Kanton VS, Goms, Binntal
Fundorte > Wallis
Vorkommen im Kanton Wallis, Bezirk Goms, Teil Binntal
Bild: VS / Ritterpass, Fluorit 4 mm, Quarz und evtl. Prehnit
001_VS / Binntal (Dolomitaufschluss)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 657350 / 135000
Literatur: - Graeser, St.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 441-452; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten III
Die Lokalität ist nicht näher beschrieben. Es handelt sich aber nicht um die Grube Lengenbach. Die Koordinaten weisen auf Binn.
- Dufrénoysit:
Literatur: - Graeser, St.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 441-452; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten III
Die Lokalität ist nicht näher beschrieben. Es handelt sich aber nicht um die Grube Lengenbach. Die Koordinaten weisen auf Binn.
- Dufrénoysit:
- Jordanit:
- Lengenbachit: Bleigrau, mehrere mm gross, ähnlich dem Vorkommen im Lengenbach, meistens etwas angewittert.
- Realgar: Selten.
- Lengenbachit: Bleigrau, mehrere mm gross, ähnlich dem Vorkommen im Lengenbach, meistens etwas angewittert.
- Realgar: Selten.
002_VS / Binntal (Zeltplatz);(Waschgold)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 658900 / 135700
Literatur:
- Pfander, Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 130
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
In der Nähe des Zeltplatzes kleine Goldflitterchen aus dem Bach. Aus den Felswänden oberhalb des Zeltplatzes stammen gute Quarzfunde.
- Gold, gediegen: Kleine Goldflitterchen.
- Quarz: Aus den Felswänden oberhalb des Zeltplatzes.
- Smythit: Bronzefarbig, 6-seitige Blättchen, bis 2 mm, in und auf Calcit und Muskovit, in Bündnerschieferklüften. Nördlich des Zeltplatzes.
003_VS / Binntal, Albrunpass, Mont d'Albrun, Albrunhorn, Mont Albrun
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 665850 / 135920
Literatur: - Graeser, Stefan; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1971; Band 51; Heft 2 - 3; Seite 415 - 442; Mineralogisch-geochemische Untersuchungen an Bleiglanz und Zinkblende
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 289
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Übergang im hinteren Binntal (Südseite) ins benachbarte Italien. Nebst den allgemein vorkommenden Mineralien (1) sind auch Kristalle aus einem Dolomitaufschluss, welcher ziemlich genau auf der Grenze Italien - Schweiz liegt, geborgen worden (2). Man findet in Sammlungen ältere Stufen, die mit Albrun oder Albrunhorn etiquettiert sind; nach Desbuissons entstammen diese den Klüften am Ofenhorn. von Fellenberg, 1893, erwähnt folgende Mineralien: Albrun: Bergkrystall; Adular; Albit; Glimmer, kryst. brauner (Lithion-Glimmer ?) und hellgrüner, beide im Dolomit; Chlorit (wurmförmig und in Bergkrystall); Talk; Hornblende; Granat (brauner in Glimmerschiefer); Epidot, in Dolomit (mit schwarzem Glimmer, Pyrit, Bitterspath); Desmin, in Diorit; Chabasit, auf Quarzkrystall (östl. Abhang); Titanit, auf Bergkrystall; Albit etc. Kalkspath, in Chloritschiefer; Bitterspath; Dolomit; Azurit und Malachit (jenseits des Albrun, als Anflug in Dolomit, mit Fahlerz); Eisenglanz; Rutil, in Bergkrystall: Anatas, auf Bergkrystall; Pyrit (Schwefelkies); Galenit (Bleiglanz) mit Kupferpecherz, jenseits des Albrun; Pyrit, Azurit. Graeser erwähnt noch ein Bleiglanzvorkommen: S Albrunpass/Italien, Koord. 667.000/135.675. Alte Bleimine auf der Grenze Binntal-Devero (It.) Würflige Kristalle bis zu mehreren cm, in Drusen des Dolomites, meist begleitet von Baryt, Dolomit, Quarz.
- Adular: 1); 2) Massenhaft, gross, wasserklar, oft Vierlinge.
- Albit:
- Anatas: Eher selten anzutreffen.
- Azurit: Jenseits des Albrun.
- Calcit: 1)
- Chabasit: Teils in Quarz eingewachsen. Begleitet von schuppigem Chlorit, gelbem Titanit, weissem Albit und weisslichen undeutlichen skalenoedrischen Kristallen des Calcit, weisse halbdurchsichtige bis durchscheinende Kristalle bildend.
- Chlorit:
- Dolomit: 1)
- Epidot:
- Galenit: Jenseits des Albrun.
- Hämatit: Dicktafelig.
- Kupferpecherz:
- Laumontit: selten
- Limonit: (Kupferpecherz).
- Malachit: Jenseits des Albrun, als Anflug in Dolomit, mit Fahlerz.
- Periklin:
- Phlogopit: 1)
- Pyrit:
- Quarz: Zahlreich, im Tessiner-Habitus oder als Nadelquarz im Normalhabitus. Quarzfunde stammen auch aus dem Gebiet des Albrunhorn.
- Rutil: 1)
- Stilbit: Vom Albrunhorn.
- Talk:
- Titanit: Meistens beige-braun, zweifarbig. Östlicher Abhang: Grüne, mehr oder weniger durchsichtige, glänzende dicktafelartige sehr flächenreiche, aber kleine Kristalle mit Chlorit, Bergkristall und Albit, auch kleine und grössere, oliven- bis pistaziengrüne, halbdurchsichtige, zum Teil sehr flächenreiche prismatische Kristalle mit Chlorit auf Bergkristall, sowie auch auf weissem Periklin in Begleitung von Chlorit und lamellarem Hämatit, von diesem stellenweise durchwachsen; prismatische, gelblichgrüne, olivengrüne bis honiggelbe, halbdurchsichtige bis durchscheinende Kristalle auf Chloritschiefer, begleitet von Calcit, Quarz, Desmin, Hämatit, Rutil und Periklin; desgleichen tafelartige ölgrüne halbdurchsichtige Kristalle.
- Turmalin: 1) Braungelb; 2) grosse Exemplare, dunkelolivbraun.
004_VS / Binntal, Alp Lercheltini, Lärcheltini, Alp Binneltini
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662000 / 136000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 197, etc.
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Bemerkung zur Lärcheltini-Zone siehe unter Fundort 'Binntal, Lercheltini, Lärcheltini, Gorb, Gauchheit'.
- Adular:
- Anatas: Im 'Urner' 1983-2, Seite 36, ist ein Foto mit Anataskristallen aus der Lercheltini-Zone.
- Epidot: Als grüne, bis 1 cm grosse Stängel mit Quarz.
- Periklin:
Literatur:
- Pfander, Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 130
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
In der Nähe des Zeltplatzes kleine Goldflitterchen aus dem Bach. Aus den Felswänden oberhalb des Zeltplatzes stammen gute Quarzfunde.
- Gold, gediegen: Kleine Goldflitterchen.
- Quarz: Aus den Felswänden oberhalb des Zeltplatzes.
- Smythit: Bronzefarbig, 6-seitige Blättchen, bis 2 mm, in und auf Calcit und Muskovit, in Bündnerschieferklüften. Nördlich des Zeltplatzes.
003_VS / Binntal, Albrunpass, Mont d'Albrun, Albrunhorn, Mont Albrun
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 665850 / 135920
Literatur: - Graeser, Stefan; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1971; Band 51; Heft 2 - 3; Seite 415 - 442; Mineralogisch-geochemische Untersuchungen an Bleiglanz und Zinkblende
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 289
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Übergang im hinteren Binntal (Südseite) ins benachbarte Italien. Nebst den allgemein vorkommenden Mineralien (1) sind auch Kristalle aus einem Dolomitaufschluss, welcher ziemlich genau auf der Grenze Italien - Schweiz liegt, geborgen worden (2). Man findet in Sammlungen ältere Stufen, die mit Albrun oder Albrunhorn etiquettiert sind; nach Desbuissons entstammen diese den Klüften am Ofenhorn. von Fellenberg, 1893, erwähnt folgende Mineralien: Albrun: Bergkrystall; Adular; Albit; Glimmer, kryst. brauner (Lithion-Glimmer ?) und hellgrüner, beide im Dolomit; Chlorit (wurmförmig und in Bergkrystall); Talk; Hornblende; Granat (brauner in Glimmerschiefer); Epidot, in Dolomit (mit schwarzem Glimmer, Pyrit, Bitterspath); Desmin, in Diorit; Chabasit, auf Quarzkrystall (östl. Abhang); Titanit, auf Bergkrystall; Albit etc. Kalkspath, in Chloritschiefer; Bitterspath; Dolomit; Azurit und Malachit (jenseits des Albrun, als Anflug in Dolomit, mit Fahlerz); Eisenglanz; Rutil, in Bergkrystall: Anatas, auf Bergkrystall; Pyrit (Schwefelkies); Galenit (Bleiglanz) mit Kupferpecherz, jenseits des Albrun; Pyrit, Azurit. Graeser erwähnt noch ein Bleiglanzvorkommen: S Albrunpass/Italien, Koord. 667.000/135.675. Alte Bleimine auf der Grenze Binntal-Devero (It.) Würflige Kristalle bis zu mehreren cm, in Drusen des Dolomites, meist begleitet von Baryt, Dolomit, Quarz.
- Adular: 1); 2) Massenhaft, gross, wasserklar, oft Vierlinge.
- Albit:
- Anatas: Eher selten anzutreffen.
- Azurit: Jenseits des Albrun.
- Calcit: 1)
- Chabasit: Teils in Quarz eingewachsen. Begleitet von schuppigem Chlorit, gelbem Titanit, weissem Albit und weisslichen undeutlichen skalenoedrischen Kristallen des Calcit, weisse halbdurchsichtige bis durchscheinende Kristalle bildend.
- Chlorit:
- Dolomit: 1)
- Epidot:
- Galenit: Jenseits des Albrun.
- Hämatit: Dicktafelig.
- Kupferpecherz:
- Laumontit: selten
- Limonit: (Kupferpecherz).
- Malachit: Jenseits des Albrun, als Anflug in Dolomit, mit Fahlerz.
- Periklin:
- Phlogopit: 1)
- Pyrit:
- Quarz: Zahlreich, im Tessiner-Habitus oder als Nadelquarz im Normalhabitus. Quarzfunde stammen auch aus dem Gebiet des Albrunhorn.
- Rutil: 1)
- Stilbit: Vom Albrunhorn.
- Talk:
- Titanit: Meistens beige-braun, zweifarbig. Östlicher Abhang: Grüne, mehr oder weniger durchsichtige, glänzende dicktafelartige sehr flächenreiche, aber kleine Kristalle mit Chlorit, Bergkristall und Albit, auch kleine und grössere, oliven- bis pistaziengrüne, halbdurchsichtige, zum Teil sehr flächenreiche prismatische Kristalle mit Chlorit auf Bergkristall, sowie auch auf weissem Periklin in Begleitung von Chlorit und lamellarem Hämatit, von diesem stellenweise durchwachsen; prismatische, gelblichgrüne, olivengrüne bis honiggelbe, halbdurchsichtige bis durchscheinende Kristalle auf Chloritschiefer, begleitet von Calcit, Quarz, Desmin, Hämatit, Rutil und Periklin; desgleichen tafelartige ölgrüne halbdurchsichtige Kristalle.
- Turmalin: 1) Braungelb; 2) grosse Exemplare, dunkelolivbraun.
004_VS / Binntal, Alp Lercheltini, Lärcheltini, Alp Binneltini
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662000 / 136000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 197, etc.
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Bemerkung zur Lärcheltini-Zone siehe unter Fundort 'Binntal, Lercheltini, Lärcheltini, Gorb, Gauchheit'.
- Adular:
- Anatas: Im 'Urner' 1983-2, Seite 36, ist ein Foto mit Anataskristallen aus der Lercheltini-Zone.
- Epidot: Als grüne, bis 1 cm grosse Stängel mit Quarz.
- Periklin:
- Quarz:
005_VS / Binntal, Ausserbinn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 654600 / 137000
Literatur:
- Graeser, St.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 158-171; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten II
- Graeser, St.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 441-452; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten III
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
In einem Quarzknauer, der wahrscheinlich aus dem dortigen gotthardmassivischen Trias kommt. Seltene und zum Teil für die Schweiz neue Mineralien stammen aus einer Cu-Ag-Vererzung Zone in den Gneisen. von Fellenberg, 1893, erwähnt folgende Mineralien: Ausserbinn. Bergkrystall; Talk in Rauchwacke; - Feldspath, auf Glimmerschiefer; Dolomit; Gyps (Gypsspath in Alabaster); Limonit.
- Azurit:
- Beryll: Schwach bläulich, Stängel, bis 8 mm.
- Bornit: In pseudokubischen Kristallen, dunkelblau, mit Malachit überzogen, bis 10 mm.
- Dolomit:
005_VS / Binntal, Ausserbinn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 654600 / 137000
Literatur:
- Graeser, St.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 158-171; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten II
- Graeser, St.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 441-452; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten III
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
In einem Quarzknauer, der wahrscheinlich aus dem dortigen gotthardmassivischen Trias kommt. Seltene und zum Teil für die Schweiz neue Mineralien stammen aus einer Cu-Ag-Vererzung Zone in den Gneisen. von Fellenberg, 1893, erwähnt folgende Mineralien: Ausserbinn. Bergkrystall; Talk in Rauchwacke; - Feldspath, auf Glimmerschiefer; Dolomit; Gyps (Gypsspath in Alabaster); Limonit.
- Azurit:
- Beryll: Schwach bläulich, Stängel, bis 8 mm.
- Bornit: In pseudokubischen Kristallen, dunkelblau, mit Malachit überzogen, bis 10 mm.
- Dolomit:
- Feldspat:
- Gips:
- Limonit:
- Malachit:
- Quarz:
- Schwefel: Elementar, schwarzes Pulver, fein, vermutlich gebildet aus dem Pyrit.
- Silber: Elementar, in Locken, bis 10 mm, auf Bornit.
- Talk:
- Tennantit: Sehr klein.
006_VS / Binntal, Balmen
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 664550 / 136650
Literatur:
- Bader, Henri; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Hildbrunner, Max; Lapis, 2005; Heft 5; Seite 23-25
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 74
Östlich von Binn und nördlich unterhalb des Albrunhorn. In dieser Gegend sind zahlreiche kleine Klüftchen entdeckt worden.
Bader, 1934, Auszug: Kluftlagerstätten im Paragneis der Balmen: Auf genau 2400 m, im gewöhnlichen Zweiglimmergneis, befindet sich eine riesige Kluft, deren oberer Teil schon vor sehr langer Zeit ausgebeutet wurde, vermutlich nur auf Quarz. Das Loch, dessen Wände keine Bohrlochspuren zeigen, ist horizontal 5 m tief, die Mineraliensammler haben also ohne zu sprengen gearbeitet, welches sie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr tun. Drei Meter von der Lochmündung wurden in einem Spalt (im Boden der Kluft), der quer zur Kluftrichtung steht, einige Kilogramm feiner grüner Chlorit gewonnen, aus welchem ca. 2000 lose, chloritfreie Anataskristalle gewaschen wurden, von der Grösse 1-10 mm. Daneben gab es einige Dutzend Apatite (2-5 mm). Anatas befand sich auch reichlich auf herumliegenden Blöcken, ein Beweis dafür, dass die Sammler nur den Quarz suchten, und dass die erste Ausbeutung der Kluft sehr weit zurückliegt.
Bader, 1934, Auszug: Kluftlagerstätten im Dolomit: Balmen Hier, am Fuss des Albrunhorns, findet man zahlreiche kleine Klüfte (oder Spalten), welche nur Dolomit führen. Das Einheitsrhomboeder tritt allein auf oder in Kombination mit einer kleinen Basis. Zwillinge nach (1010) sind die Regel. Im feinen Dolomitsand, der am Hang liegt, findet man neben Pyrit und seltener Rutil zahlreiche lose Quarzkristalle (bis 5x1 cm), die von einer früher ausgebeuteten grösseren Kluft herrühren. In diesem Dolomit, da wo er in der Nähe der Grenze zum Gneis als gelblicher Marmor ausgebildet ist, findet man in Klüften folgende Mineralien: Quarz, Dolomit, Calcit, Adular, Pyrit, Phlogopit, Muskowit, Rutil und Turmalin.
- Adular: Mit Penetrationszwillingen und -vierlingen. Im Dolomit: Der Adular ist klar, etwas gelblich. Es gibt schöne Penetrationszwillinge und Vierlinge.
- Albit:
- Anatas: Unter anderem auch stumpfpyramidal, bis 5 mm, gelb. Auch von der 'Mittlere Balme'. Bader: Anatas ist dunkelgrün mit inhomogener Färbung, Habitus wechselnd von spitzpyramidal mit nur bis dicktafelig nach der Basis.
- Apatit: Tafelig, dünntafelig nach der Basis oder isometrisch, farblos.
- Bertrandit: Lattenförmig, keine Zwillinge, bis 0.5 mm, im Zweiglimmergneis, teilweise auf gelbem Anatas aufsitzend.
- Calcit: Im Dolomit: Calcit gleicht dem vom Messernbach.
- Dolomit: Im Dolomit: Dolomit zeigt nur das Rhomboeder.
- Hämatit: Hämatit ist stets dünntafelig mit abgebrochenen Rändern.
- Magnetit:
- Schwefel: Elementar, schwarzes Pulver, fein, vermutlich gebildet aus dem Pyrit.
- Silber: Elementar, in Locken, bis 10 mm, auf Bornit.
- Talk:
- Tennantit: Sehr klein.
006_VS / Binntal, Balmen
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 664550 / 136650
Literatur:
- Bader, Henri; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Hildbrunner, Max; Lapis, 2005; Heft 5; Seite 23-25
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 74
Östlich von Binn und nördlich unterhalb des Albrunhorn. In dieser Gegend sind zahlreiche kleine Klüftchen entdeckt worden.
Bader, 1934, Auszug: Kluftlagerstätten im Paragneis der Balmen: Auf genau 2400 m, im gewöhnlichen Zweiglimmergneis, befindet sich eine riesige Kluft, deren oberer Teil schon vor sehr langer Zeit ausgebeutet wurde, vermutlich nur auf Quarz. Das Loch, dessen Wände keine Bohrlochspuren zeigen, ist horizontal 5 m tief, die Mineraliensammler haben also ohne zu sprengen gearbeitet, welches sie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr tun. Drei Meter von der Lochmündung wurden in einem Spalt (im Boden der Kluft), der quer zur Kluftrichtung steht, einige Kilogramm feiner grüner Chlorit gewonnen, aus welchem ca. 2000 lose, chloritfreie Anataskristalle gewaschen wurden, von der Grösse 1-10 mm. Daneben gab es einige Dutzend Apatite (2-5 mm). Anatas befand sich auch reichlich auf herumliegenden Blöcken, ein Beweis dafür, dass die Sammler nur den Quarz suchten, und dass die erste Ausbeutung der Kluft sehr weit zurückliegt.
Bader, 1934, Auszug: Kluftlagerstätten im Dolomit: Balmen Hier, am Fuss des Albrunhorns, findet man zahlreiche kleine Klüfte (oder Spalten), welche nur Dolomit führen. Das Einheitsrhomboeder tritt allein auf oder in Kombination mit einer kleinen Basis. Zwillinge nach (1010) sind die Regel. Im feinen Dolomitsand, der am Hang liegt, findet man neben Pyrit und seltener Rutil zahlreiche lose Quarzkristalle (bis 5x1 cm), die von einer früher ausgebeuteten grösseren Kluft herrühren. In diesem Dolomit, da wo er in der Nähe der Grenze zum Gneis als gelblicher Marmor ausgebildet ist, findet man in Klüften folgende Mineralien: Quarz, Dolomit, Calcit, Adular, Pyrit, Phlogopit, Muskowit, Rutil und Turmalin.
- Adular: Mit Penetrationszwillingen und -vierlingen. Im Dolomit: Der Adular ist klar, etwas gelblich. Es gibt schöne Penetrationszwillinge und Vierlinge.
- Albit:
- Anatas: Unter anderem auch stumpfpyramidal, bis 5 mm, gelb. Auch von der 'Mittlere Balme'. Bader: Anatas ist dunkelgrün mit inhomogener Färbung, Habitus wechselnd von spitzpyramidal mit nur bis dicktafelig nach der Basis.
- Apatit: Tafelig, dünntafelig nach der Basis oder isometrisch, farblos.
- Bertrandit: Lattenförmig, keine Zwillinge, bis 0.5 mm, im Zweiglimmergneis, teilweise auf gelbem Anatas aufsitzend.
- Calcit: Im Dolomit: Calcit gleicht dem vom Messernbach.
- Dolomit: Im Dolomit: Dolomit zeigt nur das Rhomboeder.
- Hämatit: Hämatit ist stets dünntafelig mit abgebrochenen Rändern.
- Magnetit:
- Monazit-(Ce):
- Muskovit:
- Phlogopit:
- Pyrit:
- Quarz: Im Dolomit: In den Klüften ist Quarz nicht häufig und gelblich.
- Rutil: Turmalin und Rutil sind feinnadelig und bilden z. T. einen feinen Filz. Hämatit ist stets dünntafelig mit abgebrochenen Rändern. Im Dolomit: Rutil bildet einfache, schwarze Kristalle oder Kniezwillinge.
- Turmalin: Turmalin und Rutil sind feinnadelig und bilden z. T. einen feinen Filz. Turmalin ist vollkommen durchsichtig und hell flaschengrün, aber schlecht ausgebildet.
- Xenotim-(Y):
007_VS / Binntal, Binn, Reckibach, Schmid's Tobel
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 657550 / 134650
Literatur:
- Bader, Henri; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Cannon, Ralph & Hensel, Hartmut & Raber, Thomas; Lapis; 208; Heft 3; Seite 20 - 28; Der Reckibach-Dolomit im Binntal, Schweiz
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 290
- Raber, Thomas & Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2025; Heft 1; Seite 41-43; Reckibachit - eine weitere neue Mineralart aus der Rathit-Gruppe
Der Bach fliesst etwas westlich von Binn in die Binna. Funde sind an der engsten Stelle im Tobel (ca. 700 Meter südöstlich der Kirche Willern) gemacht worden. Es sind dort pyritreiche Zonen mit den aufgeführten Mineralien.
Bader, 1934, Auszug: Schmid's Tobel: An der engsten Stelle von Schmidts Tobel (gegenüber Binn), mehr als 2,5 km westlich vom Lengenbach, liegen Dolomitblöcke, die genau wie am Lengenbach von pyritreichen Zonen durchzogen sind. Am anstehenden Dolomit (rechter Hang) ist sehr wenig zu sehen. Die kleine mineralreiche Stelle liegt auf der rechten Hangseite auf 1634 m ü. M. Die am stärksten vererzte Zone befindet sich in einer kleinen Antiklinalfalte von etwa einem Meter Schenkellänge vor allem im Kern der Falte.
- Adamin: Farblose bis weisse, gelegentlich auch hellgrüne feinkristalline Überzüge auf Realgar oder neben Tennantit und Blei-Sulfosalzen erwiesen sich als ein Zink-Arsenat. Möglicherweise handelt es sich hier um Adamin.
- Adular: Recht verbreitet und ohne genauere Untersuchungen kaum von der bariumhaltigen Varietät Hyalophan kaum zu unterscheiden. Im Dolomit eingewachsene, milchig-trübe Hyalophane (Idioblasten) erreichen Grössen bis 2 cm. Die in Drusen häufigen Adulare bis 1.5 cm, sind farblos bis weiss und zeigen gelegentlich schöne Zwillingsbildungen nach dem Baveno- und Karlsbader-Gesetz.
- Akanthit: Erscheint als Sekundärbildung selten in schwarzglänzenden, lanzettartig ausgebildeten Kriställchen unter 1 mm büschelförmig auf Gediegen Silber und Silber-Sulfosalzen. Häufiger sind dünne mattschwarze Überzüge und Krusten auf Trechmannit und Smithit, bei denen es sich weitgehend um Akanthit handelt.
- Albit:
- Anatas: Vereinzelte Funde zeigen hell graublaue Bipyramiden unter 0.6 mm, teils durch kleine Basisflächen abgestumpft, mit deutlicher Querstreifung der Pyramidenflächen.
- Apatit: Klein, klar, flächenreich, glänzend. Der einzige Apatitkristall ist farblos, wasserhell und sehr glänzend, dicktafelig nach der Basis, 0,8 X 0,2 mm. Er zeigt 9 Formen mit 34 Flächen.
- Aragonit:
- Arsendescloizit: Hell bräunlichgraue, blockige Kriställchen von sehr geringer Grösse (ca. 0.05 mm). Sie bilden zusammenhängende Krusten auf einem angewitterten Blei-Sulfosalz-Kristall und ähneln Wulfenit. Untersuchungen deuten auf das Vorliegen des seltenen Minerals Arsendescloizit. Es wäre dies das erste Vorkommen dieses Mineral in der Schweiz.
- Arsenopyrit: War bis 1988 aus dem Binntal nur vom Lengenbach bekannt. Besonders im grauen Dolomit ist dieses Mineral besonders verbreitet, meist gesteinsbildend als dick- bis langprismatische, bis 3 mm lange, eingewachsene Kristalle mit meist messingfarbiger Anlauffarbe. Teils sind frei entwickelte, frische zinnweisse Kristalle in kleinen Drusenhohlräumen zu finden. Vergesellschaftet mit Sphalerit, Rathit und Trechmannit.
- Azurit:
- Baryt: Der grösste der 3 Barytkristalle wurde ausgemessen (2 x 1,5 mm). Er ist tafelig nach der Basis.
- Calcit: Calcit ist genau wie an der Weissen Fluh, weiss, mit Prisma, Rhomboeder und Skalenoeder.
- Cerussit:
- Quarz: Im Dolomit: In den Klüften ist Quarz nicht häufig und gelblich.
- Rutil: Turmalin und Rutil sind feinnadelig und bilden z. T. einen feinen Filz. Hämatit ist stets dünntafelig mit abgebrochenen Rändern. Im Dolomit: Rutil bildet einfache, schwarze Kristalle oder Kniezwillinge.
- Turmalin: Turmalin und Rutil sind feinnadelig und bilden z. T. einen feinen Filz. Turmalin ist vollkommen durchsichtig und hell flaschengrün, aber schlecht ausgebildet.
- Xenotim-(Y):
007_VS / Binntal, Binn, Reckibach, Schmid's Tobel
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 657550 / 134650
Literatur:
- Bader, Henri; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Cannon, Ralph & Hensel, Hartmut & Raber, Thomas; Lapis; 208; Heft 3; Seite 20 - 28; Der Reckibach-Dolomit im Binntal, Schweiz
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 290
- Raber, Thomas & Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2025; Heft 1; Seite 41-43; Reckibachit - eine weitere neue Mineralart aus der Rathit-Gruppe
Der Bach fliesst etwas westlich von Binn in die Binna. Funde sind an der engsten Stelle im Tobel (ca. 700 Meter südöstlich der Kirche Willern) gemacht worden. Es sind dort pyritreiche Zonen mit den aufgeführten Mineralien.
Bader, 1934, Auszug: Schmid's Tobel: An der engsten Stelle von Schmidts Tobel (gegenüber Binn), mehr als 2,5 km westlich vom Lengenbach, liegen Dolomitblöcke, die genau wie am Lengenbach von pyritreichen Zonen durchzogen sind. Am anstehenden Dolomit (rechter Hang) ist sehr wenig zu sehen. Die kleine mineralreiche Stelle liegt auf der rechten Hangseite auf 1634 m ü. M. Die am stärksten vererzte Zone befindet sich in einer kleinen Antiklinalfalte von etwa einem Meter Schenkellänge vor allem im Kern der Falte.
- Adamin: Farblose bis weisse, gelegentlich auch hellgrüne feinkristalline Überzüge auf Realgar oder neben Tennantit und Blei-Sulfosalzen erwiesen sich als ein Zink-Arsenat. Möglicherweise handelt es sich hier um Adamin.
- Adular: Recht verbreitet und ohne genauere Untersuchungen kaum von der bariumhaltigen Varietät Hyalophan kaum zu unterscheiden. Im Dolomit eingewachsene, milchig-trübe Hyalophane (Idioblasten) erreichen Grössen bis 2 cm. Die in Drusen häufigen Adulare bis 1.5 cm, sind farblos bis weiss und zeigen gelegentlich schöne Zwillingsbildungen nach dem Baveno- und Karlsbader-Gesetz.
- Akanthit: Erscheint als Sekundärbildung selten in schwarzglänzenden, lanzettartig ausgebildeten Kriställchen unter 1 mm büschelförmig auf Gediegen Silber und Silber-Sulfosalzen. Häufiger sind dünne mattschwarze Überzüge und Krusten auf Trechmannit und Smithit, bei denen es sich weitgehend um Akanthit handelt.
- Albit:
- Anatas: Vereinzelte Funde zeigen hell graublaue Bipyramiden unter 0.6 mm, teils durch kleine Basisflächen abgestumpft, mit deutlicher Querstreifung der Pyramidenflächen.
- Apatit: Klein, klar, flächenreich, glänzend. Der einzige Apatitkristall ist farblos, wasserhell und sehr glänzend, dicktafelig nach der Basis, 0,8 X 0,2 mm. Er zeigt 9 Formen mit 34 Flächen.
- Aragonit:
- Arsendescloizit: Hell bräunlichgraue, blockige Kriställchen von sehr geringer Grösse (ca. 0.05 mm). Sie bilden zusammenhängende Krusten auf einem angewitterten Blei-Sulfosalz-Kristall und ähneln Wulfenit. Untersuchungen deuten auf das Vorliegen des seltenen Minerals Arsendescloizit. Es wäre dies das erste Vorkommen dieses Mineral in der Schweiz.
- Arsenopyrit: War bis 1988 aus dem Binntal nur vom Lengenbach bekannt. Besonders im grauen Dolomit ist dieses Mineral besonders verbreitet, meist gesteinsbildend als dick- bis langprismatische, bis 3 mm lange, eingewachsene Kristalle mit meist messingfarbiger Anlauffarbe. Teils sind frei entwickelte, frische zinnweisse Kristalle in kleinen Drusenhohlräumen zu finden. Vergesellschaftet mit Sphalerit, Rathit und Trechmannit.
- Azurit:
- Baryt: Der grösste der 3 Barytkristalle wurde ausgemessen (2 x 1,5 mm). Er ist tafelig nach der Basis.
- Calcit: Calcit ist genau wie an der Weissen Fluh, weiss, mit Prisma, Rhomboeder und Skalenoeder.
- Cerussit:
- Chalkopyrit:
- Covellin:
- Dickit: Ein Tonmineral.
- Dolomit: Dolomit tritt nur auf in Form sehr kleiner Rhomboeder, direkt auf der Drusenwandung.
- Dravit:
- Dufrénoysit: Von hier erstmals von Graeser (1965) nachgewiesen, vergleichsweise häufig, stängelig, bis 4 cm, antimonhaltig. Von Rathit ohne Hilfsmittel nicht zu unterscheiden. In Hohlräumen bildet das Mineral mitunter gut entwickelte, meist gestreckte Kristalle mit deutlichen Abrundungen in der Prismenzone.
- Fluorapatit: Sehr selten, meist farblos, dickprismatisch, unter 2 mm mit den vorherrschenden Formen von Prisma.
- Fluorit: Farblos bis hellgrün, wasserhell, rein, bis 1 cm, Kombinationen von Würfel und Rhomboeder.
- Fuchsit:
- Galenit: Bleiglanz und Jordanit sind z. T. verwachsen. Die Bleiglanzkristalle sind ganz gerundet und sehr glänzend.
- Goethit:
- Dickit: Ein Tonmineral.
- Dolomit: Dolomit tritt nur auf in Form sehr kleiner Rhomboeder, direkt auf der Drusenwandung.
- Dravit:
- Dufrénoysit: Von hier erstmals von Graeser (1965) nachgewiesen, vergleichsweise häufig, stängelig, bis 4 cm, antimonhaltig. Von Rathit ohne Hilfsmittel nicht zu unterscheiden. In Hohlräumen bildet das Mineral mitunter gut entwickelte, meist gestreckte Kristalle mit deutlichen Abrundungen in der Prismenzone.
- Fluorapatit: Sehr selten, meist farblos, dickprismatisch, unter 2 mm mit den vorherrschenden Formen von Prisma.
- Fluorit: Farblos bis hellgrün, wasserhell, rein, bis 1 cm, Kombinationen von Würfel und Rhomboeder.
- Fuchsit:
- Galenit: Bleiglanz und Jordanit sind z. T. verwachsen. Die Bleiglanzkristalle sind ganz gerundet und sehr glänzend.
- Goethit:
- Graphit:
- Greenockit:
- Hemimorphit: Als häufige Sekundärbildung von Sphalerit finden sich in Drusen und Klüften des oberflächennahen Dolomits reichbesetzte Hemimorphitstufen, die zu den schönsten des Binntals zählen. Das Mineral bildet farblose bis gelblichweisse, dichte Kugeln oder locker gefächerte bis garbenförmige Aggregate unter 2 mm Durchmesser, aber auch kleine, spitz zulaufende Einzelkristalle, die den übrigen Mineralien der Hohlräume aufsitzen. Hemimorphit bedeckt zum Teil Flächen bis 10 cm Grösse.
- Hyalophan: Mit ca. 19 Mol% Celsian (Graeser, 1965). Siehe auch unter Adular.
- Hydrozinkit: In den Verwitterungsbereichen von Sphalerit ein besonders häufiges Sekundärmineral. Das Mineral tritt auf:
- als weisse bis gelblich-beige Krusten und Beläge, teils mit kugelig-traubig-nieriger Oberfläche, aber auch feinkristalline, seidenglänzende, im Anbruch feinblättrig-schuppig aufgebaute Überzüge.
- ungewöhnliche, langfaserig gebündelte und gekrümmte, seidenglänzende Aggregate, an Gipslocken erinnernd. Begleitmineralien sind Hemimorphit, Smithsonit und Wulfenit.
- Jordanit: Jordanit ist ausgesprochen pseudohexagonal, dicktafelig bis tonnenförmig und schichtig aufgebaut und bis 5 mm gross mit meist matter Oberfläche. Selten sind hochglänzende, teils mit Anlauffarben versehene Kristalle zu finden. Dicksäulige, nach einer Achse prismatisch gestreckte Kristalle erreichen eine Länge bis 1 cm. Von Dufréonisit und Rathit schwierig zu unterscheiden.
- Kaolinit: Ein Tonmineral.
- Lengenbachit: Weltweit erst der zweite Fundort dieses Minerals in der typisch blechförmigen Ausbildung. Lengenbachit zeigt in den pyritreicheren, zuckerkörnigen Dolomitschichten zwei verschiedene Ausbildungen.
1. Dünne, blechartige und gestreckte, oft leicht gebogene Kristalle von dunkelgrauer Farbe, meist matt angelaufen. Verienzelt auch als dreieckige Kristallbleche bis mehrere mm Grösse.
2. Radialstrahlige bis büschelige Gruppen aus nadelig-blättrig gestreckten Kriställchen unter 2 mm und meist auf dem Jordanit aufgewachsen.
- Malachit:
- Hemimorphit: Als häufige Sekundärbildung von Sphalerit finden sich in Drusen und Klüften des oberflächennahen Dolomits reichbesetzte Hemimorphitstufen, die zu den schönsten des Binntals zählen. Das Mineral bildet farblose bis gelblichweisse, dichte Kugeln oder locker gefächerte bis garbenförmige Aggregate unter 2 mm Durchmesser, aber auch kleine, spitz zulaufende Einzelkristalle, die den übrigen Mineralien der Hohlräume aufsitzen. Hemimorphit bedeckt zum Teil Flächen bis 10 cm Grösse.
- Hyalophan: Mit ca. 19 Mol% Celsian (Graeser, 1965). Siehe auch unter Adular.
- Hydrozinkit: In den Verwitterungsbereichen von Sphalerit ein besonders häufiges Sekundärmineral. Das Mineral tritt auf:
- als weisse bis gelblich-beige Krusten und Beläge, teils mit kugelig-traubig-nieriger Oberfläche, aber auch feinkristalline, seidenglänzende, im Anbruch feinblättrig-schuppig aufgebaute Überzüge.
- ungewöhnliche, langfaserig gebündelte und gekrümmte, seidenglänzende Aggregate, an Gipslocken erinnernd. Begleitmineralien sind Hemimorphit, Smithsonit und Wulfenit.
- Jordanit: Jordanit ist ausgesprochen pseudohexagonal, dicktafelig bis tonnenförmig und schichtig aufgebaut und bis 5 mm gross mit meist matter Oberfläche. Selten sind hochglänzende, teils mit Anlauffarben versehene Kristalle zu finden. Dicksäulige, nach einer Achse prismatisch gestreckte Kristalle erreichen eine Länge bis 1 cm. Von Dufréonisit und Rathit schwierig zu unterscheiden.
- Kaolinit: Ein Tonmineral.
- Lengenbachit: Weltweit erst der zweite Fundort dieses Minerals in der typisch blechförmigen Ausbildung. Lengenbachit zeigt in den pyritreicheren, zuckerkörnigen Dolomitschichten zwei verschiedene Ausbildungen.
1. Dünne, blechartige und gestreckte, oft leicht gebogene Kristalle von dunkelgrauer Farbe, meist matt angelaufen. Verienzelt auch als dreieckige Kristallbleche bis mehrere mm Grösse.
2. Radialstrahlige bis büschelige Gruppen aus nadelig-blättrig gestreckten Kriställchen unter 2 mm und meist auf dem Jordanit aufgewachsen.
- Malachit:
- Mimetesit:
- Molybdänit:
- Montmorillonit:
- Muskovit:
- Oellacherit:
- Pararealgar:
- Phlogopit:
- Pyrit: Pyrit ist wie am Lengenbach ausgebildet.
- Quarz:
- Rathit: Das zuvor nur vom Lengenbach bekannte Mineral bildet matt-bleigraue Prismen, die teils tafelig abgeflacht sind. Die besten Kristalle erreichen eine Grösse um 2 cm. Das Mineral findet sich auch auf engen, diskordanten Kluftspalten als grauschwarze leistenförmige Kristalle bis 4 cm Länge, oft zusammen mit Smithit oder Trechmannit. Von Dufréonesit ist das Mineral kaum zu unterscheiden.
- Realgar: Nebst dem Lengenbach die einzige Fundstelle für dieses Mineral (im Binntal), resp. der zweite gesicherte Fundort. Sehr selten als derbe Einschlüsse oder in Drusenräumen oberflächlich meist angelöste, undeutlich entwickelte Kristalle unter 5 mm, teils mit beginnender Umwandlung nach Pararealgar.
- Reckibachit: Aus dem Rickibacher Dolomit.
- Rutil:
- Sartorit: Metallischgrau. Die gefundene 2-3 mm grosse Gruppe besteht aus parallelverwachsenen Sartoritstängeln, die für das Mineral typische Endbegrenzungen aufweisen.- Schwefel, gediegen: Selten als Oxidationsprodukt auf einigen Jordanitproben.
- Silber, gediegen: Fand sich selten vereinzelt als frische blechartige Kristallgrupen auf einem Blei-Sulfosalz. Pseudohexagonal bis 1 mm oder als winzige lockenartige Drähte.
- Smithit: Teils in schönen Kristallen und nicht allzu selten. Das Mineral bildet meist eingewachsene Kristalle im Dolomit oder Aggregate auf dünnen Kluftrissen, die beim Aufspalten die typisch glimmerartige Spaltbarkeit des Minerals zeigen. In Drusen finden sich frei entwickelte Kristalle bis 5 mm Grösse. Die Kristalle haben einen pseudohexagonalen Habitus und sind fast immer von einer dünnen grauschwarzen Akanthitkruste umgeben
- Smithsonit: Neben dem Messerbach (Binntal) ist der Reckibach das zweite Vorkommen im Binntal. Von hier stammen die bisher reichhaltigsten Vorkommen. Reiskornartige gerundete Kristalle bis 2 mm, oft in garben- oder keulenförmiger Anordnung. Sie zeigen trübweisse bis hell gelbliche Farbe und sind durchscheinend.
- Sphalerit: Hellgelb bis dunkelbraun gefärbte Zinkblende und Bleiglanz treten in derber Form sporadisch im Gestein auf, neben relativ viel grünem Turmalin und reichlichem Pyrit und Phlogopit. Die Sphaleritkristalle erreichen bis 1 cm Grösse, oft matt und von sekundären Mineralbildungen überzogen und oft sogar vollständig durch Hemimorphit ersetzt.
- Talk:
- Tennantit: Sehr selten und nur erzmikroskopisch, Stüfchen bis 3 mm mit typisch muscheligem Bruch und grünblauem Verwitterungshof. Auch sehr kleine tetraedrisch ausgebildete Kristalle können vorkommen.
- Trechmannit: Neben eingewachsenen, kristallinen Partienfindet sich Trechmannit als frei entwickelte Kristalle bevorzugt im grauen Dolomit. Meist sind sie von mattgrauem Akanthit überzogen. Charakteristisch ist der muschelige Bruch und eine deutlich dunklere weinrote Farbe. Selten erreichen die Kristalle bis 5 mm Grösse.
- Turmalin: Bläulich.
- Wulfenit: Relativ häufig als Sekundärbildung auf meist stark korrodierten Blei-Sulfosalzen zusammen mit Hemimorphit und Cerussit auf. Die hochglänzenden, durchsichtigen bis durscheinenden Kristalle weisen ein breites Farbspektrum von farblos, weiss, hellgrau, hellgelb bis hellbraun auf. Die Kristalle erreichen selten eine Grösse von mehr als einem mm.
008_VS / Binntal, Binnaschlucht, Figgerscha
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 660210 / 135350
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 355
Aus diesem Gebiet sind vor allem schöne Quarzfunde bekannt geworden. Vom Restaurant 'Imfeld' nimmt man den Wanderweg in Richtung Sankt Michael-Kapelle. Kurz vor dieser verlässt man den in Richtung der Binnaschlucht. Hier beginnt bereits die fündige, allerdings schon recht gut abgesuchte Fundzone. Die Schlucht ist hier recht steil.
- Pyrit:
- Phlogopit:
- Pyrit: Pyrit ist wie am Lengenbach ausgebildet.
- Quarz:
- Rathit: Das zuvor nur vom Lengenbach bekannte Mineral bildet matt-bleigraue Prismen, die teils tafelig abgeflacht sind. Die besten Kristalle erreichen eine Grösse um 2 cm. Das Mineral findet sich auch auf engen, diskordanten Kluftspalten als grauschwarze leistenförmige Kristalle bis 4 cm Länge, oft zusammen mit Smithit oder Trechmannit. Von Dufréonesit ist das Mineral kaum zu unterscheiden.
- Realgar: Nebst dem Lengenbach die einzige Fundstelle für dieses Mineral (im Binntal), resp. der zweite gesicherte Fundort. Sehr selten als derbe Einschlüsse oder in Drusenräumen oberflächlich meist angelöste, undeutlich entwickelte Kristalle unter 5 mm, teils mit beginnender Umwandlung nach Pararealgar.
- Reckibachit: Aus dem Rickibacher Dolomit.
- Rutil:
- Sartorit: Metallischgrau. Die gefundene 2-3 mm grosse Gruppe besteht aus parallelverwachsenen Sartoritstängeln, die für das Mineral typische Endbegrenzungen aufweisen.- Schwefel, gediegen: Selten als Oxidationsprodukt auf einigen Jordanitproben.
- Silber, gediegen: Fand sich selten vereinzelt als frische blechartige Kristallgrupen auf einem Blei-Sulfosalz. Pseudohexagonal bis 1 mm oder als winzige lockenartige Drähte.
- Smithit: Teils in schönen Kristallen und nicht allzu selten. Das Mineral bildet meist eingewachsene Kristalle im Dolomit oder Aggregate auf dünnen Kluftrissen, die beim Aufspalten die typisch glimmerartige Spaltbarkeit des Minerals zeigen. In Drusen finden sich frei entwickelte Kristalle bis 5 mm Grösse. Die Kristalle haben einen pseudohexagonalen Habitus und sind fast immer von einer dünnen grauschwarzen Akanthitkruste umgeben
- Smithsonit: Neben dem Messerbach (Binntal) ist der Reckibach das zweite Vorkommen im Binntal. Von hier stammen die bisher reichhaltigsten Vorkommen. Reiskornartige gerundete Kristalle bis 2 mm, oft in garben- oder keulenförmiger Anordnung. Sie zeigen trübweisse bis hell gelbliche Farbe und sind durchscheinend.
- Sphalerit: Hellgelb bis dunkelbraun gefärbte Zinkblende und Bleiglanz treten in derber Form sporadisch im Gestein auf, neben relativ viel grünem Turmalin und reichlichem Pyrit und Phlogopit. Die Sphaleritkristalle erreichen bis 1 cm Grösse, oft matt und von sekundären Mineralbildungen überzogen und oft sogar vollständig durch Hemimorphit ersetzt.
- Talk:
- Tennantit: Sehr selten und nur erzmikroskopisch, Stüfchen bis 3 mm mit typisch muscheligem Bruch und grünblauem Verwitterungshof. Auch sehr kleine tetraedrisch ausgebildete Kristalle können vorkommen.
- Trechmannit: Neben eingewachsenen, kristallinen Partienfindet sich Trechmannit als frei entwickelte Kristalle bevorzugt im grauen Dolomit. Meist sind sie von mattgrauem Akanthit überzogen. Charakteristisch ist der muschelige Bruch und eine deutlich dunklere weinrote Farbe. Selten erreichen die Kristalle bis 5 mm Grösse.
- Turmalin: Bläulich.
- Wulfenit: Relativ häufig als Sekundärbildung auf meist stark korrodierten Blei-Sulfosalzen zusammen mit Hemimorphit und Cerussit auf. Die hochglänzenden, durchsichtigen bis durscheinenden Kristalle weisen ein breites Farbspektrum von farblos, weiss, hellgrau, hellgelb bis hellbraun auf. Die Kristalle erreichen selten eine Grösse von mehr als einem mm.
008_VS / Binntal, Binnaschlucht, Figgerscha
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 660210 / 135350
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 355
Aus diesem Gebiet sind vor allem schöne Quarzfunde bekannt geworden. Vom Restaurant 'Imfeld' nimmt man den Wanderweg in Richtung Sankt Michael-Kapelle. Kurz vor dieser verlässt man den in Richtung der Binnaschlucht. Hier beginnt bereits die fündige, allerdings schon recht gut abgesuchte Fundzone. Die Schlucht ist hier recht steil.
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil: Auf Siderit. Auch grössere Exemplare.
- Sagenit: Auf Siderit, grobmaschig.
- Siderit:
- Rutil: Auf Siderit. Auch grössere Exemplare.
- Sagenit: Auf Siderit, grobmaschig.
- Siderit:
- Zepterquarz:
009_VS / Binntal, Binnastollen
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 654680 / 137022
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 78
Stollen zwischen Ernen und Ausserbinn. Die Koordinaten zeigen auf Ausserbinn.
- Albit: Als weisser Periklin.
- Calcit: In verschiedenen Formen und Farben, - 7 cm Kantenlänge und - 15 cm Durchmesser.
- Dolomit:
- Galenit: Massig.
- Hämatit: Klein, sehr spärlich.
- Muskovit: Grünlich, tafelig.
- Pyrit: Kugelig, würfelig, manchmal auf dem Calcit aufliegend.
- Pyrrhotin: Klein, rosettenartig, tafelig.
- Quarz: In normalem Habitus, klar, mit Libellen, - 15 cm, zum Teil mit Chloritüberzug.
- Rutil: Auch als Sagenitgitter.
- Siderit:
- Sphalerit: Klein, dunkel, Zwillinge.
- Turmalin: Dunkelbraun.
010_VS / Binntal, Blausee
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 652550 / 129700
Literatur:
- Geipel, R. & Geipel, S.; Lapis; 1995; Heft 4; Seite 21
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 240,273,281
- Stalling, Ilmarin & Pellmont, Yves; Lapis; 2003; Heft 2; Seite 31-34
Das Lapisheft 1995/4 enthält Abbildungen von der Region Blausee. Teils ohne typische Kluftanzeichen wie Quarzband oder Einschnürung. Ein gutes Beispiel dafür ist der Morionfund der beider Strahler Stalling und Pellmont in den Jahren 1995/1996.
- Albit: Weiss, oft mit Anatas und Monazit belegt, manchmal verzerrt.
- Amethyst: Zepterförmig, gefenstert, bis 5 cm, leicht amethystfarbig.
- Anatas: (Niob-Anatas) mit leichter Rosafärbung, selten auch intensiver, auf Gneis und auf Rhipidolith-Rosen, zum Teil reichlich vorhanden, klar durchsichtig, bis 2 mm, intensiv grün fluoreszierend, farben- und formenvielfältig.
- Apatit: Bis 1 mm, kurzsäulig, plattig.
- Chlorit: Aus dem Blauseegebiet sind attraktive Stufen mit kugeligen Chloritrosetten mit einem Durchmesser von bis zu 1 cm gefunden worden. Diese sind teilweise noch mit Titanit und Anatas belegt.
- Hämatit:
- Klinochlor: Früher noch als Rhipidolith bezeichnet, heute aber unter eisenreichem Klinochlor aufgeführt.- Metatorbernit: Nur vereinzelt anzutreffen.
- Monazit-(Ce): In der Region Blausee-Saflisch, rosafarbige Kristalle.
- Morion: Sehr selten. In ausgezeichneter Qualität, mit Übergang zum Tessinerhabitus. Stufen und Einzelkristalle.
- Rauchquarz: Zum Teil recht dunkel, bis fast Morion. Im Strahler 2011/4, Seite 7 ist eine Abbildung der Rauchquarz-Fundregion zu sehen.
- Rhipidolith: Wurmartige Aggregate, Rosetten bis 2 cm, auch halbkugelig, tiefgrün, schwarzgrün (wird heute als eisenreicher Klinochlor bezeichnet).
- Titanit:
- Turmalin: Unter einem mm, zum Teil strahlig aggregiert, bräunlich-schwarz. Schwarz oder dunkelbraun, als sogenannter Schörl. Auch als feinfaseriger, bläulicher Turmalin in sogenannten 'Blauquarzen'.
011_VS / Binntal, Blausee, Oberblatthorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 652023 / 129460
Literatur:
- Cuchet, Stéphane & van der Burgt, Ate & Crumbach, Mischa; Schweizer Strahler; 2023; Heft 4; Seite 9-17; Die SEE-Mineralisation der Monte Leone Decke (Teil 4): Mineralogische Neuigkeiten
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Funde sind in der Nordostflanke möglich. Diese sind vor allem am zurückgehenden Gletscherrand und unter dem Moränenschutt noch möglich.
- Cafarsit: Beschrieben sind angewitterte Cafarsite von der Nordseite des Oberblatthorns über dem Blausee.
- Gramaccioliit-(Y):
012_VS / Binntal, Blausee, Rothorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662500 / 133550
Literatur:
- Edenharter, A.; Schweizer Strahler; 1980; Vol. 5; Nr. 7; Seite 261-269; Niob-Anatas aus dem Binntal
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Westlich des Geisspfadsees.
- Anatas: Klein, schwarz, mit einem hohen Niob-Anteil, bis 2 mm.
- Calcit:
- Ilvait: Als Prismen unter 2 mm von der Südseite des Rothorns. Begleitmineralien sind hellrosafarbener Titanit, Klinochlor und Calcit.
- Klinochlor:
- Titanit: Hellrosa.
013_VS / Binntal, Bochtenhorn (Nordhang)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 664350 / 135950
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 204
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 297
Unter anderem aus einer alten Riesenkluft im Nordabhang des Bochtenhorn. Interessant ist das massenhafte Auftreten von Anatas. Die genaue Lage dieser grossen Kluft ist nicht weiter bekannt. Weitere Funde stammen aber auch aus dieser Umgebung. Die Koordinaten zeigen auf die Mitte des Hangs und nicht auf die Kluft.
- Adular:
- Anatas: Ca. 2000 Kristalle, dunkelgrün, spitz- bis stumpfbipyramidal bis tafelig, durchschnittlich 3 mm lang, blau. Vereinzelt auch bis 5 mm gross.
- Apatit: Farblos.
- Chlorit:
009_VS / Binntal, Binnastollen
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 654680 / 137022
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 78
Stollen zwischen Ernen und Ausserbinn. Die Koordinaten zeigen auf Ausserbinn.
- Albit: Als weisser Periklin.
- Calcit: In verschiedenen Formen und Farben, - 7 cm Kantenlänge und - 15 cm Durchmesser.
- Dolomit:
- Galenit: Massig.
- Hämatit: Klein, sehr spärlich.
- Muskovit: Grünlich, tafelig.
- Pyrit: Kugelig, würfelig, manchmal auf dem Calcit aufliegend.
- Pyrrhotin: Klein, rosettenartig, tafelig.
- Quarz: In normalem Habitus, klar, mit Libellen, - 15 cm, zum Teil mit Chloritüberzug.
- Rutil: Auch als Sagenitgitter.
- Siderit:
- Sphalerit: Klein, dunkel, Zwillinge.
- Turmalin: Dunkelbraun.
010_VS / Binntal, Blausee
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 652550 / 129700
Literatur:
- Geipel, R. & Geipel, S.; Lapis; 1995; Heft 4; Seite 21
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 240,273,281
- Stalling, Ilmarin & Pellmont, Yves; Lapis; 2003; Heft 2; Seite 31-34
Das Lapisheft 1995/4 enthält Abbildungen von der Region Blausee. Teils ohne typische Kluftanzeichen wie Quarzband oder Einschnürung. Ein gutes Beispiel dafür ist der Morionfund der beider Strahler Stalling und Pellmont in den Jahren 1995/1996.
- Albit: Weiss, oft mit Anatas und Monazit belegt, manchmal verzerrt.
- Amethyst: Zepterförmig, gefenstert, bis 5 cm, leicht amethystfarbig.
- Anatas: (Niob-Anatas) mit leichter Rosafärbung, selten auch intensiver, auf Gneis und auf Rhipidolith-Rosen, zum Teil reichlich vorhanden, klar durchsichtig, bis 2 mm, intensiv grün fluoreszierend, farben- und formenvielfältig.
- Apatit: Bis 1 mm, kurzsäulig, plattig.
- Chlorit: Aus dem Blauseegebiet sind attraktive Stufen mit kugeligen Chloritrosetten mit einem Durchmesser von bis zu 1 cm gefunden worden. Diese sind teilweise noch mit Titanit und Anatas belegt.
- Hämatit:
- Klinochlor: Früher noch als Rhipidolith bezeichnet, heute aber unter eisenreichem Klinochlor aufgeführt.- Metatorbernit: Nur vereinzelt anzutreffen.
- Monazit-(Ce): In der Region Blausee-Saflisch, rosafarbige Kristalle.
- Morion: Sehr selten. In ausgezeichneter Qualität, mit Übergang zum Tessinerhabitus. Stufen und Einzelkristalle.
- Rauchquarz: Zum Teil recht dunkel, bis fast Morion. Im Strahler 2011/4, Seite 7 ist eine Abbildung der Rauchquarz-Fundregion zu sehen.
- Rhipidolith: Wurmartige Aggregate, Rosetten bis 2 cm, auch halbkugelig, tiefgrün, schwarzgrün (wird heute als eisenreicher Klinochlor bezeichnet).
- Titanit:
- Turmalin: Unter einem mm, zum Teil strahlig aggregiert, bräunlich-schwarz. Schwarz oder dunkelbraun, als sogenannter Schörl. Auch als feinfaseriger, bläulicher Turmalin in sogenannten 'Blauquarzen'.
011_VS / Binntal, Blausee, Oberblatthorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 652023 / 129460
Literatur:
- Cuchet, Stéphane & van der Burgt, Ate & Crumbach, Mischa; Schweizer Strahler; 2023; Heft 4; Seite 9-17; Die SEE-Mineralisation der Monte Leone Decke (Teil 4): Mineralogische Neuigkeiten
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Funde sind in der Nordostflanke möglich. Diese sind vor allem am zurückgehenden Gletscherrand und unter dem Moränenschutt noch möglich.
- Cafarsit: Beschrieben sind angewitterte Cafarsite von der Nordseite des Oberblatthorns über dem Blausee.
- Gramaccioliit-(Y):
012_VS / Binntal, Blausee, Rothorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662500 / 133550
Literatur:
- Edenharter, A.; Schweizer Strahler; 1980; Vol. 5; Nr. 7; Seite 261-269; Niob-Anatas aus dem Binntal
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Westlich des Geisspfadsees.
- Anatas: Klein, schwarz, mit einem hohen Niob-Anteil, bis 2 mm.
- Calcit:
- Ilvait: Als Prismen unter 2 mm von der Südseite des Rothorns. Begleitmineralien sind hellrosafarbener Titanit, Klinochlor und Calcit.
- Klinochlor:
- Titanit: Hellrosa.
013_VS / Binntal, Bochtenhorn (Nordhang)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 664350 / 135950
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 204
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 297
Unter anderem aus einer alten Riesenkluft im Nordabhang des Bochtenhorn. Interessant ist das massenhafte Auftreten von Anatas. Die genaue Lage dieser grossen Kluft ist nicht weiter bekannt. Weitere Funde stammen aber auch aus dieser Umgebung. Die Koordinaten zeigen auf die Mitte des Hangs und nicht auf die Kluft.
- Adular:
- Anatas: Ca. 2000 Kristalle, dunkelgrün, spitz- bis stumpfbipyramidal bis tafelig, durchschnittlich 3 mm lang, blau. Vereinzelt auch bis 5 mm gross.
- Apatit: Farblos.
- Chlorit:
- Hämatit:
- Limonit:
- Muskovit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
- Titanit: Gestreckt nach der a-Achse, braungelb, meistens chloritisiert.
- Turmalin: Feinnadelig.
014_VS / Binntal, Feldbach, Fäldbach, Feldbachgletscher, Fäldbachgletscher
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 663410 / 139900
Literatur:
- Winkler, Paul; Lapis; 2004; Heft 04; Seite 32-33
Aus dem Bünderschiefer am Feldbachgletscher.
- Albit:
- Turmalin: Feinnadelig.
014_VS / Binntal, Feldbach, Fäldbach, Feldbachgletscher, Fäldbachgletscher
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 663410 / 139900
Literatur:
- Winkler, Paul; Lapis; 2004; Heft 04; Seite 32-33
Aus dem Bünderschiefer am Feldbachgletscher.
- Albit:
- Apatit:
- Muskovit:
- Quarz: Bis 14 cm.
- Siderit:
- Zepterquarz: Bis 9 cm.
015_VS / Binntal, Feldbach, Fäldbach, Rappengrat
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 661600 / 138050
Literatur:
- Bader, Henri; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Gabriel, Walter; Schweizer Strahler; 1981; Seite 472-477; Mineralien aus dem Feldbachtal
- Hofmann, Beda & Soom, Michael & Kürsteiner, Peter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 2014; Heft 4; Seite 23 -34; Wenig bekannte Tonmineralien: Neufunde von Dickit, Palygorskit und Rectorit aus der Schweiz
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Frey, Alfred & Mumenthaler Thomas; Schweizer Strahler; 2003; Seite 24 - 30; Smaragd aus dem Binntal
- Frey, Alfred & Mumenthaler Thomas; Schweizer Strahler; 2003; Seite 31 - 33; Smaragd aus dem Binntal
- Flückiger, Christian; Schweizer Strahler; 2005; Heft 3; Seite 21-27; Die Verlegenheitskluft, oder die Kluft am Feldbach
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe;1988/3; Heft 45; Seite 22-26; Die Magnetitvorkommen im Binntal und Umgebung Kanton Wallis
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 289
- Rutishauser, H.; Urner Mineralienfreund; 1997; Heft 1; Seite 8-10
- Schäfer, Klaus; Lapis; 2015; Heft 3; Seite 12 - 18; Fensterquarze aus dem Fäldbachtal, Binntal.
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 265,281
- von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Der Bach entspringt südlich des Mittag- oder Rappehorn und mündet zwischen Binn und Imfeld in die Binna ein. Der Bach hat im Dolomit einige Aufschlüsse geschaffen, in denen viele kleine Klüftchen zu Tage gekommen sind. Besonders erwähnt wird ein Magnetitvorkommen im Triasdolomit direkt über den Alphütten. Berühmt geworden ist das Feldbachtal auch wegen seinen goldfarbenen Sageniten auf Quarz. Das Feldbachtal ist vor allem aus Bündnerschiefern aufgebaut. In diesen eingelagert sind Dolomitzüge sowie einige Schlieren von Grüngestein. Auch Linsen von Albitgesteinen sind vorhanden. Die Bündnerschiefer werden zum Teil von Dolomitlagen durchdrungen, woduch sie ein bräunlich-körniges Aussehen erhalten haben. In der Gegend sind auch Amphibolite anstehend. In den Albit-dominierten Gesteinen sind Schörl, Rutil und Periklin zu finden.
Die Umgebung des Feldbach ist in Bezug auf die Bündnerschiefer am Kluftreichsten.
- Adular: Faserig, ähnlich zersetztem Papier.
- Albit: Vorwiegend als Periklin ausgebildet, auch im Albithabitus, sechseckige und durchsichtige Täfelchen. Als Periklin in Kristallen bis 5 cm. Als Albit lediglich bis 2 mm.
- Anatas: Bläulich, gelbbraun, bis einige mm, schöne Ausbildung.
- Apatit: Aus dem Bündnerschiefer (Gletscherregion), klein, glasklar.
- Beryll: In einer Eisenvererzung, im Bündnerschiefer, zum Teil blau, zum Teil farblos oder grünlich, auch hellblau bis mehrere cm und gesteinsbildend. Beim grünen Beryll handelt es sich um Smaragd aus einem Gneisband am Rand des Magnetitlinsen führenden Dolomits.
- Biotit:
- Calcit: Meist korrodierte Massen, selten als skalenoedrische Kristalle bis 1 cm.
- Chalkopyrit: Bis 5 mm mit Anlauffarben.
- Eisenerz: Hämatit und/oder Magnetit.
- Fadenquarz:
- Fensterquarz: Auch als Doppelender.- Fuchsit: leuchtend dunkelgrün, gesteinsbildend
- Hämatit: Eher in kleiner (2 mm) Ausbildung, eingeschlossen in Quarz, mit Rutil in Epitaxie verwachsen.
- Ilmenit: In Quarz eingewachsen und lediglich bis 2 m gross.
- Klinozoisit: In graubraun-grünen Stängeln.
- Limonit:
- Magnetit: Oktaedrisch, sehr klein, zum Teil in Mengen, zusammen mit viel Pyrit und etwas Hämatit (Hugi et al., 1948).
- Monazit-(Ce): Sehr klein auf oder im Quarz, bis 1 mm, unter dem UV-Licht grünlich-bläulich leuchtend. Zusammen mit blauschwarzen Anatasen.
- Muskovit: Grün oder goldgelb, wobei die goldgelben Plättchen kleiner sind als die Grünen.
- Palygorskit: Aus dem Vorderen Feldbachtal (vermutlich aus dem Bündnerschiefer), typisch faserig, mehrere cm-langes und lederartige Aggregat.
- Phlogopit:
- Pyrit: Kugelförmig, verwittert, aggregiert bis 30 mm Durchmesser, gut auskristallisierte Kristalle bis 3 cm Kantenlänge.
- Quarz: Bis 35 kg und 25cm. Tessinerhabitus, teilweise gefenstert und auch Fadenquarze.
- Rutil: Bis ca. 2 cm, auch sagenitisch, im 'Urner' 1983-2, Seite 36, ist ein Foto mit Rutil aus dem Feldbachtal, gedrungene Kniezwillinge, zyklische Viellinge bis 6 cm Durchmesser, auch wirrstrahlige Nadeln. Kluftrisse nur mit Rutil gefüllt können vorkommen.
- Sagenit: Goldfarbig, auf Quarz.
- Siderit: Gross (bis 5 cm) aber nicht unbedingt schön. Kleinere Exemplare (bis 1 cm) sind gut ausgebildet und zeigen die Form des Rhomboeders.
- Talk: Aus dem vorderen Feldbachtal stammt der früher abgebaute Giltstein.
- Turmalin: Schwarzer Turmalin (Schörl).
- Zoisit: Kristalle bis 13 x4 cm. Aus grossen Quarzblock welcher zwar im Bündnerschiefer liegen blieb aber nicht aus dieser Zone stammt. Zusammen mit Quarz, Biotit und Calcit.
016_VS / Binntal, Figgerscha, Figgerschen Schlucht
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 660250 / 135500
Literatur:
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Calcit: Grosse Kristalle.
- Jarosit: (Graeser, Stalder, 1976).
- Schwefel: Im penninischen Bündnerschiefer, elementar, rundlich, hellgelb, bis max. 1 mm, vermutlich aus dem Pyrit entstanden, zusammen mit Jarosit (Graeser, Stalder, 1976).
017_VS / Binntal, Freichi, Freiche
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662700 / 136500
Hinteres Binntal, an der Binna gelegen.
- Adular: Klein, milchigweiss - klar.
- Anatas: Bipyramidal, lose oder auf Quarz, blau, gelb, braun, bis 5 mm.
- Beryll: Blau - farblos, dünn, bis 1 cm, im Bündnerschiefer zusammen mit Calcit, Quarz und Muskovit.
- Calcit:
- Quarz: Bis 14 cm.
- Siderit:
- Zepterquarz: Bis 9 cm.
015_VS / Binntal, Feldbach, Fäldbach, Rappengrat
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 661600 / 138050
Literatur:
- Bader, Henri; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Gabriel, Walter; Schweizer Strahler; 1981; Seite 472-477; Mineralien aus dem Feldbachtal
- Hofmann, Beda & Soom, Michael & Kürsteiner, Peter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 2014; Heft 4; Seite 23 -34; Wenig bekannte Tonmineralien: Neufunde von Dickit, Palygorskit und Rectorit aus der Schweiz
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Frey, Alfred & Mumenthaler Thomas; Schweizer Strahler; 2003; Seite 24 - 30; Smaragd aus dem Binntal
- Frey, Alfred & Mumenthaler Thomas; Schweizer Strahler; 2003; Seite 31 - 33; Smaragd aus dem Binntal
- Flückiger, Christian; Schweizer Strahler; 2005; Heft 3; Seite 21-27; Die Verlegenheitskluft, oder die Kluft am Feldbach
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe;1988/3; Heft 45; Seite 22-26; Die Magnetitvorkommen im Binntal und Umgebung Kanton Wallis
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 289
- Rutishauser, H.; Urner Mineralienfreund; 1997; Heft 1; Seite 8-10
- Schäfer, Klaus; Lapis; 2015; Heft 3; Seite 12 - 18; Fensterquarze aus dem Fäldbachtal, Binntal.
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 265,281
- von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Der Bach entspringt südlich des Mittag- oder Rappehorn und mündet zwischen Binn und Imfeld in die Binna ein. Der Bach hat im Dolomit einige Aufschlüsse geschaffen, in denen viele kleine Klüftchen zu Tage gekommen sind. Besonders erwähnt wird ein Magnetitvorkommen im Triasdolomit direkt über den Alphütten. Berühmt geworden ist das Feldbachtal auch wegen seinen goldfarbenen Sageniten auf Quarz. Das Feldbachtal ist vor allem aus Bündnerschiefern aufgebaut. In diesen eingelagert sind Dolomitzüge sowie einige Schlieren von Grüngestein. Auch Linsen von Albitgesteinen sind vorhanden. Die Bündnerschiefer werden zum Teil von Dolomitlagen durchdrungen, woduch sie ein bräunlich-körniges Aussehen erhalten haben. In der Gegend sind auch Amphibolite anstehend. In den Albit-dominierten Gesteinen sind Schörl, Rutil und Periklin zu finden.
Die Umgebung des Feldbach ist in Bezug auf die Bündnerschiefer am Kluftreichsten.
- Adular: Faserig, ähnlich zersetztem Papier.
- Albit: Vorwiegend als Periklin ausgebildet, auch im Albithabitus, sechseckige und durchsichtige Täfelchen. Als Periklin in Kristallen bis 5 cm. Als Albit lediglich bis 2 mm.
- Anatas: Bläulich, gelbbraun, bis einige mm, schöne Ausbildung.
- Apatit: Aus dem Bündnerschiefer (Gletscherregion), klein, glasklar.
- Beryll: In einer Eisenvererzung, im Bündnerschiefer, zum Teil blau, zum Teil farblos oder grünlich, auch hellblau bis mehrere cm und gesteinsbildend. Beim grünen Beryll handelt es sich um Smaragd aus einem Gneisband am Rand des Magnetitlinsen führenden Dolomits.
- Biotit:
- Calcit: Meist korrodierte Massen, selten als skalenoedrische Kristalle bis 1 cm.
- Chalkopyrit: Bis 5 mm mit Anlauffarben.
- Eisenerz: Hämatit und/oder Magnetit.
- Fadenquarz:
- Fensterquarz: Auch als Doppelender.- Fuchsit: leuchtend dunkelgrün, gesteinsbildend
- Hämatit: Eher in kleiner (2 mm) Ausbildung, eingeschlossen in Quarz, mit Rutil in Epitaxie verwachsen.
- Ilmenit: In Quarz eingewachsen und lediglich bis 2 m gross.
- Klinozoisit: In graubraun-grünen Stängeln.
- Limonit:
- Magnetit: Oktaedrisch, sehr klein, zum Teil in Mengen, zusammen mit viel Pyrit und etwas Hämatit (Hugi et al., 1948).
- Monazit-(Ce): Sehr klein auf oder im Quarz, bis 1 mm, unter dem UV-Licht grünlich-bläulich leuchtend. Zusammen mit blauschwarzen Anatasen.
- Muskovit: Grün oder goldgelb, wobei die goldgelben Plättchen kleiner sind als die Grünen.
- Palygorskit: Aus dem Vorderen Feldbachtal (vermutlich aus dem Bündnerschiefer), typisch faserig, mehrere cm-langes und lederartige Aggregat.
- Phlogopit:
- Pyrit: Kugelförmig, verwittert, aggregiert bis 30 mm Durchmesser, gut auskristallisierte Kristalle bis 3 cm Kantenlänge.
- Quarz: Bis 35 kg und 25cm. Tessinerhabitus, teilweise gefenstert und auch Fadenquarze.
- Rutil: Bis ca. 2 cm, auch sagenitisch, im 'Urner' 1983-2, Seite 36, ist ein Foto mit Rutil aus dem Feldbachtal, gedrungene Kniezwillinge, zyklische Viellinge bis 6 cm Durchmesser, auch wirrstrahlige Nadeln. Kluftrisse nur mit Rutil gefüllt können vorkommen.
- Sagenit: Goldfarbig, auf Quarz.
- Siderit: Gross (bis 5 cm) aber nicht unbedingt schön. Kleinere Exemplare (bis 1 cm) sind gut ausgebildet und zeigen die Form des Rhomboeders.
- Talk: Aus dem vorderen Feldbachtal stammt der früher abgebaute Giltstein.
- Turmalin: Schwarzer Turmalin (Schörl).
- Zoisit: Kristalle bis 13 x4 cm. Aus grossen Quarzblock welcher zwar im Bündnerschiefer liegen blieb aber nicht aus dieser Zone stammt. Zusammen mit Quarz, Biotit und Calcit.
016_VS / Binntal, Figgerscha, Figgerschen Schlucht
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 660250 / 135500
Literatur:
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Calcit: Grosse Kristalle.
- Jarosit: (Graeser, Stalder, 1976).
- Schwefel: Im penninischen Bündnerschiefer, elementar, rundlich, hellgelb, bis max. 1 mm, vermutlich aus dem Pyrit entstanden, zusammen mit Jarosit (Graeser, Stalder, 1976).
017_VS / Binntal, Freichi, Freiche
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662700 / 136500
Hinteres Binntal, an der Binna gelegen.
- Adular: Klein, milchigweiss - klar.
- Anatas: Bipyramidal, lose oder auf Quarz, blau, gelb, braun, bis 5 mm.
- Beryll: Blau - farblos, dünn, bis 1 cm, im Bündnerschiefer zusammen mit Calcit, Quarz und Muskovit.
- Calcit:
- Chlorit:
- Hämatit: Evtl. handelt es sich um Ilmenit. Es sind kleine, im Quarz eingewachsene schwarze Plättchen.
- Limonit:
- Hämatit: Evtl. handelt es sich um Ilmenit. Es sind kleine, im Quarz eingewachsene schwarze Plättchen.
- Limonit:
- Muskovit:
- Pyrit: Würfelig, bis 3 mm.
- Quarz: Farblos, klar - milchigtrüb, oft bespickt mit Anataskristallen.
- Rutil: Kleine, gelbbraune Kristalle in oder auf dem Quarz.
018_VS / Binntal, Furggelti, Furggulti
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 659800 / 132600
Literatur:
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate; Schweizer Strahler; 2014; Heft 2; Seite 2 - 55; Das Binntal enthüllt ein grosses Geheimnis
- Flückiger, Christian; Schweizer Strahler; 1997; Heft 1; Seite 5-6; Allanit vom Furggelti, Binntal (VS)
SEE-Mineralisation: Furggulti liegt etwas mehr als 7 km von der SEE-Hauptmineralisation am Ritterpass entfernt. Nach langem Suchen gelang es Van der Burgt einen Quarz-Feldspat-Block mit Allanit-(Ce) zu finden. Dieser Gneisblock stamm mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Gneis am Fuss der Nordwand des Schwazhorn (Koordinaten 660.290 / 132.510). Dort dürfte eine Fortsetzung der Mineralisation vom Wannigrat sein.
- Allalinit: Bis 5.2 cm, schwarz, radioaktiv. SEE-Mineralisation: mehrere cm-lange und nicht aufgelöste Kristalle.
- Demantoid:
- Pyrit: Würfelig, bis 3 mm.
- Quarz: Farblos, klar - milchigtrüb, oft bespickt mit Anataskristallen.
- Rutil: Kleine, gelbbraune Kristalle in oder auf dem Quarz.
018_VS / Binntal, Furggelti, Furggulti
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 659800 / 132600
Literatur:
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate; Schweizer Strahler; 2014; Heft 2; Seite 2 - 55; Das Binntal enthüllt ein grosses Geheimnis
- Flückiger, Christian; Schweizer Strahler; 1997; Heft 1; Seite 5-6; Allanit vom Furggelti, Binntal (VS)
SEE-Mineralisation: Furggulti liegt etwas mehr als 7 km von der SEE-Hauptmineralisation am Ritterpass entfernt. Nach langem Suchen gelang es Van der Burgt einen Quarz-Feldspat-Block mit Allanit-(Ce) zu finden. Dieser Gneisblock stamm mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Gneis am Fuss der Nordwand des Schwazhorn (Koordinaten 660.290 / 132.510). Dort dürfte eine Fortsetzung der Mineralisation vom Wannigrat sein.
- Allalinit: Bis 5.2 cm, schwarz, radioaktiv. SEE-Mineralisation: mehrere cm-lange und nicht aufgelöste Kristalle.
- Demantoid:
- Klinochlor:
- Magnetit:
- Pennin:
- Rauchquarz:
- Serpentin:
- Titanit: SEE-Mineralisation: bis 1 cm, primär und eingewachsen.
019_VS / Binntal, Furggenbaumhorn (nördlich)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 663450 / 138750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 298
Nördlich des Furggenbaumhorns. Auf der Karte fehlt ein entsprechender Eintrag. Evtl. handelt es sich um einen Gipfel in der Bergkette zwischen dem 'Ober Rappehorn' und dem südlicheren 'Furggulti'. Koordinate beim ersten Gipfel nordöstlich des Übergangs 'Furggulti'.
- Anatas:
- Fluorit: Farblos.
020_VS / Binntal, Gandhorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 661320 / 137550
Literatur:
- Frey, Alfred; Schweizer Strahler; 1982; Seite 113; Spessartin aus dem Binntal
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 380
In Richtung Gandhorn, in grau-schwarzem Glimmerschiefer. Der Fund stammt aus einem dünnen, verhältnismässig dunklen Glimmer-Quarz-Granat-Schieferband im hellen, kalkigen Bündnerschiefer. Die Dicke des Bandes misst dabei nur ca. 2 Meter. Hier in kleinsten Klüftchen. Spessartin wir aus einer Manganvererzung von der Nordwestflanke beschrieben.
- Albit: Selten.
- Pyrit: Oxidiert.
- Quarz: Schlecht ausgebildet.
- Rutil:
- Titanit: SEE-Mineralisation: bis 1 cm, primär und eingewachsen.
019_VS / Binntal, Furggenbaumhorn (nördlich)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 663450 / 138750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 298
Nördlich des Furggenbaumhorns. Auf der Karte fehlt ein entsprechender Eintrag. Evtl. handelt es sich um einen Gipfel in der Bergkette zwischen dem 'Ober Rappehorn' und dem südlicheren 'Furggulti'. Koordinate beim ersten Gipfel nordöstlich des Übergangs 'Furggulti'.
- Anatas:
- Fluorit: Farblos.
020_VS / Binntal, Gandhorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 661320 / 137550
Literatur:
- Frey, Alfred; Schweizer Strahler; 1982; Seite 113; Spessartin aus dem Binntal
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 380
In Richtung Gandhorn, in grau-schwarzem Glimmerschiefer. Der Fund stammt aus einem dünnen, verhältnismässig dunklen Glimmer-Quarz-Granat-Schieferband im hellen, kalkigen Bündnerschiefer. Die Dicke des Bandes misst dabei nur ca. 2 Meter. Hier in kleinsten Klüftchen. Spessartin wir aus einer Manganvererzung von der Nordwestflanke beschrieben.
- Albit: Selten.
- Pyrit: Oxidiert.
- Quarz: Schlecht ausgebildet.
- Rutil:
- Siderit:
- Spessartin: Bis 1 mm, gut entwickelt, braun-orange, Rhombendodekaeder.
021_VS / Binntal, Geisspfad, Geispfad, Bocca Rossa
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662940 / 133110
Literatur:
- Bader, Henri; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Graeser, Stefan; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1971; Band 51; Heft 2 - 3; Seite 415 - 442; Mineralogisch-geochemische Untersuchungen an Bleiglanz und Zinkblende
- Hofmann, Beda & Soom, Michael & Kürsteiner, Peter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 2014; Heft 4; Seite 23 - 34; Wenig bekannte Tonmineralien: Neufunde von Dickit, Palygorskit und Rectorit aus der Schweiz
- Keusen, Hans-Rudolf; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1972; Band 52; Heft 3; Seite 385 - 478; Mineralogie und Petrographie des metamorphen Ultramafitit-Komplexes vom Geisspfad (Penninische Alpen)
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 114
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 39,44,81,257,298,401,442
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
In basischen Begleitgesteinen des Geisspfadserpentinits (Melanit). Weiter aus dem Serpentinit (Apatit), im Geisspfad-Ultramafitit (Bornit) und aus einer von R.L.Parker entdeckten Nickel-Kupfervererzung im Geisspfadgebiet. Mineralfunde sind vor allem an die Randzone des Serpentinkomplexes zu den Monte Leone Gneisen gebunden. Aus den Geisspfad-Serpentiniten stammt auch Klinozoisit. Eine genauere Fundortangabe fehlt hier aber. Bader, 1934, Auszug: Kluftlagerstätten im Injektionsgneis. Dieser Injektionsgneis führt zahlreiche Klüfte, kleinere am Geisspfad am Weg zum See und am Blauwang und grössere auf dem Nordrücken des Wannenhorns. Am Geisspfad sind die kleinen Klüfte ganz mit sehr kleinen Adularen und Albiten belegt; auf beiden sitzen kleinere und grössere (max. 3 mm), sehr hellgrüngelbe Titanite, Einzelindividuen und Zwillinge von der bekannten Lanzetten form, daneben viele kleine dunkelgrüne Epidotstängel und grössere Adulare nur mit (110) und (101). Muskowit ist rar und Quarz fehlt scheinbar ganz. Teilweise ist alles mit feinem Chlorit überzogen. Die Ausscheidungsfolge ist Adular, Albit-Titanit, Epidot-Muskowit-Chlotit. Geisspfad. An den Hängen zwischen Rothorn und Schwarzhorn in Serpentin: Schöne grüne Granate, tonnenförmige Chloritkristalle.
Graeser gibt das Vorkommen von Bleiglanz mit den Koordinaten 661.620/133.340 an.
- Aktinolith: Aktinolith in den Talk-Aktinolith-Linsen: Eisenreicher und dementsprechend intensiv grün gefärbt ist ein Aktinolith, der mit Talk zusammen in Linsen, die den basischen Randgesteinen eingelagert sind, vorkommt. Er bildet bis 10 cm lange, flaschengrüne und idiomorphe Kristalle.
- Albit:
- Andradit: Aus der Nickel-Kupfervererzung.
- Antigorit: Antigorit ist weitaus das häufigste gesteinsbildende Serpentinmineral in den Geisspfad-Ultramafititen.
Er ist Hauptgemengteil in den Antigorit-Olivin-Tremolit-Felsen, in den Ophidolomiten und in gewissen Talkschiefern.
- Apatit: In den Serpentiniten als Spargelstein, bis 5 cm, in Edelsteinqualität; im Gneis grüngelb auch farblos, klein, teilweise nadelig. Apatit kommt als Kluftmineral sowohl in den mafitischen wie auch in den ultramafitischen Gesteinen vor. Die recht seltenen Kristalle sind weiss oder farblos, glänzend und idiomorph.
- Bornit: In Basitgesteinen, würfelähnlich, rötlichbraun, bis 5 mm, überzogen von Malachit.
- Brochantit: Aus der Nickel-Kupfervererzung.
- Byssolith: Tremolitasbest (Byssolith): Mit Asbest ausgefüllte Klüfte sind im Geisspfad-Ultramafitit besonders nahe den Kontakten recht häufig. An zwei Stellen wurde dieser dort sehr feinfaserige Asbest um die Jahrhundertwende (1900) abgebaut. Zwei Analysen von Jakob in Bader (1934) deuten auf einen fast reinen Tremolit.
- Calcit: Calcit wurde fast ausschliesslich nur in Metabasiten gefunden, wo er oft mit Granat, Epidot und Ferro-Pargasit poikilitisch verwachsen ist. Zudem fand man in einem Olivingang eng mit Forsterit verwachsenen Calcit. Als Kluftmineral wurde Calcit recht häufig, jedoch nur in Klüften von Metabasiten beobachtet. Begleitminerale sind hier Zeolithe, Chlorite, Albit.
- Chalkopyrit: Aus der Nickel-Kupfervererzung. Cubanit und Chalkopyrit lamellar verwachsen bis 5 mm grosse Kristalle in Rodingiten N Schwarzhorn.
- Chlorit: Chlorit in den monomineralischen Chloritschiefern ist meist Klinochlor.
- Chrom-Klinochlor: Sehr interessant ist ein Klinochlor, welcher in den Antigorit-Olivin-Tremolit-Felsen in einer charakteristischen Form vorkommt: Er lagert sich rund um Relikte von Chrom-Magnetit oder Ferrochromit. Dadurch entstehen bis 5 cm grosse Augen oder längliche Schlieren.
- Chrom-Magnetit: Reliktisch zusammen mit Chrom-Chlorit in Lagen parallel zur Bänderung in den Ultramafititen
- Chromit: Wird ohne genauere Angaben vom Geisspfad erwähnt.
- Chrysotil: Aus der Nickel-Kupfervererzung. Chrysotile und Lizardite kommen bevorzugt auf Klüften der Ultramafitite vor, während sie gesteinsbildend nur untergeordnet vorhanden und hier retrograder Entstehung sind.
- Cubanit: Cubanit und Chalkopyrit lamellar verwachsen bis 5 mm grosse Kristalle in Rodingiten N Schwarzhorn
- Cuprit: Aus der Nickel-Kupfervererzung.
- Demantoid: Diese Andradit-Varietät tritt in der Geisspfadregion in mit Amiant gefüllten Spalten auf. Klar, gelbgrün, in der Regel bis 3mm gross. Frühere Funde lieferten Kristalle bis 1 cm. Kluftgranate sind in den Basiten sehr häufig. Sie sind meist idiomorph und rötlich, bräunlich oder grün gefärbt (Demantoid). In Ultramafititen sind Kluftgranate seltener. Es handelt sich hier um Demantoid, der in derben Überzügen oder idiomorphen Kristallen vorkommt. Bekannt ist der heute kaum noch zu findende Demantoid in den Asbestgruben N Zusee (Granate von Edelsteinqualität).
- Dickit: In Klüften des penninischen Geisspfadserpentins (Schwanz et al. 1994).
- Diopsid: a) Diopsid A, stark zersetzt Dieser Diopsid kommt in den Ultramafititen vor. Die mehrere mm grossen Kristalle sind stets mehr oder weniger stark zersetzt.
b) Diopsid B, teilweise zersetzt. Makroskopisch ist dieser Diopsid gelblich weiss und bildet bis 2 cm grosse, oft verbogene Kristalle.
c) Diopsid C, «feinkörniger» Diopsid. Makroskopisch ist der «feinkörnige» Diopsid entweder unsichtbar oder bildet sehr dichte, blassgrüne Massen, in denen keine einzelnen Mineralkörner unterschieden werden können.
d) «Diopsid vom Cherbadung» Es handelt sich um das schon von Kenngott (1866) erwähnte und von Strahlern oft aufgesuchte Vorkommen E vom Cherbadung. Der Diopsid bildet hier im Allgemeinen dichte, feinkristalline Massen zwischen Ultramafitit und Gneis. Die lockerer ausgebildeten Partien des nahezu monomineralischen Gesteins enthalten oft schön ausgebildete, idiomorphe Diopsidkristalle. Diese sind intensiv grün gefärbt, undurchsichtig und bis zu 10 cm lang und 1 cm dick.
e) Kluftdiopsid Auf Kluftflächen der Ultramafitite können, wenn auch selten, strahlige Überzüge von Pyroxen gefunden werden. Die cm langen gelbbraunen Kristalle sind z. T. blättrig ausgebildet. Lichtbrechung und röntgenographische Daten deuten auf einen fast reinen Diopsid.
- Dolomit: Dolomit kommt zuweilen als recht wichtiger Nebengemengteil in den Serpentinitschiefern am Rande des Ultramafitits vor.
- Epidot: Epidot und Klinozoisit sind makroskopisch gelbgrün gefärbt.
- Feldspat: Bei den beobachteten Feldspäten handelt es sich um einen meist unverzwillingten und unzersetzten Albit. Ein interessantes Albitvorkommen befindet sich am Ultramafit-Kontakt N Schwarzhorn, wo ein Alkalifeldspatgneis durch Metasomatose zu einem Albit-Pargasit-Fels umgewandelt wurde.
- Ferro-Chromit: Schwarz, stark magnegtisch, bis 8 mm lange Erzkörper, parallel zur Bänderung. Reliktisch zusammen mit Chrom-Chlorit in Lagen parallel zur Bänderung in den Ultramafititen. Die «Ferritchromite» vom Geisspfad sind stark magnetisch.
- Ferropargasit: In den aluminiumreichen basischen Begleitgesteinen des Serpentinits, gesteinsbildend, teils als idiomorphe Prismen, bis 10 cm, schwarz, unregelmässig eingelagert.
- Forsterit: Aus der Nickel-Kupfervererzung, zum Teil in Edelsteinqualität.
- Galenit: Grössere Aggregate m Rodingiten am Kontakt des Ultramafitits. Schlecht ausgebildete würfelige Kristalle, begleitet von Hornblende, Granat, Vesuvian.
- Gold, gediegen: Gold konnte in einer Gold-Kupfer-Legierung aus der Nickel-Kupfervererzung nachgewiesen werden (Meisser,N., 1993).
- Granat: Gesteinsbildende Granate kommen nur in den basischen Begleitgesteinen des Ultramafitits vor. Sie sind meist fein verteilt im Gestein oder in feinen Äderchen kristallisiert und es können Übergänge zu eigentlichen Kluftbildungen beobachtet werden.
- Grossular: Grossulare sind makroskopisch blassrot gefärbt, andraditreichere sind von brauner bis schwarzbrauner Farbe
- Ilmenit: Aus der Nickel-Kupfervererzung.- Faustgrosse Knollen in Ultramafititen oder feinverteilt im Gestein, - idiomorphe Kristalle auf Klüften der Olivmfelsen, - bis 5 cm grosse teils idiomorphe, stark glänzende Kristalle in Olivingängen,- Kugelige Aggregate in Asbest In Talk zuweilen Pseudomorphosen nach Pyrit.
- Ilvait: Aus der Nickel-Kupfervererzung.
- Klinochlor: Klinochlor ist auch wichtiger Hauptgemengteil in den Tremolit-Chlorit-Bändern. Als Kluftmineral ist Klinochlor in den Ultramafititen recht häufig. Er bildet dort silbriggraue, dünne Überzüge oder mehrere dm dicke Kluftbeläge. Die wirr verwachsenen Blättchen dieser Kluftklinochlore haben einen Durchmesser von 1-30 mm.
- Klinozoisit: Epidot und Klinozoisit sind makroskopisch gelbgrün gefärbt. Im Dünnschliff sind sie meist farblos, selten gelblich gefärbt, vor allem in der Nähe von Erzkörnern.
- Kupfer, gediegen: Gesteinsaufbauend aus der Nickel-Kupfervererzung.
- Linneit: Violarit (Linneit) kleinste Körner zusammen mit Cubanit Chalkopyrit.
- Lizardit: Lizarditführender Serpentinit in dieser Gegend, in Klüften, gelbbraune Plättchen, bis 2 mm, in Olivingängen, auch als hellgrüne Überzüge auf Olivinfels, teils als Rutschharnisch ('Edelserpentin').
- Magnesit: Magnesit ist meist idiomorph ausgebildet und oft stark zersetzt (Fe-Hydroxide etc.). Er wurde nur in den Talkschiefern beobachtet.
- Magnetit: Aus der Nickel-Kupfervererzung. Oktaeder (d bis 4 cm) in Chloritschiefern, Rhombendodekaeder auf Klüften der Olivinfelsen. Fein verteilt in allen Gesteinen, in Gängen manchmal faustgrosse Knollen.
- Malachit: Als Überzug auf dem Bornit.
- Melanit: Gesteinsbildend.
- Mesolith: Trübweiss, langprismatisch, radialstrahlig, oft verwachsen mit Thomsonit, bis 8 cm (zum Teil mit Natrolithkern). Die Kristalle stammen aus Klüften in Gängen hornblendereicher Gesteine im Geisspfad-Serpentinit.
- Montmorillonit: Dieses Tonmineral kommt zusammen mit Aktinolith auf Klüften im Ultramafitit N des Schwarzhorns vor. Röntgenographisch ist es ein tri-oktaedrischer Montmorillonit und vermutlich handelt es sich um die Mg-Varietät Saponit.
- Muskovit:
- Natrolith: Stängelig, faserig, farblos bis milchigweiss, bis cm-Länge, auf Klüften hornblendereicher Gesteine.
- Olivin: Olivin ist in den meisten ultramafitischen Gesteinen häufig, oft Hauptgemengteil.
- Palygorskit: Kompakte, schuppige, weisse Aggregate als Kluftbeläge.
- Pargasit: In den aluminiumreichen basischen Begleitgesteinen des Serpentinits, gesteinsbildend. Aus einer meterdicken schwarzgrünen Kontaktschicht stammt langstängeliger Pagasit mit Prismen bis 10 cm.
- Pentlandit: Fein eingefasst von Tetraauricuprid (Meisser, 1994). Aus der Nickel-Kupfervererzung.
- Phlogopit: Phlogopit ist in den Mafititen ein recht verbreitetes Mineral. Er kommt bevorzugt mit Albit, Pargasit und Epidot vor. Die oft parallel verwachsenen, bis 5 mm grossen Blättchen sind makroskopisch braun oder grün gefärbt.
- Prehnit: Am Fleschhorn sind quadratmetergrosse Kluftflächen von basischen Gesteinen dicht besetzt von weiss-grünlichen, cm grossen Prehniten. Begleitminerale sind Albit und Epidot. Das Vorkommen wurde bereits 1911 beschreiben.
- Preiswerkit: Typlokalität (1980) in einem grobkristallinen Pargasitgang, hellgrüne Einschlüsse, vor allem zusammen mit graubraunem Zoisit in einer blassgrünen (dunkelgrünen?) Pargasitader, einzelne Schuppen bis 1 mm (Keusen, 1972).
- Reevesit: Aus der Nickel-Kupfervererzung.
- Rutil: Eindeutig nachweisen konnte man dieses Mineral nur in den basischen Rand- und Ganggesteinen.
- Serpentin:
- Sheridanit: Diese AI-reichen Chlorite kommen in den basischen Gängen und Randgesteinen vor. Sie unterscheiden sich von den Chloriten a) und b) durch einen etwas deutlicheren Pleochroismus, welcher durch den höheren Eisengehalt bedingt ist. Sie bilden in den porphyrartigen Hornblendefelsen die feine, filzartige Grundmasse.
- Skolezit: Als Kluftmineral in den Basiten.
- Talk: Talk ist in den Ultramafititen vom Geisspfad häufig. Makroskopisch ist er weiss-grünlich oder durch Fe-Hydroxyde leicht rötlich gefärbt.
- Tenorit:
- Tetraauricuprid: Aus der Nickel-Kupfervererzung als feine Einfassungen von Pentlandit (Meisser, 1994).
- Thomsonit: Trübweiss, langprismatisch, radialstrahlig, oft verwachsen mit Mesolith, bis 8 cm (zum Teil mit Natrolithkern). Die Kristalle stammen aus Klüften in Gängen hornblendereicher Gesteine im Geisspfad-Serpentinit.
- Titanit: Eindeutig nachweisen konnte man dieses Mineral nur in den basischen Rand- und Ganggesteinen. Dort sind sie wichtige Nebengemengteile. Klufttitanite (gelbe oder rötliche Kristalle bis zu 2 cm Grösse) sind in Basiten und Ultramafititen oft zu finden.
- Tremolit:
- Vesuvian: Makroskopisch ist der Vesuvian vom Geisspfad rotbraun und leicht mit Granat zu verwechseln. Nur die hie und da erkennbare stängelartige Morphologie erlaubt eine eindeutige Unterscheidung. Vesuvian wurde nur in den basischen Ganggesteinen gefunden. Er ist meist in feinen Äderchen kristallisiert und von Granat begleitet.
- Violarit: Violarit (Linneit) kleinste Körner zusammen mit Cubanit Chalkopyrit.
- Zoisit: Als Einschluss in einem Pargasitgang neben Preiswerkit. Zoisit wurde nur in einem Ganggestein, im Pargasit-Na-Phlogopit-Zoisit-Fels vom Geisspfadpass gefunden. Er ist makroskopisch farblos bis leicht grünlich und bildet zusammen mit Na-Phlogopit cm- bis dm-grosse ellipsoidförmige weisslichgrüne Knollen.
022_VS / Binntal, Geisspfad, Geispfad, Bocca Rossa, Geisspfadsee, Passo della Rossa (Italien)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662300 / 133200
Literatur:
- Bader, Henri; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Graeser, Stefan; Lapis; 1981; Heft 12; Seite 9-27; Das Binntal
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 309
Südlich des Sees, in dieser Umgebung in grossen Spalten. Am Hohlweg zum Geisspfadsee lässt sich Giltstein (Speckstein) beobachten. Dieser fand früher im Ofenbau Verwendung. Das Gestein fällt durch seinen hohen Anteil an Talk und Magnesit auf. Fundgebiete für Serpentinit sind die Region Grampielhorn (Pizzo Crampiolo), Rothorn, Schwarzhorn, Ostflanke des Cherbadung (italienisches Gebiet). Im Gebiete des Geisspfads sollen 6'000 t Asbestgestein gewonnen worden sein.
Bader, 1934, Auszug: Lagerstätten der Randzone der Geisspfadmasse Ungefähr in der Mitte zwischen Passweg und Wasserfall, unmittelbar an der Grenze Serpentin-Grenzzone, gibt es im Serpentin einige sehr grosse Spalten, 1/2-2 m breit. Sie waren mit hochwertigen, langfaserigem Asbest gefüllt, der um die Jahrhundertwende abgebaut wurde. Der reinweisse Asbest schliesst stellenweise massenhaft bis zentimetergrosse, hellgrüne, durchsichtige Hornblendestängel ein.
Über den Chemismus orientieren zwei Analysen von Prof. Jakob: I. weisser Asbest, II. hellgrüne Hornblende im Asbest. Ebenfalls im Asbest eingebettet waren Titanit, Ilmenit und Granat. Titanit: grüngelb (kleine Kristalle durchsichtig). Lanzettenform. Ilmenit: Granat: Farbe grün. Bildet entweder runde Körner, einzeln oder zu Knollen aggregiert, oder klare durchsichtige, unverzerrte Rhombendodekaeder (max. 2 mm). Titanit und Granat findet man auf dieser Lagerstätte wohl kaum mehr, hingegen sind Asbest und Ilmenit noch leicht zu finden, neben filzigem Bergleder, Karbonatknollen und Pyrit. Die Kluftflächen sind glatt, und der Serpentin ist unverändert. Die Faser des Asbest steht senkrecht zur Kluftwand. Unmittelbar an der Kluftwand ist eine 3-5 cm dicke Schicht Asbest, welcher dicht ist und nur schwer zu Fasern spaltet.
- Andradit: Grüner Granat in kleinen und klaren Rhombendodekaedern.
- Apatit:
- Asbest: Hochwertig (wurde früher abgebaut), weiss, mit hellgrünen cm grossen Hornblendeprismen, bis 20 cm, sehr brüchig, durchscheinend.
- Chalkosin:
- Demantoid: Bis 1 cm grosse Aggregate, gelblichgrün, vereinzelt scharfkantige und durchsichtige Kristalle, im Asbest.
- Diopsid:
- Spessartin: Bis 1 mm, gut entwickelt, braun-orange, Rhombendodekaeder.
021_VS / Binntal, Geisspfad, Geispfad, Bocca Rossa
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662940 / 133110
Literatur:
- Bader, Henri; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Graeser, Stefan; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1971; Band 51; Heft 2 - 3; Seite 415 - 442; Mineralogisch-geochemische Untersuchungen an Bleiglanz und Zinkblende
- Hofmann, Beda & Soom, Michael & Kürsteiner, Peter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 2014; Heft 4; Seite 23 - 34; Wenig bekannte Tonmineralien: Neufunde von Dickit, Palygorskit und Rectorit aus der Schweiz
- Keusen, Hans-Rudolf; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1972; Band 52; Heft 3; Seite 385 - 478; Mineralogie und Petrographie des metamorphen Ultramafitit-Komplexes vom Geisspfad (Penninische Alpen)
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 114
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 39,44,81,257,298,401,442
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
In basischen Begleitgesteinen des Geisspfadserpentinits (Melanit). Weiter aus dem Serpentinit (Apatit), im Geisspfad-Ultramafitit (Bornit) und aus einer von R.L.Parker entdeckten Nickel-Kupfervererzung im Geisspfadgebiet. Mineralfunde sind vor allem an die Randzone des Serpentinkomplexes zu den Monte Leone Gneisen gebunden. Aus den Geisspfad-Serpentiniten stammt auch Klinozoisit. Eine genauere Fundortangabe fehlt hier aber. Bader, 1934, Auszug: Kluftlagerstätten im Injektionsgneis. Dieser Injektionsgneis führt zahlreiche Klüfte, kleinere am Geisspfad am Weg zum See und am Blauwang und grössere auf dem Nordrücken des Wannenhorns. Am Geisspfad sind die kleinen Klüfte ganz mit sehr kleinen Adularen und Albiten belegt; auf beiden sitzen kleinere und grössere (max. 3 mm), sehr hellgrüngelbe Titanite, Einzelindividuen und Zwillinge von der bekannten Lanzetten form, daneben viele kleine dunkelgrüne Epidotstängel und grössere Adulare nur mit (110) und (101). Muskowit ist rar und Quarz fehlt scheinbar ganz. Teilweise ist alles mit feinem Chlorit überzogen. Die Ausscheidungsfolge ist Adular, Albit-Titanit, Epidot-Muskowit-Chlotit. Geisspfad. An den Hängen zwischen Rothorn und Schwarzhorn in Serpentin: Schöne grüne Granate, tonnenförmige Chloritkristalle.
Graeser gibt das Vorkommen von Bleiglanz mit den Koordinaten 661.620/133.340 an.
- Aktinolith: Aktinolith in den Talk-Aktinolith-Linsen: Eisenreicher und dementsprechend intensiv grün gefärbt ist ein Aktinolith, der mit Talk zusammen in Linsen, die den basischen Randgesteinen eingelagert sind, vorkommt. Er bildet bis 10 cm lange, flaschengrüne und idiomorphe Kristalle.
- Albit:
- Andradit: Aus der Nickel-Kupfervererzung.
- Antigorit: Antigorit ist weitaus das häufigste gesteinsbildende Serpentinmineral in den Geisspfad-Ultramafititen.
Er ist Hauptgemengteil in den Antigorit-Olivin-Tremolit-Felsen, in den Ophidolomiten und in gewissen Talkschiefern.
- Apatit: In den Serpentiniten als Spargelstein, bis 5 cm, in Edelsteinqualität; im Gneis grüngelb auch farblos, klein, teilweise nadelig. Apatit kommt als Kluftmineral sowohl in den mafitischen wie auch in den ultramafitischen Gesteinen vor. Die recht seltenen Kristalle sind weiss oder farblos, glänzend und idiomorph.
- Bornit: In Basitgesteinen, würfelähnlich, rötlichbraun, bis 5 mm, überzogen von Malachit.
- Brochantit: Aus der Nickel-Kupfervererzung.
- Byssolith: Tremolitasbest (Byssolith): Mit Asbest ausgefüllte Klüfte sind im Geisspfad-Ultramafitit besonders nahe den Kontakten recht häufig. An zwei Stellen wurde dieser dort sehr feinfaserige Asbest um die Jahrhundertwende (1900) abgebaut. Zwei Analysen von Jakob in Bader (1934) deuten auf einen fast reinen Tremolit.
- Calcit: Calcit wurde fast ausschliesslich nur in Metabasiten gefunden, wo er oft mit Granat, Epidot und Ferro-Pargasit poikilitisch verwachsen ist. Zudem fand man in einem Olivingang eng mit Forsterit verwachsenen Calcit. Als Kluftmineral wurde Calcit recht häufig, jedoch nur in Klüften von Metabasiten beobachtet. Begleitminerale sind hier Zeolithe, Chlorite, Albit.
- Chalkopyrit: Aus der Nickel-Kupfervererzung. Cubanit und Chalkopyrit lamellar verwachsen bis 5 mm grosse Kristalle in Rodingiten N Schwarzhorn.
- Chlorit: Chlorit in den monomineralischen Chloritschiefern ist meist Klinochlor.
- Chrom-Klinochlor: Sehr interessant ist ein Klinochlor, welcher in den Antigorit-Olivin-Tremolit-Felsen in einer charakteristischen Form vorkommt: Er lagert sich rund um Relikte von Chrom-Magnetit oder Ferrochromit. Dadurch entstehen bis 5 cm grosse Augen oder längliche Schlieren.
- Chrom-Magnetit: Reliktisch zusammen mit Chrom-Chlorit in Lagen parallel zur Bänderung in den Ultramafititen
- Chromit: Wird ohne genauere Angaben vom Geisspfad erwähnt.
- Chrysotil: Aus der Nickel-Kupfervererzung. Chrysotile und Lizardite kommen bevorzugt auf Klüften der Ultramafitite vor, während sie gesteinsbildend nur untergeordnet vorhanden und hier retrograder Entstehung sind.
- Cubanit: Cubanit und Chalkopyrit lamellar verwachsen bis 5 mm grosse Kristalle in Rodingiten N Schwarzhorn
- Cuprit: Aus der Nickel-Kupfervererzung.
- Demantoid: Diese Andradit-Varietät tritt in der Geisspfadregion in mit Amiant gefüllten Spalten auf. Klar, gelbgrün, in der Regel bis 3mm gross. Frühere Funde lieferten Kristalle bis 1 cm. Kluftgranate sind in den Basiten sehr häufig. Sie sind meist idiomorph und rötlich, bräunlich oder grün gefärbt (Demantoid). In Ultramafititen sind Kluftgranate seltener. Es handelt sich hier um Demantoid, der in derben Überzügen oder idiomorphen Kristallen vorkommt. Bekannt ist der heute kaum noch zu findende Demantoid in den Asbestgruben N Zusee (Granate von Edelsteinqualität).
- Dickit: In Klüften des penninischen Geisspfadserpentins (Schwanz et al. 1994).
- Diopsid: a) Diopsid A, stark zersetzt Dieser Diopsid kommt in den Ultramafititen vor. Die mehrere mm grossen Kristalle sind stets mehr oder weniger stark zersetzt.
b) Diopsid B, teilweise zersetzt. Makroskopisch ist dieser Diopsid gelblich weiss und bildet bis 2 cm grosse, oft verbogene Kristalle.
c) Diopsid C, «feinkörniger» Diopsid. Makroskopisch ist der «feinkörnige» Diopsid entweder unsichtbar oder bildet sehr dichte, blassgrüne Massen, in denen keine einzelnen Mineralkörner unterschieden werden können.
d) «Diopsid vom Cherbadung» Es handelt sich um das schon von Kenngott (1866) erwähnte und von Strahlern oft aufgesuchte Vorkommen E vom Cherbadung. Der Diopsid bildet hier im Allgemeinen dichte, feinkristalline Massen zwischen Ultramafitit und Gneis. Die lockerer ausgebildeten Partien des nahezu monomineralischen Gesteins enthalten oft schön ausgebildete, idiomorphe Diopsidkristalle. Diese sind intensiv grün gefärbt, undurchsichtig und bis zu 10 cm lang und 1 cm dick.
e) Kluftdiopsid Auf Kluftflächen der Ultramafitite können, wenn auch selten, strahlige Überzüge von Pyroxen gefunden werden. Die cm langen gelbbraunen Kristalle sind z. T. blättrig ausgebildet. Lichtbrechung und röntgenographische Daten deuten auf einen fast reinen Diopsid.
- Dolomit: Dolomit kommt zuweilen als recht wichtiger Nebengemengteil in den Serpentinitschiefern am Rande des Ultramafitits vor.
- Epidot: Epidot und Klinozoisit sind makroskopisch gelbgrün gefärbt.
- Feldspat: Bei den beobachteten Feldspäten handelt es sich um einen meist unverzwillingten und unzersetzten Albit. Ein interessantes Albitvorkommen befindet sich am Ultramafit-Kontakt N Schwarzhorn, wo ein Alkalifeldspatgneis durch Metasomatose zu einem Albit-Pargasit-Fels umgewandelt wurde.
- Ferro-Chromit: Schwarz, stark magnegtisch, bis 8 mm lange Erzkörper, parallel zur Bänderung. Reliktisch zusammen mit Chrom-Chlorit in Lagen parallel zur Bänderung in den Ultramafititen. Die «Ferritchromite» vom Geisspfad sind stark magnetisch.
- Ferropargasit: In den aluminiumreichen basischen Begleitgesteinen des Serpentinits, gesteinsbildend, teils als idiomorphe Prismen, bis 10 cm, schwarz, unregelmässig eingelagert.
- Forsterit: Aus der Nickel-Kupfervererzung, zum Teil in Edelsteinqualität.
- Galenit: Grössere Aggregate m Rodingiten am Kontakt des Ultramafitits. Schlecht ausgebildete würfelige Kristalle, begleitet von Hornblende, Granat, Vesuvian.
- Gold, gediegen: Gold konnte in einer Gold-Kupfer-Legierung aus der Nickel-Kupfervererzung nachgewiesen werden (Meisser,N., 1993).
- Granat: Gesteinsbildende Granate kommen nur in den basischen Begleitgesteinen des Ultramafitits vor. Sie sind meist fein verteilt im Gestein oder in feinen Äderchen kristallisiert und es können Übergänge zu eigentlichen Kluftbildungen beobachtet werden.
- Grossular: Grossulare sind makroskopisch blassrot gefärbt, andraditreichere sind von brauner bis schwarzbrauner Farbe
- Ilmenit: Aus der Nickel-Kupfervererzung.- Faustgrosse Knollen in Ultramafititen oder feinverteilt im Gestein, - idiomorphe Kristalle auf Klüften der Olivmfelsen, - bis 5 cm grosse teils idiomorphe, stark glänzende Kristalle in Olivingängen,- Kugelige Aggregate in Asbest In Talk zuweilen Pseudomorphosen nach Pyrit.
- Ilvait: Aus der Nickel-Kupfervererzung.
- Klinochlor: Klinochlor ist auch wichtiger Hauptgemengteil in den Tremolit-Chlorit-Bändern. Als Kluftmineral ist Klinochlor in den Ultramafititen recht häufig. Er bildet dort silbriggraue, dünne Überzüge oder mehrere dm dicke Kluftbeläge. Die wirr verwachsenen Blättchen dieser Kluftklinochlore haben einen Durchmesser von 1-30 mm.
- Klinozoisit: Epidot und Klinozoisit sind makroskopisch gelbgrün gefärbt. Im Dünnschliff sind sie meist farblos, selten gelblich gefärbt, vor allem in der Nähe von Erzkörnern.
- Kupfer, gediegen: Gesteinsaufbauend aus der Nickel-Kupfervererzung.
- Linneit: Violarit (Linneit) kleinste Körner zusammen mit Cubanit Chalkopyrit.
- Lizardit: Lizarditführender Serpentinit in dieser Gegend, in Klüften, gelbbraune Plättchen, bis 2 mm, in Olivingängen, auch als hellgrüne Überzüge auf Olivinfels, teils als Rutschharnisch ('Edelserpentin').
- Magnesit: Magnesit ist meist idiomorph ausgebildet und oft stark zersetzt (Fe-Hydroxide etc.). Er wurde nur in den Talkschiefern beobachtet.
- Magnetit: Aus der Nickel-Kupfervererzung. Oktaeder (d bis 4 cm) in Chloritschiefern, Rhombendodekaeder auf Klüften der Olivinfelsen. Fein verteilt in allen Gesteinen, in Gängen manchmal faustgrosse Knollen.
- Malachit: Als Überzug auf dem Bornit.
- Melanit: Gesteinsbildend.
- Mesolith: Trübweiss, langprismatisch, radialstrahlig, oft verwachsen mit Thomsonit, bis 8 cm (zum Teil mit Natrolithkern). Die Kristalle stammen aus Klüften in Gängen hornblendereicher Gesteine im Geisspfad-Serpentinit.
- Montmorillonit: Dieses Tonmineral kommt zusammen mit Aktinolith auf Klüften im Ultramafitit N des Schwarzhorns vor. Röntgenographisch ist es ein tri-oktaedrischer Montmorillonit und vermutlich handelt es sich um die Mg-Varietät Saponit.
- Muskovit:
- Natrolith: Stängelig, faserig, farblos bis milchigweiss, bis cm-Länge, auf Klüften hornblendereicher Gesteine.
- Olivin: Olivin ist in den meisten ultramafitischen Gesteinen häufig, oft Hauptgemengteil.
- Palygorskit: Kompakte, schuppige, weisse Aggregate als Kluftbeläge.
- Pargasit: In den aluminiumreichen basischen Begleitgesteinen des Serpentinits, gesteinsbildend. Aus einer meterdicken schwarzgrünen Kontaktschicht stammt langstängeliger Pagasit mit Prismen bis 10 cm.
- Pentlandit: Fein eingefasst von Tetraauricuprid (Meisser, 1994). Aus der Nickel-Kupfervererzung.
- Phlogopit: Phlogopit ist in den Mafititen ein recht verbreitetes Mineral. Er kommt bevorzugt mit Albit, Pargasit und Epidot vor. Die oft parallel verwachsenen, bis 5 mm grossen Blättchen sind makroskopisch braun oder grün gefärbt.
- Prehnit: Am Fleschhorn sind quadratmetergrosse Kluftflächen von basischen Gesteinen dicht besetzt von weiss-grünlichen, cm grossen Prehniten. Begleitminerale sind Albit und Epidot. Das Vorkommen wurde bereits 1911 beschreiben.
- Preiswerkit: Typlokalität (1980) in einem grobkristallinen Pargasitgang, hellgrüne Einschlüsse, vor allem zusammen mit graubraunem Zoisit in einer blassgrünen (dunkelgrünen?) Pargasitader, einzelne Schuppen bis 1 mm (Keusen, 1972).
- Reevesit: Aus der Nickel-Kupfervererzung.
- Rutil: Eindeutig nachweisen konnte man dieses Mineral nur in den basischen Rand- und Ganggesteinen.
- Serpentin:
- Sheridanit: Diese AI-reichen Chlorite kommen in den basischen Gängen und Randgesteinen vor. Sie unterscheiden sich von den Chloriten a) und b) durch einen etwas deutlicheren Pleochroismus, welcher durch den höheren Eisengehalt bedingt ist. Sie bilden in den porphyrartigen Hornblendefelsen die feine, filzartige Grundmasse.
- Skolezit: Als Kluftmineral in den Basiten.
- Talk: Talk ist in den Ultramafititen vom Geisspfad häufig. Makroskopisch ist er weiss-grünlich oder durch Fe-Hydroxyde leicht rötlich gefärbt.
- Tenorit:
- Tetraauricuprid: Aus der Nickel-Kupfervererzung als feine Einfassungen von Pentlandit (Meisser, 1994).
- Thomsonit: Trübweiss, langprismatisch, radialstrahlig, oft verwachsen mit Mesolith, bis 8 cm (zum Teil mit Natrolithkern). Die Kristalle stammen aus Klüften in Gängen hornblendereicher Gesteine im Geisspfad-Serpentinit.
- Titanit: Eindeutig nachweisen konnte man dieses Mineral nur in den basischen Rand- und Ganggesteinen. Dort sind sie wichtige Nebengemengteile. Klufttitanite (gelbe oder rötliche Kristalle bis zu 2 cm Grösse) sind in Basiten und Ultramafititen oft zu finden.
- Tremolit:
- Vesuvian: Makroskopisch ist der Vesuvian vom Geisspfad rotbraun und leicht mit Granat zu verwechseln. Nur die hie und da erkennbare stängelartige Morphologie erlaubt eine eindeutige Unterscheidung. Vesuvian wurde nur in den basischen Ganggesteinen gefunden. Er ist meist in feinen Äderchen kristallisiert und von Granat begleitet.
- Violarit: Violarit (Linneit) kleinste Körner zusammen mit Cubanit Chalkopyrit.
- Zoisit: Als Einschluss in einem Pargasitgang neben Preiswerkit. Zoisit wurde nur in einem Ganggestein, im Pargasit-Na-Phlogopit-Zoisit-Fels vom Geisspfadpass gefunden. Er ist makroskopisch farblos bis leicht grünlich und bildet zusammen mit Na-Phlogopit cm- bis dm-grosse ellipsoidförmige weisslichgrüne Knollen.
022_VS / Binntal, Geisspfad, Geispfad, Bocca Rossa, Geisspfadsee, Passo della Rossa (Italien)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662300 / 133200
Literatur:
- Bader, Henri; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Graeser, Stefan; Lapis; 1981; Heft 12; Seite 9-27; Das Binntal
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 309
Südlich des Sees, in dieser Umgebung in grossen Spalten. Am Hohlweg zum Geisspfadsee lässt sich Giltstein (Speckstein) beobachten. Dieser fand früher im Ofenbau Verwendung. Das Gestein fällt durch seinen hohen Anteil an Talk und Magnesit auf. Fundgebiete für Serpentinit sind die Region Grampielhorn (Pizzo Crampiolo), Rothorn, Schwarzhorn, Ostflanke des Cherbadung (italienisches Gebiet). Im Gebiete des Geisspfads sollen 6'000 t Asbestgestein gewonnen worden sein.
Bader, 1934, Auszug: Lagerstätten der Randzone der Geisspfadmasse Ungefähr in der Mitte zwischen Passweg und Wasserfall, unmittelbar an der Grenze Serpentin-Grenzzone, gibt es im Serpentin einige sehr grosse Spalten, 1/2-2 m breit. Sie waren mit hochwertigen, langfaserigem Asbest gefüllt, der um die Jahrhundertwende abgebaut wurde. Der reinweisse Asbest schliesst stellenweise massenhaft bis zentimetergrosse, hellgrüne, durchsichtige Hornblendestängel ein.
Über den Chemismus orientieren zwei Analysen von Prof. Jakob: I. weisser Asbest, II. hellgrüne Hornblende im Asbest. Ebenfalls im Asbest eingebettet waren Titanit, Ilmenit und Granat. Titanit: grüngelb (kleine Kristalle durchsichtig). Lanzettenform. Ilmenit: Granat: Farbe grün. Bildet entweder runde Körner, einzeln oder zu Knollen aggregiert, oder klare durchsichtige, unverzerrte Rhombendodekaeder (max. 2 mm). Titanit und Granat findet man auf dieser Lagerstätte wohl kaum mehr, hingegen sind Asbest und Ilmenit noch leicht zu finden, neben filzigem Bergleder, Karbonatknollen und Pyrit. Die Kluftflächen sind glatt, und der Serpentin ist unverändert. Die Faser des Asbest steht senkrecht zur Kluftwand. Unmittelbar an der Kluftwand ist eine 3-5 cm dicke Schicht Asbest, welcher dicht ist und nur schwer zu Fasern spaltet.
- Andradit: Grüner Granat in kleinen und klaren Rhombendodekaedern.
- Apatit:
- Asbest: Hochwertig (wurde früher abgebaut), weiss, mit hellgrünen cm grossen Hornblendeprismen, bis 20 cm, sehr brüchig, durchscheinend.
- Chalkosin:
- Demantoid: Bis 1 cm grosse Aggregate, gelblichgrün, vereinzelt scharfkantige und durchsichtige Kristalle, im Asbest.
- Diopsid:
- Epidot:
- Grammatit:
- Grossular: Bescheidene Funde.
- Ilmenit: Gross, gut entwickelt, tafelig, kann durch seine spezielle Ausbildung auch Magnetit vortäuschen.
- Kupfer, gediegen: Gediegen, im Serpentin.
- Magnetit: Oktaeder, bis 4 cm Kantenlänge.
- Pyrit:
- Titanit: Grüngelb.
- Vesuvian:
023_VS / Binntal, Geisspfad, Geispfad, Bocca Rossa, Grampielhorn, Pizzo Crampiolo, Punta della Rossa, Rothorn, Punta Marani
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 663400 / 133100
Literatur:
- Albertini, Claudio & Graeser, Stefan; Lapis, 2006; Heft 5; Seite 28 ff
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 309
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Es ist darauf zu achten, dass das Mineraliensuchen nur auf Schweizer Gebiet statt findet. Die italienische Seite ist als Naturpark eingestuft und verbietet jegliches Sammeln von Mineralien. Das Serpentinit-Massiv des Geisspfades erreicht zwar nicht die Mineralienfülle der benachbarten Monte-Leone-Decke, kann aber doch einige bemerkenswerte Funde aufweisen. Nach Keusen (1972) handelt es sich bei diesem Serpentinit um eine ca. 5 Kilometer grosse Linse zwischen den Gneisen der Monte Leone-Decke. Als Hauptgesteine sind Antigorit-Olivin-Tremolit, Chlorit-Tremolit und Chrysotil-Olivin zu erkennen. Der Serpentinit am Grampielhorn ist durch seine im frischen Zustand graugrünen Farbe zu erkennen. Angewittert erscheint der Serpentinit rau und rostbraun. Die Mineralien können auf Spalten im massiven Serpentinit oder in Gesteinsgängen die sich durch einen hohen Gehalt an Kalksilikaten auszeichnen, gefunden werden. Solche Gänge finden sich vor allem auf der Nord- und der Westflanke des Pizzo Crampiolo, auf der Südostflanke der Punta della Rossa (Rothorn), und auf dem Grat zwischen Punta della Rossa und Punta Marani. Südlich des Geisspfadsees, gegen das Grampielhorn hin in Gängen eines Hornblendegesteins.
- Amianth: Einzelne Fasern in der im Anstehenden vorhandenen Andradit haltigen Kluftspalte. Ganze Gruppen bildend, ockergelb, olivbraun, pastellgrün, rhomboedrisch, undurchsichtig, trüb, matt, selten glasglänzend und halbdurchsichtig, bis 3.5 cm.
- Andradit: Ein aussergewöhnlicher Fund lieferte Kristalle bis 35 mm. Trüb, scharfkantig, apfelgrün bis braungelb, Dodekaeder. Meistens vergesellschaftet mit Tremolit-Asbest (siehe auch unter Granat).
- Apatit: In guter Ausbildung, farblos. Bis 3.5 cm (Fund 1998).
- Chlorit:
- Granat: Hellrot. Ein Fund wird auch aus den Blockfeldern der Deveroflanke, oberhalb 2600 m ü. M., auf der Route der Via delle placce, dem Plattenweg zum Westgrat des Pizzo Crampiolo Sud. Funde von hochglänzenden, grüngelben Granatkriställchen können in dieser Gegend immer wieder gemacht werden. Im Anstehenden oberhalb der Blockhalde konnte eine Kluftspalte mit derbem Andradit gefunden werden.
- Ilmenit: Aus Surzblöcken in der Südostflanke des Punta della Rossa, tafelig, zusammen mit Pennin, Titanit, Magentit und Apatit (Fund 1920).
- Ilvait:
- Grossular: Bescheidene Funde.
- Ilmenit: Gross, gut entwickelt, tafelig, kann durch seine spezielle Ausbildung auch Magnetit vortäuschen.
- Kupfer, gediegen: Gediegen, im Serpentin.
- Magnetit: Oktaeder, bis 4 cm Kantenlänge.
- Pyrit:
- Titanit: Grüngelb.
- Vesuvian:
023_VS / Binntal, Geisspfad, Geispfad, Bocca Rossa, Grampielhorn, Pizzo Crampiolo, Punta della Rossa, Rothorn, Punta Marani
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 663400 / 133100
Literatur:
- Albertini, Claudio & Graeser, Stefan; Lapis, 2006; Heft 5; Seite 28 ff
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 309
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Es ist darauf zu achten, dass das Mineraliensuchen nur auf Schweizer Gebiet statt findet. Die italienische Seite ist als Naturpark eingestuft und verbietet jegliches Sammeln von Mineralien. Das Serpentinit-Massiv des Geisspfades erreicht zwar nicht die Mineralienfülle der benachbarten Monte-Leone-Decke, kann aber doch einige bemerkenswerte Funde aufweisen. Nach Keusen (1972) handelt es sich bei diesem Serpentinit um eine ca. 5 Kilometer grosse Linse zwischen den Gneisen der Monte Leone-Decke. Als Hauptgesteine sind Antigorit-Olivin-Tremolit, Chlorit-Tremolit und Chrysotil-Olivin zu erkennen. Der Serpentinit am Grampielhorn ist durch seine im frischen Zustand graugrünen Farbe zu erkennen. Angewittert erscheint der Serpentinit rau und rostbraun. Die Mineralien können auf Spalten im massiven Serpentinit oder in Gesteinsgängen die sich durch einen hohen Gehalt an Kalksilikaten auszeichnen, gefunden werden. Solche Gänge finden sich vor allem auf der Nord- und der Westflanke des Pizzo Crampiolo, auf der Südostflanke der Punta della Rossa (Rothorn), und auf dem Grat zwischen Punta della Rossa und Punta Marani. Südlich des Geisspfadsees, gegen das Grampielhorn hin in Gängen eines Hornblendegesteins.
- Amianth: Einzelne Fasern in der im Anstehenden vorhandenen Andradit haltigen Kluftspalte. Ganze Gruppen bildend, ockergelb, olivbraun, pastellgrün, rhomboedrisch, undurchsichtig, trüb, matt, selten glasglänzend und halbdurchsichtig, bis 3.5 cm.
- Andradit: Ein aussergewöhnlicher Fund lieferte Kristalle bis 35 mm. Trüb, scharfkantig, apfelgrün bis braungelb, Dodekaeder. Meistens vergesellschaftet mit Tremolit-Asbest (siehe auch unter Granat).
- Apatit: In guter Ausbildung, farblos. Bis 3.5 cm (Fund 1998).
- Chlorit:
- Granat: Hellrot. Ein Fund wird auch aus den Blockfeldern der Deveroflanke, oberhalb 2600 m ü. M., auf der Route der Via delle placce, dem Plattenweg zum Westgrat des Pizzo Crampiolo Sud. Funde von hochglänzenden, grüngelben Granatkriställchen können in dieser Gegend immer wieder gemacht werden. Im Anstehenden oberhalb der Blockhalde konnte eine Kluftspalte mit derbem Andradit gefunden werden.
- Ilmenit: Aus Surzblöcken in der Südostflanke des Punta della Rossa, tafelig, zusammen mit Pennin, Titanit, Magentit und Apatit (Fund 1920).
- Ilvait:
- Magnetit:
- Melanit: Beidseitig des Grates, teilweise schwarz gefärbt und mit höherem Titangehalt (Keusen, 1972).
- Pennin:
- Perovskit: Selten, braun, würfelig.
- Titanit: Gelblich bis rötlichgelb, bis einige cm, in Klüften hornblendereicher Gesteine am Rande des Geisspfad-Serpentins.
- Vesuvian: Rötlichbraune, blockige Kristalle in Hornblendefelsklüften. Unter anderem zusammen mit Grossular und Titanit.
024_VS / Binntal, Geisspfad, Geispfad, Bocca Rossa, Zusee, Züesee
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662700 / 133500
Literatur:
- Graeser, St. & Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1974; Seite 265-277; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1981; Seite 437-467; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten V
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1994; Heft 2; Seite 53 - 60; Mineraltopographie der Schweiz und der umliegenden Länder: Beschreibung kürzlich entdeckter seltener oder erstgefundener Mineralien
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 208, etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 308
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 224,225
Parker beschreibt einen Fund mit der Angabe '.. auf dem Weg zu diesem See ..', Genaueres ist nicht bekannt. Die Koordinate zeigt auf das Seeufer. In den ultramafitischen Gesteinen finden sich interessante Kupfer- und Nickelvererzungen, die den serpentinisierten Peridot durchziehen.
- Adular:
- Melanit: Beidseitig des Grates, teilweise schwarz gefärbt und mit höherem Titangehalt (Keusen, 1972).
- Pennin:
- Perovskit: Selten, braun, würfelig.
- Titanit: Gelblich bis rötlichgelb, bis einige cm, in Klüften hornblendereicher Gesteine am Rande des Geisspfad-Serpentins.
- Vesuvian: Rötlichbraune, blockige Kristalle in Hornblendefelsklüften. Unter anderem zusammen mit Grossular und Titanit.
024_VS / Binntal, Geisspfad, Geispfad, Bocca Rossa, Zusee, Züesee
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662700 / 133500
Literatur:
- Graeser, St. & Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1974; Seite 265-277; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1981; Seite 437-467; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten V
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1994; Heft 2; Seite 53 - 60; Mineraltopographie der Schweiz und der umliegenden Länder: Beschreibung kürzlich entdeckter seltener oder erstgefundener Mineralien
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 208, etc.
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 308
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 224,225
Parker beschreibt einen Fund mit der Angabe '.. auf dem Weg zu diesem See ..', Genaueres ist nicht bekannt. Die Koordinate zeigt auf das Seeufer. In den ultramafitischen Gesteinen finden sich interessante Kupfer- und Nickelvererzungen, die den serpentinisierten Peridot durchziehen.
- Adular:
- Albit:
- Beryll: Nördlich des Geisspfades in den Gneisen, intensiv blau.
- Brochantit: Millimetergrosse Beläge, winzige Kristalle, smaragdgrün, vergesellschaftet mit Malachit in Form weisser bis blassgrüner, nadeliger Kristalle.
- Calcit:
- Chalkosin: Aus dem Serpentin.
- Chlorit:
- Beryll: Nördlich des Geisspfades in den Gneisen, intensiv blau.
- Brochantit: Millimetergrosse Beläge, winzige Kristalle, smaragdgrün, vergesellschaftet mit Malachit in Form weisser bis blassgrüner, nadeliger Kristalle.
- Calcit:
- Chalkosin: Aus dem Serpentin.
- Chlorit:
- Chrysotil-Antigorit:
- Cuprit:
- Demantoid:
- Djurleit: Im Serpentinit als unvollkommen entwickelte Kristalle, bis einige cm, nachgewiesen, umgewandelt bei der Pulverisierung von Chalkosin (Graeser et al., 1976).
- Epidot: Dunkelgrün.
- Heazlewoodit: Röntgenografisch bestätigt ((Nicolas Meisser).
- Ilmenit: Im Serpentinit in Ilmenit-Gängen, pseudooktaedrisch, bis 5 mm Durchmesser, auch als gesteinsbildende Knollen bis 10 cm Durchmesser (nicht magnetisch) und leicht zu verwechseln mit Magnetit (magnetisch) (Keusen, 1972).
- Ilvait: Das Mineral stammt aus dem Randgebiet des Serpentins vom Geisspfad: klein, pseudotetraedrisch, Bipyramiden, schwarz, undurchsichtig, mit Anatas zu verwechseln, als ungewöhnliches Kluftmineral, in Klüften der rodingitischen Randzone (Diopsid-Fels), in sehr schöner Ausbildung, bis mm-Grösse, zusammen mit Chlorit, Titanit, Demantoid, Calcit (Graeser, 1975).
- Kupfer, gediegen: Gediegen (näher gegen den Zusee), als mm-dicke Schlieren und Lagen.
- Malachit:
- Djurleit: Im Serpentinit als unvollkommen entwickelte Kristalle, bis einige cm, nachgewiesen, umgewandelt bei der Pulverisierung von Chalkosin (Graeser et al., 1976).
- Epidot: Dunkelgrün.
- Heazlewoodit: Röntgenografisch bestätigt ((Nicolas Meisser).
- Ilmenit: Im Serpentinit in Ilmenit-Gängen, pseudooktaedrisch, bis 5 mm Durchmesser, auch als gesteinsbildende Knollen bis 10 cm Durchmesser (nicht magnetisch) und leicht zu verwechseln mit Magnetit (magnetisch) (Keusen, 1972).
- Ilvait: Das Mineral stammt aus dem Randgebiet des Serpentins vom Geisspfad: klein, pseudotetraedrisch, Bipyramiden, schwarz, undurchsichtig, mit Anatas zu verwechseln, als ungewöhnliches Kluftmineral, in Klüften der rodingitischen Randzone (Diopsid-Fels), in sehr schöner Ausbildung, bis mm-Grösse, zusammen mit Chlorit, Titanit, Demantoid, Calcit (Graeser, 1975).
- Kupfer, gediegen: Gediegen (näher gegen den Zusee), als mm-dicke Schlieren und Lagen.
- Malachit:
- Muskovit:
- Pecorait: Röntgenografisch bestätigt ((Nicolas Meisser).
- Pentlandit: Näher gegen den Zusee hin, rötlich gelbe Knollen.
- Reevesit: Nur ein Fund, traubige Aggregate in einem 2 - 3 mm grossen Hohlraum in Cuprit, lebhaft gelb bis gelbbraun.
- Tenorit: Glänzende, schwarze Kügelchen auf dem Reevesit, unter einem mm, auch als filziger Belag bestehend aus schwarzen, nadeligen Kristallen auf Cuprit (Meisser, Ansermet, 1994).
- Titanit: Klein, sehr hell bis völlig farblos, bis 3 mm, grüngelb, zum Teil verzwillingt.
025_VS / Binntal, Giessen, Giesse, Binna
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 658540 / 135450
Literatur:
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 116
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Aus der Binna. von Fellenberg, 1893, erwähnt zu diesem Fundort: Giessen. Siderit, linsenförmig.
- Gold, gediegen: Ein Goldflitterchen mit einem Einschluss des Minerals Wismut?
- Siderit:
- Pecorait: Röntgenografisch bestätigt ((Nicolas Meisser).
- Pentlandit: Näher gegen den Zusee hin, rötlich gelbe Knollen.
- Reevesit: Nur ein Fund, traubige Aggregate in einem 2 - 3 mm grossen Hohlraum in Cuprit, lebhaft gelb bis gelbbraun.
- Tenorit: Glänzende, schwarze Kügelchen auf dem Reevesit, unter einem mm, auch als filziger Belag bestehend aus schwarzen, nadeligen Kristallen auf Cuprit (Meisser, Ansermet, 1994).
- Titanit: Klein, sehr hell bis völlig farblos, bis 3 mm, grüngelb, zum Teil verzwillingt.
025_VS / Binntal, Giessen, Giesse, Binna
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 658540 / 135450
Literatur:
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 116
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Aus der Binna. von Fellenberg, 1893, erwähnt zu diesem Fundort: Giessen. Siderit, linsenförmig.
- Gold, gediegen: Ein Goldflitterchen mit einem Einschluss des Minerals Wismut?
- Siderit:
- Wismut:
026_VS / Binntal, Gischigletscher, Güschigletscher
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 659500 / 130000
Literatur:
- Andres, Martin; Schweizer Strahler; 2019; Heft 2; Seite 6-7; Fund von 1990
- van der Burgt, Ate; Schweizer Strahler; 2000; Heft 2; Seite 85 - 88; Entdeckung von Torbernit am Gischigletscher, Binntal (VS)
- Cuchet, Stéphane; Schweizer Strahler; 2019; Heft 2; Seite 2-6; Zwei beeindruckende Rosafluorite, Gischigletscher, Wallis
- Cuchet, Stéphane & van der Burgt, Ate & Crumbach, Mischa; Schweizer Strahler; 2023; Heft 3; Seite 8-15; Die SEE-Mineralisation der Monte Leone Decke (Teil 3): Mineralogische Neuigkeiten
- Mumenthaler, Thomas & Frey, Alfred; Schweizer Strahler; 1986; Seite 330-334; Neue Mineralparagenese vom Gischigletscher (Binntal)
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 114.
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Die Wände um den Gletscher sind sehr brüchig und steinschlägig. Funde sind auch in den Geröllblöcken zu machen.
- Adular: Als Crichtonit/Seanit-Mischkristall, ähnlich dem Vorkommen am Wannigletscher.
- Apatit: Farblos, langprismatische bis nadelige Erscheinung. Bis 1 cm, licht rosafarbig.
- Aragonit: Weiss, farblos, strahlig, glasklar, bis einige mm, fächerartige Verwachsung.
- Biotit:
- Bismuthinit: Selten, manchmal im Kern der gelben Bismutitnadeln, schwarz, einmalig auch als schwarze, faserige Nadeln im Quarz. Unter 2 cm.
- Bismutit: Pseudomorph nach Bismuthinit, hellgelb, faserig, nadelig, bis 2 cm, freistehend aber auch im Quarz eingewachsen, teilweise im Innern noch unzersetzten Bismuthinit enthaltend
- Calcit: Zusammen mit Hämatit, Skalenoeder, bis ca. 1 cm. Auch in Form als Papierspat.
- Chlorit: Nur sehr wenig.
- Crichtonit: Als Crichtonit/Senait-Mischkristall, ähnlich dem Vorkommen am Wannigletscher.
- Fluorit: Grünlich oder rosafarbig, oktaedrisch, bis 8 cm.
- Gadolinit-(Y):
- Goethit: Klein, kugelig, auf Quarz.
- Gold, gediegen: Gediegen, als einzelnes Körnchen, 1 mm, duktil. Gold wurde hier 1984 in einer Quarzader in einem isolierten Felsblock auf der Moräne entdeckt. Mineraliengesellschaft: Quarz, Bismuthit, Bismuthinit, Metatorbernit, Gold, Goethit, Turmalin. Gefunden wurde nur ein Goldkorn von 1 mm Grösse. 1994 gelang einem anderen Strahler der Fund eines 1 cm-grossen Goldbleches, eingebettet in Quarz und verwachsen mit Biotit.
- Hämatit: Tafelig, bis 4 cm Durchmesser.
- Malachit: Vermutlich, muss noch bestimmt werden.
- Meta-Autunit: Grasgrün, blätterig, kaum zu unterscheiden vom häufigeren Meta-Tobernit (dieser aber ist nicht fluoreszierend), gelbgrün fluoreszierend.
- Metatorbernit: Viereckig, smaragdgrün, gelbgrün, durchsichtig, bis 1.5 cm, zum Teil rosettenförmig auf Quarz oder Gestein (im Gegensatz zum ähnlichen Meta-Autunit) nicht fluoreszierend. Zusammen mit Bismutit, Wulfenit, gediegenem Gold und dunklem Rauchquarz.
- Milarit: Stängelig, bis 4 mm. Leicht mit dem sehr ähnlichen, ebenfalls langprismatischen und farblosen Apatit zu verwechseln.
- Monazit-(Ce): Klein, hellfleischfarbig, kleine Aggregate.
- Muskovit: Reichlich.
- Piemontit: Wegen des höheren Mangananteils mit ungewöhnlicher rötlicher Farbe
- Pyrit: Eingewachsen, oxidiert, bis mehrere cm.
- Quarz:
- Rauchquarz: Bis 10 cm, auch sehr dunkel, Morion, Normalhabitus und Übergangshabitus. Zum Teil recht dunkel.
- Rosafluorit: Fund 2018, 7x7.8 cm.
- Scheelit: Kleine, weissliche Kristalle.
- Senait: Als Crichtonit/Senait-Mischkristall, ähnlich dem Vorkommen am Wannigletscher.
- Siderit:
- Sphalerit: Verzwillingte Kristalle.
- Synchisit-(Ce): Bis einige mm gross.
- Titanit: Blass, rosabraun, gelb-beige, keilförmig, aus Orthogneisklüften, mm-gross, teils verzwillingt.
- Torbernit: Durchsichtig, grünfarbig, bis 1 mm, Aggregate bis 3 mm, wie Edelsteine, zusammen mit Albit, Muskovit, Apatit, Turmalin und Rauchquarz. Erster Torbernitfund für das Binntal und zweiter Fund für die Schweiz (1999).
- Turmalin: Schwarz, nadelig, bis einige cm, meistens sehr dichte Nester bildend.
- Wulfenit: Gestreckt, prismatisch.
- Xenotim-(Y): Prismatisch, zusammen mit Turmalin, Anatas und Rutil.
027_VS / Binntal, Gischihorn, Güschihorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 659800 / 129750
Literatur:
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate & Vanini, F. & Loranth, C. & Mestrom, P. & Antonysen, E. & Meisser, Nicolas & Roth, P.; Schweizer Strahler; 2019; Heft 1; Seite 2-17; Mineralogische Topografie der Schweiz und angrenzender Regionen, 1. Teil - Binntal (CH) - Veglia (I) - Devero (I)
- Graeser, Stefan & Meisser, N. & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 43
- Koenigsberger, Joh.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1937; Band 17; Seite 85-87; Auftreten einiger Kluftmineralien in Zusammenhang mit dem Chemismus von Gneisen südlicher Decken (Simplon- und Tessiner-Penninikum)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 303
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 364
- Wagner, Albert; Urner Mineralienfreund; 1973; Heft 4; Seite 50
Im Orthogneis aus einigen Zerrklüften. Koenigsberger (1937): Höher oben am Gletscher des Güschihorn sowie in aplitisch-pegmatitischen Segregationen im Gneis an der West- und Südseite des Güschihorn und am Kriegalppasspfad ist in den Klüften eine Mineralassociation wie im Tonalitgneis (F. Becke) des Zillertal am Baumgarten: Adular, - meist schwach gefärbter Rauchquarz, - Muskovit, - etwas Hämatit, seltener auch noch kleiner gelber Sphen, kleiner, z. T. klarer Albit und Epidot im Quarz eingewachsen, also einfe ähnliche Paragenese wie sie Bader vom Wannenhorn beschreibt.
- Adular:
- Aeschynit-(Y): Untersucht von Graeser, Stefan. Siehe auch Kommentar unter Allanit.
- Allanit: Bei dem im 'Miineralienlexikon der Schweiz' auf Seite 30 abgebildeten Kristall handelt es sich nicht wie beschriftet um Allanit, sondern Aeschynit.
- Anatas:
026_VS / Binntal, Gischigletscher, Güschigletscher
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 659500 / 130000
Literatur:
- Andres, Martin; Schweizer Strahler; 2019; Heft 2; Seite 6-7; Fund von 1990
- van der Burgt, Ate; Schweizer Strahler; 2000; Heft 2; Seite 85 - 88; Entdeckung von Torbernit am Gischigletscher, Binntal (VS)
- Cuchet, Stéphane; Schweizer Strahler; 2019; Heft 2; Seite 2-6; Zwei beeindruckende Rosafluorite, Gischigletscher, Wallis
- Cuchet, Stéphane & van der Burgt, Ate & Crumbach, Mischa; Schweizer Strahler; 2023; Heft 3; Seite 8-15; Die SEE-Mineralisation der Monte Leone Decke (Teil 3): Mineralogische Neuigkeiten
- Mumenthaler, Thomas & Frey, Alfred; Schweizer Strahler; 1986; Seite 330-334; Neue Mineralparagenese vom Gischigletscher (Binntal)
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 114.
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Die Wände um den Gletscher sind sehr brüchig und steinschlägig. Funde sind auch in den Geröllblöcken zu machen.
- Adular: Als Crichtonit/Seanit-Mischkristall, ähnlich dem Vorkommen am Wannigletscher.
- Apatit: Farblos, langprismatische bis nadelige Erscheinung. Bis 1 cm, licht rosafarbig.
- Aragonit: Weiss, farblos, strahlig, glasklar, bis einige mm, fächerartige Verwachsung.
- Biotit:
- Bismuthinit: Selten, manchmal im Kern der gelben Bismutitnadeln, schwarz, einmalig auch als schwarze, faserige Nadeln im Quarz. Unter 2 cm.
- Bismutit: Pseudomorph nach Bismuthinit, hellgelb, faserig, nadelig, bis 2 cm, freistehend aber auch im Quarz eingewachsen, teilweise im Innern noch unzersetzten Bismuthinit enthaltend
- Calcit: Zusammen mit Hämatit, Skalenoeder, bis ca. 1 cm. Auch in Form als Papierspat.
- Chlorit: Nur sehr wenig.
- Crichtonit: Als Crichtonit/Senait-Mischkristall, ähnlich dem Vorkommen am Wannigletscher.
- Fluorit: Grünlich oder rosafarbig, oktaedrisch, bis 8 cm.
- Gadolinit-(Y):
- Goethit: Klein, kugelig, auf Quarz.
- Gold, gediegen: Gediegen, als einzelnes Körnchen, 1 mm, duktil. Gold wurde hier 1984 in einer Quarzader in einem isolierten Felsblock auf der Moräne entdeckt. Mineraliengesellschaft: Quarz, Bismuthit, Bismuthinit, Metatorbernit, Gold, Goethit, Turmalin. Gefunden wurde nur ein Goldkorn von 1 mm Grösse. 1994 gelang einem anderen Strahler der Fund eines 1 cm-grossen Goldbleches, eingebettet in Quarz und verwachsen mit Biotit.
- Hämatit: Tafelig, bis 4 cm Durchmesser.
- Malachit: Vermutlich, muss noch bestimmt werden.
- Meta-Autunit: Grasgrün, blätterig, kaum zu unterscheiden vom häufigeren Meta-Tobernit (dieser aber ist nicht fluoreszierend), gelbgrün fluoreszierend.
- Metatorbernit: Viereckig, smaragdgrün, gelbgrün, durchsichtig, bis 1.5 cm, zum Teil rosettenförmig auf Quarz oder Gestein (im Gegensatz zum ähnlichen Meta-Autunit) nicht fluoreszierend. Zusammen mit Bismutit, Wulfenit, gediegenem Gold und dunklem Rauchquarz.
- Milarit: Stängelig, bis 4 mm. Leicht mit dem sehr ähnlichen, ebenfalls langprismatischen und farblosen Apatit zu verwechseln.
- Monazit-(Ce): Klein, hellfleischfarbig, kleine Aggregate.
- Muskovit: Reichlich.
- Piemontit: Wegen des höheren Mangananteils mit ungewöhnlicher rötlicher Farbe
- Pyrit: Eingewachsen, oxidiert, bis mehrere cm.
- Quarz:
- Rauchquarz: Bis 10 cm, auch sehr dunkel, Morion, Normalhabitus und Übergangshabitus. Zum Teil recht dunkel.
- Rosafluorit: Fund 2018, 7x7.8 cm.
- Scheelit: Kleine, weissliche Kristalle.
- Senait: Als Crichtonit/Senait-Mischkristall, ähnlich dem Vorkommen am Wannigletscher.
- Siderit:
- Sphalerit: Verzwillingte Kristalle.
- Synchisit-(Ce): Bis einige mm gross.
- Titanit: Blass, rosabraun, gelb-beige, keilförmig, aus Orthogneisklüften, mm-gross, teils verzwillingt.
- Torbernit: Durchsichtig, grünfarbig, bis 1 mm, Aggregate bis 3 mm, wie Edelsteine, zusammen mit Albit, Muskovit, Apatit, Turmalin und Rauchquarz. Erster Torbernitfund für das Binntal und zweiter Fund für die Schweiz (1999).
- Turmalin: Schwarz, nadelig, bis einige cm, meistens sehr dichte Nester bildend.
- Wulfenit: Gestreckt, prismatisch.
- Xenotim-(Y): Prismatisch, zusammen mit Turmalin, Anatas und Rutil.
027_VS / Binntal, Gischihorn, Güschihorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 659800 / 129750
Literatur:
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate & Vanini, F. & Loranth, C. & Mestrom, P. & Antonysen, E. & Meisser, Nicolas & Roth, P.; Schweizer Strahler; 2019; Heft 1; Seite 2-17; Mineralogische Topografie der Schweiz und angrenzender Regionen, 1. Teil - Binntal (CH) - Veglia (I) - Devero (I)
- Graeser, Stefan & Meisser, N. & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 43
- Koenigsberger, Joh.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1937; Band 17; Seite 85-87; Auftreten einiger Kluftmineralien in Zusammenhang mit dem Chemismus von Gneisen südlicher Decken (Simplon- und Tessiner-Penninikum)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 303
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 364
- Wagner, Albert; Urner Mineralienfreund; 1973; Heft 4; Seite 50
Im Orthogneis aus einigen Zerrklüften. Koenigsberger (1937): Höher oben am Gletscher des Güschihorn sowie in aplitisch-pegmatitischen Segregationen im Gneis an der West- und Südseite des Güschihorn und am Kriegalppasspfad ist in den Klüften eine Mineralassociation wie im Tonalitgneis (F. Becke) des Zillertal am Baumgarten: Adular, - meist schwach gefärbter Rauchquarz, - Muskovit, - etwas Hämatit, seltener auch noch kleiner gelber Sphen, kleiner, z. T. klarer Albit und Epidot im Quarz eingewachsen, also einfe ähnliche Paragenese wie sie Bader vom Wannenhorn beschreibt.
- Adular:
- Aeschynit-(Y): Untersucht von Graeser, Stefan. Siehe auch Kommentar unter Allanit.
- Allanit: Bei dem im 'Miineralienlexikon der Schweiz' auf Seite 30 abgebildeten Kristall handelt es sich nicht wie beschriftet um Allanit, sondern Aeschynit.
- Anatas:
- Apatit:
- Bavenit: Im oberen Kriegalptal, im Geröll aus der westlichen Verlängerung des Gischihorns. In einer Kluftspalte, die mit rosettenförmigem Klinochlor ausgekleidet war und auf dem kugelig aggregierte, weisse, tafelige, Kristalle auftraten.
- Bismutit: Westlich des Gischihorns.
- Brookit:
- Chernovit-(Y): Erstfund bereits 1966. Konnte aber wegen der geringen Menge nicht bestimmt werden. Auch von westlich des Gischihorns beschrieben. Bipyramidal oder kurzstängelig, blassgrün, unter 1 mm, teils mit gelblicher Hülle. Begleitmineralien sind Rauchquarz, Fluorit, Magnetit, Apatit, Nb-Rutil, Schörl und Meta-Torbernit.
- Chlorit:
- Bavenit: Im oberen Kriegalptal, im Geröll aus der westlichen Verlängerung des Gischihorns. In einer Kluftspalte, die mit rosettenförmigem Klinochlor ausgekleidet war und auf dem kugelig aggregierte, weisse, tafelige, Kristalle auftraten.
- Bismutit: Westlich des Gischihorns.
- Brookit:
- Chernovit-(Y): Erstfund bereits 1966. Konnte aber wegen der geringen Menge nicht bestimmt werden. Auch von westlich des Gischihorns beschrieben. Bipyramidal oder kurzstängelig, blassgrün, unter 1 mm, teils mit gelblicher Hülle. Begleitmineralien sind Rauchquarz, Fluorit, Magnetit, Apatit, Nb-Rutil, Schörl und Meta-Torbernit.
- Chlorit:
- Epidot:
- Fluorit: Helllgrün, Oktaeder, rosa, teils abgestumpft durch Rhombendodekaeder- und Würfelflächen, bis 3 cm und mehr, selten auch blau oder mit Alexandriteffekt (Tageslicht = schmutzig-grün; Kunstlicht = rosa), wird auch von westlich des Gischihorns beschrieben.
- Gasparit-(Ce): Von westlich des Gischihorns beschrieben.
- Hämatit:
- Fluorit: Helllgrün, Oktaeder, rosa, teils abgestumpft durch Rhombendodekaeder- und Würfelflächen, bis 3 cm und mehr, selten auch blau oder mit Alexandriteffekt (Tageslicht = schmutzig-grün; Kunstlicht = rosa), wird auch von westlich des Gischihorns beschrieben.
- Gasparit-(Ce): Von westlich des Gischihorns beschrieben.
- Hämatit:
- Ilmenit:
- Magnetit:
- Metatorbernit: Hellgrün, aggregiert, bis 3 mm grosse tetragonale Blättchen, zuweilen tafelig, vergesellschaftet mit schwarzem Turmalin, Rauchquarz, Rosafluorit und Magnetit, auch von westlich des Gischihorns beschrieben.
- Muskovit:
- Metatorbernit: Hellgrün, aggregiert, bis 3 mm grosse tetragonale Blättchen, zuweilen tafelig, vergesellschaftet mit schwarzem Turmalin, Rauchquarz, Rosafluorit und Magnetit, auch von westlich des Gischihorns beschrieben.
- Muskovit:
- Periklin:
- Quarz: Westlich des Gischihorns, in grossen Kristallen.
- Rauchquarz: Mit normalem und prismatischem Habitus.
- Rosafluorit: Oktaeder, bis 8 cm, verzerrt.
- Rutil: Pseudomorph nach Ilmenit.
- Scheelit: Bis 5 cm (166 gr.), rauchig-braungelb, durchscheinend, fettglänzend, nur wenig Molybdän enthaltend.
- Turmalin: Schwarz, auch von westlich des Gischihorns beschrieben.
028_VS / Binntal, Halsensee
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 663500 / 136500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 289
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte Südlich und östlich des kleinen Seeleins, östlich von 'Fäld' und etwas südlich oberhalb der Binna gelegen, im Dolomit.
von Fellenberg, 1893, erwähnt zu diesem Fundort: Halsen (auf dem). Korund (Saphir und Rubin). (In krystallkörnigem Dolomit ?)
- Adular:
- Quarz: Westlich des Gischihorns, in grossen Kristallen.
- Rauchquarz: Mit normalem und prismatischem Habitus.
- Rosafluorit: Oktaeder, bis 8 cm, verzerrt.
- Rutil: Pseudomorph nach Ilmenit.
- Scheelit: Bis 5 cm (166 gr.), rauchig-braungelb, durchscheinend, fettglänzend, nur wenig Molybdän enthaltend.
- Turmalin: Schwarz, auch von westlich des Gischihorns beschrieben.
028_VS / Binntal, Halsensee
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 663500 / 136500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 289
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte Südlich und östlich des kleinen Seeleins, östlich von 'Fäld' und etwas südlich oberhalb der Binna gelegen, im Dolomit.
von Fellenberg, 1893, erwähnt zu diesem Fundort: Halsen (auf dem). Korund (Saphir und Rubin). (In krystallkörnigem Dolomit ?)
- Adular:
- Anatas:
- Apatit:
- Calcit:
- Dolomit:
- Galenit: -
Jordanit:
- Korund: Nach von Fellenberg, 1893. (Saphir und Rubin)
- Pyrit:
- Quarz: In sehr guter Qualität, Dauphinée-Habitus.
- Rutil:
- Korund: Nach von Fellenberg, 1893. (Saphir und Rubin)
- Pyrit:
- Quarz: In sehr guter Qualität, Dauphinée-Habitus.
- Rutil:
- Sphalerit:
- Tennantit:
029_VS / Binntal, Heiligkreuz, Chummibort (Blockmoräne)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 655411 / 128263
Literatur:
- Cuchet, Stéphane & van der Burgt, Ate & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 19-29
- Cuchet, Stéphane & Topa, Dan; Schweizer Strahler; 2016; Heft 3; Seite 15 - 19; Gladit, Krupkait, Paarit und Salzburgit: 4 neue Sulfosalze aus dem Binntal VS
Die Funde stammen aus dem feinkörnigen Zweiglimmergneis und dem mikroklin-Augengneis, wobei das letztere Gestein erfolgsversprechender ist und leicht erkennbar. Ein heller, muskovitreicher Gneis mit einigen cm grossen weissen Mikroklinpartien. Ein Leitmineral ist Schörl. Die Mineralien sind, wie auch die Hohlräume, nur klein. Feinkörniger Zweiglimmer ist, wie der Name sagt: feinkörnig. Zudem zeigt er eine auffällige schiefrige Planartextur mit wechselndem Glimmergehalt. Die Fundstelle befindet sich auf der Blockmoräne östlich vom unteren Gletscher-Rest am Talschluss. Ca. bei P. 2305. Insgesamt wurden doch 47 unterschiedliche Mineralien aus dieser Paragenese geborgen. Fundmöglichkeiten sind mit Kenntnis der verschiedenen Gesteinsarten durchaus gegeben. Sie sind aber nicht unbedingt ausgiebig doch qualitativ gut. Interessant für den MM-Sammler.
- Adular:
029_VS / Binntal, Heiligkreuz, Chummibort (Blockmoräne)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 655411 / 128263
Literatur:
- Cuchet, Stéphane & van der Burgt, Ate & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 19-29
- Cuchet, Stéphane & Topa, Dan; Schweizer Strahler; 2016; Heft 3; Seite 15 - 19; Gladit, Krupkait, Paarit und Salzburgit: 4 neue Sulfosalze aus dem Binntal VS
Die Funde stammen aus dem feinkörnigen Zweiglimmergneis und dem mikroklin-Augengneis, wobei das letztere Gestein erfolgsversprechender ist und leicht erkennbar. Ein heller, muskovitreicher Gneis mit einigen cm grossen weissen Mikroklinpartien. Ein Leitmineral ist Schörl. Die Mineralien sind, wie auch die Hohlräume, nur klein. Feinkörniger Zweiglimmer ist, wie der Name sagt: feinkörnig. Zudem zeigt er eine auffällige schiefrige Planartextur mit wechselndem Glimmergehalt. Die Fundstelle befindet sich auf der Blockmoräne östlich vom unteren Gletscher-Rest am Talschluss. Ca. bei P. 2305. Insgesamt wurden doch 47 unterschiedliche Mineralien aus dieser Paragenese geborgen. Fundmöglichkeiten sind mit Kenntnis der verschiedenen Gesteinsarten durchaus gegeben. Sie sind aber nicht unbedingt ausgiebig doch qualitativ gut. Interessant für den MM-Sammler.
- Adular:
- Aikinit:
- Albit:
- Anatas: Flachtafelig, schwarz, recht häufig, bis max. 7mm (selten).Manchmal mehr kugelig oder messerartig, oft direkt verwachsen mit unvollkommen kristallisierten Ilmenit-Blättchen.
- Asbecasit: Meistens nur in pulveriger Erscheinung, intensiv gelb, belagartig bis 1 cm. Wenn frisch, dann klein, bis 2 mm, hellgelb. In diesem Fall leicht mit dem sehr ähnlichen Titanit zu verwechseln.
- Biotit:
- Bismutit: Erscheinung als hellgelbe, körnige Beläge oder als randliche Pseudomorphosen nach Bismut-Sulfiden. Dann in einer Länge bis mehrere cm. Begleitmineralien: Gasparit-Ce, Cafarsit, Gold, Anatas, Galenit, Wulfenit, etc.
- Cafarsit: Kommt in den typischen rotbraunen, verwitterten Kristallen vor. Grösse bis 8 mm, kubisch oder kuboktaedrisch.- Chernovit-(Y): Selten, ähnelt einer Pseudomorphose nach Xenotim-(Y), cremeweiss bis gelb, bis 2.5mm, wie geschwollene, pyramidale Xenotimkristalle. Begleitmineralien: Nb-Rutil, Rutil, Gasparit-(Ce).
- Fluorapatit: Farblos bis helllila, bis 1 cm, prismatisch, spitzartig (Pyramiden-Flächen) oder abgeflacht, wegen der Form mit Quarz oder Milarit verwechselbar. Gerne eingewachsen zwischen Mikroklin-Augen, eher selten freistehend.
- Fluorit:
- Gadolinit-(Y): Nur winzige Kristalle und selten zu finden.
- Gasparit-(Ce): Als musterhafte Aggregate, aufgebaut aus winzigen Kriställchen, hellrosa- bis fleischfabig, bis 3 mm. Begleitmineralien: Nb-Rutil, Rutil, Anatas, Bismutit, Schörl, Chernovit-(Y), Gold.
- Gladit: Wird ohne nähere Angaben vom Chummibort-Gletscher erwähnt.
- Gold, gediegen: Auf 4 Stufen gefunden, Flitterchen bis 1 mm, direkt vergesellschaftet mit verwitterten Bismut-Sulfiden. In den goldführenden Geröllblöcken fehlte Schörl und Uranglimmer.
- Hammarit: Ein weiteres Sulfosalz und von Makovickyit kaum zu unterscheiden. Für die genaue Bestimmung sind noch weitere Untersuchungen notwendig. Ursprünglich als Rézbanyit beschrieben.
- Hyalit: Weiss, kugelig, bis mm-gross, büschelige Aggregate, nadelig, dem Quarz, Albit oder Fluorit aufsitzend.
- Hämatit:
- Krupkait: Wird ohne nähere Angaben vom Chummibort-Gletscher erwähnt.
- Magnetit:
- Makovickyit: Ein primäres Sulfosalz, welches nach den ersten Untersuchungen auf Makovickyit schliessen lässt. Weitere Analysen sind zur genauen Bestimmung noch notwendig. Bisher nur von 3 Fundstellen bekannt. Umschlossen von Quarz, stängelig, bis 2 cm, mm-dick.
- Meta-Autunit: Selten, hellzitronengelb, nur ein Fund als miteinander verwachsene Blättchen. Kristallrasen bis 5 mm. Von anderen Uranglimmer-Mineralien nicht immer einfach zu Unterscheiden.
- Metatorbernit: Winzig, hellgrün, dünntafelig. Begleitmineralien: Bismutit und Schörl. In eher schlechter Qualität.
- Metazeunerit: Winzig, dünntafelig, intensiv grün, selten. Direkt auf oder neben zersetztem Cafarsit zu beobachten. Weitere Begleitmineralien: Klinochlor, Pharmakosiderit, Fluorit.
- Monazit-(Ce): Nur winzige Kristalle und selten zu finden.
- Muskovit:
- Nb-Rutil: Aggregate bis 3mm, schwarzbraun, mit goldgelbem Glanz, meistens als deutliche Pseudomorphosen von Anatas zu erkennen. Der ähnlich erscheinende Rutil ist durch die rote Farbe zu unterscheiden.
- Paarit: Wird vom Chummibort-Gletscher erwähnt. Nachgewiesen basierend auf quantitativen WDS-Analysen.
- Pharmakosiderit: Winzige, orangebraune Kriställchen auf braunschwarzen Klinochlorrosetten aufsitzend. Obwohl sehr klein, fallen die Kriställchen wegen des Kontrastes doch recht gut auf. Neben dem Wannigletscher ist dies die zweite Fundstelle dieses Minerals im Binntal.
- Quarz:
- Rutil:
- Salzburgit: Wird ohne nähere Angaben vom Chummibort-Gletscher erwähnt. Nachgewiesen basierend auf quantitativen WDS-Analysen.
- Schörl:
- Synchisit-(Ce): In typischen gelboranger, säuliger Ausbildung mit pseudohexagonalem Querschnitt, bis 2mm. Selten sind auch Stufen mit bis 5mm langen Kristallen zu finden.
- Titanit:
- Uranglimmer: Arsenhaltiger Uranglimmer (Zeunerit, Metazeunerit, Metakahlerit).
- Xenotim-(Y): Nur winzige Kristalle und selten zu finden.
030_VS / Binntal, Heiligkreuz, Chummibort, Blattjengrat
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 655450 / 130150
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 216
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Dieser Grat trennt das Mattital und das Chummibort, beide südlich von Heiligkreuz.
- Amethyst: Oft schön intensiv gefärbt, als Zepterquarz.
- Apatit: Tafelig oder isometrisch.
- Bismuthinit: Auf der Südwestseite des Grates, klein, überkrustet von einer gelblichen Oxidationsschicht.
- Zepteramethyst:
031_VS / Binntal, Heiligkreuz, Chummibort, Ritterpass I, Passo di Boccareccio, Cima delle Piodelle
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 656120 / 127500
Literatur:
- Cuchet, Stéphane & van der Burgt, Ate & Crumbach, Mischa; Schweizer Strahler; 2023; Heft 3; Seite 8-15; Die SEE-Mineralisation der Monte Leone Decke (Teil 3): Mineralogische Neuigkeiten
- Cuchet, Stéphane & van der Burgt, Ate & Crumbach, Mischa; Schweizer Strahler; 2023; Heft 4; Seite 9-17; Die SEE-Mineralisation der Monte Leone Decke (Teil 4): Mineralogische Neuigkeiten
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate & Vanini, F. & Loranth, C. & Mestrom, P. & Antonysen, E. & Meisser, Nicolas & Roth, P.; Schweizer Strahler; 2019; Heft 1; Seite 2-17; Mineralogische Topografie der Schweiz und angrenzender Regionen, 1. Teil - Binntal (CH) - Veglia (I) - Devero (I)
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate; Lapis; 2016; Heft 9; Seite 22-33; Zwischen Binntal und Alpe Veglia: Alpine Seltenerden-Mineralien
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate; Schweizer Strahler; 2014; Heft 1; Seite 8-13; Auf der Spur der vielleicht grössten Seltene-Erdeelemente-Mineralisation der Alpen
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate; Schweizer Strahler; 2014; Heft 2; Seite 2-55; Das Binntal enthüllt ein grosses Geheimnis
- Crumbach, Mischa & Cuchet, Stéphane & Van der Burgt, Ate; Schweizer Strahler; 2014; Heft 3; Seite 18-35; Es ist nicht alles Pegmatit, was so aussieht
- Hofmann, Beda A. & Flisch, Alex; Schweizer Strahler; 2008; Heft 4; Seite 2 - 6
- Graeser, Stefan; Lapis; 1981; Heft 12; Seite 9-27; Das Binntal
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 202,206
Übergang vom Chummibort (südlich Heiligkreuz) nach Italien. Der Pass liegt südwestlich des Helsenhorn. Sehr gute Funde von Magnetit konnten auf der italienischen Seite gemacht werden. Auf der Nordseite des Ritterpasses sind Mineralklüfte selten. An der Wand unter dem Ritterpass auf Klüften in aplitischen Adern: Magnetit. - Die angeblichen Vorkommen vom Ritterpass mit Anatas und Magnetit, grossen Rutilkristallen und Hämatit kommen alle von den bekannten Fundorten oberhalb Alp Lercheltini.
Strahler: Im Binntal wurde eine Seltene-Erde-Elemente (SEE)-Mineralisation entdeckt, mit einer ununterbrochenen Ausdehnung von 2 Km in der Region Ritterpass - Cima dellae Piodelle. Darüber hinaus lässt sich diese Mineralisation bis jetzt punktuell über weitere 6 Km verfolgen - über den Chriegalppass zum Wannigletscher, den Wannigrat und bis zum Furggulti. Bisher wurden in der Region Ritterpass insgesamt 15 SEE-Mineralien gefunden. Die untersuchte Zone mit den SEE-Mineralien erstreckt sich vom hinteren Talboden des Chummibort bis hinauf zur Passhöhe des Ritterpasses. Das Gelände um den Ritterpass kann in 5 Bereiche unterteilt werden:
Schweizer-Seite:
1. den Nordwesten mit einem Gletscherkessel zwischen dem Hillehorn und einem namenlosen Felsbuckel, bezeichnet als 'Ritterterasse'. Südlich begrenzt durch eine über 100 Meter hohe und steinschlägige Felswand.
2. den Nordosten, eine von Geröll übersäte Gletscherchumme, durch welche der Pfad zum Ritterpass führt und als 'Ritterchumme' geführt wird und von ca. 30 Meter hohen Felsabbrüchen umrahmt wird. Italienisches Gebiet (Mineraliensammeln verboten!)
3. Südosten, westlich begrenzt durch den Bergweg zwischen Ritterpass und Pian d'Erbioi und östlich ausgedehnt bis zur Punta Boccareccio.
4. südlich, zwischen dem Bergweg vom Ritterpass zum Pian d'Erbioi und einem sich ab Punkt 2874 nach SSW ziehenden Felsabbruch im Westen. Blockhalden ziehen sich hinunter bis zum Lago Bianco.
5. im Südwesten, östlich begrenzt von dem ab Punkt 2874 nach SSW ziehenden Felsabbruch bis südlich des Hillehorngipfels, erreichbar vom Ritterpass via Punkt 2874 über eine einfache, luftige Kletterpassage. (Siehe Schweizer Strahler, 2014, Heft 2, Seite 4).
Punkt 1 ist von Heiligkreuz aus in 5 Stunden zu erreichen. Dabei sind 1300 Höhenmeter zu überwinden. Am Ende des Talbodens im Chummibord geht man zur Moräne und überwindet eine Felsbarriere. Dabei ist auf Steinschlag aus dem oben liegenden Gletscher zu achten. Dann östlich am Gletscher vorbei bis auf 2600 m ü. M. Der nordwestliche Gletscherkessel mit seinen mineralisierten Aufschlüssen ist seit längerem Eisfrei. In der Ritterchumme ist dies noch nicht der Fall, dies erfolgt hier erst nach und nach. Aufschlüsse sind in den herabgestürzten Blöcken zu finden. Diese sind aber dünn gesät und leicht zu übersehen. Klüfte sind nicht zu erwarten. Die Mineralisation kommt in sehr grobkörnigen, quarz- und feldspatreichen Knauern (einige dm dick und bis 1 m lang) vor, eingebettet in einer feinkörnigen Gneismatrix. Die Knauer enthalten bis einige cm-grosse Hohlräume. Nachgewiesen ist die SEE-Mineralisation in der Ritterchumme nach Osten hin bis zum Bergweg Richtung Ritterpass nachgewiesen werden. Hier ist sie anstehend. Richtung Westen (Schweizer Seite) steht die Mineralisation in der gesamten Felswand an, die den Hauptgletscher des Chummibort überragt, bis hin zu den Sturzblöcken unterhalb der Nordostwand des Hillehorns (resp. Punkt 2861). Weiter westlich (Mättital, Blausee, restliches Saflischtal) ist die Mineralisation nicht mehr zu finden. Die Mächtigkeit der Mineralisation beträgt ca. 50 Meter.
Die italiensische Seite, welche ebefalls Mineralisationen enthält, ist hier wegen des Sammelverbotes nicht aufgeführt, Details können aber dem Schweizer Strahler, 2013, Heft 2, entnommen werden. Punkt 2 ist von Heiligkreuz aus in 5 Stunden und 1300 Höhenmetern zu erreichen. Am Ende des Chummibort-Talboden entlang der Moräne über eine Felsbarrier. Steinschlag droht aus dem oberhalb liegenden Gletscher. Weitere SEE-Fundorte: (siehe jeweils dort)- Binntal, Furggelti, Furggulti - Binntal, Voder Helsen, Helsenchumme,- Kriegalptal, Chriegalptal, Chriegalppass,- Kriegalptal, Chriegalptal, Wannigletscher, Wannengletscher, Güschigletscher, Conca del Cervandone, Cervandone, Cherbadung, Tscherwandune,- Heiligkreuz, Fleschsee, Wannihorn, Halbelfjoch, Wannihorn (Ostgrat). Lapis: Auf Seite 24, Heft 9, 2016, sind die Lokalitäten eingezeichnet. Der grössere Teil liegt auf italienischem Gebiet, wo das Aufsammeln von Mineralien verboten ist. Der Artikel entspricht weitgehend demjenigen im Schwizer Strahler.
- Adular: Orange-braun, erdig, Hohlräume füllend.
- Aeschynit-(Y): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Hohlräumen der Knauer. Perfekt kristallisiert, brillant braune abgeschrägte Täfelchen, unter 1 mm, sehr brüchig, sehr selten. Das Mineral bildet zum einen bis 3 mm grosse, glimmerartige bis zuckerartige, weiss- oder schwach rosafarbene, perlmuttglänzende Aggregate aus dünntafeligen Kristallen, mit sehr deutlicher Spaltbarkeit. Ein 6 cm langer, brauner bis rötlicher, gebogener und in zwei Teile segmentierter Kristall wird vom Ritterpass beschrieben. Es dürfte sich hier um den grössten Aeschynit-(Y) der Alpen, sicher aber der Schweiz, handeln.
- Albit: Recht häufig, klein, meist unter 1 mm, farblos, flächenreich.
- Allanit-(Ce): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, teils eingewachsen und in beachtlicher Grösse (bis 12 cm Länge und 2.5 cm Dicke). Schwarz, meist matt und glanzlos, immer längsgestreift, im Querschnitt fast rechteckig bis linsenförmig, kann leicht übersehen und mit Schörl verwechselt werden. In frischem Abbruch tiefbraun, teils mit tiefrot-orangen Innenreflexen, oft am Ende in dünne Stängel auslaufend.
- Anatas: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, eher selten, unter 1 mm, gelbe Bipyramiden oder als linsenförmige, dunkelgraue Kristalle mit rauher Oberfläche. In den Muskovit-Biotit-Glimmern flach- oder spitzpyramidal, dunkelgrün bis schwarz, mit rauher Oberfläche. Selten als braune Täfelchen. Schwarze, spitzpyramidale Kriställchen in Knauern zusammen mit Hämatit, Rutil und Xenotim-(Y).
- Anhydrit: Als einige cm-lange Hohlräume mit flachem, rechtwinklign Querschnitt im Quarz oder Feldspat der Knauer.
- Apatit: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in stängeliger Erscheinung. Selten in der sekundären Allanit-(Ce)-Paragenese, Kugelig, bis 0.5 mm, vergesellschaftet mit Monazit-(Ce), Hämatit und Synchisit-(Ce). Farblose Kristalle bis 2 mm in den Hohräumen der Knauer. In der direkten Umgebung der SEE-Mineralisation, in langprismatischen, teilweise eingewachsenen Kristallen bis über 1 cm Länge.
- Bastnäsit-(Ce): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Hohlräumen der Knauer. Transparent, gelb bis dunkelorange oder rosa. Hexagonale, tonnenförmige Kristalle bis 10 mm Länge. Teilweise ist der Querschnitt 3-eckig ausgebildet, was zu Verwechslungen führen kann. Rosafarbene Knöllchen auf den Kopfflächen sind ebenfalls Bastnäsit-(Ce) .
- Bertrandit: Sehr selten und unscheinbar, farblos, transparent, bis 1 mm. In Allanit begleitet von Synchisit-(Ce) und/oder Bastnäsit-(Ce), Monazit-(Ce), Hämatit, Muskovit und Klinochlor.
- Beryll: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Hohlräumen der Knauer. Sehr selten. Als bis 2 mm lange intensiv blaue prismatische Kristalle in einem Knauerhohlraum. Kleine, lebhafte blaue Körner, eingewachsen.
- Beta-Fergusonit-(Y): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Hohlräumen der Knauer. Erstfund für die Schweiz. Sehr selten. Eng vergesellschaftet mit Hämatit, rissig und bildet braune, massive Einschlüsse bis 1 cm in der Quarz-Feldspatmatrix der Knauern. Begleitmineralien sind Polykrasit-(Y), gelber Xenotim-(Y) und rosa Monazit-(Ce). Als winzige gelblich-weisse und milchige Kristalle auf Nadeln von dunkelbraunem (Nb)-Rutil in ehemaligem Titanit.
- Biotit: Teils eingewachsen in Quarz, Kalifeldspat oder Karbonaten und idiomorphe Kristalle bildend. Als braune, sehr dünne Flecken von mehreren cm Grösse. Kristalle sind in Hohlräumenvon grossen, blättrigen, korrodierten Muskovitkristallen.
- Bismuthinit: Metallisch glänzend.
- Bismutit: der direkten Umgebung der SEE-Mineralisation. Erdig, gelblich, verwittert (offensichtlich aus Bismuthinit entstanden), auf Bismuthinit, vergesellschaftet mit grünem Meta-Torbernit. Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Zwickelräumen der Knauer: sehr selten, als gelber in Bismutit umgewandelter Kristallbelag auf einem ein-mm grossen stängeligen Mineral.
- Calcit: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Zwickelräumen der Knauer. Recht selten und unscheinbar, weisslich, beige oder bräunlich gefärbt, oft korrodiert oder gar aufgelöst, bildet meist mehrere cm-grosse Ausfüllungen.
- Cerianit-(Ce): Weisse bis beige pulverartige Krusten.
- Chalkopyrit: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Zwickelräumen der Knauer. Teils in sekundäre amorphe Kupferphasen verwittert, Bestandteil der Quarz-Feldspat-Knauer und wird begleitet von Allanit-(Ce), Synchisit-(Ce) und Monazit-(Ce).
- Chernovit-(Y): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses. Langprismatisch, abgeflacht mit grossen Basisflächen und nur schmalen Pyramidenflächen, bis 2 mm, honigbraun, partienweise bordeauxrot. Farblos bis milchig, dünnstängelig. Die Pyramidenflächen sind um 45° zum Prisma verdreht. Zusammen mit Grammacoliit-(Y)/Dessauit-(Y), weissem oder rosa Aeschynit-(Y) und gelbem mikrokristallinem (Nb)-Rutil.
- Chlorit:
- Cleusonit:
- Davidit-(Ce): Als schwarze Lamellen im Titanit.
- Davidit-(La): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Zwickelräumen der Knauer. Erstfund für die Schweiz. Das Mineral war bisher nicht sicher nachgewiesen. Schwarze Kristalle, teils mit grosser trigonaler Basis, bis 2 mm. Optisch von anderen Mineralien der Crichtonit-Gruppe kaum zu unterscheiden.
- Dessauit-(Y):
- Dolomit: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Zwickelräumen der Knauer. Als beige Auskleidung in einem Hohlraum, welcher auch einen Gipskristall enthielt.
- Eisenrose: Bis 9 cm Durchmesser, es handelt sich hier um die 'berühmteste' Eisenrose der Schweiz. Die Rose ist aus zahlreichen einzelnen Hämatitblättchen künstlich zusammengesetzt worden. Wegen des unlogischen Aufbaus der Rose hätte die Fälschung längst erkannt werden müssen. Es dauerte Jahre bis der Schwindel aufflog. Die Eisenrose wurde 1932 erworben und erst 1990 als Fälschung erkannt.
- Epidot: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses und in beachtlicher Grösse. Teils eingewachsen in Quarz, Kalifeldspat oder Karbonaten und idiomorphe Kristalle bildend. Findet sich in eingewachsenen Kristallen in den Knauern oder als Hülle um Allanit-(Ce)-Kristalle, bis 7 cm Länge und 2 cm Durchmesser, oft verbogen und immer zerbrochen, grün.
- Euxenit-(Y): Schöne braune, winzige, flache und spitze Kristalle.
- Fergusonit-(Y): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Zwickelräumen der Knauer. Dunkelbraune, raue, gestreckte Kristalle, bis 1 mm, sehr selten, mit quadratischem Querschnitt und eine Tracht mit extrem steilen Pyramidenflächen, begleitet von Monazit-(Ce), Xenotim-(Y), Thorit/Thorogummit, Rutil und Hämatit (teils auf diesem aufgewachsen).
- Fluorit: Zum Teil zweifarbig(grün / violett).
- Gadolinit-(Y): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses. In den Hohlräumen der Knauer. Selten und lässt sich optisch nicht von Hingganit-(Y) unterscheiden. Langprismatisch mit flachwinkligem Dach, graugrün, bis einige mm Grösse, begleitet vor allem von Hämatit, Rutil und in einem Fall von Sphalerit.
- Galenobismutit: In der direkten Umgebung der SEE-Mineralisation. Bildet langprismatische, längsgestreifte Kristalle von wenigen mm Länge, begleitet von Wulfenitkristallen.
- Genthelvin: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Hohlräumen der Knauer. Erstfund für die Schweiz. Hellblau, bis 11 mm, sehr selten, tetraedrischer Kristall, begleitet von winzigen Hämatit-Rutil-Sternen.
- Gips: Ist selten in den Hohlraumen der Knauer vorzufinden. Bis 1.5 cm, klar, sehr selten.
- Goethit: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Zwickelräumen der Knauer. Teilweise hohl und mit kleinen schwarz-braunen Goethit-Nadeln belegt.
- Gold, gediegen:
- Gramaccioliit-(Y): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses. Weltweit einzigartig sind die bis zu 3 cm grossen Gramacoliit-(Y)/Dessauit-(Y)-Lamellen, eingewachsen in primärem Titanit. Erstfund für die Schweiz. Dem Ilmenit täuschend ähnlich, bis über 3 cm, mit rauer Oberfläche, tiefschwarz, mit Metallglanz, vergesellschaftet mit (Nb)-Rutil, systematisch in frischen Titanit eingewachsen oder nach der Auflösung des Titanits zurückgeblieben, begleitet von (Nb)-Rutil (sagenitförmig und als mikrokristallines gelbes Pulver), Hämatit, Xenotim-(Y) und teils auch von weissem oder rosa Aeschynit-(Y) und Chernovit-(Y), bildet meist parallele Lamellen ohne deutliche Kristallflächen.
- Granat: Zusammen mit Quarz westlich des Passes.
- Heulandit:
- Hingganit-(Y): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses. In den Hohlräumen der Knauer. Selten und unscheinbar, bildet typisch langprismatische Kristalle mit einem flachwinkligem Dach, bis einige mm Grösse, meist farblos bis leicht fahlgrün, was als Anhaltspunkt zur Unterscheidung von Gadolinit-(Y) dienen kann.
- Hämatit: Tafelig. Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, recht häufig, teils eingewachsen und in beachtlicher Grösse (bis einig Dezimeter Länge und 3 cm Dicke). Gut ausgebildete Kristalle sind nur in den Hohlräumen zu finden und dann oft von Rutilnadeln bewachsen. Oft mit Rissen versehen
- Klinochlor: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Zwickelräumen der Knauer. Sehr häufig, dunkel bis schwarz-grün, würmchenförmig oder pulverig.
- Limonit:
- Magnetit: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses. Massiv, sporadisch in Knauern. Unscheinbar aber überall präsent, oktaedrisch, schwarz, in mm-Grösse, glänzend. In der direkten Umgebung der SEE-Mineralisation bildet Magnetit typische schwarze Oktaeder bis 1 cm.
- Metatorbernit: Grün, blätterig, tafelig, bis 3 mm, vergesellschaftet mit schwarzem Turmalin und anderen Mineralien. Metatorbernit wurde östlich in Richtung Helsengletscher gefunden.
- Monazit-(Ce): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses. Vorwiegend in Hohlräumen des Allanites vorkommend, langprismatisch, meisselförmige Endflächen, gerne farblos und klar oder mit leichter Neigung zu Rosa, mit Längsriefen auf den Prismenflächen (ein Erkennungsmerkmal), oft Aggregate von mehreren Individuen, Einzelkristalle bis 3 mm.
- Muskovit: Teils eingewachsen in Quarz, Kalifeldspat oder Karbonaten und idiomorphe Kristalle bildend. Sehr verbreitet, bildet meist hexagonale Blättchen, grau bis grüner Farbe, gerne mit SEE-Mineralien verwachsen.
- Natrojarosit: Gelbe Kugeln auf schwarzem Anatas.
- Nb-Rutil: Nb-Rutil, Zwillinge, wenig. In den Hohlräumen der Knauer, orange bis rot bis braun oder graugrün, bis wenige mm gross oder als pulverige, gelbe bis beige Masse.
- Periklin:
- Polykras-(Y): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Hohlräumen der Knauer. Extrem selten, vergesellschaftet mit Hämatit und Beta-Fergusonit-(Y) auf oder neben welchem er lanzettförmige, bräunliche und zerbrechliche Kriställchen bis 0.1 mm bildet. Vergesellschaftet nur mit Hämatit, dann eher dicktafelig, bis 2 mm gross, dunkelbraun mit metallisch-schwarz irisierender Oberfläche.
- Pyrit: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, kleine würfelige, braune Kristalle, selten, zusammen mit Monazit-(Ce).
- Quarz: Gute Quarzfunde stammen aus dem Gebiet Ritterpass - Helsenhorn. Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, massig, milchig oder leicht rauchig, manchal kritallisierte Flächen.
- Rauchquarz:
- Rhabdophan-(Ce): Nadelig in einem veränderten Synchisit-(Ce).
- Rutil: Nb-Rutil, Zwillinge, wenig. Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, nur in Form von sogenanntem Sagenit oder sternförmig auf Hämatit.
- Scheelit: 165.8 gr schwer, pseudooktaedrisch. Als lose, braungelbe, Bipyramiden.
- Siderit: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, oft sind die kleinen rhoboedrischen Kristalle durch Goethit pseudomorphosiert (dann streng genommen also kein Siderit mehr).
- Sphalerit: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, sehr selten, braun, bis 5 mm, teils angewittert, zusammen mit Gadolinit-(Y).
- Stilbit:
- Synchisit-(Ce): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, kristallisiert systematisch als Gruppen hexagonaler, tonnenförmiger Kristalle im Hohlraum aufgelöster Allanit-(Ce)-Kristalle. Manchmal auch eher langprismatisch mit flächenreichen Enden, bis max. 5 mm, lachsfarbig-gelblich wenn frisch sonst fahlrosa, beige oder fast weiss mit einer aus Tafeln aufgebauten Skelettstruktur.
- Thorit: Thorit/Thorogummit: die unter 0.3 mm grossen Minerale sind einander sehr ähnlich und können nur mit grossem Aufwand sicher bestimmt werden. Es wird angenommen, dass beide Minerale vorliegen. Sicher bestimmt ist der Thorit. Die Kristalle sind pseudokubisch, farblos/zartrosa, selten klar, trüb-weiss, schmutzig-grau-grün (oft), beige bis orange oder braun. Kommt in Hohlräumen vor, wenn auch Monazit-(Ce) und Bastnäsit-(Ce) vorhanden ist.
- Thorogummit: Siehe unter Thorit.
- Titanit: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses und in beachtlicher Grösse (frisch bis 5 cm, aufgelöste Titanitholräume oder Massen bis 10 cm). Teils eingewachsen in Quarz, Kalifeldspat oder Karbonaten und idiomorphe Kristalle bildend. Meistens gelb-grau bis beige, frische Kristalle sind tief orange.
- Turmalin: In der direkten Umgebung der SEE-Mineralisation: in Form von schwarzem Schörl in Massen von stängeligen Kristallen oder feinen Nadeln.
- Uranopolykras:
- Wulfenit: In der direkten Umgebung der SEE-Mineralisation. Hellbraun, nach der c-Achse gestreckt, tetragonaler Querschnitt, bis 1 mm, auf Bismutit. Prismatisch, gelblich und einige Zehntel mm gross.
- Xenotim-(Y): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses. In den Hohlräumen der Knauer. Kommt in vielen Paragenesen vor, prismatisch, blassrosa bis kräftig orange, teilweise sehr transparent, bis 7 mm.
- Anatas: Flachtafelig, schwarz, recht häufig, bis max. 7mm (selten).Manchmal mehr kugelig oder messerartig, oft direkt verwachsen mit unvollkommen kristallisierten Ilmenit-Blättchen.
- Asbecasit: Meistens nur in pulveriger Erscheinung, intensiv gelb, belagartig bis 1 cm. Wenn frisch, dann klein, bis 2 mm, hellgelb. In diesem Fall leicht mit dem sehr ähnlichen Titanit zu verwechseln.
- Biotit:
- Bismutit: Erscheinung als hellgelbe, körnige Beläge oder als randliche Pseudomorphosen nach Bismut-Sulfiden. Dann in einer Länge bis mehrere cm. Begleitmineralien: Gasparit-Ce, Cafarsit, Gold, Anatas, Galenit, Wulfenit, etc.
- Cafarsit: Kommt in den typischen rotbraunen, verwitterten Kristallen vor. Grösse bis 8 mm, kubisch oder kuboktaedrisch.- Chernovit-(Y): Selten, ähnelt einer Pseudomorphose nach Xenotim-(Y), cremeweiss bis gelb, bis 2.5mm, wie geschwollene, pyramidale Xenotimkristalle. Begleitmineralien: Nb-Rutil, Rutil, Gasparit-(Ce).
- Fluorapatit: Farblos bis helllila, bis 1 cm, prismatisch, spitzartig (Pyramiden-Flächen) oder abgeflacht, wegen der Form mit Quarz oder Milarit verwechselbar. Gerne eingewachsen zwischen Mikroklin-Augen, eher selten freistehend.
- Fluorit:
- Gadolinit-(Y): Nur winzige Kristalle und selten zu finden.
- Gasparit-(Ce): Als musterhafte Aggregate, aufgebaut aus winzigen Kriställchen, hellrosa- bis fleischfabig, bis 3 mm. Begleitmineralien: Nb-Rutil, Rutil, Anatas, Bismutit, Schörl, Chernovit-(Y), Gold.
- Gladit: Wird ohne nähere Angaben vom Chummibort-Gletscher erwähnt.
- Gold, gediegen: Auf 4 Stufen gefunden, Flitterchen bis 1 mm, direkt vergesellschaftet mit verwitterten Bismut-Sulfiden. In den goldführenden Geröllblöcken fehlte Schörl und Uranglimmer.
- Hammarit: Ein weiteres Sulfosalz und von Makovickyit kaum zu unterscheiden. Für die genaue Bestimmung sind noch weitere Untersuchungen notwendig. Ursprünglich als Rézbanyit beschrieben.
- Hyalit: Weiss, kugelig, bis mm-gross, büschelige Aggregate, nadelig, dem Quarz, Albit oder Fluorit aufsitzend.
- Hämatit:
- Krupkait: Wird ohne nähere Angaben vom Chummibort-Gletscher erwähnt.
- Magnetit:
- Makovickyit: Ein primäres Sulfosalz, welches nach den ersten Untersuchungen auf Makovickyit schliessen lässt. Weitere Analysen sind zur genauen Bestimmung noch notwendig. Bisher nur von 3 Fundstellen bekannt. Umschlossen von Quarz, stängelig, bis 2 cm, mm-dick.
- Meta-Autunit: Selten, hellzitronengelb, nur ein Fund als miteinander verwachsene Blättchen. Kristallrasen bis 5 mm. Von anderen Uranglimmer-Mineralien nicht immer einfach zu Unterscheiden.
- Metatorbernit: Winzig, hellgrün, dünntafelig. Begleitmineralien: Bismutit und Schörl. In eher schlechter Qualität.
- Metazeunerit: Winzig, dünntafelig, intensiv grün, selten. Direkt auf oder neben zersetztem Cafarsit zu beobachten. Weitere Begleitmineralien: Klinochlor, Pharmakosiderit, Fluorit.
- Monazit-(Ce): Nur winzige Kristalle und selten zu finden.
- Muskovit:
- Nb-Rutil: Aggregate bis 3mm, schwarzbraun, mit goldgelbem Glanz, meistens als deutliche Pseudomorphosen von Anatas zu erkennen. Der ähnlich erscheinende Rutil ist durch die rote Farbe zu unterscheiden.
- Paarit: Wird vom Chummibort-Gletscher erwähnt. Nachgewiesen basierend auf quantitativen WDS-Analysen.
- Pharmakosiderit: Winzige, orangebraune Kriställchen auf braunschwarzen Klinochlorrosetten aufsitzend. Obwohl sehr klein, fallen die Kriställchen wegen des Kontrastes doch recht gut auf. Neben dem Wannigletscher ist dies die zweite Fundstelle dieses Minerals im Binntal.
- Quarz:
- Rutil:
- Salzburgit: Wird ohne nähere Angaben vom Chummibort-Gletscher erwähnt. Nachgewiesen basierend auf quantitativen WDS-Analysen.
- Schörl:
- Synchisit-(Ce): In typischen gelboranger, säuliger Ausbildung mit pseudohexagonalem Querschnitt, bis 2mm. Selten sind auch Stufen mit bis 5mm langen Kristallen zu finden.
- Titanit:
- Uranglimmer: Arsenhaltiger Uranglimmer (Zeunerit, Metazeunerit, Metakahlerit).
- Xenotim-(Y): Nur winzige Kristalle und selten zu finden.
030_VS / Binntal, Heiligkreuz, Chummibort, Blattjengrat
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 655450 / 130150
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 216
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Dieser Grat trennt das Mattital und das Chummibort, beide südlich von Heiligkreuz.
- Amethyst: Oft schön intensiv gefärbt, als Zepterquarz.
- Apatit: Tafelig oder isometrisch.
- Bismuthinit: Auf der Südwestseite des Grates, klein, überkrustet von einer gelblichen Oxidationsschicht.
- Zepteramethyst:
031_VS / Binntal, Heiligkreuz, Chummibort, Ritterpass I, Passo di Boccareccio, Cima delle Piodelle
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 656120 / 127500
Literatur:
- Cuchet, Stéphane & van der Burgt, Ate & Crumbach, Mischa; Schweizer Strahler; 2023; Heft 3; Seite 8-15; Die SEE-Mineralisation der Monte Leone Decke (Teil 3): Mineralogische Neuigkeiten
- Cuchet, Stéphane & van der Burgt, Ate & Crumbach, Mischa; Schweizer Strahler; 2023; Heft 4; Seite 9-17; Die SEE-Mineralisation der Monte Leone Decke (Teil 4): Mineralogische Neuigkeiten
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate & Vanini, F. & Loranth, C. & Mestrom, P. & Antonysen, E. & Meisser, Nicolas & Roth, P.; Schweizer Strahler; 2019; Heft 1; Seite 2-17; Mineralogische Topografie der Schweiz und angrenzender Regionen, 1. Teil - Binntal (CH) - Veglia (I) - Devero (I)
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate; Lapis; 2016; Heft 9; Seite 22-33; Zwischen Binntal und Alpe Veglia: Alpine Seltenerden-Mineralien
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate; Schweizer Strahler; 2014; Heft 1; Seite 8-13; Auf der Spur der vielleicht grössten Seltene-Erdeelemente-Mineralisation der Alpen
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate; Schweizer Strahler; 2014; Heft 2; Seite 2-55; Das Binntal enthüllt ein grosses Geheimnis
- Crumbach, Mischa & Cuchet, Stéphane & Van der Burgt, Ate; Schweizer Strahler; 2014; Heft 3; Seite 18-35; Es ist nicht alles Pegmatit, was so aussieht
- Hofmann, Beda A. & Flisch, Alex; Schweizer Strahler; 2008; Heft 4; Seite 2 - 6
- Graeser, Stefan; Lapis; 1981; Heft 12; Seite 9-27; Das Binntal
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 202,206
Übergang vom Chummibort (südlich Heiligkreuz) nach Italien. Der Pass liegt südwestlich des Helsenhorn. Sehr gute Funde von Magnetit konnten auf der italienischen Seite gemacht werden. Auf der Nordseite des Ritterpasses sind Mineralklüfte selten. An der Wand unter dem Ritterpass auf Klüften in aplitischen Adern: Magnetit. - Die angeblichen Vorkommen vom Ritterpass mit Anatas und Magnetit, grossen Rutilkristallen und Hämatit kommen alle von den bekannten Fundorten oberhalb Alp Lercheltini.
Strahler: Im Binntal wurde eine Seltene-Erde-Elemente (SEE)-Mineralisation entdeckt, mit einer ununterbrochenen Ausdehnung von 2 Km in der Region Ritterpass - Cima dellae Piodelle. Darüber hinaus lässt sich diese Mineralisation bis jetzt punktuell über weitere 6 Km verfolgen - über den Chriegalppass zum Wannigletscher, den Wannigrat und bis zum Furggulti. Bisher wurden in der Region Ritterpass insgesamt 15 SEE-Mineralien gefunden. Die untersuchte Zone mit den SEE-Mineralien erstreckt sich vom hinteren Talboden des Chummibort bis hinauf zur Passhöhe des Ritterpasses. Das Gelände um den Ritterpass kann in 5 Bereiche unterteilt werden:
Schweizer-Seite:
1. den Nordwesten mit einem Gletscherkessel zwischen dem Hillehorn und einem namenlosen Felsbuckel, bezeichnet als 'Ritterterasse'. Südlich begrenzt durch eine über 100 Meter hohe und steinschlägige Felswand.
2. den Nordosten, eine von Geröll übersäte Gletscherchumme, durch welche der Pfad zum Ritterpass führt und als 'Ritterchumme' geführt wird und von ca. 30 Meter hohen Felsabbrüchen umrahmt wird. Italienisches Gebiet (Mineraliensammeln verboten!)
3. Südosten, westlich begrenzt durch den Bergweg zwischen Ritterpass und Pian d'Erbioi und östlich ausgedehnt bis zur Punta Boccareccio.
4. südlich, zwischen dem Bergweg vom Ritterpass zum Pian d'Erbioi und einem sich ab Punkt 2874 nach SSW ziehenden Felsabbruch im Westen. Blockhalden ziehen sich hinunter bis zum Lago Bianco.
5. im Südwesten, östlich begrenzt von dem ab Punkt 2874 nach SSW ziehenden Felsabbruch bis südlich des Hillehorngipfels, erreichbar vom Ritterpass via Punkt 2874 über eine einfache, luftige Kletterpassage. (Siehe Schweizer Strahler, 2014, Heft 2, Seite 4).
Punkt 1 ist von Heiligkreuz aus in 5 Stunden zu erreichen. Dabei sind 1300 Höhenmeter zu überwinden. Am Ende des Talbodens im Chummibord geht man zur Moräne und überwindet eine Felsbarriere. Dabei ist auf Steinschlag aus dem oben liegenden Gletscher zu achten. Dann östlich am Gletscher vorbei bis auf 2600 m ü. M. Der nordwestliche Gletscherkessel mit seinen mineralisierten Aufschlüssen ist seit längerem Eisfrei. In der Ritterchumme ist dies noch nicht der Fall, dies erfolgt hier erst nach und nach. Aufschlüsse sind in den herabgestürzten Blöcken zu finden. Diese sind aber dünn gesät und leicht zu übersehen. Klüfte sind nicht zu erwarten. Die Mineralisation kommt in sehr grobkörnigen, quarz- und feldspatreichen Knauern (einige dm dick und bis 1 m lang) vor, eingebettet in einer feinkörnigen Gneismatrix. Die Knauer enthalten bis einige cm-grosse Hohlräume. Nachgewiesen ist die SEE-Mineralisation in der Ritterchumme nach Osten hin bis zum Bergweg Richtung Ritterpass nachgewiesen werden. Hier ist sie anstehend. Richtung Westen (Schweizer Seite) steht die Mineralisation in der gesamten Felswand an, die den Hauptgletscher des Chummibort überragt, bis hin zu den Sturzblöcken unterhalb der Nordostwand des Hillehorns (resp. Punkt 2861). Weiter westlich (Mättital, Blausee, restliches Saflischtal) ist die Mineralisation nicht mehr zu finden. Die Mächtigkeit der Mineralisation beträgt ca. 50 Meter.
Die italiensische Seite, welche ebefalls Mineralisationen enthält, ist hier wegen des Sammelverbotes nicht aufgeführt, Details können aber dem Schweizer Strahler, 2013, Heft 2, entnommen werden. Punkt 2 ist von Heiligkreuz aus in 5 Stunden und 1300 Höhenmetern zu erreichen. Am Ende des Chummibort-Talboden entlang der Moräne über eine Felsbarrier. Steinschlag droht aus dem oberhalb liegenden Gletscher. Weitere SEE-Fundorte: (siehe jeweils dort)- Binntal, Furggelti, Furggulti - Binntal, Voder Helsen, Helsenchumme,- Kriegalptal, Chriegalptal, Chriegalppass,- Kriegalptal, Chriegalptal, Wannigletscher, Wannengletscher, Güschigletscher, Conca del Cervandone, Cervandone, Cherbadung, Tscherwandune,- Heiligkreuz, Fleschsee, Wannihorn, Halbelfjoch, Wannihorn (Ostgrat). Lapis: Auf Seite 24, Heft 9, 2016, sind die Lokalitäten eingezeichnet. Der grössere Teil liegt auf italienischem Gebiet, wo das Aufsammeln von Mineralien verboten ist. Der Artikel entspricht weitgehend demjenigen im Schwizer Strahler.
- Adular: Orange-braun, erdig, Hohlräume füllend.
- Aeschynit-(Y): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Hohlräumen der Knauer. Perfekt kristallisiert, brillant braune abgeschrägte Täfelchen, unter 1 mm, sehr brüchig, sehr selten. Das Mineral bildet zum einen bis 3 mm grosse, glimmerartige bis zuckerartige, weiss- oder schwach rosafarbene, perlmuttglänzende Aggregate aus dünntafeligen Kristallen, mit sehr deutlicher Spaltbarkeit. Ein 6 cm langer, brauner bis rötlicher, gebogener und in zwei Teile segmentierter Kristall wird vom Ritterpass beschrieben. Es dürfte sich hier um den grössten Aeschynit-(Y) der Alpen, sicher aber der Schweiz, handeln.
- Albit: Recht häufig, klein, meist unter 1 mm, farblos, flächenreich.
- Allanit-(Ce): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, teils eingewachsen und in beachtlicher Grösse (bis 12 cm Länge und 2.5 cm Dicke). Schwarz, meist matt und glanzlos, immer längsgestreift, im Querschnitt fast rechteckig bis linsenförmig, kann leicht übersehen und mit Schörl verwechselt werden. In frischem Abbruch tiefbraun, teils mit tiefrot-orangen Innenreflexen, oft am Ende in dünne Stängel auslaufend.
- Anatas: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, eher selten, unter 1 mm, gelbe Bipyramiden oder als linsenförmige, dunkelgraue Kristalle mit rauher Oberfläche. In den Muskovit-Biotit-Glimmern flach- oder spitzpyramidal, dunkelgrün bis schwarz, mit rauher Oberfläche. Selten als braune Täfelchen. Schwarze, spitzpyramidale Kriställchen in Knauern zusammen mit Hämatit, Rutil und Xenotim-(Y).
- Anhydrit: Als einige cm-lange Hohlräume mit flachem, rechtwinklign Querschnitt im Quarz oder Feldspat der Knauer.
- Apatit: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in stängeliger Erscheinung. Selten in der sekundären Allanit-(Ce)-Paragenese, Kugelig, bis 0.5 mm, vergesellschaftet mit Monazit-(Ce), Hämatit und Synchisit-(Ce). Farblose Kristalle bis 2 mm in den Hohräumen der Knauer. In der direkten Umgebung der SEE-Mineralisation, in langprismatischen, teilweise eingewachsenen Kristallen bis über 1 cm Länge.
- Bastnäsit-(Ce): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Hohlräumen der Knauer. Transparent, gelb bis dunkelorange oder rosa. Hexagonale, tonnenförmige Kristalle bis 10 mm Länge. Teilweise ist der Querschnitt 3-eckig ausgebildet, was zu Verwechslungen führen kann. Rosafarbene Knöllchen auf den Kopfflächen sind ebenfalls Bastnäsit-(Ce) .
- Bertrandit: Sehr selten und unscheinbar, farblos, transparent, bis 1 mm. In Allanit begleitet von Synchisit-(Ce) und/oder Bastnäsit-(Ce), Monazit-(Ce), Hämatit, Muskovit und Klinochlor.
- Beryll: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Hohlräumen der Knauer. Sehr selten. Als bis 2 mm lange intensiv blaue prismatische Kristalle in einem Knauerhohlraum. Kleine, lebhafte blaue Körner, eingewachsen.
- Beta-Fergusonit-(Y): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Hohlräumen der Knauer. Erstfund für die Schweiz. Sehr selten. Eng vergesellschaftet mit Hämatit, rissig und bildet braune, massive Einschlüsse bis 1 cm in der Quarz-Feldspatmatrix der Knauern. Begleitmineralien sind Polykrasit-(Y), gelber Xenotim-(Y) und rosa Monazit-(Ce). Als winzige gelblich-weisse und milchige Kristalle auf Nadeln von dunkelbraunem (Nb)-Rutil in ehemaligem Titanit.
- Biotit: Teils eingewachsen in Quarz, Kalifeldspat oder Karbonaten und idiomorphe Kristalle bildend. Als braune, sehr dünne Flecken von mehreren cm Grösse. Kristalle sind in Hohlräumenvon grossen, blättrigen, korrodierten Muskovitkristallen.
- Bismuthinit: Metallisch glänzend.
- Bismutit: der direkten Umgebung der SEE-Mineralisation. Erdig, gelblich, verwittert (offensichtlich aus Bismuthinit entstanden), auf Bismuthinit, vergesellschaftet mit grünem Meta-Torbernit. Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Zwickelräumen der Knauer: sehr selten, als gelber in Bismutit umgewandelter Kristallbelag auf einem ein-mm grossen stängeligen Mineral.
- Calcit: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Zwickelräumen der Knauer. Recht selten und unscheinbar, weisslich, beige oder bräunlich gefärbt, oft korrodiert oder gar aufgelöst, bildet meist mehrere cm-grosse Ausfüllungen.
- Cerianit-(Ce): Weisse bis beige pulverartige Krusten.
- Chalkopyrit: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Zwickelräumen der Knauer. Teils in sekundäre amorphe Kupferphasen verwittert, Bestandteil der Quarz-Feldspat-Knauer und wird begleitet von Allanit-(Ce), Synchisit-(Ce) und Monazit-(Ce).
- Chernovit-(Y): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses. Langprismatisch, abgeflacht mit grossen Basisflächen und nur schmalen Pyramidenflächen, bis 2 mm, honigbraun, partienweise bordeauxrot. Farblos bis milchig, dünnstängelig. Die Pyramidenflächen sind um 45° zum Prisma verdreht. Zusammen mit Grammacoliit-(Y)/Dessauit-(Y), weissem oder rosa Aeschynit-(Y) und gelbem mikrokristallinem (Nb)-Rutil.
- Chlorit:
- Cleusonit:
- Davidit-(Ce): Als schwarze Lamellen im Titanit.
- Davidit-(La): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Zwickelräumen der Knauer. Erstfund für die Schweiz. Das Mineral war bisher nicht sicher nachgewiesen. Schwarze Kristalle, teils mit grosser trigonaler Basis, bis 2 mm. Optisch von anderen Mineralien der Crichtonit-Gruppe kaum zu unterscheiden.
- Dessauit-(Y):
- Dolomit: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Zwickelräumen der Knauer. Als beige Auskleidung in einem Hohlraum, welcher auch einen Gipskristall enthielt.
- Eisenrose: Bis 9 cm Durchmesser, es handelt sich hier um die 'berühmteste' Eisenrose der Schweiz. Die Rose ist aus zahlreichen einzelnen Hämatitblättchen künstlich zusammengesetzt worden. Wegen des unlogischen Aufbaus der Rose hätte die Fälschung längst erkannt werden müssen. Es dauerte Jahre bis der Schwindel aufflog. Die Eisenrose wurde 1932 erworben und erst 1990 als Fälschung erkannt.
- Epidot: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses und in beachtlicher Grösse. Teils eingewachsen in Quarz, Kalifeldspat oder Karbonaten und idiomorphe Kristalle bildend. Findet sich in eingewachsenen Kristallen in den Knauern oder als Hülle um Allanit-(Ce)-Kristalle, bis 7 cm Länge und 2 cm Durchmesser, oft verbogen und immer zerbrochen, grün.
- Euxenit-(Y): Schöne braune, winzige, flache und spitze Kristalle.
- Fergusonit-(Y): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Zwickelräumen der Knauer. Dunkelbraune, raue, gestreckte Kristalle, bis 1 mm, sehr selten, mit quadratischem Querschnitt und eine Tracht mit extrem steilen Pyramidenflächen, begleitet von Monazit-(Ce), Xenotim-(Y), Thorit/Thorogummit, Rutil und Hämatit (teils auf diesem aufgewachsen).
- Fluorit: Zum Teil zweifarbig(grün / violett).
- Gadolinit-(Y): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses. In den Hohlräumen der Knauer. Selten und lässt sich optisch nicht von Hingganit-(Y) unterscheiden. Langprismatisch mit flachwinkligem Dach, graugrün, bis einige mm Grösse, begleitet vor allem von Hämatit, Rutil und in einem Fall von Sphalerit.
- Galenobismutit: In der direkten Umgebung der SEE-Mineralisation. Bildet langprismatische, längsgestreifte Kristalle von wenigen mm Länge, begleitet von Wulfenitkristallen.
- Genthelvin: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Hohlräumen der Knauer. Erstfund für die Schweiz. Hellblau, bis 11 mm, sehr selten, tetraedrischer Kristall, begleitet von winzigen Hämatit-Rutil-Sternen.
- Gips: Ist selten in den Hohlraumen der Knauer vorzufinden. Bis 1.5 cm, klar, sehr selten.
- Goethit: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Zwickelräumen der Knauer. Teilweise hohl und mit kleinen schwarz-braunen Goethit-Nadeln belegt.
- Gold, gediegen:
- Gramaccioliit-(Y): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses. Weltweit einzigartig sind die bis zu 3 cm grossen Gramacoliit-(Y)/Dessauit-(Y)-Lamellen, eingewachsen in primärem Titanit. Erstfund für die Schweiz. Dem Ilmenit täuschend ähnlich, bis über 3 cm, mit rauer Oberfläche, tiefschwarz, mit Metallglanz, vergesellschaftet mit (Nb)-Rutil, systematisch in frischen Titanit eingewachsen oder nach der Auflösung des Titanits zurückgeblieben, begleitet von (Nb)-Rutil (sagenitförmig und als mikrokristallines gelbes Pulver), Hämatit, Xenotim-(Y) und teils auch von weissem oder rosa Aeschynit-(Y) und Chernovit-(Y), bildet meist parallele Lamellen ohne deutliche Kristallflächen.
- Granat: Zusammen mit Quarz westlich des Passes.
- Heulandit:
- Hingganit-(Y): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses. In den Hohlräumen der Knauer. Selten und unscheinbar, bildet typisch langprismatische Kristalle mit einem flachwinkligem Dach, bis einige mm Grösse, meist farblos bis leicht fahlgrün, was als Anhaltspunkt zur Unterscheidung von Gadolinit-(Y) dienen kann.
- Hämatit: Tafelig. Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, recht häufig, teils eingewachsen und in beachtlicher Grösse (bis einig Dezimeter Länge und 3 cm Dicke). Gut ausgebildete Kristalle sind nur in den Hohlräumen zu finden und dann oft von Rutilnadeln bewachsen. Oft mit Rissen versehen
- Klinochlor: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Zwickelräumen der Knauer. Sehr häufig, dunkel bis schwarz-grün, würmchenförmig oder pulverig.
- Limonit:
- Magnetit: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses. Massiv, sporadisch in Knauern. Unscheinbar aber überall präsent, oktaedrisch, schwarz, in mm-Grösse, glänzend. In der direkten Umgebung der SEE-Mineralisation bildet Magnetit typische schwarze Oktaeder bis 1 cm.
- Metatorbernit: Grün, blätterig, tafelig, bis 3 mm, vergesellschaftet mit schwarzem Turmalin und anderen Mineralien. Metatorbernit wurde östlich in Richtung Helsengletscher gefunden.
- Monazit-(Ce): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses. Vorwiegend in Hohlräumen des Allanites vorkommend, langprismatisch, meisselförmige Endflächen, gerne farblos und klar oder mit leichter Neigung zu Rosa, mit Längsriefen auf den Prismenflächen (ein Erkennungsmerkmal), oft Aggregate von mehreren Individuen, Einzelkristalle bis 3 mm.
- Muskovit: Teils eingewachsen in Quarz, Kalifeldspat oder Karbonaten und idiomorphe Kristalle bildend. Sehr verbreitet, bildet meist hexagonale Blättchen, grau bis grüner Farbe, gerne mit SEE-Mineralien verwachsen.
- Natrojarosit: Gelbe Kugeln auf schwarzem Anatas.
- Nb-Rutil: Nb-Rutil, Zwillinge, wenig. In den Hohlräumen der Knauer, orange bis rot bis braun oder graugrün, bis wenige mm gross oder als pulverige, gelbe bis beige Masse.
- Periklin:
- Polykras-(Y): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, in Hohlräumen der Knauer. Extrem selten, vergesellschaftet mit Hämatit und Beta-Fergusonit-(Y) auf oder neben welchem er lanzettförmige, bräunliche und zerbrechliche Kriställchen bis 0.1 mm bildet. Vergesellschaftet nur mit Hämatit, dann eher dicktafelig, bis 2 mm gross, dunkelbraun mit metallisch-schwarz irisierender Oberfläche.
- Pyrit: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, kleine würfelige, braune Kristalle, selten, zusammen mit Monazit-(Ce).
- Quarz: Gute Quarzfunde stammen aus dem Gebiet Ritterpass - Helsenhorn. Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, massig, milchig oder leicht rauchig, manchal kritallisierte Flächen.
- Rauchquarz:
- Rhabdophan-(Ce): Nadelig in einem veränderten Synchisit-(Ce).
- Rutil: Nb-Rutil, Zwillinge, wenig. Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, nur in Form von sogenanntem Sagenit oder sternförmig auf Hämatit.
- Scheelit: 165.8 gr schwer, pseudooktaedrisch. Als lose, braungelbe, Bipyramiden.
- Siderit: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, oft sind die kleinen rhoboedrischen Kristalle durch Goethit pseudomorphosiert (dann streng genommen also kein Siderit mehr).
- Sphalerit: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, sehr selten, braun, bis 5 mm, teils angewittert, zusammen mit Gadolinit-(Y).
- Stilbit:
- Synchisit-(Ce): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses, kristallisiert systematisch als Gruppen hexagonaler, tonnenförmiger Kristalle im Hohlraum aufgelöster Allanit-(Ce)-Kristalle. Manchmal auch eher langprismatisch mit flächenreichen Enden, bis max. 5 mm, lachsfarbig-gelblich wenn frisch sonst fahlrosa, beige oder fast weiss mit einer aus Tafeln aufgebauten Skelettstruktur.
- Thorit: Thorit/Thorogummit: die unter 0.3 mm grossen Minerale sind einander sehr ähnlich und können nur mit grossem Aufwand sicher bestimmt werden. Es wird angenommen, dass beide Minerale vorliegen. Sicher bestimmt ist der Thorit. Die Kristalle sind pseudokubisch, farblos/zartrosa, selten klar, trüb-weiss, schmutzig-grau-grün (oft), beige bis orange oder braun. Kommt in Hohlräumen vor, wenn auch Monazit-(Ce) und Bastnäsit-(Ce) vorhanden ist.
- Thorogummit: Siehe unter Thorit.
- Titanit: Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses und in beachtlicher Grösse (frisch bis 5 cm, aufgelöste Titanitholräume oder Massen bis 10 cm). Teils eingewachsen in Quarz, Kalifeldspat oder Karbonaten und idiomorphe Kristalle bildend. Meistens gelb-grau bis beige, frische Kristalle sind tief orange.
- Turmalin: In der direkten Umgebung der SEE-Mineralisation: in Form von schwarzem Schörl in Massen von stängeligen Kristallen oder feinen Nadeln.
- Uranopolykras:
- Wulfenit: In der direkten Umgebung der SEE-Mineralisation. Hellbraun, nach der c-Achse gestreckt, tetragonaler Querschnitt, bis 1 mm, auf Bismutit. Prismatisch, gelblich und einige Zehntel mm gross.
- Xenotim-(Y): Im Zweiglimmergneis des Ritterpasses. In den Hohlräumen der Knauer. Kommt in vielen Paragenesen vor, prismatisch, blassrosa bis kräftig orange, teilweise sehr transparent, bis 7 mm.
032_VS / Binntal, Heiligkreuz, Chummibort, Ritterpass, Passo di Boccareccio
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 656150 / 127600
Literatur:
- Rykart, Rudolf & Volken, R.; Schweizer Strahler; 1986;; Seite 334-338; Flache Amethystaggregate aus dem Gebiet des Binntales VS
Aus dem Gebiet des Ritterpasses im Granitgneis. Die Koordinaten sind im Nat. Hist. Museum in Bern deponiert. Auf der Nordseite des Ritterpasses sind Mineralklüfte selten.
- Amethyst: Flache und normale Ausbildung, bis 10 cm, schwach violett.
- Hämatit: Wenig.
- Limonit:
033_VS / Binntal, Heiligkreuz, Längtal, Lengtal, Langenthal, Langental, Helsenhorn, Fleschenstaffel, Fleschstafel, Helsen, Beschissene Matt;(Erzabbau)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 657150 / 131400
Literatur:
- Bader, Henri;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1988/3; Heft 45; Seite 22-26; Die Magnetitvorkommen im Binntal und Umgebung Kanton Wallis
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 303
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 265
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Eine alte Erzgrube (2190 m ü. M.) südlich von Heiligkreuz. Das im Mineralienlexikon erwähnte Magnetitvorkommen dürfte sich auf diese ehemalige Erzgrube beziehen. Das Magnetitvorkommen von Fleschstaffel weist mehrere alte Schürfstellen auf, die am Südfuss des Hirli in ca. 2180 m ü. M. oberhalb des Alpweges nach Fleschstaffel liegen. In einem granitartigen Gneis von unruhig-schlierigem Aussehen ist das Erz eingesprengt und es bildet in der stärksten Anreicherung bloss 2-3 cm mächtige, pyritführende Magnetitlinsen.
Bader, 1934, Auszug: Titaneisenerzlagerstätte im Amphibolit von Fleschen: In den Fleschen, auf 2150 m, an der Stelle, wo sich die Wege von Heiligkreuz und Beschissene Matt treffen, befindet sich eine alte, aus Gesteinsplatten angelegte Plattform, auf der noch einige Erz- und Amphibolitstücke liegen.
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 656150 / 127600
Literatur:
- Rykart, Rudolf & Volken, R.; Schweizer Strahler; 1986;; Seite 334-338; Flache Amethystaggregate aus dem Gebiet des Binntales VS
Aus dem Gebiet des Ritterpasses im Granitgneis. Die Koordinaten sind im Nat. Hist. Museum in Bern deponiert. Auf der Nordseite des Ritterpasses sind Mineralklüfte selten.
- Amethyst: Flache und normale Ausbildung, bis 10 cm, schwach violett.
- Hämatit: Wenig.
- Limonit:
033_VS / Binntal, Heiligkreuz, Längtal, Lengtal, Langenthal, Langental, Helsenhorn, Fleschenstaffel, Fleschstafel, Helsen, Beschissene Matt;(Erzabbau)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 657150 / 131400
Literatur:
- Bader, Henri;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1988/3; Heft 45; Seite 22-26; Die Magnetitvorkommen im Binntal und Umgebung Kanton Wallis
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 303
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 265
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Eine alte Erzgrube (2190 m ü. M.) südlich von Heiligkreuz. Das im Mineralienlexikon erwähnte Magnetitvorkommen dürfte sich auf diese ehemalige Erzgrube beziehen. Das Magnetitvorkommen von Fleschstaffel weist mehrere alte Schürfstellen auf, die am Südfuss des Hirli in ca. 2180 m ü. M. oberhalb des Alpweges nach Fleschstaffel liegen. In einem granitartigen Gneis von unruhig-schlierigem Aussehen ist das Erz eingesprengt und es bildet in der stärksten Anreicherung bloss 2-3 cm mächtige, pyritführende Magnetitlinsen.
Bader, 1934, Auszug: Titaneisenerzlagerstätte im Amphibolit von Fleschen: In den Fleschen, auf 2150 m, an der Stelle, wo sich die Wege von Heiligkreuz und Beschissene Matt treffen, befindet sich eine alte, aus Gesteinsplatten angelegte Plattform, auf der noch einige Erz- und Amphibolitstücke liegen.
Bader, 1934, Auszug: Fleschenhorn: In den Amphiboliten, die südöstlich des Fleschenhorns die Randfacies des Serpentin bilden, gibt es spaltähnliche Klüfte, mit z. T. grossen, fast ebenen Wänden, also relativ kleinem Hohlraum. Man findet vier verschiedene Mineralbildungen.
1. Auf der Kluftwand ist eine 2-3 cm kompakte Schicht von feinfaseriger, dunkelgrüner Hornblende. Die Fasern stehen ungefähr senkrecht zur Kluftwand und sind asbestartig. Auf dieser Schicht hat sich säuliger bis stängeliger Epidot ausgeschieden (Grösse bis 1 x 0.5 cm).
2. Die Schicht besteht nicht aus Hornblende, sondern aus einem mehr oder weniger dichten Aggregat von Epidot ohne guter Eigengestalt. Darauf ist wieder schöner idiomorpher Epidot, Stängelige Kristalle, etwas dunkler als die Unterlage.
3. Die Wandung ist dicht besetzt von grau-weissem Prehnit, Einzelkristalle und Stöcke (ca. 1 x 1 cm). Prehnit ist pseudotetragonal tonnenförmig mit konkav-konvex gebogenen Flächen. Quadratmetergrosse Flächen sind derart dicht und homogen besetzt.
4. Epidot und Albit (ungefähr gleich alt) und Calcit (jünger) sitzen auf der Kluftwand, die sie ganz verdecken. Die Kristalle aller drei Arten sind nur ca. 1 mm gross und nicht gut ausgebildet.
- Albit:
1. Auf der Kluftwand ist eine 2-3 cm kompakte Schicht von feinfaseriger, dunkelgrüner Hornblende. Die Fasern stehen ungefähr senkrecht zur Kluftwand und sind asbestartig. Auf dieser Schicht hat sich säuliger bis stängeliger Epidot ausgeschieden (Grösse bis 1 x 0.5 cm).
2. Die Schicht besteht nicht aus Hornblende, sondern aus einem mehr oder weniger dichten Aggregat von Epidot ohne guter Eigengestalt. Darauf ist wieder schöner idiomorpher Epidot, Stängelige Kristalle, etwas dunkler als die Unterlage.
3. Die Wandung ist dicht besetzt von grau-weissem Prehnit, Einzelkristalle und Stöcke (ca. 1 x 1 cm). Prehnit ist pseudotetragonal tonnenförmig mit konkav-konvex gebogenen Flächen. Quadratmetergrosse Flächen sind derart dicht und homogen besetzt.
4. Epidot und Albit (ungefähr gleich alt) und Calcit (jünger) sitzen auf der Kluftwand, die sie ganz verdecken. Die Kristalle aller drei Arten sind nur ca. 1 mm gross und nicht gut ausgebildet.
- Albit:
- Azurit:
- Bornit:
- Calcit:
- Chalkopyrit: Umgewandelt in Malachit und Azurit.
- Eisenrose:
- Epidot: Gesteinsbildend oder als stängelige Kristalle.
- Hämatit:
- Chalkopyrit: Umgewandelt in Malachit und Azurit.
- Eisenrose:
- Epidot: Gesteinsbildend oder als stängelige Kristalle.
- Hämatit:
- Ilmenit:
- Limonit: In der Eisengrube, Kriegalpseite.
- Magnetit: In reinen Erzstücken bis 5 x 10 cm.
- Malachit:
- Prehnit: Prehnit ist pseudotetragonal tonnenförmig mit konkav-konvex gebogenen Flächen. In der Mitte jedes Prehnitstockes befindet sich ein Epidot, der dem jüngeren Prehnit als Kristallisationszentrum diente. Quadratmetergrosse Flächen sind derart dicht und homogen besetzt.
- Pyrit:
034_VS / Binntal, Heiligkreuz, Längtal, Lengtal, Langtal, Langenthal, Langental, Mättital, Giebeltal, Gibelalpe, Gibelmatte, Gibelbach
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 656100 / 131550
Literatur:
- Geipel, R.; Lapis; 1995; Heft 7-8; Seite 17
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 303
- Rykart, R.; Schweizer Strahler; 1971; Seite 229-276; Die Feldspatmineralien
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 27
- Winkler, Paul; Lapis; 2005; Heft 10; Seite 60
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Am Eingang des Mättitals gelegen und nur ca. 1 km südwestlich von Heiligkreuz entfernt. von Fellenberg, 1893, erwähnt zu diesem Fundort: Giebelthal. Albit; Talk (in der Giebelrnatt); Hornblende; Siderit; Rutil; Pyrit etc. Kenngott, 1866: Sehr selten findet sich der Amethyst und noch dazu meist blass oder unrein gefärbt, an einigen Punkten in Ober-Wallis, nämlich an der Gibelalp oder am Gibelbach im Langenthal, einem Seitenthale des Binnenthales. - Adular: In sehr grossen Kristallen.- Albit: In aussergewöhnlicher Grösse: 18 x 8 cm, Gewicht bis 4.8 kg, porzellanweiss, als Periklinzwillinge, es dürfte sich hier um die grössten Kristalle der Schweiz handeln.
- Amethyst: Bis 22 cm lang und 12 cm dick. Auch gefensterte Exemplare. Kenngott: sehr selten findet sich Amethist und dazu noch meist blass oder unrein gefärbt an der Gibelalpe oder am Gibelbach.
- Chlorit: Rosettenartig aggregiert.
- Hornblende:
- Limonit: In der Eisengrube, Kriegalpseite.
- Magnetit: In reinen Erzstücken bis 5 x 10 cm.
- Malachit:
- Prehnit: Prehnit ist pseudotetragonal tonnenförmig mit konkav-konvex gebogenen Flächen. In der Mitte jedes Prehnitstockes befindet sich ein Epidot, der dem jüngeren Prehnit als Kristallisationszentrum diente. Quadratmetergrosse Flächen sind derart dicht und homogen besetzt.
- Pyrit:
034_VS / Binntal, Heiligkreuz, Längtal, Lengtal, Langtal, Langenthal, Langental, Mättital, Giebeltal, Gibelalpe, Gibelmatte, Gibelbach
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 656100 / 131550
Literatur:
- Geipel, R.; Lapis; 1995; Heft 7-8; Seite 17
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 303
- Rykart, R.; Schweizer Strahler; 1971; Seite 229-276; Die Feldspatmineralien
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 27
- Winkler, Paul; Lapis; 2005; Heft 10; Seite 60
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Am Eingang des Mättitals gelegen und nur ca. 1 km südwestlich von Heiligkreuz entfernt. von Fellenberg, 1893, erwähnt zu diesem Fundort: Giebelthal. Albit; Talk (in der Giebelrnatt); Hornblende; Siderit; Rutil; Pyrit etc. Kenngott, 1866: Sehr selten findet sich der Amethyst und noch dazu meist blass oder unrein gefärbt, an einigen Punkten in Ober-Wallis, nämlich an der Gibelalp oder am Gibelbach im Langenthal, einem Seitenthale des Binnenthales. - Adular: In sehr grossen Kristallen.- Albit: In aussergewöhnlicher Grösse: 18 x 8 cm, Gewicht bis 4.8 kg, porzellanweiss, als Periklinzwillinge, es dürfte sich hier um die grössten Kristalle der Schweiz handeln.
- Amethyst: Bis 22 cm lang und 12 cm dick. Auch gefensterte Exemplare. Kenngott: sehr selten findet sich Amethist und dazu noch meist blass oder unrein gefärbt an der Gibelalpe oder am Gibelbach.
- Chlorit: Rosettenartig aggregiert.
- Hornblende:
- Klinochlor:
- Muskovit:
- Pyrit: Oxidiert.
- Quarz: Von der Gibelalp sind Quarze bis 65 cm bekannt geworden.
- Rutil: - Siderit:
- Turmalin: Klein, schwarz, nadelig.
- Xenotim-(Y): Winzig, grünlich.
035_VS / Binntal, Heiligkreuz, Mättital, Chummibort
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 656150 / 130130
Literatur:
- Carron, Nicolas; Schweizer Strahler; 2016; Heft 2; Seite 21-27; Rauchquarze und weitere Schätze vom Chummibort
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate & Vanini, F. & Loranth, C. & Mestrom, P. & Antonysen, E. & Meisser, Nicolas & Roth, P.; Schweizer Strahler; 2019; Heft 1; Seite 2-17; Mineralogische Topografie der Schweiz und angrenzender Regionen, 1. Teil - Binntal (CH) - Veglia (I) - Devero (I)
- Graeser, Stefan & Krzemnicki, M.; Lapis; 1995; Heft 7-8; Seite 68
Seitental des Binntals, ausgehend von Heiligkreuz südwestlich bis zum Steinenjoch.
- Adular:
- Aikinit: (Mättital) nadelig - stängelig, verwittert, röntgenografisch festgestellt, verdrängt durch Bismutit.
- Allanit-(Ce): Tafelig, fast quadratisch, rotbraun, ähnlich dem Anatas.
- Amethyst: Bis 6 cm.
- Arsenopyrit: Extrem selten, bis 2 mm.
- Asbecasit: Selten in guter Ausbildung, hellgelb, flachsgelb pulverig, Funde um 1990.
- Azurit:
- Bismuthinit: (Blattjengrat/Mättital).
- Bismutit: Relativ oft, hellgelb, gut erkennbar.- Cafarsit: Bis 1 cm, meistens bräunlich angewittert, oft zusammen mit Meta-Kahlerit.
- Calcit:
- Cyanotrichit: (Carbonat-Cyanotrichit) hellblau, pulverige Massen, dicht verwachsen mit Calcit, Begleitmineralien sind Azurit, Malachit, Cafarsit.
- Epidot: Klein, bis 1 mm.
- Galenit:
- Pyrit: Oxidiert.
- Quarz: Von der Gibelalp sind Quarze bis 65 cm bekannt geworden.
- Rutil: - Siderit:
- Turmalin: Klein, schwarz, nadelig.
- Xenotim-(Y): Winzig, grünlich.
035_VS / Binntal, Heiligkreuz, Mättital, Chummibort
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 656150 / 130130
Literatur:
- Carron, Nicolas; Schweizer Strahler; 2016; Heft 2; Seite 21-27; Rauchquarze und weitere Schätze vom Chummibort
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate & Vanini, F. & Loranth, C. & Mestrom, P. & Antonysen, E. & Meisser, Nicolas & Roth, P.; Schweizer Strahler; 2019; Heft 1; Seite 2-17; Mineralogische Topografie der Schweiz und angrenzender Regionen, 1. Teil - Binntal (CH) - Veglia (I) - Devero (I)
- Graeser, Stefan & Krzemnicki, M.; Lapis; 1995; Heft 7-8; Seite 68
Seitental des Binntals, ausgehend von Heiligkreuz südwestlich bis zum Steinenjoch.
- Adular:
- Aikinit: (Mättital) nadelig - stängelig, verwittert, röntgenografisch festgestellt, verdrängt durch Bismutit.
- Allanit-(Ce): Tafelig, fast quadratisch, rotbraun, ähnlich dem Anatas.
- Amethyst: Bis 6 cm.
- Arsenopyrit: Extrem selten, bis 2 mm.
- Asbecasit: Selten in guter Ausbildung, hellgelb, flachsgelb pulverig, Funde um 1990.
- Azurit:
- Bismuthinit: (Blattjengrat/Mättital).
- Bismutit: Relativ oft, hellgelb, gut erkennbar.- Cafarsit: Bis 1 cm, meistens bräunlich angewittert, oft zusammen mit Meta-Kahlerit.
- Calcit:
- Cyanotrichit: (Carbonat-Cyanotrichit) hellblau, pulverige Massen, dicht verwachsen mit Calcit, Begleitmineralien sind Azurit, Malachit, Cafarsit.
- Epidot: Klein, bis 1 mm.
- Galenit:
- Hämatit:
- Malachit:
- Metakahlerit: Olivgrün, als Krusten, winzig, auf oder neben Cafarsit.
- Mimetesit: Sehr selten, 2 Funde: feinkristallin, farbloser Überzug, auf Hämatit, nadelig, mikroskopisch, auf Galenit, olivgrüne Büschel (Krzemnicki, 1992).
- Pennin:
- Metakahlerit: Olivgrün, als Krusten, winzig, auf oder neben Cafarsit.
- Mimetesit: Sehr selten, 2 Funde: feinkristallin, farbloser Überzug, auf Hämatit, nadelig, mikroskopisch, auf Galenit, olivgrüne Büschel (Krzemnicki, 1992).
- Pennin:
- Pyrit:
- Pyrophanit: In der Bi--AS-Verezung des Mättitals. Aggregate bis 3 mm, schwarzbräunlich, pseudohexagonal. Begleitmineralien: Schörl, Bismutit und grünliche Uranglimmer-Blättchen.
- Rauchquarz: Auch im Tessinerhabitus, bis 14 cm.
- Rosafluorit: Bis 1 cm, zusammen mit Turmalin.
- Rutil: Auch als Sagenitgitter.
- Synchisit-(Ce): Beige, säulig, zusammen mit Rutil und Hämatit.
- Titanit: Klein, bis 1 mm.
- Turmalin: Schwarz, in Aggregaten.
- Xenotim-(Y): Zitronengelb, zusammen mit Titanit und Epidot.
036_VS / Binntal, Heiligkreuz, Mättital, Saflischstollen
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 654000 / 132000
Literatur:
- Graeser, Stefan & Krzemnicki, M.; Lapis; 1995; Heft 7-8; Seite 68
- Graeser, Stefan; Lapis; 2001; Heft 3; Seite 3-32
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 178
Im oberen Mättital.
- Calcit: Rhomboedrische Kristalle in Gneisklüften.
- Galenobismutit: In ausgezeichneter Ausbildung, langprismatisch, bis 1 cm, mit deutlichen Kopfflächen, hellsilbrig glänzend, gestreckt nach der c-Achse, auf eisenreichem Magnesit, verwachsen mit Siderit (Graeser et al., 1995).
- Siderit: Magnesiumreich.
037_VS / Binntal, Heiligkreuz, Saflisch, Gibelhorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 653750 / 129800
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 37
- Anatas: Klein, schwarz.
038_VS / Binntal, Helsen, Helsengletscher
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 657500 / 129500
Literatur:
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1979; Seite 141-154; Mineralneufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten IV
Eisenlagerstätte am Helsen (östliche Talseite des Kriegalptales). Erwähnt werden auch Funde von Fluorit vom Helsengletscher.
- Beryll: Tiefblau, in einer Fe-Cu-Vererzung.
- Fluorit:
- Metatorbernit: Grasgrün, wenige mm messende Tafeln. Auf Stufen zum Teil reichlich.
- Morion: Sehr selten, oft mit Uranglimmer vergesellschaftet.
- Rauchquarz:
039_VS / Binntal, Helsenhorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 658000 / 128420
Literatur:
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate; Schweizer Strahler; 2017; Heft 2; Seite 2-14; Zwei Naturpärke, ein Pass mit Biwak und schöne Mineralien
- Krähenbühl, Hans;Bergknappe;1988/3; Heft 45; Seite 22-26; Die Magnetitvorkommen im Binntal und Umgebung Kanton Wallis
- Graeser, Stefan; Lapis; 1981; Heft 12; Seite 9-27; Das Binntal
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 265
Ein besonderes Vorkommen von Magnetit wird aus einer Höhe von 2320 m ü. M. am Helsenhorn ist im Mineralienlexikon erwähnt. Eine weitere detaillierte Beschreibung: am See vorbei Richtung Ritterpass, dann nach dem Seeende nach links in die steile Flanke des Helsens. Nach der ersten Steilstufe, welche durch eine Runse überwunden werden kann, gelangt man zu einem grasbewachsenen Absatz. Von hier aus geht es zur interessanten Zone, wo sich steilstehende kleine Felswände und überwachsener Moränenschutt bemerkbar machen. Die rotbraune Färbung und das gesuchte Quarzband könnten erste Hinweise auf eine amethysthaltige Kluft sein. Das Magnetitvorkommen am Helsen befindet sich am nördlichen Ende des Helsengrates in den Felsbändern am oberen Rande der Schutthalde auf ca. 2300m Höhe. Man gelangt zu den alten Stollen von Heiligkreuz aus, über Brand und unterhalb Kummerboden abbiegend, nach Osten über die Geröllhalde am Nordhang des Helsengrates. Die Magnetitlager und -linsen, die in etwa sechs Schürfen und kurzen Stollen abgebaut worden sind, liegen in einer aplitischen Ausbildung des Monte-Leone-Gneises. Ein gut gebankter, parallel struierter aplitischer Granit bildet das Hangende der Stollen, während man im Liegenden einen mehr schlierigen, porphyrisch struierten Gneistyp antrifft. Das Erz ist diffus im Gestein eingesprengt oder es bildet kurzanhaltende Magnetitschnüre oder -linsen von höchstens 4 cm Mächtigkeit. Das Erz wird stets vom Epidotfels begleitet, der zusammen mit pegmatitischen Quarzgängen als Produkt der alpin metamorphen Verformung anzusehen ist. Ausserdem bestehen deutlich erkennbare Zusammenhänge zwischen Erz und Mineralklüften mit folgendem Inhalt: Turmalin, Biotit, Adular, Periklin, Epidot, Kalkspat, Quarz und Pyrit.
- Adular: Im Maderaner- und Fibbia-Habitus, oft verzwillingt.
- Albit:
- Amethyst: Selten.
- Apatit: Cuchet: Erwähnt aus den Wänden des Helsenhorns. Bis 6 mm gross als Begleiter von Stilbit oder Chabasit.
- Bornit: In derben Gemengen.
- Brookit: Nur klein.
- Chabasit: Cuchet: Erwähnt aus den Wänden des Helsenhorns. Bis 8 mm gross.
- Eisenrose: Bis einige cm Durchmesser.
- Fluorit: Cuchet: Als cm-grosse Kristall am Fusse der Helsenhornwand in einem beige angewitterten Gestein.
- Heulandit:
- Pyrophanit: In der Bi--AS-Verezung des Mättitals. Aggregate bis 3 mm, schwarzbräunlich, pseudohexagonal. Begleitmineralien: Schörl, Bismutit und grünliche Uranglimmer-Blättchen.
- Rauchquarz: Auch im Tessinerhabitus, bis 14 cm.
- Rosafluorit: Bis 1 cm, zusammen mit Turmalin.
- Rutil: Auch als Sagenitgitter.
- Synchisit-(Ce): Beige, säulig, zusammen mit Rutil und Hämatit.
- Titanit: Klein, bis 1 mm.
- Turmalin: Schwarz, in Aggregaten.
- Xenotim-(Y): Zitronengelb, zusammen mit Titanit und Epidot.
036_VS / Binntal, Heiligkreuz, Mättital, Saflischstollen
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 654000 / 132000
Literatur:
- Graeser, Stefan & Krzemnicki, M.; Lapis; 1995; Heft 7-8; Seite 68
- Graeser, Stefan; Lapis; 2001; Heft 3; Seite 3-32
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 178
Im oberen Mättital.
- Calcit: Rhomboedrische Kristalle in Gneisklüften.
- Galenobismutit: In ausgezeichneter Ausbildung, langprismatisch, bis 1 cm, mit deutlichen Kopfflächen, hellsilbrig glänzend, gestreckt nach der c-Achse, auf eisenreichem Magnesit, verwachsen mit Siderit (Graeser et al., 1995).
- Siderit: Magnesiumreich.
037_VS / Binntal, Heiligkreuz, Saflisch, Gibelhorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 653750 / 129800
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 37
- Anatas: Klein, schwarz.
038_VS / Binntal, Helsen, Helsengletscher
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 657500 / 129500
Literatur:
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1979; Seite 141-154; Mineralneufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten IV
Eisenlagerstätte am Helsen (östliche Talseite des Kriegalptales). Erwähnt werden auch Funde von Fluorit vom Helsengletscher.
- Beryll: Tiefblau, in einer Fe-Cu-Vererzung.
- Fluorit:
- Metatorbernit: Grasgrün, wenige mm messende Tafeln. Auf Stufen zum Teil reichlich.
- Morion: Sehr selten, oft mit Uranglimmer vergesellschaftet.
- Rauchquarz:
039_VS / Binntal, Helsenhorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 658000 / 128420
Literatur:
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate; Schweizer Strahler; 2017; Heft 2; Seite 2-14; Zwei Naturpärke, ein Pass mit Biwak und schöne Mineralien
- Krähenbühl, Hans;Bergknappe;1988/3; Heft 45; Seite 22-26; Die Magnetitvorkommen im Binntal und Umgebung Kanton Wallis
- Graeser, Stefan; Lapis; 1981; Heft 12; Seite 9-27; Das Binntal
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 265
Ein besonderes Vorkommen von Magnetit wird aus einer Höhe von 2320 m ü. M. am Helsenhorn ist im Mineralienlexikon erwähnt. Eine weitere detaillierte Beschreibung: am See vorbei Richtung Ritterpass, dann nach dem Seeende nach links in die steile Flanke des Helsens. Nach der ersten Steilstufe, welche durch eine Runse überwunden werden kann, gelangt man zu einem grasbewachsenen Absatz. Von hier aus geht es zur interessanten Zone, wo sich steilstehende kleine Felswände und überwachsener Moränenschutt bemerkbar machen. Die rotbraune Färbung und das gesuchte Quarzband könnten erste Hinweise auf eine amethysthaltige Kluft sein. Das Magnetitvorkommen am Helsen befindet sich am nördlichen Ende des Helsengrates in den Felsbändern am oberen Rande der Schutthalde auf ca. 2300m Höhe. Man gelangt zu den alten Stollen von Heiligkreuz aus, über Brand und unterhalb Kummerboden abbiegend, nach Osten über die Geröllhalde am Nordhang des Helsengrates. Die Magnetitlager und -linsen, die in etwa sechs Schürfen und kurzen Stollen abgebaut worden sind, liegen in einer aplitischen Ausbildung des Monte-Leone-Gneises. Ein gut gebankter, parallel struierter aplitischer Granit bildet das Hangende der Stollen, während man im Liegenden einen mehr schlierigen, porphyrisch struierten Gneistyp antrifft. Das Erz ist diffus im Gestein eingesprengt oder es bildet kurzanhaltende Magnetitschnüre oder -linsen von höchstens 4 cm Mächtigkeit. Das Erz wird stets vom Epidotfels begleitet, der zusammen mit pegmatitischen Quarzgängen als Produkt der alpin metamorphen Verformung anzusehen ist. Ausserdem bestehen deutlich erkennbare Zusammenhänge zwischen Erz und Mineralklüften mit folgendem Inhalt: Turmalin, Biotit, Adular, Periklin, Epidot, Kalkspat, Quarz und Pyrit.
- Adular: Im Maderaner- und Fibbia-Habitus, oft verzwillingt.
- Albit:
- Amethyst: Selten.
- Apatit: Cuchet: Erwähnt aus den Wänden des Helsenhorns. Bis 6 mm gross als Begleiter von Stilbit oder Chabasit.
- Bornit: In derben Gemengen.
- Brookit: Nur klein.
- Chabasit: Cuchet: Erwähnt aus den Wänden des Helsenhorns. Bis 8 mm gross.
- Eisenrose: Bis einige cm Durchmesser.
- Fluorit: Cuchet: Als cm-grosse Kristall am Fusse der Helsenhornwand in einem beige angewitterten Gestein.
- Heulandit:
- Hämatit:
- Jarosit: Cuchet: Zusammen mit elementarem Schwefel in der Helsenhornflanke.
- Magnetit: 1) In Lagen und Linsen im Gneis, begleitet von Epidotfels.
- Monazit-(Ce): Cuchet: Zusammen mit Eisenrosen in der Helsennordwand.
- Periklin:
- Jarosit: Cuchet: Zusammen mit elementarem Schwefel in der Helsenhornflanke.
- Magnetit: 1) In Lagen und Linsen im Gneis, begleitet von Epidotfels.
- Monazit-(Ce): Cuchet: Zusammen mit Eisenrosen in der Helsennordwand.
- Periklin:
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Schwefel: Cuchet: Elementar, zusammen mit Jarosit in der Helsenhornflanke.
- Stilbit: Cuchet: Erwähnt aus den Wänden des Helsenhorns.
- Synchisit-(Ce): Spitz, hellgelb, hoher Glanz, bis einige mm.
- Titanit:
- Xenotim-(Y): Prismatisch, zusammen mit Turmalin, Anatas und Rutil.
