Kanton BE, Kreis Interlaken-Oberhasli, Region Grindelwald
Fundorte > Bern
Kanton Bern, Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli
Regionen: Lauterbrunnen und Grindelwald
46 Beschreibungen
LNr | 001. |
Fundort | BE / Grindelwald, Chrinnenhore, Ischboden |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'649’000 / 1'165’250 |
Literatur | - Baumann, H.; Schweizer Strahler; 1985; Seite 149-154; Zu den Quarzformen von Grindelwald - Baumann, H.; Schweizer Strahler; 1986; Seite 218-229; Träume werden wahr - Lergier, William & Burri, Thomas; Lapis; 2003; Heft 6; Seite 13-43; Die Jungfrau-Region im Berner Oberland (CH) |
Bemerkungen | Aus Bergsturzblöcken vom Chrinnenhoren. |
Mineralien | - Anatas: hellblau, schwarz, honiggelb, zweifarbig, doppel-spitzpyramidal. - Brookit: - Monazit: - Quarz: Dauphinée-Habitus, Zwillinge, bis 5 cm. - Rutil: |
LNr | 002. |
Fundort | BE / Grindelwald |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'645’500 / 1'163’900 |
Literatur | - Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 37, 326 - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 48 |
Bemerkungen | Es handelt sich hier um eine allgemeine Fundortbezeichnung. |
Mineralien | - Aragonit: in Spalten des Aalémienschiefers, Sinter, weiss. Kenngott: weisser stalaktitischer Aragonit auf Klüften der grauen Schiefer. - Quarz: in Kalkstein und schwarzen Schiefern. |
LNr | 003. |
Fundort | BE / Grindelwald, Chrinnenhoren, Chrinnenhorn |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'650’400 / 1'164’800 |
Literatur | - Baumann, H.; Schweizer Strahler; 1989; Seite 293 |
Bemerkungen | |
Mineralien | - Quarz: Dauphinée-Habitus, bis 5 cm. |
LNr | 004. |
Fundort | BE / Grindelwald, Eiger (Nordfuss) (Bohnerzabbau) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'642’826 / 1'159’595 |
Literatur | - Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2, Tertiäre Bohnerze. |
Bemerkungen | Erwiesener Bohnerzabbau in der Region Grindelwald am Nordfuss der Eigernordwand. Genauere Angaben (Jahr) fehlen. |
Mineralien | - Bohnerz: |
LNr | 005. |
Fundort | BE / Grindelwald, Eigernordwand (unterhalb) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'643’800 / 1'160’500 |
Literatur | - Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 1978; Seite 374-384; Alte und neue Mineralfunde aus dem Wallis |
Bemerkungen | Wenige Kilometer südwestlich von Grindelwald, am Fusse des weltbekannten Berges, südlich der Lokalität Alpligen. |
Mineralien | - Quarz: klein. |
LNr | 006. |
Fundort | BE / Grindelwald, First, Horbach (östlich) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'647’100 / 1'167’800 |
Literatur | - Bättig, R.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 473-475; Fenster- und Fadenquarz mit Methaneinschlüssen aus dem Firstgebiet bei Grindelwald/BE - Stalder, Hans Anton & Touray, J.C.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen |
Bemerkungen | In Calcitbändern des Kalk- und Tonschiefers nördlich von Grindelwald. Zur First führt eine Sesselbahn. |
Mineralien | - Calcit: - Fadenquarz: bis 3 cm. - Fensterquarz: - Quarz: Doppelender, mit Methaneinschlüssen, manchmal gebogen, bis 7 cm. Neben mehr oder weniger trüben Kristallen auf und in Milchquarz werden auch plattig-verzerrte, gut durchsichtige Kristalle mit s-Flächen und fadenartigen Flüssigkeitsemschlüssen gefunden. Vom ,,Seeli beim Faulhorn" ist in der Museumssammlung ein 6 cm langer Doppelender vorhanden; alter Fund. Fund 1967. - Zepterquarz: klein. |
LNr | 007. |
Fundort | BE / Grindelwald, Grenzlouwina, Ganzenlouwina |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'652’700 / 1'168’050 |
Literatur | - Baumann, H.; Schweizer Strahler; 1985; Seite 149-154; Zu den Quarzformen von Grindelwald - Baumann, H.; Schweizer Strahler; 1986; Seite 218-229; Träume werden wahr In einer markanten Rinne. |
Bemerkungen | / |
Mineralien | - Albit: klein. - Anatas: hell- bis stahlblau, meistens stark verzerrt. - Brookit: - Fadenquarz: - Japaner-Zwilling: - Quarz: bis 15 mm, Zwillinge. |
LNr | 008. |
Fundort | BE / Grindelwald, Grindelwaldgletscher, Nellenbalmhöhle, Nellenbalem |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'646’400 / 1'162’550 |
Literatur | - von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte |
Bemerkungen | Die Koordinaten zeigen auf Nellenbalem. Grindelwaldtal. Ein analoges Vorkommen zu den wasserhellen Bergkrystallen des Ärmighorns, Bonderspitzes, der Sulegg etc. lässt sich aus dem Grindelwaldthal anführen. lm Hochgebirgskalk der Felswand über der sogen. Nellenbalmhöhle auf der linken Thalseite des Unteren Grindelwaldgletschers kommen in Klüften und Spalten des rissigen Kalksteins stänglige Gruppen und tafelförmige Partien von wasserhellem und weisslichem Bergkristall mit Kalkspat in tafelförmigen Aggregaten vor. Die Krystalle und Krystallaggregate zeigen sich hier vielfach gebogen und gedreht. Beim Bau der Dépendance des Hotels Adler fand sich in Klüften des daselbst anstehenden grauen und schwarzen Schiefers Aragonit in nierenförmigen und traubigen Überzügen des Schiefers, ähnlich dem Vorkommen der sogenannten Eisenblüte von Eisenerz in Steyermark. Grindelwald. Moräne des unteren Gletschers. Hier wurde im Jahr 1865 von einem Sohne des damaligen Pfarrers in Grindelwald, Hrn. Gerwer, ein Geschiebe eines grünen Minerals und später von mir (Fellenberg) ebenfalls ein Stück desselben Minerals auf dem alten Gletscherboden des unteren Gletschers, an der Lütschine, gefunden, welches durch seine zart apfelgrüne Farbe, etwas seifiges Anfühlen, Weichhheit, Durchsichtigkeit in dünnen Splittern und mehr oder weniger blättriges Gefüge auffiel und zuerst führ Talk oder Bildstein gehalten wurde. Mein Vater hat das betreffende Mineral einer sorgfältigen Analyse unterworfen und ist zu einem ganz unerwarteten Resultat gelangt, nämlich zur Constatirung eines Minerals, welches für die Berner Alpen neu ist, nämlich des Pinits in einer dichten Varietät, von welcher einzelne besondere Namen haben wie:Killinit, Oosit, Giesekit, Liebenerit etc. Dem Bildstein steht das Mineral seiner physikalischen Eigenschaften wegen am nächsten und liesse sich, wenn es in grösseren Massen brechen würde, ebenso gut zu Schnitz- und Bildwerken verarbeiten, wie der chinesische Agalmatolith. |
Mineralien | - Aragonit: als nierenförmige und traubige Überzügen des Schiefers. - Calcit: tafelförmig. - Pinit: - Quarz: stänglige Gruppen, wasserhell, weisslich, oft gebogen und gedreht. |
LNr | 009. |
Fundort | BE / Grindelwald, Grosse Scheidegg |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'650’760 / 1'167’390 |
Literatur | - Lergier, William & Burri, Thomas; Lapis; 2003; Heft 6; Seite 13-43; Die Jungfrau-Region im Berner Oberland (CH) - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 370 |
Bemerkungen | In schwarzen Aalénien-Schiefern. Hier in Konkretionen die aufgeführten Mineralien zusammen mit Phyllosilikaten. |
Mineralien | - Ankerit: - Apatit: - Calcit: - Pyrit: - Quarz: - Siderit: zum Teil reichlich vorhanden. |
LNr | 010. |
Fundort | BE / Grindelwald, Grosse Scheidegg, Rothstock (am Fuss) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'650’760 / 1'167’400 |
Literatur | - Baltzer, A.;Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz; 1880; Der mechanische Contact von Gneiss und Kalk im Berner Oberland, Seite 160. |
Bemerkungen | Die Koordinaten zeigen auf die Grosse Scheideg. Die Höhenangabe auf den Fundort Rothstock, welcher auf der kart nicht eingetragen ist. Bei der Grossen Scheidegg, wo die Verhältnisse ähnlich sind wie an der Kleinen Scheidegg, wird die Lagerung der Schiefer eine annähernd fächerförmige. Weiter östlich bei 2668 steht unter einem Wasserfall am Fuss des Rothstocks schöner, vorwaltend hellrother Marmor (umgewandelter Oberjurakalk) an. Leider scheint er zu zerklüftet zu sein, um grössere Platten liefern zu können. |
Mineralien | - Marmor: hellrot. |
LNr | 011. |
Fundort | BE / Grindelwald, Jungfrau |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'642’000 / 1'155’350 |
Literatur | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 43 |
Bemerkungen | Beim Stollenbau der Jungfraubahn kam die folgende Mineraliengesellschaft zum Vorschein. |
Mineralien | - Albit: häufig, klein. - Calcit: bis mehrere cm, gelblich bis grau. - Chlorit: - Limonit: - Quarz: auch mit Limonitüberzug. |
LNr | 012. |
Fundort | BE / Grindelwald, Jungfraujoch |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'641’940 / 1'155’290 |
Literatur | - Stalder, Hans Anton & Touray, J.C..; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1970;Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen |
Bemerkungen | Die Koordinaten zeigen auf den Gipfel. Genauere Angaben fehlen. Nebengestein: "Jungfraugneis", ein Chloritgneis. |
Mineralien | - Albit: - Calcit: - Chlorit: - Quarz: schlankprismatische Kristalle ohne Suturen. |
LNr | 013. |
Fundort | BE / Grindelwald, Kleine Scheidegg, Brandegg |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'643’920 / 1'161’440 |
Literatur | - Baltzer, A.;Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz; 1880; Der mechanische Contact von Gneiss und Kalk im Berner Oberland, Seite 163. |
Bemerkungen | Bei Brandegg, östlich vom Bach, findet sich im Wald mehrfach weisser Marmor, dessen Bänke unter 45° nach SO 8° O fallen. Im östlichen Zweig des Brandeggbaches herrscht dieselbe Fallrichtung (20° nach SO bei 1502 Meter, 87 Meter tiefer 45° nach. SO 10° S. |
Mineralien | - Marmor: weiss. |
LNr | 014. |
Fundort | BE / Grindelwald, Krinnengletscher, Chrinnengletscher |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'651’500 / 1'164’500 |
Literatur | - Baumann, H.; Schweizer Strahler; 1985; Seite 149-154; Zu den Quarzformen von Grindelwald |
Bemerkungen | / |
Mineralien | - Chlorit: - Quarz: bis 25 mm, Dauphinée-Habitus. |
LNr | 015. |
Fundort | BE / Grindelwald, Lauchbühl, Loichbiel |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'644’500 / 1'160’800 |
Literatur | - Baumann, H.; Schweizer Strahler; 1985; Seite 149-154; Zu den Quarzformen von Grindelwald - Lergier, William & Burri, Thomas; Lapis; 2003; Heft 6; Seite 13-43; Die Jungfrau-Region im Berner Oberland (CH) |
Bemerkungen | Evtl. handelt es sich hier um die Gegend 'Im undren Loichbiel' und dem 'Im obren Loichbiel', nordöstlich von Grindelwald. Die Gegend ist steinschlaggefährted. |
Mineralien | - Quarz: Dauphinée- und Muzo-Habitus, Zwillinge. |
LNr | 016. |
Fundort | BE / Grindelwald, Lütschinental, Lütschinen, Weisse Lütschinen, Gletscherschlucht, Lamm |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'646’572 / 1'162’670 |
Literatur | - Baltzer, A.;Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz; 1880; Der mechanische Contact von Gneiss und Kalk im Berner Oberland, Seite 166-167. |
Bemerkungen | Die Koordinaten zeigen auf die Lütschinen. Baltzer: Marmorlager bei Grindelwald. Wo die weisse Lütschine dem untern Grindelwaldgletscher entströmt, fällt der Kalk NNO 8° O und an der Brücke über den Gletscherbach mit 15° nach NNO. Es ist lichter, tithonartiger Kalk. Ich scheide das Titlion auf der Karte nicht aus, weil eine Begrenzung an den hohen Abstürzen unmöglich und willkürlich wäre. Die Lütschine ist ein gutes Beispiel eines Erosionseinschnittes. Noch 30 Meter über dem jetzigen (1880) Wasserspiegel sieht man rundliche Nischen, wie sie das Wasser höhlt; ich zählte 18 derselben und sie gehen bis zum oberen Rand empor. Während das Wasser sich also 30 Meter einschnitt, hat der Gletscher nichts vermocht zu schaffen, als eine schüsselförmige Ausschleifung seines Bettes; der Betrag dieser Gletscherarbeit ist gering, verglichen mit der Wasserarbeit der Lütschine. Auf der westlichen Gletscherseite findet sich nur halb ausgebildeter Marmor. Man sieht, wenn man auf der Felsterrasse anlangt, wo ehemals eine Hütte stand, Breccien; darüber Kalk mit dunkeln Adern einer nicht mit Säuren brausenden Tonsubstanz, dann eine 3 Meter mächtige, gelb verwitterte Breccienbank mit eckigen Kalkfragmenten, und Breccien, die in bräunlichem Kalk hellere Fragmente enthalten. Zur Bildung von Marmorbreccie und bunten Marmor kommt es erst auf der andern Seite des Gletscherbaches. Daselbst sielet man gegenwärtig Marmor beim untern Pavillon (1102 Meter). Gerad unterhalb der Hütte ist eine Platte entblösst. Die Hauptmasse steht aber südlich gletscherbachwärts an. Sie fällt flach WNW. Es ist wirkliche Marmorbreccie in roten (besonders fleischroten), braunen, gelben, hellgrünen und dunkeln Nuancen, aber das Lager ist nicht scharf abgegrenzt. Man kann die Marmorbänke z. T. auf Schichtflächen wohl 230 Meter weit verfolgen, aber es befinden sich dazwischen Uebergänge von weniger verwandelten, gelblichen und schmutziggrünen Breccien bis zu nur spurweise verwandelten Oberjurakalk. Die bunten Farben, das Breccienhafte und Körnige ist an verschiedenen Stellen verschieden stark entwickelt. Bei circa 1200 Meter zwischen der jetzigen unteren und oberen Hütte (dieselben wechseln ihren Platz wie die Eisgrotten) sieht man keinen Marmor oder nur geringe Spuren. Die grösste Mächtigkeit des Marmors (Zwischenschichten gewöhnlichen Kalkes inbegriffen) mag etwa 19 1/2 Meter betragen. Spuren der Ausbeutung bemerkt man 30 Meter von der Hütte gegen die Lamm zu. |
