Kanton_BE_ohne_Kreis_Interlaken_Oberhasli
Fundorte > Bern
Verwaltungskreis Bern-Mittelland
000_BE / Bern (südlich), Riggisberg
Region: Kreis Bern-Mittelland / Gemeinde Bern, Koordinaten ca.: 2'603’042 / 1'184’323
Literatur:
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Ganz vereinzelt ist eine Kunde von Salzführung der subalpinen Molasse. Bei Riggisberg, 15 km südlich von Bern, ist in den Jahren 1473 bis 1511 in der marinen Molasse nach Salz gegraben worden.
- Salz:
001_BE / Bern, Grauholz; Meteorit
Region: Kreis Bern-Mittelland / Gemeinde Bern, Koordinaten ca.: 2'602’780 / 1'204’340
Literatur:
- Hugi, E.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern [aus dem Jahre]; - (1929); Seite 34 121; Der Meteorit von Ulmiz (Kt. Freiburg)
Der Meteorit vom Grauholz bei Bern. Gefallen am 20. Juni 1890, 5 Uhr abends. Das hell leuchtende Meteor wurde von Saconnex (Genf), von Bex-Gryon und von der Strasse Münchenbuchsee-Schönbühl aus beobachtet und soll im Grauholz niedergegangen sein. Der Meteorit ist nicht aufgefunden worden. (Lit. H. G. FORDHAM: Note sur le Bolide du 20 juin 1890. Bulletin de la Société Vaudoise d. se. nat. Vol. XXVII 1892, pag. 220-222).
- Meteorit:
Gadmen, Windegg. Fadenquarz, 4 cm
003_BE / Bern, Wohlensee (Stollen)
Region: Kreis Bern-Mittelland / Gemeinde Bern, Koordinaten ca.: 2'590’250 / 1'201’570
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1-95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 119
Im Molassemergel aus dem Aquitan (untere Süsswassermolasse).
- Calcit:
- Coelestin: als Coelesto-Baryt, radialstrahlig, weiss, leistenförmig (Burkhard, 1978).
- Coelestobaryt: radialstrahlige weisse, leistenförmige Kristalle.
Literatur:
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1-95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 119
Im Molassemergel aus dem Aquitan (untere Süsswassermolasse).
- Calcit:
- Coelestin: als Coelesto-Baryt, radialstrahlig, weiss, leistenförmig (Burkhard, 1978).
- Coelestobaryt: radialstrahlige weisse, leistenförmige Kristalle.
004_BE / Frienisberg, Schüpfen, Wahlendorf, Meikirch, Chüelibach, ChieligrabeSagihüsli;(Waschgold)
Region: Kreis Bern-Mittelland / Gemeinde Meikirch, Koordinaten ca.: 2'594'481 / 1’207'360
Literatur:
Literatur:
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 97
Aus dem Chüelibach Flitterchen bis 3 mm. Der Bach entspringt zwischen Wahlendorf und Meikirch und mündet zwischen Schüpfen und Bundkofen in den Lyssbach. Ein recht interessanter Bach.
- Waschgold: bis 3 mm grosse Flitterchen.006_BE / Guggisberg, Sangernboden, Marchgraben
Region: Kreis Bern-Mittelland / Gemeinde Guggisberg, Koordinaten ca.: 2'594650 / 1’172600
Literatur:
- Isler, Max; Schweizer Strahler; 1976; Seite 20-22; Wunderwelt Natur in der Dunkelheit
Ein steiler Einschnitt südöstlich von Sengernboden.
- Plaffeit: kein eigentlicher Mineralienname. Es handelt sich um ein Harz, welches chemisch unterschiedlich zu den sonst üblichen Harzen ist.
Literatur:
- Isler, Max; Schweizer Strahler; 1976; Seite 20-22; Wunderwelt Natur in der Dunkelheit
Ein steiler Einschnitt südöstlich von Sengernboden.
- Plaffeit: kein eigentlicher Mineralienname. Es handelt sich um ein Harz, welches chemisch unterschiedlich zu den sonst üblichen Harzen ist.
005_BE / Aeppenacker, Belp, Bütschelegg (Westabhang), Dählhölzli, Elfenau, Grünau, Gümligen, Gürbetal, Gürbethal, Längenberg, Mullgraben, Wabern bei Bern, Weyergrube, Zimmerwald
Region: Kanton Bern, Koordinaten ca.: 2'601’320 / 1'187’960
Literatur:
- Bachmann, J.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern [aus dem Jahre]; - (1880); Heft 979-1003; Seite 79 - 92;
Verwerfungen in einer Kiesgrube bei Bern und neu entdeckte verkieselte Hölzer in Gletscherschutt Die Koordinaten zeigen auf die Bütschelegg.
Bachmann, 1880: Seit langer Zeit wird im Berner Museum ein Stück verkieseltes Holz aufbewahrt, von dem bereits 1825 Prof. B. Studer in der so inhaltsreichen "Monographie der Molasse", p. 265 weitläufiger spricht. Dasselbe hat das Aussehen eines knotigen Bruchstückes einer Weide und wurde einmal beim Pflügen am Westabhang der Bütschelegg ob Zimmerwald, wie es scheint, mit andern gefunden. Zuerst fand der Autor vor 10 Jahren (d.h. ca. 1870) in der grossen, in Gletscherschutt angelegten Kiesgrube bei Gümligen, unweit von Bern, ein Stück theilweise verkieselten, theilweise noch braunkohlenähnlichen Holzes. Ein ähnliches Stück wurde 1874 von Hrn. Emil Rothenbach im Mullgraben bei der Bachmühle am Längenberg entdeckt. Der Autor bekam ferner von einem Schüler ein kleines Scheitchen von theilweise verkieseltem, theilweise verkohltem Nadelholz aus den erratischen Ablagerungen unmittelbar bei Bern, von der Elfenau oder dem Südrand des Dählhölzli. Auf einer Exkursion mit Hrn. Nationalrath F. von Werdt von Toffen kamen wir in eine ganz abseits liegende Kiesgrube unterhalb der Grünau in Wabern bei Bern. Wie verwundert waren wir, am Rande eines solchen Steinhaufens eine, feinem welligem Glimmerschiefer oder noch mehr manchen Sericitschiefern ähnliche Platte in auffälliger und proponirter Stellung zu finden, die aus verkieseltem, der Buche ähnlichem Holz bestand. Namentlich in Folge des eben erwähnten in der sogenannten Weyergrube unterhalb der Grünau in Wabern gemachten Fundes entging der Aufmerksamkeit des Hrn. Nationalrath von Werdt ein weiteres hieher gehöriges Vorkommniss nicht. Auf dessen ausgedehntem Schlossgut in Toffen, wo neben rationeller Bewirthung des Bodens auch die grossartigste Exploitation von Tuff verschiedener Sorten und Qualitäten in hiesiger Gegend stattfindet, werden bald beendigte und bedeutende Entwässerungsarbeiten ausgeführt. Toffen liegt am Abhange des Längenbergs gegen das Gürbethal, oberhalb Belp. Dieser Längenberg besteht bekanntlich, wie der gegenüber liegende Belpberg, aus Meeresmolasse. Es haben die auf dem Gute ausgeführten Arbeiten auch zu einem Anschnitte eines Petrefaktenlagers geführt, welches als die Fortsetzung desjenigen vom Aeppenacker auf der Südseite des Hügelzugs zu betrachten ist. Nur dieser Aufmerksamkeit ist es zunächst zu verdanken, dass ein als fossiles Holz uns sehr interessirendes Vorkommniss nicht unbeachtet blieb. Bei Drainirungsarbeiten, die oft zur Bewältigung bedeutender Blöcke Veranlassung geben, stiessen die Arbeiter auf einen offenbaren verkieselten Baumstamm in dem Gletscherschutt. Derselbe hatte bei bedeutendem Durchmesser vielleicht 2 m Länge und stellte demnach ein ganz beträchtliches Stammstück dar. Leider wurde es beim Herausschaffen aus dem Graben zertrümmert. Die zahlreichen vorhandenen Bruchstücke, die in Toffen aufbewahrt werden, zum Theil von Hrn. von Werdt dem Museum überantwortet wurden, erlauben Rückschlüsse auf den Umfang und die Bedeutung des ursprünglichen Stückes. Die Masse ist zum Theil hornsteinartig homogen und dicht verkieselt, zum Theil rissig. In diesen Rupturen zeigen sich Ausscheidungen von chalcedonartiger, kleintraubiger, bläulichweisser Quarzsubstanz, und von förmlichen Asphaltpartien. Der besser verkieselte Theil erscheint graulich; daneben finden sich alle Uebergänge in viel mürbere, dunklere, offenbar mehr braunkohlenähnliche Abschnitte. Die Struktur des Holzes mit deutlichen Jahrringen und Markstrahlen ist im Ganzen vorzüglich erhalten.
- Verkieseltes Holz: mehrere Fundorte, siehe im Text zum Fundort.
006_BE / Gurnigel, Gurnigelbad, Schalenberg
Region: Kreis Bern-Mittelland / Gemeinde Riggisberg, Koordinaten ca.: 2'601’000 / 1'177’300
Literatur:
- Isler, Max; Schweizer Strahler; 1976; Seite 20-22; Wunderwelt Natur in der Dunkelheit
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 421 Nach Kenngott sollen im Gurnigelsandstein (Flysch) am Gurnigel auch kleine Stückchen von Bernstein gefunden worden sein.
- Bernstein:
- Plaffeit: kein eigentlicher Mineralienname. Es handelt sich um ein Harz, welches chemisch unterschiedlich zu den sonst üblichen Harzen ist.
Literatur:
- Isler, Max; Schweizer Strahler; 1976; Seite 20-22; Wunderwelt Natur in der Dunkelheit
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 421 Nach Kenngott sollen im Gurnigelsandstein (Flysch) am Gurnigel auch kleine Stückchen von Bernstein gefunden worden sein.
- Bernstein:
- Plaffeit: kein eigentlicher Mineralienname. Es handelt sich um ein Harz, welches chemisch unterschiedlich zu den sonst üblichen Harzen ist.
007_BE / Gurnigelbad, Stockhütte
Region: Kreis Bern-Mittelland / Gemeinde Riggisberg, Koordinaten ca.: 2'600’680 / 1'178’180
Literatur:
- Isler, Max; Schweizer Strahler; 1976; Seite 20-22; Wunderwelt Natur in der Dunkelheit
Südlich von Gurnigelbad (ca. 900 Meter).
- Plaffeit: kein eigentlicher Mineralienname. Es handelt sich um ein Harz, welches chemisch unterschiedlich zu den sonst üblichen Harzen ist.
008_BE / Gurnigel, Wissenbach, Wyssbach
Region: Kreis Bern-Mittelland / Gemeinde Rüschegg, Koordinaten ca.: 2'600’020 / 1'177’290
Literatur:
- Krähenbühl, Hans;Bergknappe;1988/4;Heft 46;Seite 23-26; Bernsteinvorkommen in der Schweiz
- Weiss, Stefan; Lapis; 2005; Heft 5; Seite 16-19
Aus dem Bachbett. Die Fundstelle liegt an der Einmündung eines vom Lischboden herabfliessenden Seitenbachs.
- Plaffeit: in Knollen bis 35 mm Durchmesser.
009_BE / Kiesen (südöstlich), Rotache, Schwarzenegg;(Waschgold)
Region: Kreis Bern-Mittelland / Gemeinde Kiesen, Koordinaten ca.: 2'613’600 / 1'184’500
Literatur:
- Pfander, Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 90
55.5 gr Gold aus der Rotache befinden sich heute im Nat. hist. Museum in Bern. Ca. 100 M. oberhalb der Verbindungsstrasse Heimberg-Brenzikofen.
- Waschgold: als Flitterchen.
010_BE / Köniz, Niederscherli
Region: Kreis Bern-Mittelland / Gemeinde Köniz, Koordinaten ca.: 2'596’150 / 1'192’630
Literatur:
- Hofmann, Beda & Soom, Michael & Kürsteiner, Peter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 2014; Heft 4; Seite 23-34; Wenig bekannte Tonmineralien: Neufunde von Dickit, Palygorskit und Rectorit aus der Schweiz
An der Rifishaltenstrasse wurde 2004 eine Erdsondenbohrung bis in eine Tiefe von 170 Meter abgeteuft. In einer Tiefe von 146 - 166 wurde das Mineral Palygorskit festgestellt (Bestimmung B.Hofmann).
- Palygorskit: weiss, stängelig-faserig.
011_BE / Rüschegg, Hengst
Region: Kreis Bern-Mittelland / Gemeinde Rüschegg, Koordinaten ca.: 2'597’000 / 1'173’100
Literatur:
- Isler, Max; Schweizer Strahler; 1976; Seite 20-22; Wunderwelt Natur in der Dunkelheit
- Plaffeit: kein eigentlicher Mineralienname. Es handelt sich um ein Harz, welches chemisch unterschiedlich zu den sonst üblichen Harzen ist.
012_BE / Rüschegg, Hinter der Egg
Region: Kreis Bern-Mittelland / Gemeinde Rüschegg, Koordinaten ca.: 2'593’600 / 1'176’100
Literatur:
- Isler, Max; Schweizer Strahler; 1976; Seite 20-22; Wunderwelt Natur in der Dunkelheit
Östlich von Plaffein und nordwestlich von Ottenleuenbad.
- Plaffeit: kein eigentlicher Mineralienname. Es handelt sich um ein Harz, welches chemisch unterschiedlich zu den sonst üblichen Harzen ist.
013_BE / Rüschegg, Schwarzenbühl
Region: Kreis Bern-Mittelland / Gemeinde Rüschegg, Koordinaten ca.: 2'596’400 / 1'177’500
Literatur:
- Isler, Max; Schweizer Strahler; 1976; Seite 20-22; Wunderwelt Natur in der Dunkelheit
Etwas zwischen den Lokalitäten Schwarzenbühl und 'Unter Hubel'. Eine weiterer Ort liegt ca. 400 Meter östlich der obigen Koordinaten.
- Plaffeit: kein eigentlicher Mineralienname. Es handelt sich um ein Harz, welches chemisch unterschiedlich zu den sonst üblichen Harzen ist.
014_BE / Rüschegg, Süfternen
Region: Kreis Bern-Mittelland / Gemeinde Rüschegg, Koordinaten ca.: 2'596’800 / 1'176’150 Literatur: Isler, Max; Schweizer Strahler; 1976; Seite 20-22; Wunderwelt Natur in der Dunkelheit Diese Fundstelle liegt westlich der Schüpfenflue.- Plaffeit: Kein eigentlicher Mineralienname. Es handelt sich um ein Harz, welches chemisch unterschiedlich zu den sonst üblichen Harzen ist.
015_BE / Schwarzenburgerland, Rüschegg
Region: Kreis Bern-Mittelland / Gemeinde Rüschegg, Koordinaten ca.: 2’596430 / 1'180’930
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 97
- Calcit: in feinkörnigem Sandstein, rasenartig, steile Rhomboeder, bis 1 cm.
016_BE / Schwarzburgerland, Singine (franz.), Sense (dt.), Schwarzwasser (dt.), Neirivue (franz.), Sarine (franz.), Saane (dt.), Scherlibach;(Waschgold)
Region: Kreis Bern-Mittelland / Gemeinde Schwarzenburg, Koordinaten ca.: 2'597’600 / 1'192’264
Literatur:
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 93.
In all diesen Flüsschen und Bächlein konnte nur wenig Waschgold nachgewiesen werden. Die Koordinaten zeigen auf eine Stelle im Scherlibach.
- Waschgold: wenig. Als Flitterchen.
017_BE / Schwarzenburg, Aekenmatt, Sense
Region: Kreis Bern-Mittelland / Gemeinde Schwarzenburg, Koordinaten ca.: 593’830 / 1'189’950 Literatur:
- Hofmann, Beda & Soom, Michael & Kürsteiner, Peter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler;2014; Heft 4; Seite 23 - 34; Wenig bekannte Tonmineralien: Neufunde von Dickit, Palygorskit und Rectorit aus der Schweiz
In durch Hochwasser freigelegte Sandsteinpartien der Oberen Meeresmolasse am Ufer der Sense (ca. 4.2 km südwestlich der Bohrung von Niederscherli).
- Palygorskit: bis 4 cm breite Klüfte belegt mit einem weissen tonigen Material gefüllt. Die durch B.Hofmann durchgeführten Untersuchungen zeigten, dass es sich dabei um Palygorkit handelt.
018_BE / Schwarzenburg, Morell
Region: Kreis Bern-Mittelland / Gemeinde Schwarzenburg, Koordinaten ca.: 2'592’550 / 1'185’220
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 417
Die Koordinaten zeigen auf Schwarzenburg.
- Mirabilit: aus den Höhlen bei Schwarzenburg. Auch von Morell bei Schwarzenburg.
- Soda: auf Sandstein.
019_BE / Schwarzenburg, Schwarzwassergraben, Schwarzwasser (dt.), Neirivue (franz.) Region: Kreis Bern-Mittelland / Gemeinde Schwarzenburg, Koordinaten ca.: 2'580’000 / 1'171’000 Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 237
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 359
Westlich davon im Flysch.
- Harz: bernsteinähnlich, fossil.
020_BE / Singine (franz.), Sense (dt.), Schwarzwasser (dt.), Neirivue (franz.), Schwarzenburg;(Waschgold) Region: Kreis Bern-Mittelland / Gemeinde Schwarzenburg, Koordinaten ca.: 2'596’150 / 1'188’850
Literatur:
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 118 (Rutsch, 1941) beschreibt aus dieser Region und aus diesen Gewässern Seifengold.
- Gold, gediegen: als Seifengold.
021_BE / Walkringen, Hinterschwendi;(Meteorit)
Region: Kreis Bern-Mittelland / Gemeinde Walkringen, Koordinaten ca.: 2'613’740 / 1'199’630
Literatur:
- Bühler, Rolf W.; Schweizer Strahler; 1995; Heft 2; Seite 221 - 229; Menziswyl, ein neuer Schweizer Steinmeteorit
- Hugi, E.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern [aus dem Jahre]; - (1929); Seite 34 - 121; Der Meteorit von Ulmiz (Kt. Freiburg)
- Studer, B.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; Heft 792-811; Seite 1 - 7; Der Meteorstein von Walkringen
Der Meteorit von Walkringen, oder von Hinterschwendi (Kt. Bern). Gefallen Dienstag den 18. Mai 1698, zwischen 7 und 8 Uhr abends. Wahrscheinlich ein Steinmeteorit. Der Stadtbibliothek Bern von Pfarrer Jakob Dünki in Walkringen übergeben. Später verloren gegangen (vergl, oben). (Lit. J. C. SCHEUCHZER: Naturgeschichte des Schweizerlandes 1746, Bd. 1, pag. 276, B. STUDER: Der Meteorstein von Walkringen. Mitt. der Naturforschenden Gesellschaft in Bern aus dem Jahre 1872/73 und AD. FLURI: Vier verschwundene Curiosa der alten Stadtbibliothek. Blätter für bernische Geschichte, Kunst und Altertumskunde, VII. Jahrg. 1911, pag. 285 - 306).
- Meteorit: Dienstag den 18. Mai 1698. Meteorit und Dokumentationen sind leider aus den folgenden Gründen verschwunden: Cartesius (um 1666) behauptet, dass bei Gewittern die Ausdünstungen des Bodens in der Atmosphäre sich zu harten Steinen, Strahlsteinen, verdichten könnten, und ein Nachsatz in Sulzer's Bericht beweist, dass diese Lehre mit dem Steinfall von Walklingen in Verbindung gesetzt wurde. Stammt der Nachsatz, wie man wohl annehmen darf, ursprünglich von Scheuchzer her, so ist sein späteres Wegfallen nicht ohne Bedeutung. In Bern war die Cartesianische Philosophie zuerst durch den 1666 zum Professor der Philosophie ernannten David Wyss bekannt geworden und hatte unter den Studierenden Anhänger gefunden. Dies veranlasste den gefürchteten Dekan Hummel und den Kirchenconvent, die Regierung auf die Gefahr aufmerksam zu machen, die der Rechtgläubigkeit von einer Lehre her drohe, die mit der Forderung des Zweifels beginne. Es erfolgte 1671 ein strenges Edict an alle Professoren und Lehrer, in ihren Vorträgen alles zu vermeiden, was mit der neuen Doctrin in Verbindung stehen möchte, den Studenten wurde befohlen, alle darauf bezüglichen Bücher und Schriften an die Kanzlei abzuliefern, man durchsuchte die Zimmer der Studierenden, warnte die im Auslande Studierenden vor Universitäten, die den Cartesianischen Grundsätzen huldigten, und examinirte die Zurückgekehrten über ihren Glauben. Diese Befehle wurden 1671 wiederholt und verschärft, und bis an's Ende des Jahrhunderts und später suchte man auf jede Weise dem Eindringen der Cartesianischen Philosophie vorzubeugen. Wenn aber die Weigerung der Behörde, den Stein anzunehmen zunächst nach dem Meteor stattfand so kann sie kaum, wie angenommen wird, in der Furcht, unaufgeklärt zu erscheinen, begründet gewesen sein. Im Zeitalter der Formula consensus und der Hexenprozesse wurden die Behörden, und besonders die meist aus Theologen bestehende Bibliothekbehörde, von andern Motiven geleitet. Der Unglaube ging so weit, dass man sogar die meisten in öffentlichen Sammlungen aufbewahrt gewesenen Meteormassen weggeworfen hat, weil man befürchtete, sich lächerlich zu machen und für unaufgeklärt gehalten zu werden, wenn man nur die Möglichkeit der Sache zugäbe. So in Dresden, Wien, Kopenhagen, Verona, und ebenso ist in Bern der 1698 bei Walkring gefallene Meteorstein nebst der Urkunde verschwunden. Unter solchen Verhältnissen darf man sich nicht wundern, wenn die Vorsteher der Bibliothek es geraten fanden, ein Geschenk abzuweisen, das eine Behauptung von Cartesius zu bestätigen schien. Wahrscheinlich bleibt es immerhin, dass der Aerolith von Walkringen nicht der Aufklärung, sondern der Orthodoxie geopfert worden ist.
022_BE / Frienisberg, Wohlen, Frieswilgraben, Winterhalebach, Leubach;(Waschgold) Region: Kreis Bern-Mittelland / Gemeinde Wohlen bei Bern, Koordinaten ca.: 2'588’792 / 1'203’613 Literatur:
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 97.
Im Frieswilgraben, 4 km westlich vom Mülibach. Es konnten kleine Flitterchen nachgewiesen werden. Wenig schwarzer Sand. Die Koordinaten zeigt auf den Zusamenfluss von Winterhalebach und Leubach.
- Waschgold: kleine Flitterchen.
023_BE / Wohlen, Mülibach;(Waschgold)
Region: Kreis Bern-Mittelland / Gemeinde Wohlen bei Bern, Koordinaten ca.: 2'593’266 / 1'202’970
Literatur:
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 97. Der Mühlibach entspringt bei Säriswil und fliesst in den Wohlensee. Einige Stellen in diesem Bach sind recht gut. Wenig schwarzer Sand.