040_VS / Binntal, Hinterer Kollergraben, Chollergraben, Kohlergraben
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662270 / 135420
Literatur:
- Imhasly, Albert; Schweizer Strahler; 1967; Seite 83-85; Die Mineralienfunde von Fiesch und Umgebung
Nördlich der Schinhörner und unterhalb des Kollerhorn ziehen gegen die Binna hin die beiden Kollergräben (Vorderer und Hinterer). Mineralienreich ist vor allem der obere Teil des Letzgenannten.
- Adular:
- Anatas: Sehr gut ausgebildet.
- Hämatit:
- Magnetit: Bis 3 cm, stark glänzend.
- Monazit-(Ce): Manchmal recht gross und reichlich.
- Quarz: Gross.
- Rutil:
- Siderit: Reichlich.
- Titanit:
- Schwefel: Cuchet: Elementar, zusammen mit Jarosit in der Helsenhornflanke.
- Stilbit: Cuchet: Erwähnt aus den Wänden des Helsenhorns.
- Synchisit-(Ce): Spitz, hellgelb, hoher Glanz, bis einige mm.
- Titanit:
- Xenotim-(Y): Prismatisch, zusammen mit Turmalin, Anatas und Rutil.
040_VS / Binntal, Hinterer Kollergraben, Chollergraben, Kohlergraben
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662270 / 135420
Literatur:
- Imhasly, Albert; Schweizer Strahler; 1967; Seite 83-85; Die Mineralienfunde von Fiesch und Umgebung
Nördlich der Schinhörner und unterhalb des Kollerhorn ziehen gegen die Binna hin die beiden Kollergräben (Vorderer und Hinterer). Mineralienreich ist vor allem der obere Teil des Letzgenannten.
- Adular:
- Anatas: Sehr gut ausgebildet.
- Hämatit:
- Magnetit: Bis 3 cm, stark glänzend.
- Monazit-(Ce): Manchmal recht gross und reichlich.
- Quarz: Gross.
- Rutil:
- Siderit: Reichlich.
- Titanit:
- Turmalin:
- Xenotim-(Y):
041_VS / Binntal, Hohsandhorn, Kuhstafel, Chiestafel
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 663920 / 136800
Literatur:
- Graeser, Stefan; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1971; Band 51; Heft 2 - 3; Seite 415 - 442; Mineralogisch-geochemische Untersuchungen an Bleiglanz und Zinkblende
Dolomitaufschlüsse am Hohsandhorn und Kuhstafel, Chiestafel, beide im östlichen Teil des Binnatals.
- Calcit:
041_VS / Binntal, Hohsandhorn, Kuhstafel, Chiestafel
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 663920 / 136800
Literatur:
- Graeser, Stefan; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1971; Band 51; Heft 2 - 3; Seite 415 - 442; Mineralogisch-geochemische Untersuchungen an Bleiglanz und Zinkblende
Dolomitaufschlüsse am Hohsandhorn und Kuhstafel, Chiestafel, beide im östlichen Teil des Binnatals.
- Calcit:
- Dolomit:
- Fahlerz:
- Galenit:
- Pyrit:
- Sphalerit: Schlecht ausgebildete Zinkblende-Kristalle von braungelber (Hohsandhorn) und dunkelbrauner Farbe (Chiestafel). Begleitmineralin hauptsächlich Pyrit, Bleiglanz, Dolomit, Calcit, vereinzelt Fahlerz.
042_VS / Binntal, Holzerspitz, Hölzerspitz
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662550 / 138150
Literatur:
- Bader, Henri; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Frey, Alfred & Mumenthaler, Thomas; Schweizer Strahler; 2008; Heft 3; Seite 3-5; Chrom- und vanadiumhaltige grüne Turmaline vom Binntal
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 195
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 380
Bergspitze zwischen dem Binntal und dem Feldbachtal. Es liegt hier eine 20 - 30 Meter lange Erzimprägnation im Dolomit vor. Ein fündiges Gebiet (Turmalien) wir mit 'aus der grossen Dolomitzone östlich vom Holzerspitz' angegeben.
Bader, 1934, Auszug: Hölzerspitz Der 20—30 m lange Erzgang am Hölzerspitz liegt nur einige Meter vom Bündnerschiefer entfernt konkordant im Dolomit. Man kann eher von einer vererzten Zone (ca. 1 m breit) als von einem Gang sprechen, denn der grösste Teil der Masse ist Dolomit. Die Paragenese ist, der Menge nach geordnet: Limonit-Pyrit-Magnetit, Phlogopit, Baryt-Adular, Turmalin-Bleiglanz, Rutil-Quarz. In relativ seltenen Drusen findet man schöne Kristalle von Adular, Turmalin, Rutil und Pyrit. Die Mineraliensammler halten diese Lagerstätte nicht für ausbeutenswert, vielleicht mit Unrecht, denn die Anwesenheit von Baryt und Bleiglanz bedeutet schon eine Annäherung an den Lengenbachtypus.
- Adular: Adular ist wasserhell mit kleinen Phlogopiteinschlüssen.
- Baryt:
- Galenit: Bleiglanz ist recht spärlich und tritt sporadisch auf in kleinen Nestern.
- Limonit: Limonit tritt in grösseren Massen auf, mit und ohne Pyrit, aus welchem er sicherlich z. T. entstanden ist, als Hutbildung.
- Magnetit: Magnetit ist viel disperser verteilt als Pyrit, in Form schlechter Oktaeder, ca. 1 mm gross. Baryt befindet sich nur am westlichen Ende des Ganges, wo einige faustgrosse Aggregate von grösseren formlosen Individuen herumliegen.
- Phlogopit:
- Pyrit: Pyrit ist randlich limonitisiert, die Formen sind Würfel und Pentagondodekaeder, gestreift.
- Quarz: Quarz ist selten und uninteressant.
- Rutil: Der Rutil ist metallischglänzend schwarz, kurzsäulig, einzige Formen (111) und (100).
- Spessartin: Rhombendodekaeder, bis 1 mm.
- Turmalin: Aus der Dolomitzone östlich vom Holzerspitz. Tiefgrün, prismatisch, mit Endflächen, bis 6 mm. Die hellgrünen Kristalle sind entweder an der Oberfläche von Quarzknollen und -schlieren oder im Dolomit dicht an der Grenze zu den Quarzeinlagerungen zu finden. Garben bis 1 cm, einzelne, sehr schlanke Kristalle, erreichen eine Länge bis 20 mm.
043_VS / Binntal, Imfeld, Im Fäld, Figgerschen-Kinn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 660400 / 135340
Literatur:
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
von Fellenberg, 1893, erwähnt zu diesem Fundort: Figgerschen-Kinn (ob Imfeld). Bitterspath, mit und auf Quarz; Arragonit, in Glimmerschiefer. (Imfeld und Figgerschen-Kinn sind auf der aktuellen Karte nicht eingetragen. Vermutlich handelt es sich hier um Figgerscha oberhalb von Fäld. Die Koordinaten zeigen auf Figgerscha).
- Aragonit:
- Dolomit: Mit und auf Quarz.
- Quarz:
044_VS / Binntal, Imfeld, Im Fäld, Fäld
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 659550 / 135740
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 380
Aus einem Sturzblock nahe dieser Lokalität.
- Spessartin: Bis 5 mm, Rhombendodekaeder, gelb, schwarze Oxidationskruste aufweisend, im Dolomit/kristallinen Schiefer zu finden.
045_VS / Binntal, Lengenbach (Grube), Längbach;(Dolomitabbau)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 660300 / 135100
Literatur:
- Baumgartner, U. & Burow, J.; Aufschluss, Sonderheft: Die Grube Lengenbach und ihre Mineralien; 2005; Heft 5-6
- Berlepsch, Peter & Gabriel, Walter; Schweizer Strahler; 1997; Heft 2; Seite 55-63; Die neuen Thallium-Sulfosalz vom Lengenbach (Binntal)
- Berlepsch, Peter; Lapis; 1998; Heft 10; Seite 39-41
- Connen, Ralph & Raber, Thomas; Lapis; 2012; Heft 1; Seite 19-23; Neu vom Lengenbach: Eine sensationelle Lengenbachit-Stufe und "klassische" Sulfosalze
- Connen, Ralph & Metz, W.; Mineralien-Welt; 1991; Heft 4; Seite 17
- Cannon, Ralph & Raber Thomas; Schweizer Strahler; 2018; Heft 3; Seite 26-27; Klinochlor und Bailechlor
- Ecker, Markus & Graeser, Stefan & Cannon, Ralph; Lapis; 2001; Heft 6; Seite 41-44
- Gabriel, Walter; Schweizer Strahler; 2009; Heft 3; Seite 12-13
- Gabriel, Walter; Schweizer Strahler; 2010; Heft 2; Seite 32-33; Pustelartige Gebilde im Dolomit des Lengenbachs
- Gabriel, Walter; Schweizer Strahler; 2011; Heft 3; Seite 10-11; Lengenbach: Beobachtungen und EDS-Untersuchungen an Wurtziten vom Typ 2H
- Gabriel, Walter; Schweizer Strahler; 2017; Heft 3; Seite 30-31; Boulangerit - ein Neufund aus der Dolomit-Zone Lengenbach/Binntal VS
- Graeser, Stefan & Ecker, Markus & Cannon, Ralph; Lapis; 2000; Heft 5; Seite 31-34
- Hofmann, B. & Graeser, Stefan & Imhof, Toni & Sicher,V. & Stalder, Hans Anton; Mineralogie der Grube Lengenbach Binntal, Wallis (Zum 35-jährigen Bestehen)
- Meisser, Nicolas & Cannon, Ralph & Raber, Thomas; Schweizer Strahler; 2019; Heft 1; Seite 34-36; Ferrohexahydrit, Rozenit, Starkeyit und Mohrit; eine supergene Eisen-Magnesium-Sulfat-Paragenese
- Meisser, Nicolas & Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2017; Heft 1; Seite 36-38; Richardsollyit, eine erstaunliche neue Mineralart
- Raber, Thomas & Cannon, Ralph & Graeser, Stephan; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 14-18
- Raber, Thomas; Lapis; 1999; Heft 10; Seite 51-52 (Gold)
- Raber, Thomas; Schweizer Strahler; 2011; Heft 4; Seite 2-5; Chromhaltige Turmaline aus dem Lengenbach
- Raber, Thomas & Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2014; Heft 1; Seite 34-35; Tellur-reicher Canfieldit
- Raber, Thomas; Schweizer Strahler; 2014; Heft 4; Seite 18-19; Weissbergit, ein Thallium-Antimon-Sulfosalz
- Raber, Thomas; Schweizer Strahler; 2016; Heft 3; Seite 28-29; Argentobaumhauerit
- Raber, Thomas & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 2018; Heft 2; Seite 32-33; Spaltiit - nomen est omen
- Raber, Thomas & Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2020; Heft 4; Seite 30-33; Wie aus dem "Binnit" ein neues Typmineral vom Lengenbach wurde
- Raber, Thomas & Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2023; Heft 2; Seite 30-31; Stephanit - eine mineralogische Überraschung in 2022
- Raber, Thomas & Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2023; Heft 4; Seite 2-3; Und wieder einmal beweist der Lengenbach seine Einmaligkeit: einzigartige Coloradoit-Kristalle
- Raber, Thomas; Schweizer Strahler; 2022; Heft 1; Seite 38-39; Von Manganoxiden und Berggeistern
- Raber, Thomas & Cannon, Ralph & Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2023; Heft 1; Seite 34-37; Neu Mineralnachweise vom Lengenbach
- Raber, Thomas & Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2025; Heft 1; Seite 41-43; Reckibachit - eine weitere neue Mineralart aus der Rathit-Gruppe
- Redaktion Lapis; Lapis; 1999; Heft 5; Seite 7, 23-32; Gengebachit, Quadradit)
- Roth, Philippe & Raber, Thomas; Schweizer Strahler; 2024; Heft 4; Seite 31 - 33; Jubiläum am Lengenbach mit neuen Mineralarten - Geuerit, Giuscait und eine Revision der Rathit-Gruppe
- Roth, Philippe & Raber, Thomas; Schweizer Strahler; 2019; Heft 3; Seite 34 - 38; Cadmium am Lengenbach, ein seltenes Element für seltene Mineralien
- Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2019; Heft 2; Seite 29-31; Über die Ausbildungsformen von Richardsollyit
- Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2018; Heft 4; Seite 27-30; Diaphorit, eine unerwartete Neuentdeckung
- Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2016; Heft 4; Seite 28-31; Die Mineralien der Routhierit-Stalderit-Gruppe
- Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2015; Heft 4; Seite 30-31; Picotpaulit - eine weitere Thaliumhaltige Seltenheit
- Roth, Philippe & De Battisti, Luca; Schweizer Strahler; 2015; Heft 3; Seite 29-30; Dervillit - ein altes mineralogisches Rätsel wird gelöst
- Roth, Philippe & Raber, Thomas; Schweizer Strahler; 2024; Heft 3; Seite 38-39; Interliveingit, ein neues Mineral der Liveingit-Famile
- Roth, Philippe & Raber, Thomas; Schweizer Strahler; 2024; Heft 3; Seite 24-26; Buynit - ein neues Thalliummineral vom Lengenbach mit lokalpatriotischer Note
- Roth, Philippe & Raber, Thomas; Schweizer Strahler; 2023; Heft 3; Seite 28-29; Und wieder ein (leicht) dominantes Antimon-Sulfosalz
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Stalder, Hans Anton; Urner Mineralienfreund; 1983; Heft 4 (Spezialheft Lengenbach)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 321,377
Stand Juli 2025: 51 neue Mineralarten. Von der Grube Lengenbach sind inzwischen 44 Typ-Mineralien bekannt geworden (Stand Mai 2018). Damit belegt die Gube weltweit Platz 4 und das aus einer relativ geringen Mineralisation, welche nur während der Sommermonate und nur von einem einzigen Grubenarbeiter bearbeitet wird. In dem durch seinen Reichtum an Mineralien berühmten Binnental enthält der kristalline Triasdolomit am Lengenbach eine grosse Zahl von "Mineralien", die in einem kleinen Stollenbau gewonnen werden.
- Sphalerit: Schlecht ausgebildete Zinkblende-Kristalle von braungelber (Hohsandhorn) und dunkelbrauner Farbe (Chiestafel). Begleitmineralin hauptsächlich Pyrit, Bleiglanz, Dolomit, Calcit, vereinzelt Fahlerz.
042_VS / Binntal, Holzerspitz, Hölzerspitz
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662550 / 138150
Literatur:
- Bader, Henri; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Frey, Alfred & Mumenthaler, Thomas; Schweizer Strahler; 2008; Heft 3; Seite 3-5; Chrom- und vanadiumhaltige grüne Turmaline vom Binntal
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 195
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 380
Bergspitze zwischen dem Binntal und dem Feldbachtal. Es liegt hier eine 20 - 30 Meter lange Erzimprägnation im Dolomit vor. Ein fündiges Gebiet (Turmalien) wir mit 'aus der grossen Dolomitzone östlich vom Holzerspitz' angegeben.
Bader, 1934, Auszug: Hölzerspitz Der 20—30 m lange Erzgang am Hölzerspitz liegt nur einige Meter vom Bündnerschiefer entfernt konkordant im Dolomit. Man kann eher von einer vererzten Zone (ca. 1 m breit) als von einem Gang sprechen, denn der grösste Teil der Masse ist Dolomit. Die Paragenese ist, der Menge nach geordnet: Limonit-Pyrit-Magnetit, Phlogopit, Baryt-Adular, Turmalin-Bleiglanz, Rutil-Quarz. In relativ seltenen Drusen findet man schöne Kristalle von Adular, Turmalin, Rutil und Pyrit. Die Mineraliensammler halten diese Lagerstätte nicht für ausbeutenswert, vielleicht mit Unrecht, denn die Anwesenheit von Baryt und Bleiglanz bedeutet schon eine Annäherung an den Lengenbachtypus.
- Adular: Adular ist wasserhell mit kleinen Phlogopiteinschlüssen.
- Baryt:
- Galenit: Bleiglanz ist recht spärlich und tritt sporadisch auf in kleinen Nestern.
- Limonit: Limonit tritt in grösseren Massen auf, mit und ohne Pyrit, aus welchem er sicherlich z. T. entstanden ist, als Hutbildung.
- Magnetit: Magnetit ist viel disperser verteilt als Pyrit, in Form schlechter Oktaeder, ca. 1 mm gross. Baryt befindet sich nur am westlichen Ende des Ganges, wo einige faustgrosse Aggregate von grösseren formlosen Individuen herumliegen.
- Phlogopit:
- Pyrit: Pyrit ist randlich limonitisiert, die Formen sind Würfel und Pentagondodekaeder, gestreift.
- Quarz: Quarz ist selten und uninteressant.
- Rutil: Der Rutil ist metallischglänzend schwarz, kurzsäulig, einzige Formen (111) und (100).
- Spessartin: Rhombendodekaeder, bis 1 mm.
- Turmalin: Aus der Dolomitzone östlich vom Holzerspitz. Tiefgrün, prismatisch, mit Endflächen, bis 6 mm. Die hellgrünen Kristalle sind entweder an der Oberfläche von Quarzknollen und -schlieren oder im Dolomit dicht an der Grenze zu den Quarzeinlagerungen zu finden. Garben bis 1 cm, einzelne, sehr schlanke Kristalle, erreichen eine Länge bis 20 mm.
043_VS / Binntal, Imfeld, Im Fäld, Figgerschen-Kinn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 660400 / 135340
Literatur:
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
von Fellenberg, 1893, erwähnt zu diesem Fundort: Figgerschen-Kinn (ob Imfeld). Bitterspath, mit und auf Quarz; Arragonit, in Glimmerschiefer. (Imfeld und Figgerschen-Kinn sind auf der aktuellen Karte nicht eingetragen. Vermutlich handelt es sich hier um Figgerscha oberhalb von Fäld. Die Koordinaten zeigen auf Figgerscha).
- Aragonit:
- Dolomit: Mit und auf Quarz.
- Quarz:
044_VS / Binntal, Imfeld, Im Fäld, Fäld
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 659550 / 135740
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 380
Aus einem Sturzblock nahe dieser Lokalität.
- Spessartin: Bis 5 mm, Rhombendodekaeder, gelb, schwarze Oxidationskruste aufweisend, im Dolomit/kristallinen Schiefer zu finden.
045_VS / Binntal, Lengenbach (Grube), Längbach;(Dolomitabbau)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 660300 / 135100
Literatur:
- Baumgartner, U. & Burow, J.; Aufschluss, Sonderheft: Die Grube Lengenbach und ihre Mineralien; 2005; Heft 5-6
- Berlepsch, Peter & Gabriel, Walter; Schweizer Strahler; 1997; Heft 2; Seite 55-63; Die neuen Thallium-Sulfosalz vom Lengenbach (Binntal)
- Berlepsch, Peter; Lapis; 1998; Heft 10; Seite 39-41
- Connen, Ralph & Raber, Thomas; Lapis; 2012; Heft 1; Seite 19-23; Neu vom Lengenbach: Eine sensationelle Lengenbachit-Stufe und "klassische" Sulfosalze
- Connen, Ralph & Metz, W.; Mineralien-Welt; 1991; Heft 4; Seite 17
- Cannon, Ralph & Raber Thomas; Schweizer Strahler; 2018; Heft 3; Seite 26-27; Klinochlor und Bailechlor
- Ecker, Markus & Graeser, Stefan & Cannon, Ralph; Lapis; 2001; Heft 6; Seite 41-44
- Gabriel, Walter; Schweizer Strahler; 2009; Heft 3; Seite 12-13
- Gabriel, Walter; Schweizer Strahler; 2010; Heft 2; Seite 32-33; Pustelartige Gebilde im Dolomit des Lengenbachs
- Gabriel, Walter; Schweizer Strahler; 2011; Heft 3; Seite 10-11; Lengenbach: Beobachtungen und EDS-Untersuchungen an Wurtziten vom Typ 2H
- Gabriel, Walter; Schweizer Strahler; 2017; Heft 3; Seite 30-31; Boulangerit - ein Neufund aus der Dolomit-Zone Lengenbach/Binntal VS
- Graeser, Stefan & Ecker, Markus & Cannon, Ralph; Lapis; 2000; Heft 5; Seite 31-34
- Hofmann, B. & Graeser, Stefan & Imhof, Toni & Sicher,V. & Stalder, Hans Anton; Mineralogie der Grube Lengenbach Binntal, Wallis (Zum 35-jährigen Bestehen)
- Meisser, Nicolas & Cannon, Ralph & Raber, Thomas; Schweizer Strahler; 2019; Heft 1; Seite 34-36; Ferrohexahydrit, Rozenit, Starkeyit und Mohrit; eine supergene Eisen-Magnesium-Sulfat-Paragenese
- Meisser, Nicolas & Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2017; Heft 1; Seite 36-38; Richardsollyit, eine erstaunliche neue Mineralart
- Raber, Thomas & Cannon, Ralph & Graeser, Stephan; Schweizer Strahler; 2005; Heft 2; Seite 14-18
- Raber, Thomas; Lapis; 1999; Heft 10; Seite 51-52 (Gold)
- Raber, Thomas; Schweizer Strahler; 2011; Heft 4; Seite 2-5; Chromhaltige Turmaline aus dem Lengenbach
- Raber, Thomas & Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2014; Heft 1; Seite 34-35; Tellur-reicher Canfieldit
- Raber, Thomas; Schweizer Strahler; 2014; Heft 4; Seite 18-19; Weissbergit, ein Thallium-Antimon-Sulfosalz
- Raber, Thomas; Schweizer Strahler; 2016; Heft 3; Seite 28-29; Argentobaumhauerit
- Raber, Thomas & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 2018; Heft 2; Seite 32-33; Spaltiit - nomen est omen
- Raber, Thomas & Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2020; Heft 4; Seite 30-33; Wie aus dem "Binnit" ein neues Typmineral vom Lengenbach wurde
- Raber, Thomas & Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2023; Heft 2; Seite 30-31; Stephanit - eine mineralogische Überraschung in 2022
- Raber, Thomas & Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2023; Heft 4; Seite 2-3; Und wieder einmal beweist der Lengenbach seine Einmaligkeit: einzigartige Coloradoit-Kristalle
- Raber, Thomas; Schweizer Strahler; 2022; Heft 1; Seite 38-39; Von Manganoxiden und Berggeistern
- Raber, Thomas & Cannon, Ralph & Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2023; Heft 1; Seite 34-37; Neu Mineralnachweise vom Lengenbach
- Raber, Thomas & Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2025; Heft 1; Seite 41-43; Reckibachit - eine weitere neue Mineralart aus der Rathit-Gruppe
- Redaktion Lapis; Lapis; 1999; Heft 5; Seite 7, 23-32; Gengebachit, Quadradit)
- Roth, Philippe & Raber, Thomas; Schweizer Strahler; 2024; Heft 4; Seite 31 - 33; Jubiläum am Lengenbach mit neuen Mineralarten - Geuerit, Giuscait und eine Revision der Rathit-Gruppe
- Roth, Philippe & Raber, Thomas; Schweizer Strahler; 2019; Heft 3; Seite 34 - 38; Cadmium am Lengenbach, ein seltenes Element für seltene Mineralien
- Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2019; Heft 2; Seite 29-31; Über die Ausbildungsformen von Richardsollyit
- Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2018; Heft 4; Seite 27-30; Diaphorit, eine unerwartete Neuentdeckung
- Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2016; Heft 4; Seite 28-31; Die Mineralien der Routhierit-Stalderit-Gruppe
- Roth, Philippe; Schweizer Strahler; 2015; Heft 4; Seite 30-31; Picotpaulit - eine weitere Thaliumhaltige Seltenheit
- Roth, Philippe & De Battisti, Luca; Schweizer Strahler; 2015; Heft 3; Seite 29-30; Dervillit - ein altes mineralogisches Rätsel wird gelöst
- Roth, Philippe & Raber, Thomas; Schweizer Strahler; 2024; Heft 3; Seite 38-39; Interliveingit, ein neues Mineral der Liveingit-Famile
- Roth, Philippe & Raber, Thomas; Schweizer Strahler; 2024; Heft 3; Seite 24-26; Buynit - ein neues Thalliummineral vom Lengenbach mit lokalpatriotischer Note
- Roth, Philippe & Raber, Thomas; Schweizer Strahler; 2023; Heft 3; Seite 28-29; Und wieder ein (leicht) dominantes Antimon-Sulfosalz
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Stalder, Hans Anton; Urner Mineralienfreund; 1983; Heft 4 (Spezialheft Lengenbach)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 321,377
Stand Juli 2025: 51 neue Mineralarten. Von der Grube Lengenbach sind inzwischen 44 Typ-Mineralien bekannt geworden (Stand Mai 2018). Damit belegt die Gube weltweit Platz 4 und das aus einer relativ geringen Mineralisation, welche nur während der Sommermonate und nur von einem einzigen Grubenarbeiter bearbeitet wird. In dem durch seinen Reichtum an Mineralien berühmten Binnental enthält der kristalline Triasdolomit am Lengenbach eine grosse Zahl von "Mineralien", die in einem kleinen Stollenbau gewonnen werden.
- Adular: Farblos - durchscheinend, leicht gelblich, milchig, klein, glasartig (auch mit Schillereffekt) oft verzwillingt nach dem Bavenoer- oder nach dem Menebacher-Gesetz. Vorkommende Formen sind der Maderaner- und der Fibbia-Habitus. In Form von Einsprenglingen oder in kleinen Drusen. Zusammen mit Hyalophan Mischkristalle bildend.
- Akanthit: Schwarz, metallischer Glanz oder matt, flachstängelig, speerförmig, manchmal radialstrahlig aggregiert, bis 1mm grosse Einzelkristalle, Aggregate bis einige mm, meistens auf ged. Silber, igel- oder moosartig ausgebildet, erstmals für die Schweiz von hier nachgewiesen, sehr selten. Begleitmineralien: Silber, Galenit, Jordanit.
- Aktashit: Erstfund für die Schweiz. Im Ralgar, graue und poröse Gebilde.
- Albit: Weiss - gelblich, porzellanweiss, glasglänzend, undurchsichtig, zum Teil farblos, tafelig - langgestreckt, bis 2 cm, teils Mehrfachzwillinge nach dem Albitgesetz.
- Anatas: In Hellbraun- und Blautönen, hell, bipyramidal, bis 1 mm, im Bündnerschiefer welcher in den Dolomit verläuft, sehr selten. Funde stammen vorwiegend aus dem nördlichen Teil des alte Grubeneingangs. Vereinzelte Funde wurden auch südlich der arsenarmen Zone im kompakten Dolomit getätigt. Meistens im Dolomit ein- oder auf dem Dolomit aufgewachsen. Typische Begleitmineralien fehlen.
- Anglesit: Bräunlich - weiss, wasserklar, faserig, dünn bis 1 mm, mit Diamant- oder Fettglanz, nicht immer gut zu unterscheiden von Dolomit. Extrem selten. Gebunden an die Bleierze.
- Apatit: In Form von Fluorapatit, farblos, glasklar, weisslich, gelblich, unscheinbar, isometrisch, fast kugelig, sehr flächenreich, bis 5 mm.
- Aragonit: Grauweiss, halbkugelig, stängelig, prismatisch, mit lebhaftem Glanz, feinste Nadeln, bis 3 mm. Keine Begleitmineralien.
- Argentobaumhauerit: Typlokalität.
- Argentodufrénoysit: Typlokalität.
- Argentoliveingit: Typlokalität.
- Argentotennantit-(Zn):
- Argentotetrahedrit-(Zn): Typlokalität.
- Arsen: Gediegen, schwarz, graubraun bis grauschwarz, matt, bis 9 mm, kugelige-nierige Aggregate, gelegentlich belegt mit kleinen Pyritkristallen, erstmals 1974 (1977?) beobachtet, sehr selten. Begleitmineralien: Jordanit, Dufrénoysit (faserig, büschelig), Lengenbachit, Binnit Pyrit und Realgar. Achtung: Arsen ist sehr giftig! Nach der Arbeit mit Arsenstufen Hände waschen!- Arsendescloizit: Blas gelbliche bis rosafarbige Kruste auf Realgar. Zweiter gesicherter Nachweis für die Schweiz. Erster Nachweis: Binntal, Binn, Reckibach, Schmid's Tobel.
- Arseniosiderit: Braun, kugelig, radialfaserig.
- Arsenolamprit: Grauschwarz, sehr klein, bis 0.2 mm, dicktafelig, als grauschwarze Aggregate, erster Fund 1982. Frischer Bruch ist zunächst hell glänzend und silbrig, verliert aber bereits nach Stunden seinen Glanz und geht in einen Grauton über. Begleitmineralien: Zinkblende, Quarz, Turmalin (grünlich), Hyalophan, Goyazit, Phlogopit, Pyrit und Baryt. Achtung: Arsenolamprit ist sehr giftig! Nach der Arbeit mit Arsenolamprit-haltigen Stufen Hände waschen!
- Arsenolith: Farblos, weiss, klar, pulverförmig, oktaedrisch, hoher Glanz, winzig, bis 0.1 mm und von blossem Auge kaum erkennbar, rezente Mineralbildung, sehr giftig! entsteht bei der Oxidation von arsenhaltigen Mineralien und dürfte sich bereits in mancher Mineraliensammlung gebildet haben! Achtung: Arsenolith ist sehr giftig! Nach der Arbeit mit Arsenolith-haltigen Stufen Hände waschen!
- Arsenopyrit: In zwei verschiedenen morphologischen Typen 1.) gesteinsbildend im Dolomit (südlicher Bereich), gedrungen, kurzprismatisch, gestreckt nach der c-Achse und nach dieser gestreift, im Kristallkern aus Pyrit bestehend. 2.) frei in den Drusen im nördlichen grauen Dolomit, langprismatisch, gestreckt nach der c-Achse, teilweise in der Längsrichtung gestreift, zinnweiss bis hellmessinggelb, meistens gute Endflächen, mit meisselförmiger und steiler Kopffläche, -9 mm, auch plattige Exemplare auf tektonischen Klüften, bis 30 mm. Begleitmineralien: Galenit, Goyazit, Baryt (gelblich, zonar gefärbt), Sphalerit, Pyrit, Pyrrhotin. Aus der Grube erstmals 1877 sicher nachgewiesen.
- Arsensulfidglas: Keine offizielle Mineralart, Typlokalität (und nur von hier), hell- bis dunkelorange, in verschiedenen Formen und Farben, kugelig, amorph, in fluiden Einschlüssen eines Quarzes, bis 0,1 mm.
- Auripigment: Selten, unregelmässig entwickelt, typisch sind dünne, biegsame und blätterig ausgebildete Spaltaggregate, Begleitmineralien: Realgar, 'rote Sulfosalze' wie Hutchinsonit, Trechmannit, Smithit, Lorandit, Hatchit, Imhofit, uam.
- Baileychlor: Selten, oft vergesellschaftet mit Sphalerit, kugeliger-pustelförmiger Aufbau, beige.
- Baryt: In diversen Gelbtönen, graubläulich - blassgrün - lebhaftes Blau, meistens nach der c-Achse gestreckt und gelblich gefärbt und mit zonarer Färbung, klein, bis 5 mm, farblos - trüb, tafelig, flachstängelig, auch in Knauerlagen, leicht bläulich. Ist in der Grube häufig anzutreffen. Im nördlichen Teil der alten Grube kommen vorwiegend gelbliche, tafelige und nach der c-Achse gestreckte Baryte vor. Sie sind zonar gefärbt mit farblosem Kern. Unter anderem können isometrisch wirkende, wasserklare und bläulich gefärbte Baryte gefunden werden. In diesem Fall sehen sie dem Fluorit recht ähnlich. Begleitmineralien: Dravit/Uvit, Rutil. Im südlichen Grubenteil sind die Kristalle gerne nach der a-Achse gestreckt, langprismatisch, flächenreich und spitzpyramidal oder flächenarm mit sehr steiler Dipyramide. Bläulich-blau und oft mit Flüssigkeitseinschlüssen. Begleitmineralien: Goyazit, Rutil, Sphalerit und Sulfosalze. Wegen des teilweise grossen Anteils an Strontium wurde der Baryt früher auch als Barytocoelestin bezeichnet.
- Barytocoelestin: Siehe unter Baryt. Wegen des teilweise grossen Anteils an Strontium wurde der Baryt früher auch als Barytocoelestin bezeichnet.
- Baumhauerit: Typlokalität (gemäss IMA). Blei- bis stahlfarbig, bis 2 cm (grösste gefundene Stufe: 60x25x23mm), selten etwas länger, gut zu erkennen an den abgerundeten Kanten längs der Stängelachse und bei der Kopfzone (Dufrénoysit ist im Kopfbereich deutlich scharfkantig). Oft sind rote Innenreflexe zu beobachten. Ist eines der häufigsten Sulfosalze und wurde bereits 1902 von Sollys beschrieben. Begleitmineralien: Sartorit, Rathit, Realgar.
- Baumhauerit-2a: Neuer Name Argentobaumhauerit. Typlokalität (weltweit 3 Fundorte bekannt ), bis 3.5 cm, nur röntgenografisch sicher zu bestimmen, in Kreuzstellung oder parallele Verwachsung zu Sartorit. Wurde früher als Rathit-44 bezeichnet. Der Anhängsel -2a bezieht sich auf die dem Baumhauerit doppelte Gitterkonstante in der a-Achse, ausgelöst durch den Silbergehalt.
- Bernardit: Sehr klein, dunkel, tafelig bis prismatisch, bis 0.3 mm, extrem selten, im Auflicht grauschwarz und im Durchlicht rot erscheinend, Erstfund für den Lengenbach 1990. Begleitmineralien: Imhofit, Auripigment, Realgar.
- Bianchit: Schneeweisse, pustelige Ausblühungen bis 0.2 mm auf Pyrit.
- Binnit: Die oft ausgesprochen kugelige Form dieses Minerals täuschte die Mineralogen 1845 über die wahre Symmetrie des Minerals und führte zu dem irrtümlichen Namen. Erst gut 50 Jahr später konnte die Identität mit dem typischen Tetraeder-Mineral Tennantit eindeutig bewiesen werden. Bis heute aber werden die kugeligen Kristalle üblicherweise als Binnite bezeichnet (Graeser,St, Schweizer Strahler, 2012, Heft 3, Seite 15).
- Biotit: Klein, nelkenbraune - grüne Blättchen. Nicht mehr IMA-anerkanntes Mineral.- Bornit: Buntkupferkies, rotbraun, bunte Anlauffarben, einmaliger Fund. Selten gut auskristallisiert und wenn doch dann in Form von Würfeln, Oktaedern oder Dodekaedern. Frische Oberflächen laufen nach kurzer Zeit an. Wissenschaftlich bestimmt ist nur ein Fund.
- Boulangerit: Fund 1986. Spanähnlich Nadeln bis 3 mm, bleigrauer Glanz.
- Bournonit:
- Bowmanit: Dieses seltene Atrontium-Aluminium-Phosphat-Mineral wechselte in seiner Lengenbach-Geschichte drei mal den Namen: aus dem ursprünglichen Bowmanit (1905) wurde zunächst Hamlinigt (1907) und schlisslich Goyazit (Graeser,St, Schweizer Strahler, 2012, Heft 3, Seite 15).
- Brannerit: Einmaliger Fund, eingewachsen in Sartorit, nur ein Kristall, langgestreckt, 0.6 mm, teilweise metamikt, als Einschluss in Sartorit. Brannerit ist eine Ausnahme, kommt dieses Mineral doch eher in Pegmatiten oder Tiefengesteinen vor.
- Buynit: Typlokalität.
- Calcit: Farblos, weiss - gelblichgrau, rosa - braun, flächenreich, bis 5 cm, positives Skalenoeder, abgestumpft durch das positive Rhomboeder, glänzend Oberfläche, selten mit abgerundeten Kanten und dadurch kugeliges Erscheinen, häufig vorkommend vor allem zusammen mit Rutil und Muskovit. Auch als grobspätige, gesteinsbildende Knauer bis 20 cm Durchmesser.
- Canfieldit:
- Cernyit:
- Cerussit: Farblos, milchig, gelb, grau - braun, durchsichtig - durchscheinend, erdig, krustig, spiessig, tafelig, bis 4 mm, auch nadelig, oft verzwillingt. Bildet sich dort, wo bleihaltige Mineralien der Verwitterung ausgesetzt sind. Begleitmineralien: Galenit, Jordanit.
- Chabournéit: Schwarze und hochglänzende, radialstrahlige Aggregate. Es handelt sich um einen Pb-reichen Chabournéit.
- Chalkopyrit: Kupferkies, tetraedrisch, messingfarbig, manchmal belegt mit Malachit, isometrische Kristalle, Körner oder Überzüge, äusserst selten. Bester Fund im Jahre 1958: Chalkopyrit auf Tetraedrit. Mit dem leicht zu verwechseln. Ein gutes Erkennungsmerkmal ist ein Überzug aus Malachit.
- Cinnabarit: - Coloradoit:
- Coronadit: Röntgenografisch bestätigt (Nicolas Meisser).
- Cotunnit: Weisslichgrüne Pusteln auf einem Blei-Arsen-Sulfosalz.
- Coulsonit: Schwarz, körnig, bis 0.2 mm, leicht verwechselbar mit Magnetit, der Fund stammt aus dem östlichen Teil der Grube, sehr selten und meistens nur erzmikroskopisch.
- Covellin: - Cuprit:
- Dalnegroit: Typlokalität.
- Debattistiit: Typlokalität.
- Dekatriasartorit: Typlokalität.
- Dervillit: Der einzige Dervillitkristall wurde 1998 in der Ag-reichen Jordanit-Seligmannit-Quadradit-Paragenese gefunden. Grob pyramidal, 0.35 mm gross, schwarz, mit submetallischem Glanz, aufgewachsen auf Jordanit.
- Diaphorit: Grau, metallisch, prismatisch, verzwillingt, zusammen mit Galenit und Chalkopyrit.
- Dickit: Tonmineral, weiss, glimmerartig, blättrig oder pulverig, derbe weisse Überzüge meistens auf Muskovit, lebhafter Glanz, oder stumpf und ohne Glanz, in allen Paragenesen vorkommend, vor allem neben Goyazit. Tafelige Kristalle sind durchsichtig oder durchscheinend.
- Dolomit: Dolomit ist das in der Grube dominierende Mineral. Klar, meistens wasserhell, milchig, rhomboedrisch, formenreich, bis 5 cm (15 cm? gemäss Lapis 2009/10, Seite 11), verzwillingt, interessant ist der sogenannte 'Lengenbacher Typ' welcher nach einer Fläche des Prismas erster Stellung verzwillingt und farblos ist, teilweise fluoreszierend (leicht rosa, teils crèmefarbig unter Kurzwellenlicht, teils gelblich unter langwelligem UV-Licht).
- Dravit: Siehe auch unter Turmalin. Hier handelt es sich um einen Mischkristall Dravit/Uvit mit vorwiegendem Dravit-Anteil (mit hohem Uvit- aber geringen Schörlanteil (Graeser, 1965)?). Es konnten Kristalle bis 60 mm gefunden werden. Farbtöne von farblos über gelb über grün bis zu dunkelbraun. Begleitmineralien: Galenit, Jordanit, Sphalerit. Kristalle mit Edelsteinqualität bis 10 mm, dann eher in hellen Farbtönen.
- Drechslerit: Typlokalität.
- Dufrénoysit: Typlokalität. Ist das erste Mineral, für das die Grube Typlokalität wurde (Damour 1845). Bleifarbig, blaugraue Anlauffarbe, oft matt, kurzprismatisch oder gestreckt nach der a-Achse, zickzackförmige Endbegrenzung, begleitet von feinsten Nadeln, manchmal gerundete Kanten, mit Längsrillung, bis ca. 15 mm, verwechselbar mit Rathit oder Liveingit oder mit Lengenbachit, um 1900 fund bis 3 cm, sehr formenreich (über 130 Formen).
- Eckerit: Typlokalität. Lengenbach. Rot bis rotbraun, tafelig. Entdeckt 1998.
- Edenharterit: Typlokalität. 1985 (und nur von hier), metallisch Glanz, hochglänzende Aggregate bildend, bis 2 cm, bestehend aus tafeligen Einzelkristallen, gräulich-schwarz, braunschwarz, Splitterchen immer rot durchscheinend, Bruchstelle immer himbeerrot.
- Elektrum: Sehr winzige Goldflitterchen (10 Stück aus einem Gesteinsbrocken). Bekannt seit 1996. Neben Galenit, Jordanit und Proustit. Goldgehalt der Flitterchen zwischen 54.6 und 81.4%. Bei einem Silbergehalt von über 30% spricht man nicht mehr von Gold, sondern von Elektrum.
- Enargit: Schwarz, metallischer Glanz, oft mit Malachitüberzug, klein, kurzstängelig, schlechte Kristalle, äusserst selten, erstmals 1974 nachgewiesen, Begleitmineralien: Sinnerit, Tennantit (Graeser, Stalder, 1976).
- Enneasartorit: Typlokalität.
- Epsomit: Oft mit Hexahydrit assoziiert und in Gemengen mit diesem eng verwachsen. Auch sehr dünne feinkristalline, farblose bis lichtgraue Krusten.
- Erniggliit: Typlokalität. 1985 (und nur von hier), sehr selten (erst 3 Funde), kurzsäulig, unverkennbare hexagonale-trigonale Symmetrie, glimmerartige Spaltbarkeit, an der Oberfläche matt grauschwarz, bis 1 mm, Spaltfläche glänzend schwarz, dünne Plättchen rötlich durchscheinend.
- Fangit: Weltweit erst die dritte Fundstelle dieses Minerals.
- Ferrohexahydrit: Das Fe-Analogon zum Hexahydrit. Kleine erdige Pusteln, gelbliche Ockerfarbe.- Ferrostalderit: Typlokalität.
- Fluorapatit:
- Fluorit: Farblos - blassblau - violett, sehr selten, bis 1 mm, oktaedrisch, kubisch, mit Dolomit verwechselbar.
- Fraipontit: Noch nicht sicher bestimmt, zusammen mit dem Diaphoritfund. Sternförmige, weisse Aggregate. Die grob bestimmte chemische Formel entspricht ungefähr derjenigen des Zink- und Aluminiumsilikats Fraipontit.
- Freibergit:
- Fuchsit: Hell- bis dunkelgrünen Adern, auffallend gefärbt (Grünfärbung durch Vanadiumeinfluss), nur gesteinsbildend.
- Gabrielit: Typlokalität.
- Galenit: Bleifarbig, manchmal hell glänzend, körnig, oft sehr schöne Kristalle, bis 8 mm (12 mm), Kuboktaeder mit starkem Metallglanz und abgerundeten Kanten, zum Teil auch belegt mit Cerussit, Begleitmineralien: Dufrénoysit, Jordanit, Wurtzit.
- Geokronit: Mattgrau, prismatisch, in enger Verwachsung mit Galenit.
- Geuerit: Typlokalität. Nadelig, stahlgrau, bis 2.5 mm. 50. neue Minerallart mit Typlokalität Lengenbach.
- Gips:
- Giuscait: Typlokalität. Stahlgraue Nädelchen im Zehntelmillimeterbereich. 51. neue Minerallart mit Typlokalität Lengenbach.
- Goethit: Braun.
- Gold, gediegen: Sehr winzige Goldflitterchen (10 Stück aus einem Gesteinsbrocken). Bekannt seit 1996. Neben Galenit, Jordanit und Proustit. Goldgehalt der Flitterchen zwischen 54.6 und 81.4%. Bei einem Silbergehalt von über 30% spricht man nicht mehr von Gold, sondern von Elektrum. Das Gold konnte durch H. Geuer in Aushubmaterial aus dem Jahre 1982 entdeckt werden.
- Gorceixit: Erster Nachweis für die Schweiz 1976 (Graeser, Stalder), gelb - orange, orangerot, bis 3 mm, pseudokubisch, tafelig, sehr gut ausgebildet, meistens in eine weisse Substanz eingebettet (erdiger Gorceixit), verwechselbar mit Goyazit.
- Goyazit: Hellgelb - orange, sechsseitige Blättchen, zum Teil rosettenartig aggregiert, bis 5 mm, hellgelbe Kristalle mit starkem Glanz können mit Gorceixit verwechselt werden. Bei der ersten Entdeckung (1905) erst als Bowmanit beschrieben, dann aber als Hamlinit erkannt worden (heute Goyazit). Dieses seltene Atrontium-Aluminium-Phosphat-Mineral wechselte in seiner Lengenbach-Geschichte drei Mal den Namen: aus dem ursprünglichen Bowmanit (1905) wurde zunächst Hamlinigt (1907) und schliesslich Goyazit (Graeser,St, Schweizer Strahler, 2012, Heft 3, Seite 15).
- Grammatit: Zinnober- bis dunkelrot, schwarz, zum Teil würfelähnlich.
- Graphit: Schwarz, gesteinsbildend, als dunkles Pigment im grauen Dolomitmarmor. In konsentrierter Form als kleine Linsen bis 5mm oder bandartig angereichert (dann oft zusammen mit Muskovit).
- Greenockit: In der Grube erstmals 1998 (1969?) gefunden.
- Greigit: Erstmals auf der Halde gefunden im Jahre 1983, schwarz, mit blauen Anlauffarben, erdige Aggregate, kubische Kristalle, bis 1 mm, sehr selten, vermutlich ein Zersetzungsprodukt von Arsenopyrit, Begleitmineralien: Realgar.
- Halit: Farblos, würfelig, in fluiden Einschlüssen von Quarz.
- Hamlinit: Dieses seltene Atrontium-Aluminium-Phosphat-Mineral wechselte in seiner Lengenbach-Geschichte drei Mal den Namen: aus dem ursprünglichen Bowmanit (1905) wurde zunächst Hamlinigt (1907) und schliesslich Goyazit.
- Hatchit: Typlokalität. 1912 (und nur von hier), schwarzgrau, dunkelrot im durchscheinenden Licht, sehr dünne Lamellen, flächenreich, starker Glanz, linsenförmig, bis 3 mm, von blossem Auge kaum zu unterscheiden von Wallisit die beide eine lückenlose Mischkristallreihe bilden.
- Hemimorphit: Farblos - helles blaugrün, gelblich, halbkugelige Aggregate, bis 15 mm Durchmesser, meistens in der Nähe verwitterter Zinkblende.
- Hendekasartorit: Typlokalität.
- Heptasartorit: Typlokalität.
- Hexahydrit: Meistens in mattweissen, kleinen und rundlichen Aggregaten von o.5 mm Durchmesser.
- Hutchinsonit: Typlokalität. Über Hutchinsonit aus dem Lengenbach berichtete erstmals Solly 1904 vor dem Cambridge Philosophical Society (Solly (1905)), nachdem das Mineral von ihm im Sommer 1903 gefunden worden war. Weinrot - schwarz, schlank- bis dickprismatisch, bis 2 mm, zum Teil auch blättrige und radialstrahlig aggregierte Kristalle, auch als Überzug als dünne Schicht auf anderen Blei-Arsen-Sulfosalzen, auf Muskovit aufsitzend oder diesen durchdringend.
- Hyalophan: Ba-reicher Adular. Kein neues Mineral. Farblos - durchsichtig - milchigweiss - blassgrün, bis 8 cm, ohne genaue Untersuchung fast nicht von Adular zu unterscheiden und teilweise auch in diesen übergehend, Begleitmineralien: meistens Quarz und Dolomit.
- Hydrocerussit:
- Hydrozinkit: Schneeweiss - beige - gräulich, fluoreszierend (kurzwellig), halbkugelige Aggregate, zum Teil flächenreich, ausschliesslich im Bereich verwitterter oder zersetzter Zinkblende zu finden, besonders oft im grauen Dolomit anzutreffen, bis 1 mm.
- Hörnesit:
- Ilsemannit:
- Imhofit: Typlokalität. (1965) (und nur von hier), aus der arsenreichen Vererzungszone, kupferrot, dünn, blättchenartig, fächerförmig, igelförmige Aggregate, bis 1 mm Durchmesser, verwechselbar mit Lengenbachit, Begleitmineralien: immer mit Realgar, Rathit, Lorandit und andere Sulfosalze.
- Incomsartorit: Typlokalität.
- Interliveingit: Typlokalität.
- Jarosit: Gelbliche, teils ins Bräunliche gehende, erdige Aggregate auf verwittertem Pyrit.
- Jentschit: Typlokalität. (1995), Tendenz zur Ausbildung einzelner stängeliger Kristalle und daher vom ähnlichen Edenharterit (Aggregate) unterscheidbar, bis 2 mm, charakteristische 'Schwalbenschwanz-Zwillinge', eng zusammen mit Realgar, Auripigment, Hatchit, Hutchinsonit und anderen mehr, der erste Fund ist bereits auf 1987 datiert.
- Jordanit: Typlokalität. (1864), bleigrau, glänzend - matt, öfters mit Anlauffarben, hochglänzend, tafelig, pseudohexagonal, manchmal sagenitähnlich, oft flächenreich und dicktafelig, bis 7 cm (172 g), in der Regel aber nur 0.5 cm gross, auch faserige bis feinnadelige Aggregate wie schneesternförmig, zusammen mit Galenit erscheint er in kleinen spitzbipyramidalen (sechsseitigen) Kristallen bis 2 mm, antimonfrei oder antimonarm.
- Kaolinit: Weiss, erdig, pulverig (evtl. Dickit), weisse Schüppchen, auch ganze Drusenhohlräume auskleidend.
- Kesterit: In der Grube erstmals 1998 gefunden.- Klinochlor: Kleine, rosettenartige Aggregate bis 3 mm Durchmesser. Dunkel olivgrün-bläuliche Farbe.
- Klinozoisit:
- Kupfer, gediegen: Aus einem Sturzblock und daher nicht zu den eigentlichen Grubenmineralien zählend. Gediegen, als mm-dicke Schlieren und Lagen (Stalder et al., 1978).
- Lafossait: Unter einem Hundertstel-mm und daher nur mit starker Vergrässerung bestimmbar.
- Leadhillit: Grieseliger Überzug auf Lengenbachit. Winzige weisse, hexagonale Täfelchen bis 0.04 mm.
- Lengenbachit: Typlokalität. (und nur von hier), Erstfund 1904, schwarz - bleigrau - blau (angelaufen), metallischer Glanz, matt, blättrig, hobelspanartig, bis 4 cm, auch radialstrahlig - büschelig aggregiert, büschelige Aggregate sind verwechselbar mit Dufrénoysit, Jordanit, Silber oder Marrit.
- Lepidokrokit: Rotbraun, rot durchscheinend.
- Liveingit: Typlokalität (und nur von hier, 1901), metallisch bleigrau, matt, stängelig, bis 4.8 cm und selten auch etwas grösser, manchmal erscheinen die Kristalle wie zahlreiche aufeinander gelegte Plättchen, sehr spröde, bei grösserer Wärme auseinenderspringend.
- Lorandit: 1966, kirschrot, dunkelrot - schwarz, selten, spitzpyramidal (aussergewöhnliche Form), bis 5 mm, lichtempfindlich, durchscheinend bis durchsichtig, bis jetzt (1999) einziger Fundort in der Schweiz.
- Mackinawit: Als äusserst kleiner Einschluss von 0.03 mm.
- Magnesit: Hellrosa, weiss, durchsichtig, dichte bis stängelig Aggregate, prismatisch, bis 5 mm, kleine Nester in fast jeder Paragenese vorkommend, Begleitmineralien: Realgar, Sartorit, Goyazit.
- Magnetit: Eisenschwarz, hochglänzend, selten körnig, bis 1 mm, muscheliger Bruch.
- Malachit: Grün, sehr unauffällig, sehr selten.
- Markasit: Grünlich - gelb, rötliche Anlauffarben, radialstrahlige Aggregate, Umwandlungsprodukt von Pyrrothin, sehr selten, Begleitmineralien: Jordanit, Pyrit.
- Marrit: Typlokalität. (und nur von hier, 1905), metallisch bleigrau - schwarz, matt - glänzend, oft mit einer irisierenden Schicht überzogen, rauhe Oberfläche, kugelig, neuere Funde zeigen einen prismatischen Habitus, bis 5 mm, oft eine Riefung, sehr selten, isometrisch ausgebildet, sehr flächenreich, verwechselbar mit Binnit oder gar mit Pyrit.
- Marumoit: Typlokalität. Der einzige zur Bestimmung gefundene Kristall misst 3 x 4 mm und ist mit Baumhauerit, Sartorit und Rathit-IV vergesellschaftet.
- Metanovacekit: Kleine blassgrüne Pusteln und Rosetten aus feinsten, gebogenen, blättigen Kriställchen. Entdeckt 2007 (aus 1988 gebrochenem Material).
- Mimetesit: Bräunlich - gelb, nadelig, faserig, radialstrahlig aggregiert, bis 2 mm.
- Mimetit:
- Mohrit: Kryptokristalline Ausblühungen auf verwittertem Pyrit, gelbbraun bis orange, ähnlich dem Rost.
- Molybdänit-3R: Silbriggrau - hell, starker Metallglanz, 3- und 6-seitige Plättchen, dünn, biegsam, bis 4 mm, Aggregate bis 8 mm, an der Kontaktzone Calcit
- Dolomit. Erster Nachweis (1965, durch Prof. Dr. Graeser) von Molybdänit-3R für die Schweiz.
- Montmorillonit: Weiss - rosa, in erdigen Aggregaten.
- Muskovit: Weiss - perlmuttartig, farblos bis hellbraun oder leicht grünlich (dann eigentlich Oellacherit), gesteinsbildend oder in ausgezeichneten Kristallen, Begleitmineralien: Quarz, Dolomit.
- Nolanit: Schwarz, mikroskopisch klein, verwachsen mit Coulsonit, aus einer pyrrhotinreichen Erzprobe.
- Nowackiit: Typlokalität. (1965), bis heute (1999) lediglich von hier bekannt, bleigrau - schwarz, verzwillingt, pseudotetraedrisch, manchmal abgerundet, bis 1.4 mm, äusserst selten, nur in Begleitung von Zinkblende.
- Oellacherit: Schwach grün gefärbt, oft gut ausgebildet.
- Osarizawait: Nicht ganz sicher bestimmt, farblos, auf Quarz, unter einem mm.
- Paragonit: Farblos bis hellgelb, wirrstrahlige Aggregate.
- Parapierrotit:
- Pararealgar: Gelb bis gelborange, pulverig, durch Licht umgewandelter Realgar, eigentlich hier bereits im Jahre 1965 (Graeser) als andere Mineralart (als Realgar) nachgewiesen. Wegen der geringen Materialmenge konnte das Mineral nicht als neues Mineral aufgestellt werden. Dies gelang erst im Jahre 1980 anhand von Material aus einem kanadischen Fundort.
- Pearceit:
- Philrothit: Typlokalität.
- Phlogopit: Hellbraun, pseudohexagonale Täfelchen, ausschliesslich gesteinsbildend, gut eingeregelt, vereinzelt bis 1 cm, teils deutlich 6-eckig.
- Picotpaulit: Erstfund für die Schweiz. Als graue Überkrustung auf einem Pyritkristall.
- Picropharmakolit: - Polybasit:
- Proustit: Zinnober- bis dunkelrot, prismatisch, stark gerundet, selten scharfkantig, lichtempfindlich, meistens zusammen mit Galenit und von schlechter Ausbildung, äusserst selten, bis wenige mm gross.
- Pyrargyrit: Grauschwarz, im Gegenlicht rot durchscheinend, in schlechten Kristallen, -3 mm, sehr selten, meistens im verwitterten Jordanit.
- Pyrit: Messinggelb, hochglänzend, oft mit Anlauffarben, formenvielfältig, Körner bis 3 mm, in Drusen bis 4 cm, zuweilen leicht gestreift, sehr häufig anzutreffen.
- Pyrrhotin: Broncefarbig.
- Quadratit: Typlokalität. (1998), quadratisch, metallisch grau, Metallglanz, dünne Plättchen rötlich braun durchscheinend, grössere Exemplare undurchsichtig, bis 2 mm, teils durch Eckenabstumpfung 8-eckig. Nicht mit Realgar zusammen. Selten verzwillingt.
- Quarz: Wasserklar - trüb, auch rauchbraun, bis 6 cm, Übergangsform zum Tessiner-Habitus, Doppelender, zum Teil mit Einschlüssen von schwarzen Sulfosalzen oder mit Gasblasen, auch mit Einschlüssen welche als Tochtermineral Halit enthalten.
- Raberit: Typlokalität.
- Raguinit: Schwarze Krusten auf einem Wallisit-Hatchirt-Mischkristall. Winzige Aggregate von plättchenförmigen, rechteckigen Kriställchen.
- Ralphcannonit: Typlokalität .
- Rathit: Typlokalität. (und nur von hier), nur röntgenografisch zu bestimmen, metallisch grau, bis 10 mm, meistens dunkler als die anderen Sulfosalze, mit roten Innenreflexen, matt bis hoch glänzend, langprismatisch, auch quadratische Querschnitte, häufig eine sehr feine Riefung quer zur Stängelachse.
- Rathit-II:
- Rathit-IV: Typlokalität. (und nur von hier), bleigrau, äusserst selten.
- Realgar: Leuchtendes Rot wenn bergfrisch, formenreich, glänzend, zum Teil durchsichtig, angewittert, verzerrt, bis 5x4x3 cm, lichtempfindlich, zerfällt in Stunden, Grösster Realgarkristall: 5.7x4x2 cm.
- Reckibachit: - Rectorit-K:
- Richardsollyit: Typlokalität.
- Rosasit: - Routhierit:
- Rozenit: Farblose, kapillare bis faserige Ausblühungen auf Pyrit.
- Rutil: 1. Nadelig und langprismatisch, schwarz bis rotbraun, meistens ohne Begleitung anderer Sulfosalze, selten. 2. Bipyramidal, kurzprismatisch, zum Teil mit fehlendem Prisma.
- Sartorit: Typlokalität. (Skleroklas) (1868), metallisch grau, rötlich - dann vergesellschaftet mit faserigem Dufrénoysit, oft hoher Glanz, stängelig, flach, längsgerieft, scharfkantige Endflächen, sehr spröde, platzt bei Erwärmung, oft kreuzweise Verwachsung mit Baumhauerit, bis 2 cm, grösster gefundener Kristall: 10 x 2.5 x 0.8 cm (heute zerbrochen), Sartorit ist das häufigste freistehende Sulfosalz der Grube.
- Schultenit:
- Schwefel: Gediegen, Erstfund 1996.
- Seligmannit: Typlokalität. (1901), metallisch grau - schwarz, glänzend, selten matt, oft stängelig, sehr gute Kristalle, zum Teil verzwillingt, bis 4 mm (Funde um 1905 bis 20 x 5 mm), oft in Gruppen, verwechselbar mit Tennantit, Hatchit, Sinnerit, Begleitmineralien: Realgar, Binnit, Liveingit (langprismatisch), Dufrénoysit, Galenit, Jordanit, Wurtzit.
- Sicherit: Typlokalität. Ein Tl-Ag-As-Sulfosalz wurde 1992 bei Röntgenuntersuchungen als nicht identifizierbares Sulfosalz erstmals im Lengenbach gefunden. Das 1996 zum zweiten Mal gefundene Mineral eignete sich schliesslich für eine genaue Bestimmung. 1998 (anerkannt durch die IMA) konnte es als neues Mineral Einzug halten.
- Silber: Silberfarbig bis angelaufen, in kleinsten Locken, bis 1.5 mm, selten, elementar, Fund 1977.
- Sinnerit: Typlokalität. (1964, und nur von hier), metallisch silber-stahlgrau, flachstängelig, tafelig, fächerartig aggregiert, extrem selten.
- Skapolith: Farblos - schwach grünblau, langprismatisch mit viereckigem Querschnitt, längsgestreift, bis 5 cm, wegen der angewitterten Beschaffenheit oft schwer zu erkennen.
- Smektit: In Drusenhohlräumen des vererzten Triasdolomits, Überzüge, weiss bis rosa, feinkristallin.
- Smithit: Typlokalität. (1905), zinnoberrot, dunkelrot, tafelig, bis 3 mm Durchmesser, gute glimmerartige Spaltbarkeit, verwechselbar mit Trechmannit, dieser weist aber einen muscheligen Bruch auf, selten sind gute Kristalle zu finden. Zerfällt bei längerer Lichteinwirkung.
- Smythit: Ausserhalb der Dolomitvererzung im Bündnerschiefer, broncefarbig, 6-eckige und dünne Plättchen, -1 mm, in Calcit, auch auf und in Muskovit, wurde für die Schweiz erstmals von hier gefunden und zwar aus dem Zugangsstollen zur alten Grube (Graeser, 1977).
- Spaltiit: Typlokalität. Stängelig, bis 2 mm.
- Sphalerit: In schönen Kristallen, bis einige cm, hoher Glanz, durchsichtig, tetraedrisch, gelb (dann oft kugelig) - braun - fast schwarz, oft verzwillingt, meistens gut entwickelt, oft mit Jordanit innig verwachsen.
- Stalderit: Typlokalität (und nur von hier), Neufund 1985, in gut ausgebildeten isometrischen Kristallen, bis 2 mm, meistens bläulich angelaufen, Begleitmineralien: Realgar (immer), Auripigment (immer).
- Starkeyit: Auf korrodierten Pyrit-Harnischflächen, meist in sehr enger Verwachsung mit Rozenit, weiss bis farblos, feine kapillare bis lockenförmige Aggregate und Ausblühungen.
- Stephanit: Metallisch grau, nur ein Kristall gefunden, begleitet von Pyrargyrit.
- Struvit-(K): Typlokalität Lengenbach und Oestereich.
- Talk:
- Tennantit: (Binnit) Stahlgrau - schwarz, hoher metallisch Glanz, Splitter mit rotem Farbton, bis 18 mm, sehr flächenreich, über 120 bekannte Formen, kugelig, kleine Kristalle tetraedrisch, verwechselbar mit Marrit, Begleitmineralien: Realgar, Rathit oder Sartorit.
- Tennantit-(Hg): Typlokalität.
- Tennantit-(Zn): Typlokalität.
- Tetraedrit: Bleigrau - grauschwarz, bräunliche - rötliche Anlauffarben, bis 1 mm, tetraedrisch, ohne Begleitmineralien auf dem Dolomit aufsitzend.
- Tetraedrit-(Zn):
- Thalcusit: In der Grube erstmals 1993 gefunden.
- Thorogummit:
- Tochilinit: Recht selten, Vorkommen ausschliesslich in der Arsen-Thalium-reichen Mineralzone, zusammen mit Realgar und Auripigment. Schwarz, winzig, matt-schwarz glänzend, meistens in isoliert-kugeliger Erscheinung. Bestehend aus winzigen 6-eckigen Plättchen.
- Trechmannit: Typlokalität. 1905), zinnober bis scharlachrot, auch schwarz, hochglänzend, rote Innenreflexe, isometrischer Habitus mit meist kleinen Rhomboedern, es kommt auch das hexagonale Prisma vor, pseudowürfelig, oft neben oder auf Binnit, Begleitmineralien: Binnit, Tennantit und andere rote Sulfosalze, durchschnittlich bis 3 mm.
- Turmalin: Gelb - grasgrün - braun - farblos, kurzprismatisch - langstängelig, oft mit Endflächen, zum Teil in Edelsteinqualität, meistens derb, gesteinsbildend (bis 6 cm), freistehend (bis 1 cm), Kristalle mit zonarer Färbung (Elbait (hell) und Dravit (dunkel)), oft rissig. Turmaline aus der Fuchsit-Paragenes enthalten bis 5% Chromoxit. Zweifarbige Turmaline (grün/gelbbraun) enthalten im grünen Kopfbereich einen Chromoxidanteil von 1%. Der gelbbraune Teil entspricht einem reinen Dravit.
- Uraninit: Schwarz, körnig, im Gestein, bis 0.2 mm.
- Uvit:
- Wallisit: Typlokalität. 1965 (und nur von hier), schwarz, sehr dünne Lamellen, tafelig, dunkelrot, flächenreich, starker Glanz, linsenförmig, bis 3 mm, extrem selten, meistens auf anderen Sulfosalzen aufgewachsen, von blossem Auge kaum zu unterscheiden von Hatchit die beide eine lückenlose Mischkristallreihe bilden.
- Weissbergit: Fund im Jahr 1990, zusammen mit Gabrielit und Hutchinsonit, 1989, zusammen mit Trechmannit. Erstes antimondominantes Thallium-Sulfosalz in der Grube Lengenbach, Erstfund für die Schweiz und weltweit die besten Kristalle dieses Minerals (bisher weltweit nur von 3 Fundstellen bekannt). Mattrauhe Oberfläche ohne klar erkennbare Flächenausbildung. Sie sind säulen- bis tönnchenförmig ausgebildet, hellgrau mit leichtem Metallglanz und erreichen eine Grösse von 0.3 mm.
- Wulfenit: Gelb - orangebraun, selten dunkelbraun, bipyramidal, auf zersetztem Galenit.
- Wurtzit-2H: Rötlich - braun, hexagonale Blättchen, -2 mm.
- Wurtzit-8H: Rötlich - braun, bipyramidale Kristalle, dickblätterig, bis 3.5 mm, verwachsen mit Zinkblende, sehr selten.
- Xanthokon: Gelborange, bräunlich - rot, pseudohexagonale Kriställchen, bis 2 mm, äusserst selten, verwechselbar mit Wurtzit.
046_VS / Binntal, Lercheltini, Lärcheltini, Gorb, Gauchheit
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 661050 / 134820
Literatur:
- Berlepsch, P. & Krzemnick, M.; Schweizer Strahler; 1999; Seite 420-424; Graeserit von der Lärcheltini, Binntal (VS)
- Crumbach, Mischa & Praeger, Michael; Lapis; 2004; Heft 4; Seite 34-39
- Graeser, Stefan; Lapis; 1981; Heft 12; Seite 9-27; Das Binntal
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 298
- Peter, Joachim; Lapis; 2004; Heft 04; Seite 16-25
- Schaufelberger, F.,A.; Urner Mineralienfreund; 1989; Heft 1; Seite 5
- Skrapits, Augustin; Schweizer Strahler; 1996; Heft 2; Seite 383-388; Fetiasit, eine neue Mineralart im Lercheltini, Binntal (VS)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 195
- Weiss, Stefan & Crumbach, Mischa; Lapis; 1999; Heft 11; Seite 39-41
Gorb ist die Bezeichnung für einen Felsvorsprung der westlichen Schinhörner. Es handelt sich um den Felsen, welcher nördlich des oberen Lengenbach liegt. Die Hauptfundstellen befinden sich wenig oberhalb der Lokalität Gorb. Im Binntal zieht sich, ca. 500 Meter oberhalb der Grube Lengenbach, ein brauner, zum Teil feinschieferiger Zweiglimmergneis über die Nordwestflanke der Schinhörner nach Osten. Die zum Teil recht muskovitreichen Paragesteine dieser sogenannten 'Lärcheltini-Zone' sind hydrothermal stark zersetzt und werden in der NW-SE-Richtung von zahlreichen, meist nur schmalen, limonitreichen Klüften durchzogen. Oft fehlt dabei ein Quarzband.
- Adular:
- Anatas: In schönster Ausbildung, bis mehrere cm.
- Chlorit:
- Akanthit: Schwarz, metallischer Glanz oder matt, flachstängelig, speerförmig, manchmal radialstrahlig aggregiert, bis 1mm grosse Einzelkristalle, Aggregate bis einige mm, meistens auf ged. Silber, igel- oder moosartig ausgebildet, erstmals für die Schweiz von hier nachgewiesen, sehr selten. Begleitmineralien: Silber, Galenit, Jordanit.
- Aktashit: Erstfund für die Schweiz. Im Ralgar, graue und poröse Gebilde.
- Albit: Weiss - gelblich, porzellanweiss, glasglänzend, undurchsichtig, zum Teil farblos, tafelig - langgestreckt, bis 2 cm, teils Mehrfachzwillinge nach dem Albitgesetz.
- Anatas: In Hellbraun- und Blautönen, hell, bipyramidal, bis 1 mm, im Bündnerschiefer welcher in den Dolomit verläuft, sehr selten. Funde stammen vorwiegend aus dem nördlichen Teil des alte Grubeneingangs. Vereinzelte Funde wurden auch südlich der arsenarmen Zone im kompakten Dolomit getätigt. Meistens im Dolomit ein- oder auf dem Dolomit aufgewachsen. Typische Begleitmineralien fehlen.
- Anglesit: Bräunlich - weiss, wasserklar, faserig, dünn bis 1 mm, mit Diamant- oder Fettglanz, nicht immer gut zu unterscheiden von Dolomit. Extrem selten. Gebunden an die Bleierze.
- Apatit: In Form von Fluorapatit, farblos, glasklar, weisslich, gelblich, unscheinbar, isometrisch, fast kugelig, sehr flächenreich, bis 5 mm.
- Aragonit: Grauweiss, halbkugelig, stängelig, prismatisch, mit lebhaftem Glanz, feinste Nadeln, bis 3 mm. Keine Begleitmineralien.
- Argentobaumhauerit: Typlokalität.
- Argentodufrénoysit: Typlokalität.
- Argentoliveingit: Typlokalität.
- Argentotennantit-(Zn):
- Argentotetrahedrit-(Zn): Typlokalität.
- Arsen: Gediegen, schwarz, graubraun bis grauschwarz, matt, bis 9 mm, kugelige-nierige Aggregate, gelegentlich belegt mit kleinen Pyritkristallen, erstmals 1974 (1977?) beobachtet, sehr selten. Begleitmineralien: Jordanit, Dufrénoysit (faserig, büschelig), Lengenbachit, Binnit Pyrit und Realgar. Achtung: Arsen ist sehr giftig! Nach der Arbeit mit Arsenstufen Hände waschen!- Arsendescloizit: Blas gelbliche bis rosafarbige Kruste auf Realgar. Zweiter gesicherter Nachweis für die Schweiz. Erster Nachweis: Binntal, Binn, Reckibach, Schmid's Tobel.
- Arseniosiderit: Braun, kugelig, radialfaserig.
- Arsenolamprit: Grauschwarz, sehr klein, bis 0.2 mm, dicktafelig, als grauschwarze Aggregate, erster Fund 1982. Frischer Bruch ist zunächst hell glänzend und silbrig, verliert aber bereits nach Stunden seinen Glanz und geht in einen Grauton über. Begleitmineralien: Zinkblende, Quarz, Turmalin (grünlich), Hyalophan, Goyazit, Phlogopit, Pyrit und Baryt. Achtung: Arsenolamprit ist sehr giftig! Nach der Arbeit mit Arsenolamprit-haltigen Stufen Hände waschen!
- Arsenolith: Farblos, weiss, klar, pulverförmig, oktaedrisch, hoher Glanz, winzig, bis 0.1 mm und von blossem Auge kaum erkennbar, rezente Mineralbildung, sehr giftig! entsteht bei der Oxidation von arsenhaltigen Mineralien und dürfte sich bereits in mancher Mineraliensammlung gebildet haben! Achtung: Arsenolith ist sehr giftig! Nach der Arbeit mit Arsenolith-haltigen Stufen Hände waschen!
- Arsenopyrit: In zwei verschiedenen morphologischen Typen 1.) gesteinsbildend im Dolomit (südlicher Bereich), gedrungen, kurzprismatisch, gestreckt nach der c-Achse und nach dieser gestreift, im Kristallkern aus Pyrit bestehend. 2.) frei in den Drusen im nördlichen grauen Dolomit, langprismatisch, gestreckt nach der c-Achse, teilweise in der Längsrichtung gestreift, zinnweiss bis hellmessinggelb, meistens gute Endflächen, mit meisselförmiger und steiler Kopffläche, -9 mm, auch plattige Exemplare auf tektonischen Klüften, bis 30 mm. Begleitmineralien: Galenit, Goyazit, Baryt (gelblich, zonar gefärbt), Sphalerit, Pyrit, Pyrrhotin. Aus der Grube erstmals 1877 sicher nachgewiesen.
- Arsensulfidglas: Keine offizielle Mineralart, Typlokalität (und nur von hier), hell- bis dunkelorange, in verschiedenen Formen und Farben, kugelig, amorph, in fluiden Einschlüssen eines Quarzes, bis 0,1 mm.
- Auripigment: Selten, unregelmässig entwickelt, typisch sind dünne, biegsame und blätterig ausgebildete Spaltaggregate, Begleitmineralien: Realgar, 'rote Sulfosalze' wie Hutchinsonit, Trechmannit, Smithit, Lorandit, Hatchit, Imhofit, uam.
- Baileychlor: Selten, oft vergesellschaftet mit Sphalerit, kugeliger-pustelförmiger Aufbau, beige.
- Baryt: In diversen Gelbtönen, graubläulich - blassgrün - lebhaftes Blau, meistens nach der c-Achse gestreckt und gelblich gefärbt und mit zonarer Färbung, klein, bis 5 mm, farblos - trüb, tafelig, flachstängelig, auch in Knauerlagen, leicht bläulich. Ist in der Grube häufig anzutreffen. Im nördlichen Teil der alten Grube kommen vorwiegend gelbliche, tafelige und nach der c-Achse gestreckte Baryte vor. Sie sind zonar gefärbt mit farblosem Kern. Unter anderem können isometrisch wirkende, wasserklare und bläulich gefärbte Baryte gefunden werden. In diesem Fall sehen sie dem Fluorit recht ähnlich. Begleitmineralien: Dravit/Uvit, Rutil. Im südlichen Grubenteil sind die Kristalle gerne nach der a-Achse gestreckt, langprismatisch, flächenreich und spitzpyramidal oder flächenarm mit sehr steiler Dipyramide. Bläulich-blau und oft mit Flüssigkeitseinschlüssen. Begleitmineralien: Goyazit, Rutil, Sphalerit und Sulfosalze. Wegen des teilweise grossen Anteils an Strontium wurde der Baryt früher auch als Barytocoelestin bezeichnet.
- Barytocoelestin: Siehe unter Baryt. Wegen des teilweise grossen Anteils an Strontium wurde der Baryt früher auch als Barytocoelestin bezeichnet.
- Baumhauerit: Typlokalität (gemäss IMA). Blei- bis stahlfarbig, bis 2 cm (grösste gefundene Stufe: 60x25x23mm), selten etwas länger, gut zu erkennen an den abgerundeten Kanten längs der Stängelachse und bei der Kopfzone (Dufrénoysit ist im Kopfbereich deutlich scharfkantig). Oft sind rote Innenreflexe zu beobachten. Ist eines der häufigsten Sulfosalze und wurde bereits 1902 von Sollys beschrieben. Begleitmineralien: Sartorit, Rathit, Realgar.
- Baumhauerit-2a: Neuer Name Argentobaumhauerit. Typlokalität (weltweit 3 Fundorte bekannt ), bis 3.5 cm, nur röntgenografisch sicher zu bestimmen, in Kreuzstellung oder parallele Verwachsung zu Sartorit. Wurde früher als Rathit-44 bezeichnet. Der Anhängsel -2a bezieht sich auf die dem Baumhauerit doppelte Gitterkonstante in der a-Achse, ausgelöst durch den Silbergehalt.
- Bernardit: Sehr klein, dunkel, tafelig bis prismatisch, bis 0.3 mm, extrem selten, im Auflicht grauschwarz und im Durchlicht rot erscheinend, Erstfund für den Lengenbach 1990. Begleitmineralien: Imhofit, Auripigment, Realgar.
- Bianchit: Schneeweisse, pustelige Ausblühungen bis 0.2 mm auf Pyrit.
- Binnit: Die oft ausgesprochen kugelige Form dieses Minerals täuschte die Mineralogen 1845 über die wahre Symmetrie des Minerals und führte zu dem irrtümlichen Namen. Erst gut 50 Jahr später konnte die Identität mit dem typischen Tetraeder-Mineral Tennantit eindeutig bewiesen werden. Bis heute aber werden die kugeligen Kristalle üblicherweise als Binnite bezeichnet (Graeser,St, Schweizer Strahler, 2012, Heft 3, Seite 15).
- Biotit: Klein, nelkenbraune - grüne Blättchen. Nicht mehr IMA-anerkanntes Mineral.- Bornit: Buntkupferkies, rotbraun, bunte Anlauffarben, einmaliger Fund. Selten gut auskristallisiert und wenn doch dann in Form von Würfeln, Oktaedern oder Dodekaedern. Frische Oberflächen laufen nach kurzer Zeit an. Wissenschaftlich bestimmt ist nur ein Fund.
- Boulangerit: Fund 1986. Spanähnlich Nadeln bis 3 mm, bleigrauer Glanz.
- Bournonit:
- Bowmanit: Dieses seltene Atrontium-Aluminium-Phosphat-Mineral wechselte in seiner Lengenbach-Geschichte drei mal den Namen: aus dem ursprünglichen Bowmanit (1905) wurde zunächst Hamlinigt (1907) und schlisslich Goyazit (Graeser,St, Schweizer Strahler, 2012, Heft 3, Seite 15).
- Brannerit: Einmaliger Fund, eingewachsen in Sartorit, nur ein Kristall, langgestreckt, 0.6 mm, teilweise metamikt, als Einschluss in Sartorit. Brannerit ist eine Ausnahme, kommt dieses Mineral doch eher in Pegmatiten oder Tiefengesteinen vor.
- Buynit: Typlokalität.
- Calcit: Farblos, weiss - gelblichgrau, rosa - braun, flächenreich, bis 5 cm, positives Skalenoeder, abgestumpft durch das positive Rhomboeder, glänzend Oberfläche, selten mit abgerundeten Kanten und dadurch kugeliges Erscheinen, häufig vorkommend vor allem zusammen mit Rutil und Muskovit. Auch als grobspätige, gesteinsbildende Knauer bis 20 cm Durchmesser.
- Canfieldit:
- Cernyit:
- Cerussit: Farblos, milchig, gelb, grau - braun, durchsichtig - durchscheinend, erdig, krustig, spiessig, tafelig, bis 4 mm, auch nadelig, oft verzwillingt. Bildet sich dort, wo bleihaltige Mineralien der Verwitterung ausgesetzt sind. Begleitmineralien: Galenit, Jordanit.
- Chabournéit: Schwarze und hochglänzende, radialstrahlige Aggregate. Es handelt sich um einen Pb-reichen Chabournéit.
- Chalkopyrit: Kupferkies, tetraedrisch, messingfarbig, manchmal belegt mit Malachit, isometrische Kristalle, Körner oder Überzüge, äusserst selten. Bester Fund im Jahre 1958: Chalkopyrit auf Tetraedrit. Mit dem leicht zu verwechseln. Ein gutes Erkennungsmerkmal ist ein Überzug aus Malachit.
- Cinnabarit: - Coloradoit:
- Coronadit: Röntgenografisch bestätigt (Nicolas Meisser).
- Cotunnit: Weisslichgrüne Pusteln auf einem Blei-Arsen-Sulfosalz.
- Coulsonit: Schwarz, körnig, bis 0.2 mm, leicht verwechselbar mit Magnetit, der Fund stammt aus dem östlichen Teil der Grube, sehr selten und meistens nur erzmikroskopisch.
- Covellin: - Cuprit:
- Dalnegroit: Typlokalität.
- Debattistiit: Typlokalität.
- Dekatriasartorit: Typlokalität.
- Dervillit: Der einzige Dervillitkristall wurde 1998 in der Ag-reichen Jordanit-Seligmannit-Quadradit-Paragenese gefunden. Grob pyramidal, 0.35 mm gross, schwarz, mit submetallischem Glanz, aufgewachsen auf Jordanit.
- Diaphorit: Grau, metallisch, prismatisch, verzwillingt, zusammen mit Galenit und Chalkopyrit.
- Dickit: Tonmineral, weiss, glimmerartig, blättrig oder pulverig, derbe weisse Überzüge meistens auf Muskovit, lebhafter Glanz, oder stumpf und ohne Glanz, in allen Paragenesen vorkommend, vor allem neben Goyazit. Tafelige Kristalle sind durchsichtig oder durchscheinend.
- Dolomit: Dolomit ist das in der Grube dominierende Mineral. Klar, meistens wasserhell, milchig, rhomboedrisch, formenreich, bis 5 cm (15 cm? gemäss Lapis 2009/10, Seite 11), verzwillingt, interessant ist der sogenannte 'Lengenbacher Typ' welcher nach einer Fläche des Prismas erster Stellung verzwillingt und farblos ist, teilweise fluoreszierend (leicht rosa, teils crèmefarbig unter Kurzwellenlicht, teils gelblich unter langwelligem UV-Licht).
- Dravit: Siehe auch unter Turmalin. Hier handelt es sich um einen Mischkristall Dravit/Uvit mit vorwiegendem Dravit-Anteil (mit hohem Uvit- aber geringen Schörlanteil (Graeser, 1965)?). Es konnten Kristalle bis 60 mm gefunden werden. Farbtöne von farblos über gelb über grün bis zu dunkelbraun. Begleitmineralien: Galenit, Jordanit, Sphalerit. Kristalle mit Edelsteinqualität bis 10 mm, dann eher in hellen Farbtönen.
- Drechslerit: Typlokalität.
- Dufrénoysit: Typlokalität. Ist das erste Mineral, für das die Grube Typlokalität wurde (Damour 1845). Bleifarbig, blaugraue Anlauffarbe, oft matt, kurzprismatisch oder gestreckt nach der a-Achse, zickzackförmige Endbegrenzung, begleitet von feinsten Nadeln, manchmal gerundete Kanten, mit Längsrillung, bis ca. 15 mm, verwechselbar mit Rathit oder Liveingit oder mit Lengenbachit, um 1900 fund bis 3 cm, sehr formenreich (über 130 Formen).
- Eckerit: Typlokalität. Lengenbach. Rot bis rotbraun, tafelig. Entdeckt 1998.
- Edenharterit: Typlokalität. 1985 (und nur von hier), metallisch Glanz, hochglänzende Aggregate bildend, bis 2 cm, bestehend aus tafeligen Einzelkristallen, gräulich-schwarz, braunschwarz, Splitterchen immer rot durchscheinend, Bruchstelle immer himbeerrot.
- Elektrum: Sehr winzige Goldflitterchen (10 Stück aus einem Gesteinsbrocken). Bekannt seit 1996. Neben Galenit, Jordanit und Proustit. Goldgehalt der Flitterchen zwischen 54.6 und 81.4%. Bei einem Silbergehalt von über 30% spricht man nicht mehr von Gold, sondern von Elektrum.
- Enargit: Schwarz, metallischer Glanz, oft mit Malachitüberzug, klein, kurzstängelig, schlechte Kristalle, äusserst selten, erstmals 1974 nachgewiesen, Begleitmineralien: Sinnerit, Tennantit (Graeser, Stalder, 1976).
- Enneasartorit: Typlokalität.
- Epsomit: Oft mit Hexahydrit assoziiert und in Gemengen mit diesem eng verwachsen. Auch sehr dünne feinkristalline, farblose bis lichtgraue Krusten.
- Erniggliit: Typlokalität. 1985 (und nur von hier), sehr selten (erst 3 Funde), kurzsäulig, unverkennbare hexagonale-trigonale Symmetrie, glimmerartige Spaltbarkeit, an der Oberfläche matt grauschwarz, bis 1 mm, Spaltfläche glänzend schwarz, dünne Plättchen rötlich durchscheinend.
- Fangit: Weltweit erst die dritte Fundstelle dieses Minerals.
- Ferrohexahydrit: Das Fe-Analogon zum Hexahydrit. Kleine erdige Pusteln, gelbliche Ockerfarbe.- Ferrostalderit: Typlokalität.
- Fluorapatit:
- Fluorit: Farblos - blassblau - violett, sehr selten, bis 1 mm, oktaedrisch, kubisch, mit Dolomit verwechselbar.
- Fraipontit: Noch nicht sicher bestimmt, zusammen mit dem Diaphoritfund. Sternförmige, weisse Aggregate. Die grob bestimmte chemische Formel entspricht ungefähr derjenigen des Zink- und Aluminiumsilikats Fraipontit.
- Freibergit:
- Fuchsit: Hell- bis dunkelgrünen Adern, auffallend gefärbt (Grünfärbung durch Vanadiumeinfluss), nur gesteinsbildend.
- Gabrielit: Typlokalität.
- Galenit: Bleifarbig, manchmal hell glänzend, körnig, oft sehr schöne Kristalle, bis 8 mm (12 mm), Kuboktaeder mit starkem Metallglanz und abgerundeten Kanten, zum Teil auch belegt mit Cerussit, Begleitmineralien: Dufrénoysit, Jordanit, Wurtzit.
- Geokronit: Mattgrau, prismatisch, in enger Verwachsung mit Galenit.
- Geuerit: Typlokalität. Nadelig, stahlgrau, bis 2.5 mm. 50. neue Minerallart mit Typlokalität Lengenbach.
- Gips:
- Giuscait: Typlokalität. Stahlgraue Nädelchen im Zehntelmillimeterbereich. 51. neue Minerallart mit Typlokalität Lengenbach.
- Goethit: Braun.
- Gold, gediegen: Sehr winzige Goldflitterchen (10 Stück aus einem Gesteinsbrocken). Bekannt seit 1996. Neben Galenit, Jordanit und Proustit. Goldgehalt der Flitterchen zwischen 54.6 und 81.4%. Bei einem Silbergehalt von über 30% spricht man nicht mehr von Gold, sondern von Elektrum. Das Gold konnte durch H. Geuer in Aushubmaterial aus dem Jahre 1982 entdeckt werden.
- Gorceixit: Erster Nachweis für die Schweiz 1976 (Graeser, Stalder), gelb - orange, orangerot, bis 3 mm, pseudokubisch, tafelig, sehr gut ausgebildet, meistens in eine weisse Substanz eingebettet (erdiger Gorceixit), verwechselbar mit Goyazit.
- Goyazit: Hellgelb - orange, sechsseitige Blättchen, zum Teil rosettenartig aggregiert, bis 5 mm, hellgelbe Kristalle mit starkem Glanz können mit Gorceixit verwechselt werden. Bei der ersten Entdeckung (1905) erst als Bowmanit beschrieben, dann aber als Hamlinit erkannt worden (heute Goyazit). Dieses seltene Atrontium-Aluminium-Phosphat-Mineral wechselte in seiner Lengenbach-Geschichte drei Mal den Namen: aus dem ursprünglichen Bowmanit (1905) wurde zunächst Hamlinigt (1907) und schliesslich Goyazit (Graeser,St, Schweizer Strahler, 2012, Heft 3, Seite 15).
- Grammatit: Zinnober- bis dunkelrot, schwarz, zum Teil würfelähnlich.
- Graphit: Schwarz, gesteinsbildend, als dunkles Pigment im grauen Dolomitmarmor. In konsentrierter Form als kleine Linsen bis 5mm oder bandartig angereichert (dann oft zusammen mit Muskovit).
- Greenockit: In der Grube erstmals 1998 (1969?) gefunden.
- Greigit: Erstmals auf der Halde gefunden im Jahre 1983, schwarz, mit blauen Anlauffarben, erdige Aggregate, kubische Kristalle, bis 1 mm, sehr selten, vermutlich ein Zersetzungsprodukt von Arsenopyrit, Begleitmineralien: Realgar.
- Halit: Farblos, würfelig, in fluiden Einschlüssen von Quarz.
- Hamlinit: Dieses seltene Atrontium-Aluminium-Phosphat-Mineral wechselte in seiner Lengenbach-Geschichte drei Mal den Namen: aus dem ursprünglichen Bowmanit (1905) wurde zunächst Hamlinigt (1907) und schliesslich Goyazit.
- Hatchit: Typlokalität. 1912 (und nur von hier), schwarzgrau, dunkelrot im durchscheinenden Licht, sehr dünne Lamellen, flächenreich, starker Glanz, linsenförmig, bis 3 mm, von blossem Auge kaum zu unterscheiden von Wallisit die beide eine lückenlose Mischkristallreihe bilden.
- Hemimorphit: Farblos - helles blaugrün, gelblich, halbkugelige Aggregate, bis 15 mm Durchmesser, meistens in der Nähe verwitterter Zinkblende.
- Hendekasartorit: Typlokalität.
- Heptasartorit: Typlokalität.
- Hexahydrit: Meistens in mattweissen, kleinen und rundlichen Aggregaten von o.5 mm Durchmesser.
- Hutchinsonit: Typlokalität. Über Hutchinsonit aus dem Lengenbach berichtete erstmals Solly 1904 vor dem Cambridge Philosophical Society (Solly (1905)), nachdem das Mineral von ihm im Sommer 1903 gefunden worden war. Weinrot - schwarz, schlank- bis dickprismatisch, bis 2 mm, zum Teil auch blättrige und radialstrahlig aggregierte Kristalle, auch als Überzug als dünne Schicht auf anderen Blei-Arsen-Sulfosalzen, auf Muskovit aufsitzend oder diesen durchdringend.
- Hyalophan: Ba-reicher Adular. Kein neues Mineral. Farblos - durchsichtig - milchigweiss - blassgrün, bis 8 cm, ohne genaue Untersuchung fast nicht von Adular zu unterscheiden und teilweise auch in diesen übergehend, Begleitmineralien: meistens Quarz und Dolomit.
- Hydrocerussit:
- Hydrozinkit: Schneeweiss - beige - gräulich, fluoreszierend (kurzwellig), halbkugelige Aggregate, zum Teil flächenreich, ausschliesslich im Bereich verwitterter oder zersetzter Zinkblende zu finden, besonders oft im grauen Dolomit anzutreffen, bis 1 mm.
- Hörnesit:
- Ilsemannit:
- Imhofit: Typlokalität. (1965) (und nur von hier), aus der arsenreichen Vererzungszone, kupferrot, dünn, blättchenartig, fächerförmig, igelförmige Aggregate, bis 1 mm Durchmesser, verwechselbar mit Lengenbachit, Begleitmineralien: immer mit Realgar, Rathit, Lorandit und andere Sulfosalze.
- Incomsartorit: Typlokalität.
- Interliveingit: Typlokalität.
- Jarosit: Gelbliche, teils ins Bräunliche gehende, erdige Aggregate auf verwittertem Pyrit.
- Jentschit: Typlokalität. (1995), Tendenz zur Ausbildung einzelner stängeliger Kristalle und daher vom ähnlichen Edenharterit (Aggregate) unterscheidbar, bis 2 mm, charakteristische 'Schwalbenschwanz-Zwillinge', eng zusammen mit Realgar, Auripigment, Hatchit, Hutchinsonit und anderen mehr, der erste Fund ist bereits auf 1987 datiert.
- Jordanit: Typlokalität. (1864), bleigrau, glänzend - matt, öfters mit Anlauffarben, hochglänzend, tafelig, pseudohexagonal, manchmal sagenitähnlich, oft flächenreich und dicktafelig, bis 7 cm (172 g), in der Regel aber nur 0.5 cm gross, auch faserige bis feinnadelige Aggregate wie schneesternförmig, zusammen mit Galenit erscheint er in kleinen spitzbipyramidalen (sechsseitigen) Kristallen bis 2 mm, antimonfrei oder antimonarm.
- Kaolinit: Weiss, erdig, pulverig (evtl. Dickit), weisse Schüppchen, auch ganze Drusenhohlräume auskleidend.
- Kesterit: In der Grube erstmals 1998 gefunden.- Klinochlor: Kleine, rosettenartige Aggregate bis 3 mm Durchmesser. Dunkel olivgrün-bläuliche Farbe.
- Klinozoisit:
- Kupfer, gediegen: Aus einem Sturzblock und daher nicht zu den eigentlichen Grubenmineralien zählend. Gediegen, als mm-dicke Schlieren und Lagen (Stalder et al., 1978).
- Lafossait: Unter einem Hundertstel-mm und daher nur mit starker Vergrässerung bestimmbar.
- Leadhillit: Grieseliger Überzug auf Lengenbachit. Winzige weisse, hexagonale Täfelchen bis 0.04 mm.
- Lengenbachit: Typlokalität. (und nur von hier), Erstfund 1904, schwarz - bleigrau - blau (angelaufen), metallischer Glanz, matt, blättrig, hobelspanartig, bis 4 cm, auch radialstrahlig - büschelig aggregiert, büschelige Aggregate sind verwechselbar mit Dufrénoysit, Jordanit, Silber oder Marrit.
- Lepidokrokit: Rotbraun, rot durchscheinend.
- Liveingit: Typlokalität (und nur von hier, 1901), metallisch bleigrau, matt, stängelig, bis 4.8 cm und selten auch etwas grösser, manchmal erscheinen die Kristalle wie zahlreiche aufeinander gelegte Plättchen, sehr spröde, bei grösserer Wärme auseinenderspringend.
- Lorandit: 1966, kirschrot, dunkelrot - schwarz, selten, spitzpyramidal (aussergewöhnliche Form), bis 5 mm, lichtempfindlich, durchscheinend bis durchsichtig, bis jetzt (1999) einziger Fundort in der Schweiz.
- Mackinawit: Als äusserst kleiner Einschluss von 0.03 mm.
- Magnesit: Hellrosa, weiss, durchsichtig, dichte bis stängelig Aggregate, prismatisch, bis 5 mm, kleine Nester in fast jeder Paragenese vorkommend, Begleitmineralien: Realgar, Sartorit, Goyazit.
- Magnetit: Eisenschwarz, hochglänzend, selten körnig, bis 1 mm, muscheliger Bruch.
- Malachit: Grün, sehr unauffällig, sehr selten.
- Markasit: Grünlich - gelb, rötliche Anlauffarben, radialstrahlige Aggregate, Umwandlungsprodukt von Pyrrothin, sehr selten, Begleitmineralien: Jordanit, Pyrit.
- Marrit: Typlokalität. (und nur von hier, 1905), metallisch bleigrau - schwarz, matt - glänzend, oft mit einer irisierenden Schicht überzogen, rauhe Oberfläche, kugelig, neuere Funde zeigen einen prismatischen Habitus, bis 5 mm, oft eine Riefung, sehr selten, isometrisch ausgebildet, sehr flächenreich, verwechselbar mit Binnit oder gar mit Pyrit.
- Marumoit: Typlokalität. Der einzige zur Bestimmung gefundene Kristall misst 3 x 4 mm und ist mit Baumhauerit, Sartorit und Rathit-IV vergesellschaftet.
- Metanovacekit: Kleine blassgrüne Pusteln und Rosetten aus feinsten, gebogenen, blättigen Kriställchen. Entdeckt 2007 (aus 1988 gebrochenem Material).
- Mimetesit: Bräunlich - gelb, nadelig, faserig, radialstrahlig aggregiert, bis 2 mm.
- Mimetit:
- Mohrit: Kryptokristalline Ausblühungen auf verwittertem Pyrit, gelbbraun bis orange, ähnlich dem Rost.
- Molybdänit-3R: Silbriggrau - hell, starker Metallglanz, 3- und 6-seitige Plättchen, dünn, biegsam, bis 4 mm, Aggregate bis 8 mm, an der Kontaktzone Calcit
- Dolomit. Erster Nachweis (1965, durch Prof. Dr. Graeser) von Molybdänit-3R für die Schweiz.
- Montmorillonit: Weiss - rosa, in erdigen Aggregaten.
- Muskovit: Weiss - perlmuttartig, farblos bis hellbraun oder leicht grünlich (dann eigentlich Oellacherit), gesteinsbildend oder in ausgezeichneten Kristallen, Begleitmineralien: Quarz, Dolomit.
- Nolanit: Schwarz, mikroskopisch klein, verwachsen mit Coulsonit, aus einer pyrrhotinreichen Erzprobe.
- Nowackiit: Typlokalität. (1965), bis heute (1999) lediglich von hier bekannt, bleigrau - schwarz, verzwillingt, pseudotetraedrisch, manchmal abgerundet, bis 1.4 mm, äusserst selten, nur in Begleitung von Zinkblende.
- Oellacherit: Schwach grün gefärbt, oft gut ausgebildet.
- Osarizawait: Nicht ganz sicher bestimmt, farblos, auf Quarz, unter einem mm.
- Paragonit: Farblos bis hellgelb, wirrstrahlige Aggregate.
- Parapierrotit:
- Pararealgar: Gelb bis gelborange, pulverig, durch Licht umgewandelter Realgar, eigentlich hier bereits im Jahre 1965 (Graeser) als andere Mineralart (als Realgar) nachgewiesen. Wegen der geringen Materialmenge konnte das Mineral nicht als neues Mineral aufgestellt werden. Dies gelang erst im Jahre 1980 anhand von Material aus einem kanadischen Fundort.
- Pearceit:
- Philrothit: Typlokalität.
- Phlogopit: Hellbraun, pseudohexagonale Täfelchen, ausschliesslich gesteinsbildend, gut eingeregelt, vereinzelt bis 1 cm, teils deutlich 6-eckig.
- Picotpaulit: Erstfund für die Schweiz. Als graue Überkrustung auf einem Pyritkristall.
- Picropharmakolit: - Polybasit:
- Proustit: Zinnober- bis dunkelrot, prismatisch, stark gerundet, selten scharfkantig, lichtempfindlich, meistens zusammen mit Galenit und von schlechter Ausbildung, äusserst selten, bis wenige mm gross.
- Pyrargyrit: Grauschwarz, im Gegenlicht rot durchscheinend, in schlechten Kristallen, -3 mm, sehr selten, meistens im verwitterten Jordanit.
- Pyrit: Messinggelb, hochglänzend, oft mit Anlauffarben, formenvielfältig, Körner bis 3 mm, in Drusen bis 4 cm, zuweilen leicht gestreift, sehr häufig anzutreffen.
- Pyrrhotin: Broncefarbig.
- Quadratit: Typlokalität. (1998), quadratisch, metallisch grau, Metallglanz, dünne Plättchen rötlich braun durchscheinend, grössere Exemplare undurchsichtig, bis 2 mm, teils durch Eckenabstumpfung 8-eckig. Nicht mit Realgar zusammen. Selten verzwillingt.
- Quarz: Wasserklar - trüb, auch rauchbraun, bis 6 cm, Übergangsform zum Tessiner-Habitus, Doppelender, zum Teil mit Einschlüssen von schwarzen Sulfosalzen oder mit Gasblasen, auch mit Einschlüssen welche als Tochtermineral Halit enthalten.
- Raberit: Typlokalität.
- Raguinit: Schwarze Krusten auf einem Wallisit-Hatchirt-Mischkristall. Winzige Aggregate von plättchenförmigen, rechteckigen Kriställchen.
- Ralphcannonit: Typlokalität .
- Rathit: Typlokalität. (und nur von hier), nur röntgenografisch zu bestimmen, metallisch grau, bis 10 mm, meistens dunkler als die anderen Sulfosalze, mit roten Innenreflexen, matt bis hoch glänzend, langprismatisch, auch quadratische Querschnitte, häufig eine sehr feine Riefung quer zur Stängelachse.
- Rathit-II:
- Rathit-IV: Typlokalität. (und nur von hier), bleigrau, äusserst selten.
- Realgar: Leuchtendes Rot wenn bergfrisch, formenreich, glänzend, zum Teil durchsichtig, angewittert, verzerrt, bis 5x4x3 cm, lichtempfindlich, zerfällt in Stunden, Grösster Realgarkristall: 5.7x4x2 cm.
- Reckibachit: - Rectorit-K:
- Richardsollyit: Typlokalität.
- Rosasit: - Routhierit:
- Rozenit: Farblose, kapillare bis faserige Ausblühungen auf Pyrit.
- Rutil: 1. Nadelig und langprismatisch, schwarz bis rotbraun, meistens ohne Begleitung anderer Sulfosalze, selten. 2. Bipyramidal, kurzprismatisch, zum Teil mit fehlendem Prisma.
- Sartorit: Typlokalität. (Skleroklas) (1868), metallisch grau, rötlich - dann vergesellschaftet mit faserigem Dufrénoysit, oft hoher Glanz, stängelig, flach, längsgerieft, scharfkantige Endflächen, sehr spröde, platzt bei Erwärmung, oft kreuzweise Verwachsung mit Baumhauerit, bis 2 cm, grösster gefundener Kristall: 10 x 2.5 x 0.8 cm (heute zerbrochen), Sartorit ist das häufigste freistehende Sulfosalz der Grube.
- Schultenit:
- Schwefel: Gediegen, Erstfund 1996.
- Seligmannit: Typlokalität. (1901), metallisch grau - schwarz, glänzend, selten matt, oft stängelig, sehr gute Kristalle, zum Teil verzwillingt, bis 4 mm (Funde um 1905 bis 20 x 5 mm), oft in Gruppen, verwechselbar mit Tennantit, Hatchit, Sinnerit, Begleitmineralien: Realgar, Binnit, Liveingit (langprismatisch), Dufrénoysit, Galenit, Jordanit, Wurtzit.
- Sicherit: Typlokalität. Ein Tl-Ag-As-Sulfosalz wurde 1992 bei Röntgenuntersuchungen als nicht identifizierbares Sulfosalz erstmals im Lengenbach gefunden. Das 1996 zum zweiten Mal gefundene Mineral eignete sich schliesslich für eine genaue Bestimmung. 1998 (anerkannt durch die IMA) konnte es als neues Mineral Einzug halten.
- Silber: Silberfarbig bis angelaufen, in kleinsten Locken, bis 1.5 mm, selten, elementar, Fund 1977.
- Sinnerit: Typlokalität. (1964, und nur von hier), metallisch silber-stahlgrau, flachstängelig, tafelig, fächerartig aggregiert, extrem selten.
- Skapolith: Farblos - schwach grünblau, langprismatisch mit viereckigem Querschnitt, längsgestreift, bis 5 cm, wegen der angewitterten Beschaffenheit oft schwer zu erkennen.
- Smektit: In Drusenhohlräumen des vererzten Triasdolomits, Überzüge, weiss bis rosa, feinkristallin.
- Smithit: Typlokalität. (1905), zinnoberrot, dunkelrot, tafelig, bis 3 mm Durchmesser, gute glimmerartige Spaltbarkeit, verwechselbar mit Trechmannit, dieser weist aber einen muscheligen Bruch auf, selten sind gute Kristalle zu finden. Zerfällt bei längerer Lichteinwirkung.
- Smythit: Ausserhalb der Dolomitvererzung im Bündnerschiefer, broncefarbig, 6-eckige und dünne Plättchen, -1 mm, in Calcit, auch auf und in Muskovit, wurde für die Schweiz erstmals von hier gefunden und zwar aus dem Zugangsstollen zur alten Grube (Graeser, 1977).
- Spaltiit: Typlokalität. Stängelig, bis 2 mm.
- Sphalerit: In schönen Kristallen, bis einige cm, hoher Glanz, durchsichtig, tetraedrisch, gelb (dann oft kugelig) - braun - fast schwarz, oft verzwillingt, meistens gut entwickelt, oft mit Jordanit innig verwachsen.
- Stalderit: Typlokalität (und nur von hier), Neufund 1985, in gut ausgebildeten isometrischen Kristallen, bis 2 mm, meistens bläulich angelaufen, Begleitmineralien: Realgar (immer), Auripigment (immer).
- Starkeyit: Auf korrodierten Pyrit-Harnischflächen, meist in sehr enger Verwachsung mit Rozenit, weiss bis farblos, feine kapillare bis lockenförmige Aggregate und Ausblühungen.
- Stephanit: Metallisch grau, nur ein Kristall gefunden, begleitet von Pyrargyrit.
- Struvit-(K): Typlokalität Lengenbach und Oestereich.
- Talk:
- Tennantit: (Binnit) Stahlgrau - schwarz, hoher metallisch Glanz, Splitter mit rotem Farbton, bis 18 mm, sehr flächenreich, über 120 bekannte Formen, kugelig, kleine Kristalle tetraedrisch, verwechselbar mit Marrit, Begleitmineralien: Realgar, Rathit oder Sartorit.
- Tennantit-(Hg): Typlokalität.
- Tennantit-(Zn): Typlokalität.
- Tetraedrit: Bleigrau - grauschwarz, bräunliche - rötliche Anlauffarben, bis 1 mm, tetraedrisch, ohne Begleitmineralien auf dem Dolomit aufsitzend.
- Tetraedrit-(Zn):
- Thalcusit: In der Grube erstmals 1993 gefunden.
- Thorogummit:
- Tochilinit: Recht selten, Vorkommen ausschliesslich in der Arsen-Thalium-reichen Mineralzone, zusammen mit Realgar und Auripigment. Schwarz, winzig, matt-schwarz glänzend, meistens in isoliert-kugeliger Erscheinung. Bestehend aus winzigen 6-eckigen Plättchen.
- Trechmannit: Typlokalität. 1905), zinnober bis scharlachrot, auch schwarz, hochglänzend, rote Innenreflexe, isometrischer Habitus mit meist kleinen Rhomboedern, es kommt auch das hexagonale Prisma vor, pseudowürfelig, oft neben oder auf Binnit, Begleitmineralien: Binnit, Tennantit und andere rote Sulfosalze, durchschnittlich bis 3 mm.
- Turmalin: Gelb - grasgrün - braun - farblos, kurzprismatisch - langstängelig, oft mit Endflächen, zum Teil in Edelsteinqualität, meistens derb, gesteinsbildend (bis 6 cm), freistehend (bis 1 cm), Kristalle mit zonarer Färbung (Elbait (hell) und Dravit (dunkel)), oft rissig. Turmaline aus der Fuchsit-Paragenes enthalten bis 5% Chromoxit. Zweifarbige Turmaline (grün/gelbbraun) enthalten im grünen Kopfbereich einen Chromoxidanteil von 1%. Der gelbbraune Teil entspricht einem reinen Dravit.
- Uraninit: Schwarz, körnig, im Gestein, bis 0.2 mm.
- Uvit:
- Wallisit: Typlokalität. 1965 (und nur von hier), schwarz, sehr dünne Lamellen, tafelig, dunkelrot, flächenreich, starker Glanz, linsenförmig, bis 3 mm, extrem selten, meistens auf anderen Sulfosalzen aufgewachsen, von blossem Auge kaum zu unterscheiden von Hatchit die beide eine lückenlose Mischkristallreihe bilden.
- Weissbergit: Fund im Jahr 1990, zusammen mit Gabrielit und Hutchinsonit, 1989, zusammen mit Trechmannit. Erstes antimondominantes Thallium-Sulfosalz in der Grube Lengenbach, Erstfund für die Schweiz und weltweit die besten Kristalle dieses Minerals (bisher weltweit nur von 3 Fundstellen bekannt). Mattrauhe Oberfläche ohne klar erkennbare Flächenausbildung. Sie sind säulen- bis tönnchenförmig ausgebildet, hellgrau mit leichtem Metallglanz und erreichen eine Grösse von 0.3 mm.
- Wulfenit: Gelb - orangebraun, selten dunkelbraun, bipyramidal, auf zersetztem Galenit.
- Wurtzit-2H: Rötlich - braun, hexagonale Blättchen, -2 mm.
- Wurtzit-8H: Rötlich - braun, bipyramidale Kristalle, dickblätterig, bis 3.5 mm, verwachsen mit Zinkblende, sehr selten.
- Xanthokon: Gelborange, bräunlich - rot, pseudohexagonale Kriställchen, bis 2 mm, äusserst selten, verwechselbar mit Wurtzit.
046_VS / Binntal, Lercheltini, Lärcheltini, Gorb, Gauchheit
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 661050 / 134820
Literatur:
- Berlepsch, P. & Krzemnick, M.; Schweizer Strahler; 1999; Seite 420-424; Graeserit von der Lärcheltini, Binntal (VS)
- Crumbach, Mischa & Praeger, Michael; Lapis; 2004; Heft 4; Seite 34-39
- Graeser, Stefan; Lapis; 1981; Heft 12; Seite 9-27; Das Binntal
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 298
- Peter, Joachim; Lapis; 2004; Heft 04; Seite 16-25
- Schaufelberger, F.,A.; Urner Mineralienfreund; 1989; Heft 1; Seite 5
- Skrapits, Augustin; Schweizer Strahler; 1996; Heft 2; Seite 383-388; Fetiasit, eine neue Mineralart im Lercheltini, Binntal (VS)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 195
- Weiss, Stefan & Crumbach, Mischa; Lapis; 1999; Heft 11; Seite 39-41
Gorb ist die Bezeichnung für einen Felsvorsprung der westlichen Schinhörner. Es handelt sich um den Felsen, welcher nördlich des oberen Lengenbach liegt. Die Hauptfundstellen befinden sich wenig oberhalb der Lokalität Gorb. Im Binntal zieht sich, ca. 500 Meter oberhalb der Grube Lengenbach, ein brauner, zum Teil feinschieferiger Zweiglimmergneis über die Nordwestflanke der Schinhörner nach Osten. Die zum Teil recht muskovitreichen Paragesteine dieser sogenannten 'Lärcheltini-Zone' sind hydrothermal stark zersetzt und werden in der NW-SE-Richtung von zahlreichen, meist nur schmalen, limonitreichen Klüften durchzogen. Oft fehlt dabei ein Quarzband.
- Adular:
- Anatas: In schönster Ausbildung, bis mehrere cm.
- Chlorit:
- Fetiasit:
- Graeserit: Typlokalität für diese Mineral (Gorb), flachnadelig, äusserst dünn aber recht lang, bis 5 mm, eher unregelmässige Anordnung, selten radialstrahlig angeordnet, biegsam, schwarz.
- Hämatit: Selten als Eisenrose, dann dickblätterig.
- Magnetit: Ausserordentlich schön, Oktaeder bis mehrere cm.
- Monazit-(Ce):
- Graeserit: Typlokalität für diese Mineral (Gorb), flachnadelig, äusserst dünn aber recht lang, bis 5 mm, eher unregelmässige Anordnung, selten radialstrahlig angeordnet, biegsam, schwarz.
- Hämatit: Selten als Eisenrose, dann dickblätterig.
- Magnetit: Ausserordentlich schön, Oktaeder bis mehrere cm.
- Monazit-(Ce):
- Quarz:
- Rutil:
- Xenotim-(Y):
047_VS / Binntal, Lercheltini, Lärcheltini, Gorb, Spissen, Riggi, Kollergraben, Kohlergraben
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662100 / 135800
Literatur:
- Andres, Martin; Lapis; 2016; Heft 7/8; Seite 52 - 59; Dicktafelige Hämatitkristalle aus dem Binntal
- Andres, Martin; Lapis; 2007; Heft 6; Seite 28 - 29; Lärcheltini: Träumen erlaubt
- Bader, Henri; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate & Vanini, F. & Loranth, C. & Mestrom, P. & Antonysen, E. & Meisser, Nicolas & Roth, P.; Schweizer Strahler; 2019; Heft 1; Seite 2 - 17; Mineralogische Topografie der Schweiz und angrenzender Regionen, 1. Teil - Binntal (CH) - Veglia (I) - Devero (I)
- Crumbach, Mischa & Cuchet, Stéphane & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 2014;Heft 4;Seite 16 - 17; Yukonit von der Lärcheltini: ein weiteres Arsenmineral aus dem Binntal
- Graeser, Stefan; Lapis; 1995; Heft 7-8; Seite 24,37
- Peter, Joachim; Schweizer Strahler; 2008; Heft 1; Seite 30-37
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Schwanz, Johannes; Schweizer Strahler; 2008; Heft 1; Seite 26-29
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 195
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173-268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
- Weiss, Stefan & Praeger, Michael & Peter, Joachim & Stoll, Wolfgang; Lapis; 2007; Heft 6; Seite 24 - 28,30; Prismatische Anatase aus dem Binntal: Weltweit einmalig
Was unter die Lercheltini (Lärcheltini) - Zone, respektive unter das darunter gemeinte Fundgebiet entfällt, ist nicht ganz klar. Sicher fallen darunter Gorb, Spissen, Riggi - vorder Kollergraben - Hinter Kollergraben. Die spektakulären früheren Funde dürften eher in der unteren Region, das heisst in der Nähe der Binna, getätigt worden sein. Besonders häufig ist hier das Auftreten von Adular. Bemerkung zur Lärcheltini-Zone siehe unter Fundort 'Binntal, Lercheltini, Lärcheltini, Gorb, Gauchheit'. Die Anatasvorkommen der "Lärcheltini-Zone" ziehen sich in einer Höhe von 2200 m ü. M. (West) bis 2400 m ü. M. (Ost) über die Nordflanke des Grossen Schinhorns, wobei die Mächtigkeit der Gesteinszone von ca. 100 m auf ca. 2 m abnimmt. Eine dünne Zone tritt noch im Osten im Gebiet des Tälli auf. Fundgebiete der Anatase sind die Felsköpfe von Gorb und Spissen, die Riggi, Vorderer Kollergraben und Hinterer Kollergraben, Balmen und Tälli. Gute Funde von Anatas (bis 26 mm) stammen von der Ostseite des Mischibaches auf rund 2220 m ü. M.
- Adular: In der ganzen Zone häufig vorkommend, bis 8 cm, oft ganze Kluftwände bedeckend.- Albit: Vorder Chollergraben.
- Anatas: Gorb: Spissen: charakteristisches Erscheinen für dieses Fundgebiet (Spissen) sind der prismatische Habitus, ausgesprochen schön und recht gross, honiggelb bis dunkelbraun, weitere Form sind bekannt unter der 'Spiessen-Morphologie', flach, dipyramidaler Habitus und vielflächig, kugeliger Habitus. Im Lapisheft 1995/7-8 sind die Anatase aus der Lercheltinizone ausführlich beschrieben und abgebildet. Grösste Kristalle 5 x 3 cm, 4.5 cm.
Vorder Chollergraben: gelb, prismatisch bis langprismatisch. Bruchstücke wurden auch verschliffen (Z. B. 2 x 0.35 ct., verschliffen von Bruno Veigl). Die Steine zeigen einen hohen Glanz und ein starkes Feuer.
- Aragonit: Nicht sehr häufig.
- Arseniosiderit: Als rotbraune samtige Krusten und radialstrahlige Kugeln, aufgebaut aus winzigsten Blättchen, zusammen mit Graeserit und Fetiasit.
- Arsenoferrit: Bereits 1881 wurde dieses Mineral von Groth untersucht und als Arsenoferrit beschrieben. Dieser wurde aber 1936 wieder diskreditiert. Prof. Stefan Graeser sammelte nach 1960 am Wannigletscher erste Proben, die zur Beschreibung der neuen Mineralart Cafarsit und Asbecasit führte.
- Arsenopyrit: Aus der Gegend von Lärcheltini/Gorb. Derbe Erzbuzen, schlecht entwickelte Kristalle bis einige cm-Grösse in Fetiasit-Klüften.
- Asbecasit: Gorb: hellgelb, durchsichtig, tafelig, bis mehrere mm Durchmesser, nur Basisfläche. Vorder Chollergraben:
- Biotit: Gorb:
- Bournonit: Gorb: schwarz, hochglänzend.
- Brookit: Gorb:
- Cafarsit: Gorb: stark verwittert, würfelig, wurde bereits 1881 aus dieser Zone beschrieben, irrtümlicherweise aber aufgrund einer falschen chemischen Zusammensetzung als Arsenoferrit bestimmt worden (Groth). Vorderer Kollergraben: bis 3 cm, Kuboktaeder, teilweise mit aufsitzendem Anatas.
- Cervandonit-(Ce): Gorb: sattelförmig aggregiert, zum Teil Rosetten, hochglänzend, früher verwechselt mit Hämatit, Aggregate bis 8 mm Durchmesser. Neuere Funde konnten auch am Spissen getätigt werden. Hier tritt der Cervandonit auch als einzelne Lamellen auf. Zusammen mit Anatas, Monazit, Xenotim, Hämatit, Chernovit, Fetiasit, Graeserit und selten auch mit Cafarsit. Vorder Chollergraben:
- Chernovit-(Y): Chernovit wurde neuerdings auch in der Lercheltinizone gefunden, vor allem bei Gorb. Die Kristalle treten als grüngelbe, kugelige Aggregate unter 3 mm Durchmesser auf. Begleitmineralien sind unter anderem Chervandonit und Graeserit. Manche Kristalle bestehen nur am Rand aus Chernovit, beim restlichen Kristall handelt es sich um Xenotim.
- Crichtonit: Crichtonit/Seanit. Aehnliches Vorkommen wie am Wannigletscher.
- Fetiasit: Gorb (östlich davon): flachstängelig, radialstrahlig aggregiert, bis 3 cm Durchmesser, meist oberflächlich rötlich verwittert, auch als Einzelkristalle bis 1 cm Länge und mehrere mm Dicke, auffallend schindelförmige Ausbildung. Nachdem die ersten Kristalle auf der italienischen Seite gefunden wurden (1985, unter 2 mm), stellten sich nach der mühsamen Erstbeschreibung reiche Funde in der Lärcheltini-Zone ein. Begleitmineralien sind Cervandonit-(Ce), Graeserit, reichlich Chlorit, Quarz, Magnetit, Hämatit, Asbecasit, Anatas, Rutil und Monazit.
- Gold, gediegen: Gorb (zwischen Spissen und der Gorb): gediegen, bis 8 mm, blechförmig, sehr rein, teilweise in derbem Quarz eingebettet, verwachsen mit Biotit, Spuren von Asbecasit waren in der Kluft ebenfalls zugegen (Graeser, 1995). Von der Gorb auch kleine Flitterchen mit Arsenkies.
- Graeserit: Eher aus der Region Gorb (Typlokalität), flachnadelig, prismatisch, äusserst dünn aber recht lang, bis 5 mm, eher unregelmässige Anordnung, selten radialstrahlig angeordnet, biegsam, schwarz, silbrig glänzend. Wurde bisher nur in der Lercheltini-Zone gefunden. Manchmal flachstängelig, Y-förmige oder sternförmige Drillinge, welche oft in Muskovit oder Quarz sitzen. Begleitmineralien sind Chlorit, Fetisit und Limonit.
- Hydrobiotit:
- Hämatit: Gorb: Lercheltini: mit aussergewöhnlich starkem Ferromagnetismus (fehlt üblicherweise beim Hämatit), teilweise mit Magnetitkern (was den Magnetismus erklärt). Tafelig, zum Teil sehr flächenreich, bis einige cm, oft mit orientiert verwachsenen Rutilprismen. Auch als sogenannte Eisenrosen bis 15 mm Durchmesser. Vorder Chollergraben: Lärcheltini: mit dieser allgemeinen Fundortbezeichnung sind in der Literatur auch dicktafelige, teils mit Rutil verwachsene Kristalle bis 42 x 35 x 14 mm gefunden worden.
- Ilmenit: Lercheltini: kaum zu unterscheiden von Hämatit, tafelig, grosse Basis. Selten als hochglänzende Kristalle, teilweise angelöst. Der Ilmenit ist hier oft in Pseudomorphosen aus Hämatit+Rutil +- Magnetit umgewandelt. Vorder Chollergraben:
- Limonit: Vorder Chollergraben:
- Magnetit: Lercheltini: modellartig ausgebildet, hochglänzend, oktaedrisch, selten auch als Rhombendodekaeder, scharfkantig, manchmal verzwillingt nach dem Spinell-Gesetz, bis 3.5 cm, hervorragende Aufnahmen im Lapisheft 1995/7-8. Spissen: Rhombendodekaeder. Heute sind Funde um 1 cm üblich. Selten nach dem Spinell-Gesetz verzwillingt. Ebenfalls selten treten zum Oktaeder auch noch das Rhombendodekaeder und der Würfel auf. Vorder Chollergraben:
- Mimetesit: Gorb: als Oxidationsschicht, derb, wachsgrün, rein, neben Skorodit.
- Monazit-(Ce): Lercheltini: orange - gelb, rosa Farbtöne. 'Turnerit': heute ein ungültiger Mineralienname für Monazit in exzellenter Ausbildung. Vorder Chollergraben: flächenreich, orangerot. Aus dieser Zone stammen die wohl schönsten Monazite der Alpen. Dunkelorange - gelb, rosa Farbtöne. 'Turnerit': heute ein ungültiger Mineralienname für Monazit in exzellenter Ausbildung. Bis 12 mm Länge, meistens jedoch kleiner. Häufige Begleitmineralien sind Adular, Magnetit, Hämatit, Rutil, Anatas, Quarz, Turmalin und limonitisierter Siderit.
- Muskovit: Vorder Chollergraben.
- Pyrit: Vorder Chollergraben:
- Rutil: Spissen: extrem kurzprismatisch-bipyramidal, 2-3 mm, dunkelrot. Kollergräben: kurzprismatisch, tiefrot durchscheinend, bis 3 cm. Riggi: orientiert aufgewachsen auf Hämatit. Vorder Chollergraben:
- Senait: Crichtonit/Seanit. Aehnliches Vorkommen wie am Wannigletscher.
- Siderit: Siderit scheint nur am hinteren Kollergraben aufzutreten, hier in beträchtlichen Mengen. Rutil und Anatas kommen mr selten in derselben Kluft vor. Ilmenit, Xenotim und Monazit sind sehr selten.
- Skorodit:
- Tennantit: Winzige Körner. Eingewachsener Tennantit ist hier relativ oft anzutreffen.
- Titanit: Lercheltini: in aussergewöhnlicher Grösse bis 5 cm, honiggelb-braun. Titanit ist in der Lercheltini-Zone aber ein eher seltenes Mineral (hier: gelbbraun, keilförmig).
- Todorokit: Samtige broncefarbige Kügelchen zusammen mit Chlorit und Graeserit.
- Turmalin: Schwarz oder dunkelbraun, als sogenannter Schörl. Vorder Chollergraben:
- Xenotim-(Y): In der ganzen Lercheltinizone selten anzutreffen, winzig, bipyramidal, selten prismatisch, gelblich oder grünlich. Vereinzelte Xenotime weisen am Rand einen Chernovit-(Y) Saum auf. Selten über 1 mm. Funde sind bekannt von Kollergraben, Riggi und vor allem von der Lokalität Gorb. Meistens zusammen mit Magnetit, Rutil, Monazit, Anatas und Hämatit. Vorder Chollergraben:
- Yukonit: Aus dem Schuttmaterial einer alten Kluft, welches in den 1990-er Jahren noch einige wenige Fetiasite in typisch schiffchenförmigen Kristallen bis 2 cm lieferte. Unter dem Mikroskop fiel auf, dass einige wenige Fetiasite neben ihrer typischen rostbraunen Verwitterungskruste auch goldgelb glitzernde Überzüge hatten. Bei der recht aufwändigen Untersuchung stellte sich dieser Überzug als Yukonit dar, welcher hier in der Schweiz erst zum zweiten Mal gefunden werden konnte.
048_VS / Binntal, Lercheltini, Lärcheltini, Riggi
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 661500 / 135150
Literatur:
- Geipel, R.; Lapis; 1995; Heft 7-8; Seite 17- Peter, Joachim & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 2009; Heft 3; Seite 2-11
Hiermit ist der, nördlich der 'Wyssi Flue', südwärts verlaufende Graben gemeint. Funde sind vor allem im oberen Teil getätigt worden. Zahlreiche kleinere Klüfte (Breite bis 2 cm). Bemerkung zur Lärcheltini-Zone siehe unter Fundort 'Binntal, Lercheltini, Lärcheltini, Gorb, Gauchheit'. Peter beschreibt eine Kluft 'nahe dem Riggi' aus ihr stammen einige recht interessante Mineralien.
- Adular:
047_VS / Binntal, Lercheltini, Lärcheltini, Gorb, Spissen, Riggi, Kollergraben, Kohlergraben
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662100 / 135800
Literatur:
- Andres, Martin; Lapis; 2016; Heft 7/8; Seite 52 - 59; Dicktafelige Hämatitkristalle aus dem Binntal
- Andres, Martin; Lapis; 2007; Heft 6; Seite 28 - 29; Lärcheltini: Träumen erlaubt
- Bader, Henri; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate & Vanini, F. & Loranth, C. & Mestrom, P. & Antonysen, E. & Meisser, Nicolas & Roth, P.; Schweizer Strahler; 2019; Heft 1; Seite 2 - 17; Mineralogische Topografie der Schweiz und angrenzender Regionen, 1. Teil - Binntal (CH) - Veglia (I) - Devero (I)
- Crumbach, Mischa & Cuchet, Stéphane & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 2014;Heft 4;Seite 16 - 17; Yukonit von der Lärcheltini: ein weiteres Arsenmineral aus dem Binntal
- Graeser, Stefan; Lapis; 1995; Heft 7-8; Seite 24,37
- Peter, Joachim; Schweizer Strahler; 2008; Heft 1; Seite 30-37
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Schwanz, Johannes; Schweizer Strahler; 2008; Heft 1; Seite 26-29
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 195
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173-268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
- Weiss, Stefan & Praeger, Michael & Peter, Joachim & Stoll, Wolfgang; Lapis; 2007; Heft 6; Seite 24 - 28,30; Prismatische Anatase aus dem Binntal: Weltweit einmalig
Was unter die Lercheltini (Lärcheltini) - Zone, respektive unter das darunter gemeinte Fundgebiet entfällt, ist nicht ganz klar. Sicher fallen darunter Gorb, Spissen, Riggi - vorder Kollergraben - Hinter Kollergraben. Die spektakulären früheren Funde dürften eher in der unteren Region, das heisst in der Nähe der Binna, getätigt worden sein. Besonders häufig ist hier das Auftreten von Adular. Bemerkung zur Lärcheltini-Zone siehe unter Fundort 'Binntal, Lercheltini, Lärcheltini, Gorb, Gauchheit'. Die Anatasvorkommen der "Lärcheltini-Zone" ziehen sich in einer Höhe von 2200 m ü. M. (West) bis 2400 m ü. M. (Ost) über die Nordflanke des Grossen Schinhorns, wobei die Mächtigkeit der Gesteinszone von ca. 100 m auf ca. 2 m abnimmt. Eine dünne Zone tritt noch im Osten im Gebiet des Tälli auf. Fundgebiete der Anatase sind die Felsköpfe von Gorb und Spissen, die Riggi, Vorderer Kollergraben und Hinterer Kollergraben, Balmen und Tälli. Gute Funde von Anatas (bis 26 mm) stammen von der Ostseite des Mischibaches auf rund 2220 m ü. M.
- Adular: In der ganzen Zone häufig vorkommend, bis 8 cm, oft ganze Kluftwände bedeckend.- Albit: Vorder Chollergraben.
- Anatas: Gorb: Spissen: charakteristisches Erscheinen für dieses Fundgebiet (Spissen) sind der prismatische Habitus, ausgesprochen schön und recht gross, honiggelb bis dunkelbraun, weitere Form sind bekannt unter der 'Spiessen-Morphologie', flach, dipyramidaler Habitus und vielflächig, kugeliger Habitus. Im Lapisheft 1995/7-8 sind die Anatase aus der Lercheltinizone ausführlich beschrieben und abgebildet. Grösste Kristalle 5 x 3 cm, 4.5 cm.
Vorder Chollergraben: gelb, prismatisch bis langprismatisch. Bruchstücke wurden auch verschliffen (Z. B. 2 x 0.35 ct., verschliffen von Bruno Veigl). Die Steine zeigen einen hohen Glanz und ein starkes Feuer.
- Aragonit: Nicht sehr häufig.
- Arseniosiderit: Als rotbraune samtige Krusten und radialstrahlige Kugeln, aufgebaut aus winzigsten Blättchen, zusammen mit Graeserit und Fetiasit.
- Arsenoferrit: Bereits 1881 wurde dieses Mineral von Groth untersucht und als Arsenoferrit beschrieben. Dieser wurde aber 1936 wieder diskreditiert. Prof. Stefan Graeser sammelte nach 1960 am Wannigletscher erste Proben, die zur Beschreibung der neuen Mineralart Cafarsit und Asbecasit führte.
- Arsenopyrit: Aus der Gegend von Lärcheltini/Gorb. Derbe Erzbuzen, schlecht entwickelte Kristalle bis einige cm-Grösse in Fetiasit-Klüften.
- Asbecasit: Gorb: hellgelb, durchsichtig, tafelig, bis mehrere mm Durchmesser, nur Basisfläche. Vorder Chollergraben:
- Biotit: Gorb:
- Bournonit: Gorb: schwarz, hochglänzend.
- Brookit: Gorb:
- Cafarsit: Gorb: stark verwittert, würfelig, wurde bereits 1881 aus dieser Zone beschrieben, irrtümlicherweise aber aufgrund einer falschen chemischen Zusammensetzung als Arsenoferrit bestimmt worden (Groth). Vorderer Kollergraben: bis 3 cm, Kuboktaeder, teilweise mit aufsitzendem Anatas.
- Cervandonit-(Ce): Gorb: sattelförmig aggregiert, zum Teil Rosetten, hochglänzend, früher verwechselt mit Hämatit, Aggregate bis 8 mm Durchmesser. Neuere Funde konnten auch am Spissen getätigt werden. Hier tritt der Cervandonit auch als einzelne Lamellen auf. Zusammen mit Anatas, Monazit, Xenotim, Hämatit, Chernovit, Fetiasit, Graeserit und selten auch mit Cafarsit. Vorder Chollergraben:
- Chernovit-(Y): Chernovit wurde neuerdings auch in der Lercheltinizone gefunden, vor allem bei Gorb. Die Kristalle treten als grüngelbe, kugelige Aggregate unter 3 mm Durchmesser auf. Begleitmineralien sind unter anderem Chervandonit und Graeserit. Manche Kristalle bestehen nur am Rand aus Chernovit, beim restlichen Kristall handelt es sich um Xenotim.
- Crichtonit: Crichtonit/Seanit. Aehnliches Vorkommen wie am Wannigletscher.
- Fetiasit: Gorb (östlich davon): flachstängelig, radialstrahlig aggregiert, bis 3 cm Durchmesser, meist oberflächlich rötlich verwittert, auch als Einzelkristalle bis 1 cm Länge und mehrere mm Dicke, auffallend schindelförmige Ausbildung. Nachdem die ersten Kristalle auf der italienischen Seite gefunden wurden (1985, unter 2 mm), stellten sich nach der mühsamen Erstbeschreibung reiche Funde in der Lärcheltini-Zone ein. Begleitmineralien sind Cervandonit-(Ce), Graeserit, reichlich Chlorit, Quarz, Magnetit, Hämatit, Asbecasit, Anatas, Rutil und Monazit.
- Gold, gediegen: Gorb (zwischen Spissen und der Gorb): gediegen, bis 8 mm, blechförmig, sehr rein, teilweise in derbem Quarz eingebettet, verwachsen mit Biotit, Spuren von Asbecasit waren in der Kluft ebenfalls zugegen (Graeser, 1995). Von der Gorb auch kleine Flitterchen mit Arsenkies.
- Graeserit: Eher aus der Region Gorb (Typlokalität), flachnadelig, prismatisch, äusserst dünn aber recht lang, bis 5 mm, eher unregelmässige Anordnung, selten radialstrahlig angeordnet, biegsam, schwarz, silbrig glänzend. Wurde bisher nur in der Lercheltini-Zone gefunden. Manchmal flachstängelig, Y-förmige oder sternförmige Drillinge, welche oft in Muskovit oder Quarz sitzen. Begleitmineralien sind Chlorit, Fetisit und Limonit.
- Hydrobiotit:
- Hämatit: Gorb: Lercheltini: mit aussergewöhnlich starkem Ferromagnetismus (fehlt üblicherweise beim Hämatit), teilweise mit Magnetitkern (was den Magnetismus erklärt). Tafelig, zum Teil sehr flächenreich, bis einige cm, oft mit orientiert verwachsenen Rutilprismen. Auch als sogenannte Eisenrosen bis 15 mm Durchmesser. Vorder Chollergraben: Lärcheltini: mit dieser allgemeinen Fundortbezeichnung sind in der Literatur auch dicktafelige, teils mit Rutil verwachsene Kristalle bis 42 x 35 x 14 mm gefunden worden.
- Ilmenit: Lercheltini: kaum zu unterscheiden von Hämatit, tafelig, grosse Basis. Selten als hochglänzende Kristalle, teilweise angelöst. Der Ilmenit ist hier oft in Pseudomorphosen aus Hämatit+Rutil +- Magnetit umgewandelt. Vorder Chollergraben:
- Limonit: Vorder Chollergraben:
- Magnetit: Lercheltini: modellartig ausgebildet, hochglänzend, oktaedrisch, selten auch als Rhombendodekaeder, scharfkantig, manchmal verzwillingt nach dem Spinell-Gesetz, bis 3.5 cm, hervorragende Aufnahmen im Lapisheft 1995/7-8. Spissen: Rhombendodekaeder. Heute sind Funde um 1 cm üblich. Selten nach dem Spinell-Gesetz verzwillingt. Ebenfalls selten treten zum Oktaeder auch noch das Rhombendodekaeder und der Würfel auf. Vorder Chollergraben:
- Mimetesit: Gorb: als Oxidationsschicht, derb, wachsgrün, rein, neben Skorodit.
- Monazit-(Ce): Lercheltini: orange - gelb, rosa Farbtöne. 'Turnerit': heute ein ungültiger Mineralienname für Monazit in exzellenter Ausbildung. Vorder Chollergraben: flächenreich, orangerot. Aus dieser Zone stammen die wohl schönsten Monazite der Alpen. Dunkelorange - gelb, rosa Farbtöne. 'Turnerit': heute ein ungültiger Mineralienname für Monazit in exzellenter Ausbildung. Bis 12 mm Länge, meistens jedoch kleiner. Häufige Begleitmineralien sind Adular, Magnetit, Hämatit, Rutil, Anatas, Quarz, Turmalin und limonitisierter Siderit.
- Muskovit: Vorder Chollergraben.
- Pyrit: Vorder Chollergraben:
- Rutil: Spissen: extrem kurzprismatisch-bipyramidal, 2-3 mm, dunkelrot. Kollergräben: kurzprismatisch, tiefrot durchscheinend, bis 3 cm. Riggi: orientiert aufgewachsen auf Hämatit. Vorder Chollergraben:
- Senait: Crichtonit/Seanit. Aehnliches Vorkommen wie am Wannigletscher.
- Siderit: Siderit scheint nur am hinteren Kollergraben aufzutreten, hier in beträchtlichen Mengen. Rutil und Anatas kommen mr selten in derselben Kluft vor. Ilmenit, Xenotim und Monazit sind sehr selten.
- Skorodit:
- Tennantit: Winzige Körner. Eingewachsener Tennantit ist hier relativ oft anzutreffen.
- Titanit: Lercheltini: in aussergewöhnlicher Grösse bis 5 cm, honiggelb-braun. Titanit ist in der Lercheltini-Zone aber ein eher seltenes Mineral (hier: gelbbraun, keilförmig).
- Todorokit: Samtige broncefarbige Kügelchen zusammen mit Chlorit und Graeserit.
- Turmalin: Schwarz oder dunkelbraun, als sogenannter Schörl. Vorder Chollergraben:
- Xenotim-(Y): In der ganzen Lercheltinizone selten anzutreffen, winzig, bipyramidal, selten prismatisch, gelblich oder grünlich. Vereinzelte Xenotime weisen am Rand einen Chernovit-(Y) Saum auf. Selten über 1 mm. Funde sind bekannt von Kollergraben, Riggi und vor allem von der Lokalität Gorb. Meistens zusammen mit Magnetit, Rutil, Monazit, Anatas und Hämatit. Vorder Chollergraben:
- Yukonit: Aus dem Schuttmaterial einer alten Kluft, welches in den 1990-er Jahren noch einige wenige Fetiasite in typisch schiffchenförmigen Kristallen bis 2 cm lieferte. Unter dem Mikroskop fiel auf, dass einige wenige Fetiasite neben ihrer typischen rostbraunen Verwitterungskruste auch goldgelb glitzernde Überzüge hatten. Bei der recht aufwändigen Untersuchung stellte sich dieser Überzug als Yukonit dar, welcher hier in der Schweiz erst zum zweiten Mal gefunden werden konnte.
048_VS / Binntal, Lercheltini, Lärcheltini, Riggi
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 661500 / 135150
Literatur:
- Geipel, R.; Lapis; 1995; Heft 7-8; Seite 17- Peter, Joachim & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 2009; Heft 3; Seite 2-11
Hiermit ist der, nördlich der 'Wyssi Flue', südwärts verlaufende Graben gemeint. Funde sind vor allem im oberen Teil getätigt worden. Zahlreiche kleinere Klüfte (Breite bis 2 cm). Bemerkung zur Lärcheltini-Zone siehe unter Fundort 'Binntal, Lercheltini, Lärcheltini, Gorb, Gauchheit'. Peter beschreibt eine Kluft 'nahe dem Riggi' aus ihr stammen einige recht interessante Mineralien.
- Adular:
- Albit:
- Anatas: Aus dem Riggigebiet werden Kristalle bis 2.8 cm erwähnt.
- Asbecasit: Angewittert, tafelig, schwefelgelb, bis 1 cm Durchmesser, kleinere Kristalle bis 3 mm eingebettet in Calcit.
- Calcit:
- Cervandonit-(Ce): Schwarz, sattelförmige Aggregate bis 7 mm, pustrel- bis rosettenförmige Aggregate mit ca. 1 mm Durchmesser.
- Chernovit-(Y): Blassgelb, Einzelkristalle und Aggregate bis 3 mm. Habitus: einfache prismatische Kristalle (Prisma und Bipyramide), Kristalle mit konkav gebogenen Prismenflächen zu pilzförmigen bis halbkugeligen Aggregaten. Vereinzelt bipyramidale sowie säulige Kristalle mit 2 Prismen und Basisfläche.
- Cleusonit: Schwarz, hochglänzend, trigonal, bis 4 mm. Trachtbestimmend sind sind ein mittelsteiles Rhomboeder und eine meist klein ausgebildete Basisfläche. Meistens verzwillingt (einspringende Winkel). Vergesellschaftet mit Chernovit-(Y), Cervandonit-(Ce), Hämatit, Magnetit, Pseudomorphosen nach Ilmenit und Klinochlor.
- Halotrichit: Wird von der Riggi erwähnt.
- Hämatit:
- Anatas: Aus dem Riggigebiet werden Kristalle bis 2.8 cm erwähnt.
- Asbecasit: Angewittert, tafelig, schwefelgelb, bis 1 cm Durchmesser, kleinere Kristalle bis 3 mm eingebettet in Calcit.
- Calcit:
- Cervandonit-(Ce): Schwarz, sattelförmige Aggregate bis 7 mm, pustrel- bis rosettenförmige Aggregate mit ca. 1 mm Durchmesser.
- Chernovit-(Y): Blassgelb, Einzelkristalle und Aggregate bis 3 mm. Habitus: einfache prismatische Kristalle (Prisma und Bipyramide), Kristalle mit konkav gebogenen Prismenflächen zu pilzförmigen bis halbkugeligen Aggregaten. Vereinzelt bipyramidale sowie säulige Kristalle mit 2 Prismen und Basisfläche.
- Cleusonit: Schwarz, hochglänzend, trigonal, bis 4 mm. Trachtbestimmend sind sind ein mittelsteiles Rhomboeder und eine meist klein ausgebildete Basisfläche. Meistens verzwillingt (einspringende Winkel). Vergesellschaftet mit Chernovit-(Y), Cervandonit-(Ce), Hämatit, Magnetit, Pseudomorphosen nach Ilmenit und Klinochlor.
- Halotrichit: Wird von der Riggi erwähnt.
- Hämatit:
- Klinochlor:
- Limonit:
- Magnetit: Bis über 1 cm.
- Monazit-(Ce): Klein, orange-gelblich. Aggregate weissen blassrosa bis fast weiss gefärbten Kernpartien. Ein Zwillingsaggregat mit 9 mm. Grössere Kristalle sind oberflächlich korrodiert.
- Montmorillonit: Nahe Riggi: Auf korrodiertem Chernovit-(Y) treten vereinzelt kleine grünlichweisse Pusteln (unter 0.1 mm) auf. Nach den Ergebnissen einer gekoppelten XRD und EDXS-Analyse handelt es sich um ein Smektit-Mineral, vermutlich Montmorillonit.
- Muskovit:
- Magnetit: Bis über 1 cm.
- Monazit-(Ce): Klein, orange-gelblich. Aggregate weissen blassrosa bis fast weiss gefärbten Kernpartien. Ein Zwillingsaggregat mit 9 mm. Grössere Kristalle sind oberflächlich korrodiert.
- Montmorillonit: Nahe Riggi: Auf korrodiertem Chernovit-(Y) treten vereinzelt kleine grünlichweisse Pusteln (unter 0.1 mm) auf. Nach den Ergebnissen einer gekoppelten XRD und EDXS-Analyse handelt es sich um ein Smektit-Mineral, vermutlich Montmorillonit.
- Muskovit:
- Pyrit:
- Quarz: In sehr schöner Ausbildung.
- Rauchquarz: Bis 20 cm Durchmesser.
- Rutil:
- Quarz: In sehr schöner Ausbildung.
- Rauchquarz: Bis 20 cm Durchmesser.
- Rutil:
- Turmalin:
049_VS / Binntal, Lercheltini, Lärcheltini, Spissen, Mischibach (Ostseite), Spissensporn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 661200 / 135050
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 232
- Pralong, Henri Schweizer Strahler; 1974;; Seite 210-216; Ein bescheidenes Mineralienpaar aus dem Binntal: Xenotim und Monazit
- Weiss, Stefan; Lapis; 2004; Heft 04; Seite 26-31
Diese Bezeichnung fehlt auf der Karte. Es handelt sich um die Region des oberen 'Mischibach (Ostseite)', welcher unweit von Imfeld in die Binna fliesst. Vor allem Anatas konnte öfters lose im ausgewitterten Schuttmaterial gefunden werden. Fundmaterial stammt auch vom Spissensporn (zwischen Kohlergraben und Gorb), 2270 m ü. M. Die altbekannte Fundstelle liegt etwas östlich von Gorb. Bemerkung zur Lärcheltini-Zone siehe unter Fundort 'Binntal, Lercheltini, Lärcheltini, Gorb, Gauchheit'.
- Adular: Sehr gross, manchmal mit Turmalineinschluss, auch kleine durchsichtige Kristalle.
- Albit:
- Anatas: Gelbbraun, bis 2 cm, mit grossen und rauen Flächen, oft mit einem limonitischen Überzug, zahlreiche Formen (spitzpyramidal, stumpfpyramidal, dipyramidal, prismatisch, prismatisch dipyramidal, ditetragonal dipyramidal).
- Hämatit: Dicke, stark glänzende Rosetten mit zahlreichen Flächen.
- Magnetit: Reichlich, glänzende Oktaeder, bis 17 mm, zum Teil durchdrungen von Turmalinnadeln. Auch kleine, als Rhombendodekaeder ausgebildete Kristalle.
- Monazit-(Ce): Tafelig, orange.
- Muskovit: Pseudohexagonale Plättchen.
- Quarz: In schöner Ausbildung.
- Rutil: Sehr häufig, blutrot, zum Teil durchscheinend, Kniezwillinge, vielflächig, stark glänzend.
- Turmalin: Wenig verbreitet.
- Xenotim-(Y): Gelbtöne, auch grün, Fettglanz, durchsichtig.
050_VS / Binntal, Lercheltini, Lärcheltini, Wyssi Flüe, Weisse Fluh
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 661400 / 135500
Literatur:
- Bader, Henri; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Dillen, H. & Gijbels, R. & Stalder, Hans Anton; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1984; Band 64; Heft 1-2; Seite 27 - 48; Untersuchung einiger Spurenelemente in alpinen Kluftpyriten mit der Ionenmikrosonde-
Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 196
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 291
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp;
Die Kluftmineralien des Binntals östlich des Lengenbach in einem Dolomitaufschluss, auf ca. 1900 m ü. M., ca. 2 km östlich des Lengenbachs. Andere Mineralien auch aus dieser Umgebung. Bemerkung zur Lärcheltini-Zone siehe unter Fundort 'Binntal, Lercheltini, Lärcheltini, Gorb, Gauchheit'. Erwähnt wird ein Aufschluss an der engsten Stelle des Tobels.
Bader, 1934, Auszug: Weisse Fluh: Nahe dem westlichen Ende des Dolomitaufschlusses an der Weissen Fluh, fast 1 km östlich vom Lengenbach, ist durch einen rezenten kleinen Felsabsturz eine schwache Erzimprägnation blossgelegt worden. Die Paragenese ist folgende: (nach Menge geordnet) Calcit, Dolomit-Talk, Bleiglanz, Zinkblende, Fahlerz-Quarz, Phlogopit-Pyrit-Fluorit-Rutil. Die Mineralien befinden sich derb in Adern und gut kristallisiert in kleinen Drusen.
- Adular: - 15 mm, oft als Vierling, milchig - durchsichtig.
- Albit: Teils Mehrfachzwillinge nach dem Albitgesetz.
- Anatas: Häufig, bis cm-grosse Kristalle.
- Apatit: Kurzprismatisch, flächenreich, farblos.
- Asbecasit: Selten, bis 3,5 cm, in tafeliger Form, gelb - grüngelb.
- Calcit:
- Cervandonit-(Ce): Häufig anzutreffen, 2-3 mm gross.
- Dolomit:
- Fahlerz: In tetraedrischer Ausbildung.
- Fetiasit: Lokal häufig, - 10 mm, Aggregate in Ausmassen bis 50 mm sind möglich.
- Fluorit: Würfelig, klein, hellviolett.
- Galenit: Recht häufig, in Drusen, zum Teil oktaedrische Ausbildung.
- Geokronit: Pseudohexagonal, mit deutlicher Zwillingslamellierung, bis 1 cm und auch grösser, neben Galenit und Fahlerz. An dieser Fundstelle sind auch Mischkristalle Jordanit-Geokronit entdeckt worden (Graeser, 1965).
- Hemimorphit: In aussergewöhnlicher Erscheinung; rund, hell-blaugrün, aggregiert bis 2 mm.
- Hämatit: Tafelig.
- Ilmenit: Nur klein.
- Jordanit:
- Magnetit: Bis zu 8 mm grosse Oktaeder.
- Muskovit:
- Pennin: Als sehr häufiger Vertreter.
- Phlogopit:
- Pyrit: Pentagondodekaeder, 10x6 mm.
- Quarz: Auch als Artischockenquarz und in Igelform, langstängelig bis nadelig, oft im Windgällen-Habitus.
- Rutil:
- Skapolith: Stängelige Aggregate, bis 5 cm, oft verwittert und bereits in Muskovit umgewandelt.
- Smythit: Bronzefarbig, 6-seitige Blättchen, bis 2 mm, in und auf Calcit und Muskovit, in Bündnerschieferklüften.
- Sphalerit: Meistens schon stark verwittert.
- Talk: - Tennantit:
051_VS / Binntal, Manniboden, Maniboden
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 660500 / 133700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 212
Nordwestlich des Geisspfadsees in Serpentinblöcken.
- Pennin: In grossen Kristallen.
052_VS / Binntal, Messerbach, Messernbach, Mässerbach, Schwarzenbach, Hotäl
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 661180 / 134090
Literatur:
- Bader, Henri; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Cannon, Ralph & Raber, Kassel & Raber, Thomas; Lapis; 2004; Heft 06; Seite 28-34
- Gabriel, Walter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 2005; Heft 3; Seite 28-31
- Kolitsch, U. & de Wit, F.C.A.; Lapis; 1996; Heft 9; Seite 23
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 196
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 290
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 82
Schwarzenbach wird heute auf der Karte nicht mehr geführt. Nur wenig südlich von Imfeld und ca. 200 Meter von der berühmteren Grube Lengenbach entfernt. Hauptsächlich zwei Aufschlüsse sind näher untersucht und beschrieben worden:
1. Dort wo eine Brücke über den Messerbach führt,
2. Ca. 50 Meter östlich dieser Brücke.
Bei einer intensiveren Bearbeitung dieser Fundstelle durch die FG Lengenbach, konnten in den Jahren 2003/2004 unter anderem die beiden Mineralien Goyazit und Gorceixit nachgewiesen werden. Im Dolomit treten Linsen oder Bänder von grobkristallinem Dolomit oder Calcit mit vereinzelten verquarzten Zonen mit angeätzten Quarzen auf. Der Dolomit enthält unförmige, dunkle Rutilkörner, welche oft zusammen mit Glimmer auftreten. Aus den zwischen Schwarzenbach und Messerbach liegenden grauen Dolomitschichten konnten einige Neufunde gemacht werden.
- Adular: Klein, farblos, auf weissem Albit, grössere Kristalle (bis 1 cm) sind weisslich und selten.
- Albit: Porzellanweiss, vorkommend vor allem im hellgrauen Dolomit, bis 1.4 cm, blockig bis fast tafelig, auch Zwillinge nach dem Albitgesetz (teils Mehrfachzwillinge).
- Anatas: Sehr selten und sehr klein, schwarz, hellbräunlich, spitze Dipyramiden.
- Baileychlor: Massig auftretend, aber auch in Form winziger Kügelchen, aggregiert, weiss, blass hellgrün oder gelb, ohne oder nur mit sehr schwachem Glanz.
- Baryt: Sehr selten, gelblich, zum Teil angelöst, Rautenform.
- Bournonit: Klein, prismatisch.
- Calcit: Skalenoeder abgeflacht durch Rhomboeder, bauchig gerundete Skalenoeder, farblos bis blassgelb, bis 1 cm, meistens matt und selten durchsichtig, intensiv orange Fluoreszenz bei kurzwelligem UV-Licht.
- Cerussit: Als graugelbes Zersetzungsprodukt von Dufrénoysit, oder hochglänzend, farblos, blassbeige bis bräunlich, spindelförmig bis spiessig, auch langtafelig, bis 2 mm.
- Covellin: (Wahrscheinlich) als dünne, dunkelblau-metallische Überzüge auf Tennantit.
- Dickit: Als weisse, silbrig reflektierende Ansammlungen.
- Dolomit: Auffallend schön, farblos bis leicht rauchig, wasserklar, perfekte Transparenz, glasglänzend, bis 3 cm grosse und flächenreiche Kristalle, verzwillingt, chemisch sehr rein, von hier stammen die besten Dolomitkristalle des Binntals.
- Dravit: Stängelig, feinnadelig, durchsichtig, blasser Grünton, auch bräunlich, bis 1 cm, zerbrechlich, mit Endflächen, unter kurzwelligem UV-Licht stark gelb leuchtend.
- Dufrenoysit: Büschelig, nadelig, dunkelgrau bis schwarz, bis 7 mm, meistens matt und angewittert, selten metallglänzend.
- Fluorapatit: Leicht übersehbar, dicktafelig, kurzprismatisch oder kugelig gerundet, gelblich, farblos, höherer Glanz als Dolomit und Feldspat, bis 2 mm, schwach gelblichweisse Fluoreszenz.
- Galenit: In dünnen Erzschnüren, als Einsprenglinge bis 3 mm, teilweise verdrängt von Jordanit.- Geokronit:
- Gorceixit: Goyazit-Kristalle mit glasklarem Gorceixit-Kern. Selten, transparent bis durchscheinend, tafelig und skalenoedrisch.
- Goyazit: Goyazit-Kristalle mit glasklarem Gorceixit-Kern. Matt-trüblich, gelblich-braun. In den weissen, silbrig reflektierenden Dickit-Ansammlungen vorkommend.
- Graphit: In feinster Verteilung oder selten in konsentrierter Form als kleine Linsen bis 5mm oder bandartig angereichert.
- Hemimorphit: Ein Verwitterungsprodukt des Sphalerits, farblos, schwach grünlich bis schwach bräunlich, bis 1 mm, tafelig, garbig - büschelig aggregiert, stark glänzend, lineal- oder spitzkeilförmig, auch als traubige rotbraune Krusten.
- Hyalophan:
- Hydrocerussit: Neufund für das Binntal, als graugelbes Zersetzungsprodukt von Dufrénoysit, nadelig, bis 0.3 mm.
- Hydrozinkit: Weiss bis schwach grünlich getönte Krusten bestehend aus kleinsten und tafeligen Kriställchen, sehr schwache Fluoreszenz bei den Krusten, sonst stark weiss bis bläuliche Floureszenz.
- Jordanit: Tafelig, bis 8 x 11 x 2 mm, als Begleiter von Dufrénoysit, häufig, eingewachsene Erzschnüre, antimonhaltig.
- Kesterit: Der Erstfund von Kesterit gelang M. Ecker, 1997. Klein, schwarz, mit leichtem Metallglanz und schlecht erkennbarem tetraedrischem Habitus. Bis 1mm, ausnahmslos auf Zinkblende sitzend.
- Klinochlor: Als Komponente eines grünen Kluftlehms.
- Malachit: Faserig, als Säume und Krusten.
- Markasit:
- Mimetesit: Nadelig, gelblich, bis 0.5 mm, hoher Glanz, büschelige Aggregate, auch als Hauptbestandteil einer hellbräunlichen Pseudomorphose nach Jordanit.
- Molybdänit: Als kleiner und verbogener Kristall im Dolomit, Einzelfund.
- Muskovit: Gut ausgebildet, tafelig, bis 5 mm, blassgrau bis leuchtend grünlich, dicktafelig, scharfkantig, selten schwach gelbliche Fluoreszenz, excellente Erscheinung.
- Phlogopit: Gesteinsbildend, rosabraun bis blass- bis dunkelbräunlich, blättrig aggregiert, bis mehrere cm Durchmesser, im kurzwelligen UV-Licht intensiv gelb leuchtend.
- Pyrit: Pentagondodekaeder, bis 2 mm, oft oxidiert, auch Würfel und Kuboktaeder.
- Pyrrhotin: Gerundete, plattige bis unregelmässige Einsprenglinge, bis 2 mm, magnetisch, zusammen mit Dravit, Rutil, Phlogopit, etc.
- Quarz: Klar, auch leicht rauchig, matt, bis 1 cm, oft mattiert.
- Rutil: Klein, stängelig, dunkelrot bis rötlichschwarz, bis 1 cm, auch Kniezwillinge.
- Sartorit: Parallel aggregiert, schwarz, bis 1 cm.
- Seligmannit: 2 Einzelfunde, schlecht ausgebildet, klein, schwarz, muscheliger Bruch.
- Smithsonit: Neufund für das Binntal, hellbräunlich, kornförmig, kurz- bis langstängelig, bis 0.3 mm, weissgelbe Fluoreszenz.
- Sphalerit: In Erzschnüren eingewachsen, scharfkantig bis stark gerundete Kristalle von honiggelber Farbe, bis 3 mm, oft mattiert und korrodiert.
- Tennantit: Mehr oder weniger gerundete Kristalle, schwarz, tristetraedrisch oder tetraedrisch, bis 1 mm, meistens matte bis bläuliche Anlauffarbe.
- Turmalin: Selten, nadelig, haarfein, hellgrün bis fast farblos. Gelbgrüne Kriställchen umhüllt mit einer feinen Graphitschicht.
- Wulfenit: Gelblich, klein, tafelig, pseudowürfelig bis prismatisch gestreckt, immer in Begleitung von Cerussit, bis 0.5 mm, fettglänzend, gelblich bis rosabraun, auch in.
- Zepterquarz:
053_VS / Binntal, Mittlenberg, Mittlebärg
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 664550 / 137650
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 299
Im nordöstlichen Binntal gelegen. Hier in der Umgebung des Mittlenberges. Die Mineralienvorkommen ähneln demjenigen der Lercheltinizone. Allerdings sind sie hier nicht mehr so reichhaltig.
- Adular:
- Anatas: Klein, mit irisierendem Überzug, blauschwarz, scharfkantig, nach der Basis abgestumpfte Bipyramiden, unter 1 cm.
- Chlorit:
049_VS / Binntal, Lercheltini, Lärcheltini, Spissen, Mischibach (Ostseite), Spissensporn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 661200 / 135050
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 232
- Pralong, Henri Schweizer Strahler; 1974;; Seite 210-216; Ein bescheidenes Mineralienpaar aus dem Binntal: Xenotim und Monazit
- Weiss, Stefan; Lapis; 2004; Heft 04; Seite 26-31
Diese Bezeichnung fehlt auf der Karte. Es handelt sich um die Region des oberen 'Mischibach (Ostseite)', welcher unweit von Imfeld in die Binna fliesst. Vor allem Anatas konnte öfters lose im ausgewitterten Schuttmaterial gefunden werden. Fundmaterial stammt auch vom Spissensporn (zwischen Kohlergraben und Gorb), 2270 m ü. M. Die altbekannte Fundstelle liegt etwas östlich von Gorb. Bemerkung zur Lärcheltini-Zone siehe unter Fundort 'Binntal, Lercheltini, Lärcheltini, Gorb, Gauchheit'.
- Adular: Sehr gross, manchmal mit Turmalineinschluss, auch kleine durchsichtige Kristalle.
- Albit:
- Anatas: Gelbbraun, bis 2 cm, mit grossen und rauen Flächen, oft mit einem limonitischen Überzug, zahlreiche Formen (spitzpyramidal, stumpfpyramidal, dipyramidal, prismatisch, prismatisch dipyramidal, ditetragonal dipyramidal).
- Hämatit: Dicke, stark glänzende Rosetten mit zahlreichen Flächen.
- Magnetit: Reichlich, glänzende Oktaeder, bis 17 mm, zum Teil durchdrungen von Turmalinnadeln. Auch kleine, als Rhombendodekaeder ausgebildete Kristalle.
- Monazit-(Ce): Tafelig, orange.
- Muskovit: Pseudohexagonale Plättchen.
- Quarz: In schöner Ausbildung.
- Rutil: Sehr häufig, blutrot, zum Teil durchscheinend, Kniezwillinge, vielflächig, stark glänzend.
- Turmalin: Wenig verbreitet.
- Xenotim-(Y): Gelbtöne, auch grün, Fettglanz, durchsichtig.
050_VS / Binntal, Lercheltini, Lärcheltini, Wyssi Flüe, Weisse Fluh
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 661400 / 135500
Literatur:
- Bader, Henri; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Dillen, H. & Gijbels, R. & Stalder, Hans Anton; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1984; Band 64; Heft 1-2; Seite 27 - 48; Untersuchung einiger Spurenelemente in alpinen Kluftpyriten mit der Ionenmikrosonde-
Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 196
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 291
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp;
Die Kluftmineralien des Binntals östlich des Lengenbach in einem Dolomitaufschluss, auf ca. 1900 m ü. M., ca. 2 km östlich des Lengenbachs. Andere Mineralien auch aus dieser Umgebung. Bemerkung zur Lärcheltini-Zone siehe unter Fundort 'Binntal, Lercheltini, Lärcheltini, Gorb, Gauchheit'. Erwähnt wird ein Aufschluss an der engsten Stelle des Tobels.
Bader, 1934, Auszug: Weisse Fluh: Nahe dem westlichen Ende des Dolomitaufschlusses an der Weissen Fluh, fast 1 km östlich vom Lengenbach, ist durch einen rezenten kleinen Felsabsturz eine schwache Erzimprägnation blossgelegt worden. Die Paragenese ist folgende: (nach Menge geordnet) Calcit, Dolomit-Talk, Bleiglanz, Zinkblende, Fahlerz-Quarz, Phlogopit-Pyrit-Fluorit-Rutil. Die Mineralien befinden sich derb in Adern und gut kristallisiert in kleinen Drusen.
- Adular: - 15 mm, oft als Vierling, milchig - durchsichtig.
- Albit: Teils Mehrfachzwillinge nach dem Albitgesetz.
- Anatas: Häufig, bis cm-grosse Kristalle.
- Apatit: Kurzprismatisch, flächenreich, farblos.
- Asbecasit: Selten, bis 3,5 cm, in tafeliger Form, gelb - grüngelb.
- Calcit:
- Cervandonit-(Ce): Häufig anzutreffen, 2-3 mm gross.
- Dolomit:
- Fahlerz: In tetraedrischer Ausbildung.
- Fetiasit: Lokal häufig, - 10 mm, Aggregate in Ausmassen bis 50 mm sind möglich.
- Fluorit: Würfelig, klein, hellviolett.
- Galenit: Recht häufig, in Drusen, zum Teil oktaedrische Ausbildung.
- Geokronit: Pseudohexagonal, mit deutlicher Zwillingslamellierung, bis 1 cm und auch grösser, neben Galenit und Fahlerz. An dieser Fundstelle sind auch Mischkristalle Jordanit-Geokronit entdeckt worden (Graeser, 1965).
- Hemimorphit: In aussergewöhnlicher Erscheinung; rund, hell-blaugrün, aggregiert bis 2 mm.
- Hämatit: Tafelig.
- Ilmenit: Nur klein.
- Jordanit:
- Magnetit: Bis zu 8 mm grosse Oktaeder.
- Muskovit:
- Pennin: Als sehr häufiger Vertreter.
- Phlogopit:
- Pyrit: Pentagondodekaeder, 10x6 mm.
- Quarz: Auch als Artischockenquarz und in Igelform, langstängelig bis nadelig, oft im Windgällen-Habitus.
- Rutil:
- Skapolith: Stängelige Aggregate, bis 5 cm, oft verwittert und bereits in Muskovit umgewandelt.
- Smythit: Bronzefarbig, 6-seitige Blättchen, bis 2 mm, in und auf Calcit und Muskovit, in Bündnerschieferklüften.
- Sphalerit: Meistens schon stark verwittert.
- Talk: - Tennantit:
051_VS / Binntal, Manniboden, Maniboden
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 660500 / 133700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 212
Nordwestlich des Geisspfadsees in Serpentinblöcken.
- Pennin: In grossen Kristallen.
052_VS / Binntal, Messerbach, Messernbach, Mässerbach, Schwarzenbach, Hotäl
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 661180 / 134090
Literatur:
- Bader, Henri; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Cannon, Ralph & Raber, Kassel & Raber, Thomas; Lapis; 2004; Heft 06; Seite 28-34
- Gabriel, Walter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 2005; Heft 3; Seite 28-31
- Kolitsch, U. & de Wit, F.C.A.; Lapis; 1996; Heft 9; Seite 23
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 196
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 290
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 82
Schwarzenbach wird heute auf der Karte nicht mehr geführt. Nur wenig südlich von Imfeld und ca. 200 Meter von der berühmteren Grube Lengenbach entfernt. Hauptsächlich zwei Aufschlüsse sind näher untersucht und beschrieben worden:
1. Dort wo eine Brücke über den Messerbach führt,
2. Ca. 50 Meter östlich dieser Brücke.
Bei einer intensiveren Bearbeitung dieser Fundstelle durch die FG Lengenbach, konnten in den Jahren 2003/2004 unter anderem die beiden Mineralien Goyazit und Gorceixit nachgewiesen werden. Im Dolomit treten Linsen oder Bänder von grobkristallinem Dolomit oder Calcit mit vereinzelten verquarzten Zonen mit angeätzten Quarzen auf. Der Dolomit enthält unförmige, dunkle Rutilkörner, welche oft zusammen mit Glimmer auftreten. Aus den zwischen Schwarzenbach und Messerbach liegenden grauen Dolomitschichten konnten einige Neufunde gemacht werden.
- Adular: Klein, farblos, auf weissem Albit, grössere Kristalle (bis 1 cm) sind weisslich und selten.
- Albit: Porzellanweiss, vorkommend vor allem im hellgrauen Dolomit, bis 1.4 cm, blockig bis fast tafelig, auch Zwillinge nach dem Albitgesetz (teils Mehrfachzwillinge).
- Anatas: Sehr selten und sehr klein, schwarz, hellbräunlich, spitze Dipyramiden.
- Baileychlor: Massig auftretend, aber auch in Form winziger Kügelchen, aggregiert, weiss, blass hellgrün oder gelb, ohne oder nur mit sehr schwachem Glanz.
- Baryt: Sehr selten, gelblich, zum Teil angelöst, Rautenform.
- Bournonit: Klein, prismatisch.
- Calcit: Skalenoeder abgeflacht durch Rhomboeder, bauchig gerundete Skalenoeder, farblos bis blassgelb, bis 1 cm, meistens matt und selten durchsichtig, intensiv orange Fluoreszenz bei kurzwelligem UV-Licht.
- Cerussit: Als graugelbes Zersetzungsprodukt von Dufrénoysit, oder hochglänzend, farblos, blassbeige bis bräunlich, spindelförmig bis spiessig, auch langtafelig, bis 2 mm.
- Covellin: (Wahrscheinlich) als dünne, dunkelblau-metallische Überzüge auf Tennantit.
- Dickit: Als weisse, silbrig reflektierende Ansammlungen.
- Dolomit: Auffallend schön, farblos bis leicht rauchig, wasserklar, perfekte Transparenz, glasglänzend, bis 3 cm grosse und flächenreiche Kristalle, verzwillingt, chemisch sehr rein, von hier stammen die besten Dolomitkristalle des Binntals.
- Dravit: Stängelig, feinnadelig, durchsichtig, blasser Grünton, auch bräunlich, bis 1 cm, zerbrechlich, mit Endflächen, unter kurzwelligem UV-Licht stark gelb leuchtend.
- Dufrenoysit: Büschelig, nadelig, dunkelgrau bis schwarz, bis 7 mm, meistens matt und angewittert, selten metallglänzend.
- Fluorapatit: Leicht übersehbar, dicktafelig, kurzprismatisch oder kugelig gerundet, gelblich, farblos, höherer Glanz als Dolomit und Feldspat, bis 2 mm, schwach gelblichweisse Fluoreszenz.
- Galenit: In dünnen Erzschnüren, als Einsprenglinge bis 3 mm, teilweise verdrängt von Jordanit.- Geokronit:
- Gorceixit: Goyazit-Kristalle mit glasklarem Gorceixit-Kern. Selten, transparent bis durchscheinend, tafelig und skalenoedrisch.
- Goyazit: Goyazit-Kristalle mit glasklarem Gorceixit-Kern. Matt-trüblich, gelblich-braun. In den weissen, silbrig reflektierenden Dickit-Ansammlungen vorkommend.
- Graphit: In feinster Verteilung oder selten in konsentrierter Form als kleine Linsen bis 5mm oder bandartig angereichert.
- Hemimorphit: Ein Verwitterungsprodukt des Sphalerits, farblos, schwach grünlich bis schwach bräunlich, bis 1 mm, tafelig, garbig - büschelig aggregiert, stark glänzend, lineal- oder spitzkeilförmig, auch als traubige rotbraune Krusten.
- Hyalophan:
- Hydrocerussit: Neufund für das Binntal, als graugelbes Zersetzungsprodukt von Dufrénoysit, nadelig, bis 0.3 mm.
- Hydrozinkit: Weiss bis schwach grünlich getönte Krusten bestehend aus kleinsten und tafeligen Kriställchen, sehr schwache Fluoreszenz bei den Krusten, sonst stark weiss bis bläuliche Floureszenz.
- Jordanit: Tafelig, bis 8 x 11 x 2 mm, als Begleiter von Dufrénoysit, häufig, eingewachsene Erzschnüre, antimonhaltig.
- Kesterit: Der Erstfund von Kesterit gelang M. Ecker, 1997. Klein, schwarz, mit leichtem Metallglanz und schlecht erkennbarem tetraedrischem Habitus. Bis 1mm, ausnahmslos auf Zinkblende sitzend.
- Klinochlor: Als Komponente eines grünen Kluftlehms.
- Malachit: Faserig, als Säume und Krusten.
- Markasit:
- Mimetesit: Nadelig, gelblich, bis 0.5 mm, hoher Glanz, büschelige Aggregate, auch als Hauptbestandteil einer hellbräunlichen Pseudomorphose nach Jordanit.
- Molybdänit: Als kleiner und verbogener Kristall im Dolomit, Einzelfund.
- Muskovit: Gut ausgebildet, tafelig, bis 5 mm, blassgrau bis leuchtend grünlich, dicktafelig, scharfkantig, selten schwach gelbliche Fluoreszenz, excellente Erscheinung.
- Phlogopit: Gesteinsbildend, rosabraun bis blass- bis dunkelbräunlich, blättrig aggregiert, bis mehrere cm Durchmesser, im kurzwelligen UV-Licht intensiv gelb leuchtend.
- Pyrit: Pentagondodekaeder, bis 2 mm, oft oxidiert, auch Würfel und Kuboktaeder.
- Pyrrhotin: Gerundete, plattige bis unregelmässige Einsprenglinge, bis 2 mm, magnetisch, zusammen mit Dravit, Rutil, Phlogopit, etc.
- Quarz: Klar, auch leicht rauchig, matt, bis 1 cm, oft mattiert.
- Rutil: Klein, stängelig, dunkelrot bis rötlichschwarz, bis 1 cm, auch Kniezwillinge.
- Sartorit: Parallel aggregiert, schwarz, bis 1 cm.
- Seligmannit: 2 Einzelfunde, schlecht ausgebildet, klein, schwarz, muscheliger Bruch.
- Smithsonit: Neufund für das Binntal, hellbräunlich, kornförmig, kurz- bis langstängelig, bis 0.3 mm, weissgelbe Fluoreszenz.
- Sphalerit: In Erzschnüren eingewachsen, scharfkantig bis stark gerundete Kristalle von honiggelber Farbe, bis 3 mm, oft mattiert und korrodiert.
- Tennantit: Mehr oder weniger gerundete Kristalle, schwarz, tristetraedrisch oder tetraedrisch, bis 1 mm, meistens matte bis bläuliche Anlauffarbe.
- Turmalin: Selten, nadelig, haarfein, hellgrün bis fast farblos. Gelbgrüne Kriställchen umhüllt mit einer feinen Graphitschicht.
- Wulfenit: Gelblich, klein, tafelig, pseudowürfelig bis prismatisch gestreckt, immer in Begleitung von Cerussit, bis 0.5 mm, fettglänzend, gelblich bis rosabraun, auch in.
- Zepterquarz:
053_VS / Binntal, Mittlenberg, Mittlebärg
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 664550 / 137650
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 299
Im nordöstlichen Binntal gelegen. Hier in der Umgebung des Mittlenberges. Die Mineralienvorkommen ähneln demjenigen der Lercheltinizone. Allerdings sind sie hier nicht mehr so reichhaltig.
- Adular:
- Anatas: Klein, mit irisierendem Überzug, blauschwarz, scharfkantig, nach der Basis abgestumpfte Bipyramiden, unter 1 cm.
- Chlorit:
- Limonit:
- Pyrit: Würfelig, selten oktaedrisch, oft in Limonit umgewandelt.- Titanit: Auch fadenförmige Aggregate bis 5 mm.
- Turmalin: Schwarz oder dunkelbraun, als sogenannter Schörl.
054_VS / Binntal, Mättital
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 655250 / 130930
Literatur:
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Unter anderem sind aus dem Mättital auch die aufgeführten Mineralien gefunden worden (eine nähere Beschreibung fehlt). Vom Mättital soll auch ein Goldfund stammen. Auch hier fehlen genauere Angaben (Goldfunde sind aber vom Chummibort bekannt).
- Aeschynit-(Y):
- Pyrit: Würfelig, selten oktaedrisch, oft in Limonit umgewandelt.- Titanit: Auch fadenförmige Aggregate bis 5 mm.
- Turmalin: Schwarz oder dunkelbraun, als sogenannter Schörl.
054_VS / Binntal, Mättital
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 655250 / 130930
Literatur:
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Unter anderem sind aus dem Mättital auch die aufgeführten Mineralien gefunden worden (eine nähere Beschreibung fehlt). Vom Mättital soll auch ein Goldfund stammen. Auch hier fehlen genauere Angaben (Goldfunde sind aber vom Chummibort bekannt).
- Aeschynit-(Y):
- Amethyst:
- Apatit: Sehr schön rosafarbig auch leicht violett möglich.
- Beryll:
- Cosalit: Metallisch glänzend, nadelig. Funde stammen aus dem oberen Mättital.
- Gadolinit-(Y): Dieses Mineral wurd im Mättital erstmals von Krzemnicki im Jahre 1992 in einem hellen Augengneis entdeckt.
- Galenobismutit: Funde stammen aus dem oberen Mättital.
- Gold, gediegen:
- Beryll:
- Cosalit: Metallisch glänzend, nadelig. Funde stammen aus dem oberen Mättital.
- Gadolinit-(Y): Dieses Mineral wurd im Mättital erstmals von Krzemnicki im Jahre 1992 in einem hellen Augengneis entdeckt.
- Galenobismutit: Funde stammen aus dem oberen Mättital.
- Gold, gediegen:
- Magnetit:
- Metatorbernit:
- Monazit-(Ce): Rosafarbige Kristalle.
- Neyit: Wird ohne genauere Angaben vom Mättital erwähnt.
- Prehnit:
- Monazit-(Ce): Rosafarbige Kristalle.
- Neyit: Wird ohne genauere Angaben vom Mättital erwähnt.
- Prehnit:
- Stilbit:
- Tennantit:
- Weddellit: Wird ohne genauere Angaben aus dem Mättital erwähnt.
055_VS / Binntal, Mättital, Roter Sulz
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 653740 / 129560
Serpentinlinsen bestehend aus dem sogenannten Giltstein. Dieser wurde früher wegen seinen guten Eigenschaften der Wärmespeicherung für Ofenbauten benutzt.
- Talk: Als sogenannter Giltstein.
056_VS / Binntal, Mättital, Rothorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 653260 / 129150
Literatur:
- Weiss, Stefan; Lapis; 2017; Heft 12; Seite 26 -28; Kugeliger Titanit vom Lago Sambuco, Schweiz
Ohne genauere Angaben, erwähnt von Schwanz et al. 1994. Die Koordinaten zeigen auf das Rothorn.
- Titanit: Vom Rothorn im Mättital. Kugelförmiger Titanit.
057_VS / Binntal, Mättital, Steinejoch, Steinenjoch (Südseite)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 653600 / 128730
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Im Augengneis der Monte Leone-Decke Krzemnicki, 1992). Koordinaten genau.
- Allanit: Gestreckt, unter 0.2 mm, braun. Das Mineral wurde 1972 von Stuker Peter in dieser Zone zum erstenmal entdeckt.
- Anatas:
- Bornit: In derben Gemengen.
- Crichtonit: Als Crichtonit/Senait-Mischkristall, ähnlich dem Vorkommen am Wannigletscher.
- Ilmenit:
- Senait: Als Crichtonit/Senait-Mischkristall, ähnlich dem Vorkommen am Wannigletscher.
- Turmalin:
- Xenotim-(Y): Zitronengelbe Pseudooktaeder, unter 0.5 mm.
058_VS / Binntal, Ochsenfeld, Oxefeld, Oxenfeld
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 665150 / 136500
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 290
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 385
Im Bereich vom Ochsenfeld bis zum Fusse des Ofenhorns befinden sich einige Dolomitaufschlüsse. Weitere Mineralien stammen aus dem Granatschiefer.
- Baryt: Im Triasdolomit der Monte-Leone-Decke. Schlecht kristallisierte, trübe kleine Kristalle mit undeutlicher Kristallform und matter, gelbbrauner Oberfläche. Begleitmineralien: Quarz, Pyrit, Dolomit.
- Dolomit:
- Enargit: Erstfund für die Schweiz. Der Fund stammt eher vom Fusse des Ofenhorns. Schlecht entwickelte Kristalle, nur schwer zu unterscheiden von Fahlerz.
- Fluorit: Intensiv violett, unter 5 mm Durchmesser, oft nur mit gefärbtem Kern, Hülle farblos.
- Grammatit: Häufig, gesteinsbildend, radialstrahlige Aggregate, bestehend aus weissen Stängeln mit einer Länge bis 10 cm.
- Granat:
- Parisit-(Ce): Von hier ein Erstfund für die Schweiz.
- Pyrit:
- Weddellit: Wird ohne genauere Angaben aus dem Mättital erwähnt.
055_VS / Binntal, Mättital, Roter Sulz
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 653740 / 129560
Serpentinlinsen bestehend aus dem sogenannten Giltstein. Dieser wurde früher wegen seinen guten Eigenschaften der Wärmespeicherung für Ofenbauten benutzt.
- Talk: Als sogenannter Giltstein.
056_VS / Binntal, Mättital, Rothorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 653260 / 129150
Literatur:
- Weiss, Stefan; Lapis; 2017; Heft 12; Seite 26 -28; Kugeliger Titanit vom Lago Sambuco, Schweiz
Ohne genauere Angaben, erwähnt von Schwanz et al. 1994. Die Koordinaten zeigen auf das Rothorn.
- Titanit: Vom Rothorn im Mättital. Kugelförmiger Titanit.
057_VS / Binntal, Mättital, Steinejoch, Steinenjoch (Südseite)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 653600 / 128730
Literatur:
- Duthaler, Rudolf & Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 09; Seite 39-42; Aussergewöhnliche Allanitfundstellen im Tessin und im Misox (GR)
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Im Augengneis der Monte Leone-Decke Krzemnicki, 1992). Koordinaten genau.
- Allanit: Gestreckt, unter 0.2 mm, braun. Das Mineral wurde 1972 von Stuker Peter in dieser Zone zum erstenmal entdeckt.
- Anatas:
- Bornit: In derben Gemengen.
- Crichtonit: Als Crichtonit/Senait-Mischkristall, ähnlich dem Vorkommen am Wannigletscher.
- Ilmenit:
- Senait: Als Crichtonit/Senait-Mischkristall, ähnlich dem Vorkommen am Wannigletscher.
- Turmalin:
- Xenotim-(Y): Zitronengelbe Pseudooktaeder, unter 0.5 mm.
058_VS / Binntal, Ochsenfeld, Oxefeld, Oxenfeld
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 665150 / 136500
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 290
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 385
Im Bereich vom Ochsenfeld bis zum Fusse des Ofenhorns befinden sich einige Dolomitaufschlüsse. Weitere Mineralien stammen aus dem Granatschiefer.
- Baryt: Im Triasdolomit der Monte-Leone-Decke. Schlecht kristallisierte, trübe kleine Kristalle mit undeutlicher Kristallform und matter, gelbbrauner Oberfläche. Begleitmineralien: Quarz, Pyrit, Dolomit.
- Dolomit:
- Enargit: Erstfund für die Schweiz. Der Fund stammt eher vom Fusse des Ofenhorns. Schlecht entwickelte Kristalle, nur schwer zu unterscheiden von Fahlerz.
- Fluorit: Intensiv violett, unter 5 mm Durchmesser, oft nur mit gefärbtem Kern, Hülle farblos.
- Grammatit: Häufig, gesteinsbildend, radialstrahlige Aggregate, bestehend aus weissen Stängeln mit einer Länge bis 10 cm.
- Granat:
- Parisit-(Ce): Von hier ein Erstfund für die Schweiz.
- Pyrit:
- Quarz:
- Skapolith: Gesteinsbildend, bis 6 cm.- Staurolith: Bis 15 mm lang.
059_VS / Binntal, Ofenhorn (Nordseite), Punta d'Arbola, Tälligletscher
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 667680 / 137610
Literatur:
- Hottinger, Paul; Schweizer Stahler; 2012; Heft 4; Seite 38
- Lapis; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 17
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Beschrieben wird Rauchquarz von "Ofenhorn, über'm Tälligletscher". Vom Westende des Tälligletschers sind Anatase bekannt geworden. Die Koordinaten zeigen auf das Ofenhorn.
- Anatas: Im sogenannten 'Spissen-Habitus', bis 8 mm, honiggelb bis braungelb.
- Beryll: Himmelblau, teils zusammen mit gelbem Anatas.
- Eisenrose: In der Zone Ofenhorn - Hohsandhorn.
- Hämatit:
- Skapolith: Gesteinsbildend, bis 6 cm.- Staurolith: Bis 15 mm lang.
059_VS / Binntal, Ofenhorn (Nordseite), Punta d'Arbola, Tälligletscher
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 667680 / 137610
Literatur:
- Hottinger, Paul; Schweizer Stahler; 2012; Heft 4; Seite 38
- Lapis; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 17
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Beschrieben wird Rauchquarz von "Ofenhorn, über'm Tälligletscher". Vom Westende des Tälligletschers sind Anatase bekannt geworden. Die Koordinaten zeigen auf das Ofenhorn.
- Anatas: Im sogenannten 'Spissen-Habitus', bis 8 mm, honiggelb bis braungelb.
- Beryll: Himmelblau, teils zusammen mit gelbem Anatas.
- Eisenrose: In der Zone Ofenhorn - Hohsandhorn.
- Hämatit:
- Muskovit:
- Quarz:
- Rauchquarz: Bis 35 cm.
- Xenotim-(Y): 1, 5 mm.
060_VS / Binntal, Ofenhorn, Albrunhütte (unterhalb) (Binntalhütte?)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 665640 / 136290
Literatur:
- Rutishauser, H.; Urner Mineralienfreund; 1998; Heft 3; Seite 5-7
- Graeser, Stefan; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1959; Band 39; Heft 1 -2; Seite 337 - 338; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz; Skapolith im Binntal
Die Fundstelle wird mit 'im Gebiet Ofenhorn' beschrieben. Sie befindet sich ca. 15 Minuten unterhalb der Albrunhütte im hinteren Binntal in einem Steilhang im weissen Dolomit. Vermutlich handelt es sich um die Binntalhütte und nicht um die Albrunhütte. Graeser (Skapolithfund): Die Koordinaten des Fundpunktes des Blockes lauten: 665.550/137.000, in 2320 m Höhe. Der Block stammt zweifellos von der unmittelbar darüber anstehenden Dolomitwand, die die Basis des Ofenhorns bildet.
- Dolomit: Bis 6 cm.
- Glimmer: Wenig, goldbrauner Phlogopit, bis 8mm.
- Phlogopit:
- Pyrit: Sehr wenig, Oktaeder, bis 1mm.
- Quarz: Wenig, Einzelkristalle im Binntal-Habitus, bis 8 cm, manchmal kreuzartig verwachsen, an der Basis milchig und gegen die Spitze klar.
- Skapolith: Stängeliges Mineral, durchsichtig bis durchscheinend, von lichtblaugrüner Farbe. Das grösste Exemplar misst in Richtung der c-Achse 16 mm, in Richtung der a-Achse 6 mm.
- Tremolit: Häufig, gesteinsbildend in grossen Stängeln, parallelverwachsen bis 10 cm, auch strahlig bis 5 cm, wenn klein dann fast durchsichtig.
- Turmalin: Wenig, dünne, braune Stängel bis 15mm.
061_VS / Binntal, Ofenhorn, Auf dem Blatt, Auf dem Platt
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 667690 / 137620
Literatur:
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 27,149,177,373,385
- van der Burgt, Ate & Cuchet, Stéphane & Ansermet, Stefan; Lapis; 2006; Heft 02; Seite 18-19
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
1) Aus dem Triasdolomit, am Fusse des Ofenhorns.
2) Aus dem Ofenhorngneis.
3) Aus dem Bündnerschiefer.
4) Erwähnt werden zwei Goyazitfunde auf der Westflanke des Ofenhorns im Trias-Dolomit. Die Fundstellen sind jeweils nur ca 10 m2 gross. Die erste befindet sich in einem trockenen Graben auf 2300 m ü. M., nur 100 Meter oberhalb des Binntalhüttenweges und die zweite unter den Dolomitfelsen 500 Meter östlich von Blatt. von Fellenberg, 1893, erwähnt zu diesem Fundort: Platt (auf dem Platt oder Blatt). Granat (brauner) in Glimmerschiefer; Cyanit, hinter dem schwarzen Thurm, in Glimmerschiefer.
- Albit: Bis 4 cm, bis 50 kg schwere Stufen.
- Brookit: Braun, tafelig, selten.
- Dravit-Uvit (Mischkristall): In Klüften der Dolomite, gelbbraun, grünlich, farblos.
- Enargit: 1) (Graeser, 1965).
- Galenit: Würfelig, gut ausgebildet, bis 15 mm, Kantenlänge, mit relativ hohen Anteilen von Antimon, Kupfer, Silber und Wismut (Graeser, 1971).
- Goyazit: Gelblich bis orange, meistens 6-eckig (pseudohexagonal), tafelig, mehr oder weniger dick, bis 2 mm, stark glänzend, manchmal rosettenförmige Aggregate. Östlich von Blatt konnten zwei verschiedene Goyazit-Generationen gefunden werden: auf pseudooktaedrische Kristalle sind manchmal kugelige Aggregate bis 3 mm gewachsen. Paragenese: Muskovit, Albit, Dolomit, Quarz (seltener), Adular, Phlogopit. Weitere Mineralien in der goyzitführenden Stelle sind Rutil, Pyrit und seltener Apatit und Baryt.
- Heulandit: Farblos bis weisslich, meistens dicktafelig.
- Kyanit: Gemäss von Fellenberg, 1893.
- Laumontit: Weiss, teils büschelig angeordnete Prismen, bis 1 cm.
- Phlogopit: Teilweise gestreckt nach der c-Achse, farblos bis grünlich.
- Rutil: Klein, prismatisch oder bipyramidal, schwarzbraun, in Klüften der Dolomite.
- Skapolith: Farblos bis schwach grünlich blau, durchsichtig, gestreift parallel zur c-Achse, bis 6 cm lang.
- Staurolith:
- Stilbit:
- Turmalin: Mit der allgemeinen Fundortbezeichnung 'Ofenhorn'. Schwarz oder dunkelbraun, als sogenannter Schörl.
062_VS / Binntal, Ofenhorn, Eggerofe, Eggerofen
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 666600 / 136600
Literatur:
- Bader, Henri;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 208
Im hintersten Binntal, südöstlich des Ofenhorn. Beschrieben wird das Vorkommen vom Eggerofen bis hinter das Ofenhorn hin. Eggerofen. Klüfte im Paragneis. Paragenese wahrscheinlich Quarz, Adular, Hämatit, Titanit, Turmalin, Anatas, Limonit, Chlorit.
- Albit:
- Anatas: Zusammen mit Quarz, Periklin und Hämatit, klein, pyramidal.
- Apatit:
- Rauchquarz: Bis 35 cm.
- Xenotim-(Y): 1, 5 mm.
060_VS / Binntal, Ofenhorn, Albrunhütte (unterhalb) (Binntalhütte?)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 665640 / 136290
Literatur:
- Rutishauser, H.; Urner Mineralienfreund; 1998; Heft 3; Seite 5-7
- Graeser, Stefan; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1959; Band 39; Heft 1 -2; Seite 337 - 338; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz; Skapolith im Binntal
Die Fundstelle wird mit 'im Gebiet Ofenhorn' beschrieben. Sie befindet sich ca. 15 Minuten unterhalb der Albrunhütte im hinteren Binntal in einem Steilhang im weissen Dolomit. Vermutlich handelt es sich um die Binntalhütte und nicht um die Albrunhütte. Graeser (Skapolithfund): Die Koordinaten des Fundpunktes des Blockes lauten: 665.550/137.000, in 2320 m Höhe. Der Block stammt zweifellos von der unmittelbar darüber anstehenden Dolomitwand, die die Basis des Ofenhorns bildet.
- Dolomit: Bis 6 cm.
- Glimmer: Wenig, goldbrauner Phlogopit, bis 8mm.
- Phlogopit:
- Pyrit: Sehr wenig, Oktaeder, bis 1mm.
- Quarz: Wenig, Einzelkristalle im Binntal-Habitus, bis 8 cm, manchmal kreuzartig verwachsen, an der Basis milchig und gegen die Spitze klar.
- Skapolith: Stängeliges Mineral, durchsichtig bis durchscheinend, von lichtblaugrüner Farbe. Das grösste Exemplar misst in Richtung der c-Achse 16 mm, in Richtung der a-Achse 6 mm.
- Tremolit: Häufig, gesteinsbildend in grossen Stängeln, parallelverwachsen bis 10 cm, auch strahlig bis 5 cm, wenn klein dann fast durchsichtig.
- Turmalin: Wenig, dünne, braune Stängel bis 15mm.
061_VS / Binntal, Ofenhorn, Auf dem Blatt, Auf dem Platt
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 667690 / 137620
Literatur:
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 27,149,177,373,385
- van der Burgt, Ate & Cuchet, Stéphane & Ansermet, Stefan; Lapis; 2006; Heft 02; Seite 18-19
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
1) Aus dem Triasdolomit, am Fusse des Ofenhorns.
2) Aus dem Ofenhorngneis.
3) Aus dem Bündnerschiefer.
4) Erwähnt werden zwei Goyazitfunde auf der Westflanke des Ofenhorns im Trias-Dolomit. Die Fundstellen sind jeweils nur ca 10 m2 gross. Die erste befindet sich in einem trockenen Graben auf 2300 m ü. M., nur 100 Meter oberhalb des Binntalhüttenweges und die zweite unter den Dolomitfelsen 500 Meter östlich von Blatt. von Fellenberg, 1893, erwähnt zu diesem Fundort: Platt (auf dem Platt oder Blatt). Granat (brauner) in Glimmerschiefer; Cyanit, hinter dem schwarzen Thurm, in Glimmerschiefer.
- Albit: Bis 4 cm, bis 50 kg schwere Stufen.
- Brookit: Braun, tafelig, selten.
- Dravit-Uvit (Mischkristall): In Klüften der Dolomite, gelbbraun, grünlich, farblos.
- Enargit: 1) (Graeser, 1965).
- Galenit: Würfelig, gut ausgebildet, bis 15 mm, Kantenlänge, mit relativ hohen Anteilen von Antimon, Kupfer, Silber und Wismut (Graeser, 1971).
- Goyazit: Gelblich bis orange, meistens 6-eckig (pseudohexagonal), tafelig, mehr oder weniger dick, bis 2 mm, stark glänzend, manchmal rosettenförmige Aggregate. Östlich von Blatt konnten zwei verschiedene Goyazit-Generationen gefunden werden: auf pseudooktaedrische Kristalle sind manchmal kugelige Aggregate bis 3 mm gewachsen. Paragenese: Muskovit, Albit, Dolomit, Quarz (seltener), Adular, Phlogopit. Weitere Mineralien in der goyzitführenden Stelle sind Rutil, Pyrit und seltener Apatit und Baryt.
- Heulandit: Farblos bis weisslich, meistens dicktafelig.
- Kyanit: Gemäss von Fellenberg, 1893.
- Laumontit: Weiss, teils büschelig angeordnete Prismen, bis 1 cm.
- Phlogopit: Teilweise gestreckt nach der c-Achse, farblos bis grünlich.
- Rutil: Klein, prismatisch oder bipyramidal, schwarzbraun, in Klüften der Dolomite.
- Skapolith: Farblos bis schwach grünlich blau, durchsichtig, gestreift parallel zur c-Achse, bis 6 cm lang.
- Staurolith:
- Stilbit:
- Turmalin: Mit der allgemeinen Fundortbezeichnung 'Ofenhorn'. Schwarz oder dunkelbraun, als sogenannter Schörl.
062_VS / Binntal, Ofenhorn, Eggerofe, Eggerofen
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 666600 / 136600
Literatur:
- Bader, Henri;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 208
Im hintersten Binntal, südöstlich des Ofenhorn. Beschrieben wird das Vorkommen vom Eggerofen bis hinter das Ofenhorn hin. Eggerofen. Klüfte im Paragneis. Paragenese wahrscheinlich Quarz, Adular, Hämatit, Titanit, Turmalin, Anatas, Limonit, Chlorit.
- Albit:
- Anatas: Zusammen mit Quarz, Periklin und Hämatit, klein, pyramidal.
- Apatit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Hämatit:
- Limonit:
- Pyrit:
- Quarz: Sehr grosse Stufen, ungewöhnliche Flächenbildung.
- Titanit: Gelblichgrün - grün, manchmal vollkommen durchsichtig, Penetrationszwillinge, bis 3 cm, ist zum Teil auch zu Schmucksteinen verarbeitet worden.
- Turmalin:
- Quarz: Sehr grosse Stufen, ungewöhnliche Flächenbildung.
- Titanit: Gelblichgrün - grün, manchmal vollkommen durchsichtig, Penetrationszwillinge, bis 3 cm, ist zum Teil auch zu Schmucksteinen verarbeitet worden.
- Turmalin:
- Zeolithe:
063_VS / Binntal, Ofenhorn, Punta d'Arbola, Mont d'Albrun, Albrunhorn, Mont Albrun
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 667700 / 137600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 302
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Das Ofenhorn bildet den östlichen Abschluss des Binntals. Der grössere Teil des Berges liegt auf italienischem Gebiet. Die frühere Bezeichnung Mont' Albrun bezieht sich auf das heutige Ofenhorn.
- Adular: Im metamorphen, basischen Gestein.
- Albit: Als Periklin.
- Anatas: Gelb, klein, spitzpyramidal.
- Calcit:
- Chabasit: Kristalle vom Ofenhorn erreichen Grössen bis ein cm. Begleitmineralien sind unter anderem Quarz, Albit, Chlorit, Titanit, Stilbit und Heulandit.
- Chlorit:
063_VS / Binntal, Ofenhorn, Punta d'Arbola, Mont d'Albrun, Albrunhorn, Mont Albrun
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 667700 / 137600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 302
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Das Ofenhorn bildet den östlichen Abschluss des Binntals. Der grössere Teil des Berges liegt auf italienischem Gebiet. Die frühere Bezeichnung Mont' Albrun bezieht sich auf das heutige Ofenhorn.
- Adular: Im metamorphen, basischen Gestein.
- Albit: Als Periklin.
- Anatas: Gelb, klein, spitzpyramidal.
- Calcit:
- Chabasit: Kristalle vom Ofenhorn erreichen Grössen bis ein cm. Begleitmineralien sind unter anderem Quarz, Albit, Chlorit, Titanit, Stilbit und Heulandit.
- Chlorit:
- Heulandit:
- Hämatit: Vereinzelt dicktafelig, hochglänzend.
- Quarz: Farblos, flächenreich, in schönen Kristallen, besonderes Hervortreten einer 's'-Fläche.
- Rutil:
- Stannit: Wird vom Ofenhorn erwähnt.
- Stilbit: Garbenförmig, kugelige Aggregate, öfters vorkommend.
- Titanit: Klein, braungelb bis olivgrün. Es wir auch von grösseren Kristallen aus diesem Gebiet berichtet (bis 4 cm, gelbgrün bis dunkelbraun).
064_VS / Binntal, Ofenhorn, Wälscher Ofen
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 668000 / 137150
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 208,209
Das Vorkommen wird als östlich vom Ofenhorn, also auf italienischem Gebiet liegend, beschrieben. Trotz dieser Lage wird es hier unter dem Binntal noch aufgeführt. Die Bezeichnung fehlt auf der Karte.
- Albit:
- Hämatit: Vereinzelt dicktafelig, hochglänzend.
- Quarz: Farblos, flächenreich, in schönen Kristallen, besonderes Hervortreten einer 's'-Fläche.
- Rutil:
- Stannit: Wird vom Ofenhorn erwähnt.
- Stilbit: Garbenförmig, kugelige Aggregate, öfters vorkommend.
- Titanit: Klein, braungelb bis olivgrün. Es wir auch von grösseren Kristallen aus diesem Gebiet berichtet (bis 4 cm, gelbgrün bis dunkelbraun).
064_VS / Binntal, Ofenhorn, Wälscher Ofen
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 668000 / 137150
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 208,209
Das Vorkommen wird als östlich vom Ofenhorn, also auf italienischem Gebiet liegend, beschrieben. Trotz dieser Lage wird es hier unter dem Binntal noch aufgeführt. Die Bezeichnung fehlt auf der Karte.
- Albit:
- Anatas:
- Apatit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Ferrokesterit: Wird ohne genauere Angaben vom Ofenhorn erwähnt.
- Hämatit:
- Ilmenit: Klein, flächenreich, glänzend.
- Monazit-(Ce): Spärlich.
- Muskovit:
- Periklin: Hier konnten Stufen mit Kristallen bis 4 cm gefunden werden. Zusammen mit Titanit und grossem Quarz.
- Pyrit:
- Quarz: Sehr grosse Stufen.
- Skolezit: Zusammen mit Quarz, Albit, Titanit und Chlorit.
- Stannit: Wird ohne genauere Angaben vom Ofenhorn erwähnt.
- Titanit: Reichhaltig Vorkommen, gelblichgrün - grün, manchmal vollkommen durchsichtig, Penetrationszwillinge, bis 4 cm, ist zum Teil auch zu Schmucksteinen verarbeitet worden.
- Zeolithe:
065_VS / Binntal, Punta Gerla
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 660560 / 131570
Literatur:
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate & Vanini, F. & Loranth, C. & Mestrom, P. & Antonysen, E. & Meisser, Nicolas & Roth, P.; Schweizer Strahler; 2019; Heft 1; Seite 2-17; Mineralogische Topografie der Schweiz und angrenzender Regionen, 1. Teil - Binntal (CH) - Veglia (I) - Devero (I)
- Hingganit-(Y): Kleines, blassgelbes Prisma in einer Hämatitkluft.
- Hämatit:
066_VS / Binntal, Rothorn, Schwarzhorn (Grat), Punta Nera
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 660470 / 131760
Literatur:
- Graeser, Stefan; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1975; Band 55; Heft 1; Seite 1-7; Ilvait als alpines Zerrkluft-Mineral
- Keusen, Hans-Rudolf & Bürki, Hans; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1949; Band 49; Heft 3; Seite 577-584; Thomsonit und andere Faserzeolithe als Kluftminerale in Begleitgesteinen der Ultrabasite vom Geisspfadpass im Binnatal
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 271,287
Vom Grat Rothorn - Schwarzhorn aus einem hornblendereichen Gang. Die Koordinaten zeigen auf das Schwarzhorn. Das Rothorn liegt weiter östlich. Südlich des Grates befindet man sich bereits auf italienischem Gebiet. Graeser (zum Ilvait): Das Mineral wurde in der Randzone des Geisspfad-Serpentins, nördlich des Schwarzhorns gefunden.
- Calcit:
- Hedenbergit: Wird vom Schwarzhorn erwähnt.
- Ilvait: Beschrieben aus Serpentinit-Klüften am Schwarzhorn, klein, schwarz, bipyramidal. Die völlig opaken, schwarzen Ilvait-Kristalle erinnern in ihrem Aussehen lebhaft an sehr dunklen Anatas. Die kleinen, stets sehr schön ausgebildeten Kristalle erreichen im Maximum eine Länge von knapp 1mm.
- Klinochlor:
- Mesolith: Graeser: Miteinander verwachsener Mesolith-Thomsonit, stängelig, bis 8 cm, kluftfüllend, teils enthalten die Stängel im Innern auch das Mineral Natrolith.
- Natrolith: Im Innern der Mesolith-Thomsonit-Stängel, isoliert oder in enger Verwachsung mit Thomsonit und Mesolith, stängelig, cm-lang, feinfaserig, farblos, glänzend. Natrolith bildet zentimeterlange, millimeterdicke Stängel oder feine Fasern. Die Kristalle sind im Gegensatz zu allen andern gefundenen Zeolithen farblos und glänzend.
- Skolezit: Skolecit in den Zwischengesteinen beobachtet werden. Besonders schön findet man ihn in Klüften am Kontakt des Ultrabasits nördlich vom Schwarzhorn, wo er blendend weisse undurchsichtige Kristalle bildet, die sich rosettenförmig (bis 5 cm) anordnen.
- Thomsonit: Graeser: Zu Stängeln verwachsen mit Mesolith, bis 8 cm, welche Klüfte gitterartig ausfüllen. Die Zwischenräume sind dabei oft mit Calcit gefüllt, welcher leicht herauswittert.
- Titanit: Aggregate, völlig farblos.
067_VS / Binntal, Rämigletscher, Mättitalgletscher, Rämihorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 654220 / 129140
Literatur:
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Bei der früheren Bezeichnung Rämigletscher handelt es sich um den heutigen Mättitalgletscher. von Fellenberg, 1893, erwähnt zu diesem Fundort: Am Rämi-Gletscher: Bergkrystall; Adular; Albit; Muscovit und Margarit (?) in Kalkglimmerschiefer; Kalkspath, auf Glimmer- und Kalkglimmerschiefer; Bitterspath; Rutil. Am Rämihorn: Bitterspath.
- Anglesit:
- Ferrokesterit: Wird ohne genauere Angaben vom Ofenhorn erwähnt.
- Hämatit:
- Ilmenit: Klein, flächenreich, glänzend.
- Monazit-(Ce): Spärlich.
- Muskovit:
- Periklin: Hier konnten Stufen mit Kristallen bis 4 cm gefunden werden. Zusammen mit Titanit und grossem Quarz.
- Pyrit:
- Quarz: Sehr grosse Stufen.
- Skolezit: Zusammen mit Quarz, Albit, Titanit und Chlorit.
- Stannit: Wird ohne genauere Angaben vom Ofenhorn erwähnt.
- Titanit: Reichhaltig Vorkommen, gelblichgrün - grün, manchmal vollkommen durchsichtig, Penetrationszwillinge, bis 4 cm, ist zum Teil auch zu Schmucksteinen verarbeitet worden.
- Zeolithe:
065_VS / Binntal, Punta Gerla
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 660560 / 131570
Literatur:
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate & Vanini, F. & Loranth, C. & Mestrom, P. & Antonysen, E. & Meisser, Nicolas & Roth, P.; Schweizer Strahler; 2019; Heft 1; Seite 2-17; Mineralogische Topografie der Schweiz und angrenzender Regionen, 1. Teil - Binntal (CH) - Veglia (I) - Devero (I)
- Hingganit-(Y): Kleines, blassgelbes Prisma in einer Hämatitkluft.
- Hämatit:
066_VS / Binntal, Rothorn, Schwarzhorn (Grat), Punta Nera
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 660470 / 131760
Literatur:
- Graeser, Stefan; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1975; Band 55; Heft 1; Seite 1-7; Ilvait als alpines Zerrkluft-Mineral
- Keusen, Hans-Rudolf & Bürki, Hans; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1949; Band 49; Heft 3; Seite 577-584; Thomsonit und andere Faserzeolithe als Kluftminerale in Begleitgesteinen der Ultrabasite vom Geisspfadpass im Binnatal
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 271,287
Vom Grat Rothorn - Schwarzhorn aus einem hornblendereichen Gang. Die Koordinaten zeigen auf das Schwarzhorn. Das Rothorn liegt weiter östlich. Südlich des Grates befindet man sich bereits auf italienischem Gebiet. Graeser (zum Ilvait): Das Mineral wurde in der Randzone des Geisspfad-Serpentins, nördlich des Schwarzhorns gefunden.
- Calcit:
- Hedenbergit: Wird vom Schwarzhorn erwähnt.
- Ilvait: Beschrieben aus Serpentinit-Klüften am Schwarzhorn, klein, schwarz, bipyramidal. Die völlig opaken, schwarzen Ilvait-Kristalle erinnern in ihrem Aussehen lebhaft an sehr dunklen Anatas. Die kleinen, stets sehr schön ausgebildeten Kristalle erreichen im Maximum eine Länge von knapp 1mm.
- Klinochlor:
- Mesolith: Graeser: Miteinander verwachsener Mesolith-Thomsonit, stängelig, bis 8 cm, kluftfüllend, teils enthalten die Stängel im Innern auch das Mineral Natrolith.
- Natrolith: Im Innern der Mesolith-Thomsonit-Stängel, isoliert oder in enger Verwachsung mit Thomsonit und Mesolith, stängelig, cm-lang, feinfaserig, farblos, glänzend. Natrolith bildet zentimeterlange, millimeterdicke Stängel oder feine Fasern. Die Kristalle sind im Gegensatz zu allen andern gefundenen Zeolithen farblos und glänzend.
- Skolezit: Skolecit in den Zwischengesteinen beobachtet werden. Besonders schön findet man ihn in Klüften am Kontakt des Ultrabasits nördlich vom Schwarzhorn, wo er blendend weisse undurchsichtige Kristalle bildet, die sich rosettenförmig (bis 5 cm) anordnen.
- Thomsonit: Graeser: Zu Stängeln verwachsen mit Mesolith, bis 8 cm, welche Klüfte gitterartig ausfüllen. Die Zwischenräume sind dabei oft mit Calcit gefüllt, welcher leicht herauswittert.
- Titanit: Aggregate, völlig farblos.
067_VS / Binntal, Rämigletscher, Mättitalgletscher, Rämihorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 654220 / 129140
Literatur:
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Bei der früheren Bezeichnung Rämigletscher handelt es sich um den heutigen Mättitalgletscher. von Fellenberg, 1893, erwähnt zu diesem Fundort: Am Rämi-Gletscher: Bergkrystall; Adular; Albit; Muscovit und Margarit (?) in Kalkglimmerschiefer; Kalkspath, auf Glimmer- und Kalkglimmerschiefer; Bitterspath; Rutil. Am Rämihorn: Bitterspath.
- Anglesit:
- Bismutit:
- Cosalit:
- Dolomit: Vom Rämihorn.
- Galenit:
- Mimetesit: In der Mättital-Bruchzone. Winzig, olivgrün, radialstrahlige Büschel.
068_VS / Binntal, Schaplersee
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 658750 / 133550
Literatur:
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate & Vanini, F. & Loranth, C. & Mestrom, P. & Antonysen, E. & Meisser, Nicolas & Roth, P.; Schweizer Strahler; 2019; Heft 1; Seite 2-17; Mineralogische Topografie der Schweiz und angrenzender Regionen, 1. Teil - Binntal (CH) - Veglia (I) - Devero (I)
- Jarosit: Zusammen mit Schwefel.
- Pyrit:
- Schwefel: In verwittertem und löchrigem Pyrit, kleine gerundete hellgelbe Körner. Begleitmineral: Jarosit.
069_VS / Binntal, Schinere Wyssi, Schinerewyssi
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662840 / 137510
Literatur:
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Dolomit: Als Kristalle.
070_VS / Binntal, Schinhorn, Schinhörner
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 663250 / 134700
Literatur:
- Graeser, Stefan; Lapis; 1981; Heft 12; Seite 9-27; Das Binntal
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 208
Im südlichen Binntal und westlich des Albrunhorn gelegen. Es gibt mehrere Schinhörner: Unter-, Grosses- und Kleines Schinhorn. Koordinate auf Gr. Schinhorn.
- Adular:
- Dolomit: Vom Rämihorn.
- Galenit:
- Mimetesit: In der Mättital-Bruchzone. Winzig, olivgrün, radialstrahlige Büschel.
068_VS / Binntal, Schaplersee
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 658750 / 133550
Literatur:
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate & Vanini, F. & Loranth, C. & Mestrom, P. & Antonysen, E. & Meisser, Nicolas & Roth, P.; Schweizer Strahler; 2019; Heft 1; Seite 2-17; Mineralogische Topografie der Schweiz und angrenzender Regionen, 1. Teil - Binntal (CH) - Veglia (I) - Devero (I)
- Jarosit: Zusammen mit Schwefel.
- Pyrit:
- Schwefel: In verwittertem und löchrigem Pyrit, kleine gerundete hellgelbe Körner. Begleitmineral: Jarosit.
069_VS / Binntal, Schinere Wyssi, Schinerewyssi
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662840 / 137510
Literatur:
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Dolomit: Als Kristalle.
070_VS / Binntal, Schinhorn, Schinhörner
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 663250 / 134700
Literatur:
- Graeser, Stefan; Lapis; 1981; Heft 12; Seite 9-27; Das Binntal
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 208
Im südlichen Binntal und westlich des Albrunhorn gelegen. Es gibt mehrere Schinhörner: Unter-, Grosses- und Kleines Schinhorn. Koordinate auf Gr. Schinhorn.
- Adular:
- Albit:
- Amethyst: Selten.
- Eisenrose:
- Epidot: Teilweise reichlich, grün, stängelig, bis 1 cm.
- Heulandit:
- Hämatit: Vielflächig, hochglänzend, eher klein.
- Periklin:
- Amethyst: Selten.
- Eisenrose:
- Epidot: Teilweise reichlich, grün, stängelig, bis 1 cm.
- Heulandit:
- Hämatit: Vielflächig, hochglänzend, eher klein.
- Periklin:
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Stilbit:
Titanit:
- Turmalin: Schwarz oder dunkelbraun, als sogenannter Schörl.
071_VS / Binntal, Schmidigen Wissi, Schmidigewyssi
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662336 / 137492
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 100
- Baryt: Im Triasdolomit. Farblose, nach der a-Achse gestreckte, flächenarme Kristalle.
- Calcit: Positives Skalenoeder, abgestumpft durch das positive Rhomboeder, bis 10 cm.
- Dolomit:
- Fluorit: Teilweise violett.
- Galenit:
- Turmalin: Schwarz oder dunkelbraun, als sogenannter Schörl.
071_VS / Binntal, Schmidigen Wissi, Schmidigewyssi
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662336 / 137492
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 100
- Baryt: Im Triasdolomit. Farblose, nach der a-Achse gestreckte, flächenarme Kristalle.
- Calcit: Positives Skalenoeder, abgestumpft durch das positive Rhomboeder, bis 10 cm.
- Dolomit:
- Fluorit: Teilweise violett.
- Galenit:
- Pyrit:
072_VS / Binntal, Schwarzhorn (nördlich), Punta Nera (nördlich)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 660500 / 132000
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 428
In den Rodingiten des Grüngesteins.
- Chalkopyrit:
- Cubanit: Bis 5mm, lamellenartig verwachsen mit Chalkopyrit.
- Violarit: Zusammen mit Cubanit und Chalkopyrit.
073_VS / Binntal, Schwarzhorn, Blauwanggletscher, Blauwang-Gletscher, Blauwäng
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 659550 / 131200
Literatur:
- Lapis; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 14- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 407
Die Koordinaten zeigen auf Blauwang (auf der Karte nicht eingezeichnet).
- Albit: Weiss, zusammen mit Epidot.
- Epidot: Cm-gross, gelbgrün, zusammen mit weissem Albit.
- Titanit: Grün bis violettstichig, bipyramidal, bis 5 mm.
074_VS / Binntal, Seewischhorn, Seewjihorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662700 / 136200
Literatur:
- Flückiger, Ch.; Schweizer Strahler; 1997; Seite 96-107; Mineralklüfte von Seewischhorn, hinteres Binntal und Umgebung
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
- Weiss, Stefan & Praeger, Michael & Peter, Joachim & Stoll, Wolfgang; Lapis; 2007; Heft 6; Seite 24 - 28; Prismatische Anatase aus dem Binntal: Weltweit einmalig
Im hinteren Binntal gelegen, in der sogenannten Seewischhornzone.
- Adular: Klein, zusammen mit Titanit.
- Anatas: Bis 13 mm.
- Apatit: Unter einem mm.
- Brookit: Bis 12 mm, zum Teil zusammen mit Anatas und Rutil.
- Calcit: Derb.
- Chlorit: - Dolomit:
- Granat: Gesteinsbildend.
- Hämatit: Blätterartig bis 3 cm, eher schlechte Ausbildung.
- Magnetit: Unter dem Horn. Meistens im Chloritsand, schlechte Ausbildung, bis 5 mm.
- Monazit-(Ce): Bis 2 mm, orange bis wachsgelb.
- Periklin: Häufig, bis 3 cm.
- Phlogopit: Gesteinsbildend.
- Pyrit: Gesteinsbildend.
- Quarz: Bis 5 cm.
- Rutil: Bis 1.5 cm, sagenitisch.
- Speckstein:
- Titanit: Weisslich bis intensiv violett, bis 4 mm.
- Turmalin: Bis 5 mm, fast durchsichtig, dünn.
075_VS / Binntal, Stockhorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 659810 / 133200
Literatur:
- Graeser, Stefan; Lapis; 1981; Heft 12; Seite 9-27; Das Binntal
- Adular:
072_VS / Binntal, Schwarzhorn (nördlich), Punta Nera (nördlich)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 660500 / 132000
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 428
In den Rodingiten des Grüngesteins.
- Chalkopyrit:
- Cubanit: Bis 5mm, lamellenartig verwachsen mit Chalkopyrit.
- Violarit: Zusammen mit Cubanit und Chalkopyrit.
073_VS / Binntal, Schwarzhorn, Blauwanggletscher, Blauwang-Gletscher, Blauwäng
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 659550 / 131200
Literatur:
- Lapis; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 14- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 407
Die Koordinaten zeigen auf Blauwang (auf der Karte nicht eingezeichnet).
- Albit: Weiss, zusammen mit Epidot.
- Epidot: Cm-gross, gelbgrün, zusammen mit weissem Albit.
- Titanit: Grün bis violettstichig, bipyramidal, bis 5 mm.
074_VS / Binntal, Seewischhorn, Seewjihorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662700 / 136200
Literatur:
- Flückiger, Ch.; Schweizer Strahler; 1997; Seite 96-107; Mineralklüfte von Seewischhorn, hinteres Binntal und Umgebung
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
- Weiss, Stefan & Praeger, Michael & Peter, Joachim & Stoll, Wolfgang; Lapis; 2007; Heft 6; Seite 24 - 28; Prismatische Anatase aus dem Binntal: Weltweit einmalig
Im hinteren Binntal gelegen, in der sogenannten Seewischhornzone.
- Adular: Klein, zusammen mit Titanit.
- Anatas: Bis 13 mm.
- Apatit: Unter einem mm.
- Brookit: Bis 12 mm, zum Teil zusammen mit Anatas und Rutil.
- Calcit: Derb.
- Chlorit: - Dolomit:
- Granat: Gesteinsbildend.
- Hämatit: Blätterartig bis 3 cm, eher schlechte Ausbildung.
- Magnetit: Unter dem Horn. Meistens im Chloritsand, schlechte Ausbildung, bis 5 mm.
- Monazit-(Ce): Bis 2 mm, orange bis wachsgelb.
- Periklin: Häufig, bis 3 cm.
- Phlogopit: Gesteinsbildend.
- Pyrit: Gesteinsbildend.
- Quarz: Bis 5 cm.
- Rutil: Bis 1.5 cm, sagenitisch.
- Speckstein:
- Titanit: Weisslich bis intensiv violett, bis 4 mm.
- Turmalin: Bis 5 mm, fast durchsichtig, dünn.
075_VS / Binntal, Stockhorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 659810 / 133200
Literatur:
- Graeser, Stefan; Lapis; 1981; Heft 12; Seite 9-27; Das Binntal
- Adular:
- Albit:
- Amethyst:
- Heulandit:
- Periklin:
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Stilbit:
- Titanit:
076_VS / Binntal, Tschampigen Wissi, Tschampigewyssi, Holzerspitz
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662570 / 137430
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
Dieser Fund (Tschampigen Wissi) dürfte mit dem von Bader (1934) beschriebenen Baryt vom Hölzerspitz (Holzerspitz) identisch sein. Tschampigen Wissi ist auf der Karte nicht eingezeichnet, die Koordinaten zeigen auf den Holzerspitz.
- Baryt: Im Dolomit eingewachsen. Kugeliger bläulicher Kristall von mehreren Zentimetern Durchmesser, ohne Kristallflächen.
077_VS / Binntal, Turbengletscher, Turbegletscher
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 665054 / 139732
Literatur:
- Lapis; ExtraLapis No 28; 2005; Seite22
- Quarz: Im Tessiner-Habitus, in Grössen über 10 cm.
078_VS / Binntal, Turbeweng, Turbenwäng, Turbechepf (Südhänge), Turbenkopf
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 663600 / 138600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 196,206
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Die Hänge liegen auf der Nordseite des hinteren Binntals. Die Klüfte liegen im Bündnerschiefer.
- Adular: Verzwillingt.
- Bertrandit: Erwähnt wird ein guter Fund aus dem Turbengebiet.
- Calcit:
076_VS / Binntal, Tschampigen Wissi, Tschampigewyssi, Holzerspitz
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 662570 / 137430
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
Dieser Fund (Tschampigen Wissi) dürfte mit dem von Bader (1934) beschriebenen Baryt vom Hölzerspitz (Holzerspitz) identisch sein. Tschampigen Wissi ist auf der Karte nicht eingezeichnet, die Koordinaten zeigen auf den Holzerspitz.
- Baryt: Im Dolomit eingewachsen. Kugeliger bläulicher Kristall von mehreren Zentimetern Durchmesser, ohne Kristallflächen.
077_VS / Binntal, Turbengletscher, Turbegletscher
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 665054 / 139732
Literatur:
- Lapis; ExtraLapis No 28; 2005; Seite22
- Quarz: Im Tessiner-Habitus, in Grössen über 10 cm.
078_VS / Binntal, Turbeweng, Turbenwäng, Turbechepf (Südhänge), Turbenkopf
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 663600 / 138600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 196,206
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Die Hänge liegen auf der Nordseite des hinteren Binntals. Die Klüfte liegen im Bündnerschiefer.
- Adular: Verzwillingt.
- Bertrandit: Erwähnt wird ein guter Fund aus dem Turbengebiet.
- Calcit:
- Dolomit:
- Goethit:
- Muskovit:
- Phlogopit:
- Pyrit: Aus dem Turbengebiet sind Pyrite mit Dimensionen bis zu 12 cm bekannt.
- Quarz: Bekannt sind Quarze mit über 10 cm Länge und wasserklarer Beschaffenheit.- Rutil: Besonders schön, gross, gedrungene Kniezwillinge, zyklische Viellinge bis 6 cm Durchmesser, auch wirrstrahlige Nadeln.
- Sagenit: Grobmaschig, auf Goethit.
- Turmalin: In bemerkenswerten Exemplaren, grüngelb - dunkelbraun.
079_VS / Binntal, Turbeweng, Turbenwäng, Turbenalp, Turbel
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 664310 / 138770
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Müller, Urs; Schweizer Strahler; 2019; Heft 3; Seite 29 - 33; Eindrücke eines Neustrahlers aus dem Binntal
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Schüpbach, Thomas; Lapis; 2005; Heft 5; Seite 35
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 416
- Weiss, Stefan; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 70
Ein im Jahre 1989 geglückter Fund bei der Lokalität Turbenalp. Die Koordinaten zeigen auf die Turbeweng. Mit Turbenalp ist vermutlich die auf der Karte aufgeführte 'Turbe' gemeint. Sie liegt südlich unterhalb der Turbeweng. Die Turmalinzone beginnt ca. 600 bis 700 Meter südöstlich der Lokalität 'Furggulti' im steilen Gras- und Felsschrofengelände auf ca. 2450 m ü. M. Die Turmalinklüfte liegen nur 40-50 Meter südlich des steilstehenden Dolomitzuges der Turbechepf, an dessen Südrand.
- Adular:
- Bertrandit: Langtafelig, bis 5 mm, zusammen mit bläulichem Anatas. Bertrandit wurde in dieser Grösse im Binntal bisher noch nicht gefunden. Begleitmineralien: Quarz, Chlorit, Anatas
- Calcit:
- Dravit: Honigbraun, in cm-Länge. In Quarzschlieren auch vanadiumhaltige, grüne Dravitstängel.
- Pyrit: Würfelig, selten oktaedrisch, oft in Limonit umgewandelt.
- Quarz: Bis einige cm gross.
- Rutil:
- Pyrit: Aus dem Turbengebiet sind Pyrite mit Dimensionen bis zu 12 cm bekannt.
- Quarz: Bekannt sind Quarze mit über 10 cm Länge und wasserklarer Beschaffenheit.- Rutil: Besonders schön, gross, gedrungene Kniezwillinge, zyklische Viellinge bis 6 cm Durchmesser, auch wirrstrahlige Nadeln.
- Sagenit: Grobmaschig, auf Goethit.
- Turmalin: In bemerkenswerten Exemplaren, grüngelb - dunkelbraun.
079_VS / Binntal, Turbeweng, Turbenwäng, Turbenalp, Turbel
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 664310 / 138770
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Müller, Urs; Schweizer Strahler; 2019; Heft 3; Seite 29 - 33; Eindrücke eines Neustrahlers aus dem Binntal
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
- Schüpbach, Thomas; Lapis; 2005; Heft 5; Seite 35
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 416
- Weiss, Stefan; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 70
Ein im Jahre 1989 geglückter Fund bei der Lokalität Turbenalp. Die Koordinaten zeigen auf die Turbeweng. Mit Turbenalp ist vermutlich die auf der Karte aufgeführte 'Turbe' gemeint. Sie liegt südlich unterhalb der Turbeweng. Die Turmalinzone beginnt ca. 600 bis 700 Meter südöstlich der Lokalität 'Furggulti' im steilen Gras- und Felsschrofengelände auf ca. 2450 m ü. M. Die Turmalinklüfte liegen nur 40-50 Meter südlich des steilstehenden Dolomitzuges der Turbechepf, an dessen Südrand.
- Adular:
- Bertrandit: Langtafelig, bis 5 mm, zusammen mit bläulichem Anatas. Bertrandit wurde in dieser Grösse im Binntal bisher noch nicht gefunden. Begleitmineralien: Quarz, Chlorit, Anatas
- Calcit:
- Dravit: Honigbraun, in cm-Länge. In Quarzschlieren auch vanadiumhaltige, grüne Dravitstängel.
- Pyrit: Würfelig, selten oktaedrisch, oft in Limonit umgewandelt.
- Quarz: Bis einige cm gross.
- Rutil:
- Siderit:
- Turmalin: Ohne besondere Kluftanzeichen, Schörl, schlankprismatisch, bis 7 cm lang und 1 cm dick, neben Adular und Quarz (Stettler, 1995). Mit schönen Endflächen, Stufen bis 9 x 10 cm. Bild im Strahler 2004/3, Seite 40. Der grösste hier gefundene Turmalin weist eine Dimension von 11,5 x 2,8 cm auf. Die Literatur erwähnt sogar Exemplare bis 14 cm.
080_VS / Binntal, Turbeweng, Turbenwäng, Turbenalp, Turbhorn, Ober Rappehorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 664400 / 138750
Literatur:
- Bader, Henri;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 196,206
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Gemeint sind die Südhänge des Turbhorn und des 'Ober Rappehorn' im Binntal.
Bader, 1934, Auszug: Kluftlagerstätten im Paragneis der Turbenalp: Im weichen albitarmen Zweiglimmergneis mit Karbonat, unter dem Turbhorn und 20 m oberhalb der offenen Wasserleitung, gibt es zahlreiche kleine Klüfte ohne Quarzband. Die einzige grosse Kluft, welche ausgebeutet ist, hat ein mächtiges Quarzband mit viel eingeschlossenem Turmalin.
- Adular: Adular bildet durch Parallelverwachsung langgestreckte Aggregate. Die Siderite sind grosse (bis 2 cm) schmutzigbraune Rhomboeder mit gebogenen Flächen.
- Anatas: Anatas: braun, durchsichtig.
- Apatit: In der Bündnerschieferzone des Fäldbachgletschers/Rappehorn, selten, unter 8 mm.
- Limonit:
- Quarz: Bis 40 cm vom Turbhorn, im Dauphinéer-Habitus. Die Quarze dieser Lokalität sind z. T. ausserordentlich flächenreich.
- Rutil: Turbhorn: Gedrungene Kniezwillinge, zyklische Viellinge bis 6 cm Durchmesser, auch wirrstrahlige Nadeln. Rutil ist nadelig und sitzt oft auf dem Siderit.
- Siderit:
- Turmalin: Grünschwarz, mit Pyramiden und Basis als Endflächen.
- Xenotim-(Y): Sehr selten, prismatisch, zusammen mit Turmalin, Anatas und Rutil.
081_VS / Binntal, Turbhorn, Kleines Turbehorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 664700 / 139950
Literatur:
- Graf, Rudi & Gorsatt, André; Lapis; 2016; Heft 1; Seite 10-17; Wunderschöne Kristalle: Gefensterte Zepterquarze vom Turbhorn, Binntal
Strahler: Nur wenig östlich des oberen Feldbachtals (nordöstlich von Binn). Die Fundortangabe beruht bereits auf Mitteilungen von P. Groth, 1878. Sie ist nicht näher detailliert. Grosse Quarze sind aus dem Bündnerschiefer beschrieben. Graf:
- Adular: Gross.
- Fensterquarz:
- Pyrit: Am Fusse des Kleinen Turbehorns.
- Quarz: Reichlich, in kleineren und grösseren Stufen, Tessiner-Habitus, bis 38 cm, mit CO2-Einschlüssen und daher empfindlich gegen Wärmeeinflüsse.
- Rutil: Verzwillingt. Am Fusse des Kleinen Turbehorns. Auch als sogenannte Sagenitgitter. Goldfarbig.
- Zepterquarz: Am Fusse des Kleinen Turbehorns. Bis 14 cm. Mit starker skelettartiger Fensterung.
082_VS / Binntal, Turtschi (Grube)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 658320 / 135420
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 290
- Schäfer, Klaus; Lapis; 2017; Heft 5; Seite 32 - 38; Farbturmaline und seltene Sulfosalze: Mineralien aus dem Turtschi-Dolomit, Binntal, Schweiz
Diese Grube wird, wie der Lengenbach auch, von der Arbeitsgemeinschaft Lengenbach bearbeitet. Man findet sie ca. 900 Meter östlich von Binn. Weitere Dolomitbänke: Zone N: nördlich vom alten Weg, direkt am alten Lauf der Binna. Diese Zone existiert durch die Strassenbauten heute nicht mehr.
- Adular:
- Aikinit: Metallisch grau, Stich ins Gelbliche, messinggelb, tafelig bis plattig, einmaliger Fund im Jahre 1983.
- Albit: Lokal massenhaft, gesteinsbildend.
- Anatas: Neufund 1999, F. Dreier, bis 1 mm, honigfarbig-braun, leicht transparent.
- Apatit: Kurzprismatisch, - 2 mm.
- Baryt: Farblos - leicht bläulich, auch gelblich.
- Boulangerit: Grauschwarz, Metallglanz, nadelig, radialstrahlig oder wirre Anordnung, teils massenhaft, in engen Dolomitklüftchen.
- Bournonit: Schwarz, glänzend - stahlgrau, kurzsäulig, verzwillingt, prismatisch, in Dolomitklüftchen.
- Calcit:
- Turmalin: Ohne besondere Kluftanzeichen, Schörl, schlankprismatisch, bis 7 cm lang und 1 cm dick, neben Adular und Quarz (Stettler, 1995). Mit schönen Endflächen, Stufen bis 9 x 10 cm. Bild im Strahler 2004/3, Seite 40. Der grösste hier gefundene Turmalin weist eine Dimension von 11,5 x 2,8 cm auf. Die Literatur erwähnt sogar Exemplare bis 14 cm.
080_VS / Binntal, Turbeweng, Turbenwäng, Turbenalp, Turbhorn, Ober Rappehorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 664400 / 138750
Literatur:
- Bader, Henri;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 196,206
- Praeger, Michael; ExtraLapis No 28; 2005; Seite 76-91; Die grössten Turmaline aus alpinen Klüften, Schörlkristalle von der Turbenalp; Die Kluftmineralien des Binntals
Gemeint sind die Südhänge des Turbhorn und des 'Ober Rappehorn' im Binntal.
Bader, 1934, Auszug: Kluftlagerstätten im Paragneis der Turbenalp: Im weichen albitarmen Zweiglimmergneis mit Karbonat, unter dem Turbhorn und 20 m oberhalb der offenen Wasserleitung, gibt es zahlreiche kleine Klüfte ohne Quarzband. Die einzige grosse Kluft, welche ausgebeutet ist, hat ein mächtiges Quarzband mit viel eingeschlossenem Turmalin.
- Adular: Adular bildet durch Parallelverwachsung langgestreckte Aggregate. Die Siderite sind grosse (bis 2 cm) schmutzigbraune Rhomboeder mit gebogenen Flächen.
- Anatas: Anatas: braun, durchsichtig.
- Apatit: In der Bündnerschieferzone des Fäldbachgletschers/Rappehorn, selten, unter 8 mm.
- Limonit:
- Quarz: Bis 40 cm vom Turbhorn, im Dauphinéer-Habitus. Die Quarze dieser Lokalität sind z. T. ausserordentlich flächenreich.
- Rutil: Turbhorn: Gedrungene Kniezwillinge, zyklische Viellinge bis 6 cm Durchmesser, auch wirrstrahlige Nadeln. Rutil ist nadelig und sitzt oft auf dem Siderit.
- Siderit:
- Turmalin: Grünschwarz, mit Pyramiden und Basis als Endflächen.
- Xenotim-(Y): Sehr selten, prismatisch, zusammen mit Turmalin, Anatas und Rutil.
081_VS / Binntal, Turbhorn, Kleines Turbehorn
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 664700 / 139950
Literatur:
- Graf, Rudi & Gorsatt, André; Lapis; 2016; Heft 1; Seite 10-17; Wunderschöne Kristalle: Gefensterte Zepterquarze vom Turbhorn, Binntal
Strahler: Nur wenig östlich des oberen Feldbachtals (nordöstlich von Binn). Die Fundortangabe beruht bereits auf Mitteilungen von P. Groth, 1878. Sie ist nicht näher detailliert. Grosse Quarze sind aus dem Bündnerschiefer beschrieben. Graf:
- Adular: Gross.
- Fensterquarz:
- Pyrit: Am Fusse des Kleinen Turbehorns.
- Quarz: Reichlich, in kleineren und grösseren Stufen, Tessiner-Habitus, bis 38 cm, mit CO2-Einschlüssen und daher empfindlich gegen Wärmeeinflüsse.
- Rutil: Verzwillingt. Am Fusse des Kleinen Turbehorns. Auch als sogenannte Sagenitgitter. Goldfarbig.
- Zepterquarz: Am Fusse des Kleinen Turbehorns. Bis 14 cm. Mit starker skelettartiger Fensterung.
082_VS / Binntal, Turtschi (Grube)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 658320 / 135420
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 290
- Schäfer, Klaus; Lapis; 2017; Heft 5; Seite 32 - 38; Farbturmaline und seltene Sulfosalze: Mineralien aus dem Turtschi-Dolomit, Binntal, Schweiz
Diese Grube wird, wie der Lengenbach auch, von der Arbeitsgemeinschaft Lengenbach bearbeitet. Man findet sie ca. 900 Meter östlich von Binn. Weitere Dolomitbänke: Zone N: nördlich vom alten Weg, direkt am alten Lauf der Binna. Diese Zone existiert durch die Strassenbauten heute nicht mehr.
- Adular:
- Aikinit: Metallisch grau, Stich ins Gelbliche, messinggelb, tafelig bis plattig, einmaliger Fund im Jahre 1983.
- Albit: Lokal massenhaft, gesteinsbildend.
- Anatas: Neufund 1999, F. Dreier, bis 1 mm, honigfarbig-braun, leicht transparent.
- Apatit: Kurzprismatisch, - 2 mm.
- Baryt: Farblos - leicht bläulich, auch gelblich.
- Boulangerit: Grauschwarz, Metallglanz, nadelig, radialstrahlig oder wirre Anordnung, teils massenhaft, in engen Dolomitklüftchen.
- Bournonit: Schwarz, glänzend - stahlgrau, kurzsäulig, verzwillingt, prismatisch, in Dolomitklüftchen.
- Calcit:
- Cerussit:
- Cosalit: Bleigrau, Metallglanz, feine Nadeln, Einzelfund 1985.
- Dolomit:
- Galenit: Bleigrau, metallfarbig, oktaedrisch, - 4 mm.
- Geokronit: Bleigrau, glänzend - matt, - 1 cm, rundlich.
- Giessenit: Typlokalität, entdeckt 1961, bleigrau, metallisch, oft angelaufen, haarfeine - flachstängelige Kristalle, - 2 mm, mit Galenit vergesellschaftet und oft auch auf diesem aufgewachsen.
- Hyalophan: Farblos
- durchsichtig, mit 22 Mol% Celsian (Graeser, 1965).
- Izoklakeit: 1987, bleigrau, metallisch, oft angelaufen, haarfeine - flachstängelige Kristalle - 1 mm.
- Malachit:
- Molybdänit-3R: Silbrig - hell, starker Metallglanz, Plättchen, 6-seitig.
- Muskovit:
- Cosalit: Bleigrau, Metallglanz, feine Nadeln, Einzelfund 1985.
- Dolomit:
- Galenit: Bleigrau, metallfarbig, oktaedrisch, - 4 mm.
- Geokronit: Bleigrau, glänzend - matt, - 1 cm, rundlich.
- Giessenit: Typlokalität, entdeckt 1961, bleigrau, metallisch, oft angelaufen, haarfeine - flachstängelige Kristalle, - 2 mm, mit Galenit vergesellschaftet und oft auch auf diesem aufgewachsen.
- Hyalophan: Farblos
- durchsichtig, mit 22 Mol% Celsian (Graeser, 1965).
- Izoklakeit: 1987, bleigrau, metallisch, oft angelaufen, haarfeine - flachstängelige Kristalle - 1 mm.
- Malachit:
- Molybdänit-3R: Silbrig - hell, starker Metallglanz, Plättchen, 6-seitig.
- Muskovit:
- Oligoklas:
- Phlogopit:
- Pyrit: Nur in unscheinbarer Menge.
- Quarz: Klein.
- Rauchquarz: Klein.
- Rutil: Langstängelig.
- Seligmannit: Seligmannit - Bournonit.
- Sphalerit: Nur in unscheinbarer Menge.
- Tennantit: Schwarz, Tristetraeder, - 9 mm.
- Turmalin: Farblos - leicht gelblich, zum Teil langstängelig.
- Wulfenit:
083_VS / Binntal, Twingischlucht (incl Strassentunnel)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 656200 / 134650
Die Fundortangabe bezieht sich auf die alte Verbindungsstrasse nach Binn. Funde sind vor allem bei deren Bau getätigt worden. Von welchem Strassenabschnitt diese stammen ist nicht bekannt.
- Pyrrhotin: Aus dem Strassentunnel, meistens angewittert.
- Quarz: In grossen Gruppen.
- Rutil: Sehr spärlich, in citrinartiger Gelbfärbung.
084_VS / Binntal, Voder Helsen, Helsenchumme
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 657400 / 129340
Literatur:
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate;Schweizer Strahler; 2014; Heft 2; Seite 2-55; Das Binntal enthüllt ein grosses Geheimnis
Auf der Suche nach einer nördlichen Fortsetzung der SEE-Mineralisation -ausgehend vom Ritterpass - konnten die Autoren nur in der Chumme, die südlich unter dem Vorderen Helse liegt, einen Block mit Allanit, eingewachsen in einem Knauer, finden. Genauer Fundpunkt ist der südliche Rand dieser Chumme, unterhalb der charakteristischen Felstürme der Ritter. Es könnte sich um den äussersten nördlichen Rand der Ritterpas-SEE-Mineralisation handeln, die dort noch ganz schwach ausläuft. Im Nordbereich der Helsenchumme gibt es nur noch Knauer mit Hämatit, aber ohne SEE-Mineralien.
- Allanit-(Ce):
085_VS / Binntal, Vorder Helsen;(Erzabbau)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 657030 / 131420
Literatur:
- Bader, Henri; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
Koordinaten genau. Vorn am Helsen, ziemlich genau auf 2100 m, befinden sich alte Eisengruben. Im normalen granitischen Orthogneis sind mehrere Einlagerungen von magnetitführendem Epidotgestein. Die grössten dieser linsenförmigen Massen messen ca. 2x10 m. Der Orthogneis ist an den unregelmässigen, ziemlich scharfen Grenzen unverändert. Das Gestein besteht fast ganz aus grasgrünem Epidot, mit quarzreichen Partien und etwas Chlorit, Muskowit und Pyrit. In kleinen Drusen ist Epidot, Calcit und Albit ausgeschieden. Magnetit durchzieht in Adern das Gestein, z. T. ist er auch dispers verteilt.
- Albit:
- Pyrit: Nur in unscheinbarer Menge.
- Quarz: Klein.
- Rauchquarz: Klein.
- Rutil: Langstängelig.
- Seligmannit: Seligmannit - Bournonit.
- Sphalerit: Nur in unscheinbarer Menge.
- Tennantit: Schwarz, Tristetraeder, - 9 mm.
- Turmalin: Farblos - leicht gelblich, zum Teil langstängelig.
- Wulfenit:
083_VS / Binntal, Twingischlucht (incl Strassentunnel)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 656200 / 134650
Die Fundortangabe bezieht sich auf die alte Verbindungsstrasse nach Binn. Funde sind vor allem bei deren Bau getätigt worden. Von welchem Strassenabschnitt diese stammen ist nicht bekannt.
- Pyrrhotin: Aus dem Strassentunnel, meistens angewittert.
- Quarz: In grossen Gruppen.
- Rutil: Sehr spärlich, in citrinartiger Gelbfärbung.
084_VS / Binntal, Voder Helsen, Helsenchumme
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 657400 / 129340
Literatur:
- Cuchet, Stéphane & Crumbach, Mischa & Van der Burgt, Ate;Schweizer Strahler; 2014; Heft 2; Seite 2-55; Das Binntal enthüllt ein grosses Geheimnis
Auf der Suche nach einer nördlichen Fortsetzung der SEE-Mineralisation -ausgehend vom Ritterpass - konnten die Autoren nur in der Chumme, die südlich unter dem Vorderen Helse liegt, einen Block mit Allanit, eingewachsen in einem Knauer, finden. Genauer Fundpunkt ist der südliche Rand dieser Chumme, unterhalb der charakteristischen Felstürme der Ritter. Es könnte sich um den äussersten nördlichen Rand der Ritterpas-SEE-Mineralisation handeln, die dort noch ganz schwach ausläuft. Im Nordbereich der Helsenchumme gibt es nur noch Knauer mit Hämatit, aber ohne SEE-Mineralien.
- Allanit-(Ce):
085_VS / Binntal, Vorder Helsen;(Erzabbau)
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 657030 / 131420
Literatur:
- Bader, Henri; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
Koordinaten genau. Vorn am Helsen, ziemlich genau auf 2100 m, befinden sich alte Eisengruben. Im normalen granitischen Orthogneis sind mehrere Einlagerungen von magnetitführendem Epidotgestein. Die grössten dieser linsenförmigen Massen messen ca. 2x10 m. Der Orthogneis ist an den unregelmässigen, ziemlich scharfen Grenzen unverändert. Das Gestein besteht fast ganz aus grasgrünem Epidot, mit quarzreichen Partien und etwas Chlorit, Muskowit und Pyrit. In kleinen Drusen ist Epidot, Calcit und Albit ausgeschieden. Magnetit durchzieht in Adern das Gestein, z. T. ist er auch dispers verteilt.
- Albit:
- Calcit:
- Epidot:
- Magnetit:
086_VS / Binntal, Vorderes Helsenhorn, Vorder Helse
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 657250 / 129550
Literatur:
- Burgener, Norbert; Schweizer Strahler; 1985;; Seite 43-44; Über ein neues Amethystvorkommen im Binntal
In einem horizontal liegenden, 5 Meter langen und 1 Meter breiten Quarzband. Die genauen Koordinaten sind bei Hr. Prof. Dr. Graeser (Basel) deponiert.
- Amethyst: Bis 7 cm lang und 3 cm dick, trüb, nur die Aussenschicht ist amethystfarbig, teils mit schwacher Fensterung, keine Zepterbildung.
- Limonit:
086_VS / Binntal, Vorderes Helsenhorn, Vorder Helse
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 657250 / 129550
Literatur:
- Burgener, Norbert; Schweizer Strahler; 1985;; Seite 43-44; Über ein neues Amethystvorkommen im Binntal
In einem horizontal liegenden, 5 Meter langen und 1 Meter breiten Quarzband. Die genauen Koordinaten sind bei Hr. Prof. Dr. Graeser (Basel) deponiert.
- Amethyst: Bis 7 cm lang und 3 cm dick, trüb, nur die Aussenschicht ist amethystfarbig, teils mit schwacher Fensterung, keine Zepterbildung.
- Limonit:
- Pyrit:
087_VS / Binntal, Wolflecher, Wolflöcher, Wolfslöcher
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 663490 / 137100
Literatur:
- Bader, Henri; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 196
Die Hütten dieser Lokalität liegen südlich unterhalb der Turbechepf (Ober Rappehorn). Aus dieser Gegend kommt ein ausgiebiger Pyritfund.
Bader, 1934, Auszug: Wolfslöcher Rechts oberhalb der Hütten bei den Wolfslöchern ist ein mächtiger Quarzgang aufgeschlossen, der (1-2 m breit) ganz im Dolomit liegt und eine etwas unregelmässige Form hat. Die Länge beträgt etwa 10 m. Im Quarz und im angrenzenden Dolomit sind Höhlungen, die mit Lehm und Pyritknollen gefüllt sind. Ein Sammler will aus einem einzigen Loch über 200 kg Pyrit gewonnen haben. Die Quarzmasse und der angrenzende Dolomit sind mit Pyrit durchspickt.
- Pyrit: Reichlich. Schlechte gestreifte Würfel und Pentagondodekaeder, bis 5 cm Kantenlänge.
- Quarz:
087_VS / Binntal, Wolflecher, Wolflöcher, Wolfslöcher
Region: Bezirk Goms / Gemeinde Binn, Koordinaten ca.: 663490 / 137100
Literatur:
- Bader, Henri; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1934; Band 14; Heft 2; Seite 319-441; Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentals
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 196
Die Hütten dieser Lokalität liegen südlich unterhalb der Turbechepf (Ober Rappehorn). Aus dieser Gegend kommt ein ausgiebiger Pyritfund.
Bader, 1934, Auszug: Wolfslöcher Rechts oberhalb der Hütten bei den Wolfslöchern ist ein mächtiger Quarzgang aufgeschlossen, der (1-2 m breit) ganz im Dolomit liegt und eine etwas unregelmässige Form hat. Die Länge beträgt etwa 10 m. Im Quarz und im angrenzenden Dolomit sind Höhlungen, die mit Lehm und Pyritknollen gefüllt sind. Ein Sammler will aus einem einzigen Loch über 200 kg Pyrit gewonnen haben. Die Quarzmasse und der angrenzende Dolomit sind mit Pyrit durchspickt.
- Pyrit: Reichlich. Schlechte gestreifte Würfel und Pentagondodekaeder, bis 5 cm Kantenlänge.
- Quarz:
- Rutil:
