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Kanton SG - Fundorte von Mineralien in der Schweiz

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Kanton SG

Fundorte > St. Gallen
Vorkommen im Kanton St. Gallen

85 Beschreibungen
LNr
001.
Fundort
SG / Bernhardzell, Bisitobel, Tannenberg
Region
Bezirk Gossau / Gemeinde Waldkirch
Koordinaten, ca.
742461 / 260036
Literatur
- Bodenmann, Carl; Schweizer Strahler; 1998; Heft 4; Seite 373 - 375; Natürlich vergoldete Artefakte
Bemerkungen
Im Bach, welcher westlich von Bernhardzell durchs Bisitobel in Richtung Sitter fliesst. Die Koordinaten zeigen auf den Bisitobel.
Mineralien
- Gold, gediegen: Als kleine Körnchen bis 4 mm, auch goldbeschichtete Reste eines archäologischen Artefakts.
LNr
002.
Fundort
SG / Waldkirch
Region
Bezirk Gossau / Gemeinde Waldkirch
Koordinaten, ca.
739180 / 259150
Literatur
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 377
Bemerkungen
/
Mineralien
- Montmorillonit: Aus einem Bentonithorizont.
LNr
003.
Fundort
SG / Landquart, Bad Ragaz, Sarelli-Stollen
Region
Bezirk Landquart / Gemeinde Landquart
Koordinaten, ca.
759530 / 205350
Literatur
- Offermann, E.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 86-88; Kleinmineralien
Bemerkungen
Verläuft von Haldenstein bis nach Bad Ragaz fast unterhalb des Rheins.
Mineralien
- Calcit: In flachen Rhomboedern (Knopfcalcit), mit markantem 'Mercedes-Stern'.
- Pyrit: In kleinsten Kristallen auf dem Calcit.
LNr
004.
Fundort
SG / Bad Ragaz, Malans
Region
Bezirk Landquart / Gemeinde Malans
Koordinaten, ca.
762590 / 205610
Literatur
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 223
Bemerkungen
Südöstlich von Bad Ragaz. In der Umgebung dieses Ortes.
Mineralien
- Quarz: Klein, milchig bis klar, langprismatisch.
LNr
005.
Fundort
SG / Plona
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätten
Koordinaten, ca.
756500 / 239500
Literatur
- Kürsteiner,P. & Knechtle,B.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 476-482; Die Mineralfundstellen im Alpsteinmassiv Teil II
Bemerkungen
Die altbekannte Fundstelle befindet sich im Schrattenkalk westlich von Plona in einem der steil abfallenden Bachgräben des Kamor.
Mineralien
- Calcit: Bis 10 cm, in eigenartiger treppenförmiger Ausbildung, hell - bis dunkelgrau, seltener durchsichtig, auch weiss und gesteinsbildend, reichlich.
LNr
006.
Fundort
SG / Plona, Alp Stofel
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätten
Koordinaten, ca.
756640 / 241190
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 193
Bemerkungen
In den Gesteinsschichten oder im Gehängeschutt.
Mineralien
- Pyrit: Kugelig, als Konkretionen im Gestein eingesprengt. Bis 6 cm Durchmesser, teilweise oxidiert.
LNr
007.
Fundort
SG / Plona, Bergwald
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätten
Koordinaten, ca.
757330 / 240390
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 191
Bemerkungen
/
Mineralien
- Calcit: Skalenoeder, bis 4 cm, teilweise verzwillingt, Rhomboeder bis 4 cm und dem Muttergestein aufgewachsen. Interessant ist die Bildung einer 2. Generation: Skalenoeder auf Rhomboeder. Weiter konnten aus einer anderen Kluft säulig-prismatische Kristalle (Kanonenspat) mit abgestumpften Endflächen gefunden werden. Einzelne Kristalle erreichen eine Länge bis 5 cm. Liegende Exemplare sind als Doppelender ausgebildet. Hier zeigt sich die 2. Generation in Form kleiner Fingernagelcalcite (bis 4 mm). Die Farbe variiert von hell- bis dunkelgrau und selten weiss bis leicht durchscheinend.
LNr
008.
Fundort
SG / Plona, Bergwald (östlich)
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätten
Koordinaten, ca.
757040 / 240450
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 190
Bemerkungen
Im Bergwald oberhalb von Plona aus dem Schrattenkalk. Eine Fundstelle befindet sich in der Böschung einer Strassenkehre. Hier sind zwei Scherklüfte anzutreffen, wobei aus der grösseren (Breite 1 Meter, tiefe 2 Meter) Calcit geborgen werden konnte.
Mineralien
- Calcit: Auf dem Muttergestein oder lose im Lehm liegend, rhomboedrisch, bis 9 cm, weiss oder in verschiedenen helleren oder dunkleren Grautönen.
LNr
009.
Fundort
SG / Plona, Laad, Rötelbach
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätte
Koordinaten, ca.
756130 / 239210
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 194
Bemerkungen
Das Vorkommen, welches schon seit Jahren bearbeitet wird, liegt westlich von Plona bei der Lokalität Laad. Die Fundstelle liegt im steil abfallenden Graben des Rötelbachs.
Mineralien
- Calcit: Als Rhomboeder bis 10 cm Kantenlänge und oft ineinander verwachsen. Hell- bis dunkelgrau.
LNr
010.
Fundort
SG / Plona, Lenziwis
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätten
Koordinaten, ca.
756190 / 241000
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 193
Bemerkungen
/
Mineralien
- Pyrit: Kugelig, als Konkretionen im Gestein eingesprengt. Bis 6 cm Durchmesser, teilweise oxidiert.
LNr
011.
Fundort
SG / Plona, Rappentobel
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätten
Koordinaten, ca.
756660 / 240760
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 193
Bemerkungen
/
Mineralien
- Pyrit: Kugelig, als Konkretionen im Gestein eingesprengt. Bis 6 cm Durchmesser, teilweise oxidiert.
LNr
012.
Fundort
SG / Ruen (Steinbruch), Kamor, Alp Unter-Kamor
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Altstätten
Koordinaten, ca.
755610 / 241100
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 194
Bemerkungen
Im Anstehenden eines alten Steinbruchs bei Ruen.
Mineralien
- Ankerit: Gelb oder rostbraun verwittert, kugelig, bis 4 mm Durchmesser.
- Calcit: Als Skalenoeder, bis 5 mm, teilweise meisselförmig verzwillingt.
- Dolomit: Gelb oder rostbraun verwittert, kugelig, bis 4 mm Durchmesser.
- Pyrit:
- Quarz:
LNr
013.
Fundort
SG / Alpstein, Montlingerberg (Kolbensteinbruch)
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberried
Koordinaten, ca.
762380 / 245110
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 159
Bemerkungen
/
Mineralien
- Ankerit: Die chemische Untersuchung ergab, dass es sich beim Dolomit um die Varietät Ankerit handelt.
- Calcit: Als Skalenoeder oder in verschiedenen Rhomboederformen, bis 6 cm, hell, grau bis durchscheinend.
- Dolomit: Aggregate bis 10 mm, gelblich, sattelförmig.
- Fluorit: Als ca. 2 mm dicke Wandbeläge von trübem, grünlichem Fluorit in kleinen Kristallen. Grössere Kristalle erreichen eine Kantenlänge von bis zu 6 mm sind farblos und dem Calcit aufgewachsen.
- Pyrit: Im Hohlräumen nur in kleinster Ausbildung, als Konkretionen im Nebengestein bis 2 cm.
- Quarz: Glasklar, dem Calcit aufgewachsen, bis 3 mm.
- Strontianit: Vereinzelte Büschel bis 1 mm Durchmesser und dem Calcit aufgewachsen.
LNr
014.
Fundort
SG / Freienbach, Mittelstein (östlich)
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberried
Koordinaten, ca.
757850 / 242220
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 189
Bemerkungen
Ca. 100 Meter östlich der sogenannten Oberlöcher auf der obersten Schicht des Waldbodens. Oberhalb dieser Fundstelle befindet sich eine kleine Höhle aus welcher ebenfalls Calcit geborgen werden konnte.
Mineralien
- Calcit: Massenhaft, Rhomboederkombinationen mit Kantenlänge bis 6 cm, hell bis dunkelgrau, zum Teil mit schönem Oberflächenglanz. Vereinzelt mit Phantombildung.
LNr
015.
Fundort
SG / Montlingen, Oberried (westlich), Montlingerberg
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberried
Koordinaten, ca.
762600 / 245440
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 189
Bemerkungen
Ca. 100 Meter östlich der sogenannten Oberlöcher auf der obersten Schicht des Waldbodens. Oberhalb dieser Fundstelle befindet sich eine kleine Höhle aus welcher ebenfalls Calcit geborgen werden konnte.
Mineralien
- Calcit: Massenhaft, Rhomboederkombinationen mit Kantenlänge bis 6 cm, hell bis dunkelgrau, zum Teil mit schönem Oberflächenglanz. Vereinzelt mit Phantombildung.
LNr
016.
Fundort
SG / Freienbach, Mittelstein, Oberlöcher
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberried
Koordinaten, ca.
757750 / 242280
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 188
Bemerkungen
Nordwestlich des Dorfes Freienbach, beim Mittelstein, am Fusse einer Felswand befinden sich 3 nebeneinander liegende Höhlen, welche auch als Oberlöcher bezeichnet werden.
Mineralien
- Calcit: Als Rhomboeder bis 10 cm Kantenlänge oder als Skalenoeder bis 15 cm. An der Oberfläche meistens angeätzt, weiss bis hellgrau.
LNr
017.
Fundort
SG / Rheintal, Oberried (Steinbruch König)
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberried
Koordinaten, ca.
760500 / 243000
Literatur
- Alean, Chr.; Schweizer Strahler; 1971; Seite 179-185; Vom "Öhrlidiamanten" zum Stern- und Zepterquarz
Bemerkungen
/
Mineralien
- Dolomit: Weiss, gelb - orange, hochglänzend, zusammen mit Calcit.
- Quarz: Bernsteinfarbig - schwarz, klar, hochglänzend, kurzprismatisch, als Doppelender - 5 mm.
LNr
018.
Fundort
SG / Oberriet
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet
Koordinaten, ca.
761000 / 243000
Literatur
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 344
Bemerkungen
Erwähnt wird ein Fund in einer Bruchspalte im Schrattenkalk. Die allgemein gehaltene Fundortbezeichnung 'Oberried' ist recht ungenau.
Mineralien
- Dolomit: Recht klein.
- Fluorit: Spärlich, klein, farblos, würfelig.
- Quarz: Aufgewachsen auf Calcit, klein, mit büscheliger Anordnung (Sternquarz).
LNr
019.
Fundort
SG / Oberriet, Blattenberg
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet
Koordinaten, ca.
759650 / 241850
Literatur
- Alean, Chr.; Schweizer Strahler; 1972; Seite 329-338; Vom "Öhrlidiamanten" zum Stern- und Zepterquarz
Bemerkungen
Der Berg befindet sich im Rheintal nahe bei Oberriet. An der Nordwand dieses Berges liegt fast in der Mitte ein v-förmiger Querbruch.
Mineralien
- Calcit: Klein, erscheint reichlich, rhomboedrisch.
- Dolomit: Weiss-gelblich, - 0.5 mm in schönen Rasen oder aggregiert zu knollenartigen Gebilden.
- Fluorit: Selten, lediglich in kleinen Würfeln bis 1 mm und schwach fluoreszierend.
- Limonit: Als seltenes Verwitterungsprodukt.
- Quarz: Ausgebildet als sogenannte Sternquarze.
LNr
020.
Fundort
SG / Oberriet, Blattenberg (Nord)
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet
Koordinaten, ca.
759970 / 242030
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 160
Bemerkungen
Im nördlichen Teil des Blattenbergs konnten an mehreren Orten Mineralien gesammelt werden. Am Interessantesten ist hier ein markanter, V-förmiger Querbruch in der Mitte der Nordwand des Blattenbergs.
Mineralien
- Calcit: Blattenbach (Nord):Meistens nur als Spaltenfüllung. An den Kluftwänden als Rhomboeder ausgebildet. Zudem kommen bis 8 cm breite Calcitkristalle in flachrhomboedrischer Ausbildung (sogenannte Fingernagel-Form) vor.
- Dolomit: In den Klüften immer vorhanden und meistens auf dem Quarz aufgewachsen. Grösse 0.5 mm.
- Fluorit: Selten zu finden. Klein, würfelig, bis 1 mm, mit schwacher Fluoreszenz.
- Quarz: Immer auf dem Calcit aufgewachsen. Drei Formen können unterschieden werden:
1) kugelige, rosettenartige Sternquarze, Durchmesser bis 2 cm.
2) krustenartig auf dem Calcit.
3) Einzelkristalle.
LNr
021.
Fundort
SG / Oberriet, Blattenberg (Ost)
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet
Koordinaten, ca.
760090 / 241920
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 163
Bemerkungen
Es dürfte sich hier um die Ostseite der Nordwand des Blattenberges handeln. Die Koordinaten zeigen auf Blattenberg.
Mineralien
- Calcit: Als sogenannter Fingernagelcalcit. Kristalle bis 1.5 cm, dunkelgrau.
- Chalcedon: Als bräunlich gefärbte Krusten.
- Quarz: Langprismatisch, zum Teil mit Zepterbildung, bis 4 mm.
LNr
022.
Fundort
SG / Oberriet, Blattenberg (West)
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet
Koordinaten, ca.
760090 / 241920
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 163
Bemerkungen
Es dürfte sich hier um die Westseite der Nordwand des Blattenbergs handeln. Die Koordinaten zeigen auf Blattenberg.
