Schuhe im Schlamm stecken blieben. Mehrere Bärschwiler wurden im Gupf verstümmelt. Da War der Beda Henz, «s'Pluusers Beda» nannte man ihn. Er brachte nach dem Unfall im Gupf die Milch mit dem Fuhrwerk auf die Station hinab. Ein Leidensgenosse kam als gelähmter Mann aus dem Gupf und verbrachte seine letzten Jahre im Spital von Laufen. Trotz des Unglücks bewahrte «s'Durselixe Philipp» sein frohes Und freundliches Lachen und vergass nie den Dank für einen Stumpen, den ihm Vorübergehende durch den Zaun des Gartens reichten.
1910 wurden der Abbau am Gupf eingestellt und die Eingänge zugeschüttet. (Fringeli, 1981). Gipsbergwerk Kirchacker:
1911 eröffnete Markus Ackermann von Fehren, ein Landwirt, die Gipsgrube am Kirchacker in Bärschwil. Er gab dafür seine Gruben in Meltingen und Zullwil auf. Geplant war zuerst ein oberirdischer Abbau, doch musste die Idee wegen der dicken unbrauchbaren Überdeckung fallen gelassen werden. Eine vorgesehene Seilbahn wurde deshalb auch nicht erstellt, stattdessen wurde die Rollbahn um den Gupf herum und unter der Hauptstrasse in den Bergwerksstollen verlängert. Ackermann belieferte Zementfabriken von Reconvillier bis Münchenstein. Der Kantonsgeometer stellte am 23. März 1923 fest, dass im Gipssteinbruch (Stollenbetrieb) gefährliche Zustände herrschten. Am 4. April 1923 teilte der Kreisbauadjunkt von Dorneck-Thierstein dem Industriedepartement auf Anfrage mit, dass im Gipssteinbruch in der Nacht vom 17. auf den 18. Mai 1918 ein mächtiger Einsturz erfolgt war, der sich bis zur Terrainoberfläche in Form eines riesigen Trichters auswirkte. Eine Sicherung der Stollen mit Holz sei damals nicht und auch seither offenbar nicht vorgenommen worden, da es hierfür an fachkundigem Personal fehle. Etwa 1924 wurden von einem Lieferanten Fässer mit Karbid, welches für die Grubenlampen benötigt wurde, neben dem Schulhaus abgestellt. Werner Borer wollte sich gegenüber seinen Schulkameraden beweisen und brach ein Fass auf. Nachdem er einen Eimer Wasser hineingegossen hatte, gab es eine fürchterliche Explosion. Zum Glück wurde niemand verletzt. Der Zwischenfall führte zu Diskussionen in der Schulkommission und im Gemeinderat. Am 3. Juni 1924 besichtigte ein Fachmann der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt in Luzern den Stollen. Im Bericht hierzu heisst es unter anderem: «Die früher hin und wieder vorgekommenen Gesteinseinbrüche erfolgten ausschliesslich in den drei vom HauptStollen in ungefähr östlicher Richtung abzweigenden Seitenstollen, deren Gestein reichlich wasserführend ist und nur geringe Überlagerung von ca. 10 bis 20 m aufweist. Diese Stollen sind seit dem Jahre 1921 endgültig verlassen worden. Die Gipsgewinnung geschieht gegenwärtig vor Ort des ca. 150 m langen Hauptstollens und in einer westlichen Abzweigung von diesem. Das Gestein ist dort ziemlich trocken und fest, die Überlagerung beträgt etwa 50 bis 60 m. Der Betriebsinhaber hat im Winter 1923/24 den am meisten gefährdeten Stolleneingang auf ca. 10 m Länge ausbetoniert; zur selben Zeit wurden auch im Innern des Hauptstollens an einzelnen gebrächen Gebirgsstellen Beton-Einbauten erstellt. Zur Anordnung weiterer Unfallverhütungsmassnahmen lag keine Veranlassung vor. Da beim Aufschliessen von Gips infolge der Aufnahme von Feuchtigkeit aus der Luft ein allmähliches Blähen der Gesteinsmassen eintritt, so haben wir immerhin dem Betriebsinhaber dringend anempfohlen, die frei liegenden Stollenwände und Decken immer wieder zu beobachten und nachträglich gelockerte Gesteinspartien rechtzeitig zu entfernen oder nötigenfalls die betreffenden Stollenstrecken ebenfalls auszumauern.» In einem Gutachten von Ing. Morf, der Beratungsstelle für Unfallverhütung des Schweizerischen BaumeisterVerbandes in Zürich, vom 27. März 1928 steht: «Im älteren Teile ist gleich beim Stollenmundloch zur Sicherung der Stollenfirste und -wände auf ca. 6 m Länge eine Betonverkleidung des Profiles angebracht. Der Beton dieser Verkleidung ist infolge Einwirkung des gipshaltigen Wassers schon ziemlich morsch, immerhin kann die Verkleidung vielleicht noch 1 Jahr bleiben, ohne dass eine Gefährdung der Belegschaft eintritt, sofern diesem Bauwerk die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt wird, d.h. von Zeit zu Zeit (alle Monate) eine Kontrolle des Betons vorgenommen wird. Weiter befindet sich, ca. 22 m vom Stollenmundloch entfernt, ein hölzerner Einbau, bestehend aus Ständern und Kappen, wie sie Weiter befindet sich, ca. 22 m vom Stollenmundloch entfernt, ein hölzerner Einbau, bestehend aus Ständern und Kappen, wie sie im Stollenbau üblich sind. Dieser Einbau ist sehr unregelmässig eingebaut; die Ständer stehen auf dem blossen Boden, weshalb sich die Geviere teilweise gesenkt und auch seitlich verschoben haben. Das Holz ist schon etwas morsch, immerhin kann auch diese Partie momentan noch belassen werden, sofern sie beständig überwacht wird. Sie sollte aber spätestens innerhalb eines Jahres ausgewechselt und durch einen kunstgerechten Holzeinbau ersetzt werden. ...Im Interesse eines geregelten Förderbetriebes, sowohl als auch der guten Passierbarkeit des Stollens ist es wünschenswert, dass das Lichtraumprofil des Stollens so weit gehalten wird, dass links und rechts des Geleises Menschen neben den Rollwagen ungehindert passieren können. Ferner sollte auf die ganze Länge des Stollens und zwar mit fortschreitendem Vortrieb auf der einen Seite stets ein Wassergraben eingelegt werden, in dem das Gebirgswasser einen guten Abfluss findet, womit die Aufweichung der Sohle herabgemindert werden kann. Wir machen darauf aufmerksam, dass insbesonders das Wasser das Gebirge sehr rasch zersetzt und dass deshalb überall, wo Wasser auch in geringem Masse zutritt, der Stollen durch Holzeinbau gesichert werden sollte. Betonierte oder gemauerte Verkleidungen sollen nicht angebracht werden, da dieselben infolge Einwirkung des gipshaltigen Wassers in kurzer Zeit zerstört werden und dann nutzlos sind.» Aus einem Schreiben der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt vom 9. November 1929: «Der Stollen ist ca. 80 m vom Mundloch entfernt, an der Stelle, wo der defekte Betonriegel stand, eingestürzt. Der Einsturz erfolgte nach Aussagen des Vorarbeiters Müller in der Nacht vom 5./6. November 1929. Bei der Einbruchstelle hörte man beständig weitere Materialmassen abstürzen. Ein Durchschreiten der Einbruchzone wäre mit Lebensgefahr verbunden. Da bei den jetzigen Verhältnissen die bisherigen Gipsgewinnungssteilen nicht mehr erreichbar sind, so wurde ca. 20 m vor der Einbruchsteile linksseits des Hauptstollens mit der Gipsgewinnung begonnen. Die neue Gewinnungsstelle befindet sich ziemlich nahe der Betonverkleidung (Gewölbe), deren Ersatz in unserem Weisungsschreiben an den Betriebsinhaber vom 24. April 1928 verlangt wurde und die ganz baufällig ist. Es ist zu befürchten, dass durch die Sprengungen an der nahen, neuen Gewinnungsstelle Materialsetzungen und neue Einbrüche eintreten, die das Leben der Arbeiter gefährden können.» Der Regierungsrat untersagte am 16. November 1929 den Weiterbetrieb des Gipssteinbruches, bis alle verlangten Sicherungsmassnahmen in vollem Umfange getroffen sind. Zehn Tage später bewilligte der Regierungsrat die provisorische Gipsgewinnung während der Dauer der Sicherungsarbeiten ca. 15 m vom Stollenmundloch entfernt. Am 26. Dezember 1929 schrieb die Unfallversicherungsanstalt: «Die am 23. Dezember 1929 durch unseren technischen Inspektor Herrn Troxler vorgenommene Besichtigung der Gipsgrube in Bärschwil des Herrn Arnold Ackermann in Fehren, hat folgendes ergeben:
1. An dem ca. 22 m vom Stollenmundloch entfernten hölzernen Einbau sind die defekten Geviere entfernt und durch neue ersetzt worden.
