Kanton GR, Bezirke Landquart und Maloja
Fundorte > Graubünden
Vorkommen im Kanton Graubünden, Bezirke Landquart und Maloja (ohne Bergell-Bregaglia)
Gebiet: | 001_GR / Falkniss (Nordseite), Falknis, Luciensteig, Luziensteig, St. Luziensteig, Guscha Region: Bezirk Landquart / Gemeinde Fläsch |
Beschreibung: | Faknis (Gipfel): 761.480 / 213.230; 2560 m ü. M., St. Luziensteig: 758.800 / 210.840; 710 m ü. M., Guscha: 758.800 / 213.470; 1130 m ü. M. Die Kalkschichten woraus der Falkniss besteht, sind Jurakalk der mittleren und oberen Stockwerke. Steigt man hinter Luciensteig gegen das hochgelegene Dörfchen Guscha an, so kommt man in ein Tobel, wo schiefrige Kalke mit dickern Kalk- und Dolomitbänken wechseln. Es ist Hochgebirgsdolomit und Kalk. Im schiefrigen Kalk, den Theobald mit dem am Churer Calanda unter dem Dolomit liegenden Callovien parallelisiert, herrscht auch noch bei Guscha bis an das Tobel, das hinter dem Ort in tief eingeschnittenem Bette herabfällt. Jenseits desselben liegt Fucoidenschiefer, der südöstlich fällt, und dann weiter innen auch auf die linke Seite überspringt. Aus ihm besteht der Grat, welcher vom Würzner Horn gegen den Falkniss läuft, bis fast zur Rothspitze. Vor dieser liegt ein knolliger, dunkelgrauer, sehr quarzreichcr Sandstein mit Schiefer wechselnd, worauf weisslicher und dann roter schiefriger Kalk muldenförmig dem Schiefer eingelagert ist, welcher Kalk eben den zahnförmigen Gipfel der Rothspitze bildet. Dieselbe Formation, weissgrauer und diesem eingelagerter rother Kalk stehen unten am Wildhausthal an und laufen zur Grauspitze, hinter derselben zum Tschingel und selbst in den Hintergrund des Gamperthonthales, immer zwischen zwei mächtigen SchichtenSystemen von grauem und schwärzlich ein Schiefer, welcher viel Quarz und Hornstein enthält und dem Fucoidenschiefer sehr gleicht. Aus solchen Schiefern besteht auch die Nordseite des Falkniss, welche fast eben solche wunderliche Biegungen zeigt wie die Südseite bei Mayenfeld. Es finden sich hier kleine, aber schöne Bergkrystalle und Kalkspathe. |
Koordinaten, ca.: | 761480 / 213230 |
Literatur: | - Theobald, G.; Jahresbericht der Naturforschenden Gesellschaft Graubünden; 1859-1860; Band 6; Seite 14. |
Mineralien: | - Calcit: Klein, schön. - Hornstein: - Quarz: Klein, schön. |
Gebiet: | 002_GR / Haldensteiner Calanda, Hinter Tal Region: Bezirk Landquart / Gemeinde Haldenstein |
Beschreibung: | Die Klüfte mit bis zu einem Meter Ausdehnung liegen im Hinter Tal, auf ca. 2240 m ü. M. Meyer: Gemäss Bächtiger (1966) liegt die Fundstelle im rötlichen Glaukonitsandstein. |
Koordinaten, ca.: | 755290 / 196000 |
Literatur: | - Meyer, Richard; Schweizer Strahler; Heft 1; Seite 16 - 20. Rosafarbene Apatite vom Hinter Calanda GR - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 353 |
Mineralien: | - Adular: Pseudorhomboedrisch, porzellanweiss. - Anatas: Tiefschwarz, bis 4 mm. - Apatit: Rosafarbig, bis 8 mm, zusammen mit Quarz und Adular. - Brookit: Feurig rotbraun mit dem bekannten Sanduhreffekt und direkt auf dem Nebengestein aufgewachsen oder blutrot und dem Bergkristall aufgewachsen. Bis 1 cm. - Calcit: Derb oder in der Form des Papierspates. - Chlorit: - Glimmer: Wenig. - Limonit: - Quarz: Bis 9 cm, teils klar durchsichtig, teils milchigtrüb, teils mit leichter Rauchfärbung. manchmal mit einem gelbbraunen Limonitüberzug. - Siderit: |
Gebiet: | 003_GR / Landquart Region: Bezirk Landquart / Gemeinde Landquart |
Beschreibung: | Aus dem oligozänen Dachschiefer. Eine genauere Beschreibung über den Fundort fehlt. Die Koordinaten- und Höhenangaben beziehen sich auf den Ort Landquart und nicht auf den genauen Fundpunkt. |
Koordinaten, ca.: | 761320 / 203710 |
Literatur: | - Redaktion.; Urner Mineralienfreund; 1992; Heft 3; Seite 15 |
Mineralien: | - Brookit: |
Gebiet: | 004_GR / Landquart, Mastrils Region: Bezirk Landquart / Gemeinde Landquart |
Beschreibung: | Die Brookit führende Quarzkluft liegt ca. 300 m südwestlich von der Kirche von Mastrils und wurde durch den Strassenbau angeschnitten. Die genauen Koordinaten der Fundstelle lauten: 759.920 / 203.720, 720 m ü. M. Eine Kluft (mit den aufgeführten Mineralien) entdeckte M.Bosshard 1964. Sie liegt in einem Siltstein, der zur Deckenschiefernserie des Flysches gestellt wird. |
Koordinaten, ca.: | 759920 / 203720 |
Literatur: | - Bächtiger, Kurt; Urner Mineralienfreund; 1987; Heft 3; Seite 51 - Bächtiger, Kurt; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1965; Band 45; Heft 1; Seite 139 - 152; Brookit aus einer alpinen Zerrkluft der oligozänen Dachschieferserie bei Mastrils (Kt. Graubünden) - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 353-354 |
Mineralien: | - Albit: Klein, bis 2 mm, verzwillingt. - Brookit: Aus einer alpinen Zerrkluft der oligozänen Dachschieferserie, klein, Breite bis 2 mm, Grösse bis 4 mm, zum Teil eingewachsen in Quarz. - Calcit: In Aggregaten, bis 5 cm dick und 15 cm lang, rosetten- bis bienenwabenartig, ausgebildet als sogenannter Papierspat zum Teil mit Uebergang zu flachen Rhomboedern. - Quarz: Bis 1 cm, klar bis trüb. |
Gebiet: | 005_GR / Maienfeld, Tschingel, Gross Furka, Gross Furgga Region: Bezirk Landquart / Gemeinde Maienfeld |
Beschreibung: | Östlich vom Tschingel bietet die grosse Furka einen Uebergang nach dem hintern Gamperthonthal. Sie besteht aus dunkelfarbigem Algauschiefer, der viel schwarzen Hornstein enthält, welchen die Hirten als Feuerstein benutzen. |
Koordinaten, ca.: | 766980 / 213520 |
Literatur: | - Theobald, G.; Jahresbericht der Naturforschenden Gesellschaft Graubünden; 1859-1860; Band 6; Seite 16. Koordinaten auf Gross Furgga. |
Mineralien: | - Hornstein: Schwarz. |
Gebiet: | 006_GR / Calanda, Untervaz Region: Bezirk Landquart / Gemeinde Untervaz |
Beschreibung: | Näheres ist nicht beschrieben. |
Koordinaten, ca.: | 759500 / 199500 |
Literatur: | - Cabalzar, Walter; Schweizer Strahler; 1977; Seite 328-333; Funde der letzten Jahre vom Calanda |
Mineralien: | - Adular: - Anatas: - Apatit: Rosarot, tafelig, bis 0.5 cm, verliert die Farbe am Tageslicht. - Calcit: In Rhomboedern. - Chlorit: Wenig. - Limonit: - Muskovit: - Phantomquarz: - Quarz: Oft 'angefressen' (Calcitabdrücke) |
Gebiet: | 007_GR / Celerina (dt.), Schlarigna (rätorom.) Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Celerina |
Beschreibung: | |
Koordinaten, ca.: | 785000 / 154000 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 156 - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 227 Nordöstlich von St. Moritz. Von hier wird die aufgeführte seltene Paragenese beschrieben. |
Mineralien: | - Fluorit: Klein, bis 3 mm, Rhombendodekaeder, matt, farblos, zum Teil violette Zonen (an den 6 Enden). - Pyrit: Klein, bis 3 mm. - Quarz: Klein. |
Gebiet: | 008_GR / Engiadin'Ota (rätorom.), Oberengadin (dt.), Madulain, Piz Kesch Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Madulain |
Beschreibung: | |
Koordinaten, ca.: | 786600 / 166200 |
Literatur: | - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 234 Besonders in quarzführenden Linsen und Knauer, die an Paragneise und Mischgneise gebunden sind. |
Mineralien: | - Andalusit: Bis 20 cm, meistens unter 10 cm, dicksäulig, frisch rosarot bis fleischrot, meistens blassrot bis violettrot. - Kyanit: - Muskovit: - Quarz: |
Gebiet: | 009_GR / Bernina, Val Minor, Fuorcla Minor, Lej Minor, Minieras, Piz dals Lejs (Grat), Piz Plateo;(Erzabbau) Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Pontresina |
Beschreibung: | Bodmer: Die Vererzung im Val Minor besteht aus zwei mineralogisch unterschiedlichen Typen: 1. Vererzung bestend aus Arsenkies (Arsenopyrit), Pyrit und selten auch aus Boulangerit. Zu finden ist diese Vererzung als ca. 15 Meter mächtige Zone auf der Kuppe der Fuorcla Minor. Die Zone zieht sich weiter gegen den SE Grat des Piz dals Lejs (früher Piz Plateo). Die besten Aufschlüsse befinden sich nördlich des kleinen Seeleins östlich der Fuorcla Minor (Koordinaten: 800.0 / 145.4) und auf ca. 2480 m ü. M. am SE-Grat des Piz dals Lejs (Koordinaten: 800.1 / 145.8). Weiter kommt diese Zone am Südhang des Piz dals Lejs auf ca. 2600 m ü. M. und zuhinterst im Hauptstollen über dem Lej Minor auf ca. 2500 m ü. M. vor. 2. In der Umgebung des 2. Types befinden sich zahlreich alte Stollen. Die Erze bestehen aus Bleiglanz (Galenit), Zinkblende (Sphalerit), Pyrit, Kupferkies (Chalkopyrit) und Freibergit und treten in Quarzknauern von einigen cm Durchmesser auf. Zu finden sind diese auf der Südseite des Piz dals Lejs (2500 bis 2560 m ü. M., Koordinaten: 799.8 / 146.1 bis 800.0 / 145.9). Schöne Stücke dieser Vererzung sind auch auf den Schutthalden nördlich über dem Lej Minor zu finden. Arsenkies (Arsenopyrit), Pyrit. Arsen-haltiger Pyrit mit 1.1 bis 1.6 Gew% As. Bleiglanz (Galenit), Zinkblende (Sphalerit), Pyrit, Kupferkies, Freibergit (silberhaltiges