- Waschgold: Flitterchen bis 5 mm (Ausnahme).
Verwaltungskreis Berner Jura
024_BE / Bielersee (dt.), Lac de Bienne (franz.), La Neuveville (franz.) (Steinbruch), Neuenstadt (dt.) (Steinbruch)
Region: Kreis Berner Jura / Gemeinde La Neuveville, Koordinaten ca.: 2'573’000 / 1'212’800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 367
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 92
- Szabo, G. & Opizzi, M.; Schweizer Strahler; 1972, Heft 1; Seite 142; Quartz-étoile. Carrière de Neuveville, Jura bernois
In einem Steinbruch des Ortes im dichten Kalkstein des Portlandien. Im Malmkalk in Drusenhohlräumen.
- Calcit: leicht gelblich, negative, flache Rhomboeder mit hexagonalem Prisma 1. Stellung, bis 3 cm Durchmesser, teilweise miteinander verwachsen. Bachmann (1977): grosse Drusen aus dem Jurakalk von Prägelz (Prelês) oberhalb Neuenstadt (La Neuveville).
- Quarz: in sternförmiger Ausbildung (Sternquarz), milchig - weiss, Aggregierungen bis 6 cm und mehr, Andeutung von Rhomboederflächen. Die Quarze sind oft vergesellschaftet mit kleinen, graublauen Calcedonkügelchen. Die Kristalle sind sehr zerbrechlich. Im Portlandien des oberen Malm, authigen.
025_BE / Péry-La Heutte, La Reuchenette
Region: Kreis Berner Jura / Gemeinde Reuchenette, Koordinaten ca.: 2'585’700 / 1'225’500
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2002; Heft 4; Seite 8 - 9; Zutritt strengstens verboten
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2023; Heft 2; Seite 20-25; Gips-Kristalle im Schweizer Jura
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2024; Heft 4; Seite 14-24; Pyrit und Markasit im Schweizer Jura
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1-95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Bättig, Stefan; Schweizer Strahler; 2009; Heft 2; Seite 2 - 13, La Reuchenette, eine erloschene Fundstelle
- Graeser, Stefan & Offermann, Erich & Gabriel, Walter; Schweizer Strahler; 1979; Heft 3; Seite 108 - 110; 'Gepfropfte Calcite'
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363,365
- Pascher, Gerold; Lapis; 1999; Heft 2; Seite 22 - 24
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1994; Heft 1; Seite 24 - 30; Ein Neufund sogenannter 'Rankenquarz-Bildungen'
- Redaktion; Schweizer Strahler; 1979; Heft 3; Seite 116 - 118; Juramineralien
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 268
1.) Im Unteren Malm in Effinger-Schichten.
2.) Im Unteren Malm in Sequan-Kalken in verschiedenen Hohlräumen.
3.) Im Oberen Malm im Portland. Heute (2004) ist in der Grube das Suchen nach Mineralien verboten.
- Ankerit: sattelförmig, milchigweiss bis grau, nur mm-gross.- Baryt: Mm-gross, hellgrau, sehr selten.
- Calcit:
1.) skalenoedrisch,
2.) erste und zweite Generation,
3.) auch prismatisch, häufig vorkommend.
- Coelestin:
1.) und
2.) hellblau, durchsichtig, prismatisch, bis 6 cm, flächenreiche Kopfpartie, in sehr schöner Ausbildung, Aggregate oder Einzelkristalle auch als Doppelender. Bläuliche klare, nach der a-Achse gestreckte Kristalle, bis mehrere Zentimeter lang.
- Dolomit: sattelförmig, milchigweiss bis grau, nur mm-gross.
- Gips: farblos bis gelb, prismatisch, tafelig, nadelig, teils Aggregate bildend, bis mehrere cm gross.
- Goethit:
1.) und
2.) schwarz, stängelig, auf Calcit aufgewachsen, bis 1 mm.
- Markasit: prismatisch, speerartig, verzwillingt, bis 4mm, eher selten zu finden.
- Pyrit:
1.) und
2.) und
3.) oft treppenförmig, würfelig, kuboktaedrisch, selten verzwillingt, bis 25 mm, kugelig bis 4 mm.
- Quarz:
1.) rosarote Aggregate mit Anhydriteinschlüssen (Röntgenanalyse durch Dr. B.A. Hofmann, Naturhistorisches Museum in Bern), bis 8 mm, aus dem Argovien. Neueste Untersuchungen zeigen, dass die rosarote Färbung durch den Einfluss von Hämatit zustande kommt, farblos bis 2 mm, prismatisch, wasserklar in fossilen Hohlräumen. Beschrieben wurden auch 'Rankenquarz-Bildungen' (Rudolf Rykart).
- Smythit: dünntafelig, hexagonal, bräunlich, bis 5 mm, Grösse unter 1 mm.
- Sphalerit: 1.) Hell- bis dunkelbraun, schwarz glänzend, bis 4 mm, oft von Calcit umwachsen, schlecht auskristallisiert. Aus den Effingerschichten.
- Strontianit: radialstrahlig-spiessig, halbkugelige Aggregate, bis 3 mm, selten.
- Wurtzit: dünntafelig, hexagonal, bräunlich, bis 5 mm, sehr selten zu finden.
026_BE / Péry-La Heutte, Péry (franz.), Büderich (dt.), Reuchenette;(Bohnerzabbau)
Region: Kreis Berner Jura / Gemeinde Reuchenette, Koordinaten ca.: 2'585’600 / 1'226’386
Literatur:
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917 (Erzabbau).
Bohnerze des Eocäns. Im Tale von Péry, das bei Reuchenette, nördlich von Biel in das Tal der Schüss mündet, wurde im 17. Jahrhundert Erz ausgebeutet.
- Bohnerz:
027_BE / Tavannes (franz.), Dachsfelden (dt.);(Bohnerzabbau)
Region: Kreis Berner Jura / Gemeinde Tavannes, Koordinaten ca.: 2'582’120 / 1'230’470
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Kündig, E. & de Quervain, F. (1941): Fundstellen mineralischer Rohstoffe in der Schweiz. Bern. Tertiäre Bohnerze.
Erwiesener Bohnerzabbau in der Region Tavannes. Genauere Angaben (Jahr) fehlen. Abbau erwiesen.
- Bohnerz:
028_BE / Valbirse, Malleray (franz.), Mällere (dt.);(Bohnerzabbau)
Region: Kreis Berner Jura / Gemeinde Valbirse, Koordinaten ca.: 2'587’320 / 1'231’960
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Kündig, E. und de Quervain, F. (1941): Fundstellen mineralischer Rohstoffe in der Schweiz. Bern. Tertiäre Bohnerze. Erwiesener Bohnerzabbau in der Region Malleray. Genauere Angaben (Jahr) fehlen. Die Koordinaten zeigen auf Malleray. Abbau erwiesen.
- Bohnerz:
029_BE / Valbirse, Montoz
Region: Kreis Berner Jura / Gemeinde Valbirse, Koordinaten ca.: 2'584’400 / 1'228’630
Literatur:
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 365
Im Unteren Malm in Effinger-Schichten in Hohlräumen von blauen Tonkalken. Auf der Karte existieren zwei Einträge 'Montoz'. Montoz, Gemeinde Bévilard, Koordinaten: 2'588’617 / 1'229’622, Karte 1126 (Büren a.A.) und Montoz, Gemeinde Reconvilier, Koordinaten: 2'584’398 / 1'228’620, Karte 1125 (Chasseral). Die Koordinaten zeigen auf den Chasseral.
- Calcit:
- Coelestin:
- Goethit:
- Pyrit:
- Quarz: hellrosa.
- Sphalerit: aus den Effingerschichten.
030_BE / Valbirse, Schüss, Montoz, Graitery-Moron, Raimeux, Vellerat, Court, Grenchentunnel, Sornetan (franz.), Sornethal (dt.), Corcelles, Guldental, Mümliswil, Ramiswil, Moutier (franz.), Münster (dt.), Undervelier (franz.), Unterschwiler (dt.), Soulce (franz.), Sulz (dt.);(Bohnerzabbau)
Region: Kreis Berner Jura / Gemeinde Valbirse
Literatur:
- Schmidt,C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917 (Erzabbau).
Bohnerze des Eocäns. In ihrem Oberlauf bis DeIsberg durchtalen die Birs und ihre Nebenflüsse die Juragewölbe: Montoz, Graitery-Moron, Raimeux und Vellerat. Dem Nordschenkel der Montozkette gehören an die Bohnerzfundpunkte der Gegend von Court. Im Grenchentunnel wurden im Südschenkel der Graiterykette bei km 3,23 ab Nordportal Bohnerze angefahren. Sie bilden die westliche Fortsetzung der besprochenen Vorkommen von Gänsbrunnen und Dünnerntal. In der Synklinale von Münster, zwischen Graitery und Raimeux, wurde Bohnerz ausgebeutet westlich von Münster bei Sornetan und östlich von Münster bei Corcelles und im Guldental westlich Mümliswil. Das Bohnerz im Nordschenkel der Graiterykette, das bei der" Verrerie" an der Birs ansteht, wurde im Grenchen-Münstertunnel bei km 0,95 ab Nordportal angetroffen. Die Synklinale zwischen Raimeux und Velleratkette enthielt Bohnerz westlich der Birs bei Undervelier Soulce und östlich der Birs zwischen Rebeuvelier und Vermes. Nachgewiesener Abbau: Mümliswil-Ramiswil (Guldental): 1824 (14. Jh.) – 1848
- Bohnerz:
031_BE / Corcelles, Crémines, Eschert;(Bohnerzabau)
Region: Kreis Berner Jura / Gemeine Corcelles, Koordinaten ca.: 2'597’009 / 1'236’075
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Tertiäre Bohnerze. Erwiesener Bohnerzabbau in der Region Corcelles-Crémines-Eschert. Erwiesener Abbau um 1179 und 1356.
- Bohnerz:
024_BE / Bielersee (dt.), Lac de Bienne (franz.), La Neuveville (franz.) (Steinbruch), Neuenstadt (dt.) (Steinbruch)
Region: Kreis Berner Jura / Gemeinde La Neuveville, Koordinaten ca.: 2'573’000 / 1'212’800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 367
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 92
- Szabo, G. & Opizzi, M.; Schweizer Strahler; 1972, Heft 1; Seite 142; Quartz-étoile. Carrière de Neuveville, Jura bernois
In einem Steinbruch des Ortes im dichten Kalkstein des Portlandien. Im Malmkalk in Drusenhohlräumen.
- Calcit: leicht gelblich, negative, flache Rhomboeder mit hexagonalem Prisma 1. Stellung, bis 3 cm Durchmesser, teilweise miteinander verwachsen. Bachmann (1977): grosse Drusen aus dem Jurakalk von Prägelz (Prelês) oberhalb Neuenstadt (La Neuveville).
- Quarz: in sternförmiger Ausbildung (Sternquarz), milchig - weiss, Aggregierungen bis 6 cm und mehr, Andeutung von Rhomboederflächen. Die Quarze sind oft vergesellschaftet mit kleinen, graublauen Calcedonkügelchen. Die Kristalle sind sehr zerbrechlich. Im Portlandien des oberen Malm, authigen.
025_BE / Péry-La Heutte, La Reuchenette
Region: Kreis Berner Jura / Gemeinde Reuchenette, Koordinaten ca.: 2'585’700 / 1'225’500
Literatur:
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2002; Heft 4; Seite 8 - 9; Zutritt strengstens verboten
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2023; Heft 2; Seite 20-25; Gips-Kristalle im Schweizer Jura
- Andermatt, Paul J.; Schweizer Strahler; 2024; Heft 4; Seite 14-24; Pyrit und Markasit im Schweizer Jura
- Burkard, Andreas; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1978; Band 58; Heft 1-2; Seite 1-95; Baryt-Coelestin und ihre Mischkristalle aus Schweizer Alpen und Jura
- Bättig, Stefan; Schweizer Strahler; 2009; Heft 2; Seite 2 - 13, La Reuchenette, eine erloschene Fundstelle
- Graeser, Stefan & Offermann, Erich & Gabriel, Walter; Schweizer Strahler; 1979; Heft 3; Seite 108 - 110; 'Gepfropfte Calcite'
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363,365
- Pascher, Gerold; Lapis; 1999; Heft 2; Seite 22 - 24
- Rykart, Rudolf; Schweizer Strahler; 1994; Heft 1; Seite 24 - 30; Ein Neufund sogenannter 'Rankenquarz-Bildungen'
- Redaktion; Schweizer Strahler; 1979; Heft 3; Seite 116 - 118; Juramineralien
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 268
1.) Im Unteren Malm in Effinger-Schichten.
2.) Im Unteren Malm in Sequan-Kalken in verschiedenen Hohlräumen.
3.) Im Oberen Malm im Portland. Heute (2004) ist in der Grube das Suchen nach Mineralien verboten.
- Ankerit: sattelförmig, milchigweiss bis grau, nur mm-gross.- Baryt: Mm-gross, hellgrau, sehr selten.
- Calcit:
1.) skalenoedrisch,
2.) erste und zweite Generation,
3.) auch prismatisch, häufig vorkommend.
- Coelestin:
1.) und
2.) hellblau, durchsichtig, prismatisch, bis 6 cm, flächenreiche Kopfpartie, in sehr schöner Ausbildung, Aggregate oder Einzelkristalle auch als Doppelender. Bläuliche klare, nach der a-Achse gestreckte Kristalle, bis mehrere Zentimeter lang.
- Dolomit: sattelförmig, milchigweiss bis grau, nur mm-gross.
- Gips: farblos bis gelb, prismatisch, tafelig, nadelig, teils Aggregate bildend, bis mehrere cm gross.
- Goethit:
1.) und
2.) schwarz, stängelig, auf Calcit aufgewachsen, bis 1 mm.
- Markasit: prismatisch, speerartig, verzwillingt, bis 4mm, eher selten zu finden.
- Pyrit:
1.) und
2.) und
3.) oft treppenförmig, würfelig, kuboktaedrisch, selten verzwillingt, bis 25 mm, kugelig bis 4 mm.
- Quarz:
1.) rosarote Aggregate mit Anhydriteinschlüssen (Röntgenanalyse durch Dr. B.A. Hofmann, Naturhistorisches Museum in Bern), bis 8 mm, aus dem Argovien. Neueste Untersuchungen zeigen, dass die rosarote Färbung durch den Einfluss von Hämatit zustande kommt, farblos bis 2 mm, prismatisch, wasserklar in fossilen Hohlräumen. Beschrieben wurden auch 'Rankenquarz-Bildungen' (Rudolf Rykart).
- Smythit: dünntafelig, hexagonal, bräunlich, bis 5 mm, Grösse unter 1 mm.
- Sphalerit: 1.) Hell- bis dunkelbraun, schwarz glänzend, bis 4 mm, oft von Calcit umwachsen, schlecht auskristallisiert. Aus den Effingerschichten.
- Strontianit: radialstrahlig-spiessig, halbkugelige Aggregate, bis 3 mm, selten.
- Wurtzit: dünntafelig, hexagonal, bräunlich, bis 5 mm, sehr selten zu finden.
026_BE / Péry-La Heutte, Péry (franz.), Büderich (dt.), Reuchenette;(Bohnerzabbau)
Region: Kreis Berner Jura / Gemeinde Reuchenette, Koordinaten ca.: 2'585’600 / 1'226’386
Literatur:
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917 (Erzabbau).
Bohnerze des Eocäns. Im Tale von Péry, das bei Reuchenette, nördlich von Biel in das Tal der Schüss mündet, wurde im 17. Jahrhundert Erz ausgebeutet.
- Bohnerz:
027_BE / Tavannes (franz.), Dachsfelden (dt.);(Bohnerzabbau)
Region: Kreis Berner Jura / Gemeinde Tavannes, Koordinaten ca.: 2'582’120 / 1'230’470
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Kündig, E. & de Quervain, F. (1941): Fundstellen mineralischer Rohstoffe in der Schweiz. Bern. Tertiäre Bohnerze.
Erwiesener Bohnerzabbau in der Region Tavannes. Genauere Angaben (Jahr) fehlen. Abbau erwiesen.
- Bohnerz:
028_BE / Valbirse, Malleray (franz.), Mällere (dt.);(Bohnerzabbau)
Region: Kreis Berner Jura / Gemeinde Valbirse, Koordinaten ca.: 2'587’320 / 1'231’960
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Kündig, E. und de Quervain, F. (1941): Fundstellen mineralischer Rohstoffe in der Schweiz. Bern. Tertiäre Bohnerze. Erwiesener Bohnerzabbau in der Region Malleray. Genauere Angaben (Jahr) fehlen. Die Koordinaten zeigen auf Malleray. Abbau erwiesen.
- Bohnerz:
029_BE / Valbirse, Montoz
Region: Kreis Berner Jura / Gemeinde Valbirse, Koordinaten ca.: 2'584’400 / 1'228’630
Literatur:
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 365
Im Unteren Malm in Effinger-Schichten in Hohlräumen von blauen Tonkalken. Auf der Karte existieren zwei Einträge 'Montoz'. Montoz, Gemeinde Bévilard, Koordinaten: 2'588’617 / 1'229’622, Karte 1126 (Büren a.A.) und Montoz, Gemeinde Reconvilier, Koordinaten: 2'584’398 / 1'228’620, Karte 1125 (Chasseral). Die Koordinaten zeigen auf den Chasseral.
- Calcit:
- Coelestin:
- Goethit:
- Pyrit:
- Quarz: hellrosa.
- Sphalerit: aus den Effingerschichten.
030_BE / Valbirse, Schüss, Montoz, Graitery-Moron, Raimeux, Vellerat, Court, Grenchentunnel, Sornetan (franz.), Sornethal (dt.), Corcelles, Guldental, Mümliswil, Ramiswil, Moutier (franz.), Münster (dt.), Undervelier (franz.), Unterschwiler (dt.), Soulce (franz.), Sulz (dt.);(Bohnerzabbau)
Region: Kreis Berner Jura / Gemeinde Valbirse
Literatur:
- Schmidt,C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917 (Erzabbau).
Bohnerze des Eocäns. In ihrem Oberlauf bis DeIsberg durchtalen die Birs und ihre Nebenflüsse die Juragewölbe: Montoz, Graitery-Moron, Raimeux und Vellerat. Dem Nordschenkel der Montozkette gehören an die Bohnerzfundpunkte der Gegend von Court. Im Grenchentunnel wurden im Südschenkel der Graiterykette bei km 3,23 ab Nordportal Bohnerze angefahren. Sie bilden die westliche Fortsetzung der besprochenen Vorkommen von Gänsbrunnen und Dünnerntal. In der Synklinale von Münster, zwischen Graitery und Raimeux, wurde Bohnerz ausgebeutet westlich von Münster bei Sornetan und östlich von Münster bei Corcelles und im Guldental westlich Mümliswil. Das Bohnerz im Nordschenkel der Graiterykette, das bei der" Verrerie" an der Birs ansteht, wurde im Grenchen-Münstertunnel bei km 0,95 ab Nordportal angetroffen. Die Synklinale zwischen Raimeux und Velleratkette enthielt Bohnerz westlich der Birs bei Undervelier Soulce und östlich der Birs zwischen Rebeuvelier und Vermes. Nachgewiesener Abbau: Mümliswil-Ramiswil (Guldental): 1824 (14. Jh.) – 1848
- Bohnerz:
031_BE / Corcelles, Crémines, Eschert;(Bohnerzabau)
Region: Kreis Berner Jura / Gemeine Corcelles, Koordinaten ca.: 2'597’009 / 1'236’075
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Tertiäre Bohnerze. Erwiesener Bohnerzabbau in der Region Corcelles-Crémines-Eschert. Erwiesener Abbau um 1179 und 1356.
- Bohnerz:
Verwaltungskreis Biel/Bienne
032_BE / Biel, Bözingen, Steinbruch Vorberg
Region: Kreis Biel-Bienne / Gemeinde Biel, Koordinaten ca.: 2'586’859 / 1'122’3471
Literatur:
- Calcit: Zwillinge und Doppelender im cm-Bereich.
033_BE / Bienne (franz.), Biel (dt.), Twannberg, Mont Sujet
Region: Kreis Biel/Bienne / Gemeinde Biel, Koordinaten ca.: 2'578’550 / 1'217’900
Literatur:
- Bolli, Thomas; Schweizer Strahler; 2016; Heft 4; Seite 11 - 19; Aus dem All auf die Jurahöhen - oder das Streufeld des Twannberg-Meteoriten
- Bühler, Rolf W.; Schweizer Strahler; 1995; Heft 2; Seite 221 - 229; Menziswyl, ein neuer Schweizer Steinmeteorit
Nördlich oberhalb von Twann (Bielersee). Das Fundgebiet wird mit Mont Sujet angegeben.
- Chukanovit: grünlich-bräunliche, blättrige Kriställchen neben Siderit und Goethit. Nur in einer Masse des Twannberg-Meteoriten neben Goethit und Siderit. Es handelt sich hier um den weltweit dritten Fund und wurde voher erst in einem Eisenmeteoriten mit Niedergang in Dronino, Russland (2007) und Morasko, Polen, entdeckt. (Beda, Hofmann).
- Goethit: in Twannberg-Eisenmeteoriten.
- Meteorit: Eisenmeteorit (Hexaedrit IIG), Fund 1984, 2000, Gewicht 15.515 kg. In der Zwischenzeit wurden bereits 570 Bruchstücke (Gesamtgewich 72.5 kg), welche diesem Meteoriten zugeordnet werden können, gefunden. Streufeld: Länge ca. 5 km, Breite ein paar hundert Meter. Der Durchmesser des niedergegangenen Meteoriten wird auf 6 - 20 Meter geschätzt (vor Eintritt in die Erdatmosphäre).
- Siderit: in Twannberg-Eisenmeteoriten.
- Twannberg:
034_BE / Lengnau, Longeau
Region: Kreis Biel/Bienne / Gemeinde Lengnau, Koordinaten ca.: 2'594’660 / 1'225’680
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 38, 207
- Lang; Schweiz. naturf. Vers. 1856, Seite 156)
- Allophan:
- Bohnerz:
- Bol:
- Quarz: Bol, welcher nach Bernoulli (dessen geogn. Uebersicht 166) in den äussersten Lagen des Jura und zwar namentlich in der Nähe der Bohnerzflöze, vorzüglich schön im Solothurnischen Jura vorkommt, sowie auch Lang (46. Versamml. d. schweiz. naturf. Ges. 156) das Vorkommen eines roten Bol mit Bohnerz bei Lengnau, westlich von Solothurn beschrieb, doch konnte dieser Bol nicht als Species aufgeführt werden, weil seine Geltung als solcher durch keine Analyse bestätigt ist. In kieseligem Ton
035_BE / Bienne (franz.), Biel (dt.), Twannbach, Twannbachschlucht;(Waschgold)
Region: Kreis Biel/Bienne / Gemeinde Twann-Tüscherz, Koordinaten ca.: 2'577’580 / 1'216’620 Literatur:
- Mojon,Pierre-Olivier & Meisser,Nicolas & Wälti,Marcel & Ducrest,Daniel & Jost,Marc; Schweizer Strahler; 2008; Seite 41;
Das Gold vom Twannbach 2005 wurden im Twannbach kleine Körner und Nuggets im Twannbach entdeckt.
