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Kanton BE, Kreis Interlaken-Oberhasli, Region Lauterbrunnen - Fundorte von Mineralien in der Schweiz

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Kanton BE, Kreis Interlaken-Oberhasli, Region Lauterbrunnen

Fundorte > Bern
Kanton Bern, Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli

Region Lauterbrunnen
180. BE / Isenfluh, Soustal, Saustal, Mättenberg, Mettenberg
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Lauterbrunnen Koordinaten ca.: 2'631’240 / 1'158’960 Literatur:
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1981/3; Heft 17; Seite 13-16; Bergbau in den Berner Alpen
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 341
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 98
Isenfluh: Eisenhaltige aber unbrauchbare Kalke.
- Calcit: grau bis milchigweiss, negative, flache Rhomboeder, leicht gebogene Flächen, bis 15 cm, grosse Stufen, gute Funde um 1952.
- Eisenerz:

181. BE / Lauterbrunnen, Saustal, Schilthorn
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Lauterbrunnen Koordinaten ca.: 2'630’420 / 1'156’320 Literatur:
- Lergier, William & Burri, Thomas; Lapis; 2003; Heft 6; Seite 13-43; Die Jungfrau-Region im Berner Oberland (CH)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 347
In Drusen im Eisensandstein des Doggers.
- Calcit: gross, flachrhomboedrisch, intensiv glasglänzend, Fingernagelcalcit, häufig als Schmetterlings-Zwilinge
- Quarz:

182. BE / Lauterbrunnen, Schilthorn, Birg, Grauseeli, Grauseewli
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Lauterbrunnen Koordinaten ca.: 2'631’320 / 1'156’520 Literatur:
- Lergier, William & Burri, Thomas; Lapis; 2003; Heft 6; Seite 13-43; Die Jungfrau-Region im Berner Oberland (CH)
Aus den horizontal geschichteten Mergelkalkbänken und Eisensandsteine sind hübsche Calcitkristalle gefunden worden (Birg). Bescheidene Fundmäglichkeiten gibt es beim Abstieg von der Zwischenstation Birg zum Grauseeli.
- Calcit: in hübschen Kristallen.

183. BE / Lauterbrunnen, Schilthorn, Birg, Roter Herd, Beim Roten Herd, Rote Härd (Westseite)
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Lauterbrunnen Koordinaten ca.: 2'629’290 / 1'156’140 Literatur:
- Lergier, William & Burri, Thomas; Lapis; 2003; Heft 6; Seite 13-43; Die Jungfrau-Region im Berner Oberland (CH)
Im Bereich Birg - Schilthorngipfel - Roter Herd (Westseite) sind die Fundmöglichkeiten besser als zwischen Birg und dem Grauseeli. Die geländebedingten Anforderungen an die Bergtauglichkeit ist hoch, der Aufwand lohnt sich kaum.
- Calcit:
- Quarz:
klein.

184. BE / Lauterbrunnen, Schilthorn, Dünne Fluh, Vreneli
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Lauterbrunnen Koordinaten ca.: 2'633’500 / 1'163’650 Literatur:
- Stauffer, Hans; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern [aus dem Jahre]; - (1920); Seite 1 - 90; Geologische Untersuchung der Schilthorngruppe im Berner-Oberland
Dünne Fluh: Koordinaten: 2'633’500 / 1'163’650, 1850 m ü. M., ist heute auf der Karte nicht mehr eingetragen. Profil unter der Dünnen Fluh (Vreneli), von unten nach oben:
1. Malm: 100 Meter? Mit scharfer Grenze folgen:
2. Schwarze, stark tonige Schiefer: 12 Meter
3. 2 Einlagerungen von Kieselkalkbänken (zu 40 - 50 cm) in 2: 2 Meter
4. Wie 2: 5 Meter Einlagerung in 4 von
5. Knötchenschiefer mit Linsen von Echinodermenbreccie, Quarz-Zweispitzkristalle: 5 Meter
6. Glatte, schwarzbraune Tonschiefer: 6 Meter.
7. Argovienmergel mit kalkigen Linsen, die nach oben zu eigentlichen Bänken werden: x Meter
- Quarz: Zweispitzkristalle. Über die Grösse ist im Bericht nichts erwähnt.

