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Kanton VS, Entremont - Fundorte von Mineralien in der Schweiz

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Kanton VS, Entremont

Fundorte > Wallis
Vorkommen im Kanton Wallis, Bezirk Entremont

53 Beschreibungen


001. VS / Grosser St. Bernhard (dt.), Grand St-Bernard (franz.), Gran San Bernardo (ital.), Col de Barasson
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Bourg-Saint-Pierre, Koordinaten ca.: 580800 / 78900
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Vollenweider, P. & Hügi, M.; Schweizer Strahler; 1991; Heft 4; Seite 173 - 268; Edel- und Schmucksteine aus der Schweiz
Südöstlich des Passes, aus dem Casanna-Schiefer am Col de Barasson (2649), entnommen durch den polnischen Geologen F. Rabowski (ca. 1914) .
- Beryll: Bis 35 mm Länge und 4 mm Durchmesser.

002. VS / Grosser St. Bernhard (dt.), Grand St-Bernard (franz.), Gran San Bernardo (ital.), Combe de Barasson, Kleiner Mont-Mort, Grosser Mont-Mort, Tête de Barasson, Pointe de Barasson, Plan des Dames, Hospitalet
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Bourg-Saint-Pierre, Koordinaten ca.: 581080 / 81810
Literatur:
- Lardy; Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefaktenkunde 1830, Erster Jahrgang, Seite 69-70
- Schnyder, Cédric; Schweizer Strahler; 2009; Heft 4; Seite 8-14
Die Koordinaten zeigen auf die Region östlich oberhalb L'Hospitalet. Die Combe de Barasson befindet sich östlich des Grossen St. Bernhard und hat die Form eines nach Norden offenen Hufeisens. Der Mont-Mort (2866 M.) trennt sie vom Grossen st. Bernhard. Die Gipfel der Krete sind: Mont-Mort, Tête de Barasson und Pointe de Barasson. Die Mont-Morot-Einheit beinhaltet eine Zone mit granathaltigem Glimmerschiefer, eine Zone mit granathaltigem Glimmerschiefer und Staurolith sowie eine Zone mit Amphibolitgneis. Granathatiger Glimmerschiefer ist zwischen dem Kleinen und Grossen Mont-Mort und entlang der Strasse nach Norden zu finden. Es sind dunkel, graue bis schwarze Gesteine mit oxidierter Oberfläche. Am Grund der Combe de Barasson sind Granat- und Staurolith-Glimmerschiefer sichtbar. Diese sind grau bis grauschwarz oder rostbraun. An der Oberfläche treten Granat und Staurolith hervor. Der amphibolische Gneis enthält trotz der Anwesenheit von Plagioklas, Amphibol, Quarz, Aktinot, Apatit, Epitot und Titanit keine für den Sammler interessante Stücke. Ausser in einer kleinen Zone aus Aluminiumsilikat-Schiefer beim Ausgang der Combe zwischen Plan des Dames und Hospitalet, vor dem Aufstieg auf den Pass.
- Albit: Zwischen dem Kleinen und Grossen Mont-Mort und entlang der Strasse nach Norden zu finden. Eingeschlossen im Gestein, bis mehrere cm lang. Auch zu finden in ca. 10-40 cm breiten und bis zu einem Meter langen Adern auf der Ostseite des Mont-Mort. Eine Beschreibung der Ausbildung fehlt.
- Almandin: Bis 1 cm, selten mit schönen Flächen, im Gebiet Mont-Mort häufig vorkommend.
- Andalusit: Als Hauptmineral der Schiefer beim Ausgang der Combe zwischen Plan des Dames und Hospialet. 5-6 cm lange, prismatische Kristalle. Manchmal mit einer schwarzen Patina überzogen. Lardy: In der Nähe des St.Bernhard-Klosters auf dem nördlichen Gebirgsgehänge schliesst der Glimmerschiefer Nieren von Quarz ein, die schwarz gefärbt sind, wie es scheint durch Kohlenstoff. In diesen Nieren, welche 6 bis 8 Zoll Durchmesser haben, findet man sehr schöne säulenförmige Andalusitkristalle mit kalkigem Glimmer umhüllt. Hie und wieder führt auch der Glimmerschiefer viele solcher Kristalle, die jedoch kleiner sind als jene, welche in den quarzischen Nieren vorkommen.
- Apatit: Eine Beschreibung der Ausbildung fehlt.
- Beryll: Einzelfund von 1914, blau, 34 mm lang.
- Chlorit: Zu finden in ca. 10-40 cm breiten und bis zu einem Meter langen Adern auf der Ostseite des Mont-Mort. Eine Beschreibung der Ausbildung fehlt.
- Epidot: Eine Beschreibung der Ausbildung fehlt.- Glimmer: Gesteinsbildend. Zwischen dem Kleinen und Grossen Mont-Mort und entlang der Strasse nach Norden zu finden.
- Granat: Am Grund der Combe de Barasson im Granat-Glimmerschiefer, bis 1 cm, in Prismenform, grau-schwarz.- Muskovit: Zu finden in ca. 10-40 cm breiten und bis zu einem Meter langen Adern auf der Ostseite des Mont-Mort. Eine Beschreibung der Ausbildung fehlt.
- Quarz: Zu finden in ca. 10-40 cm breiten und bis zu einem Meter langen Adern auf der Ostseite des Mont-Mort. Eine Beschreibung der Ausbildung fehlt.
- Sillimanit: Zusammen mit dem Andalusit (siehe auch dort), in weissen Aggregaten aus prismatischen Kristallen.
- Staurolith: Am Grund der Combe de Barasson im Staurolith-Glimmerschiefer. prismenform, bis 1 cm, grau bis schwarz, Andreaskreuze bildend.
- Titanit:
- Turmalin:
Manchmal bis cm-gross. Auch zu finden in ca. 10-40 cm breiten und bis zu einem Meter langen Adern auf der Ostseite des Mont-Mort. Eine Beschreibung der Ausbildung fehlt.
- Zirkon: Eine Beschreibung der Ausbildung fehlt.

003. VS / Val Ferret, Val Ferrex, Col Ferret, Sembrancher, Orsières, Champex, L'Amôna, Amône, Amone;(Pyritabbau)
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Bourg-Saint-Pierre, Koordinaten ca.: 573530 / 87930
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Fehlmann, Hans: Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 239 - 242- Grasmück, Kurt; Eclogae Geologicae Helvetiae; 1961; Band 54; Seite 351 - 451; Die helvetischen Sedimente am Nordostrand des Mont Blanc-Massivs (zwischen Sembrancher und dem Col Ferret)
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Schmidt, C.: Im Hintergrund des Val Ferret bei Amône enthalten die den Quarzporphyren des Mont Blanc-Massivs anliegenden, jurassischen Schichten Linsen von Pyrit und sekundärem Brauneisen. Liassandsteine und Quarzporphyr des Liegenden enthalten Bleiglanz eingesprengt. Der Pyrit von Amône ist um 1870 zur Gewinnung von Schwefelsäure abgebaut worden.
Val da Bagnes, Val Ferret, Amôna: Epprecht, W.: Dieses im 19. Jh. für die Pyritgewinnung abgebaute Lager liegt im Jurakalk. Bekannt sind hier auch ehemalige Abbaustellen, in welchen Limonit angetroffen wurde. Geschichtlich ist von diesem Bergbau nicht viel bekannt. Möglicherweise beziehen sich einige alte Überlieferungen, welche vom Eisenerz des Val de Bagnes reden, auf das Vorkommen von Amôna. Angaben über die Art des Erzes fehlen.
Fehlmann (1919): Im Val Ferrex, welches bei Orsières das Val d'Entremont erreicht, befindet sich ca. 11 km talaufwärts von Orsières, bei den Häusern von L'Amôna, die alte Mine von l'Amôna, und zwar westlich der genannten Ansiedelung. Am Abhang des Six niers lehnt sich auf der westlichen Talseite, gegenüber den Hütten von l'Amôna, eine 60- 70° nach Osten geneigte Kalktafel an das Grundgebirge, welches aus wenig schiefrigem Quarzporphyr gebildet wird. Südwärts schneidet diese Kalktafel, die aus Echinodermen- und Korallenkalk besteht und etwa 50 m mächtig ist, in steilem Erosionsrand scharf ab.
 
Hier beobachtet man unter der Kalkplatte, dem Quarzporphyr direkt aufliegend, an einzelnen Stellen grosse grobkörnige Sandsteine, Konglomerate mit Geröllen kristalliner Gesteine und Kalke, die dem Lias angehören. Ihre Mächtigkeit beträgt im Maximum 5 m. Über diesem Sandstein, also im Liegenden der Kalkplatte, befinden sich schwarze glimmerige Schiefer und grobspätige, knollige Kalke, in einer Mächtigkeit bis zu 8 m. Innerhalb des beschriebenen Schichtenkomplexes finden sich Eisenerze (Pyrit und Brauneisenstein) im hangenden Kalke und namentlich auf der Grenze zwischen demselben und den liegenden Schiefern. Bleiglanz ist mit dem Pyrit der Schiefer vergesellschaftet und findet sich eingesprengt in Liassandstein. Die Erze treten teils in Form kompakter Linsen auf, teils bilden sie Imprägnationen im Kalk, im Schiefer und auch im Porphyr. Die Kalke sind vorzugsweise an korallenreichen Partien stockförmig von Brauneisen infiltriert, das wahrscheinlich ein Zersetzungsprodukt des eingelagerten Pyrites ist. Die hauptsächlichsten Ansammlungen von Pyrit treten an der Grenze zwischen Kalk und Schiefer auf. Dieses Niveau ist am südlichen Erosionsrand der Kalkplatte auf eine lange Strecke entblösst. Hier finden sich übereinander vier zugängliche alte Stollen (I, II, III und V). Eine Pyritprobe aus dem Stollen I hatte ein spezifisches Gewicht von 3,84, was einem Schwefelgehalt von 32 % entspricht. Von zwei Proben aus dem Stollen III ergab die eine einen Schwefelgehalt von nur 8 %, die andere von 20 %. Auf der Halde unterhalb Stollen III fanden sich Erzblöcke, deren Gehalt an Schwefel bis 38 % stieg. Die bergmännischen Arbeiten. Die Stollen I, II, III und V, welche noch fahrbar sind, wurden in der Streichrichtung der Schichten vom Südrande der Kalkplatte aus vorgetrieben, so dass sich im Allgemeinen am linken Stoss Schiefer, am rechten Stoss Kalke befinden. Die liegenden Schiefer sind fast überall in Bänken bis zu 1 m Mächtigkeit vom Pyrit imprägniert; mit dem Pyrit kommt hier gelegentlich grobkörniger Bleiglanz in kleinen Nestern vor. Die hangenden Kalke enthalten vorzugsweise in unbedeutender Menge Nester von Brauneisen. Der Stollen IV durchfährt den Kalk querschlägig am Ostrand der Sedimentplatte ansetzend. Im Stollen I sind an zwei Stellen kleine Pyritlinsen von geringer Ausdehnung anstehend. Im Stollen II sind nur Pyritspuren zu bemerken. Der Stollen III ist der bedeutendste von allen. Er steht mittelst eines Schachtes mit dem nur kurzen Stollen V in Verbindung. Auf den ersten 20 m sind die pyrithaltigen Schiefer bis zu einer Höhe von ca. 5 m abgebaut. Bei 43 m ist ein Schacht abgeteuft, der die Verbindung mit den zwei tiefer gelegenen Sohlen herstellt. Zur Feststellung der Ausdehnung der untersten Sohle müssten beträchtliche Räumungsarbeiten vorgenommen werden, da dieselbe ca. 0,4 m hoch mit zähem rotem Schlamm angefüllt ist. Erst nach Wegräumen dieses Schlammes liesse sich auch erkennen, ob der Schacht noch in grössere Tiefe abgeteuft ist. Die mittlere Sohle lässt sich nur in ihrem nordöstlichen Teile begehen; der südwestliche Teil ist bis zum Schachte vollständlig versetzt. Das Feld zwischen dieser mittleren Sohle und der obersten Sohle (Stollen III) ist ebenfalls versetzt. Die Pyritstücke, welche auf der Halde unterhalb des Stollens III aufgefunden wurden, stammen wahrscheinlich aus diesem Abbau. Vor Ort der Sohle I steht noch etwas Pyrit an. Die Ausdehnung dieser Linse kann aber nicht beträchtlich sein. An der Einmündungsstelle des Schachtes in die unterste Sohle (II) ist ebenfalls eine Pyritlinse vorhanden. Die Qualität dieses Erzes. entspricht derjenigen der gefundenen Stücke auf der Halde. Die im Stollen V angefahrene Linse von ca. 0,3 m Mächtigkeit besteht aus ärmerem Erz. Der Stollen IV, der den Kalk durchfährt, biegt 41 m vom Mundloch nach Norden aus und folgt dem Streichen der Schichten auf eine Länge von 15 m, wo der Versatz beginnt. Ein Aufbruch an der Umbiegungsstelle ist ebenfalls versetzt. Eine Pyritlinse ist in kleinen Aufhauen am Westende der Strecke zu beobachten und lässt sich bis zum Versatz verfolgen. Auf der glatten Oberfläche der Kalkplatte sind noch einige Stollenansätze festzustellen. Es handelt sich aber bloss um unbedeutende Arbeiten. Die vorhandenen Aufschlüsse lassen im Ganzen nur einige hundert Tonnen Erz mit Sicherheit feststellen. Die Abbauwürdigkeit des Vorkommens. Im "Journal des Mines" 1814 erwähnt Gueynard, dass schon im Anfang des 19. Jahrhunderts der Pyrit von l'Amôna zur Fabrikation von Schwefelsäure verwendet worden ist. Gerlach misst den ausgeführten Bauen sowie dem ganzen Vorkommen geringe Bedeutung bei und teilt mit, dass es im Jahre 1865 eine Zeitlang, jedoch ohne günstiges Resultat, abgebaut worden sei. Die meisten Baue stammen wohl aus den siebziger Jahren und rühren von einer Basler Firma her, die den Pyrit in einem Zeitraume von ca. 1 1/2 Jahren zur Vitriolbereitung ausbeutete. Nach den in Aproz gemachten Erfahrungen im Erschliessen von linsenartigen Pyritvorkommen, wurde während des Krieges davon abgesehen, irgendwelche Arbeiten auszuführen. Ausserdem ist die Lagerstätte von l'Amôna in Bezug auf die Transportverhältnisse bedeutend ungünstiger gelegen als die erstere. Es ist nicht wahrscheinlich, dass das Pyritvorkommen von l'Amôna je wirtschaftlich ausgebeutet werden kann.

Grasmück (1961): Sammelprofil aus den Platten östlich unterhalb des Bonhomme (über den beiden SW-NE-durchziehenden Brüchen: Koordinaten: 575340 / 99310 / 2170 m ü. M.).
Sammelprofil vom Bonhomme und seinem NW-Grat: Koordinaten: 575080 / 99220 / 2430 m ü. M. Die Trias ist in diesem Gebiet stark von jungen, hydrothermalen Bildungen durchsetzt (Quarz-Fluoritadern). In ihrer Umgebung ist der Dolomit häufig etwas kieselig, fluoritführend und kristallinisch; er verwittert hier braungrau.
Am Felsgrat zwischen dem Belvedere und Champex: Koordinaten: 575500/ 97400 / 1560 m ü. M.). Er enthält zwei dünne, Pyrit und Baryt führende, hydrothermale Quarzadern.
An der Strasse Orsières-Champex: Koordinaten: 575390 / 96930 / 1410 m ü. M. Das Profil beginnt am Bach unterhalb der Strasse. 16 Meter: diverse Schiefer. 4 Meter: fast kalkfreie, schwarze Tonschiefer; enthalten Pyritknollen und verwittern zum Teil rostig. Im verlassenen Schieferbruch: Koordinaten: 975150 / 97050 / 1110 m ü. M. Moränenschutt. 15 m relativ feiner, dunkelgrauer Spatkalk (Echinodermenbrekzie); im tieferen Teil mit dünnen, kohligen Schieferzwischenschaltungen, oben gut gebankt. (Unteres Bajocian.) Im Dach zwei Kondensationshorizonte wechselnder Mächtigkeit (1-30 cm), welche gut erhaltene, phosphatisierte und pyritisierte Fossilien (Belemniten, Ammoniten, Brachiopoden. Lamellibranchier) lieferten. 10 m Knollenkalk. 30 m (obere Grenze nicht aufgeschlossen) ockergelb verwitternder, schiefriger Mergelkalk; frisch dunkelgrau mit mattem Seidenglanz auf den Schichtflächen, pyritreich.
Verlassener Schieferbruch bei der Strasse Orsières-Champex. Besonders die tiefsten, kalkigeren Partien des Knollenkalkes, die typischen Schiltkalkhabitus haben, sind fossilreich. Nordflanke des Durchbruches der Reuse de Saleina, Praz de Fort: Koordinaten: 574560 / 92690 / 1360 m ü. M. 2 m dunkelgrauer, feindetritischer, kalkfreier Quarzit. 1,5 m knorrig schiefriger, von Tonhäuten durchzogener Spatkalk, dunkelgrau. ca. 60 m Aalenian-Tonschiefer; an der Basis eine 20 cm mächtige, feinspätige Fossilbank, welche, wie die unmittelbar anschliessenden Tonschiefer, viele, rostig anwitternde Terebrateln enthält.
Die schwarzen, kalkfreien Tonschiefer sind trotz der starken Schieferung auffallend kompakt geschichtet und ungestört; Verwitterung braunschwarz. Sie enthalten stellenweise kleine Spatkalklinsen und harte, kieselige, pyritische Knollen.
30-40 m schwarze Tonschiefer. 2 m schwarzer, feinkörniger, schiefriger Kalk. 0,3 m (maximal) stark zerdrückter Kondensationshorizont, welcher schwarze Phosphoritknollen, schlecht erhaltene Muscheln und Echinodermenreste enthält; etwas pyritisiert. An der Südflanke der Sedimentplatte gegenüber dem Weiler l'Amône: Koordinaten / 573110 / 87870 / 1610 m ü. M. 0,5-2 m hartes Amöne-Konglomerat. 0,5 m hellgrauer, rostig verwitternder, kalkfreier Quarzit; starke hydrothermale Pyritisierung. 3 m gut gebatikter, quarzitischer Kalksandstein. 1 m stark mineralisierter, rostig verwitternder Quarzit. 2 m dunkelgrau verwitternder, feinkörniger Kalk, frisch schwarz und kohlig. 3 m Wechsellagerung von rostigen, schwarzen Tonschiefern und feinspätigen Kalklagen. 4 m rostig verwitternde, schwarze Tonschiefer. Enthalten in dünnen Lagen sehr schön erhaltene, pyritisierte Echinodermentrümmer (Pentacrinoidenstielglieder, Cidaridenstacheln) und vereinzelte, auffallend grosse «Posidonien». 0,1 m sehr harter, kieseliger Spatkalk, welcher schwarze, phosphoritisierte Fossilknollen (Belemniten, Lamellibranchier) enthält. 6 m sehr grobe, braun und mürbe verwitternde Echinodermenbrekzie. 30-40 m hell bläulichgrauer bis beiger, marmorisierter Spatkalk. 1 m dunkelblaugrauer, schiefriger Kalk; feinkörnig mit vereinzelten Kalzittäfelchen, nicht fleckig wie (13). Im Gefolge der Vererzung stellenweise vollständig dolomitisiert und mit Pyrit und Hämatit imprägniert. Die Fossilien - es sind vorwiegend gut erhaltene Muscheln -, die im Abraum der ehemaligen Pyritmine massenhaft gefunden werden können, stammen fast ausschliesslich aus einem bis zu 2 Meter mächtigen Horizont an der Basis der Aalenianschiefer. Das reiche Fossilmaterial stammt fast ausschliesslich aus dem Abraum der ehemaligen Pyritmine. Am leicht zugänglichen Profil an der Südflanke der Platte ist das ganze Aalenian gestört und teilweise fehlend. Im oberen Teil der Platte findet man die Fossilien im Anstehenden. Schlecht erhaltene Ammoniten aller Grössen (D. 2-10 cm), die nur als feine Schalenumrisse auf den Verwitterungsflächen erscheinen, sind verbreitet.
- Fluorit: In Adern.
- Galenit: Bleiglanz ist mit dem Pyrit der Schiefer vergesellschaftet und findet sich eingesprengt in Liassandstein. Gelegentlich auch grobkörniger in kleinen Nestern.
- Limonit: (Brauneisen).
- Pyrit:
- Quarz:
In Adern.

004. VS / Val Ferret, Val Ferrex, La Fouly (östlich), Les Essertes
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Bourg-Saint-Pierre, Koordinaten ca.: 575000 / 87000
Literatur:
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1996; Heft 1; Seite 366 - 367; Bazzit aus dem Unterwallis
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 69
In den Geröllhalden östlich von Fouly.
- Adular: Milchigweiss.
- Bazzit: In himmelblauer Farbe, bis 4 mm, zum Teil zerbrochen und auch chloritisiert.
- Calcit: In kleinen, bräunlichen Skalenoeder.
- Ilmenit: In feinen Lamellen.
- Orthoklas:
- Rauchquarz
: Mit nur leichter Färbung.

005. VS / Val Ferret, Val Ferrex, Tête de Fonteinte; (Erzabbau)
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Bourg-Saint-Pierre, Koordinaten ca.: 577450 / 80845
Literatur:
- Ansermet, Stefan & Meisser, Nicolas;Minaria Helvetica; 2013; Heft 33;Seite 29-42; La plus haut four à chaux de Suisse (2770 m d'altidude), et les mines de la Tête de Fonteinte, Val Ferret, Valais
- Eisenerz:

006. VS / Val d'Entremont, Entremontthal, Entremonttal, Mont Vélan (Westseite)
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Bourg-Saint-Pierre, Koordinaten ca.: 584530 / 82330
Literatur:
- Bachmann, J.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; 1879; Heft 962 - 997; Neue Vermehrungen der mineralogischen Sammlung des städtischen Museums.
Ein höchst merkwürdiges neues Vorkommen von Orthoklas (Kalifeldspath) schenkte Herr J. Coaz, eidgenössischer Forstinspektor, neben Anderm der Sammlung (mineralogischen Sammlung Bern). Es sind dies bis 5 cm lange grosse tafelförmige Zwillinge nach dem Karlsbadergesetz, eingewachsen in schönen reinen Chloritschiefer, von den Felsen der Westseite des Mont Vélan, Entremontthal, Wallis. Einzelne Krystalle erscheinen fragmentarisch und erst nachträglich durch den Chloritteig wieder zusammengekittet worden zu sein.
- Orthoklas: Bis 5 cm lange grosse tafelförmige Zwillinge nach dem Karlsbadergesetz, eingewachsen in schönen reinen Chloritschiefer.

007. VS / Val d'Entremont, Entremontthal, Entremonttal, Valsorey, Bourg St. Pierre, Tsalevey
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Bourg-Saint-Pierre, Koordinaten ca.: 582610 / 86960
Literatur: - de Quervain, F.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1973; Band 53; Heft 2; Seite 203 - 215; Die Uranvererzungen Valsorey südlich Bourg St. Pierre (Wallis) Die Koordinaten zeigen auf Tsalevey. Die systematischen Messungen der Gesteinsradioaktivität in Stollenbauten durch den «Arbeitsausschuss für die Untersuchung schweizerischer Mineralien und Gesteine auf Atombrennstoffe und seltene Elemente» führten 1959 zur Feststellung von Uranmineralisationen im Freilaufstollen des Kraftwerkes der Société des Forces Motrices du Gd. St-Bernard (Suiselectra S.A.) im Val d'Entremont, welcher das Wasser des Valsoreybaches dem Staubecken Les Toules zuleitet. Die Hauptmineralisation befindet sich bei 1350 m (zwischen 1348 und 1365 m), eine kleine ferner bei 1800 m NE des Fensterstollens, im W-Hang des Valsorey, beide ca. 2 km SSE Bourg St. Pierre (Blatt 1345 Orsieres der Landeskarte der Schweiz 1 : 25 000). Die Ausführungen beziehen sich auf das erstere weit bemerkenswertere Vorkommen. Von einer eigentlichen Gangart kann man nicht sprechen. Die Begleitmineralien sind dieselben wie im unmittelbaren Nebengestein, in der Menge, Struktur und Textur, auch im Kleinen sehr wechselnd.
- Arsenopyrit: Korngrössen meist 0,1 bis 0,5 mm.
- Boulangerit: Die Untersuchung mit der Mikrosonde bestätigt auch die vereinzelte Anwesenheit von Fahlerz (Tetraedrit) und von Boulangerit in z. T. langgestreckten Kristallen.
- Brannerit: Die wenigen Individuen sind meist gestreckt, graubräunlich, isotrop.
- Chalkopyrit: In Gebilden zwischen 0,1 und 3 mm ist im Pyrit I eingeschlossen.
- Galenit: Ist mit wenig Xenoblasten in Pechblende-Manetkies-Umgebung äusserst spärlich vertreten.
- Graphit: Zwei verschiedene Formen sind zu unterscheiden: halbwegs idiomorphe, gestreckte Einzelkörner und feinschuppige xenomorphe, meist sehr laminierte Gewebe bis Züge.
- Ilmenit: Ist nur in einzelnen xenomorphen Exemplaren vorhanden.
- Magnetit: Als freie Xenoblasten. Als Verwachsung mit Pyrit.
- Markasit: Bildet meistens Säume um Pyrit und schwammig-poröse Pseudomorphosen nach Pyrit.
- Pechblende: Rundliche Xenoblasten grössenteils sehr fein, < 0,005 mm, vereinzelt bis 0,1 mm.
- Pyrit: Idioblasten bis 2 mm.
- Pyrrhotin: Korngrössen zwischen 0,1 bis über 1 mm.
- Rutil: Die Rutil-Xenoblasten bewegen sich in Grösse von drei bis einem Zehntel Millimeter.
- Sphalerit: Die wenigen um 0,05 mm grossen Zinkblende-Individuen sind isolierte Körner oder Einschlüsse in Pyrit.
- Tetraedrit: Die Untersuchung mit der Mikrosonde bestätigt auch die vereinzelte Anwesenheit von Fahlerz (Tetraedrit) und von Boulangerit in z. T. langgestreckten Kristallen.

008. VS / Alesse (Mont Blanc-Aiguilles-Rouges-Massiv)
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Hérémence, Koordinaten ca.: 568730 / 87500
Literatur:
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
Die Koordinaten Zeigen auf den Aiguilles Rouges.
- Galenit: Derb, in Erzgängen.

009. VS / Hérémence, Aiguilles Rouges-Massiv
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Hérémence, Koordinaten ca.: 599500 / 100000
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 23- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 410
- Topas: Gesteinsbildend, bis 3 mm, farblos, nur andeutungsweise mit Kristallflächen, im porphyrischen Vallorcine-Granit, recht häufig im Nebengestein vorkommend.

010. VS / Val d'Entremont, Entremontthal, Entremonttal
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Liddes, Koordinaten ca.: 581385 / 93834
Literatur:
- Bernoulli, Christoph; Taschenbuch für die Schweizerische Mineralogie, Erstes Bändchen; 1811
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1979; Seite 141-154; Mineralneufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten IV
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 146
In einem kristallinen Gestein. Nähere Angaben fehlen.
- Korund: Siehe bei Schmirgel.
- Natrojarosit: Als feinkristalline Kruste, durchscheinend.
- Pyrit: Kleine Würfel im Gestein.
- Schmirgel: Nach Kenngott. Bernoulli: Schmirgel ist, soviel wie mir bekannt, nur im wallisischen Entremonttal, 3 Stunden südlich von St. Branchier im Jahre 1787 gefunden worden.

011. VS / Val d'Entremont, Entremontthal, Entremonttal, Liddes, Combe de l’A
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Liddes, Koordinaten ca.: 578000 / 88000
Literatur:
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 4; Seite 591 - 608; Mineraltopgraphie der Schweiz und der umliegenden Länder: Beschreibung kürzlich entdeckter seltener oder erstgefundener Mineralien
Nur sehr allgemeine und ungenaue Fundortangabe. Das Tal zieht sich über mehrere Kilometer hinweg. Die Mineralien stammen teilweise aus Fahlerzvorkommen im Triasdolomit.
- Azurit:
- Dolomit:
- Malachit:
- Theisit:
Als feiner mm-grosser Überzug, türkisfarbig, blättrig, auf Dolomit (Meisser, Ansermet, 1993).

012. VS / Mont Dolent (Ostflanke)
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Orsières, Koordinaten ca.: 569700 / 85600
Literatur:
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 4; Seite 591 - 608; Mineraltopgraphie der Schweiz und der umliegenden Länder: Beschreibung kürzlich entdeckter seltener oder erstgefundener Mineralien
- Bismutit: Im Quarz, schmutzig strohgelb bis bräunlich.
- Galenobismutit: Im Quarz eingeschlossen, grau, nadelig, mm-gross.
- Quarz:

013. VS / Orsière, A Neuve-Gletscher
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Orsières, Koordinaten ca.: 571500 / 87500
Literatur:
- Cuchet, Stephan & Schnyder, Cédric & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 2003; Heft 3; Seite 10- 18; Die Mineralien des a Neuve- Meisser, N.; Schweizer Strahler; 1996; Seite 365-366; Bazzit aus dem Unterwallis
Am Fusse des Mont Dolent in der Nähe der A Neuve-Hütte im Moränenwall. Hier in demineralisierten Hohlräumen des Granits oder in Zerrklüften. Die Koordinaten zeigen ungefähr auf die Gletscherzunge (nach Kartenstand 1991).
- Albit: Reichlich vorhanden, Kristalle bis 1 cm, durchsichtig.- Ankerit: Rhombisch, verwittert, selten in schönen Kristallen, bräunlich, bis cm-Grösse.
- Apatit: Nur in nicht sammelwürdiger Form und Grösse, reichlich vorhanden, kugelig, klein, bis 1mm, flächenreich, glänzend, selten sind Kristalle bis 1cm zu finden.
- Bazzit: Soll angeblich seit kurzem auch vom Glacier de la Neuve bekannt sein, nähere Angaben fehlen.
- Biotit:
- Bismutit:
Gelbliche Krusten.
- Calcit: Häufig vorkommend, in verschiedenen Formen wie massig, graufarbene Skalenoeder, facettierte Kugeln, papierähnliche Blättchen, kurze, hexagonale Prismen mit abgeplatteten Spitzen (im letzteren Fall mit Apatit verwechselbar).
- Cerussit: Grau, klein, Zwillinge.
- Chalkopyrit: Selten, nur als kleine gelbe Flecken auf dem Granit, wenn bereits zu Malachit verwittert, dann garbenartige Erscheinung.
- Chlorit: Häufig anzutreffen, wurmartig, massig, grün, in der Regel den Rauchquarz umschliessend.
- Epidot: Häufig, radialstrahlige Aggregate bis einige cm, auch als Überzüge in Quarzgängen, selten in Einzelkristallen, dann aber flaschengrüne Erscheinung.
- Fluorit: Selten, klein, blassrosa, auf Chlorit oder krustenartig.
- Galenit: Als cm-grosse Anhäufungen, mit oktaedrischen Spaltflächen, verwittert zu gräulichem Cerussit.
- Galenobismutit: Langgestreckt, plattig, bis 1cm, zusammen mit Quarz.
- Hämatit: Schwer zu unterscheiden von Ilmenit (nur durch die Strichfarbe), äusserst selten, nur in mm grossen Kristallen.
- Limonit: Als gelbe, bis cm-grosse, Anhäufungen.
- Malachit:
- Molybdänit:
Selten, lamellenartig, aggregiert, bis mehrere cm, metallisch - hellblau, keine deutlichen hexagonalen Blättchen.
- Monazit-(Ce): Häufig und in guten Kristallen, orange bis braun-rosa, bis 3mm, auch als rosafarbener Überzug.
- Muskovit:
- Orthoklas:
- Powellit:
Ist an Molybdänit gebunden, als weisser pulveriger Überzug zu finden, stark gelb fluoreszierend.
- Pyrit: Kubisch, braun, auch als gelbe Anhäufungen (Limonit).
- Quarz: Selten mehrere cm gross. Eher schlechte Transparenz.
- Rauchquarz:
- Synchisit-(Ce):
Tonnenförmig, rosafarbig, bis 1mm, in Vergesellschaftung von Albit, Zirkon, Brookit, Anatas.- Thorit: Nicht sicher bestimmt.
- Thorogummit: Nicht sicher bestimmt.
- Titanit: Häufig, braun bis beige, auch rosa- oder orangefarbig, mm-gross, nur selten bis 1 cm, rautenförmig, abgeplattet, Zwillinge, selten als gedrungene und pseudooktaedrische Kristalle.
- Wulfenit: Auf dem Cerussit oder in der Nähe des Gelenits, bipyramidal, langgestreckt, mm-Grösse, teilweise zahlreich vorkommend, mit hohem Glanz und guter Transparenz.
- Xenotim-(Y): Mit tetragonalem Habitus, gelblich, stabförmig, rechteckiger Querschnitt, bis 1mm .
- Zirkon: Nicht allzu selten, bis 1mm, gedrungene Kristalle, fast kugelig, auch stabförmig, dunkelgrau bis schwach violett, auf Anatas oder als Einzelkristalle.

014. VS / Orsières, Aiguille de l'A Neuve, Col du Tour Noir
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Orsières, Koordinaten ca.: 568800 / 89420
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 333
Auf dem nördlichen Grenzgrat (Schweiz-Frankreich) etwas über dem Col du Tour Noir.
- Epidot: Im Rauchquarz.
- Rauchquarz: Mit Epidoteinschlüssen.

015. VS / Orsières, Aiguilles Rouges du Dolent, Mont Dolent, Tour Noir
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Orsières, Koordinaten ca.: 568900 / 88700
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 334
Zwischen dem Mont Dolent und dem Tour Noir. Es handelt sich um das Grenzgebiet und ob die Funde von der schweizerischen Seite stammen ist nicht klar. Die Beschreibung ist sehr ungenau, hat der erwähnte Grat doch eine Länge von über 3 km. Vermutlich stammen die Funde aus der Gegend um den Tour Noir. Hier liegt auch der Glacier des Améthystes, Col des Améthystes und Pte. Inf. des Améthystes (alle auf französischem Gebiet).
- Amethyst:
- Rauchquarz:


016. VS / Orsières, Tour Noir
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Orsières, Koordinaten ca.: 568900 / 88650
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 333
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 167
Südwestlich von Orsières, an der Landesgrenze zu Frankreich, gelegen.
- Gwindel: Recht viele.
- Rauchquarz: Hell, recht viele Funde.
- Rosafluorit: Bis 3 cm.

017. VS / Orsières, Tour Noir-Gebiet
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Orsières, Koordinaten ca.: 568900 / 88650
Literatur:
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 4; Seite 591 - 608; Mineraltopgraphie der Schweiz und der umliegenden Länder: Beschreibung kürzlich entdeckter seltener oder erstgefundener Mineralien
- Galenobismutit:
- Quarz:


018. VS / Torrent du Darballay, Orny-Hütte
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Orsières, Koordinaten ca.: 570900 / 94550
Literatur:
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 4; Seite 591 - 608; Mineraltopgraphie der Schweiz und der umliegenden Länder: Beschreibung kürzlich entdeckter seltener oder erstgefundener Mineralien
Aus dem Schwemmsand in der Nähe der Hütte.
- Thorit: Lediglich ein Korn, 0.2 x 0.12 mm.

019. VS / Sembrancher (franz.), Sankt Brancher (dt.), Durand-Schlucht, Montana Vria, Monte Catognet
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Sembrancher, Koordinaten ca.: 574620 / 100350
Literatur:
- Ansermet, Stefan & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 2025; Heft 1; Seite 32-35; Mineralogische Neuheiten aus der Schweiz
- Eggs, Stéphane & Salzmann, Alexandre; Schweizer Strahler; 2008; Heft 1; Seite 17- 25
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Seite 591 - 608; Mineraltopgraphie der Schweiz und der umliegenden Länder: Beschreibung kürzlich entdeckter seltener oder erstgefundener Mineralien
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 49
Die Koordinate zeigt auf den Gipfel dieses südöstlich von Martigny gelegenen Fundgebietes. Im Mineralienlexikon werden interessante Mineralien von der Nordflanke des Catogne beschrieben. Bei den im Strahler aufgeführten Angaben könnte es sich um dieselbe Fundstelle handeln. Gute Funde können immer noch in den steilen Rinnen und Flanken gemacht werden.
- Adular: Als kleine Kristalle bis 1 cm in klassischer Ausbildung. Aggregate erreichen eine Dimension bis 10 cm. Oft sind Mineralien wie Anatas, Brookit, Epidot, Axinit, Apatit oder Asbest aufgewachsen. Adular tritt im Gebiet der Durand-Schlucht und in der Gegend von Sembrancher auf.
- Albit: Recht selten, Normalhabitus, bis 1 cm, in Vergesellschaftung mit Ankerit. Erwähnt wird ein Bavenoer-Zwilling-Fund im Gebiet der Montana Vria.
- Amianth: Als faserige Kluftfüllung, weiss bis dunkelgrün. Oft als Begleiter von Axinit und Epidot, vereinzelt auch als Einschluss im Quarz.
- Anatas: In einigen Bereichen ein häufiger Vertreter. Dunkelblau, bipyramidal, bis 5 mm, aufgewachensen auf Quarz und Adular. Ein Fund zeigt folgende Ausbildung: oktaedrisch, braungelb, stark geriefte Oberfläche, opak, bis 5 mm.
- Anglesit:
- Ankerit:
Sattelförmig, klein, korrodiert, selten, auch als Gangfüllung.
- Apatit: Sehr selten. Bis 15 mm, rosafarbig.
- Ardennit-(V): Vom Mont Durand in der Nähe der Cabane de Chanrion, am Ende des Val de Bagnes oberhal des Lac de Mauvoisin. Neufund für das Wallis.
- Argentopentlandit: In Vererzungen, als kleinste Körnchen nachgewiesen, zusammen mit Galenit (Cuchet 1995).
- Aurichalcit: Winzig, kugelig, weisslich bis bläulich.
- Axinit: Das Mineral tritt am Cantogne an mindestens zwei Stellen auf, bis 19 cm. Begleitmineralien sind Quarz, Epidot, Calcit und Asbest. Datolith konnte nur an einer Fundstelle als Begleitmineral festgestellt werden.
- Azurit: Meistens aus Verwitterungsbildung aus Chalkopyrit entstanden, krustenartige Beläge, selten als als mm-grosse Kügelchen.
- Baryt: Kann an verschiedenen Punkten gefunden werden. Bis 7 cm, tafelförmig, weiss bis grau, auch leicht bläulich. Sehr schöne Kristalle sind sargförmig ausgebildet und von intensiver blauer Farbe.
- Braunit: Vom Mont Durand in der Nähe der Cabane de Chanrion, am Ende des Val de Bagnes oberhal des Lac de Mauvoisin
- Brookit: Nicht sehr häufig und nur in einer begrenzten Zone zu finden. Bis 8mm gross, mit Sanduhreffekt und gerne in Chlorit eingebettet. Vereinzelt konnten auch die drei Mineralien Brookit, Anatas und Rutil, eine seltene Kombination, gefunden werden.
- Calcit: Meistens stark verwittert, manchmal sehr häufig zu finden, bis 10 cm grosse Rhomboeder. Skalenoeder erreichen eine Grösse bis 2 cm und bilden gerne Zwillinge. Sehr schöne Exemplare stammen aus der Axinitkluft. Sie zeigen sich in tonnenförmiger Ausbildung und weisen eine weisse oder olivgrüne Färbung auf.
- Cerussit: In kleinen Hohlräumen eines Galenitkristalls.
- Datolith: Einzelfund, 2 cm, mit sehr guter Transparenz an der Kristallspitze, zusammen mit Axinit.
- Epidot: Bis 5 cm, dunkelgrün, auch als Einschlüsse im Quarz.
- Fluorit: Leicht rosafarbig, bis 4 cm, Oktaeder.
- Galenit: Normalerweise verwittert, gerne nierenförmig, in Zerrklüften bis 5 cm gross, manchmal tafelförmig und mit einem Wulfenitüberzug versehen.
- Hemimorphit: Als winzige, fächerförmige oder kugelige Kristalle aus der Verwitterungszone Blei und Zink.
- Heulandit:
- Klinochlor:
In einigen Gebieten reichlich vorhanden, in anderen fehlend.
- Lagalyit: Vom Mont Durand in der Nähe der Cabane de Chanrion, am Ende des Val de Bagnes oberhal des Lac de Mauvoisin. Das Mineral zeigt sich hier als kompakte Füllung von Spalten (unter 3 mm) im Quarz als rötlich-schwarze Fasern.
- Malachit: Weist dieselbe Morphologie wie der Azurit auf und begleitet diesen auch meistens.
- Mimetesit: Als kleine grüne Kristallaggregate, auf Galenit, farblos, sechseckig, kugelig, neben Wulfenit (Meisser, Ansermet, 1993).
- Monazit: Orangebraun, bis 5 mm, zusammen mit Rutil, Anatas und Brookit.
- Parsettensit: Vom Mont Durand in der Nähe der Cabane de Chanrion, am Ende des Val de Bagnes oberhal des Lac de Mauvoisin. Neufund für das Wallis.
- Piemontit: Vom Mont Durand in der Nähe der Cabane de Chanrion, am Ende des Val de Bagnes oberhal des Lac de Mauvoisin. Hier in kirschroten Plättchen.
- Pyrit: Bis 1 cm, stark angeätzt, würfelig.
- Quarz: Oft zu finden, meistens im Normalhabitus, manchmal als Dauphinéer Zwillinge, Phantom- oder Fadenquarz. Manchmal mit Einschlüssen von Epidot oder Abest. Die bis 18 cm grossen Kristalle sind selten von guter Qualität.
- Rutil: Sehr selten, goldfarbg, nadelig, bis einige mm.- Siderit: Nur als kleine und verwitterte Kristalle zu finden.
- Silber: In Form winziger Fasern aus grauem Kupferbelag.- Sphalerit: Nur als Spuren vorhanden.
- Stellerit:
- Stilbit:
- Tiragalloit:
Vom Mont Durand in der Nähe der Cabane de Chanrion, am Ende des Val de Bagnes oberhal des Lac de Mauvoisin. Neufund für das Wallis.
- Titanit: Beige, bis 1 cm und mit orangefarbigen Kanten oder braun bis orangefarbig und mit starkem Glanz. 2-3 cm grosse Titanitkristalle wurden in der Durand-Schlucht gefunden. Sie sind gelb bis braun mit einem Übergang zu grün.
- Todorokit: Vom Mont Durand in der Nähe der Cabane de Chanrion, am Ende des Val de Bagnes oberhal des Lac de Mauvoisin. Neufund für das Wallis.
- Wulfenit: Als Überzug auf verwittertem Galenit, tafelig, bis 2 mm, gelb oder grün.

020. VS / Sembrancher (franz.), Sankt Brancher (dt.), La Drance, Les Trappistes (Mine), Les Trapistes;(Bleierzabbau)
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Sembrancher, Koordinaten ca.: 575950 / 103170
Literatur:
- Fehlmann, Hans; Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 265-268
- Heintz, Jean; Schweizer Strahler; 2025; Heft 1; Seite 27-31; Strahlen unterhalb von 1000 Metern
Die Mine "Les Trappistes" befindet sich auf dem rechten Ufer der Drance, 1800 m unterhalb Sembrancher, direkt an der Bahn Martigny-Orsieres, ca. 700 m ü. M.
- Fluorit: Als Gangmasse, weiss.
- Galenit: Eingesprengt in der Gangmasse.

021. VS / Sembrancher (franz.), Sankt Brancher (dt.), La Drance, Les Trappistes, Les Trapistes, Mine à Hubacher, Galerie des Dames, Faleries inframédianes
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Sembrancher, Koordinaten ca.: 576000 / 103200
Literatur:
- Aeberhard, Peter & Arlt,Tilo; Schweizer Strahler; 2005; Heft 4; Seite 21-25; Speleologische Erkundung im Bergbau "Les Trappistes".
- Heintz, Jean; Schweizer Strahler; 2025; Heft 1; Seite 27-31; Strahlen unterhalb von 1000 Metern
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 256,261
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 176,198,212,277,351
- Wehrli, Leo, F.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1921; Band 1; Heft 1-2; Seite 160-212; Der Flussspat von Sembrancher im Wallis
Westlich von Sembrancher, oberhalb des 'La Drance'. Die kristallinen Gesteine des Nordostendes des Mont Blanc-Massives enthalten quarzige Lagergänge mit Bleiglanz und Zinkblende im Rhonetal ob Charrat bei Botzi, an der Tete des Econduits auf dem Mont Chernin und bei Les Trappistes bei Sembrancher. Der Lagergang von Les Trappistes ist auf 120 m Länge auf drei Sohlen angehauen worden. Am Nordabhang des Catogne, etwa 200 m über der Talsohle, findet sich ein bleiglanzführendes Lager, das im Streichen des Lagers von Les Trappistes liegt. Der Name stammt von Trappisten-Mönchen, welche die Grube bis Ende des 18. Jahrhunderts betrieben haben.
Die historischen Anfänge dieser Grube gehen vermutlich bis ins 14. Jahrhundert zurück. Während der beiden Weltkriege, war vor allem der Abbau von Fluorit von Interesse. 1946 erfolgte die Einstellung des Grubenbetriebes. Beschreibung nach Wehrli vor der neuen Inbetriebnahme um 1919: Es handelt sich um einen auf mehrere hundert Meter ausgedehnten, meterdicken Lagergang weissen Flussspats als Gangart von Bleiglanz in der 1918 wieder eröffneten alten Mine des Trappistes bei Sembrancher, Tal der Dranse. Die Mine liegt 1,5 Kilometer westlich unterhalb des altertümlichen Walliser Städtchens, dicht an der Gr. St. Bernhard-Strasse, zwischen dem Pont des Trappistes und der Galerie de la monnaie, am rechten Dranseufer vor der Stelle, wo die breite Talebene von Sembrancher sich zur engen Schlucht zwischen den steilen Nordhängen des Catogne und dem vertikalplattigen Felsfuss des Mont Chemin zusammenzieht.
Die "Mine des Trappistes". Wiedereröffnung. Die uralte Blei- und Silbermine wurde auf Grund von Angaben einer Familienurkunde und nach der Lage mächtiger Halden im Sommer 1918 in allen drei Niveaux wieder aufgesucht. Es waren nämlich drei alte Querstollen in verschiedenen Höhenlagen überliefert, von denen aus das gleiche Flötz im Streichen verfolgt wurde. Das konzessionierte Gebiet bildet auf der Karte ein unregelmässiges Viereck, mit der Dranse von Bovernier bis Sembrancher (5 km) als südlicher Basis (621-720 m ü. M.), Chemin (1154 m ü.M.) und Col du Tronc (1617 m) als nördlichen Eckpunkten.
Die Hauptmine "Les Trappistes" liegt mitten in der Basislinie bei 683 bis 753 m ü. M. Anderthalb Kilometer nördlich umfasst sie noch die Tête des Econduits, 1449m, ein zweites altes Minengebiet.
- Albit:
- Aurichalcit:
- Calcit:
- Cerussit:
- Cesarolith:
Nicht ganz sicher.
- Chalkopyrit:
- Chlorit:
- Epidot:
- Fluorapatit:
- Fluorit:
Als Gangmaterial, reichlich, derb, farblos, neben Quarz und Sulfiden, violett fluoreszierend unter kurz- und langwelligem UV-Licht.
- Galenit: Derb, mit ca. 0.3% Silberanteil.
- Greenockit: Skundärer Entstehung aus cadmiumhaltigem Sphalerit und gut verwechselbar mit dem häufiger vorkommenden Hawleyt, zu welchem der Greenockit polymorph ist.
- Hemimorphit: Nierenförmig, gelblich braune Krusten, auf schwarzem Verwitterungsprodukt, verwachsen mit feinfaserigem Hydrozinkit.
- Hydrozinkit: Feinfaserig.
- Hämatit:
- Malachit:
- Minium:
Rot, pulverförmige Überzüge auf Galenit.
- Pyrit:
- Quarz:
- Rosasit:
Für die Schweiz das erste Mal von hier bestimmt, neben oder anstelle von Malachit, verwechselbar mit Malachit.
- Smithsonit:
- Sphalerit:
- Wulfenit:


022. VS / Sembrancher (franz.), Sankt Brancher (dt.), Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Sembrancher, Koordinaten ca.: 574700 / 104200
Literatur:
- Ansermet, Stefan; Schweizer Strahler; 1996; Heft 3; Seite 469 - 479; Der Erkundungsstollen auf Fluorit am Mont Chemin (VS)
- Brugger, Joël; Schweizer Strahler; 1996; Heft 3; Seite 482 -484; Morphologie des Synchisits-(Ce) vom Mont Chemin (VS): ein kristallographisches Rätsel
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1979; Seite 141-154; Mineralneufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten IV
- Guex, Olivier & Ansermet, Stefan & Tissières, Pascal & Beck, Barbara & Serneels, Vincent & Meisser, Nicolas; Minaria Helvetic;1998;ganzes Heft, französisch
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 143
Oberhalb Chemin-Dessus. Es handelt sich hier um den Abraum der Fluoritmine. Der Stolleneingang befindet sich ca. 50 Meter weiter entfernt. Die aufgeführten Mineralien sind auch in den beiden Minen 'Le Crettaz-Ouest' und 'Le Crettaz-Est' anzutreffen.
- Adular: Bis 1 cm, kammförmig.
- Aeschynit-(Y): Aeschynit-(Y), braunorange, durchscheinend, lamellenartig, bis 3 mm dick, bis 2 cm lang.
- Agardit-(Y): Agardit-(Y), schwer von Malachit zu unterscheiden, gute Bestimmung nur unter dem Tageslicht, blaurot, mm-grosse Kristalle, gedungene Form, oft als Überzug auf dem Synchisit oder Xenotim, meistens in nadeliger Form ausgebildet, aggregiert.
- Albit: Bis ein cm, grünoliv (ungewöhnliche Färbung !), mit Einschluss von Allanit-Kristallen.
- Allanit-(Ce): Radiale Bündel oder Aggregate, dunkelolivgrün, nadelig, cm-gross, grössere Exemplare zeigen manchmal Verbiegungen.
- Anatas: Nur in mm-Grösse, bipyramidal, abgestumpfte Spitzen, transparent, grüne bis gelbliche Färbung, normalerweise zusammen mit Synchisit und Fluorapatit.
- Anglesit: Bipyramidal, farblos, durchscheinend, bis 4 mm, selten, zusammen mit Azurit und Wulfenit.
- Antimonit: Bleigrau, dickstängelig, meistens geknickt und verbogen, bis 10 mm, auf- und eingewachsen auf Calcit und Quarz.
- Aurichalcit: Hellblaue Krustenbeläge in sehr stark verwitterten Blei-Zink-Erzgängen, glimmerartige Kristalle, bis 7 mm.
- Azurit: Meistens in Krusten, auch kugelig bis 3 mm, seltener als Malachit.
- Baryt: Weiss- bis porzellanfarbig, mit Fluorit und Quarz, tafelig, bis ca. 1 cm.
- Bayldonit: Als olivgrüne Pusteln, zusammen mit Malachit und Tennantit.
- Beudantit: Rotbraun, glänzend, bis 1 mm, in cm-grossen im Fluoritgang vorkommenden kleinen Geoden. Schwefel konnte im Mineral nicht nachgewiesen werden, so dass es sich sowohl um Beudantit (Vorhandensein von S und As) als auch um Segnetit (nur As) handeln kann.
- Bismutit: Mm-grosse, nadelförmige Phantomkristalle, ockerfarbig, bräunlich.
- Brochantit: Vergesellschaftet mit Linarit, einmaliger Fund, winzig klein.
- Calcit: Gelblich bis beige, seltener orangegelbe Skalenoeder mit abgerundeten Kristallflächen, manchmal mit Anatas oder Synchisit in Calcithohlräumen.
- Cerussit: Prismenartig, weisslich, bis 5 mm, in der Regel im Kontaktbereich des Galenits, auch rosafarbige Kristalle aus einem Blei-Zink-Gang zusammen mit Hydrozinkit.
- Cesarolith: Weltweit ein sehr seltenes Mineral, hier zum Teil häufig in Zonen von stark verwittertem Bleiglanz, schwarz, warzenartig, in Kugeln oder samtigen Pusteln, 1-3 mm, Erstfund für die Schweiz, oft zusammen mit Hemimorphit, Wulfenit oder Smithsonit.
- Chalkopyrit: Bis cm grosse Körner, gelegentlich tetraederförmige Phantomkristalle welche durch Malachit oder Azurit ersetzt sind.
- Chrysokoll: Evtl. nicht ganz sicher, da es dem Auricalcit sehr ähnlich sieht.
- Cinnabarit: Hellrote, feinkörnige Verfärbung, auf Calcit und Quarz, zusammen mit Stibnit.
- Clarait: Vermischt mit einem anderen Mineral, himmelblau, aggregiert, bis 5 mm.
- Covellin: Häufig, bläuliche, regenbogenartig schillernde Überzüge auf dem Chalkopyrit, auch als pulverförmige Füllung.
- Fluorapatit: Zahnschmelzartiger Glanz, flächenreich, unter einem mm.
- Fluorit: Weiss und körnig und von Quarz kaum zu unterscheiden. Selten leicht grüne oder gar rote Färbung. Meistens in Grössen bis einige mm, selten im cm-Bereich. Kombinationen von Würfel und Oktaeder. Jede Würfelfläche ist mit einer abgeflachten Pyramide mit abgeflachten Kanten besetzt. Auch Aggregate bis einige cm.
- Galenit: Cm-gross, verwittert zu Cerussit, Mimetesit und Wulfenit.
- Goethit: Als Einzelkristall, in Form bräunlicher Kügelchen, auf Quarz.
- Greenockit: Einmaliger Fund, von Hawleit kaum zu unterscheiden.
- Hawleyit: Häufig auf den Spaltflächen der Zinkblende, lebhaft gelbe und sehr dünne Plättchen, cm-gross.
- Hemimorphit: Abgeplattete Kristalle, transparent, farblos, glasartiger Glanz, fächer- oder rosettenförmig zusammen, bis 5 mm, häufiges und schönes Mineral der Lagerstätte.
- Hydrozinkit: Stellenweise sehr häufig, als Krusten und Beläge, samtiger Glanz, schneeweiss, auch besetzt mit Wulfenit, Zinkblende oder Hemimorphit.
- Kainosit-(Y): Kainosit-(Y), mikrokristalline, beigefarbene Körner als Einschlüsse im Fluorit, bis einige mm.
- Kaolinit: Als Füllung oder pulveriger Überzug weisser, perlmuttartiger Flocken in den Geoden.
- Langit: Nur in einer Probe nachgewiesen.
- Linarit: Azurfarbig, bis 1 mm.
- Magnetit: Oktaedrisch, schwarz, glänzend, bis 3 mm, als Gesteinsbestandteil von dunklen Schiefern.
- Malachit: Plattig, krustig, weit verbreitet, bis 3 mm, auch als Kristalle in Hohlräumen.
- Mimetesit: Unter einem mm, hellgelb, wassergrün, nadelig, in Bündeln, in den Spalten.
- Muskovit: (Muskovit-2M), in winzigen, weissen bis gelblich, als Kluftfüllung oder als Überzug auf den Kristallen.
- Posnjakit: Bläulich, mm-gross, auf verwitterter Zinkblende.
- Pyrit: Häufig, kleine, kubische Mineralkörner, in Vergesellschaftung mit anderen Sulfaten oder im Nebengestein.
- Quarz: Nur in Grössen bis zu einem cm, auf kleinen Klüften (25 x 10 x 20 cm), durchsichtig, zusammen mit Fluorit, grünem Anatas und Synchisit.
- Rosasit: Einmaliger Fund, rundlich, türkisblau, krustig, bis einige mm Durchmesser, in der Oxidationszone einer Blei-Zink-Kupfervererzung.
- Sauconit: Erstfund für die Schweiz, weisse, mm-grosse Kügelchen, in der Zinkblende-Vererzung.
- Scheelit: In sehr schöner Orangefärbung, sehr selten, cm-grosse Körner mit angedeutetem oktagonalem Umriss in der Fluorit-Grundmasse.
- Smithsonit: Sehr häufig, bis 3 mm, wasserblau, cremefarbig, mit abgerundeten Flächen, aggregiert bis mehrere cm, matt, fettglänzende Bruchfläche.
- Sphalerit: Oft zusammen mit Bleiglanz, dunkelbraun bis hellgelb, mit Übergängen zu grün und orangerot, Handstücke gleichen einem Leopardenfell.
- Stibnit: Dickstängelig, bis 1 cm, Calcit auf und eingewachsen (Graeser et al.,1979).
- Synchisit-(Ce): Synchisit-(Ce), formenvielfältig, rosa, spitzförmiger Habitus oder faseriger Habitus. Synchisit-(Y) rundlich, salmfarbig, bis cm-grosse Körner. Dieser Synchisit weist den bislang bisher grössten Anteil an Yttrium auf.
- Synchisit-(Y): Synchisit-(Ce), formenvielfältig, rosa, spitzförmiger Habitus oder faseriger Habitus. Synchisit-(Y) rundlich, salmfarbig, bis cm-grosse Körner. Dieser Synchisit weist den bislang bisher grössten Anteil an Yttrium auf.
- Tennantit: Selten, vergesellschaftet mit Galenit und Chalkopyrit, bis 5 mm, oft verwittert.
- Wulfenit: Farben- und formenvielfältig, hellgelb, pseudooktaedrisch, abgestumpft, bis 3 mm, traubenförmig auf Quarz.
- Xenotim-(Y): Als Einschluss im Flussspat, gelb, beige, bis cm-grosse Körner, mikrokristallin. Selten auch als mm-grosse Kristalle, pyramidenförmig.
- ß-Duftit: Häufig, feine, mikrokristalline, giftgrüne Krusten, bis 3 mm dick, vergesellschaftet mit Azurit und Wulfenit, Erstfund für die Schweiz (dieser wird gemäss Mineralienlexikon auch vom Engadin -ohne genauere Angaben- in Anspruch genommen (Schmutz et al., 1982). Andere Angaben erwähnen als ersten Fundort 'Tête des Econduits, Mont Chemin (Prospektionsstollen)').

023. VS / Sembrancher (franz.), Sankt Brancher (dt.), Mont Chemin (allgemein)
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Sembrancher, Koordinaten ca.: 574750 / 104200
Literatur:
- Ansermet, Stefan; Schweizer Strahler; 2000; Heft 3; Seite 93 - 111; Die Mineralien der Skarne vom Mont Chemin (Wallis)
- Ansermet, Stefan & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 2024; Heft 4; Seite 28-30; Mineralogische Neuheiten aus der Schweiz
- Epprecht, Willfried; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Guex, Olivier, Ansermet, Stefan, Tissières, Pascal, Beck, Barbara, Serneels, Vincent, Meisser, Nicolas; Minaria Helvetic;1998;ganzes Heft, französisch
- Jakob, Johann; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1927; Band 7; Heft 2; Seite 311 - 313; Die Stilpnomelan vom Mont Chemin (Wallis)
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 4; Seite 591 - 608; Mineraltopgraphie der Schweiz und der umliegenden Länder: Beschreibung kürzlich entdeckter seltener oder erstgefundener Mineralien
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 261
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 337
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 298,451
Die hauptsächlichen ehemaligen Eisenerzabaugebiete erstrecken sich vom 'Couloir Collaud' in Bovernier über 'Chez Larze' (Chemin-Dessus) bis zu 'Grandes Férondes'. Zwischen den drei erwähnten Bereichen liegen zahlreiche Schürfe, welche die Fortsetzung der Vererzung anzeigen. Die kleineren Skarne von Vens sowie die wahrscheinlich sedimentären Hämatit-Imprägnationen des Goilly und des Plan du Clou liegen nicht im Bereich der erwähnten Vererzung. Die bedeutsamen Anreicherungen von Eisenerzen des Mont Chemin sind an einen mit dem Begriff 'Skarn' bezeichneten Gesteinstyp verbunden. Skarn=metamorphe Gesteine, die im Kontaktbereich von Schmelzen granitischen Ursprungs und Karbonatgesteinen entstehen. Allgemeine Fundortbezeichnung. Im Mineralienlexikon sind die Mineralien aus dem Skarn des Mont Chemin aufgeführt. Sofern sie nicht bereits bei einer Fundstelle des Mont Chemin aufgeführt sind, werden sie hier ergänzt (1). Die verschiedenen Berichte führen unweigerlich zu Überschneidungen betreffen dem Mineralienvorkommen. Nicht alle Autoren geben den genauen Ort der Funde bekannt. Abbau: 1756 bis 1943.
- Adular: In kleinen grauen Kristallen in den Klüften des Skarns. Beschriebene Fundstellen von Adular am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est,- Mont Chemin, Bovernier,- Mont Chemin, Col des Planches, Grandes Férondes (alte Minen-Deponie),- Mont Chemin, Les Valettes (Valetta),- Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Aeschynit-(Y): Beschriebene Fundstellen von Aeschynit-(Y) am Mont Chemin: - Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Agardit-(Y): Beschriebene Fundstellen von Agardit-(Y) am Mont Chemin: - Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Aktinolith: 1). Im Gegensatz zu Ferro-Aktinolith (hellgrün bis graublau) fast weiss erscheinend. Beschriebene Fundstellen von Aktinolith am Mont Chemin: - Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze.
- Albit: Milchigweiss, glänzend. Albit erscheint klar wenn unter die Kristalle unter 5mm gross sind. In Vergesellschaftung mit Quarz, Epidot und Calcit in den alpinen Zerrklüften. Beschriebene Fundstellen von Albit am Mont Chemin: - Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Les Valettes (Valetta), - Mont Chemin, Col des Planches, Grandes Férondes (alte Minen-Deponie), - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Allanit: Erwähnt von Hugi et al., 1948.- Allanit-(Ce): Beschriebene Fundstellen von Allanit-(Ce) am Mont Chemin: - Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Allophan: An Stollenwänden mit lebhafter blaugrüner Farbe mit weissen Marmorbänderungen. Fast geelartig. Am Tageslicht verliert diese klebrige Masse durch Austrocknung einen Teil der Farbe und den Glanz. Diese als Allophan bezeichnete Masse erhält den Farbton durch die Unreinheit im Kupfer.
- Amianth: Beschriebene Fundstellen von Amiant am Mont Chemin:- Mont Chemin, Bovernier.- Anatas: Hellblau, auch aufgespiesst auf dem Rutil. Beschriebene Fundstellen von Anatas am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Les Valettes (Valetta), - Mont Chemin, Col des Planches, Grandes Férondes (alte Minen-Deponie), - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Andradit: Skarnmineral. Das Mineral sondert sich manchmal in gelbgrünen, mehrere cm-grossen Aggregaten ab oder ist gesteinsbildend (dann als Granatit bezeichnet) und aus Myraden 1-2 mm grossen Kristallen bestehend, die vollkommen idiomorph und in einer Grundmasse von Quarz eingebettet sind Gelegentlich als rötliche Mineralkörner (St.Ansermet, Strahler 2000/3). Fettglanz, Rhombendodekaeder, klein.
- Anglesit: Beschriebene Fundstellen von Anglesit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Antimonit: Beschriebene Fundstelle von Antimonit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est.
- Apatit: Mikroskopisch, als idiomorpher Kristall im Skarn, im Magnetit und im Marmor sehr häufig. die Kristalle enthalten zahlreiche Flüssigkeitseinschlüsse, die wertvolle Informationen über die Bildungsbedingungen der Skarne liefern (Marshall, 1995). Beschriebene Fundstellen von Apatit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Bovernier, - Mont Chemin, Col des Planches, Grandes Férondes (alte Minen-Deponie), - Mont Chemin, Couloir Collaud (Eisenbergwerk).
- Apjohnit: Beschriebene Fundstelle von Apjohnit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Les Valettes (Valetta).
- Aragonit: An Stollenwänden aber in bedeutungsloser Erscheinung. Beschriebene Fundstelle von Aragonit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Col des Planches, Grandes Férondes (alte Minen-Deponie).
- Arsenopyrit: 1). Klein, mm-Grösse, grau metallisch, als Gesteinseinschlüsse, in der Nähe von Gladit.
- Aurichalcit: Rosettenförmig, bestehend aus sehr feinen Blättchen, himmelblau mit perlmuttartigem Glanz. Vorwiegend an den mit Zink angereicherten Stollendecken zu finden. Gerne vergesellschaftet mit Hydrozinkit und Hemimorphit. Beschriebene Fundstelle von Aurichalcit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Azurit: Kristalle bis 2 mm in wunderschöner Ausbildung. Zusammen mit Malachit und Aragonit. Beschriebene Fundstellen von Azurit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Col des Planches, Grandes Férondes (alte Minen-Deponie), - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Baryt: Im Skarn: Nur unter dem Mikroskop oder im Dünnschliff oder ingebeugtem Licht auf polierten Anschnitten des Gesteins sichtbar. Beschriebene Fundstellen von Baryt am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin oder La Monnaie Les Trappistes? - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Bayldonit: Beschriebene Fundstellen von Bayldonit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Beudantit: Beschriebene Fundstellen von Beudantit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Beyerit: Beschriebene Fundstelle von Beyerit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Couloir Collaud (Eisenbergwerk).
- Biotit: 1). Nur unter dem Mikroskop oder im Dünnschliff oder in gebeugtem Licht auf polierten Anschnitten des Gesteins sichtbar.
- Bismutit: Selten in den alpinen Zerrklüften des Skarns zu finden. Gelb bis ockerfarbig, wachsartig. Leicht mit Beyerit zu verwechseln. Beschriebene Fundstellen von Bismutit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Boracit: Beschriebene Fundstelle von Boracit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est.
- Bornit: 1). Gelegentlich in massiver Form als Begleitmineral anderer, im Skarnfels vorkommender Sulfide.
- Boyleit: Als cm-grosse Krusten mit schmutzigweissem Aussehen, pulverig. Auch erkennbar am widerlichen Geschmack. Beschriebene Fundstellen von Boyleit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Les Valettes (Valetta), - Mont Chemin (Mine Vens).
- Brochantit: Smaragdgrün, bis 2mm, zusammen mit Aurichalcit in den an oxidierten Schwefelverbindungen reichen Skarnbereichen. Beschriebene Fundstellen von Brochantit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Calcit: Skarnmineral. In den alpinen Zerrklüften, welche die Skarne durchqueren, ist der Calcit das letzte Mineral in der Kristallisationsabfolge. Hier füllt er im Allgemeinen den noch vorhandenen Porenraum vollständig aus und umkleidet auch die bereits gebildeten Mineralien. Der Grossteil der Kristalle (Stilpnomelan, Quarz, Epidot) schwimmen in Calcit. In den wenigen Hohlräumen bildet Calcit milchige oder bräunliche, 1cm-grosse, rhomboedrische Kristalle. Eine graugrüne Färbung tritt auf, wenn der Calcit Asbestfasern enthält. Grau, wenn Nebengestein mit eingelagert ist (St.Ansermet, Strahler 2000/3). Im Skarn: Oft umhüllt von Chlorit oder Klinochlor. Beschriebene Fundstellen von Calcit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Bovernier, - Mont Chemin, Les Valettes (Valetta), - Mont Chemin oder La Monnaie Les Trappistes? - Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel), - Mont Chemin, Couloir Collaud (Eisenbergwerk).
- Carbonatcyanotrichit: Himmelblau, in feinen, warzenartigen Krusten, blätterförmig. Zusammen mit Chalkopyrit in den an verwitterten Sulfiden reichen Teilen des Skarns.
- Cerussit: Beschriebene Fundstellen von Cerussit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Cesarolith: Beschriebene Fundstellen von Cesarolith am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Chalkanthit: Beschriebene Fundstelle von Chalkanthit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Les Valettes (Valetta).
- Chalkopyrit: Häufig, 2-5mm grosse Körner, verteilt im Magnetit und im Skarn. Auch kleine Spalten ausfüllend dann in schwefelreicher Zone vergesellschaftet mit Pyrit oder Galenit. Beschriebene Fundstellen von Chalkopyrit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Les Valettes (Valetta), - Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Chalkosin: 1). Erwähnt von Hugi et al., 1948.- Chlorit: Als mikroskopische Imprägnationen reichlich im Skarn vorhanden. Meistens Epidot, Ferroaktinolith und Calcit umhüllend. Auch als feine Bänderungen im Marmor (Zwiebelmarmor). Beschriebene Fundstelle von Chlorit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze.
- Chrysokoll: Beschriebene Fundstelle von Chrysokoll am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est.
- Cinnabarit: Beschriebene Fundstelle von Cinnabarit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est.
- Clarait: Beschriebene Fundstellen von Clarait am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Cobaltit: 1). Als kleine, unter 1mm, grosse Körner im Magnetiterz. Durch die Oxidation entsteht Erythrin. Beschriebene Fundstelle von Cobaltit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze.
- Coelestin: Beschriebene Fundstelle von Coelestin am Mont Chemin:- Mont Chemin oder La Monnaie Les Trappistes?
- Coquimbit: Beschriebene Fundstelle von Coquimbit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Les Valettes (Valetta).
- Covellin: Beschriebene Fundstellen von Covellin am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Cyanotrichit: Beschriebene Fundstelle von Cyanotrichit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Col des Planches, Grandes Férondes (alte Minen-Deponie).
- Danielsit: Von Le Goilly, Mont Chemin. Kleine bläulich-schwarze Fiederchen unter 1 mm auf Galenit.
- Devillin: Himmelblau, glimmerartig, verbogen, verdreht, aggregiert. Zum Teil den Posnjakit umgebend. Leicht zu verwechseln mit Aurichalcit.
- Dietrichit: Beschriebene Fundstelle von Dietrichit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Les Valettes (Valetta).
- Diopsid: Obwohl einer der Hauptbestandteile der Skarne ist Diopsid nur selten anzutreffen. Klein, körnig, farblos bis leicht grünlich.
- Dolomit: Rhomboederkristalle bis einige mm Grösse, beige, manchmal zusammen mit Stilpnomelan, Epidot und Calcit. Beschriebene Fundstelle von Dolomit am Mont Chemin:- Mont Chemin oder La Monnaie Les Trappistes?
- Edenit: Als Hauptbestandteil des Skarns. Knäuelähnliche Ansammlungen länglicher, dunkelgrüner Kristalle, vermischt mit anderen Mineralien. Beschriebene Fundstelle von Edenit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Mine Vens).
- Epidot: Ein wesentlicher Bestandteil der Skarnbildung und deshalb häufig vorhanden. Im Skarn: Oft umhüllt von Chlorit oder Klinochlor. Beschriebene Fundstellen von Epidot am Mont Chemin:- Mont Chemin, Bovernier, - Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze, - Mont Chemin, Couloir Collaud (Eisenbergwerk).
- Erythrin: Als puderförmige, schmutzige, rosafarbige Überzüge auf der Oberfläche des Erzes. Bis 4 mm Durchmesser und in satt rosaroter Farbe, bestehend aus blättchenförmigen Kristallen. Beschriebene Fundstellen von Erythrin am Mont Chemin:- Mont Chemin oder La Monnaie Les Trappistes? - Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze, - Mont Chemin, Couloir Collaud (Eisenbergwerk).
- Fadenquarz:
- Ferroaktinolith: Im Skarn: Oft umhüllt von Chlorit oder Klinochlor. Im Gegensatz zum weissen Aktinolith hellgrün bis blaugrau. Faseraggregate bis 15 cm. In Adern des Skarns, Marmor oder im Gneis mm-grosser Asbest zusammen mit Magnetit. Beschriebene Fundstelle von Ferro-Aktinolith am Mont Chemin:- Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze.
- Ferroaxinit: Beschriebene Fundstelle von Ferroaxinit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Couloir Collaud (Eisenbergwerk).
- Fibroferrit: Beschriebene Fundstelle von Fibroferrit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Les Valettes (Valetta).
- Fluorapatit: Beschriebene Fundstellen von Fluorapatit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Fluorit: Kleinere, farblose Aggregate von einigen mm Grösse. Im Skarn in Vergesellschaftung mit Chalkopyrit, in alpinen Zerrklüften mit Epidot, Calcit und Stilpnomelan. Im Skarn ist Fluorit im Nebengestein in mikroskopisch kleinen Imprägnationen sehr häuft (St.Ansermet, Strahler 2000/3). Beschriebene Fundstellen von Fluorit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Galenit: In einigen Skarnbereichen zusammen mit anderen Sulfiden auftretend und Aggregate im mm-Bereich bildend. Deutlich sichtbar ist die kubische Spaltbarkeit. Beschriebene Fundstellen von Galenit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Galenobismutit: In einigen mit Calcit, Epidot und Stilpnomelan gefüllten alpinen Zerrklüften können extrem dünne und bis zu einem cm lange, metallische, von Calcit umhüllte, Fäden von Galenobismutit enthalten sein. Beschriebene Fundstellen von Galenobismutit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze, - Mont Chemin, Couloir Collaud (Eisenbergwerk).
- Gips: In spröden, braunen, grauen oder weissen Krusten. Selten in kleinen, sternförmigen Rosetten mit einigen mm Durchmesser. Zusammen mit Limonit, Jarosit und anderen sich in Zersetzung befindlichen Sulfiden. Ist Chalkopyrit im Spiel kann der Gips auch eine Blau- oder Grünfärbung erhalten. Beschriebene Fundstellen von Gips am Mont Chemin:- Mont Chemin, Les Valettes (Valetta),- Mont Chemin oder La Monnaie Les Trappistes? - Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze.
- Gladit: In grossen Einschlüssen im massiven Skarn in Vergesellschaftung von Andradt, Hämatit und Epidot. Mit blaugrauem, metallischen Glanz und deutlich sichtbarer Spaltfläche (Meisser & Ansermet, 1993). Beschriebene Fundstelle von Gladit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze.
- Glimmer: Beschriebene Fundstelle von Glimmer am Mont Chemin:- Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze.
- Goethit: Beschriebene Fundstellen von Goethit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Les Valettes (Valetta), - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Granat: Beschriebene Fundstelle von Granat am Mont Chemin:- Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze.
- Graphit: 1). Beschriebene Fundstelle von Graphit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Mine Vens).
- Greenockit: Beschriebene Fundstellen von Greenockit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Grossular: 1).
- Gunningit: Ist nur an regengeschützten Stellen zu finden (gut wasserlöslich). Weiss, schlecht auskristallisiert, in weissen, erdigen Krusten. Beschriebene Fundstelle von Gunningit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Les Valettes (Valetta).
- Gwindel: Klein und nur leicht gedreht.
- Hawleyit: Beschriebene Fundstellen von Hawleyit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Les Valettes (Valetta), - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Hemimorphit: Als farblose, bis 3mm grosse, Kristalle auf mikrokristallinen Krusten des Hydrozinkits. Wurde an mehreren Stellen gefunden. Das Gestein, welches diese mehrere cm grossen Verblendungen enthält, ist häufig sehr reich an Sulfiden wie Pyrit und Sphalerit (St. Ansermet, Strahler 2000/3). Beschriebene Fundstellen von Hemimorphit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel), - Mont Chemin, Couloir Collaud (Eisenbergwerk).
- Hetaerolith: Gilt weltweit als seltenes Mineral und wurde hier am Mont Chemin zusammen mit Woodruffit und Hydrohetaerolith als pulverige, schwärzliche Massen in mikroskopisch kleinen Aggregaten (bis 300 Mikron) in alpinen Zerrklüften des Skarns im Kontaktbereich zum Woodruffit gefunden. Hetaerolih wurde von hier in der Schweiz zum ersten Mal beschrieben (Meisser und Perseil, 1993). Beschriebene Fundstelle von Hetaerolith am Mont Chemin:- Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze.
- Hexahydrit: Beschriebene Fundstelle von Hexahydrit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Les Valettes (Valetta).
- Hydrohetaerolith: Hydro-Hetaerolith, ein äusserst seltenes Mineral, im tausendstel-mm-Bereich. Krusten im Zehntel-mm-Bereich. Hier wurde Hetro-Hetaerolith erstmals entdeckt (Meisser & Perseil, 1993). Beschriebene Fundstelle von Hydro-Hetaerolith am Mont Chemin:- Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze.
- Hydrozinkit: Bildet sich häufig auf dem der Luft ausgesetzten Sphalerit und bedeckt diesen mit einer Art weissen Verblendung. Unter dem UV-Licht weiss-blaue Fluoreszenz (St.Meisser, Strahler 2000/3). Beschriebene Fundstellen von Hydrozinkit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Hämatit: In den Skarnen nicht allzu häufig anzutreffen. Allerdings verleihen Hämatitimprägnationen dem Quarz und dem Feldspat eine Rosa- bis Blutrotfärbung. Manchmal auch als Saum an Brüchen und Klüften im Gestein.
- Jarosit: Ist an pyritreichen Stellen des Skarns zu finden. Verleiht dem Gestein eine puderige, schmutzig-gelbe Färbung. Kann leicht mit Rost in Verwechslung gebracht werden. Beschriebene Fundstellen von Jarosit: - Mont Chemin, Les Valettes (Valetta).
- Kainosit-(Y): Beschriebene Fundstellen von Kainosit-(Y) am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Kaolinit: Beschriebene Fundstellen von Kaolinit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Klinochlor: Als mikroskopische Imprägnationen reichlich im Skarn vorhanden. Meistens Epidot, Ferroaktinolith und Calcit umhüllend. Auch als feine Bänderungen im Marmor (Zwiebelmarmor).
- Krupkait: Selten und in Vergesellschaftung mit Gladit auftretend. Fund aus einer den Skarn durchquerenden alpinen Zerrkluft zusammen mit Calcit, Epidot, Quarz und Asbest. Beschriebene Fundstelle von Krupkait am Mont Chemin:- Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze.
- Kyanit:
- Langit: Ist in mm-grossen, dunkelblauen Aggregaten in kupferreichen Zonen des Skarns zu finden (Meisser & Ansermet, 1993). Langit kann leicht mit dem gleichfarbigen Linarit verwechselt werden. Beschriebene Fundstellen von Langit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Lepidokrokit:
- Lillianit:
Abgeplattete, prismatische, in der Längsrichtung gestreifte Kristalle bis mm-Grösse. Zusammen mit Calcit und Quarz. Teilweise in Bismutit umgewandelt (Meisser und Ansermet, 1993). Beschriebene Fundstelle von Lillianit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze.
- Limonit: Reichlich in Form von Rost vorhanden. Beschriebene Fundstellen von Limonit am Mont Chemin:- Mont Chemin oder La Monnaie Les Trappistes? - Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze.
- Linarit: Als blaue, bis1 mm grosse Kristalle und leicht mit Langit zu verwechseln. Beschriebene Fundstellen von Linarit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Magnesiohornblende: Als Hauptbestandteil des Skarns. Knäuelähnliche Ansammlungen länglicher, dunkelgrüner Kristalle, vermischt mit anderen Mineralien. Beschriebene Fundstelle von Magnesiohornblende am Mont Chemin:- Mont Chemin (Mine Vens).
- Magnetit: Tritt stets massiv auf und bildet Adern und linsenförmige Einschlüsse im Skarn. Die Magnetitkörper können sich meterweit hinziehen und eine Mächtigkeit von bis zu einem Meter erreichen. Magnetitkörner sind auch im Skarn anzutreffen. Im Magnetit können verschiedenste Mineralien eingeschlossen sein. Seltener sind Magnetitkristalle zu finden. Sie erreichen auch nur mm-Grösse und sind von oktaedrischer Ausbildung. Magnetit vom Mont Chemin weist als Besonderheit einen charakteristischen und für die Schweiz einzigartigen Zinngehalt auf (Beck, 1997). Beschriebene Fundstellen von Magnetit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Col des Planches, Grandes Férondes (alte Minen-Deponie), - Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel), - Mont Chemin (Mine Vens).
- Malachit: Zusammen mit Azurit und Aragonit. Als spröde, den Magnetit überdeckende Krusten, ist Malachit in den Skarnen recht häufig. Vergesellschaftet mit Azurit konnte sehr schöner Malachit geborgen werden. Manchmal als mm-grosse, nadelige Kristalle. Beschriebene Fundstellen von Malachit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Col des Planches, Grandes Férondes (alte Minen-Deponie), - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Markasit: Im Skarn: Nur unter dem Mikroskop oder im Dünnschliff oder ingebeugtem Licht auf polierten Anschnitten des Gesteins sichtbar. Beschriebene Fundstellen von Markasit am Mont Chemin:- Mont Chemin oder La Monnaie Les Trappistes? - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Melanit: (Titangranat) als Bestandteil der Skarne des Magnetitvorkommens, gesteinsbildend. Beschriebene Fundstelle von Melanit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Melanterit: Beschriebene Fundstellen von Melanterit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Les Valettes (Valetta), - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Mimetesit: Beschriebene Fundstellen von Mimetesit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Monazit: Beschriebene Fundstellen von Monazit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Les Valettes (Valetta), - Mont Chemin, Col des Planches, Grandes Férondes (alte Minen-Deponie), - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Muskovit: Im Skarn: Nur unter dem Mikroskop oder im Dünnschliff oder ingebeugtem Licht auf polierten Anschnitten des Gesteins sichtbar. Beschriebene Fundstellen von Muskovit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Les Valettes (Valetta).
- Orthoklas: Im Skarn: Nur unter dem Mikroskop oder im Dünnschliff oder in gebeugtem Licht auf polierten Anschnitten des Gesteins sichtbar.
- Parisit-(Ce): In einem Meta-Quarzporphyrgang, in einer reichen Mineralisation, rötlich orange, langprismatisch, tönnchenförmig, bis 4 mm, selten syntaktisch verwachsen mit Synchisit -(Ce), freistehend und auch eingewachsen (Meisser, Ansermet, 1994).
- Phlogopit: 1). Im Skarn: Nur unter dem Mikroskop oder im Dünnschliff oder ingebeugtem Licht auf polierten Anschnitten des Gesteins sichtbar.
- Posnjakit: Teilweise von Devillin umgeben. Beschriebene Fundstelle von Posnjakit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est.
- Pyrit: Pyrit kommt im Skarn vom Mont Chemin häufig vor. Als massige, bis mehrere cm dicke Lagen im Magnetit. Im Nebengestein mit Kristallflächen auftretend. Beschriebene Fundstellen von Pyrit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Les Valettes (Valetta), - Mont Chemin oder La Monnaie Les Trappistes? - Mont Chemin, Col des Planches, Grandes Férondes (alte Minen-Deponie).
- Pyrrhotin: Beschriebene Fundstellen von Pyrrhotin am Mont Chemin:- Mont Chemin, Les Valettes (Valetta), - Mont Chemin (Mine Vens).
- Quarz: In Skarn durchquerenden alpinen Zerrklüften. Prismatisch, bis 5cm. Meistens matt, korridiert, grünlich oder milchig. Selten auch Fadenquarze und kleine, leicht gedrehte Gwindel. Viele Quarze scheinen durch tektonische Bewegungen zerbrochen zu sein. Beschriebene Fundstellen von Quarz am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Bovernier, - Mont Chemin, Col des Planches, Grandes Férondes (alte Minen-Deponie), - Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel), - Mont Chemin, Couloir Collaud (Eisenbergwerk).
- Rhodochrosit: Als winzige, schmutzig-schwärzliche Mineralienkörner im Calcit in den verwitterten alpinen Gängen die den Skarn durchqueren (Meisser & Perseil, 1993).
- Rosasit: Beschriebene Fundstellen von Rosasit: - Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Rozenit: Beschriebene Fundstellen von Rozenit: - Mont Chemin, Les Valettes (Valetta).
- Rutil:
- Römerit:
Beschriebene Fundstellen von Römerit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Les Valettes (Valetta).
- Safflorit: 1). Erwähnt von Hugi et al., 1948.
- Sauconit: Beschriebene Fundstellen von Sauconit: - Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Scheelit: Wahrscheinlich häufiger vorkommend als angenommen. Sein unscheinbares Aussehen macht die Erkennung schwierig. Beschriebene Fundstellen von Scheelit: - Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Schwefel: Beschriebene Fundstelle von Schwefel am Mont Chemin:- Mont Chemin, Les Valettes (Valetta).
- Serpierit: 1).
- Siderotil: Beschriebene Fundstelle von Siderotil am Mont Chemin:- Mont Chemin, Les Valettes (Valetta).
- Smithsonit: In der Verwitterungszone von Sphalerit häufiges Mineral. Hier bildet der Smithsonit grünliche Krusten, die mit Hydrozinkit und Aurichalcit vergesellschaftet sind (St.Ansermet, Strahler 2000/3). Beschriebene Fundstellen von Smithsonit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Sphalerit: Im Skarn ein recht häufiges Mineral und zum Teil in beträchtlichen Ansammlungen. Beschriebene Fundstellen von Sphalerit: - Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Les Valettes (Valetta), - Mont Chemin oder La Monnaie Les Trappistes? - Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel), - Mont Chemin (Mine Vens).
- Stephanit: Beschriebene Fundstellen von Stephanit am Mont Chemin: - Mont Chemin, Les Valettes (Valetta).
- Stibnit: Beschriebene Fundstellen von Stibnit: - Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est.
- Stilpnomelan: Unauffällig aber in den metamorphen Gesteinen und im Eisenerz recht verbreitet. Die besondere Auskristallisation macht diese Lokalität zu einer der weltweit schönsten für diese Mineral. Sehr zerbrechlich, blättchenartig mit sechseckiger Umrandung. Dunkel samtschwarz bis Schokoladenbraun mit goldbraunen Reflekten. Bis 1 cm. Auch als pulverige, caramel- bis goldbroncefarbige Aggregate in Klüftchen oder die Mineralien überziehend. Auch in schwarzer bis dunkelbrauner Form. Zusammen mit Epidot, Ferro-Aktinolith und Calcit. Beschriebene Fundstellen von Stilpnomelan am Mont Chemin:- Mont Chemin, Bovernier, - Mont Chemin, Couloir Collaud (Eisenbergwerk).
- Synchisit: Beschriebene Fundstelle von Synchisit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Les Valettes (Valetta).
- Synchisit-(Ce): Beschriebene Fundstellen von Synchysit-(Ce) am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Col des Planches, Grandes Férondes (alte Minen-Deponie), - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Synchisit-(Y): Beschriebene Fundstelle von Synchysit-(Y) am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est.
- Talk: Füllt innerhalb des Magnetits die Klüftchen. Weiss bis hellgrün und teilweisehäufig vorkommend. gut erkennbar am seifigen Gefühl, an der geringen Härte und am Fettglanz. Beschriebene Fundstelle von Talk am Mont Chemin:- Mont Chemin, Col des Planches, Grandes Férondes (alte Minen-Deponie).
- Tennantit: Beschriebene Fundstellen von Tennantit am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Tetraedrit: 1). Erwähnt von Hugi et al., 1948.
- Theisit: Beschriebene Fundstelle von Theisit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Thorit: Wahrscheinlich. Nicht sicher nachgewiesen.
- Titanit: 1). Im Skarn: Nur unter dem Mikroskop oder im Dünnschliff oder ingebeugtem Licht auf polierten Anschnitten des Gesteins sichtbar.
- Tremolit: Selten, bildet kleine, längliche, graue Kristalle, die in der Regel sternförmig im Gestein angeordnet sind.
- Voltait: Beschriebene Fundstelle von Voltait am Mont Chemin:- Mont Chemin, Les Valettes (Valetta).
- Wilcoxit: Beschriebene Fundstelle von Willcoxit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Les Valettes (Valetta).
- Woodruffit: Ein weltweit sehr seltenes Mineral und vorher nur von zwei Orten bekannt. (Meisser & Perseil, 1993). Als traubige, bis 2cm grosse, schockoladenbraune Aggregate, welche sich am Finger stark abfärben. Zu finden in kleinen Hohlräumen von alpinen Quarzgängen. Als Verwitterungsprodukt von Rhodochrosit und magnesiumhaltigem Calcit im Beisein von Zink. Zusammen mit Hetaerolith und Hydrohetaerolith (St.Ansermet, Strahler 2000/3). Beschriebene Fundstelle von Woodruffit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze.
- Wulfenit: Als winzige, gelbe, tafelige Kristalle in den an Bleiglanz reichen Zonen des Skarns. Beschriebene Fundstellen von Wulfenit am Mont Chemin: - Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Xenotim-(Y): Beschriebene Fundstellen von Xenotim-(Y) am Mont Chemin:- Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).
- Zincocopiapit: Beschriebene Fundstelle von Zinko-Copiapit am Mont Chemin:- Mont Chemin, Les Valettes (Valetta) .
- Zirkon: 1). Im Skarn: Nur unter dem Mikroskop oder im Dünnschliff oder in gebeugtem Licht auf polierten Anschnitten des Gesteins sichtbar.
- Zoisit: 1). Im Skarn: Nur unter dem Mikroskop oder im Dünnschliff oder ingebeugtem Licht auf polierten Anschnitten des Gesteins sichtbar.
- Zwiebelmarmor: Feine Bänderungen (Klinochlor oder Chlorit) im Marmor.
- ß-Duftit: Beschriebene Fundstellen von ß-Duftit: - Mont Chemin (Haupteingang Mine), Le Crettaz-Ouest, Le Crettaz-Est, - Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel).

024. VS / Sembrancher (franz.), Sankt Brancher (dt.), Mont Chemin, Alp Chez Larze, Chez Larze
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Sembrancher, Koordinaten ca.: 574380 / 104400
Literatur:
- Guex, Olivier & Ansermet, Stefan & Tissières, Pascal & Beck, Barbara & Serneels, Vincent & Meisser, Nicolas; Minaria Helvetic; 1998; ganzes Heft, französisch
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 4; Seite 591 - 608; Mineraltopgraphie der Schweiz und der umliegenden Länder: Beschreibung kürzlich entdeckter seltener oder erstgefundener Mineralien
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 153,178,219,264
In Handstücken von Skarn (erzführender Kalksilikatfels) im Abraum eines ehemaligen Eisenbergwerkes. Aus mächtigen Magnetitlinsen, welche in den Jahren 1940 bis 1943 intensiv abgebaut wurden (54'000 Tonnen (zusammen mit Les Planches)). Ein weiteres Vorkommen von Woodruffit ist von der Prospektionsgalerie bei iden Koordinaten 574500 / 104300, 1340 m ü. M. erwähnt.
- Aktinolith:
- Aurichalcit:
Rosettenförmig, bestehend aus sehr feinen Blättchen, himmelblau mit perlmuttartigem Glanz. Vorwiegend an den mit Zink angereicherten Stollendecken zu finden. Gerne vergesellschaftet mit Hydrozinkit und Hemimorphit.
- Bismutit:
- Brochantit:
- Calcit:
- Chalkopyrit:
In dieser Gegend bildet der Sphalerit im Skarn zusammen mit Galenit und Chalkopyrit kleine Klüftchen.
- Chlorit:
- Cobaltit:
Im Gebiet von Chez Larze ziemlich häufig. Als kleine, unter 1mm, grosse Körner im Magnetiterz. Durch die Oxidation entsteht Erythrin.
- Epidot: Hier besonders häufig anzutreffen. Wenn in alpinen Zerrklüften vorkommend, dann in Kristallen bis mehrere cm, mit Endfläche und glänzend, durchsichtig, fast schwarz erscheinend wenn die Kristalle einige mm dick sind. Feine Kriställchen wirken pistazien- bis wiesengrün und bilden einen schönen Kontrast zum goldbraunen Stilpnomelan und dem Weiss von Calcit und Quarz. Manchmal auch als Einschlüsse im Quarz und Calcit. Neben der kristallenen Erscheinungsform kann der Epidot auch faserförmig in Form lattenartiger und verbogener Individuen erscheinen.
- Erythrin: Von der Magnetitabbaustelle Chez Larze, rosettenförmige Anflüge, purpur bis hellrosa, gelegentliche Funde. In einem Stollen gibt es eine örtliche Anreicherung von Cobalt in einer Magnetitader; dadurch weist sie eine grossflächige Art Verblendung (10 x 20 cm) in wunderschönen Rosafarben auf. Von hier stammen einige schöne Rosettkristalle bis 3mm Durchmesser (St. Ansermet, Strahler 2000/3).
- Ferroaktinolith:
- Galenit:
Zusammen mit Sphalerit und Chalkopyrit kleine Klüftchen bildend.
- Galenobismutit: Bei der Magnetitabbaustelle, im Calcit eines Skarns, nadelig, mm-lang (Meisser, 1994).
- Gips: In spröden, braunen, grauen oder weissen Krusten. Selten in kleinen, sternförmigen Rosetten mit einigen mm Durchmesser. Zusammen mit Limonit, Jarosit und anderen sich in Zersetzung befindlichen Sulfiden. Ist Chalkopyrit im Spiel kann der Gips auch eine Blau- oder Grünfärbung erhalten. Im Marmorsteinbruch wurde Gips in Vergesellschaftung von Epidot, Calcit und Asbest gefunden Hugi et al., 1948).
- Gladit: Metallisch.
- Glimmer: Als Gangmineral.
- Granat:
- Hemimorphit:
Als farblose, bis 3mm grosse, Kristalle auf mikrokristallinen Krusten des Hydrozinkits. Wurde an mehreren Stellen gefunden. Das Gestein, welches diese mehrere cm grossen Verblendungen enthält, ist häufig sehr reich an Sulfiden wie Pyrit und Sphalerit (St. Ansermet, Strahler 2000/3). Gerne vergesellschaftet mit Hydrozinkit und Aurichalcit.
- Hetaerolith:
- Hydrohetaerolith:
Entstanden aus Hetaerolith, in einer Calcit-Quarz-Ader, Aggregate bis max. 0.3 mm bestehend aus kleinsten Kriställchen bis 6 um, schwarz, körnig, neben Woodruffit (Meisser, Perseil, 1993).
- Hydrozinkit: Gerne vergesellschaftet mit Aurichalcit und Hemimorphit.
- Krupkait: Nachgewiesen.
- Langit:
- Lillianit:
Prismatisch, flach, streifig, faserig, eingeschlossen in Calcit und Quarz, kann mit einfachen Mitteln nicht bestimmt werden.
- Limonit:
- Linarit: Dunkelblau, bis 1 mm, neben Brochantit, Langit, Aurichalcit und Wulfenit.
- Magnetit: Feinkörnig, kleinste Mengen von Pyrit und Kobalterzen enthaltend, durchzogen von Limonitklüften.
- Quarz: Als Gangmineral.
- Sphalerit: In dieser Gegend bildet der Sphalerit im Skarn zusammen mit Galenit und Chalkopyrit kleine Klüftchen.
- Woodruffit: Ein weltweit sehr seltenes Mineral und vorher nur von zwei Orten bekannt. (Meisser & Perseil, 1993). Als traubige, bis 2cm grosse, schockoladenbraune, radialstrahlige Aggregate, welche sich am Finger stark abfärben. Zu finden in kleinen Hohlräumen von alpinen Quarzgängen. Als Verwitterungsprodukt von Rhodochrosit und magnesiumhaltigem Calcit im Beisein von Zink. Zusammen mit Hetaerolith und Hydrohetaerolith (St.Ansermet, Strahler 2000/3).
- Wulfenit:

025. VS / Sembrancher (franz.), Sankt Brancher (dt.), Mont Chemin, Bovernier
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Sembrancher, Koordinaten ca.: 572822 / 103274
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 337
- Stalder, Hans Anton; Schweizer Strahler; 1978; Seite 374-384; Alte und neue Mineralfunde aus dem Wallis
Der Fund ist an die sogenannten Skarne gebunden, das heisst an Gesteine der Eisenerzlagerstätten, die unter anderem Hornblende, Epidot und Diopsid führen. Die Koordinaten zeigen auf Bovernier.
- Adular: Weiss, Maderaner-Habitus, leicht gebogene Flächen.
- Amianth: Rasenartig, intensiv blaugrün bis hell, grün.
- Apatit: Klein, farblos, durchsichtig, flachprismatisch.
- Calcit:
- Epidot: Zusammen mit Stilpnomelan und Amiant.
- Quarz: Langprismatisch.
- Stilpnomelan: In Rasen, die grössten Blätter sind schwarz, spröde, schlecht begrenzt, bis über 1 cm gross, durchsetzt von Epidot, kleinere Kristalle sind broncefarbig.

026. VS / Sembrancher (franz.), Sankt Brancher (dt.), Mont Chemin, Col des Planches, Grandes Férondes (alte Minen-Deponie)
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Sembrancher, Koordinaten ca.: 575600 / 104900
Literatur:
- Ansermet, Stefan & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 2025; Heft 1; Seite 32-35; Mineralogische Neuheiten aus der Schweiz
- Frey, Alfred; Schweizer Strahler; 1974; Seite 243-248; Neue Mineralien aus dem Unterwallis
- Frey, Alfred; Schweizer Strahler; 1981; Seite 434-436; Weiteres Vorkommen seltener Kleinmineralien im Unterwallis
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 127
Das Fundmaterial entstammt Deponien eines alten Stollens, welcher der Eisenerzgewinnung diente. Die Stüfchen weisen öfters einen Chloritüberzug auf.
- Adular: Bis 3 mm.
- Albit: Bis 2 mm.
- Anatas: Unter einem mm.
- Apatit: Unter einem mm.
- Aragonit: Zusammen mit Azurit und Malachit.
- Azurit: Kristalle bis 2 mm in wunderschöner Ausbildung. Zusammen mit Malachit und Aragonit.
- Cyanotrichit: Cm-grosse Überzüge, filzig, zusammen mit Azurit und Malachit (Meisser, 1994).
- Lagalyit: Feine Nadeln und blumenartige Gebilde aus verdrehten rötlichbraunen Blättern unter 2 mm.- Magnetit: Magnetit kann sehr eng mit Talk verwachsen auftreten.
- Malachit: Zusammen mit Aragonit und Malachit. Zum Teil in sehr schöner, nadeliger und bis mm-grosser Ausbildung in Vergesellschaftung mit Azurit.
- Monazit: Unter einem mm.
- Pyrit: Pyrit kommt im Skarn vom Mont Chemin häufig vor. Als massige, bis mehrere cm dicke Lagen im Magnetit. Im Nebengestein mit Kristallflächen auftretend. Bei Grabungen für einen Strommasten kam ein Aggregat von mehreren 10kg zum Vorschein.
- Quarz: Bis 3 mm.
- Synchisit-(Ce): Unter einem mm (Frey, 1981).
- Talk: Füllt innerhalb des Magnetits die Klüftchen. Weiss bis hellgrün und teilweisehäufig vorkommend. gut erkennbar am seifigen Gefühl, an der geringen Härte und am Fettglanz.

027. VS / Sembrancher (franz.), Sankt Brancher (dt.), Mont Chemin, Col des Planches, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel)
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Sembrancher, Koordinaten ca.: 574949 / 104551
Literatur:
- Ansermet, Stefan & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 2025; Heft 1; Seite 32-35; Mineralogische Neuheiten aus der Schweiz
- Cuchet, Stéphane & Brugger, Joël; Schweizer Strahler; 2016; Heft 4; Seite 20 - 27; Eine einzigartige chemische Zonierung im Zinkolivenit von Gosan, Val d'Anniviers
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3. Auflage; 2001; Seite 103-105.
Diese leicht felsige Lokalität befindet sich im Wald östlich des Col des Planches und ist unter Strahlern erst seit ca. 20 Jahren bekannt (Stand 2007). Gefunden wurde Scheelit, violetter Fluorit. Meisser Nicolas entdeckte dort um 1989 ein erstes, in Limonit eingebettetes Goldkörnchen, was zu weiteren intensiven Untersuchungen führte. Diese führten zur Entdeckung von in Pyrit eingeschlossenem Gold. Das Goldvorkommen liegt in einer ca. 100 x 40 Meter mächtigen und von zahlreichen alpinen Klüften gezeichneten Quarzporphyrader. Als gesteinsbildende Mineralien sind Quarz, Orthoklas, Muskovit, Chlorit, Zirkon, Kyanit, Diopsid (?), Parisit-(Ce), Pyrit, Magnetit, Hämatit, Thorit und Granat vorzufinden. Die Koordinaten zeigen auf den Tête des Econduits. Die Mineralisation des Quarzporphyrs lässt sich in drei Gruppen unterteilen:
1. Massive weisse Quarzgänge von 1-5 cm Breite. In ihnen befinden sich die grössten Hohlräume, speziell bei Kreuzungspunkten.
2. Praktisch ohne Anzeichen vorhandene Klüfte mit direkt auf dem Gestein aufgewachsenen Kristallen.
3. Kavernöse, stark zersetzte Gesteinspartien mit zahlreichen kleinen Drusen und miarolitischen Hohlräumen.
- Adamit: (Adamin). Ist gemäss Cuchet / Brugger hier gefunden worden.
- Adular: Farblos, meist milchig, zuweilen auch durch die Oxidation von Pyrit braunrot gefärbt in klassischem, pseudorhomboedrisch-prismatischen Habitus bis 2 cm.
- Aeschynit-(Y):
- Agardit-(Y): Selten, mm-grosse Täfelchen feinster blassgrüner Nadeln. Auch als radialstrahlige Kügelchen oder igelförmig und hellgrün. Vergesellschaftet mit Malachit, Azurit, Bayldonit, Beaverit und Parisit-(Ce).
- Albit:
- Allanit-(Ce):

- Anatas: Vor allem in den Quarzporphyr-Aufschlüssen am Nordende des Tête des Econduits zu finden. Sonst eher selten und in geringerer Menge vorkommend. Schwarz, meist gedrungen, durch die Basis abgestumpfte Pyramiden, bis 4 mm. Selten als quadratische, dünne und durchscheinende Täfelchen von olivgrüner Farbe und fast immer im Quarz eingeschlossen.
- Anglesit: Winzig, gräulich, in den Verwitterungskrusten von Galenit.
- Aurichalcit: Filzig, nadelig, krustenartig, bis mehrere mm, türkisblau.
- Azurit: Als matte Beläge und Krusten.
- Baryt: Weiss bis rötlichbeige, porzellanähnlich, sporadisch als blätterige Massen und Aggregate von 1-10 cm, vergesellschaftet mit Quarz.
- Bayldonit: Sehr selten, vergesellschaftet mit Agardit-(Y), meergrün, pustelartig um Tennantit herum.
- Beaverit-(Cu): Apfelgrün bis braun, Pseudomorphosen nach Tennantit, blätterige Massen.
- Bertrandit: Farblos, sehr selten, verwechselbar mit Quarz, lamellenförmig, mit schräger Spitze, typische V-förmige Zwillinge.
- Beudantit:
- Bismutit:
- Brannerit:
Harzig, schwarz, oft von einer gelbbraunen Patina bedeckt. Zuweilen mit Anatas orientiert verwachsen. Teils in Quarz eingeschlossen und eine rauchfarbene Färbung auslösend. Kristalle in der Form von Prismen, bis 3 mm, gerieft.
- Brochantit:
- Calcit:
Schockolade- bis gelbbraun, zum Teil mit grünen Schlieren marmoriert, grauweiss, seltener milchigweiss. Meistens nur noch als Hohlform als Calcit zu erkennen. Sattelförmig, rhomboedrisch, bis 10 mm.
- Cerussit: Grau, krustig auf verwittertem Galenit, selten auch stern- bis stäbchenförmige Zwillinge, bis 5 mm.
- Cesarolith: Schwarz, samtartige Warzen, bis 3 mm Durchmesser, krustenartig, zusammen mit Hemimorphit, Wulfenit, Smithsonit (Ansermet, Meisser, 1996).
- Chalkopyrit: Nicht häufig zu finden, gesteinsbildend, kleine und gerundete Körnchen oder als Einschluss im Quarz, vergesellschaftet mit Tennantit, Pyrit und Galenit.
- Clarait: Feinblätterig, blau, massig, spaltenfüllend, in der Nähe von Tennantit und Azurit.
- Covellin:
- Epidot:
- Fahlerz:
- Fluorapatit:
Selten, mm-grosse Kristalle, milchig, farblos, flächenreich, kugelig.
- Fluorit: In den Zerrklüften häufig, farblos bis grünlich, blasslila bis violett, öfters auf dem Scheelit aufgewachsen, auch spaltenfüllend oder krustenartig. Durch die Kombination von Hexaeder und Oktaeder ergeben sich kugelförmige zu trauben aggregierte Gruppen. Die Kristalle erreichen Grössen bis 4 cm, in der Regel aber um 1 cm.
- Galenit: Recht häufig in den Quarzporphyrklüften, grau, spätig, massig, bis mehrere cm. Auch tropfenähnliche Einschlüsse im Quarz. Zusammen mit Quarz und Fluorit, im Sericitschiefer und Quarzit (Wutzler, 1983; Ansermet, Meisser, 1996).
- Goethit:
- Gold, gediegen:
Das Gold bildet im Pyrit Einschlüsse von weniger als 1 mm oder gediegen auf Scheelit (1 mm). Es bildet Lamellen unter 1 mm. Der im Gold enthaltene Silbergehalt beträgt ca. 20%. Gold konnte von dieser Fundstelle im Jahre 1989 erstmals nachgewiesen werden. Gediegenes Gold weist zahlreiche Ausbildungsformen auf, wie:
- kuboktaedrische Kristalle (mit verschiedenen Kombinationen von Oktaeder und Hexaeder, mit gekrümmten Flächen)
- Kristalle mit stark gerundeten Flächen, die den falschen Eindruck von angeschmolzenem Gold machen.
Goldfunde von dieser Fundstelle sind inzwischen relativ häufig. Es genügt, einen Sack zu füllen mit Quarzporphyrstückchen, die den auf Klüften kristallisierten Pyrit enthalten (nicht den im Ganggestein sitzenden Pyrit), diesen zu reinigen und am Binokular zu untersuchen.- verzerrte Blättchen- lose netzartige oder drahtförmige Aggregate, auch eingeschlossen im Pyrit oder als Waschkonzentat.
- Greenockit: Sekundärer Entstehung aus cadmiumhaltigem Sphalerit und gut verwechselbar mit dem häufiger vorkommenden Hawleyt zu welchem der Greenockit polymorph ist.
- Hawleyit: Intensiv gelb, dünne Krusten in cm-Grösse, auf und in Sphalerit.
- Hemimorphit: Als Begleiter von verwittertem Tennantit als mm-grosse, fächerartige Gruppen aus tafelig verzerrten Prismen.
- Hyalit: Teilweise recht häufig, die Quarzkristallspitzen traubenartig und krustig überdeckend. Unter dem UV-Licht apfelgrün fluoreszierend.
- Hämatit: Nicht häufig zu finden, blätterig, schuppig (als Varietät 'Specularit'). Freie, plattige Prismen bis 4 mm. Auch als Einschluss im Quarz.
- Illit: Als pulverige Füllung in einigen Klüftchen.
- Jarosit: Als dicke ockergelbe Krusten und cm-dicke Kluftfüllung mit Limonit als Begleitmineral. Vorwiegend im Quarzporphyr mit reichlich Pyrit zu finden.
- Kaolinit:
- Kaolinit-1T:
Als seidenglänzende und talkähnliche Blättchen Klüftchen ausfüllend.- Klinochlor: Als phantomartige Einschlüsse im Quarz, selten.
- Kovellit:
- Lagalyit:
Abgeflachte, lammelenartige Blättchen unter 2 mm.
- Lepidokrokit: Ist gemengt mit Goethit als Limonit recht häufig zu finden. Einzeln als winzige, kirschrote Schüppchen. Zusammen mit Hämatit im Quarz eingeschlossen und auch ein wesentlicher Bestandteil der rötlichschwarzen Pseudomorphosen nach Pyrit.
- Linarit: Als mm-grosse dunkelblaue, mikrokristalline Krusten. Vergesellschaftet mit Galenit und Chalkopyrit.- Malachit: Als cm-grosse, grüne Beläge, samtartige Kügelchen. Auch kleine traubige Aggregate bildend.
- Mimetesit: Aggregate und Kügelchen, garbenförmig, gelb bis lichtgrün, in der Nähe von zersetztem Galenit. Begleitmineralien sind Wulfenit, Cerussit, Malachit und Azurit.
- Muskovit: Lichtgelb, fettglänzend, hexagonaler Umriss, rosettenartige Aggregate, auch als cm-grosse und talkähnliche Massen im Gestein und auf Klüften.
- Nontronit: Als teigähnliche, hellbeige Masse, seidenglänzend, Klüftchen füllend.
- Olivenit: Zinkhaltig, sehr selten, winzige, traubenförmige und hellgrüne Kügelchen, unter einem mm Durchmesser.
- Parisit-(Ce): Für die Schweiz ein recht seltenes Mineral. Tonnenförmig oder als abgestumpfte steile Pyramiden mit pseudohexagonalem Querschnitt, orangebraun, bis 10 mm gross, in der Regel aber um 1-3 mm. Meist ist die Endpartie des Kristalls hochglänzend und durchsichtig, während der zentrale Teil eher matt wirkt.
- Pyrit: Tritt meistens in oxidierter Form in Limonit und Lepidokrokit auf. Bis mehrere cm-grosse Aggregate bildend (bis 1 kg). Lokal reichlich vorhanden. Vergesellschaftet mit Scheelit und gediegen Gold, das unmittelbar mit Pyrit assoziiert ist. Oberflächennahe Pyritkristalle sind teils vollständig in Limonit oder pulverigen Jarosit umgewandelt. Die restlichen Hohlräum sind dann mit elementarem Schwefel übersät. Der kristallisierte Pyrit ist in der Form des Würfel und des Dodekaeders und in Kombinationen dieser beiden anzutreffen. Die Kristalle erreichen eine maximale Grösse von 8 mm, in der Regel aber um 2-3 mm.
- Quarz: Langprismatisch, farblos, vollkommen durchsichtig, mit Einschlüssen von Anatas (grün), Brannerit, Hämatit, Lepidokrokit, Rutil, Fluorit und Klinochlor. Die grössten Exemplare erreichten eine Länge von ca. 5 cm (Normalfall 1cm).
- Rutil: Als Kluftmineral häufig, kirschrot bis goldgelb bis metallisch schwarz, bis 2 mm, teils rasenartig vorzufinden, im plattig-pseudooktaedrischen Habitus leicht mit Zirkon zu verwechseln. Auch als haarfeine, goldgelbe Fasern oder als feinste pyramidal endbegrenzte Stäbchen oder als dunkelrote, gedrungene und prismatische Doppelender. Schwarze, linsenförmige Kniezwillinge mit pfeilförmiger 'Kimme' weisen einen Gehalt von mehr al 1% der seltenen Elemente Niob und Tantal, begleitet von Eisen, auf.
- Scheelit: Scheelit ist an bestimmte Zonen des Quarzporphyres gebunden. Vorkommend als mm-dicke und cm-lange Adern oder frei kristallisiert in Klüften. Vereinzelt auch in Fluorit eingewachsen. Orange bis gelb, pseudooktaedrisch, teils mit abgeschrägten Spitzen, glatt und glänzend, opak bis durchscheinend, selten mit durchsichtigen Spitzen. In der Regel auf Quarz oder Adular aufgewachsen, vergesellschaftet mit oxidiertem Pyrit, Parisit-(Ce), Rutil und gediegen Gold. Die grössten Kristalle erreichen eine Dimension bis 1 cm (Normalfall 2-5 mm). Mittels UV-Lampe können bei Dunkelheit bei der Abbaustelle und im nahen Gelände immer noch Funde von Scheelit gemacht werden.
- Schwefel: Hochglänzend, honiggelb, tropfenförmig gerundet, mm-gross, in Hohlräumen von oxidiertem Pyrit.
- Senait: Sehr selten (Einzelfund). Schwarz, mehrere mm gross, oxidiert, ähnlich tafeligem Hämatit, harzglänzender Bruch.
- Siderit: ??
- Silber: Gediegen, Einzelfund, auf der Oberfläche von verwittertem Tennantit, mm-grosse und mattweisse Rosetten.
- Specularit: Siehe unter Hämatit.
- Sphalerit: Als honigbraune Masse bis 1 cm, zusammen mit Galenit, an der Oberfläche stark korrodiert. Begleitmineralien sind Aurichalcit und Hemimorphit.
- Synchisit-(Ce): Recht selten. Als Epitaxie als kurze, orientierte Aufwachsung der Kristallspitzen von Parisit-(Ce).
- Tennantit: Selten, im Gestein und auf Klüften, vergesellschaftet mit Chalkopyrit und Galenit, als bis cm-grosse metallische Massen mit muscheligem Bruch. In verwittertem Zustand apfelgrüne Massen bildend. Auch als Einschlüsse im Quarz, dann metallischen Tröpfchen ähnlich.
- Tetraedrit:
- Theisit:
Als mm-grosse blätterige, öfters radialstrahlige türkisblaue Kristalle. In den Verwitterungskrusten des Tennantits.
- Wulfenit: Häufig, immer in der Nähe von Galenit, leuchtend orange bis hellgelb, auch fast farblos, grünlich oder blaugrau, fettglänzend, bis 3 mm in sehr unterschiedlichem Habitus.
- Xenotim-(Y): Sehr selten, hellgelb, durchsichtig, bis 4 mm, öfters vergesellschaftet mit Parisit-(Ce), gedrungene Prismen mit quadratischem Querschnitt. Auch plattige Pseudooktaeder, ähnlich dem Rutil.

028. VS / Sembrancher (franz.), Sankt Brancher (dt.), Mont Chemin, Couloir Collaud;(Erzabbau)
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Sembrancher, Koordinaten ca.: 574700 / 104300
Literatur:
- Heintz, Jean; Schweizer Strahler; 2025; Heft 1; Seite 27-31; Strahlen unterhalb von 1000 Metern
- Meisser, Nicolas & Brugger, Joël & May, Roger; Schweizer Strahler; 1996; Heft 1; Seite 325 - 337; Der Axinit vom Catogne (VS)
- Redaktion; Schweizer Strahler; 1997; Heft 3; Seite a13; Couloir Collaud, Mont Chemin (VS)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 77
- Veigel, Bruno; Schweizer Strahler; 1999; Heft 2; Seite 446 - 448; Die Epidote vom Mont Chemin (VS)
In den chloritführenden Klüften der quarzreichen Mikrogranite. Name nicht auf der Karte eingetragen. Koordinaten wie Minen-Eingang.
- Anatas:
- Apatit:
- Beyerit:
Kugelig, beige, ocker, halbkugelig, unter einem mm, auf Stilpnomelan (Meisser, 1994/1995). Zu Finden auf den Halden als Verwitterungsprodukt von Galenobismutit. Vergesellschaftet mit Stilpnomelan und Epidot.
- Calcit:
- Epidot:
Hier besonders häufig anzutreffen. Wenn in alpinen Zerrklüften vorkommend, dann in Kristallen bis mehrere cm, mit Endfläche und glänzend, durchsichtig, fast schwarz erscheinend, wenn die Kristalle einige mm dick sind. Feine Kriställchen wirken pistazien- bis wiesengrün und bilden einen schönen Kontrast zum goldbraunen Stilpnomelan und dem Weiss von Calcit und Quarz. Manchmal auch als Einschlüsse im Quarz und Calcit. Neben der kristallenen Erscheinungsform kann der Epidot auch faserförmig in Form lattenartiger und verbogener Individuen erscheinen. Stängelig, zusammen mit Stilpnomelan und Amiant, auch im Calcit, dann aber fast immer mit Rissen und Bruchflächen, ursprüngliche Länge der Kristalle bis 10 cm und 1 cm dick (Abbildungen im Strahler 1999/2/446).
- Erythrin: Als puderförmige, schmutzige, rosafarbige Überzüge auf der Oberfläche des Erzes. Zu finden auch in Sturzblöcken in der Gegend von La Mannaie Les Trappistes.
- Ferroaktinolith: Zum Teil in schönen graublauen Exemplaren. Asbest als Einschlüsse im Quarz oder Calcit, was zu einer grünlichen Färbung führt. Nach Sprengarbeiten im Jahre 1998 konnte bei den Felsen des Couloir Collaud handgrosse Stücke mit pelzartigem Asbestrasen geborgen werden. Bei Nässe verklebt der Asbest.
- Ferroaxinit: Zusammen mit viel Chlorit.
- Galenobismutit: Nadelig.
- Hemimorphit: Als farblose, bis 3mm grosse, Kristalle auf mikrokristallinen Krusten des Hydrozinkits. Wurde an mehreren Stellen gefunden. Das Gestein, welches diese mehrere cm grossen Verblendungen enthält, ist häufig sehr reich an Sulfiden wie Pyrit und Sphalerit (St. Ansermet, Strahler 2000/3).
- Magnetit: Auch als Oktaeder.
- Pyrit:
- Quarz:
- Stilpnomelan:
Rasenartige Erscheinung, bestehend aus schwarzen Blättern, pseudohexagonal, rosettenartig aggregiert, bis 1 cm, auch kleine Kristalle, braun, schlecht begrenzt, begleitet vor allem von Epidot, Aktinolith und Beyerit.

029. VS / Sembrancher (franz.), Sankt Brancher (dt.), Mont Chemin, La Monnaie, Les Trappistes
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Sembrancher, Koordinaten ca.: 577750 / 103000
Literatur:
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1997; Heft 3
In den ehemaligen Kalk- und Mergelsteinbrüchen in Stollen zwischen 670 und 800 m ü. M.
- Baryt: Sehr selten, winzig, milchigweiss, pulverförmig.
- Calcit: Sehr häufig, Skalenoeder, weiss, glänzend, bis 1 cm.
- Coelestin: Farblos bis intensiv himmelblau auch rötlich, durchsichtig, sehr spitz, bis mehrere cm.- Dolomit: Winzig, milchig-weiss.
- Erythrin: Als puderförmige, schmutzige, rosafarbige Überzüge auf der Oberfläche des Erzes. Zu finden auch in Sturzblöcken in der Gegend von La Mannaie Les Trappistes.
- Gips: Farblos, bis 1 cm, schöne Ausbildung.
- Limonit:
- Markasit:
Prismatisch, goldfarbig, bis 1 mm.
- Pyrit: Kuboktaeder, klein.
- Sphalerit: Kastanienbraun, bis 1 cm, schwarz in der Varietät 'Marmatit'.

030. VS / Sembrancher (franz.), Sankt Brancher (dt.), Mont Chemin, Les Planches
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Sembrancher, Koordinaten ca.: 575620 / 104610
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 264
Aus mächtigen Magnetitlinsen, welche in den Jahren 1940 bis 1943 intensiv abgebaut wurden (54'000 Tonnen (zusammen mit Chez Larze)).
- Magnetit: Feinkörnig.

031. VS / Sembrancher (franz.), Sankt Brancher (dt.), Mont Chemin, Les Valettes (Valetta)
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Sembrancher, Koordinaten ca.: 571750 / 102750
Literatur:
- Perroud, P. & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1987; Seite 508-511; Die Sulfate von Les Valettes VS
- Meisser, Nicolas & Frey, Alfred; Schweizer Strahler; 1996; Heft 2; Seite a26; Halotrichit von der Tour de la Molière (FR) und Stolzit an der Tête Noire (VS)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 106,121,202,386,430
Acht der aufgeführten Sulfate sind neu für die Schweiz. Da an brauchbarem Sammlermaterial kaum etwas anfällt, lohnt sich der Besuch der Fundstelle bei dieser Sphalerit-Pyrit-Vererzung kaum.
- Adular:
- Albit:
Klein, durchsichtig, zusammen mit Quarz.
- Anatas: Bipyramidal, blauschwarz, zusammen mit Quarz, Adular, Monazit.
- Apjohnit:
- Boyleit:
Weiss, pulverige Massen, aus dem Zerfall von Sphalerit, kann sich durch Wasserverlust umwandeln in Gunningit.
- Calcit: Massig, weiss.
- Chalkanthit: Blaue Masse, teils individualisierende, kleinste Kriställchen, durchsichtig, mit abgerundeten Kanten (Perroud, Meisser, 1989), Zerfallsprodukt des Chalkopyrits, einziges Kupfersulfat dieser Lokalität.
- Chalkopyrit: Selten, als messinggelbe Körner im Quarz.
- Coquimbit: Schneeweiss, fleckig, schuppig, sehr schön, massig, hexagonale Prismen, zusammen mit Zinkocopiapit, Gunningit, Voltait und Dietrichit (Perroud, Meisser, 1987).
- Dietrichit: In einer stark verwitterten Sphalerit-Pyrit-Vererzung, feinfaserig, farblos bis weiss, zuweilen zusammen mit Apjohnit und Polmit feste Lösungen bildend, auf Zinkocopiapiti oder Voltait (Perroud, Meisser, 1987).
- Fibroferrit: Weiss oder hellbraun, faserig, teils in Quarzhohlräumen, aggregiert (Perroud, Meisser, 1987).
- Gips: Faserig, massig.
- Goethit: Aus zerfallenem Pyrit, zusammen mit Jarosit ein braunes Pulver bildend.
- Gunningit: Wasserlöslich, mikroskopisch klein, igelförmige Aggregate (Perraud, Meisser, 1987).
- Hawleyit: (Kubische Modifikation von Greenockit), leuchtend gelber-grünlicher-bräunlichgelblicher Überzug auf Gestein (beim Sphalerit), leicht zinkhaltig (Perroud, Meisser, 1987).
- Hexahydrit: Wasserlöslich, weissliche bis farblose Fasern (Perroud, Meisser, 1987).
- Jarosit: Rhomboedrische Kriställchen, mikroskopisch klein (5 um), verschiedenartig aggregiert (Perroud, Meisser, 1987).
- Melanterit: Zusammen mit Siderotil, als Verwitterungsprodukt des Sphalerits, leicht kupferhaltig, neben Siderotil (Perroud, Meisser, 1987).
- Monazit: Durchsichtig, glänzend (Perroud, Meisser, 1987).- Muskovit:
- Pyrit: Häufig, selten gute Kristalle, körnige Aggregate, korridiert.
- Pyrrhotin: Als rötlichbraune Massen.
- Rozenit: In zwei Ausbildungsformen, aus hellblaugrünen Fasern entstandenes weissliches Pulver oder als weisse Hülle um Sphaleritkerne im Quarz (sehr klein!) (Perroud, Meisser, 1987).
- Römerit: Rötliche, hellrosa bis hellviolettbraun, körnige Krusten, Einzelkristalle lediglich 30 um (tausendstel) (Perroud, Meisser, 1987).
- Schwefel: Frei geworden durch Oxidation der Sulfide, dünne kristalline Krusten auf Sphaleritflächen, auch prismatische spitze Kriställchen in Quarz-Hohlräumen, auch als feiner weisser Überzug auf Sphalerit (Perroud, Meisser, 1987).
- Siderotil: Farblos bis blaugrün, längliche Ausbildung, neben Melanterit (und vermutlich aus diesem entstanden) (Perroud, Meisser, 1987).
- Sphalerit: Diverse Farben und Ausbildungen, häufig, meistens eingeschlossen, manchmal mit einem weissen Anflug (Rozenit bzw. Schwefel).
- Stephanit: Mikroskopisch kleine Einschlüsse im Sphalerit (Meisser, 1994).
- Synchysit: Braun - rosarot.
- Voltait: Grünliche Pusteln, klein grau bis olivgrüne Kriställchen, halbkugelige Aggregate, teils durchwachsen von Dietrichitnadeln, wasserlöslich (Perroud, Meisser, 1987).
- Willcoxit: Nachgewiesen, farblos-durchsichtig, körnig, unter einem mm, neben Dietrichit (Meisser, 1995).
- Zincocopiapit: Wasserlöslich, bis heute erst einmal in China gefunden, gelbe Massen (ähnlich Kaugummi) oder gelbe Kristalle, pseudohexagonal, bis 1 mm (Perroud, Meisser, 1987; Perroud et al., 1987).

032. VS / Sembrancher (franz.), Sankt Brancher (dt.), Mont Chemin, Tête des Econduits, Les Econduits (Prospektionstunnel)
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Sembrancher, Koordinaten ca.: 574950 / 104550
Literatur:
- Ansermet, Stefan; Lapis; 2004; Heft 11; Seite 29-40
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 4; Seite 591 - 608; Mineraltopgraphie der Schweiz und der umliegenden Länder: Beschreibung kürzlich entdeckter seltener oder erstgefundener Mineralien
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 24,56,103,115,143,176,198,219,362,393,460
Aus dem Prospektionstunnel (1340 m ü. M.) in den Jahren 1971 - 1976 (zwecks Fluoritabbau). Die Koordinaten zeigen auf den Gipfel und nicht auf den Prospektionstunnel. Aus dem Bereich der Gipfelfelsen sind in den Jahren nach 1980 Klüftchen mit Quarz und Scheelit gefunden worden.
- Hydrozinkit:
- Kainosit-(Y):

- Kaolinit: Weiss-hellbeige, glimmerartige Massen, bis mm-Grösse (im Prospektionstunnel).
- Langit:
- Linarit:
- Magnetit:
- Malachit:
- Mimetesit:
- Muskovit:
- Parisit:
Klein, neben Scheelit.
- Posnjakit:
- Pyrit:
- Quarz:
- Rosasit:
- Sauconit:
Vermutlich in der Schweiz nur einmal bestimmt worden (Stand 1996), weiss, kugelig, mm-gross, in der Oxidationszone des sphaleritführenden Fluoritganges (Meiser, Ansermet, 1996).
- Scheelit: Orange, bis 1 cm und selten auch etwas grösser.
- Smithsonit: Kugelige Aggregate, bis cm-Grösse (Meisser, Ansermet, 1995).
- Sphalerit:
- Synchisit-(Ce):
Rotorange, vielflächig, bis 3 mm, im gleichen Erzkörper auch rundliche, salmfarbene Körner, Anhäufungen bis cm-Grösse, verwachsen mit Xenotim und vergesellschaftet mit Kainosit und Aeschynit (Meisser, Ansermet, 1996).
- Tennantit:
- Theisit:
- Wulfenit:
Bis 5 mm, tafelig, pseudowürfelig, dipyramidal, tonnenförmig, in diversen Farbtönen.
- Xenotim-(Y):
- ß-Duftit:
Häufig, feine, mikrokristalline, giftgrüne Krusten, bis 3 mm dick, vergesellschaftet mit Azurit und Wulfenit, Erstfund für die Schweiz (dieser wird gemäss Mineralienlexikon auch vom Engadin -ohne genauere Angaben- in Anspruch genommen (Schmutz et al., 1982). Andere Angaben erwähnen als ersten Fundort 'Tête des Econduits, Mont Chemin (Prospektionsstollen)', resp. Mont Chemin, Le Crettaz) (Ansermet, Meisser, 1996).

033. VS / Sembrancher (franz.), Sankt Brancher (dt.), Mont Chemin, Vens (Mine )
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Sembrancher, Koordinaten ca.: 575882 / 104046
Literatur:
- Ansermet, Stefan; Schweizer Strahler; 2000; Heft 3; Seite 93 - 111; Die Mineralien der Skarne vom Mont Chemin (Wallis)
- Guex, Olivier & Ansermet, Stefan & Tissières, Pascal & Beck, Barbara & Serneels, Vincent & Meisser, Nicolas; Minaria Helvetic; 1998; ganzes Heft, französisch
Die genaue Lage der Mine ist dem Schreiber zur Zeit nicht bekannt.
- Boyleit: Als cm-grosse Krusten mit schmutzigweissem Aussehen, pulverig. Auch erkennbar am widerlichen Geschmack. Zu finden im unteren Stollen an regengeschützten Partien.
- Edenit: Als Hauptbestandteil des Skarns. Knäuelähnliche Ansammlungen länglicher, dunkelgrüner Kristalle, vermischt mit anderen Mineralien. In kompakten, mehrere cm-grossen Aggregaten.
- Graphit: Als bis 3mm grosse Einschlüsse in den Amphibol-Magnetit-Sulfiderzen. Die schwarzen Graphitplättchen sind alle nach der Schieferung ausgerichtet.
- Magnesiohornblende: Als Hauptbestandteil des Skarns. Knäuelähnliche Ansammlungen länglicher, dunkelgrüner Kristalle, vermischt mit anderen Mineralien. In kompakten, mehrere cm-grossen Aggregaten.
- Magnetit: Neben der Ausprägung wie unter 'Sembrancher, Mont Chemin 1 (allgemein)' beschrieben tritt hier der Magnetit pseudomorph als radialstrahliges Hämatitaggregat auf (Hugi et al., 1948).
- Pyrrhotin: Im Skarn gelegentlich vermischt mit Magnetit anzutreffen. Das mit Pyrit leicht zu verwechselnde Mineral ist seiner Broncefärbung der Bruchfläche zu erkennen. Eingesprengt in Sphalerit.
- Sphalerit: Im Skarn ein recht häufiges Mineral und zum Teil in beträchtlichen Ansammlungen. Es konnten Aggregate von reinem Sphalerit bis 18 kg gefunden werden. Der Sphalerit kann eine recht dunkle Färbung inne haben und in diesem Falle leicht mit Magnetit verwechselt werden.

034. VS / Sembrancher (franz.), Sankt Brancher (dt.), Monte Catogne, La Montagne à Vria
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Sembrancher, Koordinaten ca.: 574750 / 101300
Literatur:
- Meisser, Nicolas & Brugger, Joël & May, Roger; Schweizer Strahler; 1996; Heft 1; Seite 325 - 337; Der Axinit vom Catogne (VS)
Am Nordabhang des 'Le Catogne', südwestlich von Sembrancher.
- Adular:
- Aktinolith:
- Albit:
Auch als Bavenoer-Zwilling.
- Ferroaxinit: Kleine und sehr schöne Kristalle.- Mimetesit: In kleinen Bündeln, grasgrüne Farbe.
- Quarz:
- Wulfenit:
Lamellenartig, gelb - orange.

035. VS / Sembrancher (franz.), Sankt Brancher (dt.), Monte Catogne, Le Pessot
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Sembrancher, Koordinaten ca.: 575550 / 101300
Literatur:
- Meisser, Nicolas & Brugger, Joël & May, Roger; Schweizer Strahler; 1996; Heft 1; Seite 325 - 337; Der Axinit vom Catogne (VS)
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 162
Am Nordhang des 'Le Catogne', nahe bei 'Le Pessot', ca. 2 km südwestlich von Sembrancher. 'Le Pessot' ist nicht auf der Karte, die Koordinate zeigt auf Catogne.
- Aktinolith: Asbestartig, faserig, grau - weisslich, bis ca. 1 cm.
- Allenit: Schwarzgefleckt, abgerundet und nur kleinkörnig.
- Calcit: Massig, selten in guten Kristallen, meistens stark korrodiert.
- Datolith: Milchig - weiss - farblos, bis 3,5 cm, dicktafelig, glänzend, teils stark korrodiert.
- Diopsid: Erscheint in kristallinen Massen in grünlichen Farbtönen.
- Epidot: Grüne bis braune Farbvariationen, bis 1 cm.
- Ferroaxinit: In Kristallen bis zu 18 cm, erst 1983 gefunden, gilt dieser Ort als eine der weltbesten Fundstellen für dieses Mineral, scharfkantig, oft von Amiant, respektive von asbestförmigem Aktinolith durchwachsen. Aus einer 9 Meter langen Kluft, gross, bis 17 x 7 x 4 cm (730 gr), pfifferlingbraun bis rötlichbraun. Teils mit Einschlüssen von Aktinolith. Einige Steine wurden von Bruno Veigl aus Lutry verschliffen (bis 5 ct.).
- Granat: Braunrot, in der Umgebung öfters zugegen.
- Hellglimmer:
- Quarz: Relativ selten, meistens korrodiert, bis 5 cm, grünlich.
- Titanit: Einige mm gross mit oranger - gelblicher Färbung.
- Vesuvian: Braune, bis 1 cm grosse Kristalle in rechteckigen Prismen.

036. VS / Val de Bagnes, Valée de Bagnes, Bagnestal, Bagnesthal
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Val de Bagnes, Koordinaten ca.: 582500 / 103200
Literatur:
- Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1981; Seite 437-467; Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten V
- Hugi, E.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1927; Band 7; Heft 1; Seite 179 206; Über ein neues schweizerisches Vorkommnis von Alkalihornblende
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 258 etc.
Koordinate beim Talanfang bei 'Le Châble'. Evtl. liegt der Ort im Gebiet der Minen.
- Chloritoid: In Phylliten.
- Crossit: Verbreitet in metamorphen Gesteinen, blaue Amphibolvarietät.
- Glaukophan: Verbreitet in metamorphen Gesteinen, blaue Amphibolvarietät.
- Hämatit: In Quarzit.
- Interessantes Gestein: Blauer Natriumamphibol aus dem oberen Val de Bagnes in einem ziemlich eingeschränkten Gebiet. Hugi: Das bedeutendste schweizerische Glaukophanvorkommen ist zweifellos dasjenige der Casanna-Schiefer des Val de Bagnes (Glaukophangesteine im Casannaschiefer).
- Natronamphibol: Aus dem oberen Val de Bagnes.
- Nephrit:
- Rosasit:
Grün, radialstrahlig aggregiert.

037. VS / Val de Bagnes, Valée de Bagnes, Bagnestal, Bagnesthal, Alp Tzofferay, Tsofeiret
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Val de Bagnes, Koordinaten ca.: 595090 / 90240
Literatur:
- Preiswerk, H.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1926; Band 6; Heft 2; Seite 267 - 277; Nephrit von Haudères (Wallis)
Preiswerk: Die Fundstelle, die ich mit Herrn Tschopp zusammen besuchte, befindet sich auf ca. 2700 m Höhe auf der Alp Tzofferay (heute Tsofeiret) im Val dc Bagnes an einer Stelle, an der während des Krieges auf Asbest geschürft worden ist.
- Asbest:
- Nephrit:


038. VS / Val de Bagnes, Valée de Bagnes, Bagnestal, Bagnesthal, Bordon (Mine), Versegèrebach;(Talkabbau)
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Val de Bagnes, Koordinaten ca.: 584150 / 101610
Literatur:
- Fehlmann, Hans; Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 193
Die Koordinaten zeigen auf Veregères. Die "Mine et Usine du Bordon" bei Versègere im Val de Bagnes liegt (Siegfriedblatt 526) links des Versegèrebaches auf Kote 1050. Daselbst steht eine 60° fallende Platte von Serizitschiefer und Serizitphyllit der obern Casannaschiefer an, deren Flächeninhalt wenigstens 1000 m2 beträgt. Es ist bemerkenswert, dass dieses im Tagbau gewonnene Material, das mit Hilfe einer Müllereieinrichtung verarbeitet wird, als Ersatz von Kaolin in der Papierfabrikation Verwendung findet. Die Mühle mit Turbine, Viktoriamühle, Sechskantsichtern und Sacklager, steht unmittelbar neben dem Vorkommen. Das Mahlgut wird bis zur 8,5 km entfernten Bahnstation Sembrancher mit Hilfe von Maultierfuhrwerken transportiert.
- Giltstein:
- Talk:


039. VS / Val de Bagnes, Valée de Bagnes, Bagnestal, Bagnesthal, Botzeresse (Grube), Fionnay, Bonatchiesse, Botzeresse, Bocheresse;(Talkabbau)
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Val de Bagnes, Koordinaten ca.: 591590 / 95360
Literatur:
- Fehlmann, Hans; Der Schweizerische Bergbau während des Weltkrieges; 1919; Seite 192-193
Die Koordinaten zeigen auf das Gebiet Bocharesse. Botzeresse (Bocheresse). Das Vorkommen liegt im Val de Bagnes, links der Dranse, 2,14 km oberhalb Fionnay gegenüber Bonatchesse an einer Runse etwa auf Kote 980. Die Nord-Süd verlaufende, in Sismondinphyllit eingebettete Linse von über 20 m Mächtigkeit, ist sehr gut erkennbar. Sie enthält einen homogenen Giltstein mittlerer Härte, von dem noch eine bedeutende Menge vorhanden ist. Weitere Giltsteinlinsen befinden sich an steiler Felswand über der heutigen Grube.
- Giltstein:

040. VS / Val de Bagnes, Valée de Bagnes, Bagnestal, Bagnesthal, Bruson
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Val de Bagnes, Koordinaten ca.: 583000 / 101600
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 38
- Pyrrhotin:

041. VS / Val de Bagnes, Valée de Bagnes, Bagnestal, Bagnesthal, Bruson, La Payanne (Mine);(Erzabbau)
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Val de Bagnes, Koordinaten ca.: 581500 / 99100
Literatur:
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 4; Seite 591 - 608; Mineraltopgraphie der Schweiz und der umliegenden Länder: Beschreibung kürzlich entdeckter seltener oder erstgefundener Mineralien
Auf der Abraumhalde dieses Bergwerkes.
- Anglesit:
- Arsenopyrit:
- Cerussit:
- Galenit:
- Goethit:
Schwarz, nadelig, filzig.
- Pyrit:
- Quarz:
- Rhodochrosit:
2 mm, hellbraun, auf einem Goethit-Filz. Für die Alpen ist das Auftreten von kristallisiertem Rhodochrosit aussergwöhnlich.
- Skorodit: Schmutziggrüne Anflüge auf arsenopyritreichen Proben.
- Tetraedrit:

042. VS / Val de Bagnes, Valée de Bagnes, Bagnestal, Bagnesthal, Bruson, Peiloz (Mine);(Erzabbau)
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Val de Bagnes, Koordinaten ca.: 583100 / 101550
Literatur:
- Ansermet, Stefan & Meisser,Nicolas; Minaria Helvetica;1996;Heft 16a; Seite 61-67;Travaux préliminaieres sur la mine d'argent de Peiloz, Bruson, Val de Bagnes.
- Meisser,Nicolas; Schweizer Strahler; 1993;; Seite 595
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 4; Seite 591 - 608; Mineraltopgraphie der Schweiz und der umliegenden Länder: Beschreibung kürzlich entdeckter seltener oder erstgefundener Mineralien
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998
Auf der Abraumhalde dieses Blei-Silber-Bergwerkes. Die Koordinaten zeigen auf das Dorf Bruson. Mineralien:
1). Gemäss Inventaire minéralogique de la mine de Peiloz: Minerais et gangue (Ansermet/Meisser).
2). Gemäss Inventaire minéralogique de la mine de Peiloz: Minéraux d’altération. (Ansermet/Meisser). Genaue Koordinaten West: 582.370 / 100.040, 1627.8 m ü. M. Genaue Koordinaten Ost: 582.480 / 100.050, 1630 m ü. M.
- Anglesit: 2).
- Aurichalcit: 2).
- Bindheimit: 2).
- Boulangerit: 1). Nadelig, bis 3 mm.
- Cerussit: 2).
- Galenit: 1).
- Hemimorphit: 2).
- Hydrozinkit: 2).
- Hämatit: 1).
- Limonit: 2).
- Linarit: 2).
- Meneghinit: 1). Im Quarz, metallgrau, prismatisch, bis 2 mm, nadelig (Meisser, Ansermet, 1993).
- Pyrit: 1).
- Pyromorphit: 2). Hexagonale Ausbildung, bis 0.2 mm (Meiser, Ansermet, 1993).
- Quarz: 1).
- Siderit: 1).
- Sphalerit: 1).

043. VS / Val de Bagnes, Valée de Bagnes, Bagnestal, Bagnesthal, Bruson, Six Blanc, Si Blan
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Val de Bagnes, Koordinaten ca.: 580380 / 98460
Literatur:
- Cuchet, Stéphane & Brugger, Joël; Schweizer Strahler; 2016; Heft 4; Seite 20 - 27; Eine einzigartige chemische Zonierung im Zinkolivenit von Gosan, Val d'Anniviers
- Cuchet, Stéphane & Ansermet, Stefan & Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 2012; Heft 4; Seite 2-15; Die kupferhaltige Mineralisierung am Six Blanc im Wallis
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 401
Diese Fundstelle wurde 1983 von den Autoren (Cuchet, Ansermet, Meisser) wiederentdeckt und ausführlich untersucht. Dabei konnten 4 für die Schweiz neue Mineralien identifiziert werden. Verschiedene Wege führen zu diesem Fundort:
- von Orsières zum Weiler Commeire, von da entweder zum Col de Mille und dann auf dem Wanderweg in Richtung Col de Chargerat oder
- von Commiere zur Apl von Moay und via Nordflanke des Six Blanc hochsteigen.
- eine weitere Möglichkeit wäre von Le Châble aus via Bruson nach La Pasay aufsteigen.
Die Mineralisation befindet sich in der Nordflanke, ungefähr 100 Meter westlich des Gipfels des Six Blanc, genau unterhalb der Krete, die zur Pointe de Sesal führt. Der Aufstieg von Süden ist weniger gefährlich, der Nordaufstieg bietet aber einige mineralisierte Felsblöcke. Die kupferhaltige Schicht hat ein Ausmass von ca. 10 Meter Länge und etwa 2 Meter Dicke. Es ist zu vermuten, dass sehr sorgfältig abgebaut wurde, kann doch kaum noch ein abgebautes Erzstück gefunden werden. Heute sind lediglich Funde aus Erosionsereignissen zu machen. In der Literatur sind kaum oder keine Angaben über diesen Abbau zu finden. Der Fundort bietet keine spektakulären und gut kristallisierten Mineralien. Nur im mm- bis max. cm-Bereich. Die Koordinaten zeigen auf den Gipfel.
- Adamit: (Adamin). Ist gemäss Cuchet / Brugger am Six Blanc gefunden worden.
- Akanthit: Akanthit ist der Hauptträger von Silber in dieser Mineralisation und tritt in Form von winzigen (0.3 mm) Einschlüssen im Tetraedrit auf. Der Akanthit enthält auch Spuren von Kupfer, Quecksilber und Tellur. In der Sammlung entstehen, unter dem Einfluss der Oxidation, aus den Einschlüssen Neubildungen von kupferhaltigem Akanthit, die als kleine filzige und schmutzige Verzeigungen erscheinen.
- Azurit: Kommt häufig vor und zeigt sich in der Regel als feine, bis cm-grosse Plättchen auf Quarz oder Tetraedrit. Selten sind auch kleine linsenförmige Kristalle oder radial-lamellenartige Kugeln zu finden. Verwechselbar mit Langit.
- Bayldonit: Nur ein einziger Fund, in Form von apfelgrünen Plättchen auf Quarz. Da keine Kristallform vorhanden ist, muss das Mineral genau analysiert werden.
- Brochantit: Brochantit ist meist mit Langit vergesellschaftet und erscheint wie der Langit auf Tetraedrit in manchmal cm-grossen Überzügen, welche grün tablettenförmig sind. Verwechselbar mit Malachit.- Calcit: Calcit ist omnipräsent aber eher unauffällig. Kommt aderig oder in nadelförmigen Kriställchen, welche an der Basis parallel miteinander verbunden sind vor. Die Spitzen sind jedoch frei. Wegen der Aehnlichkeit mit Aragonit ist eine Verifizierung notwendig.
- Cerussit: Cerussit kann nur in der Nähe der seltenen Galenitstücke gefunden werden. Das Mineral tritt selten in kristalliner Form auf, meistens nur gräulich-krustenförmig.
- Chalkopyrit: Ist in kleinen Mengen mit dem Tetraedrit assoziiert, ist selten zu finden und in der Regel unter 1 cm gross. Kristalline Formen sind nicht anzutreffen.
- Cinnabarit: Ist sehr häufig und sehr klein als Verwitterungsprodukt von Tetraedrit anzutreffen. Die Zersetzung des schwefelhaltigen Tetraedrits hinterlässt Cinnabaritkrusten oder -plättchen in Klüften oder feine Verfärbungen in durchscheinenden Mineralien wie Cuproromeit oder amorphen Kieselgelen. Der ziegel- bis zinnoberrote Cinnabarit ist meist pulverförmig zusammen mit Tetraedrit und den sekundären Mineralien. Manchmal bildet er tetraedrische Kassettenformen.
- Clarait: Clarait ist selten und zeigt sich nur als rundliche und himmelblaue mikrokristalline Gebilde unter 4 mm und ist stets als Einschluss in festem Tetraedrit zu finden. Kann mit Cuproromeit verwechselt werden. Bei einem Fund aus einer quarzhaltigen Ader war der Clarait deutlich blattartig und von intensivem Blau.
- Cornubit: Cornubit gleicht extrem einem pulverigen Malachit oder Konichalcit. Der einzige Fund von Cornubit füllte einen kleinen Hohlraum in einer Quarzader. Er ist blass grün, pulverig und weich. Begleitmineralien sind Azurit, Malachit und Cuproromeit. Wegen der erwähnten Änlichkeit ist eine chemische Analyse unablässlich.
- Cornwallit: Nur ein einziger Fund. Das Mineral füllte einen kleinen Riss in einem bröckeligen Tetraedrit aus, ist smaragdgrün und bildet bis 5 mm grosse Aggregate, besgtehend aus winzigen, glänzenden Kugeln. Cornwallit wurde hier das erste Mal für die Schweiz nachgewiesen.
- Covellin: Feine indigoblaue Adern in Tetraedritmassen.
- Cupropolybasit: Ein äussert seltenes Sulfosalz. Es handelt sich um den dritten Fund weltweit und den ersten in der Schweiz. Das Mineral erscheint in Form von mikroskopisch kleinen (0.03mm) Einschlüssen im Tetraedrit und erscheint stets zusammen mit Akanthit.
- Cuproroméit: Früher Partzit genannt. Das Mineral kommt am Six Blanc sehr häufig vor und zeigt sich als erhärtetes Gel, manchmal glasig-durchscheinend mit deutlichen muschelförmigen Rissen. Zeichen von Austrocknung und konzentrische oder radiale Risse sind typisch für dieses Mineral, das deutliche Zeichen eines amorphen Zustandes zeigt. Die Farbe reicht von türkisblau bis malachitgrün über himmelblau und blassgrün. Sehr oft verfärbt sich das das Mineral in konzentrischen Kreisen, die einen schönen Effekt ergeben. Malachit, Cinnabarit oder Azurit fliessen ineinander und bilden so kreisförmige oder fleckenartige Muster. Dieses Mineral wurde hier am Six Blanc zum ersten Mal in der Schweiz gefunden.
- Devillin: Auf Erzproben zusammen mit Brochantit und La ngit. Das Mineral kristallisiert in blattartigen, hellblauen Mikrokristallen auf Tetraedrit. Für die Identifizierung ist eine Röntgen-Diffraktionsanalyse notwendig.
- Dickit: Erscheint als perlmuttweisse Füllung einiger Hohlräume der quarzartigen Gangart oder als feiner Überzug der Quarzkristalle. Der Dickit kann leicht mit dem Kaolinit verwechselt werden, es ist daher eine genaue Analyse notwendig.
- Dolomit: In kleinen rhomboedrischen Kristallen als Einschlüsse im Cuproromeit.
- Duftit: Murmelförmige Exemplare mit einer pustelförmigen Oberfläche mit apfelgrüner Farbe. Verwechselbar mit Konichalcit.
- Galenit: Kleine bis cm-grosse Massen im quarzhaltigen Gestein oder direkt auf Tetraedrit. Zerfällt normalerweise zu Cerussit.
- Goethit: Dünne, cm-grosse, braunrote, teils seidige Überzüge, die auf der quarzhaltigen Gangart liegen.
- Gold, gediegen: Als Körnchen in sehr geringer Grösse und Ähnlichkeit mit Pyrit und Chalkopyrit. Die Analyse zeigt ein sehr reines Gold (Au 90%, Ag 7% und Cu 3%). Das Vorhandensein von Gold in einer sedimentären Umgebung ist relativ ungewöhnlich, wurde in der Schweiz aber bereits einmal nachgewiesen (Nähe der 'Goldenen Sonne' in Felsberg bei Chur in einem dolomitischen Milieu).
- Kaolinit: Sehr häufig und tritt als bröckelige Masse aus sehr feinen Körnern - an Schnee erinnernd - auf. Die Masse füllt Spalten in quarzhaltigen Ganggesteinen. Die schneeweise Farbe kann durch Einfluss von Tetraedrit oder Kupfer ins Grünliche bis Blaugrünliche wechseln. Verwechselbar mit Dickit.
- Konichalcit: Ziemlich häufig vorkommend. Erscheint als amorphe Masse, teils mit Trocknungsrissen, ist blassgrün und nicht immer einfach zu bestimmen.
- Langit: Eng mit Posnjakit verbunden und relativ häufig in Spalten des massiven Tetraedrits vorkommend. Immer in Form von cm-grossen Überzügen, die aus winzigen, unter 0.1 mm-grossen Teilchen bestehen. Treten die Kristalle etwas grösser auf, ist die für dieses Mineral typische Zwillingsbildung zu erkennen.Hellblau mit glasigem, an Glasur erinnerndem Aussehen.
- Linarit: Nur ein Fund als mm-grosser Überzug, hellblau, mit speckigem Glanz, oft in Gemeinschaft mit umgewandeltem Galenit, Bayldonit oder Cerussit.
- Malachit: Häufigstes Sekundärmineral an dieser Fundstelle. In unterschiedlichen Erscheinungen wie faserig, radial-strahlige Kugeln, gedrehte Fäden, Überzügen aus nadeligen oder prismatischen Kristallen, massig, pulverig. Die Farbe kann von ausgewaschenem Grün (fast weiss) bis kräftigem Grün auftreten.
- Olivenit: Nur selten zu finden. Als grüne bis olivgrüne, durchscheinende Kugeln, mit einem Durchmesser unter einem mm und aufgewachsen in Hohlräumen quarziger Gangarten. Bei starker Vergrösserung wird ein treppenartiger rhomboedrischer Aufbau sichtbar. Die Analyse zeigte, dass es sich hier um einen zinkhaltigen Olivenit handelt.
- Oxyplumboromeit: Neuer Name für Bindheimit. Wegen dem wenig ansprechendem Aussehen und fehlender Kristalle, fällt dieses Mineral kaum auf. Vergesellschaftet mit Langit, grünlich-beige Krusten mit speckigem Glanz bildend. Kommt in Spalten von verwittertem Tetraedrit vor.
- Posnjakit: Siehe unter Langit.
- Pyrit: Häufig, in unauffälliger Erscheinung, kattenartige Gebilde mit qubischen oder dodekaedrischen Kristallen mit maximal einigen mm Grösse. Gerne zu kompaktem Limonit verwittert und in quarzigen Gangarten im dolomitischen Nebengestein oder in verwitterten Mineralien zu finden.
- Quarz: Das Mineral bildet die Gangart für die Vererzung. Freie Kriställchen sind in den feinen Zwischen- und Hohlräumen der Adern zu finden und ist meist mit sekundären Kupfermineralien zu finden. Transparente oder milchige Prismen mit einer Grösse bis 5 cm treten in den Dolomit oder Quarz durchdringenden Spalten auf.
- Tetraedrit: Als cm-grosse Adern (bis 13 cm) in der Quarzader oder direkt im Dolomitgestein. Das Mineral erscheint metallisch schwarz, teil mit opalisierender Oberfläche. Kleinere Kristalle zeigen einen kirschroten Schein. Häufig sind tetrardrische aber meist verwitterte Kristalle zu finden.
- Theisit: Flache, radialstrahlige Aggregate, bis 2 mm Durchmesser (Meisser, 1994). 2012: Selten, als zarte glimmerige, hellgraue oder leicht bläuliche Blättchen. Das Mineral bildet Kugeln oder Überzüge wenn die Hohlräume zu eng sind.
- Tirolit: Konnte nur in sehr enger Vermischung mit Theisit gefunden werden. Diese sehr Forgeschrittene Mischung erlaubt auch bei starker Vergrösserung keine Unterscheidung mehr. Diese Mischung zeigt ein mikroklines Aussehen in himmelblauer Farbe, ähnlich dem Clarait.
- Wroewolfeit: Das Mineral ist ein Dimorph des Langits, mit dem es optisch fast identisch ist. Die Unterscheidung erfordert eine Spezialanalyse. Am Six Blanc gelang nur ein Fund eines hellblauen Kristalls mit glasigem Glanz.
- Zalesiit: Von diesem Mineral konnte nur ein Fund gemacht werden. Dieser besteht aus einem kleinen Büschel weisser, nadelförmiger Kristalle mit einer Länge unter 1 mm.
- Zinkolivenit: Das erst im Jahre 2006 beschriebene Mineral konnte hier ebenfalls nachgewiesen werden. Der einzige Fund stammt aus einem kleinen Hohlraum in der Gangart, ist an den Rändern ziemlich kompakt und gegen das Zentrum hin fast faserig. Die Farbe ist ein sehr blasses, fast weiss erscheinendes Grün. Leicht mit ausgebleichtem Malachit zu verwechseln. Zinkolivenit wurde am Six Blanc zum ersten Mal für die Schweiz beschrieben.

044. VS / Val de Bagnes, Valée de Bagnes, Bagnestal, Bagnesthal, Cabane de Chanrion, Lancey, Le Lancet
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Val de Bagnes, Koordinaten ca.: 595500 / 87500
Literatur:
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 4; Seite 591 - 608; Mineraltopgraphie der Schweiz und der umliegenden Länder: Beschreibung kürzlich entdeckter seltener oder erstgefundener Mineralien
Fundort zwischen der erwähnten Hütte und der Brücke von Lancey. Die Koordinaten bei der Brücke: 594.4 / 88 / 2040 m ü. M.
- Braunit: In Manganknollen, schwarz.
- Piemontit: Rötlichviolett, ohne Strontium.
- Spessartin:

045. VS / Val de Bagnes, Valée de Bagnes, Bagnestal, Bagnesthal, Chiedro
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Val de Bagnes, Koordinaten ca.: 595570 / 92890
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 389
Vom Berge Chiedro im Bagnestal führt G. Leonhard (dessen Handwörterbuch der topogr. Min. S. 160) die erwähnten Mineralien auf. Vermutlich ist mit Chiedro der Berg 'Mont Rouge du Giétro' gemeint. Die Koordinaten zeigen auf diesen.
- Amianth:
- Asbest:
- Galenit:
- Grammatit:
- Pyrit:
Schöne Kristalle, Trapezoidikositetraeder, mit Asbest, Amianth, Galenit und Grammatit in Talkschiefer, sowie noch an verschiedenen anderen Punkten in Gneis und Glimmerschiefer eingewachsene Kristalle vorkommen, Vorkommnisse, die wie an anderen Orten der Schweiz in Kalkstein, Ton-, Talk- Glimmer- und Amphibolschiefer und in Gneiss eingewachsene Kristalle meist nur kleine Kristalle, Hexaeder, oder solche mit Oktaeder, oder mit dem Dyakishexaeder oder solche allein sind.

046. VS / Val de Bagnes, Valée de Bagnes, Bagnestal, Bagnesthal, Le Vacheret;(Erzabbau)
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Val de Bagnes, Koordinaten ca.: 585661 / 104817
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 256
- Galenit: Derb, in Erzgängen.

047. VS / Val de Bagnes, Valée de Bagnes, Bagnestal, Bagnesthal, Poté, Champsec
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Val de Bagnes, Koordinaten ca.: 584930 / 100620
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 390,405
- Strashimirit: Krustenförmig, hellgrün, filzig, bis 1 mm (Meisser, 1994).
- Tirolit: Glimmerartige Erscheinung, bis 5 mm (Meisser, 1994).

048. VS / Val de Bagnes, Fionnay-Rhone bei Isérables (Wasserzuleitungsstollen)
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Val de Bagnes (Fionnay, Koordinaten ca.: 585050 / 112216
Literatur:
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 106
Diese Fundstelle befindet sich im Wasserzulaufstollen Fionnay-Rhone der Grande-Dixence-Kraftwerksanlage, 1950 Meter vom Eingang entfernt, 1.5 km südöstlich von Isérables. Während des Vortriebs wurden 1957 eine interessante uranhaltige Gesteinspartie entdeckt. Auf der Suche nach weiteren uranhaltigen Partien erstellte man einen 29 Meter langen Querstollen 1950 Meter innerhalb des Fensters von Isérables. Zusätzlich wurden 16 Sondierbohrungen von insgesamt 340 Meter Länge angelegt. Innerhalb dieses Querstollens entdeckte man in Gesteinsproben das Vorhandensein von Gold. Nebst den aufgeführten Mineralien im Gestein konnte noch ein seligmannitähnliches Sulfosalz geborgen werden. Die Koordinaten zeigen auf Isérables.
- Bornit: Im Gestein.
- Chalkopyrit: Im Gestein.
- Chalkosin: Im Gestein.
- Covellin: Im Gestein.
- Gold, gediegen: Im Gestein. Mikroskopisch kleine Goldkörner vergesellschaftet mit Pyrit, Tennantit, Bornit, Pechblende und einem seligmannitähnlichen Sulfosalz.
- Hämatit: Im Gestein.
- Lautit: Im Gestein.
- Molybdänerz: Molybdän. Im Gestein.
- Pechblende: Im Gestein.
- Pyrit: Im Gestein.
- Rutil: Im Gestein.
- Safflorit: Im Gestein.
- Tennantit: Im Gestein.

049. VS / Val de Bagnes, Sarrayer (Zuleitungsstollen), Fionnay (Zuleitungsstollen), Fionnay-Rhône (Stollen)
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Val de Bagnes (Fionnay, Koordinaten ca.: 589859 / 97943
Literatur:
- Hügi, Theodor; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1958; Band 38; Seite 393 402; Uranvererzungen in Gesteinen des Wallis (Schweiz)
- Hügi,Th., & Koppel, V., & de Quervain, F., & Rickenbach, E.; 1967; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 42; Die Uranvererzungen bei Isérables (Wallis)
- Kirsch, Helmut; Bergknappe; 1987/4; Heft 42; Seite 11-15; Die Entdeckungsgeschichte des Urans und Vorkommen in der Schweiz
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1982/3; Heft 21; Seite 13-16; Die Bodenschätze des Wallis
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 419
Koordinaten:
- Sarreyer 585.482 / 101.263, 1240 m ü. M.
- Fionnay 589.859 / 097.943, 1491 m ü. M.
Stollenbauten der Grande Dixence S. A. im Gebiet zwischen dem Val de Bagnes und dem Rhonetal. Ein über 16 km langer Zuleitungsstollen, der in etwas über 1400 m Höhe das Wasser von Fionnay nach Norden zum Druckstollen der ca. 1 km E Riddes im Berginnern liegenden Zentrale leitet. Dieser als Zuleitungsstollen Fionnay-Rhône bezeichnete Stollen besass einen Durchmesser von 5,75 m und wurde mit einer 70 cm dicken Betonauskleidung versehen. Von der Baustelle Drotse, 2,5 km SE von Isérables, führten zwei Fensterstollen zum Hauptstollen. Bei der Radioaktivitätsbeobachtungen von über dem Durchschnitt liegenden Werten wurden die Stollenwände eingehender abgetastet. Im Laufe der Untersuchungen 1957 rund 1600 m südlich der Einmündungsstelle des 1110 m langen südlichen Fensterstollens in einem durch betonierte Strecken unterbrochenen Stollenabschnitt von etwa 70 m Länge Stellen mit wesentlich über dem allgemeinen Strahlenpegel liegender Radioaktivität festgestellt. Der Abschnitt zwischen m 1585 und m 1610 zeichnete sich durch besonders hohe Werte aus. Später wurde ca. 5,8 km S davon eine Vererzung im Fensterstollen von Sarreyer entdeckt.
Die Vererzungen im Stollen liegen auf rund 1400 m, diejenigen von Col des Mines, Les Plans, Le Fou und Grand Alou meistens zwischen 2200 und 2400 m.
Die Vererzung liegt rund tausend Meter unter den Oberfflächenvorkommen und ist nicht mehr zugänglich.
- Calcit: Meist relativ gross, zur Hauptsache xenomorphe Körner bis Fetzen, untergeordnet Rhomboeder, beide oft von Quarz durchlöchert. Verzwillingung ist allgemein.
- Chlorit: Chlorit. Fast durchweg deutlich abgegrenzte Blätter von gleicher Grössenordnung, grün - fast farblos, mit tiefbraunen anomalen Interferenzfarben.
- Feldspat: Auftreten einerseits als deutliche Porphyroblasten sehr unterschiedlicher Grösse (0,2 bis gegen 1 mm), andererseits als Bestandteil von feinen Quarz-Feldspatgeweben.
- Kalifeldspat: Konnten nicht mit Sicherheit festgestellt werden.
- Muskovit: Muskovit-Serizit.
- Pechblende: Die Pechblende ist mit abnehmender Häufigkeit und Konzentration eingeschlossen in: Chlorit, Chlorit-Serizitgemengen, reinen Quarz- oder Quarzfeldspat-geweben, Calcit, reinem Serizit-Muskovit, Albitporphyroblasten.
- Quarz: Korngrösse am stärksten wechselnd von unter 0,01 mm bis über 1 mm.
- Rutil: Der verbreitete Rutil ist grossenteils so fein, dass er im Dünnschliff fast opak erscheint, viel besser ist er im Anschliff fassbar, so dass er unter die Erzmineralien eingereiht wird.
- Turmalin: Ein in zahlreichen Schliffen charakteristischer Nebengemengteil ist der Turmalin, bevorzugt an Serizit-Chloritzüge gebunden. Er ist säulig, mit idiomorpher Begrenzung.

050. VS / Verbier
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Val de Bagnes (Verbier, Koordinaten ca.: 583000 / 105500
Literatur:
- Salzmann, Alexandre; Schweizer Strahler; 1995; Heft 4; Seite 291; Oktaedrischer Pyrit aus Verbier (VS)
Unterhalb des Golfplatzes kamen bei Aushubarbeiten aus der Karbonschicht einige Mineralien zum Vorschein. Sie stammen aber aus der darüberliegenden Pontinsschicht.
- Albit:
- Calcit:
- Limonit:
- Pyrit:
Als Oktaeder bis 4 cm.
- Sphalerit: Schwarz, bis 2 mm.

051. VS / Verbier, Col des Mines (Umgebung), Chable, Les Plans, Vatzeret (Mine);(Erzabbau)
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Val de Bagnes (Verbier, Koordinaten ca.: 586500 / 106750
Literatur:
- Cuchet, Stéphane & Brugger, Joël; Schweizer Strahler; 2016; Heft 4; Seite 20 - 27; Eine einzigartige chemische Zonierung im Zinkolivenit von Gosan, Val d'Anniviers
- Hügi, Th. & Koppel, V. & de Quervain, F. & Rickenbach, E.; 1967; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 42; Die Uranvererzungen bei Isérables (Wallis)
- Meisser, Nicolas; Schweizer Strahler; 1993; Heft 4; Seite 591 - 608; Mineraltopgraphie der Schweiz und der umliegenden Länder: Beschreibung kürzlich entdeckter seltener oder erstgefundener Mineralien
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1982/3; Heft 21; Seite 13-16; Die Bodenschätze des Wallis
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Stalder, Hans Anton & Wagner, A. & Graeser, St. & Stuker, P.; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 107,127,290,305
- Walenta, Kurt; der Aufschluss; 1982; Heft 2; Seite 49-53
Oberhalb Verbier, unter anderem aus einer Uranlagerstätte. Neben den Kupfer- und Nickelerzfahlbändern des Turtmanntales und Val d' Anniviers treffen wir hier weiter gegen Westen die silberreichen Bleiglanze von Siviez, Vatzeret und Prats Jean. Die Mine Vatzeret liegt auf dem Col de Verbier südlich von Chable auf 2400 m Höhe. Das quarzige Erzlager wurde in der Zeit von 1850 bis 1860 abgebaut. Der durch Waschen gewonnene Erz lieferte 64% Blei und 250 gr Silber pro 100 kg. Col des Mines, Nendaz, nördlich von Verbier und Grand Alou: eine Zone von ca. 6 km Länge und 200 bis 300 Meter Breite mit einigen 100 zum Teil starken Uranvererzungen. Gewonnen werden könnte 1 g Uran pro Tonne Gestein. Die Uranvererzung ist unter '. Col des Mines, Les Plans, Le Fou, Casanna inférieurs' näher beschrieben.
- Adamit: (Adamin). Ist gemäss Cuchet / Brugger beim Col des Mines gefunden worden.
- Becquerelit: Intensiv gelb bis orange, gestreckt nach der b-Achse, bis 0.2 mm, säulig bis tafelig, auch garbenförmig aggregiert.
- Bornit:
- Brochantit:
Krustig, zusammen mit Malachit, Chrysokoll, Strashimirit.
- Chalkophyllit: Glimmerartig, bläulich grüne Plättchen (Meisser, 1994).
- Chalkopyrit:
- Chalkosin:
- Chrysokoll:
Ist bis jetzt nicht genau untersucht worden.
- Covellin:
- Cuprosklodowskit:
In der Abraumhalde des alten Uran-Prospektionsstollens, blassgrüne Beläge (Meisser, Ansermet, 1993).
- Cyanotrichit: Blau, kugelig, unter einem mm, zusammen mit Brochantit (Meisser, 1994).
- Fahlerz:
- Galenit:
- Gold, gediegen:
In Spuren.
- Hämatit:
- Lautit:
Mikroskopisch nachgewiesen.
- Malachit:
- Metazeunerit:
- Molybdänit:
- Olivenit:
Winzig, olivgrün, nadelig, neben Metazeunerit und Strashimerit.
- Pechblende:
- Pitticit:
Als Begleiter der sekundären Kupfer- und Uranmineralien (Walenta, 1982).- Pyrit:
- Safflorit:
- Silber:
- Strashimirit:
Blassgrün, erdig, Krusten bildend, auf Chrysokoll (Walenta, 1982).
- Uraninit:
- Uranophan:
Blassgelb bis grünlich. Erdige Krusten bildend, nierig. Unter dem Mikroskop sind radialstrahlig angeordnete Büschel zu sehen.
- Vandendriesscheit: Krustig, kleine, tafelige und säulige Kriställchen, gelbbraun bis orangebraun, verwechselbar mit Becquerelit (Hügi et al., 1967; Walenta 1982).
- Zeunerit: Sehr klein (ca. 0.1 mm).

052. VS / Verbier, Col des Mines, Les Plans, Le Fou, Casanna inférieurs, Crête de Mounin, Mulde von Rosey, Fara
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Val de Bagnes (Verbier, Koordinaten ca.: 585945 / 106430
Literatur:
- Hügi, Th., & Koppel, V., & de Quervain, F., & Rickenbach, E.; 1967; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 42; Die Uranvererzungen bei Isérables (Wallis)
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1982/3; Heft 21; Seite 13-16; Die Bodenschätze des Wallis
- Pfander, Peter & Jans, Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 105.
Koordinaten:
- Col des Mines: 585.910 / 106.440, 2320 m ü. M.
- Crête de Mounin: 586.745 / 108.465, 2300 m ü. M.
- La Fare: 585.520 / 110.000, 1660 m ü. M.
- Le Fou: 587.170 / 108.030, 2610 m ü. M.
- Le Rosey: 587.460 / 109.070, 1880 m ü. M.
- Les Plans: 586.610 / 106.870, 2160 m ü. M.
Zwischen dem Col des Mines nördlich von Verbier und Grand Alou südlich von Nendaz erstreckt sich eine Zone von rund sechs Kilometern Länge und 200-300m Breite mit einigen hundert, zum Teil starken Uranvererzungen. Diese liegen beidseits der penninischen Bernhard-Decke und alpin verfalteten, permokarbonischen Sedimenten. Hier wurden durch Schürfgräben zusammenhängende Vererzungshorizonte von mehreren hundert Metern Länge freigelegt. Das Erz, das in dieser Zone bergmännisch gewonnen werden könnte, erreicht max. 100 bis 200 ppm (1 ppm = 1 Gramm Uran pro Tonne Gestein). Ähnliche Resultate ergab ein ca. 160 m langer Schürfstollen am Col des Mines. Die für schweizerische Verhältnisse ausserordentliche Häufung starker und ausgedehnter Vererzungen am Berg Le Fou südlich von Isérables konnten wegen der schwierigen Topographie und mangels Zufahrtsstrasse nicht durch einen Stollen erkundet werden.
- Albit: Im Muskovit-Albitgneis: Albit und Quarz dominieren mengenmässig.
- Ankerit: Im Chlorit-Muskovit-Serizit-Albitgneis: Es findet sich nur in einigen Proben in deutlicheren Mengen. Die starke Limonitisierung deutet auf Ankerit.
- Apatit: Im Muskovit-Albitgneis: Grössere (0,3 mm) xenomorphe bis hypidiomorphe Apatite finden sich im Nebengestein, wo sie gelegentlich von Chalkopyrit verdrängt werden.
- Chalkopyrit: Im Serizit-Chloritphyllit: als Begleiter des Chlorites.
- Chlorit: Im Serizit-Chloritphyllit: Chloritnester mit quergestellten Blättchen. Im Muskovit-Albitgneis: Chlorit tritt nur als Einschluss im Albit auf.
- Feldspat: Im Muskovit-Albitgneis: Die Feldspäte führen Einschlüsse von Chlorit und Serizit.
- Muskovit: Im Muskovit-Albitgneis: Muskovit (Einzelblättchen bis 0,5 mm lang) bildet im Nebengestein dichte, wellige Züge. Im Chlorit-Muskovit-Serizit-Albitgneis: Muskovit ist gut vertreten. Er bildet bis 1,5 mm lange Blättchen.
- Paragonit: Im Chlorit-Muskovit-Serizit-Albitgneis: Ein als Paragonit bestimmtes Glimmermineral tritt nur in chlorit- und albitreichen Gesteinen auf. Er ist stets mit Chlorit vergesellschaftet.
- Phyllit: Im Serizit-Chloritphyllit: Die Phyllite sind verfältelt und werden von zahlreichen parallelen Scherflächen durchzogen. Zu beiden Seiten der Scherflächen sind Chloritnester mit quergestellten Blättchen häufig. Sie werden oft von Pyrit und Chalkopyrit begleitet.
- Pyrit: Im Serizit-Chloritphyllit: als Begleiter des Chlorites.
- Quarz: Im Muskovit-Albitgneis: Albit und Quarz dominieren mengenmässig. In einem ziemlich gleichkörnigen Quarzpflaster (0,05-0,15 mm) sind etwas grössere, oft leistenförmige, hypidiomorphe Albite eingebettet.
- Rutil: Im Chlorit-Muskovit-Serizit-Albitgneis: Rutil bildet Einzelkörner (bis 0,05 mm) oder feinkörnige Aggregate (umgewandelter Titanit). Rutilnester sind häufig im Glimmer und im Chlorit.
- Sericit: Im Muskovit-Albitgneis: Serizit (0,01-0,03 mm) ist auf das Trägergestein beschränkt, sofern man von den Seriziteinschlüssen im Albit absieht. Stellenweise tritt er reichlich zwischen den Erzpartikelchen auf, oder er ist lokal angereichert zwischen den Korngrenzen der hellen Silikate.
- Turmalin: Im Chlorit-Muskovit-Serizit-Albitgneis: Turmalin fehlt nie. Die kleinen (ca. 0,03 mm) Individuen sind idiomorph, die grösseren (bis 3 mm) sind xenomorph und weisen Einschlüsse von Quarz, Glimmer, Pyrit und Pechblende auf.

053. VS / Verbier, Savoleyres
Region: Bezirk Entremont / Gemeinde Val de Bagnes Verbier, Koordinaten ca.: 583.393 / 105.756
Literatur:
- Verbierit: 2015 als neues IMA-Mineral bestimmt. Über Ausbildung und Erscheinungsform sind noch kene Angaben vorhanden. (Okt. 2017).
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