Kanton GR, Bezirke Moesa und Plessur
Fundorte > Graubünden
Vorkommen im Kanton Graubünden, Bezirke Moesa und Plessur
Bild: Rosafluorit, 9 mm, aus der Grube Polti bei Arvigo.
Gebiet: | 001_GR / Ajone, Alp d'Aion, Pizzo di Groveno, Piz de Groven Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Calanca |
Beschreibung: | Im ganzen Landschaftsbild der Grovenokette gibt es kaum eine Stelle, die so instruktiv ist wie der Ort, wo der Lavezstein von Ajone sich aus den Gehängen heraushebt. Auf einer Höhe von 2350 m, nahe unter dem N-Grat des Pizzo di Groveno, sticht aus den terrassierten Amphiboliten und Paragneisen heraus eine etwa 80 m mächtige und 200 m lange, stark gerundete weissglänzende Linse, die schon auf grösste Distanz auffällt. Die anstehende Hauptmasse der Linse ist ein Topfstein der neben Talk sehr reichlich ein makroskopisch lichtbraun gefärbtes Karbonat, den Breunerit, sowie kurzfaserigen Grammatit enthält. Gegen den hangenden Amphibolit hin schliesst der Stock mit einer schmalen Zone von Strahlsteinschiefern ab. In prächtiger Formausbildung liegen lange Strahlsteinnadeln in einer talkigen Grundmasse. - Breunerit: Makroskopisch, lichtbraun. |
Koordinaten, ca.: | 732320 / 131480 |
Literatur: | - Kündig, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1926; Band 6; Heft 1; Seite 54; Beiträge zur Geologie- und Petrographie der Gebirgskette zwischen Val Calanca und Misox. |
Mineralien: | - Lavezstein: |
Gebiet: | 002_GR / Val Calanca (Taleingang) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Calanca |
Beschreibung: | In Pegmatitintruationen, die oben an der Strasse ins Calancatal (Taleingang) liegen. |
Koordinaten, ca.: | 729500 / 124500 |
Literatur: | - Taddei, Carlo; Schweizer Strahler; 1974; Seite 233-241; Grono-Nadro-Valle Calanca |
Mineralien: | - Adular: - Andalusit: - Apatit: - Biotit: - Chlorit: - Epidot: - Heulandit: - Kyanit: - Muskovit: - Prehnit: Traubig. - Quarz: - Sillimanit: - Skolezit: - Stilbit: - Titanit: Gelb-rosa. - Turmalin: Schwarz (Schörl). - Zeolithe: |
Gebiet: | 003_GR / Val Calanca (hinterstes), Alpe de Stabi;(Lavezsteinabbau) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Calanca |
Beschreibung: | Genaue Koordinaten-Angaben sind nicht möglich, da nur ein historisches Dokument, jedoch keine geologischen Angaben vorliegen. |
Koordinaten, ca.: | 728320 / 145740 |
Literatur: | - Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9 ; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern |
Mineralien: | - Lavezstein: |
Gebiet: | 004_GR / Val Calanca (mittleres), Arvigo Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Calanca |
Beschreibung: | |
Koordinaten, ca.: | 729000 / 129000 |
Literatur: | - Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1993; Heft 2; Seite 473 - 524; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz Teil 3: Undurchsichtige Mineralien |
Mineralien: | - Andalusit: Fleischfarbig oder mit schöner rosaroter Farbe, sehr unregelmässige Form, mit vielen Rissen durchzogen, nur partiell durchscheinend, derb, gesteinsbildend, in Quarz - Biotitknauern. - Kyanit: Hellblau - blau, gesteinsbildend, in Quarz - Biotitknauern. |
Gebiet: | 005_GR / Val Calanca, Arvigo (Steinbruch Polti, Cava Lino) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Calanca |
Beschreibung: | Auf der linken Talseite im Steinbruch vor dem Ortseingang. Beim Gestein handelt es sich um einen Biotitgneis. Vermutlich beziehen sich die Angaben von Hoefs ebenfalls auf die Grube, seine Koordinatenangaben liegen aber etwas daneben, Hoefs: Arvigo, Val Calanca, Koordinaten: 729.0/128.9. Im Granitgneis: Quarz, Adular, Chlorit, Muskovit, Calcit, Epidot, Titanit, Zeohthe u.a.m. |
Koordinaten, ca.: | 729150 / 128500 |
Literatur: | - Brughera, Franco; Schweizer Strahler; 1984; Seite 498-501; Aquamarin aus dem Steinbruch von Arvigo (Calacatal) - Graeser, Stefan; Lapis; 1995; Heft 9 - Hoefs, J. & Stalder, Hans Anton; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1977; Band 57; Heft 3; Seite 329-347; Die C-Isotopenzusammensetzung von CO2-haltigen Flüssigkeitseinschlüssen in Kluftquarzen der Zentralalpen - Neugel, Kurt; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 315; Granat aus den Steinbrüchen von Arvigo - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 258 - Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 2007; Heft 1; Seite 5-7; Kluftmineralien aus dem Steinbruch von Arvigo im Calancatal - Vital, A.; Schweizer Strahler; 1980; Seite 182-186; Ein seltener Fund. I. Teil - Wagner, Albert; Schweizer Strahler; 1968; Seite 128-131; Mineralien aus den Steinbrüchen vo Arvigo - Wagner, Albert; Schweizer Strahler; 1983;; Seite 336 - Wagner, Albert & Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 2000; Heft 2; Seite 41 - 70; Arvigo - eine der bekanntesten Mineralfunstellen der Schweiz - Teil 1 - Wagner, Albert & Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 2000; Heft 3; Seite 118 - 133; Arvigo - eine der bekanntesten Mineralfunstellen der Schweiz - Teil 2 - Weiss, Stefan & Forster,O.; Lapis; 1997; Heft 6; Seite 13 - Weiss, Stefan; Lapis; 2004; Heft 7-8; Seite 52-54 - Weiss, Stefan; Lapis; 2011; Heft 4; Seite 20-23; Drei Jahre nach dem Bergsturz: Aktuelles aus Arvigo, Graubünden und Erstfunde von Datolith und Phenakit - Weiss,Stefan; Lapis; 2012; Heft 3; Seite 30; Apophylit aus Arvigo, Val Calanca (CH) Detaillierte Beschreibung der Mineralien - Schweizer Strahler 2000; Heft 2; ab Seite 41 (Teil 1) - Schweizer Strahler 2000; Heft 3; ab Seite 118 (Teil 2) |
Mineralien: | - Adular: Pseudorhombisch im sogenannten 'Maderaner-Habitus', farblos bis weiss, milchig-trüb, seidenglänzend, auch durchscheinend mit Glasglanz, pseudorhomboedrisch bis 4 cm, vielfach direkt auf dem ausgelaugten Gestein aufsitzend. Vorkommend in den hellen Zweiglimmergneisen und in den dunkleren Biotitgneisen. - Aktinolith: (Ferroaktinolith) zwei Ausbildungsformen können unterschieden werden: 1. als Amiant faserig bis nadelig, oft sehr hell, seltener deutlich grün, flockige Büschel, lederig (sog. Bergleder). Es kann sowohl der Magnesiumanteil (Aktinolith) als auch der Eisen-Anteil überwiegen (Ferro-Aktinolith), auch als Quarzeinschlüsse. 2. bei Hornblendevorkommen. - Albit: Eher selten, farblos bis weiss, dicktafelig, durchscheinend, verzwillingt nach dem Albitgesetz, prismatisch, bis 2 mm, unscheinbar und recht schwer zu erkennen. Begleitmineralien: Epidot, Fluorit, Adular, Quarz, Prehnit, seltener auch Babingtonit. Der Autor erwähnt auch plattige, kantengerundete, innen farblose Plagioklas-Kristalle mit dunkler Hülle in Sulfidlinsen. Evtl. handelt es sich hier um Andesin. - Allanit-(Ce): Recht selten zu finden, nadelig bis lattenartig ähnlich dem Epidot, meistens sehr klein, bis 2.5 mm, dunkelbraun bis grau, in Kristallen. Begleitmineralien: blättriger Calcit, Albit, Titanit, Fluorit, Klinochlor und Prehnit. Zum Teil auch in Bergkristall eingeschlossene einzelne Nadeln bis 6 mm Länge. - Amianth: Ferro-Aktinolith und Magnesio-Hornblende, graugrün bis weiss, nadelig, bis 1 cm, zum Teil verfilzt, in schlechter Ausbildung, verbreitet, selten auch in Calcittafeln als dunkelgrüne Prismen, Vorkommen im dunklen und hornblendeführenden Gneis- Andesin: Nicht sicher, siehe Beschreibung unter Albit. - Apatit: (Fluorapatit) eher selten vorzufinden, wasserklar, flächenreich, tropfartig, dicktafelig, auch dünnstängelig und flächenarm, bis 3 mm, oft begleitet von Ilmenit, Titanit und Klinochlor, verwechselbar mit Quarz, verwechselbar mit Fluorit oder Calcit - Apophyllit: Vermutlich Fluorapophyllit, es handelt sich hier um die bemerkenswerteste Apophyllit-Fundstelle der Schweizeralpen (besonders in Bezug auf die Kristallgrösse, Kristallmenge, morphologische Vielfalt), nicht häufig zu finden, oft mehr oder weniger zersetzt, wasserklar, gelblich- bis rötlichweiss, plattig, ähnlich einer Zündholzschachtel, matte Oberfläche, bis 5 cm Kantenlänge. Begleitmineralien: Adular, tafeliger oder skalenoedrischer Calcit, Epidot, Prehnit und Chlorit. - Babingtonit: Einziges Vorkommen in Schweizerischen alpinen Klüften, bis 2 mm, kurzprismatisch, scharfkantig, grünschwarz, starker Glanz, flächenreich, Aggregate bis 4 mm, Vorkommen im dunklen Gneis mit groben Biotit-Fasern, fast immer zusammen mit Amiant. Begleitmineralien: feinkörniger Klinochlor, Epidot, Quarz und tafeliger Calcit. 1975 für die Schweiz (und aus den Alpen überhaupt) das erste Mal gefunden. Entdeckt wurde eine bis dahin unbekannte Epitaxie (orientierte Verwachsung zweier Mineralarten) nämlich von Babingtonit mit aufgewachsenem Hedenbergit in der Form von nur 1-2 um (mü) dicken, faserigen Einzelkriställchen. Es hat sich später herausgestellt, dass diese Epitaxie weltweit verbreitet vorkommt. - Beryll: Äusserst selten, aquamarinblau bis farblos, stängelig, bis 8 mm, mit Endflächen, sechseckig, erst zwei bekannte Funde (Stand 2000). Begleitmineralien: Adular, Quarz, Titanit, Klinochlor und Zeolithe.- Biotit: Lamellen, winzig, broncebraun, als Einschlüsse im Quarz und grobspätigem Galenit. - Calcit: Häufig, blätterig, skalenoedrisch (auch Doppelender), wasserklar, transparent, flächenreich, Papierspat bis 15 cm, Skalenoeder bis 3.5 cm diese sind oft von gedrungener Ausbildung, verwechselbar mit Fluorit und Apatit. Kleine kugelig-bombierte Calcite können mit kleinem Apatit, Fluorit oder Prehnit verwechselt werden. - Chabasit: Selten, transparent, farblos, rhomboedrisch, würfelähnlich, bis 2 mm, zu verwechseln mit Adular, Vorkommen vor allem im hellen Zweiglimmergneis. Begleitmineralien: Quarz, Titanit, Fluorit, Heulandit, Epidot, Prehnit. - Chalkopyrit: Derb, in wenigen mm messenden Erzschnüren die parallel zu Mineralklüften verlaufen, seltener in gut auskristallisierte Kristalle auf dem ausgelaugten Gestein in Zerrklüften gefunden werden. - Chlorit: Als Klinochlor, schwarzgrün, halbkugelig, wurmartig, blassgrün, feinsandig. - Datolith: Bis 25 mm, leicht chloritisiert, keilförmiger Habitus, hoher Glasglanz, mit schiefwinkliger zu den Kristallkanten stehender Riefung. - Diopsid: Diopsid / Hedenbergit bilden eine lückenlose Mischkristallreihe, und um Mischkristalle, die fast gleichviel Mg und Fe besitzen geht es hier. Gesteinsbildend in Kalksilikaten und deren Klüften, in der Form von bläulich-grünen, grobkristallin-körnigen Aggregaten in Quarz und Calcit der Kalksilikate - Epidot: Bildet zusammen mit Klinozoisit eine lückenlose Mischkristallreihe. Häufig, flaschengrün, halbdurchsichtig, garbenartig, bis 2 cm, seltener dunkelgrüne bis fast schwarzgrüne Kristalle, auch plattig, verzerrt, kurzprismatisch, klar, durchsichtig, scharfkantig, im Mineralienlexikon, 1998/152, wird auf mehrfarbige Epidote von Arvigo verwiesen. Je mehr Eisen der Epidot besitzt, desto dunkler wird er. - Epistilbit: Selten, farblos, zum Teil durchsichtig, tafelig, schindelförmig, rechteckig, bis 2 mm, kurzprismatisch, bis 6 mm, treppenförmig aggregiert, teilweise nach der Längsachse parallel-verwachsen, verwechselbar mit Adular, vorkommen vor allem in den hellen Zweiglimmergneisen. Begleitmineralien: Heulandit, Skolezit, Stilbit. - Fluorit: Recht häufig, farblos - wasserklar, meistens um 2 mm, rundliche Flächen mit Vizinalstruktur, oft auf Calcittafeln aufgewachsen, selten blassviolett, grünlich, rosarot, bis 1.5 cm, sehr selten ist Rosafluorit. Im Gegensatz zu den alpinen Rosafluoriten fluoreszieren diejenigen von Arvigo unter der UV-Lampe. Begleitmineralien: tafeliger Calcit, Epidot, Quarz, Prehnit, Chlorit und weitere Mineralien. - Galenit: Selten, bis 1 mm, gerundete Kanten oder treppenartiger Aufbau, würfelig oder oktaedrisch, auch bis zu faustgrossen, grobspätigen Massen in biotitreichem, dunklem Augengneis. Zum Teil verwachsen mit grobblättrigem Biotit. Ein einmaliger Fund 1996 lieferte Kristalle bis 1cm Kantenlänge und in perfekter Ausbildung. - Goethit: Meistens nur als Rostflecken zu finden. Kristalline Aggregate bis 3mm, rostrot, zusammen mit Ilmenit und feinkristallinem Glimmer. Fund 1997 und bestimmt von Dr. B. Hofmann. - Granat: Kantenlänge bis 5 mm, dunkelrotbraun, in vollkommener Ausbildung. - Grossular: In der Varietät Hessonit. Oft stark miteinander verwachsen und nur selten isoliert vorhanden. Verzerrte Rhombendodekaeder. - Hedenbergit: Diopsid / Hedenbergit bilden eine lückenlose Mischkristallreihe, und um Mischkristalle, die fast gleichviel Mg und Fe besitzen geht es hier. Gesteinsbildend in Kalksilikaten und deren Klüften, in der Form von bläulich-grünen, grobkristallin-körnigen Aggregaten in Quarz und Calcit der Kalksilikate. - Hellglimmer: Als Einzelplättchen oder in feinen, kugeligen Aggregaten bis 2 mm. - Hessonit: Bis 5 mm, meistens eingeschlossen, ab und zu schöne Ikositetraeder, oft in Calcitnestern, undeutlich entwickelt, orangerot. - Heulandit: Vermutlich Heulandit-Ca. Nicht sehr häufig, wasserklar, sehr gut entwickelte Kristalle, glas- bis perlmutterartiger Glanz, gelegentlich bis über bis 3cm, meisten jedoch nur zwischen 2-5 mm.- Hornblende: Selten, dunkelgrün bis schwarz, bis 1 cm. - Ilmenit: Dünntafelig, lamellar, schwarz, metallischer Glanz, bis 1.8 x 1.2 cm, oft in Umwandlung zu feinkörnigem blassgelbem Rutil, zum Teil auch dünntafelige Pseudomorphosen von Titanit nach Ilmenit. - Klinochlor: Besser bekannt unter dem Gruppennamen Chlorit. - Klinozoisit: Bildet zusammen mit Epidot eine lückenlose Mischkristallreihe. Blass, gelbgrün, garbenartig, nadelig, stengelig, bis cm-Länge, krustenartig, meistens mit fehlendem Chlorit, Begleitmineralien: Prehnit (Krusten), Laumontit, Apophyllit. - Laumontit: Bis 2 cm, zerfällt infolge Wasserverlust, schneeweiss, prismatisch, scharfkantig, auch kluftausfüllend. - Magnesiohornblende: Dunkelgrüne Nadeln mit dem Querschnitt eines spitzwinkligen Rhombus, bis 2 cm lang und 3 mm dick. Es handelt sich hier um Mischkristalle (Magnesiohornblende / Ferrohornblende) die fast ebensoviel Eisen wie Magnesium enthalten. - Mesolith: Relativ häufig, selten isoliert, büschelig (radialstrahlig), feinfaserig, weiss, seidenglänzend bis 1 cm, auf Skolezit. Arvigo ist die zweite Fundstelle dieses Zeoliths in alpinen Zerrklüften (Erster Fundort: in den Amphibolitklüften des Geisspfadserpentins). - Molybdänit: Kleine, formlose Bleche, bis 3 cm Durchmesser und 1 mm Dicke, starker Metallglanz, bleigrau, selten gut ausgebildete Kristalle, selten, meistens blättrige Massen, selten als sechseckige Kristalle, bis 3 mm, weich, perfekt ausgebildet. - Monazit: Cer enthaltend. Eher schlecht ausgebildet, trüb, Gelbtöne, äusserst selten, klar, bis mm-Grösse, gelbgrün fluoreszierend.- Muskovit: Transparent, schuppenartig, feinblätterig, Aggregate bis 2 mm. - Phenakit: Farblose Prismen, bis 4,5 mm, ähnlich dem Apatit, abgeschrägte Endflächen, Fund 2005. - Prehnit: In mehreren Generationen, apfelgrüne bis graublaue halbkugelige Aggregate bis 1 cm oder als blass-gelblich-grünliche krustenartige Überzüge auf anderen Mineralien, Einzelkristalle sind tafelig, rechteckig, bis 5 mm, Aggregate mit rosettenartigem Aufbau, selten gestreckte prismatische Individuen. - Pyrit: Selten gute Kristalle, häufiger gesteinsbildend, bis 30 mm, messinggelb, zum Teil als leicht limonitisierte Würfel, bis 8 mm, äusserst selten rundliche Kristalle bis 2.8 cm, ein Fund mit extrem stängeliger Ausbildung; ähnlich einem 1 cm langen, dünnen und gebogenen Pinselhaar, auf Calcit. Zum Teil in oktaedrischer Ausbildung und dicht im Pyrrhotin eingeschlossen. - Pyrrhotin: Sehr selten als lamellare Plättchen, bis 3 mm, Begleitmineralien: Hessonit, Epidot, Klinopyroxen, meistens als braune Erzschlieren und dann wegen den Anlauffarben leicht mit Kupferkies zu verwechseln. Im Mai 1994 gelang ein Fund mit bis 35 x 16 x 5 mm grossen Kristallen. Hochglänzend, messingbraun, indigoblau angelaufen, teils mit Chlorit überzogen und von goldgelbem Pyrit überwachsen. Einzelkristalle bis 22 x 14 x 0.5 mm. Tafeln bis 26 x 20 x 4 mm. - Quarz: Farblos, milchig, trüb, klar, Tessiner-Habitus, bis 15 cm, meistens mit Wachstumsbehinderungen. Selten auch mit fluiden Einschlüssen. - Rutil: Nur sporadisch, feinste Nädelchen, sagenitische Aggregate bis 3 mm, auch als pulveriges und gelbliches Umwandlungsprodukt von Ilmenit. - Scheelit: In Kalksilikatlagen mit Calcitnestern, eingewachsen, körnig, beigeweiss, fettglänzend, bis 3 mm, intensiv bläulichweiss fluoreszierend. - Skolezit: Aggregiert, fächer- oder garbenartig, farblos, klar, halbdurchsichtig, bis 5 cm, zum Teil in ausgezeichneter Qualität, auch wirrstrahlig und dünnstengelig, feinnadelige seidenweisse Fortwachsungen des Skolezits haben sich als Mesolith erwiesen. - Sphalerit: Sehr selten, dunkelbraun bis schwarzbraun, bis 6 mm, meistens als stumpfe Tetraeder, mit Querriefung, oft mit Anlauffarben. - Stellerit: Kann vom gleich aussehenden Stilbit nur durch röntgenografische Untersuchungen unterschieden werden. In Arvigo eher selten zu finden. Vorkommen vor allem in Biotitgneisen. Weiss, farblos, immer mit seitlichem Pinakoid {010}. Auch zusammen mit vorderem Pinakoid {100}. - Stilbit: Recht selten, milchigweiss, perlmuttglänzend, garbenförmig, knochenförmige Doppelender, bis 4 cm. - Stilpnomelan: Feinstblätterig, grünlichgrau bis broncefarbig, krustig. Kluftstilpnomelan, welcher hier 1997 gefunden wurde, ist bis jetzt erst vom Mont Chemin beschrieben. Als gesteinsbildendes Mineral interessiert es vor allem die Petrographen, weil Stilpnomelan als sogenanntes Zonenmineral dafür geeignet ist, eine sehr schwache Metamorphose zu definieren, z.B. die alpine Gesteinsmetamorphose in den Schweizer Alpen. - Titanit: Häufig vorzufinden, klein, plattig, keilförmig, in Brauntönen, bis 6 mm. Funde im Jahre 2005 lieferten Exemplare bis 25 x 11 mm, bei 2-3 mm dicke, hochglänzend, chloritbedeckt. - Turmalin: Vereinzelt, eingewachsen, schwarz, als sogenannter Schörl, selten als Kluftmineral, bis 8 mm. - Vanadinit: Bis 8 mm, in Krustenform, blass - bräunlichgelbe Nadeln bis 0.2 mm, radialstrahlig angeordnet, auf Albit oder Epidot. Der Vanadinit könnte ein Umwandlungsprodukt von Galenit sein. |
Gebiet: | 006_GR / Val Calanca, Arvigo (ausserhalb) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Calanca |
Beschreibung: | Nach den allerletzten Feldern von Arvigo, Richtung Talende, in Blöcken von Felssturzmaterial. |
Koordinaten, ca.: | 729200 / 130000 |
Literatur: | - Taddei, Carlo; Schweizer Strahler; 1974; Seite 233-241; Grono-Nadro-Valle Calanca |
Mineralien: | - Adular: - Heulandit: - Prehnit: - Turmalin: Schwarz (Schörl). |
Gebiet: | 007_GR / Val Calanca, Arvigo (westlich), Bosco di Canto, Bogano, Bogan;(Lavezsteinabbau) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Calanca |
Beschreibung: | Koordinaten ungefähr genau. Ein Lavezabbau im Amphibol-Schiefer in Bosco di Canto/Bogano wird in älterer Literatur erwähnt. Es dürfte sich auf der Landeskarte 1:25'000, Blatt Grono, um Bogan handeln, Koordinaten ca. 727500/129400, 1600 m ü. M. (W Arvigo). |
Koordinaten, ca.: | 727500 / 129400 |
Literatur: | - Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern |
Mineralien: | - Lavezstein: |
Gebiet: | 008_GR / Val Calanca, Braggio, Guald Pezzoi;(Lavezsteinabbau) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Calanca |
Beschreibung: | In ältere Literatur wird Laverstein aus Guald Pezzo oberhalb von Braggio erwähnt. Die gleiche Lokalität ist auch auf der Geotechnischen Karte der Schweiz von De Quervain et al. (1967) angedeutet. Auf der heutigen Landeskarte 1:25'000 (Blatt Grono) dürfte es sich um ein Bachtobel unterhalb Mont di Fora (P. 1459.7) handeln, 1400 m ü. M. |
Koordinaten, ca.: | 730100 / 129000 |
Literatur: | - Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9 ; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern Koordinaten ungefähr genau. |