185. BE / Lauterbrunnen, Schilthorn, Hundshorn, Hundsfluh, Hundflüe, Sefinenfurgge
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Lauterbrunnen Koordinaten ca.: 2'628’550 / 1'154’240 Literatur:
- Stauffer, Hans; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern [aus dem Jahre]; - (1920); Seite 1 - 90; Geologische Untersuchung der Schilthorngruppe im Berner-Oberland
An der Hundsfluh fanden sich in Klüften neben Kalkspatrhomboedern kleine, gut ausgebildete, wasserhelle Bergkristalle (Schicht 3d). Profil Hundshorn- Sefinenfurgge: (Siehe Bild)
1. Malm, nach unten dünnbankiger werdend, mindestens 70 m
2. Gelbliche Argovienmergel mit bläulichen Kalkbänken wechsellagernd 25 m
3. Oxfordschiefer inkl. Callovien ca. 35 m a schwarze Schiefer ohne Fossilien, mit seltenen schwarzen Knollen (Callovien 8 m) b. wie a, mit grossen Exemplaren von Phyll. tort. 9 m c. wie a 3m d. kalkige Bank mit Quarzkristallen 30 cm e. Hauptfossilbank voll Ammoniten wie Perisph. bern. und kleinen Exemplaren von Phyll. tort. 5 m f. wie a 5m
4. Glaukonitführender Sandstein mit Fossilien, Cosm. garant. Zone 5-20 cm
5. Echinodermenbreccie, dünnbankig (Bänke zu 10 cm) 30 m. Nach unten übergehend in
6. Cancellophycusschichten 50-55 m a. 3 Mergelbänder zu 1,50 m
7. Grenzquarzsandstein mit Muschelquerschnitten 10 m
8. Schwarze Tonschiefer mit Glimmer 10 m
9. Quarzitbänke, abwechselnd mit schiefrigen oder knorrigen Eisensandsteinen 30 m a. hellgelbe, rein quarzitische Bank, 60 cm
10. Stark schiefriger Eisensandstein 20 m
11. Kompakter Eisensandstein mit Geoden 20 m
12. Schiefriger Eisensandstein mit gelben Schnüren 40 m
13. Wie 12, nur kompakter 15 m
14. Typischer, knorriger Eisensandstein mitpflanzenähnlichen Wülsten 60 m
15. Graue, glimmerreiche Schiefer mit Kalkgeoden 10 m
16. Wie 14 5 m
17. Wie 15 5m
18. Wie 14, mit Geoden und Quarzadern 15 m
19. Eisenschüssige, rote Echinodermenbreccie voll kleiner Fossilien 15-20 cm
20. Eisensandstein 30 m a. Quarzitischer Eisensandstein mit pflanzenähnlichen Wülsten 3 m b. Blättrige, glimmerreiche, schwarze Schiefer 4 m c. Typischer, knorriger Eisensandstein 5 m d. Wie b 8m e. Wie c 10 m
21. Glimmerreiche, pechschwarze Schiefer, oft rostig anwitternd mit roten Geoden 8 m
22. Flysch ca. 30 m a. Graue Schiefer mit Knötchen 4 m b. Schwarze Schiefer mit sandigen und kalkigen Lagen 10 m c. Schwarze, glänzende Schiefer voll Kalkspatadern 10 m
- Geode: keine Angaben über deren Inhalt.
- Quarz:
keine Angaben über deren Ausbildung.

