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Kanton SG, Vättis, Pfäfers - Fundorte von Mineralien in der Schweiz

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Kanton SG, Vättis, Pfäfers

Fundorte > St. Gallen
Vorkommen im Kanton St. Gallen
nur Gemeinde Pfäfers

28 Beschreibungen
LNr
001.
Fundort
SG / Calanda, Weisstannental, Augstchamm, Gnapperkopf, Silberegg, Crap Mats, Krummhorn (Basis), Schafgrat, Hinterlavoi, Panärahörner, Unterkunkels, Ramoztobel, Kunkelspass (Kupfererzabbau und Silbererzabbau)
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
754460 / 198180
Literatur
- Cadisch, Joos; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1939; Band 19; Heft 1; Seite 1 - 20; Die Erzvorkommen am Calanda: Kantone Graubünden und St. Gallen
- Imper, David & Guidon, Roman; Minaria Helvetica; 2001; Heft 21c; Seite 11; Silberzbergbau am Gnapperchopf bei Vättis (Exkursion 12A)
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1980; Heft 13, 3; Seite 9-11, Das Fahlerz- und Bleiglanzvorkommen am Gnapperkopf bei Vättis
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Zimmermann, Axel; Bergknappe 2006/1; Heft 108; Seite 2-7; Knappen und Geister auf Gnapperchopf und in Silberegg
Bemerkungen
Über den Erzabbau am Gnapperkopf sind nur wenige geschichtliche Dokumente überliefert. Nach J. Strub soll bereits im Jahre 834 ein "altes Knappenhaus in Vättis" erwähnt worden sein. In der Veröffentlichung von Th. Nigg über "Historisches- und kulturhistorisches Allerlei aus der Pfäferser Klosterzeit", vernehmen wir folgendes: "Im Jahre 1713 stellte ein Mathias Schreiber aus Basel, der im Wallis ein Bleibergwerk betrieb an den Abt von Pfäfers, Bonifazius II das Gesuch, die 'Gänge' zu erschürfen, von welchen der erstgenannte durch Bergleute Erzproben erhalten hatte. Der Oberstleutnant und königlich-französische Rat Joh, Rud. Krämer aus Basel beschwerte sich 1715 beim Abt, dass sein Bruder Hauptmann Krämer, sich 'durch ein süesses Vorgeben eines ruinierten- und liederlichen Menschen namens Mathias Schreiber von hier habe betören lassen' sein Geld in das Unternehmen zu stecken. Der Richter legte dann das Bergwerk still und drohte Schreiber, dessen Eigentum zur Versteigerung zu bringen. Während der folgenden Jahre meldeten sich noch weitere Interessenten, so 1719 Jos. Ant. Reding von Biberegg, alt Landammann von Schwyz. Der Betrieb wurde erst um 1850 wieder aufgenommen. Das gewonnene Erz gelangte nach Deutschland. Nach den Dimensionen der heute noch zugänglichen Stollen und Halden zu schliessen, handelte es sich auch zu dieser Zeit mehr um Aufschluss- als um Abbauarbeiten.

Nach C. Schmidt fand noch 1860 bis 1861 und 1865 bis 1866 ein bescheidener Abbau statt." Auf dem Fussweg, der von Vättis über die Tamina und durch die Steilhänge des Calanda nach der Alp Salaz hinaufführt, gelangt man in einer halben Stunde nach dem Gnapperkopf, Pt. 1121 und unmittelbar darauf an die Örtlichkeit, wo zu verschiedenen Zeiten bergbauliche Arbeiten auf silberhaltiges Fahlerz stattfanden. Die hier festgestellten vier Stollen liegen nahe beieinander in 1178 bis 1199 m Höhe. Das durchfahrene Gestein, normal ausgebildeter Rötidolomit, streicht N 95 E und fällt mit 57 gegen Norden ein. Der Dolomit bildet am Gnapperkopf eine kleine nach Norden schauende liegende Falte. Er gehört zur normalen Sedimentdecke des Aarmassivs, welches im Aufbruch von Vättis in Gestalt von Ortho- und Paragesteinen zutage tritt. Wie ein Aufschluss in der Runse 25 m N des obersten Stollens zeigt, geht der Triasdolomit nach oben wechsellagernd in quarzitische Quartenschiefer (obere Trias) über. Der unterste der vier Stollen, die im Hang 'schief übereinander liegen, ist zerfallen. Die drei anderen Stollen sind deutlich auf Quarzadern angesetzt, die durchschnittlich einige dm stark sind. Beim obersten Stolleneingang sind zwei Quarzadern sichtbar, von denen die obere ca. 10 cm, die untere 10 bis 50 cm dick ist. Letztere führt sulfidisches karbonatisches Erz. Stollen