Kanton SG
Fundorte
Vorkommen im Kanton St. Gallen
001_SG / Bernhardzell, Bisitobel, Tannenberg
Region: Bezirk Gossau / Gemeinde Waldkirch, Koordinaten ca.: 742461 / 260036
Literatur:
- Bodenmann, Carl; Schweizer Strahler; 1998; Heft 4; Seite 373 - 375; Natürlich vergoldete Artefakte
Im Bach, welcher westlich von Bernhardzell durchs Bisitobel in Richtung Sitter fliesst. Die Koordinaten zeigen auf den Bisitobel.
- Gold, gediegen: Als kleine Körnchen bis 4 mm, auch goldbeschichtete Reste eines archäologischen Artefakts.
002_SG / Waldkirch
Region: Bezirk Gossau / Gemeinde Waldkirch, Koordinaten ca.: 739180 / 259150
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 377
- Montmorillonit: Aus einem Bentonithorizont.
003_SG / Landquart, Bad Ragaz, Sarelli-Stollen
Region: Bezirk Landquart / Gemeinde Landquart, Koordinaten ca.: 759530 / 205350
Literatur:
- Offermann, E.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 86-88; Kleinmineralien
Verläuft von Haldenstein bis nach Bad Ragaz fast unterhalb des Rheins.
- Calcit: In flachen Rhomboedern (Knopfcalcit), mit markantem 'Mercedes-Stern'.
- Pyrit: In kleinsten Kristallen auf dem Calcit.
004_SG / Bad Ragaz, Malans
Region: Bezirk Landquart / Gemeinde Malans, Koordinaten ca.: 762590 / 205610
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 223
Südöstlich von Bad Ragaz. In der Umgebung dieses Ortes.
- Quarz: Klein, milchig bis klar, langprismatisch.
005_SG / Plona
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätten, Koordinaten ca.: 756500 / 239500
Literatur:
- Kürsteiner,P. & Knechtle,B.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 476-482; Die Mineralfundstellen im Alpsteinmassiv Teil II
Die altbekannte Fundstelle befindet sich im Schrattenkalk westlich von Plona in einem der steil abfallenden Bachgräben des Kamor.
- Calcit: Bis 10 cm, in eigenartiger treppenförmiger Ausbildung, hell - bis dunkelgrau, seltener durchsichtig, auch weiss und gesteinsbildend, reichlich.
006_SG / Plona, Alp Stofel
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätten, Koordinaten ca.: 756640 / 241190
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 193
In den Gesteinsschichten oder im Gehängeschutt.
- Pyrit: Kugelig, als Konkretionen im Gestein eingesprengt. Bis 6 cm Durchmesser, teilweise oxidiert.
007_SG / Plona, Bergwald
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätten, Koordinaten ca.: 757330 / 240390
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 191
- Calcit: Skalenoeder, bis 4 cm, teilweise verzwillingt, Rhomboeder bis 4 cm und dem Muttergestein aufgewachsen. Interessant ist die Bildung einer 2. Generation: Skalenoeder auf Rhomboeder. Weiter konnten aus einer anderen Kluft säulig-prismatische Kristalle (Kanonenspat) mit abgestumpften Endflächen gefunden werden. Einzelne Kristalle erreichen eine Länge bis 5 cm. Liegende Exemplare sind als Doppelender ausgebildet. Hier zeigt sich die 2. Generation in Form kleiner Fingernagelcalcite (bis 4 mm). Die Farbe variiert von hell- bis dunkelgrau und selten weiss bis leicht durchscheinend.
008_SG / Plona, Bergwald (östlich)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätten, Koordinaten ca.: 757040 / 240450
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 190 Im Bergwald oberhalb von Plona aus dem Schrattenkalk. Eine Fundstelle befindet sich in der Böschung einer Strassenkehre. Hier sind zwei Scherklüfte anzutreffen, wobei aus der grösseren (Breite 1 Meter, tiefe 2 Meter) Calcit geborgen werden konnte.
- Calcit: Auf dem Muttergestein oder lose im Lehm liegend, rhomboedrisch, bis 9 cm, weiss oder in verschiedenen helleren oder dunkleren Grautönen.
009_SG / Plona, Laad, Rötelbach
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätten, Koordinaten ca.: 756130 / 239210
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 194 Das Vorkommen, welches schon seit Jahren bearbeitet wird, liegt westlich von Plona bei der Lokalität Laad. Die Fundstelle liegt im steil abfallenden Graben des Rötelbachs.
- Calcit: Als Rhomboeder bis 10 cm Kantenlänge und oft ineneinander verwachsen. Hell- bis dunkelgrau.
010_SG / Plona, Lenziwis
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätten, Koordinaten ca.: 756190 / 241000
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 193
- Pyrit: Kugelig, als Konkretionen im Gestein eingesprengt. Bis 6 cm Durchmesser, teilweise oxidiert.
011_SG / Plona, Rappentobel
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätten, Koordinaten ca.: 756660 / 240760
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 193
- Pyrit: Kugelig, als Konkretionen im Gestein eingesprengt. Bis 6 cm Durchmesser, teilweise oxidiert.
012_SG / Ruen (Steinbruch), Kamor, Alp Unter-Kamor
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätten, Koordinaten ca.: 755610 / 241100
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 194
Im Anstehenden eines alten Steinbruchs bei Ruen.
- Ankerit: Gelb oder rostbraun verwittert, kugelig, bis 4 mm Durchmesser.
- Calcit: Als Skalenoeder, bis 5 mm, teilweise meisselförmig verzwillingt.
- Dolomit: Gelb oder rostbraun verwittert, kugelig, bis 4 mm Durchmesser.
- Pyrit:
- Quarz:
013_SG / Alpstein, Montlingerberg (Kolbensteinbruch)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberried, Koordinaten ca.: 762380 / 245110
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 159
- Ankerit: Die chemische Untersuchung ergab, dass es sich beim Dolomit um die Varietät Ankerit handelt.
- Calcit: Als Skalenoeder oder in verschiedenen Rhomboederformen, bis 6 cm, hell, grau bis durchscheinend.
- Dolomit: Aggregate bis 10 mm, gelblich, sattelförmig.
- Fluorit: Als ca. 2 mm dicke Wandbeläge von trübem, grünlichem Fluorit in kleinen Kristallen. Grössere Kristalle erreichen eine Kantenlänge von bis zu 6 mm sind farblos und dem Calcit aufgewachsen.
- Pyrit: Im Hohlräumen nur in kleinster Ausbildung, als Konkretionen im Nebengestein bis 2 cm.
- Quarz: Glasklar, dem Calcit aufgewachsen, bis 3 mm.
- Strontianit: Vereinzelte Büschel bis 1 mm Durchmesser und dem Calcit aufgewachsen.
014_SG / Freienbach, Mittelstein (östlich)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberried, Koordinaten ca.: 757850 / 242220
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 189
Ca. 100 Meter östlich der sogenannten Oberlöcher auf der obersten Schicht des Waldbodens. Oberhalb dieser Fundstelle befindet sich eine kleine Höhle aus welcher ebenfalls Calcit geborgen werden konnte.
- Calcit: Massenhaft, Rhomboederkombinationen mit Kantenlänge bis 6 cm, hell bis dunkelgrau, zum Teil mit schönem Oberflächenglanz. Vereinzelt mit Phantombildung.
015_SG / Freienbach, Mittelstein, Oberlöcher
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberried, Koordinaten ca.: 757750 / 242280
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 188
Nordwestlich des Dorfes Freienbach, beim Mittelstein, am Fusse einer Felswand befinden sich 3 nebeneinander liegende Höhlen, welche auch als Oberlöcher bezeichnet werden.
- Calcit: Als Rhomboeder bis 10 cm Kantenlänge oder als Skalenoeder bis 15 cm. An der Oberfläche meistens angeäzt, weiss bis hellgrau.
016_SG / Montlingen, Oberried (westlich), Montlingerberg
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberried, Koordinaten ca.: 762600 / 245440
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 232
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 347
Montlingerberg: eine fast 70 Meter hohe Erhebung in Montlingen. Der um 1900 in Betrieb gewesene Steinbruch ist heute nicht mehr wahrnehmbar. Er befand sich bei den Koordinaten 762.600 / 245.440 und musste einem Sportplatz und Wohnhäusern weichen.
- Calcit:
- Fluorit: Ein Herr Köberle hat im Sommer 1902 und 1903 im Schrattenkalk des Steinbruchs von Montlingen (Kolbenstein) auf Calcitkluftausfüllungen wunderschöne, vollkommen durchsichtige, glashelle Fluorite ausfindig gemacht. Leider erreichen die Kristalle nicht einmal 1 cm Länge.
017_SG / Rheintal, Oberried (Steinbruch König)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberried, Koordinaten ca.: 760500 / 243000
Literatur:
- Alean, Chr.; Schweizer Strahler; 1971; Seite 179-185; Vom "Öhrlidiamanten" zum Stern- und Zepterquarz
- Dolomit: Weiss, gelb - orange, hochglänzend, zusammen mit Calcit.
- Quarz: Bernsteinfarbig - schwarz, klar, hochglänzend, kurzprismatisch, als Doppelender - 5 mm.
018_SG / Oberriet
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 761000 / 243000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 344
Erwähnt wird ein Fund in einer Bruchspalte im Schrattenkalk. Die allgemein gehaltene Fundortbezeichnung 'Oberried' ist recht ungenau.
- Dolomit: Recht klein.
- Fluorit: Spärlich, klein, farblos, würfelig.
- Quarz: Aufgewachsen auf Calcit, klein, mit büscheliger Anordnung (Sternquarz).
019_SG / Oberriet, Blattenberg
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 759650 / 241850
Literatur:
- Alean, Chr.; Schweizer Strahler; 1972; Seite 329-338; Vom "Öhrlidiamanten" zum Stern- und Zepterquarz
Der Berg befindet sich im Rheintal nahe bei Oberriet. An der Nordwand dieses Berges liegt fast in der Mitte ein v-förmiger Querbruch.
- Calcit: Klein, erscheint reichlich, rhomboedrisch.
- Dolomit: Weiss-gelblich, - 0.5 mm in schönen Rasen oder aggregiert zu knollenartigen Gebilden.
- Fluorit: Selten, lediglich in kleinen Würfeln bis 1 mm und schwach fluoreszierend.
- Limonit: Als seltenes Verwitterungsprodukt.
- Quarz: Ausgebildet als sogenannte Sternquarze.
020_SG / Oberriet, Blattenberg (Nord)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 759970 / 242030
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 160 Im nördlichen Teil des Blattenberges konnten an mehreren Orten Mineralien gesammelt werden. Am Interessantesten ist hier ein markanter, V-förmiger Querbruch in der Mitte der Nordwand des Blattenberges.
- Calcit: Blattenbach (Nord):Meistens nur als Spaltenfüllung. An den Kluftwänden als Rhomboeder ausgebildet. Zudem kommen bis 8 cm breite Calcitkristalle in flachrhomboedrischer Ausbildung (sogenannte Fingernagel-Form) vor.
- Dolomit: In den Klüften immer vorhanden und meistens auf dem Quarz aufgewachsen. Grösse 0.5 mm.
- Fluorit: Selten zu finden. Klein, würfelig, bis 1 mm, mit schwacher Fluoreszenz.
- Quarz: Immer auf dem Calcit aufgewachsen. Drei Formen können unterschieden werden:
1) kugelige, rosettenartige Sternquarze, Durchmesser bis 2 cm.
2) krustenartig auf dem Calcit.
3) Einzelkristalle.
021_SG / Oberriet, Blattenberg (Ost)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 760090 / 241920
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 163
Es dürfte sich hier um die Ostseite der Nordwand des Blattenberges handeln. Die Koordinaten zeigen auf Blattenberg.
- Calcit: Als sogenannter Fingernagelcalcit. Kristalle bis 1.5 cm, dunkelgrau.
- Chalcedon: Als bräunlich gefärbte Krusten.
- Quarz: Langprismatisch, zum Teil mit Zepterbildung, bis 4 mm.
022_SG / Oberriet, Blattenberg (West)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 760090 / 241920
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 163
Es dürfte sich hier um die Westseite der Nordwand des Blattenberges handeln. Die Koordinaten zeigen auf Blattenberg.
- Calcit: Als sogenannter Fingernagelcalcit.
- Chalcedon:
- Dolomit:
- Quarz: Sternförmig.
023_SG / Oberriet, Blattenberg, Blatten (Ruine West und Ost)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 760090 / 241920
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 163
West: Nordwestlich der Ruine Blatten.
Ost: Nördlich der Ruine Blatten. Die Koordinaten zeigen auf Blattenberg.
- Calcit: West: Als sogenannter Fingernagelcalcit bis 4 cm und selten sogar bis 8 cm, weiss, grau, mit schönem Oberflächenglanz. Ost: flache Rhomboeder, bis 2 cm, weiss bis grau.
- Chalcedon: Ost:
- Quarz: Ost: langprismatisch bis 1.5 cm, zum Teil mit Zepterbildung oder als Sternquarz.
024_SG / Oberriet, Blattenberg, Moos (Steinbruch)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 759710 / 242120
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 164
Auf der Westseite des Blattenberges, nahe dem Punkt 549, befindet sich ein alter Steinbruch.
- Baryt: Weiss bis porzellanfarbig, rhombenförmig, unter 1 mm.
- Calcit: Als Skalenoeder oder als Kombination Sklenoeder/Rhomboeder, bis 4 mm, weiss.
- Dolomit: Sattelförmig, bis 1 mm, gelbbraun.
- Pyrit: Als cm-grosse Konkretionen im Gestein oder als winzige Kriställchen in derbem Calcit.
- Quarz: Als sogenannte Öhrli-Diamanten bis 6 mm mit kleinsten Gas- und Flüssigkeitseinschlüssen.
025_SG / Oberriet, Chapf, Unter Kobel (Steinbruch - König)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 759710 / 242750
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 165
- Calcit: Bis 2 cm lange, weisse bis gelbliche Skalenoeder.
- Dolomit: Weiss, gelb bis orangegelb, hochglänzend, sattelförmig, bis 3 mm grosse Aggregate.
- Fluorit: Würfelig, bis 2 mm, glasklar, dem Calcit aufgewachsen.
- Pyrit: Kann nur als Anflug auf Calcit und Dolomit festgestellt werden.
- Pyrrhotin: Als broncegelbe, pseudohexagonale Blättchen bis 3 mm Durchmesser. Einmaliger Fund.
- Quarz: Schwarz, bernsteinfarbig, bis 2 mm oder ähnlich den Öhrli-Diamanten bis 5 mm, dann hochglänzend.
- Strontianit: Weiss, büschelig, kugelig, bis 3 mm Durchmesser, selten, vergesellschaftet mit Calcit und Dolomit.
026_SG / Oberriet, Kobelwies, Chobelwald, Kobelwald (Kristallhöhle), Kamor
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 758410 / 243440
Literatur:
- Kürsteiner, Peter; Urner Mineralienfreund; 2005; Heft 3; Seite 16-23
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 168-185
- Lämmler, B.; Urner Mineralienfreund; 1984; Heft 4
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 229
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 340
Die bekannte Calcithöhle befindet sich oberhalb Kobelwald bei Oberried, am Fusse des Kamor im Schrattenkalk. Ausser dem Calcit und dem Limonit sind die Mineralien nur in Kleinstklüften zu finden. Sie ist heute ausgebaut und kann besichtigt werden. Die Länge der Höhle beträgt ca. 625 Meter. Heute steht sie unter Schutz. Die Koordinaten zeigen auf den Höhleneingang.
- Calcit: - Manchmal in sehr grosser Ausbildung (bis 30 cm), weiss - grau - farblos durchsichtig, auch rötlichweiss oder blass fleischrot, als Grundrhomboeder, teilweise verzwillingt, auch Skalenoeder. Meistens rhomboedrisch, in verschiedenen Kombinationen, Zwillinge, selten Skalenoeder, farblos, weiss, hell- bis dunkelgrau, matt, schwach rötlich floureszierend, leicht angeätzt, bis 35 cm.
- Fluorit: Kubisch, selten oktaedrisch, farblos, weiss, Glasglanz, bis 5 mm.
- Limonit: Meistens derb, rotbraun, schwarz.
- Pyrit: Kugelig, strahlig, selten kubisch, dunkelgelb, starker Metallglanz, Aggregate bis 2 cm, Einzelkristalle bis 2 mm Kantenlänge.
- Quarz: Mit Diamantglanz, klar, bis 6 mm, auch als Zepter bis 8 mm.
- Zepterquarz: Klein.
027_SG / Oberriet, Oberrieter Chienberg (westlich)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 758000 / 243230
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 187
Im Wald nördlich des Oberrieter Chienbergs aus einer kleinen Felswand. Die Mineralien sind in kleinsten Rissen und kommen nur spärlich vor.
- Baryt: Als sinterähnlicher weisser Überzug auf dem Calcit.
- Calcit: Bis 5 mm, skalenoedrisch, weiss oder orangebraun, teilweise mit weissem Überzug (Baryt).
- Fluorit: Farblos oder weiss, bis 6 mm, würfelig.
- Quarz: Bis 2 mm.
028_SG / Oberriet, Oberrieter Chienberg (östlich)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 758280 / 243360
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 186
Im Abhang des Oberrieter Chienbergs, etwas oberhalb des Eingangs der Kristallhöhle.
- Baryt: Tafelig, bis 3 mm, weiss, zusammen mit Fluorit.
- Calcit: Von rhomboedrisch oder skalenoedrischer Ausbildung, nur wenige mm gross, farblos.
- Fluorit: Bis 22 mm Kantenlänge, weiss, farblos, grau, durchzogen von zahlreichen feinen Spaltrissen.
- Quarz: Rasenartig und klein, bis 1 mm oder wasserklar bis 4 mm dem Fluorit aufgewachsen.
029_SG / Oberriet, Oberrieter Chienberg, Chessiloch, Kessiloch, Rötlebach
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 757810 / 243520
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 166
In der Wegböschung beim Chessiloch aus kleinen Kluftrissen.
- Aragonit: Als büschelige Ueberzüge auf dem Calcit.
- Calcit: Als Skalenoeder, bis max. 10 cm, weiss, gelblichweiss bis leicht rötlich, selten farblos. Zwillinge nach der Basis und Doppelender sind möglich. Vereinzelt sind meisselförmige Zwillinge zu finden, bis 4 mm gross.
- Dolomit: Einzeln oder als kugelige Aggregate bis 5 mm Durchmesser, sattelförmig, rostbraun verwittert.
- Pyrit: Als feinste Überzüge auf dem Calcit und dem Dolomit.
- Quarz: Sehr klein.
030_SG / Oberriet, Oberrieter Chienberg, Ris
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 758310 / 243580
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 186
- Kürsteiner, Peter & Knechtle, B.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 476-482; Die Mineralfundstellen im Alpsteinmassiv Teil II
Am Nordostabhang des Oberrieter Chienberges, im anstehenden Schrattenkalk, am Fusse einer Kalkwand.
- Calcit: Milchigweiss, zum Teil völlig klar, diese Calcite gehören zu den schönsten in der Schweiz gefundenen Doppelspaten. Aufgewachsene Kristalle sind selten zu finden.
031_SG / Kamor (Nordostabhang), Alp Stofel (südlich), Loch
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Rüthi, Koordinaten ca.: 755490 / 239390
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 196
Im Nordostabhang des Kamors, südlich der Alp Stofel in einer 39 Meter langen Höhle.
- Calcit: Rhomboder, bis 8 cm, oft versintert, seltener Skalenoeder bis 3.5 cm, hell- bis dunkelgrau.
032_SG / Salez (Schlosswald), Chnorren
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Sennwald, Koordinaten ca.: 755520 / 234920
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 197
Funde können im Bergsturzmaterial des Schlosswaldes und des angrenzenden Chnorren gemacht werden. Die vohandenen Klüftchen sind lediglich einige wenige cm breit.
- Calcit: Kombination von Skalenoeder/Rhomboeder, weiss, bis 2 mm.
- Dolomit: Sattelförmige Aggregate bis 2 mm.
- Quarz: Langprismatisch bis 3 mm und mit zahlreichen braunen Einschlüssen (Erdöl oder Bitumen) oder kurzprismatische Doppelender, bis 1 cm mit Flüssigkeits- und/oder Gaseinschlüssen.
033_SG / Saxerlücke
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Sennwald, Koordinaten ca.: 750350 / 234840
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 199
- Calcit: Als gedrungene, pseudohexagonale Kristalle, bis 1 cm, farblos oder weiss.
034_SG / Werdenberg, Barbielergrat
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Wartau, Koordinaten ca.: 750620 / 220050
Literatur:
- Briegel, Ueli; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1972; Band 65; Heft 2; Seite 425 - 483; Geologie der östliche Alviergruppe (Helvetische Decken der Ostschweiz) unter besonderer Berücksichtigung der Drusbergund Schrattenkalkformation (Unterkreide)
Briegel: In derselben Schichtserie, aus welcher die Ammonitenfauna stammt, fand ich eine Anzahl glasklarer, zweispitziger Bergkristalle. Zufälligerweise entdeckte ich dann später eine 1-5 cm breite Calcitkluft, die wegen ihrer rötlichen Farbe auffiel. Beim Untersuchen derselben kamen neue Quarze zum Vorschein. Diese sind gänzlich im Calcit eingebettet und zeigen zwei verschiedene Varietäten.
1. Wasserklare, zweispitzige Kristalle, bis etwa 1 cm gross, mit klaren Einschlüssen. Die Prismenflächen sind meistens viel breiter als lang, die Rhomboederflächen erreichen oft die Kristallspitze, die 2111-Flächen fehlen, so dass der Links- oder Rechtssinn nicht bestimmt ist.
2. Milchquarze mit plattigem Habitus, d. h. zwei gegenüberliegende Prismenflächen sind stark in die Breite verzerrt gewachsen. Dadurch entstehen anstelle der Kristallspitzen senkrecht zur C-Achse stehende Gräte. Die gleichen Beobachtungen wurden schon früher gemacht. In den untersten 13 m der Drusbergschichten am Barbielergrat (S Hurst) wurde eine pyritisierte Ammonitenfauna aufgesammelt; später konnte eine solche, allerdings in weit geringerem Umfang, auch am Fuss des NE-Grates des Fulfirstes auf der Gianna wiedergefunden werden. Da die Individuenzahl an und für sich gering ist, die Individuen selbst sehr klein sind (max. 5 cm, Durchschnitt 1 cm), kann eine Ausbeute nur dort erwartet werden, wo relativ weiche Schiefermergel in relativ flacher Lage während Jahren ausgewaschen werden und die Fossilien dann liegenbleiben. Beide erwähnten Fundstellen liegen an von Touristen sehr häufig begangenen Routen und gehören zu Alpweiden, so dass dadurch ein grosser Teil zerstört oder ein gestampft, zuweilen wohl auch aufgesammelt wird. Imgrossen Rest der Drusbergschichten konnte ich nur noch vereinzelt unbestimmbare Bruchstücke von Belemniten, Seeigeln und selten Ammoniten finden, oft auch nur verdächtige Pyritnester und sog. Fossilmolds.
- Quarz: Bis 1 cm in den Drusbergschichten am Barbielergrat.
035_SG / Rüthi, Rüti, Alp Brunnenberg (oberhalb)
Region: Bezirk Rheintall / Gemeinde Rüthi, Koordinaten ca.: 757600 / 241290
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 189
Die Funde konnten anlässlich des Strassenbaus (Wegböschung) Rüthi - Kamor getätigt werden. Von einem Felskopf unterhalb der Strasse konnte Fluorit geborgen werden. Die Koordinaten zeigen auf Brunnenberg.
- Calcit: Kleine Bändchen, zusammen mit Fluorit.
- Fluorit: Kleine Bändchen, zusammen mit Calcit, vereinzelt erreichen die Kristalle Kantenlängen bis 7 mm, weiss, gräulich blau, zum Teil mit deutlichem Oberflächenglanz. Der Fluorit vom Felskopf unterhalb der Strasse ist etwas grösser ausgebildet.
- Quarz:
036_SG / Rüthi, Rüti, Brunnenberg
Region: Bezirk Rheintall / Gemeinde Rüthi, Koordinaten ca.: 757600 / 241290
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 189
Auf der Bergseite der Strasse Rüthi-Brunnenberg in den im Wald vorkommenden Felswänden. Die Koordinaten zeigen auf Brunnenberg.
- Calcit: In Rissen und Spalten als steile Rhomboeder, grau oder als flache Rhomboeder, weiss. Bis 3.5 cm, meistens stark angeäzt und rostbraun.
037_SG / Berg, Mörschwil, Steinach (Bach);(Waschgold)
Region: Bezirk Rorschach / Gemeinde Berg, Koordinaten ca.: 749720 / 261200
Literatur:
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 163
Mit recht vielen Flitterchen Waschgold.
- Gold, gediegen: Als Waschgold.
038_SG / Goldach (Bach);(Waschgold)
Region: Bezirk Rorschach / Gemeinde Goldach, Koordinaten ca.: 750328 / 257744
Literatur:
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 163
Mit recht vielen Flitterchen Waschgold.
- Gold, gediegen: Als Waschgold.
039_SG / Rorschacherberg, Mülebachtobel, Mültobelbach;(Waschgold)
Region: Bezirk Rorschach / Gemeinde Rorschach, Koordinaten ca.: 755959 / 258744
Literatur: - Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 161
Beide Vorkommen aus urzeitlichem Napfgeschiebe, welches von Gletschern hierher transportiert wurde.
- Gold, gediegen: Als Waschgold. Bemerkenswert helles Gold als Flitterchen.
040_SG / Alpstein, Girenspitz, Moor, Jöchli
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Bad Ragaz, Koordinaten ca.: 745620 / 233030
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 199
Im ganzen Gebiet südwestlich des Altmanns, von Girenspitz bis Jöchli, können Pytitkugeln gefunden werden.
- Pyrit: Kugelig, bis 3 cm Durchmesser.
041_SG / Bad Ragaz, Luzisteig, Luziensteig, St. Luzisteig
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Bad Ragaz, Koordinaten ca.: 758812 / 210839
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 320
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 231
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 342
Die Funde sind an den Jurakalk gebunden.
- Calcit: Weiss, stumpfe Rhomboeder mit Prisma. Weisse Kristalle in Nestern des hellgrauen Jurakalkes am Luziensteig.
042_SG / Flums, Alp Castellan, Alp Castilun, Stralrüfi
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Flums, Koordinaten ca.: 748300 / 218140
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 228
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 348
Östlich von Flums gelegen. Vermutlich handelt es sich bei dieser Fundortbezeichnung um die Felsen westlich der Stralrüfi. Die Fundstellen befinden sich in den Zementsteinschichten des Portlandien.
- Fensterquarz: Deutlich sind besonders die lamellenartigen Toneinlagerungen. Meistens mit kurzprismatischer Gestalt.
043_SG / Flums, Schilstal
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Flums, Koordinaten ca.: 740950 / 213880
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 109
Ca. 7 km südwestlich von Flums, auf der linken Seite des Schilstals. Hier im Sandstein der Quartenserie.
- Chalkosin:
044_SG / Flumser Berge, Flumser Berg, Brod
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Flums, Koordinaten ca.: 740380 / 215550
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; 409
Vermutlich handelt es sich um das heutige Prod auf der Prodalp. Brod ist auf der Karte nicht eingetragen. Die Koordinaten zeigen auf Prod.
- Azurit:
- Chrysokoll:
- Cuprit:
- Kupfer, gediegen: Das Kupfer in den Rollstücken von Brod bildet kleine derbe oder verästelte körnige Partien.
- Malachit:
- Silber: Silber fand sich auf rotbraunen feinkörnigen Quarzitstücken, welche in der Wiese eines Bauern unterhalb Brod am Flumser Berg im Bezirk Sargans gefunden wurde und nach Vermutungen aus einem Kupfergange des Sernfkonglomerates stammen. Als Begleiter sind Malachit, Azurit, Chrysokoll, Cuprit und Kupfer zu bemerken und das Silber ist zum Teil mit dem letzteren innig verwachsen.
045_SG / Flumserberge, Alp Prod, Prodalp
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Flums, Koordinaten ca.: 740600 / 216000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 266
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 244
Ca. 400 bis 700 Meter südlich der Alp Prod von einem historischen Bergbau im Verrucano. Es handelt sich um ein Erz-Lesestück mit den aufgeführten Mineralien. Bergbautätigkeiten sind in den Flumser Bergen ab 1410 bekannt.
- Azurit:
- Cuprit:
- Kupfer, gediegen: Gediegen, in kleinen Mengen in Kupfererzen.
- Malachit:
- Silber: Gediegen.
046_SG / Mels;(Erzabbau)
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Mels, Koordinaten ca.: 750474 / 212541
Literatur:
- Epprecht, W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
In der Region Mels fand in früheren Jahren ein Erzabbau oder ein Erzabbauversuch auf Hämatit und/oder Magnetit statt. Nähere Angaben fehlen. Die Koordinaten zeigen auf Mels.
- Eisenerz:
047_SG / Oberes Weisstannental, Augstchamm, Ober Plattnerboden
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Mels, Koordinaten ca.: 737830 / 204570
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 83,272,314,418,424
Aus einer Uranvererzung. Koordinaten auf 'Augstchamm'.
- Brannerit: Feinkörnig eingesprengt.
- Chalkopyrit:
- Hämatit:
- Meta-Autunit: Viereckig-tafelig, glimmerähnlich.
- Pyrit:
- Pyrochlor: Körnig, braun bis rot.
- Uraninit:
- Vandendriesscheit: Orange, glasig, zum Teil zu Rosetten aggregiert.
048_SG / Weisstannental, Heitelpass, Heidelpass
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Mels, Koordinaten ca.: 744180 / 201150
Literatur:
- Hess, W.; Urner Mineralienfreund; 1995; Heft 2; Seite 6
Die Koordinaten verweisen auf das Fundgebiet Heitel. Es ist nur die allgemeine Fundortbezeichnung Heitelpass bekannt.
- Calcit: Als sogenannter 'Papierspat'.
- Quarz: Bis 18 mm, zusammen mit Calcit.
049_SG / Calanda, Weisstannental, Augstchamm, Gnapperkopf, Silberegg, Crap Mats, Krummhorn (Basis), Schafgrat, Hinterlavoi, Panärahörner, Unterkunkels, Ramoztobel, Kunkelspass;(Kupfererzabbau und Silbererzabbau)
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 754460 / 198180
Literatur:
- Cadisch, Joos; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1939; Band 19; Heft 1; Seite 1 - 20; Die Erzvorkommen am Calanda: Kantone Graubünden und St. Gallen
- Imper, David & Guidon, Roman; Minaria Helvetica; 2001; Heft 21c; Seite 11; Silberzbergbau am Gnapperchopf bei Vättis (Exkursion 12A)
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1980; Heft 13, 3; Seite 9-11, Das Fahlerz- und Bleiglanzvorkommen am Gnapperkopf bei Vättis
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Zimmermann, Axel; Bergknappe 2006/1; Heft 108; Seite 2-7; Knappen und Geister auf Gnapperchopf und in Silberegg
Über den Erzabbau am Gnapperkopf sind nur wenige geschichtliche Dokumente überliefert. Nach J. Strub soll bereits im Jahre 834 ein "altes Knappenhaus in Vättis" erwähnt worden sein. In der Veröffentlichung von Th. Nigg über "Historisches- und kulturhistorisches Allerlei aus der Pfäferser Klosterzeit", vernehmen wir folgendes: "Im Jahre 1713 stellte ein Mathias Schreiber aus Basel, der im Wallis ein Bleibergwerk betrieb an den Abt von Pfäfers, Bonifazius II das Gesuch, die 'Gänge' zu erschürfen, von welchen der erstgenannte durch Bergleute Erzproben erhalten hatte. Der Oberstleutnant und königlich-französische Rat Joh, Rud. Krämer aus Basel beschwerte sich 1715 beim Abt, dass sein Bruder Hauptmann Krämer, sich 'durch ein süesses Vorgeben eines ruinierten- und liederlichen Menschen namens Mathias Schreiber von hier habe betören lassen' sein Geld in das Unternehmen zu stecken. Der Richter legte dann das Bergwerk still und drohte Schreiber, dessen Eigentum zur Versteigerung zu bringen. Während der folgenden Jahre meldeten sich noch weitere Interessenten, so 1719 Jos. Ant. Reding von Biberegg, alt Landammann von Schwyz. Der Betrieb wurde erst um 1850 wieder aufgenommen. Das gewonnene Erz gelangte nach Deutschland. Nach den Dimensionen der heute noch zugänglichen Stollen und Halden zu schliessen, handelte es sich auch zu dieser Zeit mehr um Aufschluss- als um Abbauarbeiten.
Nach C. Schmidt fand noch 1860 bis 1861 und 1865 bis 1866 ein bescheidener Abbau statt." Auf dem Fussweg, der von Vättis über die Tamina und durch die Steilhänge des Calanda nach der Alp Salaz hinaufführt, gelangt man in einer halben Stunde nach dem Gnapperkopf, Pt. 1121 und unmittelbar darauf an die Oertlichkeit, wo zu verschiedenen Zeiten bergbauliche Arbeiten auf silberhaltiges Fahlerz stattfanden. Die hier festgestellten vier Stollen liegen nahe beieinander in 1178 bis 1199 m Höhe. Das durchfahrene Gestein, normal ausgebildeter Rötidolomit, streicht N 95 E und fällt mit 57 gegen Norden ein. Der Dolomit bildet am Gnapperkopf eine kleine nach Norden schauende liegende Falte. Er gehört zur normalen Sedimentdecke des Aarmassivs, welches im Aufbruch von Vättis in Gestalt von Ortho- und Paragesteinen zutage tritt. Wie ein Aufschluss in der Runse 25 m N des obersten Stollens zeigt, geht der Triasdolomit nach oben wechsellagernd in quarzitische Quartenschiefer (obere Trias) über. Der unterste der vier Stollen, die im Hang 'schief übereinander liegen, ist zerfallen. Die drei anderen Stollen sind deutlich auf Quarzadern angesetzt, die durchschnittlich einige dm stark sind. Beim obersten Stolleneingang sind zwei Quarzadern sichtbar, von denen die obere ca. 10 cm, die untere 10 bis 50 cm dick ist. Letztere führt sulfidisches karbonatisches Erz. Stollen drei ist noch befahrbar. Er wurde zunächst 10 m in Richtung N 110 E vorgetrieben. Unmittelbar hinter dem Mundloch kommt man an einem Gesenk vorbei, das möglicherweise nach Stollen eins hinabging. Stollen drei fährt dann bei 8 m unter dem Mundloch von 2 vorbei, mit dem früher Verbindung bestand, dann wendet er nach Richtung N 135 E (8 m) und weitere 10 m sind in Richtung N 47 E angefahren. Die gesamte Stollenlänge beträgt somit um 28 m. An Ort und Stelle sind jetzt keine guten Erzproben mehr zu finden, auch ist das Mineraliensammeln in diesem Gebiete bewilligungspflichtig. Gute Erzstücke gelangten durch G. Theobald ins Rhätische Museum in Chur. Dieser Forscher erwähnt vom Gnapperkopf das Auftreten von Bleiglanz, Fahlerz, Kupferkies, Malachit und Lasur. Im Sommer 1938 befuhr J. Cadisch mit H. Beer und Sohn einen nur wenigen Einheimischen bekannten Stollen, der auf 1217 m Höhe, ungefähr 250 m südlich der nunmehr erwähnten Baute, ebenfalls im Rötidolomit aufgefahren wurde. Sie erreichten die Örtlichkeit durch eine steile Runse S des Gnapperkopfes und querten den Hang unter der Felswand etwa 70 m weit. Der gelblich anwitternde Dolomit ist meist ziemlich dicht, hie und da zuckerkörnig - kristallinisch. Der ganze, etwa 20 m lange Stollen liegt merkwürdigerweise in taubem Gestein, während wenige Meter südlich des Mundloches unregelmässige, annähernd senkrecht verlaufende Quarzadern zu sehen sind, die spärlich sulfidisches und karbonatisches Erz führen. Die Erze vom Gnapperkopf wurden im Jahre 1861 d.h. während der letzten Abbauperiode von A.P. Bolley chemisch untersucht. Trotzdem als Herkunftsort nur der Calanda genannt wird, muss es sich zweifellos um unsere Oertlichkeit handeln. Die Durchschnittsprobe einiger "bis zu mehreren Pfunden Gewicht betragender Handstücke eines quarzigen, kupferhaltigen und kohlensauren Kupferoxyd (als Malachit und Kupferlasur) enthaltenden Muttergesteins" ergab 9,476 % Kupfer und 0,10679 % Silber. Der immer wieder erwähnte Silbergehalt ist somit bescheiden. Weitere Untersuchungen von C. Friedländer und R. U. Winterhalter geben folgenden Befund: Vorwiegend tritt Fahlerz auf, in zweiter Linie kommt Bleiglanz vor. Weiterhin treten auf: blauer isotroper Kupferglanz, Kupferkies, Kupferindigo (Covellin), Malachit und Azurit. Gangart ist Quarz und Dolomit. Beimengungen im Fahlerz dürften sich als Argentit erweisen, der den schon früher bekannten Silbergehalt des Erzes bedingt. Der Bleiglanz erscheint neben dem Fahlerz hellrosa gefärbt. Randlich wird der Bleiglanz von einem blaugrünen Mineral verdrängt, welches sich als isotroper Kupferglanz erwies. Kupferkies tritt in Form kleiner Partikel an der Grenze zwischen Fahlerz und Bleiglanz und als Einschluss in denselben auf. Kupferindig (Covellin) findet sich in Gestalt kleinster Kornaggregate am Rande und innerhalb des blauen Kupferglanzes, ferner in dem zuletzt auf Spaltrissen infiltrierten Karbonat. Der Covellin ist an seiner intensiv blauen Farbe im gewöhnlichen Licht leicht zu erkennen. Die Sukzession der sulfidischen Erze dürfte folgende sein: Bleiglanz, Fahlerz, Kupferglanz und Kupferkies, Covellin. Um die Frage nach dem Alter der Erzbildung beantworten zu können, erwähnen wir zunächst noch einige Fundstellen aus dem benachbarten Gebirge. In den Malmbreccien der helvetischen Schichtfolge am Kunkelspass sind verschiedenenorts Spuren von Kupfererz festzustellen: Am Wege von der Passhöhe nach der Taminseralp unterhalb der Hütte; ca. 1800 m.ü.M. westlich des Kunkelspasses, d.h. ausserhalb der Calandagruppe liegen Fundstellen an der Basis des Krummhorns und der Panärahörner bei Hinterlavoi, am Schafgrat und am Grat südlich des Crap Mats. Zimmermann: Zwei Bergwerke, ein Pochwerk und wenig Verdienst erlebte Vättis zur Blütezeit des Erzabbaus im 18. und 19. Jh. Ein Besuch der verbliebenen Stollen des Werks Gnapperchopf ist empfehlenswert. Hingegen bei der Goldsuche in der Silberegg behält die tragische Sage recht. Bei Vättis sind zwei ehemalige Bergwerke bekannt. Deren Namen Silberegg und Gnapperchopf beinhalten die Bezeichnung des gesuchten Metalls und den Beruf der Knappen. Zeitweise wurden beide Werke von der gleichen Gesellschaft betrieben. In den Adern des gelblich angewitterten Rötidolomits bei Vättis sind kleine Mengen von Kupfer, Silber und Eisen enthalten. Zuständig für die Bewilligung des Abbaus war zuerst das Kloster Pfäfers, später der Kanton St. Gallen. Die Ortsgemeinde Vättis als Waldbesitzerin gab sich grosse Mühe, Pächter für die beiden Bergwerke Gnapperchopf und Silberegg zu finden. Die ursprüngliche Methode des Abbaus brauchte viel Holz, sodass die Ortsgemeinde durch den Verkauf von Wald profitieren konnte. Zudem war sie interessiert, den Vättnern Arbeitsmöglichkeiten zu verschaffen. Das Bergwerk Silberegg befand sich auf Unterkunkels eingangs des Ramoztobels, dem Grenzgebiet von St.Gallen und Graubünden. An den Standort erinnert noch der Flurname Silberegg. Gänge des Bergwerks Gnapperchopf am Calanda existieren noch. Sie können durch einen neu erstellten Fussweg, der beim Fussballplatz Vättis beginnt, besichtigt werden. Urkundlich gesichert ist das Bestehen der Vättner Bergwerke im Jahr 1713. In den 80er-Jahren des 19. Jh. wurden die letzten Abbauversuche durchgeführt, die wie schon frühere sich finanziell nicht lohnten. Gesichert ist, dass im Jahr 1866 Silber und Kupfererze nach Deutschland zur Verhüttung gesandt worden sind. Über die Menge gefundenen Metalls in den beiden Vättner Bergwerken ist nichts bekannt. Offenbar blieb der Erfolg aus.
- Argentit:
- Azurit:
- Chalkopyrit: Tritt in Form kleiner Partikel an der Grenze zwischen Fahlerz und Bleiglanz und als Einschluss in denselben auf- Chalkosin:
- Covellin:
- Fahlerz: Silberhaltig.
- Galenit: Der Bleiglanz erscheint neben dem Fahlerz hellrosa gefärbt. Randlich wird der Bleiglanz von einem blaugrünen Mineral verdrängt, welches sich als isotroper Kupferglanz erwies.
- Kupfererz:
- Lasur:
- Malachit:
- Quarz: Als Gangmaterial.
050_SG / Vättis (am Calanda)
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 752500 / 197400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 231
- Calcit: Gelblich, trüb, rhomboedrisch, bis 20 cm.
- Quarz: Farblos, schwach gelblich, durchsichtig - milchig trüb, zum Teil mit ausserordentlicher Deformation (S-förmig), bis 10 cm.
051_SG / Vättis, Calfeisental
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 747000 / 198000
Literatur:
- Eggenberger, P.; Schweizer Strahler; 1977; Seite 348-354;
Hervorragende Calcitfunde im Tamina- und Calfeisental Tal westlich von Vättis. Beim Bau eines Kraftwerkstollens, 400 Meter im Innern, in einem zimmergrossen Hohlraum, sind einzigartige Calcitstufen gefunden worden.
- Calcit: In prächtigen Stufen, gelb bis schwarz.
052_SG / Vättis, Calfeisental, Alp Brändlisberg, Marchtal, Rot Plättli, Sazmartinshorn
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
In den Felsen unterhalb Rot Plättli in einer Höhe von 2500 bis 2600 m ü. M.
- Quarz: Rot Plättli: Einige kleinere Quarzstufen in eher bescheidener Qualität, selten transparent. Südgrat zur Sazmartinshorn: kleine, hochglänzende Quarze.
053_SG / Vättis, Calfeisental, Alp Tersol, Schönplanggen, Oberes Schafsäss, Unter Tros, Stollen, Tal, Leiterlichopf
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Eine Kluftserie konnte in der Höhe von 2250 bis 2350 m ü. M. im Quarzit der Sardona-Decke ausgebeutet werden, Eine Kluft auf ca. 2400 m ü. M. beim Oberen Schafsäss. Die Calcitfundstelle Unter Tros ist heute bedeckt und nicht mehr zu finden. Bei der südlich des Gigerwaldspitzes gelegenen Lokalität Stollen konnte in den 1950-er Jahren eine an Quarz und Calcit reichhaltige Kluft ausgebeutet werden.
- Calcit: Unter Tros: Aus einem Calcitband bei Unter Tros in Form sogenannter Traubencalcite, gelb oder rostbraun gefärbt, skalenoedrisch ausgebildet, bis 4 cm. Stollen: Skalenoeder bis 15 cm, mit gelblicher Oberfläche.
- Fadenquarz: Bis 2 cm.
- Pyrit: Von der Lokalität Leiterlichopf, im Gestein eingebettete Pyritkugeln bis 6 cm Durchmesser und meist oxidierter Oberfläche.
- Quarz: Bis 2 cm, meist farblos aus den tiefer gelegenen Klüften, bis 3 cm aus der höher gelegenen Kluft. Eher selten sind Kristalle mit Phantomblildung zu finden.
054_SG / Vättis, Calfeisental, Gigerwald, Gigerwaldsee, Alp Gigerwald, Tamina
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 749700 / 197600
Literatur:
- Eggenberger, P.; Schweizer Strahler; 1975; Seite 473-477; "Das hat der liebe Gott so geschliffen.."
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Als Gigerwald wird die Region östlich des Gigerwaldsees bezeichnet. Aus dieser Gegend stammen dann auch die schönsten Quarzkristallgruppen des Calfeisentals. Eine ergiebige Kluft konnte aus dem steilen Gelände entlang der Tamina und nahe der Alp Gigerwald ausgebeutet werden.
- Calcit: Spärlich. Bis 1 cm grosse Skalenoeder, teils auf dem Quarz aufgewachsen.
- Quarz: Nadelig, sowei im Normalhabitus wie auch im Dauphiné-Habitus. Auch als Doppelender und als Fadenquarz vorkommend. Stufen bis 30 cm Höhe, Einzelkristalle bis 13 cm.
055_SG / Vättis, Calfeisental, Gigerwald-Torsol (Kraftwerkstollen)
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Der Fund stammt aus dem Bau des Zuleitungsstollens des Kraftwerkes bei Gigerwald. Rund 400 Meter im Berginnern wurde eine an Calcit reichhaltige Kluft angefahren.
- Calcit: Tausende von skalenoedrisch ausgebildeten Calcitkristall bis 8 cm Grösse. Stufen bis 1 m Ausmass.
056_SG / Vättis, Calfeisental, Gigerwaldsee, Alp Panära
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Ausbeutung einer Calcitcluft durch die Alpbesitzer in den Jahren 1951 bis 1963.
- Calcit: Gelblichweisse Skalenoeder
057_SG / Vättis, Calfeisental, Gigerwaldspitz (Südostflanke)
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
In einer Höhle.
- Calcit: Bis 7 cm, Skalenoeder, miteinander verwachsen an den Wänden des Schachtes.
058_SG / Vättis, Calfeisental, Lutererzug
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Südlich der Alp Gigerwald gelegen.
- Quarz: Bis 5 cm, völlig transparent und im Muzo-Habitus in Klüften des Dolomits.
059_SG / Vättis, Calfeisental, Marchtal
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 740720 / 199660
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 343
Für das Marchtal existieren zwei Karteneinträge:- Marchtal, Koordinaten E/N: 746.99 / 200.12- Marchtal, Koordinaten E/N: 740.72 / 199.66. Nördlich der Sardonaalp. Die Funde stammen aus dem Komplex des Sardonaquarzits.
- Quarz: Bis 3 cm. Im Normalhabitus, teils mit s- und x-Flächen, vereinzelt als Dauphinée- und Brasilianer-Zwilling.
061_SG / Vättis, Calfeisental, Marchtal (nördlich Sardona-Alp)
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Bei der Lokalität Marchtal.
- Quarz: Bis 3 cm, auch mit Phatombildung.
062_SG / Vättis, Calfeisental, Sardona
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 741020 / 198200
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 343
Die Funde stammen aus dem Komplex des Sardonaquarzits.
- Quarz:
063_SG / Vättis, Calfeisental, Sardona Alp (nördlich), Gamserälpli, Obersäss, Untersäss
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
1). In den Felsköpfen westlich von Gamserälpli-Obersäss sowie in den Felsköpfen zwischen Unter- und Oersäss auf ca. 2000 m ü. M.
2). Fahnenstock (Südseite).
- Quarz: 1). Kleine Quarzgrüppchen bis 3 cm. 2). Quarze bis 2 cm, kleine Grüppchen.
064_SG / Vättis, Calfeisental, Sardona Alp, Trosegg
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Verschiedene Quarzfunde in den Felsköpfen unterhalb der Trosegg.
- Quarz: Bis 2 cm im Normalhabitus.
065_SG / Vättis, Calfeisental, Sardona, Sardonahütte SAC, Schafälpli
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 739410 / 197680
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 343
- Weibel, Max; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1963; Band 43; Heft 2; Seite 479- 483; Die Quarzfunde bei Tamins und Vättis
1). Die Quarze aus dieser Umgebung gleichen in auffälliger Weise denjenigen vom Mittetagehorn (sehr starke Abplattung). Auch im westwärts von Vättis sich erstreckenden Calfeisen sind verschiedentlich Quarzfunde gemacht worden. Sie erreichen aber nicht die Schönheit und Vollkommenheit der Kristalle vom Taminser Calanda und vom Chrüzbachtobel. Vorkommen im Calfeisen sind zum Beispiel Stockboden, Schräa und Sardona-Hütte S.A.C. Sie liegen alle im Sardonaflysch und hangen vermutlich mit der stellenweise quarzitischen Ausbildung des Flysch dieser Gegend zusammen. Ähnliche Quarze wie bei Tamins und Vättis gibt es auf der Nordseite des Maderanertals. Die Klüfte befinden sich am Kristallinkontakt, teils in Kalk, teils in Gneis.
2). Schafälpli, 3). Chli Gletscher (unterhalb),
4). Böseggli (westlich der Hütte).
- Chlorit: 1). Phantombildungen im Quarz
- Quarz: 1). Ähnlich dem Vorkommen des Mittetagestocks. Gewöhnliche Ausbildung, oft stark abgeplattet. (Vermutlich ist das Mittaghorn, welches bei Elm liegt, gemeint). 2). Bis 5 cm, mit Fadenbildung und Chloriteinschlüssen. 3). und 4).
066_SG / Vättis, Calfeisental, St. Martin, Alp Stockboden, Bärenchöpf
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 745590 / 198910
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 343
- Weibel, Max; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1963; Band 43; Heft 2; Seite 479- 483; Die Quarzfunde bei Tamins und Vättis
Auch im westwärts von Vättis sich erstreckenden Calfeisen sind verschiedentlich Quarzfunde gemacht worden. Sie erreichen aber nicht die Schönheit und Vollkommenheit der Kristalle vom Taminser Calanda und vom Chrüzbachtobel. Vorkommen im Calfeisen sind zum Beispiel Stockboden, Schräa und Sardona-Hütte S.A.C. Sie liegen alle im Sardonaflysch und hangen vermutlich mit der stellenweise quarzitischen Ausbildung des Flysch dieser Gegend zusammen. Ähnliche Quarze wie bei Tamins und Vättis gibt es auf der Nordseite des Maderanertals. Die Klüfte befinden sich am Kristallinkontakt, teils in Kalk, teils in Gneis. Stockboden liegt nordwestlich der alten Walsersiedlung St. Martin im Calfeisental.
- Quarz: Unter anderem von der Lokalität Bärenchöpf. Kristalle bis 5 cm und Stüfchen bis 6 cm. Teilweise mit Einschlüssen von Schieferpartikeln, in der Regel mit starkem Glanz.
067_SG / Vättis, Calfeisental, St. Martin, Schräa
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 744200 / 198000
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 343
- Weibel, Max; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1963; Band 43; Heft 2; Seite 479- 483; Die Quarzfunde bei Tamins und Vättis
Die Funde stammen aus dem Komplex des Sardonaquarzits. Die Koordinaten zeigen auf diesen Punkt. Auch im westwärts von Vättis sich erstreckenden Calfeisen sind verschiedentlich Quarzfunde gemacht worden. Sie erreichen aber nicht die Schönheit und Vollkommenheit der Kristalle vom Taminser Calanda und vom Chrüzbachtobel. Vorkommen im Calfeisen sind zum Beispiel Stockboden, Schräa und Sardona-Hütte S.A.C. Sie liegen alle im Sardonaflysch und hangen vermutlich mit der stellenweise quarzitischen Ausbildung des Flysch dieser Gegend zusammen. Ähnliche Quarze wie bei Tamins und Vättis gibt es auf der Nordseite des Maderanertals. Die Klüfte befinden sich am Kristallinkontakt, teils in Kalk, teils in Gneis.
- Quarz: Vollkommen durchsichtig, Normalhabitus auch schlankprismatisch bis nadelig, teileise infolge von Tonschiefer-Einschlüssen dunkelgrau gefärbt.
Region: Bezirk Gossau / Gemeinde Waldkirch, Koordinaten ca.: 742461 / 260036
Literatur:
- Bodenmann, Carl; Schweizer Strahler; 1998; Heft 4; Seite 373 - 375; Natürlich vergoldete Artefakte
Im Bach, welcher westlich von Bernhardzell durchs Bisitobel in Richtung Sitter fliesst. Die Koordinaten zeigen auf den Bisitobel.
- Gold, gediegen: Als kleine Körnchen bis 4 mm, auch goldbeschichtete Reste eines archäologischen Artefakts.
002_SG / Waldkirch
Region: Bezirk Gossau / Gemeinde Waldkirch, Koordinaten ca.: 739180 / 259150
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 377
- Montmorillonit: Aus einem Bentonithorizont.
003_SG / Landquart, Bad Ragaz, Sarelli-Stollen
Region: Bezirk Landquart / Gemeinde Landquart, Koordinaten ca.: 759530 / 205350
Literatur:
- Offermann, E.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 86-88; Kleinmineralien
Verläuft von Haldenstein bis nach Bad Ragaz fast unterhalb des Rheins.
- Calcit: In flachen Rhomboedern (Knopfcalcit), mit markantem 'Mercedes-Stern'.
- Pyrit: In kleinsten Kristallen auf dem Calcit.
004_SG / Bad Ragaz, Malans
Region: Bezirk Landquart / Gemeinde Malans, Koordinaten ca.: 762590 / 205610
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 223
Südöstlich von Bad Ragaz. In der Umgebung dieses Ortes.
- Quarz: Klein, milchig bis klar, langprismatisch.
005_SG / Plona
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätten, Koordinaten ca.: 756500 / 239500
Literatur:
- Kürsteiner,P. & Knechtle,B.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 476-482; Die Mineralfundstellen im Alpsteinmassiv Teil II
Die altbekannte Fundstelle befindet sich im Schrattenkalk westlich von Plona in einem der steil abfallenden Bachgräben des Kamor.
- Calcit: Bis 10 cm, in eigenartiger treppenförmiger Ausbildung, hell - bis dunkelgrau, seltener durchsichtig, auch weiss und gesteinsbildend, reichlich.
006_SG / Plona, Alp Stofel
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätten, Koordinaten ca.: 756640 / 241190
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 193
In den Gesteinsschichten oder im Gehängeschutt.
- Pyrit: Kugelig, als Konkretionen im Gestein eingesprengt. Bis 6 cm Durchmesser, teilweise oxidiert.
007_SG / Plona, Bergwald
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätten, Koordinaten ca.: 757330 / 240390
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 191
- Calcit: Skalenoeder, bis 4 cm, teilweise verzwillingt, Rhomboeder bis 4 cm und dem Muttergestein aufgewachsen. Interessant ist die Bildung einer 2. Generation: Skalenoeder auf Rhomboeder. Weiter konnten aus einer anderen Kluft säulig-prismatische Kristalle (Kanonenspat) mit abgestumpften Endflächen gefunden werden. Einzelne Kristalle erreichen eine Länge bis 5 cm. Liegende Exemplare sind als Doppelender ausgebildet. Hier zeigt sich die 2. Generation in Form kleiner Fingernagelcalcite (bis 4 mm). Die Farbe variiert von hell- bis dunkelgrau und selten weiss bis leicht durchscheinend.
008_SG / Plona, Bergwald (östlich)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätten, Koordinaten ca.: 757040 / 240450
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 190 Im Bergwald oberhalb von Plona aus dem Schrattenkalk. Eine Fundstelle befindet sich in der Böschung einer Strassenkehre. Hier sind zwei Scherklüfte anzutreffen, wobei aus der grösseren (Breite 1 Meter, tiefe 2 Meter) Calcit geborgen werden konnte.
- Calcit: Auf dem Muttergestein oder lose im Lehm liegend, rhomboedrisch, bis 9 cm, weiss oder in verschiedenen helleren oder dunkleren Grautönen.
009_SG / Plona, Laad, Rötelbach
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätten, Koordinaten ca.: 756130 / 239210
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 194 Das Vorkommen, welches schon seit Jahren bearbeitet wird, liegt westlich von Plona bei der Lokalität Laad. Die Fundstelle liegt im steil abfallenden Graben des Rötelbachs.
- Calcit: Als Rhomboeder bis 10 cm Kantenlänge und oft ineneinander verwachsen. Hell- bis dunkelgrau.
010_SG / Plona, Lenziwis
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätten, Koordinaten ca.: 756190 / 241000
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 193
- Pyrit: Kugelig, als Konkretionen im Gestein eingesprengt. Bis 6 cm Durchmesser, teilweise oxidiert.
011_SG / Plona, Rappentobel
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätten, Koordinaten ca.: 756660 / 240760
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 193
- Pyrit: Kugelig, als Konkretionen im Gestein eingesprengt. Bis 6 cm Durchmesser, teilweise oxidiert.
012_SG / Ruen (Steinbruch), Kamor, Alp Unter-Kamor
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätten, Koordinaten ca.: 755610 / 241100
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 194
Im Anstehenden eines alten Steinbruchs bei Ruen.
- Ankerit: Gelb oder rostbraun verwittert, kugelig, bis 4 mm Durchmesser.
- Calcit: Als Skalenoeder, bis 5 mm, teilweise meisselförmig verzwillingt.
- Dolomit: Gelb oder rostbraun verwittert, kugelig, bis 4 mm Durchmesser.
- Pyrit:
- Quarz:
013_SG / Alpstein, Montlingerberg (Kolbensteinbruch)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberried, Koordinaten ca.: 762380 / 245110
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 159
- Ankerit: Die chemische Untersuchung ergab, dass es sich beim Dolomit um die Varietät Ankerit handelt.
- Calcit: Als Skalenoeder oder in verschiedenen Rhomboederformen, bis 6 cm, hell, grau bis durchscheinend.
- Dolomit: Aggregate bis 10 mm, gelblich, sattelförmig.
- Fluorit: Als ca. 2 mm dicke Wandbeläge von trübem, grünlichem Fluorit in kleinen Kristallen. Grössere Kristalle erreichen eine Kantenlänge von bis zu 6 mm sind farblos und dem Calcit aufgewachsen.
- Pyrit: Im Hohlräumen nur in kleinster Ausbildung, als Konkretionen im Nebengestein bis 2 cm.
- Quarz: Glasklar, dem Calcit aufgewachsen, bis 3 mm.
- Strontianit: Vereinzelte Büschel bis 1 mm Durchmesser und dem Calcit aufgewachsen.
014_SG / Freienbach, Mittelstein (östlich)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberried, Koordinaten ca.: 757850 / 242220
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 189
Ca. 100 Meter östlich der sogenannten Oberlöcher auf der obersten Schicht des Waldbodens. Oberhalb dieser Fundstelle befindet sich eine kleine Höhle aus welcher ebenfalls Calcit geborgen werden konnte.
- Calcit: Massenhaft, Rhomboederkombinationen mit Kantenlänge bis 6 cm, hell bis dunkelgrau, zum Teil mit schönem Oberflächenglanz. Vereinzelt mit Phantombildung.
015_SG / Freienbach, Mittelstein, Oberlöcher
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberried, Koordinaten ca.: 757750 / 242280
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 188
Nordwestlich des Dorfes Freienbach, beim Mittelstein, am Fusse einer Felswand befinden sich 3 nebeneinander liegende Höhlen, welche auch als Oberlöcher bezeichnet werden.
- Calcit: Als Rhomboeder bis 10 cm Kantenlänge oder als Skalenoeder bis 15 cm. An der Oberfläche meistens angeäzt, weiss bis hellgrau.
016_SG / Montlingen, Oberried (westlich), Montlingerberg
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberried, Koordinaten ca.: 762600 / 245440
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 232
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 347
Montlingerberg: eine fast 70 Meter hohe Erhebung in Montlingen. Der um 1900 in Betrieb gewesene Steinbruch ist heute nicht mehr wahrnehmbar. Er befand sich bei den Koordinaten 762.600 / 245.440 und musste einem Sportplatz und Wohnhäusern weichen.
- Calcit:
- Fluorit: Ein Herr Köberle hat im Sommer 1902 und 1903 im Schrattenkalk des Steinbruchs von Montlingen (Kolbenstein) auf Calcitkluftausfüllungen wunderschöne, vollkommen durchsichtige, glashelle Fluorite ausfindig gemacht. Leider erreichen die Kristalle nicht einmal 1 cm Länge.
017_SG / Rheintal, Oberried (Steinbruch König)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberried, Koordinaten ca.: 760500 / 243000
Literatur:
- Alean, Chr.; Schweizer Strahler; 1971; Seite 179-185; Vom "Öhrlidiamanten" zum Stern- und Zepterquarz
- Dolomit: Weiss, gelb - orange, hochglänzend, zusammen mit Calcit.
- Quarz: Bernsteinfarbig - schwarz, klar, hochglänzend, kurzprismatisch, als Doppelender - 5 mm.
018_SG / Oberriet
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 761000 / 243000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 344
Erwähnt wird ein Fund in einer Bruchspalte im Schrattenkalk. Die allgemein gehaltene Fundortbezeichnung 'Oberried' ist recht ungenau.
- Dolomit: Recht klein.
- Fluorit: Spärlich, klein, farblos, würfelig.
- Quarz: Aufgewachsen auf Calcit, klein, mit büscheliger Anordnung (Sternquarz).
019_SG / Oberriet, Blattenberg
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 759650 / 241850
Literatur:
- Alean, Chr.; Schweizer Strahler; 1972; Seite 329-338; Vom "Öhrlidiamanten" zum Stern- und Zepterquarz
Der Berg befindet sich im Rheintal nahe bei Oberriet. An der Nordwand dieses Berges liegt fast in der Mitte ein v-förmiger Querbruch.
- Calcit: Klein, erscheint reichlich, rhomboedrisch.
- Dolomit: Weiss-gelblich, - 0.5 mm in schönen Rasen oder aggregiert zu knollenartigen Gebilden.
- Fluorit: Selten, lediglich in kleinen Würfeln bis 1 mm und schwach fluoreszierend.
- Limonit: Als seltenes Verwitterungsprodukt.
- Quarz: Ausgebildet als sogenannte Sternquarze.
020_SG / Oberriet, Blattenberg (Nord)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 759970 / 242030
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 160 Im nördlichen Teil des Blattenberges konnten an mehreren Orten Mineralien gesammelt werden. Am Interessantesten ist hier ein markanter, V-förmiger Querbruch in der Mitte der Nordwand des Blattenberges.
- Calcit: Blattenbach (Nord):Meistens nur als Spaltenfüllung. An den Kluftwänden als Rhomboeder ausgebildet. Zudem kommen bis 8 cm breite Calcitkristalle in flachrhomboedrischer Ausbildung (sogenannte Fingernagel-Form) vor.
- Dolomit: In den Klüften immer vorhanden und meistens auf dem Quarz aufgewachsen. Grösse 0.5 mm.
- Fluorit: Selten zu finden. Klein, würfelig, bis 1 mm, mit schwacher Fluoreszenz.
- Quarz: Immer auf dem Calcit aufgewachsen. Drei Formen können unterschieden werden:
1) kugelige, rosettenartige Sternquarze, Durchmesser bis 2 cm.
2) krustenartig auf dem Calcit.
3) Einzelkristalle.
021_SG / Oberriet, Blattenberg (Ost)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 760090 / 241920
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 163
Es dürfte sich hier um die Ostseite der Nordwand des Blattenberges handeln. Die Koordinaten zeigen auf Blattenberg.
- Calcit: Als sogenannter Fingernagelcalcit. Kristalle bis 1.5 cm, dunkelgrau.
- Chalcedon: Als bräunlich gefärbte Krusten.
- Quarz: Langprismatisch, zum Teil mit Zepterbildung, bis 4 mm.
022_SG / Oberriet, Blattenberg (West)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 760090 / 241920
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 163
Es dürfte sich hier um die Westseite der Nordwand des Blattenberges handeln. Die Koordinaten zeigen auf Blattenberg.
- Calcit: Als sogenannter Fingernagelcalcit.
- Chalcedon:
- Dolomit:
- Quarz: Sternförmig.
023_SG / Oberriet, Blattenberg, Blatten (Ruine West und Ost)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 760090 / 241920
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 163
West: Nordwestlich der Ruine Blatten.
Ost: Nördlich der Ruine Blatten. Die Koordinaten zeigen auf Blattenberg.
- Calcit: West: Als sogenannter Fingernagelcalcit bis 4 cm und selten sogar bis 8 cm, weiss, grau, mit schönem Oberflächenglanz. Ost: flache Rhomboeder, bis 2 cm, weiss bis grau.
- Chalcedon: Ost:
- Quarz: Ost: langprismatisch bis 1.5 cm, zum Teil mit Zepterbildung oder als Sternquarz.
024_SG / Oberriet, Blattenberg, Moos (Steinbruch)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 759710 / 242120
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 164
Auf der Westseite des Blattenberges, nahe dem Punkt 549, befindet sich ein alter Steinbruch.
- Baryt: Weiss bis porzellanfarbig, rhombenförmig, unter 1 mm.
- Calcit: Als Skalenoeder oder als Kombination Sklenoeder/Rhomboeder, bis 4 mm, weiss.
- Dolomit: Sattelförmig, bis 1 mm, gelbbraun.
- Pyrit: Als cm-grosse Konkretionen im Gestein oder als winzige Kriställchen in derbem Calcit.
- Quarz: Als sogenannte Öhrli-Diamanten bis 6 mm mit kleinsten Gas- und Flüssigkeitseinschlüssen.
025_SG / Oberriet, Chapf, Unter Kobel (Steinbruch - König)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 759710 / 242750
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 165
- Calcit: Bis 2 cm lange, weisse bis gelbliche Skalenoeder.
- Dolomit: Weiss, gelb bis orangegelb, hochglänzend, sattelförmig, bis 3 mm grosse Aggregate.
- Fluorit: Würfelig, bis 2 mm, glasklar, dem Calcit aufgewachsen.
- Pyrit: Kann nur als Anflug auf Calcit und Dolomit festgestellt werden.
- Pyrrhotin: Als broncegelbe, pseudohexagonale Blättchen bis 3 mm Durchmesser. Einmaliger Fund.
- Quarz: Schwarz, bernsteinfarbig, bis 2 mm oder ähnlich den Öhrli-Diamanten bis 5 mm, dann hochglänzend.
- Strontianit: Weiss, büschelig, kugelig, bis 3 mm Durchmesser, selten, vergesellschaftet mit Calcit und Dolomit.
026_SG / Oberriet, Kobelwies, Chobelwald, Kobelwald (Kristallhöhle), Kamor
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 758410 / 243440
Literatur:
- Kürsteiner, Peter; Urner Mineralienfreund; 2005; Heft 3; Seite 16-23
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 168-185
- Lämmler, B.; Urner Mineralienfreund; 1984; Heft 4
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 229
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 340
Die bekannte Calcithöhle befindet sich oberhalb Kobelwald bei Oberried, am Fusse des Kamor im Schrattenkalk. Ausser dem Calcit und dem Limonit sind die Mineralien nur in Kleinstklüften zu finden. Sie ist heute ausgebaut und kann besichtigt werden. Die Länge der Höhle beträgt ca. 625 Meter. Heute steht sie unter Schutz. Die Koordinaten zeigen auf den Höhleneingang.
- Calcit: - Manchmal in sehr grosser Ausbildung (bis 30 cm), weiss - grau - farblos durchsichtig, auch rötlichweiss oder blass fleischrot, als Grundrhomboeder, teilweise verzwillingt, auch Skalenoeder. Meistens rhomboedrisch, in verschiedenen Kombinationen, Zwillinge, selten Skalenoeder, farblos, weiss, hell- bis dunkelgrau, matt, schwach rötlich floureszierend, leicht angeätzt, bis 35 cm.
- Fluorit: Kubisch, selten oktaedrisch, farblos, weiss, Glasglanz, bis 5 mm.
- Limonit: Meistens derb, rotbraun, schwarz.
- Pyrit: Kugelig, strahlig, selten kubisch, dunkelgelb, starker Metallglanz, Aggregate bis 2 cm, Einzelkristalle bis 2 mm Kantenlänge.
- Quarz: Mit Diamantglanz, klar, bis 6 mm, auch als Zepter bis 8 mm.
- Zepterquarz: Klein.
027_SG / Oberriet, Oberrieter Chienberg (westlich)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 758000 / 243230
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 187
Im Wald nördlich des Oberrieter Chienbergs aus einer kleinen Felswand. Die Mineralien sind in kleinsten Rissen und kommen nur spärlich vor.
- Baryt: Als sinterähnlicher weisser Überzug auf dem Calcit.
- Calcit: Bis 5 mm, skalenoedrisch, weiss oder orangebraun, teilweise mit weissem Überzug (Baryt).
- Fluorit: Farblos oder weiss, bis 6 mm, würfelig.
- Quarz: Bis 2 mm.
028_SG / Oberriet, Oberrieter Chienberg (östlich)
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 758280 / 243360
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 186
Im Abhang des Oberrieter Chienbergs, etwas oberhalb des Eingangs der Kristallhöhle.
- Baryt: Tafelig, bis 3 mm, weiss, zusammen mit Fluorit.
- Calcit: Von rhomboedrisch oder skalenoedrischer Ausbildung, nur wenige mm gross, farblos.
- Fluorit: Bis 22 mm Kantenlänge, weiss, farblos, grau, durchzogen von zahlreichen feinen Spaltrissen.
- Quarz: Rasenartig und klein, bis 1 mm oder wasserklar bis 4 mm dem Fluorit aufgewachsen.
029_SG / Oberriet, Oberrieter Chienberg, Chessiloch, Kessiloch, Rötlebach
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 757810 / 243520
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 166
In der Wegböschung beim Chessiloch aus kleinen Kluftrissen.
- Aragonit: Als büschelige Ueberzüge auf dem Calcit.
- Calcit: Als Skalenoeder, bis max. 10 cm, weiss, gelblichweiss bis leicht rötlich, selten farblos. Zwillinge nach der Basis und Doppelender sind möglich. Vereinzelt sind meisselförmige Zwillinge zu finden, bis 4 mm gross.
- Dolomit: Einzeln oder als kugelige Aggregate bis 5 mm Durchmesser, sattelförmig, rostbraun verwittert.
- Pyrit: Als feinste Überzüge auf dem Calcit und dem Dolomit.
- Quarz: Sehr klein.
030_SG / Oberriet, Oberrieter Chienberg, Ris
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet, Koordinaten ca.: 758310 / 243580
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 186
- Kürsteiner, Peter & Knechtle, B.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 476-482; Die Mineralfundstellen im Alpsteinmassiv Teil II
Am Nordostabhang des Oberrieter Chienberges, im anstehenden Schrattenkalk, am Fusse einer Kalkwand.
- Calcit: Milchigweiss, zum Teil völlig klar, diese Calcite gehören zu den schönsten in der Schweiz gefundenen Doppelspaten. Aufgewachsene Kristalle sind selten zu finden.
031_SG / Kamor (Nordostabhang), Alp Stofel (südlich), Loch
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Rüthi, Koordinaten ca.: 755490 / 239390
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 196
Im Nordostabhang des Kamors, südlich der Alp Stofel in einer 39 Meter langen Höhle.
- Calcit: Rhomboder, bis 8 cm, oft versintert, seltener Skalenoeder bis 3.5 cm, hell- bis dunkelgrau.
032_SG / Salez (Schlosswald), Chnorren
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Sennwald, Koordinaten ca.: 755520 / 234920
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 197
Funde können im Bergsturzmaterial des Schlosswaldes und des angrenzenden Chnorren gemacht werden. Die vohandenen Klüftchen sind lediglich einige wenige cm breit.
- Calcit: Kombination von Skalenoeder/Rhomboeder, weiss, bis 2 mm.
- Dolomit: Sattelförmige Aggregate bis 2 mm.
- Quarz: Langprismatisch bis 3 mm und mit zahlreichen braunen Einschlüssen (Erdöl oder Bitumen) oder kurzprismatische Doppelender, bis 1 cm mit Flüssigkeits- und/oder Gaseinschlüssen.
033_SG / Saxerlücke
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Sennwald, Koordinaten ca.: 750350 / 234840
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 199
- Calcit: Als gedrungene, pseudohexagonale Kristalle, bis 1 cm, farblos oder weiss.
034_SG / Werdenberg, Barbielergrat
Region: Bezirk Rheintal / Gemeinde Wartau, Koordinaten ca.: 750620 / 220050
Literatur:
- Briegel, Ueli; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1972; Band 65; Heft 2; Seite 425 - 483; Geologie der östliche Alviergruppe (Helvetische Decken der Ostschweiz) unter besonderer Berücksichtigung der Drusbergund Schrattenkalkformation (Unterkreide)
Briegel: In derselben Schichtserie, aus welcher die Ammonitenfauna stammt, fand ich eine Anzahl glasklarer, zweispitziger Bergkristalle. Zufälligerweise entdeckte ich dann später eine 1-5 cm breite Calcitkluft, die wegen ihrer rötlichen Farbe auffiel. Beim Untersuchen derselben kamen neue Quarze zum Vorschein. Diese sind gänzlich im Calcit eingebettet und zeigen zwei verschiedene Varietäten.
1. Wasserklare, zweispitzige Kristalle, bis etwa 1 cm gross, mit klaren Einschlüssen. Die Prismenflächen sind meistens viel breiter als lang, die Rhomboederflächen erreichen oft die Kristallspitze, die 2111-Flächen fehlen, so dass der Links- oder Rechtssinn nicht bestimmt ist.
2. Milchquarze mit plattigem Habitus, d. h. zwei gegenüberliegende Prismenflächen sind stark in die Breite verzerrt gewachsen. Dadurch entstehen anstelle der Kristallspitzen senkrecht zur C-Achse stehende Gräte. Die gleichen Beobachtungen wurden schon früher gemacht. In den untersten 13 m der Drusbergschichten am Barbielergrat (S Hurst) wurde eine pyritisierte Ammonitenfauna aufgesammelt; später konnte eine solche, allerdings in weit geringerem Umfang, auch am Fuss des NE-Grates des Fulfirstes auf der Gianna wiedergefunden werden. Da die Individuenzahl an und für sich gering ist, die Individuen selbst sehr klein sind (max. 5 cm, Durchschnitt 1 cm), kann eine Ausbeute nur dort erwartet werden, wo relativ weiche Schiefermergel in relativ flacher Lage während Jahren ausgewaschen werden und die Fossilien dann liegenbleiben. Beide erwähnten Fundstellen liegen an von Touristen sehr häufig begangenen Routen und gehören zu Alpweiden, so dass dadurch ein grosser Teil zerstört oder ein gestampft, zuweilen wohl auch aufgesammelt wird. Imgrossen Rest der Drusbergschichten konnte ich nur noch vereinzelt unbestimmbare Bruchstücke von Belemniten, Seeigeln und selten Ammoniten finden, oft auch nur verdächtige Pyritnester und sog. Fossilmolds.
- Quarz: Bis 1 cm in den Drusbergschichten am Barbielergrat.
035_SG / Rüthi, Rüti, Alp Brunnenberg (oberhalb)
Region: Bezirk Rheintall / Gemeinde Rüthi, Koordinaten ca.: 757600 / 241290
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 189
Die Funde konnten anlässlich des Strassenbaus (Wegböschung) Rüthi - Kamor getätigt werden. Von einem Felskopf unterhalb der Strasse konnte Fluorit geborgen werden. Die Koordinaten zeigen auf Brunnenberg.
- Calcit: Kleine Bändchen, zusammen mit Fluorit.
- Fluorit: Kleine Bändchen, zusammen mit Calcit, vereinzelt erreichen die Kristalle Kantenlängen bis 7 mm, weiss, gräulich blau, zum Teil mit deutlichem Oberflächenglanz. Der Fluorit vom Felskopf unterhalb der Strasse ist etwas grösser ausgebildet.
- Quarz:
036_SG / Rüthi, Rüti, Brunnenberg
Region: Bezirk Rheintall / Gemeinde Rüthi, Koordinaten ca.: 757600 / 241290
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 189
Auf der Bergseite der Strasse Rüthi-Brunnenberg in den im Wald vorkommenden Felswänden. Die Koordinaten zeigen auf Brunnenberg.
- Calcit: In Rissen und Spalten als steile Rhomboeder, grau oder als flache Rhomboeder, weiss. Bis 3.5 cm, meistens stark angeäzt und rostbraun.
037_SG / Berg, Mörschwil, Steinach (Bach);(Waschgold)
Region: Bezirk Rorschach / Gemeinde Berg, Koordinaten ca.: 749720 / 261200
Literatur:
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 163
Mit recht vielen Flitterchen Waschgold.
- Gold, gediegen: Als Waschgold.
038_SG / Goldach (Bach);(Waschgold)
Region: Bezirk Rorschach / Gemeinde Goldach, Koordinaten ca.: 750328 / 257744
Literatur:
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 163
Mit recht vielen Flitterchen Waschgold.
- Gold, gediegen: Als Waschgold.
039_SG / Rorschacherberg, Mülebachtobel, Mültobelbach;(Waschgold)
Region: Bezirk Rorschach / Gemeinde Rorschach, Koordinaten ca.: 755959 / 258744
Literatur: - Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 161
Beide Vorkommen aus urzeitlichem Napfgeschiebe, welches von Gletschern hierher transportiert wurde.
- Gold, gediegen: Als Waschgold. Bemerkenswert helles Gold als Flitterchen.
040_SG / Alpstein, Girenspitz, Moor, Jöchli
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Bad Ragaz, Koordinaten ca.: 745620 / 233030
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 199
Im ganzen Gebiet südwestlich des Altmanns, von Girenspitz bis Jöchli, können Pytitkugeln gefunden werden.
- Pyrit: Kugelig, bis 3 cm Durchmesser.
041_SG / Bad Ragaz, Luzisteig, Luziensteig, St. Luzisteig
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Bad Ragaz, Koordinaten ca.: 758812 / 210839
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 320
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 231
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 342
Die Funde sind an den Jurakalk gebunden.
- Calcit: Weiss, stumpfe Rhomboeder mit Prisma. Weisse Kristalle in Nestern des hellgrauen Jurakalkes am Luziensteig.
042_SG / Flums, Alp Castellan, Alp Castilun, Stralrüfi
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Flums, Koordinaten ca.: 748300 / 218140
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 228
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 348
Östlich von Flums gelegen. Vermutlich handelt es sich bei dieser Fundortbezeichnung um die Felsen westlich der Stralrüfi. Die Fundstellen befinden sich in den Zementsteinschichten des Portlandien.
- Fensterquarz: Deutlich sind besonders die lamellenartigen Toneinlagerungen. Meistens mit kurzprismatischer Gestalt.
043_SG / Flums, Schilstal
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Flums, Koordinaten ca.: 740950 / 213880
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 109
Ca. 7 km südwestlich von Flums, auf der linken Seite des Schilstals. Hier im Sandstein der Quartenserie.
- Chalkosin:
044_SG / Flumser Berge, Flumser Berg, Brod
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Flums, Koordinaten ca.: 740380 / 215550
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; 409
Vermutlich handelt es sich um das heutige Prod auf der Prodalp. Brod ist auf der Karte nicht eingetragen. Die Koordinaten zeigen auf Prod.
- Azurit:
- Chrysokoll:
- Cuprit:
- Kupfer, gediegen: Das Kupfer in den Rollstücken von Brod bildet kleine derbe oder verästelte körnige Partien.
- Malachit:
- Silber: Silber fand sich auf rotbraunen feinkörnigen Quarzitstücken, welche in der Wiese eines Bauern unterhalb Brod am Flumser Berg im Bezirk Sargans gefunden wurde und nach Vermutungen aus einem Kupfergange des Sernfkonglomerates stammen. Als Begleiter sind Malachit, Azurit, Chrysokoll, Cuprit und Kupfer zu bemerken und das Silber ist zum Teil mit dem letzteren innig verwachsen.
045_SG / Flumserberge, Alp Prod, Prodalp
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Flums, Koordinaten ca.: 740600 / 216000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 266
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 244
Ca. 400 bis 700 Meter südlich der Alp Prod von einem historischen Bergbau im Verrucano. Es handelt sich um ein Erz-Lesestück mit den aufgeführten Mineralien. Bergbautätigkeiten sind in den Flumser Bergen ab 1410 bekannt.
- Azurit:
- Cuprit:
- Kupfer, gediegen: Gediegen, in kleinen Mengen in Kupfererzen.
- Malachit:
- Silber: Gediegen.
046_SG / Mels;(Erzabbau)
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Mels, Koordinaten ca.: 750474 / 212541
Literatur:
- Epprecht, W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
In der Region Mels fand in früheren Jahren ein Erzabbau oder ein Erzabbauversuch auf Hämatit und/oder Magnetit statt. Nähere Angaben fehlen. Die Koordinaten zeigen auf Mels.
- Eisenerz:
047_SG / Oberes Weisstannental, Augstchamm, Ober Plattnerboden
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Mels, Koordinaten ca.: 737830 / 204570
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 83,272,314,418,424
Aus einer Uranvererzung. Koordinaten auf 'Augstchamm'.
- Brannerit: Feinkörnig eingesprengt.
- Chalkopyrit:
- Hämatit:
- Meta-Autunit: Viereckig-tafelig, glimmerähnlich.
- Pyrit:
- Pyrochlor: Körnig, braun bis rot.
- Uraninit:
- Vandendriesscheit: Orange, glasig, zum Teil zu Rosetten aggregiert.
048_SG / Weisstannental, Heitelpass, Heidelpass
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Mels, Koordinaten ca.: 744180 / 201150
Literatur:
- Hess, W.; Urner Mineralienfreund; 1995; Heft 2; Seite 6
Die Koordinaten verweisen auf das Fundgebiet Heitel. Es ist nur die allgemeine Fundortbezeichnung Heitelpass bekannt.
- Calcit: Als sogenannter 'Papierspat'.
- Quarz: Bis 18 mm, zusammen mit Calcit.
049_SG / Calanda, Weisstannental, Augstchamm, Gnapperkopf, Silberegg, Crap Mats, Krummhorn (Basis), Schafgrat, Hinterlavoi, Panärahörner, Unterkunkels, Ramoztobel, Kunkelspass;(Kupfererzabbau und Silbererzabbau)
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 754460 / 198180
Literatur:
- Cadisch, Joos; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1939; Band 19; Heft 1; Seite 1 - 20; Die Erzvorkommen am Calanda: Kantone Graubünden und St. Gallen
- Imper, David & Guidon, Roman; Minaria Helvetica; 2001; Heft 21c; Seite 11; Silberzbergbau am Gnapperchopf bei Vättis (Exkursion 12A)
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1980; Heft 13, 3; Seite 9-11, Das Fahlerz- und Bleiglanzvorkommen am Gnapperkopf bei Vättis
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Zimmermann, Axel; Bergknappe 2006/1; Heft 108; Seite 2-7; Knappen und Geister auf Gnapperchopf und in Silberegg
Über den Erzabbau am Gnapperkopf sind nur wenige geschichtliche Dokumente überliefert. Nach J. Strub soll bereits im Jahre 834 ein "altes Knappenhaus in Vättis" erwähnt worden sein. In der Veröffentlichung von Th. Nigg über "Historisches- und kulturhistorisches Allerlei aus der Pfäferser Klosterzeit", vernehmen wir folgendes: "Im Jahre 1713 stellte ein Mathias Schreiber aus Basel, der im Wallis ein Bleibergwerk betrieb an den Abt von Pfäfers, Bonifazius II das Gesuch, die 'Gänge' zu erschürfen, von welchen der erstgenannte durch Bergleute Erzproben erhalten hatte. Der Oberstleutnant und königlich-französische Rat Joh, Rud. Krämer aus Basel beschwerte sich 1715 beim Abt, dass sein Bruder Hauptmann Krämer, sich 'durch ein süesses Vorgeben eines ruinierten- und liederlichen Menschen namens Mathias Schreiber von hier habe betören lassen' sein Geld in das Unternehmen zu stecken. Der Richter legte dann das Bergwerk still und drohte Schreiber, dessen Eigentum zur Versteigerung zu bringen. Während der folgenden Jahre meldeten sich noch weitere Interessenten, so 1719 Jos. Ant. Reding von Biberegg, alt Landammann von Schwyz. Der Betrieb wurde erst um 1850 wieder aufgenommen. Das gewonnene Erz gelangte nach Deutschland. Nach den Dimensionen der heute noch zugänglichen Stollen und Halden zu schliessen, handelte es sich auch zu dieser Zeit mehr um Aufschluss- als um Abbauarbeiten.
Nach C. Schmidt fand noch 1860 bis 1861 und 1865 bis 1866 ein bescheidener Abbau statt." Auf dem Fussweg, der von Vättis über die Tamina und durch die Steilhänge des Calanda nach der Alp Salaz hinaufführt, gelangt man in einer halben Stunde nach dem Gnapperkopf, Pt. 1121 und unmittelbar darauf an die Oertlichkeit, wo zu verschiedenen Zeiten bergbauliche Arbeiten auf silberhaltiges Fahlerz stattfanden. Die hier festgestellten vier Stollen liegen nahe beieinander in 1178 bis 1199 m Höhe. Das durchfahrene Gestein, normal ausgebildeter Rötidolomit, streicht N 95 E und fällt mit 57 gegen Norden ein. Der Dolomit bildet am Gnapperkopf eine kleine nach Norden schauende liegende Falte. Er gehört zur normalen Sedimentdecke des Aarmassivs, welches im Aufbruch von Vättis in Gestalt von Ortho- und Paragesteinen zutage tritt. Wie ein Aufschluss in der Runse 25 m N des obersten Stollens zeigt, geht der Triasdolomit nach oben wechsellagernd in quarzitische Quartenschiefer (obere Trias) über. Der unterste der vier Stollen, die im Hang 'schief übereinander liegen, ist zerfallen. Die drei anderen Stollen sind deutlich auf Quarzadern angesetzt, die durchschnittlich einige dm stark sind. Beim obersten Stolleneingang sind zwei Quarzadern sichtbar, von denen die obere ca. 10 cm, die untere 10 bis 50 cm dick ist. Letztere führt sulfidisches karbonatisches Erz. Stollen drei ist noch befahrbar. Er wurde zunächst 10 m in Richtung N 110 E vorgetrieben. Unmittelbar hinter dem Mundloch kommt man an einem Gesenk vorbei, das möglicherweise nach Stollen eins hinabging. Stollen drei fährt dann bei 8 m unter dem Mundloch von 2 vorbei, mit dem früher Verbindung bestand, dann wendet er nach Richtung N 135 E (8 m) und weitere 10 m sind in Richtung N 47 E angefahren. Die gesamte Stollenlänge beträgt somit um 28 m. An Ort und Stelle sind jetzt keine guten Erzproben mehr zu finden, auch ist das Mineraliensammeln in diesem Gebiete bewilligungspflichtig. Gute Erzstücke gelangten durch G. Theobald ins Rhätische Museum in Chur. Dieser Forscher erwähnt vom Gnapperkopf das Auftreten von Bleiglanz, Fahlerz, Kupferkies, Malachit und Lasur. Im Sommer 1938 befuhr J. Cadisch mit H. Beer und Sohn einen nur wenigen Einheimischen bekannten Stollen, der auf 1217 m Höhe, ungefähr 250 m südlich der nunmehr erwähnten Baute, ebenfalls im Rötidolomit aufgefahren wurde. Sie erreichten die Örtlichkeit durch eine steile Runse S des Gnapperkopfes und querten den Hang unter der Felswand etwa 70 m weit. Der gelblich anwitternde Dolomit ist meist ziemlich dicht, hie und da zuckerkörnig - kristallinisch. Der ganze, etwa 20 m lange Stollen liegt merkwürdigerweise in taubem Gestein, während wenige Meter südlich des Mundloches unregelmässige, annähernd senkrecht verlaufende Quarzadern zu sehen sind, die spärlich sulfidisches und karbonatisches Erz führen. Die Erze vom Gnapperkopf wurden im Jahre 1861 d.h. während der letzten Abbauperiode von A.P. Bolley chemisch untersucht. Trotzdem als Herkunftsort nur der Calanda genannt wird, muss es sich zweifellos um unsere Oertlichkeit handeln. Die Durchschnittsprobe einiger "bis zu mehreren Pfunden Gewicht betragender Handstücke eines quarzigen, kupferhaltigen und kohlensauren Kupferoxyd (als Malachit und Kupferlasur) enthaltenden Muttergesteins" ergab 9,476 % Kupfer und 0,10679 % Silber. Der immer wieder erwähnte Silbergehalt ist somit bescheiden. Weitere Untersuchungen von C. Friedländer und R. U. Winterhalter geben folgenden Befund: Vorwiegend tritt Fahlerz auf, in zweiter Linie kommt Bleiglanz vor. Weiterhin treten auf: blauer isotroper Kupferglanz, Kupferkies, Kupferindigo (Covellin), Malachit und Azurit. Gangart ist Quarz und Dolomit. Beimengungen im Fahlerz dürften sich als Argentit erweisen, der den schon früher bekannten Silbergehalt des Erzes bedingt. Der Bleiglanz erscheint neben dem Fahlerz hellrosa gefärbt. Randlich wird der Bleiglanz von einem blaugrünen Mineral verdrängt, welches sich als isotroper Kupferglanz erwies. Kupferkies tritt in Form kleiner Partikel an der Grenze zwischen Fahlerz und Bleiglanz und als Einschluss in denselben auf. Kupferindig (Covellin) findet sich in Gestalt kleinster Kornaggregate am Rande und innerhalb des blauen Kupferglanzes, ferner in dem zuletzt auf Spaltrissen infiltrierten Karbonat. Der Covellin ist an seiner intensiv blauen Farbe im gewöhnlichen Licht leicht zu erkennen. Die Sukzession der sulfidischen Erze dürfte folgende sein: Bleiglanz, Fahlerz, Kupferglanz und Kupferkies, Covellin. Um die Frage nach dem Alter der Erzbildung beantworten zu können, erwähnen wir zunächst noch einige Fundstellen aus dem benachbarten Gebirge. In den Malmbreccien der helvetischen Schichtfolge am Kunkelspass sind verschiedenenorts Spuren von Kupfererz festzustellen: Am Wege von der Passhöhe nach der Taminseralp unterhalb der Hütte; ca. 1800 m.ü.M. westlich des Kunkelspasses, d.h. ausserhalb der Calandagruppe liegen Fundstellen an der Basis des Krummhorns und der Panärahörner bei Hinterlavoi, am Schafgrat und am Grat südlich des Crap Mats. Zimmermann: Zwei Bergwerke, ein Pochwerk und wenig Verdienst erlebte Vättis zur Blütezeit des Erzabbaus im 18. und 19. Jh. Ein Besuch der verbliebenen Stollen des Werks Gnapperchopf ist empfehlenswert. Hingegen bei der Goldsuche in der Silberegg behält die tragische Sage recht. Bei Vättis sind zwei ehemalige Bergwerke bekannt. Deren Namen Silberegg und Gnapperchopf beinhalten die Bezeichnung des gesuchten Metalls und den Beruf der Knappen. Zeitweise wurden beide Werke von der gleichen Gesellschaft betrieben. In den Adern des gelblich angewitterten Rötidolomits bei Vättis sind kleine Mengen von Kupfer, Silber und Eisen enthalten. Zuständig für die Bewilligung des Abbaus war zuerst das Kloster Pfäfers, später der Kanton St. Gallen. Die Ortsgemeinde Vättis als Waldbesitzerin gab sich grosse Mühe, Pächter für die beiden Bergwerke Gnapperchopf und Silberegg zu finden. Die ursprüngliche Methode des Abbaus brauchte viel Holz, sodass die Ortsgemeinde durch den Verkauf von Wald profitieren konnte. Zudem war sie interessiert, den Vättnern Arbeitsmöglichkeiten zu verschaffen. Das Bergwerk Silberegg befand sich auf Unterkunkels eingangs des Ramoztobels, dem Grenzgebiet von St.Gallen und Graubünden. An den Standort erinnert noch der Flurname Silberegg. Gänge des Bergwerks Gnapperchopf am Calanda existieren noch. Sie können durch einen neu erstellten Fussweg, der beim Fussballplatz Vättis beginnt, besichtigt werden. Urkundlich gesichert ist das Bestehen der Vättner Bergwerke im Jahr 1713. In den 80er-Jahren des 19. Jh. wurden die letzten Abbauversuche durchgeführt, die wie schon frühere sich finanziell nicht lohnten. Gesichert ist, dass im Jahr 1866 Silber und Kupfererze nach Deutschland zur Verhüttung gesandt worden sind. Über die Menge gefundenen Metalls in den beiden Vättner Bergwerken ist nichts bekannt. Offenbar blieb der Erfolg aus.
- Argentit:
- Azurit:
- Chalkopyrit: Tritt in Form kleiner Partikel an der Grenze zwischen Fahlerz und Bleiglanz und als Einschluss in denselben auf- Chalkosin:
- Covellin:
- Fahlerz: Silberhaltig.
- Galenit: Der Bleiglanz erscheint neben dem Fahlerz hellrosa gefärbt. Randlich wird der Bleiglanz von einem blaugrünen Mineral verdrängt, welches sich als isotroper Kupferglanz erwies.
- Kupfererz:
- Lasur:
- Malachit:
- Quarz: Als Gangmaterial.
050_SG / Vättis (am Calanda)
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 752500 / 197400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 231
- Calcit: Gelblich, trüb, rhomboedrisch, bis 20 cm.
- Quarz: Farblos, schwach gelblich, durchsichtig - milchig trüb, zum Teil mit ausserordentlicher Deformation (S-förmig), bis 10 cm.
051_SG / Vättis, Calfeisental
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 747000 / 198000
Literatur:
- Eggenberger, P.; Schweizer Strahler; 1977; Seite 348-354;
Hervorragende Calcitfunde im Tamina- und Calfeisental Tal westlich von Vättis. Beim Bau eines Kraftwerkstollens, 400 Meter im Innern, in einem zimmergrossen Hohlraum, sind einzigartige Calcitstufen gefunden worden.
- Calcit: In prächtigen Stufen, gelb bis schwarz.
052_SG / Vättis, Calfeisental, Alp Brändlisberg, Marchtal, Rot Plättli, Sazmartinshorn
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
In den Felsen unterhalb Rot Plättli in einer Höhe von 2500 bis 2600 m ü. M.
- Quarz: Rot Plättli: Einige kleinere Quarzstufen in eher bescheidener Qualität, selten transparent. Südgrat zur Sazmartinshorn: kleine, hochglänzende Quarze.
053_SG / Vättis, Calfeisental, Alp Tersol, Schönplanggen, Oberes Schafsäss, Unter Tros, Stollen, Tal, Leiterlichopf
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Eine Kluftserie konnte in der Höhe von 2250 bis 2350 m ü. M. im Quarzit der Sardona-Decke ausgebeutet werden, Eine Kluft auf ca. 2400 m ü. M. beim Oberen Schafsäss. Die Calcitfundstelle Unter Tros ist heute bedeckt und nicht mehr zu finden. Bei der südlich des Gigerwaldspitzes gelegenen Lokalität Stollen konnte in den 1950-er Jahren eine an Quarz und Calcit reichhaltige Kluft ausgebeutet werden.
- Calcit: Unter Tros: Aus einem Calcitband bei Unter Tros in Form sogenannter Traubencalcite, gelb oder rostbraun gefärbt, skalenoedrisch ausgebildet, bis 4 cm. Stollen: Skalenoeder bis 15 cm, mit gelblicher Oberfläche.
- Fadenquarz: Bis 2 cm.
- Pyrit: Von der Lokalität Leiterlichopf, im Gestein eingebettete Pyritkugeln bis 6 cm Durchmesser und meist oxidierter Oberfläche.
- Quarz: Bis 2 cm, meist farblos aus den tiefer gelegenen Klüften, bis 3 cm aus der höher gelegenen Kluft. Eher selten sind Kristalle mit Phantomblildung zu finden.
054_SG / Vättis, Calfeisental, Gigerwald, Gigerwaldsee, Alp Gigerwald, Tamina
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 749700 / 197600
Literatur:
- Eggenberger, P.; Schweizer Strahler; 1975; Seite 473-477; "Das hat der liebe Gott so geschliffen.."
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Als Gigerwald wird die Region östlich des Gigerwaldsees bezeichnet. Aus dieser Gegend stammen dann auch die schönsten Quarzkristallgruppen des Calfeisentals. Eine ergiebige Kluft konnte aus dem steilen Gelände entlang der Tamina und nahe der Alp Gigerwald ausgebeutet werden.
- Calcit: Spärlich. Bis 1 cm grosse Skalenoeder, teils auf dem Quarz aufgewachsen.
- Quarz: Nadelig, sowei im Normalhabitus wie auch im Dauphiné-Habitus. Auch als Doppelender und als Fadenquarz vorkommend. Stufen bis 30 cm Höhe, Einzelkristalle bis 13 cm.
055_SG / Vättis, Calfeisental, Gigerwald-Torsol (Kraftwerkstollen)
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Der Fund stammt aus dem Bau des Zuleitungsstollens des Kraftwerkes bei Gigerwald. Rund 400 Meter im Berginnern wurde eine an Calcit reichhaltige Kluft angefahren.
- Calcit: Tausende von skalenoedrisch ausgebildeten Calcitkristall bis 8 cm Grösse. Stufen bis 1 m Ausmass.
056_SG / Vättis, Calfeisental, Gigerwaldsee, Alp Panära
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Ausbeutung einer Calcitcluft durch die Alpbesitzer in den Jahren 1951 bis 1963.
- Calcit: Gelblichweisse Skalenoeder
057_SG / Vättis, Calfeisental, Gigerwaldspitz (Südostflanke)
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
In einer Höhle.
- Calcit: Bis 7 cm, Skalenoeder, miteinander verwachsen an den Wänden des Schachtes.
058_SG / Vättis, Calfeisental, Lutererzug
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Südlich der Alp Gigerwald gelegen.
- Quarz: Bis 5 cm, völlig transparent und im Muzo-Habitus in Klüften des Dolomits.
059_SG / Vättis, Calfeisental, Marchtal
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 740720 / 199660
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 343
Für das Marchtal existieren zwei Karteneinträge:- Marchtal, Koordinaten E/N: 746.99 / 200.12- Marchtal, Koordinaten E/N: 740.72 / 199.66. Nördlich der Sardonaalp. Die Funde stammen aus dem Komplex des Sardonaquarzits.
- Quarz: Bis 3 cm. Im Normalhabitus, teils mit s- und x-Flächen, vereinzelt als Dauphinée- und Brasilianer-Zwilling.
061_SG / Vättis, Calfeisental, Marchtal (nördlich Sardona-Alp)
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Bei der Lokalität Marchtal.
- Quarz: Bis 3 cm, auch mit Phatombildung.
062_SG / Vättis, Calfeisental, Sardona
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 741020 / 198200
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 343
Die Funde stammen aus dem Komplex des Sardonaquarzits.
- Quarz:
063_SG / Vättis, Calfeisental, Sardona Alp (nördlich), Gamserälpli, Obersäss, Untersäss
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
1). In den Felsköpfen westlich von Gamserälpli-Obersäss sowie in den Felsköpfen zwischen Unter- und Oersäss auf ca. 2000 m ü. M.
2). Fahnenstock (Südseite).
- Quarz: 1). Kleine Quarzgrüppchen bis 3 cm. 2). Quarze bis 2 cm, kleine Grüppchen.
064_SG / Vättis, Calfeisental, Sardona Alp, Trosegg
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
Verschiedene Quarzfunde in den Felsköpfen unterhalb der Trosegg.
- Quarz: Bis 2 cm im Normalhabitus.
065_SG / Vättis, Calfeisental, Sardona, Sardonahütte SAC, Schafälpli
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 739410 / 197680
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 343
- Weibel, Max; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1963; Band 43; Heft 2; Seite 479- 483; Die Quarzfunde bei Tamins und Vättis
1). Die Quarze aus dieser Umgebung gleichen in auffälliger Weise denjenigen vom Mittetagehorn (sehr starke Abplattung). Auch im westwärts von Vättis sich erstreckenden Calfeisen sind verschiedentlich Quarzfunde gemacht worden. Sie erreichen aber nicht die Schönheit und Vollkommenheit der Kristalle vom Taminser Calanda und vom Chrüzbachtobel. Vorkommen im Calfeisen sind zum Beispiel Stockboden, Schräa und Sardona-Hütte S.A.C. Sie liegen alle im Sardonaflysch und hangen vermutlich mit der stellenweise quarzitischen Ausbildung des Flysch dieser Gegend zusammen. Ähnliche Quarze wie bei Tamins und Vättis gibt es auf der Nordseite des Maderanertals. Die Klüfte befinden sich am Kristallinkontakt, teils in Kalk, teils in Gneis.
2). Schafälpli, 3). Chli Gletscher (unterhalb),
4). Böseggli (westlich der Hütte).
- Chlorit: 1). Phantombildungen im Quarz
- Quarz: 1). Ähnlich dem Vorkommen des Mittetagestocks. Gewöhnliche Ausbildung, oft stark abgeplattet. (Vermutlich ist das Mittaghorn, welches bei Elm liegt, gemeint). 2). Bis 5 cm, mit Fadenbildung und Chloriteinschlüssen. 3). und 4).
066_SG / Vättis, Calfeisental, St. Martin, Alp Stockboden, Bärenchöpf
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 745590 / 198910
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 343
- Weibel, Max; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1963; Band 43; Heft 2; Seite 479- 483; Die Quarzfunde bei Tamins und Vättis
Auch im westwärts von Vättis sich erstreckenden Calfeisen sind verschiedentlich Quarzfunde gemacht worden. Sie erreichen aber nicht die Schönheit und Vollkommenheit der Kristalle vom Taminser Calanda und vom Chrüzbachtobel. Vorkommen im Calfeisen sind zum Beispiel Stockboden, Schräa und Sardona-Hütte S.A.C. Sie liegen alle im Sardonaflysch und hangen vermutlich mit der stellenweise quarzitischen Ausbildung des Flysch dieser Gegend zusammen. Ähnliche Quarze wie bei Tamins und Vättis gibt es auf der Nordseite des Maderanertals. Die Klüfte befinden sich am Kristallinkontakt, teils in Kalk, teils in Gneis. Stockboden liegt nordwestlich der alten Walsersiedlung St. Martin im Calfeisental.
- Quarz: Unter anderem von der Lokalität Bärenchöpf. Kristalle bis 5 cm und Stüfchen bis 6 cm. Teilweise mit Einschlüssen von Schieferpartikeln, in der Regel mit starkem Glanz.
067_SG / Vättis, Calfeisental, St. Martin, Schräa
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 744200 / 198000
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2016; Heft 1; Seite 2 - 14; Mineralfunde im Calfeisental SG
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 343
- Weibel, Max; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1963; Band 43; Heft 2; Seite 479- 483; Die Quarzfunde bei Tamins und Vättis
Die Funde stammen aus dem Komplex des Sardonaquarzits. Die Koordinaten zeigen auf diesen Punkt. Auch im westwärts von Vättis sich erstreckenden Calfeisen sind verschiedentlich Quarzfunde gemacht worden. Sie erreichen aber nicht die Schönheit und Vollkommenheit der Kristalle vom Taminser Calanda und vom Chrüzbachtobel. Vorkommen im Calfeisen sind zum Beispiel Stockboden, Schräa und Sardona-Hütte S.A.C. Sie liegen alle im Sardonaflysch und hangen vermutlich mit der stellenweise quarzitischen Ausbildung des Flysch dieser Gegend zusammen. Ähnliche Quarze wie bei Tamins und Vättis gibt es auf der Nordseite des Maderanertals. Die Klüfte befinden sich am Kristallinkontakt, teils in Kalk, teils in Gneis.
- Quarz: Vollkommen durchsichtig, Normalhabitus auch schlankprismatisch bis nadelig, teileise infolge von Tonschiefer-Einschlüssen dunkelgrau gefärbt.
068_SG / Vättis, Calfeisental, Trin, Trinser Furgge, Trinser Furgga
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 740006 / 196727
Literatur:
- Hess,W.; Urner Mineralienfreund; 1995; Heft 2; Seite 1
Die Angaben über den Fundort sind relativ ungenau aufgeführt.
- Calcit:
- Quarz:
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 740006 / 196727
Literatur:
- Hess,W.; Urner Mineralienfreund; 1995; Heft 2; Seite 1
Die Angaben über den Fundort sind relativ ungenau aufgeführt.
- Calcit:
- Quarz:
069_SG / Vättis, Chrüzbachtobel, Chrützbachtobel, Kreuzbachtobel, Kalkofen
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 752370 / 198170
Literatur: - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael & Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21 - 30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael & Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 13 - 23; Mineralfunde im Taminatal SG - 2. Teil
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 346
- Rykart, Rudolf & Schumacher, Karl; Schweizer Strahler; 1976; Seite 127-129; Japaner-Zwilling von der Windgällenhütte-UR
- Weibel, Max; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1963; Band 43; Heft 2; Seite 479 - 483; Die Quarzfunde bei Tamins und Vättis
Die Koordinaten zeigen auf den unteren Teil des Tobels. Im Gebiet nördlich Vättis sind um 1960 sehr ergiebige Quarzklüfte ausgebeutet worden. Diese Vorkommen liegen ausserhalb des zentralalpinen Fundgebietes, scheinen aber dennoch an den kristallinen Untergrund gebunden zu sein, der hier als östlichster Ausläufer des Aarmassivs fensterartig zutage tritt. Die Funde von Vättis enthalten Quarz sporadisch zusammen mit Erzmineralien wie Bleiglanz, Pyrit und Kupferkies. Bei Vättis finden sich die ergiebigsten Klüfte im Rötidolomit, doch sind sehr schöne, durch Eisenhydroxid gelb gefärbte Quarzstufen auch aus einer Kluft im darunter liegenden Vättner Kristallin geborgen worden. Das Vättner Kristallin, das tektonisch nicht mit dem Taminser Kristallin zusammengehört, besteht an dieser Stelle aus stark zersetzten und zerklüfteten, feldspatreichen Gesteinen, die als dunkle Gemengteile Chlorit und Eisenhydroxid erkennen lassen. Die Kluft im Kristallin befindet sich am Ausgang des Chrüzbachtobels in einer 10-20 Zentimeter breiten, NW-SE streichenden Quarzader drin. Die im Tobel oberhalb ca. 1100 m ü. M. gelegenen Klüfte liegen im Rötidolomit. Die zugehörigen Quarzbänder weisen gleiches Streichen und Fallen auf wie bei der Kluft im Kristallin (Kalkofen). Der Rötidolomit ist bei Vättis rein dolomitisch ausgebildet. Unweit des Wasserfalls (ca. 1040 m ü. M.), Kalkofen genannt, sind im Gneis mehrere, bis 20 cm dicke hohlraumhaltige Quarzbänder enthalten.
- Aragonit:
- Calcit: Stark verbreitet.
- Chalkopyrit:
- Galenit: In Klüften auch als korrodierte idiomorphe Kristalle.
- Gold, gediegen:
- Japaner-Zwilling: Schenkellänge bis 4 cm.
- Malachit:
- Pyrit: Auch Doppelender. Bis über 10 cm.
- Quarz: Die Quarzkristalle zeigen nicht die gewohnte Formentwicklung des alpinen Bergkristalls, sondern meist schlankeren Wuchs mit der typisch asymmetrischen Endbegrenzung des Dauphinehabitus. Es handelt sich hierbei um Lamellenquarze nach Bambauer et al. (1962), Quarze mit erhöhtem Spurenelementgehalt, die unter dem Polarisationsmikroskop einen Aufbau aus optisch zweiachsigen Lamellen erkennen lassen. Der Quarz, der in vielen hundert Einzelkristallen und Gruppen von Zentimeter- bis über Dezimetergrösse ausgebeutet wurde, fällt durch die vielgestaltige Ausbildung auf. Dauphinehabitus ist verbreitet, aber nicht an allen Kristallen gleich ausgeprägt. Plattig verzerrte Individuen sind besonders charakteristisch. Doppelender finden sich in grosser Zahl, oft mit einseitig verzerrten Spitzen. Die Hauptformen sind hexagonales Prisma I. Stellung, positives und negatives Rhomboeder, untergeordnet trigonale Dipyramide II. Stellung und Trapezoeder. Auf den Prismen-, seltener den Rhomboederflächen, beobachtet man eine horizontale Streifung, manchmal nur als feine Linien angedeutet. Anstelle der Prismen erscheinen oft etwas gebogene oder sehr steil gestufte Flächen, die sich nach der einen Spitze zu verjüngen oder vereinzelt ganz auskeilen. Dadurch entsteht der Eindruck äusserst steiler Rhomboeder und ein Anklang an Tessinerhabitus.
070_SG / Vättis, Gnapperchopf, Gnapperkopf, Crapnerstein
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 754090 / 198050
Literatur:
- Bächtiger, Kurt; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1967; Band 47; Heft 2; Seite 643 - 657; Die neuen Goldfunde aus dem alten Goldbergwerk "Goldene Sonne" am Calanda (Kt. Graubünden)
- Cabalzar, Walter; Schweizer Strahler; 1977; Seite 328-333; Funde der letzten Jahre vom Calanda
- Graeser, St.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 441-452; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten III
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael & Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21-30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael & Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 13-23; Mineralfunde im Taminatal SG - 2. Teil
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 347
Nordöstlich von Vättis, auf einer schwachen Kupfervererzung. Östlich von Vättis gibt es ein Gnapperchopftöbel aber keinen Gnapperkopf. Crapnerstein liegt aber nordöstlich von Domat/Ems und gehört zur Gemeinde Tamins im Graubünden. Koordinaten Gnaperchopftöbeli: 754.46 / 198.18, 1300 m ü. M. Gnapperchopf wird ein markanter Felskopf genannt, der sich auf der rechten Talseite unterhalb von Vättis auf ca. 1100 m ü. M. befindet und im Nordosten an das Gnapperchopftöbeli grenzt. 4 Stollen zwischen 1178 und 1199 m ü. M. zeugen von früherer Abbautätigkeit (um 1710, 1860-1861, 1865-1866). Die Mineralien stammen aus dem Bergwerk und der näheren Umgebung (Kürsteiner).
- Akanthit:
- Arsenopyrit:
- Azurit:
- Boulangerit: Nicht sicher.
- Brochantit: Kleine, intensiv grüne Plättchen, auf Kupfervorkommen.
- Cerussit:
- Chalkopyrit:
- Chalkosin:
- Cobaltit:
- Covellin:
- Dolomit:
- Fahlerz:
- Fluorit:
- Galenit:
- Gold: Im Stollen sowie in einem benachbarten Sondierstollen als Einschluss in Erzmineralien sowie frei auskristallisiert.
- Malachit:
- Muskovit:
- Phantomquarz:
- Pyrit:
- Quarz:
- Tetraedrit:
- Wulfenit:
071_SG / Vättis, Gonscherauswald, Gonscherolawald
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 752437 / 196351
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael / Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21-30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael / Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 13-23; Mineralfunde im Taminatal SG - 2. Teil
Im Quartenschiefer, im unteren Teil des Gonscherauswaldes.
- Pyrit: Recht häufig, eingelagert im Quarzsandstein, würfelförmig, selten als Pentagondodekaeder, Kantenlänge bis 1 cm.
072_SG / Vättis, Oberzanai, Zaneyalp, Sonnental, Sunnental, Graue Hörner
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 750600 / 202400
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael / Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21-30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
Im Verrucano der Glarner-Decke. In einem Sturzblock an der Ostflanke des Pizols. Kürsteiner erwähnt in seiner Aufzählung zum Gnapperchopf, dass in diesem Sturzblock die gleiche Mineralart vorkommt. Ob er damit nur das Mineral Gold oder weitere Mineralien meint, geht nicht eindeutig hervor. Aufgeführt sei hier deshalb nur Gold. In der Sammlung des Naturmuseums St. Gallen wird eine Mineralstufe mit der Bezeichnung 'Gold auf Quarz vom Sonnental on Zaneyalp. Graue Hörner, .. 1882' aufbewahrt. Aufgrund der Geologie wird heute aber angenommen, dass die goldhaltige Erzprobe nicht von Sunnental selbst, sondern eher vom nördlich gelegenen Talkessel oberhalb Oberzanai stammt. Die tiefrote Farbe des Hämatites deutet darauf hin, dass die Probe mit Wahrscheinlichkeit aus dem Verrucano stammt. In den Schuttmassen des Sunnentals konnten keine Verrucano-artigen Gesteine festgestellt werden.
- Gold, gediegen: In einem Stück weissen Gangquarzes mit Einschlüssen von rostig verwittertem Pyrit und einzelnen, mit rotem Hämatit belegten Bruch- und Scherflächen. Hier ein kleiner Hohlraum mit feinen Überzügen und Aggregaten (bis 2 mm) von gediegenem Gold.
- Hämatit: Nur als Belag. Tiefrot.- Pyrit: Nur als Belag.
- Quarz: Gangquarz und als kleine Kriställchen in einem Hohlraum.
073_SG / Vättis, Rueboden
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 754418 / 202115
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael / Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21-30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
Aus Zerrklüften im Sandstein des Nordhevetischen Flyschs. Der Fund konnte anlässlich des Baus des Bergweges vom Rueboden, welcher sich westlich oberhalb des Mapragg-Stausees befindet, getätigt werden.
- Calcit: Aus einem schmalen Riss, Kristalle bis 2 cm Breite, Fingernagelform, gelblich, dem Muttergestein aufgewachsen.
074_SG / Vättis, Steinchöpf, Gauis, Rütenen (Rüfenen)
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 752190 / 197860
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael / Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 13-23; Mineralfunde im Taminatal SG - 2. Teil
Funde kennt man von den Lokalitäten:
1). Steinchöpf (wenig nordwestlich von Vättis), Koordinaten: 752.190 / 197.860, 1160 m ü. M.
2). oberhalb Gauis (wenig westlich von Vättis), Koordinaten: 751.980 / 197.450, 1030 m ü. M.
3). Rüfenen (wenig westlich von Vättis), Koordinaten: 751.570 / 197.760, 1190 m ü. M. (im Strahler steht die Bezeichnung Rütenen).
- Quarz: 1). Farblos, hochglänzend, bis 3 cm, oft igelförmige Verwachsung. 2). Nadelquarz. 3). Bis 2 cm, umgeben mit einer Eisenhydroxidschicht, teils mit Dauphiné-Habitus.
075_SG / Vättis, Taminatal, Wolfjos, Wolfjohs, Rüsli
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 754250 / 199650
Literatur:
- Eggenberger,P.; Schweizer Strahler; 1977; Seite 348-354; Hervorragende Calcitfunde im Tamina- und Calfeisental
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael & Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21-30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 342
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 98
Die Haupfundstelle liegt bei der Lokalität 'Rüsli', Koordinaten : 754.170 / 199.190, 970 m ü. M. und zwar unterhalb sowie auch oberhalb des ehemaligen Bergwerkes. Auch im grossen Felskopf oberhalb des Bergwerkes kommen Calcite vor und auch in der Umgebung von Woljos und Rüsli können skalenoedrische Calcite gefunden werden. Die Literaturangaben sind punkto Grösse und Ausbildung recht unterschiedlich (1. Strahler, 2. Mineralienlexikon).
- Calcit: 1.) Skalenoeder und Traubencalcite bis 10 cm, in grossen Gruppen, gelblich, rötlich, braun. 2.) spitzrhomboedrisch, bis 45 cm, gelblich, Einzelkristalle. Traubencalcite selten als freie Schwimmer, weiss, gelblich, rötlich oder bräunlich, oft von trockenem Lehm umgeben.
- Quarz: Vom Wolfjos in guter Qualität.
076_SG / Vättis, Trappenwand, Vasöner Älpli
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 753986 / 202508
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael / Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21-30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
Die Trappenwand liegt unterhalb des Vasöner Älpli. Von der Fundstelle Trappenwand sind Brookit und Rutil aus geklüfteten eozännen Sandsteinen erwähnt.
- Albit:
- Brookit: In einem Sturzblock aus grauem Quarzit. Zusammen mit Quarz, bis 3 mm.
- Calcit: Aus einer Zerrkluft. Bis 4,5 cm als sogenannter Fingernagelcalcit, weiss, farblos, oft mit matter Oberfläche.
- Quarz: In einem Sturzblock aus grauem Quarzit. Bis 3 cm.
- Rutil: In einem Sturzblock aus grauem Quarzit.
077_SG / Vättis, Vättiser Calanda, Stegwald, St. Peter
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 754970 / 199240
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael / Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21-30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
Mehrere Funde im Gebiet Stegwald, nahe St. Peter.
- Calcit: Skalenoeder mit flachem Rhomboeder abgestumpft, Einzelkristalle bis 20 cm, hellgrau-weiss, matte Oberfläche. Rasenförmig bis 5 cm, teils mit starkem Oberflächenglanz, gelblich-weiss. Doppelender.
078_SG / Murg
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Quarten, Koordinaten ca.: 734810 / 219540
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 351
Die Koordinaten zeigen auf Murg. Das Murgtal liegt südlich davon.
- Fluorit: In kleinen Drusen im Rötidolomit.
079_SG / Murgtal, Alp Tobelwald
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Quarten, Koordinaten ca.: 735200 / 216500
Literatur:
- Glutz,Rudolf; Minaria Helvetica; 2011; Heft 29; Seite 3-6; Der Schürfstollen Tobelwald im Murgtal
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 149
Auf der Ostseite des Murgtals, in einer schwachen Kupfervererzung. 2 Schürfstellen:
1. im Verrucano bei Koordinaten 735.205 / 216.520 (relativ genau)
2. im Röti-Dolomit bei Koordinaten 735.195 / 216.500 (relativ genau).
- Enargit: Enargit als Hauptbestandteil, zusammen mit einem quecksilberhaltigen Sulfid.
080_SG / Quarten, Leistchamm
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Quarten, Koordinaten ca.: 734590 / 223190
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 342
- Calcit: Rhomboeder, kleine Stufen.
081_SG / Sargans, Alp Palfries, Alp Palfris
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Sargans, Koordinaten ca.: 748980 / 218060
Die Fundortangabe ist ungenau, eine Alp Palfries ist auf der Karte (Swiss Map) nicht zu finden. Es existieren eine Vorder- und eine Hinter Palfries. Die Koordinaten zeigen auf die Hinter Palfries.
- Quarz: Bis 2 cm, Doppelender, Zepterquarz.
- Zepterquarz:
082_SG / Sargans, Gonzen, Naus, Wolfsloch, Welligrat, Wellhorn, Rosenlaui;(Eisenerzabbau)
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Sargans, Koordinaten ca.: 752900 / 215000
Literatur:
- 1923; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, VIII. Lieferung; 1. Band; Seite 156 - 201; Die Eisen- und Manganerze der Schweiz
- Eberli, Hans; Bergknappe; 2015; Heft 126/127; Seite 26-35; Das Eisenbergwerk Gonzen, Sargans- Epprecht, Willfried; 1946; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, 24. Lieferung; Die Eisen und Manganerze des Gonzen.
- Epprecht, Willfried; Minaria Helvetica; 1984; Heft 4a; Seite 1 - 39; Die Entwicklung des Bergbaus am Gonzen (Sargans)
- Epprecht, Willfried; Bergknappe; 1986/1; Heft 35; Seite 12-17; Das Inventar des Eisenbergwerkes Gonzen 1771
- Epprecht, Willfried; Minaria Helvetica; 1986; Heft 6a; Seite 18 - 32; Neues vom alten Bergbau am Gonzen
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19
- Epprecht, Willfried; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1946; Band 26; Heft 1; Seite 19 - 27; Die Manganmineralien vom Gonzen und ihre Paragenese Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1981/3; Heft 17; Seite 13-16; Bergbau in den Berner Alpen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 156 ff
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 339, 351
- Roth, Philippe & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 2013; Heft 3; Seite 8 - 21; Die seltenen Mineralien der Bündner Manganvorkommen
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 30,209,211,227,314,347,370,454
- Weibel, Max; Urner Mineralienfreund; 1992; Heft 2; Seite 12-17
Geschichte und Abbaumethoden des Eisenbergwerkes Gonzen: Bereits 1396 erstmals als Bergwerk erwähnt (vermutlich wurde aber schon vorher abgebaut, datieren die ältesten Schlackenfunde doch bereits auf 200 v.Chr.) und erst nach fast 600 jährigen Tätigkeit im Jahre 1966 geschlossen. In all den Jahren war das Bergwerk nicht fortlaufend im Betrieb. Bis zu seiner Stilllegung wurden ca. 2.7 Millionen Tonnen Erz gefördert. Der Erzhorizont weist meistens eine Mächtigkeit von unter 2 Meter auf und erstreckt sich über eine Fläche von über 3 km2 und besteht aus einem Gewirr von ungefähr 90 Kilometer Stollen und Galerien. Der tiefste Abbaupunkt befand sich auf etwa 350 m, der höchste Abbaupunkt auf 1400 m. Ursprünglich wurde das Erz von oben her abgebaut, das heisst, man musste zuerst auf den Berg hinauf und dann im Berg wieder hinunter. Auf Schlitten wurde dann das Erz auf steilen Wegen ins Tal gebracht. Grube I: Der Hauptabbau konzentrierte sich in der Frühzeit und den Blütezeiten im 15. bis 19. Jh. auf die Grube I, welche bis 1918 abgebaut wurde. Grube II: Weiter wurde in der 1842 wieder entdeckten Grube II und in Grube IV grössere Erzmengen gefördert (vorwiegend 1764-1774). Grube III : war ein unbedeutendes Abbaufeld. Grube IV: wie Grube II. Bis mindestens ins 18. Jh. hinein wurde das Erz mit der Methode des "Feuersetzen" abgebaut, das heisst durch das Anzünden von Holzstössen am Abbaurand wurde das Erz erhitzt, mit Wasser abgeschreckt und so mürbe gemacht. Man schätzt, dass in diesen frühen Zeiten ca. 90000 Tonnen Erz abgebaut wurden. Von 1823 bis 1873 wurde durch die Familie Neher vor allem die Gruben I und II ausgebeutet. Die Ausbeutung erfolgte nun bereits durch Sprengung. In dieser Zeitspanne wurden ungefähr 140000 Tonnen Erz gefördert. 1920 wurde die 1800 m lange Seilbahn von Naus (Bergbausiedlung auf 1000 m) bis zur Talstation Malerva in Betrieb genommen. Das Erz wurde in Gondeln verladen, dann sortiert, gewaschen und in die Züge verladen. Erfolgreiche Prospektionsarbeiten führten dazu, dass man 1949 bei Vild (Sargans) auf Talniveau mit dem Bau des Basisstollen begann, der nach 1700 Meter auf das Steillager stiess. Die Abbauten von Naus aus (Scheitel) wurden aufgegeben. Alle Abbauten wurden von nun an von diesem neuen Stollen aus organisiert. Ende 1951 nahm man den Basisstollen auf 492 m in Betrieb, dadurch wurde der Erzabbau via Naus überflüssig und die Seilbahn konnte stillgelegt werden. Zuhinterst im Basisstollen wurde 1963 in der nähe der Fluewand-Verwerfung ein Erdgasvorkommen angestochen, worauf teure Massnahmen ergriffen werden mussten, um den Betrieb weiterhin sicher fortführen zu können. So wurde zum Beispiel auf eine elektrische Sprengzündung umgestellt und der Methangehalt in den Stollen musste ständig überwacht erden. In den Sechzigerjahren sank der Weltmarktpreis der Eisenerze rapide ab. Mit diesen Preisen konnte die EGAG aufgrund des aufwendigen Abbaues (dünnes Lager, viele Stollen, tektonisch stark gestört), den vielen Sucharbeiten und schliesslich dem Gasausbruch nicht mehr konkurrenzieren, so dass am 2.Mai 1966 die Grubenstilllegung beschlossen werden musste. Aus dem Gonzen sind insgesamt ca. 2.7 Mio. Tonnen Erz gefördert worden. Während bis 1900 alles Gonzenerz in der Schweiz verhüttet worden ist, verkaufte man ab 1921 den Grossteil der Eisenerze nach Deutschland, insbesondere an Stahlwerke des Ruhrgebietes. Die begehrten, reinen Manganerze wurden jedoch hauptsächlich in der Schweiz abgesetzt. Im Gonzen lagern immer noch grosse abbauwürdige Erzmengen (man schätzt 5.5 Mio. t Roteisenstein, davon werden 2.3 Mio. Tonnen als "sicher" und 2 Mio. Tonnen als "wahrscheinlich" taxiert. Nach der Stilllegung im Jahr 1966 wurden noch brauchbares Werkzeug und Pumpen verkauft, was zur Folge hatte, dass die unteren Strecken und Stollen bald überflutet wurden. Die Eisenbergwerk Gonzen AG (1919), welche den beiden Konzernen Georg Fischer und Sulzer gehört, ist immer noch im Besitz einer Abbaulizenz. Dank dem Verein Pro Gonzenbergwerk sind seit 1983 Führungen durch einen Teil des Bergwerks Gonzen möglich. Mineralogie: Massives Eisenerz: Eisenoxid dominiertes Erz mit Hämatit, Magnetit und variablem Gehalt an Quarz und Eisencalcit. In der Bergwerkssprache wird es als Roteisenstein oder -erz bezeichnet. Eisengehalt ca. 46-62% (Durchschnitt=53%). Mangan ist nur in Spuren vorhanden. Stollen 'Naus' mit Mundloch auf ca. 1000 m ü. M. und 'Wolfsloch' mit Mundloch auf ca. 645 m ü. M. Abbau von 1921 bis 1966, 2.6 Mio. Tonnen Eisenerz mit einem mittleren Eisenanteil von 54 Gewichts-%. Eine Darstellung über die Geologie des Gonzen und eine Beschreibung über die grosse Calcitcluft, kann im Urner Mineralienfreund, Ausgabe 1992-2, ab Seite 12 nachgelesen werden. Malm (Hochgebirgskalk). Stand 1915. Am Gonzen ob Sargans enthält der Hochgebirgskalk ein bis 3 m mächtiges syngenetisches Flöz von derbem Roteisenstein mit ca. 60% Fe-Gehalt. Dem Roteisen ist stellenweise Magnetit beigemengt. In der Region des eisernen Hutes finden sich Manganerze mit ca. 40% Mn-Gehalt. Das Erz wurde in vier Gruben abgebaut, 750-950 m über der Talsohle. Die Ausbeute beträgt nach den Grubenplänen 35,000 m3 Erz entsprechend ca. 50,000 Tonnen Roheisen. Von 1825 bis 1868 und von 1873 bis 1876 wurde das Erz im Hochofen von PIons verhüttet, es sind rund 40,000 Tonnen Eisen produziert worden. Die Menge des im Gonzen noch vorhandenen, in den Bauen aufgeschIossenen Erzes kann geschätzt werden auf 600,000 Tonnen, die 360,000 Tonnen Roheisen liefern würden. Neuerdings hat sich eine "Studien-Genossenschaft" gebildet für die Anhandnahme weiterer Untersuchungen und Aufschliessungsarbeiten. Ein dem Gonzenerz analoges Vorkommen trifft man im Malm des Welli-Grates ob Rosenlaui auf 2500 m Höhe. Hier sind durch alte Schürfungen drei übereinanderliegende je 1-2 m mächtige Flöze von Roteisen angehauen worden (Stand 1915). Welligrat, Wellhorn. Eisenerz. Details zum Bergbau am Gonzen bis 1800: Der Gonzen erhebt sich nördlich vom Städtchen Sargans zu einer Höhe von 1833 m und bildet in der merkwürdigen Talgabelung von Rhein- und Seeztal den südöstlichen Eckpfeiler der Alviergruppe. Es wurde bisher an folgenden Stellen ausgebeutet: 1. Grube I, weitaus die wichtigste unten den früheren Ausbeutestellen, liegt im Innern des Berges, östlich vom Gipfel des Gonzen, vertikal unter dem Gebiete zwischen Wangboden und Gemsweid. Man erreicht sie vom Tale aus auf dem "Erzweg", der von Sargans oder von Heiligkreuz bei Mel, aus in etwa 1,5 Stunden durch den, auf dem Südostabhang des Gonzen liegenden Staatswald nach dem Knappenhaus (1214 m) und zu dem dicht oberhalb desselben in etwa 1250 m Höhe befindlichen Mundloch des Hauptstollens führt. 2. Grube II (von den Bergwerksarbeitern einst auch "Lehmgrube" genannt) liegt etwa 150 m westlich von Grube I im Innern des Gonzengipfels, nahe der Südostwand des Berges in ca. 1385 m Höhe. Sie besitzt keinen selbständigen Zugang, sondern wurde vom oberen Ende von Grube I aus auf einem Wege erreicht, der an der Steilwand unterhalb Gemsweid durchführte. Heute ist dieser Zugang nicht mehr bequem gangbar. 3. Grube III, wo das Erz nur versuchsweise abgebaut wurde, liegt direkt südlich unter dem Gonzengipfel. Der Eingang befindet sich in ca. 1250 m Höhe in der steil gegen Süden fallenden "Follenplatte", ist aber heute nicht mehr leicht zugänglich. 4. Grube IV ("Schneeloch") liegt etwa 200 m über Grube III in ca. 1445 m Höhe gegenüber dem Gipfelturm des Faulen Gonzen in der Südwestwand des Gonzen an ebenfalls schwer zugänglicher Stelle. 5. Das Abliswerk ist eine unbedeutende Schürfstelle, an der nie eine eigentliche Erzausbeute stattfand. Sie liegt etwa 120 m östlich von Grube III in ca. 1190 m Höhe am unteren Rand der "Follenplatte". 6. Die Nausgrube, in der im Jahre 1920 vom neuen Gonzensyndikat die Erzausbeute in grossem Massstabe begonnen wurde, liegt im östlichen Teil des Berges, ca. 500 m nordöstlich unterhalb Grube I. Der Förderstollen beginnt bei den ehemaligen Berghütten von Naus (auf der topographischen Karte Navus genannt) ziemlich genau in 1000 m Höhe. Das Bergwerk ist durch einen Fahrweg, der über Windboden und Egg nach den Bauernhöfen von Unter-Prot führt und von dort durch eine Fahrstrasse mit Sargans verbunden. Eine Luftseilbahn mit Geleiseanschluss dient dem Erztransport nach der Eisenbahnstation Sargans. Historischer Überblick bis zum Jahre 1800. Bei gelegentlichen Ausgrabungen in der Umgebung von Sargans sind in Ruinen römischer Ansiedlungen halbgeschmolzene Erzstücke, Schlacken und Eisenstücke gefunden worden, die von Rennfeuern herrühren. Diese Funde beweisen, dass die Gonzenerze schon von den Römern ausgebeutet wurden. Urkundlich ist das Bergwerk zum erstenmal im Jahre 1050 (in einer Urkunde König Heinrichs III) erwähnt. Die Art des Bergbaus ist durch keine Aufzeichnungen überliefert, kann aber zum Teil durch die Beobachtung der von den Alten abgebauten Gruben erraten werden. Es lässt sich feststellen, dass der Abbau am Ausgehenden der Erzschicht begonnen hat, und nach und nach der letztere folgend, immer tiefer bergwärts vordrang. Dadurch wurde die Förderung des gewonnen Erzes, die wahrscheinlich in Körben geschah, immer umständlicher. Dieser tonlägige Bau brachte aber noch den Nachteil der schlechten Bewetterung mit sich. Der Abbau des sehr harten Erzes geschah nach allgemeiner Übung mit dem sogenannten "Feuersetzen". Es wurden Holzbündel am Vortrieb angehäuft, die man während der Nacht verbrennen liess. Durch die erzeugte Hitze wurde das Erz mürbe und gespalten, so dass es leichter gelöst werden konnte. Je tiefer aber abgebaut wurde, um so langsamer entfernte sich der Rauch und um so schlechter war die Luft. Um die Förderung zu erleichtern und die Bewetterung zu verbessern, kam man auf den für die damalige Zeit kühnen Gedanken, einen querschlägigen Stollen bis zum Ort vorzutreiben. Dieser Stollen ist jedenfalls noch vor der Verwendung des Pulvers erstellt worden, da er nicht gesprengt, sondern in eine Felsspalte gemeisselt wurde. Die verhältnismässig grosse Ausdehnung der mittelst Feuersetzen abgebauten Grubenräume zeigt, dass der Bergbau in dieser Periode nicht unbedeutend war. Als, wahrscheinlich im 14. Jahrhundert, das Schwarzpulver für die Sprengarbeiten zur Anwendung kam, erfuhr der Bergbau einen bedeutenden Aufschwung. Die Verhüttung der Erze geschah zuerst in Rennfeuern, später in kleinen Stücköfen. Beide Ofenarten lieferten Eisenklumpen aus schmiedbarem Eisen (die sog. Luppen oder Wölfe). Wahrscheinlich anfangs des 16. Jahrhunderts wurden die leistungsfähigeren Hochöfen eingeführt. Sie erzeugten nicht mehr Schmiedeisen, sondern Roheisen, das durch eine besondere Operation, das Frischen, in schmiedbares Eisen übergeführt wurde. Bei der Wahl der Verhüttungsstellen wurde die Entfernung von der Grube kaum berücksichtigt, da die Transportkosten bei dem hohen Eisenwert nicht in Betracht kamen; so sind z. B. Gonzenerze in Ragaz und Wartau verhüttet worden. Dagegen war der Holzverbrauch für die Verhüttung sehr erheblich und zwang zur Aufstellung der Öfen in waldreichen Gegenden. Sobald der Holzvorrat der Wälder aufgebraucht war, wurden die Öfen verlegt. So sind ist Jahre 1315 drei Schmelzen zu Plons, Mels und Flums. 1404 eine am Murgbach, 1406 wieder eine neue zu Flums erwähnt. Die hinreichende Versorgung der Eisenhütten mit Holz war für das Gedeihen der Eisenindustrie unbedingt erforderlich. Die "Isenherren" hatten deshalb seit uralter Zeit das Recht, nach Bedarf in den Hoch- und Fronwaldungen der Landschaft unentgeltlich Holz zu schlagen, Sie konnten sogar im Notfall jeden dritten Baum aus den Baumgärten der Lehensleute in Anspruch nehmen. Diese ausgedehnten Rechte wurden später auch von den Regierungen der "Sieben Orte“ bestätigt. Über den Bergbau ant Gonzen im 14., 15. und 16. Jahrhundert ist nichts als die Namen der zahlreichen "Isenherren" bekannt. Er scheint ohne wesentliche Unterbrechungen betrieben worden zu sein. Sicher ist, dass das erzeugte Eisen eine ausgedehnte Verwendung fand. Nach dem Protokoll der Tagsatzung zu Schwyz im Jahre 1481 wurde es nicht nur in Zürich und in den anderen eidgenössischen Orten verwendet, sondern fand auch im Burgund Abnehmer. Während des dreissigjährigen Krieges blühte der Bergbau ganz besonders; die Erzeugnisse der deutschen und österreichischen Eisenhütten genügten nicht einmal für die eigenen Staaten, so dass die schweizerischen Eisenhütten den Eisenbedarf des Landes allein decken mussten. Um die Erzförderung zu erhöhen, wurde der Unternehmung im Jahre 1624 sogar erlaubt, auch an den Festtagen arbeiten zu lassen. Die zunehmende Eisenerzeugung verursachte einen entsprechenden Holzverbrauch. Um denselben zu decken, mussten die Wälder verwüstet werden. Es wurde sogar Holz in den „verbannten" Wäldern geschlagen. Die Gemeinden, deren Bevölkerung sich gegenüber früher vermehrt hatte, wurden in erhöhtem Mass benachteiligt und begannen sich gegen die Privilegien der Isenherren zu wehren. Da ihre Bedeutung im Staate seit dem Untergang der Feudalzeit gewachsen war, gelang es ihnen, die Holzschlagrechte einschränken zu lassen. lm Jahre 1549 wurden die genannten Privilegien von den Vertretern der Sieben Orte bestätigt, aber das Recht, jeden dritten Obstbaum zu schlagen, wurde aufgehoben. Ein Entscheid aus dem Jahre 1604 bestimmt sogar, dass man die Hoch- und Buchen-Wälder, wo Holz geschlagen und abgekohlt wurde, wieder aufkommen lassen solle. "Ungebülirliches Hauen und Verwüsten, mit Mutwillen und Vorsatz betrieben von Gemeinden, Einwohnern und Eisenherren soll vom Landvogt verfolgt werden; er soll die Schuldigen strafen und den Beschädigten zum Schadenersatz verhelfen." Durch die fortwährenden Streitigkeiten wegen des Holzschlagens und anderer Rechtsfragen kam es im Jahre 1654 so weit, dass die Unternehmung nicht mehr imstande war, die Knappenlöhne zu bezahlen. Das Bergwerk musste den Knappen verpfändet werden. lm gleichen Jahre kam es durch Kauf in den Besitz von Landammann Good von Mels. Dank seiner guten Beziehungen zu den Behörden der Sieben Orte konnte der neue Besitzer die Privilegien wahren und von Schwyz eine Zollermässigung für die Einfuhr des Gonzeneisens erwirken. Der Hochofen lag zuerst am Walensee, 1680 wurde er nach Flums verlegt. Während etwa 80 Jahren blühte das Unternehmen in den Händen der Familie Good. Als im Jahre 1734 die Mitglieder der Familie bis auf einen unmündigen Erben ausstarben, wurde die Unternehmung unter die Vormundschaft eines Vogtes gestellt, und ging durch Nachlässigkeit und ungenügende Fachkenntnis zu Grunde. Unglückliche Prozesse verschlangen zudem das ganze Betriebskapital. Im Jahre 1764, als Berg- und Hüttenwerk für Fr. 82000 von Leonard Bernold, früher Landammann von Glarus, und Hans Schulthess gekauft. wurden, waren die Hüttenanlagen nicht mehr in betriebsfähigem Zustande. Da die Waldungen von Flums zudem verwüstet waren, wurde eine neue Eisenschmelze in Plons erstellt. Den neuen Besitzern fehlten aber die für ein solches Unternehmen nötigen Kenntnisse. Sie investierten ein zu grosses Kapital und mussten ohne Ende prozessieren. "Die Gemeindevorsteher hatten ihr Interesse dabei, sie verdienten Geld damit. Die Landvögte bekamen Schenkungen, die ihnen angenehm waren, und also mussten die Bergwerksunternehmer alle Jahre nach Frauenfeld (wo die Eidg. Tagsatzung tagte). " Da sie keine technischen Kenntnis besassen, überliessen die Besitzer die Leitung fremden Leuten, die sie nicht genug an einem guten Geschäftsgang zu interessieren wussten. Die Verwirrung ging zuletzt soweit, dass sogar das gesamte Personal zu Rate gezogen wurde. Trotzdem die Eisenqualität geringer wurde, wuchsen die Gestehungskosten mehr und mehr. Schulthess musste Bernold gestehen, dass ohne Amortisation und Verzinsung von Anlagen und Betriebskapital das erzeugte Eisen doppelt so teuer zu stehen kam, als es verkauft werden konnte. Der Betrieb musste deshalb im Jahre 1774 eingestellt werden. Die Gebäude wurden veräussert. Einige Jahre später zog sich Schulthess vom Betrieb zurück, und Bernold suchte vergeblich das Bergwerk zu verkaufen. Über die Ausbeutung während dieser Periode ist nur bekannt, dass das Erz aus drei Gruben gefördert wurde und dass die Ausbeutung einer Tonne Erz ungefähr Fr. 13,60 kostete. Im 19. Jahrhundert Der Bergbau ruhte vollständig, bis im Jahre 1823 das Bergwerk durch Kauf an die Familie Neher überging. Die Familie besass die Eisenwerke Lauffen (Schaffhausen) und Thorberg ( Luzern). Das Eisenwerk Lauffen konnte jedoch seine Giesserei und seine Schmiedeisenfabrikation nur ungenügend mit Roheisen versorgen, anderseits aber die Produktion der Hochöfen aus Mangel an Brennholz nicht erhöhen. Aus diesem Grunde entschloss sich die Familie Neher, das Berg- und Eisenwerk am Gonzen wieder in Betrieb zu nehmen. Während den 49 Jahren des Stillstandes waren die Bergwerksanlagen zerfallen und die Gruben II, III und IV in Vergessenheit geraten: diese Gruben wurden erst in den Jahren 1842 - 1844 wieder entdeckt. Die neuen Besitzer liessen die Bergwerkanlagen in Stand setzen und bauten eine Eisenhütte in Plons. Der Hochofen wurde im Jahre 1821 erstellt und 1825 in Betrieb gesetzt. Der Wert desselben betrug irrt Jahre 1811, Fr. 42’000, das Betriebskapital Fr. 88’000. Die Familie Neher, die über die nötigen kaufmännischen und hüttenmännischen Kenntnisse verfügte, wusste die Unternehmung mustergültig zu organisieren. Das uralte Recht der Besitzer des Bergwerkes, Holz nach Bedarf unentgeltlich in den Hoch- und Fronwaldungen zu schlagen, war aber durch die Helvetische Republik abgeschafft worden. Die Unternehmung versorgte ihr Hüttenwerk teilweise mit Holz aus ihren eigenen Wäldern, zum Teil mit Holzkohlen, die in Graubünden gekauft wurden. Dass unter diesen Umständen das Brennmaterial teurer als früher zu stehen kam, ist selbstverständlich. Dessen Verbrauch musste deshalb nach Möglichkeit vermindert werden, was durch die stetige Verbesserung der Verhüttung in dem Masse gelang, dass die Unternehmung nicht nur die Konkurrenzpreise zu halten vernuochte, sondern auch mit Gewinn arbeitete. Mit deut Bau der Eisenbahnen und der Aufhebung des Zolles auf die Einfuhr ausländischen Eisens änderten sich die Verhältnisse vollständig. Nach kurzer Zeit war es der Unternehmung nicht mehr möglich, der Konkurrenz standzuhalten und der Hochofen musste für Jahre 1868 ausgeblasen werden. Zu Beginn der deutsch-französischen Kriege, stiegen die Eisenpreise und das Eisenwerk Lauffen war von Neuem ungenügend mit Roheisen versorgt. Das Gonzenbergwerk wurde deshalb wieder in Betrieb gesetzt und ein neuer Hochofen gebaut, der 1873 angeblasen werden konnte. Er blieb in Tätigkeit, bis ein neues Sinken der Eisenpreise ihn im Jahre 1878 zum Stillstand brachte. Über den Betrieb der Berg- und Hüttenwerke durch die Familie Neher geben die von den Verwaltern hinterlassenen Schriften Auskunft.
- Albit: In einigen Calcitklüften, die meistens auch etwas Quarz führen, wurde sowohl in den liegenden wie in den hangenden Schichten des Erzlagers Albit festgestellt. Solche Adern sind oft stark schlierig und gehen manchmal in einzelne Linsen über, die isoliert im Kalke liegen. Albit ist darin manchmal sehr massenhaft vorhanden, oft aber auch nur recht spärlich. Auch im Kalkstein selbst kommen in der Umgebung solcher Adern Albitkristalle vor. Sie sind immer sehr gut idiomorph, und zwar handelt es sich durchweg um leistenförmige Individuen, die maximal 0,5 mm, häufig etwa 0,3 mm gross sind. Oft bestehen die Kriställchen aus zwei nahezu gleich grossen, nach dem Albitgesetz verzwillingten Hälften. Sie sind stets nach (010) tafelig und weisen ausser dieser Fläche noch (001), (101) und (110) auf'. Die Kriställchen sind immer klar und fast einschlussfrei.
- Alleghanyit: Rosarote Adern in mm-Dicke. In kleinen rosafarbenen, glasartigen Massen von wenigen Millimetern.
- Ankerit: Das Erzlager und seine liegenden Gesteine werden ziemlich häufig von Adern durchsetzt, die im Wesentlichen aus einem schwach graugelblichen Karbonat bestehen. Die Analyse stellt eine Gesamtanalyse der Kluftfüllung dar. Die daraus berechnete Karbonatzusammensetzung zeigt, dass es sich um einen Mischkristall handelt, dessen Metallatomplätze zu etwa zwei Dritteln durch Ca eingenommen werden. Der Rest der Metallplätze ist im Wesentlichen durch Mg, untergeordnet noch durch Fe besetzt. Auch hier wurde die Reinheit röntgenometrisch nachgeprüft, und es konnte bewiesen werden, dass ein einheitlicher Karbonatmischkristall vorliegt. Unter dem Mikroskop unterscheidet sich Ankerit deutlich vom Calcit und Ferrocalcit. Er ist immer grobkristallin; die Einzelkörner können mehrere Millimeter gross sein und sind häufig linsig gebaut, was durch die krummflächigen Spaltrisse und die undulierende Auslöschung schön zum Ausdruck kommt. Zwillingslamellen treten nicht auf. Häufig sind viele staubförmige Einschlüsse vorhanden.
- Ankeritischer Rhodochrosit: Ein sehr grosser Teil der Manganerze besteht aus unreinem Rhodochrosit mit grauer, gelblicher oder rötlicher Farbe. Die Farbe wird durch Hausmannit-, Psilomelan- oder Chloriteinschüsse bedingt. Unter dem Mikroskop sind neben dichten, kryptokristallinen Karbonatmassen, welche oft sehr einschlussreich sind, häufig gröber kristalline, einschlussfreie Partien zu erkennen; diese sind aus undulierend auslöschenden, gekrümmten Kriställchen aufgebaut, die in Dünnschliffen eisblumenartige Bilder erzeugen. Manchmal sind solche Kristalle auch innerhalb von dichtem, kryptokristallinem Karbonat andeutungsweise erkennbar. Offenbar handelt es sich um eine beginnende Rekristallisation. Auch Porphyroblasten von reinem Rhodochrosit kommen in solchem Erz vor.
- Aragonit: In einem Klufthohlraum sind auf Rhodochrosit als Rarität einmal etwa 2 mm grosse Aragonitsphärolithe gefunden worden. Sie bestehen aus sehr vielen feinen, nadelförmigen Kriställehen von weisser Farbe. Aragonit ist die jüngste Bildung in der Kluft. Es kann sich um eine rezente Bildung handeln. Sonst wurde nirgends Aragonit gefunden, und es sind auch keine Anzeichen dafür vorhanden, dass der Calcit stellenweise aus Aragonit entstanden ist.
- Baryt: Schwerspat ist das einzige Sulfat, das in den Gonzenerzen vorkommt. Es kommt sowohl eingesprengt im Erz wie auch in Adern vor. Als Gemengteil der Erze ist er nur in den Manganerzen vorhanden, und zwar sowohl in den vorwiegend oxydischen wie auch in den rein karbonatischen. In beiden Fällen tritt er entweder als unregelmässige kleine Körnchen oder dann, was viel häufiger ist, als kleine tafelige Kriställchen auf. Diese sind fast immer zu büscheligen Aggregaten gruppiert.
- Calcit: Viel häufiger als in den Erzen kommt reiner Kalzit in Klüften vor, in denen er leicht erkennbar ist, da er dort viel gröber kristallin ist. Im Erz und im Nebengestein sind Klüfte sehr verbreitet, die von milchweissem Kalzit meistens restlos erfüllt sind. Klüfte mit zentralen Hohlräumen sind selten, enthalten aber jeweils sehr schön ausgebildeten Kalzit, besonders bis 2 cm grosse Kristalle von flachrhomboedrischem Habitus. Weiss, rötlich (durch Überzug von Limonit), bläulich grau, halbdurchsichtig, glänzend, recht gross, bis 80 cm Kantenlänge, über 100 Exemplare mit 30 cm Kantenlänge, aus zwei ca. 16 x 9 x 4 Meter grossen Kristallhöhlen, nur positives Grundrhomboeder, oft treppenartiger Aufbau, zonare Färbung, lilarot fluoreszierend (Langwellen).
- Chalkopyrit: Dieses Sulfid ist in Form mikroskopisch kleiner Körnchen fast in jedem Erzstück eingesprengt, und zwar sowohl in den Eisen- wie in den Manganerzen. Ferner begleitet es den Pyrit auf Klüften. Kupferkies ist aber überall in viel geringerer Menge vorhanden als Pyrit. In den Erzen beträgt das Verhältnis Pyrit: Kupferkies vielleicht etwa 50: 1, in den Adern aber schätzungsweise 1000: 1. Manchmal kommen allerdings auch feine Äderchen vor, die fast nur aus Kupferkies bestehen.
- Feitknechtit: Wurde in der Schweiz erstmals hier gefunden. Bildet einen dünnen, dunkelbraunen Film auf verwitterten Pyrochroit-Kristallen.
- Ferrocalcit: Die Melierterze bestehen grösstenteils aus sehr kalzitähnlichem Karbonat, das immer etwas Fe und geringe Mengen Mn und Mg enthält. Eine Pulveraufnahme zeigt, dass es sich nicht um ein Gemisch verschiedener Karbonate, sondern um ein einheitliches Mischkarbonat handelt. Auch das in den hochwertigen, oxydischen Eisenerzen untergeordnet vorkommende Karbonat gehört diesem Typus an. Ferrocalcit kann ziemlich grobkörnig sein, mit Korngrössen bis 0,1 mm. In Eisenerzen, besonders in den " Melierterzen", ist der Ferrokalzit von feinsten, z. T. submikroskopischen Hämatitschüppchen dicht erfüllt. Es ist deshalb nicht möglich, reines Material zu analysieren.
- Fluorit: Farblos bis grauweiss. Der Fluorit ist nirgends Gemengteil der Erze, sondern tritt nur in Klüften auf, und zwar sowohl innerhalb des Erzkörpers wie auch in der unmittelbaren Nachbarschaft desselben. Er ist immer wasserklar und farblos. Meistens handelt es sich nur um mikroskopisch kleine xenomorphe Kriställchen. Da Fluorit die Zwickel zwischen idiomorpherem Quarz, Rhodochrosit, Calcit und Chlorit ausfüllt, muss er das letztausgeschiedene Mineral sein. Frei aufgewachsene Kriställchen sind selten, stets würfelförmig und höchstens 1 mm gross. Xenomorphe Körner können grösser sein. So fand ich z. B. an der Grenze Eisenerz/Plattenkalk in einer calcitreichen Ruschelzone über 1 cm grosse, kataklastisch zertrümmerte Fluoritkörner.
- Gips: Gips kommt weder als Gemengteil der Erze noch in den eigentlichen Klüften vor. Er ist ausschliesslich eine Neubildung der Oxydationszone und daher überall dort zu finden, wo in alten Abbauen Pyrit verwitterte. Man kann an solchen Stellen Ausblühungen von Gips antreffen, die aus klaren, einige Millimeter grossen Kriställchen bestehen. In lehmigen Überzügen alter Abbauzonen liegen manchmal bis 1,5 cm grosse Kristalle, die nach der c-Achse gestreckt sind. In der Grube wurde an einer Stelle eine pyritreiche Zone getroffen, die von einer Verwerfungskluft durchsetzt wird. Die Spalte ist heute mit Lehm gefüllt, muss aber früher Wasser geführt haben, da kolkartige Bildungen vorhanden sind. Im Bereich dieser Spalte sind im Kalk mehrere über 1m grosse rundliche, sackförmige Gebilde vorhanden, die aus reinem, weissem Gips bestehen.
- Graphit: Im Erzlager sind oft schwarze, glänzende Tonhäutchen und Tonschiefer eingelagert. Sie sind im Dünnschliff opak. In einigen Fällen konnten darin sehr feine Flitterchen von Graphit nachgewiesen werden, und zwar anhand des extrem starken Reflexionspleochroismus. Die Schüppchen sind kaum grösser als 2/100 mm. Wahrscheinlich beruht die schwarze Farbe dieser Schiefer auf dem Graphitgehalt, wobei der grösste Teil des Graphites unter der mikroskopischen Auflösungsgrenze zu liegen scheint.
- Hausmannit: Als Hauptbestandteil der Manganerze, derbe Massen mit Kriställchen bis 2 mm (Epprecht, 1946b). Dieses Manganoxyd ist das wichtigste Manganmineral des Gonzenlagers. Es bildet Knollen und grössere unregelmässige Massen, die stets in Mangankarbonat eingebettet sind. Der Hausmannit ist meistens ziemlich grobkörnig. Die Körner können bis 2 mm Durchmesser haben. Gefüge mit einem mittleren Korndurchmesser von 1 mm sind nicht selten. Fast alle Körner sind polysynthetisch verzwillingt, wobei im gleichen Korn meistens mehrere Systeme von Zwillingslamellen nach (101) vorhanden sind.
- Hämatit: Erzlager in der Form eines Flöz, Mächtigkeit bis 1.5 Meter, mindestens 500 Meter breit und über 3000 Meter lang, Hämatitkristalle eher in schlechter Ausbildung. Der Hämatit ist das weitaus häufigste Mineral der Gonzenerze. Er bestimmt weitgehend den Charakter der Eisenerze, die ja unter dem Namen "Roteisenstein" in den Handel gelangen. Makroskopisch sind allerdings nirgends Hämatitkristalle zu erkennen. Der Eisenglanz bildet nur mikroskopisch erkennbare Kriställchen oder submikroskopische Partikelchen, welche in Gangartmineralien eingestreut sind.
- Jakobsit: Naus: hochglänzend, abgestumpfte Oktaeder, bis 8 mm Durchmesser (Meisser, 1995).
- Klinochlor:
- Limonit: Limonit kommt überall vor, wo rezente Verwitterungsvorgänge stattfinden. Er findet sich aber im Allgemeinen nur dort, wo Pyrit oder eisenhaltige Karbonate verwittern. Hämatit und Magnetit sind sehr wetterbeständig und auch an Ausbissen des Erzlagers oft vollständig frisch.
- Magererz: Die Magererze haben eine Zwischenstellung zu den massiven Eisenerzen inne. Sie können deutlich mehr Mn enthalten (bis 6%) als Mileriterze.
- Magnetit: Magnetit ist das neben Hämatit wichtigste Eisenmineral des Gonzens, denn er fehlt nur in wenigen Eisenerzstücken. Es ist aber ausserordentlich selten, dass Magnetit allein vorhanden ist, und Hämatit fehlt; meistens sind beide Oxyde eng miteinander vergesellschaftet. Auch der Magnetit kommt nur in Form mikroskopisch kleiner Kriställchen vor. Magnetitreiche Erze fallen sofort durch ihre stahlblaue Farbe auf.
- Manganerz:
- Mangano-Ankerit: In der Übergangszone zwischen Eisenerzen und Manganerzen kommt immer eine ziegelrote Karbonaterzschicht vor, die aus einem Karbonat, das eine sehr dichte Hämatitdispersion enthält, aufgebaut ist. Dieses Karbonat enthält neben Fe auch Mn und Mg in beträchtlicher Menge. Ca ist ebenfalls reichlich vorhanden.
- Manganocalcit:
- Manganosit: Dieses in der Natur selten vorkommende Mineral tritt in den Gonzen - Manganerzen relativ häufig auf. Da Manganosit an der Luft ausserordentlich leicht oxydiert wird, bleibt er nicht lange smaragdgrün, sondern wird bald schwarz, was die erzmikroskopische Untersuchung erschwert. Die besten Resultate wurden bei einer dauernden Einbettung in Paraffinöl erzielt. Der Manganosit bildet derbe Massen von maximal 2 cm Grösse, deren härte infolge der Feinkörnigkeit nicht genau ermittelt werden kann. Im Dünnschliff ist das Mineral durchscheinend grün und isotrop. Unter dem Erzmikroskop ist das Reflexionsvermögen gering. Durch Öl wird es weiterhin stark herabgesetzt. Der graue Reflexton zeigt einen deutlichen Stich ins Grünliche. In Luft, besonders aber in Öl treten massenhaft grüne Innenreflexe auf. An der Luft wird der grüne Manganosit zunächst schmutziggrün, dann braun und schliesslich schwarz. Die erzmikroskopischen Eigenschaften ändern sich bei diesem Farbumschlag kaum. Das Reflexionsvermögen bleibt gleich, was an Schliffen mit beiden Varietäten, dem grünen und dem schwarzen Manganosit, deutlich erkennbar ist. Auch die schwarze Abart ist isotrop, doch sind dessen Innenreflexe rot. Im Dünnschliff ist der schwarze Manganosit opak.
- Melanterit: Ausblühung von Pyrit, selten grössere Kristalle. Den in der Natur selten vorkommenden Eisenvitriol fand ich nur einmal in einer lehmführenden Verwerfungskluft, welche pyritisiertes Erz quert. Unter einer Lehmschicht lagen bis etwa 1 cm dicke bläulichgrüne Krusten auf dem Erz, die aus reinem Melanterit bestanden. Sie waren aus nadelförmigen Kriställchen aufgebaut, die alle senkrecht zur Erzfläche standen und so eine faserige Kruste bildeten. Der angrenzende Lehm war ebenfalls vitriolhaltig und blau gefärbt. An der Luft verwittern diese Krusten schnell.
- Mileriterz: Rot gefleckter, eisenhaltiger Kalkstein mit Calcit, Eisencalcit und feinkörnigem, feinverteiltem Hämatit. Seitlich geht das massive Erz, bevor es ganz verkalkt, in sogenanntes Melierterz über. Dieses hat ein fleckiges Aussehen und besteht je nach Verkalkungsgrad aus rotem, hämatitreichem Kalkstein, in welchen Zonen aus reinem Mikrit eingebettet sind, oder besteht umgekehrt aus reinem Mikrit in dem die hämatitreichen Zonen als rote Flecken hervortreten. Melierterz kann bis zu 30% Eisen enthalten, war für den Abbau jedoch nicht geeignet. Der Mangangehalt kann bis zu 2% ansteigen. Erwähnenswert ist der durchgehend hohe Anteil an Mikrofossilien
- Psilomelan: Als untergeordneter Bestandteil der Manganerze. Unter dem Namen "Psilomelan" werden hier alle Mineralien zusammengefasst, die nach dem erzmikroskopischen Befund in die von SCHNEIDERHÖHN und RAMDOR aufgestellte und so benannte Mineralgruppe gehören. Da diese Mineralien stets nur in geringen Mengen auftreten und stark mit andern Mineralien vermengt sind, konnte auf röntgenometrischem Wege nicht ermittelt werden, ob es sich dabei um Pyrolusit oder um andere Oxyde, vielleicht teilweise auch um Hydroxyde handelt.
- Pyrit: Würfelig, selten als Pentagondodekaeder, Anflüge, aggregiert (bis mehrere cm ??). Pyrit ist das einzige makroskopisch erkennbare Sulfid in den Gonzenerzen. Es kommt in zwei verschiedenen Ausbildungsweisen vor, nämlich als feine Körnchen im Erz eingesprengt und als derbe Massen oder grössere Kristalle in Klüften und ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. Ferner ist Pyrit sehr feine Körnchen in allen Varietäten des Quintnerkalkes weit verbreitet. Im Erz liegende Ammonitenreste sind fast immer von etwas Pyrit begleitet, der oft einen Kranz um das Gehäuse bildet.
- Pyrochroit: Ein Manganhydroxid, in blättrigen Aggregaten, bis 1.5 cm Durchmesser und bis 2 mm Dicke, bergfrische Kristalle sind farblos und mit muskovitartigem Glanz sonst bald schwarz und undurchsichtig und glanzlos. Die Umwandlung kann gemäss Parker auf die Bildung von Hausmannit zurückgeführt werden
.- Quarz: Vorwiegend im Kalkgestein. Quarz ist als Bestandteil der Eisenerze weit verbreitet, und zwar ist er häufiger in hochwertigen Eisenerzen als in solchem mit niedrigem Eisengehalt. In den Manganerzen ist er meistens nur spärlich vorhanden. In den das Erz querenden Klüften ist er eines der häufigsten Mineralien. In den Nebengesteinen des Erzkörpers, im unteren Quintnerkalk und im Plattenkalk, tritt er nur spärlich auf und zwar in kleinsten Körnchen. Der am Aufbau der Erze beteiligte Quarz ist durchwegs feinkörnig. Im Quarz der Eisenerze konnten nie Flüssigkeitseinschlüsse festgestellt werden. Dagegen sind feinste Eisenoxydpartikelchen, Chloritschüppchen oder Karbonateinschlüsse mit rundlichen oder auch rhomboedrischen Formen nicht selten zu finden. Es kommen bis 1 cm grosse Quarzschlieren und Knollen vor, die dicht von Hämatitschüppchen erfüllt sind. Da sie rot gefärbt sind, sie in der Literatur als Jaspis bezeichnet, obwohl sie keine faserige Kieselsäure enthalten.
- Retzian-(Ce): MM-gross, körnig, orange, lebhafter und fettiger Glanz, neben Alleghanyit (Meisser, 1995). Roth, Philippe / Meisser Nicolas erwähnen im Schweizer Strahler 2013/3 nur noch Retzian-(La) und Retzian-(Nd) von Naus, Retzian-(Ce) (Meisser, 1995) wird nicht mehr erwähnt.
- Retzian-(La):
- Retzian-(Nd):
- Rhipidolith: Chloritart, in Klüften karbonat- und quarzreicher Eisenerzgängen, hellgrün, feinschuppig, kugelig, kurzsäulig, wurmartig. Calcitreiche Querklüfte im Erz und seltener auch im Nebengestein enthalten sehr oft einen hellgrünen, feinsandigen Chlorit, der fast monomineralische Massen aufbauen kann. Sein Aussehen erinnert ausserordentlich stark an den Chlorit der alpinen Zerrkluftlagerstätten. Dieser Chlorit ist nie Erzgemengteil.
- Rhodochrosit: Das chemisch annähernd reine Mangankarbonat kommt häufiger vor als das Eisenkarbonat, da es sowohl im Erz wie in den Klüften des Erzkörpers weit verbreitet ist. Im Erz bildet nahezu reiner Rhodochrosit meist klare Idioblasten innerhalb von unreinen Karbonatschichten. Solche Rhodochrositkristalle sind krummflächig begrenzt und weisen krumme Spaltrisse und undulierende Auslöschung auf; die Porphyroblasten sind maximal 0,15 mm gross. Diese klaren Rhodochrositkristalle sind wahrscheinlich durch Rekristallisation der umgebenden unreinen Karbonatmasse entstanden. In den Klüften des Erzkörpers ist Rhodochrosit schon makroskopisch als rosarote Massen erkennbar. Die Kriställchen sind kaum je grösser als 1 mm und immer krummflächig begrenzt. Rhodochrosit kommt nur dort vor, wo die Adern unmittelbar durch Manganerze führen.
- Siderit: Reiner Siderit ist selten und tritt innerhalb des Erzes nie auf. Er ist nur spärlich auf Klüften, die das Erz durchqueren, vorhanden, und besteht dabei immer aus linsigen, krummflächig begrenzten braungelben Kriställchen, die maximal 1 mm gross sind. Siderit ist in diesen Klüften immer älter als Calcit. Wenn er in offenen Klüften auf den Kluftwänden sitzt, so schillert der Überzug oft infolge von Anlauffarben rötlich oder grünlich.
- Sphalerit: Zusammen mit Kupferkies wurden als grosse Seltenheit in einigen Äderchen im Eisenerz Zinkblendekriställchen gefunden. Sie sind gut idiomorph und in den Äderchen randständig. Der Kupferkies liegt dagegen im Zentrum der Klüftchen und ist xenomorpher gestaltet. Die Kriställchen sind nur 0,01-0,03 mm gross, sind aber auf mikroanalytischem Wege eindeutig identifizierbar. Sie sind immer einfach gebaut und zeigen nie die lamellare Verzwillingung. Ebenso fehlen Interpositionen in Kupferkies. Im unteren Quintnerkalk wurden in der unmittelbaren Nachbarschaft einer Quarz-Albit-Calcit-Ader einige Schlieren mit feinen Zinkblendekörnchen gefunden, die besonders längs Suturhäutchen, welche die Kluft teilweise queren, angehäuft sind. Alle sind etwa 0,05 mm gross und dunkelgelb gefärbt. Auch diese Körnchen wurden isoliert und mittels einer Mikroanalyse identifiziert.
- Stilpnomelan: Kleine, unregelmässige Blättchen, schwarzgrün, aggregiert, bis 1 cm gross und bis 1mm dick. Grüner Stilpnomelan. In den Eisenerzen liegen oft kleine, unregelmässige Stilpnomelanblättchen zwischen den Oxyden eingelagert. Ferner tritt dieser Chlorit als schwarzgrüne Aggregate in Klüften zusammen mit Calcit, Pyrit und Quarz auf. Er ist spröde und makroskopisch dunkel schwarzgrün. In den Klüften sind die Blätter bis 1 cm gross. Die scheinbar einheitlichen, oft gegen 1 mm dicken Blätter enthalten fast immer Calcitlamellen, die parallel zur Chloritbasisfläche eingelagert sind. Braungrüner Stilpnomelan. Ein vom grünen Stilpnomelan deutlich abweichender Eisenchlorit findet sich häufig porphyroblastisch im Nebengestein der Eisenerze, und zwar unmittelbar in der Nachbarschaft von Klüften, welche Erz und Nebengestein durchqueren. Der Kalk kann stellenweise dicht von büscheligen Aggregaten dieser zweiten Stilpnomelanart erfüllt sein. In Melierterzen kommen an der Grenze der hellen Kalkknollen öfters Kränze aus solchem Chlorit vor.
- Sussexit: In Adern von Rhodochrosit-Hausmannit-Erzen, asbestartig, verwachsen mit Wiserit und Pyrochroit (Epprecht et al., 1959).
- Wiserit: Typlokalität (1845), bestehend aus Wiserit und dem basischen Manganborat Sussexit und evtl. weiteren Mineralien, faserig, asbestartig, in Massen, selten Nester bis 2 cm dick. Die Fasern sind dünn und biegsam mit Seidenglanz und bräunlicher - hellrötlicher - fast weisser Farbe. Verfärbt sich dunkler an der Luft (nach einigen Jahren).
083_SG / Sargans, Prod
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Sargans, Koordinaten ca.: 751860 / 213350
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 266
- Kupfer, gediegen:
084_SG / Alpstein, Hoher Kasten (Südfuss)
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Sennwald, Koordinaten ca.: 754800 / 238800
Literatur:
- Kürsteiner,P. & Knechtle,B.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 476-482; Die Mineralfundstellen im Alpsteinmassiv Teil II
Aus den Felsen der Rheintalerseite des Hohen Kastens, nördlich von Sennwald.
- Calcit: In flachen, bis 6 cm grossen Rhomboedern, gräulich-weiss.
085_SG / Walensee, Wallensee, Wallenstadtersee, Unterterzen, Lochezen
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Walenstadt, Koordinaten ca.: 740000 / 221500
Literatur:
- Brandenberger, E. & Winterhalter, R.U.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1929; Band 9; Heft 2; Seite 241
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 236
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 356
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 297
Bei Abbauarbeiten der Zementfabrik kamen in dichten Kalkbänken (Portland), welche von schwarzen, mergeligen Schiefern (Zementsteinschichten) durchsetzt waren, nachstehende Mineralien zum Vorschein.
- Arsenopyrit: Evtl. als Einschluss im Realgar. Im Anschliff konnten auch ganze Schwärme von Arsenopyrit festgestellt werden.
- Calcit: Farblos, weiss bis milchig.
- Pararealgar:
- Pyrit:
- Quarz: Klein.
- Realgar: In Schnüren, auch als Auffüllung kugeliger Hohlräume, lebhaft rot, zum Teil bereits umgewandelt, massig, schlechte Kristallbildung.
086_SG / Oberhofstetten, Wattwald
Region: Bezirk St. Gallen / Gemeinde St. Gallen, Koordinaten ca.: 745250 / 252225
Literatur:
- Büchi, Ulrich P.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1955; Band 48; Heft 2; Seite 256 - 321; Zur Geologie der Oberen Meeresmolasse von St. Gallen
- Pyrit: Graugrüner Mergel, reich an Pyrit in der Zone der untersten Plattensandsteine.
087_SG / Sitter (Bach);(Waschgold)
Region: Bezirk St. Gallen / Gemeinde St. Gallen, Koordinaten ca.: 742700 / 260900
Literatur:
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 163
Mit recht vielen Flitterchen Waschgold.
- Gold, gediegen: Als Waschgold.
088_SG / Alpstein, Altmann, Seealpsee, Fleckli
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann, Koordinaten ca.: 746482 / 233782
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 143
Pyritfunde sind aus dem Gebiet des Altmann von mehreren Stellen bekannt geworden, unter anderem am Fusse des Altmann, zwischen Seealpsee und Altmann und im Gehängeschutt bei der Lokalität Flecki.
- Pyrit: Kugeln bis maximal 7 cm Durchmesser. Vom Altmann werden auch würfelige Kristalle beschrieben.
089_SG / Alpstein, Gräppelensee, Hinter Gräppelen, Alp Gräppelen
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann, Koordinaten ca.: 739000 / 230500
Literatur:
- Meier, H.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 96-98; Flüssigkeitseinschlüsse in Quarzkristallen vom Alpstein
Kleiner Bergsee. Die Funde stammen aus dem sehr harten Kieselkalk dieser Gegend. Hinter-Gräppelen ist entgegen dem beschriebenen kleinen Bergsee lediglich ein Sumpfgebiet auf der Karte eingetragen. Es könnte sich demzufolge auch um die Region des Vorder-Gräppelen handeln.
- Calcit: Aderig.
- Quarz: Klein, eingewachsen im Calcit, flach, zum Teil mit schwarzen und fluoreszierenden Einschlüssen (Bitumen, sowie Libellen bildender Kohlenwasserstoff), bis 4 mm lang, auch mit Zepterform.
090_SG / Alpstein, Tierwies, Girenspitz, Thierwies, Gyrenspitz
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann, Koordinaten ca.: 743950 / 235100
Literatur:
- Kürsteiner, Peter; Schweizer Strahler; 1974; Seite 318-326; Die Mineralfundstellen im Alpsteinmassiv
- Kürsteiner, Peter & Soom,Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 138
Am Weg von der Tierwies zum Sattel zwischen Girenspitz und Säntis (südwestlich des Girenspitz) im braunen Mergelkalk von Schrattenkalk-Schichten.
- Fluorit: Rötlich- bis dunkelviolett, schlechte Würfel, stark verwitterte Oberfläche, bis 5 cm, mit bituminösen Substanzen.
091_SG / Alpstein, Tierwies, Grenzchopf
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann, Koordinaten ca.: 742802 / 234638
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 140
Südwestlich der Tierwies im Anstehenden.
- Chalcedon: Mit aufgewachsenen Quärzchen als Füllung eines Hohlraumes eines verkieselten Brachipoden.
- Pyrit: Konkretionen bis maximal 3 cm Durchmesser.
- Quarz: Bis 3 mm.
092_SG / Alpstein, Tierwies, Thierwies
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann, Koordinaten ca.: 743000 / 234450
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 232
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 351
Westlich der Säntisspitze.
- Fluorit: Rötlich - dunkelviolett.
093_SG / Churfirstengebiet, Kurfürsten, Churfürsten
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann, Koordinaten ca.: 741550 / 224210
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seit 392
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 359
Kenngott erwähnt Markasit an den Kurfürsten am Walensee. Parker erwähnt aus dem Gebiet Churfirsten Markasit aus den Mergeln und Sandsteinen.
- Markasit:
094_SG / Hinter Gräpelen, Hinter Gräppelen, Risi
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann, Koordinaten ca.: 739440 / 230100
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 200
Im Anstehenden des Helvetischen Kieselkalkes aus schmalen, bis 3 mm breiten Kluftrisschen.
- Calcit: Rhomboedrisch und nur wenige mm lang.
- Dolomit: Rhomboedrisch, gelb angewittert, bis 0.5 mm gross.
- Quarz: Rasenartig mit Einzelkristallen bis 9 mm, zum Teil auch mit Zepterbildung und mit Einschlüssen.
095_SG / Oberschere, Zwinglipass, Chreialppass
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann, Koordinaten ca.: 746430 / 233310
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 199
Die Funde stammen aus einem deutlich sichtbaren, von Norden nach Süden verlaufenden Querbruch.
- Calcit: Skalenoeder, in schlechter Ausbildung, weiss oder hell- bis dunkelgrau, matt.
096_SG / Wildhuser Schofberg
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann, Koordinaten ca.: 745250 / 232640
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 321
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 199
- Calcit: Skalenoeder, weiss, bis 6.5 cm, zum Teil auch mit grauen, aufgewachsenen Calcitskalenoedern bis 6 mm.
097_SG / Flawil, Glatt;(Waschgold)
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Flawil, Koordinaten ca.: 732558 / 253516
Literatur:
- Hofmann, Franz; Minaria Helvetica; 1984; Heft4b; Seite 16-22; Über den Goldgehalt der Bäche und Flüsse im ostschweizerischen Rhein- und Linthsystem und seine Herkunft. Beziehungen zu Berggoldvorkommen, Orts und Flussnamen und Sagen
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 163
Waschgold in der Glatt bei Flawil. Zum Teil reichlich Flitterchen (bis 500 pro m2).
- Gold, gediegen: Als Waschgold.
098_SG / Mistelegg, Necker;(Waschgold)
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Neckertal, Koordinaten ca.: 732643 / 238450
Literatur:
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 163
Waschgold von Mistelegg aus flussabwärts.
- Gold, gediegen: Als Waschgold.
099_SG / Luteren (Bach);(Waschgold)
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Nesslau, Koordinaten ca.: 735850 / 234040
Literatur:
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 163
Waschgold aus der Lutern.
- Gold, gediegen: Als Waschgold.
100_SG / Gaster, Benken (Steinbruch)
Region: Bezirk Uznach / Gemeinde Benken, Koordinaten ca.: 721622 / 228664
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 342
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 97
Aus verschiedenen Fundstellen in dieser Gegend in Sandsteinen des Stampien der subalpinen Unteren Süsswassermolasse.
- Calcit: Flachrhomboedrische Kristalle aus den Rutschharnischen.
101_SG / Uznach, Benken
Region: Bezirk Uznach / Gemeinde Benken, Koordinaten ca.: 718700 / 228700
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
Die Koordinaten zeigen auf Benken. Nähere Angaben zum Fundort fehlen.
- Calcit: Farblose bis graue Kristalle in Nestern des Mergels bei Benken unweit Uznach.
102_SG / Vordere Töss, Hintere Töss, Isara-Goldloch, Isaraloch, Chrumm, Im Chabis, Goldingen, Dägelsberg
Region: Bezirk Uznach / Gemeinde Eschenbach, Koordinaten ca.: 716570 / 240580
Literatur:
- Bärtschi, Hans-Peter; Minaria Helvetica; 1991;11b; Seite 33-41; Bergbau im Kanton Zürich?
Die Koordinaten zeigen auf die 'Hintere Töss'. Während in der Sage die Goldgewinnung oft mit übernatürlichen Kräften in Zusammenhang gebracht wird, sind die Goldlöcher in der Gegend, wo sich die hintere und die vordere Töss in der Tössscheide vereinigen, zweifellos bergmännisch angelegte Gruben. Bezeugt ist die Goldgräberei an der Kantonsgrenze Zürich/St. Gallen spätestens im Jahre 1757, als ein Bergsturz einen der Goldgräbergänge verschüttete. Das entmutigte aber die Goldgräber nicht, weiter zu graben, und die "welschparlierenden, krausköpfigen Burschen" begannen etwas weiter unten mit dem Aushauen des Isaraloches auf St. Galler Gebiet. 'Das "Isara-Goldloch" zwischen "Chrumm" und "Im Chabis" liegt in der St.Galler Gemeinde Goldingen, und auch das Dägelsberger Goldloch befindet sich immer noch 25 Meter Luftlinie von der Kantonsgrenze entfernt auf St. Galler-Gebiet, knapp ausserhalb der Gemeindegrenze Fischenthal, einer der höchsten Lagen des Oberlandes. Das hinderte die Zürcher Behörden aber nicht, einen dortigen Goldgräber nach jahrzehntelanger Arbeit zu verhaften und der "Schatzgräberei" anzuklagen, denn die bergbauliche Prospektion erfolgte für die ganze Ostschweiz unter der Bergbaukommission des Kantons Zürich. Zwischen 1760 und 1780 begannen die unbekannten Bergknappen auf 1200 Metern am Dägelsberg, ebenfalls auf St.Galler Kantonsgebiet, eine zweite Grube auszubauen. Mit Schlägel und Eisen hämmerten sie einen 28 Meter langen Stollen in das Gestein. Bei dieser pickelharten Arbeit nahmen sie die Sprengtechnik zu Hilfe, welche ihnen offenbar schon bekannt war; neben den Schrämmspuren des Handeisens sind in den Stollen auch deutliche Spuren von Bohrlöchern zu entdecken. Mit der Verheissung sagenhaften Reichtums gewannen die Bergknappen auch gutgläubige Köhler und Hirten für die Grubenarbeit. Bis um 1780 bauten sie das Stollensystem am Dägelsberg mit drei Abteufungen von 12, 2,5 und 2 Metern und zwei neuen waagrechten Stollen von 11,5 und 4 Metern aus. Das ergab einen Aushub von 136,4 Kubikmetern, wobei die Bergleute etwa 50 Meter im Bergesinnern vermutlich Probleme mit der Wasserhaltung bekamen. In den 1880er Jahren fasste die Sektion Bachtel des Schweizerischen Alpenclubs den Beschluss, das Goldloch als Attraktion für Wanderer wieder zugänglich zu machen. Die SAC-Leute räumten den Schutt aus den Stollen und verschlossen den Eingang mit der heute sichtbaren Eisentüre, auf der zu lesen ist: "S.A.C. 1890". Der Schlüssel für dieses "Tor zur Goldhölle“ beim Förster auf der Strahlegg besorgt werden."
- Gold, gediegen: Angeblich wurde nach Gold geschürf. Ob solches auch gefunden wurde, ist nicht bekannt.
103_SG / Neuhaus, Goldinger Tobel, Goldingertobel
Region: Bezirk Uznach / Gemeinde Goldingen, Koordinaten ca.: 714660 / 233750
Literatur:
- Tanner,H.; Beiträge zur Geologie der Molasse zwischen Rickli und Hörnli, Mitteilung der Thurg. Naturf. Gesellschaft, 33, 1-108; 1944; Seite 85,92
Barytbildungen in einem Vokommen in der Matrix eines Sandsteins der älteren Nagelfluh der Hörnlischüttung im Goldinger Tobel. Die Koordinaten zeigen auf den Tobel bei Neuhaus.
- Baryt: Näheres zur Ausbildung des Baryts ist nicht bekannt (Informationsquelle: Strahler 2006-3, Seite 2-5).
104_SG / Neuhaus, Goldinger Tobel, Goldingertobel, Hacktobel, Hagtobel, Hickenbach, Steintal, Wattwil; (Fossilien)
Region: Bezirk Uznach / Gemeinde Goldingen, Koordinaten ca.: 723800 / 239270
Literatur:
- Büchi, Ulrich P. / Welti, George; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1051; Band 44; Heft 1; Seite 183- 206; Zur Geologie der südlichen mittelländischen Molasse der Ostschweiz zwischen
Büchi: - grauer geröllführender Sandstein, reich an Pyrit und Schwemmkohle, fossilführend, Heliciden (Koord. 723,71 / 239,8) - bei Koord. 721,21 / 237,05 am Hickenbach liegt unter einer Nagelfluhbank 1 m grauer und blaugrauer, glimmerreicher Sandstein, der reich an schlechterhaltenen Pflanzenabdrücken ist.
- Fossilfundstelle Hacktobel, Koord. 723,95 / 239,65: (von oben nach unten) Plattige und massige Sandsteine mit prachtvollen Abdrücken von Palmblättern: Diese unterburdigale Zone im Hacktobel liegt in der unmittelbaren westlichen Fortsetzung der grauen Mergelzone am Dorfbach Wattwil, die nach U. P. Büchi (1950) z. T. limnische Fossilien führt und wo auch vereinzelt Palmblätter gefunden wurden. Fossilfundstellen im Steintal (Profil von oben nach unten, längs des unteren Teils des Feldbaches):
1. 13 m: Nagelfluh und Sandstein
2. 2 m: graue Mergel mit einzelnen Geröllen, fossilführend: Heliciden, Knochenfragmente von Säugetieren, Bruchstücke aus Schildkrötenpanzern, Schwemmkohle (Koord. 723,315 / 239,67)
3. 59 m: Nagelfluh und Mergel
4. 0,7 m: graue Mergel und Mergelsandsteine, fossilführend: Heliciden (Koord. 723,6 / 239,74)
5. 10,6 m: Sandstein, Mergel, Nagelfluh
6. 2 m: grauer geröllführender Sandstein, reich an Pyrit und Schwemmkohle, fossilführend, Heliciden (Koord. 723,71/239,8)
7. 42 m: Sandstein, Mergel, Nagelfluh
8. 0,2 m: grauer Mergel, reich an Schwemmkohle ; im östlichen Teil des Aufschlusses 1/2 cm dickes Kohlenflöz und kohlige Mergel (Koord. 723,775 / 239,81)
9. 16,2 m: Sandstein, Mergel, Nagelfluh
Wie aus dem Profil ersichtlich, sind verschiedene Vorkommen grauer Mergel im unteren Teil des Steintales beobachtet worden, die z. T. fossilführend sind. Die Fossilfundstelle bei Koord. 723,315;239,67 bedarf besonderer Erwähnung, da hier neben Heliciden fossile Reste von Säugetieren und Schildkröten beobachtet wurden.
- Fossilien: Angaben über die vorkommenden Fossilien sind nicht vorhanden.
- Pyrit:
105_SG / Rapperswil, Bollingen am Obersee (Steinbruch)
Region: Bezirk Uznach / Gemeinde Rapperswil, Koordinaten ca.: 710250 / 230820
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 321
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 342
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 97
Östlich von Rapperswil gelegen. Die Funde stammen aus Steinbrüchen in granitischen Sandsteinen des Aquitans der subalpinen Molasse. Im grauen Molassesandstein von Bollingen unweit Rapperswil.
- Calcit: Flache Rhomboeder, bis 6 cm, gelblich, oft mit einer Riefung. Weisse halbdurchsichtige bis durchscheinende, kleine bis grosse stumpfskalenoedrische Kristalle mit starker Streifung nach der kürzeren Endkante, und einem spitzen Skalenoeder, in Nestern und auf Klüften eines grauen Molassesandsteins von Bollingen unweit Rapperswil.
106_SG / Uznach
Region: Bezirk Uznach / Gemeinde Uznach, Koordinaten ca.: 717050 / 231540
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 266,274
Kenngott:
- Fichtelit:
- Könleinit: Eine organische Verbindung in der Schieferkohle.
- Scheererit: Organische Verbindung in der Schieferkohle (diluvial).
- Vivianit: Bildet sich in Höhlungen von Knochenstücken im Ton der Braunkohlelager bei Uznach. Er ist dunkelblau, nach innen kristallinisch, nach aussen an der Oberflächew erdig.
107_SG / Uznach, Goldingen, Goldingerbach, Goldingertobel, Goldlöcher, Chrüzegg, Isarloch, Dägelsberg;(Waschgold)
Region: Bezirk Uznach / Gemeinde Uznach, Koordinaten ca.: 715700 / 234397
Literatur: - Hofmann, Franz; Minaria Helvetica; 1984; Heft4b; Seite 16-22; Über den Goldgehalt der Bäche und Flüsse im ostschweizerischen Rhein- und Linthsystem und seine Herkunft, Beziehungen zu Bergoldvorkommen, Orts- und Flussnamen und Sagen
Im Goldingertobel nördlich von Uznach wurde bei der Hintermühle Gold gefunden, nicht aber im Oberlauf des Baches. Goldingen ist bekannt durch die 'Goldlöcher' in den nagelfluhreichen Schichten der Oberen Meeresmolasse an der Chrüzegg (Isarloch, Koordinaten: 718.180, 1030 m ü. M. und Dägelsberg, Koordinaten 716.71 / 241.725, 1230 m ü. M. Es handelt sich um Stollen, welche im 18. Jh. von 'Venedigern' zur Goldsuche angelegt wurden. Zu dieser Zeit hiess Goldingen noch Oblinden. Die Suche war nicht erfolgreich. Die Koordinaten zeigen auf den Goldingerbach etwas nordwestlich von St.Gallenkappelen.
- Gold, gediegen: Als Waschgold.
108_SG / Weesen, Flibach
Region: Bezirk Uznach / Gemeinde Weesen, Koordinaten ca.: 726.575 / 222420
Literatur:
- Heim, Arnold; Abhandlungen der Schweizerischen paläntologischen Gesellschaft; 1908; Vol. 35; Seite 108; Die Nummuliten- und Flyschbildungen der Schweizeralpen
Die Koordinaten zeigen auf das Gebiet Schliiffeli. Albert Heim erwähnt: "Vor mehreren Jahren fand mein Vater im roten Nummulitenkalk des Flysches am Flibach (Reservoir) einen Einschluss von dunkelbraunem fossilem Harz .
- Bernstein: Dunkelbraun, 2-3 cm Durchmesser im Nummulitenkalk.
109_SG / Frümsner Berg, Breitläuibach
Region: Bezirk Werdenberg / Gemeinde Sennwald, Koordinaten ca.: 753000 / 235310
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 198
Funde konnten im und neben dem Bachbett des Breiläuibachs getätigt werden.
- Calcit: Weiss oder braun, skalenoedrisch, bis 3 mm.
- Quarz: Kurzprismatisch, glasklar, bis 5 mm, mit verschiedenen Einschlüssen.
110_SG / Rohr, Cheelen, Frümsner Alp
Region: Bezirk Werdenberg / Gemeinde Sennwald, Koordinaten ca.: 752910 / 236140
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 196
Die Fundortbeschreibung lautet: in der ganzen Gegend Rohr-Cheelen-Frümsner Alp.
- Quarz: Bis 4 mm, mit hellbrauner Färbung (Bitumeneinschlüsse).
111_SG / Sennwald (nordwestlich), Hoher Kasten (Südfuss)
Region: Bezirk Werdenberg / Gemeinde Sennwald, Koordinaten ca.: 755160 / 238510
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 196
Genauere Angaben sind nicht vorhanden. Beim Fund handelt es sich um einen Einzelkristall, in der Form eines 6 cm langen, gräulich weissen Rhomboeders.
- Calcit: Rhomboeder, bis 6 cm, gräulich-weiss.
112_SG / Sennwald, Frümsen, Sax, Hohensax (Ruine)
Region: Bezirk Werdenberg / Gemeinde Sennwald, Koordinaten ca.: 751710 / 232810
Literatur: - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 216
Südwestlich der Ruine Hohensax bei Sax im St. Galler Rheintal in steil stehenden und stark verschieferten Gesteinen. Hier aus schmalen, bis 5 cm breiten Rissen.
- Calcit: Rhomboedrische Ausbildung mit vielfachen Kombinationsformen, bis 2.5 cm, farblos oder weiss. Skalenoeder bis 2 cm, Basiszwillinge bis 5 m.
- Quarz: Durchsichtig, bis 7 mm, meistens als Doppelender ausgebildet und mit Einschlüssen.
113_SG / Wartau, Sevelen
Region: Bezirk Werdenberg / Gemeinde Wartau, Koordinaten ca.: 755430 / 221010
Literatur:
- Geotopinventar Kanton St. Gallen, Geotopverzeichnis 2003 Lössterrassen- + Rundhöckerlandschaft "Wartau-Sevelen". Anthropogen überprägte Terrassenabfolgen im grössten Lössvorkommen des Rheintals; Rundhöckerfluren, rand- und subglaziale Entwässerungsrinnen mit Gletschermühlen; laterale Zungenbecken des Rheingletschers (späteiszeitliche Rückzugsstadien).
- Löss
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 752370 / 198170
Literatur: - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael & Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21 - 30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael & Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 13 - 23; Mineralfunde im Taminatal SG - 2. Teil
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 346
- Rykart, Rudolf & Schumacher, Karl; Schweizer Strahler; 1976; Seite 127-129; Japaner-Zwilling von der Windgällenhütte-UR
- Weibel, Max; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1963; Band 43; Heft 2; Seite 479 - 483; Die Quarzfunde bei Tamins und Vättis
Die Koordinaten zeigen auf den unteren Teil des Tobels. Im Gebiet nördlich Vättis sind um 1960 sehr ergiebige Quarzklüfte ausgebeutet worden. Diese Vorkommen liegen ausserhalb des zentralalpinen Fundgebietes, scheinen aber dennoch an den kristallinen Untergrund gebunden zu sein, der hier als östlichster Ausläufer des Aarmassivs fensterartig zutage tritt. Die Funde von Vättis enthalten Quarz sporadisch zusammen mit Erzmineralien wie Bleiglanz, Pyrit und Kupferkies. Bei Vättis finden sich die ergiebigsten Klüfte im Rötidolomit, doch sind sehr schöne, durch Eisenhydroxid gelb gefärbte Quarzstufen auch aus einer Kluft im darunter liegenden Vättner Kristallin geborgen worden. Das Vättner Kristallin, das tektonisch nicht mit dem Taminser Kristallin zusammengehört, besteht an dieser Stelle aus stark zersetzten und zerklüfteten, feldspatreichen Gesteinen, die als dunkle Gemengteile Chlorit und Eisenhydroxid erkennen lassen. Die Kluft im Kristallin befindet sich am Ausgang des Chrüzbachtobels in einer 10-20 Zentimeter breiten, NW-SE streichenden Quarzader drin. Die im Tobel oberhalb ca. 1100 m ü. M. gelegenen Klüfte liegen im Rötidolomit. Die zugehörigen Quarzbänder weisen gleiches Streichen und Fallen auf wie bei der Kluft im Kristallin (Kalkofen). Der Rötidolomit ist bei Vättis rein dolomitisch ausgebildet. Unweit des Wasserfalls (ca. 1040 m ü. M.), Kalkofen genannt, sind im Gneis mehrere, bis 20 cm dicke hohlraumhaltige Quarzbänder enthalten.
- Aragonit:
- Calcit: Stark verbreitet.
- Chalkopyrit:
- Galenit: In Klüften auch als korrodierte idiomorphe Kristalle.
- Gold, gediegen:
- Japaner-Zwilling: Schenkellänge bis 4 cm.
- Malachit:
- Pyrit: Auch Doppelender. Bis über 10 cm.
- Quarz: Die Quarzkristalle zeigen nicht die gewohnte Formentwicklung des alpinen Bergkristalls, sondern meist schlankeren Wuchs mit der typisch asymmetrischen Endbegrenzung des Dauphinehabitus. Es handelt sich hierbei um Lamellenquarze nach Bambauer et al. (1962), Quarze mit erhöhtem Spurenelementgehalt, die unter dem Polarisationsmikroskop einen Aufbau aus optisch zweiachsigen Lamellen erkennen lassen. Der Quarz, der in vielen hundert Einzelkristallen und Gruppen von Zentimeter- bis über Dezimetergrösse ausgebeutet wurde, fällt durch die vielgestaltige Ausbildung auf. Dauphinehabitus ist verbreitet, aber nicht an allen Kristallen gleich ausgeprägt. Plattig verzerrte Individuen sind besonders charakteristisch. Doppelender finden sich in grosser Zahl, oft mit einseitig verzerrten Spitzen. Die Hauptformen sind hexagonales Prisma I. Stellung, positives und negatives Rhomboeder, untergeordnet trigonale Dipyramide II. Stellung und Trapezoeder. Auf den Prismen-, seltener den Rhomboederflächen, beobachtet man eine horizontale Streifung, manchmal nur als feine Linien angedeutet. Anstelle der Prismen erscheinen oft etwas gebogene oder sehr steil gestufte Flächen, die sich nach der einen Spitze zu verjüngen oder vereinzelt ganz auskeilen. Dadurch entsteht der Eindruck äusserst steiler Rhomboeder und ein Anklang an Tessinerhabitus.
070_SG / Vättis, Gnapperchopf, Gnapperkopf, Crapnerstein
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 754090 / 198050
Literatur:
- Bächtiger, Kurt; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1967; Band 47; Heft 2; Seite 643 - 657; Die neuen Goldfunde aus dem alten Goldbergwerk "Goldene Sonne" am Calanda (Kt. Graubünden)
- Cabalzar, Walter; Schweizer Strahler; 1977; Seite 328-333; Funde der letzten Jahre vom Calanda
- Graeser, St.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 441-452; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten III
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael & Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21-30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael & Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 13-23; Mineralfunde im Taminatal SG - 2. Teil
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 347
Nordöstlich von Vättis, auf einer schwachen Kupfervererzung. Östlich von Vättis gibt es ein Gnapperchopftöbel aber keinen Gnapperkopf. Crapnerstein liegt aber nordöstlich von Domat/Ems und gehört zur Gemeinde Tamins im Graubünden. Koordinaten Gnaperchopftöbeli: 754.46 / 198.18, 1300 m ü. M. Gnapperchopf wird ein markanter Felskopf genannt, der sich auf der rechten Talseite unterhalb von Vättis auf ca. 1100 m ü. M. befindet und im Nordosten an das Gnapperchopftöbeli grenzt. 4 Stollen zwischen 1178 und 1199 m ü. M. zeugen von früherer Abbautätigkeit (um 1710, 1860-1861, 1865-1866). Die Mineralien stammen aus dem Bergwerk und der näheren Umgebung (Kürsteiner).
- Akanthit:
- Arsenopyrit:
- Azurit:
- Boulangerit: Nicht sicher.
- Brochantit: Kleine, intensiv grüne Plättchen, auf Kupfervorkommen.
- Cerussit:
- Chalkopyrit:
- Chalkosin:
- Cobaltit:
- Covellin:
- Dolomit:
- Fahlerz:
- Fluorit:
- Galenit:
- Gold: Im Stollen sowie in einem benachbarten Sondierstollen als Einschluss in Erzmineralien sowie frei auskristallisiert.
- Malachit:
- Muskovit:
- Phantomquarz:
- Pyrit:
- Quarz:
- Tetraedrit:
- Wulfenit:
071_SG / Vättis, Gonscherauswald, Gonscherolawald
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 752437 / 196351
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael / Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21-30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael / Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 13-23; Mineralfunde im Taminatal SG - 2. Teil
Im Quartenschiefer, im unteren Teil des Gonscherauswaldes.
- Pyrit: Recht häufig, eingelagert im Quarzsandstein, würfelförmig, selten als Pentagondodekaeder, Kantenlänge bis 1 cm.
072_SG / Vättis, Oberzanai, Zaneyalp, Sonnental, Sunnental, Graue Hörner
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 750600 / 202400
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael / Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21-30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
Im Verrucano der Glarner-Decke. In einem Sturzblock an der Ostflanke des Pizols. Kürsteiner erwähnt in seiner Aufzählung zum Gnapperchopf, dass in diesem Sturzblock die gleiche Mineralart vorkommt. Ob er damit nur das Mineral Gold oder weitere Mineralien meint, geht nicht eindeutig hervor. Aufgeführt sei hier deshalb nur Gold. In der Sammlung des Naturmuseums St. Gallen wird eine Mineralstufe mit der Bezeichnung 'Gold auf Quarz vom Sonnental on Zaneyalp. Graue Hörner, .. 1882' aufbewahrt. Aufgrund der Geologie wird heute aber angenommen, dass die goldhaltige Erzprobe nicht von Sunnental selbst, sondern eher vom nördlich gelegenen Talkessel oberhalb Oberzanai stammt. Die tiefrote Farbe des Hämatites deutet darauf hin, dass die Probe mit Wahrscheinlichkeit aus dem Verrucano stammt. In den Schuttmassen des Sunnentals konnten keine Verrucano-artigen Gesteine festgestellt werden.
- Gold, gediegen: In einem Stück weissen Gangquarzes mit Einschlüssen von rostig verwittertem Pyrit und einzelnen, mit rotem Hämatit belegten Bruch- und Scherflächen. Hier ein kleiner Hohlraum mit feinen Überzügen und Aggregaten (bis 2 mm) von gediegenem Gold.
- Hämatit: Nur als Belag. Tiefrot.- Pyrit: Nur als Belag.
- Quarz: Gangquarz und als kleine Kriställchen in einem Hohlraum.
073_SG / Vättis, Rueboden
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 754418 / 202115
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael / Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21-30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
Aus Zerrklüften im Sandstein des Nordhevetischen Flyschs. Der Fund konnte anlässlich des Baus des Bergweges vom Rueboden, welcher sich westlich oberhalb des Mapragg-Stausees befindet, getätigt werden.
- Calcit: Aus einem schmalen Riss, Kristalle bis 2 cm Breite, Fingernagelform, gelblich, dem Muttergestein aufgewachsen.
074_SG / Vättis, Steinchöpf, Gauis, Rütenen (Rüfenen)
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 752190 / 197860
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael / Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 13-23; Mineralfunde im Taminatal SG - 2. Teil
Funde kennt man von den Lokalitäten:
1). Steinchöpf (wenig nordwestlich von Vättis), Koordinaten: 752.190 / 197.860, 1160 m ü. M.
2). oberhalb Gauis (wenig westlich von Vättis), Koordinaten: 751.980 / 197.450, 1030 m ü. M.
3). Rüfenen (wenig westlich von Vättis), Koordinaten: 751.570 / 197.760, 1190 m ü. M. (im Strahler steht die Bezeichnung Rütenen).
- Quarz: 1). Farblos, hochglänzend, bis 3 cm, oft igelförmige Verwachsung. 2). Nadelquarz. 3). Bis 2 cm, umgeben mit einer Eisenhydroxidschicht, teils mit Dauphiné-Habitus.
075_SG / Vättis, Taminatal, Wolfjos, Wolfjohs, Rüsli
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 754250 / 199650
Literatur:
- Eggenberger,P.; Schweizer Strahler; 1977; Seite 348-354; Hervorragende Calcitfunde im Tamina- und Calfeisental
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael & Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21-30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 342
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 98
Die Haupfundstelle liegt bei der Lokalität 'Rüsli', Koordinaten : 754.170 / 199.190, 970 m ü. M. und zwar unterhalb sowie auch oberhalb des ehemaligen Bergwerkes. Auch im grossen Felskopf oberhalb des Bergwerkes kommen Calcite vor und auch in der Umgebung von Woljos und Rüsli können skalenoedrische Calcite gefunden werden. Die Literaturangaben sind punkto Grösse und Ausbildung recht unterschiedlich (1. Strahler, 2. Mineralienlexikon).
- Calcit: 1.) Skalenoeder und Traubencalcite bis 10 cm, in grossen Gruppen, gelblich, rötlich, braun. 2.) spitzrhomboedrisch, bis 45 cm, gelblich, Einzelkristalle. Traubencalcite selten als freie Schwimmer, weiss, gelblich, rötlich oder bräunlich, oft von trockenem Lehm umgeben.
- Quarz: Vom Wolfjos in guter Qualität.
076_SG / Vättis, Trappenwand, Vasöner Älpli
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 753986 / 202508
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael / Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21-30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
Die Trappenwand liegt unterhalb des Vasöner Älpli. Von der Fundstelle Trappenwand sind Brookit und Rutil aus geklüfteten eozännen Sandsteinen erwähnt.
- Albit:
- Brookit: In einem Sturzblock aus grauem Quarzit. Zusammen mit Quarz, bis 3 mm.
- Calcit: Aus einer Zerrkluft. Bis 4,5 cm als sogenannter Fingernagelcalcit, weiss, farblos, oft mit matter Oberfläche.
- Quarz: In einem Sturzblock aus grauem Quarzit. Bis 3 cm.
- Rutil: In einem Sturzblock aus grauem Quarzit.
077_SG / Vättis, Vättiser Calanda, Stegwald, St. Peter
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Pfäfers, Koordinaten ca.: 754970 / 199240
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael / Hofmann, Beda; Schweizer Strahler; 2015; Heft 1; Seite 21-30; Mineralfunde im Taminatal SG - 1. Teil
Mehrere Funde im Gebiet Stegwald, nahe St. Peter.
- Calcit: Skalenoeder mit flachem Rhomboeder abgestumpft, Einzelkristalle bis 20 cm, hellgrau-weiss, matte Oberfläche. Rasenförmig bis 5 cm, teils mit starkem Oberflächenglanz, gelblich-weiss. Doppelender.
078_SG / Murg
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Quarten, Koordinaten ca.: 734810 / 219540
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 351
Die Koordinaten zeigen auf Murg. Das Murgtal liegt südlich davon.
- Fluorit: In kleinen Drusen im Rötidolomit.
079_SG / Murgtal, Alp Tobelwald
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Quarten, Koordinaten ca.: 735200 / 216500
Literatur:
- Glutz,Rudolf; Minaria Helvetica; 2011; Heft 29; Seite 3-6; Der Schürfstollen Tobelwald im Murgtal
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 149
Auf der Ostseite des Murgtals, in einer schwachen Kupfervererzung. 2 Schürfstellen:
1. im Verrucano bei Koordinaten 735.205 / 216.520 (relativ genau)
2. im Röti-Dolomit bei Koordinaten 735.195 / 216.500 (relativ genau).
- Enargit: Enargit als Hauptbestandteil, zusammen mit einem quecksilberhaltigen Sulfid.
080_SG / Quarten, Leistchamm
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Quarten, Koordinaten ca.: 734590 / 223190
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 342
- Calcit: Rhomboeder, kleine Stufen.
081_SG / Sargans, Alp Palfries, Alp Palfris
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Sargans, Koordinaten ca.: 748980 / 218060
Die Fundortangabe ist ungenau, eine Alp Palfries ist auf der Karte (Swiss Map) nicht zu finden. Es existieren eine Vorder- und eine Hinter Palfries. Die Koordinaten zeigen auf die Hinter Palfries.
- Quarz: Bis 2 cm, Doppelender, Zepterquarz.
- Zepterquarz:
082_SG / Sargans, Gonzen, Naus, Wolfsloch, Welligrat, Wellhorn, Rosenlaui;(Eisenerzabbau)
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Sargans, Koordinaten ca.: 752900 / 215000
Literatur:
- 1923; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, VIII. Lieferung; 1. Band; Seite 156 - 201; Die Eisen- und Manganerze der Schweiz
- Eberli, Hans; Bergknappe; 2015; Heft 126/127; Seite 26-35; Das Eisenbergwerk Gonzen, Sargans- Epprecht, Willfried; 1946; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, 24. Lieferung; Die Eisen und Manganerze des Gonzen.
- Epprecht, Willfried; Minaria Helvetica; 1984; Heft 4a; Seite 1 - 39; Die Entwicklung des Bergbaus am Gonzen (Sargans)
- Epprecht, Willfried; Bergknappe; 1986/1; Heft 35; Seite 12-17; Das Inventar des Eisenbergwerkes Gonzen 1771
- Epprecht, Willfried; Minaria Helvetica; 1986; Heft 6a; Seite 18 - 32; Neues vom alten Bergbau am Gonzen
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19
- Epprecht, Willfried; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1946; Band 26; Heft 1; Seite 19 - 27; Die Manganmineralien vom Gonzen und ihre Paragenese Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1981/3; Heft 17; Seite 13-16; Bergbau in den Berner Alpen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 156 ff
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 339, 351
- Roth, Philippe & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 2013; Heft 3; Seite 8 - 21; Die seltenen Mineralien der Bündner Manganvorkommen
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 30,209,211,227,314,347,370,454
- Weibel, Max; Urner Mineralienfreund; 1992; Heft 2; Seite 12-17
Geschichte und Abbaumethoden des Eisenbergwerkes Gonzen: Bereits 1396 erstmals als Bergwerk erwähnt (vermutlich wurde aber schon vorher abgebaut, datieren die ältesten Schlackenfunde doch bereits auf 200 v.Chr.) und erst nach fast 600 jährigen Tätigkeit im Jahre 1966 geschlossen. In all den Jahren war das Bergwerk nicht fortlaufend im Betrieb. Bis zu seiner Stilllegung wurden ca. 2.7 Millionen Tonnen Erz gefördert. Der Erzhorizont weist meistens eine Mächtigkeit von unter 2 Meter auf und erstreckt sich über eine Fläche von über 3 km2 und besteht aus einem Gewirr von ungefähr 90 Kilometer Stollen und Galerien. Der tiefste Abbaupunkt befand sich auf etwa 350 m, der höchste Abbaupunkt auf 1400 m. Ursprünglich wurde das Erz von oben her abgebaut, das heisst, man musste zuerst auf den Berg hinauf und dann im Berg wieder hinunter. Auf Schlitten wurde dann das Erz auf steilen Wegen ins Tal gebracht. Grube I: Der Hauptabbau konzentrierte sich in der Frühzeit und den Blütezeiten im 15. bis 19. Jh. auf die Grube I, welche bis 1918 abgebaut wurde. Grube II: Weiter wurde in der 1842 wieder entdeckten Grube II und in Grube IV grössere Erzmengen gefördert (vorwiegend 1764-1774). Grube III : war ein unbedeutendes Abbaufeld. Grube IV: wie Grube II. Bis mindestens ins 18. Jh. hinein wurde das Erz mit der Methode des "Feuersetzen" abgebaut, das heisst durch das Anzünden von Holzstössen am Abbaurand wurde das Erz erhitzt, mit Wasser abgeschreckt und so mürbe gemacht. Man schätzt, dass in diesen frühen Zeiten ca. 90000 Tonnen Erz abgebaut wurden. Von 1823 bis 1873 wurde durch die Familie Neher vor allem die Gruben I und II ausgebeutet. Die Ausbeutung erfolgte nun bereits durch Sprengung. In dieser Zeitspanne wurden ungefähr 140000 Tonnen Erz gefördert. 1920 wurde die 1800 m lange Seilbahn von Naus (Bergbausiedlung auf 1000 m) bis zur Talstation Malerva in Betrieb genommen. Das Erz wurde in Gondeln verladen, dann sortiert, gewaschen und in die Züge verladen. Erfolgreiche Prospektionsarbeiten führten dazu, dass man 1949 bei Vild (Sargans) auf Talniveau mit dem Bau des Basisstollen begann, der nach 1700 Meter auf das Steillager stiess. Die Abbauten von Naus aus (Scheitel) wurden aufgegeben. Alle Abbauten wurden von nun an von diesem neuen Stollen aus organisiert. Ende 1951 nahm man den Basisstollen auf 492 m in Betrieb, dadurch wurde der Erzabbau via Naus überflüssig und die Seilbahn konnte stillgelegt werden. Zuhinterst im Basisstollen wurde 1963 in der nähe der Fluewand-Verwerfung ein Erdgasvorkommen angestochen, worauf teure Massnahmen ergriffen werden mussten, um den Betrieb weiterhin sicher fortführen zu können. So wurde zum Beispiel auf eine elektrische Sprengzündung umgestellt und der Methangehalt in den Stollen musste ständig überwacht erden. In den Sechzigerjahren sank der Weltmarktpreis der Eisenerze rapide ab. Mit diesen Preisen konnte die EGAG aufgrund des aufwendigen Abbaues (dünnes Lager, viele Stollen, tektonisch stark gestört), den vielen Sucharbeiten und schliesslich dem Gasausbruch nicht mehr konkurrenzieren, so dass am 2.Mai 1966 die Grubenstilllegung beschlossen werden musste. Aus dem Gonzen sind insgesamt ca. 2.7 Mio. Tonnen Erz gefördert worden. Während bis 1900 alles Gonzenerz in der Schweiz verhüttet worden ist, verkaufte man ab 1921 den Grossteil der Eisenerze nach Deutschland, insbesondere an Stahlwerke des Ruhrgebietes. Die begehrten, reinen Manganerze wurden jedoch hauptsächlich in der Schweiz abgesetzt. Im Gonzen lagern immer noch grosse abbauwürdige Erzmengen (man schätzt 5.5 Mio. t Roteisenstein, davon werden 2.3 Mio. Tonnen als "sicher" und 2 Mio. Tonnen als "wahrscheinlich" taxiert. Nach der Stilllegung im Jahr 1966 wurden noch brauchbares Werkzeug und Pumpen verkauft, was zur Folge hatte, dass die unteren Strecken und Stollen bald überflutet wurden. Die Eisenbergwerk Gonzen AG (1919), welche den beiden Konzernen Georg Fischer und Sulzer gehört, ist immer noch im Besitz einer Abbaulizenz. Dank dem Verein Pro Gonzenbergwerk sind seit 1983 Führungen durch einen Teil des Bergwerks Gonzen möglich. Mineralogie: Massives Eisenerz: Eisenoxid dominiertes Erz mit Hämatit, Magnetit und variablem Gehalt an Quarz und Eisencalcit. In der Bergwerkssprache wird es als Roteisenstein oder -erz bezeichnet. Eisengehalt ca. 46-62% (Durchschnitt=53%). Mangan ist nur in Spuren vorhanden. Stollen 'Naus' mit Mundloch auf ca. 1000 m ü. M. und 'Wolfsloch' mit Mundloch auf ca. 645 m ü. M. Abbau von 1921 bis 1966, 2.6 Mio. Tonnen Eisenerz mit einem mittleren Eisenanteil von 54 Gewichts-%. Eine Darstellung über die Geologie des Gonzen und eine Beschreibung über die grosse Calcitcluft, kann im Urner Mineralienfreund, Ausgabe 1992-2, ab Seite 12 nachgelesen werden. Malm (Hochgebirgskalk). Stand 1915. Am Gonzen ob Sargans enthält der Hochgebirgskalk ein bis 3 m mächtiges syngenetisches Flöz von derbem Roteisenstein mit ca. 60% Fe-Gehalt. Dem Roteisen ist stellenweise Magnetit beigemengt. In der Region des eisernen Hutes finden sich Manganerze mit ca. 40% Mn-Gehalt. Das Erz wurde in vier Gruben abgebaut, 750-950 m über der Talsohle. Die Ausbeute beträgt nach den Grubenplänen 35,000 m3 Erz entsprechend ca. 50,000 Tonnen Roheisen. Von 1825 bis 1868 und von 1873 bis 1876 wurde das Erz im Hochofen von PIons verhüttet, es sind rund 40,000 Tonnen Eisen produziert worden. Die Menge des im Gonzen noch vorhandenen, in den Bauen aufgeschIossenen Erzes kann geschätzt werden auf 600,000 Tonnen, die 360,000 Tonnen Roheisen liefern würden. Neuerdings hat sich eine "Studien-Genossenschaft" gebildet für die Anhandnahme weiterer Untersuchungen und Aufschliessungsarbeiten. Ein dem Gonzenerz analoges Vorkommen trifft man im Malm des Welli-Grates ob Rosenlaui auf 2500 m Höhe. Hier sind durch alte Schürfungen drei übereinanderliegende je 1-2 m mächtige Flöze von Roteisen angehauen worden (Stand 1915). Welligrat, Wellhorn. Eisenerz. Details zum Bergbau am Gonzen bis 1800: Der Gonzen erhebt sich nördlich vom Städtchen Sargans zu einer Höhe von 1833 m und bildet in der merkwürdigen Talgabelung von Rhein- und Seeztal den südöstlichen Eckpfeiler der Alviergruppe. Es wurde bisher an folgenden Stellen ausgebeutet: 1. Grube I, weitaus die wichtigste unten den früheren Ausbeutestellen, liegt im Innern des Berges, östlich vom Gipfel des Gonzen, vertikal unter dem Gebiete zwischen Wangboden und Gemsweid. Man erreicht sie vom Tale aus auf dem "Erzweg", der von Sargans oder von Heiligkreuz bei Mel, aus in etwa 1,5 Stunden durch den, auf dem Südostabhang des Gonzen liegenden Staatswald nach dem Knappenhaus (1214 m) und zu dem dicht oberhalb desselben in etwa 1250 m Höhe befindlichen Mundloch des Hauptstollens führt. 2. Grube II (von den Bergwerksarbeitern einst auch "Lehmgrube" genannt) liegt etwa 150 m westlich von Grube I im Innern des Gonzengipfels, nahe der Südostwand des Berges in ca. 1385 m Höhe. Sie besitzt keinen selbständigen Zugang, sondern wurde vom oberen Ende von Grube I aus auf einem Wege erreicht, der an der Steilwand unterhalb Gemsweid durchführte. Heute ist dieser Zugang nicht mehr bequem gangbar. 3. Grube III, wo das Erz nur versuchsweise abgebaut wurde, liegt direkt südlich unter dem Gonzengipfel. Der Eingang befindet sich in ca. 1250 m Höhe in der steil gegen Süden fallenden "Follenplatte", ist aber heute nicht mehr leicht zugänglich. 4. Grube IV ("Schneeloch") liegt etwa 200 m über Grube III in ca. 1445 m Höhe gegenüber dem Gipfelturm des Faulen Gonzen in der Südwestwand des Gonzen an ebenfalls schwer zugänglicher Stelle. 5. Das Abliswerk ist eine unbedeutende Schürfstelle, an der nie eine eigentliche Erzausbeute stattfand. Sie liegt etwa 120 m östlich von Grube III in ca. 1190 m Höhe am unteren Rand der "Follenplatte". 6. Die Nausgrube, in der im Jahre 1920 vom neuen Gonzensyndikat die Erzausbeute in grossem Massstabe begonnen wurde, liegt im östlichen Teil des Berges, ca. 500 m nordöstlich unterhalb Grube I. Der Förderstollen beginnt bei den ehemaligen Berghütten von Naus (auf der topographischen Karte Navus genannt) ziemlich genau in 1000 m Höhe. Das Bergwerk ist durch einen Fahrweg, der über Windboden und Egg nach den Bauernhöfen von Unter-Prot führt und von dort durch eine Fahrstrasse mit Sargans verbunden. Eine Luftseilbahn mit Geleiseanschluss dient dem Erztransport nach der Eisenbahnstation Sargans. Historischer Überblick bis zum Jahre 1800. Bei gelegentlichen Ausgrabungen in der Umgebung von Sargans sind in Ruinen römischer Ansiedlungen halbgeschmolzene Erzstücke, Schlacken und Eisenstücke gefunden worden, die von Rennfeuern herrühren. Diese Funde beweisen, dass die Gonzenerze schon von den Römern ausgebeutet wurden. Urkundlich ist das Bergwerk zum erstenmal im Jahre 1050 (in einer Urkunde König Heinrichs III) erwähnt. Die Art des Bergbaus ist durch keine Aufzeichnungen überliefert, kann aber zum Teil durch die Beobachtung der von den Alten abgebauten Gruben erraten werden. Es lässt sich feststellen, dass der Abbau am Ausgehenden der Erzschicht begonnen hat, und nach und nach der letztere folgend, immer tiefer bergwärts vordrang. Dadurch wurde die Förderung des gewonnen Erzes, die wahrscheinlich in Körben geschah, immer umständlicher. Dieser tonlägige Bau brachte aber noch den Nachteil der schlechten Bewetterung mit sich. Der Abbau des sehr harten Erzes geschah nach allgemeiner Übung mit dem sogenannten "Feuersetzen". Es wurden Holzbündel am Vortrieb angehäuft, die man während der Nacht verbrennen liess. Durch die erzeugte Hitze wurde das Erz mürbe und gespalten, so dass es leichter gelöst werden konnte. Je tiefer aber abgebaut wurde, um so langsamer entfernte sich der Rauch und um so schlechter war die Luft. Um die Förderung zu erleichtern und die Bewetterung zu verbessern, kam man auf den für die damalige Zeit kühnen Gedanken, einen querschlägigen Stollen bis zum Ort vorzutreiben. Dieser Stollen ist jedenfalls noch vor der Verwendung des Pulvers erstellt worden, da er nicht gesprengt, sondern in eine Felsspalte gemeisselt wurde. Die verhältnismässig grosse Ausdehnung der mittelst Feuersetzen abgebauten Grubenräume zeigt, dass der Bergbau in dieser Periode nicht unbedeutend war. Als, wahrscheinlich im 14. Jahrhundert, das Schwarzpulver für die Sprengarbeiten zur Anwendung kam, erfuhr der Bergbau einen bedeutenden Aufschwung. Die Verhüttung der Erze geschah zuerst in Rennfeuern, später in kleinen Stücköfen. Beide Ofenarten lieferten Eisenklumpen aus schmiedbarem Eisen (die sog. Luppen oder Wölfe). Wahrscheinlich anfangs des 16. Jahrhunderts wurden die leistungsfähigeren Hochöfen eingeführt. Sie erzeugten nicht mehr Schmiedeisen, sondern Roheisen, das durch eine besondere Operation, das Frischen, in schmiedbares Eisen übergeführt wurde. Bei der Wahl der Verhüttungsstellen wurde die Entfernung von der Grube kaum berücksichtigt, da die Transportkosten bei dem hohen Eisenwert nicht in Betracht kamen; so sind z. B. Gonzenerze in Ragaz und Wartau verhüttet worden. Dagegen war der Holzverbrauch für die Verhüttung sehr erheblich und zwang zur Aufstellung der Öfen in waldreichen Gegenden. Sobald der Holzvorrat der Wälder aufgebraucht war, wurden die Öfen verlegt. So sind ist Jahre 1315 drei Schmelzen zu Plons, Mels und Flums. 1404 eine am Murgbach, 1406 wieder eine neue zu Flums erwähnt. Die hinreichende Versorgung der Eisenhütten mit Holz war für das Gedeihen der Eisenindustrie unbedingt erforderlich. Die "Isenherren" hatten deshalb seit uralter Zeit das Recht, nach Bedarf in den Hoch- und Fronwaldungen der Landschaft unentgeltlich Holz zu schlagen, Sie konnten sogar im Notfall jeden dritten Baum aus den Baumgärten der Lehensleute in Anspruch nehmen. Diese ausgedehnten Rechte wurden später auch von den Regierungen der "Sieben Orte“ bestätigt. Über den Bergbau ant Gonzen im 14., 15. und 16. Jahrhundert ist nichts als die Namen der zahlreichen "Isenherren" bekannt. Er scheint ohne wesentliche Unterbrechungen betrieben worden zu sein. Sicher ist, dass das erzeugte Eisen eine ausgedehnte Verwendung fand. Nach dem Protokoll der Tagsatzung zu Schwyz im Jahre 1481 wurde es nicht nur in Zürich und in den anderen eidgenössischen Orten verwendet, sondern fand auch im Burgund Abnehmer. Während des dreissigjährigen Krieges blühte der Bergbau ganz besonders; die Erzeugnisse der deutschen und österreichischen Eisenhütten genügten nicht einmal für die eigenen Staaten, so dass die schweizerischen Eisenhütten den Eisenbedarf des Landes allein decken mussten. Um die Erzförderung zu erhöhen, wurde der Unternehmung im Jahre 1624 sogar erlaubt, auch an den Festtagen arbeiten zu lassen. Die zunehmende Eisenerzeugung verursachte einen entsprechenden Holzverbrauch. Um denselben zu decken, mussten die Wälder verwüstet werden. Es wurde sogar Holz in den „verbannten" Wäldern geschlagen. Die Gemeinden, deren Bevölkerung sich gegenüber früher vermehrt hatte, wurden in erhöhtem Mass benachteiligt und begannen sich gegen die Privilegien der Isenherren zu wehren. Da ihre Bedeutung im Staate seit dem Untergang der Feudalzeit gewachsen war, gelang es ihnen, die Holzschlagrechte einschränken zu lassen. lm Jahre 1549 wurden die genannten Privilegien von den Vertretern der Sieben Orte bestätigt, aber das Recht, jeden dritten Obstbaum zu schlagen, wurde aufgehoben. Ein Entscheid aus dem Jahre 1604 bestimmt sogar, dass man die Hoch- und Buchen-Wälder, wo Holz geschlagen und abgekohlt wurde, wieder aufkommen lassen solle. "Ungebülirliches Hauen und Verwüsten, mit Mutwillen und Vorsatz betrieben von Gemeinden, Einwohnern und Eisenherren soll vom Landvogt verfolgt werden; er soll die Schuldigen strafen und den Beschädigten zum Schadenersatz verhelfen." Durch die fortwährenden Streitigkeiten wegen des Holzschlagens und anderer Rechtsfragen kam es im Jahre 1654 so weit, dass die Unternehmung nicht mehr imstande war, die Knappenlöhne zu bezahlen. Das Bergwerk musste den Knappen verpfändet werden. lm gleichen Jahre kam es durch Kauf in den Besitz von Landammann Good von Mels. Dank seiner guten Beziehungen zu den Behörden der Sieben Orte konnte der neue Besitzer die Privilegien wahren und von Schwyz eine Zollermässigung für die Einfuhr des Gonzeneisens erwirken. Der Hochofen lag zuerst am Walensee, 1680 wurde er nach Flums verlegt. Während etwa 80 Jahren blühte das Unternehmen in den Händen der Familie Good. Als im Jahre 1734 die Mitglieder der Familie bis auf einen unmündigen Erben ausstarben, wurde die Unternehmung unter die Vormundschaft eines Vogtes gestellt, und ging durch Nachlässigkeit und ungenügende Fachkenntnis zu Grunde. Unglückliche Prozesse verschlangen zudem das ganze Betriebskapital. Im Jahre 1764, als Berg- und Hüttenwerk für Fr. 82000 von Leonard Bernold, früher Landammann von Glarus, und Hans Schulthess gekauft. wurden, waren die Hüttenanlagen nicht mehr in betriebsfähigem Zustande. Da die Waldungen von Flums zudem verwüstet waren, wurde eine neue Eisenschmelze in Plons erstellt. Den neuen Besitzern fehlten aber die für ein solches Unternehmen nötigen Kenntnisse. Sie investierten ein zu grosses Kapital und mussten ohne Ende prozessieren. "Die Gemeindevorsteher hatten ihr Interesse dabei, sie verdienten Geld damit. Die Landvögte bekamen Schenkungen, die ihnen angenehm waren, und also mussten die Bergwerksunternehmer alle Jahre nach Frauenfeld (wo die Eidg. Tagsatzung tagte). " Da sie keine technischen Kenntnis besassen, überliessen die Besitzer die Leitung fremden Leuten, die sie nicht genug an einem guten Geschäftsgang zu interessieren wussten. Die Verwirrung ging zuletzt soweit, dass sogar das gesamte Personal zu Rate gezogen wurde. Trotzdem die Eisenqualität geringer wurde, wuchsen die Gestehungskosten mehr und mehr. Schulthess musste Bernold gestehen, dass ohne Amortisation und Verzinsung von Anlagen und Betriebskapital das erzeugte Eisen doppelt so teuer zu stehen kam, als es verkauft werden konnte. Der Betrieb musste deshalb im Jahre 1774 eingestellt werden. Die Gebäude wurden veräussert. Einige Jahre später zog sich Schulthess vom Betrieb zurück, und Bernold suchte vergeblich das Bergwerk zu verkaufen. Über die Ausbeutung während dieser Periode ist nur bekannt, dass das Erz aus drei Gruben gefördert wurde und dass die Ausbeutung einer Tonne Erz ungefähr Fr. 13,60 kostete. Im 19. Jahrhundert Der Bergbau ruhte vollständig, bis im Jahre 1823 das Bergwerk durch Kauf an die Familie Neher überging. Die Familie besass die Eisenwerke Lauffen (Schaffhausen) und Thorberg ( Luzern). Das Eisenwerk Lauffen konnte jedoch seine Giesserei und seine Schmiedeisenfabrikation nur ungenügend mit Roheisen versorgen, anderseits aber die Produktion der Hochöfen aus Mangel an Brennholz nicht erhöhen. Aus diesem Grunde entschloss sich die Familie Neher, das Berg- und Eisenwerk am Gonzen wieder in Betrieb zu nehmen. Während den 49 Jahren des Stillstandes waren die Bergwerksanlagen zerfallen und die Gruben II, III und IV in Vergessenheit geraten: diese Gruben wurden erst in den Jahren 1842 - 1844 wieder entdeckt. Die neuen Besitzer liessen die Bergwerkanlagen in Stand setzen und bauten eine Eisenhütte in Plons. Der Hochofen wurde im Jahre 1821 erstellt und 1825 in Betrieb gesetzt. Der Wert desselben betrug irrt Jahre 1811, Fr. 42’000, das Betriebskapital Fr. 88’000. Die Familie Neher, die über die nötigen kaufmännischen und hüttenmännischen Kenntnisse verfügte, wusste die Unternehmung mustergültig zu organisieren. Das uralte Recht der Besitzer des Bergwerkes, Holz nach Bedarf unentgeltlich in den Hoch- und Fronwaldungen zu schlagen, war aber durch die Helvetische Republik abgeschafft worden. Die Unternehmung versorgte ihr Hüttenwerk teilweise mit Holz aus ihren eigenen Wäldern, zum Teil mit Holzkohlen, die in Graubünden gekauft wurden. Dass unter diesen Umständen das Brennmaterial teurer als früher zu stehen kam, ist selbstverständlich. Dessen Verbrauch musste deshalb nach Möglichkeit vermindert werden, was durch die stetige Verbesserung der Verhüttung in dem Masse gelang, dass die Unternehmung nicht nur die Konkurrenzpreise zu halten vernuochte, sondern auch mit Gewinn arbeitete. Mit deut Bau der Eisenbahnen und der Aufhebung des Zolles auf die Einfuhr ausländischen Eisens änderten sich die Verhältnisse vollständig. Nach kurzer Zeit war es der Unternehmung nicht mehr möglich, der Konkurrenz standzuhalten und der Hochofen musste für Jahre 1868 ausgeblasen werden. Zu Beginn der deutsch-französischen Kriege, stiegen die Eisenpreise und das Eisenwerk Lauffen war von Neuem ungenügend mit Roheisen versorgt. Das Gonzenbergwerk wurde deshalb wieder in Betrieb gesetzt und ein neuer Hochofen gebaut, der 1873 angeblasen werden konnte. Er blieb in Tätigkeit, bis ein neues Sinken der Eisenpreise ihn im Jahre 1878 zum Stillstand brachte. Über den Betrieb der Berg- und Hüttenwerke durch die Familie Neher geben die von den Verwaltern hinterlassenen Schriften Auskunft.
- Albit: In einigen Calcitklüften, die meistens auch etwas Quarz führen, wurde sowohl in den liegenden wie in den hangenden Schichten des Erzlagers Albit festgestellt. Solche Adern sind oft stark schlierig und gehen manchmal in einzelne Linsen über, die isoliert im Kalke liegen. Albit ist darin manchmal sehr massenhaft vorhanden, oft aber auch nur recht spärlich. Auch im Kalkstein selbst kommen in der Umgebung solcher Adern Albitkristalle vor. Sie sind immer sehr gut idiomorph, und zwar handelt es sich durchweg um leistenförmige Individuen, die maximal 0,5 mm, häufig etwa 0,3 mm gross sind. Oft bestehen die Kriställchen aus zwei nahezu gleich grossen, nach dem Albitgesetz verzwillingten Hälften. Sie sind stets nach (010) tafelig und weisen ausser dieser Fläche noch (001), (101) und (110) auf'. Die Kriställchen sind immer klar und fast einschlussfrei.
- Alleghanyit: Rosarote Adern in mm-Dicke. In kleinen rosafarbenen, glasartigen Massen von wenigen Millimetern.
- Ankerit: Das Erzlager und seine liegenden Gesteine werden ziemlich häufig von Adern durchsetzt, die im Wesentlichen aus einem schwach graugelblichen Karbonat bestehen. Die Analyse stellt eine Gesamtanalyse der Kluftfüllung dar. Die daraus berechnete Karbonatzusammensetzung zeigt, dass es sich um einen Mischkristall handelt, dessen Metallatomplätze zu etwa zwei Dritteln durch Ca eingenommen werden. Der Rest der Metallplätze ist im Wesentlichen durch Mg, untergeordnet noch durch Fe besetzt. Auch hier wurde die Reinheit röntgenometrisch nachgeprüft, und es konnte bewiesen werden, dass ein einheitlicher Karbonatmischkristall vorliegt. Unter dem Mikroskop unterscheidet sich Ankerit deutlich vom Calcit und Ferrocalcit. Er ist immer grobkristallin; die Einzelkörner können mehrere Millimeter gross sein und sind häufig linsig gebaut, was durch die krummflächigen Spaltrisse und die undulierende Auslöschung schön zum Ausdruck kommt. Zwillingslamellen treten nicht auf. Häufig sind viele staubförmige Einschlüsse vorhanden.
- Ankeritischer Rhodochrosit: Ein sehr grosser Teil der Manganerze besteht aus unreinem Rhodochrosit mit grauer, gelblicher oder rötlicher Farbe. Die Farbe wird durch Hausmannit-, Psilomelan- oder Chloriteinschüsse bedingt. Unter dem Mikroskop sind neben dichten, kryptokristallinen Karbonatmassen, welche oft sehr einschlussreich sind, häufig gröber kristalline, einschlussfreie Partien zu erkennen; diese sind aus undulierend auslöschenden, gekrümmten Kriställchen aufgebaut, die in Dünnschliffen eisblumenartige Bilder erzeugen. Manchmal sind solche Kristalle auch innerhalb von dichtem, kryptokristallinem Karbonat andeutungsweise erkennbar. Offenbar handelt es sich um eine beginnende Rekristallisation. Auch Porphyroblasten von reinem Rhodochrosit kommen in solchem Erz vor.
- Aragonit: In einem Klufthohlraum sind auf Rhodochrosit als Rarität einmal etwa 2 mm grosse Aragonitsphärolithe gefunden worden. Sie bestehen aus sehr vielen feinen, nadelförmigen Kriställehen von weisser Farbe. Aragonit ist die jüngste Bildung in der Kluft. Es kann sich um eine rezente Bildung handeln. Sonst wurde nirgends Aragonit gefunden, und es sind auch keine Anzeichen dafür vorhanden, dass der Calcit stellenweise aus Aragonit entstanden ist.
- Baryt: Schwerspat ist das einzige Sulfat, das in den Gonzenerzen vorkommt. Es kommt sowohl eingesprengt im Erz wie auch in Adern vor. Als Gemengteil der Erze ist er nur in den Manganerzen vorhanden, und zwar sowohl in den vorwiegend oxydischen wie auch in den rein karbonatischen. In beiden Fällen tritt er entweder als unregelmässige kleine Körnchen oder dann, was viel häufiger ist, als kleine tafelige Kriställchen auf. Diese sind fast immer zu büscheligen Aggregaten gruppiert.
- Calcit: Viel häufiger als in den Erzen kommt reiner Kalzit in Klüften vor, in denen er leicht erkennbar ist, da er dort viel gröber kristallin ist. Im Erz und im Nebengestein sind Klüfte sehr verbreitet, die von milchweissem Kalzit meistens restlos erfüllt sind. Klüfte mit zentralen Hohlräumen sind selten, enthalten aber jeweils sehr schön ausgebildeten Kalzit, besonders bis 2 cm grosse Kristalle von flachrhomboedrischem Habitus. Weiss, rötlich (durch Überzug von Limonit), bläulich grau, halbdurchsichtig, glänzend, recht gross, bis 80 cm Kantenlänge, über 100 Exemplare mit 30 cm Kantenlänge, aus zwei ca. 16 x 9 x 4 Meter grossen Kristallhöhlen, nur positives Grundrhomboeder, oft treppenartiger Aufbau, zonare Färbung, lilarot fluoreszierend (Langwellen).
- Chalkopyrit: Dieses Sulfid ist in Form mikroskopisch kleiner Körnchen fast in jedem Erzstück eingesprengt, und zwar sowohl in den Eisen- wie in den Manganerzen. Ferner begleitet es den Pyrit auf Klüften. Kupferkies ist aber überall in viel geringerer Menge vorhanden als Pyrit. In den Erzen beträgt das Verhältnis Pyrit: Kupferkies vielleicht etwa 50: 1, in den Adern aber schätzungsweise 1000: 1. Manchmal kommen allerdings auch feine Äderchen vor, die fast nur aus Kupferkies bestehen.
- Feitknechtit: Wurde in der Schweiz erstmals hier gefunden. Bildet einen dünnen, dunkelbraunen Film auf verwitterten Pyrochroit-Kristallen.
- Ferrocalcit: Die Melierterze bestehen grösstenteils aus sehr kalzitähnlichem Karbonat, das immer etwas Fe und geringe Mengen Mn und Mg enthält. Eine Pulveraufnahme zeigt, dass es sich nicht um ein Gemisch verschiedener Karbonate, sondern um ein einheitliches Mischkarbonat handelt. Auch das in den hochwertigen, oxydischen Eisenerzen untergeordnet vorkommende Karbonat gehört diesem Typus an. Ferrocalcit kann ziemlich grobkörnig sein, mit Korngrössen bis 0,1 mm. In Eisenerzen, besonders in den " Melierterzen", ist der Ferrokalzit von feinsten, z. T. submikroskopischen Hämatitschüppchen dicht erfüllt. Es ist deshalb nicht möglich, reines Material zu analysieren.
- Fluorit: Farblos bis grauweiss. Der Fluorit ist nirgends Gemengteil der Erze, sondern tritt nur in Klüften auf, und zwar sowohl innerhalb des Erzkörpers wie auch in der unmittelbaren Nachbarschaft desselben. Er ist immer wasserklar und farblos. Meistens handelt es sich nur um mikroskopisch kleine xenomorphe Kriställchen. Da Fluorit die Zwickel zwischen idiomorpherem Quarz, Rhodochrosit, Calcit und Chlorit ausfüllt, muss er das letztausgeschiedene Mineral sein. Frei aufgewachsene Kriställchen sind selten, stets würfelförmig und höchstens 1 mm gross. Xenomorphe Körner können grösser sein. So fand ich z. B. an der Grenze Eisenerz/Plattenkalk in einer calcitreichen Ruschelzone über 1 cm grosse, kataklastisch zertrümmerte Fluoritkörner.
- Gips: Gips kommt weder als Gemengteil der Erze noch in den eigentlichen Klüften vor. Er ist ausschliesslich eine Neubildung der Oxydationszone und daher überall dort zu finden, wo in alten Abbauen Pyrit verwitterte. Man kann an solchen Stellen Ausblühungen von Gips antreffen, die aus klaren, einige Millimeter grossen Kriställchen bestehen. In lehmigen Überzügen alter Abbauzonen liegen manchmal bis 1,5 cm grosse Kristalle, die nach der c-Achse gestreckt sind. In der Grube wurde an einer Stelle eine pyritreiche Zone getroffen, die von einer Verwerfungskluft durchsetzt wird. Die Spalte ist heute mit Lehm gefüllt, muss aber früher Wasser geführt haben, da kolkartige Bildungen vorhanden sind. Im Bereich dieser Spalte sind im Kalk mehrere über 1m grosse rundliche, sackförmige Gebilde vorhanden, die aus reinem, weissem Gips bestehen.
- Graphit: Im Erzlager sind oft schwarze, glänzende Tonhäutchen und Tonschiefer eingelagert. Sie sind im Dünnschliff opak. In einigen Fällen konnten darin sehr feine Flitterchen von Graphit nachgewiesen werden, und zwar anhand des extrem starken Reflexionspleochroismus. Die Schüppchen sind kaum grösser als 2/100 mm. Wahrscheinlich beruht die schwarze Farbe dieser Schiefer auf dem Graphitgehalt, wobei der grösste Teil des Graphites unter der mikroskopischen Auflösungsgrenze zu liegen scheint.
- Hausmannit: Als Hauptbestandteil der Manganerze, derbe Massen mit Kriställchen bis 2 mm (Epprecht, 1946b). Dieses Manganoxyd ist das wichtigste Manganmineral des Gonzenlagers. Es bildet Knollen und grössere unregelmässige Massen, die stets in Mangankarbonat eingebettet sind. Der Hausmannit ist meistens ziemlich grobkörnig. Die Körner können bis 2 mm Durchmesser haben. Gefüge mit einem mittleren Korndurchmesser von 1 mm sind nicht selten. Fast alle Körner sind polysynthetisch verzwillingt, wobei im gleichen Korn meistens mehrere Systeme von Zwillingslamellen nach (101) vorhanden sind.
- Hämatit: Erzlager in der Form eines Flöz, Mächtigkeit bis 1.5 Meter, mindestens 500 Meter breit und über 3000 Meter lang, Hämatitkristalle eher in schlechter Ausbildung. Der Hämatit ist das weitaus häufigste Mineral der Gonzenerze. Er bestimmt weitgehend den Charakter der Eisenerze, die ja unter dem Namen "Roteisenstein" in den Handel gelangen. Makroskopisch sind allerdings nirgends Hämatitkristalle zu erkennen. Der Eisenglanz bildet nur mikroskopisch erkennbare Kriställchen oder submikroskopische Partikelchen, welche in Gangartmineralien eingestreut sind.
- Jakobsit: Naus: hochglänzend, abgestumpfte Oktaeder, bis 8 mm Durchmesser (Meisser, 1995).
- Klinochlor:
- Limonit: Limonit kommt überall vor, wo rezente Verwitterungsvorgänge stattfinden. Er findet sich aber im Allgemeinen nur dort, wo Pyrit oder eisenhaltige Karbonate verwittern. Hämatit und Magnetit sind sehr wetterbeständig und auch an Ausbissen des Erzlagers oft vollständig frisch.
- Magererz: Die Magererze haben eine Zwischenstellung zu den massiven Eisenerzen inne. Sie können deutlich mehr Mn enthalten (bis 6%) als Mileriterze.
- Magnetit: Magnetit ist das neben Hämatit wichtigste Eisenmineral des Gonzens, denn er fehlt nur in wenigen Eisenerzstücken. Es ist aber ausserordentlich selten, dass Magnetit allein vorhanden ist, und Hämatit fehlt; meistens sind beide Oxyde eng miteinander vergesellschaftet. Auch der Magnetit kommt nur in Form mikroskopisch kleiner Kriställchen vor. Magnetitreiche Erze fallen sofort durch ihre stahlblaue Farbe auf.
- Manganerz:
- Mangano-Ankerit: In der Übergangszone zwischen Eisenerzen und Manganerzen kommt immer eine ziegelrote Karbonaterzschicht vor, die aus einem Karbonat, das eine sehr dichte Hämatitdispersion enthält, aufgebaut ist. Dieses Karbonat enthält neben Fe auch Mn und Mg in beträchtlicher Menge. Ca ist ebenfalls reichlich vorhanden.
- Manganocalcit:
- Manganosit: Dieses in der Natur selten vorkommende Mineral tritt in den Gonzen - Manganerzen relativ häufig auf. Da Manganosit an der Luft ausserordentlich leicht oxydiert wird, bleibt er nicht lange smaragdgrün, sondern wird bald schwarz, was die erzmikroskopische Untersuchung erschwert. Die besten Resultate wurden bei einer dauernden Einbettung in Paraffinöl erzielt. Der Manganosit bildet derbe Massen von maximal 2 cm Grösse, deren härte infolge der Feinkörnigkeit nicht genau ermittelt werden kann. Im Dünnschliff ist das Mineral durchscheinend grün und isotrop. Unter dem Erzmikroskop ist das Reflexionsvermögen gering. Durch Öl wird es weiterhin stark herabgesetzt. Der graue Reflexton zeigt einen deutlichen Stich ins Grünliche. In Luft, besonders aber in Öl treten massenhaft grüne Innenreflexe auf. An der Luft wird der grüne Manganosit zunächst schmutziggrün, dann braun und schliesslich schwarz. Die erzmikroskopischen Eigenschaften ändern sich bei diesem Farbumschlag kaum. Das Reflexionsvermögen bleibt gleich, was an Schliffen mit beiden Varietäten, dem grünen und dem schwarzen Manganosit, deutlich erkennbar ist. Auch die schwarze Abart ist isotrop, doch sind dessen Innenreflexe rot. Im Dünnschliff ist der schwarze Manganosit opak.
- Melanterit: Ausblühung von Pyrit, selten grössere Kristalle. Den in der Natur selten vorkommenden Eisenvitriol fand ich nur einmal in einer lehmführenden Verwerfungskluft, welche pyritisiertes Erz quert. Unter einer Lehmschicht lagen bis etwa 1 cm dicke bläulichgrüne Krusten auf dem Erz, die aus reinem Melanterit bestanden. Sie waren aus nadelförmigen Kriställchen aufgebaut, die alle senkrecht zur Erzfläche standen und so eine faserige Kruste bildeten. Der angrenzende Lehm war ebenfalls vitriolhaltig und blau gefärbt. An der Luft verwittern diese Krusten schnell.
- Mileriterz: Rot gefleckter, eisenhaltiger Kalkstein mit Calcit, Eisencalcit und feinkörnigem, feinverteiltem Hämatit. Seitlich geht das massive Erz, bevor es ganz verkalkt, in sogenanntes Melierterz über. Dieses hat ein fleckiges Aussehen und besteht je nach Verkalkungsgrad aus rotem, hämatitreichem Kalkstein, in welchen Zonen aus reinem Mikrit eingebettet sind, oder besteht umgekehrt aus reinem Mikrit in dem die hämatitreichen Zonen als rote Flecken hervortreten. Melierterz kann bis zu 30% Eisen enthalten, war für den Abbau jedoch nicht geeignet. Der Mangangehalt kann bis zu 2% ansteigen. Erwähnenswert ist der durchgehend hohe Anteil an Mikrofossilien
- Psilomelan: Als untergeordneter Bestandteil der Manganerze. Unter dem Namen "Psilomelan" werden hier alle Mineralien zusammengefasst, die nach dem erzmikroskopischen Befund in die von SCHNEIDERHÖHN und RAMDOR aufgestellte und so benannte Mineralgruppe gehören. Da diese Mineralien stets nur in geringen Mengen auftreten und stark mit andern Mineralien vermengt sind, konnte auf röntgenometrischem Wege nicht ermittelt werden, ob es sich dabei um Pyrolusit oder um andere Oxyde, vielleicht teilweise auch um Hydroxyde handelt.
- Pyrit: Würfelig, selten als Pentagondodekaeder, Anflüge, aggregiert (bis mehrere cm ??). Pyrit ist das einzige makroskopisch erkennbare Sulfid in den Gonzenerzen. Es kommt in zwei verschiedenen Ausbildungsweisen vor, nämlich als feine Körnchen im Erz eingesprengt und als derbe Massen oder grössere Kristalle in Klüften und ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. Ferner ist Pyrit sehr feine Körnchen in allen Varietäten des Quintnerkalkes weit verbreitet. Im Erz liegende Ammonitenreste sind fast immer von etwas Pyrit begleitet, der oft einen Kranz um das Gehäuse bildet.
- Pyrochroit: Ein Manganhydroxid, in blättrigen Aggregaten, bis 1.5 cm Durchmesser und bis 2 mm Dicke, bergfrische Kristalle sind farblos und mit muskovitartigem Glanz sonst bald schwarz und undurchsichtig und glanzlos. Die Umwandlung kann gemäss Parker auf die Bildung von Hausmannit zurückgeführt werden
.- Quarz: Vorwiegend im Kalkgestein. Quarz ist als Bestandteil der Eisenerze weit verbreitet, und zwar ist er häufiger in hochwertigen Eisenerzen als in solchem mit niedrigem Eisengehalt. In den Manganerzen ist er meistens nur spärlich vorhanden. In den das Erz querenden Klüften ist er eines der häufigsten Mineralien. In den Nebengesteinen des Erzkörpers, im unteren Quintnerkalk und im Plattenkalk, tritt er nur spärlich auf und zwar in kleinsten Körnchen. Der am Aufbau der Erze beteiligte Quarz ist durchwegs feinkörnig. Im Quarz der Eisenerze konnten nie Flüssigkeitseinschlüsse festgestellt werden. Dagegen sind feinste Eisenoxydpartikelchen, Chloritschüppchen oder Karbonateinschlüsse mit rundlichen oder auch rhomboedrischen Formen nicht selten zu finden. Es kommen bis 1 cm grosse Quarzschlieren und Knollen vor, die dicht von Hämatitschüppchen erfüllt sind. Da sie rot gefärbt sind, sie in der Literatur als Jaspis bezeichnet, obwohl sie keine faserige Kieselsäure enthalten.
- Retzian-(Ce): MM-gross, körnig, orange, lebhafter und fettiger Glanz, neben Alleghanyit (Meisser, 1995). Roth, Philippe / Meisser Nicolas erwähnen im Schweizer Strahler 2013/3 nur noch Retzian-(La) und Retzian-(Nd) von Naus, Retzian-(Ce) (Meisser, 1995) wird nicht mehr erwähnt.
- Retzian-(La):
- Retzian-(Nd):
- Rhipidolith: Chloritart, in Klüften karbonat- und quarzreicher Eisenerzgängen, hellgrün, feinschuppig, kugelig, kurzsäulig, wurmartig. Calcitreiche Querklüfte im Erz und seltener auch im Nebengestein enthalten sehr oft einen hellgrünen, feinsandigen Chlorit, der fast monomineralische Massen aufbauen kann. Sein Aussehen erinnert ausserordentlich stark an den Chlorit der alpinen Zerrkluftlagerstätten. Dieser Chlorit ist nie Erzgemengteil.
- Rhodochrosit: Das chemisch annähernd reine Mangankarbonat kommt häufiger vor als das Eisenkarbonat, da es sowohl im Erz wie in den Klüften des Erzkörpers weit verbreitet ist. Im Erz bildet nahezu reiner Rhodochrosit meist klare Idioblasten innerhalb von unreinen Karbonatschichten. Solche Rhodochrositkristalle sind krummflächig begrenzt und weisen krumme Spaltrisse und undulierende Auslöschung auf; die Porphyroblasten sind maximal 0,15 mm gross. Diese klaren Rhodochrositkristalle sind wahrscheinlich durch Rekristallisation der umgebenden unreinen Karbonatmasse entstanden. In den Klüften des Erzkörpers ist Rhodochrosit schon makroskopisch als rosarote Massen erkennbar. Die Kriställchen sind kaum je grösser als 1 mm und immer krummflächig begrenzt. Rhodochrosit kommt nur dort vor, wo die Adern unmittelbar durch Manganerze führen.
- Siderit: Reiner Siderit ist selten und tritt innerhalb des Erzes nie auf. Er ist nur spärlich auf Klüften, die das Erz durchqueren, vorhanden, und besteht dabei immer aus linsigen, krummflächig begrenzten braungelben Kriställchen, die maximal 1 mm gross sind. Siderit ist in diesen Klüften immer älter als Calcit. Wenn er in offenen Klüften auf den Kluftwänden sitzt, so schillert der Überzug oft infolge von Anlauffarben rötlich oder grünlich.
- Sphalerit: Zusammen mit Kupferkies wurden als grosse Seltenheit in einigen Äderchen im Eisenerz Zinkblendekriställchen gefunden. Sie sind gut idiomorph und in den Äderchen randständig. Der Kupferkies liegt dagegen im Zentrum der Klüftchen und ist xenomorpher gestaltet. Die Kriställchen sind nur 0,01-0,03 mm gross, sind aber auf mikroanalytischem Wege eindeutig identifizierbar. Sie sind immer einfach gebaut und zeigen nie die lamellare Verzwillingung. Ebenso fehlen Interpositionen in Kupferkies. Im unteren Quintnerkalk wurden in der unmittelbaren Nachbarschaft einer Quarz-Albit-Calcit-Ader einige Schlieren mit feinen Zinkblendekörnchen gefunden, die besonders längs Suturhäutchen, welche die Kluft teilweise queren, angehäuft sind. Alle sind etwa 0,05 mm gross und dunkelgelb gefärbt. Auch diese Körnchen wurden isoliert und mittels einer Mikroanalyse identifiziert.
- Stilpnomelan: Kleine, unregelmässige Blättchen, schwarzgrün, aggregiert, bis 1 cm gross und bis 1mm dick. Grüner Stilpnomelan. In den Eisenerzen liegen oft kleine, unregelmässige Stilpnomelanblättchen zwischen den Oxyden eingelagert. Ferner tritt dieser Chlorit als schwarzgrüne Aggregate in Klüften zusammen mit Calcit, Pyrit und Quarz auf. Er ist spröde und makroskopisch dunkel schwarzgrün. In den Klüften sind die Blätter bis 1 cm gross. Die scheinbar einheitlichen, oft gegen 1 mm dicken Blätter enthalten fast immer Calcitlamellen, die parallel zur Chloritbasisfläche eingelagert sind. Braungrüner Stilpnomelan. Ein vom grünen Stilpnomelan deutlich abweichender Eisenchlorit findet sich häufig porphyroblastisch im Nebengestein der Eisenerze, und zwar unmittelbar in der Nachbarschaft von Klüften, welche Erz und Nebengestein durchqueren. Der Kalk kann stellenweise dicht von büscheligen Aggregaten dieser zweiten Stilpnomelanart erfüllt sein. In Melierterzen kommen an der Grenze der hellen Kalkknollen öfters Kränze aus solchem Chlorit vor.
- Sussexit: In Adern von Rhodochrosit-Hausmannit-Erzen, asbestartig, verwachsen mit Wiserit und Pyrochroit (Epprecht et al., 1959).
- Wiserit: Typlokalität (1845), bestehend aus Wiserit und dem basischen Manganborat Sussexit und evtl. weiteren Mineralien, faserig, asbestartig, in Massen, selten Nester bis 2 cm dick. Die Fasern sind dünn und biegsam mit Seidenglanz und bräunlicher - hellrötlicher - fast weisser Farbe. Verfärbt sich dunkler an der Luft (nach einigen Jahren).
083_SG / Sargans, Prod
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Sargans, Koordinaten ca.: 751860 / 213350
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 266
- Kupfer, gediegen:
084_SG / Alpstein, Hoher Kasten (Südfuss)
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Sennwald, Koordinaten ca.: 754800 / 238800
Literatur:
- Kürsteiner,P. & Knechtle,B.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 476-482; Die Mineralfundstellen im Alpsteinmassiv Teil II
Aus den Felsen der Rheintalerseite des Hohen Kastens, nördlich von Sennwald.
- Calcit: In flachen, bis 6 cm grossen Rhomboedern, gräulich-weiss.
085_SG / Walensee, Wallensee, Wallenstadtersee, Unterterzen, Lochezen
Region: Bezirk Sargans / Gemeinde Walenstadt, Koordinaten ca.: 740000 / 221500
Literatur:
- Brandenberger, E. & Winterhalter, R.U.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1929; Band 9; Heft 2; Seite 241
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 236
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 356
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 297
Bei Abbauarbeiten der Zementfabrik kamen in dichten Kalkbänken (Portland), welche von schwarzen, mergeligen Schiefern (Zementsteinschichten) durchsetzt waren, nachstehende Mineralien zum Vorschein.
- Arsenopyrit: Evtl. als Einschluss im Realgar. Im Anschliff konnten auch ganze Schwärme von Arsenopyrit festgestellt werden.
- Calcit: Farblos, weiss bis milchig.
- Pararealgar:
- Pyrit:
- Quarz: Klein.
- Realgar: In Schnüren, auch als Auffüllung kugeliger Hohlräume, lebhaft rot, zum Teil bereits umgewandelt, massig, schlechte Kristallbildung.
086_SG / Oberhofstetten, Wattwald
Region: Bezirk St. Gallen / Gemeinde St. Gallen, Koordinaten ca.: 745250 / 252225
Literatur:
- Büchi, Ulrich P.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1955; Band 48; Heft 2; Seite 256 - 321; Zur Geologie der Oberen Meeresmolasse von St. Gallen
- Pyrit: Graugrüner Mergel, reich an Pyrit in der Zone der untersten Plattensandsteine.
087_SG / Sitter (Bach);(Waschgold)
Region: Bezirk St. Gallen / Gemeinde St. Gallen, Koordinaten ca.: 742700 / 260900
Literatur:
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 163
Mit recht vielen Flitterchen Waschgold.
- Gold, gediegen: Als Waschgold.
088_SG / Alpstein, Altmann, Seealpsee, Fleckli
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann, Koordinaten ca.: 746482 / 233782
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 143
Pyritfunde sind aus dem Gebiet des Altmann von mehreren Stellen bekannt geworden, unter anderem am Fusse des Altmann, zwischen Seealpsee und Altmann und im Gehängeschutt bei der Lokalität Flecki.
- Pyrit: Kugeln bis maximal 7 cm Durchmesser. Vom Altmann werden auch würfelige Kristalle beschrieben.
089_SG / Alpstein, Gräppelensee, Hinter Gräppelen, Alp Gräppelen
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann, Koordinaten ca.: 739000 / 230500
Literatur:
- Meier, H.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 96-98; Flüssigkeitseinschlüsse in Quarzkristallen vom Alpstein
Kleiner Bergsee. Die Funde stammen aus dem sehr harten Kieselkalk dieser Gegend. Hinter-Gräppelen ist entgegen dem beschriebenen kleinen Bergsee lediglich ein Sumpfgebiet auf der Karte eingetragen. Es könnte sich demzufolge auch um die Region des Vorder-Gräppelen handeln.
- Calcit: Aderig.
- Quarz: Klein, eingewachsen im Calcit, flach, zum Teil mit schwarzen und fluoreszierenden Einschlüssen (Bitumen, sowie Libellen bildender Kohlenwasserstoff), bis 4 mm lang, auch mit Zepterform.
090_SG / Alpstein, Tierwies, Girenspitz, Thierwies, Gyrenspitz
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann, Koordinaten ca.: 743950 / 235100
Literatur:
- Kürsteiner, Peter; Schweizer Strahler; 1974; Seite 318-326; Die Mineralfundstellen im Alpsteinmassiv
- Kürsteiner, Peter & Soom,Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 138
Am Weg von der Tierwies zum Sattel zwischen Girenspitz und Säntis (südwestlich des Girenspitz) im braunen Mergelkalk von Schrattenkalk-Schichten.
- Fluorit: Rötlich- bis dunkelviolett, schlechte Würfel, stark verwitterte Oberfläche, bis 5 cm, mit bituminösen Substanzen.
091_SG / Alpstein, Tierwies, Grenzchopf
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann, Koordinaten ca.: 742802 / 234638
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 140
Südwestlich der Tierwies im Anstehenden.
- Chalcedon: Mit aufgewachsenen Quärzchen als Füllung eines Hohlraumes eines verkieselten Brachipoden.
- Pyrit: Konkretionen bis maximal 3 cm Durchmesser.
- Quarz: Bis 3 mm.
092_SG / Alpstein, Tierwies, Thierwies
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann, Koordinaten ca.: 743000 / 234450
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 232
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 351
Westlich der Säntisspitze.
- Fluorit: Rötlich - dunkelviolett.
093_SG / Churfirstengebiet, Kurfürsten, Churfürsten
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann, Koordinaten ca.: 741550 / 224210
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seit 392
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 359
Kenngott erwähnt Markasit an den Kurfürsten am Walensee. Parker erwähnt aus dem Gebiet Churfirsten Markasit aus den Mergeln und Sandsteinen.
- Markasit:
094_SG / Hinter Gräpelen, Hinter Gräppelen, Risi
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann, Koordinaten ca.: 739440 / 230100
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 200
Im Anstehenden des Helvetischen Kieselkalkes aus schmalen, bis 3 mm breiten Kluftrisschen.
- Calcit: Rhomboedrisch und nur wenige mm lang.
- Dolomit: Rhomboedrisch, gelb angewittert, bis 0.5 mm gross.
- Quarz: Rasenartig mit Einzelkristallen bis 9 mm, zum Teil auch mit Zepterbildung und mit Einschlüssen.
095_SG / Oberschere, Zwinglipass, Chreialppass
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann, Koordinaten ca.: 746430 / 233310
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 199
Die Funde stammen aus einem deutlich sichtbaren, von Norden nach Süden verlaufenden Querbruch.
- Calcit: Skalenoeder, in schlechter Ausbildung, weiss oder hell- bis dunkelgrau, matt.
096_SG / Wildhuser Schofberg
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann, Koordinaten ca.: 745250 / 232640
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 321
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 199
- Calcit: Skalenoeder, weiss, bis 6.5 cm, zum Teil auch mit grauen, aufgewachsenen Calcitskalenoedern bis 6 mm.
097_SG / Flawil, Glatt;(Waschgold)
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Flawil, Koordinaten ca.: 732558 / 253516
Literatur:
- Hofmann, Franz; Minaria Helvetica; 1984; Heft4b; Seite 16-22; Über den Goldgehalt der Bäche und Flüsse im ostschweizerischen Rhein- und Linthsystem und seine Herkunft. Beziehungen zu Berggoldvorkommen, Orts und Flussnamen und Sagen
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 163
Waschgold in der Glatt bei Flawil. Zum Teil reichlich Flitterchen (bis 500 pro m2).
- Gold, gediegen: Als Waschgold.
098_SG / Mistelegg, Necker;(Waschgold)
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Neckertal, Koordinaten ca.: 732643 / 238450
Literatur:
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 163
Waschgold von Mistelegg aus flussabwärts.
- Gold, gediegen: Als Waschgold.
099_SG / Luteren (Bach);(Waschgold)
Region: Bezirk Toggenburg / Gemeinde Nesslau, Koordinaten ca.: 735850 / 234040
Literatur:
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 163
Waschgold aus der Lutern.
- Gold, gediegen: Als Waschgold.
100_SG / Gaster, Benken (Steinbruch)
Region: Bezirk Uznach / Gemeinde Benken, Koordinaten ca.: 721622 / 228664
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 342
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 97
Aus verschiedenen Fundstellen in dieser Gegend in Sandsteinen des Stampien der subalpinen Unteren Süsswassermolasse.
- Calcit: Flachrhomboedrische Kristalle aus den Rutschharnischen.
101_SG / Uznach, Benken
Region: Bezirk Uznach / Gemeinde Benken, Koordinaten ca.: 718700 / 228700
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
Die Koordinaten zeigen auf Benken. Nähere Angaben zum Fundort fehlen.
- Calcit: Farblose bis graue Kristalle in Nestern des Mergels bei Benken unweit Uznach.
102_SG / Vordere Töss, Hintere Töss, Isara-Goldloch, Isaraloch, Chrumm, Im Chabis, Goldingen, Dägelsberg
Region: Bezirk Uznach / Gemeinde Eschenbach, Koordinaten ca.: 716570 / 240580
Literatur:
- Bärtschi, Hans-Peter; Minaria Helvetica; 1991;11b; Seite 33-41; Bergbau im Kanton Zürich?
Die Koordinaten zeigen auf die 'Hintere Töss'. Während in der Sage die Goldgewinnung oft mit übernatürlichen Kräften in Zusammenhang gebracht wird, sind die Goldlöcher in der Gegend, wo sich die hintere und die vordere Töss in der Tössscheide vereinigen, zweifellos bergmännisch angelegte Gruben. Bezeugt ist die Goldgräberei an der Kantonsgrenze Zürich/St. Gallen spätestens im Jahre 1757, als ein Bergsturz einen der Goldgräbergänge verschüttete. Das entmutigte aber die Goldgräber nicht, weiter zu graben, und die "welschparlierenden, krausköpfigen Burschen" begannen etwas weiter unten mit dem Aushauen des Isaraloches auf St. Galler Gebiet. 'Das "Isara-Goldloch" zwischen "Chrumm" und "Im Chabis" liegt in der St.Galler Gemeinde Goldingen, und auch das Dägelsberger Goldloch befindet sich immer noch 25 Meter Luftlinie von der Kantonsgrenze entfernt auf St. Galler-Gebiet, knapp ausserhalb der Gemeindegrenze Fischenthal, einer der höchsten Lagen des Oberlandes. Das hinderte die Zürcher Behörden aber nicht, einen dortigen Goldgräber nach jahrzehntelanger Arbeit zu verhaften und der "Schatzgräberei" anzuklagen, denn die bergbauliche Prospektion erfolgte für die ganze Ostschweiz unter der Bergbaukommission des Kantons Zürich. Zwischen 1760 und 1780 begannen die unbekannten Bergknappen auf 1200 Metern am Dägelsberg, ebenfalls auf St.Galler Kantonsgebiet, eine zweite Grube auszubauen. Mit Schlägel und Eisen hämmerten sie einen 28 Meter langen Stollen in das Gestein. Bei dieser pickelharten Arbeit nahmen sie die Sprengtechnik zu Hilfe, welche ihnen offenbar schon bekannt war; neben den Schrämmspuren des Handeisens sind in den Stollen auch deutliche Spuren von Bohrlöchern zu entdecken. Mit der Verheissung sagenhaften Reichtums gewannen die Bergknappen auch gutgläubige Köhler und Hirten für die Grubenarbeit. Bis um 1780 bauten sie das Stollensystem am Dägelsberg mit drei Abteufungen von 12, 2,5 und 2 Metern und zwei neuen waagrechten Stollen von 11,5 und 4 Metern aus. Das ergab einen Aushub von 136,4 Kubikmetern, wobei die Bergleute etwa 50 Meter im Bergesinnern vermutlich Probleme mit der Wasserhaltung bekamen. In den 1880er Jahren fasste die Sektion Bachtel des Schweizerischen Alpenclubs den Beschluss, das Goldloch als Attraktion für Wanderer wieder zugänglich zu machen. Die SAC-Leute räumten den Schutt aus den Stollen und verschlossen den Eingang mit der heute sichtbaren Eisentüre, auf der zu lesen ist: "S.A.C. 1890". Der Schlüssel für dieses "Tor zur Goldhölle“ beim Förster auf der Strahlegg besorgt werden."
- Gold, gediegen: Angeblich wurde nach Gold geschürf. Ob solches auch gefunden wurde, ist nicht bekannt.
103_SG / Neuhaus, Goldinger Tobel, Goldingertobel
Region: Bezirk Uznach / Gemeinde Goldingen, Koordinaten ca.: 714660 / 233750
Literatur:
- Tanner,H.; Beiträge zur Geologie der Molasse zwischen Rickli und Hörnli, Mitteilung der Thurg. Naturf. Gesellschaft, 33, 1-108; 1944; Seite 85,92
Barytbildungen in einem Vokommen in der Matrix eines Sandsteins der älteren Nagelfluh der Hörnlischüttung im Goldinger Tobel. Die Koordinaten zeigen auf den Tobel bei Neuhaus.
- Baryt: Näheres zur Ausbildung des Baryts ist nicht bekannt (Informationsquelle: Strahler 2006-3, Seite 2-5).
104_SG / Neuhaus, Goldinger Tobel, Goldingertobel, Hacktobel, Hagtobel, Hickenbach, Steintal, Wattwil; (Fossilien)
Region: Bezirk Uznach / Gemeinde Goldingen, Koordinaten ca.: 723800 / 239270
Literatur:
- Büchi, Ulrich P. / Welti, George; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1051; Band 44; Heft 1; Seite 183- 206; Zur Geologie der südlichen mittelländischen Molasse der Ostschweiz zwischen
Büchi: - grauer geröllführender Sandstein, reich an Pyrit und Schwemmkohle, fossilführend, Heliciden (Koord. 723,71 / 239,8) - bei Koord. 721,21 / 237,05 am Hickenbach liegt unter einer Nagelfluhbank 1 m grauer und blaugrauer, glimmerreicher Sandstein, der reich an schlechterhaltenen Pflanzenabdrücken ist.
- Fossilfundstelle Hacktobel, Koord. 723,95 / 239,65: (von oben nach unten) Plattige und massige Sandsteine mit prachtvollen Abdrücken von Palmblättern: Diese unterburdigale Zone im Hacktobel liegt in der unmittelbaren westlichen Fortsetzung der grauen Mergelzone am Dorfbach Wattwil, die nach U. P. Büchi (1950) z. T. limnische Fossilien führt und wo auch vereinzelt Palmblätter gefunden wurden. Fossilfundstellen im Steintal (Profil von oben nach unten, längs des unteren Teils des Feldbaches):
1. 13 m: Nagelfluh und Sandstein
2. 2 m: graue Mergel mit einzelnen Geröllen, fossilführend: Heliciden, Knochenfragmente von Säugetieren, Bruchstücke aus Schildkrötenpanzern, Schwemmkohle (Koord. 723,315 / 239,67)
3. 59 m: Nagelfluh und Mergel
4. 0,7 m: graue Mergel und Mergelsandsteine, fossilführend: Heliciden (Koord. 723,6 / 239,74)
5. 10,6 m: Sandstein, Mergel, Nagelfluh
6. 2 m: grauer geröllführender Sandstein, reich an Pyrit und Schwemmkohle, fossilführend, Heliciden (Koord. 723,71/239,8)
7. 42 m: Sandstein, Mergel, Nagelfluh
8. 0,2 m: grauer Mergel, reich an Schwemmkohle ; im östlichen Teil des Aufschlusses 1/2 cm dickes Kohlenflöz und kohlige Mergel (Koord. 723,775 / 239,81)
9. 16,2 m: Sandstein, Mergel, Nagelfluh
Wie aus dem Profil ersichtlich, sind verschiedene Vorkommen grauer Mergel im unteren Teil des Steintales beobachtet worden, die z. T. fossilführend sind. Die Fossilfundstelle bei Koord. 723,315;239,67 bedarf besonderer Erwähnung, da hier neben Heliciden fossile Reste von Säugetieren und Schildkröten beobachtet wurden.
- Fossilien: Angaben über die vorkommenden Fossilien sind nicht vorhanden.
- Pyrit:
105_SG / Rapperswil, Bollingen am Obersee (Steinbruch)
Region: Bezirk Uznach / Gemeinde Rapperswil, Koordinaten ca.: 710250 / 230820
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 321
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 342
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 97
Östlich von Rapperswil gelegen. Die Funde stammen aus Steinbrüchen in granitischen Sandsteinen des Aquitans der subalpinen Molasse. Im grauen Molassesandstein von Bollingen unweit Rapperswil.
- Calcit: Flache Rhomboeder, bis 6 cm, gelblich, oft mit einer Riefung. Weisse halbdurchsichtige bis durchscheinende, kleine bis grosse stumpfskalenoedrische Kristalle mit starker Streifung nach der kürzeren Endkante, und einem spitzen Skalenoeder, in Nestern und auf Klüften eines grauen Molassesandsteins von Bollingen unweit Rapperswil.
106_SG / Uznach
Region: Bezirk Uznach / Gemeinde Uznach, Koordinaten ca.: 717050 / 231540
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 266,274
Kenngott:
- Fichtelit:
- Könleinit: Eine organische Verbindung in der Schieferkohle.
- Scheererit: Organische Verbindung in der Schieferkohle (diluvial).
- Vivianit: Bildet sich in Höhlungen von Knochenstücken im Ton der Braunkohlelager bei Uznach. Er ist dunkelblau, nach innen kristallinisch, nach aussen an der Oberflächew erdig.
107_SG / Uznach, Goldingen, Goldingerbach, Goldingertobel, Goldlöcher, Chrüzegg, Isarloch, Dägelsberg;(Waschgold)
Region: Bezirk Uznach / Gemeinde Uznach, Koordinaten ca.: 715700 / 234397
Literatur: - Hofmann, Franz; Minaria Helvetica; 1984; Heft4b; Seite 16-22; Über den Goldgehalt der Bäche und Flüsse im ostschweizerischen Rhein- und Linthsystem und seine Herkunft, Beziehungen zu Bergoldvorkommen, Orts- und Flussnamen und Sagen
Im Goldingertobel nördlich von Uznach wurde bei der Hintermühle Gold gefunden, nicht aber im Oberlauf des Baches. Goldingen ist bekannt durch die 'Goldlöcher' in den nagelfluhreichen Schichten der Oberen Meeresmolasse an der Chrüzegg (Isarloch, Koordinaten: 718.180, 1030 m ü. M. und Dägelsberg, Koordinaten 716.71 / 241.725, 1230 m ü. M. Es handelt sich um Stollen, welche im 18. Jh. von 'Venedigern' zur Goldsuche angelegt wurden. Zu dieser Zeit hiess Goldingen noch Oblinden. Die Suche war nicht erfolgreich. Die Koordinaten zeigen auf den Goldingerbach etwas nordwestlich von St.Gallenkappelen.
- Gold, gediegen: Als Waschgold.
108_SG / Weesen, Flibach
Region: Bezirk Uznach / Gemeinde Weesen, Koordinaten ca.: 726.575 / 222420
Literatur:
- Heim, Arnold; Abhandlungen der Schweizerischen paläntologischen Gesellschaft; 1908; Vol. 35; Seite 108; Die Nummuliten- und Flyschbildungen der Schweizeralpen
Die Koordinaten zeigen auf das Gebiet Schliiffeli. Albert Heim erwähnt: "Vor mehreren Jahren fand mein Vater im roten Nummulitenkalk des Flysches am Flibach (Reservoir) einen Einschluss von dunkelbraunem fossilem Harz .
- Bernstein: Dunkelbraun, 2-3 cm Durchmesser im Nummulitenkalk.
109_SG / Frümsner Berg, Breitläuibach
Region: Bezirk Werdenberg / Gemeinde Sennwald, Koordinaten ca.: 753000 / 235310
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 198
Funde konnten im und neben dem Bachbett des Breiläuibachs getätigt werden.
- Calcit: Weiss oder braun, skalenoedrisch, bis 3 mm.
- Quarz: Kurzprismatisch, glasklar, bis 5 mm, mit verschiedenen Einschlüssen.
110_SG / Rohr, Cheelen, Frümsner Alp
Region: Bezirk Werdenberg / Gemeinde Sennwald, Koordinaten ca.: 752910 / 236140
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 196
Die Fundortbeschreibung lautet: in der ganzen Gegend Rohr-Cheelen-Frümsner Alp.
- Quarz: Bis 4 mm, mit hellbrauner Färbung (Bitumeneinschlüsse).
111_SG / Sennwald (nordwestlich), Hoher Kasten (Südfuss)
Region: Bezirk Werdenberg / Gemeinde Sennwald, Koordinaten ca.: 755160 / 238510
Literatur:
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 196
Genauere Angaben sind nicht vorhanden. Beim Fund handelt es sich um einen Einzelkristall, in der Form eines 6 cm langen, gräulich weissen Rhomboeders.
- Calcit: Rhomboeder, bis 6 cm, gräulich-weiss.
112_SG / Sennwald, Frümsen, Sax, Hohensax (Ruine)
Region: Bezirk Werdenberg / Gemeinde Sennwald, Koordinaten ca.: 751710 / 232810
Literatur: - Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 216
Südwestlich der Ruine Hohensax bei Sax im St. Galler Rheintal in steil stehenden und stark verschieferten Gesteinen. Hier aus schmalen, bis 5 cm breiten Rissen.
- Calcit: Rhomboedrische Ausbildung mit vielfachen Kombinationsformen, bis 2.5 cm, farblos oder weiss. Skalenoeder bis 2 cm, Basiszwillinge bis 5 m.
- Quarz: Durchsichtig, bis 7 mm, meistens als Doppelender ausgebildet und mit Einschlüssen.
113_SG / Wartau, Sevelen
Region: Bezirk Werdenberg / Gemeinde Wartau, Koordinaten ca.: 755430 / 221010
Literatur:
- Geotopinventar Kanton St. Gallen, Geotopverzeichnis 2003 Lössterrassen- + Rundhöckerlandschaft "Wartau-Sevelen". Anthropogen überprägte Terrassenabfolgen im grössten Lössvorkommen des Rheintals; Rundhöckerfluren, rand- und subglaziale Entwässerungsrinnen mit Gletschermühlen; laterale Zungenbecken des Rheingletschers (späteiszeitliche Rückzugsstadien).
- Löss