Mineralien | - Marmor: in roten (besonders fleischroten), braunen, gelben, hellgrünen und dunkeln Nuancen. - Pyrit: in der Lütschinen können praktisch im ganzen Bachverlauf schwarze Knollen mit Pyritinhalt gefunden werden. Die besten Funde stammen aus der Region der 'Weisse Lütschinen' in der Gletscherschlucht, oberhalb von Grindelwald. |
LNr | 017. |
Fundort | BE / Grindelwald, Mettenberg, Wetterhorn |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'651’840 / 1'165’500 |
Literatur | - Lergier, William & Burri, Thomas; Lapis; 2003; Heft 6; Seite 13-43; Die Jungfrau-Region im Berner Oberland (CH) |
Bemerkungen | Der Eisenoolith von Grindelwald übertrifft in seiner Buntheit und mit seiner starken Struktur den ebenfalls schon sehr attraktiven Grindelwaldner Marmor. Die Aufschlüsse liegen in der Gipfelregion von Wetterhorn und Mettenberg. Durch Steinschlag gelangen aber immer wieder Brocken ins Gebiet Lochbiel und Grenzlowina. Gesägt und poliert wirkt das Gestein sehr dekorativ. Die Koordinaten zeigen auf das Wetterhorn. |
Mineralien | - Eisenoolith: weinrot bis schwarz, leuchtend rot, eisenhaltige Grundmasse, Fossilien wie Belemniten, Amoniten, Onkoide, Stromatolithen, etc. enthaltend. |
LNr | 018. |
Fundort | BE / Grindelwald, Männlichen |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'638’250 / 1'163’100 |
Literatur | - von Allmen, E.; Schweizer Strahler; 1977; Seite 355-357; Nadelquarze vom Männlichen, BE |
Bemerkungen | Aus den schwarzen Aalénien-Schiefern, westlich von Grindelwald. |
Mineralien | - Quarz: bis 2 cm, nadelig, in kleinen Stufen. |
LNr | 019. |
Fundort | BE / Grindelwald, Männlichen, Itramen |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'643’620 / 1'163’390 |
Literatur | - Lergier, William & Burri, Thomas; Lapis; 2003; Heft 6; Seite 13-43; Die Jungfrau-Region im Berner Oberland (CH) |
Bemerkungen | Fundmöglichkeiten sind kaum vorhanden, resp. nur für Kenner des Gebietes. |
Mineralien | - Igelquarz: - Nadelquarz: |
LNr | 020. |
Fundort | BE / Grindelwald, Mönch |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'642’830 / 1'156’510 |
Literatur | - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 198 |
Bemerkungen | / |
Mineralien | - Graphit: |
LNr | 021. |
Fundort | BE / Grindelwald, Pfingstegg, Oberer Gletscher |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'647’340 / 1'163’100 |
Literatur | - Lergier, William & Burri, Thomas; Lapis; 2003; Heft 6; Seite 13-43; Die Jungfrau-Region im Berner Oberland (CH) |
Bemerkungen | Der weit über die Landesgrenzen bekannte Grindelwaldner Marmor wurde im 18. und 19. Jahrhundert abgebaut und verarbeitet. Eine erste Abbauphase reichte von 1730 bis 1760, musste dann wegen des vorrückenden Unteren Grindelwaldgletschers vorüberghend eingestellt werden. 1890 bis 1903 folgte die zweite und zugleich letzte Abbauphase. Aufschlüsse dieses Gesteins können auf dem Weg von der Pfingstegg zum Oberen Gletscher beobachtet werden. Von der Pfingstegg (1392 M ü. M.) geht es ostwärts in Richtung Oberer Gletscher. Nach ungefähr 500 Meter erreicht man den ersten gekennzeichneten Aufschluss. Das Kernstück des Lehrpfades folgt dann im Abschnitt Breitlouwina, ca. 2 km nach der Station Pfingstegg. Sämtliche Besonderheiten sind markiert und in der Broschüre von Dr. W.O.Gigon eingehend erläutert. Ehemaliger Marmorsteinbruch: er befindet sich oberhalb der Gletscherschlucht. Die Koordinaten zeigen auf die Pfingstegg. |
Mineralien | - Grindelwaldner Marmor: recht bunt, gute Verarbeitungseigenschaften, vielfarbig, bestehnd aus Quarzkörnern, Kalk, Tonmineralien, Glimmer, Chlorit und Calcit. |
LNr | 022. |
Fundort | BE / Grindelwald, Rinderstutz |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'647’500 / 1'165’050 |
Literatur | - Baumann, H.; Schweizer Strahler; 1985; Seite 149-154; Zu den Quarzformen von Grindelwald - Baumann, H.; Schweizer Strahler; 1986; Seite 218-229; Träume werden wahr |
Bemerkungen | Etwas nordöstlich von Grindelwald, in der Gegend von Milibach. |
Mineralien | - Anatas: klein, in und auf Quarz, honiggelb, blau. - Brookit: - Quarz: bis 20 mm, Dauphinée-Habitus. |
LNr | 023. |
Fundort | BE / Grindelwald, Rötihorn, Rotes Horn, Rots Horen |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'645’460 / 1'161’00 |
Literatur | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 349 |
Bemerkungen | / |
Mineralien | - Quarz: evtl. mit Fensterung. |
LNr | 024. |
Fundort | BE / Grindelwald, Scheidegg, Rosenlaui, Seitenwängen |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'654’680 / 1'170’130 |
Literatur | - Baltzer, A.; Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz; 1880; Der mechanische Contact von Gneiss und Kalk im Berner Oberland, Seite 167-168. |
Bemerkungen | Seitenwängen liegt wenig westlich von Alpligen. ist auf der Karte nicht aufgeführt, die Koordinaten zeigen auf die Rosenlaui. Auf der Strecke Scheidegg-Rosenlaui ist auch die Marmorbreccie schön entwickelt. Schon von fern bemerkt man oberhalb Seitenwängen ein braunrötliches etwa 12 Meter mächtiges Band, welches man für Eisenoolith halten könnte. Die nähere Untersuchung zeigt, dass es ein schwach kalkhaltiges Thongestein ist, mit dem zusammen sehr schöne Marmorbreccie auftritt, welche der von Grindelwald in nichts nachgibt. Die eckigen marmorisierten Kalkstücke sind in die rote, thonige und eine ähnliche grünliche Substanz eingebettet, wodurch das bunte Aussehen entsteht. Ein merkwürdiger Block von dieser Marmorbreccie liegt unterhalb Seitenwängen. Er hat 4 1/2 Meter Breite bei 3 Meter Höhe. Die untere Hälfte enthält in der roten tonigen Substanz vorwiegend Quarz und Feuersteinstücke, die obere vorwiegend Kalk- nebst Sandstein- und Feuersteinbrocken. |
Mineralien | - Marmor: |
LNr | 025. |
Fundort | BE / Grindelwald, Schwarzwaldalp (vermutlich) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'652’750 / 1'168’050 |
Literatur | - Baumann, H.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 470-473; Grindelwaldner Mineralien- Moesch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz; 24. Lieferung, 3. Abteilung; 1894; Seite 194; Geologische Beschreibung der Kalk- und Schiefergebirge zwischen dem Reuss- und Kienthal - Moesch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz; 24. Lieferung, 3. Abteilung; 1894; Seite 183; Geologische Beschreibung der Kalk- und Schiefergebirge zwischen dem Reuss- und Kienthal |
Bemerkungen | - Baumann (1978): Aus den kristallinen Gesteinen des Aarmassiv-Nordrandes. Bei dieser ungenauen Ortsangabe dürfte es sich um die mineralogisch interessante Schwarzwaldalp (Couloir nordwestlich des Wellhorns) handeln. Sie wurde in letzter Zeit intensiv bearbeitet. - Moesch (1894): In der Schwarzwaldmoräne liegen prachtvolle schwarze Hornblendegesteine, sowie schieferiger Gneiss und Trümmer von Röthikalk und weissem Marmor; auch wasserhelle Quarzkrystalle sind nicht selten. |
Mineralien | - Albit: weisslich - klar, tafelig, säulig, bis 6 mm. - Apatit: kugelig, diskusförmig, tafelig, flächenreich, durchsichtig, gelblich, rosa, bis 5 mm. - Brookit: rotbraun, gelbbraun, schwarzbräunlich, auf und im Quarz, säulig, dünn- bis dicktafelig, Viellinge, Sanduhrzeichnung, bis 1 cm. - Calcit: klar, weisslich, bräunlich, rhomboedrisch, bis 4 cm. - Chalkopyrit: messinggelb - schwarz, verzerrte Kristalle, meistens derb. - Chlorit: auch im Quarz. - Fadenquarz: - Galenit: metallisch grau, glänzend, Würfel im derben Quarz. - Gips: Schwalbenschwanzzwillinge, durchsichtig bis bräunlich. - Malachit: dunkelgrün bis hellgrün, auf dem Kupferkies. - Marmor: Erwähnung verdienen auch die Blöcke von ausgezeichnet schönem, weissem Marmor, die zerstreut im Walde nördlich von den Schwarzwaldalpen umherliegen. Sie werden von den Flühen zwischen Wellhorn und Wetterhorn abgestürzt sein. - Phantomquarz: - Pyrit: metallisch gelb, zum Teil angelaufen bis schwarz, würfelig, stabförmig, bis 1 cm. - Quarz: wasserklar - milchig, zum Teil mit Libellen, Dauphinée-Habitus, bis 4 cm. Moesch erwähnt wasserhelle Quarzkristalle auch von der Schwarzwaldmörane. - Rutil: schwarz, silbrig, feinste Nadeln, büschelig, in Quarz und Albit, bis 4 mm. - Sphalerit: hier handelt es sich um einen einmaligen Fund. - Zepterquarz: |
LNr | 026. |
Fundort | BE / Grindelwald, Strahlegg, Unterer Grindelwaldgletscher, Oberes Eismeer Ischmeer |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'651’000 / 1'158’010 |
Literatur | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 65 |
Bemerkungen | In der Nähe der SAC-Hütte und an der eigentlichen Strahlegg. |
Mineralien | - Adular: - Albit: - Chlorit: - Epidot: - Quarz: nur an der Strahlegg vorkommend. Hell. Gedrungene, kleine Kristalle. - Titanit: |
LNr | 027. |
Fundort | BE / Grindelwald, Unterer Grindelwaldgletscher (Entwässerungsstollen) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'646’000 / 1'160’000 |
Literatur | - Hofmann, Beda & Soom, Michael & Kürsteiner, Peter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 2014; Heft 4; Seite 23 - 34; Wenig bekannte Tonmineralien: Neufunde von Dickit, Palygorskit und Rectorit aus der Schweiz |
Bemerkungen | Die Koordinaten zeigen auf die Zunge des Gletschers. Der Fund stammt aus dem Jahr 2009 und gelang beim Vortieb des Entwässerungsstollens (Stollenmeter 250 und 270) unterhalb des Unteren Grindelwaldgletschers in der autochthonen Sedimentbedeckung des Aarmassivs. Beim Vortrieb wurden dabei im Quintner Kalk teilweise mit tonigem Material gefüllte Klüfte angefahren, welches den Rectorit enthielt. |
Mineralien | - Rectorit: Erstfund für die Schweiz. Weiss, faserig, stellenweise mit opalisierendem Glanz, Fasern bis mehrere cm Länge. Die Röngendiffraktometrische (B. Hofmann) und Infratot-spectroskopische (S.Graeser) Untersuchung ergab, dass es sich dabei nicht wie angenommen um Palygorskit, sondern um Rectorit handelt. |
LNr | 028. |
Fundort | BE / Grindelwald, Wetterhorn (Nordost- und Nordwestflanke), Ischboden, Loichbiel, Lauchbühl, Grenzlouwina |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'648’920 / 1'165’190 |
Literatur | - Lergier, William & Burri, Thomas; Lapis; 2003; Heft 6; Seite 13-43; Die Jungfrau-Region im Berner Oberland (CH) |
Bemerkungen | Funde der aufgeführten Mineralien werden aus der Region Wetterhorn (Nordost- und Nordwestflanke), Ischboden - Loichbiel Grenzlouwina genannt. Nebengesteine sind Flysch- und Taveyanne-Sandstein. Die Gegend ist steinschlaggefährdet. |
Mineralien | - Anatas: - Brookit: bis 1 cm. - Calcit: - Chlorit: - Fadenquarz: sehr schön. Aus der Nordostwand des Wetterhorns. - Quarz: - Rutil: |
LNr | 029. |
Fundort | BE / Grindelwald, Wetterhorn (Nordwand) (Nordostflanke) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'651’850 / 1'165’500 |
Literatur | - Baumann, H.; Schweizer Strahler; 1989; Seite 289 |
Bemerkungen | Am Fusse dieser Wand. |
Mineralien | - Quarz: als rechter und linker Dauphinée-Zwilling. |
LNr | 030. |
Fundort | BE / Grindelwald, Wetterhorn (nordwestlich), Krinnefirn, Hühnergutzgletscher, Hühnergutz-Gletscher, Wyssbachschlucht |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'651’310 / 1'164’810 |
Literatur | - Baltzer, A.;Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz; 1880; Der mechanische Contact von Gneiss und Kalk im Berner Oberland, Seite 97-98, 106. - Stalder, Hans Anton & Touray, J.C.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen |
Bemerkungen | Die Koordinaten zeigen auf den Chrinnengletscher. Geologische Formationen des Wetterhorns. Die älteste Bildung ist der Gneiss, der aber hier die Sedimente z. Th. abnorm bedeckt. Es ist das Gestein der nördlichen Grenzzone des Finsteraarhornmassivs, ein grauer kieselsäurearmer Gneiss mit Orthoklas, Plagiokias, Kaliglimmer, selten mit dunklem Magnesiaglimmer. Normal treten grünliche, glimmerartige Mineralien (z. Th. wohl Zersetzungsproducte) auf, über die nichts Näheres bekannt ist. Accessorisch findet sich am Contact immer Kalkspath in Häutchen und in krystallinischen Parthieen; einmal fand sich Turmalin und Eisenglanz am Contact bei der Wyssbachschlucht. Wo sich am oberen Krinnefirn der Grat an den Kalkabsturz des Wetterhorngipfels anlehnt, läuft die Contactlinie durch eine Lücke quer nach dem Hühnergutzgletscher hinüber. Vorher zeigt der Gneiss mehrere Mal abnormes Fallen, z. B. steil nach NNO; der Kalk fällt dagegen flach nach WNW. In der Gegend des " Strahllochs" (eine kleine 3 Meter tiefe Kluft bei der Zahl 2867 der Karte, wo Bergkrystalle ausgebeutet wurden) scheinen Wechsellagerungen vorzukommen, die bei weiterer Verfolgung vielleicht etwas über die wahre Schichtung ergeben könnten. Ich beobachtete eine Lage hellen, quarzitischen Gesteins mit 30° NW-Fall und eine Gneissvarietät mit abnormem Nord-Fall, ohne freilich ihren weiteren Verlauf erkennen zu können. Eine andere Quarzitbank fällt N 8° O und ist 2 Meter mächtig. |
Mineralien | - Hämatit: - Quarz: kleinere, an den Spitzen gut durchsichtige Kristalle, s-Flächen vorhanden. - Turmalin: |
LNr | 031. |
Fundort | BE / Grindelwald, Wetterhorn, Gleckstein |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Grindelwald |
Koordinaten, ca. | 2'650’700 / 1'164’500 |
Literatur | - Hofer, K.; Schweizer Strahler; 1988;; Seite 171-174; Abenteuer Wetterhorn |
Bemerkungen | Auf ca. 2600 Meter (Beschreibung: 'noch unterhalb des Krinnengletschers abzweigen Weg Richtung Andersengrat, nach der Ueberquerung zweier Bäche in einem Kar'). |
Mineralien | - Quarz: bis 2.3 kg. |
LNr | 032. |
Fundort | BE / Isenfluh, Soustal, Saustal, Mättenberg, Mettenberg |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Lauterbrunnen |
Koordinaten, ca. | 2'631’240 / 1'158’960 |
Literatur | - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1981/3; Heft 17; Seite 13-16; Bergbau in den Berner Alpen - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 341 - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 98 |
Bemerkungen | Isenfluh: Eisenhaltige aber unbrauchbare Kalke. |
Mineralien | - Calcit: grau bis milchigweiss, negative, flache Rhomboeder, leicht gebogene Flächen, bis 15 cm, grosse Stufen, gute Funde um 1952. - Eisenerz: |
LNr | 033. |
Fundort | BE / Lauterbrunnen, Saustal, Schilthorn |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Lauterbrunnen |
Koordinaten, ca. | 2'630’420 / 1'156’320 |
Literatur | - Lergier, William & Burri, Thomas; Lapis; 2003; Heft 6; Seite 13-43; Die Jungfrau-Region im Berner Oberland (CH) - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 347 |
Bemerkungen | In Drusen im Eisensandstein des Doggers. |
Mineralien | - Calcit: gross, flachrhomboedrisch, intensiv glasglänzend, Fingernagelcalcit, häufig als Schmetterlings-Zwilinge - Quarz: |
LNr | 034. |
Fundort | BE / Lauterbrunnen, Schilthorn, Birg, Grauseeli, Grauseewli |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Lauterbrunnen |
Koordinaten, ca. | 2'631’320 / 1'156’520 |
Literatur | - Lergier, William & Burri, Thomas; Lapis; 2003; Heft 6; Seite 13-43; Die Jungfrau-Region im Berner Oberland (CH) |
Bemerkungen | Aus den horizontal geschichteten Mergelkalkbänken und Eisensandsteine sind hübsche Calcitkristalle gefunden worden (Birg). Bescheidene Fundmäglichkeiten gibt es beim Abstieg von der Zwischenstation Birg zum Grauseeli. |
Mineralien | - Calcit: in hübschen Kristallen. |
LNr | 035. |
Fundort | BE / Lauterbrunnen, Schilthorn, Birg, Roter Herd, Beim Roten Herd, Rote Härd (Westseite) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Lauterbrunnen |
Koordinaten, ca. | 2'629’290 / 1'156’140 |
Literatur | - Lergier, William & Burri, Thomas; Lapis; 2003; Heft 6; Seite 13-43; Die Jungfrau-Region im Berner Oberland (CH) |
Bemerkungen | Im Bereich Birg - Schilthorngipfel - Roter Herd (Westseite) sind die Fundmöglichkeiten besser als zwischen Birg und dem Grauseeli. Die geländebedingten Anforderungen an die Bergtauglichkeit ist hoch, der Aufwand lohnt sich kaum. |
Mineralien | - Calcit: - Quarz: klein. |
LNr | 036. |
Fundort | BE / Lauterbrunnen, Schilthorn, Dünne Fluh, Vreneli |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Lauterbrunnen |
Koordinaten, ca. | 2'633’500 / 1'163’650 |
Literatur | - Stauffer, Hans; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern [aus dem Jahre]; - (1920); Seite 1 - 90; Geologische Untersuchung der Schilthorngruppe im Berner-Oberland |
Bemerkungen | Dünne Fluh: Koordinaten: 2'633’500 / 1'163’650, 1850 m ü. M., ist heute auf der Karte nicht mehr eingetragen. Profil unter der Dünnen Fluh (Vreneli), von unten nach oben: 1. Malm: 100 Meter? Mit scharfer Grenze folgen: 2. Schwarze, stark tonige Schiefer: 12 Meter 3. 2 Einlagerungen von Kieselkalkbänken (zu 40 - 50 cm) in 2: 2 Meter 4. Wie 2: 5 Meter Einlagerung in 4 von 5. Knötchenschiefer mit Linsen von Echinodermenbreccie, Quarz-Zweispitzkristalle: 5 Meter 6. Glatte, schwarzbraune Tonschiefer: 6 Meter. 7. Argovienmergel mit kalkigen Linsen, die nach oben zu eigentlichen Bänken werden: x Meter |
Mineralien | - Quarz: Zweispitzkristalle. Über die Grösse ist im Bericht nichts erwähnt. |
LNr | 037. |
Fundort | BE / Lauterbrunnen, Schilthorn, Hundshorn, Hundsfluh, Hundflüe, Sefinenfurgge |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Lauterbrunnen |
Koordinaten, ca. | 2'628’550 / 1'154’240 |
Literatur | - Stauffer, Hans; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern [aus dem Jahre]; - (1920); Seite 1 - 90; Geologische Untersuchung der Schilthorngruppe im Berner-Oberland |
Bemerkungen | An der Hundsfluh fanden sich in Klüften neben Kalkspatrhomboedern kleine, gut ausgebildete, wasserhelle Bergkristalle (Schicht 3d). Profil Hundshorn- Sefinenfurgge: 1. Malm, nach unten dünnbankiger werdend, mindestens 70 m 2. Gelbliche Argovienmergel mit bläulichen Kalkbänken wechsellagernd 25 m 3. Oxfordschiefer inkl. Callovien ca. 35 m a. schwarze Schiefer ohne Fossilien, mit seltenen schwarzen Knollen (Callovien 8 m) b. wie a, mit grossen Exemplaren von Phyll. tort. 9 m c. wie a 3m d. kalkige Bank mit Quarzkristallen 30 cm e. Hauptfossilbank voll Ammoniten wie Perisph. bern. und kleinen Exemplaren von Phyll. tort. 5 m f. wie a 5m 4. Glaukonitführender Sandstein mit Fossilien, Cosm. garant. Zone 5-20 cm 5. Echinodermenbreccie, dünnbankig (Bänke zu 10 cm) 30 m. Nach unten übergehend in 6. Cancellophycusschichten 50-55 m, 3 Mergelbänder zu 1,50 m 7. Grenzquarzsandstein mit Muschelquerschnitten 10 m 8. Schwarze Tonschiefer mit Glimmer 10 m 9. Quarzitbänke, abwechselnd mit schiefrigen oder knorrigen Eisensandsteinen 30 m, hellgelbe, rein quarzitische Bank, 60 cm 10. Stark schiefriger Eisensandstein 20 m 11. Kompakter Eisensandstein mit Geoden 20 m 12. Schiefriger Eisensandstein mit gelben Schnüren 40 m 13. Wie 12, nur kompakter 15 m 14. Typischer, knorriger Eisensandstein mitpflanzenähnlichen Wülsten 60 m 15. Graue, glimmerreiche Schiefer mit Kalkgeoden 10 m 16. Wie 14 5 m 17. Wie 15 5m 18. Wie 14, mit Geoden und Quarzadern 15 m 19. Eisenschüssige, rote Echinodermenbreccie voll kleiner Fossilien 15-20 cm 20. Eisensandstein 30 m a. Quarzitischer Eisensandstein mit pflanzenähnlichen Wülsten 3 m b. Blättrige, glimmerreiche, schwarze Schiefer 4 m c. Typischer, knorriger Eisensandstein 5 m d. Wie b 8m e. Wie c 10 m 21. Glimmerreiche, pechschwarze Schiefer, oft rostig anwitternd mit roten Geoden 8 m 22. Flysch ca. 30 m a. Graue Schiefer mit Knötchen 4 m b. Schwarze Schiefer mit sandigen und kalkigen Lagen 10 m c. Schwarze, glänzende Schiefer voll Kalkspatadern 10 m |
Mineralien | - Geode: keine Angaben über deren Inhalt. - Quarz: keine Angaben über deren Ausbildung. |
LNr | 038. |
Fundort | BE / Lauterbrunnen, Wickibort, Innerstweid, Chorbalmen, Chorbalmhöhle |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Lauterbrunnen |
Koordinaten, ca. | 2'637’530 / 1'158’880 |
Literatur | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 341 Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 98 - von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte |
Bemerkungen | Im Malmkalk. Chorbalmen ist auf der Landkarte nicht zu finden. Die Koordinaten zeigen auf Wickibort. von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir, 1893: Mineralogisch interessant ist das Vorkommen eines zart violetten bis rosenrothen Kalkspaths in durchscheinenden späthigen Massen in der Chorbalmhöhle südöstlich von Lauterbrunnen, unweit des Eingangs in's Trümmletenthal. Dieses vorzügliche Vorkommen von Kalkspath scheint total ausgebeutet und finden sich Exemplare davon nur noch mitunter in alten Sammlungen. |
Mineralien | - Calcit: in grossen Calcitadern, hellblau-violette positive Rhomboeder, bis 7.5 cm, leicht manganhaltig, hostorischer Fund (Fellenberg, 1893, Manuel, 1789). |
LNr | 039. |
Fundort | BE / Lauterbrunnental (hinteres) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Lauterbrunnen |
Koordinaten, ca. | 2'635’180 / 1'151’900 |
Literatur | - Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 44 - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 261 |
Bemerkungen | Nur ungenaue Fundortangaben. Die Koordinaten zeigen nur ganz grob auf das hintere Lauterbrunnental. Parker: Forsterit, Kenngott: Chalcedon. |
Mineralien | - Chalcedon: als Gangmasse im Granit im hinteren Lauterbrunnental. - Forsterit: |
LNr | 040. |
Fundort | BE / Lauterbrunnental, Schafläger |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Lauterbrunnen |
Koordinaten, ca. | 2'633’400 / 1'151’500 |
Literatur | - Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv |
Bemerkungen | Am Kontakt zwischen dem Kalksilikatmarmor und dem Amphibolit. |
Mineralien | - Scheelit: In Schlieren, bläulich-weiss fluoreszierend. |
LNr | 041. |
Fundort | BE / Lauterbrunnental, Schiltwald (Bohnerzabbau) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Lauterbrunnen |
Koordinaten, ca. | 2'637’065 / 1'160’232 |
Literatur | - Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2 |
Bemerkungen | Tertiäre Bohnerze. Fraglicher Bohnerzabbau in der Region des Schiltwaldes im Lauterbrunnental. Genauere Angaben (Jahr) fehlen. |
Mineralien | - Bohnerz: |
LNr | 042. |
Fundort | BE / Lauterbrunnental, Schwarz Mönch, Stufensteinalp, Dürlocherhorn, Rotenfluh |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Lauterbrunnen |
Koordinaten, ca. | 0 |
Literatur | - Lergier, William & Burri, Thomas; Lapis; 2003; Heft 6; Seite 13-43; Die Jungfrau-Region im Berner Oberland (CH) |
Bemerkungen | Erste Hinweise auf eine bescheidene Nutzung der Erze gehen auf die 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts zurück. Belegbar sind verschiedene Abbauphasen vom 17. bis anfangs des 19. Jahrhunderts. Erst wurde auf der rechten Talseite im Gebiet von Schwarz Mönch - Stufensteinalp - Dürlocherhorn - Rothenfluh Eisenoolith abgebaut. |
Mineralien | - Ankerit: im oolithischen Erz. - Chamosit: - Eisenerz: - Hämatit: im oolithischen Erz. - Magnetit: im oolithischen Erz. |
LNr | 043. |
Fundort | BE / Lauterbrunnental, Stufistein, Stuefestein (Erzabbau) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Lauterbrunnen |
Koordinaten, ca. | 2'636’630 / 1'153’180 |
Literatur | - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1981/3; Heft 17; Seite 13-16; Bergbau in den Berner Alpen - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 110 - von Fellenberg, Edmund & Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte |
Bemerkungen | Schwache Eisenvererzung, welche zeitweise abgebaut wurde. Lauterbrunnen, Stufisteinalp: Eisenerz, Eisenoolith. Nach 50-jährigem Betrieb um 1686 wieder aufgegeben. von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir, 1893: Lauterbrunnenthal. Aus dem Kalkgebirge dieses Thales wäre hier vor Allem anzuführen, als in früheren Zeiten von technischer und ökonomischer Wichtigkeit, das Vorkommen von Eisenerzlagerstätten mit Rotheisenstein, Thoneisenstein und Brauneisenstein im Eisenoolith oberhalb Stufisteinalp und an der sogen. Rothenfluh. |
Mineralien | - Brauneisenstein: - Chamosit: - Eisenerz: - Hämatit: - Toneisenstein: |
LNr | 044. |
Fundort | BE / Lauterbrunnental, Trachsellauenen, Ammerten, Ammerta |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Lauterbrunnen |
Koordinaten, ca. | 2'635’260 / 1'152’550 |
Literatur | - Lergier, William & Burri, Thomas; Lapis; 2003; Heft 6; Seite 13-43; Die Jungfrau-Region im Berner Oberland (CH) |
Bemerkungen | Bei Ammerten, ca. 15 Minuten oberhalb Trachsellauenen, bestehen Fundmöglichkeiten für Kleinstufen. Die Koordinaten zeigen auf Ammerta. |
Mineralien | - Albit: - Calcit: - Calcit: - Epidot: - Quarz: |
LNr | 045. |
Fundort | BE / Lauterbrunnental, Trachsellauenen, Stägen, Stegenplatte, Stegplatten, Hauriberg, Steinberg, Gnadensonne (Grube), Gute Hoffnung (Grube), Frischglück (Grube), Hauriberg, Hauristock, Höhenalp, Hohenalp, Hohen Alp, Hohe Alp, Breitlauenalp, Frisch Glück Zeche, Beschertes Glück, Krachen, Widderfeld, Lonostollen, Segenzuwachs (Erzabbau) |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Lauterbrunnen |
Koordinaten, ca. | 2'635’640 / 1'152’950 |
Literatur | - Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866 - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1981/3; Heft 17; Seite 13-16; Bergbau in den Berner Alpen - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1990/1; Heft 51; Seite 6-13; Die Blei-Zink-Baryt-Lagerstätten im Lauterbrunnental, Berner Oberland - Kutzer, Hans-Joachim W.; Bergknappe; 1996/2; Heft 76; Seite 17-20; Blei-Silber-Verhüttung in Trachsellauenen, Berner Oberland, Fortsetzung 1 - Kutzer, Hans-Joachim W.; Bergknappe; 1996/3; Heft 77; Seite 20-26; Blei-Silber-Verhüttung in Trachsellauenen, Berner Oberland, Fortsetzung 2 - Kutzer, Hans-Joachim W.; Bergknappe; 1996/4; Heft 78; Seite 2-7; Blei-Silber-Verhüttung in Trachsellauenen, Berner Oberland, Fortsetzung 3, Schluss - Lergier, William & Burri, Thomas; Lapis; 2003; Heft 6; Seite 13-43; Die Jungfrau-Region im Berner Oberland (CH) - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 255 - Saheurs, J.P.; 1975; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 55; Geochemische Prospektion im Gebiet der Blei-Zink-Baryt-Lagerstätten bei Trachsellauenen - Schmidt, C., Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917 - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 65,176 - von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte |
Bemerkungen | Das Abbaurevier Gnadensonne-Gute Hoffnung umfasst die bergbaulichen Arbeiten auf der westlichen Talseite. Der Erbstollen des Werkes Gnadensonne (Koord. des Stollenmundloches: 2’635'305 / 1’152'665/1364 m Höhe) ist heute noch in seiner ganzen Länge von rund 300 m befahrbar. Damit bildet dieses Bergwerk vermutlich die grösste, heute noch befahrbare Bergwerksanlage der Schweiz, welche vor dem 18. Jh. in Betrieb war und seither nicht mehr bebaut wurde. Der Abbau erfolgte in der Gnadensonne streichend auf 5 Stollenniveaus (der Sohlenabstand beträgt ca. 15 m), wobei der Erbstollen das tiefste, 5. Niveau darstellt. Von diesem Werk aus lassen sich Vererzungspunkte hangaufwärts bis zum Werk Gute Hoffnung verfolgen. Dieses ist nur noch in seinem tiefsten Stollen (Koord. des Mundloches: 2’635'103 / 1'152'940, 1580 m Höhe) befahrbar, welcher rund 50 m tief ins Feld vorgetrieben wurde. Auf der Höhe der Gnadensonne sind die Barytgänge z. T. intensiv verquarzt, auf der Höhe der Guten Hoffnung tritt nur eine sehr untergeordnete Verquarzung auf. Das Abbaurevier Breitlauenen umfasst die Grubenanlagen Beschertes Glück und Segenszuwachs, wie auch die in ihrer Umgebung aufgeschlossenen Erzgänge, auf der östlichen Talseite. Wie wir aus dem geschichtlichen Teil wissen, wurden diese Stollenanlagen im 17. Jh. zur Zeit der "Oberländischen Bergwerke" begonnen und dann im 18. Jh. weitergeführt. Am Ende des 18. Jh., zur Zeit der Hauptphase der bergbaulichen Tätigkeit, wurde das ganze Gebiet unter dem Namen "Frisch Glück Zeche" bearbeitet. Die Anlage Beschertes Glück (Koord. des Stollenmundloches: 2’636'210 / 1’151'610, 1896 m Höhe) ist nur noch in einem 20 m langen Stollen befahrbar, der streichend in den Gängen aufgefahren wurde. Die Grube Segenszuwachs umfasst einen 10 m langen Stollen (Koord. des Mundloches: 2’636'385 / 1’151'490, 1990 m Höhe und einen heute versoffenen Schacht (Koordinaten: 2’636'390 / 1’151'465, 1990 m Höhe). Beide wurden in einem bis 80 cm mächtigen, boudinierten Barytgang aufgefahren. Die in der Umgebung aufgeschlossenen Gänge bestehen grösstenteils aus Baryt. Hangaufwärts lassen sich die Vererzungen in südöstlicher Richtung bis unterhalb des mittleren Breitlauenengletschers (Koord. des Punktes "F": 2’636'760 / 1’150'850, 2430 m Höhe) verfolgen. Der kleine Bach, der im "Krachen" einer ausgeprägten Verschieferungszone entlang verläuft, quert dort auf 1'450 m Höhe die Vererzungszone. Auf Grund der Morphologie war hier zu vermuten, dass sich der Bach seinen Weg entlang einer Schieferungszone suchen würde. Um das abzuklären, wurde Anfangs August 1966 an der Stelle, wo die Fortsetzung der vererzten Gangzone vermutet wurde, eine kleine Schürfung angelegt (Koordinaten: 2’635'185 / 1’152'790. 1450 m Höhe). Diese erreichte dann nach 130 cm Schuttbedeckung den verschieferten Quarz-Barytgang, der an dieser Stelle eine besonders reiche Erzführung zeigt. Bei dieser Vererzung handelt es sich um ein Sphalerit-reiches Mischerz, das reichlich Magnetit führt. Auf dem Widderfeld etwa bei Punkt 2438 der top. Karte, findet sich eine grobspätige, graue Echinodermenbreccie als Einlagerung in die Cancellophycusschichten, die etwa 20 - 30 cm mächtige Linsen von Pyrit und Zinkblende führt. Stellenweise ist das massige Erz mit der Echinodermenbreccie verwachsen. Die Mächtigkeit der ganzen Schicht, in der sich Überreste von schlecht erhaltenen Zweischalern vorfinden, beträgt etwa 2 m. Das Widderfeld (Koordinaten: 646'500/168'900) befindet sich nördlich von Grindelwald, nordöstlich des Firsts. Fellenberg: G.S.Gruner in seiner Beschreibung der schweizerischen Eisgebirge, Vol. I, Seite 13 bis 116, beschreibt die Gruben im Lauterbrunnental, folgendermassen: "Am Hauri, oder am Fuss des Steinbergs, streicht an der Morgenseite aus Norden in Mittag ein stehender Gang von einem guten Bleyerz und liegt mit Glanz eingesprengt zu Tage. Dieser Gang ist bis auf 3 Schuh mächtig und an vielen Orten am Gehänge entblösst. Die Bergart überhaupt ist ein Geissbergerstein; die Gangart aber ein fester, weisser Quarzz, an dem sich bisweilen Spat anlegt. Der Gang ist meistens ohne Saalband oder Harnisch und an dem harten Gestein angewachsen. Sein Fallen ist recht: er wirft die Tonnlage von Morgen bis Abend ins Gebirge. Auf diesem Gange, ungeachtet er durch einen beständigen Schneeberg streicht, ist dennoch Sommer und Winter fortzukommen; und es ist allerdings Hoffnung vorhanden, dass die Adern in der Tiefe und dem Horizont des Thales sich fortsetzen, Aufthun und mächtig werden. Dieser Gang ist zu verschiedenen Zeiten, aber meistens nur durch Versuche von Tag hinein, eröffnet worden. Seither ist man meistens an diesen Tage Erweiterungen kleben geblieben, und man ist ohne Weiters da, wo die Alten erwunden, ein wenig fortgefahren. Hauptsächlich finden sich an diesem Gebirge zwey Stollen angetrieben: der Lonostollen, der seinen Namen von dem Bergmanne behalten, der denselben eröffnet hat, und der Kilchbergstolln, dem der erste Bergmann auch seinen Namen hinterlassen hat. In den erstern ist vor noch wenig Jahren von einer Gewerkschaft, die denselben samt den herumliegenden zu bauen angefangen, einige Klafter aufgefahren, und bei 30 Schuhen auf dem Gange abgetieft worden. Nicht weit von diesem gegen Abend befinden sich noch zween andere Stollen angetrieben, und besse abendwärts auf der Stege noch ein Gang entblösst. Man hat auch von diesen Stollen an verschiedenen Orten, da Auswitterungen zu Tage liegen, zu verschiedenen Zeiten gearbeitet. Auf der andern Seite des Thales, fast gegen dem Hauri hinüber, unter dem Gletscher auf der Hohen Alp, bei zwey Stunden in der Höhe, sind andere Stollen von gleichem Erz angetrieben. Das Ertz hat sich aber daselbst mit schlechtem Schwefelkies abgeschnitten. Im Jahr 1743 ist unweit davon von der obgedachten Gewerkschaft ein neuer Stollen angetrieben worden; das Erz brach daselbst mit weissem Spate eingesprengt, und es soll sich mit demselben angeflogen Weissgüldenerz gezeigt haben; auch Klarspiessichterz, wie Silber- oder reichhaltig Erz. Dieses Erz führt auch einen Bleyschweif mit sich, den man bei den groben Geschicken sehr gerne sieht. Diese Stollen auf Hohen Alp, die durch gedachte Gewerkschaft, wiewohl kurze Zeit, betrieben worden, sind: "Beschertes Glück, das untre und obre Gebäu und Seegenszuwachs. Sie sind aber sehr mühsam zu bearbeiten, weil von dem schmelzenden Schgnee die Gruben sich beständig mit Wasser auffüllen. Diese ansehnliche Gewerkschaft aber ist in kurzen Jahren wiederum ins Stocken gerathen. Die Ursache war nicht der Mangel des Erzes, noch dessen Eigenschaft; sondern die dabei geführte Haushaltung und Einrichtung. Die beträchtlichen Summen wurden nicht, wie hätte geschen sollen, auf den Bergbau selbst, sondern auf kostbare Tagegebäude verwendet und der Bergbau von dem Direktoren, der ein Fremder war, entweder aus Unwissenheit oder aus Vorsatz, in Verwirrung gebracht, und diese zog ihre Endschaft nach sich, aber zu der Zeit, da die meisten Kösten erstritten waren und der Bergssegen sollte eingeholt werden. Herr Dr. Christen, der diese Bergwerke am besten gekannt hat, sagt in seinen hinterlassenen Schriften: Dieselben verdienen um so viel mehr gebaut zu werden, als der Mangel des Ertzes keineswegs zu besorgen seye: im Widerspiel, man entdecke beständig neue und reichere Gänge, und es zeigen sich Spuren von diesem Erze rungs herum auf einige Stunden weit“. |
Mineralien | - Baryt: als Gangmineral, derb, in hydrothermalen Gängen. Die Baryte zeigen vorwiegend Druckzwillingslamellenbildung und alle Stadien der mechanischen Beanspruchung. - Calcit: als Gangmineral. - Chalkopyrit: als Erzmineral, wenig. - Chlorit: als Nebenbestandteil. - Covellin: als Nebengemengteil. - Dolomit: als Nebenbestandteil. - Fahlerz: - Fluorit: als Gangmineral. - Galenit: in Quarz- und Barytgängen (Saheurs, 1966), zum Teil silberhaltig. Silbergehalten von 30 bis 120 ppm. - Graphit: als Nebengemengteil. - Hämatit: als Nebengemengteil. - Magnetit: als Erzmineral. Sehr schön entwickelte Porphyroblasten von Pyrit und Magnetit. Magnetiteinschlüsse im Sphalerit. - Pyrit: in Quarz- oder Barytgängen. Oft anomal anisotrop. Sehr schön entwickelte Porphyroblasten von Pyrit und Magnetit. - Pyrrhotin: als Nebengemengteil. - Quarz: als Gangmineral. - Sericit: als Nebenbestandteil. - Silber: spurenweise im Galenit enthalten ( < 500 ppm (Saheur (1974)), (gemäss Literatur 30 bis 120 ppm)). Während des über 200-jährigen Abbaus konnten gerade mal 2.3 kg Silber gewonnen werden. - Sphalerit: als Erzmineral, wenig. Feinstkörnig rekristallisierter, makroskopisch hellbrauner, derber Sphalerit. Magnetiteinschlüsse im Sphalerit. - Stilpnomelan: als Nebenbestandteil. - Tetraedrit: - Zinkerz: |
LNr | 046. |
Fundort | BE / Lauterbrunnental, Trachsellauenen, Tschingelfirn, Oberhornsee, Oberhoresee, Breithorngletscher, Tschingelgletscher |
Region | Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Lauterbrunnen |
Koordinaten, ca. | 2'633’360 / 1'150’350 |
Literatur | - Lergier, William & Burri, Thomas; Lapis; 2003; Heft 6; Seite 13-43; Die Jungfrau-Region im Berner Oberland (CH) - von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte |
Bemerkungen | Lergier beschreibt die Fundstelle wie folgt: Von Trachsellauenen kann man weiter bergwärts steigen bis in hochalpine Regionen. Der steile, aber gut begehbare Weg führt in ca. 2.5 Stunden über Ammerten - Hotel Tschingelhorn - Obersteinberg (Berggasthaus) bis zum Oberhornsee auf 2065 m ü. M. und an den Rand des Tschingelfirns. Hier kann Cordierit gefunden werden. Die Koordinaten zeigen auf den Oberhornsee. von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir, 1893: Aus ähnlichen Lagerstätten finden sich in den Moränen und Trümmerhalden am Breithorn- und Tschingelgletscher Blöcke von kieseligem Thoneisenstein mit blättrigem und krummschaligem Rotheisenstein und oolithischem Brauneisenerz, worin mitunter Magneteisenerz in kleinen Octaedern eingesprengt ist. |
Mineralien | - Brauneisen: - Cordierit: meistens zu Pinit umgewandelt. - Granat: in den Schollen, die im Granit zu schwimmen scheinen. - Hämatit: blättrig, krummschalig. - Magnetit: - Pinit: - Toneisenstein: |
