Direkt zum Seiteninhalt

Kanton UR, Tunnel, Stollen, Abbaue - Fundorte von Mineralien in der Schweiz

Menü überspringen
Menü überspringen
Menü überspringen

Kanton UR, Tunnel, Stollen, Abbaue

Fundorte > Uri
Vorkommen im Kanton Uri, Stollen, Abbaue

001_UR / Amsteg, Amstäg (Nationalstrassenbau)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 693600 / 180000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 44
Südlich von Amsteg, bei der 1. Galerie in der Oströhre, 260 Meter ab dem Norportal.
- Pyrrhotin: Bis 16 mm, magnetisch, begrenzt durch die Basis und dem hexagonalen Prisma.

002_UR / Amsteg, Amstäg (Stollen Wasserleitung), Amsteger Stollen, Pfaffensprung, Chärstelenbachstollen, Käsrstelenbachstollen, Kärstelen, Kärsteln
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 694250 / 180000
Literatur:
- Amacher, Peter; Schweizer Strahler; 2013; Heft 2; Seite 10 - 17; Über den Brookit im Raum Amsteg UR
- Amacher, Peter; Schweizer Strahler; 1994; Heft 3; Seite 100 - 108; Die Kristallhöhle Pfaffensprung
- Hugi, E.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1923; Band 3; Heft 3-4; Seite 263-297; Über einige Gesteins- und Mineralvorkommnisse der Wasserstollen des Kraftwerkes Amsteg (Uri). Erster Mitteilung
- Jenni, Jean-Pierre; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 53, Die Vorkommen von Galenit, Chalkopyrit und Zinkblende des Bristenstocks (Kt. Uri); 1973; Seite 59-66
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 26
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 349,404
Die Koordinate liegt beim Rohraustritt aus dem Berg. Der Wasserstollen des Kraftwerkes ist nicht zugänglich. Bei dessen Bau (1920 1922) sind einige Mineralien und vor allem einige interessante Erze zum Vorschein gekommen. Funde sind auch in dieser Umgebung getätigt worden. Berücksichtigt ist hier auch der Zulaufstollen Pfaffensprung-Amsteg (1) des KW Amsteg der SBB (Rhodonit). 2.2 km nördlich Pfaffensprung. Die Fundstellen liegen bei Km 5.26 bis 5.372 des Stollens (= Fenster V, N. 310 - 412 Meter) auf 798 m ü. M.
- Adular: Hugi: Der Adular ist meistens farblos, nur in einem einzigen Fall leicht grünlich gefärbt. Der Habitus der Kristalle ist der gewöhnliche. Nur einmal fanden sich nach (010) tafelige und nach der a-Achse gestreckte Kristalle vor. Die Prismenflächen erscheinen hie und da windschief verdreht. Die Grösse der beobachteten Kristalle bewegt sich zwischen 0,5 und 1 cm.
- Akanthit: Ursprünglich als Silberglanz bezeichnet.
- Alabandin: In nur 5 cm dicken Erzgängen, derb, einziger (erster) Alabandinfundort in der Schweiz, immer zusammen mit Pyrrhotin und Rhodonit. Zusammen mit Pyrrhotin, Rhodonit, Spessartin, Mangan-Aktinolith, Manganocalcit.
- Albit: Als Gangart und im Nebengestein auftretend.
Hugi: Auch der Albit behauptet in seiner Kristalltracht eine bemerkenswerte Konstanz: Ausnahmslos zeigt er sich dünntafelig nach (010). Farblose Klarheit und schöner Glanz zeichnen die Albite aus, die zu tausenden die Kluftflächen überkleiden und sich in ihren Dimensionen (Ausdehnung nach der c-Achse) zwischen 5 und 12 mm halten. Selten sind skelettartig ausgebildete Formen.
- Anatas: Hugi: Mit den beiden andern Titandioxyden trifft man fast immer, wenn vielleicht auch etwas seltener, den Anatas; auch er wird oft von dem Rutilfilz umsponnen und selten findet er sich in Quarz eingewachsen, häufiger dagegen diesem Mineral aufgewachsen. Umwachsung mit Calcit wurde festgestellt. Die stets tiefschwarzen Kristalle treten in zwei Ausbildungen auf. Der spitzpyramidale Habitus ist bedingt durch das Vorwalten von (111). Ein Wechsel mit anderen Protopyramiden verursacht eine deutliche Querstreifung der (111)-Flächen, oder in ähnlicher Weise entstehen auch tonnenförmige Krümmungen der Pyramidenflächen.
- Apatit: Hugi: Mit dem Eisenglanz, im Besondern aber mit dem Quarz und Albit, tritt in häufigem Zusammenvorkommen der Apatit auf. Die prächtigen Kristalle dieses Minerals gehören zweifellos zu den schönsten mineralogischen Erscheinungen, welche der Bau des Kraftwerkes Amsteg erschlossen hat.
- Argyrodit: Von Huttenlocher (1936) beschrieben, konnte aber durch Jenni (1973) nicht nachgewiesen werden obwohl dieselben Proben zur Verfügung standen.
- Arsenopyrit:
- Brookit:
In flächenreichen Exemplaren. Hugi: Unter den drei Modifikationen des Titandioxyds wurde der Brookit in den meisten Stufen undauch in weitaus grösster Individuenzahl beobachtet.
- Calcit: Hugi: Zu den sehr häufigen Mineralien der beiden Stollengebiete ist auch der Calcit zu rechnen. Er tritt fast ausnahmslos mit dem Quarz und Albit und mit Magnetkies und Apatit vergesellschaftet auf.
- Chalkopyrit: Hauptgemengteil. Hugi: Kupferkies tritt selten als Kluftmineral auf; dagegen beteiligt er sich reichlich an den Erzmassen, die als Gesteinsimprägnationen besondere Bedeutung haben. Die Karbonatisierung des Kupferkieses zu Malachit lässt sich vielfach feststellen.
- Dolomit: Hugi: Der Dolomit tritt bezüglich seiner Verbreitung gegenüber dem Calcit weit zurück; er fand sich nur in recht lokaler Beschränkung auf Klüften des Aplits, der vom Kärstelenbachstollen durchschlagen wird. Der Dolomit bildet entweder wechselnd mit Quarz derbe kristalline Massen, die als unregelmässige Spaltenausfüllungen den Aplit durchsetzen, oder er tritt in charakteristischen Kristallgestalten auf den klaffenden Klüften auf. Die Grösse der Einzelkristalle bewegt sich zwischen 3-10 mm.
- Eisenerz: Als fein- bis mittelkörniges Mischerz, gelb und grau gesprenkelt, relativ grobkörnig.
- Epidorit: Hugi: Epidot und Sericit als Umwandlungsprodukte der Feldspäte. Asbest, Talk und Serpentin in den hornblendereichen Gesteinen, entstanden durch Umlagerung der Hornblende- respektive der ursprünglichen Augitsubstanz. Auf den verrosteten Kluftflächen eines stark sericitisierten, pyritreichen Quarzporphyrs (Sericitschiefer) fanden sich divergentstrahlige Büschel farbloser, nach (010) tafeliger Gipskristalle von 1-1,5 cm Länge.
- Fahlerz: Nebengemengteil.
- Fluorit: Hugi: Zu den schönsten Mineralvorkommnissen der beiden Stollengebiete gehört neben dem Apatit der Flussspat, der sich besonders zusammen mit Bergkristall sowohl im Reuss-, wie auch im Kärstelenbachstollen gefunden hat, beiderorts auf Klüften hoch saurer Eruptivgesteine: Im Amsteger-Stollen in einem kieselsäurereichen Aaregranit, im Kärstelenbachstollen auf pegmatitischem Aplit. Im Reuss-Stollen wurden als Kristallformen in bester Begrenzung (111) und (100) beobachtet; im Kärstelenbachstollen fanden sich nur Würfel vor. Die Oktaeder erreichen eine Grösse bis zu 1,5 cm, die Würfel von höchstens 1 cm Kantenlänge. Prachtvolle Klarheit und neben den farblosen Kristallen schöne Färbungen zeichnen alle Kristalle aus. Die Fluorite des Reusstales sind entweder farblos oder zart hellrosa bis rosarot gefärbt.
- Galenit: Hauptgemengteil. Relativ grobspätige Ausbildung (bis 1 mm und mehr), auch als kleine Einschlüsse im in den übrigen Erzmineralien. Hugi: Wie die Sphalerit, so tritt auch der Galenit entweder in körnigen Massen mit andern sulfidischen Erzen schlierig und gangartig im Gesteine verteilt auf, oder er findet sich, allerdings weit seltener wie die Sphalerit, als Kluftmineral. Die Grösse der gut ausgebildeten Kristalle schwankt zwischen 0,5 und 1 cm.
- Granat: Als Gangart und im Nebengestein auftretend.
- Hämatit: Hugi: Da Reusstal und Maderanertal als klassische Fundstellen der Mineralien der alpinen Titanformation gelten dürfen, so war in den beiden Stollen dieses Mineral von vornherein zu erwarten. Es wurde besonders im Reusstalstollen in folgender Vergesellschaftung getroffen: Quarz, Albit, Calcit, Adular, Apatit, Magnetkies, Pyrit, Sphalerit, Brookit, Titanit und Kupferkies. Die Ausbildungsweise des Minerals ist die gewöhnliche der alpinen Vorkommnisse: tafelig-blätteriger Habitus nach (0001). Die Blättchen treten meist zu eisenrosenähnlichen Aggregaten zusammen.
- Malachit: Die Karbonatisierung des Kupferkieses zu Malachit lässt sich vielfach feststellen.
- Manganocummingtonit: Faserig, hell, festgestellt im Dünnschliff.
- Molybdänit: Wird von Koenigsberger um 1914 aus dem Amsteger-Stollen erwähnt.
- Pyrit: Hauptgemengteil. Im Erzgestein: bildet hier die gröbsten Mineralkörner und ist makroskopisch deutlich erkennbar. Körngrösse bis 1 mm. Anderseits treten kleine Pyritwürfelchen in feiner Aufstreuung und in Überkrustungen auf den meisten übrigen Kluftmineralien auf
- Pyrrhotin: Hauptgemengteil. In grösseren Massen bis gangartig, in aussergewöhnlich schöner Ausbildung, mit metallischem Glanz, broncefarbig, bis 1,5 cm, prismatisch, tafelig, zum Teil auch pyramidal-tonnenförmig. Im Erzgestein: als Füllmasse zwischen den Pyritkörnern.
- Quarz: Als Gangart und im Nebengestein auftretend. Die Grösse der gefundenen Kluftquarze erreichen kaum die Länge von 6—7 cm. Durch Chloritbestäubung verlieren die Bergkristalle hie und da ihre wasserklare Durchsichtigkeit. Infolge eines leichten Überzuges von Brauneisen können sie Citrinfarbe bis bräunlich-rote Tönung annehmen.
- Rhodonit: Gangartig.
- Rutil: Hugi: Über Muttergestein und Mineralvergesellschaftung gilt dasselbe, was schon beim Brookit erwähnt wurde. Das Mineral tritt nur in der einen schon oben erwähnten Ausbildungsweise auf als feinste Rutilnädelchen oder Rutilhaare, die sich entweder unregelmässig büschelförmig zusammenaggregieren oder in dicht gedrängter Anordnung zu einem wirren Filz vereinigen, oder in einer Ebene gesetzmässig angeordnet zu zierlichsten Sagenitgeweben verwachsen sind.
- Silber: Erzmikroskopisch mit einem Gehalt bis 2550 ppm. Von Huttenlocher (1936) beschrieben, konnte aber durch Jenni (1973) nicht nachgewiesen werden obwohl dieselben Proben zur Verfügung standen.
- Sphalerit: Hauptgemengteil. Im Erzgestein: eher in zurücktretender Menge. Aggregate zusammen mit Pyrit in den silikatreichen Partien. Sonst kleine, rundliche Aggregate bildend, welche sehr reich an Stannin sind. Hugi: An mehreren Stellen der beiden Stollen fand sich im Gestein sowohl, wie auch auf Klüften eine meist tief schwarze Sphalerit vor. Die in Einzelkristallen auf den Klüften auftretende Zinkblende findet sich in Begleitung von: Bergkristall, Albit, Adular, Dolomit, Calcit, Eisenglanz, Magnetkies, Kupferkies, Galenit, Pyrit und Titanit.
- Titanit: Als Gangart und im Nebengestein auftretend. Der Titanit fällt auf durch seinen ausgezeichneten Glanz und durch seine wechselnde Färbung, die sich von fast farblosen, leicht weingelben Varietäten durch eine ganze Intensitätsskala dieser Farbe zu nelkenbraun mit starkem Stich ins rötliche und zu rotbraun bis schokoladebraun bewegt. Meist sind die Kristalle klar durchsichtig, nur grössere Individuen zeigten sich getrübt. Es wurden vorläufig folgende Flächen der meist sehr kleinen (0,5-2 mm) Kristalle bestimmt (110), (102), (011) und (123). Zwei oder drei getrübte und daher schlecht reflektierende Individuen erreichen Dimensionen von 0,5 cm.
- Wismut: Von Huttenlocher (1936) beschrieben, konnte aber durch Jenni (1973) nicht nachgewiesen werden obwohl dieselben Proben zur Verfügung standen.
- Zirkon: Als Gangart und im Nebengestein auftretend.

003_UR / Amsteg, Amstäg, Kraftwerksbau Kavernenzentral (Baulos 5)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 694140 / 180350
Literatur:
- Redaktion; Urner Mineralienfreund; 1995; Heft 3; Seite 10-18
Die genauen Koordinaten sind nicht bekannt. Diese zeigen allgemein auf das Kraftwerk.
- Adular: Farblos, durchsichtig, trüb, im Chlorit-Sericitschiefer vereinzelnd auftretend, mit typischem pseudorhombischen Adularhabitus, meist im cm-Bereich. Verschiedentlich Verzwillingung nach dem Manebacher-Gesetz (Zwillinge, Drillinge und Vierlinge). Häufig parallel zur c-Achse aneinandergereiht und zwar sowohl in einer Flächenebene als auch über die Seitenflächen abgetreppt, sodass sich lange, sägezahnartige und oft gebogene Reihen von Kristallen bilden. Häufig syntaktische Aufwachsungen wie bereits unter Albit beschrieben.
- Albit: Farblos, durchsichtig bis trüb, im Chlorit-Sericitschiefer, typische Verzwillingung nach dem Albitgesetz, jedoch wurden auch solche nach den Formen des Periklingesetzes gefunden. Die Grösse liegt unter einem cm. Zusammen mit Adular das häufigste Mineral. Für die Fundstelle typisch sind syntaktische Aufwachsungen beidseits an den tafeligen Flächen von sägezahnartig angeordneten Adularkristallen, was als Uebergang von Albit zu Adular (Entmischung) gilt.
- Anatas: Olivfarben, tintenblau, manchmal beide Farben zonar vermischt und hellhonigfarben. Alle Farben durchscheinend bis durchsichtig. Funde nur im Portalbereich bis ca. 50 Meter. Typisch abgetreppte tetragonale Dipyramiden, aber auch flachtafelige Individuen, welche insbesondere bei den honigfarbenen Individuen auftreten. Während die honigfarbenen Anatase nur Grössen im mikroskopischen Bereich erreichen, können die oliv- und tintenfarbenen Anatase bis 2mm gross erscheinen. Anatas tritt hauptsächlich auf den Flächen feiner Risse auf, während sie auf den Rissflächen von Adular, Albit und Quarz eher selten zu finden sind. Sehr oft treten die Anatase auf relativ kleinen Flächen sehr dicht gestreut auf.
- Brookit: Rotbraun mit orientierter schwarzer Sanduhrsteifung, gelblichen und weissen Zonen. Kleine Exemplare wirken fast farblos. Wie Anatas auch nur im Portalbereich bis 50 Meter zu finden. Sehr dünntafelig und manchmal hauchdünne Kristalle, gestreckt nach der c-Achse, daneben aber auch kräftige Tafeln. Bei kleineren Exemplaren konnte sogar eine stängelige Ausbildung beobachtet werden. In Grössen bis 1cm.
- Calcit: Aus der Chlorit-Sericitschieferzone, farblos, trüb, grau, gelblich. Formenreichste Kristallart. Dünntafelig als sog. 'Papierspat', kurzprismatische, sechsseitige, diskusartige und langprismatische Kristalle als sog. 'Kanonenspat' sowie Uebergangsformen auch mehr rundliche Kristalle mit verschwommenen Flächen und Kanten. Die Kristalle können in der Grösse mehrere cm erreichen (Papierspat bis 10 cm). Sehr häufig vorkommend, teils als ganze Kluftfüllung. Der Papierspat ist gleichzeitig mit dem Quarz auskristallisiert, die anderen Formen später.
- Cerussit: Farblos, trüb, weisslich, leicht gelblich. Im Chlorit-Sericitschiefer im tiefen Teil des Ausbaus (und nur hier), tafelig, prismatisch, bis 2 mm. In Abhängigkeit von Galenit als Sekundärmineral in unmittelbarer Nähe aufgewachsen.
- Chlorit: Gelbilich- bis bläulichgrün, im Chlorit-Sericitschiefer, feinsandig, auch feine wurmartige Aggregate. als Einschlüsse, Ueberzüge und Umhüllung in und auf Quarz, Albit und Adular. Sehr häufig.
- Epidot: Im Chlorit-Sericitschiefer, blassgelb, schmutziggrau, kurz- bis langprismatisch, meist Einzelkristalle, selten Parallelverzwillingung, im unteren mm-Bereich. Ein- und aufgewachsen zwischen Quarz und Feldspäten auf den gröberen Rissflächen. Häufig leicht verletzt. Eher selten.
- Fadenquarz: Siehe Beschreibung unter Quarz.
- Fluorapatit: Wasserklar, leicht rosa, im Chlorit-Sericitschiefer, vielflächige, rundliche Kristalle manchmal (vor allem bei den leicht rosafarbenen Kristallen) mit ovalem Querschnitt oder durch das Vorherrschen einer einzelnen Fläche fast paukenartig ausgebildet, bis 3mm. Die Apatite sind vor allem auf der freieren Matrix der weiteren Kluftrisse zu finden aber auch zerstreut zwischen den Quarzen und Feldspäten nicht jedoch auf den dünnen Rissflächen. Die blassrosafarbenen Kristalle treten direkt neben den etwas grösseren Quarzen und Feldspäten auf.
- Galenit: Metallisch grau, würfelig, bis 1cm.
- Graphit: Hochglänzend, graphitgrau, im Kontakt zwischen dem Erstfelder-Granit und dem Chlorit-Sericitschiefer. Im Chlorit-Sericitschiefer in dünnen Gesteinslagen und auf feinen Rissflächen, selten.
- Limonit: Braun, erdig, stumpf, in erdigen Massen als Überzüge. Vermutlich ein Verwitterungsprodukt von zersetztem Pyrit. Sehr häufig vorkommend.
- Phantomquarz: Siehe Beschreibung unter Quarz.
- Pyrit: Metallisch, hell- bis dunkelgelb, teilweise hochglänzend, bei Verwitterung stumpf oder glänzend rot- bis schwarzbraun. Im Chlorit-Sericitschiefer der Pyritzone.Würfelig, Kuboktaeder, manchmal ohne jegliche Streifung, bis 5 mm. Auch langprismatisch, nadelig oder sogar haarig, manchmal rechtwinklig weitergewachsen, wobei die nadeligen Kristalle meist aus den würfeligen Kristallen herauswachsen. Recht häufig vorkommend.
- Quarz: Wasserklar oder trüb, im Chlorit-Sericitschiefer als sog. Durchläufer, häufig auftretend, kurz- bis langprismatisch, dicktafelig, gestreckt nach der c-Achse, bis einige cm gross. Zusammen mit den Feldspäten das häufigste Kluftmineral. Tritthäufig parallel zur c-Achse in einer Ebene flach aneinandergereiht als sog. Fadenquarz auf, wobei die Fäden - ein oder mehrere Stränge von winzig eingeschlossenen Gasblasen - meist schief zu den aneinandergereihten a-Achsen angeordnet sind. Chloriteinschlüsse und -überzüge können aufgrund ihrer fas immer einseitigen Ausfällung als 'geologische Wasserwaage' angesehen werden. Phantomquarze, meist hervorgehoben durch Chloritauflagen, aber auch durch Gasblasen sind nicht selten. Auch 2-Phaseneinschlüsse (Gas/Flüssigkeit) und selten Einschlüsse von Rutil sind zu beobachten.
- Wulfenit: Gelb, gelborange, im Chlorit-Sericitschiefer im tiefen Teil des Ausbaus, tafelig, bis 1.5 mm, als Sekundärmineral an Galenit gebunden, sehr selten.

004_UR / Amsteg, Amstäg, Meitschligen, Baustelle N2 (A2) (Zusammenfassung)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 693450 / 179950
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Die Koordinaten zeigen allgemein auf die Autobahn. Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'.
157.725 E Plattitunnel:
- Quarz, durchsichtig, bis 2 cm, - Calcit, weisse, dünne Basistafeln, - Albit, tafelig, Albit-Habitus,
- Chlorit, hell, - Rutil, feinste, isolierte Fasern, - Anatas, bis 1mm, dipyramidal, dunkel, - Brookit, bis 2mm, - Galenit, wenig,- Goethit
157.806 E Plattitunnel:
- Quarz, klein, - Calcit, flaches Rhomboeder mit kurzem Prisma, - Albit, klein, rasenartig, - Chlorit, wenig, - Rutil, schwarze Nädelchen, - Apatit, -3mm, flächenreich, blass-rosa, innerhalb von 5 J. erblassend,- Ilmenit, nur ein Kriställchen, 1.5mm gross, - Pyrit, Galenit, Kupferkies, - Magnetkies, Kristalle bis 16 mm Diagonallänge bei der Basisfläche, bis 7 mm dickes Prisma, - Monazit, nur ein Kriställchen, 1.5mm gross
158.390 Tunnel Intschi II:
- Quarz, klein, - Adular, einzelne isolierte Kristalle und als Keime orientiert auf Albit, - Calcit, kleine Basistafeln, Normalrhomboeder, flache Rhomboeder mit Prisma, - Albit, tafelig, klein, - Rutil, nur unbedeutend, - Anatas, dunkelblau, dipyramidal, sehr klein, - Brookit, bis 4mm,
- Ilmenit, Blättchen, - Pyrit, kleine Kuboktaeder
158.400 W Tunnel Intschi II:
- Quarz, Adular, Brookit, - Albit, tafelig, milchig, spitzwinkelige Rhomben
158.614 E Brückenwiderlager, ca. 8 m über der Reuss:
- Quarz, Albit, Chlorit, - Adular, zum Teil orientiert auf Albit
158.620 W Brückenwiderlager, ca. 8 m über der Reuss:
- Quarz, klein, - Albit, klein, - Amiant, hell, kleine Büschel,- Adular, zum Teil orientiert aufgewachsen
158.670 Nordportal, Langlaui-Tunnel:
- Quarz, bis 9cm, - Adular, - Chlorit, - Pyrit, - Albit, zum Teil mit orientiert aufgewachsenem Adular, - Magnetkies, weitgehend oxidiert
158.696 W Langlaui-Tunnel:
- Quarz, bis 3cm, - Calcit, weitgehend weggelöst und auf Quarz Abdrücke hinterlassend,
- Adular, Albit, Chlorit, Goethit
158.710 W Langlaui-Tunnel:
- Quarz, klein, fast Einschlussfrei, Adular, sägezahnartige Aggregate, Albit, zum Teil mit orientiert aufgewachsenen Adularkeimen, Chlorit, Magnetkies, vollständig oxidiert
158.760 E Langlaui-Tunnel: Zepterquarz, zum Teil grosse und schöne Kristalle, Ankerit, meist vollständig zersetzt in Goethit, Calcit, viele Sekundärbildungen, Albit, tafelig, Muskovit, pulverig
158.711: Quarz, Calcit, Albit, Goethit, Zepterquarz, Muskovit
158.870 W Langlaui-Tunnel: Quarz, klein Calcit, gelbbraune Prismen, 2mm, Albit, Anatas, sehr klein, auf Quarz, grünlich, mit grosser Basisfläche
159.177 Fundort unklar, evtl. Moräne: Calcit, Normalrhomboeder, stark korrodiert, Chlorit, halbkuglige Aggegate, Rutil, einzelne, rote Nadeln, Muskovit, hellbraune Blättchen
159.200 Lehnenviadukt Ried, verschiedene Funde, zum Teil aus Abtrag, zum Teil aus Fundation oder Sondierstollen: Quarz, mit und ohne Calcit, Calcit, weitgehend weggelöste Basistafeln, Adular, kammartig angeordnete Aggregate oder als Einzelkristalle, Albit, zum Teil mit orientiert aufgewachsenem Adular, Anatas, wenig und nur sehr klein, Apatit, bis 1cm, blass rosa, Amiant, spärlich, Epidot, spärlich, Magnetkies, Chlorit, Goethit, viel, zum Teil aus einem Eisenkarbonat entstanden, zum Teil aus Magnetkies, Fadenquarz, kleiner und grössere Kristalle
159.405 E Tunnel Ried: Quarz, klein, Apatit, schwach rosa, Albit, typische, flache Kristalle, zum Teil Rasen bildend, zum Teil korrodiert, Chlorit, Galenit, wenig, Goethit, pulverig, traubig, Pseudomorphosen
159.580 - 630 W Tunnel Ried (Jenni, 1973, S.52 ff) aus verschiedenen Vererzungen: Sphalerit, Pyrit, Kupferkies, Magnetkies, Galenit und Arsenkies
159.632 W Tunnel Ried: Quarz, plattig, zum Teil mit Faden, Fadenquarz, Calcit, Albit, Anatas, Magnetkies, Goethit
160.270 W+E Teiftaltunnel-Nord: Galenit, derb in Quarz, fein- und grobkörnig mit Sekundärmineralien: Anglesit, Cerussit, Quarz, Pyrit, Spuren von Pyrit, Magnetkies, Sphalerit und Kupferkies
160.414 E Teiftaltunnel-Süd: Albit, von Amiant durchwachsen, Amiant, schneeweiss, wenig 160.480 E Teiftaltunnel-Süd: Quarz, sehr klar, bis 10 cm, Calcit, Papierspat, kleine und grosse Tafeln, Adular, Einzelkristalle und als Keime auf Albit, Albit, klein, Chlorit, Amiant .
160.518 E Teiftaltunnel-Süd: Quarz, wenig, Calcit, tafelig, teils auch flache Rhomboeder, Adular, Einzelkristalle oder orientiert aufgewachsen auf Albit, Albit, mit viel orientirt aufgewachsenem Adular, Amiant, bis 15mm, Galenit.
160.570 W Teiftaltunnel-Süd: Galenit, mit Sekundärmineralien, Kupferkies, wenig, Sphalerit, wenig
160.580 E Teiftaltunnel-Süd: Quarz, klein, durchsichtig, Calcit, tafelig, Adular, relativ grosse. Einzelkristalle, Albit, teils mit orientiert aufgewachsenem Adular, Apatit, Amiant, reichlich, grünlich, weiss.
160.595 E Teiftaltunnel-Süd: Quarz, Adular, Albit, Calcit, tafelig, Chlorit hellgrün, Amiant reichlich, weiss.
160.600 W Teiftaltunnel-Süd: Quarz, mit abgerundeten Kanten, Calcit, Albit, Adular wenig, Amiant weiss bis leicht grünlich.
160.605 E Teiftaltunnel-Süd: Quarz, wenig, Adular, Albit, Epidot, Amiant, grünlichweiss.
160.630 W Teiftaltunnel-Süd: Quarz, mit Turmalineinschlüssen, Turmalin, cm-grosse Kristalle in Quarz, Muskovit, in Quarzader, Pyrit, in Quarzader, Adular, wenig, Amiant, weiss bis leicht grünlich.
- Adular: - Albit: - Amianth: - Anatas: - Apatit: - Brookit: - Calcit: - Chlorit: - Epidot: - Galenit: - Ilmenit: - Pyrit: - Pyrrhotin: - Quarz: - Rutil:

005_UR / Amsteg, Amstäg, SBB-Kraftwerk-Druckstollen (unter Vreniberg)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Amsteg, Koordinaten ca.: 692420 / 178190
Literatur:
- Amacher, Peter; Schweizer Strahler; 2012; Heft 1; Seite 4
(Titanit aus dem Furkagebiet). Die Koordinaten zeigen auf die Lage des Druckstollens unterhalb des Vreniberges.
- Titanit: Im Amphibolith.

006_UR / Amsteg, Amstäg (Kraftwerkstollen- Aus- und Neubau)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Anmsteg, Koordinaten ca.: 694150 / 180300
Literatur:
- Amacher, Peter; Schweizer Strahler; 1995; Heft 3; Seite 240 - 252; Die Erneuerung des Kraftwerks Amsteg und ihre mineralogische Bedeutung
Beim Ausbau des Kraftwerkstollen (Wasserschloss, Bristen) konnten dank der fachmännischen Mitarbeit von Peter Amacher die Klüfte systematisch ausgebeutet und erforscht werden.
- Adular: - Aktinolith: - Albit: - Allanit: - Almandin: - Anatas: - Ankerit: - Apatit: - Bismuthinit: - Brookit: - Calcit: - Cerussit: - Chalkopyrit: - Chlorit: - Epidot: - Galenit: - Graphit: - Ilmenit: - Limonit: - Monazit: - Muskovit: - Pyrit: - Pyrrhotin: - Quarz: - Rutil: - Siderit: - Sphalerit: -
Synchisit: - Talk: - Wulfenit: - Xenotim: - Zirkon:

007_UR / Gotthard Eisenbahntunnel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Erstfeld, Koordinaten ca.: 689188 / 153712
Literatur:
- Intergand, Peter; der Aufschluss; 1984; Heft 4; Seite 151-152
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 192
Die Koordinaten zeigen auf das Südportal.
- Apophyllit: Erster Nachweis für die Schweiz aus diesem Tunnel, durchscheinend bis durchsichtig, würfelig, bis 2.5 cm, teilweise chloritisiert.
- Calcit:
- Elektrum:
Siehe bei Gold, gediegen.
- Gold, gediegen: Süd: 499 Meter ab Südportal, am Kontakt zwischen Granatglimmerschiefer und Hornblendeschiefer, als Elektrum mit 48.6 Gew. % Silberanteil, ausgebildet als dünne Bleche, bis 3 cm, mit aufgewachsenen kleinsten Oktaedern (bis 0.4 mm), in Calcit ein- oder aufgewachsen (Huttenlocher, Hügi, 1954).
- Pyrit:
- Quarz:


008_UR / Gotthard Strassentunnel, Gotthardtunnel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Erstfeld, Koordinaten ca.: 698300 / 153600
Literatur:
- Amacher, Peter & Desax, T.; Urner Mineralienfreund; 1984; Heft 2; Seite 25
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1981; Seite 437-467; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten V
- Graeser, St. & Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1974; Seite 265-277; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten
- Graeser, Stefan & Hager, Oskar; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1961; Band 41; Heft 2; Seite 481 - 484; Kurze Mitteilungen zur Mineralogie der Schweiz; Über einige neue Fundstellen seltener Mineralien
- Keller, F., Wanner, H., Schneider, T.R.; 1987; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 65; Geologischer Schlussbericht Gotthard- Strassentunnel, Zusammenfassung
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 177
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 308,313,318,388,438,418,441
- Stalder, Hans Anton; Die Geologie des Gotthardstrassentunnels- Stalder, Hans Anton & Lussmann, Ludwig; Urner Mineralienfreund; 1977; Heft 6; Seite 97-119
- Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 1985;; Seite 74
- Toroni, A.; Schweizer Strahler; 1985;; Seite 143
- Wagner, Albert; Urner Mineralienfreund; 1980; Heft 3; Seite 105-132
- Adular: Nordseite: 795, 828, 1232, 2050, 3326, 3718, 4200, 5900 Meter ab Nordportal, in grösseren Kristallen, gerne zusammen mit Calcit, teils wasserklar (bei 2050). Südseite: unter anderem bei 3955, 4088, 5081 Meter ab Südseite.
- Aktinolith: Südseite: im Quarz, grün, wirr, feinfaserig, nadelig.
- Albit: Südseite: 1440 Meter ab Südportal, tafelig, bis 3 cm, meistens als Periklin.
- Allanit: 6625 Meter ab Nordportal. Dunkelbraun, bis 1.5 mm, als Begleitmineral des Titanits, leistenförmig, starker Glanz.
- Allanit-(Ce):
- Anatas:
Südseite: 3955, 4088, 5081 Meter ab Südseite, tafelig, spitzpyramidal, zum Teil chloritisiert, starker Glanz, klein; gold, goldgelb, braun, grüngrau, blau, dunkelblau, schwarz, bis 4.5 mm, teils dicktafelig.
- Andradit: Sehr klein.
- Anhydrit: Violett, grobspätig, aus dem Fibbiagranit.
- Ankerit: 5654 Meter ab Nordportal. Manchmal mit gebogenen Flächen, nicht selten mit Sagenit oder Aragonit überzogen, Kristalle bis 2 cm.
- Apatit: 2050, 4200, 5654 Meter ab Nordportal. Südseite: 3955, 4088, 5081 Meter ab Südportal, leicht violett; tafelig, bis 2.5 cm (Südliche Gneise), bis 2 cm aus dem Fibbia-Granitgneis, wasserklar, mit violettem Farbton (nicht lichtbeständig), rundlich.
- Apophyllit: Nordseite: klein, würfelig, durchsichtig, meistens chloritisiert, Krusten bildend. Südseite: 4630 Meter ab Südportal.
- Arsenopyrit: 5433 (5422), 5900 Meter ab Nordportal, hunderte Kristalle, stark glänzend, meist Zwillinge, bis 7 cm, auch als Einsprenglinge im Sericitschiefer. Südseite: 3955 Meter ab Südportal, silberweiss bis stahlgrau, derb eingewachsen und in Krusten aufgewachsen.
- Baryt: Bei 3639 m ab Nordportal im Sicherheitsstollen. Klein, weiss, tafelig, farblos-durchsichtig (südliche Gneise). Modellhaft schöne Kristalle. Bei 5650 m ab Nordportal: Tafelige Kristalle mit b-Fläche, gebogen oder aus leicht gegeneinander versetzt verwachsenen Individuen aufgebaut. Begleitmineralien: Dolomit, Turmalin, Pyrit, Calcit, Muskovit.
- Bavenit: Nordseite: 625 Meter ab Nordportal (im Verbindungsstollen), feinfaserig, watteähnlich, schneeweiss, aus mehreren Klüften. Aus dem Gotthardtunnel konnte aus 14 Klüften mehr Bevenit gesammelt werden als vorher in der ganzen Schweiz zusammen.
- Beryll: Lediglich zweimal nachgewiesen, klein (10 mm), leicht bläulich, in einem Aplit-Pegmatit.
- Biotit: Eigentlich vor allem als Einschlüsse in Quarz und Adularkristallen.
- Bravoit: Nordseite: 5717 Meter ab Nordportal, klein, grau, metallisch glänzend, krustenartig aggregiert.
- Brookit: In den südlichen Gneisen, sehr klein, dunkelbraun.
- Calcit: 3326, 3718, 5560, 5900 Meter ab Nordportal: plattig, dick (5 cm) bis papierdünn, Perlmuttglanz, überhaupt in fast jeder Kluft vorzufinden, skalenoedrisch. Südseite: 2300*, 3955, 4088, 5081 Meter ab Südseite, bis 20 cm, Skalenoeder, auch blätterig, tafelig, rhomboedrisch. Grösstes Mineralvorkommen im Tunnel, grosse Klüfte, kleine und grosse Kristalle, vielflächig, leicht rosafarbig (nicht lichtbeständig), meistens auf Milchquarz aufgewachsen.
- Chabasit: Ausgeprägter Glasglanz, farblos, weiss bis durchsichtig, teils chloritisiert, bis 2 cm, rhombisch.
- Chalkopyrit: Nordseite: unter anderem 184 / 2139 / 3718 Meter ab Nordportal, bis 2 mm, neben Galenit und Sphalerit.
- Chlorit: Eigentlich in jeder Kluft vorzufinden, anfänglich braun, tunneleinwärts in Grüntönen, auch im Quarz, auf der Südseite weniger anzutreffen.
- Cosalit: Nordseite: 6920 Meter ab Nordportal, Filz von dünnsten Nädelchen, starker und heller Metallglanz (Stalder et al 1980).
- Dickit: Südseite: 2600 Meter ab Südportal, kleine langgezogene Plättchen, bis 0.6 mm, auf Ankerit, erster Fund von Dickit in einer Zerrkluft in der Schweiz (Graeser, Stalder, 1974).
- Dolomit: Nordseite: halbkugelig (Stalder et al., 1980).
- Epidot: Nordseite: 5400 Meter ab Nordportal, bräunlichgrün, stengelig.
- Feldspat:
- Fluorit:
Nordseite: 27, 184, 387, 820, 1150, 2050 Meter ab Nordportal, oktaedrisch, bis 4 cm, zum Teil hellrosa bis leuchtend rosa, selten grün (Verwachsung mit Chlorit), farblos, violett (Fibbiagneis, 4 cm), halbkugelig (Granatglimmerschiefer).
- Galenit: Nordseite: 184 / 2139 Meter ab Nordportal, bis 2 mm, neben Chalkopyrit und Sphalerit.
- Gersdorffit: Nordseite: 5713 Meter ab Nordportal (Stalder et al., 1980).
- Gips: Als mehliger Kluftüberzug.
- Gold, gediegen: Südseite: ein goldführender Gang zwischen 495 bis 500 Meter ab Südportal. Eisenbahntunnel 1873. Das Gold bildet, wenn in der Gangart eingewachsen, meist gekrümmte, wellige, flächenhafte (blechförmige) oder stengelige (stäbchenförmige) Gebilde. Beide Ausbildungen scheinen verzerrte Oktaeder darzustellen, wie man sie an gelegentlich auftretenden, nur klein entwickelten (111)-Flächen ableiten möchte. Die Ausdehnung der Bleche kann über cm2-Grösse hinausgehen; die Dicke beträgt rund 0,1-0,3 mm. Die Stäbchen erreichen bis zu 0,5 mm Durchmesser. Das in derber Gangmasse eingewachsene Gold weist, abgesehen von seiner welligen Beschaffenheit, stets glatte Flächen auf.
- Granat: Als Almandin-Spessartin-Grossular-Gemisch oder auch als Andradit, sehr klein.
- Gwindel: Ist nur ca. 3 mal gefunden worden.
- Hellglimmer: 5654, 5900 Meter ab Nordportal.
- Heulandit: Südseite: im Fibbia-Granit-Gneis, isoliert, auch halbkugelige Aggregate in der Tremola-Serie farblos, bräunlich, durch Chloriteinschlüsse grünlich, bis 15 mm, auch halbkugelige Aggregate aus der Tremola-Serie.
- Hämatit: 2050, 4200 Meter ab Nordportal, sowie bei Meter 3370, 3827, 3867; häufig im mittleren Tunnelabschnitt, dicktafelig, Halbkugeln bis 5 mm, Eisenrosen bis 3 cm Durchmesser aus dem Fibbia-Granitgneis.
- Ilmenit: 5560 Meter ab Nordportal. Evtl. könnte es sich bei einem Teil der Hämatite um Ilmenit gehandelt haben, nicht zusammen mit Hämatit vorkommend und keine Rosetten bildend, klein, schwarz, dünnblätterig, meistens ohne klare hexagonale Form.
- Kainosit-(Y): Nordseite: 1) 3219 Meter ab Nordportal, durchsichtig, gelbbraun, flächenarm, prismatisch, mit Basisflächen, bis 7 mm, zusammen mit Hämatit, Calcit und Adular (Stalder et al., 1980). 2.) ca. 3600 Meter ab dem Nordportal, klein, braun, flächenarm, 0.5 x 2 mm. 3.) 3219 Meter ab dem Nordportal, honiggelb, glänzend, flächenarm, meistens prismatisch, bis einige mm.
- Laumontit: 3326 Meter ab Nordportal: Selten bis 1 cm, öfters rasenartig, stengelig, klein, schneeweiss (Wasserverlust), oft verwachsen mit Chlorit (älter) oder chloritfrei (jünger), auch gesteinsbildend (2300 Meter ab Nordportal).
- Magnetit: Selten, ist fast nur im Permakarbon gefunden worden.
- Markasit: Südseite: 3955, 4088, 5081 Meter ab Südportal, hahnenkammähnlich, in dünnen Krusten.
- Milarit: Nordseite: 625 Meter ab Nordportal (im Verbindungsstollen), bis 11 mm, schlankprismatisch, meistens durchsetzt von Chlorit, sonst mit Korrosionserscheinungen, kleinkörnige Milaritkristalle bedeckten rasenartig Kluftfläche. Auch auf einer Quarzstufe, 100 Meter vom Eingang entfernt.Wasserhell, zahlreich, bis 0,5 mm.
- Molybdänit: Südseite: 3955, 6344 Meter ab Südportal, dünne Blättchen, spärlich, in einer Quarzader (6344), aufgewachsen in einer Kluft (3955).
- Monazit: Nordseite: 5200 bis 5500 Meter ab Nordportal, meistens nach der b-Achse gestreckt, bis 3 mm, Aggregate bis 6 mm, orangerot (Stalder et al., 1980).
- Muskovit: Schön ausgebildet, teils rasenartig, Einzelkristalle bis 3 cm Durchmesser.
- Orthochamosit: Nordseite: 5600 Meter ab Nordportal, im Permokarbon des Gotthardmassivs, winzig, grün, halbkugelige Aggregate (Stalder et al., 1980; aufgeführt als orthorhombischer Chlorit).
- Phenakit: Grösster Kristall 32 mm lang und 12 mm Durchmesser, farblos, durchsichtig bis durchscheinend.
- Prehnit: Südseite: im Bereich der Tremolaserie, nur ca. 3 Fundstellen.
- Pyrit: 184 Meter ab Nordportal: Viele weitere Flächen, Würfel, 2 mm. 2050 Meter ab Nordportal: messinggelb, würfelig, selten in grösseren Kristallen. 2139 Meter ab Nordportal: Sehr formenreich, auch derb, 3 mm. 3326 Meter ab Nordportal: Würfel, 2 mm. 3718 Meter ab Nordportal: Würfel, 1 mm. 4200 Meter ab Nordportal: Oktaeder, 50 mm. 5560 Meter ab Nordportal: Würfel, 4 mm. 5654 Meter ab Nordportal: Würfel, 3 mm. 5900 Meter ab Nordportal: Würfel, 2 mm. 4214 Meter ab Südportal: eigentlich in allen Fundzonen vorkommend, häufig als Kuboktaeder.- Pyrrhotin: Nordseite: bis 6 cm lang. Aus dem Gotthardtunnel stammen die wohl grössten Pyrrhotin-Kristalle der Schweiz (12cm).
- Quarz: Nordseite: aus einer grösseren Kluft (1 x 1 x 1.5 Meter) bei 2050 Meter, Normalhabitus, prismatisch Südseite: unter anderem bei 3955, 4088, 5081 Meter ab Südseite, zum Teil chloritisiert, mit steilem Rhomboeder. Im ganzen Tunnel nur farblos oder milchig anzutreffen, bis 22 (vermutlich noch grösser).
- Rosafluorit: Nordseite: 625 Meter ab Nordportal (im Verbindungsstollen).
- Rutil: 2050, 5560, 5654, 5900 Meter ab Nordportal: Nordseite: teils auf Hämatit, auch sagenitisch, sowie bei Meter 3370, 3827, 3867, einzelne Nadeln können bis 10 cm erreichen; Südseite: 3955, 4088, 5081, 5150 Meter ab Südportal;
- Siderit: Nordseite: 5680 Meter ab Nordportal (Stalder et al. 1980), Siderit ist im Tunnel nicht angetroffen worden, es handelt sich bei der aufgeführten Lokalität um eine Hohlpseudomorphose welche auf das ehemalige Vorhandensein von Siderit hinweist.
- Skolezit: Südseite: kleine radialstrahlige Aggregate.
- Sphalerit: Nordseite: 2139 Meter ab Nordportal, bis 2 mm, neben Chalkopyrit und Galenit; Sphalerit konnte auf der ganzen Strecke mehrfach nachgewiesen werden, bis 2.5 cm Kantenlänge, dunkelbraun bis schwarz, orangerot (klein), oktaedrische Erscheinung (Kombination von positivem und negativem Tetraeder).
- Stilbit: Nordseite: im Aaaregranit eher selten anzutreffen, etwas häufiger in den südlichen Gneisen, oft leicht rot bis orange, in Garben. Süd: im Fibbiagranitgneis bis quadratmetergrosse Krusten, andere Mineralien überziehend.
- Titanit: 795, 3718, 3955, 4088, 4200, 5900 Meter ab Nordportal: gelb, klein; gelb bis rotbraun, tafelig (3955, 4088). Südseite: 3955, 4088, 5081 Meter ab Südseite, rotbraun, tafelig, auch bläulich und klein.
- Turmalin: Nordseite: 2500 Meter ab Nordportal, teils ein- und aufgewachsen auf Quarz, schwarz; blaugrau, gebrochene Stängel, schwarz, dünn, bis 3 cm. Bei 5650 m ab Nordportal zusammen mit Baryt.
- Ullmannit: Nordseite: 5717 (5713) Meter ab Nordportal, klein, grau, metallisch glänzend, stahlweiss, Würfel mit abgeschrägten Kanten und Ecken, bis 2 mm (Stalder et al., 1980).
- Xenotim: Nordseite: 5568 Meter ab Nordportal im Haupttunnel, 5720 Meter ab Nordportal im Sicherheitsstollen. Olivgrün, kurz- und langprismatisch, bis 3.5 mm (im Gurschengneis), bis 10 mm (im Fibbiagneis) (Stalder et al., 1980).
- Zeolithe: Südseite: 3955, 4088, 5081 Meter ab Südseite.
- Zirkon: Klein, unter einem mm und kaum erkennbar.

009_UR / Gotthard Strassentunnel, Gotthardtunnel, Zweite Strassenröhre
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Erstfeld
Literatur:
- Amacher, Peter; Schweizer Strahler; 2023; Heft 2; Seite 13-19; Wenn Kristalle von der Hebebühne aus geborgen werden
- Amacher, Peter; Schweizer Strahler; 2024; Heft 1; Seite 2-9; Sabotage, Zinkblende und hundert Meter daneben
- Bolli, Thomas, Schweizer Strahler; 2023; Heft 1; Seite 8-10: Rosfluorit in herausragender Qualität
Aus einem Stollen rund 300 Meter vom Nordportal entfernt.
- Apatit: Bis 5 mm.
- Apophyllit: Dem Quarz aufgewachsen.
- Chabasit: Auf Rosafluorit.
- Chlorit:
- Gwindel:
Hell.
- Pyrit:
- Quarz:
- Rosafluorit:
Oktaeder. Reich belegte Stufen bis 25 cm.
- Sphalerit: Bis 25 mm.

010_UR / Zutreibistock, Zuetriibistock, Claridenfirn (Südrand), Belmeten, Erstfeld;(Bohnerzabbau)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Erstfeld, Koordinaten ca.: 692500 / 186500
Literatur:
- Epprecht, W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Mehrere Fundorte. Bohnerz des Eocäns. Die Koordinaten zeigen auf Erstfeld.
- Bohnerz:

011_UR / Gornere, Siglisfad-Grätli, Siglisfadgrätli, Siechchrut, Ziechrut;(Erzabbau)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 688525 / 179150
Literatur:
- Baltzer,A.;Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz; 1880; Der mechanische Contact von Gneiss und Kalk im Berner Oberland, Seite 159
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1981/3; Heft 17; Seite 13-16; Bergbau in den Berner Alpen
Baltzer: Am Siglisfad fand ich keinen Kalk, der Grat wird daselbst von amphibol-, felsit- und helvetanartigen Schiefern gebildet; in der Nähe kommt feineingesprengter Bleiglanz im Gneiss vor, man bemerkt einen Versuchsstollen und alte Halden. Krähenbühl: Aus dem Gebiet Sieglisfad-Grätli, Siechchrut (Ziechrut) sind Blei-, Zink- und Barytlagerstätte bekannt. Die Koordinaten zeigen auf Siechrut.
- Baryt: In Gängen.
- Bleierz: Eingesprengt im Gneis.
- Galenit:
- Zinkerz:


012_UR / Intschi, Langlaui, Gemsegg, Stuben, An der Stube, Tieffen Lauwe, Riether Grub, Graggenthaler Grube, Insche Alp, Schmidten, Stuken, Stubenblang, Gleissen, Schwein-Kähle;(Erzabbau)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 694275 / 178125
Literatur:
- Amacher, Urs; Minaria Helvetica; 1995;Heft 15a; Seite 15-38; Mathias Lavater vor der Naturforschenden Gesellschaft 'Von den Metallen überhaupt und den Urnerbergwerken insbesondere' (1748)
- Gnos, E.; Urner Mineralienfreund; 1991; Heft 4; Seite 9
- Jenni, Jean-Pierre; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 53, Die Vorkommen von Bleiglanz, Kupferkies und Zinkblende des Bristenstocks (Kt. Uri); 1973; Seite 20-31
- Jenni, Jean-Pierre; Mineralienfreund; 1971; Heft 1; Seite 8-14
- Jenni, Jean-Pierre; Mineralienfreund; 1970; Heft 3-4; Seite 1-40
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 381,384
Die Koordinaten weisen auf den Schacht.
Gnos: Ein alter Bergbau (ca. 1750). Am Abhang des Bristen. Abgebaut wurde auf Gold, Silber, Blei, Kupfer. Hydrothermal in Gängen und Linsen im Altkristallin. Siehe auch Diplomarbeit von Gnos, E. Koordinaten genau.
Jenni: Im 17. Jahrhundert wurde das Erz durch einen kleinen Bergwerksbetrieb abgebaut. Das ehemalige Bergwerk ist in seinem Innern noch sehr gut erhalten und teilweise immer noch begehbar. Das Erzvorkommen weist eine linsenartige Form auf, bei einer maximalen Mächtigkeit von ca. 1,5 m und 12 x 20 m Querschnitt und setzt sich aus einer Schar mm- bis mehrere cm-mächtiger Erzgänglein und -schlieren zusammen, die alle parallel zueinander verlaufen und zusammen beim Ausbiss eine ca. 30 cm mächtige, vererzte Zone bilden. Sich über längere Distanzen erstreckende Erztrümer fehlen völlig; meist lösen sie sich schon nach wenigen dm auf und vertauben. Zwischen den sulfidreichen Partien sind phyllonitische Schiefer konkordant eingelagert, die eine Mächtigkeit von wenigen mm bis ein cm und mehr aufweisen. Durch ihre häufige Verformung zeigen sie deutlich, dass das ganze vererzte Gestein einer Boudinierung ausgesetzt war, die zu einer Anreicherung von Erzmineralien in den Verdickungen geführt hat. Zwischen den einzelnen phyllonitischen Einlagerungen ist das Erz von feinsten Quarzäderchen durchzogen, lokal auch von etwas grobkörnigeren Quarzschlieren durchsetzt. Ca. 40 m östlich des Schachtes beisst in einem chlorit- und granatreichen Schiefer ein weiteres 0,5 - 1 cm dickes Erzgänglein aus, das wohl in der Fortsetzung der Streichrichtung der Hauptvererzung liegt, aber mit dieser keinen an der Oberfläche sichtbaren Zusammenhang aufweist. Ähnliche, aber noch bescheidenere Erzspuren treten auch westlich der Grube auf. Das Erz ist von unscheinbarer, graugrüner Farbe, je nach mineralogischer Zusammensetzung stellenweise auch gelb und grau gesprenkelt. Von Auge gut erkennbar sind der idiomorph ausgebildete Arsenopyrit, der 1-3 mm grosse Kristalle bildet, sowie der Galenit, der z. T. relativ grobspätig (0 0,5 -1 mm) auskristallisiert ist. Galenit tritt aber auch wie Chalkopyrit und Sphalerit in sehr feinkörniger Ausbildung auf, und ist z. T. wie diese nur mit Hilfe der Lupe zu erkennen. Das sehr dichte Erz ist inhomogen zusammengesetzt. Neben Partien, die praktisch nur aus Arsenopyrit bestehen, gibt es solche, die äusserst reich an Galenit sind. Vorherrschend ist aber doch ein Mischerz, das aus den Hauptkomponenten Galenit, Sphalerit und Chalkopyrit besteht. Eine Gangart im herkömmlichen Sinne ist nicht zu sehen, wohl aber erkennt man die stellenweise starke Durchsetzung des Erzes mit silikatischer Materie, einem sehr feinkörnigen, grünlichen und von blossem Auge nicht weiter unterscheidbaren Mineralgemenge. Nach dem heute noch Sichtbaren ist die Hauptvererzung (= zentrales, am mächtigsten entwickeltes Erzband) im Hangenden von einem 2-4 cm dicken Arsenopyrit-Band begleitet, das durch eine ca. 5 cm mächtige, sericitreiche Gesteinslage von der eigentlichen Hauptvererzung getrennt ist. Letztere setzt sich vor allem aus Galenit und etwas Sphalerit zusammen, führt aber an ihrem äusseren Salband ebenfalls noch etwas Arsenopyrit. Innerhalb dieser Galenitreichen Zone, sowie deren Nebengestein, treten einzelne feine, s-parallel verlaufende Chalkopyritschlieren auf, die dem Erz eine gewisse, verschwommen ausgebildete Bänderung verleihen. Eine eventuell symmetrische Abfolge der Bänderung ist jedoch nicht erkennbar. Der Apotheker Mathias Lavater erhielt 1748 den Auftrag, vor der bloss zwei Jahre zuvor gegründeten Naturforschenden Gesellschaft in Zürich einen Vortrag zu halten. Bereits im Vorjahr hatte er vor diesem Gremiurn über ein sehr spezifisches Thema, über "De phosphoro urinoso" referiert. An diesem Montagnachmittag sollte er über den Bergbau in Uri reden, ein Thema, das ihn "ohnruhig' werden liess, war er doch weder Geologe noch Metallurg. Er zog sich jedoch gut aus der Affaire: Erstens benutzte er die greifbare naturwissenschaftl Literatur ausgiebig, und zweitens konnte er als Apotheker natürlich mit seinem Wissen über allerhand metallhaltige Wässerchen und Arzneimittel aus dem Vollen schöpften. In seinem Manuskript sind folgende Gruben aufgeführt (da die heutige Namen abweichend sind, werden jeweils alle Gruben aufgeführt).
" Tieffen Lauwe No 1 In der so genanten Tieffen Lauwe befinden sich hautptsächlich 4 Gänge, man siehet in diesen Thal von der Höhe des Bergs bis unten an die Land Strass mit denen bereits betriebenen Stollen 4 Gänge an den Tag bringen, von diesen benambseten hat man schon eine geraume Zeit 2 verfolget gehabt, und hoffte gute Ausbeuthe, weilen die Ertzte mächtig and von schönen Ansehen waren, allein es ware nur Spiess und Misspickel, so dass die Societet vor gut befunden, die so genante obere Silber Grub nach gehabten grossen Ohnkösten vor einmahl einzustellen, Der Gang ware 1/2, 3/4 bis ein Schuh mächtig. Die untere so genannte Silbergrub führet schöne herrliche Ertz mit sich, nur ist zu dauern, dass diese Grub nicht bergmännisch ist angefangen und bebauen worden. Der Anfänger wollte zu frühe auf den Raub gehen, machte den Eingang zu enge und legte sie zu nahe bey den Bach an, dass man immerhin mit dem Wasser geplaget wurde, auch endlich die Wetter mangelten. Der Gang ist öfters 1/2, 3/4, ja ein ganzen Schuh mächtig, zuweilen nimmet es so stark ab, dass man gedencken solte ihn gänzlich zu verliehren, allein in kurzen ist er wieder zu erreichen, und verlängert sich der Strasse nach immer grösser. Nun den Wasser abzuhelfen, und die Wetter zu haben, ist beschlossen worden, eine neue Stollen zu betreiben, wo man nun glücklich seyn wird, dass man die vorige Gänge erreichet, und nach Proportion Bley-Ertz entdecken wird, so dürfte diese Grub allein in Stande seyn, das Werck zu soutenieren.
Riether Grub No 2 In dem Bristenberg eine halbe Stand von der LandtStrass in den Waldt linckerhand, wo man nach Italien reiset, lieget die so genannte Riether Grub, in deren man Somer and Winters Zeit fortschaffen kan. Diese brichet Ertz welche etwas Silber; Kupffer und Bley mit sich führen, der Gang ist mehrentheils 1 bis 11/2 Schuh mächtig, auch bestehet derselbe in den Abtiefen in. Feldt Ortern und Strassen bau, und kann wöchentlich 10, 12 bis 15% Scheid Ertzte gewunnen werden, und gemeiniglich 2/3 Poch Ertz zugleich, der Fehler ist nur hierinnen dass was sie Scheid Ertz nennen, Poch-Gezeug ist, und Poch Ertz meist völlig Gestein ist; Man hat auf dieser Grub bisher umso viel mehr sein Augenmerck gehabt, weilen das Bley dem Werck gäntzlich nöthig gewesen, allein die Manier wie diese Ertz bis dahin tractiret worden seyn, haben die regulierten Ausgaben nicht daraus mögen bestritten werden, Diese Grub ist sonsten mit eigenen Zechen Haus, Berg-Schmitten, Kohlen-Schopff wohl versehen, auch alles wohl eingerichtet, so dasst man Bergbauer alle Stund sonderlich im Nothfall Winters Zeit darinn verlegen kan.
Graggenthaler Grube No 3 (siehe Graggenthal)
No 4. Eine Grube in dem Oberrieth einen Büxen Schuss weit von der in No 2 bemerckten RietherGrub. Es soll ein frischer ganz geschatfter Ertz Gang seyn, an dem hellen Tag gelegen, welches auch gleich der Riether Grub, Silber Kupffer and Bley haltig seyn soll.
No 5. Lieget auch eine Grub in den Bristenberg, eine halbe Stunde von der Land Strasse in den Waldt, so ein alter Stollen, und wo dieser aufgesäubert würde, und man kämme auf dem Gang wären auch schöne Kupffer-Ertze zu hoffen. Insche Alp
No 6 In der Inschen Alp 4 Stund von der Schmelze in den hohen Gebirg, sollen die zu den Silber Ertzen hochst nöthige Bley Gruben liegen, die alten haben darinn 3 Schmeltz-Öffen gehabt, welche noch heuntiges Tages an dem Gemauer zu erkennen. An Erhaltung Bley Ertz solle nicht zu zweiffeln seyn, allein müsste man das Tempo wohl in Acht nehmen und solche nur in hohen Somer wann der Schnee alldorten abgegangen, brechen lassen, auch solte zu gleicher Zeit der erforderliche Vorrath angeschaffet werden, um solchen Winters Zeit auf die Hütten mit Schlitten hinbringen zu können, dann ausser diesen der Transit zu pretiös, und obgleich der Zimmerman fälschlich vorgegeben, dasst auf solchen Platz an Holtz and Wasser kein Mangel, so will man doch das Gegentheil wissen. Man müsste dann das Gruaben Holtz zum verbauen, mit grosser Kösten den Bley Gruben zu tragen, und wo man dann eine ziemliche Partie BleyErtz gewunnen, dass man sothane Ertz dann wiederum dem Holtz zu fördere. In so ferne man die Ertz zu Menagirung der Transport Kosten, gleich die Alten auch gethan, auf der Höhe so weit es sich thun liesse wollte schmelzen lassen. Schmidten gennant,
No 7. Eine Grub Schmitten genand, 3 Stand im hohen Gebürg ob der Land Strass in Bristen-Berg gelegen. Ein. Werck worinn die alten vieles gearbeitet, und soll es vor allen dem Ansehen nach eines der besten Werckern gewesen seyn, Das Ertz soll fast einen Stock-Werck zu vergleichen seyn, in dem 3 mächtige Gang miteinander zu Tag ausstreichen, der von den Alten in das Werck getriebene Stollen ist zerbrochen, die Ertzte sollen Silber, Kupfer und Bley halten. Stuken
No 8 Die so genandte Stucker ist ach ohngefehr von gleicher Höe, ud in den Bristen Berg gelegen, in dieser Grub da die Erzte von obiger Qualité sollen die alten auch streng gearbeitet haben, und einen mächtigen Gruben Bau geführet haben. Davon die alten Rudera noch vorhanden, wo die BergSchmitten, Hatten vor die BergLeuthe - und andere zum Betrieb des Wercks dienliche Gebäu gestanden. Diese 3 lezt bemerckten Wercker sollen die alten' vornehmlich allen alten Anzeigungen nach starck getrieben haben, wie sie dann eine besondere Schmelzhütten dazu an Steeg gebauen und ganz dauerfafft von Mauerwerck alles angeleget. Will man nun Information einnehmen warum die Wercker eingegangen exempli gratia das auf der Schmitten, Stukken, Insch Alp: So bekomt man zur Antwort, die Pest wie obenangezeiget wäre selber Zeit daran schuld gewesen, und aus Manget Leuthen hatten sie müssen liegen bleiben, und nach ohnerdencklichen Jahren habe sich niemand mehr hinter die alten Wercker wagen wollen. Stubenblang
No 9 Auf der so genandten Stubenblang, in gleicher Höhe des Gebirgs ist ein ganz neuer Silber; Kupfer und Bley haltender Gang. Gleissen
No 10 Ein gleiches ohnweit der Stuben, ein neuer /Kupfer/ Ertz Gang die Gleisse genannt. Schwein-Kähle
No 11 Eine halbe Stunde von der Land Strass ohnweit der Riether Grub, die Schwein Kähle genannt, so auch Silber; Kupfer und Bley führen. "
- Apatit: Als Gangart und im Nebengestein auftretend.
- Arsenopyrit: Hauptgemengteil. Von Auge gut erkennbar, 1-3 mm gross, idiomorph ausgebildet. Das Arsenopyritband befindet sich im Hangenden der Hauptvererzung und in einem Gestein, das praktisch nur aus Sericit besteht.
- Chalkopyrit: Nebengemengteil. In sehr feinkörniger Ausbildung.
- Chalkosin: Als Sekundärbildung.
- Chlorit: Als Gangart und im Nebengestein auftretend. Beim Chlorit handelt es sich nach einer näheren Bestimmung um einen Fe(II)-Chlorit.
- Eisenerz: Unscheinbar, grünfarbig, je nach Zusammensetzung stellenweise auch gelb und grau gesprenkelt.
- Galenit: Hauptgemengteil. Zum Teil relativ grobspätig (Durchmesser zwischen 0.5 - 1 mm) auskristallisiert, auch in sehr feinkörniger Ausbildung.
- Gold, gediegen:
- Kupfer, gediegen:

- Limonit: Als Sekundärbildung.
- Pyrit: Nebengemengteil. Mikroskopisch, stets xenomorph. Oft umgewandelt in Limonit.
- Pyrrhotin: Nebengemengteil. Mikroskopisch, als rundliche, sehr kleine Aggregat (bis 0.1 mm).
- Quarz: Als Gangart und im Nebengestein auftretend.
- Sericit: Als Gangart und im Nebengestein auftretend.
- Silber:
- Sphalerit:
Hauptgemengteil. In sehr feinkörniger Ausbildung. Vereinzelt treten feinste Lagen von Sphalerit und Chalkopyrit auf, die oft auch etwas Chlorit führen.
- Stannit: (Wüthrich, Niggli, 1963). Mikroskopisch.
- Titanit: Als Gangart und im Nebengestein auftretend.
- Zirkon: Als Gangart und im Nebengestein auftretend.

013_UR / Intschi, Meitschligen (Stollenfenster 5)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692140 / 178270
Literatur:
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3
Unter dem Fundort 'Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi' ist eine ausführliche Beschreibung der Geologie und der in dieser Gegend vorkommenden Mineralien vorhanden. Weitere Informationen über dieses Gebiet finden Sie unter dem Bericht Fundorte 'Zusammenfassung Amsteg-Meitschligen-Teiftal-Intschi'. Die Koordinaten zeigen auf Meitschligen.
- Adular: - Albit: - Epidot: - Quarz: - Titanit:

014_UR / Intschi, Rainen, Graggental, Kracher-Thal, Krachertal;(Alaunabbau)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692125 / 179125
Literatur:
- Jenni, Jean-Pierre; Urner Mineralienfreund; 1971; Heft 1; Seite 8-14
- Jenni, Jean-Pierre; Minaria Helvetica; 1986; Heft 6; Seite 6-9; Besuch der Grube Graggental
- Jenni, Jean-Pierre; 1973; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 53; Seite 66-71; Die Vorkommen von Galenit, Chalkopyrit und Sphalerit des Bristenstocks (Kt. Uri).
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 412
- Krähenbühl,Hans; Bergknappe; 2000/3; Heft 93; Seite 12-19; Schwefel-, Vitriol- und Alaun- Gewinnung auch in der Schweiz
- Krähenbühl,Hans; Bergknappe; 2000/4; Heft 94; Seite 13-18; Schwefel-, Vitriol- und Alaun- Gewinnung auch in der Schweiz
- Krähenbühl,Hans; Bergknappe; 2001/1; Heft 95; Seite 3-6; Schwefel-, Vitriol- und Alaun- Gewinnung auch in der Schweiz
- Krähenbühl,Hans; Bergknappe; 2001/2; Heft 96; Seite 3-6; Schwefel-, Vitriol- und Alaun- Gewinnung auch in der Schweiz
- Stalder, H.A. & Sicher, V.; Separatdruck Urner Mineralienfreund; 1978; Heft 3; Seite 61
In Beschreibungen des Gotthardgebietes aus dem 18. und 19. Jh. wird ein 'Alaun- Vorkommen' bei Amsteg erwähnt und zwar meist im Zusammenhang mit dem damit verbundenen 'Alaun- Abbau' und der 'Alaun- Fabrik'. Es handelt sich um das 'Alaunwerk Graggental', das sich einen halben Kilometer südlich von Intschi befindet. Sicher ist der dort an der Gotthardstrasse anstehende, gelblich bis rostfarbene Schiefer schon vielen Leute aufgefallen. Dieses pyritische Gestein ist der Träger eines gelblich-weissen Minerals, das bis anhin als Alaun gegolten hat. Eine nähere Untersuchung dieses wasserlöslichen Minerals hat ergeben, dass es sich dabei um ein eisen-manganhaltiges Pickeringit, ein Magnesium-Aluminiumsulfat handelt. Dieses Mineral ist somit kein Alaun (Kalium- Aluminium- Sulfat ) und die früheren Bezeichnungen wie Federalaun, Haarsalz, Bosjemanit und Keramohalit sind falsch oder zumindest nicht zeitgemäss (Jenni). An wettergeschützten Überhängen und Felsnischen bildet der Pickeringit lockere Ausblühungen auf dem Gestein, die aus Aggregaten feinster weisser Kristallnädelchen von maximal einigen Millimetern Länge oder gelblich- weisser Verkrustung bestehen können. Die Sulfatvorkommen, wie sie bei Intschi auftreten, sind seit langem als Zersetzungsprodukt sulfidischer Gesteine bekannt. Sie können sogar abbauwürdige Sulfatlagerstätten darstellen, wie dies eine Zeit lang in Intschi der Fall war.
Siehe auch unter 'Intschi, Rainen, Graggental, Zgraggental, Greggertal, Schwandental;(Erzabbau)'.
- Pickeringit: Das Sulfat wurde aus dem Stein ausgelaugt, durch Sieden angereichert und dann durch versetzen mit Potasche umkristallisiert. Auch bekannt unter 'Federalaun'.

015_UR / Intschi, Rainen, Graggental, Zgraggental, Greggertal, Graggenthaler Grube, Schwandental;(Erzabbau)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692000 / 179200
Literatur:
- Amacher, Urs; Minaria Helvetica;1995;Heft 15a; Seite 15-38; Mathias Lavater vor der Naturforschenden Gesellschaft 'Von den Metallen überhaupt und den Urnerbergwerken insbesondere’ (1748)
- Jenni, Jean-Pierre; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 53, Die Vorkommen von Galenit, Chalkopyrit und Zinkblende des Bristenstocks (Kt. Uri); 1973; Seite 66-71
- Jenni, Jean-Pierre; Minaria Helvetica; 1986; Heft 6; Seite 6-9; Besuch der Grube Graggental
- Jenni, Jean-Pierre; Urner Mineralienfreund; 1971; Heft 1; Seite 8-14
- Jenni,J ean-Pierre; Urner Mineralienfreund; 1970; Heft 3-4; Seite 1-40
Diese Grube befindet sich im Wäldchen nördlich der Lokalität "Rainen" südlich Intschi auf 760 m ü. M. bei den erwähnten Koordinaten (Koordinaten genau) und nur 10 Minuten von der Kantonsstrasse entfernt. Von der ursprünglichen Anlage sind heute noch der grosse Hauptschacht, die Abraumhalde sowie ein grösserer Schürfschlitz erhalten. Das Erzvorkommen liegt in der Zone der Chlorit-Sericit-Gneise. Die Vererzung wurde sehr intensiv ausgebeutet. Entsprechend ist heute kaum noch Erzmaterial zu finden. Siehe unter 'Intschi, Rainen, Graggental;(Alaunabbau)'. Die ehemalige Mine ist eines der 4, an der Westflanke des Bristenstocks noch begehbaren Bergwerke. Ein Abbau fand vom 16. bis ins 18. Jh. auf Blei, Silber und Kupfer statt. Beim Erz handelte es sich eine stark von Silikaten durchsetzte, metamorphe Galenit-Sphalerit-Kupferkiesvergesellschaftung. Nach einem Unterbruch von ca. 15 Jahren entstand an dieser Stelle ab ca. 1750 eine chemische Fabrik, die sogenannten 'Alaun-Werke'. Während 25 Jahren wurden die in der Nähe auftretenden pyritreichen und Pickingerit führenden (einem Mg-haltigen Aluminiumsulfat) Schiefer abgebaut und deren Alaun gewonnen. Die Schachtlänge wird auf ca. 25 Meter geschätzt (Länge der Linse ca. 16 Meter und ca. 1-2 Meter dick). Das Erz enthält die folgenden aufgeführten Mineralien.
- Apatit: Als Gangart und im Nebengestein.
- Arsenopyrit: Hauptgemengteil.
- Azurit: Sekundäre Bildung.
- Chalkopyrit: Hauptgemengteil. Im Erz selber treten neben ausgesprochen Pyrrhotinreichen Partien auch solche auf, die reichlich Sphalerit führen; im Allgemeinen aber macht der Chalkopyrit den Hauptanteil des Erzes aus.
- Chlorit: Als Gangart und im Nebengestein.
- Galenit: Nebengemengteil. Galenit ist nur in relativ geringen Mengen vorhanden.
- Malachit: Sekundäre Bildung.
- Markasit: Sekundäre Bildung.
- Muskovit: Vereinzelt treten bis mehrere zehntel-mm grosse, undeformierte Muskovit-Blättchen auf, die ganz oder teilweise von Sulfiden umwachsen sind.
- Pyrrhotin: Hauptgemengteil. Ziemlich eindeutige Pyrrhotinrelikte wurden vereinzelt im Chalkopyrit beobachtet.
- Quarz: Als Gangart und im Nebengestein.
- Sericit: Als Gangart und im Nebengestein.
- Sphalerit: Hauptgemengteil. Tritt zusammen mit Arsenopyrit und Chalkopyrit auf.
- Zirkon: Als Gangart und im Nebengestein.