- Gold, gediegen: sehr reines Waschgold (99% Gold, 1% Silber).
036_BE / Tüscherz
Region: Kreis Biel/Bienne / Gemeinde Twann-Tüscherz, Koordinaten ca.: 2'581’380 / 1'218’010
Literatur:
- Baumberger, E.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; 1894; Heft 1335-1372; Seite 150 - 203; Über die geologischen Verhältnisse am linken Ufer des Bielersees
In Tüscherz nehmen die Mergel gegen die Basis der ganzen Ablagerung streifenweise eine violette bis dunkle Färbung an, und es treten 1 - 1,5 mm lange Quarzkrystalle mit Doppelpyramiden auf. Die Quarz-haltige und ca. 30 cm mächtige Schicht liegt ca. 18,2 Meter über der Basis. Tüscherz (1894). Durch Abbau der Valangienkalke in einer Grube ist westlich der Ortschaft der schönste Aufschluss am ganzen See entstanden. Kurz, nachdem das nachfolgende Profil aufgenommen worden, wurde die Purbeckhalde in einen Rebberg verwandelt, so dass in Zukunft nur noch ein Teil der Stufe der weitern Untersuchung zugänglich ist. Die dem See entlang vorkommenden Überreste der Bohnerzstufe finden sich in den Kalken der Jura- und Kreideformation und bestehen:
1) in den sog. Pyriten.
2) in Spalten und Höhlungen, die mit rotem oder grünlichem Bolus und Quarzmaterial gefüllt sind.
3) in stark imprägnierten Kalken und Mergelkalken.
Die eigentlichen Pisolithen mit konzentrischen Schichten fehlen. Dagegen finden sich ziemlich häufig im Rebgebiet, besonders in den Hauterivienmergeln, die sog. Pyrite von Erbsen- bis Nussgrösse.
- Pyrit: erbsen- bis Nussgrösse.
- Quarz: es treten 1 - 1,5 mm lange Quarzkrystalle mit Doppelpyramiden auf.
032_BE / Biel, Bözingen, Steinbruch Vorberg
Region: Kreis Biel-Bienne / Gemeinde Biel, Koordinaten ca.: 2'586’859 / 1'122’3471
Literatur:
- Calcit: Zwillinge und Doppelender im cm-Bereich.
033_BE / Bienne (franz.), Biel (dt.), Twannberg, Mont Sujet
Region: Kreis Biel/Bienne / Gemeinde Biel, Koordinaten ca.: 2'578’550 / 1'217’900
Literatur:
- Bolli, Thomas; Schweizer Strahler; 2016; Heft 4; Seite 11 - 19; Aus dem All auf die Jurahöhen - oder das Streufeld des Twannberg-Meteoriten
- Bühler, Rolf W.; Schweizer Strahler; 1995; Heft 2; Seite 221 - 229; Menziswyl, ein neuer Schweizer Steinmeteorit
Nördlich oberhalb von Twann (Bielersee). Das Fundgebiet wird mit Mont Sujet angegeben.
- Chukanovit: grünlich-bräunliche, blättrige Kriställchen neben Siderit und Goethit. Nur in einer Masse des Twannberg-Meteoriten neben Goethit und Siderit. Es handelt sich hier um den weltweit dritten Fund und wurde voher erst in einem Eisenmeteoriten mit Niedergang in Dronino, Russland (2007) und Morasko, Polen, entdeckt. (Beda, Hofmann).
- Goethit: in Twannberg-Eisenmeteoriten.
- Meteorit: Eisenmeteorit (Hexaedrit IIG), Fund 1984, 2000, Gewicht 15.515 kg. In der Zwischenzeit wurden bereits 570 Bruchstücke (Gesamtgewich 72.5 kg), welche diesem Meteoriten zugeordnet werden können, gefunden. Streufeld: Länge ca. 5 km, Breite ein paar hundert Meter. Der Durchmesser des niedergegangenen Meteoriten wird auf 6 - 20 Meter geschätzt (vor Eintritt in die Erdatmosphäre).
- Siderit: in Twannberg-Eisenmeteoriten.
- Twannberg:
034_BE / Lengnau, Longeau
Region: Kreis Biel/Bienne / Gemeinde Lengnau, Koordinaten ca.: 2'594’660 / 1'225’680
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 38, 207
- Lang; Schweiz. naturf. Vers. 1856, Seite 156)
- Allophan:
- Bohnerz:
- Bol:
- Quarz: Bol, welcher nach Bernoulli (dessen geogn. Uebersicht 166) in den äussersten Lagen des Jura und zwar namentlich in der Nähe der Bohnerzflöze, vorzüglich schön im Solothurnischen Jura vorkommt, sowie auch Lang (46. Versamml. d. schweiz. naturf. Ges. 156) das Vorkommen eines roten Bol mit Bohnerz bei Lengnau, westlich von Solothurn beschrieb, doch konnte dieser Bol nicht als Species aufgeführt werden, weil seine Geltung als solcher durch keine Analyse bestätigt ist. In kieseligem Ton
035_BE / Bienne (franz.), Biel (dt.), Twannbach, Twannbachschlucht;(Waschgold)
Region: Kreis Biel/Bienne / Gemeinde Twann-Tüscherz, Koordinaten ca.: 2'577’580 / 1'216’620 Literatur:
- Mojon,Pierre-Olivier & Meisser,Nicolas & Wälti,Marcel & Ducrest,Daniel & Jost,Marc; Schweizer Strahler; 2008; Seite 41;
Das Gold vom Twannbach 2005 wurden im Twannbach kleine Körner und Nuggets im Twannbach entdeckt.
- Gold, gediegen: sehr reines Waschgold (99% Gold, 1% Silber).
036_BE / Tüscherz
Region: Kreis Biel/Bienne / Gemeinde Twann-Tüscherz, Koordinaten ca.: 2'581’380 / 1'218’010
Literatur:
- Baumberger, E.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; 1894; Heft 1335-1372; Seite 150 - 203; Über die geologischen Verhältnisse am linken Ufer des Bielersees
In Tüscherz nehmen die Mergel gegen die Basis der ganzen Ablagerung streifenweise eine violette bis dunkle Färbung an, und es treten 1 - 1,5 mm lange Quarzkrystalle mit Doppelpyramiden auf. Die Quarz-haltige und ca. 30 cm mächtige Schicht liegt ca. 18,2 Meter über der Basis. Tüscherz (1894). Durch Abbau der Valangienkalke in einer Grube ist westlich der Ortschaft der schönste Aufschluss am ganzen See entstanden. Kurz, nachdem das nachfolgende Profil aufgenommen worden, wurde die Purbeckhalde in einen Rebberg verwandelt, so dass in Zukunft nur noch ein Teil der Stufe der weitern Untersuchung zugänglich ist. Die dem See entlang vorkommenden Überreste der Bohnerzstufe finden sich in den Kalken der Jura- und Kreideformation und bestehen:
1) in den sog. Pyriten.
2) in Spalten und Höhlungen, die mit rotem oder grünlichem Bolus und Quarzmaterial gefüllt sind.
3) in stark imprägnierten Kalken und Mergelkalken.
Die eigentlichen Pisolithen mit konzentrischen Schichten fehlen. Dagegen finden sich ziemlich häufig im Rebgebiet, besonders in den Hauterivienmergeln, die sog. Pyrite von Erbsen- bis Nussgrösse.
- Pyrit: erbsen- bis Nussgrösse.
- Quarz: es treten 1 - 1,5 mm lange Quarzkrystalle mit Doppelpyramiden auf.
Verwaltungskreis Emmental
037_BE / Emmental, Wasen, Rafrüti;(Meteorit)
Region: Kreis Emmental / Gemeinde Langnau im Emmental, Koordinaten ca.: 2'628’646 / 1'205’154
Literatur: - Hugi, E.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern [aus dem Jahre]; - (1929); Seite 34 121; Der Meteorit von Ulmiz (Kt. Freiburg)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 260
Kein eigentlicher Mineralienfundort. Meteorit-Fund 1886. Die Koordinaten weisen auf die Region hin. Der Meteorit von Rafrüti bei Wasen im Emmental. Gefallen Ende Oktober 1856. Aufgefunden im Jahre 1886. Als Meteorit erkannt im Jahre 1900. Es handelt sich um einen Eisenmeteoriten (Ataxit: Fe-Ni-Stahlmeteorit). Dieses Meteoreisen hat das Gewicht von 18,2 kg, seine Dichte beträgt 7,596. Das Eisen befindet sich heute im Naturhistorischen Museum in Bern. (Lit.: EDM. VON FELLENBERG: Centralblatt für Mineralogie, Geol. etc. 1900, pag. 152-158 und E. COHEN: Das Meteoreisen von Rafrüti im Emmental, Kanton Bern, Schweiz. Mitt. der naturw. Ver. für Neuvorpommern und Rügen. Bd. 34, 1902, pag. 84-88 und E. COHEN: Meteoritenkunde Heft 3, pag. 80-83, 1905 und U. GRUBENMANN: Weitere Aufschlüsse über den Meteoriten von Rafrüti, Kt. Bern. Vierteljahrsschrift der nat.forsch. Ges. Zürich, Bd. 47, 1902, pag. 481).
- Meteoreisen:
- Meteorit: Eisen (anomaler Ataxit), Fall 1886, Gewicht 18200 Gramm.
- Rafrüti:
038_BE / Napf, Hergiswil, Enziwiggern, Luthern, Tal der Luthern, Täler der Grünen, Hornbach, Kurzenei, Laternengraben, Dürrgraben, Sumiswald (östlich), Gohlgraben, Frittenbachgraben, Langnau (nördlich);(Waschgold)
Region: Kreis Emmental / Gemeinde Rüderswil
Literatur:
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Die Alluvionen der Bäche, die radialstrahlig an den Hängen des vielgestaltigen Napf, der sich aus flachliegenden Bänken "Bunter Nagelfluh" aufbaut, zu Tal fliessen, sind an sehr vielen Stellen goldhaltig. In Quarzgeröllen der Nagelfluh sind Goldsplitter entdeckt worden. In dem feingewaschenen Sande wurden 0,42% Gold und 6% Magneteisen gefunden. Die am meisten genannten Fundorte sind folgende: - Enziwiggern bei Hergiswil, - Tal der Luthern bei Luthern, - Täler der Grünen und ihrer Nebenflüsse: Hornbach, Kurzenei, Laternengraben und Dürrgraben östlich Sumiswald, - Gohlgraben und Frittenbachgraben nördlich von Langnau und - beide Goldgraben östlich und westlich des Gipfels des Napf. Die beiden Emmen, die am Napf entspringen, bringen Goldsande in die Reuss, die Aare und den Rhein. Bei Emmen an der Mündung der kleinen Emme in die Reuss bei Luzern wurde Gold gewaschen. An der Aare zwischen Olten und Waldshut standen in den Jahren 1834 bis 1839 ca. 40 Goldwaschstühle im Betrieb bei Aarau, Brugg und Koblenz- Waldshut. - Im Rhein wurde im 17. Jahrhundert unterhalb Chur Gold gewaschen.
- Waschgold:
039_BE / Hasli, Kirchgang Hasli;(Erzabbau)
Region: Kreis Emmental / Gemeinde Signau, Koordinaten ca.: 2'622’360 / 1'195’810
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Der Schüpfheimer Pfarrer Schnyder von Wartensee berichtet in der zweiten Hälfte des 18. Jh. von Eisenerzvorkommen im Entlebuch. So unter anderem auch von der Lokalität Kirchgang Hasli. Evtl. handelt es sich hier um Hasli bei Signau. Bei Hasli sind Anzeichen einer Grube vorhanden. Die Koordinaten zeigen auf diesen Ort.
- Eisenerz:
040_BE / Trub, Napf (allgemeines zum Napfgold);(Waschgold)
Region: Kreis Emmental / Gemeinde Trub, Koordinaten ca.: 2'638’140 / 1'205’960
Literatur:
- Schmid, K.; Über den Goldgehalt der Flüsse und Sedimente der miozänen Molasse des NE-Napfgebietes (Kt.Luzern); Beiträge zur Geologie der Schweiz, Kleinere Mitteilungen, Nr. 58
- Schmid, Katharina; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1973; Band 53; Heft 1; Seite 125 - 156; Über den Goldgehalt der Flüsse und Sedimente der miozänen Molasse des NE-Napfgebietes (Kt. Luzern)
- Weibel, M. und andere, Die Mineralien der Schweiz. 5.Auflage; 1990; Seite 66
Folgende Gesetzmässigkeiten konnten aus zahlreichen Feldbefunden festgestellt werden:
- Gold kommt immer in wechselnd horizontierten Flussablagerungen, und zwar meist in den Sandfraktionen vor.
- In Gebieten mit Rückstau oder Liegendwasser, ebenso in rein sandigen oder pelitischen Ablagerungen, ist kaum Gold in nennenswerten Ausmassen zu erwarten.
- Die Partikelgrösse des Goldes entspricht in etwa der Korngrösse der begleitenden Schwermineralien. Eine Verringerung der Partikelgrösse mit zunehmender Transportlänge kann nicht eindeutig beobachtet werden.
- Auf Grund seiner Dichte steht die Anreicherung des Goldes mit jener von Erzmineralien (insbesondere Oxide) in engem Zusammenhang.
- Das Ausmass der Goldanreicherung ist abhängig vom Gefälle, von der Fliessgeschwindigkeit des Wassers und der Menge des Transportmaterials.
- Die Verteilung des Goldes ist räumlich stark schwankend. Im Allgemeinen liegt das Gold als flach ausgewalzte länglich oder gerundete Blättchen oder Flitterchen von meist sattgelber Farbe mit unverwechselbarem Goldglanz vor. In der Grösse variiert das Gold zwischen 0.05 - 1 mm, als Seltenheit bis 2mm. Als Goldlieferant kommt einzig der miozäne Molasseschutt des Napfgebietes in Frage. Das heisst, dass in nahezu allen Bächen, welche diesen Molassenschutt durchfliessen, goldhaltig sind. Allen voran ist hier die Grosse Fontannen zu erwähnen. Lokal bis 5 Gramm pro Tonne Kies. Napfgold weist einen Silberanteil von 1-8% auf. Napfbäche weisen gemäss Schmid,K. einen durchschnittlichen Goldgehalt von 0.445 Gramm pro Tonne Gestein auf. Andere Messungen aus 20 Proben ergaben im Molassengestein aber lediglich einen Gehalt von 0.04 g/t. Napf-Gold stammt ursprünglich aus goldhaltigen Quarzadern, die sich einst in den Gebirgen der Alpen befanden. Aufgrund von geochemischen Untersuchungen nimmt man heute an, dass das Napf-Gold aus dem Monte-Rosa Gebiet stammt (Diamond et al., 1999). Das im Verlaufe der Zeit herauserodierte Gold wurde über Fluss-Systeme über weite Strecken abtransportiert. Deshalb ist Gold meistens in Form von Flitterchen vorhanden (Youngson et al., 1999). Mit zunehmender Transportstrecke werden die Flitterchen immer kleiner, bis hin zu kleinsten Goldpartikeln. So sind zum Beispiel bei Basel im Rhein 30'000 Flitterchen notwendig um ein Gramm Gold zu erhalten, während es im Napfgebiet nur deren 2000 sind. Geschichte der Goldwäscherei am Napf bis 1900 Posidonius (135 - 50v. Chr.) und Strabo erwähnen die Seifengoldgewinnung in Helvetien. Letzterer nennt die Helvetier gar "die goldreichen Männer". In der Nähe des Napfgebietes wurden alte keltische Goldmünzen, sogenannte "Regenbogenschüsselchen", gefunden, die aus helvetischer Zeit datieren. Man glaubt auch, dass die Römer sich im Napfgebiet aufhielten. Ein Hinweis dafür ist der aus dem lateinischen stammende Name Fontanne, der Quelle bedeutet. Vielleicht die Goldquelle? Die erste historische Erwähnung von schweizerischem Gold stammt aber erst aus dem Jahre 1100, als die Abtei von Muri ihren Schutzzins (Denarius aureus) mit Gold aus der Reuss zahlt. Zwischen dem 14. und 19. Jahrhundert wurde der Beruf des "Golders", des berufsmässigen Goldwäschers, immer wieder erwähnt. Der Stadtstaat Luzern verordnete ab 1523, dass sämtliches Waschgold aus luzernischen Gewässern an die Staatskasse abgeliefert werden müsse. Bis 1800 kaufte der Staat 31,4 Kilogramm Gold, aus dem 1500 Münzen geprägt wurden. Die Zahl dürfte aber nicht die gesamte Produktion repräsentieren. Die Vergolder und Goldschmiede jener Zeit lobten das Napfgold seiner Reinheit wegen, und zogen es deshalb dem damals üblichen, aus Ungarn stammenden, Gold vor. Gründe für einen luzernischen Goldrausch Trotzdem jedermann Gold waschen durfte, waren es vor allem die Fischer, die diesem Nebenerwerb nachgingen, wenn die Fische nicht anbissen. 1771 stieg die jährlich an den Staat abglieferte Waschgoldmenge fast um das Doppelte des Durchschnittswerts von 150 g an. Nachforschungen haben gezeigt, dass 1771 ein regelrechtes Katastrophenjahr war. Es zeichnete sich durch eine erhöhte Sterberate und wenig Geburten aus. Hunger und Inflation waren die Folge einer schlechten Ernte. Wirtschaftliche Not also trieb die Leute zur Goldwäscherei. Reich wurde dabei niemand. Vielmehr ermöglichte das Napfgold einigen armen Familien das Überleben in schweren Zeiten. Gegen 1900, als die Kaufkraft des Goldes immer mehr abgenommen hatte und der Wert der menschlichen Arbeit gestiegen war, verschwand der Beruf des Goldwäschers. Beschaffenheit des Goldes Napfgold Seifengold des Napfgebietes kommt in Form von Flittern vor. Körner oder Nuggets sind sehr selten. Es hat eine sattgelbe Farbe und variiert in der Ausdehnung zwischen 0,1 und 2 mm, mit Ausnahmen bis zu 7 mm. Die Dicke liegt im Mittel bei 0,1 mm. Elektronenmikroskopische Untersuchungen von K. Schmid ergaben dieselbe Oberflächenstruktur wie die von Berggold vom Gotthard. Einzig der Deformationsgrad der aufgewachsenen Oktaeder ist grösser, was dem mechanischen Transport zugeschrieben wird. Herkunft der Seifen Die Alten glaubten, die feinen Flitter würden irgendwo im Quellgebiet vom Bach aus einer sagenhaften Goldader gespült. Nach seiner geologischen Beschaffenheit ist es aber unmöglich, im Napf Goldadern zu finden. Der Napf ist ein riesiger Schuttfächer miozäner Flüsse. Diese brachten das Gold aus den Alpen, wo es auf seiner primären Lagerstätte in Quarzgängen durch hydrothermale Lösungen entstanden sein dürfte. In den horizontalen Nagelfluh- (Konglomerat), Sandstein- und Mergelbänken des Napfgebiets befindet sich das Gold also bereits auf sekundärer Lagerstätte. Von der Erosion wird es nun in den Alluvionen der Bäche und Flüsse konzentriert, die so die tertiäre Lagerstätte bilden. Die Ausbeutung beschränkt sich auf diese tertiären Lagerstätten. In der sekundären, der Nagelfluh, wurden bloss Goldkonzentrationen von 0,002 bis 0,0002 g/t nachgewiesen. Trotzdem glaubte man an vorhandene, reichere Konzentrationen. Eine Gruppe unverwüstlicher Hobbydigger überprüfte diese Hypothese im Tal des Goldbachs. Sie haben mit Hilfe eines Presslufthammers einen Stollen dort in die Nagelfluh gebohrt, wo ein lokaler Wünschelrutengänger eine "Goldtasche" vermutete. Neben der Erkenntnis, dass relativ viel Gold in mikroskopisch feiner Form im Sandstein vorkommt, haben sie die Goldtasche noch nicht gefunden. Der Goldgehalt der Alluvionen Schmid hat an 130 Probenahmen einen durchschnittlichen Goldgehalt von 0,6 g/t festgestellt. Sie hat aber dem Mittellauf der Grossen Fontanne keine Beachtung geschenkt. Hier hat Maag später Gehalte bis zu 4,3 g/t entdeckt. Man muss sich allerdings bewusst sein, dass es sich um sehr kleine Alluvionen handelt, die, einmal abgebaut, Jahrzehnte brauchen, um sich wieder anzureichern. Der physikalische Transport hat eine Verringerung der Korngrösse zur Folge. Dieses Phänomen wird an der Anzahl der Flitter, die es für ein Gramm Gold braucht, deutlich: Aus dem Mittellauf der Grossen Fontanne braucht es 1500 bis 2000 Flitter, aus dem Unterlauf bereits 3000 (Maag). Im Rhein zwischen Freiburg und Mannheim sind es 20.000 und noch weiter flussabwärts 160.000 (Kirchheimer). Im Oberlauf der Grossen Fontanne und in den Zuflüssen Goldbach und Seeblibach sind die Flitter aber generell kleiner als im Mittellauf. Angesichts dieser Tatsache und dem Ausbleiben von Funden grösserer Flitter in der Nagelfluh schliesse ich eine Goldbildung im Bachbett durch kolloidale Lösungen nicht ganz aus. Die Goldgewinnung Die vom Wasser transportierten Kiespartikel und Elemente werden nach ihrer Dichte sortiert und abgelagert. Das Gold mit seiner Dichte von 19,3 lagert sich zusammen mit den grossen Brocken und den Schweremineralien Ilmenit, Hämatit, Magnetit, Epidot, Zirkon, Rutil und Granat ab. Erfolgversprechende Ablagerungen findet man im Unter- und Mittellauf der Bäche. Man unterscheidet vier Arten von günstigen Stellen:
1. Kleine, rezente Älluvionen unterhalb eines Hindernisses, das der Bach umfliessen muss (z. B. grosser Steinblock oder Stromschnellen). Solche Ablagerungen finden sich immer am Rand und nie in der Mitte der Strömung. Sie können beachtliche Konzentrationen enthalten. Der Goldgehalt ist in der obersten Schicht am grössten. Bei Hochwasser verlagern sich solche Alluvionen.