drei ist noch befahrbar. Er wurde zunächst 10 m in Richtung N 110 E vorgetrieben. Unmittelbar hinter dem Mundloch kommt man an einem Gesenk vorbei, das möglicherweise nach Stollen eins hinabging. Stollen drei fährt dann bei 8 m unter dem Mundloch von 2 vorbei, mit dem früher Verbindung bestand, dann wendet er nach Richtung N 135 E (8 m) und weitere 10 m sind in Richtung N 47 E angefahren. Die gesamte Stollenlänge beträgt somit um 28 m. An Ort und Stelle sind jetzt keine guten Erzproben mehr zu finden, auch ist das Mineraliensammeln in diesem Gebiete bewilligungspflichtig. Gute Erzstücke gelangten durch G. Theobald ins Rhätische Museum in Chur. Dieser Forscher erwähnt vom Gnapperkopf das Auftreten von Bleiglanz, Fahlerz, Kupferkies, Malachit und Lasur. Im Sommer 1938 befuhr J. Cadisch mit H. Beer und Sohn einen nur wenigen Einheimischen bekannten Stollen, der auf 1217 m Höhe, ungefähr 250 m südlich der nunmehr erwähnten Baute, ebenfalls im Rötidolomit aufgefahren wurde. Sie erreichten die Örtlichkeit durch eine steile Runse S des Gnapperkopfes und querten den Hang unter der Felswand etwa 70 m weit. Der gelblich anwitternde Dolomit ist meist ziemlich dicht, hie und da zuckerkörnig - kristallinisch. Der ganze, etwa 20 m lange Stollen liegt merkwürdigerweise in taubem Gestein, während wenige Meter südlich des Mundloches unregelmässige, annähernd senkrecht verlaufende Quarzadern zu sehen sind, die spärlich sulfidisches und karbonatisches Erz führen. Die Erze vom Gnapperkopf wurden im Jahre 1861 d.h. während der letzten Abbauperiode von A.P. Bolley chemisch untersucht. Trotzdem als Herkunftsort nur der Calanda genannt wird, muss es sich zweifellos um unsere Örtlichkeit handeln. Die Durchschnittsprobe einiger "bis zu mehreren Pfunden Gewicht betragender Handstücke eines quarzigen, kupferhaltigen und kohlensauren Kupferoxyd (als Malachit und Kupferlasur) enthaltenden Muttergesteins" ergab 9,476 % Kupfer und 0,10679 % Silber. Der immer wieder erwähnte Silbergehalt ist somit bescheiden. Weitere Untersuchungen von C. Friedländer und R. U. Winterhalter geben folgenden Befund: Vorwiegend tritt Fahlerz auf, in zweiter Linie kommt Bleiglanz vor. Weiterhin treten auf: blauer isotroper Kupferglanz, Kupferkies, Kupferindigo (Covellin), Malachit und Azurit. Gangart ist Quarz und Dolomit. Beimengungen im Fahlerz dürften sich als Argentit erweisen, der den schon früher bekannten Silbergehalt des Erzes bedingt. Der Bleiglanz erscheint neben dem Fahlerz hellrosa gefärbt. Randlich wird der Bleiglanz von einem blaugrünen Mineral verdrängt, welches sich als isotroper Kupferglanz erwies. Kupferkies tritt in Form kleiner Partikel an der Grenze zwischen Fahlerz und Bleiglanz und als Einschluss in denselben auf. Kupferindig (Covellin) findet sich in Gestalt kleinster Kornaggregate am Rande und innerhalb des blauen Kupferglanzes, ferner in dem zuletzt auf Spaltrissen infiltrierten Karbonat. Der Covellin ist an seiner intensiv blauen Farbe im gewöhnlichen Licht leicht zu erkennen. Die Sukzession der sulfidischen Erze dürfte folgende sein: Bleiglanz, Fahlerz, Kupferglanz und Kupferkies, Covellin. Um die Frage nach dem Alter der Erzbildung beantworten zu können, erwähnen wir zunächst noch einige Fundstellen aus dem benachbarten Gebirge. In den Malmbreccien der helvetischen Schichtfolge am Kunkelspass sind verschiedenenorts Spuren von Kupfererz festzustellen: Am Wege von der Passhöhe nach der Taminseralp unterhalb der Hütte; ca. 1800 m.ü.M. westlich des Kunkelspasses, d.h. ausserhalb der Calandagruppe liegen Fundstellen an der Basis des Krummhorns und der Panärahörner bei Hinterlavoi, am Schafgrat und am Grat südlich des Crap Mats. Zimmermann: Zwei Bergwerke, ein Pochwerk und wenig Verdienst erlebte Vättis zur Blütezeit des Erzabbaus im 18. und 19. Jh. Ein Besuch der verbliebenen Stollen des Werks Gnapperchopf ist empfehlenswert. Hingegen bei der Goldsuche in der Silberegg behält die tragische Sage recht. Bei Vättis sind zwei ehemalige Bergwerke bekannt. Deren Namen Silberegg und Gnapperchopf beinhalten die Bezeichnung des gesuchten Metalls und den Beruf der Knappen. Zeitweise wurden beide Werke von der gleichen Gesellschaft betrieben. In den Adern des gelblich angewitterten Rötidolomits bei Vättis sind kleine Mengen von Kupfer, Silber und Eisen enthalten. Zuständig für die Bewilligung des Abbaus war zuerst das Kloster Pfäfers, später der Kanton St. Gallen. Die Ortsgemeinde Vättis als Waldbesitzerin gab sich grosse Mühe, Pächter für die beiden Bergwerke Gnapperchopf und Silberegg zu finden. Die ursprüngliche Methode des Abbaus brauchte viel Holz, sodass die Ortsgemeinde durch den Verkauf von Wald profitieren konnte. Zudem war sie interessiert, den Vättnern Arbeitsmöglichkeiten zu verschaffen. Das Bergwerk Silberegg befand sich auf Unterkunkels eingangs des Ramoztobels, dem Grenzgebiet von St.Gallen und Graubünden. An den Standort erinnert noch der Flurname Silberegg. Gänge des Bergwerks Gnapperchopf am Calanda existieren noch. Sie können durch einen neu erstellten Fussweg, der beim Fussballplatz Vättis beginnt, besichtigt werden. Urkundlich gesichert ist das Bestehen der Vättner Bergwerke im Jahr 1713. In den 80er-Jahren des 19. Jh. wurden die letzten Abbauversuche durchgeführt, die wie schon frühere sich finanziell nicht lohnten. Gesichert ist, dass im Jahr 1866 Silber und Kupfererze nach Deutschland zur Verhüttung gesandt worden sind. Über die Menge gefundenen Metalls in den beiden Vättner Bergwerken ist nichts bekannt. Offenbar blieb der Erfolg aus.
Mineralien
- Argentit:
- Azurit:
- Chalkopyrit:
Tritt in Form kleiner Partikel an der Grenze zwischen Fahlerz und Bleiglanz und als Einschluss in denselben auf- Chalkosin:
- Covellin:
- Fahlerz: Silberhaltig.
- Galenit: Der Bleiglanz erscheint neben dem Fahlerz hellrosa gefärbt. Randlich wird der Bleiglanz von einem blaugrünen Mineral verdrängt, welches sich als isotroper Kupferglanz erwies.
- Kupfererz:
- Lasur:
- Malachit:
- Quarz: Als Gangmaterial.
LNr
002.
Fundort
SG / Vättis (am Calanda)
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
752500 / 197400
Literatur
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 231
Bemerkungen
/
Mineralien
- Calcit: Gelblich, trüb, rhomboedrisch, bis 20 cm.
- Quarz: Farblos, schwach gelblich, durchsichtig - milchig trüb, zum Teil mit ausserordentlicher Deformation (S-förmig), bis 10 cm.
LNr
003.
Fundort
SG / Vättis, Calfeisental
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
747000 / 19800
Literatur
- Eggenberger, P.; Schweizer Strahler; 1977; Seite 348-354
Bemerkungen
Hervorragende Calcitfunde im Tamina- und Calfeisental Tal westlich von Vättis. Beim Bau eines Kraftwerkstollens, 400 Meter im Innern, in einem zimmergrossen Hohlraum, sind einzigartige Calcitstufen gefunden worden.
Mineralien
- Calcit: In prächtigen Stufen, gelb bis schwarz.
LNr
004.
Fundort
SG / Vättis, Calfeisental, Alp Brändlisberg, Marchtal, Rot Plättli, Sazmartinshorn
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
0
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Bemerkungen
In den Felsen unterhalb Rot Plättli in einer Höhe von 2500 bis 2600 m ü. M.
Mineralien
- Quarz: Rot Plättli: Einige kleinere Quarzstufen in eher bescheidener Qualität, selten transparent. Südgrat zur Sazmartinshorn: kleine, hochglänzende Quarze.
LNr
005.
Fundort
SG / Vättis, Calfeisental, Alp Tersol, Schönplanggen, Oberes Schafsäss, Unter Tros, Stollen, Tal, Leiterlichopf
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
0
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Bemerkungen
Eine Kluftserie konnte in der Höhe von 2250 bis 2350 m ü. M. im Quarzit der Sardona-Decke ausgebeutet werden, Eine Kluft auf ca. 2400 m ü. M. beim Oberen Schafsäss. Die Calcitfundstelle Unter Tros ist heute bedeckt und nicht mehr zu finden. Bei der südlich des Gigerwaldspitzes gelegenen Lokalität Stollen konnte in den 1950-er Jahren eine an Quarz und Calcit reichhaltige Kluft ausgebeutet werden.
Mineralien
- Calcit: Unter Tros: Aus einem Calcitband bei Unter Tros in Form sogenannter Traubencalcite, gelb oder rostbraun gefärbt, skalenoedrisch ausgebildet, bis 4 cm. Stollen: Skalenoeder bis 15 cm, mit gelblicher Oberfläche.
- Fadenquarz: Bis 2 cm.
- Pyrit: Von der Lokalität Leiterlichopf, im Gestein eingebettete Pyritkugeln bis 6 cm Durchmesser und meist oxidierter Oberfläche.
- Quarz: Bis 2 cm, meist farblos aus den tiefer gelegenen Klüften, bis 3 cm aus der höher gelegenen Kluft. Eher selten sind Kristalle mit Phantomblildung zu finden.
LNr
006.
Fundort
SG / Vättis, Calfeisental, Gigerwald, Gigerwaldsee, Alp Gigerwald, Tamina
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfer
Koordinaten, ca.
749700 / 197600
Literatur
- Eggenberger, P.; Schweizer Strahler; 1975; Seite 473-477; "Das hat der liebe Gott so geschliffen.."
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Bemerkungen
Als Gigerwald wird die Region östlich des Gigerwaldsees bezeichnet. Aus dieser Gegend stammen dann auch die schönsten Quarzkristallgruppen des Calfeisentals. Eine ergiebige Kluft konnte aus dem steilen Gelände entlang der Tamina und nahe der Alp Gigerwald ausgebeutet werden.
Mineralien
- Calcit: Spärlich. Bis 1 cm grosse Skalenoeder, teils auf dem Quarz aufgewachsen.
- Quarz: Nadelig, sowei im Normalhabitus wie auch im Dauphiné-Habitus. Auch als Doppelender und als Fadenquarz vorkommend. Stufen bis 30 cm Höhe, Einzelkristalle bis 13 cm.
LNr
007.
Fundort
SG / Vättis, Calfeisental, Gigerwald-Torsol (Kraftwerkstollen)
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
0
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Bemerkungen
Der Fund stammt aus dem Bau des Zuleitungsstollens des Kraftwerkes bei Gigerwald. Rund 400 Meter im Berginnern wurde eine an Calcit reichhaltige Kluft angefahren
Mineralien
- Calcit: Tausende von skalenoedrisch ausgebildeten Calcitkristall bis 8 cm Grösse. Stufen bis 1 m Ausmass.
LNr
008.
Fundort
SG / Vättis, Calfeisental, Gigerwaldsee, Alp Panära
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
0
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Bemerkungen
Ausbeutung einer Calcitcluft durch die Alpbesitzer in den Jahren 1951 bis 1963.
Mineralien
- Calcit: Gelblichweisse Skalenoeder
LNr
009.
Fundort
SG / Vättis, Calfeisental, Gigerwaldspitz (Südostflanke)
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
0
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Bemerkungen
In einer Höhle.
Mineralien
- Calcit: Bis 7 cm, Skalenoeder, miteinander verwachsen an den Wänden des Schachtes.
LNr
010.
Fundort
SG / Vättis, Calfeisental, Lutererzug
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
0
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Bemerkungen
Südlich der Alp Gigerwald gelegen.
Mineralien
- Quarz: Bis 5 cm, völlig transparent und im Muzo-Habitus in Klüften des Dolomits.
LNr
011.
Fundort
SG / Vättis, Calfeisental, Marchtal
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfer
Koordinaten, ca.
740720 / 199660
Literatur
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 343
Bemerkungen
Für das Marchtal existieren zwei Karteneinträge:- Marchtal, Koordinaten E/N: 746.99 / 200.12- Marchtal, Koordinaten E/N: 740.72 / 199.66. Nördlich der Sardonaalp. Die Funde stammen aus dem Komplex des Sardonaquarzits.
Mineralien
- Quarz: Bis 3 cm. Im Normalhabitus, teils mit s- und x-Flächen, vereinzelt als Dauphinée- und Brasilianer-Zwilling.
LNr
012.
Fundort
SG / Vättis, Calfeisental, Marchtal (nördlich Sardona-Alp)
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
0
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Bemerkungen
Bei der Lokalität Marchtal.
Mineralien
- Quarz: Bis 3 cm, auch mit Phatombildung.
LNr
013.
Fundort
SG / Vättis, Calfeisental, Sardona
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
741020 / 198200
Literatur
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 343
Bemerkungen
Die Funde stammen aus dem Komplex des Sardonaquarzits.
Mineralien
- Quarz:
LNr
014.
Fundort
SG / Vättis, Calfeisental, Sardona Alp (nördlich), Gamserälpli, Obersäss, Untersäss
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
0
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Bemerkungen
1). In den Felsköpfen westlich von Gamserälpli-Obersäss sowie in den Felsköpfen zwischen Unter- und Oersäss auf ca. 2000 m ü. M.
2). Fahnenstock (Südseite).
Mineralien
- Quarz: 1). Kleine Quarzgrüppchen bis 3 cm. 2). Quarze bis 2 cm, kleine Grüppchen.
LNr
015.
Fundort
SG / Vättis, Calfeisental, Sardona Alp, Trosegg
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
0
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Bemerkungen
Verschiedene Quarzfunde in den Felsköpfen unterhalb der Trosegg.
Mineralien
- Quarz: Bis 2 cm im Normalhabitus.
LNr
016.
Fundort
SG / Vättis, Calfeisental, Sardona, Sardonahütte SAC, Schafälpli, Stockboden, Schräa, Chli Gletscher, Böseggli
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
739410 / 197680
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 343
- Weibel, Max; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1963; Band 43; Heft 2; Seite 479- 483; Die Quarzfunde bei Tamins und Vättis
Bemerkungen
1). Die Quarze aus dieser Umgebung gleichen in auffälliger Weise denjenigen vom Mittetagehorn (sehr starke Abplattung). Auch im westwärts von Vättis sich erstreckenden Calfeisen sind verschiedentlich Quarzfunde gemacht worden. Sie erreichen aber nicht die Schönheit und Vollkommenheit der Kristalle vom Taminser Calanda und vom Chrüzbachtobel. Vorkommen im Calfeisen sind zum Beispiel Stockboden, Schräa und Sardona-Hütte S.A.C. Sie liegen alle im Sardonaflysch und hangen vermutlich mit der stellenweise quarzitischen Ausbildung des Flysch dieser Gegend zusammen. Ähnliche Quarze wie bei Tamins und Vättis gibt es auf der Nordseite des Maderanertals. Die Klüfte befinden sich am Kristallinkontakt, teils in Kalk, teils in Gneis.
2). Schafälpli,
3). Chli Gletscher (unterhalb),

4). Böseggli (westlich der Hütte).
Mineralien
- Chlorit: 1). Phantombildungen im Quarz
- Quarz: 1). Ähnlich dem Vorkommen des Mittetagestocks. Gewöhnliche Ausbildung, oft stark abgeplattet. (Vermutlich ist das Mittaghorn, welches bei Elm liegt, gemeint). 2). Bis 5 cm, mit Fadenbildung und Chloriteinschlüssen. 3). und 4).
LNr
017.
Fundort
SG / Vättis, Calfeisental, St. Martin, Alp Stockboden, Bärenchöpf
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
745590 / 198910
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 343
- Weibel, Max; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1963; Band 43; Heft 2; Seite 479- 483; Die Quarzfunde bei Tamins und Vättis
Bemerkungen
Auch im westwärts von Vättis sich erstreckenden Calfeisen sind verschiedentlich Quarzfunde gemacht worden. Sie erreichen aber nicht die Schönheit und Vollkommenheit der Kristalle vom Taminser Calanda und vom Chrüzbachtobel. Vorkommen im Calfeisen sind zum Beispiel Stockboden, Schräa und Sardona-Hütte S.A.C. Sie liegen alle im Sardonaflysch und hangen vermutlich mit der stellenweise quarzitischen Ausbildung des Flysch dieser Gegend zusammen. Ähnliche Quarze wie bei Tamins und Vättis gibt es auf der Nordseite des Maderanertals. Die Klüfte befinden sich am Kristallinkontakt, teils in Kalk, teils in Gneis. Stockboden liegt nordwestlich der alten Walsersiedlung St. Martin im Calfeisental.
Mineralien
- Quarz: Unter anderem von der Lokalität Bärenchöpf. Kristalle bis 5 cm und Stüfchen bis 6 cm. Teilweise mit Einschlüssen von Schieferpartikeln, in der Regel mit starkem Glanz.
LNr
018.
Fundort
SG / Vättis, Calfeisental, St. Martin, Schräa
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
744200 / 198000
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 343
- Weibel, Max; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1963; Band 43; Heft 2; Seite 479- 483; Die Quarzfunde bei Tamins und Vättis
Bemerkungen
Die Funde stammen aus dem Komplex des Sardonaquarzits. Die Koordinaten zeigen auf diesen Punkt. Auch im westwärts von Vättis sich erstreckenden Calfeisen sind verschiedentlich Quarzfunde gemacht worden. Sie erreichen aber nicht die Schönheit und Vollkommenheit der Kristalle vom Taminser Calanda und vom Chrüzbachtobel. Vorkommen im Calfeisen sind zum Beispiel Stockboden, Schräa und Sardona-Hütte S.A.C. Sie liegen alle im Sardonaflysch und hangen vermutlich mit der stellenweise quarzitischen Ausbildung des Flysch dieser Gegend zusammen. Ähnliche Quarze wie bei Tamins und Vättis gibt es auf der Nordseite des Maderanertals. Die Klüfte befinden sich am Kristallinkontakt, teils in Kalk, teils in Gneis.
Mineralien
- Quarz: Vollkommen durchsichtig, Normalhabitus auch schlankprismatisch bis nadelig, teileise infolge von Tonschiefer-Einschlüssen dunkelgrau gefärbt.
LNr
019.
Fundort
SG / Vättis, Calfeisental, Trin, Trinser Furgge, Trinser Furgga
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
740006 / 196727
Literatur
- Hess,W.; Urner Mineralienfreund; 1995; Heft 2; Seite 1
Bemerkungen
Die Angaben über den Fundort sind relativ ungenau aufgeführt.
Mineralien
- Calcit:
- Quarz:
LNr
020.
Fundort
SG / Vättis, Chrüzbachtobel, Chrützbachtobel, Kreuzbachtobel, Kalkofen
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
752370 / 198170
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael & Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21 - 30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael & Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 13 - 23; Mineralfunde im Taminatal SG - 2. Teil
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 346
- Rykart, Rudolf & Schumacher, Karl; Schweizer Strahler; 1976; Seite 127-129; Japaner-Zwilling von der Windgällenhütte-UR
- Weibel, Max; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1963; Band 43; Heft 2; Seite 479 - 483; Die Quarzfunde bei Tamins und Vättis
Bemerkungen
Die Koordinaten zeigen auf den unteren Teil des Tobels. Im Gebiet nördlich Vättis sind um 1960 sehr ergiebige Quarzklüfte ausgebeutet worden. Diese Vorkommen liegen ausserhalb des zentralalpinen Fundgebietes, scheinen aber dennoch an den kristallinen Untergrund gebunden zu sein, der hier als östlichster Ausläufer des Aarmassivs fensterartig zutage tritt. Die Funde von Vättis enthalten Quarz sporadisch zusammen mit Erzmineralien wie Bleiglanz, Pyrit und Kupferkies. Bei Vättis finden sich die ergiebigsten Klüfte im Rötidolomit, doch sind sehr schöne, durch Eisenhydroxid gelb gefärbte Quarzstufen auch aus einer Kluft im darunter liegenden Vättner Kristallin geborgen worden. Das Vättner Kristallin, das tektonisch nicht mit dem Taminser Kristallin zusammengehört, besteht an dieser Stelle aus stark zersetzten und zerklüfteten, feldspatreichen Gesteinen, die als dunkle Gemengteile Chlorit und Eisenhydroxid erkennen lassen. Die Kluft im Kristallin befindet sich am Ausgang des Chrüzbachtobels in einer 10-20 Zentimeter breiten, NW-SE streichenden Quarzader drin. Die im Tobel oberhalb ca. 1100 m ü. M. gelegenen Klüfte liegen im Rötidolomit. Die zugehörigen Quarzbänder weisen gleiches Streichen und Fallen auf wie bei der Kluft im Kristallin (Kalkofen). Der Rötidolomit ist bei Vättis rein dolomitisch ausgebildet. Unweit des Wasserfalls (ca. 1040 m ü. M.), Kalkofen genannt, sind im Gneis mehrere, bis 20 cm dicke hohlraumhaltige Quarzbänder enthalten.
Mineralien
- Aragonit:
- Calcit: Stark verbreitet.
- Chalkopyrit:
- Galenit
: In Klüften auch als korrodierte idiomorphe Kristalle.
- Gold, gediegen:
- Japaner-Zwilling:
Schenkellänge bis 4 cm.
- Malachit:
- Pyrit:
Auch Doppelender. Bis über 10 cm.
- Quarz: Die Quarzkristalle zeigen nicht die gewohnte Formentwicklung des alpinen Bergkristalls, sondern meist schlankeren Wuchs mit der typisch asymmetrischen Endbegrenzung des Dauphinée-Habitus. Es handelt sich hierbei um Lamellenquarze nach Bambauer et al. (1962), Quarze mit erhöhtem Spurenelementgehalt, die unter dem Polarisationsmikroskop einen Aufbau aus optisch zweiachsigen Lamellen erkennen lassen. Der Quarz, der in vielen hundert Einzelkristallen und Gruppen von Zentimeter- bis über Dezimetergrösse ausgebeutet wurde, fällt durch die vielgestaltige Ausbildung auf. Dauphinée-Habitus ist verbreitet, aber nicht an allen Kristallen gleich ausgeprägt. Plattig verzerrte Individuen sind besonders charakteristisch. Doppelender finden sich in grosser Zahl, oft mit einseitig verzerrten Spitzen. Die Hauptformen sind hexagonales Prisma I. Stellung, positives und negatives Rhomboeder, untergeordnet trigonale Dipyramide II. Stellung und Trapezoeder. Auf den Prismen-, seltener den Rhomboederflächen, beobachtet man eine horizontale Streifung, manchmal nur als feine Linien angedeutet. Anstelle der Prismen erscheinen oft etwas gebogene oder sehr steil gestufte Flächen, die sich nach der einen Spitze zu verjüngen oder vereinzelt ganz auskeilen. Dadurch entsteht der Eindruck äusserst steiler Rhomboeder und ein Anklang an Tessinerhabitus.
LNr
021.
Fundort
SG / Vättis, Gnapperchopf, Gnapperkopf, Crapnerstein
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
754090 / 198050
Literatur
- Bächtiger, Kurt; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1967; Band 47; Heft 2; Seite 643 - 657; Die neuen Goldfunde aus dem alten Goldbergwerk "Goldene Sonne" am Calanda (Kt. Graubünden)
- Cabalzar, Walter; Schweizer Strahler; 1977; Seite 328-333; Funde der letzten Jahre vom Calanda
- Graeser, St.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 441-452; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten III
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael & Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21-30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael & Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 13-23; Mineralfunde im Taminatal SG - 2. Teil
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 347
Bemerkungen
Nordöstlich von Vättis, auf einer schwachen Kupfervererzung. Östlich von Vättis gibt es ein Gnapperchopftöbel aber keinen Gnapperkopf. Crapnerstein liegt aber nordöstlich von Domat/Ems und gehört zur Gemeinde Tamins im Graubünden. Koordinaten Gnaperchopftöbeli: 754.46 / 198.18, 1300 m ü. M. Gnapperchopf wird ein markanter Felskopf genannt, der sich auf der rechten Talseite unterhalb von Vättis auf ca. 1100 m ü. M. befindet und im Nordosten an das Gnapperchopftöbeli grenzt. 4 Stollen zwischen 1178 und 1199 m ü. M. zeugen von früherer Abbautätigkeit (um 1710, 1860-1861, 1865-1866). Die Mineralien stammen aus dem Bergwerk und der näheren Umgebung (Kürsteiner).
Mineralien
- Akanthit:
- Arsenopyrit:
- Azurit:
- Boulangerit:
Nicht sicher.
- Brochantit: Kleine, intensiv grüne Plättchen, auf Kupfervorkommen.
- Cerussit:
- Chalkopyrit:
- Chalkosin:
- Cobaltit:
- Covellin:
- Dolomit:
- Fahlerz:
- Fluorit:
- Galenit:
- Gold:
Im Stollen sowie in einem benachbarten Sondierstollen als Einschluss in Erzmineralien sowie frei auskristallisiert.
- Malachit:
- Muskovit:
- Phantomquarz:
- Pyrit:
- Quarz:
- Tetraedrit:
- Wulfenit:
LNr
022.
Fundort
SG / Vättis, Gonscherauswald, Gonscherolawald
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
752437 / 196351
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael / Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21-30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael / Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 13-23; Mineralfunde im Taminatal SG - 2. Teil
Bemerkungen
Im Quartenschiefer, im unteren Teil des Gonscherauswaldes.
Mineralien
- Pyrit: Recht häufig, eingelagert im Quarzsandstein, würfelförmig, selten als Pentagondodekaeder, Kantenlänge bis 1 cm.
LNr
023.
Fundort
SG / Vättis, Oberzanai, Zaneyalp, Sonnental, Sunnental, Graue Hörner
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
750600 / 202400
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael / Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21-30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
Bemerkungen
Im Verrucano der Glarner-Decke. In einem Sturzblock an der Ostflanke des Pizols. Kürsteiner erwähnt in seiner Aufzählung zum Gnapperchopf, dass in diesem Sturzblock die gleiche Mineralart vorkommt. Ob er damit nur das Mineral Gold oder weitere Mineralien meint, geht nicht eindeutig hervor. Aufgeführt sei hier deshalb nur Gold. In der Sammlung des Naturmuseums St. Gallen wird eine Mineralstufe mit der Bezeichnung 'Gold auf Quarz vom Sonnental on Zaneyalp. Graue Hörner, .. 1882' aufbewahrt. Aufgrund der Geologie wird heute aber angenommen, dass die goldhaltige Erzprobe nicht von Sunnental selbst, sondern eher vom nördlich gelegenen Talkessel oberhalb Oberzanai stammt. Die tiefrote Farbe des Hämatites deutet darauf hin, dass die Probe mit Wahrscheinlichkeit aus dem Verrucano stammt. In den Schuttmassen des Sunnentals konnten keine Verrucano-artigen Gesteine festgestellt werden.
Mineralien
- Gold, gediegen: In einem Stück weissen Gangquarzes mit Einschlüssen von rostig verwittertem Pyrit und einzelnen, mit rotem Hämatit belegten Bruch- und Scherflächen. Hier ein kleiner Hohlraum mit feinen Überzügen und Aggregaten (bis 2 mm) von gediegenem Gold.
- Hämatit: Nur als Belag. Tiefrot.- Pyrit: Nur als Belag.
- Quarz: Gangquarz und als kleine Kriställchen in einem Hohlraum.
LNr
024.
Fundort
SG / Vättis, Rueboden
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
754418 / 202115
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael / Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21-30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
Bemerkungen
Aus Zerrklüften im Sandstein des Nordhevetischen Flyschs. Der Fund konnte anlässlich des Baus des Bergweges vom Rueboden, welcher sich westlich oberhalb des Mapragg-Stausees befindet, getätigt werden.
Mineralien
- Calcit: Aus einem schmalen Riss, Kristalle bis 2 cm Breite, Fingernagelform, gelblich, dem Muttergestein aufgewachsen.
LNr
025.
Fundort
SG / Vättis, Steinchöpf, Gauis, Rütenen (Rüfenen)
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
752190 / 197860
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael / Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 13-23; Mineralfunde im Taminatal SG - 2. Teil
Bemerkungen
Funde kennt man von den Lokalitäten:
1). Steinchöpf (wenig nordwestlich von Vättis), Koordinaten: 752.190 / 197.860, 1160 m ü. M.
2). oberhalb Gauis (wenig westlich von Vättis), Koordinaten: 751.980 / 197.450, 1030 m ü. M.
3). Rüfenen (wenig westlich von Vättis), Koordinaten: 751.570 / 197.760, 1190 m ü. M. (im Strahler steht die Bezeichnung Rütenen).
Mineralien
- Quarz: 1). Farblos, hochglänzend, bis 3 cm, oft igelförmige Verwachsung. 2). Nadelquarz. 3). Bis 2 cm, umgeben mit einer Eisenhydroxidschicht, teils mit Dauphiné-Habitus.
LNr
026.
Fundort
SG / Vättis, Taminatal, Wolfjos, Wolfjohs, Rüsli
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfer
Koordinaten, ca.
754250 / 199650
Literatur
- Eggenberger,P.; Schweizer Strahler; 1977; Seite 348-354; Hervorragende Calcitfunde im Tamina- und Calfeisental
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael & Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21-30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 342
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 98
Bemerkungen
Die Haupfundstelle liegt bei der Lokalität 'Rüsli', Koordinaten : 754.170 / 199.190, 970 m ü. M. und zwar unterhalb sowie auch oberhalb des ehemaligen Bergwerkes. Auch im grossen Felskopf oberhalb des Bergwerkes kommen Calcite vor und auch in der Umgebung von Woljos und Rüsli können skalenoedrische Calcite gefunden werden. Die Literaturangaben sind punkto Grösse und Ausbildung recht unterschiedlich (1. Strahler, 2. Mineralienlexikon).
Mineralien
- Calcit: 1.) Skalenoeder und Traubencalcite bis 10 cm, in grossen Gruppen, gelblich, rötlich, braun. 2.) spitzrhomboedrisch, bis 45 cm, gelblich, Einzelkristalle. Traubencalcite selten als freie Schwimmer, weiss, gelblich, rötlich oder bräunlich, oft von trockenem Lehm umgeben.
- Quarz: Vom Wolfjos in guter Qualität.
LNr
027.
Fundort
SG / Vättis, Trappenwand, Vasöner Älpli
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
753986 / 202508
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael / Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21-30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
Bemerkungen
Die Trappenwand liegt unterhalb des Vasöner Älpli. Von der Fundstelle Trappenwand sind Brookit und Rutil aus geklüfteten eozänen Sandsteinen erwähnt.
Mineralien
- Albit:
- Brookit: In einem Sturzblock aus grauem Quarzit. Zusammen mit Quarz, bis 3 mm.
- Calcit: Aus einer Zerrkluft. Bis 4,5 cm als sogenannter Fingernagelcalcit, weiss, farblos, oft mit matter Oberfläche.
- Quarz: In einem Sturzblock aus grauem Quarzit. Bis 3 cm.
- Rutil: In einem Sturzblock aus grauem Quarzit.
LNr
028.
Fundort
SG / Vättis, Vättiser Calanda, Stegwald, St. Peter
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Koordinaten, ca.
754970 / 199240
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael / Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21-30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
Bemerkungen
Mehrere Funde im Gebiet Stegwald, nahe St. Peter.
Mineralien
- Calcit: Skalenoeder mit flachem Rhomboeder abgestumpft, Einzelkristalle bis 20 cm, hellgrau-weiss, matte Oberfläche. Rasenförmig bis 5 cm, teils mit starkem Oberflächenglanz, gelblich-weiss. Doppelender.
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