016_UR / Intschi, Riedtunnel Autobahn A2;(Erzabbau)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692500 / 179200
Literatur:
- Jenni,Jean-Pierre; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 53, Die Vorkommen von Galenit, Chalkopyrit und Zinkblende des Bristenstocks (Kt. Uri); 1973; Seite 52-59
Koordinaten genau. Koenigsberger (1910) erwähnt einen Erzgang bei Hinterried, an der Reuss gegenüber der Einmündung des Leutschachbaches. Auch in der Arbeit von Blättler (1943) wird von verschütteten Grubenbauten in diesem Gebiet gesprochen. Es ist indessen nicht mehr gelungen alte Gruben oder gar nur grössere Vererzungen im Gelände von Hinterried zu entdecken. Diesen Umstand mit den umfangreichen Erdbewegungen für den Bau der Autobahn erklären zu wollen, ist nur teilweise berechtigt, ist doch das Gebiet dort infolge des sehr gebrächen und tiefgründig zerrütteten Gesteins für den Untertagbau völlig ungeeignet; es ist deshalb sehr fraglich, ob hier überhaupt je Bergbau betrieben worden ist. Indessen wurden im damals eben in Bau befindlichen Riedtunnel der Autobahn N2 tatsächlich einige schwache Vererzungen in der südlichen Tunnelhälfte (Koord. 692.500/179.200,670 m ü. M.) gefunden, zudem wies das durchfahrene Tunnelgestein einen ständigen, aber sehr schwankenden Pyritgehalt auf. Die südliche Hälfte des Riedtunnels befindet sich in einer Zone pyritreicher Schiefer und Gneise. Die über dem Tunnel anstehenden verwitterten Gesteine entsprechen in ihrer Beschaffenheit den ebenfalls pyritführenden Sericit-Schiefern der Bristlaui und gehören zweifellos dem gleichen Gesteinszug an. Sehr auffällig an diesem Gestein ist der enorme Unterschied zwischen den oberflächlich anstehenden, verwitterten und den frischen Proben aus dem Tunnel. Die Gesteine an der Oberfläche sind von gelblichweisser bis rostig brauner Farbe, sehr stark ausgelaugt und zersetzt und zerkrümeln vollständig beim Anschlagen. Dort, wo das Gestein reichlich Pyrit enthält, finden sich an wettergeschützten Stellen Ausblühungen von Pickeringit und andern Sulfaten als Verwitterungsprodukt des Pyrites. Es bildete sich auf diese Weise eine eigentliche Sulfatlagerstätte, die sogar von 1764 bis ca. 1790 abgebaut wurde (Jenni, 1970). Das frische Gestein dagegen ist von heller, grauer bis grünlich-grauer Farbe, mattglänzend und im allgemeinen sehr feinkörnig. Makroskopisch sind ausser Pyrit und vereinzelten Quarzkörnern kaum andere Mineralien zu erkennen.
- Arsenopyrit:
- Chalcopyrit:
Chalkopyrit tritt nur in sehr geringen Mengen und selten allein auf. Er ist meist mit Sphalerit verwachsen, wobei sich im Anschliff die einzelnen Mineralbereiche durch relativ einfache rundliche, aber doch meist etwas gebuchtete und gelappte Formen auszeichnen. Graphische Verwachsungen zwischen Pyrit und Chalkopyrit wurden keine beobachtet, vereinzelt jedoch Verdrängungen des Pyrites durch Chalkopyrit.
- Galenit:
- Pickeringit:
Dort, wo das Gestein reichlich Pyrit enthält, finden sich an wettergeschützten Stellen Ausblühungen von Pickeringit und andern Sulfaten als Verwitterungsprodukt des Pyrites. Es bildete sich auf diese Weise eine eigentliche Sulfatlagerstätte, die sogar von 1764 bis ca. 1790 abgebaut wurde (Jenni, 1970).
- Pyrit: Verschiedentlich sind im Kern von Pyritkörnern auch orientierte Verwachsungen nach den kristallographischen Richtungen des Würfels zwischen dem Pyrit und Sphalerit zu beobachten. Es lassen sich daraus zwei Pyritgenerationen ableiten, nämlich eine ältere, die von Sphalerit verdrängt wurde, sowie eine jüngere, die konzentrisch zum älteren Korn weitergewachsen ist.
- Pyrrhotin:
- Sphalerit:
Die Sphalerit tritt in geringen Mengen als Einschluss im Pyrit oder aber als "Zement" zwischen den lockeren Pyritkörneraggregaten auf. Im Sphaleritreicheren Bändererz bildet die Blende auch einzelne, bis mehrere mm-grosse, stark gelängte und eingeregelte Aggregate von unregelmässiger Gestalt.

017_UR / Intschi, Teiftal, Langlaui, Wasseregg;(Erzabbau)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693550 / 178870
Literatur:
- Jenni, Jean-Pierre; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 53, Die Vorkommen von Galenit, Chalkopyrit und Zinkblende des Bristenstocks (Kt. Uri); 1973; Seite 73
- Jenni, Jean-Pierre; Urner Mineralienfreund; 1971; Heft 1; Seite 8-14
Koordinaten recht genau. In der steil in die Langlaui abfallenden Ostflanke der Wasseregg beissen auf ca. 1000 m Höhe mehrere kleine, gangartige Vererzungen aus, deren Mächtigkeit aber kaum 1 cm überschreitet. Diese Erzgänglein verlaufen anscheinend alle konkordant zur Schieferung des Nebengesteins, und befinden sich hier in einem äusserst zerrütteten und völlig verstürzten Biotit-Sericit-Gneiskomplex. Soweit makroskopisch zu sehen ist, führen sie neben etwas Sphalerit vorwiegend Chalkopyrit. Letzterer macht sich vor allem durch seine Sekundärmineralien wie Malachit und Azurit bemerkbar.
- Azurit: Als Sekundärbildungen.
- Chalkopyrit:
- Malachit:
Als Sekundärbildungen.
- Sphalerit:

018_UR / Intschi, Teiftal, Riederwald;(Erzabbau)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692700 / 178450
Literatur:
- Jenni, Jean-Pierre; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 53, Die Vorkommen von Galenit, Chalkopyrit und Zinkblende des Bristenstocks (Kt. Uri); 1973; Seite 72
Beim Abfall des Riederwaldes ins Teiftal befindet sich etwa 50-75 Meter südlich des Punktes 1027 eine vererzte Stelle in einer schwer zugänglichen und fast senkrechten Felswand. Wegen den Malachitflecken ist der Erzausbiss schon von weitem zu erkennen. Man erkennt zudem ein ca. 30 cm dickes, vom Rost braun verfärbtes Quarzband, welches vermutlich vererzt ist. Am Fuss der Felswand sind schwach vererzte Gesteinsbrüchstücke zu finden. Ca. 50 Meter WSW von der besagten Vererzung entfernt befindet sich ein weiteres kleines, ca. 2 cm mächtiges Erzgänglein. Die festgestellten Erzmineralien des kleineren Gängleins sind:
- Chalkopyrit:
- Galenit:
- Sphalerit:


019_UR / Intschi, Teiftal, Schniderblätz;(Erzabbau)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 693450 / 178475
Literatur:
- Jenni, Jean-Pierre; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 53, Die Vorkommen von Galenit, Chalkopyrit und Zinkblende des Bristenstocks (Kt. Uri); 1973; Seite 72-73
- Jenni, Jean-Pierre; Urner Mineralienfreund; 1971; Heft 1; Seite 8-14
- Jenni, Jean-Pierre; Urner Mineralienfreund; 1970; Heft 3-4; Seite 1-40
Koordinaten genau. Ca. 100 Meter östlich vom Waldrand der Alp Schniderblätz entfernt, befindet sich eine fast vollständig eingefallene und verschüttete Erzschürfstelle. Erschürft wurde hier eine ca. 5 Meter lange Vererzung, die zur Hauptsache aus einem 2-3 cm mächtigen feinstkörnigen Chalkopyritband besteht. Das feinkörnig ausgebildete, speisgelbe Erzband ist stark von Gangart, namentlich von rundlichen Quarzaugen durchsetzt und weist keine sehr scharfe Begrenzung auf. Der Übergang zu seinem Nebengestein ist mehr oder weniger verschwommen ausgebildet, und dieses ebenfalls von Sulfiden imprägniert. Die mikroskopische Untersuchung ergab, dass neben Chalkopyrit in ungefähr gleicher Menge auch Sphalerit, sowie untergeordnet auch Galenit und Arsenopyrit auftreten. Die Gangart setzt sich vorwiegend aus Quarz, Granat und Biotit zusammen, daneben tritt aber auch Chlorit, sowie überraschend viel Zirkon auf. Die Gangart durchsetzt einerseits die völlig zerschnitzelten, aber innig miteinander verwachsenen Sulfide, bildet andererseits aber vorwiegend rundliche Aggregate von mehreren zehntel-mm Durchmesser, die zum grössten Teil aus Quarz bestehen, meist aber auch in unterschiedlichen Mengen Biotit und Granat führen. Diese runden Aggregate werden durch die feinkörnige Sulfid/Gangartmasse zusammengekittet.
- Arsenopyrit: Nur untergeordnet.
- Biotit: Gangart.
- Chalkopyrit:
- Chlorit:
- Galenit:
Nur untergeordnet.
- Granat: Gangart.
- Quarz: Gangart.
- Sphalerit:
- Zirkon:


020_UR / Intschi, Teiftal, Teiftaltunnel A2;(Erzvorkommen)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692300 / 178500
Literatur:
- Jenni, Jean-Pierre; 1973; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 53; Seite 74; Die Vorkommen von Galenit, Chalkopyrit und Sphalerit des Bristenstocks (Kt. Uri). Beim Bau des Teiftaltunnels der Autobahn wurde nach einer mündlichen Mitteilung von Herrn Dr. C. Schindler ca. 50 m südlich des Baches in der Talspur eine reichhaltige Galenitvererzung angefahren. Sie befindet dort am Tunnelfirst in einer ausgesprochen zerrütteten Zone der Amphibolitmigmatite. Da die Fundstelle wieder zubetoniert wurde, sind Funde nicht mehr möglich. Soweit makroskopisch zu erkennen ist, handelt es sich dabei nach den Proben von C. Schindler offenbar um ein reines (alpidisches? ) Galenitvorkommen.
- Galenit:

021_UR / Intschi, Teiftal, Tiefen Lauwe;(Erzabbau)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Gurtnellen, Koordinaten ca.: 692550 / 178385
Literatur:
- Jenni, Jean-Pierre; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 53, Die Vorkommen von Galenit, Chalkopyrit und Zinkblende des Bristenstocks (Kt. Uri); 1973; Seite 71-72
- Jenni, Jean-Pierre; Urner Mineralienfreund; 1971; Heft 1; Seite 8-14
Koordinaten recht genau. Lavater (1748) erwähnt über den Urner Bergbau eine Untere, sowie eine Obere Silbergrube im Teiftal. Die Erzgänge waren 0.5 bis ein Schuh mächtig, mit schwankender Mächtigkeit. Der Gang der Oberen Grube habe nur 'Spiess' (Pyrit) und Miespickel (Arsenopyrit) geliefert, die Untere Grube dagegen 'schöne herrliche Ertz'. Keine der beiden Gruben ist heute noch auffindbar. Evtl. haben Lawinen und Bachgeröll die beiden Anlagen zugedeckt. In der rechten Talflanke ist jedoch eine kleine Vererzung mit Bergbauspuren zu finden. Der Stollen weist hier eine Länge von ca. 12 Meter auf. Dieser Stollen scheint aber erst nach 1748 angelegt worden zu sein. Im Stollen selbst lässt sich eine nur wenige cm mächtige Sphaleritvererzung beobachten, die an einen 5- 15 cm dicken Quarzgang gebunden ist, der im Hangenden eines ca. 1m mächtigen, geschieferten Quarzporphyrs auftritt. Die Hauptmasse des Ganges aus relativ grob auskristallisiertem Quarz, in dem vereinzelt ebenfalls grobkörnig ausgebildete Sulfide (Chalkopyrit, Galenit und Sphalerit) auftreten. Das eigentliche Erzband setzt sich vorwiegend aus feinkörniger Sphalerit mit einem mittleren Korndurchmesser von wenigen zehntel-mm, sowie etwas Chalkopyrit und Pyrit zusammen. In sehr geringen Mengen wurde in Erzanschliffen Pyrrhotin und Stannit beobachtet. Das Erzband ist ausserdem von feinen, parallelen Quarzäderchen durchzogen, die ihm eine gewisse Paralleltextur verleihen. Gegen den Quarzporphyr zu lässt sich eine 5- 10 cm dicke, stark verquarzte Übergangszone beobachten, die von mm-dicken Quarz-Sericitlagen durchzogen und von Sulfiden (vor allem Pyrit) imprägniert ist. Gegen den Sericit-Biotit-Gneis im Hangenden der Vererzung findet dagegen ein relativ rascher und scharf ausgebildeter Übergang statt, wobei der Gneis in unmittelbarer Nähe des Ganges vermehrt Sericit (dafür keinen Feldspat) führt, als das entsprechende Gestein in einiger Entfernung von der Vererzung.
- Chalkopyrit: Grobkörnig im Quarz eingelagert.
- Eisenerz:
- Galenit:
Grobkörnig im Quarz eingelagert.
- Pyrit:
- Quarz:
Hauptmasse des Ganges.
- Sphalerit: Grobkörnig im Quarz eingelagert. Feinkörnig als Hauptgemengteil des Erzganges.

022_UR / Göschenen, Brätschenflue (Umleitungsstollen Göschener Reuss) KW Göschenen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 680521 / 166876
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 93
Aus zwei grossen Klüften:
1.) ca. 250 Meter entfernt vom Ostportal.
2.) ca. 600 Meter vom Ostportal.
- Quarz: 1) viel, gross, hell bis leicht rauchig, meistens chloritisiert. 2)
- Rosafluorit: 2) mittlere Grösse, guter Glanz.

023_UR / Göschenen, Furkareuss (Zuleitungsstollen KW Göschenen), Lochbergbach
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 680729 / 162371
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 103
Beim Bau dieses Stollens, ca. 100 Meter südlich des Lochbergbaches. Die Koordinaten zeigen auf das Sammelbecken.
- Quarz: Mit verschiedenen Karbonaten.

024_UR / Göschenen, Gotthard (Bahn-Rangiertunnel)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 688232 / 169039
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 94
Aus dem Rangiertunnel südlich von Göschenen, 100 Meter vom Eingang entfernt.
- Calcit:
- Milarit:
Bis 0.5 mm, wasserklar, prismatisch (Graeser, Hager, 1961).
- Quarz: Belegt mit Calcittafeln.

025_UR / Göschenen, Göscheneralp, Voralpstollen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 681475 / 170279
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 324
Die Koordinaten zeigen auf den Stolleneingang im Voralptal.
- Gwindel: Offene Ausbildung, rauchfarbig.
- Rauchquarz:

026_UR / Göschenen, Göscheneralpsee (Zuleitungsstollen der Furkareuss) KW Göschenen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 680300 / 166540
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 93
In der Nähe des Nordportals beim Göscheneralpsee aus zwei Klüften:
1) 150 Meter ab dem Nordportal.
2) 170 Meter ab dem Nordportal.
- Milarit: 1) bis 2 mm, massenweise, auf Quarz. 2) bis 1 cm, säulig, auf dem Nebengestein.
- Quarz: 1) 2) wenig.

027_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Göschener Tal, Bratschi, Brätschi
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 681659 / 167261
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 101
Diese Bezeichnung fehlt auf der Karte. Es handelt sich hier um eine Lokalität ca. ein Km vor dem Staudamm. Beim Bau des Strassentunnels unterhalb von Brätschi konnten recht grosse Zepterquarze geborgen werden. Die Koordinaten zeigen auf diesen Tunnel. Am Ende der Strasse, rechts oberhalb der Staumauer liegt die Brätschenflue.
- Rosafluorit: Oktaeder bis 15 mm Kantenlänge.
- Zepterquarz: Bis 20 cm.

028_UR / Urserental, Hospental (Strassentunnel und Strassenbau)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Hospental, Koordinaten ca.: 686400 / 163550
Literatur:
- Amacher, P. & Dollinger,H.; Urner Mineralienfreund; 1985; Heft 4; Seite 53-56
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 114
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 141
Beim Bau des südlich von Hospental gelegenen Strassentunnels und beim sonstigen Strassenbau.
- Anatas: Gelb, klein.
- Ankerit: Halbkugelig, bis 2 cm Durchmesser, bestehend aus kleinen verbogenen Rhomboedern, elfenbeinfarbig, gelbbraun, braun, braunrot.
- Calcit:
- Dolomit:
- Goethit:
Pulverig.
- Periklin:
- Quarz:
In sehr schönen Gruppen.
- Rutil:
- Sagenit:


029_UR / Urserental, Hospental, Chämleten, Chämmleten, Kämmleten, Kemmleten, Gotthardreuss, Schwärzealp, im Tritt südlich Realp, Schmiedigen, Wylerstauden, Gigi, Gigenstaffel, Geige, Geigenstaffel, Gurschenalp, Calmot am Oberalppass, St. Annagletscher (heute St. Annafirn);(Talkabbau)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Hospental, Koordinaten ca.: 686550 / 163230
Literatur:
- Fehlmann, Hans; Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 200-203
Die Koordinaten zeigen auf Chämleten. Kemmleten befindet sich ca. 400 m südlich von Hospenthal, links der Gotthardreuss.
- Asbest:
- Giltstein:
- Talk:


030_UR / Urserental, Hospental, Ofestai, Ofenstein
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Hospental, Koordinaten ca.: 685670 / 163090
Literatur:
- Meyer, Werner; Minaria Helvetica; 1986; Heft 6a; Seite 11-13; Der Ofenstein bei Hospental
Koordinaten genau. Örtlichkeit an der Nordostflanke des Winterhorns, ca. 1 km südwestlich von Hospental. Es handelt sich um einen mächtigen Sturzblock (bergseitig ca. 5 Meter hoch) sowie zwei weitere aber kleinere Blöcke. Alle drei Blöcke bestehen aus Speckstein (Giltstein, Lavez, Pierre ollaire, Pietra ollare) und weisen frühe Abbauspuren auf. Verwendet wurde das Material für den Ofenbau.
- Giltstein:
- Speckstein:


031_UR / Urserental, Realp, Witenwasserental, Wittenwasserental;(Stollen Schweig)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp
Literatur:
- Amacher, Peter; Schweizer Strahler; 2017; heft 1; Seite 2 - 7; Witenwasserental, Kanton Uri: Schöne Mineralienfunde im Stollen
Die Mineralien stammen aus dem 300 Meter langen Stollen des Kraftwerks Realp II. Angeschoseen wurden 8 Klüfte, wobei durch die Sprengung vieles beschädigt wurde und nur ca. 6 Stufen den Weg ins Museum fanden. konnten.
- Anatas: Klein.
- Calcit: In verschiedenen Formen wie Rhomboeder, flache Rhomboeder, 'Kanonenspat'.
- Chlorit: Schwarz und grün.
- Dolomit: Aggregate bis 3 cm.
- Goethit: Stufen bis 19 cm Breite.
- Hellglimmer:
- Ilmenit:
Klein.
- Periklin:
- Pistomesit:
Ein magnesiumhaltiger Siderit.
- Pyrit: Glänzend.
- Pyrrhotin: Klein.
- Quarz: Nur wenig. Klein, bis 1.5 cm.
- Rutil:
- Siderit:
Teilweise stark verwittert.

032_UR / Schattdorf, Schadorf, Rynächt (Stollen)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Schattdorf, Koordinaten ca.: 692000 / 188731
Literatur:
- Amacher, P.; Urner Mineralienfreund; 1993; Heft 3; Seite 7-20
Das Fundmaterial stammt von einer Halde, welche durch Aushub vom Stollen Rynächt der Munitionsfabrik angelegt wurde (1960-er Jahre).
- Gips: Sehr dünn, glasig, weiss, meistens ungeordnet aufgewachsen, selten radialstrahlig angeordnet. Bis 2cm.

033_UR / Maderanertal, Etzlital, Vordere Etzliboden, Sellerntobel, Sellenentobel, Bristenstock;(Asbestabbau)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 697150 / 178850
Literatur:
- Fehlmann, H,: Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 225
Auf dem vorderen Etzliboden (Siegfriedblatt 407), beim Sellerntobel und am Bristenstock, haben die "Schweizerischen Eternitwerke A.G." in den Sommern 1917 und 1918 nach Hornblendeasbest gesucht. Die Ausbeutung nahm wegen zu geringer Qualität des Asbestes keinen grösseren Massstab an.
- Hornblendeasbest:

034_UR / Maderanertal, Isental, Isenthal, Wolfhalde;(Erzabbau)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 685630 / 196129
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Bereits im ausgehenden Mittelalter, sicher aber 1596 (evtl. schon 1480), fand im Isental ein Bergbau auf Eisen statt. H.J. Madran (nach ihm ist das heutige Maderanertal benannt) war damals Bergherr der Windgällen-Eisengruben und Gebieter im Isental. Vermutlich lag das Bergwerk im untersten Teil des Tales, nahe beim See. Am See befand sich vermutlich auch die Schmelze. Über die Abbaudauer ist leider nichts bekannt. Später wurde bestätigt, dass an der Wolfhalde im Isental Erz abgebaut wurde. Dieser Lokalname kann heute aber nicht mehr zugeordnet werden.
- Eisenerz:
Zurück zum Seiteninhalt
App-Icon
Fundorte von Mineralien in der Schweiz Installieren Sie diese Website auf Ihrem Startbildschirm für ein besseres Erlebnis
Tippen Sie auf Installationsschaltfläche auf iOS und dann auf „Zu Ihrem Bildschirm hinzufügen“