2. Grössere, dauerhafte Alluvionen. Dies sind Stellen, an denen sich die Strömungsrichtung ändert und die Schweremineralien deshalb ausfallen. Die Mächtigkeit kann bis zu 2 m betragen. Normale Hochwasser lassen sie unbeschadet. Rütymeyer gibt folgende Beurteilungskriterien an, nach denen sich die alten Goldwäscher richteten:
- Der Bach ist eng eingeschlossen;- grober Kies soll lange aufeinander gelegen haben;
- an der Innenseite einer Flusskurve sind Sandablagerungen;
- die Strömungsgeschwindigkeit verringert sich und die mitgetragenen Materialien fallen der Reihe ihrem Gewicht nach aus, die schwersten zuerst. Alle Hinweise sind auch heute noch gültig. Erfahrungsgemäss kann ergänzt werden:
- Die Kurvenaussenseite ist hart, z.B. Fels;- der Kies ist kompakt, sodass die Schaufelarbeit mühsam ist;- metallene Zivilisationsreste (Nägel, Hufeisen) sind ein gutes Zeichen;- die Kiesbank ist nicht sehr mächtig (30 bis 70 cm), darunter ist anstehender Fels;- bei der Fundstelle erfolgt der Abfluss in schiessender Strömung. 3. Kleine Sandablagerungen unter Moospolstern oder Grasbüscheln, die während der Hochwasser überflutet werden. Sehr kleine Flitterchen bleiben hier hängen. 4. In Spalten und Ritzen des Flussbettes finden sich manchmal überraschend grosse Goldflitter. Besonders Kolke, die sich im Napfgebiet häufig am Fusse von Kaskaden gebildet haben, verdienen eine genauere Prüfung. Man nimmt an, dass die Alten das Kiesbankgemisch durch Sieben und Waschen auf dem Waschstuhl von 100 auf 5% reduziert haben. Der Waschstuhl war ein mit einem Tuch oder einer Mokette bedecktesHolzbrett mit zwei Seitenwänden. Als Sieb diente ein Weidenkorb. Zeitraubend war die dazu nötige Arbeit des Wasserschöpfens. Nach dem Arbeitsgang mit dem Waschstuhl benutzt der Goldsucher heute allgemein die Goldwaschpfanne, um die restlichen 5% zu selektieren. Dem war früher nicht so, denn die alten Golder kannten weder Pfanne noch Batea. Ihnen war nur die Technik der Amalgamation bekannt. Quecksilber tritt heute noch in nachweisbaren Mengen in den Bächen des Napfgebietes auf. Dieses Quecksilber ist durch Unachtsamkeit der alten Goldwäscher in die Gewässer gekommen. Verbindet sich das Quecksilber in der freien Natur mit Goldflittern, werden diese von einer silberglänzenden Amalgamschicht überzogen. Solches amalgamiertes Gold wurde von Villiger und Maag beobachtet. Wird es im einseitig geschlossenen Glührohr ausgeglüht, verliert es seinen weissen Überzug und wird wieder gelb (Achtung! Quecksilberdampf ist giftig!). Nach dem Verschwinden der letzen Berufsgoldwäscher um die Jahrhundertwende besann man sich erst in wirtschaftlich schlechteren Zeiten wieder auf das Napfgold. 1933 wurden von Ingenieur Killias die Alluvionen des Rämisgummen (Nachbarberg des Napf) auf ihre Wirtschaftlichkeit überprüft. Man fand bis damals unbekannt grosse Goldflitter, aber der Ertrag genügte einer industriellen Ausbeutung nicht. Prof. Niggli schrieb auf diese Versuche hin 1933: "Dass es Gold in unseren alten und jungen Flussablagerungen gibt, ist selbstverständlich, dass es sich nicht bezahlt macht - gleichfalls." 1939 untersuchte ein englisch-schweizerisches Konsortium systematisch das Napfgebiet, ebenfalls in der Absicht auf eine industrielle Ausbeutung. Die Nachforschungen zeigten wohl stellenweise einen nennenswerten Goldgehalt, aber die Ausbeute hätte eine unverantwortbare Verschandelung der Landschaft zur Folge gehabt. Mehr oder weniger dieselben Ergebnisse erhielt auch das Bureau für Bergbau, das 1941 und 1943 mit Goldwaschen der damals herrschenden Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken versuchte. Nach einem Vierteljahrhundert absoluter Ruhe begann 1967 K. Schmid für die Universität Bern eine Doktorarbeit über das Napfgold zu schreiben. Ihr Schlusswort: "Meine dreijährige, wohlverstanden nur temporäre Goldwaschtätigkeit hat insgesamt rund 52 g Gold erbracht. Das Ergebnis nimmt sich recht kümmerlich aus im Vergleich zum Einsatz von Arbeitsmaterial, Kraft und Ausdauer, wobei Unterkunfts- und Anreisekosten gar nicht in Betracht gezogen werden. Der Traum vom Schweizer Gold wäre somit ausgeträumt! Das Napfgold mag höchstens noch für Amateurgoldwäscher mit etwas Sinn für abenteuerliche Goldgräberromantik zu empfehlen sein." Und die Amateurgoldwäscher liessen seither nicht auf sich warten. Einige Jahre später, 1978, kann P. A. Gonet in seinem Buch über die Goldsucher in der Schweiz schreiben: "Im Napfgebiet ist seit geraumer Zeit ein Phänomen zu beobachten, das für die Schweiz einzigartig ist: Eine neue Generation von Goldsuchern bricht zu dem auf, was wir als 'heute noch mögliches Abenteuer' bezeichnen können."
- Gold, gediegen:
- Kassiterit: als Goldflitterchen im Bachgeröll. Sekundär als Schwermineral neben Gold.
041_BE / Grüne Ilfis;(Waschgold)
Region: Kreis Emmental / Gemeinde Trubschachen, Koordinaten ca.: 2'631’250 / 1'196’500
Literatur:
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 191 Die Koordinaten zeigen auf die Ilfis bei Trubschachen.
- Gold, gediegen: als Waschgold.
042_BE / Trubschachen i.E., Vorder Ischlag, Vorder Einschlag
Region: Kreis Emmental / Gemeinde Trubschachen, Koordinaten ca.: 2'630’830 / 1'195’550
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 97
Südlich von Trubschachen. In Hohlräumen der Torton-Nagelfluh.
- Calcit: negative, flache Rhomboeder, mit kleinen Flächen des positiven, steilen Rhomboeders.
043_BE / Utzenstorf;Meteorit
Region: Kreis Emmental / Gemeinde Utzenstorf, Koordinaten ca.: 2'609’100 / 1'219’690
Literatur:
- Gerber, Ed.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 385-394; Steine die vom Himmel fallen
- Gerber, Ed.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern [aus dem Jahre]; - (1928); Seite 25 - 31; Vorläufige Mitteilung über den Meteorstein von Utzenstorf (Unteremmental), Kanton Bern
- Hugi, E.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern [aus dem Jahre]; - (1929); Seite 34 - 121; Der Meteorit von Ulmiz (Kt. Freiburg)
Kein eigentlicher Mineralienfundort. Niedergang des Meteoriten: 16. Aug. 1928 sowie Ende Juli des gleichen Jahres. In der Nähe des Mühlebaches. Der Meteorit von Utzenstorf (Unteremmental, Kt. Bern). Steinmeteorit, gefallen am 16. August 1928. Gesamtgewicht der drei Stücke dieses Falles 3422 gr. Aufbewahrungsort: Naturhistorisches Museum Bern. Die wissenschaftliche Untersuchung dieses Meteoriten ist vom Verfasser der vorliegenden Arbeit begonnen worden, aber noch nicht abgeschlossen. Eine vorläufige Mitteilung über die Fallbeobachtungen hat Dr. E. GERBER veröffentlicht. (Vergl. Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern aus dem Jahre 1928, pag. 25-31).
- Meteoreisen: 3 Stücke: 2764 g., 600 g. und 58 g. Zusammengesetzt ergibt sich eine Art Platte, 22 cm x 14 cm x 8 cm.
- Meteorit:
- Pyrrhotin: in Meteoriten.
- Utzenstorf:
- Whitlockit: im Steinmeteorit (Chondrit H5). Fall 1928. Gewicht 3422 Gramm.
037_BE / Emmental, Wasen, Rafrüti;(Meteorit)
Region: Kreis Emmental / Gemeinde Langnau im Emmental, Koordinaten ca.: 2'628’646 / 1'205’154
Literatur: - Hugi, E.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern [aus dem Jahre]; - (1929); Seite 34 121; Der Meteorit von Ulmiz (Kt. Freiburg)
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 260
Kein eigentlicher Mineralienfundort. Meteorit-Fund 1886. Die Koordinaten weisen auf die Region hin. Der Meteorit von Rafrüti bei Wasen im Emmental. Gefallen Ende Oktober 1856. Aufgefunden im Jahre 1886. Als Meteorit erkannt im Jahre 1900. Es handelt sich um einen Eisenmeteoriten (Ataxit: Fe-Ni-Stahlmeteorit). Dieses Meteoreisen hat das Gewicht von 18,2 kg, seine Dichte beträgt 7,596. Das Eisen befindet sich heute im Naturhistorischen Museum in Bern. (Lit.: EDM. VON FELLENBERG: Centralblatt für Mineralogie, Geol. etc. 1900, pag. 152-158 und E. COHEN: Das Meteoreisen von Rafrüti im Emmental, Kanton Bern, Schweiz. Mitt. der naturw. Ver. für Neuvorpommern und Rügen. Bd. 34, 1902, pag. 84-88 und E. COHEN: Meteoritenkunde Heft 3, pag. 80-83, 1905 und U. GRUBENMANN: Weitere Aufschlüsse über den Meteoriten von Rafrüti, Kt. Bern. Vierteljahrsschrift der nat.forsch. Ges. Zürich, Bd. 47, 1902, pag. 481).
- Meteoreisen:
- Meteorit: Eisen (anomaler Ataxit), Fall 1886, Gewicht 18200 Gramm.
- Rafrüti:
038_BE / Napf, Hergiswil, Enziwiggern, Luthern, Tal der Luthern, Täler der Grünen, Hornbach, Kurzenei, Laternengraben, Dürrgraben, Sumiswald (östlich), Gohlgraben, Frittenbachgraben, Langnau (nördlich);(Waschgold)
Region: Kreis Emmental / Gemeinde Rüderswil
Literatur:
- Schmidt, C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917
Die Alluvionen der Bäche, die radialstrahlig an den Hängen des vielgestaltigen Napf, der sich aus flachliegenden Bänken "Bunter Nagelfluh" aufbaut, zu Tal fliessen, sind an sehr vielen Stellen goldhaltig. In Quarzgeröllen der Nagelfluh sind Goldsplitter entdeckt worden. In dem feingewaschenen Sande wurden 0,42% Gold und 6% Magneteisen gefunden. Die am meisten genannten Fundorte sind folgende: - Enziwiggern bei Hergiswil, - Tal der Luthern bei Luthern, - Täler der Grünen und ihrer Nebenflüsse: Hornbach, Kurzenei, Laternengraben und Dürrgraben östlich Sumiswald, - Gohlgraben und Frittenbachgraben nördlich von Langnau und - beide Goldgraben östlich und westlich des Gipfels des Napf. Die beiden Emmen, die am Napf entspringen, bringen Goldsande in die Reuss, die Aare und den Rhein. Bei Emmen an der Mündung der kleinen Emme in die Reuss bei Luzern wurde Gold gewaschen. An der Aare zwischen Olten und Waldshut standen in den Jahren 1834 bis 1839 ca. 40 Goldwaschstühle im Betrieb bei Aarau, Brugg und Koblenz- Waldshut. - Im Rhein wurde im 17. Jahrhundert unterhalb Chur Gold gewaschen.
- Waschgold:
039_BE / Hasli, Kirchgang Hasli;(Erzabbau)
Region: Kreis Emmental / Gemeinde Signau, Koordinaten ca.: 2'622’360 / 1'195’810
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
Der Schüpfheimer Pfarrer Schnyder von Wartensee berichtet in der zweiten Hälfte des 18. Jh. von Eisenerzvorkommen im Entlebuch. So unter anderem auch von der Lokalität Kirchgang Hasli. Evtl. handelt es sich hier um Hasli bei Signau. Bei Hasli sind Anzeichen einer Grube vorhanden. Die Koordinaten zeigen auf diesen Ort.
- Eisenerz:
040_BE / Trub, Napf (allgemeines zum Napfgold);(Waschgold)
Region: Kreis Emmental / Gemeinde Trub, Koordinaten ca.: 2'638’140 / 1'205’960
Literatur:
- Schmid, K.; Über den Goldgehalt der Flüsse und Sedimente der miozänen Molasse des NE-Napfgebietes (Kt.Luzern); Beiträge zur Geologie der Schweiz, Kleinere Mitteilungen, Nr. 58
- Schmid, Katharina; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1973; Band 53; Heft 1; Seite 125 - 156; Über den Goldgehalt der Flüsse und Sedimente der miozänen Molasse des NE-Napfgebietes (Kt. Luzern)
- Weibel, M. und andere, Die Mineralien der Schweiz. 5.Auflage; 1990; Seite 66
Folgende Gesetzmässigkeiten konnten aus zahlreichen Feldbefunden festgestellt werden:
- Gold kommt immer in wechselnd horizontierten Flussablagerungen, und zwar meist in den Sandfraktionen vor.
- In Gebieten mit Rückstau oder Liegendwasser, ebenso in rein sandigen oder pelitischen Ablagerungen, ist kaum Gold in nennenswerten Ausmassen zu erwarten.
- Die Partikelgrösse des Goldes entspricht in etwa der Korngrösse der begleitenden Schwermineralien. Eine Verringerung der Partikelgrösse mit zunehmender Transportlänge kann nicht eindeutig beobachtet werden.
- Auf Grund seiner Dichte steht die Anreicherung des Goldes mit jener von Erzmineralien (insbesondere Oxide) in engem Zusammenhang.
- Das Ausmass der Goldanreicherung ist abhängig vom Gefälle, von der Fliessgeschwindigkeit des Wassers und der Menge des Transportmaterials.
- Die Verteilung des Goldes ist räumlich stark schwankend. Im Allgemeinen liegt das Gold als flach ausgewalzte länglich oder gerundete Blättchen oder Flitterchen von meist sattgelber Farbe mit unverwechselbarem Goldglanz vor. In der Grösse variiert das Gold zwischen 0.05 - 1 mm, als Seltenheit bis 2mm. Als Goldlieferant kommt einzig der miozäne Molasseschutt des Napfgebietes in Frage. Das heisst, dass in nahezu allen Bächen, welche diesen Molassenschutt durchfliessen, goldhaltig sind. Allen voran ist hier die Grosse Fontannen zu erwähnen. Lokal bis 5 Gramm pro Tonne Kies. Napfgold weist einen Silberanteil von 1-8% auf. Napfbäche weisen gemäss Schmid,K. einen durchschnittlichen Goldgehalt von 0.445 Gramm pro Tonne Gestein auf. Andere Messungen aus 20 Proben ergaben im Molassengestein aber lediglich einen Gehalt von 0.04 g/t. Napf-Gold stammt ursprünglich aus goldhaltigen Quarzadern, die sich einst in den Gebirgen der Alpen befanden. Aufgrund von geochemischen Untersuchungen nimmt man heute an, dass das Napf-Gold aus dem Monte-Rosa Gebiet stammt (Diamond et al., 1999). Das im Verlaufe der Zeit herauserodierte Gold wurde über Fluss-Systeme über weite Strecken abtransportiert. Deshalb ist Gold meistens in Form von Flitterchen vorhanden (Youngson et al., 1999). Mit zunehmender Transportstrecke werden die Flitterchen immer kleiner, bis hin zu kleinsten Goldpartikeln. So sind zum Beispiel bei Basel im Rhein 30'000 Flitterchen notwendig um ein Gramm Gold zu erhalten, während es im Napfgebiet nur deren 2000 sind. Geschichte der Goldwäscherei am Napf bis 1900 Posidonius (135 - 50v. Chr.) und Strabo erwähnen die Seifengoldgewinnung in Helvetien. Letzterer nennt die Helvetier gar "die goldreichen Männer". In der Nähe des Napfgebietes wurden alte keltische Goldmünzen, sogenannte "Regenbogenschüsselchen", gefunden, die aus helvetischer Zeit datieren. Man glaubt auch, dass die Römer sich im Napfgebiet aufhielten. Ein Hinweis dafür ist der aus dem lateinischen stammende Name Fontanne, der Quelle bedeutet. Vielleicht die Goldquelle? Die erste historische Erwähnung von schweizerischem Gold stammt aber erst aus dem Jahre 1100, als die Abtei von Muri ihren Schutzzins (Denarius aureus) mit Gold aus der Reuss zahlt. Zwischen dem 14. und 19. Jahrhundert wurde der Beruf des "Golders", des berufsmässigen Goldwäschers, immer wieder erwähnt. Der Stadtstaat Luzern verordnete ab 1523, dass sämtliches Waschgold aus luzernischen Gewässern an die Staatskasse abgeliefert werden müsse. Bis 1800 kaufte der Staat 31,4 Kilogramm Gold, aus dem 1500 Münzen geprägt wurden. Die Zahl dürfte aber nicht die gesamte Produktion repräsentieren. Die Vergolder und Goldschmiede jener Zeit lobten das Napfgold seiner Reinheit wegen, und zogen es deshalb dem damals üblichen, aus Ungarn stammenden, Gold vor. Gründe für einen luzernischen Goldrausch Trotzdem jedermann Gold waschen durfte, waren es vor allem die Fischer, die diesem Nebenerwerb nachgingen, wenn die Fische nicht anbissen. 1771 stieg die jährlich an den Staat abglieferte Waschgoldmenge fast um das Doppelte des Durchschnittswerts von 150 g an. Nachforschungen haben gezeigt, dass 1771 ein regelrechtes Katastrophenjahr war. Es zeichnete sich durch eine erhöhte Sterberate und wenig Geburten aus. Hunger und Inflation waren die Folge einer schlechten Ernte. Wirtschaftliche Not also trieb die Leute zur Goldwäscherei. Reich wurde dabei niemand. Vielmehr ermöglichte das Napfgold einigen armen Familien das Überleben in schweren Zeiten. Gegen 1900, als die Kaufkraft des Goldes immer mehr abgenommen hatte und der Wert der menschlichen Arbeit gestiegen war, verschwand der Beruf des Goldwäschers. Beschaffenheit des Goldes Napfgold Seifengold des Napfgebietes kommt in Form von Flittern vor. Körner oder Nuggets sind sehr selten. Es hat eine sattgelbe Farbe und variiert in der Ausdehnung zwischen 0,1 und 2 mm, mit Ausnahmen bis zu 7 mm. Die Dicke liegt im Mittel bei 0,1 mm. Elektronenmikroskopische Untersuchungen von K. Schmid ergaben dieselbe Oberflächenstruktur wie die von Berggold vom Gotthard. Einzig der Deformationsgrad der aufgewachsenen Oktaeder ist grösser, was dem mechanischen Transport zugeschrieben wird. Herkunft der Seifen Die Alten glaubten, die feinen Flitter würden irgendwo im Quellgebiet vom Bach aus einer sagenhaften Goldader gespült. Nach seiner geologischen Beschaffenheit ist es aber unmöglich, im Napf Goldadern zu finden. Der Napf ist ein riesiger Schuttfächer miozäner Flüsse. Diese brachten das Gold aus den Alpen, wo es auf seiner primären Lagerstätte in Quarzgängen durch hydrothermale Lösungen entstanden sein dürfte. In den horizontalen Nagelfluh- (Konglomerat), Sandstein- und Mergelbänken des Napfgebiets befindet sich das Gold also bereits auf sekundärer Lagerstätte. Von der Erosion wird es nun in den Alluvionen der Bäche und Flüsse konzentriert, die so die tertiäre Lagerstätte bilden. Die Ausbeutung beschränkt sich auf diese tertiären Lagerstätten. In der sekundären, der Nagelfluh, wurden bloss Goldkonzentrationen von 0,002 bis 0,0002 g/t nachgewiesen. Trotzdem glaubte man an vorhandene, reichere Konzentrationen. Eine Gruppe unverwüstlicher Hobbydigger überprüfte diese Hypothese im Tal des Goldbachs. Sie haben mit Hilfe eines Presslufthammers einen Stollen dort in die Nagelfluh gebohrt, wo ein lokaler Wünschelrutengänger eine "Goldtasche" vermutete. Neben der Erkenntnis, dass relativ viel Gold in mikroskopisch feiner Form im Sandstein vorkommt, haben sie die Goldtasche noch nicht gefunden. Der Goldgehalt der Alluvionen Schmid hat an 130 Probenahmen einen durchschnittlichen Goldgehalt von 0,6 g/t festgestellt. Sie hat aber dem Mittellauf der Grossen Fontanne keine Beachtung geschenkt. Hier hat Maag später Gehalte bis zu 4,3 g/t entdeckt. Man muss sich allerdings bewusst sein, dass es sich um sehr kleine Alluvionen handelt, die, einmal abgebaut, Jahrzehnte brauchen, um sich wieder anzureichern. Der physikalische Transport hat eine Verringerung der Korngrösse zur Folge. Dieses Phänomen wird an der Anzahl der Flitter, die es für ein Gramm Gold braucht, deutlich: Aus dem Mittellauf der Grossen Fontanne braucht es 1500 bis 2000 Flitter, aus dem Unterlauf bereits 3000 (Maag). Im Rhein zwischen Freiburg und Mannheim sind es 20.000 und noch weiter flussabwärts 160.000 (Kirchheimer). Im Oberlauf der Grossen Fontanne und in den Zuflüssen Goldbach und Seeblibach sind die Flitter aber generell kleiner als im Mittellauf. Angesichts dieser Tatsache und dem Ausbleiben von Funden grösserer Flitter in der Nagelfluh schliesse ich eine Goldbildung im Bachbett durch kolloidale Lösungen nicht ganz aus. Die Goldgewinnung Die vom Wasser transportierten Kiespartikel und Elemente werden nach ihrer Dichte sortiert und abgelagert. Das Gold mit seiner Dichte von 19,3 lagert sich zusammen mit den grossen Brocken und den Schweremineralien Ilmenit, Hämatit, Magnetit, Epidot, Zirkon, Rutil und Granat ab. Erfolgversprechende Ablagerungen findet man im Unter- und Mittellauf der Bäche. Man unterscheidet vier Arten von günstigen Stellen:
1. Kleine, rezente Älluvionen unterhalb eines Hindernisses, das der Bach umfliessen muss (z. B. grosser Steinblock oder Stromschnellen). Solche Ablagerungen finden sich immer am Rand und nie in der Mitte der Strömung. Sie können beachtliche Konzentrationen enthalten. Der Goldgehalt ist in der obersten Schicht am grössten. Bei Hochwasser verlagern sich solche Alluvionen.