2. Die ca. 5 m hinter dem Holzeinbau ausgeführte Betonverkleidung ist in der Weise verstärkt worden, dass in das Gewölbe 8 neue Holzgeviere mit Firstverzug (Holzprügel) eingebaut wurden. Die Geviere sind gegeneinander und gegen den Felsen abgesteift.
3. Die Einbruchsteile vom 5./6. November 1929 ist mit 8 neuen Holzgevieren mit First- und Wandverzug (Schwarten) vollständig ausgebaut. Wir teilen Ihnen mit, dass wir auf Grund dieser Feststellungen gegen die freie Wiederaufnahme der Gipsgewinnung nichts mehr einzuwenden haben.»
Der Regierungsrat bewilligte am 14. Januar 1930 die uneingeschränkte Gipsgewinnung.
1928 sind im Gipssteinbruch vier Arbeiter zirka 60 bis 70 Meter unter der Erdoberfläche beschäftigt.
In den 1950er Jahren arbeiteten drei Männer ganztags in der Grube, als Aushilfe kamen vereinzelt Männer vom Dorf. Ein schweres Unwetter verschlammte 1951 den Stolleneingang. 1957 wurde der Gipsabbau ganz eingestellt. Im letzten Jahr arbeitete nur noch ein Mann im Stollen. Ein weiterer Gipsabbau war aus Wirtschaftlichkeits- und Sicherheitsgründen nicht mehr möglich. Der Stolleneingang wurde mit Aushub aufgefüllt. 1958 ereignete sich ein grosser Einbruch, was am entstandenen oberflächlichen Trichter sichtbar wurde.
- Bohnerz:
- Carneol: In der Literatur finden sich keine Informationen über mögliche Mineralien aus diesen ehemaligen Gipsgruben. Was doch sehr erstaunlich ist, befinden sich aus diesen Gruben doch mehrere bemerkens- und erwähnenswerte Stufen mit Carneol (rötlich gefärbter Silex) und Quarz in der Sammlung des NHM in Basel. Die Funde sind datiert auf 1909.
- Gips:
- Quarz:
.
Bei Rütenen können Eisenschlacken auf einer Fläche von etwa 200 auf 150 m gefunden werden. Der Fundplatz liegt in Agrarland, was diese weite Fundstreuung erklärt. Die erste optische Beurteilung der Schlacken vor Ort weist dieselben klar als Abfall des Verhüttungsvorgangs aus. Die meisten Schlacken sprechen für ein direktes Verhüttungsverfahren in einem Rennofen. Diese Beurteilung wird auch durch die topographische Situation des Fundplatzes gestützt. Eine endgültige Einordnung ist jedoch nur nach der Durchführung von chemischen Analysen möglich. Es lassen sich auch Stücke finden, die einem Hochofenbetrieb zugewiesen werden könnten, insbesondere ein glasiertes Stück Lehmziegel. Im Kanton Jura gibt es vergleichbare Objekte von einem Verhüttungsplatz mit Hochofen.
Im Jahre 1675 wurde erstmals die «Schmelzi» erwähnt. Ihr Standort war da, wo heute das Restaurant Bad steht. Erbauer war der solothurnische Ratsherr Urs Buch, der auch Teilhaber einer Eisenschmelze in Kleinlützel war. Die anderen Teilhaber waren Basler Textilindustrielle. Aus dieser Tatsache kann geschlossen werden, dass die Initiative zur Eisenproduktion in Bärschwil und Kleinlützel von Basel her kam. Die Verbindung mit Urs Buch kam nur zum Zwecke der Erlangung der Konzession von der solothurnischen Regierung zustande. Urs Buch erhielt neben den Wasserrechten zu Erblehen auch die Gerichtsbarkeit für Wort und Schlaghändel, «Blutrunss» ausgenommen, wohl in der Erwägung, dass er für seinen Betrieb eine grössere Anzahl ausländischer Arbeiter eingestellt hatte, mit deren Händel sich der Solothurnische Rat nicht abgeben wollte. Darauf deutet auch ein pauschales Umgeld auf Wein von 15 Pfund Stebler (Basler Münze), die Buch dem Vogt zu Thierstein jährlich zu entrichten hatte, weil er vermutlich mit seinen Arbeitsleuten eine «grosse Anzahl Weins» verbrauchen werde. Urs Buch liess das Eisenwerk durch einen BergVerwalter betreiben, und letzterer erhielt im Jahre 1678 vom Kloster Beinwil die Erlaubnis zur Wiedereröffnung des Bergwerkes in Erschwil. Dass die Eisenhütte von Bärschwil später nicht mehr erwähnt wurde, lässt vermuten, dass sie bald wegen Holzmangels ausser Betrieb gesetzt wurde. 1703 wurde erwähnt, dass dem Waffenschmied Urs Borer gestattet wird, in Bärschwil eine Schmiede und Schleiferei zu errichten. In den 1820er Jahren bewarb sich der Basler Eisenindustrielle Stähelin um eine Konzession zum Eisenerz Abbau in Bärschwil. Das Erz sollte auf Solothurner Boden lediglich gewaschen, über Seewen, Büren und Liestal transportiert und im Hochofen von Niederschöntal geschmolzen werden. Das Eisenerz wurde im Taichen des Dietlisbaches (Löffelbach), der die Grenze zwischen Bärschwil und Liesberg bildet, gewonnen. Wahrscheinlich befand sich der Stolleneingang bei einer noch sichtbaren Geländemulde. Die letzten Schürfpatente wurden 1852 an Johann Roth von Welschenrohr und Peter Köhler auf seinem eigenen Grund und Boden erteilt. In der Gemeindeversammlung vom 11. April 1858 verlangt Peter Köhler, Müller, eine Fichte für ein Wasserrad. Im 19. Jahrhundert wurde Eisenerz auf den «Unteren Böden» im Hinter Wiler abgebaut, was an den heutigen Geländeformen noch gut erkennbar ist. Nach dem Eisenarchäologen Ludwig Eschenlohr wurde das Bohnerz mittels Stollen gewonnen. Gewaschen wurde dieses Erz bei der Schmelzi, wo später das «Rybeli» gebaut Wurde. (Affolter, 1951; Schwab, 1927). Gipsabbau Abbau am Gupf Die Ausbeutung der Rohsteine erfolgte vorerst oberirdisch im Tagbau, nachher durch Stollen unterirdisch. Der Stolleneingang befand sich hinter der Kirche, wo heute die Grüngutmulde des Friedhofes steht. Der Hauptstollen führte bis vis-à-vis der Wendelinskapeile, wo sich eine zweite Öffnung befand. Die Arbeiter hatten keine spezielle Ausbildung und verHessen sich auf ihren gesunden Menschenverstand. «Mir göh i d Gruebe», hiess es. Zuerst wurden mit Schubkarren der Schutt und die Gipssteine aus dem Tunnel hinausgeschafft. Durch den Einsatz von kleinen Rollwagen, die auf Schienen liefen, wurde der Hinaustransport des Gesteins erleichtert. Oft wagten sich Knaben am Sonntag ins Innere des Berges, um sich mit den Rollwagen zu vergnügen. Sie setzten sich hinein. Einer sorgte dafür, dass das Gefährt in Bewegung kam. Vorsichtshalber wurde am Ausgang des Tunnels ein Knebel oder ein abgebrochener Pickelstiel quer über die Geleise gelegt, um die Wägelchen zu stoppen. Die Knaben waren sprungbereit für den Fall, dass der Wagen umkippen sollte. Die schmutzigen Kleider verrieten der Mutter, welchen Zeitvertreib sich die Kinder geleistet hatten. In den 18-neunziger Jahren entschlossen sich die Besitzer der Grube, das Geleise bis zur Birs hinab zu verlängern. Die Steine brauchten so nicht mehr beim Tunneleingang auf die Fuhrwerke umgeladen zu werden. Wer ins Innere des Gupfs vorstiess, musste sich darauf gefasst machen, dass er hin und wieder den Kopf an der Decke anstiess. Unaufhörlich tropfte Wasser, was zu einem schlammigen Boden führte. Dadurch konnte es passiel'en, dass die Schuhe im Schlamm stecken blieben. Mehrere Bärschwiler wurden im Gupf verstümmelt. Da War der Beda Henz, «s'Pluusers Beda» nannte man ihn. Er brachte nach dem Unfall im Gupf die Milch mit dem Fuhrwerk auf die Station hinab. Ein Leidensgenosse kam als gelähmter Mann aus dem Gupf und verbrachte seine letzten Jahre im Spital von Laufen. Trotz des Unglücks bewahrte «s'Durselixe Philipp» sein frohes Und freundliches Lachen und vergass nie den Dank für einen Stumpen, den ihm Vorübergehende durch den Zaun des Gartens reichten.
1910 wurden der Abbau am Gupf eingestellt und die Eingänge zugeschüttet. (Fringeli, 1981). Gipsbergwerk Kirchacker:
1911 eröffnete Markus Ackermann von Fehren, ein Landwirt, die Gipsgrube am Kirchacker in Bärschwil. Er gab dafür seine Gruben in Meltingen und Zullwil auf. Geplant war zuerst ein oberirdischer Abbau, doch musste die Idee wegen der dicken unbrauchbaren Überdeckung fallen gelassen werden. Eine vorgesehene Seilbahn wurde deshalb auch nicht erstellt, stattdessen wurde die Rollbahn um den Gupf herum und unter der Hauptstrasse in den Bergwerksstollen verlängert. Ackermann belieferte Zementfabriken von Reconvillier bis Münchenstein. Der Kantonsgeometer stellte am 23. März 1923 fest, dass im Gipssteinbruch (Stollenbetrieb) gefährliche Zustände herrschten. Am 4. April 1923 teilte der Kreisbauadjunkt von Dorneck-Thierstein dem Industriedepartement auf Anfrage mit, dass im Gipssteinbruch in der Nacht vom 17. auf den 18. Mai 1918 ein mächtiger Einsturz erfolgt war, der sich bis zur Terrainoberfläche in Form eines riesigen Trichters auswirkte. Eine Sicherung der Stollen mit Holz sei damals nicht und auch seither offenbar nicht vorgenommen worden, da es hierfür an fachkundigem Personal fehle. Etwa 1924 wurden von einem Lieferanten Fässer mit Karbid, welches für die Grubenlampen benötigt wurde, neben dem Schulhaus abgestellt. Werner Borer wollte sich gegenüber seinen Schulkameraden beweisen und brach ein Fass auf. Nachdem er einen Eimer Wasser hineingegossen hatte, gab es eine fürchterliche Explosion. Zum Glück wurde niemand verletzt. Der Zwischenfall führte zu Diskussionen in der Schulkommission und im Gemeinderat. Am 3. Juni 1924 besichtigte ein Fachmann der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt in Luzern den Stollen. Im Bericht hierzu heisst es unter anderem: «Die früher hin und wieder vorgekommenen Gesteinseinbrüche erfolgten ausschliesslich in den drei vom HauptStollen in ungefähr östlicher Richtung abzweigenden Seitenstollen, deren Gestein reichlich wasserführend ist und nur geringe Überlagerung von ca. 10 bis 20 m aufweist. Diese Stollen sind seit dem Jahre 1921 endgültig verlassen worden. Die Gipsgewinnung geschieht gegenwärtig vor Ort des ca. 150 m langen Hauptstollens und in einer westlichen Abzweigung von diesem. Das Gestein ist dort ziemlich trocken und fest, die Überlagerung beträgt etwa 50 bis 60 m. Der Betriebsinhaber hat im Winter 1923/24 den am meisten gefährdeten Stolleneingang auf ca. 10 m Länge ausbetoniert; zur selben Zeit wurden auch im Innern des Hauptstollens an einzelnen gebrächen Gebirgsstellen Beton-Einbauten erstellt. Zur Anordnung weiterer Unfallverhütungsmassnahmen lag keine Veranlassung vor. Da beim Aufschliessen von Gips infolge der Aufnahme von Feuchtigkeit aus der Luft ein allmähliches Blähen der Gesteinsmassen eintritt, so haben wir immerhin dem Betriebsinhaber dringend anempfohlen, die frei liegenden Stollenwände und Decken immer wieder zu beobachten und nachträglich gelockerte Gesteinspartien rechtzeitig zu entfernen oder nötigenfalls die betreffenden Stollenstrecken ebenfalls auszumauern.» In einem Gutachten von Ing. Morf, der Beratungsstelle für Unfallverhütung des Schweizerischen BaumeisterVerbandes in Zürich, vom 27. März 1928 steht: «Im älteren Teile ist gleich beim Stollenmundloch zur Sicherung der Stollenfirste und -wände auf ca. 6 m Länge eine Betonverkleidung des Profiles angebracht. Der Beton dieser Verkleidung ist infolge Einwirkung des gipshaltigen Wassers schon ziemlich morsch, immerhin kann die Verkleidung vielleicht noch 1 Jahr bleiben, ohne dass eine Gefährdung der Belegschaft eintritt, sofern diesem Bauwerk die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt wird, d.h. von Zeit zu Zeit (alle Monate) eine Kontrolle des Betons vorgenommen wird. Weiter befindet sich, ca. 22 m vom Stollenmundloch entfernt, ein hölzerner Einbau, bestehend aus Ständern und Kappen, wie sie Weiter befindet sich, ca. 22 m vom Stollenmundloch entfernt, ein hölzerner Einbau, bestehend aus Ständern und Kappen, wie sie im Stollenbau üblich sind. Dieser Einbau ist sehr unregelmässig eingebaut; die Ständer stehen auf dem blossen Boden, weshalb sich die Geviere teilweise gesenkt und auch seitlich verschoben haben. Das Holz ist schon etwas morsch, immerhin kann auch diese Partie momentan noch belassen werden, sofern sie beständig überwacht wird. Sie sollte aber spätestens innerhalb eines Jahres ausgewechselt und durch einen kunstgerechten Holzeinbau ersetzt werden. ...Im Interesse eines geregelten Förderbetriebes, sowohl als auch der guten Passierbarkeit des Stollens ist es wünschenswert, dass das Lichtraumprofil des Stollens so weit gehalten wird, dass links und rechts des Geleises Menschen neben den Rollwagen ungehindert passieren können. Ferner sollte auf die ganze Länge des Stollens und zwar mit fortschreitendem Vortrieb auf der einen Seite stets ein Wassergraben eingelegt werden, in dem das Gebirgswasser einen guten Abfluss findet, womit die Aufweichung der Sohle herabgemindert werden kann. Wir machen darauf aufmerksam, dass insbesonders das Wasser das Gebirge sehr rasch zersetzt und dass deshalb überall, wo Wasser auch in geringem Masse zutritt, der Stollen durch Holzeinbau gesichert werden sollte. Betonierte oder gemauerte Verkleidungen sollen nicht angebracht werden, da dieselben infolge Einwirkung des gipshaltigen Wassers in kurzer Zeit zerstört werden und dann nutzlos sind.» Aus einem Schreiben der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt vom 9. November 1929: «Der Stollen ist ca. 80 m vom Mundloch entfernt, an der Stelle, wo der defekte Betonriegel stand, eingestürzt. Der Einsturz erfolgte nach Aussagen des Vorarbeiters Müller in der Nacht vom 5./6. November 1929. Bei der Einbruchstelle hörte man beständig weitere Materialmassen abstürzen. Ein Durchschreiten der Einbruchzone wäre mit Lebensgefahr verbunden. Da bei den jetzigen Verhältnissen die bisherigen Gipsgewinnungssteilen nicht mehr erreichbar sind, so wurde ca. 20 m vor der Einbruchsteile linksseits des Hauptstollens mit der Gipsgewinnung begonnen. Die neue Gewinnungsstelle befindet sich ziemlich nahe der Betonverkleidung (Gewölbe), deren Ersatz in unserem Weisungsschreiben an den Betriebsinhaber vom 24. April 1928 verlangt wurde und die ganz baufällig ist. Es ist zu befürchten, dass durch die Sprengungen an der nahen, neuen Gewinnungsstelle Materialsetzungen und neue Einbrüche eintreten, die das Leben der Arbeiter gefährden können.» Der Regierungsrat untersagte am 16. November 1929 den Weiterbetrieb des Gipssteinbruches, bis alle verlangten Sicherungsmassnahmen in vollem Umfange getroffen sind. Zehn Tage später bewilligte der Regierungsrat die provisorische Gipsgewinnung während der Dauer der Sicherungsarbeiten ca. 15 m vom Stollenmundloch entfernt. Am 26. Dezember 1929 schrieb die Unfallversicherungsanstalt: «Die am 23. Dezember 1929 durch unseren technischen Inspektor Herrn Troxler vorgenommene Besichtigung der Gipsgrube in Bärschwil des Herrn Arnold Ackermann in Fehren, hat folgendes ergeben:
1. An dem ca. 22 m vom Stollenmundloch entfernten hölzernen Einbau sind die defekten Geviere entfernt und durch neue ersetzt worden.
2. Die ca. 5 m hinter dem Holzeinbau ausgeführte Betonverkleidung ist in der Weise verstärkt worden, dass in das Gewölbe 8 neue Holzgeviere mit Firstverzug (Holzprügel) eingebaut wurden. Die Geviere sind gegeneinander und gegen den Felsen abgesteift.
3. Die Einbruchsteile vom 5./6. November 1929 ist mit 8 neuen Holzgevieren mit First- und Wandverzug (Schwarten) vollständig ausgebaut. Wir teilen Ihnen mit, dass wir auf Grund dieser Feststellungen gegen die freie Wiederaufnahme der Gipsgewinnung nichts mehr einzuwenden haben.»
Der Regierungsrat bewilligte am 14. Januar 1930 die uneingeschränkte Gipsgewinnung.
1928 sind im Gipssteinbruch vier Arbeiter zirka 60 bis 70 Meter unter der Erdoberfläche beschäftigt.
In den 1950er Jahren arbeiteten drei Männer ganztags in der Grube, als Aushilfe kamen vereinzelt Männer vom Dorf. Ein schweres Unwetter verschlammte 1951 den Stolleneingang. 1957 wurde der Gipsabbau ganz eingestellt. Im letzten Jahr arbeitete nur noch ein Mann im Stollen. Ein weiterer Gipsabbau war aus Wirtschaftlichkeits- und Sicherheitsgründen nicht mehr möglich. Der Stolleneingang wurde mit Aushub aufgefüllt. 1958 ereignete sich ein grosser Einbruch, was am entstandenen oberflächlichen Trichter sichtbar wurde.
- Bohnerz:
- Carneol: In der Literatur finden sich keine Informationen über mögliche Mineralien aus diesen ehemaligen Gipsgruben. Was doch sehr erstaunlich ist, befinden sich aus diesen Gruben doch mehrere bemerkens- und erwähnenswerte Stufen mit Carneol (rötlich gefärbter Silex) und Quarz in der Sammlung des NHM in Basel. Die Funde sind datiert auf 1909.
- Gips:
- Quarz:
.
058_SO / Bärschwil, Wasserberg
Bezirk Thierstein / Gemeinde Bärschwil, Koord. (ca.): 2'600’224 / 1'247’784
Bezirk Thierstein / Gemeinde Bärschwil, Koord. (ca.): 2'600’224 / 1'247’784
Südwestlich des Hofes Wasserberg liegt auf einer Höhe von ca. 800 m ü. M. ein weiteres Vorkommen fossiler Seelilien mit intensiv hell- bis dunkelvioletter Färbung und allgemein unter Fringelit bekannt. Die auffällige Farbe, bestehend aus einem organischen und fossilen Farbstoff, gehört weltweit zu den spektakulärsten unter den Echinodermen.
- Calcit: Skalenoeder, grau, braun, weiss, bis 2 cm.
- Chalcedon: weiss und teils mit einem bläulichen Schimmer.
- Fringelit: Diese fossile, violett-purpurfarbene Seelilienresten sind relativ häufig zu finden.
- Quarz: selten, weiss bis durchsichtig, igelartige Aggregate bis 1 cm Durchmesser.
.
- Calcit: Skalenoeder, grau, braun, weiss, bis 2 cm.
- Chalcedon: weiss und teils mit einem bläulichen Schimmer.
- Fringelit: Diese fossile, violett-purpurfarbene Seelilienresten sind relativ häufig zu finden.
- Quarz: selten, weiss bis durchsichtig, igelartige Aggregate bis 1 cm Durchmesser.
.
059_SO / Erschwil (Umgebung)
Bezirk Thierstein / Gemeinde Erschwil, Koord. (ca.): 2'606’307 / 1'247’357
Auf der Nordseite des Moretchopf bei 2'606'307 / 1’247'357, 727 m ü. M. und
am Südhang "in den Reben" bei 2'606'875 / 1’247'628, 550 m ü. M. und
nördlich des Riedberg bei 2'608'245 / 1’247'369, 570 m ü. M. und
2'609'349 / 1’247'304, 712 m ü. M., erscheinen die fossilienhaltigen Schichten der Passwang-Formation. Aus welchem Gebiet der unten aufgeführte Fund stammt, kann nicht mehr nachvollzogen werden. Die Fundortangabe lautet lediglich "Erschwil".
- Calcit:
- Goethit: bis 2 mm auf Calcit.
.
Bezirk Thierstein / Gemeinde Erschwil, Koord. (ca.): 2'606’307 / 1'247’357
Auf der Nordseite des Moretchopf bei 2'606'307 / 1’247'357, 727 m ü. M. und
am Südhang "in den Reben" bei 2'606'875 / 1’247'628, 550 m ü. M. und
nördlich des Riedberg bei 2'608'245 / 1’247'369, 570 m ü. M. und
2'609'349 / 1’247'304, 712 m ü. M., erscheinen die fossilienhaltigen Schichten der Passwang-Formation. Aus welchem Gebiet der unten aufgeführte Fund stammt, kann nicht mehr nachvollzogen werden. Die Fundortangabe lautet lediglich "Erschwil".
- Calcit:
- Goethit: bis 2 mm auf Calcit.
.
060_SO / Erschwil, Girlang (W);(Bohnerzabbau)
Bezirk Thierstein / Gemeinde Erschwil, Koord. (ca.): 2’608'938 / 1’245'686
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Tertiäre Bohnerze. Erwiesener Bohnerzabbau in der Region Malleray. Erwiesener Abbau ab 1585.
- W von Girlang: 2'608'938 / 1’245'686, 658 m ü. M.
- S von Girlang: 2'609'374 / 1’245'556, 610 m ü. M.
- N von Girlang: 2'609'450 / 1’246'078, 542 m ü. M.
- Bohnerz:
Bezirk Thierstein / Gemeinde Erschwil, Koord. (ca.): 2’608'938 / 1’245'686
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Tertiäre Bohnerze. Erwiesener Bohnerzabbau in der Region Malleray. Erwiesener Abbau ab 1585.
- W von Girlang: 2'608'938 / 1’245'686, 658 m ü. M.
- S von Girlang: 2'609'374 / 1’245'556, 610 m ü. M.
- N von Girlang: 2'609'450 / 1’246'078, 542 m ü. M.
- Bohnerz:
.
061_SO / Meltingen, Hirnichopf
Bezirk Thierstein / Gemeinde Meltingen, Koord. (ca.): 2'613’334 / 1'246’463
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2002; Heft 1; Seite 15 - 20; Unscheinbar und oft verwechselt
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978;Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1975;; Seite 458
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Wenk, Hans Rudolf; Contr. Mineral. and Petrol.; 1967; 14; Seite 81-85; Baryt und Ankerit aus Ammoniten des Berner Juras (Schweiz)
Diese Fundstelle hat vor allem wegen ihrem Reichtum an Ammoniten und anderen Fossilien, welche sich durch ihre sehr gut erhaltenen Schalen auszeichneten, Furore gemacht. In den Schichten der Passwang-Formation unter den mächtigen Rogensteinfelsen der Hirnifluh konnten, vor allem um die 1960-er Jahre, zahlreiche schöne Fossilien gesammelt werden. Heute ist die Lokalität durch die Aufschlussverhältnisse und wegen systematischem Absuchen wieder ziemlich steril. - Amethyst: Über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung der ETH in Zürich.
- Ankerit: gelbbraun, zusammen mit Baryt und Calcit.
- Baryt: rotbraune, faserige Kristalle sowie rötliche, aufgeblätterte Aggregate von kugeligem Aussehen. Zusammen mit Ankerit, Calcit, Goethit, Hämatit und Pyrit. Aus den eisenreichen Mergelhorizonten an der Basis des Hirnichopfs (2’613’350 / 1’246’475, 900 m ü. M.) konnte in Hohlräumen von Ammoniten (Bajocien) für den Jura erstmals Baryt nachgewiesen werden. Fund 1960: milchigweisse bis rötliche Kristalle (Färbung durch Eisenoxyd), bis 4 mm, rosettenartige Aggregate dem skalenoedrischen Calcit aufgewachsen.
- Calcit: in skalenoedrischer Ausbildung.
- Coelestin:
- Dolomit: kugelige Aggregate bestehend aus sattelförmigen Einzelkristallen.
- Goethit: tiefschwarz, hochglänzend, büschelig aggregiert oder nadelig bis 2 mm.
- Hämatit: winzig, tafelig, dünne, schwarze Blättchen, rosettenartig, bis 1 mm Durchmesser.
- Limonit:
- Pyrit: limonitisiert.
- Quarz: bis 3 mm, wasserklar.
- Sphalerit: dunkelbraunschwarze, kugelige Aggregate bis 2 cm Durchmesser im Gestein.
Bezirk Thierstein / Gemeinde Meltingen, Koord. (ca.): 2'613’334 / 1'246’463
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2002; Heft 1; Seite 15 - 20; Unscheinbar und oft verwechselt
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978;Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1975;; Seite 458
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363
- Puschnig, André R.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel; 2010; Vol. 12; Seite 25-48; Welche Mineralien sind in der Umgebung Basels (NW-Schweiz) zu finden? Eine aktuelle Inventaraufnahme
- Wenk, Hans Rudolf; Contr. Mineral. and Petrol.; 1967; 14; Seite 81-85; Baryt und Ankerit aus Ammoniten des Berner Juras (Schweiz)
Diese Fundstelle hat vor allem wegen ihrem Reichtum an Ammoniten und anderen Fossilien, welche sich durch ihre sehr gut erhaltenen Schalen auszeichneten, Furore gemacht. In den Schichten der Passwang-Formation unter den mächtigen Rogensteinfelsen der Hirnifluh konnten, vor allem um die 1960-er Jahre, zahlreiche schöne Fossilien gesammelt werden. Heute ist die Lokalität durch die Aufschlussverhältnisse und wegen systematischem Absuchen wieder ziemlich steril. - Amethyst: Über Grösse und Ausbildung ist nichts beschrieben. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung der ETH in Zürich.
- Ankerit: gelbbraun, zusammen mit Baryt und Calcit.
- Baryt: rotbraune, faserige Kristalle sowie rötliche, aufgeblätterte Aggregate von kugeligem Aussehen. Zusammen mit Ankerit, Calcit, Goethit, Hämatit und Pyrit. Aus den eisenreichen Mergelhorizonten an der Basis des Hirnichopfs (2’613’350 / 1’246’475, 900 m ü. M.) konnte in Hohlräumen von Ammoniten (Bajocien) für den Jura erstmals Baryt nachgewiesen werden. Fund 1960: milchigweisse bis rötliche Kristalle (Färbung durch Eisenoxyd), bis 4 mm, rosettenartige Aggregate dem skalenoedrischen Calcit aufgewachsen.
- Calcit: in skalenoedrischer Ausbildung.
- Coelestin:
- Dolomit: kugelige Aggregate bestehend aus sattelförmigen Einzelkristallen.
- Goethit: tiefschwarz, hochglänzend, büschelig aggregiert oder nadelig bis 2 mm.
- Hämatit: winzig, tafelig, dünne, schwarze Blättchen, rosettenartig, bis 1 mm Durchmesser.
- Limonit:
- Pyrit: limonitisiert.
- Quarz: bis 3 mm, wasserklar.
- Sphalerit: dunkelbraunschwarze, kugelige Aggregate bis 2 cm Durchmesser im Gestein.
.
062_SO / Nunningen, Brandkopf, Brang
Bezirk Thierstein / Gemeinde Nunningen, Koord. (ca.): 2'614’431 / 1'250’463
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 4 ff
- Lehner, E. (1920): Geologie der Umgebung im von Bretzwil im nordschweizerischen Juragebirge; Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz, Neue Folge, XLVII. Lieferung des ganzen Werkes 77. Lieferung. II. Abteilung
W-Ende des Brandkopf (heute Brang): 2'614'431 / 1’250'463, 745 m ü. M. Im eisenoolithischen, grauen bis braunen Kalk der Blagdeni-Murchisonae-Schichten des unteren Dogger (Passwang-Formation). Lehner (1920) beschreibt ein Profil am W-Ende des Brandkopf (heute Brang) NE Nunningen wie folgt: Die unteren Sauzei-Schichten bestehen aus einer bis 30 m mächtigen Serie bräunlicher Sandkalke und Mergel. Die oberen Sauzei- und die Humphriesi-Schichten sind in Überschiebungsgebiet und Ketten im Wesentlichen, wie am Profil am Westende des Brandkopfes (heute Brang), nordöstlich von Nunningen, zu beobachten ist, wie folgt entwickelt:
1. Blagdeni-Schichten,
2. 0.25 m eisenoolithische Mergel mit Stephanoceras Humphriesi und Begleitfauna,
3. 2.1 m eisenoolithische Mergel, gelb anwitternd, mit Bivalven,
4. 0.2 m Eisenoolith mit Belemnites giganteus, etc.,
5. 10.6 m diverse Schichten.
- Calcit:
- Goethit:
- Hämatit:
- Quarz:
- Rauchquarz: rauchfarbig, zusammen mit Calcit, Goethit und Hämatit.
Bezirk Thierstein / Gemeinde Nunningen, Koord. (ca.): 2'614’431 / 1'250’463
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 4 ff
- Lehner, E. (1920): Geologie der Umgebung im von Bretzwil im nordschweizerischen Juragebirge; Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz, Neue Folge, XLVII. Lieferung des ganzen Werkes 77. Lieferung. II. Abteilung
W-Ende des Brandkopf (heute Brang): 2'614'431 / 1’250'463, 745 m ü. M. Im eisenoolithischen, grauen bis braunen Kalk der Blagdeni-Murchisonae-Schichten des unteren Dogger (Passwang-Formation). Lehner (1920) beschreibt ein Profil am W-Ende des Brandkopf (heute Brang) NE Nunningen wie folgt: Die unteren Sauzei-Schichten bestehen aus einer bis 30 m mächtigen Serie bräunlicher Sandkalke und Mergel. Die oberen Sauzei- und die Humphriesi-Schichten sind in Überschiebungsgebiet und Ketten im Wesentlichen, wie am Profil am Westende des Brandkopfes (heute Brang), nordöstlich von Nunningen, zu beobachten ist, wie folgt entwickelt:
1. Blagdeni-Schichten,
2. 0.25 m eisenoolithische Mergel mit Stephanoceras Humphriesi und Begleitfauna,
3. 2.1 m eisenoolithische Mergel, gelb anwitternd, mit Bivalven,
4. 0.2 m Eisenoolith mit Belemnites giganteus, etc.,
5. 10.6 m diverse Schichten.
- Calcit:
- Goethit:
- Hämatit:
- Quarz:
- Rauchquarz: rauchfarbig, zusammen mit Calcit, Goethit und Hämatit.
.
063_SO / Nunningen, Müleberg, Mühlebergweg
Bezirk Thierstein / Gemeinde Nunningen, Koord. (ca.): 2'613’350 / 1'250’075
Nordwestlich des Müleberg, ungefähr ab Hinger Müleberg durchquert der Mühlebergweg in nordöstlicher Richtung bis zur Lokalität Meierte mehrmals, und jeweils gut erkennbar, die Blagdeni-Schichten der Passwang-Formation. Kurz nach Hinger Müleberg zeigen sich auf der rechten Seite Spuren eines geringen Abbaus. Aus dieser Zone sind Calcit, Dolomit und Gips, alle in einem Stephanoceras, beschrieben (Belegstück im NHM Basel). Die Fossilien sind im Allgemeinen in einem schlechten Zustand, Funde sollten aber noch möglich sein.
- Calcit:
- Dolomit:
- Gips:
Bezirk Thierstein / Gemeinde Nunningen, Koord. (ca.): 2'613’350 / 1'250’075
Nordwestlich des Müleberg, ungefähr ab Hinger Müleberg durchquert der Mühlebergweg in nordöstlicher Richtung bis zur Lokalität Meierte mehrmals, und jeweils gut erkennbar, die Blagdeni-Schichten der Passwang-Formation. Kurz nach Hinger Müleberg zeigen sich auf der rechten Seite Spuren eines geringen Abbaus. Aus dieser Zone sind Calcit, Dolomit und Gips, alle in einem Stephanoceras, beschrieben (Belegstück im NHM Basel). Die Fossilien sind im Allgemeinen in einem schlechten Zustand, Funde sollten aber noch möglich sein.
- Calcit:
- Dolomit:
- Gips:
.
064_SO / Nunningen, Nideri Weid
Bezirk Thierstein / Gemeinde Nunningen, Koord. (ca.): 2'613’670 / 1'246’910
Aus der Bachrunse südöstlich der Roti Flue, bei der auf der Karte nicht mehr geführten Lokalität Nideri Weid, konnten einige klein oktaedrische Pyrite mit Würfelflächen geborgen werden. Das Fundgut bereichert heute die Sammlung des NHM Basel.
- Pyrit:
Bezirk Thierstein / Gemeinde Nunningen, Koord. (ca.): 2'613’670 / 1'246’910
Aus der Bachrunse südöstlich der Roti Flue, bei der auf der Karte nicht mehr geführten Lokalität Nideri Weid, konnten einige klein oktaedrische Pyrite mit Würfelflächen geborgen werden. Das Fundgut bereichert heute die Sammlung des NHM Basel.
- Pyrit:
.
065_SO / Zullwil, Oberkirch
Bezirk Thierstein / Gemeinde Zullwil, Koord. (ca.): 2'614’431 / 1'250’463
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 329
Bezirk Thierstein / Gemeinde Zullwil, Koord. (ca.): 2'614’431 / 1'250’463
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 329
Heute ist das Gebiet überbaut.
- Calcit:
- Coelestin: in bis kopfgrossen platten sphärolitischen grauen zerklüfteten Mergelnieren, als Ausfüllung der Klüfte, blauliche bis weisse kristallinisch-blättrige, fleischrote bis rötlichweisse strahlige und faserige Aggregate bildend, zum Teil begleitet von Calcitkristallen.
- Calcit:
- Coelestin: in bis kopfgrossen platten sphärolitischen grauen zerklüfteten Mergelnieren, als Ausfüllung der Klüfte, blauliche bis weisse kristallinisch-blättrige, fleischrote bis rötlichweisse strahlige und faserige Aggregate bildend, zum Teil begleitet von Calcitkristallen.
.
066_SO / Nunningen, Chrütz, Jud
Bezirk Thierstein-Gemeinde Nunningen, Koord. (ca.): 2'613’410 / 1'247’580
Chrütz: 2'613'410 / 1’247'580, 760 m ü. M.
Jud: 2'613'770 / 1’247'585, 844 m ü. M.
Südlich von Nunningen, unter anderem bei den Lokalitäten Chrütz und Jud, liegen Schichten des Oxfordien, welche durch kleine Bachrinnsale angeschnitten werden. Die Annahme, dass sich in diesen Schichten mineralienhaltige Brocken finden lassen, bestätigte sich bei der Lokalität Jud. Der Bachlauf östlich von Chrütz wurde nicht weiter untersucht. Die in der Runse freigeschwemmten kugelförmigen Kalknauer enthalten gelegentlich entlang der Spaltflächen rasenartige Quarzbelege. Die Kristalle erreichen 4 mm sind klar und meistens von Calcit bedeckt. Kleinste Pyritkristalle sind dem Quarz auf oder im Quarz eingewachsen. Vorkommen dieser Art sind typisch für die Oxfordien-Schichten.
- Calcit:
- Pyrit:
- Quarz:
Bezirk Thierstein-Gemeinde Nunningen, Koord. (ca.): 2'613’410 / 1'247’580
Chrütz: 2'613'410 / 1’247'580, 760 m ü. M.
Jud: 2'613'770 / 1’247'585, 844 m ü. M.
Südlich von Nunningen, unter anderem bei den Lokalitäten Chrütz und Jud, liegen Schichten des Oxfordien, welche durch kleine Bachrinnsale angeschnitten werden. Die Annahme, dass sich in diesen Schichten mineralienhaltige Brocken finden lassen, bestätigte sich bei der Lokalität Jud. Der Bachlauf östlich von Chrütz wurde nicht weiter untersucht. Die in der Runse freigeschwemmten kugelförmigen Kalknauer enthalten gelegentlich entlang der Spaltflächen rasenartige Quarzbelege. Die Kristalle erreichen 4 mm sind klar und meistens von Calcit bedeckt. Kleinste Pyritkristalle sind dem Quarz auf oder im Quarz eingewachsen. Vorkommen dieser Art sind typisch für die Oxfordien-Schichten.
- Calcit:
- Pyrit:
- Quarz:
067_SO / Klus bei Balsthal, Gänsbrunnen, Delémont (franz.), Delsberg (dt.), Rondez, Courrendlin (franz.), Rennendorf (dt.), Undervelier (franz.), Unterschwiler (dt.), Klus von Pichoux, Kleinlützel, Belfontaine, Lauffen (Laufen);(Bohnerzabbau)
Region: Bezirk Thal / Gemeinde Balsthal
Region: Bezirk Thal / Gemeinde Balsthal
Literatur:
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Bohnerzabbau in den Aufgeführten Regionen. Klus bei Balsthal, Gänsbrunnen, Delsberg, Rondez, Courrendlin, Undervelier, Klus von Pichoux, Kleinlützel, Belfontaine und Laufen.Teilweise fehlen genauere Angaben über die Abbautätigkeiten.
In früheren Zeiten wurden eisenschüssige Kalke des Doggers (Minetten) verhüttet. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts brannten im Solothurner- und Bernerjura die Hochöfen von: Klus bei Balsthal; Gänsbrunnen nördlich Solothurn; DeIsberg, Rondez, Courrendlin im Becken von DeIsberg, Undervelier in der Klus von Pichoux; Kleinlützel westlich Laufen und Belfontaine am Doubs westlich St. Ursanne. Von 1810 bis 1848 war am Lauffen bei Schaffhausen ein Hochofen in Betrieb. Lange Zeit lieferte allein noch der seit 1845 im Betrieb stehende Hochofen der von Roll'schen Eisenwerke in Choindez Eisen. In den hundert Jahren von 1810 bis 1910 produzierten sämtliche jurassische Hochöfen 591800 Tonnen Roheisen, was der gegenwärtigen Einfuhr der Schweiz von zwei Jahren entspricht (Stand 1915).
Nachgewiesener Abbau Courrendlin: 1624 - 1854.
- Bohnerz:
- Eisenerz:
068_JU_SO / Althüsli, Beinwil, Blatten, Boéchet, Envelier, Hinterhärd, Kleinlützel, La Brotheiteri, La Golatte, La Jacoterie, La Recorne, La Chaux de Fonds, La Chaux-de-Fonds, Les Bois, Les Endroits, Les Prés derrières, Liesberg, Métairie du Milieu de Bienne, Métairie de Werdt, Mont Jaques, Mont Perreux, Montfavergier, Moutier, Mürren, Noire Combe, Noiraigue, Plain Fayen, Rondchâtel, Röthifluh, Schafgraben, Souboz, Tschöpperli, Undervelier, Vue des Alpes, Weissenstein
Region: Bezirk Thierstein / Gemeinde Beinwil
Region: Bezirk Thierstein / Gemeinde Beinwil
Literatur:
- Stäuble, Albert J.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1959; Band 52; Heft 1; Seite 57 - 176; Zur Stratigraphie des Callovian im zentralen Schweizer Jura
1. Profil: Zusammengesetztes Profil des Callovian zwischen Rne. Tschöpperli / BL, Koordinaten: 609300 / 257475 und Hinterhärd/Blatten, Koordinaten: 608000 / 256475 (Blauen-Antiklinale). Reich an Brachiopoden und limonitisierten Bivalven (Muscheln).
2. Profil: am neuen Waldweg, Koordinaten: 598600 / 253650, NE Kleinlützel / SO Pyritreiche Mergel, reich an Brachiopoden, fossilreich, selten Pyritkonkretionen.
3. Profil: Callovianprofil in der Tongrube, Koordinaten: 598700 / 250125, SSW Liesberg / BL Reich an Brachiopoden, reich an Bivalven und Ammoniten (selten gut erhalten), partiell pyritisierte Ammoniten und Rindenstücke, kleine Pyritkriställchen sind häufig, häufig sind Bivalven und Gasteropoden.
5. Profil: an der Passwangstrasse, Koordinaten: 608850 / 245670, SW untere Säge bei Beinwil Keine Fossilien im Anstehenden.
6. Profil: am Feldweg, Koordinaten: 604350 / 239400, SE Envelier Vereinzelte Haifischzähnchen.
8. Profil - Zusammengesetztes Profil der Aufschlüsse in der Graitery-Antiklinale, Eschert, Bergerie d’Eschert: 2'598'400 / 1'234'550, 1078 m ü. M. Eschert, Loge aux Boeufs: 2'597'560 / 1'233'950, 1157 m ü. M. Eschert, Sur la Montagne: 2'597'955 / 1'234'046, 1153 m ü. M. Wenig Fossilien.
9. Profil - Zusammengesetztes Profil des Callovian am oberen Ende des Schafgrabens, NW der Röthifluh (Weissenstein),
1. 7.5 m: Variansschichten bzw. Cale, roux sableux: Graue bis rostrote, kalkige Mergel, mit eingeschalteten. 5-20 cm mächtigen, leicht spätigen Mergelkalklagen.
2. 2.2 m: Rostbraune, kalkige, limonitreiche Mergel, die mit 10-30 cm mächtigen, ruppigen Calcareniten wechsellagern.
3. 0,4 m: Rostrote, sehr harte, knauerige Calcarenite. Das Gestein ist, blaugrau im Bruch. Die Schichtflächen sind bauchig, die Absonderung schieferig bis blätterig.
4. 1,5 m: Rostrote, im Bruch graue, limonitreiche Calcarenite. Die Schichtflächen weisen häufig Frasspuren auf. Einzelne Bänke sind pseudoeisenoolithisch.
5. 18,0 m: Fette, graue bis blauschwarze Tone.
6. 4.0 m: Graue, fette Tone mit kopfgrossen beige bis braunrot anwitternden Knauern.
7. 1,2 m: Beige bis braunrote, leicht spätige, limonitreiche Mergelkalke, die mit gelbbraunen Mergeln wechsellagern. Die Kalkbänke sind an der Basis der Schicht nur wenige Zentimeter dick. Im Dach erreichen sie 15 cm Mächtigkeit, während die Mergellagen sehr dünn erscheinen (Dalle nacrée).
8. 0,4 m: Lumachellenbank: Braunrot anwitternde, ruppige Calcarenitbank, die von groben, häufig limonitisierten Bivalventrümmern durchsetzt ist. Die Bank wird durch eine ausgeprägte Omissionsfläche abgeschlossen.
9. 0,22 m: Limonitreicher Mergel, der von Schalentrümmern und von einzelnen Eisenooiden durchsetzt ist.
10. 0,15-0,2 m: Braunroter bis weinroter, eisenoolithischer Kalk. Er enthält zahlreiche limonitisierte Ammoniten. Aufgearbeitete Schichtfläche.
11. 0,1 m: Gelbbraune, eisenoolithische Mergel mit vereinzelten Geröllen aus der teilweise aufgearbeiteten Athletaschicht.
12. 0,2 m Graue bis beige, tonige Mergel, die noch vereinzelte Eisenooide enthalten.
10. Profil beim Althüsli, Ko. 600921/232700, und Mürren, Ko. 600550 / 232450 W Weissenstein. Wenig Fossilien.
12. Profil beim Hof «La Jacoterie», Koordinaten: 583950 / 240500, N Undervelier Calcaire roux sableux und untere Callovian-Tone sind nicht aufgeschlossen.
1. - 3. ca. 9,7 m: 3 Schichten ohne Silex.
4. 0-0,1 m: Harte, fleckig grauweisse, im Bruch milchweisse bis bläuliche Silexlinsen.
5. 4.0 m: Wechsellagerung fein und grobspätiger, kreuzgeschichteter Dalle nacrée. Die Verwitterungsflächen sind rauh, beigefarben, der frische Bruch grau oder blaugrau.
6. 0-0,2 m: Schmutzigweisses. dichtes Silexband. Die Linse erstreckt sich über eine Distanz von 2 m.
7. 2,1 m: Kreuzgeschichteter, braunrot anwitternder, grobspätiger Calcarenit. Plattenmächtigkeiten von 5-20 cm.
8. 0-0,1 m: Grauweiss anwitterndes, im Bruch milchigweisses Silexband.
9. 0,9 m: Grobspätige, braunrot bis beige anwitternde Dalle nacrée, kreuzgeschichtet, im Bruch grau.
10. 0-0,3 m: Massige, sehr harte Silexlinse von grauweisser Anwitterung.
11. 0,4 m: Grobe, hellbraun, rauh anwitternde Dalle nacrée.
12. 0-0.1 m: Grau anwitternde, im Bruch milchweisse, sehr harte, muschelig brechende Silexlinsen.
13. 3,10 m: weitere Schichten ohne Silex.
14. Profil im Bachbett der Noire Combe, Koordinaten: 590325 / 236575, N Plain Fayen (Montagnes de Moutier).
1. ca. 2,0 m: Braunrot anwitternder, ruppiger Calcarenit. Die Verwitterungsfläche ist höckerig und von unbestimmbaren Brachiopoden, Bivalven («Pectén» und Ctenostreon) und Ammoniten besetzt. Wahrscheinlich handelt es sich um die oberste Bank der Macrocephalenkalke.
2. - 5. ca. 12,9 m: 4 Schichten ohne Silex.
6. 0,4 m: Kreuzgeschichtete, braungelb anwitternde Dalle nacrée. Aus dem Gestein wittern selten kleine, unvollständig verwitterte Silexlinsen aus.
7. 1,5 m: Sehr feinspätiger, beige anwitternder, im Bruch grauer Calcarenit. Bankmächtigkeiten von 10-25 cm.
8. 0,4 m: Sehr grobspätiger, braunrot anwitternder Calcarenit.
9. 0,3 m: Feinspätige, beige, splitterig brechende Dalle nacrée.
10. 0,6 m: Grobspätige, beige bis braunrot anwitternde Dalle nacrée. In den Platten liegen unvollständig verkieselte Silexlinsen, die nur beim Anschlagen sichtbar werden.
11. 2,70 m: Schichten ohne Silex.
16. Profil - Zusammengesetztes Profil des Callovian der Moron-Antiklinale, zwischen Koordinaten: 585520 / 234875 (Petit-Val, Souboz, Montaluet)und Koordinaten: 585650 / 234450, S Souboz
1. - 4. Ca. 25,2 m: Schichten ohne Silex
5. 2.5 m: Kreuzgeschichtete, braunrot anwitternde Dalle nacrée, innerhalb deren Platten vereinzelte, unvollständig verkieselte Silexlinsen liegen.
6. 2.8 m Kreuzgeschichtete, silexfreie, fein- bis grobspätige Dalle nacrée von grauer bis rostbrauner Anwitterungsfarbe. Im frischen Bruch ist das Gestein hell- bis blaugrau.
7. 1,05 m: Schichten ohne Silex.
17. Profil - Zusammengesetztes Profil des Callovian der Montoz-Antiklinale. Koordinaten: 581220 / 228820, SE La Golatte; Koordinaten: 581100 / 228700, W La Brotheiteri; Koordinaten: 583950 / 228375, Métairie de Werdt
1. - 6. Ca. 22,5 m: Schichten ohne Silex.
7. 6.0 m: Kreuzgeschichtete, beige, fein- bis grobspätige Dalle nacrée, die kleine Silexbildungen enthält. Im frischen Bruch ist das Gestein grau. Nur sehr wenig organischer Detritus ist verkieselt.
8. ca. 1.5 m: Schwach kreuzgeschichteter, sehr grobspätiger Calcarenit.
18. Profil: im Steinbruch von Rondchâtel, Koordinatetn: 585500 / 225100 Massenhaft Belemnitentrümmer.
20. Profil : N der Métairie du Milieu de Bienne, Koordinaten: 573500 / 222080, Chasseral Antiklinale. Oberfläche des oberen Hauptrogensteins von Bohrmuscheln angebohrt und ausgewaschen.
1. - 19. 13 ca. 48,6 m: Schichten ohne Silex.
10. 9.8 m: Feinspätige, kieselige, beige anwitternde Dalle nacrée.
11. 0,2 m Sehr harter, schmutziggrau anwitternder Silex von muscheligem Bruch. Die Linse lässt sich über mehrere Meter verfolgen.
12. 0,6 m Feinspätige, teilweise auch etwas gröbere, beige anwitternde Dalle nacrée.
13. 0,05-0,1 m: Langgezogenes, grau anwitterndes, im Bruch milch weisses Silexband.
Dünnschliff: Die Grundmasse ist zu 70% verkieselt. Als Mineralien wurden Chalcedon und Quarzin beobachtet, die in feinen Sphaerolithen regellos oder entlang den Rändern organischer Trümmer angeordnet sind. Die limonitisch-tonig pigmentierte primäre Grundmasse ist nur noch in kleinen Nestern enthalten. Echinodermen- und Bivalventrümmer sind ebenfalls weitgehend verkieselt. Hauptmineral ist Quarzin. Unverkieselte Echinodermentrümmer sind meistens entmischt, wobei in einer äussersten Zone der verdrängte Limonit, in der nächst inneren Dolomit in Rhomboedern und im Zentrum Kalzit ausgeschieden wurde. Die vollständig umkristallisierten Spongiennadeln sind erkennbar an ihrem erweiterten, limonitisch pigmentierten Achsenkanal oder an den linear angeordneten Quarzin- bzw. Chalcedonsphaerolithen. Das Gestein war primär ein Calcarenit von feinspätiger Struktur. Ein Teil des organischen Detritus war vererzt.
14. 0,7 m: Feinspätige, beige anwitternde, im Bruch graue Dalle nacrée.
15. 0,2 m: Fladenförmiger, beige anwitternder, unvollständig verkieselter Silex. Die Verwitterungsfläche ist porös.
16. 1,5 m: Grobgebankter, kieseliger, beige anwitternder Calcarenit.
17. 0-0,1: m Grau anwitternder, im muscheligen Bruch weisser, geschichteter Silex.
18. 1,8 m: Grobspätige, braunrot anwitternde Dalle nacrée. Die groben Echinodermen- und Bivalventrümmer sind häufig verkieselt und wittern schmutziggrau aus.
19. 0,3 m: Feinspätige, kieselige, braun anwitternde Dalle nacrée.
20. 0,1 m: Grauer, sehr dichter, muschelig brechender Silex.
21. 1,5 m: Graubraune, sehr grobspätige, im Bruch graue Dalle nacrée, die vereinzelte Bivalvensteinkerne enthält.
22. 0,2 m: Schmutziggrau anwitternder, sehr harter Silex von muscheligem, bläulichem Bruch. Das Gestein enthält gut erhaltene, vollständig verkieselte Austern. Dünnschliff: Die Grundmasse ist fast vollständig verkieselt. Der organische Detritus ist ebenfalls weitgehend zu Chalcedon- und Quarzinsphaerolithen umgewandelt. Immerhin sind die limonitischen Relikte des ehemals calcarenitischen Gesteins gut erkennbar. Crinoidentrümmer waren primär vererzt, wurden aber später entmischt, wobei der Limonit an die Ränder der Neubildungen verdrängt wurde. Fine grosse, eingebettete Auster wurde vollständig in Quarzin umgewandelt. An den Rändern einzelner Chalcedon- und Quarzinsphärolithen sind Neubildungen authigenen Quarzes zu beobachten. Die häufigen Spongiennadeln sind vollständig umkristallisiert. Der Achsenkanal ist erweitert und limonitisiert.
24. 0,2 m: Grobspätige, braune Dalle nacrée. Durch die starke Erosion wurde die Schicht in einzelne Platten aufgelöst.
25. 0,05 mm Eisenoolithische, braunrote Mergel, die von calcarenitischem Aufarbeitungsmaterial durchsetzt sind.
26. 0,15 m Eisenoolithische, gelbbraune Mergel, die mit knauerigen Mergelkalken wechsellagern. Die Schicht enthält Cardioceraten und entspricht dem oberen Oxfordian.
27. 0,02 m Eisenoolithische Tone.
28. 0,10 m Ooidfreie, graue Mergel, die vereinzelte Pyritkonkretionen enthalten. Nr. 23-28 wurden erschürft.
22. Profil am Feldweg zum Mont Perreux, Koordinaten: 557090 / 214180 E Vue des Alpes Der Calcaire roux sableux ist nicht aufgeschlossen. Er liegt auf der angebohrten Oberfläche des oberen Hauptrogensteins. Er setzt sich zusammen aus limonitreichcn Mergeln und spätigen Mergelkalk- bis Calcarenitbänken.
1. - 7. ca. 22,6 m: Schichten ohne Silex.
8. 0,05 m: Plattiger, grauweiss anwitternder, im Bruch weisser, dichter Silex.
9. 0,9 m Grobspätige, beige bis braun anwitternde, im Bruch graue Dalle nacrée.
10. 0,2 m: Zwei braunrot anwitternde, limonitreiche Dalle-nacrée-Platten, die Silexlinsen enthalten. Je nach der Vollständigkeit der Verkieselung sind die Linsen grau oder weiss. Um die einzelnen Verkieselungen liegt häufig ein limonitischer Hof.
11. 5,5 m: Braunrot anwitternder, im Bruch graue, feinspätige Dalle nacrée. Die Plattendicke schwankt zwischen 5 und 15 cm. Nach jeweils 2-3 Calcarenitschichten schalten sich flache, fladenförmige Silexlinsen ein.
12. 0,4 in Braunrot anwitternde, 4-8 cm mächtige, grobspätige Dalle-nacrée-Platten, deren Verwitterungsflächen übersät sind von Stielgliedern von Crinoiden und Echinidenstacheln.
13. 3,5 m: Feinspätige. braunrot anwitternde, im Bruch beige Dalle nacrée. Die Mächtigkeit der einzelnen Platten beträgt 5-15 cm.
14. 1,75 m Sehr harte, dickbankige, beige anwitternde Dalle nacrée. Im frischen Bruch ist das Gestein blaugrau.
15. 0,25 m: Grau anwitternder, im Bruch milchweisser bis bläulicher, sehr dichter Silex.
16. 0,5 m: Braungelb anwitternder, kicseliger Calcarenit. Die Schichtflächen sind wulstig.
17. 0,3 m: Wechsellagerung sehr feinspätiger. braunrot anwitternder Dalle nacrée mit grauen, 5-8 cm mächtigen Silexlinsen.
18. 0.7 m: Braunrot anwitternder, kreuzgeschichteter Calcarenit. Der organische Detritus ist sehr stark, an einzelnen Stellen sogar vollständig verkieselt.
19. 3,1 m: Beige anwitternder, grobspätiger, kreuzgeschichteter Calcarenit mit kieseliger, hökkeriger Schichtfläche. Bankmächtigkeit bis 25 cm.
20. 5,3 m: weitere Schichten ohne Silex.
25. Profil im Steinbruch Mont Jaques, Ko. 553575/215100, S La Chaux-de-Fonds Der Calcaire roux sableux ist nicht aufgeschlossen.
1. 0,3 m: Dickbankiger, rostrot anwitternder, im Bruch blauschwarzer bis grauer, oolithischer Calcarenit mit schwarzen Tonlinsen. Das Gestein ist durchsetzt von feinen Pyritkristallen.
2. 0,03 m: Blauschwarzer, sehr fetter Ton.
3. 0,06 m: Grobspätiges, pyritreiches, bituminöses Calcarenitschichtchen.
4. 2,0 m: Wechsellagerung von 10-20 cm mächtigen, pyritreichen, oolithischen Calcareniten mit nur 1 cm mächtigen, schwarzen Tonlagen.
5. 0,04 m: Schwarzer, pyritreicher Ton.
6. - 16. 29,6 m: diverse Schichten ohne Silex.
17. 0,02 - 0.2 m: Grau anwitterndes, im Bruch kreidig-weisses Silexband mit bläulichen, sehr dichten Partien.
18. 3.0 m: weitere Schichten ohne Silex.
26. Profil - Zusammenges. Profil des Callovian aus den Aufschlüssen bei Koordinaten: 551820 / 216800, La Recorne; Koordinaten: 522370 / 217120, Les Endroits. Pouillerel-Antiklinale Pyritkonkretionen.
28. Profil - Profil der Grenzschichten Callovian-Oxfordian, erschürft an der Strasse Les Bois-Boéchet, Koordinaten: 560630 / 226800. Massenhaft Belemnitenrostren.
29. Profil der Grenzschichten Callovian-Oxfordian, erschürft in Les Prés derrières, Koordinaten: 558110 / 226950, NW Les Bois. Pyritkonkretionen, keine Fossilien.
35. Profil bei Koordinaten: 573410 / 339450, S Montfavergier.
1. - 10. 23,4 m: diverse schichten ohne Silex
11. 1,5 m: Braunrot anwitternde, im Bruch blaugraue, pyritreiche Dalle nacrée. Die 10-25 cm mächtigen Platten wechsellagern mit 2-4 cm mächtigen Mergelschichten.
12. - 13. 7,4 m: 2 Schichten ohne Silex.
15. 0,35 m Braunrot anwitternde, im Bruch dunkelgraue, grobspätige Dalle nacrée. In einer Platte liegen zwei hellgraue, sehr unvollständig verkieselte, 5 cm lange und 2 cm dicke Silexlinsen.
16. Ca. 15 m: weitere Schichten ohne Silex.
48. Profil - Detailprofil des Callovian aus dem Steinbruch des alten Zementwerkes von Noiraigue (Furcil). Pyrit, Quarzin.
- Chalcedon:
- Pyrit:
- Quarzin:
- Silex:
- Quarzin:
- Silex:
