Kantone NW und OW
Fundorte
Vorkommen in den Kantonen Nidwalden und Obwalden
Bild: NW / Stansstad, Rotzloch, Calcit 100 x 50 x 35 mm
40 Beschreibungen
LNr | 001. |
Fundort | NW / Pilatus I |
Region | Bezirk Nidwalden / Gemeinde Hergiswil |
Koordinaten, ca. | 665120 / 205150 |
Literatur | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 341 - Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1972; Heft 3; Seite 397 |
Bemerkungen | In Geröllblöcken, bestehend aus Nagelfluh und Sandstein. Die Funde stammen aus der Nordseite des Pilatus. Siehe auch unter Fundort 'Pilatus, Schwendelberg'. Die Koordinatenangaben für den Barytfund stammen aus dem 'Strahler'. |
Mineralien | - Baryt: Tafelig, dünn, aufgewachsen auf Calcit, milchigweiss - matt, in Grössen bis 2 cm, oft aggregiert, auf Calcitskalenoedern aufgewachsen. - Calcit: Als Skalenoeder. |
LNr | 002. |
Fundort | NW / Ennetbürgen, Bürgenstock, Mattgrat, Ennetbüren, Obermatt (Steinbruch) |
Region | Bezirk Nidwalden / Gemeinde Ennetbürgen |
Koordinaten, ca. | 675'900 / 206'010 |
Literatur | - Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1980;; Seite 246 - Weibel, Max; Urner Mineralienfreund; 1971; Heft 5; Seite 41 - 43 |
Bemerkungen | Im stillgelegten Steinbruch Odermatt unter dem Mattgrat am Bürgenstock. |
Mineralien | - Calcit: Bis 1 cm. - Palygorskit: Für die Schweiz erstmals von hier nachgewiesen. Kurzfaserig, gelbweiss, in mehr oder weniger parallel gerichteten Büscheln, bis 1 cm, als Beläge auf Klüften und Scherflächen (Müller-Vonmoos & Schindler, 1973). Der Erstnachweis für die Schweiz ist fraglich, beschrieben doch Peters & von Salis 1965 Palygorkit von Rotenflue im Entlebuch und aus dem Bahntunneln von Wolhusen. Siehe unter Fundorten:- Entlebuch, Schachen, Rotenflue- Entlebuch, Wolhusen (Bahntunnel). |
LNr | 003. |
Fundort | NW / Ennetbürgen, Bürgenstock, Tritt, Hammetschwand |
Region | Bezirk Nidwalden / Gemeinde Ennetbürgen |
Koordinaten, ca. | 671'378 / 205'450 |
Literatur | - Kaufmann, Franz Joseph; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz; 14. Lieferung, 2. Abteilung; Kalkstein und Schiefergebiete der Kantone Schwyz und Zug und des Bürgenstockes bei Stans; 1877; Seite 158 |
Bemerkungen | Die Koordinaten zeigen auf den Bürgenstock. Kaufmann: Von Hammetschwand, dem Hauptgipfel, zieht sich mitten über den scharf zugeschnittenen Grat hinab ein Fussweg bis zur Passhöhe von Tritt, jetzt Hôtel Bürgenstock. Tritt, ehemals ein Weideplatz, ziemlich abschüssig, nach NW gerichtet, liegt grösstentheils auf Gault, der zwar wenig entblösst ist, aber doch in einigen Riffen mitten durch diesen Platz zieht. Am westlichen Weidrand findet eine kleine Verwerfung statt, indem der Gault von hier an gegen Westen plötzlich in ein höheres Niveau geräth und in die oberste Kante des Bergrückens eintritt, woraus sich erklären mag, dass die Seewerschichten in der Gegend der Passhöhe mit auffallender Steilheit nach SSO einfallen. In neuerer Zeit (um 1877) sind in diesen Seewerkalken prächtige Eisenkieskugeln gefunden worden. |
Mineralien | - Pyrit: Erwähnt werden prächtige Eisenkieskugeln, eine Grössenangabe fehlt. |
LNr | 004. |
Fundort | NW / Ennetmoos, Zingel (Steinbruch Kehrsiten), Kehrsiten |
Region | Bezirk Nidwalden / Gemeinde Ennetmoos |
Koordinaten, ca. | 670'610 / 204'680 |
Literatur | - Hofmann, Beda & Soom, Michael & Kürsteiner, Peter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 2014; Heft 4; Seite 23 - 34; Wenig bekannte Tonmineralien: Neufunde von Dickit, Palygorskit und Rectorit aus der Schweiz - Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1980;; Seite 246 - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 98 |
Bemerkungen | Im Hauterivien-Kieselkalk. |
Mineralien | - Calcit: Bis 10 cm, dunkelgrau, teilweise durchsichtig farblos, positive Rhomboeder. - Palygorskit: Weisslich bis gelblich, bis 3 cm dick, verfilzt (Rykard & Haverkamp, 1980). |
LNr | 005. |
Fundort | NW / Hergiswil, Alpnach Lopperberg, Lopper |
Region | Bezirk Nidwalden / Gemeinde Hergiswil |
Koordinaten, ca. | 667'010 / 203'200 |
Literatur | - Wehrli, Leo; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Geotechnische Serie, VII. Lieferung, Die postkarbonische Kohlen der Schweizeralpen; 1919 |
Bemerkungen | Die frühere Bezeichnung Lopperberg stand für den südlichen Abhang des heutigen Lopper. Die Koordinaten zeigen auf den Grat des Lopper. F.J. Kaufmann, meldet aus dem Schrattenkalk der Kreideformation im Dölli (Südfuss des Loppereberges) am Alpnachersee, einen von kohligen und bituminösen Substanzen durchdrungenen Schrattenkalk, der als " Döllislein" zu Bauzwecken ausgebeutet wurde. |
Mineralien | - Döllistein: |
LNr | 006. |
Fundort | NW / Emmetten, Stollen, Choltal, Kolhltal, Kolhlthalbach |
Region | Bezirk Nidwalden / Gemeinde Emmeten |
Koordinaten, ca. | 680'400 / 199'210 |
Literatur | - Moesch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz; 24. Lieferung, 3. Abteilung; 1894; Seite 80; Geologische Beschreibung der Kalk- und Schiefergebirge zwischen dem Reuss- und Kienthal |
Bemerkungen | Eine Erscheinung von hohem Interesse, wie schon eine ganz ähnliche vom Fusse der Gibelegg (Buochserhorn) genannt wurde, ist das Auftreten von grösseren Granit- und Glimmerschieferblöcken nebst Konglomeraten von Kalksteinbrocken, Kalkspat, Gips, Dolomit, Rauchwacke und Flussspat, am Fusse östlich des Stollen, hart auf der Grenze zum Eocän des Kohlthales. Einzelne Blöcke, oder auch in Gruppen, ragen stellenweise aus dem Boden, andere liegen in Gesellschaft von Dogger- und Malmblöcken, teils in den tiefen Wasserschründen des Flysch und auch zerstreut auf der Oberfläche des Flyschabhanges, bis an den Kolhlthalbach hinunter. |
Mineralien | - Calcit: Über die Erscheinungsform des Calcits sind keine Angaben vorhanden.- Dolomit: Über die Erscheinungsform des Dolomits sind keine Angaben vorhanden. - Fluorit: Über die Erscheinungsform des Fluorits sind keine Angaben vorhanden. - Gips: Über die Erscheinungsform des Gipses sind keine Angaben vorhanden. |
LNr | 007. |
Fundort | NW / Pilatus II |
Region | Bezirk Nidwalden / Gemeinde Hergiswil |
Koordinaten, ca. | 663'450 / 204'900 |
Literatur | - Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1972; Seite 397-399; Barytfund in der oligizänen Molasse am Pilatus NW |
Bemerkungen | Die Fundstellen liegen nahe an der Kontaktzone zum subalpinen Flysch. Siehe auch unter Fundort 'Pilatus, Schwendelberg'. Die Koordinatenangaben für den Barytfund stammen aus dem 'Strahler'. |
Mineralien | - Baryt: Bis 3 mm, dicktafelig, weiss - gelb, oft aggregiert. - Calcit: In der Nagelfluh. |
LNr | 008. |
Fundort | NW / Pilatus |
Region | Bezirk Nidwalden / Gemeinde Hergiswil |
Koordinaten, ca. | 662'190 / 203'450 |
Literatur | - Rykart, Rudolf; Lapis; 1984; Heft 6; Seite 35 |
Bemerkungen | Im Valanginienkalk der Kreide, im Bitumen der Gemsmättlischichten. |
Mineralien | - Quarz: Authigen, bis 1 mm. |
LNr | 009. |
Fundort | NW / Musenalp, Buochserhorn, Obermüllerboden |
Region | Bezirk Nidwalden / Gemeinde Oberdorf |
Koordinaten, ca. | 675'380 / 199'870 |
Literatur | - Knecht, H.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1925 - 1926; Band 19; Heft 2; Seite 289 - 352; Die Klippengruppe Buochserhorn-Musenalp und ihre Unterlage |
Bemerkungen | Knecht: Bei Obermüllerboden, P. 1373, finden sich auf dem Dolomit dieses "Hügelzuges" noch Blöcke von hellen, dichten Felsen-) Kalken mit Silexlagen und Knollen. Im Mittleren und Oberen Lias: Dunkle, dichte Kieselkalke mit schwarzen Silexknollen treten auf und bilden eine monotone Folge dünner Bänke. Malm - Untere Kreide: Der Kalk ist hier oft stark kieselig, durchsetzt von Silexbändern; vereinzelte dunklere Flecken zeigen sich auf der grauen Bruchfläche. Profil Buochserhorn-Südwesthang (von oben nach unten): - Massiger Kalk, sandig-spätig, mit Dolomitfragmenten, Pyritknollen. - Massiger Kalk mit sehr glimmerreichen, sandigen Lagen. Pflanzenreste. 1-2 m- diverse Schichten. 1- 26 m- Schwarze bituminöse Mergel. 7 m- Bankige, dunkle Kieselkalke. 15 m- Kieselkalklagen und -knollen. 2 m- Dunkelblaugraue, zähe Spatkalke meist mit Dolomitfragmenten, bankig (20 - 100 cm), mit vereinzelten Silexlagen. - Grobes Dolomitkonglomerat mit Quarzkörnern. 0.5 - 4 m - Groboolithische Kalke. 0.025 m- Schwach kieseliger, brauner Kalk mit Crinoidenfragmenten, stellenweise bänderig, schlierig, voll Muschelschalen. 1-2 m- Quarzitsandstein rötlich-gelb, sandig verwitternd, hie und da mit kohligen Flecken, homogen oder gebändert. 2 m- Plattiger Kalk mit dünnen Mergellagen, stellenweise voll Brachiopoden und Lamellibranchierschalen. 10 m - Körnige Kalke, dunkelgrau; stellenweise mit Anhäufungen kleiner Zweischaler, hie und da Dolomitfragmente. 6 m- Dichte, homogene, helle, bläulichgraue Dolomite. Profil Musenalp: - mehrere Schichten mit mehr oder weniger Silexlagen und Silexknollen. |
Mineralien | - Silex: |
LNr | 010. |
Fundort | NW / Stans, Büren, Wolfenschiessen, Feld (Steinbruch) |
Region | Bezirk Nidwalden / Gemeinde Oberdorf |
Koordinaten, ca. | 672'990 / 199'500 |
Literatur | - Murer, R.; Urner Mineralienfreund; 1993; Heft 4; Seite 7-12 |
Bemerkungen | Die Koordinaten weisen auf die Fundstelle. Der Steinbruch liegt inmitten eines Wäldchens auf dem Hof 'Feld' bei Büren im Kanton Nidwalden, zwischen Stans und Wolfenschiessen. |
Mineralien | - Calcit: Stufen und Einzelkristalle bis 17cm. Zum Teil ganz schwarz, dann aber in schlechter Ausbildung. Skalenoeder, Doppelender. |
LNr | 011. |
Fundort | NW / Stansstad, Oberbürgen, Obürgen |
Region | Bezirk Nidwalden / Gemeinde Stansstad |
Koordinaten, ca. | 670'620 / 204'120 |
Literatur | - Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 422 |
Bemerkungen | / |
Mineralien | - Dopplerit: Im Torfmoor. |
LNr | 012. |
Fundort | NW / Stansstad, Rotzloch |
Region | Bezirk Nidwalden / Gemeinde Stansstad |
Koordinaten, ca. | 668'200 / 201'950 |
Literatur | - Hofmann, Beda / Soom, Michael / Kürsteiner, Peter / Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 2014; Heft 4; Seite 23 34; Wenig bekannte Tonmineralien: Neufunde von Dickit, Palygorskit und Rectorit aus der Schweiz - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 341, 345, 349 - Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1970; Seite 69-72; Quarz mit Erdöleinschlüssen vom Rotzloch, NW - Stalder, Hans Anton & Touray, J.C.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen |
Bemerkungen | Im nördlichen Teil des Steinbruchs (Zutritt verboten) im Kieselkalk. |
Mineralien | - Calcit: Stufen, bis 5 cm grosse Kristalle, mit negativem, flachem Rhomboeder (sogenannter 'Fingernagelcalcit'). - Coelestin: In unbedeutender Grösse nachgewiesen. - Gips: Als kleine weisse, gebogene Bündel nachgewiesen. - Palygorskit: In den Kieselkalken (Hauterivien) auf Klüften und Scherflächen der unteren Kreide, aussehen wie Packpapier, verfilzte kleinste Fäserchen (Rykard & Haverkamp, 1980). - Quarz: Mit Erdöleinschlüssen bis ca. 14 mm, auch als Doppelender. Fund 1969. - Zepterquarz: Kleine, bis max. 1 cm lange Zepterkristalle mit seltenen Flächen (flache Rhomboeder). |
LNr | 013. |
Fundort | NW / Wolfenschiessen, Bannalppässchen, Bannalp Pass, Schoneggli |
Region | Bezirk Nidwalden / Gemeinde Wolfenschiessen |
Koordinaten, ca. | 678'650 / 191'590 |
Literatur | - Moesch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz; 24. Lieferung, 3. Abteilung; 1894; Seite 16; Geologische Beschreibung der Kalk- und Schiefergebirge zwischen dem Reuss- und Kienthal Moesch (1884) |
Bemerkungen | Man hat auch Gelegenheit, am Pässchen zahlreiche kleinere und grössere, glashelle Quarzkrystalle zu sammeln. |
Mineralien | - Quarz: Glashell, kleiner und grössere Kristalle. |
LNr | 014. |
Fundort | NW / Wolfenschiessen, Wellenberg |
Region | Bezirk Nidwalden / Gemeinde Wolfenschiessen |
Koordinaten, ca. | 673'330 / 193'380 |
Literatur | / |
Bemerkungen | / |
Mineralien | - Erdgas: In einer Bohrung der Nagra am Wellenberg (NW) wurde Gas angetroffen. Dieses kleine Vorkommen musste aus Sicherheitsgründen abgefackelt werden |
LNr | 015. |
Fundort | OW / Alpnach, Fallhörnli |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Alpnach |
Koordinaten, ca. | 659'260 / 198'030 |
Literatur | - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1988/4; Heft 46; Seite 23-26; Bernsteinvorkommen in der Schweiz - Weiss, Stefan; Lapis; 2005; Heft 5; Seite 16-19 |
Bemerkungen | Aus dem Gruben-Sandstein wurden erbsen- bis nussgrosse Bernsteinstücke gefunden. |
Mineralien | - Plaffeit: Bis Nuss-grosse Bernsteinstücke. |
LNr | 016. |
Fundort | OW / Alpnach, Pilatus, Mondmilchloch |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Alpnach |
Koordinaten, ca. | 2'659'479 / 1'202'026 |
Literatur | - Hoffmann, Heini; Schweizer Strahler (gelbe Seiten); 2004; Heft 1; Seite 29; Von der Heilkraft der Berge |
Bemerkungen | Seit Jahrhunderten hatten älpler aus einer Höhle am Pilatus Mondmilch (Mondmilch=Bergmilch) ins Tal gebracht. Hierbei handelt es sich um feine Calciumcarbonat-Ablagerungen des Höhlenbachs. Im Luzernischen galt diese Milch, mit Wasser angerührt, bis 1900 als Heilmittel gegen Sodbrennen und Muttermilchmangel. |
Mineralien | - Mondmilch: |
LNr | 017. |
Fundort | OW / Pilatus (Gebiet) |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Alpnach |
Koordinaten, ca. | 662'190 / 203'450 |
Literatur | - Daniel, Fabian; Schweizer Strahler; 2007; Heft 2; Seite 24 |
Bemerkungen | Im Strahler wird ganz kurz auf Bernsteinvorkommen aus dem Sandstein des Schlierenflysch im Pilatusgebiet hingewiesen. Nähere Angaben fehlen. Die Koordinaten zeigen auf den Gipfel des Pilatus. |
Mineralien | - Bernstein: Dunkel, bis 1 cm, eingelagert im Sandstein des Schlierenflysch. |
LNr | 018. |
Fundort | OW / Engelberg, Horbis |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Engelberg |
Koordinaten, ca. | 675'860 / 187'220 |
Literatur | - Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 417 |
Bemerkungen | Kenngott erwähnt Borax vom Berg Horbis im Engelbergertal. Die Koordinaten zeigen auf Hinter-Horbis. |
Mineralien | - Borax: |
LNr | 019. |
Fundort | OW / Engelberg, Lauchernstock, Laucherenstock, Wolfenschiessen |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Engelberg |
Koordinaten, ca. | 677'720 / 189'770 |
Literatur | - Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 344 - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 232 - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 350 - Wiser, D.F.; Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefaktenkunde 1839, Seite 408 |
Bemerkungen | Nordöstlich von Engelberg. Genauerer Angaben über diesen Fundort fehlen. Wiser (1839): Vor einigen Jahren ist am Lauchernstock bei Wolfenschiessen in Nidwalden sehr schöner grüner Flussspat in bedeutender Menge gefunden worden. |
Mineralien | - Fluorit: Smaragdgrün, Würfel, Oktaeder, bis 12 cm. Wiser: Exemplare von herrlich smaragdgrüner Farbe,teils würfelig, fast 2 Zoll Durchmesser, teils Kristalle, welche zweifach entkantete Würfel sind, konnten gefunden werden. Die Oberfläche der meisten Kristalle hat ein ganz eigentümliches gekerbtes Aussehen. |
LNr | 020. |
Fundort | OW / Engelberg, Salistock, Zingelalp |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Engelberg |
Koordinaten, ca. | 669'900 / 188'060 |
Literatur | - Moesch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz; 24. Lieferung, 3. Abteilung; 1894; Seite 115; Geologische Beschreibung der Kalk- und Schiefergebirge zwischen dem Reuss- und Kienthal - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 232 - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 350 |
Bemerkungen | Die Koordinaten zeigen auf den Salisstock. Zingelalp am Salisstock, westlich von Engelberg. Zingelalp ist heute unter Zingel auf der Karte aufgeführt. Moesch (1894): Der Salistock nördlich vom Lutersee ist längst berühmt durch das Vorkommen von grossen grünen Flussspatkrystallen, die sich in einer Kluft des Malm vorfinden und zuweilen durch starke Regengüsse ausgespült werden. Das Mineral befindet sich in mit Lehm erfüllten Klüften des Malm. |
Mineralien | - Fluorit: Gross, grün, Würfel mit Oktaeder. |
LNr | 021. |
Fundort | OW / Engelberger Aa |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Engelberg |
Koordinaten, ca. | 672'300 / 194'320 |
Literatur | - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 187 |
Bemerkungen | / |
Mineralien | - Glaukonit: In Mergeln der Gargasien, Mittlere Kreide, zusammen mit Phosphoritknollen viel Glaukonit enthaltend, Typlokalität dieser Gesteinsserie. |
LNr | 022. |
Fundort | OW / Stierenbachfall, Schlossberg, Engelberg (östlich), Blakenalp, Fürenalp, Fürrenalp (Bohnerzabbau) |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Engelberg |
Koordinaten, ca. | 678'600 183'840 |
Literatur | - Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2 - Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917 |
Bemerkungen | Bohnerz des Eocäns. Die Koordinaten zeigen auf die Fürenalp. |
Mineralien | - Bohnerz: |
LNr | 023. |
Fundort | OW / Titlis (Gipfel) (Bohnerzabbau) |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Engelberg |
Koordinaten, ca. | 676'312 / 180'587 |
Literatur | - Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2 |
Bemerkungen | Tertiäre Bohnerze. Erwiesener Bohnerzabbau in der Region des Titlisgipfels. Genauere Angaben (Jahr) fehlen. |
Mineralien | - Bohnerz: |
LNr | 024. |
Fundort | OW / Giswil (Region) (Erdgas) |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Giswil |
Koordinaten, ca. | 656'100 / 18'7831 |
Literatur | - www.sgtk.ch |
Bemerkungen | Bedeutende oberflächliche Erdgasaustritte wurden seit jeher in der Region von Giswil beobachtet (wurden sogar in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts als Motortreibstoff und zu Kochgaszwecken verwendet). |
Mineralien | - Erdgas: |
LNr | 025. |
Fundort | OW / Giswil, Giswiler Stöcke, Giswilerstock, Brosmatt |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Giswil |
Koordinaten, ca. | 652'750 / 184'930 |
Literatur | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 359 |
Bemerkungen | Kugeln mit einem schaligen Bau. Unter einer Schicht aus einem groben strahligen Gemenge von Baryt und Calcit, darunter folgt eine Zone aus einem sehr feinkörnigen Aggregat dieser Mineralien. Der Kern ist sehr grobstrahlig. Die Kugeln sind in den Flyschschiefer eingeschlossen. Zu finden sind sie meistens in Wasserläufen oder im Schutt. In der Gemeinde Giswil sind zwei Lokalitäten 'Brosmatt' zu finden: Hinter Brosmatt, Koordinaten: 652.75 / 184.93 und Vorder Brosmatt, Koordinaten: 653.34 / 185.44. Beide liegen recht nahe beieinander. |
Mineralien | - Baryt: Als sogenannte Barytkugeln, bestehend aus einem Bary-Calcit-Gemisch. - Calcit: Zusammen mit Baryt ein Gemisch bildend. |
LNr | 026. |
Fundort | OW / Sörenberg, Giswil, Jänzimatt, Alpoglerberg, Fontanenalp, Fontanen, Schwandgraben |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Giswil |
Koordinaten, ca. | 650'624 / 184'068 |
Literatur | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 359 - Rykart, R. & Haverkamp, F.; Schweizer Strahler; 1983; Seite 321-335; Kugelförmige Barytkonkretionen aus dem Wildflysch. |
Bemerkungen | Ehemalige Aufschlüsse liegen oberhalb des Fahrsträsschens, welches von der Strasse Sörenberg-Giswil nach der Jänzimatt führt. Dazu zählt auch die Fundstelle unterhalb der Nordwand am Alpoglerberg. Fontanenalp: Die hauptsächlichsten Aufschlüsse befinden sich im Bach oberhalb der Hütten. Die Koordinaten zeigen auf die Fontanenalp (auf der Karte nur mit Fontanen bezeichnet). Barytkugeln mit einem schaligen Bau. Unter einer Schicht aus einem groben strahligen Gemenge von Baryt und Calcit, darunter folgt eine Zone aus einem sehr feinkörnigen Aggregat dieser Mineralien. Der Kern ist sehr grobstrahlig. Die Kugeln sind in den Flyschschiefer eingeschlossen. Zu finden sind sie meistens in Wasserläufen oder im Schutt. Beschrieben sind die beiden Fundstellen Schwandgraben und Fontanen. |
Mineralien | - Baryt: In den sogenannten Barytkugeln, immer im Calcit eingewachsen. - Calcit: |
LNr | 027. |
Fundort | OW / Abschütz, Abgschütz, Erzegg, Balmeregghorn, Melchseestock |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Kerns |
Koordinaten, ca. | 660'740 / 181'300 |
Literatur | - Moesch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz; 24. Lieferung, 3. Abteilung; 1894; Seite 120; Geologische Beschreibung der Kalk- und Schiefergebirge zwischen dem Reuss- und Kienthal |
Bemerkungen | Moesch (1884): Der ausgedehnte Weidegrund der Melchsee-Tannenalp ist eine von S-W gegen N-0 sanft ansteigende Ebene, aus welcher einige unbedeutende wellenförmige Erhöhungen hervortreten. Das Terrain ist an vielen Stellen sumpfig und von Wasserrinnen durchfurcht. Überall, wo der Boden zwischen den Grasflächen herausschaut, ist derselbe ein bald lettiger, bald harter, schwärzlich-grauer Schiefer, worin sich harte Geoden und braune Drusenräume von zersetztem Schwefelkies bemerkbar machen. Der Kern der harten, meist glänzend glatten Geodes ist entweder Pyrit oder auch ein von Pyrit durchdrungener Ammonit; doch finden sich auch Geoden von Kieselgehalt, welchem sie ihren Ursprung verdanken. Soweit man also den Boden dieser Alpen kennt, besteht derselbe aus Oxfordschiefer, welcher eine grosse Menge von verkiesten und verkalkten Ammoniten, seltener Bivalven enthält. Auf dem Rücken des Abschütz finden sich neben den Petrefakten auch wasserhelle Quarzkrystalle. Freunden der Paläontologie ist übrigens das Oxfordien in dem undulierten Rayon zwischen der Erzegg, dem Balmeregghorn und dem Melchseestock zu empfehlen. Die verkiesten Ammoniten sind daselbst nicht nur zahlreich, sondern auch in gutem Erhaltungszustande zu finden. Aus dieser Gegend scheinen die schönen Oxfordammoniten mit der Etikette " Erzeck" zu stammen, welche das Berner Museum aufbewahrt. |
Mineralien | - Ammonit: Verkieiselte Ammoniten im ganzen Gebiet. - Pyrit: Im schwärzlich-grauen Schiefer. Harte Geoden und braune Drusenräume von zersetztem Schwefelkies. Der Kern der harten, meist glänzend glatten Geodes ist entweder Pyrit oder auch ein von Pyrit durchdrungener Ammonit. - Pyritisierter Ammonit: - Quarz: Wasserhell, auf dem Rücken des Abschütz. |
LNr | 028. |
Fundort | OW / Kerns, Mehlbach |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Kerns |
Koordinaten, ca. | 663750 / 194750 |
Literatur | - Frei, Alfred; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1954;Band 34; Heft 2; Seite 280 299; Die Mineralien der schweizerischen Gips- und Anhydritlagerstätten |
Bemerkungen | Die Koordinaten zeigen auf Kerns. Im Gipslager, das von seiner ursprünglichen Lage durch Rutschung abwärts verlagert ist, ist keine Mineralisation bislang beobachtet worden. Dagegen fanden sich im Schutt grosse Kieselkalk-Gerölle, die auf kleinen Klüftchen Calcit, Coelestin, Baryt, Quarz- und Dolomit-Kriställchen führten. |
Mineralien | - Baryt: - Calcit: Schöne Schmetterlings-Zwillinge. - Coelestin: Klein. - Dolomit: Klein. - Quarz: Klein. |
LNr | 029. |
Fundort | OW / Melchsee (oberhalb), Glogghus, Rothorn |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Kerns |
Koordinaten, ca. | 663'500 / 179'000 |
Literatur | - Michel, HR.; Schweizer Strahler; 1985; Seite 41-42; Fund eines sehr grossen Fensterquarzes im Kanton Obwalden |
Bemerkungen | In einem Sturzblock aus der Region Glogghus - Rothorn konnte einmalig folgender Fund gemacht werden: |
Mineralien | - Calcit: - Fensterquarz: Als Doppelender, einmaliger Fund, 20,5 x 8 cm, weitere kleinere Funde. |
LNr | 030. |
Fundort | OW / Melchsee, Ärzegg, Erzegg, Tannalpsee, Erzgrueben (Eisenerzabbau) |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Kerns |
Koordinaten, ca. | 665'570 / 179'110 |
Literatur | - Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2 - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 258 - Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917 - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 110 |
Bemerkungen | Gental/BE oder Frutt/OW. Dogger. Entsprechend dem "Fer Sous-Oxfordien" des Jura sind in den westlichen Alpen, den Grenzschichten zwischen Dogger und Malm, Chamosit-Eisenoolithe eingelagert, bei Erzegg-Planplatten in den Kantonen Unterwalden und Bern und ob Chamoson im Wallis. Bei einem Gehalt an Fe von 33% enthalten diese Erze 1,5% P1O4 und 0,5% Ti02. Der Abbau auf Erzegg und Planplatten dauerte bis 1813, es sind kaum mehr als 6000 Tonnen Erz ausgebeutet worden, die gesamte Erzreserve beträgt etwa 1.25 Millionen Tonnen. Von der Erzegg zum Tannalpsee. Auf dieser Strecke trifft man noch auf Vertiefungen und höhlenartige Ausbrüche, die an die Zeit von 1417 uns später zurückerinnern wo hier Eisenerz abgebaut wurde und nach der Stöckalp befördert wurde. Wir sind da auf der Kantonsgrenze zwischen Bern und Obwalden. Die Berner transportierten ihr Erz nach Innertkirchen zu den Schmelzöfen. |
Mineralien | - Chamosit: Zum Teil umgewandelt in Limonit. Im Eisendolomit des Dogger. - Eisenerz: - Eisenoolith: - Limonit: |
LNr | 031. |
Fundort | OW / Melchtal, Arni |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Kerns |
Koordinaten, ca. | 0 |
Literatur | - Metz, Walter; Schweizer Strahler; 2018; Heft 4; Seite 10 - 14; Arni - ein neues Quarz- und Strontianit-Fundgebiet im Kanton Obwalden. Ein westliches Seitental des Melchtals. |
Bemerkungen | / |
Mineralien | - Ankerit: - Calcit: - Quarz: Schwimmer bis 3 cm Grösse. - Strontianit: Weiss, teils auf Quarz und mehrere feinhaarige Aggegate auf Muttergestein. - Zepterquarz: Klein, zum Teil Mehrfachzepter. |
LNr | 032. |
Fundort | OW / Melchtal, Bockialp, Bocki Alp |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Kerns |
Koordinaten, ca. | 661'550 / 184'250 |
Literatur | - Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 349 - Stalder, Hans Anton & Touray, J.C.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen |
Bemerkungen | In Verlangienmergeln. Fund um 1874. Evtl. handelt es sich hier um eine Alp unterhalb des Bocki im Kleinen Melchtal. Die Koordinaten zeigen auf den Gipfel Bocki. Eine Boki Alp ist auf der Karte nicht eingetragen. |
Mineralien | - Calcit: - Fensterquarz: Mehr oder weniger gefenstert. - Quarz: Auch als Doppelender. Bis 4,4 cm lang, trübe, doppelendig, säulig und hat grössere "Hohlräume" im Innern. Calcit-Einschlüsse in den äussersten Wachstumszonen. |
LNr | 033. |
Fundort | OW / Melchtal, Engelberg, Juchlipass |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Kerns |
Koordinaten, ca. | 667'490 / 185'720 |
Literatur | - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 349 |
Bemerkungen | Genauere Angaben fehlen. Parker erwähnt lediglich den Juchlipass. Vermutlich handelt es sich um den Übergang beim Juchli vom Melchtal nach Engelberg. Die Koordinaten zeigen auf diesen Punkt. |
Mineralien | - Quarz: Evtl. mit Fensterung. |
LNr | 034. |
Fundort | OW / Sachslerberg, Erzegg, Schaflecki, Balmeregg, Salistock, Engelberg, Heitlistock, Nunalphorn-SW-Hang, Hochstollen, Giebel, Klein Melchtal, Stollenalp (Erzabbau) |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Kerns |
Koordinaten, ca. | 658'736 / 185'803 |
Literatur | - Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2 |
Bemerkungen | Sachslerberg, Erzegg, Schaflecki, Balmeregg, Salistock, Engelberg, Heitlistock, Nunalphorn-SW-Hang, Hochstollen, Giebel, Klein Melchtal, Stollenalp; (Erzabbau) Epprecht: Hier muss seinerzeit während kurzer Zeit ein Eisenerzvorkommen ausgebeutet worden sein. 1681 wurden im Zusammenhang mit der Erzgewinnung an der Erzegg und der Verhüttung im Melchtal neue Erze gefunden. Die Funde waren viel versprechend, doch fehlen genauere Angaben über den Abbauort und die Abbaudauer. Aus Andeutungen aus dem Bericht von Stockmann könnte man schliessen, dass die Fundstelle am Ausgang des Melchtals liegt. Eindeutig steht nur fest, dass sie im Kirchgang Sachseln lag. Walter,H. (1924/1925) schreibt, der Ort der Bergbauversuche sei noch heute (1924) erkennbar hinter der Schaflecki, wo im oberen braunen Jura eine flache Grube liege, in der einst ein oberflächlicher Abbau betrieben worden sein muss. es müsste sich demzufolge um ein Callovien-Erz handeln, welches aber in diesem Raum nirgends bekannt ist (ausser im Gebiet Balmeregg-Erzegg und am Salistock westlich von Engelberg). Im Raume des Sachslerberg steht nur Kreide an. Sollte es sich tatsächlich um ein Callovien-Erz gehandelt haben, so muss dieses entweder im Melchtal selbst, am Ostabfall der Heitlistock-Haupt-Kette oder am Nunalphorn-SW-Hang oder aber im Hochstollen-Giebel-Klein Melchtal-Raum, an geologisch heute (1924) nicht bekannter Stelle in den dortigen Doggerschichten liegen. Im Gebiet gegen den Sachslerberg liegt im Kleinen Melchtal eine Stollenalp, wo Malm und evtl. auch Dogger anstehen. Koordinaten Schaflecki: 660.500 / 181.000, 2150 MüM Schaflecki ist auf der Karte nicht zu finden. Nach F.Bentz (1948) ist nichts über eisenreiche Schichten des Malm und der Kreide im Raume des Kleinen Melchtals und des Sachslerbergs bekannt. Die Koordinaten zeigen allgemein auf das Klein Melchtal. |
Mineralien | - Bohnerz: - Eisenerz: |
LNr | 035. |
Fundort | OW / Lungern, Hinter Brosmatt, Lenggenegg, Lengegg |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Lungern |
Koordinaten, ca. | 652'170 / 184'500 |
Literatur | - Rykart, R. & Haverkamp, F.; Schweizer Strahler; 1983; Seite 321-335; Kugelförmige Barytkonkretionen aus dem Wildflysch |
Bemerkungen | Die Aufschlüsse befinden sich südlich der Hütten am Bach von Lenggenegg. |
Mineralien | - Baryt: In den sogenannten Barytkugeln, immer im Calcit eingewachsen. |
LNr | 036. |
Fundort | OW / Lungern, Kaiserstuhl |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Lungern |
Koordinaten, ca. | 656'250 / 185'000 |
Literatur | - Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 37 - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 231 - Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 347 |
Bemerkungen | Aus der Umgebung dieses, am Ende des Lungernsees gelegenen Ortes. Eine genauere Bezeichnung fehlt leider für diesen Fundort. |
Mineralien | - Quarz: Nur klein. Im Neocomienmergel. Zum Teil etwas gelblich gefärbt als eingewachsene auch unregelmässig miteinander verwachsen, zum Teil zepterartig (doch nur kleiner auf grösseren) vorkommend und als Einschluss schwarze Hämatiblättchen enthaltend. |
LNr | 037. |
Fundort | OW / Lungern, Unter Fluonalp |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Lungern |
Koordinaten, ca. | 652'110 / 183'920 |
Literatur | - Rykart, R. & Haverkamp, F.; Schweizer Strahler; 1983; Seite 321-335; Kugelförmige Barytkonkretionen aus dem Wildflysch - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 64 |
Bemerkungen | Aufschlüsse im Bachbett südwestlich der Alphütten, zwischen 1580 und 1710 Metern Höhe und auf der Westseite des Baches in den Alpweiden. |
Mineralien | - Baryt: Barytkugeln bis mehrere cm Durchmesser, vermengt mit Tonsubstanz, Pyrit, Calcit; radialstrahlig, auch in Schwundrissen, dann graubräunlich, rekristallisiert, durch Wegsäuren des Calcites kommen tafelige, prismatische, nach der c-Achse gestreckte Kristalle zum Vorschein. - Pyrit: - Calcit: |
LNr | 038. |
Fundort | OW / Lungern, Vorder Brosmatt |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Lungern |
Koordinaten, ca. | 653'340 / 185'440 |
Literatur | - Rykart, R. & Haverkamp, F.; Schweizer Strahler; 1983; Seite 321-335; Kugelförmige Barytkonkretionen aus dem Wildflysch |
Bemerkungen | Der Bach liegt nordöstlich von Habkern. Hier im Wildflysch auf ca. 1030 m ü. M. |
Mineralien | - Baryt: In den sogenannten Barytkugeln, immer im Calcit eingewachsen. |
LNr | 039. |
Fundort | OW / Kleines Melchtal, Kleinmelchtal, Aelggistrasse |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Sachseln |
Koordinaten, ca. | 660'750 / 183'250 |
Literatur | - Bischofberger, J.; Schweizer Strahler; 1982; Seite 141-154; Zwillingsformen beim Calcit |
Bemerkungen | Koordinaten bei der Lokalität 'Aelggi'. |
Mineralien | - Calcit: Zwillinge, bis 4 cm. |
LNr | 040. |
Fundort | OW / Sarnen, Glaubenberg |
Region | Bezirk Obwalden / Gemeinde Sarnen |
Koordinaten, ca. | 650'990 / 193'582 |
Literatur | - Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1988/4; Heft 46; Seite 23-26; Bernsteinvorkommen in der Schweiz - Weiss, Stefan; Lapis; 2005; Heft 5; Seite 16-19 |
Bemerkungen | Im Schlierenflysch. Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Strasse über den Glaubenberg von Sarnen nach Entlebuch ist unmittelbar südlich des Passes in einem kleinen Steinbruch fossiles Harz gefunden worden. |
Mineralien | - Plaffeit: |