Mineralien: | - Lavezstein: |
Gebiet: | 009_GR / Val Calanca, Calanca (Mündungsgebiet Moësa-Calanca), Moesa Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Calanca |
Beschreibung: | Als Fundortbeschreibung wird lediglich das Mündungsgebiet des Flusses angegeben. |
Koordinaten, ca.: | 731300 / 122010 |
Literatur: | - Simonetti, Athos; Schweizer Strahler; 1973; Seite 75-78; Beryll, Chrysoberyll, Turmalin, Dumortierit und Granat in Tessiner und Misoxer Pegmatiten - Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz |
Mineralien: | - Beryll: - Chrysoberyll: Aussergewöhnlich selten, 4-5 mm, grüngelblich. - Turmalin: Relativ häufig. |
Gebiet: | 010_GR / Val Calanca, Calvezza-Tal, Valle del Pass (Val di Passit?) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Calanca |
Beschreibung: | Valle del Pass konnte auf der Karte nicht gefunden werden, evtl. handelt es sic h um das Val di Passit. Die Koordinaten zeigen auf Val die Passit. Von hier noch ca. 15 Minuten weiter in ein kleines Tälchen. In der rechten Flanke eine kleine Runse bis zu einem Amphibolitzug, hier ein Kalk-Aluminium-Silikat-Fels. |
Koordinaten, ca.: | 731470 / 144350 |
Literatur: | - Taddei, Carlo; Schweizer Strahler; 1974; Seite 233-241; Grono-Nadro-Valle Calanca |
Mineralien: | - Prehnit: In ausserordentlichen Exemplaren und Menge, hellgrün, die Wände überkrustend. |
Gebiet: | 011_GR / Val Calanca, Cauco, Marscia d'Aion, Alpe d'Aion;(Lavezsteinabbau) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Calanca |
Beschreibung: | Koordinaten genau. - Grösse: 200 x 50 x 30m, ca. 70% Olivin-Talk-Schiefer und ca. 30% Lavez - Abbauspuren: zylindrische Muster an allen ausbeutbaren Stellen im anstehenden Fels und ca. 10 Topf-Rohlinge im Schutt. - Ausgebeutete Menge: 300 - 400 Töpfe (3-4 m3) - Geschätzte Reserve: 200 - 300 Töpfe - Inschriften: "DA 1921", "1915". - Gestein: Talk-Magnesit-Chlorit-Fels, mit z.T. Magnesium-Amphibol, Pyroxen, Olivin. Es handelt sich um ein typisch linsenförmiges Vorkommen mit in der Südschweiz selten vorkommenden Dimensionen. Es scheint, dass hauptsächlich Material für Töpfe ausgebeutet wurde. An drei Stellen sind bis zu 3m tiefe Steinbruch-artige Nischen entstanden, welche die typischen zylinder- oder kopfartigen Abbauspuren zeigen. Noch 1979 lagen ca. 10 bereits sehr schön zugehauene Topf Rohlinge (30- 60 cm Durchmesser) in der dem Vorkommen vorgelagerten Schutthalde, welche im Sommer lange mit Schnee bedeckt ist. Finanziert durch das Schweizerische Volkskunde-Museum in Basel und der ETH-Zürich konnten ein paar Stücke mit dem Helikopter hinuntergeflogen werden. Im Abbau-Bereich finden sich Beispiele für alle Stadien der Rohling-Gewinnung. An verschiedenen Stellen war der Handwerker auf hartes Gestein gestossen (mit Adern und harten Rosetten von Magnesiumamphibol) und hatte dann die Bearbeitung aufgegeben. Die entzifferbaren Inschriften zeigen, dass vermutlich noch bis in die 1920er Jahre Material ausgebeutet wurde. Ein 70-jahriger Schafhalter aus Sta Maria, der sich zwischen 1970 und 1980 regelmässig auf Alpe Aion aufhielt, wusste allerdings nichts mehr von diesem Vorkommen. Auch Kündig (1926) gibt an, dass die Lagerstätten im Calanca und Misox zu seiner Zeit noch ausgebeutet wurden. Es dürfte sich damit um die Gegend in der Schweiz handeln, wo sich die Topfherstellung als altes Handwerk am längsten halten konnte. |
Koordinaten, ca.: | 732350 / 131650 |
Literatur: | - Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9 ; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern |
Mineralien: | - Lavezstein: |
Gebiet: | 012_GR / Val Calanca, Fil die Revi, (Grat zum Val Blenio), Val Madera;(Lavezsteinabbau) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Calanca |
Beschreibung: | Koordinaten genau. Nicht sicher ob von Rossa aus ausgebeutet: Fil die Revi, 2838 m ü. M., auf dem Grat zum Val Blenio (Val Madera). |
Koordinaten, ca.: | 727520 / 142480 |
Literatur: | - Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9 ; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern |
Mineralien: | - Lavezstein: |
Gebiet: | 013_GR / Val Calanca, Landarenca Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Calanca |
Beschreibung: | Östlich von diesem Ort ist die beste Disthen - Andalusit - Paragenese bekannt geworden. |
Koordinaten, ca.: | 728500 / 130900 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 171,181 - Taddei, Carlo; Schweizer Strahler; 1974; Seite 233-241; Grono-Nadro-Valle Calanca |
Mineralien: | - Adular: - Andalusit: In scharfer Ausbildung, derb, teils grün fluoreszierend (Kurzwellen). - Byssolith: - Epidot: - Kyanit: In scharfer Ausbildung, bis 7 cm, glasklar, grau, weinrot. - Laumontit: - Muskovit: - Quarz: - Titanit: |
Gebiet: | 014_GR / Val Calanca, Landarenca, Selma Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Calanca |
Beschreibung: | Fundstellen liegen in der nahen Schlucht, welche gegen das Dörfchen Selma hinzieht. Die Stellen sind als Lieferanten von ausgezeichnetem Prehnit bekannt geworden. |
Koordinaten, ca.: | 729200 / 131200 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 181 |
Mineralien: | - Apatit: Sehr klar, bis 2 cm. - Epidot: - Prehnit: In schönster Ausbildung, zartgrün, krustige Massen aus kugeligen Aggregaten. - Titanit: Rötlichbraun. - Zeolithe: Spärlich. |
Gebiet: | 015_GR / Val Calanca, P.del Ramulazz, Pianca della Pegur, Alpe dei Remia, Rossa (nordwestlich), Monte di Ri;(Lavezsteinabbau) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Calanca |
Beschreibung: | Koordinaten genau. |
Koordinaten, ca.: | 727900 / 139650 |
Literatur: | - Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9 ; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern |
Mineralien: | - Lavezstein: |
Gebiet: | 016_GR / Val Calanca, Palancade Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Calanca |
Beschreibung: | In den beiden Tälern von Palancade, vis-à-vis S.Domenico. Achtung: Steinschlaggefahr. |
Koordinaten, ca.: | 730500 / 134950 |
Literatur: | - Brughera, Franco; Schweizer Strahler, 2009, Heft 2, Seite 14-17 |
Mineralien: | - Calcit: - Prehnit: - Pyrit: - Skolezit: |
Gebiet: | 017_GR / Val Calanca, Piove di Dentro, Piöv di Dent Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Calanca |
Beschreibung: | |
Koordinaten, ca.: | 727100 / 133150 |
Literatur: | - Taddei, Carlo; Schweizer Strahler; 1974; Seite 233-241; Grono-Nadro-Valle Calanca |
Mineralien: | - Andalusit: |
Gebiet: | 018_GR / Val Calanca, Piz di Stega, Piz di Strega, Piz del Remulazz, Pizzo del Remulazz, Cima di Cogn, Cima dei Cogn, Zappothorn, Alpe di Pertüss, Alpe Remia Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Calanca |
Beschreibung: | Zwischen dem Piz di Stega (Piz di Strega), dem Piz del Remulaz (Pizzo del Remulazz) und der Cima di Cogn (Cima dei Cogn) eine feine Schicht Serpentinit. Oberhalb der Alpe Remia konnten am Fusse einer Wand nach ca. 1.5 meter Grabungstiefe im Felsen eingeritzte Initialen aus dem Jahre 1923 entdeckt werden. Einige an dieser Stelle aufgegrabene Proben zeigten als Ueberraschung das Mineral Perowskit. Die Koordinaten zeigen auf den Passo del Ramulazz, welcher zwischen den genannten Lokalitäten liegt. |
Koordinaten, ca.: | 727990 / 140660 |
Literatur: | - Brughera, Franco; Schweizer Strahler, 2009, Heft 2, Seite 14-17 |
Mineralien: | - Calcit: An der Perowsiktfunstelle. - Diopsid: An der Perowsiktfunstelle. - Klinochlor: An der Perowsiktfunstelle. - Magnetit: An der Perowsiktfunstelle. - Perovskit: Oberhalb der Alpe Remia. MM-gross, honiggelb bis dunkelbraun. - Pyrit: Aus Bergsturzgeröll hiter der Alpe di Pertüss. Der Pyrit ist von geringer Qualität und schlecht geformt. - Serpentinit: Zwischen dem Piz di Stega, dem Piz del Remulaz und der Cima di Cogn eine feine Schicht Serpentinit. Serpentinit kann auch bei der Alpe Remia gefunden werden. |
Gebiet: | 019_GR / Val Calanca, Ri Defora, Alp de Ganan, Rossa (östlich), Monte di Ri;(Lavezsteinabbau) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Calanca |
Beschreibung: | Koordinaten genau. Am Weg zwischen Ri Defora und der Alp de Ganan, E von Rossa (Monte di Ri der Siegfriedkarte), 1500 m ü. M., Koordinaten: 731100/137400. Es handelt sich um Blöcke. |
Koordinaten, ca.: | 731100 / 137400 |
Literatur: | - Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9 ; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern |
Mineralien: | - Lavezstein: |
Gebiet: | 020_GR / Val Calanca, San Domenica Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Calanca |
Beschreibung: | |
Koordinaten, ca.: | 729650 / 134700 |
Literatur: | - Taddei, Carlo; Schweizer Strahler; 1974; Seite 233-241; Grono-Nadro-Valle Calanca |
Mineralien: | - Andalusit: |
Gebiet: | 021_GR / Val Calanca, Torrone d’Orzo (Grat), Cima d'Oerz, Torrone Alto Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Calanca |
Beschreibung: | Torrone d’Orzo ist auf der Karte nicht eingetragen. Evtl. handelt es sich hier um die Gegend zwischen Cima d'Oerz und Torrone Alto. |
Koordinaten, ca.: | 725500 / 133000 |
Literatur: | - Taddei, Carlo; Schweizer Strahler; 1974; Seite 233-241; Grono-Nadro-Valle Calanca |
Mineralien: | - Andalusit: |
Gebiet: | 022_GR / Val Calanca, Trescolmen, Calvaresc, Buffalora, Rossa, Piz Ganan, Piz da Ganan Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Calanca |
Beschreibung: | Die Koordinaten zeigen auf den Piz da Ganan. Aus einer fast unzugänglichen Zone oberhalb von Rossa aus metamorphem Gestein (granitoider Gneis, Paragneis, Glimmerschiefer, Philladen). In der Umgebung des Piz Ganan aus einem ca. 10 x 2.5 Meter mächtigen Band aus almandinischem Granat. |
Koordinaten, ca.: | 731910 / 137040 |
Literatur: | - Brughera, Franco; Schweizer Strahler, 2009, Heft 2, Seite 14-17 |
Mineralien: | - Granat: Bis 5 cm Durchmesser. |
Gebiet: | 023_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Val Cama, Bocchetta del Notaro, Fil d'Uria;(Lavezsteinabbau) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Cama |
Beschreibung: | Lokalitäten von möglichem Lavez-Abbau finden sich an der Bocchetta del Notaro ("Fil d'Uria",Koordinaten 737000/123300. |
Koordinaten, ca.: | 737000 / 123300 |
Literatur: | - Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9 ; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern |
Mineralien: | - Lavezstein: |
Gebiet: | 024_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Val Cama, Val Leggia, Alpe di Mea;(Lavezsteinabbau) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Cama |
Beschreibung: | Dieses Tal wird von einem ca. 500 m mächtigen Olivin-dominierten Grüngesteinskörper durchquert (Lavez-Ursprungsgestein), der randlich zum Teil Talk enthält. Auf der Geotechnischen Karte der Schweiz von De Quervain et al.(1967) ist auf dem Grat zum Val Leggia (Alpe di Mea, Koord. ca. 737000/123300, 2100 m ü. M.) eine Lavez-Ausbeutung verzeichnet. Bei einer Begehung dieser Lokalitat konnten allerdings keine Abbauspuren gefunden werden. Zudem handelt es sich um ein hartes Gestein, mit z.T. Meter-langen Olivin-Kristallen das sich höchstens zur Verarbeitung für Öfen eignet. In neuerer Zeit ist eine Verwendung des Olivins für Guss-Zwecke in Betracht gezogen worden. |
Koordinaten, ca.: | 737000 / 123300 |
Literatur: | - Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9 ; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern |
Mineralien: | - Lavezstein: |
Gebiet: | 025_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Val Cama, Valle Bodengo, Avert del Notaro;(Lavezsteinabbau) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Cam |
Beschreibung: | Lokalitätenv on möglichem Lavez-Abbau finden sich an der Bocchetta del Notaro ("Fil d'Uria",Koordinaten 737000/123300. |
Koordinaten, ca.: | 739650 / 122600 |
Literatur: | - Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9 ; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern |
Mineralien: | - Lavezstein: |
Gebiet: | 026_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Val Cama;(Lavezsteinabbau) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Cama |
Beschreibung: | Gemäss Literatur sind bei Promegn (Koordinaten: 736100/ 125300) heruntergefallene Blöcke früher für den Ofenbau ausgebeutet worden. |
Koordinaten, ca.: | 736100 / 125300 |
Literatur: | - Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9 ; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern |
Mineralien: | - Lavezstein: |
Gebiet: | 027_GR / Val Calanca (unterstes), Castaneda 1 Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Castaned |
Beschreibung: | Parker: Die Fundorte der folgenden Mineralien sind am Wege von Castenado nach Grono zu finden. |
Koordinaten, ca.: | 731600 / 123750 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 180,184 |
Mineralien: | - Epidot: - Heulandit: - Prehnit: - Skolezit: Selten. - Stilbit: - Titanit: - Turmalin: |
Gebiet: | 028_GR / Val Calanca (unterstes), Castaneda 2 Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Castaneda |
Beschreibung: | Parker: Der Ort liegt am Taleingang des Val Calanca. In dieser Umgebung gibt es zahlreiche Pegmatite, welche vor allem für Beryllfunde bekannt geworden sind. |
Koordinaten, ca.: | 731200 / 124200 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 180,184 - Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz |
Mineralien: | - Beryll: (Aquamarin) hellblau, wasserklar, hexagonale Prismen, bis 3 cm. Im Pegmatit, zusammen mit Adular-Quarz-Chlorit-Apatit-Zeolith-Turmalin-Paragenese. - Turmalin: Manchmal auch in recht grosser Ausbildung. |
Gebiet: | 029_GR / Val Calanca, Giova, Castaneda, San Vittore Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Castaneda |
Beschreibung: | Die Koordinaten zeigen auf Giova, Der Marmorzug von Giova-Castaneda tritt ob San Vittore in das untersuchte Gebiet ein und lässt sich dann schon bis nach Giova hinauf verfolgen. Geht man von Buseno aus, dem rechten Talhang der Calancasca nach, ins Tigliedo, so findet man kurz nach den Monti in einem Riale, das in der Karte nicht eingetragen ist (Riale dei Cani), eine Anzahl grauer Marmorblöcke, die auf den ersten Blick wie dichter Kalk aussehen. Steigt man dann den Riale hinauf, so gelangt man, immer wieder solches Gestein findend, an die grosse Giovaverwerfung. Das Anstehende dieses Marmors konnte aber nicht aufgefunden werden. Der grün bis braun gefärbte Marmor, der wenig ob San Vittore ansteht, zeichnet sich aus durch einen Gehalt an idioblastisch entwickeltem, genau auf den Schieferungsebenen liegenden Titanit. Wesentlich anders ausgebildet und schon ganz in die Epizone gehörig ist der Marmor vom Riale dei Cani. Seine Farbe ist gleichmassig tiefbraun, das Grundgewebe ist feinkörnig und nur wenige, oft verbogene Porphyroblasten von Kalzit, Quarz, Kalk, Strahlstein, Zoisit-Epidot und seltener Albit treten auf. Die Textur ist massig, die blätterigen Komponenten, vor allem Phlogopit, fehlen fast ganz. Bedeutend höher ist der Marmorzug von Calvarese. Der Marmor ist vorwiegend schön graugelbweiss gebändert, eine Folge des wechselnden Gehaltes an organischer Substanz. Es finden sich Eklogite und Begleitgesteine am Passo di Ganano. Frischknecht beschrieb sie eingehend von der Südabdachung der Cima di Gangelia. Dem Streichen und Fallen entsprechend treten diese Linsen im gleichen Granat-Glimmerschieferhorizont am E-Ausläufer des Fil di Dragiva wieder auf. Es sind stark gewundene Linsen in grosser Zahl. Innerhalb einer jeden Linse wechselt der Gehalt an Granat und Pyroxen schlierig und ist nicht an bestimmte Zonen gebunden. Das Gestein ist massig und frisch. Einzelne Klüfte mit Disthen, Muskovit, Rutil, Quarz und Erz, seltener Turmalin durchsetzen die Linsen. Begleitet sind diese Linsen oft von Granat-Amphiboliten mit ausgesprochener Bänderung. Diese haben das Nebengestein injiziert. Die Granat-Amphibolite sind viel feinkörniger als die Eklogite. Abwechselnd herrschen in einzelnen Lagen Hornblende, Granat oder Feldspat vor. Prächtige Fältelungserscheinungen sind mit den Gesteinen verbunden. Eine Randfacies, möglicherweise durch Kontakt verursacht, ist an einer Eklogitlinse nordwestlich A. di Lughezone entwickelt und zeichnet sich durch ihren grossen Muskovitgehalt aus. Mineralbestand: Omphacit, Diopsid, Granat, Muskovit. Rutil. Der xenoblastische Omphacit scheint randlich in gelblichgrauen Muskovit überzugehen. Muskovit ist in grossen Blättern gut entwickelt und besitzt zahlreiche, oft idioblastische Einschlüsse (Diopsid?). Der Granat, der seine Kristallformen nur schwach andeutet, zeigt optische Anomalien, der Kern bleibt dunkel und randliche Zonen hellen abwechselnd auf. Einschlüsse von Rutil und Omphacit sind ebenfalls zonar angeordnet. Eine Schieferung ist angedeutet durch Parallellagerung von Muskovitblättern. Entsprechende Risssysteme finden sich in den Granaten. Muskovit (bezw. heller Glimmer) als Nebengemengteil der Eklogite wurde häufig beobachtet, hier tritt er als Übergemengteil randlich auf. Auf Klüften, sowohl randlich, als in zentralen Teilen der Stöcke findet man Muskovit als Füllmasse. Gern führt er dann grosse, meist gut entwickelte Rutilkristalle. Eine ganze Anzahl mächtiger Pegmatitgänge steigt bei Mai (Pian di Verdabbio) aus dem Talboden auf. Oft lassen sie sich über grosse Strecken verfolgen. Im Riale Polone, da, wo der Weg Verdabbio-Focola an das Riale kommt, beobachtet man einen ca. 1,5 m mächtigen Pegmatit, der quer durch Strahlsteinschiefer und Amphibolite hindurchsetzt. Folgt man dem erwähnten Weg weiter, Cimagno zu, so mehren sich die Pegmatite in grossem Masse und erst nach der Alpe di Cimagno werden sie seltener, treten aber vereinzelt noch bis auf 1600 m hinauf auf. Nur wenig unterscheiden sich diese Pegmatite von denen von Castaneda. Mineralbestand: Quarz, Orthoklas. Plagioklas, Muskovit, Granat, Beryll (makroskopisch), Turmalin (makroskopisch). Übergemengteil: Apatit. Struktur: pegmatitisch. Textur: massig. Die Metamorphose hat eine intensive Kataklase und eine Sericitisierung des Kalifeldspates bewirkt. Die Muskovitblätter sind stark verbogen und beherbergen oft flache, kleine Granaten. Turmalin bildete sich meist gesondert in langgezogenen Schlieren, die randlich von Granat umgeben sind. Oft auch haben sich eigentliche Granatbänder herausgebildet, die gerne quer zu den Pegmatiten verlaufen. Beryll, in Form von hellblauem, wasserklarem Aquamarin, zeigt schöne hexagonale Prismen von bis 3 cm Länge. Biotit und wenig Erz sind sehr selten. Staubförmig verteilt, bedeckt ein grasgrünes, nicht näher bestimmbares Mineral den Quarz und die Feldspäte der randlichen Zonen. Quarzdrusen, mit stark verbogenen Quarzkristallen, sind in den Falten der Roveredozone (ob Grono) gefunden worden. Pyritführende Quarzgänge, konkordant in Amphibolite und Paragneise eingelagert, wurden nach Aussagen der Bevölkerung ehedem auf Eisen hin ausgebeutet. Ein angefangener Stollen in pyritreichem Gestein, westlich vom Passo di Buffalora, scheint diese Überlieferung zu bestätigen. Auf vereinzelten Quarzklüften wurde filziger, seidenglänzender Asbest beobachtet. Schaut man sich nach ähnlichen Gesteinen um, so wird man längs des Marmorzuges überall muskovitreiche Gneise finden. Im Abschnitt "Pegmatite" wurden die Muskovitpegmatite von den Mti di Ri besprochen, höher, ob den Mti di Lorlo, steht über dem Marmor ein massiger Muskovitgneis an; er erscheint nur als feinkörnige Varietät der Pegmatite von Ri. Die gleichen Gesteine entdeckt man bei der Kirche von Soazza, am Bahntrace. Hier treten sie in verschiedenen, durch Glimmerschiefer getrennten Bändern auf. Recht häufig zeigen sich in ihnen Klüfte mit alten, nunmehr zerriebenen und verquetschten Quarzdrusen. Wahrscheinlich sind diese Gesteine praetriadisch, aber nicht sehr alt. Ihre Verteilung ist ganz unregelmässig: bei den Mti di Ri besitzen sie 1-2 m Mächtigkeit, um bis Lorlo hinauf auf 10-20 m anzuwachsen. Höher hinauf ist nur noch die feinkörnige Facies in ebenfalls stets wechselnder Mächtigkeit vorhanden. Mächtig sind sie dann in den Mti von Soazza, z. B. unterhalb von La Trona. Einiger Besonderheiten sei hier noch Erwähnung getan. Der Granat besitzt selten gute Formen; eiergrosse Aggregate von Granatkörnern finden sich in den Glimmerschiefern von Calvarese di sopra. Neben Granat findet sich meist etwas Staurolith, dieser tritt dann im Gegensatz zu Granat als Idioblast auf. In einem Schliff konnte er als Einschluss im Granat beobachtet werden. Zweifellos steht er hier in der kristalloblastischen Reihe vor diesem. Ausgesprochene Kluftsysteme sind in grösseren Granatporphyroblasten häufig. In den Glimmerschiefern von Calvarese di sopra treten in einem hellrotbraunen Biotit filzige Büschel eines wahrscheinlich als Sillimanit zu bestimmenden Minerals auf. Es erinnert dieser Schiefer an die entsprechenden Gesteine der Roveredozone. Makroskopisch konnte im Kontakt mit den Muskovitgneisen im Granatglimmerschiefer hie und da Turmalin beobachtet werden. |
Koordinaten, ca.: | 729350 / 123800 |
Literatur: | - Kündig, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1926; Band 6; Heft 1; Seite 1- 96; Beiträge zur Geologie- und Petrographie der Gebirgskette zwischen Val Calanca und Misox |
Mineralien: | - Aktinolith: - Albit: - Aquamarin: Schöne hexagonale Prismen von bis 3 cm Länge. - Beryll: - Biotit: - Diopsid: Evtl. - Disthen: - Epidot: - Erz: - Granat: - Marmor: Marmor Ausbildung und Farbe siehe im Text zum Fundort. - Muskovit: - Quarz: - Rutil: - Sillimanit: - Staurolith: - Turmalin: - Zoisit: |
Gebiet: | 030_GR / Val Calanca, Grono (oberhalb) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Grono |
Beschreibung: | Noch vor dem Erreichen der alten Calancastrasse. |
Koordinaten, ca.: | 731000 / 123000 |
Literatur: | - Taddei, Carlo; Schweizer Strahler; 1974; Seite 233-241; Grono-Nadro-Valle Calanca |
Mineralien: | - Adular: - Apatit: Grünlich-gelb, bis 12 mm (Hauptachse), prismatisch. - Byssolith: - Calcit: Im Laumontitgneis. - Chlorit: - Epidot: - Heulandit: - Kyanit: Am linken Ufer der Moesa, am rechten Hang des Einschnittes des Baches aus dem Val Grono, oberhalb eines Glimmerschiefers in Quarz. - Laumontit: Im Laumontitgneis. - Prehnit: Körnig, warzig-kugelig. - Quarz: - Skolezit: - Titanit: |
Gebiet: | 031_GR / Val Calanca, Grono, Val Pisella Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Grono |
Beschreibung: | Im Pegmatit in diesem kleinen Tal, welches den untersten Teil des Val Calanca bildet, von der Calancasca durchflossen wird und nördlich von Grono liegt. |
Koordinaten, ca.: | 730500 / 124000 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 278 |
Mineralien: | - Beryll: Im Pegmatit mit Turmalin (Fund 1966). - Turmalin: |
Gebiet: | 032_GR / Val Calanca, Roveredo, Grono Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Grono |
Beschreibung: | |
Koordinaten, ca.: | 731300 / 123500 |
Literatur: | - Nyffeler, M.; Schweizer Strahler; 1972; Seite 425-427; Die südalpinen Tonerdepegmatite - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 114 |
Mineralien: | - Chrysoberyll: Bis 12 mm Durchmesser, als Drilling ausgebildet. - Sillimanit: In Pegmatiten mit Tonerdemineralien. |
Gebiet: | 033_GR / Val Calanca, Val Grono, Ponciola Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Gron |
Beschreibung: | Im Biotitgneis (Duthaler,R., 1999). Koordinaten genau. |
Koordinaten, ca.: | 733125 / 122650 |
Literatur: | - Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR) |
Mineralien: | - Allanit: Tafelig, unter 0.5 mm, rotbraun. - Titanit: Blätterig. - Turmalin: Braun. |
Gebiet: | 034_GR / Val Calanca, Val Grono, Val Tribia, Tribiabach Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Grono |
Beschreibung: | Bei der Abrissstelle eines alten Bergsturzes, knapp westlich des Wasserfalles der Tribia-Bachrinne, kleine Klüfte in der Grösse von 50 x 40 x 30 cm. |
Koordinaten, ca.: | 734750 / 121687 |
Literatur: | - Weiss, Stefan; Lapis; 1986; Heft 6; Seite 33 |
Mineralien: | - Anatas: Spitze Dipyramiden, quergestreift, selten mit Basis, diamantglänzend, dunkel- bis rotbraun - orange, bis 2 mm, meistens 0.5 mm und krustenbildend. - Chalkopyrit: Winzig, bis 0.5 mm, goldgelb, in Ilmenit eingesprengt, selten als undeutlich entwickelte Tetraeder mit bis zu 2 mm Kantenlänge. - Chlorit: Mattglänzende körnige Massen. - Ilmenit: Als cm-grosse Platten, schwarz, im Quarzband, in der Kluft im Chlorit eingeschlossen, schockoladenbraun, mattglänzend, bis 4,5 x 5 cm und 10 mm Dicke. - Prehnit: Winzig, grünlichbeige, plattig-gestreckt, bis 0.5 mm, auf Anataskristallen. - Pyrit: Messinggelb, würfelig, bis 4 mm, kupferrot oxidiert, eingeschlossen in Ankerit, Quarz und Chlorit. - Quarz: Stark gestreckt, dünnstängelig, Normalhabitus mit Ansatz zum Tessiner-Habitus, farblos, wasserhell, bis 1.5 cm, milchig bis pastellgrün, Doppelender, keulenförmig bis dickplattig verzerrt, bis 4 cm. - Rutil: Als gelbbraune bis orangebraune Zersetzungsprodukte des Ilmenits, sagenitisch als kleine (bis 4 x 8 mm) Gitter. - Titanit: Kurzsäulig, auf körnigem Chlorit und grünlichem Milchquarz, oft doppelendig, bis 2 mm. |
Gebiet: | 035_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Lostallo, Monti di Nadro Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Lostallo |
Beschreibung: | Im Biotit-Orthogneis, Zweiglimmergneis aplitisch (Dellea,V., 1985). Koordinaten genau. |
Koordinaten, ca.: | 736640 / 130270 |
Literatur: | - Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR) |
Mineralien: | - Allanit: Tafelig, unter 0.5 mm, braun. - Titanit: - Turmalin: |
Gebiet: | 036_GR / Alp da Confin, Bernhardinalp, Bernhardinpass, Confinoalpe, Höll, Hölle, Läntlücke, Lentalücke, Marscholalp, Marscholhorn, Moesa, Nonopalo, Pan di Zucchero, Paradiesköpfe, Paradieschöpfe, Pass dei Omenit, Pass di Passit, Passettipass, Passo dei Tre Uomini, Passo Guarnaio, Piz Moesola, Ri de Fontanalba, Rio Gulmagno, Val Vignun, Vignonetal, Zapport Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Mesocco |
Beschreibung: | Der Rio Gulmagno (heute Ri di Fontanalba) durchschneidet kurz vor seiner Mündung in die Moesa die untere Triaszone. Profil durch diese Zone: 1. (unten) grau-grüner Glimmerschiefer; 2. eine dünne Lage Dolomit, 1 m; 3. weisse Ouarzite und Glimmerquarzite, 0,5 m; 4. Dolomit 30 cm; 5. graue Glimmerschiefer gespickt mit Pyrit, 15 cm; 6. Dolomit, 50 cm; 7. grauer Schiefer von sehr wechselnder Beschaffenheit mit kleinen, von Muskovit umschmiegten Albitaugen, dazwischen Quarzlagen, bankweise reich an Granaten, 12 m; 8. dicke, knollige Dolomite, 6 m; 9. Lagengneiss und silbergraue Glimmerschiefer, 3 bis 4 m; 10. Dolomit, 3 m; 11. Augengneiss, 6 m; 12. Dolomit; 13. dunkle, weiche Glimmerschiefer und Grünschiefer, 20 m; 14. (oben) dunkle Kalkglimmerschiefer. Im Granatglimmerschiefer: Koordinaten: Marscholhornes (Piz Moesola): 730.830 / 150.740, 2963 m ü. M. Hölle (heute Höll): 727.840 / 151.150, 2100 m ü. M. Paradiesköpfe (heute Paradieschöpf): 726.320 /150.820, 2400 m ü. M. Confinoalpe (heute Alp da Confin): 732.000 / 146.260, 2280 m ü. M. Passo dei Tre Uomini (heute Pass dei Omenit): 730.630 / 146.460. 2658 m ü. M. Die granatführenden Glimmerschiefer sind äusserlich stets durch Eisenhydroxyd braun gefärbt, während sie auf der frischen Bruchfläche durch den reichlich auftretenden Chlorit einen Stich ins Grüne erhalten. Biotit ist seilen vorhanden, meist ist er. mehr oder weniger vollständig chloritisiert. Wo er erhalten blieb (Passo dei Tre Uomini (heute Pass dei Omenit)), ist er braun oder schwarz, unter dem Mikroskop stark pleochroitisch, hellgelb bis dunkelgrünbraun. Muskovit und Quarz sind die Hauptgemengteile. Charakteristisch für das Gestein ist der Granat. Dieser kommt in allen Dimensionen, von der nur mikroskopisch fassbaren Grösse bis zu einem Durchmesser von 7 und mehr Centimetern vor. Bei so grossem Umfang ist er aber stets in ein unregelmässig umgrenztes Aggregat von mit Ouarzkörnchen und Chloritschüppchen untermengten Granatkörnern zerfallen. Die kleinen Granatindividuen hingegen erhalten ihre Rhombendodekaederform sehr schön. Sie sind meist hellrot, erscheinen aber durch den Keliphilrand grün. Granatgneisse mit auffallend grossen Granaten finden wir nördlich des Marscholhornes (Piz Moesola in der Gegend des Nonopalo, im obersten Zapport über der Hölle (heute Höll), bei den Paradiesköpfen (heute Paradieschöpf). auf der Lentalücke (heute Läntlücke), dem Passo Guarnaio (Blatt Olivone), in der Confinoalpe (heute Alp da Confin) usw. Granaten von bescheideneren Dimensionen zeigen die Schiefer am westlichen Bernhardinpass und im Bereich der Marschol- und Bernhardinalp, an den Heubergen, unter dem Pan di Zucchero und am Passettipass (heute Pass di Passit) sowie vielerorts im Liegenden der Trias zwischen Hinterrhein und Mesocco. |
Koordinaten, ca.: | 734915 / 147960 |
Literatur: | - Heydweiller, Erna; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1918-1920; Band 15; Heft 2; Seite 151 - 213; Geologie der Gegend des St. Bernhardinerpasses Vignonegebiet. |
Mineralien: | - Granat: Vignonegebiet: Es wird nur erwähnt, dass der graue Schiefer reich an Granaten ist, nichts aber über die Beschaffenheit dieser. Kommt in allen Dimensionen, von der nur mikroskopisch fassbaren Grösse bis zu einem Durchmesser von 7 und mehr Centimetern vor. Im Granatglimmerschiefer: siehe Text zu Fundort. - Pyrit: Vignonegebiet: Im grauen Glimmerschiefer. |
Gebiet: | 037_GR / Valle Mesolcina (ital.) (unteres), Misox (dt.) (unteres), Mesocco (ital.) (unteres) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Mesocc |
Beschreibung: | Genauere Angaben fehlen zur Zeit. |
Koordinaten, ca.: | 733000 / 125000 |
Literatur: | - Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1993; Heft 2; Seite 473 - 524; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz Teil 3: Undurchsichtige Mineralien |
Mineralien: | - Andalusit: Mit schöner rosaroter Farbe, sehr unregelmässige Form, mit vielen Rissen durchzogen, nur partiell durchscheinend, derb. Aus welcher Region des Misox die Kristalle stammen, geht nicht genauer hervor. - Beryll: - Kyanit: Blau. |
Gebiet: | 038_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Monticello, Val Maiò, Vall Maio, Val Maio Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Mesocco |
Beschreibung: | Oberhalb von Monticello in einem Pegmatit. Genauere Fundortangaben sind nicht bekannt. Unter anderem stammen Funde aus einer grossen Blocksturzmasse in granatführendem Pegmatit. |
Koordinaten, ca.: | 726480 / 123000 |
Literatur: | - Delio, Stefana; Lapis; 2007; Heft 12; Seite 48; Erstfund: Mikrolith aus der Schweiz - Redaktion; Lapis; 2002; Heft 12; Seite 8 - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 163,164 |
Mineralien: | - Anatas: Pyramiden, schwarz, bis 5 mm. - Aquamarin: Farblos-klare und blassblaue Doppelender bis 1.8 cm. - Arsenopyrit: Als graue Erzschlieren. - Beryll: Graublaue Beryllstängel bis 2 cm und teils mit Endflächen. oder als farblos-klare und blassblaue Doppelender (Aquamarin) bis 1.8 cm. - Chlorit: Teils reichlich. - Columbit: Lamellen bis 5 mm. - Columbit-(Fe): (Gramaccioli, 1978). Bis 5 cm. - Ferrocolumbit: Zum Teil freigewachsen in Drusen. - Granat: Leuchtend rot, bis 1 mm, selten eingewachsen, dann bis 1 cm gross. - Mikrolith: Schwach titan- und uranhaltig. Wird im Lapis 2007/12, Seite 48 als Erstfund für die Schweiz beschrieben. Dieses Mineral wird aber bereits beschrieben von: Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 153,314 aus dem Val Bregaglia (ital.), Bergell (dt.), Val Muretto beschreiben. Fund 1995. - Polykras: Lamellen bis 1 mm. Sehr uranreich und deshalb dem Uranpolykras zuzuordnen. - Pyrit: Limonitisierte Würfel bis 5 mm. - Quarz: - Schörl: Eingewachsen. - Tapiolit: Dicksäulig, im Quarz (Gramaccioli, 1978). - Uraninit: Klein, eckige Körner bis 2 mm. - Zirkon: Ölgrün, sehr rein. |
Gebiet: | 039_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Piani di Verdabbio, Piano di Verdabbio Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Mesocco |
Beschreibung: | Im Pegmatit in den Wänden über Piano di Verdabbio. Von hier stammt der wohl bedeutendste Beryllfund der Schweiz (Rekord). Ein weiterer rekordverdächtiger Fund gelang Angelo Stroppini im Jahr 2019. Er öffnete eine Miarole mit aussergewöhnlich grossen Quarzkristallen und wunderschönen Beryllen. |
Koordinaten, ca.: | 733500 / 127500 |
Literatur: | - Kasper, Fritz; Schweizer Strahler; 1972; Seite 340-344; So findet man Beryll - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 278 - Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz - Stroppini, Angelo; Schweizer Strahler; 2019; Heft 3; Seite 2 - 19; Die Entdeckung einer grossen Pegmatitgeode im Misox (GR) |
Mineralien: | - Almandin: Almandin/Spessartin bis 5 mm. - Apatit: Rosafarbig, stark glänzend, bis wenige mm gross. - Beryll: Bis zu 20 cm lange und 3 cm dicke Kristalle, hellblau, opak bis durchscheinend und oft in Quarz eingewachsen. - Biotit: In Durchmessern bis 8 cm. - Granat: Hellrot und klein, bis 12 mm gross, in Schmucksteinqualität. - Muskovit: In Durchmessern bis 8 cm. - Quarz: Gruppen bis 24 cm. Doppelender bis 30 cm. Teils mit Einschluss (Granat bis 1 cm). - Turmalin: Aggregate bis 12 cm, zusammen mit Albit, Muskovit und Granat. Kristalle mit schönem Glanz. Oft besetzt mit vielen Almandin/Spessartin-granatkristallen. Die beiden grössten, wieder zusammengesetzten Turmaline sind über 30 cm lang. - Zirkon: Bis 2 mm, grün bis grau, aufgewachsen auf Turmalin. |
Gebiet: | 040_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Piani di Verdabbio, Piano di Verdabbio, Mai, Val Molera;(Lavezsteinabbau) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Mesocco |
Beschreibung: | Koordinaten genau. - Felswand, ca. 300 m W Punkt 383.6 (ehemalige Haltestelle der Bahn nach Mesocco), ca. 480 m ü. M., Lokalität "Mai". - Grösse: 5x12 Meter. - Ausgebeutete Menge: 10 m3, - Geschätzte Reserve: 300m3 (?). - Gestein: Magnesium-Amphibol (Anthophyllit)-Fels, Talk-Schiefer z.T. mit Tremolit. Ein weiteres Vorkommen: Val Molera, nördlich Piano di Verdabbio: Ausbeutung für Ofenplatten. Genaue Lokalität unbekannt. |
Koordinaten, ca.: | 733550 / 127550 |
Literatur: | - Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9 ; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern |
Mineralien: | - Lavezstein: |
Gebiet: | 041_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Piani di Verdabbio, Piano di Verdabbio, Saroden (ostsüdöstlich);(Lavezsteinabbau) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Mesocco |
Beschreibung: | - Felsband ESE Saroden ( 792m, auf Siegfriedkarte "Focola"), 570 m ü. M. - Grösse: 12 x 15 m. Minimale Ausbeutung. - Geschätzte Reserve: 1000m3 (?). - Gestein: Magnesium-Amphibol-Fels +/-Olivin (in grössern Nestem). |
Koordinaten, ca.: | 733150 / 126950 |
Literatur: | - Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9 ; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern |
Mineralien: | - Lavezstein: |
Gebiet: | 042_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Piani di Verdabbio, Piano di Verdabbio, Saroden (südlich), Riale Polone, Braggio, Guald pezza;(Lavezsteinabbau) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Mesocco |
Beschreibung: | Koordinaten genau. - 20 m südlich der Kote 630 m ü. M. des Baches südlich Saroden (792m), "Riale Polone" der Siegfriedkarte. - Grösse: 8 x 1.5 m. Die Linse scheint praktisch vollständig ausgebeutet (fur Ofenplatten). - Gestein: Magnesium-Amphibol-Fels. Lavezstein steht auch ob Braggio im Guald pezza an. |
Koordinaten, ca.: | 732700 / 126860 |
Literatur: | - Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9 ; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern |
Mineralien: | - Lavezstein: |
Gebiet: | 043_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Pizzo Tambo (Nordwand), Tambohorn (Nordwand), Areuapass, Tamboalp;(Erzabbau) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Mesocco |
Beschreibung: | Im der Region Tambohorn - Areuspass fand in früheren Jahren ein Erzabbau oder ein Erzabbauversuch auf Hämatit und/oder Magnetit statt. Nähere Angaben fehlen. Ebenfalls fand auf der Tamboalp ein Abbau statt. Auch von hier fehlen genauere Angaben. Die Koordinaten zeigen auf den Areuapass, nördlich des Pizzo Tambo. Die Alp Tambo liegt etwas westlich des Passes. |
Koordinaten, ca.: | 741176 / 152672 |
Literatur: | - Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2 |
Mineralien: | - Eisenerz: Hämatit und/oder Magnetit. |
Gebiet: | 044_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), San Vittore (oberhalb), Giova (nordwestlich), Pizzo Claro (Gegend);(Lavezsteinabbau) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Mesocco |
Beschreibung: | Koordinaten auf Giova. Codoni (1981) erwähnt diverse Olivinschiefer-Linsen oberhalb San Vittore und Giova und in der Gegend des Pizzo Claro. Es handelt sich nur z.T. um Lavez-Gesteine. Einzig an einer der Linsen (NW Giova, Koord. 728.500/ 124.200) scheint eine Ausbeutung, vermutlich für Ofenplatten stattgefunden zu haben. |
Koordinaten, ca.: | 728500 / 124200 |
Literatur: | - Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9 ; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern |
Mineralien: | - Lavezstein: |
Gebiet: | 045_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Val de Rebolgin Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Mesocco |
Beschreibung: | Ständige Murabgänge bieten im betroffenen Bachtobel auch heute noch Fundmöglichkeiten. |
Koordinaten, ca.: | 736500 / 128000 |
Literatur: | - Lergier, William & Weiss, Stefan; Lapis; 1999; Heft 12; Seite 16 - Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz |
Mineralien: | - Cordierit: Recht intensiv blau, sehr schön, aus dem Bachgeröll. Durchscheinend bis durchsichtig, veilchenblau bis blauviolett, in Edelsteinqualität. Es handelt sich hier, zusammen mit dem Fundort Val Codera, Oberitalien, um die schönsten Funde im Alpenraum. - Kyanit: Fast farblos. In Gneisblöcken können Disthen-führende Knauer gefunden werden. - Staurolith: Scharfkantig, stängelig, bis 4 mm, mit ungewöhnlich leuchtender Farbe und Transparenz. |
Gebiet: | 046_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Verdabbio Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Mesocco |
Beschreibung: | |
Koordinaten, ca.: | 732500 / 125500 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954 |
Mineralien: | - Aktinolith: - Albit: - Amianth: - Anatas: Zum Teil sehr klein aber selten auch etwas grössere Exemplare, rotbraun bis gelblich. - Apatit: Langprismatisch. - Beryll: In Pegmatithohlräumen, bis 9 mm, mit Endflächen, mit Spessartin-Granat-Einschluss (erstmals für die Schweiz bekannt geworden). - Brookit: - Epidot: - Ilmenit: - Pennin: - Prehnit: - Pyrit: - Quarz: - Talk: - Titanit: - Turmalin: Hellbraun. |
Gebiet: | 047_GR / Val Calanca, Rossa, Punta di Lago (Steinbruch) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Ross |
Beschreibung: | Ein ehemaliger Steinbruch. Punta di Lago ist auf der Karte nicht eingetragen. Die Koordinate liegt auf Rossa. |
Koordinaten, ca.: | 729900 / 137200 |
Literatur: | - Taddei, Carlo; Schweizer Strahler; 1974; Seite 233-241; Grono-Nadro-Valle Calanca |
Mineralien: | - Adular: Durchsichtig, klein. - Anatas: Selten bis 5 mm, bipyramidal, Durchdringungszwillinge, schwarz. - Apatit: Selten, durchsichtig, hexagonal-bipyramidal, klein. - Brookit: Nur in kleiner Ausbildung. - Chlorit: Reichlich. - Muskovit: - Pyrit: - Quarz: Oft mit kleinsten bläulichen Anatasen oder mit Pennin überwachsen. - Rutil: Goldbraun, sagenitisch. |
Gebiet: | 048_GR / Val Calanca, Rossa, Saludin-Brücke Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Ross |
Beschreibung: | Genau gegenüber der Brücke (alt ?) nach Rossa im hellgrünen Amphibolit sowie etwas weiter bei der Saludin-Brücke. |
Koordinaten, ca.: | 729800 / 138650 |
Literatur: | - Taddei, Carlo; Schweizer Strahler; 1974; Seite 233-241; Grono-Nadro-Valle Calanca |
Mineralien: | - Adular: - Albit: - Calcit: - Chlorit: - Pyrit: - Quarz: - Turmalin: Schwarz (Schörl). |
Gebiet: | 049_GR / Roveredo, Monte Laura Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Roveredo |
Beschreibung: | Hügi: - Biotit-Sillimanitgneis. Zwischen Mte- Laura - Alpe Girso, am Weg, Koord. 728000 / 118900: die Kriställchen beider Fraktionen sind mit etwas Biotit verwachsen Oberhalb Monte Laura (SE Roveredo, Valle Mesolcina) stehen im nördlichen Teil der Zone von Bellinzona Gneise mit merklichen Gehalten an Sillimanit und Disthen an. In diesen Biotitgneisen ist von Auge vor allem weisser Sillimanit erkennbar. Disthen erscheint mehr untergeordnet und die grösseren Stängelchen erreichen die Länge von 1 cm nicht. - Biotitgneis mit Sillimanit, Disthen, Granat. Km 7.990, Strasse Roveredo - Mte. Laura, Koord. 729350/119300: Sillimanitfraktion rein. Disthenfraktion mit anhaftendem Biotit und Staurolith verunreinigt.- Biotitgneis mit Sillimanit, Km 7.850 Strasse Roveredo - Mte. Laura, Koord. 729400 / 119400: beide Fraktionen sind mit etwas Biotit verwachsen, die Distehnfraktion enthält geringe Mengen Staurolith und Turmalin. - Biotitgneis mit Sillimanit und Disthen, Km 7.850 Strasse Roveredo – Mte. Laura, Koord. 729400 / 119400: vereinzelte Körner mit Biotit verwachsen.- Biotitgneis mit Granat und wenig Sillimanit, Km 7.850 Strasse Roveredo – Mte. Laura, Koord. 729400 / 119400: vereinzelte Körner mit Biotit verwachsen: die Kriställchen beider Fraktionensind mit etwas Biotit verwachsen. |
Koordinaten, ca.: | 728252 / 119218 |
Literatur: | - Hügi, Theodor; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1958; Band 65; Heft 1; Seite 391 - 401; Disthen- und Sillimanitgehalte einiger Gesteine der Schweizer Alpen - Nyffeler, Martin; Schweizer Strahler; Seite 425-427; Die südalpinen Tonerdepegmatite |
Mineralien: | - Biotit: - Dumortierit: - Granat: - Kyanit: Unter 1 cm Länge.- Sillimanit: In Pegmatiten mit Tonerdemineralien. Weiss. - Staurolith: |
Gebiet: | 050_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Roveredo (südlich), Val d'Albionasca, Corno di Gesero Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Roveredo |
Beschreibung: | Gestein als Einschluss in serpenisiertem Olivinfels. Dieser bildet eine langgezogene Gneiseinlagerung, die vom 'Corni di Gesero' nach Osten hinunter ins 'Val d’Albionasca' zieht. Beschrieben wurde eine 1.5 Meter lange Linse mit Edelserpentin- oder Jade-ähnlichem aussehen. Es stellte sich dann aber heraus, dass es sich um schleifwürdigen Vesuvian handelte. Zu dem Fundort schreib M. Weibel folgendes: Den Corno die Gesero erreicht man mit dem Auto via Roveredo über eine Bergstrasse bis Monte Laura (1382 m ü. M.) unter weiter in das oberste Valle d'Arbedo. Der Bergrücken wird hoch oben unter der Gratschneide in einem engen Tunnel durchquert. Die von uns besuchten Fundstellen liegen auf der Bündner Seite Richtung Val Traversagna. Oberhalb des Waldes ist das Gelände einigermassen übersichtlich und zugänglich; in den steilen und felsigen Taleinschnitten hat man hingegen geringere Chancen an gute Aufschlüsse zu kommen. |
Koordinaten, ca.: | 730700 / 116300 |
Literatur: | - Weibel, Max; Urner Mineralienfreund; 1993; Heft 1; Seite 5-11 |
Mineralien: | - Californit: - Vesuvian: In der Ausbildung von Californit, grün, Schleifware. Zwei Eigenschaften zeichnen die sehr seltene durchsichtige Ausbildung des Misoxer Vesuvians von anderen Vorkommen aus: die grüne Farbe und das polykristalline Gefüge. Intensive olivengrüne, facettierbare Vesuviane kennt man kaum im Edelsteinhandel. Die grüne Farbe beruht hier auf dem Einfluss von 2-wertigem Eisen und nicht wie normal, auf das Vorhandensein von Chrom. Geologisch gesehen handelt es sich bei den Vorkommen um Linsen von Vesuvianfels in augitführendem Olivinperidot (Lherzolith). Der Kern aus dichtem Vesuvianfels ist von epidot- und spinellführendem Amphibolith umhüllt. Dieser Vesuvian wurde auch als Californit bezeichnet und tauchte in geschliffener Form immer wieder im Handel auf. |
Gebiet: | 051_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Roveredo, Alpe d'Albion Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Rovered |
Beschreibung: | Auf der Alpe d'Albion haben sich in manchen Gängen farbige Gefüge aus orangem Grossular, gelbem Epidot und grünem Diopsid gebildet. |
Koordinaten, ca.: | 731340 / 116330 |
Literatur: | - Stucki, Andreas; Schweizer Strahler; 2007; Heft 4; Seite 17-25; Kristalle vom Ozeanboden in den Alpen? (Teil 2) |
Mineralien: | - Diopsid: Grün, gesteinsbildend im Gefüge eingelagert. - Grossular: Orange, gesteinsbildend im Gefüge eingelagert. - Titanit: Gelb, gesteinsbildend im Gefüge eingelagert. |
Gebiet: | 052_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Roveredo, Alpe di Memo;(Asbestabbau) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Roveredo |
Beschreibung: | Im Misox soll etwa 7 km nordöstlich von Roveredo auf Alpe di Memo Hornblendeasbest vorkommen. Die Lokalität Alpe di Memo ist auf der Karte nicht eingetragen. |
Koordinaten, ca.: | |
Literatur: | - Fehlmann, Hans; Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 230 |
Mineralien: | - Hornblendeasbest: |
Gebiet: | 053_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Roveredo, Corno di Gesaro Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Roveredo |
Beschreibung: | Südlich von Roveredo. Eine Vesuvianfundstelle (Corno di Gesero) wird wie folgt beschrieben: Man erreicht sie von Roveredo und Grono im Valle Mesolcina über Monti Laura und den 1848 Meter hoch gelegenen Vorberg Cadolcia im obersten Valle d'Arbedo. Von dort führt ein Weg entlang der Baumgrenze in Richtung Albionasca-Tal. Von hier sind die Nord- und Ostflanke des Corno di Gesero relativ leicht zugänglich. Eine deutlich verschieferte ultrabasische Gesteinslinse liegt im Südhang auf ca. 2000 Meter. In der Ostfflanke des Corno di Gesero sind aufgeschlossen Kalksilikate mit Vesuvian zu finden (Ausmass des aufgeschlossenen Gebietes: ca. 100 x 35 Meter). Die Koordinaten zeigen auf den Corni di Gesero. |
Koordinaten, ca.: | 730685 / 116312 |
Literatur: | - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 427 |
Mineralien: | - Aktinolith: Strahlig. - Diopsid: Wenig. - Hessonit: Körnig. - Titanit: Tafelig. - Vesuvian: Als sogenannter Californit, gelblichgrün, glänzend, gleichmässige Durchsichtigkeit. In einer bis dahin aus dem Alpenraum nicht bekannten Edelstein-Qualität (grösster facettierter Stein: 2.54 ct, 12 mm). Olivgrün, durchscheinend bis durchsichtig. Der gefundene Vesuvian unterscheidet sich von anderen alpinen Vesuvianen durch das Feuer, die Farbe und den Kristallzustand. Eisen(II)-Ionen verursachen die olivgrüne Färbung. Bereits um 1962 wurde in dieser Region ein Vorkommen von dichtem, hellgrünen Vesuvianfels entdeckt. |
Gebiet: | 054_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Roveredo, Val Traversagna (oberstes) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Roveredo |
Beschreibung: | Aus dem obersten Val Traversagna. Die Koordinaten zeigen auf den Zusammenfluss der Bäche aus dem Val d'Albionasca und dem Val di Roggiasca im obersten Val Traversagna. |
Koordinaten, ca.: | 732836 / 119087 |
Literatur: | - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 245 |
Mineralien: | - Kyanit: Die intensivsten, blauesten Exemplare stammen vermutlich aus dieser Gegend. |
Gebiet: | 055_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Roveredo, Val Traversagna Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Roveredo |
Beschreibung: | Südöstlich von Roveredo. |
Koordinaten, ca.: | 731000 / 120750 |
Literatur: | - Lergier, William & Weiss, Stefan; Lapis; 1999; Heft 12; Seite 13 – 16 - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 260,263 - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 198 |
Mineralien: | - Dumortierit: In Pegmatiten, selten, auf der Strasse nach Laura, nadelförmig, max. 1 cm, blau. Fundstelle im hintersten Val Traversagna. - Graphit: Knollig-faserig, reichlich, in einem Gneis, ein Zug von 1.5 km Länge und einer Mächtigkeit zwischen wenigen cm bis zu einem Meter, an mehreren Stellen erschürft (Wenger et al., 1990). - Vesuvian: In einer bis dahin aus dem Alpenraum nicht bekannten Edelstein-Qualität (grösster facettierter Stein: 2.54 ct, 12 mm). Olivgrün, durchscheinend bis durchsichtig. Der gefundene Vesuvian unterscheidet sich von anderen alpinen Vesuvianen durch das Feuer, die Farbe und den Kristallzustand. Eisen(II)-Ionen verursachen die olivgrüne Färbung. Bereits um 1962 wurde in dieser Region ein Vorkommen von dichtem, hellgrünen Vesuvianfels entdeckt. Eine Vesuvianfundstelle (Corno di Gesero) wird wie folgt beschrieben: Man erreicht sie von Roveredo und Grono im Valle Mesolcina über Monti Laura und den 1848 Meter hoch gelegenen Vorberg Cadolcia im obersten Valle d'Arbedo. Von dort führt ein Weg entlang der Baumgrenze in Richtung Albionasca-Tal. Von hier sind die Nord- und Ostflanke des Corno di Gesero relativ leicht zugänglich. Eine deutlich verschieferte ultrabasische Gesteinslinse liegt im Südhang auf ca. 2000 Meter. In der Ostflanke des Corno di Gesero sind aufgeschlossen Kalksilikate mit Vesuvian zu finden (Ausmass des aufgeschlossenen Gebietes: ca. 100 x 35 Meter). |
Gebiet: | 056_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Roveredo, Val Traversagna, Alpe di Rescignaga Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Roveredo |
Beschreibung: | |
Koordinaten, ca.: | 733070 / 116580 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 263 Alpe Rescignaga im Val Traversagna bei Roveredo (Quarzbruchstücke mit Gold, Knoblauch-Reinhard 1939). |
Mineralien: | - Arsenopyrit: - Gold, gediegen: In feinster Verteilung (zum Teil mikroskopisch, meistens im Quarz oder den anderen aufgeführten Mineralien. - Löllingit: - Pyrit: |
Gebiet: | 057_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Roveredo, Val Traversagna, Er di Redenet Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Roveredo |
Beschreibung: | Die Rubine sind an das Vorkommen von Ophiolithen gebunden. Die Amphibolite vom N-Ende des Er di Redenet (732.6 / 118.6) enthalten Korund. Hier konnten, anlässlich der Kraftwerksbauten um 1960, weitere Rubin-amphibolite gewonnen werden. Unweit der von Knoblauch und Reinhard (1939) angegebenen Stellen konnten leuchtend rote und blaue Korunde gefunden werden. In älterer Literatur wurde das Korund-Muttergestein fälschlicherweise als Strahlsteinschiefer bezeichnet. Es handelt sich aber um eine eisenarme pargasitische Hornblende, zuweilen begleitet von orthorhombischen Amphibol, d.h. von goldbraunem Gedrit (bis 15 mm lange aggregierte Büschel) begleitet. |
Koordinaten, ca.: | 732600 / 118600 |
Literatur: | - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 242,298 - Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz - Weibel, Max; Urner Mineralienfreund; 2004; Heft 4; Seite 13 |
Mineralien: | - Edenit: Korundführender Amphibolit bestehend aus Mischkristallen von Pargasit zu Edenit und zu Magnesiohornblende, gesteinsbildend (Hunstiger, 1989). - Korund: Rot, violettrot. Dicht im Gestein eingewachsen, bis mehrere cm gross, rundlich plattig, keine ausgeprägten Kristalle, teilweise scharfe Wachstumszonierungen. Zum Teil schleifwürdig. - Magnesiohornblende: Korundführender Amphibolit bestehend aus Mischkristallen von Pargasit zu Edenit und zu Magnesiohornblende, gesteinsbildend (Hunstiger, 1989). - Pargasit: Korundführender Amphibolit bestehend aus Mischkristallen von Pargasit zu Edenit und zu Magnesiohornblende, gesteinsbildend (Hunstiger, 1989). - Rubin: Leuchtend rot, einiges des gefundenen Materials wurde zu Schmucksteinen verschliffen (Stalder, 1991). Die Funde stammen aus dem Hornblendefels. |
Gebiet: | 058_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Roveredo, Val Traversagna, Roggiasca Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Roveredo |
Beschreibung: | Die Rubinfundstellen liegen in Amphibolithlinsen innerhalb der Tessiner Wurzelzone, nur 2 km nordwestlich und knapp 3 km nordöstlich der Vesuvianfundstell vom Corno di Gesero. Das Anstehende ist nur über eine ca. 15 km lange, von Roveredo ins Val Traversagna bis zur Staumauer von Roggiasca führende Strasse zu erreichen. Die rubinführende Zone verläuft unterhalb der Staumauer. Bei der Verbreiterung des Weges konnten dort gute Rubinfunde getätigt werden. Die Fundmöglichkeiten sind aber inzwischen sehr beschränkt. Im gesamten unteren Teil des Traversagnetals lassen sich, vor allem nach Hochwassern, noch rubinführende Ambhibolithblöcke finden (bis zur Einmündung in die Moesa). Ebenfalls können hellgrüne, feinstrahlige Kiesel aus Pargasit-Ambhibolith gesammelt werden. Diese enthalten zum Teil rötliche, mm-grosse Korundscheibchen. Die Koordinaten zeigen auf die Staumauer. Die Rubine sind an das Vorkommen von Ophiolithen gebunden. |
Koordinaten, ca.: | 733388 / 118470 |
Literatur: | - Lergier, William & Weiss, Stephan; Lapis; 1999; Heft 12; Seite 17 - Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz - Weibel, Max; Urner Mineralienfreund; 2004; Heft 4; Seite 13 |
Mineralien: | - Rubin: Meistens undurchsichtig bis durchscheinend, selten durchsichtig, rundlichplattige Kristalle bis mehrere cm, gerne mit fleckiger Färbung. - Saphir: Meistens undurchsichtig bis durchscheinend, selten durchsichtig, rundlichplattige Kristalle bis mehrere cm, gerne mit fleckiger Färbung. |
Gebiet: | 059_GR / La Trona, Monti di Ri, Monte Grande Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Soazza |
Beschreibung: | Mte Grande ob Soazza (La Trona, m 1120). In der Teilmulde, die über den Muskovitgneisen bei Rossa (Mti di Ri) Eklogite führt, stecken auch auf der Misoxerseite Linsen basischer Gesteine. Eine solche wurde ehemals bei La Trona auf Lavezstein abgebaut. Dieser Aufschluss ist einzigartig. Die Hauptmasse dieser ca. 30 m langen und 10 m mächtigen Linse besteht aus Amphibolfels, im wesentlichen nur aus Hornblende aufgebaut. Randlich findet sich Granat-Amphibolit. Als Einschluss findet sich ein unregelmässiger, nicht schlierenartiger Kalksilikatfels (ca. 50 X 60 cm) von folgendem Mineralbestand: Granat, Zoisit, Klinozoisit. Rutil, Epidot (?). Struktur: granoblastisch. Textur: massig. Ein Granat-Zoisitfels. In der Umgebung einer Kluft hat sich die Hornblende in ein Gemenge von Chlorit und Talk umgewandelt und dieses Gestein wurde ehedem trotz seiner minderwertigen Qualität ausgebeutet. Die Pegmatite von La Trona: diese basische Linse nun, und nur diese, nie das Nebengestein, ist von Plagioklas-Turmalin-Pegmatiten kreuz und quer durchsetzt. Bis 0,5 m mächtige Klüfte sind mit grobkörnigem, stellenweise vorwiegend aus Plagioklas, andernorts nur aus Turmalin zusammengesetzten Gesteinen erfüllt. |
Koordinaten, ca.: | 736330 / 135840 |
Literatur: | - Kündig, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1926; Band 6; Heft 1; Seite 46-49; Beiträge zur Geologie- und Petrographie der Gebirgskette zwischen Val Calanca und Misox |
Mineralien: | - Eklogit: |
Gebiet: | 060_GR / Monti di Briagno, Rossa, Passo di Ganano, Pass de Ganan, Santa Mana, Soazza, Mai Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Soazza |
Beschreibung: | Monti di Briagno auf Karte nicht gefunden. Auf den Mti di Briagno (Santa Mana) entdeckt man unter prächtigen Lesesteinen von Granat-Staurolithschiefern auch solche von tiefgrünem Granatamphibolit. In einem mikrodiablastischen, maschigen Gewebe von grüner Hornblende finden sich makroskopisch kaum sichtbare, rote Granate eingebettet . Grössere Hornblendekristalle scheinen in einzelne Körner zerfallen zu sein und ihre Zusammengehörigkeit wird noch deutlich durch gemeinsame Auslöschung angedeutet Die Granate sind rundlich und führen gleichmässig verteilte Einschlüsse von Rutil und Epidot. Jedes Granatkorn ist von einer klaren, schmalen Hülle umgeben, die nur aus radialstrahlig um den Granat gewachsenem Plagioklas besteht. Ganz gewaltig ändern sich die Erscheinungsformen der Grüngesteine im N. Wenn man von Rossa über den Passo di Ganano nach Soazza geht, so zeigen sich bereits im Aufstieg, ob den Mti di Ri, Gesteine, wie sie in ihrem bunten Farbenwechsel wohl kaum irgendwo beisammen sind. Schon Heydweiller erwähnt diese Fundgrube von amphibolitischen Gesteinen. Bedeutend häufiger als in der Wurzelzone durchschwärmen Pegmatite den liegenden Schenkel der Simanoverfaltung. Eine ganze Anzahl mächtiger Pegmatitgänge steigt bei Mai (Pian di Verdabbio) aus dem Talboden auf. Oft lassen sie sich über grosse Strecken verfolgen. Im Riale Polone, da, wo der Weg Verdabbio-Focola an das Riale kommt, beobachtet man einen ca. 1,5 m mächtigen Pegmatit, der quer durch Strahlsteinschiefer und Amphibolite hindurchsetzt. Folgt man dem erwähnten Weg weiter, Cimagno zu, so mehren sich die Pegmatite in grossem Maße und erst nach der A. di Cimagno werden sie seltener, treten aber vereinzelt noch bis auf 1600 m hinauf auf. Nur wenig unterscheiden sich diese Pegmatite von denen von Castaneda. Mineralbestand: Quarz, Orthoklas. Plagioklas, Muskovit, Granat, Beryll (makroskopisch), Turmalin (makroskopisch). Übergemengteil: Apatit. Struktur: pegmatitisch. Textur: massig. Die Metamorphose hat eine intensive Kataklase und eine Sericitisierung des Kalifeldspates bewirkt. Die Muskovitblätter sind stark verbogen und beherbergen oft flache, kleine Granaten. Turmalin bildete sich meist gesondert in langgezogenen Schlieren, die randlich von Granat umgeben sind. Oft auch haben sich eigentliche Granatbänder herausgebildet, die gerne quer zu den Pegmatiten verlaufen. Beryll, in Form von hellblauem, wasserklarem Aquamarin, zeigt schöne hexagonale Prismen von bis 3 cm Länge. Biotit und wenig Erz sind sehr selten. Staubförmig verteilt, bedeckt ein grasgrünes, nicht näher bestimmbares Mineral den Quarz und die Feldspäte der randlichen Zonen. |
Koordinaten, ca.: | 733220 / 137730 |
Literatur: | - Kündig, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1926; Band 6; Heft 1; Seite 46; Beiträge zur Geologie- und Petrographie der Gebirgskette zwischen Val Calanca und Misox. |
Mineralien: | -Aquamarin: - Beryll: |
Gebiet: | 061_GR / Soazza, Fil di Dragiva, Fil de Dragiva Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Soazza |
Beschreibung: | Dem Streichen und Fallen entsprechend treten Linsen im Granat-Glimmerschieferhorizont am E-Ausläufer des Fil di Dragiva auf. Es sind stark gewundene Linsen in großer Zahl. Innerhalb einer jeden Linse wechselt der Gehalt an Granat und Pyroxen schlierig und ist nicht an bestimmte Zonen gebunden. Das Gestein ist massig und frisch. Einzelne Klüfte mit Disthen, Muskovit, Rutil, Quarz und Erz, seltener Turmalin durchsetzen die Linsen. Begleitet sind diese Linsen oft von Granat-Amphiboliten mit ausgesprochener Bänderung. |
Koordinaten, ca.: | 733090 / 136930 |
Literatur: | - Kündig, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1926; Band 6; Heft 1; Seite 46; Beiträge zur Geologie- und Petrographie der Gebirgskette zwischen Val Calanca und Misox. |
Mineralien: | - Erz: - Kyanit: - Muskovit: - Quarz: - Rutil: - Turmalin: |