186. BE / Lauterbrunnen, Wickibort, Innerstweid, Chorbalmen, Chorbalmhöhle
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Lauterbrunnen Koordinaten ca.: 2'637’530 / 1'158’880 Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 341
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 98
- von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Im Malmkalk. Chorbalmen ist auf der Landkarte nicht zu finden. Die Koordinaten zeigen auf Wickibort. von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir, 1893: Mineralogisch interessant ist das Vorkommen eines zart violetten bis rosenrothen Kalkspaths in durchscheinenden späthigen Massen in der Chorbalmhöhle südöstlich von Lauterbrunnen, unweit des Eingangs in's Trümmletenthal. Dieses vorzügliche Vorkommen von Kalkspath scheint total ausgebeutet und finden sich Exemplare davon nur noch mitunter in alten Sammlungen.
- Calcit: in grossen Calcitadern, hellblau-violette positive Rhomboeder, bis 7.5 cm, leicht manganhaltig, hostorischer Fund (Fellenberg, 1893, Manuel, 1789).

187. BE / Lauterbrunnental (hinteres)
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Lauterbrunnen Koordinaten ca.: 2'635’180 / 1'151’900
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 44
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 261
Nur ungenaue Fundortangaben. Die Koordinaten zeigen nur ganz grob auf das hintere Lauterbrunnental. Parker: Forsterit, Kenngott: Chalcedon.
- Chalcedon: als Gangmasse im Granit im hinteren Lauterbrunnental.
- Forsterit:

188. BE / Lauterbrunnental, Schafläger
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Lauterbrunnen Koordinaten ca.: 2'633’400 / 1'151’500 Literatur:
- Stalder, H. A. & Wenger, Ch.; Schweizer Strahler; 1988; Seite 45-82; Scheelit aus dem Aar- und Gotthardmassiv
Am Kontakt zwischen dem Kalksilikatmarmor und dem Amphibolit.
- Scheelit: In Schlieren, bläulich-weiss fluoreszierend.

189_BE / Lauterbrunnental, Schiltwald;(Bohnerzabbau)
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Lauterbrunnen Koordinaten ca.: 2'637’065 / 1'160’232 Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Tertiäre Bohnerze. Fraglicher Bohnerzabbau in der Region des Schiltwaldes im Lauterbrunnental. Genauere Angaben (Jahr) fehlen.
- Bohnerz:

190. BE / Lauterbrunnental, Schwarz Mönch, Stufensteinalp, Dürlocherhorn, Rotenfluh
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Lauterbrunnen
Literatur:
- Lergier, William & Burri, Thomas; Lapis; 2003; Heft 6; Seite 13-43; Die Jungfrau-Region im Berner Oberland (CH)
Erste Hinweise auf eine bescheidene Nutzung der Erze gehen auf die 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts zurück. Belegbar sind verschiedene Abbauphasen vom 17. bis anfangs des 19. Jahrhunderts. Erst wurde auf der rechten Talseite im Gebiet von Schwarz Mönch - Stufensteinalp - Dürlocherhorn - Rothenfluh Eisenoolith abgebaut.
- Ankerit: im oolithischen Erz.
- Chamosit:
- Eisenerz:
- Hämatit:
im oolithischen Erz.
- Magnetit: im oolithischen Erz.

191. BE / Lauterbrunnental, Stufistein, Stuefestein;(Erzabbau)
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Lauterbrunnen Koordinaten ca.: 2'636’630 / 1'153’180 Literatur:
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1981/3; Heft 17; Seite 13-16; Bergbau in den Berner Alpen
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 110
- von Fellenberg, Edmund & Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Schwache Eisenvererzung, welche zeitweise abgebaut wurde. Lauterbrunnen, Stufisteinalp: Eisenerz, Eisenoolith. Nach 50-jährigem Betrieb um 1686 wieder aufgegeben. von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir, 1893: Lauterbrunnenthal. Aus dem Kalkgebirge dieses Thales wäre hier vor Allem anzuführen, als in früheren Zeiten von technischer und ökonomischer Wichtigkeit, das Vorkommen von Eisenerzlagerstätten mit Rotheisenstein, Thoneisenstein und Brauneisenstein im Eisenoolith oberhalb Stufisteinalp und an der sogen. Rothenfluh.
- Brauneisenstein:
- Chamosit:
- Eisenerz:
- Hämatit:
- Toneisenstein:

192. BE / Lauterbrunnental, Trachsellauenen, Ammerten, Ammerta
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Lauterbrunnen Koordinaten ca.: 2'635’260 / 1'152’550 Literatur:
- Lergier, William & Burri, Thomas; Lapis; 2003; Heft 6; Seite 13-43; Die Jungfrau-Region im Berner Oberland (CH)
Bei Ammerten, ca. 15 Minuten oberhalb Trachsellauenen, bestehen Fundmöglichkeiten für Kleinstufen. Die Koordinaten zeigen auf Ammerta.
- Albit:
- Calcit:
- Calcit:
- Epidot:
- Quarz:

193. BE / Lauterbrunnental, Trachsellauenen, Stägen, Stegenplatte, Stegplatten, Hauriberg, Steinberg, Gnadensonne (Grube), Gute Hoffnung (Grube), Frischglück (Grube), Hauriberg, Hauristock, Höhenalp, Hohenalp, Hohen Alp, Hohe Alp, Breitlauenalp, Frisch Glück Zeche, Beschertes Glück, Krachen, Widderfeld, Lonostollen, Segenzuwachs;(Erzabbau)
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Lauterbrunnen Koordinaten ca.: 2'635’640 / 1'152’950 Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1981/3; Heft 17; Seite 13-16; Bergbau in den Berner Alpen
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1990/1; Heft 51; Seite 6-13; Die Blei-Zink-Baryt-Lagerstätten im Lauterbrunnental, Berner Oberland
- Kutzer, Hans-Joachim W.; Bergknappe; 1996/2; Heft 76; Seite 17-20; Blei-Silber-Verhüttung in Trachsellauenen, Berner Oberland, Fortsetzung 1
- Kutzer, Hans-Joachim W.; Bergknappe; 1996/3; Heft 77; Seite 20-26; Blei-Silber-Verhüttung in Trachsellauenen, Berner Oberland, Fortsetzung 2
- Kutzer, Hans-Joachim W.; Bergknappe; 1996/4; Heft 78; Seite 2-7; Blei-Silber-Verhüttung in Trachsellauenen, Berner Oberland, Fortsetzung 3, Schluss
- Lergier, William & Burri, Thomas; Lapis; 2003; Heft 6; Seite 13-43; Die Jungfrau-Region im Berner Oberland (CH)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 255
- Saheurs, J.P.; 1975; Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie, Lieferung 55; Geochemische Prospektion im Gebiet der Blei-Zink-Baryt-Lagerstätten bei Trachsellauenen
- Schmidt, C., Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 65,176
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Das Abbaurevier Gnadensonne-Gute Hoffnung umfasst die bergbaulichen Arbeiten auf der westlichen Talseite. Der Erbstollen des Werkes Gnadensonne (Koord. des Stollenmundloches: 2’635'305 / 1’152'665/1364 m Höhe) ist heute noch in seiner ganzen Länge von rund 300 m befahrbar. Damit bildet dieses Bergwerk vermutlich die grösste, heute noch befahrbare Bergwerksanlage der Schweiz, welche vor dem 18. Jh. in Betrieb war und seither nicht mehr bebaut wurde. Der Abbau erfolgte in der Gnadensonne streichend auf 5 Stollenniveaus (der Sohlenabstand beträgt ca. 15 m), wobei der Erbstollen das tiefste, 5. Niveau darstellt. Von diesem Werk aus lassen sich Vererzungspunkte hangaufwärts bis zum Werk Gute Hoffnung verfolgen. Dieses ist nur noch in seinem tiefsten Stollen (Koord. des Mundloches: 2’635'103 / 1'152'940, 1580 m Höhe) befahrbar, welcher rund 50 m tief ins Feld vorgetrieben wurde. Auf der Höhe der Gnadensonne sind die Barytgänge z. T. intensiv verquarzt, auf der Höhe der Guten Hoffnung tritt nur eine sehr untergeordnete Verquarzung auf. Das Abbaurevier Breitlauenen umfasst die Grubenanlagen Beschertes Glück und Segenszuwachs, wie auch die in ihrer Umgebung aufgeschlossenen Erzgänge, auf der östlichen Talseite. Wie wir aus dem geschichtlichen Teil wissen, wurden diese Stollenanlagen im 17. Jh. zur Zeit der "Oberländischen Bergwerke" begonnen und dann im 18. Jh. weitergeführt. Am Ende des 18. Jh., zur Zeit der Hauptphase der bergbaulichen Tätigkeit, wurde das ganze Gebiet unter dem Namen "Frisch Glück Zeche" bearbeitet. Die Anlage Beschertes Glück (Koord. des Stollenmundloches: 2’636'210 / 1’151'610, 1896 m Höhe) ist nur noch in einem 20 m langen Stollen befahrbar, der streichend in den Gängen aufgefahren wurde. Die Grube Segenszuwachs umfasst einen 10 m langen Stollen (Koord. des Mundloches: 2’636'385 / 1’151'490, 1990 m Höhe und einen heute versoffenen Schacht (Koordinaten: 2’636'390 / 1’151'465, 1990 m Höhe). Beide wurden in einem bis 80 cm mächtigen, boudinierten Barytgang aufgefahren. Die in der Umgebung aufgeschlossenen Gänge bestehen grösstenteils aus Baryt. Hangaufwärts lassen sich die Vererzungen in südöstlicher Richtung bis unterhalb des mittleren Breitlauenengletschers (Koord. des Punktes "F": 2’636'760 / 1’150'850, 2430 m Höhe) verfolgen. Der kleine Bach, der im "Krachen" einer ausgeprägten Verschieferungszone entlang verläuft, quert dort auf 1'450 m Höhe die Vererzungszone. Auf Grund der Morphologie war hier zu vermuten, dass sich der Bach seinen Weg entlang einer Schieferungszone suchen würde. Um das abzuklären, wurde Anfangs August 1966 an der Stelle, wo die Fortsetzung der vererzten Gangzone vermutet wurde, eine kleine Schürfung angelegt (Koordinaten: 2’635'185 / 1’152'790. 1450 m Höhe). Diese erreichte dann nach 130 cm Schuttbedeckung den verschieferten Quarz-Barytgang, der an dieser Stelle eine besonders reiche Erzführung zeigt. Bei dieser Vererzung handelt es sich um ein Sphalerit-reiches Mischerz, das reichlich Magnetit führt. Auf dem Widderfeld etwa bei Punkt 2438 der top. Karte, findet sich eine grobspätige, graue Echinodermenbreccie als Einlagerung in die Cancellophycusschichten, die etwa 20 - 30 cm mächtige Linsen von Pyrit und Zinkblende führt. Stellenweise ist das massige Erz mit der Echinodermenbreccie verwachsen. Die Mächtigkeit der ganzen Schicht, in der sich Überreste von schlecht erhaltenen Zweischalern vorfinden, beträgt etwa 2 m. Das Widderfeld (Koordinaten: 646'500/168'900) befindet sich nördlich von Grindelwald, nordöstlich des Firsts. Ansicht des westlichenTalhanges oberhalb von Trachsellauenen: a-a: Stollenmundloch des Erbstollens des Bergwerkes Gnadensonne b-b: Stollenmundloch des Bergwerkes Gute Hoffnung c-c: Schluchgraben d-d: Grenze Lauterbrunner Kristallin& Autochthone Sediment (beim Hotel Tschingelhorn ist diese Grenze ungefähr identisch mit der Waldgrenze) e-e: Stägenhütte f-f: Oberer Ammerten g-g: Hotel Tschingelhorn auf Obersteinberg Ansicht des östlichen Talhanges im Bereich von Breitlauenen: a-a: Stollenmundloch der Grube Beschertzes Glück b-b: Stollenmundloch der Grube Segenszuwachs c-c: Rote Fluh (hell und im Schatten: Autochthone Sedimente; dunkel, rechts von der Roten Fluh: Lauterbrunner Kristallin) d-d: Rottal e-e: Hubel f-f: Mitllerer Breitlauenengletscher g-g: Obere Schwand Fellenberg: G.S.Gruner in seiner Beschreibung der schweizerischen Eisgebirge, Vol. I, Seite 13 bis 116, beschreibt die Gruben im Lauterbrunnental, folgendermassen: "Am Hauri, oder am Fuss des Steinbergs, streicht an der Morgenseite aus Norden in Mittag ein stehender Gang von einem guten Bleyerz und liegt mit Glanz eingesprengt zu Tage. Dieser Gang ist bis auf 3 Schuh mächtig und an vielen Orten am Gehänge entblösst. Die Bergart überhaupt ist ein Geissbergerstein; die Gangart aber ein fester, weisser Quarzz, an dem sich bisweilen Spat anlegt. Der Gang ist meistens ohne Saalband oder Harnisch und an dem harten Gestein angewachsen. Sein Fallen ist recht: er wirft die Tonnlage von Morgen bis Abend ins Gebirge. Auf diesem Gange, ungeachtet er durch einen beständigen Schneeberg streicht, ist dennoch Sommer und Winter fortzukommen; und es ist allerdings Hoffnung vorhanden, dass die Adern in der Tiefe und dem Horizont des Thales sich fortsetzen, Aufthun und mächtig werden. Dieser Gang ist zu verschiedenen Zeiten, aber meistens nur durch Versuche von Tag hinein, eröffnet worden. Seither ist man meistens an diesen Tage Erweiterungen kleben geblieben, und man ist ohne Weiters da, wo die Alten erwunden, ein wenig fortgefahren. Hauptsächlich finden sich an diesem Gebirge zwey Stollen angetrieben: der Lonostollen, der seinen Namen von dem Bergmanne behalten, der denselben eröffnet hat, und der Kilchbergstolln, dem der erste Bergmann auch seinen Namen hinterlassen hat. In den erstern ist vor noch wenig Jahren von einer Gewerkschaft, die denselben samt den herumliegenden zu bauen angefangen, einige Klafter aufgefahren, und bei 30 Schuhen auf dem Gange abgetieft worden. Nicht weit von diesem gegen Abend befinden sich noch zween andere Stollen angetrieben, und besse abendwärts auf der Stege noch ein Gang entblösst. Man hat auch von diesen Stollen an verschiedenen Orten, da Auswitterungen zu Tage liegen, zu verschiedenen Zeiten gearbeitet. Auf der andern Seite des Thales, fast gegen dem Hauri hinüber, unter dem Gletscher auf der Hohen Alp, bei zwey Stunden in der Höhe, sind andere Stollen von gleichem Erz angetrieben. Das Ertz hat sich aber daselbst mit schlechtem Schwefelkies abgeschnitten. Im Jahr 1743 ist unweit davon von der obgedachten Gewerkschaft ein neuer Stollen angetrieben worden; das Erz brach daselbst mit weissem Spate eingesprengt, und es soll sich mit demselben angeflogen Weissgüldenerz gezeigt haben; auch Klarspiessichterz, wie Silber- oder reichhaltig Erz. Dieses Erz führt auch einen Bleyschweif mit sich, den man bei den groben Geschicken sehr gerne sieht. Diese Stollen auf Hohen Alp, die durch gedachte Gewerkschaft, wiewohl kurze Zeit, betrieben worden, sind: "Beschertes Glück, das untre und obre Gebäu und Seegenszuwachs. Sie sind aber sehr mühsam zu bearbeiten, weil von dem schmelzenden Schgnee die Gruben sich beständig mit Wasser auffüllen. Diese ansehnliche Gewerkschaft aber ist in kurzen Jahren wiederum ins Stocken gerathen. Die Ursache war nicht der Mangel des Erzes, noch dessen Eigenschaft; sondern die dabei geführte Haushaltung und Einrichtung. Die beträchtlichen Summen wurden nicht, wie hätte geschen sollen, auf den Bergbau selbst, sondern auf kostbare Tagegebäude verwendet und der Bergbau von dem Direktoren, der ein Fremder war, entweder aus Unwissenheit oder aus Vorsatz, in Verwirrung gebracht, und diese zog ihre Endschaft nach sich, aber zu der Zeit, da die meisten Kösten erstritten waren und der Bergssegen sollte eingeholt werden. Herr Dr. Christen, der diese Bergwerke am besten gekannt hat, sagt in seinen hinterlassenen Schriften: Dieselben verdienen um so viel mehr gebaut zu werden, als der Mangel des Ertzes keineswegs zu besorgen seye: im Widerspiel, man entdecke beständig neue und reichere Gänge, und es zeigen sich Spuren von diesem Erze rungs herum auf einige Stunden weit“.
- Baryt: als Gangmineral, derb, in hydrothermalen Gängen. Die Baryte zeigen vorwiegend Druckzwillingslamellenbildung und alle Stadien der mechanischen Beanspruchung.
- Calcit:
als Gangmineral.
- Chalkopyrit:
als Erzmineral, wenig.
- Chlorit:
als Nebenbestandteil.
- Covellin:
als Nebengemengteil.
- Dolomit: als Nebenbestandteil.
- Fahlerz:
- Fluorit:
als Gangmineral.
- Galenit:
in Quarz- und Barytgängen (Saheurs, 1966), zum Teil silberhaltig. Silbergehalten von 30 bis 120 ppm.
- Graphit:
als Nebengemengteil.
- Hämatit:
als Nebengemengteil.
- Magnetit:
als Erzmineral. Sehr schön entwickelte Porphyroblasten von Pyrit und Magnetit. Magnetiteinschlüsse im Sphalerit.
- Pyrit:
in Quarz- oder Barytgängen. Oft anomal anisotrop. Sehr schön entwickelte Porphyroblasten von Pyrit und Magnetit.
- Pyrrhotin:
als Nebengemengteil.
- Quarz:
als Gangmineral.
- Sericit:
als Nebenbestandteil.
- Silber:
spurenweise im Galenit enthalten ( < 500 ppm (Saheur (1974)), (gemäss Literatur 30 bis 120 ppm)). Während des über 200-jährigen Abbaus konnten gerade mal 2.3 kg Silber gewonnen werden.
- Sphalerit: als Erzmineral, wenig. Feinstkörnig rekristallisierter, makroskopisch hellbrauner, derber Sphalerit. Magnetiteinschlüsse im Sphalerit.
- Stilpnomelan:
als Nebenbestandteil.
- Tetraedrit:
- Zinkerz:

194. BE / Lauterbrunnental, Trachsellauenen, Tschingelfirn, Oberhornsee, Oberhoresee, Breithorngletscher, Tschingelgletscher
Region: Kreis Interlaken-Oberhasli / Gmd Lauterbrunnen Koordinaten ca.: 2'633’360 / 1'150’350 Literatur:
- Lergier, William & Burri, Thomas; Lapis; 2003; Heft 6; Seite 13-43; Die Jungfrau-Region im Berner Oberland (CH)
- von Fellenberg, Edmund & Mösch, Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Lergier beschreibt die Fundstelle wie folgt: Von Trachsellauenen kann man weiter bergwärts steigen bis in hochalpine Regionen. Der steile, aber gut begehbare Weg führt in ca. 2.5 Stunden über Ammerten - Hotel Tschingelhorn - Obersteinberg (Berggasthaus) bis zum Oberhornsee auf 2065 m ü. M. und an den Rand des Tschingelfirns. Hier kann Cordierit gefunden werden. Die Koordinaten zeigen auf den Oberhornsee. von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir, 1893: Aus ähnlichen Lagerstätten finden sich in den Moränen und Trümmerhalden am Breithorn- und Tschingelgletscher Blöcke von kieseligem Thoneisenstein mit blättrigem und krummschaligem Rotheisenstein und oolithischem Brauneisenerz, worin mitunter Magneteisenerz in kleinen Octaedern eingesprengt ist.
- Brauneisen:
- Cordierit:
meistens zu Pinit umgewandelt.
- Granat: i
n den Schollen, die im Granit zu schwimmen scheinen.
- Hämatit:
blättrig, krummschalig.
- Magnetit:
- Pinit:
- Toneisenstein
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