2. Grössere, dauerhafte Alluvionen. Dies sind Stellen, an denen sich die Strömungsrichtung ändert und die Schweremineralien deshalb ausfallen. Die Mächtigkeit kann bis zu 2 m betragen. Normale Hochwasser lassen sie unbeschadet. Rütymeyer gibt folgende Beurteilungskriterien an, nach denen sich die alten Goldwäscher richteten:
- Der Bach ist eng eingeschlossen;- grober Kies soll lange aufeinander gelegen haben;
- an der Innenseite einer Flusskurve sind Sandablagerungen;
- die Strömungsgeschwindigkeit verringert sich und die mitgetragenen Materialien fallen der Reihe ihrem Gewicht nach aus, die schwersten zuerst. Alle Hinweise sind auch heute noch gültig. Erfahrungsgemäss kann ergänzt werden:
- Die Kurvenaussenseite ist hart, z.B. Fels;- der Kies ist kompakt, sodass die Schaufelarbeit mühsam ist;- metallene Zivilisationsreste (Nägel, Hufeisen) sind ein gutes Zeichen;- die Kiesbank ist nicht sehr mächtig (30 bis 70 cm), darunter ist anstehender Fels;- bei der Fundstelle erfolgt der Abfluss in schiessender Strömung. 3. Kleine Sandablagerungen unter Moospolstern oder Grasbüscheln, die während der Hochwasser überflutet werden. Sehr kleine Flitterchen bleiben hier hängen. 4. In Spalten und Ritzen des Flussbettes finden sich manchmal überraschend grosse Goldflitter. Besonders Kolke, die sich im Napfgebiet häufig am Fusse von Kaskaden gebildet haben, verdienen eine genauere Prüfung. Man nimmt an, dass die Alten das Kiesbankgemisch durch Sieben und Waschen auf dem Waschstuhl von 100 auf 5% reduziert haben. Der Waschstuhl war ein mit einem Tuch oder einer Mokette bedecktesHolzbrett mit zwei Seitenwänden. Als Sieb diente ein Weidenkorb. Zeitraubend war die dazu nötige Arbeit des Wasserschöpfens. Nach dem Arbeitsgang mit dem Waschstuhl benutzt der Goldsucher heute allgemein die Goldwaschpfanne, um die restlichen 5% zu selektieren. Dem war früher nicht so, denn die alten Golder kannten weder Pfanne noch Batea. Ihnen war nur die Technik der Amalgamation bekannt. Quecksilber tritt heute noch in nachweisbaren Mengen in den Bächen des Napfgebietes auf. Dieses Quecksilber ist durch Unachtsamkeit der alten Goldwäscher in die Gewässer gekommen. Verbindet sich das Quecksilber in der freien Natur mit Goldflittern, werden diese von einer silberglänzenden Amalgamschicht überzogen. Solches amalgamiertes Gold wurde von Villiger und Maag beobachtet. Wird es im einseitig geschlossenen Glührohr ausgeglüht, verliert es seinen weissen Überzug und wird wieder gelb (Achtung! Quecksilberdampf ist giftig!). Nach dem Verschwinden der letzen Berufsgoldwäscher um die Jahrhundertwende besann man sich erst in wirtschaftlich schlechteren Zeiten wieder auf das Napfgold. 1933 wurden von Ingenieur Killias die Alluvionen des Rämisgummen (Nachbarberg des Napf) auf ihre Wirtschaftlichkeit überprüft. Man fand bis damals unbekannt grosse Goldflitter, aber der Ertrag genügte einer industriellen Ausbeutung nicht. Prof. Niggli schrieb auf diese Versuche hin 1933: "Dass es Gold in unseren alten und jungen Flussablagerungen gibt, ist selbstverständlich, dass es sich nicht bezahlt macht - gleichfalls." 1939 untersuchte ein englisch-schweizerisches Konsortium systematisch das Napfgebiet, ebenfalls in der Absicht auf eine industrielle Ausbeutung. Die Nachforschungen zeigten wohl stellenweise einen nennenswerten Goldgehalt, aber die Ausbeute hätte eine unverantwortbare Verschandelung der Landschaft zur Folge gehabt. Mehr oder weniger dieselben Ergebnisse erhielt auch das Bureau für Bergbau, das 1941 und 1943 mit Goldwaschen der damals herrschenden Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken versuchte. Nach einem Vierteljahrhundert absoluter Ruhe begann 1967 K. Schmid für die Universität Bern eine Doktorarbeit über das Napfgold zu schreiben. Ihr Schlusswort: "Meine dreijährige, wohlverstanden nur temporäre Goldwaschtätigkeit hat insgesamt rund 52 g Gold erbracht. Das Ergebnis nimmt sich recht kümmerlich aus im Vergleich zum Einsatz von Arbeitsmaterial, Kraft und Ausdauer, wobei Unterkunfts- und Anreisekosten gar nicht in Betracht gezogen werden. Der Traum vom Schweizer Gold wäre somit ausgeträumt! Das Napfgold mag höchstens noch für Amateurgoldwäscher mit etwas Sinn für abenteuerliche Goldgräberromantik zu empfehlen sein." Und die Amateurgoldwäscher liessen seither nicht auf sich warten. Einige Jahre später, 1978, kann P. A. Gonet in seinem Buch über die Goldsucher in der Schweiz schreiben: "Im Napfgebiet ist seit geraumer Zeit ein Phänomen zu beobachten, das für die Schweiz einzigartig ist: Eine neue Generation von Goldsuchern bricht zu dem auf, was wir als 'heute noch mögliches Abenteuer' bezeichnen können."
- Gold, gediegen:
- Kassiterit: als Goldflitterchen im Bachgeröll. Sekundär als Schwermineral neben Gold.
041_BE / Grüne Ilfis;(Waschgold)
Region: Kreis Emmental / Gemeinde Trubschachen, Koordinaten ca.: 2'631’250 / 1'196’500
Literatur:
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 191 Die Koordinaten zeigen auf die Ilfis bei Trubschachen.
- Gold, gediegen: als Waschgold.
042_BE / Trubschachen i.E., Vorder Ischlag, Vorder Einschlag
Region: Kreis Emmental / Gemeinde Trubschachen, Koordinaten ca.: 2'630’830 / 1'195’550
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 97
Südlich von Trubschachen. In Hohlräumen der Torton-Nagelfluh.
- Calcit: negative, flache Rhomboeder, mit kleinen Flächen des positiven, steilen Rhomboeders.
043_BE / Utzenstorf;Meteorit
Region: Kreis Emmental / Gemeinde Utzenstorf, Koordinaten ca.: 2'609’100 / 1'219’690
Literatur:
- Gerber, Ed.; Schweizer Strahler; 1978; Seite 385-394; Steine die vom Himmel fallen
- Gerber, Ed.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern [aus dem Jahre]; - (1928); Seite 25 - 31; Vorläufige Mitteilung über den Meteorstein von Utzenstorf (Unteremmental), Kanton Bern
- Hugi, E.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern [aus dem Jahre]; - (1929); Seite 34 - 121; Der Meteorit von Ulmiz (Kt. Freiburg)
Kein eigentlicher Mineralienfundort. Niedergang des Meteoriten: 16. Aug. 1928 sowie Ende Juli des gleichen Jahres. In der Nähe des Mühlebaches. Der Meteorit von Utzenstorf (Unteremmental, Kt. Bern). Steinmeteorit, gefallen am 16. August 1928. Gesamtgewicht der drei Stücke dieses Falles 3422 gr. Aufbewahrungsort: Naturhistorisches Museum Bern. Die wissenschaftliche Untersuchung dieses Meteoriten ist vom Verfasser der vorliegenden Arbeit begonnen worden, aber noch nicht abgeschlossen. Eine vorläufige Mitteilung über die Fallbeobachtungen hat Dr. E. GERBER veröffentlicht. (Vergl. Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern aus dem Jahre 1928, pag. 25-31).
- Meteoreisen: 3 Stücke: 2764 g., 600 g. und 58 g. Zusammengesetzt ergibt sich eine Art Platte, 22 cm x 14 cm x 8 cm.
- Meteorit:
- Pyrrhotin: in Meteoriten.
- Utzenstorf:
- Whitlockit: im Steinmeteorit (Chondrit H5). Fall 1928. Gewicht 3422 Gramm.
044_BE / Frutigen, Gantebach
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gemeinde Frutigen, Koordinaten ca.: 2'613’370 / 1'158’280
Literatur:
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 98
Südwestlich von Frutigen, aus einer ehemaligen Schiefergrube im Niesenflysch.
- Calcit: weiss, mit flachem negativem Rhomboeder, mit hexagonalem Prisma 1. Stellung, bis 5 cm.
045_BE / Faulensee, Krattigbach, Chrattigbach
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gemeinde Spiez, Koordinaten ca.: 2'621’844 / 1'168’152
Literatur:
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 343
- Stalder, Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 140
- Stalder, Hans Anton / Touray, J.C.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen
- Stadler, Hans Anton;Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern. Neue Folge;1964; Band 22; Seite 316 - 319;
Mineralfunde am Krattigbach bei Faulensee In kalkigen Sandsteinen bis sandigen Kalksteinen des Flysches. Funde 1964 und früher.
- Ankerit: der Ankerit ist stets gelbbraun bis braun angewittert und leicht zu erkennen, weil er relativ jünger ist als der Calcit, mit dem er immer vorkommt. Zum Teil ist er dem Quarz aufgewachsen. Die Ankeritkriställchen sind klein, allein aus dem Normalrhomboeder (1011) aufgebaut, sattelförmig stark verbogen und häufig in Aggregaten vorkommend.
- Baryt: direkt dem Nebengestein aufsitzend, ein unregelmäßiges Flechtwerk langstengeliger Kriställchen (um 1 mm Länge), die sich bei der röntgenographischen Untersuchung als Baryt erwiesen.
- Calcit: teils kleinste Barytkriställchen enthaltend. Dort wo sich Calcitkristalle bilden konnten, herrscht die skalenoedrische Form stark vor. Größere Kristalle sind auch normalrhomboedrisch. Die größten Kantenlängen betragen 2-3 cm.
- Chalkopyrit: aufgewachsen auf Calcitskalenoedern fanden sich an einer Stelle winzig kleine Kupferkieskriställchen, oberflächlich verwittert und in Begleitung von kleinen Malachit-Fasern.
- Coelestin: in weißen bis braungelben Faserbündeln sitzt dem Calcit recht häufig Coelestin auf. Normalerweise entdeckt man den Coelestin allerdings erst unter der Lupe, doch bestehen auch Kristallaggregate bis zu etwa 2 cm Länge.
- Dolomit: in zwei Generationen (Stalder, 1965). Dolomit hat sich nur unter Calcit finden lassen in einzelnen kleinen etwa mm-großen, schwach sattelförmig-verbogenen, weißen Kristallenen oder größeren Aggregaten.
- Gips: im Liegenden einer tonig-sandigen Kalkbank treten in aufgelockertem, stark eisenschüssigem Ton-Mergel Schichtpartien mit Gipskristallen (bis über 1 cm gros) auf.
- Pyrit: Würfel oder Pentagondodekaeder. Oft von Eisenhydroxyd überzogen.
- Quarz: durchsichtige Kristalle, normaler Habitus, selten grösser als 1 cm, mit s-Flächen.
- Sphalerit sehr selten, rostrot oder schwarz, bis einige mm Grösse im nördlichen Teil des Mineralvorkommens. Neben den «roten» Zinkblenden konnten auch kleine schwarze Kristallenen beobachtet werden (schwarz im Auflicht, honigbraun im durchscheinenden Licht).
046_BE / Faulensee, Krattighalde, Chrattighalte, Chrattighalde
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gemeinde Spiez, Koordinaten ca.: 2'621’850 / 1'168’150
Literatur:
- Bachmann, Isidor; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; 1873; Heft 812-827, Seite 105 - 118; Die neuern Vermehrungen der mineralogischen Sammlung des Berner Stadtmuseums
- Dillen, H. / Gijbels, R. / Stalder, H.A.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen;1984;Band 64; Heft 1-2; Seite 27 - 48; Untersuchung einiger Spurenelemente in alpinen Kluftpyriten mit der Ionenmikrosonde
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 311
Im Flysch. Nebengestein: toniger bis sandiger dunkler Kalk.
- Anhydrit: Bachmann (1873): Karstenit (Anhydrit), grobkörnige, blassbläuliche oder röthliche Massen, ganz übereinstimmend mit dem Vorkommen von Bex, an demselben Stücke den Uebergang in blättrigen Gyps zeigend, von der Krattighalde oberhalb Spiez am Thunersee. Man traf bei der Ausbeutung von Gyps in Folge tieferen Eindringens in den Berg auf dieses bisher nicht vorgekommene Mineral (Hr. R. König, Architekt).
- Ankerit:
- Baryt:
- Calcit:
- Pyrit: schichtartige Pyritschnüre, auch freistehende Kristalle, würfelig, pentagondodekaedrisch, bis 5 mm.
- Quarz:
- Sphalerit:
047_BE / Spiez, Hondrich-Bahntunnel
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gemeinde Spiez, Koordinaten ca.: 2'618’510 / 1'169’050
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 380
Im Jahre 1983 - 1986 erbaut. Dabei wurde ein Massivsulfidvorkommen angefahren. Abgebaut wurden ca. 100 bis 150 m3.
- Calcit:
- Coelestin:
- Galenit: wenig.
- Pyrit:
- Sphalerit: mit stark wechselndem Eisengehalt.
048_BE / Adelboden, Achseten, Sackgraben
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Adelboden, Koordinaten ca.: 2'611’800 / 1'153’320
Literatur:
- von Deschwanden, P; Schweizer Strahler; 1972; Seite 369-372; Mineralien aus dem Sackgraben
- Huber, Kurt; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; 1933; S. 21 - 136; Geologie der Sattelzone bei Adelboden.
- Isenschmid, H.; Schweizer Strahler; 1989; Seite 351-352; Baryt-Einschlüsse in Quarz aus dem Sackgraben
- Krähenbühl, Hans; Bergknappe; 1995/1; Heft 71; Seite 3-5; Ein Blei-Zink-Kupfervorkommen im Engstligental, Berner-Oberland
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 342, 353
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 333, 381
- Stalder, Hans Anton & Touray, J.C.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen
- Zingg, Monica A.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1984; Band 64; Heft 1-2; Seite 215 - 225; Die Tertiäre Pb-Zn-Cu-Sulfidvererzung im Sackgraben, Engstligental (Berner Oberland)
Hier wurde früher Kupferkies abgebaut. Zeichen von alten Stollen sind heute noch nordöstlich des Baches ob der Ladholzstrasse sichtbar. In der unten im Graben anstehenden Gipszone konnten bis 25 mm lange Gipskristalle gefunden werden. Rund 180 Meter oberhalb der Strasse, treten in der Umgebung einer Pyrit-Sphalerit-Chalkopyrit-Vererzung Klüfte auf. Erste Hinweise über die Sulfidvererzung im Sackgraben im Engstligental befinden sich im Staatsarchiv Bern aus dem Jahr 1543. Einem Benedict Gougler wurde damals unter anderem auch für ein Bergwerk in Adelboden (Sackgraben) ein Bergwerksrecht für die Dauer von sechs Jahren verliehen. Es kann aber allem Anschein nach ein schon früherer Bergbau angenommen werden. Dr. Christen, Stadtarzt von Bern, war bereits im 17. Jh. neben dieser Tätigkeit, an Bergwerken im Oberland - darunter auch im Sackgraben - aktiv beteiligt. Er bezeichnete das Kupfererz im Sackgraben "als reichlich genug, doch befürchtete er, dass es vieler Arbeit bedürfe, um auf den rechten Gang zu kommen." Nach seinen Berechnungen haben 100 Pfund Roherz aus dem Vorkommen, 15 Pfund reines Kupfer geliefert. Man muss beachten, dass zur Zeit des 30-jährigen Krieges die Rendite einer Lagerstätte keine Rolle spielte, weil unter allen Umständen Erze beschafft werden mussten um das Münzdefizit Berns auszugleichen. J.P. Saheur hat 1974 die Vererzung folgendermassen klassiert: Quarz-, Pyrit-, Fe-Karbonat-, Markasit-Lagerstätte mit untergeordnetem Gehalt an Chalkopyrit und Zinkblende. Die Sulfidvererzung im Engstligental tritt in geologisch unterschiedlichen Gesteinseinheiten auf, die tektonisch zur ultrahelvetischen Subniesenzone (Zingg 1983) gehören. Während sich das vollständig abgebaute Vorkommen auf der linken Seite des Sackgrabens in karbonatischen, tonsandigen Keupersedimenten befunden hat, liegt die Vererzung auf der rechten Seite des Grabens in einem karbonatischen Kataklasit. Das Auftreten dieses Kataklasits in der unmittelbaren Niesenüberschiebung des Untersuchungsgebietes wird triadischem Alter zugeschrieben (Huber 1933). Das in seinen Grundmassen hellgraue, unterschiedlich verfestigte Gestein fällt durch seinen Reichtum an darin eingewickelten Linsen von Fremdgesteinen auf. Einen wesentlichen Faktor stellt die sehr starke Fluidzirkulation dar, deren Zeuge die Sulfidvererzung ist (Zingg). Wie bereits dargelegt, tritt die Pb-Zn-Cu-Sulfidvererzung in zwei unterschiedlichen Gesteinseinheiten auf, wie aus der tektonischen Uebersichtskarte ersichtlich ist. Die Vererzung im grünen glimmerreichen Quarzsandstein (Keuper), weist zahlreiche Klüfte auf mit Baryt, Quarz, Albit, Ankerit, Dolomit und Hämatit. Die Gangarten der Mineralisation im Kataklasit bestehen aus Quarz und Calcit. Die massiven Sulfidvererzungen im Sackgraben treten in geologisch unterschiedlichen Gesteinen auf, wie bereits festgestellt. Die vollständig abge baute Vererzung auf der linken Seite des Grabens, deren Zeuge ein 60 m langer, T-förmiger Stollen ist, hat sich im Grenzbereich des grünen Sandsteins zu den grünen dolomitischen Tonschiefern befunden. Mit grösster Wahrscheinlichkeit handelt es sich um eine gangförmige Vererzung von ca. 20 cm Mächtigkeit, die einen Erzgehalt von 70 bis 90 % enthält. Hauptsächlich wurde Pyrit und Zinkblende, untergeordnet Chalkopyrit, Bleiglanz und Hämatit gefunden. Geologie Die Vererzung im Sackgraben tritt in geologisch unterschiedlichen Gesteinseinheiten auf, die tektonisch zur Niesen- und ultrahelvetischen Decke gehören. Während sich das vollständig abgebaute Vorkommen auf der linken Seite des Sackgrabens in karbonatischen tonig-sandigen Keupersedimenten befunden hat, liegt die Vererzung auf der rechten Grabenseite in einem tertiären karbonatischen Kataklasit. Detailliertere Beschreibung der erzführenden Gesteinstypen Die triasischen Keupersedimente bestehen aus vier lithologischen Einheiten: Gips, Dolomit, bunte Tonschiefer, grüner Sandstein. Auf der linken Grabenseite treten die Erze vorwiegend im grünen Sanstein von 3-4 m Mächtigkeit auf (Zingg 1983). Es handelt sich dabei um einen glimmerreichen Quarzsandstein (mittelsandige Arkose), worin im Dünnschliff 30-35% Quarz, 25-35% Feldspat und 3-5% Pyrit neben untergeordnetem Turmalin, Hämatit, Zirkon und Gesteinsbruchstücken enthalten sind. Typische Korngrösse ist 0.2 bis 0.25 mm. Der tertiäre karbonatische Kataklasit, der die Mineralisation der rechten Grabenseite beherbergt, ist auf die Niesenüberschiebung zurückzuführen. Das in seiner Grundmasse hellgraue, unterschiedlich verfestigte Gestein fällt durch seinen Reichtum an darin eingewickelten Linsen von Fremdgestein – vorwiegend Triasgestein – auf. Silifizierungs-, Dolomitisierungs-, Dedolomitisierungsphänomene und natürlich auch die Sulfidvererzung sind Zeugen von sehr starker Fluidzirkulation, welche die Verfestigung dieses Kataklasits verhindert hat (Zingg 1984). Die Mächtigkeit erreicht maximal 40 m und als Alter wird Oligozän vorgeschlagen (Zingg 1983). Mineralogie der Vererzung Saheurs (1974) hat die Vererzung als 'Quarz-, Pyrit-, Fe-Karbonat-, Markasit-Lagerstätte mit untergeordnetem Gehalt an Chalcopyrit und Zinkblende' klassiert. Die Beobachtungen von Zingg (1984) gehen in die gleiche Richtung: 'Hauptsächlich wurde Pyrit und Zinkblende, untergeordnet Chalcopyrit, Bleiglanz und Hämatit gefunden'. Die Bestandesaufnahme dieser beiden Autoren mag erstaunen, da gemäss den historischen Quellen auf der linken Grabenseite Kupfer abgebaut wurde. Entweder ist die rezent beobachtete rechte Grabenseite nicht repräsentativ für die linke Grabenseite, oder die Angaben der ehemaligen Bergwerkbetreiber in Bezug auf die geförderten Kupfergehalte sind übertrieben. Wobei zu beachten ist, dass sich gegen den Ladholzgraben hin die Zusammensetzung der zu beobachtenden Minerale verändert. Könnte es möglich sein, dass auf der linken und rechten Seite des Sackgrabens unterschiedliche Mineralisationen anzutreffen sind? Zu den Begleitmineralien (Zingg 1984): In der abgebauten Sulfidvererzung im grünen Sandstein treten Klüfte mit Baryt, Quarz, Albit, Ankerit und Dolomit auf. Die Gangart der Mineralisation im Kataklasit besteht aus Quarz und zwei Calcitgenerationen. Auftreten der Mineralisation Gemäss Zingg (1984) handelt es sich um gangförmige Vererzungen von ca. 20 cm Mächtigkeit, die einen Erzgehalt von 70-90% aufweisen. Auf der linken Grabenseite verläuft der Gang hauptsächlich im grünen Sandstein und konnte sich entlang eines Bruches in die impermeablen grünen dolomitischen Tonschiefer fortsetzen. Auf der rechten Grabenseite bleiben die gangförmigen Vererzungen im Kataklasit stecken. Genese (nach Zingg 1984) Die Genese der Sulfidvererzung hat sich bei einer Temperatur von 90 - 120 °C und nach der Inplatznahme der Niesendecke und dem Ultrahelvetikum abgespielt. Man kann davon ausgehen, dass es sich bei dieser Vererzung um eine epigenetische, hydrothermale Niedertemperaturmineralisation sehr jungen Alters handeln muss. Eine stark Cl-haltige Lösung hat aus unbekannter Quelle stammende Metallionen antransportiert, die durch den Kontakt mit reduziertem Schwefel zu Sulfiden ausgefällt wurden. Als Schwefellieferant muss neben den benachbarten Gipsvorkommen noch eine andere, momentan aber unbekannte Quelle in Betracht gezogen werden (Zingg 1984). Augenschein B. Hofmann (1995) Die Mineralisationen am Sackgraben sind an die Redox-Grenze zwischen der Gips-Anhydrit-führenden Überschiebungszone und den liegenden Corg-reichen Aalenien-Schiefern gebunden. Durch Sulfat-Corg-Reaktion kann es zur Sulfidbildung, Bleichung der Aalenienschiefer und Ausfällung von Cu-Zn-Sulfiden kommen. Die stark positiven d34S-Werte der Sulfide lassen sich so zwanglos erklären. Die Keuper-Sedimente kommen mit ihrem hohen Redoxpotential als Cu-Lieferant in Frage. Da ähnliche Situationen an der Basis der Niesendecke vorhanden sein dürften, könnten Mineralisationen dieses Typs verbreiteter sein. Historischer Überblick 1543 wird Benedict Gougler für ein Bergwerk in Adelboden (Sackgraben) das Bergwerkrecht für die Dauer von sechs Jahren verliehen. Dies wird aus Dokumenten des Staatsarchivs des Kantons Bern ersichtlich. Dank dem 1544 gemachten Vermerk, dass 'den Alchimisten nach sieben Jahr der Zehnte nachgelassen wurde', darf jedoch ein früherer, urkundlich nicht festgehaltener Bergbau angenommen werden. Im 17.Jahrhundert betreibt Dr. Christen verschiedene Bergwerke im Berner Oberland, darunter auch dasjenige im Sackgraben. Nach seinen Berechnungen haben 100 Pfund Roherz aus dem Sackgraben 15 Pfund reines Kupfer geliefert. Zur damaligen Zeit des 30 jährigen Krieges spielte die Rendite einer Lagerstätte keine Rolle. Es musste unter allen Umständen Erz beschaffen werden, um das Münzdefizit Berns auszugleichen. Hinweise auf die Existenz der Kupfervererzung von Sackgraben sind in Gruner (1760), Jahn (1857) und Tschumi (1936) zu finden. Die beiden letzteren geben widersprüchliche Angaben zum Standort des Sackgraben-Bergwerks. Nach Jahn ist der Abbau um 1711 erfolgt. Erst 1972 kam ein 60 m langer, T-förmiger Stollen auf der linken Sackgrabenseite beim Bau der heutigen Ladholzstrasse wieder zum Vorschein. Ein Abbau von Eisenerz (Pyrit) wird in der Literatur nicht erwähnt. Zustand 1995 Der 1972 wieder entdeckte Stollen ist noch sichtbar, aber beinahe völlig verstürzt (mündl. Mitt. von B. Hofmann). Die vollständig abgebaute Vererzung auf der linken Seite des Grabens, hat sich im Grenzbereich des grünen Sandsteins zu den grünen dolomitischen Tonschiefern befunden. Mit Ausnahme von vereinzeltem Pyrit ist kein Erz mehr zu finden. Auf der rechten Sackgrabenseite ist die Vererzung noch aufgeschlossen (Pyrit, Sphalerit). Reste eines stollenähnlichen Abbaus mit Bohrlöchern sind erkennbar. Profil: BORNHAUSER hat den Verlauf der Triaszone an der Basis der Niesendecke verfolgt und gezeigt, dass die Trias zur Niesenzone gehört. Es verbleibt mir daher nur, auf eine kleine Komplikation hinzuweisen, die bisher übersehen wurde. Ein Profil längs des Sackgrabens (oben beginnend) möge die Erscheinung er läutern. 10. Niesenflysch. Fallen zirka 30° gegen NW. Höhe: 1140: 9. Trias. Dolomit, Rauhwacke, Gips. 60 + x m. 8. Argovien-Knollenkalk, von serizitischen Häuten durchzogen, enthaltend Belemniten und Ammoniten, tektonisch sehr stark beansprucht. Zirka 8 m. Im Bachbett durch Schutt verdeckt. 7. Grobbankiger Quarzsandstein, durchsetzt von feinen Glimmerschüppchen. Tertiär? Wenige m. Im Bachbett nicht aufgeschlossen. 6. Schwarze, glänzende, pyritreiche Tonschiefer, durchsetzt von erzführenden Klüften, zu deren beiden Seiten sie entfärbt, hell bräunlich bis blassgrün (vert-pomme) erscheinen. Die Schiefer fühlen sich seifig, talkig an. Bänke von Quarzsandstein sind darin eingelagert. Die Erzgänge bestehen aus Quarz, eisenhaltigen Karbonaten, Pyrit und Kupferkies in erheblichen Mengen. ALBERT JAHN (Chronik des Kantons Bern, 1857, Bern) weiss zu berichten, dass das Kupfererz im Sackgraben anfangs des 18. Jahrhunderts entdeckt und ab 1711 eine Zeitlang ausgebeutet wurde. Hundert Pfund Roherz lieferten 15 Pfund reines Kupfer. Vergleiche auch GOTTL. SIGM. GRÜNER, Die Eisgebirge des Schweizerlandes, 1860, Bd. I, S. 141. Höhe 1105:
5. Schwarze, pyritreiche Tonschiefer, enthaltend Kiesel-Tonkonkretionen, gegen unten heller und sandig werdend.
4. Einschaltung einer Bank von Granitbreccie.
3. Darunter werden die Schiefer unruhig und oft dem Eisensandstein ähnlich. Mächtigkeit des Komplexes 3. bis 5. 150 m.
2. Trias. S des Sackgrabens Einsturztrichter.
1. Malm.
- Albit:
- Ankerit: klein.
- Aragonit: aus der Gipszone, nadelig.
- Baryt: als stängelige Einschlüsse im Quarz (Isenschmid 1989).
- Calcit:
- Chalkopyrit:
- Dolomit: klein.
- Fadenquarz:
- Galenit:
- Gips: bis 25 mm. Durchsichtig, mit dunklem Einschluss, teils als Schwalbenschwanzzwillinge.
- Hämatit:
- Markasit:
- Pyrit: klein, würfelig (im unteren Teil des Baches).
- Quarz: weiss, zum Teil mit Methaneinschlüssen (im oberen Teil des Baches) und auch mit Baryteinschlüssen, bis 5 cm.
- Sphalerit: aus einer Pyrit-Sphaleritlagerstätte (Zingg, 1984).
049_BE / Adelboden, Allenbach
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Adelboden, Koordinaten ca.: 2'606’560 / 1'148’480
Literatur:
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 341 Bekannt sind Calcitfunde aus dem Allenbach.
- Calcit: Rhomboeder, flach, mit Prisma, bis 4.5 cm Durchmesser.
050_BE / Adelboden, Bonderspitz, Bunderspitz
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Adelboden, Koordinaten ca.: 2'613’950 / 1'149’030
Literatur:
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 348
- Stalder, Hans Anton & Touray, J.C.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen
- von Fellenberg, Edmund & Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Schuttfunde. Als Nebengestein werden Mergel der Unteren Kreide und eozäne Sandsteine angegeben. Funde um 1885 und 1940. von Fellenberg, Edmund & Mösch Casimir, 1893: Aus den Geröllhalden des kieseligen Neocomkalkes brachte vor wenigen Jahren Herr Dr. ph. Ed. Fischer, Privatdozent in Bern, wohlausgebildete, doppelpyramidale Bergkrystall von graulicher und gelblicher Farbe, mit Thoneinschlüssen und hohlen Flächen (sogenannte Rahmen- oder Fensterkrytalle, analog dem Vorkommen an der Tour de Duin bei Bex.
- Calcit:
- Quarz: bis 3 cm grosse Doppelender, oft verzerrte Formen, z. T. stark gefenstert, kleine Zepterquarze.
051_BE / Adelboden, Engstligenalp, Engstligengrat, Tschingellochtighorn, Artelengrat
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Adelboden, Koordinaten ca.: 2'611’850 / 1'143’800 Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; Seite 348
- Siegenthaler, Ulrich; Schweizer Strahler; 1980; Seite 328-329; Die Fundstelle
- Stalder, Hans Anton & Touray, J.C.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen
Im Lehm in Kalkbänken (Valanginen-Mergelschiefer). Im Gebiet des Engstligengrates lieferten verschiedene Fundpunkte schon seit längerer Zeit Quarze. Als Nebengestein ist Megel mit Kalkbänken des Valangien aufgeführt. Engstligengrat, Tschingelochtighorn, Artelengrat (BE). Viele einzelne Fundpunkte dieser Region.
- Calcit: in Rhomboedern, mit Toneinschlüssen.
- Fensterquarz:
- Quarz: ältere Quarzgeneration: "Normale", meist milchig-trube Kristalle, aus dem Quarzband herauswachsend, stark durchsetzt mit Calcit. Diese Quarze bilden oft den Sockel für die jüngere Generation: Kugelige Gebilde von gut durchsichtigen, gruppenweise parallel verwachsenen Doppelendern. Der zweiten Generation gehören aber auch grosse Fensterquarze (bis 15 cm lang') und kleine Doppelender oder Zepterformen an. Wenn kein Quarzband vorhanden ist, kann die erste Generation fehlen.
052_BE / Adelboden, Engstligenalp, Tschingelfirn
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Adelboden, Koordinaten ca.: 2'611’650 / 1'143’800
Literatur:
- Haverkamp, Franz, B.;Schweizer Strahler; 1984; Seite 414-416; "Architektonische" Mineralien
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 29
Hier dürfte es sich um die Gegend um das Tschingellochtighorn handeln.
- Calcit:
053_BE / Adelboden, Tschentenbach
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Adelboden, Koordinaten ca.: 2'608’800 / 1'151’310
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Touray, J.C.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen
Die Koordinaten zeigen auf den Tschentenbach, nördlich von Adelboden.
- Calcit: Rhomboeder.
- Quarz: durchsichtige und milchige Kristalle, bis 3 cm lang, z. T. mit grossen s-Flächen.
054_BE / Adelboden, Wildi, Fizer, Fitzer
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Adelboden, Koordinaten ca.: 2'608’270 / 1'144’350 Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 349 Der Fund stammt vom Grat zwischen Wildi und Fizer, südlich von Adelboden.
- Fluorit: tiefgrün, oktaedrisch, bis 4 cm.
055_BE / Diemtigtal, St. Stephan, Brunnihore
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Diemtigen, Koordinaten ca.: 2’599’620 / 1'153’010
Literatur:
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 134
Ein siliziumreicher Bauxit (bestehend aus verschiedenen Mineralien) unregelmässigen Karsttaschen, ziegelrot und deshalb vom Nebengestein (grau) gut zu unterscheiden (Genge, 1958).
- Calcit:
- Diaspor:
- Hämatit:
- Illit:
- Pyrophyllit:
056_BE / Diemtigtal, St. Stephan, Hinderi Spillgerten
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Diemtigen, Koordinaten ca.: 2'600’617 / 1'153’926
Literatur:
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 134
Ein siliziumreicher Bauxit (bestehend aus verschiedenen Mineralien) in unregelmässigen Karsttaschen, ziegelrot und deshalb vom Nebengestein (grau) gut zu unterscheiden (Genge, 1958).
- Calcit:
- Diaspor:
- Hämatit:
- Illit:
- Pyrophyllit:
057_BE / Diemtigtal, St. Stephan, Spillgerten
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Diemtigen, Koordinaten ca.: 2'600’620 / 1'153’913
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Stalder,Hans Anton & Wagner,Albert & Graeser,Stefan & Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 288
Im Triasdolomit bei Spillgerten. Bohnerzabbau in der Region Spillgerten. Nähere Angaben fehlen.
- Bohnerz:
- Nesquehonit: emailartige Krusten auf Kluftflächen (Meisser, 1994).
058_BE / Därstetten, Simmental, Weissenburg, Weissenburg-Bad
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Därstetten, Koordinaten ca.: 2'602’440 / 1'168’260
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 341
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 98
Nördlich der alten Mineralwasserfassung.
- Calcit: gelblich-braun, Skalenoeder, flaches Rhomboeder und Prisma, bis 16 cm, teils korrodiert.
059_BE / Därstetten, Stockhornkette, Nünenenflue, Neunenen
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Därstetten, Koordinaten ca.: 2'601’730 / 1'172’790
Literatur:
- Bachmann, Isidor; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; 1877; Heft 923-936, Die neuern Vermehrungen der mineralogischen Sammlungen des städtischen Museums in Bern
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 341
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 97
- Calcit: gelblich, dicht aneinandergewachsen, Skalenoeder, bis 25 cm, wobei nur das obere Drittel frei ist. Zudem Stufen mit grossen, hellgrauen Rhomboedern, bis 20 cm. Bachmann (1877): skalenoedrische Gruppen aus einer Kluft der Neunenen (Nünenenflue). Der Kalkspath von Neunenen muss nach seinen Dimensionen eine beträchtliche Kluft auskleiden. Die unten parallel verwachsene Krystallen sind über 15 Ctm. lang. Die freien Enden zeigen das gemeinste Skalenoeder. Alle Spitzen sind aber, obgleich von verschiedener Länge, einseitig von einer rauhen streifigen Fläche, bisweilen von einem Flächenpaar schief abgestutzt. Im letzteren Falle glaubt man ein stumpfes Skalenoeder zu erkennen. Die Flächen sind aber sehr rau und namentlich dadurch auffallend, wie wohl aus dem Angedeuteten zu bemerken, dass die schiefe Abstumpfungsfläche nur einseitig orientiert erscheint. Weil sie auf kürzeren und längeren Krystallen ganz gleich auftritt, so kann trotz mancher Ähnlichkeit von einer blossen Wachstumshemmung, etwa durch die gegenüberstehende Wand, nicht die Rede sein.
060_BE / Finsterthal, Feistertal, Zahlershorn, Zallershore, Dündenhorn, Dündehore, Salzhorn, Salzhore
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Kandergrund, Koordinaten ca.: 2'621’370 / 1'151’950
Literatur:
- Stalder, Hans Anton / Touray, J.C.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen
Finstertal: Schutthalden im Kessel zwischen Zahlershorn, Dündenhorn und Salzhorn (BE). Diese Lokalität wird mit Giesene Schafberg bezeichnet. Die Koordinaten zeigen auf das Feistertal (Finstertal).
- Quarz: bis 12 cm lang; kleine, gut durchsichtige Grüppchen auf Quarzstiel; oft mit schwarzem Phantom (vermutlich feinkörnige Schieferpartikel des Nebengesteins); z. T. gefenstert. Schuttfunde, vermutlich aus dem Valanginien-Berriasien-Mergel stammend. Funde um 1966-1968.
061_BE / Gasteretal, Gasterntal (vorderes)
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Kandersteg, Koordinaten ca.: 2'621’650 / 1'144’000
Literatur:
- Gerber, E; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; 1940; Seite 1 - 4; Über ein Calcit-Vorkommen am alten Gemmiweg im Gasterntal.
- Ogi, Hermann; Schweizer Strahler; 1976; Seite 103-107; Betrachtungen über Calcite vom Gasterntal
- Redaktion; Urner Mineralienfreund; 1971; Heft 6; Seite 69
Die bekannte Calcitkluft liegt in einem senkrechten Fels und hat ein Breite von 5 Meter. Die genaue Koordinate fehlt zur Zeit noch. Eine weitere Beschreibung lautet: 'Das Calcitvorkommen erreicht man über den alten Gemmiweg. In der Schlucht befinden sich höhlenartige Löcher in einer steilen Felswand der unteren Kreide.... Das Vorkommen wird in verschiedenen Fachbüchern erwähnt...' Gerber (1940): Die Fundstelle ist vom Bahnhof Kandersteg aus in zweistündigem Marsch erreichbar. Von der Pension Waldhaus weg geht es zuerst in südlicher Richtung auf dem alten Gemmiweg, bis dieser steiler wird. Hier auf verlässt man den Fussweg und traversiert die Schutthalde in der Richtung gegen den zweifachen Wasserfall, gebildet durch den Schwarzbach. Auf der rechten Bachseite steigt man alsdann hinauf bis zum Wald. Dort führt ein primitiver, schwankender Steg aus vier zusammengebundenen Stämmen junger Tannen über das tosende Bergwasser auf das linke Ufer. Hierauf über den steilen, teilweise mit Tannen besetzten Schutthang in nordwestlicher Richtung hinan bis an den Fuss der wohl 100 m hohen Felswand unter dem neuen Gemmiweg. Die Fundstelle liegt in zirka 1700 m Höhe und ist auf Blatt Nr. 473 (Gemmi) des Topogr. Atlasses durch folgende Koordinaten fixiert: Von der NE-Ecke des Kartenblattes 60 mm in westlicher, 15i/2mm in südlicher Richtung.
- Calcit: farblos, bräunlich bis orangegelb, bis 7 cm, ausgebildet als Skalenoeder, Doppelender, zum Teil überwachsen mit Kristallen 2. Generation. Im Handel tauchen oft Exemplare auf, deren Farbe nachträglich 'aufgebessert' wurde. Zum Bespiel geschieht dies durch das Einlegen in Cola oder in Oel. Die Kristalle erhalten dadurch ein dunkleres Aussehen.
- Gasterncalcit:
062_BE / Gasteretal, Gasterntal I
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Kandersteg, Koordinaten ca.: 2'618’770 / 1'144’950
Literatur:
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 277 Eine genauere Fundortbezeichnung fehlt. Das Fundmaterial stammt aber aus den Apliten und Pegmatiten des Aarmassivs.
- Topas: als seltener Nebengemengteil.
063_BE / Gasteretal, Gasterntal II
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Kandersteg, Koordinaten ca.: 2'618’770 / 1'144’940
Literatur:
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 228
Koordinaten auf dem Talboden. Ein früherer Fund wird aus der Nähe des alten Gemmiweges auf ca. 1700 MüM, im hellgrauen Valangienkalk der Doldenhorndecke, beschrieben. Fundbeschreibungen vom Wildelsigen können evtl. hierher gezählt werden.
- Calcit: Skalenoeder bis 5 cm, intensiv braun-orange.
064_BE / Gasteretal, Gasterntal, Balmhorn, Wildelsigen
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Kandersteg, Koordinaten ca.: 2'619’750 / 1'143’550
Literatur:
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 229,232- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 341
- von Fellenberg, Edmund & Mösch Casimir; Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz, 21. Lieferung; 1893; Geologische Beschreibung des Westlichen Theils des Aarmassivs, enthalten auf dem nördlich der Rhone gelegenen Theils des Blattes XVIII der Dufour-Karte
Beschrieben wird diese Fundstelle mit 'am Fusse des Balmhorn, oberhalb Wildelsigen'. von Fellenberg, Edmund / Mösch Casimir, 1893: Gasterenthal (Wildelsigen?). Vor einigen Jahren wurden zahlreiche grössere und kleinere Gruppen wohlausgebildeter Kalkspathskalenoeder von zum Theil beträchtlicher Grösse und schöner hellbrauner Farbe in den Handel gebracht, als deren Fundort eine Felswand auf der linken Thalseite des Gasterentlhales am Fusse des Balmhorns ob Wildelsigen angegeben wird. Einzelne Exemplare können vermöge ihrer schönen Ausbildung und Farbe mit ähnlichen Vorkommnissen des Kalkspaths aus England concurriren.
- Calcit: ausgebildet als Skalenoeder, grau.
065_BE / Gasteretal, Gasterntal, Gurnigel
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Kandersteg, Koordinaten ca.: 2'616’780 / 1'145’080
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 98
Im Valangienkalk der Doldenhorndecke.
- Calcit: braunorange, Skalenoeder, bis 5 cm, bis heute ertragreich (Gerber, 1940). (Zur Farbverbesserung werden diese Kristalle gerne in Cola getränkt).
066_BE / Gasteretal, Gasterntal, Gurnigel, Zigerhubel
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Kandersteg, Koordinaten ca.: 2'601’600 / 1'176’250
Literatur:
- Krähenbühl, Hans;Bergknappe;1988/4;Heft 46;Seite 23-26; Bernsteinvorkommen in der Schweiz
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 237
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 359
- Harz:
067_BE / Kandersteg, Hohtürli, Wermutfluh, Wärmuetflue
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Kandersteg, Koordinaten ca.: 2'625’440 / 1'151’140
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 348
- Stalder, Hans Anton & Touray, J.C.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen
Die Fundstellen liegen meistens im Schutt. Vorkommen vermutlich im Taveyannaz-Sandstein. Funde um 1958.
- Calcit:
- Quarz: bis über 10 cm lang, milchig, z. T. Doppelender, an den Spitzen oft in Subindividuen aufspaltend. Einzelne Kristalle sind leicht gefenstert. Auffällig an vielen Kristallen ist ein schwarzgraues Phantom, das vermutlich durch Nebengesteinseinschlüsse (Tonschiefer?) verursacht wird. Negative Formen von weggelösten Calcittafeln.
068_BE / Kandersteg, Kanderfirn
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Kandersteg, Koordinaten ca.: 2'625’200 / 1'146’010
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 411
In Aplit- und Pegmatitgängen des Kanderfirnabsturzes (Gasterngranit).
- Topas: gesteinsbildend als vereinzelte, hellgelbe Körner nachgewiesen (Truninger, 1911).
069_BE / Kandersteg, Lohner
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Kandersteg, Koordinaten ca.: 2'613’115 / 1'146’480
Literatur:
- Furrer, Heinrich; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern [aus dem Jahre]; - (1938); Geologische Untersuchungen in der Wildstrubelgruppe (Berner Oberland)
Goldschmid erwähnt die ebenfalls am Lohner häufigen "doppelspitzigen Quarzkristalle", wie sie auch vom Säntis und Muotatal bekannt sind. Eine Grösse wird nicht angegeben. Es wird allerdings nicht genauer beschrieben, um welchen Lohner es sich handelt: Vorderer Lohner, Mittlerer Lohner, Hinterer Lohner oder Gross Lohner (beinhaltet die erwähnten 3 Gipfel). Die Koordinaten zeigen auf den Mittleren Lohner.
- Quarz: doppelendig.
070_BE / Kandersteg, Lötschbergtunnel
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Kandersteg, Koordinaten ca.: 2'617’550 / 1'147’450
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 43
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 66
Als Ausgangspunkt für diese ungenaue Bezeichnung wurde das Nordportal des Tunnels gewählt. Parker (1973) beschreibt auch Funde von der Südseite (1).
- Adular:
- Calcit: Skalenoeder, zum Teil wasserklar und glänzend, (1).
- Chlorit:
- Dolomit: bräunlich, sattelförmig.
- Epidot:
- Quarz:
- Titanit:
071_BE / Kandersteg, Oeschinensee, Dündenhorn
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Kandersteg, Koordinaten ca.: 2'622’330 / 1'152’130
Literatur:
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 348
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 85
Nordwestlich des Oeschinensees. Die Fundstellen von Quarz und Calcit liegen meistens im Schutt.
- Brookit: im sandigen Gestein, 2-3 mm, zusammen mit Quarz.
- Quarz:
072_BE / Kandersteg, Oeschinensee, auf Bergli
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Kandersteg, Koordinaten ca.: 2'622’650 / 1'150’600
Literatur:
- Frey, A.; Schweizer Strahler; 1972; Seite 339; Anatas vom Oeschinensee
In Geröllblöcken in diesem Gebiet.
- Anatas: auf Quarz in kleinster Ausbildung (0.1 mm).
- Quarz: bis ca. 15 mm.
073_BE / Lötschberg-Basistunnel (Frutigen - St.Germann)
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Kandersteg, Koordinaten ca.: 2'616’290 / 1'159’680
Literatur:
- Hofmann, Beda & Soom, Michael & Kürsteiner, Peter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 2014; Heft 4; Seite 23 - 34; Wenig bekannte Tonmineralien: Neufunde von Dickit, Palygorskit und Rectorit aus der Schweiz
- Schweizer Strahler; 2004; Heft 2; Seite 3 - 4; Herausragende Pyrrhotine aus dem Lötschberg-Basistunnel
- Weiss,Stefan; Lapis; 2004; Heft 03; Seite 5 Interessant ist die Quellenangabe: www.henzen.com/mineralogie/min-uebersicht (Stand 2006).
Die Koordinaten zeigen auf Frutigen.
- Adular: bis 13 mm, mit Chlorit überzogen.
- Aeschynit: bei TM3170 (ab Steg). Braun, nach der c-Achse gestreckte Tafeln
- Amianth: bis 3 cm.