Gebiet: | 062_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Soazza (südlich), Fordecia (südlich), Er da Mez, ai Foss, Trona;(Lavezsteinabbau) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Soazza |
Beschreibung: | Koordinaten genau. Am Fusse einer Felswand am Ausgang eines kleinen Tales (Er da Mez), südlich von Fordecia, Lokalität "ai Foss", ca. 620 m ü. M. - Grösse: ca. 2 x 8 x 8 m. - Abbauspuren: Stollen ("trona") ca. 1.5m Durchmesser und ca. 8 m lang, kleine Nische von 50 cm Tiefe mit Hammer- Spuren. - Ausgebeutete Menge: ca. 15m3.- Reserve: ca. 100m3 hartes Gestein. - Gestein: 80% aus relativ hartem Magnesium-Amphibol-Fels, 20% aus Talk-Magnesium-Amphibol-Chlorit-Fels. Es soll noch weitere solche Stollen geben auf dieser Seite des Tales, allerdings sind sie noch nicht gefunden, auch diese musste zuerst von Vegetation und Erde befreit werden. Nach Santi (1982) wird die Topfherstellung in Soazza schon 1561 erwähnt und erreichte ihren Höhepunkt in den Jahren 1680-1750. Gemäss gefundenen Abrechnungen, wurden die Töpfe auf verschiedenen, z.T. weit entfernten Märkten gehandelt (Roveredo, Bellinzona, Cannobbio). Ein weiteres Dokument berichtet von einer Klage wegen unsorgfältigen Transporten (Schleifen und Ziehen) von Lavez-Rohlingen ("ciaponi") über die Wiesen zwischen Trona und Soazza (Santi, 1982). Heute finden sich in Soazza noch unzählige stumme Zeugen einer einst blühenden Lavez-Industrie: viele Häuser haben über der Türe Rohlinge mit einer Jahreszahl eingemauert. An zwei Häusem sind Torbogen aus aussen bereits abgedrehten Rohlingen zu finden. Die Pflasterung der Treppe, die zur alten Kirche führt ist voll von gedrehten Kernstücken der Topfherstellung. P. Mantovani (Bonaduz/Soazza) hat bei den Einwohnern von Soazza noch über 50 fertige oder halbfertige Töpfe sicherstellen können. Auch Oefen sind in Soazza noch häufig. Ein zerlegter Ofen vor einem Haus zeigt lange Olivin-Kristalle in einer Talk- Matrix, wie sie typisch sind für das Vorkommen von Alpe di Mea, zwischen dem Val Cama und Val Leggia. |
Koordinaten, ca.: | 737540 / 134560 |
Literatur: | - Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9 ; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern |
Mineralien: | - Lavezstein: |
Gebiet: | 063_GR / Valle Mesolcina (ital.), Misox (dt.), Mesocco (ital.), Soazza (südwestlich), Trona;(Lavezsteinabbau) Region: Bezirk Moesa / Gemeinde Soazza |
Beschreibung: | Koordinaten genau. Lavezstein: Dieser Speckstein besteht vorwiegend aus Talk- Chlorit -Serpentin sowie Asbest, vermischt als Umwandlungsprodukt basischer Eruptivgesteine, eingelagert in kristalline Schiefer und Phyllite der autochtonen wie der überschobenen kristallinen Massive und Decken. Dieser "Lapis ollaris" der Römer lässt sich schneiden und auf der Drehbank zu vielerlei Gefässen, Krügen, Töpfen, Häfen verarbeiten. Er wurde vielfach auch für Specksteinöfen verwendet, die vielerorts noch anzutreffen sind. Die genauen Ursprünge des Lavezsteinabbaues in Soazza lassen sich nur spärlich festlegen. Vom Jahre 1500 an, gibt es aber zahlreiche Dokumente, die über das Ausmass, die Technik sowie die Fund- und Verarbeitungsorte dieses seit rund 200 Jahren im Misox ausgestorbenen Handwerks, Auskunft geben. Paolo Mantovani ist diesen Zeugnissen in Archiven und vor Ort nachgegangen, indem er auch die noch vorhandenen Abbaustellen, in denen sich sogar noch die alten Familien- und Hauszeichen befinden, aufgesucht und ausgemessen hat. Im Dorf konnte der Autor einige Standorte - vor allem in der Nähe der zehn einst in Soazza betriebenen Mühlen - ausfindig machen, wo der Lavezstein auf besonderen Drehbänken zu Kochtöpfen und anderen Gefässen verarbeitet wurde. Auch die bekannten Specksteinöfen wurden dort hergestellt; sie weisen die Eigenschaft auf, die Ofenwärme langzeitig zu erhalten. - Grösse: Nicht klar erkennbar, da sehr stark überwachsen, ca. 10x100m. - Abbauspuren: Vier max. 20 m lange mehr oder weniger horizontale Stollen ("Trone"), stark überwachsene kleine Schutthalde mit handgrossen Stücken mit Hammerspuren, 1 Rohling vor Alpgebäude mit Initialen "GS 1885", verschiedene grössere Stücke in der Trockenmauer des gleichen Stalles. - Ausgebeutete Menge und Reserve: Wegen zu starker Vegetation sind keine Angaben möglich. - Gestein: in den kleinen Stücken: Talk-Magnesit-Chlorit-Fels, zum Teil mit Magnesium- Amphibol, in den Stollen, soweit zugänglich: Talk-haltiger Marmor. Diese Lokalität ist heute zu Fuss in 10 Minuten von der neuen Forststrasse Soazza- Mot Grand/Cassan aus erreichbar. |
Koordinaten, ca.: | 736210 / 135730 |
Literatur: | - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1995/2; Heft 72; Seite 20-24; Ein altes Gewerbe neu entdeckt: Lavezstein, Soazza-Misox und Disentis-Oberland - Pfeifer, Hans-Rudolf; Minaria Helvetica; 1989; Heft 9 ; Seite 8-54; Wenig bekannte Beispiele von ehemaliger Lavezausbeutung in den südlichen Alpentälern |
Mineralien: | - Lavezstein: |
Gebiet: | 064_GR / Arosa (nähe Kabinenbahnmasten) Region: Bezirk Plessur / Gemeinde Arosa |
Beschreibung: | Der Fundort wird wie folgt beschrieben: 100-150 Meter westlich der Kabinenbahnmasten (unterhalb des 2. Masten der Weisshornbahn) auf ca. 2000 m ü. M. aus einer roten Felsrippe. Die Höhenangabe (2000 Meter) dürfte nicht richtig sein, beginnt die Bahn doch erst bei 2010 m ü. M. Hingegen trifft die Bezeichnung 'unterhalb des 2. Mastens' zu. Die Koordinaten zeigen auf die Weisshornbahn. |
Koordinaten, ca.: | 769300 / 184200 |
Literatur: | - Hermann, A.; Urner Mineralienfreund; 1995; Heft 2; Seite 11 |
Mineralien: | - Quarz: Klein (5mm), schön, zum Teil mit Phantombildung, auf den Rissen. |
Gebiet: | 065_GR / Arosa (westlich), Aroser Rothorn (Westabhang), Aroser Rothorn (Nordosthang), Totälpli, St. Margaretha (Mine);(Kupfererzabbau) Region: Bezirk Plessur / Gemeinde Arosa |
Beschreibung: | Am Westabhang des Rothorns westlich von Arosa finden sich Lager von Kupferkies und Pyrit in Hornblendegneisen. Die Koordinaten zeigen auf die Lokalität Plang digl Mestgel, auf der Westseite des Aroser Rothorn. Casty: "..treten, besonders am Nordosthang des Aroser Rothorns als auch im Totälpli, in dünnen Adern in Flittern oder Nestern Kupferkies und Fahlerz auf. Als Zersetzungen sind Malachit und Azurit ziemlich häufig. in Partien, wo Kupferkies und Fahlerz gemischt vorkommen, zeigen sich bisweilen zierliche Arsenkies-Kristalle. Der Erzgehalt ist im Allgemeinen gering." A. Theobald schreibt über das Gebiet des Rothorns (Aroser 2985), dass er viele Spuren des Bergbaues gefunden, nebst Malachit, Kupferlasur und Fahlerz, auch schöne Mineralien wie Hornblende, Epidot und Andalusit. Von den Gruben in Arosa ist heute keine Spur mehr vorhanden. Jedoch muss ein Abbau am Aroser Rothorn und am Mittelrothorn stattgefunden haben, wurden doch in der Falllinie im Geröll grosse Stücke von Brauneisen sowie von Spateisenstein (Siderit) gefunden. Ein Hinweis findet sich auch im Verzeichnis Gadmers, einer Grube «im rotten Horn die yss (Eisen) gruob St. Margaretha». Mehr Informationen zum Bergbau um Arosa siehe unter 'Arosa-Bergbau'. |
Koordinaten, ca.: | 765340 / 178560 |
Literatur: | - Casty, J.B.; Bergknappe; 1981/3; Heft 17; Seite 2-13; Der Erzbergbau zwischen Arosa und dem Parpaner Rothorn und dessen Bedeutung für Arosa - Krähenbühl, Hans; Terra Grischuna, Zeitschrift für bündnerische Kultur, Wirtschaft und Verkehr, Bündnerland; April 1980; Nr.2; 39. Jahrgang; Seite 110-112. Die roten Hörner von Arosa, Parpan und Lenz. - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1999/3; Heft 89; Seite 2-7; Zeugen früheren Bergbaus im Gebiete um Arosa - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1999/4; Heft 90; Seite 2-4; Zeugen früheren Bergbaus im Gebiete um Arosa - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 2000/1; Heft 91; Seite 4-7; Zeugen früheren Bergbaus im Gebiete um Arosa - Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917 |
Mineralien: | - Aktinolith: - Andalusit: - Ankerit: - Arsenopyrit: In Partien, wo Kupferkies und Fahlerz gemischt vorkommen, zeigen sich bisweilen zierliche Arsenkies-Kristalle. - Azurit: - Chalkopyrit: - Epidot: - Fahlerz: - Kupfererz: Bei der Lokalität Totälpli. - Malachit: - Pyrit: Teilweise reichlich und früher vermutlich als Gold gehalten. - Siderit: |
Gebiet: | 066_GR / Arosa, Alp Prätsch, Prätschalp, Pretschalp;(Manganerzabbau) Region: Bezirk Plessur / Gemeinde Aros |
Beschreibung: | Nicht nachgewiesener Manganerzabbau in der Region der Alp Prätsch, nördlich von Arosa. Die Koordinaten zeigen auf die Alp. Casty: es befindet sich auf der Pretschalp in ca. 1900 m ü. M., 750 Meter nordöstlich der Alphütten, am Waldrand ein Manganerzvorkommen. Kleine dunkelgrüne Gesteinsköpfe verraten zwischen dem starken Bewuchs das Lager. ein ca. 40 Meter mächtiges Radiolarit-Schichtpaket wird in seinen oberen Partien von einem Manganhorizont durchzogen. Mehr Informationen zum Bergbau um Arosa siehe unter 'Arosa-Bergbau'. |
Koordinaten, ca.: | 771360 / 186240 |
Literatur: | - Casty, J.B.; Bergknappe; 1981/3; Heft 17; Seite 2-13; Der Erzbergbau zwischen Arosa und dem Parpaner Rothorn und dessen Bedeutung für Arosa - Epprecht, Willfried, Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2 - Geiger, Th.;1948; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 27; Manganerze in den Radiolariten Graubündens; Seite 29-30 |
Mineralien: | - Albit: Mikroskopisch. - Braunit: Mikroskopisch fein mit Quarz verwachsen. - Chlorit: Mikroskopisch. - Diabas: Grün oder violett. - Hämatit: Mikroskopisch. - Manganerz: - Manganocalcit: Selten. - Parsettensit: - Quarz: - Radiolarit: Rot. |
Gebiet: | 067_GR / Arosa, Bawald, Brüggenhorn(nordnordöstlich), Brüggerhorn (Nordosthang), Chüpfertäli, Dälenschutzwald, Davos, Dorftäli, Grünbödeli, Hauptertal, Hauptertäli, Mittelgrat, Obersässtäli, Parsennfurgga, Parsennhütte, Parsennhütte (südöstlich), Schaflägergrat, Schaflägergrat (westlich), Schwarzhorn, Schwarzhorn (Nordgrat), Schwarzhorn (Osthang), Strelapas ses, Totalp, Totalphorn, Totalphorn (Westflanke), Totalpsee (nordwestlich), Totalpsee (südöstlich), Totalpsee (westlich ), Weissfluh (Westhang), Weissfluhjoch, Weissfluhjoch (nordnordwestl.) Region: Bezirk Plessur / Gemeinde Arosa |
Beschreibung: | Die Koordinaten zeigen auf die Totalp. Augit-Serpentin: Der Augit-Serpentin ist das wichtigste und verbreitetste Gestein des Totalpserpentin-Komplexes. Seine bedeutendsten Vorkommen liegen am Weissfluhjoch, am Mittelgrat und Schaflägergrat und rund um den Totalpsee; ferner besteht der Hang nördlich des Totalpbaches unter dem Höhenweg und das Totalphorn grossenteils aus Augit-Serpentin. Makroskopische Beschreibung: Im frischen Bruch sind die Augit-Serpentine dunkelgrünschwarz mit Einsprengungen von flaschengrünem Augit, bronzefarbigem Enstatit, goldgelbem blätterigem Lizardit (Bastit) und seltener dunkelbraunem derbem Picotit. Durch die Verwitterung wird der Augit-Serpentin rostfarbig und erhält eine sehr rauhe Oberfläche, da die Pyroxen-Einsprenglinge herauswittern. Die hervorstehenden Reste sind oft mit einer silberglänzenden Haut von Leuchtenbergit überzogen, der hier offenbar aus dem Pyroxen entsteht. Durch das Gestein ziehen viele hell- bis dunkelgrüne, massige oder faserige Edelserpentin-Äderchen mit einer Dicke, die zwischen einem Bruchteil eines Millimeters und 50 mm liegen kann. Seltener beobachtet man auch Äderchen von goldgelbem Faser-Chrysotil. Die Rutschharnische auf den vielen Klüften sind ebenfalls fast immer mit faserigem Edelserpentin überzogen. Auf den Kluftwänden selbst trifft man nicht selten kleine Demantoidkristalle und Magnetit-Oktaeder. Mikroskopische Beschreibung: Hauptgemengteile: Augit (Diallag), Enstatit, Chrysotil, Lizardit (Bastit). Nebengemengteile: Picotit, Olivin, Rutil, Titanit, Magnetit, Pentlandit, Aktinolith, Chlorit, Granat, Heazlewoodit. Vorkommen von Augit-Serpentin: Handstück, Koord. 780.500/189.440, Höhe 2650 m, Schaflägergrat, Davos. Handstück Koord. 781.030/190.065, Höhe 2500 m, südöstlich des Totalpsees, Davos. Eigentlicher Serpentin: Unter ,,eigentlichem Serpentin" versteht man hier diejenigen Gesteine, welche praktisch vollkommen serpentinisiert sind, die also nur noch aus Chrysotil, Lizardit und ausgeschiedenen opaken Mineralien bestehen. Eine scharfe Trennung von dem nur teilweise serpentinisierten Augit-Serpentin ist kaum möglich, da man fast alle Übergänge finden kann. Typische Vorkommen des eigentlichen Serpentins findet man in mechanisch stark beanspruchten Zonen, beispielsweise etwa 500 m südlich der Parsennhütte, unter dem Höhenweg, dann zwischen Weissfluhjoch und Schwarzhorn und dann wieder an der Zähnjifluh. Die Vorkommen sind fast immer mit Ophicalciten vergesellschaftet. Die eigentlichen Serpentine sind meist stark bröckelig bis schieferig mit zahlreichen glänzenden Flächen, die durch Rutschharnische verursacht werden. Sie sind entweder durchwegs schwarz oder schwarz und grün gesprenkelt, wobei das Grün von feinstverteiltem Edelserpentin stammt. Mikroskopische Beschreibung: Hauptgemengteile: Chrysotil a und y, Lizardit. Nebengemengteile: Magnetit, Rutil, Titanit, Granat, Umwandlungsprodukt von Spinell, Calcit, Pyroxenrelikte. Vorkommen eines eigentlichen Serpentins: Handstück, Koord. 780.565/190.570, Höhe 2495 m, westlich Schwarzhorn, Davos. Feinkörniger Peridotit (Peridotit-Mylonit): Der feinkörnige Peridotit ist eines der auffallendsten Gesteine des Ophiolith-Komplexes, obschon er eigentlich nicht sehr verbreitet ist. Grössere Vorkommen findet man zwischen dem Totalphorn und der Parsennhütte (Koord. 781.700/190.800 und Koord. 781.950/190.850), kleinere beispielsweise auf dem Südgrat des Schwarzhorns oder auf dem West- und Nordostgrat des Totalphorns. Makroskopische Beschreibung: Die feinkörnigen Peridotite sind durch 1-5 cm dicke Edelserpentinadern in quadratdezimetergrosse, rundliche Abschnitte geteilt. Diese sind in sich wiederum, diesmal aber durch etwa millimeterdicke Serpentinäderchen in quadratzentimetergrosse Bereiche aufgeteilt. Aussergewöhnlich typisch ist der verwitterte Zustand dieser feinkörnigen Peridotite: die unterteilenden, weichen Edelserpentinadern sind stärker verwittert als die härteren, rundlichen Peridotit-Bereiche, welche deshalb stark heraustreten. Die Gesteinsoberfläche erhält dadurch ein blumenkohlähnliches Aussehen, welches noch durch eine ebenfalls typische, intensiv ockergelbe Verwitterungsfarbe verstärkt wird. Diese Merkmale erlauben ein leichtes Erkennen des Gesteins im Felde. Im frischen Bruch ist der feinkörnige Peridotit schwarzglänzend, da er immer den Serpentinadern entlang bricht; nur beim Zersägen ist zu sehen, dass der weitaus grösste Teil nicht serpentinisiert ist. Solche Schnitte lassen schon makroskopisch rundliche und ellipsoidale Strukturen erkennen. Das Gestein kann von grösseren zusammenhängenden Massen (bis 1000 m2) in allen Zwischenstufen bis zu einigen Zentimeter dicken Adern auftreten. Mikroskopische Beschreibung: Hauptgemengteile: Olivin, Augit, Enstatit. Nebengemengteile: Picotit, Chrysotil a und y, Lizardit, Magnetit, Rutil, Pentlandit. Vorkommen eines feinkörnigen Peridotits. Handstück, Koord. 781.950/190.850, Höhe 2295 m, Totalp, Davos. Serpentine mit weissen Calcitadern: Man findet die Serpentine mit weissen Calcitadern vor allem zwischen den roten oder graugrünen Ophicalciten und dem Augit-Serpentin, beispielsweise am Ostgrat des Schwarzhorns oder im Datenschutzwald. Dieses Gestein ist, im Gegensatz zu den Augit-Serpentinen oder den eigentlichen Serpentinen, von einem groben Netzwerk grobkristallisierter Calcitadern durchzogen, welche meistens nicht dicker als einige Zentimeter sind. In ihrer Mitte findet man häufig mehr oder weniger zusammenhängende Edelserpentinlagen oder Bruchstücke des Serpentins. Vorkommen von Serpentinmaterial aus Serpentin mit weissen Calcitadern: Handstück, Koord. 783.075/190.330, Höhe 1915 m, Dälenschutzwald, Davos. Picotit-Pyroxenite: Die Picotit-Pyroxenite treten als einige Zentimeter dicke Lagen im Augit-Serpentin auf und laufen meist in der gleichen Richtung wie die pyroxenreicheren Bänder des letzteren. Makroskopisch sieht man grosse Pyroxen-Kristalle (2-3 cm lang), zwischen denen derbe braunschwarze Spinellmassen liegen. Mikroskopische Beschreibung: Hauptgemengteile: Enstatit, Augit, Olivin, Picotit, Serpentinmineralien. Nebengemengteile: Magnetit, Ceylonit, Rutil, Granat. Struktur: Grobkörnig, xenomorph. Die grossen Entstatitkristalle enthalten parallel (100) lamellenartig eingewachsenen Augit, der, wenn der Enstatit serpentinisiert ist, wegen seiner etwas höheren Beständigkeit oft erhalten blieb. Der Augit kommt aber auch in einzelnen Individuen vor, die jedoch nie so gross werden wie die Enstatit-Kristalle. Olivin, der gegenüber Pyroxen weit zurücktritt, findet man teils frisch, teils in Maschenserpentin umgewandelt. Der Spinell ist meistens goldbrauner Picotit mit einem Magnetitrand, wobei der Picotitkern so reduziert sein kann, dass fast nur Magnetit zu beobachten ist. Sehr untergeordnet fanden wir etwas Ceylonit. Die Übergänge der Picotit-Pyroxenite in das Nebengestein sind eher allmähliche. Das Gestein ist wohl als Übergangsglied von Augit-Serpentin zu den anderen Pyroxeniten, in welchen der Olivin vollkommen fehlt, aufzufassen. Vorkommen von Picotit-Pyroxenit: Handstück, Koord. 780.550/189.630, Höhe 2660 m, Weissfluhjoch, Davos. Ceylonit-Pyroxenit-Adern: Im Augit-Serpentin findet man parallele, 5-40 cm dicke und bis 50 m lange Ceylonit-Pyroxenit-Adern. Am auffallendsten sind ihre grossen, blätterigen Pyroxene (1-10 cm2), welche meist etwas stärker umgewandelt sind als die kleineren Pyroxene und deshalb eine sehr auffällige hellgrasgrüne Farbe haben. Der Ceylonit bildet im Gestein derbe, schwarze, metallglänzende Massen. Hie und da ist Phlogopit zu erkennen. Auf Kluftwänden findet man häufig klaren, farblosen Diopsid. Mikroskopische Beschreibung: Hauptgemengteile: Augit (Diallag), Enstatit, Ceylonit, Lizardit (Bastit). Nebengemengteile: Phlogopit, brauner Amphibol, Diaspor, Awaruit, Pentlandit, gediegenes Kupfer, Magnetit, Rutil, Granat, Klinochlor, Kupferglanz, Covellin. Struktur: Grobkörnig bis sehr grobkörnig. Der Anteil der verschiedenen Hauptgemengteile schwankt stark: Weitaus das Wichtigste, oft sogar praktisch das einzige Mineral, das die Ceylonit-Pyroxenit-Adern aufbaut, ist der Diallag, Enstatit kann bis einen Drittel der Pyroxene bilden; der Anteil des Ceylonits schwankt, von einigen bis zu 20 Prozent. Die grossen Diallagkristalle sind von mehr oder weniger parallel verlaufenden Rissen durchzogen, die mit einer gelbbraunen, hoch lichtbrechenden Substanz und blätterigem Serpentin gefüllt sind. Zahlreiche junge Äderchen, gefüllt mit Vesuvian, farblosem Diopsid, Lizardit und Klinochlor, durchziehen das Gestein; hie und da sind sie sogar zwischen die (100)-Lamellen des Diallags eingedrungen. Pyrop-Ceylonit-Pyroxenite: Die Pyrop-Ceylonit-Pyroxenite bilden 10 bis 40 cm dicke Adern im Augit-Serpentin. Die schönsten Vorkommen findet man nördlich und südlich der ,,Grossen Wasserscheide" (Weissfluhjoch). Makroskopisch sind es massige, grüne Gesteine mit schwarzen Ceylonit- und rosaroten Pyropflecken. Viele Pyropkristalle umschliessen Ceylonit, werden aber selber auch durch eine grasgrüne, dichte Umwandlungsmasse umschlossen. Im Inneren der Ceylonitkristalle erkennt man oft Pentlandit. Durch das Gestein ziehen massige, grasgrüne Äderchen und zahlreiche feine Klüfte, auf deren Wänden man viele gelbe und grüne Vesuviankristalle findet. Mikroskopische Beschreibung: Hauptgemengteile: Augit (Diallag), Enstatit, Pyrop, Ceylonit. Nebengemengteile: Brauner Amphibol, Granat, Vesuvian, Pentlandit, gediegenes Kupfer, Heazlewoodit, Magnetkies, Kupferkies, Cuprit, Morenosit, Retgersit, Bravoit, Stilpnomelan, Diaspor. Struktur: Grobkörnig. Die Hauptmasse der Pyrop-Ceylonit-Pyroxenite besteht aus relativ frischem Diallag. Etwas weniger häufig sind Enstatit und Pyrop, wobei in gewissen Handstücken der Pyrop, in anderen wieder der Enstatit überwiegen kann. Der Pyrop tritt entweder in grossen, selbständigen Körnern auf, die häufig auch Ceylonit einschliessen, oder er befindet sich in langgestreckten Schnüren parallel (100) im Pyroxen. Fast alle Pyrope sind von einem Saum von Umwandlungsprodukten aus sehr feinkörnigem Granat (Gross55Andr45) und Serpentinmineralien umgeben. Im Allgemeinen sind zwei Generationen der Mineralbildung zu unterscheiden: neben den relativ grossen Pyroxenen und Granaten finden sich feinkörnige Pyroxen-Aggregate, oft mit etwas braunem Amphibol und opaken Mineralien. Junge Äderchen, die das Gestein durchziehen, sind mit Vesuvian und Serpentinmineralien gefüllt. Handstück, Koord. 780.425/189.915, Höhe 2580 m nordwestlich Weissfluhjoch, Davos. Spinellfreie Pyroxenite: Die spinellfreien Pyroxenite findet man entweder als dm3-grosse Linsen im Augit-Serpentin und in den Serpentinen mit weissen Calcitadern oder als Knauern in den Ceylonit-Pyroxenit-Adern. In den letztern sind die Pyroxenitkristalle meist nicht länger als 1 cm, in den Ersteren dagegen können sie bis 10 cm lange Stängel bilden. Im vollkommen frischen Gestein erkennen wir nur smaragdgrünen Diallag, gelblichen Enstatit und, äusserst selten, etwas Phlogopit. Durch Serpentinisierung umgewandelte Pyroxenit-Adern bieten sich als hellgrüne, blätterige, von weissen Diopsidadern durchzogene Massen dar, auf deren Kluftwänden man farblosen Diopsid und silberglänzenden Leuchtenbergit erkennt. Eine besondere Varietät dieses Gesteins findet man etwa 50 cm vom Kontakt des Serpentins mit den Dorfberggneisen entfernt am Schaflägergrat. Makroskopisch ist es ein hellgrünes und dichtes Gestein. Vererzter Pyroxenit: Im Gebiet des Totalpbergsturzes am ,,Grünbödeli" (Koord. 786.450 / 191.700) findet sich das Vorkommen von vererztem Pyroxenit in einem zusammenhängenden Felsblock, der sich auf eine Fläche von etwa 100 x 100 m erstreckt. Er besteht teils aus massigen, hellgrünen und gelben, teils aus gneisigen Gesteinen und ist von mehreren etwa 50 cm dicken, stark vererzten Pyroxenitgängen durchzogen, die ums Jahr 1870 intensiv ausgebeutet wurden. Makroskopisch erkennt man Pyrrhotin und Chalcopyrit. Mikroskopische Beschreibung: Hauptgemengteile: Augit, Enstatit. Nebengemengteile: Pyrrhotin, Chalcopyrit, Chlorit, Pyrit, Stilpnomelan, Grössere und kleinere vollkommen frische, xenomorphe Pyroxenkörner, vorwiegend Augite, sind eng untereinander und mit den Erzen verwachsen. Stark pleochroitischer Chlorit bildet hie und da feinschuppige, dem Glaukonit äusserst ähnliche, rundliche Aggregate. Rote Ophicalcite: Die roten Ophicalcite sind ausserordentlich auffallende Gesteine. Die wichtigsten Vorkommen liegen am nördlichen Teil des Schwarzhorns, im Obersässtäli und am Südhang des Stützbaches, westlich der Stützalp. Makroskopische Beschreibung: In einer gelblichroten, hellroten oder auch dunkelroten Calcitmasse liegen schwarze, manchmal auch grüne Serpentinkörner, -linsen,-schlieren oder -blöcke; nicht selten findet man daneben auch einige Radiolaritkomponenten. Die Grösse der Einschlüsse kann von einigen Millimetern Durchmesser bis zu mehreren Metern schwanken. Oft ist der Calcitanteil viel grösser, so dass die Serpentineinschlüsse gewissermassen im Calcit schwimmen; häufig überwiegt aber auch der Serpentinanteil, und in solchen Fällen durchziehen Adern aus einer roten Calcitmatrix mit kleinen Serpentinstücken den sehr massigen, schwarzen Serpentin. Hier beobachtet man vielfach zwischen den dunklen Serpentinmassen und dem hellroten Calcit eine 5 bis 20 cm dicke Zone von intensiv dunkelroter, calcitischer Substanz, in welcher grosse, schwarze, porphyroblastenähnliche Gebilde liegen, welche hie und da kristallographische Formen von Augit zeigen, in Wirklichkeit aber aus einem Aggregat von feinstengeligem Aktinolith und Serpentin bestehen. Mikroskopische Beschreibung: Hauptgemengteile: Calcit, Mineralien der Peridotite und deren Umwandlungsprodukte, Aktinolith I, Klinochlor. Nebengemengteile: Hämatit, Geothit, Quarz, Pyrit. Textur: Massig, schlierig, lagig oder brecciös. Das Calcitmaterial der roten Ophicalcite ist feinkörnig und mosaikartig verwachsen. Der Hämatit liegt sowohl pigmentartig als auch in feinsten Schlieren zwischen den Körnern und ist stellenweise zu grossen Aggregaten angereichert. Hie und da ist er in Goethit umgewandelt, weshalb gewisse Teile der roten Ophicalcite gelb gefleckt sind. Das Serpentinmaterial bildet entweder selbständige, schlierige oder linsige Partien in der Calcitmatrix, oder es ist eng mit dem Calcit verwachsen, wobei die Maschen des Gitterserpentins mit rotpigmentiertem Calcit gefüllt sind. Wohl das kennzeichnendste Mineral der roten Ophicalcite ist der aktinolithische Amphibol: Aggregate aus zahllosen dünnen Stengelchen verdrängen Serpentinmineralien und Pyroxen. Vorkommen von hellrotem Ophicalcit: Handstück, Koord. 780.810/190.500, Höhe 2560 m, Obersässtäli, Davos. Vorkommen von dunkelrotem Ophicalcit: Handstück, Koord. 780.900/190.905, Höhe 2610 m, Schwarzhorn, Davos. Graugrüne Ophicalcite: Die makroskopische Beschreibung der roten Ophicalcite gilt weitgehend auch für die graugrünen Ophicalcite, natürlich mit dem Unterschied, dass die Farbe des Calcitmaterials hier nicht rot, sondern graugrün, grau oder grün ist. Im Allgemeinen sind diese Ophicalcite etwas mehr schlierig, und hie und da durchzieht sie eine mehrere Zentimeter dicke Ader, gefüllt mit garbenförmig angeordnetem, stengeligem, farblosem Diopsid. Mikroskopische Beschreibung: Hauptgemengteile: Calcit, Serpentinmineralien, Granat, farbloser Diopsid. Nebengemengteile: Pennin, Klinochlor, Magnetit, Aktinolith I Vorkommen von graugrünem Ophicalcit: Handstück, Koord. 780.660 / 190.410, Höhe 2560 m, nordwestlich Totalpsee, Davos. Serpentin-Gneis-Kontakt: Die Kontakte des Totalpserpentins mit den hornblendeführenden Biotitgneisen, sind an folgenden Stellen besonders schön aufgeschlossen: am Mittelgrat, im Dorftäli um Punkt 2544 und am Schaflägergrat. Etwas weniger schöne, aber trotzdem wichtige Aufschlüsse findet man im Hauptertäli nordwestlich des Strelapasses Koord. 779.73/187.74), im Chüpfertäli (Koord. 777.33/187.00) und im Bawald östlich der Strasse Davos-Klosters (Koord. 787.00/191.69). Kontakt Serpentin - graue Kalkschiefer: Im oberen Teil des Hauptertales auf Koord. 780.325/189.100 findet man in einer ausserordentlich komplizierten Gesteinsabfolge einen Kontakt von Serpentin mit grauen Kalkschiefern. Zwischen dem Serpentin und den unveränderten Kalkschiefern befindet sich eine 5-25 cm dicke Zwischenzone, die gegen den Serpentin zu im Wesentlichen aus einem Serpentin-Granatfels und gegen den Kalkschiefer aus einem Vesuvian-führenden Granat-Diopsidfels besteht. Kontakt Serpentin-Hauptdolomit: Im Todalpgebiet ist die Grenze des Serpentins und der Ophicalcite gegen den Hauptdolomit der Aroser Schuppenzone rein tektonisch und grösstenteils mit Schutt bedeckt. Nur im Gebiet von Arosa sind Kontakte von Serpentin, der eine Fortsetzung des Totalpserpentins sein dürfte, mit Dolomit zu beobachten. 400 m nordnordöstlich vom Brüggenhorn, Pt. 2447 auf Koord. 769.100/185.275, fanden sich zwischen roten Ophicalciten eine etwa 6 m breite Dolomitbank, deren unterer Teil gegen die Ophicalcite sehr schöne Kontakt"-Erscheinungen zeigt: Von dem etwas brecciösen Dolomit haben sich erbs- bis kopfgrosse Bruchstücke abgelöst, die jetzt als Schollen im roten Ophicalcit schwimmen. Im Obersässtäli um P. 2442 Koord. 780.6/191.1 Im nördlichen Teil der dortigen Felspartie finden sich unten rote, gelbe und graue Kalkschiefer, die nach oben mit roten, radiolarienführenden Schiefern wechsellagern und allmählich in rote und grüne Radiolarienhornsteine und -schiefer übergehen. Auf dem Nordgrat des Schwarzhorns Koord. 780.90/190.98. In den roten Ophicalciten befindet sich ein einige Kubikmeter grosses Vorkommen von rotem Radiolarienschiefer. Es enthält mehrere Lagen mit Ophiolithmaterial, in dem allerdings keine primären Peridotitmineralien mehr zu erkennen sind. Die roten Schiefer liegen hier entweder schollenartig in den Ophicalciten oder sie bilden den Rest einer primären Über- oder Unterlagerung. Auf dem Osthang des Schwarzhorns Koord. 781.157/191.02. Hier findet man eine bunte Abwechslung von grauen, roten und grünen Kalkschiefern mit mehreren Lagen Ophiolithmaterial, welch letzteres übrigens, wie wir schon im mineralogischen Teil erwähnten, ziemlich Fuchsit führt. Das Ganze überlagern konkordant rote Radiolarienschiefer. Zwischen Parsennfurgga und Parsennhütte Koord. 781.3/191.4 Hier trifft man äusserst komplizierte Verbandsverhältnisse. Von Meter zu Meter wechseln die Gesteine. Diabase: Ein recht interessanter Aufschluss befindet sich am Westhang der Weissfluh, Koord. 779.350/190.320. Zwischen kalkigen, flyschähnlichen Schiefern findet man kopf- bis faustgrosse ,,Pillows" mit kalkiger Zwischenmasse. |
Koordinaten, ca.: | 782230 / 190680 |
Literatur: | - Peters, Tjerk; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1963; Band 43; Heft 2; Seite 529 - 685; Mineralogie und Petrographie des Totalpserpentins bei Davos - Probst, Jürg; Bergknappe; 2013/2; Heft 123; Seite 5-13; Die interessantesten Erze, Mineralien und Gesteine im Gotschna- und Casannagebiet |
Mineralien: | - Aktinolith: Aktinolith I. Der Aktinolith I ist makroskopisch grünschwarz und bildet Aggregate, in denen von blossem Auge keine einzelnen Individuen zu erkennen sind. Dieser Amphibol kann vor allem in Ophicalciten mit roter Kalkgrundmasse beobachtet werden, und zwar tritt er hier in verschiedener Art und Weise auf: einmal sieht man oft bis zu 2 cm grosse, schwarze Stängel, mit der äusseren Form von Augit, im Übrigen aber mit allen Eigenschaften von Amphibol. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei nicht um eine Pseudomorphose eines Amphibolkristalles nach einem Pyroxenkristall, sondern um eine Pseudomorphose eines Aggregates von Amphibolfasern nach Pyroxen. Ferner bilden Amphibolfasern auch kelyphitische Ränder um gewisse Pyroxenkristalle. Zudem tritt der Aktinolith I in besonders stark tektonisch beanspruchtem Serpentin, vor allem entlang Rissen auf, und zwar einerseits als Umwandlungsprodukt von Pyroxen. Aktinolith II Der Aktinolith II ist makroskopisch schwarzgrün mit Glasglanz und meist ohne deutliche kristallographische Begrenzung; die Stängel werden bis 1 cm lang. Die Kristalle oder Teile davon sind sehr oft ausgebleicht. Den Aktinolith II findet man in Aktinolithfelsen und Prehnit-Aktinolithfelsen am Kontakt von Serpentin mit Gneis. Dort bildet er erstens selbständige, monomineralische, kleine Bänke, und zweitens bildet er Xenoblasten oder garbenartige Aggregate in einer feinen Grundmasse von Epidot und Aktinolith. Aktinolith II aus Aktinolithfels am Kontakt Serpentin-Gneis: Handstück, Koord. 781.090/189.390, Höhe 2590 m, Mittelgrat, Davos. - Amphibol: Die im Gebiet Totalp vorkommenden Amphibole sind: Aktinolith I, der etwas Fe-reichere Aktinolith II und ein brauner Amphibol mit optisch positivem Charakter. Brauner Amphibol: Makroskopisch sieht man den braunen Amphibol als braunschwarze Flecken im Pyroxenit, die kaum näher zu bestimmen sind. - Anatas: In Diabasen tritt Anatas mit bläulichen Interferenzfarben auf. Er zeigt oft einen schwachen Pleochroismus mit O = farblos, E = grün und kommt einzeln oder in Aggregaten vor. - Andradit: Wasserhaltiger Andradit (Hydroandradit) (Ganat) Der dritte im Untersuchungsgebiet vorkommende Granat ist hellgrün und kann auf den ersten Blick mit Demantoid verwechselt werden. Sehr klein, bis 0.06 mm. - Aragonit: Aragonit findet manals Stengelchen, welche bis 1 cm lang werden und meist in radialstrahligen Aggregaten auftreten. Er kommt zusammen mit Chrysotil auf Klüften im Serpentin vor. - Augit: Es konnten zwei Typen Augit, die sich vor allem durch ihren Natriumgehalt unterscheiden, festgestellt werden. Ihre optischen und röntgenographischen Eigenschaften sind im Allgemeinen sehr ähnlich; die Achsenwinkel sind allerdings wesentlich verschieden. Beide Typen können als Diallag ausgebildet sein. Augit I: Der Augit I ist dunkelgrün und hat Glasglanz. Die Varietät Diallag ist wegen ihrer ausgezeichneten Spaltbarkeit meistens blättrig ausgebildet. Vorkommen Augit I kommt wie der Orthopyroxen als Einsprengung in Serpentin, in Pyroxenitknollen und als Gänge und Nester vor, dazu aber auch in Ophicalciten und in Kontaktgesteinen zwischen Serpentin und Gneis, wo er ganze, bis 1 m dicke Bänke bilden kann. Zum grossen Teil ist er als deutlich blätteriger Diallag ausgebildet, gelegentlich bildet er aber auch Entmischungslamellen in Orthopyroxen. Vorkommen von Augit I in spinellfreiem Pyroxenit. Handstück, Koord. 782.005/190.725, Höhe 2295 m, Totalp, Davos. Augit II: Augit II ist makroskopisch gleich ausgebildet wie Augit I. Optische Untersuchungen: Augit II ist im Dünnschliff meist farblos, oft aber ist er durch Einschlüsse schwach gefärbt. Augit II konnte vorläufig nur in normalem Augit-Serpentin nachgewiesen werden. Handstück, Koord. 781.275/190.170, Höhe 2490 m, Totalphorn, Davos. Vorkommen von Augit II in Augit-Serpentin: Handstück, Koord. 781.275/190.170, Höhe 2490 m, Totalphorn, Davos. - Awaruit: Siehe unter Gediegen Kupfer. - Bravoit: Die Assoziation Pentlandit-Heazlewoodit-ged. Kupfer-Kupferglanz- Pyrrhotin fand sich in einer Pyrop-Ceylonit-Pyroxenit-Ader 350 m nordnordwestlich Weissfluhjoch (Koord. 780.425/189.915). Die Hauptmenge der Erze bildet Pentlandit, welcher zum Teil durch Pyrrhotin verdrängt ist. Entlang Spaltrissen und an Korngrenzen ist er meist in dunkelgelben und violettbraunen Bravoit umgewandelt. Neben dem normalen Pentlandit fand man einige Körner, vor allem nahe bei gediegenem Kupfer und Heazlewoodit, die eine etwas dunklere, ockergelbe Farbe und ein etwas niedrigeres Reflexionsvermögen als die übrigen (normalen) Pentlandite zeigten; die Härten dagegen waren gleich. - Brunsvigit: Siehe unter Chlorit (Chlorit III). - Calcit: In den roten wie auch in den grünen Ophicalciten findet Calcit sich in Aggregaten von mosaikartig ineinander greifenden kleinen Körnern. Oft färbt ihn ein Pigment von Hämatit oder Goethit rot, respektive gelb. Weisse Calcitadern, die vorwiegend in den Ophicalciten vorkommen, werden durch wesentlich grössere Individuen aufgebaut. Die Kristalle zeigen hier immer Druckzwillinge mit oft verbogenen Lamellen. Frei gewachsene Kristalle von Calcit findet man in Edelserpentinadern oder auf Kluftwänden im Serpentin mit weissen Calcitadern. Erstere bilden im Edelserpentin eingebettete idiomorphe Rhomboeder und zeigen oft Zwillingsstreifung. Die auf Klüften wachsenden Kristalle werden gerne durch die Flächen des flachen, negativen Rhomboeders und des Prismas begrenzt. Die Rhomboederflächen sind hier stark gestreift. - Ceylonit: Den Ceylonit findet man in Pyroxenitgängen und -knollen. Auch er tritt als Zwischenfüllung auf und kann bis 5 mm lange xenomorphe Individuen bilden. Seine Risse sind bei beginnender Serpentinisierung von einem Aggregat feiner Stängeliger Diaspor-Kriställchen ausgefüllt. - Chalkopyrit: Die Assoziation Chalkopyrit-Pyrrhotin-Pyrit trifft man in den erzführenden Pyroxeniten aus dem Bergsturzgebiet, die, wie vermutet wird, ursprünglich zum Serpentin-Gneis-Kontakt gehörten. Das Gestein wird aderig, schlierig, die Pyroxene zum Teil poikiloblastisch umschliessend, von Erz durchzogen. Pyrrhotin und Chalkopyrit überwiegen gegenüber Pyrit. Der Pyrrhotin ist teilweise in Chalkopyrit entmischt; auch treffen wir in ihm diskusförmige Lamellen eines etwas helleren Pyrrhotin. Der Pyrit scheint meistens etwa gleichzeitig mit dem Pyrrhotin gebildet zu sein, daneben finden wir aber auch sekundären Pyrit, der über ein anisotropes Zwischenprodukt aus Pyrrhotin hervorgegangen ist und knollige Gebilde zeigt. - Chalkosin: Die Assoziation Pentlandit-Heazlewoodit-Gediegen Kupfer-Chalkosin- Pyrrhotin. Die Assoziation Pentlandit-Heazlewoodit-ged. Kupfer-Kupferglanz- Pyrrhotin fand sich in einer Pyrop-Ceylonit-Pyroxenit-Ader 350 m nordnordwestlich Weissfluhjoch (Koord. 780.425/189.915). Die Hauptmenge der Erze bildet Pentlandit, welcher zum Teil durch Pyrrhotin verdrängt ist. Entlang Spaltrissen und an Korngrenzen ist er meist in dunkelgelben und violettbraunen Bravoit umgewandelt. Neben dem normalen Pentlandit fand man einige Körner, vor allem nahe bei gediegenem Kupfer und Heazlewoodit, die eine etwas dunklere, ockergelbe Farbe und ein etwas niedrigeres Reflexionsvermögen als die übrigen (normalen) Pentlandite zeigten; die Härten dagegen waren gleich. - Chlorit: Im Todalpgebiet wurden 4 verschiedene Typen gefunden: Chlorit I: Makroskopisch ist er hellgrün und zeigt in dicken Schnitten einen schwachen Pleochroismus. Diesen Chlorit findet man vorzugsweise zerstreut in der Kalkmatrix der roten Ophicalcite, und zwar in folgenden drei verschiedenen Ausbildungen: - xenomorphe Blättchen mit einem Durchmesser bis zu 0,5 cm; - stark verbogene, strangartige Gebilde; - kompakte Aggregate. Ferner findet man ihn in stark umgewandeltem Serpentin am Kontakt von Serpentin mit grauen Kalkschiefern (sogenannten Aptychenkalken) und in Mischgesteinen aus den Kontakten von Ophicalciten mit roten Hornsteinen, Gneisbreccien oder Kalken. Ferner tritt er in Ceylonit-Pyroxenitadern als jüngstes Umwandlungsprodukt von Pyroxen und als Füllung in jungen Äderchen auf. Chlorit II: Er ist makroskopisch grün und zeigt im Dünnschliff folgende Eigenschaften: sehr deutlicher Pleochroismus mit X = Y = gelblichgrün, Z = grasgrün; stark anomal blaue Interferenzfarbe; Die Daten deuten auf Pennin, was Pulveraufnahmen bestätigen. Dieser Chlorit tritt vor allem mit Chlorit I verwachsen auf. In einzelnen Fällen findet man ihn als Umwandlungsprodukt von Fuchsit. Chlorit III: Dieser Typus makroskopisch grünen Chlorits ist deutlich pleochroitisch mit X=ca. Y = olivgrün, Z = bräunlichgrün und zeigt keine anomalen Interferenzfarben. Die Daten sprechen für Brunsvigit. Die Pulveraufnahmen bestätigen, dass dieser Chlorittyp einen hohen Fe2+-Gehalt aufweisen muss. Man findet diesen Chlorit in den Übergangsgesteinen zwischen Ophicalcit und Kalkschiefer. Er scheint zum Teil aus einem blaugrünen Glimmer, mit dem er meistens noch verwachsen ist, entstanden zu sein. Chlorit IV: Dieser Chlorit bildet makroskopisch wasserklare, durchsichtige Blättchen, die auf den ersten Blick dem Muskowit sehr ähnlich sehen. Er zeigt schwache, anomale Interferenzfarben. Die Werte der Pulveraufnahme deutet auf einen niedrigen Fe2+-Gehalt, was zusammen mit der Farblosigkeit auf die Varietät Leuchtenbergit deutet. Man findet ihn als silberglänzenden Anflug auf Kluftwänden des Serpentins, wobei er meistens mit farblosem Diopsid und grünem Demantoid vergesellschaftet ist. - Chrysotil: Optisch und makroskopisch kann man im Untersuchungsgebiet zwei Arten von Chrysotilserpentin unterscheiden: eine massige Varietät und eine faserige Varietät. 1. Massiger Chrysotil: Der massige Chrysotil ist im Schliff farblos bis schwach grünlich. Beim Zerreiben bildet er vorzugsweise Stäbchen. Der dunkelgrüne Serpentin enthält sowohl Orthochrysotil als auch Klinochrysotil. Vorkommen von massigem Chrysotils aus Serpentin mit weissen Calcitadern: Handstück, Koord. 780.945/190.720, Höhe 2665 m, Schwarzhorn, Davos. Der massige Chrysotil kommt hauptsächlich in Adern von 0,1 mm bis 5 cm Dicke in Serpentinen, Peridotiten, Pyroxeniten und Ophicalciten vor. Daneben finden wir ihn aber auch mit faserigem Chrysotil zusammen als Umwandlungsprodukt von Olivin und Pyroxen in denselben Gesteinen. 2. Der faserige Chrysotil kann optisch in zwei Arten geschieden werden: Chrysotil y, positiver Elongation, optisch positiv einerseits, und Chrysotil a, negativer Elongation, optisch negativ anderseits. Vorkommen des faserigen Chrysotils aus Edelserpentin: Handstück TP 01, Koord. 780.895/190.635, Höhe 2615, Schwarzhorn, Davos. Chrysotil a finden wir hauptsächlich gesteinsbildend in den Serpentinen und Ophicalciten, wo er meist aus Olivin oder Pyroxen entstand. Chryostil y dagegen bildet meistens Äderchen in denselben. - Demantoid: Der grüne Granat kristallisiert in Rhombendodekaedern und in Deltoidikositetraedern von 0,5 bis 4 mm Durchmesser. Er ist meist durchsichtig gelb, hellgrün oder smaragdgrün und hat Glasglanz. Unter dem Mikroskop erscheinen die meisten Kristalle dodekaedrisch verzwillingt, aus zwölf rhombischen Pyramiden zusammengestellt, deren Spitzen alle in der Mitte des Kristalles vereinigt sind. Dieser Demantoid wächst als Kluftbelag auf Augit-Serpentin. Die schönsten Vorkommen sind am Mittelgrat, unter anderem Koord. 780.765/189.565, und an der Westflanke des Totalphorns, unter anderm Koord. 781.230/190.150, zu finden. Vorkommen von Demantoid im Augit-Serpentin: Handstück, Koord. 780.765/189.565, Höhe 2650 m, Mittelgrat, Davos. - Diabas: - Diallag: Siehe unter Augit. - Diaspor: Makroskopisch ist der Diaspor nicht feststellbar. In Dünnschliffen kann man ihn aber ziemlich oft beobachten, und zwar als Umwandlungsprodukt von Ceylonit: In einem frühen Stadium dieser Umwandlung finden wir einzelne Diaspor-Stengelchen in den Spaltrissen des Ceylonits. Aggregate bestehend aus feinen Stengelchen. Der Diaspor entstand im Totalpserpentin eindeutig bei der Serpentinisierung von Ceylonit; in vollkommen frischem Ceylonit-Pyroxenit fehlt er gänzlich; in serpentinisiertem dagegen tritt er, je nachdem wie stark die Ceylonite umgewandelt sind, selten bis häufig auf. Dass sich aus Ceylonit Diaspor bilden kann, scheint wegen des hohen Al-Gehaltes dieses Spinells recht einleuchtend. - Diopsid: Makroskopisch findet man Diopsid in farblosen, klaren Kriställchen, die oft breitstengelig oder blättrig ausgebildet sind. Handstück, Koord. 780.560/190.180, Höhe 2550 m, westlich Totalpsee, Davos. Der farblose Diopsid kommt sowohl auf Kluftwänden des Augit-Serpentins als auch in Pyroxeniten und graugrünen Ophicalciten vor. In letzteren kann er bis 5 cm dicke Adern bilden. Er ist hier meist garbenförmig angeordnet und oft mit Calcit verwachsen; auf den ersten Blick könnte er leicht mit Grammatit verwechselt werden. Weiter bildet er oft auch einen wichtigen Bestandteil der Kontaktgesteine am Serpentin-Gneis-Kontakt. Vorkommen von farblosem Diopsid in graugrünem Ophicalcit: Handstück, Koord. 780.560/190.180, Höhe 2550 m, westlich Totalpsee, Davos. - Dolomit: Obwohl Dolomit eines der wichtigsten Mineralien der den Serpentin umgebenden Sedimente ist, konnte er nie in den Ophicalciten festgestellt werden. Einzig in einem gut aufgeschlossenen Kontakt von Ophicalcit mit Hauptdolomit am Nordosthang des Brüggerhorns (Arosa) kann man Dolomitstücke, die einige Dezimeter in den Ophicalcit eingedrungen sind, beobachten. - Enstatit: Vorkommen von Enstatit in spinellfreiem Pyroxenit: Handstück, Koord. 782.005/190.735, Höhe 2295 m, Totalp, Davos. - Epidot: Epidot bildet gelbgrüne bis grasgrüne, dichte Massen. Epidot kommt vor allem am Kontakt zwischen Serpentin und Gneis entweder als feinkristalline Masse oder als Aggregat grobkristalliner Stengel oder endlich auch als Porphyroblasten in einer unbestimmbaren Grundmasse vor. Weiter findet man eher gelbliche Epidote in rotem Hornstein und in spilitischen Gesteinen. Vorkommen von Epidot im Epidotfels am Kontakt Serpentin-Gneis. Handstück, Koord. 781.090/189.390, Höhe 2590 m, Mittelgrat, Davos. - Ferristilpnomelan: - Ferrostilpnomelan: - Fuchsit: Siehe unter Muskovit. - Goethit: Goethit findet man hauptsächlich in den roten Ophicalciten, wo er makroskopisch in gelben Flecken angereichert ist. Neben dem Vorkommen von Goethit in den roten Ophicalciten finded man ihn gelegentlich als Umwandlungsprodukt von Pyrit und Chlorit. - Granat: Granate Man findet im Todalpgebiet mindestens fünf Typen: - Demantoid (siehe dort), - Pyrop, - einen dritten, wahrscheinlich wasserhaltigen - Granat (Hydroandradit), und - zwei weitere Granate aus der Grossular-Andradit-Gruppe. - Heazlewoodit: Pentlandit und Heazlewoodit in Augit-Serpentin: Im Augit-Serpentin trifft man 1/10 mm grosse, linsenartige Pentlandite, die fast immer teilweise von Magnetit verdrängt sind; oft schwimmen sogar nur noch einzelne Pentlanditkörnchen im Magnetit. Ab und zu ist der Pentlandit eng mit Heazlewoodit verwachsen, welch letzterer ebenfalls von Magnetit verdrängt wird. - Hämatit: Makroskopisch ist der feinkörnige Hämatit an seiner tiefroten Farbe und seinem ebensolchen Strich leicht zu erkennen. Ein röntgenographischer Nachweis ist aber unerlässlich. Die im Untersuchungsgebiet auftretende rote Färbung bestimmter Gesteine (wie zum Beispiel der roten Ophicalcite, der Radiolarite oder der Variolite) wird durch pigmentartig auftretenden Hämatit hervorgerufen. - Leuchtenbergit: Siehe unter Chlorit (Chlorit IV). - Lizardit: Makroskopisch ist der Lizardit blätterig mit ausgezeichneter (001)- Spaltbarkeit und Schlagstrahlen parallel (010) parallel der optischen Achsenebene). Die Blättchen zeigen einen goldgelben Glanz. Lizardit kommt als Umwandlungsprodukt von Klinopyroxen und Orthopyroxen in Serpentinen und Ophicalciten vor. - Magnetit: Magnetit findet man sowohl als Kluftmineral mit Demantoid zusammen als auch gesteinsbildend in den Peridotiten und Ophicalciten. In den serpentinisierten Teilen dieser Gesteine bildet er ein feinstes Pigment, das stellenweise zu winzigen Aggregaten, die nicht selten runenschriftähnliche Formen zeigen, vereinigt sein kann. - Muskovit: Die Muskowitgruppe ist durch blaugrünen Fuchsit und farblosen Muskowit vertreten. Fuchsit (Muskovit) Der Fuchsit zeigt einen sehr starken Pleochroismus. Man findet Fuchsit in roten Ophicalciten am Kontakt gegen Kalkschiefer. Farbloser Muskovit: Die Pulveraufnahmen wiesen einen 2M-Typ nach. Man findet diesen gewöhnlichen Muskovit in Kontakt- und Begleitgesteinen des Ophiolithes, wie zum Beispiel in Radiolarit, in rotem Schiefer etc. In den ophiolithischen Gesteinen selber kommt er aber nicht vor. - Olivin: Obschon der Olivin vor der Serpentinisierung höchst wahrscheinlich das wichtigste gesteinsbildende Mineral der Serpentinmasse war, ist er heute (1963) sehr schwierig eindeutig nachzuweisen. - Orthopyroxen: Der Orthopyroxen ist makroskopisch grauolivbraun und hat Glasglanz. Orthopyroxen kommt als Relikt in Serpentin, in Pyroxenitknollen und als Gang- und Nesterfüllung vor. Im Serpentin bildet er bis 0,8 cm grosse Kristalle, die randlich serpentinisiert sind, in Pyroxenitknollen findet man bis 1 cm grosse hypidiomorphe Individuen, und in den Gängen und Nestern im Serpentin erreichen die breitsäuligen Kristalle eine Länge bis 10 cm. - Pennin: Siehe unter Chlorit (Chlorit II). - Pentlandit: Pentlandit und Heazlewoodit in Augit-Serpentin: Im Augit-Serpentin trifft man 1/10 mm grosse, linsenartige Pentlandite, die fast immer teilweise von Magnetit verdrängt sind; oft schwimmen sogar nur noch einzelne Pentlanditkörnchen im Magnetit. Ab und zu ist der Pentlandit eng mit Heazlewoodit verwachsen, welch letzterer ebenfalls von Magnetit verdrängt wird. Die Assoziation Pentlandit-Heazlewoodit-Gediegen Kupfer-Chalkosin - Pyrrhotin: Die Assoziation Pentlandit-Heazlewoodit-ged. Kupfer-Kupferglanz- Pyrrhotin fand sich in einer Pyrop-Ceylonit-Pyroxenit-Ader 350 m nordnordwestlich Weissfluhjoch (Koord. 780.425/189.915). Die Hauptmenge der Erze bildet Pentlandit, welcher zum Teil durch Pyrrhotin verdrängt ist. Entlang Spaltrissen und an Korngrenzen ist er meist in dunkelgelben und violettbraunen Bravoit umgewandelt. Neben dem normalen Pentlandit fand man einige Körner, vor allem nahe bei gediegenem Kupfer und Heazlewoodit, die eine etwas dunklere, ockergelbe Farbe und ein etwas niedrigeres Reflexionsvermögen als die übrigen (normalen) Pentlandite zeigten; die Härten dagegen waren gleich. Stellenweise trifft man mit Pentlandit zusammen, an dessen Rande oder im Innern etwas gediegenes Kupfer vorkommt. Pentlandit-Pyrrhotin-Assoziation: Die Pentlandit-Pyrrhotin-Assoziation fand sich in Ceylonit-Pyroxeniten und Pyrop-Ceylonit-Pyroxeniten. In den ersteren sind beide Erze fingerförmig miteinander verwachsen und scheinen gleichzeitig gebildet. In den letzteren dagegen verdrängt Pyrrhotin den Pentlandit. - Phlogopit: Phlogopit kommt sehr spärlich in Pyroxenitgängen des Serpentins vor. - Picotit: Der Picotit ist makroskopisch schwarzbraun bis bräunlichschwarz. Den Picotit findet man im normalen Serpentin, in den Ophicalciten und in den Kontaktgesteinen. Er bildet gerne xenomorphe Zwischenfüllungen. Meistens sind die Spinellindividuen von einem unregelmässigen Magnetitrand umhüllt, der oft auch durch die Spaltrisse in die Kristalle eindringt und diese zerteilt. Dieser Rand fehlt jedoch oder ist nur sehr dünn, wenn die Spinelle zwischen frischen, unveränderten Pyroxenkristallen liegen. Er ist aber immer sehr stark ausgebildet, wenn der Spinell in serpentinisiertem Material auftritt. Handstück, Koord. 782.325/191.195, Höhe 2095 m, Totalp, Davos. - Prehnit: Der Prehnit des Totalp-Gebietes ist makroskopisch weiss und undurchsichtig. Einige Körner zeigen anomale optische Eigenschaften: Prehnit kommt sehr häufig in Prehnit-Aktinolithfelsen, zwischen Serpentin und Gneis, vor und bildet dort einerseits bis 1 cm dicke Adern, ist anderseits aber auch ein Hauptbestandteil der Grundmasse dieser Gesteine. Vorkommen von Prehnits im Prehnit-Aktinolithgneis im Serpentin-Gneis-Kontakt: Handstück TP 6, Koord. 781.090/189.390, Höhe 2590 m, Mittelgrat, Davos. - Pumpellyit: Der Pumpellyit bildet makroskopisch derbe, grasgrüne Massen, in welchen keine Einzelkristalle zu erkennen sind. Den Pumpellyit findet man am Kontakt von Serpentin mit Gneis, zum Beispiel am Schaflägergrat, Koord. 780.515/189.130, wo er stellenweise zu etwa 80-90% das Gestein aufbaut. Diese Pumpellyitfelsen werden bis etwa 1 m mächtig. - Pyrit: Die Assoziation Chalkopyrit-Pyrrhotin-Pyrit trifft man in den erzführenden Pyroxeniten aus dem Bergsturzgebiet, die, wie vermutet wird, ursprünglich zum Serpentin-Gneis-Kontakt gehörten. Das Gestein wird aderig, schlierig, die Pyroxene zum Teil poikiloblastisch umschliessend, von Erz durchzogen. Pyrrhotin und Chalkopyrit überwiegen gegenüber Pyrit. Der Pyrrhotin ist teilweise in Chalkopyrit entmischt; auch treffen wir in ihm diskusförmige Lamellen eines etwas helleren Pyrrhotin. Der Pyrit scheint meistens etwa gleichzeitig mit dem Pyrrhotin gebildet zu sein, daneben finden wir aber auch sekundären Pyrit, der über ein anisotropes Zwischenprodukt aus Pyrrhotin hervorgegangen ist und knollige Gebilde zeigt. - Pyrop: Der Pyrop zeigt eine klare, rote Farbe und hat Fettglanz. Im Dünnschliff ist er farblos bis schwach rötlich und isotrop. Der Pyrop kommt in Pyrop-Ceylonit-Pyroxenit-Adern des Serpentins vor, ist unregelmässig begrenzt und von vielen Spaltrissen durchdrungen. Die einzelnen Kristalle sind von grünlichen, faserigen, hochbrechenden Umwandlungsprodukten umgeben, die oft auch in die Spaltrisse des Granats eindringen. Diese Umwandlungsprodukte bestehen, wie man röntgenographisch bestimmen kann, aus Serpentin (Lizardit und Chrysotil) und einem Granat der Grossular-Andradit-Reihe. Vorkommen von Pyrop aus Pyrop-Ceylonit-Pyroxenit: Handstück, Koord. 780.225/189.375, Höhe 2565 m, westlich Schaflägergrat, Davos. - Pyrrhotin: Die Assoziation Pentlandit-Heazlewoodit-Gediegen Kupfer-Chalkosin- Pyrrhotin: Die Assoziation Pentlandit-Heazlewoodit-ged. Kupfer-Kupferglanz- Pyrrhotin fand sich in einer Pyrop-Ceylonit-Pyroxenit-Ader 350 m nordnordwestlich Weissfluhjoch (Koord. 780.425/189.915). Die Hauptmenge der Erze bildet Pentlandit, welcher zum Teil durch Pyrrhotin verdrängt ist. Entlang Spaltrissen und an Korngrenzen ist er meist in dunkelgelben und violettbraunen Bravoit umgewandelt. Neben dem normalen Pentlandit fand man einige Körner, vor allem nahe bei gediegenem Kupfer und Heazlewoodit, die eine etwas dunklere, ockergelbe Farbe und ein etwas niedrigeres Reflexionsvermögen als die übrigen (normalen) Pentlandite zeigten; die Härten dagegen waren gleich. Pentlandit-Pyrrhotin-Assoziation: Die Pentlandit-Pyrrhotin-Assoziation fand sich in Ceylonit-Pyroxeniten und Pyrop-Ceylonit-Pyroxeniten. In den ersteren sind beide Erze fingerförmig miteinander verwachsen und scheinen gleichzeitig gebildet. In den letzteren dagegen verdrängt Pyrrhotin den Pentlandit. Die Assoziation Chalkopyrit-Pyrrhotin-Pyrit trifft man in den erzführenden Pyroxeniten aus dem Bergsturzgebiet, die, wie vermutet wird, ursprünglich zum Serpentin-Gneis-Kontakt gehörten. Das Gestein wird aderig, schlierig, die Pyroxene zum Teil poikiloblastisch umschliessend, von Erz durchzogen. Pyrrhotin und Chalkopyrit überwiegen gegenüber Pyrit. Der Pyrrhotin ist teilweise in Chalkopyrit entmischt; auch treffen wir in ihm diskusförmige Lamellen eines etwas helleren Pyrrhotin. Der Pyrit scheint meistens etwa gleichzeitig mit dem Pyrrhotin gebildet zu sein, daneben finden wir aber auch sekundären Pyrit, der über ein anisotropes Zwischenprodukt aus Pyrrhotin hervorgegangen ist und knollige Gebilde zeigt. - Quarz: Gesteinsbildend finden wir Quarz in Radiolariten, roten Schiefern, sogenannten Aptychenkalken, Dolomiten, Diabasen, Varioliten und in allen Kontaktgesteinen des Serpentins. Als Kluftmineral finden wir ihn vor allem in Radiolarit- und in Dolomitklüften. Hier werden die Kristalle allerdings nie grösser als 0,5 cm. - Rutil: Im Serpentin findet man Rutil in feinen Nädelchen, die oft zu einfachen Kniezwillingen gepaart sind; ein eigentliches Sagenitgewebe konnte nicht beobachtet werden. Die Nädelchen haben sich ganz offensichtlich während der Serpentinisierung des Olivins und Pyroxens gebildet; sie treten nämlich nur in den umgewandelten Teilen dieser Mineralien auf. - Spinell: Im Gepiet Totalp sind zwei Glieder der Spinell-Gruppe sicher nachweisbar: Braungelber Picotit und grüner Ceylonit; eine dritte Spinell-Varietät, Chromit, ist vermutlich auch anwesend. Weiter gibt es noch weniger genau definierte Übergangsglieder zwischen Picotit und Ceylonit. - Stilpnomelan: Im Totalpgebiet konnten zwei Varietäten von Stilpnomelan festgestellt werden: eine grüne (wahrscheinlich Ferrostilpnomelan) und eine braune (wahrscheinlich Ferristilpnomelan). Den ersteren trifft man in erzführendem Pyroxenit des Bergsturzgebietes, wo er eng mit den Erzmineralien verwachsen ist. - Talk: Talk, ein in den meisten Serpentinmassen häufig vorkommendes Mineral, ist im Totalpserpentin äusserst selten. Nur in den aktinolithisierten Serpentinen am Kontakt Serpentin-Gneis konnte man ihn eindeutig feststellen. - Titanit: Titanit findet sich sehr häufig in den Kontaktgesteinen des Serpentins mit den Gneisen. Er tritt hier entweder feinverteilt durch das ganze Gestein oder in Form von Porphyroblasten auf. Im letzteren Fall ist er oft schon makroskopisch in gelbbraunen Flecken zu erkennen. Auch in anderen Kontaktgesteinen kommt er oft akzessorisch vor. - Vesuvian: Der Vesuvian ist makroskopisch meist flaschengrün, seltener gelb und hat Glasglanz. Die meisten Kristalle werden durch die Flächen des tetragonalen Prismas (110) und der tetragonalen Bipyramide (111) begrenzt. Das Basispinakoid (001) und das tetragonale Prisma (100) sind nur in wenigen Fällen vorhanden. Vorkommen von Vesuvian in Ceylonit-Pyroxenit: Handstück, Koord. 780.245/189.500, Höhe 2580 m, westlich Schaflägergrat, Davos Vesuvian kommt vor allem in linsenartig im Serpentin liegendem Granat-Pyroxenit vor. Er wächst hier in bis 3 mm grossen idiomorphen Stängelchen auf Kluftwänden. Ferner finden wir ihn, im selben Gestein, als wesentlichen Bestandteil feiner Äderchen. Weiter beobachtet man den Vesuvian noch auf Klüftchen in Pyroxenitbändern und in Diopsid-Granatfelsen am Kontakt Serpentin-Gneis und Serpentin-Kalkschiefer. - Zirkon: In einigen Kontaktgesteinen zwischen dem Serpentin und den Gneisen treten vereinzelt ziemlich abgerundete, dicke Zirkone auf, die denjenigen in den Gneisen sehr ähnlich sehen. |
Gebiet: | 068_GR / Arosa, Erossa (Arosa), Hubl, Hubel, St. Jos (Mine), St. Maria (Mine), St. Magdalena (Mine), Eretzhorn, zum heiligen Geist (Mine), Ramutz, zu unseren Frauen (Mine), St. Lucas (Mine), St. Michael (Mine), Aroser Rothorn, St. Jakob (Mine), St. Christoffel (Mine), zur Hoffnung (Mine), St. Barbara (Mine), St. Margaretha (Mine);(Erzabbau) Region: Bezirk Plessur / Gemeinde Arosa |
Beschreibung: | Die Koordinaten zeigen auf Arosa. Gruben (gemäss Christian Gadmer, 1588): Erossa (Arosa): zum Hubl (Hubel): - St. Jos (Pyrit. Beim Bau des Hotels Rothorn (1903) stiess man beim Goldloch auf einen Schacht und viel grobes Gestein). In alpen vorem inderen Sehe: d'weysen gruoben: - St. Maria- St. Magdalena im Eretzhorn: - zum heiligen Geist, in Ramutz: zu oberst: - zu unseren Frauen mitter:- St. Lucas underst: - St. Michael (Mine), im Rothorn:- St. Jakob (Mine), - St. Christoffel (Mine), - zur Hoffnung (Mine), - St. Barbara (Mine), - St. Margaretha (Mine). Mehr Informationen zum Bergbau um Arosa siehe unter 'Arosa-Bergbau'. |
Koordinaten, ca.: | 770900 / 183250 |
Literatur: | - Casty, J.B.; Bergknappe; 1981/3; Heft 17; Seite 2-13; Der Erzbergbau zwischen Arosa und dem Parpaner Rothorn und dessen Bedeutung für Arosa - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1999/3; Heft 89; Seite 2-7; Zeugen früheren Bergbaus im Gebiete um Arosa - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1999/4; Heft 90; Seite 2-4; Zeugen früheren Bergbaus im Gebiete um Arosa - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 2000/1; Heft 91; Seite 4-7; Zeugen früheren Bergbaus im Gebiete um Arosa |
Mineralien: | - Eisenerz: |
Gebiet: | 069_GR / Arosa, Erzhorn, Eretzhorn, zum heiligen Geist(Mine), Erzboden, Erztschuggen, Aroser Rothorn, Piz Naira (Grat); (Erzabbau) Region: Bezirk Plessur / Gemeinde Aros |
Beschreibung: | Koordinaten auf Erztschguggen. Erossa: (Arosa) «Im Eretzhorn: zum heiligen Geist» Nach Casty: "Die Eisenerzvorkommen am Erztschuggen ziehen sich vom Erztschuggen in 2560 - 2700 m ü. M. gegen das Aroser Rothorn hinauf und über den Grat von Piz Naira. Sie sind allerdings grösstenteils unter Schutt und Geröll vergraben. Schon im Aufstieg über die Schutthalden kann man abwechslungsweise Roteisenstein (Hämatit), Brauneisenstein (Limonit) und Ockerstücke sammeln. die erzführende Gesteinsschicht ist ein stark verruschelter, teils brekziöser Dolomit. Die Eisenerze füllen teils Klüfte und Spalten aus, teils bilden sie dünne Überzüge, meist sind sie im Gestein diffus verteilt." Am Fusse des Erzhornes, in den «Erzböden», findet man heute noch Spuren von Malachit, Kupferlasur und Fahlerz sowie von Eisen und Bleierzen. Die Namen Erzhorn- Erzhornsattel-Erzböden und Erztschuggen weisen in diesem Gebiet auf einen früheren Abbau hin. |
Koordinaten, ca.: | 767700 / 179600 |
Literatur: | - Casty, J.B.; Bergknappe; 1981/3; Heft 17; Seite 2-13; Der Erzbergbau zwischen Arosa und dem Parpaner Rothorn und dessen Bedeutung für Arosa - Krähenbühl, Hans; Terra Grischuna, Zeitschrift für bündnerische Kultur, Wirtschaft und Verkehr, Bündnerland; April 1980;Nr.2;39. Jahrgang; Seite 110-112. Die roten Hörner von Arosa, Parpan und Lenz - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1999/3; Heft 89; Seite 2-7; Zeugen früheren Bergbaus im Gebiete um Arosa - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1999/4; Heft 90; Seite 2-4; Zeugen früheren Bergbaus im Gebiete um Arosa - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 2000/1; Heft 91; Seite 4-7; Zeugen früheren Bergbaus im Gebiete um Arosa |
Mineralien: | - Eisenerz: - Hämatit: In der Form als Eisenerz. - Limonit: |
Gebiet: | 070_GR / Arosa, Guggernell, Guggernellgrat, Alp Ramoz;(Erzabbau) Region: Bezirk Plessur / Gemeinde Aros |
Beschreibung: | Die Koordinaten zeigen auf die Lokalität Guggernell und nich genau auf das Bleiglanzlager. Casty erwähnt: Es ist dies die unzugänglichste und von Arosa aus abgelegenste Erzlagerstätte, nämlich am Guggernellgrat südlich der Alp Ramoz. Die ergiebigste Stelle liegt östlich der Hütte nördlich von Punkt 2806 in ca. 2700 m.ü.M. Das Erz bildet kleine Nester und Adern in dem stark durchklüfteten und verruschelten Arlbergdolomit. Es ist stark verunreinigt durch Zinkblende, Eisenoxyd und Kalziumkarbonat. Mehr Informationen zum Bergbau um Arosa siehe unter 'Arosa-Bergbau'. |
Koordinaten, ca.: | 764500 / 212300 |
Literatur: | - Casty, J.B.; Bergknappe; 1981/3; Heft 17; Seite 2-13; Der Erzbergbau zwischen Arosa und dem Parpaner Rothorn und dessen Bedeutung für Arosa - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1999/3; Heft 89; Seite 2-7; Zeugen früheren Bergbaus im Gebiete um Arosa - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1999/4; Heft 90; Seite 2-4; Zeugen früheren Bergbaus im Gebiete um Arosa - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 2000/1; Heft 91; Seite 4-7; Zeugen früheren Bergbaus im Gebiete um Arosa |
Mineralien: | - Bleierz: - Sphalerit: |
Gebiet: | 071_GR / Arosa, Hubel (Nordseite) Innerarosa, Goldloch, Villa Hohenfels;(Erzabbau) Region: Bezirk Plessur / Gemeinde Arosa |
Beschreibung: | Die Koordinaten zeigen auf Innerarosa. Nach Casty: "Mitten im Dorf, zwischen dem alten Postplatz und Post Innerarosa zieht sich längs der Poststrasse eine Ophiolithschicht hin, die grösstenteils von Sackungen, Schutt und Uloraue bedeckt ist. Früher scheint davon nur die Stelle beim Goldloch unterhalb der Villa Hohenfels, also auf der Nordseite des Hubels, auf dem heute die reformierte Kirche steht, bekannt gewesen zu sein. Durch die Fundamentarbeiten für Neubauten konnte an weiteren Oertlichkeiten, z.B. beim Hotel Schweizerhof, beim Touringhotel, beim Hotel Bellevue, ihr Vorhandensein festgestellt werden. Die Schicht besteht aus Spilit (Diabas) und Serpentin. Ersteres Gestein ist stellenweise voll gespickt mit grossen Pyritkristallen, einem minderwertigen Eisenerz". Mehr Informationen zum Bergbau um Arosa siehe unter 'Arosa-Bergbau'. |
Koordinaten, ca.: | 769420 / 182760 |
Literatur: | - Casty, J.B.; Bergknappe; 1981/3; Heft 17; Seite 2-13; Der Erzbergbau zwischen Arosa und dem Parpaner Rothorn und dessen Bedeutung für Arosa - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1999/3; Heft 89; Seite 2-7; Zeugen früheren Bergbaus im Gebiete um Arosa - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1999/4; Heft 90; Seite 2-4; Zeugen früheren Bergbaus im Gebiete um Arosa - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 2000/1; Heft 91; Seite 4-7; Zeugen früheren Bergbaus im Gebiete um Arosa |
Mineralien: | - Eisenerz: - Pyrit: |
Gebiet: | 072_GR / Arosa, Igl Cuolm, Im Welschtobel;(Erzabbau) Region: Bezirk Plessur / Gemeinde Arosa |
Beschreibung: | Die Koordinaten zeigen auf den Welschtobel. Im Bericht werden ohne genauere Angaben, 3 Bleiminen im Welschtobel erwähnt. Mehr Informationen zum Bergbau um Arosa siehe unter 'Arosa-Bergbau'. |
Koordinaten, ca.: | 770250 / 179530 |
Literatur: | - Krähenbühl, Hans; Terra Grischuna, Zeitschrift für bündnerische Kultur, Wirtschaft und Verkehr, Bündnerland; April 1980;Nr.2;39. Jahrgang; Seite 110-112. Die roten Hörner von Arosa, Parpan und Lenz; |
Mineralien: | - Bleierz: |
Gebiet: | 073_GR / Arosa, Litzirütti, Litzirüti, Pretschalp, Prätschalp, Schroeterwitti, Schröterwiti, Fondeital, Fondeibach, Barge, Reckholderalp, Wallbrunnen, Weissfluh, Thiejerbach, Tiejerbach, Tiejer Bach;(Erzabbau) Region: Bezirk Plessur / Gemeinde Arosa |
Beschreibung: | Koordinaten Schröterwiti: 186.700 / 771.900, 1850 m ü. M. Nicht erwiesener Erzabbau in der Region der Litzirütti. Die Koordinaten zeigen auf Litzirüti. Casty: Das kleine Manganerzvorkommen östlich der auf der Litzirüti wurde im Jahre 1917 wiederentdeckt. Die Lagerstätte liegt auf der Talseite in einer Höhe von 1600 m ü. M., ca. 100 Meter von dem Strässchen entfernt, das von Sonnenrüti nach Mädrigen führt. Das Erz ist an einen Radiolaritzug gebunden, der eine etwa 40 m hohe Wand bildet und von Diabas überlagert ist. Mehr Informationen zum Bergbau um Arosa siehe unter 'Arosa-Bergbau'. Pretschalp, Litzirüti und im Fondeital: Manganerzvorkommen. Krähenbühl: Das Manganerzvorkommen auf Pretschalp, Litzirüti und im Fondeital. Es befindet sich auf der Pretschalp in ca. 1900 m ü. M., 750 m nordöstlich der Alphütten, am Waldrand. Grösstenteils ist das Lager bewachsen, verrät sich aber da und dort durch kleine, dunkelgrüne Gesteinsköpfe. Ein etwa 40 m mächtiges RadiolaritSchichtpaket wird in seinen oberen Partien von einem Manganhorizont durchzogen. Wie mächtig es ist und wie weit es sich erstreckt lässt sich ohne grössere Schürfungen nicht genau bestimmen. Handstücke weisen, 24.3 % und 30.1 % Mangangehalt auf. Das kleine Manganerzvorkommen östlich Litzirüti wurde im Jahre 1917 wiederentdeckt. Die Lagerstätte liegt auf der Talseite in einer Höhe von 1600 m, etwa 100 m von dem Strässchen entfernt, das von Sonnenrüti nach Mädrigen führt. Das Erz ist an einen Radiolaritzug gebunden, der eine etwa 40 m hohe Wand bildet und von Diabas überlagert ist. Das Manganvorkommen im hintern Fondeital befindet sich bei der Lokalität Barge und ist ein kleines Vorkommen. Das Erz ist in einzelnen Blöcken in der Moräne und zwar besonders längs eines kleinen Baches, der von der Reckholderalp herunterfliesst und unmittelbar bei den Häusern von Barge in den Fondeibach mündet enthalten. Es scheint, dass die Erzblöcke aus der Gegend von Wallbrunnen stammen, da dort ein Radiolarienzug unter der Schutthalde am Nordfuss der Weissfluh verborgen ist. Aus diesem sog. Parsennstein werden heute Halsketten und Anhänger etc. angefertigt. Geiger: Im Schanfigg östlich Litzirüti fand J. CADISCH im Jahre 1917 ein kleineres Manganerzvorkommen. Die Lagerstätte liegt auf der rechten Talseite in einer Höhe von 1600 m, etwa 100 m von dem Strässchen entfernt, das von Sonnenrüti nach Mädrigen führt. Das Erz ist an einen Radiolaritzug gebunden, der eine etwa 40 m hohe Wand bildet und von Diabas überlagert wird. Nähere Angaben über die geologischen Verhältnisse der Umgebung können der Publikation von J. CADISCH entnommen werden. Der erzführende Radiolarit ist im Allgemeinen von dunkelroter Farbe, in der Nähe des Erzes nimmt er oft eine weisse oder schwach gelbliche Färbung an (fehlendes oder spärlich vorhandenes Hämatitpigment). Als akzessorischer Gemengteil tritt in den Radiolariten Karbonat auf, das in Form von Knöllchen in die Quarzgrundmasse eingesprengt ist. Die den Radiolarit begleitenden Diabase zeigen massige Ausbildung und weisen oft hämatitreiche Flasern und Schmitzen auf. Mikroskopisch lassen sich als Hauptgemengteile Albit und Chlorit ± Ti-Mineralien und Hämatit feststellen. Die Struktur ist intersertal bis dendritisch-fiederartig, z.T. sind auch variolenähnliche Gebilde zu erkennen. Das Erz bildet linsige oder taschenartige Körper, die perlschnurartig im Radiolarit angeordnet sind. Im nördlichen Teil des Radiolaritzuges liegen die Erzausbisse etwa auf halber Höhe in der Wand. Die mehr südlich gelegenen Vorkommen sind dagegen am Fusse der Wand gut aufgeschlossen. Die Mächtigkeit der Vererzungen beträgt meist nur wenige Dezimeter, während die Ausdehnung im Streichen selten 2m übersteigt. Noch weiter im Süden gegen den Thiejerbach zu lässt sich der Erzhorizont nur noch als geringfügige Manganoxydanflüge im Radiolarit verfolgen. Die vererzte Zone erstreckt sich im gesamten auf eine Distanz von 500 m, wobei jedoch nennenswerte Erzanreicherungen nur im nördlichen Drittel stattgefunden haben. Da bis heute (1948) kein Abbau des Manganerzes erfolgt ist, stehen zum Studium der Lagerstätte nur die oberflächlich anstehenden Partien zur Verfügung, deren ursprüngliches Vererzungsbild unter dem Einfluss der Verwitterung stark verändert wurde. Die nähere Untersuchung zeigt, dass die "Erzkörper" zur Hauptsache aus Nebengestein bestehen, das infolge von Manganoxydanflügen und -krusten auf den ersten Blick als reines Manganerz angesehen wird. Das geringe spezifische Gewicht bestätigt die Tatsache, dass der Mangangehalt nur klein ist. Analysen von ausgesuchten Erzproben ergaben Mn-Gehalte von meist unter 10 %. Das Erz der Oxydationszone besteht aus Manganoxyden, die teilweise lockere Krusten bilden oder als dünne, oft bläulich schillernde Anflüge den Radiolarit überziehen. Junge Klüfte mit Mangansilikaten sind hier selten anzutreffen. Neben Quarz lässt sich stellenweise Parsettensit und Manganokalzit feststellen. Sehr selten erscheint in nur mikroskopisch feststellbaren Mengen auch Piemontit. |
Koordinaten, ca.: | 772860 / 185470 |
Literatur: | - Casty, J.B.; Bergknappe; 1981/3; Heft 17; Seite 2-13; Der Erzbergbau zwischen Arosa und dem Parpaner Rothorn und dessen Bedeutung für Arosa - Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2 - Geiger, Th.;1948; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 27; Manganerze in den Radiolariten Graubündens; Seite 28, 30. - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1999/3; Heft 89; Seite 2-7; Zeugen früheren Bergbaus im Gebiete um Arosa - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1999/4; Heft 90; Seite 2-4; Zeugen früheren Bergbaus im Gebiete um Arosa - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 2000/1; Heft 91; Seite 4-7; Zeugen früheren Bergbaus im Gebiete um Arosa - Roth, Philippe & Meisser Nicolas; Schweizer Strahler; 2013; Heft 3; Seite 8 - 21; Die seltenen Mineralien der Bündner Manganvorkommen |
Mineralien: | - Albit: Mikroskopisch lassen sich als Hauptgemengteile Albit und Chlorit ± Ti-Mineralien und Hämatit feststellen. - Braunit: - Caryopilit: Von Litzirüti: Erstmals 2003 von Stefan Ansermet in isolierten manganhaltigen Metaradiolarit-Blöcken im Tiejer Bach, bei Litzirüti entdeckt und analysiert. Der beige bis braune Caryopilit bildet dichte, 1 mm breite, aber mehrere cm lange Adern. - Chlorit: Mikroskopisch lassen sich als Hauptgemengteile Albit und Chlorit ± Ti-Mineralien und Hämatit feststellen. - Hämatit: Mikroskopisch lassen sich als Hauptgemengteile Albit und Chlorit ± Ti-Mineralien und Hämatit feststellen. - Manganerz: - Manganocalcit: Rosarot. - Parsennstein: Braun. - Parsettensit: Von Schröterwiti und von Litzirüti. - Piemontit: Mikroskopisch. - Psilomelan: - Quarz: - Radiolarit: Rot. - Sursassit: Von Litzirüti. - Tinzenit: Von Schröterwiti und von Litzirüti. |
Gebiet: | 074_GR / Arosa, Tschirpen (Südfuss), Aelpli;(Erzabbau) Region: Bezirk Plessur / Gemeinde Aros1 |
Beschreibung: | Nach Casty: "Das Eisenlager am Tschirpen liegt im Aelpli, am Südfuss des Tschirpen in 2360 - 2370 m ü. M. Es verrät sich durch den gelben Felsen.. Das Gestein wird schnurartig von bis 10 cm dicken Linsen aus Roteisenstein (Hämatit) durchzogen". |
Koordinaten, ca.: | 766570 / 180560 |
Literatur: | - Casty, J.B.; Bergknappe; 1981/3; Heft 17; Seite 2-13; Der Erzbergbau zwischen Arosa und dem Parpaner Rothorn und dessen Bedeutung für Arosa - Krähenbühl, Hans; Terra Grischuna, Zeitschrift für bündnerische Kultur, Wirtschaft und Verkehr, Bündnerland; April 1980;Nr.2;39. Jahrgang; Seite 110-112. Die roten Hörner von Arosa, Parpan und Lenz - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1999/3; Heft 89; Seite 2-7; Zeugen früheren Bergbaus im Gebiete um Arosa - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1999/4; Heft 90; Seite 2-4; Zeugen früheren Bergbaus im Gebiete um Arosa - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 2000/1; Heft 91; Seite 4-7; Zeugen früheren Bergbaus im Gebiete um Arosa |
Mineralien: | - Eisenerz: - Hämatit: |
Gebiet: | 075_GR / Langwies, Fondeital (hinteres), Barge, Barga, Bargen, Reckholdernalp, Reckholderalp, Erezsäss, Wallbrunnen, Wallbrünnen, Weissfluh (Nordfuss) Region: Bezirk Plessur / Gemeinde Arosa |
Beschreibung: | Vermutlich wurde das Material durch den Gletscher von einem andern Ort hierher verfrachtet. Die Mineralien sind im schwarzen Geröll zu finden. Hierhergehörende verschliffene Steine werden auch ‘Parsennstein’ genannt. Casty: "das Manganerzvorkommen im hinteren Fondeital befindet sich bei der Lokalität Barge. Es handelt sich nur um ein kleines Vorkommen. Das Erz bildet einzelne Blöcke in der Moräne und zwar besonders längs des kleinen Baches, der von der Reckholderalp herunterfliesst und unmittelbar bei den Häusern von Barge in den Fondeibach fliesst. Es scheint, dass die Erzblöcke aus der Gegend von Wallbrunnen stammen, da dort ein Radiolaritzug unter der Schutthalde am Nordfuss der Weissfluh verborgen ist. Aus diesem sogenannten Parsennstein werden Halsketten und Anhänger, etc. angefertigt". Eisenschlacken vom Erezsäss: Geschichte: Da aus der Literatur nicht klar ersichtlich ist, wo das «Bergwerk im Fondei» stand, muss angenommen werden, dass es beim heutigen Erezsäss lag (durch Schlackenfunde belegt). Ein Rennherd oder Stückofen ist hier im 15. /16. Jh. errichtet worden. Das Casanna-Erz (Grube St. Jakob) wurde zusammen mit dem Erz aus dem Fondei (evtl. Casanna Alp) hier und in Küblis verhüttet. Wahrscheinlich wurde in der Nähe schon in vorösterreichischer Zeit, d. h. vor 1477 Eisenerz abgebaut. Bergrichter Stephan Beeli beschrieb 1542 die vorgefundenen Einrichtungen. Mit der Schliessung der Schmelze Küblis 1559 kam der Erzabbau in der ganzen Region zum Stillstand, und alles geriet sehr schnell in Vergessenheit. Die Schlackenstücke fanden sich ca. 20 Meter oberhalb der Brücke über dem Schiferbach, an der rechten Uferböschung, direkt gegenüber dem neuen Bergrestaurant Erezsäss. Die Schlacken verraten die ungefähre Lage der alten Schmelzanlage. Alle Stücke sind nicht magnetisch (gut verhüttet). Nur in einer Schlacke ist ein 1 cm grosser, magnetischer Eisentropfen mit eingeschlossen. Der Schiferbach bildet hier die Gemeindegrenze zwischen Serneus und Conters. Auch der alte Fussweg ins Fondei (früher viel begangen) führt hier vorbei. Barga im Fondei: Geschichte: Im Fondei wurde Erz abgebaut und zur gleichen Zeit (1544 - 1559) in der Schmelze Küblis verhüttet, wie das Erz aus Klosters, Casanna, Saaser Alp und Arosa. Ob es sich beim Manganerz von Barga um das Erz aus dem Fondei handelt, ist unsicher. Das ganze Gelände wird sei Jahrhunderten als Alpweide genutzt. Von einem früheren Abbau ist nichts mehr zu erkennen, dennoch ist es möglich, dass ein «alter Schürf» bestanden hat. Grössere und kleinere Erzstücke liegen noch zahlreich herum. Beim Erz handelt es sich um massives, schwarz-metallisch glänzendes, schweres Manganoxid, das den Einheimischen früher sicher aufgefallen war. Das Manganerz-Vorkommen liegt in einem kleinen Bächlein, das direkt bei den Hütten (Barga) in den Fondeier Bach mündet. Die Erzklumpen liegen alle zwischen 2040 m ü. M. und 2080 m ü. M. angereichert (konzentriert) in und ums Bächlein (unterhalb Reckholdern). Vermutlich stammen sie aus dieser Zone, denn in der weiteren Umgebung ist keine Erz mehr zu finden. Mineralien: Parsettensit, hellrosa Manganocalcit, gediegen Kupfer, Mangan- und Eisenoxide. |
Koordinaten, ca.: | 777470 / 191570 |
Literatur: | - Casty, J.B.; Bergknappe; 1981/3; Heft 17; Seite 2-13; Der Erzbergbau zwischen Arosa und dem Parpaner Rothorn und dessen Bedeutung für Arosa - Probst, Jürg; Bergknappe; 2009/1; Heft 114; Seite 4-14; Neue Funde aus dem Prättigau - Probst, Jürg; Bergknappe; 2009/2; Heft 115; Seite 3-10; Neue Funde aus dem Prättigau - Probst, Jürg; Bergknappe; 2013/2; Heft 123; Seite 5-13; Die interessantesten Erze, Mineralien und Gesteine im Gotschna- und Casannagebiet - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 30,171 - Schenk, Hans Peter & Good, Walter & Meisser, Nicolas; Bergknappe; 2008/1; Heft 112; Seite 26-31; Mineralien vom Silberberg, Davos - Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1993; Heft 2; Seite 473 - 524; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz Teil 3: Undurchsichtige Mineralien |
Mineralien: | - Alleghanyit: Wird von Barge und Langwies erwähnt. - Friedelit: Bei einem in der Literatur (Peters) erwähnten Mangan-Serpentin könnte es sich um Friedelit handeln. - Kupfer, gediegen: Barge: gediegen. - Manganerz: Barga.- Mangano-Calcit: Barga: Rosarot (Geiger, 1948a). - Parsettensit: Barga: Braun. - Radiolarit: Rot.- Waldstein: Es handelt sich hierbei um ein Gestein, welches in verriebener Form den Einheimischen als blutstillendes Mittel bekannt war. Sein besonderes Merkmal ist dabei die geringe Härte. Man kann ihn sehr leicht mit dem Sackmesser schaben. Dadurch entsteht ein feines, weisses Pulver wie Mehl. Dieses streut man oberflächlich bei Kratzern, Schnitten oder Schürfungen einfach über die blutende Wunde und schon tritt die Wirkung ein. Das Blut bindet sich relativ rasch und eine trockene Kruste entsteht. Der Heilungsprozess wird so beschleunigt. Das Wissen um diesen seltsamen Stein war früher wohl im ganzen Tal weit verbreitet. Um die Mitte des 20. Jh. sollen Leute aus Conters versucht haben, mit dem Wallstein eine Salbe herzustellen. Dazu holten sie manches kg Gestein vom Berg und experimentierten. |
Gebiet: | 076_GR / Schanfigg Region: Bezirk Plessur / Gemeinde Arosa |
Beschreibung: | Eine genaue Beschreibung fehlt. |
Koordinaten, ca.: | 769000 / 194010 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 256 |
Mineralien: | - Braunit: Als Hauptbestandteil der Manganerze im Radiolarit. |
Gebiet: | 077_GR / Schanfigg, Alp Pratsch, Prätschalp Region: Bezirk Plessur / Gemeinde Arosa |
Beschreibung: | Probst erwähnt vererzte Radiolarite von der Alp Pratsch im Schanfigg ohne detailliertere Angaben. |
Koordinaten, ca.: | 771350 / 186240 |
Literatur: | - Probst, Jürg; Bergknappe; 2009/2; Heft 115; Seite 3-10; Neue Funde aus dem Prättigau |
Mineralien: | - Radiolarit: |
Gebiet: | 078_GR / Schanfigg, Langwies, Sapüner Bach;(Meteorit) Region: Bezirk Plessur / Gemeinde Arosa |
Beschreibung: | Im Moränenschutt am Unterlauf des Sapünerbaches, ganz in der Nähe der Einmündung in die Plessur. |
Koordinaten, ca.: | 776270 / 187630 |
Literatur: | - Zeitschel, W.; Aroser Zeitung; 1985; Ausgabe vom 28.06.1985 |
Mineralien: | - Meteorit: Steinmeteorit (H6) der Gruppe 'Olivin-Bronzit-Chondrit'. Fall 1985, Gewicht 16.5 Gramm. |
Gebiet: | 079_GR / Churwalden Region: Bezirk Plessur / Gemeinde Churwalden |
Beschreibung: | Auf einem Bündnerschieferblock. |
Koordinaten, ca.: | 760800 / 183200 |
Literatur: | - Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1979; Seite 141-154; Mineralneufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten IV |
Mineralien: | - Albit: Bis 5 mm, tafeliger Habitus, in schwarzer Ausbildung. Die Ursache dieser aussergewöhnlichen Färbung ist noch nicht bekannt (evtl. Einschlüsse von Kohlenstoff). - Calcit: Gelb. |
Gebiet: | 080_GR / Schanfigg, Tschiertschen Region: Bezirk Plessur / Gemeinde Tschierschen |
Beschreibung: | Aus der näheren Umgebung des Dorfes Tschiertschen. |
Koordinaten, ca.: | 765400 / 187500 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 224 |
Mineralien: | - Quarz: Oft plattig verzerrt, mit weissen Streifen |
