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Kanton UR ohne Tunnel, Stollen, Abbaue, Teil2 - Fundorte von Mineralien in der Schweiz

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Kanton UR ohne Tunnel, Stollen, Abbaue, Teil2

Fundorte > Uri
Vorkommen im Kanton Uri, Teil 2

001_UR / Göschenen (Bahnhofplatz)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 688080 / 169070
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Lussmann, Ludwig; Urner Mineralienfreund; 1977; Heft 6; Seite 100
- Bavenit: Das Mineral konnte vom Bahnhofplatz in Göschenen nachgewiesen werden.

002_UR / Göschenen - Wassen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 690500 / 174500
Literatur:
- Zwyssig,B.; Urner Mineralienfreund; 1999; Heft 1; Seite 10
Zwischen diesen beiden Ortschaften, fast im Talgrund in einem alten Steinbruch aus einer 3 Meter langen und 40x60 cm grossen Kluft. Nähere Angaben zur Örtlichkeit wurden nicht gemacht. Evtl. handelt es sich um den Gamma-Steinbruch (siehe dort). Die Koordinaten zeigen auf diesen Aufgelassenen Steinbruch.
- Gwindel:
- Quarz:
Zum Teil übersät mit Rosafluorit.
- Rosafluorit:

003_UR / Göschenen, Abfrutt
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 686500 / 168830
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 66
Ca. 1.2 km westlich von Göschenen trifft man auf diese Lokalität (an der Göschener Reuss).
- Calcit: Zusammen mit Fluorit.
- Galenit:
- Hämatit:
- Pyrit:
- Quarz:
In ausgezeichneter Ausbildung.
- Rosafluorit: Rosa - dunkelrot.

004_UR / Göschenen, Bruoderegg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen
Literatur:
- Koenigsberger, Joh., F.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1925; Band 5; Heft 1; Seite 88; Über alpine Minerallagerstätten: Mineralklüfte und Differentiation ihrer Paragenese
Bruoderegg kann auf der aktuellen Karte nicht gefunden werden. Die Bezeichnung wurde um 1925 verwendet. Der Quarz mit Rutil an der Bruoderegg bei Göschenen findet sich in einer Kluft in mylonitisiertem, glimmerschieferähnlichem Granit, der dort ein melanokrates Ganggestein durchzieht. Das Auftreten von Rutil im Aaregranit ist an die Pressungszonen der Aaregranite gebunden.
- Quarz:
- Rutil:


005_UR / Göschenen, Bächistock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 661350 / 159800
Literatur:
- Koenigsberger, Joh., F.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1925; Band 5; Heft 1; Seite 87; Über alpine Minerallagerstätten: Mineralklüfte und Differentiation ihrer Paragenese
- Vollenweider, P.; Schweizer Strahler; 1986; Seite 311-330; Eine überraschende Entdeckung an Quarzkristallen vom Bächistock UR
Koenigsberger: 5 m unter dem grossen Lamprophyrgang am Bächistock liegt eine kleine Kluft von etwa 1 m Länge und 15 cm Höhe, an den Ecken mit Quarzband ausgefüllt, die sehr viel rosa Fluorit, z. T. in derber Masse enthielt. Vermutlich ist es das Ende einer sehr grossen, im Berg oder jetzt in der Luft gelegenen Mineralkluft, die an dieser Stelle Fluorit angereichert führte. Der Granit am Bächistock enthält ausser den normalen Bestandteilen stellenweise ziemlich viel grünen Serizit neben dem Biotit und akzessorisch, makroskopisch sichtbaren Granat und ist bisweilen mikropegmatitisch.
- Chlorit:
- Hämatit:
- Quarz:
Bis 10 cm, auch Doppelender, zum Teil verheilte Abbruchflächen.
- Rosafluorit:

006_UR / Göschenen, Lochbach (unter) KW Göschenen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 687806 / 169140
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 94
Direkt unter diesem Bach. Die Koordinaten zeigen auf das KW Göschenen.
- Pyrit: In schönen Kristallen, mit dünner Eisenhydroxidschicht.

007_UR / Göschenen, Riental (nach Ashcroft), Rätzenkehle, Haberfluh
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 690900 / 169820
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 208-210
Definition nach Ashcroft: 3.75 km langes Tal, welches sich von der Rientallücke zwischen dem Bächenstock und dem Schijenstock ins Reusstal hinunter zieht. Die Höhendifferenz beträgt 1590 Meter. Die Klüfte liegen meistens in den Seitenrinnen. Als spezielle Fundorte gelten die 'Rätzenkehle' (Südseite) und die 'Haberfluh' (Nordseite). Beschrieben werden 3 Klüfte:
Kluft 1: (1925). Auf der Südseite des Tales.
Kluft 2: (vor 1919). Auf der Südseite des Tales, ca. 500 Meter von der Einmündung des Baches in die Reuss.
Kluft 3: (1935).
- Anhydrit: Klüfte 1 (Hohlnaden), 2 (Hohlnadeln).
- Apatit: Kluft 3.
- Chlorit: Kluft 3.
- Hämatit: Kluft 3.
- Pyrit: Kluft 3.
- Quarz: Klüfte 1, 2.
- Rutil: Kluft 3.
- Stilbit: Kluft 3.

008_UR / Göschenen, Riental (unteres)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 689000 / 169350
Literatur:
- Amacher, Peter; Urner Mineralienfreund; 1974; Heft 1; Seite 12-16
- Amacher, Peter; Urner Mineralienfreund; 1988; Heft 1; Seite 1
- Hossfeld, J.; Urner Mineralienfreund; 1989; Heft 2; Seite 21
- Kenngott, Adolf, Die Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten, 1866, Seite 14, 192
- Worni, Kurt & Roth, Olivier; Schweizer Strahler; 2008; Seite 6-9; Anhydritquarze
'Urner' 1988-1, S.1 und 8, Skizze mit Aufschlüssen im unteren Riental, 1988-1, S. 2, Blick ins Riental zur Rientallücke und Schijenstock. Eine Fundortbeschreibung von Peter Amacher (Urner Mineralienfreund, 1974) lautet: '..auf der rechten Talseite, ca. 30 Minuten oberhalb von Göschenen.. bis zur Stelle wo das Gefälle des Baches etwas nachlässt. Als Erkennungspunkt bieten sich auf der linken Bachseite senkrecht geschichtete Felsen an.'
- Adular: Häufig, stengelig, säulig, rasenartig, bis 6 mm, selten etwas grösser, auch durchwachsen von Rutil.
- Anatas: Flaschengrün, rot-braun, spitzpyramidal, stumpfpyramidal.
- Anhydrit: Bis 1 cm Durchmesser. Im Quarz Anhydritröhren bildend.
- Apatit: Auch violett, klein, bis 1 mm, flächenreich.
- Calcit: Als Skalenoeder, bis 6 mm, oft brüchig und verwittert.
- Chabasit: Zum Teil auf Eisenrosen aufgewachsen, bis 3 mm, weiss. Kenngott: graulichweisse gelbliche durchscheinende kleine Kristalle fanden sich auf einem Aggregatvon äusserst kleinen Adularkristallen mit Bergkristall, Apatit, weissem Glimmer und erdigem Chlorit im Riental.
- Chlorit:
- Eisenrose:
Bis 1.5 cm Durchmesser, feinblättrige Rosetten, ausgezeichneter Glanz, selten mit Chlorit belegt, oft mit feinem Rutilsaum.
- Epidot: Zum Teil auf Eisenrosen aufgewachsen, eher selten.
- Fadenquarz:
- Fluorit: Bis 2.5 cm, stark korridiert, fluoreszierend, eher als Ausnahmefund zu betrachten.
- Gwindel: Kenngott beschreibt: ..solche gedrehten Krystelle zeigen sich .. aus dem Rienthale.
- Hämatit:
- Monazit:
Stängelig, bis 2 mm, mit guten Endflächen, braun-rot.
- Phenakit: Fast durchsichtig, mit Längsriefung, bis 2.5 mm Durchmesser, bis 8 mm Länge.
- Pyrit: Klein, kubisch, schwarz-braun oxidiert.
- Quarz: Mit Anhydritröhren, bis 19 cm, in der Regel aber 3-4 cm, selten.
- Rutil: Nadeln bis 6 cm, goldgelb, zum Teil um die Hämatitplättchen, goldig glänzend, auch als Einschluss, zu erkennen ist auch die Umwandlung von Anatas in Rutil.
- Stilbit: Kugelig, bis 15 mm Durchmesser, weiss.

009_UR / Göschenen, Riental, Gross Schijen (Nordabhang)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 699180 / 207910
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 101
- Cannizzarit: Aus einer schmalen (3 cm-mächtigen) Galenitader, mikroskopisch klein nachgewiesen, einige mm lang, epitaktisch mit Galenit verwachsen.

010_UR / Göschenen, Riental, Rätzenkehle
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 690900 / 169820
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 54
Das Tal zieht sich von Göschenen empor zum Schijenstock. Funde stammen von der nördlichen und südlichen Talseite.
- Amianth:
- Apatit:
Kurzsäulig, auch violette Exemplare.
- Calcit:
- Chabasit:
- Chlorit:
- Eisenrose:
- Epidot:
- Heulandit:
- Hämatit:
- Phantomquarz:
- Rauchquarz
: Reichlich, oft mit Anhydritröhren und sehr schöner Flächenentwicklung, lichte Färbung.
- Stilbit: Sehr schön, kugelig und auch in grösseren Massen oder als krustiger Überzug, gelbbraun - rosafarbig.

011_UR / Göschenen, Ries, Ris
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 688500 / 169730
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:


012_UR / Göschenen, Rötiboden (Göschener Reuss Druckschacht KW), Stäupiloch
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 687180 / 168140
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 93
Koordinaten auf Rötiboden. Ca. 270 Meter schachtaufwärts vom Gefällknick in Göschenen. Die gebrauchte Fundortbezeichnung 'Stäupiloch' ist falsch.
- Calcit:
- Gwindel:
Gross.
- Quarz: In grossen Gruppen.
- Rosafluorit: Sehr schön, hellrosa - durchsichtig, starker Glanz, bis 2 cm, auf Quarz, Calcit oder Muttergestein.

013_UR / Göschenen, Salbitschijen, Salbitschyn
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 683450 / 170500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 71
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 101
Berggipfel nordwestlich von Göschenen.
- Calcit:
- Fluorit:
- Gwindel:
- Rauchquarz:


014_UR / Göschenen, Schöllenen (Steinbruch) (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 687600 / 168000
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 220
Definition nach Ashcroft: Auf der Ostseite der Schöllenenschlucht, zwischen Göschenen und Andermatt (eher am nördlichen Ende der Schlucht, bei der 4. Haarnadelkurve (Stand um 1930)).
- Adular:
- Chlorit:
- Quarz:
- Titanit:


015_UR / Göschenen, Tschingel, Haselgadenkehle, Haselgadenchehle
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 687900 / 169800
Literatur:
- Koenigsberger, Joh., F.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1925; Band 5; Heft 1; Seite 67-124; Über alpine Minerallagerstätten: Mineralklüfte und Differentiation ihrer Paragenese
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 66
Wenige hundert Meter nördlich von Göschenen im steilen Gelände zwischen der Reuss und dem Tschingel. Koenigsberger: Die Mineralkluft mit Quarz und Hämatit an der Haselgadenkehle mit Stufen in vielen Museen dehnt sich weit aus und ist hauptsächlich von etwa 10 cm hohem Quarzband ausgefüllt. In der Mitte erweitert sie sich zu Räumen bis 50 cm Höhe, in denen man Quarz mit Hämatit und grünem und rotgelbem Chlorit fand.
- Chlorit: Grün, rotgelb.
- Hämatit:
- Quarz:
Farblos und manchmal auch mit Chloriteinschluss.
- Rosafluorit: Mit rotem Farbton.

016_UR / Göscheneralp, Blauberg Stock, Blauberg, Blaubergstock, Göschener Alp
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 679970 / 163570
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 63- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 90
Vor allem in den 40-er Jahren (1940) wurden hier einige Klüfte, welche sich auf engstem Raum befanden, ausgebeutet. Diese Funde stammen vom Ausläufer des Berges (gegen den Feldschijen).
- Adular: Nicht zahlreich, farblose Erscheinung.
- Apatit:
- Calcit
: Tafelig, blättrig, weiss.
- Milarit: In kleiner Menge, ausgebildet als kleine, säulige, farblose Kriställchen.
- Rauchquarz: In recht dunkler Farbe.
- Rosafluorit: Nur als kleine oktaedrische Individuen, zum Teil fast farblos.
- Stilbit: Tafelig, gestreckt, klein und farblos, reichlich.

017_UR / Göscheneralp, Dammagletscher
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 676770 / 165830
Literatur:
- Krauer,Thomas; Urner Mineralienfreund; 2006; Heft 4; Seite 18-23
Der Dammagletscher wird unter Strahlern eher als 'trockenes' Gebiet bezeichnet. Die Klüfte sind rar, wenn aber welche vorhanden sind, dann sind sie recht gross.
- Rauchquarz:
- Rosafluorit:
 
018_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Aelpergenbach, Aelpergenplatten, Alpligenbach, Alpergenplatten
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 680000 / 165000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 63- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 88
Der Bach entspringt nördlich des Blaubergstock und fliesst in den Göscheneralpsee. Koordinaten neu auf Aelpregenplatten.
- Adular:
- Eisenrose:
- Phantomquarz:
- Pyrit:
- Quarz:


019_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Aelpergengletscher (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 680000 / 164660
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 227-228
Die Koordinaten zeigen auf den Älpergensee. Definition nach Ashcroft: Gletschergebiet zwischen dem Lochberg und dem Plattenstock (Ost- West-Ausdehnung) und zwischen dem Grat des Lochberg und der Aelpergenlücke (Süd- Nord-Ausdehnung). Die guten Fundstellen liegen in den Felsen unterhalb des Gletschers (Stand ca. 1930) und am Grat vom Plattenstock (Planggenstock) zum Lochberg. Amacher Peter zeigt in seinem Buch auf Seite 228 ein Bild mit der Position von 2 Klüften am Aelpergengletscher. Beschrieben werden 2 Klüfte:
Kluft 1: (1934).
Kluft 2: (1934).
- Gwindel: Kluft 2.
- Rauchquarz: Klüfte 1, 2.

020_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Aelpergengletscher, Alpligenlücke, Alpliglücke, Aelpergenlücke
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 680150 / 163850
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 70
Vom Nordende des (ehemaligen ?) Gletschers stammen einige Funde.
- Apatit: Flächenreich, schlank.
- Calcit:
- Fluorit:
- Galenit:
- Hämatit:
- Laumontit:
In einer grossen Kluft zwischen dem Planggenstock und dem Aelpergengletscher.
- Pyrit:
- Quarz:


021_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Bründlistaffel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 682850 / 166600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 66
Ca. 1.5 km vor dem Göscheneralpsee ziehen sich steile Felswände gegen den Spitzberg hin. Der untere Teil wird als Bründlistaffel bezeichnet.
- Calcit: Zusammen mit Fluorit.
- Galenit:
- Hämatit:
- Pyrit:

- Quarz: In ausgezeichneter Ausbildung.
- Rosafluorit: Rosa - dunkelrot.

022_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Chelen, Chelenreuss, Rotstock, Rot Stock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 676204 / 171089
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 59
- Zwyssig,B.; Urner Mineralienfreund; 1991; Heft 3; Seite 1-15
Beim Bau des KW Göschenen kamen erratische Blöcke, welche vermutlich aus dieser Gegend stammen, zum Vorschein (vor allem vom Rotstock). In diesen befanden sich die aufgeführten Mineralien. Die Koordinaten zeigen auf den Rot Stock.
- Amianth:
- Quarz:
- Rauchquarz:
Nur leicht rauchig (Rotstock).

023_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Dammastock, Dammagebiet
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 675220 / 166270
Literatur:
- Müller, B. & K.; Urner Mineralienfreund; 1992; Heft 4; Seite 1-3
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 71- Urner Mineralienfreund; 1983; Heft 3; Seite 63
Koordinaten weisen auf das ungefähre Fundgebiet. Westlich des Göscheneralpsees erheben sich die hohen und steilen Wände des Dammastocks. Im 'Urner' 1983-3, S. 63, Blick gegen den Dammastock und Dammagletscher. Es wird auch die allgemeine Fundortbezeichnung Dammagebiet angegeben (mit Erwähnung vom Übergang zum Tiefengletscher).
- Calcit:
- Fluorit:
Komplexe Formenkombinationen mit Würfel, Oktaeder, Rhombendodekaeder und Trisoktaeder.
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Rosafluorit:
Oktaeder, auf Rauchquarz, bis 14 mm.

024_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Feldschijen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 681250 / 164790
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 374
- Quarz:
- Rauchquarz: Reichlich, in allerbester Qualität, auch sog. Morione und Gwindel, diese bis 10 cm, Quarz bis 20 cm, Rauchquarzstufen bis 50 cm.
- Skolezit: Halbkugelig, radialstrahlige Aggregate, aufgewachsen auf Quarz.

025_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Gwüest, Gwüst
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 682750 / 167500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 66- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 96
Lokalität zwischen Göschenen und dem Göscheneralpsee.
- Calcit: Zusammen mit Fluorit.
- Galenit:
- Hämatit:
- Milarit:
Klein, bis 6 mm, reichlich, auf dem Granit aufgewachsen.
- Pyrit:
- Quarz:
In ausgezeichneter Ausbildung, mit grossen Anhydritröhren.
- Rosafluorit: Rosa - dunkelrot.

026_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Hinterer Feldschijen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 681250 / 164770
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 65
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 90
Gleich nach dem Vorderen Feldschijen erhebt sich südlich davon der Hintere Feldschijen. Funde stammen, nebst aus der Gipfelregion auch vom Fusse der nördlichen Wand sowie in den Wänden oberhalb des Gletschers in Richtung Mittagsstock.
- Adular: In schlechter Ausbildung.
- Apatit: Klein.
- Hämatit:
- Monazit:
Zusammen mit Hämatit.
- Rauchquarz: Sehr dunkel.
- Rosafluorit: Blassrot.

027_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Hutzgen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 684550 / 168200
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 67
Auf halbem Weg von Göschenen zum Göscheneralpsee trifft man auf diese Lokalität.
- Adular:
- Quarz:
- Titanit:
Klein, starker Glanz.

028_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Jäntelboden
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 682500 / 167070
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 66
Lokalität zwischen Göschenen und dem Göscheneralpsee.
- Calcit: Zusammen mit Fluorit.
- Galenit:
- Hämatit:
- Pyrit:
- Quarz:
In ausgezeichneter Ausbildung.
- Rosafluorit: Rosa - dunkelrot.

029_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Lochberg 01
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 679300 / 164000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 71
Südlich des Göscheneralpsees.
- Calcit:
- Fluorit:
- Rauchquarz:


030_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Lochberg 02
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 679270 / 164040
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 231
Beschrieben wird die Ausbeutung einer Kluft im Jahre 1942 auf einer Höhe von 2900 m ü. M. durch die beiden Strahler Julius Mattli und Moses Gamma. Eine der schönsten Stufen, welche bereits für den Abtransport bereitgestellt war, wurde durch einen vom Firn herunterstürzenden Stein zerschlagen. Auf der Karte sind im erwähnten Gebiet zwei 'Lochberge' eingezeichnet: Göschenen, Lochberg, Koordinaten: 679.27 / 164.04 und Realp, Lochberg, Koordinaten: 680.25 / 162.47.
- Morion:
- Rauchquarz:
- Rosafluorit:


031_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Mittagstock, Mittagsstock, Nünistock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 680220 / 165120
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 67
Zwischen Göschener Alp und Urserental.
- Calcit:
- Chlorit:
- Rauchquarz:
Dunkel und als Doppelender.
- Rosafluorit: Auf Bleiglanz.
- Stilbit: Reichlich.

032_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Mittagstock, Mittagsstock, Nünistock (nach Ashcroft), Mittagslücke, Zandlücke
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 680220 / 165120
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 221-222
Definition nach Ashcroft: Er gehört zu der Bergkette zwischen der Göscheneralp und dem Urserental. Der Gipfel besteht aus einem langen Grat mit 8 bis 10 Felstürmen, welche sich zwischen der Mittagslücke und der Zandlücke befinden. Unter die Fundortbezeichnung Mittagsstock fallen alle Felsen auf der Nordseite bis hinunter auf 2240 m ü. M. Amacher Peter zeigt in seinem Buch auf Seite 222 einen Kartenausschnitt mit der Position von 2 Klüften am Mittagsstock. Beschrieben werden 2 Klüfte:
Kluft 1: (1925). Am westlichen Grat auf 2460 m ü. M.
Kluft 2: (1934). Am östlichsten Grat. (Evtl. handelt es sich hier um Stufen aus dem benachbarten Voralptal).
- Adular: Kluft 2.
- Amianth: Kluft 2.
- Apatit: Kluft 2.
- Quarz: Kluft 1.
- Rauchquarz: Kluft 2.
- Rosafluorit: Kluft 1.
- Stilbit: Kluft 1.

033_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Müeterlishorn, Müetterlishorn, Müetterlishörnli, Blauberggletscher
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 681250 / 164400
Literatur:
- Hauser, Röbi; Schweizer Strahler; 1987; Seite 529-536; Zwei ereignisreiche Tage im Kanton Uri
- Rauchquarz: Bis 10 cm.
- Rosafluorit:

034_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Plankenstock, Planggenstock (Nordostwand), Plankenstock, Plattenstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 679250 / 164900
Literatur:
- Bolli, Thomas; Schweizer Strahler; 2009; Seite 16-20; "Das ist Bergbau mit primitivsten Mitteln"
- Hofmann, Beda A.; Schweizer Strahler; 2011; Heft 1; Seite 2-9. Die Kristalle vom Planggenstock sind in Bern angekommen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 66 etc.
- von Arx, Franz; Schweizer Strahler; 1995; Seite 201 - 211; Die grosse Kluft am Planggenstock UR
- von Arx, Franz; Schweizer Strahler; 2007; Seite 8-13; Riesenkristalle aus der Göscheneralp / Kanton Uri
- von Arx, Franz & von Känel, Paul; Urner Mineralienfreund; 1995; Heft 1; Seite 1-8
- von Arx, Franz; Urner Mineralienfreund; 2005; Heft 3; Seite 11-15
- von Arx, Franz; Urner Mineralienfreund; 2005; Heft 4; Seite 13-18
- Wachtler, Michael; Lapis; 2007; Heft 7/8; Seite 59 - 65; Die Riesenkristalle des Paul von Känel und Franz von Arx
1). Grat südlich des Göscheneralpsees in Richtung Lochberg. In den Jahren ab 1992 konnte am Planggenstock (Nordostwand) eine grosse Kluft ausgebeutet werden.
1994 war sie bereits 6 Meter breit, 8 Meter tief und 60 cm hoch. Ein Ende war noch nicht abzusehen. Ein Bericht über die Entdeckung der Kluft kann unter anderem dem Urner Mineralienfreund 1995/1, Seite 1-8 entnommen werden.
2009: Bolli: Bericht über eine weitere Kluftöffnung im schon bekannten Kluftsystem, welche bis dahin von Franz von Arx und Peter von Känel bearbeitet wurden. Die Ausbeute diese Kluftsystems:
- Längste Spitze: 121 cm, 370 kg (Franz von Arx und Elio Müller, Sommer 2008)
Mineralien: Rosafluorit, Quarz (hell und leicht rauchig, im neuesten Klufthohlraum in hervorragender Qualität), Adular (in Spuren), Epidot (in Spuren), Galenit (wenig).
- Klufttiefe: 50 Meter, stellenweise bis 7 Meter breit.
- Ausbeute: ca. 80 Tonnen.
1994 konnte der Eingang zu einer aussergewöhnlich grossen Kluft freigelegt werden.
1997 gelang es den beiden Strahlern Franz von Arx und Paul von Känel 15 Meter unterhalb ihrer ersten Kluft eine weitere, ebenfalls Riesenkluft, zu öffnen. Rauchquarze von unglaublicher Schönheit bis 65 cm krönten den Erfolg (Kluftausmass an dieser Stelle 8 x 2 x 0.45 Meter). Nach 28 Meter Tiefe und 8 Jahren Arbeit musste der granitische Kluftboden in zweimonatiger Arbeit um 2 Meter abgesenkt werden um stehend weiter arbeiten zu können. Nach einem 5 Meter tiefen Krichgang eröffnete sich den beiden Strahler am 21. September, 2 Tage vor Saisonende, ein mit Rauchquarz gefüllter Hohlraum. Einzelkristalle von bis zu 150 kg oder bis 1 Meter Länge in einmaliger Schönheit. Im Strahler 2007 sind eindrückliche Bilder dieser Kristallbergung abgedruckt.
2). Ostflanke. Entdeckung 1993. Es werden 2 grosse Klüfte erwähnt. Die obere und die untere Kluft. Sie liegen etwa 10 Meter auseinander.
Chronologie:
- 1993: Entdeckung erster Kluftanzeichen im Sommer und erste Sondierarbeiten im Herbst
- 1994: Beginn der eigentlichen Bearbeitung der oberen Kluft
- 1995: Beginn der Arbeiten an der unteren Kuft, parallel Arbeiten an der oberen Kluft
- 1996: Arbeiten an beiden Klüften
- 1997: Arbeit an der unteren Kluft, erster Hauptfund an dem bis 2002 gearbeitet wird
- 2003: Seitenkluft mit Rosafluorit, Arbeiten im kompakten Quarzband
- 2004: Zweiter Hauptfund: Kluft mit grossen Kristallen in Spitzenqualität (Stufe im Nat. Hist. Museum in Bern)
- 2005: Nach Vortreiben eines Stollens. Kurz vor Einstellung der Arbeit im Herbst Fund der bisher bedeutendsten Kluft (dritter Hauptfund).
- 2006: Bergung der Riesenkristalle.
- 2007: Keine Arbeit an den beiden Klüften.
- 2008: Vortrieb eines Stollens und vierter Hauptfund
- 2009: Ausbauarbeiten und Absenkung des Stollenbodens.
- 2010: Arbeiten an der Infrastruktur und Stollenvortrieb. Nach 14 Jahren Arbeit, war die Kluft bereits 38 Meter vorgetrieben.
- Adular: Bis 1 cm im Deckenbereich und im zersetzten Nebengestein.
- Albit: Unscheinbar und zusammen mit Adular vorkommend.
- Anglesit: Oxidationsprodukt.
- Biotit: Feinsttafelige, langgezogene Kristalle, eingeschlossen in Quarz, zusammen mit Epidot.
- Calcit: Zusammen mit Fluorit. Bis einige Dezimeter grosse Kristalle, startk korrodiert.
- Cerussit: Oxidationsprodukt. Als Sekundärmineralien, entstanden durch die Wechselwirkung von Oberflächenwässern mit den Kluftmineralien, vor allem dem Galenit, entstanden eine Reihe von sekundären Mineralien: Wulfenit, Cerussit, Hydrocerussit, Anglesit, Vanuralit, Opal, Plumbogummit, Plumbojarosit, Vanadinit, Goethit.
- Chenguodait: Einschlüsse im Galenit erwiesen sich als Eisen-haltiges Silbertellurid-Sulfid, von der Zusammensetzung her kommt am ehesten Chenguodait in Frage.
- Epidot: Bis 8 mm grosse Kristalle, meist in Quarz eingeschlossen, oft wieder aufgelöst.
- Fluorapatit: Gut ausgebildete, flächenreiche Kristallevon wenigen mm Grösse im Kluftchlorit und im zersetzten Nebengestein, kugelig bis langprismatisch ausgebildet. Selten auch auf Quarz aufgewachsen.
- Galenit: Bis 20 cm grosse, korrodierte Kristalle auf dem Nebengestein. In einigen Quarzkristallen treten massenhaft rundliche Galeniteinschlüsse auf. Diese sind meist unter 1 mm und bilden zum Teil Wachstumsphasen im Quarz ab (Phantombildung).
- Goethit: Oxidationsprodukt.
- Gwindel: Mit Drehung bis 50°.
- Hydrocerussit: Siehe unter Cerussit.
- Hämatit:
- Klinochlor:
Hauptbestandteil der Kluftfüllung und infolge Oxidation meist braun.
- Laumontit: Vom Planggenstock.
- Opal: Oxidationsprodukt. Der Opal bildet feinste Ueberzüge auf Quarzund ist von blossem Auge nicht erkennbar. Im UV-Licht zeigt er eine intensive grüne Fluoreszenz, ein Charakteristikum von Uran-haltigem Opal.
- Plumbogummit: Oxidationsprodukt.
- Plumbojarosit: Oxidationsprodukt.
- Pyrit: Konnte nur als Pseudomorphosen von Goethit nach Pyrit gefunden werden.
- Quarz: In ausgezeichneter Ausbildung, gross, reichlich. Längster Kristall: 121 cm, 370 kg.
- Rauchquarz: Einzelkristalle bis 150 kg oder bis 1 Meter Länge. Das Paradestück stellt eine Gruppe, bestehend aus mehreren Kristallspitzen mit bis zu einem Meter Länge, dar. Sie besticht nicht nur durch Grösse, auch Transparenz, Glanz und Unversehrtheit machen diese Stufe zu einer Sensation.
- Rosafluorit: In allerbester Qualität, bis 10 cm (1 kg), Oktaeder, rosa - dunkelrot. Gefunden wurden auch Quarzkristalle mit einem Überzug kleiner Rosafluorite.
- Silbertellurid: Einschlüsse im Galenit erwiesen sich als Eisen-haltiges Silbertellurid-Sulfid, von der Zusammensetzung her kommt am ehesten Chenguodait in Frage.
- Vanadinit: Oxidationsprodukt.
- Vanuralit: Oxidationsprodukt.
- Wulfenit: Oxidationsprodukt.
Oxidationsprodukte: Als Sekundärmineralien, entstanden durch die Wechselwirkung von Oberflächenwässern mit den Kluftmineralien, vor allem dem Galenit, entstanden eine Reihe von sekundären Mineralien: Wulfenit, Cerussit, Hydrocerussit, Anglesit, Vanuralit, Opal, Plumbogummit, Plumbojarosit, Vanadinit, Goethit.

035_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Plankenstock, Planggenstock, Plankenstock, Plattenstock (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 679250 / 164900
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 222-223
Plattenstock ist die alte Bezeichnung für Planggenstock. Definition nach Ashcroft: Kleiner Berggipfel am Grat, welcher von der Göscheneralp süd-südwestlich zum Gipfel des Lochberges hochzieht und den Aelpergengletscher vom Wintergletscher trennt. Beschrieben werden 2 Klüfte:
Kluft 1: (1933). In der Südwand des Ostgrates.
Kluft 2: (1934). In der Südwand des Ostgrates.
- Rauchquarz: Klüfte 1, 2.

036_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Riedmatt
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 682500 / 167250
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 66
Lokalität zwischen Göschenen und dem Göscheneralpsee.
- Calcit: Zusammen mit Fluorit.
- Galenit:
- Hämatit:
- Pyrit:
- Quarz:
In ausgezeichneter Ausbildung.
- Rosafluorit: Rosa-dunkelrot.

037_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Sandbalm, Sandbalmhöhle
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 682900 / 168420
Literatur:
- Intergand, Peter; Schweizer Strahler; 2008; Seite 31-33; Historische Kristallfunde im Kanton Uri (Teil 1)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 66,70
- Zwyssig, B.; Urner Mineralienfreund; 1991; Heft 3; Seite 1-15
Sandbalm: Grat oberhalb der Strasse zwischen Göschenen und dem Göscheneralpsee. Die Stollenlänge beträgt etwa 150 Meter und zusammen mit den kleinen Seitengängen etwa 250 Meter. Die Kristalle wurden vor allem nach Italien weiterverkauft, wo sie zu Kunstgegenständen verarbeitet wurden. Sandbalmhöhle: wenige Meter des Wanderweges in Voralptal.
- Ankerit: Klein, wenig, in der Aufstiegsrunse zur Sandbalmhöhle.
- Apatit: Bis 15 mm, klar, farblos.
- Calcit: Zusammen mit Fluorit. Farblos, zum Teil schwach durchsichtige Spaltrhomboeder, im UV-Licht rot fluoreszierend.
- Galenit:
- Hämatit:
- Pyrit:
- Quarz:
In ausgezeichneter Ausbildung.
- Rosafluorit: Rosa-dunkelrot.

038_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Schneestock, Rotfirn
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 675270 / 166750
Literatur:
- Koenigsberger, Joh., F.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1925;Band 5; Heft 1; Seite 67-124; Über alpine Minerallagerstätten: Mineralklüfte und Differentiation ihrer Paragenese
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 70
Nächster Gipfel nördlich des Dammastock. Als Fundort wurde die östlich abfallende Gletschergegend des Rotfirn bekannt. Der Fundort am Fuss des Schneestocks im etwas aplitischen Aaregranit zeigt eine Anzahl schmaler Risse mit deutlicher Sonderung der Mineralien. In der obersten, schmalen, kurzen Spalte: Quarz mit Bleiglanz; in der längsten Spalte: hellbrauner Quarz mit rotem Fluorit; darunter eine Spalte mit derbem Quarz und rotem Fluorit. Etwas weiter unterhalb ein kurzer Riss mit einigen Quarzkristallen, grünem, blauem und rotem Fluorit. Die Spalten und Bänder stehen wohl in Zusammenhang.
- Chlorit:
- Fluorit:
Grün, blau und rot.
- Galenit:
- Quarz:
Farblos in guter Ausbildung.
- Rauchquarz: Dunkel.
- Rosafluorit: Bis dunkelrot.

039_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, St. Niklaus
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 683400 / 167800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 66
Lokalität zwischen Göschenen und dem Göscheneralpsee.
- Calcit: Zusammen mit Fluorit.
- Galenit:
- Hämatit:
- Pyrit:
- Quarz:
In ausgezeichneter Ausbildung.
- Rosafluorit: Rosa-dunkelrot.

040_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Voralpreuss
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 682490 / 169440
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 99
1) Zulaufstollen 2) Region
- Calcit: 1) prismatisch auf Quarz, bis 5 cm. 2) dünne Basistafeln.
- Quarz: Teilweise belegt mit prismatischem Calcit.
 
041_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Vorderer Feldschijen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 680800 / 165000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 65
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 374
Südlich der Staumauer des Göscheneralpsees erhebt sich vor dem hintern Feldschijen dieser Berggipfel. Funde stammen vom Fusse der südlichen Wand sowie aus den Nordwänden. Im 'Urner' 1983-3, S. 63, Blick gegen den Feldschijen vom Planggenstock.
- Adular:
- Gwindel:
Zum Teil zahlreich.
- Laumontit:
- Morion: Am Südostabhang.
- Rauchquarz: Auch farblos.

042_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Winteregg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 678060 / 164420
Literatur:
- Zgraggen,Emil; Urner Mineralienfreund; 2001; Heft 1; Seite 9-18
Aus einer ca. 8 Meter tiefen Kluft, welche im Jahre 1999 nach dem Entfernen von Grasbüscheln entdeckt wurde.
- Gwindel:
- Quarz: In Einzelspitzen und grossen und schönen Stufen. Die grösste Stufe erreichte ein Ausmass von 105 cm und war rundum mit Quarzen bestückt (Gewicht: 100 kg).

043_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Winterstock (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 677770 / 163720
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 225-236
Definition nach Ashcroft: Gipfel am westlichen Ende der Bergkette zwischen dem Göschenertal und dem Urserental, in der Mitte zwischen dem Gletschhorn und dem Lochberg. Der Winterstock besteht aus drei Gipfeln. Das unter diese Fundortbezeichnung fallende Gebiet umfass die Region oberhalb des Wintergletschers bis zum obersten Grat. Amacher Peter zeigt in seinem Buch auf Seite 235 einen Kartenausschnitt mit der Position der Kluft am Winterstock. Beschrieben wird Kluft 1: (1936). Über die Lage der Kluft liegen widersprüchliche Angaben vor.Die Lage wird mit 'zwischenzwei Schneefeldern' angegeben.
- Rauchquarz: Kluft 1 (hell).
- Rosafluorit: Kluft 1.
- Stilbit: Kluft 1.

044_UR / Göscheneralp, Göschener Alp, Winterstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 677770 / 163720
Literatur:
- Gerig, Marcel; Urner Mineralienfreund; 2001; Heft 1; Seite 10-16
- Gerig, Marcel; Urner Mineralienfreund; 2002; Heft 1; Seite 12-18
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 71
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 101
- Weiss, Stefan; Lapis; 2002; Heft 12; Seite 40- Woldert, Frank; Schweizer Strahler; 2005; Heft 1; Seite 7-14
- Zwyssig, Bruno; Schweizer Strahler; 2004; Heft 1; Seite 21; Miggel Zwyssig am Winterstock
Nordöstlich des Tiefengletschers. Funde sind auch aus der Nordflanke des Winterstocks bekannt geworden. Der Phenakitfund stammt von unterhalb der Winterstock-Nordwand, auf 3000 m ü. M.
- Calcit:
- Chlorit:
- Fluorit:

- Gwindel: Ein durch das Eis zerstörtes Gwindel erreiche eine Dimension von 22 x 14 x 7 cm. Ganze Gwindel massen bis 15 cm.
- Phenakit: Sechseckig, halbdurchsichtig, 28 x 0.9 mm, mit flachpyramidaler Endfläche.
- Rauchquarz: Gross, hell.
- Rosafluorit: Oktaeder bis 1.4 kg.

045_UR / Göscheneralp, Schwarz Söckli, Schwarzstöckli
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 682610 / 165710
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 231
In den Jahren 1911 - 1914 bearbeiteten die beiden Strahler Julius Mattli und Moses Gamma am Schwarzstöckli eine Fundstelle. Ueber die genaue Lage und die gefundenen Mineralien sind keine Informationen vorhanden.
- Rauchquarz:

046_UR / Göschenertal, Voralptal (hinteres, oberstes)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 679450 / 172350
Literatur:
- Müller, Bruno; Schweizer Strahler; 2006; Seite 19-25; Das Voralptal - Eine mineralienreiche Idylle
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 66
Auf der rechten Seite des obersten Voralptales in Amphiboliten und Gneisen. Informationen zur Geologie des Voralptals siehe unter Fundort 'Göschenertal, Voralptal (allgemein)'.
- Calcit: In tafeliger Ausbildung, den Quarz durchwachsend.
- Chlorit:
- Fadenquarz:
In recht grosser Ausbildung.
- Pharmakolith: Gebildet durch Chloriteinschluss.
- Quarz: Hell, prismatischer Habitus.

047_UR / Göschenertal, Voralptal (mittleres)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 681250 / 170500
Literatur:
- Müller, Bruno; Schweizer Strahler; 2006; Seite 19-25; Das Voralptal - Eine mineralienreiche Idylle
Informationen zur Geologie des Voralptals siehe unter Fundort 'Göschenertal, Voralptal (allgemein)'.
- Apatit: Apatit tritt vor allem in der Granitzone auf. Farblos bis leicht rosa, flächenreich, bis 5 mm.
- Bertrandit: Ein Schweizer-Rekord verdächtiger, 4mm langer, verzwillingter Bertrandit wurde von X. Gnos aus einem Aplit des mittleren Voralptales geborgen. Vermutlich handelt es sich hier um den schon unter Brunnenstöckli beschriebenen Fund.
- Calcit: Tafelig, den Quarz durchwachsend.
- Chlorit:
- Fadenquarz:
Farblos.
- Quarz: Farblos, prismatischer Habitus. Oft mit Chlorit bedeckt.

048_UR / Göschenertal, Voralptal (vorderes)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 682900 / 169200
Literatur:
- Müller, Bruno; Schweizer Strahler; 2006; Seite 19-25; Das Voralptal - Eine mineralienreiche Idylle
Informationen zur Geologie des Voralptals siehe unter Fundort 'Göschenertal, Voralptal (allgemein)'.
- Calcit: In tafeliger Ausbildung, den Quarz durchwachsend.
- Chlorit:
- Gwindel: In der Granitzone des vorderen Voralptals, farblos.
- Quarz: Farblos, prismatischer Habitus. Oft mit Chlorit bedeckt.

049_UR / Göschenertal, Voralptal, Brunnenstöckli
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 679400 / 171600
Literatur:
- Geissmann, Willi; Urner Mineralienfreund; 2004; Heft 2; Seite 17
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 267
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 74
- Zwyssig,B.; Urner Mineralienfreund; 1991; Heft 3; Seite 1-15
Diese Lokalität befindet sich südöstlich des Sustenhorns, unweit der Voralphütte des SAC. Die Paragenese ist aussergewöhnlich für diese Region. Informationen zur Geologie des Voralptals siehe unter Fundort 'Göschenertal, Voralptal (allgemein)'. Die Koordinaten weisen auf das Fundgebiet.
- Adular: Schöne Gruppen mit sattelförmig gekrümmten Flächen.
- Amianth: Hellgrün bis weisslich, bis 2 cm.- Anatas: Ist im Voralptal ein eher seltenes Mineral. Spitzpyramidal, bis 7 mm, blauschwarz, metallisch glänzend. Meistens auf Quarz aufgewachsen und von Chlorit begleitet.
- Bertrandit: V-förmige Zwillinge, bis 4 mm (Zwyssig, 1991).
- Chlorit:
- Phantomquarz: In deutlicher Ausbildung.
- Pyrrhotin: Vollständig verwitterte Kristalle und in Goethit umgewandelt.
- Quarz: Zum Teil wasserklar.

050_UR / Göschenertal, Voralptal, Chüeplanggenstock, Chueplanggenstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 681883 / 172168
Literatur:
- Müller, Bruno; Schweizer Strahler; 2006; Seite 19-25; Das Voralptal - Eine mineralienreiche Idylle
- Zwyssig, B.; Urner Mineralienfreund; 1991; Heft 3; Seite 1-15
Informationen zur Geologie des Voralptals siehe unter Fundort 'Göschenertal, Voralptal (allgemein)'.
- Amianth: Hellgrün bis weisslich, bis 2 cm.
- Anatas: Ist im Voralptal ein eher seltenes Mineral. Metallglanz, spitzpyramidal, bis 7 mm.
- Epidot: Nur akzessorisch, bis 8mm, graugrün, stengelig. Auch aufgewachsen auf Quarz.
- Pyrrhotin: Vollständig verwitterte Kristalle und in Goethit umgewandelt.
- Quarz: Hell, prismatischer Habitus.
- Titanit: Braun oder gelb, recht häufig, lanzettförmig, rhombisch, pseudorhomboedrisch, pseudopyramidal, bis 2 mm und oft auf Quarz aufgewachsen. Vielfach verzwillingt.

051_UR / Göschenertal, Voralptal, Fleckistock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 680969 / 173463
Literatur:
- Zwyssig,B.; Urner Mineralienfreund; 1992; Heft 4; Seite 4-5
- Zwyssig,B.; Urner Mineralienfreund; 1991; Heft 3; Seite 10
Die Fundstelle ist nur mit Fleckistock beschrieben.
- Amianth: Haarförmig, bis 1cm, hellgrün bis weiss. Teilweise auch Bergleder-artig.
- Calcit: Tafelig, weiss, den Quarzwachstum behindernd.
- Fadenquarz: Bis 15 cm Länge. Es handelt sich dabei aber um ein Einzelexemplar.
- Quarz:
- Rosafluorit: Oktaeder bis 1cm.
- Titanit: Recht häufig zu finden. Lanzettförmig, rhombenförmig, pseudopyramidal, pseudorhomboedrisch, braun, gelb oder zweifarbig (beige-braun), bis 15mm und manchmal verzwillingt. Tritt gerne zusammen mit Adular auf und ist manchmal in diesem auch eingewachsen.

052_UR / Göschenertal, Voralptal, Fleckistock, Nördliche Fluelücke
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 681275 / 172853
Literatur:
- Müller, Bruno; Schweizer Strahler; 2006; Seite 19-25; Das Voralptal - Eine mineralienreiche Idylle
- Zwyssig, B.; Urner Mineralienfreund; 1991; Heft 3; Seite 1-15
- Amianth: Hellgrün bis weisslich, bis 2 cm.
- Fluorit: Auch farblos.
- Galenit: Würfelig, bleigrau, leicht angeäzt, bis 4cm.
- Malachit: Hellgrün, keine gut entwickelten Kristalle, oft ganze Steinplatten bedeckend.
- Rosafluorit: Oktaedrisch, oft auf Quarz, zum Teil mit tiefroter Farbe.
- Titanit: Braun oder gelb, recht häufig, lanzettförmig, rhombisch, pseudorhomboedrisch, pseudopyramidal, bis 2 mm und oft auf Quarz aufgewachsen. Vielfach verzwillingt.

053_UR / Göschenertal, Voralptal, Horefelli, Horenfelli, Mittwald
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 682970 / 169270
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 99
Zwischen den beiden letztgenannten Lokalitäten im Granit. Informationen zur Geologie des Voralptals siehe unter Fundort 'Göschenertal, Voralptal (allgemein)'.
- Quarz: Durchsetzt mit Chlorit und mit Titanit belegt.
- Rosafluorit: In der Nähe von Horenfelli, Oktaeder bis 1cm.
- Titanit: Klein, auf Quarz.

054_UR / Göschenertal, Voralptal, Höhenberg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 683830 / 169074
Literatur:
- Müller, Bruno; Schweizer Strahler; 2006; Seite 19-25; Das Voralptal - Eine mineralienreiche Idylle
In den steilen Fluchten des Höhenberges tätigte 1969 der Strahler P. von Känel aus einer ergiebigen, 15 Meter langen Kluft, einen Fund mit farblosen Bergkristallen und vielen Gwindeln. Die schwerste Stufe schlug mit 228 kg zu Buche. Es gibt drei Höhenberge, der Untere, Mittlere und Oberen Die Koordinaten zeigen auf den Mittleren Höhenberg.
- Gwindel: Reichlich, farblos.
- Quarz: Aus einer 15 Meter langen Kluft, reichlich, farblos.

055_UR / Göschenertal, Voralptal, Kaltbrunnenkehle, Sand
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 682500 / 175125
Literatur:
- Zwyssig,B.; Urner Mineralienfreund; 1991; Heft 3; Seite 1-15
Die Koordinaten verweisen auf das Fundgebiet Kartigel. Die Fundortangabe sind nur ungenau aufgeführt: 'oberhalb der Kaltbrunnenkehle'. Diese Lokalität wird heute mit Sand bezeichnet.
- Apatit: Klein, flächenreich, farblos bis rosafarbig, bis 5mm.
- Quarz: Manchmal mit grüngrauen Biotiteinschluss und als Phantombildung.

056_UR / Göschenertal, Voralptal, Kartigel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 684342 / 174334
Literatur:
- Müller, Bruno; Schweizer Strahler; 2006; Seite 19-25; Das Voralptal - Eine mineralienreiche Idylle
Informationen zur Geologie des Voralptals siehe unter Fundort 'Göschenertal, Voralptal (allgemein)'.
- Fluorit: Auch farblos, bis 4 cm.
- Rosafluorit: Oktaedrisch, oft auf Quarz, zum Teil mit tiefroter Farbe.

057_UR / Göschenertal, Voralptal, Rothorn
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 682735 / 171677
Literatur:
- Zwyssig,B.; Urner Mineralienfreund; 1991; Heft 3; Seite 10
Die Koordinaten verweisen auf die Spitze des Rothorns. Genauere Fundangaben fehlen.
- Rosafluorit: Bis 1cm grosse Oktaeder.

058_UR / Göschenertal, Voralptal, Wallenburfirn
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 678946 / 173483
Literatur:
- Müller,B.; Schweizer Strahler; 2006; Heft 2; Seite 12
Die Koordinaten weisen auf das Fundgebiet. Die Fundartangaben sind mit: 'in den Bergen rings um den Wallenburfirn' recht grosszügig aufgeführt.
- Aktinolith: Grasgrün, schön.

059_UR / Göschenertal, Voralptal, Zenden
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Göschenen, Koordinaten ca.: 679815 / 172759
Literatur:
- Zwyssig,B.; Urner Mineralienfreund; 1991; Heft 3; Seite 9
Die Koordinaten zeigen auf das Fundgebiet. Genauere Angaben fehlen.
- Amianth: Haarförmig, bis 1cm, hellgrün bis weiss. Teilweise auch Bergleder-artig.

060_UR / Andermatt, St. Annaberg, St. Annagletscher (heute St. Annafirn), Gigenstafel, Gigestaffel, Geige, Gigi, Geigenstaffel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Hospental, Koordinaten ca.: 687950 / 163520
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; 200, 204
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 89
- Preiswerk, H.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1926; Band 6; Heft 2; Seite 267 - 277; Nephrit von Haudères (Wallis)
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
Östlich von Hospental und südlich von Andermatt. 1912 entdeckte Arnold Schneider den anstehenden Nephrit im Gotthardmassiv auf Gigestaffel bei Andermatt. Der Nephrit liegt dort in Strahlstein eingebettet.
- Apatit: Spärlich.
- Asbest:
- Dolomit:
- Magnesit:
- Magnetit:
- Nephrit:
- Serpentin:
- Talk:


061_UR / Gotthard, Guspis, Guspistal
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Hospental, Koordinaten ca.: 687460 / 160320
Literatur:
- Gnos, Edwin / Janots, Emilie / Berger, Alfons; Schweizer Strahler; 2013; Seite 2 - 9. Wenn ein kleines Mineral gross rauskommt: Kluft-Monazit
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Epidot: Mit Quarz und Rauchquarz.
- Monazit: Bis 2.5 mm Grösse.
- Quarz:
- Rauchquarz:


062_UR / Gotthard, Mätteli, Rotundbrücke
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Hospental, Koordinaten ca.: 685980 / 160610
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 360
Kenngott erwähnt eine Fundstelle 'Mätteli' bei der Rotundbrücke nördlich vom St. Gotthard-Hospiz. Die Koordinaten zeigen auf die Lokalität Mätteli an der Gotthardstrasse.
- Apatit: Grosse lila- oder amethystfarbige, halbdurchsichtige, dicktafelartige Kristalle am Mätteli bei der Rotundbrücke nahe dem Hospiz auf der Nordseite.

063_UR / Urserental, Hospental
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Hospental, Koordinaten ca.: 686700 / 163500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 80 etc.
Ort an der Furkastrasse, ca. 2 km nach Andermatt.
- Quarz:
- Rutil:
Braunrot, oft auch eingewachsen im Quarz.
- Siderit: Rhombisch, zum Teil verwittert, braun, weiss.

064_UR / Urserental, Hospental (Gotthardstrasse)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Hospental, Koordinaten ca.: 686400 / 163550
Literatur:
- Wagner,Albert; Urner Mineralienfreund; 1974; Heft 2-3; Seite 22-36
- Calcit: Bis 2 cm Durchmesser.

065_UR / Urserental, Hospental I
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Hospental, Koordinaten ca.: 686600 / 163750
Literatur:
- Rykart, R.; Schweizer Strahler; 1971; Seite 229-276; Die Feldspatmineralien
- Adular: Im sericitreichen Schiefer der Urseren - Rhonetal - Zone.
- Albit: Im Periklin-Habitus.

066_UR / Urserental, Hospental, Chämleten, Chämmleten, Kämmleten, Kemmleten, Gigen-Stafel (Steinbruch und Weg)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Hospental, Koordinaten ca.: 686500 / 169200
Literatur:
- Amacher, Peter & Dollinger, H.; Urner Mineralienfreund; 1985; Heft 4; Seite 53-66
- Ambühl, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1929; Band 9; Heft 1; Seite 265 - 441; Petrographie und Geologie des zentralen Gotthardmassivs südlich Andermatt
- Burri, Conrad & Jakob, Johann & Parker, Robert L.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1935; Band 15; Heft 2; Seite 327-339; Über Hydroxylapatit von der Kemmleten bei Hospenthal (Kt. Uri)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 89
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 114
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
- Toroni, Aldo; Schweizer Strahler; 1992; Heft 4; Seite 412 - 414; 'Spargelstein' im Talk von Fornei oberhalb Val Carassina, Val Blenio TI
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
Der Ort liegt nur wenige hundert Meter südlich von Hospental. Aus den Talkeinlagerungen im Serpentingestein stammen einige Mineralien. Eine weitere Beschreibung lautet auf: 'am neuen Weg (südlich des Strassentunnels) der an die Chämleten führt'. Ein weiterer Serpentinsteinbruch befindet sich bei der 'Gigen-Stafel'. Ambühl: Auf der Kämmleten fanden sich an der Halde unter anderem reiner, grobblätteriger Talk von grünlichweisser Farbe, ferner weisser, körniger Spat mit Sericit und einigen wenigen Chloritblättern. Weiter fanden sich faustgrosse Stücke fast durchsichtigen Carbonates in Form des Spaltrhomboeders mit bis 4 cm langen, strahlig angeordneten Talkblättern. Auch auf der Gige finden sich grobkristalline Sekretionen von Talk, Talk-Carbonat, Talk-Carbonat-Asbest und Talk-Carbonat-Chlorit mit etwas Ilmenit. Die Carbonatrhomboeder sind von gleicher Grösse und gleichem Aussehen wie die von der Kämmleten. Es lassen sich auch bis 5 cm grosse Klinochlortafeln feststellen. Die Funde konzentrieren sich auf den Teil des Eruptivstockes, der als Talk abgebaut wird.
- Ankerit: Am Weg zur Chämmleten.
- Apatit: (Steinbruch), bis 3cm, gelblich, als sog. Spargelstein, eingebettet im Talk.
- Calcit: Am Weg zur Chämmleten.
- Dolomit: (Steinbruch), gross, seidenglänzend, verzerrt, bis 10 cm.
- Giltstein: Wird vor allem für den Ofenbau, Grabsteine, Brünnen, etc. verwendet.- Hydroxylapatit: Aus dem Talk herauspräpariert, als sogenannter Spargelstein, bis 3 cm lang und 1.5 cm Durchmesser.
- Ilmenit: Im Talk, isometrisch.
- Klinochlor: Bis 5 cm grosse Tafeln.
- Magnetit: (Steinbruch), im Talk eingesprengt, oktaedrisch, oft tafelig verzerrt, verzwillingt nach dem Spinellgesetz.
- Pyrit: (Steinbruch), Pentagondodekaeder, im Talk, bis einige cm, zum Teil pseudomorph nach Ankerit oder Pyrrothin, eingebettet im Talk. Am Weg zur Chämmleten zum Teil pseudomorph nach Magnetkies.
- Quarz:
- Rutil:
- Sagenit:
- Scheelit:
In kleinen Körnchen, orangerot, im Talk.
- Serpentin: Dunkelgrün, wird auch kunsthandwerklich verarbeitet. In Giltsteine übergehende schöne Serpentine.
- Talk:

067_UR / Urserental, Hospental, Gamsboden
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Hospental, Koordinaten ca.: 686560 / 162500
Literatur:
- Weibel, Max; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1958; Band 38; Heft 1; Seite 61- 75; Chemische Untersuchungen an Albiten aus den Schweizer Alpen
- Periklin: Hier handelt es sich um ein Vorkommen, das bei den Bauarbeiten an der Gotthardstrasse aufgedeckt wurde. Die Kristalle sind bis 2 cm gross, glänzend und milchigweiss. Wie bei allen Periklinalbiten sind auch hier zahlreiche Einschlüsse vorhanden (Muskovit).

068_UR / Urserental, Hospental, Gotthardmätteli
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Hospental, Koordinaten ca.: 686400 / 163550
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 114- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 53- Wagner,Albert; Urner Mineralienfreund; 1979; Heft 3; Seite 66-71
Südlich von Hospental aus den Gesteinen am Bach (Arsenopyrit). Die Lokalität 'Gotthardmätteli' konnte auf der Karte (Swiss Map) nicht gefunden werden. Die Koordinaten zeigen auf Hospental. Beim Gotthardmätteli handelt es sich um 2-3 Häuser, welche nach der Abzweigung in Realp, Richtung Gotthard, auf der rechten Seite anzutreffen sind (siehe Bilder).
- Arsenopyrit: Als Einsprenglinge im Sericitschiefer, teilweise als sternförmige Drillinge, bis 0.7mm. Von Hospental wurden auch pseudooktaedrische Einzelkristalle bis 8 mm beschrieben. Aggregate bis 3 cm sind bekannt geworden. Evtl. stammen diese von der Fundstelle 'Gotthardmätteli'.
- Calcit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
- Sagenit:


069_UR / Urserental, Hospental, Gädemli
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Hospental, Koordinaten ca.: 685770 / 163120
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:

070_UR / Urserental, Hospental, Hagstafel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Hospental, Koordinaten ca.: 686400 / 163550
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 114
Die Lokalität 'Hagstafel' konnte auf der Karte (Swiss Map) nicht gefunden werden. Die Koordinaten zeigen auf Hospental.
- Calcit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:
- Sagenit:


071_UR / Urserental, Hospental, Weilerstauden
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Hospental, Koordinaten ca.: 686400 / 163550
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 200
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 89
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 399
Parker erwähnt diesen Ort zwischen Hospental und Zumdorf. Auf der Karte ist der Name nicht zu finden. Evtl. handelt es sich um die Örtlichkeit Wiler bei Hospental. Die Koordinaten zeigen auf Hospental. Kenngott: Weilerstauden zwischen Hospental und Zumdorfs, Geigen, Geigenstaffel.
- Apatit: Als sogenannter 'Spargelstein'.
- Chlorit:
- Dolomit:
- Hämatit:
- Magnesit:
- Magnetit:
- Rutil:
- Sagenit:
- Talk:
Zum Teil schon seit vor 1800 bekannt. Besonders schön gefunden, nämlich die Weilerstauden und die Geige oder Geigenstaffel am St. Annagletscher bei Andermatt. In der ersten Gegend finden sich grosse Blöcke, in denen der Talk ein kristallinisches Gemenge mit grosskörnigem gelblichen bis hellbraunem Magnesit und weissem Bitterkalk bildet, selbst grossblättrig (bis 4 Zoll) bis strahlig, mehr oder weniger durchscheinend und von blass apfelgrüner Farbe. Begleitet von Rutil, Chlorit und tafelartigen unbestimmt ausgebildeten Kristalloiden titanhaltigen Eisenglanzes, der früher für Wolframit gehalten wurde.

072_UR / Urserental, Mutzberg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Hospental
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 41
- Wiser, D.F.; Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefaktenkunde 1838, Seite 161
Mutzberg ist auf der Karte nicht eingetragen.
- Amethyst: Früher hat man Amethyst am Spitz- und Mutz-Berge im Ursernthale gefunden, aber war selten.

073_UR / Urserental, Spitzberg (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Hospental, Koordinaten ca.: 683350 / 165100
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 229-235
Definition nach Ashcroft: Einer der Gipfel auf der Südseite des Göschenertals (sowie auf der Nordseite des Urserentals) und gehört zu den Spitzbergen. Der Gipfel liegt am östlichen Ende der Bergkette, zwischen dem Mittagsstock und dem Lochstock. Das Fundgebiet, welches unter diesem namen geführt wird, liegt auf der Nordseite von 2430 m ü. M. bis zum Grat hinauf. Nicht dazu gezählt werden die Felsen unmittelbar über dem Talgrund. Amacher Peter zeigt in seinem Buch auf Seite 234 einen Kartenausschnitt mit der Position von 3 Klüften am Spitzberg. Beschrieben werden 3 Klüfte: Kluft 1: (1934). Am Ende des Schneecouloirs, welches zum Gipfel hochzieht, östlich des Grates, welcher vom Gipfel nördlich abfällt. Kluft 2: (1937). Auf der gleichen Höhe wie Kluft 1 gelegen aber auf der Westseite des nördlich verlaufenden Grates. Kluft 3: (1937). Unten am Grat, welcher vom Gipfel nordwärts hinunterzieht.
- Adular: Klüfte 1, 3.
- Apatit: Kluft 1.
- Rauchquarz: Klüfte 1, 2, 3.

074_UR / Urserental, Spitzberg-Kette, Spitzberge
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Hospental, Koordinaten ca.: 683350 / 165100
Literatur:
- Bernoulli, Christoph; Taschenbuch für die Schweizerische Mineralogie, Erstes Bändchen; 1811
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 65 etc
.- Wiser, D.F.;Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefaktenkunde 1838, Seite 161
Liegt nördlich zwischen Andermatt und Realp zwischen dem Göschenertal und dem Urserental. Die Kluftanzahl in den Wänden wird auf mehrere Hundert geschätzt! Die Ausbeute begann aber bereits im 18. Jahrhundert. Kenngott, 1866, erwähnt vom Spitzberg Fluorit, Quarz, Rauchquarz mit Apatit, Adular, Chlorit, Amethyst, und Titanit.
- Adular:
- Albit:
- Amethyst:
Da in neuerer Zeit keine Funde mehr gemacht worden sind könnte es sich um eine Verwechslung des Fundortes handeln. Wiser: Früher hat man Amethyst am Spitz- und Mutz-Berge im Ursernthale gefunden, aber war selten. Bernouilli (1811) erwähnt in seinem Taschenbuch Vorkommen von Amethyst am Spitz- und am Mutzberg (?).
- Anatas:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Galenit:
- Hämatit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Rosafluorit:
- Titanit:


075_UR / Urserental, Wannelen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Hospental, Koordinaten ca.: 687350 / 163240
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
Im Urserental gibt es zwei Lokalitäten die mit 'Wannelen' bezeichnet werden:
1) Wannelen, Hospental, Koordinaten 687.35 / 163.24 und
2) Wannelen, Realp, Koordinaten 680.37 / 161.31 Die Koordinaten zeigen auf Wannelen bei Hospental.
- Talk:

076_UR / Urserental, Zumdorf, Grosstal (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Hospental, Koordinaten ca.: 684100 / 163500
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 237-238
Definition nach Ashcroft: Es handelt sich um das grössere der beiden Täler, welche sich von unterhalb der Spitzberge nach Zumdorf hinunterziehen. Das andere Tal ist unter 'Haustal' bekannt. Ca. 50 bis 600 Meter ötlich des Haustals liegt noch das Richerental. Amacher Peter zeigt in seinem Buch auf Seite 237 ein Bild mit der Position von 2 Klüften im Grosstal. Beschrieben werden 2 Klüfte:
Kluft 1: (1937). Die Kluft liegt weit unten, am Fusse der östlichen Felsen.
Kluft 2: (1937). Gleich anschliessend an die Kluft Nr. 1, auf derselben Talseite.
- Adular: Kluft 1.
- Albit: Klüfte 1, 2.
- Apatit: Klüfte 1, 2.
- Chlorit: Kluft 1.
- Muskovit: Kluft 2.
- Pyrit: Kluft 2.
- Quarz: Klüfte 1, 2.
- Titanit: Kluft 2.

077_UR / Urserental, Zumdorf, Rotenberg, Grosstal
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Hospental, Koordinaten ca.: 684100 / 163500
Literatur:
- Amacher, Peter; Urner Mineralienfreund; 1982; Heft 2; Seite 55-56
- Bättig, Stefan, Schweizer Strahler; 2010; Seite 15-16; Eines aussergewöhnliche Mineralstufe und ihre Geschichte
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1981; Seite 437-467; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten V
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- König, Marcel; Urner Mineralienfreund; 2000; Heft 3; Seite 61-64- Koenigsberger, Joh., F.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1925;Band 5; Heft 1; Seite 92; Über alpine Minerallagerstätten: Mineralklüfte und Differentiation ihrer Paragenese
- Lussmann, Ludwig; Urner Mineralienfreund; 1968; 6. Jahrgang; Seite 19-21 (Anglesitfunde im Urserental)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 76,85
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 126
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 151
Einschnitt nördlich von Zumdorf (zwischen Andermatt und Realp). Eine mineralienreiche Zone liegt im mittleren Teil des Tales (Richtung Rotenberg). Ein Beispiel ist eine Kluft im mittleren Grosstal, die einen schmalen gepressten Syenitgang und aplitischen Gneis durchquert. An der Syenitkluftfläche findet man an einer Stelle viel Epidot, Prehnit, etwas weiter hauptsächlich Axinit, während am Gneis Adular, Quarz, Albit allein vorkommen.
- Adular: Zwillinge, Drillinge, Vierlinge, in guter Kristallisation.
- Albit:
- Anglesit
: Bis 14 mm, einmaliger Kristall in einem Galenithohlraum.
- Apatit: Farblos - violett, flächenreich.
- Bavenit: Feinfaserig.
- Calcit: Als sogenannter Papierspat.
- Chabasit:
- Chalkopyrit:
- Chlorit:
- Epidot:
Garbenförmig, gelbgrün, assoziiert mit dem Axinit.
- Ferroaxinit: Klein, in guter Ausbildung, hellviolette bis leicht rötliche Erscheinung.
- Galenit: Mehr oder weniger derbe Bleiglanz-Knollen, begleitet von Quarz, Chlorit, Magnetkies, Pyrit, Kupferkies.
- Heulandit:
- Klinozoisit:
Hellolivbraun, wirrstrahlig, einzelne Aggregate bis 2.5 cm, neben Albit, Adular und Chlorit.
- Laumontit:
- Prehnit:
Farblos, in scharfen Kristallen, klein, bis ca 1 x 3 mm, auf Adular.
- Pyrit:
- Pyrrhotin:
- Quarz:
- Rauchquarz
: Recht dunkel, Fundhöhe 1760 m ü. M.
- Rutil: In Quarz, rot, schwarz.
- Siderit:
- Skolezit:
- Stilbit:
- Titanit:
Sattgelb, als Plättchen, bis 4 cm, rot erscheinend durch eingeschlossenen Rutil.

078_UR / Maderanertal, Windgällen (Südseite), Windgellen, Schwarzstöckli
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Isenthal, Koordinaten ca.: 701650 / 179150
Literatur:
- Gnos,E.; Urner Mineralienfreund; 1991; Heft 4; Seite 9 Alter Bergbau.
Sedimentäre Oolitherze in Schichten des Doggers (Jura).
- Aktinolith:
- Erz: Gestein mit feinen Kügelchen. Eine Eisenvererzung wird auch unter 'Kilchenberg, Schizzen' beschrieben.

079_UR / Maderanertal, Windgällen, Windgellen, Alpgnofer Platten
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Isenthal, Koordinaten ca.: 702750 / 184140
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 48 Im Porphyr.
- Quarz:

080_UR / Maderanertal, Windgällen, Windgellen, Kilchenberg, Kilcherberg, Schizzen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Isenthal, Koordinaten ca.: 695170 / 183280
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 258 etc.
Der aus dem Jahre 1855 stammende Fundzettel für das Mineral Tauriscit enthält punkto Fundortangabe folgenden Text: 'aus einer Ribi über der Schizzen gefunden, in dem Bachtobel weit oben aus dem Bach, der von der kleinen Windgelle durch den Kilchenberg (heute Kilcherberg) herabkommt'. Die Koordinaten zeigen auf diese Lokalität.
- Chamosit: Zum Teil umgewandelt in Limonit. Im Eisendolomit des Dogger. Chamosit wird als östlich und westlich der Windgälle vorkommend beschrieben. Das Eisenerzvorkommen wurde vor allem nach 1576 abgebaut. Ein Erzvorkommen ist auch unter 'Schwarzstöckli' erwähnt.
- Limonit:
- Magnetit:
Glänzend, oktaedrisch, in metamorphen Eisenoolithen.
- Melanterit:
- Tauriscit:
Am Südostabhang, schöne Kristalle.

081_UR / Maderanertal, Windgällen, Windgellen, Ortliboden
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Isenthal, Koordinaten ca.: 700374 / 182842
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 48
Hier liegt das Hauptvorkommen der Fundregion.
- Quarz: Schöne grosse Quarzgruppen, Kristalle im 'Windgällen-Habitus' (Dauphiné-Habitus).

082_UR / Maderanertal, Windgällen, Windgellen, Widderegg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Isenthal, Koordinaten ca.: 699170 / 182650
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 48
- Quarz: In kleineren Quarzklüften.

083_UR / Maderanertal, Windgällenhütte AACZ (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Isenthal, Koordinaten ca.: 700550 / 182900
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 118-119
Definition nach Ashcroft: Das kleine Fundgebiet breitet sich von der Hütte 500 Meter in alle Richtungen aus. Beschrieben werden 2 Klüfte:
Kluft 1: Ca. 300 Meter ostwärts der Hütte. Hier aus mehreren in einem Quarzband liegenden Taschen.
Kluft 2: (1937). Ca. 200 Meter westlich von der ersten Kluft. Beide Klüfte enthielten nur Quarz.
- Quarz: Klüfte 1, 2. Im Dauphinée-Habitus.

084_UR / Maderanertal, Windgällenhütte AACZ
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Isenthal, Koordinaten ca.: 700550 / 182900
Literatur:
- Desax,T.; Urner Mineralienfreund; 1995; Heft 2; Seite 8-10
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 48
- Schuhmacher, Karl; Schweizer Strahler; 1976; Seite 127-129; Japaner-Zwilling von der Windgällenhütte-UR- Urner Mineralienfreund; 1995; Heft 2; Seite 8-10
Die Hütte steht im nördlichen Maderanertal, in Richtung 'Gross Windgällen'. Aus diesem Teil des Maderanertales sind nur wenige Fundorte bekannt geworden. Funde sind ca. 100 Meter unterhalb der Hütte im kristallinen Schiefer getätigt worden.
- Japaner-Zwilling: Schenkellängen von 18 mm und 15 mm und 2 mm dick.
- Quarz: In schönen Gruppen, bis ca. 10 cm, in schlanker Ausbildung im Typ Dauphinée (auch Windgällenhabitus genannt).

085_UR / Andermatt, Spitzigrat
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 685630 / 166406
Literatur:
- Tresch, Franz; Schweizer Strahler; 2002; Heft 3; gelbe Seiten Seite 23; Morione am Spitzigrat
Spitzigrat, in der Kette Gletschhorn - Schöllenen.
- Morion: Reichlich, sehr dunkel, bis Bierflaschengrösse.

086_UR / Furka, Bielenhorn, Büelenhorn (-gruppe)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 675811 / 161868
Literatur:
- Murer, P.; Urner Mineralienfreund; 1993; Heft 1; Seite 12-15 D
ie Koordinaten zeigen auf das Gross Bielenhorn.
- Anhydrit: Im Quarz eingeschlossen.
- Rauchquarz: Zum Teil mit vielen Anhydrithohlräumen, bis 4cm, mit gutem Glanz und nur selten mit etwas Chlorit bedeckt.

087_UR / Furka, Blauberg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 675227 / 157690
Literatur:
- Amacher, Peter; Schweizer Strahler; 2012; Heft 1; Seite 5; Titanit aus dem Furkagebiet
Die Koordinaten zeigen auf den Blauberg. Der Titanitfund stammt von wenig unterhalb des Blauberges auf einer Höhe von 2753 m ü. M.
- Titanit:

088_UR / Furka, Chli Bielenhorn, Kleines Büelenhorn
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 676300 / 161300
Literatur:
- Amacher, P.; Urner Mineralienfreund; 1989; Heft 1; Seite 14- Müller,B.; Urner Mineralienfreund; 1999; Heft 3; Seite 13-16- Schweizer, Hans; Schweizer Strahler; 1980; Seite 187-200;
Alte und neue Phenakitfunde aus den Schweizer Alpen
- Eisenrose:
- Gwindel:
- Hämatit:
- Ilmenit:
- Phenakit
: Bis 4 mm.
- Rauchquarz: Auch trübe und unvollständige Individuen, Doppelender.

089_UR / Furka, Deissen, Deieren?
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 678500 / 158010
Literatur:
- Offermann, Erich; Schweizer Strahler; 1987; Seite 569-571; 3xTiO2, 3-D
Evtl. handelt es sich um die Lokalität Deieren. Deissen konnte auf der Karte nicht gefunden werden. Die Koordinaten weisen auf Deieren.
- Rutil:

090_UR / Furka, Furkahorn
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 674460 / 161050
Literatur:
- Fritzsche, H.; Urner Mineralienfreund; 1988; Heft 2; Seite 37
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 82
Diese ungenaue Bezeichnung bezieht sich wahrscheinlich auf das 'Gross Furkahorn' (oder auf den Grat zwischen diesem und dem 'Klein Furkahorn').
- Albit:
- Anatas:
Bis 3 mm, auf Quarz.
- Eisenrose:
- Epidot:
- Hämatit:
Tafelig.
- Quarz: Klar.

091_UR / Furka, Garschenalp, Garschen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 676500 / 159700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 79
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 113
- Wagner, Albert; Urner Mineralienfreund; 1973; Heft 4; Seite 50
Steiler Hang zwischen der Furkastrasse (gegen Realp) und der Furkareuss. Auf der Karte ist lediglich die Bezeichnung 'Garschen' zu finden.
- Albit:
- Anatas:
Dunkel, - gelbblau, auf Rauchquarz.
- Hellglimmer:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Rutil:
Pseudomorph nach Ilmenit.
- Siderit:

092_UR / Furka, Gratschlucht, Gratschliecht
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 674960 / 157190
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 114- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 44
- Apatit: Milchig, weiss, bis 1 cm.
- Periklin:
- Quarz: Hell und zum Teil gross.

093_UR / Furka, Grosses Bielenhorn, Grosses Büelenhorn
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 677300 / 162600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 64
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973
Nördlich des Bielenhorns erhebt sich entlang des Tiefengletschers ein Grat. Hier konnte eine bedeutende Kluft ausgebeutet werden.
- Adular: Scharfkantig, als Vierlinge.
- Calcit: Zum Teil massenhaft.
- Eisenrose:
- Phantomquarz:
- Pyrit:

- Quarz: Farblos, auch auf grossen Stufen.
- Rauchquarz: In beachtlicher Grösse bis 45 cm, leicht braun, schlank.
- Rosafluorit: Zusammen mit dem hellen Quarz.

094_UR / Furka, Grosses Furkahorn
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 674450 / 161050
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 65
Funde sind in den Felsrippen zwischen diesem Gipfel und dem Galenstock gemacht worden. Im Strahler 1980, August, S. 295 ist das Grosse Furkahorn abgebildet.
- Adular:
- Rauchquarz:
Hellfarbig.

095_UR / Furka, Muttbachtal, Blauberg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 675220 / 157690
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
Im Urserental sind zwei 'Blauberge' zu finden. Nämlich bei: Hospental, Koordinaten: 687.28 / 159.56 und bei Realp, Koordinaten: 675.22 / 157.69. Vermutlich handelt es sich bei den Angaben von Wewer um den Blauberg bei Realp.
- Talk:

096_UR / Furka, Sidelenbach
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 675400 / 159900
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 87
- Schweizer, Hans; Schweizer Strahler; 1980; Seite 187-200; Alte und neue Phenakitfunde aus den Schweizer Alpen
Nordöstlich des Furkapsses etwas oberhalb der Furkastrasse. Die Fundstelle liegt zwischen der Passhöhe und dem genannten Bach und ist heute zerfallen. Koordinaten beim Sidelenbach.
- Adular: Durchscheinend, grünlichweiss, bis faustgrosse Gruppen, Zwillinge, reichlich und gross.
- Albit:
- Apatit:
In kleiner Menge.
- Chlorit:
- Phenakit:
Farblos, klar, mit grossem Rhomboeder 3. Stellung, bis 8 mm.
- Quarz:

097_UR / Furka, Sidelengletscher
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 675460 / 161510
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 208,437
Unterhalb des Grossen Bielenhorns.
- Hämatit: Auch als Eisenrosen.
- Xenotim-(Y): Gelb, korrodiert, bis 2 mm.

098_UR / Furka, Sidelenhorn (südlich)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 674250 / 161370
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 108
- Eisenrose: Sehr schön, bis 5 cm Durchmesser.

099_UR / Galenstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 674900 / 162850
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 63 etc.
Funde sind auf der Ost- und der Westseite des Berges gemacht worden. Von der Entdeckung (Um 1920) einer weiteren Phenakitlagerstätte am Galenstock durch C. Michlig in Gluringen ist nicht viel bekannt geworden.
- Adular: In absoluter Spitzenqualität, gräulichweiss - gelblich, durchsichtig, lebhafter Glanz.
- Albit:
- Anatas
: Dunkel, dipyramidal, auch als Einschluss im Fluorit in einem albitreichengranitischen Gestein.
- Apatit: Klein, klar, flächenreich.
- Brookit: Goldgelb, mit Sanduhreffekt aus einem drusigkörnigen granitischen Gestein.
- Calcit:
- Chlorit:
- Eisenrose:
- Fluorit:
Violettgrau, ab und zu mit rötlichem Ton.
- Phenakit:
- Rauchquarz:
Grösstes gefundenes Exemplar: 116 kg, als Fundort wird aber lediglich Galenstockgebiet genannt.
- Rosafluorit:

100_UR / Galenstock (Nordwestflanke)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 674791 / 163205
Literatur:
- Müller,K.; Urner Mineralienfreund; 1998; Heft 3; Seite 4
Die Koordinaten zeigen auf die Nordwestflanke des Galenstocks. Funde werden auch von der Nordseite erwähnt.
- Calcit:
- Fluorit:
Bis 4.5 cm. Violett, auf Rauchquarz. Die Kristalle bestehen gewöhnlich aus einem rosenroten Kern und einer graulichweissen Hülie. Nur selten erscheint diese letztere lichte vollblau und dann lassen sich im Innern der Kristalle stellenweise ganz kleine, dunkelblaue Flecken wahrnehmen. Am seltensten aber ist die Hülle lauchgrün gefärbt.
- Rauchquarz:

101_UR / Galenstock, Galengrat, Grosses Furkahorn, Sidelengletscher
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 674770 / 161950
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 92
Eine Felsrippe zu diesem Grat. Die Fundorte befinden sich vor allem an der Westseite des Grates, gegen das Grosse Furkahorn zu und rings um den Sidelengletscher.
- Adular: Oft verzwillingt, im Maderanerhabitus, weiss, leicht durchscheinend.
- Apatit: Klein, klar, sehr flächenreich.
- Hämatit: Blättchen.
- Rauchquarz: In mehr oder weniger dunkler Färbung.

102_UR / Muttenhörner (Nordostgrat)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 675620 / 156000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 79,86
Südlich des Furkapasses und westlich von Realp. Die Muttenhörner bestehen aus den Gipfeln Gross Muttenhorn, Chli Muttenhorn und Stotzig Muttenhorn. Die Funde werden gemäss Parker dem Nordostgrat zugeordnet.
- Albit: Im Periklin-Habitus.
- Titanit: Gross, hellgelb.

103_UR / Muttenhörner, Gross Muttenhorn, Chli Muttenhorn, Stotzig Muttenhorn, Mutthorn
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 676350 / 155000
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 79,86
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Südlich des Furkapasses und westlich von Realp. Die Muttenhörner bestehen aus den Gipfeln 'Gross Muttenhorn', 'Chli Muttenhorn' und 'Stotzig Muttenhorn'. Von Fellenberg, 1893 erwähnt einige Mineralien vom Mutthorn (ohne genauere Angaben um welches Mutthorn es sich handelt).
- Adular: Schöne Krystalle in den Feldspathlagern im Talhintergrunde (von Fellenberg).
- Aktinolith:
- Albit:
Im Periklin-Habitus. Kenngott: auf glimmereichem Gneiss des Mutthorn, südlich des Furkapasses, zusammen mit Quarz, Glimmer, gelblichem Calcit und Braunspat.
- Amianth:
- Anatas:
Fraglich
- Apatit: Fraglich.
- Calcit: In flachen Rhomboedern.
- Chlorit: Kugelig.Da die mikrokristallisch zusammengesetzten Kugeln stark von braunem Eisenocher durchzogen sind und Chlorit gleichen Aussehens eine Veränderung erlitten hat, die zur Bildung von Eisenocher beigetragen zu haben scheint, wodurch er braun ist, so kann man diese Kugeln dem Chlorit zuzählen.
- Dolomit:
- Epidot:
- Granat: Braun.
- Hornblende:
- Laumontit:
- Limonit:
- Muskovit:

- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:

- Sagenit:
- Siderit:
Gelblich - bräunlich, zum Teil kugelig aggregiert.
- Talk:
- Titanit:
Auf Adular und Quarz in Gneiss und Glimmerschiefer.
- Turmalin: Schwarz.

104_UR / Realp, Hochstock, Hoch Stock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 683920 / 160870
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:

105_UR / Realp, Muttengletscher
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 677150 / 155000
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 73
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 86
Südlich des Furkapasses und westlich von Realp unterhalb der Muttenhörner.
- Adular:
- Albit:
Im Periklin-Habitus.
- Anatas: Klein, schwarz, spitzpyramidal.
- Calcit: Grau.
- Chlorit: Grobblättrig.
- Hämatit: Vereinzelt, blättrig.
- Quarz: Bis faustdick und faustgross, teilweise mit Chlorit belegt.
- Rutil: Sehr feinnadelig, goldfarbig.

106_UR / Realp, Stäfeli
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 681420 / 155790
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:

107_UR / Rhonegletscher, Klein Furkahorn, Chli Furkahorn
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 674160 / 159840
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 100,119
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 69,168
- Adular:
- Albit:
- Apatit:
- Bazzit:
Ein Kristall, hellblau, hohl, 3.5 mm lang, 1.4 mm dick.
- Chlorit:
- Eisenrose:
Klein.
- Epidot: Grün, stengelig.
- Fluorit: Halbkugelige Aggregate, dicht, weiss, in einer Quarzkluft.
- Hämatit: Tafelig, klein.
- Quarz: Nicht ganz farblos.
- Rauchquarz:
- Titanit:


108_UR / Urserental, Realp
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 681500 / 161450
Literatur:
- Escher, Ed. / Jäckli, H.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1946; Band 26; Heft 1; Seite 1 - 11; Zur Kenntnis des gotthardmassivischen Permokarbons der Urserenzone im Gebiet südwestlich Realp
- Rykart, R.; Schweizer Strahler; 1971; Seite 229-276; Die Feldspatmineralien
Genauere Angaben sind nicht gemacht worden.
- Adular: Im sericitreichen Schiefer der Urseren - Rhonetal - Zone.
- Albit: Als Periklin.

109_UR / Urserental, Realp, Furkareuss
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 677520 / 159880
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 48
- Aragonit: Sinter, radialstrahlig

110_UR / Urserental, Realp, Isenmannsalp, Giltanasen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 682370 / 160090
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:

111_UR / Urserental, Realp, Witenwasserental, Wittenwasserental, Weitenbach, Weissenbach, Sonnsbühl, Sunnsbiel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 681050 / 159800
Literatur:
- Ambühl, Ernst; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1929; Band 9; Heft 1; Seite 265 - 441; Petrographie und Geologie des zentralen Gotthardmassivs südlich Andermatt
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 174
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 80
- Redaktion; Urner Mineralienfreund; 1976; Heft 4; Seite 81
Tal südlich von Realp.
- Aktinolith: Kleines Strahlsteinvorkommnis als Ganggestein bei der Lokalität Sunnsbiel (Schwarzwasser links, 450 m unterhalb Brücke hinter Sonnsbühl Mitte).
- Albit: Auch als gross entwickelter Periklin.
- Calcit: Bis mehrere cm gross.
- Chabasit:
- Quarz:
- Sagenit:
In verwittertem Siderit.
- Siderit:

112_UR / Urserental, Relap, Stotzig Firsten, Stotzigen Firsten
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 677820 / 158080
Literatur:
- Geissmann, Willi; Urner Mineralienfreund; 2005; Heft1; Seite 16-17
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Adular: Zum Teil mit Trichterbildung, stark chloritisiert, bis 13 mm.
- Chlorit:
- Talk:


113_UR / Urserental, Stotzigen Firsten, Wilde Böden
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 676336 / 158250
Literatur:
- Amacher, Peter; Schweizer Strahler; 2012; Heft 1; Seite 5; Titanit aus dem Furkagebiet
Der Titanitfund stammt aus einem Bachlauf unterhalb der Wilde Böden. Die Koordinaten zeigen auf die Lokalität 'Wilde Böden'. Der Quarzfund liegt ca. 50 Meter westlich der Titanitfundstelle. Die Fundstelle 'Wilde Böden' liegt in der Chlorit-Sericit-Schiefern. Das Gomser Zwischemassiv endet ca. 150 Meter nordwestlich der Fundstelle. Es kann vermutet werden, dass damit auch die Titanitfunde ausbleiben.
- Calcit: Häufig, als Rhomboeder oder als flache Rhomboeder ausgebildet, grau und ohne Glanz.
- Chlorit: Unter anderem oberflächlich auf Quarz und Titanit eingewachsen.
- Periklin: Weiss, bis 1 cm.
- Pyrrhotin: Konnte nur als einzelnes, 1.8 cm grosses und stark verwittertes Stück gefunden werden.
- Quarz: Bis 15 cm, mit goldfarbigen Rutileinschlüssen. Bei der Titanitfunstelle: bis 30 cm, oft gebrochen, mit ausgezeichnetem Glanz.
- Rutil: Als goldfarbige Einschlüsse im Quarz.
- Titanit: Bis 2 cm, meist als Zwillinge ausgebildet, honigbraun.

114_UR / Urserental, Tiefengletscher, Albert Heim-Hütte, Gletschhorn (Nordwand)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 676400 / 164100
Literatur:
- Gerig,M.; Urner Mineralienfreund; 1999; Heft 3; Seite 1-7
- Müller,Bruno; Urner Mineralienfreund; 2005; Heft 1; Seite 3-7
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Rosafluorit:


115_UR / Urserental, Tiefengletscher, Albert Heim-Hütte, Gletschhorn
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 676600 / 163650
Literatur:
- Lapis; 1986; Heft 10; Seite 35
- Müller,Bruno; Urner Mineralienfreund; 2001; Heft 1; Seite 5-8
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 70
- Weibel,Max; Urner Mineralienfreund; 2001; Heft 1; Seite 1-4
- von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Liegt zwischen der Göschener Alp und dem Urserental. von Fellenberg, 1893, erwähnt zu diesem Fundort: Gletschhorn. Bergkrystall; Rauchquarz, besonders ausgezeichnet in den Krystallhöhlen am Tiefengletscher auf Urnergebiet; Hornblende; Fluorit, rosenroth, in Granit (nach Angabe von Strahlensuchern in Unterwasser).
- Adular:
- Apatit:
- Chlorit:
- Gwindel:
In Rauchquarz, zum Teil mit Chloritüberzug, bis 18 cm. Teils mit starker Drehung (bis 45° an einem 7 cm grossen Gwindel gemessen).
- Milarit:
- Morion:
- Quarz:
- Rauchquarz:
- Rosafluorit:


116_UR / Urserental, Tiefengletscher, Albert Heim-Hütte, Gletschhorn, Gletschjoch (oberes)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 676400 / 164100
Literatur:
- Cuchet, Stéphane & Meisser, Nicolas & Ansermet, Stefan; Schweizer Strahler; 2024; Heft 2; Seite 2-22; Eine reichhaltige Mineralisation in verwitterten Galenit-Knollen vom Tiefengletscher, Uri, CH
- Fellenberg, E. von; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; 1868; Heft 654-683; Seite 135 - 154; Die Krystallhöhle am Tiefengletscher (Kanton Uri)
- Müller,B.; Urner Mineralienfreund; 1999; Heft 2; Seite 5-11
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 62 etc.
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 39,218,249
Übergang vom Tiefengletscher zum Dammagletscher. 1867 konnte am Tiefengletscher eine Kluft mit ca. 13 Tonnen tiefdunklem Rauchquarz ausgebeutet werden. Einzelne Exemplare erreichten ein Gewicht von über 100 kg.
- Adular: In der Kluft verbreitet vorkommend.
- Akanthit: Neubildung, blauschwarze Nadeln, sehr zerbrechlich. In der Kluft sehr selten vorzufinden.
- Albit: In der Kluft verbreitet vorkommend.
- Allanit-(Ce): In der Kluft sehr häufig, Kristalle bis 5 mm.
- Anglesit: In den Galenitbrocken eingebettet. Relativ häufig vertreten.
- Calcit:
- Cerussit:
Kristalle bis 1 cm Länge und 1 mm Durchmesser oder moosartige Krusten und Überzüge, welche stellenweise sich gelb bis braun gefärbt zeigen. In der Kluft sehr selten vorzufinden.
- Chalkopyrit:
- Chlorit:
In der Kluft verbreitet vorkommend.
- Epidot: In kleinen, unscheinbaren und rissigen Kristallen. In der Kluft verbreitet vorkommend.
- Fluorapatit: In der Kluft verbreitet vorkommend.
- Galenit: Zwei Brocken à 10 kg. In der Kluft selten vorhanden.
- Hydrocerussit: Bisher in der Schweiz nur aus dieser grossen Rauchquarzkluft nachgewiesen, grau, rundliche Blättchen, durchscheinend, ohne gute Randbegrenzung, bis 6 mm, im löchrigen Galenit (Stalder, 1969). In der Kluft selten vorhanden.
- Kasolit: In der Kluft verbreitet vorkommend.
- Lanarkit: In der Kluft sehr selten vorzufinden.
- Laumontit: Reichlich, teils auch auf dem korrodierten Galenit aufgewachsen.
- Leadhillit: Sechseckige, dünne Plättchen.
- Morion: Siehe bei Rauchquarz.
- Pyrit: In der Kluft selten vorhanden.- Quarz: In der Kluft verbreitet vorkommend.
- Rauchquarz:
1) 72 cm Länge, 107 cm, Umfang, breiteste Fläche: 20 cm, Stück ersten Ranges, Rauchquarz
2) 62 cm Länge, 114 cm, Umfang, gleich breite Flächen: 20 und 21 cm, Stück ersten Ranges, Rauchqarz,
3) 57 cm Länge, 118 cm, Umfang 23 cm, leider mit stark beschädigter Pyramidenspitze, heller Rauchquarz,
4) 95 cm Länge, 118 cm, Umfang 89 cm, kohlschwarz aber leider sehr zerstossen und mit eingewachsenen Tonparthien; Pyramide ziemlich gut erhalten,
5) 68 cm Länge, 92 cm Umfang, reinstes Schwarz,
6) 74 cm Länge, 95 cm Umfang, reinstes Schwarz,
7) 73 cm Länge, 72 cm Umfang, reinstes Schwarz,
8) 71 cm Länge, 96 cm Umfang, reinstes Schwarz,
9) 65 cm Länge, 102 cm Umfang,
10) 64 cm Länge, 81 cm Umfang,
11) 95 cm Länge, 111 cm Umfang, ganz mit Chlorit überzogen,
12) 93 cm Länge, 93 cm Umfang, schwarz, sehr stark bestossen und ohne deutliche Pyramide,
13) 70 cm Länge, 74 cm Umfang, kohlschwarze mit spiegelnden Flächen,
14) 81 cm Länge, 80 cm Umfang, kohlschwarze mit spiegelnden Flächen.
Geschätzte Ausbeute ca. 300 Zentner.
- Rosafluorit:
- Thorit:
In der Kluft selten vorhanden.
- Titanit: In der Kluft verbreitet vorkommend.- Vanadinit: In der Kluft verbreitet vorkommend.
- Wulfenit: Bis 3 mm Länge, honiggelb. Häufig vorhanden.
- Zirkon: In der Kluft sehr selten vorzufinden.

117_UR / Urserental, Uf den Stüdelen, Auf den Stauden
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 683060 / 161550
Literatur:
- Wewer, Rudi; Urner Mineralienfreund; 2007; Heft 4; Seite 14-25
- Talk:

118_UR / Urserental, Urserenspitz, Mont Orsino, Pizzo d'Orsino, Winterhorn
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Realp, Koordinaten ca.: 684350 / 160090
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866n 265 258 226
- Wiser, David Friedrich;Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefakten
-Kunde, Dr. K.C. von Leonhard und Dr. H.G.Bronn, Jg. 1844; Beiträge zur topografischen Mineralogie des Schweitzer-Landes.
Mont Orsino (Urserenspitz oder Winterhorn). Kenngott erwähnt eine Fundregion Urserenspitz )(Mont Orsino, Winterhorn) am St. Gotthard unweit Lucendro. Koordinaten auf das Winterhorn.
- Adular: Klein bis sehr klein, grünlichweiss.
- Anatas: Wiser: Die Kristalle sind sehr klein, gelblichbraun, durchscheinend und haben eine komplizierte Form. Begleiter sind silberweisser Glimmer, kleine bis sehr kleine grünlichweisse Adulare, kurze, dünne Nadeln von gelblichbraunem Rutil, die gitterförmig gruppiert sind. Auch dunkelgrüner und blättriger Chlorit sowie ganz kleine, graulichweisse Bergkriställchen gehören zu den Begleitern.
- Quarz: Graulichweiss, klein.
- Rutil: Rotbraun, zylindrisch, im Innern hohl und in den Höhlungen kleine Titanite enthalten. Auch aussen sind sie mit Kriställchen von Titanit und Schüppchen von Chlorit bekleidet.
- Titanit: Sehr kleine kurzprismatische bis dicktafelartige, blassgrüne von Chlorit begleitete Kristalle auf unvollkommen ausgebildeten rotbraunen zylindrischen Rutilkristallen.

119_UR / Schattdorf, Schadorf, Belmistock, Belistock, Bälmeten
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Schattdorf, Koordinaten ca.: 694720 / 187400
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 320
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 232
Evtl. handelt es sich beim Belmistock (Parker) um den heutigen Bälmeten, südöstlich von Schattdorf. Die Funde sind dem dichten, grauen Kalkgestein zuzuordnen.
- Calcit: Grau, stumpfe Rhomboeder in dichtem grauen Kalkstein.

120_UR / Bauen, Aengisort, Ängisort
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Seedorf, Koordinaten ca.: 687900 / 196040
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 349
Südlich von Bauen in glaukonithaltigen Kieselkalken der Unteren Kreide.
- Riebeckit: Gesteinsbildend, fein verteilt im Gestein, auch grobkristallin in Adern und auf Rutschflächen.

121_UR / Seedorf, Bolzbach (Steinbruch)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Seedorf, Koordinaten ca.: 689540 / 192880
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 231- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 345
Aus der südwestlichen Umgebung dieses, am Ende des Urnersees gelegenen Ortes. Es dürfte sich um den längst verlassenen Steinbruch Bolzbach handeln.
- Quarz: Interessante Ausbildung, Verwachsungen nach dem 'Zwickauergesetz', 'Lötschentalergesetz', 'Seedorf I - Gesetz' und 'Seedorf II - Gesetz'.

122_UR / Seelisberg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Seelisberg, Koordinaten ca.: 687309 / 203405
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 341
Bekannt ist, dass in früherer Zeit in diesem Gebiet reiche Funde von Calcit gelangen. Nähere Angaben fehlen. Unter dem Begriff 'Seelisberg' zeigt Swiss Map zwei Orte an: Seelisberg, UR, Koordinaten 687.309 / 203.405 Seelisberg, ZH, Koordinaten 711.093 / 241.852.
- Calcit:

123_UR / Maderanertal, Etzlital, Mittelplatten
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen) Koordinaten ca.: 698350 / 173620
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N.Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 179
- Huber, Walter; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1948; Band 28; Heft 2; Seite 555 - 643; Petrographisch-mineralogische Untersuchungen im südöstlichen Aarmassiv
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 51,57
Grat im hintersten Etzlital, südwestlich zwischen dem Chrützlistock und dem Piz Nair. Die Mineralien stammen aus der Syenitzone. Amacher Peter fand im Jahre 1990 auf der Nordseite der Mittelplatten im Pegmatit das Mineral Beryll.
Die kleineren Beryllkristalle besitzen eine intensivere blaue Färbung.
- Beryll: Huber: Nördlich der Mittelplatte konnte ein Beryllkristall von 4 cm Durchmesser und 11 cm Länge herausgelöst werden, seine wirkliche Länge ist jedoch bedeutend grösser. Der blass himmelblaue Beryll ist leicht verbogen und zerbrochen. Die Bruchstellen sind mit Quarz verheilt, die Oberfläche ist stellenweise mit Schuppen von Sericit bedeckt. Der säulige Kristall besitzt die Scheinform, welche durch einen vizinalen Wechsel der angrenzenden Form gebildet wird. Die kleineren Beryllkristalle besitzen eine intensivere blaue Färbung.
- Epidot: Klein und schön ausgebildet, in und auf dem Quarz.
- Milarit:
- Quarz:
- Rauchquarz:

- Stilbit: Weiss.

124_UR / Maderanertal, Etzlital, Porthüsli, Porthüsler, Porthüslen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 697650 / 178100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 35
Diese Lokalität liegt auf der Ostseite des Etzlitals.
- Adular:
- Amianth:
- Chlorit:
- Quarz
: In sehr schönen Gruppen.

125_UR / Maderanertal, Etzlital, Porthüsli, Porthüsler, Porthüslen (nach Ashcroft), Bordhausern
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 697650 / 178100
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 174-176
Definition nach Ashcroft: Kleine Häusergruppe auf der Ostseite des Etzlitales, etwa 750 Meter südlich der Einmündung des Sellenerbaches. Bei Bordhausern handelt es sich um eine von den Strahlern verwendete Bezeichnung für Porthüsler. Das Fundgebiet beschränkt sich auf die steilen, bewaldeten Felsen auf der Ostseite des Baches, direkt über den Häusern von Porthüsler. Die Obergrenze liegt bei ca. 1800 m ü. M. Beschrieben wird Kluft 1: (1933). In den Felsen über Porthüsler auf ca. 1730 m ü. M.
- Quarz: Klein, farblos, in grosser Menge.

126_UR / Maderanertal, Etzlital, Rossbodenstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 697100 / 175500
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 317- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 36 Berggipfel am Grat nordwestlich der Etzlihütte in Richtung Bristen. Parker weist dieses Gebiet der nachfolgenden Mineraliengruppe zu. Ob allerdings alle diese aufgeführten Mineralien zu finden sind bleibt hier offen.
- Adular:
- Albit:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
Tafelige Kristalle, welche in Drusen granulitischer Ausscheidungen in Gneis begleitet von Quarz und weissem Adular aufgewachsen sind und an sich farblos und durchsichtig sich durch weisse Ränder auszeichnen.
- Chlorit:
- Epidot:
- Quarz:
- Titanit:


127_UR / Maderanertal, Etzlital, Rossbodenstock, Rossboden (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 697900 / 175950
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 179-180
Definition nach Ashcroft: Auf der linken Seite des Etzlibaches unter dem Rossbodenstock, ca. 1 km unterhalb der Etzlihütte. Beschrieben wird 1 Kluft: Kluft 1: (1930). In einem Felsaufschluss wenige Meter nördlich der Felsrinne, die vom Witenalp-Rinderboden abfällt und gegenüber dem Rossboden in den Etzlibach mündet, ca. 60 Meter über dem Etzlibach. Die Koordinaten zeigen auf den Rossboden.
- Adular:
- Albit:
- Anatas:
- Chlorit:
- Ilmenit:


128_UR / Maderanertal, Etzlital, Rüteli
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 697650 / 178450
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 35
Diese Lokalität liegt auf der Ostseite des Etzlitals (Vorder Etzli) oberhalb Porthüsler.
- Adular:
- Amianth:
- Chlorit:
- Quarz:
In guter Ausbildung.

129_UR / Maderanertal, Etzlital, Sellener Tobel, Sellenentobel, Sellenertobel (nach Ashcroft), Rüteli, Felmis, Rappenloch, Etzlibergkehle
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 697750 / 178700
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 169-171
Definition nach Ashcroft: Ein steiles, tief eingeschnittenes und bewaldetes Tal auf der Ostseite des Etzlitales. Der ganze Sellenertobel ist ca. 1600 Meter lang. Der Sellenerbach entspringt am Oberalpfirn. Vor allem der obere Teil des Tobels ist als Fundgebiet bekannt geworden. Beschrieben werden 5 Klüfte:
Kluft 1: (1922). Nördlich des Baches zwischen dem Rüteli und Felmis.
Kluft 2: (1933). Bei der Lokalität Rappenloch (nur bei den Strahlern und Einheimischen bekannt). (Mineralienliste evtl. nicht vollständig).
Kluft 3: (1934). Nördlich des Baches zwischen dem Rüteli und Felmis, unweit von der Kluft 1 entfernt. Als genauer Fundort erwähnt der Strahler die Lokalität 'Etzlibergkehle'.
Kluft 4: (1934). Nur 4 Meter von der Kluft 3 entfern.
Kluft 5: (1935). Die Lage der Kluft ist nicht bekannt.
- Adular: Klüfte 3, 5.- Calcit: Kluft 5.- Chlorit: Klüfte 3, 5.
- Epidot: Klüfte 1, 2.
- Quarz: Klüfte 1, 3, 4, 5 (mit braunen Einschlüssen). - Titanit: Kluft 5.

130_UR / Maderanertal, Etzlital, Sellener Tobel, Sellenentobel, Sellenertobel, Rappenloch
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 697750 / 178700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 36- Planzer,Hanspeter; Urner Mineralienfreund; 2006; Heft 3; Seite 6-7 Dieser Tobel zieht sich vom östlichen Etzlital gegen den Oberalpstock, wird aber nur im unteren Teil als Sellenentobel bezeichnet.
- Adular:
- Amianth:
Zum Teil eingeschlossen im Quarz.
- Chlorit:
- Epidot:
Recht gross und flächenreich.
- Gwindel: Klein, klar.
- Phantomquarz:
- Quarz: Klar, gross.
- Titanit: Hellgelb.

131_UR / Maderanertal, Etzlital, Steinbachtal
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 696950 / 176100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 55 Auf ca. 2000 m ü. M.- Adular: Bis 1 cm, ausgesprochener Maderaner-Habitus, häufig.
- Amianth: Rasenartig, graugrünlich.
- Chlorit:

132_UR / Maderanertal, Etzlital, Steinbachtal
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 696950 / 176100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 55 Auf ca. 2000 m ü. M.
- Goethit: Fleckig.

133_UR / Maderanertal, Etzlital, Steinbachtal
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 697450 / 176600
- Galenit:
- Quarz:
- Wulfenit:


134_UR / Maderanertal, Etzlital, Steinbachtal
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 696950 / 176100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 55 Auf ca. 2000 m ü. M.
- Titanit: Klein, pseudorhomboedrisch, rotbraune Spitzen, Kontaktzwillinge.

135_UR / Maderanertal, Etzlital, Steinstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 696120 / 175620
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 36
Der Berg liegt am Grat nordwestlich der Etzlihütte in Richtung Bristen. Parker weist dieses Gebiet der nachfolgenden Mineraliengruppe zu. Ob allerdings alle diese aufgeführten Mineralien zu finden sind bleibt hier offen.
- Adular:
- Albit:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Quarz:
- Titanit:


136_UR / Maderanertal, Etzlital, Steinstock (Nordwand) (nach Ashcroft), Steinstockalp
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 696120 / 175620
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 180-181
Definition nach Ashcroft: 1.4 km langer Felsgrat, der sich zwischen dem Rossbodenstock und dem Südgrat des Bristens erstreckt (gipfel Steinstock: 2740 m ü. M.). Die Nordwand befindet sich oberhalb der Steinstockalp. Die Koordinaten zeigen auf den Steinstock. Beschrieben werden 2 Klüfte:
Kluft 1: (1926). Im südöstlichen Ende der Felsen über der Steinstockalp (heutiger Karteneintrag: Stein, 2062 m ü. M.).
Kluft 2: (1936). Evtl. identisch mit Kluft 1, nähere Angaben fehlen.
- Adular: Klüfte 1, 2.
- Albit: Kluft 1.
- Amianth: Klüfte 1.
- Chlorit: Klüfte 1, 2.
- Titanit: Klüfte 1, 2.

137_UR / Maderanertal, Etzlital, Steinstock (Südwand) (nach Ashcroft), Spillaui, Spillauisee, Spillauischroten
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 696120 / 175620
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 180-181
Definition nach Ashcroft: 1.4 km langer Felsgrat, der sich zwischen dem Rossbodenstock und dem Südgrat des Bristens erstreckt (gipfel Steinstock: 2740 m ü. M.). Die Südwand befindet sich oberhalb der Alphütten Spillaui und dem kleinen Spillauisee. Die Koordinaten zeigen auf den Steinstock. Beschrieben wird  Kluft 1: (1936). Im westlichen Ende der Felsen, im Schnittpunkt des Steinstockgrates, Bristenstock und Ruchen.s über der Steinstockalp (heutiger Karteneintrag: Stein, 2062 m ü. M.). Die Stufen aus dieser Gegend waren mit Spillauischroten beschriftet.
- Rauchquarz: Hell.

138_UR / Maderanertal, Etzlital, Stockeggen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 696800 / 177000
Literatur:
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
- Adular:
- Amianth:
- Epidot:
- Quarz:
- Scheelit:
Fund 1970, bis 4.5 cm, leicht korrodiert, milchig-trüb-durchscheinend.

139_UR / Maderanertal, Etzlital, Vorder Chrützlistock, Krützlistock, Kreuzlistock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 699550 / 174520
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 57- Weibel, Max; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1963; Band 43; Heft 1; Seite 361 - 366; Chabasit vom Chrüzlistock (Tavetsch)
Dieser Ort, südlich des Chrützlipasses (Val Strem - Etzlital), teilt sich in den Vorderen Chrützlistock (nördlich) und den Hinterer Chrützlistock (südlich). Ein Vorkommen von Chabasit wurde im Sommer 1961 von Sedruner Strahlern auf der Ostseite des Chrüzlistocks im Val Strem entdeckt. Der Kluft in Giuvsyenit entstammen eine Reihe dezimetergrosser, abgebrochener Quarzspitzen von bräunlicher, durchsichtiger Beschaffenheit. Die Bruchflächen der losen Quarze sowie die Kluftwände sind mit einer dichten Kruste feinkristallinen Heulandits überzogen, auf der die knapp zentimetergrossen Chabasite sitzen. Kleinere Quarze sind völlig mit Zeolithen bedeckt.
- Cerussit:
- Chabasit:
(Ostseite). Die Kristalle erscheinen linsenförmig abgeflacht. Zahlreiche Penetrationszwillinge. Glasglänzend, farblos, nahezu durchsichtig. Bis 8 mm gross. Teils dem feinkrustigen Heulandit aufgewachsen.
- Galenit:
- Gwindel:
- Heulandit:
(Ostseite). Dichte Krusten.
- Laumontit:
- Leadhillit:
- Rauchquarz:
Licht. Kleinere Quarze sind völlig mit Zeolithen bedeckt.
- Skolezit:
- Stilbit:
In Garben bis 3 cm (Ostseite).
- Wulfenit:

140_UR / Maderanertal, Etzlital, Vorder Chrützlistock, Krützlistock, Kreuzlistock (nach Ashcroft), Vorderer Chrützlistock, Hinterer Chrützlistock, Müllersmatt
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 699550 / 174520
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 188-189
Definition nach Ashcroft: Der Chrützlistock weist zwei fast gleich hohe Gipfel aus; der eine mit 2719 m ü. M. (2707 m ü. M.) auf der Grenze zwischen dem Kanton Uri und dem Kanton Graubünden, der andere südlich dieser Grenze mit 2730 m ü. M. (2717 m ü. M.). Das Fundgebiet liegt in den ersten Felsen oberhalb der steilen Flanken auf der Nord-Nordwestseite des Vorderen Chrützlistocks. Die beiden Gipfel werden unter der Einheimischen Urnerbevölkerung auch der 'Vorderer Chrützlistock' und 'Hinterer Chrützlistock' genannt. Evtl. benennen die Einheimischen des Tavetsch die beiden Gipfel genau umgekehrt. Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 188 einen Kartenausschnitt mit der ungefähren Lage der Kluft. Beschrieben wird Kluft 1: Sie liegt in einem schneegefüllten Couloir nördlich des Gipfels, etwas unterhalb des Grates. Erwähnt wird noch eine zweite Kluft, allerdings ohne genauere Angaben.
- Chlorit: Kluft 1 und/oder 2.
- Heulandit: Kluft 1 und/oder 2.
- Rauchquarz: Kluft 1 und/oder 2.

141_UR / Maderanertal, Etzlital, Witenalpstock, Weitenalpstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 700050 / 176900
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59
Auf der rechten Seite des Etzlitals erhebt sich dieser Berg. Ueber den genauen Fundort sind keine Angaben vorhanden. Die Koordinaten zeigen auf die Bergspitze.
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Quarz
:

142_UR / Maderanertal, Etzlital, Witenalpstock, Weitenalpstock (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 700050 / 176900
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 176-178 Ü
ber die genaue Herkunft sind keine Angaben vorhanden da das Mineral Bazzit in der Halde unterhalb des Witenalpstockes gefunden wurde. Die Koordinaten zeigen auf die Bergspitze. Definition nach Ashcroft: Das Gebiet beschränkt sich auf die westlich gerichteten Felsen über der Witenalp.
- Beryll: Klein, stengelig, blau. Vermutlich handelt es sich um den unter Witenalpkehle beschriebenen Bazzit.
- Quarz:

143_UR / Maderanertal, Fruttlauital
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 703050 / 180800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
Dieses Tal zieht sich vom 'Fruttsock' in nördlicher Richtung bis fast zum 'Ruppletal' (hinterstes Maderandertal) hinunter. Parker weist dieses Gebiet der nachfolgenden Mineraliengruppe zu. Ob allerdings alle diese aufgeführten Mineralien zu finden sind bleibt hier offen.
- Adular:
- Albit:
- Amianth:
- Apatit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Quarz:
- Titanit:

144_UR / Maderanertal, Fruttstock (nach Ashcroft), Fruttlauital, Ober Frutt
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 703060 / 180050
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 165-167
Definition nach Ashcroft: Der Fruttstock ist der nördlichste Gipfel des Berggrates, welcher in nord- nordöstlicher Richtung vom Oberalpstock hinunter zieht. Oestlich des Fruttstockes trifft man auf das Brunnital, westlich davon das hintere Maderanertal. Die Koordinaten zeigen auf den Fruttstock. Beschrieben werden 4 Klüfte:
Kluft 1: (1930). Die genaue Lage ist nicht bekannt.
Kluft 2: (1930). Die genaue Lage ist nicht bekannt.
Kluft 3: (1936). In der östlichen Flanke der östlichen Rinne, zuoberst am Fruttstock.
Kluft 4: (1936). Auf der Ostseite der westlichsten Rinne, zuoberst im Fruttlauital.
Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 165 ein Bild mit eingezeichneten Fundstellen im Gebiet Fruttstock und auf Seite 166 einen Kartenausschnitt.
- Adular: Klüfte 1, 2, 3.
- Amianth: Kluft 3.
- Calcit: Kluft 4 (als Papierspat).
- Chlorit: Klüfte 1, 2, 3.
- Quarz: Klüfte 1, 2, 3, 4.
- Titanit: Klüfte 1, 2, 4.

145_UR / Maderanertal, Fruttstock, Steintal
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 703450 / 181100
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 29
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 47,55
Dieses Tal liegt im hinteren Maderanertal , zieht sich vom Fruttstock hinunter zum Brunnibach und ist äusserst steinschlaggefährdet.
- Adular:
- Aktinolith:
- Albit:
- Amianth:
Bis 3 cm, sehr schön, grasgrün.
- Anatas:
- Brookit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Galenit:
- Ilmenit:
- Monazit:
- Phantomquarz:
- Quarz:
Mit braunem Chloriteinschluss, im oberen Talteil auch leicht rauchig.
- Rutil:
- Titanit:
- Wulfenit
:

146_UR / Maderanertal, Golzerenalp, Golzeren
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 698750 / 181400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 34
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 53
Die Alp liegt auf der nördlichen Seite des Maderanertals. Der Ort hat nur spärlich Kristalle geliefert. Sie ist zudem eine der seltenen Fundstellen auf der Nordseite des Maderanertales.
- Albit:
- Epidot:
- Quarz:
Nur wenig.

147_UR / Maderanertal, Griesserntal, Griesserental, Grieserntal (nach Ashcroft), Hoche Schnabel, Hohe Schnabel, Schnabelegg, Schnabeleck, Läged Fad, langen Fad, legender Fad, legender Fat, Anatas Kehle, Sphenbalm, Kaffeebalm, Der Brunnen, Griessernegg, Wieleschen, Wylesch, Planggi, Planke
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 700350 / 179500
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 137-151
- Sigrist, Fritz; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1947; Band 27; Heft 1; Seite 39-180; Beiträge zur Kenntnis der Petrographie und der alpinen Zerrkluftlagerstätten des östlichen Aarmassives
Beschreibung nach Ashcroft: Das Tal besteht im oberen Teil aus steilen Runsen, im unteren Teil aus einer tief ins Gestein eingeschnittenen Schlucht. Das Tal zieht sich vom Tscharren bis zum Chärstelenbach hinunter. Das Tal ist das bekannteste Fundgebiet im Maderanertal, gleichzeitig aber auch eines der gefährlichsten Sammlergebiete der Schweiz. Bei den Einheimischen ist es üblich den tieferen Teil des Tales wegen der fehlenden Felsen gar nicht zu beachten. Sie teilen das Tal von den Alpweiden an in zwei oder drei Abschnitte ein: unteres- und oberes Griesserental oder als 3. Abschnitt das mittlere Griesserental. Dementsprechend entstand bei der genauen Fundortbezeichnung auch ein Durcheinander. Ashcroft wählte eine neue Einteilung, welche sich auf die Ost- oder Westseite des Tales beschränkte. Dazu kommen weiter Lokalnamen wie:
- 'Hoche Schnabel' oder 'Hohe Schnabel', ein steiles Felsriff auf der Ostseite des Tales, zuoberst an einem Grat mit der Bezeichnung 'Schnabeleck',
- 'Schnabelegg' oder 'Schnabeleck', ein Felsgrat auf der Ostseite des Tales, 'Läged Fad' oder 'langen Fad' oder 'legnder Fad' oder 'legender Fat' etc., eine flache Felsbank auf der Ostseite des Tales auf 2/3 Höhe zwischen Bach und Oberkante dieser Flanke,
- 'Anatas Kehle', eine kleine Rinne hoch oben auf der Ostseite des Tales,
- 'Shenbalm', eine Bezeichnung einer Höhle auf der Ostseite des Tales,
- 'Kaffeebalm', eine Höhle auf der Westseite des Tales (noch heute vorhanden),
- 'Der Brunnen', eine Gruppe von Quellen im tieferen Teil des Tales,
- 'Griessernegg' oder 'Griesserneck', eine Ecke an der Oberkante der Ostseite des Tales,
- 'Wieleschen' oser 'Wylesch', ein Felskopf in der Nähe des Brunnen (Punkt 1794, auf der Westseite des Tales).
Beschrieben sind 18 Klüfte (je 9 auf der ost- und Westseite des Tales):
Kluft W1: (1933). Die Kluft liegt an einer sehr gefährlichenStelle (s. Bild im Buch von Amacher P.),
Kluft W2: (1933). Die Kluft liegt an einer sehr gefährlichenStelle (s. Bild im Buch von Amacher P.),
Kluft W3: (1934). Bei der Lokalität Planggi oder Planke.
Kluft W4: (1934). Etwas höher als die Schnabelegg.
Kluft W5: (1935). Auf der W-Seite des Tales, evtl. identisch mit Kluft W1. Die Minerlauflistung ist unvollständig.
Kluft W6: (1935). Die Minerlauflistung ist unvollständig.
Kluft W7: Die Minerlauflistung ist unvollständig.
Kluft W8: (1934). Bei der Lokalität Kaffeebalm.
Kluft W9: (1937). Ob der Kaffeebalm.
Kluft W10 oder E17: Links oberhalb des Brunnens im sogenannten Wylesch.:
Kluft E1: (1932).
Kluft E2: (1935).
Kluft E3: (1934, 1935).
Kluft E4: (1934 oder 1935). Auf der Südseite einer Rinne zwischen Läged Fad und Schnabelegg.
Kluft E5: in der Nähe der Kluft E2. Die Minerlauflistung ist unvollständig.
Kluft E6: Die Minerlauflistung ist unvollständig.
Kluft E7: (1934, 1935).
Kluft E8: (1935). In der Nähe von Kluft 7E.
Kluft E9: (1935). Nahe des Felsaufschlusses 'Der Brunnen'.
Kluft E10: (1934). Unterhalb von 'Der Brunnen'.
Kluft E11:
Kluft E12: (1934). Kaffeebalm (zweifelhaft).
Kluft E13: Die Minerlauflistung ist unvollständig.
Kluft E14: Die Minerlauflistung ist unvollständig.
Kluft E15: Die Minerlauflistung ist unvollständig.
Kluft E16: (1936). Die Fundstelle liegt in den Felsen im tieferen Bereich des Griessereneggs.
Kluft E17 oder W10: Links oberhalb des Brunnens im sogenannten Wylesch. Keine Mineralangaben.
Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 143 bis 146 und Seite 150 bis 151 mehrere Bilder mit eingezeichneten Fundstellen im Gebiet Griesserental.
- Adular: Klüfte W1, W2, W4, W8, W9, E2 (oft als Zwilinge mit braunem Einschluss), E4, E7, E9, E10, E12
- Albit: Kluft E1.
- Amianth: Klüfte W8, E12.
- Anatas: Klüfte E2, E6, E9 (kleine Kristalle).
- Apatit: Klüfte W4, W7, E14.
- Apophyllit: Kluft E13.
- Brookit: Klüfte W6, W7, E1, E2, E6.- Calcit: Klüfte W1, W2, W9, E2, E4 (grosse Papierspattafeln), E8, E9.
- Cerussit: Kluft W1.
- Chlorit: Klüfte W1, W2, W4, E2, E3, E7, E10, E12, E15, E16.
- Galenit: Klüfte W1, W2, E15.
- Ilmenit: Kluft E6.
- Phenakit: Kluft W1 (klein, chloritüberzogen). Sigrist: Im Jahre 1933 wurde im mittleren Grieserntal auf der linken Seite ca. 100 Meter südlich der Kaffeebalm in einer Kluft neben Quarz, Adular und Chlorit auch Phenakit gefunden. Die nadeligen prismatischen Kristalle wiesen eine Länge von nahezu 4 cm auf. Da sie meist vollkommen von Chlorit überdeckt sind, in dem sie eingebettet lagen, ist es nicht immer möglich, die Endflächen zu erkennen.
- Pyrit: Kluft E10.
- Quarz: Klüfte W1, W2 (teils mit braunen Einschlüssen), W3, W4, W5 (als einziges Mineral), W8, W9, E1, E2 (teils mit braunen Einschlüssen). E3 (wasserklar, zum Teil mit Chloriteinschlüssen und/ oder Chloritbelag), E4, E7, E8, E9, E10, E11, E12, E15, E16.
- Rutil: Kluft E2.
- Titanit: Klüfte W2, W8.
- Wulfenit: Klüfte W1, W2, E15.

148_UR / Maderanertal, Griesserntal, Griesserental, Grieserntal
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 700350 / 179500
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 37,423
- Weibel,M.; Lapis; 1980; Heft 5; Seite 14
Im Lapisheft 1980/5 ist eine Aufnahme des Griesserntales abgedruckt. Es gibt einen ungefähren Eindruck der Steinschlaggefahr.
- Amianth: Bis 4 cm und damit wohl die grössten der Schweiz.
- Anatas: Gelbgrün, durchscheinend, bis 3 cm und mehr, gestreckt, teils mit eingewachsenen Rutilnadeln, reichlich. Im oberen Teil des Tales häufiger vorkommend.
- Apatit: Aus dem mittleren Griesserntal bis 2 cm, wasserklar, schwach tafelig, auf Quarz aufgewachsen. Aus dem oberen Talteil blauviolett.
- Apophyllit: Bis 1 cm, teils auf Quarz, glänzend, dipyramidal, glasklare Spitze, gegen die Mitte trüb werdend.
- Cerussit: Auf dem Galenit aufgewachsen, bis 1 mm.
- Galenit: Bis 1 cm, korrodiert.
- Monazit: Wurde früher fälschlicherweise für Titanit gehalten. Dunkel honiggelb, bis 4 mm, selten.
- Quarz: Vor allem im oberen Teil des Tales oft mit Chloriteinschluss.
- Rutil:
- Vanadinit:
Vermutlich in dieser Gegend ebenfalls gefunden worden; hellgelbbraun, faserige Masse, bestehend aus kleinen, radialstrahligen Aggregaten, zwischen den Amianthaaren eingebettet (Hofmann, 1995).
- Wulfenit: Auf dem Galenit, bis 1 mm.
- Xenotim-(Y): Einmaliger Fund aus dem oberen Talteil, 3 mm, dunkel weingelb, zusammen mit Anatas, Brookit, Calcit, Quarz und Chlorit.

149_UR / Maderanertal, Griesserntal, Griesserental, Grieserntal, Griesseren Wäldli (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 700220 / 180090
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 152
Definition nach Ashcroft: bewaldeter Hang zwischen dem Griesserental und dem Staldenbruch bis zur oberen Waldgrenze. Die Koordinaten zeigen auf das Griesserental. Beschrieben wird Kluft 1: Auf der Westseite der Rinne, welche sich durch das Griesseren Wäldli hochzieht.
- Chlorit:
- Quarz:
- Titanit:

150_UR / Maderanertal, Griesserntal, Griesserental, Grieserntal, Kaffeebalm, Sphenbalm, Hohe Schnabel
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 700370 / 179750
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 34
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 45,53
- Sigrist, Fritz; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1947;Band 27; Heft 1; Seite 39-180; Beiträge zur Kenntnis der Petrographie und der alpinen Zerrkluftlagerstätten des östlichen Aarmassives
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 302
Ein Seitental im südlichen Maderanertal, welches sich steil gegen den Tscharren hinzieht. Dieses äusserst steinschlag-gefährdete Gebiet liefert immer wieder gute Funde. Fundmöglichkeiten sind beidseitig des Tals möglich. Im Jahre 1933 wurde im mittleren Grieserntal auf der linken Seite ca. 100 Meter südlich der Kaffeebalm in einer Kluft neben Quarz, Adular und Chlorit auch Phenakit gefunden. Die nadeligen prismatischen Kristalle wiesen eine Länge von nahezu 4 cm auf. Da sie meist vollkommen von Chlorit überdeckt sind, in dem sie eingebettet lagen, ist es nicht immer möglich, die Endflächen zu erkennen. Wesentliche Unterschiede zwischen den Kristallen von Reckingen aus dem Oberwallis und denjenigen dieser Fundstellen bestehen nicht. Der Phenakit befand sich in einer vollkommen abgeschlossenen Spalte. In den anderen Hohlräumen der Fundstelle traten Quarz, Adular, Calcit, Chlorit, Titanit und Bleiglanz mit Cerussit und Wulfenit auf. Die Fundstelle, die heute weggesprengt ist, befindet sich in einem ziemlich mächtigen Aplit, der einen etwa 50 Meter mächtigen Amphibolitzug durchzieht und sich nach oben verästelt. Die Mineralvergesellschaftung, wie sie hier vorliegt, ist typisch für Fundstellen, wie sie in den Apliten der basischen Eruptiva hie und da beobachtet werden können.
- Adular: Zum Teil Amiant enthaltend.
- Albit:
- Amianth:
In sehr guter Qualität, teils im Quarz oder Adular, auch mit aufgespiesstem Adular.
- Anatas: Auf Stufen in ausgezeichneter Qualität.
- Apophyllit: In gut entwickelten Kristallen, bis 5 mm, zusammen mit Quarz, Adular, Calcit, Chlorit.
- Brookit: Auf Stufen in ausgezeichneter Qualität.
- Calcit: Gross, tafelig.
- Cerussit:
- Chlorit:
- Galenit:
- Ilmenit:
In Rosetten, verwachsen mit Anatas.
- Monazit: Goldgelb, bis 5 mm.
- Phenakit: Dünnprismatisch, nadelig, bis 4 cm, manchmal auf dem Quarz aufgewachsen, von Chlorit durchwachsen, aus einem Aplitgang in dieser Zone.
- Quarz: Teils mit Amiant durchsetzt.
- Titanit:
- Wulfenit:


151_UR / Maderanertal, Griesserntal, Griesserental, Grieserntal, Tscharren, Scharren
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 700100 / 178850
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 27,28
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 45
Bergkette im südlichen Maderanertal, nördlich des Witenalpstocks. In den steilen Hängen bis zum Griesserntal sind gute Funde getätigt worden. Fundpunkte sind vor allem im mittleren bis oberen Teil des Tales bekannt geworden. Das Gebiet gilt als sehr gut abgesucht.
- Adular:
- Anatas:
In guter Qualität, schwarz, zum Teil gelbgrün, durchscheinend, dipyramidal, eingebettet in goldgelben Rutilnadeln, bis 3 cm und mit Rutilnadeln durchstossen (die Annahme, dass es sich bei diesen Anatasen wohl um die Grössten der Schweiz handelt, stimmt nicht. Aus dem Binntal sind Exemplare bis 5 cm bekannt geworden).
- Apatit:
- Arkansit:
Siehe unter Brookit.- Brookit: In guter Qualität, mit Sanduhreffekt, als Besonderheit sind auch ganz schwarze Kristalle (bis 1 cm) gefunden worden und mit der Bezeichnung 'Arkansit' versehen worden (was allerdings nicht ganz richtig ist).
- Calcit:
- Chlorit:
- Galenit:
- Ilmenit: Rosettenförmig, zum Teil von Anatas durchsetzt.
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:


152_UR / Maderanertal, Gross Düssi, Düssistock, Tüssistock, Piz Git
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 706050 / 183200
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 36
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 29, 36
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 148
- vom Rath,G.; Geognostisch-mineralogische Beobachtungen im Duellgebiete des Rheins (Abdruck a. d. Zeitschr. d. deutschen geologischen Gesellschaft Jahrg. 1862.); 1862; Seite 417
'Düssistock' ist heute auf der Karte als Gross Düssi aufgeführt. Die Region Düssi liegt im hintersten Maderanertal. Parker weist dieses Gebiet der nachfolgenden Mineraliengruppe zu. Ob allerdings alle diese aufgeführten Mineralien zu finden sind bleibt hier offen.
- Adular:
- Albit:
- Anatas:
- Apatit:
- Brookit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Edenit:
Als Gemengteil (Riesen, 1991).
- Epidot: vom Rath: Anatas auf Quarz in Begleitung von Epidot im Thal Cavrein am Düssistock.
- Ilmenit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:


153_UR / Maderanertal, Kästal, Chästal (nach Ashcroft), Mittelegg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 701300 / 180750
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 156-157
Definition nach Ashcroft: Steile Steinschlagrinne mit einem weit auslaufenden felsigen Gebiet im oberen Bereich. Das Chästal liegt neben den nordwestlichen Felsen des Bänderstocks. Gegen Osten erfolgt die Begrenzung beim Mittelegg, gegen Westen bei Punkt 1981 (heute 2042 m ü. M.). Das Gebiet kann nicht genau abgegrenzt werden. Beschrieben wird 1 Kluft: Kluft 1: (1930). Hoch oben im Chästal. Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 160 bis 161 Bilder mit eingezeichneten Fundstellen im Gebiet Chästal/Mittelegg.
- Quarz: Mit braunem Belag.

154_UR / Maderanertal, Kästal, Chästal, Milchplanggen, Milchplanggi, Milchpangge
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 701400 / 180350
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 29- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 44
Das Chästal liegt weiter östlich des Griesserntals und des folgenden Staldentals im südlichen Maderanertal. Funde stammen vor allem aus dem oberen Teil des Tals. Die Milchplangge liegt etwas westlich des oberen Chästals.
- Adular: Oft als Begleiter des Quarzes.
- Albit:
- Anatas:
- Brookit:
- Calcit:
Hohe Durchsichtigkeit, Spaltrhomboeder (Haldenfund).
- Chlorit:
- Galenit:
- Ilmenit:
Rosettenförmig bis 4 cm Durchmesser (vor allem im oberen Chästal).
- Monazit:
- Pyrit:
- Quarz:
Gross, in Gruppen, leicht rauchig, oft mit Chlorit bestäubt.
- Rutil:
- Titanit:


155_UR / Maderanertal, Libplanggental
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 702270 / 180800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 28- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 46
Tal unterhalb des Libplanggenstocks im südlichen Maderanertal.
- Chlorit:
- Quarz:


156_UR / Maderanertal, Libplankenstock (nach Ashcroft), Liplankenstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 702120 / 180590
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 163-164
Definition nach Ashcroft: Unter dieser Bezeichnung verstehen die Einheimischen den Punkt 2315 m ü. M., zwischen Fruttstock und Bänderstock. Beschrieben wird 1 Kluft: Kluft 1: (ca. 1930). Ca. 200 Meter westlich des Punktes 2315 m ü. M. Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 164 einen Kartenausschnitt mit eingezeichneten Fundstellen im Gebiet Libplankenstock.
- Adular:
- Chlorit:
- Quarz:
- Titanit:


157_UR / Maderanertal, Limilauital
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 696150 / 179000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 29
Unterhalb des 'Bristenseeli' endet dieses kleine Tal, welches seinen Anfang beim Etzlibach hat und vom Limibach durchflossen wird. Parker weist dieses Gebiet der nachfolgenden Mineraliengruppe zu. Ob allerdings alle diese aufgeführten Mineralien zu finden sind bleibt hier offen.
- Adular:
- Albit:
- Anatas:
- Apatit:
- Brookit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Ilmenit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:

158_UR / Maderanertal, Lungental (Grosses), Grosses Lungental, Lungental (Kleines), Kleines Lungental, Lungerntal, Langental, Langenthal
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 699350 / 179400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 28,35
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 40
Seitental im südlichen Maderanertal, welches sich von der Lokalität Lungenberg zum Tscharren hinaufzieht. Im oberen Teil teilt sich das Tal in das Grosse- und Kleine Lungental.
- Adular:
- Aktinolith:
- Albit:
- Anatas:
- Brookit:
Bis 20 mm Länge, 6 mm Breite, 2 mm Dicke.
- Calcit:
- Cerussit:

- Chlorit:
- Galenit:
- Ilmenit:
Auch in Rosenform.
- Magnetit: Wird vorwiegend im Lungental gefunden.
- Monazit: Auf Ilmenitrosen und Pyrit aufsitzend, braun.
- Pyrit: Scharfkantig.
- Quarz:
- Rutil:
- Titanit:
Klein, rotbraun.
- Wulfenit:

159_UR / Maderanertal, Lungental (nach Ashcroft), Langental, Langenthal, Brookit-Egg, Heurütti, Selegg-Grat, Hochegg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 699120 / 179800
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 127-135
Die Koordinaten zeigen auf das Lungental.
Definition nach Ashcroft: Steiles Tal, eher eine Schlucht, die über die Felsen auf der Nordseite des Selegg-Grates (Punkt 2196) ins Tal abfällt. Der höher gelegene Teil des Tales besteht aus zwei getrennten Rinnen, welche sich auf ca. 1680 m ü. M. vereinigen. Die wetlicher gelegene Rinne wird als 'kleines Lungental', die andere Rinne als 'grosses Lungental' bezeichnet. Ashcroft unterteilt das Lungental zudem noch in das 'unteres Lungental'. Das ganze Lungental hat gute Mineralien geliefert. Als ergiebigste Fundpunkte gelten die Felsen zuoberst im kleinen Lungental, der untere Teil der Felsrippe zwischen dem kleinen und dem grossen Lungental und der Talgrund auf der Ostseite des grossen Lungentals etwas oberhalb des Zusammenflusses der beiden Bäche. Brookit-Egg wird im Zusammenhang mit dem Lungental erwähnt. Um welchen Bereich es sich genau handelt geht aus der Beschreibung nicht hervor. Das Buch von Peter Amacher zeigt auf Seite 133 und 135 einen Kartenausschnitt und ein Bild mit eingezeichneten Fundstellen im Gebiet Lungental. Beschrieben werden 12 Klüfte:
Kluft 1: Lage nicht genau bekannt.
Kluft 2: Lage nicht genau bekannt.
Kluft 3: westlich des Baches auf ca. 1500 m ü. M., im Wald über den Hütten von Heurütti.
Kluft 4: auf der Ostseite des Baches, etwas unterhalb des Zusammenflusses der beiden Bäche, auf ca. 1500 m ü. M.
Kluft 5: (1935). Hoch oben am Felsgrat zwischen dem grossen Lungental und dem kleinen Lungental.
Kluft 6: (1934). Auf der Westseite des Baches, auf halber Höhe zwischen den Hütten von Heurüti und der oberen Waldgrenze.
Kluft 7: (1936). Wenige Meter über dem Zusammenfluss beider Bäche, irgendwo am Felsgrat.
Kluft 8: (1937). Zuoberst im grossen Lungental.
Kluft 9: (1937). Am Bergkamm zwischen dem kleinen und dem grossen Lungental, auf der Seite zum grossen Lungental.
Kluft 10: (1937). Auf der Ostseite des kleinen Lungentals.
Kluft 11: (1937). Auf der Ostseite des kleinen Lungentals.
Kluft 12: (1937). Im kleinen Lungental, am Felsgrat unterhalb der Erhebung, die als Hochegg bekannt ist.
- Adular: Klüfte 5, 6, 7, 8, 9, 11.
- Albit: Klüfte 4, 6, 7, 9, 11.
- Anatas: Klüfte 4, 9, 10, 11.
- Brookit: Klüfte 9, 10, 12.
- Calcit: Klüfte 4, 8, 9.
- Chlorit: Klüfte 4, 7, 8, 9, 10, 11.
- Ilmenit: Klüfte 7, 9, 11.
- Pyrit: Klüfte 10, 12.
- Quarz: Klüfte 4, 5 (mit Glimmereinschluss), 6, 7, 8, 9, 11.
- Rutil: Kluft 10.
- Titanit: Klüfte 5, 6, 8, 11?.

160_UR / Maderanertal, Lungental, , Langental, Langenthal, Obere Berenen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 700000 / 173350
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 28
Dieser Ort liegt zwischen dem Lungental und dem Farlauital und unterhalb des Tscharren.
- Adular:
- Albit:
- Anatas:
- Brookit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Galenit:
- Ilmenit:
In Rosetten.
- Monazit:
- Phantomquarz:
- Pyrit:
Scharfkantig.
- Quarz:
- Rutil:
- Titanit:
Klein, rotbraun.

161_UR / Maderanertal, Milchplanggen, Milchplanggi, Milchpangge (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 701150 / 180390
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 154
Die Koordinaten zeigen auf Milchplanggen. Definition nach Ashcroft: Dieses steile, grasbewachsene und von felsigen Partien durchzogene Gebiet liegt am Südhang des Maderanertales über den Alphütten der Stössi. Das ganze Fundgebiet liegt unter der Felsen unterhalb des Punktes 1981 (heute 2042 m ü. M.) aber über der Waldgrenze. Beschrieben wird 1 Kluft: Kluft 1: (1932). In einer kleinen Rinne bei Punkt 1981 (heute 2042 m ü. M.).
- Quarz: Mit braunen Einschlüssen.

162_UR / Maderanertal, Mittelegg, Milchplanggen, Milchplanggen, Milchplanggi, Milchpangge
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 701000 / 180250
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 29
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 44 Diese Lokalität liegt westlich des Bändertals (südliches Maderanertal).
- Adular:
- Albit:
- Anatas:
- Apatit:
- Brookit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Ilmenit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:


163_UR / Maderanertal, Rinderbiel, Rinderbühl
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 703600 / 181500
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 48
Der nordwestliche Ausläufer des Fruttstocks zweigt am Fusse in das Brunnital ein. Diese Stelle wird mit Rinderbiel erwähnt. Parker weist dieses Gebiet der nachfolgenden Mineraliengruppe zu. Ob allerdings alle diese aufgeführten Mineralien zu finden sind bleibt hier offen.
- Adular:
- Albit:
- Anatas:
- Apatit:
- Brookit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Ilmenit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:


164_UR / Maderanertal, Ruppleten Alp, Chäserenalp
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 701449 / 181341
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 47,55 '
Chäserenalp' fehlt auf der Karte. Ruppleten ist ein früher gebräuchlicher Fundortname für das Gebiet des hinteren Maderanertales, der sich speziell auf das Gebiet 'Alp Stössi', 'Niederchäseren' und 'Bänderwald' bezieht. Die Bezeichnung 'Ruppleten' ist häufig in älterer Literatur zu finden und bezieht sich auf Stufen aus dem Griesserental und seinen Paralleltälern. Koordinaten Oberchäseren: 698.5 / 182.35.
- Adular: Zusammen mit Limonit. Teils bilden die Adulakristalle verschiedenartige reihenförmige Gruppen.
- Albit: Weisse halbdurchsichtige tafelartige Kristalle, Zwillinge, auf den Längsflächen drusenartig besetzt mit parallel gestellten Adularkristallen, deren scharfe Prismentkanten herausragen, begleitet von tafelförmigen Hämatitkristallen auf Quarz.
- Amianth:
- Amphibolasbest:

- Anatas:
- Brookit:

- Byssolith:
- Calcit:
- Chlorit:
- Hämatit:
Teils auf dem Quarz aufgewachsen.
- Limonit: Als in Limonit umgewandelter Pyrit.
- Quarz: Mit Amianteinschluss.
- Rauchquarz:
- Serpentinasbest:


165_UR / Maderanertal, Schwarzstöckli
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 701650 / 179150
Literatur:
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1977; Seite 209-221; Zum Wachstum plattiger Quarze mit "Faden"
Oberhalb des Staldentals. Dieser Fundort ist deshalb sehr merkwürdig, da er ausserhalb der mineralienreichen Zone liegt. Diese ist ca. 600 - 800 Meter tiefer.
- Fadenquarz: Auch gekrümmt, bis 4 cm.

166_UR / Maderanertal, Staldental (nach Ashcroft), Regenstaldenfirn, Staldenbruch, Gemsplanke
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 700550 / 180350
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 153-154
Definition nach Ashcroft: Beginnend von der Gletscherzunge des Regenstaldenfirns unterhalb des Oberalpstock. Zwei Seitentäler treffen von der Westseite her auf das Haupttal. Der westlichste Bach fällt durch die Geröllhalde, benannt Gemsplanke, ab und vereinigt sich auf 1715 m ü. M. mit dem Hauptbach. Unterhalb davon ist der Bach weiter eingeschnitten um noch weiter unten hat sich eine Schlucht mit einem Wasserfall gebildet. Das Gebiet um die Oberkante des Abbruchs und den Wasserfall ist unter der Bezeichnung 'Staldenbruch' bekannt. Hier befindet sich auch das bekannteste Fundgebiet des Staldentals. Fundstellen befinden sich auch in den Felsen weiter oben unter der Gletscherzunge des Regenstaldenfirns. Ashcroft weist die Funde aus dem unteren Teil des Tales dem Staldenbruchs zu. Beschrieben werden 8 Klüfte:
Kluft 1: (1935). Auf der Ostseite des Baches. Die genaue Lag der Kluft ist nicht bekannt.
Kluft 2: (1931). Auf der linken Seite des Staldenbaches, etwas höher als die Staldenhütte.
Kluft 3: (1930). Direkt im Staldenbruch.
Kluft 4: (1933). Irgendwo auf der Ostseite des Tales, die genaue Lage ist nicht bekannt.
Kluft 5: Auf der Westseite des Baches im Staldenbruch.
Kluft 6: (1937). Auf der Westseite des Baches im Staldenbruch, zuoberst beim Wasserfall.
Kluft 7: (1937). In den Felsen unterhalb der Gletscherzunge des Regenstaldenfirns. (Man beachte, dass diese Angaben für die damalige Zeit Gültigkeit haben).
Kluft 8: (1937). In den Felsen unterhalb der Gletscherzunge des Regenstaldenfirns. (Man beachte, dass diese Angaben für die damalige Zeit Gültigkeit haben).
- Adular: Klüfte 1, 2, 6, 7, 8.
- Albit: Klüfte 1, 3, 5.
- Anatas: Klüfte 1, 5, 7.
- Apatit: Kluft 1.
- Brookit: Klüfte 5, 7.
- Chlorit: Klüfte 1, 3, 4, 6, 8.
- Ilmenit: Klüfte 1, 3.
- Quarz: Klüfte 1, 3, 4, 5, 6 (mit braunen Einschlüssen), 8.

167_UR / Maderanertal, Staldental
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 700550 / 180350
Literatur:
- Weibel,M.; Lapis; 1980; Heft 5; Seite 14
Genauere Angaben über die Lokalität fehlen.
- Albit:
- Amianth:
- Calcit:
Tafelspatig, rosa fluoreszierend (Kurzwellen und Langwellen).
- Ilmenit: Bis 2 cm, flach aufgebaute Rosetten.

168_UR / Maderanertal, Staldental, Droselegg, Drosselegg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 701270 / 180050
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 37
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 44
- Sigrist, Fritz; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1947; Band 27; Heft 1; Seite 39-180; Beiträge zur Kenntnis der Petrographie und der alpinen Zerrkluftlagerstätten des östlichen Aarmassives
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 177
Örtlichkeit im südlichen Maderanertal und zwar zwischen dem Chäs- und dem Staldental. Eine ganze Gruppe von Einzelklüften, die jedoch in Bezug auf Bau, petrographische Verhältnisse und Mineralführung übereinstimmen, sind im Droselegg im Kästal auf kleinem Raum angereichert. Schon von weitem fällt einem die Fundstelle des Droseleggs durch ihr besonders helles Gestein auf, das sich deutlich vom umgebenden Serizitgneis abhebt.
- Adular: Oft mit Chloritüberzug und auch mit eingewachsenem Chlorit.
- Albit:
- Anatas:
In blauen und auffallend rotbraunen Kristallen.
- Apatit: Recht häufig, leicht weingelbliche Färbung, selten mehr als 5 mm.
- Brookit:
- Calcit:
Meist als Tafelspat, seltener als Papierspat entwickelt.
- Cerussit: Als Kruste auf dem Galenit (Amacher, 1985).
- Chlorit:
- Galenit:
Maximal 1 cm gross und besitzen einen würfeligen Habitus. Auch Funde mit Cerussit- und Wulfenitkrusten auf dem Galenit. Meist ist ein brauner Überzug von Wulfenitkristallen auf der Oberfläche vorhanden.
- Ilmenit:
- Pyrit:
- Quarz:
Auch mit Chloriteinschluss.
- Rutil:
- Titanit:
Manchmal als Zwillinge, blass bis rotbraun, in schöner Kristallisation, zusammen mit viel Quarz und Adular. Relativ spärlich, erreichen aber beträchtliche Grösse.
- Wulfenit: Auf dem Galenit aufsitzend, in einer Quarz-Adular-Calcit-Kluft (Amacher, 1985).

169_UR / Maderanertal, Staldental, Staldenbruch
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 700600 / 180350
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 29- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 74 Dieses Tal liegt etwas östlicher als das Griesserntal im südlichen Maderanertal. Es zieht sich von der Gemsplangge hinunter bis zum Chärstelenbach. Gute Funde sind unter- und oberhalb des sogenannten Staldenbruchs getätigt worden. Angeblich sollen früher im Staldenbruch gute Funde von Eisenrosen gemacht worden sein.
- Adular:
- Albit:
- Anatas:
- Apatit:
- Biotit:
- Brookit:
- Eisenrose:
- Hämatit:
- Ilmenit:
Rosettenförmig bis 4 cm Durchmesser.
- Quarz: Mit viel Biotiteinschlüssen.

170_UR / Maderanertal, Tschingelfirn
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 705800 / 182250
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 29
Dieser Gletscher befindet sich östlich unterhalb des Grates 'Strahligen Stöckli'. Von der aufgeführten Koordinate aus zieht er noch ca. 2 km nach Süden. Parker weist dieses Gebiet der nachfolgenden Mineraliengruppe zu. Ob allerdings alle diese aufgeführten Mineralien zu finden sind bleibt hier offen.
- Adular:
- Albit:
- Anatas:
- Apatit:
- Brookit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Ilmenit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rutil:


171_UR / Maderanertal, Vorderes Libplankental, Hinteres Libplankental (nach Ashcroft)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 703060 / 180050
Literatur:
- Amacher, Peter; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; 1994; Seite 164-165 Definition nach Ashcroft: Es handelt sich hier um zwei steile Rinnen, welche bis 100 Meter auseinander liegen und von den Felsen des Fruttstockes ins Tal abfallen. Beidseitig wird das Fundgebiet durch die Bäche begrenzt. Während die Obergrenze klar bei der Kante östlich des Punktes 2315 m ü. M. liegt, ist die Untergrenze unklar. Die Koordinaten zeigen auf den Fruttstock. Beschrieben wird 1 Kluft: Kluft 1: (1930). Ueber dem Punkt 1557 m ü. M. auf einer Höhe von 1630 m ü. M. Ashcroft nimmt aber an, dass die Kluft tiefer als der Punkt 1557 liegt.
- Quarz:

172_UR / Maderanertal, Wiedenberg, Widenberg (nach Ashcroft), in der Weid
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 697090 / 180340
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 118 Definition nach Ashcroft: Stark bewaldete Schulter auf der Nordseite des Maderanertals, gegenüber der Häusergruppe 'in der Weid'. Am Fusse dieses Felsaufschlusses befindet sich ein grosser Steinbruch. Die Koordinaten zeigen auf den Widenberg (gemäss Swiss Map). Beschrieben wird 1 Kluft: Kluft 1: Diese liegt etwa auf halber Höhe des Steinbruchs. Im Buch von Peter Amacher ist eine Abbildung der Grube zu sehen (Buch von Peter Amacher, Seite 118, Foto von Ashcroft).
- Amianth:
- Epidot:
- Quarz:


173_UR / Maderanertal, Wiedenberg, Widenberg, In der Weid (Steinbruch)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Silenen (Bristen), Koordinaten ca.: 697000 / 180400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz;
1973 Auf der Nordseite des Maderanertals in einem Amphibolit eines Steinbruches. Weid (südlich des Chärstelenbaches) liegt etwas südlicher als Wiedenberg (nördlich des Chärstelenbaches).
- Adular:
- Amianth:
Lichtfarben.
- Epidot: Lichtgrün, hellgrün.
- Quarz:

174_UR / Sisikon, Brunnen, Axenstrasse
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Sisikon, Koordinaten ca.: 689982 / 200471
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 341
Die Koordinaten zeigen auf Sisikon.
- Calcit: Mit zwei Wachstumsstadien, Skalenoeder, Rhomboeder und Prisma, bis 4 cm, graubraun.

175_UR / Klausenpass, Urnerboden, Urner Boden
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Spiringen, Koordinaten ca.: 712620 / 195470
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 350
In glaukonithaltigen Kieselschiefer der Unteren Kreide.
- Riebeckit: Gesteinsbildend.

176_UR / Schächental, Unterschächen, Brunnital (Ostflanke)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Unterschächen, Koordinaten ca.: 701500 / 189000
Literatur:
- Amacher, Peter & Weibel, Max; Lapis; 1980; Heft 12; Seite 13
- Lussmann, Ludwig; Urner Mineralienfreund; 1975; Heft 6; Seite 74-79
- Weibel, Max; Urner Mineralienfreund; 1991; Heft 4; Seite 1-3
Das Vorkommen liegt an der Nordstirne der Windgällenfalte und ist etwas schwer zugänglich. Im Fundgebiet (Ostflanke des Brunnitals) des Axinites ist der Taveyannaz-Sandstein geklüftet und in grosse Platten unterteilt. Die nähere Umgebung gilt als gefährliches Felssturz- und Steinschlaggebiet, wovon die Geröllhalden zeugen. Die Mineralien treten in 10 bis 20 cm breiten Rissen auf. Die Klüfte verlaufen schräg zur Gesteinsschichtung und stehen schief. Im Lapisheft 1980, Abbildung des Axinites und des Brunnitales.
- Calcit: Im Lehm, bis 8 cm, pseudokubische Ausbildung, mit seidigem Glanz, oft matt und angeätzt und mit Limonitüberzug, sehr interessante und seltene Ausbildung (Einheitsrhomboeder (1011) und hexagonales Prisma 1. Stellung (1010)).
- Chlorit:
- Ferroaxinit:
Im nordhelvetischen Flysch im Taveyannazsandstein (dunkelgrün gesprenkelt), hellbräunlich, klare Beschaffenheit, bis 8 mm, auf Quarz, gut ausgebildet (Weibel, Ayranci, 1977).
- Quarz: Bis 3.5 cm, Dauphinée-Habitus, Phantomausbildungen.

177_UR / Schächental, Unterschächen, Kridenloch, Chridenloch
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Unterschächen, Koordinaten ca.: 701600 / 190670
Literatur:
- Gamma, Martin; Urner Mineralienfreund; 2006; Heft 2; Seite 5-7
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 232
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 342
Bei der unter Einheimischen bekannten Lokalität Chridenloch liegt eine seit langem bekannte und recht grosse Höhle aus welcher gute Calcitfunde bekannt geworden sind. Die Höhle liegt hoch oben in den steilen 'Chrächen' über dem Weiler Bielen im Brunnital. Funde sind bereits vor über hundert Jahren gemacht worden. Die Koordinaten zeigen auf Bielen, Chridenloch ist auf der Karte nicht eingezeichnet.
- Calcit: Ausgiebig, gross, matt, flächenreich, Rhomboeder und Skalenoeder, gross, nicht sehr gute Qualität, teilweise Zwillinge.

178_UR / Schächental, Windloch
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Unterschächen
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 232
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 342
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 98
Südlich von Unterschächen (nicht auf der Landkarte).
- Calcit: Gross, milchig, durchscheinend bis matt, flächenreich, teilweise Zwillinge.

179_UR / Schächental, Wäspen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Unterschächen, Koordinaten ca.: 703000 / 188550
Literatur:
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1994; Heft 2; Seite 64 - 74; Japaner-Zwillinge aus einem Gang im Zermatter-Gebiet (VS)
Im Taveyannazsandstein.
- Japaner-Zwilling: Mit Schenkellängen bis 2 cm.

180_UR / Spiringer Sackung, Witerschwanden, Unterschächen, Schächenbach, Kinzergrat, Chinzergrat, Bodenberg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Unterschächen, Koordinaten ca.: 697230 / 192440
Literatur:
- Amacher, Peter; Urner Mineralienfreund; 1979; Heft 1; Seite 15-18
Amacher schreibt zur Fundregion: "Im Gebiet der Spiringer Sackung, die sich von Witterschwanden bis nach Unterschächen und vom Schächenbach bis unter den Kinzergrat erstreckt, liegt die Calcitfundstelle Bodenberg. Das Gestein, welches nur 2-3 cm breite, aber m2-grosse Risse enthält besteht aus Nummulitenkalk, Mergel und Schiefer. Gegen den Kinzergrat folgen dann Lias-, Dogger und Malmschichten.
- Calcit: Im Grundrhomboeder bis max. 4 cm Kantenlänge oder als sogenannter Fingernagelcalcit, grau bis weiss.

181_UR / Meiental, Mayenthal, Mayental
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Wassen, Koordinaten ca.: 684260 / 174910
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 393, 415
- Redaktion; Urner Mineralienfreund; 1984; Heft 2; Seite 30
Redaktion: Erwähnt wird ein grösserer Fund aus der Region Meiental. Genauere Angaben fehlen. Kenngott: Erwähnt Mangankiesel und Manganglanz aus dem Mayenthal ohne genauere Angaben.
- Adular: In sehr schöner Ausbildung, zum Teil gestreckt nach der a- oder c-Achse, milchig - trüb, manchmal auch klar und mit einem Schimmer, oft mit Chloritüberzug, auffällig sind die schönen Vierlinge.- Alabandin: Kenngott: gangartig.
- Calcit:
- Chalkopyrit
: Gem. Kenngott.
- Epidot:
- Pyrrhotin:
- Quarz:
Bis 15 cm, im Daupinéehabitus, auch in Gruppen.
- Rhodonit: Kenngott: mit Chalkopyrit in Quarz.

182_UR / Meiental, Mayenthal, Mayental, Guferstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Wassen, Koordinaten ca.: 677760 / 177470
Literatur:
- Weibel,Max; Urner Mineralienfreund; 2003; Heft 2; Seite 12-13
Im oberen Meiental am Guferstock aus einer ca. 11 Meter langen Kluft (Fund 1983).
- Quarz: Teils matt und teils mit gutem Glanz. Zwei Quarzkreuze.

183_UR / Meiental, Mayenthal, Mayental, Kartigelfirn, Fleckistock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Wassen, Koordinaten ca.: 681250 / 173000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 63
In den Felswänden oberhalb des Kartigelfirns aus kleineren und grösseren Klüften.
- Adular:
- Chlorit:
- Quarz:
In schönen Stufen, hell, durcheinander gewachsen.
- Titanit: Zum Teil reichlich, lanzettförmig, braun, bis 1 cm, guter Glanz.

184_UR / Meiental, Mayenthal, Mayental, Kartigelfirn, Spitzli
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Wassen, Koordinaten ca.: 683300 / 172300
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 63
- Steck, Albrecht / Hügi, Theodor; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 2; Seite 257 - 276; Das Auftreten des Molybdänglanzes im westlichen Aarmassiv und Molybdängehalte von Gesteinen der gleichen Region
In den Felswänden oberhalb des Kartigelfirn aus kleineren und grösseren Klüften.
- Adular:
- Chlorit:
- Molybdänit:
Wird von Kartigelfirn erwähnt (um 1914, Koenigsberger).
- Quarz: Schöne Gruppen, hell, durcheinander gewachsen.
- Titanit: Zum Teil reichlich, lanzettförmig, braun, bis 1 cm, guter Glanz.

185_UR / Meiental, Mayenthal, Mayental, Kartigelfirn, Winterberg
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Wassen, Koordinaten ca.: 682250 / 172250
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 63
In den Felswänden oberhalb des Kartigelfirn aus kleineren und grösseren Klüften.
- Quarz: Hell, in schönen Gruppen.
- Titanit: Zum Teil reichlich, lanzettförmig, braun, bis 1 cm, guter Glanz.

186_UR / Meiental, Mayenthal, Mayental, Winterberg (Südwestseite), Chüeplanggenstock, Chueplanggenstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Wassen, Koordinaten ca.: 681500 / 172000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 63
- Zwyssig,B.; Urner Mineralienfreund; 1991; Heft 3; Seite 1-15
Aus der Südwestseite des Winterberges. Die Koordinaten verweisen auf das Fundgebiet.
- Adular: Schöne Stufen mit sattelförmig gekrümmten Flächen, ähnlich dem Dolomit. Zum Teil mit eingewachsenem Titanit und eingeschlossenem Amiant.
- Amianth: Haarförmig, bis 1cm, hellgrün bis weiss. Teilweise auch berglederartig.
- Anatas: Nur spärlich, spitzpyramidal, blauschwarz, metallisch glänzend. Meistens auf Quarz aufgewachsen und von Chlorit begleitet, bis 7mm.
- Calcit: Tafelig, weiss, zum Teil den Quarzwachstum behindernd.
- Fadenquarz:
- Rauchquarz: Nur leicht rauchig.
- Rhipidolith: Häufig auch im Quarz eingeschlossen.
- Rosafluorit: Bis 1cm, oktaedrisch.
- Titanit: Zum Teil eingewachsen im Adular und recht häufig auftretend. Lanzettförmig, rhombenförmig, pseudopyramidal, pseudorhomboedrisch, braun, gelb oder zweifarbig (beige-braun), bis 15 mm und manchmal verzwillingt. Tritt gerne zusammen mit Adular auf und ist manchmal in diesem auch eingewachsen.

187_UR / Meiggelenstock, Maiggelenstock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Wassen, Koordinaten ca.: 686320 / 170950
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 71
Nordwestlich von Göschenen.
- Calcit:
- Fluorit:
- Rauchquarz:


188_UR / Wassen (Steinbruch)
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Wassen, Koordinaten ca.: 688550 / 172900
Literatur:
- Dillen, H. / Gijbels, R. / Stalder, H.A.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1984; Band 64; Heft 1-2; Seite 27 - 48; Untersuchung einiger Spurenelemente in alpinen Kluftpyriten mit der Ionenmikrosonde
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 101 Steinbruch bei der Station SBB.
- Chlorit:
- Galenit:

- Pyrit: Würfel, 2 mm.
- Quarz: Klein, farblos.

189_UR / Wassen, Diedenberg, Diederberge
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Wassen, Koordinaten ca.: 691250 / 172800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59
Westflanke nördlich des Rienzenstocks zum Reusstal hin.
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Hämatit:
- Quarz:


190_UR / Wassen, Naxberg (nach Ashcroft), Rüteli
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Wassen, Koordinaten ca.: 687370 / 170700
Literatur:
- Amacher, Peter; 1994; Der Engländer, F.N. Ashcroft und die Urner Strahler; Seite 220-221
Definition nach Ashcroft: Rüteli: Kleine Gebäudegruppe südlich der Schönibrücke. Naxberg: Felsen vom Tunnel hinauf bis zur Waldgrenze. Beschrieben wird 1 Kluft: Kluft 1: (1930). Über die Lag der Kluft sind keine Angaben bekannt.
- Quarz: Kluft 1.

191_UR / Wassen, Naxtal
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Wassen, Koordinaten ca.: 687370 / 170700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 101
Aus der Umgebung des SBB-Tunnels, aber auch weiter oben.
- Hämatit:
- Quarz:
Schön, farblos, zum Teil mit Hämatitflitterchen bestäubt.
- Rauchquarz: Hell.

192_UR / Wassen, Rortal, Ror, Rohr
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Wassen, Koordinaten ca.: 686380 / 171990
Literatur:
- Weibel,Max; Urner Mineralienfreund; 2003; Heft 2; Seite 12-13
Die Koordinaten zeigen auf Rohr.
- Gwindel:

193_UR / Wassen, Stucklistock
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Wassen, Koordinaten ca.: 680180 / 174530
Literatur:
- Zwyssig,B.; Urner Mineralienfreund; 1991; Heft 3; Seite 13
Im oberen Voralptal, vor allem im Gebiet Sustenjoch-Stucklistock, finden sich mächtige Linsen von Serpentinit und Giltstein.
- Giltstein:
- Serpentinit:


194_UR / Wassen, Urschlaui
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Wassen, Koordinaten ca.: 689000 / 172800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59
Südlich von Wassen.
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Chlorit:
- Hämatit:
- Quarz:


195_UR / Wassen, Wattingen
Region: Bezirk Uri / Gemeinde Wassen, Koordinaten ca.: 688750 / 172650
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59 etc.
Ca. 1.3 km südlich von Wassen, bei der 2. Zugkehre, liegt diese Lokalität.
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Fluorit:
- Quarz:
- Rauchquarz:


196_UR / Sustenpass, Chalchtalfirn
Region: Chalchtal, Koordinaten ca.: 677500 / 174500
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 163
Über diesen Fund ist nie etwas genaueres bekannt geworden.
- Ferroaxinit: Fund um 1965. Genauere Angaben fehlen.

197_UR / Göschenen, Riedboden
Region: Fundort Region Kanton Karte Koord1 Koord2 Höhe M, Koordinaten ca.: 689150 / 168400
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 59
Südöstlich von Göschenen trifft man im steilen Gelände diese Lokalität an.
- Adular:
- Albit:
- Calcit:
- Quarz:


198_UR / Sustenpass, Färnigen;(Bohnerzabbau)
Region: Färnigen, Koordinaten ca.: 682814 / 176496
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Bohnerzabbau aus der Region Färnigen nachgewiesen.
- Bohnerz:

199_UR / Sustenpass, Meiental, Rässegg
Region: Meiental, Koordinaten ca.: 677100 / 175800
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1978;Band 58; Heft 1-2; Seite 1 - 95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1981/3; Heft 17; Seite 13-16; Bergbau in den Berner Alpen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 255
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 371
1). Evtl. ist hier die Westseite des Sustenspitz gemeint. Die Koordinaten zeigen auf die Passhöhe. Der Fund konnte anlässlich des Strassenbaus getätigt werden. Aus dem Gebiet Räsegg sind Blei-, Zink- und Barytlagerstätte bekannt.
2). Burkhard erwähnt Baryt vom Sustenpass. Genauere Angaben fehlen. Im Muskovit- und sericitreichen Paragneis der kristallinen Schieferhülle des zentralen Aaregranits.
Literatur: H. Fehlmann (1947); Th. Hügi (1967) in: Geol. Führer der Schweiz; E. Kündig und F. de Quervain (1953); Schweizerische Alpenposten: Sustenstrasse (1945)
- Baryt: 1). Derb, in hydrothermalen Gängen. 2). In Hohlräumen im Barytgang farblose bis weisse Baryttafeln, zum Teil stark verbogen. Sie besitzen einen gestörten Gitteraufbau. Begleitmineralien: Quarz, Limonit.
- Sillimanit: 1). Im Erstfelder-Gneis, spärlich, faserig (Schaltegger, 1984).

200_UR / Sustenjoch (östlich)
Region: Susten, Koordinaten ca.: 678496 / 174397
Literatur:
- Zwyssig,B.; Urner Mineralienfreund; 1991; Heft 3; Seite 13
Nur ungenaue Fundortangaben. Die Koordinaten verweisen auf die Fundregion.
- Giltstein: Vor alem im Gebiet Sustenjoch-Stucklistock in mächtigen Linsen.
- Serpentin: Grünschwarz, gesteinsbildend.
- Talk: In den Serpentiniten als metamorpher Gemengteil.

201_UR / Sustenpass (Urnerseite)
Region: Susten, Koordinaten ca.: 677300 / 176000
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 42
- Anthophyllit: Als schalenartige Umhüllung von Serpentinitkörpern, bis 4 cm lange Kristallite, dicht aggregiert.
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