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Kanton SZ - Fundorte von Mineralien in der Schweiz

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Kanton SZ

Fundorte
Vorkommen im Kanton Schwyz

001_SZ / Muotatal, Bisistal, Bissithal, Bissital, Wasserberg, Steinhüttli
Region: Bezirk Schwyz / Gemeinde, Koordinaten ca.: 703305 / 200580
Literatur:
- Hauswirth, Walter; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1912-1913; Band 12; Heft 4; Seite 601 - 652; Geologie der Gebirge südlich von Muotatal: Kaiserstock und Wasserberg
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 37
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 347
Genauere Angaben fehlen. Die Koordinaten zeigen auf den Wasserberg. Kenngott: vom Steinhüttli am Wasserberg im Bissithale, einem Seitenthale des Muottathales. Auf der Karte um 1900 gibt es einen Eintrag 'Steinhüttli'. Koordinaten ca. 704.720 / 200.00, ca. 1600 m ü. M. Vom Südabhang der Wasserfirst erwähnt Hauswirth:
Von oben: 8. Dünnbankiger, etwas bröckliger Hauterivienkieselkalk
7. Valangienkalk, hell anwitternd, bräunlich-dunkel mit nach oben zunehmenden Feuersteinknauern
6. Wenige Bänke mit Fossilien-Bruchstücken.
5. = 7, nur weniger Feuersteinknollen. Mächtigkeit 7 - 5 etwa 10 Meter)
- Feuerstein: Als Knollen.
- Quarz: Im Neocomienmergel, Region Steinhüttli.

002_SZ / Muotathal, Hölloch
Region: Hölloch, Koordinaten ca.: 702720 / 203710
Literatur:
- Bögli, Alfred; Urner Mineralienfreund; 1972; Heft 6; Seite 77 - 84
Das Hölloch im Muotatal (SZ) ist mit 195 Kilometern bekannter Länge das grösste Höhlensystem der Schweiz, die derzeit zweitlängste Höhle Europas und viertlängste der Welt. Das Wasser hat das verästelte, über mehrere hundert Höhenmeter verlaufende Höhlensystem aus Kalksteinen des Helvetikums herausgelöst. Wechselnde Wasserzufuhr und die schnelle Versickerung führen zu enormen Schwankungen der Wasserführung innerhalb der Gänge. Bereits 1905 wurde ein Kilometer der Höhlen mit Treppen und Beleuchtung begehbar gemacht, obwohl damals erst vier Kilometer des Höhlensystems erforscht waren. Der Besucherstrom blieb aber aus. Später zerstörten zwei Hochwässer in den Gängen die Einrichtungen. Im Jahr 1952 wurden erstmals Höhlenforscher durch einen unerwartet raschen Anstieg des Wasserspiegels im Hölloch eingeschlossen. Die vier Forscher konnten sich erst nach zehn Tagen retten, als der Wasserspiegel wieder gesunken war. Darunter war Alfred Bögli, der später durch Forschungen zur Höhlenbildung sich und das Hölloch weltbekannt machte. Heute weiss man, dass der Wasserspiegel im Höhlensystem des Höllochs bis zu 180 Meter schwanken kann.
- Gips: Im Höhlenlehm, bis 9 cm, klar.

003_SZ / Iberg, Roggenegg;(Bohnerzabbau)
Region: Iberg, Koordinaten ca.: 703185 / 208954
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Bohnerzabbau aus der Region
Roggenegg nachgewiesen. Die frühere Gemeinde Iberg, Kanton Schwyz, ist heute in Oberiberg und Unteriberg aufgeteilt.
- Bohnerz:

004_SZ / Iberg, Schienberg, Isentobel, Isentobelbach, Isentobelhütte, Eisentobelbach, Eisentobelhütte;(Erzabbau)
Region: Isentobel, Koordinaten ca.: 700230 / 207420
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
In der Region Schienberg - Isentobel fand in früheren Jahren (1597 - 1610?) ein Erzabbau oder ein Erzabbauversuch auf Hämatit und/oder Magnetit statt. Nähere Angaben fehlen. Hier stehen die meist rot gefärbten Radiolarite und Ophiolithe der Simmendecke an. Genannt wird ein Eisengehalt von 8.5 - 14 % (lokal evtl. höher). Auch bei diesem alten Bergwerk kann keine sichere topografische und geologische Lokalisation durchgeführt werden. Die Koordinaten zeigen auf die Isentobelhütte.
- Eisenerz:

005_SZ / Lauerzersee (Südufer), Lauerzer See (Südufer), Lauerz (östlich), Kressenberg;(Brauneisenabbau)
Region: Lauerz, Koordinaten ca.: 689000 / 209000
Literatur:
- Epprecht, W.;Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1948;Band 28; Heft 1; Seite 84-89; Die Nummulitenerz von Lowerz (Kt. Schwyz)
- Schmidt,C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Eisenerzflöz in alpinem Sediment. Eocän. Am Südufer des Lauerzersees, östlich von Lauerz, sind dem subalpinen Flysch Riffe von Nummulitenkalk eingelagert, die, wie am Kressenberg in den Ostalpen, stark mit Brauneisen imprägniert sind. Der Gehalt an Eisenoxyd beträgt 30%. Ein Kressenberg konnte auf der Karte (Swiss Map) nich gefunden werden. Die Koordinaten zeigen auf den Lauerzer See.
Epprecht: Wie bekannt ist, liegen im Raume des Sihlsees diskordant auf den Kreideschichten paläozäne Ablagerungen, welche wiederum mindestens eine Transgressionsfläche enthalten. Beim etwa 18 Kilometer westlicher gelegenen Lowerzersee greift eine dritte Transgressionsfläche durch den Ypresien-Nummulitenkalk hinab bis auf die Oberkreide, so dass dort das Lutetien direkt auf den Amdenermergeln aufliegt. Von allen Transgressionsfächen aus gehen Siderolithbildungen ins liegende Gestein hinein; sie bestehen fast durchwegs nur aus einer schwachen Rotfärbung des unmittelbar Liegenden, vermehrt um eine etwas tiefer greifende limonitreiche Riss- und Spaltenfüllung. Einen ganz anderen Charakter als diese Siderolithbildungen weist nun das basale Lutetien bei Lowerz auf, indem dort eine durchgehend mit Eisenerz imprägnierte Schicht aus Nummulitenkalk auftritt, welche den Amdenermergeln aufliegt. Sie ist 1 - 2 Meter mächtig und tritt besonders am Ottenfels gegenüber der Insel Schwanau zutage. Nach oben geht das Erz in grauen Lutetien-Gallensiskalk über. Man hat es hier nicht mit einer aderartigen Vererzung zu tun, sondern mit einer kompakten, vererzten Kalkbank. In früheren Jahren fand in geringem Umfange ein Tagebau statt, doch wurden sicherlich nur wenig Erze abgebaut, und auch die heutigen Vorräte sind äusserst gering. Sie sind auf ein Nummulitenkalkriff beschränkt. Die ehemalige Abbaustelle ist auf der geologischen Karte der Rigihochfluhkette (A. Buxtorf, 1912, Spezialkarte 29a) eingezeichnet. Siehe auch unter Fundort 'Bergsturz' (Bergstruz von Arth-Goldau).
- Brauneisen:
- Hämatit:
Frische Bruchflächen des Nummulitenerzes sind rauh und lassen in einer grauen Kalkgrundmasse zahlreiche vererzte, hämatitische Nummuliten erkennen. Die kirschroten oder glänzend stahlblauen Foraminiferen können ziemlich leicht aus der Kalkmasse herausgelöst werden. Auf angewitterten Flächen sind stets mehr oder weniger dicke Hämartitkrusten vorhanden, die offenbar beim Verwittern des Kalkes durch Anreicherung des Eisenoxydes entstanden sind. Der Hämatit besteht aus feinsten Schüppchen, welche in den Kammern und Perforationen meistens felderweise ungefähr parallel gestellt sind.

006_SZ / Lauerzersee, Zingel bei Seewen (Steinbruch)
Region: Lauerz, Koordinaten ca.: 690000 / 209300 Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 345
- Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 1967; Seite 12-14; Über neue Mineralfunde aus den Schweizer Alpen
- Stalder, Hans Anton & Touray, J.C.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen
- Wagner, Albert; Urner Mineralienfreund; 1973; Heft 1-2; Seite 16-20
- Wagner, Albert; Urner Mineralienfreund; 1977; Heft 2; Seite 31-34
- Wagner, Albert; Schweizer Strahler; 2008; Seite 14-19; Zufallstreffer - oder weisse und graue Zone (Teil 1)
Aus einem grossen Steinbruch am Südost-Rand des Lauerzersees werden aus dem Ost-Teil des Bruches einige Klein-Mineralien erwähnt.
- Baryt: Tafelig, farblos, bis 3 mm.- Calcit: Sehr formenreich, meist einfache Rhomboeder, mit Zwillingsbildung, milchig, durchsichtig, bis 5 cm. Kleine Calcite (bis 10 mm) aus sogenannten Fiederrissen können einen 'Faden' aufweisen.
- Dolomit: Bis. 3 mm, teils schwach limonitisiert.
- Pyrit: Selten, bis 2 mm.
- Quarz: Kleine, z.T. ausserordentlich gut durchsichtige aber auch trübe, doppelendige Kristalle, bis 2 cm lang. Meist kleine Prismenflächen. Tendenz zur Fensterquarzbildung nur bei den grössern Kristallen.
- Strontianit: Erscheint als faserig-büschelige Aggregate bis 2 cm. Intensiv lilaweiss fluoreszierend unter kurzwelligem UV-Licht. Dies ist der zweite nachgewiesene Strontianitfund der Schweiz (1967) (1. Fundstelle Cavradi). Ich (Autor) bezweifle aber diese Angabe, da bereits 1809 (!) in 'Leonhards Taschenbuch für die gesamte Mineralogie' Seite 378 - 382, ein Bericht von F.X. Bronner unter dem Titel 'Strontianit aus der Gegend von Aarau' zu finden ist.

007_SZ / Muotatal, Kinzig, Chinzig
Region: Muotatal
Literatur:
- Amacher, P.; Urner Mineralienfreund; 1991; Heft 1; Seite 3-13
- Hauswirth, W.; die Geologie der Gebirge südlich von Muotathal, Inaugural Dissertation vorgelegt der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich; 1913.
- Übelhart,M.; Urner Mineralienfreund; 1991; Heft 1; Seite 1-3
Es handelt sich hier um eine sehr ungenaue Fundortangabe. Die Fundstelle liegt in Gratnähe. Schon auf dem Weg dorthin (an einer Alphütte vorbei) sind einzelne kleinere Quarze lose am Boden liegend zu finden. Die Funde stammen aus dem Übergang vom Oehrlikalk zum Valanginienmergel. Als weiterer Hinweis ist die Bemerkung 'auf recht steilen und unauffälligen Wegen zu den Alphütten, welche nur mit einer Bewilligung befahren werden dürfen'.
- Calcit: Als häufiger Begleiter von Calcit.
- Fensterquarz:
- Quarz:
Bis max. 4 cm, ausgebildet als Zepterquarz, Doppelender, Fensterquarz oder Kombinationen davon.
- Strontianit: Kugelig, radialstrahlig, Durchmesser bis 4mm, nicht sehr häufig vorkommend.
- Zepterquarz:

008_SZ / Nuolen, Buechberg, Guntliweid (Steinbruch)
Region: Nuolen, Koordinaten ca.: 711270 / 229290
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 342
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 97 Aus einem Steinbruch von Guntliweid am Buechberg.
- Calcit: Flache Rhomboeder (negatives, flaches Rhomboeder), modellartige Ausbildung, teilweise mit gebogenen Flächen und mit typischer Riefung, teils auch mit Flächen des Prismas (hexagonales Prisma, 1. Stellung), bis 10 cm Durchmesser, schwach fluoreszierend unter KW-Licht, intensiv violettrot unter LW-Licht.

009_SZ / Schienberg, Roggenstock, Isenbach;(Erzabbau)
Region: Roggenstock, Koordinaten ca.: 702712 / 208907
Literatur:
- Epprecht, W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Schorno, Robert; Bergknappe; 1990/4; Heft 54; Seite 18-19; Das Waffen- und Hammerschmiede-Geschlecht der Schorno in Schwyz
Epprecht. W.: In diesem Gebiet, d.h. im Iberger-Raum, wurden zumindest Eisenerz-Abbauversuche durchgeführt. 1597 fand eine Begehung von Fachleuten statt, welche die Erze im Isenbach-Tälchen hinter dem Schienberg untersuchen sollten. Ein Abbau wurde beschlossen, weitere Angaben über dessen Verlauf sind aber nicht zu finden. 1593 gelangte ein Hauptmann Madran von Uri an die Schwyzer Regierung wegen des Kaufes eines Steinbruches und 1602 bewarb sich Hauptmann Heinrich Madran bei ihr um das Bergrecht, nachdem schon von anderer Seite 1597 sich in Schwyz selbst eine Gesellschaft gebildet hatte, um Eisenerze und Bergwerke in "Rüstung und Wesen" zu bringen. Ein erster Versuch wurde am Isenbach hinter dem Schijen in Angriff genommen. Ueber den Erfolg desselben lassen uns die historischen Nachrichten im Stich. Die Abbaustelle ist heute noch ersichtlich, der Eisengehalt des rötlichen Eisensteins aber nur ca. 14 %. Fünf Jahre nachdem ein Anfang in der Eisengewinnung gemacht wurde, am 29. April 1602, wurde nun dem Hauptmann Heinrich Madran bewilligt, auf zehn Jahre im Lande Erze suchen zu dürfen. 1610 bildete sich eine weitere Bergwerksgesellschaft. Wo diese Gesellschaft ihren Abbau begann, ist weiter nur Vermutung, ob hinter dem Schijen, oder aber in der Chlostermatt bei Lauerz, wo im rötlichen Fels ein Eisenerzlager mit ca. 30 % Eisenoxid aufschliesst. Dort ist noch mit Bestimmtheit die einzige Stelle im Kanton, wo Eisengewinnung nachweisbar ist. War da früher etwa ein madranisches Bergwerk? Der Abbau durch Linder und Burckhard begann um 1724 mit grosser Energie, aber 1729 wurde wegen Unrentabilität alles endgültig stillgelegt.
- Eisenerz:

010_SZ / Sattelegg
Region: Sattelegg, Koordinaten ca.: 706850 / 220550
Aus den unteren Kreidekalken der Satteleggzone.
- Quarz: Als Doppelender. Die Kristalle liegen oft auf Mäusehaufen, was ihnen den Namen 'Mäusequarz' einbrachte. 3 - 10 mm.
- Zepterquarz:

011_SZ / Sihlsee, Sihltal, Sihltaler Alpen
Region: Sihltaler Alpen, Koordinaten ca.: 708000 / 211000
Literatur:
- Kipfer, Alexander; Schweizer Strahler; 1984; Seite 393-404;
Die Mineral-Paragenese im Schrattenkalk des Steinbruchs "Waag" (Unteriberg, Kt. Schwyz) In dieser Umgebung führen Bäche in ihrem Geschiebe oft Brocken mit äusserlichen Anzeichen (Rostanzeichen) auf Mineralieninhalte. Die Mineralien sind von kleiner Ausbildung.
- Ankerit: Selten, klein, weiss, ca. 1 cm.
- Aragonit: Klein.
- Baryt: Selten.
- Calcit: Flächenarm, oft verzwillingt und in Phantomausbildung, ca. 5 mm.
- Coelestin: Tafelig, ca. 2 mm.
- Dolomit: Verbreitet, klein, weiss-gelblich, ca. 2 mm.
- Glaukonit: Gesteinsbildendes Fe-Al-Pyhlosilikat, verbreitet.
- Goethit: Aus dem Geschiebe aus dem Sihltal.
- Hellglimmer: Feinste Schüppchen, sehr klein.
- Limonit: Als Überzug.
- Phosphorit: Gesteinsbildend, in grau-schwarzem Gestein, kreideartig, weiss, pulverig.
- Strontianit: Zum Teil reichlich.

012_SZ / Träsmeren, Täsmeren
Region: Träsmeren, Koordinaten ca.: 702770 / 159160
Literatur:
- Briegel, Ueli; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1972; Band 65; Heft 2; Seite 425 - 483; Geologie der östliche Alviergruppe (Helvetische Decken der Ostschweiz) unter besonderer Berücksichtigung der Drusberg- und Schrattenkalkformation (Unterkreide)
1891: «Der Neocommergel an der Täsmeren..., enthält wohl auf dem Wege der Concretion ausgebildete, schöne vollständig wasserhelle, bis 2 cm lange, doppelspitzige, oft schief verzerrt ausgebildete Bergkrystalle. Es ist auffallend, dass solche bisher weit herum nur aus den Neocommergeln bekannt sind...»
- Quarz: Bis 2 cm ibie der Lokalität Täsmeren.

013_SZ / Unteriberg, Chäsere, Käsernbach, Käsernalp, Grubi, Sedelhütte, Sädel, Dettigs Hütte
Region: Unteriberg, Koordinaten ca.: 704388 / 207124
Literatur:
- Kaufmann, Franz Joseph; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz; 14. Lieferung, 2. Abteilung; Kalkstein und Schiefergebiete der Kantone Schwyz und Zug und des Bürgenstockes bei Stans; 1877; Seite 39
Die Koordinaten zeigen auf Sädel. Ein berühmter Fundort liegt am Käsernbache nahe südöstlich, von Grubi Prästenburg auf Käsernalp. E sind verkieselte Korallen mit Bohrmuscheln durchsetzt. Am schönsten finden sie sich etwa 300 Fuss (1 Fuss = ca. 28 cm, 300 Fuss = ca. 840 Meter) südlich vom Käsernbache ; sie treten in grosser Zahl auf, bilden Stöcke von Kubikfuss und darüber und erstrecken sich wenigstens bis zur Sedelhütte. " Das Kloster Einsiedeln besitzt viele schöne Stücke von diesem Fundorte. Über das Vorkommen weiter nordwärts schreibt Escher (1853): Im Bächlein nahe südlich von Dettigs Hütte (Stafel, Käsern) steht ein dunkelgrauer, aussen etwas bräunlicher, Orbitoliten enthaltender, mergeliger Kalk an, circa 30 Fuss mächtig. Derselbe setzt südlich fort, ebenfalls Orbitoliten enthaltend, scheint dann bestimmt bedeckt zu sein durch scharfkarrigen Schrattenkalk, aus dem die sämmtlichen verkieselten Korallen der Käsernalp stammen".
- Verkieselte Korallen:

014_SZ / Unteriberg, Stöckweid
Region: Unteriberg, Koordinaten ca.: 701950 / 212900
Literatur:
- Kaufmann, Franz Joseph; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz; 14. Lieferung, 2. Abteilung; Kalkstein und Schiefergebiete der Kantone Schwyz und Zug und des Bürgenstockes bei Stans; 1877; Seite 124
Die Koordinaten zeigen auf Stöckweid. Kaufmann: Auf einer Weidfläche am Waldrande oberhalb Stöckweid, im Niveau von 1200-1300 Meter, stiessen wir auf eine grosse Menge kolossaler weisser Felsblöcke, die Escher in seinen Notizen als Oxfordkalk bezeichnet. Einer ist bei 25 Fuss lang, wenigstens 15-20 Fuss hoch; dabei auch Blöcke von Quarzsandstein mit fast 1 Zoll grossen Quarzkryställchen. (1 Fuss = 28 cm).
- Quarz: Bis fast 3 cm. in Quarzsandsteinblöcken.

015_SZ / Unteriberg, Waag (Steinbruch)
Region: Unteriberg, Koordinaten ca.: 703500 / 211500
Literatur:
- Kipfer, Alexander; Schweizer Strahler; 1984; Seite 393-404; Die Mineral-Paragenese im Schrattenkalk des Steinbruchs "Waag" (Unteriberg, Kt. Schwyz)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 119,140
Der Steinbruch liegt rechts unmittelbar an der Strasse Unteriberg/Stöcken-Wegloser vor der Strassenkreuzung (P. 921). Im Schrattenkalk dieser Grube kommen in kleinen Klüftchen die aufgeführten Mineralien nur in winziger Ausführung vor. Die frühere Gemeinde Iberg, Kanton Schwyz, ist heute in Oberiberg und Unteriberg aufgeteilt.
- Ankerit: Selten, klein, weiss, rasch rot anwitternd, ca. 1 cm, bezüglich der Krümmung bestehen unterschiedliche Angaben; -ohne gekrümmte Flächen (Strahler), resp. -in typisch sattelförmig verbogenen Aggregaten (Mineralienlexikon).
- Baryt: Weiss, plättchenförmig.
- Calcit: Flächenarm, oft verzwillingt und in Phantomausbildung, ca. 5 mm.
- Coelestin: Farblos - bläulich, tafelig-weiss, flächenreich oder dünntafelig, selten, ca. 2 mm.
- Dolomit: Klein, weissgrau bis gelblich, meistens undurchsichtig, sattelförmig.
- Fluorit: Klein, farblos - hellgelb, würfelig, ca. 1 mm, leicht parkettiert, oft überdeckt mit Strontianit, selten.
- Limonit: Als Überzug, warzig-gelförmig.
- Pyrit: Klein, krustig, oft auch pyritisierte Petrefakten (hauptsächlich Belemniten), verzerrt, Würfel mit Oktaederflächen, in Calcit- und Dolomithohlräumen, hier kugelförmige Aggregate.
- Quarz: In zwei oder mehr Generationen, oft mit weissem Dolomiteinschluss, bis 5 mm grosse Aggregate, Einzelkristalle bis 2 mm.
- Strontianit: Zum Teil reichlich, reinweiss - gelblich, strahlig aggregiert auf Calcit, auch als igelähnliche Kügelchen.

016_SZ / Gersau, Vitznauer Stock, Vitznauerstock
Region: Viznau, Koordinaten ca.: 681400 / 206490
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 349 Genauere Angaben fehlen.
- Quarz: Evtl. mit Fensterung.

017_SZ / Wägital, Chli Aubrig
Region: Wägital, Koordinaten ca.: 708050 / 218370
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 347
Erwähnt wird ein Fund von mehreren glasklaren (allerdings recht kleinen) Kristallen.
- Quarz: Glasklar, meist Doppelender mit dominater Entwicklung der beiden Rhomboeder, einige mm gross.
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