Direkt zum Seiteninhalt

Kanton BE, Kreis Interlaken-Oberhasli, Regionen Gadmen, Haslital, Innerkirchen - Fundorte von Mineralien in der Schweiz

Menü überspringen
Menü überspringen
Menü überspringen

Kanton BE, Kreis Interlaken-Oberhasli, Regionen Gadmen, Haslital, Innerkirchen

Fundorte > Bern
Kanton Bern, Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli
Regionen: Gadmen, Gauli, Guttannen, Haslital, Innertkirchen, Windegg

Galerien: Reuchenette
Bild: Grimsel, Grosses Sidelhorn. Morionstufe 30 x 17 cm

101. BE / Guttannen, Finsteraarhorn (Umgebung)
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen Koordinaten ca.: 2'652’750 / 1'154’250 Literatur:
- Nowacki, Werner; Schweizer Strahler; 1976; Seite 107-121; Über einige Mineralien der Region Ried-Mörel (Wallis)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 242
Leider ist die Fundortangabe nur sehr allgemein gehalten. Angaben von Sammlern zufolge benötigt es Kletterkenntnisse und ist mit einem enormen Anmarschweg verbunden. Teilweise werden die Funde aber dem mächtigen Amphibolitvorkommen am Finsteraarhorn zugewiesen.
- Citrin:
- Fuchsit:
- Korund:
bis 1 cm, eingebettet in Fuchsit.
- Quarz:
schön gelb gefärbt.


102. BE / Guttannen, Kleines Lauteraarhorn
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen Koordinaten ca.: 2'653’700 / 1'158’870 Literatur:
- Hoefs, J. & Stalder, H.A.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1977; Band 57; Heft 3; Seite 329 - 347; Die C-Isotopenzusammensetzung von CO2-haltigen Flüssigkeitseinschlüssen in Kluftquarzen der Zentralalpen
Koordinaten ca. 654.000/158.400. Im Gneis aus den nördlichen kristallinen Schiefern des Aarmassivs.
- Ankerit:
- Chalkopyrit:
- Quarz:
- Tetraedrit:
 
103. BE / Guttannen, Lauteraarhorn
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen Koordinaten ca.: 2'652’850 / 1'159’340 Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 141
Funde sind in verschiedenen Höhenlagen gemacht worden. Kluft in altkristallinen Schiefern des Aarmassivs. Literatur: Th. Hügi (1967) in: Geol. Führer der Schweiz; H. A. Stalder (1964)
- Ankerit: leicht angerostete Überzüge (Stalder, 1964a).
- Baryt: tafelige, undurchsichtige zonare Kristalle, die jeweils aus zwei etwas gegeneinander versetzt verwachsenen Individuen bestehen. Begleitmineralien: Quarz, Ankerit.
- Quarz:
 
104. BE / Guttannen, Oberaar, Grunerhorn(Grat-Ostwand), Oberaarhorn
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen Koordinaten ca.: 2'656’440 / 1'153’600 Literatur:
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 293
In der Ostwand des Grates vom Grunerhorn zum Oberaarhorn. Die Koordinaten weisen auf das Oberaarhorn.
- Orthochamosit: kleine halbkugelige Aggregate, dunkelgrün, auf Quarz (Stalder, 1990).
- Quarz:

105. BE / Haslital, Guttannen (Stollen)
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen Koordinaten ca.: 2'665’200 / 1'167’400 Literatur:
- Amacher,P. & Desax,T.; Urner Mineralienfreund; 1984; Heft 2; Seite 25
Aus dem Berginnern, das heisst vermutlich beim Stollenbau.
- Kainosit-(Y): matt, leicht angeätzt.
 
106. BE / Haslital, Guttannen (östlich)
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen Koordinaten ca.: 2'662’000 / 1'167’500
Literatur:
- Rykart, Rudolf & Bochsler, Ferdinand.; Schweizer Strahler; 1987; Seite 514-515; Rosafarbige Monazitkristalle von Guttannen BE
Der Fundort liegt östlich von Guttannen im Paragneis der nördlichen Schieferhülle des Aaregranites. Die Koordinaten des Fundortes sind im Nat. Hist. Museum in Bern deponiert worden.
- Adular:
- Albit:

- Anatas: klein, bipyramidal, diverse Blaufarben.
- Apatit:
- Brookit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Monazit:
auf Stüfchen, klein, bis 0.8 mm, himbeerrot (eine aussergewöhnliche Farbe für dieses Mineral !), flächenarm.
- Quarz: zum Teil tektonisch gekrümmt.
- Titanit:
 
107. BE / Haslital, Guttannen I (östlich)
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen Koordinaten ca.: 2'661’800 / 1'167’300 Literatur:
- Rykart, Rudolf & Hotz, Karl; Schweizer Strahler; 1987; Seite 541-545; Hyalit als jüngste Mineralbildung in einer alpinen Zerrkluft
Aus einer Zerrkluft in einem dunklen Paragneis der nördlichen Schieferhülle des Aarmassivs.
- Adular:
- Albit: wasserklar, Zwillinge nach dem Albitgesetz, reichlich.
- Calcit: tafelig, rhombisch.
- Chlorit:
- Epidot: nadelig, grün, zum Teil verwachsen mit Quarz und Albit.
- Hyalit: in einer Quarz-Albit-Epidot-Kluft, auf Quarz, klein, bis 0.5 mm, glasglänzend, kugelig, mit leichter Opaleszenz, wasserklar bis gelblich, grüngelb fluoreszierend.
- Opal: wasserklare, farblose - gelbliche Krusten, trüb, mit Gelstrukturen, gerundet bis kugelförmig, immer auf Quarz.
- Quarz: trüb bis klar.
- Titanit: dünntafelig.
 
108_BE / Haslital, Guttannen, Bielen
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen Koordinaten ca.: 2'664’900 / 1'168’100 Literatur:
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 281
Auf der Karte existiert bei Guttannen eine Lokalität mit der Bezeichnung 'An der Bielen'. Die Koordinaten zeigen auf diesen Punkt.
- Monazit: rosa, himbeerrot, bis 0.8 mm.

109. BE / Haslital, Guttannen, Chammegg, Kammegg
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen Koordinaten ca.: 2'667’030 / 1'168’000 Literatur:
- Adrian, H. & Rufibach, H.; Schweizer Strahler; 1994; Heft 3; Seite 117 - 120; Ein neuer Fund an der Kammegg
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 61
- Rykart, R.; Schweizer Strahler; 1971; Seite 229-276; Die Feldspatmineralien
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 39
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
- Stalder, H.A.; Schweizer Strahler; 1967; Seite 53-58; Goethit und Lepidokrokit in den Zerrklüften der Schweizer Alpen
- von Fellenberg, Edmund & Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Im Amphibolit eines Felsgrat zwischen Guttannen und dem Steinhüshorn. Die Koordinaten zeigen auf einen bedeutenden Scheelitfundort.
- Adular: als Begleitmineral des Amiant erscheint Adular oft in schön gedrehten Individuen, reichlich, Maderaner-Habitus.- Aktinolith:
- Amianth: reichlich (wurde auch abgebaut), weiss - gelblich (Aktinolith-Asbest).- Anatas: Spitzpyramidal, bis 10 mm.
- Anglesit: Haldenfund beim alten Bergwerk, klein, in Drusen.
- Chlorit:
- Epidot:
auf- oder eingewachsen im Quarz, graugrün - grünbraun, dunkelolivgrün, öfters verzwillingt, teilweise habitusbestimmendes seitliches Pinakoid, grösster Kristall 19.7 cm, Gewicht 419 gr, Funde 1888, 1918, 1959.
- Goethit: Becherartig.
- Ilmenit: feinblätterig, Rosetten bis 3 cm Durchmesser.
- Prehnit: einmaliger Fund.
- Pyrrhotin:
- Quarz:
flächenreich, klar oder auch mit grünlichem Farbton (Amianteinschluss).
- Rutil: wenig.
- Scheelit:
Fund 1887: 30 Kristalle wobei der Grösste 9.7 cm Kantenlänge aufweist und ein Gewicht von 932 gr hat. Dieser Kristall wurde nachträglich repariert. Von der gleichen Lokalität stammt ein weiterer Fund aus dem Jahre 1918: 2 Kristalle (259 gr und 196 gr), rein, fast durchsichtig, ausgezeichneter und oft lebhafter Glanz, farblos - grau oder sehr helles Gelb. von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir, 1893: In den letzten Jahren hat sich nun an der Kammegg über der Rothlaui ein Mineral gefunden, welches für die Schweiz neu ist, nämlich der Scheelit, und zwar in Krystallen von einer Vollständigkeit der Ausbildung und namentlich von einer Grüsse der Individuen, die nur in einem einzigen Vorkommen ein Analogon findet und zum Schönsten gehört, was von diesem Mineral überhaupt bekannt ist. Die Scheelitkrystalle der Kamrnegg sind vollständig ausgebildet und sitzen in einer mehrere Zoll dicken Lage verwitterten erdigen Asbests (Amianths, Amphibolasbests) oder in Drusen von in Brauneisenstein umgewandeltem krystallisirtem Chlorit, welcher noch die blättrige Struktur des Chlorits deutlich wahrnehmen lässt, aber aus Brauneisenstein besteht und hohle Krystallaggregate bildet. Die Scheelite der Kammegg sind graulichgelb bis aschgrau von Farbe, einzelne beinahe wasserhell und durchscheinend bis durchsichtig, manche dagegen gelblichbraun bis wachsgelb. Die Analyse der Farblosen hat ergeben, dass sie aus beinahe chemisch reinem wolframsaurem Kalk bestehen. Sie krystallisieren in der doppelt ausgebildeten normalen quadratischen Pyramide mit Abstumpfung durch die Basis, erreichen eine bisher beinahe nie gekannte Grösse und unerreichte Formvollendung. Der grösste an der Kammegg gefundene Einzelkrystall wiegt 932 2/3 Gramm und steht im Berner Museum als Geschenk von Professor Baltzer. Zusammen mit diesen wunderbaren Scheeliten sitzen in der zersetzten, mehrere Zoll breiten Lage verwitterten mehr oder weniger erdigen und weichen Asbests von gelblichgrauer Farbe prächtige Gruppen eines hell bräunlichgrünen Epidots, mit vorzüglich erhaltenen Endflächen, ebenso wie einzelne stangenförmige bis zolllange isolirte Krystalle dieses Minerales in wie zerfressen aussehendem Bergkrystall sitzen. Endlich sind Hohlräume im Quarz von verschwundenen Epidotkrystallen häufig. Ganze Flächen der Asbestdrusen sind mit graulichweissen und grünlichen Adularkrystallen bedeckt, die sich durch stark gebogene Flächen (sattelförmige) auszeichnen. Ebendaselbst kommt auch Chlorit in kugeligen Aggregaten vor. Dieses interessante Scheelitvorkommen an der Kammegg scheint isolirt bleiben zu wollen. Das Mineral fand sieh in einer einzigen wenige Meter langen Kluft oder Druse und hat kaum mehr als ein Halbhundert guter Krystalle geliefert. Seither wurde auf derselben Kluft meterweit fortgearbeitet, aber von Scheelit wurde keine Spur mehr gefunden.
- Titanit:
sehr schön, bis 25 mm, graugelblich.
 
110. BE / Haslital, Guttannen, Hohmadgletscher
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen Koordinaten ca.: 2'668’300 / 1'167’750 Literatur:
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 63
Oestlich oberhalb Guttannen. Kann der Region Kammegg zugeordnet werden.
- Adular:
- Amianth:
- Quarz:
 
111. BE / Haslital, Guttannen, Hostettbach
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen Koordinaten ca.: 2'665’520 / 1'169’320 Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 43
Nördlich von Guttannen, unterhalb des Mährenhorns und des Graustocks (Karte Innertkirchen) entspringt am Wannisbordsee der erwähnte Bach.
- Calcit: in flachen Rhomboedern, weiss, bis mehrere cm.
- Hämatit:
blättrig, wenig.
- Laumontit:
sehr klein, zum Teil belagartig auf anderen Mineralien.
- Pyrit:
in sehr kleinen Würfeln.
- Quarz:
farblos.
 
112. BE / Haslital, Guttannen, Mittagfluh
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen Koordinaten ca.: 2'666’650 / 1'166’620 Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 41
Südöstlich von Guttannen, zwischen dem Ofenhoren und der Grimselpass-Strasse, liegt diese markante Fluh. Der Mittagfluh-Granit ist ein grobkörniger, saurer, hellgrauer Biotit-Granit, in welchem die oft recht gut erhaltenen Quarz-Körner auffallen, die sich vom ausgeprägten feinkörnigen ,,Sandquarz" (Mörtelquarz) des südlich anschliessenden zentralen Aare-Granites unterscheiden. Die Textur ist meist massig-richtungslos. Der Granit enthält 72 - 74 Gew.% Si02.
- Amianth:
- Epidot:
- Quarz:

113. BE / Haslital, Guttannen, Mittagfluh - Rotlaui - Trift (Zulaufstollen KW Oberhasli)
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen Koordinaten ca.: 2'666’600 / 1'166’650 Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 64,66
Koordinaten auf die Mittagsfluh.
- Adular:
- Albit:
- Ankerit:
klein, weiss, kugelig - halbkugelig aggregiert.
- Apophyllit: manchmal zahlreich, tafelig, kurzsäulig, selten dipyramidal (oktaederähnlich), aufgewachsen auf Quarz.
- Calcit: häufig, in verschiedenen Formen auftretend, so zum Beispiel als Papierspat, kugelige Aggregate, hexagonale Täfelchen, flache Rhomboeder etc..
- Epidot: zum Teil gut kristallisiert.
- Ilmenit:
- Phantomquarz:
- Pyrit:
auf Pyrrothin, dann als skelettartiger Überzug, würfelig, manchmal massig auftretend, auf Quarz.
- Pyrrhotin: braun und manchmal mit hochglänzender Basisfläche.
- Quarz: oft mit viel Chlorit zusammen und auch eingeschlossen.
- Sphalerit:
- Titanit:
manchmal häufig vorzufinden, bräunlich, undurchsichtig, spitz-rhomboedrisch.

114. BE / Haslital, Guttannen, Mittagfluh, Flachsgarten
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen Koordinaten ca.: 2'667’300 / 1'166’650 Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 41
Südöstlich von Guttannen, zwischen dem Ofenhoren und der Mittagflue, erstreckt sich im steilen Gelände der wegen dem reichlichen Auftreten von Amiant genannte Flachsgarten.
- Amianth: reichlich, als Flachs bezeichnet und daher der Name dieses Ortes.
- Epidot:
- Quarz:

115. BE / Haslital, Guttannen, Ritzlihorn
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen Koordinaten ca.: 2'662’790 / 1'165’000 Literatur:
- Lapis; 1979; Heft 7-8
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 335
Genauere Angaben fehlen. Die Koordinaten weisen auf das Ritzlihorn.
- Quarz: aussergewöhnlich schöne Ausbildung im Muzohabitus, einige cm lang, mit braunen Spitzen.
 
116. BE / Haslital, Guttannen, Rotlaui, Rothlaue
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen Koordinaten ca.: 2'666’150 / 1'166’940
Literatur:
- Parker, R.L.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1935; Band 15; Heft 2; Seite 340 - 349; Über einige Schweizerische Epidotvorkommen
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 224,406
- von Fellenberg, Edmund & Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
- Adular:
- Anatas: nur spärlich vorhanden.
- Chlorit:
- Epidot:
von Fellenberg, Edmund & Mösch Casimir, 1893: Epidot in dunkel graulichgrünen bis schmutziggrünen und bräunlichen Krystallen, Öfters mit Endflächen in Individuen bis zu mehreren Centimetern Länge, häufiger in tafelförmigen Aneinanderreihungen von parallel verwachsenen Krystallen mit Asbest und Adular. Parker: Die Epidotindividuen dieser Lagerstätte sind von graugrüner bis grünbrauner Farbe und erreichen oft beträchtliche Dimensionen, indem solche von über 5 cm vorkommen. Ausserdem erscheinen auf den Stufen Amiant, Adular, Quarz, Chlorit, sowie akzessorisch, aber recht charakteristisch, limonitisierte Pyritindividuen.
- Hämatit: wurde von hier anfänglich und fälschlicherweise als Hämatit beschrieben (es handelt sich aber um Ilmenit).
- Ilmenit:
früher als Hämatit beschrieben, schwarz, matt, Rosetten, auf Quarz.
- Quarz:
von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir, 1893: Bergkrystall, in stängligen Gruppen aneinandergereihter Individuen, öfter tafel- und treppenförmig zusammengewachsen mit gebogenen Krystallen und von oft ganz wunderlichen Formen der Gruppirung, meist mit Chlorit überzogen und mit Einschlüssen von Chlorit und Epidot, in Krystallen und Büscheln feiner Nadeln.
- Titanit:
graubraun bis gelblich, rötlich bis grünlich, auch Zwillinge, von Kluft zu Kluft in Form und farbe stark wechselnd. von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir, 1893: In der Rothlaui: Vorzüglich schön krystallisierte Titanite (Sphene) von gelblichweisser Farbe, vollkommen ausgebildet, oft in Zwillingsverwachsung, vielfach von Chlorit überzogen, auf Bergkrystall und Epidot aufsitzend und mit Letzterem verwachsen, auch isoliert und lose in kreuzförmigen Zwillingen in erdigem Chlorit eingeschlossen

117. BE / Haslital, Guttannen, Rotlaui, Rothlaue, Rotlauital, Rotalp, Rothalp, Rotboden, Rothenboden, Rotenboden, Rothen Boden, Roten Boden, Risseten
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen Koordinaten ca.: 2'667’250 / 1'167’400 Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 41
- Schlumpf, W. & Schlumpf M.; Schweizer Strahler; 1976; Seite 49-53; Neue und alte Funde in der Rotlaui bei Guttannen
Auf der Karte dieses südöstlich von Guttannen gelegenen Tales ist lediglich der Name 'Rotlaui' aufgeführt. Die weiteren Bezeichnungen dürften aber in der unmittelbaren Nähe dieses Tales liegen. Die steilen Seitenrunsen sind ebenfalls ertragsreich.
- Adular: in schönen gewunden Kristallen, meistens mit Chloritüberzug.
- Apatit:
bis 3 mm, flächenreich.
- Chlorit:
- Epidot:
bis 20 mm, mit gut entwickelten Endflächen.
- Quarz:
in Stufen, klar, durchsichtig, auch mit feinsandigem Chlorit überzogen und manchmal auch solchen eingeschlossen.Teilweise limonitisiert.
- Titanit:
reichlich am oberen Ende der ersten Rüfe, dünntafelig, graubraun bis gelblich bis rötlich (Kristallspitze), bis 17 mm.
 
118. BE / Haslital, Guttannen, Rotlaui, Rothlaue;(Erzabbau)
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen Koordinaten ca.: 2'667’340 / 1'167’650 Literatur:
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1981/3; Heft 17; Seite 13-16; Bergbau in den Berner Alpen Guttannen, Bleierz.
Die Gruben wurden bereits zu Beginn des 19. Jh. als erschöpft gemeldet. Aus dem Gebiet sind weiter Zinkerz und Barytlagerstätte bekannt. Die Koordinaten zeigen auf die 'Obri Rotlaui'.
- Baryt:
- Bleierz:
- Zinkerz:
119. BE / Haslital, Guttannen, Steinhüshorn, Steinhaushorn
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen Koordinaten ca.: 2'668’350 / 1'168’920 Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 42
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 19
Östlich von Guttannen, entlang der 'Chammegg' erreicht man diesen Berggipfel.
- Adular: Maderanerhabitus, zusammen mit Aktinolith, dann leicht sattelförmig, zahlreiche Funde um 1900.
- Aktinolith:
- Chlorit:
- Quarz:
oft mit Chloritüberzug.
- Titanit:
 
120. BE / Haslital, Guttannen, Tschingel (Tschingelfenster Kabelstollen)
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen Koordinaten ca.: 2'666’150 / 1'165’800 Literatur:
- Parker, Robert L. & Quervain, F. de;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1940; Band 20; Heft 2; Seite 289-294; Ein alpines Vorkommen von Kainosit
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 66
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 96
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 235
1) Kabelstollen von Guttannen nach der Handeck. Der Fund stammt aus dem Granit, 1.9 km nach Guttannen.
2) 2140 Meter ab Nordportal im aplitischen Granit.
- Aeschynit-(Y): 2)
- Albit: 1) 2)
- Anatas: 2)
- Ankerit: 2) mit 34 Mol% FeCO3.
- Apatit: 2)
- Brookit: 2)
- Chlorit: 1) 2)
- Kainosit-(Y): 1) Erstfund für die Schweiz von L. Masneri aus diesem Stollen (Bauzeit 1926 - 1928), in der Schweiz sehr selten zu finden, flächenreich, dipyramidal, lichtbraun, trüb, im Mittagfluhgranit, bis 8 mm, rote Zinkblendeeinschlüsse.
- Monazit-(Ce): 2)
- Muskovit: 2)
- Quarz: 1) kleinkristallin. 2)- Rutil: 2)
- Sphalerit: 1)

121. BE / Haslital, Guttannen, Undri Rotlaui, Untere Rotlaui
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gemeinde Guttannen Koordinaten ca.: 2'666’700 / 1'167’500 Literatur:
- Rykart, R.; Schweizer Strahler; 1971; Seite 229-276; Die Feldspatmineralien
Auf halber Höhe zwischen Guttannen und dem Steinhüshorn findet man die Alp 'Undri Rotlaui'.
- Adular: klein, krustig, farblos mit dunklem Kern.
- Chlorit:
- Quarz:
nur in kleiner Ausbildung.
- Titanit: reichlich, graugelb, in beachtlicher Grösse bis 25 mm.









147. BE / Gadmen, Birchlaui
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'667’565 / 1'176’691 Literatur:
- Fahrni, Bernhard; Schweizer Strahler; 2011; Heft 1; Seite 16-18
Es handelt sich hier um Funde, wie sie im Trift- und Windeggebiet angetroffen werden. Beim Gestein dürfte es sich auch nur um vereinzelte Ausläufer des erwähnten Gebietes handeln.
- Albit:
- Fadenquarz:
bis 7 cm Länge.
- Quarz:

148. BE / Gadmen, Gadmenfluh
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'670’050 / 1’178350 Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundort’en; 1866; Seite 391
- Pyrit: in grauem Kalkstein eingewachsene Pyritoeder.

149. BE / Gadmen, Gadmerfluh, Gadmerflue, Gadmerflüh;(Bohnerzabbau)
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'670’517 / 1'178’268 Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Tertiäre Bohnerze.
Erwiesener Bohnerzabbau in der Region der Gadmerfluh. Genauere Angaben (Jahr) fehlen. Die Gadmerflue liegt nördlich oberhalb Gadmen.
- Bohnerz:

150. BE / Gadmen, Mühlestalden, Milistalden
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'665’940 / 1'174’900 Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 393
- Chalkopyrit:
- Pyrrhotin:
derb und eingesprengt, spärlich.

151. BE / Gadmen, Taleggli
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'673’900 / 1'175’150 Literatur:
- Bachmann, Isidor; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; 1877; Heft 923-936; Die neuern Vermehrungen der mineralogischen Sammlungen des städtischen Museums in Bern Bachmann: Amethystähnlicher Quarz aus dem Gadmenthal. Anfangs Oktober 1875 erhielt ich von Herrn Pfarrer Rätzer in Gadmen ein höchst eigenthümliches Quarzvorkommen, welches vom Thaleggli, gegen den Steinberg im Gadmenthal, stammt. Dasselbe stellt eine kleine, wenig über zollgrosse Gruppe von zwei sehr verschiedenartig ausgebildeten Krystallen dar, welche eine graulich röthlich violette Farbe zeigen, - ein Mittelding zwischen Rauchquarz und Amethyst. Die beiden verwachsenen Krystalle besitzen eine ganz verschiedene krystallographische Entwickelung. Das eine Individuum ist durch Vorherrschen zweier Pyramidenflächen dünn tafelartig ausgebildet, während die horizontal gestreiften Prismenflächen und die übrigen Pyramidenflächen sehr zurücktreten und auf den schmalen Seiten vielfach miteinander oscilliren. Das andere Individuum ist fast gleichmässig pyramidal als Dihexaeder ausgebildet, so dass die Prismenflächen kaum angedeutet erscheinen. Eigentlich stellt dasselbe einen Krystallstock dar, welcher auf der einen Seite einheitliche und zwar wahrnehmbar rhomboëdrische Entwickelung der Flächen, auf der andern dagegen eine Zusammensetzung aus zahlreichen parallelen Individuen zeigt. An beiden erkennt man leicht die bei typischem Amethyst sonst seltene Fleckung oder Landkartenbildung auf den Pyramidenflächen. Der Glanz ist nur gering; auch nach Farbe und Pellucidität sind die Krystalle unansehnlich und trübe.
- Amethyst: amethystähnlicher Quarz, graulich röthlich violette Farbe, ein Mittelding zwischen Rauchquarz und Amethyst. Ca. 25 mm gross (etwas über einen Zoll).
- Quarz:

152. BE / Gadmen, Trift
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'671’760 / 1'170’060 Literatur:
- Gnos, Edwin & Armbruster, Thomas; Schweizer Strahler; 2007; Heft 1; Seite 13 - 21. Vesuvian
- Stalder, H.A. & Wagner, A. & Graeser, St. & Stuker, P.; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 198
- Weibel, M. & Graeser, St. & Oberholzer, F. & Stalder, HA. & Gabriel, W.; Die Mineralien der Schweiz, 5. Auflage; 1990; Seite 32
Nur sehr ungenaue Angaben. Gebiet Gauli -Trift: im Karbonzug zwischen Innertkirchner-Granit und nördlichen Gneisen des Aaremassivs. Eine weitere ungenaue Angabe wird für den Vesuvian-Fund gemacht: 'aus dem Triftgebiet'. Die Koordinaten zeigen auf die Trifthütte.
- Graphit:
- Vesuvian
: Vesuvian aus einer Zerrkluft, als alpine Niedertemperaturbildung, bisher (2007) einziger Fund von Vesuvian aus einer Zerrkluft des Aarmassivs.

153. BE / Gadmen, Trift (nordöstlich)
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'671’760 / 1'170’060 Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 224
Ungenaue Fundortangaben. Nordöstlich des Gletscherendes. Diese Angaben beruhen auf dem damaligen Stand des Gletschers, welcher sich jährlich mehrere dutzend Meter zurückzieht. Die Koordinaten zeigen auf die Trifthütte.
- Adular:
- Calcit:
- Ilmenit:
als kleine Rosetten, neben Quarz, Adular, Calcit.
- Quarz:

154. BE / Gadmen, Windegg, Drosiegg, Drossiegg
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2’670'300 / 1'171’800 Literatur:
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 65
Oberhalb des rechten unteren Gletscherfusses sind aus einigen kleineren und grösseren Klüften Mineralien geborgen worden. Dieselben Mineralien konnten in der Region 'Schattig Trift' gefunden werden, während vom Schreibenden in der aufgeführten Region nach zahlreichen Strahlergängen ausser Fadenquarz, Adular und Epidot kaum andere Mineralien zu finden waren (Verwechslung?). Zwischenzeitlich (2006) ist der Gletscher abgeschmolzen und eine Hängebrücke führt von der Windegg zur Drosiegg hinüber. Das ehemalige Fundgebiet unter der Hängebrücke ist nur noch mit Kletterhilfen zugänglich. Im Bild ist der Stand des Triftgletschers von anno 1878 angegeben. Wenn die Aussagen der beiden Führer Moor und Weissenflulh richtig sind, so ist der Gletscher seit 1860 um 1000 Meter zurückgegangen, was einer durchschnittlichen jährlichen Abnahme von 55 Meter entsprechen würde. Im Bild ist der Stand des Triftgletschers von anno 1878 angegeben. Wenn die Aussagen der beiden Führer Moor und Weissenflulh richtig sind, so ist der Gletscher seit 1860 um 1000 Meter zurückgegangen, was einer durchschnittlichen jährlichen Abnahme von 55 Meter entsprechen würde.
- Adular: milchigweiss, Viellinge, stark gedreht, zum Teil mit braunen Einschlüssen.
- Albit:
- Anatas:
spitzpyramidal.
- Brookit:
klein.
- Calcit:
- Epidot:
- Fadenquarz:
sehr schön, dünne bis dickere Fadenstruktur, teils auch mit chloritisiertem 'Faden', flachtafelig.
- Ilmenit:
klein, matt, grauschwarz.
- Monazit:
klein, charakteristische Ausbildung.
- Quarz:
- Titanit:

155. BE / Gadmen, Windegg, Thierberg, Tierberg, Triftgletscher, Hintere Thierberg
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'673’440 / 1'171’600 Literatur:
- Wiser, D.F.;Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefaktenkunde 1840, Seite 217
- von Leonhard, K.C. / Bronn, H.G.; Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefakten-Kunde; 1844
Evtl. ist hier das Triftsöckli, von welchem ebenfalls Rosafluorit erwähnt wird, gemeint. Das Gebiet Tierberg besteht aus dem Vorder -, Mittleren - und Hinteren Tierberg. Die Koordinaten zeigen auf den Mittleren Tierberg.
- Rosafluorit: am Thierberg in der Nähe des Triften-Gletschers. Von hier wurden interessante und schöne Kombinationen von verschiedenen Formen gefunden. on Leonhard, K.C. / Bronn, H.G.: Flussspat, roter vom Hinteren Thierberg, in der Nähe des Triften-Gletschers, nordöstlich von Guttannen im Berner-Oberland. Es ist ein kleines, etwas langgezogenes, aber schön ausgebildetes, halbdurchsichtiges, rosenrotes Rhomben-Dodekaeder von ungefähr 2,5"‘ Durchmesser, das mit sehr kleinen, teilweise durch Chlorit grün gefärbten Bergkristallen auf einem schiefrigen Feldspat-artigen Gestein aufgewachsen ist. Dieser Fundort ist wohl einer der Interessantesten, denn es kommen vier verschiedene Kristallformen des roten Flussspates daselbst vor, nämlich:- das Rhomben-Dodekaeder,- das Cubo-Oktaeder, an dem die Hexaeder-Flächen etwas weniger vorherrschen,- die Kombination des Oktaeders, Dodekaeders, Leuzitoeders und Hexaeders, mit vorherrschenden Oktaeder-Flächen, - die Kombination des Dodekaeders, Leuzitoeders und Hexaeders, mit vorherrschenden Dodekaeder-Flächen.

156. BE / Gadmen, Windegg, Triftgletscher, Triftengletscher, Zwischen Tierbergen
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'672’540 / 1'171’610 Literatur:
- Bürgi, Hans; Schweizer Strahler; 2004; Heft 4; Seite 4 - 5; Der Traum von der eigenen Kluft
Vor allem der untere Teil bis zum Gletscherrand hat immer wieder gutes Material hervorgegeben. Inzwischen (2006) ist der Gletscher soweit geschmolzen, dass sich im Talkessel ein kleiner See gebildet hat. Die Fundstelle 'Zwischen Tierbergen' ist nur noch über eine spektakuläre Hängebrücke (Länge 102 Meter, Höhe 70 Meter) zu erreichen. Neuerdings hat die KWO die ehemalige Werksbahn wieder in Betrieb genommen. Somit verkürzt sich die Anmarschzeit ins Fundgebiet um gut eine Stunde (Bergstation - Fundgebiet ca. 1h 45m). Im Bild ist der Stand des Triftgletschers von anno 1878 angegeben. Wenn die Aussagen der beiden Führer Moor und Weissenflulh richtig sind, so ist der Gletscher seit 1860 um 1000 Meter zurückgegangen, was einer durchschnittlichen jährlichen Abnahme von 55 Meter entsprechen würde.
- Adular: teilweise sägezahnartig aggregiert, mit weissem 'Faden', bis mehrere cm.
- Calcit:
- Chlorit:
- Fadenquarz:
bis über 10 cm, in ausgezeichneter Qualität.
- Galenit:
Einzelfund, nur ein Kristall von ca. 3 mm, zusammen mit Quarz und Wulfenit.
- Ilmenit:
tafelig, bis 7 mm.
- Quarz:
Normalhabitus, bis 8 cm, grösserer Exemplare meistens mit leicht trübendem Überzug.
- Wulfenit:
Einzelfund, orange-gelb, mikroskopisch klein, extrem spitzpyramidal (seltene Form).

157. BE / Gadmen, Windegg, Trifttälli, Schattigtrifttäli
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'668’250 / 1'170’650 Literatur:
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 66
Ausgehend von der Windegghütte gelangt man entlang des Wanderweges zum Furtwangsattel in dieses Fundgebiet.
- Albit:
- Anatas:
dipyramidale, teils mit bläulichem Titanit überzogene Kristalle.
- Brookit:
klein.
- Chlorit:
- Fadenquarz:
mit weissem und mit chloritisiertem Faden, plattig, klar.
- Ilmenit:
- Periklin:
- Quarz:
klar, oft mit Einschlüssen von Ilmenit, Chlorit und andere Mineralien.

158. BE / Gauli, Chammliegg, Kammliegg
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'659’100 / 1'163’250 Literatur:
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Stalder, Hans Anton / Touray, J.C..; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1970;Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen
Dieser Hang erstreckt sich südwestlich der Gaulihütte und bietet dieselben Mineralien wie sie auch vom Gauligletscher beschrieben sind.
- Adular:
- Anatas
: spärlich und nur von sehr geringer Grösse (kleiner als 1 mm), bläulich.
- Calcit: vollständig weggelöst.
- Chlorit: oft reichlich und die anderen Mineralien bedeckend.
- Epidot:
- Fadenquarz:
- Quarz:
in wasserklarer Ausbildung, auch als Phantomquarz, oft chloritisiert. Gedrungene, stark verwachsene Kristalle.
- Titanit:

159. BE / Gauli, Gaulialp, Hohwang, Hochwang
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'660’000 / 1'165’350 Literatur:
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 38
Auf dem Weg zur Gaulihütte inmitten des letzten steilen Aufstiegs (unterhalb des Tälligrates) befindet sich diese Lokalität.
- Quarz: klar, oft ganz mit Chlorit überzogen.

160. BE / Gauli, Gauligletscher (Ostende)
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'660’000 / 1'163’000 Literatur:
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 38,66
Einige gute Funde sind vom Ostende dieses Gletschers erwähnt. Fundmöglichkeiten bietet aber der ganze Gletscherrand.
- Adular: farblos bis weiss, - ca 1 cm.
- Anatas: spärlich und nur von sehr geringer Grösse (kleiner als 1 mm), bläulich.
- Calcit: tafelig, grau - bräunlich.
- Chlorit: oft reichlich und die anderen Mineralien bedeckend.
- Epidot: bis 1 cm.
- Fadenquarz: wasserklare Kristalle mit weissem 'Faden' oder mit grünbraunen Chloritwolken.
- Fluorit: grün, Oktaeder, verwachsen mit Calcit, vermutlich vom rechten Gletscherrand stammend.
- Quarz: bis 10 cm, vereinzelt noch länger, in wasserklarer Ausbildung und auch als Phantomquarz, oft chloritisierte Individuen.
- Titanit: als Zwillinge bis 1 cm, in bräunlicher Farbe.

161. BE / Gauli, Gauligletscher, Ewigschneehorn
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'656’750 / 1'161’500 Literatur:
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 92
In den Felsbuckeln am Gletscherrand, gegen das Ewigschneehorn hin.
- Phantomquarz:
- Quarz:
- Rauchquarz:

162. BE / Gauli, Grienbärgli
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'657’250 / 1'161’500 Literatur:
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
Diese Region ist vollständig von Gletschern umgeben und liegt südlich des Gauligletschers gegen das Ewigschneehorn hin. Es bestehen dieselben Fundmöglichkeiten wie sie bereits vom Ostende des Gletschers beschrieben sind.
- Adular:
- Anatas
: in sehr kleiner Ausbildung.
- Chlorit: grün bis braungrün.
- Epidot:
- Fadenquarz:
- Quarz:
zum Teil wasserklar oder mit Einschluss von Chlorit.

163. BE / Gauli, Hittenegg
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'660’088 / 1'164’231 Literatur:
- Stauffer, K.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 3; Seite 9-12
Aus den Fluhbändern oberhalb der Hittenegg.
- Quarz:

164. BE / Gauli, Mattenalpsee
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'660’928 / 1'164’919 Literatur:
- Stauffer, K.; Schweizer Strahler; 2005; Heft 3; Seite 9-12
- Phantomquarz: oberhalb des Sees.
- Quarz: in Kleinstufen. Aus dem See (nach dem Absenken) aus ausgewaschenen Klüften sowie oberhalb des Sees.
- Titanit: auf Quarz, klein.

165. BE / Gental, Gäntel, Scharmadbender, Arnialp;(Bohnerzabbau)
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'669’266 / 1'179’252 Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Tertiäre Bohnerze. Erwiesener Bohnerzabbau in der Region Gental-Scharmadbänder-Arnialp. Genauere Angaben (Jahr) fehlen. Die Koordinaten zeigen auf die Scharmadbänder.
- Bohnerz:

166. BE / Haslital, Gadmental-Rotlaui (Zuleitungsstollen), Rothlaue
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'669’800 / 1'176’750 Literatur:
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
Im Kalksilikatfels. Die Mineralien sind auf Sammlungsproben. Ueber die Ausbildung und deren Grösse wird im Bericht nicht weiter eingegangen.
- Calcit:
- Diopsid:
- Quarz:
- Scheelit:
grobkörnig, bläulich-weiss fluoreszierend.

167. BE / Innertkirchen 01
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'660’450 / 1'173’040 Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 341
Die Fundes stammen vom Bauplatz der Zentrale II (und Umgebung).
- Calcit: Skalenoeder, auf Malmkalk, rotbraun bis braunrot.

168. BE / Innertkirchen 02
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'660’455 / 1'173’041 Literatur:
- Gnos, Edwin & Armbruster, Thomas; Schweizer Strahler; 2007; Heft 1; Seite 13 - 21
Aus der Region Innerkirchen ist Vesuvian beschrieben worden. Allerdings fehlen nähere Angaben.
- Vesuvian:

169. BE / Innertkirchen, Achtelsassgrätli
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'666’090 / 1'176’330 Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 341
Die Funde stammen aus dem Rötidolomit.
- Calcit: flächenreich, verzwillingt, kugelig, farblos, bis 35 mm Durchmesser, auf sklenoedrischen Calcitrasen.

170. BE / Innertkirchen, Aspi, Breitlouwi, Schwarzfluh, Schwarze Fluh, Längbalm, Lengenbalm, Tanngrind, Tanngrindel, Eschboden, Brandhubel
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'661’115 / 1'174’985
Literatur:
- Moesch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz; 24. Lieferung, 3. Abteilung; 1894; Seite 16; Geologische Beschreibung der Kalk- und Schiefergebirge zwischen dem Reuss- und Kienthal
Nördlich über Innertkirchen zwischen Tanngrind (um 1900, heute Eschboden-Brandhubel), Längenbalm und Aspi, in der Richtung der Schwarzfluh (heute Breitlouwi (Fluh)), steht etwa 70 m. mächtig Taviglianazsandstein an; nordwestlich anschliessend erscheint ein Quarzit, dessen Kluftflächen mit glänzenden Bergkrystallen überzogen sind. Der Taviglianazsandstein ist dem Malmkalk direkt aufgelagert.
- Quarz: Über die Grösse der Berkristalle sind keine Angaben vorhanden.

171. BE / Innertkirchen, Cheisten (Steinbruch)
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'660’350 / 1'173’300 Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 283
Aus einem Steinbruch in der Nähe von Innertkirchen.
- Fuchsit: (Illit).
- Illit: Fuchsit mit einem Gehalt von V > Cr, als grüne, schuppige Partien im Rötidolomit.

172. BE / Innertkirchen, Kapf, Chapf, Uesseri Urweid$l
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'661’500 / 1'171’050 Literatur:
- Stalder, Hans Anton; Lapis; 1979; Heft 9; Seite 32-33; Das Naturhistorische Museum in Bern- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 67
- Rykart, Rudolf; Lapis; 1984; Heft 6; Seite 35
Aus dem Aushubmaterial des Stollensystems 'Wasserschloss', KW Innertkirchen.
- Calcit: Skalenoeder, oft an der Basis verzwillingt.
- Glimmer: (Eisenglimmer).
- Pyrit: Doppelendig, bis 1 cm.
- Quarz: Autigen, bis 7 mm, aus einem Kluftriss in metamorphen Sedimenten des Aaregranits, mit Hämatit-, Anhydrit- und Calciteinschlüssen. Abbildung im Lapisheft 1979/9, Seite 33.

173. BE / Innertkirchen, Oberhasli, Wendengletscher, Uratstock, Uratstöcke
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'676’140 / 1'178’660 Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 35
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 66,67
Aus den Felspartien unterhalb des Gletschers (1).
An den Uratstöcken (2).
- Epidot: Graulichgelb, langprismatisch.
- Quarz: 1) als roter Eisenkiesel. 2) mit graulichgelben langprismatischen Epidotkristallen.

174. BE / Innertkirchen, Sustenpass, Sustenhorn
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'677’650 / 1'172’500 Literatur:
- Kenngott, Adolf, Die Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten, 1866
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 65
- Zwyssig,B.; Urner Mineralienfreund; 1991; Heft 3; Seite 1-15
Näheres ist von diesem interessanten Fund nicht bekannt geworden.
- Adular: schöne Stufen mit sattelförmig gekrümmten Flächen, ähnlich dem Dolomit.
- Amianth: auch als Einschlüsse im Quarz. Haarförmig, bis 1cm, hellgrün bis weiss. Teilweise auch berglederartig.
- Calcit: tafelig, weiss, zum Teil den Quarzwachstum behindernd.
- Chlorit:
- Epidot:
als Einschluss im Quarz (Kenngott, 1866).
- Fadenquarz: bis 17 cm.
- Ferroaxinit: schön.
- Periklin:
- Pyrrhotin:
vollständig verwitterte Kristalle und in Goethit umgewandelt.
- Quarz: manchmal mit Amianteinschlüssen.
- Rauchquarz:

175. BE / Innertkirchen, Sustenpass, Sustenspitz
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'677’100 / 1'174’550 Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 42
Unmittelbar auf der Susten-Passhöhe führt in Richtung Süden ein Grat zum Sustenspitz.
- Quarz:

176. BE / Innertkirchen, Triftstöckli, Triftenstock
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'670’850 / 1'168’450 Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 96
Auf der südlichen Seite des Berges aus dem Aaregranit.- Rauchquarz:
- Rosafluorit: in unbedeutender Menge und Qualität. In unbedeutender Menge und Qualität. Wiser beschreibt in den Büchern "Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefaktenkunde" mehrmals die formenreichen Rosafluorite vom Triftenstock. Grösse bis 20 mm (Rhombendodekaeder).

177. BE / Innertkirchen, Urbachtal, Ürbachtal, Engelhörner (Ostabhang), Engelhörner (Westabhang), Welligrat, Rosenlaui, Lauterbrunnen, Wengernalp;(Bohnerzabbau)
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'656’730 / 1'169’260 Literatur:
- Schmidt,C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Bohnerz des Eocäns. Zwischen Meiringen und Lauterbrunnen: Ostabhang der Engelhörner über dem Urbachtal und Westabhang des Engelhorns, sowie Nordwestabhang des Welli-Grates ob Rosenlaui. Spuren von eisenschüssigem Eocän sind ferner bei Lauterbrunnen und auf der Wengernalp bekannt geworden.
- Bohnerz:
  
178. BE / Innertkirchen, Urbachtal, Ürbachtal, Rote Fluh, Rothenfluh, Sandei, Sandey, Erzkeller
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'659’450 / 1'171’150 Literatur:
- Baltzer,A.;Beiträge zur geologischen Karte der Schweiz; 1880; Der mechanische Contact von Gneiss und Kalk im Berner Oberland, Seite 136
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 110
Die Koordinaten zeigen auf Sandey im Ürbachtal. Eine schwache Eisenvererzung, welche zeitweise einen bescheidenen Abbau erfuhr. Erwiesener Bohnerzabbau in der Region der 'Rote Fluh'. Baltzer: Im vorderen Theil des Urbachthals befindet sich ein guter Aufschluss für die Zwischenbildungen bei der Rothenfluh und Sandei. Der flasrige Gneiss enthält braunen und hellen Glimmer, grünliches Glimmermineral, er fällt unter 70° nach SO 15° S, nahe am Contact nur unter 40°, eine Klüftung fällt WNW unter 65°. Bei der Rothenfluh geht ein alter Schacht, der 'Erzkeller’, 9 Meter tief in den Berg hinein. Der hier gewonnene Eisenoolith wurde in der ehemaligen Unterwasserschmelze verschmolzen. Weitere Beschreibung: Das imposante Urbachtal mit seinen eindrücklichen Felsflanken, liegt SW von Innertkirchen. Gleich zu Beginn des Tales, auf der linken Seite am Fusse der Engelhörner, ist der Blegioolith (Eisenoolith) auf einer Länge von ca. 200 m aufgeschlossen. Im anstehenden Erz finden sich sterile, hellere Schiefereinlagerungen und zuoberst eine 3 cm mächtige Schicht grünem Chamositoolith. Gegen NE, in Richtung Innertkirchen nimmt der Oolithgehalt ab und das Lager verschwindet mit einer Mächtigkeit von 1.8 bis 2.6 m unter Vegetation und Schutt. Am SW-Ende taucht das Lager unter die Talsohle. Bei Rohrmatten, ca. 3 km taleinwärts, ist der Blegioolith nochmals aufgeschlossen, besitzt dort aber nur noch eine sehr geringe Mächtigkeit. Der Eisengehalt variiert sehr stark, so dass der Oolith nicht immer als Erz bezeichnet werden kann. Zwei bessere Proben ergaben einen Eisengehalt von 34.12 und 22.56 %. Über dem Gehängeschutt, der den Rötidolomit der Trias verdeckt, kann folgendes Profil beobachtet werden: Malmkalk, gefaltet, bildet die hohen Felsflanken und darunter gut getrennt der Dogger. Blegioolith (Eisenoolith) 2 - 3 m Schieferlage 0.1 - 1.3 m Oolithischer Kalk, rot und schwarz anwitternd, 6 m Echinodermenbrekzie Schiefer, schwarz, flaserig. Historisches: Bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde mit dem Abbau des Erzes begonnen. Am Fusse der imposanten Malmkalkwand wurde eine ca. 100 m lange Abbaunische erstellt. Diverse Sondierstollen von wenigen Metern länge würden im Dogger vorgetrieben, der längste erreicht ca. 9 m. Déverin (1945) vermutete, dass die damaligen Bergwerksbetreiber grosse Hoffnungen in dieses neugefundene Erzlager steckten, denn 1728 wurden die Hüttenwerke des Oberhasli von Mühletal ins Urbachtal verlegt. Aber bereits im Jahr 1736 wurde dieser Schritt wieder rückgängig gemacht. Das Bergwerk heute: Die 200 m lange Balm mit dem anstehende Blegioolith ist vom Talgrund aus gut sichtbar und zu Fuss in einem kurzen Marsch erreichbar (ca. 15 min). Bei der Balm angekommen erkennt man schnell das Lager mit dem dunkelroten Blegiooolith. Noch heute sind Schrämspuren und Bohrlöcher des früheren Abbaus im Felsen sichtbar.
- Bohnerz:
- Chamosit:
- Eisenoolith:

179. BE / Innertkirchen, Wendenjoch
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Innertkirchen Koordinaten ca.: 2'676’640 / 1'180’340 Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 198
Südöstlich des Titlis. Uebergang vom Wendengletscher zum Firnalpeli Gletscher.
- Graphit:
Zurück zum Seiteninhalt
App-Icon
Fundorte von Mineralien in der Schweiz Installieren Sie diese Website auf Ihrem Startbildschirm für ein besseres Erlebnis
Tippen Sie auf Installationsschaltfläche auf iOS und dann auf „Zu Ihrem Bildschirm hinzufügen“