CuSb-Fahlerz). As-freier Pyrit, d.h. 0-0.15 Gew. % As. Für Erze aus dem Val Minor gab Schmidt (1920) einen As-Gehalt von 46.16% an. Detaillierte Angaben zu diesem Vorkommen können der Schrift von Escher (1935) 'Erzlägerstätten und Bergbau im Schams, in Mittelbünden und im Engadin' in Beitr. Geol. Schweiz, geotech Serie 18, entnommen werden. Am Sattel der Fuorcla Minor ist ein grünlich-weisser Gneis zu finden. Parallel zu Krete, auf ca. 2410 bis 2460 m ü. M. steckt in diesem Gneis ein bis 5 Meter mächtiger Quarz-Porphyr-Gang. Parallel dazu steht eine bis 30 Meer mächtige Lage, betehend aus dunklen chloritreichen Serizitschiefern an (Escher, 1935). Am Kontakt zwischen Quarz-Porphyr und Serizitschiefer sind zahlreiche Vererzungen mit Arsenkies (Arsenopyrit) und Pyrit und ab und zu auch mit Boulangerit zu beobachten. Ueber 2500 m ü. M. tritt ein augiger, stark geschieferter Gneis auf (mikroskopisch enthalten sind darin Quarz, Feldspäte, Chlorit, Serizit und Biotit). Bei den vorhandenen Quarzanreicherungen kann Bleiglanz (Galenit) und Zinkblende (Sphalerit) beobachtet werden. Am Hang gegen die Val Agone, auf ca. 2540 m ü. M. und über dem Lej Minor auf und ca. 2550 m ü. M. und 2620 m ü. M. treten stark geschieferte , feinkörnige und dunkelgrüne Gesteine bis 4 Meter Mächtigkeit auf. Im dunkelgrünen Gestein, gegen die Val Agone hin, liegt ein hellgrüner, bis 30 cm mächtiger Gang mit Bleiglanz (Galenit) und Zinkblende (Sphalerit) vererzten Quarzknauern. Sury: Von der Passhöhe zur Fcla. Minor auf der markierten Wanderroute. Nach einem etwa 50-minütigen Marsch erreicht man eine Stelle, von welcher man nicht nur einen herrlichen Ausblick ins Puschlav, sondern auch zum Hauptziel, auf die Stollenbezirke am SW-Hang des Piz Plateo/Piz dals Lej, hat. Sie liegen gut 200 m über dem Lej Minor bzw. dem Passübergang. Der begehbare Stollen liegt direkt über dem See, erkennbar als schwarzer Punkt, links begrenzt von einem steilen Geröllzug. Die dunkelbraunen Partien des die Fcla. Minor bildenden Gneisrückens zeigen Vererzungszonen an (gute Fundmöglichkeiten für Arsenkieshaltigen Pyrit). 1295 erstmals erwähnt, Abbau bis um 1630. SW-Grat Piz Plateo: (Stollenbezirk 1) Für den Aufstieg folgen man einer markierten Wegspur, welche in die steilen, mit Felsen und Geröll durchsetzten Grashänge rechts/südlich des SW-Grates des Piz Plateo führt. Immer rechts des Grates steil aufsteigend, erreicht man ein mit Felstrümmern und Geröll überschüttetes kleines Felsplateau. Die Stolleneingänge sind teilweise noch erkennbar, doch nimmt die Einebnung durch den Geröllschub kontinuierlich ihren Fortgang. Mit etwas Glück und Ausdauer können noch gute Erzproben gefunden werden (Hammer unerlässlich). Der Abstieg erfolgt auf dem gleichen Weg wie der Aufstieg oder über die unter den Stollen liegende grosse Abraumhalde (Westhang). Achtung: Aufstieg und Abstieg erfordern gutes Schuhwerk und absolute Trittsicherheit! SW-Hang Piz dals Lejs: (Stollenbezirk 2) Auf der markierten Wegspur in den SW-Hang des Piz dals Lejs. Über steile, mit Geröll durchsetzte Grashänge trifft man auf ein schmales "Stollenweglein", welches zum Stolleneingang führt. Einige Passagen sind mit Drahtseilen gesichert. Dieser Stollen wurde von W. Aegerter, La Punt, und Mitarbeitern in harter Freizeitarbeit und auf eigene Kosten freigelegt und wissenschaftlich untersucht. Schlackenfunde in der Stollenumgebung legen den Schluss nahe, das hier an Ort und Stelle Erz verhüttet wurde. Die Stollenbezirke umfassen etwa 30 Stollen, wovon nur einer zugänglich ist; die andern sind ganz oder teilweise eingestürzt und/oder verschüttet. Die Anlage der Stollen und der Erzabbau müssen wahrscheinlich nicht immer professionell betrieben worden sein. Das Erzvorkommen ist gekennzeichnet durch zwei Vererzungstypen. Im Stollenbezirk 1 herrscht Typ 1 vor (Pyrit Arsenkies, Boulangerit, wenig Bleiglanz, Silber unterhalb der Nachweisgrenze). Im Stollenbezirk 2 herrscht Typ 2 vor (Bleiglanz vorherrschend, Pyrit, Zinkblende, Kupferkies, Freibergit = silberhaltiges Fahlerz). Der Silbergehalt der Erzproben schwankt je nach Typ zwischen 12 und 60 ppm, der durchschnittliche Silbergehalt beträgt etwa 2 g pro Tonne Gestein. Bei einer Abbauleistung von 50 Tonnen Gestein pro Stollen und Jahr ergibt die Schätzung bescheidene 100 g Silber, ein frustrierendes Resultat, gemessen an den äusserst harten Lebensbedingungen jener Zeit. Der Abbau erfolgte mehrheitlich durch Schrämmen und dem Setzen von Keilen. Hinweise auf das Sprengen des Gesteins durch die Methode des Feuersetzens fehlen. Gröbner erwähnt Skorodit aus dem Val Minor ohne genauere Angaben. |
Koordinaten, ca.: | 800000 / 145400 |
Literatur: | - Bodmer, Ueli & Aegerter, Werner; Bergknappe; 1982/1; Heft 19; Seite 2-8; Der Bergbau im Val Minor, Bernina - Bodmer, Ueli & Aegerter, Werner; Bergknappe; 1982/2; Heft 20; Seite 2-10; Der Bergbau im Val Minor, Bernina - Bodmer, Ueli & Aegerter, Werner; Bergknappe; 1983/2; Heft 24; Seite 2-12; Der Bergbau im Val Minor, Bernina - Bodmer, Ueli & Aegerter, Werner; Bergknappe; 1983/3; Heft 25; Seite 2-7; Der Bergbau im Val Minor, Bernina - Gröbner, Joachim; Bergknappe; 2017/2; Heft 131; Seite 25-30; Eine Bestandsaufnahme des Mineralbestandes zweier Bergbaue bei Segl/Sils im Oberengadin und ein Fund von Skorodit vom Val Minor - Sury, Ernst; Bergknappe; 1995/4; Heft 74; Seite 18-24; Bergbauhistorischer Lehrpfad Val Minor |
Mineralien: | - Arsenopyrit: Als Erzmineral. - Boulangerit: Als Erzmineral. - Chalkopyrit: Als Erzmineral. - Freibergit: Als Erzmineral. - Galenit: Als Erzmineral. - Pyrit: Als Erzmineral. - Skorodit: Der Skorodit stammt aus einem Lesestein von der zersträuten Halde am steilen Hang unterhalb der Bergbaue. Höchstwahrscheinlich ist er dem Vererzungstyp 1 mit Pyrit und Arsenkies zu zurechnen. - Sphalerit: Als Erzmineral. |
Gebiet: | 010_GR / Bernina, Val Minor, Lagalp, Lagalb, Piz Lagalp, Piz Lagalb, Piz d'ils Leis, Piz dals Lejs, Lej Minor Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Pontresina |
Beschreibung: | Genauere Angaben fehlen. Das Tal Val Minor liegt auf dem Gemeindegebiet von Pontresina im Engadin, nördlich des Berninapasses, auf einer Höhe von 2361 m. Der Taleingang ist zwischen dem Piz Lagalb und dem Piz Alv. Flankiert wird das Val Minor von den Bergen Piz Alv, Piz Minor zur rechten, und dem Piz Lagalb zur linken Seite. Früher wurde im Tal Bergbau betrieben. Es wurden allerdings nur geringe Mengen an, Blei und Silber abgebaut. Der ins Val Minor führende Bergbauhistorische Lehrpfad will über die Bergbautätigkeiten zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert informieren. Es werden dabei Erklärungen zu den Gesteinsvorkommen in der Gegend sowie auch über die die Entstehung der Stollen gegeben. Acht Hinweistafeln führen von der Talstation Lagalb aus zur Berninapasshöhe in den Stollen Camino, der als einziger noch zugänglich ist. Danach zum Pyrit-Arsenkies-Vorkommen und auch über die Fuorcla Minor, wo man eine aussergewöhnliche Aussicht geniessen kann. Auch die zwei Stollenbezirke und die Erzschmelze Fuorn d’Plattas aus dem Jahre 1458 gehören zu den Haltepunkten. Theobald (1864): In Val Minor bricht der Kalk des Piz Alv bald an dem Casannaschiefer und Gneiss ab. Dieses Thal läuft mit dem Heuthal parallel zwischen Piz d'ils Leis (heute Piz dals Lejs) und Piz Minor oder Lagalp (heute Lagalb), 2962 Met., indem es letzteren fast im Halbkreis umzieht; im Hintergrund ist ein See (Lej Minor), in dessen Nähe alte ziemlieh vergessene Bergwerksarbeiten bemerkt werden. Man grub dort silberhaltigen Bleiglanz und Fahlerz. Die Basis des Piz d'ils Leis ist hier Gneiss, die Decke Talkglimmerschiefer (Casannaschiefer). Beide fallen NO und streichen h. 6 - 7. Der Piz Lagalp (heute Piz Lagalb) ist fast ganz Gneiss und finden sich darauf unter andern schöne Granaten. Die Schichten fallen N. jenseits dem See von Val Minor ist ein antiklimaler Gneissrücken, dessen Bänke zu auffallend glatten Rundhöckern abgeschliffen sind. |
Koordinaten, ca.: | 798300 / 146500 |
Literatur: | - Bodmer, Ueli & Aegerter, Werner; Bergknappe; 1982/1; Heft 19; Seite 2-8; Der Bergbau im Val Minor, Bernina - Bodmer, Ueli & Aegerter, Werner; Bergknappe; 1982/2; Heft 20; Seite 2-10; Der Bergbau im Val Minor, Bernina - Bodmer, Ueli & Aegerter, Werner; Bergknappe; 1983/2; Heft 24; Seite 2-12; Der Bergbau im Val Minor, Bernina - Bodmer, Ueli & Aegerter, Werner; Bergknappe; 1983/3; Heft 25; Seite 2-7; Der Bergbau im Val Minor, Bernina - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 254 - Theobald, G.; Jahresbericht der Naturforschenden Gesellschaft Graubünden; 1863-1864; Band 10; Seite 44 111 |
Mineralien: | - Antimonit: Als Erzvorkommen. - Fahlerz: - Galenit: - Granat: Der Piz Lagalp (heute Piz Lagalb) ist fast ganz Gneiss und finden sich darauf unter andern schöne Granaten. wachsen |
Gebiet: | 011_GR / Bernina, Val Minor, Piz del Platteo(SE-Seite);Arsenopyritschurf Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Pontresina |
Beschreibung: | Am Piz del Platteo im Berninagebiet. Einen Piz del Platteo ist auf der Karte nicht vorhanden. Hingegen ein Gebiet mit der Bezeichnung 'Platteu', welches aber nur an das Val Minor angrenzt. Evtl. ist mit 'Piz del Platteo' der Grat zwischen dem Val Minor und dem Gebiet Platteu gemeint. Die Val Minor-Seite ist auf der Karte mit Minieras eingetragen. Genauere Angaben fehlen. Wikipedia: Das Tal Val Minor liegt auf dem Gemeindegebiet von Pontresina im Engadin, nördlich des Berninapasses, auf einer Höhe von 2361 m. Der Taleingang ist zwischen dem Piz Lagalb und dem Piz Alv. Flankiert wird das Val Minor von den Bergen Piz Alv, Piz Minor zur rechten, und dem Piz Lagalb zur linken Seite. Früher wurde im Tal Bergbau betrieben. Es wurden allerdings nur geringe Mengen an, Blei und Silber abgebaut. Der ins Val Minor führende Bergbauhistorische Lehrpfad will über die Bergbautätigkeiten zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert informieren. Es werden dabei Erklärungen zu den Gesteinsvorkommen in der Gegend sowie auch über die die Entstehung der Stollen gegeben. Acht Hinweistafeln führen von der Talstation Lagalb aus zur Berninapasshöhe in den Stollen Camino, der als einziger noch zugänglich ist. Danach zum Pyrit-Arsenkies-Vorkommen und auch über die Fuorcla Minor, wo man eine aussergewöhnliche Aussicht geniessen kann. Auch die zwei Stollenbezirke und die Erzschmelze Fuorn d’Plattas aus dem Jahre 1458 gehören zu den Haltepunkten. Die Koordinaten weisen auf den Grat. Escher: Das Vorkommen, ein schwach vererztes Fahlband, liegt am S-Grat des Pizzo del Platteo. Weitere Spuren von Erz finden sich auf der S-Seite des das Val Minor abschliessenden Grates zwischen P. 2434 und P. 2427. Das Nebengestein ist ein stark gestreckter, grüner Serizitschiefer mit Chlorit, der stellenweise in chloritführenden Gneis mit Orthoklas und etwas Albit übergeht. Die Vererzung hat eine bis 15 m mächtige konkordante Zone erfasst, die sich von der SE-Seite des Pizzo del Platteo über den Grat auf die SW-Seite auf etwa 200 m Länge verfolgen lässt. Die in spärlichen Mengen auftretenden Erze sind in gewundenen Schnüren, in Trümern und Zügen eingelagert und in Einzelkörnern dem Nebengestein eingesprengt. Es treten auf: Pyrit, Arsenkies, Antimonit, Bleiglanz, Zinkblende. Die beiden erstgenannten sind die wichtigsten, stellenweise ist der Antimonit etwas angereichert, Bleiglanz und Zinkblende treten stark zurück. Die Erze sind von Quarz, der makroskopisch helle, rissige, feinkörnige Massen bildet, begleitet. |
Koordinaten, ca.: | 799980 / 146400 |
Literatur: | - Bodmer, Ueli & Aegerter, Werner; Bergknappe; 1982/1; Heft 19; Seite 2-8; Der Bergbau im Val Minor, Bernina - Bodmer, Ueli & Aegerter, Werner; Bergknappe; 1982/2; Heft 20; Seite 2-10; Der Bergbau im Val Minor, Bernina - Bodmer, Ueli & Aegerter, Werner; Bergknappe; 1983/2; Heft 24; Seite 2-12; Der Bergbau im Val Minor, Bernina - Bodmer, Ueli & Aegerter, Werner; Bergknappe; 1983/3; Heft 25; Seite 2-7; Der Bergbau im Val Minor, Bernina - Escher, Eduard;1935;Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, 18. Lieferung; Seite 77-78; Die As- und Pb-Vorkommen am Berninapass. Das Arsenkiesvorkommen im Val Minor. - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 53,387 |
Mineralien: | - Antimonit: Der Antimonit tritt in Zügen, die aus kleinen Nadeln und Partien von engverzahnten, xenomorphen Individuen bestehen, auf. - Arsenopyrit: Der Arsenkies hat im allgemeinen buchtige Umrisse. Viele Individuen sind von Rissen durchzogen. Zwillingslamellierung ist häufig, beides sind Folgeerscheinungen mechanischer Beanspruchung. Die beiden Erze bilden nirgends derbe Massen, auch stärkere Anreicherungen sind stets mit Quarz durchsetzt. - Galenit: Der Bleiglanz bildet kleine, granoblastisch struierte Nester, tritt aber auch in Einzelkörnern auf. - Pyrit: Der Pyrit ist selten idiomorph, die Körner sind meist zertrümmert und korrodiert. Der Pyrit führt Arsenkieseinschlüsse, während das Umgekehrte nie der Fall ist; dies lässt vermuten, dass der Pyrit den Arsenkies verdrängte. - Sphalerit: Die seltene Blende ist in stark zerfressenen Einzelkörnern dem Bleiglanz eingestreut. - Stibnit: In dünnen Schnüren einer Pyrit-Arsenopyritvererzung. |
Gebiet: | 012_GR / Bernina, Val Minor, Val Orsera, Val dell Orsera, Val Agone, La Motta, Piz Plateo (Südwestgrat);(Erzabbau) Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Pontresina |
Beschreibung: | In dem Gneissgebiet zwischen Bellinzona und Lugano finden sich Fahlbänder und Gänge, die vorzugsweise kiesige Erze führen. Im Hintergrunde von Val Minor, östlich der Bernina-Passhöhe, wurden in den flach nach NE fallenden Gneissen, nördlich über dem kleinen See und am Bergkamm gegen das Val Orsera, Fahlbänder von Arsenkies angehauen und ebenso findet sich bei La Motta an der Berninastrasse, am Eingang ins Val Agone, ein quarzitisches 'arsenkieshaltiges Fahlband. Die Koordinaten zeigen auf den Grat oberhalb des Lej Minor. La Motta ist auf der Karte nicht zu finden hingegen eine Lokalität Minieras (neben dem Grat). Erze: Arsenkies, Pyrit, Boulangerit (wurde durch Escher als Antimonit bezeichnet (1935)). Arsen-haltiger Pyrit mit 1.1 bis 1.6 Gewichts% As. Theobald (1866) erwähnt bei La Motta einen Bergbau auf Arsenkies, den man irrtümlich für ein silberhaltiges Erz hielt. Die Stollen wurden bis in die Mitte des 19. Jh. abgebaut. Für Erze aus dem Val Minor gab Schmidt (1920) einen As-Gehalt von 40.686% an. Nach A.Heim (1922) wurden im Val Minor Arsenkies und Fahlerz mit Cu, Ag und Pb abgebaut. Detaillierte Angaben zu diesem Vorkommen können der Schrift von Escher (1935) 'Erzlägerstätten und Bergbau im Schams, in Mittelbünden und im Engadin' in Beitr. Geol. Schweiz, geotech. Serie 18, entnommen werden. Koordinaten Val Minor: 799.56 / 145.87 (beim Seelein), 2360 m ü. M. Koordinaten Val dell Orsera: 801.540 / 146.000 (ca. Talmitte, italienisches Gebiet), 2440 m ü. M. Lokalität La Motta, ca. 1 km unterhalb der Strassengabelung Berninapass/Fcla di Livigno (Zollstation). Pyrit-Arsenkies-Vorkommen, La Motta. Gegenüber der Häusergruppe von La Motta zieht sich auf der linken Strassenseite eine Mulde schräg aufwärts gegen Norden. Hier wurde seit dem 13. Jh. mit Unterbrüchen, bis in die neuere Zeit Arsenkieshaltiger Pyrit abgebaut. Die Vererzung ist an einen Serizitgneiszug gebunden, der sich über die Fcla. Minor bis hinauf zum SW-Grat des Piz Plateo erstreckt. Sowohl qualitativ wie quantitativ sind die Erze von La Motta und der Fcla. Minor vergleichbar; sie weisen einen Arsengehalt von bis zu 1.6% und einen Silbergehalt von 8 ppm auf. Escher zu La Motta: Auf der N-Seite des kleinen Felskopfes, den die Berninastrasse westlich der Häuser von La Motta (1984 m ü. M.) in einer Kurve umgeht, findet sich im EW-streichenden, N-fallenden Gneis ein konkordantes Arsenkiesfahlband von ähnlicher Ausbildung wie dasjenige im Val Minor. Das stark geschieferte, helle Nebengestein ist aus einem grünen Augengneis hervorgegangen. Die vererzte, 10-15 m mächtige Gneislage lässt sich im Streichen zirka 120 m weit verfolgen. An Erzen treten nur Arsenkies und Pyrit auf. Die meist xenomorphen Arsenkieskörner bilden gewundene Trümer, die von feinkörnigem Quarz durchsetzt sind und ein regelloses Gefüge aufweisen. Der Pyrit ist in einzelnen Körnern dem Arsenkies eingesprengt oder durchzieht ihn in Schnüren, ist also sicher z. T. jünger als dieser. Wie im Val Minor zeigt die Kataklase von Quarz und Erz sowie die Zwillingslamellierung des Arsenkieses, dass die Lagerstätte. mindestens den Schluss der alpinen Gebirgsbildung mitgemacht hat.- Arsenopyrit: - Pyrit: GR / Pontresina, Berninapass, Camino (Stollen);(Erzabbau) Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Pontresina, Koordinaten ca.: 799045 / 143230 Literatur: - Escher,Eduard;1935;Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, 18. Lieferung; Seite 78-79; Die As- und Pb-Vorkommen am Berninapass. Das Pb-Zn-Vorkommen von Camino.- Sury,Ernst; Bergknappe; 1995/4; Heft 74; Seite 18-24; Bergbauhistorischer Lehrpfad Val Minor Im Umkreis von einigen Hundert Metern im Gelände südlich der Passhöhe befinden sich verschiedene Schürfstellen und eingestürzte Stollen aus der Bergbauperiode des 12./13. Jh. Der einzige noch zugängliche Stollen befindet sich unmittelbar unterhalb des Endes des Ausstellplatzes, im talseitigen Felsabbruch (Vorsicht, steiles Geländel). Diese Bleierzvorkommen dürften schon lange bekannt gewesen sein, denn ein Pachtvertrag zwischen Egino von Matsch und der Gemeinde Poschiavo vom 28. Mai 1200 verlieh letzterer das Abbaurecht für alle Erze im Puschlav. Der finanzielle Erfolg scheint jedoch hinter den Erwartungen zurückgeblieben zu sein, denn die Verträge wurden im Verlaufe des 13. Jh. sukzessive aufgelöst. Generell muss die fehlende Rendite die Sorge Nummer eins der Pächter und Schürfer dieser Region gewesen sein. Dies wird schnell verständlich, wenn man die Erzprospektion, Analytik und Abbautechnologie jener Zeit aus der Gegenwart betrachtet. Erschwerend kamen die Arbeitsbedingungen im Hochgebirge dazu. Triebfeder für die Bergbautätigkeit in jener Zeit war neben der Eisengewinnung die Suche nach Silbererzen, welche vielfach, jedoch nicht immer, mit Bleivorkommen vergesellschaftet sind. Die Bleierze von Camino/Berninapass enthalten jedoch nur sehr wenig Silber, bis 144 ppm = 144 g pro Tonne Erz. Bei einer durchschnittlichen Arbeitsleistung können während 6 Monaten bei den hier herrschenden klimatischen und räumlichen Bedingungen schätzungweise etwa 50 Tonnen Gestein abgebaut werden. Bei einem geschätzten Roherzgehalt von 2.5% = 25 kg Erz pro Tonne Gestein ergibt die Ausbeute etwa 180 g Silber und 250 kg Blei pro Stollen und Abbaujahr. Bei abnehmender Erzführung lautet das Resultat noch ungünstiger und die Erlöse sind nicht kostendeckend. Escher: Unmittelbar östlich der Berninapasshöhe, südlich der Strasse, bei Camino, tritt das Vorkommen in einem kleinen Felsabsatz zutage (2320 m ü. M.). Das Nebengestein wird durch einen hellen, quarzitartigen Gneis mit hellgrünen Serizitlagen gebildet, klarer Quarz und Orthoklas sind Hauptgemengteile, Albit und Serizit untergeordnet; akzessorisch treten Zirkon und Apatit auf. Das Gestein ist bis auf einzelne Quarz und Orthoklaskörner feinkörnig, die Struktur granoblastisch, die Textur schwach schiefrig; es muss als Psammitgneis bezeichnet werden, der, da zu den Casannaschiefern gehörig, schon voralpin metamorphosiert wurde. Der Umfang des Erzvorkommens ist sehr gering. An Erzen sind zu nennen: Bleiglanz, Zinkblende, (Pyrit, Arsenkies). Die beiden Erze, Bleiglanz und Sphalerit, sind buchtig miteinander verwachsen und zeigen dasselbe Gefüge, wie die entsprechenden Erze von Taspin; es wird, wie dort, als Produkt der alpinen Epidislokationsmetamorphose betrachtet. Die spärlichen Erze sind, wie der Dünnschliff zeigt, mit z. T. grobkörnigem Quarz verwachsen, der sich durch seinen Gehalt an Verunreinigungen vom Quarz des Nebengesteins unterscheidet und als zur Vererzung gehörig betrachtet werden muss. Das Erz umzieht die Quarzkörner in Schnüren und korrodiert sie buchtig, zuweilen ist der Quarz mit feinem Erzstaub durchsetzt. Im grünen Muskovitgneis nördlich von Camino finden sich bis 1 m mächtige Gänge und Linsen von derbem Quarz, welche kleine Nester und Schnüre von Arsenkies führen. Diese zeigen ähnliche Ausbildung wie die Erze von La Motta. Da sich in den Casannaschiefern der Umgehung dieser Erzlagerstätten verschiedentlich ähnliche, kleine Kiesanreicherungen finden, scheint hier eine allgemeine schwache Durchsetzung der Schiefer mit Kiesen stattgefunden zu haben. Die Koordinaten zeigen auf die Passhöhe. |
Koordinaten, ca.: | 800000 / 146300 |
Literatur: | - Bodmer, Ueli & Aegerter, Werner; Bergknappe; 1982/1; Heft 19; Seite 2-8; Der Bergbau im Val Minor, Bernina - Bodmer, Ueli & Aegerter, Werner; Bergknappe; 1982/2; Heft 20; Seite 2-10; Der Bergbau im Val Minor, Bernina - Bodmer, Ueli & Aegerter, Werner; Bergknappe; 1983/2; Heft 24; Seite 2-12; Der Bergbau im Val Minor, Bernina - Bodmer, Ueli & Aegerter, Werner; Bergknappe; 1983/3; Heft 25; Seite 2-7; Der Bergbau im Val Minor, Bernina - Escher, Eduard;1935;Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, 18. Lieferung; Seite 78; Die As und Pb-Vorkommen am Berninapass. Das Arsenkiesvorkommen von La Motta. - Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917 - Sury, Ernst; Bergknappe; 1995/4; Heft 74; Seite 18-24; Bergbauhistorischer Lehrpfad Val Minor |
Mineralien: | - Arsenopyrit: Pyrit und Arsenkies sind körnig ausgebildet und durchsetzen die Pb-Zn-Erze in schmalen Apophysen, sind also jünger als diese. - Bleierz: - Galenit: Der Bleiglanz herrscht vor und tritt in kleinen unregelmässigen Nestern und Trümern, die zuweilen Brekzienstruktur aufweisen und das Nebengestein regellos durchsetzen, auf. In derben Partien zeigt er granoblastisehes, richtungsloses Gefüge und besitzt einen Ag-Gehalt, der ungefähr demjenigen von Taspin (2,7 o/oo) entsprechen dürfte. - Pyrit: Pyrit und Arsenkies sind körnig ausgebildet und durchsetzen die Pb-Zn-Erze in schmalen Apophysen, sind also jünger als diese. - Sphalerit: Die dem Bleiglanz der Menge nach untergeordnete, rotbraune Zinkblende ist ersterem in kleinen Körnern und Körnergruppen eingesprengt und stets von Zwillingslamellen durchsetzt. erdigem Kalk, |
Gebiet: | 013_GR / Pontresina, Berninapass, Eisenbühel, Montell-ferr, Gottberath (Grube, Mine);(Erzabbau) Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Pontresina |
Beschreibung: | 1481 ist eine Eisengrube am Eisenbühel oder Montell-ferr mit der Grube Gottberath erwähnt. Es wird angenommen, dass es sich um eine Grube am Berninapass handeln die zum Teil pyritreich sind und ursprünglich wohl einen eisernen Hut zeigten. Die erwähnten Lokalitäten 'Eisenbühel' und 'Montell-ferr' sind auf der Karte nicht eingezeichnet. Die Koordinaten zeigen auf den Berninapass (Ospizio). |
Koordinaten, ca.: | 798660 / 143210 |
Literatur: | - Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2 |
Mineralien: | - Eisenerz: sehr locker und enthält kleine Partien von gelbem |
Gebiet: | 014_GR / Pontresina, Puntraschigna, Languardgebiet Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Pontresina |
Beschreibung: | Die Koordinaten zeigen auf einen zufälligen Punkt am Fusse des Piz Languard. Parker erwähnt aus den Ganggesteinen des Languardgebietes lediglich das Mineral Änigmatit. |
Koordinaten, ca.: | 792952 / 151280 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 372 |
Mineralien: | - Aenigmatit: |
Gebiet: | 015_GR / Pontresina, Rantumas, Piz Languard Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Pontresina |
Beschreibung: | Roter Granit nördlich von Punt Rantumas (in einer Höhe von zirka 2150 m) Dieser Gang, der etwa 150 m über der Punt Rantumas im Diorit ansteht, ist zwar kaum 1 m mächtig; insbesondere die strukturellen Verhältnisse erwiesen sich aber als so interessant und aufschlussreich, dass ausführlicher darauf eingegangen werden soll. Randlich ist das Gestein dieses Ganges fast vollständig dicht, hie und da mit Einsprengungen von Quarz oder Orthoklas. Die Farbe ist eine fleischrote, in fleckiger und schlieriger Verteilung oft grünliche. Diese Randschicht zeigt eine äusserst wechselnde, einige Zentimeter aber nicht übersteigende Mächtigkeit. Scharf abgesetzt davon folgt gegen innen der, scheinbar dem roten Granit entsprechende Zentralteil, bestehend aus Quarz, fleischfarbenem Orthoklas und dazwischen eingestreuten schwarzgrünen Glimmerschüppchen. Lokal wird dieser Teil so grobkörnig (besonders der Orthoklas tritt in mehr als Zentimeter grossen Individuen auf), dass er als "pegmatitisch" bezeichnet werden kann. Wie im randlichen Teil, so wird auch hier die rote Färbung durch grüne Töne modifiziert. Wohl das schönste und auffallendste Gestein des ganzen Gebietes ist der rote Granit. Er bildet die gewaltigen Felsmassen des Piz Albris, sowie die kühne Felsnadel des Paun da Züchers, und liegt weiter talabwärts gegen Pontresina zu, als zirka 300 m mächtiger, sich gegen SO verbreitender Keil zwischen grünem Banatit und Schieferhülle (siehe Karte). Auch die das Berninatal zwischen den Bernina-Häusern und Pontresina linksseitig begrenzenden Höhen bestehen zum grossen Teil aus rotem Granit, so z. B. die nördlichen Ausläufer des Munt Pers und der Piz Chalchagn. Dieses Gestein besitzt somit eine recht ansehnliche horizontale Ausdehnung. Auch die Mächtigkeit ist eine sehr bedeutende, besteht doch daraus der ganze Piz Albris, der sich um mehr als 1100 m vom Talboden der Bernina-Häuser erhebt. Hie und da tritt eine ausgesprochen bunte Varietät auf; sie ist eine durch Häufigerwerden der grünen Flecken (Biotit und Plag.) bedingte basische Facies. Der grüne Banatit erhebt sich ob der elektrischen Umschaltstation (Stand 1920) in steiler Felswand bis zur Höhe der Alp Languard, dann folgt ein steiles, mit Gras, Wald und Buschwerk bewachsenes, ziemlich breites Band und darüber, wieder als fast senkrechte Felswand, der rote Granit; das Band ist bedingt durch den Kontakt. Kontaktmetamorphe Randfacies des roten Granits gegen den Serpentin unter der Schela dei Paradies. Unterhalb der Schela dei Paradies liegt in der Schieferhülle, direkt auf dem roten Granit, eine lagergangartige Intrusionsmasse von serpentinisiertem Peridodit (siehe Seite 122). An einer Stelle, in dem steilen Felstobel, das sich einige 100 m talaufwärts der Schela hinunterzieht, ist der Kontakt roter Granit-Serpentin gut aufgeschlossen. Hier konnte beobachtet werden, dass der rote Granit gegen diesen Kontakt zu in schmaler Zone grüner wird und ganz allmählich in den Serpentin überzugehen scheint. Ein äusserst interessantes hierhergehöriges Gestein, auf das noch etwas näher eingegangen werden soll, wurde im Kontakt grüner Banatit - roter Granit nördlich von Punt Rantumas (in einer Höhe von zirka 2150 m) angetroffen. Das sehr dichte, fast massige Gestein, das makroskopisch zuerst für einen basischen Gang gehalten wurde, ist von grauschwarzer Farbe. Hie und da bedingen rotbraune Schlieren und Zonen Anklänge an lentikulare Textur. Als Zentralpunkt und höchster Gipfel des ganzen Gebietes erhebt sich aus dem von der Fuorcla da Languard zum Schafberg sich hinziehenden Grate die stolze Pyramide des Piz Languard, von dem aus ein unvergleichlich schöner Ausblick in die Gletscherwelt der Bernina sich bietet. Von W oder S aus gesehen bestehen die obersten 200 m derselben aus einem weissen Gestein, das sich scharf von dem die Unterlage bildenden rotbraunen Psammitgneis abhebt. " Dieses weisse, auch grünlich und gelbliche Gestein ist mehr randlich gegen den Psammitgneis zu von schiefriger bis flasriger Textur, zentral als oft recht grobkörniger Augengneis ausgebildet. Makroskopisch erkennbar sind Quarz, Feldspat und Muscovit. Auf Kluftflächen ist hie und da ein dünner violetter Überzug von Flussspat anzutreffen. |
Koordinaten, ca.: | 791220 / 150370 |
Literatur: | - Schuppli, Hans; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1921; Band 1; Heft 1 - 2; Seite 61 - 159; Petrographische Untersuchungen im Gebiete des Piz Languard (Ober-Engadin) |
Mineralien: | - Fluorit: - Roter Granit: |
Gebiet: | 016_GR / S-chanf, Munt Platta Naira, Piz Forun (Nordgrat) Region: Bezirk Maloja / Gemeinde S-chanf |
Beschreibung: | Bearth: Eine interessante Gesteins- und Mineralassoziation tritt am nördlichen Kontakt zwischen der Parazone des Munt Platta Naira und den grobflaserigen Augengneisen des Piz Forun auf. Dieser Kontakt ist in den Kars, die dem Nordgrat des Piz Forun vorgelagert sind, teilweise sehr gut aufgeschlossen. Er zeigt so eigenartige Verhältnisse, dass eine eingehende Besprechung notwendig wird. Die uns hier interessierenden Gesteine bilden eine intermediäre Zone von schwankender Mächtigkeit, die einerseits in Biotitschiefergneise, andererseits in grobflaserige Augengneise übergeht. Das augenfälligste Merkmal dieses Gesteinskomplexes ist seine schlierige Ausbildung. Dunkle geschieferte Biotitgneise wechseln ab mit hellen massigen Schlieren. Der unruhige Charakter wird noch erhöht durch die eingelagerten Quarzlinsen und Quarz-Andalusitknauer und durch einzelne schmale Züge und Linsen von grünschwarzem Amphibolit. Die weissen Schlieren sowohl wie die biotitreichen Züge führen lagenweise gehäuften Granat, der rostrot anwittert und dem Gestein ein warziges Aussehen verleiht. Er kann über 1 cm Durchmesser erreichen, ist aber meist kleiner und von schmutziggelbbrauner Farbe. Daneben findet man vorzüglich in den biotitreichen Lagen oft bis 2 cm lange Prismen von blassblauem Disthen, dazu wenig auffällige dunkelbraune Flecken von Andalusit. |
Koordinaten, ca.: | 785710 / 170110 |
Literatur: | - Bearth, P.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1932; Band 12; Heft 2; Seite 256 279; Geologie und Petrographie der Keschgruppe |
Mineralien: | - Granat: Rostrot anwittert, schmutziggelbbraun, bis 1 cm. - Kyanit: In den biotitreichen Lagen oft bis 2 cm lange Prismen, blassblau. |
Gebiet: | 017_GR / S-chanf, Piz Puntota (Südgrat), Piz Punt Ota Region: Bezirk Maloja / Gemeinde S-chanf |
Beschreibung: | |
Koordinaten, ca.: | 793370 / 172610 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 158 - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 234 |
Mineralien: | - Andalusit: In quarzführenden Linsen und Knauern, welche im Para- und Mischgneis liegen. - Apatit: - Cordierit: - Epidot: - Klinochlor: - Korund: - Kyanit: Selten. - Muskovit: Silbrig glänzend, blättchenartig, auf dem Andalusit. - Prehnit: - Rutil: - Sillimanit: |
Gebiet: | 018_GR / S-chanf, Piz Virogla, Piz Forun Region: Bezirk Maloja / Gemeinde S-chanf |
Beschreibung: | Koordinaten: Munt Platta Naira: 786.610 / 170.870, 2650 m ü. M. Piz Forun (Nordgrat): 785.710 / 170.110, 2980 m ü. M. Piz Virogla, Piz Viroula (Westgrat): 789.470 / 166.600, 3000 m ü. M. Piz Virogla (heute Piz Viroula), Westgrat: Wenn man auf dem Westgrate des Piz Virogla bis zu dem nach dem Punkt 2980 nordwärts abzweigendem Grate geht, so stösst man an dieser Stelle auf zwei Turmalinpegmatitgänge, die nur etwa zwölf Meter voneinander entfernt liegen. Der westlich gelegene Gang ist ca. 20 m mächtig, der östliche davon etwa 25 m. Hundert Meter weiter im Osten trifft man einen dritten Gang derselben Art. Diese Pegmatite bilden kleine Türme im Grat, die schon durch die helle Farbe von den dunkeln Gesteinen der Umgebung stark abstechen. Der Kontakt mit den hornfelsartigen Gneisen der Umgebung ist sehr scharf. Manchmal beobachtet man Muskovit-reiche, wenige Zentimeter mächtige Apophysen der Gänge in das Nebengestein. Die Pegmatite zeigen deutliche Schieferung und eine wohl durch Kataklase erzeugte blassgraue Trübung des Feldspates und des Quarzes. Die oft mehrere Zentimeter grossen Kristalle von schwarzem Turmalin sind kristallographisch schlecht begrenzt und mit zahlreichen Einschlüssen besetzt. Der silberglänzende Muskovit bildet meist verbogene Tafeln von bis 4 cm Durchmesser. Piz Forun (Nordgrat): Eine interessante Gesteins- und Mineralassoziation tritt am nördlichen Kontakt zwischen der Parazone des Munt Platta Naira und den grobflaserigen Augengneisen des Piz Forun auf. Dieser Kontakt ist in den Kars, die dem Nordgrat des Piz Forun vorgelagert sind, teilweise sehr gut aufgeschlossen. Er zeigt so eigenartige Verhältnisse, dass eine eingehende Besprechung notwendig wird. Die uns hier interessierenden Gesteine bilden eine intermediäre Zone von schwankender Mächtigkeit, die einerseits in Biotitschiefergneise, andererseits in grobflaserige Augengneise übergeht. Das augenfälligste Merkmal dieses Gesteinskomplexes ist seine schlierige Ausbildung. Dunkle geschieferte Biotitgneise wechseln ab mit hellen massigen Schlieren. Der unruhige Charakter wird noch erhöht durch die eingelagerten Quarzlinsen und Quarz-Andalusitknauer und durch einzelne schmale Züge und Linsen von grünschwarzem Amphibolit. Die weissen Schlieren sowohl wie die biotitreichen Züge führen lagenweise gehäuften Granat, der rostrot anwittert und dem Gestein ein warziges Aussehen verleiht. Er kann über 1 cm Durchmesser erreichen, ist aber meist kleiner und von schmutziggelbbrauner Farbe. Daneben findet man vorzüglich in den biotitreichen Lagen oft bis 2 cm lange Prismen von blassblauem Disthen, dazu wenig auffällige dunkelbraune Flecken von Andalusit. Neben Biotitflecken beobachtet man in den hellen Gesteinen oft dunkelgrüne, strahlig angeordnete Fasern, deren Anordnung an die Hornblenden in den Garbenschiefern erinnert. Muskovit tritt neben Biotit stark zurück. |
Koordinaten, ca.: | 785710 / 170110 |
Literatur: | - Bearth, P.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1932; Band 12; Heft 2; Seite 256 279; Geologie und Petrographie der Keschgruppe |
Mineralien: | - Granat: Piz Forun: Granat bis 1 cm, schmutziggelbbraun. - Kyanit: Piz Forun: bis 2 cm, blassblau. - Muskovit: Piz Viroula: Der silberglänzende Muskovit bildet meist verbogene Tafeln von bis 4 cm Durchmesser. - Turmalin: Piz Viroula: oft mehrere Zentimeter grosse und schwarze Kristalle, kristallographisch schlecht begrenzt und mit zahlreichen Einschlüssen besetzt. |
Gebiet: | 019_GR / Scanfs, S-chanf, Piz Fier, Val Tisch, Tischalp, Minas da Fier;(Erzabbau) Region: Bezirk Maloja / Gemeinde S-chanf |
Beschreibung: | Die Koordinaten zeigen auf den Piz Fier. Siehe auch auf Karte 1237, Koordinaten 783.700 / 166.700, Höhe 2000 m ü. M. Das Erz aus dem Val weist einen Eisenanteil von 50 und mehr Prozent auf. Beim Erz handelt es sich um Hämatit in Form von feinblätterigem Eisenglimmer. Details siehe auch unter 'Bravuogn (rätorom.), Bergün (dt.), Bergün-Bergbau Bellaluna'. Es wird vermutet, dass am Piz Fier um 1405 Bergbautätigkeiten stattfanden. Näheres ist aber nicht bekannt. Zur Minas da Fier gelangt man von Bergün aus wie folgt: Von Bergün aus zum Maiensäss Sagliaz und weiter ins Val Tisch. Nach ca. 2 Stunden stösst man auf den Stall der Alp da Tisch. Hier beginnt das Steigen erneut. Eine Felsbarriere schiebt sich quer durch das Tal. Von der Alp aus führt ein zuerst kaum erkennbarer Weg hinüber zur rechten Talseite. Man gewinnt rasch an Höhe und bemerkt die breiter werdende Spur. Nach der Felsbarriere geht es weniger steil dem Seelein von Saglients entgegen. Auf der rechten Talseite führen verschüttete und überwachsene Wegspuren in die Flanke der Tschima da Tisch hinauf. Diesen Spuren folgend gelangt man in einem steilen Anstieg zu den verschiedenen eingestürzten Stollenmundlöchern. Der Ausbiss der Erzzone im Val Tisch ist auf 100 Meter Länge und 40 Meter Breite zu beobachten. Die Erzführung ist jedoch sehr gering. Details siehe auch unter 'Bravuogn (rätorom.), Bergün (dt.), Bergün-Bergbau Bellaluna'. |
Koordinaten, ca.: | 803714 / 164164 |
Literatur: | - Epprecht, W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2 - Jann, Rehm; Terra Grischuna, Graubünden; 1980, April; Heft 2; Seite 85-88 - Karrer, Luisa; Bergknappe; 2017/1; Heft 130; Seite 3-16; Die geheimnisvollen Eisengruben des Val Tisch - Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866 - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1979/4; Heft 10; Seite 16; Exkursion Val Tisch vom 1. September 1979 - Müller, Peter; Bergknappe; 1979/2/3; Heft 9; Seite 7 - 10; Eisenlagerstätten der Gemeinde Bergün - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 263 |
Mineralien: | - Eisenerz: - Hämatit: Schuppig, als Eisenglimmer im Dolomit. Klein- bis feinschuppiger Eisenglimmerschiefer in dolomitischem Kalkstein an der Tischalp, drei Stunden oberhalb Bergün, derselbe ist rötlichschwarz, stark glänzend, |
Gebiet: | 020_GR / Samedan (rätorom.), Samaden (dt.), Piz da Trais Fluors (NW-Grat), Las Trais Fluors, Piz Nair (Nord und Westseite);(Erzabbau) Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Samedan |
Beschreibung: | Über die Bergbauaktivitäten (Beginn und Ende) am Piz da Trais Fluors ist sehr wenig bekannt. Piz da Trais Fluors heisst heute 'Las Trais Fluors. Aus der sedimentären Zone von Samedan führt Cornelius 1914 das Auftreten von Manganerzen an. Diese kommen sporadisch im Radiolarit besonders am NW-Grat des Piz da Trais fluors und auf der Nord- und Westseite des Piz Nair vor. Es sind linsenförmige Massen von max. 1 m Länge und 10 cm Mächtigkeit. Im Kern bestehen sie aus braungrauem Fe- und Mn-Carbonat, während oberflächlich stets Oxydation zu Braunstein und Limonit stattgefunden hat. |
Koordinaten, ca.: | 782710 / 156080 |
Literatur: | - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1980; Heft 13, 3; Seite 18; Metallhaltige Mineralien im Oberengadin und BergelI - Epprecht, W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2 - Geiger,Th.;1948; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 27; Manganerze in den Radiolariten Graubündens; Seite 31. |
Mineralien: | - Manganerz: - Radiolarit: |
Gebiet: | 021_GR / Engiadin'Ota (rätorom.), Oberengadin (dt.), Chastelets(Chastellets)-Furtschellas-Lei Sgrischus, Furtschellas, Lei Sgrischus Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Sils im Engadin |
Beschreibung: | Am Nordwesthang des Piz Corvatsch in mit Grüngestein verknüpften Radiolariten. Die Angaben sind nachvollziehbar, liegt doch der Lei Sgrischus südwestlich des Piz Corvatsch während die Funde aus dem Nordwesthang des Berges angegeben werden. An einigen Stellen in der Gegend zwischen Chastellets-Furtschellas-Lej Sgrischus trifft man in den anstehenden Grüngesteinen auf Manganlinsen. In diesen finden wir verschiedene, für diese Fundstelle charakteristische Mineralien; schreibt Lareida in "Lapis", so z.B. Rhodonit in rosa bis lachsroten, derben Partien. Von diesem optisch nicht zu unterscheiden, kommt aber auch das seltene Mangansilicat Pyroxmangit vor. Letzteres hat eine andere chemische Zusammensetzung und einen anderen Kettenaufbau als Rhodonit, was aber nur in einem entsprechend ausgerüsteten Labor genau bestimmt werden kann. Rosarote bis himbeerfarbene derbe Stellen entpuppen sich als Rhodochrosit, während gelbe Massen, die mit den oben erwähnten Mineralien in Gesellschaft auftreten, sich als Spessartin herausstellen. Kristallflächen können nur selten beobachtet werden. Als weitere Begleiter treten ein brauner Parsettensit, manganführende Aegirinaugite, Alkalihornblenden sowie der seltene Tephroit auf. Quarz und Calcit bilden weisse Adern in diesen Mineralansammlungen. Von einem Fundpunkt kennen wir neuerdings auch Mangandiopsid in zwar kleinen, aber dafür umso schöneren Exemplaren. Die ein bis max. drei mm langen, goldgelben, hochglänzenden, stengeligen Kristalle bilden fast immer garbenartige Aggregate auf einem recht feinkörnigen Gemisch aus Rhodonit, Calcit und Braunit. |
Koordinaten, ca.: | 782800 / 142400 |
Literatur: | - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1980; Heft 13, 3; Seite 17, Metallhaltige Mineralien im Oberengadin und BergelI - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 230 |
Mineralien: | - Aegirin-Augit: Mangan-führend. - Braunit: In kleinen Linsen. - Calcit: In weissen Bändern zusammen mit Quarz. - Mangan-Diopsid: In kleinen, aber dafür um so schöneren Exemplaren. Die ein bis max. drei mm langen, goldgelben, hochglänzenden, stengeligen Kristalle bilden fast immer garbenartige Aggregate auf einem recht feinkörnigen Gemisch aus Rhodonit, Calcit und Braunit. - Parsettensit: Braun. - Pyroxmangit: Vom Rhodonit optisch nicht zu unterscheiden, kommt aber auch das seltene Mangansilicat Pyroxmangit vor. - Quarz: In weissen Bändern zusammen mit Calcit. - Rhodochrosit: Rosarote bis himbeerfarben, derb. - Rhodonit: In rosa bis lachsroten, derben Partien. - Spessartin: Gelbe Massen, die mit den übrigen erwähnten Mineralien in Gesellschaft auftreten. - Tephroit: |
Gebiet: | 022_GR / Engiadin'Ota (rätorom.), Oberengadin (dt.), Segl (rätorom.), Sils (dt.), Sej, Furtschellas Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Sils im Engadin |
Beschreibung: | In Manganvererzungen. Roth erwähnt als Fundort lediglich Furschellas, ohne genauere Angaben. |
Koordinaten, ca.: | 781800 / 142850 |
Literatur: | - Geiger, T. & Cabalzar, W.; Schweizer Strahler; 1989; Seite 205 - Roth, Philippe & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 2013; Heft 3; Seite 8 - 21;Die seltenen Mineralien der Bündner Manganvorkommen - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 23,171,298 - Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1993; Heft 2; Seite 473 - 524; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz Teil 3: Undurchsichtige Mineralien |
Mineralien: | - Aegirin-Augit: In karbonatfreien Manganerzen, rötlich - dunkelbraun, zusammen mit Spessartin und Quarz braunrote Bänder bildend. - Albit: - Alleghanyit: Makroskopisch, als Manganerzbestandteil, als Flecken und Schlieren. - Ardennit: Röntgenografisch bestimmt.- Edel- oder Schmuckstein (Schweiz): - Erythrit: - Friedelit: Noch nicht ganz sicher bestimmt, Stand 1993 (Strahler). Braun bis braunrot, feinschuppige Kristalle, bis 0.5 mm, vor allem an die karbonatreichen Paragenesen gebunden. - Galaxit: In winzigen Körnern, auf karbonatreichen Fundstellen. - Parsettensit: Eher untergeordnet, radialstrahlig. - Pyrosmalith-(Mn): Mangan-Pyrosmalith (noch nicht ganz sicher bestimmt, Stand 1993), braun bis braunrot. - Pyroxmangit: - Quarz: Derb. - Rhodochrosit: Massig, hell bis leicht rosarot. - Rhodonit: Grössere, grobkörnige, rosarote Linsen, mit Kristalliten bis 2 mm. - Sonolith: Makroskopisch, gelblich-grün, als Manganerzbestandteil, bildet zusammen mit Rhodochrosit, Friedelit und Spessartin cm-grosse Knollen. - Spessartin: Gelb bis orange, als kleinste Rhomboeder (0.05 mm). - Tephroit: Feinkörnig, als graue-grüne-rötliche Flecken. - Todorokit: Schwarze Äderchen, neben Parsettensit. |
Gebiet: | 023_GR / Engiadin'Ota (rätorom.), Oberengadin (dt.), Segl (rätorom.), Sils (dt.), Sej, Furtschellas, Prasüra, Chastelet Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Sils im Engadin |
Beschreibung: | Von der Bergbahnstation der Furtschellasbahn dem steilen Weg bei Prasüra entlang bis zur Ebene bei den kleinen Seen (Jejins), nördlich von Chinderen. Dort weiter bis zur Rabgiusa und dann steil hoch zu den Chastelets. Dort befindet sich eine erst 1987 entdeckte Manganlinse. |
Koordinaten, ca.: | 782500 / 144500 |
Literatur: | - Lareida, S.; Lapis; 1989; Heft 5; Seite 41 |
Mineralien: | - Rhodonit: In sehr guter Qualität. |
Gebiet: | 024_GR / Engiadin'Ota (rätorom.), Oberengadin (dt.), Segl (rätorom.), Sils (dt.), Sej, Furtschellas, Rabiusa Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Sils im Engadin |
Beschreibung: | Ab der Bergstation ca. 2 Std. Marschzeit bis zur Fundstelle. Koordinate auf Furtschellas. |
Koordinaten, ca.: | 781750 / 142850 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973 |
Mineralien: | - Mangano-Calcit: - Rhodonit: - Spessartin: - Tephroit: Kleine Körner, in grauen bis rötlichen Anhäufungen mehrerer Manganmineralien. |
Gebiet: | 025_GR / Engiadin'Ota (rätorom.), Oberengadin (dt.), Segl (rätorom.), Sils (dt.), Sej, Sils-Baselgia, Knappenstollen;(Erzabbau) Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Sils im Engadin |
Beschreibung: | Die Koordinaten zeigen auf Sils-Baselgia. Anlässlich von Bau- und Sicherungsarbeiten an der Strasse St.Moritz-Maloja wurden bei Sils-Baselgia im Spätherbst 1978 alte BergwerksStollen entdeckt. Durch ein Mitglied des Vereins der Freunde des Bergbaues in Graubünden, welches den Bezirksingenieur und dieser die Vereinsleitung benachrichtigte, konnten die Stollen besichtigt werden und deren Zugänglichkeit erhalten bleiben. Nach Dr. Brüggers Nachforschungen ist 1578/79 bei sils und auf der Bernina von V.J. von Salis Erz gefördert worden. Brügger schreibt: "In Plaz, am nördlichen Hang von Sils-Baselgia, findet man Stollen, welche auch 'Knappenstollen' genannt werden." Auch um 1600 hat die Familie Planta aus Zuoz blei- und silberhaltige Mineralien aus den gleichen Stollen gefördert. Heute sind in Plaz noch vier Stollen sichtbar, von welchen einer leicht zugänglich ist. Dieser Stollen ist mehr oder weniger zylinderförmig mit einem Durchmesser von 1,5 m - teilweise tiefer und enger - und ca. 30 m lang. Nach 18 m weist er eine starke Biegung auf. Ein weiterer Stollen konnte über eine Leiter auf einem Felsband, wo die Sicherungsarbeiten ausgeführt wurden, erreicht werden. Dieser alte Stollen war beim Eingang teilweise verschüttet und wurde durch die Arbeiter freigelegt. Anlässlich der Begehung konnten noch Feuersetzspuren an Boden und Wänden festgestellt werden. Gut erhaltene Schrämmspuren an den Wänden bestätigen die vorgenannten Zeitdaten, da in der ersten Bergbauperiode das Erz von Hand mit Hammer und Meissel abgebaut und zur Lockerung des harten Felsens Feuer gesetzt wurde. Der ca. 40 - 45 m lange Stollen wird in den Berg hinein immer niedriger. Abgebaut wurden silberhaltiger Bleiglanz und Zinkblende, was mit Fundstücken belegt werden kann. Nach Brügger wurden die Erze zum Schmelzen nach Be11a1una bei Filisur gebracht und das gewonnene Metall mittels Eseln über den Albula ins Engadin zurück und nach Chiavenna transportiert. Das bei solchen Distanzen und entsprechenden Transportkosten die meisten Abbaue auf lange Sicht nicht rentieren konnten, dürfte ersichtlich sein. In dieser Zeit war aber die Erzförderung eine willkommene Beschäftigung, brachte sie doch Arbeit und Verdienst in die Bündner Täler. |
Koordinaten, ca.: | 778050 / 145740 |
Literatur: | - Gröbner, Joachim; Bergknappe; 2017/2; Heft 131; Seite 25-30; Eine Bestandsaufnahme des Mineralbestandes zweier Bergbaue bei Segl/Sils im Oberengadin und ein Fund von Skorodit vom Val Minor - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1979/1; Heft 8; Seite 13-14; Wiederentdeckung alter Erzstollen bei Sils-Baselgia - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1980/3; Heft 13; Seite 16-17, Metallhaltige Mineralien im Oberengadin und BergelI |
Mineralien: | - Galenit: Silberhaltig. - Sphalerit: |
Gebiet: | 026_GR / Engiadina (rätorom.), Engadin (dt.), Sils Maria, Alp Prasüra, Alp Pasüra, Plaz d’Uert , Resiga, Margun ;(Asbestabbau) Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Sils im Engadin |
Beschreibung: | In den Serpentinen östlich dieses Ortes in zahlreichen Klüften. Asbest wurde auch aus dem Bergsturzmaterial gewonnen und technisch weiterverwendet. Fehlmann (1919): Ungefähr 1 km nordöstlich der Kirche von Sils-Maria (Siegfriedblatt 521), rechts des Baches am Weg, der von Resiga nach der Hütte Margun führt, treten 100 m über dem Talboden im Walde Schuttmassen auf, die Serpentinblöcke enthalten, deren Klüfte von Asbest durchsetzt sind. Da die Serpentinmassen besonders längs den Klüften zerfallen sind, bildet der Asbest jetzt meistens die Oberflächenverkleidung der Blöcke. Durchschnittlich 2 m unter der Oberfläche ist der Schutt am asbestreichsten. Der Asbest ist kurzfaserig, bisweilen verwittert, meist aber guter Chrysotilasbest. Die "Schweizerischen Eternitwerke A.G. Niederurnen" haben im Winter 1918/1919 dieses Vorkommen in zwei Gruben abgebaut. Der Transport wurde mit Schlitten bewerkstelligt. Von Alp Pasüra , Punkt 1960, 1,1 km und vom Strassengabelungspunkt (1801) 1,75 km entfernt, soll an dem die Alp Motta begrenzenden Felsgrat Asbest im Anstehenden vorkommen. Daselbst hat in den siebziger Jahren ein aus Argentinien zurückgekehrter Silser zwei Jahre lang abgebaut. |
Koordinaten, ca.: | 779500 / 144400 |
Literatur: | - Fehlmann,H,: Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 229-230 - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 158 |
Mineralien: | - Asbest: - Calcit: Alp Prasüra: Faserig entwickelt. - Chrysotilasbest: |
Gebiet: | 027_GR / Engiadina (rätorom.), Engadin (dt.), Sils Maria, Alp Prasüra, Prugnieu, Marmoré Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Sils im Engadin |
Beschreibung: | Auf dem Weg von Sils Maria nach der Alp Prasüra - Prugnieu - Marmoré. |
Koordinaten, ca.: | 779500 / 144500 |
Literatur: | - Frey,A.; Schweizer Strahler; 1971; Seite 293-; Zepterquarz und Amiant von der Alp Prasura (Engadin) |
Mineralien: | - Amianth: Zwischen Prugnieu und Alp Prasüra, weiss (es handelt sich hier nicht, wie anderweitig angenommen, um Fasercalcit). - Quarz: Klein, bis 1 cm. - Zepterquarz: Zwischen Prugnieu und Marmoré am Wegrand aus einem kleinen Geröllblock, klein, bis 1 cm. |
Gebiet: | 028_GR / Engiadina (rätorom.), Engadin (dt.), Sils Maria, Alp la Motta Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Sils im Engadin |
Beschreibung: | In den Serpentinen östlich dieses Ortes in zahlreichen Klüften. Der Asbestbergbau wird in der Schweiz seit den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts (1870) betrieben. Die zuerst ausgebeutete Grube war diejenige von Alp Mott a bei Sils-Maria, deren Betrieb jedoch im Jahre 1872 wieder einging. |
Koordinaten, ca.: | 781300 / 145400 |
Literatur: | - Fehlmann, H,: Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 179 - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 158 - Parker ,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 228 |
Mineralien: | - Asbest: |
Gebiet: | 029_GR / Piz Corvatsch, Fextal, Val Fex, Lej Sgrischus;(Manganerzabbau) Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Sils im Engadin |
Beschreibung: | Über die Bergbauaktivitäten im Fextal ist nur wenig bekannt. Aus dem obersten Teil der in viele Schuppen aufgelösten Margnadecke des Fextales erwähnt R. Staub verschieden gefärbten Radiolarit mit Manganerz, begleitet von "Hyänenmarmor (Aptychenkalk), Ophioliten usw. Ein von Ing. Wohlers am Weg in der Nähe des "Lej Sgrischus" gesammeltes Manganerzstück enthielt 32,47 % Mn. Geiger: Aus dem Fextal im Oberengadin erwähnt R. STAUB manganerzführende Radiolarite, die von Hyänenmarmor (metamorphem Aptychenkalk) und Ophiolithen begleitet werden. Diese Gesteine gehören der hochpenninischen Margnadecke an, die Erze erscheinen somit in ähnlicher tektonischer Situation, wie die bei Falotta. Stellenweise sind relativ manganreiche Erze vorhanden. Eine Probe, die am Wege in der Nähe des Lej Sgrischus (südwestlich vom Piz Corvatsch) gesammelt wurde, enthielt 32,47 % Mn. Die absoluten Erzmengen sind jedoch nur unbedeutend. Erzmikroskopische Untersuchungen eines Stückes von der gleichen Stelle zeigten, dass die frischen Erze aus Braunit bestehen, der jedoch unter dem Einfluss der Verwitterung in lockere Manganoxyde übergeht. In kleinen Klüftchen konnten Rhodonit, Parsettensit und Manganokalzit in sehr geringen Mengen festgestellt werden. |
Koordinaten, ca.: | 780748 / 139103 |
Literatur: | - Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2 - Geiger, Th.;1948; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 27; Manganerze in den Radiolariten Graubündens; Seite 31 - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1980; Heft 13, 3; Seite 17; Metallhaltige Mineralien im Oberengadin und BergelI |
Mineralien: | - Braunit: Als Erzmineral. - Manganerz: - Manganocalcit: - Parsettensit: - Radiolarit: - Rhodonit: |
Gebiet: | 030_GR / Piz Corvatsch, Murtel Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Sils im Engadin |
Beschreibung: | Gipfel einige Kilometer südlich von St. Moritz. |
Koordinaten, ca.: | 781890 / 144140 |
Literatur: | - Lareida, Silvio; Schweizer Strahler; 1978; Seite 436-438; Eisenrosen aus dem Engadin- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 317 |
Mineralien: | - Aegirin-Augit: - Azurit: - Eisenrose: Bis 1 cm. - Hämatit: - Malachit: - Parsettensit: - Pyroxmangit: Lilarot, dicht verwachsen mit hellrosafarbenem Rhodochrosit, grauem Tephroit und schwarzen Manganoxiden, leicht zu verwechseln mit Rhodonit, Kristalle bis 0.5 mm Länge, oft verzwillingt, teilweise radialstrahlige Anordnung, eingewachsen im Gestein. - Quarz: Bis 2 cm. - Rhodochrosit: Hellrosa. - Rhodonit: - Siderit: Fingernagelförmig. - Spessartin: |
Gebiet: | 031_GR / Julierpass (dt.), Pass dal Güglia (rätorom.), Campfèr, Champfèr (rätorom.), Champfer (dt.);(Erzabbau) Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Silvaplana |
Beschreibung: | Urkundlich erwiesen sind Bergbautätigkeiten in diesem Gebiet ab dem 10 Jh. Detailliertere Angaben fehlen aber. |
Koordinaten, ca.: | 782183 / 150199 |
Literatur: | - Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2 |
Mineralien: | - Eisenerz: |
Gebiet: | 032_GR / Julierpass (dt.), Pass dal Güglia (rätorom.), Valletta del Julier, Valetta dal Güglia, Julia (rätorom.);(Manganerzabbau) Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Silvaplana |
Beschreibung: | Erwiesener Bergbau (Eisenerz) bis ca. 1942. Der Beginn der Bergbauaktivitäten ist nicht bekannt. Valletta del Julier heisst heute Valetta dal Güglia. Nördlich des Julierpasses liegt der Piz Valletta. Evtl. handelt es sich um eine Lokalität zwischen diesen beiden Orten. Die Valletta del Julier ist ein östlich der Julierpasshöhe nach Norden abzweigendes Seitentälchen des Val del Julier. Im untern und mittleren Teil wird das Tälchen flankiert von den mächtigen Granitmassen des Piz Julier und Piz Valletta (Berninadecke). Im obern Teil des Tales folgt eine Sedimentserie, die zur Zone von Samaden gehört. Am Aufbau dieser stark verschuppten Zone sind neben prätriadischen und triadischen Gesteinen auch mesozoische Glieder beteiligt (darunter auch Radiolarite). Nach H. P. CORNELIUS ist die Kreide durch die sog. Saluverserie vertreten. Neuere Untersuchungen von F. ROESLI sprechen jedoch eher für jurassisches Alter der Saluvergesteine. Im Gebiete nördlich des Piz Valletta erscheinen Komplexe von Radiolarit, in denen zahlreiche, aber unbedeutende Manganerzanreicherungen auftreten. Überall handelt es sich um schwach vererzten Radiolarit, wobei das Erz in Form von Anflügen und Krusten vorhanden ist. Durch die oberflächlichen, unregelmässige Flecken bildenden Überzüge werden grössere Erzmengen vorgetäuscht. Im Gebiet der Sedimentkuppe, die dem Piz Valletta nördlich vorgelagert ist, lassen sich insgesamt mehr als 15 kleinere Erzausbisse feststellen: 1. Vererzung in kleinem Radiolaritaufschluss an dem von Westen her in den Hauptbach fliessenden Bächlein. Höhe 2580 m. 2. Vererzung am gleichen Bach wie 1. Höhe 2690 m. 3. Im Radiolaritkomplex, der sich vom höchsten Punkt der Sedimentkuppe in nordöstlicher Richtung gegen den Hauptbach hinunterzieht, sind zwischen 2690 m und 2750 m an verschiedenen Stellen unregelmässige Erzimprägnationen festzustellen. 4. Im Radiolarit, der die Kuppe westlich umgürtet sind insgesamt etwa 10 Erzausbisse vorhanden. Höhe 2800-2850 m. Alle Fundstellen sind an rotgefärbte Radiolarienhornsteine und Tonschiefer gebunden. Grüngefärbte Varietäten sind nur in den obersten Partien aufgeschlossen, doch zeigen auch diese an vereinzelten Stellen sehr schwache Erzanflüge. Ein eigentümliches Merkmal dieser grün-grauen Radiolarite bilden Einschaltungen von polygenen Breccien, auf die schon H. P. CORNELIUS hingewiesen hat. Diese Brekzie besteht aus vorwiegend Dolomit- und spärlichen kristallinen Komponenten, die verkittet werden durch grün-graue Hornsteine. An einer Stelle bei 2850 m Höhe ist eine 2m mächtige Brekzienlage in den Radiolarit eingeschaltet, deren Hornsteinzement erhaben herausgewittert und von schwarzem Manganerz überkrustet ist. Im Zusammenhang mit den Erzeinschaltungen konnten keine Mangansilikate oder Karbonate gefunden werden. Auffallend ist nur, dass der rote Radiolarit in Erznähe eine schneeweisse Färbung annimmt. |
Koordinaten, ca.: | 776970 / 150650 |
Literatur: | - Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2 - Geiger, Th.; 1948; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 27; Manganerze in den Radiolariten Graubündens; Seite 30-31 |
Mineralien: | - Manganerz: - Radiolarit: Rot, in Erznähe schneeweiss |
Gebiet: | 033_GR / Oberhalbstein (dt.), Surses (rätorom.), Oberengadin, Surlej, Silvaplanersee, Plang Nagrin, Eva da Sett (Bachtobel), Piz dal Sasc (nördlich), Silser See (Westufer), Plaun dal Crot Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Silvaplana |
Beschreibung: | Koordinaten: 782.250 /146.870; Oberengadin, Surlej, Silvaplanersee: Schwarzer, massiger Serpentinit mit deutlicher Maschenstruktur. Zwischen den Chrysotilbändern, in denen feinste Magnetitschnüre eingelagert sind, finden sich Zentren sowohl mit Lizardit als auch mit Talk (röntgenographisch nachgewiesen). Antigorit erscheint zusammen mit Dolomit und Talk nur auf Klüften. Koordinaten: 770.000 / 145.380; Plang Nagrin, Eva da Sett: Brucit-Antigorit-Serpentinit. Brucit als feinste rötlichbraune Aggregate, evtl. mit Dolomit vermischt. Mögliche gelbliche, aber fragliche Pseudomorphose nach Orthopyroxen. Daneben Antigorit und Chromspinell-Magnetit (opak) und Klinopyroxenrelikte. Koordinaten: 770.000 / 145.380; Eva da Sett (Bachtobel): Grau-grüner, massiger Serpentinit (blättriger Antigorit-Serpentinit, mit reliktisch Klinopyroxenen, Orthopyroxen meist in Brucit umgewandelt, Spuren von Dolomit sowie Magnetit. Koordinaten: 770.960/142.480; nördlich Piz dal Sasc: Kontaktzone zwischen Antigorit-Serpentinit und Granat-Vesuvian-Fels. Weisse, 1-5 cm breite Diopsidlagen (mit garbenartigen Aggregaten) wechseln mit 1-5 mm breiten Antigorit- und Chloritlagen ab. Koordinaten: 776.375 / 144.430; Westufer Silser See, Plaun dal Crot: Feinste grüne Diopsidaggregate als Schlieren und Adern neben Calcit und Kluftantigorit im massigen Serpentinit. |
Koordinaten, ca.: | 770000 / 145380 |
Literatur: | - Dietrich, Volker; 1972; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 49; Die sulfidischen Vererzungen in den Oberhalbsteiner Serpentiniten |
Mineralien: | - Antigorit: Als Kluftantigorit. - Brucit: - Calcit: - Chrysotil: - Diopsid: - Kluft-Antigorit: - Magnetit: - Serpentinit: - Talk: |
Gebiet: | 034_GR / San Murezzan (rätorom.), Sankt Moritz (dt.), St. Moritz, Piz Nair;(Erzabbau) Region: Bezirk Maloja / Gemeinde St. Moritz |
Beschreibung: | Über die Bergbauaktivitäten (Beginn und Ende) am Piz Nair ist sehr wenig bekannt. Die Koordinaten zeigen auf die Bergspitze. |
Koordinaten, ca.: | 780270 / 153150 |
Literatur: | - Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2 |
Mineralien: | - Eisenerz: - Radiolarit: |
Gebiet: | 035_GR / Flüelapass, Fluelapass, Zuoz, God Rusatsch, Süs Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Zuoz |
Beschreibung: | Zu finden besonders in quarzführenden Linsen und Knauer, die an Paragneise und Mischgneise gebunden sind. Die ersten Angaben über Andalusite im Flüelagebiet geben A. Escher und B. Studer im Jahre 1839. Die von ihnen gesammelten Stücke stammen aus der Bergsturzmasse des God Rusatsch an der Flüelastrasse oberhalb Süs und befinden sich jetzt im Berner Naturhistorischen Museum. |
Koordinaten, ca.: | 791700 / 180800 |
Literatur: | - Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 144 - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 234 |
Mineralien: | - Andalusit: Bis 20 cm, meistens unter 10 cm, dicksäulig, frisch rosarot bis fleischrot, meistens blassrot bis violettrot. Mit weissem Quarz und weissem, grauem bis apfelgrünem Glimmer verwachsen, ziemlich deutlich kristallisiert, schmutzig pfirsichblütenrot bis grau, an den Kanten durchscheinend und stellenweise mit Glimmer überzogen. - Kyanit: - Muskovit: - Quarz: |
Gebiet: | 036_GR / Zuoz, Piz Virogla, Piz Viroula Region: Bezirk Maloja / Gemeinde Zuo |
Beschreibung: | Bearth: Wenn man auf dem Westgrate des Piz Virogla (heute Piz Viroula) bis zu dem nach dem Punkt 2980 nordwärts abzweigendem Grate geht, so stösst man an dieser Stelle auf zwei Turmalinpegmatitgänge, die nur etwa zwölf Meter voneinander entfernt liegen. Der westlich gelegene Gang ist ca. 20 m mächtig, der östliche davon etwa 25 m. Hundert Meter weiter im Osten trifft man einen dritten Gang derselben Art. Diese Pegmatite bilden kleine Türme im Grat, die schon durch die helle Farbe von den dunkeln Gesteinen der Umgebung stark abstechen. Der Kontakt mit den hornfelsartigen Gneisen der Umgebung ist sehr scharf. Manchmal beobachtet man Muskovit-reiche, wenige Zentimeter mächtige Apophysen der Gänge in das Nebengestein. Die Pegmatite zeigen deutliche Schieferung und eine wohl durch Kataklase erzeugte blassgraue Trübung des Feldspates und des Quarzes. Die oft mehrere Zentimeter grossen Kristalle von schwarzem Turmalin sind kristallographisch schlecht begrenzt und mit zahlreichen Einschlüssen besetzt. Der silberglänzende Muskovit bildet meist verbogene Tafeln von bis 4 cm Durchmesser. |
Koordinaten, ca.: | 789470 / 166600 |
Literatur: | - Bearth, P.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1932; Band 12; Heft 2; Seite 256 279; Geologie und Petrographie der Keschgruppe |
Mineralien: | - Muskovit: Silberglänzende Tafeln bis 4 cm. - Turmalin: Bis mehrere Zentimeter grossen Kristalle, schlecht begrenzt und mit zahlreichen Einschlüssen |