- Anatas: bei TM 3170 (ab Steg). Schwarz bis dunkelblau, Meistens als stumpfe Dipyramiden ausgebildet. Oft zusammen mit Ilmenit und Aeschynit.
- Apatit: bei TM 3170 (ab Steg). Hochglänzend, transparent, vielflächig.
- Apophyllit: bis 5 mm, auf Quarz, klar, farblos. Einzelkristalle bis 3.8 cm.
- Calcit: Einzelkristall mit 32.7 cm und übersät von Apophyllitkristallen und etwas Chlorit. Vorwiegend klar und durchsichtig. Meistens bis 6 cm gross.
- Chabasit: bis 12 mm.
- Chalkopyrit: zusammen mit Pyrrhotin, 22 mm.
- Chlorit:
- Epidot: bis 23 mm.
- Fadenquarz: bis 3 cm.
- Fluorit: bis 12 mm.
- Ilmenit: schwarz, 6-eckige Täfelchen, teils nur noch in Bruchstücken vorhanden.
- Molybdänit: mehrere Molybdänit-Vererzungen, wobei die grösste Vererzung bei TM 2210 (ab Steg) entdeckt wurde. Dabei zeigten sich vererzte Flächen bis Quadratmeter-Grösse. Weitere Vererzungen bei TM 2632 und TM 3170 (ab Steg).
- Monazit: bei TM 3170 (ab Steg). Sehr klein, hellrosa, mit der typischen monoklinen Form.
- Palygorskit: als mm-dicke, bläulich-weisser Kluftbelag (bestimmt durch B.Hofmann).
- Pyrit: bis 15 mm. Als sog. Stengelpyrit bis 5 mm.
- Pyrrhotin: es handelt sich hier um die zweitgrössten Pyrrhotin-Kristalle (bis 12.7cm) der Schweiz. Die grössten Exemplare (12 cm?) stammen aus dem Gotthardtunnel. Weitere grosse Kristalle sind beim Bau der Kraftwerkzentrale Sedrun (10 x 14 x 3cm?) geborgen worden. Sicher dürfte es sich aber um den bis dahin schönsten Pyrrhotinfund der Alpen handeln.
- Quarz: bis 45 mm.
074_BE / Aermighorn, Ärmighorn, Ärmighore, Ärmigschafweide, Ärmige, Aermigen, Gumpelschafberg, Obergumpel, Bachfluh, Bachalpfluh
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Richenbach, Koordinaten ca.: 2'621’090 / 1'154’510
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 348
- Stalder, Hans Anton & Touray, J.C.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen
- von Fellenberg, Edmund; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern; 1885; Heft II; Nr. 1119 - 1132; Seite 99 - 110; Ueber ein neues Vorkommen von Bergkrystall in der Schweiz
Die Fundstellen liegen meistens im Schutt. Ärmighorn, nach von Fellenberg (1893) von den Schutthalden der ,,Ärmigschafweiden" aber auch vom ,,Gumpelschafberg", d. h. von Obergumpel, zwischen Bachfluh und Ärmighorn. Fundzettel sind mit der Beschriftung "Bachalpfluh, Aermighorn (Gumpelschafberg, Aermigen)" beschriftet. Aermigen betrifft das heutige Ärmige, nördlich des Ärmighore. Die Funde stammen vermutlich aus den Schutthalden der Bachalpfluh.
- Calcit: weisse Skalenoeder in Nestern und Klüften des Schrattenkalkes am Wildhauser Schafberg.
- Fensterquarz: stark gefenstert mit Toneinschlässen.
- Quarz: bis 5,3 cm grosse und schön ausgebildete Doppelender. Die kleinen, emschlussfreien Kristalle hat von Fellenberg als "Wasserdiamanten" bezeichnet. Die grösseren Kristalle sind ,,thonerfüllte Rahmenquarze mit bis in das Innerste des Kristalls reichenden und mehrfach geschichteten Hohlräumen" (von Fellenberg, 1893). Einzelne kleine Zepterformen sind ebenfalls vorhanden. Die Kristalle stammen aus dem Neocomien. Cn. (Geologische Bezeichnung um 1885). Schuttfunde, vermutlich stammen die Kristalle aus dem Hohgantsandstem, sicher aber aus dem Eozän. Funde um 1877 und 1884. Seither sind keine Neufunde bekannt geworden.
075_BE / Aeschi, Obersuld
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Richenbach, Koordinaten ca.: 2'625’140 / 1'162’150
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Touray, J.C.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen
Nebengestein: Vermutlich Auversien Sandstein. Fund um 1965. Die Koordinaten zeigen auf die Region Obersuld.
- Quarz: bis über 5 cm lange Kristalle, Doppelender, z.T. plattig nach zwei Prismenflächen, unregelmässig verzerrt, mit Calcit- und Nebengesteinseinschlüssen. Ansätze zu Zepter-Bildungen, z.T. gefenstert.
076_BE / Reichenbach, Niesen, Niesengrat
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Richenbach, Koordinaten ca.: 2'615’564 / 1'165’251
Die Fundortangabe lautet lediglich 'Niesengrat' .
- Calcit:
- Fadenquarz: bis einige cm. Oft leicht milchig und mit einem braunen Überzug.
- Quarz:
077_BE / Aeschi bei Spiez, Suldtal, Aeschiried (südlich)
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Gmd Äschi b Spiez, Koordinaten ca.: 2'621’000 / 1'165’750
Literatur:
- Boss, Peter; Schweizer Strahler; 1995; Heft 2; Seite 217 - 221; Neufund grosser Fensterquarze in den nördlichen Kalkalpen
Südlich des Thunersees im Flyschsandstein des Suldtales südlich Aeschiried, auf 1100 MüM in einem Calcitband.
- Fadenquarz: Klein.
- Fensterquarz: Bis 6 cm.
- Quarz: Doppelender, klein, bis 6 cm (Ausnahme).
078_BE / Kiental Ärmige, Ärmigen, Ärmighore, Ärmighorn
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Reichenbach i. K., Koordinaten ca.: 2'621’110 / 1'155’280
Literatur:
- Bachmann, J.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; 1879; Heft 962 - 997; Neue Vermehrungen der mineralogischen Sammlung des städtischen Museums Bachmann (1879)
Von Herrn Pfarrer E. Müller, Reichenbach, wurden beidseitig und als Rahmenkrystalle ausgebildete hübsche Bergkrystalle aus dem Schutte des Nummulitenkalks von Aermigen, am Aermighorn im Kienthal mitgetheilt.
- Fensterquarz:
- Quarz: hübsche Bergkristalle.
079_BE / Kiental, Nolle, Zahm Andrist
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Reichenbach i. K., Koordinaten ca.: 2'626’775 / 1'155’850
Literatur:
- Tödtli, Walter & Weiss, Stefan; Lapis; 2020, Heft 9; Seite 14 - 25; Zepterquarze aus dem Kiental, Berner Oberland/CH
Funde werden vom Zahm Andrist (Quarz) und zwischen Nolle und Zahm Andrist (Calcit) erwähnt.
- Calcit: graue, durchscheinende Skalenoeder bis 6 cm oder matte, gelbliche Rhomboeder bis 25 mm.- Fensterquarz:
- Quarz: bis 10 cm, teilweise auf Calcitrasen und oft mit Limonit überzogen.
080_BE / Kiental, Obere Dünden
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Reichenbach i. K., Koordinaten ca.: 2'622’900 / 1'153’000
Literatur:
- Tödtli, Walter & Weiss, Stefan; Lapis; 2020, Heft 9; Seite 14 - 25; Zepterquarze aus dem Kiental, Berner Oberland/CH
Hier ist die wohl ergiebigste Zepterquarzfundstelle der Schweiz anzutreffen. Heute (2006) sind die ergiebigen Gänge fast ganz zugeschüttet. Die Fundstelle befindet sich in der linken Runse am oberen Felskopf (siehe Fotos).
- Calcit: blätterig, den Quarz durchschneidend.
- Fensterquarz: bis 10 cm.
- Quarz: farblos, klein, bis 3cm.
- Zepterquarz: bis mehrere cm Länge, wasserklar und in perfekter Ausbildung, manchmal zu einem Aggregat mit mehreren Individuen verwachsen. Die Fundstelle lieferte hunderte von Zepterquarzen.
081_BE / Kiental, Schwalmern, Dreispitz
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Reichenbach i. K., Koordinaten ca.: 2'624’600 / 1'160’210
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 349
- Stalder, Hans Anton & Touray, J.C.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen
Aus der Gegend Schwalmern - Dreispitz gelangen Schuttfunde von gefenstertem Quarz, welche vermutlich aus den Mergeln der Unteren Kreide stammen. Funde um 1953. Die Koorinaten zeigen auf den Dreispitz.
- Fensterquarz: 7 cm langer, ausgesprochen stark gefensterter Kristall mit Karbonat Einschlüssen, Doppelender.
- Quarz:
082_BE / Kiental, Schwalmern, Glütsch
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Reichenbach i. K., Koordinaten ca.: 2'627’480 / 1'158’720
Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Touray, J.C.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen
Glütsch, unterhalb der Schwalmern, Kiental (BE). Schuttfunde, die Proben stammen aber sicher aus dem Neocom des Helvetikums. Fund um 1953.
- Quarz: bis 9 cm grosse, gedrungene Doppelender, z. T. stark gefenstert, verzerrt und in Subindividuen aufgespalten.
083_BE / Reichenbach, Kiental, Bundstock
Region: Kreis Frutigen-Niedersimmental / Reichenbach i. K., Koordinaten ca.: 2'623’840 / 1'151’820
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 348
- Stalder, Hans Anton & Touray, J.C.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen
- Tödtli, Walter & Weiss, Stefan; Lapis; 2020, Heft 9; Seite 14 - 25; Zepterquarze aus dem Kiental, Berner Oberland/CH
Die Fundstellen liegen meistens im Schutt. Genaue Fundstelle unbekannt. Fund um 1928. Tödtli erwähnt einen Zepterquarzfund vom Bundstock.
- Calcit:
- Quarz: bis 1,7 cm grosse Doppelender, leicht gefenstert, daneben winzig kleine, ,,normale" Kristallenen, die mit dem Milchquarzband verwachsen sind.
- Zepterquarz:
Verwaltungskreis Oberaargau
084_BE / Rumisberg, Fuhrenhütte
Region: Kreis Oberaargau / Gemeinde Rumisberg Koordinaten ca.: 2614’741 / 1’1236’116
Literatur:
- Ankerit:
- Baryt: in tafeligem Habitus.
- Calcit:
- Dolomit:
- Goethit: Nadeln bis 3 mm.
- Hämatit:
- Pyrit: limonitisiert.
- Quarz: würfelähnlich, im unteren mm-Bereich.
- Strontianit: kugelig, weiss, bis 3 mm Durchmesser.
Literatur:
- Ankerit:
- Baryt: in tafeligem Habitus.
- Calcit:
- Dolomit:
- Goethit: Nadeln bis 3 mm.
- Hämatit:
- Pyrit: limonitisiert.
- Quarz: würfelähnlich, im unteren mm-Bereich.
- Strontianit: kugelig, weiss, bis 3 mm Durchmesser.
085_BE / Rumisberg, Schoren, Weid (Gipsgrube)
Region: Kreis Oberaargau / Gemeinde Rumisberg Koordinaten ca.: 2615’127 / 1’1235’888
Literatur:
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Holenweg, Hans & Stehlin, Hanspeter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1972; Heft 6; Seite 297-299; Kupferkies und Malachit aus dem Schweizer Jura
- Holenweg, Hans; Urner Mineralienfreund; 1974; Heft 5; Seite 67 – 76
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363
Im Gansinger Dolomit (Hauptsteinmergel, mittl. Keuper), in den Hohlräumen der Dolomitbänke. Schoren liegt nicht bei Günsberg sondern weiter östlich oberhalb von Wiedlisbach. Die Geschichte der Gipsi geht auf die 40er-Jahre zurück, als die Gebrüder Corbetti aus Grenchen ein Gipswerk erstellten und betrieben. Zweck des Abbaus war vorerst die Zementfabrikation, wo Kalk, Ton und Gips (2 - 3%) als Grundstoffe dienen (Anfänge 1946). In einer späteren Phase wurde der Rohgips in die Ostschweiz transportiert und zu Bauplatten verarbeitet. Infolge Einstellung der Gipsplattenproduktion wurde der Betrieb 1969 liquidiert. Im Tongemisch des Lösslehms der ehemaligen Tongrube der Ziegelei bei der Lokalität Paradies sind Chlorit (geringer Anteil im Tongemisch), das Schichtsilikate Illit und Mineralien der Smektitgruppe (bestehend hauptsächlich aus Schichtsilikaten sowie Montmorillonit, Quarz- und Calcitstaub) vorhanden. Das heute überbaute Gelände zeigt keine Spuren mehr der ehemaligen Abbautätigkeiten. Dieser Aufschluss von Trias-Gips ist im Kettenjura eine geologische Rarität (eine weitere Stelle ist bei Balmber/SO). Heute ist die ehemalige Grube überbaut.
- Chlorit:
- Gips: stellenweise geht das Weiss in verschiedene, zarte Rosatöne über.
- Illit:
- Montmorillonit:
Region: Kreis Oberaargau / Gemeinde Rumisberg Koordinaten ca.: 2615’127 / 1’1235’888
Literatur:
- Holenweg, Hans; Schweizer Strahler; 1969; Heft 4; Seite 302 - 308; Mineralparagenesen im Schweizer Jura
- Holenweg, Hans & Stehlin, Hanspeter & Graeser, Stefan; Schweizer Strahler; 1972; Heft 6; Seite 297-299; Kupferkies und Malachit aus dem Schweizer Jura
- Holenweg, Hans; Urner Mineralienfreund; 1974; Heft 5; Seite 67 – 76
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 363
Im Gansinger Dolomit (Hauptsteinmergel, mittl. Keuper), in den Hohlräumen der Dolomitbänke. Schoren liegt nicht bei Günsberg sondern weiter östlich oberhalb von Wiedlisbach. Die Geschichte der Gipsi geht auf die 40er-Jahre zurück, als die Gebrüder Corbetti aus Grenchen ein Gipswerk erstellten und betrieben. Zweck des Abbaus war vorerst die Zementfabrikation, wo Kalk, Ton und Gips (2 - 3%) als Grundstoffe dienen (Anfänge 1946). In einer späteren Phase wurde der Rohgips in die Ostschweiz transportiert und zu Bauplatten verarbeitet. Infolge Einstellung der Gipsplattenproduktion wurde der Betrieb 1969 liquidiert. Im Tongemisch des Lösslehms der ehemaligen Tongrube der Ziegelei bei der Lokalität Paradies sind Chlorit (geringer Anteil im Tongemisch), das Schichtsilikate Illit und Mineralien der Smektitgruppe (bestehend hauptsächlich aus Schichtsilikaten sowie Montmorillonit, Quarz- und Calcitstaub) vorhanden. Das heute überbaute Gelände zeigt keine Spuren mehr der ehemaligen Abbautätigkeiten. Dieser Aufschluss von Trias-Gips ist im Kettenjura eine geologische Rarität (eine weitere Stelle ist bei Balmber/SO). Heute ist die ehemalige Grube überbaut.
- Chlorit:
- Gips: stellenweise geht das Weiss in verschiedene, zarte Rosatöne über.
- Illit:
- Montmorillonit:
Verwaltungskreis Obersimmental-Saanen
086_BE / Boltigen im Simmental, Bäderhorn (Nordseite), Bäderhore, Bäderberg, Fluhberg
Region: Kreis Obersimmental-Saanen / Gemeinde Boltigen Koordinaten ca.: 2'591’700 / 1'162’600 Literatur:
- Bachmann, Isidor; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; 1877; Heft 923-940; Die neuern Vermehrungen der mineralogischen Sammlungen des städtischen Museums in Bern
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 232
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 341
Die Funde stammen aus dem dichten Kalkgestein (Mytilus-Dogger).
- Calcit: gross, gelblichgrau, halbdurchsichtig, glänzend, als Skalenoeder, bis 20 cm, einst ergiebige Fundstelle.
Bachmann (1877): auch die grossen bekannten Skalenoeder vom Fluhberg, auf der Nordseite des Bäderbergs, oberhalb Boltigen im Simmental, sind in neuerer Zeit (um 1870) wieder massenhaft exploitiert worden.
Region: Kreis Obersimmental-Saanen / Gemeinde Boltigen Koordinaten ca.: 2'591’700 / 1'162’600 Literatur:
- Bachmann, Isidor; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; 1877; Heft 923-940; Die neuern Vermehrungen der mineralogischen Sammlungen des städtischen Museums in Bern
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 232
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 341
Die Funde stammen aus dem dichten Kalkgestein (Mytilus-Dogger).
- Calcit: gross, gelblichgrau, halbdurchsichtig, glänzend, als Skalenoeder, bis 20 cm, einst ergiebige Fundstelle.
Bachmann (1877): auch die grossen bekannten Skalenoeder vom Fluhberg, auf der Nordseite des Bäderbergs, oberhalb Boltigen im Simmental, sind in neuerer Zeit (um 1870) wieder massenhaft exploitiert worden.
087_BE / Gstaad, Feutersoey (nordwestlich), Tschärzis
Region: Kreis Obersimmental-Saanen / Gemeinde Gstaad Koordinaten ca.: 2'587’090 / 1'140’710 Literatur:
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 343
- Stalder, Hans Anton / Wagner,Albert / Graeser,Stefan / Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 333
- Stalder, Hans Anton & Touray, J.C.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen
Auf Flyschsandstein der Niesendecke. NW Feutersoey bei Gstaad und verschiedene Fundstellen auf der linken Talseite des Tschärzis (BE).
- Calcit: Skalenoeder, bis 3 cm, milchigweiss.
- Fadenquarz: kleine, schlankprismatische, durchsichtige Kristalle (durchschnittlich ca. 1 cm lang mit c-Achse ± senkrecht zur Anwachsfläche) und kleine, nach einer Prismenfläche plattige Kristalle resp. Kristallaggregate (grösste Ausdehnung in der Richtung einer a-Achse, die ± senkrecht zur Anwachsfläche verläuft. Häufig linear angeordnete Flüssigkeitseinschlüsse ("Faden"). Viele kleine s-Flächen.
Region: Kreis Obersimmental-Saanen / Gemeinde Gstaad Koordinaten ca.: 2'587’090 / 1'140’710 Literatur:
- Parker,R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 343
- Stalder, Hans Anton / Wagner,Albert / Graeser,Stefan / Stuker,Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 333
- Stalder, Hans Anton & Touray, J.C.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen
Auf Flyschsandstein der Niesendecke. NW Feutersoey bei Gstaad und verschiedene Fundstellen auf der linken Talseite des Tschärzis (BE).
- Calcit: Skalenoeder, bis 3 cm, milchigweiss.
- Fadenquarz: kleine, schlankprismatische, durchsichtige Kristalle (durchschnittlich ca. 1 cm lang mit c-Achse ± senkrecht zur Anwachsfläche) und kleine, nach einer Prismenfläche plattige Kristalle resp. Kristallaggregate (grösste Ausdehnung in der Richtung einer a-Achse, die ± senkrecht zur Anwachsfläche verläuft. Häufig linear angeordnete Flüssigkeitseinschlüsse ("Faden"). Viele kleine s-Flächen.
088_BE / Lenk, Simmental, Weissenberg, Wysseberg, Bunschifluh
Region: Kreis Obersimmental-Saanen / Gemeinde Lenk Koordinaten ca.: 2'598’200 / 1'159’620 Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 232
Im Simmental konnte oberhalb Lenk ein Gebiet mit der Bezeichnung Weissenberg gefunden werden (Hinter- und Vorder Weissenberg). Eine Bunschifluh konnte nicht gefunden werden. Ein Bundschleregrat gibt es oberhalb von Boltigen. Die Koordinaten zeigen auf diesen Grat.
- Calcit: gelb, grössere Skalenoeder in undeutlicher Form.
Region: Kreis Obersimmental-Saanen / Gemeinde Lenk Koordinaten ca.: 2'598’200 / 1'159’620 Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 232
Im Simmental konnte oberhalb Lenk ein Gebiet mit der Bezeichnung Weissenberg gefunden werden (Hinter- und Vorder Weissenberg). Eine Bunschifluh konnte nicht gefunden werden. Ein Bundschleregrat gibt es oberhalb von Boltigen. Die Koordinaten zeigen auf diesen Grat.
- Calcit: gelb, grössere Skalenoeder in undeutlicher Form.
089_BE / Lenk, Wildstrubel, Rätzligletscher, Retzligletscher
Region: Kreis Obersimmental-Saanen / Gemeinde Lenk Koordinaten ca.: 2'605’200 / 1'138’500 Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 310
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 341
Der Rätzligletscher (Gletscherzunge) bildet eigentlich den nördlichen Teil des 'Glacier de la Plaine Morte' westlich des Wildstrubel.
- Calcit: gross, graue Rhomboeder.
Region: Kreis Obersimmental-Saanen / Gemeinde Lenk Koordinaten ca.: 2'605’200 / 1'138’500 Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 310
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 341
Der Rätzligletscher (Gletscherzunge) bildet eigentlich den nördlichen Teil des 'Glacier de la Plaine Morte' westlich des Wildstrubel.
- Calcit: gross, graue Rhomboeder.
090_BE / Lauenen, Trütlisberg
Region: Kreis Obersimmental-Saanen / Gemeinde Saanen Koordinaten ca.: 2'594’500 / 1'141’500 Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 48
Die Region Trütlisberg (Hinter- und Vorder-Trütlisberg) liegt östlich von Lauenen unterhalb des Tube (2106 M ü. M.).
- Aragonit: Sinter, weiss, radialstrahlig.
Region: Kreis Obersimmental-Saanen / Gemeinde Saanen Koordinaten ca.: 2'594’500 / 1'141’500 Literatur:
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 48
Die Region Trütlisberg (Hinter- und Vorder-Trütlisberg) liegt östlich von Lauenen unterhalb des Tube (2106 M ü. M.).
- Aragonit: Sinter, weiss, radialstrahlig.
091_BE / Saanen, Lauenen, Lauenenhorn, Rohrbachweide
Region: Kreis Obersimmental-Saanen / Gemeinde Saanen
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 407
Bei Lauenen, südöstlich in der Rohrbachweide, auf dem Wege nach dem Lauenensee im Saanenlande.
- Schwefel:
Region: Kreis Obersimmental-Saanen / Gemeinde Saanen
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 407
Bei Lauenen, südöstlich in der Rohrbachweide, auf dem Wege nach dem Lauenensee im Saanenlande.
- Schwefel:
Verwaltungskreis Seeland
092_BE / Büren an der Aare, Galgenhubel
Region: Kreis Seeland / Gemeinde Büren an der Aare Koordinaten ca.: 2'595’100 / 1’220’970
Literatur: - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 295
Während einer Bohrung durch die 'Zürcher-Ziegeleien' wurden in einem bräunlichen Sandstein der Unteren Süsswassermolasse Klüftchen mit wenigen Mineralien angefahren.
