Kanton GR, Bezirk Viamala
Fundorte > Graubünden
Vorkommen im Kanton Graubünden, Bezirk Viamala
Gebiet: | 001_GR / Andeer Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Andeer |
Beschreibung: | Im Roffnakristallin auf meterlangen Kluftflächen sind einige Mineralien zu finden deren Grösse 1 cm aber kaum übersteigt. Genauere Fundortangaben fehlen. Die Koordinaten- und Höhenangaben beziehen sich auf den Ort Andeer und nicht auf den genauen Fundpunkt. |
Koordinaten, ca.: | 752300 / 163300 |
Literatur: | - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 215 |
Mineralien: | - Adular: - Albit: - Calcit: - Chlorit: - Hämatit: - Quarz: - Turmalin: Nadelig und faserig, zum Teil im Quarz eingeschlossen. |
Gebiet: | 002_GR / Andeer, Piz Vizan (Nord- und Ostflanke) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Andeer |
Beschreibung: | Berg ca. 3 km westlich von Andeer. Funde stammen aus den Flanken der Nord- und der Ostseite. |
Koordinaten, ca.: | 749000 / 163120 |
Literatur: | - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954 |
Mineralien: | - Albit: Klar, farblos, klein bis mehrere cm, tafelig, nach dem Albitgesetz verzwillingt. - Calcit: Gelblich, skalenoedrisch. - Quarz: Klar. |
Gebiet: | 003_GR / Andeer, Piz Vizan, Promigilli Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Andeer |
Beschreibung: | Alp zwischen Andeer und dem westlichen Piz Vizan. |
Koordinaten, ca.: | 750850 / 163950 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 154 |
Mineralien: | - Albit: Klar, farblos, klein bis mehrere cm, tafelig, nach dem Albitgesetz verzwillingt. - Calcit: Gelblich, skalenoedrisch. - Quarz: Klar. |
Gebiet: | 004_GR / Andeer, Salegn (Grat), Piz la Tschera, Plan Davains, Plan di Bov Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Andeer |
Beschreibung: | Die Koordnaten zeigen auf den Piz la Tscherra. Auf dem Grat Salegn, südlich unterhalb des markanten Piz la Tschera oberhalb Andeer, in den Felshängen W Plan Davains, auf Plan di Bov, sind zahlreiche unregelmässig angeordnete, 2 bis 15 cm breite Erz- und Sideritschmitzen innerhalb der Roffnagneismasse festgestellt worden. Ein 15 m langer, überwachsener Abbauschlitz zeugt möglicherweiser von Bergbauversuchen in frühester Zeit. Bei den alten Schützengräben auf Salegn S Piz la Tschera und im Walde W Andeer sind vereinzelt Erzspuren nachzuweisen, die allerdings in der Oxydationszone gänzlich zu Brauneisen Umgewandelt wurden. |
Koordinaten, ca.: | 754860 / 161710 |
Literatur: | - Grünenfelder, Marc; 1956; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 35; Petrographie des Roffnakristallins in Mittelbünden und seine Eisenvererzung; Seite 35 - Stäbler, Hans; Bergknappe; 2015; Heft 126/127; Seite 71-101; Historischer Bergbau im Hinterrhein |
Mineralien: | - Siderit: |
Gebiet: | 005_GR / Avers Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Avers |
Beschreibung: | |
Koordinaten, ca.: | 758000 / 150000 |
Literatur: | - Maurizio, Remo & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 3; Seite 525 - 557; Neue Mineralien des Bergells (Schweiz-Italien) - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 262 |
Mineralien: | - Crossit: Im Marmor, blaue Amphibolvarietät. - Glaukophan: Im Marmor, blaue Amphibolvarietät. - Magnesioriebeckit: |
Gebiet: | 006_GR / Averstal (Ausgang), Gruoba;(Kupfererzabbau) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Avers |
Beschreibung: | Am Ausgang des Averstales findet sich ein schmales in Roffnaporphyre eingekeiltes Triasband. Dasselbe enthält als primäres Erz Antimonfahlerz; ausgesuchte Erzproben ergaben 16% Cu und 0,005% Ag. Die Erzgrube "Gruoba" wurde bis 1870 betrieben. |
Koordinaten, ca.: | 757600 / 150050 |
Literatur: | - Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917 |
Mineralien: | - Tetraedrit: |
Gebiet: | 007_GR / Domleschg (dt.), Tumliasca (rätorom.), Erlweggrube Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Domleschg |
Beschreibung: | Die Grube kann auf der Karte nicht gefunden werden. |
Koordinaten, ca.: | |
Literatur: | - Martin, Roger; Schweizer Strahler; 1977; Seite 260-264; Apatit vom Domleschg |
Mineralien: | - Albit: - Apatit: Klein. - Aragonit: - Galenit: - Quarz: - Sphalerit: |
Gebiet: | 008_GR / Domleschg (dt.), Tumliasca (rätorom.), Scheid, Alp Raguta Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Domleschg |
Beschreibung: | Auf dieser Alp, auf ca. 1850 m ü. M. Die Koordinaten zeigen auf die Alp Raguta, Höhe 1950 m ü. M. |
Koordinaten, ca.: | 754300 / 184800 |
Literatur: | - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 223 |
Mineralien: | - Quarz: Reichlich, Einzelkristalle und Gruppen, meistens milchig, gedrungene Gestalt, Kantenlänge bis 18 cm. |
Gebiet: | 009_GR / Domleschg (dt.), Tumliasca (rätorom.), Scheid, Alp Raguta, Dreibündenstein Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Domleschg |
Beschreibung: | Lokalität ostnordöstlich der Alp Raguta. |
Koordinaten, ca.: | 757150 / 18535 |
Literatur: | - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 223 |
Mineralien: | - Baryt: Klein, weiss, tafelig, auf Quarz. - Quarz: Mit Baryt belegt. |
Gebiet: | 010_GR / Domleschg (dt.), Tumliasca (rätorom.), Stätzer Horn (Westseite), Val d'Almen Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Domleschg |
Beschreibung: | Im Bündnerschiefer. |
Koordinaten, ca.: | 755930 / 179580 |
Literatur: | - Stalder,Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 100 |
Mineralien: | - Calcit: 1. Generation: tafelig, bis 12 cm Durchmesser; 2. Generation: wulstige Anwachsungen an den Tafelrändern. |
Gebiet: | 011_GR / Domleschg (dt.), Tumliasca (rätorom.), Stätzer Horn (Westseite), Val da Dusch Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Domleschg |
Beschreibung: | Im Bündnerschiefer. Koordinaten auf den Bach im Val da Dusch. |
Koordinaten, ca.: | 755642 / 180740 |
Literatur: | - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 100 |
Mineralien: | - Calcit: 1. Generation: tafelig, bis 12 cm Durchmesser; 2. Generation: wulstige Anwachsungen an den Tafelrändern. |
Gebiet: | 012_GR / Sils-Domleschg, Cugnieltobel, Cugnieler Tobel Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Domleschg |
Beschreibung: | In senkrecht verlaufenden Quarzbändern, welche von mächtigen Calcitbändern begleitet werden. |
Koordinaten, ca.: | 756000 / 173240 |
Literatur: | - Peretti,Adolf; Urner Mineralienfreund; 1981; Heft 1; Seite 7-8 |
Mineralien: | - Arsenopyrit: In kompaktem Kieselkalk eingesprengt. Cm-gross, oft in Prismenkombinationen, verzwillingt nach (110), selten auch im Quarz eingeschlossen. - Galenit: - Quarz: - Sphalerit: Im derben Quarz, meist neben Arsenopyrit und Galenit, bis cm-gross. |
Gebiet: | 013_GR / Ausserferrera Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Ferrera |
Beschreibung: | |
Koordinaten, ca.: | 753500 / 158100 |
Literatur: | - Lareida, Silvio.; Schweizer Strahler; 1985; Seite 192-197; Axinitfund im Samnaun |
Mineralien: | - Axinit-(Fe): - Hämatit: Klein, hochglänzend, schön. |
Gebiet: | 014_GR / Ausserferrera, Piz Hirli, Alp Nursera, Alp Ursera, La Hütta, Gruoba, Sta. Anna (Stollen), Bethlehem (Stollen), Römerstollen, Rebassostollen, Metacalcinastollen, Cantinastollen, Traversa;(Kupfer-Silber-Erzabbau) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Ferrera |
Beschreibung: | Westlich von Ausserferrera und südlich von Andeer gelegen. Eine Kupfer-Silber-Lagerstätte, in der letztmals 1867 abgebaut wurde. Umfangreiche Bergwerksanlagen befinden sich in Ursera. Das Bergwerk Ursera liegt zwischen dem Hinter- und Averserrhein auf dem Nordausläufer des Piz Hirli. An verschiedenen Stellen sind dem dort vorkommenden Andeerer-Granit hellgelbe Dolomitkeile eingelagert. An der Nordseite dieser Keile liegt zum Granit noch eine Quarzzwischenschicht mit einer Mächtigkeit von 0.5 bis 2 Meter mit eingelagerten Kupfererzen. Meistens ist das Erz fein verteilt und nur selten in 2 bis 5 cm grossen Nestern vorhanden. Diese Vererzungen sind an der Oberfläche durch grüne und blaue Oxidationserze gekennzeichnet. Diese kräftigen Oxidationserze verleiteten früher zu der Annahme, man hätte es mit einer reichhaltigen Vererzung zu tun, obwohl der Erzgehalt verschwindend klein ist (Silberanteil 1.5%). Ursera: Auf der westlichen Seite des Ferreratals, zwischen Andeer und Ferrera, liegt das Bergwerk Ursera. Der Umfang der Abbautätigkeit übertrifft jene der anderen Erz-Lagerstätten der Region Schams. Krähenbühl: Die Lagerstätte liegt im Gebiet der Gemeinde Andeer im Schams. Zwischen Hinter- und Averser-Rhein schiebt sich von Süden her ein Ausläufer des Hirli (2850 m ü.M.) zwischen Val Ferrera und Surettatal - der dichtbewaldete Felskopf von Rofna - ein. Dieser trägt die Lagerstätte, welche Gruoba (Grube) genannt wird. Die Lagerstätte quert den Felskopf in einer schmalen, unzusammenhängenden, ENE-streichenden Zone, die im Streichen auf 1,5 km verfolgbar ist. Die Aufschlüsse liegen zwischen 1450 und 1730 m ü.M. Der Hauptteil des Vorkommens befindet sich auf der N-Seite eines kleinen, flach gegen ENE verlaufenden Tälchens, welches sich vom Weg nach der Alp Ursera bis an den Steilabsturz zum Val Ferrera erstreckt. Die heute noch vorhandenen Aufschlüsse sind erzarm und verraten nichts von angeblichem früherem Reichtum der Lagerstätte. Die Erze treten nur innerhalb der Mischzone auf; die Lagerstätte hat daher die Form von "Lagergängen", die zwischen Dolomit und Gneis eingeschoben sind. Die Vererzung ist hauptsächlich auf die Schuppe 1 bis 3 beschränkt, der Hauptkeil ist in der Erosionsrinne östlich von P 1522 und auf Traversa schwach vererzt. Die Erze treten vor allem im Quarzit, aber auch im Serizitschiefer und im Gneis auf. Merkwürdigerweise fehlt vererzter Dolomit fast vollständig. Die Vererzung umfasst eine Zone von 0,5 - 2 m, deren Erzgehalt grossen Schwankungen unterworfen ist. An Erzen sind vorhanden: Tetraedrit, Chalkopyrit, Bornit, Antimonit, Bleiglanz, Pyrit, Covellin, Malachit, Azurit und Tirolit. Escher zu Ursera (Auszug): Die Lagerstätte liegt im Gebiet der Gemeinde Andeer. Zwischen Hinter- und Averser Rhein schiebt sieh von S her ein Ausläufer des Hirli (2859 m ü. M., zwischen Val Ferrera und Surettatal), der dichtbewaldete Felskopf von Rofna, ein; dieser trägt die Lagerstätte, welche Gruoba (Gruben) genannt wird. Da sich das Vorkommen nur 1,5 km nördlich der Alp Ursera befindet, wird es hier mit dem Namen dieser Alp bezeichnet. Die Lagerstätte quert den Felskopf in einer schmalen, unzusammenhängenden, ENE-streichenden Zone, die im Streichen auf 1,5 km verfolgbar ist. Die Aufschlüsse liegen zwischen 1450 und 1730 m ü. M. Der Hauptteil des Vorkommens befindet sich auf der N-Seite eines kleinen, flach gegen ENE verlaufenden Tälchens, welches sich vom Weg nach der Alp Ursera bis an den Steilabsturz zum Val Ferrera erstreckt. Nördlich davon liegen zwei flache, bewaldete Kuppen; die westliche wird im folgenden mit P. 1590, die östliche mit P. 1560 (Aneroid) bezeichnet. An Erzen sind vorhanden: Tetraedrit, Chalkopyrit, Bornit, Antimonit, Bleiglanz, Pyrit, Covellin, Malachit, Azurit. Die Oxydationserze Covellin, Malachit und Azurit sind häufig. |
Koordinaten, ca.: | 752100 / 158010 |
Literatur: | - Escher, Eduard; 1935; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, 18. Lieferung; Seite 27-39; Die Cu-Lagerstätte der Alp Ursera (Andeer) - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1990/2; Heft 52; Seite 2-8; Der Bergbau im Schams und Ferreratal: Die Kupferlagerstätte der Alp Ursera-Andeer, Fortsetzung 2 - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 254 - Stäbler, Hans; Bergknappe; 1997/2; Heft 80; Seite 12-14; Bergbau im Hinterrheingebiet - Stäbler, Hans; Bergknappe; 2015; Heft 126/127; Seite 71-101; Historischer Bergbau im Hinterrhein - Stäbler, Hans; Terra Grischuna, Graubünden; 1980, April; Heft 2; Seite 75-79 - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 58,81,160,387 - Wanner, St.; Bergknappe; 2001/4; Heft 98; Seite 13-19; Das historische Bergbaugebiet Ursera im Schams und die PRO GRUOBA |
Mineralien: | - Antimonit: Als Erzvorkommen. Der Antimonit fand sich nur auf Trversa in einzelnen, verbogenen, zerbrochenen Nadeln dem Quarzit gelagert. - Azurit: Aus einem Fahlerzvorkommen. Malachit und Azurit bilden als stete Begleiter des Fahlerzes flechtenartige Überzüge auf Rissen im Quarzit, und zeigen, im Verein mit rostiger Anwitterung, selbst den geringsten Erzgehalt des Gesteins an. - Baryt: Als Gangmineral. Der nicht sehr häufige Baryt tritt als einzige Gangart in derben, körnigen Massen auf, die das Nebengestein in konkordanten Lagen durchziehen. - Bornit: Der Bornit wurde in geringen Mengen auf Traversa und im Tagbau südlich P. 1560 gefunden. Er enthält häufig entmischte Spindeln und Stäbchen von Kupferkies sowie kleine, rundliche Bleiglanzeinschlüsse. Mit Fahlerz und Kupferkies ist er eng verwachsen. Die gegenseitigen Beziehungen der drei Erze entsprechen genau den auf Taspin beobachteten. - Calcit: - Chalkopyrit: Der Chalkopyrit ist in scharfbegrenzten Körnern ein steter Begleiter des Fahlerzes und ist mit diesem verwachsen. Der Chalkopyrit kommt auch selbständig, in Einzelkörnern und Aggregaten mit granoblastischer Struktur dem Nebengestein eingesprengt, vor. - Covellin: Ersterer durchzieht in dünnen Schnüren das Fahlerz und den Bornit, in letzterm findet man ihn auch in grossen, blättrigen Individuen, die mit dem Wirt zuweilen myrmekitartig verwachsen sind. - Dolomit: - Fahlerz: Das Fahlerz ist Hauptmineral, alle übrigen Erze sind untergeordnet. - Galenit: Der Bleiglanz ist selten, ausser als Einschlüsse im Bornit tritt er in einzelnen, dem Nebengestein eingesprengten Körnern auf. - Malachit: Malachit und Azurit bilden als stete Begleiter des Fahlerzes flechtenartige Überzüge auf Rissen im Quarzit, und zeigen, im Verein mit rostiger Anwitterung, selbst den geringsten Erzgehalt des Gesteins an. - Pyrit: Der Pyrit ist auf der ganzen Lagerstätte in den Erzen sowie im Nebengestein verbreitet. - Quarz: Als Gangmineral. Quarz, der durch die Vererzung zugeführt wurde, konnte neben dem Triasquarzit nicht nachgewiesen werden. - Stibnit: Neben Tetraedrit als Erzimprägnationen in Triasquarzit (Escher, 1935). - Tetraedrit: Der Tetraedrit zeigt die typische schmutzig-graugrüne Reflexfarbe (Fahlerz). Das reine Mineral führt 1,46 0/0 Silber und ist schwach arsenhaltig. Einschlüsse die als Ag-Träger in Betracht kommen könnten, sind nicht wahrnehmbar; das Silber muss in fester Lösung eingelagert sein. - Tirolit: |
Gebiet: | 015_GR / Ferrera - Val Niemet (Druckstollen), Valle di Lei - Ferrera, Wasserschloss Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Ferrera |
Beschreibung: | Die Koordinaten zeigen auf das Val Niemet und nicht auf den Ein-/Austritt des Druckstollens. Beim Auffahren des Druckstollens Valle di Lei-Ferrera stiess man bei 529 und 534 m südlich des Wasserschlosses Innerferrera in den triadischen Dolomitmarmoren auf zwei vererzte Ruschelzonen, die recht hohe radiometrische Anomalien zeigten. Das Erz liegt makroskopisch annähernd parallel den S-Flächen der Marmore in kleinen Linsen und Trümern von Dezimeter-Mächtigkeit vor. Folgende Erzmineralien treten auf: Pyrit, Galenit, Fahlerz, Sphalerit, Uraninit, Chalkopyrit, Bornit, Covellin, Chalkosin und Molybdänit. |
Koordinaten, ca.: | 751860 / 152340 |
Literatur: | - Dietrich,V., Huonder,N., Rybach,L.;1967; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 44; Uranvererzungen im Druckstollen Ferrera - Val Niemet. |
Mineralien: | - Baryt: Als Gangart in idiomorpher bis xenomorpher Ausbildung, manchmal strahlungsgefärbt. Tritt teilweise ausserordentlich frisch auf. - Bornit: Meist xenomorph ausgebildet. Meist xenomorph ausgebildet. - Calcit: Als Gangart in idiomorpher bis xenomorpher Ausbildung. Der Calcit zeigt frische Zwillingslamellen. - Chalkopyrit: In zwei Anschliffen beobachtet. Meist xenomorph ausgebildet. - Chalkosin: Meist xenomorph ausgebildet. Meist xenomorph ausgebildet. - Covellin: Meist xenomorph ausgebildet. Meist xenomorph ausgebildet. Im Bornit (dunkelgrau) tritt Covellinbildung mit myrmekitischen Verdrängungsstrukturen auf. - Dolomit: - Fahlerz: Mit dem Galenit ist das Fahlerz sehr häufig verwachsen, und nach seinen optischen Eigenschaften konnte es als Tennantit (schmutzig grüner Farbton) bestimmen. Wie Untersuchungen mit der Mikrosunde zeigten, enthält dieses Fahlerz ausser hohen Anteilen von Kupfer und Arsen noch Spuren von Antimon. Auch dürften im Fahlerz unsere Silbergehalte liegen. - Fuchsit: Siehe unter Glimmer. - Galenit: Galenit ist das zweithäufigste Mineral. Er ist xenomorph ausgebildet und liegt sowohl in Fetzen und Schnüren zwischen der Gangart als auch an den Rändern, in Klüften oder selbst im Pyrit. Meist ist er jedoch mit Fahlerz verwachsen, seltener mit Sphalerit oder auch mit Bornit. - Glimmer: Die die Marmore durchziehenden verruschelten und vererzten Zonen zeigen nun folgenden Aufbau. Der Kontakt zum Nebengestein wird meistens durch eine oder mehrere schon leicht vererzte Glimmerlagen gebildet. Bei diesen Glimmern handelt es sich um Serizit bis Muskovit oder um deren chromhaltige Varietät Fuchsit. - Marmor: Die Marmore sind meist reinweiss und enthalten graue Bänder und Schlieren. Makroskopisch weisen sie eine massige Textur auf und haben ein zuckerkörniges Aussehen. - Molybdänit: Untergeordnet fanden sich in zwei Anschliffen, in denen wir starke tektonische Durchbewegungen erkennen konnten ein den Galenit, Fahlerz und Pyrit umfliessendes schlierig bis feinschuppiges Mineral, das mit Hilfe der Mikrosonde als Molybdänit bestimmt werden konnte - Muskovit: Siehe unter Glimmer. - Pyrit: - Quarz: Als Gangart in idiomorpher bis xenomorpher Ausbildung. Tritt teilweise ausserordentlich frisch auf und zeigt keine metamorphen Überprägungen. Quarz weist nur geringe undulöse Auslöschung auf. - Rutil: Konnte in Anschliffen beobachet werden. Untergeordnet fanden sich in zwei Anschliffen, in denen wir starke tektonische Durchbewegungen erkennen konnten, Rutil. - Sericit: Siehe unter Glimmer. - Sphalerit: Sphalerit kommt in den Anschliffen relativ selten vor. Das Mineral wurde aul' Grund seines Rellexionsvermögens, seiner Innenrellexe und Ätzstrukturen bestimmt. Zu sehen sind xenomorphen Formen, Verwachsungen mit Galenit, Fahlerz und Pyrit. - Tennantit: Siehe unter Fahlerz. - Uraninit: Das Uraninit ist in einigen Sclhiffen relativ häufig und meist in traubig-nierigen und kugeligen Formen erhalten. Idiomorphe Ausbildungen des Uranpecherzes (Uraninit) konnten nur noch angedeutet festgestellt werden. |
Gebiet: | 016_GR / Ferrera, Oberhalbstein (dt.), Surses (rätorom.), Piz Alv Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Ferrera |
Beschreibung: | Dem Piz Alv im Nordosten vorgelagert liegt ein breites, relativ flaches 2660 bis 2690 Meter hoch liegendes Plateau, in dem sich nordöstlich des Gipfels die bis 20 m mächtigen Hämatit- Vererzungen befinden, die auf eine Länge von 100 Meter aufgeschlossen waren. Ca. 600 m nordöstlich des Gipfels bei 2700 m, ein weiteres Flöz von ca. 20 m Länge und 2 m Mächtigkeit. Zudem 200 m weiter nordöstlich in einem Tälchen an der Basis eines von einem Rauhwackezug überschobenen Triasstückes sowohl in der Rauhwacke wie im hangenden Kalk eisenschüssige Lagen, die hochwertiges Eisenerz führen. Diese sehr genauen Umschreibungen der Vorkommen am Piz Alv sind nun zusammengefasst unter dem Zwischentitel «Schmorrasgrat (Piz Alv)». Als Schmorrasgrat wird eindeutig das circa 750 Meter lange Gratstück südlich des Piz Settember bis zur Fuorcla Cotschna bezeichnet. Südlich dieses Passes steigt eine Geröllhalde und Felswand steil zum 180 Meter höher gelegenen Plateau an, auf dem sich die Lagerstätten des Piz Alv befinden. Hat man das Plateau auf circa 2650 Meter einmal erreicht, so sind die verschiedenen Abbaustellen schon auf Distanz an den noch vorhandenen Haufen aufbereiteten Hämatiterzes im hellen Kalk und Dolomit gut erkennbar, wobei das Gestein hier dachziegelartig verfaltet ist. In diesen NE-SW verlaufenden Falten liegen auch die gangartigen Flöze und tauchen meist in die Tiefe ab. Die Hauptvererzungszone liegt etwa bei Koord.758.200/155.325 auf 2660 m. Hier stösst man auf einen senkrecht, etliche Meter tief abtauchenden, viereckigen Schacht, der im obersten Teil in Holz ausgebaut. Neben dem Schacht liegen noch recht viele, z.T. viereckige, ausgebrachte, massive Erzbrocken herum. Folgt man dem Flöz, das hier auch am Tage abgebaut wurde, entlang dieser Falte gegen Westen, so trifft man auf weitere verstürzte Pingen oder Schächte, wobei das Erz etwas schiefrig wird. |
Koordinaten, ca.: | 758200 / 155325 |
Literatur: | - Brun, Eduard; Bergknappe; 2001/3; Heft 97; Seite 15 - 21; Der Eisenerzabbau am Piz Alv im Oberhalbstein GR - Brun, Eduard; Minaria Helvetica; 2000; Heft 20a; Seite 71 - 78; Der Eisenerzabbau am Piz AIv im Oberhalbstein GR |
Mineralien: | - Hämatit: |
Gebiet: | 017_GR / Innerferrera - Piz Grisch, Piz Grisch Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Ferrera |
Beschreibung: | Koordinaten auf den Piz Grisch. In der Region zwischen Innerferrera und dem Piz Grisch sind in der sonst mineralienarmen Surettadecke einige kleine Klüfte entdeckt worden. Aus der Gegend unterhalb des Piz Grisch wird auch eine alte Manganmine erwähnt. Bei einer Begehung durch St. Ansermet, St. Cuchet, J. Brugger und N. Meisser konnte das neue Mineral Pizgrischit gefunden werden. Bis zur klaren Bestimmung des Fundes sollten aber noch 20 Jahre verstreichen. Erst im April 2000 wurde es als neue Mineralart anerkannt. Die gleiche Lokalität lieferte drei neue Mineralarten: Fianelit, Ansermit und Scheuchzerit. Siehe auch unter Fundort 'Val Ferrera, Final, Fianell (Mine);(Erzabbau)'. |
Koordinaten, ca.: | 756040 / 155400 |
Literatur: | - Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 2007; Seite 14 - 17; Ein neues Mineral aus Graubünden - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 215 - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 148,431 |
Mineralien: | - Adular: In zwei Generationen: 1. milchig sattweiss, 2. rosa farbig. - Albit: - Ansermetit: - Calcit: - Chlorit: - Eisenrose: - Emplektit: Nadelig, eingeschlossen im Quarz, bis 3 cm (Grünenfelder, 1956). - Fianelit: - Hämatit: Bevorzugt als Eisenrosen ausgebildet. - Pizgrischit: - Quarz: - Scheuchzerit: - Wittichenit: Klein, körnig, erzmikroskopisch (Grünenfelder, 1956). |
Gebiet: | 018_GR / Innerferrera - Piz Grisch, Piz Grisch;(Erzabbau) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Ferrera |
Beschreibung: | Eine Lagerstätte, welche für die bündnerischen Verhältnisse eine ungewöhnlich grosse Oberflächenausdehnung besitzt, befindet sich auf dem Plateau nördlich unterhalb des Piz Grisch. Die vererzte Zone erreicht eine Dimension von 65 x 80 Meter. Auf einer Länge von 50 Meter wurde das Erz steinbruchartig abgebaut. Dabei entstand eine Wand von 12 Meter Höhe. Abgebaut wurden Mangan- und Eisenerz. Grünenfelder: "...Innerhalb der den Gipfel des Piz Grisch (3060 m) aufbauenden kristallinen Rückfalte liegt der ebenfalls flözartige Erzkörper auf 2850 m ü. M., unterhalb des gegen den Piz la Mazza sich erstreckenden NW-Grates. Der Hauptausbiss besteht aus einem auf 80 m Länge aufgeschlossenen und durchschnittlich 5m mächtigen Flöz, das beidseitig in das Nebengestein ausfingert. Die Vererzung: Die Hauptvererzung entspricht vollkommen jener der Lagerstätte Sut Fuina. Ein Unterschied besteht allerdings im Auftreten einer als sekundär hydrothermal zu betrachtenden Cu-Bi-Paragenese, die unmittelbar im Hangenden in Gefolgschaft einer leukokraten, im wesentlichen aus Quarz bestehenden Gangmasse auftritt. Ihre Mächtigkeit beträgt rund 50 cm. Der Übergang sowohl zum Sideritflöz als auch zum Nebengestein verläuft kontinuierlich. |
Koordinaten, ca.: | 756040 / 155400 |
Literatur: | - Grünenfelder, Marc; 1956; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 35; Petrographie des Roffnakristallins in Mittelbünden und seine Eisenvererzung; Seite 30 - Stäbler, Hans; Terra Grischuna, Graubünden; 1980, April; Heft 2; Seite 75-79 |
Mineralien: | - Aegirin: In spärlichen Mengen. - Albit: In deutlichen Mengen. - Bismuthinit: Allotriomorphe, lappige bis skelettartige Gebilde von durchschnittlich 1/100 mm Korngrösse. - Bornit: In geringen Mengen. - Calcit: In deutlichen Mengen. - Chalkopyrit: In geringen Mengen. Abgesehen von der auf der Lagerstätte Piz Grisch vorhandenen Vergesellschaftung mit Wismut-Erzen ist Kupferkies selten vorzufinden - Chalkosin: In geringen Mengen. - Eisenerz: - Emplektit: Nadelige bis strahlige, gestreifte Individuen von wechselnder Korngrösse, maximal 2 cm lang und 0,5 mm breit, grobkataklastisch etwas zerrissen. Extensität: in einzelnen Teileinheiten verbreitetes Mineral. - Fahlerz: In geringen Mengen. - Ilmenit: In sehr geringen Mengen. - Manganerz: - Pyrit: In spärlichen Mengen. - Quarz: In grossen Mengen. - Serizit: In deutlichen Mengen. - Siderit: In grossen Mengen. - Wismuterze: - Wittichenit: Xenomorphes Aggregat gleicher Korngrösse wie Klaprothit, rundlich, teilweise elliptisch angeordnet. In sehr geringen Mengen auftretend. |
Gebiet: | 019_GR / Innerferrera, Alp Samada sura, Alp Samada sut, Samada sura, Parsagna;(Erzabbau) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Ferrera |
Beschreibung: | In der Region Samada sut fand in früheren Jahren ein Erzabbau oder ein Erzabbauversuch auf Hämatit und/oder Magnetit statt. Samada sura liegt ca. 1 km südlich von Samada sut. Alp Samada: Gegenüber der Erzzone Martegn-Muttala sura, auf der rechten Seite des Ferreratals, liegt die Alp Samada. Drei kleinere Eisenerzflöze sind hier zu finden. Oberhalb der Alphütte von Samada sura liegt das eine Abbaugebiet. Auf 1800 m neben dem Weg, der Innerferrera mit der Alp verbindet, baute man mittels eines Schlitzes die 2,5 m mächtige Siderit-Linse ab. Interessanterweise wurde hier nur quarzreiches Siderit abgebaut, das Magnetit und Hämatit an der Basis der Lagerstätte blieb unbeachtet. Der dritte Abbau befindet sich am Fusse der Felswand. Abgebaut wurde ein Siderit-Flöz, welches sich etwa 50 Meter weit in der Felswand verfolgen lässt. Grünenfelder Samada Sut: Die Vererzung liegt auf 1780 m, unmittelbar östlich der Alphütten von Samada Sut. Der Ausbiss ist auf eine 15 m lange und 1m mächtige Erzlinse beschränkt, dessen liegende Partie von Waldboden bedeckt ist. Grünenfelder Samada Sura: Unmittelbar neben dem Weg, der die Alphütten von Samada Sura mit Innerferrera verbindet, liegt die Lagerstätte auf 1720 m. Der Hauptausbiss ist in einem in der Streichrichtung 20 m langen Schlitz, der auf 7 m abgeteuft wurde, sichtbar. Nach Grünenfelder können auf einer Sideritlagerstätte folgende Mineralien (meist mikroskopisch) vorkommen: Albit, Anatas, Azurit, Bornit, Calcit, Chalkopyrit (Kupferkies), Chalkosin (Kupferglanz), Chlorit, Covellin, Fahlerz, Ferrostilpnomelan, Goethit, Hämatit, Ilmenit, Magnetit, Malachit, Muskovit, Pyrit, Quarz, Rutil. 200 m südlich des Hauptausbisses der Lagerstätte von Samada Sura tritt auf 1760 m auf einer Länge von 15 m eine Hämatitvererzung in Form von 15 cm dicken Adern auf. Der Aufschluss lässt sich unmittelbar über dem Waldboden verfolgen, so dass über dessen Mächtigkeit und mögliche räumliche Verbindung mit dem Lager Samada Sura nichts ausgesagt werden kann. Mikroskopisch lassen sich 0,5 mm lange, meist verbogene Hämatitschuppen erkennen, die teils schwarmartig aggregiert sind, teils ein sperriges Gefüge mit der Gangart bilden. Als solche treten feinkörniger, zerbrochener Quarz, einzelne Zoisitkörner und Stilpnomelan-Aggregate auf, die sich lagenartig anreichern und salbandartig einzelne Hämatiterzlinsen umschliessen. Sekundäre Zerrkluftbildungen führten zu groblamellarer Neukristallisation von Hämatit und Quarz. Den gleichen Charakter weisen vereinzelte Vererzungsstellen im Walde nahe der Parsagnabrücke, nach dem Eingang ins Val Ferrera, auf der linken Talseite, auf. Gleiche Verhältnisse finden wir auch in der Nähe der Grenze zwischen triasischem Marmor und Roffnagneis auf der rechten Talseite des Surettatales ESE der Alphütten. Krähenbühl: Diese liegt gegenüber der Erzzone von Martegn-Mutalla sura auf der rechten Seite des Ferreratales. In diesem Gebiet befinden sich drei kleinere Eisenerzflöze. Die eine Vererzung, ein 15 m langes durchschnittlich 1 m mächtiges Band liegt oberhalb der Alphütten von Samada sura. Es wurde steinbruchartig abgebaut. Auf 1'800 m Höhe, unmittelbar neben dem Weg, der Innerferrera mit der Alp verbindet, wurde eine 20 m lange und 2,5 m mächtige Sideritlinse mittels eines 7 m tiefen Schlitzes abgebaut. Als Stützen wurden in der Mitte des Abbaues Erzpfeiler stehen gelassen. Man baute nur das meist quarzreiche Sideriterz ab. Die aus Magnetit und Hämatit bestehende Eisenerzzone an der Basis der Lagerstätte blieb unbeachtet, obwohl der Eisengehalt von durchschnittlich 32%, denjenigen der Sideritmasse von 20% deutlich überstieg. Ein weiterer Abbau befindet sich am Fusse einer Felswand, gegenüber der Kraftwerkzentrale Innerferrera. Mineralien: Quarz- Aegirin, Erz: Siderit- Hämatit. Weitere Beschreibung: Samada sura Lage: unmittelbar oberhalb des Weges von Inner Ferrera nach Alp Samada bei 1720 m, über der Marmorfelswand an der Grenze von Gneis oben und Trias unten. |
Koordinaten, ca.: | 753694 / 156196 |
Literatur: | - 1923; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, VIII. Lieferung; 1. Band; Seite 229 - 230; Die Eisen- und Manganerze der Schweiz - Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2 - Grünenfelder,Marc; 1956; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 35; Petrographie des Roffnakristallins in Mittelbünden und seine Eisenvererzung; Seite 30,32 - Krähenbühl,Hans;Bergknappe;1991/1;Heft 55;Seite 8-11; Der Bergbau im Schams und Ferreratal: Weitere Abbaustellen, Schluss - Stäbler, Hans; Bergknappe; 2015; Heft 126/127; Seite 71-101; Historischer Bergbau im Hinterrhein |
Mineralien: | - Aegirin: Strahlig bis tafelig angeordnet auf und bildet je nach Vergesellschaftung 0,1 bis 5 cm lange faserig-stängelige Massen von grüner bis dunkelgrüner Farbe. - Albit: Samada Sut: In deutlichen Mengen. - Calcit: Samada Sut: In deutlichen Mengen. Samada Sura: In spärlichen Mengen. - Chalkopyrit: Samada Sut, Samada Sura: In geringen Mengen. - Eisenerz: - Hämatit: Samada Sura: In deutlichen Mengen. - Magnetit: Sein Auftreten ist auf die Lagerstätte Samada Sura beschränkt. - Pyrit: Samada Sut, Samada Sura: In deutlichen Mengen. - Quarz: Samada Sut, Samada Sura: In grossen Mengen. - Serizit: Samada Sut, Samada Sura: In geringen Mengen. - Siderit: Samada Sut, Samada Sura: In grossen Mengen. - Stilpnomelan: Samada Sura: In deutlichen Mengen. |
Gebiet: | 020_GR / Innerferrera, Piotta, Val di Lei, Valle di Lei; (Erzabbau) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Ferrera |
Beschreibung: | Die Koordinaten zeigen auf einen Punkt südöstlich von Piotta (Punt di Val Lei). Valle di Lei: Eine sagenumwobene Erzabbaustelle liegt auf der linken Seite des vorderen Valle di Lei. Südöstlich des Hügels Piotta sind noch heute Spuren zu finden. Anlass zum Bau eines 40 m langen Abbaustollens gab eine rot-braun gefärbte Kupfer-Vererzung. Nach Berichten der Einwohner Innerferreras lag eine andere, bedeutsamere Abbaustelle 500 m weiter hinten im Tal. Der Stollen, gebaut um die grossen Erzmengen zu gewinnen, wurde jedoch von einem breiten Felssturz verschüttet. Bei der Vererzung könnte es sich nach dem Auftreten der Erzmineralien um eine mesothermale, stark eisenreiche Kupfer-Arsen-Formation mit hohen Gehalten an Uranpecherz handeln. Folgende Erzmineralien treten auf: Pyrit, Bleiglanz, Fahlerz, Zinkblende, Uranpecherz, Kupferkies, Bornit, Covellin, Kupferglanz und Molybdänglanz. Die petrographischen Untersuchungen lassen auf ein mesozoisches Alter der Vererzung schliessen, das zwischen dem unteren Jura und der beginnenden alpinen Faltung liegt. In der Vererzungszone konnten Gehalte bis 1010 ppm U festgestellt werden. |
Koordinaten, ca.: | 755450 / 152740 |
Literatur: | - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1986/3; Heft 37; Seite 2-11; Haben die Plurser Bergherren auch im Averser-, Madrisathal und im Val di Lei Bergbau betrieben? - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1991/1; Heft 55; Seite 8-11; Der Bergbau im Schams und Ferreratal: Weitere Abbaustellen, Schluss |
Mineralien: | - Erz: |
Gebiet: | 021_GR / Innerferrera, Piotta, Val di Lei, Valle di Lei; (Uranerzabbau) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Ferrera |
Beschreibung: | Kleine Indikationen von Uran sind im Val Ferrera, Val di Lej, festgestellt worden. Die Angaben sind recht ungenau. Die Koordinaten zeigen auf einen zufälligen Punkt im Val di Lej (Punt di Val Lei). |
Koordinaten, ca.: | 755450 / 152740 |
Literatur: | - Redaktion; Bergknappe; 1980/2; Heft 12; Seite 18; «Schweizer Uran» für Atomkraftwerke? |
Mineralien: | - Uranerz: |
Gebiet: | 022_GR / Piz Grisch, Plattas Alvas, Alp sut Fuina, Alp Sutt Foina, St.-Martin, Val Avers, Val Mulin, Alp Samada sura, Samada sut, Sut-Foina-Gletscher, Piz Grisch(Nordwestflanke);(Erzabbau) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Ferrera |
Beschreibung: | Joos: Bei der Alp Sut Fuina, erscheint Erz in der Form von Siderit. Die Bänder erreichen eine Ausdehnung von bis zu 250 Metern und eine Mächtigkeit bis 8 Meter. Abgebaut wurde Hämatit und etwas Manganerz. Höhenangaben: Fianel 2324 m ü. M, Alp Sut Fuina 1873 m ü. M. Beschreibung nach Grünenfelder: Nach Grünenfelder können auf einer Sideritlagerstätte folgende Mineralien (meist mikroskopisch) vorkommen: Albit, Anatas, Azurit, Bornit, Calcit, Chalkopyrit (Kupferkies), Chalkosin (Kupferglanz), Chlorit, Covellin, Fahlerz, Ferrostilpnomelan, Goethit, Hämatit, Ilmenit, Magnetit, Malachit, Muskovit, Pyrit, Quarz, Rutil. Die Lagerstätte Sut Fuina: Von der Alphütte Sut Fuina führt ein alter Knappenweg längs eines Moränenwalles zu den Erzvorkommen. Auf 2130 m befindet sich ein auf 3m Länge und 1m Mächtigkeit beschränkter Ausbiss. Form und Charakter der Mineralparagenese und Verbandsverhältnisse sind mit dem auf 2150 m gelegenen grösseren Erzausbiss identisch. Auf einer Distanz von 150 m im Streichen von N 70° W ist die Ausbisslinie mittels eines rund 5m tiefen und 5m breiten Grabens aufgeschlossen. Typisch sind kleinere Vererzungsnester von 40 cm Grösse, von denen aus bis 1m lange und im Durchschnitt 15 cm breite Apophysen sich diskordant in das Nebengestein fortsetzen. Diese verzweigen sich weiter und bilden ein feinaderiges Apophysennetz, das mikroskopische Grössenordnungen annehmen kann. Mitunter treten wulstartig durch Einfaltung verformte quarzreiche Erzlager auf, die unmittelbar am Nebengestein absetzen... Sideritlinsen, ebenfalls geringer Mächtigkeit, lassen sich im Felskopf, der dem Gletscher da Sut Fuina vorgelagert ist, auffinden... " Schmelze Sufers: Doswald: Die Grube liegt oberhalb der Alp Sut Fuina, der sie den Namen gegeben hat und ist über eine langgestreckte Seitenmoräne erreichbar. Die Grube wurde zusammen mit der nahegelegenen Hämatitmine auf Fianel während einiger kurzer Perioden vom 16. bis ins 19. Jh. im Tagebau ausgebeutet. Mineralien: Quarz- Hämatitrosen- Stilpnomelan-Emplekit (Cu Bi S2), nadelige bis strahlige, gestreifte Individuen-Klaprothit (Cu6 Bi4 S9), kurzstrahlige idiomorphe Aggregate, paketweise Bündel-Ilmenit- vereinzelte Rutil. Erze: Siderit- Hämatit- Kupferkies (Fahlerz ) |
Koordinaten, ca.: | 754900 / 157600 |
Literatur: | - Doswald, Cornel; Bergknappe; 2012/; Heft 121; Seite 6-8; «Erzwege» - Eisenerztransport in der vorindustriellen Schweiz - Grünenfelder, Marc; 1956; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 35; Petrographie des Roffnakristallins in Mittelbünden und seine Eisenvererzung;Seite 27-30 - Heim, Albert; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1899-1900; Band 6; Heft 6; Seite 491 - 493; Die Eisenerze des Avers und die Manganerze von Oberhalbstein - Joos, Marcel; Minaria Helvetica; 1983; Heft 3; Seite 46 - 48; Zum Erzabbau und den Verhüttungsanlagen von Sut Fuina (Val Ferrera) - Krähenbühl, Hans; Bergknappe;1990/4; Heft 54; Seite 2 - 5; Der Bergbau im Schams und Ferreratal: Weitere Abbaustellen, Fortsetzung 3 - Stäbler, Hans; Bergknappe; 2015; Heft 126/127; Seite 71-101; Historischer Bergbau im Hinterrhein |
Mineralien: | - Azurit: - Aegirin: Spärlich. Strahlig bis tafelig angeordnet auf und bildet je nach Vergesellschaftung 0,1 bis 5 cm lange faserig-stengelige Massen von grüner bis dunkelgrüner Farbe. - Albit: Reichlich. - Azurit: - Calcit: Reichlich. - Chalkopyrit: In geringen Mengen. - Chalkosin: In geringen Mengen. - Emplektit: Nadelige bis strahlige, gestreifte Individuen. - Fahlerz: - Hämatit: Als Erz und auch in Kristalle in rosettenförmiger Ausbildung. - Ilmenit: - Klaprothin: Kurzstrahlige idiomorphe Aggregate, paketweise Bündel. - Malachit: - Manganerz: - Pyrit: Spärlich. - Quarz: In grossen Mengen. - Rutil: Nur vereinzelt. - Serizit: Reichlich. - Siderit: In grossen Mengen. - Stilpnomelan: |
Gebiet: | 023_GR / Piz Starlera (Südseite), Alp Sut-Foina;(Erzabbau) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Ferrera |
Beschreibung: | Diese sind stets Hämatiterze. Meistens ist Hämatit feinschuppig, schiefrig mit feinkörnig bis dichtem Granat oder mit Kalkstein gemischt. Diese Erze bilden konkordante Linsen und Nester in den marmorisierten Kalken und Dolomiten, sie zertrümmern sich in denselben und keilen in denselben aus. Die verschiedenen Fundstellen liegen durchaus nicht im gleichen Schichtenzug und sind nicht als Fortsetzungen voneinander zu betrachten. An der Südseite des Piz Starlera bei 2400 Meter ist ein schwierig zugängliches solches Erznest von circa 30 Meter Länge und bis 6 Meter Mächtigkeit, keine 1000 Kubikmeter Erz enthaltend, ausgebeutet worden. Es sind nur noch einige hundert Kubikmeter geblieben. Auf Alp Sut-Foina bei ca. 2200 m bis 2250 m finden sich eine grosse Zahl miteinander gar nicht zusammenhängender Hämatitnester in den Marmoren. Die meisten derselben enthalten nur einige Kubikmeter Erz. Die grösste Linse misst circa 150 m Länge und 8 m grösste Mächtigkeit. Weisser Marmor bedeckt sie konkordant. Einige tausend Kubikmeter sind ausgebeutet, einige Tausend sind noch vorhanden. |
Koordinaten, ca.: | 754920 / 157620 |
Literatur: | - Heim, Albert; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1899-1900; Band 6; Heft 6; Seite 491 - 493; Die Eisenerze des Avers und die Manganerze von Oberhalbstein - Stäbler, Hans; Bergknappe; 2015; Heft 126/127; Seite 71-101; Historischer Bergbau im Hinterrhein Eisenerze im Marmor und Dolomit der Trias (oder Jura?). |
Mineralien: | - Eisenerz: - Hämatit: |
Gebiet: | 024_GR / Val Ferrera, Fererathal, Fereratal, Ferrerathal, Ferreratal, Farerathal, Fareatal, Farrerathal, Farreratal Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Ferrera |
Beschreibung: | Koordinaten bei Innerferrera. |
Koordinaten, ca.: | 753800 / 154200 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 252 |
Mineralien: | - Braunit: - Crossit: In Schiefern, Amphiboliten und Eklogiten, blaue Amphibolvarietät. - Glaukophan: In Schiefern, Amphiboliten und Eklogiten, blaue Amphibolvarietät. - Mangano-Calcit: Auf den Manganerzvorkommen. - Manganophyllit: Als Begleitmineral der Manganerze. - Psilomelan: Oxidationsmineral des Braunites. - Rhodochrosit: Untergeordnet auf den Lagerstätten. - Rhodonit: Auf den Manganerzvorkommen. - Siderit: Grobspätig in Gängen und Linsen im Rofnagneis und in den Eisenerzen. |
Gebiet: | 025_GR / Val Ferrera, Fererathal, Fereratal, Ferrerathal, Ferreratal, Farerathal, Fareatal, Farrerathal, Farreratal, Final, Fianell (Mine), Piz la Mazza(nördlich unterhalb);(Erzabbau) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Ferrera |
Beschreibung: | Fianel ist Typlokalität für folgende Mineralien: - Ansermetit- Fianelit- Scheuchzerit. Oberhalb von Ausserferrera. Aus einer kleinen Eisen-Mangan-Mine. Im Strahler 1997, Heft 1, Seite 34, ist eine allgemeine Ansicht des Bergwerkes von Fianell abgebildet. Die Koordinaten zeigen auf die Lokalität Fianel und nicht genau auf die ehemalige Grube. Wagner beschreibt einen Fund von Hedenbergit. Fianel: Nördlich oberhalb des Piz la Mazza liegt das Erzvorkommen Fianel. Für Bündner Verhältnisse besitzt diese Lagerstätte eine ungewöhnlich grosse Oberfläche. Die vererzte Zone dehnt sich über eine 65 m x 80 m grosse Fläche aus. Das Lager wird gegen Nordwesten von einer senkrechten Wand begrenzt, welche vom früheren steinbruchartigen Abbau herrührt. Neben dem Hauptvorkommen liegen auf dem gesamten Plateau weitere kleine Erzinseln verstreut, Abbauspuren weisen darauf hin. Verbunden sind sie mit grösstenteils verschütteten Knappenwegen. |
Koordinaten, ca.: | 754643 / 156351 |
Literatur: | - Brugger, Joël & Berlepsch, Peter; Schweizer Strahler; Heft 1; 1997; Seite 28 - 29; Fianelit: Ein neues Mineral aus den Bündner Alpen - Brugger, Joël & Cabalzar, Walter & Weibel, Max; Urner Mineralienfreund; 1993; Heft 4; Seite 1-7 - Brugger, Joël; Lapis; 2000; Heft 3; Seite 30-35 - Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2 - Graeser,St. & Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1974; Seite 265-277; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1990/4; Heft 54; Seite 2-5; Der Bergbau im Schams und Ferreratal: Weitere Abbaustellen, , Fortsetzung 3 - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 256 etc. - Redaktion Schweizer Strahler (gelbe Seiten); 1994; Heft 2; Seite a33 - a34; Neu für die Schweiz Romeit - Roth, Philippe / Meisser Nicolas; Schweizer Strahler; 2013;Heft 3; Seite 8 - 21;Die seltenen Mineralien der Bündner Manganvorkommen - Stäbler, Hans; Bergknappe; 2015; Heft 126/127; Seite 71-101; Historischer Bergbau im Hinterrhein - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 23,111,211,244,266,270,296,370,454 - Stucky,Klaus; 1960; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 37; Die Eisen- und Manganerze in der Trias des Val Ferrera - Wagner, Albert; Schweizer Strahler; 2008; Heft 4; Seite 19 |
Mineralien: | - Aegirin: - Aegirin-Augit: Neben dem Sericit ist der Aegirinaugit sowohl intensiv wie extensiv das bedeutendste Silikat. Seine grösste Verbreitung findet er in der silikatischen Eisen-Manganzone von Fianell, wo er z. T. hornfelsartige Partien innerhalb dieser Zone bildet. - Albit: Als einziger Vertreter der Feldspatfamilie tritt auf den Lagerstätten Albit auf. Idiomorphe Formen werden selten festgestellt. Meist handelt es sich um Zwickelfüllmassen analog dem Quarz, mit welchem er zusammen auftritt. - Ansermetit: Typlokalität für die Grube Fianel. Bis 2.2 mm grosse, karminrote Kristalle. - Azurit: - Barylit: Häufig, als mikroskopische Körner (Brugger, 1996). - Baryt: Sr-reich. Als einziges Sulfat auf den verschiedenen Lagerstätten konnte nur Baryt nachgewiesen werden. Sein Vorkommen ist auf junge Adern beschränkt. Die grösste Konzentration wird in den scharf begrenzten Klüften innerhalb der silikatischen Eisen-Manganerzzone von Fianell konstatiert, wo sich auch bis zu 1 cm grosse Kristalle finden lassen. Die Ausbildung ist durchwegs tafelig. - Bergslagit: In Quarzadern, derb (Brugger 1995). Als submillimetrische Körner zusammen mit Quarz, Beryll, Powellit und Paraniit. - Beryll: Bläulich, zusammen mit Eisenerz, derb, dicht eingewachsen. J. Altmann erwähnt bläulich-grünen Beryll von der Lagerstätte Fianell. Die Handstücke des beryllführenden Quarzganges stammen aus dem Abraum der Lagerstätte; im Anstehenden konnten keine weiteren Proben mehr gefunden werden. Die idiomorphen stängeligen Kristalle, meist zerbrochen, erreichen Längen bis zu 4 cm. - Betafit: Eine Elektronenmikroskopstudie an Roméitkörner zeigte, dass diese manchmal einen Uran- und Titan-reichen Kern besitzten. Quantitative chemische Analysen zeigen, dass es sich um Betafit handelt. Es handelt sich hier um den einzigen, bisher in der Schweiz vorkommenden Betafit. - Braunit: Als Hauptbestandteil der Manganerze im Radiolarit. - Calcit: - Calderit: Recht selten, braunrot und in beachtenswerten Kristallen. Bildet am südlichen Abhang des Schmorrasgrat die für Granat typische Kombinationen von Rhombendodekaeder und Ikositetraeders. - Chernovit-(Y): Klein, nadelig, neben reinem Powellit, in feinen Rissen (Brugger 1995, Hofmann, 1994). - Dolomit: - Eisenerz: Hämatit und/oder Magnetit. - Emplektit: Nadelige bis strahlige, gestreifte Individuen. - Fahlerz: - Fianelit: Typlokalität; rot-orange bis braune, Kristalle bis 0.2 mm, flachprismatisch auch krustig. - Fluorapatit: Von sämtlichen Gangartmineralien, welche in diesen Lagerstätten auftreten, ist der Apatit zweifellos das interessanteste. Da in den bisherigen Untersuchungen dieses Phosphat als Übergemengteil in den Lagerstätten der Val Ferrera beurteilt wurde, schenkte man ihm weiter keine Beachtung. Die neuen Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass der Apatit sowohl intensiv wie extensiv neben Quarz und Karbonat die typischste Gangart ist. - Fluorcalcioroméit: Dunkelgelbe bis braune, oktaedrische, teilweise zonierte Kristalle. - Hausmannit: Als untergeordneter Begleiter des Braunits, seltener als Jakobsit (Stucky, 1960; Brugger, 1995). Der Hausmannit ist beschränkt auf die Lagerstätte von Fianell, wo er sporadisch und in kleinen Mengen als Begleiter von Braunit und Jakobsit auftritt. Einzelkörner bis 5/100 mm. - Hedenbergit: Bis 3 x 3mm, braun, durchsichtig bis durchscheinend und mit Glasglanz. Ob es sich tatsächlich um einen Neufund für die Schweiz handelt, ist fraglich. Hedenbergit wird von folgenden Lokalitäten beschrieben: - Locarno,- Salanfe, Lac de Salanfe, Roberts (Mine) und andere - Val Calanca, Arvigo (Steinbruch Polti). - Hämatit: Feinkristallin, silikatreiche Hämatiterze und auch in Kristallen oder als Eisenröschen. - Jakobsit: Bestandteil der Manganerze, kleine Schlieren und linsenartige Einlagerungen im braunitischen Erz, mittels einer Magnetnadel leicht zu finden. Aus Vererzungen im Triasdolomit. Das Auftreten dieses recht seltenen Eisen-Manganoxydes ist, wie das des Hausmannites, beschränkt auf die Lagerstätte von Fianell. Als Träger der ferromagnetischen Eigenschaften wurde er erst 1945 anlässlich der geophysikalischen Vermessung der Lagerstätte von E. NIGGLI erkannt. Es handelt sich dabei meist um kleine schlieren- und inselartige Einlagerungen im braunitreichen Erz. - Kenocalcioroméit: Noch nicht ganz sicher. - Klaprothin: Kurzstrahlige idiomorphe Aggregate, pakatweise Bündel. - Krettnichit: Erstfund für die Schweiz (2017?). Weltweit 2. Fundstelle dieses Minerals. Winzige tafelige Kriställchen. - Kutnahorit: Fleischrot, dicht eingesprengt in Erzadern (Stalder, 1987). - Langbanit: Gem. Brugger (1996). Ein einziges, 1.0 x 0.4 mm grosses Korn. - Limonit: - Malachit: - Manganberzeliit: Als cm-breiten Erzbändern, die aus orangem bis bernsteinfarbigem Manganberzellit bestehen. - Manganerz: - Manganit: Als Bestandteil der braunitischen Manganerze (Brugger, 1995). - Mangano-Calcit: - Medait: In manganhaltigen Erzbändern, der Medait verleiht dem Gestein seine typisch rote Farbe, begleitet von Palenzonait, Saneroit und Pyrobelonit (Brugger, 1995). - Oxycalciobetafit: Betafit tritt als mikroskopischer, oranger bis dunkelbrauner Bestandteil der zonierten Roméit-Kristalle von Fianel auf. - Oxycalcioroméit: Noch nicht ganz sicher. - Palenzonait: In manganhaltigen und vanadiumreichen Erzbändern (Brugger, 1995). - Paraniit-(Y): Kleine Körner, epitaktisch eingewachsen in einer Scheelit-Powellit-Matrix (Brugger et al., 1995). - Parsettensit: - Powellit: Stengelig, hellbeige, bis 15 mm, goldgelb fluoreszierend. - Psilomelan: Viele Manganerzproben, welche aus der Oxydationszone der Lagerstätten stammen, zeigen auf ihrer Oberfläche schwarzbraune bis schwarze Anflüge. Feinkristallin oder sehr feinkörnig bis feinfaserig. - Pyrobelonit: In manganhaltigen und vanadiumreichen Erzbändern (Brugger, 1995). - Pyroxen: Aegirinreich. - Quarz: Mit Ausnahme der Erzzone Val Sterla II ist Quarz auf allen Lagerstätten die weitaus häufigste Gangart. Der Quarz zeigt in der Regel xenomorphe, sehr feinkörnige bis mittelkörnige Ausbildung. Auf jüngeren Adern und Rissen erscheint der Quarz als Letztausscheidung zusammen mit Albit. - Rhodonit: Das Mangansilikat Rhodonit erscheint nur in den manganreichen Erzpartien der Lagerstätten von Fianell und Starlera. Nie tritt es innerhalb der eigentlichen Erzzonen oder -lagen auf. Makroskopisch ist der frische Rhodonit leicht an seiner rosa- bis lachsroten Farbe und seinem hohen Glanz auf den Spaltfältchen zu erkennen. Die Ausbildung ist durchwegs kurzsäulig bis stänglig. - Richterit: Diese Mn-führende Hornblende wird ausschliesslich auf der Lagerstätte von Fianell festgestellt. Ihr Auftreten ist an kleine lokale Mylonitzonen zwischen dem Hämatitquarzit und dem Marmor im Dach der Abbaunische sowie an den Kontakt zwischen der silikatischen Eisen-Manganzone und dem Marmor gebunden. Die Ausbildung ist hypidiomorph bis idiomorph langstenglig, die Spaltbarkeit in der Längsrichtung sehr gut. - Roméit: Neufund für die Schweiz im Jahr 1988. Als bis 2 mm grosse xenomorphe Körner, gelb oder orange oder als bräunliche 1 mm grosse Oktaeder. - Rutil: Nur vereinzelt. - Rüdlingerit: Typlokalität für dieses Mineral. Gelbe bis orange, prismatische Kristalle, bis 0.3 mm. - Saneroit: Bildet orange bis bernsteinfarbene kristalline Partien, die einige cm2 erreichen können. Prismatische Kristalle sind selten und erreichen max. 1mm. Leicht zu verwechseln mit Fianelit. - Scheelit: - Scheuchzerit: Typlokalität. Kleine Büschel dünner, strohgelber Nadeln und eng mit Saneroit vergesellschaftet. - Sericit: Weit häufiger tritt Glimmer in Form von Sericit auf. Als Begleiter von Hämatit und Quarz bildet er in der Erzzone des Schmorrasgrates lokal oft sogar die Hauptkomponente. Auch in den Hämatitquarziten von Fianell und Starlera ist er ein nie fehlender Bestandteil. Charakteristisch für diesen Sericit ist als erstes seine ausgesprochen feinstkristalline, stets idiomorphe Ausbildung. - Siderit: In den Eisenerzen. - Spessartin: Abgesehen vom Vorkommen als Übergemengteil in den Triasquarziten - Bergwiesen - wird Granat nur auf der Lagerstätte von Fianell angetroffen. Sein Auftreten ist beschränkt auf die silikatische Eisen-Manganzone und die jungen Klüfte. - Stilpnomelan: - Tiragalloit: - Wallkilldellit-(Mn): Bildet Rasen kleiner, hell- oder dunkelbrauner, feinschuppiger und glimmerähnlicher Kriställchen. |
Gebiet: | 026_GR / Val Ferrera, Fererathal, Fereratal, Ferrerathal, Ferreratal, Farerathal, Fareatal, Farrerathal, Farreratal, Innerferrera, Starlera, Alp Starlera Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Ferrera |
Beschreibung: | Starlera ist Typlokalität für Fluorcalcioroméit und Manganlotharmeyerit. |
Koordinaten, ca.: | 755750 / 153350 |
Literatur: | - Ansermet, Stefan & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 2024; Heft 3; Seite 20-23; Mineralogische Neuheiten aus der Schweiz - Berlepsch, Peter & Brugger, Joël; Schweizer Strahler; 1999; Heft 1; Seite 425-436; Über Tripuhyit (FeSbO4) und Squawcreekit (FeSbO4) - Brugger, Joël; Lapis; 2000; Heft 3; Seite 30-35 - Hottinger, Paul; Schweizer Strahler (gelbe Seiten); 2004; Heft 1; Seite 22; Mangan-Lotharmeyerit - Hugi, E.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1927; Band 7; Heft 1; Seite 179 206; Über ein neues schweizerisches Vorkommnis von Alkalihornblende - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 256 etc. - Redaktion; Lapis; 2003; Heft 7-8; Seite 76 - Roth, Philippe & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 2013; Heft 3; Seite 8 - 21; Die seltenen Mineralien der Bündner Manganvorkommen |
Mineralien: | - Bergslagit: Als submillimetrische Körnchen vergesellschaftet mit Titanit. - Blaue Hornblende: - Braunit: - Calcit: Weiss. - Fluorcalcioroméit: Dunkelgelbe bis braune, oktaedrische, teilweise zonierte Kristalle. - Glimmer: Braun. - Hämatit: Feinkristallin, silikatreiche Hämatiterze. - Interessantes Gestein: Blaue Hornblende von der Alp Starlera. - Kenocalcioroméit: Es wird angenommen, dass dieses Mineral auf dieser Lägerstätte vorkommt. - Manganlotharmeyerit: Typlokalität. Sehr kleine, rotbraune bis orangebraune, langtafelige Kristalle und daraus aufgebaute Aggregate mit einem Durchmesser von unter 1 mm in massivem Brauniterz. - Oxycalcioroméit: Es wird angenommen, dass dieses Mineral auf dieser Lägerstätte vorkommt. - Phlogopit: - Pyrophanit: - Roméit: Orangefarbig, Krusten bilden, oktaedrische Einzelkristalle, bis 5 mm. - Sailaufit: Erstfund für die Schweiz. Zusammen mit Manganlotharmeyerit.- Tilasit: Grünlich. - Tripuhyit: Beschrieben als zweites Vorkommen in der Schweiz. Sehr klein. - Wallkilldellit-(Mn): Schwarz, blätterig. - Yukonit: In Aggregaten oder trauben artig, gelborange, unter 5 mm, samtig und mit faserigen Rissen, plättchenförmig in feinen Braunit-Rinnen. |
Gebiet: | 027_GR / Val Ferrera, Fererathal, Fereratal, Ferrerathal, Ferreratal, Farerathal, Fareatal, Farrerathal, Farreratal, Innerferrera, Starlera, Bergwiesen, Piz Mazza;(Erzabbau) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Ferrera |
Beschreibung: | Im Schams, Ferreratal und vorderen Rheinwald wurden in historischer Zeit an 24 verschiedenen Orten Erze abgebaut. Im Gebiet um den Piz Grisch können nicht weniger als acht Eisenbergwerke gezählt werden, von denen zwei, Starlera und Fianel, neben Eisenerz auch noch Manganerz enthalten. Die Eisenlagerstätten im Surettatal und das Manganerzvorkommen an der Danatzhöhe bei Splügen spielen in Bezug auf ihre Ausdehnung eine unbedeutende Rolle. Neben den Eisen- und Manganerzlagerstätten findet man in diesem Raume auch Buntmetallagerstätten, Vererzungen die Kupfer, Blei und Zink enthalten, wobei innerhalb der Kupfer- und Bleierze oft auch ein geringer Silbergehalt festgestellt werden kann. Über die Bergbauaktivitäten der Region Starlera - Bergwiesen - Piz Mazza ist nur wenig bekannt. Die Koordinaten zeigen auf Starlera. Das bekannteste Einzelbergwerk des Val Ferrera ist sicher die Lagerstätte Starlera. Sie liegt in den Dolomitfelswänden östlich oberhalb von Innerferrera, 1000 m über der Talsohle. Der abbauwürdige Teil der Erzzone ist an der Oberfläche 10 Meter lang und zwischen 3 und 10 Meter mächtig. Er wurde bis in eine Tiefe von 30 Meter vollständig ausgebrochen. Starlera (2420 m ü. M., Koordinaten: 755.390/154.315): In den Dolomitfelswänden, östlich von Innerferrera, liegt die wohl bekannteste Erzzone der Region. Abgebaut wurde das Erz an der mächtigsten Stelle des Vorkommens, der linsenförmigen Erzzone. Der massige Eisen-Mangan-Horizont beträgt an der breitesten Stelle 12 Meter. Da der Weg gefährlich ist, sollte das Aufsuchen dieses Bergwerks unterlassen werden. Die Vererzung besteht aus Eisen-Manganerz, Hämatit und Braunit. Das Nebengestein der Vererzung besteht vorwiegend aus Dolomit, neben Marmor, Quarzit, Quarzphyllit und Serizit. An Mineralien wurden festgestellt: Quarz, Baryt, Albit, Aegirin, Calzit und Manganglimmer. Piz Mazza: Im Gipfelgebiet des Piz Mazza, der als mächtiger Marmorklotz dem Piz Grisch westlich vorgelagert ist, befindet sich eine weitere Vererzungszone. Von der Lagerstätte Fianell über die Schneefelder und Geröllhalden am N-Hang des Piz Mazza ausgehend, erreicht man bereits auf 2650-2660 m erste Anzeichen einer Vererzung, welche am Übergang vom Roffnakristallin zum Triasmarmor liegt und nicht auf die karbonatischen Nebengesteine übergreift. Die eigentliche Erzzone liegt auf 2770-2790 m nordöstlich des Gipfels. Eine richtige Erzlage ist nicht vorhanden. Es handelt sich vielmehr um kleine, unzusammenhängende Linsen und Schmitzen von feinkörnigem, fetzigem Hämatit, begleitet von feinkörnig xenomorphem Quarz und spärlichem Apatit, welcher streng an das Auftreten des Hämatites gebunden ist. Diese Linsen und Schmitzen, welche konkordant im Nebengestein liegen, sind maximal 10 cm dick und 15-30 cm lang. Lage: 2 km nördlich der Grube Starlera, am steilen W-Abhang des Erosionskessels zwischen Piz Mazza und Piz Starlera, 2450-3500 m. Das Erz ist im Triasmarmor eingelagert. Das Erz ist kieselreicher Hämatit mit Manganerz, welches Adern und Nester von Rhodonit enthält. |
Koordinaten, ca.: | 755763 / 153193 |
Literatur: | - 1923; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, VIII. Lieferung; 1. Band; Seite 231 - 236; Die Eisen- und Manganerze der Schweiz - Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2 - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1990/3; Heft 53; Seite 2-5; Bergbau im Schams und Ferreratal: Weitere Erzabbaustellen - Stäbler, Hans; Bergknappe; 1997/1; Heft 79; Seite 13-14; Eisen- Manganerzgrube Starlera - Stäbler, Hans; Bergknappe; 2015; Heft 126/127; Seite 71-101; Historischer Bergbau im Hinterrhein - Stäbler, Hans; Terra Grischuna, Graubünden; 1980, April; Heft 2; Seite 75-79 - Stucky, Klaus; 1960; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 37; Die Eisen- und Manganerze in der Trias des Val Ferrera. |
Mineralien: | - Aegirin: Hellgrüner, säulig und langstenglig idiomorph ausgebildeter Aegirin wurde anstehend nur auf der Lagerstätte von Starlera und in der Erzzone von Innerferrera gefunden. In der Erzzone von Innerferrera erscheint der Aegirin als Skarnbildung. Stellenweise bildet er eigentliche Aegirinfelse, welche gegen das karbonatische Nebengestein durch ein 1-5 cm breites Salband von Hämatit und feinkörnigem Aegirin getrennt sind. - Asbest: Als Begleiter des hellgrünen Aegirins wird auf den Erzvorkommen von Starlera und Innerferrera Asbest gefunden. Der Habitus ist nadlig bis spiessig. Es können zwei Varietäten unterschieden werden, eine weisse (Starlera) und eine bläuliche (Innerferrera). - Baryt: - Braunit: GLAUSER erwähnt in seinem Bericht erstmals, dass auf Fianell das Mangansilikat Braunit auftrete. Diese Beobachtung wurde bestätigt und gilt auch für die Erzzonen von Starlera und Val Sterla II. Auf allen diesen Erzzonen ist Braunit das vorherrschende Manganerzmineral, auf Starlera und Val Sterla II sogar das einzige. Makroskopisch ist der Braunit dunkelgrau bis schwarz. Der Korndurchmesser schwankt zwischen 5/1000 und 5/100 mm. Verdrängung von Braunit durch Karbonat entlang feinen Rissen und Spalten wird hier sehr häufig beobachtet. Anders der Braunit von Val Sterla II. Hier herrschen mittelkörnige, polygonale Formen vor, welche scharfkantig begrenzt an Karbonat stossen. Analoge Ausbildung wird auch auf Starlera in jungen Adern angetroffen. - Calcit: Calcit in morphologischer Hinsicht zeigt der Calcit zwei verschiedene Ausbildungen. Fein- bis mittelkörnige, stets xenomorphe Ausbildung ist typisch für die Marmore. Die Struktur ist granoblastisch. Grösstenteils ist dieser Calcit einschlussfrei, kann aber, vor allem in der Nähe der Erzzonen, lokal feindispersen Hämatit als Einschluss führen. Als Kluftmineral zeigt der Calcit hypidiomorphe und idiomorphe Formen. Zwillingsbildungen sind hier besonders gut entwickelt. - Dolomit: Der Dolomit der Nebengesteine ist durchweg feinkristallin bis dicht. Das Gefüge ist meist feingranoblastisch, oft sind die Einzelkörner schwach verzahnt miteinander verwachsen. - Eisenerz: Das Eisenerz unterscheidet sich vom tiefschwarzen Manganerz durch seine metallisch graue Färbung und durch sein grösseres spezifisches Gewicht. Der Eisengehalt der Erze kann 60% erreichen (Mangangehalt zwischen 10 und 35%). - Erz: Hämatiterz. - Fluorapatit: Von sämtlichen Gangartmineralien, welche in diesen Lagerstätten auftreten, ist der Apatit zweifellos das interessanteste. Da in den bisherigen Untersuchungen dieses Phosphat als Übergemengteil in den Lagerstätten der Val Ferrera beurteilt wurde, schenkte man ihm weiter keine Beachtung. Die neuen Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass der Apatit sowohl intensiv wie extensiv neben Quarz und Karbonat die typischste Gangart ist. Auf keiner Lagerstätte fehlt er; lokal kann er sogar über die anderen Mineralien dominieren. - Hämatit: Der Hämatit ist sowohl intensiv als auch extensiv das weitaus häufigste Erzmineral. Makroskopisch fällt er durch seine typisch stahlgraue Farbe auf, welche gegenüber den Manganerzen einen deutlichen Stich ins Bläuliche zeigt. Grobkörnige, dicktafelige Ausbildung des Hämatits wird in den Handstücken der Erzzone von Innerferrera angetroffen. - Magnetit: Das Vorkommen von Magnetit als Oxyd des zweiwertigen Eisens ist beschränkt auf den Erzausbiss von Fianell Ost. Begleitet von tafeligem Hämatit, erscheint er im leicht schiefrigen Hämatitquarzit, welcher diese Erzschmitze bildet. Sein Auftreten ist umso eigenartiger, als er auf keiner der andern Lagerstätten in der Trias, auch nicht im etwa 250 m westlich gelegenen Fianell West, gefunden werden konnte. Die Grösse der einzelnen, unregelmässig verteilten Magnetitoktaeder schwankt zwischen 10 mm und 1 mm. Martitisierungserscheinungen sind bei der Mehrzahl dieser Individuen festzustellen. - Manganerz: - Manganglimmer: - Manganocalcit: Die manganreichen Erzknauer der Erzzone von Val Sterla II, der lagig vererzte Marmor von Starlera sowie kleine karbonatische Partien innerhalb der Hämatiterzlage von Fianell führen stellenweise ein rosa bis hellrot gefärbtes, feinkörniges Karbonat, welches als Manganocalcit zu bezeichnen ist. Die Körner zeigen fetzige und lappige Ausbildung und verzahnte Verwachsung. Stets führen sie reichlich Einschlüsse von feinstem, dispers eingelagertem Hämatit, der auch die Rotfärbung dieses Manganocalcit bedingt. - Marmor: - Muskovit: Blättriger Muskovit tritt vorwiegend in den Nebengesteinen der Lagerstätten (Quarzite und Marmore) auf. Die einzelnen Blättchen haben Längen von 1/10 mm und mehr. Mit Chlorit und Sericit zusammen bildet er die glimmerreichen Partien der Mylonite und Phyllite im Dach und an der Sohle der Lagerstätte von Starlera. - Psilomelan: Viele Manganerzproben, welche aus der Oxydationszone der Lagerstätten stammen, zeigen auf ihrer Oberfläche schwarzbraune bis schwarze Anflüge. Nach erzmikroskopischem Befund handelt es sich dabei um Komponenten der «Psilomelan-Pyrolusitgruppe. Ihre Ausbildung ist sehr feinkörnig bis feinfasrig. - Quarz: Mit Ausnahme der Erzzone Val Sterla II ist Quarz auf allen Lagerstätten die weitaus häufigste Gangart. - Rhodonit: Das Mangansilikat Rhodonit erscheint nur in den manganreichen Erzpartien der Lagerstätten von Fianell und Starlera. Nie tritt es innerhalb der eigentlichen Erzzonen oder -lagen auf; stets ist sein Vorkommen, analog demjenigen von Baryt und Aegirin, gebunden an die jungen Klüfte. Makroskopisch ist der frische Rhodonit leicht an seiner rosa- bis lachsroten Farbe und seinem hohen Glanz auf den reichlichen Spaltfältchen zu erkennen. - Sericit: Weit häufiger tritt Glimmer in Form von Sericit auf. Als Begleiter von Hämatit und Quarz bildet er in der Erzzone des Schmorrasgrates lokal oft sogar die Hauptkomponente (Sericitphyllite). - Titanit: In den quantitativ chemischen Analysen konnten nur Spuren von Ti nachgewiesen werden. - Turmalin: Die Hauptverbreitung des Turmalins ist im Kristallinmylonit von Starlera zu konstatieren. Untergeordnet wird er in den höheren Lagen des Triasquarzites gefunden, doch dann stets nur als Übergemengteil. Die Ausbildung ist in der Regel idiomorph stänglig bis säulig. Typisch ist der Farbwechsel vom Kern gegen den Rand hin. Während die Kernpartien braune bis grünlichbraune Farbtöne zeigen, sind die Randzonen dunkelgrün bis blaugrün gefärbt. Der Pleochroismus ist sehr stark. |
Gebiet: | 028_GR / Val Ferrera, Fererathal, Fereratal, Ferrerathal, Ferreratal, Farerathal, Fareatal, Farrerathal, Farreratal, Martegn, San Martin, Mutalla sura;(Erzabbau) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Ferrera |
Beschreibung: | Die Koodinaten zeigen auf die Region Mutella. Auf der linken Talseite des Ferreratales, nördlich von Innerferrera, liegt die Erzzone Martegn-Mutalla sura. Sie beginnt oberhalb der Kraftwerkzentrale Ferrera auf 1'550 m ü.M. Es lassen sich Erzausbisse bis auf 2'530 m ü. M. oberhalb des Sees Mutalla sura verfolgen. Die einheitliche Lagerung dieser Erzflöze lässt den Schluss zu, dass es sich hier ursprünglich um ein durchgehend zusammenhängendes Erzflöz gehandelt hat, das nachträglich durch Bewegungen im Gebirgskörper zerrissen und später von Gehängeschutt teilweise überdeckt worden ist. Die Vererzung besteht vorwiegend aus einem Eisencarbonat, dem gelblich-bräunlichen Siderit. In den höher gelegenen Flözteilen ist aber auch das Eisenoxid Hämatit vertreten. Das Erz ist, besonders der Siderit, stark mit Quarz verwachsen, sodass der Eisengehalt eines Handstückes 30% nie übersteigt. Die Mächtigkeit der Vererzung von 1 bis 5 m weist im unteren Teil einen bis 8 m tiefen, dem Einfallen des Flözes gegen Norden folgenden Abbauschlitz auf, dessen Dach während der Abbautätigkeit durch Holzspriessung gestützt wurde, die im Laufe der Zeit verfaulte und dadurch zum Einsturz der Abbaustelle führte. Der Siderit von San Martin findet am Bach bei Mutalla sura 2120 m seine westliche Fortsetzung. Die Schürfgräben sind grösstenteils verschüttet. Ausser Erzschlieren im Gneis findet sich ein 1,4 m dicker Lagergang aus bankigem Quarzfels mit, 20-80 cm dicken Lagen von feinkörnigem Hämatit. |
Koordinaten, ca.: | 751350 / 153700 |
Literatur: | - 1923; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, VIII. Lieferung; 1. Band; Seite 227 - 229; Die Eisen- und Manganerze der Schweiz - Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2 - Grünenfelder,Marc; 1956; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 35; Petrographie des Roffnakristallins in Mittelbünden und seine Eisenvererzung; Seite 32-34 - Krähenbühl,Hans;Bergknappe;1990/4;Heft 54;Seite 2-5; Der Bergbau im Schams und Ferreratal: Weitere Abbaustellen, , Fortsetzung 3 - Stäbler, Hans; Bergknappe; 2015; Heft 126/127; Seite 71-101; Historischer Bergbau im Hinterrhein |
Mineralien: | - Aegirin: In grossen Mengen. Strahlig bis tafelig angeordnet auf und bildet je nach Vergesellschaftung 0,1 bis 5 cm lange faserig-stengelige Massen von grüner bis dunkelgrüner Farbe. - Albit: In spärlichen Mengen. - Erz: Siderit - Hämatit: In grossen Mengen. - Pyrit: In spärlichen Mengen. - Quarz: In grossen Mengen. - Serizit: In geringen Mengen. - Siderit: In grossen Mengen. - Stilpnomelan: In deutlichen Mengen. |
Gebiet: | 029_GR / Thusis, Flerden, Heinzenberg, Unter-Rascheins, Alp Lüsch, Lüschalp Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Flerden |
Beschreibung: | Der Ort liegt westlich oberhalb von Flerden, hier im tonigen Bündnerschiefer. |
Koordinaten, ca.: | 746347 / 173792 |
Literatur: | - Gross, Guido; Schweizer Strahler; 1977; Seite 317-323; Kontakt-Zwillinge von zwei Quarzfundstellen in Graubünden |
Mineralien: | - Quarz: In Stufen, bis ca. 25 mm, mit gelbem Überzug, auch Kontaktzwillinge. |
Gebiet: | 030_GR / Thusis, Farschno (rätorom.), Fürstenau (dt.), Val la Pischa, Val Blaua Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Fürstenau |
Beschreibung: | Ein Seitental des Val la Pischa, welches östlich von Fürstenau liegt. In diesem Tobel im Bündnerschiefer. |
Koordinaten, ca.: | 755750 / 177400 |
Literatur: | - Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978;Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 222 |
Mineralien: | - Albit: Albitzwillinge mit Kombination von Albit- und Karlsbadergesetz, bis 5 cm, tafelig, durchsichtig, zum Teil Edelsteinqualität. - Aragonit: Als sekundäre Neubildung. - Baryt: Rhombenförmig, tafelig, graubläulich. Tafelige Kristalle. Begleitmineralien: Quarz, Calcit, Albit, Kupferkies, Galenit, Pyrit, Aragonit. - Calcit: Tafelig, auch Rhomboeder. - Chalkopyrit: - Galenit: - Pyrit: - Quarz: - Sphalerit: |
Gebiet: | 031_GR / Thusis, Fürstenaubruck Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Fürstenau |
Beschreibung: | Aus dieser Gegend stammt aus dem Bündnerschiefer des Doggers die aufgeführte interessante Paragenese. |
Koordinaten, ca.: | 753800 / 176500 |
Literatur: | - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 150 |
Mineralien: | - Adular: - Brookit: - Chlorit: - Pyrit: - Quarz: - Rutil: Wenig. |
Gebiet: | 032_GR / Lohn, Mathon, Zwölfihorn Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Muntogna da Schons |
Beschreibung: | Der Berg liegt ungefähr nördlich von Lohn. Rücksichtsloser Raubbau hat hier zu einem Strahlverbot geführt. Quarzfunde vom Zwölfihorn werden auch im Zusammenhang mit Funden vom Mittetaghorn erwähnt (Seite Elm). |
Koordinaten, ca.: | 749900 / 169600 |
Literatur: | - Frei, Walter; Schweizer Strahler; 1985; Seite 116; Ungewöhnlich ausgebildeter Flachquarz mit gegabeltem milchigem "Faden" vom Zwölfihorn im Beveringebiet (GR) - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 344 |
Mineralien: | - Fadenquarz: |
Gebiet: | 033_GR / Piz Beverin, Alp Tumbriv, Runal Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Muntogna da Schons |
Beschreibung: | Im südöstlichen Abhang. Evtl. handelt es sich hier um die Lokalität Alp Tumbriv. Die Mineralienvielfalt ist in der Literatur jeweils sehr ähnlich aufgeführt. Graeser schreibt 'über dieser Alp in einem Quarzband. Die vorkommenden Mineralien sind durchwegs klein'. |
Koordinaten, ca.: | 746400 / 167050 |
Literatur: | - Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1994; Seite 20 - 22; Runal (GR) - auch ein interessantes Fundgebiet - Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1976; Seite 158-171; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten II - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 222 |
Mineralien: | - Azurit: - Boulangerit: Schöne kleine Phantome in kleinen Quarzkristallen. - Calcit: Skalenoeder bis 5 cm - Cerussit: - Cinnabarit: Ein Quecksilbersulfid, welches hier zum ersten Mal in der Schweiz gefunden werden konnte, rot, feinkörnig, in kleinen Quarzkristallen eingewachsen, auch frei. - Dolomit: - Fadenquarz: - Galenit: - Malachit: - Mimetesit: - Pyrit: - Quarz: Wasserklar, Exemplare bis 15 cm und mehr. - Sphalerit: - Tetraedrit: |
Gebiet: | 034_GR / Val Schons (rätorom.), Schams (dt.), Vargistagn (rätorom.), Wergenstein (dt.) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Muntogna da Schons |
Beschreibung: | Die genaue Fundortangabe fehlt leider. |
Koordinaten, ca.: | 750750 / 165800 |
Literatur: | - Graeser, St.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 441-452; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten III - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 121 |
Mineralien: | - Cookeit: Auf Quarz, gelblich, bis ca. 1 mm, kugelig, Erstfund für die Schweiz (Oberholzer in Graeser et al., 1978). Eine andere Quelle (Strahler, 1981/437) erwähnt als ersten Fundort für die Schweiz die Alp Ramosa (1981)! Es dürfte sich hier aber um den zweiten Fund handeln. - Klinochlor: Grün, schuppig. - Quarz: |
Gebiet: | 035_GR / Hinterrheintal, Hinterrhein (Fluss);(Waschgold) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Rheinwald |
Beschreibung: | Die Koordinaten- und Höhenangaben beziehen sich auf den Hinterrhein bei der Ortschaft Hinterrhein. Funde sind aber an zahlreichen Stellen des Flusses möglich. |
Koordinaten, ca.: | 735270 / 154580 |
Literatur: | - Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 140 |
Mineralien: | - Gold, gediegen: Als Waschgold. |
Gebiet: | 036_GR / Hinterrheintal, Hinterrhein, Kirchalp, Chilchalp Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Rheinwald |
Beschreibung: | Etwas nordwestlich der Ortschaft Hinterrhein gelegen.- Adular: Mit dunklem Kern. |
Koordinaten, ca.: | 734200 / 155700 |
Literatur: | - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 150 - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 217 |
Mineralien: | - Albit: - Anatas: Blau, tafelig, flächenreich. - Limonit: - Quarz: |
Gebiet: | 037_GR / Hinterrheintal, Hinterrhein, Rheinwald Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Rheinwald |
Beschreibung: | |
Koordinaten, ca.: | 735000 / 154850 |
Literatur: | - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954 |
Mineralien: | - Crossit: In Schiefern, Amphiboliten und Eklogiten, blaue Amphibolvarietät. - Glaukophan: In Schiefern, Amphiboliten und Eklogiten, blaue Amphibolvarietät. |
Gebiet: | 038_GR / Hinterrheintal, Hinterrhein, Wänglispitz, Wenglispitz, Kirchalpstock, Valserberg, Kirchalp, Chilchalpa;(Erzabbau) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Rheinwald |
Beschreibung: | Ein geschichtlich belegtes Eisenbergwerk befand sich am Wänglispitz auf der Kirchalp nördlich Hinterrhein. Die urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1287 zurück. Die Schmelze lag auf einer Höhe von 2400 Meter und forderte den ganzen Waldbestand des Valserberges. Die Erze selbst sind vorläufig nicht bekannt, ebenso fehlen Angaben über ihre genaue Herkunft. Als mögliche Einzugsgebiete kommt die Gegend des Wänglispitzes und evtl. des Kirchalpstockes und des Valserberges in Frage. Die Koordinaten- und Höhenangaben beziehen sich auf die Region zwischen Chilchalp und dem Wenglispitz und zeigen nicht auf den genauen Fundpunkt. |
Koordinaten, ca.: | 733000 / 156000 |
Literatur: | - Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2 |
Mineralien: | - Eisenerz: |
Gebiet: | 039_GR / Rheinwald, Splügen Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Rheinwald |
Beschreibung: | In den Schieferschichten dieses Gebietes (1) sowie im Strasseneinschnitt südlich der neuen Strassenbrücke zwischen Rüti und Splügen (2). |
Koordinaten, ca.: | 744500 / 157500 |
Literatur: | - Gemlin, E.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 1-3; Bergkristall, gebogen und gebrochen - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 216 |
Mineralien: | - Pyrit: 1) in kleinsten Würfelchen auf dem Quarz. - Quarz: 1) nadelig, zum Teil gebogen, eher klein, aber auch bis 8.5 cm, in kleinen Taschen des Schiefers, mit gelblichem Überzug (Eisenhydroxid); 2) im Gneis, bis 4 cm. |
Gebiet: | 040_GR / Rheinwald, Splügen, Aeussere Schwarzhörner Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Rheinwald |
Beschreibung: | Südöstlich von Splügen. |
Koordinaten, ca.: | 747300 / 154150 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 226 - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 163 |
Mineralien: | - Adular: - Albit: - Chlorit: - Ferroaxinit: Cm-gross, rötlichbraun, ganze Kluftwandungen belegend, relativ häufig. - Quarz: |
Gebiet: | 041_GR / Rheinwald, Splügen, Danazalp, Danatzalp, Danatzhöhe, Tanazalp, Tanatzalp, Alp Tanatz, Tanatzhöhi, Tanazhöhe; (Erzabbau) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Rheinwald |
Beschreibung: | Auf der Alp liegen Manganerze, welche schöne rote, braune, weisse, gelbe und schwarze Mineralien einschliessen. Es sind viele Steine verschliffen worden. Woher die Erze stammen ist noch nicht bekannt. 2500 Meter südlich des Dorfes Splügen, beidseits der Militärstrasse, ca. 30 Meter westlich über dem der Splügenstrasse folgenden Häusernbaches. Förderung ca. 10 Tonnen Erzblöcke, gewonnen aus der Geröllhalde und aus der Alpweide im Umkreis von 5000 m2 ausgegraben. Verfallener Stollen auf ca. 1920 m ü. M. Über den Erzabbau von der Danazalp ist wenig bekannt. Erwiesen ist lediglich die Einstellung der Bergbauaktivitäten um 1918. Tanatzhöhi: Südwestlich von Splügen, zwischen der Tamboalp und der Splügenstrasse, liegt das Abbaugebiet Tanatzhöhi. Nordwestlich der Bodmastafel liegen die vier verschütteten Abbaustätten. Oberseitig wurde nach Erz gegraben und Manganerz-Bruchstücke weisen auf ehemaligen Bergbau hin, welcher längs des Weges zwischen Bodmastafel und Nüstafel betrieben wurde. Der Mangan-Abbau ist jedoch urkundlich nirgends erwähnt. Der Manganerz-Mangel Ende des Ersten Weltkriegs gab Anlass, mehrere Tonnen dieser Erz-Bruchstücke zur Verwertung ins Tal zu bringen. Allerdings war der Mangangehalt gering, weshalb die Fundstelle in Vergessenheit geriet. Erst in jüngerer Zeit wurde das Abbaugebiet Tanatzhöhi wieder entdeckt, da unter der Manganerz-Kruste Silikate zu finden sind, welche geschliffen und poliert als Schmucksteine ihre Verwendung finden. Krähenbühl: Dieses Vorkommen liegt südwestlich von Splügen zwischen Tamboalp und der Splügenstrasse. Nordwestlich oberhalb des Bodmenstafels liegen nebeneinander vier verschüttete und mit Erlenstauden überwachsene Abbaustellen. Anstehendes Erz ist keines mehr sichtbar vorhanden. Unterhalb der mutmasslichen Abbaustelle und besonders die Steinhaufen mit Manganblöcken längs des Weges zwischen Bodmenstafel und Nüsstafel bezeugen den ehemaligen Bergbau. |
Koordinaten, ca.: | 744200 / 154800 |
Literatur: | - Grenouillet, Willy; Jahresbericht der Naturforschenden Gesellschaft Graubünden; 1919-1921; Band 60; Seite 31- 68; Geologische Untersuchungen am Splügenpass und Mte di San Bernardino - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1991/1; Heft 55; Seite 8-11; Der Bergbau im Schams und Ferreratal: Weitere Abbaustellen, Schluss - Roth, Philippe & Meisser Nicolas; Schweizer Strahler; 2013; Heft 3; Seite 8 - 21; Die seltenen Mineralien der Bündner Manganvorkommen - Stäbler, Hans; Bergknappe; 2015; Heft 126/127; Seite 71-101; Historischer Bergbau im Hinterrhein - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 83,266,315,360,377,404,405 - Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1993; Heft 2; Seite 473 - 524; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz Teil 3: Undurchsichtige Mineralien - von Arx, Rolf; Bergknappe; 1983/2; Heft 24; Seite 19-22; Gustav Weinmann - ein unbekannter Bergwerksunternehmer |
Mineralien: | - Bementit: Nicht ganz sicher (Roth). - Braunit: - Coralloit: Wurde erst 2012 als neues Mineral erkannt. Wegen der geringen Materialmenge konnte das Mineral vorerst aber nicht bestimmt werden. Leicht dunkelrote Kristalle in winzigen Hohlräumen des Braunit Erzes. - Fluorcalcioroméit: Dunkelgelbe bis braune, oktaedrische, teilweise zonierte Kristalle. - Franklinphilit: Aus einem unspektaktulären Blockkegel bei Splügen. Gilt weltwei als der zweite Fund für dieses Mineral. Bildet im massiven Rhodonit kleine beige, teilweise radial angeordnete Aggregate. - Galaxit: (Stalder, 1993) - Gasparit-(Ce): Das Mineral bildet schwer zu deutende, honiggelbe Kristalle zusammen mit Manganberzellit und Tiragalloit. - Manganberzeliit: Nachgewiesen, orange, feinkristalline Einlagerungen in Rhodonit. - Manganerz: - Mangano-Calcit: - Manganocummingtonit: Beige, asbestförmig, faserig, bis 1cm Länge. - Nontronit: In Rissen des Mangano-Calcites, vermutlich in der einziger Nachweis dieses Minerals (Stand 1994). - Palenzonait: Ein einzelner Fund undeutlicher Körner im Mn-reichen Calcit. - Parsettensit: Als leuchtende, gelbbraune Adern. - Piemontit: - Pyrophanit: In den Manganerzen dieser Alp, blutrot, tafelige Schuppen, bis 5 mm lang, eingebettet in Rhodochrosit (Meisser, 1994). - Rhodochrosit: Eingewachsen, hellrosa. - Rhodonit: Eingewachsen, auch grobkristallin in Quarzadern, bis 16 mm, rot bis himbeerrot, verwachsen mit gelborangem Spessartin und mit hellrosafarbenen Rhodochrosit, 1844 erfolgte von hier der erste Fund von Rhodonit für die Schweiz. Die Blockanhäufungen der Danatzalp, in denen die wesentlieh aus Rhodonit bestehenden Manganerzblöcke sich finden, verbreiten sich beiderseits eines neuangelegten Militärweges, zirka 30 Meter westlich über dem der Splügenstrasse folgenden Häusernbach. Die Stelle liegt 2,7 km südlich des Dorfes Splügen. Die Maganerzblöcke sind äusserlich schwarz gefärbt, das heisst sie besitzen eine bis mehrere Zentimeter dicke Rinde, bestehend aus schwarzen, oxydischen Manganerzen. Das Innere der Blöcke besteht hauptsächlich aus einem Gemenge von rötlichen und gelblichen Mangansilikaten (Rhodonit und Spessartin), vermischt mit Calcit. - Sarkinit: Prismatisch, bis 5 mm, in Karbonat (Meisser, 1994). - Spessartin: Eingewachsen, Körnchen bis 0.4 mm, gelborange. - Tephroit: - Tinzenit: - Tiragalloit: Körnig, rotorange, bis 3 mm, als Einschluss im Mangano-Calcit, neben Rhodonit (Meisser, 1994). - Wallkilldellit-(Mn): Bildet Rasen kleiner, hell- oder dunkelbrauner, feinschuppiger und glimmerähnlicher Kriställchen. |
Gebiet: | 042_GR / Rheinwald, Splügen, Piz Vizan Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Rheinwald |
Beschreibung: | Parker schreibt lediglich nahe bei Splügen (vom Piz Vizan gegen Splügen). Koordinaten bei Splügen. |
Koordinaten, ca.: | 745000 / 158010 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 155,273 |
Mineralien: | - Albit: Klar, farblos, klein bis mehrere cm, tafelig, nach dem Albitgesetz verzwillingt. - Calcit: Gelblich, skalenoedrisch. - Quarz: Klar. |
Gebiet: | 043_GR / Rheinwald, Splügen, Seehorn Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Rheinwald |
Beschreibung: | |
Koordinaten, ca.: | 747820 / 155450 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 226 - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 163 Südöstlich von Splügen. |
Mineralien: | - Adular: - Albit: - Chlorit: - Ferroaxinit: Cm-gross, rötlichbraun, ganze Kluftwandungen belegend, relativ häufig. - Quarz: |
Gebiet: | 044_GR / Rheinwald, Val Curciusa, Pizzo Tambo, Tambohorn Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Rheinwald |
Beschreibung: | |
Koordinaten, ca.: | 741600 / 151200 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 263 |
Mineralien: | - Hämatit: Im Gneis. |
Gebiet: | 045_GR / Rheinwald, Zapport, Paradieshüreli (Ostwand), Paradieshörnli (Ostwand) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Rheinwald |
Beschreibung: | Grat nördlich des Rheinquellhorns, hier im Albit. |
Koordinaten, ca.: | 725850 / 149900 |
Literatur: | - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 216 |
Mineralien: | - Oligoklas - Chabasit: - Pyrit: - Stilbit: Nur wenig. |
Gebiet: | 046_GR / Thusis, Via Mala, Viamala, Rongellen Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Rongelle |
Beschreibung: | An der alten Strasse zwischen Thusis und Rongellen (1) sowie ganz allgemein aus der Gegend zwischen Thusis - Rongellen - Via Mala (2). |
Koordinaten, ca.: | 753750 / 172000 |
Literatur: | - Graeser, Stefan; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1971; Band 51; Heft 2 - 3; Seite 415 - 442; Mineralogisch-geochemische Untersuchungen an Bleiglanz und Zinkblende - Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 416 - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 214 - Siegenthaler, Ulrich; Schweizer Strahler; 1980; Vol. 5; Nr. 7; Seite 296-299; Mein erster Fund |
Mineralien: | - Ankerit: 2) gelblich, klein, aggregiert, Normalrhomboeder. - Brookit: 1); 2) dickblätterig, dünnblätterig, manchmal mit Sanduhrstruktur (welche bei den Brookiten des Domleschg eigentlich fehlt). - Calcit: 1); 2). - Epsomit: Auf Wandungen des Ton- und Kalkschiefer bei der Viamala. - Muskovit: 2) feinschuppig. - Quarz: 1) in Stufen, Doppelender; 2). - Rutil: 2). - Sphalerit: 2) braun, schwarz, kugelig, schlechte Ausbildung, auch im Quarz. Auf einer Baustelle in der Via Mala gefunden. Braun-gelbe, durchscheinende Kristalle mit Tetraederflächen, stellenweise schwarzwolkig gefärbt. In einer Kluft zusammen mit Bergkristall, Ankerit, Brookit, Muskovit. |
Gebiet: | 047_GR / Domleschg (dt.), Tumliasca (rätorom.), Rothenbrunnen (dt.), Giuvaulta (rätorom.) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Rothenbrunnen |
Beschreibung: | |
Koordinaten, ca.: | 751900 / 181600 |
Literatur: | |
Mineralien: | - Ankerit: Verwittert. - Aragonit: Klein, büschelig, zusammen mit verwittertem Ankerit. |
Gebiet: | 048_GR / Rothenbrunnen, Thusis, Val d'Almen, Almenser Tobel, Schall-Almens, Val da Schins, Tran, Stätzerhorn Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Rothenbrunnen |
Beschreibung: | Hans Schweizer beschreibt einen Fund oberhalb Tran. Der Almenser Tobel fällt zwischen Rothenbrunnen und Thusis vom Stätzerhorn ins Domleschg hinunter. |
Koordinaten, ca.: | 755570 / 179390 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 221 - Schweizer, Hans; Schweizer Strahler; 2011; Seite 12-15; Wem gehört der Stein? |
Mineralien: | - Aragonit: Schneeweiss, radialstrahlig, zum Teil als bis zu 2 cm dicke Kruste auf dem Quarz und Calcit. - Calcit: Gross, tafelig, überwachsen mit flachen Rhomboedern. - Quarz: Klar durchsichtig oder leicht milchig, oft mit kleinen Gesteinseinschlüssen, teils leicht gebogen. |
Gebiet: | 049_GR / Schlaruns, Schlarans (dt.), Scharons (rätor.), Scharans, Daniser Tobel Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Scharans |
Beschreibung: | Der Daniser Tobel konnte auf der Karte nicht gefunden werden (Swiss Map). Vermutlich handelt es sich um das Tobel südlich der Alp Danis. Die Koordinaten zeigen auf die Alp Danis. Schlarans sollte vermutlich Scharans heissen, Danis liegt in der Nähe dieses Ortes. |
Koordinaten, ca.: | 757580 / 178040 |
Literatur: | - Rykart,Rudolf & Sicher,Valentin; Mineralienfreund; 1972; Heft 1-2; Seite 16 |
Mineralien: | - Quarz: Teils mit Toneinschlüssen. |
Gebiet: | 050_GR / Thusis, Scharans;(aus Stollen) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Scharans |
Beschreibung: | Die Fundstelle befindet sich am Fusse der Deponie des EWZ-Stollens, südlich von Scharans. Funde stammen aus dem Anstehenden und aus dem Stollenmaterial (1). Bei der Erbauung des Stollens in der Nähe von Scharans wurden zahlreiche Klüfte angefahren. Weitere Funde sind aus der Umgebung von Scharans beschrieben (2). |
Koordinaten, ca.: | 754500 / 175650 |
Literatur: | - Graeser, St. & Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1974; Seite 265-277; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten - Lareida, Silvio; Schweizer Strahler; 2017; Heft 1; Seite 27 - 29; Erinerungen an einen unerwarteten Fund - Mühlethaler, H. & Cabalzar, W.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 130-132; Fluoriteinschluss in Bergkristall - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 224 - Peretti,Adolf; Urner Mineralienfreund; 1981; Heft 1; Seite 8-9 - Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1981; Seite 481-484; Ein Fund authigener Quarze aus alpinen mesozoischen Sedimenten |
Mineralien: | - Albit: 2) - Galenit: In derbem Quarz. - Markasit: In der Form plattiger Aggregate, teils auf Quarz aufgewachsen. Zu finden auch als derbe Knollen bis cm-Durchmesser. - Millerit: 1) in feinsten Haaren, in kleinen Hohlräumen im Quarz, bis max. 1 mm; langstängelig, messinggelb, schimmernd, radialstrahlig aggregiert. Auch eingewachsen im Quarz und aus diesem herausragend. - Pyrit: In Partien des Nebengesteins. - Quarz: 1) authigen in metamorphen Schichten des Penninikums; 2) auch mit weissen Streifen, teils plattig; bis 2 mm, wasserklar, in feinkörnigem Calcit, es handelt sich hier um einen Erstfund authigener Quarze in alpinen mesozoischen Sedimenten der Schweiz. |
Gebiet: | 051_GR / Thusis, Scharanser Tobel, Scharansertobel Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Scharans |
Beschreibung: | Oberhalb Scharans erheben sich mächtige Felswände, die von zahlreichen Tobeln durchschnitten werden. Das Gestein ist kompakt und hart, die Klüfte und die dazugehörigen Quarzadern verlaufen diskordant zu den mehr oder weniger horizontal liegenden Gesteinen. Die Koordinaten- und Höhenangaben zeigen auf Scharans und nicht genau auf den Fundpunkt. |
Koordinaten, ca.: | 754460 / 176070 |
Literatur: | - Peretti,Adolf; Urner Mineralienfreund; 1981; Heft 1; Seite 9-12 |
Mineralien: | - Albit: In cm-Grösse und manchmal den Calcit begleitend. - Apatit: Apatit wird aus der 'näheren Umgebung' erwähnt, dann in linsen- bis tafelförmiger Ausbildung. Teils rosa fluoreszierend. - Baryt: Tafelig, in cm-Grösse, mit blauer Eigenfarbe. - Calcit: Als sogenannter Fingernagelcalcit in cm-Grösse. - Fadenquarz: - Goethit: Als stark glänzender Begleiter des Fadenquarzes. |
Gebiet: | 052_GR / Thusis, Sils-Domleschg, Carschenna Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Sils im Domleschg |
Beschreibung: | Aus dem Kieselkalk der Felsköpfe zwischen diesen beiden Orten (südöstlich von Sils). |
Koordinaten, ca.: | 754500 / 173500 |
Literatur: | - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 213 |
Mineralien: | - Ankerit: Kleinste Aggregate auf dem Quarz, weiss. - Brookit: Dünntafelig, mit Einschlüssen von Pyrrhotin, bis 2 cm, aufgewachsen auf dem Quarz und teils auch ein wenig eingewachsen. - Goethit: Braun, nach Ankerit. - Pyrit: Körnig, im Quarz eingeschlossen. - Pyrrhotin: Vollständig im Quarz eingewachsen, plattig, ausgefranst, aggregiert, cm-gross. - Quarz: Hell. |
Gebiet: | 053_GR / Thusis, Sils-Domleschg, Schynschlucht, Schinschlucht (Steinbruch) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Sils im Domleschg |
Beschreibung: | Die Fundstellen in dieser Schlucht sind zusammengefasst. Zum einen stammen gute Funde aus dem bekannten Steinbruch hinter dem Kraftwerk, sowie ca. 300 Meter weiter hinten von der linken Talseite. |
Koordinaten, ca.: | 755500 / 17450 |
Literatur: | - Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978;Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura - Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1981; Seite 437-467; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten V - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 214,224 - Peretti, Adolf; Urner Mineralienfreund; 1981; Heft 1; Seite 1-6 - Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1967; Seite 53-58; Goethit und Lepidokrokit in den Zerrklüften der Schweizer Alpen |
Mineralien: | - Ankerit: Verwittert. - Aragonit: Sekundär, nadelig, klein, büschelig, zusammen mit verwittertem Ankerit, weiss-lila fluoreszierend (Kurzwellen und Langwellen). - Baryt: Rosettenartig aggregiert, blattähnlich. Tafelige Kristalle, gestreckt nach der b-Achse, häufig zu fächerartigen Aggregaten verwachsen und durch Limonitüberzug gelb gefärbt. - Brookit: Dünntafelig, bis 2 cm. Das Mineral weist oft einen schwarzen Rand auf und deutet damit auf eine Pseudomorphose von Rutil nach Brookit hin. - Calcit: Kleinere, flache Rhomboeder. Oft in der Form des sogenannten 'Fingernagelcalcites' mit teils rhomboedrischer Phantomzeichnung. - Chalkopyrit: Bis 5 cm grosse Kristalle, manchmal mit Oxidationsschicht. - Chlorit: - Goethit: Teils pseudomorph nach Ankerit. Goethit überzieht beinahe alle Mineralproben und durchsetzt auch das Nebengestein. - Muskovit: In aussergewöhnlicher Ausbildung; als 0.5 mm grosse, radialstrahlige Aggregate auf Quarz. Der Muskovit besteht hier nicht wie üblich aus Blättchen sondern aus flachen Fasern. - Phantomquarz: Mit grünem bis dunkelgrünem Chloritphantom, ausserordentlich schön. - Pyrit: Als Einsprenglinge im Nebengestein und teils ineinander verwachsen treten manchmal in weniger mit Eisenhydroyxid durchsetzten Gesteinspartien leicht oxidierte Pyritwürfel auf, Kantenlänge bis 1 cm. - Quarz: Langprismatisch, typischer Dauphiné-Habitus, zuckerförmig aggregierte Doppelender, bis 15 cm, verheilte Quarzsplitter sind häufig. - Rutil: Schwarz, teils aus dem Brookit herauswachsend. |
Gebiet: | 054_GR / Thusis, Sils-Domleschg, Schynschlucht, Schinschlucht, Mittlerer Schyn Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Sils im Domleschg |
Beschreibung: | Vom Steinbruch anfangs der Schynschlucht weiter talaufwärts folgen jüngere Kalkschiefer, meist verfaltet, noch oben eher toniger und quarzitischer werdend (Trümpy,R., 1967). Klüfte sind als Taschen und horizontale Spalten vor allem in den nebeneinander auftretenden Nolla-Schiefern zu finden. Eine Bezeichnung 'Schynschlucht' gibt es auf der Karte nicht. Es handelt sich um das Tal östlich von Sils i.D.. Die bekannte Grube befindet sich kurz nach dem EW Nisellas am Fluss Albula. Die Koordinaten zeigen ca. auf den mittleren Teil der ganzen Schlucht. |
Koordinaten, ca.: | 757830 / 172970 |
Literatur: | - Peretti, Adolf; Urner Mineralienfreund; 1981; Heft 1; Seite 1-7 |
Mineralien: | - Albit: Verzwillingt nach dem Albitgesetz, belegt mit kleinen Pyritwürfelchen und Goethit. - Aragonit: Radialstrahlig, garbenförmig aggregiert, mm-gross, in dünnen Kluftspalten, oft den Quarz überziehend. - Azurit: Als Anflug auf dem Aragonit. - Fadenquarz: Gekrümmte Individuen. - Gips: Einzelfund von 3 mm auf einem Quarzkristall zusammen mit Albit. - Goethit: - Pyrit: - Quarz: Auch bis 2 cm grosse Doppelender. |
Gebiet: | 055_GR / Thusis, Sils-Domleschg, Viaplana-Stollen Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Sils im Domleschg |
Beschreibung: | Im Wasserschloss des KW Sils i.D. Die Koordinaten zeigen auf das EW. |
Koordinaten, ca.: | 754900 / 174500 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 225 |
Mineralien: | - Calcit: Klein, auf dem Quarz. - Chlorit: - Phantomquarz: Wunderschöne Stufen, mehrere Wachstumsphasen sichtbar (Chlorit oder Muskovit / Ankerit), oft überkrustet von kleinen Quarzen oder Calciten. - Quarz: In grossen Gruppen, oft fast ganz gefüllt mit Chlorit. |
Gebiet: | 056_GR / Splügen, Mittaghorn Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Splügen |
Beschreibung: | Südöstlich von Splügen gelegen. |
Koordinaten, ca.: | 747950 / 156600 |
Literatur: | - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 226 - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 163 |
Mineralien: | - Adular: - Albit: - Chlorit: - Ferroaxinit: Cm-gross, rötlichbraun, ganze Kluftwandungen belegend, relativ häufig (Grünenfelder, 1956). - Quarz: |
Gebiet: | 057_GR / Splügenpass Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Splügen |
Beschreibung: | |
Koordinaten, ca.: | 745200 / 152200 |
Literatur: | - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 135 |
Mineralien: | - Dickit: Im Gneis nahe der italienischen Grenze in steilstehenden Quarzgängen. - Spessartin: |
Gebiet: | 058_GR / Splügenpass, Val Curciusa, Pizzo Ferrè Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Splügen |
Beschreibung: | Der Pizzo Ferrè liegt zwischen dem Splügenpass und dem oberen Val Curciusa auf der Schweiz-italienischen Grenze. Die Bergspitze liegt ca. 100 Meter von der Schweizergrenze entfernt. |
Koordinaten, ca.: | 741440 / 147240 |
Literatur: | - Weibel, Max; Urner Mineralienfreund; 2005; Heft 3; Seite 19 |
Mineralien: | - Monazit: Scharfkantig, bis 5 mm. |
Gebiet: | 059_GR / Surettahorn, Punta Rossa, Punta Nera;(Erzabbau) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Sufers |
Beschreibung: | In der Region des Surettahorns fand in früheren Jahren ein Erzabbau oder ein Erzabbauversuch auf Hämatit und/oder Magnetit statt. Nähere Angaben fehlen. Die Koordinaten zeigen auf den Gipfel. Die beiden Gipfel 'Punta Rossa' und 'Punta Nera' bilden zusammen das Surettahorn. 747.640 / 152.728. |
Koordinaten, ca.: | 747640 / 152728 |
Literatur: | - Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2 |
Mineralien: | - Eisenerz: Hämatit und/oder Magnetit. |
Gebiet: | 060_GR / Val Suretta (linke Talseite), Chli Hüreli, Chli Hirli, Rothörnli (Nordostgrat), Rotgrind, Seehorn(Nordostgrat);(Erzabbau) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Sufers |
Beschreibung: | Die Koordinaten zeigen auf Chli Hüreli. Chli Hüreli (Koordinaten: 749.830 / 156.230, 2120 m ü. M). Seehorn (Koordinaten: 747.820 / 155.60, 2760 m ü. M.). Hüreli (Koordinaten: 749.450 / 154.650, 2205 m ü. M). Am Nordostgrat des Seehornes wurde auf 2330 m mittels eines Stollens ein ebenfalls linsenförmiger Erzkörper abgebaut. Die Ausbisslinie ist auf rund 50 m im Streichen aufgeschlossen und lässt eine Mächtigkeit von 4m erkennen. Nach Grünenfelder können auf einer Sideritlagerstätte folgende Mineralien (meist mikroskopisch) vorkommen: Albit, Anatas, Azurit, Bornit, Calcit, Chalkopyrit (Kupferkies), Chalkosin (Kupferglanz), Chlorit, Covellin, Fahlerz, Ferrostilpnomelan, Goethit, Hämatit, Ilmenit, Magnetit, Malachit, Muskovit, Pyrit, Quarz, Rutil. Rotgrind (Koordinaten: 749.180 / 154.270, 2290 m ü. M): Auf der linken Seite des Surettatals wurde, zwischen 1820 und 1850, an mehreren Stellen nach Eisenerz geschürft. Im Gebiet des Chli Hüreli errichtete man einen 20 Meter langer Stollen, um die Hämatiterz- Einlagerungen abzubauen. Der Stollen erwies sich jedoch nur als Versuchsbau, der keinen Ertrag brachte. Auch beim Rothörnli, wo ein verkürzter Stollen auf ein Abbaugebiet hinweist, ist im Aushubsschutt kein Erz aufzufinden. Einzig in der Region des Rotgrindes fand man Erz und es wurde zum grössten Abbaugebiet des Surettatals. Stäbler, 1993: Der Vorsatz, die Suche auf diese Kontaktzonen zu konzentrieren, erwies sich als richtig. In der besonders im mittleren Teil schwierig zu begehenden Runse östlich unterhalb des Rotgrindes wurde einer der längsten Bergwerksstollen des Hinterrheingebietes wiedergefunden. Das Stollenmundloch liegt auf 2160 m.ü.M. auf der linken Seite der erwähnten Runse. Interessanterweise konnte bei keiner Abbaustelle anstehendes Erz gefunden werden. Die auffälligste Erzzone des ganzen Tales finden wir rund 100 Höhenmeter östlich über den neuentdeckten Stollen. Das Felsband, das von Punkt 2257 zuerst Richtung Süden streicht und dann nach Südosten umbiegt, weist bis auf 2600 m.ü.M. zahlreiche intensiv rostrot gefärbte Zonen auf. Diese auffallende Färbung ist auf Einlagerung verschiedenartiger Eisenerze zurückzuführen, unter denen der Pyrit (Eisensulfid) vorherrschend ist. Abbauspuren konnten keine festgestellt werden, obwohl diese Vererzung den Bergleuten unmöglich verborgen geblieben sein konnte. Wahrscheinlich verunmöglichten der komplizierte Aufbau des Erzinhaltes, der neben Eisenerzen auch Kupfer- und Arsenerze umfasst, und die unzureichende Verhüttungstechnik eine Nutzung dieser Vorkommen. Auf einfachere Verhältnisse trifft man Gebiet des Chli Hüreli. Im Schuttkegel unterhalb dieses gelblichen Dolomitkopfes verraten zahlreiche, teilweise kopfgrosse Hämatiteisenstücke, dass in den Felsen Eisenerz abgebaut worden war. Am Felswandfuss, auf 1930 m.ü.M. ist ein Stollen gegen Osten ins Berginnere vorgetrieben worden. Dieser kann heute bis in eine Tiefe von 15 m begangen werden. Ursprünglich war er aber bedeutend länger. Im begehbaren Stollenabschnitt sind keine anstehenden Erze mehr sichtbar. Eine zweite Abbauzone finden wir in der Runse nördlich des Chli Hüreli auf 2070 m. ü. M. Das Eisenerzlager befindet sich wieder im Kontaktbereich zwischen Roflaporphyr und Triasdolomit. Die Hämatitvererzung ist schnurartig im Porphyr eingelagert und lässt sich zwischen 2060 und 2100 m.ü.M. in einer 70 m langen Zone verfolgen. Die zahlreichen Erzschnüre besitzen höchstens eine Mächtigkeit von 10 cm. Sie wurden an verschiedenen Stellen steinbruchartig abgebaut. Auf Quote 2070 ist ein mit etwa 20 % gegen NE abfallender Stollen 20 m tief vorgetrieben worden. Die Erzausbeute in diesem Stollen war gering, denn es sind mit ihm nur vier 10 cm mächtige Erzschnüre angefahren worden. Im Felsriegel unterhalb der Abbaustelle bis hinauf zum Stollen sind teilweise noch Überreste des Grubenweges erkennbar. Auch an der gegenüberliegenden Talseite gewann man Eisenerz. Im Kessel zwischen Suretta-Seehorn und Rothörnli am Nordostgrat des Seehorns finden wir uf 2660 m.ü.M. ein linsenförmiges, 50 m langes Eisenerzlager, das stellenweise 4 m mächtig ist. Es ist mittels eines kurzen Stollens abgebaut worden Steigen wir talabwärts, so trifft man auf dem Nordostgrat des Rothörnlis bei 2330 m.ü.M. weitere Abbauspuren an. Der vollständig eingestürzte Stollen durchörtert mindestens im Mundlochbereich Moränenschutt, und es sind weder Erzbruchstücke noch anstehendes Erz auffindbar. Hüreli nach Grünenfelder: Dieser Vererzungskörper war bis anhin (1953) unbekannt. Art und Charakter der Lagerstätte lassen vermuten, dass bei näheren Untersuchungen der Zwischenzone und der südlich angrenzenden Casannaschieferserie noch weitere Stellen analoger Erzbildungen ausfindig gemacht werden könnten. Demnach will die folgende Beschreibung keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Die Lagerstätte befindet sich am SW-Abhang des Hüreli auf 2205 m, Koordinaten 749.450/154.650. N 40° E) zum Chloritgneis absetzt, somit die Schieferungsrichtung quer durchschlägt. |
Koordinaten, ca.: | 749830 / 156230 |
Literatur: | - Grünenfelder, Marc; 1956; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 35; Petrographie des Roffnakristallins in Mittelbünden und seine Eisenvererzung;Seite 31,49-50 - Stäbler, Hans; Bergknappe; 1990/1; Heft 51; Seite 2-5; Der Bergbau im Schams und Ferreratal: Die Sufner Schmelzi)), Fortsetzung 1 - Stäbler, Hans; Bergknappe; 1993/4; Heft 66; Seite 2-6; Bergbauspuren im Surettatal |
Mineralien: | - Albit: Seehorn: In deutlichen Mengen. - Calcit: Seehorn: In deutlichen Mengen. - Chalkopyrit: Seehorn: In spärlichen Mengen. Fundstelle Hüreli. - Chalkopyrrhotin: Fundstelle Hüreli. - Chalkosin: Seehorn: In spärlichen Mengen. - Eisenerz: - Goethit: Fundstelle Hüreli. - Graphit: Fundstelle Hüreli. - Hämatit: - Kupfererz: - Magnetit: Fundstelle Hüreli. - Melnikovit: - Pyrit: Seehorn: In spärlichen Mengen. Fundstelle Hüreli. - Quarz: Seehorn: In grossen Mengen. - Serizit: Seehorn: In deutlichen Mengen. - Siderit: Seehorn: In grossen Mengen. - Titanit: Fundstelle Hüreli. |
Gebiet: | 061_GR / Thusis, Casellis . Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Thusis |
Beschreibung: | In den Felspartien (unterhalb/oberhalb) Casellis und entlang der Nolla.- Albit: Die wohl schönsten Kristalle der Schweiz und die wohl grössten im Albit-Habitus aus Klüften des Bündnerschiefers. |
Koordinaten, ca.: | 751150 / 172800 |
Literatur: | - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 222 - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 27 |
Mineralien: | - Apatit: Auch rosarot, Aggregate bis mehrere cm. - Quarz: Teils gebogene Individuen. |
Gebiet: | 062_GR / Thusis, Crapteig ( (Grabteig) Nord- und Südhang) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Thusis |
Beschreibung: | |
Koordinaten, ca.: | 753000 / 172500 |
Literatur: | - Stieger, Jakob; Schweizer Strahler; 1974; Seite 328-336; Aussergewöhnliche Anatasfunde in den Bündnerschiefern des Hinterrheitales |
Mineralien: | - Adular: Klein, rasenartig. - Albit: - Anatas: Bis 1 cm, Stufen mit zahlreichen Kristallen, schwarz, braun durchscheinend. In einer Kluft ca. 500 Anataskristalle (Nordhang). - Ankerit: - Calcit: - Chlorit: - Goethit: - Muskovit: - Pyrit: - Quarz: Mit Rutil. - Rutil: Nadelig-haarig, meistens im Quarz. |
Gebiet: | 063_GR / Thusis, Crapteig, Bovel, Grabteig (Steinbruch) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Thusis |
Beschreibung: | |
Koordinaten, ca.: | 752800 / 172500 |
Literatur: | - Stieger, Jakob; Schweizer Strahler; 1974; Seite 328-336; Aussergewöhnliche Anatasfunde in den Bündnerschiefern des Hinterrheitales |
Mineralien: | - Anatas: Bis 8 mm. - Brookit: Bis 4 cm. |
Gebiet: | 064_GR / Thusis, Crapteig, Grabteig Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Thusis |
Beschreibung: | |
Koordinaten, ca.: | 753100 / 172400 |
Literatur: | |
Mineralien: | - Anatas: Gross, vermutlich bis über 2 cm. - Quarz: |
Gebiet: | 065_GR / Thusis, Saissa, Crappasusta (am Fusse) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Thusis |
Beschreibung: | In den Felswänden zwischen Saissa und Crappasusta im stark verrosteten Kieselkalk. Bedeutend sind zwei äusserst ergiebige Anatasfundstellen. |
Koordinaten, ca.: | 752500 / 172000 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 213 - Peretti,Adolf; Urner Mineralienfreund; 1981; Heft 1; Seite 18-21. - Stieger, Jakob; Schweizer Strahler; 1974; Seite 328-336; Aussergewöhnliche Anatasfunde in den Bündnerschiefern des Hinterrheitales |
Mineralien: | - Adular: Auf kleinen Albitlamellen aufgewachsen. - Albit: - Anatas: Bis 19 mm, schwarz, braun durchscheinend, dipyramidal, glatte und stark glänzende Flächen, manchmal auch auf dem Quarz aufgewachsen. - Ankerit: Vermutlich als 0.1 gross. Kristalle in einer kleinen Nische. Das Mineral wurde nicht weiter untersucht. - Brookit: Bis 60 mm, teils schuppig aggregiert, dünnblätterig, ohne Sanduhrstruktur. - Goethit: Pulverig, auch pseudomorph nach Ankerit. - Quarz: Bis 15 cm. - Rutil: Haarförmig, im Quarz eingeschlossen. |
Gebiet: | 066_GR / Thusis, Samest Sud, Samest Sura Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Thusis |
Beschreibung: | Der Ort liegt südöstlich von Thusis (ca. 4 km). Die Lokalität ist mit 'Samest Sura' auf der Karte eingetragen. 'Samest Sud' liegt noch etwas südlicher (Karte 1235, Andeer). |
Koordinaten, ca.: | 755450 / 170150 |
Literatur: | - Rykart, Rudolf Schweizer Strahler; 1977; Seite 209-221; Zum Wachstum plattiger Quarze mit "Faden" |
Mineralien: | - Fadenquarz: |
Gebiet: | 067_GR / Thusis, Schynschlucht, Schinschlucht, Heidbach, Rain digl Lai, Solisbrücke Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Thusis |
Beschreibung: | Die Koordinaten zeigen auf die Station Solis. Auf der Karte kann keine zutreffende Fundortbeschreibung (Solis, Heidbach) gefunden werden. Die Fundstelle liegt in dem Tobel, das der Heidbach im Bereich der Schynschlucht ausgegraben hat. Der Heidbach hat seinen Ursprung im Heidsee, durchfliesst die Lenzerheide in südlicher Richtung, tritt bei Obervaz in ein tiefes Tobel und mündet westlich der Solisbrücke in die Schynschlucht, wo er sich mit der Albula vereint. Die mineralführenden Klüfte sind eher schmal und klein. |
Koordinaten, ca.: | 759600 / 172120 |
Literatur: | - Graeser,Stefan; Urner Mineralienfreund; 2001; Heft3; Seite 14-21 - Hofmann, Beda & Soom, Michael & Kürsteiner, Peter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 2014; Heft 4; Seite 23 34; Wenig bekannte Tonmineralien: Neufunde von Dickit, Palygorskit und Rectorit aus der Schweiz - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 276 |
Mineralien: | - Albit: - Apatit: - Calcit: - Chalkopyrit: Winzig, schwarzbraun, bis 0.5 mm. - Chrom-Muskovit: Wegen der grünen Farbe wird angenommen, dass es sich um einen Chrom-Muskovit handelt. - Dolomit: - Fuchsit: - Galenit: - Gips: - Lepidolith: Nicht ganz sicher nachgewiesen. Sehr klein, um 0.1 mm, intensiv violett. - Markasit: Derb, radialstrahlig aggregiert, bis 5 mm. Igelartige Verwachsungen bis 1 mm. - Millerit: Verbogen, Parallelverwachsungen, teilweise in Reevesit umgewandelt, bis 8 mm. In frischem Zustand messinggelb. - Muskovit: Muskovit-1M. Sehr klein, um 0.1 mm, weiss, kugelig. - Pyrit: - Quarz: - Rectorit: Dabei handelt es sich um einen faserigen, biegsamen Überzug, der aussieht wie das Stück eines alten Abwaschlappens. Wurde dieses Mineral ursprünglich (2001) ebenfalls noch als Muskovit-1M bezeichnet, konnte im Rahmen der Arbeit über den Rectoritfund aus dem Entwässerungstunnel beim Unteren Grindelwaldgletscher, dieses Material als Rectorit bestimmt werden. - Reevesit: Als gelbgrüner Überzug auf dem Millarit, auch grün (Graeser, 1995). - Sphalerit: Winzig, leuchtend rot-orange. - Violarit: Als dünner Überzug auf Pyrit. Konnte nicht ganz sicher nachgewiesen werden. |
Gebiet: | 068_GR / Thusis, Val Muntavierta Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Thusis |
Beschreibung: | Östlich von Fürstenau verlaufend. |
Koordinaten, ca.: | 755400 / 176900 |
Literatur: | - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 223 |
Mineralien: | - Baryt: Bis 2 cm lang und 5 mm dick. - Chalkopyrit: - Pyrit: |
Gebiet: | 069_GR / Thusis, Via Mala (Eingang), Viamala, Verlorenes Loch, Verloren Loch Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Thusis |
Beschreibung: | Am Eingang der Via Mala sind am rechten Rheinufer verfaltete Kieselkalke vorzufinden. |
Koordinaten, ca.: | 754100 / 17183 |
Literatur: | - Peretti,Adolf; Urner Mineralienfreund; 1981; Heft 1; Seite 13-15 |
Mineralien: | - Aragonit: - Brookit: Nur bis mm-Grösse, braun. Teils als Einschlüsse im Quarz. - Calcit: Als sogenannter Fingernagelcalcit, rot floureszierend. - Chlorit: Teils als Einschlüsse im Quarz. - Goethit: Teilweise kugelige Aggregate bildend.- Muskovit: Teils als Einschlüsse im Quarz. - Quarz: Bis 5 cm. Doppelender weisen gerne Einschlüsse von feinem Rutil auf. - Rutil: Selten, mikroskopisch klein, nadelig. - Zepterquarz: Sehr selten, bis 5 mm. |
Gebiet: | 070_GR / Thusis, Via Mala, Viamala, Alp Craschena (Carschenna?), Giziloch Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Thusis |
Beschreibung: | Giziloch an der Alpe Craschna bei der Via Mala. Auf der Karte ist nur eine Lokalität Carschenna zu finden, Gitziloch ist ebenfalls nicht eingetragen. Die Koordinaten zeigen auf die Viamala unterhalb Carschenna. |
Koordinaten, ca.: | 753770 / 172310 |
Literatur: | - Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 324 |
Mineralien: | - Calcit: Stalaktischer röhrenförmiger und verästelter grauer Kalk in Höhlen dichten schwarzen Kalksteins. |
Gebiet: | 071_GR / Tiefenkastel, Tiefen Kasten, Tiefencastel (dt.), Casti (rätorom.), Thusis, Alvaschein (dt.), Alvaschagn (rätor.), Alvaneu (dt.), Alvagni (rätor.), Solis Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Thusis |
Beschreibung: | Die Koordinaten zeigen auf Tiefencastel. Wagner beschreibt die Fundstelle wie folgt: Albulatal zwischen Tiefencastel und Thusis im Bündnerschiefer. Die Mineralien kamen bei Sprengungen bei der Strassenkorrektur zum Vorschein. |
Koordinaten, ca.: | 763580 / 170040 |
Literatur: | - Wagner, Albert; Schweizer Strahler; 2008; Heft 4; Seite 14-19; Zufallstreffer - oder weisse und graue Zone (Teil 1) |
Mineralien: | - Millerit: - Pyrit: - Quarz: - Reevesit: |
Gebiet: | 072_GR / Piz Beverin Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Tschappina |
Beschreibung: | Gute Funde sind im Nord- und im Nordwestabhang gemacht worden. |
Koordinaten, ca.: | 746900 / 168600 |
Literatur: | - Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1979; Seite 141-154; Mineralneufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten IV - Rykart, R.; Schweizer Strahler; 1971; Seite 229-276; Die Feldspatmineralien |
Mineralien: | - Albit: In den Kalkschiefern. Nach dem Albitgesetzt verzwillingt. Manchmal über 2 cm grossen Albitkristalle von schöner, weisslich durchscheinender bis klarerer Beschaffenheit. - Apatit: Aggregate bis 5 cm, von welcher Seite des Berges diese Kristalle stammen ist nicht ganz klar. - Fadenquarz: - Pyrolusit: Als schwarzer Überzug, radialstrahlig aggregiert, auf Quarz und Albit. - Quarz: Wasserklar, zum Teil recht gross und in schönen Gruppen. |
Gebiet: | 073_GR / Piz Beverin, Alp Masügg Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Tschappina |
Beschreibung: | Oberhalb dieser Alp (vermutlich in Richtung des Glaspasses). |
Koordinaten, ca.: | 747600 / 171200 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 222 |
Mineralien: | - Quarz: Schöne, teils mächtige Kristallgruppen. |
Gebiet: | 074_GR / Piz Beverin, Alp Parpeina Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Tschappina |
Beschreibung: | Unterhalb dieser Alp, in Richtung Wiss Nollen. |
Koordinaten, ca.: | 748500 / 170400 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 222 |
Mineralien: | - Quarz: Schöne, teils mächtige Kristallgruppen. |
Gebiet: | 075_GR / Piz Beverin, Chräjenchöpf Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Tschappina |
Beschreibung: | |
Koordinaten, ca.: | 746500 / 169500 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 222 |
Mineralien: | - Quarz: Schöne, teils mächtige Kristallgruppen. |
Gebiet: | 076_GR / Piz Beverin, Tschappina, Glaspass, Nolla Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Tschappina |
Beschreibung: | Parker umschreibt das Gebiet lediglich als 'Passübergang beim Piz Beverin am linken Ufer der Nolla bei Thusis'. Es handelt sich hier wahrscheinlich um den Glaspass nördlich des Piz Beverin. Diese Gegend hat hervorragende Kristalle geliefert. |
Koordinaten, ca.: | 746000 / 171300 |
Literatur: | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 154 |
Mineralien: | - Albit: Aussergewöhnlich schöne Ausbildung (die wohl schönsten Kristalle der Schweiz und die grössten im Albit-Habitus aus Klüften des Bündnerschiefers, s. auch 'Casellis'), klar - weiss - grau - gelblich, flächenreich, Karlsbader-, Albit- und Bavenoer-Gesetz können beobachtet werden, Zwillinge, bis 5 cm, tafelig, durchsichtig, zum Teil Edelsteinqualität. - Calcit: In Skalenoedern und Rhomboedern (diese bis 15 cm). - Quarz: Sehr klar. |
Gebiet: | 077_GR / Piz Beverin, Tschappina, Glaspass, Verdushorn, Carnusahorn, Carnusabach Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Tschappina |
Beschreibung: | Bekanntes Fundgebiet für die aufgeführten Mineralien. Strahlergesetzt für Tschappina siehe unter 'Piz Beverin, Tschappina, Glaspass, Nolla'. |
Koordinaten, ca.: | 745010 / 167500 |
Literatur: | - Walter,Manfred; Schweizer Strahler; 2011; Heft 1; Seite 49; Strahlerexkursion vom 'Glaspass in die Carnusa' (Gemeinde Safien |
Mineralien: | - Albit: - Calcit: - Fadenquarz: - Quarz: |
Gebiet: | 078_GR / Piz Beverin, Tschappina, Glaspass, Weissnollen, Wiss Nolla Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Tschappina |
Beschreibung: | Oben aus der Wiss Nolla. Ob der aussergewöhnliche Fund eines Kupferkieskristalles mit der Fundortbezeichnung 'von der Nolla' ebenfalls hierher gezählt werden kann, ist nicht ganz klar (ebenso der Barytfund). |
Koordinaten, ca.: | 748600 / 171000 |
Literatur: | - Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978;Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 222 - Peretti, Adolf; Urner Mineralienfreund; 1981; Heft 1; Seite 12-13 |
Mineralien: | - Albit: Zwillinge und Viellinge, milchig weiss oder glasklar, teils mit Manganoxid überzogen, cm-grosse Kristalle. - Apatit: Bis 1 cm-grosse Einzelkristalle, rosarot, tafelig, Aggregate bis 5 cm. - Baryt: Klein, weiss, tafelig, rosettenartig aggregiert, strontiumarm. Farblose bis leicht bläuliche Kristalle, aussen von einer trüben weissen Randschicht umgeben. - Calcit: Flachrhomboedrisch, oft zusammen mit kleinen, milchigen Fadenquarzen. - Chalkopyrit: Kantenlänge 4 cm, pseudotetragonal, stark geriefte Flächen, umhüllt von einer Oxidschicht, belegt mit kleinen Malachitflecken. Beschrieben wir ein Gesteinsbrocken aus der 'Nolla' der beim Zetrümmern bis 2 cm grosse Chalkopyrit-Kristalle enthüllte. Teils mit sekundär gebildetem Malachitüberzug und in Begleitung von mm-grossen Galenitkristallen. - Fadenquarz: - Galenit: Mm-gross, als Begleiter des Chalkopyrits. - Malachit: Nur als Flecken auf dem Kupferkies. - Quarz: Mit feinen bis groben Schiefereinschlüssen. - Sphalerit: |
Gebiet: | 079_GR / Piz Beverin, Weissnollen, Wiss Nolla Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Tschappina |
Beschreibung: | Direkt an der Weissnollen, am Fusse des Piz Beverin. |
Koordinaten, ca.: | |
Literatur: | - Redaktion Schweizer Strahler; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 26-27, Fotografische Eindrücke einer Strahlertour am Fusse des Piz Berverin, Graubünden |
Mineralien: | - Albit: - Calcit: - Chalkopyrit: Plättchen bis 25 x 30 mm. - Quarz: Gruppen bis 10 und mehr cm, mit gelblicher Patina. Teils zusammen mit Albit und Calcit. - Sphalerit: Bis 35 x 35 cm, mit einem Überzug aus Chalkopyrit und Quarz. |
Gebiet: | 080_GR / Zillis (dt.), Ziran (rätorom.), Schams, Ferreratal, Eisental, Alp Taspegn, Tschaingla, Taspin, Val Schons (rätorom.), Schams (dt.), Alp Taspin, Alp Daspina, Plaun Tischatscha, Plaun Pali, Platta granda, Nash, Piz Curver, Madignas, Reischenbach;(Blei-Erzabbau) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Zillis-Reischen |
Beschreibung: | Koordinaten bei 'Alp Taspegn'. Eine Fundstelle erwähnt Parker (1973) 'im Walde unterhalb der Alp Taspegn'. Das Material stammt aus einer Blei-Zink-Silbervererzung. Im Mineralienlexikon wird zudem auf eine Blei-Kupfer-Vererzung in einem grünen Augengneis (Taspinit) hingewiesen. Schmid: Im Schams ob Zillis, auf der Alp Taspin, sind Triaskalke und granitische Trümmergesteine von Erztrümmern durchschwärmt. Die Schwerspatadern mit silberhaltigem Bleiglanz, Kupferkies und Fahlerz erreichen Mächtigkeiten von 5-50 cm. Der Bergbau auf Taspin ruht seit 1812. Stäbler: Neben dem Bergwerk Starlera sind die beiden Buntmetallerzgruben im Schams am bedeutendsten. Die eine liegt bei der Alp Taspegn östlich oberhalb von Zillis. Die wenige Millimeter bis 2 cm dicken Blei-, Kupfer- und Eisenerzschnüre sind mit Hilfe von Abbauschlitzen und einer Anzahl 5 bis 20 Meter langer Stichstollen abgebaut worden. In neuerer Zeit entdeckte innerhalb einer alten Abbaustelle radioaktive Zonen, deren Strahlungsintensität bis 15 mal höher ist als die Umweltradioaktivität. Einen wirtschaftlichen Nutzen ergibt sich wegen der lokal eng begrenzten Zone nicht. Taspegn: Nördlich der Alphütten von Taspegn, in den Felsköpfen von Tschaingla, liegt das Erzvorkommen Taspegn. In Taspegn wurden hauptsächlich Blei, Kupfer und Eisen abgebaut, aber auch Silber war vorhanden. Ausführliche Beschreibung von Eduard Escher (Auszug): Die Alp Taspin liegt in der Landschaft Schams, östlich über dem Dorf Zillis, 2200 m ü. M.), auf einer Terrasse NW des Piz Curver. Nördlich der Alp senkt sich das Gelände steil gegen die Schlucht des von E nach W fliessenden Reischenbaches hinunter. Die Alp selber ist vom Taspiner Bach durchflossen. Der östlich des Baches gelegene Teil der Alp heisst Madignas, der westliche Plaun Pali. Westlich vom Plaun Pali erhebt sich eine flache Felskuppe, die im Folgenden mit P. 2380 (Aneroid) bezeichnet wird. Westlich dieser Kuppe liegt die Weide Plaunatsch, die sich bis an den Rand des Steilabsturzes von Platta granda (P. 2160.9) erstreckt. Der zwischen Taspin und dem Reischenbach sich hinziehende Hang ist durch die kleine Terrasse von Plaun Tischatscha unterbrochen. Westlich davon Hegt die Alp Ciss. Die Erzlagerstätte ist in sechs kleine Vorkommen zersplittert, von denen die wichtigsten am Nordrand der Terrasse von Taspin, 2150-2200 m ü. M., liegen; zwei kleinere befinden sich im Wald östlich von Plaun Tischatscha. Die Vererzung hat nur den Gneiskern erfasst und von diesem hauptsächlich den zwischen Madignas und Plaunatsch gelegenen mächtigsten Teil. Die Lagerstätte lässt sich in sechs Vorkommen unterteilen, von denen die vier bedeutendsten in der erwähnten Partie liegen, während zwei auf den Gneis der Schuppenzone am Reischenbach entfallen. Alle Erzpunkte sind durch alte Abbaue gekennzeichnet. Von W nach E sind folgende Vorkommen zu unterscheiden: Vorkommen 1: 2230 m ü. M., auf dem Grat der von P. 2380 nach N hinunterzieht, wenige Meter über der Grenze Gneis-Brekzie. Das Vorkommen besteht aus einem zerrissenen, konkordanten, erzarmen Barytgang. Die Mächtigkeit beträgt 0,2--0,3, ausnahmsweise 1 m. Der Baryt ist auf der ganzen Lagerstätte körnig ausgebildet, blättrige Ausbildung ist nur spärlich zu finden. Erze: spärliche Mengen von Bleiglanz mit etwas Fahlerz und Pyrit bilden mit Quarz zusammen wenige Millimeter breite, konkordante, sich ablösende Schnüre im Baryt. Vorkommen 2: liegt ungefähr in der Mitte zwischen 1 und den Alphütten von Taspin, am N-Rand des obern Teils des Gneiskerns. Eine kleine Gneisschuppe, in welcher das Vorkommen liegt, sticht hier von oben her in das unterliegende Konglomerat ein. Vorkommen 2a. Das Pb-Vorkommen liegt im obern Teil der erwähnten Schuppe, 2190 m m ü. M. Die spärliche Vererzung hat eine 1,5 m mächtige, konkordante Zone, die im Fallen auf 20 m verfolgbar ist, ergriffen. Sie ist von einem konkordanten, 5-10 cm mächtigen, zu Linsen ausgequetschten Barytgang und weitern, unzusammenhängenden Barytschtnitzen, die von Bleiglanz, Fahlerz, etwas Kupferkies und Pyrit begleitet sind, durchsetzt. Vorkommen 2b. Im unteren Ende der erwähnten Gneisschuppe liegt an einer kleinen Felswand die einzige relativ grössere Anreicherung von Kupfererzen. Das Hauptmineral ist Baryt, dazu treten Kupferkies, Bornit, Fahlerz, Pyrit und etwas Bleiglanz. Vorkommen 3 lässt sich in verschiedene Partien unterteilen: Vorkommen 3a umfasst einen Schwarm von vererzten Barytlinsen und -schlieren, die sich z. T. ausgequetschten Gängen zuordnen lassen, am linken Ufer des Taspiner Baches an dem von Rundhöckern bedeckten Ausgang des Talkessels von Taspin. Die Erzanreicherungen liegen ungefähr in einem Dreieck, das im NE vom Bach und im W von einem N 20° W streichenden, auf 100 m verfolgbaren Barytgang, dessen N-Ende am Bach liegt, begrenzt ist. Die Erze, Bleiglanz, Pyrit und Cu-Erze sind spärlich. Vorkommen 3b. Südlich von 3a findet sich ein Vorkommen von abweichender Beschaffenheit. Der hier helle, stark zerrüttete Gneis fällt steil nach E ab und ist in geringem Umfang kräftig pyritisiert. Dichte Pyritmassen fehlen, dagegen ist das Gestein vollständig mit feinkörnigem, wolkig verteiltem Pyrit erfüllt, so dass oft die Gneisgemengteile neben dem Pyrit nur noch schwer erkennbar sind. Vereinzelt finden sich in den Pyritschwärmen Blendekörner, ausserdem vereinzelte Barytechmitzen. Vorkommen 3c. SSE von Abbau 3b liegt die letzte zu Vorkommen 3 gehörige Erzanreicherung. Der NS-streichende, steil E-fallende Gneis ist, da er hart unter der Überschiebungsfläche der Muttnerhornschiefer liegt, ausserordentlich stark geschiefert. In einem kleinen Felsabsatz gut aufgeschlossen findet sich ein 1,5 m mächtiger Barytgang konkordant eingelagert. Er ist stärker geschiefert als alle anderen Vorkommen. Der Baryt ist von langen, dünnen Gneislamellen und ausgeschwänzten Gneisbrocken sowie wenigen, 2- 3 cm mächtigen Erzschmitzen durchzogen. Im Gegensatz zu allen anderen Vorkommen ist die Zinkblende hier etwas häufiger. Vorkommen 4 (St. Anna). Der Felskopf nördlich der Alphütte von Taspin weist ebenfalls eine geringe Vererzung auf. Neben verschiedenen kleinen Barytgängen, die z. T. vererzt sind, liegt im steilen N-Abhang des Kopfes im stark zerrütteten Gneis ein grösseres Vorkommen. Die 3-4 m mächtige Zone setzt sich in der, von den schon beschriebenen Vorkommen her bekannten Weise aus Barytlinsen und Quarz-Bleiglanz-Trümern zusammen. Vorkommen 5 (oberer Kalkwandstollen), 1860 m ü. M., liegt südlich oberhalb der Brücke von Nasch auf der E-Seite der Waldschneise, wo sich im stark Bleiglanz und Baryt, analog den übrigen Vorkommen, Schürfungen. Etwas nördlicher und tiefer als dieses Vorkommen, 1800 m ü. M., findet sich am W-Fuss der Marmorwand eine alte Halde, Erz fehlt; sie gehört dem „Untern Kalkwandstollen" an, der nach SELB 14 m Dolomit durchfuhr, bevor er auf tauben Gneis stiess. Vorkommen 6 (Kohlplatzstollen), 1830 m ü. M., befindet sich unmittelbar NNE der Abzweigung des Taspiner Alpweges vom Weg Plaun Tischatscha - Nasch im Wald und ist völlig überwachsen. Sein Vorhandensein wird durch die Reste mehrerer Abbaustellen und Schürflöcher und von einer östlich vom Vorkommen am Weg liegenden Hütte bezeichnet. Anstehendes Erz ist nicht aufgeschlossen. Nebst den erwähnten Vorkommen ist der Taspinit von mehr als einem Dutzend kleinerer, tauber, meist konkordanter Barytschmitzen von 0,5-5 m Länge und 5-20 cm Mächtigkeit durchschwärmt; sie sind überall im Gneis zerstreut, insbesondere jedoch finden sie sich östlich und nördlich von P. 2380. Zu erwähnen ist noch eine Barytschmitze mit etwas Bleiglanz, welche am E-Ufer des Taspiner Baches, gegenüber dem Vorkommen 3b der dort dem Gneis aufgeschuppten Taspinitbrekzie eingelagert ist. Verteilung der in den Lagerstätten von Alp Taspegn auftretenden Erze: Lagerstätte 1: Pyrit (häufig), Galenit (deutliche Mengen), Fahlerz (deutliche Mengen), Chalkopyrit (deutliche Mengen), Siegenit (selten), Zinnkies (selten), Pearceit-Polybasit (selten), Bornit (selten), Oxydations- und Cementationserze (selten), Lagerstätte 2a: Pyrit (deutliche Mengen), Galenit (häufig), Fahlerz (deutliche Mengen), Chalkopyrit (deutliche Mengen), Siegenit (selten), Zinnkies (selten), Pearceit-Polybasit (selten), Bornit (untergeordnet), Oxydations- und Cementationserze (untergeordnet), Lagerstätte 2b: Pyrit (deutliche Mengen), Galenit (häufig), Fahlerz (deutliche Mengen), Chalkopyrit (deutliche Mengen), Bornit (untergeordnet), Oxydations- und Cementationserze (untergeordnet), Argentit (selten), Lagerstätte 3a: Pyrit (deutliche Mengen), Galenit (häufig), Fahlerz (untergeordnet), Chalkopyrit (untergeordnet), Sphalerit (selten), Bornit (selten), Oxydations- und Cementationserze (selten), Lagerstätte 3b: Pyrit (häufig), Galenit (deutliche Mengen), Fahlerz (selten), Chalkopyrit (selten), Sphalerit (deutliche Mengen), Bornit (selten), Oxydations- und Cementationserze (untergeordnet), Lagerstätte 3c: Pyrit (untergeordnet), Galenit (untergeordnet), Sphalerit (deutliche Mengen), Oxydations- und Cementationserze (selten), Lagerstätte 4s: Pyrit (untergeordnet), Galenit (selten), Oxydations- und Cementationserze (selten), Lagerstätte 4n: Pyrit (selten), Galenit (untergeordnet), Fahlerz (selten), Sphalerit (selten), Oxydations- und Cementationserze (selten). «Urannrineralisation» (Lagerstätte 3b, oberer Boden): Uran sammelt sich in Zwickeln von grösseren Quarzen und entlang von Schieferungsflächen, im Serizit an. Unter dem Erzmikroskop konnte keine Pechblende festgestellt werden. Erst mit der Elektronenmikrosonde liess sich Uran undeutlich an Korngrenzen verfolgen. Es kann intergranular, zwischen Sphalerit- und Quarzkörnern, in etwa 0,01 mm grossen Bereichen, lokalisiert werden. |
Koordinaten, ca.: | 756600 / 166100 |
Literatur: | - Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura - Clopath, Georg; Bergknappe; 1986/4; Heft 38; Seite 21-23; Bergbau im Schams und Ferreratal - Escher, Eduard; 1935; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, 18. Lieferung; Seite 1-27; Erzlagerstätten und Bergbau im Schams, in Mittelbünden und im Engadin - Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1981; Seite 437-467; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten V - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1989/4; Heft 50; Seite 8 -14; Über den Bergbau im Schams und Ferreratal: Taspin-Zillis - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 255 - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 224 - Rehm, Jann; Bergknappe; 2016/2; heft 129; Seite 37-40; Ein Besuch auf der Alp Taspin / Taspegn - Scheidegger, Werner; Schweizer Strahler; 1979; Heft 3; Seite 93 - 94; Schalenförmiges Wachstum - ein Fund von Alp Taspin bei Zillis - Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917 - Sommerauer, J.; 1972; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 48; Die Radiometrische und erzpetrographische Untersuchungen im Muskovit-Alkalifeldspat-Augengneis von Alp Taspegn, Kanton Graubünden - Stäbler, Hans; Bergknappe; 1979/4; Heft 10; Seite 10 - 12; Regionalgruppe Hinterrhein - Stäbler, Hans; Bergknappe; 1997/2; Heft 80; Seite 12 - 14; Bergbau im Hinterrheingebiet - Stäbler, Hans; Bergknappe; 2015; Heft 126/127; Seite 71-101; Historischer Bergbau im Hinterrhein - Stäbler, Hans; Terra Grischuna, Graubünden; 1980, April; Heft 2; Seite 75 – 79 - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 24,58,107,109,160,255,299,384 |
Mineralien: | - Akanthit: Winzig, auf Bleiglanz, nadel- bis fiederförmig, auch als kleine Einschlüsse im Galenit. - Albit: Als Gangmineral. - Anglesit: Mikroskopisch. - Ankerit: Als Gangmineral. - Arsenopyrit: In Erzform. - Azurit: Ein steter Begleiter der Kupfererzparagenese. - Baryt: Derb, in Gängen, auch plattig, durchsichtig, mit milchiger Randpartie, rhombenförmig. - Bornit: Makroskopisch. - Calcit: Derb mit Baryt, intensiv rosarot fluoreszierend (Kurzwellen). - Cerussit: Mikroskopisch. Cerussit entsteht als häufigstes Verwitterungsprodukt des Galenites. Oft tritt Anglesit hinzu, der aber gegenüber Cerussit zurücktritt. Ist der Galenit mit Kupfererzen verwachsen, so lagert sich nicht selten das herausgelöste Cu in Form von Covellinflittchen im Cerussit ab. - Chalkopyrit: Silberhaltig. Der Chalkopyrit ist verbreitet. Häufig kommt er als aktiver Verdränger von Pyrit und Bornit vor. - Chalkosin: Kubischer Kupferglanz. Der Kupferglanz tritt nur cementativ auf. - Covellin: In Erzform. Covellin kommt cementativ in Säumen um Galenit, Fahlerz, Bornit und Chalkopyrit vor. - Digenit: Mikroskopisch. - Fahlerz: Silberhaltig. Das Fahlerz konnte röntgenographisch als Tennantit bestimmt werden. - Galenit: Verbreitet und oft als deformierte Gebilde. - Goethit: Mikroskopisch. Als Verwitterungsprodukt werden oft Fällungen von Brauneisen (Lepidokrokit und Goethit) um Pyritkörner und Chalkopyrit angetroffen. Idiomorphe Pyrite werden zuweilen pseudomorph verdrängt, zuerst von Lepidokrokit, der sich anschliessend in Goethit umwandelt. - Lepidokrokit: Als Verwitterungsprodukt werden oft Fällungen von Brauneisen (Lepidokrokit und Goethit) um Pyritkörner und Chalkopyrit angetroffen. Idiomorphe Pyrite werden zuweilen pseudomorph verdrängt, zuerst von Lepidokrokit, der sich anschliessend in Goethit umwandelt. - Limonit: - Malachit: - Neodigenit: Siehe unter Digenit. - Pearceit: Mischkristalle Pearceit - Polybasit, in einem metamorphen Kupfererz, saumartig auf Fahlerz, bis 0,015 mm. - Polybasit: Mischkristalle mit Pearceit. Polybasit, in einem metamorphen Kupfererz, saumartig auf Fahlerz, bis 0,015 mm, auch als Zwischenraumfüllung von Fahlerz oder Bornit, einziger Fundort in der Schweiz (Stand 1998). - Pyrit: In Erzform. Der Pyrit tritt in zwei Arten auf: 1. Im silifizierten Nebengestein kommt Pyrit in meist idiomorpher Ausbildung (Rhombendodekaeder) bis zu einer Grösse von 5 mm vor. 2. In den Pb-Zn-Ag-Vererzungen ist der Pyrit eines der häufigst auftretenden Erze. Seine Korngrösse schwankt beträchtlich. Dieser Pyrit weist oft Einschlüsse von Galenit, Fahlerz und Bornit auf. - Quarz: Klein. Als Gangmineral. - Siegenit: Oktaedrische Körnchen, eingelagert in Bornit. - Sphalerit: In Erzform. Die Sphalerit kommt nur in einer Fe-armen Varietät vor. - Stannit: Bis 0.1 mm, als Einschlüsse im Bornit. - Taspinit: Grosse Mikrokline, häufig grössere, strohgelbe bis silberglänzende Muskovitnester, kräftiggrüne Matrix. - Tennantit: Als Fahlerz. - Tetraedrit: In Erzform. |
Gebiet: | 081_GR / Val Sterla;(Erzabbau) Region: Bezirk Viamala / Gemeinde Ferrera |
Beschreibung: | Im Val Sterla, südöstlich. von Innerferrera schürfte man zwei Eisenflöze, die auf 2'400 bzw. 2'000 m Höhe liegen. Es handelt sich hier vorwiegend um Hämatiterz, während im unteren ein quarzhaltiger Siderit ansteht. Im Surettatal, das sich vom Westende der Roffnaschlucht gegen Süden zur italienischen Grenze hinzieht, lassen sich zwei Abbaustellen beobachten. Die eine, mit einem verstürzten Stollen, liegt auf dem Nordgrat des Rothörnlis, auf der linken Surettatalseite. An der rechten Talseite, in der Runse nördlich des Chli Hirli, wurde mittels eines 20 m langen Stollens eine Hämatitvererzung von höchstens 10 cm breite, abgebaut. Grünenfleder: Das Sterlatal liegt E Innerferrera und entwässert die südwestlichen Hänge des Piz la Mazza. Die Lagerstätte befindet sich auf 2040 m in einem kleinen, steilen Seitental. Ein schmaler, teilweise durch Bergsturz unterbrochener Pfad führt von der Alp Samada Sura zu dem Erzausbiss, der um 1917/20, anlässlich der Bergbautätigkeit bei den Minen von Starlera, Gegenstand einer Schürfung war. Die Form des Erzkörpers ist linsenartig und lässt sich auf rund 30 m verfolgen. Die Mächtigkeit des anstehenden Erzes beträgt 2 m. Da diese Vererzungen auf der linken, also südlichen Seite des Baches liegen, folgt man am besten von Alp Bleis aus dem alten Weglein nach der Grube Starlera bis auf etwa 2100 m, traversiert den Blockschutt von Roffnakristallin gegen N und steigt dann im steilen, trockenen Tobel parallel zum Bach gegen die Erzzonen hinauf. Man orientiert sich dabei am besten nach dem umherliegenden Schutt, da sonst die Stellen leicht übergangen werden können. Folgendes Profil wird dabei durchquert: Roffnakristallin als Kern der Samadafalte in Augengneisfacies steht bis 2290 m an, wo es von grobbankigem Quarzit der Triasbasis überlagert wird. Auf 2330 m folgt über diesem Triasquarzit eine Serie von Marmoren und Dolomiten. Eine etwa 10 m mächtige Mylonitzone unterbricht diese Serie auf 2350 m. Diese Mylonitzone zieht gegen S und N weiter und lässt sich als Basis unten am Steilabfall des Piz Mazza erkennen. Über dieser Mylonitzone folgt eine mannigfaltige Wechsellagerung von Marmoren und Dolomiten in schwankender Mächtigkeit, welche die Vererzungszonen enthalten. Die erste davon erreicht man bereits auf 2390 m und kann sie bis 2460 m verfolgen. In einzelnen Linsen und Nestern lokal angereichert, werden sporadisch Mn-Erze südöstlich dieses Tobels auf 2420 m beobachtet. Da diese Stelle im überhängenden Marmorfelsband liegt, welches gegen Starlera hinüberzieht, sind diese Erzlinsen nur sehr schwer zugänglich. |
Koordinaten, ca.: | 754430 / 154480 |
Literatur: | - Grünenfelder, Marc; 1956; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 35; Petrographie des Roffnakristallins in Mittelbünden und seine Eisenvererzung;Seite 30-31 - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1991/1; Heft 55; Seite 8-11; Der Bergbau im Schams und Ferreratal: Weitere Abbaustellen, Schluss - Stäbler, Hans; Bergknappe; 2015; Heft 126/127; Seite 71-101; Historischer Bergbau im Hinterrhein - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 209 - Stucky, Klaus; 1960; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 37; Die Eisen- und Manganerze in der Trias des Val Ferrera, S. 25-27 |
Mineralien: | - Hämatit: Silikatreiche Hämatiterze. - Quarz: - Siderit: |