Mineralien
- Calcit: Als sogenannter Fingernagelcalcit.
- Chalcedon:
- Dolomit:
- Quarz
: Sternförmig.
LNr
023.
Fundort
SG / Oberriet, Blattenberg, Blatten (Ruine West und Ost)
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet
Koordinaten, ca.
760090 / 241920
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 163
Bemerkungen
West: Nordwestlich der Ruine Blatten.
Ost: Nördlich der Ruine Blatten. Die Koordinaten zeigen auf Blattenberg.
Mineralien
- Calcit: West: Als sogenannter Fingernagelcalcit bis 4 cm und selten sogar bis 8 cm, weiss, grau, mit schönem Oberflächenglanz. Ost: flache Rhomboeder, bis 2 cm, weiss bis grau.
- Chalcedon: Ost:
- Quarz: Ost: langprismatisch bis 1.5 cm, zum Teil mit Zepterbildung oder als Sternquarz.
LNr
024.
Fundort
SG / Oberriet, Blattenberg, Moos (Steinbruch)
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet
Koordinaten, ca.
759710 / 242120
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 164
Bemerkungen
Auf der Westseite des Blattenbergs, nahe dem Punkt 549, befindet sich ein alter Steinbruch.
Mineralien
- Baryt: Weiss bis porzellanfarbig, rhombenförmig, unter 1 mm.
- Calcit: Als Skalenoeder oder als Kombination Sklenoeder/Rhomboeder, bis 4 mm, weiss.
- Dolomit: Sattelförmig, bis 1 mm, gelbbraun.
- Pyrit: Als cm-grosse Konkretionen im Gestein oder als winzige Kriställchen in derbem Calcit.
- Quarz: Als sogenannte Öhrli-Diamanten bis 6 mm mit kleinsten Gas- und Flüssigkeitseinschlüssen.
LNr
025.
Fundort
SG / Oberriet, Chapf, Unter Kobel (Steinbruch - König)
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet
Koordinaten, ca.
759710 / 242750
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 165
Bemerkungen
/
Mineralien
- Calcit: Bis 2 cm lange, weisse bis gelbliche Skalenoeder.
- Dolomit: Weiss, gelb bis orangegelb, hochglänzend, sattelförmig, bis 3 mm grosse Aggregate.
- Fluorit: Würfelig, bis 2 mm, glasklar, dem Calcit aufgewachsen.
- Pyrit: Kann nur als Anflug auf Calcit und Dolomit festgestellt werden.
- Pyrrhotin: Als broncegelbe, pseudohexagonale Blättchen bis 3 mm Durchmesser. Einmaliger Fund.
- Quarz: Schwarz, bernsteinfarbig, bis 2 mm oder ähnlich den Öhrli-Diamanten bis 5 mm, dann hochglänzend.
- Strontianit: Weiss, büschelig, kugelig, bis 3 mm Durchmesser, selten, vergesellschaftet mit Calcit und Dolomit.
LNr
026.
Fundort
SG / Oberriet, Kobelwies, Chobelwald, Kobelwald (Kristallhöhle), Kamor
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet
Koordinaten, ca.
758410 / 243440
Literatur
- Kürsteiner, Peter; Urner Mineralienfreund; 2005; Heft 3; Seite 16-23
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 168-185
- Lämmler, B.; Urner Mineralienfreund; 1984; Heft 4
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 229
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 340
Bemerkungen
Die bekannte Calcithöhle befindet sich oberhalb Kobelwald bei Oberried, am Fusse des Kamor im Schrattenkalk. Ausser dem Calcit und dem Limonit sind die Mineralien nur in Kleinstklüften zu finden. Sie ist heute ausgebaut und kann besichtigt werden. Die Länge der Höhle beträgt ca. 625 Meter. Heute steht sie unter Schutz. Die Koordinaten zeigen auf den Höhleneingang.
Mineralien
- Calcit:  Manchmal in sehr grosser Ausbildung (bis 30 cm), weiss - grau - farblos durchsichtig, auch rötlichweiss oder blass fleischrot, als Grundrhomboeder, teilweise verzwillingt, auch Skalenoeder. Meistens rhomboedrisch, in verschiedenen Kombinationen, Zwillinge, selten Skalenoeder, farblos, weiss, hell- bis dunkelgrau, matt, schwach rötlich floureszierend, leicht angeätzt, bis 35 cm.
- Fluorit: Kubisch, selten oktaedrisch, farblos, weiss, Glasglanz, bis 5 mm.
- Limonit: Meistens derb, rotbraun, schwarz.
- Pyrit: Kugelig, strahlig, selten kubisch, dunkelgelb, starker Metallglanz, Aggregate bis 2 cm, Einzelkristalle bis 2 mm Kantenlänge.
- Quarz: Mit Diamantglanz, klar, bis 6 mm, auch als Zepter bis 8 mm.
- Zepterquarz: Klein.
LNr
027.
Fundort
SG / Oberriet, Oberrieter Chienberg (westlich)
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet
Koordinaten, ca.
758000 / 243230
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 187
Bemerkungen
Im Wald nördlich des Oberrieter Chienbergs aus einer kleinen Felswand. Die Mineralien sind in kleinsten Rissen und kommen nur spärlich vor.
Mineralien
- Baryt: Als sinterähnlicher weisser Überzug auf dem Calcit.
- Calcit: Bis 5 mm, skalenoedrisch, weiss oder orangebraun, teilweise mit weissem Überzug (Baryt).
- Fluorit: Farblos oder weiss, bis 6 mm, würfelig.
- Quarz: Bis 2 mm.
LNr
028.
Fundort
SG / Oberriet, Oberrieter Chienberg (östlich)
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet
Koordinaten, ca.
758280 / 243360
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 186
Bemerkungen
Im Abhang des Oberrieter Chienbergs, etwas oberhalb des Eingangs der Kristallhöhle.
Mineralien
- Baryt: Tafelig, bis 3 mm, weiss, zusammen mit Fluorit.
- Calcit: Von rhomboedrisch oder skalenoedrischer Ausbildung, nur wenige mm gross, farblos.
- Fluorit: Bis 22 mm Kantenlänge, weiss, farblos, grau, durchzogen von zahlreichen feinen Spaltrissen.
- Quarz: Rasenartig und klein, bis 1 mm oder wasserklar bis 4 mm dem Fluorit aufgewachsen.
LNr
029.
Fundort
SG / Oberriet, Oberrieter Chienberg, Chessiloch, Kessiloch, Rötlebach
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet
Koordinaten, ca.
757810 / 243520
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 166
Bemerkungen
In der Wegböschung beim Chessiloch aus kleinen Kluftrissen.
Mineralien
- Aragonit: Als büschelige Überzüge auf dem Calcit.
- Calcit: Als Skalenoeder, bis max. 10 cm, weiss, gelblichweiss bis leicht rötlich, selten farblos. Zwillinge nach der Basis und Doppelender sind möglich. Vereinzelt sind meisselförmige Zwillinge zu finden, bis 4 mm gross.
- Dolomit: Einzeln oder als kugelige Aggregate bis 5 mm Durchmesser, sattelförmig, rostbraun verwittert.
- Pyrit: Als feinste Überzüge auf dem Calcit und dem Dolomit.
- Quarz: Sehr klein.
LNr
030.
Fundort
SG / Oberriet, Oberrieter Chienberg, Ris
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberriet
Koordinaten, ca.
758310 / 243580
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 186
- Kürsteiner, Peter & Knechtle, B.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 476-482; Die Mineralfundstellen im Alpsteinmassiv Teil II
Bemerkungen
Am Nordostabhang des Oberrieter Chienberges, im anstehenden Schrattenkalk, am Fusse einer Kalkwand.
Mineralien
- Calcit: Milchigweiss, zum Teil völlig klar, diese Calcite gehören zu den schönsten in der Schweiz gefundenen Doppelspaten. Aufgewachsene Kristalle sind selten zu finden.
LNr
031.
Fundort
SG / Kamor (Nordostabhang), Alp Stofel (südlich), Loch
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Rüthi
Koordinaten, ca.
755490 / 239390
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 196
Bemerkungen
Im Nordostabhang des Kamors, südlich der Alp Stofel in einer 39 Meter langen Höhle.
Mineralien
- Calcit: Rhomboeder, bis 8 cm, oft versintert, seltener Skalenoeder bis 3.5 cm, hell- bis dunkelgrau.
LNr
032.
Fundort
SG / Salez (Schlosswald), Chnorren
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Sennwald
Koordinaten, ca.
755520 / 234920
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 197
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2021; Heft 2; Seite 11 - 21; Quarze des Alpstein
Bemerkungen
Funde können im Bergsturzmaterial des Schlosswaldes und des angrenzenden Chnorren gemacht werden. Die vohandenen Klüftchen sind lediglich einige wenige cm breit.
Mineralien
- Calcit: Kombination von Skalenoeder/Rhomboeder, weiss, bis 2 mm.
- Dolomit: Sattelförmige Aggregate bis 2 mm.
- Quarz: Langprismatisch bis 3 mm und mit zahlreichen braunen Einschlüssen (Erdöl oder Bitumen) oder kurzprismatische Doppelender, bis 1 cm mit Flüssigkeits- und/oder Gaseinschlüssen.
Quarz im cm-Bereich auch aus dem Gebiet Chnorren-Ost.
LNr
033.
Fundort
SG / Saxerlücke
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Sennwald
Koordinaten, ca.
750350 / 234840
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 199
Bemerkungen
/
Mineralien
- Calcit: Als gedrungene, pseudohexagonale Kristalle, bis 1 cm, farblos oder weiss.
LNr
034.
Fundort
SG / Werdenberg, Barbielergrat
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Wartau
Koordinaten, ca.
750620 / 220050
Literatur
- Briegel, Ueli; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1972; Band 65; Heft 2; Seite 425 - 483; Geologie der östliche Alviergruppe (Helvetische Decken der Ostschweiz) unter besonderer Berücksichtigung der Drusbergund Schrattenkalkformation (Unterkreide)
Bemerkungen
Briegel: In derselben Schichtserie, aus welcher die Ammonitenfauna stammt, fand ich eine Anzahl glasklarer, zweispitziger Bergkristalle. Zufälligerweise entdeckte  ich dann später eine 1-5 cm breite Calcitkluft, die wegen ihrer rötlichen Farbe auffiel. Beim Untersuchen derselben kamen neue Quarze zum Vorschein. Diese sind gänzlich im Calcit eingebettet und zeigen zwei verschiedene Varietäten.

1. Wasserklare, zweispitzige Kristalle, bis etwa 1 cm gross, mit klaren Einschlüssen. Die Prismenflächen sind meistens viel breiter als lang, die Rhomboederflächen erreichen oft die Kristallspitze, die 2111-Flächen fehlen, so dass der Links- oder Rechtssinn nicht bestimmt ist.

2. Milchquarze mit plattigem Habitus, d. h. zwei gegenüberliegende Prismenflächen sind stark in die Breite verzerrt gewachsen. Dadurch entstehen anstelle der Kristallspitzen senkrecht zur C-Achse stehende Gräte. Die gleichen Beobachtungen wurden schon früher gemacht. In den untersten 13 m der Drusbergschichten am Barbielergrat (S Hurst) wurde eine pyritisierte Ammonitenfauna aufgesammelt; später konnte eine solche, allerdings in weit geringerem Umfang, auch am Fuss des NE-Grates des Fulfirstes auf der Gianna wiedergefunden werden. Da die Individuenzahl an und für sich gering ist, die Individuen selbst sehr klein sind (max. 5 cm, Durchschnitt 1 cm), kann eine Ausbeute nur dort erwartet werden, wo relativ weiche Schiefermergel in relativ flacher Lage während Jahren ausgewaschen werden und die Fossilien dann liegenbleiben. Beide erwähnten Fundstellen liegen an von Touristen sehr häufig begangenen Routen und gehören zu Alpweiden, so dass dadurch ein grosser Teil zerstört oder ein gestampft, zuweilen wohl auch aufgesammelt wird. Im grossen Rest der Drusbergschichten konnte ich nur noch vereinzelt unbestimmbare Bruchstücke von Belemniten, Seeigeln und selten Ammoniten finden, oft auch nur verdächtige Pyritnester und sog. Fossilmolds.
Mineralien
- Quarz: Bis 1 cm in den Drusbergschichten am Barbielergrat.
LNr
035.
Fundort
SG / Rüthi, Rüti, Alp Brunnenberg (oberhalb)
Region
Bezirk Rheintall / Gemeinde Rüthi
Koordinaten, ca.
757600 / 241290
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 189
Bemerkungen
Die Funde konnten anlässlich des Strassenbaus (Wegböschung) Rüthi - Kamor getätigt werden. Von einem Felskopf unterhalb der Strasse konnte Fluorit geborgen werden. Die Koordinaten zeigen auf Brunnenberg.
Mineralien
- Calcit: Kleine Bändchen, zusammen mit Fluorit.
- Fluorit: Kleine Bändchen, zusammen mit Calcit, vereinzelt erreichen die Kristalle Kantenlängen bis 7 mm, weiss, gräulich blau, zum Teil mit deutlichem Oberflächenglanz. Der Fluorit vom Felskopf unterhalb der Strasse ist etwas grösser ausgebildet.
- Quarz:
LNr
036.
Fundort
SG / Rüthi, Rüti, Brunnenberg
Region
Bezirk Rheintall / Gemeinde Rüthi
Koordinaten, ca.
757600 / 241290
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 189
Bemerkungen
Auf der Bergseite der Strasse Rüthi-Brunnenberg in den im Wald vorkommenden Felswänden. Die Koordinaten zeigen auf Brunnenberg.
Mineralien
- Calcit: In Rissen und Spalten als steile Rhomboeder, grau oder als flache Rhomboeder, weiss. Bis 3.5 cm, meistens stark angeätzt und rostbraun.
LNr
037.
Fundort
SG / Berg, Mörschwil, Steinach (Bach) (Waschgold)
Region
Bezirk Rorschach / Gemeinde Berg
Koordinaten, ca.
749720 / 261200
Literatur
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 163
Bemerkungen
Mit recht vielen Flitterchen Waschgold.
Mineralien
- Gold, gediegen: Als Waschgold.
LNr
038.
Fundort
SG / Goldach (Bach) (Waschgold)
Region
Bezirk Rorschach / Gemeinde Goldach
Koordinaten, ca.
750328 / 257744
Literatur
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 163
Bemerkungen
Mit recht vielen Flitterchen Waschgold.
Mineralien
- Gold, gediegen: Als Waschgold.
LNr
039.
Fundort
SG / Rorschacherberg, Mülebachtobel, Mültobelbach (Waschgold)
Region
Bezirk Rorschach / Gemeinde Rorschach
Koordinaten, ca.
755959 / 258744
Literatur
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 161
Bemerkungen
Beide Vorkommen aus urzeitlichem Napfgeschiebe, welches von Gletschern hierher transportiert wurde.
Mineralien
- Gold, gediegen: Als Waschgold. Bemerkenswert helles Gold als Flitterchen.
LNr
040.
Fundort
SG / Alpstein, Girenspitz, Moor, Jöchli
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Bad Ragaz
Koordinaten, ca.
745620 / 233030
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 199
Bemerkungen
Im ganzen Gebiet südwestlich des Altmanns, von Girenspitz bis Jöchli, können Pytitkugeln gefunden werden.
Mineralien
- Pyrit: Kugelig, bis 3 cm Durchmesser.
LNr
041.
Fundort
SG / Bad Ragaz, Luzisteig, Luziensteig, St. Luzisteig
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Bad Ragaz
Koordinaten, ca.
758812 / 210839
Literatur
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 320
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 231
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 342
Bemerkungen
Die Funde sind an den Jurakalk gebunden.
Mineralien
- Calcit: Weiss, stumpfe Rhomboeder mit Prisma. Weisse Kristalle in Nestern des hellgrauen Jurakalkes am Luziensteig.
LNr
042.
Fundort
SG / Flums, Alp Castellan, Alp Castilun, Stralrüfi
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Flums
Koordinaten, ca.
748300 / 218140
Literatur
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 228
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 348
Bemerkungen
Östlich von Flums gelegen. Vermutlich handelt es sich bei dieser Fundortbezeichnung um die Felsen westlich der Stralrüfi. Die Fundstellen befinden sich in den Zementsteinschichten des Portlandien.
Mineralien
- Fensterquarz: Deutlich sind besonders die lamellenartigen Toneinlagerungen. Meistens mit kurzprismatischer Gestalt.
LNr
043.
Fundort
SG / Flums, Schilstal
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Flums
Koordinaten, ca.
740950 / 213880
Literatur
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 109
Bemerkungen
Ca. 7 km südwestlich von Flums, auf der linken Seite des Schilstals. Hier im Sandstein der Quartenserie.
Mineralien
- Chalkosin:
LNr
044.
Fundort
SG / Flumser Berge, Flumser Berg, Brod
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Flums
Koordinaten, ca.
740380 / 215550
Literatur
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; 409
Bemerkungen
Vermutlich handelt es sich um das heutige Prod auf der Prodalp. Brod ist auf der Karte nicht eingetragen. Die Koordinaten zeigen auf Prod.
Mineralien
- Azurit:
- Chrysokoll:
- Cuprit:
- Kupfer, gediegen:
Das Kupfer in den Rollstücken von Brod bildet kleine derbe oder verästelte körnige Partien.
- Malachit:
- Silber: Silber fand sich auf rotbraunen feinkörnigen Quarzitstücken, welche in der Wiese eines Bauern unterhalb Brod am Flumser Berg im Bezirk Sargans gefunden wurde und nach Vermutungen aus einem Kupfergange des Sernfkonglomerates stammen. Als Begleiter sind Malachit, Azurit, Chrysokoll, Cuprit und Kupfer zu bemerken und das Silber ist zum Teil mit dem letzteren innig verwachsen.
LNr
045.
Fundort
SG / Flumserberge, Alp Prod, Prodalp
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Flums
Koordinaten, ca.
740600 / 216000
Literatur
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 266
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 244
Bemerkungen
Ca. 400 bis 700 Meter südlich der Alp Prod von einem historischen Bergbau im Verrucano. Es handelt sich um ein Erz-Lesestück mit den aufgeführten Mineralien. Bergbautätigkeiten sind in den Flumser Bergen ab 1410 bekannt.
Mineralien
- Azurit:
- Cuprit:
- Kupfer, gediegen:
Gediegen, in kleinen Mengen in Kupfererzen.
- Malachit:
- Silber: Gediegen.
LNr
046.
Fundort
SG / Mels (Erzabbau)
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Mels
Koordinaten, ca.
750474 / 212541
Literatur
- Epprecht, W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Bemerkungen
In der Region Mels fand in früheren Jahren ein Erzabbau oder ein Erzabbauversuch auf Hämatit und/oder Magnetit statt. Nähere Angaben fehlen. Die Koordinaten zeigen auf Mels.
Mineralien
- Eisenerz:
LNr
047.
Fundort
SG / Oberes Weisstannental, Augstchamm, Ober Plattnerbo
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Mels
Koordinaten, ca.
737830 / 204570
Literatur
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 83,272,314,418,424
Bemerkungen
Aus einer Uranvererzung. Koordinaten auf 'Augstchamm'.
Mineralien
- Brannerit: Feinkörnig eingesprengt.
- Chalkopyrit:
- Hämatit:
- Meta-Autunit:
Viereckig-tafelig, glimmerähnlich.
- Pyrit:
- Pyrochlor: Körnig, braun bis rot.
- Uraninit:
- Vandendriesscheit: Orange, glasig, zum Teil zu Rosetten aggregiert.
LNr
048.
Fundort
SG / Weisstannental, Heitelpass, Heidelpass
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Mels
Koordinaten, ca.
744180 / 201150
Literatur
- Hess, W.; Urner Mineralienfreund; 1995; Heft 2; Seite 6
Bemerkungen
Die Koordinaten verweisen auf das Fundgebiet Heitel. Es ist nur die allgemeine Fundortbezeichnung Heitelpass bekannt.
Mineralien
- Calcit: Als sogenannter 'Papierspat'.
- Quarz: Bis 18 mm, zusammen mit Calcit.
LNr
049.
Fundort
SG / Murg
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Quarten
Koordinaten, ca.
734810 / 219540
Literatur
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 351
Bemerkungen
Die Koordinaten zeigen auf Murg. Das Murgtal liegt südlich davon.
Mineralien
- Fluorit: In kleinen Drusen im Rötidolomit.
LNr
050.
Fundort
SG / Murgtal, Alp Tobelwald
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Quarten
Koordinaten, ca.
735200 / 216500
Literatur
- Glutz,Rudolf; Minaria Helvetica; 2011; Heft 29; Seite 3-6; Der Schürfstollen Tobelwald im Murgtal
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 149
Bemerkungen
Auf der Ostseite des Murgtals, in einer schwachen Kupfervererzung. 2 Schürfstellen:
1. im Verrucano bei Koordinaten 735.205 / 216.520 (relativ genau)
2. im Röti-Dolomit bei Koordinaten 735.195 / 216.500 (relativ genau).
Mineralien
- Enargit: Enargit als Hauptbestandteil, zusammen mit einem quecksilberhaltigen Sulfid.
LNr
051.
Fundort
SG / Quarten, Leistchamm
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Quarten
Koordinaten, ca.
734590 / 223190
Literatur
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 342
Bemerkungen
/
Mineralien
- Calcit: Rhomboeder, kleine Stufen.
LNr
052.
Fundort
SG / Sargans, Alp Palfries, Alp Palfris
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Sargans
Koordinaten, ca.
748980 / 218060
Literatur
Die Fundortangabe ist ungenau, eine Alp Palfries ist auf der Karte (Swiss Map) nicht zu finden. Es existieren eine Vorder- und eine Hinter Palfries. Die Koordinaten zeigen auf die Hinter Palfries.
Bemerkungen
/
Mineralien
- Quarz: Bis 2 cm, Doppelender, Zepterquarz.
- Zepterquarz:
LNr
053.
Fundort
SG / Sargans, Gonzen, Naus, Wolfsloch, Welligrat, Wellhorn, Rosenlaui (Eisenerzabbau)
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Sargans
Koordinaten, ca.
752900 / 215000
Literatur
- 1923; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, VIII. Lieferung; 1. Band; Seite 156 - 201; Die Eisen- und Manganerze der Schweiz
- Eberli, Hans; Bergknappe; 2015; Heft 126/127; Seite 26-35; Das Eisenbergwerk Gonzen, Sargans- Epprecht, Willfried; 1946; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, 24. Lieferung; Die Eisen und Manganerze des Gonzen.
- Epprecht, Willfried; Minaria Helvetica; 1984; Heft 4a; Seite 1 - 39; Die Entwicklung des Bergbaus am Gonzen (Sargans)
- Epprecht, Willfried; Bergknappe; 1986/1; Heft 35; Seite 12-17; Das Inventar des Eisenbergwerkes Gonzen 1771
- Epprecht, Willfried; Minaria Helvetica; 1986; Heft 6a; Seite 18 - 32; Neues vom alten Bergbau am Gonzen
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19
- Epprecht, Willfried; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1946; Band 26; Heft 1; Seite 19 - 27; Die Manganmineralien vom Gonzen und ihre Paragenese Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1981/3; Heft 17; Seite 13-16; Bergbau in den Berner Alpen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 156 ff
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 339, 351
- Roth, Philippe & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 2013; Heft 3; Seite 8 - 21; Die seltenen Mineralien der Bündner Manganvorkommen
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 30,209,211,227,314,347,370,454
- Weibel, Max; Urner Mineralienfreund; 1992; Heft 2; Seite 12-17
Bemerkungen
Geschichte und Abbaumethoden des Eisenbergwerkes Gonzen: Bereits 1396 erstmals als Bergwerk erwähnt (vermutlich wurde aber schon vorher abgebaut, datieren die ältesten Schlackenfunde doch bereits auf 200 v.Chr.) und erst nach fast 600 jährigen Tätigkeit im Jahre 1966 geschlossen. In all den Jahren war das Bergwerk nicht fortlaufend im Betrieb. Bis zu seiner Stilllegung wurden ca. 2.7 Millionen Tonnen Erz gefördert. Der Erzhorizont weist meistens eine Mächtigkeit von unter 2 Meter auf und erstreckt sich über eine Fläche von über 3 km2 und besteht aus einem Gewirr von ungefähr 90 Kilometer Stollen und Galerien. Der tiefste Abbaupunkt befand sich auf etwa 350 m, der höchste Abbaupunkt auf 1400 m. Ursprünglich wurde das Erz von oben her abgebaut, das heisst, man musste zuerst auf den Berg hinauf und dann im Berg wieder hinunter. Auf Schlitten wurde dann das Erz auf steilen Wegen ins Tal gebracht. Grube I: Der Hauptabbau konzentrierte sich in der Frühzeit und den Blütezeiten im 15. bis 19. Jh. auf die Grube I, welche bis 1918 abgebaut wurde. Grube II: Weiter wurde in der 1842 wieder entdeckten Grube II und in Grube IV grössere Erzmengen gefördert (vorwiegend 1764-1774). Grube III : war ein unbedeutendes Abbaufeld. Grube IV: wie Grube II. Bis mindestens ins 18. Jh. hinein wurde das Erz mit der Methode des "Feuersetzen" abgebaut, das heisst durch das Anzünden von Holzstössen am Abbaurand wurde das Erz erhitzt, mit Wasser abgeschreckt und so mürbe gemacht. Man schätzt, dass in diesen frühen Zeiten ca. 90000 Tonnen Erz abgebaut wurden. Von 1823 bis 1873 wurde durch die Familie Neher vor allem die Gruben I und II ausgebeutet. Die Ausbeutung erfolgte nun bereits durch Sprengung. In dieser Zeitspanne wurden ungefähr 140000 Tonnen Erz gefördert. 1920 wurde die 1800 m lange Seilbahn von Naus (Bergbausiedlung auf 1000 m) bis zur Talstation Malerva in Betrieb genommen. Das Erz wurde in Gondeln verladen, dann sortiert, gewaschen und in die Züge verladen. Erfolgreiche Prospektionsarbeiten führten dazu, dass man 1949 bei Vild (Sargans) auf Talniveau mit dem Bau des Basisstollen begann, der nach 1700 Meter auf das Steillager stiess. Die Abbauten von Naus aus (Scheitel) wurden aufgegeben. Alle Abbauten wurden von nun an von diesem neuen Stollen aus organisiert. Ende 1951 nahm man den Basisstollen auf 492 m in Betrieb, dadurch wurde der Erzabbau via Naus überflüssig und die Seilbahn konnte stillgelegt werden. Zuhinterst im Basisstollen wurde 1963 in der nähe der Fluewand-Verwerfung ein Erdgasvorkommen angestochen, worauf teure Massnahmen ergriffen werden mussten, um den Betrieb weiterhin sicher fortführen zu können. So wurde zum Beispiel auf eine elektrische Sprengzündung umgestellt und der Methangehalt in den Stollen musste ständig überwacht erden. In den Sechzigerjahren sank der Weltmarktpreis der Eisenerze rapide ab. Mit diesen Preisen konnte die EGAG aufgrund des aufwendigen Abbaues (dünnes Lager, viele Stollen, tektonisch stark gestört), den vielen Sucharbeiten und schliesslich dem Gasausbruch nicht mehr konkurrenzieren, so dass am 2.Mai 1966 die Grubenstilllegung beschlossen werden musste. Aus dem Gonzen sind insgesamt ca. 2.7 Mio. Tonnen Erz gefördert worden. Während bis 1900 alles Gonzenerz in der Schweiz verhüttet worden ist, verkaufte man ab 1921 den Grossteil der Eisenerze nach Deutschland, insbesondere an Stahlwerke des Ruhrgebietes. Die begehrten, reinen Manganerze wurden jedoch hauptsächlich in der Schweiz abgesetzt. Im Gonzen lagern immer noch grosse abbauwürdige Erzmengen (man schätzt 5.5 Mio. t Roteisenstein, davon werden 2.3 Mio. Tonnen als "sicher" und 2 Mio. Tonnen als "wahrscheinlich" taxiert. Nach der Stilllegung im Jahr 1966 wurden noch brauchbares Werkzeug und Pumpen verkauft, was zur Folge hatte, dass die unteren Strecken und Stollen bald überflutet wurden. Die Eisenbergwerk Gonzen AG (1919), welche den beiden Konzernen Georg Fischer und Sulzer gehört, ist immer noch im Besitz einer Abbaulizenz. Dank dem Verein Pro Gonzenbergwerk sind seit 1983 Führungen durch einen Teil des Bergwerks Gonzen möglich. Mineralogie: Massives Eisenerz: Eisenoxid dominiertes Erz mit Hämatit, Magnetit und variablem Gehalt an Quarz und Eisencalcit. In der Bergwerkssprache wird es als Roteisenstein oder -erz bezeichnet. Eisengehalt ca. 46-62% (Durchschnitt=53%). Mangan ist nur in Spuren vorhanden. Stollen 'Naus' mit Mundloch auf ca. 1000 m ü. M. und 'Wolfsloch' mit Mundloch auf ca. 645 m ü. M. Abbau von 1921 bis 1966, 2.6 Mio. Tonnen Eisenerz mit einem mittleren Eisenanteil von 54 Gewichts-%. Eine Darstellung über die Geologie des Gonzen und eine Beschreibung über die grosse Calcitcluft, kann im Urner Mineralienfreund, Ausgabe 1992-2, ab Seite 12 nachgelesen werden. Malm (Hochgebirgskalk). Stand 1915. Am Gonzen ob Sargans enthält der Hochgebirgskalk ein bis 3 m mächtiges syngenetisches Flöz von derbem Roteisenstein mit ca. 60% Fe-Gehalt. Dem Roteisen ist stellenweise Magnetit beigemengt. In der Region des eisernen Hutes finden sich Manganerze mit ca. 40% Mn-Gehalt. Das Erz wurde in vier Gruben abgebaut, 750-950 m über der Talsohle. Die Ausbeute beträgt nach den Grubenplänen 35,000 m3 Erz entsprechend ca. 50,000 Tonnen Roheisen. Von 1825 bis 1868 und von 1873 bis 1876 wurde das Erz im Hochofen von PIons verhüttet, es sind rund 40,000 Tonnen Eisen produziert worden. Die Menge des im Gonzen noch vorhandenen, in den Bauen aufgeschIossenen Erzes kann geschätzt werden auf 600,000 Tonnen, die 360,000 Tonnen Roheisen liefern würden. Neuerdings hat sich eine "Studien-Genossenschaft" gebildet für die Anhandnahme weiterer Untersuchungen und Aufschliessungsarbeiten. Ein dem Gonzenerz analoges Vorkommen trifft man im Malm des Welli-Grates ob Rosenlaui auf 2500 m Höhe. Hier sind durch alte Schürfungen drei übereinanderliegende je 1-2 m mächtige Flöze von Roteisen angehauen worden (Stand 1915). Welligrat, Wellhorn. Eisenerz. Details zum Bergbau am Gonzen bis 1800: Der Gonzen erhebt sich nördlich vom Städtchen Sargans zu einer Höhe von 1833 m und bildet in der merkwürdigen Talgabelung von Rhein- und Seeztal den südöstlichen Eckpfeiler der Alviergruppe. Es wurde bisher an folgenden Stellen ausgebeutet: 1. Grube I, weitaus die wichtigste unten den früheren Ausbeutestellen, liegt im Innern des Berges, östlich vom Gipfel des Gonzen, vertikal unter dem Gebiete zwischen Wangboden und Gemsweid. Man erreicht sie vom Tale aus auf dem "Erzweg", der von Sargans oder von Heiligkreuz bei Mel, aus in etwa 1,5 Stunden durch den, auf dem Südostabhang des Gonzen liegenden Staatswald nach dem Knappenhaus (1214 m) und zu dem dicht oberhalb desselben in etwa 1250 m Höhe befindlichen Mundloch des Hauptstollens führt. 2. Grube II (von den Bergwerksarbeitern einst auch "Lehmgrube" genannt) liegt etwa 150 m westlich von Grube I im Innern des Gonzengipfels, nahe der Südostwand des Berges in ca. 1385 m Höhe. Sie besitzt keinen selbständigen Zugang, sondern wurde vom oberen Ende von Grube I aus auf einem Wege erreicht, der an der Steilwand unterhalb Gemsweid durchführte. Heute ist dieser Zugang nicht mehr bequem gangbar. 3. Grube III, wo das Erz nur versuchsweise abgebaut wurde, liegt direkt südlich unter dem Gonzengipfel. Der Eingang befindet sich in ca. 1250 m Höhe in der steil gegen Süden fallenden "Follenplatte", ist aber heute nicht mehr leicht zugänglich. 4. Grube IV ("Schneeloch") liegt etwa 200 m über Grube III in ca. 1445 m Höhe gegenüber dem Gipfelturm des Faulen Gonzen in der Südwestwand des Gonzen an ebenfalls schwer zugänglicher Stelle. 5. Das Abliswerk ist eine unbedeutende Schürfstelle, an der nie eine eigentliche Erzausbeute stattfand. Sie liegt etwa 120 m östlich von Grube III in ca. 1190 m Höhe am unteren Rand der "Follenplatte". 6. Die Nausgrube, in der im Jahre 1920 vom neuen Gonzensyndikat die Erzausbeute in grossem Massstabe begonnen wurde, liegt im östlichen Teil des Berges, ca. 500 m nordöstlich unterhalb Grube I. Der Förderstollen beginnt bei den ehemaligen Berghütten von Naus (auf der topographischen Karte Navus genannt) ziemlich genau in 1000 m Höhe. Das Bergwerk ist durch einen Fahrweg, der über Windboden und Egg nach den Bauernhöfen von Unter-Prot führt und von dort durch eine Fahrstrasse mit Sargans verbunden. Eine Luftseilbahn mit Geleiseanschluss dient dem Erztransport nach der Eisenbahnstation Sargans. Historischer Überblick bis zum Jahre 1800. Bei gelegentlichen Ausgrabungen in der Umgebung von Sargans sind in Ruinen römischer Ansiedlungen halbgeschmolzene Erzstücke, Schlacken und Eisenstücke gefunden worden, die von Rennfeuern herrühren. Diese Funde beweisen, dass die Gonzenerze schon von den Römern ausgebeutet wurden. Urkundlich ist das Bergwerk zum erstenmal im Jahre 1050 (in einer Urkunde König Heinrichs III) erwähnt. Die Art des Bergbaus ist durch keine Aufzeichnungen überliefert, kann aber zum Teil durch die Beobachtung der von den Alten abgebauten Gruben erraten werden. Es lässt sich feststellen, dass der Abbau am Ausgehenden der Erzschicht begonnen hat, und nach und nach der letztere folgend, immer tiefer bergwärts vordrang. Dadurch wurde die Förderung des gewonnen Erzes, die wahrscheinlich in Körben geschah, immer umständlicher. Dieser tonlägige Bau brachte aber noch den Nachteil der schlechten Bewetterung mit sich. Der Abbau des sehr harten Erzes geschah nach allgemeiner Übung mit dem sogenannten "Feuersetzen". Es wurden Holzbündel am Vortrieb angehäuft, die man während der Nacht verbrennen liess. Durch die erzeugte Hitze wurde das Erz mürbe und gespalten, so dass es leichter gelöst werden konnte. Je tiefer aber abgebaut wurde, um so langsamer entfernte sich der Rauch und um so schlechter war die Luft. Um die Förderung zu erleichtern und die Bewetterung zu verbessern, kam man auf den für die damalige Zeit kühnen Gedanken, einen querschlägigen Stollen bis zum Ort vorzutreiben. Dieser Stollen ist jedenfalls noch vor der Verwendung des Pulvers erstellt worden, da er nicht gesprengt, sondern in eine Felsspalte gemeisselt wurde. Die verhältnismässig grosse Ausdehnung der mittelst Feuersetzen abgebauten Grubenräume zeigt, dass der Bergbau in dieser Periode nicht unbedeutend war. Als, wahrscheinlich im 14. Jahrhundert, das Schwarzpulver für die Sprengarbeiten zur Anwendung kam, erfuhr der Bergbau einen bedeutenden Aufschwung. Die Verhüttung der Erze geschah zuerst in Rennfeuern, später in kleinen Stücköfen. Beide Ofenarten lieferten Eisenklumpen aus schmiedbarem Eisen (die sog. Luppen oder Wölfe). Wahrscheinlich anfangs des 16. Jahrhunderts wurden die leistungsfähigeren Hochöfen eingeführt. Sie erzeugten nicht mehr Schmiedeisen, sondern Roheisen, das durch eine besondere Operation, das Frischen, in schmiedbares Eisen übergeführt wurde. Bei der Wahl der Verhüttungsstellen wurde die Entfernung von der Grube kaum berücksichtigt, da die Transportkosten bei dem hohen Eisenwert nicht in Betracht kamen; so sind z. B. Gonzenerze in Ragaz und Wartau verhüttet worden. Dagegen war der Holzverbrauch für die Verhüttung sehr erheblich und zwang zur Aufstellung der Öfen in waldreichen Gegenden. Sobald der Holzvorrat der Wälder aufgebraucht war, wurden die Öfen verlegt. So sind ist Jahre 1315 drei Schmelzen zu Plons, Mels und Flums. 1404 eine am Murgbach, 1406 wieder eine neue zu Flums erwähnt. Die hinreichende Versorgung der Eisenhütten mit Holz war für das Gedeihen der Eisenindustrie unbedingt erforderlich. Die "Isenherren" hatten deshalb seit uralter Zeit das Recht, nach Bedarf in den Hoch- und Fronwaldungen der Landschaft unentgeltlich Holz zu schlagen, Sie konnten sogar im Notfall jeden dritten Baum aus den Baumgärten der Lehensleute in Anspruch nehmen. Diese ausgedehnten Rechte wurden später auch von den Regierungen der "Sieben Orte“ bestätigt. Über den Bergbau ant Gonzen im 14., 15. und 16. Jahrhundert ist nichts als die Namen der zahlreichen "Isenherren" bekannt. Er scheint ohne wesentliche Unterbrechungen betrieben worden zu sein. Sicher ist, dass das erzeugte Eisen eine ausgedehnte Verwendung fand. Nach dem Protokoll der Tagsatzung zu Schwyz im Jahre 1481 wurde es nicht nur in Zürich und in den anderen eidgenössischen Orten verwendet, sondern fand auch im Burgund Abnehmer. Während des dreissigjährigen Krieges blühte der Bergbau ganz besonders; die Erzeugnisse der deutschen und österreichischen Eisenhütten genügten nicht einmal für die eigenen Staaten, so dass die schweizerischen Eisenhütten den Eisenbedarf des Landes allein decken mussten. Um die Erzförderung zu erhöhen, wurde der Unternehmung im Jahre 1624 sogar erlaubt, auch an den Festtagen arbeiten zu lassen. Die zunehmende Eisenerzeugung verursachte einen entsprechenden Holzverbrauch. Um denselben zu decken, mussten die Wälder verwüstet werden. Es wurde sogar Holz in den „verbannten" Wäldern geschlagen. Die Gemeinden, deren Bevölkerung sich gegenüber früher vermehrt hatte, wurden in erhöhtem Mass benachteiligt und begannen sich gegen die Privilegien der Isenherren zu wehren. Da ihre Bedeutung im Staate seit dem Untergang der Feudalzeit gewachsen war, gelang es ihnen, die Holzschlagrechte einschränken zu lassen. lm Jahre 1549 wurden die genannten Privilegien von den Vertretern der Sieben Orte bestätigt, aber das Recht, jeden dritten Obstbaum zu schlagen, wurde aufgehoben. Ein Entscheid aus dem Jahre 1604 bestimmt sogar, dass man die Hoch- und Buchen-Wälder, wo Holz geschlagen und abgekohlt wurde, wieder aufkommen lassen solle. "Ungebülirliches Hauen und Verwüsten, mit Mutwillen und Vorsatz betrieben von Gemeinden, Einwohnern und Eisenherren soll vom Landvogt verfolgt werden; er soll die Schuldigen strafen und den Beschädigten zum Schadenersatz verhelfen." Durch die fortwährenden Streitigkeiten wegen des Holzschlagens und anderer Rechtsfragen kam es im Jahre 1654 so weit, dass die Unternehmung nicht mehr imstande war, die Knappenlöhne zu bezahlen. Das Bergwerk musste den Knappen verpfändet werden. lm gleichen Jahre kam es durch Kauf in den Besitz von Landammann Good von Mels. Dank seiner guten Beziehungen zu den Behörden der Sieben Orte konnte der neue Besitzer die Privilegien wahren und von Schwyz eine Zollermässigung für die Einfuhr des Gonzeneisens erwirken. Der Hochofen lag zuerst am Walensee, 1680 wurde er nach Flums verlegt. Während etwa 80 Jahren blühte das Unternehmen in den Händen der Familie Good. Als im Jahre 1734 die Mitglieder der Familie bis auf einen unmündigen Erben ausstarben, wurde die Unternehmung unter die Vormundschaft eines Vogtes gestellt, und ging durch Nachlässigkeit und ungenügende Fachkenntnis zu Grunde. Unglückliche Prozesse verschlangen zudem das ganze Betriebskapital. Im Jahre 1764, als Berg- und Hüttenwerk für Fr. 82000 von Leonard Bernold, früher Landammann von Glarus, und Hans Schulthess gekauft. wurden, waren die Hüttenanlagen nicht mehr in betriebsfähigem Zustande. Da die Waldungen von Flums zudem verwüstet waren, wurde eine neue Eisenschmelze in Plons erstellt. Den neuen Besitzern fehlten aber die für ein solches Unternehmen nötigen Kenntnisse. Sie investierten ein zu grosses Kapital und mussten ohne Ende prozessieren. "Die Gemeindevorsteher hatten ihr Interesse dabei, sie verdienten Geld damit. Die Landvögte bekamen Schenkungen, die ihnen angenehm waren, und also mussten die Bergwerksunternehmer alle Jahre nach Frauenfeld (wo die Eidg. Tagsatzung tagte). " Da sie keine technischen Kenntnis besassen, überliessen die Besitzer die Leitung fremden Leuten, die sie nicht genug an einem guten Geschäftsgang zu interessieren wussten. Die Verwirrung ging zuletzt soweit, dass sogar das gesamte Personal zu Rate gezogen wurde. Trotzdem die Eisenqualität geringer wurde, wuchsen die Gestehungskosten mehr und mehr. Schulthess musste Bernold gestehen, dass ohne Amortisation und Verzinsung von Anlagen und Betriebskapital das erzeugte Eisen doppelt so teuer zu stehen kam, als es verkauft werden konnte. Der Betrieb musste deshalb im Jahre 1774 eingestellt werden. Die Gebäude wurden veräussert. Einige Jahre später zog sich Schulthess vom Betrieb zurück, und Bernold suchte vergeblich das Bergwerk zu verkaufen. Über die Ausbeutung während dieser Periode ist nur bekannt, dass das Erz aus drei Gruben gefördert wurde und dass die Ausbeutung einer Tonne Erz ungefähr Fr. 13,60 kostete. Im 19. Jahrhundert Der Bergbau ruhte vollständig, bis im Jahre 1823 das Bergwerk durch Kauf an die Familie Neher überging. Die Familie besass die Eisenwerke Lauffen (Schaffhausen) und Thorberg ( Luzern). Das Eisenwerk Lauffen konnte jedoch seine Giesserei und seine Schmiedeisenfabrikation nur ungenügend mit Roheisen versorgen, anderseits aber die Produktion der Hochöfen aus Mangel an Brennholz nicht erhöhen. Aus diesem Grunde entschloss sich die Familie Neher, das Berg- und Eisenwerk am Gonzen wieder in Betrieb zu nehmen. Während den 49 Jahren des Stillstandes waren die Bergwerksanlagen zerfallen und die Gruben II, III und IV in Vergessenheit geraten: diese Gruben wurden erst in den Jahren 1842 - 1844 wieder entdeckt. Die neuen Besitzer liessen die Bergwerkanlagen in Stand setzen und bauten eine Eisenhütte in Plons. Der Hochofen wurde im Jahre 1821 erstellt und 1825 in Betrieb gesetzt. Der Wert desselben betrug irrt Jahre 1811, Fr. 42’000, das Betriebskapital Fr. 88’000. Die Familie Neher, die über die nötigen kaufmännischen und hüttenmännischen Kenntnisse verfügte, wusste die Unternehmung mustergültig zu organisieren. Das uralte Recht der Besitzer des Bergwerkes, Holz nach Bedarf unentgeltlich in den Hoch- und Fronwaldungen zu schlagen, war aber durch die Helvetische Republik abgeschafft worden. Die Unternehmung versorgte ihr Hüttenwerk teilweise mit Holz aus ihren eigenen Wäldern, zum Teil mit Holzkohlen, die in Graubünden gekauft wurden. Dass unter diesen Umständen das Brennmaterial teurer als früher zu stehen kam, ist selbstverständlich. Dessen Verbrauch musste deshalb nach Möglichkeit vermindert werden, was durch die stetige Verbesserung der Verhüttung in dem Masse gelang, dass die Unternehmung nicht nur die Konkurrenzpreise zu halten vernuochte, sondern auch mit Gewinn arbeitete. Mit deut Bau der Eisenbahnen und der Aufhebung des Zolles auf die Einfuhr ausländischen Eisens änderten sich die Verhältnisse vollständig. Nach kurzer Zeit war es der Unternehmung nicht mehr möglich, der Konkurrenz standzuhalten und der Hochofen musste für Jahre 1868 ausgeblasen werden. Zu Beginn der deutsch-französischen Kriege, stiegen die Eisenpreise und das Eisenwerk Lauffen war von Neuem ungenügend mit Roheisen versorgt. Das Gonzenbergwerk wurde deshalb wieder in Betrieb gesetzt und ein neuer Hochofen gebaut, der 1873 angeblasen werden konnte. Er blieb in Tätigkeit, bis ein neues Sinken der Eisenpreise ihn im Jahre 1878 zum Stillstand brachte. Über den Betrieb der Berg- und Hüttenwerke durch die Familie Neher geben die von den Verwaltern hinterlassenen Schriften Auskunft.
Mineralien
- Albit: In einigen Calcitklüften, die meistens auch etwas Quarz führen, wurde sowohl in den liegenden wie in den hangenden Schichten des Erzlagers Albit festgestellt. Solche Adern sind oft stark schlierig und gehen manchmal in einzelne Linsen über, die isoliert im Kalke liegen. Albit ist darin manchmal sehr massenhaft vorhanden, oft aber auch nur recht spärlich. Auch im Kalkstein selbst kommen in der Umgebung solcher Adern Albitkristalle vor. Sie sind immer sehr gut idiomorph, und zwar handelt es sich durchweg um leistenförmige Individuen, die maximal 0,5 mm, häufig etwa 0,3 mm gross sind. Oft bestehen die Kriställchen aus zwei nahezu gleich grossen, nach dem Albitgesetz verzwillingten Hälften. Sie sind stets nach (010) tafelig und weisen ausser dieser Fläche noch (001), (101) und (110) auf'. Die Kriställchen sind immer klar und fast einschlussfrei.
- Alleghanyit: Rosarote Adern in mm-Dicke. In kleinen rosafarbenen, glasartigen Massen von wenigen Millimetern.
- Ankerit: Das Erzlager und seine liegenden Gesteine werden ziemlich häufig von Adern durchsetzt, die im Wesentlichen aus einem schwach graugelblichen Karbonat bestehen. Die Analyse stellt eine Gesamtanalyse der Kluftfüllung dar. Die daraus berechnete Karbonatzusammensetzung zeigt, dass es sich um einen Mischkristall handelt, dessen Metallatomplätze zu etwa zwei Dritteln durch Ca eingenommen werden. Der Rest der Metallplätze ist im Wesentlichen durch Mg, untergeordnet noch durch Fe besetzt. Auch hier wurde die Reinheit röntgenometrisch nachgeprüft, und es konnte bewiesen werden, dass ein einheitlicher Karbonatmischkristall vorliegt. Unter dem Mikroskop unterscheidet sich Ankerit deutlich vom Calcit und Ferrocalcit. Er ist immer grobkristallin; die Einzelkörner können mehrere Millimeter gross sein und sind häufig linsig gebaut, was durch die krummflächigen Spaltrisse und die undulierende Auslöschung schön zum Ausdruck kommt. Zwillingslamellen treten nicht auf. Häufig sind viele staubförmige Einschlüsse vorhanden.
- Ankeritischer Rhodochrosit: Ein sehr grosser Teil der Manganerze besteht aus unreinem Rhodochrosit mit grauer, gelblicher oder rötlicher Farbe. Die Farbe wird durch Hausmannit-, Psilomelan- oder Chloriteinschüsse bedingt. Unter dem Mikroskop sind neben dichten, kryptokristallinen Karbonatmassen, welche oft sehr einschlussreich sind, häufig gröber kristalline, einschlussfreie Partien zu erkennen; diese sind aus undulierend auslöschenden, gekrümmten Kriställchen aufgebaut, die in Dünnschliffen eisblumenartige Bilder erzeugen. Manchmal sind solche Kristalle auch innerhalb von dichtem, kryptokristallinem Karbonat andeutungsweise erkennbar. Offenbar handelt es sich um eine beginnende Rekristallisation. Auch Porphyroblasten von reinem Rhodochrosit kommen in solchem Erz vor.
- Aragonit: In einem Klufthohlraum sind auf Rhodochrosit als Rarität einmal etwa 2 mm grosse Aragonitsphärolithe gefunden worden. Sie bestehen aus sehr vielen feinen, nadelförmigen Kriställehen von weisser Farbe. Aragonit ist die jüngste Bildung in der Kluft. Es kann sich um eine rezente Bildung handeln. Sonst wurde nirgends Aragonit gefunden, und es sind auch keine Anzeichen dafür vorhanden, dass der Calcit stellenweise aus Aragonit entstanden ist.
- Baryt: Schwerspat ist das einzige Sulfat, das in den Gonzenerzen vorkommt. Es kommt sowohl eingesprengt im Erz wie auch in Adern vor. Als Gemengteil der Erze ist er nur in den Manganerzen vorhanden, und zwar sowohl in den vorwiegend oxydischen wie auch in den rein karbonatischen. In beiden Fällen tritt er entweder als unregelmässige kleine Körnchen oder dann, was viel häufiger ist, als kleine tafelige Kriställchen auf. Diese sind fast immer zu büscheligen Aggregaten gruppiert.
- Calcit: Viel häufiger als in den Erzen kommt reiner Kalzit in Klüften vor, in denen er leicht erkennbar ist, da er dort viel gröber kristallin ist. Im Erz und im Nebengestein sind Klüfte sehr verbreitet, die von milchweissem Kalzit meistens restlos erfüllt sind. Klüfte mit zentralen Hohlräumen sind selten, enthalten aber jeweils sehr schön ausgebildeten Kalzit, besonders bis 2 cm grosse Kristalle von flachrhomboedrischem Habitus. Weiss, rötlich (durch Überzug von Limonit), bläulich grau, halbdurchsichtig, glänzend, recht gross, bis 80 cm Kantenlänge, über 100 Exemplare mit 30 cm Kantenlänge, aus zwei ca. 16 x 9 x 4 Meter grossen Kristallhöhlen, nur positives Grundrhomboeder, oft treppenartiger Aufbau, zonare Färbung, lilarot fluoreszierend (Langwellen).
- Chalkopyrit: Dieses Sulfid ist in Form mikroskopisch kleiner Körnchen fast in jedem Erzstück eingesprengt, und zwar sowohl in den Eisen- wie in den Manganerzen. Ferner begleitet es den Pyrit auf Klüften. Kupferkies ist aber überall in viel geringerer Menge vorhanden als Pyrit. In den Erzen beträgt das Verhältnis Pyrit: Kupferkies vielleicht etwa 50: 1, in den Adern aber schätzungsweise 1000: 1. Manchmal kommen allerdings auch feine Äderchen vor, die fast nur aus Kupferkies bestehen.
- Feitknechtit: Wurde in der Schweiz erstmals hier gefunden. Bildet einen dünnen, dunkelbraunen Film auf verwitterten Pyrochroit-Kristallen.
- Ferrocalcit: Die Melierterze bestehen grösstenteils aus sehr kalzitähnlichem Karbonat, das immer etwas Fe und geringe Mengen Mn und Mg enthält. Eine Pulveraufnahme zeigt, dass es sich nicht um ein Gemisch verschiedener Karbonate, sondern um ein einheitliches Mischkarbonat handelt. Auch das in den hochwertigen, oxydischen Eisenerzen untergeordnet vorkommende Karbonat gehört diesem Typus an. Ferrocalcit kann ziemlich grobkörnig sein, mit Korngrössen bis 0,1 mm. In Eisenerzen, besonders in den " Melierterzen", ist der Ferrokalzit von feinsten, z. T. submikroskopischen Hämatitschüppchen dicht erfüllt. Es ist deshalb nicht möglich, reines Material zu analysieren.
- Fluorit: Farblos bis grauweiss. Der Fluorit ist nirgends Gemengteil der Erze, sondern tritt nur in Klüften auf, und zwar sowohl innerhalb des Erzkörpers wie auch in der unmittelbaren Nachbarschaft desselben. Er ist immer wasserklar und farblos. Meistens handelt es sich nur um mikroskopisch kleine xenomorphe Kriställchen. Da Fluorit die Zwickel zwischen idiomorpherem Quarz, Rhodochrosit, Calcit und Chlorit ausfüllt, muss er das letztausgeschiedene Mineral sein. Frei aufgewachsene Kriställchen sind selten, stets würfelförmig und höchstens 1 mm gross. Xenomorphe Körner können grösser sein. So fand ich z. B. an der Grenze Eisenerz/Plattenkalk in einer calcitreichen Ruschelzone über 1 cm grosse, kataklastisch zertrümmerte Fluoritkörner.
- Gips: Gips kommt weder als Gemengteil der Erze noch in den eigentlichen Klüften vor. Er ist ausschliesslich eine Neubildung der Oxydationszone und daher überall dort zu finden, wo in alten Abbauen Pyrit verwitterte. Man kann an solchen Stellen Ausblühungen von Gips antreffen, die aus klaren, einige Millimeter grossen Kriställchen bestehen. In lehmigen Überzügen alter Abbauzonen liegen manchmal bis 1,5 cm grosse Kristalle, die nach der c-Achse gestreckt sind. In der Grube wurde an einer Stelle eine pyritreiche Zone getroffen, die von einer Verwerfungskluft durchsetzt wird. Die Spalte ist heute mit Lehm gefüllt, muss aber früher Wasser geführt haben, da kolkartige Bildungen vorhanden sind. Im Bereich dieser Spalte sind im Kalk mehrere über 1m grosse rundliche, sackförmige Gebilde vorhanden, die aus reinem, weissem Gips bestehen.
- Graphit: Im Erzlager sind oft schwarze, glänzende Tonhäutchen und Tonschiefer eingelagert. Sie sind im Dünnschliff opak. In einigen Fällen konnten darin sehr feine Flitterchen von Graphit nachgewiesen werden, und zwar anhand des extrem starken Reflexionspleochroismus. Die Schüppchen sind kaum grösser als 2/100 mm. Wahrscheinlich beruht die schwarze Farbe dieser Schiefer auf dem Graphitgehalt, wobei der grösste Teil des Graphites unter der mikroskopischen Auflösungsgrenze zu liegen scheint.
- Hausmannit: Als Hauptbestandteil der Manganerze, derbe Massen mit Kriställchen bis 2 mm (Epprecht, 1946b). Dieses Manganoxyd ist das wichtigste Manganmineral des Gonzenlagers. Es bildet Knollen und grössere unregelmässige Massen, die stets in Mangankarbonat eingebettet sind. Der Hausmannit ist meistens ziemlich grobkörnig. Die Körner können bis 2 mm Durchmesser haben. Gefüge mit einem mittleren Korndurchmesser von 1 mm sind nicht selten. Fast alle Körner sind polysynthetisch verzwillingt, wobei im gleichen Korn meistens mehrere Systeme von Zwillingslamellen nach (101) vorhanden sind.
- Hämatit: Erzlager in der Form eines Flöz, Mächtigkeit bis 1.5 Meter, mindestens 500 Meter breit und über 3000 Meter lang, Hämatitkristalle eher in schlechter Ausbildung. Der Hämatit ist das weitaus häufigste Mineral der Gonzenerze. Er bestimmt weitgehend den Charakter der Eisenerze, die ja unter dem Namen "Roteisenstein" in den Handel gelangen. Makroskopisch sind allerdings nirgends Hämatitkristalle zu erkennen. Der Eisenglanz bildet nur mikroskopisch erkennbare Kriställchen oder submikroskopische Partikelchen, welche in Gangartmineralien eingestreut sind.
- Jakobsit: Naus: hochglänzend, abgestumpfte Oktaeder, bis 8 mm Durchmesser (Meisser, 1995).
- Klinochlor:
- Limonit: Limonit kommt überall vor, wo rezente Verwitterungsvorgänge stattfinden. Er findet sich aber im Allgemeinen nur dort, wo Pyrit oder eisenhaltige Karbonate verwittern. Hämatit und Magnetit sind sehr wetterbeständig und auch an Ausbissen des Erzlagers oft vollständig frisch.
- Magererz: Die Magererze haben eine Zwischenstellung zu den massiven Eisenerzen inne. Sie können deutlich mehr Mn enthalten (bis 6%) als Mileriterze.
- Magnetit: Magnetit ist das neben Hämatit wichtigste Eisenmineral des Gonzens, denn er fehlt nur in wenigen Eisenerzstücken. Es ist aber ausserordentlich selten, dass Magnetit allein vorhanden ist, und Hämatit fehlt; meistens sind beide Oxyde eng miteinander vergesellschaftet. Auch der Magnetit kommt nur in Form mikroskopisch kleiner Kriställchen vor. Magnetitreiche Erze fallen sofort durch ihre stahlblaue Farbe auf.
- Manganerz:
- Mangano-Ankerit: In der Übergangszone zwischen Eisenerzen und Manganerzen kommt immer eine ziegelrote Karbonaterzschicht vor, die aus einem Karbonat, das eine sehr dichte Hämatitdispersion enthält, aufgebaut ist. Dieses Karbonat enthält neben Fe auch Mn und Mg in beträchtlicher Menge. Ca ist ebenfalls reichlich vorhanden.
- Manganocalcit:
- Manganosit: Dieses in der Natur selten vorkommende Mineral tritt in den Gonzen - Manganerzen relativ häufig auf. Da Manganosit an der Luft ausserordentlich leicht oxydiert wird, bleibt er nicht lange smaragdgrün, sondern wird bald schwarz, was die erzmikroskopische Untersuchung erschwert. Die besten Resultate wurden bei einer dauernden Einbettung in Paraffinöl erzielt. Der Manganosit bildet derbe Massen von maximal 2 cm Grösse, deren härte infolge der Feinkörnigkeit nicht genau ermittelt werden kann. Im Dünnschliff ist das Mineral durchscheinend grün und isotrop. Unter dem Erzmikroskop ist das Reflexionsvermögen gering. Durch Öl wird es weiterhin stark herabgesetzt. Der graue Reflexton zeigt einen deutlichen Stich ins Grünliche. In Luft, besonders aber in Öl treten massenhaft grüne Innenreflexe auf. An der Luft wird der grüne Manganosit zunächst schmutziggrün, dann braun und schliesslich schwarz. Die erzmikroskopischen Eigenschaften ändern sich bei diesem Farbumschlag kaum. Das Reflexionsvermögen bleibt gleich, was an Schliffen mit beiden Varietäten, dem grünen und dem schwarzen Manganosit, deutlich erkennbar ist. Auch die schwarze Abart ist isotrop, doch sind dessen Innenreflexe rot. Im Dünnschliff ist der schwarze Manganosit opak.
- Melanterit: Ausblühung von Pyrit, selten grössere Kristalle. Den in der Natur selten vorkommenden Eisenvitriol fand ich nur einmal in einer lehmführenden Verwerfungskluft, welche pyritisiertes Erz quert. Unter einer Lehmschicht lagen bis etwa 1 cm dicke bläulichgrüne Krusten auf dem Erz, die aus reinem Melanterit bestanden. Sie waren aus nadelförmigen Kriställchen aufgebaut, die alle senkrecht zur Erzfläche standen und so eine faserige Kruste bildeten. Der angrenzende Lehm war ebenfalls vitriolhaltig und blau gefärbt. An der Luft verwittern diese Krusten schnell.
- Mileriterz: Rot gefleckter, eisenhaltiger Kalkstein mit Calcit, Eisencalcit und feinkörnigem, feinverteiltem Hämatit. Seitlich geht das massive Erz, bevor es ganz verkalkt, in sogenanntes Melierterz über. Dieses hat ein fleckiges Aussehen und besteht je nach Verkalkungsgrad aus rotem, hämatitreichem Kalkstein, in welchen Zonen aus reinem Mikrit eingebettet sind, oder besteht umgekehrt aus reinem Mikrit in dem die hämatitreichen Zonen als rote Flecken hervortreten. Melierterz kann bis zu 30% Eisen enthalten, war für den Abbau jedoch nicht geeignet. Der Mangangehalt kann bis zu 2% ansteigen. Erwähnenswert ist der durchgehend hohe Anteil an Mikrofossilien
- Psilomelan: Als untergeordneter Bestandteil der Manganerze. Unter dem Namen "Psilomelan" werden hier alle Mineralien zusammengefasst, die nach dem erzmikroskopischen Befund in die von SCHNEIDERHÖHN und RAMDOR aufgestellte und so benannte Mineralgruppe gehören. Da diese Mineralien stets nur in geringen Mengen auftreten und stark mit andern Mineralien vermengt sind, konnte auf röntgenometrischem Wege nicht ermittelt werden, ob es sich dabei um Pyrolusit oder um andere Oxyde, vielleicht teilweise auch um Hydroxyde handelt.
- Pyrit: Würfelig, selten als Pentagondodekaeder, Anflüge, aggregiert (bis mehrere cm ??). Pyrit ist das einzige makroskopisch erkennbare Sulfid in den Gonzenerzen. Es kommt in zwei verschiedenen Ausbildungsweisen vor, nämlich als feine Körnchen im Erz eingesprengt und als derbe Massen oder grössere Kristalle in Klüften und ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. Ferner ist Pyrit sehr feine Körnchen in allen Varietäten des Quintnerkalkes weit verbreitet. Im Erz liegende Ammonitenreste sind fast immer von etwas Pyrit begleitet, der oft einen Kranz um das Gehäuse bildet.
- Pyrochroit: Ein Manganhydroxid, in blättrigen Aggregaten, bis 1.5 cm Durchmesser und bis 2 mm Dicke, bergfrische Kristalle sind farblos und mit muskovitartigem Glanz sonst bald schwarz und undurchsichtig und glanzlos. Die Umwandlung kann gemäss Parker auf die Bildung von Hausmannit zurückgeführt werden
.- Quarz: Vorwiegend im Kalkgestein. Quarz ist als Bestandteil der Eisenerze weit verbreitet, und zwar ist er häufiger in hochwertigen Eisenerzen als in solchem mit niedrigem Eisengehalt. In den Manganerzen ist er meistens nur spärlich vorhanden. In den das Erz querenden Klüften ist er eines der häufigsten Mineralien. In den Nebengesteinen des Erzkörpers, im unteren Quintnerkalk und im Plattenkalk, tritt er nur spärlich auf und zwar in kleinsten Körnchen. Der am Aufbau der Erze beteiligte Quarz ist durchwegs feinkörnig. Im Quarz der Eisenerze konnten nie Flüssigkeitseinschlüsse festgestellt werden. Dagegen sind feinste Eisenoxydpartikelchen, Chloritschüppchen oder Karbonateinschlüsse mit rundlichen oder auch rhomboedrischen Formen nicht selten zu finden. Es kommen bis 1 cm grosse Quarzschlieren und Knollen vor, die dicht von Hämatitschüppchen erfüllt sind. Da sie rot gefärbt sind, sie in der Literatur als Jaspis bezeichnet, obwohl sie keine faserige Kieselsäure enthalten.
- Retzian-(Ce): MM-gross, körnig, orange, lebhafter und fettiger Glanz, neben Alleghanyit (Meisser, 1995). Roth, Philippe / Meisser Nicolas erwähnen im Schweizer Strahler 2013/3 nur noch Retzian-(La) und Retzian-(Nd) von Naus, Retzian-(Ce) (Meisser, 1995) wird nicht mehr erwähnt.
- Retzian-(La):
- Retzian-(Nd):
- Rhipidolith: Chloritart, in Klüften karbonat- und quarzreicher Eisenerzgängen, hellgrün, feinschuppig, kugelig, kurzsäulig, wurmartig. Calcitreiche Querklüfte im Erz und seltener auch im Nebengestein enthalten sehr oft einen hellgrünen, feinsandigen Chlorit, der fast monomineralische Massen aufbauen kann. Sein Aussehen erinnert ausserordentlich stark an den Chlorit der alpinen Zerrkluftlagerstätten. Dieser Chlorit ist nie Erzgemengteil.
- Rhodochrosit: Das chemisch annähernd reine Mangankarbonat kommt häufiger vor als das Eisenkarbonat, da es sowohl im Erz wie in den Klüften des Erzkörpers weit verbreitet ist. Im Erz bildet nahezu reiner Rhodochrosit meist klare Idioblasten innerhalb von unreinen Karbonatschichten. Solche Rhodochrositkristalle sind krummflächig begrenzt und weisen krumme Spaltrisse und undulierende Auslöschung auf; die Porphyroblasten sind maximal 0,15 mm gross. Diese klaren Rhodochrositkristalle sind wahrscheinlich durch Rekristallisation der umgebenden unreinen Karbonatmasse entstanden. In den Klüften des Erzkörpers ist Rhodochrosit schon makroskopisch als rosarote Massen erkennbar. Die Kriställchen sind kaum je grösser als 1 mm und immer krummflächig begrenzt. Rhodochrosit kommt nur dort vor, wo die Adern unmittelbar durch Manganerze führen.
- Siderit: Reiner Siderit ist selten und tritt innerhalb des Erzes nie auf. Er ist nur spärlich auf Klüften, die das Erz durchqueren, vorhanden, und besteht dabei immer aus linsigen, krummflächig begrenzten braungelben Kriställchen, die maximal 1 mm gross sind. Siderit ist in diesen Klüften immer älter als Calcit. Wenn er in offenen Klüften auf den Kluftwänden sitzt, so schillert der Überzug oft infolge von Anlauffarben rötlich oder grünlich.
- Sphalerit: Zusammen mit Kupferkies wurden als grosse Seltenheit in einigen Äderchen im Eisenerz Zinkblendekriställchen gefunden. Sie sind gut idiomorph und in den Äderchen randständig. Der Kupferkies liegt dagegen im Zentrum der Klüftchen und ist xenomorpher gestaltet. Die Kriställchen sind nur 0,01-0,03 mm gross, sind aber auf mikroanalytischem Wege eindeutig identifizierbar. Sie sind immer einfach gebaut und zeigen nie die lamellare Verzwillingung. Ebenso fehlen Interpositionen in Kupferkies. Im unteren Quintnerkalk wurden in der unmittelbaren Nachbarschaft einer Quarz-Albit-Calcit-Ader einige Schlieren mit feinen Zinkblendekörnchen gefunden, die besonders längs Suturhäutchen, welche die Kluft teilweise queren, angehäuft sind. Alle sind etwa 0,05 mm gross und dunkelgelb gefärbt. Auch diese Körnchen wurden isoliert und mittels einer Mikroanalyse identifiziert.
- Stilpnomelan: Kleine, unregelmässige Blättchen, schwarzgrün, aggregiert, bis 1 cm gross und bis 1mm dick. Grüner Stilpnomelan. In den Eisenerzen liegen oft kleine, unregelmässige Stilpnomelanblättchen zwischen den Oxyden eingelagert. Ferner tritt dieser Chlorit als schwarzgrüne Aggregate in Klüften zusammen mit Calcit, Pyrit und Quarz auf. Er ist spröde und makroskopisch dunkel schwarzgrün. In den Klüften sind die Blätter bis 1 cm gross. Die scheinbar einheitlichen, oft gegen 1 mm dicken Blätter enthalten fast immer Calcitlamellen, die parallel zur Chloritbasisfläche eingelagert sind. Braungrüner Stilpnomelan. Ein vom grünen Stilpnomelan deutlich abweichender Eisenchlorit findet sich häufig porphyroblastisch im Nebengestein der Eisenerze, und zwar unmittelbar in der Nachbarschaft von Klüften, welche Erz und Nebengestein durchqueren. Der Kalk kann stellenweise dicht von büscheligen Aggregaten dieser zweiten Stilpnomelanart erfüllt sein. In Melierterzen kommen an der Grenze der hellen Kalkknollen öfters Kränze aus solchem Chlorit vor.
- Sussexit: In Adern von Rhodochrosit-Hausmannit-Erzen, asbestartig, verwachsen mit Wiserit und Pyrochroit (Epprecht et al., 1959).
- Wiserit: Typlokalität (1845), bestehend aus Wiserit und dem basischen Manganborat Sussexit und evtl. weiteren Mineralien, faserig, asbestartig, in Massen, selten Nester bis 2 cm dick. Die Fasern sind dünn und biegsam mit Seidenglanz und bräunlicher - hellrötlicher - fast weisser Farbe. Verfärbt sich dunkler an der Luft (nach einigen Jahren).
LNr
054.
Fundort
SG / Sargans, Prod
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Sargans
Koordinaten, ca.
751860 / 213350
Literatur
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 266
Bemerkungen
/
Mineralien
- Kupfer, gediegen:
LNr
055.
Fundort
SG / Alpstein, Hoher Kasten (Südfuss)
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Sennwald
Koordinaten, ca.
754800 / 238800
Literatur
- Kürsteiner,P. & Knechtle,B.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 476-482; Die Mineralfundstellen im Alpsteinmassiv Teil II
Bemerkungen
Aus den Felsen der Rheintalerseite des Hohen Kastens, nördlich von Sennwald.
Mineralien
- Calcit: In flachen, bis 6 cm grossen Rhomboedern, gräulich-weiss.
LNr
056.
Fundort
SG / Walensee, Wallensee, Wallenstadtersee, Unterterzen, Lochezen
Region
Bezirk Sargans / Gemeinde Walenstadt
Koordinaten, ca.
740000 / 221500
Literatur
- Brandenberger, E. & Winterhalter, R.U.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1929; Band 9; Heft 2; Seite 241
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 236
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 356
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 297
Bemerkungen
Bei Abbauarbeiten der Zementfabrik kamen in dichten Kalkbänken (Portland), welche von schwarzen, mergeligen Schiefern (Zementsteinschichten) durchsetzt waren, nachstehende Mineralien zum Vorschein.
Mineralien
- Arsenopyrit: Evtl. als Einschluss im Realgar. Im Anschliff konnten auch ganze Schwärme von Arsenopyrit festgestellt werden.
- Calcit: Farblos, weiss bis milchig.
- Pararealgar:
- Pyrit:
- Quarz: Klein.
- Realgar: In Schnüren, auch als Auffüllung kugeliger Hohlräume, lebhaft rot, zum Teil bereits umgewandelt, massig, schlechte Kristallbildung.
LNr
057.
Fundort
SG / Oberhofstetten, Wattwald
Region
Bezirk St. Gallen / Gemeinde St. Gallen
Koordinaten, ca.
745250 / 252225
Literatur
- Büchi, Ulrich P.; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1955; Band 48; Heft 2; Seite 256 - 321; Zur Geologie der Oberen Meeresmolasse von St. Gallen
Bemerkungen
/
Mineralien
- Pyrit: Graugrüner Mergel, reich an Pyrit in der Zone der untersten Plattensandsteine.
LNr
058.
Fundort
SG / Sitter (Bach) (Waschgold)
Region
Bezirk St. Gallen / Gemeinde St. Gallen
Koordinaten, ca.
742700 / 260900
Literatur
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 163
Bemerkungen
Mit recht vielen Flitterchen Waschgold.
Mineralien
- Gold, gediegen: Als Waschgold.
LNr
059.
Fundort
SG / Alpstein, Altmann, Seealpsee, Fleckli
Region
Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johan
Koordinaten, ca.
746482 / 233782
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 143
Bemerkungen
Pyritfunde sind aus dem Gebiet des Altmann von mehreren Stellen bekannt geworden, unter anderem am Fusse des Altmann, zwischen Seealpsee und Altmann und im Gehängeschutt bei der Lokalität Flecki.
Mineralien
- Pyrit: Kugeln bis maximal 7 cm Durchmesser. Vom Altmann werden auch würfelige Kristalle beschrieben.
LNr
060.
Fundort
SG / Alpstein, Gräppelensee, Hinter Gräppelen, Alp Gräppelen
Region
Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann
Koordinaten, ca.
739000 / 230500
Literatur
- Meier, H.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 96-98; Flüssigkeitseinschlüsse in Quarzkristallen vom Alpstein
Bemerkungen
Kleiner Bergsee. Die Funde stammen aus dem sehr harten Kieselkalk dieser Gegend. Hinter-Gräppelen ist entgegen dem beschriebenen kleinen Bergsee lediglich ein Sumpfgebiet auf der Karte eingetragen. Es könnte sich demzufolge auch um die Region des Vorder-Gräppelen handeln.
Mineralien
- Calcit: Aderig.
- Quarz: Klein, eingewachsen im Calcit, flach, zum Teil mit schwarzen und fluoreszierenden Einschlüssen (Bitumen, sowie Libellen bildender Kohlenwasserstoff), bis 4 mm lang, auch mit Zepterform.
LNr
061.
Fundort
SG / Alpstein, Tierwies, Girenspitz, Thierwies, Gyrenspitz
Region
Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann
Koordinaten, ca.
743950 / 235100
Literatur
- Kürsteiner, Peter; Schweizer Strahler; 1974; Seite 318-326; Die Mineralfundstellen im Alpsteinmassiv
- Kürsteiner, Peter & Soom,Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 138
Bemerkungen
Am Weg von der Tierwies zum Sattel zwischen Girenspitz und Säntis (südwestlich des Girenspitz) im braunen Mergelkalk von Schrattenkalk-Schichten.
Mineralien
- Fluorit: Rötlich- bis dunkelviolett, schlechte Würfel, stark verwitterte Oberfläche, bis 5 cm, mit bituminösen Substanzen.
LNr
062.
Fundort
SG / Alpstein, Tierwies, Grenzchopf
Region
Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann
Koordinaten, ca.
742802 / 234638
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 140
Bemerkungen
Südwestlich der Tierwies im Anstehenden.
Mineralien
- Chalcedon: Mit aufgewachsenen Quärzchen als Füllung eines Hohlraumes eines verkieselten Brachipoden.
- Pyrit: Konkretionen bis maximal 3 cm Durchmesser.
- Quarz: Bis 3 mm.
LNr
063.
Fundort
SG / Alpstein, Tierwies, Thierwie
Region
Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann
Koordinaten, ca.
743000 / 234450
Literatur
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 232
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 351
Bemerkungen
Westlich der Säntisspitze.
Mineralien
- Fluorit: Rötlich - dunkelviolett.
LNr
064.
Fundort
SG / Churfirstengebiet, Kurfürsten, Churfürsten
Region
Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann
Koordinaten, ca.
741550 / 224210
Literatur
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seit 392
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 359
Bemerkungen
Kenngott erwähnt Markasit an den Kurfürsten am Walensee. Parker erwähnt aus dem Gebiet Churfirsten Markasit aus den Mergeln und Sandsteinen.
Mineralien
- Markasit:
LNr
065.
Fundort
SG / Hinter Gräpelen, Hinter Gräppelen, Risi
Region
Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann
Koordinaten, ca.
739440 / 23010
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 200
Bemerkungen
Im Anstehenden des Helvetischen Kieselkalkes aus schmalen, bis 3 mm breiten Kluftrisschen.
Mineralien
- Calcit: Rhomboedrisch und nur wenige mm lang.
- Dolomit: Rhomboedrisch, gelb angewittert, bis 0.5 mm gross.
- Quarz: Rasenartig mit Einzelkristallen bis 9 mm, zum Teil auch mit Zepterbildung und mit Einschlüssen.
LNr
066.
Fundort
SG / Oberschere, Zwinglipass, Chreialppass
Region
Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann
Koordinaten, ca.
746430 / 233310
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 199
Bemerkungen
Die Funde stammen aus einem deutlich sichtbaren, von Norden nach Süden verlaufenden Querbruch.
Mineralien
- Calcit: Skalenoeder, in schlechter Ausbildung, weiss oder hell- bis dunkelgrau, matt.
LNr
067.
Fundort
SG / Wildhuser Schofberg
Region
Bezirk Toggenburg / Gemeinde Alt St. Johann
Koordinaten, ca.
745250 / 232640
Literatur
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 321
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 199
Bemerkungen
/
Mineralien
- Calcit: Skalenoeder, weiss, bis 6.5 cm, zum Teil auch mit grauen, aufgewachsenen Calcitskalenoedern bis 6 mm.
LNr
068.
Fundort
SG / Flawil, Glatt (Waschgold)
Region
Bezirk Toggenburg / Gemeinde Flawil
Koordinaten, ca.
732558 / 253516
Literatur
- Hofmann, Franz; Minaria Helvetica; 1984; Heft4b; Seite 16-22; Über den Goldgehalt der Bäche und Flüsse im ostschweizerischen Rhein- und Linthsystem und seine Herkunft. Beziehungen zu Berggoldvorkommen, Orts und Flussnamen und Sagen
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 163
Bemerkungen
Waschgold in der Glatt bei Flawil. Zum Teil reichlich Flitterchen (bis 500 pro m2).
Mineralien
- Gold, gediegen: Als Waschgold.
LNr
069.
Fundort
SG / Mistelegg, Necker (Waschgold)
Region
Bezirk Toggenburg / Gemeinde Neckertal
Koordinaten, ca.
732643 / 238450
Literatur
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 163
Bemerkungen
Waschgold von Mistelegg aus flussabwärts.
Mineralien
- Gold, gediegen: Als Waschgold.
LNr
070.
Fundort
SG / Luteren (Bach) (Waschgold)
Region
Bezirk Toggenburg / Gemeinde Nesslau
Koordinaten, ca.
735850 / 234040
Literatur
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 163
Bemerkungen
Waschgold aus der Lutern.
Mineralien
- Gold, gediegen: Als Waschgold.
LNr
071.
Fundort
SG / Gaster, Benken (Steinbruch)
Region
Bezirk Uznach / Gemeinde Benken
Koordinaten, ca.
721622 / 228664
Literatur
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 342
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 97
Bemerkungen
Aus verschiedenen Fundstellen in dieser Gegend in Sandsteinen des Stampien der subalpinen Unteren Süsswassermolasse.
Mineralien
- Calcit: Flachrhomboedrische Kristalle aus den Rutschharnischen.
LNr
072.
Fundort
SG / Uznach, Benken
Region
Bezirk Uznach / Gemeinde Benken
Koordinaten, ca.
718700 / 228700
Literatur
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
Bemerkungen
Die Koordinaten zeigen auf Benken. Nähere Angaben zum Fundort fehlen.
Mineralien
- Calcit: Farblose bis graue Kristalle in Nestern des Mergels bei Benken unweit Uznach.
LNr
073.
Fundort
SG / Vordere Töss, Hintere Töss, Isara-Goldloch, Isaraloch, Chrumm, Im Chabis, Goldingen, Dägelsberg
Region
Bezirk Uznach / Gemeinde Eschenbach
Koordinaten, ca.
716570 / 240580
Literatur
- Bärtschi, Hans-Peter; Minaria Helvetica; 1991;11b; Seite 33-41; Bergbau im Kanton Zürich?
Bemerkungen
Die Koordinaten zeigen auf die 'Hintere Töss'. Während in der Sage die Goldgewinnung oft mit übernatürlichen Kräften in Zusammenhang gebracht wird, sind die Goldlöcher in der Gegend, wo sich die hintere und die vordere Töss in der Tössscheide vereinigen, zweifellos bergmännisch angelegte Gruben. Bezeugt ist die Goldgräberei an der Kantonsgrenze Zürich/St. Gallen spätestens im Jahre 1757, als ein Bergsturz einen der Goldgräbergänge verschüttete. Das entmutigte aber die Goldgräber nicht, weiter zu graben, und die "welschparlierenden, krausköpfigen Burschen" begannen etwas weiter unten mit dem Aushauen des Isaraloches auf St. Galler Gebiet. 'Das "Isara-Goldloch" zwischen "Chrumm" und "Im Chabis" liegt in der St.Galler Gemeinde Goldingen, und auch das Dägelsberger Goldloch befindet sich immer noch 25 Meter Luftlinie von der Kantonsgrenze entfernt auf St. Galler-Gebiet, knapp ausserhalb der Gemeindegrenze Fischenthal, einer der höchsten Lagen des Oberlandes. Das hinderte die Zürcher Behörden aber nicht, einen dortigen Goldgräber nach jahrzehntelanger Arbeit zu verhaften und der "Schatzgräberei" anzuklagen, denn die bergbauliche Prospektion erfolgte für die ganze Ostschweiz unter der Bergbaukommission des Kantons Zürich. Zwischen 1760 und 1780 begannen die unbekannten Bergknappen auf 1200 Metern am Dägelsberg, ebenfalls auf St.Galler Kantonsgebiet, eine zweite Grube auszubauen. Mit Schlägel und Eisen hämmerten sie einen 28 Meter langen Stollen in das Gestein. Bei dieser pickelharten Arbeit nahmen sie die Sprengtechnik zu Hilfe, welche ihnen offenbar schon bekannt war; neben den Schrämmspuren des Handeisens sind in den Stollen auch deutliche Spuren von Bohrlöchern zu entdecken. Mit der Verheissung sagenhaften Reichtums gewannen die Bergknappen auch gutgläubige Köhler und Hirten für die Grubenarbeit. Bis um 1780 bauten sie das Stollensystem am Dägelsberg mit drei Abteufungen von 12, 2,5 und 2 Metern und zwei neuen waagrechten Stollen von 11,5 und 4 Metern aus. Das ergab einen Aushub von 136,4 Kubikmetern, wobei die Bergleute etwa 50 Meter im Bergesinnern vermutlich Probleme mit der Wasserhaltung bekamen. In den 1880er Jahren fasste die Sektion Bachtel des Schweizerischen Alpenclubs den Beschluss, das Goldloch als Attraktion für Wanderer wieder zugänglich zu machen. Die SAC-Leute räumten den Schutt aus den Stollen und verschlossen den Eingang mit der heute sichtbaren Eisentüre, auf der zu lesen ist: "S.A.C. 1890". Der Schlüssel für dieses "Tor zur Goldhölle“ beim Förster auf der Strahlegg besorgt werden."
Mineralien
- Gold, gediegen: Angeblich wurde nach Gold geschürf. Ob solches auch gefunden wurde, ist nicht bekannt.
LNr
074.
Fundort
SG / Neuhaus, Goldinger Tobel, Goldingertobel
Region
Bezirk Uznach / Gemeinde Goldingen
Koordinaten, ca.
714660 / 233750
Literatur
- Tanner,H.; Beiträge zur Geologie der Molasse zwischen Rickli und Hörnli, Mitteilung der Thurg. Naturf. Gesellschaft, 33, 1-108; 1944; Seite 85,92
Bemerkungen
Barytbildungen in einem Vorkommen in der Matrix eines Sandsteins der älteren Nagelfluh der Hörnlischüttung im Goldinger Tobel. Die Koordinaten zeigen auf den Tobel bei Neuhaus.
Mineralien
- Baryt: Näheres zur Ausbildung des Baryts ist nicht bekannt (Informationsquelle: Strahler 2006-3, Seite 2-5).
LNr
075.
Fundort
SG / Neuhaus, Goldinger Tobel, Goldingertobel, Hacktobel, Hagtobel, Hickenbach, Steintal, Wattwil (Fossilien)
Region
Bezirk Uznach / Gemeinde Goldingen
Koordinaten, ca.
723800 / 239270
Literatur
- Büchi, Ulrich P. / Welti, George; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1051; Band 44; Heft 1; Seite 183- 206; Zur Geologie der südlichen mittelländischen Molasse der Ostschweiz zwischen
Bemerkungen
Büchi: - grauer geröllführender Sandstein, reich an Pyrit und Schwemmkohle, fossilführend, Heliciden (Koord. 723,71 / 239,8) - bei Koord. 721,21 / 237,05 am Hickenbach liegt unter einer Nagelfluhbank 1 m grauer und blaugrauer, glimmerreicher Sandstein, der reich an schlechterhaltenen Pflanzenabdrücken ist.

- Fossilfundstelle Hacktobel, Koord. 723,95 / 239,65: (von oben nach unten) Plattige und massige Sandsteine mit prachtvollen Abdrücken von Palmblättern: Diese unterburdigale Zone im Hacktobel liegt in der unmittelbaren westlichen Fortsetzung der grauen Mergelzone am Dorfbach Wattwil, die nach U. P. Büchi (1950) z. T. limnische Fossilien führt und wo auch vereinzelt Palmblätter gefunden wurden. Fossilfundstellen im Steintal (Profil von oben nach unten, längs des unteren Teils des Feldbaches):

1. 13 m: Nagelfluh und Sandstein
2. 2 m: graue Mergel mit einzelnen Geröllen, fossilführend: Heliciden, Knochenfragmente von Säugetieren, Bruchstücke aus Schildkrötenpanzern, Schwemmkohle (Koord. 723,315 / 239,67)
3. 59 m: Nagelfluh und Mergel
4. 0,7 m: graue Mergel und Mergelsandsteine, fossilführend: Heliciden (Koord. 723,6 / 239,74)
5. 10,6 m: Sandstein, Mergel, Nagelfluh
6. 2 m: grauer geröllführender Sandstein, reich an Pyrit und Schwemmkohle, fossilführend, Heliciden (Koord. 723,71/239,8)
7. 42 m: Sandstein, Mergel, Nagelfluh
8. 0,2 m: grauer Mergel, reich an Schwemmkohle ; im östlichen Teil des Aufschlusses 1/2 cm dickes Kohlenflöz und kohlige Mergel (Koord. 723,775 / 239,81)
9. 16,2 m: Sandstein, Mergel, Nagelfluh

Wie aus dem Profil ersichtlich, sind verschiedene Vorkommen grauer Mergel im unteren Teil des Steintales beobachtet worden, die z. T. fossilführend sind. Die Fossilfundstelle bei Koord. 723,315;239,67 bedarf besonderer Erwähnung, da hier neben Heliciden fossile Reste von Säugetieren und Schildkröten beobachtet wurden.
Mineralien
- Fossilien: Angaben über die vorkommenden Fossilien sind nicht vorhanden.
- Pyrit:
LNr
076.
Fundort
SG / Rapperswil, Bollingen am Obersee (Steinbruch)
Region
Bezirk Uznach / Gemeinde Rapperswil
Koordinaten, ca.
710250 / 230820
Literatur
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 321
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 342
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 97
Bemerkungen
Östlich von Rapperswil gelegen. Die Funde stammen aus Steinbrüchen in granitischen Sandsteinen des Aquitans der subalpinen Molasse. Im grauen Molassesandstein von Bollingen unweit Rapperswil.
Mineralien
- Calcit: Flache Rhomboeder, bis 6 cm, gelblich, oft mit einer Riefung. Weisse halbdurchsichtige bis durchscheinende, kleine bis grosse stumpfskalenoedrische Kristalle mit starker Streifung nach der kürzeren Endkante, und einem spitzen Skalenoeder, in Nestern und auf Klüften eines grauen Molassesandsteins von Bollingen unweit Rapperswil.
LNr
077.
Fundort
SG / Uznach
Region
Bezirk Uznach / Gemeinde Uznach
Koordinaten, ca.
717050 / 231540
Literatur
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 266, 274
Bemerkungen
/
Mineralien
- Fichtelit:
- Könleinit: Eine organische Verbindung in der Schieferkohle.
- Scheererit: Organische Verbindung in der Schieferkohle (diluvial).
- Vivianit: Bildet sich in Höhlungen von Knochenstücken im Ton der Braunkohlelager bei Uznach. Er ist dunkelblau, nach innen kristallinisch, nach aussen an der Oberflächew erdig.
LNr
078.
Fundort
SG / Uznach, Goldingen, Goldingerbach, Goldingertobel, Goldlöcher, Chrüzegg, Isarloch, Dägelsberg (Waschgold)
Region
Bezirk Uznach / Gemeinde Uznach
Koordinaten, ca.
715700 / 234397
Literatur
- Hofmann, Franz; Minaria Helvetica; 1984; Heft4b; Seite 16-22; Über den Goldgehalt der Bäche und Flüsse im ostschweizerischen Rhein- und Linthsystem und seine Herkunft, Beziehungen zu Bergoldvorkommen, Orts- und Flussnamen und Sagen
Bemerkungen
Im Goldingertobel nördlich von Uznach wurde bei der Hintermühle Gold gefunden, nicht aber im Oberlauf des Baches. Goldingen ist bekannt durch die 'Goldlöcher' in den nagelfluhreichen Schichten der Oberen Meeresmolasse an der Chrüzegg (Isarloch, Koordinaten: 718.180, 1030 m ü. M. und Dägelsberg, Koordinaten 716.71 / 241.725, 1230 m ü. M. Es handelt sich um Stollen, welche im 18. Jh. von 'Venedigern' zur Goldsuche angelegt wurden. Zu dieser Zeit hiess Goldingen noch Oblinden. Die Suche war nicht erfolgreich. Die Koordinaten zeigen auf den Goldingerbach etwas nordwestlich von St. Gallenkappelen.
Mineralien
- Gold, gediegen: Als Waschgold.
LNr
079.
Fundort
SG / Weesen, Flibach
Region
Bezirk Uznach / Gemeinde Weesen
Koordinaten, ca.
726.575 / 222420
Literatur
- Heim, Arnold; Abhandlungen der Schweizerischen paläntologischen Gesellschaft; 1908; Vol. 35; Seite 108; Die Nummuliten- und Flyschbildungen der Schweizeralpen
Bemerkungen
Die Koordinaten zeigen auf das Gebiet Schliiffeli. Albert Heim erwähnt: "Vor mehreren Jahren fand mein Vater im roten Nummulitenkalk des Flysches am Flibach (Reservoir) einen Einschluss von dunkelbraunem fossilem Harz.
Mineralien
- Bernstein: Dunkelbraun, 2-3 cm Durchmesser im Nummulitenkalk.
LNr
080.
Fundort
SG / Frümsner Berg, Breitläuibach
Region
Bezirk Werdenberg / Gemeinde Sennwald
Koordinaten, ca.
753000 / 235310
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 198
Bemerkungen
Funde konnten im und neben dem Bachbett des Breiläuibachs getätigt werden.
Mineralien
- Calcit: Weiss oder braun, skalenoedrisch, bis 3 mm.
- Quarz: Kurzprismatisch, glasklar, bis 5 mm, mit verschiedenen Einschlüssen.
LNr
081.
Fundort
SG / Rohr, Cheelen, Frümsner Al
Region
Bezirk Werdenberg / Gemeinde Sennwald
Koordinaten, ca.
752910 / 236140
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 196
Bemerkungen
Die Fundortbeschreibung lautet: in der ganzen Gegend Rohr-Cheelen-Frümsner Alp.
Mineralien
- Quarz: Bis 4 mm, mit hellbrauner Färbung (Bitumeneinschlüsse).
LNr
082.
Fundort
SG / Sennwald (nordwestlich), Hoher Kasten (Südfuss)
Region
Bezirk Werdenberg / Gemeinde Sennwald
Koordinaten, ca.
755160 / 238510
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 196
Bemerkungen
Genauere Angaben sind nicht vorhanden. Beim Fund handelt es sich um einen Einzelkristall, in der Form eines 6 cm langen, gräulich weissen Rhomboeders.
Mineralien
- Calcit: Rhomboeder, bis 6 cm, gräulich-weiss.
LNr
083.
Fundort
SG / Sennwald, Frümsen, Sax, Hohensax (Ruine)
Region
Bezirk Werdenberg / Gemeinde Sennwald
Koordinaten, ca.
751710 / 232810
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Mineralien im Alpstein; 2007; Seite 216
Bemerkungen
Südwestlich der Ruine Hohensax bei Sax im St. Galler Rheintal in steil stehenden und stark verschieferten Gesteinen. Hier aus schmalen, bis 5 cm breiten Rissen.
Mineralien
- Calcit: Rhomboedrische Ausbildung mit vielfachen Kombinationsformen, bis 2.5 cm, farblos oder weiss. Skalenoeder bis 2 cm, Basiszwillinge bis 5 m.
- Quarz: Durchsichtig, bis 7 mm, meistens als Doppelender ausgebildet und mit Einschlüssen.
LNr
084.
Fundort
SG / Wartau, Sevelen
Region
Bezirk Werdenberg / Gemeinde Wartau
Koordinaten, ca.
755430 / 221010
Literatur
/
Bemerkungen
- Geotopinventar Kanton St. Gallen, Geotopverzeichnis 2003 Lössterrassen- + Rundhöckerlandschaft "Wartau-Sevelen". Anthropogen überprägte Terrassenabfolgen im grössten Lössvorkommen des Rheintals; Rundhöckerfluren, rand- und subglaziale Entwässerungsrinnen mit Gletschermühlen; laterale Zungenbecken des Rheingletschers (späteiszeitliche Rückzugsstadien).
Mineralien
- Löss
LNr
085.
Fundort
SG / Oberried, Blattenfels, Ruine Blatten
Region
Bezirk Rheintal / Gemeinde Oberried
Koordinaten, ca.
2'760'210 / 1'242'003
Literatur
- Kürsteiner, Peter & Soom, Michael; Schweizer Strahler; 2021; Heft 2; Seite 11 - 21; Quarze des Alpstein
Bemerkungen
Blattenfels: 2'760'210 / 1'242'003, 488 M.ü.M.
Ruine Blatten: 2'760'793 / 1'241'865, 451 M.ü.M.
Mineralien
- Quarz: Kleine doppelendige Quarze im cm-Bereich, wasserklar, teils mit Zepterbildung.
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