- Calcit:
- Palygorskit: eine nur 2 bis 3 cm dicke Zone mit etwas Palygorskit, in Grössen von einigen mm (Mumenthaler, 1995 / Stalder et al., 1998).
Region: Kreis Seeland / Gemeinde Büren an der Aare Koordinaten ca.: 2'595’100 / 1’220’970
Literatur: - Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 295
Während einer Bohrung durch die 'Zürcher-Ziegeleien' wurden in einem bräunlichen Sandstein der Unteren Süsswassermolasse Klüftchen mit wenigen Mineralien angefahren.
- Calcit:
- Palygorskit: eine nur 2 bis 3 cm dicke Zone mit etwas Palygorskit, in Grössen von einigen mm (Mumenthaler, 1995 / Stalder et al., 1998).
093_BE / Frauchwil, Hohschwerzibach, Seewil, Wilbach;(Waschgold)
Region: Kreis Seeland / Gemeinde Rapperswil Koordinaten ca.: 2'597’723 / 1’212’629
Literatur:
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 98.
Aus diesem Bach konnten nur sehr wenige Flitterchen gewaschen werden. Die Koordinaten zeigen auf eine zufällige Stelle am Wilbach.
- Waschgold: als Flitterchen.
Region: Kreis Seeland / Gemeinde Rapperswil Koordinaten ca.: 2'597’723 / 1’212’629
Literatur:
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 98.
Aus diesem Bach konnten nur sehr wenige Flitterchen gewaschen werden. Die Koordinaten zeigen auf eine zufällige Stelle am Wilbach.
- Waschgold: als Flitterchen.
094_BE / Frienisberg, Lobsigen, Mühlebach, Mülibach;(Waschgold)
Region: Kreis Seeland / Gemeinde Seedorf Koordinaten ca.: 2'588’907 / 1’208’326
Literatur:
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 96.
Am Nordwestabhang des Frienisberges, oberhalb Lobsigen aus dem Mühlebach.
- Waschgold: Flitterchen bis 4 mm.
Region: Kreis Seeland / Gemeinde Seedorf Koordinaten ca.: 2'588’907 / 1’208’326
Literatur:
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 96.
Am Nordwestabhang des Frienisberges, oberhalb Lobsigen aus dem Mühlebach.
- Waschgold: Flitterchen bis 4 mm.
095_BE / Frienisberg, Saurenhorn, Allenwilbach, Kosthofen, Lyssbach;(Waschgold)
Region: Kreis Seeland / Gemeinde Seedorf Koordinaten ca.: 2'592’861 / 1’211’181
Literatur:
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 97.
Wenige Flitterchen aus dem Allenwilbach, welcher in der Nähe von Saurenhorn entspringt und in Kosthofen in den Lyssbach mündet.
- Waschgold: als Flitterchen.
Region: Kreis Seeland / Gemeinde Seedorf Koordinaten ca.: 2'592’861 / 1’211’181
Literatur:
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 97.
Wenige Flitterchen aus dem Allenwilbach, welcher in der Nähe von Saurenhorn entspringt und in Kosthofen in den Lyssbach mündet.
- Waschgold: als Flitterchen.
Verwaltungskreis Thun
096_BE / Merligen, Beatenbucht, Fischbalmen
Region: Kreis Thun / Gemeinde Sigriswil Koordinaten ca.: 2'623’790 / 1'170’620
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 349
- Stalder, Hans Anton & Touray, J.C.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen
Ein alter Fluoritfund stammt vermutlich aus dem Hauterivien-Kieselkalk bei der Lokalität Fischbalmen. Fund vor 1900.
- Calcit: z. T. pseudomorph nach Aragonit, z. T. Skalenoeder.
- Fluorit: Farblose Würfel.
- Quarz: wasserklare Kristalle mit x- und s-Flächen, 2-3 cm lang, schlankprismatisch.
Region: Kreis Thun / Gemeinde Sigriswil Koordinaten ca.: 2'623’790 / 1'170’620
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 349
- Stalder, Hans Anton & Touray, J.C.; Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen; 1970; Band 50; Heft 1; Seite 110 - 130; Fensterquarze mit Methan-Einschlüssen aus dem westlichen Teil der schweizerischen Kalkalpen
Ein alter Fluoritfund stammt vermutlich aus dem Hauterivien-Kieselkalk bei der Lokalität Fischbalmen. Fund vor 1900.
- Calcit: z. T. pseudomorph nach Aragonit, z. T. Skalenoeder.
- Fluorit: Farblose Würfel.
- Quarz: wasserklare Kristalle mit x- und s-Flächen, 2-3 cm lang, schlankprismatisch.
097_BE / Horrenbach-Buchen, Sohlfluh, Solflue, Sichel, Sichle, Sulzi, Sulzigraben, Chruudbach
Region: Kreis Thun / Bezirk Horrenbach-Buchen Koordinaten ca.: 2'629’190 / 1'179’030
Literatur:
- Schneeberger, Werner; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; 1926; Seite 1 - 98; Die stratigraphischen Verhältnisse von Kreide und Tertiär der Randkette nördlich des Thunersees Koordinaten:
- Sohlfluh, Solflue: 2'629’190 / 1'179’030, 1650 m ü. M.,
- Sichel, Sichle: 2’628.010 / 1’177.790, 1679 m ü. M.,
- Sulzi, Sulzigraben: 628.260 / 1'178’440, 1460 m ü. M.
Unter der Sohlfluh, NE der Sichel, bildet die Ältmannschicht das Dach des hier hellgrauen, zuckerkörnigen Kieselkalkes, der in zwei Horizonten reichlich Silexknollen führt. Ihre Mächtigkeit beträgt 1,6 m. Ausserordentlicher Glaukonit- und Pyritgehalt vereihen dem Gestein eine dunkelgrüne Farbe. Die Wiederholung des Silexhorizontes des Kieselkalkes und der Ältmannschicht über 2 m Drusbergschichten, ist wohl eher als tektonische Störung, denn als stratìgraphische Anomalie zu erklären. Am Sulzi ist folgendes Profil zu beobachten: Aus dem Gehängeschutt erheben sich ca. 40 m Kieselkalk in Bänken von 10 - 30 cm Dicke, mit untergeordneten Schieferlagen. Der Kalk bricht klingend, splittrig, ist innen dunkelgrau bis bräunlich und führt in einigen Horizonten reichlich Schwammnadeln oder reichlicher Quarz und Silexknollen. Glaukonit ist nicht vorhanden. Die obersten 5 - 6 m sind dickbankig, dicht und unterlagern die Gemsmättlischicht mit scharfer Grenze. Eine helle graugelbe Kieselkruste bedeckt die Anwitterungsfläche. Am Chruudbach (Balmholznische) sind die Altmannschichten sehr typisch ausgebildet, doch ist das Profil durch kleine Brüche gestört. Von unten nach oben finden sich: 1. x m dunkelblaugrauer, etwas schuppiger Kieselkalk (Hauteriv.). 2. 2 m spätig-glaukonitischer Kieselkalk mit grossen Pyrithexaedern, an der Basis eckige, wenig glaukonitische Kieselkalkbrocken enthaltend. 3. 3 m dunkelblaugrauer, zäher, spätiger Glaukonit-Kieselkalk mit Pyritestern. In der oberen Hälfte der Bank ist dieses Gestein nur noch als Brocken und Schlieren in fast glaukonitfreiem sandigem Kalk eingelagert. 4. blaugrauer, feinspätiger, oolithischer Drusbergkalk.
- Pyrit:
- Silex:
Region: Kreis Thun / Bezirk Horrenbach-Buchen Koordinaten ca.: 2'629’190 / 1'179’030
Literatur:
- Schneeberger, Werner; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft Bern; 1926; Seite 1 - 98; Die stratigraphischen Verhältnisse von Kreide und Tertiär der Randkette nördlich des Thunersees Koordinaten:
- Sohlfluh, Solflue: 2'629’190 / 1'179’030, 1650 m ü. M.,
- Sichel, Sichle: 2’628.010 / 1’177.790, 1679 m ü. M.,
- Sulzi, Sulzigraben: 628.260 / 1'178’440, 1460 m ü. M.
Unter der Sohlfluh, NE der Sichel, bildet die Ältmannschicht das Dach des hier hellgrauen, zuckerkörnigen Kieselkalkes, der in zwei Horizonten reichlich Silexknollen führt. Ihre Mächtigkeit beträgt 1,6 m. Ausserordentlicher Glaukonit- und Pyritgehalt vereihen dem Gestein eine dunkelgrüne Farbe. Die Wiederholung des Silexhorizontes des Kieselkalkes und der Ältmannschicht über 2 m Drusbergschichten, ist wohl eher als tektonische Störung, denn als stratìgraphische Anomalie zu erklären. Am Sulzi ist folgendes Profil zu beobachten: Aus dem Gehängeschutt erheben sich ca. 40 m Kieselkalk in Bänken von 10 - 30 cm Dicke, mit untergeordneten Schieferlagen. Der Kalk bricht klingend, splittrig, ist innen dunkelgrau bis bräunlich und führt in einigen Horizonten reichlich Schwammnadeln oder reichlicher Quarz und Silexknollen. Glaukonit ist nicht vorhanden. Die obersten 5 - 6 m sind dickbankig, dicht und unterlagern die Gemsmättlischicht mit scharfer Grenze. Eine helle graugelbe Kieselkruste bedeckt die Anwitterungsfläche. Am Chruudbach (Balmholznische) sind die Altmannschichten sehr typisch ausgebildet, doch ist das Profil durch kleine Brüche gestört. Von unten nach oben finden sich: 1. x m dunkelblaugrauer, etwas schuppiger Kieselkalk (Hauteriv.). 2. 2 m spätig-glaukonitischer Kieselkalk mit grossen Pyrithexaedern, an der Basis eckige, wenig glaukonitische Kieselkalkbrocken enthaltend. 3. 3 m dunkelblaugrauer, zäher, spätiger Glaukonit-Kieselkalk mit Pyritestern. In der oberen Hälfte der Bank ist dieses Gestein nur noch als Brocken und Schlieren in fast glaukonitfreiem sandigem Kalk eingelagert. 4. blaugrauer, feinspätiger, oolithischer Drusbergkalk.
- Pyrit:
- Silex:
098_BE / Oberhofen, Heiligenschwendi, Goldbach;(Waschgold)
Region: Kreis Thun / Gemeinde Oberhofen am Thunersee Koordinaten ca.: 2'617’602 / 1'175’556 Literatur:
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 94.
Seitenbach des Riederbaches, welcher bei Oberhofen in den Thunersee fliesst. Einige Flitterchen. Die Koordinaten zeigen auf Oberhofen.
- Waschgold: als Flitterchen.
Region: Kreis Thun / Gemeinde Oberhofen am Thunersee Koordinaten ca.: 2'617’602 / 1'175’556 Literatur:
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 94.
Seitenbach des Riederbaches, welcher bei Oberhofen in den Thunersee fliesst. Einige Flitterchen. Die Koordinaten zeigen auf Oberhofen.
- Waschgold: als Flitterchen.
099_BE / Sigriswil, Merligen, Justistal, Dallenfluh
Region: Kreis Thun / Gemeinde Sigriswil Koordinaten ca.: 2'622’800 / 1'171’800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 229
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 357
Zwischen Thun und Interlaken, in Klüftchen im grünen Tavayannazsandstein. Die Aufschlüsse befinden sich oberhalb von Merligen, z.B. am Strässchen von Sigriswil ins Justistal. In der älteren Literatur findet sich oft die Bezeichnung 'Dallenfluh'.
- Calcit:
- Coelestin:
- Laumontit: sehr flache Prismen mit blättriger Struktur, stark perlmuttglänzend, konzentrisch strahlig, angehäuft, auch unregelmässig durcheinander.
- Quarz: klein, klar, gute Ausbildung.
Region: Kreis Thun / Gemeinde Sigriswil Koordinaten ca.: 2'622’800 / 1'171’800
Literatur:
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweizer Alpen; 1954; Seite 229
- Parker, R.L.; Die Mineralfunde der Schweiz; 1973; Seite 357
Zwischen Thun und Interlaken, in Klüftchen im grünen Tavayannazsandstein. Die Aufschlüsse befinden sich oberhalb von Merligen, z.B. am Strässchen von Sigriswil ins Justistal. In der älteren Literatur findet sich oft die Bezeichnung 'Dallenfluh'.
- Calcit:
- Coelestin:
- Laumontit: sehr flache Prismen mit blättriger Struktur, stark perlmuttglänzend, konzentrisch strahlig, angehäuft, auch unregelmässig durcheinander.
- Quarz: klein, klar, gute Ausbildung.
100_BE / Sigriswil, Merligen, Justistal, Ralligstöck, Dallenfluh, Weissentalfluh, Ralligflühe
Region: Kreis Thun / Gemeinde Sigriswil Koordinaten ca.: 2'623’230 / 1'173’540
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 183
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 251
Dallenfluh konnte auf der Karte nicht gefunden werden. Koordinaten auf Ralligstöck. Unterhalb der Ralligstöck, im Bereich des Strässchens, das von Sigriswil ins Justistal führt. Eine ältere Fundortbezeichnung lautet auf 'Dallenfluh' (nicht auf der Landkarte eingezeichnet).
- Laumontit: auf Klüften, gesteinsbildend (de Quervain, 1928; Martini, Vuagnat, 1965). Kenngott: auf Klüften im Gemenge mit weissem kristallinischem Kalk im Taviglianaz-Sandsteine in der Weissenthalflu oder in den Ralligflühen oberhalb Merligen am nordwestlichen Ufer des Thunersees.
Region: Kreis Thun / Gemeinde Sigriswil Koordinaten ca.: 2'623’230 / 1'173’540
Literatur:
- Kenngott, Adolf; Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten; 1866; Seite 183
- Stalder, Hans Anton & Wagner, Albert & Graeser, Stefan & Stuker, Peter; Mineralienlexikon der Schweiz; 1998; Seite 251
Dallenfluh konnte auf der Karte nicht gefunden werden. Koordinaten auf Ralligstöck. Unterhalb der Ralligstöck, im Bereich des Strässchens, das von Sigriswil ins Justistal führt. Eine ältere Fundortbezeichnung lautet auf 'Dallenfluh' (nicht auf der Landkarte eingezeichnet).
- Laumontit: auf Klüften, gesteinsbildend (de Quervain, 1928; Martini, Vuagnat, 1965). Kenngott: auf Klüften im Gemenge mit weissem kristallinischem Kalk im Taviglianaz-Sandsteine in der Weissenthalflu oder in den Ralligflühen oberhalb Merligen am nordwestlichen Ufer des Thunersees.
101_BE / Steffisburg, Zulg;(Waschgold)
Region: Kreis Thun / Gemeinde Steffisburg Koordinaten ca.: 2'616’560 / 1'181’320
Literatur:
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 92.
Wenig Waschgold. Die Koordinaten zeigen auf eine Stelle etwas östlich von Steffisburg an der Zulg.
- Waschgold: wenig. Als Flitterchen ausgebildet.
Region: Kreis Thun / Gemeinde Steffisburg Koordinaten ca.: 2'616’560 / 1'181’320
Literatur:
- Pfander,Peter & Jans,Victor; Gold in der Schweiz, 3.Auflage; 2001; Seite 92.
Wenig Waschgold. Die Koordinaten zeigen auf eine Stelle etwas östlich von Steffisburg an der Zulg.
- Waschgold: wenig. Als Flitterchen ausgebildet.
102_BE / Thun (nördlich), Goldiwyl, Goldiwil, Lauene, Schlangere
Region: Kreis Thun / Gemeinde Thun Koordinaten ca.: 2'617’210 / 1'179’130
Literatur:
- Bachmann, J.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern [aus dem Jahre]; - (1880); Heft 979-1003; Seite 93 - 96: Schwerspath, neues Vorkommen bei Thun
Die Koordinaten zeigen auf Goldiwil. Auszug von Bachmann, 1880: Die Fundstelle liegt nördlich oberhalb Thun, in der Lauenen, an der neuen Strasse gegen Goldiwyl, unmittelbar oberhalb dem "Schlangere" genannten Hause, im dortigen Molasse- und Nagelfluh-Gebiete. In vielfach wiederholtem Wechsel tritt gemeine und mergelige Molasse und Nagelfluh in südfallender Lagerung an die Strasse herunter und ist durch diese streckenweise angeschnitten. In einzelnen, zum Theil röthlichen und violetten Mergelschichten erscheinen kalkige knollenförmige Concretionen lagenweise in grösster Häufigkeit. Wie überall unter ähnlichen Verhältnissen zeigt sich auch hier wiederholt ein gegenseitiges Auskeilen der Sandstein- und Nagelfluh-Linsen in einander. Durch die Hebung wurden zudem hie und da Ueberschiebungen und kleine Verwerfungen erzeugt. An solchen Stellen treten dann, sowohl den Schichtfugen, als den Verschiebungsflächen folgend, Kalkspathadern auf, welche nachträglich die früher entstandenen Klüfte wieder ausfüllten und zuheilten. In diesen Kalkspathadern, die meistens nur dünn sind, stellenweise aber stärker, fast knotig anschwellen, entging dem Finder ein zweites, viel schwereres und anders aussehendes Mineral nicht. Das ganze Vorkommen ist ebenso unansehnlich und es sehen die Kalkspathplatten so gewöhnlich aus, dass es einer grossen Aufmerksamkeit oder des Zufalls bedarf, um da etwas Besonderes zu finden. Der Kalhspath zeigt nur selten erkennbare äussere Krystallgestalten und zwar das stumpfe Rhomboeder, mit Andeutungen von Prismenflächen. Auf allen diesen Krystallflächen tritt eine sehr deutliche Streifung parallel den Spaltungsrichtungen auf. Im Uebrigen ist der Kalkspath körnig und sehr bröcklig. Häufig durchziehen kurze, stark gerifte oder gestreifte Rutschflächen die Masse, zum Beweis, dass auch nach der Bildung des Kalkspaths noch Bewegungen der ganzen Gesteinsmasse stattgefunden haben. Die Merkmale deuten auf Schwerspath (Baryt) hin.
- Baryt: in kalkigen knollenförmigen Konkretionen, eingelagert im Calcit.
- Calcit: in kalkigen knollenförmigen Konkretionen.
Region: Kreis Thun / Gemeinde Thun Koordinaten ca.: 2'617’210 / 1'179’130
Literatur:
- Bachmann, J.; Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern [aus dem Jahre]; - (1880); Heft 979-1003; Seite 93 - 96: Schwerspath, neues Vorkommen bei Thun
Die Koordinaten zeigen auf Goldiwil. Auszug von Bachmann, 1880: Die Fundstelle liegt nördlich oberhalb Thun, in der Lauenen, an der neuen Strasse gegen Goldiwyl, unmittelbar oberhalb dem "Schlangere" genannten Hause, im dortigen Molasse- und Nagelfluh-Gebiete. In vielfach wiederholtem Wechsel tritt gemeine und mergelige Molasse und Nagelfluh in südfallender Lagerung an die Strasse herunter und ist durch diese streckenweise angeschnitten. In einzelnen, zum Theil röthlichen und violetten Mergelschichten erscheinen kalkige knollenförmige Concretionen lagenweise in grösster Häufigkeit. Wie überall unter ähnlichen Verhältnissen zeigt sich auch hier wiederholt ein gegenseitiges Auskeilen der Sandstein- und Nagelfluh-Linsen in einander. Durch die Hebung wurden zudem hie und da Ueberschiebungen und kleine Verwerfungen erzeugt. An solchen Stellen treten dann, sowohl den Schichtfugen, als den Verschiebungsflächen folgend, Kalkspathadern auf, welche nachträglich die früher entstandenen Klüfte wieder ausfüllten und zuheilten. In diesen Kalkspathadern, die meistens nur dünn sind, stellenweise aber stärker, fast knotig anschwellen, entging dem Finder ein zweites, viel schwereres und anders aussehendes Mineral nicht. Das ganze Vorkommen ist ebenso unansehnlich und es sehen die Kalkspathplatten so gewöhnlich aus, dass es einer grossen Aufmerksamkeit oder des Zufalls bedarf, um da etwas Besonderes zu finden. Der Kalhspath zeigt nur selten erkennbare äussere Krystallgestalten und zwar das stumpfe Rhomboeder, mit Andeutungen von Prismenflächen. Auf allen diesen Krystallflächen tritt eine sehr deutliche Streifung parallel den Spaltungsrichtungen auf. Im Uebrigen ist der Kalkspath körnig und sehr bröcklig. Häufig durchziehen kurze, stark gerifte oder gestreifte Rutschflächen die Masse, zum Beweis, dass auch nach der Bildung des Kalkspaths noch Bewegungen der ganzen Gesteinsmasse stattgefunden haben. Die Merkmale deuten auf Schwerspath (Baryt) hin.
- Baryt: in kalkigen knollenförmigen Konkretionen, eingelagert im Calcit.
- Calcit: in kalkigen knollenförmigen Konkretionen.
103_BE / Fisistöcke, Gemmi, Innerer Fisistock, Lämmernalp, Varneralp;(Bohnerzabbau)
Region: Kandersteg Koordinaten ca.: 2'619’346 / 1'146’483
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Schmidt,C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917 Bohnerz des Eocäns.
Fisistöcke - Gemmi. Am Wege von Kandersteg zur Fisialp und am nordwestlichen Absturz des Innern Fisistockes auf ca. 2600 m Höhe liegt das Bohnerz, mit 25,7% Fe-Gehalt, auf den unterkretacischen Tschingelkalken und wird von eocänen, fossilreichen Mergeln und Lithothamnienkalken überlagert. Auf der Gemmi, im Gebiet der Lämmernalp, liegt auf ca. 3 km Länge eine Bohnerzbildung zwischen Unterer Kreide und eocänen Süsswasserkalken. Koordinaten auf Innere Fisistock.
- Bohnerz:
Region: Kandersteg Koordinaten ca.: 2'619’346 / 1'146’483
Literatur:
- Epprecht,W., Beiträge zur Geologie der Schweiz, Geotechnische Serie - kleinere Mitteilungen Nr. 19 Unbekannte schweizerische Eisenerzgruben sowie Inventar und Karte aller Eisenerz- und Manganerz-Vorkommen der Schweiz. Sonderdruck aus SMPM, Band 37; 1957; Heft 2
- Schmidt,C.; Beiträge zur Geologie der Schweiz. Erläuterungen zur Karte der Fundorte von Mineralischen Rohstoffen in der Schweiz; 1917 Bohnerz des Eocäns.
Fisistöcke - Gemmi. Am Wege von Kandersteg zur Fisialp und am nordwestlichen Absturz des Innern Fisistockes auf ca. 2600 m Höhe liegt das Bohnerz, mit 25,7% Fe-Gehalt, auf den unterkretacischen Tschingelkalken und wird von eocänen, fossilreichen Mergeln und Lithothamnienkalken überlagert. Auf der Gemmi, im Gebiet der Lämmernalp, liegt auf ca. 3 km Länge eine Bohnerzbildung zwischen Unterer Kreide und eocänen Süsswasserkalken. Koordinaten auf Innere Fisistock.
- Bohnerz:
